Positive und negative Aufmerksamkeit

Wir Menschen sind soziale Wesen und als solche wollen wir eine gewisse Aufmerksamkeit und einen gewissen Bezug zu unserer Gruppe haben.

Meiner Meinung nach gibt es dabei zwei Arten:

  • positive Aufmerksamkeit: Sie ist die normale Form der Aufmerksamkeit, bei der eine Person für gewisse Qualitäten gemocht wird, sei es Loyalität zur Gruppe, Witzigkeit etc. Die Leute nehmen die Person als eine gewisse Bereicherung wahr.
  • negative Aufmerksamkeit: Es wird einfach nur mit allen Mitteln Aufmerksamkeit erzeugt, ohne damit unbedingt eine Bereicherung für die Gruppe/andere Personen darzustellen.

Man sieht das häufig bei gewissen Aussenseitern oder sozial eher schwächeren Leuten, die dann immer wieder den Kasper machen und eigentlich alle irgendwie etwas damit nerven, andererseits aber auch für Gesprächsstoff sorgen.

Gerne genommen sind auch sehr laute, überschrille Stimmen, mit denen man sich ins Gespräch einbringt, ob es gewollt ist oder nicht.

Ich denke der Mechanismus ist, dass der Unterschied zwischen guter Aufmerksamkeit und negativer Aufmerksamkeit nicht mehr wahrgenommen wird bzw. es den jeweiligen Leuten lieber ist als etwas komisch als gar nicht wahrgenommen zu werden. Natürlich würden sie am liebsten positiv wahrgenommen werden, bekommen das aber aus bestimmten Gründen nicht hin.

Bei einigen spielt denke ich ein gewisser Narzissmus eine Rolle. Sie können es nicht ertragen, nicht im Mittelpunkt zu stehen und nicht beachtet zu werden, weswegen sie dann jede Gelegenheit nutzen, sich in den Vordergrund zu spielen und das eben auch auf eigene Kosten.

Es ist erstaunlich schwer diesen Leuten klar zumachen, dass sie sich selbst sabotieren. Versucht man ihnen aufzuzeigen, dass sie auf diese Art nur scheinbar ankommen, dann ist die Antwort meist: „Was soll ich machen? Anders nimmt man mich nicht wahr.“

Es ist wahrscheinlich der gleiche Grund, der solche Leute in Talkshows oder auf die Bühne von „Deutschland sucht den Superstar“ führt.

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27 Gedanken zu “Positive und negative Aufmerksamkeit

  1. Whoa! Schreib lieber Narzissmus (mit R und Doppel-S nach neuer Rechtschreibung) statt Nazismus 🙂 Übrigens wollte ich an dieser Stelle mal erwähnen, dass ich deine Beiträge seit dem Asex-Thema mit Interesse verfolge.

  2. wie betrachtest du das i bezug auf „game“?

    ich kenne ein paar kandidaten an der uni die auch kein seminar verstreichen lassen können ohne mehrmals ihre eigene stimme gehört zu haben, dabei sind dann die beitrage häufig eher quantitativ ausgerichtet und weniger on point oder richtig im sachlichen sinne,

    dass muss aber ja den frauen im kurs nicht auffallen. für die steht da ein typ der sich traut was zu sagen und durch ständige wortmeldung auch mit dem prof ganz dicke zu sein scheint… kann der bluff funktionieren?

    ich denke bei ner bestimmten art frau (eher schüchtern/unsicher) schon

    • @johnny

      In Game schlägt aus meiner Sicht positive Aufmerksamkeit negative Aufmerksamkeit. Negative Aufmerksamkeit wird häufig eher Anti-Game sein, weil man Auffallen will und um Aufmerksamkeit buhlt. Natürlich können auch hier die Grenzen verwischen: Mysterys Fellhut werden viele als negative Aufmerksamkeit sehen, weil er ihn aber im Sinne des Peacocking verwendet und mit einem Verhalten kombiniert, welches deutlich macht, dass ihm die Aufmerksamkeit egal ist und er ihn trägt, weil er ihn mag, kann es ein Zeichen von Stärke sein.

      In einem Seminar kann man auffallen, weil man was zu sagen hat und mit dem Professor in einem Gespräch gesehen wird, man kann auch der Idiot sein, der immer das offensichtliche fragt und die Vorlesung verlängert.
      Es ist insofern sicherlich subjektiv: Ich erinnere mich an Vorlesungen, an der ältere Semester teilnahmen um so dem Professoren bestimmte Fragen stellen zu können, die Stoff ihres höheren Semesters betrafen. Ich und meine Kommilitonen hatten nichts davon, weil es für unser Niveau zu viel war. Andere waren vielleicht dennoch angetan und haben Fachwissen bewundert.
      Ein anderer Student sass immer in der ersten Reihe, hatte die dickste Monografie zum Vorlesungsthema aufgeschlagen, aus der er lernte, und stellte hinreizend doofe Fragen. Irgendwann stellte sich der Professor einfach in die zweite Reihe, so dass er zu uns allen sprach und ihm den Rücken zudrehte (schon recht drastisch, aber er war genervt). Das war sicherlich keine positive Aufmerksamkeit.

  3. @Christian
    positive Aufmerksamkeit/negative Aufmerksamkeit

    Das Problem ist, dass deine Einordnung rein subjektiv ist. Siehst du das eigentlich eher binär? Also klare und eindeutige Einordnung in positiv und negativ?

    • @Stephan

      „Das Problem ist, dass deine Einordnung rein subjektiv ist. Siehst du das eigentlich eher binär? Also klare und eindeutige Einordnung in positiv und negativ?“

      Ja, es hat natürlich eine starke subjektive/gruppenabhängige Komponente. Ich sehe es auch nicht binär, sondern hier sind natürlich schleichende Übergänge vorhanden.

      Aber dennoch sind denke ich deutliche Fälle vorhanden, die stark auf diesen Aspekt setzen.

      • Dazu noch:

        „Aber dennoch sind denke ich deutliche Fälle vorhanden, die stark auf diesen Aspekt setzen.“

        Trolle sind denke ich häufig ähnliche Fälle, die einfach eine Reaktion haben wollen, Status daraus ziehen, dass Leute sich über sie aufregen und sich deswegen mit ihnen beschäftigen müssen.
        Bei dem persönlichen Kontakt bleibt die Statuszuweisung insofern oft niedriger, weil Anonymität insofern Vorteile bietet.

  4. Diese beiden Aufmerksamkeitstypen sind m.M.n. durch die Kindheit bzw. die spätere Entwicklung geprägt. Als Baby hat man nur die Chance „negative Aufmerksamkeit“ (weinen, schreien etc.) Irgendwann in der Entwicklung sollte es aber einen Punkt geben, in dem man dieses Stadium verlässt.
    Menschen, die mit ihrem inneren Kind (ihrem Trotz) nicht im reinen sind, werden immer durch negatives Verhalten Aufmerksamkeit bekommen wollen.

    • @julia

      „Diese beiden Aufmerksamkeitstypen sind m.M.n. durch die Kindheit bzw. die spätere Entwicklung geprägt.“

      Vielleicht. Möglich ist natürlich auch, dass tatsächlich eine biologische Entwicklungsverzögerung sie in einer gewissen Phase steckenbleiben lässt. Vielleicht auch in Zusammenspiel mit der Umwelt.

      „Menschen, die mit ihrem inneren Kind (ihrem Trotz) nicht im reinen sind, werden immer durch negatives Verhalten Aufmerksamkeit bekommen wollen.“

      Ich bin immer erstaunt, dass es einerseits durchaus klappt, andererseits nicht gesehen wird, dass es gleichzeitig so viel zerstört. Man bekommt Aufmerksamkeit, aber sie erfolgt im Niedrigstatusbereich.
      In Männergruppen ist es der untere Platz der Hierarchie, aber immerhin gehört man zu einer Gruppe und erlaubt häufig den anderen Statusverhalten (wobei letztendlich auch diese nichts gewinnen: Er bleibt Bestandteil der Gruppe, die dadurch so gesehen an Wert verliert, weil man sich, wenn man sich mit der Gruppe auseinandersetzt auch mit demjenigen auseinandersetzen muss).
      In Mädchengruppen ist es ähnlich, die Rankzuweisung erscheint mir nur weniger deutlich.

      • Christian,

        du hast hier die Gruppenperspektive, auch interessant. Wobei ich dazu anmerken möchte, dass ich solche Menschen in beruflichen Situationen durchaus schätze. Sie sind (wenn das Team ansonsten gut zusammengesetzt ist!) der mahnende/nörgelnde Zeigefinger.
        Im privaten Bereich habe ich sehr wenig mit solchen Menschen zu tun. Diese Menschen kannst du durch Ignoranz recht gut abstrafen und sie werden immer weniger deine Nähe suchen.Etabliert sich in (privaten) Gruppen ein positives Gesprächsklima, meiden „Nörgler“ automatisch diese Gruppen. Das setzt voraus, dass der Leader/die Leaderin zu positiver Kommunikation fähig ist.

        • @julia

          „Sie sind (wenn das Team ansonsten gut zusammengesetzt ist!) der mahnende/nörgelnde Zeigefinger.“

          Das meine ich gar nicht. Der Mahner und der Nörgler sind noch andere Menschen, mir geht es eher um Personen, die sich angewöhnt haben einfach möglichst laut zu sein, zu schockieren solange es Aufmerksamkeit bringt etc.

          • @julia

            ja, vielleicht habe ich ein zu bestimmtes Bild vor Augen und denke es ist alles ganz klar.

            Es geht mir um bestimmte Leute, die den Unterschied zwischen „alle nehmen mich wahr, weil ich toll bin“ und „alle nehmen mich wahr, also bin ich toll“ nicht so richtig verstehen. Mir ist das neulich gerade mal wieder aufgefallen als jemand Ekelgeschichten erzählte und es sichtlich genoss im Mittelpunkt zu stehen, man aber an den Blicken der Umstehenden eher ein „wer ist der Idiot und warum hört er nicht auf darüber zu reden“ als Reaktion sah. Er hat Reaktionen bekommen, aber sie waren eben nicht positiv. Das schien allerdings egal zu sein. Er machte ingesamt einen sehr bemühten Eindruck, sobald die Gruppe später ein anderes Thema gefunden hatte versuchte er es wieder auf sich zu ziehen und das sehr laut und unter Missachtung der anderen. Es war der beständige Wunsch zu merken, wahrgenommen zu werden und darüber Teil der Gruppe zu sein, wo weniger ihn vielleicht wesentlich mehr Sympathien gekostet hätte.

        • @Christian

          HIer die Antwort einer Person, die ein bisschen eine Ahnung hat, Ist jetzt halt einer anderer Thread, aber ist ja egal, mag nun nicht lange suchen:

          „Grundsätzlich ist dieser Satz richtig. Es muß sich um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff handeln, der auf andere Art und Weise nicht abzuwehren ist. Und grundsätzlich werden die Rechtsgüter (Eigentum gegen Leben beispielsweise) auch nicht gegeneinander abgewogen. Das Prinzip lautet, daß Recht dem Unrecht nicht zu weichen brauche. ABER: natürlich überwölbt der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz die Auslegung, und so kommt es immer auf den Einzelfall an. Schließlich muß hinreichend deutlich zur strafbaren Selbstjustiz abgegrenzt werden.

          Flankiert wird das Ganze noch durch Einengungen und Erweiterungen (Notwehrprovokation, Putativnotwehr, Notwehrexzeß durch Angst bspw.), und so hat es wenig Sinn, das schwierige Thema abstrakt abzuhandeln.“

          Also: Es kommt immer auf die Situation und den Einzelfall an und vor allem auch auf das Verhältnismässigkeitsprinzip.

          • @Chomsky

            Das Stichwort zur Verhältnismäßigkeit ist „Kirschbaumfall“

            Aus der Wikipedia

            http://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr

            Der Notwehrübende hat zwar das relativ mildeste Mittel zu wählen, muss sich nicht auf Risiken bei der Verteidigung einlassen. Ebenso wenig ist er zu einer schimpflichen Flucht verpflichtet, da das Recht dem Unrecht nicht weichen muss. Eine Abwägung der widerstreitenden Rechtsgüter findet – anders als beim rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB – nicht statt. Das heißt, dass der in Notwehr Handelnde keine Verhältnismäßigkeitsprüfung durchführen muss.[2] So muss beispielsweise niemand eine Körperverletzung hinnehmen, falls diese nur durch eine tödliche Abwehrhandlung zu verhindern ist. Eine Ausnahme hiervon gilt nur bei dem sogenannten krassen Missverhältnis. So darf beispielsweise ein Obstdiebstahl (jedenfalls durch deliktunfähige Kinder) nicht mit tödlichem Schusswaffengebrauch vereitelt werden. Bereits der Diebstahl mittelwertiger Gegenstände darf nach herrschender Meinung jedoch mit einer tödlichen Abwehrhandlung vereitelt werden, sollten mildere Mittel nicht zur Verfügung stehen.[2]

            oder hier von einem juristischen Repetitorium:
            https://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:szKwHBTzXVMJ:www.hemmer.de/repetitorium/rep_pdf/19__Rechtfertigungsgruende.pdf+kirschbaumfall&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEESg4–4IUJlNfQGrJnPruBwbE2vtVToAmA9o5LAvKggyZLBenQjgUmgv9Sw0M4td4PxjGrCaj1y9kTKZNvCGiTbOONrpGdswqHjTUOTD_mRM1-nx3NPyx2AmishVum0eTmdOACd9&sig=AHIEtbS2ag6EV8poCnKe82eCd_nPG9xOFg

            Eine Güterabwägung findet wegen des Rechtbewährungsgedankens nicht statt. „Das Recht
            braucht dem Unrecht nicht zu weichen“!
            bb) Gebotenheit der Notwehrhandlung
            In Ausnahmefällen muss das Notwehrrecht aus sozialethischen Gründen eingeschränkt werden.:
            • Unerträgliches Missverhältnis zw. Art und Umfang der drohenden Verletzung und der Verlet-
            zung des Angreifers; hier lebt die allgemeine Güterabwägung wieder auf. „Kirschbaumfall“!
            • Angriffe erkennbar schuldlos Handelnder, von Kindern, Geisteskranken; das Rechtsbewäh-
            rungsprinzip verlangt keine Verteidigung. Es gilt „Ausweichen vor Schutzwehr vor Trutzwehr“!
            • enge familiäre Beziehung; hM verlangt Hinnahme leichter Verletzungen (P) „Gewalt in der
            Ehe“Der BGH hierzu in § 212, 16, 32, 33 StGB (NStZ-RR 2002, 303ff. = Life&Law 2003, 29ff.)
            Allein die subjektive Befürchtung, ein Angriff stehe unmittelbar bevor, begründet für sich ge-
            nommen noch keine Notwehrlage. Auf die rechtlichen Grundsätze der Putativnotwehr findet §
            33 StGB keine Anwendung. Die frühere Rechtsprechung des BGH, dergemäß Ehegatten unter
            bestimmten Umständen abverlangt wird, auf ein sicher wirkendes, aber tödliches Verteidi-
            gungsmittel zu verzichten, auch wenn die Anwendung eine Beseitigung der Gefahr nicht mit Si-
            cherheit erwarten lässt, bedarf zumindest der Einschränkung. Ob an dieser Rechtsprechung
            festgehalten werden kann, bleibt offen. Ein Ausweichen der Ehefrau statt der Verwendung ei-
            nes möglicherweise tödlich wirkenden Verteidigungsmittels kann zumutbar sein, wenn die fami-
            liäre Auseinandersetzung in neuerliche Gewalttätigkeiten des Ehemanns zu eskalieren droht
            und eine lang andauernde gewalttätige Vorgeschichte mit mehrfacher Trennung der Eheleute,
            aber Rückkehr der Ehefrau (eines der Opfer der Gewalttätigkeiten) zu ihrem Ehemann besteht.
            • Unfugabwehr, Bagatellangriffe (z.B. „Anleuchten mit der Taschenlampe“)
            Eingriffe in die körperliche Integrität dürften kaum gerechtfertigt sein.

            Nur in diesen engen Ausnahmen findet also eine gewisse Verhältnismäßigkeitsprüfung statt

        • @Christian

          Nun, ich bin kein Jurist und hat nun wohl keinen Sinn, sich hier auf das juristische Glatteis zu begeben. Ich würde jedoch sagen, dass Verhältnismässigkeitsprinzip ist quasi ein Querschnittsprinzip und „Metaprinzip“. Also bei uns hat es Verfassungsrang und auch in der übergeordneten EMRK ist das Verhältnismässigkeitsprinzip quasi das A und O. Soll heissen: Das mildeste Mittel ist eben bereits ein Grundsatz der Verhältismässigkeit.

          Bei uns in der Schweiz gilt zum Beispiel im Strassenverkehrsgesetz der Grundsatz, dass der Vortritt nicht erzwungen werden darf; Also Recht hat bei uns vor Unrecht zu weichen, zumindest im Strassenverkehr! 🙂 Aber wie gesagt, das ist juristische Terrain, wo ich mich viel zuwenig auskenne.

          • @Chomsky

            „Das mildeste Mittel ist eben bereits ein Grundsatz der Verhältismässigkeit.“

            Das ist richtig. Aber es erfolgt eben nur insoweit und bei einigen Ausnahmefällen eine Abwägung. Ansonsten gilt, dass das Recht dem Unrecht nicht zu weichen braucht und eine Güterabwägung, also Leben höherwertig als Eigentum, gerade nicht stattfindet.

    • *Menschen, die mit ihrem inneren Kind (ihrem Trotz) nicht im reinen sind, werden immer durch negatives Verhalten Aufmerksamkeit bekommen wollen.*

      Ist ein Plakat das Robbenabschlachten zeigt ein Streben nach „negativer Aufmerksamkeit“?
      Oder ein Plakat mit vermeintlich hungernden Kindern in Afrika jetzt zur Weihnachtszeit?

      Sind Gutmenschen demnach nicht aus ihrer Trotzphase rausgekommen?

      Und würden demonstrierende NS-Regimegegner damals mehrheitlich nicht auch als Erreger „negativer Aufmerksamkeit“ gesehen?

  5. Aufmerksamkeit um jeden Preis?
    Ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl an 2-3 Frauen die hier öfter mal posten?

    Jetzt aber mal anders gesehen.

    Unsere Medien, vor allem Nachrichten werden durch negative Aufmerksamkeit getrieben.
    Es wird von Unfällen, Katastrophen, Morden, Kindesmissbräuchen, Betrug, Gefahren berichtet was dem Zuschauer im Grunde nichts nützt, denn das alles passiert zu selten und zu weit weg.
    Ein Blick aus seinem Fenster oder ein Gang durch die Straße seines Ortes / seiner Stadt gäbe ihm mehr relevante Information.

    Fragt man dann einen „Nachrichtenjunkie“ nach der Relevanz der Nachrichten die er konsumiert dann wird dieser meist ungehalten.

    Ich würde das als Narzissmus und Co-Narzissmus beschreiben.

    Medien sind der Alpha-Narzisst, der Konsument ist der Co-Narzisst.
    Seine gefühlte Bedeutungslosigkeit kann er mit der Autorität der Nachrichten und deren Wiedergabe bessern, seine übersteigerten, unangebrachten Ängste kann er damit rechtfertigen, kann es vermeiden sich seinen unangemessnen Ängsten zu stellen.

    • @borat

      „Ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl an 2-3 Frauen die hier öfter mal posten?“

      Nein. Es war losgelöst von der Debatte hier und ich meine auch nicht, dass es denen um Aufmerksamkeit um jeden Preis geht. Bitte denke daran, dass Kommentare keine Angriffe gegen andere Kommentatoren enthalten sollten.

  6. Nach allem, was uns die Sozialpsychologie lehrt, ist an diesem „Paradox“ überhaupt nichts paradox. Es zeigt lediglich, dass das krankhafte betonen von Geschlechtsunterschieden, immer mit dem Bemühen, Sie wegzureden oder gleichzustellen oder wie man die eigene Genderphobie sonst begründen mag, dazu führt, dass Geschlechtsdifferenzen ihrer Normalität enthoben und zu etwas Prominentem gemacht werden, zu etwas, was man nutzen kann, um sich ein Auskommen zu verschaffen, wie es die Genderisten tun, zu etwas, das man nutzen kann, um sich zu differenzieren, wie es Jugendlichen tun, die nun gerade erst recht auf die Inszenierung ihrer Geschlechtszugehörigkeit bestehen und zu etwas, das man nutzen kann, um auch noch den letzten Winkel des normalen Lebens mit der Phobie einiger weniger Genderisten zu füllen, auf dass nicht einmal mehr die normalsten Verrichtungen des Lebens durchgeführt werden können, ohne dass man sich einer Genderrolle erinnert. Und wenn nunmehr noch Kinderbücher durchgegendert werden, dann wird sich die Phobie auf ihren absurden Höhepunkt steigern, auf dem die heftige Betonung dessen, was unbedingt beseitigt werden muss, dazu beiträgt, dass das, was beseitigt werden soll, mehr Prominenz genießt als das, was an seine Stelle getreten ist. Es ist wie immer mit linken Ideen (I hate to say it Chomsky, but thats the way it is), man kann Menschen leider nicht die Gehirne aufbohren und linke Gespinste einpflanzen, people are diverse und werden es immer bleiben, und deshalb sind immer die Individuen die Grenzen für Gendergleichschaltung.

      • Der Punkt ist die „Entnormalisierung“ normaler Verhältnisse und deren ideologische oder pathologische Überhöhung. Wenn Genderisten durch die Gegend laufe und das einzige, was sie bewegt, der Blick zwischen die Beine anderer Leute ist, dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn die anderen Leute, dann irgendwann in Rechnung stellen, dass Genderisten immer zwischen die Beine anderer Leute schauen und dies zum einen in Rechnung stellen und zum anderen für Ihre Zwecke nutzen. Man kann dies der Genderisten Elend nennen. Die Erklärung ist eine Individualistische…
        Was ist eine auf Ungleichheit ausgerichtete Gesellschaft?

        • @Michael Klein

          Überzeugt mich nicht so. Die Schweden scheinen ja durchaus für Gleichberechtigung zu sein und den Angleichungsmaßnahmen insgesamt zuzustimmen. Sie wählen dann nur dennoch im Einzelnen jeweils eher geschlechtskonforme Rollen.

          „Was ist eine auf Ungleichheit ausgerichtete Gesellschaft?“

          Eine, in der man meint, dass Männer und Frauen bestimmten Rollenbildern folgen sollten, wird meist mit einem gewissen Essentialismus verbunden sein.

  7. Der einzige Ausweg ist Freiheit und Gleichberechtigung für alle Menschen.

    Was immer sich dann daraus ergibt an Verteilung, ist zu akzeptieren als Ausdruck menschlicher Individualität.

    Also Schluss mit allen „gleichstellenden“ Fördermaßnahmen, verteilt nach Geschlecht, Schluss mit Förderquoten, Schluss mit diesem planwirtschaftlichen, gleichstellenden Geschlechtersozialismus, der die Freiheit und die Gleichberechtigung zerstört.

  8. Pingback: Politische Korrektheit in der Schule und Notendruck | Alles Evolution

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