Ein paar Gedanken zu Familie und Weihnachten

Hier ein paar Gedanken zur Weihnachtszeit:

  • ist man erst einmal von zuhause ausgezogen und lebt getrennt von den Eltern, dann vermisst man schnell die Eigenständigkeit, an die man sich gewöhnt hat: Für viele Eltern scheint es schwierig zu sein, sich daran zu gewöhnen, dass die Kinder inzwischen älter sind und nicht mehr die kleinen Kinder von früher sind. Mit der höheren Selbständigkeit stören einen bestimmte Verhaltensweisen mehr und es kommt hinzu, dass auch die Eltern älter werden und damit mitunter weniger angepasst werden
  • Gerade Mütter haben die Angewohnheit einem über Personen zu erzählen, die man irgendwann mal entfernt kannte, weil sie sich gelegentlich mit deren Müttern unterhalten: „Doch, den kennst du, der war mit dir im Kindergarten“.
  • Wie schaffen es Eltern eigentlich ihren Computer in einen derartigen Zustand zu bringen ohne Ahnung von Computern zu bringen?
  • Der Wunsch, dass bei einem Familienfest alles perfekt ist und traute Familieneinheit demonstriert wird kann zusätzlichen Druck aufbauen, der dann zu einer besonderen Gereiztheit führen kann, die alle besonders dünnhäutig werden lässt.
  • Familienrituale können eine sehr vertraute Atmosphäre schaffen und eine gute Atmosphäre schaffen.

54 Gedanken zu “Ein paar Gedanken zu Familie und Weihnachten

  1. Wie schaffen es Eltern eigentlich, ihren Computer in einen derartigen Zustand zu bringen, ohne Ahnung von Computern zu haben?

    Ich habe da mal ein paar Kommata eingefügt.

    Ist der Computer bzw.die Computerin, falls es ein/e sich als weiblich verstehende/r Rechner/Rechnerin ist, nun in einem besonders guten Zustand oder in einem besonders schlechten?

    Macht einfach eine zertifizierte Weihnachtstherapie.

    • @ Kirk

      Da wir’s gestern von den Puten hatten, schlage ich Compute vor. Die Compute = Frauencomputer, mit PMS, irrationalen Ausbrüchen, gelegentlich geistig verstört, desorientiert, aussetzend.

      DER ComputER = Männercomputer, ein geräuschlos arbeitendes, hoch effizientes, zutiefst rationales Werkzeug.

  2. Wie andere Leute einschließlich meiner Familie ihren PC „behandeln“ könnte mir ja egal sein, wenn sie nicht alle meinten, bloß weil ich einen Job in der IT-Branche habe sei ich PC-Spezialist und hätte alle zwei Wochen Zeit genug ihr dämliches Windows neu zu installieren oder mich anderweitig um ihre Virenschleudern zu kümmern…

  3. Passend zum Thema „Weihnachten, Familie, Gender“ die Ansprache des Papstes vor dem Kardinalskollegium und der Kurie am 21.12.2012.

    Bezugnehmend auf Gilles Bernheim sagte er:

    *Der Großrabbiner von Frankreich, Gilles Bernheim, hat in einem sorgfältig dokumentierten und tief bewegenden Traktat gezeigt, daß der Angriff auf die wahre Gestalt der Familie aus Vater, Mutter, Kind, dem wir uns heute ausgesetzt sehen, noch eine Dimension tiefer reicht.

    Hatten wir bisher ein Mißverständnis des Wesens menschlicher Freiheit als einen Grund für die Krise der Familie gesehen, so zeigt sich nun, daß dabei die Sichtweise des Seins selbst, dessen, was Menschsein in Wirklichkeit bedeutet, im Spiele ist. Er zitiert das berühmt gewordene Wort von Simone de Beauvoir: „Man wird nicht als Frau geboren, sondern man wird dazu“. („On ne naît pas femme, on le devient“).

    In diesen Worten ist die Grundlegung dessen gegeben, was man heute unter dem Stichwort „gender“ als neue Philosophie der Geschlechtlichkeit darstellt. Das Geschlecht ist nach dieser Philosophie nicht mehr eine Vorgabe der Natur, die der Mensch annehmen und persönlich mit Sinn erfüllen muß, sondern es ist eine soziale Rolle, über die man selbst entscheidet, während bisher die Gesellschaft darüber entschieden habe.

    Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig. Der Mensch bestreitet, daß er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, daß sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern daß er selber sie macht.

    Nach dem biblischen Schöpfungsbericht gehört es zum Wesen des Geschöpfes Mensch, daß er von Gott als Mann und als Frau geschaffen ist. Diese Dualität ist wesentlich für das Menschsein, wie Gott es ihm gegeben hat. Gerade diese Dualität als Vorgegebenheit wird bestritten. Es gilt nicht mehr, was im Schöpfungsbericht steht: „Als Mann und Frau schuf ER sie“ (Gen 1, 27). Nein, nun gilt, nicht ER schuf sie als Mann und Frau; die Gesellschaft hat es bisher getan, und nun entscheiden wir selbst darüber.

    Mann und Frau als Schöpfungswirklichkeiten, als Natur des Menschen gibt es nicht mehr. Der Mensch bestreitet seine Natur. Er ist nur noch Geist und Wille. Die Manipulation der Natur, die wir heute für unsere Umwelt beklagen, wird hier zum Grundentscheid des Menschen im Umgang mit sich selber. Es gibt nur noch den abstrakten Menschen, der sich dann so etwas wie seine Natur selber wählt. Mann und Frau sind in ihrem Schöpfungsanspruch als einander ergänzende Gestalten des Menschseins bestritten.

    Wenn es aber die von der Schöpfung kommende Dualität von Mann und Frau nicht gibt, dann gibt es auch Familie als von der Schöpfung vorgegebene Wirklichkeit nicht mehr. Dann hat aber auch das Kind seinen bisherigen Ort und seine ihm eigene Würde verloren. Bernheim zeigt, daß es nun notwendig aus einem eigenen Rechtssubjekt zu einem Objekt wird, auf das man ein Recht hat und das man sich als sein Recht beschaffen kann.

    Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt. Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst. Und es wird sichtbar, daß dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst. Wer Gott verteidigt, verteidigt den Menschen.*

    http://www.zenit.org/article-26236?l=german

    • PS:

      Solche Ansprachen der Päpste finden in der Sala Clementina des Vatikanischen Palastes statt, in dem auch seit Jahrhunderten die toten Päpste aufgebahrt werden.

      Ausgemalt wurde der Saal um 1600 von italienischen und flämischen Künstlern

      Der Papst, der ihn im späten 16. Jhdt. in Auftrag gab, war Clemens VIII., ein Pit Bull.

      Wenn auch einer mit hochentwickeltem, ästhetischen Geschmack.

    • „Der Mensch bestreitet, daß er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, daß sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern daß er selber sie macht.“

      Mein Gott, Benedicto als Naturalist! Soweit kann ich ihm durchaus folgen, nur leider vermag seine Alernative mich nicht zu überzeugen.

      Da halte ich es mit dem großen anderen Benedicto, nämlich Spinoza:

      „So muss auch der Mensch, solange er ein Teil der Natur ist, den Gesetzen der Natur folgen, was eben der Gottesdienst ist, und solange er das tut, ist er in seinem Glück“

      Kurze Abhandlung von Gott, dem menschen und seinem Glück, Kap. 18

      • “So muss auch der Mensch, solange er ein Teil der Natur ist, den Gesetzen der Natur folgen, was eben der Gottesdienst ist, und solange er das tut, ist er in seinem Glück”

        ich geh mal eben zum gottestdienst und nehme den SPIEGEL mit.

      • @ El-Mocho

        *“So muss auch der Mensch, solange er ein Teil der Natur ist, den Gesetzen der Natur folgen, was eben der Gottesdienst ist, und solange er das tut, ist er in seinem Glück”*

        Nur lässt sich darauf keine Ethik begründen.

        Ist Morden Naturgesetz?

        Ist Rauben, Beutemachen, Vergewaltigen Naturgesetz?

        Ist die Gewaltherrschaft des Starken über den Schwachen nicht Naturrecht?

        Dann ist Morden Gottesdienst, der Mörder glücklich und Hermann Göring hat Recht: „Wenigstens 12 Jahre anständig gelebt!“

        • Auf angebliche göttliche Offenbarungen lässt sich auch keine Ethik gründen, jedenfalls keine, die auch für Ungläubige gültig wäre.

          Und Naturgesetz ist kooperieren und Helfen genauso wie Morden.

        • @ El_Mocho

          *jedenfalls keine, die auch für Ungläubige gültig wäre.*

          In der Tat.

          Menschen, die nur dieses eine Leben haben, um alles zu erleben, zu genießen, für die mit dem Tode alles endet, mit dem sie auch allem entgehen, haben eigentlich keinen Grund, nicht je nach Opportunität zu entscheiden, ob sie helfen oder morden.

          Warum nicht morden, wenn die realistische Chance besteht, damit durchzukommen, nicht erwischt zu werden?

          Ich muss nur bis zum Tode durchkommen.

          Jenseits dessen habe ich nichts zu befürchten/nichts zu erhoffen.

          Ich werde niemals besser leben als genau jetzt und hier.

          Da ist Mord eine lohnendes Risikoinvestment.

          Rational betrachtet.

        • Um es noch etwas zu erweitern:

          In dem Zitat von Spinoza spricht dieser den Faschismus der Natur heilig.

          Das stört mich daran.

          Wahrscheinlich hatte Spinoza ein „verkitschtes“ Bild von der Natur („gut, vernünftig, moralisch“), kannte noch nicht ihre Amoral.

          Darum konnte er das tun.

          Nitzsche ging da weiter.

          Er erkannte den Faschismus der Natur und hat ihn in seinem Übermenschenkult der Stärke bejaht, ihren Faschismus als Rechtfertigung benutzt, den Faschismus des Übermenschen als Ideal zu konstituieren, das man wild bejahen sollte, um sich im brausenden, donnernden, gewalttätigen, gewalttätig schaffenden Leben als Sieger zu behaupten.

        • Sorry, Roslin, wenn ich mir das Handeln der realen Menschen anschaue, sowohl in der Geschichte als auch heutzutage, dann habe ich nicht den Eindruck, dass sich die Gläubigen moralischer Verhalten als die Ungläubigen.

          Die Furcht vor der Strafe Gottes im jüngsten Gericht ist auch nur der Wunsch, Strafe zu vermeiden.

        • @ Leszek, El-Mocho

          Das lässt die Verwüstungen außer acht, die ein an seiner Endlichkeit verzweifelnder Mensch an der Umwelt anrichten muss.

          Ich sagte bereits, dass ein Atheist, der an die radikale Endlichkeit seiner Existenz glaubt, in der starken Versuchung steht, alles aus diesem Leben herauszupressen, was an Genuß erreichbar ist in diesem Leben.

          Er wird seltener gelassen sein, um so weniger, je nachdenklicher er ist.
          Er wird umso bewusstloser konsumieren, je gedankenloser er ist.

          Es gibt also kaum ein Entrinnen.

          So ist der Siegeszug des Konsumismus/Hedonismus eine logische Konsequenz der real existierenden materialistischen Weltanschauung.

          Sie verwüstet unseren Planeten.

          Das ist ein Übel, das ihr nicht auf Eurer Rechnung habt.

        • Roslin, (editiert: Bitte höflich und sachlich bleiben). Woher weißt du denn so genau, daß jeder Atheist pathologisch konsumiert und in genauso pathologischer Weise versucht, das Maximum aus seinem Leben herauszuholen.

          Zweifelst du an deinem Glauben, oder warum mußt du Atheisten so schlechtmachen? Erkläre doch mal bitte den Calvinismus. Das sind doch super gläubige und christliche Menschen. Voll ey. Und dann zerstören die unsere schöne Welt mit dem Kapitalismus.

          Diese Begründungszusammenhänge sind (editiert: Bitte höflich und sachlich bleiben), daß ich mich immer wieder wundere, daß erwachsene Menschen so argumentieren können. Das ist das gleiche Nivo wie von Neurotischen Atheisten, die gläubigen Menschen allen möglichen Unsinn und Schwachsinn andichten.

          Willkommen im Club, Meister Roslin. Du bewegst dich jetzt auf dem gleichen Nivo wie ein Richard Dawkins etc. oder God’s Boss und wie se alle heißen.

          Neurotischer Theismus ist deine Glaubensrichtung wohl.

          Ich kann leider nichts dafür, daß ich so genial bin, Roslin. Du solltest aber stichhaltige Argumente zur Kenntnis nehmen.

          Dein Kirk

          PS: Um es dir noch mal zu erklären, es handelt sich bei deinen Ausführungen um völlig willkürliche, abstrakte und interessengeleitete Konstruktionen, die mit den geringsten geistigen Bewegungen falsifiziert werden können.

        • @Alexander

          „Ich sagte bereits, dass ein Atheist, der an die radikale Endlichkeit seiner Existenz glaubt, in der starken Versuchung steht, alles aus diesem Leben herauszupressen, was an Genuß erreichbar ist in diesem Leben.“

          Probier es mal mit dem Atheismus! Alles halb so schlimm. Oder hast du ein Problem damit, das Leben zu genießen?

        • @Roslin: gebe zu bedenken:

          1) Auch Atheisten lieben ihre Kinder und möchten deren Lebensbedingungen nicht unnötig aufs Spiel setzen.

          2) Auch Atheisten haben ein ästhetisches Empfinden und möchten die Natur durchaus um ihrer selbst willen erhalten sehen.

          3) „Wenn es keinen Gott gibt ist alles erlaubt“ (Dostojewski)
          Sicher, aber man muss ja nicht alles tun, was erlaubt ist. Bzw. es sind ja auch noch andere Gründe denkbar, die das Verhalten bestimmen, als Ge- und Verbote.

          Mich befremdet diese Haltung der Gläubigen, die immer für alles enen Befehl brauchen.

        • @ Christian: Zensiere künftig mal etwas besser, so daß die Syntax erhalten bleibt. Schreibe einfach statt “erbärmlich” oder “dämlich” “zensiert”. Deine Höflichkeitsappelle sind mir bekannt.

          Dann bleibt der Kommentar lesbar. Roslins Nivo ist nun mal äußerst schlicht. Was soll man da sagen?

          @James

          “Du bewegst dich jetzt auf dem gleichen Nivo wie ein Richard Dawkins”

          Das wäre aus meiner Sicht ein hohes Lob.

          Lies meinen Kommentar noch einmal genau und mit einem ernst gemeinten Diskussionswillen. Der ist bei dir häufig nicht erkennbar. Meine Aussage zu diesem Teilaspekt ist mehr als verständlich. Es bedarf einer großen Ignoranz und einer gewissen unmündigen Huldigung einer Einzelperson, um diese Ausführungen nicht verstehen zu können.

          Mir ist nicht klar, wie man immer noch ein positives Bild von einem Demagogen wie Dawkins haben kann, angesichts der vielfältigen Kritik an diesem Menschen, die überall verfügbar ist.

          Du gibst da nicht gerade das beste Bild ab.

          @ El Mocho

          Es ist ebenso fragwürdig und absurd, die Meinung zu vertreten, wenn es einen Gott gebe oder man religiös sei, sei auf einmal nicht mehr alles erlaubt.

          Offenbar vertrittst du diese These. Reichlich merkwürdig, da auch jeder mögliche Müll religiös begründet werden kann. Auch Morde, Pogrome und vieles mehr.

          Ich verstehe nicht, warum sich die Leute hier immer so gerne in Lügensysteme flüchten, die sie entmündigen und die so offensichtlich absurd sind. Religiosität und Nichtreligiosität sind in keiner Weise relevant hinsichtlich der menschlichen Destruktivität.

          Dies belegen die zahlreichen gläubigen wie nichtgläubigen Menschen, die sich human verhalten. Ist das so schwer zu verstehen?

          Warum flieht man hier und anderswo in solche geistig völlig unwürdigen Erklärungssysteme?

          • @james

            „Zensiere künftig mal etwas besser, so daß die Syntax erhalten bleibt“

            ich habe einen anderen Vorschlag: Kommentiere einfach so, dass ich nicht editieren muss.

            „Mir ist nicht klar, wie man immer noch ein positives Bild von einem Demagogen wie Dawkins haben kann, angesichts der vielfältigen Kritik an diesem Menschen, die überall verfügbar ist.“

            Dann bring mal die Sachargumente, die die Leute dort vorbringen.
            Dawkins hat in seinen Büchern ja zu den meisten gegen seine Position vorgebrachten Argumenten Stellung genommen.
            Was genau kritisierst du überhaupt?

            Kritik von Dawkins kommt meist aus Kreisen, die außerhalb der Wissenschaft stehen, also stark religiösen Personen.

        • @ Kirk
          Ich stimme Christian zu, dass auch ich mich geehrt fühlen würde, mit Dawkins verglichen zu werden. Ihn als „Demagogen“ zu bezeichnen, läasst mich allerdings zu dem Schluss kommen, dass Du ihn nie gelesen hast.

          Bye the way: Vielfältige Kritik gibt es an jeder öffentlichen Person. Kritik alleine macht einen Menschen nicht schlechter, zumal ich persönlich die Kritk an Dawkins für reichlich unfundiert halte, gerade in Bezug auf seinen Atheismus.

        • @ Kirk

          Das war ein Zitat von Dostojewski. Lies mal die „Brüder Karamasof“, darin setzt er sich mit dieser Problematik auseinander.

          Wenn man wirklich an das jüngste Gericht, die Hölle und das Paradies glaubt, ist es natürlich konsequent, sein Handeln auch daran auszurichten.

          Nur bieten die Religiösen Texte eben immer auch genug Interpretationsmöglichkeiten, um jede Scheußlichkeit als gottgewollt zu verstehen.

          Religiosität kann durchaus die menschliche Destruktivität mindern, sie bietet ihr aber dafür andere Ausdrucksmöglichkeiten.

        • @ El-Mocho

          *Sicher, aber man muss ja nicht alles tun, was erlaubt ist. Bzw. es sind ja auch noch andere Gründe denkbar, die das Verhalten bestimmen, als Ge- und Verbote.*

          Ich gebe zu bedenken, dass die größten Menschenvernichter der Geschichte Atheisten/Nichtchristen waren und dass sie sich im 20. Jhdt. konzentrieren wie in keinem Jahrhundert zuvor.

          Das 21. Jhdt. allerdings hat die allerbesten Voraussetzungen, diesen Rekord zu brechen.

          • @Roslin

            Ob Hitler Atheist war ist ja umstritten. er hat seine Taten jedenfalls nicht atheistisch begründet und die meisten der Handelnden dürften Christen gewesen sein.
            Und die Ausrottung der Menschen in Süd- und Nordamerika erfolgte auch durch Christen, Kreuzzüge haben einiges an Toten gefordert, insbesondere Prozentual an der Weltbevölkerung.
            Religion war häufig die Grenzlinie anhand der Krieg geführt wurde, sie diente erfolgreich dem Outgrouping.

        • @ Roslin

          „Ich gebe zu bedenken, dass die größten Menschenvernichter der Geschichte Atheisten/Nichtchristen waren und dass sie sich im 20. Jhdt. konzentrieren wie in keinem Jahrhundert zuvor.“

          Früheren religiösen Gesellschaften fehlten einfach die Technologien, um Massenvernichtungen analog den Nazis und Stalinisten durchzuführen.

          Und Mao war übrigens zumindest in seiner Spätphase offenbar kein Atheist. Vor seinem Tod sprach er davon, dass er bald bei Gott sein werde.

          Der Nationalsozialismus war KEIN atheistisches Regime.

          Und auch der Katholizismus als EINE Quelle von Hitlers Weltbild ist nebenbei gesagt schon lange Gegenstand der Forschung zum Nationalsozialismus. Die Standardwerke dazu sind:

          Friedrich Heer – Der Glaube des Adolf Hitler

          http://www.amazon.de/Glaube-Adolf-Hitler-Friedrich-Heer/dp/3548345980/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1356619009&sr=1-3

          Theophil Veritas – Katholik Hitler. Über eine der Wurzeln von Hitlers Wahnsystem.

        • Ich gebe zu bedenken, dass die größten Menschenvernichter der Geschichte Atheisten/Nichtchristen waren …

          Wo liegen denn die Ursprünge des Judenhasses wenn nicht im Religiösen? Muss ich hier Luther zitieren? Der Judenhass war ja keine Erfindung Hitlers. Die Pogrome gegen Juden im zaristischen Russland bedienten sich tief verwurzelter religiös begründeter Ressentiments.
          Neuerdings fühlen sich die Pfaffen berufen, die Leute über Antisemitismus aufzuklären! Das hat gerade noch gefehlt!

          Die Jakobiner hatten auch ihr Gutes, haben sie doch den Pfaffen dermassen in den Hintern getreten, so dass die sich bis heute nicht davon erholt haben.

          Was stand auf der Gürtelschnalle des Wehrmachtsoldaten geschrieben?

        • Na wenn ihr jetzt anfangt Gräueltaten im Namen des Atheismus gegen die der Religion aufzurechnen, könnt ihr gleich was konstruktiveres machen: das bringt nämlich nichts.

          Vor allem sehe ich nicht woraus ihr hinauswollt. Dass Christen schlechtere Menscehn sind? Dass Atheisten keine Moral haben? Was soll das Ganze?

        • Schreibe ich eigentlich Chinesisch oder Kyrillisch?

          Da steht, dass die größten Menschenvernichter Atheisten/Nichtchristen waren.

          Hitler war kein Atheist, aber eben kein gläubiger Christ.

          Er begann übrigens seine Karriere als Politiker auf der linken Seite des Spektrums, wenn wir schon von Ursprüngen reden.

          http://www.welt.de/kultur/article3300435/Adolf-Hitler-wurde-spaet-zum-Antisemiten.html

          Wie Mussolini auch.

          @ Peter

          Vorsicht mit solchen Argumentationen.

          Manche Katholiken könnten das als Rechtfertigung verstehen, den Jakobinern von heute mächtig in den Hintern zu treten.

          Glaub mir, wenn’s drauf ankommt, wären sie in der Überzahl.

          „Wieviele Divisionen hat der Papst?“

        • Hitler war Katholik, er ist nie aus der Kirche ausgetreten und wurde auch nie exkommunizert (genau wie Mussolini). Anders als z.B. Luther, dessen Exkommunizierung nie aufgehoben wurde.

          Schau dir mal Hitlers Reden an, ständig ist von Gott und der Vorsehung die Rede.

          Natürlich hat er nicht die Lehren von Jesus Christus praktiziert, keine Frage. Aber du machst es dir zu einfach, wenn du einen irrationelan Politkult wie den Marxismus, der viel mit Religion gemein hat (Bertrand Russell hat darüber geschrieben) als „Atheismus“ bezeichnest und die Verbindungen von Christentum un Totalitarismus leugnest.

        • Kritik von Dawkins kommt meist aus Kreisen, die außerhalb der Wissenschaft stehen, also stark religiösen Personen.

          [lach]

          Dein Niveau läßt zu wünschen übrig.

          Man kann nicht so leicht abschätzen, wann welche Formulierungen für dich „unhöflich“ sind. Deshalb wäre allgemein gut, wenn du die Satzstruktur erkennbar läßt und nur die beanstandeten Wörter streichst oder ersetzt.

          Ich lege es auch nicht drauf an, Grenzen zu überschreiten. Ich verhalte mich recht authentisch.

          Du könntest auch solch eine Methode anwenden: „————-“

          Das wäre auch ein gutes Zensurmittel. Es sollte jedenfalls nicht ein ganzer Satz zerstört werden.

          Bist du selbst der Auffassung, daß du dich ernsthaft und ausreichend mit der Kritik am atheistischen Fundamentalismus auseinandersetzt?

          Man hat bei dir einfach den Eindruck, daß du dich enorm „unklug“ stellst.

          • @james

            „Bist du selbst der Auffassung, daß du dich ernsthaft und ausreichend mit der Kritik am atheistischen Fundamentalismus auseinandersetzt?“

            Da fehlen schon wieder sämtliche Sachargumente. Was ein Auseinandersetzen mit der Kritik doch stark erschwert.

            Vielleicht kannst du ja zumindest auf eine dieser Kritiken an Dawkins verlinken, damit man sieht, was du eigentlich meinst.

          • @james

            „Man kann nicht so leicht abschätzen, wann welche Formulierungen für dich “unhöflich” sind.“

            Wenn du gängige als Beleidigung zu wertende Worte wegläßt und bei Ad Hominem Angriffen überlegst, wie man sie möglich sachlich formuliert oder noch besser sie weglässt, dann wirst du gut durchkommen.

            Ein Beispiel:
            „Es ist ebenso erbärmlich und dumm, die Meinung zu vertreten…“

            Erbärmlich und dumm sind Angriffe auf den anderen Kommentator und leicht als beleidigend zu erkennen.

            Hingegen wäre:

            „Deine Meinung halte ich für schwer vertretbar, weil…“ ebenso unproblematisch wie „Du übersiehst dieses und jenes Argument“ oder „Das überzeugt mich nicht, weil…“

            Einfach oder?

      • @ El-Mocho

        *Das war ein Zitat von Dostojewski. Lies mal die “Brüder Karamasof”, darin setzt er sich mit dieser Problematik auseinander.*

        Noch erhellender sind „Die Dämonen“.

        Das, was Dostojewski in diesem Roman an einer kleinen Gruppe fanatischer Spinner exemplifiziert, ist im bolschewistischen Russland in größtem Maßstab wiederholt worden.

        Und später unter anderer Flagge im III. Reich der Nazis, dann wieder unter rein roter Flagge in China und Kambodscha und in weniger mörderischer Ausprägung auch noch an vielen anderen Orten der Welt.

        Das ist kein Zufall, sondern Konsequenz der Psychodynamik von Anhängern von Sündenbockideologien, die umso hemmungsloser agieren können, je weniger christlich sie sind.

        • @Roslin

          „je weniger christlich sie sind“

          Ein Problem, welches man einfach mit einem „Gott will es“ lösen konnte. „Ungläubige“ waren schon immer einfach zum Sündenbock zu machen. und ein „von Gott auserkoren sein“ läßt sich auch gut für das ingrouping verwenden.

          Man schaue sich die Bibel an: Ein Völkermord nach dem anderen lediglich aufgrund der Religion.

    • Nach dem biblischen Schöpfungsbericht gehört es zum Wesen des Geschöpfes Mensch, daß er von Gott als Mann und als Frau geschaffen ist. Diese Dualität ist wesentlich für das Menschsein, wie Gott es ihm gegeben hat. Gerade diese Dualität als Vorgegebenheit wird bestritten.

      Da haben wir das Problem, Roslin, gebenedeiter Katholik.

      Wer unsere Geschlechtlichkeit mit irgendwelchen transzendenten Bedingungen begründet, steht auf verlorenem Posten. Das ist die Tragik der christlich-konservativen Gender-Kritiker.

      Daß ihre Argumentationen weitgehend nicht auf rationalen immanenten Argumenten fußen, sondern daß sie sich auf die Autorität der Bibel oder dessen berufen, was sie meinen, was transzendent angeblich unausweichlich der Wahrheit entspricht.

      Als wandelndes Genie macht es mich immer wütend, solch einen Schwachsinn zu lesen. Es ist nicht das geringste Problem, den Gender-Firlefanz diesseitig und rational zu widerlegen. Und ebenso darf man gerne gläubig und religiös sein.

      Aber wenn irgendwelche Hanseln wie Benedikt, Eva Herman, leider auch Christl Vonholdt und andere mit diesem religiösen Müll daherkommen, flippe ich aus.

      Das ist einfach unwürdig. Die Gender-Theorie läßt sich nicht durch die Bibel widerlegen – fertig.

      • @ Großadmiral Kirk

        *Aber wenn irgendwelche Hanseln wie Benedikt, Eva Herman, leider auch Christl Vonholdt und andere mit diesem religiösen Müll daherkommen, flippe ich aus.*

        Das merkt man.

        Weshalb ich Ihnen nicht mal die Lenkung einer Optimist-Jolle anvertraut sehen möchte.

    • Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig. Der Mensch bestreitet, daß er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, daß sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern daß er selber sie macht.

      Totalitäre Ideologien streben nach unbeschränkter Herrschaft. Die totale Kontrolle des Individuums als Ideal muss folgerichtig bei der Erziehung beginnen, denn eine stets gegen den Willen der Vielen erzwungene Herrschaft ist niemals von Dauer. Es ist ein Merkmal aller totalitären Ideologien, dass sie deshalb die Erziehung gemäss ihren politischen Maximen zu gestalten versuchen.

      Aber jetzt mein Wort zu Weihnachten, das Wort zum Stephanstag von einem echten Atheisten:

      Die Erkenntnis, dass der Mensch sterblich ist und damit auch das eigene Leben irgendwann endet ist die schwerste aller narzisstischen Kränkungen, die der Mensch erfahren kann. Diese narzisstische Kränkung ist so schwer erträglich, so dass er das Offensichtlichste leugnet, den Tod. Zu diesem Zweck hat sich der Mensch Götter gebastelt, die ihm als Lohn für ein gottgefälliges Leben das ewige Leben nach dem Tod schenken. So einfach ist das.

      • @ Peter

        * Diese narzisstische Kränkung ist so schwer erträglich, so dass er das Offensichtlichste leugnet, den Tod. Zu diesem Zweck hat sich der Mensch Götter gebastelt, die ihm als Lohn für ein gottgefälliges Leben das ewige Leben nach dem Tod schenken. So einfach ist das.*

        Die narzisstische Kränkung, dass die Vernunft des Menschen auf die gerade der Kluge, „Aufgeklärte“ in der Regel so stolz ist, u.U. nicht die Totalität dessen, was ist, zu erfassen vermag, prinzipiell nicht, dass sich ihr vielleicht gerade das Wesentlichste entzieht, hat auch Folgen.

        Schließlich ist Atheismus und der Glaube an die Nichtexistenz einer immateriellen Essenz des Menschen, einer unsterblichen Seele auch nur genau das: ein Glaube.

    • Was für eine dümmliche Rede. Wieder nur dazu gedacht, Menschen zu entwürdigen, zu beleidigen und als minderwertig darzustellen.

      Bye the way: Wie lächerlich ist es eigentlich sich in Familien- und Geschlechterfragen auf einen Mann zu berufen, der von Berufs wegen her weder heiraten, noch Sex, noch Kinder haben darf und der bunt kostümiert in einem Outfit rumrennt, auf das jede Drag-Queen neidisch wäre?

  4. “Doch, den kennst du, der war mit dir im Kindergarten”

    … immer und immer wieder werde ich das gefragt. Mit einer der nervigsten Fragen wenn ich zu Hause bei Muttern bin.

  5. Die Sozialisten versuchen die Familie zu zerstören. Es ist gut, dass die CDU jetzt bei über 40 % liegt. Zudem wird glücklicherweise die nicht-grüne Ökopartei FW viele Stimmen bekommen. Mehr dazu auf meinem Blog.

  6. @X-tian (Erklärung siehe unten)

    Deine Bilanz klingt ja nüchtern. Vielleicht sollte man Weihnachten noch vor der Ehe abschaffen.

    Du scheinst selten zuhause bei Eltern zu sein (wenn du Pkt. 1–3 mit Weihnachten in Verbindung bringst).

    • „Wie symmetrisch/attraktiv ist dieses Gesicht?“

      Ich find die statische Symmetrie eher hoch, die in Bewegung jedoch weniger. Für mich wär sie wohl eine 7-8. Für ein endgültiges Urteil müsste ich sie aber ungeschminkt sehen. Wegen den nicht zu leugnenden Make-up-Effekten: http://maedchenmannschaft.net/halb-frau-halb-mann/

      Zum Thema des Videos fiel mir dieses hochgradig-absurde Verbot ein:
      http://m.spiegel.de/panorama/a-748171.html#spRedirectedFrom=www

      Muss man eigentlich nichtmal ausprobieren um zu ahnen, dass die Behörden bei uns genauso reagieren würden…

      Manchmal findet man bei pantiesparadise aber Muttermilch, und wenns jetzt wirklich für die Kinder sein soll etabliert sich Facebook als Börse.

      Übrigens: „In Österreich wird die Verteilung öffentlich abgewickelt, und zwar von der „Frauenmilchsammelstelle“ in der Semmelweisklinik. Rund 25 Mütter beliefern diese „Milchbank“ und erhalten dafür 2,33 Euro pro Liter. Die „Frauenmilchsammelstelle“ (ab 2015 im Krankenhaus Nord angesiedelt) kontrolliert und bearbeitet die Milch und verkauft sie um 7,28 Euro pro Liter an Privatpersonen und um 41,12 Euro an Spitäler.

      Im Vergleich zu den Preisen amerikanischer „Milchbanken“ ist das geschenkt. Dort, so schätzt die Stillberaterin Iris Wagnsonner, kostet der Tagesbedarf an Muttermilch mehr als hundert Dollar. (…) Anfang dieses Jahres eröffnete das Klinikum Großhadern in München die erste Milchbank seit 100 Jahren in Westdeutschland, und zwar für Frühchen.“

      http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/753390/Das-weisse-Gold_Der-Handel-mit-der-Muttermilch

  7. „Ich find die statische Symmetrie eher hoch, die in Bewegung jedoch weniger.“

    Ich finde gerade die unsymmetrischen Bewegungen attraktiv. Hat was, wenn die ihre Gesichter schneidet.

    „Für ein endgültiges Urteil müsste ich sie aber ungeschminkt sehen“

    Ja, ohne Schminke wäre sie mindestens eine 9.

    „wenns jetzt wirklich für die Kinder sein soll“

    Klar. Kind soll auch was haben, nachdem Papa alles leergemacht hat.

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