Penetrationssex als Unterdrückung und das Böse

Auf dem Blog Rumbaumeln schreibt eine lesbische Feministin über die heteronormative Welt.

Aber bevor ich auf ihren Text zu sprechen komme hier erst einmal ein Text vorneweg mit der Bitte um Wertung über die fiktive Person, die ihn so vertreten würde:

Ich war beim Arzt und er meinte mein Problem könne nur über eine Darmspiegelung gelöst werden. Der liberale Mistkerl wollte mich nur zum Schwulen machen. Mich von meiner Vorliebe für Frauen durch die Penetration meines Hinterns befreien. Warum kann er nicht akzeptieren, dass ich hetero bin? Warum muss er mich rektal vergewaltigen? Wie kann er überhaupt eine solche Untersuchung vorschlagen und mich dazu überreden wollen statt sofort einen Alternativweg vorzuschlagen, der keine Penetration erfordert?

Ich denke man würde ihn für homophob und unter leichten Verfolgungswahn leidend halten. Es ist sicherlich verständlich, wenn Leute keine Darmspiegelung mögen, aber damit gleich ein politisches Statement zu verbinden und zu meinen, dass es dem Arzt gerade darum geht, einen zu penetrieren und den ärztlichen Hinweis darauf, dass dies die beste Methode ist als weiteres Indiz zu sehen, dass er heterophob ist, würde uns weit hergeholt erscheinen.

Jetzt Bäumchen:

Szene 2: Wir reden über Frauen*ärzt*innen. Heterafreundin hat tolle Ärztin und schwärmt, ich brumme etwas über beschissener Typ und nie wieder. Wasdennwasdenn, meint Hetera. ,,Was ist denn das für ne Scheiße, dass ich da halb vergewaltigt werden muss für ne Untersuchung“, meine ich. Und meine damit das kalte Ding, mit dem Menschen penetriert werden, um sie vaginal zu untersuchen. Freundinnen hatten mir davon erzählt, wie ihre Ärzte mit ihnen dabei umgegangen war, und ich entschied mich, die Untersuchung für mich abzulehnen. Mein Arzt war auch so scheiße. Wie lustig. Als ich es ablehnte, kam die Assistentin zu mir und fragte mit Piepsstimme, ob ich Jungfrau sei

JUNGFRAUSEIN. Ahahaha. Auch so ne Heteroscheiße mit diesem ,,Jungfernhäutchen“, blödes Konstrukt alá echter Frauen* aus Kindheitsstadium herausreißender Erlösersex über Penisconnection

Von einer älteren Frau*, die mich wohl beraten wollte und gar nicht darauf eingehen, dass ich es NICHT WILL, hörte ich dann, ich solle versuchen, mich zu entspannen und durch den Bauch zu atmen während einer solchen Untersuchung. Das klingt verdächtig nach ,,Close your eyes and think of England.” Auch sie schaute mit einem hochzufriedenen Blick dabei, als sei sie amüsiert über mein für Frauen* ihrer Ansicht nach unreifes Verhalten.

Ich sehe da deutliche Parallelen zu meinem oben geschilderten Fall. Sie scheint wirklich der Auffassung zu sein, dass es den Leuten darauf ankommt, sie in einer Analogie zum hetereosexuellen Sex zu penetrieren und so eines Teils ihrer lesbischen Identität zu rauben. Für sie scheint die Untersuchung bereits ein Angriff auf ihre Sexualität zu sein, weil jedes Eindringen nur die Macht des Patriarchats festigen und sie der männlichen Herrschaft unterwerfen soll. Dass eine bestimmte Untersuchung auf diesem Weg am schnellsten und einfachsten durchzuführen ist und es dem Arzt (man fragt sich warum sie mit einer solchen Einstellung überhaupt einen Arzt gewählt hat) genau darum geht, sie effektiv zu untersuchen, dass scheint ihr keinen Gedanken wert zu sein. Dass die ältere Frau ihr einen guten Tipp geben möchte, dass sieht sie auch nicht, es ist alles nur ein Sinnbild weiblicher Unterwerfung durch Sex und im ganzen eine Vergewaltigung.

Nochmal: Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass jemand eine bestimmte Untersuchung nicht möchte, gerade eine so intime. Aber von einem halbwegs denkenden und empathischen Menschen sollte man erwarten können, dass er die Motive des Arztes richtig deutet, einmal aus seiner Sicht die Sache durchdenkt und vielleicht auch einmal überlegt, dass ihre Ansichten relativ extrem sind und insofern eine gewisse Erklärung erfordern: Ich vermute mal, dass die meisten Lesben eine solche Untersuchung durchaus mitmachen, weil sie auf diese Weise medizinisch sinnvoll durchzuführen ist und vielleicht sogar noch Dildos etc einsetzen oder mit Fingern in einander eindringen, wenn ihnen danach ist. Auch  bei einer lesbischen Frau dürften diese Vorhalte in dieser Form eher nicht zu erwarten sein. Die Vermutung des Arztes bzw. seiner Helferin, dass sie Angst hat, ist insofern nahe liegend.

Auch ihr erstes Beispiel zeigt, dass sie aus meiner Sicht etwas zuviel Heteronormativität bei den Menschen vermutet:

Szene 1: Ich werde gefragt, ob ich Tampons habe, da eine der Mädels ihre Tage hat. Nein, sage ich, ich benutze nur Binden. Aber warum?, fragt das Mädel sofort. Und redet eindringlich auf mich ein. Gibt es denn einen Grund wieso? Und die sind doch viel besser als Binden! Hast du etwa ein Problem damit, die dir einzuführen? Na? NA?

Warum müssen Menschen mit Vaginas immer stets bereit sein, sich irgendwas in ihre Vagina einzuführen?

Ich würde wiederum vermuten, dass auch genug Lesben Tampons benutzen. Und ich würde vermuten, dass es schon eine gewisser Glaubenskrieg sein kann, ob man Tampons oder Binden benutzt und es Frauen gibt, die einfach nicht verstehen können, warum man nicht die aus ihrer Sicht bessere Methode benutzt. Denen wird es weniger darum gehen, dass man irgend etwas in sich einführt. Sondern sie verstehen einfach nicht, wo das Problem ist und sehen im Gegenzug die aus ihrer vorhandenen Vorteile einer solchen Methode.

Bei ihr ist es aber anscheinend einfach die Vorstellung, dass alle Frauen von der Gesellschaft angehalten werden, sich penetrieren zu lassen, damit sie der Herrschaft des Mannes unterworfen werden.

Aus meiner Sicht ist es ein schon recht extremes Feindbild und etwas Verfolgungswahn. Wenn man nur in Heteronormativitätsabwehr denkt, dann führt das eben dazu, dass man überall einen Angriff sieht, auch wenn er gar nicht vorhanden ist.

39 Gedanken zu “Penetrationssex als Unterdrückung und das Böse

        • Na klar doch, sonst is doch wat im Wege! Das Weibchen ist aber während der Monatsblutung oder bei anderen Arten am Ende der Brunft-, Rausch-, Ranz- oder Wie auch immer-Zeit eh nicht paarungsbereit, oder kaum. Außerdem blutet es…

          …da ist eh nichts mit Penetration, sonst würde diese auf penetrante Weise von Feministinnen instrumentalisiert, um das Gerücht vom Sex als Machtmittel der Männer über die Frauen zu „untermauern“.

          In einer Hinsicht hat dieses Gerücht natürlich eine verhaltensbiologische Grundlage: Paarungs- und Befruchtungskonflikte gibt es natürlich. Und ist ein Weibchen erstmal homosexuell, wird es natürlich JEDE Penetration eines noch so attraktiven Männchens als Vergewaltigung empfinden. Man darf aber nicht vergessen, dass es auch noch heterosexuelle Damen und einvernehmlichen Sex gibt.

        • Softtampons würd ich nie benutzen.
          Was soll der Blödsinn auch?
          Ich hab noch keinen Mann getroffen, der ein Problem mit Sex während der Tage hätte, und sollte ich doch mal auf ein solches Exemplar treffen, würd ich ihn unverrichteter Dinge hochkant rausschmeissen…

  1. @Christian

    Du schreibst:

    Ich sehe da deutliche Parallelen zu meinem oben geschilderten Fall. Sie scheint wirklich der Auffassung zu sein, dass es den Leuten darauf ankommt, sie in einer Analogie zum hetereosexuellen Sex zu penetrieren und so eines Teils ihrer lesbischen Identität zu rauben.

    Kommentar:

    Nun, was wirklich ihre Motivationen/Beweggründe sind, das so zu schrieben, wie sie es schreibt, ist ja nun mal Spekulation. Ich interpretiere es eher so, dass sie sich gerne in der Opferreolle sieht und zudem noch gerne in der Rolle der radikalen Häretikerin, was dann Balsam für ihr geschundenes Ego zu sein scheint.

    Aber: Du hast es ja schon ein wenig angesprochen: Es ist nicht nachvollziehbar, dass sie nicht zu einer Frauenärztin geht, die in etwa dieselben Einstellungen hat wie sie bezüglichlich ärztlicher Untersuchungen und Behandlungen. Nur würde ich mal die Behauptung aufstellen, dass es wahrscheinlich keine Ärztin gibt, sei sie noch so prolesbisch und profeministisch eingestellt, die auf eine Untersuchung der inneren Geschlechtorgane vollständig verzichtet. Gebärmutterhalskrebs und andere Krankheiten sind nun einmal am besten durch die Untersuchung der inneren Geschlechtsorgane zu erkennen und falls eine Ärztin dieses Untersuchungs- oder Abklärung nicht wenigstens vorschlägt, wird wohl früher oder später ein Verfahren wegen Arztfehler/Behandlungsfehler am Halse haben, sollte die Ärztin diese Untersuchungsmethode einer Patientin nicht wenigstens vorgeschlagen haben.

    Soll heissen: Bäumchen ist so egozentrisch, kann also weniger weit als bis zur ihrer eigenen Nasenspitze denken, dass ihr solche Szenarien offenbar überhaupt nicht in den Sinn kommen.

    Also: Für micht geht das von Bäumchen vor allem unter pubertäres Egogeschwalle und es traurig ist nur, dass man sich ab und an wirklich mit solch pubertären Einstellungen auseinandersetzen muss, weil man sonst noch Angst haben muss, solches Geschwalle könnte sich noch flächendeckend um sich greifen.

    Du schreibst:

    Ich würde wiederum vermuten, dass auch genug Lesben Tampons benutzen. Und ich würde vermuten, dass es schon eine gewisser Glaubenskrieg sein kann, ob man Tampons oder Binden benutzt und es Frauen gibt, die einfach nicht verstehen können, warum man nicht die aus ihrer Sicht bessere Methode benutzt.

    Kommentar:

    Weshalb sollte es darüber einen Glaubenskrieg geben? Mich interessiert auch nicht, ob sich mein Nachbar seinen Arsch mit Hakle feucht oder was sonst abwischt! Da kann jeder machen, wie es ihm beliebt und geht auch niemanden etwas an, wie er es macht, ausser er will es selbst in die Welt hinausposaunen.

    Noch ein Musikvideo zum Sonntag:

  2. Solche Individuen sollte man meiner Meinung nach einfach links liegen lassen. Vielleicht bemerken sie dann, dass sie peinlich sind. Alleine schon ihr widerwärtiges, arrogantes Gehabe Heteras gegenüber …
    Kein Grund, diesem pubertierenden Gör (da bin ich mit Chomsky ganz einer Meinung) auch noch Ehre zu erweisen, indem man sie beachtet.
    Ich bin ziemlich sicher, dass die meisten Feministinnen mit mir da einer Meinung sind.

    Der einzige Grund, warum ich ein derart psychotisches Verhalten verstehen würde, ist wenn sie tatsächlich mal vergewaltigt wurde. Selbst dann wäre sie ein Fall für den Psychiater, denn wie soll ein Arzt je eine Krebsvorsorgeuntersuchung durchführen, wenn er keinen Abstrich machen darf?

  3. Was ich interessant finde ist diese Obsession mit dem Penis. Das klingt für mich wie Kirk, der sich obsessiv mit Homosexualität beschäftigt, oder den katholischen Klerus, der sich obsessiv mit Sexualverboten beschäftigt.

    Solche Obsessionen hinterlassen den schalen Beigeschmack, dass da jemand seine geheimen Wünsche verdrängt.

    Ich meine, ich halte die Vagina ja auch nicht für die Essenz des Bösen, die mich dazu verführen will sie zu pentrieren und mir damit meine schwule Identität zu rauben. Würde ich das so sehen, wäre ich ernsthaft um meine sexuelle Orientierung besorgt.

  4. Offene Frage: Wenn ich einen USB-Stick in meinen Computer stecke, penetriere ich ihn dann nicht? Hat das nicht eine sexuelle Komponente?

    Und ist das nicht der Beweis dafür, dass moderne Technik von notgeilen, sexbessenen Männern erfunden wurde, die unbedingt was reinstecken müssen? Newton soll ja laut einigen Feministinnen auch ein „Vergewaltigungshandbuch“ geschrieben haben (in echt ging es da um Physik, nicht um Reproduktionsbiologie).

    Im Ernst: Ich habe noch nie daran gedacht, dass USB-Sticks etwas sexuelles an sich haben. Aber nach Lektüre dieses Artikels ist mir die Idee gekommen, dass Feministinnen das so sehen könnten und vermutlich schon lange so sehen.

    • Wenn ich einen USB-Stick in meinen Computer stecke, penetriere ich ihn dann nicht? Hat das nicht eine sexuelle Komponente?

      Selbstverständlich, das Patriarchat kann ideologisch nur fortbestehen, wenn es permanent symbolische Vergewaltigungsriten praktiziert. Nur so wird DieFrau in einem permanenten Zustand der Ohnmacht und Unterwerfung gehalten!

      Der USB-Phallus ist dabei eine Marginialie, denke nur mal an jegliche Energieversorgung in unserer technisierten Welt: Stromverbrauch kommt durch Vergewaltigung einer Steckdose zustande, Kraftstoff wird durch Vergewaltigung eines Einfüllstutzens injiziert..

      Perverse, männlich* identifizierte Technokratenseelen ordnen gar den beteiligten Partnern einer Steckverbindung ein Gender zu, oder nennen gar den penetrierten Teil einer Schraubverbindung „Mutter“

      Da muss doch Frau den Eindruck gewinnen, dass der Phallus alles auf der Welt beherrscht und bewegt!

      Zur Bekämpfung der rape-culture wäre es dringend geboten, geschlechtergerechte – und damit: penetrationsfreie – Konnektoren und Schraubverbindungen in EU-Normen verbindlich festzulegen!

      Die alten, patriarchalen Installationen mussen ausgetauscht werden, zum Wohle unserer FrauenUndKinder!

      Mit freundlichen Grüßen

      Nick Nickname

      Verband der Europäischen Steckverbinderindustrie

      • Sehr richtig, lieber Nick,

        strategisch klug übrigens, als diesbezüglicher Verbandsfunktionär vermutlich geplante EU-Richtlinien selbst zu fordern, um sich bei denen Lieb Kind zu machen – eine Hand wäscht zwischen Politik & Wirtschaft ja die andere, und so jibet eher staatliche Aufträge.

        Eine Sache sollte man dazu auch nicht vergessen, besonders dann, wenn man als Deutscher Verbandsfunktionär Diskussionen mit EU-Personal führen muss:

        In Deutschland und ähnlichen Ländern werden kleine Jungs schon als Kinder zu Vergewaltigern erzogen. Das habe ich bis vor kurzem den Feministinnen nicht glauben könne, aber die haben völlig Recht. Man gucke sich nur einmal eine Modelleisenbahn an, damit spielen ja eher kleine Jungen als Mädchen (…natürlich weil sie dazu erzogen wurden, anders kann es ja nicht sein, und wer das anders einschätzt, ist schlichtweg ein Nazi!).

        Die ist ganz schlimm in zwei Hinsichten: 1. Werden damit Geschlechterrollen konstruiert, weil Jungen mehr damit spielen… 2. Werden kleine Jungen damit vom geschlechtsneutralen, unbeschriebenen Blatt zu Vergewaltigern umerzogen. Warum? Ganz einfach: Um zwei Stromkäbelchen für die Eisenbahn miteinander zu verbinden, braucht man einen Stecker und eine Muffe….

        …die Muffe wurde ja nicht vorher gefragt, ob sie das auch will…

        …das ist Vergewaltigung in Reinform und der Keim des Patriarchats.

        Dagegen muss ENDLICH was unternommen werden, das geht uns alle was an!!!!

        • In dem gestern von dir verlinkten Video wurde ja geäußert, dass selbst kleine Jungen in Deutschland massenhaft ihre Mütter zu sexuellen Handlungen nötigen (oder bringe ich da was durcheinander?) Da muss es doch einen Zusammenhang mit der auffällig höheren Technik-Affinität der Jungen geben.
          Wird Zeit, dass die Große Alice S. endlich als Bundesminsterin für alles außer Männer vereidigt wird und wir Schutzeräume für die armen geschändeten Mütter dieser ruchloser Vergwelatiger schaffen bzw. ihnen das Recht auf eine post-natale Abtreibung einräumen- alles andere wäre Rape Culture in pure Culture sozusagen.

        • „In dem gestern von dir verlinkten Video wurde ja geäußert, dass selbst kleine Jungen in Deutschland massenhaft ihre Mütter zu sexuellen Handlungen nötigen (oder bringe ich da was durcheinander?)“

          Nee, nee, das hast Du schon völlig richtig verstanden. So weit isset heute: Die kleinen Jungen vergewaltigen wirklich ihre Mütter. Und Erzieherinnen und so, Lhererinnen, Tanten, Omas – alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, so wie es in dem „Männer sind Schweine“-Lied von den „Ärzten“ hieß, gilt halt auch für kleine Jungen. In den USA wurde vor einiger Zeit so´n Vierjähriger deswegen verhaftet. Man kann nur hoffen, dass dieses frauenverachtende, allgemeingefährliche Monster dafür auf den elektrischen Stuhl kommt!!!

          „Da muss es doch einen Zusammenhang mit der auffällig höheren Technik-Affinität der Jungen geben.“

          Ganz bestimmt. Da jibbet nur eins: Modelleisenbahnen verbieten. Und Steckdosen. Schraubenmuttern sowieso – oh, das ist es: Schrauben-MUTTER – genau, das ist die Erklärung, deswegen vergewaltigen die alle ihre Mütter. Nee, der Schweinekram gehört echt verboten, wehret den Anfängen!!!

          „Wird Zeit, dass die Große Alice S. endlich als Bundesminsterin für alles außer Männer vereidigt wird und wir Schutzeräume für die armen geschändeten Mütter dieser ruchloser Vergwelatiger schaffen bzw. ihnen das Recht auf eine post-natale Abtreibung einräumen- alles andere wäre Rape Culture in pure Culture sozusagen.“

          Das geht mir nicht weit genug. Alice Schwarzer muss Bundeskanzlerin werden.

      • @ Nick

        *Die alten, patriarchalen Installationen mussen ausgetauscht werden, zum Wohle unserer FrauenUndKinder!*

        Unbedingt.

        Du bist hier auf eine Goldgrube der Frauenfreundlichkeit gestoßen.

        Das ist der verborgene, wahre Grund der Technikaversion so vieler Frauen, es fällt mir wie Haare aus den Schuppen meines primitiven Reptilienkopfes.

        All die vergewaltigten Frauen, traumatisiert, erleben durch jede Steckverbindung ihr Trauma neu.

        All die an posttraumatischen Belastungsstörungen Leidenden werden so von Technik ferngehalten.

        Die ganze ungeheure Perfidie der Rape Culture war mir noch nicht klar.

        Danke, Nick, Du hast mir die Augen geöffnet.

        Barrierefreiheit auch für Frauen – weg mit der Steckverbindung!

        Nur, wer soll all das entwickeln?

        Phallokraten werden den Teufel tun.

      • Nur, wer soll all das entwickeln?

        Phallokraten werden den Teufel tun.

        Ooch, das geht schon.

        Man muss nur hinheichend sein Privileg reflektieren.

        Wo die Kastrationsangst ist, ist der Weg.

        Man denke nur kurz an die Vagina Dentata, und ratfatz ist die Korokodilklemme erfunden. Eine metallene Wäscheklammer mit Zähnen, ein ausgesprochenes Symbold weiblicher Empauerung!

        Die blanken Leiter kosteten zwar manches unschuldige Frauenleben, gerade beim Fönen im Bad, aber lieber ein kurzes Leben in Freiheit als ein Langes unter der Knute des Patriarchates. Außerdem soll dem Weib das aufbrezeln endlich ausgetrieben werden.

    • Offene Frage: Wenn ich einen USB-Stick in meinen Computer stecke, penetriere ich ihn dann nicht? Hat das nicht eine sexuelle Komponente?

      Oh ja! Damit wird der Inhalt des USB-Pe.. aahm des USB-Sticks gewaltsam dem Motherboard eingespritzt!!

      Ich meine, ich halte die Vagina ja auch nicht für die Essenz des Bösen, die mich dazu verführen will sie zu pentrieren und mir damit meine schwule Identität zu rauben.

      Offensichtlich hast Du noch nicht „Angriff der Killervaginas – Teil 3“ gesehen! Aber hallo!!

  5. Schwulen und Heteros ist eine Vereinigung mit ihrem Liebsten möglich, die Lesben verwehrt ist. Ist das ein Mangel? Führt dies dazu, dass feministische Lesben jede Penetration verteufeln, um sich über diesen Mangel hinweg zu täuschen?

  6. Vielleicht kann sie dem Arzt einfach sagen, was ihr unangenehm ist bzw. wie die Untersuchung so durchgeführt werden kann, dass es für sie erträglich ist oder halt zur Not halt abwägen, was schlimmer ist, es sein zu lassen oder irgendwie damit klarkommen.
    Bei einer Magenspiegelung kann man sich ja auch betäuben lassen,dito bei MRT und Platzangst, bei Wurzelbehandlung oder beim Bohren beim Zahnarzt gibt es je nach Verständnis des Zahnarzts auch lokale Betäubung. Manche Leute finden es auch unangenehm / eklig, wenn die Reflexe geprüft werden und auch dafür findet der kundige Arzt meist einen workaround wie es so geprüft werden kann, dass der Patient weniger leidet.
    Natürlich hängt das stark vom Arzt ab.

    • PS: etwas OT, aber wo ich gerade dran denke.

      T. Gsella: Der Zahnarzt

      Der Zahnarzt ist nicht arm wie Du
      Er ist ein reicher Räuber
      Drum wählt er gern die CDU
      Und wo er kann, den Stoiber

      Er ähnelt nicht dem zarten Reh
      Er ähnelt der Hyäne
      Mit freuden tut er Kindern weh
      Und zieht gesunde Zähne

      Er bohrt hinein mit solcher Wut
      Da bleibt uns nur das beten
      Der Zahnarzt ist ein Tunichtgut
      Mit viel zu viel Moneten

  7. Lustig, ich bin zufällig vor einiger Zeit auch auf diesen Blog gestoßen und musste ebenfalls spontan an die Untersuchung eines Freundes beim Hausarzt denken. Analfissur… war für ihn auch nicht angenehm aber eben nötig. Die wenigsten medizinischen Untersuchungen sind ein Fest der Freude, so ist es nunmal. In einem weiteren Blog ging es auch so weit, dass extra Frauenärztinnen für Lesben gefordert wurden weil hetero-Frauenärztinnen angeblich dazu neigen ihre lesbischen Patientinnen absichtlich zu vergewaligen.

    • @ Erzaehlmirnix

      * In einem weiteren Blog ging es auch so weit, dass extra Frauenärztinnen für Lesben gefordert wurden weil hetero-Frauenärztinnen angeblich dazu neigen ihre lesbischen Patientinnen absichtlich zu vergewaligen.*

      Das ist interessant.

      Hat feministischer Forschergeist und Erfindungsreichtum denn mittlerweile eine penetrationsfreie, weniger invasive Methode entwickelt, einen Blick in Darm/Vagina bzw. auf den Muttermund zu werfen?

      Hier könnte doch feministische Wissenschaft einmal objektivierbar den Rape-Culture-Phallokrat.I.nnen zeigen, was eine lesbofeministische Harke ist.

      Dann sofort zum Patent anmelden, Millionen scheffeln, so den Anteil der Erfindreinnen erhöhen (gut für’s Empauerment, Role Model) und mit dem Gewinn Frauenförderung und Frauenprojekte finanzieren, vielleicht eine feministische Bank gründen, die feministische Unternehmer kreditiert mit 100 % Frauen im Vorstand und im Aufsichtsrat, die dann im Nu dank überlegener weiblicher Kommunikationsfähigkeit und Solf-Skills und mit ganz toller Work-Life-Bilanz die Patriarchenwirtschaft aufrollen, den Markt dominieren und in spätesten 30 Jahren leben wir in einem boomenden Matriarchat.

      Das wäre doch DER Weg zur Überwindung des Patriarchates, denn nicht ist so erfolgreich wie der Erfolg.

      Endlich sich nicht mehr in von Männern aufgebaute, männlich geprägte, männlich dominierte Strukturen hineinnörgeln, hineindiskriminieren, hineinprivilegieren lassen, sondern SELBST tragfähige aufbauen, die sich SELBST finanzieren, nicht von Männern subventioniert werden müssen.

      Eine weibliche Unternehmenskultur, eine weibliche Wirtschaft/Technik/Medizin usw.

      Das würde sogar mir Respekt abnötigen.

      Ganz kleinlaut würde ich, SÄHE ich das.

    • @erzählmirnix

      „In einem weiteren Blog ging es auch so weit, dass extra Frauenärztinnen für Lesben gefordert wurden weil hetero-Frauenärztinnen angeblich dazu neigen ihre lesbischen Patientinnen absichtlich zu vergewaligen.“

      Schon erstaunlich, welche Vorurteile da bestehen. Den Link zu diesem weiteren Blog hast du aber nicht zufällig noch?

    • meine Güte:

      „Ach ja, und Männer im Wartezimmer gingen bei ihr schon in Richtung sexueller Belästigung.“

      und in den Kommentaren:

      Wenn die hören, du bist ne Lesbe, vergewaltigen sie dich. Ist noch nicht mal strafbar. Die dürfen das

      Und:

      Wenn lesbische Frauen von ihrer Krankenkasse gezwungen werden, sich während einer Rehamaßnahme die Probleme von Heteras mit ihren Männern wegen einer fehlenden Brust anzuhören, weil die Gesprächstherap ie Teil des Konzepts ist, dann bezeichne ich das als Psychoterror. Und Zwangsentjunger ferungen bei einer Vaginaluntersuc hung sind schlicht Vergewaltigunge n.

      Und:

      Wie soll eine Lesbe gesund werden, wenn sie ausgerechnet in einer solchen Extremsituation gezwungen wird, sich mit der „1. Klasse Identität“, nämlich der Heterosexualitä t, auseinanderzuse tzen?

      • Sorry, aber wenn man die Kommentare auf der Seite liest, hat man das Gefühl, dass homosexuelle Frauen tatsächlich alle deswegen homosexuell sind weil sie in ihrer Kindheit oder Jugend massiv traumatisiert wurden. Ich kenne ja einige homosexuelle Männer in meinem Umfeld und die gehen damit unbefangen und eher Fröhlich um. Die können mit lesbischen Frauen aber auch nicht viel anfangen…

        • Jo… langsam wundert mich nicht mehr wo der Kirk seine Ideen her hat. Was Lesben angeht scheint der Recht zu haben. Kann aber auch sein, dass die Seite Ziel für die gemeine Heulundtrolllesbe ist.

        • Nein, Frauen können sich nicht gegenseitig vergewaltigen.
          Eine Dreizehn- bzw. Fünfzehnjahrige abzufüllen und sich dann an ihr zu vergehen ist bestenfalls „good rape“ (vgl. „Vagina-Monologe“ von Eve Ensler).

      • ach herrje. die werde gezwungen, sich hetenprobleme anzuhören. das ist ja furchtbar. folter.

        diese leute haben wohl eher ein psychisches problem, als ein körperliches.

        dass ausgerechnet heterosexuelle ärztinnen lesben vergewaltigen sollen, entbehrt jeder motivation.

        • Das liegt vermutlich an der Verschwörung unter Heterofrauen, alle Lesben durch Vergewaltigung zu Heteras zu machen…. aber wie oben gesagt wurde scheinen manche der Kommentatorinnen durchaus das ein oder andere traumatische Ereignis erlebt zu haben. Trotzdem sollte man dann so eine (schreckliche) Erfahrung nicht gleich zum Gesellschaftsproblem machen wollen…

        • „scheinen manche der Kommentatorinnen durchaus das ein oder andere traumatische Ereignis erlebt zu haben. Trotzdem sollte man dann so eine (schreckliche) Erfahrung nicht gleich zum Gesellschaftsproblem machen wollen…“

          ja eben. damit sind sie beim gynäkologen an der falschen adresse.

        • Trotzdem sollte man dann so eine (schreckliche) Erfahrung nicht gleich zum Gesellschaftsproblem machen wollen…

          So tickt der Mensch eben: Wenn man so eine schöne Ideologieplatform anbietet, dann wird sie auch genutzt.

          Eine traumatische Erfahrung ist eben leichter zu verkraften, wenn sie als Gesellschaftsproblem interpretiert wird.

          Dass dabei die Verarbeitung auf der Strecke bleibt ist klar.

          Das Problem sind nicht die Traumatisierten, sondern die viel größere Gruppe derjenigen Untraumatisierten, die darauf einsteigt. „Definitionmacht“ verlangt ja, diesen Menschen ihre Interpretationen vollumfänglich „Abzukaufen“, niemals auch nur leise zu widersprechen.

          Was imho nicht im Geringsten eine Hilfe für die Traumatisierten ist. Sie brauchen eher ein zwar mitfühlendes, aber stabiles Gegengewicht, als jemand, der bereit ist, sofort und unbesehen mit in die tiefsten Wirrheiten zu fallen.

          Weshalb ich Feministinnen mit so einer Ideologiebasis für völlig ungeeignet für die Arbeit mit solchen Menschen halte. Leider haben aber Feministinnen sich diesen Bereich fast vollständig unter den Nagel gerissen.

        • „“Definitionmacht” verlangt ja, diesen Menschen ihre Interpretationen vollumfänglich “Abzukaufen”, niemals auch nur leise zu widersprechen.“

          „Weshalb ich Feministinnen mit so einer Ideologiebasis für völlig ungeeignet für die Arbeit mit solchen Menschen halte. Leider haben aber Feministinnen sich diesen Bereich fast vollständig unter den Nagel gerissen.“

          und das haben sie nicht etwa getan, um realen opfern zu helfen, sondern weil sie eine geschäftsgrundlage benötigen. „die frau“ als solche ist heutzutage nicht mehr uneingeschränkt als opfer tauglich. daher müssen immer neue opfergruppen generiert werden. opfer der heterosexuellen matrix, opfer des weißen mannes, leftism, singleism, hateism, heightism, weightism, rassismus, sexismus usw.
          mit dem konzept der DefMa ist das einfach. wer sich irgendwie unwohl und „betroffen“ fühlt, kann sich als opfer definieren. wem auf der straße schon mal was nachgerufen wurde, ist opfer sexualisierter gewalt und benötigt triggerwarnungen und „safe spaces“. all diese konstrukte dienen dazu, eine welt voller opfer zu schaffen und diese opfer im opfersein zu bestärken. das nennen sie „sichtbar machen“ und inklusion.

          fragt sich, warum tut man sowas? weil man dringend gut sein will, moralisch überlegen. und dazu braucht man eine böse welt, heteronormativ und patriarchal, mit lauter opfern, denen man helfen muss.

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