OECD Studie zur Geschlechtergleichstellung

Eine aktuelle Studie nimmt zu der Frage Stellung, warum Deutschland eine so geringe Geburtenrate hat:

Die Süddeutsche dazu:

Kinderkriegen in Deutschland ist unattraktiv geworden wie nie zuvor. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (PDF). Als Gründe für die beständig sinkenden Geburtenzahlen werden vor allem die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft sowie die fehlende gesellschaftliche Anerkennung für berufstätige Mütter hierzulande genannt. Das kulturelle Leitbild von einer „guten Mutter“, die zuhause bei den Kindern zu bleiben habe, sei vor allem in den alten Bundesländern noch so stark verbreitet, dass berufstätige Frauen sich im Zweifel eher gegen als für ein Kind entschieden. Deutschland gehört damit im europaweiten Vergleich zu den Schlusslichtern bei den Geburtenzahlen – dies lasse sich nicht mehr einzig auf ökonomische Gründe zurückführen, so die Sozialforscher.

Also:

  • fehlende gesellschaftliche Anerkennung für berufstätige Mütter
  • Leitbild der guten Mutter, die zuhause bleibt

Das Leitbild der guten Mutter, die zuhause bleibt. Meiner Meinung nach traut man sich in Deutschland auch nicht dieses abzubauen. Wer wird den ganzen weiblichen Wählern sagen, dass sie einen Fehler machen, wenn sie sich um die die Kinder kümmern. Niemand will den Hausfrauen sagen, dass sie lieber an ihre Rente denken sollen und man Kinder in die Fremdbetreuung geben sollte. Niemand will ihnen sagen, dass sie früher in den Beruf zurückkehren sollen.

Natürlich könnte man eine entsprechende Kampagne machen, in der man gegen das Leitbild der guten Mutter vorgeht. Aber würde es positiv angenommen werden?

Momentan hat eine Frau das Gefühl, dass Kinder bekommen und Beruf gleichzeitig nicht möglich ist.

Und zur Gleichstellung:

Mehr junge Frauen als Männer machen Abitur und Hochschulabschlüsse. Doch kaum sind sie in die Arbeitswelt eingestiegen, stoßen sie an die sogenannten gläsernen Decken.

Ach ja, die gäserne Decke. Mal sehen welche Faktoren benannt werden:

Sie verdienen weniger, haben schlechtere Aufstiegschancen – und sobald sie ein Kind bekommen haben und in Teilzeit arbeiten, sind oft alle Karrierechancenn vorbei. Wie groß der Unterschied zwischen Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt ist, zeigt eine aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). So liegt Deutschland, was das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen angeht, unter allen 34 OECD-Ländern auf dem drittschlechtesten Platz. 22 Prozent weniger Gehalt bekommen Frauen bei den mittleren Einkommen. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Studie „Gleichstellung der Geschlechter“ hervor. Im OECD-Durchschnitt beträgt das Lohngefälle nur 16 Prozent. Dabei sind gerade junge Frauen laut den Ergebnissen der Studie besser ausgebildet als Männer. 27 Prozent der Frauen zwischen 25 und 34 Jahren haben in Deutschland einen Abschluss von einer Universität, einer Fachschule oder einen Meisterbrief. Bei den Männer dieser Altersgruppe liegt der Anteil nur bei 25 Prozent. Mehr als die Hälfte des Einkommensunterschieds sei auf Teilzeitarbeit zurückzuführen, sagte die Leiterin der OECD-Abteilung für Sozialpolitik, Monika Queisser. In Deutschland arbeiten 62 Prozent der Frauen zwischen 25 und 54 Jahren in Teilzeit, im Nachbarland Frankreich sind es nur 26 Prozent. Einen Ausweg aus der hohen Teilzeitquote sieht Queisser in „guter und bezahlbarer Kinderbetreuung“.

Natürlich muss diese dann eben auch angenommen werden. Wenn in der gleichen Studie angeführt wird, dass das Bild der guten Mutter ebenfalls bremst, dann ist es eben auch ein Mentalitätsproblem.

Noch schlechter als bei den Gehaltsunterschieden schneidet Deutschland aber beim geschlechterbedingten Rentengefälle ab: Dort belegt es unter allen OECD-Ländern den letzten Platz mit dem größten Unterschied zwischen den Geschlechtern. Frauen in Deutschland bekommen im Schnitt nur die Hälfte der durchschnittlichen Rente von Männern. Zwei Drittel der deutschen Rentner seien aber Frauen. Die Rentenlücke sei auch ein wesentlicher Grund dafür, dass zehn Prozent der Frauen in Altersarmut leben, teilte die in Paris ansässige Organisation mit.

Das wäre doch mal eine gute Werbemaßnahme. Denkt an eure Renten, geht so schnell wie möglich wieder arbeiten. Es würde mich aber interessieren, wie sich das Bild verändert, wenn man den Versorgungsausgleich und die Witwenrente mit einrechnen würde.

Was Frauen in Spitzenpositionen angeht, liegt Deutschland sogar auf dem letzten Platz – noch hinter Japan. Weniger als sechs Prozent der Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder in börsennotierten Unternehmen sind Frauen. Spitzenreiter bei den weiblichen Führungskräften ist Norwegen, wo 2003 eine Frauenquote eingeführt wurde.

Erstaunlich finde ich, dass man das nie als Anforderung formuliert, sondern immer nur als Diskriminierung. Schließlich hängt es auch eng damit zusammen, dass die Frauen davon ausgehen, dass sie lieber keine Kinder bekommen als sie in eine Fremdbetreuung zu geben.

79 Gedanken zu “OECD Studie zur Geschlechtergleichstellung

  1. Nicht verständlich ist mir, warum die Suche nach Gründen für die niedrige Geburtenrate so vollständig auf Frauen konzentriert ist – als würden Frauen normalerweise per Mitose Kinder bekommen, sobald ihnen nur der Beruf genügend Zeit dafür lässt. In dieser Hinsicht leiden die Studie und der Beitrag der Süddeutschen möglicherweise unter eben der Fixierung auf die Vorstellung der „guten Mutter“, die sie als eine Ursache des Problems identifizieren.

    Dass Väter genauso so gut geeignet für die Kindererziehung seien wie Mütter, glauben in Deutschland immerhin fast drei Viertel alle Menschen, aber damit eben signifikant weniger als in Frankreich oder Belgien. Die Studie erwähnt das kurz (S. 42), nimmt es aber ebenso wenig als relevant auf wie die Tatsache, dass Männer in Deutschland ein größeres Bewusstsein für die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben als Frauen. „[Die] weniger stark betroffenen Männer sind in dieser Hinsicht problembewusster als die eigentlich stärker betroffenen Frauen.“ (S. 43)

    Dass Männer weniger stark betroffen seien, kann man nur dann so selbstverständlich voraussetzen, wenn man davon ausgeht, dass sie durchweg ohnehin kein Interesse an der Kinderbetreuung hätten (man könnte dann allerdings Frauen ebenso schlicht ein generell fehlendes Interesse an einer Vollzeiterwerbstätigkeit unterstellen). Tatsächlich aber haben Männer aufgrund der sorgerechtlichen Bestimmungen im deutschen Familienrecht und der Familiengerichtspraxis (und das eben ist in Frankreich deutlich anders) nur im beruflichen, nicht aber im familiären Bereich die Möglichkeit einer hinreichend verlässlichen Lebensplanung. Ein Vater, der sich auf die Betreuung seiner Kinder konzentriert, handelt unter diesen Bedingungen objektiv verantwortungslos: Er kann nicht nur jederzeit, nämlich bei einer Trennung, den Kontakt zu seinen Kindern ganz oder weitgehend verlieren (was diesen dann ihre wesentliche Bezugsperson nähme), er etabliert sich beruflich auch nicht in einer Weise, die ihm die finanzielle Versorgung der Familie auch nach einer Trennung, nämlich über die Unterhaltszahlungen an Frau und Kinder, erlauben würde.

    Es ist angesichts der deutschen Bedingungen erwartbar, dass Männer sich auf den beruflichen Bereich konzentrieren – und dort dann eben im Schnitt besser etabliert sind als Frauen. Es ist vor allem kein Wunder, das Väter, die den Kontakt zu einem Kind verloren haben, Mutter und Kind aber gleichwohl weiterhin finanziell versorgen müssen, davor zurückschrecken, noch ein weiteres Mal Vater zu werden.

    Sicher, auch diese Darstellung ist einseitig – aber es ist eben eine Seite, die auch dazu gehört. Die Studie und die Berichterstattung darüber spielen ein seltsames, verbreitetes, aber auch recht schnell langweiliges Gesellschaftsspiel: Interpretiere jedes beliebige soziale Phänomen dahingehend, dass sich darin eine Benachteiligung von Frauen ausdrückt.

    Bei der Suche nach Gründen für die niedrige Geburtenrate wäre es vielleicht interessant, aber möglicherweise allzu gewagt, einmal probeweise davon auszugehen, dass zur Elternschaft eben zwei Menschen gehören, und nicht nur einer…

    • Das wirkliche Problem liegt darin, dass Erziehung Zeit kostet und “Geld zeitet” und niemand bereit ist dafür aufzukommen. Es wurde zwischen Ende Krieg und heute einfach mal entschieden welche Arbeiten Bezahlungswürdig sein sollen und welche nicht. Dabei ist nicht einmal das Kriterium Effizienz als Massstab heranzuziehen, denn jeder weiss, dass gute Erziehung oder wie es andere formulieren, “die wichtigste Arbeit der Welt: Menschen in das Leben einzuführen” (und eigentlich auch eine der schönsten), erst eine sozialverträgliche Gesellschaft ermöglicht, sprich, denn einzelnen überhaupt die Basis bietet in gewissem Masse nach seinen Veranlagungen in derselben zu funktionieren. Wenn im Erziehungsverhältnis, gerade in frühen Jahren, zuvieles schief geht, so können sich nur die allerwenigsten aus dieser Problematik später überhaupt losen, sondern schleppen es mit sich ein Leben lang mit als Verhaltensstörung. Wären wir eine andere Gattung als Menschen, so könnten wir unsere nachkommen kurz nach Geburt sich selbst überlassen. Wir sehen aber, dass der Mensch ein langes Erwachsenwerden braucht; betrachte man auch nur schon die körperliche Reife. Diese lange Zeit der Reife ist überhaupt Bedingung für einen komplexen Organismus, somit die Bedingung des Menschseins an sich. Folglich muss man hier klar sagen können, dass wenn diese Umstände zur Erziehung seiner Nachkommen dermassen schwer gestaltet werden, es sich um eine menschenverachtenden Gesellschaft handelt. Diese menschenverachtenden Gesellschaftsformen sind politisch angelegt worden, also willentlich von einer Staatsgewalt und der dahinter sich gebärenden Elite (Die Wende mit Schröder… ).

      Arbeit wird nicht nach der Wichtigkeit ihres Wirken in der Gesellschaft entlohnt, nicht nach der Effizienz in der sie ausgeführt wird, sondern nach Arbeitsbereiche und der Elite dienenden Kriterien. Beispiel Programmierer, die sehr hoch bezahlt sind, oft sehr einfache Arbeit leisten und in gemütlichem Arbeitstempo. Will man eine Gesellschaft Virtualisieren, sprich, einzig auf Informatik gewähren lassen, braucht man entsprechend viele kleine Programmierer. Diese Elite hat auch wiederholt und in unterschiedlichen Zusammenhänge immer wieder erklärt, es seien etwa 80 Prozent der Menschen auf diesem Planet zuviel und in unzähligen Massnahmen und Programmen seit Ende Krieg immer versucht diese Anzahl Menschen zu verringern. Es wäre also dringendst notwendig sich das mal genau anzuschauen und diese Damen und Herren auch damit zu konfrontieren.

      Ein Mensch der kein Vertrauen in jungen Jahren erfahren durfte, wird später ein kranker manipulierbarer lebenslanger Patient sein, der als gezwungenermassen überdurchschnittlich guter Konsument vor allem das BIP eines Landes erhöhen wird und den Geldbeutel der grossen Abschöpfer.

      Die Frauen werden von vornherein von ihren natürlichen Impulsen segmentiert (zB. Symbiose mit Mann), indem ihnen 1. eingeredet wird ” Kinder sind eine Plage”, 2. Männer wollen dir Schlechtes und tragen die Schuld der früheren Sozialverhältnisse, 3. wir machen dich zur Ikone der Neuzeit, wenn du deine Sozialverhältnisse, von denen du entwachsen bist, aufgibst und negierst. Am Ende werden sie auf einem “Förderband” in die Zwickmühle geführt – Lohnarbeit im Büro oder Kinder zu hause. Hat Frau bereits in einigen Jahren Studium investiert, wird sie bestimmt die Lohnarbeit wählen und keine Kinder gebären. Dabei ist die Arbeit mit Kindern eine der befriedigendsten.

      Die Frage sei hier gestellt, warum, obschon die Vereinbarung von Familie und heutiger beruflichem Alltag nicht möglich ist, ausser man nimmt in kauf, dass das schwächste Glied der Kette, das Kind, leidet, nach diesem unendlich langen schreierischen Kampf der Feministen immer noch nicht angegangen wurde ?

      Die Frauen wurden der Lohnarbeit zugeführt, darum ging es, alleine darum. (Übrigens habt ihr gemerkt, das bei der Lohnangleichung, nicht die Löhne der Frauen an jene der Männer angeglichen werden, sondern umgekehrt, also nach unten )

      Was nun auf uns zukommt ist nicht weniger grauenhaft und führt die Alienation (Zweckentfremdung) der grossen Masse fort: das Gender Mainstreaming; vielleicht allerdings nur in perfiderer und noch krankerer Weise als der vorherige Feminismus, auch wenn es eigentlich ein fliessender Übergang ist und auch von denselben erschaffen wurde. Wie krank ist es die Natur eines Menschen, also sein Geschlecht, umpolen zu wollen ? Das ist Folter ersten Grades und widerspricht allen bisherigen von der Menschheit entwickelten Gesetze und Normen zum Erhalt der Menschenwürde.

      Anhand der Art und Weise, wie eine Gesellschaft mit ihren Kindern umgeht, erkennt man wie sehr sie sich selbst wert schätzt.

      Die individuelle Betreuung durch einen Familienherd war bis anhin auch Garant für eine unglaubliche Anzahl an vielfältigen Strömungen und Individuen in dieser Gesellschaft, folglich auch die hohe Erfindungskraft, das Innovationspotential und eine allgemeine lebenswürdige Grosszügikeit der Eindrücke und Erfahrungen. Mit der totalen Zerstörung des Familienherdes (der Sippe), wo Kinder ab 3 Monate fremdbetreut werden in Gruppen, wie eine Viehherde, werden auch Einfältige und Hybride Gesellschaftsformen gesucht mit allen ihren Konsequenzen.

  2. Nun – wir hatten das hier ja schon häufiger. Die zentrale Frage wäre ja immer bei allen konstatierten Unterschieden zwischen dem Kollektiv der Frauen und dem Kollektiv der Männer:
    Gehen die Unterschiede schlicht auf unterschiedliche Entscheidungen und unterschiedliche Bedürfnisse zurück? Oder sind sie Ausdruck eines „stummen Zwangs der Verhältnisse“?

    Die deskriptiven Statistiken als Zahlen sagen dies nie. Das ist also reine Interpretation. Und innerhalb des publizistischen Konsenses, dass Frauen speziell in Schland die Benachteiligsten aller Benachteiligten sind wird natürlich auch die interpretative Verortung (Diskriminierung, Chancenungleichheit usw.) sofort reflexhaft, also ohne Nachdenken, in den textlichen Beschreibungen geliefert.

    So weit – so üblich.

    Ich will mal einen kleinen Teilaspekt herausgreifen.

    Noch schlechter als bei den Gehaltsunterschieden schneidet Deutschland aber beim geschlechterbedingten Rentengefälle ab

    Hier würde mich doch interessieren, ob bei der Rentenberechnung nur die eigenen Rentenansprüche der Frauen, oder auch die (zusätzliche) Witwenrente, wo die Frau 55% der Rente ihres verstorbenen Mannes erhält, mit einberechnet wurden.

    Ich las neulich eine Zahl (finde die Quelle gerade nicht, aber die Zahl ist imho plausibel) dass im System der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn man es nach Geschlechterkollektiven aufteilt, wie es ja auch sonst in den ganzen diesbezüglichen Argumentation gemacht wird, sich ergibt:

    * Frauen erhalten ca. 2/3 der ausgezahlten Rentenleistungen
    * Frauen zahlen ca. 1/3 aller Rentenbeiträge

    Was letzlich reflektiert, das Frauen i.d.R. kürzer arbeiten, aber länger leben.

    Natürlich machen sich solche Zahlen nicht so gut, weil sie nicht so recht in den geschlechterpolitischen Empörungsdiskurs passen. Deswegen liest man sie so selten.

    • @ virtual-cd

      ** Frauen erhalten ca. 2/3 der ausgezahlten Rentenleistungen
      * Frauen zahlen ca. 1/3 aller Rentenbeiträge*

      Durchaus glaubwürdig, ist das doch das übliche Verhältnis in und aus den Umverteilungstöpfen des Sozialstaates, der hauptsächlich von Männern finanziert wird (die sich dafür noch beschimpfen lassen müssen) und von Frauen genutzt.

      DIE FRAUEN, unsere unterdrückten Schneeflöckchen, bringen es ja auch fertig, für den Konsum wesentlich mehr Geld auszugeben als Männer, weil Männer auch privat viel mehr Geld an Frauen geben als Frauen Geld an Männer.

      Ich habe noch keine OECD-Studie gesehen, die nach einer Beziehung zwischen diesen beiden Variablen gefragt hätte.

      Inwieweit beeinflusst das, was Frauen von Männern an Versorgungsleistungen erhalten, ihre Erwerbsarbeitsneigung, ihr Engagement in der Erwerbsarbeit?

      Inwieweit beeinflusst das ihre Karriereergebnisse und ihre Berufswahl?

      Aber das zu erforschen, danach auch nur zu fragen, setzte voraus, Frauen für selbstverantwortlich handelnde Erwachsene zu halten.

      Und nicht nur allein für OPFA des „Patriarchates“, der Männer, der gläsernen Decken, einer sie ungreifbar drängenden, formatierenden natürlich männergemachten, also SCHULDIGEN patriarchalen Kultur.

      Allein die Frage zu stellen ist gefährlich für die Frauenlobby.

      Könnte doch die mögliche Antwort den Anspruch auf Kompensation gegenüber den schuldigen Männern gefährden.

      Den so bequemen, so geschätzten, so zäh verteidigten Anspruch auf Versorgung, Schutz und Schonung in bevorzugtem Maße, wie es eben „gleichberechtigten“ Frauen zukommt, ganz selbstverständlich, ganz fraglos, ganz bewusstlos, ganz instinktiv.

  3. „Schließlich hängt es auch eng damit zusammen, dass die Frauen davon ausgehen, dass sie lieber keine Kinder bekommen als sie in eine Fremdbetreuung zu geben.“

    „DIE FRAUEN“ gehen davon nicht aus.

  4. @ Christian

    *OECD:
    Was Frauen in Spitzenpositionen angeht, liegt Deutschland sogar auf dem letzten Platz – noch hinter Japan. Weniger als sechs Prozent der Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder in börsennotierten Unternehmen sind Frauen. Spitzenreiter bei den weiblichen Führungskräften ist Norwegen, wo 2003 eine Frauenquote eingeführt wurde.*

    Wer ist die OECD?

    Welche Forscher erstellen solche Studien?

    Müsste doch bekannt sein.

    Nicht berücksichtigt wird, dass Deutschland zusammen mit Japan einen Spitzenplatz in der Statistik der exportstärksten Länder einnimmt.

    Sind wenige Frauen in Spitzenpositionen also günstig für die Leistungs-und Konkurrenzfähigkeit der Industrie?

    • @Roslin

      ich finde es schon erstaunlich, dass dieses Thema immer nur unter dem Gesichtspunkt „die Frauen sind von den Spitzenpositionen ausgeschlossen“ diskutiert wird und nie unter dem Gesichtspunkt „Die Frauen sind freigestellt von der Erwerbstätigkeit“.

      Im schlimmsten Fall wird da die Unternehmergattin, die im Unternehmen als Verwaltungskraft geführt wird, das Unternehmen aber nie als Arbeitskraft gesehen hat, als benachteiligte Frau eingerechnet.

  5. Es scheint ziemlich klar, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Schlüssel ist, die Kinderzahl zu erhöhen.

    Wenn Frauen das Gefühl haben, sie geraten in eine berufliche Sackgasse durch ein Kind, dann bekommen sie lieber keines.

    Würde mir als Frau genau so gehen. Selbst wenn ich gar kein Interesse hätte an Karriere, ich würde mir die Option auf einen Beruf nicht durch ein Kind verbauen lassen wollen. Die Vorstellung, mind. 6 Jahre lang ans Heim gefesselt und in dieser Zeit Berufsmutter zu sein, würde mir auch Kopfschmerzen bereiten.

    Die konservative Position ist hier extrem albern und lebensfremd. Frauen gehen in die Schule, sie schneiden dort gut ab, sie studieren, sie sind emanzipiert und selbstständig. Sie müssen das Gefühl haben, dass es für sie mehr gibt als Mutter zu sein und sie müssen sie Option haben, dass der Wunsch nach Kindern sie nicht ein Leben lang zu Hausfrau und nur-Mutti verdammt.

    „Das Leitbild der guten Mutter, die zuhause bleibt. Meiner Meinung nach traut man sich in Deutschland auch nicht dieses abzubauen.“

    Ich verstehe auch nicht, woher dieses BIld kommt. Der Mensch ist ein Primat, ein Hordentier. Können Kinder erst mal laufen und sprechen, ist es kein Problem, sie in den Hordenverband zu integrieren, sprich sie tlws. von den Elter abzunabeln und zu „Tanten“, „Onkeln“ und anderen Kindern in den Kindergarten zu geben. Mit sechs/sieben Jahren müssen sie sich doch eh von den Eltern abkapseln, wenn es Zeit wird zur Schule zu gehen.

    • @Adrian

      „Der Mensch ist ein Primat, ein Hordentier. Können Kinder erst mal laufen und sprechen, ist es kein Problem, sie in den Hordenverband zu integrieren“

      Ja, aber das können Menschen eben erst ab einem relativ späten Alter. Und wir haben denke ich schon eine relativ starke Elternbezogenheit als Kinder, was auch an der hohen Unselbständigkeit menschlichter Kinder liegen dürfte. Dennoch kann man sie denke ich schon ab einem recht frühen Alter fremdbetreuen.

      Das Bild der Mutter ist in Deutschland teilweise ja stark aufgewertet worden. Es wäre interessant, wie zB Frankreich da rausgekommen ist. Ich denke es läßt sich nur abbauen, wenn man ein Gegenbild etabliert.

      Ich habe aber auch schon von Frauen gehört, dass es häufig gar nicht so leicht ist, einfach wieder einzusteigen, weil das Kind das nicht mitmacht.

      Hier noch mal ein Verweis auf ein paar Artikel, die das Thema auch behandeln:

      Der Tag:
      https://allesevolution.wordpress.com/tag/das-baby-ist-kein-feminist/

      Artikel:
      https://allesevolution.wordpress.com/2012/05/05/karriere-und-externe-kinderbetreuung-vs-mutter-sein/
      https://allesevolution.wordpress.com/2012/08/16/das-baby-und-die-beziehung/
      https://allesevolution.wordpress.com/2012/04/03/kinderkriegen-partnerschaft-und-zeitplanung/
      https://allesevolution.wordpress.com/2011/12/04/mutter-im-konkurrenzkampf/

      Bei dem letzten Artikel fällt mir gerade noch ein, dass der diesbezügliche Konkurrenzkampf unter Frauen um „bessere Mutter sein“ oder „nur Mutter sein“ auch selten thematisiert wird

      • Es wäre uns allen schon viel geholfen, wenn man diese albernen Grabenkämpfe um das einzig wahre Bild der guten Mutter einmal beiseite lassen würde. Ich sehe weder ein Problem in einer Mutter, die zu Hause bei ihren Kindern bleibt, noch in einer, die ihr Kind in den Kindergarten gibt.

        • @Adrian

          Es ist eben die Frage, ob die Bilder in der Gesellschaft konkurrenzfrei unterhalten werden können.

          Über die jeweilige Rolle wird ja auch ein Selbstbild geschaffen und da dies positiv sein muss kommt es schnell zu einem Outgrouping der anderen Seite, also einer Abwertung des jeweils anderen Extrems. Frauen, die dem entgehen wollen, müssen dann einen Spagat hinbekommen und eben „Perfekte Mutter“ und „perfekte Karrierefrau“ sein, stets mit der Konkurrenz derjenigen im Nacken, die sich für eine der Seiten entschieden haben und sie daher besser umsetzen können.

        • „Es ist eben die Frage, ob die Bilder in der Gesellschaft konkurrenzfrei unterhalten werden können.“

          Klaro. Ich kann es ja auch. Dazu braucht man nur eine gewisse Live-and-let-live-Attitüde, eine gewisse „Was interessiert mich das Privatleben anderer Menschen“-Haltung.

          Das ist in Deutschland mit seinem Ordnungs- und Perfektionswahn natürlich schwierig. Und alle müssen ganz kollektivistisch am volksgemeinschaftlichen Strang ziehen.
          Es scheint hier in diesem Land eine übliche Einstellung zu sein, dass das, was man selbst gut findet, auch für alle anderen gut sein muss.

          • @Adrian

            „Klaro. Ich kann es ja auch“

            Du befindest dich aber auch nicht in einer intrasexuellen Konkurrenz um Status mit diesen Frauen. Da ist es natürlich schon schwieriger sich selbst Status zuzuweisen, wenn man die andere Rolle akzeptiert.

        • Und was hat man überhaupt davon die „perfekte Mutter“ oder die „perfekte Karrierefrau“ zu sein? Gibt’s dafür nen Preis? Bekommt man vom Führer eine Medaille 😀 Albern!

          • @Adrian

            Anerkennung in der Peergroup und Bestätigung den richtigen Weg eingeschlagen zu haben sollte man nicht unterschätzen:

            „Meine Kinder brauchen es einfach, dass ich sie betreue, Kinder haben es heute so schwer in der Gesellschaft, eine stabile Bezugsperson gibt ihnen halt und hilft ihnen sich zu entwickeln, ich opfere mich da ganz selbstlos. Die Kinder sind mir Lohn genug“

            vs.

            „Kinder brauchen Freiheiten, wenn man sie zu sehr umsorgt, dann bringt das gar nichts, sie werden so viel selbständiger, mir wäre es intellektuell auch zu öde bei einem Kind zu sitzen und keine anderen Gesprächsthemen zu haben als was die wieder gemacht haben, ich habe meine Selbstständigkeit und intellektuelle Herausforderungen“

            vs.

            „Man braucht keine Kinder um glücklich zu sein, die Karriere geht vor, eine Frau sollte nicht zuhause rum sitzen, sie sollte lieber ein Vorbild sein und zeigen, was man als Frau alles erreichen kann, die Hausfrauen machen sich nur von ihren Männern abhängig und lassen ihr Potential ungenutzt“

        • @Christian:
          Du befindest dich aber auch nicht in einer intrasexuellen Konkurrenz um Status mit diesen Frauen. Da ist es natürlich schon schwieriger sich selbst Status zuzuweisen, wenn man die andere Rolle akzeptiert.

          Mir scheint der Konformitätsdruck bzw. das Konformitätsbedürfnis bei Frauen ganz erheblich stärker zu sein als bei Männern.

          Unter Männern zählt doch eher das Ergebnis.

          Siehst du das genauso?

          Was wäre deine Erklärung dafür?

          • @Nick

            „Mir scheint der Konformitätsdruck bzw. das Konformitätsbedürfnis bei Frauen ganz erheblich stärker zu sein als bei Männern.“

            Ich denke Männergruppen sind eher darauf ausgerichtet Spannungen aufzunehmen, die in intrasexueller Konkurrenz auftreten. Geary hat da war zu geschrieben
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/10/16/mannerfreundschaften-und-koalitionsbildung/

            Frauengruppen scheinen eher auf Harmonie ausgerichtet zu sein, vielleicht weil sie eher aufeinander angewiesen waren und sich auch weniger ausweichen konnten als in Gruppen jagende Männer?

            Hinzu kommt, dass bei Männern der Weg klarer ist. Es gibt ja letztendlich keine so stark konkurrierenden Lebensentwürfe. Die Hausmannrolle ist im Gegensatz zur Hausfrauenrolle ein exotischer Sonderfall, die Halbtagstätigkeit des Mannes bei Vollarbeit der Frau auch.

        • So, da haben wir jetzt drei unterschiedliche Meinungen. Jede ist für sich genammen weder falsch noch richtig. Alle haben ihre Berechtigung. Warum diese gegeneinander ausspielen? Da ist für jeden was dabei.

        • @Adrian:
          Warum diese gegeneinander ausspielen? Da ist für jeden was dabei.

          Wenn wir Frauen wären, dann würden wir wohl jetzt „feststellen“, dass wir doch 100% der gleichen Meinung sind 😀

        • @Christian:
          Hinzu kommt, dass bei Männern der Weg klarer ist. Es gibt ja letztendlich keine so stark konkurrierenden Lebensentwürfe. Die Hausmannrolle ist im Gegensatz zur Hausfrauenrolle ein exotischer Sonderfall, die Halbtagstätigkeit des Mannes bei Vollarbeit der Frau auch.

          Hmm. Nach meiner Auffassung scheitert – im Gegensatz zur landläufigen Auffassung – der Hausmann eher weniger daran, dass seine Geschlechtsgenossen ihn nicht akzeptieren würden. Sofern er seine Rolle selbstbewußt vertritt.

          (..und seine Versorgerin ansehnlich ist und ihm ein schickes Motorrad unterhält, und man mit ihm nicht nur über Kinder reden kann)

          • @nick

            „Nach meiner Auffassung scheitert – im Gegensatz zur landläufigen Auffassung – der Hausmann eher weniger daran, dass seine Geschlechtsgenossen ihn nicht akzeptieren würden.“

            Er bildet ja auch keine Konkurrenz zu ihnen, die Hierarchie ist geklärt. Er stellt sich sozusagen neben den intrasexuellen Konkurrenzkampf. Sobald er anfängt darzustellen, dass er es besser hat, seine Frau hübscher ist, Jobs eh nur stressig sind, gliedert er sich wieder ein. Die meisten Männer haben aber Erfahrung damit, solche Streitigkeiten um Status zu vermeiden. Eben vielleicht wegen der anderen Gruppenausrichtung. Da Streitigkeiten zwischen Männern auch schneller blutig werden konnten bestand da vielleicht auch ein anderer Selektionsdruck zur Vermeidung.

            Vielleicht ist es das indirektere der Frauen, welches solche Streitigkeiten eher möglich macht.

        • @Christian:
          Ich wundere mich nur, dass bei Frauenbewegungen sich meistens eine Idee durchsetzt (nicht unbedingt die Beste) und sehr lange stabil bleibt.

          Bei Männern hingegen scheint es mir einen größeren Wettbewerb um Ideen zu geben.

          Sicher, bei Männern setzt sich auch etwas durch und bestimmt eine Zeitlang die Gruppe, aber spätestens wenn es absurd zu werden droht wird die Führungsriege meist kurzerhand entmachtet.

          Weiters gibt es viel stärkere Ausdifferenzierungen und „Parallelgruppen“

          Bei Frauenbewegungen gibt es meistens eine Hauptstömung, diskutiert wird nur sofern und soweit die Integrität der Gruppe nicht in Gefahr ist.

          Abweichlerinnen gibt es immer, aber sie stehen meistens ziemlich alleine auf weiter Flur, und sind recht selten.

          Ein Äquivalent zur WCTU in den USA des 19. Jahrhunderts gibt es bei Männern eher nicht.

          Obgleich der Unsinn der Prohibtion nun wirklich mehr als zum Himmel stank, obwohl Frauen sich massenweise in den Speakeasys vergnügten und obwohl das vorherrschende role model in Film und Literatur ein ganz anderes Frauenbild darstellte konnte sich die WCTU noch 1928 hinstellen und erfolgreich behaupten, sie spräche für AlleFrauen, „Frauen wollen die Prohibtion“.

          Erst als Pauline Sabin dafür sorgte, dass Frauen sich ohne Scham öffentlich gegen die Prohibtion positionieren konnten war der Bann gebrochen, was gleichzeitig die sehr lange Geschichte der WCTU kurzerhand praktisch beendete.

          Auch eine Alice Schwarzer ist wohl unmöglich für Männer denkbar. Man hätte sie stante pede in dem Moment komplett abgesägt, in dem die 2nd Wave am abklingen war.

          Da scheinen mir biologische Dispositionen eine große Rolle zu spielen, ich kann mir nur den genauen Zusammenhang noch nicht erklären.

          • @Nick

            „Da scheinen mir biologische Dispositionen eine große Rolle zu spielen, ich kann mir nur den genauen Zusammenhang noch nicht erklären.“

            ich merk es mir mal zusätzlich zur Diskussion hier für einen Artikel vor, ist ein interessantes Thema. Ich meine Geary hatte dazu auch etwas kurzes in Male/Female

        • @ Nick

          *Mir scheint der Konformitätsdruck bzw. das Konformitätsbedürfnis bei Frauen ganz erheblich stärker zu sein als bei Männern.*

          Weil Frauen Status, der bei Männern vor allem durch Konkurrenz, durch Durchsetzen gegenüber anderen Männern, durch Herausragen aus dem Durchschnitt der Männer erworben wird, stärker erotisch belohnen als umgekehrt Männer diese Art von Status bei Frauen, sind Männer stärker auf Konkurrenzfähigkeit/-neigung hin optimiert und selektiert worden als Frauen.

          Für Frauen besteht daher weder das Bedürfnis noch die Notwendigkeit, sich durch Leistungswettbewerb gegenüber anderen Frauen (und Männern) so hervorzutun wie für Männer, weil Männer vor allem Jugendlichkeit/Schönheit/Nettigkeit/Fürsorglichkeit bei Frauen erotisch anziehend finden – Qualitäten, die durch siegreich bestandene Konkurrenzkämpfe nicht steigerbar sind, im Gegenteil, eher gefährdet werden.

          So sind Männergruppen im Schnitt weniger solidarisch l’art pour l’art, sehen sich eher als Konkurrenten (es sei denn, es geht um ein Bündnis zur Erreichung eines gemeinsamen Zieles, dessen Erreichen alle Gruppenmitglieder weiter bringt.

          Diese evolutionäre „Trimmung“ der Männer auf Konkurrenz hin befähigt sie auch, das Alleinstehen, das Stehen gegen eine Gruppenmehrheit, das Durchfechten gegen eine Mehrheitsmeinung zu ertragen, ja oft geradezu anzustreben, denn das bringt Status.

          Gegen den Strom zu schwimmen bringt Statuspunkte.

          Der „wilde Hengst“ ist für Frauen attraktiver als das „Karrussellpony“, im Schnitt.

        • @Roslin:
          es sei denn, es geht um ein Bündnis zur Erreichung eines gemeinsamen Zieles, dessen Erreichen alle Gruppenmitglieder weiter bringt.

          Aber darum geht es doch in den allermeisten Fällen.

          Status kann ein Einzelkämpfer seltenst erlangen.

          Ich kann mich an eine Sendung zu Zeiten der Alphamädchen-Hype erinnern.

          Dort war ein tatsächlich ziemlich kluges Mädel in der Runde, das viele Mathematikpreise abgeräumt hat.

          (Feminismus brauche man heutzutage nicht mehr, sie werde nicht im Geringsten diskriminiert)

          Was man aber von Männern lernen könne ist die oft perfekte Kooperation: Es werde immer sofort derjenige vorgelassen, der die gerade anstehende Aufgabe am besten bewältigen könne. Die anderen Männer nähmen sich ohne jede Diskussion zurück.

          Bei Frauen funktioniere das nicht.

          • @Nick

            Vielleicht ist auch einfach der Grund, dass Männer eher in Hierarchien denken als Frauen. Und eben auch in verschiedenen Hierarchien nach Spezialgebiet.

            Kinderaufziehen ist ja evolutionär gesehen auch eine Tätigkeit, bei der man sich schlecht auf einzelne Bereiche spezialisieren kann. Bei der Jagd oder im Kampf mag es einen besseren Schleicher, einen besseren Waffenhersteller, einen besseren Speerwerfer, den besten Nahkämpfer geben.

            Sprich: Männertätigkeiten lassen sich vielleicht leichter Arbeitsteilig erledigen, so dass Männer in ihrer Gruppenstruktur auch eher dafür disponiert sind

        • @ Nick

          *Status kann ein Einzelkämpfer seltenst erlangen.*

          Männergruppen, die sich ja aus Individuen zusammensetzen, die evolutionär „gelernt“ haben, mit Konkurrenzkämpfen umzugehen, bestehen eben auch aus Individuen, die eher als Frauen in der Lage sind, einzuschätzen, wann sich Konkurrenz lohnt.

          Nämlich dann, wenn man selbst eine Chance auf Sieg hat.

          Wird diese Aussicht als gering eingeschätzt, sind Männer dann auch eher bereit, sich in eine Hierarchie einzufügen.

          Schließlich haben sie das schon als Kinder spielerisch gelernt.

          Frauen nicht.

          Sie „verschätzen“ sich eher, haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass beständiges Nörgeln/Weinen/Klagen bei ihnen eher zum Erfolg führt, zum Durchsetzen ihrer Interessen.

          Sie bekommen seltener zu hören: „Hör auf zu flennen, Du bist schließlich ein Junge!“

          Von Männern und Frauen.

          Sie bekommen häufiger zu hören:“Armes Ding, was ist denn los mit Dir, wie kann ich Dir helfen?“

          Von Männern und Frauen.

          Das rauhbeinigere, rangelnde Spiel von Jungen dient ja auch gerade dazu: zu lernen, Dominanzhierarchien zu auszufechten, zu etablieren und sich selbst dort einzubringen, einzuschätzen, einzufügen.

          Wenn ein Junge seinen Platz gefunden und als seinen Kräften entsprechend empfindet, klappt das auch sehr gut.

          Mädchen spielen anders, lernen es nicht, sich in Dominanzhierarchien einzufügen, weil sie solche Hierarchien nicht haben und nicht kennen, lernen es nicht, dort ihren Platz zu erkämpfen, zu finden und zu behaupten.

          Sie erreichen ihre Ziele ja weniger durch Dominanz als durch Überredung/Verführung.

          UND DAS LIEGT NICHT ALLEIN AN UNTERSCHIEDLICHER SOZIALISATION.

          Sondern umgekehrt:

          Die unterschiedliche instinktive Disposition, die sich aufgrund der für Frauen und Männer unterschiedlichen Selektionsbedingungen herausgebildet hat, lässt Jungen und Mädchen unterschiedlich spielen, unterschiedliche Strategien anwenden beim Verfolg ihrer egoistischen Interessen und erlaubt eine unterschiedliche Sozialisation, die auf die spätere Arbeitsteilung vorbereitet.

          Was für Jungen gut und richtig ist, für sie funktioniert, funktioniert eben nicht gleichermaßen gut für Mädchen und umgekehrt.

          Weil Jungen keine Mädchens sind und Mädchen keine Jungen.

        • @Roslin:
          Nämlich dann, wenn man selbst eine Chance auf Sieg hat.

          Das scheint mir eine recht starres Modell von Hierarchien zu sein.

          Demzufolge würde ja bei einer WCTU mit Männern nichts wesentlich anderes herauskommen: Die Hackordnung wäre irgendwann ausgekämpft und eine Veränderung könnte nur dann eitreten, wenn die in der Hierarchie oben stehenden eine Schwäche offenbarten.

          So ist es aber nicht. Es ist wohl eher so, dass die Führung in dem Moment recht schnell abgesägt wird in dem die „tiefer stehenden“ die Politik der Führung für schwachsinnig halten.

          Männer würden es sich nicht bieten lassen, dass der als ihr Anführer geltende behauptet, sie wollten etwas ganz anderes als das, was sie tatsächlich wollen. (Es sei denn, man erachtet Scheinheiligkeit als erfolgversprechende Strategie)

          Sie würden bei jeder sich bietenden Gelegenheit betonen, dass das nicht ihr Anführer sei. Womit dieser Anführer sehr schnell erledigt wäre.

          Frauen hingegen stimmen „mit den Füßen“ ab. Sie handeln einfach anders und halten ansonsten lieber die Klappe.

        • @ Nick

          *Die Hackordnung wäre irgendwann ausgekämpft und eine Veränderung könnte nur dann eitreten, wenn die in der Hierarchie oben stehenden eine Schwäche offenbarten.*

          Aber genauso ist es doch.

          Schwäche bedeutet übrigens in diesem Zusammenhang auch, zu verkennen, wie weit man sich von den Interessen der Mitglieder der Gruppe entfernt hat, die man anführt.

          Führerschaft in einer Dominanzhierarchie bedeutet ja nicht einfach, alle anderen niederzuknüppeln, sondern bedeutet die Macht und das Charisma, alle anderen zu überzeugen, mitzureißen.

          Und dazu muss ich Rücksicht nehmen auf deren Interessen, sie in die eigenen Planungen einbauen, um auf die Willigkeit der Untergebenen bauen zu können.

          Auch ein Stalin/Hitler muss sich einmal schlafen legen und dann sicher sein, dass er nicht umgebracht, sondern von loyalen Untergebenen bewacht und geschützt wird.

          Sobald der Anführer aber Schwächen erkennen und lässt, z.B. indem er die Gruppenmitglieder zu sehr in eine Richtung führen will, in die gar nicht wollen, indem er keine Erfolge mehr erzielt, wird er abgesägt.

          In Demokratien/Rechtsstaaten relativ zivilisiert, in Gewaltherrschaften relativ barbarisch.

        • @Christian:
          Sprich: Männertätigkeiten lassen sich vielleicht leichter Arbeitsteilig erledigen, so dass Männer in ihrer Gruppenstruktur auch eher dafür disponiert sind

          Frauentätigkeiten sind tatsächlich meistens weniger ausdifferenziert.

          Der übliche Frauenberuf ist einer, in dem alle Frauen das Gleiche gemeinsam tun.

        • da beschreibt roslin zunächst, wie sozialisation von statten geht:

          „Schließlich haben sie das schon als Kinder spielerisch gelernt.“
          „haben außerdem die Erfahrung gemacht“
          „Sie bekommen seltener zu hören“
          „Sie bekommen häufiger zu hören“
          „Das rauhbeinigere, rangelnde Spiel von Jungen dient ja auch gerade dazu: zu lernen“

          und jetzt kommts:

          „UND DAS LIEGT NICHT ALLEIN AN UNTERSCHIEDLICHER SOZIALISATION.“

          nee, klar.

        • @Roslin:
          Schwäche bedeutet übrigens in diesem Zusammenhang auch, zu verkennen, wie weit man sich von den Interessen der Mitglieder der Gruppe entfernt hat, die man anführt.

          Womit aber der Zweck der Hierarchie viel weiter geht, als nur die schönsten Frauen zu beeindrucken.

        • @Roslin:
          Auch ein Stalin/Hitler muss sich einmal schlafen legen und dann sicher sein, dass er nicht umgebracht, sondern von loyalen Untergebenen bewacht und geschützt wird.

          Stalin war wohl in der hinsicht sehr paranoid.

          Wahrscheinlich nicht ohne Grund, er konnte wenig auf loyale Mitkämpfer bauen.

          Er hat tatsächlich einfach alles umgelegt, was seine Macht in Frage stellte.

          In Demokratien/Rechtsstaaten relativ zivilisiert, in Gewaltherrschaften relativ barbarisch.

          Ich denke, Demokratien/Rechtsstaate machen auch ganz andere Führungsqualitäten erforderlich.

          Das Modell der Preußischen Armee, in der die zweite Reihe in erster Linie dafür da ist, die Deserteure zu erschießen war eben den frz. Truppen gnadenlos unterlegen.

          Das Element der Repräsentation aller Interessen war, so denke ich, nicht immer so entscheidend.

        • @ Hottehü

          *nee, klar.*

          Klar ist, dass männliches/weibliches Verhalten über Jahrtausende hinweg, über verschiedenste Zivilisationen hinweg, im Sozialismus und im Kapitalismus, relativ konstant stabil war, immer nur marginale Verschiebungen in die eine oder andere Richtung möglich waren.

          Warum wohl, wenn doch klar ist, wie mächtig Sozialisation ist?

          Warum sind die Kibbuzim wohl gescheitert bei der Herbeisozialisation des „neuen Menschen“?

          Sie waren doch alle durch die Bank fanatisch bemühte Sozialisten, die nichts dringender wollten als den Erfolg ihres Experimentes, schließlich hatten sie sich freiwillig an ihm beteiligt, dabei erhebliche Härten in Kauf nehmend, nur um daran teilzunehmen.

          Und trotzdem waren sie nach 3 Generationen nicht mit dem neuen Menschen konfrontiert, sondern mit demalten Adam, der alten Eva.

          Wie das?

          Wenn’s doch eh klar ist.

          Sozialisation kann nur ausbilden, was angelegt ist, kann das, was angelegt ist, nur geringfügig verschieben.

        • @ Nick

          *Womit aber der Zweck der Hierarchie viel weiter geht, als nur die schönsten Frauen zu beeindrucken.*

          Ja selbstverständlich.

          Hierarchie dient auch der Fomation einer erfolgreichen Struktur, letzten Endes dem Aufbau und der Sicherung einer erfolgreichen Lebensordnung, der Einbindung vor allem der Männer in diese Struktur, denn die sind „gefährdeter“, sich auszuklinken.

          Wenn aber eine Zivilisation die Unterstützung eines Großteiles ihrer Männer verliert, die sich nicht mehr für ihren Erhalt engagieren, u.a. weil sie hierarchisch nicht mehr belohnt werden in adäquater Weise, dann ist Schicht im Schacht.

        • „Sozialisation kann nur ausbilden, was angelegt ist, kann das, was angelegt ist, nur geringfügig verschieben.“

          das leben von männern und frauen ist heute so signifikant anderes als vor 100 jahren, dass da noch so einiges angelegt sein muss, was wir heute nicht mal ahnen.

        • @ hottehü

          *das leben von männern und frauen ist heute so signifikant anderes als vor 100 jahren, dass da noch so einiges angelegt sein muss, was wir heute nicht mal ahnen.*

          Technik und Wohlstand haben unser Leben verändert.

          Nicht verändert haben sich die fundamentalen Strebungen und Bedürfnisse der Männer und Frauen, ihr grundlegendes Verhalten.

          Wenn Du Frauen kompetetiv ertüchtigen wolltest duch Sozialisation, müsstest Du Mädchen mehrheitlich dazu bringen, so zu spielen wie Jungen.

          Dabei wünsche ich viel Vergnügen.

          Wenn Du Jungen daran hindern wolltest, Dominanzhierarchien unter sich auszubilden und danach zu streben, gegeneinander zu konkurrieren, müsstest Du sie mehrheitlich dazu bringen, so zu spielen, wie Mädchen.

          Auch dabei wünsche ich viel Vergnügen.

          Die erste Generation Gutmenscheneltern, voll des guten Willens und der Sozialisationstheorien der 70’er-Jahre, ist bereits gescheitert.

        • Wenn Du Jungen daran hindern wolltest, Dominanzhierarchien unter sich auszubilden und danach zu streben, gegeneinander zu konkurrieren, müsstest Du sie mehrheitlich dazu bringen, so zu spielen, wie Mädchen.

          Sie haben ja, neben dem zweifelsohne vorhandenen Antrieb miteinander zu konkurrieren, eben einen starken Antrieb miteinander zu kooperieren.

          Nur sind das dann die pösen Männerbünde.

          Sport – gerade Mannschaftsport – wird beispielweise sehr argwöhnisch beäugt von genderistischen Umerziehern. Als Brutstätte von Männerbünden und hegemonialen Männlichkeiten.

          Dabei ist Sport ein schönes Beispiel dafür, wie man Triebe kanalisieren und in positive Bahnen lenken kann.

          Dann wundern sie sich, dass die Jungs heutzutage aufeinander eintreten, auch wenn der andere schon auf dem Boden liegt.

        • „Wenn Du Frauen kompetetiv ertüchtigen wolltest duch Sozialisation, müsstest Du Mädchen mehrheitlich dazu bringen, so zu spielen wie Jungen.“

          es würde schon genügen, es ihnen nicht zu verbieten oder madig zu machen.

        • @ Hottehü

          *es würde schon genügen, es ihnen nicht zu verbieten oder madig zu machen.*

          Was Du nicht zu begreifen scheinst: Unter den Mädchen ist nur eine Minderheit zu finden, denen man das überhaupt madig machen könnte (sogenannte Tomboys).

          Wie auch die Rosa-Glitzer-Jungs nur eine Minderheit unter der Gruppe „Jungen“ stellen.

          Beides wohl voreingestellt durch genetisch-hormonelle Formatierungen.

          Die sich durch Sozialisation nur marginal ändern lassen.

          Du kannst einem dazu nicht begabten Mädchen kein Jungenverhalten antrainieren, einem Jungen kein Mädchenverhalten.

          Versuchst Du es, erntest Du im besten Falle Desinteresse, im schlimmsten Falle äußerst aggressive Abwehr, besonders bei Juingen.

          Die husten Dir was.

  6. Die Antwort ist so einfach wie ungeliebt und tabuisiert:

    Unsere Kinder sind zu teuer, unsere Frauen sind was Reproduktion angeht global nicht konkurrenzfähig.

    Bei allem bestimmt Konkurrenz zwischen Menschen das Leben, auch bei der Reproduktion der Frau.

    Das zu leugnen und mit so vielen Euphemismen zu kaschieren ist die Leistung des gutmenschlich-links-feministischen Zeitgeists unserer Gesellschaftsingenieure, den selbsternannten Erfindern des „neuen Menschs“.

    Die tun es, weil der Todkranke (noch) Geld hat.

  7. Aber so problematisch sehe ich das nicht. Bin selbst berufstätig und Mutter. Ein Leben ohne Kinder kann ich mir nicht vorstellen, genauso wie ein Leben ohne Job und Hobbies. Ich musste weder auf das eine, noch auf das andere verzichten.

      • Die Mutter meiner Tochter ( 😉 ), berufstätig und sogenannte „alleinerziehende“ Mutter, organisiert es so, daß sie schon von ganz von Anfang an den Vater (also mich) bei Betreuung und Erziehung der Tochter eingebunden hat. Sie hat es dabei sehr gut verstanden, sich sowohl mit den Eigenheiten des Vaters zu arrangieren, als auch ihn nicht zu vergraulen (ich gebe zu: das ist eine großartige Leistung 😉 ). Ausserdem hat sie es verstanden, ihren Arbeitgeber von ihren beruflichen Leistungen zu überzeugen, so daß sie als quasi „unersetzbar“ gilt (und deshalb auch z.B. arbeitszeitmässig fast beliebige Freiheiten hat).

        Das klappt jetzt schon fast 14 Jahre ausgesprochen gut.
        Und auch mir tut es gut, mitzuerleben wie sehr die Tochter mich als Vater braucht, sei es als „zweiter Ansprechpartner“, sei es auch mal als „Puffer“ zwischen ihr und ihrer Mama ;-))

  8. Das Leitbild der guten Mutter, die zuhause bleibt. Meiner Meinung nach traut man sich in Deutschland auch nicht dieses abzubauen. Wer wird den ganzen weiblichen Wählern sagen, dass sie einen Fehler machen, wenn sie sich um die die Kinder kümmern.

    Christian aus dem Paralleluniversum! Es vergeht doch kein Tag, an dem nicht das Ideal der beruflich erfolgreichen Frau medial propagiert, beweihräuchert und gefeiert wird. Ich halte die Behauptung, dass erwerbstätige Mütter als Rabenmütter gelten für eine feministische Mär. Damit wird bloss die Verantwortuing externalisiert, d.h „gesellschaftliche Normen und Strukturen“ als ursächlich für die nach wie vor relativ geringe Erwerbstätigkeit der Toitschen Muddi behauptet.

    Warum sind die Mütter, die in der DDR sozialisiert wurden so signifikant häufiger und mehr erwerbstätig als die westdeutsche Muddi, die sich berufen fühlt, der ganzen Welt ihr Gendergedöns anzudrehen und die Welt zu lehren, was es heisst, eine emanzipierte Frau zu sein? Lächerlich!

    • @Peter

      „Es vergeht doch kein Tag, an dem nicht das Ideal der beruflich erfolgreichen Frau medial propagiert, beweihräuchert und gefeiert wird.“

      Das ist sicherlich richtig. Aber durchaus mit Hinweis auf Doppelbelastung durch den Haushalt. Und es wird ja eher als Kür verstanden, als sich durchsetzen gehen die männliche Arbeitswelt. Die Halbtagstätigkeit oder die Hausfrauentätigkeit wird dabei nicht in Frage gestellt meine ich.

      „Warum sind die Mütter, die in der DDR sozialisiert wurden so signifikant häufiger und mehr erwerbstätig als die westdeutsche Muddi“

      Weil die DDR gesellschaftlich davon ausgegangen ist, dass eine Frau berufstätig ist. Zu sein hat. Diese Einstellung haben wir hier nicht. Es gab keinen Aufruf sich ein Beispiel an den DDR-Frauen zu nehmen und es einfach zu machen, es als neuen Standard zu etablieren.

      Diese Möglichkeit ging irgendwie mit der DDR unter, auch wenn viele Ostfrauen es nach wie vor so leben.

    • Ich halte die Behauptung, dass erwerbstätige Mütter als Rabenmütter gelten für eine feministische Mär.

      Ich auch.

      Das im Vordergrund stehende gesellschaftliche Ideal ist die selbständige Frau.

      Hausfrauen gelten ganz klar als arme Hascherl, _sie_ sind eher diejenigen, die sich ständig rechtfertigen müssen.

      Andererseits hat man sich aber, ab mitte des 2nd Wave, wieder auf die Muttiessenz der Frauenbewegungen des 19. Jahrhunderts besonnen: „Frauen sind Kommunikationsstärker“ etc. Die gute alte „Geistige Mutterschaft“, Frauen „müssen ihre Mutterqualitäten in der Politik / Wirtschaft einbringen, zum Wohle Aller“

      Für diese Identitätsstiftung muss man selbstverständlich eine herausragende tatsächliche Mutter sein.

      Das ist natürlich ein double-bind, welches die Ostfrauen so nicht kannten.

      Wenn man den gleichen Zusammenhang bei Männern betrachten würde, würde man wohl von „hegemonialer Männlichkeit“ sprechen, die einen hohen „Preis“ hat, aber letztendlich der „Privilegiensicherung“ dient. Frauenprivilegien werden ja durch Muttiessenz legitmiert..

      Letztendlich richten sich aber nur wenige Frauen tatsächlich nach Normen, sie Gestalten ihr Leben so, wie sie es für sinnvoll halten und bauen sich ein Narrativ zur Identitätsstiftung „als Frau“ drumherum.

      • @Nick

        „Das im Vordergrund stehende gesellschaftliche Ideal ist die selbständige Frau.“

        Das ist denke ich nur teilweise richtig. Sobald es Kinder gibt tut sich da denke ich schon eine Grauzone auf, in der Rabenmüttervorwürfe kommen können.
        Ich denke hier ist viel doppelmoral vorhanden.

        Eine Frau soll Karriere machen, aber nicht zu Lasten ihrer Kinder. Wenn es denen gut geht ist es in Ordnung, aber wann immer etwas nicht läuft wird man auch schnell mit einem „keiner Wunder, sie ist ja nie da“ bei der Hand sein.
        Und ein „Das wäre ja nichts für mich, meine Kinder nie zu sehen, gerade wenn sie so klein sind“ kann ich mir auch gut vorstellen.

        • @Christian:

          Ich denke hier ist viel doppelmoral vorhanden.

          Ja, natürlich, das war mein Punkt: Wenn die „Muttiessenz“ das sein soll, was Frauen in Wirtschaft und Politik besonders Qualifiziert, dann kann man eben schlecht seine eigenen Kinder „vernachlässigen“. Man machte sich unglaubwürdig.

          Die hegemoniale Weiblichkeit muss sich stets ihrer Besonderheit versichern. Abweichlerinnen gefährden das Bild von der Essenz, ihnen muss abgesprochen werden, eine „richtige Frau“ zu sein.

          Abweichlerinnen delegitmieren potenziell die Privilegien, die ohne Ansehen der Person zugeteilt werden 😀

        • ..nein, ernsthaft: Das Idealbild ist tatsächlich die Frau, die beides zugleich ist: Die ökonomisch unabhängige gute Mutter.

          Aber es sind eben nicht nur die pösen Normen, die Frauen in die Zwickmühle treiben.

          „you can have it all“ heißt es ja immer.

    • „Warum sind die Mütter, die in der DDR sozialisiert wurden so signifikant häufiger und mehr erwerbstätig als die westdeutsche Muddi …“

      das war die normative kraft des faktischen. die frauen in der DDR konnten es sich nur in den allerwenigsten fällen zu hause bequem machen. sie mussten arbeiten und konnten es auch, weil es normal war, kinderbetreuung vorhanden war und es keinen muttermythos wie in westdeutschland gab. und dazu brsuchte es keine frauenbewegung.

    • @Peter

      Warum sind die Mütter, die in der DDR sozialisiert wurden so signifikant häufiger und mehr erwerbstätig als die westdeutsche Muddi, die sich berufen fühlt, der ganzen Welt ihr Gendergedöns anzudrehen und die Welt zu lehren, was es heisst, eine emanzipierte Frau zu sein? Lächerlich!

      Trotz Hort & Co war es trotzdem kein Familienparadies.
      Zum einen waren auch da die Großeltern gefragt, zum andern war unter Geschwistern auch gegenseitiges Kinderhüten angesagt nach dem Hort.
      Und selbst in den DDR Serien sieht man, dass der Umgang mit Kindern eher mittelalterlichen Charakter hatte (Kinder = kleine Exemplare von Erwachsenen => wurden in die Haushaltstätigkeiten stärker mit eingespannt, so zumindest ein den Kindern vermitteltes Ideal in Schule etc.).
      Auf die Idee, dass das irgendeine Art von Erfüllung oder Lebenskonzept sei (das Kinderkriegen) kam niemand, sie waren halt einfach da. Sicherlich manchmal lästig, aber das war eben auch keine große Sache und ab dem Dritten Kind gab es erhebliche finanzielle Vorteile.
      Man kann da auch kuschelige Sozialromantik drin sehen, aber der Lebensstandard war einfach (zumindest aus der Erinnerung) echt mies.
      Ich denke jedenfalls mit Grausen daran zurück, mit wievielen Geschwistern man sich das Badewasser teilen musste oder dass wir die Klamotten von den Älteren geerbt haben.
      Heutzutage werden Kinder zwar als teurer und aufwendiger Luxus angesehen, aber entgegen aller Bildzeitungsmeinungen genießen sie mehr Wertschätzung und es wird auch gern mehr Geld und Ressourcen von den Eltern für sie aufgewendet.
      Abgesehen war die staatliche Obhut in Schule und Kindergarten auch nicht das Gelbe vom Ei. Selbst Mitte der Achtziger Jahre kam es noch vor, dass Lehrer in der Schule Schüler konsequenzenlos schlagen konnten. Und schon im Kindergarten ging es mehr in Richtung „Abfertigung“, aus der Reihe tanzen gab es nicht, Essen musste komplett aufgegessen werden, egal wie ekelhaft oder verbrannt es war und wenn man gekotzt hat. Nach der Wende sind gerade viele Erzieher oder (Grundschul-) Lehrer ins soziale Aus gerutscht,
      weil die Standards plötzlich nicht mehr danach gingen, dass es keine Arbeitslosen gab und jeder Idiot seinen Posten behielt, egal, was er/sie angerichtet hat.
      Die Berufstätigkeit beider Eltern haben zum Großteil die Kinder selber kompensiert.

  9. Und warum sollen die Deutschen unbedingt mehr Kinder bekommen? Viele Kinder deutscher Eltern scheitern im Erwachsenenleben, viele deutsche Eltern vernachlässigen ihre Kinder. Warum soll diese verkorkste deutsche Kultur nicht aussterben?

    Bei Fremdbetreuung denkt man in Deutschland immer an Kindertageseinrichtungen. Ich habe in meiner Kindheit selbst einen Kindergarten erlebt, es war teils unschön, teils schrecklich, weil dort ein paar Kinder andere Kinder terrorisierten und die Betreuerinnen dies nicht verhinderten. Außerdem sind Kindertageseinrichtungen sehr teuer, auch wenn die Eltern das wegen der Subventionierung nicht mitkriegen. Besser ist Tagespflege zu Hause.

    • @Gnito

      Du schreibst!

      Und warum sollen die Deutschen unbedingt mehr Kinder bekommen?

      Kommentar:

      Befehl von weit oben, wahrscheinlich vom Politbüro! (grins)

        • Sicherlich, sicherlich, ich würde aber trotzdem Folgendes sagen: In einem von vielen Fällen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber die Tendenz zeichnet sich nur zu deutlich ab. Nun bin ich wirklich sehr gespannt, wie Du einen Ausweg aus Deinem intellektuellen Elend findest! (grins)

  10. @ hotthü

    *das problem ist nicht das aussterben der deutschen. es ist die überbevölkerung. eine lokale betrachtung ist da nur folklore.*

    Es ist keineswegs Folklore.

    Wenn die Bevölkerungsexplosion genau dort stattfindet, wo die technsische Zivilisation noch sehr schwach entwickelt ist und genau dort Bevölkerungsrückgang herrscht, wo sie hoch entwickelt ist, löst das Völkerwanderungen aus, bei denen Menschen aus schwach entwickelten Gebieten in hoch entwickelte Gebiete abwandern.

    Deren Bewohner dann vor dem Problem stehen, Massen von Menschen aus Zivilisationen mit niedrigem Entwicklungsstand in eine hoch entwickelte Zivilisation zu integrieren, ohne dass diese Zivilisation an Höhe des Entwicklungsstandes verliert.

    Das ist nicht problemlos möglich.

    Sondern setzt sowohl die zu Integrierenden als auch die Integrierenden unter enormen Stress, der sich in Gewalt, Gruppenegoismus und Bürgerkrieg entlädt, wenn das Experiment fehl schlägt.

    Die Zahl der gescheiterten Experimente dieser Art ist Legion, die Beispiele des Gelingens äußerst rar.

      • @ Peter

        *Ach, Meister. Die Deutschen sterben aus? Das sind doch alles nur leere Versprechungen! *

        Meint der Meister, das könnte mich erschüttern?

        Weit gefehlt!

        Mit Gottfried Benn bin ich der Meinung: „Von mir aus hätten wir Mollusken bleiben können!“

        Noch ein paar Jahrzehnte Feminismus – und wir treiben wieder als Quallen im Golfstrom.

        Stelle ich mir ganz gemütlich vor.

        Matriarchate sind schließlich flach: flache Hierarchien, flaches Denken, platte Kultur – sie bekommen den Hintern nicht hoch.

        Der kann dafür fett werden.

        Patriarchate sind vertikal…, ach, lassen wir das.

        Es reicht zu wissen, dass alles Vor-und Nachteile hat.

        • Naja, ist halt so wie mit dem Waldsterben. Der Wald stirbt und stirbt und stirbt und wenn man mal wieder auf einen Huegel kraxelt, dann steht der immer noch da im Weg rum.
          Auch das Waldsterben (franz. Le waldsterben) ist bekanntlich eine deutsche Erfindung.

        • @ Meister Peter

          *Naja, ist halt so wie mit dem Waldsterben. Der Wald stirbt und stirbt und stirbt und wenn man mal wieder auf einen Huegel kraxelt, dann steht der immer noch da im Weg rum.
          Auch das Waldsterben (franz. Le waldsterben) ist bekanntlich eine deutsche Erfindung.*

          Naja, das Waldsterben ist ja auch eine rotgrüne Erfindung. Linke Erfindungen funktionieren nie.

        • Naja, das Waldsterben ist ja auch eine rotgrüne Erfindung. Linke Erfindungen funktionieren nie.

          Ach geh, der teutonische Bildungsbürger war’s mal wieder, anno dazumal.

          Grün hat noch nie etwas erfunden.

          Die Ängste vor der Holznot markieren zeitgleich mit dem „Naturkult“ der Waldromantik zu Zeiten der Aufklärung den Beginn der modernen Umweltbewegung. Die Holznot im 18. Jahrhundert ist ebenso im Umfeld volksaufklärerischer und moralisierender Bemühungen zu sehen. Dabei wurden regelrechte Ideenwettbewerbe veranstaltet, bei denen Akademien und gelehrte Gesellschaften die Holznot auch im Themenspektrum Philosophie, Theologie und Ästhetik bis hin zu ökonomischen und staatstheoretischen Fragen besprachen.

        • @ Nick

          Gut, der linke aufgeklärte Bildungsbürger war’s, anno dazumal.

          Gibt ja eine ewige Linke und eine ewige Rechte avant la lettre schon im perikleischen Athen und davor.

        • Gut, der linke aufgeklärte Bildungsbürger war’s, anno dazumal.

          Ja, genau der! Der Gleiche, der in den USA den versoffenen Iren und Deutschen protestantische Kleinstadtzucht beizubringen suchte.

          Es heißt ja schließlich nicht ohne Grund „progressive era“

          Wer moral panic anzettelt ist eben immer links.

          Es sei denn, es geht um den bevorstehenden Untergang des Abendlandes 😀

        • @Roslin:

          Gibt ja eine ewige Linke und eine ewige Rechte avant la lettre schon im perikleischen Athen und davor.

          Macht imho nicht viel Sinn: Die Romantik war eine Gegenbewegung zur Aufklärung – ist sie deshalb „links“ weil sie sich gegen Etabliertes richtete?

  11. das bild zu ‚Betreuung der unter Dreijährigen in Deutschland‘ zeigt für ostdeutschland eine sehr hohe betreuungsrate. teilweise faktor 2 zu westdeutschland.

    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article112091291/Kinder-machen-muss-man-schon-selber.html

    seite 34 der oecd-studie abb. 16 gebrutenrückgange seit 1990 in ostdeutschland fast überall 40% rückgang.
    die geburten und die betreuungsplätze in zusammenhang zu setzen scheint mir nicht gerechtfertigt.

    ein anderer aspekt wird deutlich wenn geburtenraten mit dem weltbild der menschen verglichen wird. religiöse menschen haben deutlich mehr kinder, egal welche religion unterschiede innerhalb der religionen sind aber deutlich sichtbar. im umkehrschluss bedeutet das das je stärker der ‚zeitgeist‘ einfluss auf menschen hat je weniger kinder.

    seite 37 oecd-studie abb.18
    „Wird die Bedeutung der Lebensbereiche in direkter Konkurrenz zueinander ewertet, wird der Familiengründung die geringste Bedeutung zugewiesen.“
    alles ist wichtiger mindesten um faktor 2 als kinder.—> unsere gesellschaft hat kinder für unwichtig erklärt.

    seite 39 oecd-studie abb. 20
    „Kinder werden nicht mehr automatisch als quelle
    von Zufriedenheit und Lebensfreude gesehen. In Deutschland denken weniger als die Hälfte der Kinderlosen, dass Elternschaft ihre Lebensfreude erhöht.“

    rente ist ein weiterer aspekt, nur kinder können die rente finanzieren aber das derzeitige system bevorzugt kinderlose, die bekommen rente und haben keine kosten für kindererziehung.

    was sagt es über eine gesellschaft aus der alles wichtiger ist als kinder?

  12. Es wird ja immer versucht, die Gründe zu finden und möglicherweise abzubauen, die gegen das Kinder kriegen sprechen. Was sind aber die Gründe fürs Kinderkriegen? Aus Sicht eines Mannes: Wenn er es nicht aus irgendeinem Grunde als seine Pflicht betrachtet, Kinder zu zeugen(und wer tut das heute schon noch), was spricht dann dafür?

    Wozu braucht ein Mann Kinder? Er wird dadurch nur abhängig – von einer Frau, vom Staat, vom Arbeitgeber. Gleichzeitig ist ein Vater ja auch keine Respektsperson mehr, eher wirken heutige Väter leicht lächerlich. Das Vatersein bringt heute keinen Statusgewinn mehr. Also was bringt es dann? Liebe? Familie? Sehr flüchtige Dinge. Das ist den Aufwand nicht wert.

    Eine biologische Notwendigkeit oder biologischen Drang Vater zu werden, sehe ich auch nicht. Schon gar nicht besteht ein biologischer Drang zum Familienleben, das heute normalerweise eh von der Frau dominiert wird. Das einzige vielleicht noch Attraktive sind viele Kinder mit vielen verschiedenen Frauen. Das muss man sich dann aber auch leisten können. Daran haperts meistens.

  13. Das wirkliche Problem liegt darin, dass Erziehung Zeit kostet und “Geld zeitet” und niemand bereit ist dafür aufzukommen. Es wurde zwischen Ende Krieg und heute einfach mal entschieden welche Arbeiten Bezahlungswürdig sein sollen und welche nicht. Dabei ist nicht einmal das Kriterium Effizienz als Massstab heranzuziehen, denn jeder weiss, dass gute Erziehung oder wie es andere formulieren, “die wichtigste Arbeit der Welt: Menschen in das Leben einzuführen” (und eigentlich auch eine der schönsten), erst eine sozialverträgliche Gesellschaft ermöglicht, sprich, denn einzelnen überhaupt die Basis bietet in gewissem Masse nach seinen Veranlagungen in derselben zu funktionieren. Wenn im Erziehungsverhältnis, gerade in frühen Jahren, zuvieles schief geht, so können sich nur die allerwenigsten aus dieser Problematik später überhaupt losen, sondern schleppen es mit sich ein Leben lang mit als Verhaltensstörung. Wären wir eine andere Gattung als Menschen, so könnten wir unsere nachkommen kurz nach Geburt sich selbst überlassen. Wir sehen aber, dass der Mensch ein langes Erwachsenwerden braucht; betrachte man auch nur schon die körperliche Reife. Diese lange Zeit der Reife ist überhaupt Bedingung für einen komplexen Organismus, somit die Bedingung des Menschseins an sich. Folglich muss man hier klar sagen können, dass wenn diese Umstände zur Erziehung seiner Nachkommen dermassen schwer gestaltet werden, es sich um eine menschenverachtenden Gesellschaft handelt. Diese menschenverachtenden Gesellschaftsformen sind politisch angelegt worden, also willentlich von einer Staatsgewalt und der dahinter sich gebärenden Elite (Die Wende mit Schröder… ).

    Arbeit wird nicht nach der Wichtigkeit ihres Wirken in der Gesellschaft entlohnt, nicht nach der Effizienz in der sie ausgeführt wird, sondern nach Arbeitsbereiche und der Elite dienenden Kriterien. Beispiel Programmierer, die sehr hoch bezahlt sind, oft sehr einfache Arbeit leisten und in gemütlichem Arbeitstempo. Will man eine Gesellschaft Virtualisieren, sprich, einzig auf Informatik gewähren lassen, braucht man entsprechend viele kleine Programmierer. Diese Elite hat auch wiederholt und in unterschiedlichen Zusammenhänge immer wieder erklärt, es seien etwa 80 Prozent der Menschen auf diesem Planet zuviel und in unzähligen Massnahmen und Programmen seit Ende Krieg immer versucht diese Anzahl Menschen zu verringern. Es wäre also dringendst notwendig sich das mal genau anzuschauen und diese Damen und Herren auch damit zu konfrontieren.

    Ein Mensch der kein Vertrauen in jungen Jahren erfahren durfte, wird später ein kranker manipulierbarer lebenslanger Patient sein, der als gezwungenermassen überdurchschnittlich guter Konsument vor allem das BIP eines Landes erhöhen wird und den Geldbeutel der grossen Abschöpfer.

    Die Frauen werden von vornherein von ihren natürlichen Impulsen segmentiert (zB. Symbiose mit Mann), indem ihnen 1. eingeredet wird ” Kinder sind eine Plage”, 2. Männer wollen dir Schlechtes und tragen die Schuld der früheren Sozialverhältnisse, 3. wir machen dich zur Ikone der Neuzeit, wenn du deine Sozialverhältnisse, von denen du entwachsen bist, aufgibst und negierst. Am Ende werden sie auf einem “Förderband” in die Zwickmühle geführt – Lohnarbeit im Büro oder Kinder zu hause. Hat Frau bereits in einigen Jahren Studium investiert, wird sie bestimmt die Lohnarbeit wählen und keine Kinder gebären. Dabei ist die Arbeit mit Kindern eine der befriedigendsten.

    Die Frage sei hier gestellt, warum, obschon die Vereinbarung von Familie und heutiger beruflichem Alltag nicht möglich ist, ausser man nimmt in kauf, dass das schwächste Glied der Kette, das Kind, leidet, nach diesem unendlich langen schreierischen Kampf der Feministen immer noch nicht angegangen wurde ?

    Die Frauen wurden der Lohnarbeit zugeführt, darum ging es, alleine darum. (Übrigens habt ihr gemerkt, das bei der Lohnangleichung, nicht die Löhne der Frauen an jene der Männer angeglichen werden, sondern umgekehrt, also nach unten )

    Was nun auf uns zukommt ist nicht weniger grauenhaft und führt die Alienation (Zweckentfremdung) der grossen Masse fort: das Gender Mainstreaming; vielleicht allerdings nur in perfiderer und noch krankerer Weise als der vorherige Feminismus, auch wenn es eigentlich ein fliessender Übergang ist und auch von denselben erschaffen wurde. Wie krank ist es die Natur eines Menschen, also sein Geschlecht, umpolen zu wollen ? Das ist Folter ersten Grades und widerspricht allen bisherigen von der Menschheit entwickelten Gesetze und Normen zum Erhalt der Menschenwürde.

    Anhand der Art und Weise, wie eine Gesellschaft mit ihren Kindern umgeht, erkennt man wie sehr sie sich selbst wert schätzt.

    Die individuelle Betreuung durch einen Familienherd war bis anhin auch Garant für eine unglaubliche Anzahl an vielfältigen Strömungen und Individuen in dieser Gesellschaft, folglich auch die hohe Erfindungskraft, das Innovationspotential und eine allgemeine lebenswürdige Grosszügikeit der Eindrücke und Erfahrungen. Mit der totalen Zerstörung des Familienherdes (der Sippe), wo Kinder ab 3 Monate fremdbetreut werden in Gruppen, wie eine Viehherde, werden auch Einfältige und Hybride Gesellschaftsformen gesucht mit allen ihren Konsequenzen.

    Niemand kann später sagen, man hätte nichts davon gewusst, niemand…

  14. Ich habe heute keinen Bock auf Diskussionen. Deshalb lasse ich heute einfach mal eine Frau für mich sprechen – sonst behauptet hinterher noch jemand, ich würde als elender Macho Frauen unterdrücken und nicht zu Worte kommen lassen. Oder würde nie einer Frau Recht geben.

    Diese hier

    http://www.cuncti.net/streitbar/308-feminismus-mission-fehlgeschlagen

    hat aus meiner Sicht sehr Recht und was sie geschrieben hat, ist in Gänze lesenswert. Vermutlich eine wirkliche Dame.

    Bezug zum heutigen Blogeintrag? Nun, ich vermute, dass sich Geburtenraten auch dadurch steigern lassen, dass mehr Rücksicht auf die Lebensvorstellungen von Frauen wie dieser hier genommen und ihr Standpunkt in der öffentlichen Debatte, in den Mainstreammedien und der Politik nicht tabuisiert werden, nur weil sich dieser Standpunkt mit gleich zwei herrschenden Ideologien beißt.

Schreibe eine Antwort zu holger Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.