Selbermach Samstag XVII

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

130 Gedanken zu “Selbermach Samstag XVII

  1. Vor einigen Tagen fragte Adrian den gar nicht so ratlosen Ratlosen, der eine Feminisierung unserer Kultur als Dekadenzphänomen benannte, worin sich das denn festmachen ließe.

    Hier ein Beispiel für eine ungute Feminisierung unserer (Wissens-)Kultur.

    (Gibt auch eine ungute Maskulinisierung der Kultur, die das Weibliche an den Rand drängt – ein Vorgang, der meiner Ansicht nach im 19. Jhdt. stattfand, kulminierend in den beiden Weltkriegen des 20.Jhdts.)

    Prof. Kenneth Westhues, ein Soziologe (!), der Mobbingfälle im akademischen Milieu vor allem Kanadas untersuchte, sieht in 2 verschiedenen Diskursstilen einen wesentlichen Grund für das, was mir als McCarthyismus von Links aufstößt.

    Er kategorisiert sie als den modernen gegenüber dem postmodernen Stil des Diskurses (längerer Text in Englisch):

    http://www.avoiceformen.com/miscellaneous/contrasting-modern-and-post-modern-discourse/

    Diese Wende in die Postmoderne (Postrationalität, Postempirie, in den wunschdenkenden Gender-Bender-Sozialkonstruktivismus) scheint mir ein Beispiel für Verweiblichung.

    Ich sehe den modernen als den eher „männlicheren“, rationaleren Denk-und Diskursstil an, den postmodernen als den eher „weiblicheren“,der häufiger dazu neigt, Sachaussagen mit Gefühlen aufzuladen und dann sofort moralisch zu werten („Das ist gut – das MUSS wahr sein!. Das ist böse – das MUSS falsch sein!! Wer Dinge sagt, die mich verletzen/beleidigen, kann nicht die Wahrheit sagen, der ist ein böser Mensch, DER MUSS WEG ODER WENIGSTENS DAS MAUL HALTEN!!!“).

    Klischees sind ja im Kern wahr, Frauen also weniger objektiv, häufiger irrational-emotional in ihrem Verhalten/Urteilen, im Schnitt.

    Das prägt mittlerweile unsere akademische Landschaft, gilt weithin als Tugend, als „weibliche“ Qualität des Denkens, tut aber dem Erkenntnisgewinn nicht gut.

    Das Umsichgreifen des postmodernen Hexerjagd – und Verdächtigungsdiskurses an den Hochschulen, ist in meinen Augen somit ein Symptom ihrer ideologischen Verweiblichung, der Schaffung männlichkeitsfeindlicher Biotope, in denen weibliches Verhalten belohnt, männliches abgestraft wird, in denen auch zunehmend das Medienprinzip gilt: „Nichts Gutes über Männer, nichts Schlechtes über Frauen!“

    Wobei nicht wichtig ist, was wahr sein könnte, was nicht.

    Das spielt keine Rolle.

    Wichtig ist, was beleidigen könnte.

    Streichelzoogruppen, die anerkannten geohrmarkten Opfergruppen des Systems, dürfen nicht beleidigt werden, schon gar nicht durch unschmeichelhafte Wahrheiten.

    Weiße heterosexuelle Jungen/Männer dagegen sehr wohl.

    Mit Wissenschaft hat dieser postmoderne Diskurs daher nicht viel zu tun.

    Mit Psychotherapie für geplagte Seelen schon mehr.

    Wissenschaft, die den Namen verdient, hat sich nur um sauber ermittelte empirische Evidenz zu bemühen und um logische Schlussfolgerungen aus derselben.

    Höflichkeit und Schmeichelei sowie politische Rücksichtnahmen nebst finanzieller Erwägungen gehören nicht auf ihren Programmzettel, dominieren dort aber mittlerweile, in den korrumpierten, ideologisch verweiblichten Geisteswissenschaften weithin.

      • Vielleicht ist Dekadenz das falsche Wort oder zumindest nicht zu 100 % der richtige Begriff.

        Aber es stimmt doch, was Roslin da über Wissenschaft & Medien schreibt.

      • @ Adrian

        Ich nenne eine Gesellschaft dekadent, die nicht mehr in der Lage ist, die Grundbedingungen ihrer Existenz zu sichern, die aus der Substanz lebt.

        Das ist der Fall.

        Wir konsumieren mehr als wir produzieren, verschulden uns, finanziell, demographisch, ökologisch.

        • @ Adrian

          *Dann geh halt los, pflanz Dich fort und rette unserer Zivilisation.*

          Dazu müsste ich erst mal der Überzeugung sein, dass da noch etwas zu retten ist.

          Das bin ich leider nur an sehr hellen Tagen.

          Normalerweise lautet meine Prognose: infaust.

    • Vor einigen Tagen fragte Adrian den gar nicht so ratlosen Ratlosen, der eine Feminisierung unserer Kultur als Dekadenzphänomen benannte, worin sich das denn festmachen ließe.

      Ob es mit „Feminisierung“ richtig gelabelt ist, lass ich mal dahingestellt. Treffender wäre es, diese Entwicklung als Resultat feministischen Einflusses zu bezeichnen, was nicht dasselbe ist wie eine Feminisierung. Daran haben Männer ihren Anteil, und zwar nicht zu knapp!
      Typisch für diese Infantilisierung nicht zuletzt auch des politischen Diksurses ist der Fall Brüderle. Ein klitzekleines Skandälchen (wahrscheinlich ist es nicht mal das) wird aufgebauscht, bis es als Beweis der globalen Unterdrückung der Frau durch den Mann, der rape culture, des allgegenwärtigen Sexismus und was weiss der Teufel was noch herhalten muss. Kurz zusammengefasst: Klatsch und Tratsch als Politik – das Private ist politisch oder jeder Klatsch und Tratsch ist politisch.
      Daran sind nicht zuletzt auch die Männer schuld. Wenn jeder infantile Schwachsinn hochgejubelt wird, nur weil er mit dem Etikett „feministisch“ antritt (Slutwalk, Pussy-Riot, Femen, Riot-Grrrllzz etc.), dann braucht Mann sich nicht zu wundern.

      • @ Peter

        * Daran haben Männer ihren Anteil, und zwar nicht zu knapp!*

        Ja natürlich.

        Es gibt eine Minderheit „weiblicher“ Männer und „männlicher“ Frauen und auch der männlichste Mann hat weibliche Qualitäten, auch die weiblichste Frau männliche.

        Es geht nicht um Schwarz und Weiß, 0 oder 1, sondern immer nur um ein Mehr oder Weniger.

        Man ist gut beraten, in Frieden und Freude mit seinen jeweiligen „gegengeschlechtlichen“ Persönlichkeitsanteilen zu leben, damit’s eine runde Sache wird.

        Die „weiblichen“ Männer sehen sich nun, den Zeitgeist im Rücken, als neue Avantgarde und glauben, alle Männer könnten und sollten so werden, wie sie sind (analoges gilt für die „männlichen“ Frauen).

        Sie irren sich.

        Die Mehrheit der Männer kann und will nicht „weiblich“ werden (analoges gilt für Frauen).

        Und die Mehrheit der Männer will auch weibliche Frauen begehren und lieben so wie die Mehrheit der Frauen männliche Männer.

        Raewyn Connell wird eine Ausnahme bleiben.

        Eine unfruchtbare.

        • Eure Kritik ist berechtigt, Eure Analyse nicht.

          „Wenn jeder infantile Schwachsinn hochgejubelt wird, nur weil er mit dem Etikett “feministisch” antritt“

          Falsch. Denn das Etikett heißt „weiblich“, nicht „feministisch.“

          „Und die Mehrheit der Männer will auch weibliche Frauen begehren und lieben so wie die Mehrheit der Frauen männliche Männer.“

          Eben. Und genau deshalb ist der Feminismus so erfolgreich. Weil er die Instinktpositionen der Menschen anspricht:

          Mann = stark, für alles verantwortlich, Selektionsmasse, letzendlich also austauschbar

          Frau = emotional, schwach, beschützenswert, es wert auf Händen getragen zu werden.

          Männer betrachten sich selbst als minderwertig, sie sind es die Gesetze erlassen, dass nur Männer in den Krieg ziehen dürfen, als letzte bei Schiffsunglücken gerettet werden etc pp., und sie sidn es auch, die darauf bestehen, dass ein Mann „seinen Mann stehen muss“, was letzendlich ja nichts anderes heißt, als Verantwortung für sich und andere, einschließlich der Frau zu übernehmen. Während man über Frauen ja nichts schlechtes sagen darf, man darf sie nicht wie einen Mann behandeln, sie muss behutsamer angefasst werden, man hört ihr zu, zahlt die Rechnungen und hält ihr die Tür auf.

          Männer haben diese Regeln erfunden und spielen sie mit und jeder Mann der darauf besteht, dass Frauen wieder „weiblicher“ werden müssten, sagt im Prinzip nichts anderes, als dass er weiter „ausgebeutet“ werden will, eben weil er für ales verantwortlich zeichnet.

          Ihr wollt weibliche Frauen? Schön! Dann beschwert Euch aber nicht, dass ihr Feminismus bekommt. Denn Feminismus ist genau das: Weiblichkeit als Klischee.

        • Männer haben diese Regeln erfunden und spielen sie mit und jeder Mann der darauf besteht, dass Frauen wieder “weiblicher” werden müssten, sagt im Prinzip nichts anderes, als dass er weiter “ausgebeutet” werden will, eben weil er für ales verantwortlich zeichnet.

          Männer haben sie aber keineswegs alleine erfunden. Die Frauenbewegungen des 19. Jahrhunderts waren ziemlich erfolgreich, gerade auch was Vorstellungen zu Sexualität anbelangt.

          (Es mag ja z.B. sein, dass es heute mehr homophobe Männer als Frauen gibt, im 19. sah die Welt ganz anders aus: Alles übler männlicher Lasterhaftigkeit geschuldet. Quellen kannste haben)

        • „Männer haben sie aber keineswegs alleine erfunden.“

          Ihr habt dem nichts entgegengesetzt. Ihr spielt mit. Ihr kriecht vor jeder Frau, die euch einen hübschen Augenaufschlag zeigt. Ihr fühlt euch schuldig weil Ihr Titten geil findet. Ihr bezahlt Rechnungen und tretet dafür ein, dass Frauen zu Hause bleiben, während ihr arbeiten geht. Und gleichzeitig seid ihr für die Quote, weil ihr der Meinung seid, dass Frauen es alleien nicht können, dass sie in „eurer Männerwelt“ Hilfe brauchen. Ihr springt über jedes Stöckchen das frau euch hinhält.

          Wenn ihr Eier hättet, würdet Ihr einen Schlampenmarsch damit kontern, eine eigene Demo zu organisieren mit Plakaten auf denen steht: „Wir wollen Titten!“

        • Ihr habt dem nichts entgegengesetzt. Ihr spielt mit. Ihr kriecht vor jeder Frau, die euch einen hübschen Augenaufschlag zeigt. Ihr fühlt euch schuldig weil Ihr Titten geil findet. Ihr bezahlt Rechnungen und tretet dafür ein, dass Frauen zu Hause bleiben, während ihr arbeiten geht. Und gleichzeitig seid ihr für die Quote, weil ihr der Meinung seid, dass Frauen es alleien nicht können, dass sie in “eurer Männerwelt” Hilfe brauchen. Ihr springt über jedes Stöckchen das frau euch hinhält.

          Ganz meine meinung, d.h es trifft auf zu viele Männer zu. Genau deshalb ist die Männerbewegung (gibts die überhaupt ausserhalb des Virtuellen?) nicht erfolgreich. Wenn die Schwulenbewegung Erfolg hatte, dann wahrsxcheinlich deshalb, weil der Leidensdruck so gross wurde, dass Mann sich aufraffte und zu kämpfen begann. Der Leidensdruck scheint immer noch zu gering zu sein, als dass sich auch eine genügend grosse Zahl von Männern endlich von der Frauenpämperung verabschieden würde und ihre eigenen Interessen verfolgen würde.

          Übrigens (OT), das dürfte Dich interessieren:
          http://bazonline.ch/ausland/europa/Russland-will-HomosexuellenPropaganda-verbieten/story/24200583

        • „(gibts die überhaupt ausserhalb des Virtuellen?)“

          Nein.

          „Übrigens (OT), das dürfte Dich interessieren:“

          Danke, kenn ich schon. Ist ja schon seit Monaten geplant.
          Im Übrigen wird der öffentlich wahrgenommen Teil der Männerbewegung (WGvdL-Forum) darüber jubeln.

        • Wenn ihr Eier hättet, würdet Ihr einen Schlampenmarsch damit kontern, eine eigene Demo zu organisieren mit Plakaten auf denen steht: “Wir wollen Titten!”

          Gute Idee, eigentlich 😀

        • Falsch. Denn das Etikett heißt “weiblich”, nicht “feministisch.”

          Feministen tun so, als sei das alles ein- und dasselbe. das sehe ich aber nicht so, ganz und gar nicht.

        • @ Adrian

          Femininismus ist Weiblichkeit in verzogener, verwöhnter, korrumpierter Form, Anspruchsdenken einer konsumistischen Weiblichkeit, deren Narzissmus zur Konsumgesellschaft passt wie Arsch auf Eimer.

        • Vielleicht wäre es produktiv, wenn man Adrians Hinweis („Ihr habt dem nichts entgegengesetzt. Ihr spielt mit.“) mal Ernst nimmt und weiterspinnt.

          Mir geht es auch auf die Nerven, wenn sich Leute über Zustände beschweren, die sie selbst aktiv mit am Leben erhalten.

          Vielleicht sollte man sich mal etwas eingehender überlegen, was manche Männer z.B. daran hindert, inakzeptable Beziehungsangebote abzuweisen?

          Ist es nur die Unfähigkeit, bestimmte Rollenangebote klar und mit guten Gewissen abzulehnen? Fehlt vielleicht die Fähigkeit, innere Warnsignale und Hinweise wahrzunehmen? Ist es nur die Angst, beim Sex zu kurz zu kommen? (Ich habe mal in einer früheren Beziehung in einer bestimmten Phase Wert darauf gelegt – und das auch durchgezogen! -, dass Sex nicht zu dem passt, was gerade zwischen uns abgeht. Das hat klärend gewirkt. Den Ausfall haben wir später nachgeholt ;-). Manchmal muss man auch einen Preis bezahlen, wenn man Verhältnisse will, bei denen sich keine Seite über den Tisch gezogen fühlt.)

          Mit bestimmten Aktionen verstärkt man jedenfalls infantile Verhaltensweisen a la „ich kann beliebig eine Doppelmoral praktizieren weil ich ja eine Frau bin“.
          (Zum Glück kenne ich genug Frauen, die sich schlichtweg zu schade sind, so zu tun, als ob sie arme, kleine, passive Häschen in einer bösen Welt sind. Die dazu stehen, dass es auch bei scheiternden Beziehungen zwei Anteile gab – und damit auch ihren. Ich mache daran schon den Unterschied zwischen „psychisch erwachsen“ und „infantil/pubertär“ fest.)

          Da ich weibliche Personen mit einem bestimmten Verhaltensmuster konsequent aus meinem privaten Bereich raushalte, habe ich übrigens auch Probleme, die Dauerklage einiger Mitkommentatoren nachzuvollziehen, dass der Mann allein das Risiko bei Annäherungen trägt. Bei keiner meiner Liebschaften war das so. Jedes Mal hat die Gegenseite ab einem bestimmten Zeitpunkt klar Flagge gezeigt und signalisiert, dass auch aus ihrer Sicht zu unserem Kontakt mehr als Reden sehr gut passen würde.
          (Das muss natürlich nicht nur verbal laufen, es gibt ja auch recht eindeutige körpersprachliche Signale wie Distanz verringern, körperlichen Kontakt auch initiieren, in Kombination mit einem flirtenden Tonfall etc.)

          Jedenfalls: Ich fände die Diskussion spannend, wo und womit manche Männer faktisch Kollaborateure bei Zuständen sind, die sie selber beklagen. Und: Was passieren müsste (nicht zuletzt in den Köpfen), damit sich das ändert.

        • @Seitenblick:
          (Das muss natürlich nicht nur verbal laufen, es gibt ja auch recht eindeutige körpersprachliche Signale wie Distanz verringern, körperlichen Kontakt auch initiieren, in Kombination mit einem flirtenden Tonfall etc.)

          Ja, natürlich.

          Ich zitiere mal Julia:

          (Nick:) “Im Zweifel hat die Frau nie, und der Mann immer etwas falsch gemacht.”

          Das liegt (leider!) in der Natur der Sache. Ein Signal ist diffus, kommunikativ nicht fassbar und teilweise gar nicht als solches gemeint. Ein Satz (“Ich finde Sie attraktiv”) dagegen hat etwas konkretes und ist immer an eine bestimmte Person/Frau gerichtet.

          Ich zumindest klage nicht dauer, mir geht es darum dass bei einem großen Teil der #aufkreisch-Skandale Männer angeklagt werden dafür, dass sie die von ihnen zugwiesene Rolle ausführen. Frauen hingegen wird man ja für Signale nicht „Haftbar“ machen können.

          Das Einizge, was da hilft ist Konsiszenz anmahnen:

          – Entweder Frauen ändern sich, und werden über Signale hinaus aktiv, dann weiß jeder Mann dass eine nicht-aktive Frau nichts will

          – Oder Frauen müssen damit leben, dass manchmal Signale falsch verstanden werden, und ihren Teil der Verantwortung bei der Aushandlung der jeweiligen Grenzen übernehmen

          Ich mache daran schon den Unterschied zwischen „psychisch erwachsen“ und „infantil/pubertär“ fest.

          Im Privaten lässt sich das meistens gut regeln, nur haben im Moment leider die VerantwotungstotalverweigerInnen die politische Diskurshoheit.

        • @Nick:
          „Ich zumindest klage nicht dauer, mir geht es darum dass bei einem großen Teil der #aufkreisch-Skandale Männer angeklagt werden dafür, dass sie die von ihnen zugwiesene Rolle ausführen.“

          Bei meinen Überlegungen hatte ich auch nicht dich vor Augen 😉 Fand übrigens den Hinweis auf die Distanzstufen vor ein paar Tagen sehr gut und versachlichend. Da stecken ja auch Orientierungspunkte für die Praxis drin.

          Ich bin völlig deiner Meinung, dass diese Double-Bind-Kommunikation, bei der der Mann immer der Dumme ist, egal was er macht, offengelegt werden muss. Das meine ich bsw. mit „infantiles Verhalten nicht verstärken, sondern zurückweisen“.

          Mir geht es nur um Folgendes: Generell haben Menschen mehr Einfluss auf das eigene Verhalten als auf das anderer.
          Ich kann bsw. unpassendes Benehmen meines Gegenübers einfach durchgehen lassen. Damit verstärke ich es, weil ich durch so ein Hinnehmen tendenziell Akzeptanz kommuniziere.
          Ich kann aber auch bsw. nach so einem Verhalten mal kurz bemerken „Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass man mit Doppelmoral bei mir keine Pluspunkte sammelt?“. Wenn mein Gegenüber diesen Hinweis ignoriert, muss ich mich selber fragen, ob ich das mitmachen will. Oder ob ich mich an meine persönlichen Kriterien halte. Und die Betreffende deshalb verabschiede.

          Mein Eindruck ist, dass die eigenen Möglichkeiten – aus was für Gründen auch immer – manchmal nicht ausgeschöpft werden. Nur darum ging es mir.

          >Im Privaten lässt sich das meistens gut regeln, nur haben im Moment leider die VerantwotungstotalverweigerInnen die politische Diskurshoheit.

          Vielleicht kann der private Alltag zumindest begrenzte Ausstrahlung auf andere Ebenen haben? Wenn im Alltag zunehmend eine Minimalkonsistenz eingefordert wird?
          Bitte nicht als einfache Kausalität missverstehen – mir ist völlig klar, dass die Sache dadurch verkompliziert wird, dass es bei bestimmten Debatten auch um die Besitzstandswahrung einiger Gruppen geht. Für ein paar Wesen wäre es ja eine Katastrophe, wenn es zwischen den Geschlechtern besser klappt – das könnte ja ihre Stellen gefährden.

          Natürlich stellt sich zusätzlich die Frage: Wie könnte die Anforderung einer Minimalkonsistenz über den privaten Bereich hinaus im öffenlichen Diskurs verankert werden? Wie kriegt man statt #aufschrei den #no-double-bind hin?

        • @Seitenblick:

          Mein Eindruck ist, dass die eigenen Möglichkeiten – aus was für Gründen auch immer – manchmal nicht ausgeschöpft werden.

          Ja, da wirst du wohl recht haben. Ich habe recht lange für die Erkenntnis gebraucht, dass es rein gar keinen Sinn hat sich z.B. auf solche double-binds auch nur ansatzweise einzulassen. Man wächst eben damit auf, dass sowas normal sei, ein Mann der zu den „Guten“ zählt nimmt solche Anmaßungen „wie ein Mann“: „Man wird das schon händeln“, sagt man sich, „die wird sich schon einkriegen“

          Ich kann bsw. unpassendes Benehmen meines Gegenübers einfach durchgehen lassen. Damit verstärke ich es, weil ich durch so ein Hinnehmen tendenziell Akzeptanz kommuniziere.

          Das ist eben eine Frage eines gesunden Selbstwertgefühles: Bedingungen stellen. Was für einen Mann, in sexuellen/emotionalen Kontexten, in unserer Gesellschaft, oft nicht ganz leicht zu entwickeln ist. (Natürlich führt kein weg dran vorbei, Frauen wollen – wie wir alle eigentlich wissen – keinen Mann der keine Bedingungen stellt. Als Arbeitskollege/“guter Freund“ sind sie vielleicht nicht abgeneigt.) Freakshows darüber, wie ein Mann „peinlich“ oder „böse“ sein kann gibt es täglich zuhauf (->“Das Model und der Freak“, wäre sowas mit umgekehrten Geschlechterrollen auch nur denkbar?), positive Identifikationsbeispiele wenig. Insofern meine ich also: Es wird einem Mann nicht unbedingt leicht gemacht.

          Natürlich machen Männer bei sowas eifrig mit: Jeder mit wenig Selbstwertgefühl Ausgestattete ist froh, wenn er zu Abgrenzungszwecken den Zeigefinger auf „schlechtere“ Männer richten kann. Ob sich das nun auf Äußerlichkeiten, auf materielle Positioniertheiten oder eben auf den moralischen „Wert“ (Profeminismus!) bezieht ist dabei zweitrangig.

          Vielleicht kann der private Alltag zumindest begrenzte Ausstrahlung auf andere Ebenen haben? Wenn im Alltag zunehmend eine Minimalkonsistenz eingefordert wird?

          Es bedingt sich imo gegenseitig: Wenn das öffentliche Bild den double-bind vorgibt, dann wird es im Privaten schwieriger sich sowas vom Leibe zu halten. Je mehr Männer aber sich im Privaten gegen solche Anmaßungen wehren, desto schwieriger wird es, das öffentliche Bild aufrecht zu erhalten. Natürlich hat man im Privaten den meisten Spielraum etwas zu ändern, aber irgendwo muss auch zumindest ein Impuls herkommen, dass das öffentliche Bild nicht zu akzeptieren ist.

          Es hängt wohl auch stark von der Peer-Group ab: In „Bildungsbürgerlichen“ Kreisen hat das Frauen-aufs-Podest stellen eine ziemlich lange Tradition, da wird man schnell mal ausgegrenzt wenn man nicht mit #schämt/#aufschreit.

          Da kommt man dann auch zu dem Punkt:
          mir ist völlig klar, dass die Sache dadurch verkompliziert wird, dass es bei bestimmten Debatten auch um die Besitzstandswahrung einiger Gruppen geht. Für ein paar Wesen wäre es ja eine Katastrophe, wenn es zwischen den Geschlechtern besser klappt – das könnte ja ihre Stellen gefährden.

          Nach meiner Auffassung sind die Besitzstände dabei wesentlich älter als die Genderpöstchen. Das Bildungsbürgertum war schon immer existenziell auf eine Reputation als moralische Instanz angewiesen, und die Frauenbewegungen des 19. Jahrhunderts speisten sich überwiegend aus diesen Kreisen. Aus dieser Ecke kommt imo zuvörderst das, was man „tradiertes Weiblichkeitsbild“ nennt. Bei genauerer Betrachtung hat sich daran kaum etwas geändert, niemand verkitscht Weiblichkeit mehr als der Feminismus aus dieser Ecke. Letztendlich hat der #Aufschrei viel von der „social purity movement“ (die in allen westlichen Ländern recht stark war) geerbt.

          Da stellt sich eben die Frage, ob man den Spielraum überhaupt ausnutzen möchte.

          Natürlich stellt sich zusätzlich die Frage: Wie könnte die Anforderung einer Minimalkonsistenz über den privaten Bereich hinaus im öffenlichen Diskurs verankert werden? Wie kriegt man statt #aufschrei den #no-double-bind hin?

          Diese Kreise haben einen recht hohen Einfluß auf das, was als „gebildet“ und „moralisch einwandfrei“ gilt.

          Es muss eben die „progressivität“ und die moralische Glaubwürdigkeit dieser Kreise erst demontiert werden, dann fällt das männliche Interesse daran sich so zu profilieren weg. Dann wird #no-doublebind zum Selbstläufer.

          Wobei hinter vorgehaltener Hand ja schon einiges kritisiert wird. Und solche Kampagnen wie #aufschrei, bei denen alle Medien dasselbe trällern, sind auch nicht gerade förderlich für sowas wie Glaubwürdigkeit.

          Ich fürchte, da kommt ein ziemlicher Kater nach dem #aufschrei – Rausch der großen Feminismusrevolution, solche Hypes schlagen sehr oft bald ins Gegenteil um.

          So einige FeministInnen fühlen jetzt enormen Rückenwind, und werden in nächster Zeit ziemlich viel von ihrem schrägem Weltbild blicken lassen. Und eigentlich kann sie doch keiner leiden.

        • ..hier mal so ein schönes Exempel für „Ich bin aber ein viel besserer Mann als ihr alle“:

          ..
          5. Wie geht man denn korrekt vor?

          Meiner Meinung geht das recht einfach: Man stelle sich vor, man erhalte in einer ähnlichen Situation ein ähnliches Kompliment von einer nicht besonders angenehmen Person. Wird der Kontext verlassen? Wird die Beziehung neu definiert? Fühlt es sich negativ an? Falls all das nicht der Fall ist, gibt es wohl kein Problem mit dem Kompliment.

          Ich weiß nicht, ob das viele Menschen üben müssen oder ob sie es eigentlich verstehen, aber immer wieder ausblenden. Vielleicht ein letzter Hinweis: Eigentlich braucht es keine Komplimente. Es reicht meistens, Leistungen zu anerkennen sowie Interesse und Mitgefühl zu zeigen.

          http://philippe-wampfler.com/2013/01/26/komplimente-als-ubergriffe/

          Wie bescheiden..

    • Gibt es weibliche Programmierer?

      Also so richtige, die mit einer männlichen Programmiersprache wie C++11 oder sogar vielleicht auch mit nativer Maschinensprache arbeiten und nicht so einer Kinderprogrammiersprache wie Java?

      Allein schon während einem Informatikstudium muss eine Frau Höllenqualen an Sexismus und Unappetitlichkeit Ertragen von müffelnden, glatzköpfigen Nerds mit Pickeln, Brille und Wampe und mit weißen Tennissocken in ausgelatschten Sandalen die den ganzen tag Pornobilder mit ihrem Notebook anschauen und tauschen. Viele von denen haben bestimmt auch Kinderpornos. Und alle paar Wochen müssen die ihren Notebook zur Entfernung des verklebten Spermas aus der Tastatur und den USB-Buchsen bringen. Wer weiß was die mit den USB-Buchsen machen.

      Da fragst du noch?

      Frauen spielen außerdem lieber selbst ein Instrument, machen etwas kreatives, statt sich mit so einer kalten, seelenlosen Maschine abzugeben.

      • „Frauen spielen außerdem lieber selbst ein Instrument,“
        Männer auch, sogar mehr Männer als Frauen.
        Sollten Dirigenten per QUote Frauen sein?

        • *Männer auch, sogar mehr Männer als Frauen.*

          Das tun Männer doch nur sinnlos ohne Herz und Verstand, von krankhaftem Geltungsdrang wegen Versagensängsten ihres Machismo getrieben, um ihre patriarchale Hegemonie zu zelebrieren und damit Frauen einzuschüchtern und zu verhöhnen.

          *Sollten Dirigenten per QUote Frauen sein?*

          Nein, wahre Kunst kommt von Frauen, deshalb scheuen Frauen sich vor ein Ensemble zu stellen und mit Großmütiger, ja oft schon gockelhafter Gestik die Aufmerksamkeit von den wahren Künstlern, den eigentlichen Leistungsträgern, an sich zu reißen. Unverdiente Aufmerksamkeit, ja eigentlich sogar jegliche Aufmerksamkeit ist das letzte was die edelmütige Frau will, sie möchte im Verborgenen dem Wahren, Guten und dem Schönen dienen.

    • Ich glaube Audiosoftware ist die männlichste Branche überhaupt. Ich war auf vielen Conventions von Propellerheads, Native Instruments, Steinberg etc. Bei diesen Veranstaltungen sieht man fast nie auch nur eine Frau.

      Im großen und ganzen ist das nicht unangenehm, die Atmosphäre ist locker und freundlich und jeder liebt das, was er tut. Eigentlich eine tolle Branche. Ich kann jedem Jungen nur empfehlen, sich das einmal anzuschauen. Es wird gutes Geld verdient, es gibt keine Frauenförderprogramme, keine Gleichstellungsbeauftragen oder Ähnliches. Es ist auch nicht auf unangenehme Weise männlich, also keine Kraftmeierei, keine Herrenwitze etc. Ich glaube, es ist Frauen noch gar nicht aufgefallen, dass es diese Branche überhaupt gibt. Viele der anwesenden Männer sind übrigens aus Schweden.

    • Viel zeitkritisches und noch mehr digitale Signalverarbeitung, gepaart mit einer Leidenschaft für Musik – ist eh schon selten.

      Da, wo Informatik sehr technisch wird findet man generell sehr selten Frauen.

  2. Der Bestseller „The End of Men: And the Rise of Women“

    der US-amerikanischen Journalistin Hanna Rosin ist seit diesem Monat in deutscher Übersetzung erhältlich:

    Hanna Rosin – Das Ende der Männer: Und der Aufstieg der Frauen

    Ich habe es noch nicht gelesen, aber ausgehend von meinen bisherigen Recherchen bestätigen die in dem Buch dargestellten Befunde tendenziell Roslins Hypothese von der zunehmenden Exklusion von Männern aus der Gesellschaft zumindest für den US-amerikanischen Kontext.

      • Ah, sie an, wenn man vom Teuf…ähm der juten Maren spricht, ist sie nicht weit. Was ein Zufall – ich hatte Dein Posting nicht vor dem Abschicken von meinem gelesen.

      • @ Maren

        Ich bin an den Teilwahrheiten von Weltanschauungen interessiert – also sowohl an Roslins wie auch an Deiner.

        Man muss ja nicht Roslins gesamtes Weltbild übernehmen, um zu prüfen ob und inwieweit einige seiner Annahmen zutreffend sind.

        Das Thema ist für mich darüber hinaus nicht nur aus männerrechtlicher, sondern auch aus klassenkämpferischer Perspektive interessant.
        Ein zeitgemäßer freiheitlicher Sozialismus muss die Benachteiligungen und ökonomischen Problemlagen beider Geschlechter im Blick haben. Im Allgemeinen werden männliche ökonomische Problemlagen und Benachteiligungen aus heutigen linken Diskursen fast vollständig ausgeschlossen. Insofern erhoffe ich mir von Schriften wie der angegebenen diesbezüglich eine Korrektivfunktion.

        Aber keine Sorge: Das bedeutet nicht, dass ich die Frauen der Arbeiterklasse und ihre spezifischen Probleme nicht ebenfalls im Blick behalten will.

        • Das Problem, was mEn überhaupt nicht passt ist, dass es Roslin ja auch nicht unbedingt um die schnöden Männer der Arbeiterklasse geht, sondern ganz klar um „Leistungsträger“.
          (Wenn auch die Arbeitermänner immer noch mehr leisten als die Arbeiterfrauen, die ja völlig zu Recht schlecht bezahlt werden, etc. pp.)

      • @ Marenleinchen

        Vielleicht liebt’s Leszek barock?

        Kommt wieder in Mode.

        Muss auch mal wieder nach Rom, bevor auch in der Ewigen Stadt Schlampenmärsche den Maßstab und den Hosenbund verrutschen lassen.

        Der feministische Anfang ist ja gemacht:

        http://02varvara.files.wordpress.com/2013/01/00-femen-topless-protest-vatican-rome-gay-rights-13-01-13.jpg?w=1200&h=800

        Darum hier noch was Schönes, nach all dem feministischen Haschtag auf Twitter und anderswo:

        die Fontana dell‘ Acqua Felice, frisch renoviert, bloß späte Renaissance, noch recht schüchtern, ein Anfang nur, aber was für einer, die Brunnen von Rom, die barocken vor allem.

        Der römische Travertin strahlt wieder wie Marmor.

        So kenne ich sie noch nicht.

        Daneben das St. Regis (der recht gute Neurenaissancebau rechts). Außen schöner als innen (bißchen schwülstig und viel Edelkitsch, dafür sehr, sehr teuer, Dein Avatar machte darin eine gute Figur, fiele nicht weiter auf).

        In der Mitte ein eindrucksvoller Moses von Sormani.

        Ich hoffe, sie sprudeln noch lange, die Brunnen von Rom.

    • Geht in Deutschland in die gleiche Richtung, vielleicht zeitverzögert, wie so vieles, was „über den Teich“ kommt. Arne Hoffmann hat sich, soweit ich mich erinnere, ähnlich über die deutsche Gesellschaft geäußert, dass sich halt immer mehr Männer von dem Arbeits- und dem Partnermarkt zurückziehen bzw. zurückgezogen werden.

      Ja, wir Männer hier in der westlichen Welt, wir müssen aufpassen, dass wir nicht auf lange Sicht von einer femizentrischen Gesellschaft, überspitzt ausgedrückt, der Toilette heruntergesühlt werden – so wie es Maren immer argumentativ mit mir hier versucht.

    • Ich habe das beste was ich als primitiver Untermensch, der Mensch der bald überwunden sein wird, tun kann, getan.
      Ich habe keiner unserer Frauen, den neuen Menschen der Zukunft, den besseren Menschen der Welt, heimtückisch ihre Zukunftschancen verbaut in dem ich diesen ein Kind gezeugt hätte.
      Schon gar nicht habe ich sie in ihrer Selbstverwirklichung behindert und diese wie ein Pascha unterdrückerisch in einem goldenen Käfig gefangen.

      Zu recht blicken unsere Frauen, die besten Frauen der Welt, mitleidig auf Frauen aus ärmeren Ländern oder Frauen aus Parallelgesellschaften die dort in Unterdrückung leben und an Kinderbetreuung, Haus, Herd gefesselt sind und ihr wahres Potential nicht entfalten können.

      Ich habe akzeptiert dass ich schlecht bin und werde mich in meiner beschämenden Alternativlosigkeit, in meinem bemitleidenswerten Versagen nun auch mit meinen primitiven reproduktiven Zielen an diese unterdrückten Frauen wenden.
      Meine abartigen und unterdrückerischen sexuellen Bedürfnisse befriedige ich schon lange aus Rücksicht auf unsere Frauen, die besten Frauen der Welt, mit anderen Frauen denen im Leben jegliche Karriere versagt ist und die sich deswegen mit Männern wie mir abgeben müssen.

      Unsere Frauen werden sich ihr Stück des Himmels erobern und sollten mir wahrhaft dankbar sein dass ich ihnen dabei keine Steine in den Weg gelegt habe und auch bestimmt nicht werde.

      Ich bin mir trotzdem bewusst dass die Erbschuld der jahrtausende währenden Frauenunterdrückung durch meinen märtyrerhaften Dienst an unseren Frauen, den besten Frauen der Welt, noch keinesfalls abgegolten ist, doch mehr lässt meine Schlechtigkeit nicht zu, es ist der Grund aus dem das Männliche und vor allem ich überwunden werden muss.

      • Das kann man(n) wohl sagen, sehr richtig alles.

        An uns primitiven, minderwertigen, idiotischen, halben Mangelwesen soll und darf keine Frau scheitern, schon gar nicht in Sachen Karriere. Und nichts ist noch frauenfeindlicher, als mit einer Frau amourös und/oder sexuell zu interagieren, oder gar mit ihr gemeinsame Kinder zu haben, die sie zur Hausarbeit/Brutpflege bringen. Pure Unterdrückung, sowas. Schon das Anbaggern ist purer Sexismus.

        Bleibt nur der Lebensabend mit Überlänge oder gar die Selbstentsorgung (IRONIE OFF: Das ist hier KEINE Reklame für Suizid. IRONIE WIEDER ON).

        Nach der Lektüre dieses Artikels

        http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article113141634/Schwarzer-Bruederle-kein-Politiker-mit-Zukunft-mehr.html

        bin ich dafür, dass wir für Frau Himmelreich eine Schweigeminute einlegen. Was muss die arme Frau mitgemacht haben. Bestimmt leidet sie jetzt ihr ganzes Leben lang unter den Folgen. Alpträume & Flashbacks halt. Und braucht für alles ’ne Triggerwarnung.

        Und Alice Schwarzer sei tausendfach gedankt, sich so für sie einzusetzen. Was wären wir nur ohne Alice S.?

        „Das beklagte sexistische Verhalten disqualifiziert endlich auch den Mann“, schreibt sie. Da hat sie Recht. Wir Männer müssen auch ENDLICH disqualifiziert werden. Und der Schwanz muss ab. Dann kommt Frauenfreude auf – endlich wieder.

        Überhaupt: Es muss ein hartes Los sein, weiblich, knackig, jung und blond zu sein und obendrein offenbar noch über einen stattlichen Vorbau zu verfügen.

        Das ist WIRKLICHE BENACHTEILIGUNG. Vermutlich gibt es keine Sorte von Mensch, die es noch schwerer im Leben hat.

        IRONIE WIEDER OFF:

        Liebe Laura Himmelreich, dieses Posting soll nicht gegen Sie gehen, sondern gegen eine absurde Weltanschuung. Und das, was Sie (vermutlich nur auf Anordnung eines Vorgesetzten) durch Ihren Artikel losgetreten haben, halte ich einfach nur für eine Kampagne gegen einen Politiker. Sollte es Ihnen wider Erwarten wirklich um Sexismus gegangen sein, mache ich Sie darauf aufmerksam, dass Sexismus etwas ist, was mit HASS zu tun hat, wie Rassismus. Wenn jemand das andere Geschlecht HASST, ist das Sexismus. Nicht, wenn jemand das andere Geschlecht anbaggert, das ist kein Hass, sondern Begierde. Etwas völlig anderes, egal, wie dilletantisch angegraben wurde und ob der Mann nur Sex oder mehr wollte. Und so sehr ich dagegen bin, dass Frauen sexuell ausgenutzt und dann weggeworfen werden, oder auf unangenehme Art angebaggert werden, bin ich auch dagegen, einen Begriff wie „Sexismus“ derart inflationär zu gebrauchen, wie es derzeit hinsichtlich der Sache zwischen Ihnen und Herrn Brüderle geschieht. Er hasst sie nicht, oder hat sie zumindest damals nicht gehasst. Und eine Frau, die viel angebaggert wird, teils dann eben auch auf unangenehme Art, hat dadurch zwar auch Nachteile, aber eben auch eine große Macht auf dem Partnermarkt – und das ist keine Benachteiligung. Oder wollen Sie etwa mit den männlichen Altersgenossen, von denen viel mehr als unter den gleichaltrigen Damen vom anderen geschlecht noch unberührt sind, tauschen? Angebaggert werden Sie dann nicht mehr, das ist dann aber auch alles.

        Alles, was ich geschrieben habe, fällt unter „meiner Meinung nach“.

        • Oh, sorry,meine Herren , in dem von mir verlinkten Artikel ist eine ziemlich bekannte Feministin mit erhobenen Zeigefinger zu sehen. Das rechtfertigt meiner Meinung nach nicht nur eine TRIGGERWARNUNG, sondern macht sie UNUMGÄNGLICH!!!

        • Also als Frau kann man ohne viel Qualifikation recht leicht berühmt & bekannt werden – voll benachteiligt eben.

          Ich muss auf Google nur „Lau“ eingeben, und schon schlägt der mir „Laura Himmelreich“ vor. Das müsste vor wenigen Tagen noch anders gewesen sein. Die Lauchsuppe jedenfalls, die auch vorgeschlagen wird, könnte eine echte, kulinarische Empfehlung sein.

          P. S.: Alles fällt unter „meiner Meing nach“. Auch Folgendes: Aus heterosexueller, männllicher Perspektive passen die Begriffe „Dirndl ausfüllen“ und „Himmelreich“ gar nicht mal so schlecht zusammen!!!!

      • So dumm-dreist, ein solches Buch zu schreiben, könnte ich nicht sein.

        Frau Rosin, davongetragen vom Triumpfgefühl der vermeintlich siegreichen Geschlechterkriegerin, übersieht einige Kleinigkeiten.

        Die wichtigste: Wo arbeiten Frauen?

        Und wer bezahlt für diese Arbeitsplätze?

        Kleiner Tipp: Sie arbeiten im ÖD.

        Wenn also die Steuereinnahmen wegbrechen, wer bezahlt dann für diese Arbeitsplätze?

        Wer erwirtschaftet diese Steuereinnahmen, auch in den USA, zu mehr als 2/3?

        Solche Klöpse entgehen der Frau Rosin.

        Feministisches Denken – vom Lidschatten bis zur Nasenspitze, weiter reicht es nicht.

        Erhellend nur die kaum verhohlende Freude über den „Untergang“ der Männer.

        Sie wird auch deutlich in diesem Video.

        Taranteln eben, die noch ihren eigenen Untergang feiern, wenn nur die verhassten, beneideten weißen, heterosexuellen Männer mit untergehen, die sich auf Schnee schlafen legen werden.

        • Ja, misandrische und vulgärfeministische Einstellungen der Autorin wurden in Rezensionen auch häufiger erwähnt.

          Aber eine ganze Reihe von Daten zur gesellschaftlichen Exklusion von Männern soll das Buch trotzdem enthalten. Daher erscheint es mir interessant es aus männerrechtlicher Perspektive zu analysieren.

          Immerhin ist die vulgärfeministische Perspektive hier ja ganz anders als sonst. Nicht das „Patriarchat“ wird beschworen, sondern die von Männerrechtlern z.T. behaupteten Ausgrenzungen von Männern werden hier quasi von vulgärfeministischer Seite bestätigt – und versucht mit Daten zu belegen.

          Dass Hanna Rosins These, die angeblich höhere weibliche Anpassungsfähigkeit sei wesentlich für den Abstieg der Männer verantwortlich, misandrischer Quatsch ist, ist ja klar.

          Aber insofern dieses Buch auch zutreffende Daten enthalten sollte, weist es doch darauf hin, dass die gängigen Auffassungen im Mainstream-Feminismus von „Patriarchat“, „hegemonialer Männlichkeit“ etc. offensichtlich falsch sind. Und gerade deshalb finde ich es sehr interessant, dass dieses Buch nicht von einem Männerrechtler geschrieben wurde, sondern von einer Vulgärfeministin.

        • Ziemlich obszön, wie diese Frau Rosin vor versammelter Frauschaft öffentlich onaniert!

          Also mir als Mann wäre es peinlich, mir einen Vortrag anzuhören, der sich im Wesentlichen auf die Beweihräucherung eingebildeter oder tatsächlicher „männlicher Qualitäten“ beschränkt und sich in Superioritätsbehauptungen erschöpft.

          Keine Frau ist so herablassend gegenüber Männern, wie die, die sich ihrer Weiblichkeit nicht sicher ist. 🙂

        • @Alexander
          Über den Inhalt des Buches weiß ich nichts. Aber: Alexander Roslin „Das Ende der Männer und der Aufstieg der Frauen“ passt schon wie die Faust auf`s Auge, oder? 😉
          Ansonsten unterschreibe ich hier fast alles, was Du so schreibst. Nur Dein Kommunistenbashing ist mir ab und an ein wenig unkultiviert. :-).

      • Das Buch ist von Alexander – er hat bloß das “L” weggelassen. 🙂

        Ja, er ist eine im Virtuellen mehrfach gespaltene Persönlichkeit (VmgP), was eine spezielle Form der „dissoziativen Persönlichkeitsstörung“ ist!! 😉
        Deshalb ist verständnisvolle Rücksichtnahme angezeigt, wenn ab und zu mal ein Schub (äussert sich meist in Sozialistenbashing) auftritt.

        • Da heute Sonntag ist, habe ich mir geschworen, meine sozialistischen Brüder und Schwestern in Christo mit Milde und Nachsicht zu behandeln 😦

          Um Ihrer Mördergrube von Herzen einen beseligenden Hüpfer abzutrotzen, hier das Magnificat.

          Maria, das jüdische Mädchen, in das Gott sich verknallt hatte (mit den bekannten Folgen) hat es gesungen.

          Aus dem Text:

          *Er (also God’s Boss) vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
          Er zerstreut,
          die im Herzen voll Hochmut sind.

          Er stürzt die Mächtigen vom Thron
          und erhöht die Niedrigen.

          Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
          und lässt die Reichen leer ausgehen.

          Er nimmt sich
          seines Knechtes Israel an
          und denkt an sein Erbarmen,
          das er unseren
          Vätern verheißen hat,
          Abraham und
          seinen Nachkommen
          auf ewig.

          Ehre sei dem Vater und dem Sohn
          und dem Heiligen Geist,
          wie im Anfang,
          so auch jetzt und alle Zeit
          und in Ewigkeit

          AMEN*

          „Lässt die Reichen leer ausgehen!“

          Na, ist das ein Text?

          Natürlich, das Weibliche ist nicht sichtbar genug, dazu bräuchte es die Bibel in selbstgerechter Sprache.

          Aber kommt das Geschlecht, das mit Gott in’s Bett hüpft, wirklich zu kurz?!

          Die Abbildung zeigt übrigens die Katholenabteilung des Himmels, in der ich mit Tippse (so Gott will) verweilen werde.
          Was heißt hier verweilen?
          Schweben werde ich darin, mich auf Gesimsen räkeln, hoch in den Lüften, aller Erdenschwere enthoben.

          Ob Sie und Ihresgleichen da Zutritt haben?

          Wir werden sehen.

          Vielleicht vor hohen Feiertagen, um das Gold der Kapitelle auf Hochglanz zu polieren.

  3. Es ist (fast) soweit.

    In Zukunft dürfen auch amerikanische Soldatinnen an regulären Kampfeinsätzen teilnehmen (Ausnahmen sollen noch erarbeitet werden), nach Australien, Kanada, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Israel und Deutschland (Aufzählung von http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/01/veteranin-frauen-sollen-nicht-in.html, wo kritische Stimmen aufgezählt werden).

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerikanische-streitkraefte-soldatinnen-sollen-kaempfen-duerfen-12036966.html

    http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-879803.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=

    (Nur, damit keine Zweifel aufkommen, meine persönliche Meinung zum Militär ist diese: http://benbrusniak.files.wordpress.com/2012/07/beim-bund-ist-alles-doof.jpg )

    ——

    Außerdem: ein Artikel, der am „Menopausen-Tabu“ rührt, Auszug:

    „Auch ich wurde kürzlich mit der Diagnose Wechseljahre konfrontiert. Wegen unregelmäßiger Zyklen suchte ich meinen Frauenarzt auf, einen Professor und Leiter einer gynäkologischen Klinik. Er machte einen Ultraschall, erklärte, er habe nichts gefunden; das sei typisch für Endometriose – und das Beste sei, er würde mir die Gebärmutter herausnehmen. Die Darlegung von Diagnose und Therapievorschlag nahm insgesamt etwa drei Minuten in Anspruch; er meinte allen Ernstes, ich ließe mir aufgrund eines dreiminütigen Gesprächs ein inneres Organ entfernen.

    Als ich Freundinnen davon erzählte, zeigte sich, dass Frauen Ende 30 offenbar recht großzügig Gebärmutterentfernungen „angeboten“ wurden. Meine Hausärztin meinte, das liege an irgendeiner OP-Prämie, die die Ärzte dafür bekämen. Ich ging zu einer anderen, jüngeren Frauenärztin.“

    http://www.taz.de/Schlagloch-Das-Menopausen-Tabu/!109690/

  4. Hab mal ’ne Frage an Adrian.

    Wenn

    1. der böse Sexismus – also dieses unverhohlene Frauenangeglotze, -gesabber, -gebagger und -gegrapsche – nicht angeboren ist, sondern anerzogen

    und

    2. du eine normale heteronormative Sozialisation durchgemacht hast,

    müsstest du dann nicht entgegen deiner homosexuellen Veranlagung einen enormen gesellschaftlichen Druck verspüren, Frauen anzuglotzen, -zusabbern, -zubaggern und -zugrapschen? Durch deine Erziehung und die gesellschaftlichen Erwartungen?

    Ist das so?

  5. Wenn früher eine Frau von einer Übergriffigkeit berichtete, hätte man ihr nicht geglaubt, man hätte sie nach Beweisen gefragt, ihr die Mitschuld gegeben und jedenfalls NIEMALS den Namen des Täters veröffentlicht. Der Fall Brüderle hat daher eine neue Qualität. Und die Debatte hat bereits andere Frauen ermutigt, an die Öffentlichkeit zu gehen und die Namen der Täter zu nennen:
    http://deraufschrei.wordpress.com/2013/01/27/endlich-werden-die-tater-genannt/

    • Au weia!

      Die FAZ-Journalistin Julia Seeliger schreibt über ein Erlebnis mit ihrem Exfreund Markus Beckedahl (Mitveranstalter der Internetkonferenz re:publica, Verantwortlich für netzpolitik.org):
      Nein, ich will das nicht, habe ich gesagt, Lass das, ich will nicht. Doch er hörte nicht auf. Es war eine Party und wir waren in meinem Zimmer. Gleich nachdem es passiert war, in unserem Wohnzimmer, erzählte ich, ungläubig, dass er mich vergewaltigt habe. Keiner hatte etwas dazu zu sagen. Sie dachten wohl, ich spinne oder will ihm wieder Ärger machen. Später trank ich so viel Alkohol, dass ich keine Musik mehr auflegen konnte.

      (…)

      Der Blogbeitrag von Julia Seeliger ist inzwischen gelöscht, “da man mir mit Anwälten drohte“.
      (…)
      um Glück hatte Julia Seeliger eine Creative-Commons-Lizenz verwendet, so dass ich hier eine Kopie ihres Original-Artikels veröffentlichen kann.

      • @Stephan

        Dazu dieser Text:
        http://seeliger.cc/2013/falsch-verstanden/

        Ich habe mich daran beteiligt mit einem Beitrag, den ich schnell wieder löschte, denn es fanden sich Formulierungen darin, die einige missverstanden. Einige verstanden den Beitrag so, dass ich einen Vergewaltigungsvorwurf erhebe – das ist nicht der Fall. Siehe hier – an dieser Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert. Ich werfe niemand Vergewaltigung vor.

        Man könnte hier den Unterschied zwischen „ich wurde nicht vergewaltigt“ und „ich werfe niemanden Vergewaltigung vor“ anführen. Denn wenn das oben die von ihr gewählte Formulierung ist, dann frage ich mich, was man da falsch verstehen soll.

        Hier sagt sie jedenfalls zu dem Text, dass er „bullshit“ ist.

        https://twitter.com/zeitrafferin/status/295549232448933890

        • @ Christian

          Postkoitales Bedauern ist bei Frauen wesentlich häufiger als bei Männern.

          Nach dem sexuellen Rausch der Kater mit entsprechender Depression und Misstimmung/Verärgerung, die sich zeitgeistig wunderbar in einen Vergewaltigungsvorwurf kanalisieren lassen.

          Manche, wie offenbar Julia Seeliger, kommen davon wieder runter, andere, nachdem er ihnen in der ersten emotionalen Bewegtheit rausrutschte, bleiben dabei.

          Das steht wohl häufig hinter vielen Falschbeschuldigungen, häufiger als die geplante, böse Absicht, die Absicht zu schaden, zu verletzen, sich zu rächen etc.

          Männer in linksalternativ-feministischen Kreisen, die also Frauen aus diesem Milieu daten, laufen wohl über ein besonders dicht gepacktes Minenfeld.

          Denn bei Frauen aus diesem Milieu dürfte die Neigung, post festum den Geschlechtsverkehr, den sie in der Ausnüchterungsphase bedauern, als Vergewaltigung zu deuten und zu verarbeiten, besonders ausgeprägt sein.

          Gelernt ist schließlich gelernt, ist ja schließlich ideologiekonform.

    • »Wenn früher eine Frau von einer Übergriffigkeit berichtete, hätte man ihr nicht geglaubt, man hätte sie nach Beweisen gefragt«

      Ich weiß nicht, ob man früher einer Frau nicht geglaubt hätte. Aber in einem Punkt hast du recht: Früher musste man eine Anschuldigung beweisen oder wenigstens glaubwürdig machen.
      Wie ich aus eigener Erfahrung belegen kann: DAS hat sich geändert.
      Heute braucht frau keinen Beweis mehr vorzulegen um einen Mann zu ruinieren. So wie Kachelmann, Türck, Arnold, Zimmermann u.v.a.m. ruiniert wurden und so wie ich ruiniert geworden wäre, wenn ich nicht aufgrund einer sehr kurzfristig angesetzten Dienstreise 9 Zeitzonen (und das für mehrere Monate) vom angeblichen Tatort entfernt gewesen wäre.

      Dass ich diese faktische Umkehrung der Beweislast für ein NICHT für einen zivilisatorischen Fortschritt halte, wird dir vermutlich NICHT verständlich sein. Das ist wiederum mir aus vollem Herzen Biep-Egal.

      »ihr die Mitschuld gegeben und jedenfalls NIEMALS den Namen des Täters veröffentlicht.«

      Ja, das waren noch Zeiten damals. Als ein Beschuldigter noch Persönlichkeitsrechte hatte und einem Angeklagten seine Schuld bewiesen werde musste. Wie nannte man das damals noch? Irgendwas mit ‚R‘ … Runkelsalat? Nee. Rübensaat? Nö. Rätoromanischer Staat? Hmm… Wärmer. Rä…chtsstaat? Naja, fast. „Rechtsstaat“ nannte man es damals, weil damals die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung an Gesetz und Recht gebunden waren. Damals hatten wir noch ein „Grundgesetz“ und darin einen Artikel 20, Absatz 3.
      Ach ja … Those were the days, my friend, we thought they never end …

      »Der Fall Brüderle hat daher eine neue Qualität.«

      Ja, eine Qualität, in der der Zwischenruf von @FlorianBrill, er habe neben Brüderle gesessen und nichts mitbekommen, glatt untergeht.

      »die Debatte hat bereits andere Frauen ermutigt, an die Öffentlichkeit zu gehen und die Namen der Täter zu nennen«

      Die Namen der ANGEBLICHEN Täter.
      Frage mich doch mal, ob ICH einer einzigen dieser „Heldinnen“ auch nur die Uhrzeit glaube.

      Aber ich will ja mal nicht so mies sein wie du es vorgibst. Du sollst deine Chance haben:

      Sage mir was Brüderle hätte tun sollen, damit er nach der Attacke von Himmelreich (zu deiner Erinnerung: Mitternacht, Hotel-Bar, angeschickert, „fortgeschrittenes Alter“) dem Vorwurf des Sexismus hätte entgehen können.
      Folgende Antworten gelten NICHT:
      1. Die Reporterin weg schicken bzw. weg schicken lassen bzw. selbst das Feld räumen.
      Grund: „Brüderle verweigert junger Reporterin ein Interview“ ==> SEXISMUS.
      2. Bitte, mit der Pressesprecherin einen Termin zu vereinbaren
      Grund: „Brüderle redet den ganzen Abend mit Reportern aber nicht mit junger Reporterin“ ==> SEXISMUS.
      3. „Not so close, we hardly know us“
      Grund: „Brüderle kanzelt junge Reporterin ab“ ==> SEXISMUS.

      Als denn, zeig‘ mal, ob du mehr kannst als dumpfe Parolen zu gröhlen und zu beweisen, dass die Saudis richtig liegen.

  6. Sie beschreibt, wie Markus Beckedahl mit ihr schläft, obwohl sie nein sagt. Sie beschreibt, wie sie anschließend im Wohnzimmer erzählt, dass er sie vergewaltigt hat. Nach ihrer Veröffentlichung droht er ihr offenbar mit Anwälten, sie nimmt den Text wieder offline.

    Was er gemacht hat, war keine Vergewaltigung im juristischen Sinne. Denn ihr „nein“ reicht dafür nicht. Es ist nur dann als Vergewaltigung strafbar, wenn er Gewalt anwendet, mit Gewalt droht oder eine schutzlose Lage von ihr ausnutzt. Ihre Lage war nicht schutzlos, sie hätte ja das Zimmer verlassen können oder um Hilfe rufen können. So hat es das Lawblog gerade in einem anderen Fall erklärt: http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/09/12/ein-unverstndlicher-aber-richtiger-freispruch/

    Weil es also im juristischen Sinne keine Vergewaltigung war, darf sie diesen Vorwurf nicht länger aufstellen, sonst gibt es Ärger mit dem Anwalt. Also sagt sie jetzt, sie habe diesen Vergewaltigungsvorwurf nie erheben wollen. An ihrer Schilderung, was an dem Abend passiert ist, nimmt sie aber bis heute nichts zurück.

    • @Admin

      „An ihrer Schilderung, was an dem Abend passiert ist, nimmt sie aber bis heute nichts zurück.“

      Ja, könnte ich mir auch vorstellen.
      Gerade solche Fälle finde ich aber sehr schwierig. Sie hatte ja keine Angst vor ihm, wie in dem Lawblogfall. Warum bitte hat sie dann mit ihm geschlafen, wenn sie nicht wollte? Wie ist er in sie eingedrungen, wenn es keinen Zwang, keine Drohung, keine schutzlose Lage gab?

      • Vielleicht gibt es sowas wie patriarchale Hypnose?
        Die verbale Installation von K.O.-Tropfen?

        Angeblich soll sich ja auch rein mental die Wirkung von Drogen erzielen lassen, Placebo-Effekt.

        Wir Männer sind halt so genial, dass wir das dauernd unbemerkt schaffen.

        Ich fühle mich Geschmeichelt und Verhasst zugleich.

        • @ Christian

          Das wäre dann das übliche feministische Rufmordverfahren.

          Audiatur et altera pars gilt für diese Leute nicht.

          Ich denke, Du hast Recht.

          Von Admins Blog, Zitat:

          *Dass jetzt die Täter benannt werden, lässt hoffen. Bisher konnten die Täter darauf vertrauen, dass selbst so halböffentliche Orte wie eine Hotelbar, eine Party oder ein Arbeitsplatz für sie Schutzräume sind, in denen sie ihr sexistisches und/oder übergriffiges Verhalten ohne Konsequenzen ausleben können. Die Brüderle-Debatte und ihre Fortsetzung zeigt: Damit ist es vorbei! Das Private wird wieder politisch! Selbst wenn bisher nur die wenigsten Täter genannt werden – einige immerhin werden inzwischen genannt. Und alle müssen zittern, dass auch bei ihnen sich mal eine Frau so mutig wehrt wie Julia Seeliger.

          Und von Julia Seeliger via Admin, Zitat:

          *Es ist großartig, dass diese Alphajournalistinnen in die Offensive gegangen sind. Nun muss es aber weitergehen: Es ist leicht, immer nur mit dem Finger auf die anderen zu zeigen. Zurzeit zeigen Grüne auf die FDP, Journalistinnen auf Politiker, Linke auf Konservative, Konservative auf die moderne Zeit. Wir sollten aber auch vor den eigenen Türen kehren. Grüne sollen auf Grüne zeigen, Journalistinnen und Journalisten auf ihre Chefs.

          Während coole Jungs mit Beckedahl bunte und spannende Politik machen, war ich die ganze Zeit damit befasst, mir Zugänge zu verschaffen – zu den runden Internettischen von Malte Spitz zum Beispiel. Internet Manifest, Digitale Gesellschaft – überall war ich nicht dabei, und das tut weh, dieses Gefühl, zu schlecht zu sein. Schlecht in Netzpolitik since 2003, das muss man als intelligenter Mensch erstmal schaffen. Ficken konnte Beckedahl mich dafür immer, auch mal, als ich Nein sagte (PDF). Und vermutete gar, ich sei eifersüchtig auf seine Frau – ganz schön narzisstisch. So wie manche Männer eben sind.*

          Minderwertigkeitsgefühle und Neid als wahre Triebkräfte des Feminismus.

          Im Übrigen ist das da oben das Programm zu einer Hexenjagd.

          Es nützt nichts, gegenüber einer hass-und neidgetriebenen Ideologie zu beschwichtigen.

          Sie gehen immer zu weit und müssen sich dann auf Schnee schlafen legen.

          • @Roslin

            „Während coole Jungs mit Beckedahl bunte und spannende Politik machen, war ich die ganze Zeit damit befasst, mir Zugänge zu verschaffen“

            Überhaupt eine interessante Anspruchshaltung. Was genau qualifizierte sie denn dazu, dort einfach so Zugang zu bekommen?

            Doch hoffentlich nicht das: „Ficken konnte Beckedahl mich dafür immer“ ?

        • »Audiatur et altera pars gilt für diese Leute nicht.«

          Nein, diese Leute stehen eher auf „Audacter calumniare semper aliquid haeret“.

  7. @ Christian

    *Überhaupt eine interessante Anspruchshaltung. Was genau qualifizierte sie denn dazu, dort einfach so Zugang zu bekommen?*

    Der ganze Sermon von Julia Seeliger ist interessant, die für eine weniger gestörte Feminist.I.n zu halten ich fast geneigt gewesen war. Doch leider:

    *Genauso Anke Domscheit-Berg. In der Piratenpartei abgemeiert, von einem uninteressanten jungen Mann auf den aussichtslosen Platz 2 der Brandenburger Landesliste verbannt – aber sie schluckt es und macht ein schönes Gesicht zum sexistischen Normalzustand. Ob man einen Mann in Domscheit-Bergs Situation auch als “Karrieristin” diffamieren würde? Oder würde man sich in der kopflosen Partei nicht eher freuen, auch mal eine qualifizierte Person vorweisen zu können? Es ist ungerecht, was in der Piratenpartei mit Anke Domscheit-Berg und auch mit Julia Probst gemacht wurde – beide Frauen haben aussichtslose Listenplätze, aber sie machen weiter ein freundliches Gesicht zu diesem Sexismus.

    Wer kein freundliches Gesicht macht, wird schnell als “zickig” bezeichnet. Oder als “bitter”. Kenne ich alles. Ich habe auch aus anderen Gründen lange ein freundliches Gesicht gemacht. Ich bin nämlich der Ansicht, dass es wenig hilft, sich die ganze Zeit über den sexistischen Normalzustand, der in dem Hashtag #Aufschrei sichtbar geworden ist, zu ärgern. Die meisten Menschen sehen Sexismus nicht und haben auch keine Lust, sich den ganzen Tag damit zu befassen. Als Mahnende fährt sich selbst in eine Sackgasse. Das unfröhliche Gesicht ist also anstrengend, weil unbeliebt. Beruflich schädlich ist es auch. Wenn ich schreibe, ich habe ein Problem mit “männlichen Chefs”, so wird mir das gleich als Affront gegen alle Männer ausgelegt, und dass es logisch sei, wenn mich niemand beschäftigen wolle. Deswegen kann ich verstehen, dass die Kolleginnen nicht so gern vor der eigenen Türe kehren möchten – auch wenn es angebracht wäre.

    Selbst in der taz hatte ich mit Sexismus zu tun. Sanftem Sexismus, mir wurde nur eine Normabweichung zugeschrieben – aber dieses ständige “Du weichst ab, du wirst mit Aufmerksamkeit bestraft” suckt einfach. Mein taz-Chef Matthias Urbach – einer freundlichen kleinen Zeitung aus dem Alternativmilleu – sagte, wenn ich in ein anderes Ressort wechsele, bekäme ich Probleme, denn die Frauen in dem Ressort würden “weiblich” kommunizieren, ich hingegen “männlich”. Mir wurde also unterstellt, ich würde mich nicht frauengerecht verhalten. Ich hätte das schlucken können – konnte aber nicht mehr. So gab ich meine Festanstellung bei der taz auf. Auch in der Bloggerszene machte ich Erfahrungen mit Sexismus. Ich denke, länger als die meisten, länger als die Netzfeministinnen, die sich dann zur re-publica groß hinstellten und die feministische Wende verkündeten. Ihr wisst doch gar nichts, sage ich denen nur. Jahrelang habe ich für meinen Exfreund Markus Beckedahl blöde Redigier-Aufgaben erledigt, weil ich das ja so gut kann. In der Weibchen-Falle. Es wäre doch schön, wenn ich ein Blog schriebe, das sich mit dem Thema “Frauen und Linux” befasst, sagte er. Während coole Jungs mit Beckedahl bunte und spannende Politik machen, war ich die ganze Zeit damit befasst, mir Zugänge zu verschaffen – zu den runden Internettischen von Malte Spitz zum Beispiel. Internet Manifest, Digitale Gesellschaft – überall war ich nicht dabei, und das tut weh, dieses Gefühl, zu schlecht zu sein. Schlecht in Netzpolitik since 2003, das muss man als intelligenter Mensch erstmal schaffen. Ficken konnte Beckedahl mich dafür immer, auch mal, als ich Nein sagte (PDF). Und vermutete gar, ich sei eifersüchtig auf seine Frau – ganz schön narzisstisch. So wie manche Männer eben sind.

    Das suckt so sehr. Dieses ständige Scheitern, viele kleine Scheiterns, das macht mutlos. Die gläserne Decke ist nicht starr, sie ist ein vielgestaltiges Ding aus blitzenden Peitschenhieben. Elektroschocks, die nicht wehtun, aber aufmerksam machen. Steter Tropfen. Früher warst du aber nicht so bitter, sei doch mal so lustig wie früher, sagt mir Falk Steiner, ein Kollege. Sowas kommt von sowas, kann ich dazu nur sagen. Ich mache mir auch viele Gedanken darüber, ob es sinnvoll ist, unter diesen Umständen als Journalistin weiterzuarbeiten, auch noch freiberuflich. Oder ob Frauen generell besser beraten sind, Beamtenlaufbahnen anzutreten. Mein Enthusiasmus ist gebremst – ich weiß nicht, ob das wegen der Fehler ist, die ich gemacht habe, oder ob meine Probleme im Beruf vielleicht auch etwas mit dem biologischen Geschlecht zu tun haben. Ich lese den Text “Hier ist der traurige Feminismus” von Helga – und ich denke auch so traurige Dinge.

    Ich denke manchmal, ich habe ja eh keine Chance, sollen die geschätzt fünf Jungs sich doch die im Zeitungssterben immer rareren Artikelmöglichkeiten zu netzpolitischen und -kulturellen Themen unter sich aufteilen. Falk Steiner, einer von denen, sagte zu mir, wir seien keine Konkurrenz zueinander, das sei nicht der Grund, warum er so ruppig zu mir sei. Dabei berichtet er bei der taz heute genau das, was ich früher bearbeitete. Vielleicht verstehe ich ja alles falsch. Dass ich zu dumm bin, glaube ich nicht. Ich möchte gerne Chancen haben auf dem Arbeitsmarkt, dieselben wie meine männlichen Kollegen auch. Ich möchte gerne, dass auch Frauen streitbar sein dürfen und bunt und auffällig und laut. Und mächtig. Macht. Macht ist auch für Frauen da. Oder?*

    Das ganze Original gibt’s hier:

    http://deraufschrei.wordpress.com/2013/01/27/netzbeschmutzung/

    Man lese daraufhin noch einmal Nietzsches „Von den Taranteln“.

    Vergrämter Dünkel, Hass, Neid, Minderwertigkeitsgefühl – therapiert durch FEMINISMUS.

    Und die eigenen Tyrannengelüste versteckt man hinter Tugendworten wie GERECHTIGKEIT.

    Zum Pharisäer fehlt ihnen nichts als – MACHT.

    Das ist des Feminismus entblößtes Geheimnis.

    http://www.versalia.de/archiv/Nietzsche/Von_den_Taranteln.159.html

    • @Roslin

      „wenn ich in ein anderes Ressort wechsele, bekäme ich Probleme, denn die Frauen in dem Ressort würden “weiblich” kommunizieren, ich hingegen “männlich”. Mir wurde also unterstellt, ich würde mich nicht frauengerecht verhalten.“

      Also man hat ihr quasi gesagt, dass sie Rücksicht auf die Frauen nehmen soll, weil sie im Verhalten relativ männlich ist und das ist dann sexistisch?
      Würde man einem Mann sagen, dass er Rücksicht auf die Frauen nehmen soll, weil sein Verhalten relativ männlich ist, dass würde man wohl unter „Check deine Privilegien“ oder „sei kein Macker“ abhandeln. Wenn sich eine Frau dann so benimmt, dann darf man sie aber nicht darauf hinweisen?

      „Ich möchte gerne, dass auch Frauen streitbar sein dürfen und bunt und auffällig und laut. Und mächtig. Macht. Macht ist auch für Frauen da. Oder?“

      Das wollen viele. Die Frage ist, ob ihre Art der Streitbarkeit anders war als die von denen, die nach oben gekommen sind.

      • Es wird auch klar, warum für solche Menschen Quoten nötig sind.

        Landet eine Frau (Domscheit-Berg, Probst) auf Listenplatz 2, Folge eines DEMOKRATISCHEN VERFAHRENS, ist das Ausdruck von Sexismus und muss selbstverständlich geändert werden.

        Etwa indem die ach so diskriminierten Frauen eine eigene Partei gründen und SELBST zum Erfolg führen?

        Nicht doch.

        Das wäre ja emanzipiert.

        Da gäbe es ja keine Männer mehr, die man im Falle des Misserfolges verantwortlich machen könnte für’s eigene Scheitern – ganz schlecht wäre das für’s ohnehin miese Selbstbewusstsein.

        Nein, Männer sollen schon die rauhen Wege ebnen, damit Frauen zarten Fußes durch die Wildnis schreiten können.

        Selbst den Vorschlaghammer in die Hand nehmen und Steine klopfen?

        Wie bitte?

        Schadet das nicht dem Nagellack?

        Das grobe Nutzvieh soll’s richten.

        Schafft es das, soll das grobe Nutzvieh beiseite treten und Platz machen für die Zartfüßigen.

        Schafft es das nicht, ist das für die Zartfüßigen wieder mal der Beweis, dass sie es einfach nicht bringen, die Tölpel, und die Welt ein sehr viel besserer Ort wäre, wenn, ja wenn Frauen sie gestalteten.

        Hypothetisch.

        Theoretisch.

        Geschwätzmäßig.

  8. Bei S.P.O.N. wird die Debatte um Brüderle gleich mal wieder dazu instrumentalisiert, um das Lieblingsfeindbild der PC-Fanatiker zu beschwören:

    Jakob Augstein – Die Krise des weißen Mannes

    http://forum.spiegel.de/f22/s-p-o-n-der-kritiker-die-krise-des-weissen-mannes-81307-4.html

    Da finden sich z.B. Sätze wie:

    „Warum bewegt die Brüderle-Debatte das Land? Weil die Leute ahnen, dass es um viel mehr geht als einen geschmacklosen FDP-Opa oder den Sexismus in der Gesellschaft. Es geht um die Macht des weißen Mannes. Und die nähert sich ihrem Ende. Endlich!“

    „Aber ihre Zeit (die der weißen Männer) geht langsam zu Ende. Und mit ihr eine breitbeinige, selbstverliebte, schenkelklopfende, männerbündlerische, brutale Unkultur. Das ist kein Verlust.“

    Die angemessene Antwort findet sich in einem Kommentar unter dem Artikel:

    „Diese Pöbelei gegen weiße Männer hat natürlich überhaupt nichts mit Rassismus und Sexismus zu tun, nicht wahr, Herr Augstein?“

    • Augstein hat recht und ich bin ihm Dankbar für die klaren Worte.

      Mit mir geht es auch langsam zuende, also hier in Deutschland.

      Es gibt so viel schönes auf der Welt, so viel schöne Frauen, vor allem in Südostasien.

      Hier hassen sie mich und wollen mir mein Geld zwangsweise abehmen, dort buhlen sie um mein Geld und mit einem Drittel hab ich den doppelten Spaß.

    • Es ist ja nicht mit Rassismus oder Sexismus getan Auch diese hochnäsige Art gegenüber Leuten, die ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel haben, sollte Typen wie Augstein oder Himmelreich doch jede Berechtigung nehmen, sich moralisch aufzuspielen.

      Wenn Himmelreich ein Gespräch anfängt mit den Worten: „Wie fühlt man sich in fortgeschrittenem Alter als Hoffnungsträger“, ist das schon eine grobe Unhöflichkeit, ebenso der „FDP-Opa“. Was bildet sich dieses grüne Bürschchen eigentlich ein. Und was erlaube Himmelreich? Wer austeilt muss auch einstecken können und jault hinterher nicht rum, sie wäre so schlimm behandelt worden.

    • @Leszek

      Vor allem ist es total heuchlerisch von Jakob Augstein! Er ist ja selbst ein weisser Mann. Soll er doch seine Eigentumsrechte und den Chefredaktionsposten mit gutem Vorbild beim Freitag räumen und alles einer schwarzen Frau abtreten. Aber da müsste natürlich Jakob Augstein nicht nur faule Sprüche feil bieten, wenn er selbst auf seine Privilegien verzichten müsste, sonder lieber anderen ans Bein pinkeln, um sich dann als Reingewaschener und Häretiker präsentieren zu können! Einfach ein bisschen peinlich von Augstein.

      • @Chomsky

        Was mich viel mehr interessieren würde ist, wieso Augstein meint, dass wir etwas gegen die Muslime hätten?

        Hat denn keiner Augstein von unserem freundschaftlichen Deal mit den Muslimen erzählt?

        Die Muslime bekommen von uns diverse Transferleistungen und im Gegenzug sorgen sie dafür, dass unsere Mädels jeden Alters bald wieder Hijab tragen, drei Schritte hinter uns gehen und die Klappe halten bis sie etwas gefragt werden. Wie es sich gehört.

        Ok, einen Haken hat die Sache: Wenn es soweit ist, müssen wir zum Islam konvertieren. Einerseits sicher lästig aber andererseits eindeutig das kleinere Übel: Lieber fünfmal pro Tag gen Mekka verbeugen als zwanzigmal pro Tag gen FrauenMediaTurm.

  9. @ Leszek

    *Aber ihre Zeit (die der weißen Männer) geht langsam zu Ende. Und mit ihr eine breitbeinige, selbstverliebte, schenkelklopfende, männerbündlerische, brutale Unkultur. Das ist kein Verlust.*

    Es wäre vielleicht auch der zarte Hinweis angemssen, dass das, war wir Hochkultur nennen, zum allergrößten Teil eine Schöpfung weißer Männer ist, ob in der bildenden Kunst oder der Wissenschaft, ob in der Bellestristik oder der Philosophie.

    Mir wäre wurscht, ob das Augsteinsche Geschwätz Rassismus beinhaltet oder nicht, wenn denn nur weiße Frauen oder alle anderen, die sich so arg unterdrückt fühlen und hier eine dicke Lippe riskieren, endlich BEWIESEN, dass sie zu Ähnlichem in der Lage sind.

    Der Beweis steht bisher aus.

    Führen sie den, dann können sie gerne rassistisch sein.

    Meine Bewunderung wäre ihnen trotzdem sicher.

    So bleibt mir nur, vor allem weiße Männer zu bewundern.

    • Davon abgesehen, dass die Probleme, die unserer Gesellschaft in den Arsch beißen, ganz andere sind, als „Sexismus“ oder Walsers Sohn namens Augstein, der dem Salonbolschewismus frönt…..

      Mir kommt das im Moment so vor: die Mädels sitzen (wie zumeist) zusammen im Sandkasten und labern sich gegenseitig die Öhrchen heiss…immer zu um sich selbst kreisend, ohne einmal schwindelig zu werden….und die Jungs haben nichts besseres vor, als um den Sandkasten zu laufen, in der Hoffnung, die Mädels würden ihren Egozentrismus…oder sollte es heissen Gendrozentrismus?…mal für 5 Minuten auf Pause stellen….

      Nochmal zu Walsers Sohn namens Augstein: der Kastrat wünscht natürlich jedem Mann eine Impotenz an den Hals….

      • Mir kommt das im Moment so vor: die Mädels sitzen (wie zumeist) zusammen im Sandkasten und labern sich gegenseitig die Öhrchen heiss…immer zu um sich selbst kreisend, ohne einmal schwindelig zu werden….und die Jungs haben nichts besseres vor, als um den Sandkasten zu laufen, in der Hoffnung, die Mädels würden ihren Egozentrismus…oder sollte es heissen Gendrozentrismus?…mal für 5 Minuten auf Pause stellen….

        Die Mädels sitzen Im Sandkasten und heulen, ob des vermissten Beschütztwerdens.

        Warum die Jungs das nicht als sexuelle Belästigung empfinden ist mir schleierhaft.

  10. @ Sheera

    Erinnerst Du Dich an unsere frühere Diskussion zum Thema Pornographie, in der ich erwähnte, dass ich es für wünschenswert halte, dass eine kritische Perspektive auf Mißstände in der Pornographiebranche geschlechtsübergreifend und klassenkämpferisch anstatt radikalfeministisch fundiert würde.

    Zu einem anderen Thema im Zusammenhang mit Sexarbeit, nämlich Prostitution, ist erfreulicherweise gerade ein Artikel in einer freiheitlich-klassenkämpferischen Zeitung erschienen – der Artikel ist geschlechtsübergreifend und klassenkämpferisch orientiert.

    http://www.direkteaktion.org/215/das-syndikat-der-sexarbeiterInnen

    Sehr guter Artikel, der ziemlich genau auch meinem Standpunkt und weltanschaulichen Zugang zum Thema Sexarbeit entspricht.

    • Mmh, also ich weiß nicht…

      Nur mal 2 Beispiele:

      „Bei Konflikten mit den BordellbetreiberInnen oder mit den VermieterInnen bietet das Syndikat die Möglichkeit die Forderungen und Beschwerden anonym zu artikulieren und über das Syndikat unerkannt mit der Gegenseite diskutieren zu können.“

      Stell ich mir in der Praxis schwierig bis unmöglich vor.

      „Interessanterweise ist eine der Forderungen des Syndikats an die Gesetzgebung, dass es eine gesetzliche Verpflichtung zur Registrierung als SexarbeiterIn geben sollte. Dies habe sich in der Vergangenheit als gutes Mittel gegen mafiöse Strukturen bewährt.“

      Und das ist mir eine viel (!) zu vage Angabe, als dass ich da ohne Weiteres Hintergrundwissen Applaus spenden möchte.

      Gestern brachte die ZEIT übrigens einen Artikel über männliche Prostituierte:

      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-01/prostitution-maenner-strich-roma/komplettansicht

      „Die Männerbewegung“ wird noch ein Problem bekommen mit (ihrer Positionierung) dem Themenkomplex (gegenüber), möchte ich prophezeihen, mindestens im selben Umfang wie „die Frauenbewegung“…

      • Wenn man da was aus (sexpositiver) feministischer Sicht/aus Sicht der Prostituierten machen will, dann sollte man einen Trägerverein gründen, der ohne Profitabsicht, finanziert durch Mitgliederbeiträge/Zimmermieten zu ordnungsgemäßen Preisen ein Bordell betreibt.

        Wäre doch auch ein gutes Werbemittel „das einzige garantiert unterdrückungsfreie Bordell“.

        • @ Kareem

          *Das würde ich entschieden zurückweisen. Viele Männer sind sehr wählerisch. Deshalb müssen Frauen auch einen so verzweifelten optischen Aufwand treiben.*

          Und Männer müssen einen Riesenaufwand betreiben, um Leistungsfähigkeit = Potenz (auch finanzielle) unter Beweis zu stellen.

          Männer konkurrieren über Potenzsignale/Leistungsfähigkeitsignale um Frauen.

          Frauen über „Seinsmerkmale“ (Schönheit/Jugendlichkeit) um Männer.

          Folge des unterschiedlichen weiblich-männlichen Begehrensmusters (im Schnitt, im Schnitt, im Schnitt).

        • Wäre doch auch ein gutes Werbemittel “das einzige garantiert unterdrückungsfreie Bordell”.

          Humm ja, genial! Oder: Offen auch während den Stosszeiten dank neuem Verkehrsleitsystem!

      • @muttersheera
        „mindestens im selben Umfang“

        M.E. dürfte männliche Prostitution noch lange Zeit eher ein Nischenthema bleiben.

        • @ Stephan

          Solange der Markt so beschränkt bleibt und der Sextrieb von heterosexuellen Frauen nicht ansteigt – etwa durch nebenwirkungsfreies Testosterondoping – wird das sicher so bleiben.

          Schließlich leben männliche Prostituierte vor allem von homosexueller männlicher Kundschaft, also einem relativ schmalen Segment der Population.

          Erst wenn es gelänge, das Segment der heterosexuellen Frauen als Kundinnen zu gewinnen, würde sich daran etwas ändern.

          Da aber der Sexualtrieb von Frauen deutlich geringer ist als der von Männern, läuft da ohne Doping nichts.

          Und nebenwirkungsfreies Doping ist erst recht nicht in Sicht.

        • Das Thema weibliche Prostitution hat ja vielleicht auch einen gewissermaßen „symbolischen“ Charakter, weil es für eine besonders krasse Ausprägung des klassischen Geschlechterstereotyps steht.

          Zudem dürfte der eher konserative Teil der Männerrechtler dem Thema männliche Prostitution eher abgeneigt sein. Würde ich mal so vermuten.

        • Ich muss immer wieder feststellen, dass der weibliche Sextrieb hier und auch anderswo notorisch unterschätzt wird. Heterosexuelle Frauen sind öfter Prostitutionskunden als mach einer denkt.

          Eine Einschränkung gibt es schon: Im Billigsegment finden sich kaum weibliche Kunden, es wird wohl auch keinen Straßenstrich für weibliche Kunden geben.

          Ein paar Ligen darüber aber lässt sich für männliche Prostituierte(die sich natürlich nicht so nennen, aber de facto welche sind) mehr Geld mit Frauen als mit homosexuellen Männern verdienen.

          Man beachte in dem Zusammenhang auch den nicht geringen Anteil weiblicher Sextouristen. Da wird natürlich verschämt über Liebe und Romantik geredet, es läuft dennoch auf dasselbe hinaus.

          • @Salvatore

            „Ein paar Ligen darüber aber lässt sich für männliche Prostituierte(die sich natürlich nicht so nennen, aber de facto welche sind) mehr Geld mit Frauen als mit homosexuellen Männern verdienen.“

            Das dürfte aber auch daran liegen, dass der Kreis der männlichen Prostituierten in dem Bereich eher klein ist, ein kleiner Markt trift auf einen kleinen Anbieterkreis. Zuzüglich einiger Heiratsschwindler und Casanovas.

        • @ Salvatore

          Du hast Recht, ich habe mal wieder vergessen meinen Sermon mit den üblichen Füllseln (im Schnitt etc.) aufzuhübschen.

          IM SCHNITT ist der Sextrieb von Frauen geringer als der von Männern, d.h. aber nicht, dass er gering ist.

          Und ja, es gibt Kundinnen für männliche Prostituierte, aber deren Zahl ist sehr viel geringer als die der männlichen Kunden weiblicher Prostituierter.

          Es ist also für eine Frau sehr viel einfacher, mit Sex ihren Lebensunterhalt zu verdienen als für einen Mann und dementsprechend ist die Zahl weiblicher Prostituierter sehr viel höher als die der männlichen.

        • „Es ist also für eine Frau sehr viel einfacher, mit Sex ihren Lebensunterhalt zu verdienen als für einen Mann.“

          Na ja, es ist in sofern einfacher für eine Frau, als dass sie nicht viele Voraussetzung zu erfüllen braucht. Es kann also im Prinzip fast jede Frau. Wenn ein Mann aber die Voraussetzungen erfüllt, ist es für ihn genau so einfach und er verdient möglicherweise sogar mehr.

          „und dementsprechend ist die Zahl weiblicher Prostituierter sehr viel höher als die der männlichen.“

          Natürlich ist die höher. Das Billligsegment ist das quantitativ mit Abstand größte und da gibt es fast nur Frauen. Allein das reisst´s schon raus.

          Der männliche Trieb erscheint deswegen größer, weil er kaum Voraussetzungen braucht, während der weibliche an jede Menge
          Voraussetzungen geknüpft ist. Sind die aber erfüllt, geht´s ab.

        • @ Salvatore

          D.h. doch, dass der Schwellenreiz für weibliches Begehren/für weibliche Kopulationswilligkeit höher ist als für männliche.

          Das lässt sich als „geringerer Sextrieb“ fassen.

        • „Ein paar Ligen darüber aber lässt sich für männliche Prostituierte (die sich natürlich nicht so nennen, aber de facto welche sind) mehr Geld mit Frauen als mit homosexuellen Männern verdienen.“

          Würde ich bezweifeln.

        • „Würde ich bezweifeln.“

          Doch isso. Die Ansprüche sind höher, das Entgelt aber auch.

          „Das lässt sich als “geringerer Sextrieb” fassen.“

          Nicht notwendigerweise. Die Verteilung ist nur anders. Frauen wollen genauso oft, nur nicht mit allen Männern. Das die Ansprüche bei vielen Männern niedriger sind, liegt eigentlich eher an ihrer (oft geringen)Selbsteinschätzung, als an ihrem größeren Trieb. Sie glauben eben, dass Frauen es nicht so nötig haben und dass sie daher wenig Ansprüche stellen und mit dem zufrieden sein müssen, was sie kriegen können.
          Der Mann mit einer höheren Selbsteinschätzung hat einen ebenso hohen Schwellenreiz wie eine Frau.

          • @Salvatore

            „Nicht notwendigerweise. Die Verteilung ist nur anders. Frauen wollen genauso oft, nur nicht mit allen Männern. Das die Ansprüche bei vielen Männern niedriger sind, liegt eigentlich eher an ihrer (oft geringen)Selbsteinschätzung, als an ihrem größeren Trieb.“

            Ich würde das schon wie Roslin sehen. Ein Hungriger ist eben weniger wählerisch als jemand der nicht hungrig ist, aber für den Geschmack isst.

            Man denkt eben eher „Egal, ich hab halt gerade bock“.

            Gleichzeitig kann ich mir vorstellen, dass die Einstellung, dass Frauen genau so viel Sex wollen, sehr vorteilhaft ist und wiederum dazu führt, dass man mit mehr Frauen Sex hat. Dazu schlummert auch noch ein fast fertiger Entwurf in meinem Entwurfsordner

        • Es gibt noch einen Aspekt.
          Männer wollen auch deshalb Sex, um sich nicht als Versager zu fühlen, oder als nicht ganz richtiger Mann. Es ist zwar Hunger, aber nicht unbedingt der Hunger nach Sex, sondern oft der nach Selbstbestätigung bzw. nach Bestätigung der eigenen Männlichkeit.(Bezahlter Sex ist da zwar nicht so doll, aber immer noch besser als nix. Außerdem denken ja auch viele Männer das jeder Sex auf die ein oder andere Weise bezahlt ist)

          Oft Sex zu haben, bestätigt Frauen nicht in ihrer Weiblichkeit und hebt auch nicht ihren Wert, eher im Gegenteil. Deshalb muss der Sex als solcher schon was hermachen.

          Außerdem befinden sich die meisten Männer und viele Frauen in dem Frame, dass Frauen quasi immer Sex haben können und Männer irgendwie eine Gegenleistung erbringen müssen. Deshalb ist es auch so.

          Würde Sex Männern egaler, was in meinen Augen nur eine Frage der Einstellung ist, hätten sie mehr davon.

        • „D.h. doch, dass der Schwellenreiz für weibliches Begehren/für weibliche Kopulationswilligkeit höher ist als für männliche.“

          Das würde ich entschieden zurückweisen. Viele Männer sind sehr wählerisch. Deshalb müssen Frauen auch einen so verzweifelten optischen Aufwand treiben.

        • @ Stephan

          Dafür, dass es ein Nischenthema ist (rein nominell), hat es in den letzten Jahren aber einigermaßen viel Presse bekommen (aktuell läuft ja auch der Film „Paradies: Liebe“ über weibliche Sextouristen). Und m.E.n. sind männliche Kommentatoren schnell bereit bei vertauschten Rollen die Notlage, die im Allgemeinen zu „Sexwork“ führt, anzuerkennen und zeigen sich besorgt um die psychischen Folgen (und das greift gar schon bei Strippern). Und ich habe auch noch nie von einem Mann* den Vorwurf gelesen, dass diese „Dienstleister“ die Triebe ihrer Kunden/-innen ausbeuten würden, wie es andersrum sich-prostituierenden-Frauen, die sich (genauso) gegen die Opfer-Rolle wehren (können), gerne unterstellt wird.

          *Frauen kommen schon mal auf die Idee in Freierinnen Opfer zu erkennen. Dann aber meist, weil der Geschäftscharakter des Ganzen verschleiert wird und den Frauen echte Gefühle suggeriert und so auch hervorgerufen werden. Das gibts bei männlichen Freiern zwar auch ab und an (nennt sich „Liebeskasper“), aber durch die doch meist klar-vereinbarten Konditionen läßt sich hier eigentlich eher nicht von betrügerischer Manipulation sprechen, meine ich.

    • @ Leszek

      Ist doch nichts anderes als der Vorschlag, eine Prostituiertengewerkschaft bzw. Kooperative zu gründen.

      An und für sich keine schlechte Idee.

      Nur: Warum gibt es das nicht schon längst?

      Ist ja nun nicht gerade Raketenwissenschaft.

      Will sagen: Die schlaueren Prostituierten arbeiten lieber auf eigene Rechnung, verdienen damit mehr, haben kein Interesse an solchen Strukturen, die ihren persönlichen Gewinn schmälern.

      Die dümmeren sind dazu nicht in der Lage und so viele Idealisten, die sie organisieren könnten, sich zu ihren Fürsprecher.I.nnen aufschwingen könnten, verirren sich nicht in diesen Sektor des Berufslebens.

      • Für „Anarchosyndikalisten“ ist das Konzept der „Individualität“ so zugänglich wie Frollein Himmelreich die Raketenwissenschaft.

        Der Einzelne gehört eingeschmiedet und eingeschmolzen bis zur amorphen Masse.

        En passant…die „Idealisten“…was treibt denn die…etwa Altruismus?

        • @ Ratloser

          Aha, nicht nur von Foucault und Butler keine Ahnung, sondern auch von Anarcho-Syndikalismus keinen Schimmer.

          Typisch für die Political Correctness von rechts: viel dummes Geschwätz, wenig Kenntnisse.

        • @ ratloser

          *En passant…die “Idealisten”…was treibt denn die…etwa Altruismus?*

          Gewiss nicht.

          In der Regel.

          Egoismus ist die Erbsünde des Menschengeschlechtes, niemand ist frei davon, nur sind ihr einige stärker verfallen als andere.

          Idealismus ist in der Regel Egoismus, der sich besonders geschickt tarnt, nicht selten so geschickt, dass sich viele Idealisten tatsächlich für selbstlos halten – besonders unangenehm, das.

          Aber einige wenige weniger egoistische, altruistischer motivierte Menschen gibt es schon.

          Mit denen ist nur kein Staat zu machen, dafür sind sie zu selten.

      • Mich dünkt, dass ist eine sehr misanthrope Einstellung…wer, wenn nicht die Guten (sprich die, die es noch nicht an die Futtertröge des Systems geschafft haben)…die, die nach schwesterlich eiserner Faust im Arsch des ausbeuterischen Staates in Form eines Nutten-Syndikats streben….wer, wenn nicht die, treibt das nackte, reine, liebevolle Bestreben, über den Kopf der Versehrten, Ausgesetzten und von Sexismus Geplagten zu streicheln, um sie für den Kampf gegen die Macht (solange es nicht die eigene sei) zu gewinnen..

        Ich schlug anlässlich einer lustigen Runde von LINKSkorrekten geburtstagsfeiernden Schmarotzern meiner Steuerzahlungen (sprich Lehrer, Beamte und Uniangestellte) einmal vor, die ökologisch korrekte, ökonomisch vorteilhafte (hier musste der Gastgeber grinsen) und ökologisch unbedingt wertvolle Holzzentralheizung auch für die Verbrennung der kürzlichen verstorbenen Katze der Gastgeber zu nutzen, um die CO2-Emission des ansonsten verwesenden Kadavers zu minimieren und die Endlichkeit in Heizenergie zu überführen….da schlug der Idealismus in Hass um….der Idealist lebt von seiner Wut auf den, der mehr hat oder seinen Phantasmorgien ins Knie schiesst.

        • @ ratloser

          Na ja, Politische Korrektheit ist ein Machtinstrument der Linken, mit dessen Hilfe sie ihre Positionen unangreifbar machen wollen, weil es als unmoralisch gebrandmarkt wird, überhaupt auch nur eine Gegenmeinung zu der der Bessermensch.I.nnen zu äußern.

          Anderer Meinung zu sein ist unanständig.

          Erspart eine Menge Argumentationsaufwand.

          Auch die gegenwärtige Aufschrei-Kampagne ist in diesem Zusammenhang zu sehen.

          Die Durchsetzung der sexuellen Korrektheit als Teil der politischen Korrektheit unterwirft alles, was ein Mann tut oder nicht tut den GEFÜHLEN der BETROFFENEN Frau, der als OPFA die Defma zukommt.

          So ist jeder Mann in jedem Zusammenhang abschießbar, unterworfen der gefühlten Defma einer Frau, die als oberste Richtinstanz inthronisiert werden soll.

          Unwichtig, wie er’s gemeint hat.

          Wichtig allein, was SIE DABEI FÜHLT.

          Passt mir der Konkurrent um den Arbeitsplatz, den Listenplatz, den Wahlkreis nicht – ER HAT MICH SEXUELL BELÄSTIGT und weg ist er.

          Ein solches Machtmittel in den Händen unserer Feminist.I.nnen – adieu Du schöne Rechtsstaatlichkeit, das wäre ein weiterer Schritt hin zur Tyrannei der Opfa und der „Schwachen“, das Ende der Rechtssicherheit für Männer in allen Zusammenhängen, in denen sie mit Frauen interagieren.

          Womit ich nicht gesagt haben will, dass es kein ungehobeltes, hanebüchenes Verhalten von Männern gegenüber Frauen (UND FRAUEN GEGENÜBER MÄNNERN!) gibt, das auch sanktioniert gehört.

          Nur ist der Anlass und das Wie der Kampagne Beweis, dass es darum nicht geht.

          Sondern, wie üblich im Rahmen feministischer Propaganda, um Kollektivschuld, um die Grundlegung eines solide ausbeutbaren Schuldgefühles in DEN MÄNNERN, von dem sich bequem leben lässt, ein weiterer feministischer Griff nach MACHT, nach weiblicher Suprematie offenbart sich hier, nach Kontrolle DER Männer durch DIE Frauen.

          Eine widerwärtige, Gesellschaften zerstörende, Zivilisationen zerstörende, Solidarität zerstörende parasitäre Ideologie.

        • Die Sexualität ist eigentlich nur ein unwichtiger Nebenkriegsschauplatz.

          Die politische Korrektheit ist ein manipulatives Tool des Kulturmarxismus.

          Ein großer Teil der feministischen Bewegung hat sich hierfür nur – im wesentlichen ohne es sich bewusst zu sein – in Dienst stellen lassen.

          Der Kampf gegen den „weißen Mann“ ist genauso eine propagandistische Lüge, wie der Kampf gegen den „Atomtod“…gegen „Rassismus“…“soziale Gerechtigkeit“….für „Frieden“ oder gegen die „Klimakatastrophe“….Kulturmarxismus bedient sich der weit verbreiteten Ressentiments und versteht es bestens, auf der Klaviatur der sozialen Zurichtung mittels Dominierung des Diskurses und Enterung der Deutungshoheit zu spielen..Antonio Gramsci lässt grüßen.

          Dass – auch hier – so viele Jungs sich bemüßigt fühlen, auf so eine durchschaubare Kampagne wie die von Himmelreich/Massenmedien und feministischer Twittergirlibande reflexhaft Männchen zu machen, spricht für den Erfolg der Strategie.

        • *Dass – auch hier – so viele Jungs sich bemüßigt fühlen, auf so eine durchschaubare Kampagne wie die von Himmelreich/Massenmedien und feministischer Twittergirlibande reflexhaft Männchen zu machen, spricht für den Erfolg der Strategie.*

          Ja, es braucht halt schon einen großartigen Frauenverachter wie z.B. mich um nicht diser cuntfusion zu verfallen.

        • Die politische Korrektheit ist ein manipulatives Tool des Kulturmarxismus.

          Kulturmarxismus? Was soll das sein? Wurden die Deutsche Bank, Volkswagen und Bayer und verstaatlicht? Wurde „Bild“ als auflagenstärkste Zeitung der BRD von Marxisten gekapert? Ist Günther Jauch der Trotzki der Postmoderne?

          Hab ich was verpasst?

        • Die rechte Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie ist eine Neuauflage der klassisch antisemitischen Wahnvorstellung von der jüdisch-marxistischen Weltverschwörung. Diese rechte Ideologie knüpft an das nationalsozialistische Konstrukt des „Kulturbolschewismus“ an und beinhaltet ein ganzes Spektrum von Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: Neben der schon für die klassische Nazi-Propaganda verwendeten Verknüpfung von Antisemitismus und Männerfeindlichkeit beinhaltet diese Ideologie außerdem Frauenfeindlichkeit, antimuslimischen Rassismus, Rassismus gegen Schwarze und Homophobie.

          Der Schöpfer dieser Ideologie ist der antisemitische Verschwörungstheoretiker William S. Lind, ein Ideologe der Neuen Rechten in den USA. Ich habe mich durch einige seiner Texte hindurch gequält.

          Die Anti-Kulturmarxismus-Ideologen verwenden – neben bewussten Lügen und Fehlinterpretationen verschiedener linker Theorien – insbesondere gezielte Dämonisierungsstrategien gegen Linke um zu versuchen dadurch eine rechte Diskurshoheit zu erreichen.

          Ich habe diese Ideologie recht ausführlich analysiert. Bei Gelegenheit irgendwann mehr dazu.

        • @ Leszek

          Wow, da habe ich Dir ja offensichtlich einen dicken Span in den Hintern gebohrt….

          Die linksverblödete Masche, allen, die nicht in die Bonsaidenkkästchen der eigenen Verbohrtheit fallen, mittels Ettikettierung als „Antisemiten“, „Rassisten“, „Rechte“ (= Rechtsextreme = Nazis = Mörder = singulär Diabolische) etc. zu versuchen, die Diskusgrundlage zu delegitimieren ist intellektuell öde….

          Und vergiss nie: mit der staatlichen Alimentierung der anarchosyndikalistsichen ANTIFAS samt Sozialindustrie ist´s bald vorbei!

          😉

        • @ Ratloser

          Na, dann kannst du dich ja schon darauf freuen, wenn ich diese Ideologie bei Gelegenheit mal etwas ausführlicher analysiere.

          Du erwartest hoffentlich nicht ernsthaft, ich könnte meine Beurteilungen nicht belegen?

    • @ Leszek

      FYI: Interessantes Kurzstatement von Ariane heute:

      „Ich bin gefragt worden, warum ich nicht in irgendwelchen neu gegründeten oder noch in Gründung befindlichen Umbrella-Hilfsvereinen mitmische. Ganz einfach:

      ich bin keine Sprecherin und Repräsentantin der Betreiber Lobby und lasse mich dafür auch nicht instrumentalisieren. Weiter: ich mag einfach keine Leute, die von Deutschland als “Polizeistaat” sprechen und die die “Totalüberwachung” aktuell und bei der ausstehenden Gesetzesnovellierung polemisieren, Menschenhandel und Gewalt in der Sexarbeit negieren oder relativieren. Mich kotzen diese Platitüden einfach nur an, genauso wie Dilettantismus insgesamt. Vor allem, weil ich weiss, wie es sich anfühlt, sich tatsächlich in “Polizeistaaten” aufzuhalten und zu bewegen und die BRD, sorry, kann ich hier nicht einordnen. Vielleicht hat Julie Bindel doch recht, wenn sie konstatiert, dass sich Sexworker für die Pimp Lobby einspannen lassen? Auch wenn ich diese Dame sonst verabscheue. Und: dass sich irgendwelche Durchgeknallten hinter Sexworker Aktivismus verstecken? Mir fallen hier zahlreiche Fälle ein.“

      http://nuttenrepublik.wordpress.com/2013/02/03/reputation/

      • Danke Sheera,
        schau ich mir gleich mal an.

        Ich habe hier auch noch ein paar Artikel zum Thema, wieder aus syndikalistisch-klassenkämpferischer Perspektive (unter dem hier verlinkten Artikel sind Links zu weiteren):

        http://www.direkteaktion.org/203/sex-works

        Diese Artikel sind leider weniger geschlechtsübergreifend orientiert, als der erste, auf den ich weiter oben verwies (was m.E. ein Verstoß gegen freiheitlich-sozialistische Prinzipien ist, denn eine freiheitlich-klassenkämpferische Perspektive sollte m.E. stets die Problemlagen beider Geschlechter im Blick haben) – aber trotzdem überwiegend interessant und lesenwert.

        Falls Dich das Thema interessiert, kannst Du ja mal reinlesen.
        Eine Rückmeldung von Dir – egal ob zustimmend oder kritisch – finde ich natürlich stets interessant.

  11. Bis Samstag ist zwar nicht mehr lang, aber ich will nicht mal so lange waren. Mir ist folgender interessanter Text auf Genderama aufgefallen.

    Da schildert ein querschnittsgelähmter Mann, wie er die ganze Brüdele-Affäre und die ihr folgende Sexismus-Debatte in Hinblick auf tatsächliche sexistische Diskriminierung, de er erleiden musste, einstuft.
    Ich bin so frei, den kompletten Text hier mal zu zitieren. (Trotzdem lohnt sich ein Besuch auf Genderama, grade dieser Tage.)

    „Sie macht mich wütend. Die aktuelle Sexismus-Debatte. Nicht wegen dem Thema selbst, das ist wichtig. Eher wie sie geführt wird und wie weit das geht. Lese ich diese Diskussionen im Internet mit, erfahre ich, dass gewünscht wird, Blicke zu sanktionieren. Denn diese sind Sexismus, diskriminierend! Man(n) fragt sich, warum ihm Augen gegeben wurden. Damit er nicht vor Wände läuft, klar. Aber soll er Frauen umrennen? Diese Hysterie halte ich für völlig überzogen. Und wenn aus derlei Nichtigkeiten Diskriminierungen abgeleitet werden, die dann noch sexistisch sein sollen, fühle ich mich ehrlich gesagt verarscht.

    Warum? Dazu ein wenig zu meiner Person: Ich bin seit einigen Jahren querschnittsgelähmt, und meine Hörleistung ist herabgesetzt. Dies durch den Ausbruch der Krankheit Neurofibromatose Typ2. Eine Krankheit, die per Zufall Tumore entstehen lässt. Einen hatte ich im Rückenmark. Daher die Querschnittslähmung. Ich war ca. 26, 27 Jahre alt, als dies passierte. Bis dahin war mein Leben relativ normal. Dann wurde der erste Tumor entdeckt, und eine ca. zweieinhalb Jahre andauernde Zeit in verschiedenen Krankenhäusern begann. Der Tumor wurde entfernt, und ich war querschnittsgelähmt.

    Konnte ich mir bis zu diesem Zeitpunkt unter dem Begriff nur gelähmte Beine vorstellen, lehrte mich die Realität schnell besseres. Ich wurde inkontinent. Stuhlinkontinent und auch blaseninkontinent. Meine Hüfte war … weg. Für mich. Ich konnte mich also nicht mehr drehen, nicht aufrecht alleine halten. Dies konnte später zum Glück durch intensives Bauchmuskeltraining ein wenig kompensiert werden. Aber ich werde nie vergessen, wie ich mit der Querschnittslähmung das erste Mal abführte.

    Man hatte mir eine Windel angelegt. Ich spürte ja nichts, konnte nicht Bescheid sagen. Alle paar Stunden guckte eine PflegerIN mir ungefragt in diese Windel. Prüfte, ob sie voll war. Dies war beim vierten Mal der Fall. Was bedeutete, dass sie mich im Bett – wieder ungefragt – zur Seite drehte, die Windel öffnete und mich sauber machte. Nicht ohne lautstark kundzutun, was sie in der Windel fand, wieviel und welche Konsistenz das hatte. Lautstark genug, dass es die drei anderen Patienten im Zimmer auch hörten. Ein Patient von diesen dreien war übrigens weiblich. Nach mir im Zimmer angekommen. Ich bekam das Aufnahmegespräch mit. Sie wurde gefragt, ob sie einen männlichen oder weiblichen Pfleger wünscht, ob sie es aushalten würde, mit männlichen Patienten im Zimmer zu liegen. Dinge, die ich nie gefragt wurde. Wenn Sie nun denken „War wohl Privatpatientin“, sei Ihnen gesagt: Ich war auch Privatpatient. Im Laufe der nächsten Jahre durfte ich die Erfahrung machen, dass Frauen in jedem Krankenhaus, in dem ich war, wählen durften. Ich in keinem. Nicht weil es nicht genug männliche Pfleger gab. Die waren da. Das Krankenhauspersonal kam gar nicht auf den Gedanken, dass auch Männer das unangenehm finden können. Also schob mir immer eine Pflegerin den Katheter in den Penis – bis ich mich wehrte und das selber machte.

    Trotzdem habe ich in der Zeit einige männliche Pfleger kennen gelernt (diese durften das Mittagessen verteilen). Dabei ist mir eins aufgefallen: Die männlichen Pfleger interessierten sich öfter für mich als Person. Mit manchen bin ich noch gut befreundet. Für die meisten weiblichen Pflegekräfte war ich nur Patient XY, den es abzuarbeiten galt. Ich merkte sehr deutlich, dass sie nur ihre Schicht hinter sich bringen wollten. Das machte es nicht angenehmer. Ist man lange im Krankenhaus, immer nur im Bett, nicht in der Lage raus zu kommen, baut man geistig ab. Ich habe irgendwann nicht mehr viel mitbekommen, war einfach nicht mehr so ganz da. Einem männlichen Pfleger schien das aufzufallen. Er spielte von da an täglich mit mir Memory. Freiwillig, aus Eigeninitiative – nach seinem Feierabend. Dieses Spiel hat mir enorm geholfen und ich bin endlos dankbar. Von seinen Kolleginnen wurde dieser Pfleger meist süffisant abwertend belächelt. Einmal wurde er sogar gefragt, ob ihm sein Feierabend nichts bedeutet. Er antwortete mit „Doch. Deshalb sitze ich hier.“

    Aber wie sieht mein Leben heute aus, einige Jahre später? Ich bin an den Rollstuhl gebunden und brauche morgens wie abends einen ambulanten Pflegedienst. Diesen konnte ich zum Glück selbst wählen und bin zufrieden. Ich fahre ein umgebautes Auto und führe meine kleine IT-Firma. Also recht normal, sollte man meinen. Doch der Sexismus in meinem Leben hat nicht aufgehört. Er hat sich nur verlagert. Zum Beispiel zu Müttern. Wenn ich einkaufen fahre oder im Park den Sommer genieße, treffe ich oft auf Eltern mit Kindern. Kinder kommen recht schnell zum Rollstuhl, ohne Berührungsängste, mit viel Neugier. So sind Kinder, und ich liebe diese Neugier. Mütter tun dies größtenteils anscheinend nicht. Sie zerren ihre Kinder weg, oft begleitet mit dem Kommentar „Guck da nicht so hin, das gehört sich nicht!“. Warum eigentlich? Wieder sind es Blicke, die sanktioniert werden. Meiner Meinung nach ohne Grund.

    Väter sind da oft anders. Sie sprechen mich oft an, stellen Fragen, sind teils genauso neugierig wie die Kinder. Wo kommt dieser Unterschied her? Bisher war es mir egal. Doch im Zuge der Sexismus-Debatte, gibt mir das zu denken. Ich komme immer mehr zu dem Schluss, das Mütter mich oft diskriminieren. Auch weil ich beobachte, dass sie häufig (wenn auch nicht immer) ihre Kinder bei weiblichen Rollstuhlfahrern nicht derart zurechtweisen. Von männlichen Rollstuhlfahrern scheint eine Gefahr auszugehen. Ich weiß nicht welche, merke es aber immer wieder. Wie die Straßenseite (nur von Frauen) gewechselt wird, dass Frauen an der Supermarktkasse weder vor noch hinter mir stehen möchten, dass weibliche Ärzte wie selbstverständlich eher mit meiner Begleitung über mich reden statt mit mir. Eine gute Freundin nannte mir mal als möglichen Grund das Klischee, dass Rollstuhlfahrer angeblich keinen Sex hätten und deshalb Frauen vergewaltigen könnten. Damals habe ich über diese Theorie gelacht – im Wissen, dass mein Sexualleben ganz okay ist. Im Sinne der Sexismus-Debatte müsste ich mich heute als Opfer fühlen. Als mehrfaches Opfer. Quasi mit Abo, seit einigen Jahren.

    Wenn nun also sanktionierbarer Sexismus bei Blicken anfängt, wie soll ich dann das Erlebte bezeichnen? Bisher bezeichnete ich es als „dumm gelaufen“ und kam nicht im Ansatz auf die Idee, damit ein ganzes Geschlecht negativ zu verurteilen. Weil ich immer wusste, dass selbst 100 DeppInnen nicht für alle Frauen stehen. Selbst tausend würden es nicht. Wenn dies nicht auch umgekehrt greift, frage ich mich, ob wirklich ich der „Behinderte“ bin. Der Unterschied ist, dass ich in manchen Bereichen Hilfe brauche. Es nicht ohne geht. Sonst bin ich physisch verletzt. Können Blicke das auch? Warum braucht eine Frau Hilfe, wenn sie angeguckt wird? Darf man von erwachsenen Frauen kein erwachsenes Handeln erwarten? Dazu würde gehören, sich verbal zu wehren oder die Blicke zu ignorieren. Ist diese Erwartungshaltung sexistisch? Wird deshalb so oft von „Frauen und Kindern“ gesprochen? Ich jedenalls fühle mich diskriminiert, wenn Frauen bei solchen Kleinigkeiten eine Extra-Hilfe einfordern können. Weil ich Frauen auf Augenhöhe sehe. Es wäre schade wenn Frauen sich selbst nicht dort sehen.“

    Sehr guter Text, der auch tiefe Einblicke in die Misandrie in unserer Gesellschaft erlaubt.

    Meiner Meinung nach wird er von seinen Pflegerinnen bzw. den Müttern und Passantinnen, die er erwähnt, regelrecht gehasst bzw. verachtet.

    Dieser Hass bzw. diese Verachtung von Frauen gegenüber „Taugenichtsen“ und „Nichtsnutzen“ ist sehr tief verankert. Diese Worte werden komischerweise auch nicht gegendert. Genauso wie ich noch nie die Phrasen „Erfraue dich!“ und „Du bist keine richtige Frau!“ gehört habe.

    Sangen doch schon Destinys Child „I need a soldier, that ain’t scared stand up form me.“
    Wie soll Mann denn für die Frau einstehen, wenn er noch nicht mal aufstehen kann?!?! Wenn er die Dreistigkeit besitzt, invalide zu werden und an den Rollstuhl gefesselt zu sein?! Dieser Mistkerl!!! SKANDAL!!!!

    Soviel zu Frauen als dem emphatischeren Geschlecht etc.

    Interessant ist, dass Destitnys Child ihre Singel „Soldier“ Ende 2004 veröffentlichten, also als in den USA evtl. noch Hoffnung bestand, dass ihre Präsenz im Irak und Afghanistan sinnvoll und notwendig sei. Als man sich noch Hoffnungen machte, die islamistischen Knallköpfe würden schon irgendwann den (Flaschen-)Geist aufgeben. Meine mich auch daran erinnern zu können, das sie das Lied auch einmal vor der Truppe performt haben.
    Evtl. handelt es sich bei diesen „independent women“ ja um sowas wie die „urban black white feather girls“. Bei aller toughness überlassen sie den Kampf gegen die grenzdebilen Steinzeitler, die ihre Prachtärsche in Burkas hüllen wollen, wieder den guys. („I’am an independent black woman. I ain’t need no man. Um-Hum!!!!“)

    • Und wer kennt nicht die unangenehme Situation, wenn man – zufällig zu zweit auf weiter Flur – hinter einer Frau langspaziert. Da kann man sich nur auf den Boden setzen und warten bis sie weit weg ist.

      • @Stephan mit ph:
        Frauen haben ja auch nicht ohne ihr Herrchen auf weiter Flur herrumzustreunen. (Zumindest nicht ohne Maulkorb; das Risiko, dass jemand zu Tode gequatscht wird, ist nicht vertretbar.)

        Wobei es sogar Freiläuferinnen geben soll, die wieder nach Hause zurückfinden, ohne zwischenzeitlich mehr als 8 mal nach dem Weg zu fragen.

        Vielleicht hilft es, wenn das Herrchen darauf achtet, dass seine Frau ihr Habiat(d.h. die Küche) schön sauber hält, um solche Ausbüchsversuche zu verhindern, die auch schon mal dazu führen können, dass sich einzelne dieser Frauen sogar in die Politik verirren.
        Vieleicht sollte man so eine Art Prüfung für Ehemänner einführen?

        Im islamischen Kulturkreis ist man da schon ein Ganzes Stück weiter, siehe u.a. die Kamel-Sure. Die schleichende Islamisierung wird uns unseren Rückstand hoffentlich noch früh genug aufholen lassen.
        Auf der anderen Seite graut mir davor, dass dann auch einem Mann erlaubt wird, bis zu 4 Frauen zu heiraten. Hier sorgen die Emergenz-Effekte schnell dafür, dass Mann recht schnell an seine Grenzen stößt.
        In diesem Zusammenhang sollte dann evtl. darüber diskutiert werden, ob das von islamischen Gelehrten aufrecht erhaltene Verbot, die eigene Frau bei Ungehorsam ins Gesicht zu peitschen, nicht endlich fallen muss.
        Allerdings möchte ich auch nicht dazu auffordern oder gar dahingehend Druck ausüben, denn kulturel insensibel und chauvinistisch möchte ich im Sinne der critical whiteness ja auch nicht agieren.
        („Sorry I’m white!!! Sorry I’m male!!!! Why can’t I stop opressing other people???“)

  12. Da viele Frauen ein natürliches Recht darauf zu haben glauben, von Männern versorgt und geschützt zu werden, ist der Mann, der das nicht mehr kann, instinktiver Verachtung ausgesetzt.

    Er ist eigentlich kein Mann mehr, daher viel weniger „mitleidswürdig“ als eine hilfsbedürftige Frau, die quasi nur ihr naturgegebenes Frauenrecht ausübt.

    Der INVALIDE Mann dagegen ist Ressourcenkonkurrent, wird daher instinktiv eher abgelehnt.

    Er erarbeitet nicht nur keine Ressourcen, sondern konkurriert mit Frauen um diese Hilfsressourcen, die von Gott und Rechts wegen doch vor allem Frauenundkindern zustehen.

    Er ist ultimativ NICHTMANN in weiblicher Vorstellung, kastriert, unbeachtlich.

    Während die hilfsbedürftige Frau immer noch, ja gerade erst recht FRAU ist.

    Es gibt nur wenige Männer, deren Selbstbewusstsein nicht gepämpert wird, wenn sie Frauen helfen können.

    Anderes Beispiel zum Thema Weiblicher Sexismus.

    Als mein Vater noch lebte, brachte ich ihn eimal im halben Jahr in eine Spezialklinik, wo er umfassend untersucht wurde – dauerte den ganzen Vormittag (oder Nachmittag, je nachdem).

    In dieser Zeit setzte ich mich bei schönem Wetter in den Stadtpark.

    Dort stand ein Pavillon, in dem Sole verrieselt wurde, drumherum im Kreis Bänke, die im „Dunstkreis“ der Solewolke standen.

    Da ich zur Bronchitis neige, war der Aufenthalt dort sehr angenehm für mich.

    Die Zeit nutzte ich, um Zeitung/Zeitschriften zu lesen (ja, damals konsumierte ich noch die Müllstrommedien).

    Saß ich am Vormittag dort, traf ich vor allem auf Frauen mit Kindern, die um den Pavillon herum spielten.

    Die Bänke waren in der Regel gut besetzt am späteren Vormittag (ich war meistens sehr früh – gegen 9:00 – da, fand also immer eine freie Bank).

    Die auch frei blieb.

    Denn keine Mutter mit Kind setzte sich neben mich, den Mann, der zu verdächtiger Zeit dort „herumlungerte“, wo KInder(!!!) spielen.

    Das fiel mir auf, denn ich bin nicht gerade angezogen wie ein Penner, lege Wert auf ein gepflegtes Äußeres.

    Daran konnte das Verhalten der Frauen also nicht liegen.

    Es hat mich andererseits nie sonderlich gestört.

    Bis ich eines Tages, verborgen hinter einer auseinandergefalteten Zeitung, die Beine übereinandergeschlagen, spürte, dass mich jemand am Hosenbein zupft.

    Ich ließ die Zeitung sinken, vor mir stand ein kleines Mädchen, vielleicht 4 Jahre alt, grinste mich an, ohne etwas zu sagen.

    Ich grinste zurück, übte mich in Dutzi-Dutzi-Sprache und fragte, wie sie denn heiße.

    Eine Antwort bekam ich keine, statt dessen kramte sie in der Brusttasche ihrer Trägerhose und brachte ein Bonbon zum Vorschein, das sie mir hinhielt.

    Ich war gerade im Begriff, es zu nehmen, als eine sehr scharfe Stimme ihren Namen rief.

    Die Kleine rannte zu der Frau – ich nehme an, ihre Mutter, die begann, sehr laut mit ihr zu schimpfen.

    Dass man doch keine Bonbons von Fremden annehmen solle usw.

    Die ganze Frauenrunde bekam das mit und blickte mich missbilligend an, mich, den Unhold, der sich zu unziemlicher Zeit dort aufhielt, wo Mädchen spielten und offenbar die Kleine angebagget hatte.

    Bestimmt ein Kinderschänder auf Beutefang.

    Ich konnte noch beobachten, wie die Kleine von ihrer Mutter buchstäblich davongezerrt wurde, so eilig hatte sie es, von mir wegzukommen, so sehr gezerrt, dass sie zeitweise in der Luft schwebte.

    Sehr peinlich für mich.

    Einige Frauen auf den Nachbarbänken verließen denn auch ihren Platz und brachten ihre Kinder in Sicherheit.

    Ganz normaler weiblicher Alltagssexismus in diesem unserem Lande, in dem Männer Täter sind und Frauenundkinder OPFA.

    • Eine schöne Geschichte.

      Ich glaube das Mädchen, wenn es erwachsen ist, wird in ähnlichen Situationen ein sehr ambivalentes Gefühl entwickeln wenn es einen „ausgewachsenen, gut gekleideten Mann“ sieht, also sich unbewusst an vergleichbare Situationen erinnert fühlt, denn es wird seitens der Mutter wohl nicht bei diesem einen Fall der Neurosenzüchtung geblieben sein.

      Abgestoßen und angezogen gleichzeitig, erhöhte Anspannung, chronisch.

      Es könnte sogar sein dass sich dieses Mädchen ab Pubertät an vergleichbare Männer förmlich ranwirft, „verschenkt“.

      Also mein Schlüsselerlebnis mit dem Zeitgeist war mit ca. 13 Jahren. Eine ad hoc Party und dann war ein etwas älteres Mädchen dabei, ich glaube es war ein Kind einer alleinerziehenden „Schlampenmutter“. Ich zeigte kein besonderes, und wohl keinesfalls das gewünschte Interesse an ihr. Sie versuchte dauernd mit mir zu Reden und mir irgend was zu erzählen, mich zu irgend was zu drängen, sie kam mir zu nahe und ich fühlte mich irgendwann regelrecht bedrängt und stieß sie von mir weg. Dann fing die an rumzunölen ich hätte sie Angegrapscht. So konnte ich damals meine Künste in Ignoranz trainieren.

      Letzt war wieder was interessantes, ich war auf der Rückreise von einer Mountainbiketour in den Alpen mit einem Kleinbus. Halt an Raststätte in den Alpen. Lange Schlange an den Toiletten. Ich stellte mich etwas abseits und pinkelte in die Natur, wie es ein Mountainbiker eben so tut.
      Schnell waren 1-2 Männer zur Stelle und sagten mir was ich mir denn einbilden würde, hier seien Kinder. Ich hab ja nicht mein bestes Stück irgend welchen Kindern (oder irgendwem anders) präsentiert oder Kinder gefragt ob sie schon mal einen erwachsenen Mann nackt gesehen haben, ich hab glaube ich nicht mal Kinder näher als 20-30 m gesehen. Ich wurde dann noch mehrmals angerempelt, hab aber einfach zuende gepinkelt und mich nicht abbringen lassen.
      Warum sind die Menschen so drauf? So neurotisch? OK, es ist nicht die feine Art an einer Raststätte in die Grünanlagen zu pinkeln, aber Hunde tun es auch und der Druck war groß und die Schlange war lang.
      Warum wird mir als erstes und einziges gesagt „es sind auch Kinder da“?

      • „ich hab glaube ich nicht mal Kinder näher als 20-30 m gesehen“

        Du kannst daon ausgehen, das Kinder auch aus 20-30 m Entfernung erkennen können, dass da jemand in die Natur pinkelt. Wahrscheinlich wurde von dir ein vorbildlicheres Verhalten erwartet..

      • @Borat: In solchen Fällen müssen sich die Mütter der Kinder für diese aufopfern. Eine von ihnen hätte vor dir knien, und mit ihrem Kopf dein Gemächte verdecken müssen. Um die umliegende Vegetation vor übersäuerung durch deinen pöhsen Trieb-Täter-Urin zu bewaren hätte sie diesen zunächst mit ihrer Mundhöhle auffangen und sodann hinunterschlucken sollen.

        Oder hat wer eine bessere Idee?
        Wie bitte?! Was höre ich da?? Man solle einfach die Leute in Ruhe pissen lassen, dann wäre die ganze Sache eh innerhalb von 30 Sekunden vorbei und im übrigen wäre das auch nicht weiter dramatisch?!?

        Wie schräg seid ihr denn drauf?!?
        🙂

    • @Roslin: Sehr aufschlussreiche Geschichte. Ich denke viele Männer könnten ähnliches berichten. Dass Männer durch solche Erlebnisse Berührungsängste gegenüber Kindern, z.T. sogar gegenüber den eigenen, entwickeln, schwächt natürlich die Vater-Kind-Bindung und stärkt die Mutter-Kind-Bindung, was für die Frau Mama im Falle einer Scheidung vor dem Familiengericht natürlich sehr angenehm ist.
      So wird das Kind auch eher das Der-Papi-macht-die-Mami-ganz-Traurig-Manipuliere schlucken und vor Gericht wiedergeben.

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