60 Gedanken zu “Selbermach Samstag II

  1. Als ich gestern meinen Freund im Arm hielt, der Tränen in den Augen hatte, als er mir den sehr schlimmen Unfall schilderte, den sein kleiner Bruder einen Tag zuvor erlitten hat, und mein Herz vor Liebe überquoll, drängte sich mir der Gedanke auf, was für eine Scheiße PUler und selbsternannte Alphas zu dieser Situation zu sagen hätten.

    • Dokumentiere hier nur Deine Vorurteile gegen PUler, „selbsternannte Alphas“ und gegen alles männliche, was feminismuskritisch eingestellt ist.

      Nee, sorry, aber ich habe selbst zu viele Todesfälle (vier um genau zu sein), auch ziemlich tragische, darunter auch einen Unfalltod, in meiner Familie miterlebt. Zu unterstellen, wir (d. h. „selbsternannte Alphas, PUler, die übrigens oft deshalb PUler sind, weil sie seit Jahren keine mitkriegen trotz erheblicher Anstrengungen) seien schlechte Menschen und würden zu Unfällen mit schweren Verletzungen, mit und ohne Todesfolge usw. Dinge sagen, die man mit „Scheiße“ kommentieren kann – nee, sorry, aber das finde ich ziemlich hässlich oder eher: verletzend.

      Was dem kleinen Bruder Deines Freundes passiert ist, wünscht hier vermutlich niemand ihm. Wieso sollte? Ich hoffe, er überlebt es und trägt keine bleibenden Schäden davon.

      Was soll ich denn, übrigens unabhängig vom Geschlecht eines Unfallopfers, das muss ich hier vermutlich extra betonen, sonst wollen? Hallo!

      Als Dein „Herz vor Liebe überquoll“ – also wenn der Anlass dafür nicht so schlimm wäre, könnte man glatt noch lachen, nicht über das, was passiert ist, sondern über diese Formulierung. Sowas muss man erstmal von sich sagen…

      …ich denke, du wolltest sagen (jetzt überspitzt natürlich!): „Als mein Herz vor Liebe überquoll, stieg der Hass in mir hoch, als ich plötzlich an diese Scheiß Männer auf Allesevolution denken musste, Christian, Roslin, imion, und am meisten dieser Matthias. Ich stelle mir vor, wie sie sich gerade laut & dreckig kaputt lachen würden über mich, über den Unfall sowieso und dann darüber, dass ich meinem Freund in dieser schrecklichen Situation beistand…“

      Nee, Mädel, kein PUler, kein noch so strammer Antifeminist, kein Maskulist usw. wird über Unfälle oder darüber, dass Angehörige der Unfallopfer von ihrer Freundin seelischen Beistand erfahren, lachen, schon gar nicht über die Freundin selbst. Im Gegenteil, Maskulisten kämpfen doch gerade für ein besseres Geschlechterverhältnis und wollen, dass Männlein und Weiblein gerade in solchen Situationen zusammenhalten.

      Ob das Feministinnen, die oft der Meinung waren, dass die Frau den Mann so wenig braucht wie der Fisch das Fahrrad, das auch alle so wollten, ist freilich eine andere Frage.

      Glaub mir, es ist besser, Andersdenkende so zu sehen, wie sie sind – sie sind in diesem Falle mit Sicherheit viel harmloser und seriöser, als Du es dir vorstellst.

      Erst einmal alles Gute an den Bruder Deines Freundes und ferner an letzteren selbst und án Dich natürlich auch!

      • Matthias, du hast meine Beweggründe überhaupt nicht verstanden. Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass irgendjemand, besonders Matthias (??? wie kommst du eigentlich auf sowas? Soviel hatten wir ja jetzt auch noch nicht miteinander zu tun), hier über den Unfall lacht. Oder darüber, dass ich meinen Freund beistand.

        Es geht darum, dass er Schwäche gezeigt hat und sogar fast vor mir geweint hätte und das NICHT dazu führte, dass ich flüchtete und mich direkt dem nächsten Typen mit Sportwagen an den Hals warf. Im Gegenteil, ich fühlte mich ihm ganz besonders nahe. Ich bin froh, dass er in der Lage ist, Schwäche zu zeigen, da ich mehr als einen Mann kenne, der das nicht kann und das richtig, richig schlimm finde.

        Soviel zu meiner weiblichen Interpretation der Situation. Die PU-Sicht (und damit meine ich nicht generell die männliche oder feminisuskritische – wo hab ich denn sowas gesagt?!) wäre doch dagegen eher so: „Bro, JETZT hast du es versaut.“

        Diese ganze Alpha-Scheiße, die darauf ausgelegt ist, Dominanz und Status zu demonstrieren, führt letztendlich dazu, dass Männer glauben, sie dürften keine Gefühle zeigen, weil sie ständig stark sein müssen, da ihnen sonst die Weiber davon laufen. Ist zugegebenermaßen nicht erst seit diesem ganzen Alphagelaber so, doch ist genau das in meinen Augen eine Strömung, die der begrüßenswerten gesellschaflichen Entwicklung, Männern auch mal Schwäche zuzugestehen, extrem entgegen wirkt.
        Hier wurde schon öfter behauptet, der Feminismus wäre Schuld an der höheren Selbstmordrate von Männern. Nun, DAS ist der Grund für die höhere Selbstmordrate von Männern – der gesellschaftlich geschaffene Drang, immer Stärke zeigen zu müssen, weil sowas von Männern erwartet wird, selbst wenn die Welt über ihnen zusammen bricht!

        Ist es jetzt ein bisschen klarer?

        Was meine Formulierungen angeht: Ich neige manchmal zu schrägen Ausdrücken und Formulierungen. Finde ich gut, sonst würde ich es nicht einsetzen. Lies halt meinen Blog.

        Danke trotzdem für deine Genesungswünsche. Er ist nicht in Lebensgefahr, wird aber wohl ziemlich lange im Krankenhaus bleiben müssen.

        • Doch, so ungefähr, also in die Richtung, hatte ich es verstanden – aber verstehe einer mal die Frauen! Dass Du ausgerechnet an mich gedacht hast, wie ich darauf reagiere, war eher ein kleiner Scherz.

          Ich will auch, dass Männern Schwächen zugestanden wird, aber Feministinnen gestehen uns keine zu. Frauen aufgrund ihrer Auswahlkriterien auch nicht immer, außer in schweren Fällen wie bei Dir jetzt. Es kann natürlich sein, dass Du ihm auch in leichten Fällen Schwächen zugestehst.

          Die Selbstmordrate bei Männern wird bestimmt nicht durch Feminismus und ähnliche Vorstellungen von neuartigen Geschlechterrollen gesenkt. Vom richtigen Feminismus schon gar nicht, denke nur an die Scheidungen und wie sie ausgehen – und wie wirkt sich erstmal die Bildungsmisere der Jungens, die vom Feminismus mitverursacht wurde, auf die Suizidraten aus?.

          Natürlich darf ein Mann Gefühle zeigen, auch aus Frauensicht, darf er schon lange, allerdings muss er mit der Dosis vorsichtig sein, denn einen „Jammerlappen“ will keine Frau. Schwere Unfälle Angehöriger sind allerdings so schlimm, dass jeder Mann Gefühle zeigen darf, auch in früheren Zeiten. Ich glaube auch nicht, dass die PU-Sicht so extrem ist, wie Du glaubst, nach dem Motto „Weinst Du fast weinen musst wegen dem schweren Unfall eines Angehörigen, hast Du es versaut und die Frau ist weg…“

          Komm schon, sowas denkt und schreibt doch kein PUler. Alles halb so wild…

        • „Doch, so ungefähr, also in die Richtung, hatte ich es verstanden – aber verstehe einer mal die Frauen! Dass Du ausgerechnet an mich gedacht hast, wie ich darauf reagiere, war eher ein kleiner Scherz.“

          Sorry, aber deine erste Antwort lässt nicht im Geringsten darauf schließen, dass du mich verstanden hast. Dann hätte die ganz anders ausgesehen.

          „Ich will auch, dass Männern Schwächen zugestanden wird, aber Feministinnen gestehen uns keine zu.“

          Ähm, Beispiele? Es ist doch eher umgekehrt: Feministinnen hinterfragen die althergebrachten Geschlechterrollen, die sich bei Männern eben auch darin äußern, dass sie keine Schwäche zeigen dürfen. Diese typisch männliche Haltung wird kritisiert. Also wo gestehen Feministinnen Männern keine Schwäche zu?

          „Frauen aufgrund ihrer Auswahlkriterien auch nicht immer,“

          Ich sage nicht, dass es nicht auch Frauen gibt, die Männer erbärmlich finden, die Schwäche zeigen. Aber von solchen Frauen solltest du dich dann einfach fern halten. So, wie ich mich von Männern fern halte, die mich nur Ernst (naja, „Ernst“) nehmen, wenn ich einen Minirock trage.

          „Natürlich darf ein Mann Gefühle zeigen, auch aus Frauensicht, darf er schon lange, allerdings muss er mit der Dosis vorsichtig sein, denn einen “Jammerlappen” will keine Frau.“

          Interessant, dass du „Gefühle zeigen“ direkt mit „Jammern“ verbindest. Jammern ist kein Ausdruck von Gefühlen, sondern eine Charakterschwäche, die ich weder bei Männern noch bei Frauen gut finde.

        • @ Robin

          Allerbeste Genesungswünsche für den kleinen Bruder Deines Freundes.

          Deine Formulierungen waren für mich bisher immer klar verständlich (egal ob schräg oder nicht).

          Wie radikale Feministinnen reagieren, wenn Männer auf soziale Problemlagen hinweisen, von denen sie betroffen sind, kannst Du z.B. hier nachlesen:

          http://maedchenmannschaft.net/heul-doch-und-kauf-dir-nen-dauerlutscher-oder-was-soll-man-sonst-zu-den-armen-mann-opfern-sagen/

          http://www.raw.at/texte/attack/heul-doch-papa/

          Radikaler Feminismus ist mitnichten an einer Beseitigung der mit der traditionellen Geschlechterrolle einhergehenden Nachteile für Männer interessiert. Diese werden vielmehr durch den vorherrschenden Feminismus zusätzlich verstärkt.

          Die Grundbotschaft lautet: „Es muss noch viel, viel, viel mehr für Frauen getan werden.
          Geht es aber um männliche Benachteiligungen und soziale Problemlagen, dann heißt die Botschaft: Heul doch! Waschlappen, Jammerlappen!

          Ich bezeichne diese exemplarische radikalfeministische Diskursstrategie meist mit dem Begriff „verschleierter Traditionalismus“.

          Der vorherrschende Feminismus ist daher in meinen Augen mit Sicherheit einer von mehreren Faktoren, der zu der höheren männlichen Selbsttötungsrate beiträgt.
          (Gilt nicht für jeden Feminismus, aber für den vorherrschenden Radikal/Gender/Staatsfeminismus, der sich weigert männliche Benachteiligungen und soziale Problemlagen wahrzunehmen und anzuerkennen.)

        • @ Robin

          Also ohne jetzt eine Endlos-Diskussion anzufangen:

          „“Doch, so ungefähr, also in die Richtung, hatte ich es verstanden – aber verstehe einer mal die Frauen! Dass Du ausgerechnet an mich gedacht hast, wie ich darauf reagiere, war eher ein kleiner Scherz.”

          Sorry, aber deine erste Antwort lässt nicht im Geringsten darauf schließen, dass du mich verstanden hast. Dann hätte die ganz anders ausgesehen.“

          Ich kann ja nicht immer jedes Wort auf die Goldwaage legen und vorher wer weiß wie lang darüber nachdenken, wie es verstanden werden könnte.

          “Ich will auch, dass Männern Schwächen zugestanden wird, aber Feministinnen gestehen uns keine zu.”

          Ähm, Beispiele? Es ist doch eher umgekehrt: Feministinnen hinterfragen die althergebrachten Geschlechterrollen, die sich bei Männern eben auch darin äußern, dass sie keine Schwäche zeigen dürfen. Diese typisch männliche Haltung wird kritisiert. Also wo gestehen Feministinnen Männern keine Schwäche zu?“

          Die althergebrachten Geschlechterrollen werden auch von Feminismuskritikern oftmals hinterfragt, von mir selbst auch. Beispiele habe ich jetzt keine auf Lager, muss ich auch nicht haben. Feministinnen könnten mit der Umerziehung des Mannes, u. a. zum Schwäche zeigen, sogar beabsichtigen, dass er unattraktiver wirken soll.

          „“Frauen aufgrund ihrer Auswahlkriterien auch nicht immer,”

          Ich sage nicht, dass es nicht auch Frauen gibt, die Männer erbärmlich finden, die Schwäche zeigen. Aber von solchen Frauen solltest du dich dann einfach fern halten. So, wie ich mich von Männern fern halte, die mich nur Ernst (naja, “Ernst”) nehmen, wenn ich einen Minirock trage.“

          Wenn ich es drauf anlegte, jetzt in jedem Fall Ersatz für meine Ex zu bekommen, hätte ich nicht die Wahlmöglichkeiten, die ich bräuchte, um mir so eine Haltung erlauben zu können. Als wertvolles Weibchen kann man schon eher mal vorher kategorisch ausschließen, was für Partner man schon mal auf gar keinen Fall haben will.

          „“Natürlich darf ein Mann Gefühle zeigen, auch aus Frauensicht, darf er schon lange, allerdings muss er mit der Dosis vorsichtig sein, denn einen “Jammerlappen” will keine Frau.”

          Interessant, dass du “Gefühle zeigen” direkt mit “Jammern” verbindest. Jammern ist kein Ausdruck von Gefühlen, sondern eine Charakterschwäche, die ich weder bei Männern noch bei Frauen gut finde.“

          Das tue ich doch gar nicht. Jammern ist, so wie ich es definiere, keine Charakterschwäche, weinen, aufjaulen usw. ja auch nicht. Es kommt leider oft vor, dass wenn man als Mann Argumente vorträgt, dass es dann direkt heißt man würde nur jammern.

          Auch hier, guck mal: Du drohst uns Männern! Du willst, dass der Mann Gefühle zeigt, aber Jammern darf er nicht. Er darf also schon mal nicht alle Gefühle zeigen. Sorry, aber jammern über z. B. schlechte Lebens- oder Arbeitsbedingungen ist schon eine Art der Gefühlsäußerung. Das Weibchen erkennt einen dabei dann unterbewusst als Verlierer, und Verlierer will es ja nicht. Am besten lässt man es ganz mit dem Gefühle zeigen.

          Aber dann ist man(n) gefühllos, das ist dann wieder falsch…

        • „Ähm, Beispiele? Es ist doch eher umgekehrt: Feministinnen hinterfragen die althergebrachten Geschlechterrollen, die sich bei Männern eben auch darin äußern, dass sie keine Schwäche zeigen dürfen. Diese typisch männliche Haltung wird kritisiert.“

          Gefasel dieses Kalibers ruft in mir inzwischen nur noch Ärger hervor. Man hat in den letzten Jahren oft genug beobachten können, was passiert, wenn Männer Schwächen und Benachteiligungen thematisieren, z.B. die Bildungsbenachteiligung von Jungen im Schulwesen und hier Hilfe und bessere Förderung verlangen. Die Reaktionen von Frauen/Feministinnen sind dann in aller Regel von der Art „was seid ihr nur für Waschlappen“, „hört auf herumzujammern“ oder „die Jungen sind eben selber schuld“. Studien, die detailliert nachweisen, dass Jungen für gleiche Leistungen schlechtere Noten erhalten werden ignoriert, stattdessen werden Jungen als „faul“ beschimpft. Ähnliches gilt, wenn sich Männer darüber beklagen, dass von Frauen verübte Gewalt im häuslichen Bereich nicht ernster genommen und bekämpft wird, dann erfolgen ähnlich verächtliche Reaktionen gegenüber den „jammernden“ Männern. Als ob diese Ignoranz nicht schon schlimm genug wäre, wird die Verhöhnung dann noch mit der Aufforderung gekrönt, Männer sollten doch endlich „Schwäche zeigen“.

          „Diese ganze Alpha-Scheiße, die darauf ausgelegt ist, Dominanz und Status zu demonstrieren …“

          Wenn das jetzt auf die selbsternannten Alpha-Mädchen gemünzt wäre, würde es richtig gut passen. Fällt dir eigentlich auch auf, dass man tagaus, tagein mit Gerede über „starke Frauen“ vollgetextet wird ?

        • Der folgende Artikel von Birgit Kelle zur Kritik am institutionalisierten Feminismus in Form des Gender Mainstreaming bringt ebenfalls recht treffend auf den Punkt, wie sehr sich der vorherrschende Feminismus für männliche Problemlagen und Benachteiligungen interessiert, nämlich gar nicht:

          Birgit Kelle – Nach außen Gleichstellung, von innen Feminismus

          http://www.focus.de/magazin/archiv/politik-nach-aussen-gleichstellung-von-innen-feminismus_aid_793513.html

        • @ Robin

          „Es geht darum, dass er Schwäche gezeigt hat und sogar fast vor mir geweint hätte und das NICHT dazu führte, dass ich flüchtete und mich direkt dem nächsten Typen mit Sportwagen an den Hals warf.“

          Ich glaube nicht, dass Kaltherzigkeit ein Zeichen von Stärke ist. Das dürfte auch von den meisten Pu-Leuten so gesehen werden. Im Gegenteil ist so ein Gefühlsausbruch ein Zeichen dafür, dass sich jemand für den anderen verantwortlich fühlt (Bruder, Freund, etc.) bzw. Verantwortung übernimmt.
          Man kann von Pickup halten was man will, aber „alpha“ bedeutet nicht, seine Mitmenschen und insbesondere Schwächere zu schikanieren.

          Auch wenn du „Alphas“ generell bescheuert findest: in der Popkultur ist zunehmend zu beobachten, dass sehr virile Alpha-Figuren (James Bond usw.) zu heftigen Gefühlsausbrüchen neigen, psychisch traumatisiert sind usw.

          Fürchterlich finde ich auch die ganzen Sprüche wie „heul doch“ „mimimi“ usw., die derzeit im Gegenzug im Internet aufpilzen, um offenbar emotionalisierte Diskussionsgegner zu demütigen. Aber das kommt eher nicht aus der PU-Ecke.

    • @ Robin

      „Ähm, Beispiele? Es ist doch eher umgekehrt: Feministinnen hinterfragen die althergebrachten Geschlechterrollen, die sich bei Männern eben auch darin äußern, dass sie keine Schwäche zeigen dürfen.“

      Die Kritik an den Nachteilen, die die klassisch-traditionelle Geschlechterrolle für Männer mit sich bringt, ist speziell im linken und liberalen Maskulismus ein wichtiges Thema.

      In den Schriften von Warren Farrell ist dies ein Kernthema, um welches sich ein großer Teil seines Werkes strukturiert.
      Er schreibt z.B.: „Schließlich bin ich weder für eine Frauenbewegung noch für eine Männerbewegung, sondern dafür, dass sich die Geschlechterrollen verändern. Trotzdem bin ich dagegen, die Männerbewegung zu überspringen, solange nicht auch Männer ihre Sicht formuliert haben. Dann erst werden wir bereit sein für eine Synthese.“

      Arne Hoffmann formulierte es in einem Interview einmal folgendermaßen:

      Frage: “Wer ist eigentlich schuld an der Männer-Misere?”

      Arne Hoffmann: „Sie sehen das möglicherweise anders, aber schuld ist meines Erachtens ein überholtes Verständnis von Geschlechterrollen, das der Feminismus gerade nicht aufgehoben, sondern fortgeführt hat. Ich bin explizit nicht der Auffassung, dass der Feminismus ein Geschlechterverhältnis zerstört hat, das früher in Ordnung war.”

      (…)

      “Selbst die meisten Männer sind ja inzwischen beherrscht von dieser Mischung aus alter Ritterlichkeit und neuem Feminismus, die da lautet: Frauen muss bei ihren Problemen geholfen werden; Männer sind an allem selbst schuld und sollen gefälligst mal sehen, wie sie zurechtkommen.”

      Und nicht nur linke und liberale Männerrechtler wie Farrell und Hoffmann, auch der konservative Savvakis betont die Nachteile der klassischen traditionellen Geschlechterrolle für Männer und distanziert sich ausdrücklich von jenen Traditionalisten (Lentze etc.), die daran als Leitbild festhalten wollen.

      Solche Leute blockieren laut Savvakis „eine Aktualisierung der Situation des Mannes, nach den sozialen und sonstigen Errungenschaften seiner Zeit, Errungenschaften, die ihm Freiheiten jenseits der Beschützer- und Ernährerfunktion zugute kommen ließen und so eine Befreiung des Mannes von seiner archaischen Vergangenheit bewirken sollten.“
      (Michail A. Xenos – Medusa schenkt man keine Rosen, S. 333)

    • Was ich dazu sagen soll?
      Ich rede nicht mit selbsternannten Bessermenschen, schon gar nicht über suggestive Geschichten bei denen man so gar keine Möglichkeit hat sich ein eigenes Bild zu machen.

      „Sehr schlimmer Unfall“?

      „Vor Liebe überquoll“?

      Das ist eine typische Gutmenschenfalle, oder wie ich es auch nenne: „Macht durch Hilfe“.

      http://www.femdisk.com/includef.php?path=forum/showthread.php&threadid=1987

      Nüchternes hinterfragen der Geschichte ist tabuisiert, es sind ja Opfer! Der Gutmensch ist gut und liebt! Liebe ist immer gut!
      Man darf sich kein eigenes Bild machen, man soll das suggerierte Bild übernehmen, sonst ist man böse.
      Man soll die unermessliche Güte des Gutmenschs anerkennen, sonst ist man böse.

      Beliebte weibliche Strategie um sich wichtig zu machen und Macht zu gewinnen: „Wer mir nicht zustimmt ist böse“.

      • Den konservativen/neoliberalen Anti-Gutmensch-Diskurs sollte ich bei Gelegenheit auch mal dekonstruieren.

        Der gute Mensch als Feindbild – wie bescheuert.

        • Wo hat das denn jemand gemacht? Alles was Robin getan hat, war zu sagen, dass sie ihren Freund dafür, dass er in der Lage ist, Gefühle zu zeigen, nur noch mehr liebt. Wie wir aus Hollywood-Blockbustern wissen, kann sogar der schlimmste Bösewicht lieben 😉 Und nur weil jemand liebt, stellt er sich nicht gleich als guter Mensch dar. Aber Hauptsache, du schaffst es wieder mal, nur ein negatives Zerrbild dessen, was sie gesagt hat, zu sehen.
          Was ich auch äußerst witzig finde, ist ja, dass wenn sie – im Gegenteil – gesagt hätte, dass sie seine Schwäche verachtet, du sie ebenfalls bekrittelt hättest. Du hättest dich nur in deinem offenbar äußerst pessimistischen, menschenfeindlichen Weltbild bestätigt gefühlt. Was mir wieder mal zeigt, dass man es dir als Frau kaum recht machen kann. Man ist automatisch böse.

        • @Syzygy

          *Wo hat das denn jemand gemacht? Alles was Robin getan hat, war zu sagen, dass sie ihren Freund dafür, dass er in der Lage ist, Gefühle zu zeigen, nur noch mehr liebt. Wie wir aus Hollywood-Blockbustern wissen, kann sogar der schlimmste Bösewicht lieben Und nur weil jemand liebt, stellt er sich nicht gleich als guter Mensch dar. Aber Hauptsache, du schaffst es wieder mal, nur ein negatives Zerrbild dessen, was sie gesagt hat, zu sehen.*

          Warum findest du dann meine Schilderung der Machtstrategie dass sich hinter dem was behauptet Gut zu sein Böses verbirgt so schlecht?
          Erst sagst du auch „Böse können lieben“ und dann wirfst du mir ein „Zerrbild“ vor?

          Willst du mich, wie Frauen es scheinbar oft unfreiwillig tun, bestätigen?

          *Was ich auch äußerst witzig finde, ist ja, dass wenn sie – im Gegenteil – gesagt hätte, dass sie seine Schwäche verachtet, du sie ebenfalls bekrittelt hättest.*

          Ich habe eine Manipulationsstrategie beschrieben, nicht kritisiert dass diese durch Auf- oder Abwertung Anderer funktioniert.

          *Du hättest dich nur in deinem offenbar äußerst pessimistischen, menschenfeindlichen Weltbild bestätigt gefühlt.*

          Ich neige in der Tat zu einem vollkommenen Menschenbild, zur Vollkommenheit gehört auch das Böse.
          Auch bei der Frau die das nicht so gerne hört.
          Der Gutmensch hat Probleme mit dem Bösen identifiziert zu werden, denn er will es zur Steigerung seiner Macht Anderen anhängen.

          *Was mir wieder mal zeigt, dass man es dir als Frau kaum recht machen kann. Man ist automatisch böse.*

          Du drehst dich im Kreis.

          Hier noch etwas Poesie für dich, aus deutschem HipHop:

          Wenn der Vorhang fällt sieh hinter die Kulissen
          die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen
          Geblendet vom Szenario erkennt man nicht
          die wahren Drahmen spielen nicht im Rampenlicht

        • Nein, du drehst dich im Kreis. Du interpretierst in eine einzige Aussage eine Menge Schwachsinn. Du hast Frauen unter einem anderen Artikel vorgeworfen, dass sie „alle“ versuchen, dich psychologisch zu analysieren. Genau das machst, bzw. versuchst auch du selbst ständig bei Frauen. Wie gesagt, niemand hat behauptet, ein guter Mensch zu sein. Du meinst, dass Robin sich als guter Mensch darstellen will, und die Aufmerksamkeit auf sich lenken will, weil sie sagt, sie liebe ihren Freund dafür, dass er Gefühle zeigt. Was vollkommener Unsinn ist, wenn man ein bisschen überlegt.

          p.s.: Drama schreibt man ohne h.

        • Sind wir schon wieder beim Schwachsinn und bei Rechtschreibfehlern, Frau Lehrerin?

          Ich interpretiere es nicht in die konkrete Aussage, ich stelle ein geläufiges Muster weiblicher „Argumentation“ vor.
          Und da es trifft, stört es dich.

          Mich stört nicht, wenn Frauen versuchen mich zu verstehen, ich machte mich drüber lustig wie dumm Frauen oft sind und sich in Psychoratgebern von Frauenzeitschriften ihr „Wissen“ anlesen.
          Es gibt der Frau meist eine Rechtfertigung für ihren Frust, eine Bestätigung dass sie nichts falsch gemacht hat und deswegen steht es ja auch da drin damit es gekauft wird.
          Welche Frau kauft schon eine Zeitschrift mit Psychoratgebern wo ihr eine Eigenverantwortung attestiert würde? Das ist der letzte Ausweg.

          Ja, ich bin böse und mache es mit Frauen. Und es trifft. Und ich schaffe es wenn es auf mich gerichtet ist mit Humor und Selbstironie auf die Frau zurückzuspiegeln.

          Die Frau regt sich nur auf, wenn sie mit ihrer „Weisheit“ und ihrer zeitgeistigen Klischees über Männer vornehmlich aus dem rosa Rauschen der Medien am Ende ist.

          *Wie gesagt, niemand hat behauptet, ein guter Mensch zu sein. *

          Doch, und mein Widerspruch stört dich. Dreh dich halt weiter im Kreis.

          *Du meinst, dass Robin sich als guter Mensch darstellen will, und die Aufmerksamkeit auf sich lenken will, weil sie sagt, sie liebe ihren Freund dafür, dass er Gefühle zeigt. Was vollkommener Unsinn ist, wenn man ein bisschen überlegt.*

          Warum soll das Unsinn sein?
          Ich bezweifle dass du hierauf eine brauchbare Antwort lieferst, denn diese würde dich wieder bloßstellen.

        • Du stellst dich nur selbst bloß.

          Wer hat sich als guter Mensch dargestellt? Würdest du mir das mal sagen? Findest du, dass es reicht, einen geliebten Menschen für seine Gefühle mehr zu lieben? Oder meinst du, dass Robin das findet?

          Ich bin mir (offenbar im Gegenteil zu dir) darüber sehr bewusst, dass man einen Menschen allerhöchstens zu einem kleinen Teil kennen kann (eine Tatsache, die selbst Psychologen bedauerlicherweise manchmal nicht einsehen wollen). Darum spare ich mir die Mühe, jemanden zu psychologisieren und reagiere stattdessen nur auf seine Beiträge. Bei dir taucht eine Doppelmoral auf, ich weiß nicht, ob du das was du schreibst, tatsächlich glaubst, oder nur aus Trotz (bzw. um mich zu ärgern) auf diese Weise argumentierst. Ich hoffe für dich, dass zweiteres zutrifft, denn bei ersterem wirst du wohl noch oft auf die Schnauze fallen. Deine Herumpsychologisierereien sind ebenso dämliche Küchenpsychologie, wie die in den Frauen- oder Männerzeitschriften (wie Men’s Health oder GQ). Du erfasst die Wahrheit nicht mehr und nicht weniger. Wie kommst du auf die Idee, dass es anders ist? Wegen der Reaktionen in deinem eigenen beschränkten (was keine Beleidigung sein soll, aber du bist nunmal auch nur ein einzelner Mensch, wie wir alle) Umfeld etwa?
          Und ganz gewiss stört mich deine Argumentation nicht, weil sie „zutrifft“. Welche Logik ist das denn bitte? Sagst du auch „wer schreit, hat Unrecht“?

        • @Syzygy

          *Wer hat sich als guter Mensch dargestellt?*

          Der, der mich dafür kritisiert dass ich eine gute Selbstdarstellung um mögliche böse Anteile erweitert habe.

          *Ich bin mir (offenbar im Gegenteil zu dir) darüber sehr bewusst, dass man einen Menschen allerhöchstens zu einem kleinen Teil kennen kann (eine Tatsache, die selbst Psychologen bedauerlicherweise manchmal nicht einsehen wollen).*

          Alles was es im Leben braucht ist Ignoranz und Selbstvertrauen. (Mark Twain)

          Sorry, aber gerade Frauen sagen immer wenn sie „Ertappt“ wurden dass sie ja gar nicht so sind. Oder sie werden richtig böse und zickig und wenn die Gelegenheit passt auch mal eine Falschbeschuldigerin.

          Frauen wollen tarnen, verschleiern, kein klares Ziel abgeben.

          https://allesevolution.wordpress.com/2012/09/27/beteiligung-von-frauen-an-gesprachen/

          Daran kann der Wahrheitsgehalt nicht gemessen werden. Er muss sich daran messen wie gut die Vorhersagen in der Praxis zutreffen.

          *Ich hoffe für dich, dass zweiteres zutrifft, denn bei ersterem wirst du wohl noch oft auf die Schnauze fallen..*

          Wer nicht auf die Schnauze fällt ist tot, auch wenn sein Herz noch schlägt.

          *Deine Herumpsychologisierereien sind ebenso dämliche Küchenpsychologie, wie die in den Frauen- oder Männerzeitschriften (wie Men’s Health oder GQ).*

          Soll doch jeder selbst überlegen wie gut diese mit seinen Beobachtungen vereinbar sind.
          Das unsere Gutmenschenpsychologie an materielle Grenzen stößt begünstigt meine Minderheitenmeinung.

          *Und ganz gewiss stört mich deine Argumentation nicht, weil sie “zutrifft”. Welche Logik ist das denn bitte? Sagst du auch “wer schreit, hat Unrecht”?*

          Was trifft, trifft zu. Es ist dir nicht egal.

          Wer schreit hat Unrecht ist eine asiatische Lebensweisheit, dort sklavisch befolgt.
          Ich habe es einmal geschafft dass ein Koreaner schreiend den Raum verlässt. Er hatte in der Tat unrecht. Es war nötig, er blockierte das Projekt durch seine Unfähigkeit. Danach war es eine Sache von Tagen wo er Monate schon verschwendet hatte.

        • Naja, dann trifft es nicht zu, denn es trifft mich nicht 😉 Was du von mir hältst und wie du mich einschätzt, ist für meinen Lebensweg recht unerheblich, also denk von mir aus, was du möchtest.

          Allerdings finde ich es für die Gesprächskultur nicht förderlich, sich statt auf das Thema auf die Person zu konzentrieren, denn ich mag in Gesprächen ein Mindestmaß an Sachlichkeit. Alles was du von deinen Gesprächspartnern hier siehst, sind die Zeilen, die sie unter einem Pseudonym auf einem (anonymen) Blog von sich geben. Du meinst wirklich, sie aufgrund irgendwelcher geschriebenen Worte in Kategorien einteilen zu können? Von mir aus. Dann solltest du dich vielleicht für den Nobelpreis in Psychologie, oder, noch besser, Wahrsagen oder Telepathie vorschlagen lassen.

        • Wenn mich hier jemand in den Mittelpunkt gestellt hat, dann warst du das. Aber danke, dass du so eindrucksvoll bewiesen hast, wie wenig man dich Ernst nehmen kann. Ich rufe dich an, wenn ich mal wieder ein psychologisches Profil von mir brauche.

        • Du schriebst halt den ersten Beitrag.
          Dann kamen viele hinterher, und so sachlich. Respekt!

          Aber es stimmt schon, eigentlich können Frauen so was gar nicht, denn Frauen wollen sich nie in den Mittelpunkt stellen, malen sich mit Tarnfarben an um unentdeckt zu bleiben, verhalten sich wie graue Mäuse, sind kleiner damit sie in der Menge nicht auffallen, meiden deswegen Schuhe die sie größer machen, tragen unauffällige Kleidung, wollen im Stillen gutes tun aber es soll ja keiner merken.

          Oh Göttin, warum hab ich es nicht erkannt?

          Ich dagegen bin ein krankhafter Narzisst der um jeden Preis im Mittelpunkt stehen will und den du mit deiner Erkenntnis dass er nicht ernst zu nehmen ist tief getroffen hast.

        • Leszek: “ Der gute Mensch als Feindbild – wie bescheuert.“
          Kleine Anmerkung: ‚guter Mensch‘ != ‚gutmensch‘
          der unterschied ist vergleichbar mit dem zwischen Angeber und einem, der wirklich was drauf hat.

      • @Borat:

        „“Sehr schlimmer Unfall”?

        “Vor Liebe überquoll”?

        Das ist eine typische Gutmenschenfalle, oder wie ich es auch nenne: “Macht durch Hilfe”.“

        Er hat eine komplett zertrümmerte Hüfte und wird mindestens ein halbes Jahr mit Krankenhaus und Reha beschäftigt sein, du dummes Arschloch!!!

        • Dass Anhänger des rechten Anti-Gutmensch-Diskurses Arschlöcher sind, ist meiner Erfahrung nach übrigens nicht gerade selten. Da braucht man nur mal in die einschlägigen Foren zu schauen, in denen solches Vokabular häufig verwendet wird. Dass es den selbsternannten Kritikern des „guten Menschen“ in der Regel sehr schwer fällt, die minimalsten Grundsätze an Empathie und Anstand einzuhalten und dass sie unter dem Vorwand (linke) moralische Scheinheiligkeit kritisieren zu wollen, tatsächlich nur ein Ventil zum Ausdruck antisozialer Impulse und menschenfeindlicher Einstellungen suchen, ist in der Tat sehr auffallend. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

          Der Anti-Gutmensch-Diskurs ist zusammen mit dem widerwärtigen antisemitischen Anti-Kulturmarxismus-Diskurs und dem „Der Nationalsozialismus war links“-Diskurs Teil der rechten Variante der Political Correctness.
          Das intellektuelle und moralische Niveau dieser Political Correctness von rechts ist dabei freilich äußerst niedrig. Diesen reaktionären Sumpf und seine Diskursstrategien kritisch zu analysieren und diskursive Gegenstrategien zu entwerfen, wäre allerdings eine sinnvolle Aufgabe (Chomsky, wie wäre das als Dissertationsthema?)

          Ich habe übrigens einige wirklich intelligente und gebildete konservative Personen in meinem Bekanntenkreis, keiner von denen würde sich auch nur eine Sekunde mit den genannten Diskursen identifizieren.

        • @Robin

          Sorry, ich hab schon zu oft pathologische Narzisst_Innen erlebt die genau mit einer Show wie deiner sich wichtig tun wollen.

          Wer es nicht glaubt ist ein dummes Arschloch.

          Deswegen nenn ich mich selbst ein dummes Arschloch.

          Ich bin nicht deine Familie, die dich oder das „Opfer“ bemitleidet oder bewundert für die Geschichte.

          Vielleicht behältst du deine privaten Probleme und Beleidigungen besser für dich?

          Oder erzähl es and der Theke.

          Du könntest natürlich auch Plakate mit der herzzerreißenden Geschichte in der ganzen Stadt kleben lassen. Jetzt kommt bald die Weihnachtszeit. Warum immer nur aufgeblähte Kinderbäuche von Misereor oder Brot für die Welt? (Das mit den beschnittenen Mädchen in Afrika ist ja gerade ein etwas ..äh.. „ungünstiges“ Thema.)

          Hier ist nicht der Platz für Elendsmarketing oder pervertiertes „fishing for compliments“.
          Mach das doch auf deinem Blog der selbstdarstellenden , bekennenden Thekenschlampe.
          Da kannst du dann die Glück- und Genesungswünsche sammeln und den Rest löschen.

          @Leszek

          Ich bin gerne ein dummes Arschloch für Gutmenschen, deswegen nenne ich mich ein solches. So weiß der Gutmensch gleich woran er ist.

          Du sprichst von antisozialen Impulsen.

          Was ist antisozialer? Der, der durch Scheinheiligkeit und Verlogenheit versucht zu manipulieren, seine Macht zu steigern und damit andere Ausbeutet oder der, der diese Verlogenheit und Scheinheiligkeit Anspricht?

        • Alter, du hast echt den Schuss nicht gehört!!

          Fishing vor compliments? Mit SOWAS!? Sorry, aber da wo ICH herkomme, ist es nichts tolles, seinem Partner, einer Freundin etc. beizustehen, sondern das Normalste der Welt! Wenn das für DICH etwas so außergewöhnliches ist, dass man dafür Applaus erwarten kann, dann will ich wirklich nicht wissen, wie deine Beziehungen aussehen!!

          Wenn mich sowas schon zum Gutmensch macht, bitte. Lieber Gutmensch als ein Arschloch!! Antisozial trifft es genau!!!

        • Die Küchenpsychologie sagt nun, dass es Borat gut geschafft hat sich in den Mittelpunkt zu drängen.

          Vielleicht hat er es selbst mal als Gutmensch versucht, wurde aber nicht genug beachtet. Also versucht er sich nun als Schlechtmensch zu präsentieren, da bekommt man mehr Aufmerksamkeit. Wer anderen nach dem Mund redet kriegt das nicht. Er ist der „Gute“ indem er sich als „Schlechtmensch“ präsentiert.

          Oder wie?

          (zumindestens glaube ich nicht dass man weiter kommt indem man nun alles plump umdreht, und aus dem „Guten“ das „Schlechte“ macht und umgekehrt. Das ist nur der Versuch eine trügerische Sicherheit herzustellen, wenn man glaubt dass man dadurch „Freund“ von „Feind“ auseinander halten könnte.)

    • ..drängte sich mir der Gedanke auf, was für eine Scheiße PUler und selbsternannte Alphas zu dieser Situation zu sagen hätten.

      Was hätten sie wohl zu sagen:

      1. Leader of men
      2. Preselected by women
      3. Willing to emote
      4. Protector of loved ones

      ..gelten als die vier wesentlichen „attraction switches“. Also zwei von vier schon mal erfüllt 😀

      In jedem billigen Film bricht der Held auch mal in Tränen aus, wenn seinen Kinder / seiner Frau / seinem besten Freund etc. etwas zustößt, wogegen er (erstmal) nichts unternehmen kann.

      Das ist eben der Punkt: Der Mann als „human doing“ darf alles Mögliche beweinen, nur eben nicht sich selbst. Und er darf dann weinen, wenn er anschließend um so tatkräftiger handelt.

      Feministinnen arbeiten sich freilich meistens an äußerst merkwürdigen Zerrbildern über „tradierte Männlichkeit“ ab, was wohl eher der Selbstinszenierung als Alphadame dient..

      Das war schon bei der Uroma nicht wesentlich anders.

      • Nun, das stimmt nicht. Keine psychisch gesunde Frau nimmt es einem Mann übel, wenn er wegen einer blöden Situation, in der er sich befindet (wie auch immer diese aussieht) weint. Ich weiß nicht, welche Frauen du kennst, aber es müssen schon ausgesprochene Miststücke sein, wenn sie es einem Mann nicht zugestehen, zu weinen, wenn er z.B. in seinem Job gekündigt wurde, von der Freundin verlassen wurde, jemand für ihn Wichtiger (und sei es „nur“ der geliebte Hund) starb, er heillos überarbeitet ist, etc.
        Wenn ein Mann bei jeder Gelegenheit weint, läuft er Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. Aber würdest du eine weibliche Heulsuse ernst nehmen, eine richtige Dramaprinzessin, die schon heult, wenn man ihr mal widerspricht?

        • Keine psychisch gesunde Frau nimmt es einem Mann übel, wenn er wegen einer blöden Situation, in der er sich befindet (wie auch immer diese aussieht) weint.

          Im Privaten sieht die Welt auch etwas anders aus, es ist eben eine Frage des Vertrauens.

          Männer haben schon immer geweint, wenn dem geliebten Bruder etwas schreckliches zugestoßen ist, man soll doch bitte nicht so tun, als habe DerFeminismus dem Manne die Möglichkeit dazu verschafft.

          Ich würde sagen, ein Mann „darf“ dann weinen, wenn seine Handlungsorientierung damit nicht in Frage gestellt wird. Und für viele Feministinnen ist offenbar die Handlungsorientierung dann in Frage gestellt, wenn der Mann sich als „Schmerzensmann“ geriert: Einen solchen Mann kann eben nur noch sehr schwer aufgrund seiner „Privilegien“ in Regress nehmen.

          Wenn ein Mann bei jeder Gelegenheit weint, läuft er Gefahr, nicht ernst genommen zu werden.

          Genau.

          Aber würdest du eine weibliche Heulsuse ernst nehmen, eine richtige Dramaprinzessin, die schon heult, wenn man ihr mal widerspricht?

          Mit Dramaprinzessinen kannst du mich jagen, richtig.

          Aber bei Männern hängt die Latte um längen höher.

        • DerFeminismus dem Manne die Möglichkeit dazu verschafft.

          Das glaube ich ja auch nicht. Ansonsten würde man in der alten Literatur nicht auf bei weitem mehr weinende Männer treffen, als in heutigen Hollywoodfilmen.
          Allerdings ist der harte, männliche Mann a’la James Bond, der keine Gefühle zeigt, aber sicher auch kein weibliches Ideal. Zumindest nicht das der Mehrheit der Frauen.

      • @Nick

        Sehr richtig, es spricht nichts dagegen im Pickup Gefühle zu zeigen, es muss eben nur an der richtigen Stelle und auf die richtige Art sein. Willing to emote ist ein Stickwort im Attractionbereich, aber im Komfortbereich ist es natürlich noch leichter unterzubringen.

        Sich dort zu öffnen und Gefühle zu zeigen kann ja gerade Komfort bewirken
        „Emotional Honesty“ ist ein Stichwort, aber Verletzlichkeit ist gleichzeitig ein Costly Signal, dass Vertrauen zeigt, eine tiefe Verbindung suggeriert, ihr das Gefühl gibt, dass man bei ihr die Schranken oben lässt und das Schutzschild herunterfährt, was sie dann ebenfalls machen kann. Und es gibt ihr die Gelegenheit die passenden Gefühle selbst zu durchleben, was ebenfalls eine Verbindung schafft.

        Dazu mal von einer Pickupseite zitiert:

        http://www.pualingo.com/pua-definitions/vulnerability/

        A strong part of game is to not be afraid to expose one’s vulnerabilities. This does not mean pouring one’s heart out to the first girl that one talks with. Rather, it is being congruent with one’s humanity. For example:

        HB: “You must have a lot of friends, watching you work the room like that”

        PUA: “Actually, I can be a lone wolf sometimes. I enjoy time alone. It gives me clarity and time to think whenever I jog at night.”

        GPUAs often make the mistake of trying to hide away all of their vulnerabilities by putting on a strong face for the girl they are interested. However, hiding one’s weaknesses actually comes across as incongruent, insecure, and dishonest.

        The better strategy is to actively and confidently demonstrate one’s weaknesses. Doing so displays confidence, which is an attractive quality to women. It seems counterintuitive, but a weakness is only a weakness if the PUA sees it that way, and tries to hide it—a weakness that is confidently displayed is actually a strength.

        Und hier noch eine andere interessante Stelle dazu:

        http://postmasculine.com/power-in-vulnerability

        For instance, making yourself vulnerable doesn’t just mean being willing to share your fears or insecurities. It can mean putting yourself in a position where you can be rejected, saying a joke that may not be funny, asserting an opinion that may offend others, joining a table of people you don’t know, telling a woman that you like her and want to date her. All of these things require you to stick your neck out on the line emotionally in some way. You’re making yourself vulnerable when you do them.

        In this way, vulnerability represents a form of power, a deep and subtle form of power. A man who’s able to make himself vulnerable is saying to the world, “I don’t care what you think of me; this is who I am, and I refuse to be anyone else.” He’s saying he’s not needy and that he’s high status.

        Most people think of a man who’s vulnerable as a man who cowers in the corner and begs others to accept him or not hurt him. This is not vulnerability, this is weakness and neediness.

        Think of it this way, there are two men. One stands tall, looks straight ahead. Looks people in the eye when he speaks to them. Says what he thinks and is unconcerned with what others think of him. When he makes a mistake, he shrugs it off and maybe apologizes. When he sucks at something, he admits it. He’s unafraid to express his emotions, even if that means he gets rejected. He has no problem moving on to people who don’t reject him, but like him for who he is.

  2. Ich beschäftige mich grade mit „Rassismus“ und was damit zusammenhängt, ist ja auch ein Thema, das mit Feminismus zusammenhängt, da ja Homosexuelle, Farbige und Frauen gemeinsam zu den Gruppen gehören, die angeblich von den weißen, heterosexuellen Männern unterdrückt werden.

    Wäre vielleicht mal interessant, über den Zusammenhang von Gender-Feminismus und einer bestimmten Form von Antirassismus („Critical Whiteness“) zu diskutieren.

    • @ El_Mocho

      Es wird hier der selbe Psychotrick angewandt: Herrschaft durch Schuldgefühl, Erlangung von Diskurshoheit durch Generierung von Schuldgefühlen mittels Kollektivschuldvorwürfen, die der Angeschuldigte anzunehmen und abzubüßen hat durch besonderes Wohlverhalten/Privilegierung der angeblich kollektiv diskriminierten Gruppe, sonst ist er ein Rassist/Sexist/klassist etc.

      Diese Möglichkeit, Schuldgefühle zu erzeugen und auszubeuten wird so selbst wieder zum Machtmittel in den Händen der angeblich Diskriminierten.

      Weshalb es heute zunehmend attraktiv wird, in der Opferhierarchie aufzusteigen anstatt den Aufstieg in der Leistungshierarchie zu suchen.

      Auch das eine verheerende Entwicklung.

      Nicht dass es keine reale Schuld, kein reales Opfertum.

      Diese aber können nur individuell festgestellt und abgegolten werden, nicht kollektiv.

      Das Spiel mit Schuldgefühlen, mit Kollektivschuldvorwürfen zur Erlangung eigensüchtiger Vorteile gehört zu den widerlichsten Eigenheiten der Herrschaft durch PC.

      • Korrektur

        gäbe fehlt: Nicht, dass es keine reale Schuld gäbe.

        Diese Machtspielchen mit Schuldgefühlen beuten eine der edleren Eigenheiten des Menschen (Schuld anzuerkennen und Wiedergutmachung zu wünschen) für eigensüchtige Zwecke aus.

        Das ist so besonders abstoßend und widerwärtig an diesen PC-Manövern von Feminist.I.nnen und Antirassist.I.nnen.

  3. Also: Momentan überlege ich mir gerade intensiv, wo ich eine Promotion machen möchte und zu welchem Thema:

    Das Problem ist, dass es ja nun an vielen Unis im Rahmen des Bologna-Prozesses nur noch die Promotionsstudiengänge gibt und darauf habe ich überhaupt keinen Bock: nach Bachelor und Masters noch einmal ein „Schüleri“-Studium zu absolvieren, ist einfach vollständige Idiotie. Somit muss ich eine Uni finden, die noch nach alter Tradition vorgeht und wo man einfach eine Dissertation schreiben kann (plus Rigorosum/Disputation).

    Wenn man dann eine solche Uni gefunden hat, dann sollte an dieser Uni auch noch ein Professor sein, der vollständig auf der gleichen Wellenlänge liegt.
    Damit ist natürlich auch verbunden, dass dieser Prof. dann zu einem Dissertationsthema auch noch kompetent ist und das Dissertationsthema auch selbst noch für gut findet.
    Bei den Profs tendiere ich momentan auf folgende zwei, drei Personen:

    Erste Wahl wäre: Christoph Butterwegge: ist Prof. (Politikwissenschaftler) an der Uni Köln und hat vor allem viele Sachen zur Rassismus und Neoliberalismus publiziert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Butterwegge

    2. und 3. Wahl wären wohl

    Klaus Dörre: Prof. für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Uni Jena sowie

    Tilman Reitz, Prof. für Wissenssoziologie an der Uni Jena

    Beim Thema der Disseration bin ich mir auch noch überhaupt nicht schlüssig, was es denn sein sollte. Zuerst stellt sich mal die Frage, ob die Disseration eher empirisch oder theoretisch sein soll; aber momentan fallen mir so folgende Themen ein, wo ich mir eine Arbeit vorstellen könnte:

    – Theorievergleich zwischen Pierre Bourdieu und Michel Foucault
    – Theorievergleich zwische Pierre Bourdieu und Norbert Elias
    – Theorievergleich zwischen Pierre Bourdieu und Anthony Giddens
    – Das Konzept der Symbolischen Gewalt/Macht/Herrschaft nach Pierre Bourdieu
    – Elitesoziologie/Soziologie der Eliten
    – Politische Soziologie: Neoliberalismus, Globalisierung, Fordismus/Postfordismus
    – Prekarisierung/Prekarität
    – Die deutsche Männerrechtbewegung: Halbrechts, rechtsaussen oder im Abseits? 😀

    • @ Chomsky

      „Erste Wahl wäre: Christoph Butterwegge: ist Prof. (Politikwissenschaftler) an der Uni Köln“

      Dann wünsch ich Dir viel Glück!

      Als potentielle (Korrektur-)Leserin interessierte mich am meisten:

      – Das Konzept der Symbolischen Gewalt/Macht/Herrschaft nach Pierre Bourdieu

      Und was sich daraus ergeben könnte (mglw. in Bezug zur Männer-/Frauenbewegung?)…

        • Tja, auch ein wirklich großer Soziologe wie Pierre Bourdieu erzählt manchmal großen Schwachsinn.

          Wenn schon biologieblind, dann doch lieber Christoph Kucklick, der einzige Gender-Theoretiker, den ich hoch schätze und der in seinem bahnbrechenden Werk „Das unmoralische Geschlecht: Zur Genese der negativen Andrologie“ vieles von dem Unsinn, den Bourdieu da erzählt, widerlegt.

        • Alles klar, habe mir übrigens ein Buch von Sarah Blaffer Hrdy gekauft – Mütter und Andere: Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat

          Interessiert mich als soziobiologisches Standardwerk zur Kooperationsforschung.

  4. @ Chomsky

    Ich hätte noch ein Thema für Dich: Soziologie – Wissenschaft oder linke Säkularreligion, halblinks, linksaussen oder im Abseits?

  5. Diese Woche? Oh Gott, verdammt, da war – wie immer – so viel…

    In Zusammenhang mit Geschlechterfragen fiele mir spontan dieser MM-Beitrag ein:
    http://maedchenmannschaft.net/fuenfzehn-minuten-anti-seximus-praesentiert-durch-die-australische-premierministerin/

    Oder der kleine Appetizer in der ZEIT: http://www.zeit.de/gesellschaft/2012-09/leserartikel-alphabetisierung-tschad

    Die haben sich auch getraut mal wieder das Schicksal einer Zwangsprostituierten zu schildern
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/zwangsprostitution-deutschland-menschenhandel

    Hängt mir ebenso nach wie die bereits etwas ältere Beschreibung von „Menstruationsblut-Kunst“
    http://www.freitag.de/autoren/liz_weidinger/blut-in-bechern

    Ich hab ja echt nix gegen die Idee an sich – aber die Umsetzung hat für mich etwas Pornographisches (was – bitteschön – nicht bedeutet, dass ich es zensieren wollte!)…

  6. *Hängt mir ebenso nach wie die bereits etwas ältere Beschreibung von “Menstruationsblut-Kunst”*

    Cool, menstruinöse Kunst.

    Ich hab da noch eine Sammlung vollgewichster Taschentücher aus meiner Jugend.

    Das schönste hat den Titel „Uschi Glas“.

    Jetzt sag mir nicht das ist primitiv und pubertär.

  7. „Diese Woche? Oh Gott, verdammt, da war – wie immer – so viel…“

    Das wichtigste Ereignis dürfte wohl die Vorstellung des Kachelmann-Buches gewesen sein, nicht wahr ?!

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