„Männer sind halt unfähig“

Sibylle Berg schreibt im Spiegel in einem Artikel mit dem Titel: „Männer sind halt unfähig„:

Wir müssen nicht die Männer fördern, sondern sehr schnell den Frauen 50 Prozent Macht und Einfluss geben – und das mit Gesetzen, Kindergartenplätzen und männlicher Kameradschaft. Und wir müssen es jetzt tun. Denn es scheint nicht mehr soviel Zeit zu bleiben, wenn man den Untergang des Systems Erde beobachtet. Es wird uns, der Bevölkerung, nicht gelingen, gemeinsam etwas Vernünftiges zu erreichen. Die Umwelt zu retten oder das Leben für alle angenehm zu machen, das steht ja auch in keinem Vertrag, dieses Recht auf ein angenehmes Leben. Ich habe keine Ahnung welche von der Macht ausgeschlossenen Gruppen es noch gibt – außer Frauen, Transgender, Homosexuelle und Behinderte -, die es besser machen könnten, als die bisher fast ausschließlich alleinbestimmenden Männer. Aber man sollte es versuchen. Und sei es nur, damit wir uns alle stolz die Hände geben können, wenn der Planet langsam im Wasser versinkt.

Klingt nach Standpunkttheorie:  Die Frauen oder andere Gruppen würden dann eben ihren ganz besonderen Standpunkt einbringen und dann alles besser machen. Das sich mit dem Geschlecht der Politiker nicht so viel ändert zeigt hingegen Merkel.

Es ist zudem ein ziemlicher Essentialismus: Frauen als Gruppe sollen die Menschheit retten, weil sie eben die negativen Aspekte, die Männer möglicherweise als Gruppe anhaften, hoffentlich nicht besitzen, sondern alles ganz anders machen.

Dass das bisherige System erstaunliche Fortschritte bewirkt hat und weder Männer noch Frauen bereit sind auf Luxus zu verzichten – geschenkt.  Es bleibt die Hoffnung, dass Frauen die besseren Menschen sind.