Einseitige Liebe

Im Spiegel ist eine Schilderung einer „einseitigen Liebesgeschichte“ aus Männer- und aus Frauensicht

Ihre Sicht: Erst war es wohl spannend, dann aber der Umschwung:

Er war laut, herzlich und intensiv. Trug mir beim Burger-Essen direkt einen seiner Poetry-Slam-Texte vor, lachte viel und war herrlich zynisch. Auf einer Halloween-Party haben wir uns das „Beißversprechen“ gegeben, blutroten Likör aus Reagenzgläsern getrunken und geknutscht. Für mich zuerst nur ein Gag, aber bei ihm gings da schon los. (…) Ich habe ihn dann auch vermisst. Wir hatten uns ein paar Wochen nicht gesehen oder zumindest nur per Videochat. Ich nahm mir ein Herz und erzählte ihm von meinen Gefühlen, sagte aber gleich, dass ich mich kenne, dass sich so was bei mir sehr schnell wieder ändern kann. Ich hätte es nie erwähnen sollen. Denn schon beim nächsten Treffen war alles anders. Seine Nähe wurde mir zu viel. Er war extra zu meiner Geburtstagsfeier nach Dresden gekommen. Er schenkte mir eine Mate-Kalebasse, einen Kürbis, aus dem man das koffeinhaltige Aufgussgetränk Mate trinken kann. Ich war gerührt. Aber im Lauf des Abends fühlte ich mich von Kai eingeengt, wollte einfach nur weglaufen und suchte die Nähe anderer. Am nächsten Tag nahm ich mir wieder ein Herz. „Gerade ist das Gefühl nicht mehr da“, sagte ich. Er war verletzt, aber wollte auch nicht aufgeben.

Ich würde vermuten, dass er etwas needy wurde und etwas viel gemacht hat. Erst war er zynisch und konnte coole Poetry-Slam-Texte vortragen und es war spannend, ob sie ihn bekommt oder nicht. Als es dann klar war, dass sie ihn auch will, ist aus seiner Sicht erst mal alles super und er will bei ihr sein. Er verliert die Aura des Mysteriösen und aus „Krieg ich ihn?“ wird „will ich ihn behalten?“. Und plötzlich, mit anderer Fragestellung, werden dann eben die ganzen Needy-Signale deutlich. Er schenkt ihr etwas, er kommt vorbei, er engt sie ein. Sie verliert das Interesse.

Bei ihm:

Irgendwann ganz am Anfang hatte ich die Wahl. Flight or Fight: laufen oder kämpfen. Ich wusste, worauf ich mich einließ. Inga machte deutlich, dass sie keine Beziehung wollte, mochte mich aber. Ich genoss ihre Nähe und sie meine. Ich wollte für sie, um sie, zur Not sogar gegen sie kämpfen. Einen Rückzug hätte ich mir damals nie verziehen. Ich wollte für sie Troja belagern, Drachen erwürgen und böse Zauberer vertreiben. Stattdessen ging ich mit der Zeit: schrieb ihr nette Nachrichten, backte ihr einen Schokokuchen und ging nach der Arbeit verbissen joggen.

Als sie mir sagte, dass sie keine Gefühle mehr für mich habe, wäre das ein guter Zeitpunkt gewesen, das Handtuch zu werfen. Aber da war es schon zu spät. Der Gedanke an Inga war inzwischen eine billige Art geworden, Glückshormone in meinem Hirn ausschütten zu lassen. Inga war über die letzten Monate von einer Person zu einem Gefühl mutiert. Inga war das Letzte, woran ich vor dem Einschlafen dachte. Inga war, was mich nicht wieder einschlafen ließ, wenn ich mitten in der Nacht aufwachte. Inga ließ mich direkt morgens wieder zum Smartphone greifen und das Spiel von letzter Nacht wiederholen. Ich fühlte mich Inga

Dann kam eines Tages die erhoffte Nachricht – allerdings mit dem Satz, vor dem sich Männer am meisten fürchten: „Du Kai, müssen uns mal unterhalten.“ Warum folgt auf so einen Satz nicht einmal „Ich habe mich unsterblich in dich verliebt.“ oder „Das mit dem Schlussmachen habe ich gar nicht so gemeint!“ Aber nein. Zum verabredeten Zeitpunkt erschien beim Videochat ein Gesicht, darin ein kleiner Mund. Und heraus purzelte: „Ich hab jetzt einen Freund.“

Nette Nachrichten, Kuchen backen, sich ganz seiner Liebe hingeben. Günstiger wäre es wohl gewesen, wenn er, gerade weil sie gesagt hat, dass sie sich nicht so sicher ist, einen Gang zurückgeschaltet hätte und etwas Spannung in die Sache gebracht hätte. Etwas Push-Pull beispielsweise oder nur die zynischere Art von früher statt Schokokuchen und nette Nachrichten.

Meiner Meinung nach hätten ihm ihr ein paar Gameelemente helfen können oder ihm zumindest deutlicher machen können, dass er auf dem von ihm gewählten Weg nicht weiter kommt, wenn sie einen gewissen Abstand hält. Dann muss man seinerseits ihr wieder das Gefühl geben, dass sie auch etwas verlieren kann, dass sie nicht noch mehr Abstand nehmen muss, sondern wieder anfangen muss, sich auch um einen zu verlieren. So hatte sie das Gefühl, ihn gerade nicht mehr einbeziehen zu können, weil er jedes Einbeziehen gleich genutzt hätte, um noch mehr um sie zu werfen.

Seine Idee zu kämpfen wäre also mit den falschen Mitteln umgesetzt worden.

 

174 Gedanken zu “Einseitige Liebe

  1. Das ist doch bloß eine GESCHICHTE.
    Außerdem hast du die wichtigeren Dinge offenbar nicht wirklich erfasst. Einerseits ist dieser Inga-Charakter offensichtlich jemand mit Beziehungsängsten, jemand, der allgemein Angst vor Nähe hat, andererseits verwechselt sie offensichtlich platonische Liebe mit sexueller Anziehungskraft.
    Dazu kommt noch, dass du absolut nichts darüber weißt, wie „Alexander“ vorgegangen ist. Es steht nur, dass es kein Zögern und keine Unsicherheit gab. Ich nehme an, dass er einfach optisch eher ihrem Typ entsprach, als „Kai“.

    Für einen „Beweis“, dass dein PU funktioniert, ist aber eine „Liebesgeschichte“ aus dem Spiegel sicher völlig untauglich.

        • @rex

          Du meinst, dass keine These aus der evolutionären Psychologie von der Wissenschaft angelangt ist? erscheint mir als Kritik sehr pauschal.
          nehmen wir z.B. mal den Eltern Kind Konflikt oder die grundsätzlichen Thesen der sexual strategies Theorie. hältst du die für unseriös?

        • Nachdem wir über Jahrtausende nicht fähig waren, den Partner nach eigener Entscheidung zu wählen, und das auch jetzt eher selten tun – weil eben nur die Wenigsten wirklich freie Wahl haben, sowohl Männer, als auch Frauen – weiß ich nicht, was ich von der sexual strategies-Theorie halten soll.
          Was außerdem gegen die EvoPsych-Erklärung spricht, wären die unzähligen unglücklich kinderlosen Paare.

          Das größte Problem, was ich mit EvoPsych habe, ist dass das, was ich darüber höre, immer sehr einseitig ist. Vielleicht liegt das an den Leuten, die sich hauptsächlich damit beschäftigen (denjenigen, von denen man in der Öffentlichkeit, also außerhalb der Universitäten zu hören bekommt). Mir drängt sich jedenfalls das Bild auf, dass EvoPsych sich mit kaum etwas anderem befasst, als dem Thema Mann/Frau und Partnerschaft.
          Vielleicht ist es falsch, sie komplett zu verteufeln, aber immer wenn ich mit Leuten spreche, die sich (hobbymäßig) damit beschäftigen, habe ich den Eindruck, dass sie die Steinzeit als einzige Prägung der menschlichen Psychologie vorziehen und Epigenetik und Kultur als Faktoren völlig außer Acht lassen.

        • @ Rex

          Esther Vilar über stark ironisch-sarkastische Passagen ihres Buches:

          „Das ist natürlich Polemik, das kann ich in angemessener Sprache nicht verteidigen.“

          Zu Valerie Solanas:

          http://www.womynkind.org/valbio.htm

          “As Warhol lay bleeding, Solanas then fired twice upon Mario Amaya, an art critic and curator who had been waiting to meet Warhol. She hit him above the right hip with her fifth shot; he ran from the room to the back studio and leaned against the door. Solanas then turned to Fred Hughes, Warhol’s manager, put her gun to his head and fired; the gun jammed.”

          Der Unterschied dürfte offensichtlich sein.

        • @ Leszek

          *Der Unterschied dürfte offensichtlich sein.*

          Wobei das Problem nicht eine psychisch kranke Frau wie Solanas ist, sondern jene „gesunden“ Feminist.I.nnen, die Solanas Erbrochenes mit Genuss verzehren, die widerwärtige Hetzschrift zum Bestseller machen, um dann zu behaupten, ihr „Stürmer“-Stil sei Satire.

          So kann man die eigene Seelenvergiftung, die einen eine solche Hetze genießen lässt, verleugnen.

          Eine psychisch kranke Frau wie Solanas überhaupt für satirefähig zu halten, ist nicht mal als Satire glaubwürdig.

          Satirefähig ist nur der souveräne Mensch, der sich zu distanzieren vermag, der ein wenig über den Dingen steht, also so ziemlich das Gegenteil von Solanas.

          Zu behaupten, das SCUM-Manifest sei eine Satire, ist daher entweder eine Schutzbehauptung oder Dokument einer blamablen Lesekompetenz.

        • @ Rex

          *habe ich den Eindruck, dass sie die Steinzeit als einzige Prägung der menschlichen Psychologie vorziehen und Epigenetik und Kultur als Faktoren völlig außer Acht lassen.*

          Das mag Dein Eindruck sein.

          Er ist aber falsch, zeigt nur an, dass Du Dich mit dem Fach nicht sonderlich intensiv beschäftigt hast.

      • wenn EvoPsych auch von tatsächlichen Wissenschaftlern als Wissenschaft anerkannt wird.

        Ich halte ja von PU sehr wenig, aber das ist ein alberner Einwand.

        Selbstverständlich ist Evolutionspychologie wissenschaftlich anerkannt. Nur weil es in Teilen berechtigte Kritik an Teilen der Methodik gibt, wie in fast allen anderen wissenschaftlichen Bereichen auch, wird so eine Aussage noch lange nicht haltbar. Da kann sie von den ungleich fragwürdigeren Genderstudierten noch so oft wiederholt werden.

        Den Artikel habe ich nicht gelesen, Widerstand löst es natürlich auch erstmal in mir aus, dass da ein PU-Jünger im Wissenschaftsbetrieb rumfuhrwerkt. Belastbare Empirie gibt es jedenfalls noch keine.

      • @ Rex

        *Wenn du meinst.*

        Ja, ich meine.

        Ich meine auch, dass das Tal der Ahnungslosen, in dem Du zu stecken scheinst, ein ganz besonders tiefes und lichtloses sein muss, mit anderen Worten: ideal als Brutstätte feministischer Überzeugungen.

  2. Ich sehe hier ganz klar die abschreckende Wirkung von needyness. Selbst ohne die Hintergründe zu kennen, lässt sich die Situation gut einschätzen.
    Wenn dir eine Frau(am besten auch noch ungefragt) sagt, sie sei sich ihrer Gefühle nicht sicher, solltest du in jedem Falle einen Gang zurück schalten, oder aber, wenn du schon vorwärts gehen möchtest, sie dabei über deine Absichten und Gefühle im Unklaren lassen.

    • Wieso? Es ist doch ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht. Die Regeln gelten übrigens auch in langen Beziehungen. Wenn du als Mann mit einer Frau zusammen sein willst, kannst du dich nie wirklich gehen lassen. Das ist nun mal so.

      • Und umgekehrt schon? Eine Frau kann sich schon gehenlassen? Wage ich zu bezweifeln.
        Sich komplett gehenzulassen, ist aber, glaube ich, auch nicht wirklich wünschenswert. Es hat den Charakter: „Die Alte/der Typ bleibt sowieso bei mir (und wenn nicht, auch wurst), egal wie sehr ich sie/ihn meinen Launen aussetze, egal wie fett ich werde, egal wie ich stinke, egal wie wenig ich mich vom Sofa runterbewege, etc.“
        „Wirklich gehen lassen“ kann man sich auch auf der Arbeit und unter Freunden nicht.

        • Mit gehenlassen meine ich nicht verranzen. Ich hätte auch fallenlassen sagen können, und das kann eine Frau bei einem Mann durchaus(nicht bei jedem, klar). Einem Mann würde davon allerdings abraten

      • Dem ist tatsächlich so.

        Dann stellt sich die Frage, wozu man als Mann überhaupt solche Beziehungen zu Frauen suche sollte.
        Außer Sex – den man als Mann auch bekommen kann, ohne in einer Beziehung zu sein, fällt mir da nichts ein.

        Was emotionale Bedürfnisse angeht, ist es wohl sinnvoller Freundschaften zu Männern aufzubauen bzw. zu vertiefen.

        Problem ist hierbei häufig jedoch, dass man als Freund -selbst als bester Freund- eines Mannes wahrscheinlich die 2.-te Geige hinter dessen „besser Hälfte“ spielen wird.

        Gegen die sexuelle Reize dieser Frau und ihre Fähigkeit Kinder zu gebären sowie gegen die tief in viele Männer eingebrannte Sehnsucht nach einer Mutterfigur kommt man nur schwer an.

        • Obiger Kommentar von mir bezog sich direkt auf den von Salvatore. Ich bin der Meinung das sich Frauen sich in Beziehungen aufgrund der Asymetrie des Patnermarktes sowie u.a. des Beschützerinstinkts der meisten Männer durchaus weit mehr gehen lassen können als Männer.

        • “ Was emotionale Bedürfnisse angeht, ist es wohl sinnvoller Freundschaften zu Männern aufzubauen bzw. zu vertiefen“

          Auf jeden Fall. Haben die alten Griechen wohl auch so gesehen.

          Kann ja auch mehr als Freundschaft sein 😉

    • Ich finds auch erschreckend, was mir (als Hetero) nichts nutzt, ich musste wohl oder übel damit umgehen lernen (und habe dabei erfahren, dass die PU-Tipps tatsächlich wirken, wenn man eine Frau behalten will.)

  3. Und dann diese Ratschläge: Wirke nicht zu needy, schalt mal nen Gang zurück, sei mysteriöser. Wozu das alles? Vielleicht kann und will man das gar nicht, weil man nun mal so ist wie man ist. Wie soll denn Liebe erwachsen, wenn man sein wahres Selbst verstellen muss?

    • *unterschreib*
      Sicher: wenn man sich verstellt, bekommt man eventuell jemanden ins Bett (wenn man das falsche Beuteschema hat), aber mit Liebe hat das nichts zu tun. Höchstens mit fehlendem Respekt vor sich selbst, oder schlimmer noch, Selbsthass.

    • @Adrian:

      Es stellt sich die Frage, ob das, was „needy“ genannt wird, denn wirklich das „wahre selbst“ (was ich ehrlich gesagt schon für ein fragwürdiges Konzept halte) ist.

      Er sagt ja selber, was er gerne machen würde: Drachen Erschlagen und Troja belagern. Und er sagt, das er _stattdessen_ Kuchen backt und Sport treibt, was er, so wie ich den Text verstehe, eben nicht gerne macht (dass er nicht gerne Kocht ist imho zwar ein Verlust, aber es geht ja nicht um meine Präferenzen).

      Das „needy“-sein ist erst dadurch needy, dass es eine gewisse Selbstverleugnung hat: er tut es nicht für sich, sondern er verbiegt sich in der Hoffnung, „gut genug“ zu werden. Er ist nicht nur nicht er selbst, er versucht es nicht mal, übertrieben formuliert.

      Vieles von dem, was du zurecht als Kompliziert empfindest, ist imho, dass needyness ein Gesellschaftlich erwarteter Zustand bei beziehungen ist. Man zeige mir einen Liebesfilm ohne die Szene, wo der protagonist feststellt, dass er/sie ein totaler Fehler ist, und nun auf die unerwartete Gnade des Anderen hofft, die er nun aber auch kriegen kann, weil er/sie nicht mehr ist, der er/sie mal war.

      • „Er sagt ja selber, was er gerne machen würde“

        Nein, das sagt er eben nicht, er flüchtet sich in Phantasiewelten von Drachen und Troja. Er ist nicht in der Lage zu sagen, was er fühlt und was er will.

        „Er ist nicht nur nicht er selbst, er versucht es nicht mal, übertrieben formuliert.“

        Eben.

        „Vieles von dem, was du zurecht als Kompliziert empfindest, ist imho, dass needyness ein Gesellschaftlich erwarteter Zustand bei beziehungen ist.“

        Aber warum ist das so?

      • Ich glaube, der Phantasieweltenteil ist eher umgangssprachlich zu sehen, er wird kaum wirklich an die Existenz von Drachen glauben. Er beschreibt Handlungen, die sich signifikant von Diät und Kochen unterscheiden, was aber scheinbar sein Eindruck ist, was von ihm erwartet wird.

        “Er ist nicht nur nicht er selbst, er versucht es nicht mal, übertrieben formuliert.”

        Eben.

        Ne, nicht eben. Du fragtest:

        Und dann diese Ratschläge: Wirke nicht zu needy, schalt mal nen Gang zurück, sei mysteriöser. Wozu das alles?

        Und die Antwort ist eben: weil er gerade weder das macht, was er will, noch das macht, was sie will. „Sei nicht needy, dann klappts schon“ ist letzlich genau das, was du auch sagst: „mach dir das leben doch nicht so schwer“.

        “Vieles von dem, was du zurecht als Kompliziert empfindest, ist imho, dass needyness ein Gesellschaftlich erwarteter Zustand bei beziehungen ist.”

        Aber warum ist das so?

        Ich bin mir sicher, die üblichen Verdächtigen im Blog werden dir vmtl Antworten, dass der Feminismus dahinter steckt, ich hatte neulich mal (glaube bei Arne Hoffmann) mal einen Artikel gesehen, der das ganze auf ein defizitär geprägtes Männerbild zurückführte, dessen Anfang in der Industrialisierung verortet wurde. Letztlich ist es mir aber auch verhältnismäßig Egal, warum es so ist, und es ist interessanter, wie man es umgeht.

        Und da finde ich, dass wenn man Game/PUA mal um die ganzen Typen bereinigt, die das als Identitätspolitik oder Rachewerkzeug verstehen, noch die besten Antworten liefert, die sich letztlich, wie gesagt, nicht so sehr von deinen Unterscheiden.

        • „“Sei nicht needy, dann klappts schon” ist letzlich genau das, was du auch sagst: “mach dir das leben doch nicht so schwer”.“

          Es ist nicht genau das gleiche. Ich sage: Wenn Du needy bist, dann sei halt needy, wenn nicht, dann nicht. Mach Dir das Leben nicht so schwer, offenbare dass, was Du fühlst, stehe zu Deinen Bedürfnissen.
          Bei mir klappt das ganz gut, allerdings bin ich ja auch ein Mann, der sich nicht mit dem Mysterium heterosexuellen Balzverhaltens auseinandersetzen muss 😉

        • Es ist nicht genau das gleiche. Ich sage: Wenn Du needy bist, dann sei halt needy, wenn nicht, dann nicht.

          Ich glaube, wir meinen mit „needy“ was subtil anderes.

          Die Bedürfnisse des Mannes aus der Geschichte waren nicht, dass er gerne Kuchen backen würde und Diät halten würde.

          Er machte es trotzdem, er handelte also _entgegen_ seinen Bedürfnissen, die vermutlich wären: so wie er ist (nichtkuchenbackend und weniger sportlich) mit seiner holden zusammen sein.

          Needy ist jemand, der es nötig hat sich zu verstellen.

          Mach Dir das Leben nicht so schwer, offenbare dass, was Du fühlst, stehe zu Deinen Bedürfnissen.

          Und das ist gerade nicht needy: „ich bin wie ich bin, und ich muss mich nicht verstellen“ ist quasi die definition von nicht-needy.
          .

        • Und das ist gerade nicht needy: “ich bin wie ich bin, und ich muss mich nicht verstellen” ist quasi die definition von nicht-needy.

          Hm, also irgendwie hört sich das gerade ein bisschen paradox an. Wenn man sich needy verhält, weil man needy IST, und demnach nicht den Coolen spielen will (weil man eben NICHT cool ist), dann ist man nicht needy?

        • @Rex
          „Needy“ ist ein unscharfer begriff, und ich komme mir etwas blöd vor, ihn hier quasi als „fachwort“ zu behandeln. Letztlich kann man ihn verschieden auffassen, daher hatte ich in meinem Letzten Post zu Adrian ja gesagt, dass er glaube ich darunter was anderes versteht als ich, und wie ich vermute, dass es von Christian gemeint war.

          Eine etwas genauere Formulierung für „needy“, wie ich es benutze, ist „Abhängig von der Anerkennung anderer“.

          Auf die „Coolen Kinder“ aus deinem Beispiel bezogen, ist jemand, der keine lust hat, mit ihnen zu spielen, weil er merkt, dass er anders ist, offensichtlich nicht abhängig genug von der Anerkennung der Coolen, das er das eigene Anderssein als Problem sieht. Kein Paradox, imho.

          Auf den Mann in der Geschichte bezogen: er wirkt in der Geschichte der Frau needy, weil er sein Verhalten relativ radikal ändert, als sie Zweifel andeutet, und in der eigenen Geschichte needy, weil er die eigenen Bedürfnisse wegwirft und sich an die Erwartungen anpasst, um die Anerkennung zu bekommen.

          Und ironischerweise scheint er ihr besser gefallen zu haben („herrlich zynisch“), als er noch nicht versucht hat, um sie zu „kämpfen“, indem er sich „der Zeit anpasst“ anstatt das zu tun, was er wollte.

    • @Adrian

      wer es nicht will soll es nicht machen. meine Erfahrung ist, das die Leute unglücklicher sind, wenn sie nicht wissen, warum es schief geht. er kann ja an hilfreichen Elementen einbinden, was zu ihm passt.
      ich persönlich finde es mitunter eher traurig, wie Leute auch selbst sabotieren, indem sie sich auf eine bestimmte Weise verhalten.
      er will ja ein klassischer Held sein, in den Augen der Frauen Status aufbauen. er meint aber, sich verbiegen zu müssen.
      bei mir war es zumindest so, dass ich vieles gemacht habe, weil ich dachte, dass es gut ist. ich hätte es nicht als verstellen angesehen, wenn ich andere Sachen gemacht hätte, ich kannte nur die Zusammenhänge nicht.

      • „meine Erfahrung ist, das die Leute unglücklicher sind, wenn sie nicht wissen, warum es schief geht.“

        Wenn es schief geht, weil man sich so gibt, wie man ist, dann soll es halt nicht sein.

    • mehr von diesen spannenden themen finden sie auf brigitte.de

      Yepp, da steht alles drin, was du dich niemals gefragt hast und auch nie wissen wolltest!

    • @hottehü
      Ganz ehrlich – das war auch mein erster Gedanke.

      Und SPIGGL Online – das ehemalige Nachrichtenmagazin – teichelt ja schon länger orientierungslos irgendwo im Gelände zwischen Bunde, GQ, Bild, Brigitte herum. Augstein senior rotiert bestimmt schon länger mit erheblicher Drehzahl.

      Und nun eben auch hier im Blog.
      @Christian: Nur mal so als Vorschlag – wenn dir nun gar kein Thema unterkommt … könntest du doch einfach auch mal einen Tag ausfallen lassen, oder? Vielleicht besser als so etwas, was nun wirklich unter dem sonst gewohnten Niveau ist.

      • @virtual-CD

        „Nur mal so als Vorschlag – wenn dir nun gar kein Thema unterkommt … könntest du doch einfach auch mal einen Tag ausfallen lassen, oder?“

        Ich fand das Thema eigentlich ganz interessant.

        Das Problem damit, mal einen Tag ausfallen zu lassen, ist, dass es für einen Blogschreiber wie mich sehr verführerisch ist – mal einen Tag ausfallen lassen, dann noch einen Tag, dann mal eine Woche wegen Urlaub. Und schon kommen immer mehr andere Sachen dazwischen. ich kenne das von anderen Internetprojekten.

        Einmal am Tag zu bloggen, und das jeden Tag, ist für mich das einfachste. Weil es die Disziplin einfacher macht. Wenn dann mal ein Artikel dabei ist, der nicht gefällt, dann bitte ich dafür um Nachsicht. Wobei auch schon Artikel, die ich wunderbar fand, auf anscheinendes Desinteresse gestoßen sind und Artikel, die ich noch reichlich unausgereift fand, sehr gelobt worden sind und der eine Leser dies, der andere Leser das mag.

        Gerne können aber Vorschläge für andere Themen gemacht werden, hier (zB in den offenen Samstagsartikeln) oder per Mail, ich versuche sie dann umzusetzen, wenn mir was dazu einfällt.

  4. Prinzipiell kein leichtes Thema. Einerseits sind gewisse Verhaltensmodifikationen ganz üblich in unserer Gesellschaft wie zB: Höflichkeit. Andererseits auch eine Frage des Ausmaßes.

    Muss ich mein Verhalten sehr stark verbiegen um bei einer Person oder einer ganzen Personengruppe anzukommen dann ist das auf Dauer emotionale Arbeit und erzeugt Stress. Ähnlich wie bei Leuten im Dienstgewerbe die ständig freundlich sein müssen. Wir der Stress zuviel dann ist es die Beziehung bzw. den Sex nicht mehr wert da ich viel zuviel aufwenden muss für verhältnismäßig wenig Nutzen.

    Dh. bin ich generell ein Mensch der schnell und viel Nähe sucht (maW: needy bin) und dadurch viele Frauen abstoße dann muss ich mir überlegen wie ich damit umgehe. Einerseits kann ich versuchen das zu überspielen was auf Dauer sehr anstrenged sein kann und die daraus resultierenden Beziehungen dann keine Freude mehr machen und spätestens beim Sex kannst dich nicht mehr verstellen.

    Mir persönlich gings mit vielen PickUp-Sachen so. Das „fake it til u make it“ wurde mit der Zeit so anstrengend das ich dann keinen Sex mehr wollte und die Person dann nur mehr weg haben wollte.

    Prinzipiell halt ich es ganz simpel damit. Ist die Befolgung einer Regel ressourcenintensiver und auch auf lange Sicht weniger nutzbringend für einen Menschen dann ist die Befolgung der Regel nicht sinnvoll auch wenn sie richtig ist. Auch im Game und im PU ist dann irgendwann die Idee des Baukastens aufgekommen weil es auf lange Sicht weniger Nutzen brachte irgendwelchen Idealen nachzuhecheln.

    Der bessere Weg ist meines Erachtens die Karten die man genetisch und von seiner Lebensentwicklung mitbekommen hat so gut es geht zu Nutzen, sich nicht unnötig einzuschränken aber auch keinen Idealen nachzulaufen denen man nie genügen wird.

    Was das Pu-Zeugs betrifft gilt: Immer zuerst selber nachdenken, selber probieren. Und vor allem, das Zeugs auch hinterfragen!!!!

    Es muss im Endeffekt Spaß machen und es muss auch mit der eigenen Persönlichkeit kompatibel sein, sonst liegt das Kosten/Nutzen-Verhältnis einfach zu schief.

    • @Galloway: Eben. Die Frage nach dem Return of Investment wird viel zu häufig einfach nicht gestellt, dabei ist sie entscheidend.

      Grade in wirtschaftlich angespannten Zeiten wie diesen sollte man mit seinen Kräften, seinem Geld und seiner Zeit sparsam umgehen und seine Nerven schonen.

      Der alltäglich Überlebenskampf verschlingt genug von allen dreien bzw. kann dies durchaus tun.
      Überschüsse sind IMHO lieber in Erholung und andere Interessen/Leidenschaften zu investieren als damit den Versuch zu unternehmen als Mann durch die Untiefen des heutigen entfesselten Partnermarktes und die stürmischen Gewässer der weiblichen Psyche zu navigieren.

      • Ja man sollte nicht zuweit gehen. Irgendwan rentiert es sich eben nicht mehr, auch emotional. Was hab ich denn davon mich für Sex abzurackern und es dann nicht einmal richtig genießen zu können?

  5. Mal grundsätzlich eine Frage zum Begriff „Neediness“ – was ist genau damit gemeint? Geht es darum, dass jemand den Eindruck erweckt, überhaupt was (oder jemanden) zu brauchen? Oder wird der auch, wie im Blog-Beitrag, genutzt, wenn es dann schon um bestimmte Personen geht.

    Aus meiner (allerdings männlichen) ganz persönlichen Sicht: Wenn eine Frau mit mir anbandeln wollte und ich hätte den Eindruck, dass sie das hauptsächlich tut, weil sie schlichtweg nicht allein sein möchte, und es eigentlich gar nicht um meine Person geht, dann würde das dafür sorgen, dass sie in meinen Augen erheblich an Attraktivität verliert. Wenn aber klar wäre (oder eher: ich glauben würde), dass es wirklich um mich geht, träte das Gegenteil ein. Ist beides Neediness?

    • ersteres ist ganz klar „needy“. das zweite kann „needy“ sein, wenn sie für dich deutlich erkennbar sich selber keinerlei eigenen wert zuschreibt, und du merkst, wie sehr sie sich verbiegt, um dir zu gefallen, dir nur noch nach dem munde redet usw.

  6. Seltsam, ich würde jederzeit einen Mann vorziehen, der mir Kuchen backt und seinen Körper für mich in Schuss hält, anstatt ständig fortzuziehen, um Drachen zu erlegen und Städte zu belagern. Davon hab ich doch nichts…

      • @Tino: zu deinem obigen Kommentar zu den Griechen sei nur noch von mir gesagt, dass ich mir tatsächlich schon oft gewünscht habe, es gebe einen Weg mich „umzupolen“ oder zumindest zu „bisexualisieren“. Würde doch EINIGES vereinfachen. (Auch wenn ich so auch ganz gut über die Runden komme.)

        Aus rein ästhetischen Gesichtspunkten empfinde ich Männer – auch vom rein Körperlichen – als das weit schönere Geschlecht.

        Nur leider eben nicht wirklich als erotisch- in meinen Augen zumindest.

        Hierzu zwei Zitate aus Esther Vilars „Der dressierte Mann“:

        „Der Mann wäre für einen außerirdischen Betrachter sicher das anbetungswürdigste Wesen auf diesem Pla-neten; jedenfalls steht außer Zweifel, daß er ihn weit attraktiver finden müßte als beispielsweise die Frau.“

        „Aber die Männer wissen nicht, daß sie schön sind. Es sagt ihnen niemand. Man faselt von der »Anmut« der Frauen, vom »Liebreiz« der Kinder, vom »Zauber« der Tierwelt. Doch wenn vom Mann die Rede ist, dann lobt man höchstens seinen Mut, seine Tapferkeit, seine Entschlossenheit – lauter Eigenschaften, die sich auf seine Verwertbarkeit für die Zwecke der Frauen beziehen und nie auf seine äußere Erscheinung. Es gibt wohl außerhalb der medizinischen Lehrbücher keine Beschreibung des Mannes, die sich lang mit der Form seiner Lippen, der Farbe seiner Augen bei dieser oder jener Beleuchtung, beim kräftigen Wuchs sei-ner Haare, der Zartheit seiner Brustwarzen oder der Ebenmäßigkeit seiner Hodensäcke aufhielte. Und der Mann selbst wäre höchst erstaunt und belustigt, wenn man ihn wegen dieser Merkmale seines Körpers loben würde.“

        • @JBG: Entschuldigung, aber Äußerungen wie deine sind der Grund, warum ich die meisten Männerrechtler nicht ernst nehmen kann. Dieses Erhöhen des Mannes auf ein Podest empfinde ich als lächerlich. Männer sind auch nur Menschen, nicht mehr und nicht weniger als Frauen. Und Esther Vilar hat einen Vollschuss, nicht viel weniger als Solanas (bei der mir aber immerhin noch unklar ist, ob sie ihre Aussagen ernst meint, bei Vilar habe ich allerdings keinen Zweifel).
          Vom ästhetischen Standpunkt her kann man Frauen und Männer nicht vergleichen. Wie kommt man darauf, es zu versuchen? Allenfalls ist das Geschmackssache.

        • Und Esther Vilar hat einen Vollschuss, nicht viel weniger als Solanas (bei der mir aber immerhin noch unklar ist, ob sie ihre Aussagen ernst meint, bei Vilar habe ich allerdings keinen Zweifel).

          Du willst „Der Dressierte Mann“ und das Scum Manifesto auf eine Stufe stellen?

          Seriously?

          Esther Villar hat selbst einmal gesagt, dass „Der Dressierte Mann“ eine Polemik sei.

          Bei solchen Äußerungen frage ich mich, ob ich Postfeministinnen noch ernst nehmen kann 😀

          Der Dworkinsche Dreck scheint sich sehr beständig im kollektiven Bewußtsein eingegraben zu haben.

        • @ Rex
          JBG hat doch nur gesagt, dass er Männer ästhetischer findet. Er sagt also das, was man jeden Tag tausendfach über Frauen zu hören bekommt, ohne dass sich da jemand aufregt, man würde die Frau auf ein Podest stellen.
          Ein Kompliment über Männer zu machen, scheint verdächtig zu sein, ungehörig gar.

        • @Rex: Ester Vilar schreibt:“Es gilt als erwiesen, daß Männer und Frauen mit den gleichen geistigen Anlagen geboren werden, daß es also keinen primären Intelligenzunterschied zwischen den Geschlechtern gibt.“

          (Kann man drüber streiten, ich jedenfalls bin – wie wohl die allermeisten Männerrechtler(wobei ich mich nicht als solcher bezeichnen würde, da ich anderes als z.B. Paul Elam oder Arne Hoffmann ja nichts weiter bin als ein Kommentator auf einem Blog und kein Aktivist(MRA))- nicht der Meinung, dass Frauen „dümmer“ sind als Männer. Allerdings liegen halt die Begabungen der Frauen auf anderen Gebieten als die der Männer und die Intelligenzverteilung der Männer ist breiter, d.h. obwohl Mann und Frau im Schnitt gleich intelligent sind, sind eben die meisten Genies (ebenso wie die meisten Totalausfälle) männlich und nicht weiblich.)

          Diese Aussage von Vilar unterscheidet sich doch schon mal erheblich von dem, was Solanas an Hetzte verzapft hat und verbietet doch eigentlich so Schlüsse zu ziehen wie du diese oben getan hast.

          Solanas hat ja (sinngemäß) geschrieben, das Männer genetische Fehlkonstruktionen seien, also auch „biologistisch“ argumentiert. (Witzigerweise schnallt Solanas an dieser Stelle nicht, dass Gene auf Chromosomen liegen und nicht umgekehrt, was das ganze noch absurder macht, aber das nur am Rande.)

          Weiterhin würden mich Zitate von Vilar interessieren, in denen diese mit dem Gedanken spielt Frauen in Massen zu töten oder gar ganz offen dazu aufruft. Ach ja richtig: solche Zitate existieren schlichtweg nicht, da Ester Vilar im Gegensatz zu V. Solanas keine menschenverachtende Psychotikerin ist.

        • @Nick: über Solanas wird behauptet, dass ihr Werk nichts weiter als eine Satire sei.

          @Adrian: ich denke nicht, dass JBG diese Zitate zum Besten gegeben hätte, wenn sie mit seiner Meinung nicht konform gingen.
          Ein Kompliment kann man übrigens auch machen, ohne jemand anderen damit herabzusetzen. DAS ist das Problem, was ich mit solchen Aussagen habe. Ich finde aber übrigens auch Aussagen, die Männer (natürlich vor allem welche, die ich schön finde) diskreditieren zum Kotzen und rege mich über unreflektierte, dämliche Äußerungen wie „Alles was ein Mann schöner ist, als ein Affe, ist Luxus“ (die sicher öfter von Männern kommen) auf.

        • über Solanas wird behauptet, dass ihr Werk nichts weiter als eine Satire sei.

          Eine Satire?

          Die Satire bedient sich häufig der Übertreibung (Hyperbel), kontrastiert Widersprüche und Wertvorstellungen in übertriebener Weise (Bathos), verzerrt Sachverhalte, vergleicht sie spöttisch mit einem Idealzustand (Antiphrasis) und gibt ihren Gegenstand der Lächerlichkeit preis. Zu ihren Stilmitteln gehören Parodie, Travestie und Persiflage, zu ihren Tonfällen Ironie, Spott und Sarkasmus. Insofern sich die Satire auf eine Idealvorstellung beruft, kann sie sich auch des Pathos bedienen.

          _Wenn_ Solanas‘ Schrift eine Satire sein sollte, dann könnte dessen Gegenstand wohl nur ein männerhassender Feminismus sein.

          Dann hätten fast sämtliche positven RezipientInnen sie komplett falsch verstanden, denn _sie_ wären eben der Gegenstand der Parodie, Travestie oder Persiflage.

          Ich halte die Behauptung, es sei eine Satire, für einen äußerst dämlichen Versuch, solche Hasseruptionen zu rechtfertigen. Immerhin wollte Solanas ein Blutbad unter Männern um Andi Warhol anrichten, was nur mißlang, weil sie so blöd war die Patronen mit Alufolie zu umwickeln.

          Hahaha, wie furchtbar witzig, dann verfasst wohl Breivik auch nur „Satiren“

          Macht aber nichts, exponierte FeministInnen mit Bundesverdienstkreuz haben ja auch kein Problem damit, bei SS-Witzen das Wort „Juden“ durch „Männer“ auszutauschen – wohl auch so eine „Satire“.

          Ich verstehe immer nicht, warum Frauen so ein Problem damit haben, sich von ganz übel kranken Menschen zu distanzieren, sobald sie das gleiche Geschlecht haben.

          Als ob man die Sakralisierung des eigeneb Geschlechtes um jeden Preis aufrecht erhalten müsste.

        • “Und der Mann selbst wäre höchst erstaunt und belustigt, wenn man ihn wegen dieser Merkmale seines Körpers loben würde.”

          Ja, das stimmt

          ..woran man eben erkennt, dass auch Männer bei Villar ihr „Fett weg“ kriegen.

          Ich finde, eine sehr kluge Polemik.

        • Wikipedia:

          Andere Autoren argumentieren ebenfalls, dass das SCUM-Manifest eine Satire und Parodie im Sinne von Jonathan Swifts A Modest Proposal ist, die sich mit dem Patriarchat und Sigmund Freuds Psychoanalyse auseinandersetzt. Der Text ersetzt lediglich das Wort Frau mit Mann und nutzt alle Klischees der psychoanalytischen Theorie: Der biologische Unfall, das unvollkommene Geschlecht, den Penisneid, der nun zum Pussy-Neid geworden ist.

          Die Borniertheit schreit zum Himmel: Jonathan Swift schlug vor, Irische Kinder als Futtermittel zu verwenden. Gegen was wohl richtete sich seine Satire, und gegen was soll sich Solanas‘ Satire richten?

          Und hatte Freud die Frau etwa als biologischen Unfall bezeichnet? Und ist „womb envy“ nicht etwas, was seit den 1930ern diskutiert wird?

          Das ist so dämlich billig, dass es weh tut. Sowas kann nur jemand behaupten, der noch nie begriffen hat was eine Satire ist.

          Oder jemand, der seine total kaputte gruppenbezogene Menchenverachtung legitimieren möchte.

          Wahrscheinlich eher Beides.

        • Die von mir geschätzte französische liberale Feministin Elisabeth Badinter schrieb in dem Buch „Ich bin Du. Die neue Beziehung zwischen Mann und Frau“, einem DER Standardwerke des zeitgenössischen Feminismus:

          „Die Frauen fanden sich, als sie zunehmend ihre Vormachtstellung aufgaben, von der mit ihren Pflichten verbundenen Verantwortung entlastet, und was sie dabei gewannen, waren die Freuden der Passivität (…).”

          Und um ein ähnliches Thema geht es in weiten Passagen von Esther Vilars Buch. Es ist in vielerlei Hinsicht eine sarkastisch-ironische Kritik eines bestimmten Frauentypus, der die Unselbständigeit der Selbständigkeit vorzieht und ein Aufruf an Frauen sich für die Selbständigkeit zu entscheiden.

          Vilar betont nachdrücklich, dass sie keines der beiden Geschlechter dem anderen für überlegen hält und dass sie die von ihr kritisierten Geschlechterrollenverhältnisse im Wesentlichen für ein Sozialisationsprodukt hält, das überwunden werden kann und soll.

          Obwohl das Buch auch Formulierungen enthält, die man aus frauenrechtlicher Perspektive als zu extrem und verallgemeinert formuliert sachlich kritisieren könnte, beinhaltet es auch viele Passagen, die leicht feministisch rezipierbar und interpretierbar wären.

          Vilars Idee, dass Frauen auch an der Unselbständigkeit festhalten können, weil diese bequem sein kann, stand leider so massiv im Widerspruch zum Mainstream des Radikalfeminismus in Deutschland, der nur und ausschließlich das Paradigma der Unterdrückung gelten ließ, dass die potentielle Anschlussfähigkeit vieler Passagen von Vilars Buch an feministische Bestrebungen zur Förderung weiblicher Selbständigkeit noch nicht einmal wahrgenommen wurden.

          Die radikalfeministischen Reaktionen fielen leider so aus – weder sachliche Kritik, noch konstruktive Rezeption:

          Wann merkten Sie zum ersten Mal, dass Sie etwas Gefährliches geschrieben hatten?

          Esther Vilar: Als Drohungen kamen, als ich zusammengeschlagen wurde.

          Zusammengeschlagen?

          Esther Vilar: Ja, auf der Toilette der Münchner Staatsbibliothek haben mich vier junge Frauen zusammengeschlagen. Das war nicht zum Lachen. Ich wurde bespuckt, ich bekam unentwegt Morddrohungen, mein Haus in München pinselte man mit Totenköpfen und Ähnlichem voll. Ich habe Deutschland von einem Tag auf den andern verlassen, ich hatte einen kleinen Sohn, ich konnte nicht mehr bleiben. Ich bin in die Schweiz. Das war der Anfang.

        • Und um ein ähnliches Thema geht es in weiten Passagen von Esther Vilars Buch. Es ist in vielerlei Hinsicht eine sarkastisch-ironische Kritik eines bestimmten Frauentypus, der die Unselbständigeit der Selbständigkeit vorzieht und ein Aufruf an Frauen sich für die Selbständigkeit zu entscheiden.

          Ebenso sarkastisch-ironisch geht sie auch mit Männern um, die partout nicht frei sein wollen und sich der Dressur nur allzu willig unterwerfen:

          ZEITmagazin: Was Sie damals schrieben, klingt heute ziemlich drastisch: »Der Mann fühlt sich nur als Sklave geborgen. Er braucht die Frau, um sich zu unterwerfen.« Sehen Sie das immer noch so?

          Vilar: Ja, und das ist nur ein Beispiel für unsere Lust an der Unfreiheit – mein großes Thema. Wir tun alles, um unsere Freiheit loszuwerden. Wenn eine Liebe endet, suchen wir die nächste, um uns darin aufzugeben. Wir machen lieber andere für uns verantwortlich.

          http://www.zeit.de/2013/01/Rettung-Esther-Vilar

          Klar, geistige Grobmotoriker und BLÖDZeitungsjournalisten wie Schwarzer sind komplett überfordert damit, solche Gedanken auch nur ansatzweise zu begreifen.

        • „Klar, geistige Grobmotoriker und BLÖDZeitungsjournalisten wie Schwarzer sind komplett überfordert damit, solche Gedanken auch nur ansatzweise zu begreifen.“

          Das stimmt leider.

          Dass es Esther Vilar in vielen ihrer Bücher einfach um die Herausarbeitung und Bewusstmachung der psychologischen Mechanismen geht, aufgrund derer Menschen dazu neigen die Unfreiheit der Freiheit, die Unselbständigkeit der Selbständigkeit vorzuziehen – und dass sie sich dabei bisweilen eines scharfes Schreibstils bedient – nicht mit der Absicht zu verletzen – sondern um Abwehrmechanismen zu überwinden und dabei trotzdem noch unterhaltsam zu sein, wird einfach nicht wahrgenommen.

          Für das schwarz-weiße radikalfeministische Weltbild bleibt nur übrig: Da kritisiert jemand Frauen – böse, böse. Dass es in Wahrheit das Festhalten an einer bestimmten Form weiblicher Unselbständigkeit (und das Festhalten an einer bestimmten Form männlicher Unselbständigkeit) ist, dass hier kritisiert wurde – wird erst gar nicht erkannt.

          Und die oben zitierte Passage von Vilar über männliche Körper hat einfach die Funktion Geschlechterklischees zu dekonstruieren, nach denen sich Frauen über Schönheit, Männer über Leistung und Stärke definieren müssen.

          Sie dreht einfach den Spieß um und lobt männliche körperliche Schönheit in einer Weise, wie ansonsten oft weibliche körperliche Schönheit in romantischen Texten gelobt wird – das ist natürlich nicht ernst gemeint im Sinne männlicher Überhöhung, sondern ein Mittel der Dekonstruktion – man würde es heute wohl als queer bezeichnen.

          Schade, dass Vilar so wenig angemessene Interpretation und Rezeption gefunden hat.

        • @ Rex

          War nicht als böse Kritik Dir gegenüber gemeint.
          Ich weiß ja, dass Du auf männliche Selbstüberhöhungen – berechtigt – allergisch reagierst und bin diesbezüglich auch fast immer Deiner Meinung.

          Aber hier ist Dir m.E. eine Fehlinterpretation unterlaufen.
          Esther Vilar ist durchaus eine Denkerin von Rang – und ihr Werk verdient daher eine tiefergehende Analyse.

        • *Esther Vilar ist durchaus eine Denkerin von Rang – und ihr Werk verdient daher eine tiefergehende Analyse.*

          Weil sie sagt, was die meisten Männer gerne hören würden?

          Kommt, wieviele Frauen gibt es, die sich über andere Frauen (die sich angeblich alle wie in superschlechten RomComs verhalten) lustig machen, um sich bei Männern einzuschmeicheln? Weil SIE sind ja gar nicht so, es sind vielmehr die anderen, doofen Frauen! Tausendmal erlebt.

        • @ Maren

          »Der Mann fühlt sich nur als Sklave geborgen. Er braucht die Frau, um sich zu unterwerfen.«

          Du meinst also, das wollen die meisten Männer gerne hören?

          Man merkt, dass Du nichts von Vilar gelesen hast.

        • Ich habe es tatsächlich durchgehalten, Esther Vilars Bücher zur Geschlechterproblematik durchzulesen. Mit nicht weniger Hassgefühlen als bei Dworkin oder Solanas (in dem Fall aber nicht auf die Welt, sondern auf die Autorin). Interessant ist allerdings erst Teil 3, „Das Ende der Dressur“, wo mensch dann erahnen kann was sie sagen _eigentlich_ aussagen wollte.

          Ich kann aber nachvollziehen, wenn LeserInnen nicht so lange durchhalten, nicht jeder ist so viel Langmut und Masochismus (auf geistiger Ebene) gegeben. Ich war durch die alten Philosophen gut trainiert, das ist meine Erklärung dafür 😀

          • @Adrian

            interessant ist meiner Meinung nach die Perspektivenumkehr.

            Innerhalb dieser ist es natürlich zu einseitig. Wenn man aber daraus mitnimmt, dass die gegenwärtige Rollenzuschreibung auch Vorteile für Frauen bringen kann, diesen Macht zuweisen kann, dann wäre das schon einmal eine interessante Sache, gerade was den Feminismus angeht.

            Letztendlich muss man das ganze aber als Geflecht gegenseitiger Beeinflussung und auch als Produkt eines evolutionären Vorgangs sehen, dann kann man es auch von der Schuldfrage befreien

        • *Und der Mann selbst wäre höchst erstaunt und belustigt, wenn man ihn wegen dieser Merkmale seines Körpers loben würde.*

          Ach, dass hab ich doch dauernd, diese Schmeicheleien zu meinem Penis wegen seiner ergonomischen Form und optimalen Größe.

        • @ muttersheera

          *Ich habe es tatsächlich durchgehalten, Esther Vilars Bücher zur Geschlechterproblematik durchzulesen. Mit nicht weniger Hassgefühlen als bei Dworkin oder Solanas (in dem Fall aber nicht auf die Welt, sondern auf die Autorin).*

          Du hasst die Autorin Esther Vilar wegen ihres Buches?

          Und Männer, laut Dworkin und Solanas DIE Autoren der Schrecklichkeit der Welt, hasst Du nicht?

        • @ marenleinchen

          *Und wie viele Seiten Lobhudelei der männlichen Tolligkeit und der bitterbösen Frauen die ja diese Sternengeschöpfe nur ausbeuten und auch viel dööfer sind stehen dem Gegenüber?*

          Ach marenleinchen.

          Wurdest Du zu selten gelobt?

        • @ Maren

          „Und wie viele Seiten Lobhudelei der männlichen Tolligkeit und der bitterbösen Frauen die ja diese Sternengeschöpfe nur ausbeuten und auch viel dööfer sind stehen dem Gegenüber?“

          Der von Esther Vilar kritisierte Frauentypus ist weitgehend mit demjenigen identisch, den Helen Andelin in „Fascinating Womanhood“ anpreist: also Frauen, die sich freiwillig in eine klassische unselbständige Rolle hineinbegeben und dort verharren.

          Diese Frauenrolle bzw. das – von Helen Andelin angepriesene -freiwillige Verharren in einer unselbständigen Rolle analysiert und kritisiert Esther Vilar in einem ironisch-sarkastischen Stil.

          Wenn Dir das nicht passt, kannst Du ja gerne Deine eigenen ironisch-sarkastischen Kritiken an dieser Frauenrolle von Deinem Blog löschen.

          Esther Vilar steht politisch links, lehnt traditionelle Geschlechterrollen ab und „Der dressierte Mann“ war im Wesentlichen ein Versuch der Analyse psychologischer Mechanismen, die Frauen und Männer daran hindern, aus traditionellen Geschlechterrollen auszubrechen.

          Die Fragestellung des Buches lautet: Warum verharren viele Menschen freiwillig in überholten Rollen – auf Kosten ihrer Freiheit und Selbständigkeit?

          Die Einseitigkeiten, Übertreibungen und der polemische Stil des Buches dürften wesentlich aus der Korrektivfunktion resultieren, die dieses Buch offenbar für die damalige Zeit haben sollte.
          Esther Vilar hat quasi auf die radikalfeministischen Einseitigkeiten reagiert, nach dem Motto: den Stab in die andere Richtung biegen, um ihn wieder gerade zu bekommen.

          Wie üblich sollte man versuchen die Teilwahrheiten des Buches herauszuarbeiten und die Einseitigkeiten weglassen – aber das gilt für jedes andere Buch natürlich auch.

        • @ Sheera

          „Mit nicht weniger Hassgefühlen als bei Dworkin oder Solanas (in dem Fall aber nicht auf die Welt, sondern auf die Autorin).“

          Was würdest Du von einem Maskulisten halten, der erklärt, dass solche Ausfälle, wie der kürzlich von mir kritisierte im gelben Forum, bei ihm keine negativen Gefühle bezüglich der widerwärtigen Äußerungen, sondern negative Gefühle auf die Welt erzeugen?

          Inwiefern siehst Du einen Unterschied zwischen Dir und einer Person mit dieser Einstellung?

        • @ JBG

          “ Aus rein ästhetischen Gesichtspunkten empfinde ich Männer – auch vom rein Körperlichen – als das weit schönere Geschlecht“

          Ich glaube darüber gibt es auch keine 2 Meinungen…zumindest aus meiner Sicht 😉

          Frauen haben auch was…manchmal.

          Fakt ist nunmal und das geht vor allem an Mareen:

          Männer brauchen keine Lobhudeleien. Ihr Frauen braucht das für eure Minderwertigkeitskomplexe.

          Ich brauche nur durch eine Stadt zu gehen und sehe was Männer geleistet haben: Prächtige Dome Moscheen und Synagogen wie die Hagia Sophia, das Kolosseum, Machu Pichu und den Kölner Dom, auch wenn es „etwas später wurde“ und auch „etwas teurer…ist heute auch nicht anders…

          (Kinder wollten Zelten doch es kam Anders) HAHAHA Sorr y aber ich find den lustig…ich hab halt nen total abartigen widerlichen Humor…

          Breivik ist auch so ein gnadenloser Satiriker. Ganz nach feministischem Verständnis, nur nicht so unfähig wie diese.

          War halt ne noch gnandelosere Satire im warsten Sinne des Wortes. Ja so sind sie die lustigen Satiriker. Vielelicht werde ich ja auch mal einer…

          Ich sehe Computer Autos, Raumschiffe usw. ALLES von Männern erdacht von Männern erbaut.

          Das sind die Bücher des Lobes für Männer.

          Von Männern für Männer.

          Ihr Frauen habt nur den Reichtum der Männer verfressen mehr nicht. Wie Roslin sagt: Männer erwirtschaften, Frauen verbrauchen Resourcen.

        • @ Rex

          “ Dieses Erhöhen des Mannes auf ein Podest empfinde ich als lächerlich“

          Hast ja recht, haben wir im Gegensatz zu Frauen auch nicht nötig.

          Trotzdem ist es Fakt das sie gesamte Kultur, die Literatur, die Kunst, die Bauwerke die Technik usw. zu 99,999999 % von Männern erdacht, erfunden und gebaut wurde. Damals und heute auch, trotz Görenday 😉

          Es sind ja nicht alleine die archektonischen Meisterwerke und die Technik. Das ist sowieso klar so Monumental die Dinger auch sind. Das ist nicht der Punkt.

          Nein, wir die achso gefühlosen Männer haben ja auch viele Lieder und Melodien geschrieben, Bilder und Skulpturen erschaffen, Deckenmalereien.

          Männer sind in Wahrheit die emotionalen Wesen, Frauen sind eher die kühl berechneten.

          Es gab ja diese Frau Curie, die was in Physik und Chemie draufhatte. Sowas kommt eher mal vor als das eine Frau solche Werke komponiert, dass in einem Gefühle aufkommen:

          Ab 0:50 gehts richtig ab.

          Die Beste lebensdigste Version des Liedes m.M., ausgerechnet aus einem Action Film 😉

          Ein so erhabenes Gefühl dieses Lied zu hören.

          Und wenn Männer es drauf haben, dann meist auch richtig wie da vinci.

          Und diese Fakten kann man ruhig bennenen. Was haben Frauen bisher geleistet? Das ist so wenig das es schon ins Negative geht.

        • Um Rex eine Freude zu machen – und den frauenabwertenden Stuss von Tino nicht so stehen zu lassen, sei an dieser Stelle nochmal auf ein paar interessante Einführungswerke zu bedeutenden kulturellen Leistungen von Frauen in den Geistes- und Sozialwissenschaften hingewiesen:

          1. Sibylle Volkmann-Raue & Helmut E. Lück – Bedeutende Psychologinnen des 20. Jahrhunderts

          Standardwerk zur Einführung in Leben und Werk bedeutender Frauen in der Psychologie

          2. Marit Rullmann – Philosophinnen Band 1 und 2

          http://www.amazon.de/Philosophinnen-II-band-Antike-Aufkl%C3%A4rung/dp/3518393774/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1348777194&sr=1-1

          http://www.amazon.de/Philosophinnen-Von-Romantik-bis-Moderne/dp/3518393782/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1348777220&sr=1-2

          Standardwerke zur Einführung in Leben und Werk bedeutender Frauen in der Philosophie.

          3. Ursula I. Meyer – Die andere Philosophiegeschichte

          Eine Geschichte der Philosophinnen von der Antike bis zur Gegenwart

          4. Ursula I. Meyer – Aufklärerinnen

          Über den Beitrag von Frauen zur Aufklärung

          http://www.amazon.de/Aufkl%C3%A4rerinnen-Ursula-I-Meyer/dp/3928089498/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1357400097&sr=1-2

          5. Barbara Hahn – Frauen in den Kulturwissenschaften

          http://www.amazon.de/Frauen-den-Kulturwissenschaften-Barbara-Hahn/dp/3406374336/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1348786824&sr=1-2

          Standardwerk zur Einführung in Leben und Werk bedeutender Frauen in den Kulturwissenschaften

          6. Rolf Beyer – Die andere Offenbarung. Mystikerinnen des Mittelalters

          http://www.amazon.de/Die-andere-Offenbarung-Mystikerinnen-Mittelalters/dp/3925037802/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1348786974&sr=1-3

          Standardwerk zu bedeutenden christlichen Mystikerinnen.

        • @ Alexander

          „Du hasst die Autorin Esther Vilar wegen ihres Buches?“

          Nö, ich sag ja: mit Teil 3 hatte sie mich wieder versöhnt 😀

          Aber: wer es gelesen hat wird bestätigen können, dass es schon schwer ist, sich nicht angesprochen und beschimpft zu fühlen… Polemik halt.

          Die Person Vilar – das Wenige, was über ihre Biographie bekannt ist – finde ich beeindruckend, die politische Vision, die sie unters Volk bringen wollte ist m.M.n. sehr nah an der von Alice Schwarzer – nur: im Gegensatz zu ihr hat sie beim Schreiben nur sehr wenig Mitgefühl insbesondere mit ihren Geschlechtsgenossinnen gezeigt, wirkt hart und unverständig. Peter Paul Zahl meinte, wer schreibt müsse gewissenlos sein. In diesem Sinne hat sie ein gutes Werk abgeliefert (wie die beiden gleich-genannten auch), allerdings als „Nestbeschmutzerin“ (so eine Art Pendant zum „lila Pudel“).

          „Und Männer, laut Dworkin und Solanas DIE Autoren der Schrecklichkeit der Welt, hasst Du nicht?“

          Keinesfalls. Und ich habe es im Grunde auch ziemlich satt, dass mir das immer wieder unterstellt wird, gebe es aber von nun an auf gegen entsprechende Vorwürfe Einspruch zu erheben. Hat eh keinen Zweck.

          @ Leszek

          „Was würdest Du von einem Maskulisten halten, der erklärt, dass solche Ausfälle, wie der kürzlich von mir kritisierte im gelben Forum, bei ihm keine negativen Gefühle bezüglich der widerwärtigen Äußerungen, sondern negative Gefühle auf die Welt erzeugen?

          Inwiefern siehst Du einen Unterschied zwischen Dir und einer Person mit dieser Einstellung?“

          Bei dem „Ausfall“ im gelben Forum ging es um einen konkreten Mord, bei dem bloß bedauert wurde, dass er gegenüber dem Personenkreis (Frauenbeauftragte) nicht auch bei uns Schule macht. Das liegt m.E. in Sachen „Dreistigkeit“ etwa auf dem Niveau von O.J. Simpsons „If I did it“-Buch…

          Ich habe ad hoc keinen blassen Schimmer, mit welchen Worten ich den Unterschied zwischen dieser und meiner Geisteshaltung glaubhaft beteuern könnte, und werde es jetzt nicht mal versuchen (weil: siehe oben).

          Je suis désolé
          http://m.youtube.com/#/watch?v=d_J-QV67Drs&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3Dd_J-QV67Drs&gl=DE

        • @ muttersheera

          *Keinesfalls. Und ich habe es im Grunde auch ziemlich satt, dass mir das immer wieder unterstellt wird, gebe es aber von nun an auf gegen entsprechende Vorwürfe Einspruch zu erheben. Hat eh keinen Zweck.*

          Du kannst nicht erwarten, dass man Dich auf Deinen irrationalen Männerhass, der Deine Weltsicht prägt, nicht anspricht, färbt er doch fast alle Deine Stellungnahmen, ist er doch offensichtlich.

          So viel intellektuelle Selbstverleugung ist zu viel verlangt in Zeiten, in denen Ritterlichkeit sich nicht mehr lohnt, die es hätte angeraten erscheinen lassen, Wahrhaftigkeit durch Höflichkeit zu ersetzen.

          Höflichkeit wird von Feminist.I.nnen falsch verstanden.

          Klarere Kommunikatiionsformen sind hier gefragt.

        • Hat eh keinen Zweck.

          In der Tat nicht: Wer derart offenkundig mit zweierlei Maß misst hat es eben nicht leicht damit, Glaubwürdigkeit herzustellen.

          Da kann man eben nur latent auf den traditionellen Weibchenkitsch rekurrieren, demzufolge für das von tiefen Emotionen gesteuerte Weib doch keinerlei Maßstäbe gelten.

          Das ist eben der Unterschied zwischen wgvdl und dem vorherrschenen Radikalfeminisms: Trotz gleichem Hasspotenziales wird wgvdl als bedrohlich empfunden, während Solanas, Daly, Dworkin, Schwarzer und Muttersheera als kleine Mädchen betrachtet weren, die jetzt aber mal richtig empört mit dem Füßchen aufstampfen.

          Eine männliche Solanas, Daly, Dworkin, Schwarzer oder Muttersheera würde in Sekundenbruchteilen jegliche gesellschaftliche Reputation verlieren.

          „If I did it“ wurde vom Markt genommen, Solanas hingegen wird immer wieder neu afgelegt.

          Esther Vilar hätte wohl einen klaren Standpunkt dazu: Das radikalfeministische Weib will nicht für Voll genommen werden, es scheut accountability wie der Teufel das Weihwasser.

        • Klarere Kommunikationsformen sind hier gefragt.

          Genau: Wenn das Weib begehrt als erwachsen betrachtet zu werden, dann können seine Hasseruptionen eben nicht mehr so bewertet werden, als hätte sie ein Kind von sich gegeben.

          Dann muss für Solanas der gleiche Maßstab gelten wie für Breivik, und für Muttersheera der Gleiche wie für Nihilator.

          Ritterlichkeit setzte darüber hinaus vorraus, das sich die Frau gleichermaßen an Konventionen hält. Bei Radikalfeministinnen scheitert das meistens schon an der Fähigkeit zur Wahrung der Contenance.

        • Erneut ein typisches, vorschnelles Nick-Statement:

          “ “If I did it” wurde vom Markt genommen“

          Allerdings ist klar, dass es in dieser Form – wo der Verkauf den Hinterbliebenen dienen würde – kein solcher „Knüller“ ist, wie es geworden wäre, wenn der derzeit Inhaftierte vielleicht/oder doch nicht Mörder die Werbetrommel gerührt hätte, wie ursprünglich geplant…

        • Erneut ein typisches, vorschnelles Nick-Statement:

          Wie niedlich: Muttersheera hat ausnahmsweise mal ein Haar in der Suppe gefunden. Und Skandiert sogleich: „Die Suppe besteht immer nur aus Haaren 11!!1“

          Oder, besser: Sie _meint_ ein Haar in der Suppe gefunden zu haben, denn das Buch wurde tatsächlich vom Markt genommen.

          Wenn es dann ausschließlich unter der Hoheit der Hinterbliebenen, mit eingebetteten Kommentaren, erscheint, dann kann man genau nicht davon sprechen, dass es frei erscheinen durfte.

          Solanas hingegen wurde niemals vom Markt genommen, und es erscheint auch nicht ausschließlich mit eingebetteten Kommentaren der Hinterbliebenen von Andi Warhol.

        • „If I did it“ war mir bisher unbekannt, positive Resonanz scheint es auch nicht ausgelöst zu haben. Wird darin denn ein Geschlecht pauschal als Abschaum diffamiert und seine Ausrottung gefordert?
          Solanas Genderzid-Fantasien (die sie selbst in die Tat umsetzte) sind ein alter Bestseller und frei unkommentiert erhältlich, werden von Feministinnen wie Schwarzer als Inspiration über den grünen Klee gelobt.

          Sheera, wenn du einen dir in allen Belangen überlegenen Diskussionsgegner wie Nick ignorieren willst, solltest du um den Rest deiner Glaubwürdigkeit willen schon konsequent sein und nicht versuchen hier und da mal einen Einzeltreffer durch eine Detailkorrektur zu landen, woran du dir auch noch sofort wieder die Finger verbrennst.

          Dass man dich nicht auf deinen virulenten Männerhass nicht anspricht und somit ein Fehlüberzeugungskorrektiv vorenthält, wäre dir gegenüber trotz ohnehin schlechter Heilungschancen nicht fair.

          Du hast dich ja nicht nur schon offen zu Solanas bekannt, sondern bringst laut eigener Aussage nicht einmal die Motivation auf, dich um einen anderen Eindruck deiner selbst zu bemühen.

        • Oh boy…

          Summiere doch mal die bekannten direkten wie indirekten Mordopfer von Solanas, Daly, Dworkin, Schwarzer (beliebig erweiterbar) sowie die, die Du mir zutraust, auf, und vergleiche das Ergebnis mit dem derjenigen, die so gern als Äquivalent rangezogen werden – also z.B. Breivik und Hitler, dessen Schrift in Auszügen auch bei uns erhältlich ist, die es in Bayern wohl in Kürze zum Schulmaterial schaffen wird und der eine inzwischen nicht mehr zu verachtende, zeitgenössische „Inspiration“ für „Humoristen“ darstellt:

          Fällt da irgendwas auf?

          Und trotz allem lautet eins der bekanntesten Zitate von A.S.:

          „Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.“

          Pssst:

        • Summiere doch mal die bekannten direkten wie indirekten Mordopfer von Solanas, Daly, Dworkin, Schwarzer (beliebig erweiterbar)

          Wieviele Menschen soll denn Hitler eigenhändig ermordet haben?

          Die Frage, ob du etwas merkst erübrigt sich wohl.

          Und: Solanas. hat. solange. geschossen. bis. die. Waffe. Ladehemmng. hatte.

          Geht das rein ins Hirn? Ich fürchte nicht.

          ..und der eine inzwischen nicht mehr zu verachtende, zeitgenössische “Inspiration” für “Humoristen” darstellt..

          Gähn: Im angelsächsichen Raum hat man schon immer und aus naheliegenden Gründen ein anderes Verhältnis zu Hitler.

          Und trotz allem lautet eins der bekanntesten Zitate von A.S.

          Den Totalwiderspruch zu deinem Geschwätz von ein paar Zeilen vorher bemerkst du natürlich auch nicht.

          Das ist eben symptomatisch: Trotz gegenteiliger Behauptung sind radikale Feminist.I.nnen die größten Geschlechterdichotmisten aller Zeiten.

          Der starke Rekurs auf hegemoniale viktorianische Weiblichkeitkeitssakralisierung wurde ja gewiß von sehr vielen Seiten festgestellt, allein durchbetonierte Fossilien wollen es bis heute partout nicht wahrhaben.

          Merkst du überhaupt noch was?

          Pssst:

          Die Wahrnehmung der Peinlichkeit solcher „Argumente“ abgespalten?

          Histrionische Narzisstin?

        • ..“You try too hard“ demonstriert übrigens sehr gut, wes‘ Geistes Kind hier zugange ist.

          Und dann hat man auch die Todesopfer, die solcherart Sakralisierung von Weiblichkeit historisch unauflösbar verknüpft sind.

          Man muss keine Empörung über Euthanasie und über Lynchmorde an schwarzen Männern heucheln, wenn man meint seinem Hass mit solchen Klischeebildern Nachdruck zu verleihen.

        • ..auffällig auch immer wieder die offenbare völlige Unfähigkeit, zu erkennen was eine Satire ist.

          Wenn von Hitlers „European Tour“ die Rede ist, dann soll das vergleichbar sein mit Solanas‘ „lustigen“ Vorstellungen davon, Männer ins Gas zu schicken.

          Ich kann keinen Humor darin erkennen, außer demjenigen, der in SS-„Witzen“ über „gelöste Probleme“ liegen soll.

          Und das ist eben kein Humor, sondern eine Häme, die jeglichen Maßstab von Ethik missen lässt.


        • Wieviele Menschen soll denn Hitler eigenhändig ermordet haben?

          Jetzt ist es schon ein Argument für die Misanthropin zu der sie sich bekannt hat (und sie selbst), dass sie weniger Leben auf dem Gewissen hat als Hitler 🙂

          Vergleichsobjekt war ja hier OJ Simpson, nicht Hitler.

          Wobei die Todesopfer des Hasses, den Solanas gesät hat, halt schwer zu bemessen sind. Die ersten Opfer an die man denkt, sind die Söhne von Radikalfeministinnen.


          Die Wahrnehmung der Peinlichkeit solcher “Argumente” abgespalten?

          Histrionische Narzisstin?

          🙂

          Ich geb zu, mich hat es schon mal in den Fingern gejuckt, ein realistisches Psychogramm aufzustellen. Aber nicht einmal auf das Nveau werde ich mich herablassen.

        • @ muttersheera

          Frau A.S. via muttersheera:

          *“Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.”*

          Sehr richtig.

          Wie Esther Vilar feststellte, hatten und haben Frauen sich weitgehend darauf verlassen, dass Männer sich an ihrer Statt die Hände schmutzig machen, um dann via Feminismus Männer wg. ihrer schmutzigen Hände zu beschimpfen.

          Das Spiel ist nur zu beenden, indem Männer die Hände in den Schoß legen und gelassen zusehen, wie Frauen sich an ihrer Statt die Hände schmutzig machen.

          Deshalb mein Plädoyer, es endlich dem Adel zu überlassen, die ihn privilegierende Ordnung zu schützen, zu stützen, zu finanzieren, zu verteidigen.

          Und sich selbst dem Spiel zu widmen, Stoiker zu lesen, Messing zu polieren auf der „Titanic“.

          Damit’s wenigstens schön aussieht.

          Zwar wird dann die Frauenlobby nöhlen, mann leide am Peter-Pan-Syndrom, sei nicht bereit, erwachsen zu werden (= sich frauendienlich ausbeuten zu lassen, ohne eigene Ansprüche zu stellen, wie das ein guter, „neuer“, feministischer Mann zu tun habe), aber – sei’s drum.

          Im Gegenzug erhalten Frauen Gelegenheit, die Welt zu gestalten nach ihrem Wunsch und Willen, können endlich ihre Konzeptionen Wirklichkeit werden lassen.

          Wenn Männer aufhören, zu kämpfen, zu strampeln, zu ackern und das Kämpfen, Ackern, Strampeln den Frauen überlassen, ist das des Schweißes der Edlen wert.

          Zumal Frauen ja der Überzeugung sind, eine Welt nach weiblichen Prinzipien einrichten zu können, die ohne Kämpfen, Strampeln, Ackern auskommt.

          Das will ich sehen.

        • Wobei die Todesopfer des Hasses, den Solanas gesät hat, halt schwer zu bemessen sind.

          Das Problem sind diejenigen, die der Meinung sind solche Hasseruptionen seien „Berechtigt“.

          Solanas spricht die gleichen Instinkte an wie jeder Rassist/Gruppenbezogener Menschenhasser.

          In Anbetracht des NS hat sich eigentlich eine sehr grundsätzliche Ächtung von solchen Appellen an niederen Instinkten durchgesetzt.

          Der Radikalfeminismus holt das dann aber einfach wieder in die akzeptierte gesellschaftliche Mitte.

          Alice Schwarzer sprach von „berechtigtem Hass“

          Es war ja nicht Hitler, der die Millionen umgebracht hat, es waren die Massen, die sich zu so einem Hass haben hinreißen lassen. Jede Zeit bringt Hitlers hervor, es ist nur die Frage ob sie auf gesellschaftliche Akzeptanz stoßen.

          Die Frage, wieviele Menschen Solanas oder Feminismus auf dem Gewissen hat ist imho falsch. Solanas in erster Linie zu verantworten, dass Andy Warhol fürs Leben gezeichnet war.

          Die Frage muss lauten: Wieviele Menschenleben hat bisher die Akzeptanz solcher Hetze als „berechtigte/verständliche Reaktion“ gekostet.

          Nazis sahen ihren Hass ja auch als „berechtigt“ an.

        • ..ich wage zu behaupten: Sowas wie die Mißbrauchshysterie incl. der damit verbundenen regelrechten Hexenjagd in den 1980ern und 1990ern wäre gar nicht mäglich gewesen, wenn man den Männerhass des radikalen Feminsimus nicht zu einer gesellschaftlichen Akzeptanz verholfen hätte.

          Und diese irrationale Hexenjagd hat durchaus nicht wenige Opfer gefordert.

          Man kann sich natürlich fragen, warum es in gebildeten Industrienationen zu solchen irrationalen Reaktionen kommen konnte.

          Meine Theorie wäre, dass „weibliche Unschuld“ eben ein hervorragendes, kaum angreifbares Legitimationsschlupfloch für niedere Instinkte bietet. Da kann der Mob (Männer und Frauen, gar nicht unbedingt FeministInnen) sich Geltung verschaffen.

          Das setzt eben genau da an, wo man im 19. Jahrhundert schwarze Männer gelyncht hat.

          Die Toleranz gegenüber radikalfeministischem Hass halte ich, auch ohne dass Männer als ganzes lebensgefährlich bedroht wären, für brandgefährlich.

          Die Geschichte hat eben zur Genüge gezeigt, dass es dann ganz schnell gegen Minderheiten von Männern geht, die dann mit dem Leben bezahlen müssen.

          Die zunehmende Verfolgung von Homosexuellen Anfang bis Mitte des 20.Jahrhunderts wäre wohl ach nicht denkbar gewesen ohne die Dämonisierung männlicher Lasterhaftigkeit durch die erste Welle der Fraenbewegung.

          Frauen waten historisch ebenso tief in Blut wie Männer, die Schwarzer ist einfach nur noch dämlich.

        • @ Muttersheera

          „Hitler, dessen Schrift in Auszügen auch bei uns erhältlich ist, die es in Bayern wohl in Kürze zum Schulmaterial schaffen wird und der eine inzwischen nicht mehr zu verachtende, zeitgenössische “Inspiration” für “Humoristen” darstellt“

          Niemand hier hätte etwas dagegen, dass Solanas‘ Schrift als Material an Schulen benutzt wird, um z.B. die ideologische Grundlage von Hass auf bestimmte Menschengruppen zu analysieren. „Mein Kampf“ wird NICHT als Höhepunkt deutschsprachiger Philosophie oder Dichtkunst an die Schulen gebracht.

          Hier ist zum Vergleich z.B. ein Pressetext über ein Theaterstück über Solanas im Vergleich: „Feministisch und rebellisch

          Valerie Solanas in der Werkstattbühne

          Na, zur Abwechslung mal Lust auf etwas harsche Männerkritik? Polemisch, frech und höchst intelligent? Und dabei so vergnüglich, dass sogar Männer ihren Spaß dran haben können? Dann lohnt sich ein Besuch von „Valerie Solanas – Manifest zur Vernichtung der Männer“ in der Werkstattbühne.[…]“

          http://www.werkstattbuehne.com/demo/typolight/index.php/archiv_manifest-zur-vernichtung-der-maenner.html

          Wurde in der Lokalpresse auch so gedruckt, ohne Anstoß zu erregen:

          https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Valerie-Solanas-in-der-Werkstattbuehne-Feministisch-und-rebellisch;art735,6667954

        • @ ichichich

          *Valerie Solanas in der Werkstattbühne

          Na, zur Abwechslung mal Lust auf etwas harsche Männerkritik? Polemisch, frech und höchst intelligent? Und dabei so vergnüglich, dass sogar Männer ihren Spaß dran haben können? Dann lohnt sich ein Besuch von „Valerie Solanas – Manifest zur Vernichtung der Männer“ in der Werkstattbühne.[…]”

          http://www.werkstattbuehne.com/demo/typolight/index.php/archiv_manifest-zur-vernichtung-der-maenner.html*

          Das zeigt, wie normal Männerhass in dieser Gesellschaft geworden ist.

          Sogar in der fränkischen Provinz ist es normal, ihn kulionarisch aufzubereiten und zu genießen.

          Es zeigt mir an, wie verderbt und verrottet dieser Kulturbetrieb mittlerweile ist, wie viele Männer es gibt, die nicht mal mehr wagen, sich den Rotz von der Wange zu wischen, wenn Frauen sie anspucken.

          Allein diese Lyrik in der Mainpost (!):

          *Valerie Solanas, radikal-feministische Autorin ist heute wohl nur wenigen bekannt, am ehesten durch ihre Schüsse auf den Pop-Art-Künstler Andy Warhol. In ihrem SCUM-Manifest, einer 1967 erschienenen satirischen Schmähschrift, fordert Solanas den Sturz von Regierungen, die Abschaffung des Geldsystems und ganz nebenbei die Vernichtung der Männer.*

          Man ersetze Männer durch Farbige. Oder Muslime. Oder Juden.

          Und lasse dann die „Satire“ auf sich wirken.

          * Intelligenter, ausgebuffter und witziger lassen sich rebellische feministische Ideen wohl kaum umsetzen.

          Eine rein weibliche Bühnenbesetzung liefert schon mal den ersten Anhaltspunkt, dass Männer bei Solanas überhaupt nicht gut weg kommen. Putzmunter wechseln die Darstellerinnen der „SCUM-Groovy Cats“ (Karolin Dietzel, Kristina Förster, Ronja Herberich, Iris Schelhorn) ihre Rollen, sind mal desillusionierte Hausfrau, mal Richterin oder Polizistin.
          Christina Strobel überzeugt als rebellische, verletzliche Valerie. Mal zornig und polemisch, mal ernst und nachdenklich, aber genauso verschmitzt und witzig.

          Soviel rotzfreche, überzeugende Bühnenpräsenz begeistert und macht fassungslos.

          VON: EVA WERNER*

          Und der männliche Steuerzahler muss dieses Frauen-und Feminist.I.nnenamüsement auch noch finanzieren.

          Warum nicht Schulklassen in die Aufführung schicken?

          Angeführt von rotzfrechen Leherer.I.nnen.

          Das würde die rotzfrechen Pauergirlies in der Klasse empauern und den Jungs zeigen, wo ihr Platz ist.

          Doris Lessing:

          *“I was in a class of nine- and 10-year-olds, girls and boys, and this young woman was telling these kids that the reason for wars was the innately violent nature of men.

          „You could see the little girls, fat with complacency and conceit while the little boys sat there crumpled, apologising for their existence, thinking this was going to be the pattern of their lives.“

          Lessing said the teacher tried to „catch my eye, thinking I would approve of this rubbish“.

          She added: „This kind of thing is happening in schools all over the place and no one says a thing.

          „It has become a kind of religion that you can’t criticise because then you become a traitor to the great cause, which I am not.

          „It is time we began to ask who are these women who continually rubbish men. The most stupid, ill-educated and nasty woman can rubbish the nicest, kindest and most intelligent man and no one protests.

          „Men seem to be so cowed that they can’t fight back, and it is time they did.“*

          http://www.guardian.co.uk/uk/2001/aug/14/edinburghfestival2001.edinburghbookfestival2001

        • Es ist kaum zu fassen:

          http://culturmag.de/litmag/valerie-solanas-scum-sara-stridsberg-traumfabrik/20535

          Nein, Männer kommen bei Solanas überhaupt nicht gut weg. Ganz im Gegenteil. Ja, sie spricht im Manifest von deren Vernichtung. Aber das ist nicht wortwörtlich zu nehmen. Es ist ein Manifest, in dem Polemik und Zuspitzung ihren berechtigten Platz haben. Und die Ironie, die groteske Komik dürfen nicht überlesen werden.

          Nicht „wortwörtlich“???

          Wieviele Tonnen Beton muß man eigentlich in sein dumpfes Spatzenhirnchen pressen um das Faktum aus der Wahrnehmung herauszudrücken, dass Solanas sich eine Waffe besorgt hat und auf mehrere Männer schoß, um sie zu töten?

          Wieviele weitere Tonnen, um sämtliche jemals gelesene Geschichtsbücher herauszupressen: Solanas ist ein einziger, von dümmstem tatsächlichem Biologismus geladener Rekurs auf die sozialdarwinistische Variante des Feminismus ab den 1930ern – der natürlich ende der 1960er noch recht lebendig war. Was hierzulande zum völkischen Feminsismus gerann.

          Unsere „Intelligenzia“ ist offenbar tatsächlich vollkommen verblödet und degeneriert, und ergötzt sich offenbar wieder an Gaskammergelüsten.

          Solanas war wohl ganz klar eine Faschistin aus dem Bilderbuch, und es fällt mir schwer, in der „Faszination“ Stridbergs und wie sie alle heißen etwas anderes als einen mystifizierenden Führerkultus zu sehen.

          Das haben wir nun davon, dass wir unsere Frauschaften nicht entnazifiziert haben.

        • @ Nick
          Carola Ebeling zu SCUM:

          *Und die Ironie, die groteske Komik dürfen nicht überlesen werden.*

          Wie ironiefähig ist denn eine Solanas, die die Pistolenkugeln mit denen sie auf Warhol geschossen hat, in Stanniolpapier eingewickelt hatte, weil sie ihn wohl für einen Vampir hielt?

          Zwar schießt man auf Werwölfe mit Silberkugeln, aber egal.

          Hauptsache, Ladehemmung durch Stanniolpapier.

          Das Ironiegeschwätz ist typisches „Denken“ in der Komfortzone: Nur nicht die eigene, erbärmliche Niedertracht wahrnehmen!

          Man könnte ja etwas über sich selbst erfahren.

          Etwas, was nicht empauert, schlecht für’s eigene, ohnehin prekäre Selbstbewusstsein.

          So kann man den geilen Männerhass der Solanas teilen und genießen, ist ja bloß Ironie.

          Ein „ironischer“ Männerhass, der in einem tiefen Minderwertigkeitsgefühl gegenüber eben diesen Männern wurzelt, typisch für viele Feminist.I.nnen, wie ja auch viele Denkfiguren aus diesem Manifest zum feministischen Allgemeingut geworden sind, etwa die Rede vom verkrüppelten X-Chromosom, das die biologische Minderwertigkeit des Mannes beweise.

          Wie oft begegnet einem das, wenn sich Feminist.I.nnen in Genetik versuchen.

          Bis weit in den Vainstream hinein, belegend, wie weithin dieses Machwerk rezipiert wurde, wie oft es gelesen wurde von „normalen“ Feminist.I.nnen, wie tief es sie beeindruckt hat, wie sehr es Saiten angeschlagen hat, die in Resonanz zum Klingen gebracht wurden.

          http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28591080.html

          Das erklärt auch die Häme und kaum verhohlene Schadenfreude, mit den in solchen Berichten über männliche Krankheiten/Misserfolge geschrieben wird, oft auch anzutreffen bei Berichten über das Versagen von Jungen in der Schule.

          Häme aus kaum verhohlenem Hass.

          Männerhass ist der Glutkern des Feminismus, sein wichtigstes Movens.

          Nicht der Wunsch nach Gerechtigkeit, nach Gleichheit.

          Das ist nur Geschwätz, Zuckerguss auf dem Kuhfladen.

          Sondern der nach Rache.

          Feige und verschwiemelt ironisiert.

          Wenn sie ihren Faschismus wenigstens offen äußerten.

          Aber nein, sie wollen mal wieder alles, unsere Feminist.I.nnen, alles zugleich, faschistisch sein und gutmenschlich.

          Grotesk und verlogen bis in’s schwarze Zentrum der vergifteten Seele.

          Taranteln eben

        • Wie ironiefähig ist denn eine Solanas, die die Pistolenkugeln mit denen sie auf Warhol geschossen hat, in Stanniolpapier eingewickelt hatte, weil sie ihn wohl für einen Vampir hielt?

          Ach geh, die Tatsache dass sie die Patronen mit Alufolie umwickelte zeigt doch, dass das mit dem Erschießen nicht wortwörtlich zu verstehen ist, sondern als eine gelungen parodierende und intelligent-witzige Pop-Art Performance.

          Sie konnte doch nicht wissen, dass das dem Andy aua macht! Sie ist doch nur ein von klein auf dumm gehaltenes Mädchen *schluchz*

          Einer derart Gestörten Ironiefähigkeit zu Unterstellen ist in der Tat kaum zu überbieten.

          Das Ironiegeschwätz ist typisches “Denken” in der Komfortzone: Nur nicht die eigene, erbärmliche Niedertracht wahrnehmen!

          Diese schräge Selbstwahrnehmung als Massenphänomen finde ich sehr schwer zu begreifen.

      • @tino

        Ich will nicht bestreiten, dass es wohl einige Frauen gibt, die aus deinen genannten Gründen bei einem Mann bleiben. Ob sie ihn lieben, hängt aber wahrscheinlich doch von anderen Gründen ab. Hoffe ich zumindest…

    • Hattest du nicht irgendwo (auf deinem Blog?) mal geschrieben, dass du Spannung in einer Beziehung bräuchtest und dass es dir sogar lieber wäre, wenn eine Nebenbuhlerin das Feld beträte, gegen die du dich behaupten müsstest, als dass sich gar nichts tut? (Evtl. verwechsele ich dich auch.)

      Anders gefragt: würdest du auf Dauer nicht doch einen Abenteurer dem Kuchenbacker vorziehen? Lieber etwas zu viel Spannung als etwas zu wenig? (Die Möglichkeit sich von einem Kuchenbacker versorgen und es sich nebenbei von einem Abenteurer besorgen zu lassen, hat Frau ja heute mehr denn je. Aber das nur nebenbei: diese Einstellung will ich dir auch nicht unterstellen.)

      Und würde es dir gar nicht schmeicheln, wenn dein Schatzi als berühmter Drachentöter abgefeiert würde und du lauter schöne Kettchen und Ohrringe aus Drachenzähen und -knochen bekämest und schöne Dessous aus Drachenschuppen obendrein?

      Und würdest du dich kein bisschen grämen, wenn eben dieser Drachentöter mit deiner Freundin oder Schwester liiert wäre und du „nur“ mit dem Kuchenbäcker?

      • @JBG

        Nein, das war ich ganz bestimmt nicht! Ich dulde keine Göttinnen neben mir 🙂

        Ein Abenteurer ist großartig für ein Abenteuer. Und ich bin abenteuerlich genug, um mich auf ein Abenteuer einzulassen, wenn es sich anbietet. Aber ein Abenteurer sucht auch das Abenteuer. Und ich will kein Abenteuer sein. Ich bin lieber die Herausforderung für den Kuchenbäcker. Und wer sagt denn, dass Kuchenbäcker langweilig sind? In einem Kuchen steckt viel mehr Liebe als in einem toten Drachenherz.

    • Seltsam, ich würde jederzeit einen Mann vorziehen, der mir Kuchen backt und seinen Körper für mich in Schuss hält

      Es mag natürlich sein, dass du die Ausnahme bist, aber an Frauen, die _behaupten_, dass sie ja eigentlich einen lieben typ wollen, mangelt es genau so wenig wie an Männern, die sagen, sie achten zuallererst auf den Charakter und wollen überhaupt gar keinen Sex 😉

      Oder, anders formuliert: zu befolgen, was das jeweils andere Geschlecht an Tipps gibt ist der sicherste weg, bei ihm zu scheitern 😉

      • @keppla

        Wer will denn einen Mann, der keinen Sex will??? Und seit wann schließen sich Charakter und Sex-Appeal aus??? Ich will weder auf meinen Charakter, noch auf meinen Sex reduziert werden. Ist das so schwierig, nachzuvollziehen?

        • Wer will denn einen Mann, der keinen Sex will?

          Die hier zB:
          http://www.kino.de/kinofilm/suche-impotenten-mann-fuers-leben/56945

          😉

          Mein Punkt war, dass das, was Menschen behaupten, oder tatsächlich glauben, zu suchen in den meisten Fällen von ihrer tatsächlichen Partnerwahl widerlegt wird.

          Ich will weder auf meinen Charakter, noch auf meinen Sex reduziert werden. Ist das so schwierig, nachzuvollziehen?

          Es ist vor allen Dingen komplett irrelevant, da weder dein Sexleben noch dein Charakter Thema meines Posts war, lediglich eine generelle von mit beobachtete Unzuverlässigkeit von Selbsteinschätzungen zum eigenen Beuteschema.

          Ist das so schwierig nachzuvollziehen?

        • @keppla

          „Mein Punkt war, dass das, was Menschen behaupten, oder tatsächlich glauben, zu suchen in den meisten Fällen von ihrer tatsächlichen Partnerwahl widerlegt wird.“

          Meinen Beobachtungen zufolge ist es eher umgekehrt. Sie haben ein Beuteschema und sind dann unglücklich, weil es eigentlich nicht das ist, was sie wollen. Die meisten wissen doch selber nicht, was sie wollen.

          „Es ist vor allen Dingen komplett irrelevant, da weder dein Sexleben noch dein Charakter Thema meines Posts war,…

          Ist das so schwierig nachzuvollziehen?“

          Nein, ist es nicht, aber ich glaube, es lässt sich recht problemlos verallgemeinern. 😉

    • @ Suzie

      *Ich bin lieber die Herausforderung für den Kuchenbäcker. Und wer sagt denn, dass Kuchenbäcker langweilig sind? In einem Kuchen steckt viel mehr Liebe als in einem toten Drachenherz.*

      Noch schöner als füreinander backen ist zusammen backen.

      In einer warmen Küche Teig kneten (und zwischendurch die Bäckerin, die puderzuckerbestäubt nach Anis, Zimt und Vanille duftet und schmeckt) ist sehr, sehr sinnlich.

      Ich freu mich schon auf die Osterbäckerei.

  7. @Christina: Andererseits hätte ers auch gleich lassen können. Ich mein wenn von Anfang an eher wenig und nur ambivalentes Interesse da ist warum mehr investieren?

    Klar hätt er zurückschalten können und sie mit anderen Mädls Eifersüchtig machen können aber im Endeffekt hätte er es doch wieder nur für sie getan.
    Und die Beziehung die er wollte wär wohl auch nicht so gut gewesen. Das fing schon unter einem schlechten Stern an.

    Was hättest du gemacht? Die Gefühle mal miteinbezogen.

    • @galloway

      klar, man kann darüber streiten, ob es sich überhaupt lohnt, wenn sie nicht wirklich will. deswegen warnt pu ja vor oneitis.

      Wert etwas zu sehr passend machen muss, der muss sich bewusst sein, dass es evtl. eine Menge Arbeit ist, vielleicht dauerhaft.

      besser ist es sich jemanden zu suchen, bei dem es besser passt. auch dazu muss man aber wissen, was sie eigentlich abgezogen hat.

      ich persönlich würde mir keine Sorgen machen, dass ich eine Beziehung halten kann, wenn ich sie erst einmal habe. mit fällt entsprechendes verhalten normalerweise aber auch leicht. vielleicht hatte ich aber auch nur Glück mit meinen Frauen.

        • @Maren

          Oneitis kann eine Unterform der Liebe sein, der Begriff wird aber eher dann verwendet, wenn jemand eine Frau liebt, die er nicht bekommt und sie im Rahmen dieser Liebe über Gebühr auf ein Podest stellt. Sie ist dann „die eine“, mit der sich keine andere messen kann – was nach Pickup-Theorie die Sache für ihn noch schwieriger macht. Oneitis ist insofern eine überhöhte, nicht erfüllte Liebe.

          Der Gedanke mag unromantisch sein, aber in der Tat ist es dann häufig günstiger, die zu sehr begehrte Person vom Podest zu stoßen und festzustellen, dass sie auch nur ein Mensch von vielen ist, dass andere Personen auch wunderbar sind, es erst mal in einer andere Richtung zu versuchen. Zu merken, dass auch andere Frauen/Männer toll sein können kann einen dann auch bei der eigenen Oneitis helfen, nämlich wenn man diese dann nicht mehr zu stark überhöht.

          Andere Texte dazu:

          http://www.urbandictionary.com/define.php?term=oneitis

          oneitis
          Often confused with love, this is the feeling that a particular woman is actually special. This is just an illusion; she is the same as the other three or so billion. „Go fuck ten other women“ is the most commonly prescribed treatment for this „disease“ (hence the „itis“), as it tends to show quite quickly how very alike people are.

          In other words, get over yourself and your obsession with that girl, because it’s just an illusion. And when you get rejected, don’t be depressed. Because there’s really not much to worry about.

          Es spricht also nichts dagegen, verliebt zu sein, wenn man dabei einen gewissen Realismus beibehält und nicht besessen wird, obwohl es nicht klappt.

      • @Christian: Naja ich glaub nicht das es Glück per se ist. Ich glaube manche Menschen haben einfach eine Disposition die ihnen den Einstieg in das effektivere Verhalten leichter macht. Die müssen auch dann weniger nachdenken und ihr Verhalten immer überprüfen. Die kognitive Dissonanz ist dann einfach kleiner.

        Meiner Erfahrung nach gehts aber über eine reine Verhaltenssteuerung oft nicht vollständig. Das Verhalten muss auch mit einer positiven Erlebnisqualität verknüpft sein. Da spielen oft auch Entwicklungspsychologische Faktoren eine Rolle. Jemand mit einer ungünstigen genetischen Disposition und einem schlechten Umfeld wir sich schwer tun, nona.

    • @ Galloway

      Sobald man anfängt sich als Mann nicht mehr durchzusetzen oder sich für die Frau zum Affen zu machen ist es vorbei mit der Frau.

      Frauen sind wie Hyhäenen, die riechen die Schwächen wenn man sie zeigt.

      Ich bin kein Aufreissertyp aber ich hab mehr Frauen (naja ok eigentlich sinds noch Mädchen, aber Reif) an der Hand die ich brauche und muss schon manchen absagen weil mir nur 2-6 mal eine Frau ins Haus kommt. Mehr verkrafte ich nicht. Ich hab auch kaum weibliche Freunde weil für mich 99% der Frauen soo dumm sind, dass sie ohne Männer oder Staat nicht überleben würden.

      Und ich rede nicht mit nichtüberlebensfähigen Geschöpfen, da kann ich mich mit Ratten unterhalten die sind a intelligenter und b wenigetsnes lebensfähig.

      Sorry das ist die Realität. Die können nicht mal nen Feuer anmachen!!!, eine Tätigkeit die jede afrikanische Buschfrau (nicht abwertend gemeint!) aus dem FF kennt.

      Ich kenne KEINEN Mann der sich damit verarschen lässt:

      Hol mal ein Wireless Lan Kabel.

      Ich kenne KEINE Frau die das nicht geglaubt hat das es so ein Kabel gibt und in der Ausbildung haben wir die Büroschranze zum PC Point geschickt und der Chef war sauer auf uns weil wir seine Bürotusse und Geliebte als dumm hingestellt haben. Was sie aber auch war.

      Ja wo sind denn die ganzen MINT Prinzeschinnen mit eigenen Wohlfühl Studiengängen?

      Ich war in Kassel in einer Berufsschule und da konnten einige Mädels nichtmal nen Computer ANMACHEN!!!!!

      Und dann stellen sich Frauen hin und wollen das gleiche Geld…aber für was …für Scheisse, für Minderleistung….

      Und ich rede auch mit Frauen wenn sie mir dumm kommen genauso wie hier im Forum so wie mir der Schnabel gewachsen ist…kommt gut an..ausser bei den Männern die sich als Beschützer aufspielen.

      Und soo schlecht sehe ich nicht aus denn komischweise sprechen mich die Frauen immer an, denn zum anbaggern bei Frauen bin ich zu schüchtern.

      Ich höre da aber eher die Worte süss? und nett? (ja ich weiss kaum zu glauben)…eher ein schlechtes Zeichen? Nicht unbedingt.

      Hauptsache nicht verbiegen lassen. Dann haste verloren.

      Ich weiss jetzt werden dumme Sprüche kommen von wegen:

      Einbildung (oder auch : Ist der eingebildet) oder Selbstüberschätzung.

      Aber da ich ein GayRomeo Profil habe kann sich ja Adrian oder ein anderer der Schwul ist und so ein Profil hat (eigentlich 99% aller Schwulen) davon überzeugen und wir können gerne chatten oder telefonieren und uns treffen aber ich glaube darauf legt er keinen Wert.

      Aber Nacktbilder gibts keine damit das klar ist 😉

        • Das ist doch müßig. Andererseits – die Wehrpflicht hat in dieser Hinsicht doch den jungen Männern einige unerwartet atavistische Fähigkeiten überliefert.

      • Ach Tinochen, was hast du den geleistet? Hast du auch einen einen Dom gebaut? Du als Mann, was hast du geleistet außer viel Müll in diesem Blog zu schreiben? Denn im Stehen pinkeln können alle Männer. Und bitte nicht vergessen, dass die Männer, die den Kölner Dom gebaut haben am Ende des Tages ganz hungrig nach Hause zurückgingen und eine warme Suppe von ihren Frauen bekammen. Haben sie also doch für die Ernährung der Männer gesorgt.

        • „Und bitte nicht vergessen, dass die Männer, die den Kölner Dom gebaut haben am Ende des Tages ganz hungrig nach Hause zurückgingen und eine warme Suppe von ihren Frauen bekammen.“
          Geh mal auf den Bau … dann schreibst Du nicht mehr so dummes Zeug.

      • @ Tino:

        Möglich. Allerdings kenne ich genug Frauen die die Schwächen eben aus jenem Grund so schnell riechen weil sie selber so viele haben und verdammt unsicher sind, also als Beruhigung sozusagen.

        Aber was hat dein Aufsatz eigentlich mit meinem Post zu tun? 🙂

      • Hol mal ein Wireless Lan Kabel.

        ..textete er ins Netz, via einem WLAN-Router, bei dem mit 99%iger Wahrscheinlichkeit eine Frau die Architektur des Prozessors maßgeblich mitentwickelt hat.

        Sollte er das via Smartphone getextet haben, gilt das Gleiche.

        Wenn man nicht allzviel Ahnung hat, sollte man sich nicht allzuweit aus dem Fenster lehnen.

        • ..gut, ich sehe gerade: Sophie Wilson war mal Roger Wilson.

          Macht aber nix. Es gibt abertausende Frauen, die dich in Puncto Technik locker an die Wand spielen.

        • Wie war das mit dem Fenster ?

          Meine Güte, mit der gleichen Kleinlichkeit könnte ich jetzt einwenden, dass Wilson gar keinen Chip entworfen habe.

          Dann nimmst du eben Frequency Hopping Spread Spectrum.

          Es geht darum, dass nicht DieMänner das Internet erfunden haben, sondern einige Männer, im Verbund mit einigen(weniger) Frauen.

          Es kann sich wohl kaum jemand alleine aufgrund seines Mannseins dafür einen Orden an die Brust heften.

          Wenn es um die Abwehr von pauschaler Männerabwertung geht, sind solche Argumente vollkomen schlüssig, aber sie taugen eben nicht dafür, Frauen pauschal abzuwerten.

        • @ Kareem

          *Wobei diese Frau (Sophie Wilson) zumindest zu der Zeit, als er den Chip entwickelte, ein Mann war und Roger Wilson hiess. Also ein etwas komisches Beispiel.*

          Oh, das stimmt mich jetzt aber enorm optimistisch.

          Zum Tagesausklang ein aufmunterndes Betthupferl für einen Schwarzseher wie mich.

          Das hat Zukunft, das hat Potential.

          So kann man Frauenquoten in Wissenschaft und Wirtschaft einführen, ohne dass die Leistung in den Keller rauscht.

          Die Leistungsträger machen einfach den Raewyn.

          Auf diesem dekadenten Mistbeet können doch noch Rosen blühen.

        • Sophie hieß früher, glaub ich, Roger. Und nicht nur der Namen war anders. Insofern einen Punkt für die Queer-Bewergung, aber weniger für die MINT-Frauenbewegung.

        • @NIck: EIne gute FUndgrube bilden die RFC.

          Leider ist Deine Annahme einer geschlechtlichen Gleichverteilung bei den Autorenvornamen nicht zu halten, noch nicht einmal annähernd.

          Es sind (http://www.ietf.org/rfc.html) 1,42%. Aber es gibt auch eingie nicht eindeutig zuordenbare Vornamen.

          Insofern ist die Behauptung, daß Männer das Internet entwickelt haben zutreffender als die Behauptung, dass Alleinerziehende weiblich sind ( dort sind je nach Definition zwischen 12 und 19 %
          Männer).

        • @Dummerjan:
          Leider ist Deine Annahme einer geschlechtlichen Gleichverteilung bei den Autorenvornamen nicht zu halten, noch nicht einmal annähernd.

          Natürlich nicht, eine auch nur annähernde Gleichverteilung habe ich auch nie behauptet.

        • ..es ging darum, ob sich aus der Aussage „Überwiegend Männer haben das Internet erfunden“ für jeden Mann gültige Aussagen ziehen lassen.

          Offenbar nicht, weil „Hol‘ mir mal n’LAN-Kabel“ in der Sache genauso sinnfrei ist wie „Hol‘ mir mal n’WLAN-Kabel“.

          Der Witz mit dem WLAN-Kabel bezieht sich lediglich auf sprachliche und technische Konventionen (Anwenderwissen), eben nicht gerade auf ein Verständnis technischer oder physikalischer Grundlagen.

          Der Begriff Handykabel ist genauso dumm, aber die Annahme, dass ein Verwender dieses Begriffes nicht weiß dass Mobilfunk nicht drahtgebunden funktioniert ist wesentlich dümmer als dieser Begriff.

      • @Tino: Mitunter ist es tatsächlich erschreckend wie naiv und ignorant manche Frauen doch auch noch im fortgeschrittenem Alter durchs Leben gehen. (Und ja: natürlich gibt es auch naive Männer und nicht alle Frauen sind noch im Erwachsenenalter naiv, mir geht es nur um die Relation)
        Liegt aber u.a. auch an den Heerscharen von Männern, die den Frauen 0,0 geistige Fähigkeiten abverlangen und sie im Grunde nur aufgrund ihres Kindchenschemas Huckepack durchs Leben tragen. (Wobei ich hiermit die Frauen keinesfalls aus der Verantwortung nehmen möchte.)

        „Warum benützen die Frauen ihr Gehirn nicht? Sie benützen es nicht, weil sie, um am Leben zu bleiben, keine geistigen Fähigkeiten brauchen. Theoretisch wäre es möglich, daß eine schöne Frau weniger Intelligenz besitzt als beispielsweise ein Schimpanse, und daß sie sich dennoch im menschlichen Milieu behauptet.
        Spätestens mit zwölf Jahren – einem Alter, in dem die meisten Frauen beschlossen haben, die Laufbahn von Prostituierten einzuschlagen, das heißt, später einen Mann für sich arbeiten zu lassen und ihm als Gegenleistung ihre Vagina in bestimmten Intervallen zur Verfügung zu stellen – hört die Frau auf, ihren Geist zu entwickeln. Sie läßt sich zwar weiterhin ausbilden und erwirbt dabei allerlei Diplome – denn der Mann glaubt, daß eine Frau, die etwas auswendig gelernt hat, auch etwas weiß (ein Diplom erhöht also den Marktwert der Frau) -, doch in Wirklichkeit trennen sich hier die Wege der Geschlechter ein für allemal. Jede Verständigungsmöglichkeit zwischen Mann und Frau wird an diesem Punkt abgeschnitten, und zwar für immer.“ (Esther Vilar)

    • @ Borat

      *Mit dem malakakaba… ach mit dem Kürbisding hat ers verbockt.*

      Du meinst, zuviel Koffein macht Frauen renitent?

      „Tippse!“

      „Ab heute trinken wir nur noch Kakao! Kein Tee, kein Kaffee mehr.“

      „Warum, warum – frag nicht. Ich hab’s im Magen.“

  8. Eine Frau kann möglicherweise deine besten Seiten, oder die beste Version deiner selbst, zum Vorschein bringen. Sie kann auch durchaus deine emotionalen Bedürfnisse befriedigen, du darfst dich nur nicht in einer mittelmäßigen Komfortzone einrichten. Dann wirst du Schwierigkeiten mit ihr bekommen.

    • @Salvatore: Wie schätzt du das ein: ist eine solche Frau das Risiko und die Mühen/ den Energieaufwand wert?
      Oder fährt man heute in den westlichen Industrienationen nicht besser, wenn man das Konzept der (romatischen, also mehr als rein sexuellen) Beziehung zwischen Mann und Frau links liegen lässt und sich auf anderen Gebieten austobt bzw. verwirklicht?

      Letztenendes muss das natürlich jeder für sich entscheiden, mich würde trotzdem deine Einschätzung interessieren.
      Ich denke auch durchaus, dass die Kosten-Nutzen-Abwägung für einen Mann der derart erfolgreich bei Frauen ist wie du wohl anders ausfallen wird als für den Otto-Normal-FrauenHoffierer. Wie genau meinst du, kann eine Frau die beste Seite eines Mannes hervorbringen?

      Für mich ist die traditionelle Mann-Frau-Beziehung ein schlechter Handel.
      Es kann doch nicht sein, dass die Partei, die den ganzen Spass i.d.R. finanziert (zumindest meistens zu höhrem Anteil finanziert) die andere Partei auch noch permanent und extra abgestimmtes und über-reflektiertes Verhalten davon abhält zu türmen.

      Das Risiko nach dem Zusammentreffen mit einer Frau elender dazustehen als vorher steigt stetig an. Generell ist es mit Frauenwiemit Krediten: (Hast du dass nicht auch mal genau so formuliert?) Wer sie wirlich braucht, der wird sie ohnehin nicht bekommen(oder nur zu unverschämten Konditionen) und wer sie bekommen kann, der ist ohnehin nicht auf sie angwiesen.
      Also so als bekäme ich Medizin A erst ausgehändigt, wenn Medizin B mich schon geheilt hat, oder?
      Warum sich also nicht darauf konzentrieren, Medizin B zu erhalten? Also auf Hobbies, Passionen, Freunde sowie Beruf und Berufung („Suche dir einen Job deb du liebst und du musst nicht eine Tag arbeiten.“)?

      Hält das Leben keine anderen Herausforderungen für einen Mann bereit?
      In einer Zeit in der es nun wirlich keine Beziehung braucht um Sex mit Frauen zu haben? Selbst erotische Verlierer können für einen lachhaften Preis Sex mit schönen jungen Frauen haben, wenn sie es denn unbedingt wollen. Also doch keine Gründe sich verrückt zu machen, was die Damen der Schöpfubg angeht.

      Ich galube wir Männer müssen einen anderen, neuen Blick auf die Frauen, uns selbst ubd das Wechselspiel der Geschlechter entwickeln.
      Frauen ubd Männer sind keine Partner, zumindest keine Seelenpartner. Wir ficken, wir zeugen Kinder und wir haben um diese Banalitäten einen Wust an Bräuchen und Ritualen geschaffen um die nur schwer erträgliche Banalität zu kaschieren.
      Die Technologisiwrung unserer Gesellschaft und der damit einhergehende gehobene Lebensstandard haben es den Frauen erlaubt ihren „Seelenpartnern“ den Rücken zu kehren, einen Frauenlobby-Bewegubg, Feminismus genannt, die mit dem Strom der weiblichen UND auch der männlichen Psyche fließt, hat es denFrauen ermöglicht ihre „Seelenpartner“ finanziell auszubeuten und Frauen haben – ob Feministinnen oder nicht- diese Gelegenheit millionenfach ohne zu zögern am Schopf gepackt.

      Feminismus ist die logische Folge eines jedem Patriachat inhärentem Gynozentrismus (das Patriachat ist leztenendes nur ein verstecktes Matriarchat) und die Endphase dieses Patriachats.

      Wie ich das sehe (man entschuldige meine Gedankenspielerei) werden wir wohl bald unseren Wohlstandstaat u.a. durch massive Fraupämperung in den Bankrot führen, was einen Verlust an Zivilisation und Infrastruktur zur Folge haben könnte und uns wieder in ein traditionelleres, tribaliatischeres Setting katapultieren könnten.
      Wenn dann wieder Technologie und Wohlstand aufkommen, wird auch der Feminismus nicht lange auf sich warten lassen und mit ihm der erneute Niedergang.
      Diese Oszilationen werden sich solange wiederholen bis unsere Spezies durch was auch immer verschwindet oder aber sich Mann und Frau (mehr oder weniger so wie von Ester Vilar gefordert) auf Augenhöhe begegnen und eine wirkliche Partnerschaft jenseits von kitschigen, romantischen Träumereien eingehen. Dann wenn die Frauen die Herausforderung annehmen, für sich selbst zu sorgen und einzustehen und die Männer ihre Sehnsucht nach einer Mutterfigur, an deren Brüsten sie Trost finden, überwinden- also wohl nie.
      Einzig und allein Technologien wie die Pille für den Mann und vor allem die künstlich Gebärmutter (SiFi-Alarm) hätten evtl. das Potenzial die Karten im großen Gesellschaftvertrag zwischen Mann und Frau neu zu mischen.

      Der Klarheit halber sie gesagt, dass ich keinen Groll auf „die Frauen“ hege dafür das sie der traditionellen Mann-Frau-Beziehung den Rücken gekehrt haben, es wäre nur schön gewesen sie hätten Nägel mit Köpfen gemacht und auch das Geld der Männer, die sie zurückgewiesen haben, zurückgewiesen und die gemeinsamen Kinder nicht als Druckmittel verwendet.
      Sorry für den Schwall, Salvatore, das war nicht geplant und das meiste davon war gar nicht wirklich auf dich bzw. deinen Kommentar bezogen, den ich hier einfach mal als Aufhänger für mein Dozieren ge- bzw. missbraucht habe. Ich bin halt einfach mal grade in Fahrt gekommen. Wenn die Genderistas mal einfach so rauhauen können, was immer ihnen im Wirsing rumspuckt, dann kann ich das auch. Als MGHOW bzw. als jemand der diesem Gedanken nahesteht, stimmst du ja möglicherweise dem ein oder anderen zu.

      • Ist eine Frau Mühe und Aufwand wert? Gute Frage. Ich denke, es kommt darauf an, ob du den Aufwand als Mühe empfindest oder als Spiel. Für jemanden, der den Umgang mit Frauen als Spiel empfindet, kann ich sagen: Ja, eine Frau ist den Aufwand schon wert. Ich habe großartige Zeiten mit Frauen erlebt, die ich nicht missen möchte und die den Aufwand in jedem Falle wert waren. Allerdings hab ich ja an dem „Aufwand“ selbst schon mein Vergnügen.

        Andererseits halte ich es auch für problemlos, als Mann ohne Frauen klarzukommen. Ich hab ja schon mal erwähnt, dass die smartest, fröhlichsten Männer, die ich je kennengelernt habe, indische Mönche waren, die nie etwas mit Frauen zu tun hatten. Aber die hatten eben etwas, was ihnen wichtiger war. Und das ist der entscheidende Punkt: Wenn du dich von Frauen entfernen möchtest, solltest du das freiwillig tun, weil es für dich etwas Bedeutenderes gibt, nicht, weil du von ihnen enttäuscht bist. Im letzteren Fall wirst du mit deiner Entscheidung immer wieder hadern.

        Dass Feminismus ein Elend ist, darüber sind wir uns, glaube ich, einig. Der Schaden, den Frauenpamperung und Männerbashing in den Medien, in Politik und Wissenschaft und in der Schule anrichtet, kann man jetzt noch gar nicht vollständig überblicken. Er wird aber nicht klein sein.

        Im privaten Umgang mit Frauen spielt Feminismus allerdings keine große Rolle, sollte er zumindest nicht. Eine Frau, die sich für dich interessiert, ist niemals Feministin, zumindest vorübergehend nicht.

        • @ Salvatore

          *Eine Frau, die sich für dich interessiert, ist niemals Feministin, zumindest vorübergehend nicht.*

          Das ist richtig, aber feministische Lobbyarbeit definiert die Rahmenbedingungen, unter denen Männer und Frauen ihre individuelle Partnerschaft leben, wenn sie diese verrechtlichen wollen, also über ein informelles Zusammenleben hinaus, was dann notwendig ist, wenn Kinder kommen, die abgesichert werden müssen.

          Da hat Feminismus die Kosten einer Partnerschaft (als Ehe mit Kindern gedacht) so erhöht für Männer, dass sich für viele der Aufwand tatsächlich nicht mehr lohnt: zu viele Pflichten, zu wenig Spass, zu wenig Sicherheit, keine einklagbaren Rechte.

          Dann kommt es auch noch auf die individuelle Frau an. Ob es sich lohnt, ob es Spass macht, mit ihr zu spielen, wird ganz wesentlich durch ihren Charakter, ihre Klugheit, ihre Schönheit definiert.

          Es macht keinen Spass, mit Frauen zu spielen, die gelernt haben, dass Männer schuld und sie Opfer sind, die für nichts verantwortlich sind, WEIL sie Opfer sind.

          Aber dabei doch sooooo stark, dass sie Männer eigentlich nicht brauchen.

          Jedoch leider nicht zeigen können, wie stark sie sind, WEIL sie Opfer sind und von den Männern sooooo unterdrückt wurden und werden, dass sich ihre Stärke einfach nicht hervorwagen will.

          Weshalb man sie fördern und schützen, schützen und fördern muss, damit sie gegenüber den bösen,böswilligen, eigentlich so schwachen, aber doch immerhin für ihre Unterdrückung ausreichend starken Männern bestehen können.

          Und wer soll sie schützen und fördern, zumindest finanziell?

          Na, natürlich: MÄNNER sollen das tun, die den ganzen Kokolores hauptsächlich finanzieren und abschirmen.

          Feminist.I.n vertraut darauf, dass die bösen, böswilligen Männer den Saftladen schon irgendwie zusammenhalten werden.

          Logik und Konsistenz ist ersichtlich nicht die Stärke feministischer Ideologinnen.

          Die Zahl solchermaßen empauerter Frauen ist durch feministische Bildung und massenmediale Propaganda enorm angewachsen.

          Weshalb der Pool von Frauen, mit denen es sich zu spielen lohnt – langfristig! – auch enorm geschrumpft ist.

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  10. Wenn sich die Geschichte so ereignet hat, zeigt sie auch, wie wenig Frauen benachteiligt sind. Er bemüht sich um sie und sie entscheidet. Und er muss oder er müsste sich verstellen, müsste seine Needyness, die er am Anfang nicht hat, mit angelesenen Pick Up-Methoden überspielen, also von Grund auf manipulativ und verlogen vorgehen. Oder er ist ehrlich, nett, backt Kuchen für sie und bemüht sich – und verliert gegen sie nach diesen Bemühungen. Oder verliebt sich, bevor er sie „erlegt“ hat, und fällt dann auf die Schnauze. (Passiert Männern dies öfter, verlieben sie sich nicht mehr und täuschen oftmals Beziehungen vor, um an Sex zu kommen. Anschließend werden sie von den Frauen dann pauschal als „Schweine“ abgestempelt, und keine Frau will mehr die Vorgeschichte des Mannes sehen.)

    Vor dem Gesetz gilt er dann als privilegiert, und soll für die armen, unterdrückten Frauen z. B. eine Männersteuer zahlen oder sie im Job vorlassen. Und „darf“ oder „durfte“ vor kurzem noch fast ein Jahr lang Zwangsdienst leisten.

    Und die Frau? Die ist modern und unabhängig, und braucht nur mal ab und zu einen Mann, und kann ansonsten ihr Single-Dasein mitsamt dazugehörigem männlichen Berwerberandrang nebst all deren Bemühungen genießen. Einen Mann fürs Leben braucht sie ja schließlich nicht mehr, durch so einen würde sie ja auch viel zu sehr eingeengt und dürfte sich nicht mehr ihrer Vierfach-Affäre mit vier Männern im selben Zeitraum hingeben. Von den ganzen Berwerbern kommen dann natürlich nur noch die besseren zum Zuge. Von den anderen kann die Frau dann deren Not ausnutzen, deren Angst davor, lebenslänglich keine mehr mitzukriegen.

    Zugleich gilt sie als „benachteiligt“ und wird bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt, obwohl Männer im Gegensatz zu ihr den Job brauchen, um auf dem Partnermarkt überhaupt eine Rolle zu spielen. Im Konfliktfall mit einem Mann ist der Staat sofort auf ihrer Seite.

    In der Tagesschau ist dann von „Gender Pay Gap“ die Rede, aber bestimmt nicht von „Gender Suicid Gap“…

    …das wäre dann ja auch die Wahrheit, und die darf im Fernsehen natürlich nicht ausgesprochen werden.

    • @Mattihas: Dann stellen wir doch einfach unsere Bemühungen ein und ziehen uns so weit es geht aus dem System zurück. Ein besseres Schicksal finden wir allemal.

      Im Englischen gibt es den Ausdruck „a game not worth the candle“. Dieser leitet sich aus einer Zeit ab, als man in irgenwelchen Kaschemmen nach Sonnenuntergang Karten gespielt hat und es noch keine Elektrizität gab, man also Kerzen hierfür anzünden musste.
      Wenn der Einsatz aller potenziellen Spieler so gering gewesen ist, dass man um lächerlich kleine Beträge gespielt hätte, dann hat man das Spiel am besten bleiben lassen, da ja auch Kerzen Geld kosten und man eine solche nicht für eine unsichere Aussicht auf einen zu geringen Gewinn verheizen wollte.

      Und heute müssen wir Männer eine lachhaft hohe Gebühr zahlen um bei einem unübersichtlichem Spiel mitmachen zu dürfen, dass uns mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ärmer an Geld, Kraft, Nervenruhe und Freude hinterlässt als wir in es gegangen sind.
      Und vorallem das keinen wirklichen endgültigen Gewinn für uns bereit hat, alles worauf wir hoffen können, ist letztenendes weiterspielen zu dürfen; siehe PU/Game in LTRs etc.

      Reicht es nicht, dass man sich tagsüber prostituieren muss an einen tyranischen Chef, dass man zickige Kunden umschwänzeln und sich gegen intrigante Kollegen durchsetzten muss?

      Muss man am Feierabend, wochenends und im Urlaub statt sich zu erholen und abzuschalten auch noch durch Game die beerere Hälfte bei Laune halten?

      Ist diese Beziehung zwischen Mann und Frau im grunde nichts anderes als eine dysfunktionale Pseudo-Vater-Tochter-Konstellation, mit der Frau als verhätschelte Prinzessinen-Göre und dem Mann als chronisch überforderter entrechteter und alzuoft dann doch letzlich entsorgter Vaterfigur?

      • Sehr richtig alles, genauso in der Art sehe ich das auch.

        „Dann stellen wir doch einfach unsere Bemühungen ein und ziehen uns so weit es geht aus dem System zurück.“

        Das fordert Meister Roslin ja auch so oft. Zu recht auch, ist aber schwer umsetzbar. Auf dem Partnermarkt kann man sich natürlich zurückziehen. Man ist nur von Natur aus nicht geschaffen dafür, aufzugeben. Schon gar nicht in der Hinsicht.

        „Ein besseres Schicksal finden wir allemal.“

        Das kann man wohl sagen. Der Unterschied zwischen „Meine Frau hat mich verlassen, ich darf unsere beiden Kinder nicht sehen und muss ihr und den Kindern so viel bezahlen, dass ich nur das Existenzminimum behalten darf und mache mich strafbar, wenn ich meine Erwerbsarbeit kündige oder zurückfahre.“ und „Ich hatte und habe gar keine Frau und kein Kind, arbeite halbtags, fahre einmal im Jahr in Urlaub, und gucke mir dabei die schönsten Landschaften der Welt an, außerdem mache ich die und die Sportarten und gehe den und den Hobbies nach.“ ist echt erschlagend hoch.

        Hat nur den Haken, dass man dann alleine ist. Doch halt, das ist der entsorgte Zahlemann genauso. Nur war es bei dem nicht so geplant.

        Seelisch demoralisiert ist man in beiden Fällen. Im ersteren aber erheblich mehr.

        Sex hat man, wenn man das überhaupt noch will nach dem, was man mit Frauen erlebt hat, im zweiten Fall mehr oder kann es zumindest im zweiten Falle mehr haben. Denn man hat im zweiten Fall ja mehr Zeit, Kraft und Geld für das horizontale Gewerbe.

        Am besten plant man als Mann heute sein Leben nur noch als Lebensabend mit Überlänge. Lohnt sich, rüstig genug ist man ja noch mit zwischen 30 und 65. Besonders, wenn man sich für den zweiteren möglichen Lebensweg entschieden hat.

        Doch endgültig wird man sich für diesen wohl kaum entscheiden können.

        • @ Matthias

          “ hat nur den Haken, dass man dann alleine ist. Doch halt, das ist der entsorgte Zahlemann genauso. Nur war es bei dem nicht so geplant“

          Ach was heisst schon alleine. Freunde sind viel wichtiger als Weiber die dich beim ersten Anzeichen von Beziehungsproblemen fallen lassen.

          Hol dir Sky, dann ist zumindest am Wochenende immer was los bei dir 😉

          Schön Fussball guggen, was trinken, was rauchen, und danach noch ein paar Nutten bestellen oder in der Kleinstadtdisse ein paar Schlampen (für mich auch mal die männliche Form) aufreissen…auf der Couch sitzen und rülpsen und furzen und über Frauen und die enge ihrer Muschis und ihres Poppos diskutieren und schön auf der X BOX FIFA 13 laufen.

          Und am nächsten Tag dasselbe.

          Das nenn ich ein perfektes Wochenende. Oder mal schön mit den Jungs nach Thailand oder zur Reperbahn.

          Waren erst Sylverster da. Von wegen Zwangsprostituierte, die sind da so fickrig die haben nen Kumpel von mir zu zweit in irgend nen Eingang gezerrt 😉

          War das Erste mal da..

          Ja primitiv…aber besser als mit Niveau und unglücklich oder?

          Frauen nutzen uns aus, aber heulen dann rum wenn Männer zu Huren gehen.

          Und ich kenne eine weibliche Hure gut. Es geht bei vielen Männern weniger um Sex.

          Männer halsen sich echt zu viel auf. Tretet kürzer. Schont euch. Lasst ruhig die Frauen ran.

          Ja lasst den Frauen ruhig die Macht in Politik und Wirtschaft, aber dann auch auf dem Bau.

          Ja her mit den Quoten Frauen, am Besten so schnell wie möglich bevor es crasht.

          Das meine ich ernst: Wenns klappt ist doch gut und wenn nicht haben wir den perfekten Sündenbock (Quotentussis und Feministinnen) und dann wird es so eine Ideeologie nie wieder geben wenn es wirtschaftlich schiefgeht (und das wird es zwangsweise)

          WIn-Win oder? Bloss nicht im Hamsterad laufen.

          Lasst die Frauen mal ran die haben in den letzten hundert Jahren sich genug ausgeruht.

          Und vor allem eins: Redet den Männern den Schwachsinn aus zur Bundessöldnertruppe zu gehen.

          Sollen die Frauen doch nach Afghanistan gehen und ihre Schwestern befreien…für mich ist mitlerweile ein einziger Blutstropfen von mir zu kostbar um irgendwelche Frauenzimmer zu „befreien“…ich lass mir doch nicht wegend undankbarer Frauen meinen Knackarsch wegschiessen für solche LÜGEN-LÜGEN..

      • „Ist diese Beziehung zwischen Mann und Frau im Grunde nichts anderes als eine dysfunktionale Pseudo-Vater-Tochter-Konstellation, mit der Frau als verhätschelte Prinzessinen-Göre und dem Mann als chronisch überforderter entrechteter und alzuoft dann doch letzlich entsorgter Vaterfigur?“ Mir ging ähnliches durch den Kopf, als ich die Geschichten gelesen habe. Trotzdem glaube ich, dass die Inga-Kai-Konstellation schlecht als Beleg männlicher Benachteiligung taugt – auch Frauen können sich schließlich in Kais Position manövrieren.

        Auffällig fand ich, dass ihr Verhalten von Beginn an und durchgehend widersprüchlich ist. Sie macht ihm ein Liebesgeständnis, platziert sich aber zugleich dicht an der Ausgangstür („Ich nahm mir ein Herz und erzählte ihm von meinen Gefühlen, sagte aber gleich, dass ich mich kenne, dass sich so was bei mir sehr schnell wieder ändern kann.“), später vermisst sie ihn und lässt ihn dies vermutlich auch merken, äußert aber zugleich auch Angst vor einer erneuten Begegnung mit ihm.

        Etwas überrascht hat mich, wie oft Kai hier „needyness“ vorgehalten wird. Die Aufmerksamkeit und Nähe von jemandem zu wünschen, vielleicht auch zu ersehnen, ist ja noch kein Zeichen von Schwäche. Schwierig wird es ja nur, wenn man mehr Nähe und Aufmerksamkeit möchte, als der andere Mensch geben will – und ganz schwierig, wenn man seine Nähe eben deshalb möchte, WEIL er, bzw. sie, diese Nähe nicht möchte.
        Und eben dieses seltsame Spiel spielen zu Beginn möglicherweise beide – mit dem Unterschied nur, dass er ihr schnell Sicherheit hinsichtlich seiner eigenen Gefühle bietet und ihr dadurch den Ausstieg ermöglicht, während sie ihn durch gemischte Signale in Spannung und bei der Stange hält (und „needyness“ gewissermaßen überhaupt erst produziert).

        Was ich nicht verstehe, ist Kais Unfähigkeit, seine eigene Verletzung wahrzunehmen oder zumindest angemessen auf sie zu reagieren. Er verhält sich wie ein Kind, das die Hand auf die heiße Herdplatte legt und sie, anstatt sie schnell zurück zu ziehen, eben gerade deshalb liegen lässt, weil es weh tut. Möglicherweise steckt dahinter der intuitive Glaube, dass die Verletzung nur eben durch den Menschen wieder geheilt werden könne, der sie ihm zugefügt hat… „Die Wunde schließt der Speer nur, der sie schlug“, heißt es in Wagners Parsifal – aber nunja: Welcher vernünftige Mensch würde schon Richard Wagner als Beziehungsratgeber engagieren?

        Anstatt sich etwas bitter generell von Frauen zu distanzieren, könnte man also vielleicht einfach mal damit anfangen zu unterscheiden, welcher Verhalten einer Frau unnötig verletzend ist und welches nicht – oder umgekehrt, bei welcher Frau sich der Einsatz lohnt und bei welcher nicht. Bei Inga lohnt er sich offenkundig nicht, zumindest nicht für Kai – und der interessanteste Aspekt dieser Geschichte ist in meinen Augen die Frage, warum er das nicht merkt.

        • „Trotzdem glaube ich, dass die Inga-Kai-Konstellation schlecht als Beleg männlicher Benachteiligung taugt – auch Frauen können sich schließlich in Kais Position manövrieren.“

          Männer konkurrieren mehr um Frauen als umgekehrt. Männer müssen Frauen meist erobern, sofern sie nicht so attraktiv wie George Clooney sind. Dass Frauen Männer erobern, ist ziemlich selten, machen sie meist nicht mal im Falle hochattraktiver Männer. Frauen dürfen weit mehr needy wirken als Männer. Sie müssen nicht in dem Maße wiederprüchliche Erwartungen erfüllen oder irgendwas genau dosieren. Sie müssen auch nicht Pick Up können, oder jahrelang durch Trial and Error auf die harte Tour lernen, wie man das andere Geschlecht rumkriegt. Frauen brauchen weder einen Beruf noch Geld, um an Männer dranzukommen – ungekehrt ist das meist ganz anders. Absolute Beginner um die 30 und älter sind fast alles Männer.

          Bei Frauen liegt der Großteil der Entscheidungsmacht auf dem Partnermarkt.

          Ja, und aus all den Gründen meines Erachtens ein guter Beleg für Benachteiligungen des Mannes.

        • “ Dass Frauen Männer erobern, ist ziemlich selten, machen sie meist nicht mal im Falle hochattraktiver Männer“

          Dann scheine ich so ein Exemplar zu sein *freu*

        • @ Matthias

          “ Absolute Beginner um die 30 und älter sind fast alles Männer“

          Was meinst du damit? Männliche Jungfrauen?

          Die tun mir leid. Vor allem scheinen sie „anständig“ zu sein, sonst wären sie mit spätestens 18 zu einer Hure gegangen.

          Tja die „Anständigen“ will keiner haben, aber „Arschlöcher“ wie ich kommen die Frauen zugeflogen obwohl ich auch ganz auf Frauen verzichten könnte und die meisten sogar verachte.

          Oder genau deswegen?

          Verrückte Welt oder??

        • @ Schoppe

          *Welcher vernünftige Mensch würde schon Richard Wagner als Beziehungsratgeber engagieren?*

          Als Pick-Up-Guru wäre er ideal.

          Aber anderseits, ein musikalisches Genie stolpert nur so über die Frauen, die ihm zu Füßen liegen.

          Keine gute Voraussetzung, das Bespielen von Frauen zu lernen.

          Wagner & Co haben es nicht nötig.

          Und wenn sie noch so klein und hässslich sind.

          Einmal in die Tasten hauen – und schon fällt Cosima in Ohnmacht, stirbt den Liebestod.

        • @ Schoppe

          „Auffällig fand ich, dass ihr Verhalten von Beginn an und durchgehend widersprüchlich ist.“

          Find ich gar nicht. Der Schilderung nach gab es nur diesen einen kleinen Ausreißer als sie ihm „ihre Gefühle gestand“, die nicht auf körperlicher Anziehung beruhten und was sie auch schnell als Fehler erkannte sowie als solchen im Text benennt. Spätestens als sie sich wiedersahen merkte sie sicher, dass da keine Funken flogen und ihre Sympathie die erotische Ebene nicht miteinschließt – im Gegensatz zu dem, was sie für ihren jetztigen Freund zu empfinden scheint, von dem sie wohl gleich hin und weg war.

          Kann man nix machen, Attraction is not a choice!

  11. @muttersheera
    Dass sie sich erst angezogen fühlt und diese Anziehung dann verfliegt, finde ich nicht widersprüchlich, sowas passiert. Dass sie sich ein Herz nimmt und Kai ihre Gefühle gesteht, aber zugleich auch wieder einen Rückzieher macht bzw. den bald folgenden Rückzieher im Moment der Liebeserklärung bereits vorbereitet – das schon.
    Und über eine spätere Zeit, als sie sich von Kai schon explizit distanziert hat, schreibt sie: „Gott, wie sehr ich es hasste, dass ich keine Nachrichten über die Biber vor Kais Haustür in Bayern mehr bekam, dass ich ihm nicht erzählen konnte, was mich die neueste „How I Met Your Mother“-Folge gelehrt hatte. Und wie viel Angst ich gleichzeitig davor hatte, dass er zurückkommen und sich nichts geändert haben würde.“ Dieses Warten auf seine Nachrichten trotz einer von ihr vollzogenen Distanzierung, diese Melange aus Sehnsucht und Angst, die Kai sicher nicht unverborgen geblieben ist, finde ich ebenfalls sehr widersprüchlich.

    • @ Schoppe

      Vielleicht ist ihr ja in dem Moment als sie es sagte bereits klargeworden was für eine dumme Idee das war? Und/Oder sie wollte einer Anspruchshaltung seinerseits vorbeugen?

      Wären so die zwei Möglichkeiten, die ich sehe – wobei icke jetzt „das Glück“ hatte, dass meist andere Männer den Part übernommen haben meinem jeweiligen Schwarm zu vermitteln, er solle vorsichtig sein weil ich es ja doch nicht ernst meine, hier vorzubauen blieb mir also erspart 😀

      Was ihr späteres Verhalten angeht: es ist offensichtlich, dass sie ihn als Mensch, als Kumpel mag, und sich vielleicht sogar gewünscht hat, sie würde mehr für ihn empfinden. Ist nur halt nicht so. Blöd, aber nicht zu ändern. Auch nicht durch mehr Game.

    • Dass sie sich erst angezogen fühlt und diese Anziehung dann verfliegt, finde ich nicht widersprüchlich, sowas passiert.

      Deshalb ist es ja etwas merkürdig, dass sie „aber gleich“ sagte, dass sie sich kenne, dass sich so was bei ihr sehr schnell wieder ändern kann“.

      Das ist ja eigentlich trivial, sie scheint aber um jeden Preis vermeiden zu wollen, auf ihre Gefühle festgenagelt zu werden.

      Das geht natürlich nicht, das Spiel läuft doch andersherum: _Der Mann_ muss das Eine wollen und die Frau muss um das Andere kämpfen 😀

      Es scheint mir also klar zu sein, dass sie einen gewissen Beziehungsdruck empfindet. Und Druck ist eben der attraction-killer schlechthin.

      Man weiß tatsächlich nicht, ob er bei ihr eine Chance hatte. Ich würde fast vermuten, dass sie durchaus mit ihm in die Kiste gesprungen wäre, wenn sie nicht das Gefühl gehabt hätte dass er dann gleich auf „große Liebe“ macht – sie eben festnageln will. Dann geht sie eben mit ihm ins Bett und schaut dann, wie sich das weiter entwickelt. Aus der Warte wäre sie sogar ziemlich offen und ehrlich, eigentlich auch verantortungsvoll, sie will keine gebrochenen Herzen produzieren.

      Seine Perspektive ist natürlich eine andere, wenn er mit ihr in die Kiste gesprungen wäre hätte er sich noch gnadenloser verliebt.

      Insofern finde ich nicht unbedingt, dass er sich „dumm“ verhalten hat. Wenn er „taktisch klüger“ vorgegangen wäre, hätte er vielleicht Sex mit ihr gehabt, aber dann wären seine Gefühle noch stärker gewesen, mit der Folge, dass sie sich noch mehr unter Druck gesetzt fühlt.

  12. Bei der ersten Schilderung scheint es nicht um irgendeinen Mann-Frau-Klischee-Käse zu gehen, wie die Frau sich selbst beschreibt klingt für mich sehr stark nach einer sog. schizoiden Persönlichkeitsstörung; das abrupte Nichtmehrertragenkönnen von zuviel Nähe das ohne Vorwarnung eintritt und das Bedürfnis wieder in der anonymen Masse und oberflächlichen („harmlosen“) Beziehungen unterzutauchen. Ich habe diese Störungsbild selbst und erkenne es darum wieder (ich hatte darum mit Absicht noch nie eine Beziehung).

  13. Pingback: Zerstörte Chancen – Esther Vilar begegnet den Wundern im Alice-Land – man tau

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