„Wer annimmt, dass Frauen alles genauso gut, aber nicht genauso schlecht machen können, sagt dass sie höherwertige Wesen sind“

Pele Billing zu dem Argument, dass auch Frauen genau das Gleiche hätten leisten können, wie Männer, wenn sie nicht durch Unterdrückung  daran gehindert worden wären:

Let’s do a little thought experiment to see how we reason about gender in our culture.

Some people argue that the problems that exist in our civilization – such as war, environmental destruction and violence – are the fault of men. Men are the ones who have had power in society since time immemorial, and therefore men should be held responsible for things gone wrong. There is a clear logic to this argument, let us accept it as true.

With the same logic, one can argue that the positive things that have occurred in our civilization – such as technological development, prosperity and democracy – are the result of men’s work. But somehow this reasoning is not put forward as frequently.

Instead of asserting that men have created these positive values ​​it is emphasized that women did not get a chance to participate in the building of society – until relatively late in the process, and therefore it is unfair to pay tribute to the men. The women could have done an equally good job if they had had the chance. This argument has a clear logic to it, so let us accept it as true.

The major question that then arises is: If women would have been able to build a civilization just as well as men, would they not have been able to create as much war, environmental degradation and violence? If we believe that women are just as capable of all the positive characteristics of men, do we believe that women are just as capable of all the negative characteristics that men have?

If you argue that women would have been able to build all that men did, but at the same time believe that women would have created fewer wars and less pollution, then you believe that women are a superior life form. Unfortunately, this type of reasoning is far from unusual.

This kind of thinking is exemplified by the Danish author Hanne-Vibeke Holst when she is interviewed by DN:

“So, I’m not saying that men are not human. But they have a tradition of resolving conflicts through violence. Women have a tradition of resolving conflicts by peaceful means. Therefore, overall, it is very important that women are in the highest positions in the UN, at the highest policy levels. Madeleine Albright has certainly sent men into battle, but I think she really thought about it first.”

Holst believes that women are more peaceful, but does she believe that men have positive qualities that women lack in their leadership? Would she be ready to name a positive quality ín men, that women do not have to the same degree? If not, then she unknowingly carries the idea that women are superior to men.If you believe that women are better at certain things, but do not think that men are better at other things, you are basically a gender racist.

Personally, I believe that both men and women are capable of great deeds and misdeeds, and that both sexes have contributed to the positive and negative conditions that exist in our civilization. To the extent that there are differences between the sexes, I do not believe that these differences make one sex better or worse, just different.

Es ist in der Tat eine immer wieder anzutreffende Meinung, dass Frauen, wenn sie die passenden Führungsaufgaben übernommen hätten, zwar alle Errungenschaften ebenfalls erreicht hätten, aber eben die negativen Seiten weggelassen hätten. Dabei wird meiner Meinung nach ausgeblendet, dass Teil dieser negativen Seiten eben auch Spiegelbilder der positiven Seiten sind. Erst große Reiche haben die notwendigen Finanzmittel und den umfassend erzwungenen Frieden, um große Bauwerke zu bauen und die Technik weiterzuentwickeln. Konkurrenz und Leistungsdruck führen zu besseren Ergebnissen etc.

In der Tat ist kaum vorstellbar, dass alles einfach so besser hätte laufen können und man die negativen Seiten einfach so weglassen kann. Vielleicht wären mit mehr Frauen andere negative Seiten aufgetreten, vielleicht auch positive Seiten gar nicht erst zum tragen gekommen. Geschichtliche Alternativverläufe sind immer nur sehr schwer zu bestimmen. Man kann schließlich immer nur eine geschichtliche Entwicklung haben.

Die Annahme, dass eine rein weibliche Welt ein Paradies wäre, eben dank der Auflösung des Hauptwiderspruchs auch ohne die sich daraus ergebenden Nebenwidersprüche, und damit eine Welt ohne Gewalt, ohne Vergewaltigung und allgemein glücklich erscheint mir sehr naiv.

Es ist jedenfalls eine sexistische Annahme, Frauen nichts böses zuzutrauen und Männern alles böse.

26 Gedanken zu “„Wer annimmt, dass Frauen alles genauso gut, aber nicht genauso schlecht machen können, sagt dass sie höherwertige Wesen sind“

  1. Herr Billing trifft den Nagel hier ziemlich kopfmäßig. Und ja – das ist tatsächlich Sexismus in Reinkultur.

    Und auch du, Christian, triffst hier den Kern der Sache imho ziemlich exakt:

    “ Dabei wird meiner Meinung nach ausgeblendet, dass Teil dieser negativen Seiten eben auch Spiegelbilder der positiven Seiten sind.“

    Und: Das eine ist ohne das andere nicht zu haben. So ist das nun einmal.

    Hier mit trotzig mit dem Fuß aufstampfen zu wollen und das sog. „Gute“(tm) ohne das sog. „Böse“ haben zu wollen, ist wirklich nur eines: naiv. Es sind Kinderseelen, die so denken.

    Und das sind m.E. nach tatsächlich die zwei wesensmäßigen Phänomene, die einem im zeitgenössischen Feminismus ins Auge springen:

    1. Der inhärente Sexismus
    2. Die Unterwachsenheit der inneren Haltung dahinter

    (Ich hatte ja schon mehrfach erwähnt, dass ich Selbstbenennungen wie z.B. „Lantschi“ für durchaus bedeutungsvoll, für signifikant erachte. Das spricht das ca. 4-jährige Kind aus der scheinbar erwachsenen Frau.)

    • @virtual-CD

      Ich denke es ist auch einer der Gründe, warum Genderfeminismus so unpräzise in vielen Bereichen ist. Es gibt wenig konkretes, viele nebelhafte Konzepte und viel Zuweisung von Schuld. Es ist eben eine Ideologie, die insbesondere ein Ziel vor Augen hat und dem Probleme zuordnet, sich aber um die in der Praxis auftauchenden Probleme häufig wenig Gedanken macht.

  2. Some people argue that the problems that exist in our civilization – such as war, environmental destruction and violence – are the fault of men. Men are the ones who have had power in society since time immemorial, and therefore men should be held responsible for things gone wrong. There is a clear logic to this argument, let us accept it as true.

    Let us accept it as true? Warum unterscheidet der Mann in seiner Argumentation zwischen Männern und Frauen, warum nicht zwischen den Friedfertigen und den Gewalttätigen? Warum nicht zwischen den Mächtigen und Machtlosen? Warum nicht zwischen den Wohlhabenden und Besitzlosen. Feminismus führt zu Verdummung.

    Es ist ein grundsätzlicher Fehler, sich die sexistisch-feministischen Prämissen zu eigen zu machen, um anschliessend festzustellen, dass dieser Essentialismus in eine argumentative Sackgasse führt. Hitler und Ghandi teilten beide das Merkmal männlich, hatten aber darüber hinaus wohl kaum Gemeinsamkeiten.

    Die grosse Masse, d.h die grosse Mehrheit der Männer wie der Frauen hat keine Spuren in der Geschichte hinterlassen, sondern lebten in Gesellschaften und deren Strukturen, ohne dass sie eine Wahl gehabt hätten noch hatten sie nennenswerten Einfluss auf die gesellschaftlichen Umstände, in denen sie lebten. Deshalb sind weder die Frauen noch die Männer per se für irgendwas verantwortlich, was über ihr unmittelbar beeinflussbares soziales Umfeld hinausgeht.

    Die Annahme, dass eine rein weibliche Welt ein Paradies wäre, eben dank der Auflösung des Hauptwiderspruchs auch ohne die sich daraus ergebenden Nebenwidersprüche, und damit eine Welt ohne Gewalt, ohne Vergewaltigung und allgemein glücklich erscheint mir sehr naiv.

    Das ist in der Tat sehr naiv und blendet Sachzwänge völlig aus. Was tut derjenige, der sich einem aggressiven und rücksichtslosen Feind gegenüber sieht? Gewalt kann ein legitimes Mittel sein. Es kann doch kein Zweifel daran bestehen, dass der gewaltsame Widerstand der Juden im Warschauer Ghetto legitim und angemessen war. Und es ist undifferenziert, so eben mal alles unter „Gewalt“ zu subsummieren, so als sei alles ein und dasselbe und die klugscheisserischen Sprüche wie „Gewalt ist keine Lösung“ abzusondern.

    Selbstgerechtes und belangloses Pfaffengeschwätz. Das geht mir sowas auf den Geist!

    • @Peter

      Du schreibst:

      Die grosse Masse, d.h die grosse Mehrheit der Männer wie der Frauen hat keine Spuren in der Geschichte hinterlassen, sondern lebten in Gesellschaften und deren Strukturen, ohne dass sie eine Wahl gehabt hätten noch hatten sie nennenswerten Einfluss auf die gesellschaftlichen Umstände, in denen sie lebten. Deshalb sind weder die Frauen noch die Männer per se für irgendwas verantwortlich, was über ihr unmittelbar beeinflussbares soziales Umfeld hinausgeht.

      Kommentar:

      Nun müsste man das ja auch differenzierter anschauen, je nach historischer und geografischer Lage.
      Ab einem gewissen Zeitpunkt (Überwindung des Analphabetentums, vermehrte Bildung, Buchdruck, Verbesserung der ökonomischen Verhältnisse etc.) hatte doch die subalterne Bevölkerung einen viel grösseren Handlungspielraum im Vergleich zu füheren Zeiten. Wenn wir dies heute anschauen: Die subalterne Bevölkerung hätte doch heute viel grössere Möglichkeiten und Handlungsalternativen, Einfluss auszuüben, als sie es tatsächlich macht, nur schon alleine durch folgende Handlungen:

      – Die richtigen Zeitungen kaufen und das Andere boykottieren;
      – Die richtigen Medien konsumieren und das Andere boykottieren;
      – Die richtigen Lebensmittel kaufen und das Andere boykottieren;
      – Bei den richtigen Verbänden, Vereinen, Parteien und Organisationen mitmachen, dies unterstützen und wählen etc.,
      – Selbsständig eine alternative Wirtschaft erschaffen;
      – etc.

      Auf die heutige Gesellschaft bezogen, wäre mir dies zu einfach, einfach zu sagen: Ja, die heutigen Strukturen sind so und die subalterne Bevölkerung hat keine Handlungschancen und Handlungsalternantiven.

      • „Die richtigen …“

        es wird sicher jeder die entscheidungen, die er trifft, für richtig halten und sich als bewusst handelnd erleben.

        • Sicherlich, sicherlich! 🙂

          Aber was willst Du uns damit sagen?

          Ich höre einfach auch bei den Linken immer das Jammern, wie ohnmächtig sie sind gegen das Grosskapital etc. Nur, wenn ich dann schaue, was die Linke für Zeitungen liest, dann sind es vielfach eher bürgerliche Zeitungen. Soll heissen: Wenn die Linke, die, wo links wählen und abstimmen, (bei uns in der Schweiz) z.B. alle die WoZ kaufen würde, dann hätte die WoZ nicht nur eine Auflage von 16’000, sondern vielleicht von 750’000. Und die WoZ könnte Reportagen bringen und recherchieren, wo sie eben mit einem minimalen Budegt das Geld nicht hat.

          Es gibt in der Schweiz eine Alternative Bank, aber die Linke scheint ihr Geld nicht dort hin zu bringen, sonst wäre diese Bank einer der grössten Banken in der Schweiz.

          http://www.abs.ch/

          etc., usw., usf.

          • @Chomsky

            „Es gibt in der Schweiz eine Alternative Bank, aber die Linke scheint ihr Geld nicht dort hin zu bringen, sonst wäre diese Bank einer der grössten Banken in der Schweiz.“

            Wahrscheinlich bieten die anderen Banken bessere Bedingungen. Und da hört es dann eben wieder auf.

        • ich will damit sagen, dass die forderung, man solle etwas richtiges tun, wohlfeiler unsinn ist, da richtig eine höchst relative kategorie ist. niemand wird absichtlich das falsche tun, denn wenn er es tut, hat er es in irgendeiner form als richtig eingestuft. und sei es als „ich mache das falsche, weil das jetzt richtig ist“.

          und ganz am rande kann man tatsächlich nicht mit der wahl einer zeitung gegen das großkapital anstinken. die einflussmöglichkeiten des durchschnittlichen individuums auf die weltlage werden vermutlich immer als gering empfunden. darüber braucht man nicht zu jammern.

        • Zum richtig sein: Man darf aber die Menschen doch immerhin an Ihren Worten und Taten messen. Wer sagt, er sei gegen dieses oder jenes in der Politik, sollte doch immerhin an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen. Zusätzlich könnt er sich noch passiv oder aktiv an Vereinen, Verbänden und Organisationen beteiligen, die das, was er für richtig hält, auch unterstützt: sei dies mit Geldmittel (Spenden etc.) oder eben durch aktive Mithllfe in einer solchen Organisation.

          Mit der Wahl einer Zeitung kann man sicherlich nicht die Welt verändern, aber die unterschiedlichsten Massnahmen in den verschiedenen Bereichen machen es eher möglich, die Welt zu verändern als einfach passiv zu stänkern oder inkonsequent zu handeln (inkonsequent heisst, eben passiv nix zu tun oder eben z.B. eine Grossbank zu unterstützen, die primär auf Gewinnmaximierung setzt und der irgendwelche ethische Richtlinien egal sind). Ist doch eigentlich eine ganz simple Einsicht. 🙂

      • – Die richtigen Zeitungen kaufen und das Andere boykottieren;
        – Die richtigen Medien konsumieren und das Andere boykottieren;
        – Die richtigen Lebensmittel kaufen und das Andere boykottieren;
        – Bei den richtigen Verbänden, Vereinen, Parteien und Organisationen mitmachen, dies unterstützen und wählen etc

        Tja, mittelbare Einflussmöglichkeiten, deren Effekte, sofern sie sich nicht auf Dein nächstes soziales Umfeld beschränken, sich konkret nicht mal nachweisen lassen.
        Der Pfahlbauer von vor einigen tausend Jahren hatte unendlich mehr gestalterische Möglichkeiten als der moderne Mensch von heute, der seine Freiheit für Sicherheit und Wohlstand eingetauscht hat. Der lebte nämlich in einer kleinen Gruppe und nicht in einem Staatenbund von einigen hundert Millionen.

        Kleiner Nachtrag: Auch die herrschenden Schichten waren in Zwängen und Strukturen eingebunden. Soll heissen: Wer in einer Konkurrenzwirtschaft nicht diesem Prinzip nachgeht, geht unweigerlich Pleite!

        Ja natürlich. Ich halte eine systemische Betrachtung deshalb auch für wesentlich sinnvoller als über die „charakterlich verdorbenen Banker“ herzuziehen. Da hast Du völlig recht: Die spielen einfach bloss nach den Regeln.

    • @Peter

      Kleiner Nachtrag: Auch die herrschenden Schichten waren in Zwängen und Strukturen eingebunden. Soll heissen: Wer in einer Konkurrenzwirtschaft nicht diesem Prinzip nachgeht, geht unweigerlich Pleite! 🙂 Er ist also strukturelle gezwungen, entweder mitzuspielen oder eben nicht.

      Aber: Auch ein einzelnes Individuum der herrschenden Schicht, Klasse konnte die Verhältnisse nicht einfach umstürzen. Dazu brauchte er Verbündete, die genug machtvoll sind, die Verhältnisse zu ändern. Wenn dem nicht so ist, dann kann auch ein einzelnes Individuum der herrschenden Sicht oder eine kleine Gruppe der herrschenden Schicht nicht viel ausrichten.

      Dazu verweise ich z.B. auf das Buch von Norbert Elias: „Die höfische Gesellschaft. Untersuchungen zur Soziologie des Königtums und der höfischen Aristokratie.“

    • @ Peter

      * Hitler und Ghandi teilten beide das Merkmal männlich, hatten aber darüber hinaus wohl kaum Gemeinsamkeiten.*

      Außer, dass Ghandi Hitler ganz toll fand.

      Na ja, Schwamm drüber.

      • Auch Kennedy war ein bewunderer Hitlers.

        Immerhin haben die Deutschen den Engländern ihre Armeen gebunden und dazu beigetragen das Indien unabhängig wird.

        Man darf nicht immer alles zu eurozentistisch sehen.

        Für Inder z.B. sind die Deutschen die Guten und die Engländer die Bösen.

        • Und nicht zu vergessen (auch das war wichtig für Ghandi!):

          Unser Adolf war Vegetarier!

          Ja, wenn er Menschenfresser gewesen wäre…

    • @ Leszek

      *Nein, Hitler war biographisch nachweisbar kein Vegetarier:*

      Na ja:

      *Kommt drauf an, wie man Vegetarier definiert. Tatsächlich hat der Diktator zumindest nach 1930 kaum noch Fleisch gegessen. Das hatte wohl vor allem mit seinen chronischen Verdauungsbeschwerden zu tun. Das Medical Casebook of Adolf Hitler von Leonard und Renate Heston beschreibt drastisch, dass Hitler oft nach dem Essen von Krämpfen geplagt wurde und nach der Versuch-und-Irrtum-Methode nach und nach „eine exzentrische Diät“ entwickelte, „die fast vegetarisch war“. Müsli und Rohkost waren seine Hauptnahrung. Auch wenn andere Quellen von dem einen oder anderen Würstchen oder Täubchen berichten, kann man wohl sagen, dass Hitler sich vegetarisch ernährte.*

      http://www.zeit.de/2001/17/200117_stimmts.xml

      • Ich hab auch mal eine handgewürgte Taube gegessen. Gleich noch eine zweite. Lecker!

        Müsli und manchmal Rohkost ess ich auch.

        Hab ich politisches Potential?

      • @ Roslin

        Es gibt keine anerkannte Definition von Vegetarismus, nach der man jemanden, der hin und wieder – wenn auch nicht allzu häufig – Fleisch ist, als Vegetarier bezeichnen kann.

        Siehe dazu auch den ersten verlinkten Text und den ersten Kommentar unter dem zweiten.

      • „Das Medical Casebook of Adolf Hitler von Leonard und Renate Heston beschreibt drastisch, dass Hitler oft nach dem Essen von Krämpfen geplagt wurde und nach der Versuch-und-Irrtum-Methode nach und nach “eine exzentrische Diät” entwickelte, “die fast vegetarisch war”. Müsli und Rohkost waren seine Hauptnahrung.“

        Also ich hab normal ja echt nichts gegen Vegetarier oder Menschen mit empfindlichem Magen. Aber in dem Fall drängt sich einem unweigerlich der Gedanke auf: So ein Weichei – verträgt nicht mal ein anständiges Schnitzel!!!

        Aber andere sollten dann „wehrhafte deutsche Männer“ und dazu noch „zäh wie Leder & hart wie Kruppstahl“ sein, und es wurde zwischen „erblich hochwertig“ und „erblich minderwertig“ unterschieden…

  3. Meine Gedanken dazu, sind die folgenden:
    Durch die Definition als überlegenes Wesen, setzt sich das Individuum in eine Position der Verantwortung und positioniert sich gleichzeitig in die eigene Opferrolle.
    Dies wiederum ermöglicht es, Rechtfertigungsgründe für den eigenen Hass zu finden und gegebenenfalls diesen in die Tat umzusetzen. Das ist der Mechanismus, wie Idealismus, wie gut auch immer die Absichten sind, zur Ideologie und dann zum Verbrechen wird. So war in der NS-Ideologie der Arier der Übermensch, der vom Finanzjudentum unterdrückt wurde. Dieses Beispiel ist natürlich sehr extrem gewählt, aber ähnliche Mechanismen findet man auch bei Kommunismus und eben auch bei extremen Feminismus und natürlich um Fair zu bleiben auch bei extremen Maskulinismus.
    Ich bin der Meinung, dass jede Form von Idealismus dazu verdammt ist diesen Weg zu gehen. Daraus würde aber folgen, dass jeder Versuch ein Ideal anzustreben, Unrecht ist.

  4. OT.: verwenden feministen überhaupt die phrase Haupt- / Nebenwidersprüche? Frauenunterdrückung ist ja bei Altlinken ein Nebenwiderspruch – und seine Bekämpfung hat bei jenen im Vergleich zum Hauptwiderspruch Kapitalismus Nachrang.

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