Selbermach Samstag X

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

108 Gedanken zu “Selbermach Samstag X

  1. Es ist zwar noch nicht Weihnachten, dennoch aber zwei aus meiner Sicht recht amüsante Videos über das gute „Spielzeug“, das manch kleiner oder großer Junge insgeheim zu gern unterm Weihnachtsbaum finden würde:

    Der Macher der Videos, unschwer als Ami zu erkennen, erzählte sogar mal in einem noch anderen Video, sein Vater habe einen Püster zu Weihnachten gekriegt, vor 50 Jahren oder so.

    Was er von Beruf ist? Wirklich Lehrer! Kommt man so leicht nicht drauf, oder?

    Vor dem Hintergrund der Themen dieses Blogs ergeben sich hier z. B. Fragen wie diese:

    1) Würde dasselbe Hobby einem genauso hohen Prozentsatz aller Frauen Spaß machen? Reizen diese Videos beide Geschlechter im gleichen Maße zum Lachen?

    2) Ist das Verhalten, das dieser Mann zeigt, aggressiv oder nur verspielt bzw. wirkt es eher aggressiv oder eher verspielt auf Frauen, auf Männer?

    3) Baut er Frauen gegenüber mit dem, was in den Videos zu sehen ist, eher Attraction auf, oder stößt er sie eher ab? Allgemein, bei Amerikanerinnen, bei Europäerinnen?

    4) Wie männlich wirkt er? Auf andere Männchen, auf Weibchen?

    5) Sollte so einer Lehrer sein dürfen? Oder sollte er es dürfen, wenn er dem Schießsport nichtexzessiv nachginge? Ist jemand wie er ein gutes Vorbild für Jungs?

    6) Wird sein Unterricht viel gestört, oder wird er eher Ruhe im Klassenraum haben?

    7) Was würde wohl eine Feministin dazu sagen respektive keifen?

    8) Hätten Sie im Nachhinein als Frau, als Mann bei ihm gerne Unterricht?

    Bevor ich meine Sicht der Dinge schildere (vielleicht erst morgen), möchte ich andere Meinungen/Einschätzungen hören bzw. eher lesen.

    Disclaymer: Dieser Beitrag ist KEIN Statement für oder gegen das amerikanische Waffengesetz, das deutsche oder das Waffengesetz von welchem Land auch immer. Es ist auch kein Statement dazu, wie man Konflikte aller Art löst oder zur Gewalt im Allgemeinen. Und nicht zur Bleibelastung von Böden. Das amerikanische Waffengesetz möchte ich hier in Deutschland der Lebenserwartung von uns allen zuliebe nicht haben.

    • hi matthias

      „…Das amerikanische Waffengesetz möchte ich hier in Deutschland der Lebenserwartung von uns allen zuliebe nicht haben….“

      ich sehe das anders. es würde dazu führen das verbrecher kein waffenmonopol haben.
      wenn jetzt einer amok läuft gibt es nur opfer jeder ist wehrlos. mit den strengen waffen gesetzen bei uns werden nur die kriminellen stärker gemacht aber verhindern das waffen für verbrechen genutzt werden tun sie auch nicht. zumindest nach den derzeitigen statistiken die ich gesehen habe waren es immer nicht legale waffen die benutzt wurden.

      • Es gibt zwar so weit ich weiß krasse Beispiele für Städte aus den USA dafür, dass dort, wo jeder eine Waffe trägt, es kaum Kriminalität gibt.

        Wenn aber jeder eine Waffe nicht nur besitzt, sondern ständig trägt, ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis einer, dessen Impulskontrolle schlecht ist, austickt.

        Mit dem Amoklauf stimmt – hier bei uns kann sich dann keiner/kaum einer wehren. Dafür aber ist Erschossen werden in den USA insgesamt ein häufigeres Schicksal als hier. Beileibe nicht nur wegen den vielen Waffen, die dort im Umlauf sind, okay, aber auch.

        Ist halt ein zweischneidiges Schwert. Wichtig ist auch die Frage, wie leicht aus legalen Waffen illegale werden können. Ist kompliziert im Detail.

        Wenn jetzt hier in Deutschland jeder einer Wumme trüge, hätte ich Angst, auch wenn ich selbst dann ständig eine griffbereit hätte. Es ist eine gute Frage, ob dann die Menschen nicht nur weniger kriminell, sondern auch netter zueinander wären. (Bei der Polizei allerdings soll angeblich viel gemobbt werden, obwohl alle bewaffnet sind.) Die Frage ist, wie dann der Chef seinem Mitarbeiter die Kündigung eröffnen würde. Oder wie sich Paare trennen würden, wenn solche Gegenstände mit im Spiel wären. Und dann die Frage nach der griffbereiten Möglichkeit zum Suizid…

        Klar, hier in Deutschland ist in erster Linie die illegale Waffe das Problem, legale sind die Ausnahme bei Straftaten. Ich könnte mir aber denken, das zeigt gerade, dass das Waffenrecht bei uns besser ist als in den USA.

        Gefährlich ist es aus meiner Sicht – und das passt wieder zum Geschlechterthema, wenn nach einem Amoklauf nur über Waffengesetze und Ballerspiele diskutiert wird, über die eigentlichen Ursachen der Tat nicht (wäre deutlich schwieriger, da was grundlegend zu ändern!), und nur mit der Verbotskeule gegen z. B. Sportschützen vorgeht, bzw. über Killerspiel-Zocker. Wobei Killerspiele in der Tat bedenklich sind, weil viel Lebenszeit dadurch oft verplempert wird. Und weil es offenbar wirklich Menschen gibt, die dadurch bestimmte Formen von gewalt erlernen und dann ausleben wollen. Das US-Militär trainiert glaub ich seine Soldaten auch mit Ballerspielen, um ihnen das Töten beizubringen.

      • Nachtrag:

        „mit den strengen waffen gesetzen bei uns werden nur die kriminellen stärker gemacht aber verhindern das waffen für verbrechen genutzt werden tun sie auch nicht.“

        Ja, ist natürlich was dran, es gibt nach Schätzungen etwas 20 Millionen illegale Schusswaffen in Deutschland, aber „nur“ 6-7 Millionen legale. Die dürfen aber fast immer nicht geführt werden, außer auf der Jagd, auf dem Schießstand und Zuhause.

    • Drei Fragen sind etwas schwieriger zu beantworten:

      2) Ist das Verhalten, das dieser Mann zeigt, aggressiv oder nur verspielt bzw. wirkt es eher aggressiv oder eher verspielt auf Frauen, auf Männer?

      Das sind die Grenzen ein bisschen fließend. Er wirkt auf mich nicht im engeren Sinne aggressiv (mit Wut im Bauch). Es gibt ja auch eine verspielte Aggression (in vielen Sportarten). Zumindest wirkt er etwas obsessiv, er scheint sich in einen Rausch zu ballern. Und er hat sicher Lust am Zerstören, was auch ein aggressiver Impuls ist.

      3) Baut er Frauen gegenüber mit dem, was in den Videos zu sehen ist, eher Attraction auf, oder stößt er sie eher ab? Allgemein, bei Amerikanerinnen, bei Europäerinnen?

      Im Prinzip schon. Sein Hobby ist zwar etwas einsam und reichlich archaisch und zeugt erstmal nicht von besonderer Intelligenz, aber der Anfang des Videos zeigt eine gewisse ironische Distanz und Gefühl für Dramaturgie. Es kommt auch darauf an, wie besessen er ist. Ich glaub eher nicht, dass Frauen dabei stundenlang zuschauen wollen.

      8) Hätten Sie im Nachhinein als Frau, als Mann bei ihm gerne Unterricht?

      Extrem schwer zu sagen. Er weiß sich gut darzustellen, was schon mal für einen Lehrer nicht schlecht ist, aber wenn’s zu sehr ins Narzisstische geht, hat man als Schüler auch die Arschkarte. Btw: Kannst ruhig du sagen.

    • Waffen sind doof. Wie man Freude daran empfinden kann, mit Dingen zu hantieren, die dafür gemacht sind, Menschen zu töten, ist mir ein Rätsel. Und wenn Männern das Spaß macht, zeigt das nur, dass sie zivilisatorisch tatsächlich auf einer tieferen Stufe stehen.

      Im übrigen gibt es kein amerikanisches Waffengesetz.

      • Scheint mir eine stark vereinfachte Aussage dieses „Waffen sind doof“. Ich denke, dass die Erfindung von Waffen zur Jagd ein sehr wichtiger Beitrag zu unserer Zivilisation war. Und auch zur Verteidigung gegen menschliche Gegner sind Waffen oftmals notwendig und der Einsatz auch moralisch in Ordnung.

        • Von sogenannten Waffennarren halte ich auch nicht besonders viel. Aber die Begeisterung z.b. fürs Sportschiessen find ich völlig ok und auch dafür, dass man sich für die Technik des Sportgerätes (Bogen, Armbrust, Handfeuerwaffe, Gewehr usw.) interessieren und mitunter auch begeistern kann…

    • @ Matthias

      Reizt mich überhaupt nicht, denn ich bevorzuge größere Kaliber.

      Gibt’s eh nur als Modell

      Weibliche Schiffsmodellbauer gehen gegen 0 %.

      Nicht mal Tippse vermag Interesse zu heucheln.

      Dabei ist die Sinnlichkeit alter Segelschiffe unübersehbar:

      Was für Rümpfe!

      Gibt nichts Schöneres und Eleganteres als eine Fregatte des 18.Jhdts.

      Immerhin näht Tippse Segel.

      Weil sie muss.

      Mit der Säbelklinge an der Kehle bleibt ihr gar nichts anderes übrig.

      Sie backt lieber Plätzchen.

      Sogar völlig freiwillig.

      Dabei helfe ich allerdings gerne (heute z.B. Makronen: Ich muss, äh, … darf die Mandeln raspeln, mit dem Kaffeelöffel den Teig auf die Oblaten setzen und die Schüsseln auslecken, ihr anerkennend auf den Po klatschen, das sogar besonders freiwillig).

      Dafür näht sie dann Segel.

      In den nächsten 2-3 Jahren für dieses schöne Teil:

      Wird jetzt nach Weihnachten auf Kiel gelegt, für Weihnachten wurde der Bausatz angeschafft.

      Natürlich ohne Trikolore, diesen Schandfetzen.

      Nur mit Lilienbanner wirklich echt.

    • Cooler Lehrer.

      Aber der Typ ist richtig geil. Vor allem die Gutmenschenkommentare sind der Hammer.

      Dafür lehrt der Typ Geschichte!!! Deutsche Geschichte 😉

      Zu geil wie die Amis alle SS Soldaten sein wollen 😉

      Und vor allem: Alles Originale

    • „“Diese Ergebnisse zeigen, dass Männer und Frauen die Welt ganz unterschiedlich betrachten““

      is klar, etwas unterhalb der augen statt direkt in die augen – das ist ein riesen unterschied. und zwar nicht nur in sachen gucken. es ist eine ganz andere, völlig unterschiedliche, grundverschiedene und fundamental andersartige sicht auf DIE WELT!!!!1111

  2. So leicht bekomme ich da keine Absolution, fürchte ich.

    Ich finde es übrigens unfair, dass Remo kein „Best of“ bekommen hat. Sein Kommentar war wirklich eine ganz, ganz dumme Idee und sehr schlimm.

      • Noah Sow beschwert sich darüber, mit einer Backgroundsängering verglichen zu werden:

        „Dann kommt der Tontechniker. Das sind auch zu 99% Männer. Sexistische Witze, bekackte Sprüche “letzte Woche war ne Reggaeband hier da hat eine Background gesungen die sah genau so aus wie du” und dann noch territorial in jede Ecke pissen sobald sie sehen, dass ich Musikequipment aus dem 21. Jahrhundert dabei habe, von dem sie nicht wissen, was es ist.“
        (http://www.noahsow.de/blog/2012/11/08/hoffnung-deine-mutter)

        Wahrscheinlich hat sie das nur auf die Hautfarbe bezogen, was aber vom Tontechniker vermutlich nicht so gemeint war. Sie schreibt übrigens durchgängig „Schwarz“ (groß) und „weiß“ (klein).

        • Ich hab ihre Empörung über den Tontechniker ein bisschen in eine andere Richtung gebogen. Die große Noah Sow ist ja viel bedeutender als eine einfache Backgroundsängerin – was für ein Sakrileg, dieser Vergleich.

        • tja, das ist schon ein ganz besonders schweres schicksal, von weißen tontechnikern angesprochen und mit einer backgroundsängerin verwechselt zu werden.
          ganz schlimme sache.

        • “hier Mädchen, das kannste so aber nicht verkabeln, das ist dann Mono”.
          Ja, genau so soll es ja auch sein. Sonst hören die Leute, die rechts in der Halle stehen, etwas anderes als die Leute, die links in der Halle stehen, und davon habe ich momentan nichts.

          Sie hat nun mal ganz klar ziemlich wenig Ahnung.

          Fürchterliches Weib.

        • @ Stephan

          Also erstmal muss ich bekennen, dass ich die „Ironie“ dieser 2 Sätze nicht gleich gerafft habe. Zumindest den 2. hätte ich so wie er da steht verstehen wollen (vielleicht, weil ich Dich mag).

          Geht die unironische Botschaft, die Du vermitteln wolltest, möglicherweise in Richtung „jede_r hat sein (Diskriminierungs-)Päckchen zu tragen?“ Findest Du die anderen geschilderten „Microaggressions“ ebenso wenig bedauerlich?

          „Die große Noah Sow ist ja viel bedeutender als eine einfache Backgroundsängerin – was für ein Sakrileg, dieser Vergleich.“

          Es ging m.M.n. nicht darum, dass sie sich als „bedeutender“ gewürdigt sehen wollte, sondern darum, dass dieser Tontechniker sie nur aufgrund ihrer Hautfarbe als irgendwie-austauschbare Figur wahrzunehmen schien, oder ihr dies zumindest suggerierte (+ das „Du hast keine Ahnung“-mensplaining). Er versuchte ihr Individualität und Professionalität abzuerkennen, wegen ihrer Optik in Kombination mit ihrem Geschlecht. Keine gute Grundlage für eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit (wenn auch nur für einen Abend), right?

          Ich denke, ich sollte ihr Buch mal lesen. Gerade, weil ich mich bisher in dem guten Gefühl sonnte, dass die Hauttönung für mich persönlich nur ein Merkmal sei, das auf einer Stufe steht mit Haar- und Augenfarbe (gesellschaftlich hat es selbstredend einen anderen Impact, so blind bin ich ja nicht, dass ich das nicht wahrnähme).

          Anschließend weiß ich vielleicht/hoffentlich auch, warum der Ausdruck „People of Colour“ in Ordnung zu gehen scheint, „farbig“ oder „schwarz“ dagegen für Manche problematischer ist… im Moment fühle ich mich da beim Benennen sehr unsicher. Dieser „Moment“ dauert eigentlich aber schon ein ganzes Weilchen an, wenn ich ehrlich bin seit meiner Jugend, genauer: seit diesem Lied:

          http://m.youtube.com/#/watch?v=n26iGdm354I&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3Dn26iGdm354I&gl=DE

          Und jetzt frage ich nochmal mit der mir-eigenen Penetranz:

          Welche Reaktion von ihr hattest Du Dir auf Deinen „ironischen“ Kommentar denn gewünscht? Wolltest Du irgendwas“diskutieren“, sie irgendwie „anstupsen“, oder war das eine bloße Bewerbung um einen Platz am Troll-Katzentisch?

        • Finde ich bei Sow übrigens noch interessant, was sie schreibt:

          “ (…) ich mach Musik aus meinem eigenen Kulturkreis, da muss ich mich auch nicht fragen warum (…).

          http://www.noahsow.de/blog/2012/11/08/hoffnung-deine-mutter/

          Der Begriff „Kulturkreis“ wird eigentlich mit dem Neo-Rassismus (kultureller Rassismus) assoziiert und da fehlt ihr wohl noch ein bissen das Gespür für diese Feinheiten! Ok, ist jetzt böse, aber sie sucht ja sonst auch jegliche Feinheiten, wo sie einem dies unter die Nase reiben kann.

          „Einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt wird dieses Jahr eine Debatte zum Thema Kulturalismus und Neorassismus darstellen: So sollen beispielsweise Fragen zur Definition und Konstruktion von Kultur und „Kulturkreisen“ diskutiert werden. Zudem sollen Anknüpfungspunkte rechter und speziell völkischer Argumentationsweisen an vorherrschende öffentliche Debatten zur „multikulturellen Gesellschaft“ analysiert und Parallelen zum biologistischen Rassismus untersucht werden. Daneben werden aber natürlich auch auch Workshops zu anderen Themen aus antifaschistischer (und feministischer) Theorie und Praxis stattfinde.“

          http://bewegung.taz.de/termine/rotes-sommercamp-2

        • ” (…) ich mach Musik aus meinem eigenen Kulturkreis, da muss ich mich auch nicht fragen warum (…).

          Da war ich allerdings auch einigermaßen baff.

          Zumal der Begriff eine ziemlich fragwürdige Tradition hat, und sie ihn ausgerechnet auch anthropologisch verwendet.

          (sonst wäre „ihr Kulturkreis“ ja Bajuvarisch, und sie müsste mit Alphorn und im Dirndl auftreten)

          The Kulturkreislehre approach was developed by German ethnologists Fritz Graebner and Wilhelm Schmidt, who drew from 19th-century theories of unilineal cultural evolution. Graebner and Schmidt posited that a limited number of Kulturkreise developed at different times and in different places and that all cultures, ancient and modern, resulted from the diffusion of traits from these centres of innovation. Proponents of this school believed that the history of any culture could be reconstructed through the analysis of its traits and the tracing of their origins to one or more of the Kulturkreise.

          http://www.britannica.com/EBchecked/topic/324682/Kulturkreis

        • @Nick

          Ja, finde es ja wirklich noch interessant, dass sie sich zwar ausgiebig mit Rassismus befasst, aber dann diesen Begriff des „Kultukreises“ nicht als doch problematisch wahrgenommen hat, offenbar hat sie sich mit dem Neo-Rassismus viel weniger auseinandergesetzt:

          „Und da wären wir schon beim Stichwort „Kultur“ „Kulturkreis“ als Instrumente eines Rassismus, der sich längst nicht mehr des Begriffs der „Rasse“, sondern eben jener vorbezeichneter Begrifflichkeiten bedient.“

          http://braunraus.blogspot.ch/2012/11/bochum-24.html

          Der Begriff wurde natürlich auch in einem grösseren Zusammenhang problematisiert und zwar im bekannten Aufsatz von Samuel Huntington „Kampf der Kulturen (Clash of Civilizations and the Remaking of World Order).

          http://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen

        • @muttersheera

          „Es ging m.M.n. nicht darum, dass sie sich als “bedeutender” gewürdigt sehen wollte, sondern darum, dass dieser Tontechniker sie nur aufgrund ihrer Hautfarbe als irgendwie-austauschbare Figur wahrzunehmen schien, oder ihr dies zumindest suggerierte (+ das “Du hast keine Ahnung”-mensplaining)“

          Es war Trollerei. (Womit auch deine letzte Frage beantwortet wäre.) Die „unironische“ Botschaft ist eher schlicht, sowas wie: Komm mal runter von dem hohen Ross. Ich habe Noah S. bewusst falsch verstanden, ihr Rassismus-Ding habe ich als Status-Problem uminterpretiert, nur der Provokation wegen. Mir war klar, dass der Kommentar da irgendwann gelöscht wird. Sie hat es aber nicht besser verdient, denn ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass der Tontechniker auf ihre Hautfarbe oder gar ihre „Austauschbarkeit“ angespielt hat. Ich nehme an, er hat eine tatsächliche Ähnlichkeit gemeint (Gesicht, Frisur, was weiß ich), aber die hochempfindliche Diva muss ja in jeder noch so kleinsten Äußerung die verborgenen Rassismen aufspüren. Auf das (angebliche) Technik-Mansplaining hab ich mich nicht bezogen, interessiert mich auch nicht, dazu müsste ich nämlich erstmal darauf vertrauen, dass sie überhaupt in der Lage ist, eine Situation angemessen wiederzugeben. Ich glaube, sie bemüht sich da nicht einmal.

          „Er versuchte ihr Individualität und Professionalität abzuerkennen, wegen ihrer Optik in Kombination mit ihrem Geschlecht.“

          Woher weißt du das???

          „Findest Du die anderen geschilderten “Microaggressions” ebenso wenig bedauerlich?“

          Vielleicht hilfst du mir dabei, zu unterscheiden, was von diesen Microaggressions eingebildet ist und was nicht. Ich kann sie einfach nicht mehr ernstnehmen. Schau dir mal die Trollkommentare ihres Fulda-Artikels an – ebenso als pdf ausgelagert – da kannste erstens sehen, welche Kommentare sie nicht freischaltet, und zweitens, wie sie das pdf mit eigenen lustigen Kommentaren aufbereitet (das ist dann wohl die Verabeitung ihres schlimmen Gewalterlebnisses). Erinnert entfernt an das Ranking bei hatr.org.

          „Ich denke, ich sollte ihr Buch mal lesen.“

          Neeeeiiin, bitte nicht, ich weiß, du bist anfällig für sowas. Such dir hier mal was nettes:
          https://allesevolution.wordpress.com/2012/05/23/bucherempfehlungen-zur-biologie-der-geschlechter

          Aber wenn du ein gutes Buch übers Hellsehen für mich hast, würde ich es lesen. 😉
          Du würdest auch nicht mehr so unter meinen penetranten Fragen leiden. Win-win.

          Für People of Colour gibt es wohl zwei Gründe:
          – International verwendbar
          – Ein bisschen geht es um die Macht der Sprache. Eigenschaften, als Attribut hinzugefügt, wirken im Gegensatz zu einer Subatantivierung weniger holistisch, betreffen nicht so das ganze Wesen. Ein Farbiger ist quasi seinem Wesen nach farbig, ein farbiger Mensch dagegen dem Wesen nach ein Mensch mit der zusätzlichen Eigenschaft der Farbigkeit. Bei farbiger Mensch liegt ja auch die stärkere Betonung auf Mensch. (Aus solchen Fügungen können später Zusammensetzungen werden mit entsprechendem Betonungswechsel: Farbmensch, ähnlich wie Rothaut, Bleichgesicht, wo wieder das ganze Wesen bezeichnet wird.) People of Color ist attributiv, hat allerdings die Betonung auf Color. Colored People hat die Betonung auf People, klingt aber etwas nach „gefärbten“ Menschen, das wollte man vielleicht vermeiden.

        • Auf das (angebliche) Technik-Mansplaining hab ich mich nicht bezogen, interessiert mich auch nicht, dazu müsste ich nämlich erstmal darauf vertrauen, dass sie überhaupt in der Lage ist, eine Situation angemessen wiederzugeben. Ich glaube, sie bemüht sich da nicht einmal.

          Sie lässt ja genug durchblicken.

          Submischpulte auf der Bühne werden üblicherweise Stereo verkabelt und die DI-Box dient in dem Fall üblicherweise nicht der Symetrierung, sondern der Vermeidung von Brummschleifen.

          Für das, was sie meint bezwecken zu wollen gibt es an jedem Mischpult Pan-Regler und es ist nicht der Sinn der Stereofonie, das das links stehende Publikum „etwas anderes hört“.

          Sie ist diejenige, die die Tontechniker für prollige Vollpfosten erklärt.

          Ein ziemlich offensichtlicher Dünkel, der sich auf wenig Kompetenz stützt.

        • ..und dann noch territorial in jede Ecke pissen sobald sie sehen, dass ich Musikequipment aus dem 21. Jahrhundert dabei habe, von dem sie nicht wissen, was es ist.

          Es geht nicht darum, dass ihr jemand ihr Setting herrklärt, es geht um die Klärung der Schnittstellen.

          Und der Verantwortlichkeiten, der Tontechniker – und nicht sie – ist schließlich derjenige, der auf die Mütze kriegt wenn es während des Auftrittes plötzlich brummt, weil ein großer Scheinwerfer aufgedreht wird.

          Ich weiß ja nicht was sie alles über ihr Mischpult „fährt“, aber es wird am Ende über den Tontechniker gelästert wenn es keine Räumlichkeit hat.

          „und dann noch territorial in jede Ecke pissen sobald sie sehen, dass ich Musikequipment aus dem 21. Jahrhundert dabei habe, von dem sie nicht wissen, was es ist.“

          Schnittstellen und Verantwortlichkeiten sind „Territorien“ – stupid.

          Die „richtigen“ Antworten:

          „hier Mädchen, das kannste so aber nicht verkabeln, das ist dann Mono” -> „Junge, bleib mal locker, das soll ja auch alles auf center sein.“

          („Sonst hören die Leute, die rechts in der Halle stehen, etwas anderes als die Leute, die links in der Halle stehen, und davon habe ich momentan nichts“ ist ein ganz grobes Negieren der Kompetenz des Tontechnikers – vermutlich noch nicht einmal von ihr beabsichtigt)

          “Aber für dein Mischpult da brauchen wir noch ne DI Box.” -> „Nee, das hat schon ground-lift“ (was keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist)

        • Der Text ist bestimmt von emotionalen Äußerungen einer Autorin, die sich endlich einmal von der Seele schreibt, was sie der Welt schon immer mal ins Gesicht sagen wollte.

          Ich kann es schon verstehen, dass es ziemlich verletzend sein kann immer wieder nur als jemand „mit der anderen Hautfarbe“ wahrgenommen zu werden.

          Von daher würde ich Noah Sow auch nicht das Recht absprechen, sich heftig über solche grob mißachtenden Sprüche wie „du, ich war auch mal mit ner Schwarzen zusammen“ zu beschweren.

          Ich würde ihr ja nicht ihre Erfahrungen absprechen, aber ich kann nur Schlußfolgerungen daraus teilen, zu denen ich durch Überzeugung gelangt bin. Dazu müssen diese eben diskutierbar sein, sonst können wir gleich alle zu den Evangelicals gehen.

          Rassismus sehe ich gleichfalls nur dann, wenn Unterschiede eines Kollektives bewertet werden.

          Wenn das Feststellen von Unterschieden an sich bereits rassistisch sein sollte, dann wäre Rassismus wohl tatsächlich eine unvermeidbare conditio humana.

          Es muss aber auch nicht alles, was verletzend ist, rassistisch sein. Oft scheitert es imho daran, dass man sich einfach nicht vorstellen kann wie es ist, mit anderer Hautfarbe durch die Gegend zu laufen und immer wieder darauf reduziert zu werden.

          Ich denke da ist eine Empathie erforderlich, die man leider erst lernen muss.

          Und es wäre tatsächlich absurd, wenn sich Polen, Russen und Juden als PoC bezeichnen würden. „Weißsein“ ist einfach nicht das Kriterium für Deutschen Rassismus (was natürlich nicht heißt, dass es keinen Deutschen Rassismus gegen Schwarze gäbe)

          sein.

        • „Soll ich zählen“

          Ja, zähl mal, würd mich interessieren.

          „Hast Du das etwa jemals?“

          Ich mag ihre Schreibe nicht, und um das festzustellen habe ich nur wenige Sätze gebraucht, da hast du recht. Übrigens streite ich Microaggressions nicht ab, falls du das meinst. Aber ich kann Leute nicht ernstnehmen, die maßlos übertreiben. (Darum amüsieren mich auch die angeblichen Vergwaltigungen von Männern durch Frauen.) Hinzu kommt noch Noah Sows narzisstisches Gehabe. Wie findest du denn ihren Umgang mit der Fuldaer Organisatorin? Wie sie da jeden Satz von ihr auseinandernimmt?
          http://www.noahsow.de/blog/2011/10/27/festival-du-racisme-in-fulda

          Ich schau da mal rein:
          http://ebookbrowse.com/gdoc.php?id=173018467&url=0d847849e89b3f355fe9e23f32d47f78

          Amazon beschreibt:
          „Zum Beispiel, daß Licht, das uns die Welt sichtbar macht, selbst unsichtbar ist.“

          Das stimmt nicht. Schau einfach mal in eine Lampe.

        • Was haben die da eigentlich mit dem Publikum gemacht?

          Es schämt sich – ganz protestantisch – einerseits für „seine“ Polizei, andererseits gluckst es überdreht-verlegen, um zum Ausdruck zu bringen dass es seine unabwendbar inhärente Sündhaftigkeit zumindest erahnt hat und deshalb eigentlich nur ein bisschen eher als andere hoffen kann, zu denen zu gehören die zur Gnade der Erlösung prädestiniert sind.

          Sie weisen mit Überzeugung zurück, dass Sie ein Rassist sind? Und schon sind Sie in die Falle getappt. Sie sind ein Rassist. Und wenn Sie noch so sehr glauben, keiner zu sein. Sie müssen einfach einer sein, weil man als weißer Mensch nur rassistisch sein kann. Und wenn Sie das jetzt empört zurückweisen, dann zeigt Ihre Empörung: dass Sie rassistisch sind.

          http://www.zeit.de/2008/12/Strafpredigt_an_alle/seite-1

        • @ Stephan

          Ich finde locker 5 „problematische“ Äußerungen nur in dem Absatz, in dem Du Deine Trollerei rechtfertigst.

          „Ich mag ihre Sprache nicht“

          Ist es nicht eher so, dass Dir vorallem der Inhalt missfällt?

          „Übrigens streite ich Microaggressions nicht ab, falls du das meinst. Aber ich kann Leute nicht ernstnehmen, die maßlos übertreiben.“

          Und wie kommst Du als Nicht-Beobachter nun auf die Idee, ihr die Definitionsmacht über ihre so-wahrgenommenen Erlebnisse streitig machen zu wollen?

          Empfindest Du irgendwas vom Geschilderten als lustig?

          „Wie findest du denn ihren Umgang mit der Fuldaer Organisatorin?“

          Sie ist sehr straight & wenig diplomatisch.
          Die Organisatorin wirkt auf mich ein bißchen dumm & schwerfällig.

          Fakt ist: sie hätte wissen können, wen sie da eingeladen hat. Der Vertrauensvorschuss, den Noah Sow ihr andersrum entgegen bringen musste, war schnell aufgebraucht, was nicht allein die Schuld der Organisatorin war – sondern unser aller.

          • @muttersheera

            „Und wie kommst Du als Nicht-Beobachter nun auf die Idee, ihr die Definitionsmacht über ihre so-wahrgenommenen Erlebnisse streitig machen zu wollen?“

            Weil IDPOl in dem Maße, wie sie es betreibt, eine Negativspirale lostritt, in der alles Diskriminierung sein kann. Man sieht es gerade daran, wie der Netzfeminismus sich gerade durch den Vorwurf des Rassismus spaltet und dort Grabenkriege losbrechen.

            Sie übertreibt einfach und akzeptiert keine Korrektur mehr.

        • Wer kein Rassist ist kann nicht mitteilen, dass er kein Rassist ist, weil er durch die Erklärung zum Rassisten wird.

          Es kann ja schließlich auch niemand behaupten, kein Sünder zu sein, weil diese Anmaßung und Mißachtung der alleinigen Gnade Gottes schon für sich eine große Sünde wäre 😀

        • @sheera

          Du schreibst:

          „Und wie kommst Du als Nicht-Beobachter nun auf die Idee, ihr die Definitionsmacht über ihre so-wahrgenommenen Erlebnisse streitig machen zu wollen?“

          Kommentar:

          Du hast offenbar das Konzept der Definitionsmacht noch nicht begriffen: Auch ein Beoachter darf selbstverständlich die Definitionsmacht nicht hinterfragen, geschweige den irgendwelche Inhalte kritisieren. Das Konzept der Definitionsmacht ist ein Immunisierungskonzept, antidemokratisch, autoritär und vielleicht sogar totalitär! 🙂

        • @ Stephan

          „Aber ich kann Leute nicht ernstnehmen, die maßlos übertreiben. (Darum amüsieren mich auch die angeblichen Vergewaltigungen von Männern durch Frauen.)“

          Aus Arne Hoffmann – Sind Frauen bessere Menschen? Plädoyer für einen selbstbewussten Mann, S. 359 – 360:

          „Auf einer auch ansonsten sehr lesenswerten Website (…) analysiert der US-Amerikaner David Byron verschiedene kriminalistische Studien und kommt zu einem verblüffenden Ergebnis: Vergewaltigungen von Männern durch Frauen rutschen schon deshalb durch etliche Statistiken, weil eine Vergewaltigung immer wieder als „gewaltsame Penetration“ definiert wird. Wenn eine Frau also einen Mann gewaltsam zum Sex zwingt, wird dies nur dann als Vergewaltigung kenntlich gemacht, wenn sie dabei mit einem Gegenstand in seinen Hintern eindringt.
          Akademische Geschlechterforscher beklagen derweil, dass in Befragungen zum Thema Vergewaltigung Frauen lediglich zu ihren Erfahrungen als Opfer und Männer lediglich zu ihren Erfahrungen als Täter interviewt werden. All dies lasse ein mehr als schiefes Bild entstehen.
          Manche können sich schon deswegen nicht vorstellen, dass eine Frau einen Mann vergewaltigen kann, weil sie glauben, dass ohne die sexuelle Bereitschaft und damit das Einverständnis des Mannes keine Erektion auftreten kann – geschweige denn ein Samenerguss. Dabei fand Kinsey schon 1948 bei seinen Forschungen über sexuell missbrauchte Jungen heraus, dass beides weder der Willenskraft unterliegt, noch ausschließlich durch Erregung verursacht wird. Erektionen treten oft spontan infolge äußerer Reize auf, zum Beispiel bei absolut unerotischen medizinischen Untersuchungen im Analbereich. 18 Prozent der männlichen Vergewaltigungsopfer ejakulieren, und das hat nichts damit zu tun, dass sie in irgendeiner Weise Vergnügen empfunden haben. Ebenso kommt es vor, dass vergewaltigte Frauen dabei feucht werden (…). Vergewaltigungsopfer beiderlei Geschlechts werden oft dadurch zusätzlich verstört, dass sie sich von ihrem eigenen Körper in einer solchen Notsituation betrogen fühlen (…).
          Dazu kommt, dass Männern, die vor Gericht behaupten vergewaltigt worden zu sein, obwohl sie darauf mit einer Erektion und einer Ejakulation reagierten, oft nicht geglaubt wird. Richter sind genauso dem Klischeedenken und der einseitigen Information in unserer Gesellschaft ausgesetzt wie jeder andere Mensch.“

          • @Leszek

            „Vergewaltigungen von Männern durch Frauen rutschen schon deshalb durch etliche Statistiken, weil eine Vergewaltigung immer wieder als „gewaltsame Penetration“ definiert wird.“

            Dennoch dürfte die Vergewaltigung von Erwachsenen Männern durch Frauen ein sehr seltener Fall sein. Gibt es denn irgendwelche Zahlen dazu?

        • @ Christian

          Wenn du Vergewaltigungen so breit definierst, wie dies heute getan wird, muß auch viel weibliche sexuelle Gewalt als Vergewaltigung betrachtet werden.

          Aber da wird man dann wohl doch nicht so streng sein. Es sind ja nur Männer, die Gewalt erfahren.

        • Besteht für dich eine männliche Vergewaltigung ausschließlich in einer tatsächlichen gewalttätigen Penetration oder gibt es für dich da auch Abstufungen?

          Z.B. eine nicht erfolgreiche Penetration mit Gewaltmaßnahmen.

          Naturgemäß müssen weibliche Vergewaltigungen ohne Penetration ablaufen. Es reicht also völlig aus, wenn Zwangsmaßnahmen angewendet werden und ein sexualisierter Inhalt vorhanden ist.

          Es wäre ungerecht, wenn man eine Penetration voraussetzt. Da Männer schwer mit einer Erektion auf eine weibliche Vergewaltigung reagieren.

          Frauen sind halt das andere Geschlecht. Dem muß auch hier Rechnung getragen werden. Ganz im Sinne Simone de Beauvoirs.

        • „Ich kann es schon verstehen, dass es ziemlich verletzend sein kann immer wieder nur als jemand “mit der anderen Hautfarbe” wahrgenommen zu werden.“

          das ist doch eine frage des persönlichen selbstverständnisses. ich stamme aus berlin und lebe in bayern. was meinst du, wie oft ich darauf angesprochen werde. ich bin berliner und werde so wahrgenommen. das ist fakt. ob ich es als verletzend empfinde, ist eine frage meiner haltung dazu.

          „Oft scheitert es imho daran, dass man sich einfach nicht vorstellen kann wie es ist, mit anderer Hautfarbe durch die Gegend zu laufen und immer wieder darauf reduziert zu werden.“

          oder sow kann sich nicht vorstellen, mit einer nicht-anderen hautfarbe herum zu laufen und reduziert sich selbst drauf, nach dem motto „alles nur weil ich schwarz bin“. für mich klingen ihrer äußerungen wie eine permanente anklage an die welt, dass man sie nicht angemessen „als schwarze“ behandelt. würde man sie aber „als schwarze“ behandeln wäre das natürlich auch rassismus.

          • @hottehü

            „alles nur weil ich schwarz bin“

            Ja, ich glaube, dass das ein sehr gefährlicher Frame ist. Man kann alles negative darauf projezieren und damit andere Ursachen ausblenden. Und es verleiht ihr eben auch eine unheimlich moralische Stellung.

        • @James
          „Es reicht also völlig aus, wenn Zwangsmaßnahmen angewendet werden und ein sexualisierter Inhalt vorhanden ist.“

          Was etwa dem Einer-Frau-an-den-Busen-Fassen entspricht?

        • das ist doch eine frage des persönlichen selbstverständnisses. ich stamme aus berlin und lebe in bayern. was meinst du, wie oft ich darauf angesprochen werde. ich bin berliner und werde so wahrgenommen. das ist fakt. ob ich es als verletzend empfinde, ist eine frage meiner haltung dazu.

          Als Schwarzer herumzulaufen ist aber, denke ich, schon noch was anderes.

          Du bist dann zwar „der Berliner“ (nicht: „hottehü“) aber der „Berliner“ bietet dir mehr Raum „hottehü“ zu sein als z.B. „der Weiße“. „Der Weiße“ ist ja eine reine Äußerlichkeit, die dann aber dein Wesen auszeichnen soll.

          „Ich war auch mal mit einem Berliner zusammen“ ist etwas anderes als „Ich war auch mal mit einem Weißen zusammen“

          Abgesehen davon, dass es tatsächlich Rassismus gibt: Wenn du schwarz wärst, könntest du schwer einschätzen ob hinter einer Bemerkung über deine Hautfarbe eine feindselige Einstellung steckt oder eine Gedankenlosigkeit. Du würdest immer wieder mit kulturellen Spuren einer ziemlich üblen Geschichte konfrontiert werden.

          oder sow kann sich nicht vorstellen, mit einer nicht-anderen hautfarbe herum zu laufen und reduziert sich selbst drauf, nach dem motto “alles nur weil ich schwarz bin”

          Sie wird aber offenbar immer wieder darauf festgenagelt, dass sie schwarz ist: „Einstiegsthema“ bei Gesprächen ist offenbar immer wieder die ihre Hautfarbe.

          Das würde mir auch ziemlich auf die Ketten gehen, insofern kann ich das nachvollziehen.

          Ihre „Tontechniker-Sexismusstories“ kann ich hingegen weniger nachvollziehen, dazu kenne ich „die andere Seite“ nur allzu gut genug: Man hat eine Verantwortung, und muss natürlich nachhaken. Bei Männern hakt man genauso nach, allerdings fühlt sich da selten einer in seiner Kompetenz angepisst, auch wenn man bei den „dümmsten“ Sachen lieber noch mal nachfragt. Für einen Tontechniker ist es vermutlich normal, dass Künstler eben Künstler sind und keine Techniker..

          Man hat sein Auto verliehen, es Parkt an Berg: „Hast du die Handbremse angezogen?“ Fahrer: „Ja“ ; Feministin: „Hältst du mich für doof, oder was! (Sexismus 11!1!)“

          Es mag ja gut sein, dass sie ziemlich schräg ist, allerdings fände ich den Schluß auf „alle Schwarzen, die sich beschweren“ verfehlt. Die können schließlich auch nichts dafür, dass „eine von Ihnen“ etwas schräg ist.

          Ich halte es grundsätzlich nicht für eine schlechte Idee, und alleine schon für eine Frage der Höflichkeit, Schwarze nicht damit zu nerven, dass man „auch schon mal“ mit einer Schwarzen zusammen war. Auch das sich beschäftigen mit der teils ziemlich üblen Geschichte halte ich für keine schlechte Idee.

          Was ich für eine ganz schlechte Idee halte ist jegliche Form von kollektivem Schuldgefühl.

        • @Christian:
          Ja, ich glaube, dass das ein sehr gefährlicher Frame ist. Man kann alles negative darauf projezieren und damit andere Ursachen ausblenden. Und es verleiht ihr eben auch eine unheimlich moralische Stellung.

          Bei Minderheiten wäre ich aber geneigt, mir das genauer anzuschauen.

          So kann man nämlich jede Diskriminierung abstreiten, das ist ein immer anwendbares Totschlagargument.

          • @nick

            „Bei Minderheiten wäre ich aber geneigt, mir das genauer anzuschauen“

            Durchaus. Natürlich können einem solche Alltäglichkeiten auf die Nerven gehen und echter Rassismus erst recht.

            Es geht mir eher um die Verstärkung, die man selbst für sich bewirkt, wenn man das alles als Angriff sieht.

        • @Nick

          Du schreibst:

          Das würde mir auch ziemlich auf die Ketten gehen, insofern kann ich das nachvollziehen.

          Kommentar:

          Geh doch mal nach Namibia oder Angola, ich würde wetten, dass dort die weisse Hautfarbe auch immer wieder ein Thema sein wird, wenn Du irgendwo als Mensch mit weisser Hautfarbe auftauchst. Auch ein behinderter Mensch, ein Albino oder was weiss ich, wird wohl mit seiner Ausserlichkeit, die eben nicht die Durchschnittsnorm ist (also statistische Norm) immer wieder ein Thema sein.

        • @Chomsky:
          Geh doch mal nach Namibia oder Angola, ich würde wetten, dass dort die weisse Hautfarbe auch immer wieder ein Thema sein wird, wenn Du irgendwo als Mensch mit weisser Hautfarbe auftauchst. Auch ein behinderter Mensch, ein Albino oder was weiss ich, wird wohl mit seiner Ausserlichkeit, die eben nicht die Durchschnittsnorm ist (also statistische Norm) immer wieder ein Thema sein.

          Ich habe ja auch nicht von dem pösen Weißsein gesprochen.

          Natürlich ist das so, dass heißt aber nicht, dass es für den Albino in Ordnung wäre, dass jedes Gespräch mit „meine Tante war auch mal mit einem Albino zusammen!“ beginnt.

        • @muttersheera
          „Ist es nicht eher so, dass Dir vor allem der Inhalt missfällt?“ [statt Sprache]

          Okay, dann eben der Inhalt. Sie übertreibt halt maßlos, und Übertreibungen werden ja auch als rhetorisches Stilmittel („Hyperbel“) gesehen, insofern ist es in gewisser Hinsicht ihre Sprache. Und es ist natürlich auch ihr oft vulgärer Ton, mit dem sie ihre „Erlebnisse“ dramatisert: „anstatt einer Begrüßung und mit offenstehenden Mäulern der gaffenden Anwesenden […] mit irgendeiner Brasilienurlauberinnerung, die er an mir abschmiert wie ein Stück Scheiße an einem frisch gereinigten Hemd […] territorial in jede Ecke pissen […] mir wieder einen Kübel von diesem übergriffigen Dreck abhole“

          Was sie da alles an Übergriffen aufzählt, ist schon erstaunlich:
          „duzt mich, entschuldigt sich dafür, duzt mich weiter“
          „Toll dass du da bist, Nora“

          Sie zieht aus Kleinigkeiten, sehr weitreichende Schlüsse:
          „Vor allem überschreibt Rassismus Empathie und damit zuallererst die Bereitschaft zu sozialem oder auch nur zumutbarem Verhalten.“

          Sie missbilligt die Freiheit der Kunst
          „neben Aufklebern von Bands, die mit Leni Riefenstahl Romantik Videos ihr Geld verdienen“ (sie redet hier nicht von rechtsradikalen Band)

          Sie verwechselt Geringschätzung offenbar mit Rassismus:
          „Wieso willst n du 10€ für die CD, die hast du doch selber gemacht. […] Und ich kann nicht weglaufen“

          Sie breitet ein unsägliches Leid aus:
          „Vor jedem Konzert hab ich Bauchschmerzen.“

          „Vom kolonialen Setting mal ganz abgesehen, das sich wie eine Zwangsjacke um die Brust schnürt, wenn die Schwarze Frau vor 100 weißen Leuten singt.“ – Richtig gelesen. Es geht hier nur um die Anwesenheit dieser 100 Leute, nicht um deren konkretes Verhalten. Das koloniale Setting. Hast du eine Idee, muttersheera, wie man das ändern könnte? Ich schon, aber ich sag’s lieber nicht, sonst verspiele ich noch den letzten Rest deiner Sympathie. Würde mich mal interessieren, ob Noah diese Beklemmungen auch bei dem von mir verlinkten Video empfunden hat. Man merkt es ihr gar nicht an, aber vielleicht hat sie das schon so automatisiert mit dem Runterschlucken von übergriffigen Dreck, dass sie ihren Schmerz gar nicht mehr zeigen kann. Sorry, ich schreib mich grad in Rage …

          Nochmal zum Tontechniker: Da sie offenbar ein unendlich feines Gespür für böse rassistische Untertöne hat, sich offenbar jeden Satz genau merkt und auf die Waagschale wirft – siehe Fulda-Artikel – gehe ich davon aus, dass sie es erwähnt hätte, wenn es da weitere Hinweise für dessen rassistische Denke gegeben hätte. Deine Interpretation („dass dieser Tontechniker sie nur aufgrund ihrer Hautfarbe als irgendwie austauschbare Figur wahrzunehmen schien“) geht aus dem Gesagten nicht unmittelbar hervor. Das hier ist nur noch spekulation: „Er versuchte ihr Individualität und Professionalität abzuerkennen, wegen ihrer Optik in Kombination mit ihrem Geschlecht.“ (Du meinst, schwarzen Frauen wird Individualität abgesprochen? Wegen des Vergleichs mit der Backgroundsängerin? Gehst du da nicht ein bisschen weit? Und woher weißt du, weshalb er ihr in die Technik reingeredet hat? Das kann alle möglichen Gründe haben, wurde hier ja schon kommentiert.) Du sagst sozusagen mehr als Noah selbst. Ich würde eher dazu tendieren, Noahs Aussagen etwas herunterzukochen, denn sie neigt ganz augenscheinlich zur Dramatisierung.

          Ich vertraue Noahs Wahrnehmungen einfach nicht – ich will sie gar nicht diffarmieren, sie hat sicherlich ihre tollen Seiten. Ich muss mich hier auf meine (zugegebenermaßen spärliche) Menschenkenntnis verlassen, denn natürlich war ich bei den Ereignissen nicht dabei.

          Kannst du mir das hier erklären:
          „S: leider ist heute auch noch ne andere Veranstaltung, zu Abschiebung, genau gegenüber. Das ist schade, hab ich erst letzte Woche mitgekriegt.

          (Fulda-Artikel)

          Sie glaubt sich also schon im Italo-Western, weil eine zweite Veranstaltung läuft? Sind das verletzte narzisstische Gefühle?

          Ich weiß nicht, wie ich das weitere Gespräch noch kommentieren soll. Meiner Meinung nach ist sie da nur noch auf Krawall gebürstet, und als prominenter Gast weiß sie sicherlich, welche Reaktion sie mit ihrer Abreise erzeugt. Und genau das will sie vermutlich. Im Katzentisch kannst du nachlesen, das am da Vorabend eine Veranstaltung mit Kamerunern stattfand. Die Gewalthaltigkeit der Lampe wurde da von vielen offenbar nicht wahrgenommen.

          „Empfindest Du irgendwas vom Geschilderten als lustig?“

          Nicht direkt. Aber ich lache schon mal, wenn krass übertrieben wird.
          Warum lachen eigentlich die Leute im Video?
          Noah Sow ist auch durchaus beliebt und erfolgreich. So gesehen hat sie auch ihre Privilegien.

          „Die Organisatorin wirkt auf mich ein bißchen dumm & schwerfällig.“

          Noah lässt ihr kaum eine Chance, der Wortwechsel ist ja schnell vorüber. Abgesehen davon sehen wir die Organisatorin durch Noahs Brille.

          Ich würde mir wünschen, dass du da kritischer wärst.

          Ich sehe eine Sache übrigens ähnlich wie Noah: Der alltägliche, kaum bemerkte Rassismus ist das eigentliche Problem, weniger der offene. Ich bin davon auch keinesfalls frei. Du sagst, du hattest mal einen schwarzen Freund, mit dem du intim warst. Ich kann damit nicht aufwarten, aber auch wenn ich mal so erotische Träume habe, sind die von einer gewissen arischen Reinheit (obwohl ich schwarze Frauen kenne, die ich wirklich mag). Womit ich sagen will: Das ist nicht unbedingt eine intellektuelle Sache, eher was Irrationales, und ich will nicht auschließen, dass ich mit Schwarzen gegenüber distanzierter verhalte.

          Gut finde ich übrigens, was Burkhard Schröder (burks.de) so bezüglich Rassismus und Anti-Rassismus-Demos von sich gibt. Er hat sich viel mit Nazi-Aussteigern beschäftigt, kritisiert aber „Lichterkettenträger“ und den Mainstream-Anti-Rechts-Aktionismus. Da gab’s mal ein gutes Video von einer Talkrunde, leider gerade offline.

          Bist du eigentlich eher 23-Nerd?
          http://mspr0.de/?p=2861

        • Sorry, da gab’s ein html-Problem.

          Kannst du mir das hier erklären:
          “S: leider ist heute auch noch ne andere Veranstaltung, zu Abschiebung, genau gegenüber. Das ist schade, hab ich erst letzte Woche mitgekriegt.

          – ein Wüstengrasbüschel rollt vorbei -”
          (Fulda-Artikel)

          So, jetzt haben wir wieder Italo-Western-Stimmung. Die spitzen Klammern hatten den Grasbüschel versenkt.

        • „Bei Männern hakt man genauso nach, allerdings fühlt sich da selten einer in seiner Kompetenz angepisst …“

          genau das meine ich. selbst wenn man sie behandelt, wie jeden anderen auch, wird sie sich diskriminiert fühlen, denn sie ist ja nicht wie jeder andere auch bzw. nimmt sich selbst nicht so wahr. sie selbst empfindet ein starkes anderssein und will (wie auch immer) anders behandelt werden. daran kann man nur scheitern. wie immer man sie behandelt, es wird in ihren augen rassimus sein. WEIL sie schwarz ist. sie macht quasi ihre hautfarbe der ganzen welt zum vorwurf.

        • @hottehü

          Du schreibst:

          genau das meine ich. selbst wenn man sie behandelt, wie jeden anderen auch, wird sie sich diskriminiert fühlen, denn sie ist ja nicht wie jeder andere auch bzw. nimmt sich selbst nicht so wahr. sie selbst empfindet ein starkes anderssein und will (wie auch immer) anders behandelt werden. daran kann man nur scheitern. wie immer man sie behandelt, es wird in ihren augen rassimus sein. WEIL sie schwarz ist. sie macht quasi ihre hautfarbe der ganzen welt zum vorwurf.

          Kommentar:

          Ich sehe es noch in einer ganz anderen Richtung: Mit dem Rassismus-Vorwurf und anderen Vorwürfen (Antisemitismus, Sexismus, Bodyismus, Klassismus etc.) kann man natürlich auch gut Macht/Herrschaft ausüben und sei dies auch nur im kleinen Kreis und man kann damit natürlich den Spiess auch umdrehen und der Unterdrückte wird selbst ein bisschen zum Unterdrücker, sei dies nur quasi emotional (den anderen ein schlechtes Gewisse machen, ihnen Schuldgefühlen einreden, dass sich sich zerknirscht zeigen, betreten sind, Scham auslösen etc.).

        • „Mit dem Rassismus-Vorwurf und anderen Vorwürfen (Antisemitismus, Sexismus, Bodyismus, Klassismus etc.) kann man natürlich auch gut Macht/Herrschaft ausüben“

          das alles ergibt sich folgerichtig.
          aber nur, wenn man leute findet, die sich ein schlechtes gewissen machen lassen (weil sie dem konzept der erb- und kollektivschuld zustimmen).

        • Deutschland ist natürlich besonders prädestiniert für gewisse Scham- und Schuldkomplexe. Wenn ein Vertreter des Zentralrats der Juden mal Antisemitismus ruft, dann geht die Classe Politique schon mal präventiv in Deckung, ohne mal gross zu prüfen, ob der Vorwurf stichhaltig ist oder nicht. Das hat man ja wirklich wieder mal schön beim Grass-Gedicht gesehen und so funktioniert es eben teilweise auch beim Sexismus- oder Rassismusvorwurf.

        • @ Stephan

          „Sie übertreibt halt maßlos“

          Wo denn bzw. wieso bist Du Dir da _so_ sicher?

          Sie erscheint in ihren Texten nicht gerade als ein Dickhäuter, das würde ich auch sagen, das Sicht- und Hörbarmachen ihrer Verärgerung hat sie wohl zum Konzept erhoben (wozu auch die vulgäre Sprache gehört), und es mag gut sein, dass sie sich selbst das Leben damit schwerer macht als nötig.

          Es ist aber ebenso wahrscheinlich, dass sie Vielen, die es sich aus praktischen Gründen oder Feigheit leichter machen als sie, ein Stück weit aus der Seele spricht.

          „Sie verwechselt Geringschätzung offenbar mit Rassismus“

          Geringschätzung ist Grundlage von Rassismus, weißte doch …

          „Es geht hier nur um die Anwesenheit dieser 100 Leute, nicht um deren konkretes Verhalten. Das koloniale Setting. Hast du eine Idee, muttersheera, wie man das ändern könnte?“

          Man müsste es irgendwie schaffen, (auch) die Nicht-Weißen besser anzusprechen, denke ich…
          Das ist vermutlich nicht der Gedanke, den Du hattest?

          (Dabei fällt mir übrigens die Begebenheit vor einem Konzert von denen hier http://www.glasblassing.com/ ein. Sie spielten in einem „sozialen Brennpunkt“-Stadtteil, und vor der Veranstaltung in der Bürgerhalle sprach ein Jugendlicher mit „Migrationshintergrund“ in sein Handy: „Ey, hier ist irgendwas los heut Abend. Überall sind Deutsche…“)

          Die auf dieser Seite versammelten Wert-Urteile sind in toto schon erschreckend, imho nen Zacken härter noch als die Rüffel gegenüber A.S. & N.L. …

          Was ist Aktion und was Reaktion?
          Warum muss man die Äußerungen einer Person, der man offensichtlich wenig oder keine Sympathie entgegenzubringen vermag, eigentlich lesen UND kommentieren?
          Hat sie etwa politische Forderungen gestellt, die es abzuwehren gilt? Seh ich nicht. Sie fordert nur ihre (sie hat ja die „richtige“ Staatszugehörigkeit) bereits GG-mäßig garantierten Rechte ein.

          „Sie glaubt sich also schon im Italo-Western, weil eine zweite Veranstaltung läuft?“

          Meine Spekulation geht eher in die Richtung, dass es schon ein wenig peinlich ist, wenn man sich als Antira-Aktivistin/Organisatorin nichtmal soweit interessiert, dass man das im Vorfeld bemerkt.

          „Ich sehe eine Sache übrigens ähnlich wie Noah: Der alltägliche, kaum bemerkte Rassismus ist das eigentliche Problem, weniger der offene.“

          Der offene ist schon auch ein Problem… der, der unter unserem Radar verschwindet und dessen Offenlegung und Benennung (z.B. durch N.S.) wir abwehren, (er)nährt ihn mit.

          „Ich bin davon auch keinesfalls frei.“

          Das ist doch mal ein schönes Eingeständnis, mit dem man anfangen könnte zu arbeiten…

          „Du sagst, du hattest mal einen schwarzen Freund, mit dem du intim warst.“

          Das hast Du Dir also gemerkt (dabei hatte ich es nur indirekt „zugegeben“)… und ich kann Dir verraten, dass er – eine Rampensau & ein Strahlebäckchen – auch im Stillen ziemlich darunter litt, wie die deutsche Mehrheitsgesellschaft ihm begegnete.

          „Ich kann damit nicht aufwarten, aber auch wenn ich mal so erotische Träume habe, sind die von einer gewissen arischen Reinheit“

          Auch das Gegenteil wäre kein Beweis dafür, kein Rassist zu sein. Leutnant Dino ist hierfür ein sehr gutes Beispiel…

          „Bist du eigentlich eher 23-Nerd?“

          Ich hätte gesagt „ja“, aber mein Liebster sieht mich als 42er. Mein bester Freund (voll der krasse 23er!) und meine beste Freundin (wenn überhaupt eine 42) gäben ihm vermutlich recht.
          Eigen- und Fremdwahrnehmung halt…

          P.S. Du hast das falsche Buch. Die Investition lohnt sich aber wirklich.

        • „Geringschätzung ist Grundlage von Rassismus, weißte doch …“

          Nicht unbedingt. Es ging da um den Preis einer CD, ähnliche Sprüche dürften auch andere Musiker kennen.

          „Das ist vermutlich nicht der Gedanke, den Du hattest?“

          Ich dachte an eine geschlossene Veranstaltung mit geladenen Gästen. Letzten Endes nicht weit entfernt von: Geh doch zurück nach Afrika. Soll sich doch mit ihren Leidensgenossinnen feiern und uns nicht behelligen. Übrigens kommen die weißen Leute nicht, um ein koloniales Setting zu schaffen, oder siehst du das anders? Wenn die halbnackt und aneinandergekettet ankommen würden, wäre es sicher auch wieder falsch, oder?

          A.S. & N.L.
          Na komm, rüffel doch auch mal A.S. & N.L., dann bist du hier mal richtig aufgenommen. Ich finde ja sowieso, dass du die Seite wechseln solltest.

          „Warum muss man die Äußerungen einer Person, der man offensichtlich wenig oder keine Sympathie entgegenzubringen vermag, eigentlich lesen UND kommentieren?“

          Ich sag ja, du gehörst eigentlich zu uns. 😉
          Okay, du meintest wahrscheinlich trollen statt kommentieren. Ja, ist so eine alte Angewohnheit von mir. Prinzipiell würde ich ja auch ernsthaft diskutieren, ich fürchte nur, diese Option ist da nicht gegeben. Das ist auch der Grund, warum ich so polemisch auf A.S. (und z.B. auch Quanten-Joachim) reagiere. Die sind einfach nicht bereit zu diskutieren, und ich werde dann immer ungnädiger.

          Ich schau mal in zwei andere Bücher von dem Typen, die jemand offenbar im Internet verloren hat, sehr schön E-Book-mäßig aufbereitet. Aber wenn’s Eso-Kram ist, kriegste was zu ören.

        • Die auf dieser Seite versammelten Wert-Urteile sind in toto schon erschreckend, imho nen Zacken härter noch als die Rüffel gegenüber A.S. & N.L

          CH4-Blasen aus dem Tiefkellertank.

        • @Chomsky, hottehü: Ihr habt natürlich völlig recht. Mir ist es vollkommen unverständlich, wie ein dermaßen grottenschlechtes Buch wie „Deutschland Schwarz weiß“ eine so unkritische Aufnahme finden kann. Neun Rezensionen mit fünf Sternen bei amazon und eine mit vier, unfassbar wie unkritisch die Leute sind.

          Man sollte das wirklich mal lesen; das ganze Buch ist voll von Widersprüchen und logischen Fehlern. Da heißt es z.B. „Schwarz sind alle, die sich als Schwarz definieren, … alle anderen sind Weiße. Schwarz zu sein ist nichts, was man wirklich ist, sondern steht eher für gemeinsame Erfahrungen, die man in der Gesellschaft gemacht hat. Weiße können daher nicht bestimmen, wer Schwarz ist, und wer nicht.“ (S. 26)

          Wie ist das zu deuten? Alle, die sich als Schwarz definieren, sind Schwarz, es sei denn, sie sind weiß? Wenn sich ein Weißer als schwarz definiert, ist er kein Schwarzer, denn als Weißer kann er das ja nicht? Und was ist dann ein Weißer?

          Weiter heißt es im Kapitel über „Weiße Mütter mit Schwarzen Kindern“ (S. 220ff.), diese „ignorieren schlicht, dass ihr Kind schwarz ist.“ Die betreffenden Kinder haben also kein Recht, selber zu definieren, ob sie schwarz seien wollen oder nicht, sondern werden schlicht als Schwarze vereinnahmt.

          Hat denn dass Buch vor der Veröffentlichung niemand Korrektur gelesen? Für mich unfassbar.

          Hinzu kommen noch Klopfer wie etwa die Aufforderung, nicht mehr von „Schwarzfahren“ oder „Schwarzarbeit“ zu sprechen, wie das rassistisch wäre. Ich habe bei diesen Wörtern jedenfalls noch nie an schwarze Menschen gedacht.

          Und diese Passage spricht eigentlich für sich:

          „Ich fahre mit der bahn jetzt erster Klasse. Im Jahr zuvor fuhr ich zweiter Klasse. Irgendwann hatte ich einfach die Schnauze voll von Arschlöchern mit Thor-Steinar-Klamotten und nazi-Band-CDs auf dem Tisch, die besoffen „White Pride“ gröhlten, von Familien, die mich mit offenem Mund anstarren und anfangen zu tuscheln, wenn ich auf dem Weg zum Bordrestaurant über den Flur gehe, von Wochenend-Wichsern, die mich ansehen und dann sofort N…-Witze reißen, … von den alleinreisenden Aktenkofferfuzzis, die sich ungefragt neben mich setzen und mir unaufgefordert erzählen, dass sie immer nach Brasilien fahren, weil die Frauen dort ja viel freizügiger seien, und ob ich nicht Lust hätte, mal mit ihnen auszugehen… Ich möchte behandelt werden wie ein normaler Mensch. Darum fahre ich erster Klasse. Dort fahren viel mehr Schwarze, keiner kuckt dumm… und Faschistenrudel habe ich dort auch noch keine getroffen. Der Spaß kostet mich im Jahr zweitausend Euro Aufschlag.“

          („Deutschland Schwarz weiss“, S. 205/6)

          • @El Mocho

            „Mir ist es vollkommen unverständlich, wie ein dermaßen grottenschlechtes Buch wie „Deutschland Schwarz weiß“ eine so unkritische Aufnahme finden kann.“

            Vermutlich aus der Critical White Szene. Ihr Buch nicht zu mögen ist dort ja bereits Rassismus, weil man ihre Deutungshoheit über die von ihr erlebten Vorfälle damit einschränkt.

        • El Mocho

          Du schreibst:

          Hinzu kommen noch Klopfer wie etwa die Aufforderung, nicht mehr von „Schwarzfahren“ oder „Schwarzarbeit“ zu sprechen, wie das rassistisch wäre. Ich habe bei diesen Wörtern jedenfalls noch nie an schwarze Menschen gedacht.

          Kommentar:

          In der kaufmännischen Buchführung spricht man von „schwarzen Zahlen“ (heisst soviel wie: Das Unternehmen macht Gewinn und ist somit positiv konnotiert) und „rote Zahlen“ (heisst soviel wie: Das Unternehmen macht Verlust und ist somit negativ konnotiert. Bei diesen Begriffen denke ich selbstverständlich immer gleich an schwarze Menschen (= gut, weil ja schwarze Zahlen auch gut sind) und an Indianter/Rothäute (= gleich schlecht, weil ja rote Zahlen schlecht sind)! 🙂

        • El_Mocho

          Du schreibst:

          „Schwarz sind alle, die sich als Schwarz definieren, … alle anderen sind Weiße. Schwarz zu sein ist nichts, was man wirklich ist, sondern steht eher für gemeinsame Erfahrungen, die man in der Gesellschaft gemacht hat. Weiße können daher nicht bestimmen, wer Schwarz ist, und wer nicht.“

          Kommentar:

          Hier müsste man natürlich mehr wissen, wie sie das alles begründet, aber ich vermute, sie stellt auf die beiden Konzepte der Definitionsmacht und Standpunkttheorie ab, also zwei vollständig subjektivistische Konzepte/Wissenschaftstheorien, die entweder vollständig subjektivistisch (also eine postmodernistische/postpositivistische Wissenschaftstheorie präferieren) argumentieren und somit nicht falsifizierbar sind, weil Falsifikation beruft sich ja auf die Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität oder dann ein Mischmasch vornimmt zwischen modernistischer/positivistischer und postmodernistischer/postpositivistischer Wissenschaftstheorie und somit eben wiedersprüchlich argumentiert. Also ich vermute doch eher Irrationalität und Immunisierungsstrategie.

        • Chomsky, die Wissenschaftstheorie von Frau Sow ist sehr einfach: „„Den wissenschaftlichen Mythos der „Objektivität“ können wir getrost zu den Akten legen, denn es gibt ihn nicht. … Der Anspruch „Objektiv“ zu sein, ist immer ein wenig größenwahnsinnig, weil darin immer die Anmaßung mitschwingt, andere Menschen seine nicht objektiv.“ (S. 119)

          Das gilt natürlich nur für andere und nicht für sie selber.

        • El-Mocho

          Du schreibst:

          en wissenschaftlichen Mythos der „Objektivität“ können wir getrost zu den Akten legen, denn es gibt ihn nicht. … Der Anspruch „Objektiv“ zu sein, ist immer ein wenig größenwahnsinnig, weil darin immer die Anmaßung mitschwingt, andere Menschen seine nicht objektiv.

          Kommentar:

          Ist diese Aussage von Frau Sow nun eine objektive Aussage mit Allgemingültikeitsanspruch oder auch nur eine subjektive Aussage? Sollte es eine objektive Aussage sein mit Allgemeingültigkeitsanspruch, dann gibt es also doch diese Objektivität, die sie ja so vehement ablehnt. Sollte es nur eine subjektive Aussage sein, dann können wir ja die Wissenschaft ad acta legen und Geistheilertum, Astrologie und sonstige okkulte Praktiken betreiben! 🙂 Abgesehen davon, dass diese subjektive Aussage von Sow nicht mehr Wert hat als meine subjektive Aussage, die sagt, dass es besser ist, nach den Gütekriterien von Objektivität Wissenschaft zu betreiben, anstatt subjektivistisch über Rassismus herumzueiern. 🙂

        • „ignorieren schlicht, dass ihr Kind schwarz ist.“

          Aha.

          „Schwarzsein“ soll es andererseits jenseits der gesellschaftlichen Diskrimierung nicht geben, alles andere wäre ja Sow zufolge Rassismus.

          Frau Sow will also eigentlich sagen, dass weiße Mütter es ignorieren wenn ihre schwarzen Kinder diskriminiert werden.

          Weiterhin ist das Ignorieren/Verdrängen von Diskriminierung ihr zufolge Rassismus.

          Weiße Mütter sind damit Rassistinnen selbst gegen ihre eigenen Kinder.

          Wow!

          Ich nehme alles zurück, die Frau kann man einfach rein gar nicht ernst nehmen.

          Ein Bärendienst für die Leute, die angepöbelt werden weil sie schwarz sind.

        • („witzigerweise“ sind „Weiße Mütter“ demzufolge genau deshalb Rassistinnen, weil sie ihre Kinder als ihre Kinder, und nicht als Hautfarbe wahrnehmen)

        • ..weiterhin wurden die weißen Mütter der schwarzen Kinder zumindest in der Vergangenheit ganz böse diskriminiert.

          Konsequenterweise müssten sie von daher eigentlich durch ihre Kinder „of Color“ werden.

          Sind sie aber Sow zufolge nicht. Sie sind Rassistinnen von der „anderen Seite“

          Es zeigt sich der nur oberflächlich kaschierte Essenzialismus.

          IDPOL geht eben nur mit so einem Essenzialismus.

        • @ Stephan

          „Mir fällt grad ein, dass du N.L. schon gerüffelt hast. Also gut, fehlt noch A.S.“

          Weiter als hier:
          https://allesevolution.wordpress.com/2012/09/08/auswirkung-postnataler-hormone-auf-das-gehirn/
          werd ich nicht gehen!

          „Ich schau mal in zwei andere Bücher von dem Typen (…) Aber wenn’s Eso-Kram ist (…)“

          Über andere Bücher von ihm kann ich nichts sagen. Das Genannte ist imho wirklich kein Eso-Kram (auch wenns in der Neu-Auflage den Anschein hat). Hier eine ZEIT-Rezension: http://www.zeit.de/1994/41/erleuchtung-eines-optikers

        • mir persönlich gehen diese einseitigen Definitionen auf den wecke, a Lage „Rassismus ist, wenn weisse Schwarze abwerten“, „Sexismus ist,wenn Männer Frauen abwerten“ u.ä.
          ich bevorzuge „gerechte“ (symmetrische) Definitionen, und danach ist Noah Sow eine Rassistin übelsten Ausmasses, so wie auch viele Feministinnen schlimmere Sexisten sind, als sie es „den Männern“ vorwerfen.

        • El_Mocho schrieb:

          „Weiter heißt es im Kapitel über „Weiße Mütter mit Schwarzen Kindern“ (S. 220ff.), diese „ignorieren schlicht, dass ihr Kind schwarz ist.“ Die betreffenden Kinder haben also kein Recht, selber zu definieren, ob sie schwarz seien wollen oder nicht, sondern werden schlicht als Schwarze vereinnahmt.“

          Ich habe das Buch nicht gelesen und verspüre auch wenig Interesse dazu. Den Critical Whiteness-Ansatz lehne ich zudem grundsätzlich ab, halte ihn zur Bekämpfung von Rassismus nicht nur für unzulänglich, sondern für schädlich und kontraproduktiv.
          Der Critical Whiteness–Kritik, auf die Chomskyy hier einmal hinwies, stimme ich grundsätzlich zu – sie könnte ruhig noch etwas schärfer ausfallen:

          http://www.akweb.de/ak_s/ak575/23.htm

          Falls in dem Buch tatsächlich so argumentiert wird, wie von El_Mocho in seiner Kritik dargestellt, dann würde sich das für mich nach einer Einstellung anhören, die selbst in Richtung einer Variante eines kulturalistischen Rassismus tendiert. Wenn einem Menschen eine bestimmte Form von Identität aufgedrängt werden soll, dann ist dies immer problematisch. Geschieht diese Identitätszuweisung aufgrund von Kriterien wie Abstammung, Herkunft, Hautfarbe, dann handelt es sich um eine ethnische Stereotypisierung. Solche Stereotypisierungen entlang ethnischer Linien und der Versuch Identitäten auf dieser Grundlage zu formen, unterscheiden sich in der zugrundeliegenden Strukturlogik m.E. wenig von den Formen kulturalistischen Rassismus, die in der Neuen Rechten verbreitet sind.

          Insofern die politisch korrekten Formen des „Antirassismus“ auf solchen essentialistischen Denkmustern beruhen, sind sie von denjenigen Diskursen, die zu bekämpfen und zu „dekonstruieren“ sie vorgeben, nicht weit entfernt.

          Über die Identität eines Individuums sollte soweit wie möglich dieses selbst bestimmen, die eigen Bedürfnisse, Wünsche und Neigungen sollten maßgeblich ein. Jeder Sozialisationsdruck, der darauf abzielt Identitäten gemäß ideologischer Vorgaben zu strukturieren, bedeutet einen Mangel an Respekt in Bezug auf die Einzigkeit, die persönliche Integrität und den freien Willen einer Person.

          Dass es sich zudem bei dem ganzen PC-Schwachsinn über die bösen Weißen, die nur rassistisch sein können, faktisch ebenfalls um Rassismus handelt, ist, wenn man nicht völlig pc-verblödet ist, eigentlich offensichtlich. Verallgemeinerte Zuschreibungen negativer Eigenschaften auf eine ganze Menschengruppe mit Bezug auf die Hautfarbe werden nicht auf einmal progressiv und emanzipatorisch, weil es sich diesmal um Weiße handelt.

          Critical Whiteness transportiert ja bereits in der Selbstbezeichnung anti-weißen Rassismus (auch wenn seine Anhänger natürlich gebetsmühlenhaft wiederholen, dass Weißsein dabei ja nur als soziale Konstruktion gesehen wird).

          Die Critical Whiteness-Ideologie hat, wie die meisten politisch korrekten Spinnereien, ihren Ursprung in einer einseitigen und fehlgeleiteten Interpretation des französischen Poststrukturalismus, wobei die Political Correctness von der bekannten Poststrukturalistin Julia Kristeva allerdings als mit französischem poststrukturalistischem Denken unvereinbar, als antidemokratisch und totalitär zurückgewiesen wurde:

          Insbesondere sind bei der Critical Whiteness-Ideologie aber auch die amerikanischen Hintergründe zu beachten. Einige Wortführer der Schwarzen in den USA betonen, dass in manchen derjenigen schwarzen Communities, die besonders von Armut und Exklusion geprägt sind, insbesondere auch in manchen schwarzen Jugendsubkulturen in den letzten 20 Jahren eine Art „anti-intellektueller Habitus“ entstanden sei. Intellektuelle Interessen und Aneignung von Bildung gelte in diesen subkulturellen Kontexten als „too white“ und mit schwarzer Identität nicht vereinbar. Dementsprechend würde es nicht selten passieren, dass schwarze Kinder und Jugendliche mit Bildungs- und intellektuellen Interessen in einem solchen Umfeld runtergemacht würden. Diese Entwicklung wird natürlich von vielen schwarzen Aktivisten, die sich gegen Diskriminierung und für stärkere Partizipation und Teilhabe des schwarzen Teils der Bevölkerung engagieren, als stark problematisch angesehen – ein gegen Bildung gerichtetes Wertesystem in Teilen der schwarzen Jugendsubkulturen, weil Bildung „too white“ sei, kann offensichtlich nur dazu beizutragen, dass Teile der schwarzen Bevölkerung ausgeschlossen bleiben.

          Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum die herrschende Klasse in den USA ein Interesse an der Etablierung und Verbreitung der Critical Whiteness-Ideologie hat. Wenn „Whiteness“ in manchen schwarzen Communities u.a. auch mit Bildung und intellektuellen Interessen assoziiert wird und dies absurderweise als mit schwarzer Identität nicht vereinbar gilt, dann kann diese problematische Tendenz weiter verstärkt werden, wenn man den Begriff „Whiteness“ zusätzlich noch mal akademisch negativ besetzt. Der Critical Whiteness-Ansatz hat für die herrschende Klasse daher offenbar u.a. die Funktion den Begriff „Weißsein“ negativ zu besetzen, um die in manchen von Armut und Exklusion geprägten schwarzen Communities vorhandene negative Besetzung des Begriffs „Weißsein“ (und seine Assoziation mit der Konstruktion einer mit schwarzer Identität angeblich nicht vereinbaren Bildung) zu verstärken.
          „Whiteness ist schlecht“, bedeutet hier, übertragen in das subkulturelle Wertesystem solcher exkludierter schwarzer Gruppen, also tatsächlich auch „Bildung ist schlecht“ – diese Botschaft zu vermitteln ist höchst zweckmäßig, wenn es darum geht, die ausgeschlossenen schwarzen Bevölkerungsgruppen möglichst unten zu halten und ihre Exklusion zu verewigen.

          Dieser negative Effekt der Critical Whiteness-Ideologie ist natürlich ein indirekter und kann bewerkstelligt werden, ohne dass sich in inhaltlicher Hinsicht in dieser Ideologie irgendetwas findet, was darauf hinauslaufen würde, Schwarze von Bildung fernzuhalten.

          Etwas offensichtlicher ist der zweite negative Effekt dieser Ideologie, nämlich Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit in der schwarzen Bevölkerung zu verbreiten und zu vertiefen: Alle Weißen sind privilegiert und rassistisch, die ganze Gesellschaft ist vollständig durchwoben von der alles durchdringenden hegemonialen „Whiteness“ – eine solche Perspektive universeller weißer Allmacht und schwarzer Ohnmacht ist zweifellos äußerst hilfreich, wenn es darum geht, benachteiligte Gruppen zur Selbstorganisation und zum Engagement für ihre Rechte und Interessen zu ermutigen (Ironie).

          In Bezug auf Weiße hat die Critical Whiteness-Ideologie dagegen die Funktion ernsthafte antirassistische Arbeit zu diskreditieren, die penetranten Versuche alle Weißen undifferenziert als rassistisch und privilegiert zu erklären, die beständigen Aufforderungen zu Privilegienreflektionen und die negative Besetzung von „Weißsein“ als dem Ursprung allen rassistischen Bösens, erwecken bei den meisten Menschen nichts anderes als Befremden oder Ablehnung. Resultat ist, dass Antirassismus an sich dann leicht als überflüssig und lächerliche Spinnerei abgetan werden kann und dass negative Haltungen gegenüber Nicht-Weißen, wo tatsächlich vorhanden, nicht abgebaut, sondern schlimmstenfalls verstärkt werden. Critical Whiteness ist so angelegt, dass es leicht einen pädagogischen Gegenteileffekt hervorbringen kann.

          Und die Kummulation dieser negativen Effekte führt dann wiederum zu jener Teile-und-Herrsche-Funktion, die m.E. mehrere der PC-Diskurse für die herrschende Klasse besitzen.
          Die Critical Whiteness-Ideologie trägt dazu bei Schwarze in Armut und Exklusion zu halten, und gleichzeitig negative Haltungen gegen Weiße zu erzeugen, da ja nicht Rassismus, sondern „Weißsein“ an sich zur Quelle des Schlechten erklärt wird.
          Die Critical Whiteness-Ideologie trägt andererseits bei Weißen dazu bei, ernsthafte antirassistische Arbeit zu diskreditieren und negative Haltungen gegenüber Nicht-Weißen zu verstärken. Diese Ideologie erleichtert es also Menschengruppen gegeneinander aufzubringen und gegeneinander auszuspielen und ermöglicht es dadurch der herrschenden Klasse die eigene Herrschaft zu stabilisieren.

          Wie ich schon einmal sagte: Die PC-Diskurse sind stets so aufgebaut, dass mit ihnen nur das Gegenteil von dem erreicht werden kann, was als das eigentliche Ziel angegeben wird, daher spielen sie stets der herrschenden Klasse in die Hände und werden m.E. auch bewusst von dieser gefördert.

          Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Verfechter der Critical Whiteness-Ideologie selbst zielen natürlich keineswegs bewusst darauf ab, solche negativen Effekte hervorzubringen. Das sind in der Regel weiße Mittelschichtangehörige, die auf Grundlage dieser Ideologie eine akademische Karriere machen sowie verblödete studentische PC-Linke, die wirklich an ihren PC-Quatsch glauben, mächtig stolz auf ihre „antirassistische“ Reflektionsfähigkeit sind, das alles subjektiv ehrlich und gut meinen und sich ihrer Rolle als nützliche Idioten für die herrschende Klasse nicht bewusst sind.

        • Leszek, „Critical Whiteness“ ist ein von (soweit ich sehen kann weißen) amerikanischen Historikern entwickeltes Konzept, dass helfen soll, zu erklären, warum es in den USA nie eine Schwarze und Weiße Proletarier übergreifende Arbeiterbewegung gegeben hat. Vorgeschlagene Antwort: Auch arme, weiße Arbeiter hatten immer noch Anteil am „White Privilege“, und wollten das natürlich nicht mit den Schwarzen teilen. Das klingt zunächst mal nicht unplausibel, trägt aber nicht weit. Z.B. wurden irische Einwanderer im 19. Jahrhundert stark diskriminiert, und Iren sind ja nun mal weiß. Wesentlicher Grund war wohl irh Katholizismus. Die Critical Whitenes-Leute haben dann allerlei Verrenkungen unternommen, um zu erklären, warum die Iren von den alteingesessenen Amerikanern nicht als Weiße angesehen wurden; es gibt da den Buchtitel „How the Irish became White“ von Noel Ignatieff.

          Zwei kritische Texte dazu von amerikanischen Historikern finden sich hier:

          http://american-slavery-and-reconstruction.wikispaces.com/file/detail/Arnesen+Whiteness+and+the+Historians+Imagination.pdf

          http://faculty.umf.maine.edu/walter.sargent/public.www/web%20200/race%20whiteness.pdf

          Was das Buch von Noah Sow betrifft, so habe ich es gelesen und würde es begrüßen, wenn es noch jemand hier mal lesen würde. Ich habe mir dabei die ganze Zeit gesagt: Das kann doch gar nicht sein, du verstehst irgendwas falsch. Aber ich konnte den Fehler nicht finden. Ich glaube, Noah Sow meint es wirklich so.

        • @Leszek: großartiger Beitrag, der meinen eigenen Gedankengängen zu dem Thema einiges an Struktur verleiht.

          Ich denke es ist ein ganz wichtiger Punkt, dass jede Form von diskursiv installierter Kollektivschuld – ganz unabhängig von der inhaltichen / ethischen Legitimation dieses Konzepts – ihre Intention konterkariert, da sie innerhalb des „schuldigen Kollektivs“ niemals konsensfähig sein kann, Zumindest ist mir historisch kein Gegenbeispiel bekannt, ob nun deutsche, männliche, oder weiße Schuld.
          Identitäten werden damit zwar gespalten, aber immer auch gleichzeitig gefestigt, indem sie eine kritische Subgruppe, aber auch eine In-Group konstituieren.
          Es wird bildlich gesprochen ein Rettungsboot ins Wasser gelassen, auf dem aber nur ein Bruchteil der Insassen Platz hat. Wenn alle Erlösung von dem Bösen erlangen sollen, ist diese Erlösung wertlos, denn wer ist denn dann noch „das Böse“?

          Die, welche bereit sind mit ihrer konstruierten Identität als „Unterdrücker“ zu brechen, bekommen im Austausch ja moralische Hegemonie innerhalb des Kollektivs angeboten. Der Zugang, sich auf diesen Deal einlassen zu können, erfolgt selbstredend über Bildung. Die neuformierte moralische Elite sorgt dann schon dafür, dass Ablassbriefe weiter verknappt werden und es nicht zu einer Inflation ihrer moralischen Privilegierung kommt.

          Dazu gehört auch, dass nicht nur die Masse des Kollektivs selbstwertdienlich mit Anschuldigungen umgeht, wie es eben durch die menschliche Natur begünstigt wird – sondern auch, dass schon die „Kollektivschuld“ selbst der Logik des ultimativen Attributionsfehlers folgt.

        • @ Leszek

          *Critical Whiteness transportiert ja bereits in der Selbstbezeichnung anti-weißen Rassismus (auch wenn seine Anhänger natürlich gebetsmühlenhaft wiederholen, dass Weißsein dabei ja nur als soziale Konstruktion gesehen wird).*

          Für mich ist Critcal Whiteness wesentlich älter als der französische Poststrukturalismus, jedenfalls die ihr zugrundeliegende psychische Disposition.

          Sie ist Ausdruck eines an einen linken Zeitgeist, insofern kulturabhängig, angepassten Rassismus.

          Wird Critical Whiteness von Farbigen gegenüber Weißen vertreten, dann ist sie Ausdruck des instinktiven Selbsterhöhungs-und Fremderniedrigungsrassismus, der allen ethnischen Gruppen eignet.

          Wird Critical Whiteness von Weißen selbst vertreten, ist sie das auch, selbst wenn sie bei oberflächlicher Betrachtung als Selbsterniedrigung und Ethnomasochismus erscheint.

          Schürft man ein wenig tiefer, stellt man fest, dass offenbar nur Weiße böse rassistisch sein können, der Rassismus nichtweißer Ethnien wird nicht nach den gleichen Standards verurteilt/bekämpft, sondern eher entschuldigt (als reaktiv-defensiv), als berechtigte Selbstempauerungsstrategie gewertet.

          Es gelten also für Weiße andere, höhere ethische Normen als für Nicht-Weiße.

          Das ähnelt verdächtig der „Last des Weißen Mannes“ aus imperialen Zeiten, die darin bestand, den farbigen, „barbarischen“ Völkern die Segnungen der überlegenen westlichen Zivilisation zu bringen.

          Heute sind wieder weiße Eliten berufen, die Welt zu erleuchten und zu erlösen, denn nur von sich verlangen sie jene vollständig rassismusfreie Haltung, die in Ethnosmasochismus mündet, weil offenbar nur sie einsichtig-aufgeklärt-entwickelt genug sind, das zu leisten, die „Schuld“ zu sehen und abzubüßen – die Errichtung der „Stadt auf dem Berg“, des leuchtenden Jerusalem, Vorbild aller Völker, in dem Rassismus und Ethnoszentrismus völlig überwunden sind, das Lamm beim Löwen schläft, bewohnt von reinen Sündenfreien.

          Übrigens auch ein wunderbares Mittel der sozialen, der Klassendistinktion.

          Denn der Verachtung dieser Eliten fallen besonders die unerleuchteten niederen Klassen der eigenen, der weißen Ethnie anheim, der Proleten, die vor den Lasten von Multikulti nicht in wohlhabende Wohngebiete flüchten können, deren Kinder nicht auf Privatschulen gehen, die in direkter Arbeitsmarktkonkurrenz zu den Zuwanderern stehen.

          Sehr schön zu beobachten in den USA, am Umgang der Demokraten mit den Red Necks,ihrer alten Klientel aus den 50’er und 60’er-Jahren, an der White Flight der „antirassistischen“ weißen Mittel-und Oberschicht in die fast rein weißen Vororte (nicht duch Zoning-Regeln weiß gehalten, sondern via Grundstücks-und Hauspreisen, was auch für mehrheitlich weiße Schulen sorgt oder via Umweltschutzbestimmungen – Neubauverbot für Massensiedlungen mit Niedrigmiet-Wohnungen, natürlich um seltene Fledermäuse zu schützen. Dass so die Aussicht auf Wald und Meer für die, die dort bereits ihre Villen haben, nicht gestört wird, sich der Immobilienwert nicht durch Zuzug von „Grobzeug“, das Kriminalität und Rauschgift in die Gegend trägt, vermindert, ist nur ein angenehmer Nebeneffekt – schrecklich verlogen, dieses bourgeoise Gutmenschentum, das seinen Egoismus als Altruismus tarnt).

          Ähnliche Entwicklungen laufen in GB bei Labour oder hierzulande bei der SPD.

          Die weißen Prolls werden sich selbt überlassen, bis eine populistische Rechtspartei sie aufsammelt.

          Für die „intellektuelle, aufgeklärte, kritische“ Elite sind sie nur noch lästig, Gegenstand der Verachtung des Spottes.

          Genauso selbsterhöhend funktioniert ja auch das „Ritterspiel“ feministischer Männer – auch das ein Mittel der Selbsterhöhung hinter der Maske des Masochismus (gut, manche sind echte masochistische Salatschnecken): „Seht her, ich bin ein aufgeklärter, guter, MODERNER Mann, stark genug, Frauen vor den primitiven Unerleuchteten Proll-Männern zu schützen, funktioniert insofern auch als kostspieliges Signal.

          Will sagen:

          Das Schlagen des Pfauenrades ist uralt, nur die Farben und Schmuckdetails des Rades unterliegen der kulturellen Mode, heute ist es für „moderne“ Männer modern und angesagt, nachdenklich-selbstreflexis und schuldbewusst zu sein, als Träger von Weißer Schuld oder als Träger männlich-heterosexueller Schuld, als „privilegierte“ Männer, die sich ihrer Privilegien bewusst sind.

          Früher schleppten diese Leute ihr Kreuz als Kreuzritter in’s Heilige Land oder The White Men’s Burden als Kolonisatoren in’s Innere Afrikas unter Union Jack, Trikolore oder Schwarz-Weiß-Rot.

          Die Kostüme wechseln, das „biologistische“ Skript hinter und unter dem wandelbaren Dekorum, das Stück, das auf der immer wieder umdekorierten Bühne gespielt wird, bleibt im Wesentlichen gleich über die Jahrhunderte und Jahrtausende.

          Kulturalisten sehen nur den Wandel der Oberflächenstrukturen, übersehen die Stabilität der Tiefenstrukturen

        • @Alexander
          „Ähnliche Entwicklungen laufen […] hierzulande bei der SPD.“

          Was wäre das konkret? Du meinst da sicher was anderes als White Flight, oder?

        • Ich meine damit, dass auch die SPD eine neue Koalition aus Minderheiten zu schmieden versucht (Frauen, die eine Mehrheit sind, Migranten) unter Preisgabe der Interessen ihrer alten Klientel, der Arbeiterschaft, die einfach nicht mehr schick genug ist für die Partei der Staatsangestellten, Lehrer.I.nnen und Toskanasozialisten.

          Analog zur Entwicklung der Obamademokraten: Iren, Italiener, die klassischen Red Necks und Hill Billies, wählen heute, wenn überhaupt noch, eher republikanisch.

          Analog zur Entwicklung von New Labour in GB.

          Aber eigentlich haben sie niemanden mehr, der ihre Interessen politisch artikuliert und auf die Tagesordnung setzt.

          White Flight, das Fortziehen der linksliberalen Eliten (die rechten sind ja längst weg) aus den Vierteln, in denen die Folgen ihrer Immigrationspolitik spürbar werden, findet auch in Europa statt.

          Wer es sich irgend leisten kann, zieht in einen Schulbezirk mit geringem Ausländeranteil, damit die eigenen kostbaren Kinder nicht zur neuen Minderheit auf dem Schulhof gehören, die von den neuen Mehrheiten gemobbt wird.

          Wer es sich nicht leisten kann, muss bleiben und muss sich von den Fortgezogenen, die längst in den besseren Vierteln leben, wenn er die Probleme anspricht, als hoffnungslos vorgestrig und rassistisch beschimpfen lassen, wenn er anspricht, wie unheimlich und fremd ihm seine Heimat geworden ist – ein nicht legitimes Gefühl, nicht für einfache, weiße Menschen.

          Er wird aufgefordert, an der Entwicklung seiner ungenügenden „Willkommenskultur“ zu arbeiten von jenen, die dem Zusammenleben mit denen, die als fremd wahrgenommen werden dank gutem Einkommen in die Edelviertel ausgewichen sind – zynisch³ und die sich noch als „Aufgeklärte“ unendlich überlegen dünken jenen „Dumpfbacken“ gegenüber, die den Duft der neuen, globalisierten Weltgesellschaft nicht schätzen können, Scampi nicht mal buchstabieren können – unsere neue, rot-grüne Bourgeoisie, die meint, ein bißchen mehr für Strom und für Fleisch und für den Nahverkehr und für Heizung und, und, und… müsse man sich doch einfach leisten können.

          Dem Schutz der Umwelt zuliebe.

          Man selbst hat schließlich doch auch Solarpanel auf dem Dach und profitiert ordentlich von den Subventionen.

          Und als nächstes kommt dann der Porsche mit Elektroantrieb in’s Haus und der Chablis aus ökologischem Anbau ist Standard.

          In der Pause, im Theater, wenn man sich ein linkes, selbstverständlich enorm gesellschaftskritisches Theaterstück reinzieht oder von einem linken Starregisseur auf links und gesellschaftkritisch gebürstet für ein sechsstelliges Jahresgehalt aus den Steuertöpfen, denn schließlich muss sich doch auch der einfache Mann den Theaterabend leisten können.

          Es ist zum Schreien.

        • „White Flight, das Fortziehen der linksliberalen Eliten (die rechten sind ja längst weg) aus den Vierteln, in denen die Folgen ihrer Immigrationspolitik spürbar werden, findet auch in Europa statt.“

          Dann kannst du die Grünen-Wählerschaft mal gleich dazuzählen.

          „unsere neue, rot-grüne Bourgeoisie“

          Ah, da sind sie ja.

          „Es ist zum Schreien.“

          Hast schon recht. Bist ja doch nicht so marktradikal. Um die Energiewende kommen wir ja nicht herum, und das geht wohl nur mit Umverteilen.

          Muss mal ’ne andere Frage loswerden: Wo kommt eigentlich diese Schreibweise her: „Lehrer.I.nnen“? Lässt sich leider schlecht googeln. Bekennt man sich mit den beiden Pünktchen zum Maskulismus? Oder welche Funktion haben die?

      • yupp! Schlümme Sache, wirklich ganz schlümme Sache! Wir müssen subito die Rassismuskommission verständigen, ob hier nicht die Rassismusstrafnorm verletzt wurde! Mein Gott wie schröcklich! 🙂

    • Und wie kommst Du als Nicht-Beobachter nun auf die Idee, ihr die Definitionsmacht über ihre so-wahrgenommenen Erlebnisse streitig machen zu wollen?

      Ihre Wahrnehmung kann ihr niemand absprechen, es ist aber zunächst auch nur ihre eigene Wahrnehmung und nur für sie selbst gültig. Ich habe auch Wahrnehmungen und kann diese nicht eben mal so als für jeden allgemeingültige Wahrheit erklären, d.h ich muss meine Wahrnehmung erklären, objektivieren, um sie für andere nachvollziehbar zu machen um dann (eventuell) Zuspruch und Bestätigung zu erhalten.

    • Ja, hab heute bereits so zweieinhalb bis drei Stunden geschöppt. Muss heute abend vielleicht noch mal. Antworten auf Kommentare bzw. was ich von der Sache halte, die ich gestern gepostet habe, ein anderes Mal wahrscheinlich erst. Die Tage mal irgendwann.

      Ja, das Männchen ist zum Schneeschöppen wesentlich besser geeignet als das Weibchen. Mehr Körperkraft aufgrund langer intra- und intersexueller Selektion.

      Normale Arbeitsteilung: Beide machen vorwiegend das, wofür sie sich von Natur aus meist besser eignen.

      • Meine Omas haben immer Schnee geschippt. So schwach sind Frauen auch nicht.
        Aber Du hast Recht, die haben natürlich anderes zu tun: Geschenke einpacken, Wohnung weihnachtlich dekorieren und andere niedere Sklavenarbeit, die saisonal nun mal anfällt 😀

    • Bei mir nicht. Machen alles die (Türken ) Frauen und Ommas haha

      Das sind die einzigen die hier Schnee schieben in meiner Nachbarschaft. Weder die Deutschen noch die Russen schieben hier schnee, nur die Türken, und da auch nur die Frauen.

      Voll lustig irgendwie.

  3. Schon über einen Monat alt, aber jetzt erst von mir entdeckt:
    http://www.heise.de/tp/blogs/3/153110

    „Allgemein scheint es mit der Emanzipation der Frauen seit den 1970er Jahren in den Industrieländern und in den Entwicklungsländern eine Abnahme der Hypergamie zu geben. In Industrieländern wie den USA oder Frankreich, aber auch in Brasilien heiraten schon mehr Frauen abwärts als aufwärts. In diesem Jahrhundert verzeichnen 26 von 51 Ländern, darunter Frankreich, Jordanien, Slowenien, die Mongolei oder Südafrika, einen Trend zur Bildungs-Hypogamie. So gab es in Spanien 2001 auf hundert Paare mit Hypogamie 67, bei denen ein Aufstieg stattfand.“

    Außerdem würde mich sehr Alexanders Meinung zur Studie über pädosexuell-übergriffige, katholische Geistliche interessieren, die dieser Tage durch die Medien geisterte…

    • Hast du den Text auch bis zu Ende gelesen? Ich bezweifle jedenfalls, dass sich die hypergame Partnerwahl der Frauen alleine am Bildungsabschluss orientiert.

      • Ich hab mir den Text bis zum Ende durchgelesen:

        Nur weil Frauen einen höheren Bildungsstandart haben heisst das noch lange nicht das sie genausoviel verdienen.

        Hört sich jetzt erstmal ungerecht an:

        Aber was bedeutet höhere Bildung? Ein Dr. in Soziologie mag wohl akademisch höher sein als ein Ing. aber tatsächlich wissen wir doch alle, dass der Ingenieur (ich hab noch nie einen weiblichen gesehen ausser im Volksemp, Lügengerä…..ähh Fernsehen) mehr auf dem Kasten hat und auch mehr verdient.

        Liebe Frauen: Soziologie ist ein Laberfach für minderbegabte aber dann rumheulen wenn der Ingenieur mehr verdient.

        Ich frage mich wie in einem Land wie dem Iran, das ja ach so frauenfeindlich sein soll, 60 % aller Frauen MINT studieren, aber in Deutschland wo die Frauen Puderzucker in den Hintern geblasen bekommen, Gender studieren.

        Da fall ich vom Glauben ab. Deswegen glaub ich auch das was einer hier mal gesagt hat: Je eher Frauen die Wahl haben desto eher nehmen sie traditionelle Studiengänge und Berufe.

        Ich bewundere die iranischen Frauen. Die jammern nicht rum sondern machen ihr Ding.

        Kaum zu glauben aber im Iran wurden schon Männerquoten in gewissen Studiengängen eingerichtet.

        Wahnsinn oder? Das passt doch alles nicht zusammen was uns a in den Medien vom Iran erzählt wird.

        Die sind doch weitaus progressiver als hier bei uns.

        Und solche Länder wo Bildung für Frauen nicht verhindert sondern gefördert wird will man in die Steinzeit bomben, aber Länder wie auf der arabischen Halbinsel, wo die Frauen nicht mal alleine aus dem Haus dürfen geschweige denn Autofahren oder Arbeiten/Studieren dürfen liefert man ganze Luftflotten und Panzerarmeen. Was soll das?

        Hier auch wieder gut zu sehen wie dumme Feministinnen einem Angriffskrieg Vorschub leisten.

        Iran Iran Iran….muss man nur mal auf der Emma lesen. Dieses selektive Festbeissen am Iran und das Schweigen zu Ländern wie Saudi Arabien, dass ist kein Zufall, dass sind aktive Kriegsvorbereitungen durch Feministinnen um den „Feind“ zu entmenschlichen.

        Widerliches Pack.

        Es sind immer wieder Femis die da mitdrinhängen.

        Unsere Regierung besteht doch nur noch aus Verbrechern.

  4. Weiss die Negerin Sow eigentlich das der Begriff „peopel of color“ aus Südafrika stammt aus Zeiten der Apartheit?

    Das dies ein Begriff war um die Rassentrennung zu ermöglichen?

    Es gab white peopel, peopel of color und blacks.

    Die Olle sollte sich selbst mal besser informieren.

    Keien Ahnung aber davon viel.

    Ich nenne Neger weiterhin Neger und beteilige mich nicht an diesem PC gequatsche…

  5. Nachtrag: Ich meine das nicht so rassistisch wie es aussieht, aber ich beteilige mich nicht daran schwarzen Menschen ständig neue Begriffe zu geben bzw. zu bezeichnen nur weil mal wieder irgendwelche gestörten nichtsnutzigen Soziologinnen sich ne neue Mode ausgedacht haben.

    Erst Neger, dann Schwarzer, dann Farbiger und jetzt POC

    Lächerlich. Bei Zigeunern finde ich das ja noch lustig: Rotationseuropäer oder mobile etnische Minderheit hat schon was komisches, aber ist Tatsache.

    Ich hab mit nem Bullen um 10 Euro gewettet weil ich nicht glauben konnte das der Begriff wirklich in Berichten der Bullen steht. Ich hab mich fast weggeschmissen.

    Die Zigeuner bzw. Sinti und Roma sind davon nicht so begeistert.

    Son scheiss sollte man lassen. Es sind einfach Menschen und gut.

    • Wie wär’s mit „Dicklippiger“?

      Ich sag auch immer Neger. Und Rothaut, Bleichgesicht und Schlitzauge.

      Schlitzauge ist aber wieder diskriminierend. Deshalb lieber Gelbhaut. Oder Fernossi.

      Stimmt das wirklich mit dem Rotationseuropäer?

      Dann darf man auch Bulle sagen.

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