Rainer Brüderle, Laura Himmelreich und sexuelle Belästigung

Im Stern soll über sexuelle Belästigung durch Politiker berichtet werden, insbesondere anhand eines Vorfalls der Journalistin Laura Himmelreich mit Rainer Brüderle. Frau Himmelreich sollte Brüderle vor etwa einem Jahr interviewen und schildert dies wie folgt:

„Brüderles Blick“, schreibt Laura Himmelreich, wandert auf meinen Busen. „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.“ Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie. „Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen.“ „Herr Brüderle“, sage ich, „Sie sind Politiker, ich bin Journalistin.“ „Politiker verfallen doch alle Journalistinnen“, sagt er. Ich sage: „Ich finde es besser, wir halten das hier professionell.“ „Am Ende sind wir alle nur Menschen.“

Gegen ein Uhr nachts tippt ihm seine Sprecherin an die Schulter. Brüderle verabschiedet sich von den umstehenden Männern. Dann steuert er mit seinem Gesicht sehr nah auf mein Gesicht zu. Ich weiche einen Schritt zurück und halte meine Hände vor meinen Körper. Die Sprecherin eilt von hinten heran: „Herr Brüderle!“, ruft sie streng. Sie führte ihn aus der Bar. Zu mir sagt sie:“Das tut mir leid.“ Zu ihm sagte sie: „Zeit fürs Bett.“

Ein Bild im Dirndl von Laura Himmelreich war nicht zu finden, bereits ein Ganzkörperfoto ist schwer zu finden.

Laura Himmelreich

Laura Himmelreich

Hier zum Vergleich ein Foto von Rainer Brüderle:

Rainer Bruederle

Rainer Bruederle

Aber hier geht es natürlich nicht um aussehen. Man darf davon ausgehen, dass Politiker aufgrund ihres Status für viele Frauen durchaus attraktiv sind und in soweit häufiger auch mit blöderen Anmachen Erfolg haben, einfach weil Status attraktiv macht. Das kann dann natürlich auch zu unangemessenen Verhalten führen, welches belästigend ist.

Ich finde es bei der Schilderung oben erstaunlich, dass ihre Reaktionen nahezu vollkommen ausgeblendet werden:

„Brüderles Blick“, schreibt Laura Himmelreich, wandert auf meinen Busen. „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.“

Hier wäre es natürlich interessant zu sehen, wie das Dekollete des Dirndls aussah und wie sie sich präsentiert hat:

Dirndl Dekollete

Darf man auf ein prächtiges Dekollete einen entsprechenden Kommentar geben? Es ist ja immerhin ein sexuelles Signal (Victim Blaming), welches sich eigentlich auch nicht für ein Interview gehören würde. Es kann natürlich auch sein, dass sie etwas züchtigeres anhatte, aber eine weitergehende Information wäre schon interessant gewesen.

Auch dann stellt sich natürlich die Frage, welche Reaktion er hier noch bringen konnte. Bei entsprechender Präsentation ihrerseits finde ich es keinen absolut unvorstellbaren Kommentar.

Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie. „Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen.“

Auch hier erfährt man nicht, wie sie auf seinen ersten Spruch reagiert hat: Verschämtes Schweigen und umlegen eines Schals? Ungläubiges Entsetzen mit offenen Mund? Verschmitztes Grinsen und ein bestätigendes Nicken? Wie lief das Gespräch weiter? Wenn sie hier „Indicators of Interest“ gesendet hätte finde ich seine Reaktion nach diesem Spruch keineswegs schlimm. Ein Handkuss ist eher alte Schule und wenn sie auf den Busenkommentar passend reagiert hätte, dann konnte er wohl davon ausgehen, dass er einen Handkuss wagen kann zumal man auch hier langsam die Hand nehmen und zum Mund führen kann und erst dann, wenn sie es zulässt einen Kuss aufdrückt. Wir erfahren auch hier wieder sehr wenig über den gesamten Vorgang oder ihre Reaktion. Wie hat er ihre Hand genommen, wie hat er reagiert, war sie in einer Schockstarre und merkte er das? Es fehlt jegliche Schilderung, die den Handkuss abschätzbar macht.

„Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen.“

Wenn wir einmal von der vorteilhaftesten Version für Brüderle ausgehen, dann hat sie den Spruch über ihren Busen akzeptiert, den Handkuss akzeptiert, es spricht nichts dagegen sie um einen Tanz zu bitten. Wenn sie natürlich jeweils mit Abscheu reagiert hat, dann wäre es etwas anderes.

„Herr Brüderle“, sage ich, „Sie sind Politiker, ich bin Journalistin.“ „Politiker verfallen doch alle Journalistinnen“, sagt er.

Finde ich auch erst einmal einen unverdächtigen Dialog – ihr Argument ist ja in der Tat nicht zwingend. Joschka Fischers 3 und 4 Frau waren Journalistinnen (ebenfalls mit starken Altersunterschied),  Auch Gerhard Schröders vierte Frau war Journalistin. Christian Lindners Frau ist ebenfalls Journalistin. Sieht man es als reinen Shittest, dann reframed er ihn eigentlich ganz okay als Argument für eine Entscheidung für ihn. Auch hier erfahren wir nicht, ob sie es mit einem verschmitzten Lächeln und einem leichten Augenaufschlag sagt oder eher ablehnend.

Ich sage: „Ich finde es besser, wir halten das hier professionell.“ „Am Ende sind wir alle nur Menschen.“

Hier wird sie immerhin deutlicher. Und er bringt es in dieser Interaktion okay zu Ende.

Dann steuert er mit seinem Gesicht sehr nah auf mein Gesicht zu. Ich weiche einen Schritt zurück und halte meine Hände vor meinen Körper.

Hier wäre natürlich die Frage, wie nahe er ihr gekommen ist. Ihr einfach so ohne weitere Vorzeichen einen Kuss auf den Mund drücken zu wollen wäre ein absolutes No-Go. Aber auch hier erfährt man eigentlich zu wenig über konkrete Nähe oder überhaupt die näheren Umstände.

Im Ganzen wäre also sein Eingangsspruch wahrscheinlich über die Grenzen hinaus, sofern sie nicht ihrerseits Interesse signalisiert und ihren Busen besonders betont hat. Auch am Ende scheint er etwas viel gewollt zu haben. So richtig erfährt man aber auch nichts über die Einzelheiten, so dass ich an seiner Version interessiert wäre.

Bleibt noch die Frage, warum sie es gerade jetzt so darstellt:

Klar kann man da anführen, dass gerade weil er wieder mehr ins Rampenlicht geht die Bevölkerung auch ein Anrecht darauf hat, ihn entsprechend kennen zulernen. Aber es wirkt eben auch wie eine politisch motivierte Kampagne und ein sich ins Rampenlicht rücken.

Der Artikel schildert, dass auch ansonsten die Politiker wohl eifrig hinter den Frauen her sind:

Es fängt an bei einem bieder-braven CDU-Ministerpräsidenten, der vor den beiden jungen Journalistinnen, die ihn begleiten, plötzlich den Hirsch macht und angeberisch in der Tempo-30-Zone den Rennfahrer gibt; ein Testosteroneinschuss und ein Verhalten wie bei einem 14-jährigen Pubertanten. Es geht weiter beim Parteihäuptling, der zu vorgerückter Stunde auf einem Fest einer Mitarbeiterin so auf die Pelle rückt, dass die von Kolleginnen in Sicherheit gebracht werden muss. Und es hört auf bei einem ehemaligen Wirtschaftsminister, der bei seinen Besuchen im Ausland den Frauen in den jeweiligen Botschaften nachstellte – so impertinent, dass eine Order rausging, junge Frauen nicht mit diesem Mann alleine zu lassen.

Also klassisches Imponiergehabe, Statusaufbau, den starken Mann markieren. Würde mich interessieren, wie hoch da die Erfolgsquoten sind.

Auch interessant, dass wohl das Verhalten von Journalistinnen auch nicht immer einwandfrei ist:

Zur vollen Wahrheit gehört allerdings auch, dass in manchen Redaktionen junge, attraktive Frauen strategisch eingesetzt werden. Dabei geht es nicht nur um einen anderen, weiblichen Blick. Sondern darum, eine größere Nähe zu Politikern herzustellen, eine anders geartete Nähe. Offenherzigkeit gegen tiefes Dekolleté und klimpernde Wimpern. So einfach ist das manchmal wirklich, leider. Und auch das ist Sexismus, nur anders herum. Ein Spiel mit den Trieben.

Ein tiefes Dekollete und klimpernde Wimpern. Inwieweit Laura Himmelreich diese eingesetzt hat um als relativ junge Journalistin einen hohen Politiker besser interviewen zu können, lässt ihre Version schon aus meiner Sicht noch offen.

Die Forderungen daraus:

Ja, es ist ein schmaler Grat. Nein, es geht nicht um das gemeinsame Weinchen in entspannter Atmosphäre. Das sei allen gegönnt, auch Rainer Brüderle. Aber es geht darum, auf welcher Basis sich Journalistinnen und Politiker begegnen. Auf Augenhöhe, wie das etwa der verstorbene Peter Struck mit rauem Charme beherrschte? Oder auf Brusthöhe, wie Brüderle und die anderen schamlosen Böcke in Nadelstreifen. Es ist eine Frage des Respekts, den man sich gegenseitig entgegenbringen sollte, egal welchen Alters, egal welchen Geschlechts. Es geht schlicht um ein Mehr an Zivilisation.

Interessant auch, dass man die Journalistinnen, die Politiker anflirten, hier außen vorlässt. Auf ihr Verhalten dürfte ein Teil des Verhaltens der Politiker ja durchaus zurückzuführen sein, weil sie dort Erfolgserlebnisse abholen, die sie annehmen lassen, dass ihr Verhalten erfolgreich ist.

Hier noch ein paar Stimmen von Twitter:

345 Gedanken zu “Rainer Brüderle, Laura Himmelreich und sexuelle Belästigung

      • Das Thema ist ok – aber die Story ist so was von bekloppt.

        „Bruhaaaa er hat mich vor einem Jahr angemacht und jetzt fällts mir wieder ein.“, was bitte soll das?

        • ja, dass sie jetzt erst damit aufkreuzt, ist mehr als seltsam. Wirkt auf mich sehr befremdlich und werde das Gefühl dabei nicht los, dass es eine konstruierte Geschichte ist, die wichtige Details ausläßt bzw. anders darstellt.

        • @ Dummerjan

          Zumal der so öffentlich Angegangene kaum eine Chance hat, Zeugen zu finden, die sich an den genauen Ablauf noch erinnern, wenn es eine undramtische Geschichte war.

          Er hat also kaum eine Chance, eine Gegendarstellung glaubwürdig zu unterfüttern.

          So dass die Angehörige des Geschlechtes mit dem Opfer-Abo-Ticket in der Tasche unbeanstandet ihre Geschichte ad nauseam wiederholen kann, wahrscheinlich bald in TV-Talkshows unserer Müllstrommedien bei besorgt-betroffen-teilnehmend-mitleidend fragenden opfasolidarischen Master.I.nnen.

          Feiger Denunzenjournalismus ist das, typisch für einen verluderten Journalismus.

        • „in TV-Talkshows unserer Müllstrommedien bei besorgt-betroffen-teilnehmend-mitleiden“

          Nicht zu vergessen ein 350-seitiges Buch mit Farbfotos und dem schönen Titel „Eine Nacht für die Ewigkeit – wie mich R.Brüderle nicht vergewaltigte“. Aus dem Verkauf wird eine Stiftung für die Unterstützung betroffener Internetjournalistinnen gegründet.
          Diese wird dann wohl heißen „UNterstützung GEFährdeter Internetjpurnalistinnen Kompromittiert Täter“ (UNGEFIKT-Stiftung)

        • @ Stephan

          Ein solcher Zeuge würde doch nichts nützen. Der kann nur bestätigen, dass ein ganz undramatisches Gespräch stattgefunden hat, was ja von Frau Himmelreich auch nicht anders geschildert wird.

          Den Inhalt hat er nicht belauscht.

          Also kann Frau Himmelreich weiter alles Mögliche über den Inhalt behaupten.

          Sie war halt zu traumatisiert, um angemessen zu reagieren!

          Man bedenke: Ein alter geiler Bock (man weiß doch, wie die sind, als Frau, Feminist.I.n, Journalist.I.n) und eine junge(!) Frau(!!), die mit dem Opfer-Abo in der Tasche – Unschuldsvermutung gilt da nicht mehr, für keinen Mann.

          Also nie ohne Zeugen mit Journalist.I.nnen reden, offiziellen Zeugen, besser noch: Protokoll führen lassen oder Handykamera Ton und Bild aufnehmen lassen.

          Ja, Interagieren mit Frauen im Beruf und in der Politik wird so immer schiwieriger, aber mein Gott, die Zeiten werden nun mal härter.

    • Eine Kombination linker Agitation gegen die Ausgeburt des parteipolitisch Bösen (= FDP), eine feministische Heldentat (Entlarvung des allfällig geilen, grenzüberschreitenden weißen Manns) und etwas PR in eigener Journalistinnensache (die Zeiten sind schwer für Schreiberline(innen).

      Das ist doch prima gelaufen.

      Interessant ist, dass die Tante das Interview damit eröffnete, dass sie Brüderle auf den Widerspruch zwischen seinem Alter und dem Anspruch der FDP nach „Erneuerung“ ansprach.

      Da hätte ich hier schon den rechten Mittelfinger gezeigt…

  1. Mir auch.
    Die treiben es noch so weit, das kein Politiker
    mehr mit Journalistinnen redet.
    Ich würde mit der Himmelreich anfangen.

  2. Das ist doch wieder ein Beispiel dafür, wie ergebnisabhängig Flirten wahrgenommen wird. Wäre Frau Himmelreich von den Avancen angetan gewesen, hätte man niemals etwas von den Begebenheiten gehört. Aber da dies nicht der Fall war, wird es nun als Beispiel für Sexismus verwendet.

    • @markus

      Rein Gametechnisch könnte ich mir vorstellen, dass gerade bei Politikern und für Sex/Affaire ein „direkter Ansatz“ im Gegensatz zu „indirekt Game“ das effektivste Mittel ist (was es nicht moralisch richtig macht, aber vielleicht erklärt, warum es verwendet wird).
      Er hat entweder Attraktion durch seinen Status für sie oder er hat ihn nicht. Ein relativ sexuelles Signal senden und ihre Reaktion beobachten klärt dann am schnellsten, ob man Aussichten hat oder nicht und bedient zudem Attraktion noch zusätzlich, wenn schon welche vorhanden war.

  3. Mein erster Gedanke: Jawoll, da kriegt dieser schmierige Lobbyist mal richtig sein Fett weg!
    Mein zweiter: was für eine billige Kampagne einer selbstdarstellerischen Feministin wegen eines tollpatschigen Flirtversuchs.

    Nun denke ich aber doch, dass man sie in Schutz nehmen muss.
    Ich denke sogar, ich kann mich klar auf ihre Seite stellen, schreibe nachher mal noch was zu.

    • Ich denke sogar, ich kann mich klar auf ihre Seite stellen..

      Wenn es eine normale, professionelle Interviewsituation gewesen wäre, dann wäre das in jedem Fall zu kritisieren.

      Der Sexismusvorwurf zielt in diesem Zusammenhang gerade darauf ab, dass Frauen nicht in ihrer professionellen Funktion wahrgenommen werden. Nachts um eins, an einer Bar, ist die Welt aber eine ganz andere.

      Man hat wohl sehr offensichtlich die Journalistin (im Dirndl, hach wie professionell) gerade in dieses Setting geschickt, um eine privatere/intimere Situation zu haben.

      Sich dann über fehlende Professionalität zu beschweren ist miserabler Dumpfdödeljournalismus.

      Meine Güte: Er hat gesagt, dass sie ein Dirndl gut ausfüllen könne!!11! Seine Anmache mag „billig“ und schlecht gewesen sein, so richtig skandalös ist sowas – an einer Bar! – eher nicht. Da hört man auch als Mann sehr oft so manchen dummen Spruch.

      Eine von vielen Indeskretionen wie sie eben nun mal an Bars stattfinden. Alkohol und so.

      Wer mit sowas nicht umgehen kann, sollte eben lieber stets im Kostüm und nur zu offiziellen Interviewterminen auflaufen.

      • @Nick: jetzt wollte ich gerade ausführen, warum ich den Stern-Artikel richtig finde, da nimmst du mir dann wieder den Wind aus den Segeln.
        Dass die im Dirndl an der Bar rumgeturnt ist (oh je, betreibe ich jetzt schon wieder victim blaming und rape culture?) ändert natürlich einiges.

        Trotzdem wollte ich schreiben, zum Einen bezüglich glaubhaftigkeit:

        Die Geschichte wird in der Redaktion schon vor einem Jahr diskutiert worden sein. Man hat sicherlich abgewägt, ob man das bringt. Die Begründung ist nachvollziehbar. Irgendeinem Wald- und- Wiesen-politiker das vorzuwerfen, wäre Wald- und- Wiesen-Femijournalismus gewesen. Nun aber wo Brüderles Persönlichkeit mal öffentlich ausgeleuchtet werden „muss“, ist das ja durchaus eine Geschichte von offenbar öffentlichem Interesse.
        Er hat eben nicht irgendein Mädel angegraben, sondern so mit einer Journalistin umzugehen wirft schon einen Schatten auf seine Integrität.
        Dass die Dame sich ganz und gar nicht geschmeichelt fühlen braucht, wenn ein 40 Jahre älterer Typ sie als ambitionierte Journalistin derart degradiert, ist auch nachvollziehbar. Allerdings verliert dieser Punkt völlig an Bedeutung, wenn sie sich anscheinend selbst degradiert hat und ihre Weiblichkeit bewusst einsetzt.

        Ich halte es auf jeden Fall für glaubhaft, dass es sich so zugetragen hat.
        Sie wird auch wissen, was sie tut. Eine große Story, man könnte sagen 5 Minuten Ruhm, für ein Journalistinnenleben als rotes Tuch . Dass der Artikel kontrovers wird und sie auch kritisch beleuchtet werden würde, war ihr sicher bewusst.

        Letztlich beruht die Empörung ja darauf, dass man eine bestimme Wertung auf die Gesellschaft projiziert. Relevanz scheint der Artikel ja auch für die zu besitzen, die Brüderle in Schutz nehmen. Dabei steht es der Öffentlichkeit bzw. jedem einzelnen ja frei, ob man nun denkt „lockerer Typ“ oder „ekliger Lustmolch“.

        • @ david

          „Ich halte es auf jeden Fall für glaubhaft, dass es sich so zugetragen hat.“

          Ich nicht. Ist es „auf jeden Fall glaubhaft“,
          weil Himmelreich es sagt?
          Lächerlich.

          • @DDBZ

            Es ist jedenfalls durchaus schlüssig. Und es spricht auch in ihrer Version ersteinmal nichts grundsätzliches gegen die Glaubhaftigkeit. Leider wird man seine Version nie hören und sie dazu nicht kritisch befragen können.

        • Ich jedenfalls glaube erstmal nix.
          Auch das “Glaubhaftige” nicht.

          Grundsätzlich passieren solche Dinge, nichts daran klingt irgendwie unschlüssig oder realitätsfern.
          Brüderle hat nicht dementiert. Sprecher haben nicht dementiert. Die Journalistin würde sich mit jeder nachweisbaren Übertreibung die Karriere ruinieren, mehr als womöglich ohnehin schon.
          Dazu wird die Geschichte zumindest in der Redaktion längst diskutiert worden und dennoch in der Schublade geblieben sein, man kann also erwarten, dass es sich hierbei nicht um einen schnellschüssige Profilierung handelt, sondern Abwägungen einiger Redaktionssitzungen durchlaufen wurden.

        • @ david

          „Dazu wird die Geschichte zumindest in der Redaktion längst diskutiert worden und dennoch in der Schublade geblieben sein, man kann also erwarten, dass es sich hierbei nicht um einen schnellschüssige Profilierung handelt, ..“

          Nein, man hat ein Jahr gewartet, bis sich mit
          diesem Quatsch Politik machen läst.
          Das ist die ganze Wahrheit dieser
          verlogenen „Kackscheisse“, sonst nix!

        • Nochmal
          @ david

          „Brüderle hat nicht dementiert.“

          Kann sein, das der sich garnicht mehr an diesen „Vorfall“ erinnert?
          Sofern denn da überhaupt was war?

          “ Die Journalistin würde sich mit jeder nachweisbaren Übertreibung die Karriere ruinieren, “

          Eben! Nachweisbar! Wie soll der Brüderle
          das denn nachweisen, hä?
          Nein, die Quotenfeministin hat den
          Vorfall nachzuweisen und nicht nur zu
          erinnern.

          Darüber sollte auch @ Christian,
          mit seiner „Glaubhaftigkeit“ nachdenken?
          Nur weil etwas hätte sein können und
          „durchaus schlüssig“ ist, bedeutet das
          nicht, daß es so war.

          Wollt ihr insgeheim doch die
          Beweislastumkehr?

          • @DDBZ

            schlüssig: Die Schilderung für sich, ohne Berücksichtigung der Gegenseite, könnte sich so abgespielt haben und deckt den Vorwurf wenn man ihn als wahr unterstellt.
            Glaubhaft: kann das dargestellte so gewesen sein
            Glaubwürdig: gibt es Gründe in der Person, die gegen den Vortrag sprechen
            Beweislast: Die Frage, wie eine Entscheidung ausgeht, wenn Beweismittel zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen und nicht geklärt werden kann, wessen Version richtig ist (dazu müssen beide Aussagen glaubhaft und glaubwürdig sein bzw. beide dies nicht sein)

        • @ Christian

          „Glaubwürdig: gibt es Gründe in der Person, die gegen den Vortrag sprechen“

          Ja, die gibt es. Himmelreich ist Feministin,
          und hat solange mit ihrer Geschichte
          gewartet, bis sie hoffte möglichst grossen
          Schaden anzurichten.
          Das ist doch sicher auch glaubhaft?

        • @david
          „Ich halte es auf jeden Fall für glaubhaft, dass es sich so zugetragen hat.“

          Wie hat es sich denn eigentlich genau zugetragen?

          „Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie.“

          War das wirklich so unvermittelt irgendwo im Gespräch? So ganz ohne Anlass?

          „Brüderle verabschiedet sich von den umstehenden Männern. Dann steuert er mit seinem Gesicht sehr nah auf mein Gesicht zu. Ich weiche einen Schritt zurück und halte meine Hände vor meinen Körper.“

          Wie muss man sich das vorstellen. Stehen in Aufbruchstimmung am Tresen, während Brüderle sich umdreht und dabei kurz am Gesicht der Frau Himmelein verbeihuscht? Oder steht sie schon am Ausgang und läuft Brüderle eilig auf sie zu, um ihr sein Gesicht so dermaßen penetrant aufzudrängen, dass sie sich nur noch mit den Händen wehren kann?

          „Ich weiche einen Schritt zurück und halte meine Hände vor meinen Körper.“

          Was bedeutet das genau. Macht sie eine Abwehrbewegung oder hält sie eben nur die Hände vorm Körper?

          „Die Sprecherin eilt von hinten heran: “Herr Brüderle!”, ruft sie streng.“

          Weshalb ruft sie ihn? Weil er kurz davor ist, am Dirndl herumzufingern und sie einen Eklat verhindern will? Oder hat es andere Gründe?

          Ich finde es immer sehr verdächtig, wenn Leute mit rein rhetorischen Mitteln eine dramatische Stimmung erzeugen, ohne wirklich konkret zu werden, wie das ganze überhaupt abgelaufen ist. Schade dass der ganze Artikel nicht online ist, vielleicht ist es dort klarer.

        • “Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie.”

          Meines Erachtens ein Unterschied, ob sie dabei standen oder saßen. Man soll es sich wohl so denken, dass er zunächst an ihrer Hand rumgebrabbelt und sie schließlich abgeknutscht hat.

        • Zur Sprecherin
          Zu mir sagt sie: ”Das tut mir leid.”

          Das könnte die Sprecherin eventuell auf das erfolglose Interview bezogen haben. Dass die Sprecherin Brüderle um ein Uhr antippt, scheint auch nicht unbedingt etwas mit Brüderles Verhalten gegenüber der Journalistin zu tun zu haben. Dem Text nach geht es eher darum, rechtzeitig aufzubrechen. Es wirkt ein bisschen so, als hätten sich die anderen Dinge eine gewisse Zeit vorher abgepielt. Jedenfalls ist da im Text ein Bruch.

          • @Stephan

            Ich würde vermuten, dass er betrunken und etwas torkelig war und sie dachte, dass sie ihn jetzt mal lieber ins Zimmer bringt. Wie aber genau das mit dem näherkommen zu verstehen ist, dass ist mir aus diesem Abschnitt jedenfalls nicht klar. Es kann auch ganz harmlos gewesen sein, eben in Richtung eines betrunkenen Torkelns.

        • Das Perfide ist eben, dass hier nur mit Andeutungen gearbeitet wird. Vielleicht war er gar nicht betrunken, sondern einfach nur charmant (Handkuss und Einladung zum Tanz muss nicht unbedingt eine Anmache sein.) Bevor er ihr gesagt hat, dass sie das Dirndl ausfüllt, haben sie vielleicht schin ein bisschen über ihre ungewöhnliche Kleidung geplaudert. In dem Kontext wäre es dann völlig okay.

        • @Christian
          An deiner Interpretation sieht man auch, wie wirkungsvoll Art der Rhetorik ist. Das, was nicht erzählt wird, denkt man sich eben. Und man denkt es sich gern Plastisch.

        • Dass sie das Dirndl ausfüllt wird mit dem (völlig normalen) Blick auf den Busen in Zusammenhang gebracht. Dass er aber auf ihren Busen stierte und genau dabei diese Äußerung macht, darf man getrost bezweifeln.

        • Das „Tut mir leid“ der Sprecherin könnte sich übrigens auch darauf bezogen haben, dass Himmelreich keine Anstalten machte, die Unterhaltung zu beenden, und die Sprecherin darauf drängen musste. Vielleicht war sie sogar genervt von der etwas merkwürdig aufgetakelten „Interviewerin“. Vielleicht gab’s da ein bisschen Zickenkrieg.

          Wir sind uns ja sicher darüber einig, dass ein Dirndl für eine Journalistin „im Dienst“ eine volkommen unangemessene Kleidung, die durchaus als leicht frivol misszuverstehen ist.

          Ich habe den Eindruck, Laura Himmelein ist professioneller vorgegangen als man denkt.

        • @Stephan:
          Dass sie das Dirndl ausfüllt wird mit dem (völlig normalen) Blick auf den Busen in Zusammenhang gebracht. Dass er aber auf ihren Busen stierte und genau dabei diese Äußerung macht, darf man getrost bezweifeln.

          Viellieicht wollte er etwas zu ihrer sonstigen Fülle sagen, als Retourkutsche für ihre ziemlich durchsichtige Anspielung, er sei zu alt 😀

      • @David:

        Allerdings verliert dieser Punkt völlig an Bedeutung, wenn sie sich anscheinend selbst degradiert hat und ihre Weiblichkeit bewusst einsetzt.

        Das meine ich gar nicht unbedingt.

        Das Problem scheint mir zu sein, dass so ein Ball eben ganz bewußt dafür da ist, Professionalität aufzulockern. Und in diesem Kontext muss man den Vorfall dann auch einordnen.

        Ich sage: “Ich finde es besser, wir halten das hier professionell.”

        ..klingt so, als sähe sich Frau Himmelreich in einem Interview-Setting.

        Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie. “Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen.”

        ..klingt so, als sähe sich Herr Brüderle auf einem Ball.

        Das mit dem Handkuss und der Tanzkarte ist ja nun beileibe nicht außergewöhnlich für einen Ball, was aber hier offenbar gezielt für eingesetzt wird, um das Frame des Lüstlings aufzubauen.

        Der Spruch „du könntest ein Dirndl gut ausfüllen“ ist letztendlich alles, was man objektiv Herrn Brüderle an Indiskretion vorwerfen kann. Klingt natürlich ziemlich Fragwürdig auf einem parteipolitischem Ball.

        Weil aber kein Kontext angegeben ist, stattdessen aber mit dem Handkuss und der Tanzkarte Stimmung gemacht wird, sehe ich wenig Anlass, Frau Himmelreich ernst zu nehmen.

        Wer weiß, wöruber sie sich gerade unterhalten haben. Vielleicht hat sie etwas dazu gesagt, welche Figur er in seinem Outfit macht? Vielleicht hat sie sich darüber beschwert, dass das Schönheitsideal der Schlankheit Frauen in Dirndls beknackt aussehen lässt? Ohne Angabe des Kontextes hat so ein Spruch imho null Aussagekraft.

        Ich kann den Brüderle auch nicht leiden, aber ich sehe nicht, warum ich deshalb andere Maßstäbe an so einen Journalismus anlegen soll.

        • „Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie.“

          Auch ziemlich unklar, was das für ein Handkuss war.

          Wikipedia:
          „Nach dem gängigen Kodex wird der Handkuss nur bei der verheirateten (bzw. verwitweten) Frau voll ausgeführt, bei der unverheirateten dagegen nur angedeutet, das heißt, die Lippen berühren nicht die Hand, sondern verharren knapp über der Oberfläche. Unter freiem Himmel wird der Handkuss grundsätzlich nur angedeutet.“

        • @Stephan Wikipedia:
          “Nach dem gängigen Kodex wird der Handkuss nur bei der verheirateten (bzw. verwitweten) Frau voll ausgeführt, bei der unverheirateten dagegen nur angedeutet, das heißt, die Lippen berühren nicht die Hand, sondern verharren knapp über der Oberfläche. Unter freiem Himmel wird der Handkuss grundsätzlich nur angedeutet.”

          Haben die eine Anleitung dafür, wie mann sich als 76-jähriger unter einem ganzen Himmelreich verhalten soll?

    • Bin ja mal gespannt, wie Du die Himmelreich
      in Schutz nehmen willst?
      Denn Du kennst sicher auch nur ihre
      Darstellung der Dinge?

      @ Christian
      Das Thema ist doch sowas von ausgelutscht.
      Da muss eine „kathy“ gleich wieder die
      „rape culture“ hervorholen und eine „teresa m. bücker“ verlangt Männer (natürlich!) sollten
      sich mal „Antisexismus-Konzepte“ überlegen.

      Das ist doch in diesem Fall völlig lächerlich.

      • @Derdiebuchstabenzählt

        „Da muss eine “kathy” gleich wieder die “rape culture” hervorholen“

        Angesichts des Ungewitters, welches sich jetzt über Brüderle entlädt und der negativen Aufmerksamkeit finde ich so pauschale Verweise darauf, dass dann von Anderen geäußerte Zweifel die Rape Culture belegen auch sehr einseitig.

        Eher wird hier mal wieder deutlich, dass solche Vorhalte starke negative Reaktionen hervorrufen und dazu geeignet sind, denjenigen massiv zu schädigen.

  4. 1. „Darf man auf ein prächtiges Dekollete einen entsprechenden Kommentar geben? Es ist ja immerhin ein sexuelles Signal (Victim Blaming), welches sich eigentlich auch nicht für ein Interview gehören würde.“

    Dirndl sind (je nach Region) durchaus halbwegs normale Kleidung.

    Des Weiteren wäre ein ausführliches, bebildertes Essay mit folgendem Inhalt ganz nett: Was darf Frau in welcher Situation anziehen, um nicht mit (sabbernden) Kommentaren zu rechnen? Gerne auch getrennt nach breuflich und privat. Welche Rocklängen sind erlaubt? Welche Ausschnitt-Tiefe provoziert, welche nicht? Wann muss gar eine Brustverkleinerung in Erwägung gezogen werden, da zu große Exemplare selbst im Rollkragenpullover als eindeutige Aufforderung gelten? Brünett oder blond – was wirkt professionell und möglichst wenig aufreizend?
    (Danke.)

    2. Keiner/keine von uns war dabei, d.h. die Situation objektiv zu beurteilen, wird niemandem gelingen. Brüderle hat sicher auch „seine Version“. Deshalb eine eher pragmatische Herangehenswesie: Wer in beruflichen Situationen permanent mit der Sex-Keule daher kommt, büßt einiges an Professionalität ein. Das sollte sowohl Männern als auch Frauen klar sein. Wen es so sehr kickt, mit dem Chef oder einem Politiker zu schlafen, sollte sich doch einen außerhalb des eigenen Dunstkreises suchen. Das mal als strategische Empfehlung. „Never fuck the company“ (oder „the party“). So sehr kann es gar nicht in der Hose (oder im Höschen) jucken, dass man den eigenen Trieb in beruflichen Situationen nicht unter Kontrolle hat. Im Zweifelsfall lieber die professionelle Distanz wahren!

    3. „Auch hier erfährt man nicht, wie sie auf seinen ersten Spruch reagiert hat: (…)“

    Sorry, ich würde bei so einem Spruch auch nicht gleich meine Kung Fu Künste à la Alice Schwarzer auspacken. Nett abnicken und weiter im Programm. Beim zweiten, dritten und vierten Spruch dann aber die Dosis steigern!

    • @julia

      „Des Weiteren wäre ein ausführliches, bebildertes Essay mit folgendem Inhalt ganz nett:“

      Natürlich sollte man gerade in einer Berufssituation keine sexuellen Kommentare machen. Aber es ist natürlich auch an der Frau, es mit den sexuellen Signalen nicht zu übertreiben. Auch da kann man ein übertriebenes Gegenbeispiel bringen, bei dem man wohl davon ausgehen würde, dass sie die Bahnen der Professionalität verlässt: Wenn der Ausschnitt ganz besonders groß ist, man merkt, wie sie ihn auch durch Körpersprache betont und ins Blickfeld rückt, wenn sie mit den Augen etc flirtet etc. Ganz übertrieben: Eine Frau, die halb nackt kommt und sich lüstern über die Lippen leckt wird wohl bei einem Spruch über ihre Brüste nicht in Ohnmacht fallen dürfen.

      Wie sie sich hier verhalten hat, und das mag vollkommen im normalen Rahmen gewesen und nicht zu beanstanden gewesen sein und er mag ein Lustmolch gewesen sein, fehlt hier eben leider zu einem nicht unwesentlichen Teil.

      Natürlich kann man hier nur schwer eine Liste aufstellen. Und natürlich hätte er das auch einfach lassen können. Es wundert mich aber, dass diese Seite so großzügig ausgeblendet wird.

      „Wer in beruflichen Situationen permanent mit der Sex-Keule daher kommt, büßt einiges an Professionalität ein. Das sollte sowohl Männern als auch Frauen klar sein. “

      Würde ich ja auch so sehen. Es ist ein guter Rat. Dann allerdings bitte auch eine Verurteilung beider Seiten. Leider wird kein Spitzenpolitiker einen Bericht schreiben „wie Journalistinnen mit mir flirten um eine Vorzugsbehandlung zu bekommen: Die spitze Journalistin“

      „So sehr kann es gar nicht in der Hose (oder im Höschen) jucken, dass man den eigenen Trieb in beruflichen Situationen nicht unter Kontrolle hat. Im Zweifelsfall lieber die professionelle Distanz wahren!“

      Natürlich nicht. Aber es zeigt eben mal wieder das andere Verhältnis von Männern zu Sex. Junge Journalistinnen, die vielleicht den Status sexy finden, vielleicht auch nur ihre Karriere fördern wollen, vielleicht (zumindest in der Hoffnung des Politikers) das angenehme mit dem nützlichen verbinden sind eben eine beständige Quelle der Versuchung. Ich denke da wird so einiges laufen (oder sind das nur meine Männerphantasien?). Wenn sie dann die passenden Signale sendet, dann mag er denken, dass sie eben genau dieses Spiel spielt.

      „Sorry, ich würde bei so einem Spruch auch nicht gleich meine Kung Fu Künste à la Alice Schwarzer auspacken“

      ja, eine verständliche Reaktion. Wie gesagt: Vielleicht war er hier ein Lustmolch. Ich finde die Schilderung einfach unvollständig.

      • „Natürlich kann man hier nur schwer eine Liste aufstellen. Und natürlich hätte er das auch einfach lassen können.“

        Genau. Weil eine Liste sinnlos ist. Es ist größtenteils recht egal, was du als Frau anhast. Irgendein Depp wird es immer als Einladung für einen dummen Spruch sehen. Von daher prallt diese Argumentationsschiene völlig an mir ab, sorry!

        Selbst wenn ich als Mann merken würde, dass es eine Frau drauf anlegt (was ich nicht bestreite, dass Frauen dieses Mittel des Öfteren wählen): Einfach die Klappe halten, wenn es sich um eine Situation in beruflichem Kontext handelt.

        „oder sind das nur meine Männerphantasien?“

        Nein, sicherlich nicht 🙂 ABER: Zur Sicherheit für beide Seite würde ich mir einen Typen außerhalb meines beruflichen Umfelds suchen.

        „vielleicht auch nur ihre Karriere fördern wollen“

        Männlicher Rechtfertigungsmythos. Weißt du, wie schnell du als Frau unten durch bist, wenn du mit deinem Chef/deinem Vorgesetzten etwas anfängst? Sex als Karriere-Pusher funktioniert vielleicht anfangs, wenn es niemand weiß. Danach rutscht man ganz schnell in die Abwärtsspirale. Und am Ende sitzt der Chef immer am längeren Hebel. Das sollte jeder Frau im Vorfeld klar sein und somit verliert die karrierefördernde Wirkung ganz schnell ihren Reiz.

        „Dann allerdings bitte auch eine Verurteilung beider Seiten.“

        Hab ich nicht ausgeschlossen. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen finde ich die Sex-Keule unprofessionell und störend für die Zusammenarbeit.

        • @julia

          „Irgendein Depp wird es immer als Einladung für einen dummen Spruch sehen. Von daher prallt diese Argumentationsschiene völlig an mir ab, sorry!“

          Die Argumentationsschiene ist ja auch gar nicht, dass man sich durch Kleidung sicher schützen kann. Sondern das man mit Kleidung sexuelle Signale senden kann.

          „Zur Sicherheit für beide Seite würde ich mir einen Typen außerhalb meines beruflichen Umfelds suchen.“

          Hier geht es ja wahrscheinlich schlicht um Sex. Er kann (gerade als verheirateter Promi) ja schlecht in eine Kneipe gehen und einfach so Frauen ansprechen. Da ist das Anmachen einer Journalistin wahrscheinlich häufig ein effektiver Weg

          „Und am Ende sitzt der Chef immer am längeren Hebel“

          Der Politiker ist aber nicht der Chef. Der Chef ist derjenige, dem man immer die Politkergeschichten etwas früher präsentiert, weil man „Connections“ hat

        • @ Christian

          „Hier geht es ja wahrscheinlich schlicht um Sex. Er kann (gerade als verheirateter Promi) ja schlecht in eine Kneipe gehen und einfach so Frauen ansprechen. Da ist das Anmachen einer Journalistin wahrscheinlich häufig ein effektiver Weg“

          Bei General Petraeus und Paula Broadwell
          hat dieses Modell über eine längere Zeit
          gut funktioniert.
          Ein Interview unter vier Augen ist da
          sicher ein guter Ansatzpunkt.

        • @Christian,

          „Sondern das man mit Kleidung sexuelle Signale senden kann.“

          Und hier ist „kann“ das entscheidende Wort. Szenario: Sie wollte danach noch mit ihren Freundinnen/Kolleginnen einen drauf machen und ihr „Signal“ (mal angenommen, es war eines) war in keinster Weise für Monsieur Brüderle gedacht?

          Umgekehrt habe ich als Mann immer zwei Möglichkeit: Auf das „Signal“ eingehen und mich damit vielleicht als Lustmolch outen. Der Mann „kann“ aber auch nicht darauf eingehen.
          Wenn du sagst, Männer unterlägen quasi einem Zwang, Frauen im Dirndl anzumachen, sprichst du ihnen die rationale Reflektion über das eigene Verhalten ab. Dieses Männerbild mag ich nicht. Jeder Mann „kann“ immer wählen, welchen weg er gehen möchte: Den professionell-distanzierten Weg oder den Lustmolch-Weg.

          (Alternativ hätte er doch einfach sagen können: „Frau Himmelreich, bitte legen Sie es mir nicht negativ aus, aber solch einem charmanten Anblick muss ich ein Kompliment machen. Doch jetzt zurück zum Thema.“)

          „Da ist das Anmachen einer Journalistin wahrscheinlich häufig ein effektiver Weg“

          Stimmt, die Journalistenzunft glänzt ja immer durch Diskretion und Verschwiegenheit, was Politikeraffären angeht 🙂

          „Der Chef ist derjenige, dem man immer die Politkergeschichten etwas früher präsentiert, weil man “Connections” hat“

          … und zur Not dann als Journalistin in die Geschichte eingeht, die mit jedem ins Bett gehüpft ist, um an gute Storys zu kommen.

          • @julia

            „Szenario: Sie wollte danach noch mit ihren Freundinnen/Kolleginnen einen drauf machen und ihr “Signal” (mal angenommen, es war eines) war in keinster Weise für Monsieur Brüderle gedacht?“

            Dann wäre es wieder ein relativ privates Umfeld, sie sah sich anscheinend auch nur halb im Beruf und hat ihre Kleidung nicht entsprechend gewählt.Aber natürlich berechtigt ihn das nicht zu einer blöden Anmache. Es kann aber die Dynamik verändern. Sie könnte sich, wenn sie sich sexy zurecht gemacht hat, schon bewusst machen, dass er nicht wissen kann, dass es nicht auf ihn ausgerichtet ist und Journalistinnen solche Mittel entsprechend einsetzen.

            „Wenn du sagst, Männer unterlägen quasi einem Zwang, Frauen im Dirndl anzumachen, sprichst du ihnen die rationale Reflektion über das eigene Verhalten ab. Dieses Männerbild mag ich nicht. “

            Das sage ich nur gar nicht. Natürlich hätte er es einfach sein lassen können. Aber Aktionen kann man nur anhand der allgemeinen Interaktionen bewerten. Wenn beipielsweise Dirndl und leichtes Flirten durch sie zusammen gekommen wären, dann verschiebt sich aus meiner Sicht die Bewertung seines Verhaltens.

            „Stimmt, die Journalistenzunft glänzt ja immer durch Diskretion und Verschwiegenheit, was Politikeraffären angeht“

            So viel kommt da über eigene Affairen nicht raus oder?

            „… und zur Not dann als Journalistin in die Geschichte eingeht, die mit jedem ins Bett gehüpft ist, um an gute Storys zu kommen.“

            Flirten und mit einem Dekollete anlocken werden die meisten Chefs wohl in dem Bereich eher als geschickt ansehen. Eine Affaire kann man auch so oder so präsentieren oder auch nur andeuten.

        • Umgekehrt habe ich als Mann immer zwei Möglichkeit: Auf das “Signal” eingehen und mich damit vielleicht als Lustmolch outen.

          Dumm nur, dass immer nur das Verhalten des Mannes bewertet wird. Das liegt in der Natur dessen, dass die Frau üblicherweise subtile Signale aussendet, auf die der Mann dann mehr oder weniger aktiv zu reagieren hat: Im Zweifel hat die Frau nie, und der Mann immer etwas falsch gemacht.

          Als kluger Politiker/Chef etc. sollte man das allerdings eigentlich wissen, und auch bei halboffiziellen Anlässen sich nicht zu solchen Sprüchen hinreißen lassen.

          Man macht sich eben sehr leicht angreifbar.

          • @Nick

            „Dumm nur, dass immer nur das Verhalten des Mannes bewertet wird.“

            Ja, man sollte es schon im Wechselspiel betrachten. Er sollte zwar professionell bleiben, aber es ist etwas anderes, wenn er passende Signale bekommen hätte, dass sie diesen Rahmen auch verlassen will.

            „Als kluger Politiker/Chef etc. sollte man das allerdings eigentlich wissen, und auch bei halboffiziellen Anlässen sich nicht zu solchen Sprüchen hinreißen lassen. Man macht sich eben sehr leicht angreifbar.“

            Das ist richtig. Es war unvorsichtig.

        • @Nick,

          „Dumm nur, dass immer nur das Verhalten des Mannes bewertet wird.“

          Im ursprünglichen Artikel, ja. Geb ich dir recht. In (fast) jeder Reaktion darauf, wird jedoch genauso über IHR Aussehen, IHR Outfit und IHR Alter geredet. (So wie auch hier auf diesem Blog.)

          „Im Zweifel hat die Frau nie, und der Mann immer etwas falsch gemacht.“

          Das liegt (leider!) in der Natur der Sache. Ein Signal ist diffus, kommunikativ nicht fassbar und teilweise gar nicht als solches gemeint. Ein Satz („Ich finde Sie attraktiv“) dagegen hat etwas konkretes und ist immer an eine bestimmte Person/Frau gerichtet.

          Wobei ich in der Causa Brüderle die Begriffe „richtig“ und „falsch“ eh unangebracht finde. „Ungeschickt“, „unbedacht“ und „blöd gelaufen“ trifft es wohl eher.
          —————————————-

          Trotzdem steckt in diesem Fall einiges mehr: Weibliche Outfits werden als Aufforderung gesehen. Wogegen ich gar nicht widersprechen möchte. Allerdings gibt es hier keine klaren Grenzen (weiter oben bereits angesprochen) und im Zweifelsfall war das Outfit eben eine „Einladung“. Um dem völlig aus dem Weg zu gehen, müsste frau sich so neutral kleiden, dass sie dann wieder der Bewertung „vertrocknete Emanze“ ausgesetzt ist.
          Meine Frage nach einer verbindlichen Kleidervorschrift bleibt also weiterhin 🙂

        • @Julia:
          Im ursprünglichen Artikel, ja. Geb ich dir recht. In (fast) jeder Reaktion darauf, wird jedoch genauso über IHR Aussehen, IHR Outfit und IHR Alter geredet. (So wie auch hier auf diesem Blog.)

          ..was aber allgemein als Stammtischniveau gilt: Nicht einmal die BLÖDZeitung würde sich trauen, in mehr als nur einem Nebensatz auf ihre Aufmachung einzugehen.

          Meine Frage nach einer verbindlichen Kleidervorschrift bleibt also weiterhin 🙂

          Die Frage impliziert, dass es eine fail-safe Lösung geben könnte.

          Das geht imho nicht, weil Kommunikation immer verunglücken kann. Irgendeiner wird immer mal einen dummen Spruch machen.

          Man kann eigenlich nur sowas wie „good practices“ aufstellen, die es beiden Seiten eigentlich leichter machen. (von „dummen Anmachen“ hat ja selten ein Mann etwas)

          Eigentlich ist es imo recht einfach, wenn man sich an das Modell der „Distanzstufen“ hält (öffentliche Distanz – soziale Distanz – private Distanz – intime Distanz)

          Dabei möglichst nur eine Stufe auf einmal „nehmen“, sowohl körperlich als auch verbal. Sicher kann man auch „öffentlich“ oder „sozial“ z.B. über Sex reden, nur sollte dann kein persönlicher Bezug gemacht werden. Ein sexuelles Interesse kann man ja signalisieren, nur sollte es dann eben ein subtiles Signal sein.

          Wenn man sehr direkt sein will, dann sollte man es so tun dass man eher seine eigene Offenheit zum Ausdruck bringt, und dem anderen den vollen Spielraum überlässt, darauf einzusteigen oder nicht. (Was nicht einfach ist, das kann recht schnell als „zu nahe treten“ empfunden werden)

        • @Julia
          „Um dem völlig aus dem Weg zu gehen, müsste frau sich so neutral kleiden, dass sie dann wieder der Bewertung “vertrocknete Emanze” ausgesetzt ist.“

          Jetzt übertreibst du aber. So leicht kommt diese Bewertung nicht.

        • Und hier ist “kann” das entscheidende Wort. Szenario: Sie wollte danach noch mit ihren Freundinnen/Kolleginnen einen drauf machen und ihr “Signal” (mal angenommen, es war eines) war in keinster Weise für Monsieur Brüderle gedacht?

          Das hat einiges für sich. Denn es ist ja nicht so, dass Frauen mit ihren Signalen die gesamte Atmosphäre verseuchen, vielmehr gleichen weibliche Signale Laserpointern.

          Das weiß jede Frau und die Feministin erst recht, deswegen:

          Umgekehrt habe ich als Mann immer zwei Möglichkeit: Auf das “Signal” eingehen und mich damit vielleicht als Lustmolch outen.

          Wir lernen: Die Lust des Mannes ist mal so oder so. Ein Mann, der durch einen Laserpointer markiert wurde, darf Lust verspüren. Die anderen hingegen sind Lustmolche.

        • ..ich finde es ja auch lustig, wie sich Frau Himmelreich auf dem Foto oben präsentiert: Das sieht mir ziemlich „privat“ aus.

          Kann sie ja so machen, die Frage ist nur ob man so eine Präsentation mit „Sachfragen“ assoziiert.

          Wenn dann noch „Sachfragen“ kommen wie z.B. wie er es fände, „im fortgeschrittenen Alter zum Hoffnungsträger aufzusteigen“, dann ist _sie_ – o.g. Modell zufolge – auf die „private Distanzebene“ gegangen.

          Das mag heutzutage so üblich sein, Wahlkämpfe werden ja i.d.S. immer privater, allerdings hat sie so selbst viel dafür getan, die Sachebene zu vermeiden.

          Ist eben das Problem: Der Journalismus, wie ihn Frau Himmelreich betreibt möchte offenbar am liebsten direkt ins Schlafzimmer blicken. Der oder die Journalistin soll die öffentliche Distanz überwinden dürfen, die in Frage kommende öffentliche Person aber nicht.

          Aber, wie gesagt: Sehr ungeschickt mit den Medien, dieser Brüderle. Besser iss aber 😀

        • @Nick,

          „Eigentlich ist es imo recht einfach, wenn man sich an das Modell der “Distanzstufen” hält“

          Das halte ich für einen guten Ansatz. Mein Beispiel, wie Herr Brüderle hätte besser antworten können, geht ja auch in diese Richtung. Nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Wäre sie dann darauf eingegangen, hätte er wieder die nächste Stufe nehmen können.

          @Stephan,

          „Jetzt übertreibst du aber. So leicht kommt diese Bewertung nicht.“

          Nope. Wenn ich (in beruflichem Kontext) Männer über Frauen reden höre, geht es oft nur in zwei Richtungen:

          a) „Du, die Frau Soundso, das ist echt ’ne hammer Frau.“ (Gestiken, die die weibliche Silhouette nachahmen, bitte dazudenken.) Wahrnehmung als sexuelles Wesen. Dahinter kommt dann wahlweise gerne noch der Spruch „einer schönen Frau traue ich nicht sonderlich viel Kompetenz zu“.
          (Und DIESER Spruch kam genau so! Bereits mehrmals!)

          ODER

          b) „Also mit der Frau XYZ hätte ich als Mann keinen Spaß. Weißte so ein richtiger Alice Schwarzer Verschnitt.“

          Reden Männer dagegen über Männer, geht es nie ums Aussehen, sondern um die Zusammenarbeit.

          Ich beobachte nur. Ändern kann ich diese Verhaltensweisen nicht (dazu steckt zu wenig Nadine Lantzsch in mir). Ich kann mich nur damit arrangieren.

        • @Julia:
          “Also mit der Frau XYZ hätte ich als Mann keinen Spaß. Weißte so ein richtiger Alice Schwarzer Verschnitt.”

          ..ist vielleicht das Problem damit, dass die Schwarzer-Fraktion das Thema monopolisiert und in den Rahmen „Patriarchat“ bzw. „pöse Unterdrücker-Männer“ gepresst hat: So erscheint dann jedes vielleicht berechtigte Anliegen als Generalanklage an Männer. Obendrein ist es oft so, dass tatsächlich .. nicht besonders sozialkompetente Frauen das Label „Feministin“ umhängen.

          Ein Ansatz, der die gegenseitigen Bedingtheiten der Geschlechterrollen in den Blick nimmt wäre imo zielführender: Demzufolge wäre nämlich die Integration von Frauen ins Berufsleben ein Prozess, an dem beide Geschlechter gleichermaßen beteiligt sind und bei dem beide Geschlechter sich bewegen müssen.

          Beispielsweise ist es ziemlich schwer, eine Frau sachlich zu kritisieren. „Das tut man nicht“, und wenn man es doch tut, stehen schnell zig weiße Ritter auf der Matte. So kann man natürlich eher nicht zusammenarbeiten.

          Dieser Ansatz ist aber mit dem vorherrschenden Feminismus nicht machbar, und offenbar kann der wiederum fast unwidersprochen behaupten, für Frauen-an-sich zu sprechen.

          Am Ende schadet Mann sich selbst damit, nicht mit Frauen zusammenarbeiten zu können bzw. es Frauen schwer zu machen, ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Man ist eigentlich auf brauchbare Kriterien dafür angewiesen, wann man mit Frauen gut zusammenarbeiten kann und wann nicht.

          Ändern kann ich diese Verhaltensweisen nicht (dazu steckt zu wenig Nadine Lantzsch in mir)

          Es darf bezweifelt werden, dass Frau Lantzsch irgend etwas damit bewegt, dass sie versucht ihre abstrusen Theorien gegen den pösen Mainstream durchzusetzen und zu leben.

          Das ist einfach der akkumulierte Bullshitfeminismus von 40 Jahren, der auch nicht dadurch wahrer wird dass man sich einigelt. Aber das ist leider das, was sich als Vertretung von FrauenAnSich etabliert hat und auf den akademischen/politischen Stühlen festklebt.

        • @Julia:
          Wäre sie dann darauf eingegangen, hätte er wieder die nächste Stufe nehmen können.

          Das Problem ist imo, dass oft auch sowas wie „Frau Himmelreich, bitte legen Sie es mir nicht negativ aus, aber solch einem charmanten Anblick muss ich ein Kompliment machen..“ Potenziell als gleichermaßen „blöde/billige Anmache“ geframt wird.

          Das überschreiten einer Stufe ist ja – gängigen Interpretationen zufolge – „übergriffig“, nämlich dann, wenn es nicht gewollt ist.

          Da geht jedes Differenzierungsvermögen bei baden.

          Kommunikation lebt leider immer von „Grenzverletzungen“: Wenn ich jemand auf der Straße ungefragt nach dem Weg frage, dann habe ich eine „Grenzverletzung“ begangen. Eigentlich ist jedes Kennenlernen unter Menschen nur durch eine ganz pöse „Grenzverletzung“ möglich.

          Nehmen wir das berüchtige „elevatorgate“: Mister X hat ja eigentlich nur höflich gefragt, ob Mrs. Watson einen Kaffee bei ihm trinken möchte. Sie hat zwar vorher öffentlich gesagt, dass sie müde sei, aber dass sagt man auch wenn man sich höflich aus einer langweiligen Runde verabschieden möchte.

          Man muss schon brauchbare intersubjektiv gülitge Kriterien dafür benennen können, wann eine Anmache als „creepy“ gilt.

          Da finde ich eben das „gestufte Distanzmodell“ geeignet: Der Spruch über Himmelreichs T****n wäre dann „creepy“, Mr. X im Fahrstuhl aber nicht.

          Dann müssen aber schöne Frauen damit leben können, z.B. recht oft (nicht-sexuelle) Komplimente oder (höfliche) Einladungen aufn Kaffee zu hören.

          Meine Güte, was fürn schröcklicher Kerl.

        • @Julia
          Bleiben wir mal bei Laura Himmelreich. Angenommen, sie würde sich sehr neutral anziehen, neutrale Körpersprache verwenden. Da würden dann öffentliche Äußerungen kommen in der Richtung „so ein richtiger Alice Schwarzer Verschnitt“? Das glaube ich ja eher nicht. Natürlich gibt es Männergespräche, wo heftig über Frauen gelästert wird. Ob Laura Himmelreich da gleich im Fokus wäre, sei mal dahingestellt. Ich denke jedenfalls, dass es durchaus die Möglichkeit für Frauen gibt, ihre sexuellen Reize etwas zurückzuhalten ohne gleich übertrieben spießig rüberzukommen (was vielleicht ein Anlass für Lästereien wäre).

    • Des Weiteren wäre ein ausführliches, bebildertes Essay mit folgendem Inhalt ganz nett: Was darf Frau in welcher Situation anziehen, um nicht mit (sabbernden)

      Du gehst die Sache falsch an. Das Problem beim Sabbern liegt beim Mann und nicht bei der Frau. Also: Operative Entfernung der Speicheldrüsen.

    • @ Julia

      „Welche Rocklängen sind erlaubt?“

      Da gibbet doch dieses ganz zauberhafte Bild von der Studentin Rosea Lake (18), das diese Frage ein für allemal klärt:

      http://i.huffpost.com/gen/948318/thumbs/o-ROSEA-LAKE-570.jpg?6

      Ein Dirndl läge auf dieser Skala dann irgendwo zwischen „old fashioned“ und „prudish“.

      Hier noch ein Beitrag der Evolutionspsychologen, der dabei hilft, Brüderles maßlose Selbstüberschätzung einzuordnen:

      http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/all-it-takes-is-a-smile-for-some-guys.html

      (Kernelement: nur tatsächlich attraktive Männer schätzen das Interesse einer Frau richtig ein)

      • „The results: Men looking for a quick hookup were more likely to overestimate the women’s desire for them. Men who thought they were hot also thought the women were hot for them—but men who were actually attractive, by the women’s ratings, did not make this mistake. The more attractive the woman was to the man, the more likely he was to overestimate her interest. And women tended to underestimate men’s desire.“

        Da gibts aber noch einen anderen Erklärungsansatz:

        Je höher das Triebniveau, desto weniger objektiv die Einschätzung…und vice versa.

        Attraktive Männer dürften im Schnitt deutlich häufiger Sex und damit ein niedrigeres Triebniveau zum Zeitpunkt X der Untersuchung gehabt haben, also konnten sie ihr Gegenüber besser einschätzen.

        😉

      • @Mudda:

        Hab grade diesen Bericht auf (TRIGGERWARNUNG) Genderama gefunden:

        „Ich arbeite im Öffentlichen Dienst, die Mehrheit der Beschäftigten sind Frauen, bis in die Führungsspitze hoch. Hier ist zu beobachten, dass sich die Verhältnisse umkehren, je nachdem wer die Macht inne hat.

        Ich bin ein Mann in einer mittleren Position, ich mache in der Regel Zuarbeiten, wenig Selbstständiges. Wenig Verantwortung. Und ich erfahre Belästigung andersherum.

        Hier gibt es drei Frauen auf unserem Büroflur, die mir regelmäßig auf den Hintern hauen (wenn es nur Starren wäre würde es mich wahrscheinlich gar nicht stören), um die Taille fassen, anfummeln. Es passiert am Kopierer, am Postfach, wenn ich irgendwo am Türrahmen lehne. Und es stört mich. Ich habe es angesprochen und mehrmals zu hören bekommen, ich solle das als Kompliment auffassen und ob ich denn verklemmt sei, Männer mögen sowas doch.

        Nein, tu ich nicht und ich verstehe jede Frau, die es andersherum auch nicht mag. Ich mag es nicht, ich möchte es nicht, aber es interessiert niemanden.

        Die Ältere der drei verstieg sich einmal zu dem Satz „Jetzt wissense mal wie es uns Frauen immer geht.“ Was soll man darauf sagen, wenn man noch nie eine Frau belästigt hat? Man wird in Sippenhaft genommen, verantwortlich gemacht für etwas, was man nicht zu verantworten hat. Und ich leide drunter.

        Ich habe den einzigen männlichen Vorgesetzten angesprochen, den es hier gibt und von ihm bekam ich zu hören, dass ich es lieber lassen soll, dagegen vorzugehen, weil ich mir eh keiner glauben würde. Außerdem würde ich mich lächerlich machen.

        Da das Pogehaue nicht aufhörte, habe ich die Gleichstellungsbeauftragte angeschrieben, die laut ihrer Eigendarstellung für beide Geschlechter da ist. Sie glaubt mir nicht. Das schrieb sie wörtlich. Sie könne sich nicht vorstellen, dass es so etwas hier gibt, es klingt alles unglaubwürdig.

        Meine scheiß Situation also: Ich habe keinen Ansprechpartner. Es interessiert keinen. Ich kann mich nicht wehren.

        Und heute mache ich den Feedreader auf und lese nach einem sehr einseitigen Text den Satz „Mir kommen die Tränen, ihr Arschlöcher“. Können Sie sich vorstellen wie ich mich fühle? Ich fürchte, nicht…

        Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Frauen sind keine besseren Menschen, ich erfahre das jeden Tag. Mir ist es wichtig, dass Sie das wissen.“

        Ich weiß, ich weiß. Der ach so zwielichtige, ach so verkappt misogyne Arne Hoffmann hat den garantiert erfunden. (Mit dem hast du’s, oder? Weil du gegen seine Fakten nicht ankommst vielleicht?)

        (editiert: Kommentare sollten höflich und sachlich bleiben und andere Kommentatoren nicht angreifen)

        (editiert: Bitte keine Nazivergleiche. Kommentare sollten höflich und sachlich bleiben)

        Christian, du kannst natürlich tun und lassen was du willst, aber was ist der Sinn davon jemanden wie Mudda umbedingt auf deinen Blog halten zu wollen?

        Mit ihr sind doch Diskussionen gar nicht möglich. (Zumal sie einen Großteil der anderen Diskutanten (die männlichen) -je nach dem Stand ihres Zyklus(?) oder ihres Mondkalenders(?)- auch schon mal gerne vergast wissen möchte.

        Ich sage auch nicht, dass sie geblockt werden sollte (allein schon weil ihre Posts einem einen tiefen Einblick in die „Banalität des Bösen“ verleihen, sogar noch besser als bei der eindeutig auffälligeren, weniger „banalen“ Lucia), sondern frage mich nur, warum man (mehr oder weniger ernsthaft) darüber nachdenkt bzw. diskutieren lässt, welche Regel man ändern sollte nur um so eine „Mitdiskutantin“ zu halten.

        Auch witzig, dass es die Mitglieder dieses Trios (Mutter, Maren und Miss Urban) sind, die immer am lautesten und schnellsten nach Sperren/Zensieren schreien, selbst aber am schnellsten persönlich werden.

        Christian, Dein Blog ist eine Insel der Meinungsvielfalt im trüben Ozean des durchgegenderten Einerleis. Bitte behalte das bei.

        Und damit meine ich explizit auch: Lass Mutter und Co. hier kommentieren, wie sie lustig sind. Gleiches Recht für alle!!
        (Du brauchst sie um meinetwillen auch nicht zu editieren wenn sie mich beleidigen. Du könntest auch Morddrohungen gegen mich stehen lassen. Einzig wenn sie mich zuspamen, sodass eine Diskussion zwischen mir und anderen Diskutanten verunmöglicht wird, könntest du evtl. eingreifen.)

        Aber schneide deinen Blog bitte nicht auf ihre Bedürfnisse zu.
        Werde bitte nicht ihr „Stiefelknecht“ 😉

        • @JBG

          „Christian, du kannst natürlich tun und lassen was du willst, aber was ist der Sinn davon jemanden wie Mudda umbedingt auf deinen Blog halten zu wollen?“

          Was heißt unbedingt? Aber ich freue mich, wenn andere Meinungen hier schreiben. Zumal Muttersheera mir immer wieder Anlass gibt Theorien noch etwas weiter auszuführen und zu erklären, warum die von ihr behaupteten Lücken nicht bestehen.

          Das führt dann zu Artikeln wie diesem:
          https://allesevolution.wordpress.com/2013/01/25/innerhalb-der-geschlechter-gibt-es-weit-grosere-unterschiede-als-zwischen-den-geschlechtern

          den ich eigentlich schon lange schreiben wollte, jetzt aber auch endlich mal geschrieben habe.

        • „Aber ich freue mich, wenn andere Meinungen hier schreiben.“

          Richtig. Ich freue mich auch über alle Frauen – egal ob feministisch oder nicht – die hier schreiben.

          Mit Sheera kann man meiner Erfahrung nach fast jedes Thema sachlich diskutieren. Sie ist außerdem intelligent und bietet einen interessanten Gegenpol zu maskulistischen Positionen.

          Ich kenne leider auch Feministinnen mit denen sachliche Diskussionen nicht möglich sind und bei denen schon eine sachliche, fundierte und differenzierte Äußerung einer abweichenden Meinung mit Beleidigungen, Beschimpfungen und Drohungen beantwortet wird.

          In manchen linken Kreisen, die ich persönlich kenne, bin ich es leider nicht gewohnt, dass man mit Feministinnen sachlich diskutieren kann. Da geht es nur darum Männer (und Frauen) mit abweichender Meinung niederzumachen. Wer einige derjenigen Feministinnen kennen würde, mit denen ich in anderen Kontexten schon zu tun hatte, der würde danach Sheeras sachlichen Diskussionsstil zu schätzen wissen.

          Ich neige dazu die hin und wieder geäußerten Kritiken am angeblich schlimmen Diskussionsstil mancher Feministinnen hier eher für Einäugikeit und Verwöhnung seitens der Kritiker zu halten.

        • Der Kommentar von dem Mann, der über sexuelle Belästigungen an seinem Arbeitsplatz schreibt, zeigt deutlich, dass es bei der Debatte nur vordergründig um Opferschutz geht.

          Was er beschreibt, geht deutlich über die Erfahrungen der Journalistin mit Brüderle hinaus, sowohl was den Grad der Grenzüberschreitungen, die Regelmäßigkeit und das Abhängigkeitsverhältnis betrifft. In dem Kontext, in dem er gepostet wurde, kam sofort ein relativierender Kommentar, der dem Kommentator sowohl mangelnde Glaubwürdigkeit unterstellte als auch die relative Harmlosigkeit der geschilderten Übergriffe betonte.

          Falls die Schilderung so stimmt, wird auch deutlich, dass die Täterinnen ihre Übergriffe als eine Art „antisexistischer Aufklärungsarbeit“ sehen ( “Jetzt wissense mal wie es uns Frauen immer geht.”).

          Dabei ist es „business as usual“ – die Mächtigen in Führungspositionen können mit ihren Abhängigen machen, was sie wollen.

        • „Mit Sheera kann man meiner Erfahrung nach fast jedes Thema sachlich diskutieren.“

          Sie weiß auch sehr viel, bis hin zu allen möglichen Diskussionen der Maskulistenszene, sie schüttelt bei bedarf Quellen aus dem Ärmel, und hat auch ein wirklich gutes Händchen, neue Themen zu setzen. (Nur als Beispiel neulich der Apotheken-Unschau-Artikel, den ich rein intuitiv ja für totalen Stuss gehalten hätte. Ein Tag später stellt sich heraus, dass die gemessenen Testosteronschwankungen durchaus relevant waren.) Zudem es für sie manchmal eine Zumutung sein muss, hier zu kommentieren. Mir imponiert das sehr.

        • Zudem es für sie manchmal eine Zumutung sein muss, hier zu kommentieren.

          Hach, die Ärmste achsofeine Dame, in Angesicht dieser rüpelhaften MännerBande 😥

          Sowas wie „Geh sterben!“ habe ich noch nie in meinem Leben einem anderen Menschen an den Kopf geworfen. Und ich hätte manchmal gewiß mehr Anlass dazu gehabt als MutterScheera hier.

          Man muss allerdings feststellen dass sie in letzter Zeit solche groben Schnitzer zu vermeiden sucht.

          Ihr könnt euch doch gerne mit ihr unterhalten, nur werde ich die Klappe nicht halten wenn sie wieder mit ihrer Dworkin kommt.

          Man wird wohl Männerhass als Männerhass bezeichnen dürfen, und ich habe wohl meistens ihre Haltung – eben nicht: Ihre Person – angegriffen.

          Gleiches gilt für Robin: Wenn sie sich „hier“ partout nur an der „MaskulistenEinheitsFront“ abarbeiten will, dann wird man eben diesen Eindruck wohl noch darstellen dürfen. Ja, ich habe zur Kentniss genommen dass sie Alice Schwarzer hasst und auch den einen oder anderen MitMaskuBündler darauf hingewiesen.

          Was sie offenbar mal wieder überlesen hat.

          Sry, ich habe keinen Bock auf faule Kompromisse: Wer unbedingt Radikalfeministin werden will soll es doch werden. Da ist eh kein Verständnis zu erwarten.

        • „Sowas wie “Geh sterben!” einem anderen Menschen an den Kopf geworfen.“

          Vielleicht solltest du es einfach mal tun. Denn es gibt wohl kaum einen Menschen auf der Welt, der an diesem Sprüchlein so schwer zu tragen hätte, wie du. Und es wäre deutlich angenehmer als z.B. deine endlosen Litaneien über die sheer unsäglich unheilvollen Abgründe deines tiefen muttersheerahasses.

          „Man wird wohl Männerhass als Männerhass bezeichnen dürfen, und ich habe wohl meistens ihre Haltung – eben nicht: Ihre Person – angegriffen.“

          Ach ja, „meistens“? Bis auf die ununterbrochenen, bei aller Gelegenheit wiederholten, in andere Blogs weiterverbreiteten Proklamationen ihrer – selbstverständlich hinreichend bewiesenen – eiskalten und zugleich hochgefährlichen Absicht, alle Männer dieser Welt zu vergasen.

          Hast du eigentlich dieses Posting verstanden?
          http://www.allesevolution.wordpress.com/2012/11/21/catherine-hakim-honey-money-das-erotische-kapital/#comment-53524

          Deine (und A.R.s) unbeholfene Reaktion machen nicht gerade den Eindruck.

          Und jetzt dein Lieblingszitat. Schau mal, wo ist es denn?

          Scheiße!!! Das mit Farrell wusste ich nicht.

          Wie schafft ihr es euch so was durchzulesen ohne Brechreiz???

          Ich musste abbrechen als ich las, er hätte Anzeigen geschaltet EXTRA um Frauen zu finden, die ihr Inzest-Erlebnis positiv beschreiben würden (und hat dennoch nicht so viele gefunden, wie er erwartet/gehofft hätte…. ganz klar: da MÜSSEN doch die Frauen falsch gepolt sein…).

          Leider gibt es wohl kein Lied um den Hass, der gerad wieder in mir aufsteigt, zu bewältigen.

          Und jetzt macht ihr wieder Witzchen und wechselt das Thema… “müsste man mal genauer lesen” – “ja, müsste man” – macht ihr aber nicht, bestimmt nicht.

          Wozu auch?

          Ihr habt ja jetzt schon Eure Erklärungen: der Zeitgeist/hat er bestimmt nicht so gemeint wies scheint/denkt denn auch irgendwer an die armen, möglicherweise zu unrecht beschuldigten Männer? und überhaupt: nicht jede sexualisierte Gewalttat muss dauerhaft schädlich sein für das Opfer (das man natürlich deshalb auch gar nicht erst so nennen sollte)…

          Ihr widert mich an, ich kann gar nicht sagen wie sehr.

          Das sind genau die Momente, in denen ich jeden einzelnen Satz von Solanas unterschreiben würde, jeden einzelnen…
          http://www.allesevolution.wordpress.com/2012/11/21/catherine-hakim-honey-money-das-erotische-kapital/#comment-53483
          und
          http://www.allesevolution.wordpress.com/2012/11/21/catherine-hakim-honey-money-das-erotische-kapital/#comment-53505

          Aaah, da ganz unten, es steht im Kontext des Warren-Farrel-Inzest-Artikels, sieht so aus, als müsste sie gerade kotzen. Da ist dann wohl noch was rausgekommen, wie lieber drin bleiben hätte sollen.

          Wie lange möchtest du ihr das eigentlich noch auf dem Tablett servieren? Wisch es einfach auf, wenn es dich stört, und gut is‘.

          Deine (und insbesondere davids) soziale Inkompetenz ist geradezu erschreckend. Bin ich hier eigentlich in eine Gesellschaft von Kanner-Autisten geraten?

        • Sorry, da ist ein Teil verlorengegangen. So musses:

          Sowas wie “Geh sterben!” habe ich noch nie in meinem Leben einem anderen Menschen an den Kopf geworfen.

        • @Nick

          Sry, ich habe keinen Bock auf faule Kompromisse: Wer unbedingt Radikalfeministin werden will soll es doch werden. Da ist eh kein Verständnis zu erwarten.

          Denke es ist besser, wenn Du da gar nicht weiter drauf eingehst. Die Leute müssen selbst ihre Erfahrungen machen. Die einen schnallens schneller, die andern langsamer, andere überhaupt nicht (= Asperger).

          Es gibt ein gewisses Maß, wieviel sich jeder herausnehmen kann. Wenn diese Grenze überschritten ist, dann lese ich die Leute erst gar nicht mehr.

          Wobei der Maß-Begriff da nicht richtig passt.
          Irgendwann sieht man, dass es nicht nur an bestimmten, isolierten Verhaltensweisen liegt, sondern an der ganzen Grundeinstellung.
          Finde also solcherlei persönliche Beleidigungen weniger schlimm, als die Geisteshaltung, die sich bei den „ernst-gemeinten“ Kommentaren offenbart.

          Diskussion zwecklos. Konsequenzen daraus ziehen und Aktionsform wählen, die nicht auf verbaler Kommunikation
          basiert. Solche und ähnliche Leute nach Möglichkeit aus seinem Leben raushalten.

        • @Stephan:

          Ach ja, “meistens”? Bis auf die ununterbrochenen, bei aller Gelegenheit wiederholten, in andere Blogs weiterverbreiteten Proklamationen ihrer – selbstverständlich hinreichend bewiesenen – eiskalten und zugleich hochgefährlichen Absicht, alle Männer dieser Welt zu vergasen.

          Jetzt verlierst du jeglichen Bezug zu den Tatsachen.

          Und jetzt dein Lieblingszitat. Schau mal, wo ist es denn?

          Das „Lieblingszitat“ findet sich genau in drei von insgesamt ~60k Kommentaren hier: 1x Muttersheera selbst, 1x Gedankenwerk und 1x in diesem Thread.

          Leider ist der von dir benannte Thread nicht dabei.

          Muttersheera liefert schließlich genug Material, da kann ich mir jedesmal ein neues Zitat aussuchen 😀

          Deine (und insbesondere davids) soziale Inkompetenz ist geradezu erschreckend. Bin ich hier eigentlich in eine Gesellschaft von Kanner-Autisten geraten?

          Vor allem deine Leseinkompetenz spricht Bände.

          • bitte aber allgemein daran denken, dass wir uns alle lieb haben sollten. auf dem Blog müssen extreme Meinungen miteinander auskommen. es ist wichtig diese nach Möglichkeit in der Sache anzugreifen, nicht in der Person.

        • @Gedankenwerk:

          Diskussion zwecklos.

          Ja, natürlich.

          Das Problem: Männer haben sich jahrzehntelang nur augenrollend abgewendet, wenn Radikalfeministinnen ihren Schrott abgesondert haben.

          Mit dem Ergebnis, dass sich radikalfeministische Deutungsmuster tief in den Mainstream eingegraben haben. Man nimmt sie gar nicht mehr wahr, geschweige denn dass man noch wüsste, auf welchem Fundament sie bauen.

          Dieses Threadthema ist geradezu ein Paradebeispiel dafür. Frau Domscheit-Berg wird von n-tv interviewt, und gilt als „ausgewogene Mitte“

          Es konnte nur soweit kommen, weil niemand lust hatte den Dworkinist.I.nnen ihr kaputtes Weltbild vorzuhalten.

          Nun muss das nachgeholt werden, was gar nicht so einfach ist. Der Dworkinismus ist mittlerweile zum nicht mehr sichtbar eingegrabenen Fundament geworden: Tollpatschige Annäherungsversuche oder unbedachte Indiskretionen werden nicht selten in einem Konnex zu Vergewaltigungen geframt. (So auch Elke Domscheit-Berg)

          Durch die ganze Republik geht ein empörter Aufschrei, wegen so einer (sicherlich ungeschickten) Lapalie wie „Sie können ein Dirndl gut ausfüllen“. Das hat, bei nüchterner Betrachtung, allenfalls in etwa die Qualität eines „Sie sind ein Idiot“

          Ein Politiker, der einem Journalisten ein „Sie sind doch ein Idiot“ an den Kopf wirft würde sicher nicht so viel Skandalpotenzial bieten.

        • Ach herrje, das war eine Reaktion auf Stefan und sollte hierhin, also noch mal (ohne Fleiß kein Preis):

          @ Stefan

          *Mir imponiert das sehr.*

          Außerdem ist sie sehr hübsch.

          Das sollte man nicht außer Acht lassen.

          Gut, das war jetzt wieder total sexistisch, objektififififizierend und so.

          Aber mein Gott, was kann man von mir schon anderes erwarten?!

          Ich bin nun mal katholisch, da gehört Sexismus zu meiner Kultur und Gnade Gott demjenigen, der gegen Diversität ist!

        • @stephan
          Um die Sache mal ein wenig zu verkomplizieren, misch ich mich jetzt auch einfach mal ein.
          „Deine (und insbesondere davids) soziale Inkompetenz ist geradezu erschreckend. Bin ich hier eigentlich in eine Gesellschaft von Kanner-Autisten geraten?“ Da müsste ich mich mit einbeziehen – auch ich hab, wenn ich Posts von muttersheera lese, die zitierten Äußerungen unwillkürlich im Hinterkopf, halte sie ihr aber (ebenso wenig wie die anderen) nicht vor. Es ist eher eine kleine Begleitdissonanz, kein Grund zu nachhaltiger offener Aufregung.

          Was Du als Ausdruck von sozialer Inkompetenz wahrnimmst, ist in meinen Augen eher eine Banalität – dass Äußerungen, die sehr weit gehen, nunmal hängenbleiben. Gleichwohl finde ich auch, dass Leszek weiter oben völlig Recht hat – es gibt (sich als links präsentierende) Kontexte, in denen Frauen gegenüber Männern im Hinblick auf Geschlechterfragen überhaupt nicht gesprächsbereit wären, und das ist hier anders. Ich hab aber auch nicht den Eindruck, dass das irgendjemand ernsthaft in Zweifel zieht.

          Deine Erklärung aber, dass muttersheera sich nach der Farrell-Lektüre nunmal auskotzen musste, finde ich nicht überzeugend. Es gibt beispielsweise von Dworkin (in „Woman Hating“) Äußerungen zum Thema Inzest, die wesentlich gravierender sind als das, was hier von Farrell verlinkt worden war – und habe nicht das Gefühl, dass das jemals für muttersheera oder sonstwen Anlass für massive vomitive Ausbrüche in feministischer Richtung sein würde.

          Mein Eindruck ist, dass eben diese banale Frage (um mal von Erwägungen über die soziale Kompetenz der Beteiligten wegzukommen) ein interessantes sachliches Thema wäre: Inwiefern für Männer und Frauen eigentlich im Gespräch die gleichen zivilen Regeln gelten. Klar, es gibt heftige Zivilitätsverletzungen von Männern. Es gibt aber auch ganz offenkundig aus feministischer Sicht die Erwartung, dass Gesprächsregeln ungleich zu sein hätten – was die Akzeptanz von infantilen Kraftausdrücken („sexistische Kackscheiße“), Beleidigungen oder Gewaltdrohungen durch Frauen angeht, oder auch die Akzeptanz des willkürlichen Ausschlusses aus dem Gespräch. Und da finde ich es (anders als Leszek weiter oben, aber vielleicht interpretiere ich da auch zuviel rein) eigentlich nicht „verwöhnt“, zu erwarten, dass die Regeln für alle gleich sein sollten.

        • @ Stefan

          *Meinst du mich? *

          Natürlich meine ich immer mich mit.

          Als schwer um Nächstenliebe ringender, sehr schwer ringender, geradezu heroisch ringender Christ in spe.

          Laokoon ist ein Dreck dagegen.

        • Sodale…

          Ein paar hier kriegen das hier:

          Der Vollständigkeit halber möchte ich betonen, dass Nick sein Urteil spätestens nach 2 Wochen gefällt hatte:

          „Ich glaube eher, du hegst ein dumpfes männerhassendes Ressentiment, das sich in etwa auf dem Niveau wie das der dümmsten Frauenhasser aus dem Gelben Forum bewegt.“

          https://allesevolution.wordpress.com/2012/03/13/das-patriarchat-als-die-wurzel-der-weiblichen-unterdruckung/#comment-32379

          Seine ewigen, inhaltlich gleichförmigen Ausfälle ließ ich das erste halbe Jahr weitestgehend an mir abperlen, nur auf den „höchst-sachlichen Vorschlag“:

          „Am besten gehst Du zu PI, dort findest Du Dein Niveau.“

          https://allesevolution.wordpress.com/2012/10/27/andrea-dworkins-pornographie/#comment-51334

          gab es dann doch mal entsprechendes Echo.

          Bin ich nicht Stolz drauf, aber naja… es ist m.A.n. nicht an mir, einen anderen Umgangston anzuschlagen.

          Und jetzt entschuldigt mich bitte wieder, es stehen dringende Termine an …

        • @Alexanda
          Wer ist dieser Stefan?

          „Außerdem ist sie sehr hübsch“

          Vor allem ist sie geradezu perfekt symmetrisch. Ein Zeichen guter Gene.
          http://0.gravatar.com/avatar/c9628248a44e3ade12d5c432e35fe9f1?s=104&d=identicon&r=G

          Aber ich würde zu gern mal sehen, wie sie ihre Farben ändert.

          @Nick
          „Jetzt verlierst du jeglichen Bezug zu den Tatsachen.“

          Ich habe das durchaus polemisch zugespitzt. Ich weiß, dass du meistens sachlich diskutierst, und _auch deine_ Sachkenntnisse imponieren mir übrigens, ich hab da viel gelernt. Diesen Input könnte ich nicht beisteuern. Und du äußerst dich ja auch positiv zu frauenrechtlichen Bestrebungen wie etwa in den 60ern, insofern nehme ich dich sehr differenziert wahr.

          Allerdings scheinst du mir nicht wahrzunehmen, wie sehr du mit deinen Auslassungen über die charakterliche Schlechtigkeit einer gewissen Person diesen ansonsten sehr angenehmen Ort vollqualmst. Und da sehe ich tatsächlich einen Unterschied zu den eher spontanen, weitaus weniger essentialistischen Verbalattacken muttersheeras.

        • Der Vollständigkeit halber möchte ich betonen, dass Nick sein Urteil spätestens nach 2 Wochen gefällt hatte:

          In diesem Falle war gar kein vorher gefasstes Urteil notwendig. Der Kommentar, auf den sich das unmittelbar bezog reichte wohl für sich für die Mutmaßung aus.

          Wer Männern letztlich eine Essenz unterstellt, derzufolge sie lieber ein Leasingauto finanzieren als ihre Kinder versorgen würden bewegt sich nun mal auf dem Niveau von so manchem Gelbforisten.

          Da gibt es nun mal wenig dran zu beschönigen, und solche entmenschlichenden Kommentare sollten auch als solche benannt werden.

          nur auf den “höchst-sachlichen Vorschlag”:

          Christian:

          “Allerdings sind wir bei den allermeisten Männern weit davon entfernt, an staatliche Zwangsprostituition für alle Frauen zu denken.”

          Muttersheera:

          „Unter Maskulisten/Antifeministen dürfte der Prozentsatz gar nicht mal so gering sein…“

          Auch PI-Niveau sollte als PI-Niveau benannt werden.

          Es ist mir schon klar, dass das gar nicht in muttersheeras Selbstbild als „auf der Seite der Guten stehend“ passt.

        • Und da sehe ich tatsächlich einen Unterschied zu den eher spontanen, weitaus weniger essentialistischen Verbalattacken muttersheeras.

          Ich sag’s ja: Es gehört zum „guten Ton“ der „progressiven gesellschaftlichen Mitte“, z.B. Männern essentialisierend zu unterstellen, sie würden ihre eigenen Kinder nicht lieben.

          Nahezulegen, dass ein Individuum ein Ressentiment pflegt ist übrigens nicht essentialistisch.

        • Edit:
          „Es gehört zum “guten Ton” der “progressiven gesellschaftlichen Mitte”, z.B. Männern essentialisierend zu unterstellen, sie würden ihre eigenen Kinder nicht lieben.

          Das fällt gar nicht erst unangenehm auf.“

        • @ Stephan

          *Wer ist dieser Stefan?*

          Stefan ist Stephan in Bequemdeutsch (ich spare einen Buchstaben!).

          Phphph…., wenn Du wert drauf legst, strenge ich mich halt an.

        • Deine (und insbesondere davids) soziale Inkompetenz ist geradezu erschreckend. Bin ich hier eigentlich in eine Gesellschaft von Kanner-Autisten geraten?

          Huch, das ist ja auch mal ein interessantes Fundstück.

          Die selbsternannte Stimme der Vernunft, Geschlechterverständigung und sozialen Kompetenz liest mir mal so richtig die Leviten, sehr freundlich auch.

          Ich gehe jetzt mal nur so weit darauf ein: Ich habe muttersheera hier sehr wohl eine ganze Weile unter der prämisse gelesen, dass sie KEINEN tiefgreifenden Hass auf Männer mit sich herumträgt, ganz im Gegenteil fand ich viele ihrer Postings sehr bereichernd und sie auch durchaus sympathisch.
          Dass du, aus welchen Gründen auch immer, diese Sichtweise unbedingt beibehalten willst, sei dir unbenommen.
          Ich kann dir nur als Zeuge des direkten Vergleichs sagen, dass wenn man ihre explizit misandrischen Aussagen im Hinterkopf behält, ihr sonstiges Wirken hier sehr viel mehr Sinn ergibt.

          Jemand, der einmal im emotionalen Ausnahmezustand (hervorgerufen durch vollkommen harmlose und unpersönliche Blogkommentare) mit vollem Ernst sagt, er sei gottfroh, dass wenigstens die Hälfte aller Juden schon vergast seien, der wird den Ruf eines Antisemiten zurecht auch nicht so schnell wieder los – insbesondere wenn er sich nicht einmal die Mühe macht, sich davon offen und klar zu distanzieren.

          Du magst es dann für albern, verbissen, verkrampft, rachsüchtig nachtragend oder sozial inkompetent halten, wenn jemand dieses kleine „Malheur“ des armen so emotional mitgenommenen Mädchen, das doch sonst im so menschlichen Gewand daher kommt, und dir auch noch so viel Honig um den Bart schmiert, richtig deutet, nämlich als gewährten Einblick in sehr tief sitzende Strukturen.

          Ich schlage in Netzdiskussionen durchaus mal über die Stränge, das weiß ich auch. Es gibt auch mal Kommentatoren, wo ich eine persönliche Abneigung entwickle.
          In dem Fall halte ich es aber tatsächlich für vollkommen rational, nicht über eine solche Einstellung hinwegzusehen.
          Dass es hier etliche Beispiele für mindestens ebenso großen Frauenhass gibt, ist mir bewusst. Allerdings bewerte ich das, sofern ich mit den entsprechenden Leuten überhaupt kommuniziere, etwas anders, da meist nur enttäuschte Liebe dahintersteckt (was schnell heilbar wäre).

          Dass du als „Asperger“ aber diese Feinheiten zwischen und aus den Zeilen so gut herauslesen kannst, dass du dich zur wertenden Instanz über soziale Kompetenz aufschwingst, die dann auch beleidigen darf, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, oder?

    • @Julia

      was regst du dich denn so auf.

      In DEINEM Blog geht es doch ausschließlich nur ums Ficken im allgemeinen, um Analsex, Selbstbefriedigung, Sex zu dritt usw. …

      Dein Block ist eine totale Schweinerei und du regst dich darüber auf, dass ein Politiker zu einer nicht mehr ganz so jungen Frau gesagt hat, dass sie ordentlich Holz vor der Hütte hat?

      DEIN Leben scheint ja auch ausschließlich auf Sex reduziert und fixiert zu sein …

      • @ Rotzfrech

        Dein argumentationsfreier Kommentar war m.E. überflüssig.

        Julias Blog kenne ich noch gar nicht.

        Aber da mir radikalfeministische und konservativ/religiös-fundamentalistische Sexualfeindlichkeit gleichermaßen zuwider sind, habe ich gegen einen Blog auf dem sexuelle Themen aus sex-positiver weiblicher Perspektive behandelt werden, grundsätzlich nichts einzuwenden.

      • @ Rotzfrech

        „Dein Block ist eine totale Schweinerei und du regst dich darüber auf, dass ein Politiker zu einer nicht mehr ganz so jungen Frau gesagt hat, dass sie ordentlich Holz vor der Hütte hat?“

        ?? Scheint doch ein netter special-interest-Blog zu sein. Keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit darauf zu erkennen. Der Blog tut dir doch nichts.

      • @Rotzfrech,

        aaaah, ich hatte innerlich schon runtergezählt, wann jemand wieder die persönliche Ebene eröffnet wird. Mögen die Spiele beginnen 🙂

        Zuerst danke ich dir für die klasse Werbung! Menschen, die sich aufregen haben gemeinhin eine sehr anziehende Wirkung.

        Da ich mich ca. 10 Stunden meines Tages mit Zahlen, Präsentationen und allgemein dem Untergang der Welt beschäftige, sei mir die halbe Stunde täglich vergönnt, die ich mich dem Ficken widme.
        Falls du Interesse hast, kann ich dir gerne meine gesammelten Essays (mit ökonomischem Schwerpunkt) aus den letzten drei Jahren schicken, um diese Aussage zu verifizieren.

        Ansonsten pflichte ich Christian, Leszek und ich^3 bei.
        Und ich hoffe, dass das Thema damit erledigt ist.

        • @Julia: Du beschäftigst dich mit dem Untergang der Welt? Inwiefern wenn ich fragen darf?

          Aber Untergang der Welt und Sex lassen sich doch wunderbar vereinen: Collapse porn.

          Kaiser Nero bringt nicht nur die Seiten seiner Fiedel zum Schwingen, Ba-Bam!!
          Generell scheint es vor Zusammenbrüchen wohl häufiger mal zu Orgien zu kommen.

          Mehr dazu auf meinem nicht vorhandenen Blog 😉

          „Das liegt (leider!) in der Natur der Sache. Ein Signal ist diffus, kommunikativ nicht fassbar und teilweise gar nicht als solches gemeint. Ein Satz (“Ich finde Sie attraktiv”) dagegen hat etwas konkretes und ist immer an eine bestimmte Person/Frau gerichtet.“

          Entbindet euch Frauen trotzdem nicht von eurer Verantwortung.

        • @JBG,

          „Du beschäftigst dich mit dem Untergang der Welt? Inwiefern wenn ich fragen darf?“

          Zu viele Details über meinen Job. Sorry, darüber möchte ich nicht reden.

          „Entbindet euch Frauen trotzdem nicht von eurer Verantwortung.“

          Hab ich auch nicht behauptet 🙂 (Siehe auch weiter oben.)

        • „Kaiser Nero bringt nicht nur die Seiten seiner Fiedel zum Schwingen, Ba-Bam!!
          Generell scheint es vor Zusammenbrüchen wohl häufiger mal zu Orgien zu kommen.“

          Dass Kaiser Nero Rom in den Zusammenbruch geführt habe oder gar Rom angezündet habe, davon kann, ausgehend vom heutigen geschichtswissenschaftlichen Forschungsstand, nicht die Rede sein.

          Nero war insgesamt sogar einer der relativ besseren römischen Kaiser gewesen, (womit ich Verbrechen, für die er tatsächlich verantwortlich war, aber keineswegs relativieren will).

          Ein guter Artikel zu Nero, der das historisch falsche Bild vom grausamen Tyrannen und Brandstifter korrigiert, findet sich hier:

          Opfer der Legenden: Wie der römische Kaiser Nero zum Sündenbock der Geschichte wurde

          http://www.welt.de/kultur/article137308/Opfer-der-Legenden-Wie-der-roemische-Kaiser-Nero-zum-Suendenbock-der-Geschichte-wurde.html

    • „Dirndl sind (je nach Region) durchaus halbwegs normale Kleidung.“
      Wenn das Busentuch dabei ist – normalerweise ist das Dekollete durch selbiges Abgedeckt.

  5. Was ich von Brüderle sehe, ist ein etwas ungeschickter Anmachversuch, vielleicht hatte er schon das ein oder andere Viertele getrunken. Was ich von der Himmelreich sehe, ist eine Aufmerksamkeit heischende Indiskretion. Ist sie oder andere Frauen eigentlich der Ansicht, dass Frauen sich bei Anmachversuchen geschickter anstellen. Da kann ich nur sagen: Nein, tun sie nicht. Wenn Brüderle ihr jetzt nun zufällig gefallen hätte, wäre ja auch Alles ok. Da er es aber nicht tat, gibt es gleich Sexismus Gekreisch. Das ist erbärmlich.

    Es gibt in Asien Kurse, wie man sich gegenüber Geschäftspartnern in anderen Ländern zu verhalten hat. Ein Inder erzählte mir mal, es wurde ihnen u. a. eingeschärft, dass man deutschen Frauen auf keinen Fall Komplimente machen solle, denen anderer Länder(z.B. Frankreich) aber schon.

    Das kann einem schon zu denken geben.

    • Was wenn die Geschichte gar nicht wahr ist?
      Wenn es nicht so war, wie Himmelreich behauptet
      Wird den Indern auch eingeschärft sich nur
      im Beisein von Zeugen mit deutschen Frauen zu unterhalten?

      Und wird denen auch gesagt nicht alles zu
      glauben, nur weil es in der Zeitung steht?

      • Klar, wir wissen nicht, ob die Geschichte wahr ist. Aber das ändert Nichts. Auch wenn sie wahr ist, kann ich kein Problem darin erkennen, das von einer Journalistin breitgetreten und von Twitteuren bejammert werden müsste.

        Diese Kurse für Asiaten sollen kulturelle Eigenarten anderer Länder vermitteln, damit ein potentieller Geschäftserfolg nicht durch unwissende Fettnäpfchentreterei gefährdet wird. Und da ist es doch hübsch zu wissen, dass es eine kulturelle Eigenart der Deutschen ist, dass Frauen im professionellen Umfeld keine Komplimente bekommen möchten. Vielleicht sollte man ihnen vorsichtshalber auch im nicht professionellen Umfeld keine Komplimente machen. Man kann ja nie wissen.

        Sich mit deutschen Frauen nur im Beisein von Zeugen zu unterhalten ist jetzt aber schon ein wenig übertrieben.

        • Imho sollte man mit Komplimenten sparsam sein, obwohl Frauen Komplimente eigentlich mögen und gern hören. Nur kommt es einerseits darauf an, wer die Komplimente macht und andererseits, wie die Komplimente denn genau aussehen.

          Ich würde einer Frau z. B. nie ein Kompliment über etwas Offensichtliches machen. Zeigt sie viel Dekollete, werde ich das mit Sicherheit ignorieren. Mache ich ein Kompliment, dann über etwas, mit dem sie nicht gerechnet hat. Merke ich, dass sie Komplimente expilzit wünscht, bekommt sie keine.

          Bewegt man sich auf unsicherem Terrain, wie z. B. in einer Kultur, die man zu wenig kennt, ist es besser, eine neutrale Haltung einzunehmen.

      • Ja. Es sei denn, die Intention des Journalisten wäre es gewesen, dem Politiker zu schaden.

        Ich würde einen solchen Kommentar als Kompliment auffassen. Auch von jemandem von dem ich nichts will.

      • Was mich geradezu fassungslos macht, ist, das von den fünf Twitterkommentaren zu diesem Vorfall, vier explizit von Sexismus gegenüber Frau Himmelreich reden.
        Daraus kann ich folgendes schließen:

        1. Sexismus ist, was Frauen nicht passt.

        2. Sexismus ist, wenn Mann eine Frau attraktiv findet und das zum Ausdruck bringt.

        3. Der Vorwurf des Sexismus hat keinerlei Bedeutung, da er inflationär verwendet wird.

        4. Für eine Mann ist es gesellschaftlich dennoch gesünder, denn Kontakt mit ihm fremden Frauen auf ein Minimum zu reduzieren.

        • “ 4. Für eine Mann ist es gesellschaftlich dennoch gesünder, denn Kontakt mit ihm fremden Frauen auf ein Minimum zu reduzieren.“

          Auch bei ihm nicht fremden Frauen ist es
          nicht immer gesund. Siehe z.B. Horst Arnold

        • Sexismus ist, wenn Mann eine Frau attraktiv findet und das zum Ausdruck bringt, die Frau den Mann aber nicht. Das ist der entscheidende Punkt.

        • Ich glaube Punkt 2 müßte man präzisieren:
          2. Sexismus ist, wenn DER FALSCHE Mann eine Frau attraktiv findet und das zum Ausdruck bringt.

          Wäre das Dekolleté der Türöffner für ein interessantes Exklusivinterview gewesen, hätte sich Frau Himmelreich wohl nicht beschwert.

          Halb-OT:
          Ich will nicht wissen, wie viele solcher „Peinlichkeiten“ Spiegel & Co. noch im Giftschrank haben, um sie zu gegebener Zeit politisch zu verwursten.

  6. Wenn denn die Geschichte wahr ist, hat Himmelreich
    den Bruederle nicht zuerst wegen seinem
    „fortgeschrittenem Alter“ angemacht?
    Oder habe ich das falsch verstanden?
    Man könnte der Himmelreich hier
    „Altenphobie“ vorwerfen, wenn man wollte. 😉

  7. Hier ist noch etwas mehr zum Vorfall:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-stern-reporterin-wirft-bruederle-aufdringlichkeit-vor-a-879160.html

    Der Artikel in der neuen „Sterns“-Ausgabe trägt den Titel: „Der Herrenwitz“. Darin beschreibt die 29 Jahre alte Redakteurin eine Begegnung mit Brüderle am Vorabend des traditionellen Stuttgarter Dreikönigstreffens der FDP im vergangenen Jahr. Journalisten und Politiker hätten wie üblich vor solchen Veranstaltungen an der Bar des Hotels Maritim zusammengestanden. Sie habe Brüderle bei dieser Gelegenheit gefragt, „wie er es findet, im fortgeschrittenen Alter zum Hoffnungsträger aufzusteigen“, schreibt die Autorin. Der Liberale aber habe lieber über ihr Alter sprechen wollen und sie auf 28 Jahre geschätzt – was zu jenem Zeitpunkt stimmte. „Mit Frauen in dem Alter kenne ich mich aus“, habe Brüderle erklärt.

    Auch der nächsten fachlichen Frage zur Rede des Fraktionschefs wich Brüderle nach Angaben der Reporterin aus. Stattdessen soll er sich nach ihrer Herkunft erkundigt haben. „München“, lautete die Antwort der Journalistin, was Brüderle zunächst zu spöttischen Bemerkungen über die Cola in der Hand der Reporterin veranlasst habe – die Frauen dort seien doch eigentlich trinkfest. Die Autorin beschreibt die Szene weiter:

    Brüderles Blick wandert auf meinen Busen. „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.“
    Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie. „Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen.“
    „Herr Brüderle“, sage ich, „Sie sind Politiker, ich bin Journalistin.“
    „Politiker verfallen doch alle Journalistinnen“, sagt er.
    Ich sage: „Ich finde es besser, wir halten das hier professionell.“
    „Am Ende sind wir alle nur Menschen.“
    Zum Ende des Artikels erzählt die Reporterin, wie der Abend an der Stuttgarter Hotelbar zu Ende gegangen sein soll. Irgendwann habe Brüderle doch noch auf ihre Frage geantwortet, warum er glaube, nach all den Jahren plötzlich so beliebt geworden zu sein. „Weil ich der Beste bin“, habe der FDP-Politiker geantwortet. Gegen ein Uhr nachts habe Brüderles Sprecherin ihren Chef dann zum Aufbruch gedrängt:

    Brüderle verabschiedet sich von den umstehenden Männern. Dann steuert er mit seinem Gesicht sehr nah auf mein Gesicht zu. Ich weiche einen Schritt zurück und halte meine Hände vor meinen Körper. Die Sprecherin eilt von hinten heran: „Herr Brüderle!“, ruft sie streng. Sie führt ihn aus der Bar. Zu mir sagt sie: „Das tut mir leid.“ Zu ihm sagt sie: „Zeit fürs Bett.“
    Die Redakteurin führt noch andere Beispiele für möglicherweise unangemessene Äußerungen Brüderles an. Dass Frauen weniger Alkohol vertragen würden als Männer, erkläre der FDP-Mann mit dem höheren „Fettgehalt“ von Frauen: „Dabei macht der den Reiz der Frau aus!“, wird Brüderle zitiert.

    Auch ein Besuch in einem Milchviehbetrieb in Schleswig-Holstein im vergangenen Frühjahr wird beschrieben. Dort habe der FDP-Fraktionsvorsitzende eine Kuh betrachtet und gesagt: „Ey, guck mal, der Euter. Der hängt ganz schön. Das ist Körbchengröße 90 L.“ Als eine Kuh von hinten auf eine andere aufgesprungen sei, habe Brüderle kommentiert: „Gleichgeschlechtliche Liebe ist bei Tieren so häufig wie bei Menschen.“ Und als der Bauer erklärt habe, wie die Zitzen am Euter der Kuh angefasst würden, sei dem Liberalen eingefallen: „Das ist die Erotisierung der Kuh.“
    Das persönliche Fazit der „Stern“-Reporterin: „Der FDP-Hoffnungsträger befindet sich selbst in einem Zustand von Dauererotisierung. Er gefällt sich als Verkörperung des wandelnden Herrenwitzes.“

    Klingt als wollte er flirten und sie einen betrunkenen Politiker interviewen.

    • Die Szene mit dem Busen gewinnt aus meiner Sicht auch eine neue Bedeutung, wenn es nicht die Eröffnung ist, sondern er vorher deutlich macht, dass er nicht über Politik, sondern über sie reden will. Er hat ja mehrmals ein politisches Interview abgeblockt („Der Liberale aber habe lieber über ihr Alter sprechen wollen“ „Auch der nächsten fachlichen Frage zur Rede des Fraktionschefs wich Brüderle nach Angaben der Reporterin aus“)

      • Er hat ja mehrmals ein politisches Interview abgeblockt

        Offensichtlich.

        Sie wollte aber wohl partout nicht aufgeben, und ist deshalb eingestiegen.

        Am Ende hat sie ihr Interview trotzdem nicht gekriegt und ist deshalb ganz doll sexistisch diskriminiert.

        Bei einem männlichen Journalisten hätte er eben kein sexuelles Interesse gehabt, womit der männliche Journalist gar nicht erst Möglichkeit gehabt hätte zu versuchen, das Gespräch in die gewünschte Richtung zu biegen. Wieviele Journalisten wird Brüderle wohl so abwimmeln?

        Wenn der Stern einen Interviewtermin mit Brüderle vereinbart hätte wäre es was ganz anderes: Dann wären dieSexismusklagen durchaus berechtigt.

    • Die größte Fehlleistung sehe ich auf Seiten Brüderle´s Pressesprecherin, die ihn vor dem Interview in Weinlaune nicht bewahrt hat.

      Offensichtlich geheuchelt ist das:

      „…Sie habe Brüderle bei dieser Gelegenheit gefragt, “wie er es findet, im fortgeschrittenen Alter zum Hoffnungsträger aufzusteigen”, schreibt die Autorin. Der Liberale aber habe lieber über ihr Alter sprechen wollen und sie auf 28 Jahre geschätzt – was zu jenem Zeitpunkt stimmte. “Mit Frauen in dem Alter kenne ich mich aus”, habe Brüderle erklärt.

      Auch der nächsten fachlichen Frage zur Rede des Fraktionschefs wich Brüderle nach Angaben der Reporterin aus….“

      Auch der NÄCHSTEN SACHLICHEN Frage…. *fg*

    • Der Typ war doch offensichtlich angetrunken, und sie tritt das ausführlich in der Öffentlichkeit breit. Geht so heute Journalismus? Ein Politiker oder jemand der in der Öffentlichkeit steht, muss heute die ganze Zeit in hab acht Stellung sein. Das gilt zwar auch für Frauen, für Männer aber noch mehr. Es lebe die Verkrampfung.

    • „…. Ich weiche einen Schritt zurück und halte meine Hände vor meinen Körper. Die Sprecherin eilt von hinten heran: „Herr Brüderle!“, ruft sie streng. Sie führt ihn aus der Bar. Zu mir sagt sie: „Das tut mir leid.“ Zu ihm sagt sie: „Zeit fürs Bett.“….“

      offensichtlich war seine sprecherin in der nähe. offensichtlich ist dann auch, das sie vorher keinen grund gesehen hat, einzuschreiten. wenn sie so schnell ‚eingreifen‘ konnte hat sie möglicherweise gehört was gesprochen wurde…. (schnell eingreifen weil er sofort ‚abgeführt‘ wird ohne noch unsinn anstellen zu können)

      die vorhandenen informationen reichen gerade um brüderle in ein negatives licht zu rücken. es wurde, mit der veröffentlichung solange gewartet, bis evtl vorhandene zeugen den ‚vorfall‘ vergessen haben. wer errinnert sich an menschen die unauffällig waren, nach solanger zeit?

      brüderle gehörte auch letztes jahr schon zu den prominenten fdp mitgliedern.

      gerade die sprecherrin von brüderele läßt mich an der negativen darstellung zweifeln….

  8. „Die Redakteurin führt noch andere Beispiele für möglicherweise unangemessene Äußerungen Brüderles an. Dass Frauen weniger Alkohol vertragen würden als Männer, erkläre der FDP-Mann mit dem höheren “Fettgehalt” von Frauen: “Dabei macht der den Reiz der Frau aus!”, wird Brüderle zitiert.“

    Alles klar, das sexistische Sch***.

    Kann das sein, die hat einen Platten?
    Jetzt verstehe ich auch warum die Himmelreich
    PoQuote ist. 🙂
    http://www.pro-quote.de/unterzeichnerinnen/laura-himmelreich/

  9. Da hat sich das ganze rot-grün-feministische Männerbelästigungs – und Umerziehungsgeschwerl ja wieder mal einen abgetwittert.

    Laura Himmelreich @im_Himmelreich

    Redakteurin beim Stern in Berlin

    Sven Lehmann @svenlehmann Verified account

    Grün.Links.Libertär. Männlicher Feminist. Urbanist. Europäer. Rheinländer. Pro-#BGE. Landesvorsitzender der NRW-GRÜNEN (@gruenenrw).

    kegelklub @kegelklub

    Piraten und Eichhörnchen, die sich manchmal oder immer weiblich fühlen oder gesehen werden, kegeln gegen Sexismus. kegelklub.wordpress.com/about/

    http://kegelklub.net

    teresa m. bücker @fraeulein_tessa

    femininja / freie autorin / dandizette / redhead/ #d64 / social-media-frau von @spdbt / mehr auf about.me/teresabuecker

    http://flannelapparel.blogspot.com/

    kathy @totalreflexion

    kontingenzgewöhnt. paradoxieverliebt. sozialdemokritisch. Soziolog_in. Feminist_in.

    Mein Sexismussenstivitätstraining ist damit für heute abgeschlossen, Frau Himmelreich jetzt sicher durch diese versuchte Vergewaltigung so traumatisiert, dass sie berufsunfähig geworden ist.

    Damit hätte die Walz-von-de-Palz-Brüderle der rot-grün-feministischen Journaille einen schweren Schlag versetzt und wenigstens etwas bleibend Positives bewirkt.

    Gibt’s schon einen Brüderle-Unterstützungskreis, der ihm Carepakete in’s Gender-Bootcamp schickt?

    Wo kann ich spenden für den Brüderle-Rechtshilfefonds?

    Oder übernimmt das Kachelmann?

    Meine Güte.

    Meiden wie einen Seuchenherd, wenn immer möglich, wo immer möglich, wann immer erkennbar: feministisches Andoktriniert-Sein + rot-grüner Symptomenkomplex + Zeitgeist = a pain in the ass.

    Glücklich das Land, das solche Skandale und Probleme hat.

    Es ist überreif für andere.

    • „Da hat sich das ganze rot-grün-feministische Männerbelästigungs – und Umerziehungsgeschwerl ja wieder mal einen abgetwittert.“

      Ja ja, die verdorbenen Linken mal wieder. Schlimm schlimm. Laut Spiegel Online hat auch SPD-Politiker Edathy diese Art des Journalismus kritisiert:

      „SPD-Politiker Sebastian Edathy monierte, die Journalistin hätte sich früher melden können. „Es zeugt für mich von einem merkwürdigen Berufsverständnis, als Journalistin um Mitternacht an einer Hotelbar ein offizielles Gespräch mit einem Politiker führen zu wollen“, sagte er der Berliner „taz“. “

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/anmache-vorwuerfe-westerwelle-stellt-sich-vor-bruederle-a-879509.html

      • @ ichichich

        Versteht sich der Freitag als linke Zeitung? Ja?

        * Und selbst von den Sozialdemokraten gibt es Schützenhilfe, „wer um Mitternacht an einer Hotelbar ein offizielles Gespräch mit einem Politiker führt, hat ein merkwürdiges Berufsverständnis“, sekundiert SPD-Innenexperte im Bundestag Sebastian Edathy in der taz vom Freitag. Ein Hauch sozial-liberaler Koalition.*

        Offenbar ein schwerer Fehler des Herrn Edathy, der ja ohnehin auf der Liste jener steht, deren Gesellschaft zu überwinden ist.

        Hat er sich somit als Rechter in der SPD geoutet, als Thilo Sarrazin der Genderdebatte?

        Es führt kein Weg daran vorbei:

        *So schnell kann es gehen. Eben noch der nuschelnde Publikumsliebling aus der populären „Heuteshow“ im ZDF, nun der alte Lustmolch aus einer noch älteren Ära. So hat sich Rainer Brüderle (FDP) den Auftakt seiner „Spitzenmännlichkeit“ sicher nicht vorgestellt.

        Lange Zeit war der Kampf gegen Sexismus ein Nischenthema angeführt von FeministInnen aus der linken Ecke. Gerade Politik und Wirtschaft öffnen sich langsam für Themen wie Frauenquoten, gleichberechtige Gehälter und die Möglichkeit, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Der alltägliche Sexismus hat dort jedoch immer noch ein warmes Plätzchen. Hinzu tritt, die jetzt einsetzende Kritik kommt im nüchternen Gewand daher.*

        http://www.freitag.de/autoren/danielm2601/sexismus-in-der-politik

        Der vorherrschende Feminismus ist ein vor allem auf linkem Mist gewachsenes Pflänzchen und wird vor allem von Linken mit ihren Hervorbringungen gedüngt.

        Das festzustellen ist ein Gebot der Ehrlichkeit.

        • @ Roslin

          „Der vorherrschende Feminismus ist ein vor allem auf linkem Mist gewachsenes Pflänzchen und wird vor allem von Linken mit ihren Hervorbringungen gedüngt.“

          Wie ich gerade mal wieder feststellen dürfte, düngt die rechte Springergülle besonders gut.

  10. So sind sie, unsere Frauen, die besten Frauen der Welt.

    Sie leben von der Beachtung durch Männer, von der Alimentierung der Männer, tun alles um diese auf sich zu lenken und wird dann mal einer Aufmerksam dann wollen sie dem ihren Frust anhängen.

    Dazu kommt dass eine Feministin genau daran dass sie eben kein Mann ist und auch weiß dass sie nie einer werden wird die Avancen eines Mannes als Affront empfinden kann. Eine Kränkung ihres Narzissmus als der bessere Mensch, der im Grunde bessere Mann der vom bösen Mann unterdrückt wird. Neid.

    Angeblich soll Laura Himmelreich 29 Jahre alt sein, sieht für mich deutlich älter aus, wie ein „kritisches“ Alter in dem das Interesse der Männer langsam nachlässt. Mein Eindruck kann aber auch durch die Augenringe kommen, wir wissen ja wie unmenschlich Hart das Leben im Patriarchat als feministische Journalistin ist.

    Es ist ja öfter zu beobachten dass gerade Frauen in „kritischen“ Alter nicht mit dem nachlassenden Interesse der Männer klarkommen und dann die beschriebenen neurotischen Reaktionen zeigen, ihren Frust darüber Männern anhängen wollen. Bei Feministinnen ist das wohl ab Pubertät Dauerzustand.

    Ich kann nur raten: Fernbleiben, meiden, wegsetzen, angewidert zurückschauen.

    Außerdem vermute ich dass Politiker zu Journalistinnen versuchen generell „nett“ zu sein.
    D.h. ihnen Aufmerksamkeit geben, Komplimente und Avancen machen, ihnen etwas geben was sie selten bekommen und nie genug haben können, sie sollen sich geschmeichelt fühlen.

    Hier hätte Brüderle genauer hinschauen sollen, denn für mich wirkt Laura Himmelreich genau wie der Typ gestörter Frau von dem ich mich definitiv fernhalte, und „professionelle“ Kontakte auf ein Minimum reduziere.

    • Und noch was:

      Wie soll ein Politiker in so einer Situation agieren?

      Gibt er sich ganz „professionell“ dann wird es „kalt“, keine besondere Beziehung und kein besonders guter Eindruck den er hinterlässt.

      Gibt er sich etwas menschlicher, macht kleine Avancen, geht er schon bei kleinsten Übertritten über eine kaum zu erkennende, willkürliche Marge ein großes Risiko ein.
      Ein Politiker der es tut, aber unter dieser Marge bleibt gewinnt.

      Daraus einen Skandal zu machen ist unsere Zeit, ein Trauerspiel.

      Andererseits kann ich widerum dem Brüderle so gar nichts abgewinnen.

    • @Borat: Natürlich bleibt Frau Frau, egal wohin man geht.
      Aber wir in Deutschland sind schon mit einem ganz besondern Typus Frau gesegnet,
      der es u.a. wirklich gut versteht schon durch ein paar Sekunden(-bruchteile) Augenkontakt im Vorbeigehen mehrere Kilo Scheiße auf einen Mann abzuladen.
      Da ist selbst Augenkontakt schon zu viel Kontakt.
      Kleine Genugtung ist da, das die große Mehrheit dieser Prachtfrauen früher oder später an der eigenen Galle zugrunde geht.

  11. Zwischen Journalisten/Innen und Politiker/Innen wird sicher des Öfteren rumgevögelt…zumeist wohl zwischen Politikern und Journalistinnen…eine win-win-Situation…nicht nur Willy Brandt lässt grüßen.

    Das Risiko ist dabei wie immer im Leben allerdings sehr ungleich verteilt.

    Zum einen wegen des Generalverdachts gegenüber „dem Männlichen“, der jederzeit bei Bedarf getriggert werden kann, zum anderen, weil nur bei nichtlinken Politikern getriggert wird.

    Man stelle sich vor, ein FDP-Politiker hätte das Privatleben eines Schröders oder Fischers zelebriert…manoman(n). *fg*

  12. Ich finde Brüderles Verhalten, so wie es hier beschrieben wird, dämlich und peinlich. Ich weiß trotzdem nicht, warum ich etwas davon erfahre – ich möchte gar nicht alles über das dämliche und peinliche Verhalten von Zeitgenossen wissen, und muss es auch nicht.
    Die politische Relevanz von Brüderles Benehmen leuchtet mir schlicht nicht ein. Es gibt sicherlich vieles, wofür ich einen FDP-Politiker kritisieren kann – aber dass er sich einer jüngeren Journalistin gegenüber tapsig und aufdringlich verhalten hat, gehört nicht dazu. Die stillschweigende Unterstellung – wer sich SO gegenüber einer Frau verhalte, sei auch ein untragbarer Politiker – finde ich jedenfalls nicht überzeugend.

    Das eben ist das unangenehme dieses Artikels: Der Artikel soll Politik machen, nämlich einen wichtigen Politiker möglichst massiv beschädigen, ohne sich aber der Mühe zu unterziehen, sich mit politischen Fragen auch auseinanderzusetzen. Dafür ist wohl der Belästigungs-Vorwurf gut geeignet. Hier kann die ehemals gültige Journalisten-Regel, dass zu einer guten Geschichte die Perspektiven aller Beteiligten gehören, außer Acht gelassen werden. Wenn Frau Himmelreich sich belästigt fühlt, dann wurde sie eben belästigt – Brüderles Darstellung der Situation ist demgegenüber irrelevant.

    Einerseits agiert Himmelreich damit in einem professionellen erwachsenen Kontext, andererseits umgeht sie Reziprozitäts-Regeln, die ansonsten im zivilen Kontakt Erwachsener gelten. Das ist wohl ein Grund, warum ich (wie offenbar viele andere) den Artikel als unfair empfinde, auch wenn ich Brüderles Verhalten peinlich und unangemessen finde.
    Mich erinnert der Artikel an Annette Meiritz’ Spiegel-Artikel über „die Frauenfeindlichkeit der Piratenpartei“ (http://www.spiegel.de/spiegel/annett-meiritz-ueber-die-frauenfeindlichkeit-in-der-piratenpartei-a-877558.html) Auch Meiritz hat sich die politische Analyse gern gespart, statt dessen einige persönliche Erfahrungen (bei denen sich die beteiligten Männer offenbar tatsächlich auf sehr verletzende Weise sexualisiert verhalten haben) wiedergegeben und diese dann benutzt, um „den Sexismus“ der Piratenpartei vorzuführen – wohl durchaus kalkulierend in der Woche vor der Niedersachsenwahl. Natürlich haben die Piraten ihre Niederlage nicht Meiritz, sondern sich selbst zuzuschreiben trotzdem: Vielleicht kommt der Himmelreich-Artikel auch deshalb jetzt – weil das Konzept, mit Belästigungs-Vorwürfen Politik zu machen, durchaus Anklang gefunden hat.

    • „Mich erinnert der Artikel an Annette Meiritz’ Spiegel-Artikel über „die Frauenfeindlichkeit der Piratenpartei“ (http://www.spiegel.de/spiegel/annett-meiritz-ueber-die-frauenfeindlichkeit-in-der-piratenpartei-a-877558.html) Auch Meiritz hat sich die politische Analyse gern gespart, statt dessen einige persönliche Erfahrungen (bei denen sich die beteiligten Männer offenbar tatsächlich auf sehr verletzende Weise sexualisiert verhalten haben) wiedergegeben und diese dann benutzt, um „den Sexismus“ der Piratenpartei vorzuführen“

      Na wenn das nicht victim blaming in Reinform ist…

      „Der Abwehrreflex wenn es um Sexismus geht, ist der wahre Skandal“ schreibt die TAZ
      http://www.taz.de/Kommentar-Bruederles-Sexismus/!109665/

      Würde ich unterschreiben.

      Bei Philipp Rösler wäre so ein Verhalten unwahrscheinlich, fast so undenkbar wie bei Guido Westerwelle.

      • Ja,ja. Unsere Frauen sind so unnahbar
        und heilig, daß die Kühe, die heiligen
        in Indien vor Neid erblassen.

        Wo ist denn hier ein Opfa, mit dem man
        „victim blaming in Reinform“ betreiben kann?

        Und die „taz“, sind das nicht die mit dem
        riesigen Sexismus an der Fassade?

      • Solche journalistischen Koryphäinnen wie Fräulein Himmelreich müssten in einer meritokratischen Gesellschaft Kartoffeln sammeln oder sich einen Versorger suchen.

        Im politisch korrekten Wohlfahrtsstaat dagegen darf sie sich trotz bescheidenem Talent als Lohnschreiberin verdingen, solange sie die richtigen Schmähobjekte (FDP und Männer gehen immer) bepiselt.

        Dass nun ausgerechnet das Verlautbarungsorgan der Gutmenschen, das bei Bedarf schon mal die Rhetorik des STÜRMERS auspackt, wenn es darum geht, einen politisch Missliebigen wie Sarrazin zu verunglimpfen, im „Abwehrreflex“ einen Skandal sieht, „wenn es um Sexismus“ geht, entspricht der verluderten Scheinheiligkeit und Doppelmoral der deutschen Hilfsabiturientenschicht.

        Einen Abwehrrreflex zu verspüren, wenn der Multifunktionszombie „Sexismus“ wahlweise aus der Jutetasche oder dem Lacktäschchen gezaubert wird, ist Ausdruck eines gesunden Menschenverstands.

        Feminismus inklusive Genderblödsinn ist vor allem auch die Kunst, sich Pfründe zu sichern, die zu erlangen frau mittels Talent sonst nicht in der Lage wäre. Davon profitieren zehntausende von Akademikerinnen, warum nicht auch eine selbstgefühlte Journalistin.

        So…und jetzt mag ich mich nicht mehr Lieschen Himmelreichs flüchtigem Ruhm beschäftigen….

      • @muttersheera
        „Na wenn das nicht victim blaming in Reinform ist…“ Das ist ja tatsächlich eben der Punkt, der am Begriff „victim blaming“ so problematisch ist. Es wird eine Position bezogen, zu der eine Gegenposition nicht mehr möglich sei – nämlich aus moralischen Gründen, weil sie ein Opfer abermals viktimisiere.

        Dabei kann man Meíritz‘ Artikel natürlich kritisieren, auch wenn man ihr überhaupt nicht abspricht, dass die Verhaltensweisen, denen sie ausgesetzt war, übergriffig und sehr verletzend waren. Dass sie das aber schnurstracks auf eine gesamte Parte bezieht, verallgemeinert von deren „Sexismus“ spricht – das lässt sich durch die Begründung durch persönliche Erfahrungen mit einzelnen Parteimitgliedern nicht halten. Dass sich damit auch poltisch kalkulieren lässt, finde ich keine hergeholte Überlegung.

    • @Schoppe

      „Hier kann die ehemals gültige Journalisten-Regel, dass zu einer guten Geschichte die Perspektiven aller Beteiligten gehören, außer Acht gelassen werden.“

      Da hätten sie dann die Geschichte von einer anderen Person schreiben lassen müssen und Brüderle bzw. andere die dabei waren vorher um eine Stellungnahme bitten sollen oder wie sollte das dann in diesem Fall konkret laufen?

      • @Christian
        „Da hätten sie dann die Geschichte von einer anderen Person schreiben lassen müssen und Brüderle bzw. andere die dabei waren vorher um eine Stellungnahme bitten sollen oder wie sollte das dann in diesem Fall konkret laufen?“

        Hab ich mir auch überlegt, und eine gute Lösung hab ich auch nicht gefunden. „von einer anderen Person?“ – nein, das meinte ich jedenfalls nicht. Tatsächlich aber schreibt Himmelreich ja in einer schwierigen Doppelrolle – als Opfer sexualisierter Annäherungsversuche, aber zugleich als Journalistin. Wenn sie als Journalistin enen Text verfasst, dann ist das eben EINE Position, zu der auch Gegenpositionen möglich sein müssen, insbesondere auch die anderer Beteiligter an der dargestellten Situation. Sie bezieht sozusagen im öffentlichen Forum Stellung und muss natürlich mit Gegenreden rechnen.
        Wenn sie aber als Opfer sexualisierter Annäherungen schreibt, sind eben solche Gegenreden problematisch (sieht man ja am Vorwurf des „victim blaming“ oben).

        Wenn das Verhältnis vieler Politiker zu Journalistinnen, wie Himmelreich ja deutlich macht, oft problematisch ist, dann wäre es jedenfalls gut, eben darüber und an mehreren Beispielen einen Artikel zu verfassen, der auch die Perspektive der Politiker umfasst (muss ihr ja nicht zustimmen). Dabei ginge es dann aber nicht nur um Brüderle, sondern eher um ein allgemeines Problem.

        • Himmelreich ist weder Journalistin, noch
          seriös.
          Himmelreich will nur billig Auflage machen.
          Was ihr ja wohl auch gelungen ist!
          Dazu muss die Geschichte nichtmal wahr sein, glaubhaft reicht!

      • ..und Brüderle bzw. andere die dabei waren vorher um eine Stellungnahme bitten sollen..

        Das sollte eigentlich so sein. Man stelle sich vor, es ginge um irgendwelche Beleidigungen unter Männern. Da würde ganz selbstverständlich berichtet, was die andere Seite dazu sagt.

        Geht hier aber nicht: Defma und so, bloß kein „Täterschutzdiskurs“ !!!111!

        Da kann man eben sehen, wie tief sich die radikalfeministische Dreck in den Mainstream des Schrottjournalismus festgeklebt hat.

        Der vorherrschende Feminismus ist eben das, was man gemeinhin als „Stammtisch“ bezeichnet: Unreflektiert, unausgegoren, unausgewogen, ressentimentgeladen und sehr vulgär.

    • Annette Meiritz diskreditiert sich selbst.

      Oder wenn, wie es eine Volontärin erlebte, ein Spitzenpolitiker nach einem Arbeitsessen „Ich vermisse deine Nähe“ simst. Es fühlt sich nicht gut an, wenn mir ein Europaparlamentarier im Vorbeigehen eine Visitenkarte in die Hand drückt, sein Gesicht nah heranschiebt und murmelt: „Sie können sich immer melden. Egal, worum es geht.“

      Wo ist eigentlich das Problem? Dürfen Politiker keine Frauen anbaggern? Das was sie anführt, sind ja noch nicht mal besonders plumpe Methoden.

      Gerüchte über angebliche Affären haben auch nicht unbedingt etwas mit Frauenfeindlichkeit oder Sexismus zu tun. Als wäre das Verbreiten von derartigen Gerüchten eine Männerdomäne.

      Und was das Gerücht selbst anbelangt: Da wäre ja mal interessant, wie es entstanden ist, welche Motivationen dahinterstehen und was der Pirat, mit dem sie angeblich eine Liaison hatte, selbst dazu sagt. Alles das erfährt man nicht. Man muss ihr jedes Wort glauben, auf Plausibilität überprüfen ist nicht möglich. Das Gerücht könnte ja auch wahr (oder zumindest gut begründet) sein, aber diese Frage ist wohl nicht vorgesehen, sonst würde sie dazu mehr ausführen.

      Der taz-Artikel schlägt in eine ähnliche Kerbe.

      ausgerechnet sie, das Opfer von Brüderles Sexismus

      Nur weil grau angebaggert wurde, ist sie „Opfer“ von „Sexismus“? Wie inflationär soll man diese Begriffe eigentlich gebrauchen?

      • @ Stephan

        „Wo ist eigentlich das Problem?“

        Für Annette Meiritz bestand es wohl darin, dass man ihr nicht nur eine Affäre, sondern gleich eine „Karriere“ als Prostituierte andichtete. Gazprom-Schröder ließ damals als Kanzler bereits „Verleumdungen“ wegen angeblich getönter Haare gerichtlich unterbinden (bei Androhung von einer Viertel Millionen „Schmerzensgeld“ bei Zuwiderhandlung), nur mal zum Vergleich…

        „Dürfen Politiker keine Frauen anbaggern?“

        Es geht – auch in Himmelreichs m.M.n. deutlich weniger gravierendem Fall – um die Missachtung der Funktion, in der sie mit den Herrn Politikern sprechen.

        • @muttersheera

          Du meinst diesen Artikel hier:

          http://www.spiegel.de/spiegel/annett-meiritz-ueber-die-frauenfeindlichkeit-in-der-piratenpartei-a-877558.html

          da schreibt sie interessanterweise am Ende:

          Das muss sich ändern, und zwar in der gesamten Berliner Politikszene. Kontakte sind elementar für unseren Job, für Politiker und Journalisten gleichermaßen. Deshalb stellen wir Frauen uns abends mit an die Hotelbar, setzen uns an den Tisch voller Krawattenträger, lachen über derbe Witze oder reißen selbst welche (manchmal die besseren). Das ist gut so. Niemand wünscht sich ein aseptisches Arbeitsklima, wo jeder harmlose Flirt gleich zur sexuellen Belästigung deklariert wird und Scherze nur politisch korrekt sein dürfen. Aber die Regeln, die für Männer selbstverständlich sind, müssen endlich auch für uns Frauen gelten. Dazu gehört, dass geschicktes Netzwerken als das betrachtet wird, was es ist: Kontaktpflege.

        • Der Vergleich mit einer Prostituierten war sicher gehässige Polemik. Aber hätte sie allein aus diesen Tweets einen Artikel machen können. Das ganze wirkt auf mich schon ein bisschen wie eine Racheaktion.

          Der Brüderle-Artikel erst recht. Allein dieser Tweet.

          Tut ja gerade so, ale wäre Brüderle vor einem Jahr ein No name gewesen. Eine reine Ausrede. Selbstverständlich werden in den Verlagen Storys zurückgehalten, um sie dann zu einem wirkungsvollen Zeitpunkt rauszuhauen. Warum überhaupt hätte man die Story zurückhalten sollen? Brüderle war bekannt, der Vorfall damals aktuell. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie das gelaufen ist. Man hat sich wahrscheinlich gedacht, man kann das ganze gut vor der Bundestagswahl verwerten. Andererseits wäre das Schmierentheater wohl zu offensichtlich gewesen, ein paar Wochen vor der Wahl. Nun sieht man einen günstigen Zeitpunkt, die Kanditartur rechtfertigt einen längeren Artikel, dem man mit dem Schmutz dann eine pikante Note geben kann.

          Zum Opfer-Begriff: Hat Himmelreich auch nur eine Sekunde während des Brüderle-„Interviews“ gelitten? Wer ist eigentlich Gewinner bei der ganzen Aktion? Wer ist Täter, wer Opfer? Die Verantwortung sehe ich zwar eher beim Chefredakteur des Sterns, aber Himmelreich hat da meines Erachtens keine rühmliche Rolle gespielt. Um Misserständnissen vorzubeugen: Die FDP sähe ich gern bei 0%.

          „Missachtung der Funktion, in der sie mit den Herrn Politikern sprechen“

          Könnte mir durchaus vorstellen, dass die Interview-Situation für Brüderle nicht klar war.

        • @ Stephan

          „Der Vergleich mit einer Prostituierten war sicher gehässige Polemik. Aber hätte sie allein aus diesen Tweets einen Artikel machen können?“

          Es wäre vermutlich effektiver gewesen, wenn sie jeden der Gerüchteverbreiter nach § 186/187 StGB verklagt hätte (worauf 2-5 Jahre Haft stehen)…

          Die Autorin des bereits erwähnten Buches „Hammelsprünge“:

          „Es gibt einen wichtigen Unterschied zu damals, und dieser Unterschied lässt hoffen, dass die Spezies Brüderle doch vom Aussterben bedroht ist.

          Auch nach mehr als einem Jahrzehnt waren viele der Frauen, die wie ich in Bonn bedrängt, belästigt und genötigt wurden, nicht bereit, offen und mit Namensnennung anzuklagen. Zu tief steckte in ihnen noch die Erfahrung, dass solche Enthüllungen kaum jemanden aufregen und letztlich der Frau schaden.

          Heute trauen sich junge Journalistinnen an die Öffentlichkeit. Sie können sich trauen, weil das Verhalten der Brüderles dieser Welt anders beurteilt und sogar – in schlimmen Fällen – vor Gericht verurteilt wird. Auch dem letzten Macht-Macho wird so früher oder später beigebracht, die Grenzen zwischen flirtendem Miteinander und machtgesteuerter Besitzgier zu erkennen.

          Deshalb ist Herr Brüderle ein Relikt aus Bonner Zeiten. Und wir können ihn getrost vergessen. Hoffentlich!“

          http://www.taz.de/Kommentar-Sexismus-von-Politikern/!109705/

          Zur Situation bei den Piraten noch:

          „Bei einem Arbeitstreffen habe der Landtagsabgeordnete Morlang unlängst eine Politikerin mal eben so als „Blondfotze“ tituliert, berichtet der 31-jährige Softwareentwickler. Für ihn und seine Basis-Arbeitsgruppe stehe fest: „Das werden wir uns nicht mehr bieten lassen.“ Just machte den Vorfall darum bewusst publik. „Ich glaube nicht, dass es bei den Piraten weniger oder mehr Sexismus gibt als in anderen Parteien“, sagt er. Aber die Piraten sollten klarer damit umgehen.“

          http://www.taz.de/Chauvinistische-Politiker/!109735/

          Und dann zur Frage nach „Opfer“ und „Täter“:

          „Der Tenor ihres Artikels sollte nie sein: Sie wurde von Rainer Brüderle belästigt und jetzt will sie ihn an den Pranger stellen. Das erklärt die „Stern“-Autorin Laura Himmelreich gegenüber dem Deutschlandfunk. (…) Ihre Absicht sei es gewesen, aufzuzeigen, dass Brüderle ein Politiker sei, der aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Und dass der 67-Jährige nun als Spitzenkandidat der FDP im Wahljahr 2013 ins Rennen geschickt wird – das passe nicht.“

          http://www.dradio.de/aktuell/1988306/

          Finde ich zutreffend und legitim.

          Leid tut mir eigentlich nur die Frau vom Brüderle. Sie ist in meinen Augen das nicht-genannte, wirkliche Opfer.

          Aber:
          Strafe nicht den Boten.

        • @ Muttersheera

          „“Der Tenor ihres Artikels sollte nie sein: Sie wurde von Rainer Brüderle belästigt und jetzt will sie ihn an den Pranger stellen. Das erklärt die “Stern”-Autorin Laura Himmelreich gegenüber dem Deutschlandfunk. (…) Ihre Absicht sei es gewesen, aufzuzeigen, dass Brüderle ein Politiker sei, der aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Und dass der 67-Jährige nun als Spitzenkandidat der FDP im Wahljahr 2013 ins Rennen geschickt wird – das passe nicht.”

          http://www.dradio.de/aktuell/1988306/

          Finde ich zutreffend und legitim.“

          Dann findest du, falls die Schilderungen korrekt sind, sein Verhalten nicht als belästigend sondern einfach als altmodisch?

        • Ach so, der Dreyer-Spiegel-Text fehlt noch:

          http://m.spiegel.de/panorama/gesellschaft/a-879502.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=http://t.co/7fO5YWLt

          Disclaimer: ich möchte mal behaupten, das „Schlimmste“, was ich an Sexismus im beruflichen Umfeld erlebt habe, war beim ersten Praktikum meines Lebens in einer Motorradwerkstatt. Bereits bei der Bewerbung sagte der Chef direkt nach der Begrüßung zu mir, ob mir denn klar sei, dass ich niemals einen Ausbildungsplatz als Zweiradmechaniker bekäme, mal reinschnuppern lassen wollte er mich aber (gnädigerweise). Im Blaumann in der Halle hörte ich dann zunächst: „Jetzt können wir ja gar keine Blondinenwitze mehr machen!“ (ja, zu dem Zeitpunkt war ich gebleicht). Nach ein oder zwei Tagen waren die dann aber alle richtig nett zu mir, brachten mir viel bei, übertrugen mir Aufgaben und luden mich gar zum Mittagessen und zu Konzerten ein…

          Mit Kollegen und Chefs hab ich seither auch nie schlechte Erfahrungen gemacht, im Gegenteil. Nur Azubis und – insbesondere – (pubertierende Haupt-)Schüler reagieren manchmal (verbal) etwas heftig (sprich: gewollt provozierend) auf mich. Kann ich aber mit umgehen, bin ja schon groß *lol*

          • @muttersheera

            Die Autorin des „Stop“-Artikels bei Spiegelonline, Patricia Dreyer, war übrigens vorher bei der Bild und hat dort den Kekilli-Artikel geschrieben

            http://www.bildblog.de/1238/sensation-bild-veroeffentlicht-kekilli-ruege/

            Die „Bild“-Autoren Bernhard Kelm und Patricia Dreyer veröffentlichten die Details über Kekillis Vergangenheit unmittelbar nachdem der Film „Gegen die Wand“ mit ihr in der Hauptrolle den Goldenen Bären gewonnen hatte. Die Zeitung „berichtete“ über Kekilli unter anderem: „Blasen gehört neben Doggystyle zu ihren bevorzugten Sexualpraktiken“ und veröffentlichte, auch online, Bilder aus den Pornos („klicken Sie hier“). Kekilli sagte danach gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Die ‚Bild‘-Zeitung sagt mir zum Beispiel: Wir wollen jetzt an deine Eltern ran. Aber wir können sie in Ruhe lassen, wenn du uns ein Interview gibst. Ich laß mich ganz bestimmt von denen nicht erpressen.“

            Was ihren moralischen Zeigefinger aus meiner Sicht etwas unglaubwürdiger macht. Sie hat anscheinend kein Problem damit gehabt für eine gute Story über das Sexualleben anderer Frauen zu schreiben auch wenn diese das nicht wollen.

            Dazu auch noch das:

            http://www.stefan-niggemeier.de/blog/tag/patricia-dreyer/

            Patricia Dreyer hat ja auch andere Sachen geschrieben.

            Im März 2005 eine »Bild«-Serie über Sarah Connor, über der grotesk irreführende Überschriften standen wie: »Ich sollte mein Baby abtreiben … nur für die Karriere« oder: »Mit meiner Freundin übte ich Zungenküsse« — aber vermutlich war sie auch da für die Geschichte und ihre Aufmachung nicht »zuständig« gewesen.

            Und im Oktober 2003 einen »Bild«-Artikel, der mit den Worten begann:

            Jetzt ist die zweite, zensierte Fassung von Dieter Bohlens Enthüllungsbuch im Handel. Viele pikante Stellen mussten geschwärzt oder gestrichen werden. Lesen Sie exklusiv in BILD die Enthüllungen, die Prominente verbieten ließen.

            Und natürlich war sie für die Beleidigungen und Unterstellungen, die dann folgten, nicht »zuständig«, die waren ja von Bohlen.

            Patricia Dreyer schrieb Artikel wie..

            Ingrid Steeger in der Psycho-Klinik
            »Sie muss weg von der Familie! Weg von den Freunden! Rettet meine Frau!« — TV-Star Bernd Herzsprung (61) will, dass seine kranke Frau Barbara (50) wieder in die Psycho-Klinik geht.
            Jetzt gehe ich erst mal in die Nerven-Klinik. Jimmy Hartwig — Abschied vom Dschungel-Camp
            Yvonne Wussow Brustkrebs-Drama
            Arme Jutta Speidel! / Warum fällt sie immer auf die falschen Männer rein?
            Jetzt redet Michelle Hunziker über ihren Ehekrieg: Eros lügt und will mich fertigmachen!
            Nackt-Eva triumphiert in der Lippenschlacht
            Michael Jackson: Was trieb er mit diesem Hamburger Jungen
            Macht Dschungel-TV dumm?
            Fleißig büffelt Naddel für den Idioten-Test
            Rod Stewart größter Pop℗-Star aller Zeiten.
            Und womöglich sind all diese Artikel sogar journalistisch unangreifbar. Aber man kann sich auch fragen, was es bedeutet, wenn der »Spiegel Online«-Chef sagt: »Wir wollen die Berichterstattung im Panorama-Ressort verstärken und originärer machen«, und dafür die Autorin dieser Texte einstellt.

        • @ ichichich

          Ich hab gezögert, ob und was ich darauf antworten soll…
          Ich an Himmelreichs Stelle hätte womöglich gar einen Wangen(!)-Kuss zugelassen ohne mich bedrängt zu fühlen. Man sagt mir allerdings auch nach, ich würde von meiner Mentalität her eher nach Südamerika als nach Deutschland passen, ob ich Französin sei wurde ich auch schon mehr als einmal gefragt.

          Andererseits: Sprüche über die Oberweite kommen in 99 % der Fälle nich gut, das könnten Männer mit Lebenserfahrung auch wissen…

        • @ Muttersheera

          „Ich hab gezögert, ob und was ich darauf antworten soll…“

          Auf meine Frage? Warum? 😕

          Ich hatte mich nur gewundert, dass du die Aussage „zutreffend“ fandest, die Journalistin habe mit ihrem Artikel nicht aussagen wollen, sie sei von Brüderle belästigt worden („“Der Tenor ihres Artikels sollte nie sein: Sie wurde von Rainer Brüderle belästigt und jetzt will sie ihn an den Pranger stellen.“), sondern „Ihre Absicht sei es gewesen, aufzuzeigen, dass Brüderle ein Politiker sei, der aus der Zeit gefallen zu sein scheint.“

          Ich hatte die Berichterstattung durchaus so verstanden, dass Brüderle sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, und nicht, dass er „aus der Zeit gefallen ist“ (letzteres kann ja sogar als Kompliment aufgefasst werden, bzw. als liebenswerte Eigenschaft, ich stell mir dabei eher jemanden vor, der mit Feder und Tinte statt am PC schreibt, als jemanden, der Frauen begrapscht.) Sie scheint auch von fast allen Leuten so verstanden worden zu sein.

        • In dem taz-Artikel wird kein einziger Vorfall geschildert. Und selbst diese Dildo-Geschichte würde ich mal nicht überbewerten. Wirkt auf mich wie ein recht derber Scherz, sowas wie „Leck mich am Arsch, du blöde Kuh!“, vergepackt in einem sehr speziellen Humor. Das ist wohl sexistisch, aber doch sicherlich nicht repräsentativ. Gerade weil es so ordinär ist, sehe ich darin keine Anmache oder Hinweise auf einen klar systemimmanenten Sexismus. Da mag es ja in der Bonner Republik durchaus andere Beispiele gegeben haben, die ich mir gern zu gemüte führe (ich müsste mir wohl das Buch durchlesen), aber das Thema hier war der aktuelle Brüderle-Fall, und ich sehe hier ehrlich gesagt ein ziemlich hässliches Verhalten der Presse.

          Sind irgendwelche anderen schlimmen Geschichten, die es ja geben mag, überhaupt ein Grund, bei jeder noch so kleinen Lappalie „Sexismus!“ zu rufen? Auf lange Sicht schadet das dem Feminismus eher, imho. Man kann doch eine Gesellschaft nicht ändern, indem man völlig übertriebene Anforderungen stellt, und meint, jeden etwas verunglückten oder deplazierten Annäherungsversuch bestrafen zu müssen. Wo soll das hinführen?

          „Der Tenor ihres Artikels sollte nie sein: Sie wurde von Rainer Brüderle belästigt und jetzt will sie ihn an den Pranger stellen.“

          Davon glaube ich kein Wort. Die zeitliche Plazierung sagt alles. Es ist eine reine Schmutzkampagne, Brüderle wird nicht als „aus der Zeit gefallen“ dargestellt, sondern als Trottel, und das mit sehr hässlichen, unfairen Mitteln. Brüderle dürfte sich kaum noch an die Sache erinnern.

          „Leid tut mir eigentlich nur die Frau vom Brüderle“

          Der kann ich nur raten, das ganze nicht ernstzunehmen. Soll da jetzt noch seine Ehe dran kapttgehen? Na dann, herzlichen Glückwunsch!

        • „Andererseits: Sprüche über die Oberweite kommen in 99 % der Fälle nich gut, das könnten Männer mit Lebenserfahrung auch wissen…“

          Woher weißt du das? Kennst du alle Frauen der Welt? (Ich kenn übrigens eine, bei der das gut ankommt. Gehört wohl zu den 1%.)

          Sorry. Hab grad so eine polemische Phase. Geht aber wieder vorbei. 😉

        • @Christian:
          Was ihren moralischen Zeigefinger aus meiner Sicht etwas unglaubwürdiger macht. Sie hat anscheinend kein Problem damit gehabt für eine gute Story über das Sexualleben anderer Frauen zu schreiben auch wenn diese das nicht wollen.

          Und was für eine erbärmliche Heuchelei: Der Spruch mit dem Dirndl, nachts um halb Eins an der Hotelbar, soll eine grobe Mißachtung der sexuellen Intimsphäre und -Integrität sein.

          Die journalistische Dreckschleuder von der BLÖDZeitung meint aber andererseits, vor einem Millionenpublikum die sexuelle Intimssphäre und -Integrität anderer nach Belieben verletzen zu dürfen.

          Weil sie die Macht dazu hat, kann sie den Begriff „Sexismus“ so auslegen, wie es ihr beliebt.

          Der Spruch über die Oberweite der Kollegin ist letztlich nichts anderes. Nur ist am Arbeitsplatz das Publikum kleiner. Und der Kollege hat eben nicht die Macht dazu.

          Da sieht man mal wieder, wohin es führt wenn sich solche in sich widersprüchlichen Konzepte wie „Sexismus“ etablieren: zu Willkür und zum Recht des Stärkeren.

          Ex falso quodlibet.

        • @ Christian

          Das nenne ich ja mal eine interessante Info über die gute Frau Dreyer. Ihre abscheuliche Schmierenkampagne gegen Sibel Kekilli übertrifft ja wohl jedes Beispiel von „Männern, die es betrifft“, dass sie in ihrem Stop-Kommentar aufzählt. Ich könnte kotzen.

        • @ Stephan Fleischhauer

          Ich fand den Stopp-Artikel überhaupt nicht lustig.

          Übrigens interessant, was für journalistischer Bodensatz beim Spiegel inzwischen beschäftigt wird. Früher war das mal eines der seriösesten Blätter.

        • @ Christian

          „Sie hat anscheinend kein Problem damit gehabt für eine gute Story über das Sexualleben anderer Frauen zu schreiben auch wenn diese das nicht wollen.“

          Sie hat nicht über Sibel Kekillis „Sexualleben“ geschrieben. Kekilli hatte vor „Gegen die Wand“ u.a. in Pornos mitgewirkt, weil sie Geld brauchte. Dass sie gerne bläst und Doggystyle favorisiert, hat sich Patricia Dreyer anhand der Sichtung des Pornomaterials aus den Fingern gesaugt, weil sie offenbar keinen Unterschied zwischen der Pornohandlung und Frau Kekillis privaten Vorlieben macht, oder schlicht ausgedacht. Nach dem Motto, wer in solchen Filmen mitwirkt, kann ja nur moralisch verdorben sein.
          Die Bildzeitung ist mit den Pornos zu Kekillis strenggläubigen Eltern gegangen, um von deren Reaktionen berichten zu können.
          Sibel Kekilli hat infolge von Frau Dreyers Güllejournalismus Morddrohungen bekommen (das berichtet die Springerpresse dann natürlich auch):

          „Angst um Berlinale-Star: Die türkische Schauspielerin Sibel Kekilli, 23, ist untergetaucht. Grund: Morddrohungen. Sie kommen aus islamischen Kreisen, werden von der Polizei sehr ernst genommen. Auch Sibels Vater wurde vernommen.“

          http://www.bz-berlin.de/archiv/morddrohungen-gegen-sibel-kekilli-article50439.html

          Guter Film übrigens:

          • @ichichich

            „Dass sie gerne bläst und Doggystyle favorisiert, hat sich Patricia Dreyer anhand der Sichtung des Pornomaterials aus den Fingern gesaugt“

            Also dann eben:

            Sie hat anscheinend kein Problem damit gehabt für eine gute Story über das vermutete bzw. angedichtete Sexualleben anderer Frauen zu schreiben auch wenn diese das nicht wollen.”

        • @ ichichich

          Es geht nicht darum, ob ich das Verhalten Brüderles als belästigend empfunden hätte oder nicht, Frau Himmelreich – der jetzt vielfach einer übergezogen wird als wäre sie eine „Falschbeschuldigerin“ – nutzte diese Anekdote lediglich als Aufmacher in einem Porträt über den Politiker. Ich nehme nicht an, dass ihr klar war, welche Entrüstungswelle sie damit lostreten würde. (Obwohl) Es scheint, als hätten alle – sogar Ministerin Schröder – nur auf dieses Stichwort gewartet um ihre Allgemeinplätzchen loszuwerden. Die Äußerung von Kubicki, nun Journalistinnen ganz ausschließen zu wollen, schießt m.M.n. dabei den Vogel ab…

          @ Christian

          Danke für die Einordnung. Da sieht man vorallem, welche Sonderstellung Politiker vor diesem „Tabubruch“ hatten.

        • Danke für die Einordnung. Da sieht man vorallem, welche Sonderstellung Politiker vor diesem “Tabubruch” hatten.

          Das Demontieren von Politikern aufgrund ihres Sexualverhaltens hat mit Sicherheit erst das Jahr 2013 erfunden..

          (Da zeigt sich wieder einmal, was die Schwarzer für eine bildungsferne Dumpfplauderin ist)

        • @ Muttersheera

          Das war aber nicht der Punkt, den ich angesprochen hatte.

          „Ich nehme nicht an, dass ihr klar war, welche Entrüstungswelle sie damit lostreten würde. “

          Das Ausmaß mag ihr nicht klar gewesen sein, aber dass ihr Artikel „der spitze Kandidat“ Brüderle nicht als sexistisch, sondern lediglich als unzeitgemäß darstellen sollte, nehme ich ihr nicht ab. Was nicht heißen muss, dass ihre Erlebnisse mit Brüderle unwahr sind.

          Mich würde allerdings interessieren, nachdem du selbst Frau Dreyers „Stopp“-Artikel verlinkt hast, wie stehst du eigentlich zu Frau Dreyers Doppelmoral? Was sie und ihre Spießgesellen damals Frau Kekilli angetan hat, schlägt dem Fass doch den Boden aus – Sibel Kekilli sprach damals auch von „medialer Vergewaltigung“. Der moralische Zeigefinger steht ihr m.E. nicht zu. Was denkst du?

        • „Was denkst du?“

          Schön war das für Frau Kekilli sicher nicht, und es ist erfreulich, dass der damalige Skandal nicht ihre Schauspiel-Karriere beendete. Allerdings hat sie nunmal Pornos gedreht, das war keine Falschbehauptung und auch keine entwendeten, privaten Filme, deshalb gehe ich grundsätzlich mit dem BGH-Urteil konform, das besagt:

          „Wer sich als Darsteller in kommerziell zu verwertenden Pornofilmen dem Publikum präsentiert, kann sich gegenüber einer Berichterstattung über diesen Teil seines Wirkens nicht auf den Schutz seiner Intimsphäre berufen.“

          Wollte man das ändern, dann müsste man wohl zunächst eine Art ausgedehnte Widerrufsklausel einführen, die es den Darstellern ermöglichte, ihr Einverständnis zur Veröffentlichung (auch noch nach Jahren/Jahrzehnten) zurückzuziehen und den Verkauf und die Verbreitung dieser Filme dann unverzüglich zu stoppen (und die Berichterstattung darüber gleich mit).
          Gegen solche Überlegungen hätte ich nichts einzuwenden – die Branche dafür aber wohl umso mehr (praktisch wäre das sicher – gelinde gesagt – schwierig).

          Dass die Wertung für weibliche und männliche Darsteller nicht gleich ausfällt und speziell sie wegen ihrem Background noch ein Extra-Pfund zu tragen hatte (schlimmstenfalls auch nie mehr wirklich los wird), ist natürlich so bedauerlich wie die Extrapolation von dem Porno-Sex auf private Vorlieben (was beim Kommerz-Porno eher selten so aufgeht, fun fact: Sasha Grey hat mal in einem unbedachten Talk-Show-Moment gesagt, dass sie „of course not“ derartigen Sex wie in ihren Filmen privat wünsche…).

          Von Doppelmoral würde ich bei Frau Dreyer dennoch nicht sprechen (wollen). Sie schreibt ganz klar, dass sie sich wünscht, die Debatte über alltäglichen Sexismus müsse endlich geführt werden, das kann (bestenfalls) auch bedeuten, dass sie selbstkritisch die Spielregeln, denen sie gehorchte, beginnt zu hinterfragen – (gemacht hat sie sie bestimmt nicht).

          Für ein weitaus größeres Problem halte ich übrigens die Masse an Sex-Filmen und Nackt-Bildern, die im Netz rumgeistern, deren Veröffentlichung NIE seitens der (i.d.R. weiblichen) Abgebildeten zugestimmt wurde, die bisweilen sogar extra mit dem Ziel, der Ex zu Schaden, hochgeladen werden (Stichwort „Revenge Porn“) – wogegen in den USA gerad die m.W.n. erste Sammelklage läuft

          http://online.wsj.com/article/SB10001424127887323301104578258203530565638.html

          Das dauert wohl noch ein Weilchen, bis sich diese Art von Tätern auch bei uns davor fürchten müssen, möglicherweise zur Verantwortung gezogen zu werden…

        • @ Muttersheera

          Die Bild-Zeitung ist ja gerichtlich verurteilt worden. Du weichst im übrigen aus. Kekilli hat nie bestritten, Pornos gedreht zu haben. Es ging darum, dass Dreyer und Co. ihr „Lieblingssexualpraktiken“ (Blasen und Doggystyle) angedichtet haben, versucht haben, ein Interview zu erpressen usw.

          „Von Doppelmoral würde ich bei Frau Dreyer dennoch nicht sprechen (wollen). Sie schreibt ganz klar, dass sie sich wünscht, die Debatte über alltäglichen Sexismus müsse endlich geführt werden, das kann (bestenfalls) auch bedeuten, dass sie selbstkritisch die Spielregeln, denen sie gehorchte, beginnt zu hinterfragen – (gemacht hat sie sie bestimmt nicht).“

          Kannst du mir die entsprechende Stelle, an der Selbstkritik laut wird, aus ihrem Artikel zitieren? Ich habe sie leider nicht gefunden. Und sie hat Spielregeln gehorcht, die sie selbst nicht gemacht hat? Interessante Interpretation.

        • @ ichichich

          Wat willste von mir? Ein BILD-(Ex-Autorinnen)Bashing? Ist mir zu billig…

          @ Stephan

          „_Damit_ will sie eine Debatte anstoßen?“

          Nunja, die Debatte ist ja bereits in vollem Gange… und – wie meistens – verläuft sie nicht entlang der Mann/Frau-Grenze, es gibt direkt-Betroffene (größtenteils w), unsensible Zyniker (m/w), die sich Deutungsmacht zuerkennen wollen für Situationen, an denen sie _nicht_ beteiligt waren, und Vorsichtige, zu denen ich mich in dem Fall zählen möchte.

          Wenn Frau Dreyer schreibt:

          „Wir erleben auch in Zeiten von Quoten-Debatte und Frauenförderung immer noch täglich, wie Männer versuchen, uns durch Abwertung kleinzuhalten.“

          muss ich mir eingestehen, dass ich das zwar kenne, es mich aber (dummerweise) hauptsächlich im Internet stört. „Auf Arbeit“ hab ich schon verschiedene „sexistische“ Spitznamen erhalten („Mäuschen“ und „Häschen“ z.B.), aber aus irgendeinem Grund (vielleicht der räumlichen und inneren Nähe zu Köln) hat mich das live noch nicht empört – obwohl mir natürlich klar sein müsste, dass ich mit dieser mir anscheinend anhaftenden Ausstrahlung eher nicht noch die große Karriere machen werde & obwohl ich mir Mühe gebe(n will), mein Erscheinungsbild allmählich nachdrücklich auf „Dame“ umzustellen, vielleicht spielt die Zeit/mein fortschreitendes Alter da noch für mich.

          Heißt es im Text weiter:

          „Wie Männer berufstätige Frauen als tickende Zeitbombe betrachten, denn sie könnten ja gebären wollen.“

          Weiß ich natürlich, dass nicht nur Männer so denken & dass es sich dabei tatsächlich um ein fundamentales Problem für Frauen handelt, dass sich mit einem virtuellen #aufschrei keinesfalls lösen lässt (eher müsste man die Praxis der Befristung von Arbeitsverträgen anprangern/bekämpfen).

          Etc.

          Um es abzukürzen:

          Was stellst Du Dir denn so unter Sexismus 2013 vor?

        • @ Muttersheera

          „Wat willste von mir? Ein BILD-(Ex-Autorinnen)Bashing? Ist mir zu billig…“

          Fürs erste würde ich mich schon freuen, wenn du deine Aussagen begründen würdest. Du hattest bei Dreyers Artikel „Selbstkritik“ herausgelesen, ich habe diese nicht gefunden und hatte dich gebeten, mir das entsprechende Zitat nicht vorzuenthalten. Den Schaden, den Frau Dreyer und Co. damals angerichtet haben, hatte bereits Christian ausführlich dargelegt.

          Ich habe übrigens den Eindruck, du liest dir gar Aussagen, die du gut oder schlimm findest, gar nicht durch.

          Oben schriebst du z.B.: „Die Äußerung von Kubicki, nun Journalistinnen ganz ausschließen zu wollen, schießt m.M.n. dabei den Vogel ab…“ Weißt du, wovon Kubicki Journalistinnen ganz ausschließen will? Von Flirts und Gesprächen an der Hotelbar:

          „Und ich werde künftig Situationen wie Gespräche an der Hotelbar meiden, wenn Journalistinnen beteiligt sind. Denn natürlich rutscht einem da schon mal eine lockere und nicht gelungene Bemerkung heraus. Jetzt muss ich damit rechnen, dass das gegen mich verwendet wird. … Ich flirte für mein Leben gern, künftig aber sicher nicht mehr mit Kolleginnen von Ihnen. Denn ich möchte vermeiden, dass eine Journalistin, die ich anflirte, dies später als sexuellen Übergriff versteht und anprangert.“

          Schlimm was?

        • „Weiter sagte Kubicki: „Ich werde künftig keine Journalistinnen mehr als Wahlkampfbegleitung in meinem Fahrzeug mitnehmen.“

          Addiere dazu noch seine blöde Erst-Bemerkung, dass sie „über ein Jahr gebraucht hat, um ihr Erlebnis zu verarbeiten“, und Du hast den Skandal im Skandal. Niebels beleidigte Reaktion jetzt war dagegen absolut vorhersehbar.

          „Du hattest bei Dreyers Artikel „Selbstkritik“ herausgelesen“

          Das hast Du in meine Äußerung reingelesen, ich formulierte lediglich die Hoffnung, dass sie im Zuge dieses gerade laufenden Sensibilisierungsprozesses auch die Gepflogenheiten ihres Ex-Arbeitgebers inkl. eigener Verstrickungen hinterfragt.

        • @muttersheera
          „muss ich mir eingestehen, dass ich das zwar kenne, es mich aber (dummerweise) hauptsächlich im Internet stört“

          Du meinst bestimmt dieses Blog hier.

          “Mäuschen” und “Häschen”

          Ich finde Dreyers Beispiele eben noch einen Zacken weniger sexistisch. Die angestoßene Debatte finde ich durchaus gut. Da ist zwar viel Hysterie drin, aber unterm Strich kommt vielleicht ein bessere gegenseitiges Verständnis raus.

          „mein Erscheinungsbild allmählich nachdrücklich auf “Dame” umzustellen“

          Ach so. Jetzt verstehe ich die Gurkenscheiben.

          „Was stellst Du Dir denn so unter Sexismus 2013 vor?“

          Ich würde solche Begriffe lieber nicht so fest definieren wollen, es geht ja nicht um eine objektive Beschreibung von Sachverhalten, sondern vor allem um eine Wertung. Aber ich würde schon sagen, dass man in der Diskussion bei den Grobheiten und nicht den Feinheiten beginnen sollte. Letztere haben vielleicht ihre Berechtigung, wenn auf einen „latenten“ Sexismus hingewiesen werden soll. Ich fürchte nur, da gibt es einen fließenden Übergang zur normalen (und sowieso individuell verschiedenen) menschlichen Sexualität. Auch die vielen Ebenen machen die Sache schwierig (Anmache, Beschimpfung, Mobbing, Familienbild, Karriere, siehe unten: „tickende Zeitbombe“).

          Aber was sagst du denn zu den Beispielen Dreyers? Nehmen wir mal das erste: Wenn ich, Chefin vom Dienst bei Spiegel online, im Büro ans Telefon gehe, höre ich nicht selten: Verbinden Sie mich bitte mit dem Chef vom Dienst – Nun ja, wenn ich mir so vorstelle, wie ich das gemacht hätte, dann vielleicht so: „Könnte ich mal mit dem Chef vom Dienst sprechen?“ Einen direkten Imperativ wie in ihrem Beispiel hätte ich nicht verwendet, da ich das als unhöflich empfinde. Aber ich hätte sicher nicht nachgefragt: „Oder spreche ich zufällig schon mit dem Chef vom Dienst?“ Nehmen wir mal an, ein männlicher Kollege wäre ans Telefon gegangen. Hätte der besagte Anrufer dann nicht das gleiche gesagt? („Verbinden Sie mich bitte mit dem Chef vom Dienst“) Ich könnte es mir jedenfalls gut vorstellen, gerade beim Spiegel würde ich nicht davon ausgehen, sofort beim Chef zu landen. Um deine Frage kurz zu beantworten: Ich hoffe nicht, dass das zum Sexismus 2013 wird.

          Was anderes: Du kommst doch „vom Lande“ – würdest du sagen, dass täglicher Sexismus da ein geringeres Problem ist? Erstaunt hat mich ja schon, wie viele Frauen sich jetzt zu Wort melden. Es gibt darunter die, die sagen, dass Männer zwar manchmal nervig sind, dass sie aber insgesamt gut mit ihnen klarkommen. Wenn aber ein großer Teil von Frauen wirklich ein massives Problem hat, müsste man wohl etwas ändern. (Wenn das Problem ein städtisches ist, hätte ich glatt eine Evo-psych-Erklärung parat. 😉 … falls es dich trösten würde …)

          Als ich jünger war, habe ich übrigens viel „gelitten“, dass ich nicht jede Frau, die so anziehend war, dass sich die Gravitationslinien um sie herum verbogen, nicht einfach anfassen und schmusen konnte. War auch kein schönes Gefühl. Mein Suchen nach Blickkontakt könnte durchaus als Glotzen empfunden worden sein. Müsste ich das jetzt unter #Scham twittern? Oder unter #Männeraufschrei? Man es doch auch so sehen: Mann hat Hunger und um ihn herum schwirren leckere Pralinen mit Schleifchen dran. Wenn er jedoch zugreift, ist er übergriffig. Wenn er „Häschen“ sagt, ist er übergriffig. Wenn er glotzt, ist er übergriffig. Glaub mir, er leidet auch ein wenig, vielleicht sogar so stark wie du unter der „Häschen“-Anrede.

          “Wie Männer berufstätige Frauen als tickende Zeitbombe betrachten, denn sie könnten ja gebären wollen.”

          Dürfte umstritten sein, inwieweit das ein Sexismus-Thema ist. Denk doch mal an den Kampfcharakter von solchen Begriffen. Gilt auch für victim blaming oder rape culture. Passt nicht zu deinem diplomatischen Wesen, eher zu deiner temperamentvollen Seite. (Ich mach da mal einen nicht ganz statthaften Unterschied zwischen Wesen und Seite.)

          Mal generell zu Laura Himmelreich. Ich hab ja schon gepostet, wie sehr ich ihr misstraue. Angenommen, ich hätte recht. Noch schlimmer: Angenommen, mir würde es passieren, dass eine Frau versucht, Annäherungsversuche von meiner seite zu provozieren, um mich dann ein Jahr später öffentlich fertig zu machen – ich glaube, ich würde mich zu einem zweiten Alexander Roslin entwickeln. Meinen Hass würde ich jedenfalls so schnell nicht wieder los.

        • Lieber Herr Fleischhauer.

          *…, dass ich nicht jede Frau … nicht einfach anfassen und schmusen konnte.

          Wenn aber ein großer Teil von Frauen wirklich ein massives Problem hat, müsste man wohl etwas ändern. (Wenn das Problem ein städtisches ist, hätte ich glatt eine Evo-psych-Erklärung parat. … falls es dich trösten würde …)*

          Nein, es tröstet mich überhaupt nicht.

          Denn dafür habe ich auch eine Evopsych-Erklärung parat:

          *Passt nicht zu deinem diplomatischen Wesen, eher zu deiner temperamentvollen Seite. (Ich mach da mal einen nicht ganz statthaften Unterschied zwischen Wesen und Seite.).

          ich glaube, ich würde mich zu einem zweiten Alexander Roslin entwickeln. Meinen Hass würde ich jedenfalls so schnell nicht wieder los.*

          Wollen Sie mir also beweisen, dass Männer gegen Frauen nicht gewinnen können?

          Ich versichere Ihnen, dass ich das weiß.

          Das Geschlecht mit Gurkenscheiben auf den Augen

          hat Vorteile gegenüber dem mit Tomaten auf selbigen.

          http://bilderbrunnen.files.wordpress.com/2010/10/tomaten-auf-den-augen.jpg?w=600&h=400

          Am Besten ist natürlich ein kühler, klarer, unbestechlicher Blick.

          @ muttersheera

          *obwohl ich mir Mühe gebe(n will), mein Erscheinungsbild allmählich nachdrücklich auf “Dame” umzustellen, vielleicht spielt die Zeit/mein fortschreitendes Alter da noch für mich.*

          Unbedingt.

          Lass die Gurkenscheiben weg, dann geht’s schneller.

          Du entschuldigst sicher, dass ich Dich dutze.

          Als hasserfüllter Sexist mit katholischen Neigungen dutze ich nun mal Frauen, das bin ich so gewohnt.

        • @ Alexander

          Geht klar.

          @ Stephan

          Ich bekenne: ich habe nicht eine Talk-Show zum Thema gesehen (wie ich überhaupt den ganzen Mist im Fernsehen meide, kein GNTM, kein Duschgelcamp, Bachelor, DSDS etc.), weiß also nur aus der Presse/dem Internet von der „Hysterie“ angestossen von dem „Vorfall“ (an meinem Freund ist das völlig vorbeigegangen, der meinte zu meiner Verkleidungsidee denn auch nur, das sei doch zu hoch, würde bestimmt niemand raffen… DER wird Augen machen nächste Woche ob der zu erwartenden Reaktionen!)

          Ich sehe mich außer Stande zu beurteilen, ob sich Sexismus aufm Land von dem in der Stadt fundamental unterscheidet, Deinen Erklärungsversuch (den ich auch raten könnte…), darfst Du aber natürlich trotzdem loswerden.

          Unter bspw. der „Häschen“-Anrede (mitunter gar auf Briefumschlägen) habe ich nie gelitten, ich mein: ich war da die Erste & Einzige Frau unter 50 Männern, die haben sogar ein Extra-Damenklo bauen müssen, damit ich da arbeiten konnte (nicht wegen mir, sondern wegen der Vorschrift. Ich schätze aber, dass es denen selbst auch nicht so angenehm gewesen wäre, wenn ich an ihren möglicherweise halb-entblößten Ärschen vorbeigelaufen wäre 😉 Mich hätte das nicht so gestört, behaupte ich mal…) und in unregelmäßigen Abständen fand ich morgens ein Überraschungsei von Unbekannt auf meinem Schreibtisch.

          Summa Sumarum: ich wurde nicht behandelt wie ein Mann, sondern eigentlich eher besser. Und das Klima im Betrieb veränderte sich – sagten sie – auch positiv. Abzulesen z.B. am Pausenraum, wo sich nicht mehr das Geschirr stapelte und irgendwer gar Tischdeckchen und Blümchen hervorzauberte…

          In einem reinen Männerbetrieb wird allgemein wenig(er) Rücksicht auf den Einzelnen genommen, glaube ich seitdem.

        • @muttersheera
          Vor 20 Jahren besaß ich mal für ein paar Wochen einen Fernseher. Wurde dann wegen Nichtbenutzung ausrangiert. Vom Dschungelcamp hört man ja einiges Gutes, ich zwar nicht, dass ich das ertragen kann, aber wollte immer nochmal einen Versuch starten. Den Mist gab es ja schon 2004, und meine fernsehsüchtige Freundin musste deshalb meinen Bratzkopf in ihrem Schoß ertragen, bis ich mich irgendwann mit einem Buch (und noch leicht schmerzendem Kopf) bäuchlings hinter sie klemmte.

          „Unter bspw. der “Häschen”-Anrede (…) habe ich nie gelitten“

          Du bist hart im Nehmen. 😉

          „In einem reinen Männerbetrieb wird allgemein wenig(er) Rücksicht auf den Einzelnen genommen, glaube ich seitdem.“

          Kann ich nachvollziehen, fühl mich selbst eher unwohl in Männergesellschaften. Aber du hast die offenbar ein wenig erzogen, soweit die Biologie es zul…

          Also gut, zur Evo-These. Ich hab nur überlegt, ob an dieser #Aufschrei-Sache etwas dran sein könnte. Viele meinten ja, sie seinen überrascht gewesen wegen der massenhaften Resonanz, die ich nicht beurteilen kann. Aber rein evopsychmäßig müssten sich die Frauen im laufe der Jahrtausende ja angepasst haben an den üblen Sexismus. Aber in Städten müssen sie natürlich pro Woche wesentlich mehr Anbaggerer abwehren als in der steinzeitlichen Gemeinschaft. Ich hatte nur so phantasiert, ab da vielleicht eine gewisse Übervorderung vorliegt. Und die Männer kriegen in der Stadt Testosteronstau, weil da einfach zu viel Weibchen rumfliegen. Sozusagen ein Teufelskreis. Die Männchen baggern mehr undsoweiter. Wie du siehst, alles halb so gar.

    • Wie inflationär soll man diese Begriffe eigentlich gebrauchen?

      Der ganze Diskurs lebt buchstäblich von systematischem Entdifferenzieren und Entgrenzen.

      Am Ende bleibt nämlich sonst nichts greifbares übrig, außer der Spruch, dass Lieschen H. ein „Dirndl gut ausfüllen könne“

  13. Der Abstieg Röslers und Westerwelles ist symbolisch für den Niedergang des Multikulturalismus und Homo-Wahns. Brüderle ist das geringere Übel. Sein Verhalten gegenüber der Journalistin war aber falsch. Im Übrigen ist Bierkonsum verächtlich. Und die allermeisten Erotikfilme müssen verboten werden. Mehr dazu auf meinem Blog.

  14. Pingback: Politik ist auch nur Sex | Timo Rieg - Statements

  15. Wir haben hier einen Skandal sondergleichen! Frau Himmelreichs Möse wurde nicht feucht, womit Herrn Brüderles Annäherungsversuche zweifellos als sexuelle Belästigung gewertet werden müssen.

    Mal ernsthafter: Die Trulla bedient sich der üblichen Masche, um etwas Aufmerksamkeit zu erhalten. Die totalverblödeten pawlowschen Pudelchen wie dieses Es, das sich Sven Lehmann nennt, springen auch sogleich über das hingehaltene Stöckchen. Wuff, wuff!!

    • @peter

      „Frau Himmelreichs Möse wurde nicht feucht, womit Herrn Brüderles Annäherungsversuche zweifellos als sexuelle Belästigung gewertet werden müssen“

      Etwas sehr einfach. Es wäre ihr ja auch nicht zu verdenken, wenn sie sich nicht zu Herrn Brüderle sexuell hingezogen fühlt und sein Spruch war sicherlich außerhalb normaler Gepflogenheiten. Er rechtfertigt allerdings evt. nicht den gegenwärtigen Shitstorm

      • Etwas sehr einfach. Es wäre ihr ja auch nicht zu verdenken, wenn sie sich nicht zu Herrn Brüderle sexuell hingezogen fühlt und sein Spruch war sicherlich außerhalb normaler Gepflogenheiten.

        Ja, so simpel ist es, kein Grund, aus diesem Klatsch und Tratsch mehr zu machen als es ist.

        Herr Brüderle hat es leider verpasst, als die ultimative Antwort auf Pussy-Riot und Riot-Grrrrlzz in die Geschichte einzugehen. So von wegen „normaler Gepflogenheiten“! Er hätte sich ganz nach dem Vorbild der Femen nackt oder wenigstens halbnackt ausziehen und ein Plakat mit einer gaaanz wichtigen politischen Botschaft („ob mit oder ohne Gewänder, auch Alte kriegen ab und zu einen Ständer“) in die Höhe halten sollen.

        • „ein Plakat mit einer gaaanz wichtigen politischen Botschaft (“ob mit oder ohne Gewänder, auch Alte kriegen ab und zu einen Ständer”) “

          Der ist gut! Aber bitte nicht halbnackt.
          Nicht der Brüderle. Nicht auch noch das.
          Wenn dann doch bitte mit Wollmaske?

    • Deine Meinung möchte ich nicht bewerten, aber mit Deiner Wortwahl erweißt Du Christian und diesem Blog einen Bärendienst.
      (Er sich selber übrigens auch, weil er darüber hinweggeht.)

  16. Brüderleins Verhalten war plump…distanzlos…peinlich…irgendwie auch: traurig…alkoholisierte Altmännersexualität…ganz klar.

    Die Frage ist, ob das ein legitimer Grund ist, ihn damit journalistisch bloß zu stellen.

    Meines Erachtens wohl kaum, zumal entsprechende weibliche Peinlichkeiten, wie das Hochschlafen zur Viertehefrau von Juste milieu-Politikern mit anschließender Wahlkreisgarantie, nie thematisiert werden.

    Die ideologische Inzüchtigkeit der westlichen Journalisten, die in Deutschland besonders extrem ausgeprägt ist, macht die Annahme einer für das Funktionieren einer Demokratie notwendigen „unabhängigen Meinungsbildung“ absurd.

    Ein gleichgerichteter politischer Bias in den Medien ist schon nervig genug, aber die hierbei verwendeten manipulativen Stilmittel, die diejenigen anwenden, deren moralistische Meßlatte opportunistisch doppelhart ist, haben in mir eine gewisse emotionale Verhärtung gegenüber diesem Berufsstand ausgelöst.

    • „Brüderleins Verhalten war plump…distanzlos…peinlich…irgendwie auch: traurig…“

      Wenn denn an der Geschichte was dran ist,
      dann war Brüderleins Verhalten richtig,
      denn er wusste wohl wen er mit der
      Himmelreich vor sich hatte.
      Eine berechnende Sexistin, die gerne
      Quotenchefin wäre.

        • Warten wir doch mal ab, was denn davon
          werden wird.
          Ob es denn am Ende sein Schaden sein
          wird.
          Jedenfalls wird die Himmelreich nicht mehr
          so einfach mit Politikern reden können,
          die werden nun gewarnt sein.

          Wenn die so weiter machen, werden viele
          Politiker die tollen „Enthüllungs-Tanten“,
          Feministinnen zumal, meiden.
          Dann bekommst du als Mann leichter
          Infos.(Nicht weil du besser bist, aber
          wahrscheinlich kein hinterlistiger Sexist bist)
          Wenns gut läuft, war das ein super
          feministischer BärInnendienst der Himmelreich. 😉

  17. Der Brüderle mag ein plumper Typ sein, der häufig unter Alkoholeinfluss steht, wobei nach einem Jahr besonders der genaue Wortlaut des Gesprächs schwierig zu erinnern sein dürfte (gut, vielleicht hat die Journalistin gleich nach dem Interview ein Gedächtnisprotokoll erstellt. Dann ist es aber auf jeden Fall für Brüderle oder eventuelle „Entlastungszeugen“ schwierig, sich noch zu erinnern).

    “Sie sind Politiker, ich bin Journalistin.” Wenn der Satz so von ihr gefallen ist – WTF? Das hört sich ja an, wie ein Satz aus einem Sekretärinnenporno. Würde ich persönlich nicht sagen, um Zudringlichkeiten abzuwehren, weil es irgendwie prädestiniert ist, um missverstanden zu werden.
    Falls es sich so zugetragen hat, wie von der Journalistin berichtet, wirkt es auf mich auch nicht so, als hätte Brüderle versucht, seine Macht zu missbrauchen, um eine Frau zu bedrängen. Es wirkt eher extrem „needy“ und erbärmlich. An ihrer Stelle hätte ich das Gespräch abgebrochen, wenn sie wirklich auf ein seriöses Interview aus gewesen wäre.

    • „“Sie sind Politiker, ich bin Journalistin.” Wenn der Satz so von ihr gefallen ist – WTF? Das hört sich ja an, wie ein Satz aus einem Sekretärinnenporno.“

      Und bei diesem Satz gilt schon nur die halbe
      Wahrheit. Ja ER ist Politiker.

      • Was allerdings wichtig wäre, um die Angelegenheit beurteilen zu können: War das jetzt eine offizielle Einladung für Journalisten, um nachts an der Hotelbar Interviews mit Brüderle zu führen, wie es vom Stern angedeutet wird, oder war das eine Idee vom Stern/der Journalistin, dass man ja mal bei der inoffiziellen Gelegenheit Brüderle interviewen könne.

        Bei einem offiziellen Interviewtermin könnte ich die Beklommenheit der Journalistin schon nachvollziehen – wenn männliche Journalisten Sachfragen beantwortet bekommen während sie gleichzeitig Dirndlsprüche bekommt. Das wäre in keinem Fall in Ordnung.
        Ich kann mir aber selbst bei Brüderle kaum vorstellen, dass er Journalisten einlädt für Mitternacht und sich davor erstmal ordentlich einen hinter die Binde gießt, damit er hinterher auch „locker“ sprechen kann. Außerdem hätten das unmögliche Verhalten andere Journalisten dann auch mitbekommen. 😕

    • @ichichich

      „Kosser schildert den Fall einer Journalistin, die ein Päckchen eines Abgeordneten in ihrem Postfach fand. Darin ein Dildo. “Auf gute Zusammenarbeit”, stand auf der Begleitkarte.”“

      In der Tat, wäre krass. Ist aber auch eine Geschichte vom Hörensagen oder?

        • Zumindest scheint das Werk aber eine gewisse politische Ambition zu haben:

          „Es ist der bislang verborgene Hintergrund heutiger Debatten etwa über die Frauenquote, den Ursula Kosser hier liefert. Denn viele der geschilderten Männer und Frauen wirken heute aktiv und in hohen Positionen an der Politik dieses Landes mit. “

          „Ihre Geschichten zeigen, was es bedeutet, wenn Männer das Land allein regieren.“

          Als ob Frauen ihre ökonomische oder politische Macht nicht missbrauchen würden. Siehe weibliche Sextouristinnen, die die Armut von Männern in Drittweltländern ausnutzen.

        • „Darin ein Dildo. “Auf gute Zusammenarbeit”, stand auf der Begleitkarte.” “

          Und?
          Mir wurde mal gesagt, ich solle durch den Wald gegen, da würde ich genug abgeschittene „Äste“ sehen, und was
          dann übrig bliebe sähe ich dann schon!

        • ? Ich verstehe kein Wort.

          ageschitte Äste ergibt Vulvaskulpturen

          Genau Vulva. Oder Vulwen?

          Nun jedenfalls keine Dildo?

          Jetzt verstanden?

        • @ DerdieBuchstabenzählt

          Komischer Spruch, aber in welchem Zusammenhang hast du das denn erlebt?
          Wenn dir als Journalist eine Abgeordnete eine Gummivagina schicken würde mit der Bemerkung „auf gute Zusammenarbeit“ schicken würde, wär das schon krass, oder? Ob die Story glaubhaft ist oder nur vom Hörensagen, lässt sich dem SPON-Artikel natürlich nicht entnehmen.

      • Die Geschichte der Himmereich ist
        doch schon den ganzen langen
        schönen Tag nur vom „Hörensagen“
        Oder etwa nicht?
        Nix als Höhrensagen!
        Oder hat die Himmelsfrau einen Beleg?
        Nur ein Belegchen?
        Nur ein ganz kleines? Beweischen?
        Von mir aus ein gaaaaanz kleines?
        Beweis ist sicher nicht, dass @ Christian
        ihr glauben will.
        Wo hat die Dame einen, nur eien Beweis gebracht?

      • @ Michael Baleanu

        Das muss sie gar nicht meht tun. Die wurde von der feministisc-femininen Medienmeute längst als valide akzeptiert und abgestempelt.

        Nicht einmal, NICHT EIN EINZIGES MAL habe ich gestern eine Medienfrau gehört, die das Wörtchen „mutmaßlich“ beim Bericht über Brüderles angebliche Verfehlung benutzt hätte.

        Bei den Männern sah’s nicht viel anders aus.

        Ein einziger gebrauchte das Wort „angeblich“ in einer Formulierung des Sinnes wie „…, was Brüderle angeblich zu ihr gesagt haben soll“.

        Ansonsten haben sich die Journalist.I.nnen in den Medien, die ich verfolgen konnte, in einen feministschen Lychmob verwandelt, der elementarste Regeln ehrbaren journalisitischen Handwerks nicht mehr zu beherrschen scheint.

        Oder ganz einfach nicht mehr willens ist, sie einzuhalten, wenn es darum geht, die „Vorherrschaft“ der widerlichen, heterosexuellen, weißen Männer zu bekämpfen.

        Machen wir uns nichts vor.

        Ein weiterer Bereich, in dem die Unschuldsvermutung abgebrochen wird, nur ein weiterer Bereich.

  18. „Bei einem Besuch in einem Kuhstall hat er das Euter einer Kuh mit den Worten kommentiert: „Der hängt ja ganz schön. Das ist Körbchengröße 90L.““ http://www.fr-online.de/politik/sexismus-vorwuerfe-gegen-bruederle-entlang-der-guertellinie,1472596,21548098.html

    Ich verstehe nicht, was die alle haben? Diese ganze Aktion, scheint ja nur eine verkappte Werbeaktion für Brüderle zu sein: Hiermit ist doch bewiesen, dass er über umfangreiche Agrarkenntnisse verfügt!

    Die FDP hat die STERN-Redaktion gekauft! Und alle fallen drauf rein!

    • @ Michael Baleanu

      *Ich verstehe nicht, was die alle haben? Diese ganze Aktion, scheint ja nur eine verkappte Werbeaktion für Brüderle zu sein: Hiermit ist doch bewiesen, dass er über umfangreiche Agrarkenntnisse verfügt!

      Die FDP hat die STERN-Redaktion gekauft! Und alle fallen drauf rein!*

      Die einzig vernünftige Reaktion: Ob hängende Kuheuter oder nicht – Augen zu und durch: Ich wähle Brüderles FDP, die einzige Partei mit einem Blick für’s Wesentliche.

      • Ich werde die auch wählen.
        Aber das ist nicht die Partei für das
        Wesentliche!
        Je rostiger das Dach
        /(Andrtea Berg) desto …..

        Besser wirst du gewählt!

  19. hi christian,
    ich finde deinen blog-eintrag gut durchdacht und schließe mich dir in den wichtigen punkten an! die geschichte ist einseitig dargestellt, mit ausnahme des abschnitts über journalistinnen, die ihre weiblichkeit nutzen, um politikern nachrichten zu entlocken.
    das verhalten, die reaktionen und die kleidung von frau himmelreich werden von ihr vollkommen (abgesehen von dem satz mit der professionellen beziehung) ausgeblendet. da fragt man sich zumindest, warum…es sollte gelten: entweder beide seiten, oder keine!
    es mag sein, dass sie die vorgänge akkurat darstellt, das könnte sie durch eine genauere beschreibung ihres verhaltens klären.
    bis dahin riecht das für mich eher nach diffamierung im auftrag einer story frau himmelreich!

    gruß
    Frank

  20. Pingback: #Brüderle #Himmelreich #Aufschrei #Sexismus | severin tatarczyks blog

    • Dein Text Ist ja geradezu putzig.

      Sexismus gibt es überall?
      *Gähn*. Ja, das wissen wir doch seit tausend Jahren. Sagt mann etwas ist es garantiert sexistisch, sagt mann nichts ist mann frauenverachtend. Die Mädels dürfen selbstverständlich in einem Hauch von nichts im Büro herumlaufen, mann sticht sich dann am besten die Augen aus, denn schaut mann hin, glotzt er, schaut er bemüht nicht hin, hat er ein Problem mit selbstbestimmten Frauen …

      diese Debatte ist dringend notwendig?
      Ja. So notwendig wie ein dritter Arm. Erstens mal ist der Vorfall über ein Jahr alt, zweitens ist schlicht nichts passiert, drittens gibt außer den Behauptungen von Himmelreich nicht mal für dieses Nichts irgendwelche Beweise, viertens hat sich Brüderle schlimmstenfalls so benommen, wie er es in seiner Jugend als „Gutes Betragen gegenüber Damen“ gelernt hat (ich sag‘ nur „Tanzkarte“) und fünftens liegt es doch ausschließlich in der Definitionsmacht (zu deutsch: in der Willkür) der Frau, was sie in welchem hormonellen Status von wem als „sexistisch“ bezeichnet.

      Tabubruch?
      Ich lach‘ mich scheckig. Dass eine Frau sich aus unbestimmten und nicht weiter nachvollziehbaren Gründen sexuell belästigt fühlt und der Welt deswegen ein Ohr abkaut ist doch kein Tabubruch. Das ist so normal, alltäglich, unvermeidlich und prickelnd interessant wie der Sonnenaufgang.

      Ich habe zwar absolut keine Lust mehr, mir diese Debatte aufdrängen zu lassen aber ich freue mich trotzdem auf ihre Fortsetzung im Januar 2014 wenn Frau Himmelreich sich diskriminiert fühlt weil das Maritim ihre Buchung ablehnt und die FDP sie für das Dreikönigstreffen nicht akkreditiert.

  21. Was mich mal interessieren würde: Warum wird eine sexuelle Anmache unter dem Label „Sexismus“ geführt?

    Sexismus heisst doch eigentlich „Diskriminierung aufgrund des biologischen Geschlechts“ und hat nichts mit „Sex“ (dem Geschlechtsakt und dessen drumrum) zu tun. Diskriminiert man denn eine Frau, wenn man versucht sie anzumachen?

    • @Robert

      Ich meine der Gedanke dahinter ist, dass man
      1. mit einer Anmache, die ihre Grenzen nicht akzeptiert und übergriffig wird, ihre Eigenständigkeit nicht akzeptiert und ihre Interessen geringer wertet als die des Mannes
      2. sie mit einer zu sexuellen Anmache, die sie zB auf ihren Busen reduziert, zu einem Objekt macht, ihr also das Menschsein abspricht.

      • Wenn eine Frau Sprüche über ihren Busen sexistisch findet, oder nicht auf dieselben reduziert werden möchte, wäre es unter Umständen angebracht, sie würde nicht ausgerechnet ein Dirndl anziehen.

        Dirndl sind nämlich ganz ausdrücklich und in voller Absicht so geschnitten, dass sie dem Betrachter den Busen in aller Unübersehbarkeit präsentieren. Ein Wonderbra ist gar nichts gegen ein Dirndl.

        Wer es als heterosexueller Mann schafft, diesem gewollten Blickfang nicht zu folgen, ist mit höchster Wahrscheinlichkeit bereits eine Weile tot.

        Der „Skandal“ beweist also maximal, dass Brüderle im Januar 2012 noch gelebt hat. Diese Gewissheit hätte man aber durchaus auch aus anderen Quellen ableiten können.

        • „Wer es als heterosexueller Mann schafft, diesem gewollten Blickfang nicht zu folgen, ist mit höchster Wahrscheinlichkeit bereits eine Weile tot.“

          Er ist nicht tot, er ist frei.

        • Wenn ein Mann es nicht schafft, diesem „gewollten Blickfang“ nicht zu folgen, ist er mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Sklave seiner Instinkte – und das kann ich mir nicht vorstellen.
          Es laufen so viele Frauen mit Dirndl herum, auch welche mit großen Oberweiten, und bei weitem nicht alle, noch nicht mal die Mehrheit wird so prollig angemacht, wie diese Reporterin.
          Brüderle hat offensichtlich entweder nicht die Selbstbeherrschung eines durchschnittlichen, normalen Mannes, oder er ist tatsächlich so arrogant, zu glauben, dass er als Politiker über die normalsten Höflichkeitsformen erhaben ist. Man kann es natürlich damit erklären, dass er besoffen war, aber seltsamerweise passiert es auch Betrunkenen nicht ständig, sich so gehen zu lassen. Der „Shitstorm“ mag nicht berechtigt sein, denn „immerhin“ hat er sie nicht angefasst (aber keine Sorge, im Netz pflichtet dir eh so gut wie jeder bei), aber ein gutes Licht wirft das nicht auf ihn. Von so einem Menschen würde ich mein Land nicht vertreten lassen wollen.

          Wenn so eine traditionelle, nicht mal wirklich schlimm offenherzige Kleidung wie ein Dirndl schon solche Reaktionen provoziert (was sie normalerweise auch nicht tut), was ist dann am Strand los? Provozieren Frauen, die am Strand einen Bikini tragen, grundsätzlich Männer?

          • @Rex

            „Wenn ein Mann es nicht schafft, diesem “gewollten Blickfang” nicht zu folgen, ist er mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Sklave seiner Instinkte – und das kann ich mir nicht vorstellen.“

            Die meisten hetreosexuellen Männer gucken. und bei einem sehr schönen Dekollete und entsprechender Empfänglichkeit kann man schon mal in einem Gespräch mantraartig „in die Augen“ vor sich hersagen, weil es den Blick gerne nach unten zieht. Ich denke diese Situation kennen auch die allermeisten heterosexuellen Männer. Es kann unangenehm sein, wenn eine Frau etwas zeigt, was man nicht zu offensichtlich wahrnehmen darf. Betrunken gilt das sicherlich noch mehr.

            „Es laufen so viele Frauen mit Dirndl herum, auch welche mit großen Oberweiten, und bei weitem nicht alle, noch nicht mal die Mehrheit wird so prollig angemacht, wie diese Reporterin.“

            Ist richtig. Er hätte es sich sicherlich sparen sollen. Für so etwas braucht es eine gewisse Vertrautheit. Es war allerdings auch keine so schlimme Bemerkung. Beim Rest fehlen mir schlicht die Details. Ein Handkuss ist sicherlich nicht gleich eine sexuelle Belästigung etc.

            „Provozieren Frauen, die am Strand einen Bikini tragen, grundsätzlich Männer?“

            Geguckt wird sicherlich.

        • @Rex
          1. Wir alle sind Sklaven unserer Instinkte – ob du dir das vorstellen kannst oder nicht.

          2. Ob die Anmache überhaupt eine Anmache war und ob sie prollig war, liegt ausschließlich im Auge des Betrachters. Angesichts deines restlichen Textes, bin ich so frei deine Meinung dazu unter „Irrelevant“ abzulegen.

          3. Ich wohne in München. Wie gerade junge Frauen im Dirndl aussehen und wirken ist mir also bestens bekannt. Den Damen offensichtlich auch. Tradinelle, nicht schlimm offenherzige Dirndl findest du, wenn du ernsthaft suchst, VIELLEICHT in Alt-Ötting.

          4. Der „Skandal“ fand um Mitternacht in einer Hotelbar statt. Brüderle war angeschicktert in angeschickerter Umgebung. Wer bei so einer Gelegenheit politisch korrektes Verhalten einfordert, fährt zum Karneval auch nach Münster.

          5. Mein Land soll jedenfalls nicht von irgendwelchen blutleeren Moralaposteln und sich zwanghaft belästigt fühlenden Spätpubertierenden regiert werden.

          6. Frauen, die am Strand einen Bikini tragen, wollen doch offensichtlich am Strand im Bikini gesehen werden, soviel sollte doch hoffentlich einsichtig sein, oder? Frauen, die am Strand einen Bikini tragen und mich ansprechen, wollen doch offensichtlich am Strand im Bikini von mir eine Antwort haben, oder?
          Falls du mir bis hierhin folgen konntest, darf ich dich um deinen Rat bitten: Wie lautet in o.a. Situation die politisch korrekte Formulierung für „Junge Frau, ich muss nicht freundlich zu sein, da ich trotz Ihrer Kleidung kein Interesse an Sex mit Ihnen habe. Seien Sie daher doch bitte so freundlich, mir kein Gespräch aufdrängen zu wollen.“.

        • @Rex:
          Wenn so eine traditionelle, nicht mal wirklich schlimm offenherzige Kleidung wie ein Dirndl schon solche Reaktionen provoziert ..

          Was denn bitte für „solche Reaktionen“?

          Jenseits des Kolorits (auf einem Ball fordert Mann üblicherweise Damen zum Tanzen auf, mit Handkuss) bleibt doch eigentlich nur „Sie können ein Dirndl gut ausfüllen“ übrig.

          Nicht in einer professionellen Interviewsituation, sondern nachts um eins an der Hotelbar.

          Man kann wohl kaum sagen, dass so ein Spruch per se daneben ist, es hängt sehr stark vom Kontext ab.

          Wobei ich mir zwar durchaus schon vorstellen kann, dass der Spruch daneben war, aber meine Güte: Was für eine Lapalie, ausgerechnet von einer Vertreterin eines „Journalismus“, der sonst wenig Hemmungen hat Bettgeschichten von Promis öffentlich breitzutreten.

          Hier scheint mir jedes Maß verloren gegangen zu sein.

          Von so einem Menschen würde ich mein Land nicht vertreten lassen wollen.

          Vollste Zustimmung, aber aus anderen Erwägungen heraus.

        • @Christian:

          Die meisten hetreosexuellen Männer gucken. und bei einem sehr schönen Dekollete und entsprechender Empfänglichkeit kann man schon mal in einem Gespräch mantraartig “in die Augen” vor sich hersagen, weil es den Blick gerne nach unten zieht. Ich denke diese Situation kennen auch die allermeisten heterosexuellen Männer. Es kann unangenehm sein, wenn eine Frau etwas zeigt, was man nicht zu offensichtlich wahrnehmen darf. Betrunken gilt das sicherlich noch mehr.

          Gucken ist ja auch in Ordnung. Das passiert auch Frauen hin und wieder, weil ein schönes, üppiges Dekolletè nunmal ein Blickfang ist. Aber zum einen kann man das sicher diskreter machen, zum anderen muss man nicht anzüglich werden. Wie gesagt, am Strand geht das doch auch, oder nicht?

          Ist richtig. Er hätte es sich sicherlich sparen sollen. Für so etwas braucht es eine gewisse Vertrautheit. Es war allerdings auch keine so schlimme Bemerkung. Beim Rest fehlen mir schlicht die Details. Ein Handkuss ist sicherlich nicht gleich eine sexuelle Belästigung etc.

          Ich finde seine Bemerkung seines Alters und seiner gesellschaftlichen Stellung nicht würdig, und reichlich respektlos. Der Handkuss ist natürlich nicht schlimm, aber jemandem, der ein politisches Gespräch beginnen will, mit dem Ausfüllen des Dekolletès zu kommen? Pubertär, unprofessionell, respektlos.

          Geguckt wird sicherlich.

          Das ist ja auch erlaubt. Ich erinnere mich nicht, mich über das Gucken aufgeregt zu haben.

          @BellatorRuditus:

          6. Frauen, die am Strand einen Bikini tragen, wollen doch offensichtlich am Strand im Bikini gesehen werden, soviel sollte doch hoffentlich einsichtig sein, oder? Frauen, die am Strand einen Bikini tragen und mich ansprechen, wollen doch offensichtlich am Strand im Bikini von mir eine Antwort haben, oder?
          Falls du mir bis hierhin folgen konntest, darf ich dich um deinen Rat bitten: Wie lautet in o.a. Situation die politisch korrekte Formulierung für “Junge Frau, ich muss nicht freundlich zu sein, da ich trotz Ihrer Kleidung kein Interesse an Sex mit Ihnen habe. Seien Sie daher doch bitte so freundlich, mir kein Gespräch aufdrängen zu wollen.”

          Wenn du ein Politiker wärst, und eine Reporterin würde dich etwas zu deinem Beruf fragen, egal wie spät es gerade ist, fällt dir nichts anderes ein, als das? Findest du, dass Männer und Frauen sich außer auf sexueller Ebene nicht unterhalten können? Nicht mal über berufliche Dinge? Wenn er besoffen ist und um diese Uhrzeit keinen Bock mehr auf ein Interview hat, was verständlich ist, ist es dann so schwierig, schlicht auch genau das zu sagen? Etwa so: „Heute gebe ich keinen Kommentar mehr ab, kommen Sie doch ein andermal wieder“?

          Da du meinen Post als „irrelevant“ einstufst, werde ich auf deine restlichen Ausführungen auch nicht antworten.

          @Nick:
          nicht nur der Handkuss und der dämliche Spruch. Offenbar ist er ihr am Ende des Interviews auch näher gekommen, als wolle er sie küssen oder in ihren Ausschnitt fallen, was auch immer. Ich finde eine solche Reaktion jedenfalls reichlich überzogen, bei einem Gespräch, das sie – wie sie auch sehr deutlich sagt – professionell halten wollte.

          Ich frage mich eines: was würdet ihr davon halten, wenn ihr ein junger, gutaussehender Journalist wärt, und Angela Merkel macht anzügliche Bemerkungen darüber, wie gut ihr eure Hose ausfüllt, und nimmt euch auch weiterhin nicht als Gesprächspartner ernst, nachdem ihr sie darauf hinweist, auf beruflicher Ebene bleiben zu wollen? Das fände ich nicht weniger widerlich, billig und prollig. Das ist die Art eines pubertierenden Menschen, der keine Manieren hat, nicht die eines/einer Politikers/in im reiferen Alter.

          • @Rex

            „Gucken ist ja auch in Ordnung. Das passiert auch Frauen hin und wieder, weil ein schönes, üppiges Dekolletè nunmal ein Blickfang ist. Aber zum einen kann man das sicher diskreter machen, zum anderen muss man nicht anzüglich werden. Wie gesagt, am Strand geht das doch auch, oder nicht?“

            Dann nimm noch etwas Alkohol dazu und schon ist diskretes gucken so eine Sache…

            Und zum Anzüglich werden: Wir wissen auch nicht, wie sie es präsentiert hat, das geht auch so oder so. Und auch eine Bemerkung wie „sie füllen das Dirndl gut aus“ kann man charmant oder uncharmant sagen. Da ist es durchaus eine Frage der Betonung etc. Mit einem glotzen wird es natürlich meist vulgär.

            „Ich finde seine Bemerkung seines Alters und seiner gesellschaftlichen Stellung nicht würdig, und reichlich respektlos.“

            Das mag sein. Aber mal als theoretischer Fall: wenn sie ihre Reize gerade durch Körpersprache und Präsentation betont hätte, um trotz der Fülle an anderen Reportern doch noch das Interview und seine Aufmerksamkeit zu bekommen, wäre es dann was anderes? Sie hätte ihm dann ja deutlich gemacht, dass sie sein Alter und seine gesellschaftliche Stellung ignoriert.

        • @Rex:
          nicht nur der Handkuss und der dämliche Spruch. Offenbar ist er ihr am Ende des Interviews auch näher gekommen, als wolle er sie küssen oder in ihren Ausschnitt fallen, was auch immer. Ich finde eine solche Reaktion jedenfalls reichlich überzogen, bei einem Gespräch, das sie – wie sie auch sehr deutlich sagt – professionell halten wollte.

          Wenn es eine professionelle Interviewsituation gewesen wäre, würde ich dir ohne Weiteres zustimmen.

          Der Text ist auch bewußt so geschrieben, dass eben dieser Eindruck entsteht. Da ist nur leider der Handkuss dazwischen, der das Setting plötzlich auf den Ball beamt. Und dann plötzlich nachts um eins die Hotelbar.

          Das ist kein Journalismus, das ist ein Dreckschleudern, ein Arbeiten nicht mit der Beschreibung von Tatsachen, sondern mit dem Erzeugen von Bildern, die man nicht als Tatsachen beschreiben kann, weil sie so nicht stattgefunden haben können.

          Aus o.g. Spiegel-Text ergibt sich ein anderes Bild: Er wollte von vornherein gar kein Interview mit ihr führen.

          Muss er das denn? Hat sie etwa ein Recht auf eine Antwort auf die Frage, ob er sich nicht zu alt fühle?

          Natürlich ist sowas – als Politiker – auch an einer Hotelbar dumm.

          Aber wie wäre es denn gelaufen, wenn sie nicht die Hoffnung gehabt hätte doch noch „was zu kriegen“?

          Dann hätte sie sich wohl höflich verabschiedet, nachdem er wiederum mit _ihrem_ Alter kontert.

          _Sie_ hat sich auf diese Gesprächsebene eingelassen, in der Hoffnung zu kriegen, was sie will. Jetzt, ein Jahr später, jammert sie herum, und die ganze Republik ist empört ob der Kränkung der weiblichen Unschuld.

          Sorry, dafür habe ich null Verständnis.

        • @Rex
          1. Zum Thema „irrelevant“: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich habe nicht dein Post, sondern nur deine Meinung, dass Brüderles Verhalten „prollig“ ist, für irrelevant erklärt. Und diese Meinung ist irrelevant weil du ganz offensichtlich aus einer gefestigten Weltanschauung heraus argumentierst.

          2. Auch wenn ich ein Politiker wäre, käme ich nicht auf die Idee, dass ein/e Reporter/in der/die mich gegen Mitternacht und nach einer Party anspricht, ein ernsthaftes Interview führen will.
          Die Vorstellung hat ziemlich viel mit der bereits erwähnten Fahrt zum Münsteraner Karneval gemeinsam – sie verstößt nicht direkt gegen Naturgesetze, ist aber trotzdem komplett absurd.

          3. Ich habe keine rechte Vorstellung, warum du ausgerechnet mir unterjubeln willst, ich dächte dass Männer und Frauen sich außer auf sexueller Ebene nicht unterhalten können.
          ICH präsentiere schließlich NICHT meine Geschlechtsorgane in der Öffentlichkeit auf eine Art und Weise, die keine Fragen offen lässt.
          Aber falls ich es doch mal tun sollte, werde ich mich keinesfalls sexuell diskriminiert fühlen, wenn die Leute mich nicht behandeln als wäre ich in Schlips und Kragen unterwegs.

    • @Robert:

      Man geht wohl davon aus, dass durch solche Anmachen systematisch ein Klima geschaffen werde in dem Frauen eingeschüchtert würden – um sie eben in einer gesellschaftlich inferioren Position zu halten:

      Die negativen Auswirkungen von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt sind vielfältig, sie schaffen ein Klima, in dem Menschen verunsichert und eingeschüchtert werden und somit nicht mehr in vollem Umfang am Hochschulbetrieb teilnehmen können. Da diese Verhaltensweisen nach wie vor überwiegend von Männern gegen Frauen eingesetzt werden, sorgen sie dafür, dass Frauen in ihren beruflichen Möglichkeiten eingeschränkt werden.

      Es gehe dabei eben niemals um Sexualität, sondern immer um Machtausübung und -erhalt:

      „Sexualisierte Gewalt (also sowohl Vergewaltigung, als auch sexuelle Belästigung[sic!]) ist Ausdruck von Machtausübung, Kontrolle und Demütigung. Besonders deutlich wird dies an der Vergewaltigungssituation in Gefängnissen: Vergewaltigungen waren und sind in einigen Gefängnissen an der Tagesordnung. [..]
      Diese Vergewaltigungen haben ebenso wenig mitHomosexualität zu tun, wie andere Vergewaltigungen etwas mit Sexualität gemein haben. In Gefängnissen werden die neuen Häftlinge von den “Alteingesessenen” vergewaltigt, um zu demonstrieren, wer in der Gruppe der Anführer mit dem größten Machtpotential ist. Vergewaltigte Männer sind nicht Betroffene von Vergewaltigungen, weil sie auf ihre Vergewaltiger besonders attraktiv gewirkt hätten und jene ihre sexuellen Lüste einem Dampfkessel gleich entladen mussten, sondern weil der Vergewaltiger sie klein halten und kontrollieren sowie demütigen wollte.“

      ..womit man schon mal sexuelle Belästigung und Vergewaltigung in einen Topf untergebracht hätte.

      Damit sind wir aber noch nicht ganz fertig:

      Unter sexualisierte Diskriminierung und Gewalt sollen im Folgenden alle Formen sexuell gefärbten Verhaltens, welche die persönliche Würde und Persönlichkeitsrechte einer Person verletzen, verstanden werden. Es geht also darum, dass die persönliche Grenze einer Person überschritten wird und sie in ihrem Recht auf Selbstbestimmung beschnitten wird. Dabei ist grundlegend, dass diese Grenzüberschreitung in der individuellen Wahrnehmung der betreffenden Person liegt und nicht objektivierbar ist. Das bedeutet, dass das Recht, sexualisierte Diskriminierung oder Gewalt zu benennen, bei der betroffenen Person liegt. Die Verantwortung für sexualisierte Diskriminierung und Gewalt liegt allein beim Täter. In solchen Situationen kann von der betroffenen Person weder verlangt werden, sich in der konkreten Situation zu wehren, noch dass sie das Erfahrene thematisieren kann.

      ..womit dann jede empundene Grenzüberschreitung zu einer Tat wird, die sich in einem Kontinuum bis hin zu Vergewaltigungen bewegt. Alles eben ein System des Patriarchates, um Frauen als Gruppe einzuschüchtern, womit der Tatbestand des Sexismus klar erfüllt ist.

      Einwände, dass die Intention des „Täters“ wohl kaum plötzlich deshalb eine ganz andere sein könne weil das „Opfer“ die Grenzüberschreitung gerade wünscht gelten natürlich nicht.

      Die Intention des Täters ist zwar dann eigentlich gleichermaßen nicht objektivierbar, aber wen stört das schon.

      Man weiß einfach nicht mehr, auf welchem Gedankengebäude man aufbaut: „In patriarchy, all sex is rape“. Dann haut nämlich das mit der Intention des „Täters“ wieder hin: Heterosex ist _immer_ Sexismus, weil Heterosex das zentrale Machtmittel des Patriarchates ist. Die Frau, die Anmache wünscht _kann_ das nicht _wirklich_ wollen.

      Davon will man aber lieber nichts mehr wissen, es schränkt ja die sexuelle Freiheit ein. Deshalb also die Willkürlichkeit.

      „all Sex is rape“ wiederum haben die 1970er-Feministinnen – gleichermaßen ohne sich mit sowas profan-männlichem wie logische Konsequenz zu belasten – von der Uroma übernommen: Sex ist Sexismus, weil Frauen rein sind und frei von derart niederen Trieben.

      Und weil das Alles letztendlich fast vollständig auf tradierte Weiblichkeitsunschuldsvorstellungen gebaut ist, ist der Mainstream leider allzuoft bereit, den Sexismusbegriff ungefragt zu übernehmen.

      Unausgesprochen bezieht sich eben doch Sexismus auf Sexualität bzw. die „weibliche Reinlichkeitkeit“ dabei.

      www2.kein-sexismus.de/uploads/sexist_diskrim_end.pdf

  22. Wir haben Eigenschaften, die kein anderer Primat hat, wir bilden komplexe Gesellschaften und halten sie leidlich kohärent – durch Sprache, begriffliches Denken und Institutionen. Ganz klar sind hier in und durch uns neue funktionale Eigenschaften ausgebildet worden, aber das verschiebt das philosophische Problem nur: Was genau heißt „neu“? Ist das „Neue“, das wir nun nicht nur im Gehirn des selbstbewussten Menschen, sondern auch in seiner Gesellschaft und komplexen Systemen ganz allgemein sehen, im Prinzip begrifflich zurückführbar auf die Wechselwirkung zwischen Teilen, oder geht das eben nicht? Wenn es im Prinzip nicht zurückführbar ist, wäre das natürlich eine sehr bedeutsame begriffliche Entdeckung.

  23. Gerade Frau Himmelreich sollte toleranter sein. Gerade sie muß doch wissen wie Männer „ticken“. Aber zu ihrem damaligen „Nebenverdienst“ schweigt sie leider nur beharrlich

  24. Auch ich kann nur mit dem Kopf schütteln, als ich den „ich bin sexuell belästigt worden“-Artikel von Laura Himmelreich über ihre angeblichen Erlebnisse von vor einem guten Jahr bereits jetzt schon im Stern ‚berichtete‘.

    Es gibt ein paar wesentliche Punkte, die hier zu bemerken sind:

    1. Qualitätsjournalismus geht auf die Dinge genau ein und nicht nur mit rethorischen Mitteln die eine Situation suggerieren sollen.

    2. Qualtiätsjournalismus bittet VOR dem veröffentlichen eines Artikels die Gegenseite um eine Stellungsnahme zum Sachverhalt. (Wesentlicher Teil der journalistischen Recherchearbeit), ganz besonders dann, wenn eine Rufschädigung zu befürchten ist.

    3. Themen, wenn sie nicht Zeitnah behandelt werden, sondern erst viel später und ohne erkennbaren Zusammenhang veröffentlicht werden, erwecken immer den Pfaden Beigeschmack einer hinterhältigen Absicht.

    Last but not least:
    4. Die echte sexuelle Belästigung – die es ja durchaus gibt – wird heruntergespielt. Stelle sich jemand mal vor, dass eine Frau sagt, sie sei gerade sexuell belästigt worden und jeder stellt sich in dem Moment vor, dass jemand ihre Hand zur Begrüßung geküßt habe. Da wird wahrscheinlich das wahre Opfer einer sexuellen Belästigung nur müde belächelt und gefragt werden, was sie sich denn so albern anstellen würde.

    Die Auswirkungen sind unter anderem auch die, dass gerade dieser Artikel von Laura Himmelreich geradezu den Wahrheitsgehalt und Notwendigkeit des Wortes „Opfer-Abo“ unterstreicht.

    Frau Himmelreich, bedient den Begriff Vollpfostenjournalismus und hat sich so selbst die Glaubwürdigkeit genommen, wenn sie diese überhaupt jemals hatte. Naja, sie schreibt halt für den Stern.

    Tipp: Thisis hat in ihrem Blog einen sehr interessanten Artikel dazu verfaßt – aus der Sicht einer Frau, die echte sexuelle Belästigung erfahren mußte.
    http://thisisyourdaughter.de/2013/01/aufschrei/

    • @Max Kuckucksvater

      Meine erste Intuition bzgl. der Brüderle-„Affäre“ war, dass sie ihn indirekt als „altes Eisen“ tituliert und damit Brüderles Ergeiz geweckt hat, doch noch den agilen Charmebolzen raushängen zu lassen. Womit er dann auch voll ins Fettnäpfen getreten ist und erstrecht als tattriger Lustgreis dasteht, den seine Sprecherin ins Bett schicken muss, damit er sich nicht gänzlich blamiert. Treffer und versenkt.

      Einer der Gründe warum Politiker oft nur nach Termin-Absprache mit Journalisten reden wollen.
      Oder in einer kontrollierten Umgebung, wo man zur Not, „James, lass die Hunde frei!“ rufen kann.

      Hilft halt alles nichts. Sobald jemand als Journalist ankommt, aber gleichzeitig anfängt rumzumenscheln (Auf persönliche Eigenschaften, wie Alter etc. ansetzt), sollte man dicht machen.

      Etwas OT:

      Es liegt m.E. daran, dass Journalist keine richtige Berufsbezeichnung ist.
      Man benötigt keine Ausbildung zum Journalisten oder ähnliches, um sich als solcher zu benennen.

      Und ein Großteil der Presselandschaft sieht auch danach aus, als wäre es ein Sammelbecken für Leute, die nirgendwo anders untergekommen sind.

      Selbst in einer, nach eigenen Selbstverständnis seriöse Zeitung, enthält kaum Artikel, die einem Mindeststandard genügen, die eigentlich jeder Schüler in seinen Berichten entsprechen muss.
      Wir hatten z.B. Eselsbrücken, a la die 6-W-Regel.

      1. Wer hat etwas getan, erlebt, …
      2. Was hat er getan
      3. Wann hat er es getan
      4. Wo hat er es getan
      5. Wie hat er es getan
      6. Warum hat er es getan

      • @Gedankenwerk

        ja, das kleine Journalisten Einmaleins, wer das schon nicht beherrscht, was soll man von der / dem schon erwarten. Dummerweise gibt es immer noch Chefredakteure, diese mieserablen Artikel freigibt. Nach welchen Kriterien werden die Redakteurinnen denn ausgesucht? An anderer Stelle habe ich diese berechtigte Frage gelesen. Eine Idee ist, dass sie vielleicht gerade weil sie eine junge Frau ist für den Job engagiert wurde, um die Politiker zu bezirtzen und somit an mehr Informationen zu gelangen. Das wäre dann aber sexistisch und hinzu aus der eigenen Chefetage, die ja so sehr hinter dem Schmierreport steht.

        • @Max Kuckucksvater

          Nach welchen Kriterien werden die Redakteurinnen denn ausgesucht?

          Ich schließe da in einigen Fällen eine „soziale Ader“ der Chefs nicht ganz aus. Und auch die Frauenförderung in der Presse entspringt oftmals gutgemeinten Absichten.
          So manche Hasspredigerin entpuppt sich, wenn man genauer hinsieht, als ziemlich armes Hascherl.
          Dass einige da massive psychische Probleme und Leidensdruck haben und auch Hilfe bedürfen, ist eine Sache. Ob eine Beschäftigungstherapie in Form als gesellschaftliches Sprachrohr und zur, wie auch immer gearteten, „Unterhaltung“ der Öffentlichkeit, die richtige Hilfe ist, sei dahingestellt.
          Ich meine das nicht in Bezug auf Fr. Himmelreich, die kenne ich ja gar nicht.
          Aber gerade im Spiegel oder Tagesspiegel gibt es da wohl einige Kandidatinnen. Von der TAZ ganz zu schweigen, aber die ist ein anderer Fall und zählt für mich daher als Art Selbsthilfeorganisation und Kloppie-Kollektiv unter eigener Regie.

      • Meine erste Intuition bzgl. der Brüderle-”Affäre” war, dass sie ihn indirekt als “altes Eisen” tituliert und damit Brüderles Ergeiz geweckt hat, doch noch den agilen Charmebolzen raushängen zu lassen.

        Dass sie das tatsächlich so geplant haben soll wäre natürlich eine Unterstellung, aber ich finde es gar nicht so abwegig dass er dieses Motiv hatte.

        Und das ist eben das Heuchlerische ans Janze: Der von Himmelreich praktizierte „Journalismus“ ist eben alles andere als sachlich, professionell und Grenzen der Privatheit/Intimität respektierend.

        Die Frage wie er es fände, “im fortgeschrittenen Alter zum Hoffnungsträger aufzusteigen” hat durchaus etwas grenzverletzendes und unsachliches: „fortgeschrittenes Alter“ ist ein Euphemismus für „zu alt“, und es sollte doch eher um politische Positionen – und nicht um Personen – gehen.

        Davon sind wir natürlich weit entfernt, aber Folgen für den Umgang mit Journalisten können dann wohl kaum ausbleiben.

        „Professionalität“ einzufordern und „Respekt“ anzumahnen klingt imho eben ziemlich erbärmlich aus dem Munde einer journalistischen Dreckschleuder.

        Sich

        • @Nick

          Dass sie das tatsächlich so geplant haben soll wäre natürlich eine Unterstellung, aber ich finde es gar nicht so abwegig dass er dieses Motiv hatte.

          Dass sie es geplant hat, glaube ich auch nicht.
          Es ist recht schwer, bei nicht sehr berechenbaren Gesprächspartnern, einen exakten Verlauf vorzuantizipieren.
          Aber Paparazzi haben auch eine gewisse Übung darin, extreme Situationen herauszulocken. Wie die letztlich dann ausfällt, davon sind sie dann zuweilen wahrscheinlich selbst überrascht.
          Was ja auch egal ist, solange es eine halbwegs interessante Geschichte ergibt.

        • @Gedankenwerk:
          Aber Paparazzi haben auch eine gewisse Übung darin, extreme Situationen herauszulocken.

          Es wird wohl deshalb – bisher – mehr oder weniger ungeschriebenes Gesetz gewesen sein, dass das was nach Feierabend an der Hotelbar passiert tabu ist: Sonst würde man dort hingehen, wo Journalisten draußen bleiben müssen.

          Man wird das wohl in Zukunft so handhaben.

        • @ Nick

          *Man wird das wohl in Zukunft so handhaben*

          Natürlich.

          Und dann wird sich die feministische Frauenkamarilla beklagen, dass männliche Politiker mit ihnen keine Vier-Augen-Gespräche mehr führen wollen, sondern nur noch vor Zeugen > klarer Fall patriarchaler Unterdrückung der weiblichen Journaille, Indiz dafür, dass Patriarschen Angst vor starken Frauen haben usw., usw., usw., ad nauseam, ad libitum, ad infinitum.

          Bis der feministische Dackel, der seinen eigenen Schwanz jagt, sich so schnell im Kreise dreht, dass er darüber verreckt.

          Das kann noch dauern.

        • @Roslin:

          Das kann noch dauern.

          Das Erstaunliche ist doch, dass man Feminismus hier offenbar für Parteipolitische Zwecke journalistisch kanabalisiert.

          Bisher war es immer anders herum: Man kanabalisierte z.B. den Kinderschutzinstinkt in Verbindung mit dem Lynchmobinstinkt für den Feminismus

          Frau Dreyer hat das Spiel schnell begriffen, und sogleich Potenzial gesehen ihr Dreckschleuderimage aufzubessern.

  25. „Clinton konnte sich von seiner peinlichen Affäre erholen, weil (zu Recht oder Unrecht) die meisten Amerikaner dennoch annehmen, dass er Frauen schätzt und sie ihn schätzen. Ein Auftritt à la Brüderle – der laut Himmelreichs Schilderung herablassend seinen Altherrencharme an die Frau zu bringen versuchte – hätte Clinton dagegen schwerer abschütteln können. Er wäre politisch so gut wie erledigt gewesen.“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/sexismus-warum-der-fall-bruederle-in-den-usa-unmoeglich-waere-a-879588.html

  26. Ab 3 min erklärt Anke Domscheit-Berg, wann ein Mann eine Grenze überschreitet. Tip: Sich vorstellen, die Mutter würde zuschauen.

    • @Stephan

      Ihr Tipp wäre also „Mache nichts, bei dem du deine Mutter nicht zuschauen lassen würdest?“ Und daran soll man während eines Dates die ganze Zeit denken? Klingt sexy („Woran denkst du gerade?“ „Was meine Mutter jetzt zu uns sagen würde“)

      • Sie bezieht es wohl auf Situationen mit „Machtgefälle“, was auch immer sie genau darunter versteht. Immerhin räumt sie ein paar Minuten später ein, dass es zwischen zwei 30jährigen Arbeitskollegen mal „funken“ darf.

      • 3:13:

        „Diese Frage wird mir eigentlich immer nur von Männern gestellt“

        Wie dämlich ist das denn: Warum sollten Frauen diese Frage auch stellen?

        „Frauen wissen also offenbar immer, wo diese Grenze ist“

        ..sie können sich nur leider nicht darüber einigen, stupid.

        Genau deshalb eiert Frau Domscheit-Berg ja so herum, kann eben keine klaren kriterien benennen.

        „Wenn ihr das Gefühl habt..“

        Dummerweise geht es nicht im Geringsten um „unser Gefühl“

        „Immer wenn es ein professioneller Kontext ist, in Verbindung mit einem Machtgefälle, sollte man im Zweifel eher darauf verzichten“

        Im Zweifel – und wenn man gar nicht erst zweifelt, weil man eben genau ganz andere Maßstäbe hat?

        „Man vermischt andere Dinge nicht mit der Arbeitsebene“

        Total weltfremd: Kein Mensch kommuniziert ausschließlich auf der Arbeitsebene. „Socializing“??? Was soll denn „Socialising“ anderes sein als ein Lehnwort für „sich zwischenmenschlich näherkommen“?

        „René Obermann und Maybrit Illner haben das doch hervorragend hingekriegt. Ohne dass jemand den anderen belästigt hat“

        Bei gegenseitigem Interesse ist es natürlich keine Belästigung *facepalm*

        Blablabla, die volle radikalfeministische Maßstabslosigkeit: „Ich kann gar keinen Maßstab definieren, außer: Ein/Der Mann ist immer Schuld, wenn eine Frau sich unwohl fühlt.“

        • @Nick

          “Frauen wissen also offenbar immer, wo diese Grenze ist”

          Dem Geschlecht, welchem die passivere Rolle zugewiesen ist, mehr Wissen zu unterstellen, was aktives Tun betrifft, ist schon etwas einfach gedacht. Wenn Männer entsprechend wenig machen würden, dann würden zwar keine Grenzen verletzt, es würde aber eben auch erheblich weniger Kontakt geben.

        • @Christian:
          Dem Geschlecht, welchem die passivere Rolle zugewiesen ist, mehr Wissen zu unterstellen, was aktives Tun betrifft, ist schon etwas einfach gedacht.

          Es ist eben die mehr oder weniger subtile Behauptung, dass mit DenMännern etwas nicht stimme. Frauen haben eben offenbar nicht das Bedürfnis, ihre Macht zu demonstrieren.

          Es kann natürlich keine intersubjektive Gültigkeit für Grenzverletzungen geben, was man eigentlich aus allen anderen Bereichen des Lebens wissen müsste: Fast alle Höflichkeitscodes der Welt drehen sich darum, niemanden „zu nahe zu treten“, und dennoch vergeht kaum ein Tag, an dem einem sowas – eben trotz aller Höflichkeit – unterkommt.

          Was im Sexuellen fehlt sind imo solche Codes, ebenso wie eine gewisse Gelassenheit dafür, dass gewisse „Grenzverletzungen“ leider auch bei aller Höflichkeit, nicht ausbleiben können.

          Der vorherrschende Feminismus hat aber ein ganz anderes Frame aufgebaut, welches Frauen von vornherein jede Verantwortung (und damit: Gestaltungsmöglichkeit) nimmt. Immer dann, wenn eine Frau sich unwohl fühlt ist das Patriarchat zugange, und alles ist eine Vorstufe zu Vergewaltigung.

          Ganz klar zu erkennen daran, dass Domscheidt-Berg gar keinen konkreten Vorschlag zur verbesserung der Kultur leisten kann oder will.

          Außer mal wieder: „Männer, hört endlich auf Frauen zu unterdrücken, dann wäre doch die ganze Welt wieder Heile!11!“

        • Ist eigentlich bekannt, wie die Annährungsphase bei René Obermann und Maybrit Illner gelaufen ist? Haben die auf den ersten Blick gewusst, dass sie füreinander bestimmt sind? Oder ist da vielleicht einer dem anderen ein bisschen auf die Pelle gerückt? Nein, gewiss nicht, das wäre ja schröcklich.

        • Oder ist da vielleicht einer dem anderen ein bisschen auf die Pelle gerückt? Nein, gewiss nicht, das wäre ja schröcklich.

          Oh doch, es war wohl so: Er hat sie sexistisch-sexualisiert-gewaltgeladen angegafft, und sie hat todesmutig ihr Kreuz von ihrer Halskette gerissen und ihm es mit den Worten: „Weiche von mir, Satan!“ entgegengehalten.

          Von diesem anmutigen Mut und von diesem Ausdruck innerlichster, reiner Tugend zutiefst ergriffen ist er zusammengesunken und bat flehend um ihre Errettung seiner von hässlichen Männertrieben verdorbenen Seele.

          Sie willigte ein, unter der Bedingung, dass mit heißen Hodenbädern verhütet würde.

          Den Rest der Geschichte kann man bei Samuel Richardsons „Pamela, or Virtue Rewarded“ nachlesen.

  27. @ Christian

    Warum glaubst Du das solch ei Thema so viel
    Reaktionen auslösst?

    Alter Mann, junge Frau?

    Oder welcher „Trigger“ wird hier bedient?

    Wobei ich, wie schon oft gesagt, der Himmelreich
    ihre Geschichte nicht abkaufe!

  28. Ich frag mich ja immernoch, warum die junge Dame an der Bar ein seriöses Interview mit Herrn Brüderle führen wollte… Ich hätte mit der Sprecherin ein Interviewtermin ausgemacht. Vor allem, wo sie die FDP-Beauftragte der Stern-Redaktion ist……

    • Ich hätte mit der Sprecherin ein Interviewtermin ausgemacht.

      Den hätte ihr die Pressesprecherin vielleicht lieber nicht gewährt, und sie weiß vielleicht auch warum.

      Da versucht man es eben andersherum.

  29. Falls das Argument noch nicht gefallen ist:

    Frau sollte es nicht „Sexismus“ nennen, wenn sie auf eine Art angebaggert wird, die ihr nicht gefällt oder die nicht vom richtigen Mann kommt.

    Warum? Versuche eines Mannes, eine Frau für sich zu gewinnen, sind keine Feindlichkeit (Sexismus heißt, dass man das andere Geschlecht hasst, genau wie Rassismus heißt, dass man bestimmte Rassen hasst) – und außerdem – und das ist mein eigentliches Argument – profitieren Frauen ja auch vom Angebaggert werden, denn es verschafft ihnen sexuelle Macht. Es hat nicht nur den Nachteil, dass es Madame lästig werden kann, es hat auch immense Vorteile.

    Da ist der Begriff „Sexismus“ sehr fehl am Platz.

  30. Hadmut Danisch hat sich offenbar der Mühe unterzogen, sich ein wenig durch den #Aufschrei zu wühlen.

    Hier sein Fazit:

    http://www.danisch.de/blog/2013/01/26/schmierenjournalismus/

    Auch die diesen Aufschrei begleitende Mediengroßoffensive zeigt, wie sehr die Müllstrommedien zu Hiwis des Feminismus verkommen sind.

    Kritische Recherche?

    Fehlanzeige.

    Vernunft?

    Fehlanzeige.

    Wie war das?

    Frauen, also Feminist.I.nnen, erobern den Journalismus?

    Na ja, so sieht er denn auch aus.

    *Das hört sich nach geknechteter, versklavter Kreatur an. Nach Sklaven in Ketten. Und was liest man dann da? Irgendeine beschwerte sich, dass irgendwer sie mal gefragt hatte, ob sie einen Freund hat. Noch miskroskopischer und belangloser geht’s wohl kaum. Und deshalb veranstalten die da gleich einen Aufschrei. Gruppenpumpen einer vorgekauten Meinung. Und ein riesiges Presseecho:
    Barbara Hans und Simone Utler schreiben auf SPIEGEL Online
    Vera Kämper auf SPIEGEL Online
    Tina Halberschmidt auf Golem
    Tina Halberschmidt auf Handelsblatt
    Focus
    Katharina Langbehn auf Tagesspiegel
    Martin Weigert auf Wirtschaftswoche
    Lena Bopp auf FAZ
    Der Stern
    Tobias Dorfer in der Süddeutschen
    Die Sächsische Zeitung
    Auch die BILD

    und noch viele, viele mehr.

    Und allen ist gemein, dass sie das nicht nur zeit- und inhaltssynchron machen, sondern die Informationen von Twitter völlig unkritisch und ungeprüft übernehmen. Es steht auf Twitter, also muss es wahr sein und abgeschrieben werden. (War das nicht beim Leistungsschutzrecht der Vorwurf, dass das Internet aus der Presse abschreibt? Offenbar ist es doch umgekehrt…)
    Plausibilitätstest? Null. Nichts. Gar nichts.
    Nachprüfung? Gar nicht. Es wird einfach weitergepumpt, was da durch Twitter blubbert.
    Kritik? Nein. Muss alles wahr und richtig sein.
    Ob die Autoren und deren Behauptung stimmen? Wird überhaupt nicht geprüft.
    Pseudonyme? Schnurzegal, wer dahintersteckt. (Ich bin kürzlich mal einem anonym betriebenen deutschsprachigen feministischen Blog nachgegangen, das sich so sehr über die Zustände hier ereifert, aber nicht angab, wer dahintersteckt. Am Ende stellte sich heraus, dass die Autorin in Texas wohnt. Da kann man durchaus zweifeln, ob sie weiß, worüber sie sich beklagt.)
    Es wird nicht einmal geprüft, ob hinter den Pseudonymen überhaupt verschiedene Personen stecken, oder ob das nicht eine kleine Gruppe ist, die nur vortäuscht, dass es viele Personen seien.*

    Schade, dass ich kein „Qualitätsmedium“ mehr abbestellen kann.

    Ich lese keines mehr.

    Nur via Haushaltsabgabe muss ich die feministische Propaganda der Journalist.I.nnen des Öffentlich-Rechtlichen noch mitfinanzieren, zwangsweise, wie sich das für einen männlichen Untertanen des femizentrischen Systems gehört.

    • Es ist irgendwie auch erstaunlich, dass, noch bevor überhaupt geklärt ist, was da eigentlich an der Hotelbar mit Brüderle und der Journalistin wirklich vorgefallen ist, dieser konkrete Fall bereits wieder vollkommen aus dem Fokus ist und die Presse sich auf „die Männer“ an sich einschießt, die als Kollektiv den täglichen Spießrutenlauf „der Frauen“ zu verantworten haben.

      Man fragt sich auch, wie der Fall Brüderle überhaupt für die Medien interessant ist, wenn viel schlimmeres zum Alltag jeder Frau gehört, der unvermeidliche Onanierer in der U-Bahn auf Hin- und Rückfahrt im Berufsverkehr und der Schrittgrapscher im Fahrstuhl z.B..

    • Das riecht schon ziemlich nach Astroturfing.

      Nicole von Horst: Das Hashtag, das unseren nächtlichen Tweets eine Überschrift gab, hat sich entwickelt und verselbständigt. Es war keine geplante Aktion..

      „Das Hashtag, das unseren nächtlichen Tweets eine Überschrift gab“ – Es spricht mal wieder die reinste weibliche Unschuld aus der Tiefe der schicksalhaften Fügung. Auf _keinen_ Fall Berechnung !!11! Gar nicht wirklichnicht 😥

      Nicole von Horst: Damit kein #Aufschrei mehr nötig ist, muss sich unsere Kultur von einer Rape Culture hin zu einer Consent Culture entwickeln. Konkret geht es darum, die strafrechtliche Verfolgung von sexueller Gewalt zu verbessern und den Paragrafen § 177 StGB zu sexueller Nötigung und Vergewaltigung so zu ändern, dass nicht mehr „Gewalt“ nachgewiesen werden muss, um Sexualverkehr gegen den Willen einer Person als Vergewaltigung zu ahnden.

      Das war natürlich klar. Dass das alles daran liegt dass es keine Frauenquote gibt sowieso:

      Anne Wizorek: Wir brauchen eine Mischung aus Politik, die stärker Verantwortung übernimmt, und generellen Änderungen in der Gesellschaft. Die Frauenquote etwa wäre eine Möglichkeit, die Arbeitsbedingungen von Frauen zu verbessern..

      http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/aufschrei-interview-zur-sexismus-debatte-auf-twitter-a-879729.html

      Offenbar hat sich der Twitterfeminismus zu einem Spontanem Aufschrei über das Patriarchat entschlossen.

      Das Presseecho ist natürlich verwunderlich, aber hey: Der Wahlkampf geht los. Da geht es eben um mehr als die FDP.

      Immerhin 58% der Frauen hat in ihrem Leben schon mal erleben müssen, dass z.B. „jemand ein ungutes Gefühl gegeben hat, indem er mich mehrere Male gefragt hat, ob wir uns treffen könnten.“ oder dass sie durch „anstarren“ belästigt wurden.

      Dass nur ~10% der Frauen ohne Schulabschluß/mit Hauptschulabschluß in der Lebenszeitprävalenz von solcherart Belästigung berichten passt zwar nicht ganz ins Bild der „Machtbedingtheit“, aber macht ja nix: Wer Twitter hat braucht schließlich keine Empirie.

      Natürlich hat fast jede Frau in irgendeiner Situation Angst vor sexuellen Begehrlichkeiten, ebenso wie fast jeder Mann in irgendeiner Situation Angst vor finanziellen Begehrlichkeiten hat.

      Und mit nichts auf der Welt lässt sich besser Wahlkampf betreiben als mit Angst.

      • ..Anne Wizorek ist natürlich Mitorganisatorin des Berliner Slut-Walks..

        Wizorek wünscht sich, dass sich aus den Slutwalks etwas Größeres entwickelt. „Es wäre schön, wenn eine neue Generation der Feministinnen dadurch sichtbarer wird. Es gibt viele Gruppen, aber die Außenwirkung fehlt uns bisher.“

        ..und immer auf der Suche nach Gelegenheiten, _endlich_ die Feministische Weltrevolution anzuzetteln.

        http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/frauenprotest-schlampen-an-die-front-a-767985.html

        Auch sehr schön:

        Katrin: Wurdest du schon einmal als ‚Schlampe‘ bezeichnet?

        Anne: Weniger als ‚Schlampe‘, aber schon öfters als ‚Fotze‘. Also diese klassische Beschimpfung, wenn man auf der Straße angemacht wird und dann auch noch die Frechheit besitzt, da nicht positiv drauf einzugehen! Sondern es entweder zu ignorieren, oder – so wie ich – den Stinkefinger zu zeigen.

        http://www.freitag.de/autoren/katrin/wurdest-du-schlampe-genannt

        Ich bekenne: Wenn ich höflich nach der Uhrzeit frage und einen Stinkefinger als Antwort erhalte habe ich auch die Neigung, dieses Wort zu bunutzen.

        ->Besser: Vorläufige Festnahme gem. §127 StGB erklären (was auch zum physischen Festnehmen berechtigt, aber bitte nur mit Zeugen!) und Polizei wg. Beleidigungsanzeige rufen. Das dauert zwar und wird wahrscheinlich nix, aber ihre Nerven wird das wohl enorm belasten. Twitter kieken und genießen.

        • @ Nick

          *.Anne Wizorek ist natürlich Mitorganisatorin des Berliner Slut-Walks..*

          Und nicht nur das.

          Danisch:

          *Schaut man sich an, dass hinter der #Aufschrei-Diskussion eine gewisse Anne Wizorek steckt, die in Berlin wohnt und sich als „digital communications consultant” bzw. „beraterin für digitale strategien & online-kommunikation” nennt, dann drängt sich geradezu der Verdacht auf, dass das alles eine inszenierte Medienaktion und ein großer, wenn nicht der größte Teil des #Aufschrei-Getwitters Desinformation und Propaganda ist, betrieben von einer Medienagentur. Und dieses einhellige, synchrone und völlig kritiklose konzertierte Medienecho spricht ebenfalls dafür, dass das alles ein inszenierter Schwindel ist.*

          http://www.danisch.de/blog/2013/01/26/schmierenjournalismus/

          Eine PR-Aktion für den Schlampenfeminismus?

          Warum erfahre ich das bei einem Informatiker, der nebenher bloggt und nicht in den „Qualitätsmedien“?

          Weil die so „weiblich“ geworden sind, also zu PK-Kompanien des Feminismus?

          Wie wird das erst mit Frauenquoten in den Chefredaktionen.

          Ich kann ja gar nicht so viel abbestellen, wie ich möchte.

          Am Ende gibt’s noch eine „Kultursteuer“ zur Förderung der feministischen „Qualitätspresse“.

          Die kann man ja nicht verkommen und schon gar nicht sich selbst überlassen.

          Als Staat.

  31. @ Nick

    *Die Hexenjagd-Hpye wird vielleich gar eine Debatte um die Anmaßungen des vorherrschenden Feminismus auslösen.*

    Du Optimist.

    • Du Optimist.

      Viel erwarte ich nicht, allerdings ist der Bildungsbürger an einer sehr empfindlich Stelle getroffen wenn er mit niederen Instinkten assoziiert wird.

  32. Hab mir gerade die Sendung von Jauch angesehen. Vielleicht sollte sich Mann bei Sexismus-Vorwürfen ein Beispiel an Frau Schwarzer nehmen: Als sie von Jauch auf ihren „ihre Krawatte ist ein Penisersatz“ Spruch gegen ihn angesprochen wird ignoriert sie das einfach, bzw. wirft ihm vor nicht Charmant zu sein.

    Auf jeden Fall nervt dieser „Sexismus ist [ausschliesslich] Ausdruck von Macht“ Kram. Solange sich das Balzverhalten von Frauen in D darauf beschränken kann, sich etwas Nettes anzuziehen werden sich Frauen von Männern auch mal dumm angemacht fühlen. Da sie selber nie in die Situation kommen jemanden anzumachen können sie das weiterhin den in ihrer Rolle festgelegten Männern vorwerfen.

    Klar gibt es einen Weg raus, aber der liegt in erster Linie in der Hand der Frauen: Mehr Gleichstellung bei der Initiative! 🙂

    • How dare a woman ask another human being to do what she’s not willing to do herself! I’ve heard more adult, ‘successful’ women act like two-yearolds when you suggest that they go out and actually call a man for a date than I can shake an E.R.A. [Equal Rights Amendment] petition at! My God, it’s as if you’re asking them to act equal or something.

      Robert A. Sides

  33. jetzt hat ja jeder seinen Senf dazugegeben, die Angelegenheit halte ich für lächerlich. mehr muss ich ja nicht mehr sagen. ich habs rebloggt. Damit auch mein Blog was davon hat, nämlich Zugriffe

  34. Besten Artikel zu diesem Thema hat mMn, wie so oft, Deniz Yücel von der TAZ geschrieben:

    http://www.taz.de/!109960/

    „Doch es lohnt sich, diesen #Aufschrei genauer zu betrachten und dabei nicht nach der Maxime zu verfahren, dass sich 100.000 Hashtags nicht irren könnten. Denn wer sich durch Twitter wühlt und den obligatorischen Internetmüll, der sich mittlerweile angesammelt hat („Ich habe mir gerade versehentlich ein Ei eingeklemmt! #aufschrei“), beiseite räumt, stößt auf höchst Unterschiedliches.

    Da stehen Schilderungen ekelerregender Begebenheiten, die eindeutig die Grenze der Strafbarkeit überschreiten („Der Chef, der erklärte, mich nicht zu kündigen, wenn ich ihm einen blasen würde… #Aufschrei“) neben, sagen wir: weniger eindeutigen Sachverhalten („Der letzte Chef, der in der Teamvorstellung sich darüber freute nun mit meiner weiblichen Intuition fest zu rechnen. #aufschrei“). Und immer wieder finden sich Einträge, die den Verdacht erwecken, die Aufregung werde zuweilen dazu genutzt, offene Rechnungen zu begleichen, die anderen Ursprungs sein könnten: „Der Chef, der mir in Feedbackgesprächen immer wieder sagt, dass ich zu emotional bin… #aufschrei.“

    Und natürlich sind auch Leute dabei, über die Wiglaf Droste einst schrieb, sie wollten „immer nur eines sein, nämlich Opfer, und das natürlich im warmen Mief der Gruppe“. Das klingt dann etwa so: „Der viel ältere Chef, der sich am letzten Arbeitstag auf einmal per Umarmung verabschieden will #aufschrei.“

    • @Zara

      „„Der Chef, der mir in Feedbackgesprächen immer wieder sagt, dass ich zu emotional bin… #aufschrei.““

      Ja, da stellt sich eben die Frage, ob sie nicht tatsächlich zu emotional ist oder nicht.

      „Der viel ältere Chef, der sich am letzten Arbeitstag auf einmal per Umarmung verabschieden will #aufschrei.“

      Wie kann er nur an seinem letzten Tag noch mal etwas persönlicher werden, der alte Mistkerl!

    • „Besten Artikel zu diesem Thema hat mMn, wie so oft, Deniz Yücel von der TAZ geschrieben:“

      Auauau… ganz böses Mansplaining. Da herrklärt Herr Yücel per Ferndiagnose Frauen*, ob ihre Gewalterfahrungen authentisch sind oder nicht. Das_ist_Sexismus!!!!!!

  35. Eine explosive Mischung- Frauen, die wirklich Probleme haben oder hatten mit Sexismus, Frauen, die Ablehnung gegenüber ihnen, die durch persönliche Unzulänglichkeiten begründet ist, als Sexismus wahrnehmen oder wahrnehmen wollen, hypersensible Frauen („Der letzte Chef, der in der Teamvorstellung sich darüber freute nun mit meiner weiblichen Intuition fest zu rechnen. #aufschrei“). Dazu dann noch Männer, die Frauen eh nichts glauben und sich über alles lustig machen, Männer, die Frauen alles glauben (da Definitionsmacht) und hier und da noch Leute, die es differenziert sehen, wie der Herr Yücel zum Beispiel.

    Und was liest man über den Mord an Arzu Özmen und den Prozessbeginn auf feministischen Blogs- nichts. Gibt halt wichtigeres, nämlich böse Chefs, die einem zum Abschied umarmen wollen.

    Zu Arzu Özmen hatte Deniz Yücel auch schon einen guten Artikel geschrieben:

    http://www.taz.de/!93788/

    „Besser: Besser, religiöses oder kulturelles Brauchtum, das sich zu modernisieren nicht imstande oder willens ist, verschwindet. Nicht durch Gewalt und Zwang, aber durch Arzus dieser Welt. Etwas besseres als derlei überkommene Traditionen finden sie allemal. Nur schützen muss man sie.“

    • @Max

      Schon einiges gutes dort:

      Wir besitzen Macht. Macht über Männer, nichts zeigt dies deutlicher als die unsägliche Brüderle-Geschichte. Wir können mit einer Beschuldigung einen Mann und eine Karriere ruinieren. Wir besitzen Macht, weil Männer auf weibliche Reize reagieren. Weil wir sie damit viel häufiger in der Hand haben, als ihnen lieb ist, und vor allem, weil wir das wissen. Wieso ist es in Ordnung, dass Frau ihr Aussehen strategisch einsetzt, aber nicht in Ordnung, dass Mann darauf reagiert? Wir dürfen also alles tun, um uns gut in Szene zu setzen, es soll uns aber bloß keiner drauf ansprechen? Wie viele Frauen warten nur darauf, dass ein Mann reagiert? Wenn aber der Falsche auf die Signale anspringt, dann ist er Sexist. Nein Ladies, so geht es auch nicht.

      und

      Wir fordern die Männer heraus, kokettieren mit unserer Sexualität. Aber natürlich nur, wenn wir wollen. Wir reklamieren nur für uns als Frauen das Recht, dass nicht etwa gilt, was der Mann gemeint hat, sondern, wie es bei uns ankommt. Was ist, wenn die Männer sich mal auf den gleichen Standpunkt stellen?

      • Frau Kelle – noch dazu als Geschlechtsgenossin von Frau Himmelreich – demaskiert die #Aufschrei Aktion als Machtmißbrauch. Zeigt die Unverhältnismäßigkeiten und Widersprüchlichkeit der Feministinnen in ihrer Argumentationsführung. Ja, sie haben Macht, die sie* stets leugnen und wenn es nicht zu leugnen ist, dann sollen wir Männer daran die Schuld tragen. Beachtlich finde ich, dass Frau Kelle den Mut hatte, auch die Rechtmäßigkeit des Wortes Opferabo zu bestätigen und zu belegen.

        Doch wenn man den Bogen überspannt, dann der Schuß auch mal nach hinten los gehen, was genau in dieser unseeglichen Geschichte gerade passiert. Zum Glück für die, die an einem Dialog und Mitaneinder der Geschlechter interessiert sind, ein Pech für alle radikale Feministinnen, die weiter ihre Macht auf Kosten der Jungen und Männer und somit zu Lasten der Gesellschaft ausbauen wollen.

        Da hat eine ein Feuer legen wollen und dabei nicht bedacht, dass sie mitten in einer Gaswolke steht. Deswegen das passende Hashtag: #Backdraft

    • Ah, mein Lieblingswort.

      Weil ich diese ganze Brüderle-Sexismus-ich fühl-mich-ganz-doll-bedrängt-Diskussion aufgebauscht und heuchlerisch finde.

  36. schöner artikel. wollte gerade per facebook der frage nachgehen, ob die dame überhaupt was hat, um den dirndl überhaupt tragen zu dürfen und prompt landete ich hier.
    die seite wird gespeichert. mal schauen, was hier los ist 😉
    merci!

  37. Das bei twitter aufschrei massiv manipuliert
    und gefälscht wird ist ja nun nix neues.
    Aber es drängt sich der Eindruck auf,
    daß die Femis auch das ZDF dazu zwingen
    wollen. (ZDF login)

    Auf die Frage eines Users (Koment.Nr 73)

    „hallo zdf login,

    leider kann man das komplette video zur sendung mit Maximillian Puetz “Sind Frauen Macho Opfer” nicht mehr ansehen.
    es kommt immer die Meldung “nicht mehr verfuegbar”…
    wurde das Video gaenzlich entfernt oder gibt es irgendwo noch eine Moeglichkeit das komplette Video zu sehen?

    Vielen Dank schonmal “

    Die Antwort ZDF

    „Hallo Tomi,
    die komplette Sendung musste aus rechtlichen Gründen offline genommen werden. Wir arbeiten daran, dass wir sie wieder online stellen können und hoffen, dass es klappt.
    Beste Grüße aus der log in-Redaktion“

    http://blog.zdf.de/zdflogin/2013/01/29/komplett-mitschnitt-sind-frauen-macho-opfer/#comments

    Anfragen wegen genaueren Gründen sind
    schon gestellt.
    (Ich hoffe nicht wirklich auf Antwort)

    • @DdBz

      „die komplette Sendung musste aus rechtlichen Gründen offline genommen werden“

      Interessant. Wobei die Gründe dafür natürlich nicht auf feministischer Seite liegen müssen (auch wenn ich mir das durchaus vorstellen könnte, sie sollen ja recht unsouverän gewirkt haben)

      • @ Christian
        „Wobei die Gründe dafür natürlich nicht auf feministischer Seite liegen müssen “

        Sagte ich doch.

        „Aber es drängt sich der Eindruck auf,
        daß die Femis auch das ZDF dazu zwingen
        wollen.“

        Denn die Eberling war das nicht, denke ich 🙂
        Und ich wars auch nicht. Ehrenwort.

    • „Hallo Tomi,
      die komplette Sendung musste aus rechtlichen Gründen offline genommen werden.“

      Das ist ja krass. Meiner Erinnerung nach ist das noch nie passiert. Da wäre ich auch gespannt auf die Begründung.

  38. Im Spiegel über die Sexismusdebatte kommt Christoph Kucklick zu interessanten Fragestellungen, die bisher in den Medien – wenn überhaupt – nur selten aufgeriffen wurden.:

    Das könnte zu allerhand interessanten Fragen verleiten:

    – Wenn früher die geringere Quote von Abitur-Mädchen als Ausweis von Diskriminierung galt – wie haben wir die geringere Quote von Abitur-Jungen zu deuten?
    – Wenn (wie jüngst in Österreich) das Volk bestimmt, dass junge Männer weiterhin ihre Wehrpflicht zu absolvieren haben, junge Frauen davon aber verschont bleiben – wie fügen wir das in unser Geschlechter-Gefüge ein?
    – Wenn alle Erziehungsexperten darauf hinweisen, dass wir Jungen in der Kindheit ein extrem behinderndes Verhaltenskorsett überstülpen – was machen wir daraus für die Gesamtrechnung der Gender-Gerechtigkeit?
    – Wenn Forscher konstatieren, dass Frauen in Beziehungen ebenso oft gewalttätig werden wie Männer?

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/christoph-kucklick-zu-sexismus-wir-sind-nicht-von-den-baeumen-gekommen-a-880578.html

    • „Dirndltauglich“ (Himmelreich über Aigner)

      Wow. Wäre das vor einer Woche entdeckt worden, wäre wohl die ganze Debatte viel früher in eine moderate Richtung gelaufen.

    • Und es geht weiter, nun hat Niebel weitere Konsequenzen gezogen und wird stets bei Interviews mit weiblichen Journalisten eine weibliche Begleitperson zusätzlich mitbringen. Desweiteren sieht er auch einen Bedarf, über den Sexismus der sich gegen Männer richtet zu diskutieren. Der Spiegel versucht Niebels Bemerkung ins lächerliche zu ziehen, was bei mancher Leserin/Leser vielleicht auch gelingen mag.

      Die befürchtete Verwandlung der Republik ist sogar schon im Gang, dafür sorgt Niebel selbst: Er ziehe aus den Vorwürfen an seinen Parteifreund Rainer Brüderle jetzt Konsequenzen und habe daher bei einem Interview mit einer Journalistin bereits dafür gesorgt, dass nicht nur sein Pressesprecher, sondern auch eine Mitarbeiterin dabei war. „Ich werde das in Zukunft weiter so handhaben.“

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dirk-niebel-fordert-debatte-ueber-sexismus-gegen-maenner-a-881236.html

      • @ Max

        Spon via Max, Zitat:

        *… habe daher bei einem Interview mit einer Journalistin bereits dafür gesorgt, dass nicht nur sein Pressesprecher, sondern auch eine Mitarbeiterin dabei war. “Ich werde das in Zukunft weiter so handhaben.*

        Ist doch schön.

        Die Anstandsdame ist zurück.

        Mit dem Feminismus volle Kraft zurück in’s Viktorianische Zeitalter.

        Und zusätzliche Frauenarbeitsplätze schafft das auch.

        Es geht voran.

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