„Es ist mal ganz gut, wenn Jungen einfach mal so blöd angemacht werden“

Über den Blog Elitemedium und dessen hervorragende Besprechung bin ich auf einen Beitrag im Blog von Somlu aufmerksam geworden, indem diese beschreibt, wie sie und Freundinnen sich gegen diskriminierendes Verhalten wehren.

Beispielsweise im Cafe, Samstag oder Sonntagsmorgens. Wir saßen an einem Tisch allein, grundsätzlich war noch Platz aber es gab auch noch weitere freie Tische. Aber natürlich wurden wir gefragt, ob Mann* sich noch dazu setzen dürfe. Wir verweigerten das. Interessant war es damals schon, welch Irritationen das auslöste. Zwei junge Frauen, die – so allein hier Schätzchen – am Tisch saßen, die sich einfach verweigerten.

Da sieht man schon, dass sie das Abwehren als Rebellion feiern. Bei ihnen ist der Wunsch alleine zu sitzen gleich ein Kampf gegen das System, in dem Frauen Verfügungsmasse des Mannes sind. Eine Verweigerung ohne das jemand eigentlich einen Besitzanspruch geltend gemacht hat. Für sie aber ein Sieg gegen das System und das Patriarchat.

Bei einer anderen Gelegenheit ließ meine beste Freundin ihr Essen zurück gehen, weil die Erzählung von irgendwas am Nachbartisch, getragen von einer lauten und sonoren männlichen Stimme, ihr den Appetit verdarb. Ich weiß nicht mehr worum es ging, nur dass es eklig war. Während sie das Essen zurück gehen ließ, empfahl sie der Bedienung sich das Geld dafür am Nachbartisch zu holen. Sie sagte es laut, dass der Nachbartisch es auch mitbekam und es gab eine riesen Diskussion. Wenn ich mich recht erinnere, endete es tatsächlich damit, dass der Typ das Essen meiner Freundin bezahlte.

Auch hier hat sie es dem Patriarchat/der hegemonialen Männlichkeit richtig gezeigt. Die übliche Reaktion wäre es einfach hinzunehmen oder mit einem „wir essen hier“ die anderen dazu aufzufordern, ein tatsächlich ekliges Thema abzubrechen.

Die eigentlich entscheidende Szene ist aber die folgende:

Eine meiner Lieblingsszenen ereignete sich im Sommer. Meine Freundin hatte ihr T-Shirt unter den Brüsten geknotet und trug keinen BH. Damals trugen viele von uns keine BHs . Es war noch eine andere Freundin dabei. Wir wollten damals in den Grüneburgpark und liefen an den gut bürgerlichen Vorgärten gegenüber dem Palmengarten entlang. Plötzlich sagt die dritte im Bunde: Eh, der hat grad gesagt, die hat sich aber die Glocken abgebunden. Meine beste Freundin und ich drehten uns auf dem Absatz um und machten die drei Jungs, die in einer der Vorgärten irgendwas arbeiteten komplett zur Sau. Dann gingen wir weiter. Die dritte im Bunde sagte auf einmal und sie konnte sich vor Lachen kaum noch halten: “das waren die falschen gewesen, die haben nichts gesagt, da wären uns doch ein paar Jungs entgegen gekommen, die waren es gewesen.” Ein Moment lang überlegten wir uns, ob wir uns entschuldigen sollten. Kamen dann aber zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich sowieso nicht die falschen getroffen hat. Und dass es vielleicht mal ganz gut ist, wenn Jungs einfach mal so blöd angemacht werden und sind weiter gegangen.

Also einfach mal die falschen zur Sau machen, aber das ist ja nicht so schlimm, weil Männer eh alle Schuld sind. Wen man aus der Gruppe erwischt, ist dann nicht so richtig, es ist sogar eher gut, so lernen sie was über das Leid der Gruppe Frau.

Finde ich unglaublich arrogant und durch nichts zu rechtfertigen. Eine Gruppenhaft quasi.

Die Kommentatoren sehen es aber teilweise anders:

Ninia bedankt sich für den Artikel

Anna-Sarah Henning von der Mädchenmannschaft schreibt: „Danke für’s Teilen dieser Erfahrungen. Ich bin wütend, entzückt & inspiriert! :)“

Monorulez beschreibt es als „einem Text, in dem eine Frau beschreibt, wie es ihr wenigstens temporär gelang, permanente Übergriffigkeiten im öffentlchen Raum aus der Subjekt-, nicht Objektposition zu erfahren“

Ein Unrechtbewußtsein scheint in diesem Bereich bei vielen einfach nicht zu bestehen.

Erstaunlich.

342 Gedanken zu “„Es ist mal ganz gut, wenn Jungen einfach mal so blöd angemacht werden“

  1. Also wenn eine Frau (in unserem Kulturkreis) nicht ausgesprochen sympathisch wirkt, schaue ich diese höchstens teilnahmslos oder mehr oder weniger angewidert, arrogant und abschätzig an, wenn überhaupt.
    Es ist ein Blick den Frauen scheiße finden und meine Mutter schon immer zur Verzweiflung trieb. Ich verstehe gar nicht warum die mich dann doch stalked, kann doch einfach weg bleiben.

    Die Quote an Frauen die sich wie hier geschildert geben ist zu hoch als dass sich Freundlichkeit noch lohnen würde. Nur ganz Verzweifelte oder absolute Beginner oder viele Andere ohne Selbstwert winden sich in Demut vor dieser weiblichen Überheblichkeit.

    Wenn man mal ein paar Wochen in einer komlett anderen Kultur war merkt man wie gestört und neurotisch unser soziales Miteinander und vor allem das der Geschlechter ist.

    Schlägt Mann dann während dem Heimflug wieder auf dem Boden der Realität auf (sieht das deutsche Elend) kann man nur sagen: „Willkommen zurück in Deutschland, beste Frau der Welt!“

      • Überhaupt gibt es DEN Feminismus ja gar nicht

        Erstaunlicherweise gibt es aber DEN Antifeminismus. Obwohl nicht klar ist, worauf sich dieses „Anti“ bezieht, ist klar, dass Antifeminismus was ganz Schlechtes ist!
        Es gibt ihn allerdings, DEN Feminismus, wenn die „grossartigen Errungenschaften“ des Feminismus besungen werden.

        • @Peter: Das ist eines der großen Rätsel unserer Zeit.
          Genau so wir wie die Frage, warum „Mann zu sein der häufigste genetische Defekt in der Natur ist“, wo doch die Geschlechter eh nur Konstrukte im Patriachat sind.
          Welches natürlich ausschließlich von den bösen Männern geschaffen wurde und aufrecht erhalten wird, um die armen Frauen zu unterdrücken. Und letztere natürlich niiiiieeeee irgendwelche Geschlechterrollen reproduzieren.
          Aber zerbrechen wir uns nicht unsere minderwertigen Männerschädel darüber.

  2. Das erinnert mich an eine Passage in Christina Hoff Sommers „Who Stole Feminism? How Women Have Betrayed Women“. Sommers schildert darin die Reaktion einer Studentenvertreterin, nachdem sich herausstellte, dass sie einige Männer fälschlich der Vergewaltigung bezichtigt hatte: „Sie haben einigen Schmerz erfahren, aber das war kein Schmerz, den ich ihnen unbedingt erspart hätte. Ich denke, idealerweise leitet dies einen Prozess der Selbsterkundung ein. ‚Wie sehe ich Frauen?‘, ‚Wenn ich sie nicht vergewaltigt habe – hätte ich es tun können?‘, ‚Habe ich das Potential, das zu tun, was ich getan haben soll?‘ Das sind gute Fragen.“ Auch hier wäre die Mädchenmannschaft vermutlich entzückt und inspiriert gewesen.

    • „Wie sehe ich Frauen?“Hm, nach einer Falschbezichtigung vermutlich als gefährliche Verrückte. Bei einer Frau, die so redet oder solche Rede als inspirierend bezeichnet, würde ich damit wohl auch richtig liegen.

      Die meisten Frauen würden hier aber auch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, ob der kompletten Durchgeknalltheit einiger ihrer Geschlechtsgenossinen.

      Und jetzt soll Männern weisgemacht werden, Feminismus wäre auch gut für sie.

      Man stelle sich einmal vor, solche Texte würden von weitaus mehr Menschen gelesen.

    • „Sommers schildert darin die Reaktion einer Studentenvertreterin, nachdem sich herausstellte, dass sie einige Männer fälschlich der Vergewaltigung bezichtigt hatte: “Sie haben einigen Schmerz erfahren, aber das war kein Schmerz, den ich ihnen unbedingt erspart hätte. Ich denke, idealerweise leitet dies einen Prozess der Selbsterkundung ein.“

      Die „Selbsterkundung“ kann in solchen Fällen, was diese Frau nicht ahnt, da sie ja nur ihr eigenes Geschlecht für verletzlich hält, auch mit einem Amoklauf enden. Oder „nur“ mit Selbstmord, Depressionen, Arbeitsunfähigkeit, Akoholismus – oder, wenn es schon kein Amoklauf ist, mit einem Gewaltdelikt, einer Verzweiflungstat gegen diese Falschbezichtigerin. Oder mit einem Lynchmord oder überhaupt einem Zusammengeschlagen werden der männlichen „Täter“ durch andere Männer, die sich dabei als edle Ritter profilieren können und sich dabei unheimlich gerecht und auf der Seite des Guten vorkämen – das Böse gehört ja schließlich zerknetscht, das lernt man ja schon im Fernsehen, so wie man die eigenen Urinstinkte nicht so gut kennen- und hinterfragen lernt. Sie gefährdet sich selbst und andere mit diesem Verhalten, die bei einem Mann ankommen wie der Versuch, ihr Leben restlos zu ruinieren und diesen Versuch auch darstellen.

      Ich will jetzt Frauen nicht den Weg auf die Uni versperren. Aber ich kann folgenden Gedankengang in mir nicht unterdrücken:

      Das hat man nun davon, dass man sie studieren lässt, dass man sie auf dem Gebiet nicht benachteiligt. Dann werden sie Studentenvertreterinnen, lesen feministische Literatur, und zerstören einem zum Dank dafür, dass man sie im Gegensatz zu früheren Zeiten Abitur machen und studieren lässt, u. U. das ganze Leben. Mit diesem feministischen Gedankengut kämen sie außerhalb der Uni viel weniger in Berührung – haben sie doch auf der Uni ihre Anti-Männer-Institute gegründet, wo sie dann in hochwissenschaftlicher Manier, man könnte auch sagen, in Goebbels-reloaded-Manier, z. B. 16 verschiedene Geschlechter postulieren, oder gleich unendlich viele. Wählerischer bei der Partnerwahl werden sie durch ihre Bildungserfolge sowieso.

      Ich will keiner Frau ihre Bildungschancen nehmen. Aber diese Nachteile davon gehören auch mal ausgesprochen. Die Gender-Institute und überhaupt der feministische Geist auf unseren Hochschulen muss weg, die Bevorzugung von Frauen im Bildungssystem auch.

      Alles, was ich hier geschrieben haben, fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“.

        • Also bei dürften Frauen nur Physik, Elektrotechnik, Informatik, u.ä. studieren, denn hier besteht hoher Bedarf an mehr Frauen und die Verdienstaussichten sind gut.

          Und wenn sie in der Leistung zu weit unter dem Durchschnitt der Männer sind würden sie rausfliegen. Oder Stuidengebühren.

          Also genau das was wir in aufstrebenden Ländern sehen wo Frauen viel mehr „MINT“ als bei uns studieren.

          Aber auch dass könnte schiefgehen.
          Wir bekämen dann vielleicht Informatik mit dem Schwerpunkt Gender, Geschlechtergerechte Physik und „Datenverarbeitungspsychologie“ um die ganzen Nerds im Zaum zu halten.

        • Warum sollten Frauen dankbar dafür sein, Zugang zur höheren Bildung zu haben, wenn es doch eigentlich selbstverständlich sein sollte, lieber Matthias? Solange es Leute wie dich gibt, die das Recht auf Bildung für ein Privileg halten, dass Frauen sich erst brav verdienen müssen, wird es auch weiterhin Feministinnen geben.

          Außerdem vergisst du wohl auch, dass es eine beachtliche Anzahl an Frauen gibt, die GEGEN die Frauenquote sind, das hat der Stern letztens erst zum Titelthema gemacht.

        • @ Stephi

          „Warum sollten Frauen dankbar dafür sein, Zugang zur höheren Bildung zu haben, wenn es doch eigentlich selbstverständlich sein sollte, lieber Matthias?“

          Das ironische „lieber“ kannst Du Dir sparen. Er sollte selbstverständlich sein, ja und? Bin ich dagegen? Nein.

          Ich sage nur: Wenn die überwiegende Mehrheit der Frauen studiert hat, und die überwiegende Mehrheit der Männer nicht – und in die Richtung entwickelt sich die westliche Welt – ist die Institution Ehe und die Famielie erfolgreich abgeschafft.

          Das Risiko zu benennen, und vor den Folgen zu warnen, hat mit Frauenfeindlichkeit rein gar nichts zu tun. Oder damit, ihnen Bildungschancen nehmen zu wollen.

          „Solange es Leute wie dich gibt, die das Recht auf Bildung für ein Privileg halten, dass Frauen sich erst brav verdienen müssen, wird es auch weiterhin Feministinnen geben.“

          Nirgendwo steht da von mir, dass frauen sich das brav verdienen müssen.

          Ich hatte nur geschrieben, dass es historisch gesehen undankbar ist. Man(n) lässt sie in die Uni rein, und anstatt friedlich seriöse Fächer zu studieren, bauen dort einige von ihnen eine wirklich männerfeindliche Lobby auf und publizieren den größten Schachsinn aller Zeiten mit ihren unendlich vielen Geschlechtern.

          Ungefähr so: Frau klagt über fehlenden Hochschulzugang. Mann gewährt ihn ihr. Frau steigt ihm danach mit den Mitteln der Hochschule aufs Dach, anstatt sich mit ihm zu vertragen. Ich weiß, nur sehr kleiner Teil der Wahrheit. Lohnt sich trotzdem, es mal so auszudrücken.

          Solange es Leute wie mich gibt, gibt es Feministinnen? Vorsicht: Ich war früher ganz anders. Wenn es den Feminismus nicht gäbe, hätte ich diese Sichtweisen nie im Leben entwickelt. Ihr habt mir diese Einstellungen mit der Brechstange beigebracht.

          „Außerdem vergisst du wohl auch, dass es eine beachtliche Anzahl an Frauen gibt, die GEGEN die Frauenquote sind, das hat der Stern letztens erst zum Titelthema gemacht.“

          Nein, das vergesse ich nicht, ich habe es aber nicht extra erwähnt und muss es auch nicht.

          • @Matthias

            „Wenn die überwiegende Mehrheit der Frauen studiert hat, und die überwiegende Mehrheit der Männer nicht – und in die Richtung entwickelt sich die westliche Welt – ist die Institution Ehe und die Famielie erfolgreich abgeschafft.
            Das Risiko zu benennen, und vor den Folgen zu warnen, hat mit Frauenfeindlichkeit rein gar nichts zu tun. Oder damit, ihnen Bildungschancen nehmen zu wollen.“

            Das kann schon etwas mit Frauenfeindlichkeit zu tun haben, weil ja die einzige Lösung ist, dass man eben die Mehrheit der Frauen nicht mehr studieren lässt. Mit der Formulierung des Problems in dieser Weise ist eigentlich nur noch eine Lösung richtig, nach der Frauen eben nicht mehr studieren.

            Es stimmt im übrigen ja auch nicht, dass Männer nicht mehr studieren.

        • @ Christian

          „Das kann schon etwas mit Frauenfeindlichkeit zu tun haben, weil ja die einzige Lösung ist, dass man eben die Mehrheit der Frauen nicht mehr studieren lässt. Mit der Formulierung des Problems in dieser Weise ist eigentlich nur noch eine Lösung richtig, nach der Frauen eben nicht mehr studieren.“

          Nicht ganz: Der Mehrheit der Frauen müssen immer noch genauso viele Männer in Sachen „Bildungs- und Berufs“-Attraction etwas entgegen setzen können. D. h. selbst wenn man das ganze nur darauf optimieren würde (was ich noch nicht einmal eins zu eins fordere), dass möglichst viele Beziehungen, Ehen und Familien zustande kommen und möglichst stabil sind, müsste man nicht alle Frauen am Studieren hindern, sondern nur dafür sorgen, dass es nicht mehr sind wie die Männer. Und das kriegt man mit ganz sanften Methoden hin, durch die sich dann manch eine Frau ihren Hörsturz, Tinnitus, Burnout und was nicht alles gesundheitliche man durchs studieren erleiden kann erspart. Nicht, weil man ihr das Studieren verboten hat, sondern weil man z. B. den Lebensentwurf der „nur“ Hausfrau und Mutter und das Kinderkiregen mit etwas über 20 mehr wertschätzt, mehr unterstützt, genauso ein Teilzeiterwerbsleben der Frau, für das sie in vielen Fällen nicht extra studieren muss. Und damit, dass der „war against boys“ in den Schulen beendet wird. Den Frauen mal was anderes als Bildung und Karriere predigen, als wenn das die einzige Möglichkeit im Leben wäre. Ganz sanfte Maßnahmen.

          Studieren ist nebenbei bemerkt gerade im Zeitalter modularisierter Studiengänge beileibe nicht mehr durch und durch ein Privileg. Es kann ein Privileg sein, es nicht zu müssen, weil man oder eher frau bereits in anderen Zusammenhängen wertvoll ist.

          Außerdem: 2/3 aller Studenten sind weiblich. Wenn die dann keinen finden, den sie nach oben heiraten oder überhaupt lieben können, macht sie das auch nicht glücklich. Auch ein seriell-polygyner Partnermarkt macht sie nicht in jeder Hinsicht glücklich, wenn sie dann mal wieder von einem attraktiven Mann weggekickt werden.

          Eine Frau vor Unglück in der Liebe zu bewahren, oder vor ungewollter Kinderlosgkeit, oder vor einem Zwang zur höheren Bildung, wie wir ihn heute haben, ist meiner Meinung nach nicht frauenfeindlich.

          „Es stimmt im übrigen ja auch nicht, dass Männer nicht mehr studieren.“

          Es werden immer weniger, und sie sind jetzt schon den Frauen, die studieren, zahlenmäßig deutlich unterlegen.

          Ich kann übrigens auch nichts dafür, dass Erfolg in Bildung und Beruf Männer haben müssen, um auf dem Partnermarkt überhaupt eine Rolle spielen zu können, während Frauen dies nicht haben müssen. Nichts daran ist meine Schuld, ich kann nichts für die weiblichen Vorlieben bei der Partnerwahl. Sich dran anpassen muss den Männern erlaubt sein. Wenn man dieses Dilemma benennt, ist man kein Frauenfeind.

        • Mensch Matthias. Du weißt doch, dass Menschen vorallem eins sind: anpassungsfähig.

          Ich hab Dir gegenüber glaub ich schon mal auf die Studie hingewiesen mit dem Fazit:

          „Women are still marrying older men from the same social class as themselves, but for the first time, the proportion marrying down is higher than the proportion marrying up,“

          http://www.huffingtonpost.com/2012/04/10/marriage-economics_n_1415829.html

          Ich glaube also nicht, dass Du Dir DESHALB Sorgen machen musst. Dat findet sich schon Alles irgendwie…

        • @Maren: Du siehst also: auch „misogyne Wichser“ wie Matthias (und meine Wenigkeit) haben ein Herz für Tiere und somit auch für Frauen.
          😀

        • Mit dem allgemeinen Zugang zur Hochschule hatten diesen auch Frauen – das Argument dass Frauen nicht studieren durften zieht nicht weil auch die allermeisten Männer nicht studieren durften.

        • @marenleinchen

          > Du lässt Frauen studieren?
          > Wie überaus nett von dir.

          Ich stelle fest, dass du die subtile Perfidie des Patriarchats noch nicht vollständig durchschaust.

          Natürlich lassen wir Frauen studieren.

          Aaaaber: Wir haben gleichzeitig gesetzlich eine Maximalquote von 5% Frauen in den MINT-Fächern festgelegt. Dadurch zwingen wir die Frauen in Orchideenfächer wie Vergleichende Kulturwissenschaften, Politologie oder gleich Genderwissenschaften.

          Diese Frauen sind dann gezwungen sich zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes in der Mensa zu prostituieren indem sie sich angehenden Anwälten, Medizinern und (als letzte Wahl auch) Ingenieuren an den Hals werfen.

          Ihr sollte diese ungeheuerliche Verschwörung der GUMP (Geheime Ultra-Maskulistische Partei) unbedingt in euren Theoriesitzungen besprechen. Die Sache mit der sexuellen Belästigung lockt nämlich keinen Mann mehr hinter dem Ofen hervor.

        • @muttersheera:

          »Du weißt doch, dass Menschen vorallem eins sind: anpassungsfähig.«

          Korrekt.

          »Women are still marrying older men from the same social class as themselves, but for the first time, the proportion marrying down is higher than the proportion marrying up«

          Auch diese Tatsache ist wohl korrekt. Schwieriger wird es bei der Interpretation dieser Daten. Eine Möglichkeit wird in dem Artikel ja gleich vorgestellt:

          «The shift in marriage patterns may show that today’s economically independent women can afford to marry whomever they’d like, instead of marrying for financial stability, like generations before them.»

          Nun gibt durchaus noch andere Möglichkeiten diese Daten zu interpretieren. Man könnte z.B. zusätzlich zu den genannten Daten des IPPR auch noch erwähnen, dass gerade Großbritanniens „interessante“ Männer in den letzten Jahren verstärkt Frauen aus dem ehemaligen Ostblock heiraten.

          Dann müsste man allerdings „to marry whomever they’d like“ anders formulieren. Z.B. „to marry whomever is left“ oder „to marry whomever can’t afford a ticket to Warsaw or Kiev“.

          Vermutlich hat man diese Formulierungen aus Gründen des Satzbaues und des Leseflusses vermeiden wollen, daher ist es schon in Ordnung, dass man die Heiratsgewohnheiten britischer Männer ignoriert wenn man über die Heiratsgewohnheiten britischer Frauen räsoniert.

          »Ich glaube also nicht, dass Du Dir DESHALB Sorgen machen musst. Dat findet sich schon Alles irgendwie«

          Ja, auch ich empfinde eine ganz ähnliche Zuversicht.
          Wir bleiben erbärmliche Machos und Relikte der Steinzeit, unsere Kinder überleben euch einfach und unsere Enkel erzählen unseren Urenkeln Geschichten über die ausgestorbenen Frauen von Europa.

        • Oh sorry, dass hier

          „@ muttersheera

          Danke für den Link. Ich glaube kaum, dass Frauen zu weit nach unten heiraten, und wenn, dann nur, weil sie auch aufgrund anderer Kriterien lieben & heiraten, und weil oben nicht mehr viel ist. Es ändert bestimmt nichts am Großen und Ganzen. Wenn oben nicht mehr viel ist, heiraten die einen etwas nach unten, die anderen gar nicht. Und die Trennungsquote steigt.

          sollte natürlich hierhin. Ja, wir sind anpassungsfähig – aber nur in begrenzten Maße.

        • @ Stephi

          “ Außerdem vergisst du wohl auch, dass es eine beachtliche Anzahl an Frauen gibt, die GEGEN die Frauenquote sind, das hat der Stern letztens erst zum Titelthema gemacht“

          Es war der Focus.

          Stern hatte die Tagebücher von Himmelreich im Programm.

      • Ich will keiner Frau ihre Bildungschancen nehmen. Aber diese Nachteile davon gehören auch mal ausgesprochen.

        Das ist doch Unsinn, Matthias. Hätte man Männer nicht studieren lassen, gäbe es auch keine Atombombe, keine Schusswaffen und so weiter und so fort.
        Es ist doch wirklich albern, Privilegien nachzutrauern, die schon lange vor der eigenen Geburt völlig zurecht gar nicht mehr bestanden.
        Die Ursache des akademischen Genderismus am Zugang von Frauen zu Bildung festzumachen, ist schon frauenfeindlich.

        • *Das ist doch Unsinn, Matthias. Hätte man Männer nicht studieren lassen, gäbe es auch keine Atombombe, keine Schusswaffen und so weiter und so fort.*

          Keine Atombombe, aber vielleicht eine Autobombe?
          Nee, Ernst beiseite.

          Dann hätten sich Hochschulen und Naturwissenschaft ja gar nicht entwickeln können.

          Die ersten Hochschulen und die vorzeitliche Naturwissenschaft waren eine reine Männerveranstaltung, auf deren Initiative entstanden.
          OK, Frauen waren ja auch noch an Herd und Kinder gekettet.

          Das Henne-Ei Problem als Gedankenblokade.

          Es ist auch heute noch so, der Fortschritt in der Naturwissenschaft geht so gut wie nicht von Frauen aus, befreit man mal das was man so übermittelt bekommt von unserer zeitgeistigen Propaganda.

          Auch denke ich dass Albert Einstein jetzt nicht wegen seinem Studium die Physik ein gutes Stück weitergebracht hat, sondern weil er eben so ein „Nerd“ war der dann auch auf Eigeninitiative alles mögliche gelesen hat, korrespondiert hat. Sein Studium war nur ein von ihm gewähltes Teilstück seines Weges.

        • Nein, es es nicht Unsinn, sondern eine völlig berechtigte Sichtweise. Ich habe ja dabei geschrieben, dass ich keiner ihre Bildungschancen nehmen will.

          „Das ist doch Unsinn, Matthias. Hätte man Männer nicht studieren lassen, gäbe es auch keine Atombombe, keine Schusswaffen und so weiter und so fort.“

          Und gar keine moderne Technik. Von der medizinischen Versorgung ganz zu schweigen.

          „Es ist doch wirklich albern, Privilegien nachzutrauern, die schon lange vor der eigenen Geburt völlig zurecht gar nicht mehr bestanden.“

          Das ist eine historische Betrachtungsweise von mir, kein nachtrauern. Außerdem ist es (zumindest kann man es aus der Perspektive auch mal sehen) kein richtiges Privileg, die Last mit Bildung und Beruf stämmen zu müssen.

          „Die Ursache des akademischen Genderismus am Zugang von Frauen zu Bildung festzumachen, ist schon frauenfeindlich.“

          Nein, es ist nicht frauenfeindlich. Ich wollte mit diesem Gedanken nur aufzeigen, wie undankbar Feministinnen sind, wenn man das Ganze historisch betrachtet.

        • Wen interessiert es, welcher Fortschritt von welcher Subgruppe in welchem Maße ausgeht?

          Wenn du danach die Zulassung der Subgruppe zu akademischer Bildung diskutieren willst, ist dir nicht zu helfen.

          Welchen Fortschritt kann den dein Familienstammbaum für sich beanspruchen, reicht der denn um deinen Hochschulzugang zu rechtfertigen?

          Ich bin es auch Leid, MINT-Nerds die Bedeutsamkeit geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse für ihr eigenes Leben in dieser freiheitlichen Gesellschaft zu vermitteln. Das sollen andere tun.

          Dass aber eine Marie Currie die Wissenschaft und auch die Lage der Frauen mehr vorangebracht hat, als alle Genderprofessorinnen zusammen, darf man gerne festhalten.

        • „Wen interessiert es, welcher Fortschritt von welcher Subgruppe in welchem Maße ausgeht?

          Wenn du danach die Zulassung der Subgruppe zu akademischer Bildung diskutieren willst, ist dir nicht zu helfen.

          Welchen Fortschritt kann den dein Familienstammbaum für sich beanspruchen, reicht der denn um deinen Hochschulzugang zu rechtfertigen?

          Ich bin es auch Leid, MINT-Nerds die Bedeutsamkeit geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse für ihr eigenes Leben in dieser freiheitlichen Gesellschaft zu vermitteln. Das sollen andere tun.

          Dass aber eine Marie Currie die Wissenschaft und auch die Lage der Frauen mehr vorangebracht hat, als alle Genderprofessorinnen zusammen, darf man gerne festhalten“

          @ Borat? @ Mich @beide

          Ach, egal. Ich wollte auch eigentlich nur hierzu

          „Die Ursache des akademischen Genderismus am Zugang von Frauen zu Bildung festzumachen, ist schon frauenfeindlich.“

          noch was loswerden. Ich mache den Genderismus im akademischen Bereich doch gar nicht daran fest – natürlich hätte sich das auch mit Frauen anders entwickeln können. Ich erwähne nur, dass man es historisch so sehen kann, dass die betreffenden Frauen undankbar waren. Man lässt sie rein in die Uni, und anstatt dankbar zu sein bauen sie sich dort eine Lobby auf, fordern Quoten und so.
          Das zu sagen ist nicht frauenfeindlich.

        • *Wen interessiert es, welcher Fortschritt von welcher Subgruppe in welchem Maße ausgeht?*

          Den, der viel Zeit und Geld in Bildung investiert.

          *Wenn du danach die Zulassung der Subgruppe zu akademischer Bildung diskutieren willst, ist dir nicht zu helfen.*

          Mir ist zwar nicht mehr zu helfen, aber tue ich das?
          Ich bin für mehr „Eigenverantwortung“.

          *Welchen Fortschritt kann den dein Familienstammbaum für sich beanspruchen, reicht der denn um deinen Hochschulzugang zu rechtfertigen?*

          Mein Familienstammbaum hat seinen Teil zur Befreiung der Frau beigetragen.
          Das kostete immense Kraft und deswegen konnte ich den Hochschulzugang nicht erreichen und stehe heute vor den Scherben meiner gescheiterten, verschwendeten und jämmerlichen Existenz.

          *Ich bin es auch Leid, MINT-Nerds die Bedeutsamkeit geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse für ihr eigenes Leben in dieser freiheitlichen Gesellschaft zu vermitteln. Das sollen andere tun.*

          Die geisteswissenschaftlichen Ekenntnisse aus finsteren Zeiten der Frauenunterdrückung? Oder die der Generprofessorinnen?

        • *Man lässt sie rein in die Uni, und anstatt dankbar zu sein bauen sie sich dort eine Lobby auf, fordern Quoten und so.*

          Ich find es schön, Matthias, wie du ständig bestätigst, dass Feminismus eine konkrete Daseinsberechtigung hat.
          Solange nämlich Männer darauf bestehen, dass man Frauen Rechte „gewährt“, ist das nämlich so.

        • Posting ging an euch beide..

          Man lässt sie rein in die Uni, und anstatt dankbar zu sein

          Hier steckt der Denkfehler. Frauen haben nicht „dankbar“ zu sein für das Zugestehen gleicher Rechte. Im Gegenteil kann ich einen gewissen Argwohn nachvollziehen wenn mir gesagt würde, dass das Recht zur Uni zu gehen mir erst vor so und so viel Jahren vom anderen Geschlecht oder einer anderen Kaste zugestanden wurde. Ich glaube du würdest dir sehr helfen, das Verhalten von Frauen nicht im Kontext „gnädiger“ Geschenke „deines“ Geschlechts zu sehen. Da findet eine zu starke Personifizierung von historischen „Geschlechterkollektiven“ statt.

          Die Frauenlobby und Quotenforderung in der Akademia sehe ich natürlich auch kritisch. Aber deine Perspektive ist kein Stück hilfreich, denn Gleichberechtigung ist eine unhinterfragbar richtige Entwicklung gewesen.
          Wenn du Gleichberechtigung hinterfragst ist das dein gutes Recht, aber dir muss klar sein auf welchen extremen Pfad du dich begibst, deine Argumente werden dann wenig anschlussfähig sein und du musst dich über Ausgrenzung nicht wundern.


          Mein Familienstammbaum hat seinen Teil zur Befreiung der Frau beigetragen.
          Das kostete immense Kraft und deswegen konnte ich den Hochschulzugang nicht erreichen und stehe heute vor den Scherben meiner gescheiterten, verschwendeten und jämmerlichen Existenz.

          Naja, diesen Kausalzusammenang bezweifle ich mal doch ganz stark. Dass aber durch das Verpassen des Hochschulzugangs Frust entsteht, wenn man sieht wie viele Frauen diesen dank Förderung bekommen und wie wenig erfolgreich sie dann oft später sind, das kann ich sogar verstehen.

        • *Ich find es schön, Matthias, wie du ständig bestätigst, dass Feminismus eine konkrete Daseinsberechtigung hat.
          Solange nämlich Männer darauf bestehen, dass man Frauen Rechte “gewährt”, ist das nämlich so.*

          Das geht Männern genauso, dass ihnen „Rechte gewährt werden“.
          Auch und gerade von Frauen, überrascht? (#aufschrei und Sexismus… nur mal als harmloses Beispiel)

          Nur dem perfekten Egoist, dem „Unbürger“, muss nichts „gewährt“ weden.

          Ist es das als was sich die Feministin sieht und darüber lamentiert dass ihr nicht alles gewährt wird?

        • @David

          „Hier steckt der Denkfehler. Frauen haben nicht “dankbar” zu sein für das Zugestehen gleicher Rechte.“

          Für gleiche Rechte nicht, aber für das Gewähren von Privilegien m.E. schon. Das beschriebene Undankbarkeitsphänomen findet man auch in Fällen, wo Frauen mit Billigung von Männern ganz massiv bevorteilt werden. Hast du mal irgendeine Spitzenpolitikerin der Grünen, wo Frauen hinsichtlich der Vergabe von Abgeordnetenmandaten erheblich gegenüber Männern bevorzugt werden (Frauen haben einen deutlich geringeren Anteil unter den Parteimitgliedern, stellen aber die deutliche Mehrheit der Abgeordneten), über Geschlechterthemen reden hören ? Die Aggressivität, ja fast hasserfüllte Verächtlichkeit einer Künast, Lemke etc. gegenüber Männern ist schwer erträglich, gegenüber diesen Männern, die mit ihren Mehrheiten, auch bei den Grünen, alle diese weiblichen Quotenprivilegien erst eingeführt und GEWÄHRT haben. Hier frage ich mich auch, was das eigentlich für Charaktere sind, die nicht im Stande sind, auch nur einen Hauch von Dankbarkeit zu zeigen, sondern nur wütend weitere Forderungen zu erheben.

          Klar, wenn man natürlich ständig mit solchen unverschämten Forderungen durchkommt, beginnt man irgendwann für sein Gegenüber tatsächlich Verachtung zu empfinden, das entbehrt nicht einer gewissen Logik.

        • Die Aggressivität, ja fast hasserfüllte Verächtlichkeit einer Künast, Lemke etc. gegenüber Männern ist schwer erträglich, gegenüber diesen Männern, die mit ihren Mehrheiten, auch bei den Grünen, alle diese weiblichen Quotenprivilegien erst eingeführt und GEWÄHRT haben. Hier frage ich mich auch, was das eigentlich für Charaktere sind, die nicht im Stande sind, auch nur einen Hauch von Dankbarkeit zu zeigen, sondern nur wütend weitere Forderungen zu erheben.

          Point taken.

        • @ David

          „“Man lässt sie rein in die Uni, und anstatt dankbar zu sein“

          Hier steckt der Denkfehler. Frauen haben nicht “dankbar” zu sein für das Zugestehen gleicher Rechte.“

          Grundsätzlich zwar nicht. War auch nicht so gemeint. Aber dennoch ist es doch unklug von denjenigen Frauen, die dafür verantwortlich sind, den Eindruck der Undankbarkeit zu erwecken. Ich meine wenn die Menschen, die aus meiner Sicht meine Unterdrücker sind, mir endlich etwas zugestehen, was sie mir vorher nicht zugestanden habe, dann bin ich doch nicht so unklug, ihnen mit aller Gewalt Gründe zu liefern, dieses Zugeständnis an mich zu bereuen. Außer, sie untedrücken mich so sehr weiter, dass jedes Mittel recht ist, auch das eskalieren um jeden Preis. Davon konnte aber keine Rede sein bei den Frauen. Sie wurden nicht unterdrückt, sie hatten immer schon viele Vorteile.

          Sie hätten friedlich vernünftige Fächer studieren können, haben die meisten von ihnen ja auch getan, aber sie haben die Uni auch als Angriffsplattform gegen Männer missbraucht und tun es noch. Ja, und speziell die Frauen, die das machen, sind meiner Meinung nach undankbar. Man lässt sie in der Uni, der Politik, den Medien an die Macht und kriegt anschließend von ihnen eine rein, so dass man sich fragt, ob es richtig war, sie an die Macht zu lassen.

          „Im Gegenteil kann ich einen gewissen Argwohn nachvollziehen wenn mir gesagt würde, dass das Recht zur Uni zu gehen mir erst vor so und so viel Jahren vom anderen Geschlecht oder einer anderen Kaste zugestanden wurde. Ich glaube du würdest dir sehr helfen, das Verhalten von Frauen nicht im Kontext “gnädiger” Geschenke “deines” Geschlechts zu sehen. Da findet eine zu starke Personifizierung von historischen “Geschlechterkollektiven” statt.“

          Und die andere Seite der Medaille? Wie ist das denn mit Liebe und Sexualität? Wer gesteht das denn wem zu? Also überwiegend? Gibt es da Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau? Nein, und immer weniger, je mehr die Frauen die Männer in Sachen Bildung und Beruf überholen.

          „Die Frauenlobby und Quotenforderung in der Akademia sehe ich natürlich auch kritisch. Aber deine Perspektive ist kein Stück hilfreich, denn Gleichberechtigung ist eine unhinterfragbar richtige Entwicklung gewesen.“

          Gleichberechtigung ist natürlich richtig. Hinterfragbar ist aber schon noch, eine Gesellschaft es nicht nur hinnehmen, sondern fördern sollte, wenn Frauen an Männern vorbeiziehen, mit allen Folgen, die das hat. Der Mann wird dabei nämlich entwertet. Und hinterfragbar ist überhaupt, ob es Gleichberechtigungund auch Chancengleichheit ist, wenn Frauen und Männer beruflich und bildungsmäßig gleich sind. Denn das Leben findet nicht nur auf der Uni und dem Arbeitsmarkt statt, sondern auch auf dem Partnermarkt.

          Wenn sie in jungen Jahren mit einmal Finger schnippen viele Männer haben kann, und er in manchem Fall jahrelang immer wieder vor die Wand fährt und trotz größter Anstrengungen kaum oder keinen Erfolg hat, dann sind das Verhältnisse, die mit Gleichberechtigung und Chancengleichheit überhaupt nichts zu tun haben.

          „Wenn du Gleichberechtigung hinterfragst ist das dein gutes Recht, aber dir muss klar sein auf welchen extremen Pfad du dich begibst, deine Argumente werden dann wenig anschlussfähig sein und du musst dich über Ausgrenzung nicht wundern.“

          Eine Drohung? Wer die Wahhheit sagt, braucht eben ein schnelles Pferd oder wird ausgegrenzt. Es ist kein extremer Pfad, wenn man den starken Einfluss vom Bildungserfolg und beruflichen Erfolg der Frauen in Relation zu den Männern auf das Geschehen auf dem Partnermarkt und auf die demographische Entwicklung offen beschreibt, das Kind beim Namen nennt. Irgendwann werden die sozialen Probleme so groß sein, dass eh darüber geredet werden muss.

          Alles, wie üblich, fällt unter „meiner Meinung nach“.

        • @ Maren

          „Solange nämlich Männer darauf bestehen, dass man Frauen Rechte “gewährt”, ist das nämlich so.“

          Tue ich das? Und wenn: Handhaben das Frauen mit ihrer sexuellen Keule anders? Ist das mit der weiblichen Gunst, der Liebe und Sexualität etwa nicht etwas, was die Frau dem Mann gewährt? Oft für Gegenleistungen?

        • @Matthias: Es muss über soziale Entwicklungen geredet werden, aber dir muss doch klar sein, dass dies im Kontext „Nachteile der Gleichberechtigung“ niemals gesellschaftsfähig sein wird (meiner Meinung nach zurecht).
          Es ist mir zunächst mal egal, welche Nachteile unsere primärsten Grundrechte haben, die sind nicht verhandelbar und alle gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse müssen sich an ihrer Gegebenheit orientieren.
          Nun wirst du zurecht sagen, dass manchmal Grundrechte gegeneinander abgewägt und sehr wohl verhandelt werden müssen, aber das sehe ich beim Thema Studienberechtigung von Geschlechtern absolut nicht.

          Ich möchte dir mal sagen, dass ich du oftmals interessante Betrachtungsweisen einbringst, und du bei mir (wie wohl auch bei einigen Frauen hier) das Gefühl auslöst, dir irgendwie helfen zu wollen, dir einen Ratschlag zu geben, wie du besser damit zurecht kommst, nach dem was du alles durchgemacht zu haben scheinst.

          Aber es scheint auch leider sehr schwer mit dir zu diskutieren und dir eine andere Perspektive zu vermitteln.

          Ich habe dir zum Beispiel gesagt, dass hier eine Betrachtung der Situation mit Geschlechtern als Kollektive meiner Meinung nach nicht weiter hilft – und was du machst ist mir deinen Punkt exakt wieder beispielhaft an einer klassischen Personifizierung zu verdeutlichen. Du sprichst von der studierenden Frau wie dem Kind, dessen Vater es mal ausnahmsweise bis um 11 raus ließ, welches dann aber gleich ganz ausbüxt.

          Stell dir das doch mal aus deiner individuellen Sicht vor, wie wäre es wenn du an der Schule oder Uni lernst, dass du bis vor 10 Jahren aufgrund irgend eines Merkmals (Geschlecht, Rasse, Familie, Körpergröße, Linkshändigkeit) von dir noch nicht hättest zur Uni gehen dürfen.
          Angesichts deines erlernten Wertesystems, nach dem du ein gleichberechtigter Mensch bist, müsste dir das doch ziemlich absurd vorkommen, oder nicht?
          Würdest du also eher Dankbarkeit empfinden und hoffen, dass deine Linkshändigkeit nicht irgendwann doch deine Rechte einschränkt, oder könntest du es verstehen, dass einige Mit-Linkshänder sich mal mit der Frage beschäftigen, was es denn eigentlich mit der Linkshändigkeit und ihrer Stellung in der Gesellschaft (auch vor der eigenen Geburt) so auf sich hat(te)?

        • „Dankbarkeit“ ist für den von Matthias dargelegten Gedankengang wohl das falsche Wort, was die Diskussion in Teilen unnötig verkompliziert.

          Die überwältigende Mehrheit der Frauen studiert genauso friedlich vor sich hin wie die meisten Männer und da haben wir ja schon den Konsens, dass da „Dankbarkeit“ als Begriff nicht passt. Eine Frau, die einfach nur studiert, soll dankbar sein, dass sie es darf?

          Was du meinst, Matthias, ist wahrscheinlich, dass die Frauen, die den neuen Zugang zur Uni nutzen um eine Antimänner-Revolution vom Zaun zu brechen, das ihnen entgegengebrachte Vertrauen missbraucht haben (wenn man die damals priviligierten Männer als vertrauende Gruppe gegen die an die Uni ströhmenden Frauen setzt). Ein Gedanke, der umso verständlicher ist, wenn man auch persönlich im Kleinen erlebt hat, wie Vertrauen misbraucht wird (ob du das erlebt hast weiß ich nicht, ich habe die Weihnachtsmarkt-Diskussion nicht verfolgt).

          Frauen an die Uni zu lassen war aber keine Frage des Vertrauens, sondern die Erkenntnis einer ethischen Notwendigkeit, des Menschenrechts auf Bildung in einer von relativem Wissen immer mehr geprägten Welt. (Und natürlich und leider wohl zu allererst, logische Konsequenz des Kapitalismus, der human ressources).

          Wenn manche dieser Frauen (und manche Männer, ich hole nur kurz sterile Handschuhe und tippe Gesterkamp) an der Uni dann das Fass aufmachen, Männer seien generell scheiße, zeigt das nur, dass Frauen genauso heterogen, gutmütig bis verblendet sein können wie Männer. Diese Debatte anzufangen ist letztlich ihr Recht, so falsch sie auch liegen mögen. Dass das für viele Männer Nachteile hat ist mehr als richtig, aber es hilft ja nichts, stellen muss man sich der Debatte trotzdem.

        • @ David und andere, die sich hierzu gemeldet haben

          „Es muss über soziale Entwicklungen geredet werden, aber dir muss doch klar sein, dass dies im Kontext “Nachteile der Gleichberechtigung” niemals gesellschaftsfähig sein wird (meiner Meinung nach zurecht).
          Es ist mir zunächst mal egal, welche Nachteile unsere primärsten Grundrechte haben, die sind nicht verhandelbar und alle gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse müssen sich an ihrer Gegebenheit orientieren.
          Nun wirst du zurecht sagen, dass manchmal Grundrechte gegeneinander abgewägt und sehr wohl verhandelt werden müssen, aber das sehe ich beim Thema Studienberechtigung von Geschlechtern absolut nicht.“

          Du hast immer noch nicht verstanden, dass ich Frauen den Zugang zur Hochschule gar nicht verwehren will. Ich will nur verhindern, dass sie in solchen Hinsichten in der Masse der Bevölkerung stärker sind als die Männer. Grundrechte will ich ihnen schon gar nicht verwehren.
          Ich habe oben nur geschrieben, dass es undankbar ist bzw. man es als undankbar interpretieren kann, dass sie bzw. einige wenige von ihnen, nachdem man(n) sie im gleichen Maße wie Männer auf die Uni ließ, die Uni als Angriffs-Plattform gegen Männer missbraucht haben. Dass man die Schaffung dieser Gender-Institute deshalb aus der historischen Perspektive als undankbar ansehen kann.
          Das war eigentlich nur mal so eine Idee. Wenn ich sehe, was darauf für Reaktionen kommen (meine Güte!), kann ich nur sagen, das ist aus meiner Sicht keine Diskussionskultur mehr. Du beispielsweise machst daraus, ich hätte was gegen Gleichberechtigung, und jetzt kommst Du sogar mit Grundrechten, als wenn ich die in Frage gestellt hätte. Ich habe hier in meinen bisherigen Postings weder die Gleichberechtigung beider Geschlechter vor dem Gesetz, noch die Grundrechte in Frage gestellt. Ich sehe aber auch nicht ein, mich ultravorsichtig auszudrücken – das tun Feministinnen ja auch nicht.

          Was meine Einstellung zur Gleichberechtigung angeht: Ich finde es oberflächlich, wenn man beim Thema Gleichberechtigung den Partnermarkt ausklammert. Ich definiere „Gleichberechtigung“ und „Chancengleichheit“ eben so, dass es eine Gleichberechtigung und Chancengleichheit in der Gesamtbilanz ist, nicht eine, die sich speziell auf den Arbeitsmarkt bezieht.

          Chancengleichheit gibt es auf dem Partnermarkt ohnehin nicht zwischen den Geschlechtern. Gleichberechtigung auch nicht in der heutigen Zeit. Frauen dürfen wesentlich mehr als Männer auf dem Gebiet, gerade, wenn Kinder da sind, aber auch vorher. Im Konfliktfall hält der Staat sofort zu ihnen. Es ist also verfehlt, in meiner Auffassung von Gleichberechtigung ein Problem zu sehen, denn damit steht das eigentliche Problem von heute auf dem Kopf. Man kann natürlich gern eine andere Meinung haben als ich. Ich darf aber darauf hinweisen, dass die Probleme unserer Gesellschaft nicht in meinem Standpunkt zur Gleichberechtigung liegen, sondern ganz woanders. Frauen sind vor dem Gesetz rund um Liebe, Sexualität, Partnerschaft, Familie und Elternschaft wesentlich gleicher als Männer, ob es nun ums Sorge- und Umgangsrecht, um Häusliche und sexuelle Gewalt und entsprechenden Bezichtigungen geht, usw. – auch beim Flirten müssen Männer nach ihren Regeln spielen. Das alles ist das Gegenteil von Gleichberechtigung. Mein Standpunkt ist im Vergleich zu diesen Problemen ziemlich harmlos.

          Was die Problematik mit Bildung, Beruf und Geschlecht angeht: Es ist eben das Dilemma, dass Frauen aufgrund ihrer Auswahlkriterien bei der Partnerwahl, für die ich nebenbei bemerkt nichts kann, vorwiegend nach oben heiraten, zumindest nicht nach unten bzw. weit nach unten, und dass ein Mann i. d. R. einen Job haben muss, mit möglichst viel Status und mit anständigem, lieber hohem Einkommen. Es ist eine Tatsache, dass arbeitslose Männer auf dem Partnermarkt kaum Chancen haben, während arbeitslose Frauen auf dem Partnermarkt alle Chancen dieser Welt haben. Auch für diese Tatsache kann ich nichts. Ich kann auch nichts dafür, dass wir Millionen Arbeitsplätze zu wenig haben. Ich benenne aber diese Probleme.

          Und jetzt gibt es folgendes Dilemma: Würde man Frauen im Bildungssystem und beruflich diskriminieren, würde dies die Diskriminierung von Männern durch Frauen bei der Partnerwahl mit Sicherheit abmildern – die demographische Krise auch. Man würde also dann die eine Diskriminierung durch eine andere ersetzen, teilweise oder vollständig. Man hat diesbezüglich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, oder einem Kompromiss zwischen diesen beiden Übeln.
          Habe ich mich für eine Radikallösung auf dem Gebiet ausgesprochen, für eine einseitige Lösung? Für ein Hochschulzugangsverbot der Frauen oder eine spürbare Einschränkung? Nein. Wollte ich den Frauen Grundrechte wegnehmen? Nein. Ich habe die Problematik aber angesprochen, weil ich das für wichtig halte.

          Nicht mein Standpunkt ist radikal. Es ist völlig verrückt, dass Frauen pauschal als das „diskriminierte“ Geschlecht gelten, obwohl sie auf dem Partnermarkt das diskriminierende Geschlecht sind.

          Ich bin nur dafür, das endlich mal zu sehen, und mit sanften Maßnahmen, die nichts an Grundrechten und Gleichberechtigung ändern, einzudämmen. Ein Weniger an Männerdiskriminierung auf dem Partnermarkt würde auch manche Frau davor bewahren, verlassen zu werden, weil die Gesellschaft monogamer wäre, und auch ihr oft vorhandener Kinderwunsch würde eher erfüllt. Eheleute wären eher wieder echte Familienmitglieder und keine Wegwerfartikel. Die sanften Maßnahmen habe ich bereits erläutert.

          Zur Zeit ist übrigens nicht das Problem, dass so „mysogene Wichser“ wie ich (vgl. JBG 2013) das Dilemma ansprechen, dass auf dem Arbeitsmarkt abgehängte Männer i. d. R. keine mitkriegen und ohne Job viel mehr verlieren als Frauen (und viel eher in die Obdachlosigkeit fallen, oder die Kriminalität, oder Selbstmord begehen), sondern dass Jungen und Männer sowohl im Bildungssystem und beruflich diskriminiert werden und infolgedessen umso mehr auf dem Partnermarkt, dass sie ihre Lebensperspektive verlieren, in Sachen Liebe, Sexualität, Ehe und Familie, und dass uns das soziale und demographische Probleme einbringt.

          Ja, Gleichberechtigung muss sein, aber man muss drüber diskutieren können, was das eigentlich ist. Ob wir im Moment und unter welchen Umständen gleichberechtigt sind. Und man muss ansprechen dürfen, dass Männer eine berufliche Existenz (und damit auch einen Studienplatz) wesentlich nötiger haben als Frauen, um vergleichbar gut leben zu können. Ich finde, man muss dies ansprechen dürfen, ohne als Frauenfeind zu gelten, zumindest solange man wie ich keine Radikallösung fordert.

          Wir sind nicht gleichberechtigt – Frauen sind bildungsmäßig, beruflich und in der Liebe im Vorteil. Und Alice Schwarzer tönte, als sie mal wieder das Bundesverdienstkreuz bekam, Gleichberechtigung sei erst dann erreicht, wenn Frauen genau so dumm sein dürften wie Männer. Lieber David, reg Dich doch darüber auf, und nicht über meinen vergleichsweise sehr harmlosen Standpunkt.

          War ich nach dem Abitur gleichberechtigt, als ich „gleichberechtigt“ Zwangsarbeit leisten musste? Was war da mit meinen Grundrechten? Und wieviel Prozent der Bevölkerung gesteht mir das Grundrecht, keine Zwangsarbeit nach dem Abitur leisten zu müssen, denn zu? Reg Dich doch darüber auf!

          Oder hierüber (via Genderama):

          http://www.sueddeutsche.de/muenchen/lehrerin-erniedrigt-azubis-lust-an-der-machtausuebung-1.1575974

          http://vancouver.24hrs.ca/2013/01/23/oprah-faces-protest-for-using-wrinkle-cream-made-with-foreskin

          Wo ist da die Gleichberechtigung, und die gleichen Grundrechte? Ein Mann, der sowas mit Frauen/Mädchen gemacht hätte, wäre zu Recht eingebuchtet worden. Eine Frau, die sowas macht, kommt mit einer um viele Größenordnungen milderen Strafe davon. Und dann das mit der Genitalverstümmelungs-Sch*** – wo bitte sollen Leute wie ich in solchen Zeiten und Ländern das Problem sein? Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich etwas anderes als Gleichberechtigung und gleiche Grundrechte für beide Geschlechter will?!?

          Was ist mit den Grundrechten und der Gleichberechtigung der ganzen Scheidungsväter und ihrer Kinder? Oder von zu Unrecht der häuslichen oder sexuellen Gewalt bezichtigten?

          Ich will doch nur, dass es insgesamt, für alle Menschen beiderlei Geschlechts, ein Maximum an Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Grundrechten gibt. Und wie man dieses Optimum erreicht, darüber muss man ohne Denkverbote laut nachdenken dürfen. Es gibt keinen Grund, aus meiner Sichtweise von wegen Dankbarkeit aus historischer Perspektive zu machen, ich stellte die Gleichberechtigung oder Grundrechte in Frage.

          „Ich möchte dir mal sagen, dass ich du oftmals interessante Betrachtungsweisen einbringst, und du bei mir (wie wohl auch bei einigen Frauen hier) das Gefühl auslöst, dir irgendwie helfen zu wollen, dir einen Ratschlag zu geben, wie du besser damit zurecht kommst, nach dem was du alles durchgemacht zu haben scheinst.“

          Ja, ich habe viel durchgemacht – Menschen werden vermutlich kaum zu Maskulisten und Feministinnen, ohne was durchgemacht zu haben. Dann treffen Verletzte beider Seiten hier aufeinander und es gibt schon mal eine Beißerei. Müsste anders sein. Ist ja nett von Dir, meine Betrachtungsweisen interessant zu finden, und mir sogar helfen zu wollen – obwohl letzteres meinen männlichen Instinktdispositionen nicht gerade schmeichelt. Ich wüsste aber nicht, womit Du mir helfen könntest – außer damit, aus der Dankbarkeitsgeschichte oben nicht ein Geschichtchen der Marke „Matthias ist gegen Gleichberechtigung und Grundrechte“ zu machen. Man will hier auch mal was schreiben dürfen, ohne massiv attackiert oder in die Radikalinski-Ecke geschoben zu werden.

          „Aber es scheint auch leider sehr schwer mit dir zu diskutieren und dir eine andere Perspektive zu vermitteln.“

          Scheint so, ist es aber nicht. Interpretiere doch bitte nicht über, was ich schreibe, deutel nichts rein, komm nicht direkt mit „Denkfehlern“, die Du bei mir gefunden haben willst. Wenn ich ein bisschen Dampf ablasse, braucht man das nicht gleich zur Verfassungsfeindlichkeit mit keiner gleichen Gewährung von Grundrechten für Männer und Frauen hoch zu hypen.

          „Ich habe dir zum Beispiel gesagt, dass hier eine Betrachtung der Situation mit Geschlechtern als Kollektive meiner Meinung nach nicht weiter hilft – und was du machst ist mir deinen Punkt exakt wieder beispielhaft an einer klassischen Personifizierung zu verdeutlichen. Du sprichst von der studierenden Frau wie dem Kind, dessen Vater es mal ausnahmsweise bis um 11 raus ließ, welches dann aber gleich ganz ausbüxt.“

          Ich finde, dieser Vergleich ist übertrieben. Ich finde, es ist nach 40 Jahren Feminismus an der Zeit, zu fragen, ob uns Männern die Frauen ihre Befreiung, die in einigen Punkten noch nicht mal eine war, gedankt haben. Ob das Verhältnis der Geschlechter heute besser ist als vorher. Man muss solche Fragen stellen können, ohne dass es gleich einen Aufschrei gibt, den gibt es dieser Tage ja eh genug.

          „Stell dir das doch mal aus deiner individuellen Sicht vor, wie wäre es wenn du an der Schule oder Uni lernst, dass du bis vor 10 Jahren aufgrund irgend eines Merkmals (Geschlecht, Rasse, Familie, Körpergröße, Linkshändigkeit) von dir noch nicht hättest zur Uni gehen dürfen.
          Angesichts deines erlernten Wertesystems, nach dem du ein gleichberechtigter Mensch bist, müsste dir das doch ziemlich absurd vorkommen, oder nicht?“

          Sorry, aber Du übertreibst. Frauen dürfen schon sehr lange auf die Uni. Es geht nicht um ihr Recht darauf, sondern um die Häufigkeit, um Jungendiskriminierung in der Schule, um Frauenquoten, um Propaganda. Z. B. auch darum, ob der Zwang zum Studium und zur Karriere für Frauen nicht zu hoch ist. Ob das überhaupt frauenfreundlich ist, ihnen massenweise in der Zeit des Zenits ihrer Gebärfähigkeit ein Hochschulstudium mit anschließender Karriere aufzudrängen, und alternative Lebensentwürfe kaum noch zu achten. Und auf ihre Kinder- und Familienwünsche keinerlei Rücksicht zu nehmen.

          „Würdest du also eher Dankbarkeit empfinden und hoffen, dass deine Linkshändigkeit nicht irgendwann doch deine Rechte einschränkt, oder könntest du es verstehen, dass einige Mit-Linkshänder sich mal mit der Frage beschäftigen, was es denn eigentlich mit der Linkshändigkeit und ihrer Stellung in der Gesellschaft (auch vor der eigenen Geburt) so auf sich hat(te)?“

          Der Vergleich ist aus meiner Sicht daneben, sorry. Frauen und Männer führen von Natur aus ein anderes Leben, sie interagieren in der Liebe miteinander. Wenn hierbei der Mann der Frau nichts bieten kann, fällt er durchs Raster. Das mit der Unterdrückung von Linkshändern früher ist eine damit kaum vergleichbare Problematik.

          @ muttersheera

          Danke für den Link. Ich glaube kaum, dass Frauen zu weit nach unten heiraten, und wenn, dann nur, weil sie auch aufgrund anderer Kriterien lieben & heiraten, und weil oben nicht mehr viel ist. Es ändert bestimmt nichts am Großen und Ganzen. Wenn oben nicht mehr viel ist, heiraten die einen etwas nach unten, die anderen gar nicht. Und die Trennungsquote steigt.

          • @matthias

            „Würde man Frauen im Bildungssystem und beruflich diskriminieren, würde dies die Diskriminierung von Männern durch Frauen bei der Partnerwahl mit Sicherheit abmildern “

            Das eine ist eine freie Entscheidung der Frau, dass andere ein Eingriff des Staates. Machen wir dann noch einen Ausgleich für hässlichere Frauen oder Männer mit starken Betatendenzen?

        • @ Christian

          „Das eine ist eine freie Entscheidung der Frau, dass andere ein Eingriff des Staates. Machen wir dann noch einen Ausgleich für hässlichere Frauen oder Männer mit starken Betatendenzen?“

          Wie gesagt, ich will selbst nicht, dass Frauen gezielt diskriminiert werden, dass ihnen der Weg zur Uni richtig versperrt wird. Die sanften Methoden reichen, keine Jungendiskriminierung mehr, keine Frauenquoten, keine Reklame für den Studium + Karriere-Lebensentwurf der Frauen, mehr Toleranz für andere weibliche Lebensentwürfe, kein Girls Day mehr – das würde schon viel bringen.

          Harte Methoden und echte Diskriminierung braucht es dafür nicht, wäre ethisch nicht vertretbar und eh nicht durchsetzbar, würde auch heftige Abwehrreaktionen auslösen.

          Wenn ich schreibe „Würde man Frauen im Bildungssystem und beruflich diskriminieren, würde dies die Diskriminierung von Männern durch Frauen bei der Partnerwahl mit Sicherheit abmildern” folgt daraus nicht, dass ich eine Diskriminierung von Frauen in dem Bereich will, beschreibe aber einen Sachverhalt it dieser Wortwahl. Aus meiner Sicht kann man das so machen.

          „Machen wir dann noch einen Ausgleich für hässlichere Frauen oder Männer mit starken Betatendenzen?“

          Ich weiß, dass sowas nicht durchsetzbar ist. Hätten wir ein monogameres Paarungssystem, hätten es unattraktivere Menschen beider Geschlechter in vielen Hinsichten leichter, zumindest viele von ihnen.

          Einen Ausgleich für Schwächere halte ich unabhängig davon grundsätzlich für gut, sofern möglich und durchsetzbar, ohne dabei den Rechtsstaat und die Demokratie anzukratzen – der bzw. die ist heute aber auch eher durch die Stärkeren bedroht. (damit meine ich jetzt nicht so sehr die Frauen, sondern Schwerreiche und Banken) Wir haben heutzutage in vielen Zusammenhängen das glatte Gegenteil davon. Es gibt regelrechte Teufelskreise nach oben und unten. „Wo wat is, kommt noch wat dazu“ heißt es nicht umsonst. Umgekehrt ist es ähnlich.

          • @Matthias

            „Aus meiner Sicht kann man das so machen.“

            Natürlich kann man das machen. Aber du scheinst mir in dem Kommentar offen gelassen zu haben, ob du diese Maßnahme nun begrüßen würdest oder nicht. Es klingt als würdest du sie gut finden, warum führst du sie sonst als Lösung eines von dir aufgezeigten Problems an ohne auf die Konsequenzen einer Umsetzung hinzuweisen?

        • @ Christian

          Ohne auf die Konsequenzen hinzuweisen? Wieso, hab ich doch. Mehr lebenslange Einehen, weniger Singles.

          Ob ich „diese Maßnahme“ begrüßen würde? Harte Maßnahmen wie eine echte Diskriminierung von Frauen im Bildungssystem nicht. Weiche Maßnahmen wie z. B. die Abschaffung der Girls Day würde ich begrüßen. Wie ich es bereits geschrieben habe.

          • @Matthias

            Ich meinte die negativen Konsequenzen. Die Vorteile lassen es ja noch mehr so klingen als wärst du für eine Umsetzung.

            Was spricht denn eigentlich gegen den Girls Day? Mädchen für solche Jobs zu begeistern ist ja erst einmal nichts schlechtes.

        • @ Christian

          „Was spricht denn eigentlich gegen den Girls Day? Mädchen für solche Jobs zu begeistern ist ja erst einmal nichts schlechtes.“

          Es geht da meiner Einschätzung nach nicht um den Versuch der Begeisterung, sondern der Umerziehung. Der Umerziehung zum klassisch männlichen Lebensentwurf und zum klassisch männlichem Fach. Die Jungen sollen dann entsprechend umerzogen werden zum weiblichen Lebensentwurf und Fach. Diese Umerziehung basiert auf radikalfeministischem Gedankengut und der Genderideologie, von wegen das Geschlecht sei nur ein gesellschaftliches Konstrukt und Neigungen beliebig stark an- und aberziehbar. Diese Umerziehungsprogramme kosten Geld. Wenn sie wirken, wirkt sich das destruktiv auf den Partnermarkt aus.

          Außerdem wollen sich Mädchen nicht zu Physikerinnen, Ingeneurinnen und sowas umerziehen lassen.

          Es macht ja auch keinen Sinn, in einen Reitstall zu gehen, den vielen Mädels dort Fußball zu verordnen, und den Jungs auf dem Fußballplatz das Reiten oder gar Ballet.

          Unabhängig davon: Gerade höhere Bildung und Karriere ist für viele Frauen, was die oft erst kapieren, wenn es zu spät ist, ein Eigentor in Sachen Kinderwunsch. Sie da rein zudrängen, ohne vor den unangenehmen Folgen zu warnen, finde ich nicht gut.

          Interessant wäre übrigens mal eine Statistik, falls Du mal darauf stoßen solltest, wie viele Kinder männliche Universitätsprofessoren, und wie viel weibliche im Schnitt haben. Ich mache jede Wette, die männlichen haben typischerweise so 1-3 Kinder, eher 2-3, die weiblichen meist kein einziges. Ob letztere damit glücklich sind, ist eine gute Frage.

          • @Matthias

            Mit einem Girls Day wird noch niemand umerzogen. Zumal es eben auch Frauen gibt, die genau so etwas studieren sollten.

            Für jemanden zu entscheiden, dass er nicht Professor werden sollte und das er glücklicher wird, wenn er Kinder hat halte ich auch für einen falschen Weg. Natürlich sollte die jeweilige Person sich das bewusst machen, aber man sollte Menschen, die Professor werden können solche Entscheidungen schon selbst treffen lassen können.

            Ich glaube auch nicht, dass man Frauen auf diese Gefahr hinweisen muss. Die meisten werden genug darüber nachdenken.

        • @ Christian

          „Mit einem Girls Day wird noch niemand umerzogen.“

          Es ist meines Erachtens Teil eines Umerziehungsprogramms.

          „Zumal es eben auch Frauen gibt, die genau so etwas studieren sollten.“

          Einige davon, weil die Gehirnwäsche gewirkt hat.

          „Für jemanden zu entscheiden, dass er nicht Professor werden sollte und das er glücklicher wird, wenn er Kinder hat halte ich auch für einen falschen Weg.“

          Ich entscheide es nicht für jemanden, auch nicht für Frauen.

          „Natürlich sollte die jeweilige Person sich das bewusst machen, aber man sollte Menschen, die Professor werden können solche Entscheidungen schon selbst treffen lassen können.

          Ich glaube auch nicht, dass man Frauen auf diese Gefahr hinweisen muss. Die meisten werden genug darüber nachdenken.“

          Ich denke, viele Frauen unterschätzen, wie schwer eine Karriere mit Kinderwünschen kollidieren kann. Immerhin kriegen gerade Akademikerinnen immer später immer wenige Kinder. Das wird seine Gründe haben.

      • @Matthias

        Ich halte deinen Ansatz, Frauen lediglich als Gruppe zu behandeln, die sich einem angenommenen Wohl unterwerfen müssen, ebenfalls für sehr schlecht. Einzelne Frauen mögen einen radikalen Feminismus leben oder an der Uni damit in Kontakt kommen. Einzelne Männer ebenos. Aber das rechtfertigt eben keine Einschränkung von Frauen an sich.

        Genderinstitute sind zu einem großen Teil unwissenschaftlich. Das wäre mein Vorwurf an sie. Einen feministischen Geist an einer Hochschule, wenn er denn tatsächlich besteht, den kann man natürlich nicht verbieten.

        • @ Christian

          „Ich halte deinen Ansatz, Frauen lediglich als Gruppe zu behandeln, die sich einem angenommenen Wohl unterwerfen müssen, ebenfalls für sehr schlecht.“

          Ja und? Ich habe auf dem Gebiet eben eine grundsätzlich andere Meinung als Du. Akzeptier das doch einfach mal. Wie Du mich hier im Dezember – die Weihnachtsmarktgeschichte – und dann später noch einmal angegangen bist, finde ich ebenfalls sehr, sehr schlecht und stellenweise richtig verletzend, richtig schäbig. Und vor allem hast Du Dir an Stellen, wo du nicht wissen konntest, wie es genau war, was angemasst, wie es gewesen ist, von wegen ich wäre „needy“ und „langweilig“ gewesen – als wolltest Du von mir ein Zerrbild als blöden, dämlichen Trottel zeichnen. Was ich durchgemacht habe, ist dir doch vollkommen egal.

          Ja, ich bin eben für mehr Monogamie. Ich habe zigmal betont, dass ich sie nicht mit harten Methoden durchdrücken will. Bei Dir habe ich den Eindruck, Du bist nur deshalb dagegen, weil Du dann als mutmaßlicher Profiteur der seriellen Polygynie weniger Partnerinnen hättest, und vor allem weniger unverbindlichen Sex. Weniger Sex, weniger Sexpartnerinnen, aber heiraten müssen und Verantwortung übernehmen, für Kinder zum Beispiel, wenn überhaupt was laufen soll mit einer Frau – das schmeckt Dir wohl nicht, was?

          Frauen wie Männer darf man natürlich nicht nur, aber auch mal als Gruppe sehen, die dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen hat. Genau wie man Menschen unabhängig vom Geschlecht als Gruppe sehen kann, die dem Allgemeinwohl dient oder nicht. Und ich sehe eben Frauen AUCH MAL als Gruppe.

          Die grenzenlose Freiheit des Indiviuums mit viel Egoismus und Recht des Stärkeren, das finde ich eben schlecht.

          Viel Freiheit für männliche und weibliche Individuen habe ich selbst übrigens auch immer gewollt. Ich will es heute noch – aber nicht grenzenlose.

          „Einzelne Frauen mögen einen radikalen Feminismus leben oder an der Uni damit in Kontakt kommen.“

          Die Genderwelt besteht nicht aus einzelnen Frauen.

          „Einzelne Männer ebenos. Aber das rechtfertigt eben keine Einschränkung von Frauen an sich.“

          Wo fordere ich denn hier die Einschränkung von Frauen? Wo habe ich gefordert, ihnen Bildungsmöglichkeiten zu nehmen? Lest ihr das eigentlich richtig, was ich schreibe? Ich bin nur dafür, dass man sowas überhaupt mal hinterfragen darf, dass man auf Zusammenhänge zum Partnermarkt hinweisen darf,dass darüber ÜBERHAUPT MAL nachgedacht wird, dass die Bevorzugung von Mädchen und Frauen im Bildungssystem aufhört und dass der Gender-Sumpf trocken gelegt wird.

          „Genderinstitute sind zu einem großen Teil unwissenschaftlich. Das wäre mein Vorwurf an sie.“

          Das gibst Du immerhin zu.

          „Einen feministischen Geist an einer Hochschule, wenn er denn tatsächlich besteht, den kann man natürlich nicht verbieten.“

          Wenn er denn tatsächlich besteht – sag mal wo lebst Du eigentlich? Und wie er besteht! Gerade an den Unis. Ich war da vor ein Paar Jahren noch. Auch Nichtgender-Institute wie z. B. solche aus der didaktischen Fachwelt übernehmen einfach die Gender-Sprache, kritiklos natürlich. Frag mal Monika Ebeling, was dort für ein Geist herrst – die hat da neulich noch einen Vortrag gehalten, in einer unmöglichen Atmosphäre. Arne Hoffmann hat drüber berichtet (http://genderama.blogspot.de/2013/01/nervenstark-monika-ebeling-trotz.html), den kannst Du auch fragen.

          Wenn er denn tatsächlich besteht – *Kopfschüttel*

          Ob man ihn verbieten kann? Nein, aber was gegen machen schon.

          • @Matthias

            „Ja und? Ich habe auf dem Gebiet eben eine grundsätzlich andere Meinung als Du.“

            Und deswegen kritisiere ich sie. Darfst du natürlich im Gegenzug auch mit meiner Meinung machen.

            „als wolltest Du von mir ein Zerrbild als blöden, dämlichen Trottel zeichnen. Was ich durchgemacht habe, ist dir doch vollkommen egal“

            Du kannst es so sehen. Tatsächlich wollte ich dir helfen und dir aufzeigen, warum das bei dir deutlich werdende Denken für einen Teil deiner Probleme verantwortlich ist und nicht die Frauen.

            „Weniger Sex, weniger Sexpartnerinnen, aber heiraten müssen und Verantwortung übernehmen, für Kinder zum Beispiel, wenn überhaupt was laufen soll mit einer Frau – das schmeckt Dir wohl nicht, was?“

            Nein, das schmeckt mir nicht als gesellschaftliche Vorschrift. Ich werde sicherlich heiraten und Kinder bekommen, aber ich möchte mir das nicht vorschreiben lassen.
            Zurückdrehen kann man die Zeit eh nicht. Aber das ist eine andere Sache.

            „Die Genderwelt besteht nicht aus einzelnen Frauen.“

            Die Welt besteht immer aus einzelnen Menschen. Deswegen klappt ja Gruppenselektion nicht. Frauen als Gruppe zu betrachten und nicht als Einzelpersonen, die jeweils die für sich beste Lösung im Leben erreichen wollen, auch bei der Partnerwahl, ist denke ich ein ziemlicher Denkfehler. Die Gruppe der Frauen kann sich nicht ändern. Es kann nur einzelnen Frauen ein bestimmtes Handeln für sich selbst günstiger erscheinen, was dann im Schnitt zu einer Veränderung des wahrgenommenen Gruppenverhaltens führt.

            „Das gibst Du immerhin zu.“

            Das ist einer meiner Hauptkritikpunkte seit langem. Aber wir lassen auch Religion an der Uni zu oder Philosophie (Genderwissenschaften sind ja auch den philosophischen Fakultäten zugeordnet). Da halte ich vieles für unwissenschaftlich (vieles auch für sehr interessant): Die gesamte Philosophie könnte von einer Einbeziehung evolutionärer Theorien profitieren (Hobbes und Co zB)

            „Wenn er denn tatsächlich besteht – sag mal wo lebst Du eigentlich? Und wie er besteht!“

            Natürlich haben einige Studentinnen ein stark feministisches Denken und gerade der Feminismus hat hier einen starken Einfluss. Genau so vielen Studentinnen ist das Konzept aber vollkommen fremd, welches dort vertreten wird, sie lehnen es ebenso ab. Du scheinst sie mir hier in eine Art Gruppenhaft zu nehmen, was eben wohl an der Ausrichtung deiner Betrachtung an der Gruppe liegt.

            „Frag mal Monika Ebeling, was dort für ein Geist herrst“

            Und das waren welcher Prozentsatz der Studenten? Und wie vielen war das Thema schichtweg egal oder sie wären sogar dafür gewesen Frau Ebeling dort sprechen zu lassen, und sei es nur aus Gründen der Meinungsfreiheit?

        • @ Christian

          „Darfst du natürlich im Gegenzug auch mit meiner Meinung machen.“

          Immerhin.

          „“als wolltest Du von mir ein Zerrbild als blöden, dämlichen Trottel zeichnen. Was ich durchgemacht habe, ist dir doch vollkommen egal”

          Du kannst es so sehen. Tatsächlich wollte ich dir helfen und dir aufzeigen, warum das bei dir deutlich werdende Denken für einen Teil deiner Probleme verantwortlich ist und nicht die Frauen.“

          Helfen wolltest Du mir – klang aber nicht so. Klang mehr nach vorführen. Mein Denken ist eine Folge dessen, was ich mit Frauen erlebt habe, und mein Abgleich dieser Erlebnisse mit der modernen verhaltensbiologie. Und nicht die Ursache.

          Von weitem kannst Du meines Erachtens davon nicht wirklich einschätzen, wer welche Fehler gemacht hat.

          „Nein, das schmeckt mir nicht als gesellschaftliche Vorschrift. Ich werde sicherlich heiraten und Kinder bekommen, aber ich möchte mir das nicht vorschreiben lassen.
          Zurückdrehen kann man die Zeit eh nicht. Aber das ist eine andere Sache.“

          Eine harte Vorschrift wird es ja auch nicht geben, wenn es nach mir geht. Ein Trockenlegen des Scheidungsindustrie-Sumpfes zum Beispiel aber befürworte ich nachdrücklich.

          “Die Genderwelt besteht nicht aus einzelnen Frauen.”

          „Die Welt besteht immer aus einzelnen Menschen. Deswegen klappt ja Gruppenselektion nicht. Frauen als Gruppe zu betrachten und nicht als Einzelpersonen, die jeweils die für sich beste Lösung im Leben erreichen wollen, auch bei der Partnerwahl, ist denke ich ein ziemlicher Denkfehler.“

          Nö, kein Denkfehler, sondern andere Meinung.

          „Die Gruppe der Frauen kann sich nicht ändern. Es kann nur einzelnen Frauen ein bestimmtes Handeln für sich selbst günstiger erscheinen, was dann im Schnitt zu einer Veränderung des wahrgenommenen Gruppenverhaltens führt.“

          U. u. zu einem völlig anderen. Ein Haufen Frauen mit und ohne Feminismus ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.“

          „Natürlich haben einige Studentinnen ein stark feministisches Denken und gerade der Feminismus hat hier einen starken Einfluss. Genau so vielen Studentinnen ist das Konzept aber vollkommen fremd, welches dort vertreten wird, sie lehnen es ebenso ab. Du scheinst sie mir hier in eine Art Gruppenhaft zu nehmen, was eben wohl an der Ausrichtung deiner Betrachtung an der Gruppe liegt.“

          Das weiß ich. Dennoch stoße ich im leben zu oft auf Feministinnen und Frauen, die unkritisch feministische Standpunkte vertreten. Auch mit Nichtfeministinnen habe ich innerhalb und außerhalb meines Liebeslebens so meine Erfahungen gemacht. Ich kann nicht immer zu sehr differenzieren, sonst müsste ich hier noch längere Romane schreiben.

          „“Frag mal Monika Ebeling, was dort für ein Geist herrst”

          Und das waren welcher Prozentsatz der Studenten? Und wie vielen war das Thema schichtweg egal oder sie wären sogar dafür gewesen Frau Ebeling dort sprechen zu lassen, und sei es nur aus Gründen der Meinungsfreiheit?“

          Natürlich eine Minderheit aller Studis. Das war mir klar. Nur: Muss ich, wenn ich beschreibe, dass sie auf der Uni kaum auftreten kann, extra erwähnen, dass das auf eine Minderheit aller Studis zurückzuführen ist, die aber eine Ideologie vertritt, die sich auf der Uni und in der Gesellschaft, in Politik und Medien breitgemacht hat? Und dass auch viele der Studenten, die Frau Ebeling haben reden lassen, solche feministischen Standpunkte vertreten, nur eben schwächer? Ich kann nicht jedes Mal einen Roman schreiben.

  3. Die gute Frau hat einfach Spaß daran, Menschen zu quälen und zu schikanieren. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Die Welt wäre schöner ohne solche Leute. Ich weiß nicht, was abstoßender ist, die emphatische Lust am Quälen, die aus diesen Zitaten lesbar wird, oder die intellektuell-subversive Verbrämung.

    • Die intellektuell-subversive Verbrämung.

      Die deutet nämlich an, dass es kein bösartiger, hasserfüllter Sexismus wäre, was Somlu da treibt, sondern dass es das Ziel verfolgen würde, die Gesellschaft zu verbessern.

      Dabei ist sie einfach nur eine selbstgefällige, zickige Männerhasserin mit einem riesigen Stapel an schlechten Charaktereigenschaften. Genug, um damit noch ein halbes Dutzend weitere Menschen* charakterlich zu versauen.

  4. Wer sich von solchen Gören dumm anlabern lässt,
    ist selber Schuld.
    Das ist einfach nur dumm, was diese
    Blödmannsgehilfinnen machen.
    Und kommen sich auch noch toll vor?

    Oder ich vermute, die Tränen haben sich das
    nur ausgedacht, erträumt gar?
    Im wahren Leben kriegen die sicher ihre
    Zahnspangen nicht auseinander.

    • @ DDBZ

      „Wer sich von solchen Gören dumm anlabern lässt,
      ist selber Schuld.“

      Weil es diese Einstellung gibt, haben es solche Leute leicht. Ich glaube nicht, dass die Vorkommnisse erfunden sind.
      Mich erinnern die Berichte mehr an „Happy Slapping“ als an schiefgelaufene, aber gutgemeinte Aktionen. Irgendeinen Grund findet man ja immer, sich provoziert zu fühlen.

      • @ ich (x3)

        „Weil es diese Einstellung gibt, haben es solche Leute leicht. Ich glaube nicht, dass die Vorkommnisse erfunden sind.“

        Hört sich an wie ein aufschrei auf twitter 🙂

        Ausserdem:
        Femimund tut selten Wahrheit kund!

        • @ DDBZ

          Bei Aufschrei wurde ja alles vermischt, von wirklich schrecklichen Vergewaltigungen bis zu „doofen Blicken“, wie in dem einen Blogbeitrag, den Leszek verlinkt hatte, auch beschrieben wurde.

      • @ JBG

        In ihren Träumen pöpeln die Femis
        auch schwule Männer an.

        Stell Dir einen Schwulen vom
        Lande vor, der nix weiss von den
        Dummheiten dieser Spinner.
        Der trifft unverhofft auf den
        Slutwalk. Und glotzt natürlich,
        weil er sich wundert wo die
        Aufseher beim gemeinsamen
        Ausgang der Geschlossenen
        sind.
        Dann ist der schwule aber sowas
        von „dran“ 😉

        • @Ddbz: Ja, letztenendes bleibt Mann eben Mann.
          Schwulen haben es nur einfacher, Frauen links liegen zu lassen.
          Aber mitlerweile bin ich auch recht gut darin.

    • Oh, dankeschön. Weil ja jede Frau sich mit dem obigen Text identifizieren kann … Aber sie *könnte* ja *unter Umständen* so eine sein, darum erst mal vorsorglich nicht ernstnehmen und ignorieren.

      • „Weil ja jede Frau sich mit dem obigen Text identifizieren kann“

        Meiner persönlichen Erfahrung nach – kontexbezogen und nicht repräsentativ – ja, unter gewissen Umständen schon.
        Es ist so ein Gefühl, das ich wahrnehme, im gesellschaftlichen Umgang der Frauen mit Männern.

        • @Adrian: Nun, wenn das so ist, solltest du dir schleunigst ein anderes Umfeld suchen. Oder aber nicht krampfhaft überall nach Misandrie suchen. Das ist nämlich dasselbe, was Maskulisten Feministinnen vorwerfen: Paranoia.

        • @ Rex

          Nur weil sie keine Paranoia haben, bedeutet
          das nicht, daß sie nicht verfolgt werden.

          Es muss ein schlimmes Leben sein,
          vor Allem und Jedem Angst zu haben.
          Immer und überall. Habe doch
          etwas Mitgefühl.

      • @Rex

        Das ist die ähnliche Reaktion wie unter Christians Beitrag über den Schlampen-Zirkel, die sich einer amerikanischen Talk-Show über abgeschnittene Penisse lustig gemacht haben. Adrian Kommentar dazu: „Frauen nehmen Männer nicht (mehr?) als vollwertige Menschen wahr.“

        Aber er darf es ja, das ist ja das traurige an der Sache.

        • Hier ein Zitat aus deinem Blog:

          „Wo es schmutzig, dreckig und anstrengend zugeht, da will Frau auch weiterhin nur Männer sehen, denn schließlich ist man eine Prinzessin, glaubt also, einen Anspruch darauf zu haben, nur auf Grund des Geschlechts bevorzugt behandelt zu werden.“

          Und da ich schon eine Menge Kommentare von dir gelesen habe, weiß ich, dass das nur ein von nicht wenigen herablassenden Äußerungen ist, die du bisher über Frauen getätigt hast, ich kann mir also durchaus ein Urteil erlauben. Du bist ganz sicher kein schlechter Mensch, und du steht auch nicht auf der gleichen niedrigen Stufe wie z.B. Tino oder imion, aber deine Bemerkungen über Frauen, was sie wollen, was sie fühlen und wofür sie sich interessieren, sind oft einfach nur daneben und falsch.

        • Wenn ich mich recht entsinne, fiel dieses Zitat im Zusammenhang mit der Frauenquote. Es ist eine polemische Aussage, als Kritik an einer obszönen Frauenpolitik zu verstehen, die es ernsthaft als Gebot der Gleichberechtigung empfindet, Frauen in Führungspositionen Plätze reservieren. Und das wohlgemerkt nur in Führungspoitionen; nicht auf der Baustelle, nicht in der Armee, nicht im Logistikgewerbe, nein in einem klar umrissenden, privilegierten Berufsfeld der oberen Zehntausend.

          Jawohl es ist ein Obszönität, in einer Gesellschaft, in der Männer weitaus häufiger an berufsbedingten Stresserkrankungen sterben, in der sie das höhere Risiko eines Arbeitsunfalls haben, in der sie 80 Prozent der Obdachlosen stellen, der Alkoholkranken, der Drogentoten – es ist obszön wenn in dieser Gesellschaft die Gleichberechtigung der Geschlechter sich daran misst, wie viele Frauen wir in Vorständen von Aktiengesellschaften unterbringen können.

        • Es steht dir durchaus zu, dich über Missstände in der Gesellschaft und der Benachteiligungen von Männern zu empören. Ich will nicht abstreiten, dass die von dir genannten Probleme wirklich existieren, und eine konsequente Gegnerin der Frauenquote bin ich ebenfalls. Es rechtfertigt aber nicht deine abfällige Äußerungen gegen Frauen im Allgemeinen. Es gibt von deiner Seite aus mehr als nur diese eine „Polemik“, die du als Reaktion dieser unsinnigen Quote von dir gegeben hast.

        • Bei allem Respekt, aber wenn das eine Polemik gegen eine obszöne Frauenpolitik sein soll, musst du schreiben, dass Frauenbewegte im Dreck nach wie vor nur Männer sehen wollen. Wenn du „frau“ schreibst sprichst du schlicht alle Frauen an. Das ist abseits aller Stilmittel einfach deutsche Sprache. Wie du sonst zu Frauen stehst ist dir unbenommen, aber dass das Zitat ein gutes Stück über die Stränge schlägt ist als Kritik jetzt nicht von der Hand zu weisen.

        • @Stephi
          na dann, sach an, wo findet man denn Frauen in den besagten Jobs? Jedenfalls nicht in Deutschland. Es ist nun mal Fakt, das sich Frauen die lockersten Jobs raussuchen, warum streitest du das ab? Und komme bitte nicht mit Krankenschwestern, die machen nicht mal ein zwölftel der erwerbstätigen Frauen aus.

        • Ich habe es schon einmal gesagt und sage es gerne noch einmal: Es liegt nicht in meiner Absicht, Frauen abfällig zu behandeln oder ihnen den ihnen zustehenden grundlegenden Respekt vorzuenthalten. Wenn das so ankommt, dann entschuldige ich mich dafür.

          Allerdings werde ich nicht jedes meiner Worte auf differenzierte Rhetorik abklopfen lassen. Ich schreibe was ich denke und was mir durch den Kopf geht. Wer sich dadurch angegriffen fühlt, wem meine Meinung nicht passt, darf mir das gerne sagen oder es mir es mit gleicher Münze heimzahlen.

        • @ luc
          „musst du schreiben, dass Frauenbewegte im Dreck nach wie vor nur Männer sehen wollen“

          Nein, muss ich nicht. Wenn man sich zu Tode differenziert, kann ein Text auch seine Bissigkeit verlieren.

          „Wenn du “frau” schreibst sprichst du schlicht alle Frauen an.“

          Richtig, das war bei diesem Text auch meine Absicht: Alle Frauen anzusprechen.

    • @Adrian: Halte ich für eine unzuverlässige Verallgemeinerung. Du kannst das gern so handhaben, denn wen du ernst nimmst oder ignorierst und wen nicht, ist deine Sache, aber eine stichhaltige Begründung dafür gibt es nicht.

      • Klar ist das eine unzulässige Verallgemeinerung. Aber wenn Frauen sich inspiriert fühlen im Kampf gegen das Patriarchat, Männer anzupöbeln, dann fühle ich mich inspiriert, Frauen zu meiden.

        Aber keine Sorge: So ernst ist das alles nicht gemeint 😉

  5. Mich wundert, dass über dem (Original-)Text von Somlu keine Triggerwarnung steht. Das Gewaltpotenzial, das dort geschildert wird … grenzwertig! (Und das meine ich durchaus ernst. Wer innerhalb der feministischen Blase solche Handlungen gegen eine Frau geschildert hätte …)

    Ja, andere Menschen in der Öffentlichkeit nerven manchmal. Seien es Raucher/Raucherinnen, Betrunkene oder Eltern von Kindern, die den Kleinen alles erlauben. Damit muss man (sobald man das Haus verlässt) klarkommen. Blicke als Gewalt zu deklarieren hat nichts mit einer objektiven Auseinandersetzung von sexueller Gewalt mehr zu tun. Das sind subjektive Bewertungen, deren Ursache in der Bewertenden liegen. (Z.B. durch eine Anpassungsstörung.) Und ja, das ist hochoffizielles Victim Blaming. Denkt man die Konsequenzen weiter, landet man plötzlich in einer Gesellschaft, in der es getrennte Cafés für Frauen und Männer gibt. In dieser Gesellschaft möchte ich nicht leben.
    Wer in der Öffentlichkeit die Grenzen des guten Geschmacks verlässt (urinieren, sich übergeben), den kann man zurechtweisen.
    Wenn sich ein Fremder/eine Fremde an meinen Tisch setzen möchte und ich keine Lust darauf habe, höflich ablehnen.
    Wenn ein Mann meinen Blick sucht (wird drüben bei ihr geschildert) … mein Gott. Menschen schauen sich an. Männer schauen Frauen an. Frauen schauen Männer an.

    • Das sind subjektive Bewertungen, deren Ursache in der Bewertenden liegen.

      Ich denke, dass es nicht ganz so einfach ist, denn auch

      Wer in der Öffentlichkeit die Grenzen des guten Geschmacks verlässt (urinieren, sich übergeben), den kann man zurechtweisen.

      ist subjektiv. Wo liegen denn die Grenzen des guten Geschmacks? Öffentliches Urinieren? Nacktheit? Knutschen? Händchenhalten? Das mag lächerlich klingen, aber offensichtlich kommt man hierzulande und in Saudi-Arabien diesbezüglich zu unterschiedlichen Ergebnissen.

      Mich beispielsweise stört weder öffentliches Urinieren noch ist es überhaupt möglich, mir verbal den Appetit zu verderben.

      • Hm, es hat sich jedoch als Konsens in D herausgestellt, dass öffentliches Urinieren unangebracht ist. (Ich meine jetzt hier nicht dieses mal eben in den Busch hüpfen, wenn es nicht mehr anders geht, sondern „Urin-Szenen“ wie bspw. auf dem Cannstatter Wasen.) Soweit ich weiß, wird dafür sogar eine Strafe fällig.
        Wenn du dir meinen Post nochmal genau durchliest, nenne ich auch ein Beispiel, mit dem ich mir auch Feinde mache: Laute Kinder abends um neun in einem Café. Das wird nicht strafrechtlich verfolgt und nervt mich trotzdem. (Politisch nicht korrekt, ich weiß!) Aber ich muss damit klarkommen. Fertig aus. Das ist meine ursprüngliche Argumentation – Menschen sind soziale Wesen und müssen miteinander klarkommen, sobald sie sich begegnen. Mit verbaler Gewalt kommt aber niemand weiter …

  6. @Christian

    An den von dir erst genannten Situationen, gibt es meiner Meinung nach wenig auszusetzen.

    Es ist völlig legitim, sich zu veweigern und jemanden nicht an den eigenen Tisch zu lassen, wenn genügend Alternativen zur Verfügung stehen. Und für Menschen, für die sich zu Verweigern problematisch ist, ist es auch legitim stolz auf die Verweigerung zu sein.

    „Die übliche Reaktion wäre es einfach hinzunehmen oder mit einem “wir essen hier” die anderen dazu aufzufordern, ein tatsächlich ekliges Thema abzubrechen.”

    Nur weil eine Reaktion üblich wäre, muss sie nicht auch geboten sein. In einem Raum wo Menschen essen, etwas zu tun von dem man ausgehen müsste, dass es anderen Menschen als eklig empfinden, finde ich sehr rücksichtslos. Ich bin durchaus nicht der Meinung, dass man das hinnehmen müsste. Ich fände es auch besser, wenn man vorher erstmal darauf aufmerksam macht, dass man sich gestört fühlt. Wenn man aber sein Essen nicht mehr essen kann, finde ich es durchaus angebracht dem Verursacher die Rechnung dafür zu geben.

    Die letztgenannte Situation ist für mich auch problematisch, aber ich denke, man kann auch mal Fehler machen. Schlimm finde ich, dass Somlus, diese Gruppenhaft wohl nach wie vor für legitim hält (zumindest lese ich das aus ihren Antworten heraus).

    Btw. Christian:

    Es gab eine Situation, die mich auf deinen Blog aufmerksam machte. Du hattest einen Artikel, in dem lesbische Frauen übergriffige Erfahrungen bei Untersuchungen schilderten, kommentiert. Danach bekam der Blog Kommentare wie:

    „Korrektive Vergewaltigungen haben sich schon immer als nützlich erwiesen, wenn Lesben Probleme beim Gynäkkologen haben. Ein paar Mal richtig durchgefickt und danach sind die Untersuchungen garantiert schmerzfrei.”

    Ist dir eigentlich bewusst, was das für Konsequenzen hat, wenn du Blog-Artikel kommentierst, weil leider ein nicht unerheblicher Anteil deiner Leserschaft perverse Archlöscher sind? Ich kann niemanden was vorschreiben, aber meiner Meinung nach solltest du versuchen solche Artikel vorsichtiger und differenzierter zur kommentieren. Kurze, einseitige Kommentare hetzen imho solche Individuuen unnötig auf.

    Auch die Kommentare die bisher hier stehen, deuten darauf hin, dass hier keine sachliche, respektvolle Diskussion bei dem Thema noch möglich ist.

    • Interessant ist, dass Du gar nicht zu begreifen scheinst, worum es geht. Nicht darum, dass man es ablehnt, wenn sich ein Fremnder an einen Tisch setzen wil, sondern darum, dass so etwas als Akt des Widerstandes in einer Welt voller Gewalt gegen Frauen gefeiert wird.

      Diese Geschichte macht doch eines deutlich klar: Es gibt keine Gewalt gegen Frauen, es gibt lediglich Situationen, die bestimmten Frauen nicht gefallen. Und in völligem Egozentrismus, im Bewusstsein, dass sich die ganze Welt nach ihren Launen zu richten hat, bezeichnen diese Frauen es als „Gewalt“, wenn nicht alles gemäß ihren Wünschen verläuft.

      Es ist das Weltbild von Prinzessinnnen, von unmündigen, verwöhnten Kindern.

      • „Interessant ist, dass Du gar nicht zu begreifen scheinst, worum es geht.”

        Ich denke durchaus aus, dass ich das tue.

        ”Nicht darum, dass man es ablehnt, wenn sich ein Fremnder an einen Tisch setzen wil, sondern darum, dass so etwas als Akt des Widerstandes in einer Welt voller Gewalt gegen Frauen gefeiert wird.”

        Und ich finde das legitim und wenn man das so sieht auch richtig.

        „Diese Geschichte macht doch eines deutlich klar: Es gibt keine Gewalt gegen Frauen, es gibt lediglich Situationen, die bestimmten Frauen nicht gefallen.“

        Mit Verlaub, dass ist mir zu undurchdacht um darauf einzugehen. Und der Rest deines Beitrags hat keine nennenswerte Substanz.

        • „Und ich finde das legitim und wenn man das so sieht auch richtig.“

          Du findest es legitim, die Bitte nach Platznahme an einen Tisch als Gewalt zu betrachten, und die Ablehnung dessen als Kampf gegen männliche Gewalt?

          Sicher, es ist legitim, es ist aber vor allem völlig bescheuert.

        • Für sich kann man Sachen bewerten wie man mag, ja. Ob das sinnvoll ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

          Darüberhinaus sind solche Sachen häufig stark kontextabhängig.

        • Kinch, glaubst du im Ernst, die beschriebene Reaktionen sprechen dafür, dass da frauenfeindliche Arschlöcher einen auf die Mütze bekommen haben? Solche Leute stehen perplex in der Gegend herum, wenn sie von Frauen angepöbelt werden, zahlen sogar deren Rechnung?

          Vielleicht kennst du nicht den Großstadtdschungel, aber die beschriebenen Szenarien gleichen sehr stark dem Austesten von Grenzen, das Gewalttäter an einem potentiellen Opfer durchexerzieren. Wer das mit sich machen lässt, zeigt, dass er brauchbares Opfer sein wird, das sich nicht wehren wird..

        • „[…]Solche Leute stehen perplex in der Gegend herum, wenn sie von Frauen angepöbelt werden, zahlen sogar deren Rechnung?”

          Bei der Restaurant-Szene wurde niemand angepöbelt. Eine Person ließ ihr essen zurückgehen, weil es wegen der Aktionen einer anderen Person ungenießbar wurde. Es gab eine Diskussion (zwischen wem, wurde glaube ich nicht gesagt) und der Verursache zahlte die Rechnung. Je nachdem, was konkret passiert ist, finde ich völlig in Ordnung.

          „Wer das mit sich machen lässt, zeigt, dass er brauchbares Opfer sein wird, das sich nicht wehren wird..”

          Wenn ich auf jemand anderes Essen niese zahle ich auch deren Rechnung. Ich finde nicht, dass mich das zu einem Opfer macht, sondern zu einem sozialen Wesen.

        • Kinch, weiter unten schriebst du:
          „Wenn man Somlus unterstellt bewusst zu lügen, kann man aber auch sowieso nicht sinnvoll über den Artikel reden, da er lediglich ihre Erfahrungen schildert.“

          Ich halte mich z.B. an den geschriebenen Text. Es kann natürlich trotzdem passieren, dass man etwas falsch interpretiert, aber das lässt sich auf der Grundlage der Texttreue auch gut korrigieren.

          “ wurden wir gefragt, ob Mann* sich noch dazu setzen dürfe. Wir verweigerten das. Interessant war es damals schon, welch Irritationen das auslöste. Zwei junge Frauen, die – so allein hier Schätzchen – am Tisch saßen, die sich einfach verweigerten.“

          Hier ist schon mal ein Beispiel für Projektion. Das „Schätzchen“ ist kein Zitat, sondern es wird auf das Gegenüber projiziert. Dann schreibt sie vom „sich verweigern“, obwohl aus dem Kontext hervorgeht, dass derjenige keinen Anspruch auf sie erhoben hatte, sondern um den Sitzplatz gebeten hatte, und zwar höflich mit „dürfen“: “ wurden wir gefragt, ob Mann* sich noch dazu setzen dürfe.“ Die Umstände werden nicht beschrieben. Aus der Schilderung geht nicht hervor, dass der Mann sich an den Tisch setzen wollte, weil die beiden Frauen da saßen. Manchmal bleiben andere Tische frei, weil sie scheiße sind. Vielleicht war es einfach ein guter Sitzplatz.

          „machten die drei Jungs, die in einer der Vorgärten irgendwas arbeiteten komplett zur Sau.“

          „zur Sau machen“ und Anpöbeln kann man durchaus synonym setzen. Auch die anderen Situationen hören sich nicht deeskalierend an.

          „Wenn ich auf jemand anderes Essen niese zahle ich auch deren Rechnung. Ich finde nicht, dass mich das zu einem Opfer macht, sondern zu einem sozialen Wesen.“

          Von aufs Essen. niesen war nicht die Rede. Er hat „was Ekliges“ gesagt, eine vollkommen subjektive Bewertung, sie kann sich übrigens noch nicht einmal den Inhalt erinnern. Könnte z.B. ein Gespräch über Horrorfilme (Medienwissenschaftler ?) gewesen sein oder über chirurgische Operation.

          • @ichichich

            „Könnte z.B. ein Gespräch über Horrorfilme (Medienwissenschaftler ?) gewesen sein oder über chirurgische Operation.“

            Angesichts der Einstellung von Somlu könnte er auch nur über etwas geredet haben, was sie als patriarchisch oder mackerhaft ansieht

        • “ “machten die drei Jungs, die in einer der Vorgärten irgendwas arbeiteten komplett zur Sau.“

          @ichichich

          Das muss man sich mal vorstellen: Da pöbeln Feministinnen rum, die anscheinend nichts besseres zu tun haben als im Cafe zu sitzen während Männer arbeiten und diese werden von diesen Nichtsnutzinnen auch noch bei der Arbeit frech angepöbelt während sie den Feministinnen noch das Einkommen erarbeiten.

          *aufschrei*

        • @ichichich

          „[…]Aus der Schilderung geht nicht hervor, dass der Mann sich an den Tisch setzen wollte, weil die beiden Frauen da saßen. Manchmal bleiben andere Tische frei, weil sie scheiße sind. Vielleicht war es einfach ein guter Sitzplatz”

          Ich kann mich dieser Kritik voll anschließen und will dagegen auch wenig sagen. Wenn genug andere Sitzplätze frei sind, frage ich mich persönlich schon, warum man sich ausgerechnet an einen besetzten Tisch setzen möchte. Ich finde das verhalten schon suspekt und mir würde im Traum auch sowas nicht einfallen. Aber das heißt nicht, dass jemand nicht ganz legitime Gründe dafür hat. Das lässt sich aus der Situation nicht ableiten.

          Vielleicht hast du Recht und sie projiziert da etwas in ihren männlichen Gegenüber, dass da nicht ist. Ich kann das nicht beurteilen.

          Aber: Sie hat nichts illegitimes gesagt. Sie hat lediglich klar gemacht, dass sie nicht wollte, dass der Mann sich zu ihnen setzt. Dass sie dieses Verhalten aus persönlichen Gründen toll finden, ist imho ihre Sache. Das betrifft niemanden aus sie.

          „Von aufs Essen. niesen war nicht die Rede.”

          Stimmt, es war eine Analogie.

          “Er hat “was Ekliges” gesagt, eine vollkommen subjektive Bewertung, sie kann sich übrigens noch nicht einmal den Inhalt erinnern. Könnte z.B. ein Gespräch über Horrorfilme (Medienwissenschaftler ?) gewesen sein oder über chirurgische Operation.”

          Ja, könnte. Wir wissen es nicht.

        • @ Kinch

          „Ja, könnte. Wir wissen es nicht.“

          Sie weiss es offenbar auch nicht mehr ;-).
          Aber natürlich hast du recht, dass die Szenen auch in die andere Richtung ganz anders gewesen sein können, als es den Anschein hat. Sicher gibt es sehr verletzliche Leute, die im Internet besonders brachial und durchsetzungsstark wirken wollen. Vielleicht war alles ganz harmlos und/oder gerechtfertigt. Aber der Text als solcher wirkt halt schon sehr gewalttätig.

        • Eine Person ließ ihr essen zurückgehen, weil es wegen der Aktionen einer anderen Person ungenießbar wurde. Es gab eine Diskussion (zwischen wem, wurde glaube ich nicht gesagt) und der Verursache zahlte die Rechnung. Je nachdem, was konkret passiert ist, finde ich völlig in Ordnung.

          Wir wissen ja in etwa, was passiert ist. Es wurde eben nicht ins Essen gespuckt, sondern Leute haben sich am Nebensitz über irgendwas unterhalten, was der Dame nicht gefiel.
          Dann das Bezahlen der Rechnung einfordern, ist ganz sicher nicht in Ordnung, sondern vollkommen absurd. Da solltest du vielleicht mal deine eigenen Maßstäbe hinterfragen.

        • Ist dir eigentlich bewusst, was das für Konsequenzen hat, wenn du Blog-Artikel kommentierst, weil leider ein nicht unerheblicher Anteil deiner Leserschaft perverse Archlöscher sind?

          Zum Glück hast du nicht einfach mal unbelegt in den Raum gepöbelt, dass hier hauptsächlich perverse Arschlöcher mitlesen, wie ich zunächt verstanden hatte. So frage ich zunächst mal ganz höflich, was und wer persönlich denn hier diese „Archlöscher“ sind?

          Mir ist es neu, dass man hier sehen kann, wo Christian überall Blogs kommentiert, geht das wirklich?
          Deine Schlussfolgerungen sind aber auch mal ziemlich aus der Luft gegriffen. Ich habe hier noch nie von „korrektiven Vergewaltigungen“ lesen müssen und wüsste auch nicht, warum solche Individuen vollkommen harmlose und vernünftige Postings von Christian bräuchten, um ihren Müll irgendwo abzulassen.

        • warum man sich ausgerechnet an einen besetzten Tisch setzen möchte. Ich finde das verhalten schon suspekt und mir würde im Traum auch sowas nicht einfallen.

          Suspekt, weil jemand höflich fragt, ob noch ein Platz frei ist? Warst du schonmal selbst in einem Café? Vielleicht fand er die beiden Frauen ja sogar sympathisch und wollte tatsächlich mit ihnen ins Gespräch kommen? Was ist daran suspekt #aufschrei?
          Nach einigen sehr vernünftigen Postings wirst du mir auch langsam suspekt.

          • @David

            „Suspekt, weil jemand höflich fragt, ob noch ein Platz frei ist? Warst du schonmal selbst in einem Café? “

            Es wäre auch interessant aus welcher Region sie kommt. Gerade im Süden ist es sehr üblich, dass noch Leute hinzugesetzt werden

        • während Männer arbeiten und diese werden von diesen Nichtsnutzinnen auch noch bei der Arbeit frech angepöbelt während sie den Feministinnen noch das Einkommen erarbeiten.

          Gut, hier ist zumindest mal einer, der tatsächlich Müll schreibt. Außer du weißt wovon die beiden ihren Lebensunterhalt bestreiten.


        • Mir ist es neu, dass man hier sehen kann, wo Christian überall Blogs kommentiert, geht das wirklich?

          Achso, du meinst Besprechungen auf diesem Blog, jetzt wird’s verständlich.

        • @ David

          Na was werden die beiden schon arbeiten/studieren?

          Irgendwas mit „Gender“.

          Oder Frauenbeauftragte im links-grün-lila-autonomen-lebischem Frauenzentrum.

          Wenn überhaupt. Leute die so reden und das noch in Blogs schreiben sind doch realtiv gut verortbar.

        • @ David

          Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen das solche Frauen die solche Texte schreiben normale produktive Berufe haben?

          Gar Ingenieurinnen oder Mathematikerinnen sind?

          Maximal irgendwas im öffentlichen Dienst per Frauenquote.

          Und jede Menge Zeit anscheinend.

          Da kann man immer nur hoffen das diese nicht noch als Lehrerinnen oder Kindergärtnerinnen arbeiten.

        • Du hast auch die Zeit Blogs zu kommentieren, am Besuch eines Cafés solche Rückschlüsse zu ziehen ist doch Banane.

          So lange du nicht weißt, was die beiden tatsächlich arbeiten, ist ein solcher Kommentar einfach sinnlos.
          Pauschale Abwertung von Studenten oder öffentlichem Dienst finde ich auch daneben.

        • @ david

          Wir beide können uns denken was diese beiden Schätzchen „arbeiten“.

          Nichts vernünfiges zumindest. Dafür braucht man kein Hellseher zu sein.

          Studenten werte ich nicht pauschal ab aber du kannst dir vorstellen das ich Soziologie oder Genderstudien nicht wirklich für produktiv halte.

        • @kinch:

          „[…]Solche Leute stehen perplex in der Gegend herum, wenn sie von Frauen angepöbelt werden, zahlen sogar deren Rechnung?”

          Bei der Restaurant-Szene wurde niemand angepöbelt. Eine Person ließ ihr essen zurückgehen, weil es wegen der Aktionen einer anderen Person ungenießbar wurde. Es gab eine Diskussion (zwischen wem, wurde glaube ich nicht gesagt) und der Verursache zahlte die Rechnung. Je nachdem, was konkret passiert ist, finde ich völlig in Ordnung.

          Nein, das Essen war so genießbar wie zuvor. Ihr Appetit war verdorben, das ist etwas gänzlich anderes.

          Wie gesagt, ich hätte nicht bezahlt, allerdings rede ich in der Öffentlichkeit nicht oft über eklige Dinge.

          „Wer das mit sich machen lässt, zeigt, dass er brauchbares Opfer sein wird, das sich nicht wehren wird..”

          Wenn ich auf jemand anderes Essen niese zahle ich auch deren Rechnung. Ich finde nicht, dass mich das zu einem Opfer macht, sondern zu einem sozialen Wesen.

          Wie oft kommt denn das vor? Ich niese nie anderen Leuten auf ihr Essen (auch nicht auf meins).

      • Diese Geschichte macht doch eines deutlich klar: Es gibt keine Gewalt gegen Frauen, es gibt lediglich Situationen, die bestimmten Frauen nicht gefallen.

        Halte ich für ungeschickt formuliert, dass es keine Gewalt gegen Frauen gibt, wirst du nicht ernsthaft behaupten wollen. Ich gehe mal davon aus, dass du die im verlinkten Blog-Beitrag und ähnlich Situationen meinst.

        Und in völligem Egozentrismus, im Bewusstsein, dass sich die ganze Welt nach ihren Launen zu richten hat, bezeichnen diese Frauen es als “Gewalt”, wenn nicht alles gemäß ihren Wünschen verläuft.

        Es ist das Weltbild von Prinzessinnnen, von unmündigen, verwöhnten Kindern.

        Ja, der unglaublich ausgeuferte Gewaltbegriff ist mir auch schon aufgefallen. Ansprechen? Gewalt. Angucken? Gewalt. Existieren? Gewalt.

        Du hast mit deiner Einschätzung vollkommen recht. Diese Sorte von Frauen hat schlichtweg ein Problem.

    • @ Kinch

      „Auch die Kommentare die bisher hier stehen, deuten darauf hin, dass hier keine sachliche, respektvolle Diskussion bei dem Thema noch möglich ist.“

      Ich lese zumindest aus den Zitaten keine Übergriffigkeiten, die die Autorin erdulden musste. Falls Christian Zitate aus dem Zusammenhang gerissen hat, solltest du das präzisieren. Aus den Zitaten wird erstmal Freude am Schikanieren deutlich und nichts anderes. Wenn Leute auf die Straße gehen – ob Männer oder Frauen-, um Menschen zu demütigen, die ihnen erstmal nichts getan haben, ist das erstmal nichts Lobenswertes.

      Das Zitat mit den „korrektiven Vergewaltigungen“ ist scheußlich, aber es hat sicher auch einen Autor. Nenne den doch einfach beim Namen, anstatt alle außer dir selbst, die hier kommentiert haben, als potentielle perverse Arschlöcher zu betiteln.

      • „Ich lese zumindest aus den Zitaten keine Übergriffigkeiten, die die Autorin erdulden musste.”

        Ich meinte, die Kommentare die der Artikel hier bekommen hat, zum Beispiel von DerdieBuchstabenzählt. Ich meinte auch nicht, dass es hier ausschließlich übergriffigkeiten gäbe und will auch Christian an der Stelle nichts derartiges vorwerfen. Aber bis auf Julia Aurelie gibts hier keinen Kommentar, der überhaupt eine Diskussionsgrundlage bildet. Das sollte einem schon zu denken geben, finde ich.

        „Das Zitat mit den “korrektiven Vergewaltigungen” ist scheußlich, aber es hat sicher auch einen Autor. Nenne den doch einfach beim Namen, anstatt alle außer dir selbst, die hier kommentiert haben, als potentielle perverse Arschlöcher zu betiteln.“

        Ich habe niemanden als potentielles perveres Arschloch betitelt und wer Autor dieser Scheiße ist, weiß ich nicht. Angeblich sind auch peverse Arschlöcher noch intelligent genug, um justiziabel Äußerungen im relativen Schutz der Anonymität zu begehen.

        Darüberhinaus, war das nicht der einzige Kommentar dieser Art und damit wohl eher kein singuläres Phänomen, weshalb das Problem allgemein anzusprechen meiner Meinung nach auch sinnvoller ist.

        • Ja, den Beitrag von Julia Aurelie finde ich auch sehr gut. Mit Namen meinte ich natürlich den Nickname. Das Vergewaltigungszitat gehört aber m.E. eher zu den selteneren Phänomen und ist doch wahrscheinlich zwischenzeitlich gelöscht? Ich meine, Christians Blog ist doch nicht mit dem berüchtigten „Gelben Forum“ gleichzusetzen?

        • @Kinch,

          Zuerst mal Respekt von meiner Seite aus, dass du drüben bei Somlu kommentiert hast! Damit bildest du zumindest ein minimales Gegengewicht.

          Ansonsten find ich die Anmerkung zu meinem Kommentar interessant … denn niemand hat diskussionsmäßig darauf reagiert. Lieber wird wieder der allgemeine Unmut gegen Frauen postuliert, der Zugang von Frauen zur Bildung infrage gestellt oder Somlu mit unschönen Begrifflichkeiten diffamiert. Dass DAS genau dem Diskussionsstil von Somlu entspricht, merkt anscheinend keiner. Pöbelei mit Gegen-Pöbelei bekämpfen zu wollen … unproduktiver geht es nicht. Mein persönliches Ziel in solchen Diskussionen: Egal, welches verbale Niveau mein Diskussionspartner hat, ich lasse mich nicht darauf ein. (Oder nur in sehr seltenen Ausnahmen!)

          • @kinch, Julia

            „Zuerst mal Respekt von meiner Seite aus, dass du drüben bei Somlu kommentiert hast! Damit bildest du zumindest ein minimales Gegengewicht.“

            Deine Kommentare dort fand ich im übrigen durchaus gut. Es sollte allerdings auch dir deutlich geworden sein, wie sensibel auf Kritik in dieser Richtung in feministischen Blogs reagiert wird. Dort wird nahezu keine Kritik zugelassen, weil die eigene Meinung als absolut gesetzt wird.

        • *Pöbelei mit Gegen-Pöbelei bekämpfen zu wollen … *

          „Somlu“ oder ähnliche sind doch immun gegen Argumente. Die Löschfunktion ist deren stärkstes Argument.

          Hier macht es vor allem Sinn diesen die Plattform zu entziehen in dem man Andere darüber Aufklärt.

        • @Julia Aurelie

          “Zuerst mal Respekt von meiner Seite aus, dass du drüben bei Somlu kommentiert hast! Damit bildest du zumindest ein minimales Gegengewicht.”

          Danke. Es ging mir eigentlich nur darum sie und ihre Einstellung besser zu verstehen. Leider lief das ganze Gespräch nicht besonders konstruktiv ab. Ich kann sie nicht einschätzen, aber ich denke eine Mitursache waren auch die Kommentare die nicht freigeschaltet wurden. Sie wurde zu der Zeit von Elitemedium verlinkt und ich weiß ungefähr, was das für einen feministischen Blog bedeutet.

          „denn niemand hat diskussionsmäßig darauf reagiert.”

          Das kann man mir auch vorwerfen. Ich hatte sogar eine Antwort auf deinen Kommentar geschrieben aber nicht abgeschickt. Die Sache ist, dass ich nicht gerne mehrere Diskussionen parallel führe.

          Wie auch immer: Ich glaube, wenn Menschen nichts haben, wo sie sich rechtfertigen oder anklagen können, dann haben sie meistens auch kein Interesse an einer Diskussion.

          Die Frage ist halt, wozu man überhaupt eine Diskussion führt. Ich gehe davon aus, dass circa die Hälfte meiner Ansichten falsch sind. Und die einzige Möglichkeit mich weiter zu entwickeln ist es, mich mit divergierenden Ansichten auseinander zu setzen.

          Unabdingbare Voraussetzung dafür ist aber, dass man davon ausgeht, dass der andere Recht haben könnte und man selbst unrecht. Aber wieviele Menschen gehen mit dieser Prämisse in eine Diskussion?

          „Mein persönliches Ziel in solchen Diskussionen: Egal, welches verbale Niveau mein Diskussionspartner hat, ich lasse mich nicht darauf ein. (Oder nur in sehr seltenen Ausnahmen!)“

          Sicherlich ein gutes Ziel. Es ärgert mich, wenn ich mich ärgern lasse, weil ich anderen Menschen keinen Einfluss über mein Befinden geben will.

          Der Beitrag wurde ziemlich ot, sorry. Ich rede einfach zu gerne über menschliche Kommunikation. Das Thema muss an der Stelle auch nicht weiter vertieft werden.

          • @kinch

            „Sie wurde zu der Zeit von Elitemedium verlinkt und ich weiß ungefähr, was das für einen feministischen Blog bedeutet.“

            Was bedeutet das denn? Die Kritik von Elitemedium halte ich durchaus für sachlich. Dort laufen so wie ich das sehe keinerlei Hassdebatten.

            Wer im Internet derart kontrovers postet wie somlu, die ja im übrigen stark in eine feministische Szene eingebunden ist so wie ich das sehe, der muss auch damit rechnen, dass er eine Antwort erhält. Es gibt keine Filterbubble im Internet.

            Wenn man „Männer vor sich hertreiben will“, dann lädt man zu Kritik ein. Auch sie kann sich natürlich in einen abgeschlossenen Raum, etwa eine feministische Mailingliste oder einen Passwortgeschützten Blog zurückziehen und dort ganz geschützt ihrem Feindbild Mann nachgehen. Sie zieht es aber vor, dies öffentlich zu machen.

        • @Christian

          „Was bedeutet das denn? Die Kritik von Elitemedium halte ich durchaus für sachlich. Dort laufen so wie ich das sehe keinerlei Hassdebatten.”

          Na ja, dort wurden Kommentare freigeschaltet, die mehr oder weniger mit Gewalt drohen. Und Somlus selbst sprach ja von „widerlichen hasserfüllten Trollkommentaren“ die eben unter anderem von Elitemedium kamen.

          Und das ist eben kein seltenes Phänomen. Wenn man von dir, elitemedium, diversen Foren verlinkt wird etc pp., laufen diversen Kommentatoren heiß. High on Chliees musste, soweit ich das mitbekommen habe, auch ihre Kommentare temporär schließen, als du ihren Artikel besprochen hast.

          Das ist eben eine Folge davon, wenn Feminismus kritische bis Anti-Feministische Portale auf feministische Texte verlinken.

          „Wer im Internet derart kontrovers postet wie somlu, die ja im übrigen stark in eine feministische Szene eingebunden ist so wie ich das sehe, der muss auch damit rechnen, dass er eine Antwort erhält. Es gibt keine Filterbubble im Internet.”

          Das will ich nicht abstreiten. Aber um sachliche Antworten handelt es sich ja nicht mehr, sondern um Kommentare die auch offen mit Gewalt und Misshandlungen drohen.

          • @kinch

            „High on Chliees musste, soweit ich das mitbekommen habe, auch ihre Kommentare temporär schließen, als du ihren Artikel besprochen hast.“

            High on Chliches schließt ihre Kommentare auch wenn ich nicht auf sie verlinke regelmäßig. Sie empfindet im übrigen auch sachliche Kritik als nicht hinnehmbare sexistische Kackscheiße und schließt dann die Kommentare.

            Ich kann mir durchaus vorstellen, dass mit einem Link von mir einiges hinüberschwappt. Aber das ist eben auch nicht zu verhindern.

        • @Christian

          Oh, den Beitrag habe ich übersehen:

          „Es sollte allerdings auch dir deutlich geworden sein, wie sensibel auf Kritik in dieser Richtung in feministischen Blogs reagiert wird. Dort wird nahezu keine Kritik zugelassen, weil die eigene Meinung als absolut gesetzt wird.”

          Ich habe letzendlich die Diskussion abgebrochen, weil ich keine Möglichkeit mehr sah, daraus eine fruchtbare Diskussion zu machen. Und ja, Diskussionen mit dem Feministinnen finde ich oftmals sehr schwer bis schlicht unmöglich, weshalb ich auf vielen feministischen Plattformen nicht kommentiere.

          Ich bin aber der Meinung, dass muss nicht so sein und auch nicht so bleiben.

        • „Na ja, dort wurden Kommentare freigeschaltet, die mehr oder weniger mit Gewalt drohen. Und Somlus selbst sprach ja von „widerlichen hasserfüllten Trollkommentaren“ die eben unter anderem von Elitemedium kamen.“

          Elitemedium, der/die eigentlich sehr gemäßigt ist, sollte solche Kommentare in der Tat löschen/nicht freischalten.

          Wenn ich mir die Kommentare bei Elitemedium angucke, dann scheint klar zu sein, wer hier offenbar gemeint ist – die gleiche Person wie immer.

        • @Kinch

          Ach komm, wie schnell wird man auf diesen Blogs von diesen Leuten als Troll oder noch schlimmer als Stalker abgestempelt.
          HighOnCliches hat mir einen ganzen Blogeintrag gewidment weil ich mich erdreistete einen Kommentar auf ihren dümmlichen Blog zu schreiben (Den hat sie nie öffentlich gemacht, weil ihr klar war das er keinswegs ‚gewaltvoll‘ oder anstößig war).
          So schnell wird man dort vorverurteilt und verunglimpft.

          Mit Fundamentalisten lohnt es sich eben nicht zu streiten, denn alles was sie daran erinnert das es noch etwas anderes als ihre eigene Subjektivität gibt ist für manche eben per-se gewaltvoll.

    • „Korrektive Vergewaltigungen haben sich schon immer als nützlich erwiesen, wenn Lesben Probleme beim Gynäkkologen haben. Ein paar Mal richtig durchgefickt und danach sind die Untersuchungen garantiert schmerzfrei.”

      Ich verfolge den Blog ja schon lange, aber ich kann mich wirklich nicht erinnern, so etwas hier je gelesen zu haben. Hätte Christian so etwas unkommentiert durchgehen lassen, ich hab da meine Zweifel.

      Die maskulistischen Wahnsinnigen, die es ja zu Genüge gibt, sind von diesem Blog ja weitestgehend verschwunden, die feministischen anscheinend nicht.

      • Ich habe das wohl missverständlich beschrieben. Die Kommentare kamen nicht hier auf, sondern beim besprochenen feministischen Blog. Die Kommentatoren kamen über “alles Evolution” dorthin.

        Und das ist imho auch das Problem: Christians Aktionen haben sehr deutliche Auswirkungen auf andere Menschen und ich denke, dem muss man Rechnung tragen.

        • „Die Kommentare kamen nicht hier auf, sondern beim besprochenen feministischen Blog. Die Kommentatoren kamen über “alles Evolution” dorthin.“

          Ich würde mal raten, vom gelben Forum via Christians Blog auf den besprochenen feministischen Blog.

        • Hm, ich muss zugeben, dass ich das nicht beurteilen kann. Ich weiß nur, dass wenn Christian feministische Blogs kommentiert, diese häufig mit derartigen Kommentaren rechnen muss.

        • Spontan:

          – Entweder das rezensieren lassen. Vor allem, bei Artikel die in erstere Linie nur Erlebnisschilderungen sind, ist meiner Meinung nach der Erkenntnisgewinn eher dürftig.

          – Rezensieren aber nicht verlinken. Man kann zwar noch immer googeln, aber ich spekuliere mal darauf, dass die meisten dieser Individuuen schlicht zu faul dazu sind.

          – Differenzierter Rezensieren und den Link an dem Ende des Artikels setzen. Mein Favorit. Es ist kaum zu leugnen, dass ein Artikel sehr stark mitbestimmt, wer hier und dort kommentiert. Ist der Artikel sachlich, dann sind es auch die Kommentare. Kommentatoren denen es nur auf die Befriedigung sadistischer Impulse ankommt, lesen sich keine differenzierte und sachliche Artikel durch.

        • Da gäbe es erstmal eine Maßnahme, die man auch Kinch vorschlagen könnte: Practice what you preach!“

          Wer Dinge schreibt wie:

          „Ist dir eigentlich bewusst, was das für Konsequenzen hat, wenn du Blog-Artikel kommentierst, weil leider ein nicht unerheblicher Anteil deiner Leserschaft perverse Archlöscher sind?“

          oder auf dem kritisierten Blog:

          „Ich denke, ich kann mir einigermaßen vorstellen, was du für Trollkommentare bekommst und kann dir nur versichern, dass ich für Maskulinisten keine Sympathien übrig habe, weil die meisten von ihnen auch ganz klassische Täter-Menschen sind.“

          der ist nicht gerade glaubwürdig, wenn er von anderen differenzierte Kritik einfordert.

          Was nicht heißt, dass mich nicht auch interessieren würde, welche Maßnahmen Kinch vorschlägt.

        • Ich habe differenzierte Kritik gefordert, weil sonst andere Menschen ganz konkret Probleme bekommen.

          Wenn Christians-Blog privat wäre und zum Beispiel keine großere Leserschaft bedienen würde, könnte er gerne so einseitig Kritisieren wie er mag.

        • „Glaubst Du etwa durch solche undifferenzierte Dämonisierungen (perverse Arschlöcher), (klassische Täter-Menschen) könnten für Männerrechtler keine konkreten Probleme entstehen?”

          Nur letzteres war undifferenziert. Ersters bezieht sich auf Menschen die Vergewaltigungsdrohungen und andere Abscheulichkeiten an Frauen richten. Ich betrachte das daher nicht als undifferenziert, sondern angemessen.

          Und ja: Ich glaube nicht, dass durch meinen Beitrag bei Somlus auch nur ein Mensch solche Drohungen bekommen wird.

          „Es hat seine Gründe, warum z.B. linke Männerrechtler mit stark humanistischer Orientierung auf Anonymität bestehen müssen:”

          Vielleicht. Aber meine Kommentare sind sicherlich nicht Teil dieser Gründe.

        • @ Kinch

          „Nur letzteres war undifferenziert. Ersteres bezieht sich auf Menschen die Vergewaltigungsdrohungen und andere Abscheulichkeiten an Frauen richten. Ich betrachte das daher nicht als undifferenziert, sondern angemessen.“

          Ich halte „perverse Arschlöcher“ für Personen, die so etwas tun auch für angemessen.
          Es gibt einige kritische Kommentare von mir zu diesem Thema, ich kritisiere grundsätzlich radikalmaskulistische UND radikalfeministische „Hate-Speech“.

          Deine Formulierung lautete allerdings:

          “Ist dir eigentlich bewusst, was das für Konsequenzen hat, wenn du Blog-Artikel kommentierst, weil leider EIN NICHT UNERHEBLICHER ANTEIL deiner Leserschaft PERVERSE ARSCHLÖCHER sind?”

          D. h. also, Du unterstellst, ein „nicht unerheblicher“, also ein erheblicher Anteil der Leserschaft dieses Blogs bestünde aus Personen, die „Vergewaltigungsdrohungen und andere Abscheulichkeiten an Frauen richten“.

          Leider ist mir tatsächliche eine solche Person bekannt und ich habe dieses Arschloch immer wieder scharf kritisiert. Diese Person tut dergleichen aber auch unabhängig von Christians Blog.

          Für Deine Unterstellung, dass ein „nicht unerheblicher Anteil der Leserschaft dieses Blogs“ so handeln würde, fehlt allerdings jeder Beleg – für die große Mehrheit der Kommentatoren hier (egal ob Frauen oder Männer und egal, was man sonst von ihren Ansichten hält), ist dieser Vorwurf sicherlich falsch.

          Differenziert ist diese Formulierung also bestimmt nicht und kommunikationspsychologisch ist sie auch wenig gelungen.

          „Vielleicht. Aber meine Kommentare sind sicherlich nicht Teil dieser Gründe.“

          Wollen wir´s hoffen. Die konkreten Auswirkungen solcher Formulierungen von Dir können wir ja leider nicht wissen.

        • Ob man beim Schreiben eines Blogs wirklich miteinkalkulieren muss, dass mitlesende Wirrköpfe darüber auf Seiten im Internet stoßen könnten, wäre eine Diskussion für sich.

          Es wäre aber mal nett zu wissen, woran du diesen Generalverdacht festmachen kannst.

          Mir ist genau ein Kommentator bekannt, der sich die Bezeichnung „perverses Arschloch“ verdient hätte. Dieser wurde hier regelmäßig gelöscht und frisst sich sowieso auch schon seit Ewigkeiten durch alle maskulistischen und feministischen Blogs.
          2-3 weitere, die hier zumindest kaum noch posten (dürfen).

          Wenn du das nicht mal genauer präzisieren kannst, drängt sich doch eher der Verdacht auf, dass du selbst hier der Demagoge bist und selbstgerecht deine Ressentiments pflegst.

          würde man sich deutlich von den eigenen Extremisten distanzieren und sie aktiv bekämpfen.

          Du wirst hoffentlich zustimmen, dass diese Distanzierung hier in viel viel größerem Ausmaß geschieht als innerhalb der feministischen Szene, wo man oft nicht mal Valerie Solanas‘ Werk nicht als „notwendig“ bezeichnet.

          Hast du auch jemals Distanzierung von Feministinnen gegenüber radikalen Auswüchsen eingefordert? Nein?

          Ich selbst verzichte hier teilweise auch mal darauf, weil es schlicht so ermüdend repetitiv ist und die Positionen – im Gegensatz zu misandrischer Hetze – im öffentlichen Diskurs doch sehr stark marginalisiert sind.

          An dem Punkt, an dem du nicht die Problematik hinter küchenpsychologischen Pauschaldiffamierungen wie „klassische Täter-Menschen“ verstehst, bleibt mir ehrlich gesagt die Spucke weg. Das macht dich schon sehr fragwürdig und an der Stelle diskutiere ich auch nicht weiter…

        • Mal Butter bei de Fische: wo sind die Belege für einen zwei- bis dreistelligen Anteil „perverser Arschlöcher“?

          Raus mit der Sprache.

        • „Mal Butter bei de Fische: wo sind die Belege für einen zwei- bis dreistelligen Anteil “perverser Arschlöcher”?

          Raus mit der Sprache.“

          Verzeihung, das war mein Fehler. Das ist nur meine Einschätzung, die ich aus dem Umstand gezogen habe, dass es soviele derartige Kommentare gab. Es kann auch nur ein einziges, sehr entschlossenes, perverses Arschloch sein, dass hier mitließt und unter diversen Nicks und IPs seine Nachrichten verteilt.

          Belege über die genau oder ungefähre Anzahl an perversen Arschlöchern, die hier mitlesen und bei feministischen Blogs kommentieren habe ich nicht.

          • @Kinch

            „Das ist nur meine Einschätzung, die ich aus dem Umstand gezogen habe, dass es soviele derartige Kommentare gab“

            Ich möchte darauf hinweisen, dass ich im Januar einen Tagesdurchschnitt von etwas unter 4000 Aufrufen hatte. Natürlich ist ein Teil meiner Leserschaft deckungsgleich mit dem gelben Forum etc und der dort verbreiteten Radikalität. Natürlich sind da auch einige Leute dabei, die sehr gerne trollen und das außerhalb jeder Grenzen.

        • Nun, ich denke dass dein Eindruck dich da stark täuscht.
          Aber auch an deinem anderen Posting gerade machst du ja deutlich, dass du offen dafür bist, Einschätzungen zu überdenken und korrigieren.
          Perverse Arschlöcher findet man hier sicherlich nicht mehr als auf feministischen Blogs.
          Allerdings sind die Kommentarspalten hier wie du schon festgestellst hast (wie auch bei somlu) durchzogen von geschlechtsbezogenen Ressentiments.
          Da sind Leute wie du immer hilfreich, die entsprechend einseitige Positionen ergebnisoffen herausfordern.

        • @Christian, david

          Ich muss zugeben, da ich letztendlich nichts genaues über die Quantität weiß, ist das auch nur Spekulation und eine Diskussion, wie real das Phänomen ist, ist für mich ziemlich schwer zu führen.

          Möglicherweise täucht meine Einschätzung tatsächlich und das ist nur ein Randphänomen, einiger entschlossener Irrer, die man nicht stoppen oder beeinflussen kann.

          • @kinch

            Zumal die Gegenseite ja auch nicht zimperlich ist. Ich habe eben gerade ausgehend davon, dass es der Frauenarztartikel gewesen sein soll, nachgelesen und finde dann Artikel, die sich wohl auf mich beziehen und in denen davon die Rede ist, dass ich ein lesbophober Idiot bin, den man allgemein sperren und blocken und mit dem man auf keinen Fall reden sollte. Beides aus meiner Sicht wenig begründete Vorwürfe.

            Natürlich rechtfertigt das keine solche menschenverachtenden Kommentare wie die von Tino (wie gesagt, Hinweise darauf, wie mein Leben endet, wenn wir uns tatsächlich mal treffen, habe ich ebenfalls im Spamfilter). Aber es zeigt auch, dass dort unberechtigte Vorwürfe erhoben werden.

            Teile des Feminismus gehen mit Kritik auf eine Weise um, die in Professing Feminism gut unter dem Begriff IDPOL erklärt wird. Über Auffassungen zu Diskutieren oder Kritik zuzulassen ist bereits ein Abweichen von der Sache und keine bedingungslose Bekämpfung des Gegners mehr. Es darf nur noch erklärt werden, nicht mehr diskutiert, es darf nur noch akzeptiert werden, nicht mehr hinterfragt. Das bezieht sich glücklicherweise nicht auf alle Feministinnen, ist aber im radikalen Bereich weit verbreitet

        • „Beides aus meiner Sicht wenig begründete Vorwürfe.“

          Ich kann nichts dazu sagen, ob du Lesbophob bist oder nicht. Aber tatsächlich hat sich mein Meinungsbild über dich und diesen Blog in den letzten Tagen doch stark gewandelt. Da ich den anderen Blog eigentlich sehr gerne lese und auch die Autorin schätze, habe ich mich auf ihr Urteil verlassen, aber ich denke mittlerweile auch, dass das was sie über dich schrieb deutlich überzogen von ihr war; soweit ich das beurteilen kann.

          Ich finde auch einiges was im Feminismus so läuft wirklich sehr schade. Insbesondere ist vieles kommunikationstheoretisch ein Alptraum. Ich denke aber auch, dass vieles was schief läuft aus der Not heraus geboren wurde und sich mit der Zeit selbst überleben wird.

          Danke für den Link. Die kommuniktionstheoretische Auseinandersetzung mit dem Feminismus ist etwas, was mich persönlich sehr interessiert.

          Grüße

          • @kinch

            „ob du Lesbophob bist oder nicht“

            Es ist wenig sinnvoll, etwas gegen Lesben zu haben, wenn man davon ausgeht, dass der Unterschied im wesentlichen auf die Wirkung von Hormonen zurückzuführen ist und diese eben ein anderes Attraktivitätsmerkmalemuster aktiviert haben als andere Frauen.

            Ich habe natürlich nichts gegen Lesben.

            „Ich denke aber auch, dass vieles was schief läuft aus der Not heraus geboren wurde und sich mit der Zeit selbst überleben wird.“

            Das wäre eine gute Entwicklung. Allerdings ist – wie man an der Mädchenmannschaft und den Piraten sieht -die Gefahr einer Radikalisierung ja auch nicht von der Hand zu weisen. Ich denke auch, dass vieles nicht aus der Not geboren ist, sondern die Theorien die Abwärtsspirale bereits eingebaut haben. Es ist schwer nicht radikaler zu werden, wenn man davon ausgeht, dass der andere sich seiner Privilegien selbst entledigen muss und ein Nichthinterfragen dieser bei anderen bereits ein zuarbeiten ist.

      • „D. h. also, Du unterstellst, ein „nicht unerheblicher“, also ein erheblicher Anteil der Leserschaft dieses Blogs bestünde aus Personen, die „Vergewaltigungsdrohungen und andere Abscheulichkeiten an Frauen richten“.”

        Ein unherheblicher Anteil, wären ein, vielleicht drei Personen. Man wird immer einen gewissen Anteil psychisch kranker Leser haben und es ist schwer mit diesen zu kalkulieren.

        Wenn es sich aber in Richtung zwei- oder gar dreistelliger Bereich entwickelt, dann muss man diesen Anteil an Leserschaft, meiner Meinung nach, einkalkulieren.

        Die Formulierung „nicht unerheblicher Anteil” heißt also nicht, dass es die Mehrheit betrifft, sondern nur ausreichend viele, um damit zu rechnen.

        „kommunikationspsychologisch ist sie auch wenig gelungen.“

        Ich finde es wichtig, die Dinge klar beim Namen zu nennen. Mit den Personen, die sich zu Recht als perverses Arschloch angesprochen fühlen, kann man denke ich keine vernünftige Diskussion führen, aber man kann ihnen zeigen, dass man sie und ihr tun nicht akzeptiert.

        Und ich denke, dass würde auch deutlich die Kommunikation zwischen den Lagern verbessern, würde man sich deutlich von den eigenen Extremisten distanzieren und sie aktiv bekämpfen.

        „Wollen wir´s hoffen. Die konkreten Auswirkungen solcher Formulierungen von Dir können wir ja leider nicht wissen.”

        Es erscheint mir wenig plausibel, dass da was passiert, aber ja.

        • *Mit den Personen, die sich zu Recht als perverses Arschloch angesprochen fühlen, kann man denke ich keine vernünftige Diskussion führen, aber man kann ihnen zeigen, dass man sie und ihr tun nicht akzeptiert.*

          Also ich versuche ein Bewusstsein dafür zu schaffen was hinter vielen Menschen steht die als die besseren darstellen wollen.

          Und im übrigen finde ich gute Posts und Argumente können nur mit Firefox auf Linux und einem CO2-neutralen Internetzugang geschrieben werden.

        • @ Kinch

          „Und ich denke, dass würde auch deutlich die Kommunikation zwischen den Lagern verbessern, würde man sich deutlich von den eigenen Extremisten distanzieren und sie aktiv bekämpfen.“

          Das sehe ich auch so.

          „Wenn es sich aber in Richtung zwei- oder gar dreistelliger Bereich entwickelt, dann muss man diesen Anteil an Leserschaft, meiner Meinung nach, einkalkulieren.“

          Ich vermute, ich bin nicht der einzige, dem diese Behauptung als völlig unrealistisch erscheint.
          Es gibt wie gesagt, eine Person, die hier häufig gelöscht und kritisiert wird, für die Deine Kritik leider nachweislich zutrifft. Da besteht irgendeine Persönlichkeitsstörung und diese Person ist schon lange auf feministischen und maskulistischen Blogs für ihren Irrsinn bekannt.

          Ich habe, von diesem einen Fall abgesehen, auch von den hier kommentierenden Frauen und auch von den Feministinnen, die hier kommentieren oder mal kommentiert haben oder auf deren Blogs Christian manchmal kommentiert, NOCH NIE eine entsprechende Anschuldigung gegenüber anderen männlichen Lesern dieses Blog gehört.

        • „Ich vermute, ich bin nicht der einzige, dem diese Behauptung als völlig unrealistisch erscheint.”

          Da wir keine Verlässlichen Daten haben ist eine Diskussion darüber zwecklos. Ich halte es jedenfalls nicht für unrealistisch. Ich kann zumindest bei einem Femi-Blog etwas hinter die Kulissen schauen, und wenn es eine entsprechende Verlinkung gibt, gibt es derartige Kommentare teilweise in entsprechend hohen Bereichen.

          „Ich habe, von diesem einen Fall abgesehen, auch von den hier kommentierenden Frauen und auch von den Feministinnen, die hier kommentieren oder mal kommentiert haben oder auf deren Blogs Christian manchmal kommentiert, NOCH NIE eine entsprechende Anschuldigung gegenüber anderen männlichen Lesern dieses Blog gehört.“

          Nun, da haben andere andere Erfahrungen.

          Ich denke, darüber zu streiten, was jetzt zutrifft ist nicht so sinnig. Ich denke nur, Christian sollte sich der Bedeutung bewusst sein, wenn er etwas verlinkt und umsichtig handeln.

          • @kinch

            „Ich denke nur, Christian sollte sich der Bedeutung bewusst sein, wenn er etwas verlinkt und umsichtig handeln.“

            Selbst wenn ich meine Kritik an diesen Artikeln bedeutend vorsichtiger formulieren würde, dann würde das bestimmte Personen nicht abhalten dort mit schlimmsten Kommentaren aufzulaufen. Wenn du etwas liest, dann wirst du sehen, dass ich tatsächlich in den allermeisten Positionen recht gemäßigt bin. Es hindert Leute nicht, entsprechend zu formulieren.

            Natürlich habe ich auch entsprechende Drohungen im Spammfilter, wahrscheinlich von der gleichen Person. Mir wurde ebenfalls schon diverses angedroht. Ich habe das häufig genug verurteilt.

            Feministische Beiträge nicht zu kommentieren, weil dann dort Idioten auflaufen, dass erscheint mir auch etwas viel der Einschränkung. Eine andere Form des umsichtigeren Handelns würde aber auch keine Veränderung zeigen.

        • @Christian

          Ich will nicht anzweifeln, dass du recht gemäßigt bist. Wäre ich nicht dieser Meinung, hätte ich auch nichts dazu gesagt, da das wohl nichts bringen würde.

          Ich wollte letztendlich nurmal eine Diskussion darüber anstoßen und auch nachfragen, ob du dir des Problems überhaupt bewusst bist. Letzteres, weil ich denke, dass die Feministinnen da leider nur selten ein Gespräch suchen und Feedback geben.

          Eine effektive Lösung zu finden, ist in der Tat ziemlich schwer.

        • @Kinch
          „Ich kann zumindest bei einem Femi-Blog etwas hinter die Kulissen schauen, und wenn es eine entsprechende Verlinkung gibt, gibt es derartige Kommentare teilweise in entsprechend hohen Bereichen.“

          Könntest du mal konkret nennen, welchen Tonfall diese Kommentare anschlagen? Der mit der korrektiven Vergewaltigung, war der sozusagen repräsentativ?

          Ich hatte bei Somlus gerade versucht, einen Kommentar unterzubringen, und zwar zu ihrer folgenden kleinen Story:

          Ich habe auch mal einen Typen, der nachts nicht weit hinter mir lief und mich sehr nervös machte, weil es mir einfach zu nah war, aufgefordert, dass er bitte mal die Straßenseite wechseln solle und ob ihm nicht klar sei, dass sein Verhalten bedrohlich wirken könne. Er wechselt sofort die Straßenseite und entschuldigte sich. War ziemlich cool.

          Ich habe sie gefragt, ob es nicht eine Möglichkeit gewesen wäre, den Typen einfach vorzulassen. Wurde aber nicht freigeschaltet.

          Wäre das so einer von den Arschloch-Kommentaren, wie du sie hinter den Kulissen vorfindest? Ich bin ja schließlich so einer, der erst wegen Christians Verlinkungen rüberschwappt.

          Nochmal zu Somlus:
          „Aber: Sie hat nichts illegitimes gesagt. Sie hat lediglich klar gemacht, dass sie nicht wollte, dass der Mann sich zu ihnen setzt.“

          Auch Christian hat auch nichts Illegitimes gesagt. „Da sieht man schon, dass sie das Abwehren als Rebellion feiern.“ Ich kann dem nur zustimmen, genauso kommt es rüber, wenn man den Artikel liest.

        • @ Kinch

          „Man wird immer einen gewissen Anteil psychisch kranker Leser haben und es ist schwer mit diesen zu kalkulieren.“

          Das ist übrigens ziemlich übel, Menschen, die unter psychischen Erkrankungen leiden, gleichzusetzen mit Leuten, die Vergewaltigungsdrohungen usw. an Frauen schicken. Es gibt eine erhebliche Diskriminierung von psychisch Kranken in dieser Gesellschaft, über die sich eigentlich kaum streiten lässt. Besonders paradox ist der Kommentar, da psychische Erkrankungen z.B. durch extreme Gewalterfahrungen ausgelöst werden.

          Es gibt genügend gesunde Arschlöcher, Vergewaltiger usw.. Solche pauschalen Diffamierungen von kranken Menschen sind viel schlimmer als blöde Pauschalisierungen à la Frauen studieren nur Genderzeugs o.ä..

          Was du da ausgesagt ist, ist wiklich unterirdisch.

        • @ Kinch, Nachtrag

          Mittlerweile hatte ich mal den Originalbeitrag bei Somlu(s?) angeguckt. Deine Kommentare dort, ich hab das ganze nur überflogen, waren doch ziemlich gut. Du hattest ja selbst das Problem angesprochen, echte oder vermeintliche eigene Gewalterfahrungen als Freibrief zu Grenzüberschreitungen gegenüber Dritten zu benutzen. Es wundert mich, dass du hier eher so aufgetreten bist, wie Momrules in dem anderen Blog. Du hattest dort auch geschrieben, dass du selbst krasse Gewalterfahrungen hattest. Vor dem Hintergrund erscheinen mir deine Äußerungen in einem anderen Licht. Von ganzem Herzen alles Gute! (der Kommentar zu den psychisch Kranken war aber trotzdem nicht sehr reflektiert ;-))

    • @ Kinch
      „In einem Raum wo Menschen essen, etwas zu tun von dem man ausgehen müsste, dass es anderen Menschen als eklig empfinden, finde ich sehr rücksichtslos“

      So, sie hat aber nicht gesagt, was so eklig
      war. Und das der Andere das bezahlt
      hat ist doch nun wirklich erlogene
      Kackscheisse!

      Äh, Kackscheiße. Stell Dir vor, diese
      Femis reden am Nachbartisch
      in ihrem Femisprech, mit
      „Kackscheiße“, „Wichser“, „Alles Vergewaltiger“
      – zahlen die mir mein Essen dann auch?

      • “So, sie hat aber nicht gesagt, was so eklig
        war.“

        Eben; die Situation ist schlicht nicht bewertbar. Die Reaktion kann überzogen gewesen sein, oder aber auch nicht.

        „Und das der Andere das bezahlt
        hat ist doch nun wirklich erlogene
        Kackscheisse!”

        Auch das kann man nicht beurteilen. Wenn es jedoch wahr ist, scheint es, als wäre Somlus-Freundin nicht die einzige mit der Auffassung, dass das Verhalten des Mannes unangemessen war.

        Wenn man Somlus unterstellt bewusst zu lügen, kann man aber auch sowieso nicht sinnvoll über den Artikel reden, da er lediglich ihre Erfahrungen schildert.

        „Äh, Kackscheiße. Stell Dir vor, diese
        Femis reden am Nachbartisch
        in ihrem Femisprech, mit
        “Kackscheiße”, “Wichser”, “Alles Vergewaltiger”
        – zahlen die mir mein Essen dann auch?”

        Wenn sie über was ekliges lautstark reden und es auch annehmenbar ist, dass das von anderen als eklig wahrgenommen wird, warum nicht?

        • Naja, es ist natürlich erhellend, das Somlus da vage bleibt. Warum sollte sie es sich eigentlich nehmen lassen, wenn sie es so eklig fand? Die Pinkler hat sie doch auch recht deutlich beschrieben. Ich würde schon zu der Ansicht neigen, dass es eine Lappalie war. Sie erwähnt mehr über die „sonore Stimme“ als über den Inhalt des Gesprächs.

          Ich habe mir inzwischen ein gesundes Misstrauen angewöhnt, was Femi-Blogs angeht. Aber da du dort ja freigeschaltet wurdest, frag doch einfach mal nach, was es genau war. 😉

          Was das Bezahlen angeht: In der Regel dürfter der „Verursacher“ eine andere Meinung haben. Da müssten die Wirte sich wohl darauf vorbereiten, wie man entsprechende Tribunale führt, mit Zeugenaussagen und so. Es ist ja ganz witzig, dass der Typ da souverän (oder genervt) genug war, um die Rechnung zu zahlen, aber meinst du im Ernst, man könnte da jetzt eine Handlungsempfehlung daraus ableiten?

    • “ Die letztgenannte Situation ist für mich auch problematisch, aber ich denke, man kann auch mal Fehler machen“

      Dann sollte man auch die Courage haben den Fehler zu korrigieren und sich zu entschuldigen.

      Courage bei Frauen? Fehlanzeige.

      Für mich ist das ein typisches Beispiel für Feministinnen und ihr Verhalten.

      • „Dann sollte man auch die Courage haben den Fehler zu korrigieren und sich zu entschuldigen.”

        Da gehe ich völlig mit dir.

        „Courage bei Frauen? Fehlanzeige.”

        Ich möchte das mal nicht kommentieren, aber dokumentieren.

        • @ Kinch

          Dokumentiert ist das schon oben:

          Man pöbelt Leute in seiner ausgedehnten Freizeit an die arbeiten, merkt den Fehler hat aber nicht die C O U R A G A E sich bei den Leuten zu entschuldigen.

          Nein man setzt noch einen oben drauf nach dem Motto: Sind ja Jungs also haben sie es verdient.

          Solchen Feministinnen gehören die Kinder abgenommen!!!

    • @kinch:

      An den von dir erst genannten Situationen, gibt es meiner Meinung nach wenig auszusetzen.

      Es ist völlig legitim, sich zu veweigern und jemanden nicht an den eigenen Tisch zu lassen, wenn genügend Alternativen zur Verfügung stehen. Und für Menschen, für die sich zu Verweigern problematisch ist, ist es auch legitim stolz auf die Verweigerung zu sein.

      Die Verweigerung halte ich für völlig legitim, keine Frage. Das mit dem Stolz ist so eine Sache. Wenn sie stolz wäre, weil sie eigentlich schwer „Nein“ sagen kann und es nun doch getan hat, würde ich mit dir übereinstimmen. Ihr ging es aber stattdessen um die Abwehr eines gefühlten Angriffs, ausgehend nicht von einem Kommunikation suchenden Individuum, sondern von einem herbeifabulierten System zur Unterdrückung von Frauen.

      „Die übliche Reaktion wäre es einfach hinzunehmen oder mit einem “wir essen hier” die anderen dazu aufzufordern, ein tatsächlich ekliges Thema abzubrechen.”

      Nur weil eine Reaktion üblich wäre, muss sie nicht auch geboten sein. In einem Raum wo Menschen essen, etwas zu tun von dem man ausgehen müsste, dass es anderen Menschen als eklig empfinden, finde ich sehr rücksichtslos. Ich bin durchaus nicht der Meinung, dass man das hinnehmen müsste. Ich fände es auch besser, wenn man vorher erstmal darauf aufmerksam macht, dass man sich gestört fühlt. Wenn man aber sein Essen nicht mehr essen kann, finde ich es durchaus angebracht dem Verursacher die Rechnung dafür zu geben.

      Ab wann man sich gestört fühlt bzw. ab wann man sein Essen nicht mehr essen kann, ist aber zutiefst individuell verschieden. Ich weiß nicht, was dort am Nachbartisch geredet wurde, aber ich kann dir mit Sicherheit sagen, dass ich weitergegessen hätte.

      Insofern halte ich es auch für falsch, diese Person als „Verursacher“ zu bezeichnen. Ich an seiner Stelle hätte jedenfalls garantiert nicht bezahlt.

      Die letztgenannte Situation ist für mich auch problematisch, aber ich denke, man kann auch mal Fehler machen. Schlimm finde ich, dass Somlus, diese Gruppenhaft wohl nach wie vor für legitim hält (zumindest lese ich das aus ihren Antworten heraus).

      Und genau diese als legitim angesehene Gruppenhaft ist das Problem.

  7. „Da sieht man schon, dass sie das Abwehren als Rebellion feiern. Bei ihnen ist der Wunsch alleine zu sitzen gleich ein Kampf gegen das System, in dem Frauen Verfügungsmasse des Mannes sind.“

    Das ist doch genau das Verhalten, mit denen die diverse Maskulisten ständig in ihren Blogs und in Foren prahlen, aber das wird hier natürlich nicht kritisiert. Natürlich sind die im Artikel beschriebenen Frauen arrogant und sexistisch, und Männer in Gruppenhaft zu nehmen ist falsch. Aber es ist interessant zu sehen, wie einigen Anwesenden hier sich dazu hinreißen lassen, nach dem Lesen von eben diesem Artikel alle Frauen in Gruppenhaft zu nehmen. Was aber eigentlich nicht überraschend ist bei den teilweise antifeministisch-verblödedeten Kommentarschreibern hier

      • Da brauche ich dir keinen konkreten Text zu nennen, da brauche ich dir einfach nur, sagen wir mal, das Männermagazin von Leutnant Dino zu empfehlen. Da wimmelt es nur von Texten, in denen er großkotzig Empfehlungen an seinen Geschlechtsgenossen weitergibt, wie man allen feministisch-verseuchten, verwöhnten und gelgeilen Frauen, die natürlich allesamt eine Nuttenmentalität haben, überlisten und aufs Kreuz legen kann.

        „natürlich wird und wurde das hier wiederholt kritisiert.“

        Du verfasst zumindestens keine Beiträge (mehr) darüber. Und in den Kommentaren gibt es nach wie vor ein paar Leute, die vor deinen negativen Kritiken weitgehends verschont bleiben.

        • Ich kenne die Mädchenmannschaft nicht, aber ich weiß, dass es nicht nötig ist, einen konkreten Artikel aus Leutnants Blog zu benennen, weil es dort um fast nichts anderes geht. Aber hier ein Vorgeschmack seines Frauenbildes, neulich endeckt im gelben Forum:

          http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=5938

          „Uh, jetzt hab ich es dem Weib aber gegeben, mimimi“

          • @stephi

            Es geht mir nicht darum, dass du mir einen besonderen Artikel benennst, um zu belegen, dass Leutnant Dino frauenfeindlich ist. Das ist mir bewußt. Ich wollte, dass du einen konkreten Artikel aussuchst, damit nicht nachher der Vorwurf kommt, dass ich den falschen ausgesucht habe, einen zu harmlosen oder was auch immer.

            Wenn du mir einen raussuchst, an dem aus deiner Sicht eine besonders frauenfeindliche Einstellung deutlich wird oder der in anderer Weise mit Somlus Artikel vergleichbar ist (es wird so etwas geben), dann bespreche ich ihn gerne.

            Den Wgvdl-Artikel finde ich jetzt wenig besprechenswert: Natürlich hat er eine Frauenfeindliche Sprache. Aber er wird von einer Frau angemacht, die ihn hat abblitzten lassen und reagiert sehr harsch.

            Sätze wie:
            „Ich mache für eine Vagina keine Verrenkungen mehr. Eine Frau muss mir wirtschaftlich nützen und sich vollständig selbst finanzieren können. Alles andere ist verschenkte Zeit und Aufwand.“

            sind unhöflich formuliert, aber zu sagen, dass man für Sex keine Verrenkungen mehr macht, sondern nur noch an Frauen interessiert ist, die sich selbst finanzieren ist nun nicht so für eine Besprechung geeignet. Es ist hier ja im wesentlichen nur der Tonfall und die Ausdrucksweise, die zu beanstanden ist. Eine Partnerin zu wollen, die sich selbst finanzieren kann, ist wenig vorwerfbar.

        • Der Ton macht die Musik, nicht wahr. Niemand hat was dagegen, dass ein Mann einen Korb austeilt. Aber dass er die Frau ständig auf ihr Geschlechtorgan („Muschi“, „Vagina“) reduziert, ist wohl weniger der bewussten Anwendung der rhetorischen Figur Par pro tot zu verdanken, sondern einem tiefsitzenden Sexismus und der offensichtlichen Unfähigkeit, eine Frau als Individuum zu sehen. Die erwartbare Ausrede, sie hätte damit angefangen, zieht nicht. Der Klügere gibt bekanntlich nach und begibt sich nicht auf das Niveau, was er kritisieren zu meinen glaubt.

        • @ Christian

          Also gegen Artikel, in denen radikale Strömungen und Positionen im Maskulismus kritisch analysiert werden, hätte ich auch nichts einzuwenden.

          Den WGVDL-„Maskulismus“ (eigentlich verstehe ich nicht, was das mit Männerrechten zu tun haben soll) in die Tonne zu treten, fände ich eine gute Sache.

        • Ich fände mal einen Artikel über Widersprüche im Maskulismus, Ressentiments und Misogynie sinnvoll.
          Auch darüber, welche noch unerfüllten Forderungen des Feminismus unterstützbar sind.

        • Selbstverständlich greift das Kinderargument: „Du aber auch“, genau unter diesen Label ist doch Stephi eingestiegen, sie will nicht über feministisches Verhalten sondern über maskulistisches Verhalten sprechen: „Die aber auch“.

          Und wenn die Unfähigkeit, Frauen als Individuen wahrzunehmen, um sich greift, wenn über „die Frauen“ in Bestsellern und Staatsfunk gesagt wird, dass sie nur tot gut seien, es in Leitmedien heißt, dass „Die Frauen“ genetisch-biologischer Müll und minderwertig seien, wenn die Machtverhältnisse sich so verlagert haben, dass jedermann hochsensibel gegenüber Misandrie ist, und keine mehr von „alten Säcken“ und „sabbernden Lustmolchen“ sprechen kann, ohne dass sie niedergemacht wird, wenn es so ist, dass Mädchen in der Schule erklärt wird, dass sie sich für ihr parasitäres Geschlecht zu schämen haben, dann können wir uns noch mal über Respektlosigkeit gegenüber Frauen unterhalten, dann wechsle ich die Seiten. Großes Ehrenwort.

          Bis dahin gestatte ich es mir als Kompensation, genüsslich kichernd im Männermagazin zu stöbern und lass Pornorapper im Hintergrund laufen. Und wann kommt endlich das Manifest zur Vernichtung der Geschlitzten raus? Maskulisten sind echte Schlappschwänze, ich muss es wohl selbst schreiben.

        • @Böser Wolf

          “Und wann kommt endlich das Manifest zur Vernichtung der Geschlitzten raus?“

          Ich kann jedem der SCUM referenziert nur mal empfehlen, es zu lesen.

        • @Böser Wolf

          Das SCUM-Manifest wird immer als DAS männerfeindliche Werk dargestellt. Und, dass sich niemand trauen würde ein ähnliches Werk über Frauen zu schreiben.

          Das SCUM aber genauso Frauenverachtend ist und es auch Frauen sind, die dort als SCUM, also Abschaum, bezeichnet werden, sprengt dann oft das Weltbild.

          Dein Hinweis, dass niemand Hinweis, dass Maskus, ein derartiges Buch nicht geschrieben haben, lässt mich zumindest annehmen, dass du es nicht gelesen hast.

        • „Ich kann jedem der SCUM referenziert nur mal empfehlen, es zu lesen.“

          Ich habe es gelesen. Das ist einer der Gründe, warum ich angefangen habe mich für männerrechtliche Anliegen zu interessieren.

          Diese Schrift verhöhnt die männlichen Opfer von Genderziden (geschlechtsbezogenen Massentötungen) direkt, die männlichen Opfer des Holocaust indirekt (Forderung nach Gaskammern für Männer).

          http://de.wikipedia.org/wiki/Gendercide

          http://www.cuncti.net/haltbar/100-massenvergewaltigungen-versklavung-gendercide

        • Dass „Scum“ auch frauenfeindlich ist, stimmt.
          Es ließe sich auch eine frauenrechtliche Kritik an dieser Schrift formulieren, aber die Männerfeindlichkeit steht schon deutlich im Vordergrund.

        • Nein, das sprengt nicht mein Weltbild. Es werden solche Frauen als SCUM bezeichnet, die mit Männern zusammenarbeiten. Und dass gerade Verräter, hier also Verräterinnen, den Hass auf sich ziehen, ist nun wirklich nichts neues.

        • “Dass “Scum” auch frauenfeindlich ist, stimmt.
          Es ließe sich auch eine frauenrechtliche Kritik an dieser Schrift formulieren, aber die Männerfeindlichkeit steht schon deutlich im Vordergrund.”

          Mit Sicherheit. Aber SCUM ist wohlmöglich als Sozialkritik nicht ernst gemeint, zumindest behauptete Solanas, in deinem Interview. Selbst wenn man es ernst gemeint versteht, ist es allenfalls psychotisch.

          Und entsprechende misogyne Literatur wird auch heute noch geschrieben, publiziert und verlegt. Vielleicht nicht ganz so extrem, dafür aber definitiv ernst gemeint.

          Wie auch immer, das ist eigentlich nur eine Nebendiskussion.

        • @ Kinch

          „Mit Sicherheit. Aber SCUM ist wohlmöglich als Sozialkritik nicht ernst gemeint, zumindest behauptete Solanas, in deinem Interview.“

          Solanas hat versucht mehrere Männer zu ermorden:

          http://www.womynkind.org/valbio.htm

          “As Warhol lay bleeding, Solanas then fired twice upon Mario Amaya, an art critic and curator who had been waiting to meet Warhol. She hit him above the right hip with her fifth shot; he ran from the room to the back studio and leaned against the door.
          Solanas then turned to Fred Hughes, Warhol’s manager, put her gun to his head and fired; the gun jammed.”

          http://blogs.taz.de/schroederkalender/2009/03/09/manifest_der_gesellschaft_zur_vernichtung_der_maenner_2/

          “Als Valerie Solanas gefragt wurde, warum sie auf Andy Warhol geschossen habe, antwortete sie: »Ich habe eine Menge schwerwiegender Gründe, lesen Sie mein Manifest und Sie wissen, wer ich bin.«”

        • „Solanas hat versucht mehrere Männer zu ermorden”

          Ja, sie war auch Schizophren. Das spricht ihr nicht die Fähigkeit ab, sarkastische Texte zu schreiben.

        • Also wenn jemand eine widerwärtige Hetzschrift gegen eine Menschengruppe verfasst und dann selbst versucht Mitglieder dieser Menschengruppe zu ermorden, dann erscheint es m.E. wenig plausibel, hier keinen Zusammenhang zu sehen (zumal der Zusammenhang im Nachhinein ja auch von ihr selbst zugegeben wurde, siehe das Zitat oben).

        • Ja, sie war auch Schizophren.

          Wahninhalte sind von oft untrennbar mit realen Überzeugungen der Person untrennbar verknüpft, wie gerade der Fall Solanas zeigt. Die Tat geschah soweit ich weiß auch nicht unter Einfluss klassischer psychotischer Symptome wie imperative Stimmen oder dem Gefühl unmittelbahrer Bedrohung.
          Als Solanas nach ihrem Motiv gefragt wurde, sagte sie folgendes:

          When asked about a motive, she said: I have a lot of very involved reasons. Read my manifesto and it will tell you what I am.

          Man kann es bestenfalls naiv nennen, wenn jemand keinen Zusammenhang zwischen ihren zu Papier gebrachten Männerausrottungsfantasien (sie war fast besessen von dem Gedanken, damit Berühmtheit zu erlangen, was ihr dann ja auch gelang durch die Tat) und der Tat sieht – sie hat und hätte ja auch noch auf mehr Männer geschossen.

          Das spricht ihr nicht die Fähigkeit ab, sarkastische Texte zu schreiben.

          Sicher nicht, die Frage ist nur auf was sich der Sarkasmus bezieht. Wenn ich ihr Werk sarkastisch lese, komme ich zu dem Schluss, dass sie den Feminismus und Männerhass ganz schön auf die Schippe nimmt.
          Eine sarkastische Lesart, die nicht im Widerspruch zu ihrer Stellung im Feminismus und ihrer Tat steht ist mir nach wie vor nicht plausibel.

          Sind diejenigen, die ihr Werk als brillante Gesellschaftskritik würdigen, es auflegen und weiterempfehlen, auch schizophren?

          Gute Frage.

        • Man muss auch in Erwägung ziehen, dass sie zwischen dem Text und ihrer Tat eine psychische Veränderung durchgemacht hat. Insofern würde ich nicht zwangslüfig eine direkte Verbindung sehen.

          Der Hinweis auf die Frauenfeindlichkeit ist gut. Natürlich ist der Text bitterböse und sarkastisch. Das oft genannte Genre Satire trifft es nicht so recht, ich würde es eher Groteske nennen.

          Wenn Feministen sich nach Solanas Tat noch auf ihren Text berufen, ist das natürlich rein strategisch gesehen nicht besonders geschickt. Aber nicht jeder denkt immer strategisch.

        • @ Stephan Fleischhauer

          Nur so am Rande, in dem Text wird zu Genitalverstümmelungen Genderziden und Vergasungen von Männern aufgerufen.

          Durch positive Bezugnahmen auf diese Schrift wird von radikalfeministischer Seite ein Diskurs in die Öffentlichkeit gebracht, welcher die männlichen Opfer von Menschenrechtsverletzungen verhöhnt und den Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, welche Männer betreffen, potentiell erschwert.

          Das ist nicht einfach als „sarkastische, bitterböse Satire oder Groteske“ zu verharmlosen.

          Dass dieser Text eine Haßschrift darstellt, ist eindeutig, da können sarkastische Stilmittel nichts verschleiern. Die Auffassung, eine nicht-männerhassende Solanas habe diesen Text geschrieben und sich dann später im Zuge einer psychischen Veränderung zu einer Männerhasserin gewandelt, ist derart lächerlich und unglaubwürdig, dass sich eine Diskussion darüber nicht ernsthaft lohnt.

          Wenn sich von radikalfeministischer Seite auf diesen Text bezogen wird, so ist das zwar strategisch ungeschickt, verrät aber einiges über den (Un)geist solcher radikaler Feministinnen/Feministen – und warum für solche Formen des Feminismus „Antifeminismus“ in der Tat die einzige rationale und angemessene Haltung darstellt.

          Es gab und gibt auch gemäßigte, rationale und humane Formen des Feminismus, (auch solche die männerrechtliche Anliegen unterstützen), daher lehne ich undifferenzierten Antifeminismus ab.

          Bezüglich der Valerie Solanas-Fraktion im Radikalfeminismus gibt es jedoch nichts schönzureden.

        • @Stephan Fleischhauer
          “Wenn Feministen sich nach Solanas Tat noch auf ihren Text berufen, ist das natürlich rein strategisch gesehen nicht besonders geschickt. Aber nicht jeder denkt immer strategisch.“

          Das finde ich nun wirklich verharmlosend, es als „strategisch ungeschickt“ zu präsentieren, wenn auf SCUM positiv Bezug gemommen wird. Als würde diese Bezugnahme an sich kein großes Problem sein – nur etwas naiv, weil sie den Gegnern willkommenen Anlass für Angriffe liefere.

          Ich finde es, seitdem ich vor Jahren den Text Solanas’ gelesen habe, eine wirklich interessante Frage, was Menschen an solchen faschistoiden Massenmordphantaisen fasziniert – zumal diejenigen, die davon fasziniert oder angetan sind, zumeist der Meinung sind, selbst links und progressiv zu sein.

          Und Solanas steht ja nicht allein. Eugenische Machtphantasien, die zumindest eine deutliche und stabile Beschränkung des Männeranteils auf einen kleinen Teil der Gesamtbevölkerung fordern, sind ja auch von anderen Feministinnen erhoben worden, mir fallen jetzt Sally Miller Gearhardt, Mary Daly und Pamela O’Shaughnessy ein. Es ist schlicht unplausibel, dass all diese Gewaltphantasien lediglich einem strategisch unbedarften Interesse an der Groteske entstammen.

        • Ich kann mit solchen Texten auch nicht viel anfangen. Eine gewisse Freiheit der Kunst (soweit man in SCUM eine Art Kunstwerk sehen will) sollte man aber gelten lassen. Man könnte vielleicht sagen, das Solanas heute das ist, was seinerzeit de Sade war. Das ganze moralische Getue scheint mir aber verfehlt, solange Feministen nicht eine reale Umsetzung der SCUM-Phantasien fordern. Für das, was die Radikalfeministen fordern, würde ich nun mal eher Butler und irgendwelche amerikanischen critical-sonstwas-Diskurse verantwortlich machen. SCUM scheint mir da doch eher in der Exotik-Ecke verortet.

          Vielleicht ist das ja so wie mit Pornographie und Killerspielen. Wenn’s das nicht gäbe, würde sich das Bedürfnis irgendwie anders Luft machen. 😉

          Immer auf einen unmittelbaren Zusammenhang zu Solanas Attentat hinzuweisen, scheint mir als Argument nicht so treffend. Hat sie denn Warhol immer schon gehasst? Hat sie sich nicht zunächst sehr viel von ihm versprochen? Da gibt es doch einige Brüche, so ganz geradeaus scheint mir der Weg zu ihrer schrecklichen Tat nicht zu sein.

        • „Eugenische Machtphantasien, die zumindest eine deutliche und stabile Beschränkung des Männeranteils auf einen kleinen Teil der Gesamtbevölkerung fordern, sind ja auch von anderen Feministinnen erhoben worden, mir fallen jetzt Sally Miller Gearhardt, Mary Daly und Pamela O’Shaughnessy ein.“

          Anderen Feministinnen muss man eben eine andere Lesart zugestehen.

        • @Stephan Fleischhauer

          Vielleicht ist das ja so wie mit Pornographie und Killerspielen. Wenn’s das nicht gäbe, würde sich das Bedürfnis irgendwie anders Luft machen. 😉

          Immer auf einen unmittelbaren Zusammenhang zu Solanas Attentat hinzuweisen, scheint mir als Argument nicht so treffend. Hat sie denn Warhol immer schon gehasst? Hat sie sich nicht zunächst sehr viel von ihm versprochen? Da gibt es doch einige Brüche, so ganz geradeaus scheint mir der Weg zu ihrer schrecklichen Tat nicht zu sein.

          Nur wird Pornographie und Killerspiele nicht als Inspiration für Mainstreampolitik und als staatlich gefördertes Kulturgut für Schulaufführungen gehandelt.
          Ein Lehrer, der privat Pornofilme dreht, kann gekündigt werden. Auch wenn er sich nie beruflich etwas zuschulden kommen lässt. Eine Lehrerin, die sich sexistisch gegenüber Jungen verhält, damit prahlt und ein feministisches Weltbild vermittelt ist Standard.

          Wenn Feministinnen – konsensmäßig – nur auf Gleichgesinnte bzw. Interessenkompatible abzielen würden oder zumindest die Leute, die sich mit ihnen auseinandersetzen müssen, die sie belästigen etc. anständig bezahlen würden – kein Thema.
          Selbst jeder Hardcore SMler kapiert den Unterschied.

          Aber Feministen begreifen sich als politische Bewegung und setzen sich auch in politischen Kontext.
          Und wenn Solanas Werk von Feministen als feministische Literatur gepriesen wird, dann hat das weniger mit reinem Konsum und Unterhaltung zu tun.

          Was hätte Solanas denn machen müssen, damit ihre Attentate politisch verurteilt werden?
          Hätte Sie versuchen sollen, ihre Opfer mit Blausäure zu vergiften?

        • Es scheint sich immer noch nicht herumgesprochen zu haben, dass harte Pornografie (also die Darstellung von gespielten Vergewaltigungs- oder Gewaltszenen) in Deutschland ebenso verboten ist wie „Killerspiele“, die Folter und Tötung von Wehrlosen beinhalten.

          Außerdem hat Stephan schon zigmal von zig Leuten zu hören bekommen, dass Solanas nicht nur auf Warhol geschossen hat, sondern auf weitere zufällig anwesende Männer, und weitere Opfer nur deshalb verhindert wurden, weil ihre Pistole Ladehemmungen hatte.

          Da es nicht in seine Argumentation passt, nimmt er das aber einfach nicht zur Kenntnis.

        • @du&du
          „Nur wird Pornographie und Killerspiele nicht als Inspiration für Mainstreampolitik und als staatlich gefördertes Kulturgut für Schulaufführungen gehandelt.“

          SCUM lässt sich vielleicht eher als „Kunstwerk“ betrachten. Pornographie hat durchaus ins Theater Einzug gehalten und natürlich auch alle möglichen Formen von Gewalt. Wurde SCUM denn tatsächlich in einer Schule aufgeführt? Hier wurde ja mal was verlinkt, aber ich hab das nicht mehr parat.

          „Und wenn Solanas Werk von Feministen als feministische Literatur gepriesen wird, dann hat das weniger mit reinem Konsum und Unterhaltung zu tun.“

          Ich hab zumindest den Eindruck, dass der Text irgendwie umgedeutet wird. Ich muss aber bekennen, das ich diese Umdeutungen nicht verstehe. Ich verstehe sowieso nur einen Bruchteil von diesen ganzen Femi-Welterklärungen. Und überhaupt: Ich glaube nicht an die feministische Welteroberung. Ich glaube fest an unsere Säugetierweibchen, die werden uns schon nicht die Testosteronzufuhr abdrehen. Bin schließlich Biologist. Ich hätte eher Angst vor den Stefanowitsch-Machos. Aber auch nicht wirklich. (Übrigens kann ich seinen 29C3-Vortrag empfehlen, erfreulicherweise hat er seine zweifelhaften, ins Außersprachliche abdriftenden Thesen und sein Sensibelchen-Getue fallengelassen; hatte er vielleicht Angst, seinen wissenschaftlichen Ruf vor dem internationalen Publikum zu verlieren?)

          „Was hätte Solanas denn machen müssen, damit ihre Attentate politisch verurteilt werden?“

          Von mir aus muss man Solanas Attentat(e) nicht unbedingt politisch sehen. Und was die Femsen reindeuten versteh ich eh nicht. Ich bin nicht naiv, ich bin einfach zu doof. Aber völlig unerschrocken.

          „Außerdem hat Stephan schon zigmal von zig Leuten zu hören bekommen, dass Solanas nicht nur auf Warhol geschossen hat, sondern auf weitere zufällig anwesende Männer, und weitere Opfer nur deshalb verhindert wurden, weil ihre Pistole Ladehemmungen hatte.“

          Stimmt, das habe ich mitbekommen, dank eurer tatkräftigen Hilfe. Aber wenn ihr mich zum Weinen bringen wollt, müsst ihr mich irgendwie anrühren. Das mit der Ladehemmung funktioniert bei mir irgendwie nicht, obwohl damit das Böse ja tricky besiegt wurde. Aber tröste dich, ich hab anderen Leuten schon den Filmabend versaut, weil ich anden falschen Stellen dumme Sprüche geklopft habe.

        • „Wurde SCUM denn tatsächlich in einer Schule aufgeführt?“

          Da kommt jetzt langsam wieder aus der erinnerung. Sorry, hab ein notorisch schlechtes Gedächtnis, aber ich glaube, da war tatsächlich was mit Schülern.

          Das finde ich tatsächlich absolut pervers. Punkt für euch.

        • Man könnte vielleicht sagen, das Solanas heute das ist, was seinerzeit de Sade war. Das ganze moralische Getue scheint mir aber verfehlt, solange Feministen nicht eine reale Umsetzung der SCUM-Phantasien fordern.

          Lustigerweise scheint dir aber dein eigenes „moralisches Getue“ nicht verfehlt, wenn es darum geht deine Freundin zu verteidigen, die exakt letzteres hier getan haben – nämlich ausdrücklich _jede_ Forderung von Solanas zu unterstützen, ganz ohne Ironie.

          SCUM scheint mir da doch eher in der Exotik-Ecke verortet.

          Mir scheint, du weigerst dich beharrlich, sie richtig einzuordnen. Ich bin ja auch kein Experte, was die Historie des Feminismus angeht, aber ihr Einfluss als Ikone und Ideengeberin des biologistischen Feminismus, der sich auch in der Emma und weiteren feministischen Publikationen findet, ist schwer zu leugnen. Lies doch zum Beispiel mal den Cuncti-Artikel und das was Lezek und Nick hier immer wieder schreiben.
          Die Forderung von der Reduzierung des Männerbestands, die auch andere Feministinnen nach Solanas aufgriffen, erscheint vielleicht irgendwie lustig, weil sie von Frauen kommt. Dabei ist das bei weitem nicht die einzige absurde und kranke Idee im 20. Jahrhundert gewesen.

          Es ist doch auffällig, wie viele Feministinnen das Buch gelesen zu haben, es war ganz offensichtlich zumindest bis vor ein paar Jahren ein absolutes Standardwerk. Eine satirische Rezeption ist doch recht offensichtlich nichts anderes als Verklärung.
          Dazu muss man sich nur mal die Äußerungen von Schwarzer, der Regisseurin der Verfilmung oder die Amazon-Kundenrezensionen durchlesen.
          Auch muttersheera spricht soweit ich mich erinnere von einem „notwendigen“ Buch, auch wenn sie zaghaft beginnt sich widerwillig zu distanzieren.

          Ich finde den Vergleich mit Breivik vollkommen treffend. Absurde und nicht-realisierbare Ideen hatte der auch im selben Maße. Beide waren wohl schizoid (nicht schizophren, das würde wohl Schuldunfähigkeit bedeuten) Nur war er der etwas bessere Schütze und der etwas schlechtere Polemiker, beides kommt Solanas in der Rezeption neben ihrem Geschlecht wohl stark zugute.

          Solanas ist eine ganz ganz dicke Leiche im Keller, im Fundament des Feminismus – die natürlich seit dem Aufkommen feminismuskritischer Diskurse versucht wird, beiseite zu schaffen. Ganz so leicht darf man es ihnen nicht machen.

        • Hey, Stephan

          wie kommst du darauf, dass es dich zum Weinen anregen soll? Eher zu logischer Konsistenz.

          Du schriebst:
          „Immer auf einen unmittelbaren Zusammenhang zu Solanas Attentat hinzuweisen, scheint mir als Argument nicht so treffend. Hat sie denn Warhol immer schon gehasst? Hat sie sich nicht zunächst sehr viel von ihm versprochen? Da gibt es doch einige Brüche, so ganz geradeaus scheint mir der Weg zu ihrer schrecklichen Tat nicht zu sein.“

          Das liest sich, als sei das Warholattentat nicht eines aus Männerhass gewesen, sondern aus persönlicher Enttäuschung. Ergibt aber nur Sinn, wenn man ausblendet, dass sie neben Warhol auf beliebige weitere Männer geschossen hat.

          Soweit verständlich?

        • Ich denke auch wir unterliegen hier alle einer verzerrten Wahrnehmung, was die „Exotik“ von Feminismen angeht. Wir beschäftigen uns hier vornehmlich mit radikalem Genderfeminismus, unter jungen Akademikerinnen mag dieser auch eine große Rolle einnehmen.

          Aber in den politisch momentan viel wirkmächtigeren Alterskohorten herrschen wohl eher noch Daly’sche und Solanas‘ Biologismen vom biologischen Unfall Mann vor – daher auch der Glaube an die (Quote-) Frau an der Macht, die „das Gute“ schafft.

          Ich bin mir relativ sicher, dass in der Gesamgesellschaft immer noch mehr Frauen (bzw. Menschen) der Aussage zustimmen :

          Mit Frauen an der Macht gäbe es keine Kriege mehr.

          als

          Es gibt keine natürlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau.

          Ersterer Gedanke geht ja soweit ich das sehe schon recht klar auf Solanas zurück. Und leistet sicherlich heutiger Misandrie und Männerbenachteiligung jede Menge Vorschub.
          Daher finde ich diese Bagatellisierung und Ignoranz dann doch recht problematisch.

        • @Leszek
          „Das ist nicht einfach als “sarkastische, bitterböse Satire oder Groteske” zu verharmlosen.“

          Es geht nicht um „Verharmlosung“, aber ich werde es doch wohl einordnen dürfen?! Ist halt die Frage, wie solche Texte überhaupt wirken. Hat SCUM eine unmittelbare Überzeugungskraft? Ist das das gleiche, wie wenn Neonazis sich auf Goebbels-Reden oder „Mein Kampf“ beziehen? Ich glaub das eher nicht, auch wenn ich das schwer begründen kann.

          Ich habe das Gefühl, dass die meisten Feministen, die SCUM wertschätzen, starke Umdeutungen vornehmen. Wenn es zu einer Vermehrung von Penisamputationen kommt, würde ich allerdings nachdenklich werden. Ich werde vorerst keine Panik schieben.

          Jetzt muss ich erstmal ’ne Runde Grand Theft Auto zocken.

        • @ichichich
          „Soweit verständlich?“

          Klar, Männerhass würde ich im Fall des Attentats nicht ausschließen. Und man findet Männerhass und -mord im SCUM-Text. Aber es ist eben die Frage, ob es eine gerade Linie vom SCUM-Text zu ihrem Attentat gibt. Ich wäre mit solchen Behauptungen sehr vorsichtig.

          Und was Malerei angeht: Schau dir doch mal Hieronymus Bosch an.

          @david
          „Mit Frauen an der Macht gäbe es keine Kriege mehr.“

          Ich könnte mir vorstellen, dass es weniger Gewalttaten gäbe. Kann man da denn wissenschaftlich fundierte klare Aussagen zu machen?

        • Ich glaub das eher nicht, auch wenn ich das schwer begründen kann.

          Ich kann es begründen: du hältst Frauen, Feminismus und Männerhass gleichermaßen für als im Kern harmlos. So wie du dir keine Vergewaltigung durch eine Frau vorstellen kannst (was für mich auch noch nachvollziehbar ist) kannst du dir auch nicht vorstellen, dass Feministinnen die Misandrie aus SCUM in irgendeiner Form gesellschaftlich relevant machen könnten.

          Die Gefährlichkeit bemisst du nur an der Wahrscheinlichkeit ihrer Umsetzung, warum denn das? Wie utopisch ist denn das Tausendjährige Reich und die Rassenutopie der Nazis gewesen? Wie utopisch die klassenlose, die herrschaftslose Gesellschaft? Oder auch die Ideen von Breivik, der wohl wie gesagt das beste Beispiel hergibt.

          Dabei geht sehr vieles, was in der Männerrechtler-Szene thematisiert wird, ja ideengeschichtlich auf Solanas, Dworkin, Daly und auch Schwarzer zurück. Solanas hat die pauschale Abwertung und Lächerlichmachung von Männern, Gewalt gegen Männer und die Idee der genetisch überlegenen Frau anschluss- und gesellschaftsfähig gemacht.

          Als jemand der sich mit Linguistik und Stefanowitsch beschäftigt, muss dir da doch irgendwie ein Licht aufgehen.

          Ich werde vorerst keine Panik schieben.

          Panik schieben…heulen….ist es wirklich so schwer zu verstehen, um was es geht?

          Aber es ist eben die Frage, ob es eine gerade Linie vom SCUM-Text zu ihrem Attentat gibt. Ich wäre mit solchen Behauptungen sehr vorsichtig.

          Ich wäre auch ganz vorsichtig mit der Behauptung, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Breivik-Manifesto und seinem Amoklauf gab. Aber ganz vorsichtig.
          Sorry, das ist doch absurd.

        • „kannst du dir auch nicht vorstellen, dass Feministinnen die Misandrie aus SCUM in irgendeiner Form gesellschaftlich relevant machen könnten.“

          Wenn du wüsstest, was ich mir in meiner schmutzigen Phantasie alle vorstellen kann. Ich SEHE es nur nicht. Wenn der erste Penis in D ab ist, sprechen wir uns wieder, großes Indianer-Ehrenwort.

          „Als jemand der sich mit Linguistik und Stefanowitsch beschäftigt, muss dir da doch irgendwie ein Licht aufgehen.“

          Nee, ich fürchte du musst nachhelfen.

          „Panik schieben…heulen….ist es wirklich so schwer zu verstehen, um was es geht?“

          Ja, aber ich bin jetzt vielleicht auch ein bisschen übermüdet. Ich versuch’s morgen (heißt: heute, jedoch später).

          „Sorry, das ist doch absurd.“

          Okay, zwischen SCUM und dem Warhol-Attentat gab es im Gehirn von Solanas keine signifikanten Veränderungen, du bist der Psycho-Experte, du musst es wissen.

        • Ich SEHE es nur nicht. Wenn der erste Penis in D ab ist, sprechen wir uns wieder, großes Indianer-Ehrenwort.

          Du weißt aber auch genau, warum du den Feminismus da auf Deutschland beschränkst, hast wohl noch die US-Talkshow im Kopf wo sich köstlich über die Kastration eines nicht-heiratswilligen amüsiert wird.

          Vielleicht rattert es ja, wenn du die in Deutschland prägende Solanas-Verehrerin zu einem anderen Fall von Kastration hörst:

          Schwarzer begrüßte die Tat der US-Amerikanerin Lorena Bobbitt, die ihrem schlafenden Mann John den Penis abgetrennt hatte, nachdem dieser sie angeblich betrogen, zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen und vergewaltigt hatte.[38] Obwohl Lorena Bobbitt einer Verurteilung nur wegen der Annahme geistiger Unzurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt durch die Geschworenen entging, und obwohl ihr Mann später vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen wurde, äußerte Schwarzer:
          „Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!“

          Unbedenklich in deinen Augen?

          Woher kommt eigentlich diese sehr exklusive Einstellung, Volksverhetzung sei erst dann zu thematisieren, wenn der Gruppenhass in konkrete Gewalthandlungen (bitte auch exakt so wie in Hetzschriften vorgeschlafen) umgesetzt wird?

          Abgesehen davon, hast du dir nicht kürzlich erst die Augen gerieben, als du den Forschungsstand zu häuslicher Gewalt erfahren hast? Dass Frauen da so aufgeholt haben, kann auch per se nichts zu tun haben mit Legitimierung von und Aufrufen zu Gewalt gegen Männer? Für die Solanas wie keine zweite steht? Dämonisierung kann auch nichts damit zu tun haben, dass Männer heute in vielen Situationen enorme Schwierigkeiten haben, dass ihnen ein Opferstatus zugestanden wird? Sie aber umso besser in jedes Täterschema passen (genderbias bei Anzeigen, Verurteilungen und Strafmaß)?

          Nee, ich fürchte du musst nachhelfen.

          Solanas, Dworkin, Daly (und in Deutschland dann mehr ihre Schülerin Schwarzer) waren sehr prägend für bestimmte Diskurse, schufen Ressentiments und Generalverdacht für ein Geschlecht. Diskurse und gesellschaftliche Realität und so, scheint irgendwie zusammenzuhängen. Ab hier kommste klar? 😉

        • @ david

          „Auch muttersheera spricht soweit ich mich erinnere von einem „notwendigen“ Buch, auch wenn sie zaghaft beginnt sich widerwillig zu distanzieren.“

          Wie üblich erinnerst Du Dich falsch. Dworkins „Pornographie“ war das „Männerhassbuch“, das ich als „notwendig, wenn gleich schmerzhaft zu lesen“ bezeichnete.

          Zu Solanas hatte ich drüben bei onyx nochmal Stellung bezogen, falls Dus nicht bemerkt hast:
          http://onyxgedankensalat.wordpress.com/2013/01/06/marc-lepine-die-geschichte-eines-frauenhassers/

          Aber tröste Dich: ich würde wohl keinen Kommentar des letzten Jahres nochmal genau so schreiben. Und ich schwanke zwischen Ekel und Bewunderung für all jene, die das nicht nachvollziehen können.

          „Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch.“

          George Bernhard Shaw

        • Aber tröste Dich: ich würde wohl keinen Kommentar des letzten Jahres nochmal genau so schreiben.

          Das fällt nun wirklich nicht schwer, nachzuvollziehen.
          Ein Guttenberg würde wohl auch seine Dissertation nicht nochmal genau so schreiben, und viele die sich mehr oder weniger aus Versehen als Misanthropen geoutet haben, die Juden, Frauen, Schwarze oder welche Gruppe auch immer hassen – in deinem Fall halt Männer – würden dieses Outing mit all seinen Folgen unbedingt wiederholen.

          Es geht nicht um das Schreiben, sondern um die dahinterliegende Einstellung, den Hass, der ständig versucht wird zu rationalisieren in sozial verträglicher „Patriarchatskritik“.

          Du hast uns Einblick in diesen Hass gewährt, aufgrund irgendwelcher Blogkommentare, in denen Warren Farrell verteidigt wurde. Deine Lesart von Solanas deutlich gemacht, die dir bis heute eine glaubhafte klare Distanzierung nicht erlaubt. Und auch im Einklang mit vielen offenen Aggressionen steht, die man leider immer wieder lesen musste („geh sterben“….?)

          Du magst das für ein obsessives Nachtragen halten, und ich kann auch selbst nicht ganz verhehlen, dass dieses Nachtragen keinerlei persönlichen Motive mit sich tragen würde.

          Aber ich kann dir versichern, dass mir derart extremer Gruppenhass so vollkommen fremd ist, dass mir nicht im Traum oder im totalen Schockzustand ähnliches einfiele. Mordfantasien über Einzelpersonen im Hass würde ich noch im Normalen veorten, Mordfantasien gegenüber einer abstrakten Gruppe dagegen allenfalls noch, wenn es sich um Insekten handelt.
          Natürlich habe ich auch nicht dasselbe Leid erfahren wie du es musstest. Das tut mir ehrlich von Herzen Leid und ich hätte sehr viel mehr Verständnis für deine Gefühle, wenn ich hier nicht ständig in rationalisierter Form damit konfrontiert wäre.

          Dass sich diese Gefühle nicht immer und gegen jeden Mann richten, ist mir völlig klar. Von sich einschleichenden kleinen Ressentiments, gerade gegen Angehörige des anderen Geschlechts, kann sich kaum jemand frei machen, und die die wir hier täglich die Motivation finden zu schreiben, am allerwenigsten. Wichtig ist m.E., diese bei sich selbst immer wieder zu suchen und mitzureflektieren, sich einzugestehen, zu korrigieren.

          Ich habe dein Posting bei Onyx gelesen, und auch im Übrigen die Kommentare der letzten Wochen, die sich wieder zunehmend weniger mit der Meinung vereinbaren lassen, die ich mir über dich gebildet hatte. Daher mein obiger Eindruck, dass du Distanz gewinnst zu den wiederkehrenden Fantasien, die du beschrieben hattest. Natürlich gestehe ich auch Fehler und Entwicklungen jeder Person zu, wenn auch nicht unbedingt nach dem Motto „was geht mich mein dummes Geschwätz von gestern an?“

          Ich wünsche dir – ganz ehrlich, bitte versteh das bloß nicht falsch – dass du die Erfahrungen, die du gemacht hast, aufarbeiten kannst. Dass du viele Talente und positive Eigenschaften hast, braucht man dir ja nicht sagen…

          Ich werde dich jetzt auch mal in Ruhe lassen, soweit möglich 😉

        • Für Stephan noch interessant vielleicht:

          Wiki:
          Solanas has also been credited as instigating radical feminism,[63] according to Harding and Victor Bockris feminist revolutionaries supported her,[101] and Catherine Lord wrote that „[t]he feminist movement would not have happened without Valerie Solanas.

          Ich weiß nicht, wie man auf Kommentare verlinkt, aber Roslin hatte hier:
          https://allesevolution.wordpress.com/2011/11/05/es-gibt-keinen-sexismus-unter-dem-hetencismanner-zu-leiden-hatten/

          irgendwo folgenden Artikel verlinkt und exemplarisch einige Kommentare zitiert, die zeigen wie die „Endlösung der Männerfrage“ denn so rezipiert wird.

          http://radicalhub.com/2011/10/04/radical-feminism-in-the-21st-century/

          Also mich persönlich schaudert es nicht nur bei mehrheitsfähigen Radikalen, zumal Schwarzer und die Schweden ja durchaus zeigen, wie leicht anschlussfähig solche Ansichten zu machen sind. Dass sie sich in Richtung Mitte der Gesellschaft abschwächen, ist ja logisch.
          Aber erst bei abgeschnittenen Eiern anfangen zu diskutieren, naiv. Gilt natürlich genauso bei dem ebenfalls reichlich vorhandenen Frauenhass in unserer Gesellschaft.

        • Wie üblich erinnerst Du Dich falsch. Dworkins “Pornographie” war das “Männerhassbuch”, das ich als “notwendig, wenn gleich schmerzhaft zu lesen” bezeichnete.

          In wie fern ist Misandrie notwendig? Erläutere das mal? Wie stehst Du zu Feministinnen, die ihre Söhne zu psychischen Krüppeln heranziehen, zwecks Überwindung des Patriarchats?

        • Wie genau kommst du von Sheeras Aussage, sie halte Dworkins Pornography für schmerzhaft aber notwendig, zu Erziehungsmethoden irgendwelcher „Feministinnen“?

        • In wie fern ist Misandrie notwendig?

          Zum Beispiel um mal endlich mit dem untragbaren Tabu zu brechen, dass mensch seine Abscheu gegenüber männlichem Nachwuchs nicht einmal kund tun darf.

          http://www.dailymail.co.uk/femail/article-2245681/Its-taboo-admit-I-wish-unborn-baby-wasnt-beastly-boy.html#axzz2JwPDWKlT

          Please, not a boy,’ I hissed at my sister Harriet. ‘If it’s a boy, I’ll just die.

          Boys are gross; they attack their siblings with sticks, are obsessed with toilets, casually murder local wildlife and turn into disgusting teenage boys and then boring, selfish men.
          ‘Oh God, is it a boy?!’ I said, a little bit too loudly.

          I felt light-headed; was the nausea I was feeling from morning sickness or horror at the prospect of a man-child?


          It is little wonder we are suspicious of little boys. Deeply, deeply suspicious. I once read a survey that had found families with two girls were the happiest and I chose to believe it completely.

          It’s not just me. Mumsnet identifies the phenomenon of the SMOG — the Smug Mother Of Girls. They love their little girls and find boys yucky, noisy, smelly, boisterous and destructive. At playgroups, they will draw their girls closer to them when any boy comes within three feet.

          For most boys don’t want to do nice things like baking, colouring in, and making up their own dances to Disney theme songs. They want to kill ants and shout, wee in clean laundry, break things, hurl cricket balls through windows and upset next door’s cat.

          More to the point, there is no getting away from the fact that my new baby is a boy, and I have no choice but to get used to it. I will have to get used to a different nappy-changing experience and accept that there will be a lot more plastic dinosaurs in the house.

          In fact, while my husband and I might be worried about a little boy spoiling our vision for a sweet-smelling, calm little family with a fondness for all things pink, Kitty would probably like nothing better than a baby brother with whom she can get muddy.

          Although if I send him off to playgroup wearing a tutu, that’s my business…

          • @David

            Schon eine recht essentialistische Betrachtungsweise der Geschlechter, vermischt mit Umerziehungsmöglichkeiten.

            Immerhin erkennt sie auch gewisse Schwächen ihres eigenen Geschlechts und Vorzüge von Jungs:

            But the truth is I like girls, I understand girls and I’ve always dreaded the idea of having a boy. People say how emotionally uncomplicated boys are and how manipulative and fussy girls are. But what use is a plain-speaking boy to me? I wouldn’t know where to start. I know exactly where I am with girls and their petty mind games. I’ve played them myself. I’m a Grand Master of them.

        • Omg david danke für den Link 😀 Der Frau kann bestimmt geholfen werden. Wenn sie für irgendwas ein Beispiel ist, dann aber sicher nur dafür, dass man irrationale Komplexe auch gegenüber eigenen Kindern entwickeln kann.

          Es ist ja kein Tabu darüber zu reden, sondern es ist pathologisch (und wohl eher selten), so zu denken.

        • @Christian: Unter gender-Aspekten kann man den Artikel denke ich sowiso nicht gebrauchen. Sie sagt z.b auch, wie schrecklich es wäre, wenn der Sohn von irgendeiner Tussi entführt (geheiratet) würde und man nicht mehr die einzig tolle Mummy sei. Insgesamt ein ziemlich bauchgefühliges Potpourri was sie da aufmacht. Interessant wäre vielleicht noch zu belegen, ob die Meinung, Söhne würden keinen Spaß beim Erziehen machen, seine Ursache mehr oder weniger direkt in feministischen Ströhmungen hat.

        • @muttersheera

          „Wie üblich erinnerst Du Dich falsch. Dworkins “Pornographie” war das “Männerhassbuch”, das ich als “notwendig, wenn gleich schmerzhaft zu lesen” bezeichnete.“

          Notwendig um zu erkennen, dass Dworkin einen ernsthaften Schaden hat?

          Dazu hätte es nicht der Lektüre eines ganzen Buches bedurft.

        • ergänzend:

          was mich an dem Blog hier immer wieder mal verwundert, ist das ernsthafte Bestreben, sich argumentativ und empathisch auf bullshit einzulassen.

          Man kann bullshit, wie den von Dworkin aber nur konstatieren und eventuell noch analysieren, um auf die Pathogenese zu schließen, die zur Produktion des bullshit führt, aber eine ernsthafte Auseinandersetzung mit bullshit hat leicht etwas unfreiwillig komisches.

          Und bei Gott: es gibt bullshit, der so offensichtlich bullshit ist, dass es einer ernsthaften Überführung des bullshits als bullshit nicht bedarf.

          • @ratloser

            „es gibt bullshit, der so offensichtlich bullshit ist, dass es einer ernsthaften Überführung des bullshits als bullshit nicht bedarf.“

            Das mag sein. Aber wenn hinreichend viele Leute diesen Bullshit für richtig oder wichtig halten, dann sollte man die Gegenargumente auch einfach darstellen.
            Es fällt eben mitunter erst auf, dass der Kaiser nackt ist, wenn man es ausspricht und belegt.

        • Es ist ja kein Tabu darüber zu reden, sondern es ist pathologisch (und wohl eher selten), so zu denken.

          Es ist ZURECHT ein Tabu, und zwar nicht die Präferenz für ein Geschlecht, sondern die offene Rationalisierung der Androphobie. Androphobie ist viel häufiger als man denkt und mir auch schon bei Zwangspatientinnen im klinischen Alltag mehrfach begegnet (häufig natürlich im Zusammenhang mit Missbrauchserfahrungen). Unter dem Missbrauch von Frauen leiden nicht zuletzt am Ende oft deren spätere Söhne.

          Unter Feministinnen, auch und insbesondere lesbischen Genderfeministinnen wie Lantzschi, wird das gar nicht mal so selten sein. Ich schätze sogar mal unter einem nicht ganz unwesentlichen Anteil von lesbischen Paaren, die ein Kind bekommen möchten. Die überzeugteren Genderfeministinnen werden freilich immerhin die Möglichkeit sehen, ihren Sohn* antipatriarchal zu erziehen und die Ausbildung einer männlichen Identität bestmöglich zu stören (siehe Buch: Hilfe! mein Sohn wird ein Macker!). Diese Jungen bekommen natürlich jede Menge latenten Hass (double bind) und eine Bindungsstörung ab.

          Die Frau in dem Artikel ist natürlich alles andere als eine Genderfeministin, aber ansonsten sind doch üble Essenzialismen und Stereotype auch unter Genderfeministinnen (ich sag nur: rape culture, sonore Stimme, white guilt usw) absolut nichts neues.
          Warum wunderst du dich denn da so sehr über logische Inkonsistenz?

        • was mich an dem Blog hier immer wieder mal verwundert, ist das ernsthafte Bestreben, sich argumentativ und empathisch auf bullshit einzulassen.

          Du bist Psychoanalytiker, nicht wahr?

          Ich versuche mich sogar in kognitiver Therapie mit Schizophrenen, vielleicht kommt das Bestreben daher, sich auf alles empathisch einzulassen 😉

          Funktioniert übrigens…

        • @ christian

          Das sehe ich prinzipiell wie Du, aber vielleicht macht man bullshit erst zum wichtigen Popanz, in dem man vorgibt, den bullshit so Ernst zu nehmen, dass man ihm den Versuch einer sachlichen Widerlegung zukommen lässt…was aufgrund des irrationalen Charakters des bullshits nicht gelingen kann!

          Vielleicht wäre es an der Zeit, einmal ohne Relativierung den bullshit als das zu bezeichnen, was er ist: bullshit eben.

        • Ist halt die Frage, wie solche Texte überhaupt wirken. Hat SCUM eine unmittelbare Überzeugungskraft? Ist das das gleiche, wie wenn Neonazis sich auf Goebbels-Reden oder “Mein Kampf” beziehen? Ich glaub das eher nicht, auch wenn ich das schwer begründen kann.

          Der Unterschied ist, dass Männern – und Neonazis sind vorwiegend Männer – jede Schandtat zugetraut wird, Frauen aber nicht.
          In der bürgerlichen Vorstellung ist die Frau stets ein passives Wesen, von dem somit auch keine konkrete Gefahr ausgehen kann, denn nur der Mann schreitet zur Tat. Genau deshalb wird Solanas Schmierschrift als Satire verklärt, während die neonazistischen Pamphlete als das gelesen werden was sie sind, Hetzschriften nämlich, die, falls die politischen Umstände es erlauben, eine echte Gefahr darstellen.

          In der bürgerlichen Vorstellung gab es zwei Kategorien von Frauen – die Huren und die Heilige. Im feministischen Frauenbild sind auch die Huren heilig.

        • @ david

          Mmpf… ich kann et nich lassen (Dein von-oben-herab-Ton, der Dir, Bürschchen, schlicht nicht zusteht, erst recht nach all dem Mist, den Du verzapft hast)

          „Es geht nicht um das Schreiben, sondern um die dahinterliegende Einstellung, den Hass, der ständig versucht wird zu rationalisieren in sozial verträglicher “Patriarchatskritik”.“

          Ich will Dein Gedächtnis nicht überfordern und verrate Dir daher, dass ich m.E.n. in diesem Blog/Jahr das Wort „Patriarchat“ in ganzen drei Threads verwendet hab: einmal, als es um die Definition desselben ging, einmal nach Red Pills Auslassung über Frauen, denen die Gebärmutter entfernt wurde – sowie einmal, als es um Prostitution ging, wo ich ungefähr schrieb: „Das Patriarchat (ein Ausdruck, den ich normalerweise gar nicht benutze, i.e. nur für Euch jetzt gewählt) …“

          Also: auf die Knie & bitte um Vergebung.

          „Du magst das für ein obsessives Nachtragen halten, und ich kann auch selbst nicht ganz verhehlen, dass dieses Nachtragen keinerlei persönlichen Motive mit sich tragen würde.“

          Da hätten wir doch direkt eine schöne Rehabilitations-Aufgabe für Dich gefunden: zeig Dich mal selbstkritisch-reflektierend und skizziere genau diese „persönlichen Motive“.

          „Dass du viele Talente und positive Eigenschaften hast, braucht man dir ja nicht sagen…“

          Oh, das kann ich gar nicht oft genug hören 😀

        • Grad noch gelesen, wollte doch in die Heia…

          Bürschchen, schlicht nicht zusteht, erst recht nach all dem Mist, den Du verzapft hast

          Und schon haben wir eine größere Anmaßung als die, die du beklagst, Fräulein. 😉 Mist, der da wäre?

          Also: auf die Knie & bitte um Vergebung.

          Oh vergib mir, ich bin doch nur ein Mann!

          Wie du an den vielen Rechtschreibfehlern siehst, habe ich jetzt nicht jedes Wort in die Blogeigene Suchmaschine geworfen. Der Begriff Patriarchat fällt hier generell äußerst selten, das ist mir schon klar. Nenn es Projektion, aber für mich schwingt bei feministischer Gesellschaftskritik, insbesondere bei jedem deiner Postings dieses „global scheme“ so sehr mit, dass ich es halt mal gerne unter diesem Label subsummiere. Wortklauberei.


          Da hätten wir doch direkt eine schöne Rehabilitations-Aufgabe für Dich gefunden: zeig Dich mal selbstkritisch-reflektierend und skizziere genau diese “persönlichen Motive”.

          Eher profan: eine gewisse Abneigung, vielleicht auch menschliche Enttäuschung, die sich in frustrierenden Diskussionen mit dir entwickelt hat, von denen ich mir anfangs viel mehr verprochen hätte. Selbstreflexiver werde ich jetzt an der Stelle nicht, außerdem käme ich kaum ohne ein Psychogramm von dir aus 😉
          Vielleicht ein ander Mal. Die Frage, warum ich hier schreibe, öfters anecke und mittlerweile auch einigermaßen klar positioniert bin, beschäftigt mich durchaus, aber ich kann sie auch noch nicht abschließend beantworten. Biographisch kann ich mir das wirklich nur in Ansätzen erklären.
          Die bloße Ungerechtigkeit, die dem eigenen Geschlecht in der Gesellschaft widerfährt, scheidet als Hauptmotiv generell imho aus. Es gibt ganz sicher schlimmeres und wichtigeres als Geschlechterbenachteiligung im Deutschland des 21. Jahrhunderts.
          Wobei in meinem Fall das Hauptinteresse hier schon ganz klar in den wissenschaftlicheren Themen liegt, sind halt viele Dinge die mich nicht nur privat beschäftigen.
          Zu meinem herablassenden Ton: einerseits scheue ich sicher nicht vor Konflikten zurück, und sehe das ganze hier sportlich.
          Aber mir fällt immer wieder auf, dass ich in anonymer und verschriftlichter Form schon öfter mal schärfer rüber komme, als intendiert und als es mir bewusst ist. Das ärgert mich selbst.
          Fallen offene Beleidigungen, bin ich dann doch einigermaßen überrascht, sowas passiert mir eigentlich selten.

          So, jetzt muss ich aber…bin total übermüdet.

        • Ist ja zumindest schön, dass Ihr beide versucht zu einer sachlicheren Kommunikationsebene zu finden.

          Hey David, Du hast mich mit Deiner Bemerkung zum horizonterweiternden Effekt der systemischen Perspektive übrigens motiviert mal ein Überblickswerk zur systemischen Psychotherapie zu lesen. Zwar kenne ich eine paar Bücher von einzelnen Psychologen aus dem Bereich (Satir, Stierlin, Schwartz, Watzlawick, de Shazer, Kim Berg), aber ich hatte nie ein Überblickswerk zur systemischen Therapie gelesen.
          Das hole ich jetzt nach:

          http://www.amazon.de/Systemische-Therapie-f%C3%BCr-Dummies-Fur/dp/3527706259/ref=sr_1_6?s=books&ie=UTF8&qid=1360024291&sr=1-6

          (Ich weiß, das Standardwerk von Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer ist sicherlich besser, aber der Paul Gamber fiel mir kürzlich als Mängelexemplar sehr preiswert in die Hände.)

          Das Buch zur systemischen Therapie, dass mich bisher am meisten beeindruckt hat, ist übrigens dieses hier:

          Richard C. Schwartz – Systemische Therapie mit der inneren Familie

          http://www.amazon.de/Systemische-Therapie-mit-inneren-Familie/dp/3608890688/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1360023989&sr=1-3

          Das ist ein Buch, in welchem das in vielen psychodynamischen, und humanistischen Psychotherapieschulen in unterschiedlichen Variationen verbreitete Konzept der Teilpersönlichkeiten systemisch gefasst wird. Inzwischen dürfte die Idee einer systemischen Perspektive auf Teilpersönlichkeiten in der Psychotherapie-Szene allerdings ziemlich bekannt sein – aber dieses Buch war eines der ersten, das diesen Ansatz popularisiert hat.

          Ich fand es auf jeden Fall hilfreich, um sich selbst und andere besser und differenzierter zu verstehen und zu beurteilen.

        • Danke, Schwartz werde ich mir mal vormerken.

          Den „Teilpersönlichkeiten“-Ansatz finde ich für mich selbst nur bedingt hilfreich, in der Therapie arbeite ich damit auch eher weniger.

          Es ist für mich eher eine Technik, mit Hilfe von Symbolen und Metaphern – immer hypothetisch formuliert – Akzeptanz für seine Bedürfnisse zu schaffen und Verhaltensmuster zu externalisieren.

          Aber ich bin halt auch nur ein oberflächlicher KVTler 😉
          Der Ansatz der der KVT am nächsten steht und auch derzeit in der Psychotherapie am stärksten auf dem Vormarsch ist, ist der schematherapeutische (dort sind es halt „Modi“ und „Schemata“, die Begrifflichkeiten sind ja zwischen den Schulen oft austauschbar).
          Die dabei von Jeffrey Young entwickelte Typologie ist für mich noch am greifbarsten und liefert auch diagnostische Instrumente, die mir einigermaßen valide vorkommen.

          Trotzdem ist die empirische Grundlage dieser Ansätze halt doch sehr dünn bis nicht vorhanden, daher hat das imho schon etwas esotherisches, auch die daraus entwickelten Techniken.
          Man kann sagen dass die Typologien viel ausdifferenzierter und komplexer sind, als das was Therapeuten sonst so machen. Aber auf mich wirkt es trotzdem zu..ja schematisch halt. Und willkürlich – die Deutungsmacht des Therapeuten passt hierbei wie ich finde auch wenig zur systemischen Denkweise.
          Ich habe da bisher wenig ausprobiert und stecke noch nicht so tief drin, aber frage mich schon oft, wie sinnvoll diese Form der Externalisierung jeweils ist. Mir scheint es bei Menschen mit Rollenkonflikten und Identitätsschwäche meist eher sinnvoll, das Ich direkt zu stärken, als es zu fragmentieren (auch wenn das ja das vorgebliche Ziel der Fragmentierung ist)

        • Wie genau kommst du von Sheeras Aussage, sie halte Dworkins Pornography für schmerzhaft aber notwendig, zu Erziehungsmethoden irgendwelcher “Feministinnen”?

          Die Kombination „Feministin“ und „Mutter“ triggert mich, aufgrund meiner Beschädigung. Sie führt bei mir zu einem emotioanalen Zustand, der nicht anders als reinen, blanken Hass zu umschreiben ist. (editiert: Bitte nicht solche Gewaltphantasien)

          Das ist nur fair, das ist nur gerecht. Amen.

          so, und jetzt meditieren, um wieder runter zu kommen.

        • @ Böser Wolf

          Mit diesem Beitrag erweist sich Deine Solanas-Kritik ja dann als heuchlerisch. Du bist offenbar selbst nicht besser als die Solanas-Fraktion im Radikalfeminismus.

          Christian, bitte lösch solchen Scheiß.

        • @ david

          „Mist, der da wäre?“

          Freu Dich doch einfach, dass ich jetzt zu faul bin mich an all die kleineren & größeren Sticheleien zu erinnern. Deal?

          „Oh vergib mir, ich bin doch nur ein Mann!“

          Du hast das Zauberwort vergessen…

          „eine gewisse Abneigung, vielleicht auch menschliche Enttäuschung, die sich in frustrierenden Diskussionen mit dir entwickelt hat, von denen ich mir anfangs viel mehr verprochen hätte.“

          Mmh. Hättest Du da denn vielleicht ein Beispiel?

          „Selbstreflexiver werde ich jetzt an der Stelle nicht, außerdem käme ich kaum ohne ein Psychogramm von dir aus ;-)“

          Das Risiko gehe ich ein.

          „Die Frage, warum ich hier schreibe, öfters anecke und mittlerweile auch einigermaßen klar positioniert bin, beschäftigt mich durchaus, aber ich kann sie auch noch nicht abschließend beantworten. “

          Einer meiner Tipps wäre ja: Du bist noch zu jung (dabei haste ja noch gar nicht verraten, wie alt Du bist).

          Die anderen behalte ich aber lieber für mich, sonst gibt das direkt wieder böses Blut 😉

        • @ Böser Wolf

          Mit diesem Beitrag erweist sich Deine Solanas-Kritik ja dann als heuchlerisch. Du bist offenbar selbst nicht besser als die Solanas-Fraktion im Radikalfeminismus.

          Oh, während jede dahergelaufene Frau nicht zwischen Männern und Vergewaltigern zu unterscheiden weiß, ist meine Ansage klar gegen feministische Mütter und nicht gegen die Frau schlechthin gerichtet.

          Feministin sagt: Hassreden gegen Männer gehen in Ordnung.

          Ich sage: Hassreden gegen feministische Mütter gehen in Ordnung.

          Das ist ein eklatanter Unterschied.

          Christian, bitte lösch solchen Scheiß.

          ja, dem schließe ich mich an. Bitte schütze mich vor mich selbst. Und danke für die Löschung.

        • @Christian:

          Ach nee,

          ich muss es mir also gefallen lassen, dass sich eine Mutter positiv auf Hassreden bezieht, die zu den Bestsellern gehören, während ich mich nicht auf äquivalente Hassreden beziehen kann?

          Wie war das noch mal? Dworkin wünschte sich einen Mann zu blutigen Masse geschlagen vorgeführt, mit einem hochhackigen Schuh im Maul.

          Wenn ich mir also (Editiert: Bitte nicht solche Gewaltphantasien), als männliche Signatur, wünsche, dann muss ich mich hiermit auf nicht erschienene Werke berufen, die ich selbst erst noch schreiben muss, oder wie jetzt?

          Du willst keine Hatespeech in deinem Blog, ok, aber dann unterbinde es auch, dass sich andere positiv darauf berufen.

          Wenn irgendsoeine Pf**** sich positiv auf ein Männerhasswerk beruft, bekommt sie zumindest von mir nichts anderes als Hatespeech. Und ihc wünsche ihr alle Übel an den Hals, was , habe ich schon gesaht.

        • an all die kleineren & größeren Sticheleien zu erinnern. Deal?

          Sticheleien – Schuldig im Sinne der Anklage. Was Beleidigungen angeht, kann ich aber sicher nicht mithalten. Da reagiere ich trotz meiner Jugend besonnener als du.

          Du hast das Zauberwort vergessen…

          „vergewaltigender“ Mann? oder weißer? minderwertiger? sozial konstruierter? Ich komm nicht drauf.


          Mmh. Hättest Du da denn vielleicht ein Beispiel?

          Beschneidung zum Beispiel. Da sind mir fast die Sicherungen durchgebrannt.

          Das Risiko gehe ich ein.

          Ich (derzeit) nicht 😉

          Einer meiner Tipps wäre ja: Du bist noch zu jung

          Jung und hitzköpfig? Mag schon sein, Wobei ich da ältere Personen kenne, die das auch nicht abgelegt haben. Ich hoffe schon, das kommt bei mir noch.

          (dabei haste ja noch gar nicht verraten, wie alt Du bist).

          Bleibt auch so. Nicht aus Datenschutz oder falscher Eitelkeit, sondern weil ich es schätze für so jung/alt gehalten zu werden wie ich halt grade so schreibe.
          Dass der Abschluss bei mir erst einige wenige Jahre her ist, hab ich ja schon gesagt.


          Die anderen behalte ich aber lieber für mich, sonst gibt das direkt wieder böses Blut

          Schon verstanden 😉 Bei mir irrst du da.
          Wobei. Weibliche Ablehnung bis zur Volljährigkeit, auch wachstumsbedingt, eine garstige Friendzone-Erfahrung spielt sicher auch mit rein.
          Ansonsten bin ich seit Jahren glücklich vergeben und mein Freundeskreis ist übrigens ziemlich vorbildhaft quotiert, sogar einschließlich 5-10% Feministinnenquote! 😉

        • @ Böser Wolf

          Deine Hassausbrüche und Gewaltfantasien sind nicht weniger abstoßend als die einer Solanas, in sich ethisch unhaltbar, darum auch nicht durch Verweis auf Solanas zu rechtfertigen.

          Solanas war möglicherweise „gerechtfertigt“ als psychisch kranke, beschädigte Person.

          Wenn Du auch darauf rekurrierst, also ein psychisch verletzter, kranker Mensch zu sein, dann suche Hilfe.

          Das Problem bei Solanas sind nicht die Hassausbrüche einer vielleicht psychisch Kranken, sondern die vielen vorgeblich Gesunden, die sich an dem, was sie ausgekotzt hat, delektieren und dann behaupten, das sei ja nur als Ironie und Satire zu verstehen, um sich selbst nicht erkennen zu müssen.

          Ich hoffe nicht, dass hier dasselbe Problem aufscheint und Du vielen vorgeblich Gesunden aus der Seele sprichst.

          Wenn Du weiterhin versuchst, Deinen kranken Frauenhass durch Tiraden wie die hier bereits hinterlassenen zu therapieren, kann ich Dich nur verachten.

          Denn das ist der bequeme Weg: Andere zu beschuldigen, um sich selbst das Aufräumen im eigenen Oberstübchen zu ersparen.

        • Im wesentlichen Zustimmung. Aber: ich bin mir nicht sicher, ob Böser Wolf wirklich unter diesen Gewaltfantasien leidet, wahrscheinlich eher nicht.

          Sondern er stellt eine seiner Meinung nach logisch eine Analogie dar, und die Zensur bestätigt ihn in seiner Wahrnehmung von Doppelstandards und Heuchelei. So radikalisiert man Leute nur zusätzlich.

          Besser wäre auch hier, sich argumentativ mit dem auseinanderzusetzen, was er aufzeigen will, und ich denke das ist nicht sein Frauenhass.

          Was er vielleicht nicht sieht, ist der Unterschied zwischen einer teilweise positiven Bezugnahme auf Dworkin (die sicherlich fanatische Männerhasserin war und irgendwann mal einen bestimmten unsäglichen Satz geschrieben hat, denn man aber auch in den Kontext seiner Zeit stellen sollte) und ganz expliziter Bezugnahme auf Gewaltverherrlichung gegen ein Geschlecht.

        • ad 1)

          Die Formatierung des blogs droht mich zu überfordern

          ad 2)

          Ich habe wolfs Beitrag als Ausdruck einer individuellen emotionalen Antwort auf eine individuellen emotionale Erfahrung verstanden.

          Da wo Väter die Möse ihrer Tochter streicheln, manipulieren Mütter die Seele ihrer Söhne…beides ist gleichermaßen psychisch destruktiv und erzeugt dauerhafte changierende Gefühlslagen zwischen Schuldbewußtsein und Hass.

          Die neurotische per proxy Symptomatisierung von vielen Söhnen durch viele Mütter – oft als Mutter“LIEBE“ rationalisiert und mit leckeren Doppelbotschaften grundiert – ist ein Massenphänomen.

          Darüber wird nur leider kaum gesprochen.

          Ich glaube verstanden zu haben, dass wolfs Wut sich aus dieser Gemengelage speist.

        • Das mag nicht falsch sein (und im übrigens brillant formuliert), ich bin aber persönlich doch zumindest etwas vorsichtiger damit, fremde Menschen so zu pathologisieren.

        • Hassreden sind schmerzlich aber notwendig, kurzfristig hassen und langfristig dagegen sein, scheint mir auch ein guter Umgang damit zu sein. Man könnte auch die Frage stellen, was ein Antifeminismus ohne Hass auf Feministen sei und das Fazit ziehen, dass einem ein bisschen Hass auf Feministen gut steht, und dass Messer nicht nur zum Petersilienschhacken taugen sondern auch zur Entwaffnung von Feministinnen.

          Dass meine Beiträge wenig konstruktiv sind, sehe ich aber ein, wenn es also das nächste mal heißt, dass man jungmännliches Dominanzverhalten bei Jungen bekämpfen muss, um zu verhindern, dass aus ihm ein Pascha wird, oder so, werde ich den Versuch unternehmen, die Sicherung drinzubehalten, nicht in rape-Verwünschungen auszubrechen sondern es in eine pädagogisch wertvolle Ich-Botschaft zu verpacken:

          „Ich fühle Wut aufgrund deiner Aussage“ (boah, fühlt sich das schwach an, völlig unangemessen), also:

          „Ich sehe rot aufgrund deiner Aussage“ (schon besser, aber irgendwie auch nicht das Wahre)

          @Roslin: Ich sagte es bereits: Während FeministInnen in ihren Hassreden nicht zwischen „den Männern“ und „den Vergewaltigern“ (welche von mir aus in der Sicherungsverwahrung lebenslang vergammeln können) zu unterscheiden weiß, ist meine Zielgruppe doch sehr spezifisch. Ich sage nicht „Nur eine tote Frau ist eine gute Frau“ ich sage: „Nur eine tote Feministin ist… äh, ende.

      • @ david

        Es funktioniert alles, wenn wir es wollen…zumindest gefühlt… 😉

        Sich auf bullshit ala Dworkin in anderer als diagnostischer Weise einzulassen, suggeriert ein Bedürfnis, das mit „Verstehen“…“Diskurs führen“ wollen eher wenig zu tun haben dürfte.

        Wer es nicht lassen kann, empathisch kognitiv um bullshit zu kreisen, sieht, riecht, findet in im bullshit etwas, das ihn kickt…whatever it may be.

        In gewisser Weise erlebe ich manches männliche unbedingt verstehen Wollende in Bezug auf freaks of nature wie Dworkin (die natürlich für traumatisierte Mädchenseelen eine ideale Projektionsfläche abgibt) zum Feminismus gehörig, wie den Haarschaft zur Nisse…oder so!

        Rationale Schnittflächen kann es bei der komplett irren Irrationalität (trotz des pseudowissenschaftlichen Jargons) der Ergüsse von z.B. Dworkin nicht geben…aber immerhin scheinen sich da Affekte zu finden.

    • @rex

      Frauen legen halt noch die Wurst aus um den Hund zu schlagen wenn er sie schnappt.

      Die beschriebenen „Maskulisten“ wollen sich keine Wurst mehr scheren um Frauen. Leutnant ist halt auch ein ähnlich „hoffnungsloser“ Fall wie die durchschnittliche Feministin, aber es ist nicht so dass er viel falsches über Frauen sagen würde, natürlich einen bestimmten, gut in unsere Gesellschaft „integrierten“ Typ Frau zu dem er sich offensichtlich „hingezogen fühlt“.

      Ja und warum sollten Männer das schon lange gesellschaftlich protegierte Frauenverhalten nicht endlich zurückspiegeln?

      Wer Gewalt sät wird Gewalt ernten.

  8. Die von Dir zitierte Anekdote mit dem geknoteten Shirt in Frankfurt

    „… Kamen dann aber zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich sowieso nicht die falschen getroffen hat. Und dass es vielleicht mal ganz gut ist, wenn Jungs einfach mal so blöd angemacht werden und sind weiter gegangen.“

    scheint mir wirklich indiskutabel, und das aus diversen Gründen. Zum einen der „Sippenhaftgedanke“. Die konkret angepöbelten Jungs hatten in der Situation – und um die allein geht es – nichts gemacht und damit auch keine Sanktion irgendeiner Art verdient. „Wahrscheinlich“ und „vielleicht mal ganz gut“ zeigen schon, dass die Autorin sich hier ihrer selbst versichern und sich vor sich selbst rechtfertigen musste. Heilsamer wäre ein einfaches „Mist, das tut mir leid.“ oder auch das gute alte „Entschuldigung.“ gewesen. Angemessener sowieso.

    Und auch das aus zwei Gründen: Zum einen ist der konkret angepöbelte Junge in keiner Weise verantwortlich für das Verhalten irgendwelcher anderen Jungen. Zum anderen droht auch hier ein unerwünschter Lerneffekt bei dem Angepöbelten, wenn ihm so etwas mehrfach passiert: nämlich dass „alle Frauen eh so sind“ und dass „die halt alle spinnen.“ Vielleicht kommt er auch zu dem Schluss, dass er sich aggressiv/unhöflich/unfair gegenüber einer beliebigen Frau in einer völlig anderen Situation verhalten kann, weil es „wahrscheinlich sowieso nicht die Falsche trifft und es“ – in seiner aus solchen Erfahrungen erlernten Logik „vielleicht mal ganz gut ist, wenn Jungs einfach mal so blöd angemacht werden“.

    Und schon haben wir verhärtetere Fronten zwischen den Geschlechtern, das „DIE Frauen/Männer machen aber auch [was ganz Schlimmes]“-Argument und die Welt insgesamt ein bisschen freudloser gemacht.

    • Ganz mein Gedanke. es ist nicht „erstaunlich“, was diese Femanzen da gemacht haben, es ist einfach widerlich.

      Aufgrund von so einem Verhalten habe ich zwischenzeitlich aufgehört irgendwelche genderspezifischen Blogs zu lesen. Davon wird man nur zum Mysogynisten. Wie kann ich denn noch vernünftige beziehungen mit einer Frau haben, wenn ich immer das schlimmste befürchte? Wie kann ich sexuellen kontakt aufnehmen, wenn jetzt schon ne dumme Anmache sexismus ist?

      Das ganze ist unglaublich ärgerlich und solche Berufsmännerhasser wie die zitierte Autorin helfen da nicht im geringsten. In solchen Situation wünscht man sich ne Frau zu sein, denn dann könnte man den dummen Tussis wenigstens eine scheuern.

      • Eben. Nur, wenn ein Mann immer das Schlimmste von Frauen befürchtet (pauschal, nicht weil er mit dieser konkreten Frau schon schlechte Erfahrungen gemacht hat) und umgekehrt eine Frau immer das Schlimmste von Männern (auch pauschal und ohne schlechte Erfahrungen mit konkret dieser Frau), wo ist dann das Vertrauen, das für IRGENDWELCHE wohlgesonnene soziale Interaktion nötig wäre?

        Wenn beide Seiten anfangen das „die andere Seite hat aber auch“-Argument zu schreien, begibt man sich auf das Niveau von Sandkastenstreitigkeiten, es gibt aber keine Lösung. Hört sich für mich alles an wie „ich habe dem Justin nur das Sandförmchen abgenommen, weil der mich vorher mit der Schippe gehauen hat“.

        Nur, wenn man die Berufsmännerhasserin als Mann zurückhasst oder als Frau den Berufsfrauenhasser, macht man mit in einem elenden Kreislauf, der alles nur schlimmer macht und Dich auch nicht glücklicher. Das sind arme Irre. Wenn Du bei deren blindem Hass mitmachst, wirst Du auch blind.

  9. Ich muss den Kritikern hier teilweise recht geben. Ich habe diesen Blog entdeckt, weil ich eine evolutionärbiologische Sichtweise auf gesellschaftliche und psychologische Prozesse ungeheuer interessant finde. Erst allmählich ist mir durch die Kommentare aufgefallen, dass hier oft eine sehr harsche Ablehnung von Frauen im Allgemeinen stattfindet – zwar unter dem Mantel einer durchaus berechtigten Kritik an radikalfeministischen Positionen, aber nichtsdestotrotz stinkt es hier immer ein bisschen nach Misogynie. (Und jetzt erst erfahre ich, was das mit diesem Maskuli[ni]smus auf sich hat, dass es sowas überhaupt gibt – finde ich alles unheimlich interessant.)

    Mal ganz konkret an diesem Beitrag abgearbeitet: Ja, Christian zeigt uns hier einen Beitrag, in der eine Frau Spaß am grundlosen Schikanieren von Männern hat. Sie ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein abscheulicher Mensch. Da gehe ich mit. Aber es wird genau dann real-satirisch, wenn dieses Verhalten als exemplarisch für das Verhalten aller Frauen angenommen wird, wie das z.B. bei den Beiträgen von Borat („Die Quote an Frauen die sich wie hier geschildert geben ist zu hoch als dass sich Freundlichkeit noch lohnen würde.“) oder Adrian („Es bestärkt mich in meiner Einstellung, Frauen nicht ernst zu nehmen und sie so weit wie möglich zu ignorieren.“) durchschimmert … tut mir leid, alle Frauen, die ich kenne, würden das Verhalten á la Somlu auch missraten finden. Lest mal weniger diesen feministischen Radikalscheiß – vielleicht hilft es dabei, den maskulistischen Radikalscheiß einzudämmen… 😉

    • @ bombastu

      Bitte nicht den Fehler machen und Frauen mit Feministinnen in eine Schublade stecken.

      “ Lest mal weniger diesen feministischen Radikalscheiß – vielleicht hilft es dabei, den maskulistischen Radikalscheiß einzudämmen… ;)“

      Gibts du diese Tipps auch weiter an feministische Blogs?

      Wenn ja Quelle bitte.

      Wenn nein: Wieso nicht?

      • Ich lese keine feministischen Blogs. Insofern sehe ich mich auch nicht veranlasst, dort Tipps zu geben. Falls mit feministischen Blogs das gemeint ist, was Somlu so fabriziert, würde ich auch gar nicht den Versuch starten, dort solche Tipps zu geben. Es ist offensichtlich, dass diese Menschen jenseits menschlicher Vernunft und Verhältnismäßigkeit agieren und schlicht und ergreifend nicht alle Tassen im Schrank haben. Dasselbe gilt für dieses hier gerade verlinkte „gelbe Forum“. Ich verstehe auch gar nicht, warum man sich so auf diese Positionen versteift und sie analysiert, wie das Christian macht. Nutcases zu kritisieren und der Verrücktheit zu überführen, das ist doch keine Kunst und ein Leichtes. Aber indem das hier in der Ernsthaftigkeit betrieben wird, wird der Eindruck erweckt, dass solche Einstellungen unsere Gesellschaft permanent durchdringen, was ich ziemlich lächerlich finde…

        • *Ich verstehe auch gar nicht, warum man sich so auf diese Positionen versteift und sie analysiert, wie das Christian macht. Nutcases zu kritisieren und der Verrücktheit zu überführen, das ist doch keine Kunst und ein Leichtes. Aber indem das hier in der Ernsthaftigkeit betrieben wird, wird der Eindruck erweckt, dass solche Einstellungen unsere Gesellschaft permanent durchdringen, was ich ziemlich lächerlich finde…*

          Würde er es nicht tun, hätte sein Blog keine Daseinsberechtigung mehr. Zudem haben seine Stammleser das gern. 🙂 Aber ich stimme dir natürlich zu.

          • Willst du mir jetzt irgendwie Antifeminismus andichten?
            Damit würdest du zeigen, dass du nichts verstanden hast, weder über meine Beweggründe noch über die anderer Feministinnen.
            Es geht nicht darum, wer wie gut eingebunden ist, es geht darum welche Positionen man vertritt und was einem wichtig ist.

          • @Maren

            „Willst du mir jetzt irgendwie Antifeminismus andichten?“

            Was heißt andichten? du hast zugestimmt, dass die Positionen von Somlus die einer verrückten ist. Und anscheinend auch die anderer Feministinnen, die ich hier bespreche, denn es ging ja darum, dass ich mich an Verrückten abarbeite.

            Gegen diese Art des Feminismus scheinst du ja ebenfalls zu sein.

          • @Maren

            „Und daher bin ich Antifeministin?“

            Du vertrittst zumindest eine antifeministische Position in Bezug auf diesen Teil.

            „Wahnsinn ,wann lädt mich wohl die IGAF als Gastsprecherin ein?“

            Dazu musst du wohl noch etwas radikaler werden.

          • @Maren

            Sie ist sicherlich radikalere Antifeministin als du. Das dürfte unstreitig sein.

            Viele ihrer Ideen sind aber nicht radikal im eigentlichen Sinne. Das auch Männerinteressen zu vertreten und zu unterstützen sind und das nicht nur Gewalt gegen Frauen und Kinder, sondern natürlich auch gegen Männer zu ächten ist halte ich sogar für eine Einstellung, die man eigentlich kaum ablehnen kann.

          • *Sie ist sicherlich radikalere Antifeministin als du.*

            Mit Sicherheit. Da ich ja gar keine Antifeministin bin.
            Genausowenig wie du Feminist bist, wenn du dich gegen die Spinner von wgvdl aussprichst.

        • @ bombastu

          Zumindest muss man beim gelben Forum immer noch sagen das dort reale Fälle in den Medien und zur Politik kommentiert werden.

          Die Infos dort sind oft sehr brauchbar. Die Kommentrae halt nicht.

          Vergleichbar mit feministischen Blogs sind sie dennoch nicht.

          Zum einen gibt es wesentlich mehr von diesen Blogs die auch im Mainstream erwähnt werden und nicht weniger pöbeln.

          Zum anderen haben Feministinnen viele Schaltzentralen der Macht inne. Maskulisten nicht.

          Wenn ein Maskulist beim Bundesverfassungsgericht sitzt dann können wir nochmal drüber reden.

          Oder ein Maskulist das Bundesverdientskreut erhält.

          Aber so ist der Maskulismus eher eine reine Abwehrhandlung.

          @ rex

          “ Wie würde es manchen Postern denn gefallen, wenn Frauen das Gelbe Forum als Repräsentant für die Gedanken aller Männer sehen würden?“

          Wieso nicht. Dann würden sie vielleicht mal sich fragen woher der Hass kommt?

          Kann gar nicht ausbleiben wenn man eine bestimmte Gruppe diskrimminiert und eine andere bis über alle Maßen priviligiert.

        • Es ist offensichtlich, dass diese Menschen jenseits menschlicher Vernunft und Verhältnismäßigkeit agieren und schlicht und ergreifend nicht alle Tassen im Schrank haben.

          Das ist leider eben nicht offensichtlich. Bei dem von Christian verlinkten Artikel schon, aber schau dir mal die Kommentare dort an, wer da zustimmt, Christian hat ja einige genannt. Da sind Leute dabei, die selbst nie solche Artikel verfassen würden, stets differenziert und selbstreflektiert wirken wollen, aber dort geben sie preis, was sie wirklich denken und was für Ansichten sie haben.

          Du darfst nicht vergessen, dass aus dem Bereich auch Forderungen emporwachsen. Nach Verboten in der Werbung, Frauenquoten, etc. – die Personen aus dem verlinkten Blog-Beitrag kann ich meiden bzw. ignorieren, aber einer Frauenquote könnte ich nicht aus dem Weg gehen, wenn es drauf ankäme.

          Demgegenüber scheint das hier schon mehrfach genannte „gelbe Forum“ zu einem beträchtlichen Teil einfach eine Online-Stammkneipe zu sein, in der sich frustrierte Männer treffen, und die schlimmste Auswirkung sind bösartige (aber nicht freigeschaltete) Beiträge in irgendwelchen Blogs.

        • @marenleinchen

          *Genausowenig wie du Feminist bist, wenn du dich gegen die Spinner von wgvdl aussprichst. *

          Gefährliche Spinner, bitte.

          @stephan

          Humor ist eine Verzweiflungstat.
          Nur wenige FeministInnen gehen so produktiv mit ihrer Verzweiflung um.

    • *unterschreib*

      Wie würde es manchen Postern denn gefallen, wenn Frauen das Gelbe Forum als Repräsentant für die Gedanken aller Männer sehen würden?

      • @ rex

        Kann man so nicht vergleichen solange der Feminismus die Deutungshoheit in der Gesellschaft hat.

        Frauen sind so vom Feminimus vergiftet das sie es sowieso denken.

        Und einem Mann sollte es auch egal sein was Frauen denken.

        Du kannst der schlimmste Mensch der Welt sein, aber ne Frau bekommst du dann erst recht.

        Das eine ist der Hass des Pöbels auf die Priviligierten und Unterdrückerinnen. Besonders auf die, die noch versuchen es andersherum aussehen zu lassen.

        Der Hass der Feministinnen ist einfach nur irrational.

    • @bombastu

      Das ich würde ich Dir doch vollkommen zustimmen! Meiner Freundin ihre Schwester war jahrelang in der FraP (Frauen macht Politik) tätig, also ist in der Schweiz so eine feministische Kantonalpartei und die würde nie so einen Schrott erzählen, wie er teilweise auf mädchenmannschaft etc. erzählt wird oder wie eben wie in diesem von Christian verlinkten Blogbeitrag plus Applaus von gewissen Frauen. Frage mich sowieso, ob das nicht ein bisschen ein deutsches Phänomen ist, also in der Schweiz habe ich noch selten so einen Stuss gelesen, wie ich ihn ab und an im deutschen Sprachraum von Feministinnen höre.

      • @ chomsky

        Bei uns kommt der Mist 1:1 von den Amis.

        Bei uns wird alles von oben durchgedrückt, jeder Hirnfuck.

        In der Schweiz herrscht Demokratie, hier nicht. Dort bei euch kann sich eine vernünftige Mitte von selbst bilden und so manchen Schmu verhindern. Es gibt Diskussionen.

        Gegener und Befürworter müssen mit vernünftigen Argumenten Unterschriften sammeln und nicht mit Scheißhausparolen.

        Das ist der Unterschied. In Östrreich ist es noch schlimmer.

        Oder in Skandinavien. Außer die Norweger haben es langsam auch gerafft, die sind aber nicht in der EU.

        Die Schweiz auch nicht und passt auf das es auch so bleibt.

    • Überlegen wir uns einfach mal was passieren würde wenn Männer das mit einer Frau gemacht hätten.

      Sofort hätten sich weiße Ritter und Beschützer gefunden um diese Männer zurechtzuweisen.

      Es stimmt schon, was Frauen oft sagen: Die Gleichberechtigung ist noch lange nicht am Ziel.

    • Dem Posting von bombastu würde ich auch ganz dringend zustimmen. Ich finde es zwar persönlich gut, dass neben Evolutionsbiologischen /-psychologischen Themen auch der Feminismus beleuchtet wird (den Pickup-Quatsch finde ich wiederum eher nervig), aber solche Artikel wie dieser sind wahrlich nicht besonders fruchtbar für eine sachliche Diskussion.
      Mir bringen auch Christians Kommentare dazu recht wenig, jeder mit gesundem Menschenverstand kann ja sehen, dass die Autorin offensichtlich ein ernsthaftes Problem mit Männern hat.
      Insofern hätte es genügt, den Artikel als Teil einer größeren Sammlung oder in einem Selbermach-Samstag in den Kommentaren zu verlinken.
      Bashing von misandrischen Feministinnen kann ja ganz witzig sein, aber knich hat schon Recht, dass das hier auch Misoygnie Vorschub leistet, wie man teilweise in pauschalen Frauenabwertungen hier dann erkennt.

      Spektakulär sind die im Artikel beschriebenen Ereignisse ja nun auch nicht.
      Der Mann wird sich einen neuen Tisch gesucht haben, der zweite Idiot ist selbst Schuld wenn er dieser hysterischen Kuh auch noch das Essen zahlt – und die 3 Gärtner werden sich nen Ast gelacht haben, wie aus dem Nichts von barbusigen Joggerinnen „zur Sau“ gemacht zu werden – ist doch eine großartige Anekdote und nicht wirklich gewaltvoll.

      • @ David

        Die beiden werden auch mal auf den Falschen treffen und dann hören wir wieder was von „Gewalt“ gegen Frauen.

        Ich denke mal diese beiden Schätzchen des Feminismus suchen sich auch ihre „Opfer“ aus. Männer die nicht gerade selbstbewusst wirken usw.

        Die Idee von Gadaffi sich eine weibliche Leibwache zu halten war eigentlich eine Gute.

        Nur so kann man weibliche Gewalt abwehren ohne selbst als Gewalttäter zu gelten der „Frauen schlägt“.

        • Diese Frauen verhalten sich ziemlich anmaßend und daneben, erlebe ich aber ehrlich gesagt von Männern auch ziemlich regelmäßig.
          Interessant ist es durchaus, dass diese Frauen ihr Verhalten intellektualisieren, öffentlich bloggen und moralisch im Recht sehen.
          Aber wenn man jeden durchgeknallten Blogger als exemplarisch für sein Geschlecht durchs Dorf treibt, sieht der Maskulismus nicht unbedingt besser aus.

        • Intellektualisieren? Da gibt es nichts zu intellektualisieren. Sie verhalten sich dümmer als die Polizei erlaubt, wie pubertierende, bornierte, ungezogene Gören, und keine Frau (ob Feministin oder nicht) mit Verstand findet ein solches Benehmen tolerabel.

          Dass Männer ihr Verhalten nicht genauso öffentlich bloggen und sich dabei moralisch im Recht sehen, halte ich für ein Gerücht, bzw. stimmt es einfach nicht. Ich erinnere mich da z.B. an einen Artikel, den Haselnuss mal verlinkt hat (von Aaron Sleazy), und ich bin sicher, dass man auch im Gelben Forum fündig wird, wenn man nur sucht.

      • Jaja.

        Der Mann sucht sich einen neuen Tisch und die Frau macht einen #aufschrei.

        Und sowieso ist er selbst schuld und sollte sich lieber einen Dauerlutscher kaufen, nicht?

      • @David

        „Mir bringen auch Christians Kommentare dazu recht wenig, jeder mit gesundem Menschenverstand kann ja sehen, dass die Autorin offensichtlich ein ernsthaftes Problem mit Männern hat. Insofern hätte es genügt, den Artikel als Teil einer größeren Sammlung oder in einem Selbermach-Samstag in den Kommentaren zu verlinken.“

        Ich finde es wichtig, die Radikalität von Teilen des Genderfeminismus sowohl darzustellen als auch zum Gegenstand einer Diskussion zu machen. Die entsprechenden Positionen sind aus meiner Sicht mehr als einfach nur ein paar Verrückte, was ja auch an den zustimmenden Kommentaren durchaus gewichtiger feministischer Blogger deutlich wird. Somlu ist ja in einem größeren feministischen Netzwerk, in dem solche Ideen diskutiert werden und sie Zustimmung erfährt.

        ich möchte genau sagen, warum mir diese jeweiligen Ideen nicht gefallen, warum ich ihnen nicht zustimmen kann und warum ich sie zum einen für falsch und zum anderen genau aus den dort vertretenen Theorien folgend halte. Denn auch daran wird deutlich, warum Teile dieser Theorien nicht nur in der Sache falsch, sondern auch schädlich sind, wenn man sie übertreibt.

        Ich halte es auch für sinnvoll, da deutlich zu machen, dass das viele so sehen und dadurch auch eine leichtere Kritik an solchen radikalen Positionen zu ermöglichen.

        • Ich will diese Fundstücke ja auch keinesfalls verpassen.

          Ich halte nur deine Artikel dazu meist für ungeeignet, eine fruchbare oder auch nur kontroverse Diskussion entstehen zu lassen.
          Jeder zurechnungsfähige Mensch kann ja eigentlich nur den Kopf schütteln, wenn er so etwas liest.
          Da wäre es schon an dir zu überlegen, welche diskutablen Fragestellungen du im Zusammenhang mit dem Artikel aufwerfen kannst, um hier ein bloßes Potpourri aus Häme (nicht, dass ich mich daran nicht auch beteiligt hätte) und vor allem pauschaler Frauenabwertung zu verhindern.

          Diesen Quatsch bloß mit ein paar nüchternen Kommentaren zu entlarven, der eigentlich gar nicht mehr entlarvt werden muss, reicht womöglich nicht.

  10. ich weiß nicht, wie alt diese leute sind und in welchen kreisen sie sich bewegen. vielleicht gehen sie in schülercafès? in meinen kreisen ist es absolut tabu, sich im cafè zu leuten an den tisch zu setzen. es wäre aber auch keine rebellische heldentat, die frage, ob man sich dazu setzen kann, abzulehnen.

    m.e. leiden diese leute an aufmerksamkeitsdefizit. früher haben sie sich im supermarkt schreiend auf den boden geworfen, heute haben mit dem internet ein medium gefunden, wo sie ihre komplexe in die welt hinaus tröten können. sie blähen jede banalität auf zu sexistischer gewalt. langsam ist das an lächerlichkeit nicht zu überbieten.

    • in meinen kreisen ist es absolut tabu, sich im cafè zu leuten an den tisch zu setzen

      Wenn man diesen „nutcase“ jetzt schon sachlich diskutieren will, müsste man hier vielleicht auch noch mal klären: ein Tisch, an dem noch mehrere Plätze frei sind, ist sicherlich kein Tabu. Wollte der Typ sich aber alleine hinsetzen und nicht auf jemanden warten, wäre das schon als etwas forsche Annäherung zu sehen. In dem Fall ist ein einfaches Ablehnen aber dann auch in Ordnung für beide Seiten.

      • @David

        „In dem Fall ist ein einfaches Ablehnen aber dann auch in Ordnung für beide Seiten“

        Natürlich kann man so etwas ablehnen. Aber es gleich zu einem Geschlechterkampf aufzublasen, an dem man das Patriarchat erkennt, ist vollkommen irrational.

  11. „Alle Frauen, die ich kenne, würden das Verhalten á la Somlu auch missraten finden.“

    Alle die ich kenne auch. Alle hingegen, die dieses Verhalten irgendwie inspirierend finden, oder sich große Mühe geben, es zu rechtfertigen, möchte ich auch gar nicht kennen.

    Wenn du feministische Blogs liest, kannst du schon ein wenig in Gefahr geraten, die Verbreitung dieser Denkweise zu überschätzen.

    Allerdings springt sie dir oft genug in den Mainstream Medien, bei Politikerinnen, Funktionärinnen oder Journalistinnen entgegen. Da äußern Frauen, die privat ganz umgänglich sind, das krudeste Zeug zum Thema. Es ist also oft genug angebracht, das Ganze nicht so ernst zu nehmen, es sei denn, es wird in irgendeiner Form in Gesetze gegossen.

    Bei den Somlus und Mannschaftsmädchen dieser Welt ist aber wohl Hopfen und Malz verloren.

    • @ Peter

      Ja ich glaube das auch nicht alles und wenn dann hat das auch nichts mehr mit selbstbewusst oder emanzipiert zu tun.

      Das ist dann einfach nur noch männerfeindlich, unhöflich und zeugt von ganz schlechter Erziehung.

    • Und dann kommen noch Femis daher und
      FORDERN von @Christian doch gefälligst
      SO zu posten wie SIE, die Femis das WOLLEN
      und BESTIMMEN !!!!!

      Wenn das mal keine Ansprüche sind.

      • @ DerdieBuchstabenzählt

        Ich denke mal es wird einigen, nicht Allen, Feministinnen tatsächlich peinlich sein was die beiden unter dem Label Feminismus so vortragen und wollen nicht das es Verbreitung gerade unter Männern findet.

        Gerade obiger Text sollte weit verbreitet werden um das Denken der Feministinnen zu entlarven.

        Das ist die Sorte Femis die auch kein Problem hat wenn unschuldige Jungen und Männer wegen erfundenen Vergewaltigungen im Knast sitzen bzw. selbst aktiv falschbeschuldigen.

  12. Guter Artikel. Hier noch weitere Fundstücke aus dem Originaltext:

    „Ich habe mir angewöhnt, wenn ich mal wieder an einem öffentlichen Pinkler vorbei kommen muss, das möglichst laut zu kommentieren, damit alle im Umkreis es mitbekommen. Interessanterweise ist das meinen Begleiter*innen oft peinlich, dass ich das tue, als sei ich die Peinliche in der Situation und nicht der eklige Pinkler. Aber maulen, wenn es in der U-Bahn nach Pisse riecht.“

    Öffentlich „sein Revier markieren“ mag nicht die feine Art sein. Es laut zu kommentieren aber steht in keinem Verhältnis mehr dazu, in gar keinem, sofern ein Mann es nicht z. B. Mitten auf dem Marktplatz macht. Und wann macht er das schon?
    Der Hammer ist dann das mit der U-Bahn. Kann ja sein, dass es dort drin die Toiletten deutlich zu unsauber sind. Aber vollgepinkelte U-Bahnen, kommt das oft vor? Es hat jedenfalls nichts zu tun mit dem Mann, der sich im Wald, nachdem er sich prüfend umgeschaut hat, erleichtert respektive „in seiner Männlichkeit triumphiert“. Das tut er nämlich dabei aut einer schwedischen Feministinnengruppe, die deshalb Pissoirs auf Herrentoiletten verbieten wollte.

    „Ich habe auch mal einen Typen, der nachts nicht weit hinter mir lief und mich sehr nervös machte, weil es mir einfach zu nah war, aufgefordert, dass er bitte mal die Straßenseite wechseln solle und ob ihm nicht klar sei, dass sein Verhalten bedrohlich wirken könne. Er wechselt sofort die Straßenseite und entschuldigte sich. War ziemlich cool.“

    Auch wenn ich keiner Frau einen Vorwurf aus ihrer Angst machen will: Dieser Mann hat sich nicht fehlverhalten und muss sich deshalb für gar nichts entschuldigen. Außerdem kann er auch von der anderen Straßenseite aus einen Angriff starten, und sie dabei fast genauso gut einholen, wenn er schneller ist als sie.

    „Belästigung auf der Straße, der alltägliche Sexismus, der unaufhörliche Strom von Blicken und Bemerkungen, die offenen Hosenställe und Wildpinkler, die sind das Problem. Ich halte es da mit Golda Meir, der man nachsagt, dass sie forderte, zum Schutz von Frauen, Männer nach Dunkelwerden nicht mehr ohne Begleitung einer Frau auf die Straße zu lassen. Da die das Problem sind und nicht die Frauen.“

    Totalitärer Feminismus. Erinnert an die geforderte Ausgangssperre für Männer in Arnes erstem Buch darüber. Was machen eigentich dann Männer, die alleine wohnen? Jetzt egal, ob sie keine Freundin haben oder in Fernbeziehung? Müssen sie dann ihre Freundin von weit her rufen, um aus dem Haus zu dürfen? Oder ihre alte Mutter? Was machen dann ABs? Und ABs ohne weibliche Verwandte und Freunde?

    Und wie naiv ist es eigentlich, zu glauben, ein wirklich gefährlicher Mann, ein Sexualmörder, der Frauen vergewaltigt und umbringt, würde sich durch seine weibliche Begleitung dran hindern lassen, andere Frauen umzubringen? Würde der dann nicht einfach beide vergewaltigen und umbringen? Oder die eine, sagen wir seine Mutter, abhängen und dann eine andere vergewaltigen und/oder umbringen?

    Aber, meine Damen, wenn Sie den Wunsch haben, dass jeder Mann IM LEBEN eine weibliche Begleitung hat, d. h. liiert ist, im Idealfall verheiratet, so dass sich dadurch der „Alltagssexismus“ für Sie reduziert, bin ich auf ihrer Seite! Dann brauchen Sie nicht mehr unter „dem ständigen Strom von Gestarre und Bemerkungen“ und unter „den starrenden, grapschenden, pinkelnden usw. Typen“ zu leiden, oder nicht in dem Maße. Allerdings dürfen Männer dann immer noch frei rumlaufen, wie Frauen natürlich auch.

    Apropos Typ noch: Mich stört schon lange, und zwar bevor ich auf maskulistische Literatur stieß, dass Frauen immer mehr „Typ“ als „Mann“ sagen. DAS ist Alltagssexismus.

    Aus meinem Leben, vor fast 10 Jahren, als ich noch, unwissend wie ich damals war, die Frage „Haben die Feministinnen Recht?“ pauschal mit „ja“ oder „im großen und ganzen ja“ beantwortet hätte, während eines kurzen Krankenhausaufenthalts:

    Morgens, Krankenschwester macht die Tür auf: „Ist hier en junger Typ drin?“

    Ich: „ja“.

    Sie: „Wollen Sie frühstücken?“

    Ich fand das abwertend. „Ist hier ne junge Tussi drin“ hätte ich nie gefragt in so einer Situation.

    • Aber vollgepinkelte U-Bahnen, kommt das oft vor?

      Leider ja. Nur sind das dann nicht die Art von Typen, die Feministin sich in der Regel traut, zurechtzuweisen. Und ich würde es auch nicht unbedingt empfehlen, habe selbst deswegen mal um ein Haar eine Eskalation verursacht, die weit schlimmere Folgen gehabt hätte als eine vollgepinkelte U-Bahn.

  13. @bombastu
    „Nutcases zu kritisieren und der Verrücktheit zu überführen, das ist doch keine Kunst und ein Leichtes. Aber indem das hier in der Ernsthaftigkeit betrieben wird, wird der Eindruck erweckt, dass solche Einstellungen unsere Gesellschaft permanent durchdringen, was ich ziemlich lächerlich finde…“

    Du hast Recht. In vielen Alltagsbereichen kämen Menschen mit den dargestellten Verhaltensweisen nicht weit – wer beispielsweise im Job damit agiert, dass er bzw. sie permanent anderen prinzipiell Böses unterstellt und sich dadurch zu allen möglichen Grenzverletzungen berechtigt fühlt, wird ziemlich schnell Schwierigkeiten bekommen. Insofern stimmt es, dass diese Einstellungen nicht alle Bereiche durchziehen.

    Aber deshalb zu meinen, man sollte sich nicht ernsthaft mit ihnen auseinandersetzen, finde ich falsch. Immerhin gibt es Bereiche, und durchaus wichtige Bereiche, in denen solche Einstellungen verbreitet sind. Zum Beispiel manche akademischen Felder (und somlus schreibt ja selber, dass sie beispielsweise Seminare für Schülervertetungen anbietet; völlig einflusslos ist sie wohl nicht). Oder auch politische Felder – von der Leyens legendäre, noch als Familienministerin getroffene Aussage zu den Bildungsnachteilen von Jungen („Wenn die Dinge umgekehrt wären, würde kein Hahn danach krähen.“) folgt schon einer ähnlichen Logik wie somlus – die Mädchen sind benachteilt (ungeachtet der Tatsache, dass zur Mädchenförderung ja sehr viel investiert wurde), da ist es nicht so schlimm, wenn die Jungen „auch“ mal was auf den Deckel kriegen. Auch öffentliche Kaltschnäuzigkeiten gegenüber Vätern, die ihre Kinder nicht sehen können, oder im Hinblick auf Nachteile von Männern in der Gesundheitsfürsorge („Selber schuld.“) folgen ähnlichen Logiken.

    Natürlich ist somlus’ Verhalten nicht radikal gewaltvoll, und es kann schon sein (@david), dass die angegriffenen Männer sich hinterher einen Ast gelacht haben. Aber ihre Argumentation ist trotzdem geeignet, um gewaltvolles Verhalten zu legitimieren, und schon von daher find es völlig legitim, sich mit ihrer Logik auseinanderzusetzen.

    • @schoppe

      „Aber deshalb zu meinen, man sollte sich nicht ernsthaft mit ihnen auseinandersetzen, finde ich falsch. Immerhin gibt es Bereiche, und durchaus wichtige Bereiche, in denen solche Einstellungen verbreitet sind. “

      Eben. Diese Artikel sind nicht einfach so Einzelmeinungen, sie folgen meiner Meinung nach aus der im radikalen Genderfeminismus vertretenen Theorie. Diese rechtfertigt solche Aktionen und insbesondere ein starkes Gruppendenken. Dies muss man dann auch aufzeigen dürfen.

      Um so mehr, wenn nebenher von dieser Seite damit geworben wird, dass man ja eigentlich nur für Gleichberechtigung ist.

      „Aber ihre Argumentation ist trotzdem geeignet, um gewaltvolles Verhalten zu legitimieren, und schon von daher find es völlig legitim, sich mit ihrer Logik auseinanderzusetzen.“

      Und selbst wenn es keine körperliche Gewalt erzeugt, erzeugt es aus meiner Sicht eine ansonsten sehr negative Haltung, die – wie man auch an den Piraten sieht – durchaus eine gewisse Bedeutung erreicht und kommuniziert wird. Der ewige Kampf gegen den Privilegierten Mann ist ja insoweit teil der Theorie und wer sehen will, wo so etwas hinführt, der muss sich nur die Mädchenmannschaft anschauen.

      • @ Christian

        „Eben. Diese Artikel sind nicht einfach so Einzelmeinungen, sie folgen meiner Meinung nach aus der im radikalen Genderfeminismus vertretenen Theorie. Diese rechtfertigt solche Aktionen und insbesondere ein starkes Gruppendenken.“

        Und daraus werden dann immer weitere Forderungen erhoben.
        Aktuell zusätzliche Argumente für
        Frauenquoten, Gleichstellungsbeauftragte
        sind doch nur für Frauen (In den Rückenfall Geissler), neue Beschwerdestellen für Frauen – natürlich nur mit Frauen besetzt,
        usw.
        Männer sollen sich noch mehr ändern,
        alles tun, was Frauen befehlen.

        Was mich ja wundert sind die Männer,
        das verstehen und noch dümmlich
        fragen was die Männer denn tun
        können, wo sie helfen können?
        Für diese Leute habe ich allerdings
        noch viel weniger Verständnis.
        Denn auch diese Männer werden
        dann in einer Welt leben müssen,
        wo nur Heulen und Zähneklappern
        sein wird.

  14. Ich denke solche oder ähnliche Erfahrungen macht fasst jeder mal.
    Bin mal zu Silvester in eine Party geraten, wo ein Mädel schier ausgerastet ist, weil ich ihr Feuer angeboten habe, als sie eine Zigerette zückte. Und aufgrund dieser „patriarchalen“ Geste, den Ort auch zu verlassen hatte.
    Genauso, wie wenn man auf einer Dorfdisko in einen Streit verwickelt werden kann, weil man als Mann lange Haare hat. Alles schon erlebt.
    Es gibt immer irgendwo Leute, die schnell aufgrund was auch immer, heftig reagieren.

    Das ist kein Feminismus-spezifisches Problem. Das Spezielle am Feminismus ist nur, dass es organisiert und medial-gestützt vonstatten geht. Man kann die Feindlichkeit in politische Bahnen lenken und öffentlich gebilligt ausleben.

    • „Das ist kein Feminismus-spezifisches Problem.”

      Sehe ich übrigens auch so. Die Handlungs- und Sichtweisen gehen meiner Meinung nach eher auf Somlus Charakter zurück. Einige Kommentaren und Kommentatorinnen waren von Somlus Text auch begeistert, aber ich denke, die wenigstens davon sind tatsächlich damit vollständig einverstanden.

      “Das Spezielle am Feminismus ist nur, dass es organisiert und medial-gestützt vonstatten geht. Man kann die Feindlichkeit in politische Bahnen lenken und öffentlich gebilligt ausleben.”

      Das ist imho zu einseitig. Der Feminismus hat viele Unterstützer, einige Pseudo-Unterstützer und viele Gegner. Man kann wahrlich nicht davon sprechen, dass Somlus-Artikel keine Gegenreaktionen auslöste. Man muss nurmal hier oder beim Elitemedium lesen.

      Die Sache ist eher, dass sich jede Seite in der Minderheit wähnt.

      • @Kinch

        Die Sache ist eher, dass sich jede Seite in der Minderheit wähnt.

        Zumindest medial ist eine Seite in der Minderheit.
        Dass „wir müssen es den Jungs schwerer machen“ ist lange Zeit Mantra des Schwarzer Feminismus gewesen.
        Trotzdem hat sie in den Talk-Shows Dauerpräsens.

        Dieses Verhalten ist salonfähig, nicht nur in Einzelmeinungen, sondern direkt in der Moderation der Internetauftritte der großen Tageszeitungen und eben in den Talkrunden.
        Vielleicht formulieren sie geschickter, doch der Tenor ist gleich.

        • „Zumindest medial ist eine Seite in der Minderheit.“

          Hm, sorry, aber das glaube ich nur nach Beleg.

          “Dass “wir müssen es den Jungs schwerer machen” ist lange Zeit Mantra des Schwarzer Feminismus gewesen.
          Trotzdem hat sie in den Talk-Shows Dauerpräsens.”

          Sorry, aber in Talk-Shows wird Schwarzer wegen der Quote eingeladen und weil die Medien glauben, dass man außer Schwarzer niemand hätte, der für den Feminismus reden kann.

          In den Talk-Shows sitzen auch genug Leute, die Feminismus beschissen finden.

          „Dieses Verhalten ist salonfähig, nicht nur in Einzelmeinungen, sondern direkt in der Moderation der Internetauftritte der großen Tageszeitungen und eben in den Talkrunden.
          Vielleicht formulieren sie geschickter, doch der Tenor ist gleich.“

          Und Feminismus-Kritik ist nicht salonfähig? Bist du ernsthaft dieser Meinung? Darf ich nurmal die Bild-Zeitung erwähnen?

        • @Kinch

          „Hm, sorry, aber das glaube ich nur nach Beleg.“

          Glaub`s oder glaub`s nicht.

          Sorry, aber in Talk-Shows wird Schwarzer wegen der Quote eingeladen und weil die Medien glauben, dass man außer Schwarzer niemand hätte, der für den Feminismus reden kann.

          Anne Will (Moderatorin) selbst ist Pro-Quote.
          Neben Schwarzer wird alles aufgefahren, was sich als feministisch bezeichnet (Domscheit-Berg, Anne Wizorek, …)

          In den Talk-Shows sitzen auch genug Leute, die Feminismus beschissen finden.

          Dann guck mal was mit denen passiert. In solchen Situationen hat man immer auch einen (H.) Geißler sitzen,
          der mit unfairen Attacken Kritik ins Lächerliche zieht, wenn das die Moderation nicht selbst schon übernimmt.

          Und Feminismus-Kritik ist nicht salonfähig? Bist du ernsthaft dieser Meinung? Darf ich nurmal die Bild-Zeitung erwähnen?

          Die Bildzeitung, die Schwarzer die Kachelmann-Prozesse dokumentieren ließ?

        • “Die Bildzeitung, die Schwarzer die Kachelmann-Prozesse dokumentieren ließ?”

          Ja. Und willst du mir ernsthaft erzählen, sie wäre Feminismus-Freundlich?

      • @kinch

        „Man kann wahrlich nicht davon sprechen, dass Somlus-Artikel keine Gegenreaktionen auslöste. Man muss nurmal hier oder beim Elitemedium lesen.“

        Es ist mir jedenfalls keine intrafeministische Kritik bekannt. Kurzzeitig gab es ja im Rahmen der Trennungen bei der Mädchnmannschaft eine kurze Diskussion darüber, aber das ging ja auch nicht sehr tief und das Ergebnis war auch keine Diskussionskultur, sondern ein gelegentliches Angiften und ansonsten anscheinend eher ein nicht mehr miteinander reden.

    • „Das ist kein Feminismus-spezifisches Problem. Das Spezielle am Feminismus ist nur, dass es organisiert und medial-gestützt vonstatten geht. “

      Doch, es ist ein Problem des Feminismus!
      Der Feminismus meint dafür eine „wissenschaftliche“ Begründung zu haben!
      Und Femis denken an nix anderes, glauben
      nix anderes.

      Die Spinner die Männer wegen langen
      Haaren angehen, haben solch ein Verhalten
      nicht als Lebensinhalt, es sei denn es sind
      Nazispinner.

      • @DdBz

        Die Spinner die Männer wegen langen
        Haaren angehen, haben solch ein Verhalten
        nicht als Lebensinhalt, es sei denn es sind
        Nazispinner.

        Ich verbuche das unter falscher Ort zur falschen Zeit.
        Alles eine Sache der Kommunikation. Manchmal reicht es nicht aus, sich als Fremder in einem andern Umfeld „höflich“ zu verhalten. Egal ob Landeidisse oder Femi-Schuppen.
        Da jeder unter höflich was anderes versteht. Wie bei Hund und Katze. Wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt, heißt das „Ich freue mich und bin wohlgesinnt“ – wenn die Katze mit dem Schwanz wedelt: „Hau ab! Ich verpass Dir gleich eine“. Wenn es möglich ist, meidet man halt ein Revier, das nicht passt.

  15. Belästigung auf der Straße, der alltägliche Sexismus, der unaufhörliche Strom von Blicken und Bemerkungen, die offenen Hosenställe

    Was starrt die Männern auch ständig auf den Schwanz?

  16. Zitat somlu (via Christian, s.o.):

    *Bei einer anderen Gelegenheit ließ meine beste Freundin ihr Essen zurück gehen, weil die Erzählung von irgendwas am Nachbartisch, getragen von einer lauten und sonoren männlichen Stimme, ihr den Appetit verdarb. Ich weiß nicht mehr worum es ging, nur dass es eklig war. Während sie das Essen zurück gehen ließ, empfahl sie der Bedienung sich das Geld dafür am Nachbartisch zu holen. Sie sagte es laut, dass der Nachbartisch es auch mitbekam und es gab eine riesen Diskussion. Wenn ich mich recht erinnere, endete es tatsächlich damit, dass der Typ das Essen meiner Freundin bezahlte.*

    Vielleicht war es bereits die „sonore, männliche Stimme“, die feministische Empfindsamkeiten getriggert hat?

    Ich meine, so ganz ohne Triggerwarnung eine „sonore, männliche Stimme“ hören, das kann einem gestandenen Alphamädchen schon auf den Magen schlagen.

    In diesen Kreisen scheint ja eine Art Kontaktallergie zu bestehen gegenüber allem Männlichen.

    Der Verdacht drängt sich jedenfalls auf, wenn eine Alexandra Cohen auf „Indymedia“, einem linksextremen Blog, konstatiert (damit den „bürgerlichen“ Feminismus attackierend, den Frau Cohen kritisiert aus klassisch-marxistischer Perspektive):

    * In der Tat, auch in der Linken wird oft nicht mehr zwischen dem Flirt und sexistischer Anmache oder gar sexueller Gewalt differenziert. Voll wird dabei die bürgerliche Sexismus-Debatte nachvollzogen. Im Ortsverband München Süd der „Linken“ wurde ein Mann ausgegrenzt, weil seine Stimme dunkel und kraftvoll war. Sonst gab es kein einziges Argument gegen ihn.*

    Quelle (via Arne Hoffmann entdeckt):

    http://de.indymedia.org/2013/02/341128.shtml

    Und Arne Hoffmanns Beitrag, dem ich diesen Hinweis verdanke, findet sich hier:

    http://genderama.blogspot.de/2013/02/indymedia-sozialistische-kritik-der.html

  17. @ Kinch

    Sag mal, habe ich das richtig verstanden?
    Du hast nur das geringste Verständnis,
    für SCUM der solanas?
    Und dann kannst Du Dich ernsthaft an
    der Sprache der „Maskus“ oder sonst
    einem Teilnehmer hier aufhalten?
    Wenn es denn nur die Frauen betrifft?
    Pfeift mein Schwein oder hab ich Tinnitus?
    Oder bin ich einfach nur männlich zu dumm?
    Erklär es mir. 😦

  18. Nichts ist einfacher als Jungen zu dissen … das geht doch schon in der 4. Klasse los und hört erst Ende 20 auf.
    Mal ehrlich, billiger gehts dann doch nicht oder?

  19. Christian,
    die Frage die sich mir stellt, ist ob Sie mit der Auswahl, von abseitigen, individuellen Problematisierungen, naiv wie Sie sind, irgendwelchen Erkenntnisgewinn erwarten?

    • @Paul

      Ja, verspreche ich mir. Und zwar darüber, zu welchem Denken die unkritische Anwendung radikaler feministischer Ideen führen kann. In diesem Fall zB zu dem Gefühl, dass Männer eine Art Gruppenschuld tragen, aufgrund der man einzelnen Mitgliedern ruhig mal einfach so einen überbraten kann, auch wenn sie nichts gemacht haben

      Ich darf darauf hinweisen, dass Kommentare sachlich und höflich formuliert sein sollen.

    • @ Bombastu

      Du hast versäumt, Dir die neunschwänzige Katze über den Rücken zu ziehen und dann Dein selbstgebügeltes Büßerhemdchen überzustreifen.

      Als Mann.

      Somit hast Du bewiesen, dass Du zu den Unbußfertigen gehörst.

      Dir ihrer Privilegien und Sünden gegenüber Frauen nicht eingedenk sind.

      Denen es an Schuldbewusstsein und darum an reuiger Wiedergutmachungsbereitschaft mangelt.

      Darum konntest Du der Ehre einer Freischaltung auf einem Alphamädchen-Blog („Weil ich ein Mähähähädchen bin!“) nicht teilhaftig werden.

      Trag es wie ein echter Kerl!

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