Selbermach Samstag VIII

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

123 Gedanken zu “Selbermach Samstag VIII

  1. Juchuuuuh – endlich wieder Selbermachsamstag. Endlich wieder „frauenfeindliche Scheiße“ unters Volk bringen…

    …fangen wir mal hiermit an:

    Ein Millionärsehepaar foltert ein Dienstmädchen und sperrt sie im Keller irgendwie weg. 15 Monate lang. Die Frau ist dabei laut Angaben des weiblichen (!) Opfers die schlimmere. Sie schlug sie mehr als der Mann und sie wollte, dass die junge Frau umgebracht wird. Gerichtsurteil: Der Mann wurde trotz der Angaben des wie gesagt weiblichen Opfers als „Haupttäter“ eingestuft, seine Frau nur wegen „Beihilfe“ verurteilt. Er zu 10 Jahren Haft, sie zu 6 Jahren, von denen sie 4 Jahre abgesessen hat. Der Mann hatte sich am Anfang seiner Haftstrafe umgebracht. Und das weibliche Opfer? Es kann das Gerichtsurteil nicht nachvollziehen, weil die Frau schlimmer war. Fazit: Feminismus kann eben auch weiblichen Opfern schaden oder sie zumindest sehr verwundern, ihr Vertrauen in den Rechtstaat erschüttern.

    Hier der Link:

    Apropos Frauen & Gewalt:

    Was sagt hier die traurige Feministin? Wieder einmal eine Männerdomäne erobert. Weiter so, Schwester!

    Dann ein Spitzentext von Eckhard Kuhla, kann ich nur unterstreichen. Ist sehr gut zum Weiterverbreiten geeignet:

    http://agensev.de/texte/die-hauptverdienerin/

    Was gab es diese Woche noch Interessantes? Ach ja, das hier:

    http://www.antifeminismus.ch/downloads/mm_mahnwache_sexualumerziehung_jsvplu.pdf

    Auch ein interessantes Thema, wie (Klein-)Kinder von den Vertretern des Gender-Lagers manipuliert werden bzw. andere bedenkliche/möglicherweise bedenkliche Entwicklungen in Sachen Aufklärungsunterricht.

    Auf das das hier alles mal wieder gesessen haben wird!!!

    • *Auch ein interessantes Thema, wie (Klein-)Kinder von den Vertretern des Gender-Lagers manipuliert werden bzw. andere bedenkliche/möglicherweise bedenkliche Entwicklungen in Sachen Aufklärungsunterricht.*

      Naja, was eine nationalkonservative „Volks“partei immer so bedenklich findet.
      Ist dir nicht aufgefallen, wie in dem Paper stumpf Parolen, Verschwörungstheorien und pädagogisches Unwissen verbreitet werden?

      Und das Sat1-Filmchen ist auch nicht dein Ernst oder?

      • „Naja, was eine nationalkonservative “Volks”partei immer so bedenklich findet.“

        Ich bin jetzt als Deutscher kein CDU/CSU-Anhänger und wäre vermutlich als Schweizer auch kein SVP-Anhänger
        Ich bin in vielen Hinsichten, insbesondere in Sachen Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik, nicht konservativ, schon gar nicht nationalkonservtiv.

        Wenn aber aus dem Lager eine Idee kommt, die ich gut finde, verbreite ich sie dennoch gerne weiter.

        „Ist dir nicht aufgefallen, wie in dem Paper stumpf Parolen, Verschwörungstheorien und pädagogisches Unwissen verbreitet werden?“

        Der Text ist in der Tonalität natürlich ziemlich deftig an einigen Stellen. In der Sache aber sehe ich das sehr ähnlich.

        Parolen? Oder gar Verschwörungstheorien? Aus meiner Sicht sagen die in dem Text nur die Wahheit.

        Pädagogisches Unwissen? Die Pädagogik ist m. E. eines dieser ideologisch verborten Fächer. Wer zum Beispiel den Biene Maja-Produzenten als „Verbrecher“ tituliert (Das war ein Pädagoge!) oder Vierjährigen Sexualkundeunterricht angedeihen lassen will, der hat sie aus meiner Sicht nicht mehr alle.

        Ich habe wie ich schon mal erzählte selbst an biologiedidaktischen Lehrveranstaltungen auf der Uni teilgenommen, kam bei mir – eher selten – auch im Diplomstudium vor. Eine davon bezog sich auf den Sexualkundeunterricht, und der triefte nur so von Feminismus.

        Ich habe seit dieser Zeit gegenüber allen Disziplinen, die sich damit beschäftigen, was und wie unterrichtet werden sollte, eine sehr skeptische Einstellung.

        Aber gut, was ist denn hier aus Deiner Sicht pädagogisches Unwissen, Parolen, Verschwörungstheorien? Aus meiner Sicht haben die einfach nur Recht.

        „Und das Sat1-Filmchen ist auch nicht dein Ernst oder?“

        Also ich bin jetzt weder ein Freund von so Sendern wie Sat.1, noch von sonstigen Mainstreammedien. Es ist auch nicht würdig, wie hier die Leiden der Frau nachgestellt wurden. Aber die Kernaussagen dieses Fernsehbeitrages bringen ein wichtiges Anliegen der Männerrechtlerszene auf den Punkt: Nämlich dass Gesellschaft und Justiz mit zweierlei Maß messen, und dabei noch nicht mal auf ein weibliches Opfer hören. Deshalb habe ich das verlinkt.

        • *Parolen? Oder gar Verschwörungstheorien? Aus meiner Sicht sagen die in dem Text nur die Wahheit.*

          Der erste Satz: „Klammheimlich heckte die über zahlreiche Gremien verflechtete (verflochtene!) Bildungs-Schickeria (der Deppen-Bindestrich!) Strategien aus, um ihre Umerziehungs-Pläne (schon wieder!) nach UNO-Standards und Gender-Ideologie (^^!) voranzutreiben.“

          Im weiteren werden diese ganz neutral als „Frühsexualisierungs-Promotoren“ bezeichnet. Auch fehlt ein wenig Substanz. Was soll denn da eigentlich passieren?

          Seriöse Berichterstattung oder populistische Meinungsmache? Hmmmm.

          *Eine davon bezog sich auf den Sexualkundeunterricht, und der triefte nur so von Feminismus.*

          Lol?

          *Aber die Kernaussagen dieses Fernsehbeitrages bringen ein wichtiges Anliegen der Männerrechtlerszene auf den Punkt: Nämlich dass Gesellschaft und Justiz mit zweierlei Maß messen, und dabei noch nicht mal auf ein weibliches Opfer hören. Deshalb habe ich das verlinkt.*

          Und da konntest du dir nicht die Mühe machen und auf eine glaubwürdigere Quelle für diesen Vorfall verlinken?

        • „Der erste Satz: “Klammheimlich heckte die über zahlreiche Gremien verflechtete (verflochtene!) Bildungs-Schickeria (der Deppen-Bindestrich!) Strategien aus, um ihre Umerziehungs-Pläne (schon wieder!) nach UNO-Standards und Gender-Ideologie (^^!) voranzutreiben.” “

          Naja gut, Deppenbinderstrich hin oder her, es ist schone ine Tatsache, dass die meisten Menschen die Machtstrukturen des Bildungssystems nicht so recht kennen und durchschauen. Der Begriff „Bildungsschickeria“ spricht mir richtig aus der Seele. Pädagogen, Didaktiker und besonders diejenigen Menschen, die in der Lehrerausbildung und an Schulen, auch in höheren Ämtern, die Schulen übergeordnet sind, tätig sind, sind aus meiner Sicht oft nicht nüchtern-sachliche Profis, die Lernprozesse optimieren wollen, sondern es sind Gesinnungswächter. Es sind ideologisch total verborte Menschen, die ihre Ideologie top down durchsetzen wollen. Ich kenne Referendare bzw. Lehrer, die erzählten mir, es ginge an so einem Studienseminar zu „wie in einer Sekte“. Dort könne man noch nicht einmal denken, was man wollte. Kann ich aufgrund eigener Erfahrungen im universitären Umfeld mit ähnlichen Leuten nur bestätigen.

          Man gucke sich nur einmal die Veränderungen im Bildungsbereich der letzten 10-12 Jahre an! Das ist doch völlig verrückt. Erst wird mit der PISA-Studie festgestellt, Deutschlands Schüler seien nicht gut genug. Dann wird erstmal ein Schuljahr abgeschafft, also bei den Gymnasiasten. Bzw. umverteilt in andere Schuljahre, was keine Qualität bringen wird. Dann werden die Studiengänge modularisiert, was meiner Einschätzung nach verheerend auf die Qualität wirkt. Auf den Schulen dann sind Wörter wie „Wissen“ und „fachorientiert“ Schimpfwörter, nicht „Wissen“, sondern „Kompetenzen“ sollen gefördert wären, als würde das eine das andere ausschließen. Referendare/Junglehrer müssen sich wegen ihrer Schüler immer mehr verrückt machen, und mit aktionistischen Leuchtturmprojekten vor ihren Vorgesetzen „glänzen“, um diese zufrieden zu stellen, während die Schüler immer weniger tun. Auf der Grundschule werden dann Rechtschreibfehler oft schon gar nicht mehr angestrichen, „freies Schreiben“ und so – nee, das kann alles nicht gutgehen. Dann werden die Leistungsanforderungen derart weit runtergefahren, dass jetzt die Mehrheit aller Fünftklässler Gymnasiasten ist – völlig verrückt, führt vor allem dazu, dass das Abitur und akademische Abschlüsse bald nichts mehr wert sind und dass Inhaber dieser Abschlüsse dann in klassisch nichtakademischen Bereichen ihrem Broterwerb nachgehen, oftmals noch zusätzlich eine Lehre für machen müssen oder ein ähnlich langes Praktikantendasein. Führt nur dazu, dass der Weg zur Existenz ein weiterer wird als früher, wenn ganz viele nun das Abitur und Hochschulabschlüsse bekommen, und dazu noch zur Verschärfung der demographischen Krise. Feminismus/Gender-Shit kommt dann auch noch ordentlich mit rein und darf nicht hinterfragt werden. Nee, in dem Bereich sind meiner Meinung nach Verrückte an der Macht. Der Begriff „Bildungsschickeria“ ist treffend aus meiner Sicht.

          „Im weiteren werden diese ganz neutral als “Frühsexualisierungs-Promotoren” bezeichnet. Auch fehlt ein wenig Substanz. Was soll denn da eigentlich passieren?“

          Die setzen hier als selbstverständlich vorraus, dass man das weiß. Die meinen halt, dass diese Form des Aufklärungsunterrichts Kinder zu früh zu sexuellen Aktivitäten ermutigt. Ich meine Vierjährige brauchen doch noch keinen Aufklärungsunterricht.

          „Seriöse Berichterstattung oder populistische Meinungsmache? Hmmmm.“

          Von der Tonalität klingt der Artikel halt weniger seriös, als er ist.

          „*Eine davon bezog sich auf den Sexualkundeunterricht, und der triefte nur so von Feminismus.*

          Lol?“

          Es mir zu viel, das jetzt zu beschreiben. Ich habe die Unterrichtsmaterialien gesehen. Und in dem Hühnerhaufen durfte ich als Mann praktisch nichts sagen, ohne sofort gebügelt zu werden. Ein Maskulist war ich damals noch lange nicht, ich bin durch solche Erfahrungen einer geworden.

          „*Aber die Kernaussagen dieses Fernsehbeitrages bringen ein wichtiges Anliegen der Männerrechtlerszene auf den Punkt: Nämlich dass Gesellschaft und Justiz mit zweierlei Maß messen, und dabei noch nicht mal auf ein weibliches Opfer hören. Deshalb habe ich das verlinkt.*

          Und da konntest du dir nicht die Mühe machen und auf eine glaubwürdigere Quelle für diesen Vorfall verlinken?“

          Also die Beweislast liegt nicht bei mir. Es gibt für „zweierlei Maß“ viele Beweise im Internet, in Arne Hoffmann´s „Genderama“ zum Beispiel.

        • *Ich kenne Referendare bzw. Lehrer, die erzählten mir, es ginge an so einem Studienseminar zu “wie in einer Sekte”. Dort könne man noch nicht einmal denken, was man wollte.*

          Ganz anders als die NVP, die stets respektvoll mit andersdenkenden umgeht.

          *Auf den Schulen dann sind Wörter wie “Wissen” und “fachorientiert” Schimpfwörter, nicht “Wissen”, sondern “Kompetenzen” sollen gefördert wären, als würde das eine das andere ausschließen.*

          Stimmt nicht. Was meinst du wie oft ich alleine letzte Woche den Begriff Fachwissen gehört hab? Woher beziehst du deine Informationen?

          *Auf der Grundschule werden dann Rechtschreibfehler oft schon gar nicht mehr angestrichen, “freies Schreiben” und so – nee,*

          Stimmt auch nicht. Sie fließen aber, je nach Schulform, mit höheren Klassen weniger in die Gesamtnote in Arbeiten mit ein. Das hat aber mit Grundschule nichts zu tun. Wieder, woher hast du deine Infos?

          *Dann werden die Leistungsanforderungen derart weit runtergefahren, dass jetzt die Mehrheit aller Fünftklässler Gymnasiasten ist*

          In der Siebten wird das dann relativiert. Und das hat eher mit elterlichen Vorstellungen zu tun als mit dem Bildungssystem.

          *Die setzen hier als selbstverständlich vorraus, dass man das weiß. Die meinen halt, dass diese Form des Aufklärungsunterrichts Kinder zu früh zu sexuellen Aktivitäten ermutigt. Ich meine Vierjährige brauchen doch noch keinen Aufklärungsunterricht.*

          Und verlinken ganz sachlich auf eine Seite (die sich btw an Jugendliche und junge Erwachsene richtet) wo KINDER an ANALSEX rangeführt werden!!!einself
          Mehr Info gibts nicht zu den Inhalten. Das ist denke ich auch gewollt.

          *Und in dem Hühnerhaufen durfte ich als Mann praktisch nichts sagen, ohne sofort gebügelt zu werden.*

          Was hast du denn gesagt?

          *Also die Beweislast liegt nicht bei mir.*

          Doch schon. Wenn ich jetzt auf häusliche Gewalt aufmerksam machen wollte und verlinkte auf eine Folge von Mitten im Leben oder der Supernanny, das käme nicht gut.

        • „Ganz anders als die NVP, die stets respektvoll mit andersdenkenden umgeht.“

          Keine Ahnung, wie die mit Andersdenkenden umgehen. Ich kenne den Verein praktisch nicht. Und ja, leider gehen Menschen oft nicht gut mit andersdenkenden um. Mit Parteien und Politikern hab ich es auch nicht allzu sehr.

          „*Auf den Schulen dann sind Wörter wie “Wissen” und “fachorientiert” Schimpfwörter, nicht “Wissen”, sondern “Kompetenzen” sollen gefördert wären, als würde das eine das andere ausschließen.*

          Stimmt nicht. Was meinst du wie oft ich alleine letzte Woche den Begriff Fachwissen gehört hab? Woher beziehst du deine Informationen?“

          Als Schülerin auf dem zweiten Bildungsweg doch immer noch, oder? Was wirklich da abgeht, erfährt man erst hinter den Kulissen, nicht als Schüler. Also als Student in der Didaktik-Veranstaltung, als Referendar und so. Woher ich meine Informationen beziehe? Ich habe auf der Uni wie gesagt Didaktiker kennen gelernt. Und dort war „fachorientiert“ und „Wissen“ meist regelrecht verschrieen, kannst Du mir ruhig glauben. Für sinnloses Wissen bin ich auch nicht. Aber die sind heute so gegen jegliches Wissen, dass das Fach oft gar nicht mehr sachgemäß „betrieben“ werden kann, dass Schüler(innen) mit Wissen nicht mehr für Wissen notenmäßig belohnt werden, sondern dass es fast völlig bedeutungslos ist (natürlich nicht in jedem Fach, an jeder Schule, bei jedem Lehrer). Das Wort „Wissen“ dürfe im Unterrichtsentwurf bei Referendaren nicht vorkommen. Ich beziehe meine Informationen auch daraus, dass ich mehrere Lehrer aus meinem Verwandten-, bekannten- und Freundeskreis kenne, die mir das bestätigten. Sie fanden es überwiegend auch daneben, was in dem Bereich abgeht.

          „*Auf der Grundschule werden dann Rechtschreibfehler oft schon gar nicht mehr angestrichen, “freies Schreiben” und so – nee,*

          Stimmt auch nicht. Sie fließen aber, je nach Schulform, mit höheren Klassen weniger in die Gesamtnote in Arbeiten mit ein. Das hat aber mit Grundschule nichts zu tun. Wieder, woher hast du deine Infos? “

          Doch, stimmt. Hab ich aus dem Lehrerhasserbuch von Gerlinde Unverzagt (dieses Buch finde ich noch nicht mal gut) und von Menschen aus dem Verwandten- und Freundeskreis auch erzählt gekriegt. Und doch, dass ist auf der Grundschule so. Und später dürfen dann keine Dikatate mehr geschrieben werden. Entsprechend wenig beherrschen Schüler die Rechtschreibung.

          „*Dann werden die Leistungsanforderungen derart weit runtergefahren, dass jetzt die Mehrheit aller Fünftklässler Gymnasiasten ist*

          In der Siebten wird das dann relativiert. Und das hat eher mit elterlichen Vorstellungen zu tun als mit dem Bildungssystem.“

          In der siebten kann das aber nicht komplett relativiert werden. Elterliche Vorstellungen? Ja, Bildungsangst und Förderwahn der Eltern. Schulen bräuchten das aber so nicht mitmachen. Für übertreibenes Sieben bin ich natürlich auch nicht.

          „*Die setzen hier als selbstverständlich vorraus, dass man das weiß. Die meinen halt, dass diese Form des Aufklärungsunterrichts Kinder zu früh zu sexuellen Aktivitäten ermutigt. Ich meine Vierjährige brauchen doch noch keinen Aufklärungsunterricht.*

          Und verlinken ganz sachlich auf eine Seite (die sich btw an Jugendliche und junge Erwachsene richtet) wo KINDER an ANALSEX rangeführt werden!!!einself
          Mehr Info gibts nicht zu den Inhalten. Das ist denke ich auch gewollt.“

          Weiß ich nicht. Was sie schreiben, passt halt zu meinen Erfahrungen.

          „*Und in dem Hühnerhaufen durfte ich als Mann praktisch nichts sagen, ohne sofort gebügelt zu werden.*

          Was hast du denn gesagt?“

          Die harmlosesten Sachen. Eine eigene Meinung dort zu haben reicht denen schon.

          „*Also die Beweislast liegt nicht bei mir.*

          Doch schon. Wenn ich jetzt auf häusliche Gewalt aufmerksam machen wollte und verlinkte auf eine Folge von Mitten im Leben oder der Supernanny, das käme nicht gut.“

          Nee, man muss das Schreiben im Kommentarbereich eines Blogs nicht so sorgfältig anfertigen wie eine Doktorarbeit. Zum Thema „zweierlei Maß“ in gesellschaft und vor Gericht gibt es z. B. beim Arne Hoffmann viel zu.

          Schönen Abend noch, ich bin jetzt vor der (anderen) Glotze!

        • *Ich habe auf der Uni wie gesagt Didaktiker kennen gelernt. Und dort war “fachorientiert” und “Wissen” meist regelrecht verschrieen, kannst Du mir ruhig glauben. *

          Welche Schwerpunkte denn?

          *Aber die sind heute so gegen jegliches Wissen, dass das Fach oft gar nicht mehr sachgemäß “betrieben” werden kann,*

          Inwiefern?

          *Und doch, dass ist auf der Grundschule so. Und später dürfen dann keine Dikatate mehr geschrieben werden.*

          Nein. Es werden Diktate geschrieben oder? Rechtschreibung und Grammatik ist fast das Einzige was in Sprache (Deutsch) in der Grundschule gelehrt wird. Da liegst du falsch, sorry.

          *Und später dürfen dann keine Dikatate mehr geschrieben werden. Entsprechend wenig beherrschen Schüler die Rechtschreibung.*

          Ab der 6. oder des 2 Halbjahrs der 5, weiß ich nicht mehr genau.
          Es bieten aber viele Schulen zusätzlichen Förderunterricht in den Hauptfächern an.
          Und es gibt ja noch andere Sachen die die Kinder in Deutsch lernen sollen.

          *In der siebten kann das aber nicht komplett relativiert werden.*

          Ja sicher, andere Schulform dann. Ist aber sehr doof fürs Kind.

          *Schulen bräuchten das aber so nicht mitmachen.*
          Nun, wenn die Kinder auf dem Gymnasium angemeldet werden wissen die wenig über das Kind. Was sollen sie also tun? „Tut uns leid, ihr Kind sieht schon so doof aus?“

          *Weiß ich nicht. Was sie schreiben, passt halt zu meinen Erfahrungen.*

          Zum Thema an sich (sexualisierung) konntest du dich aber auch nicht positionieren und deine Bedenken klarmachen. Ich fürchte da bist du Rattenfängern auf den Leim gegangen.

          *Nee, man muss das Schreiben im Kommentarbereich eines Blogs nicht so sorgfältig anfertigen wie eine Doktorarbeit.*

          Wenn man überzeugen will schon.

        • „*Ich habe auf der Uni wie gesagt Didaktiker kennen gelernt. Und dort war “fachorientiert” und “Wissen” meist regelrecht verschrieen, kannst Du mir ruhig glauben. *

          Welche Schwerpunkte denn?“

          Das bezog sich nicht auf bestimmte Schwerpunkte. Das war immer so, ganz gleich, um welche Teildisziplin der Biologie es ging, oder um verwandte Fächer innerhalb der Biologie wie Chemie. Außerdem kenne ich einige Lehrer privat, die von ihren vollkommen anderen Fächern dasselbe erzählen. Auch Lehramtstudenten, die ich kennen gelernt habe, die einen mit Biologie, die anderen mit z. B. sprachlichen Fächern, erzählten genau dasselbe.

          „*Aber die sind heute so gegen jegliches Wissen, dass das Fach oft gar nicht mehr sachgemäß “betrieben” werden kann,*

          Inwiefern?“

          Wenn in der Biologie zum Beispiel vom Schüler/Lernenden nicht einmal gewusst wird, dass z. B. Atome/Moleküle mit Ladungen oder Partialladungen nur oder fast nur dann durch Membrane hindurch diffundieren können, wenn auf bestimmte dieser Ionen oder polaren Teilchen spezialisierte Transmenbranproteine diese Diffusion erst ermöglichen, dann hat der Lernende keine Chance, zu verstehen, wie z. B. bei der Zellatmung ein Protonengradient aufgebaut werden kann und warum die Protonen ausschließlich durch das Transmenbranprotein, das „ATP-Synthetase“ (Die die Energie des Protonengradienten ausnutzt um ATP zu erzeugen.) heißt, zurückdiffundieren können, und nicht einfach so dran vorbei durch die Membran, wie es nur ungeladene und unpolare Moleküle können. Wenn jetzt der Lernende noch nicht mal weiß, was Ladungen und Partialladungen, geladen, polar und unpolar bedeuten, was davon durch Membranen einfach so diffunieren kann und was dafür die Hilfe von Transmenbranproteinen braucht, oder wenn – was es ja auch oft gibt heute – sein Biolehrer/seine Biolehrerin selbst nicht weiß, was geladen/ungelade bzw. polar/unpolar ist, dann hat er keine Chance, die Zellatmung zu verstehen.

          Es gibt heutzutage Biolehrerinnen, die kriegen von ihren Schülern Fragen zur z. B. Photosyntese gestellt und antworten wirklich mit „Tut mir leid, ich kann keine Chemie!“

          Und das als Biolehrerin. Fürchterlich!

          Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Oft sind die „didaktischen Reduktionen“ so drastisch und so unprofessionell, dass kein Schüler mehr irgendwas verstehen kann.

          Ganz ohne Wissen geht gar nichts, schon gar nicht in der Biologie.

          „*Und doch, dass ist auf der Grundschule so. Und später dürfen dann keine Dikatate mehr geschrieben werden.*

          Nein. Es werden Diktate geschrieben oder? Rechtschreibung und Grammatik ist fast das Einzige was in Sprache (Deutsch) in der Grundschule gelehrt wird. Da liegst du falsch, sorry.“

          Didakte werden, wie ich schreib, SPÄTER, also ab Klasse 5, nicht mehr geschrieben. Hat mir eine Deutschlehrerin erzählt, die dem Job seit Jahrzehnten nachgeht. Und dass auf der Grundschule nur Rechtschreibung und Grammatik in „Sprache“ gelehrt werden, glaub ich jetzt einfach mal nicht.

          „*Und später dürfen dann keine Dikatate mehr geschrieben werden. Entsprechend wenig beherrschen Schüler die Rechtschreibung.*

          Ab der 6. oder des 2 Halbjahrs der 5, weiß ich nicht mehr genau.
          Es bieten aber viele Schulen zusätzlichen Förderunterricht in den Hauptfächern an.
          Und es gibt ja noch andere Sachen die die Kinder in Deutsch lernen sollen.“

          Dass es überhaupt Förderunterricht in Hauptfächern gibt, ist ein starkes Idniz dafür, dass dort etwas grundlegend falsch läuft.

          „*In der siebten kann das aber nicht komplett relativiert werden.*

          Ja sicher, andere Schulform dann. Ist aber sehr doof fürs Kind.“

          Ja, Sieben hat Schattenseiten. Aber alle durchwinken eben auch. Der Druck, Abitur und Hochschulabschluss haben zu müssen, war noch nie so groß wie heute. Und noch nie waren Menschen mit diesen Abschlüssen auf dem Arbeitsmarkt in so einer schlechten Verhandlungsposition, noch nie war die Achtung vor solchen Abschlüssen so gering. Mann muss es machen, und wenn man es gemacht hat, ist es nichts wert. Und der Weg zur eigenen Existenz ist im Durchschnitt wesentlich weiter als früher. Mit demographischen Folgen – akademische Bildung ist bei Frauen ein echtes Verhütungsmittel.

          „*Schulen bräuchten das aber so nicht mitmachen.*

          Nun, wenn die Kinder auf dem Gymnasium angemeldet werden wissen die wenig über das Kind. Was sollen sie also tun? “Tut uns leid, ihr Kind sieht schon so doof aus?” “

          Es gibt aber Zeugnisse. Man kann wie früher auch Aufnahmetests machen. Man muss und kann da nicht jeden reinlassen. Außerdem nehmen viele Schaden an dem ganzen Bildungs- und Förderwahn. Auch sollten Eltern hinterfragen, warum sie ihr Kind überhaupt aufs Gymnasium schicken wollen. Geht es denen wirklich immer um ihr Kind? Oft ist das doch nur die eigene Außenwirkung, um die es den Eltern geht. Die Schichtszugehörigkeit. Bildung ist ja ein Ornament im verhaltensbiologischen Sinne. Leider auch die Bildung der eigenen Kinder. Motto: Wir sind Patrizier und keine Plebejer, und unsere Kinder müssen dementsprechende Bildungserfolge vorweisen können.

          Die Kinder verteidigen dann auf der höheren Schule ihre Zugehörigkeit zur einer bestimmten sozialen Schicht, bzw. die diesbezüglichen Erwartungen ihrer Eltern. Darum geht es dort oft primär, nicht um die Bildung selbst. Übrigens der ideale Nährboden für so Sachen wie Mobbing unter Schülern. Wo Druck ist, werden halt Ventile gesucht.

          Bildung ist eben oft richtig gegen den Menschen gerichtet.

          „*Weiß ich nicht. Was sie schreiben, passt halt zu meinen Erfahrungen.*

          Zum Thema an sich (sexualisierung) konntest du dich aber auch nicht positionieren und deine Bedenken klarmachen.“

          Ich konnte schon, ich hab es nicht getan, ich tue es jetzt kurz & knapp: Sexualkundeunterricht sollte nicht Bedürfnisse schaffen oder Neugier auf Erfahrungen wecken (Mann muss auf dem gebiet nicht mit 12 seine ersten Erfahrungen machen. Ich habe den Verdacht, dass durch ein zu reges Liebesleben in der Jugend die Ehefähigkeit sinkt.), oder zu Fehlvorstellungen der Marke „Jeder Deckel findet einen Topf“ führen. Ob er das generell tut, weiß ich nicht. Natürlich muss Aufklärung sein. Aber doch nicht bei Vierjährigen. Und dann: Für Genderkram darf er auch keine Reklame machen.

          „Ich fürchte da bist du Rattenfängern auf den Leim gegangen.“

          Nein, und Vorsicht, dass könnte man auch so verstehen, ich sei selbst eine Ratte. Bin ich aber nicht. Als „Rattenfänger“ könnte man übrigens auch Vertreter des Gender-Lagers und Feministinnen bezeichnen, wenn man so wollte.

          „*Nee, man muss das Schreiben im Kommentarbereich eines Blogs nicht so sorgfältig anfertigen wie eine Doktorarbeit.*

          Wenn man überzeugen will schon.“

          Ich finde, ich habe gerade auf Deine Kommentare ausführlich genug geantwortet, und dass, obwohl Du Dir Sachen erlaubt hast mir gegenüber, die jegliche weitere Diskussion eigentlich von ganz alleine erübrigen. Du gehst hier ja auch nicht gerade so vor wie bei einer Doktorarbeit.

          Nur, ich sehe auch, wie verletzt Du sein muss. Ich habe gestern noch auf Deine eigene Homepage geguckt. Es macht keinen Sinn, sich hier ständig mit Argwohn und so einer Anti-Einstellung zu begegnen, sich zu bekämpfen. Davon profitierst weder Du, noch ich.

          Ich erkenne es als Tatsache an, dass Du etwas Schlimmes durchgemacht hast und bei Posttraumatischen Belastungsstörungen noch durchmachst. Ich will übrigens auch, dass sowas unwahrscheinlicher wird. Ich bin nur der Überzeugung, dass Feminismus typischer Ausprägung das nicht unwahrscheinlicher macht, eher im Gegenteil. Feminismus führt aus meiner Sicht dazu, dass sich Frauen und Männer gegenseitig mehr hassen, und es infolge dessen mehr Volleskalationen gibt, Vergewaltigungen und Beziehungstaten zum Beispiel.

          Du solltest genauso anerkennen, dass auch Mann sein ziemlich beschissen sein kann.

        • *Wenn in der Biologie zum Beispiel vom Schüler/Lernenden nicht einmal gewusst wird…*

          Und diese Informationen sind für einen Bildungsabschluss wie das Abitur relevant? Oder ist es eher so, dass du als Biologe dem nur eine besondere Relevanz beimisst? Ich versteh ja schon, jeder hält sein eigenes Fachgebiet für das Wichtigste.
          In Deutsch könnte man dann das Mittelhochdeutsche lehren, als Ursprung für das jetzige Hochdeutsch, in Englisch könnte man das Gesamtwerk von Shakespeare durchnehmen, als Grundlage für die abiturrelevanten Dramen und in Geschichte müsste man auch von der griechischen Antike über das Mittelalter, die Rosenkriege bis zur europäischen Union gehen.

          Dann würde die Schulzeit aber bis zum 30. Lebensjahr gehen, so grob geschätzt.

          *Und dass auf der Grundschule nur Rechtschreibung und Grammatik in “Sprache” gelehrt werden, glaub ich jetzt einfach mal nicht.*

          Doch zum größten Teil schon. Da das ja angewendet werden muss, werden ab und an auch Aufsätze geschrieben. Ansonsten.

          *Dass es überhaupt Förderunterricht in Hauptfächern gibt, ist ein starkes Idniz dafür, dass dort etwas grundlegend falsch läuft.*

          Nun manchen fallen Sachen leichter, andere brauchen etwas mehr Unterstützung. Da das im Klassenalltag aber oft nicht gewährleistet werden kann, gibt es „freiwilligen“ Förderunterricht.

          *Man muss und kann da nicht jeden reinlassen.*
          Warum nicht? Dir ist auch klar, wenn man die Gymnasialaufnahmen beschränkt, wer in erster Linie zugelassen werden wird? Tipp: Die begabten Arbeiterkinder sind es nicht.

          *Ich habe den Verdacht, dass durch ein zu reges Liebesleben in der Jugend die Ehefähigkeit sinkt.*

          Warum? Und warum ist das wichtig?

          *Sexualkundeunterricht sollte nicht Bedürfnisse schaffen oder Neugier auf Erfahrungen wecken*

          Wie sollte er das tun?

          *Nur, ich sehe auch, wie verletzt Du sein muss. (etc)*

          Was hat das mit dem hier besprochenen Thema zu tun?

        • „Und diese Informationen sind für einen Bildungsabschluss wie das Abitur relevant? Oder ist es eher so, dass du als Biologe dem nur eine besondere Relevanz beimisst?“

          Wenn man sich mit Biologie oder welchem Fach auch immer beschäftigt, sollte man es vernünftig machen. Man kann und muss für Schüler didaktisch reduzieren. Das darf aber nicht so geschehen, dass die Schüler keine Chance mehr für ein Verstehen des Sachverhaltens haben bzw. Fehlvorstellungen entwickeln. Ich glaube sogar, dass es für die Schüler einfacher wird, wenn man Sachverhalte nicht zu stark didaktisch reduziert. Ist einfach meine Erfahrung damit. Vor allem muss man für eine gute didaktische Reduzierung das Fach selbst gut kennen und darf nicht einfach den ganzen Sachverhalt nicht mehr sehen, nach dem Motto: „Guck ich mir erst gar nicht an, ist eh zu kompliziert für Schüler.“

          Ob ich dem als Biologe eine besondere relevanz beimesse? Nee, kann ich nicht sagen. Ich will von Natur aus gar nicht mich mit Biolehrern anlegen. Aber was ich auf der Uni mit ihnen erlebt habe, sprengt echt den Rahmen, dazu kann ich nicht schweigen.

          Die Informationen oben zur Zellatmung sind Grundbausteine, um die Zellatmung zu verstehen. Auf der Schule kommt das leider in total verfälschter und verdrehter Form, oft jedenfalls. Es ist einfacher, es von vornherein richtig zu machen.

          „Ich versteh ja schon, jeder hält sein eigenes Fachgebiet für das Wichtigste.“

          An dieser weit verbreiteten Krankheit, das eigene Fach für das wichtigste zu halten, leide ich nicht. In einem evolutionsbiologischen Blog aber geht es eben viel um Biologie. Und zum eigenen Fach kann man das meiste sagen, weil man sich mit auskennt.

          Ich will dieses Fach aber niemandem aufzwingen. Ich kenne viele gebildete Menschen, die mit Biologie und überhaupt mit Naturwissenschaften nichts am Hut haben, und finde, dass das vollkommen okay ist. Jeder hat andere Vorlieben und Begabungen, Interessen.

          “ In Deutsch könnte man dann das Mittelhochdeutsche lehren, als Ursprung für das jetzige Hochdeutsch, in Englisch könnte man das Gesamtwerk von Shakespeare durchnehmen, als Grundlage für die abiturrelevanten Dramen und in Geschichte müsste man auch von der griechischen Antike über das Mittelalter, die Rosenkriege bis zur europäischen Union gehen.“

          Nein, sicher nicht. Der Unterschied ist der: Das oben zur Zellatmung braucht man, um die Zellatmung verstehen zu können. Das von Dir genannte ist aus meiner Sicht kein Fundament und kann daher wegbleiben. Leistungsterror will ich auch nicht.

          „Dann würde die Schulzeit aber bis zum 30. Lebensjahr gehen, so grob geschätzt.“

          Eher nicht – außerdem kann man auf der Schule ja auch weniger durchnehmen, und das dann fundiert. Hätte mri damals auch mehr Spaß gemacht. Mehr Wahlmöglichkeiten.

          „*Und dass auf der Grundschule nur Rechtschreibung und Grammatik in “Sprache” gelehrt werden, glaub ich jetzt einfach mal nicht.*

          Doch zum größten Teil schon. Da das ja angewendet werden muss, werden ab und an auch Aufsätze geschrieben. Ansonsten.“

          Gut, aber Insider, die ich kenne, sagen, die Schüler, die gerade von der grundschule kommen, würden desaströs wenig können auf dem Gebiet.

          *“Man muss und kann da nicht jeden reinlassen.*
          Warum nicht? Dir ist auch klar, wenn man die Gymnasialaufnahmen beschränkt, wer in erster Linie zugelassen werden wird? Tipp: Die begabten Arbeiterkinder sind es nicht. “

          Das muss ich auch ändern, dass Bildungsbiographien vom Elternhaus so stark vorgezeichnet sind. Sieben kann generell sehr ungerecht sein. Siebt man aber gar nicht, haben hinterher so viele Abitur, dass man das Abi für die einfachsten Berufe braucht. Neulich war das doch für Pflegeberufe in der Diskussion.

          Und wenn dann viele Abitur haben, dann wehe denen, die es nicht haben, und das sind oft Arbeiterkinder. Die kriegen dann keine Lehrstelle mehr.

          Und Akademikerarbeitslosigkeit erntet man auch. Und Akademiker konkurrieren auch immer mehr mit Nichtakademikern um Arbeitsplätze, auch in klassisch nichtakademischen Bereichen.

          Das tut der Menschheit auch nicht gut.

          „*Ich habe den Verdacht, dass durch ein zu reges Liebesleben in der Jugend die Ehefähigkeit sinkt.*

          Warum? Und warum ist das wichtig?“

          Ich will Jugendlichen nicht ihr Liebesleben nehmen. Aber wenn die sich von Kindesbeinen an dran gewöhnen, Partner oft auszutauschen, dann machen sie es vermutlich als Erwachsene auch so. Folge: Keine richtigen Ehen und Familien mehr. Keine Geborgenheit mehr für Kinder. Demographische Probleme.

          „*Sexualkundeunterricht sollte nicht Bedürfnisse schaffen oder Neugier auf Erfahrungen wecken*

          Wie sollte er das tun?“

          Zusammen mit dem Kram aus den Medien könnte ein Jugendlicher meinen, es sei selbstverständlich, von Jugend an ständig verschiedene Sexualpartner zu haben. hat er das nicht, empfindet er dies als unnormal. Könnte so jedenfalls kommen.

          „*Nur, ich sehe auch, wie verletzt Du sein muss. (etc)*

          Was hat das mit dem hier besprochenen Thema zu tun?“

          Ich würde gar nicht mehr drauf eingehen, auf das was Du schreibst, wenn ich nicht wüsste, was Dir passiert ist.
          Deine oft nicht immer angenehme Contra-Grundhaltung kann man Dir eher nachsehen deshalb.

          Immerhin: Was Du unten zur Kindererziehung schreibst, sehe ich auch so ähnlich. Für eine Contra-Haltung aus Prinzip gibt es so viel Grund also nicht.

        • Korrektur: „Das muss ich auch ändern, dass Bildungsbiographien vom Elternhaus so stark vorgezeichnet sind.“

          sollte heißen

          „Das muss SICH auch ändern, dass Bildungsbiographien vom Elternhaus so stark vorgezeichnet sind.“

        • *Zellatmungsbeispiel*

          Wann hast du das denn gelernt? In der Schule oder auf der Uni?

          *Eher nicht – außerdem kann man auf der Schule ja auch weniger durchnehmen, und das dann fundiert.*

          Was sollte man denn streichen? Zudem würden mehr Wahlfächer dazu führen, dass die Bezeichnung „Abitur“ noch beliebiger wird. „Fachidioten“ hat man nach dem Studium noch genug, beim Abi kommts eher drauf an, dass alle Abiturienten stoffmäßig auf dem selben Level sind. Daher ja auch Zentralabitur.

          *Gut, aber Insider, die ich kenne, sagen, die Schüler, die gerade von der grundschule kommen, würden desaströs wenig können auf dem Gebiet.*

          Mag an der Qualität der einzelnen Grundschule liegen und den Talenten der einzelnen Schüler. Aber zu sagen „Den Kindern wird nix beigebracht“ ist falsch.

          *Und wenn dann viele Abitur haben, dann wehe denen, die es nicht haben, und das sind oft Arbeiterkinder.*

          Warum haben die es nicht, wenn doch gar nicht gesiebt wird?

          *Und Akademiker konkurrieren auch immer mehr mit Nichtakademikern um Arbeitsplätze, auch in klassisch nichtakademischen Bereichen. *

          Brötchen ausfahren?

          *Aber wenn die sich von Kindesbeinen an dran gewöhnen, Partner oft auszutauschen, dann machen sie es vermutlich als Erwachsene auch so.*

          Vermutung. Man könnte auch argumentieren, dass sie durch ihre Erfahrungen in der Jugend genauer wissen, was sie möchten, was ihr Liebesleben später erfolgreicher macht.

          *Zusammen mit dem Kram aus den Medien könnte ein Jugendlicher meinen, es sei selbstverständlich, von Jugend an ständig verschiedene Sexualpartner zu haben. hat er das nicht, empfindet er dies als unnormal.*

          Welchen Kram in den Medien? Und warum sollte dann da der Aufklärungsunterricht Anteil haben?

          *Immerhin: Was Du unten zur Kindererziehung schreibst, sehe ich auch so ähnlich. Für eine Contra-Haltung aus Prinzip gibt es so viel Grund also nicht.*

          Bloß weil wir in einem Thema eine ähnliche Meinung haben, heißt das nicht, dass ich nicht der Meinung sein kann, dass du in anderen Themen Blödsinn schreibst. Hat auch wenig mit meinen schlimmen Erlebnissen zu tun.
          Aber danke für die Ferndiagnose.

        • „*Zellatmungsbeispiel*

          Wann hast du das denn gelernt? In der Schule oder auf der Uni?“

          Auf beiden.

          „*Eher nicht – außerdem kann man auf der Schule ja auch weniger durchnehmen, und das dann fundiert.*

          Was sollte man denn streichen? Zudem würden mehr Wahlfächer dazu führen, dass die Bezeichnung “Abitur” noch beliebiger wird. “Fachidioten” hat man nach dem Studium noch genug, beim Abi kommts eher drauf an, dass alle Abiturienten stoffmäßig auf dem selben Level sind. Daher ja auch Zentralabitur.“

          Früher waren das auch oft „fachidioten“. Die meisten Gymnasien waren stark sprachlich ausgerichtet.

          Alle auf dem selben Level? Funktioniert eh nicht. Zentralabitur hat andere Hintergründe (vermutlich Neoliberalismus!). Fächerwahl und verschiedene Leistungskurse sind schon okay.

          „*Gut, aber Insider, die ich kenne, sagen, die Schüler, die gerade von der grundschule kommen, würden desaströs wenig können auf dem Gebiet.*

          Mag an der Qualität der einzelnen Grundschule liegen und den Talenten der einzelnen Schüler. Aber zu sagen “Den Kindern wird nix beigebracht” ist falsch.“

          Es wird ihnen im Großen und Ganzen in diesen Hinsichten heute zu wenig beigebracht. Nichts wird mehr richtig eingeübt.

          „*Und wenn dann viele Abitur haben, dann wehe denen, die es nicht haben, und das sind oft Arbeiterkinder.*

          Warum haben die es nicht, wenn doch gar nicht gesiebt wird?“

          Dass GAR NICHT gesiebt wird, hab ich nirgendwo behauptet.

          „*Und Akademiker konkurrieren auch immer mehr mit Nichtakademikern um Arbeitsplätze, auch in klassisch nichtakademischen Bereichen. *

          Brötchen ausfahren?“

          Nee, auch anspruchsvollere Tätigkeiten.

          „*Aber wenn die sich von Kindesbeinen an dran gewöhnen, Partner oft auszutauschen, dann machen sie es vermutlich als Erwachsene auch so.*

          Vermutung. Man könnte auch argumentieren, dass sie durch ihre Erfahrungen in der Jugend genauer wissen, was sie möchten, was ihr Liebesleben später erfolgreicher macht.“

          Kann alle möglichen Effekte haben, klar.

          „*Zusammen mit dem Kram aus den Medien könnte ein Jugendlicher meinen, es sei selbstverständlich, von Jugend an ständig verschiedene Sexualpartner zu haben. hat er das nicht, empfindet er dies als unnormal.*

          Welchen Kram in den Medien? Und warum sollte dann da der Aufklärungsunterricht Anteil haben?“

          Ich habe keine Lust, diese Diskussion heute weiter zu führen.

          „*Immerhin: Was Du unten zur Kindererziehung schreibst, sehe ich auch so ähnlich. Für eine Contra-Haltung aus Prinzip gibt es so viel Grund also nicht.*

          Bloß weil wir in einem Thema eine ähnliche Meinung haben, heißt das nicht, dass ich nicht der Meinung sein kann, dass du in anderen Themen Blödsinn schreibst. Hat auch wenig mit meinen schlimmen Erlebnissen zu tun.
          Aber danke für die Ferndiagnose.“

          Ja, immer feste drauf hier mit „blödsinn“ und so. Nee, Du hast nicht einfach eine andere Meinung, sondern oft so eine Anti-Haltung mir gegenüber, aus Prinzip immer dagegen, im Zweifelsfall gegen mich. Andere Meinung wäre okay.

          Ich habe jetzt auf Endlosdiskussionen kein Bock. Also Schluss für heute.

        • @Matthias
          In Bezug auf Wissen versus Kompetenzorientierung muss ich Dir widersprechen.

          Wissen alleine heißt ja nicht, dass man das auch anwenden kann.
          Das Problem im Bildungsbereich ist m.E. schon, dass die Überbewertung von ‚Sekundärtugenden‘, wie ordentliche Rechtschreibung, Schrift etc. Leute, die normalerweise durchaus in der Lage sind, in einem Bereich gute Leistungen zu vollbringen, bei Mängeln die Laufbahn vermiest wird.
          Man kommt zwar sehr gut durch, wenn man die entsprechenden Prioritäten des Lehrers berücksichtigt, aber dann ist noch nicht gesagt, im späteren Leben erfolgreich zu sein.
          Sprich, schön brav Vokabeln pauken und Phrasen auswendig lernen, aber die Praxisnähe geht flöten.

          Rückblickend würde ich sagen, Lehrer sind überbewertet, bzw. wäre es besser gewesen, in der Schule stärker sach- und problemorientierter zu lernen.
          Während des Studiums habe ich im Nebenfach jegliche Achtung vor ‚Lehrämtlern‘ verloren. Wir wurden als Nebenfächler zusammen mit denen in Veranstaltungen gesteckt, damit wir das Niveau nicht ‚runterziehen‘. Für uns war es ’nur‘ ein Nebenfach neben unserem eigentlichen Studium. Und bei den Dozenten genossen selbst wir trotzdem mehr Ansehen als Lehramtsstudenten. Eigentlich sollte man ja annehmen, wenn jemand anderen etwas beibringen soll, dieser besonders gut in seinem Fach sein sollte. Das Gegenteil war der Fall. Deswegen wären die Schulen besser beraten weniger auf ‚Pädagogik‘ zu setzen, dafür mehr auf fähige Leute, auch wenn diese keine pädagogischen Hintergrund haben. Letztlich kommt es darauf an Prinzipien und Vorgehensweisen bei einer Problemlösung zu vermitteln und nicht einen bestimmten Weg, insbesondere bei den Naturwissenschaften, denn die Schüler sind auch verschieden.
          Es stand zu meiner Schulzeit leider der Lehrer selbst und seine Befindlichkeiten viel zu sehr im Vordergrund und das konnte den Bezug zu einem Fach schon arg in Mitleidenschaft ziehen.

        • @ Gedankenwerk

          „In Bezug auf Wissen versus Kompetenzorientierung muss ich Dir widersprechen.

          Wissen alleine heißt ja nicht, dass man das auch anwenden kann.“

          Als ob ich das nicht wüsste. Aber ohne Wissen ohne mit zu wenig wissen kann man es auch nicht anwenden. Und den Punkt darf man bei Didaktikern nicht aussprechen.

          „Das Problem im Bildungsbereich ist m.E. schon, dass die Überbewertung von ‘Sekundärtugenden’, wie ordentliche Rechtschreibung, Schrift etc. Leute, die normalerweise durchaus in der Lage sind, in einem Bereich gute Leistungen zu vollbringen, bei Mängeln die Laufbahn vermiest wird.“

          Will ich doch so gar nicht. Ich will nur, dass Basics gewusst werden. Die Basics, ohne die Wissen anwenden und Probleme lösen gar nicht gehen kann. Für die Überbewertung von Sekundärtugenden bin ich genauso wenig wie für das Lernen von sinnlosem Wissen.

          „Man kommt zwar sehr gut durch, wenn man die entsprechenden Prioritäten des Lehrers berücksichtigt, aber dann ist noch nicht gesagt, im späteren Leben erfolgreich zu sein.
          Sprich, schön brav Vokabeln pauken und Phrasen auswendig lernen, aber die Praxisnähe geht flöten.“

          Ja, stimmt, hat aber mit meiner Kritik oben gar nichts zu tun.

          „Rückblickend würde ich sagen, Lehrer sind überbewertet, bzw. wäre es besser gewesen, in der Schule stärker sach- und problemorientierter zu lernen.“

          Problemorientiert? Gern. Aber dann professioneller. Die Zellatmung oben kann man nicht völlig ohne Faktenwissen verstehen. Verstehen scheitert in der Biologie nicht selten an mangelndem Wissen. Natürlich nicht nur dran.

          „Während des Studiums habe ich im Nebenfach jegliche Achtung vor ‘Lehrämtlern’ verloren. Wir wurden als Nebenfächler zusammen mit denen in Veranstaltungen gesteckt, damit wir das Niveau nicht ‘runterziehen’. Für uns war es ‘nur’ ein Nebenfach neben unserem eigentlichen Studium. Und bei den Dozenten genossen selbst wir trotzdem mehr Ansehen als Lehramtsstudenten. Eigentlich sollte man ja annehmen, wenn jemand anderen etwas beibringen soll, dieser besonders gut in seinem Fach sein sollte. Das Gegenteil war der Fall. Deswegen wären die Schulen besser beraten weniger auf ‘Pädagogik’ zu setzen, dafür mehr auf fähige Leute, auch wenn diese keine pädagogischen Hintergrund haben. Letztlich kommt es darauf an Prinzipien und Vorgehensweisen bei einer Problemlösung zu vermitteln und nicht einen bestimmten Weg, insbesondere bei den Naturwissenschaften, denn die Schüler sind auch verschieden.
          Es stand zu meiner Schulzeit leider der Lehrer selbst und seine Befindlichkeiten viel zu sehr im Vordergrund und das konnte den Bezug zu einem Fach schon arg in Mitleidenschaft ziehen.“

          Das alles sehe ich wieder sehr ähnlich. Ich habe wie gesagt auch keine guten Erfahrungen mit dem Gros der Lehrämtler gemacht. Ich hätte das, was ich mit denen erlebt habe, vorher nicht für möglich gehalten, sowohl, was deren Fachwissen als auch was deren logisches Verständnis, aber auch deren Interesse angeht. Und dann die ideologische Verbortheit…

          Nee, gegen Verstehen und Probleme lösen habe ich nichts, im Gegenteil. Ganz ohne Wissen kann man aber zumindest sehr viele biologische Sachverhalte nicht verstehen.

    • Morgen ist “Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen”

      Da fehlt ein Komma, Adrian:

      Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt, gegen Frauen”

  2. Es naht ja wieder die Frage: „Was soll ich schenken?“

    Mein Vorschlag: handbetriebene Küchenmaschinen.

    Elektrische Küchenmaschinen entlasten die Hausfrau > zu viel Zeit > zu viel Nachdenken > allgemeines Ennui > antipatriarchale Randale und Revolte > ideologischer Feminismus.

    Darum im Zeichen der Energiewende und im Dienste einer sinnvollen und zielführenden Unterjochung der Frau: „Weg mit dem Elektromotor!“

    Ein naturnäheres Leben bekämpft die Dekadenz.

    Für den Anfang: eine Kaffeemaschine

    Vielleicht eine wie diese hier (wer sich’s leisten kann, dann fühlt frau sich auch gewürdigt):

    © Musée du Louvre

    Gefertigt von Jean Ducrollay um 1756, Gehaüse aus massivem Gold, Kurbel und Mahlwerk aus Stahl, Griff aus Elfenbein.

    An der hat schon Marie Antoinette höchst dero selbst gekurbelt mit zarter königlicher Lilienhand.

    Bevor Rüpel in ausgefransten langen Hosen mit Zottelhaaren ihr den Kopf abhackten.

    • Äh…, Kaffeemühle, Kaffeemühle ist gemeint.

      Der wird dann von Hand gebrüht, das Wasser erhitzt auf dem Kohleherd (ich weiß, ich weiß: CO², aber was will man machen, Hauptsache, die Frau ist beschäftigt).

      • Ah – hatte mich auch gewundert, wozu eine Kaffeemaschine eine Kurbel braucht.

        Geniale Idee, das Weibchen damit ruhig zu stellen und von feministischen Umtrieben abzuhalten. Doch den ganzen Tag lang wird sie nicht Kaffee malen und kochen…

        Naturnäheres Leben ist auch gut. Viele Frauen und besonders junge Mädchen sind in Pferde vernarrt und verbringen viel Zeit in Reitstellen.

        Das ist gut, sofern sie nicht vom Pferd fallen oder eins austickt und um sich triit. Denn: 1. Keine Zeit mehr für subversive, feministische Aktionen 2. glücklich genug, um es nicht an Männern auszulassen, 3. geringe Begegnungsrate mit anderen Männchen.

        Man stelle sich nur einmal vor, alle Mädchen & Frauen, die jetzt Pferde & Reiten als Hobby oder, auch oft, Lebensstil haben, würden dieselbe Zeit und Energie in feministische Aktivitäten stecken. Nachdenken, Flugblätter & Artikel schreiben, Bloggen, politische Aktionen – der grelle Horror!

        Balett kommt auch gut – Sportart passt zu Frauen und ist vom Feminismus ziemlich weit weg. Überhaupt Sport.

        Oder, wenn es nicht Pferde sind, ein anderes Haustier. So ein Wauwauchen holt eher positive Seiten aus ihr raus, weckt Mutterinstinkte.

        Nee, stimmt, irgendwie beschäftigen, verhaltensgerecht natürlich, dann steigt sie einem nicht aufs Dach!

        Und auf jeden Fall von diesen Fächern/Studiengängen fernhalten, durch die ihr Geist regelrecht vergiftet wird. Gender Studies und ähnlicher Quak.

        Ich weiß nicht mehr, wer das geschrieben hat, aber es hieß sinngemäß: Wenn Frauen im feministischen Denken geschult sind, ist eine normale Diskussion mit ihnen über das geschlechterthema nicht mehr möglich…

        • @ Matthias

          *Doch den ganzen Tag lang wird sie nicht Kaffee malen und kochen…*

          Das ist ja erst der Anfang meiner Operation „Backlash“.

        • hieß sinngemäß …

          Wann wird dieses Eszett endlich auch in Deutschland abgeschafft? Geht doch wunderbar ohne, wie jeder Schweizer bestätigen kann!

      • Das ist aber bereits für Fortgeschrittene.

        Vorher gibt’s noch eine Gebetsmühle:

        „Du sollst Deinen Herrn und Meister lieben, ehren und ihm gehorchen, bis er sich wegen einer Jüngeren von Dir scheidet!“

        Vielleicht gibt es ja auch kominierte Kaffee-Gebetsmühlen.

        Dann wird’s billiger.

    • ich bin auch schon bei hatr gelandet

      allesevolution.wordpress.com/2011/04/28/ich-bei-hatr-org/

      vieles da ist in der Tat fürchterliches getrolle. aber auch einiges was man als normalen Kommentar stehen lassen könnte.

      Kritikfähigkeit ist im radikalen Feminismus nicht vorhanden. wer Diskussion zulässt setzt sich dort eher der Gefahr aus, dass er als jemand gilt der Kachscheisse dann gibt. es wird nicht diskutiert, allenfalls erklärt.

    • Das ist schon schockierend, dieser Hass, der aus den von Dir ausgewählten Kommentaren spricht …

      Aber mal im Ernst: Wer solche Kommentare wie die auf deinem Blog als „hatespeech“ qualifiziert, der hat echt ein Problem! Es gibt offensichtlich eine Menge Leute, die am liebsten jede andere Meinung verbieten würden, wenn sie nur könnten.

    • Diese Seite sammelt, ohne jeden Kontext, alles, was Feminist.I.nnen triggert.

      Und das kann ja die Fliege an der Wand sein.

      So kunterbunt gemischt sind denn auch die Sammelstücke in diesem Ramschladen.

      Von Gewaltandrohungen und wirklich widerlichem Frauenhass über möglicherweise fundierte Kritik an der feministischen Ideologie (ohne Zusammenhang schwer zu beurteilen) bis hin zu völlig harmlosen Aussagen.

      Der Kracher war für mich: „Hat’s geschmeckt?“

      Mehr stand da nicht.

      Hatte aber damals, als ich darauf klickte, bereits ca. 12 empörte Face Palms, ein Witz.

      Mit anderen Worten: Nicht ernst zu nehmen, im höchsten Maße albern, aber typisch für femischistische Weltverbesserungsbemühungen, ebenso verfehlt wie ineffizient.

      Aktivist.I.nnenaktivismus.

      Das Einzige, was mich an dieser Seite stört, ist, dass ich dort offenbar noch nicht vertreten bin.

      Das ist so kränkend!

      Es tät mich sehr freuen und Tippse erst.

      Aber Feminist.I.nnen sind ja bekannt für ihre seelische Grausamkeit.

      Also: Nicht ernst nehmen. Am besten, gar nicht erst ignorieren.

      Wie man dem realen Problem der anonymen Pöbeleien und Drohungen beikommen soll, weiß ich allerdings auch nicht.

      Alle Heilmittel, die mir dazu einfielen, sind schlimmer als die Krankheit (generelle Aufhebung der Anonymität und entsprechende Überwachung des Internets durch den Staat zur Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit).

      Das würde einen vertieften Einstieg in den Überwachungsstaat bedeuten, der ja ohnehin als femizentrischer Staat Frauenschutz und Frauenförderung als gutmenschlichen Vorwand nimmt zur ständigen Ausweitung seiner Machtbefugnisse und Reglementierungsgewalt.

      „Von allen kalten Ungeheuern ist der Staat das kälteste“, meinte Nietzsche.

      Recht hat er.

      Ich kann Betroffenen nur raten, auf die Pöbler und Bedroher nicht zu reagieren, sie zu ignorieren, ihnen nicht die Befriedigung zu vrschaffen, erkennen zu lassen, dass man getroffen ist oder gar wie getroffen man ist, wenn man denn getroffen ist.

      So hielt ich es selbst, als ich noch in einem Forum postete, in dem es möglich war, Mails an die zur Anmeldung nötige Adresse zu versenden.

      Das war zwar nur ein „Nebenpostfach“ unter Decknamen, aber immerhin sammelte sich dort auch jede Menge Schrott, den ich zumindest angelesen habe (hätte ja was Wichtiges sein können, z.B. eine Einladung von Emanuelle Béart zum trauten Tête-à-tête – war aber nicht, nur Tippe hat sich mal gemeldet: „Essen ist fertig! Komm jetzt rauf, sofort, oder ich komm‘ runter!“).

      Das ist der 2. Rat, den ich geben kann: So gut es geht, die Anonymität zu wahren, damit die Pöbler und Bedroher keine Möglichkeit haben, in’s Privatleben einzudringen.

      Die sind übrigens bei weitem nicht nur männlich.

      Ich persönlich wurde zwar noch nie bedroht, aber von mutmaßlich weiblichen Nutzern schon des öfteren angepöbelt.

      Passiert halt jedem, der sich etwas aus der Deckung wagt.

      Damit muss man leben.

    • @erzaehlmirnix

      Nach deinem Artikel scheinst du hatr.org ernstzunehmen. Aber was ist eigentlich der Sinn der Seite außer Werbeeinnahmen? Man kann ja nicht mal sehen, in welchem Kontext die Kommentare stehen. Die Triggerwarnung ist einfach nur albern, und wird zumindest durch die Rating-Möglichkeit konterkariert. So als würde man eine Seite mit den schlimmsten Umweltkatastrophen machen, eine Rating-Möglichkeit anbieten und dann eine Triggerwarnung vorschalten. Was für eine Heuchelei.

        • Das Komma vor dem „und“ gehört da nicht hin; Herrr Fleischhauer.

          Bei einem so nahrhaft-robusten Nick (Namen?) aber verzeihlich.

          Fleischhauer – das heißt, ihre Vorfahren waren wahrscheinlich Metzger.

          Ein Wunder, dass Sie überhaupt Lesen und Schreiben können.

          Sie haben es also so weit gebracht, dass kleinere Kommafehler nicht weiter stören und die Lebensleistung Ihrer Vorfahren nicht beschämen.

        • Nick (Namen?)
          Namen

          Ein Wunder, dass Sie überhaupt Lesen und Schreiben können.

          Nein, nein, gegen diese unterschwelligen Missionierungsversuche bin ich ganz immun.
          Es MUSS irgend einen rationalen Grund geben …

        • Wie sucht ma da überhaupt? Alles durchscrollen?
          Wenn man mithilfe von „site:hatr.org“ googelt, findet man nix. Suchmaschinen werden wohl unterdrückt, die armen, echt fies.

  3. Interessanter Podcast zu Prostitution:

    [audio src="http://klabautercast.de/wp-content/uploads/2012/11/KC103_Prostitutionspolitik.mp3" /]
    (Interview mit Carmen, die als Prostituierte arbeitet und Mitglied der Piratenpartei ist)

    Ab Minute 8 bis 26 geht es darum, ob Prostituierte häufig Opfer von Zwang sind.

  4. Mich würde mal interessieren, was ihr von Körperstrafen in der Kindeserziehung haltet. Wurde ja hier letztens öfters angesprochen. Ist es okay, ein Kind mit maßvollem Druck auf die Wange zu schlagen, wenn man es nur in wenigen Fällen und nur bis zu einem bestimmten Alter macht?

    Oder lieber Zimmerarrest? Ein Stunde lang nicht mehr mit dem Kind reden und böse gucken?

    Oder geht es ganz ohne Strafe? Angemessenes Verhalten belohnen, aber nie strafen?

    Oder stimmt es, dass man die Einsicht des Kindes immer auch durch das Gespräch bewirken kann?

    Und muss man berücksichtigen, dass Eltern, die weniger „natürliche Autorität“ mitbringen als andere eventuell früher auf Körperstrafen ausweichen?

    • Mein Vater hat immer gesagt: „Wer schlägt hat keine Argumente.“

      So wurde er erzogen, so wurde ich erzogen, und so erziehen wir auch unsere Kinder.

      Natürlich geht das.

      • Man kann sich ja nicht unbedingt aussuchen, wie „leicht zu händeln“ die eigenen Kinder sind.

        Wenn man ein Kind böse anguckt, sind das ja auch keine Argumente. Ebenso wie Zimmerarrest, Anbrüllen oder andere Verzweiflungstaten.

        In der Regel HAT man aber Argumente, nur lässt sich das Kind davon nicht unbedingt beeindrucken. Manche Dinge kann ein 5jähriges Kind ohnehin nicht verstehen.

        Ein Klatsch auf die Wange hat immerhin den Vorteil der Unmittelbarkeit. Fehlverhalten und Bestrafung folgen unmittelbar zeitlich aufeinander.

        • Kinder haben eigentlich immer einen Grund für ihr Verhalten. Als Elternteil ist es meine Aufgabe diesen herauszufinden. Kann auch ganz banal Langeweile sein, oder eben das Bedürfnis Grenzen auszutesten.

          Ich habe zudem durchaus die Erfahrung gemacht, dass selbst 3/4-jährige schon in die Meta-Ebene wechseln können.

          Hast Du ein konkretes Beispiel vor Augen?

        • *In der Regel HAT man aber Argumente, nur lässt sich das Kind davon nicht unbedingt beeindrucken. Manche Dinge kann ein 5jähriges Kind ohnehin nicht verstehen.*

          Aber da frage ich mich auch, was ein 5jähriger schlimmes machen kann, dass es eine Ohrfeige etc. rechtfertigt.
          Im Prinzip sind solche Sachen eher Frustablassen für die Eltern als Erziehungsmethode.

          Generell sollte in der Erziehung nicht mit Strafen sondern mit logisch nachvollziehbaren Konsequenzen gearbeitet werden. Das heisst natürlich dass es im Vorfeld schon nachvollziehbare Grenzen geben muss.

          Beispiel Süßigkeiten: Es wurde im Vorfeld abgesprochen, dass das Kind eine gewisse Anzahl Süßigkeiten in der Woche kriegt, Kind hat sein Schüsselchen aber schon nach 2 Tagen leergegessen. Logische Konsequenz: Es kriegt den Rest der Woche keine Süßigkeiten mehr.

          Oder Kind ist mit Eltern auf Besuch (kleine Kinder mögen das ja noch). Kind benimmt sich wie offene Hose, Besuch wird beendet.

          Oder KInd kriegt Wutanfälle (bei uns häufig gewesen) Kind wird in Zimmer gesteckt, bis es sich beruhigt hat, und wenn es Stunden dauert. Die meisten Kinder kommen dann irgendwann raus, sind geknickt und lieb und wollen kuscheln. Fragen ob alles wieder gut ist (NICHT: „Bist du jetzt wieder lieb?“) und verdammt nochmal kuscheln.

          Das Schöne ist ja das Kinder es ihren geliebten Eltern eigentlich ja Recht machen wollen. Das macht es meist einfach.

        • So wie es bei vollkommen durchgeknallten Erwachsenen eine Watschn heilsam sein kann, mag das auch bei Kindern manchmal sinnvoll sein. Aber dann ist es weniger eine Bestrafung als vielmehr ein wach rütteln.
          Ansonsten bin ich mit Maren einer Meinung. Fast immer ist das einfach Frustablassen der Eltern.

        • Oder Kind kriegt Wutanfälle (bei uns häufig gewesen)

          Ja, an sowas habe ich gedacht. Oder ein Kind es frech und macht absichtlich Dinge, die es nicht soll. Man sagt doch manchmal, dass Kinder „die Grenzen testen“ und die Erwachsenen „terrorisieren“ können.

          Kind wird in Zimmer gesteckt

          Das ist vielleicht nicht immer möglich. Abgesehen davon bin ich mir nicht so sicher, dass diese Bestrafung aus Kindessicht wirklich humaner ist.

          Es geht mir ja nicht darum zu prügeln, sondern möglichst unmittelbar (und insofern möglichst nachvollziebar) zu strafen.

          Ich finde es zudem problematisch, Eltern dafür mit dem Strafrecht zu überziehen.

        • *Man sagt doch manchmal, dass Kinder “die Grenzen testen” und die Erwachsenen “terrorisieren” können.*

          Die Grenzen dürfen nicht erweitert werden, die Eltern müssen konsequent bleiben, dann hält sich auch der „Terror“ in Grenzen. Es macht ja nur weiter wenn es Erfolg mit seiner Strategie hat.

          *Das ist vielleicht nicht immer möglich. Abgesehen davon bin ich mir nicht so sicher, dass diese Bestrafung aus Kindessicht wirklich humaner ist.*

          Als einen auf die Schnauze zu kriegen? Auf jeden Fall.
          Du gibst dem Kind damit zu verstehen, dass das gezeigte Verhalten nicht erwünscht ist. Eine Ohrfeige hingegen verletzt sehr, Eltern wird i.d.R. rückhaltlos vertraut, wenn diese dem Kind dann weh tun, wird das Vertrauen verletzt. Ausserdem wird kommuniziert, dass Gewalt eine annehmbare Weise ist, mit Problemen umzugehen.

          *Es geht mir ja nicht darum zu prügeln, sondern möglichst unmittelbar (und insofern möglichst nachvollziebar) zu strafen.*

          Nicht Strafen. Konsequenzen. Strafe wäre auch, wenn ich dem Kind sofort das Fahrrad wegnehme, weil es zu viele Süßigkeiten gegessen hat. Ist nur völliger Blödsinn, weil es nichts mit dem Fehlverhalten zu tun hat.

          *Ich finde es zudem problematisch, Eltern dafür mit dem Strafrecht zu überziehen.*

          Warum? Warum soll bestraft werden wenn mich ein fremder verkloppt, aber bei den Eltern ist es dann ok?
          Wie gesagt, körperliche „Züchtigung“ kann unheimlich schaden und bewirkt nur, dass man zwar Angst vor der Strafe hat, aber einem immer noch nicht klar ist, warum das was man getan hat falsch ist. WENN es denn falsch ist.

          Warum?

        • Oder noch ein Beispiel: Mit 12 hatte ich eine Freundin, die oft schlechte Noten geschrieben hat. War es dann mal wieder soweit, dass sie ne 5 kassiert hat, durfte sie nicht mehr raus, nicht mehr telefonieren und nicht mehr an den Computer.
          Hat das was gebracht? Natürlich nicht.
          Was hätte was gebracht? Nachhilfe. Oftmals sind solche Strafen auch einfach blinder Aktionismus von Eltern, die meinen „jetzt doch mal was tun“ zu müssen.

        • @marenleinchen
          Oder noch ein Beispiel: Mit 12 hatte ich eine Freundin, die oft schlechte Noten geschrieben hat. War es dann mal wieder soweit, dass sie ne 5 kassiert hat, durfte sie nicht mehr raus, nicht mehr telefonieren und nicht mehr an den Computer.

          Was hat dein Beispiel eigentlich mit dem Thema zu tun?

        • Es könnte durchaus einen Zusammenhang zwischen Telefonieren, Computer-Daddeln und schlechten schulischen Leistungen geben. Solange ich diese Umstände nicht kenne, würde ich mir kein Urteil erlauben.

          Was wäre denn für dich ein angemessen konsequentes Verhalten in dem Fall? Zu Nachhilfe verdonnern? Oder zu mehr Zeit für Schularbeiten?

        • Dazu müsste man mit dem Kind reden, sich vielleicht mal bei den Hausaufgaben dazu setzen um zu sehen wo das Problem ist.
          Blind einfach mal alles streichen, ist nicht der richtige Weg.
          Ich weiß noch, dass sie oft geweint hat, wenn sie mal wieder zu schlecht war. Gute Vorrausetzungen für schulisches Gelingen.

  5. Ich habe zudem durchaus die Erfahrung gemacht, dass selbst 3/4-jährige schon in die Meta-Ebene wechseln können.

    Ist die Frage, ob sie in jeder Situation wollen.

    Ich sehe es auch so, dass man Strafen normalerweise nicht braucht. Normalerweise reicht ein strengerer Tonfall, Wegnehmen von Gegenständen usw. Das Kind muss aber ielleicht auch die Erfahrung machen, dass es, wenn es allzusehr über die Stränge schlägt, auch mal mehr „Ärger“ bekommt als bloß eine Moralpredigt.

        • Du erwartest jetzt wahrscheinlich die detaillierte Schilderung einer tatsächlichen Begebenheit. Sorry, kann ich nicht mit dienen.

          Aber es geht mir allgemein gesagt um Situationen, wo Kinder ihre Macht austesten.

      • *Aber es geht mir allgemein gesagt um Situationen, wo Kinder ihre Macht austesten.*

        Das Ding ist: Sie haben eigentlich keine. Sie sind Kinder. Du bist der Erwachsene.

        Was machst du eigentlich wenn das Kind andere Kinder haut, weil die gemein zu ihm sind? Oder weil die was machen was ihm nicht gefällt?

        • Das Ding ist: Sie haben eigentlich keine. Sie sind Kinder. Du bist der Erwachsene.

          Dein „eigentlich“ ist schon verräterisch.

          Was machst du eigentlich wenn das Kind andere Kinder haut, weil die gemein zu ihm sind? Oder weil die was machen was ihm nicht gefällt?

          Ich nehme an, du meinst: Wie verhindert man, dass Kinder das strafende Verhalten der Eltern nachmachen?

          Gegenfrage: Wie verhinderst du, dass das ältere Geschwister das jüngere „ins Zimmer steckt“, weil es schreit?

        • Würde ich so nicht sagen. Aber nach meiner Intuition ist eine Ohrfeige unmittelbarer verständlich. Es ist vor allem eine kurze Angelegenheit. Ich finde solche Strafen bedenklich, die aus Sicht des Kindes eine langwierige „Auseinandersetzung“ mit dem eigenen Fehlverhalten erfordern.

        • Warum findest dus als letzte Konsequenz schlimmer als ne Ohrfeige?

          Hast du eigentlich bewusst das Wort Konsequenz gewählt (ohne Anführungsstriche)?

        • *Aber nach meiner Intuition ist eine Ohrfeige unmittelbarer verständlich.*

          Ein Kind ist kein Hund. Vertu dich da mal nicht.

          *Ich finde solche Strafen bedenklich, die aus Sicht des Kindes eine langwierige “Auseinandersetzung” mit dem eigenen Fehlverhalten erfordern.*

          Aber ohne Auseinandersetzung keine Einsicht. Das kann auch sein, Kind kriegt kurz einen drauf (damit das Elternteil sich besser fühlt) und macht weiter wie bisher.

          *Hast du eigentlich bewusst das Wort Konsequenz gewählt (ohne Anführungsstriche)?*

          Äh, ja?

        • Um Missverständnisse zu vermeiden: Wie schon im ersten Kommentar geschrieben, soll die Ohrfeige eine Ausnahme sein. Wenn das Kind öfter mal Brüllanfälle bekommt, die mit Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Zusammenhang (= ins Zimmer stecken) gut auskurieren, dann habe ich damit kein Problem. Ich will nicht sagen, dass eine Ohrfeige hier besser wäre.

          Es geht darum, ob eine Ohrfeige grundsätzlich in jeder Situation falsch ist.

        • *Schwieriger ist auch die Frage, wie man sich außerhalb des Hauses erhalten soll.*

          Schonmal die Eltern gesehen, die seelenruhig weiter einkaufen, wenn ihr Kind nen Wutanfall hat? Die machens richtig.

        • Auch wenn du jetzt gleich sagst, ein gut erzogenes Kind würde sowas nicht tun, aber was würdest du tun, wenn dass Kind absichtlich Dosen aus dem Regal purzeln lässt? Auch seelenruhig weiter einkaufen?

        • Nochmal deine Alternative: Du würdest seelenruhig weiter einkaufen und zuhause schimpfen, Zimmerarrest verhängen? Oder gar nichts machen?

        • „Da erzieht man und erzieht – und die Kinder machen einem doch alles nach“

          Dieser Spruch hing damals an der Wand unseres PEKiP-Raums. Und er stimmt.

          Probleme beim Einkaufen kenn ich. Lassen sich ab 2 Jahren etwa dadurch lösen, dass man dem Kind eine Aufgabe gibt. Bei meinem Stöpsel ist das noch schwieriger, der pest wenn sich die Gelegenheit ergibt wie wildgeworden durch die Gänge, ohne sich drum zu scheren wer da gerad noch womit unterwegs ist. Deshalb wirds Kind festgeschnallt und kriegt ne Ecke Laugenstange oder so in die Hand.

          Stephan, ich denke auch, der wesentliche Aspekt ist, dass Dein Kind von Dir zurecht erwartet, dass Du es vor Gefahren und Schmerzen beschützt. Daran darf es nie nie nie zweifeln müssen, m.M.n.

          Sollte jemandem mal „die Hand ausrutschen“, weil die Nerven blank liegen, dann würde ich erwarten, dass der/diejenige das Kind um Verzeihung bittet …

          Kennste?: http://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA

        • Ich denke mir, dass ich bei „Vorarbeit“ gar nicht erst in die Situation komme. Sieh mal, alle Kinder die ich kenne, die zum Austicken neigen haben ziemlich inkonsequente Eltern, während es bei den konsequenten relativ geschmeidig zugeht.
          Sonst würden sie ja gar nicht auf die Idee kommen, dass ihnen das irgendwas bringt.
          Die machen das ja nicht grundlos, sondern weil sie ihren Willen kriegen wollen.

        • @muttersheera
          der wesentliche Aspekt ist, dass Dein Kind von Dir zurecht erwartet, dass Du es vor Gefahren und Schmerzen beschützt. Daran darf es nie nie nie zweifeln müssen, m.M.n.

          Ja, das Kind hat ein unbedingtes Schutzbedürfnis. (Ich würde das jetzt nicht so ausdrücken, dass das Kind das „erwartet“, es vergleicht ja nicht den Ist- mit einem Soll-Zustand.) Aber wenn man das Kind gelegentlich straft (natürlich nicht in Gefahr bringt, selbst aus der Sicht des Kindes), bedeutet das dann, dass es sein Vertrauen in die Eltern verliert? Ich beobachte auch Eltern, die eine moderne Erziehung vorgeben, niemals das Strafe nur erwähnen würden, immer davon reden, sie würden „das“ mit dem Kind „besprechen“, oft auch mit der Bemerkung, dass das Kind ja alles sschon selbst entscheiden würde. Eltern, die deutlich spürbar Druck auf das Kind ausüben. Heuchelei kann dem Kind auch schaden. Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass Erziehung ohne Strafe möglich ist, und in dem Moment, wo man das Kind bestraft, verhält man sich ihm gegenüber aversiv. Man sollte meines Erachtens auch körperliche Schmerzen nicht grundsätzlich höher werten als seelische.

          Übrigens kann man Kinder nicht in jeder Situation vor Schmerzen schützen. Fängt ja schon mit der Spritze beim Kinderarzt an.

          Sollte jemandem mal “die Hand ausrutschen”, weil die Nerven blank liegen, dann würde ich erwarten, dass der/diejenige das Kind um Verzeihung bittet …

          Um Entschuldigung bitten, ist eine gute Idee. Man könnte die ganze Situation rekapitulieren und dem Kind das Versprechen abgewinnen, dass es in Zukunft mithilft, die Situation nicht eskalieren zu lassen. Aber ich denke, dass man vor der Entschuldigung mindestens ein paar Minuten Zeit verstreichen lassen sollte. Und es ist immer auch eine Frage das Alters und der Situation. Wenn das Kind die Ohrfeige schon vergessen hat, sollte man es dann überhaupt nochmal darauf ansprechen?

          Hast du eigentlich für jede Lebenslage den passenden Song? 🙂

        • @marenleinchen

          Deine beiden letzten Sätze kan ich grad nicht richtig einordnen:

          Sonst würden sie ja gar nicht auf die Idee kommen, dass ihnen das irgendwas bringt.
          Die machen das ja nicht grundlos, sondern weil sie ihren Willen kriegen wollen.

          Meinst du, die Kinder von deiner Meinung nach „inkonsequenten“ Eltern ticken aus, weil sie ihren Willen nicht bekommen? Wenn ja, wo ist der Unterschied zu „konsequenten“ Eltern?

        • *Meinst du, die Kinder von deiner Meinung nach “inkonsequenten” Eltern ticken aus, weil sie ihren Willen nicht bekommen? Wenn ja, wo ist der Unterschied zu “konsequenten” Eltern?*

          Die von Konsequenten geben schneller auf.

        • „Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass Erziehung ohne Strafe möglich ist, und in dem Moment, wo man das Kind bestraft, verhält man sich ihm gegenüber aversiv.“

          Strafe ist oft Ausdruck von fehlender Phantasie. Das Kind (bei einem Trotzanfall oder so) ablenken, zum Spiel anregen, und – wenn nötig – später, in gelösterer Stimmung, nochmal zu fragen: „Was war da eigentlich los?“ ist a.m.S. ein wesentlich besserer Weg. Erfahrene Pädagogen sagen aber auch: „Die besten Eltern machen 20 Fehler am Tag.“

          „Man sollte meines Erachtens auch körperliche Schmerzen nicht grundsätzlich höher werten als seelische.“

          Selbst „leichte“ Körperstrafen gehen aber immer mit beidem einher. UND zerstören das Urvertrauen.

          „Fängt ja schon mit der Spritze beim Kinderarzt an.“

          Yep. Und Du glaubst gar nicht, wie vorwurfsvoll Dich so ein Säugling schon anguckt in dem Moment…

          „Man könnte die ganze Situation rekapitulieren und dem Kind das Versprechen abgewinnen, dass es in Zukunft mithilft, die Situation nicht eskalieren zu lassen.“

          Das klingt mir nach zu viel Verantwortung, die dem Kind da aufgeladen wird.

          „Aber ich denke, dass man vor der Entschuldigung mindestens ein paar Minuten Zeit verstreichen lassen sollte.“

          Je schneller man sich wieder fängt desto besser, denke ich (gilt auch wenn man laut wurde z.B.).

          „Wenn das Kind die Ohrfeige schon vergessen hat, sollte man es dann überhaupt nochmal darauf ansprechen?“

          Kinder vergessen sowas nicht so schnell, selbst wenn es so scheint. Dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen.

          „Hast du eigentlich für jede Lebenslage den passenden Song?“

          Nicht nur das, aber auch. Ist eins meiner (Über-)Lebensmittel. Dieses Lied bspw. half mir noch in dunkelsten Zeiten aus dem Bett: http://www.youtube.com/watch?v=7HnLBhVd5Bw

          (@ Alexander: das solltest Du vielleicht auch mal anklicken)

        • @ muttersheera

          *@ Alexander: das solltest Du vielleicht auch mal anklicken*

          Danke für den Hinweis, aber Rock/Pop bringt ganz selten seelische Akkorde bei mir zum Schwingen, das hier z.B. überhaupt nichts.

          Wenn, dann beim Autofahren, zum Wachbleiben, sehr aggressiver Rock, der meinen Adrenalinspiegel in die Höhe treibt.

          Aber das ist nicht meine Welt (lebe ohnehin im falschen Jahrhundert, das 18. wäre meines gewesen, natürlich mit genügend Leibeigenen und Mme Tippse als maîtresse-en-titre versehen, um halbwegs menschenwürdig existieren zu können in diesem Jammertal, dann natülich rechtzeitig sterben, rechtzeitig vor 1789 ff., bevor Meister Peters Sansculotten mir und Tippse die Badewanne unter’m Hintern wegmarodieren.)

          Musik als Psychopharmakon eingesetzt klingt bei mir anders.

          Mir hilft das hier

          oder das

          oder das

          Vor allem aber das:

        • @muttersheera

          Strafe ist oft Ausdruck von fehlender Phantasie. Das Kind (bei einem Trotzanfall oder so) ablenken, zum Spiel anregen

          Alles richtig. Aber haben alle Eltern genug Phantasie? Ist Phantasie abrufbar? Hilft das Ablenken des Kindes immer? Was ist, wenn das Kind die Manöver durchschaut und erkennt, dass es straflos alles machen kann, was es will?

          Mir ist auch eine gewisse Ehrlichkeit wichtig. Es immer mit Ablenken zu versuchen, dürfte einfach nicht funktionieren. Das drumherumreden, dass Kinder auch boshaft sein können, stört mich auch.

          Urvertrauen ist für mich ein Buzzword. Nich klar definiert, aber auf jeden Fall heilig.
          Ich möchte bei einem Kind kein Vertrauen zerstören. Dass leichte Körperstrafen Urvertrauen zerstören, ist erstmal eine Behauptung.

          Bezügl. Spritze:
          Und Du glaubst gar nicht, wie vorwurfsvoll Dich so ein Säugling schon anguckt in dem Moment

          Und das Urvertrauen ist hops. Na, dann kann man ja von nun an nichts mehr falsch machen. 😕 🙄

          Man könnte die ganze Situation rekapitulieren und dem Kind das Versprechen abgewinnen, dass es in Zukunft mithilft, die Situation nicht eskalieren zu lassen.

          Damit will ich das Kind nicht mit Verantwortung überfrachten. Ich gebe ja nur ein wenigen Worten eine mögliche Methode wieder. Feingefühl immer vorausgesetzt. Ein bisschen mit dem Kind verhandeln schadet m.E. nicht.

        • @Alexandre

          dann natürlich rechtzeitig sterben, rechtzeitig vor 1789

          So wichtig ist dieser Schubert ja nu auch nicht.

          Das hier hätte man sich auch gleich erspart:

    • „Ich sehe es auch so, dass man Strafen normalerweise nicht braucht. Normalerweise reicht ein strengerer Tonfall, Wegnehmen von Gegenständen usw“

      Zumindest das „Wegnehmen von Gegenständen“ ist aber bereits eine Strafe, es sei denn, bei dem Gegenstand handelt es sich um eine Flasche Abflussreiniger, mit der das Kind seinen Durst stillen möchte, und nicht um Spielzeug o.ä.

      • @ichichich
        es sei denn, bei dem Gegenstand handelt es sich um eine Flasche Abflussreiniger

        Du siehst das nicht aus der Sicht des Kindes

        • @ Stephan

          na ja, wenn das gemeint ist. Abflussreiniger, Gabel, Schere, Licht sind natürlich nichts für Kinderhände. Ich dachte, du meintest Gegenstände wegnehmen als (objektive) Sanktionierung.

        • Wenn das Kind Abflussreiniger von anderen tollen Spielzeugen nicht unterscheiden kann, wird es das Wegnehmen von Abflussreiniger als Strafe verstehen.

          Das meinte ich.

        • Ach so, jetzt weiß ich, was missverständlich war. Ich meinte: Gegenstände wegnehmen, Kind festhalten oder von seiner Beschäftigung wegziehen – sozusagen als unmittelbares Eingreifen und Unterbinden des Fehlverhaltens. Nicht beliebiges Wegnehmen von Sachen.

        • Hm, dann geh ich mal davon aus, dass im Vorfeld nicht klargemacht worden ist, dass das KEIN tolles Spielzeug ist, sondern giftig.
          Zudem steht auf jeder Flasche „Bitte außer Reicheite von Kindern aufbewahren“…

        • @marenleinchen

          Du tust gerade so, als würde immer alles perfekt laufen, weil ja immer alles perfekt abgesprochen wurde, Kinder sich perfekt unterordnen.

          Manchmal sind Kinder auch gut im Rausfinden von Verstecken.

        • Putzmittel können ziemlich interessant sein. Rohrreiniger in Granulatform macht auch tolle Geräusche, wenn es mit Wasser in Berührung kommt.

        • @ Maren

          Das Kinder aus Neugier Putzmittel verschlucken, auch mit Salzsäure oder im allerschlimmsten Fall Natronlauge o.ä., kommt schon immer wieder mal vor.

  6. @marenleinchen
    Als einen auf die Schnauze zu kriegen?
    Wenn mich ein Fremder verkloppt

    Lass doch mal diese Formulierungen. Es geht hier nicht um Verkloppen und Fresse-Polieren.

    Nicht Strafen. Konsequenzen.
    Kind wird in Zimmer gesteckt

    Sorry, aber ich glaube, du bemerkst deine Widersprüchlichkeit nicht. Ich sehe letzteres eindeutig als Strafe. Du kannst es dir natürlich schönreden.

    Eine Ohrfeige hingegen verletzt sehr

    Sehe ich anders. Es ist strafend und auch demütigend, sicher. Aber nicht unbedingt schlimmer als andere Methoden. Kommt eben auf die Situation an.

    Ausserdem wird kommuniziert, dass Gewalt eine annehmbare Weise ist, mit Problemen umzugehen.

    Man kann auch im Einsperren eine Form von Gewalt sehen. Ist das eine Problemlösung? Abgesehen davon ist es eine Frage des Alters. Man kann ja einem 5jährigem Kind nicht mit Taschengeldentzug kommen.

    Strafe wäre auch, wenn ich dem Kind sofort das Fahrrad wegnehme, weil es zu viele Süßigkeiten gegessen hat. Ist nur völliger Blödsinn, weil es nichts mit dem Fehlverhalten zu tun hat.

    Aber „ins Zimmer stecken“ hat etwas mit dem Fehlerhalten zu tun?

        • Arschvoll ist off topic. Aber wenn du es schon wissen willst: Ich lehne Arschvoll ab. Zufrieden?

          Hier mal aus meinem ersten Posting:
          Ist es okay, ein Kind mit maßvollem Druck auf die Wange zu schlagen, wenn man es nur in wenigen Fällen und nur bis zu einem bestimmten Alter macht?

          Aus einem weiteren Posting extra für dich:
          Lass doch mal diese Formulierungen. Es geht hier nicht um Verkloppen und Fresse-Polieren.

          Ich hatte es wirklich mehrfach erklärt und begründet: Es geht mir um eine kurze (!) Intervention.

          Aber du möchtest mich gern in die Missbrauchs-Verharmloser-Ecke stellen, weil dir die Diskussion sonst zu kompliziert ist, gell?

    • @Stephan,

      erzähl uns doch mal, was du selbst für psychische und physische Gewalt du in deiner Kindheit erfahren hast. Möglicherweise präferierst du genau diese Methoden für eine „gute Erziehung“.

        • Hey Chomskyy,
          hast Du wirklich vor einen eigenen Blog zu starten?
          Wenn ja, erzähl doch mal kurz, wie er thematisch vermutlich ausgerichtet sein wird.

          Und dürfen auch Linksautonome bei Dir posten ? SCNR

        • Hi Leszek!

          Nööööööööö, absolut kein Bedarf, einen eigenen Blog zu starten. Blog habe ich nur eröffnet, damit ich auch ein Avatar-Bildchen habe, das war der einzige Beweggrund für die Site auf WordPress. Aber, ich habe eine gewisse Zeit eine Homepage betrieben, wo immer wieder so politische Sachen veröffentlicht wurden, aber seit einem Jahr habe ich keine Zeit mehr, dort noch was zu machen. Die Homepage steht zwar noch und ev. werde ich sie dann wieder mal reaktivieren, aber momentan ist sie off. Zu den Linksautonomen; Klar, wenn es keine „linken Zecken“ sind, sind sie willkommen! Ähmm, kleines Scherzchen! 🙂

        • Das nimmt ja auch langsam überhand mit diesen maskulistischen Blogs. Aber du hättest nur deine email-adresse bei gravatar.com registrieren lassen müssen, dann würde überall dein gravatar erscheinen, wo du deine Adresse hinterläßt und wo diese Teile angeschaltet sind.

      • @ Kirk

        Stephan schrieb mehrfach, er sei leicht Aspergermäßig drauf.
        Ich nehme mal an, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte, wenn ich an die Story eines 4fachen Vaters (echter Asperger-Autist) denke, der – ganz ohne böse Absicht – seinen Kindern regelmäßig Angst einjagte (z.B. mit Aussprüchen wie „Jetzt ist Alles vorbei!“).

        @ Stephan

        Ist nicht beleidigend gemeint. Die Frau von besagtem Vater erklärte auch, wo seine Stärken lägen und dass die Kinder gelernt hätten mit ihm bzw. seinem zeitweise sehr unpassenden Sozialverhalten umzugehen.

        • Hallo muttersheera,

          asperger, magersucht und autismus sind selbstverständlich biologisch bedingt, weil dies in volllem Einklang mit der Evolutionstheorie steht und vor allem weil es wunderbar den gesellschaftlichen Verdrängungsbedürfnissen entgegenkommt.

          Aber ich will hier nicht zu geisteswissenschaftlich werden. 🙂

        • Keine Sorge, ich bin wirklich kein Kinderschreck. Mir ging es bei den Körperstrafen auch weniger um eigene Erfahrungen. Ich habe zwar durchaus Situationen mit Kindern erlebt, wo ich eine Ohrfeige für angemessen hielt, aber das ist länger her (weshalb ich mich an die Gründe für mein Gefühl nicht mehr genug erinnere).

          Es ist aber tatsächlich so, dass es mir schwerfällt, Kindern (natürlich auch Erwachsenen) gegenüber selbstbewusst genug aufzutreten. Ich wäre wahrscheinlich schneller als andere in einer Situation, wo ich mich durch mein kommunikatives Verhalten nicht mehr durchsetzen kann. (Ich betrachte Gewalt hier mal nicht als Kommunikation 😉 )

          Ich bin relativ gewaltfrei aufgewachsen. Ich hab von Mutter, Oma, Großtante, Freund von Mutter durchaus mal eine gelangt bekommen, weit vor der Pubertät. Menschen, denen ich absolut vertraue oder vertraut habe (zwei leben nicht mehr). In deren Ohrfeigen austeilenden Verhalten sehe ich kein Vorbild, denn soweit ich mich erinnere, waren da auch Situationen dabei, wo es nicht nötig gewesen wäre. Ich komme aus einer ziemlich konservativen Familie, und von diesen konservativen Vorstellungen habe ich mich sehr weit entfernt.

          Ich bin auch nicht der Meinung, dass Ohrfeigen sein müssen. Problematisch finde ich, sie grundsätzlich auszuschließen – weil das sie ja „schlimm“ sind (das neue Modewort für „abgrundtief böse“). Ich hätte da lieber eine realistische, unideologische Argumentation, mit einem gewissen Pragmatismus. Mit Meinungsverschiedenheiten habe ich kein Problem. Aber man sollte bestimmte Probleme der Kindeserziehung nicht einfach abstreiten. Wenn man Ohrfeigen strafbar macht, bedeutet das auch, dass niemand mehr zugeben kann, ein Kind geohrfeigt zu haben. Wer das tut, ist sofort in der Defensive, und Leute machen sich Sorgen über dessen psychische Gesundheit.

          Ich stelle die Frage deshalb mal anders: Bin ich mit meiner Sichtweise zu Körperstrafen in der Minderheit?

          @muttersheera
          Du schreibst, der Vater hätte „ganz ohne böse Absicht“ angsteinflößende Sprüche losgelassen. Der Zusammenhang, den du herstellst, besteht dann wohl darin, dass einem Elternteil „ganz ohne böse Absicht“ die Hand ausrutschen kann, sehe ich das richtig?

          Das deutet auf ein Missverständnis hin. Mir ist bewusst, dass eine Ohrfeige schmerzhaft, demütigend und – ja – auch eine „erschreckende“ oder „abschreckende“ Wirkung hat. (Der Begriff „angsteinflößend“ ist mir hier aber zu stark.) Insofern kann man mir durchaus eine „böse Absicht“, wenn damit der strafende Aspekt gemeint ist. Und ich hatte es schon gesagt: Ich sehe es als Mittel für Ausnahmesituationen.

          Die Geschichte von dem Asperger-Vater erscheint mir etwas zweifelhaft, denn ich würde daon ausgehen, dass sich die Kinder an seine Marotten von selbst gewöhnen, es sei denn, er ist selten da oder zeigt ein wirkliches Extremverhalten. Asperger sind „high functional“.

  7. Ich wäre wahrscheinlich schneller als andere in einer Situation, wo ich mich durch mein kommunikatives Verhalten nicht mehr durchsetzen kann.

    Vielleicht mal als Beispiel: Andere-Leute-mal-schärfer-Anraunzen, Schimpfen und auch sonstige Arten von dominanten, lenkendem Verhalten fällt mir extrem schwer (btw: bei Loben das gleiche). Bei vertrauten Menschen geht’s eher.

    Dürfte ich überhaupt Kinder haben?

    • @ Stephan

      „Dürfte ich überhaupt Kinder haben?“

      War ja wohl hoffentlich nicht Ernst gemeint.

      Ich hatte gestern eine Antwort begonnen, in der ich Situationen schilderte, wo ich Zeugin von schlagenden Eltern wurde bzw. Erwachsene mir von ihren Körperstrafen (und tw auch den Folgen) berichteten, aber noch vor Fertigstellung forderte mir die Erkältung meines Zwergs Alles ab…

      Kurzfassung: es kommt auf die Gesamtsituation und die Sensibilität der Beteiligten an, ob das Urvertrauen (an das ich wirklich glaube) beschädigt wird oder nicht. Trotzdem ist das Ziel ohne Ohrfeigen (die ich sogar schlimmer finde, weil ich das Gesicht als Sitz der Persönlichkeit betrachte) auszukommen natürlich richtig, da sind wir uns ja auch einig.

      Mein Freund – 1 Beispiel muss sein 😀 – war wohl ein eher schwieriges Kind, das viel Blödsinn angestellt hat (so flogen seine Eltern seinetwegen aus der Haftpflicht raus und hatten Mühe eine neue Versicherungsgesellschaft zu finden), und er kann sich heut noch drüber beömmeln, wie seine Mutter ihn einmal mit dem Kochlöffel in der Hand durchs Haus jagte. Sie erwischte ihn, schlug ein paar Mal auf seinen Hintern, dann aber zerbrach der Löffel und er verfiel augenblicklich in schallendes Gelächter ob ihres dummen Gesichtsausdrucks.

      Später hat er Pädagogik studiert (sieht aber gar nicht so aus 😀 ), und er betrachtet seine (früh verstorbene) Mutter (neben seinem Opa) als sein großes (Lebens-)Vorbild, hat selbst eine Engelsgeduld und ist somit weit davon entfernt, selbst in die Verlegenheit zu geraten in einer kritischen Situation an Körperstrafen zu denken.

      Gott sei Dank.

      Wenn er nämlich mal schreit oder sich nur die Nase putzt wackelt bereits das ganze Haus.

      • „War ja wohl hoffentlich nicht Ernst gemeint.“

        Naja, ich wollte diese idealistischen Sichtweisen kritisieren. Wenn eine Erziehung nicht vom Ideal abweichen darf, braucht man perfekte, ideale Eltern.

        „Gesicht als Sitz der Persönlichkeit“

        Ja, deshalb hatte ich das Demütigende auch mehrfach erwähnt. Man braucht halt eine empfindliche Stelle, Ohr ist riskant, andere Kopfbereiche erscheinen mir erst recht ungeeignet, und beim restlichen Körper würde man wohl mehr Wucht einsetzen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Mal ganz trocken ausgedrückt.

        Meine Mutter erzählt auch gern so eine Story. Ich bin als Zwerg (vllt. um die 8, keine Ahnung) mal wie bekloppt aus einem Zimmer über den Flur in des andere gerannt, nur aus Spaß. Dummerweise kam Muttern mit dem Essen in der Pfanne grad den Flur lang. Und das lag dann schönt verteilt im Flur. In einer unmittelbaren Wutaktion schlug sie mir die leere Pfanne auf den Kopf (neben der Schimpftirade). Ich fühlte mich zwar ungerecht behandelt, konnte aber gleichzeitig meine Mutter verstehen, denn ich war ja auch unvorsichtig. Ich war mir aber damals, als Kind, schon sicher, dass ich an ihrer Stelle lockerer reagiert hätte. Aber ich bin eben auch ein weniger temperamentvoller Typ. Mein „Urvertrauen“ hat da nicht gelitten, aber wie auch, ich hab ja nie eins gehabt 🙂

        Meine Mutter scheint jedoch längere Zeit ein schlechtes Gewissen gehabt zu haben.

        Das mit ihrem Stück Waschmaschinenschlauch als Rohrstockersatz erzähle ich mal lieber nicht.

  8. Die Rolle des Sports in
    a) Gaming & PU
    b) Sport als Kulturtat und warum das heute so nicht mehr gesehen wird
    c) warum Sport, Sportvereine und die dort geleistete Kidnerbetreuung und -erziehung ein blinder Fleck im Feminismus ist
    d) Sport als Kulturevolution.

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