Wurffähigkeiten bei Männern und Frauen

Im Spiegel ist ein interessanter Bereich über die unterschiedlichen Wurffähigkeiten von Männern und Frauen:

Um das Phänomen zu ergründen, verglich der Sportwissenschaftler Jerry Thomas von der University of North Texas die Wurftechnik fünf Jahre alter US-Boys und US-Girls. Bereits hier beobachtete er große Unterschiede: Die Jungs beschleunigten einen Tennisball im Durchschnitt auf etwa 42 Kilometer pro Stunde, die Mädchen brachten es auf nur knapp über 30. Mit wachsender männlicher Kraft und dem Alter wurde der Unterschied noch größer.

Mit 13 warfen Jungs im Schnitt mit 85 Kilometer pro Stunde, die Mädchen hingegen nur mit 61. Mit 15 Jahren warf selbst der schlechteste Junge noch weiter und härter als das beste Mädchen in seiner Klasse, fand Thomas heraus.

Wir haben hier also sehr große Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die so hoch sind, dass selbst der schlechteste Junge besser war als das beste Mädchen. Also keine Überlappung in den Normalverteilungen.

Grund ist wohl zu einem großen Teil die Wurftechnik:

Vor allem in der Technik unterscheiden sich die Geschlechter. Bis zu einem Alter von vier Jahren werfen Jungen und Mädchen beide mit einem recht steifen Arm. Um mehr Schwung und damit auch größere Weiten zu erzielen, muss aber eine koordinativ schwierigere Bewegung ausgeführt werden – eine sehr komplexe Angelegenheit, die Jungen ab etwa vier Jahren besser beherrschen. Viele Frauen: Schlechtes Timing, wenig Wumms

Experten unterteilen Würfe in drei Phasen. Dabei werfen Rechtshänder im Idealfall, indem sie zunächst den linken Fuß vorsetzen. Während des Ausholens rotiert die Hüfte, in der letzten Phase die Schulter. Der ganze Körper ist im Einsatz, der Arm vollführt eine Bewegung wie eine Peitsche, bevor der Ball die Hand verlässt. Bei den meisten Mädchen ist die Wurfbewegung statischer. Viele Rechtshänderinnen stellen statt den linken Fuß automatisch den rechten voran. Die Bewegung kommt nur aus dem Arm. Aber das Hauptproblem ist: Das Timing bei der Schulter-Hüft-Rotation stimmt nicht. Wenn überhaupt erfolgt es oft gleichzeitig – eine gute Beschleunigung ist so nicht möglich. Sogar bessere und ältere Sportlerinnen haben dieses Problem oft.

Die Kinder haben also eine verschiedene Technik, wobei die Jungs die effektivere Technik schneller bzw. überhaupt erlernen. Interessant ist insoweit, dass sich die Geschlechtsunterschiede erst ab etwa 4 Jahren zeigen. Bei einem rein kulturellen Unterschied wäre das eher nicht zu erwarten.

Zu den Gründen dafür:

Jerry Thomas vermutet die Ursache im weiblichen Nervensystem. Auch evolutionsbiologische Erklärungen könnten möglich sein: Während der männliche Urmensch auf der Jagd seine Wurffähigkeiten trainiert habe, hätten die Frauen den Urzeit-Haushalt geschmissen und den Nachwuchs aufgezogen. Mit einem Baby auf dem Arm sei eine einwandfreie Schulter-Hüft-Rotation nicht möglich gewesen, mutmaßt Thomas. Wissenschaftlich gesichert ist das nicht.

Nur kurz sei darauf hingewiesen, dass eine Ursache im Nervensystem und eine evolutionsbiologische Erklärung sich nicht ausschließen, sondern vielmehr ergänzen: Auch das Nervensystem ist durch Evolution entstanden.

Legt man die gängigen Evolutionstheorien zugrunde, dann wäre ein Unterschied im Werfen geradezu zu erwarten. Alle Forschung weist darauf hin, dass unsere evolutionären Vorfahren die Arbeiten nach Geschlecht aufgeteilt haben und insbesondere die Männer jagten. Hinzu kommt, dass auch der Kampf eine männliche Domäne gewesen sein dürfte. Bei all diesen Tätigkeiten war die Wurfwaffe von enormer Bedeutung: Ein Wurfspeer ermöglicht die Jagd ohne sich in die Nähe des Tieres zu bewegen und somit vor seiner Gegenwehr weitgehend gefeit zu sein. Ebenso ergibt sich ein enormer Vorteil bei einem Kampf: Wer sich in einen Nahkampf begibt, der hat eine höhere Chance auf eine Verletzung als jemand, der den anderen mittels einer Fernkampfwaffe zu besiegen versucht.

Wenn dieses Bild zutrifft, dann würden Wurfeigenschaften und das schnellere Erlernen dieser einen erheblichen Selektionsvorteil gerade für Männer bewirken. Diese hätten hierdurch in vielen Bereichen sowohl ein bessere Chance auf eine gute Jagd als auch bei einem Kampf. Gute Werfer werden sich daher eher fortgepflanzt haben als schlechte Werfer.

Interessant auch die weitere Studie zu den Aboriginis:

Ein Vergleich mit Aborigine-Kindern dürfte den Mädchen aber Mut machen: In der Kultur der australischen Ureinwohner werden von Beginn an beide Geschlechter für die Jagd trainiert. Entsprechend besser werfen die Mädchen, fand Thomas heraus. Kaum irgendwo auf der Welt kommen sie so nah an die Leistungen der Jungen heran – bei den Tests von Thomas erreichten sie immerhin 78,3 Prozent der Wurfgeschwindigkeit ihrer männlichen Konkurrenz.

Also selbst dann, wenn beide Geschlechter für die Jagd trainiert werden werfen die Jungs besser. Dass spricht für eine biologische Komponente.

94 Gedanken zu “Wurffähigkeiten bei Männern und Frauen

  1. „Also selbst dann, wenn beide Geschlechter für die Jagd trainiert werden werfen die Jungs besser.“

    ja, die weiber, du, die hams einfach nicht drauf. wissen wir doch.

    • Hamse auch nicht.

      Früher konnten die Meisten noch wenigstens kochen. Selbst das können sie heute nicht mehr.

      Gar nix können sie, ausser jammern.

    • Wie lautet die (evolutionsbiologische) Erklärung für die grössere Beweglichkeit des weiblichen Körpers?

      Kraft und Schnellkraft sind einfach als Optimierung für die Jagd deutbar. Wäre grössere Beweglichkeit nicht auch vorteilhaft für die Jagd?

      • Ich denke, dass Lebewesen hinsichtlich ihres Körperbauplans generell einen Kompromiss machen müssen zwischen körperlicher Stärke und Beweglichkeit. Dieser Kompromiss fällt bei Frauen halt etwas mehr in Richtung Beweglichkeit aus.

        Ich könnte mir vorstellen, dass die größere Beweglichkeit des weiblichen Körpers kein adaptives Merkmal ist, sondern einfach eine passive Folge davon, dass sie körperlich schwächer sind.

        Ich bin mir in diesem Punkt aber nicht sicher. Doch immerhin: Vom Neandertaler war mal zu hören, er wäre stärker und DADURCH unbegweglicher als der Homo sapiens gewesen. Weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe.

  2. Koordinationsschwierigkeiten von Frauen seh ich doch beim Mountainbiken auch.

    Die schaffen es sich auf einem asphaltierten Weg beim Losfahren das Handgelenk zu brechen, was ich mir absolut nicht Erklären konnte – es war wohl patriarchale Unterdrückung.
    Jemand anderes sagte mir als der Krankenwagen eintraf: „Frauen sollten nicht Mountainbike fahren.“ Machoschwein!

    Die eh wenigen Frauen die beim Mountainbikesport dabei sind bewegen sich dann eher unsicher und unkoordiniert wenn es mal schwieriger wird.

    Kein schöner Anblick.

    Und dann das Gejammer und Gekeife dazu.

    Da schau ich mir lieber noch ein bisschen Danny MacAskill an:

    • Es sind solche Unterschiede, die Amazonenheere und jagende Frauen in’s Reich der Legende verweisen.

      Es wäre höchst ineffizient, ausgerechnet jene zu rekrutieren, die für die Aufgabe (Kampf, Jagd jenseits der Kleintierjagd/Fallenstellerei) im Schnitt ungeeigneter sind.

      Ein Amazonenheer, das gegen eine Männtertruppe anträte, wäre dezimiert, bevor es den Feind überhaupt auf Schlagdistanz erreichte (Speerwürfe, Pfeile).

      Und dann setzten sich die Nachteile der Frauen ja fort (geringere Kraft, unfähiger, schwere Schläge mit dem Schild abzufanen, unfähiger,schwere Schläge auszuteilen).

      Es wäre ein Massaker (gleicher Trainingszustand vorausgesetzt – also nicht untrainierte Männer gegen hochtrainierte Frauen).

      Bei den Aborigines sollte man auch bedenken, ob hier nicht eine Besonderheit dieser Ethnie vorliegt, also nicht allein das frühzeitigere Training der Mädchen für den geringeren Abstand ursächlich ist, sondern vielleicht auch eine natürliche Disposition bei ihnen stärker selektiert wurde, weil Aborigines eine distinkte Ethnie sind (analog der Laufdominanz von Westafrikanern auf der Kurzstrecke, von Ostafrikanern – Hochland – auf den Langstrecken).

        • Erreichen Frauen beim Bogenschiessen die gleiche Leistung wie Männer? Würde mich wundern lass mich aber gern eines besseren belehren….

        • @ Robin

          Weil auch beim Bogenschießen Kraft über die Weite des Schusses bestimmt.

          Weil auch Bogenschießen eine komplexe Koordination von Augen und Muskulatur erfordert.

          Weil Männer treffsicherer zielen (siehe Dartmeisterschaften).

          Im Schnitt.

        • Tja, ich war immer die Beste im Verein und auf Landesebene lag ich bei den gesamten Schützen (Männer und Frauen) im guten Mittelfeld, wobei man dazu sagen muss, dass da fast alle Männer einen teilweise jahrzehntelangen Trainingsvorsprung vor mir hatten. Glücklicherweise ist Bogenschießen ein Sport, bei dem nicht mit 30 Jahren Schluss ist.

          „Weil auch beim Bogenschießen Kraft über die Weite des Schusses bestimmt.“
          Ah, und beim Bogenschießen gewinnt ähnlich wie beim Werfen der, der den Pfeil am weitesten schießt? Wie interessant. Da habe ich mich doch glatt all die Jahre von dieser Zielscheibe in meinem Blickfeld irritieren lassen.

          „Weil auch Bogenschießen eine komplexe Koordination von Augen und Muskulatur erfordert.“
          Aha, und unnötig zu erwähnen, dass Frauen zu dieser komplexen Koordination nicht fähig sind.

          „Weil Männer treffsicherer zielen (siehe Dartmeisterschaften).“
          und
          „Erreichen Frauen beim Bogenschiessen die gleiche Leistung wie Männer? Würde mich wundern lass mich aber gern eines besseren belehren….“
          Da müsste der Sport Frauen erstmal genauso offen stehen wie Männern. Ich beispielsweise musste dafür kämpfen, dem Verein beitreten zu dürfen.
          Viel mehr Männer spielen Dart als Frauen. Es ist logisch, dass, wenn eine größere Auswahl an Personen zur Verfügung steht, dass die Chance steigt, wirkliche Supertalente in der Gruppe zu haben. Wenn der Anteil Frauen also weitaus geringer ist als der Anteil der Männer, ist es eigentlich fast logisch, dass Männer besser sind.
          Wenn man das richtig untersuchen wollte, sollte man 100 Mädchen und 100 Jungs nehmen, die noch nie geschossen oder gedartet haben und eine gewisse Zeit lang gleich trainieren. DANN wären das am Ende ein Ergebnis, das man vergleichen könnte.

          Und trotzdem… im Bogenschießen sind Frauen den Männern dicht auf den Fersen und je nach Disziplin sogar ebenbürtig: http://en.wikipedia.org/wiki/Archery_at_the_Summer_Olympics#Records

        • @robin: „“Weil auch beim Bogenschießen Kraft über die Weite des Schusses bestimmt.”
          Ah, und beim Bogenschießen gewinnt ähnlich wie beim Werfen der, der den Pfeil am weitesten schießt? Wie interessant. Da habe ich mich doch glatt all die Jahre von dieser Zielscheibe in meinem Blickfeld irritieren lassen.“

          Es ging Roslin um den Fall „Amazonenheer“ gegen Männerheer im „Bogenschiesszeitalter“. Da gewinnt dann tatschlich das Männerheer, weil die schon ihre „Abschüsse“ machen können, wenn die Entfernung noch so weit ist, daß die Frauen die Männer mit ihren Pfeilen noch gar nicht erreichen.

        • Na, ob das im „Bogenschießzeitalter“, wann immer das auch gewesen sein soll, so ausschlaggebend gewesen war, als das Equipment noch natürlichen Grenzen unterworfen war? Nur mal als Beispiel:

          „Der älteste als Bogen interpretierte archäologische Fund stammt aus einer Kiesgrube in Mannheim-Vogelstang aus der Zeit des älteren Magdaléniens.[5] Das rund 40 cm lange Fragment eines Kiefernholz-Stabes (Pinus sylvestris) wurde mittels der Radiokohlenstoffmethode auf ein Alter von 14.680 ± 70 BP datiert (entspricht kalibriert etwa 15.600 v. Chr.). Der komplette Bogen hatte eine Länge von etwa 110 cm. Einige Veränderungen der Holzoberfläche wurden als Bearbeitungsmerkmale gedeutet: So besitzt eine Seite des Fragments eine geglättete Oberfläche und die Abweichung an einer Seite wurde ausgeglichen. Eine randlich gelegene Druckstelle wird von den Autoren als Nocke für die Bogensehne gesehen.[5] Anhand von Rekonstruktionen wird die Leistung auf etwa 25-30 englische Pfund geschätzt, was Reichweiten von bis zu 80 m ermöglicht.[5]“

          25-30 lbs sind lächerlich, ein 12jähriger könnte den ohne große Probleme spannen. Mein Bogen hat doppelt so viel.

        • Tino: Nichtwissen hält dich nicht vom Kommentieren ab, ne? Die Kraft, die man aufbringen muss, um einen Bogen zu spannen, hat nichts mit der Nation oder der Form zu tun, in der er gebaut worden ist.

          Du spuckst hier so große Töne – Bogenschießen, Feuer machen… ich frag mich, was DU davon alles könntest. Vermutlich nichts, du Schreibtischtäter. Im Gegensatz zu mir.

        • @Christian: „schiesst du mit einem combound-bogen? Da hält man nämlich nur einen geringen Teil des Zuggewichts.“

          Das kann man SO bei ComPoundbögen zwar nicht sagen, aber egal. Ich schieße traditionell, Recurve-Blank.

        • „Das kann man SO bei ComPoundbögen zwar nicht sagen, aber egal.“

          Okay, doch, weil das mir keine Ruhe lässt. Wie stellst du dir das vor? Compoundbögen nutzen eine einem Flaschenzug ähnliche Vorrichtung, um die aufzuwendende Kraft zu verringern. Wenn man jetzt aber sagt „Mein Bogen hat 60 lbs“, dann meint man damit die Kraft, die man aufwenden muss und nicht die Kraft MINUS das, was die Rollen einem abnehmen. Das wäre ja auch kompletter Unsinn, es interessiert beim Bogenkauf ja das Netto und nicht das Brutto. Das führt natürlich dazu, dass ein Compoundbogen im Vergleich zu einem Recurvebogen trotz gleichem Kraftaufwand wesentlich mehr Wumms hat.
          Interessant, dass du mir nicht zutraust, 60 lbs ohne Hilfsmittel zu spannen. Schon mal einen richtigen Bogen in der Hand gehabt, du Mann, der als Junge mit Autos und Flitzebogen gespielt hat?

        • @ Robin

          *Anhand von Rekonstruktionen wird die Leistung auf etwa 25-30 englische Pfund geschätzt, was Reichweiten von bis zu 80 m ermöglicht.*

          Du weißt doch gar nicht, wie typisch dieses Einzelstück für seine Zeit war. Vielleicht war es ein Bogen für Heranwachsende, der mehr zur Ausbildung diente als zum Einsatz in Jagd und Kampf, ein Ausbildungsbogen, der zufällig erhalten blieb, keiner für erwachsene Männer.

          Eben darum so gefertigt, dass er mit wenig Kraftaufwand zu spannen war.

        • Britische mittelalterliche Langbögen (Eibenbögen) erfordern eine Zugkraft von 100-120 Pfund, was zu einer max. Reichweite von 400 m führt.

          Auf diese Distanz konnte man zwar keine Einzelziele treffen, was aber auch gar nicht nötig war.

          Es genügte, die gegnerische Formation unter Beschuss zu nehmen, Menschen und Pferde zu verletzen und so den heranrückenden Feind frühzeitg zu verwirren.

          Es dürfte sehr viel mehr Männer als Frauen geben, die einen Bogen mit 120 Pfund spannen und dabei noch ruhig genug halten können, um wenigstens einigersmaßen zu zielen.

          Den Langbogen gibt es seit ca. 600 n.Chr.

          Es ist also nicht so weit hergeholt, dass es auch in der Steinzeit wesentlich stärkere, schwerer zu spannende Bögen gab als den, der in Mannheim gefunden wurde.

        • @Roslin:

          „Es ist also nicht so weit hergeholt, dass es auch in der Steinzeit wesentlich stärkere, schwerer zu spannende Bögen gab als den, der in Mannheim gefunden wurde.“

          Doch, das ist total weit hergeholt. Deine englischen Langbögen waren Kriegsgeräte, keine Jagdwaffen, denn anders als du mutmaßt, war zielen in dem Sinne wirklich überhaupt nicht möglich. Bei heutigen Wettkämpfen hat man meist 2 Minuten Zeit, um drei Pfeile abzugeben, viele nutzen die Zeit auch komplett. Englische Bogenschützen haben in der selben Zeit viermal so viele Pfeile abgefeuert, hatten also 10 Sekunden Zeit pro Schuss, was gerade so reicht, einen Pfeil aufzulegen und den Bogen zu spannen. Da wurde nicht gezielt, war auch gar nicht nötig, denn man feuerte ja auf ein heranstürmendes Heer, was ein riesiges Ziel abgab! Die Langbögen gewannen durch die höhe Pfeildichte und Reichweite, nicht durch Präzision.

          So, und jetzt erzähl mir mal, inwiefern einem Steinzeitmensch das genützt hätte. Denn da kam es auf Präzision an, da man nach dem Anpirschen (= erheblich weniger Distanz als beim Kriegseinsatz) vermutlich nur einen Schuss frei hatte, bevor das anvisierte Tier zwischen den Bäumen verschwunden und geflüchtet ist, falls man daneben schoss und es einen bemerkte. Dazu war also zielen nach heutiger Art vonnöten, was mit einem Bogen mit 100 lbs oder mehr nicht geht! Bogen dieser Art zu bedienen wäre ja auch ein völlig unnötig hoher Kalorienverbrauch (euer ständiges Argument), wenn ein schwächerer Bogen für den Zweck der Jagd ebenso effektiv war. Und dafür brauchte man keine 100 lbs, sondern erheblich weniger! 30 lbs scheinen tatsächlich für die Jagd ausreichend zu sein, wie man auf der folgenden Seite für Jagdbogen sehen kann: http://www.wildnissport.de/jagd/bogenjagd-jagdbogen/recurvebogen-2/bearpaw-jagdrecurve-grizzly-hunter.html
          Und hier noch mal für Jagdbogen im Langbogenstil (die es, wenn auch nicht in der englischen Form, erheblich früher gab als 600 n. Chr.): http://www.wildnissport.de/jagd/bogenjagd-jagdbogen/langbogen-2/fred-bear-ausable.html

          Beide Modelle fangen bei 30 lbs an und gehen nicht höher als 60 lbs (der Recurve-Blank sogar nur bis 50 lbs), was meinem Bogen entspricht! Ich könnte also mit meinem Bogen jagen gehen, dazu bräuchte ich nur andere Pfeilspitzen.

          Frauen können also in der Steinzeit genauso gute Schützinnen gewesen sein wie die Männer, da es hier keine großartigen körperlichen Einschränkungen gibt, die dagegen sprechen. Ich musste, um meinen Bogen spannen zu können, jedenfalls nie Krafttraining absolvieren.
          Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass Frauen vielleicht sogar bessere Jäger mit Pfeil und Bogen gewesen sein könnten, da sie kleiner und leichter und daher theoretisch besser zum Anpirschen geeignet sind.
          Dass sie trotz, dass es viel weniger weibliche Schützen gibt als männliche, annährernd genauso in der Lage sind, ein Ziel zu treffen, bewies meine Liste der olympischen Rekorde, die du nonchalant ignoriert hast.

        • @ Robin

          *Deine englischen Langbögen waren Kriegsgeräte, keine Jagdwaffen, denn anders als du mutmaßt, war zielen in dem Sinne wirklich überhaupt nicht möglich. *

          So,so.

          *Longbows have been used for hunting and warfare, by many cultures around the world, a famous example being the English longbow, during the Middle Ages.*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Longbow

          Das ist auch nicht verwunderlich, denn auch bei der Jagd erlaubt eine größere Zugkraft die Verwendung schwererer Pfeile, die stabiler fliegen, weniger vom Wind abgelenkt werden und mehr Durchschlagskraft entwickeln.

          Es werden als häufiger lebenswichtige innere Organe verletzt (Herz, Lunge), nicht einfach nur die Muskulatur, was dem angeschossenen Tier noch eine lange Flucht ermöglichen würde.

        • „Es werden als häufiger lebenswichtige innere Organe verletzt (Herz, Lunge), nicht einfach nur die Muskulatur, was dem angeschossenen Tier noch eine lange Flucht ermöglichen würde.“

          Ähnliche Überlegungen gelten ja
          auch bei der Jagt mit Feuerwaffen
          auf Grosswild. Also grosses Kaliber
          hohes Geschossgewicht und ordentliche
          Mündungsgeschwindigkeit.

        • „*Longbows have been used for hunting and warfare, by many cultures around the world, a famous example being the English longbow, during the Middle Ages.*“

          Du verstehst es nicht.

          Langbogen ist der Oberbegriff, englischer Langbogen ist eine spezielle Art des Langbogens, der eine sehr hohe Zugkraft hatte und erst im Mittelalter aufkam. Und der wurde von Steinzeitmenschen sicher NICHT benutzt, weder zum Jagen noch für sonst was.

          Warum sind denn englische Langbogen im Kriegseinsatz so für ihre schwere Zugkraft bekannt? Weil diese Zugkraft NICHT NORMAL war.

          Natürlich kann man auch einen Bogen aus Eibenholz in der typisch englischen Bauart bauen, der weniger Zug hatte. Der wurde dann bestimmt für die Jagd benutzt. Aber ich möchte dich nicht überfordern.

      • @Roslin

        „Ein Amazonenheer, das gegen eine Männtertruppe anträte, wäre dezimiert, bevor es den Feind überhaupt auf Schlagdistanz erreichte (Speerwürfe, Pfeile).“

        Ich glaube, da irrst Du Dich. Seltenst ist Kraft oder Können alleine für einen Sieg ausreichend.
        Um Schopi zu zitieren:

        „Demgemäß wird man als den Grundfehler des weiblichen Charakters Ungerechtigkeit finden. Er entsteht zunächst aus dem dargelegten Mangel an Vernünftigkeit und Ueberlegung, wird zudem aber noch dadurch unterstützt, daß sie, als die schwächeren, von der Natur nicht auf die Kraft, sondern auf die List angewiesen sind: daher ihre instinktartige Verschlagenheit und ihr unvertilgbarer Hang zum Lügen. Denn, wie den Löwen mit Klauen und Gebiß, den Elephanten mit Stoßzähnen, den Eber mit Hauern, den Stier mit Hörnern und die Sepia mit der wassertrübenden Tinte, so hat die Natur das Weib mit Verstellungskunst ausgerüstet, zu seinem Schutz und Wehr, und hat alle die Kraft, die sie dem Manne als körperliche Stärke und Vernunft verlieh, dem Weibe in Gestalt jener Gabe zugewendet. Die Verstellung ist ihm daher angeboren, deshalb auch fast so sehr dem dummen, wie dem klugen Weibe eigen. “

        Sie spielen einfach in einer ganz anderen Liga, nach. anderen Gesetzen.

        Hab heute meinen frauenfeindlichen Tag ;o)

      • „Ein Amazonenheer, das gegen eine Männtertruppe anträte, wäre dezimiert, bevor es den Feind überhaupt auf Schlagdistanz erreichte (Speerwürfe, Pfeile).“
        Ein Amazonenheer hätte immense Vorteile einem Mänenrheer gegenüber, dem das Äquivalent eines „Frauen schlägt/tötet man nicht“ eingebläut worden wäre 😉
        (Ok, aber eben auch nur kurzzeitig. Bei der zweiten Schlacht wären die Männer wohl schon vorher auf die „Teufelinnen“ passend eingestimmt worden …)

      • @ Robin

        „Das führt natürlich dazu, dass ein Compoundbogen
        im Vergleich zu einem Recurvebogen trotz gleichem
        Kraftaufwand wesentlich mehr Wumms hat.“

        Der Witz dabei ist, dass der Pfeil
        über eine rel. lange Strecke von
        einer hohen Kraft beschleunigt wird.
        Die Spannkraft nimmt gegen Ende des
        Spannweges wieder ab, womit die
        Ermüdung beim Zielen weniger
        ins Gewicht fällt.
        Zudem ist die Schussabgabe bei weniger
        Spannung auf den Fingerkuppen präziser
        möglich. Und, und, und …
        Ein Gerät entstanden dank typisch
        männlicher Kreativität.

        • „Der Witz dabei ist, dass der Pfeil
          über eine rel. lange Strecke von
          einer hohen Kraft beschleunigt wird.“

          Den Witz versteh ich nicht, erklärst du ihn mir bitte?

          „Die Spannkraft nimmt gegen Ende des
          Spannweges wieder ab, womit die
          Ermüdung beim Zielen weniger
          ins Gewicht fällt.“

          Das, mein lieber Red Pill, ist bei allen Bogen so.

          „Zudem ist die Schussabgabe bei weniger
          Spannung auf den Fingerkuppen präziser
          möglich. Und, und, und …“

          Das musst du nicht extra erwähnen, das ist klar. Wobei, vielleicht nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob du das mit den Fingerkuppen wörtlich meinst.

          „Ein Gerät entstanden dank typisch
          männlicher Kreativität.“

          Darauf bist du sicher sehr stolz.

        • „Ein Gerät entstanden dank typisch männlicher Kreativität.“
          Kreativität ist ein extrem individuelles Merkmal – ich habe noch nie eine Gruppe von Menschen erlebt die Ideen hervorbringt.
          Es sind immer einzelne – Teams sind allenfalls gut um eine Idee weiterzuentwickeln und zu verfeinern.
          Insofern halte ich „männliche“ Kreativität als Eigenschaft einer Gruppe von Männern für Unsinn.

        • @ Robin

          „Den Witz versteh ich nicht, erklärst
          du ihn mir bitte?“

          Physik am Gymnasium: Bewegung eines
          Massepunktes.

          Frauen können technische Geräte
          einerseits erstaunlich gut bedienen
          und einsetzen und andererseits wird
          es meist extrem ätzend wenn es darum
          geht die Arbeitsweise derselben auf
          dem Level der Funktionalität mit
          ihnen zu diskutieren.
          Ich spreche hier von Frauen die
          aufgrund ihres schulischen
          Werdeganges die nötigen Kenntnisse
          eigentlich haben sollten.

        • Ich würde gerne mit dir diskutieren, aber wenn so eine Scheißantwort kommt, wenn ich eine kleine Nachfrage habe, weil du dich in meinen Augen extrem missverständlich ausdrückst, vergeht mir dazu die Lust.

  3. „Wir haben hier also sehr große Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die so hoch sind, dass selbst der schlechteste Junge besser war als das beste Mädchen. Also keine Überlappung in den Normalverteilungen.“

    Bevor man sowas schreibt, sollte man zumindest angeben, wie viele Kinder hier getestet wurden. Wenn es sich nur um eine Klasse handelt, ist das wohl kaum repräsentativ.

    Mit 15 Jahren kann man außerdem davon ausgehen, dass sich hier langsam schon ein kräftemäßiger Unterschied heraus bildet.

    • Hattet ihr nicht in der Schule Bundesjugendspiele?

      Eben. Das hat mich immer recht amüsiert ;)…diese Unfähigkeit von Weibern…geil zum Schauen und lustig machen…

        • Wieso? Darf man sich nicht über Unfähigkeit lustig machen wenn es sich um Frauen handelt….

          Du bist noch viel armseliger.

          Ich bleibe dabei: 90 % aller (heutigen westlichen) Frauen sind alleine nicht lebenfähig. Können nicht mal kochen geschweige denn ein Feuer anmachen. Ohne Männer oder dem von Männer finanzierten Staat bzw. Sozialsysten würden sie jämmerlich verhungern.

          Da waren unserer Grossmütter aber 1000 mal fitter bzw jede afrikanische Buschfrau hat mehr auf dem Kasten….

        • Ja und? Ist doch nix wert und das weisst du genau.

          Die Leistungen die ein Weibchen erreichen muss um eine Urkunde zu bekommen sind wesentlich niedriger angesetzt obwohl! Mädchen Jungs entwicklungstechnisch mindestens 1 Jahr vorraus sind.

          So gesehen…

        • @ Tino

          „Die Leistungen die ein Weibchen erreichen muss um eine Urkunde zu bekommen sind wesentlich niedriger angesetzt obwohl! Mädchen Jungs entwicklungstechnisch mindestens 1 Jahr vorraus sind.“

          Also erstens bedeutet ein „entwicklungstechnischer“ Vorsprung bei Weitem nicht, dass das Muster-Mädchen zu irgendeinem Zeitpunkt mehr Kraft hätte als ein durchschnittlicher Junge (eher hat sie einen deutlich höheren Körperfettanteil und ist im Kopf weiter), da dürften wir uns doch einig sein? (Ich erinnere mich übrigens gern zurück an die Zeit bis 9 etwa, als ich gleichalte Jungs im Sprint noch locker abhängen konnte. Heute müsste ich mir für dasselbe Ergebnis wohl einen stark übergewichtigen Gegner suchen :D)

          Und dann möchte ich noch allgemein anmerken, dass ich im Schulsport (ist was anderes als Wettkampf m.M.n.) ganz generell für flexiblere – weniger Leistungsbezogene – Bewertungssysteme wäre, und zwar mit folgendem Hintergrund:

          Es gab einen Jungen in unserer Klasse, der war fast so klein wie ich (erst mit 17 machte er Gott sei Dank nochmal einen Sprung). Er war ein begeisterter und erfolgreicher Stürmer und normal eben auch sehr sportlich – konnte aber nicht schwimmen (gibts heute ja leider wieder öfter, damals war das allerdings außergewöhnlich). Wie er sich damit bis zur 10 durchgemogelt hatte weiß ich zwar nicht, Fakt ist: während wir anderen auf Zeit schwammen, bangten wir mit ihm mit, ob er wohl das Ende der Bahn erreichen oder vorher absaufen würde.

          Als das Schuljahr vorbei war verkündete unsere Lehrerin vor der Klasse, laut Mädchentabelle (sie war so gnädig ihn danach bewerten zu wollen) wäre seine Leistung ganz ohne Zweifel mangelhaft, und da das seine zweite 5 sei würde dies bedeuten, dass er nicht in die Oberstufe versetzt würde, also eine Ehrenrunde drehen müsse.

          Was für eine Himmelschreiende Ungerechtigkeit, sagten wir, er hatte doch so geschwitzt und gekämpft!

          Mit dem Argument, er hinge in seiner körperlichen Entwicklung ja ohnehin soweit zurück, dass es bestimmt gut für ihn sei noch etwas Zeit „geschenkt“ zu bekommen, bügelte sie die Diskussion ab – und er blieb sitzen.

          Möglicherweise hatte unsere Lehrerin sogar Recht im Ergebnis (er schien sich schnell damit abgefunden zu haben) – ich fand ihre Bewertung und Kommunikation derselben unter aller Sau, etwas Diskriminierenderes hab ich in meinem Leben noch nicht (von Lehrerseite aus) im Bereich Schule erlebt…

          Sei doch mal so gut und sag mir was Du darüber denkst: was wäre in seinem Fall D.M.n. richtig gewesen?

          Und wo konkret gehen denn die aktuellen Punktebewertungen an der Realität der durchschnittlich unterschiedlichen, körperlichen Konstitution von Mädchen und Jungen vorbei?

          Oder sollten Mädchen relativ gesehen besser sein müssen als Jungen, um als „gleichgut“ bewertet zu werden?

          http://www.bundesjugendspiele.de/wai1/showcontent.asp?ThemaID=4538

        • @ Mutterscheera

          Lange Rede kurzer Sinn.

          Es darf natürlich nur einen Bewertungsmasstab geben, für Frauen undfür Männer.

          Dann sehen wir ja was frauen können, nämlich gar nichts.

        • @ Mutter Sheera

          Der Fall mit dem Jungen ist in der Tat erschütternd. Einen Schüler oder eine Schülerin wegen sportlichen Leistungen, und dann auch noch wegen sportlichen Leistungen in einem ganz bestimmten Bereich, sitzen bleiben zu lassen, und vor der Klasse so offen und entwürdigend über seine Leistungen zu sprechen, das ist wirklich unter aller Sau.

          Aber was im Bildungssystem mit Menschen so gemacht wird, und überhaupt die Einstellung vieler Menschen zur Bildung, das ist eben oft gruselig – viele Lehrer vergessen jegliche Verhältnismäßigkeit, wenn eines der beiden eigenen heiligen Fächer vom Schüler nicht genug gewürdigt wird. Der (männliche und weibliche) Mensch hat einen zu geringen Stellenwert, gerade der rangniedrigere Mensch.

          Solche Lehrer – jetzt mal ganz unabhängig vom Geschlechterthema – sind ein wichtiger Teil des soziale Nährbodens für Alkoholismus und Drogenkonsum, für psychische Störungen, für Selbstmorde, für Amokläufe.

          @ Tino

          Ich hab zwar nichts dagegen, dass man auch mal die Leistungen beider Gescheclhter in so schnellkraftlastigen Sportarten miteinander vergleicht, gerade in einem Zeitalter, in dem das Geschlecht als „gesellschaftliches Konstrukt“ gilt. Aber letztlich ist die Tatsache, dass die Frauen z. B. beim Sprint unter sich bleiben, doch bereits Beweis genug dafür, dass sie dort den Männern unterlegen sind. Es gibt keinen Grund, dies bei jedem einzelnen Sportwettbewerb vorzuführen – es würde nur das Verhältnis zwischen den Geschlechtern unnötig verschlechtern.

          Es gibt Frauen, die laufen & sprinten gerne, andere spielen gerne Fußball. Ein Problem ist das aus meiner Sicht nicht, im Gegenteil (Mit solchen Frauen kann man gut zusammen joggen, und manch andere Aktivität mit ihnen gestaltet sich entsprechend wilder!), und Sprinten und überhaupt Leichtatletik ist durchaus nichts rein männliches.

          Sport sollte der Gesundheit und Lebensqualität dienen, nicht der hochgedopten Rekordleistung, nicht als Schlachtfeld, auf dem (geschlechter-)politischer Weltanschauungen ausgetragen werden.

          Probleme zwischen den Geschlechtern haben wir satt und genug in anderen Bereichen, mit ganz anderen Auswirkungen auf uns alle. Der Sport sollte da eine heile Welt bleiben und auch nicht von übereifrigen, gnadenlosen Lehrkräften beliebigen Geschlechts gestört werden, die einen Schüler beliebigen Geschlechts wegen einer sportlichen Fehlleistung, die für diesen und die Welt gerade mal die Relevanz eines Fliegenschisses hat, sitzenbleiben lassen.

    • @ Robin Urban

      „Bevor man sowas schreibt, sollte man zumindest angeben, wie viele Kinder hier getestet wurden. Wenn es sich nur um eine Klasse handelt, ist das wohl kaum repräsentativ.“

      Auch wenn eine Stichprobe repräsentativ sein muss und groß genug für hinreichende statistische Schärfe, halt ich es für verfehlt, in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, zumindest ist es in einem Blog-Artikel nicht notwendig.

      Denn der Befund passt ja dazu, was man sieht, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht. Männer und Frauen können nicht zusammen Fußball spielen, das wäre Murks und ein ungleicher, unfairer Kampf.

      Männer sind eben stärker als Frauen, was widerspiegelt, dass sie in unserer evolutiven Vergangenheit um Frauen mehr konkurriert haben als umgekehrt, sonst hätten sie diese körperliche Stärke, die mit Kosten verbunden ist (Kalorienverbrauch, Gefahr zu Verhungern), nicht in der Form. Und sie sind, wenn es um Werfen, Schleudern usw. geht, von Natur aus auch geschickter, denn Kampfgeschick und Technik entscheiden über Jagderfolg und intrasexuelle Kämpfe.

      Frauen haben dafür eine bessere Feinmotorik als Männer. Deshalb nähen sie in den meisten Kulturen eher Kleidung, als mit z. B. als Bauarbeiter zu arbeiten.

      Beide Geschlechter sind gleich viel wert, aber körperlich und im Verhalten grundverschieden, was eine Arbeitsteilung und eine Konkurrenzvermeidung zwischen den Geschlechtern geradezu aufdrängt.

      In den Tätigkeiten, die Männer von Natur aus im Schnitt besser können oder fast immer besser können, werden Frauen nicht gut und nicht glücklich, und Männer werden es in so Sachen wie Nähen, Stricken oder sich mit kleineren Kindern & Säuglingen abgeben auch nicht. Eine Vermeidung von Konkurrenz, ein gar nicht erst versuchen, in der Domäne, in der das jeweils andere Geschlecht von Natur aus stark ist, besser als dieses zu werden, dürfte zu einem besseren Miteinander zwischen den Geschlechtern führen.

      Wenn die Arbeit gefährlich ist und eine Belastung für die Gesundheit darstellt, was öfter auf Männerberufe zurtifft, muss sie natürlich gut bezahlt werden und so ungefährlich/unschädlich wie möglich gestaltet werden.

      • „Auch wenn eine Stichprobe repräsentativ sein muss und groß genug für hinreichende statistische Schärfe, halt ich es für verfehlt, in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, zumindest ist es in einem Blog-Artikel nicht notwendig.“

        Das mag auf viele Blogs zutreffen. Ich werfe in meinem Blog auch gerne mit Verallgemeinerungen und Klischees um mich, ist sogar teils gewollt.
        Aber Christian rühmt sich immer wieder, einen wissenschaftlichen Blog zu betreiben, dann sollte er auch die absoluten Mindeststandards von Wissenschaftlichkeit erfüllen. Ich bin weder Biologin noch Soziologin, aber dass Angaben zur Methodik Kern einer jeden ernstzunehmenden Studie sein müssen, weiß sogar ich.

        So ist der Beitrag heute also nichts weiter als das reine subjektive Kommentieren eines Artikels, der in einem Online-Magazin, das sich nicht gerade eines renomierten Wissenschaftsteils rühmen kann, wie es vermutlich noch einige andere Blogger (oder Typen am Stammtisch) im Stil von „Höhö, hab ich doch immer gesagt, Frauen sind voll unfähig“ abgeliefert haben, nur in feinere Worte verpackt.
        Das kann Christian auf seinem eigenen, privaten Blog natürlich gerne tun, wenn es ihm Spaß macht, doch hat das dann nichts mehr mit Wissenschaft zu tun.

  4. „bei den Tests von Thomas erreichten sie immerhin
    78,3 Prozent der Wurfgeschwindigkeit ihrer
    männlichen Konkurrenz.“

    Da die kinetische Energie eines
    Wurfkörpers mit dem Quadrat der
    Geschwindigkeit korreliert, hatten
    die Jungs also trotzdem noch 63 %
    mehr drauf.

    • @ Red Pill

      Was für ein Ergebnis wäre denn zu erwarten, wenn die Mädels – für ihre geringe Körpergröße und -kraft – „gleichgut“ gewesen wären?

  5. @ Gedankenwerk

    Ich denke, Dein Schopenhauerzitat stützt eher meine Auffassung als das es sei widerlegte.

    WEIL sie nicht konkurrenzfähig sind bei physischer Konfrontation, müssen sie andere, manipulativere Wege gehen, um ihren Egoismus, ihre Interessen, durchzusetzen.

    Nach Lage der Dinge in meinen Augen legitim.

    • @Roslin

      Es gibt doch mehr als einen Weg um konkurrenzfähig zu sein.
      Und wie es aussieht, war es nicht der erfolgloseste.
      Wenn Du Kosten / Nutzen Rechnung machst, was glaubst Du war effektiver?

      (Gesundheitsleistung, Lebenszeit, Konsum- und Unterhaltungsmöglichkeiten, Freizeit, Medienrepräsentanz, Gelegenheiten für Sex, Arbeitssicherheit, Schutz durch Recht und Gesetz …)

      Wir hatten ja schonmal Thema, was den Fortpflanzungserfolg Männer vs. Frauen angeht. Und wenn ich es richtig verstanden habe,
      kamen wir zu dem Schluss, dass sich Frauen häufiger fortgepflanzt haben als Männer. Genauso in allen anderen Lebenslagen.
      Deswegen gibt es eigentlich keinen wirkungsvollsten Ansatzpunkt, das zu kritisieren.
      Und als Chef ist auch weniger Kraft oder Verstand nötig, als Vielmehr die Fähigkeit zu deligieren und ein soziales Netz von Helferlein zu dirigieren und eben das Wohlwollen der Fähigsten auf seiner Seite zu haben. Und das haben Frauen ja a priori, wenn man aus der Unterstützung von Politik und Medienlandschaft folgert.
      Bzw. ist ja eher bezeichnend worüber sie sich beklagen und woran sie sich stören.

      • „(Gesundheitsleistung, Lebenszeit, Konsum- und Unterhaltungsmöglichkeiten, Freizeit, Medienrepräsentanz, Gelegenheiten für Sex, Arbeitssicherheit, Schutz durch Recht und Gesetz …)“

        du bist ein spielverderber. wir wollen uns doch heute auf die minderwertigkeit des weibes schön einen runterholen.

        • @hottehü

          Hat eben alles Vor- und Nachteile. Inwiefern das dann mit der Lebenszufriedenheit korreliert ist dann wieder was anderes.
          Manche Leute haben alles und sind trotzdem unzufrieden („verbiesterte Nörgelweiber“) andere nehmen ihr Glück selbst in die Hand …

      • „Und als Chef ist auch weniger Kraft oder Verstand
        nötig, als Vielmehr die Fähigkeit zu deligieren
        und ein soziales Netz von Helferlein zu dirigieren
        und eben das Wohlwollen der Fähigsten auf seiner
        Seite zu haben. Und das haben Frauen ja a priori,
        wenn man aus der Unterstützung von Politik und
        Medienlandschaft folgert.“

        Deshalb kommt es immer wieder vor,
        dass Frauen Firmen und Organisationen,
        so diese bereits eine gewisse Grösse
        erreicht haben und etabliert sind,
        erfolgreich führen können.
        Aber so eine Firma gründen, vergiss
        es. Eine Vielzahl von Gründern
        und Pionieren haben quasi als Bastler
        in der Garage angefangen.

        • @Redpill

          Deshalb kommt es immer wieder vor,
          dass Frauen Firmen und Organisationen,
          so diese bereits eine gewisse Grösse
          erreicht haben und etabliert sind,
          erfolgreich führen können.
          Aber so eine Firma gründen, vergiss
          es. Eine Vielzahl von Gründern
          und Pionieren haben quasi als Bastler
          in der Garage angefangen.

          Nun ja, das trifft für einen bestimmten Typ Frau zu.
          Ich denke aber nicht, dass das biologisch festgelegt ist.
          Mit Intrigen und Lügen zu operieren ist ja nichts typisch weibliches, es ist generell ein Merkmal von Schwäche oder Bequemlichkeit.
          Und m.E. würden Frauen genauso unternehmerisch umtriebig und clever sein, wenn sie keine andere Wahl hätten.
          Wollte man also tatsächlich eine Emanzipation in der Hinsicht, müssten die Voraussetzungen ganz anders sein, sprich, genau das Gegenteil von Frauenförderung und Bevorzugung.
          Oder um es mit Max Goldts Worten zu sagen (nur in einem anderen Kontext), es ist unangebracht ihnen gegenüber freundlich oder auch nur höflich zu sein, man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade so zulässt.
          Es liegt alles an den Spielregeln und wahrscheinlich ginge das auch den meisten Männern gegen den Strich, sie erstlinig als Gegner und Konkurrenten zu sehen.
          Das wird wiederum erst eintreten, wenn sie anders nicht können.

      • @ Gedankenwerk

        Über die Effektivität von Überlebensstrategien, die mit den Pfunden wuchern, die man hat, habe ich nichts gesagt.

        Frauen wenden die Überlebensstratgie, die Schopenhauer hier (negativ grundiert) beschreibt, WEIL sie für sie funktioniert, ihre Stärken zum Tragen bringt, die Schwächen des Gegners ausbeutend.

        • @Roslin

          „Frauen wenden die Überlebensstratgie, die Schopenhauer hier (negativ grundiert) beschreibt, WEIL sie für sie funktioniert, ihre Stärken zum Tragen bringt, die Schwächen des Gegners ausbeutend.“

          Er formuliert etwas schnodderig, doch würde ich da keine negative Wertung drin lesen wollen.

          Wenn eine Strategie also Erfolg verspricht, wie willst Du das jemanden aus und madig reden?
          Erst recht wenn es Stärken optimal nutzt und den Gegebenheiten angepasst ist.

          Und das „Problem“ ist ja zeitlos und allein schon dadurch gar kein „Problem“, was irgendwie lösbar ist.
          Schon die Erkenntnis, dass es so ist, ist doch sehr beruhigend. Damit kann man sich arrangieren.
          Man ärgert sich weniger darüber, wenn man die gegenwärtige Situation einfach als Resultat aller dafür notwendigen Voraussetzungen sieht, die erfüllt sind.

        • @ Gedankenwerk

          *Wenn eine Strategie also Erfolg verspricht, wie willst Du das jemanden aus und madig reden?
          Erst recht wenn es Stärken optimal nutzt und den Gegebenheiten angepasst ist.*

          Ich halte nicht von moralisierendem, gutmenschlichen Geschwätz, d.h.: Ich will es ihnen gar nicht ausreden.

          Das wäre ohnehin fruchtlos, da es ja funktioniert.

          Ich will, dass Männer Bescheid wissen, um sich zu wappnen.

          Denn nur das hilft: die Einhegung des Egoismus der einen Seite durch den informierten Gegenegoismus der anderen Seite im gleichberechtigten Wettbewerb/Kampf der Egoismen.

          Unser durch femistische Propaganda befeuerter Glaube an das Bessermenschentum der Frau, die staatliche Unterstützung des weiblichen Egoismus, die fehlende Gleichberechtigung der Männer – sie sorgen für ungleiche, einseitige Spielverhältnisse.

        • @Roslin

          Ich will, dass Männer Bescheid wissen, um sich zu wappnen.

          Denn nur das hilft: die Einhegung des Egoismus der einen Seite durch den informierten Gegenegoismus der anderen Seite im gleichberechtigten Wettbewerb/Kampf der Egoismen.

          Nun gut, aber wie soll das gehen, das Wappnen.
          Die Hinweise, wie nicht heiraten, so wenig wie möglich Steuern zahlen etc. sind ja gut und schön, steigern die Lebensfreude aber nur bedingt.
          Das geht mehr in Richtung „das Schlechte, das man (sein) lässt“, also Vermeidungsverhalten. Nicht sehr motivierend.
          Die wesentlichen Ärgernisse bleiben bestehen.
          So aus allem raushalten ist ja sehr schwierig. GEZ z.B. muss man zahlen, ob man die Indoktrination dazu mit will oder nicht.
          Und nächstes Jahr wird das sogar pro Haushalt abgerechnet, also die „Ausrede“, dass man nur Rechner hat und deswegen nur den geringeren Radiobeitrag zahlt, hat sich erübrigt.
          Zeitung abbestellen, wenn das Femigeblubber allzu nervig wird etc.

          Auch wenn man keine eigenen Kinder hat, kriegt man ja auch durch Verwandte mit, was an den Schulen so abgeht und was es an Arschlöchern von Lehrerinnen gibt.

          Daraus könnte man ein einen ganzen Ratgeber zimmern: „Schöner leben ohne Femis.“
          Real life gestaltet sich das Vermeidungsverhalten insgesamt schwieriger als gedacht. Naja, Schopis Credo „nichts sagen und nichts glauben“ hilft ein bisschen.

          Mir fällt auch keine Partei ein, die man ruhigen Gewissens wählen könnte – oder kennst Du, meinetwegen auch Mikrominderheiten, die nicht männerfeindlich, oder zumindest nicht feministisch orientiert sind?

          In den Bibliotheken gibt es kaum verfügbare aktuelle feminismuskritische Literatur, Berlin ist dahingehend ein Kleinkleckersdorf. Ich warte seit sieben Monaten auf eine Fernbestellung aus München.
          In den Blogs/Foren geben selbst bei den entsprechenden Blogs (siehe hier) die üblichen Verdächtigen ja auch vorwiegend den Ton an, was diskutiert werden darf und was nicht, beeinflussen und stören die Diskussion.
          Wenn wir mal ein bisschen ablästern wollen, dann ist das NICHTS im Vergleich zu dem, was man sich an systematischen Mobbing und Feindlichkeit von der Gegenseite gefallen lassen muss.

  6. Meine Vermutung ist, das die Unterschiedlichen Ergebnisse vor allem dadurch erzielt werden, das bei Frauen Hüfte und Oberkörper keine Einheit bilden, siehe Bauchtänzerinnen. Wenn bei Männer die Hüfte zum rotieren gebracht wird, geht automatisch der Oberkörper mit, bei Frauen nicht. Bei Frauen habe ich eher den Eindruck, das beides sehr getrennt von einander Bewegt wird.

    Ich hatte mir dazu aufgrund meines Kampfsportes schon länger gedanken dazu gemacht, Ving Tsun ist der einzige Kampfsport, in dem die Kraft nicht aus der Hüftrotation gewonnen wird, sondern indem die gesamte Hüfte nach vorne gebracht wird und der einzige, der von einer Frau erfunden worden ist. Deshalb gibt es im Ving Tsun auch keine Führhand wie im Boxen.

    • @imion: _das_ ist reine Spekulation Deinerseits, die sich mit meinen Beobachtungen nicht decken. Sowohl habe ich männliche Bauchtänzer gesehen, die wenigstens genau so flexibel sind wie Bauchtänzeinnen, da ist nix fester verbunden als bei Frauen, das ist alles nur eine Koordinationsübung und Training, als auch auch bei uns im Tanzstudio sehe ich immer wieder Frauen, die mit Körperwellen erheblich mehr Probleme haben als vergleichbar lang tanzende Männer.
      Bei vergleichbar schlanken _und_ untrainierten Menschen mag das so aussehen als ob Männer hier weniger beweglich währen, da die allgemein üblichen Bewegungsabläufe von Männern anders optimiert sind als auf ‚lockere‘ Hüften, das gillt eher als unmännlich und wird von vielen daher von klein auf bewußt vermieden, kein Wunder, daß sie es nicht auf Anhieb können, anatomisch ist das jedoch kein Problem..

      • * … da die allgemein üblichen Bewegungsabläufe von Männern anders optimiert sind als auf ‘lockere’ Hüften, das gillt eher als unmännlich und wird von vielen daher von klein auf bewußt vermieden … *

        Da ist glaube ich wirklich was dran. Ist ja so schwul mit dem Arsch zu wackeln.

        Ich wackle aber gerne mit meinem Arsch und fahre deswegen auf dem Mountainbike mit Trial Ambitionen. Da muss man zum Balancieren und Rumhampeln mit dem Arsch wackeln, ist aber nicht so schwul wie Tanzen.

        Letzt bekam ich von einem Mitfahrer noch ein Kompliment wie toll das aussah als ich in steilem, rutschigen Gelände balanciert und mein Hinterrad versetzt hab, er will das auch lernen. Der ist doch hoffentlich nicht schwul?

        Bin ich ein Opfer des Patriarchats?

  7. Ich lese hier an sich immer gerne mit aber wenn man mittlerweile mal in die Kommentare blickt entsteht der Eindruck, hier seien überwiegend frustrierte Männer anzutreffen die auf die blöden, gemeinen, unfähigen Weiber schimpfen.

    • Nun, das ist sicherlich nicht ganz falsch, was Du sagst. Aber wenn Mann auf feministischen Blogs auf Weiber schimpfen will, wird Mann ja subito und sogar lebenslänglich gesperrt und so konzentriert sich halt das gesamte Frustprotential hier auf diesem Blog! 😀

    • Na und bei Mädchenmannschaft hetzen sie dafür gegen Männer* (lach) ….

      Da sitzen dann alt die frustrierten Emanzen die auf die achso bösen und gewalttätigen Männer schimpfen.

      Kritisieren kannst du hier nur weil es hier (fast) keine Zensur gibt.

      Versuch dasselbe mal bei Mädchenmannschaft und wenn dein Kommentar von derselben agressivität dort steht dann werde ich auch mein Denken über Frauen ändern…

      Los auf…ihr Powerwummen *lach*

      • Joa, das ist ein Vorteil hier. Meine kommentare in den Feministischen Blogs landen auch zu 90% im müll oder im „mimimi der Kommentar ist total plöhd“-Bereich. Aber es gibt auch Männerblogs, die zensieren. Ich denke mal, das dämliche Verhalten einzelner Extreme sollte jetzt nicht unbedingt als Grund für eine meinung über ein ganzes Geschlecht genommen werden, oder? Oder sollte man sagen „Hitler hatte nen penis, tötet alle Männer?“
        Mir gehts drum dass dieser Blog hier echt mal interessant war und jetzt größtenteils nur noch Nörgelei hier steht.

        • @erzaehlmirnix

          Es ist auch immer eine Frage, wie ich zum moderieren komme. Mal ist das zeitlich besser mal schlechter. Was eben auch auf die Kommentare durchschlägt. Ich werde, wenn ich Zeit habe, bei Tino, Robin etc etwas „nachmoderieren“

          Allgemein bitte daran denken, dass Kommentare höflich bleiben sollen!

        • Die gleiche Beobachtung wie erzaehlmirnix mache ich mittlerweile auch. Es ist hier im Blog bereits fast normal geworden, sich abfällig über Frauen zu äußern. Und das sind nicht nur Extremfälle wie Imion und Tino, es sind auch ein paar von den Leuten, mit denen sich unser Blog-Herr hier blendend versteht.

          Diesbezüglich habe ich dir, mein lieber Christian, unter Onyx‘ ‚Zicken‘-Beitrag eine Frage gestellt, auf der du bisher noch nicht reagiert hast. Absicht?

        • *Mir gehts drum dass dieser Blog hier echt mal interessant war und jetzt größtenteils nur noch Nörgelei hier steht.*

          Und was ist dein Posting?

    • Man schaue sich die Postings hier hinter denen Frauen stecken an, also wenn die nicht von einem hohen Frustrationspotential zeugen dann weiss ich auch nicht.

      Männer sind ausgewiesene Untermenschen und an allem schlechten der Welt schuld, ist ja auch fast Mainstream.

      Ich glaube hier läuft so etwas ab wie „Speed Hating“.
      Unser Geschlechterverhältnis ist zu guten Teilen beim Teufel (ich wollte sagen „im Arsch“, aber das würde ja Analverkehr implizieren aber verkehrt wird immer weniger), man kann sich nur noch Hass und Frust gegenseitig an den Kopf werfen.

      Hass und Frust passt aber so gar nicht zum Selbstbild der Frau weswegen Frauen es auch besser Verschleiern in dem sie sich letzenendes darauf berufen Opfer zu sein und ihren Hass damit rechtfertigen.

  8. Interessant wer sich offenbar durch meinen Kommentar betroffen fühlt^^ Ich wollte doch keinesfalls der fanat… äh fantastischen Männerrige hier auf den Schlips treten mit gemeinen Unterstellungen es werde nur frustriert über Frauen genörgelt. Ich bin sicher alls eure Kommentare sind von hohem wissenschaftlichen Wert, schließlich war „Die können eh nix“ lediglich Faktenfeststellung^^

    • Also ich finde, Konkurrenz belegb das Geschäft! 🙂
      Auf gewissen Blogs ist es doch soooooooo trist. Abweichende Meinungen verstossen doch meistens gegegen die Nettigkeiten und Mann wird richtiggehend depressiv aufgrund der Hyperhyperkorrektheiten, die es einzuhalten gilt! 🙂

          • Ach, ich hatte aus Gründen der freundlichen Diskussionskultur letztens das schwarz-weiße Bild gewählt, aber viel lustiger wars doch immer mit dem rosa Prinzessinnenbild oder dem Penisbild als Profil^^

      • Warren Farrell, der „Vater“ der Männerrechtsbewegung wollte eigentlich, dass Männerrechtler die Fehler des Radikalfeminismus NICHT wiederholen.

        Sein Wunsch war es, dass Männerrechtler/Maskulisten Frauenfeindlichkeit und Frauendiskriminierung genauso verabscheuen wie Männerfeindlichkeit und Männerdiskriminierung.

        Darüber hinaus nutzt jeder Sexismus (egal gegen welches Geschlecht er sich richtet) nur der herrschenden Kapitalistenklasse und ihrem „Teile und herrsche-Prinzip“, mit dem die Menschen auseinanderdividiert und Widerstandspotentiale gegen den neoliberalen Kapitalismus gespalten werden sollen.

        Jede Frauenfeindlichkeit, jede Männerfeindlichkeit ist einerseits grundsätzlich falsch und dient außerdem der Spaltung der Arbeiterklasse und der Aufrechterhaltung der Macht und Privilegien der herrschenden Klasse.

        Die herrschende Kapitalistenklasse hat daher ein Interesse daran, dass sich gerade die extremen und irrationalen und nicht die gemäßigten, humanen und vernünftigen Formen des Maskulismus und des Feminismus ausbreiten. Die irrationale Radikalisierung ist gewünscht und wird gefördert.

        Es finden sich bisher leider stets genügend nützliche Idioten auf beiden Seiten, die anstatt auf einen Ansatz der geschlechtsübergreifenden Ablehnung jeglicher geschlechtsbezogener Diskriminierung hinzuarbeiten, welcher biologische UND soziale Aspekte sowie Frauen UND Männer (und auch Intersexuelle, Transsexuelle und Transgender) berücksichtigt, sich lieber in ihrer jeweiligen Form radikalisierter Soziozentrik suhlen.

        Mein Motto lautet daher: Zurück zu Warren Farrell!

  9. Obwohl mir dieses Thema mehr als deutlich vor Augen geführt hat, wie man hier mit Argumenten umgeht, die das eigene Weltbild nicht stützen, selbst wenn man sich gar nicht auskennt, hier mein abschließendes Statement zum Thema „Frauen können nicht mit Bogen auf die Jagd gehen“:

    Ich habe mir die Mühe gemacht und einige Experten gefragt, wie viel Zuggewicht nötig ist, um erfolgreich zu jagen. Hier ein paar Ergebnisse (ungeordnet):

    – Pygmänen schießen mit 15-20lbs auf Vögel
    – 45-60lbs sind für die Jagd auf Rotwild ausreichend
    – Pfeile sind wichtiger als das Zuggewicht und die gebrauchten Flintspitzen in der Steinzeit waren höllenscharf
    – diese durchdringen, abgeschossen mit einem 40lbs-Bogen, mühelos Rippen und Schulterblätter von Tieren in Rehgröße
    – für größere Tiere (Bär, Elch) oder Tiere mit dickerer Haut (Wildschwein) sind dagegen Bogen mit 60lbs vonnöten
    – für Kleinvieh – Taube, Eichhörnchen, Kaninchen – reichen schon mickrige 15lbs
    – mit 60lbs kann man einen Bock DURCHSCHIESSEN
    – Präzision ist bei der Jagd wichtiger als ein schwerer Bogen und diese ist bei einem hohen Zuggewicht nicht gegeben

    Niemand sah eine Veranlassung für Jagdbogen mit 100lbs oder mehr, weder heute noch damals. Das höchste Zuggewicht, das genannt wurde, belief sich auf 70lbs, was dann aber wirklich nur bei sehr großen Tieren zum Einsatz kam.

    Damit hat sich meine Theorie bestätigt und der gedankenlose Einwurf von Roslin, dass mehr Zuggewicht ja besser ist, weil man sonst keine inneren Organe verletzen kann, ist damit auch von Tisch, da er wohl auch überhaupt nicht weiß, wie viel Zuggewicht nötig ist, um Organe zu verletzen. Hier zeigt sich: weitaus weniger als gedacht.

    Ich denke – und damit gehe ich wohl durchaus mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen d’accord – dass Steinzeitmenschen Utilitaristen waren, die sicher nicht mit 100lbs auf die Jagd gegangen sind, wenn schon die Hälfte ausgereicht hat. 100lbs zu spannen erfordert mehr Kraft, womit sich der Kalorienverbrauch steigert. Außerdem stieg die Verletzungsgefahr (ist euch schon mal eine Sehne an den Arm gedonnert? Nein, natürlich nicht…) und Untersuchungen an den Skeletten mittelalterlicher Bogenschützen, die im Kriegseinsatz englische Langbogen mit 100-120lbs schossen, zeigen heftige Verschleißerscheinungen an den genutzten Knochen im Schulterbereich. Das sind alles Dinge, die sich ein Steinzeitmensch wohl nicht leisten konnte, wenn es sich denn vermeiden ließ.

    Ob Frauen tatsächlich in der Steinzeit mit Pfeil und Bogen auf die Jagd gingen, weiß ich nicht. Mir erscheint es aber logisch, dass zu dieser Zeit jeder das nutzte, was er nutzen konnte. Speere und Großwildjagd waren wohl eher was für ausgewachsene, kräftige Männer, während Heranwachsende und Frauen mit einem Bogen einen Beitrag zum Speiseplan leisten konnten, zumal sie aufgrund ihrer kleineren und leichteren Statur vermutlich sogar besser geeignet waren, sich so nahe wie möglich an ihr Ziel heran zu pirschen.
    Wenn man nicht davon ausgeht, dass sich in der Steinzeit schon patriachiale Strukturen herausgebildet hatten im Stil von „Bogen sind Waffen und Frauen dürfen keine Waffen benutzen“, ist es, denke ich, nicht abwegig zu mutmaßen, dass steinzeitliche Frauen ebenfalls mit Pfeil und Bogen gejagt haben könnten.
    Dass sie dazu körperlich in der Lage sind, habe ich jetzt hinreichend bewiesen. Auch durch meine eigene Person, denn immerhin schieße ich einen Bogen, der mehr als ausreichend ist, um auf die Jagd zu gehen (wenn ich halt andere Pfeile hätte). Ich gehe davon aus, dass eine steinzeitliche Frau, die wohl weitaus „trainierter“ gewesen sein wird als ich, meinen Bogen auch müheloser benutzen konnte. Aber wie man sieht, sind 60lbs sogar fast das Ende der Skala, weniger hat dem Jagderfolg auch keinen Abbruch getan.

    • Sehr interessant, Robin. Dankeschön.

      „Ob Frauen tatsächlich in der Steinzeit mit Pfeil und Bogen auf die Jagd gingen, weiß ich nicht.“

      Ich hab mal in irgendeinem Buch die Abbildung einer Figur aus der Bronzezeit gesehen. Sie hieß „der Jäger“. Und zu sehen war ein Mensch mit eindeutigen Hängebrüsten, Pfeil und Bogen…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..