Die Pille danach ohne Rezept

Auf dem relativ jungen feministischen Blog „kleiner Drei“ (also <3, ein stilisiertes Herz) geht es in einem Beitrag  um die Pille danach und dabei um die Frage, ob diese Rezeptfrei vergeben werden sollte:

Argument ist, dass die Pille eben schnell genommen werden sollte, möglichst innerhalb von 72 Stunden, bei bestimmten Pillen auch mehr, aber um so schneller, um so besser und das Verfahren daher möglichst unbürokratisch gehandhabt werden sollte. Gerade der Fall in den katholischen Krankenhäusern, die eine entsprechende Vergabe ablehnten, zeige, dass Frauen Steine in den Weg gelegt werden könnten.

Mit einer Abtreibung (meine Position zur Abtreibung hatte ich bereits dargestellt) hat es aus meiner Sicht nichts zu tun, wie sich auch an der in der Wikipedia dargestellten Wirkungsweise zeigt:

ls Hauptwirkung der Pille danach wird in der medizinischen Fachliteratur die Verhinderung des Eisprungs (Ovulation) angegeben, also die ovulationshemmende Wirkung. Sollte sich die Wirkung darauf beschränken, könnte sie keine Schwangerschaft verhindern, wenn der Geschlechtsverkehr unmittelbar nach dem Eisprung erfolgt oder wenn die Pille danach erst nach dem Eisprung eingenommen wird. Der Eisprung ist die Voraussetzung für eine Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium.[2][3] Die Reifung der Eizelle und der Eisprung werden durch Hormone gesteuert. Ein sprunghafter Anstieg der Konzentration des Luteinisierenden Hormons (LH) im Blut löst ca. 14 bis 16 Tage vor der nächsten Menstruation den Eisprung aus. Hormone aus der Gruppe der Gestagene hemmen die Ausschüttung von LH. Levonorgestrel – der Wirkstoff der Pille danach – ist ein künstlich hergestelltes Gestagen, das gezielt die LH-Ausschüttung und damit den Eisprung verhindert. Neben der Wirkung auf den Eisprung wurde experimentell eine Verminderung der Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit von Spermien durch die Wirkstoffe festgestellt. Die Gabe von Levonorgestrel führt zu einer verminderten Zahl von Spermien in der Gebärmutter. Levonorgestrel bewirkt, dass das Sekret der Drüsen der Gebärmutterschleimhaut weniger sauer wird (der pH-Wert des Sekretes erhöht sich), was eine verminderte Beweglichkeit der Spermien zur Folge hat. Daneben bewirkt Levonorgestrel ein zäheres Sekret des Gebärmutterhalses. Infolge dessen wird die Wanderung weiterer Spermien aus der Vagina in die Gebärmutter unwahrscheinlicher.[2] Ob Levonorgestrel die Einnistung (Nidation) befruchteter Eizellen in die Gebärmutterschleimhaut hemmt, ist wissenschaftlich umstritten. Direkte Hinweise für eine solche Nidationshemmung existieren nicht. Für indirekte Hinweise, wie beispielsweise Veränderungen der Struktur und Funktion der Gebärmutterschleimhaut durch die Gabe der Pille danach, die möglicherweise die Einnistung der befruchteten Eizelle verhindern könnten, existieren sowohl bestätigende als auch verneinende Untersuchungen. Insgesamt werden solche Effekte, die nach Befruchtung der Eizelle stattfinden können (post-fertilization effects), als wenig relevant für die empfängnisverhütende Wirkung der Pille danach angesehen. Diskutiert wird, ob die Fehlschläge der postkoitalen Schwangerschaftsverhütung darauf zurückzuführen sind, dass die Pille danach möglicherweise keinen Einfluss auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle hat[2]. Wissenschaftlich gesichert ist, dass Levonorgestrel wirkungslos ist, wenn sich die befruchtete Eizelle bereits in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat. Die irrtümlich zu späte Einnahme von Levonorgestrel wirkt sich nicht negativ auf bereits bestehende Schwangerschaften aus.

Was die katholische Kirche genau gegen die Pille danach hat würde mich insoweit interessieren.

Meiner Meinung nach kann eine Verschreibungspflicht in diesem Fall nur auf medizinische Gründe gestützt werden: Wenn starke Nebenwirkungen eine Einnahme gefährlich mache, dann wäre eine vorherige ärztliche Beratung und Untersuchung geboten.

Zu den Nebenwirkungen schreibt die Wikipedia:

Sehr häufig (bei über 10 %) auftretende, unerwünschte Wirkungen nach Einnahme von Levonorgestrel sind Übelkeit, Kopfschmerzen und Unterbauchschmerzen. Unabhängig von der Menstruation können Blutungen auftreten (Zwischenblutungen). Die nachfolgende Menstruationsblutung kann verspätet einsetzen. Bei Erbrechen bis zu drei Stunden nach Einnahme der Pille danach wird eine erneute Einnahme von Levonorgestrel empfohlen. Übelkeit und Erbrechen können mit Metoclopramid behandelt werden.[3] Auch nach der Gabe von Ulipristal sind die häufigsten Nebenwirkungen Unterleibsschmerzen, Menstruationsstörungen, Übelkeit und Kopfschmerzen. Frauen mit einem Risiko für Eileiterentzündungen, Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften müssen mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt klären, ob die „Pille danach“ als Notfallverhütung für sie in Frage kommt.[6]

Also schon einiges, aber alles weit weniger gravierende Folgen als eine Schwangerschaft. Aber anscheinend auch nicht ganz ohne.

Ich selbst hatte schon zweimal Frauen nach einem geplatzten Kondom ins Krankenhaus begleitet für die entsprechende Untersuchung (es war spät und Wochenende und so war der Notdienst organisiert) und soweit ich es mitbekommen habe fragt die zuständige Ärztin zunächst relativ genervt nach der letzten Periode um dann auszurechnen, ob überhaupt eine Chance auf eine Schwangerschaft besteht. Hatten wir beide natürlich auch als erstes ausgerechnet, wäre ja eine schöne Lösung gewesen. Ihre Genervtheit und ihre Reaktion als die Rechnung dann auf fruchtbare Tage kam legte für mich aber nahe, dass das Ergebnis sonst häufig anders ist und insofern durch die Beratung einiges an „Pillen danach“ gespart wird.

Die jeweiligen Frauen bestätigten mir, dass die Pille danach auch recht gut „reinhaut“, es war wohl jedenfalls kein Vergnügen.

Für mich war der Einsatz der Pille danach alternativlos. Weder wollte sie noch wollte ich zu diesem Zeitpunkt ein Kind. Ich hätte insofern nichts dagegen gehabt sie auch einfach so zu kaufen, wir hatten ja schon gerechnet.

Die Praxis, die Pille rezeptfrei abzugeben, scheint im Rest von Europa recht umfassend praktiziert zu werden. Die Wikipedia dazu>

Europa

In 28 europäischen Ländern ist Levonorgestrel zur postkoitalen Empfängnisverhütung ohne Rezept erhältlich.[8] Hingegen ist das innerhalb von fünf Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr anwendbare und seit 2009 in den Ländern der EU zugelassene Ulipristal verschreibungspflichtig.

Österreich 

Ab 2005 waren Bestrebungen im Gange, Levonorgestrel als Pille danach rezeptfrei zugänglich zu machen. Übergangsweise existierte eine „Notfallregelung“ auf Länderebene, so dass in den östlichen Bundesländern die Apotheker im freien Ermessen das Präparat auch ohne Rezept aushändigen durften.

Am 18. Dezember 2009 wurde ein Bescheid erlassen, der die Pille danach mit sofortiger Wirkung rezeptfrei erwerbbar machte.[9] Während sich im Jahre 2007 die Grünen und die SPÖ eindeutig für eine Liberalisierung ausgesprochen haben, war die FPÖ gegen die Aufhebung der Rezeptpflicht und die ÖVP ohne klare Stellung. Ein Streitpunkt war, dass durch die Aufgabe der Rezeptpflicht auch das Werbeverbot entfallen würde.[10][11]

Schweiz [Bearbeiten]

In der Schweiz ist die Pille danach seit November 2002 als einzelne Tablette zu 1,5 mg Levonorgestrel rezeptfrei[12] erhältlich. Das Arzneimittel darf ohne Rezept nur nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Apotheker abgegeben werden.

Deutschland

Die Pille danach ist und war in Deutschland immer verschreibungspflichtig. Obwohl sich der zuständige Ausschuss des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2004 dafür ausgesprochen hat, die Pille danach auf der Basis des Hormons Levonorgestrel aus der Rezeptpflicht zu entlassen, wurde die Abgaberegelung nicht geändert. Um die Rezeptpflicht aufzuheben, müsste eine entsprechende Vorlage des Bundesministeriums für Gesundheit durch den Bundesrat verabschiedet werden. In den Jahren 2004 und 2005 wurde das Bundesministerium für Gesundheit in dieser Frage nicht aktiv. In der großen Koalition (2005–2009) war diese Änderung nicht Bestandteil des Koalitionsvertrages. Eine weitere Diskussion mit gleichem Ergebnis wurde im März 2012 in Saarlouis-Wallerfangen geführt.[8]

Pro familia startete im Mai 2012 die Kampagne „Pannenhilfe nach 6“ mit dem Ziel, die „Pille danach“ rezeptfrei zu machen.[13] In einem offenen Brief sprechen sich der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) eindeutig gegen die Rezepfreiheit von Levonorgestrel aus.[14]

Im Januar 2013 kam es in Köln zu einem Vorfall, der ein großes Echo in Medien und Politik fand und ein Schlaglicht darauf warf, dass bis heute katholische Krankenhäuser und Kliniken die ‚Pille danach‘ nicht verschreiben – und zwar auch nicht an Opfer einer Vergewaltigung. [15] [16] [17]

Andere europäische Länder

In Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Großbritannien und Nordirland, Island, Lettland, Litauen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Türkei, den Niederlanden, Norwegen [18], Frankreich (seit Mitte der neunziger Jahre), Luxemburg (seit 2005) ist Levonorgestrel zur postkoitalen Empfängnisverhütung in Apotheken rezeptfrei erhältlich. [19]

In Großbritannien und Frankreich werden diese Präparate in Schulen bei Bedarf an Schülerinnen abgegeben.

In Italien ist Levonorgestrel als Pille danach rezeptpflichtig.

USA 

Die Pille danach mit dem Arzneistoff Levonorgestrel ist in den USA seit April 2009, nach einer richterlichen Anweisung an die FDA, für Frauen ab 17 Jahren rezeptfrei abzugeben.[20] Für jüngere Frauen ist sie verschreibungspflichtig.

Das klingt ja doch, als wären wir mit der Praxis relativ allein. Die Fachleute scheinen ebenfalls dafür zu sein. Sicherlich wäre damit eine Verlegung der Beratung auf die Apotheken verbunden, aber in Zeiten des Internets scheint mir eine Ermittlung der fruchtbaren Tage auch nicht mehr so schwierig.

112 Gedanken zu “Die Pille danach ohne Rezept

  1. „Was die katholische Kirche genau gegen die Pille danach hat würde mich insoweit interessieren.”

    Vielleicht ist das nicht so bekannt, aber die katholische Kirche lehnt (fast) jeden nicht-reproduktiven Sex ab und damit natürlich auch jedes Verhütungsmittel.

  2. En passant…wo ist denn eigentlich das Problem.
    Manfrausiees bekommt außer vielleicht in manchen katholischen Kliniken in Deutschland jederzeit problemlos ein Rezept für die „Pille danach“, die Wirkdauer ist gesichert bis 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr. Inquisitorische Fragen durch den Arzt sind nicht zu befürchten.
    Ärztlicher Notdienst…nichtkatholische Krankenhausambulanz…Frauenarzt…Hausarzt….

    Dass ein potentiell mit schwerwiegenden Nebenwirkungen befrachtetes Medikament ohne Rezept einfach so über den Tresen gereicht werden soll, erscheint mir im Zeitalter der Pharmakophobie kurios. Sonst werden doch jedem Kopfschmerzmittel genozidale Potentiale angedichtet. Wenn´s ums Vögeln ohne Schwangerschaftsrisiko geht, gelten andere Maßstäbe?

    • @Ratloser

      „Wenn´s ums Vögeln ohne Schwangerschaftsrisiko geht, gelten andere Maßstäbe?“

      Natürlich gelten da andere Maßstäbe, weil es eben keinen anderen Weg gibt und eine Schwangerschaft ja nun nicht gerade eine Kleinigkeit ist.

      Hier ist der Gedanke hinter der Rezeptfreiheit vermutlich, dass man eben die Hemmschwelle möglichst absenkt und man nicht noch eine ärztliche Untersuchung verlangt, weil es einen Intimbereich betrifft.

      Sicherlich ist ein Arztbesuch für viele keine große Hürde. Für andere vielleicht schon.

      • Nun ja…keine Situation, wo es (für die Frau) um Leben oder Tod geht, oder?

        Die Verordnung von Sedativa, Antidepressiva, Prostatika, erektionssteigernden Mitteln, Antibiotika gegen Chlamydien und Syphilis etc. betreffen auch die Intimität eines Menschen…soll´s die dann auch rezeptfrei geben? Sollte man nicht auch konsequenterweise die Pille rezeptfrei abgeben?

        Die wenigsten, die die Pille danach nehmen, nehmen sie wegen eines Verhütungsunfalls. Die meisten, weil sie bedröhnt einen ONS hatten. Führte permissive Abgabe von Antikonzeptiva nicht vieleicht auch zu noch risikoreicherem Sexualverhalten bei Jugendlichen?

        • @ratloser,

          „Die meisten, weil sie bedröhnt einen ONS hatten.“

          Und auf welche repräsentative Untersuchung stützt du diese Aussage? Zu einem ONS gehören übrigens immer zwei. Nur mit dem Unterschied, dass die Frau sich irgendwie die Pille danach organisieren muss.

          „Führte permissive Abgabe von Antikonzeptiva nicht vieleicht auch zu noch risikoreicherem Sexualverhalten bei Jugendlichen?“

          Mag sein, aber diesen Effekt würde ich eher auf die Antibabypille schieben. (Jugendliche haben ihr erstes Mal übrigens später als noch vor einigen Jahren // Studie Jugendsexualität)

        • @ratloser

          Sie betreffen sie aber auf andere Weise als eine Schwangerschaft. Bei Sedativen und Antidepressiva sehe ich einen wesentlich höheren Beratungsbedarf, auch wegen möglicher Nebenwirkungen, ebenso bei Prostatika. Erektionssteigernde Mittel haben üblicherweise auch nicht die gleichen schwerwiegenden Folgen, wenn man sie nicht innerhalb von 72 Stunden nimmt (es sinkt sogar die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft), Antibiotika sollte man schon wegen der bei übertriebenen Einsatz schneller eintretenden Resistenz nicht zu stark unter das Volk werfen.

          „Die wenigsten, die die Pille danach nehmen, nehmen sie wegen eines Verhütungsunfalls. Die meisten, weil sie bedröhnt einen ONS hatten.“

          Und? Sollen sie deswegen mit einer Schwangerschaft bestraft werden? Warum ist eine schlechte Verhütung bei einem bedröhnten ONS kein „Verhütungsunfall?“

          „Führte permissive Abgabe von Antikonzeptiva nicht vieleicht auch zu noch risikoreicherem Sexualverhalten bei Jugendlichen?“

          Du meinst man sollte sie es auf die harte Weise lernen lassen, mit einem Kind einer Jugendlichen, die sich nicht traut zum Arzt zu gehen und einfach hofft, dass nichts passiert?
          Nach Schilderungen von Frauen ist die Pille danach nichts, was man sich einfach so mal reinwirft. Man merkt die Nebenwirkungen anscheinend durchaus, auch wenn das von Frau zu Frau varieren mag.

        • *Die wenigsten, die die Pille danach nehmen, nehmen sie wegen eines Verhütungsunfalls. Die meisten, weil sie bedröhnt einen ONS hatten. Führte permissive Abgabe von Antikonzeptiva nicht vieleicht auch zu noch risikoreicherem Sexualverhalten bei Jugendlichen?*

          Ich halte eine restriktivere Handhabung für ineffektiv.
          Man könnte an Tankstellen doch ein Komasaufpaket anbieten. Alkopops, ordentlicher Schnaps und die Pille danach.

          Oder ein Fach an jedem Zigarettenautomaten für die Pille danach reservieren?
          Rauchen ist eh schädlich für Schwangere. Convenience contraceptiva.

          Nur Pragmatismus bringt uns weiter.

        • @christian

          Ich bin bestimmt kein Abtreibungsgegner der irgend einen Damm brechen möchte oder irgendwen aufs Glatteis führen will.

          Mich stört an der Thematik dass hier zwanghaft Männern ein Schuldgefühl vermittelt werden soll und ihnen mehr Verantwortung als angemessen in die Schuhe geschoben werden soll.

          Frauen sollen von mir aus alle 3 Tage die Pille danach prophylaktisch nehmen, natürlich Eigenverantwortlich für die gesundheitlichen Risiken, das ist dann halt der Streitpunkt. Gesundheitspolitik ist eben staatlich, unsere Medizin kollektiv Finanziert.

          Und wie ist es denn praktisch?

          Eine Frau der hier ein „Missgeschick“ passiert ist hat bestimmt kein Problem die Pille danach innerhalb von ein paar Stunden zu bekommen, ohne „peinliche“ Fragen und Untersuchungen bei einem Frauenarzt der sie noch religiös bekehren will.

          Google hilft.
          http://www.lona24.de/Pille-danach

          Oder Einfach schon mal einen Vorrat anlegen?
          Spontaner Ausflug nach Amsterdam?

          Das schlimmste was ihr passiert wird sein dass sie sich ein paar Tage richtig scheiße fühlt wegen der Nebenwirkungen.

          Dass hier zwanghaft den Männern ein Schuldgefühl ankonstruiert werden soll nervt mich halt.

        • *Wo siehst du das Ankonstruieren eines Schuldgefühls bei Männern?*

          Wie ich sagte:

          Die Frau stellt sich als Opfer eines im Extremfall katholisch sektierenden Arztes dar der peinliche Fragen stellt und peinliche Untersuchungen macht, sie unnötig belehrt und ihr evtl. sogar das Medikament verweigert.

          • @Borat

            Das Verhalten des Arztes ist ja auch mist. Da würde ich mich auch aufregen.

            Habe es übrigens gerade mal nachgeschlagen:
            Eines der Krankenhäuser, in dem ich mit einer Frau war, war sogar katholisch. Haben die Pille danach dennoch verschrieben.
            Hätten die da Ärger gemacht, dann hätte ich mich extrem aufgeregt. Dann sollen die eben keine Notdienste übernehmen, aber dann entgeht ihn wahrscheinlich auch wieder Geld.

      • *Das Verhalten des Arztes ist ja auch mist. Da würde ich mich auch aufregen.*

        Das muss nicht sein.

        Frankfurt(Main)Hbf Mi, 30.01.13 ab 13:29 +0 19 ICE 124 Intercity-Express
        Amsterdam Centraal Mi, 30.01.13 an 17:26 7b

        4H Fahrzeit, 119 EUR ohne Bahncard.

        Dann noch etwas shopping in Amsterdam und keine peinlichen Fragen und Untersuchungen.

        Wenn Männer es mit ungewollter Zeugung nur so einfach (und billig!) hätten.

    • @ratloser,

      „Inquisitorische Fragen durch den Arzt sind nicht zu befürchten.“

      Stimmt so leider nicht … Bei einem geplatzten Kondom muss sich die Frau einigen Fragen aussetzen, die teilweise wenig mit dem Sachverhalt zu tun haben. Wenn sie Glück hat, begleitet sie ihr Partner. Manchmal fordert der Arzt/die Ärztin noch eine Untersuchung.

      (Im Vergleich dazu ist bspw. der Fragenkatalog verschwindend gering, wenn sich ein 14-jähriges Mädchen die Antibabypille verschreiben lassen möchte. Und diese dann 10-15 jeden Tag schluckt. Dagegen ist die kurzzeitige Einnahme von ähnlichen Hormonen von der Wirkung her eher zu vernachlässigen.)

      Da die Wirksamkeit des Medikaments mit zunehmendem Zeitabstand mit Geschlechtsverkehr zunimmt, ist eine schnelle Einnahme durchaus vorteilhaft.
      Gerade in ländlichen Gebieten kann die Erreichbarkeit von Arzt/Ärztin, Notdienst und Krankenhaus nicht immer gesichert werden, vor allem wenn kein Auto vorhanden ist.

      • *Gerade in ländlichen Gebieten kann die Erreichbarkeit von Arzt/Ärztin, Notdienst und Krankenhaus nicht immer gesichert werden, vor allem wenn kein Auto vorhanden ist.*

        Ich glaube wir brauchen pilledanach.de mit Expresskurierlieferung garantiert innerhalb 6 Stunden, deutschlandweit und diskret verpackt.

      • @julia

        „Bei einem geplatzten Kondom muss sich die Frau einigen Fragen aussetzen, die teilweise wenig mit dem Sachverhalt zu tun haben.“

        Das zumindest habe ich nicht erlebt. Nur Fragen nach dem Wann des Sex und der letzten Periode. Was wird denn da so gefragt?

        „Manchmal fordert der Arzt/die Ärztin noch eine Untersuchung“

        Bei den Malen, bei denen ich dabei war, war dies jeweils der Fall.

        • @Christian,

          „Was wird denn da so gefragt?“

          Ob Alkohol konsumiert wurde? Ob man häufiger ungeschützten Verkehr hat? Warum man denn nicht die Antibabypille nimmt? Ob man nicht weiß, wie Kondome benutzt werden? Diese ganzen indirekten Fragen, die (meiner Meinung nach) nicht sein müssen. Im Kopf herrscht sowieso kurzzeitiges Chaos und die Situation ist eh unangenehm genug. Da braucht man nicht noch einen moralinsauren Arzt.
          Aber das sind „nur“ meine Erfahrungen (teilweise mit Freundinnen).

        • @julia

          Das klingt jetzt aber ein bisschen wie ein Mann der sich den „whorst case“ (das h ist kein Scheibfehler) an Frau aussucht und danach jammert wie übel die ihm mitgespielt hat.

          Frau muss sich nicht einem moralisierenden, katholischen Sektierer ausliefern, sie kann sich auch einfach das Medikament besorgen (lassen).
          Einen Frauenarzt hat ja wohl fast jede Frau. Der wird wohl im Vorfeld schon gut gewählt, dass es nicht so ein Frauenunterdrücker ist.

          So ein Arzt fühlt sich natürlich ein bisschen Verantwortlich für die Gesundheit seiner Patienten und will auch beraten.

          Die Geschichte der weiblichen Empfängnis ist halt eine Geschichte voller Missverständnisse. Und peinlich, bei uns jedenfalls.

        • @Borat,

          der erste Absatz entzieht sich meinem Verständnis …

          „Medikament besorgen lassen“ – Funktioniert nicht solange es rezeptpflichtig ist. Da muss frau persönlich vorstellig werden.

          „Einen Frauenarzt hat ja wohl fast jede Frau“

          Gerade die Frauen, die keine Antibabypille nehmen, haben nicht zwingend einen Frauenarzt/eine Frauenärztin. Wer keine Sehschwäche hat, hat schließlich auch keinen (festen) Augenarzt/Augenärztin.

        • @julia

          *der erste Absatz entzieht sich meinem Verständnis …*

          Ich versuchte eine selbsterfüllende Prophezeiung zu beschreiben. Ein Mann der sich die schlimmstmögliche Frau aussucht um darüber zu jammern. Also jemand wie ich, bloß ohne Frau, denn die fehlt mir ja zum Glück.

          Die Analogie wäre hier eine Frau die sich den schlimmstmöglichen Frauenarzt aussucht um sich dann zu beschweren.
          Frauen haben doch auch Freundinnen, da ist doch ein Rat was einen Frauenarzt angeht bestimmt kein Ding.

          *“Medikament besorgen lassen” – Funktioniert nicht solange es rezeptpflichtig ist. Da muss frau persönlich vorstellig werden.*

          Frauen kriegen THC, Kokain, Amphetamine und was weis ich alles doch auch.
          Nach Amsterdam jedenfalls fährt man mit dem ICE in 4 Stunden für 120EUR ohne Bahncard.
          Keine Rezeptpflicht dort. Und die nette ApothekerIn dort klärt einem bestimmt gerne über Anwendung und Nebenwirkungen auf. Pille dort einnehmen, noch etwas shopping und sightseeing und zurück nach Hause.

          OK, im Leben ist nichts umsonst, auch nicht für Frauen.

  3. In der Schweiz ist die Vergabepraxis offensichtlich etwas entspannter als in Deutschland, ein Gespräch mit dem Apotheker ist aber erforderlich. „Pharmama“ hat dazu schon häufiger geschrieben:
    http://pharmama.ch/tag/pille-danach/

    Zu den Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten kann ein Apotheker sicher oft ebenso kompetent beraten wie der Notfall-Arzt, der den Patienten nicht kennt. Wenn schon über unnötige Arztbesuche diskutiert wird (Erinnerung: Das war der Grund für die Praxisgebühr), könnte man hier welche sparen. Dafür sollte man natürlich nicht vergessen, dass man Aufwand zu den Apothekern verschiebt, das kann sich ruhig im Preis der Pille wiederfinden, muss nicht unbedingt der Allgemeinheit / Krankenkasse in Rechnung gestellt werden.

    Was kostet denn so eine Pille aktuell?

    • @d.b.

      „Was kostet denn so eine Pille aktuell?“

      Knapp 20 Euro. Und keine Sorge, daran verdienen die Pharmakonzerne noch genug. (Beachtet man die Tatsache, dass es sich hier um 1-2 Tabletten, je nach Hersteller, handelt.)

      Der Allgemeinheit wird sicherlich nichts in Rechnung gestellt!

      • Selbst wenn man sorgen um die Allgemeinheit hätte: was wäre wohl Teurer für die Allgemeinheit, die Medizinischen Kosten für eine Schwangerschaft, die afaik die Versicherung zahlt, oder die 20€?

        Rein finanziell betrachtet wäre es vielleicht sogar ein Gewinn, wenns die Pille danach, wie afaik auch die normale, für Teenies auf Kassenkosten gäbe 🙂

        • @Keppla

          in dem Buch Freakonomics gab es eine Berechnung, nach der Abtreibung und sichere Verhütung auch deswegen insgesamt wesentlich billiger für die Gesellschaft sind, weil Kinder überforderter junger Mütter eher kriminell werden:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Legalized_abortion_and_crime_effect

          Steven Levitt of the University of Chicago and John Donohue of Yale University revived discussion of this claim with their 2001 paper „The Impact of Legalized Abortion on Crime“. Donohue and Levitt point to the fact that males aged 18 to 24 are most likely to commit crimes. Data indicates that crime in the United States started to decline in 1992. Donohue and Levitt suggest that the absence of unwanted children, following legalization in 1973, led to a reduction in crime 18 years later, starting in 1992 and dropping sharply in 1995. These would have been the peak crime-committing years of the unborn children.
          The authors argue that states that had abortion legalized earlier and more widespread should have the earliest reductions in crime. Donohue and Levitt’s study indicates that this indeed has happened: Alaska, California, Hawaii, New York, Oregon and Washington experienced steeper drops in crime, and had legalized abortion before Roe v. Wade. Further, states with a high abortion rate have experienced a greater reduction in crime, when corrected for factors like average income.[4] Finally, studies in Canada and Australia purport to have established a correlation between legalized abortion and overall crime reduction.[4]
          The study was criticized by various authors, including a 2001 article by John Lott and John Whitley where they argued that Donohue and Levitt assume that states which completely legalized abortion had higher abortion rates than states where abortion was only legal under certain conditions (many states allowed abortion only under certain conditions prior to Roe) and that CDC statistics do not substantiate this claim. In addition, if abortion rates cause crime rates to fall, crime rates should start to fall among the youngest people first and then gradually be seen lowering the crime rate for older and older people. In fact, they argue, the murder rates first start to fall among the oldest criminals and then the next oldest criminals and so on until it last falls among the youngest individuals. Lott and Whitley argue that if Donohue and Levitt are right that 80 percent of the drop in murder rates during the 1990s is due solely to the legalization of abortion, their results should be seen in these graphs without anything being controlled for, and that in fact the opposite is true. In addition, Lott and Whitley pointed out that using arrest rate data to proxy crime rates is flawed because arrest for murder can take place many months or even years after the crime occurred. Lott and Whitley show that using the Supplemental Homicide Report, which links murder data for when the crime occurred with later arrest rate data, reverses Donohue and Levitt’s regression results.[5]
          In 2005 Levitt published rebuttal to these criticisms in which he re-ran his numbers to address the shortcomings and variables missing from the original study. The new results are nearly identical to those of the original study. Levitt posits that any reasonable use of the data available reinforces the results of the original 2001 paper.[6]
          Later in 2005, Christopher Foote and Christopher Goetz claimed that a computer error in Levitt and Donahue’s statistical analysis lead to an artificially inflated relationship between legalized abortion and crime reduction. Once other crime-associated factors were properly controlled for, the effect of abortion on arrests was reduced by about half. Foote and Goetz also criticize Levitt and Donahue’s use of arrest totals rather than arrests per capita, which takes population size into account. Using Census Bureau population estimates, Foote and Goetz repeated the analysis using arrest rates in place of simple arrest totals, and found that the effect of abortion disappeared entirely.[7]
          Donohue and Levitt subsequently published a response to the Foote and Goetz paper.[8] The response acknowledged the mistake, but showed that with different methodology, the effect still existed.

          Fand ich auch ganz interessant.

        • Ohja, Freakonomics ist ein cooles Buch. Hatte viel spass beim Lesen. Ich hab neulich mal in einem Buchladen gesehen, dass es einen teil Zwei gibt, hast du den schon gelesen?

      • Mit „in Rechnung stellen“ meinte ich, daſs die Kosten der Beratung durch den Apotheker im Preis der Pille eingeschloſsen sein sollten und nicht dieses Produkt im Portfolio ein Zuschuſsgeschäft sein darf (das sollte natürlich für alle Medikamente gelten). Was daran die Konzerne verdienen, hat damit erstmal nichts zu tun. Da gibt es nicht wirklich einen funktionierenden Wettbewerb zur Preisbestimmung, damit wirds aber sehr off-topic.

        Es gibt aber offensichtlich keine medizinischen zwingenden Gründe, warum sowohl der Arzt (Untersuchung) als auch der Apotheker (Beratung/Abgabe) in diesem Fall beschäftigt werden müſsen.

        Ausserdem bin ich der Meinung, dass die Kosten des Medikaments nicht von der Krankenkasse bezahlt werden müssen, denn die eigentlichen Verhütungsmittel (Pille, Kondom) bezahlen sie ja auch nicht.

  4. Diejenigen, die ich kenne, die so eine Pille nahmen, waren zwar schon ziemlich genervt vom Effekt, verglichen mit diversen Katern die ich bei ihnen gesehen habe, wirkte es aber schon vergleichbar, und Alkohol kriegt man auch ab 16 ohne Rezept, die normale Wirkung ist deshalb kein Argument.

    Auch eventuelle Nebenwirkungen würde ich, wenn sie nicht auf „fällt tot um“ oder „verliert einen Finger“ rauslaufen für nicht sooo relevant halten: wenn sie auftreten, kann man ja immer noch zum Arzt. Sofern es also nicht mögliche, bleibende, Nebenwirkungen gibt, sehe ich da auch kein Argument.

    Angesichts der „Katerwirkung“ denke ich nicht, dass irgendwer sie als „normales“ Verhütungsmittel nutzen würde. Ich meine, spätestens nach dem zweiten mal Kotzen fragt sich doch jede Nichtmasochistin, warum sie sich nicht die Sorte Pille holt, von der man nicht Kotzt. Auch hier kein Argument.

    Dass Beratung vielleicht einigen das unangenehme Erlebnis ersparen würde (fruchtbare Tage) mag stimmen, scheint mir aber vorgeschoben. Ich hab bei der normalen Pille schon mehrfach erlebt, dass die Frauen – trotz der vorgeschriebenen Beratung – den Beipackzettel weniger gut kannten als ich. Scheint also nicht so viel zu bringen, bzw: man sollte vielleicht generell etwas Awareness dafür schaffen, das man, bevor man Medikamente nimmt, wenigstens die Betriebsanleitung überfliegt. Also: auch kein Argument, eher die falsche Baustelle.

    Insgesammt sehe ich keine vernünftige Begründung für eine Beschränkung.

    • @keppla

      „Dass Beratung vielleicht einigen das unangenehme Erlebnis ersparen würde (fruchtbare Tage) mag stimmen, scheint mir aber vorgeschoben.“

      Ich finde es auch nicht überzeugend.

      Interessieren würde mich aber, warum genau die vollständige Untersuchung erfolgt. Hat das eher Abrechnungsgründe gegenüber der Krankenkasse oder was genau überprüft der Arzt?

      „Ich hab bei der normalen Pille schon mehrfach erlebt, dass die Frauen – trotz der vorgeschriebenen Beratung – den Beipackzettel weniger gut kannten als ich.“

      Ja, das Gefühl hatte ich auch schon häufiger. Aber ich interessiere mich natürlich auch gerade für diesen Bereich.

      • @Christian,

        „Interessieren würde mich aber, warum genau die vollständige Untersuchung erfolgt.“

        Das positivste Szenario wäre ja, dass der Arzt/die Ärztin möglicherweise auf Spuren einer Vergewaltigung hin untersucht.

        Aber der Einsatz gynäkologischer Untersuchungen folgt (meines Erfahrung nach) keiner rational nachvollziehbaren Logik. Die Elemente Ultraschall von außen, Ultraschall von innen, Abtasten der Eierstöcke/Gebärmutter, Abstrich, Brust abtasten, Urinprobe, rektale Untersuchung werde je nach Belieben kombiniert.

        • Das ist ein interessanter Aspekt…bei Geschlechtsverkehr muss frau natürlich als erstes an eine Vergewaltigung denken, vor allem wenn die Frau, die die Pille danach haben will, davon nicht selber berichtet.

          Könnte man nicht einführen, dass jede Frau, deren Gynäkologe einen positiven Schwangerschaftstest feststellt, eine Zwangsberatung von Wildwasser bekommt?

          Sex + crime…eine gerade für angeborene Sexisten wie mich sehr stimulierende Mischung…in welchem Milieu lebst Du denn?

        • @ratloser,

          Ich finde es nicht abwegig, bei einem „Verhütungsunfall“ auch den Punkt einer möglichen Vergewaltigung abzuklopfen.

          (Und bitte, belade mich nicht mit irgendwelchen Klischees à la „in welchem Milieu lebst Du denn?“ Das mit der Vergewaltigung war eine völlig wertneutrale Aussage von mir.)

        • Ich finde es ziemlich abwegig, bei einem Verhütungsunfall automatisch nach einer Vergewaltigung zu fragen.

          Sollte auch jede Frau, die wegen Scheidenpilz zum Arzt geht, nach einer Vergewaltigung befragt werden?

          Warum nicht gleich den Manpain, der die Frau zum Arzt begleitet, fragen, ob er der Vergewaltiger ist?

        • Der Pilz unterscheidet sich von der Schwangerschaft dadurch, dass er kaum eine Folge der Vergewaltigung sein dürfte.

          Und bzgl der Abgwegigkeit mal eine Analogie zu einem weniger polarisierenden Beispiel: wenn ein Kind mit einer Gehirnerschütterung oder Vergleichbaren in einer Notaufnahme landet, wird der Arzt auch überprüfen, ob das ganze nach Misshandlung oder Unfall aussieht. Und das ganz ohne wildgewordene Jugendämter.

        • Ok…das Beispiel war nicht wirklich gut…nehmen wir Clamydien! 🙂

          Würdet Ihr jede Frau mit einer Chlamydieninfektion fragen, ob sie vergewaltigt worden ist? STD´s sind nach Vergewaltigungen übrigens wesentlich häufiger als Schwangerschaften.

        • @ratloser,

          „Würdet Ihr jede Frau mit einer Chlamydieninfektion fragen, ob sie vergewaltigt worden ist?“

          Ich (als Arzt) würde fragen, ob sie ungeschützten Verkehr hatte. Denn in diesem Falle sollte dem Mann bescheid gegeben werden, damit er auch behandelt werden kann.
          Sicherlich könnte man noch fragen, ob der Verkehr einvernehmlich geschah oder auch ob der mangelnde Schutz ein einmaliges Versehen war.

          Was stört dich denn daran, wenn bei einer „Pille danach“-Untersuchung das Thema Vergewaltigung angesprochen wird? Das hat doch auch nichts mit einem Generalverdacht gegen Männer zu tun? (Analog zum Beispiel von Keppla …)

        • Dass die Frau ihrem/n Sexualpartner(n) von den Chlamydien erzählen sollte, sehe ich auch, klar.

          Mich irritiert die Assoziation Geschlechtsverkehr-Vergewaltigung (vorausgesetzt, die Frau hat kein blaues Auge und ist psychisch unauffällig). Zumal vorher die angeblich sowieso schon unangenehme Gesprächssituation thematisiert wurde.

          Ich könnte mir vorstellen, dass die allermeisten Frauen irritiert darüber wären, anläßlich der Vorstellung für ein RP für die Pille danach auf eine mögliche Vergewaltigung angesprochen zu werden.

          Als Partner würde ich mich „bedanken“.

        • Die Assoziation ist hier nicht „Geschlechtsverkehr/Vergewaltigung“ sondern „ungeschützter Geschlechtsverkehr/Vergewaltigung“, was ja schon einen ausnahmencharakter hat. Und ja, auch von den Fällen dürften die meisten eher ungeschickte Teenies sein, ebenso wie die mehrzahl der Fälle beim Kinderartz die Kinder sein dürften, die vom Baum gefallen sind.
          Gucken schadet trotzdem nicht, und aufmerksam zu sein ist imho auch was ganz anderes als die Hysterie, die du befürchtest.

        • Ah…UNgeschützter Geschlechtsverkehr…ok…das k a n n fast nur eine Vergewaltigung gewesen sein…außer ein Teeni ist aus Versehen auf den Schwanz gefallen…die „Pille danach“-Parties, an denen ich beteiligt war oder die man mir erzählte, spielten sich fast ausschließlich im Milieu mittedreißigjähriger Akademikerinnen ab. Wenn Du die beim Gang zum Pillefassen gefragt hättest, ob sie „vergewaltigt“ worden seien, hättest Du eine gute Tagesform gebraucht.

          Die Analogie zwischen Arztkontakt wegen Verhütungsunfall einer erwachsenen kommunikationsfähigen Frau und wegen Verletzungen eines Kindes nach angegebem Sturz vom Baum ist suppi..ich merks mir.

          „Gucken schadet nicht“..wusste auch schon Brüderle..ich schau zuerst übrigens immer auf den Hintern…der sagt mehr als tausend Worte…

          Wer fürsorgliche Aufmerksamkeit mit paranoiden Frauenopferfantasien verwechselt, sollte besser nicht in Gesundheitsberufen arbeiten.

        • @ratloser,

          „die “Pille danach”-Parties, an denen ich beteiligt war oder die man mir erzählte, spielten sich fast ausschließlich im Milieu mittedreißigjähriger Akademikerinnen ab“

          Ich unterstelle dir jetzt auch mal, dass du dich eher selten auf Tenny-Partys (14 bis 22) sehen lässt … ?

        • Ah…UNgeschützter Geschlechtsverkehr…ok…das k a n n fast nur eine Vergewaltigung gewesen sein

          Es gibt zwei Möglichkeiten:

          Entweder du warst echt nicht in der Lage zu erkennen, das in meinem Post wörtlich das exakte gegenteil steht. In diesem Fall macht die Diskussion keinen Sinn, weil „versteht Aussagesätze“ einfach eine Grundvoraussetzung ist.

          Oder, du willst es nicht sehen, weil du deine Position nicht korrigieren willst, aber auch keine Argumente liefern kannst (der Rest deines Posts enthält keine). Dann macht die Diskussion ebensowenig Sinn wie die mit Alice Schwarzer darüber, dass Männer nicht Schuld an allem sind.

          In beiden Fällen schadest du denen, die sich für Männerrechte einsetzen, indem du sie als wahrgenommener Gleichgesinnter Lächerlich machst.

          Lege mal deine Paranoia ab. Du musst mich nicht davon überzeugen, dass kaum ein Mann ein Vergewaltiger ist. Nicht jeder, der mit dir einer Meinung ist, will Schwarzer for Kanzler.

      • @Christian

        Bei mir war’s weniger großes interesse, ich hab den Zettel mit meiner Holden gelesen, und offensichtlich besser als meine kleine Schwester, die die gleiche Pille hatte.

        Bzgl den Gründen: vielleicht ist das auch mehr so ein „ich bin nicht schuld“-Ding: die Untersuchung wird mglw gemacht, damit man später im Zweifelsfall sagen kann, dass man nicht fahrlässig war.

        @Julia
        das mit der Vergewaltigung wäre ein Argument, da sollte man imho aber vorsichtig sein. Optimalerweise würde das Opfer natürlich Psychologische hilfe bekommen, direkt die Spuren sichern, anzeige erstatten, aber realistisch hat es erstmal Angst. Und wenn es dann die Pille danach nur mit der Konsequenz der Aufdeckung gibt, besteht imho die Gefahr, dass es dann komplett auf die Pille verzichtet, was die Situation nicht verbessert.

        Vor einer ähnlichen Situation standen afaik mal Seelsorgetelefone: ob sie jede Straftat anzeigen müssten. Afaik war der Konsens unter den Leuten vom Fach, dass das aus den obigen Gründen eine schlechte Idee wäre.

  5. Also wenn man sich die Kinderzahl der deutschen Frau ohne Migrationshintergrund ansieht und dann noch betrachtet wie problematisch gerade die Jungen in der Bildung sind (10% bekommen Ritalin), scheint mir eine Uterusresektion für die karrierebewusste Frau eine interessante Option.

  6. Was ich mich schon gefragt habe, ob bei rezeptfreier Vergabe der „Pille danach“ nicht die Gefahr besteht, dass sie anderen Frauen untergeschoben wird, um einen Schwangerschaftsabbruch herbeizuführen.

    Bekloppte könnten ja auf die Idee kommen, Frauen die Pille unwissend zu verabreichen. Ich sehe auf jeden Fall die Gefahr des Missbrauchs.

    Kann die „Pille danach“ eigentlich in überdosierter Form auch nach einem längeren Zeitraum als 72 Stunden zu einem Schwangerschaftsabbruch führen? Das würde die Missbrauchsgefahr bzw. die Gefahr, dass sie Frauen untergejubelt wird noch weiter erhöhen.

    Kennt sich da jemand aus?

    • *Was ich mich schon gefragt habe, ob bei rezeptfreier Vergabe der “Pille danach” nicht die Gefahr besteht, dass sie anderen Frauen untergeschoben wird, um einen Schwangerschaftsabbruch herbeizuführen.*

      Spricht da eine Frau die anderen Frauen eine Schwangerschaft neidet?

      *Bekloppte könnten ja auf die Idee kommen, Frauen die Pille unwissend zu verabreichen. Ich sehe auf jeden Fall die Gefahr des Missbrauchs.*

      K.O.-Tropfen in Kombination mit der Pille danach, für erlebnisreiche aber folgenarme, ungeschützte närrische Tage?

      *Kann die “Pille danach” eigentlich in überdosierter Form auch nach einem längeren Zeitraum als 72 Stunden zu einem Schwangerschaftsabbruch führen? Das würde die Missbrauchsgefahr bzw. die Gefahr, dass sie Frauen untergejubelt wird noch weiter erhöhen.*

      Sicher eine Frage der Dosis, Tod ist auch eine Nebenwirkung.

    • Die Frage ist, ob es sich bei der Pille danach um Substanzen handelt, die aufgrund der Einschätzung der Arzneibehörde für gewöhnlich als verschreibungspflichtig deklariert werden.

      Da es sich um hochdosierte Hormonpräparate handelt, ist das zweifellos der Fall.

      Wenn man anfängt, je nach Interessenlage und Zeitgeist pharmakologisch entsprechende Substanzen mal verschreibungspflichtig zu machen und mal von der Verschreibungspflicht auszunehmen, sollte sich jeder seine Pillen gleich bei EDEKA abholen können.

      Über Schikanen bei der Bitte um Verordnung der Pille danach habe ich persönlich noch nie gehört…weder von Frauen, die sie sich verschrieben liessen, noch von Ärzten, die sie verordneten. Aber das ist natürlich keine „Doppel Blint“-Studie! 😉

    • Man könnte schauen, ob es Erfahrungen in anderen Ländern gibt.

      Warum sollte man einer Frau die Pille danach unterjubeln? Um eine bereits festgestellte Schwangerschaft zu beenden?

      Wenn man das unbedingt will, wäre die Rezeptpflichtigkeit keine allzu große Hürde.

    • @Zara,

      „Kann die “Pille danach” eigentlich in überdosierter Form auch nach einem längeren Zeitraum als 72 Stunden zu einem Schwangerschaftsabbruch führen?“

      Diese Missbrauchsgefahr besteht bei anderen Hormonpräparaten auch. Soweit ich weiß, können bspw. auch einige Antibabypillen (in überdosierter Form) als „Pille danach“ missbraucht werden.
      (Ich bin vor längerer Zeit mal auf eine Website gestoßen, die diese Anleitung in allen Sprachen anbot. Für Frauen in Ländern, die keinen Zugang zu Notfallverhütung haben.)

      Rechnet man jedoch die Nebenwirkungen einer missbrauchten „Pille danach“ gegen eine Abtreibung auf … Tendiert die Entscheidung wohl zur Abtreibung.

  7. Spricht da eine Frau die anderen Frauen eine Schwangerschaft neidet?
    —-
    Wie kommst du darauf?

    K.O.-Tropfen in Kombination mit der Pille danach, für erlebnisreiche aber folgenarme, ungeschützte närrische Tage?

    So in etwa. Du hast es verstanden, Glückwunsch.

  8. Interessant, dass weder im Artikel, noch in den Kommentaren auf das jüngst so prominente Beispiel mit den katholischen Kliniken en detail eingegangen wird.

    Da war nämlich das Problem nicht, dass die Frau einfach keine Pille Danach bekam, weil die Katholiken das halt scheiße finden und sie halt in ein anderes Krankenhaus fahren musste, sondern weil bei ihr Verdacht auf Vergewaltigung bestand und sie die Pille TROTZDEM nicht bekam.
    Das sollte bei diesem Fall schon dazu erwähnt werden.

        • @Robin

          „ACH!!“

          Was genau willst du jetzt eigentlich hören? Ich habe deutlich gemacht, dass ich das verurteile und eh dafür bin, dass die Pille rezeptfrei wird. Ein kleines Standbein dieses evolutionär ausgerichteten Blogs ist Atheismus und damit auch die Sinnlosigkeit religiöser Regeln. Mehr fällt mir dazu auch nicht wirklich ein: Natürlich ist es rückständig und verantwortungslos aufgrund dieser Regeln eine medizinisch akzeptierte und notwendige Prozedur abzulehnen, die kaum einen Eingriff bedeutet.

          Du scheinst es als Skandal anzusehen, dass ich den Skandal nur kurz erwähnt habe.

          Du scheinst damit eine Art unter den Tisch kehren zu verbinden. Nur warum sollte ich Fehlverhalten einer Religionsgemeinschaft unter den Tisch kehren?
          Oder verbindest du damit ein unter den Tisch kehren von patriarchischen Umständen in dieser Gesellschaft? Das Verhalten ist wohl einhellig auf Missbilligung gestoßen und hat aus meiner Sicht eher Kritik an der katholischen Kirche angestoßen, ich sehe es insofern nicht als Ausdruck eines in der Gesellschaft verbreiteten Machtkampfes zwischen Mann und Frau.

          Aber natürlich freue ich mich, wenn du insofern neue Aspekte zu einem Artikel einbringst. Vielleicht magst du einfach mal konkret anführen, welches Thema genau du dazu diskutieren möchtest, dann müssen andere Kommentatoren nicht mehr raten und wir können in der Sache weitermachen.

    • Katholiken setzen halt Prioritäten: Auf der einen Seite haben wir Zellhaufen, auf der anderen einen lebenden Menschen in Not. Ist doch keine Frage, was da wichtiger ist.

    • Interessant, dass weder im Artikel, noch in den Kommentaren auf das jüngst so prominente Beispiel mit den katholischen Kliniken en detail eingegangen wird.

      Die Männer hier sind eben schlecht.

    • Ich finde es auch eine ausgemachte Sauerei dass der KKK keine Neger aufnimmt.

      Auch ein Neger will Rassist sein dürfen.

      Dann hab ich diese total attraktive Frau gesehen und wollte mit ihr kopulieren, das hätte ich auch mal wieder total nötig gehabt, sie hat mich TROTZDEM ausgelacht und mir eine Prostituierte empfohlen.

      Und letzt hatte ich ganz großen Hunger und ging zur Käsetheke und wollte Emmentaler. Ich bin jetzt noch traumatisiert weil es keinen gab.

        • Wäre es nicht schön, wenn die Politik Vorgaben machte: Nur jemand, der umfassend kompetent ist, darf als Elektriker arbeiten. Der staatlich verpflichtete Notar muss jedermanns Aufträge annehmen. Der Rechtsanwalt muss auch den schmierigen Kinderfreund verteidigen. „Krankenhaus“ darf ein Laden nur heißen, wenn er das volle Angebot leisten kann und will… mehr noch als bei den vorgenannten Beispielen kommt das Geld da schließlich aus öffentlichen Taschen.

          Ausserdem hat man in manchen Gegenden keine andere Wahl, als in ein katholisches Krankenhaus zu gehen. Ehrlich gesagt stört mich der über der Tür hängende Balkenbewohner in meiner Religionsfreiheit, der ist aber nicht verhandelbar (in der hiesigen Uniklinik hängen die auch, die Patienten dürfen sie aber abhängen… anders herum fände ich noch ok).

          Ceterum censeo… dass die Kirchen in D viel zu viel Einfluss haben. Vielleicht erledigt sich das im Lauf der Zeit, wenn deren Mitgliederbasis in höhere homöopathische Potenzen aufsteigt, nur werde ich das wohl nicht mehr selbst erleben.

          • Der Rechtsanwalt muss auch den schmierigen Kinderfreund verteidigen. “Krankenhaus” darf ein Laden nur heißen, wenn er das volle Angebot leisten kann und will… mehr noch als bei den vorgenannten Beispielen kommt das Geld da schließlich aus öffentlichen Taschen.

            Der Rechtsanwalt darf natürlich Mandanten abweisen, er muss es sogar, wenn er sich als voreingenommen gegen dieses Mandat erachtet.

            Krankenhäuser hingegen sind eingeplanter Teil der öffentlichen Infrastruktur, d.h. der Arzt der sich von seiner Überzeugung her nicht in der Lage sieht, das volle Angebot zu leisten müsste – wie der Rechtsanwalt, der dem Kindesmißbraucher aufgrund seiner Haltung keine rechtsstaatliche Verteidigung gewährleisten kann – solche Jobs ablehnen.

            Was hier stattfindet ist ein ziemlich grober Vertrauensmißbrauch, sowohl gegenüber der Öffentlichkeit als auch gegenüber der Patientin.

        • Ich kann einfach nicht verstehen warum vor allem Frauen sich so daran hochziehen wollen.

          Es gibt immer irgendwas „Ungerechtes“.

          In diesem Beispiel ist es doch ein leichtes diese (subjektive) Ungerechtigkeit zu vermeiden.
          Einfach ein anderer Notdienst des Krankenhauses im nächsten größeren Ort und alles ist Prima.
          Üblicherweise passieren die „Unfälle“ ja Nachts.
          Bei den 72 Stunden wird man selten einen Notdienst brauchen, der eigene Frauenarzt des Vertrauens macht das bestimmt.

          Die katholische Kirche hat doch eh schon genug gelitten mit den den ganzen „Missbrauchsskandalen“, lassen wir sie einfach in Ruhe (sterben).

          Frauen rühmen sich doch immer mit ihrer Emanzipation, ihrer Selbstständigkeit, mit ihrer Power. Aber in einen anderen Notdienst zu gehen weil der „katholische“ einem nicht wohl gesonnen ist geht nicht?

    • Ich glaube, das Thema war so präsent in den letzten Tagen, dass fast jeder Leser auf die Idee kam, den Zusammenhang zu diesem Blogeintrag selbst herzustellen.

      Die meisten Kommentatoren hier stehen der katholischen Gedankenwelt nicht sonderlich nah – Meister Roslin hält bewundernswert verständnisvoll die Fahne hoch, wenn alle anderen auf die Kirche einprügeln – und doch war offensichtlich anderes inhaltlich wichtiger als ein weiterer Tritt in die Magengrube der am Boden liegenden (wenn Du schon jemanden treten willst, ist das am einfachsten, wenn er am Boden liegt).

      Wäre die Pille danach rezeptfrei erhältlich gewesen: Die Kölner Situation hätte gar nicht entstehen können. Es dürfte einfacher sein, die Gesetzeslage anzupassen, als den moralischen Kompass der Altherrenriege einzunorden.

      Was ziehst Du denn jetzt für Schlüſse daraus, dass hier nicht zuallererst gegen „die Kirche“ gewettert wurde?

        • Wirfst Du jetzt allen Kommentatoren und dem Bloginhaber hier vor, dass sie die katholische Kirche nicht sofort unter Beschuss genommen haben, oder was willst Du hier aussagen?

          Übrigens wäre es nett, wenn Du inhaltliche Kritik üben würdest, die über „Unsinn“ hinaus geht. Du bist der Meinung, der Skandal hätte sofort dazu geschrieben werden müssen, ich bin (offensichtlich wie andere hier) der Meinung, dass man ihn gar nicht verpasst haben kann und man über andere Aspekte interessant diskutieren kann. Du hast die Gelegenheit genutzt, noch einmal auf den Fall hinzuweisen – gut, in Ordnung, dafür ist die Kommentarfunktion da.

          Inwiefern genau ist jetzt relevant, dass du eine Frau bist? Wo hat man dir jetzt ungerechtfertigt widersprochen oder die Goldwaage ausgepackt? Und wo wäre das nicht geschehen, wenn Du den selben Beitrag unter dem Namen „Nick“ oder „Julia Aurelie“ oder „Benno“ geschrieben hättest?

          Findest Du es schlimm, auf deinen Beitrag gleich mehrere Antworten bekommen zu haben? Könnte das daran liegen, dass Du eine leicht provokante Ausdrucksweise gewählt hast, ein Beitrag in etwas gesetzteren Worten wäre einfach untergegangen?

        • *Schreibt hier eine Frau, wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt,*

          Wie schön dass Männern so was nie passiert, vor allem beim Thema „Sexismus“.

  9. „…Gerade der Fall in den katholischen Krankenhäusern, die eine entsprechende Vergabe ablehnten, zeige, dass Frauen Steine in den Weg gelegt werden könnten…..“

    nur zur info

    „… Die diensthabende Ärztin, „die sich zwischen mehreren Geburten befand“, habe empfohlen, „ein städtisches Haus aufzusuchen, das der anonymen Spurensicherung angeschlossen ist“. Denn sonst hätte die Patientin im Fall von „Anzeichen dieser Gewalttat“ „ihre Geschichte in einem anderen Krankenhaus“ noch „ein drittes Mal erzählen müssen“. Doch sei dies der diensthabenden Gynäkologin als „eine zu große Belastung für die Frau“ erschienen….“

    http://www.kath.net/detail.php?id=39796

    und noch einmal zur pille danach

    „….Wenn nach einer Vergewaltigung ein Präparat, dessen Wirkprinzip die Verhinderung einer Zeugung ist, mit der Absicht eingesetzt wird, die Befruchtung zu verhindern, dann ist dies aus meiner Sicht vertretbar.

    Wenn ein Präparat, dessen Wirkprinzip die Nidationshemmung ist, mit der Absicht eingesetzt wird, die Einnistung der bereits befruchteten Eizelle zu verhindern, ist das nach wie vor nicht vertretbar, weil damit der befruchteten Eizelle, der der Schutz der Menschenwürde zukommt, die Lebensgrundlage aktiv entzogen wird…..“

    http://www.kath.net/detail.php?id=39903

  10. Pingback: Der Test: Bin ich ein Feminist? « Alles Evolution

  11. Was ich grundsätzlich etwas lächerlich finde ist das thema mit den nebenwirkungen. wenn ich in die apotheke gehe und mir z.b. ibuprofen kaufe, dann sieht die liste der nebenwirkungen wesentlich gruseliger aus. und es IST aufgabe der apotheker, alles um medikamenteneinnahme zu vermitteln, sogar mehr als die der ärzte.

    • @erzählmirnix

      Das die Pille danach zumindest in den mir bekannten Fällen recht gut reingehauen hat hatte ich ja bereits geschildert. Allerdings spricht das ja zusätzlich dagegen, dass die Leute sie einfach so nehmen. Wäre interessant, ob es da Untersuchungen in Ländern gibt, in denen die Pille bereits frei verkäuflich ist.

      Allerdings scheint ja auch ansonsten kein großer Schaden einzutreten.

      • Ich hatte sie einmal vor 10 Jahren genommen und gar keine Nebenwirkungen. Trotzdem würde ich so eine massive Hormondosis nicht zum Spaß einnehmen. Ich kenne auch sonst keine Frau, die das tun würde. Klar liegt der Gedanke nahe, mit der Pille Danach zu verhüten, aber bei entsprechender Aufklärung (Höhere Unsicherheit, massiv hohe Hormondosis) macht das wohl keine 🙂

        • Nachtrag: Und wenn doch… ja tschuldigung, aber man kann mit ALLEN Medis Unsinn anstellen. Es sagt ja auch keiner was, wenn jemand frei verkäufliche Schmerzmittel überdosiert und seine Leber schädigt oder eine Essgestrte Abführmittel missbraucht. Dass es solche Fälle gibt wird ja auch nicht mit der Konsequenz bestraft, dass sie keiner mehr nehmen darf ohne Rezept. Ich halte es schon für merkwürdig, dass ausgerechnet bei der Pille Danach plötzlich die paar unverantwortlichen Nutzer DER Grund schlechthin sind, wohingegen bei allen anderen frei verkäuflichen Medikamenten eine „Tja, Idioten gibts immer!“ Haltung vorherrscht.

        • @erzählmirnix

          Das ist natürlich keine wissenschaftliche Quelle, mir ist aber aufgefallen, dass hier in vielen Beiträgen „Plan B“, die amerikanische „pille danach“ doch recht häufig auftaucht

          http://www.textsfromlastnight.com/search?q=plan%20b

          „Klar liegt der Gedanke nahe, mit der Pille Danach zu verhüten, aber bei entsprechender Aufklärung (Höhere Unsicherheit, massiv hohe Hormondosis) macht das wohl keine“

          Wenn man weiß, dass es für einen keine Nebenwirkungen hat aber die Pille und massiver Alkohol sich auch nicht so vertragen steigt vielleicht die Bereitschaft.
          Wie gesagt, ich bin durchaus für die Rezeptfreiheit, mich würde aber interessieren, wie der Verbrauch steigt.

          • Was hast du denn gegen „Plan B“? Ich finde das sehr sinnig. Plan C wäre ann doch offenbar Abtreibung und das will nun wirklich keiner. Plan A sind Kondome, aber auch die können ja, wie du weißt, mal versagen.

          • @erzählmirnix

            Ich habe gar nichts dagegen. Der Name ist durchaus nett gewählt. . Bei mir entstand beim lesen aufgrund der Häufigkeit nur der Eindruck, dass es dort wesentlich häufiger eingesetzt wird. Ich würde gern wissen, ob das dem Medium geschuldet ist, man damit nur kokettiert, sie aber zurückhaltender nimmt oder ob dort tatsächlich ein laxerer Umgang damit vorhanden ist, quasi als „Zusatzverhütung“ oder ob man sich mehr darauf verläßt, weil man zB weiß, dass man noch ne Pille davon zuhause hat.

        • „..dass ausgerechnet bei der Pille Danach plötzlich die paar unverantwortlichen Nutzer..“

          Man könnte sich das so denken, daß eine Frau die die Pille Danach braucht doch schon damit gezeigt hat, daß sie unverantwortlich ist …

          • (Natürlich nur die Frau, denn der Mann hat ja nichts damit zu tun)
            So gesehen verbieten wir doch einfach alle Medikamente… du hast Schmerzen und willst ein Schmerzmittel? Tja, das zeigt doch, dass du nicht gut genug auf deinen Körper aufgepasst hast, nicht?

            Oder du willst ein Abführmittel? Wie verantwortungslos von dir, nicht rechtzeitig genug Ballaststoffe gegessen zu haben.

            Ich meine hey, wenn man gut genug auf seinen Körper aufpasst, dann passiert dem auch nichts. Und wenn doch, dann hast du nicht gut genug aufgepasst. Pech gehabt.

        • @emn

          Das mit der Pille Danach rezeptfrei hatten wir beide schonmal. Ich stimme Dir ja zu! (Da hast Du mich überzeugen können.)

          Ich wollte nur auf einen Angriffspunkt hinweisen.

          Deine Gegenargumente sind keine, denn die Schmerz und sonstigen Pillen gibts im Zweifen noch auf Rezept. 🙂

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