„Liebe Feministinnen, es grüßt die Realität“

Mir kommt es so vor als würde mit zunehmenden Gewicht des radikalen Feminismus in der Netzwelt, sichtbar beispielsweise am Wandel in der Mädchenmannschaft, auch einiges mehr an Kritik laut werden.

Hier ist wieder jemand am schimpfen:

Ich habe keinen Bock, jedes Scheiß-Nomen durchzugendern. Ich habe keinen Bock, bei jeder Äußerung fünf mal nachzudenken, wen ich damit jetzt wenn er-sie-es einen schlechten Tag hat gefühlt diskriminieren könnte, es kotzt mich an, dass Männer/Nichtfeministen/Andersdenkende (jaaaaahaaaa, ich setzt mich grad mit Wonne in die Nesseln) belehrt, bevormundet und rund gemacht werden. Ich finde es ätzend, dass das Weibsvolk statt sich in Solidarität und schlüssiger Argumentation zu üben (und ja, ich denke, das sollte auch Männer und alles dazwischen mit einbeziehen) sich über die “reine Lehre” streitet, sich gegenseitig vorhält, wer wie viel und vor allem viel viel mehr/ härter/ erfolgreicher/ erfolgloser/ geradliniger/ politisch korrekter arbeitet, missioniert, reproduziert oder erzieht. Dabei werden fröhlich Randgruppen ausgegrenzt, Stereotypen abgearbeitet und Energien sinnlos verpulvert, die weissgott anderweitig sinnvoller eingesetzt wären.

Hier geht es also sowohl um den arroganten Ton, der oft innerhalb des Feminismus herrscht gegenüber „Andersdenkende“ als auch um die ewigen Grabenkämpfe wer nun korrekter ist und damit IDPOL besser umsetzt bzw. die Unterdrückungsolympiade gewinnt. Der Feminismus braucht eigentlich Gegner nur am Rande, er ist wunderbar in der Lage sich selbst zu zerfleischen. Momentan ist es gerade der Rassismusvorwurf, der quasi zu einer Lähmung führt, weil man vor lauter Awarnessteams und politischer Korrektheit die Gleichberechtigung komplett aus den Augen verloren hat.

Da stellt also einer so nen Beton-Mensch-ärger-dich-nicht in seinen Eingang. Geht halt woanders hin. Gibts keine Cafés in Berlin mehr? Da war auf dem Slutwalk irgendwas mit *politischkorrekt* People of Color und es gibt ein Riesengeschrei, dass das plötzlich ne rassistische Veranstaltung sein könnte und ausserdem ja kein safe-space wäre und es die Veranstalter/Initiatoren nicht geschafft und sich auch nicht ausreichend bemüht hätten, dafür zu sorgen, dass es einer wird. Hab ihr das selbst schon mal gemacht? So `ne Veranstaltung? Und dafür gesorgt, dass jede/r Anwesende sich uneingeschränkt zu jedem Zeitpunkt sicher gefühlt hat und in seiner Gesamtpersönlichkeit gewürdigt und bei allen Eventualitäten sein uneingeschränktes Wohlbefinden gewährleistet war?

Nein? Wundert mich nicht. Ist nämlich utopisch. Geht nicht. Es grüßt die Realität.

Realität? Welch seltener Aufruf innerhalb des Feminismus mir dies zu sein scheint. Aber sehr berechtigt. Die Auffassung, dass man etwas absolut kritiklos gestalten könnte ist in der Tat naiv und das immer feinere Untergliedern der Benachteiligungen und das Empören über kleinste subjektive Grenzüberschreitungen führt garantiert nicht zu einer besseren Welt, sondern nur dazu, dass sich die verschiedenen Gruppen hin auf Verletzungen belauern und sich gegenseitig beschimpfen, dass die jeweiligen Grenzen nicht eingehalten werden.

Wie also soll man sich entwickeln?:

Anyone sich mal überlegt, dass Dinge die gut gemacht werden sollen auch Spaß machen müssen? So macht Feminismus, Frauenarbeit, Engagement für Weiberkram keinen Spaß. Gestreite, Rechthaberei und Selbstdarstellung. Und zwar auf Kosten anderer. Auf Kosten derer, für die ihr eigentlich sprechen und arbeiten wollt: andere Frauen.

Nehmt doch mal bitte die Stöcke aus dem Arsch. Fasst euch mal an den Händen und seid nett zueinander

Ein nobler Aufruf. Wird aber nicht klappen, denn IDPOL ist wie eine Droge und verstärkt sich selbst.

Ein wenig mehr Nettigkeit und Sachlichkeit wäre aber in der Tat nett.

100 Gedanken zu “„Liebe Feministinnen, es grüßt die Realität“

  1. @ Christian

    *Die Auffassung, dass man etwas absolut kritiklos gestalten könnte ist in der Tat naiv und das immer feinere Untergliedern der Benachteiligungen und das Empören über kleinste subjektive Grenzüberschreitungen führt garantiert nicht zu einer besseren Welt, sondern nur dazu, dass sich die verschiedenen Gruppen hin auf Verletzungen belauern und sich gegenseitig beschimpfen, dass die jeweiligen Grenzen nicht eingehalten werden.*

    Mich erinnert diese Entwicklung an das Gruppenselektionsexperiment betreffend die Legeleistung von Hühnern.

    Nehme ich immer die Henne mit der höchsten Legeleistung aus dem Käfig und züchte mit der weiter, habe ich nach einigen Generationen einen Haufen neurotischer Chicks, die überhaupt nichts mehr legen, weil ich immer das dominanteste Huhn der Gruppe auswählte, das die höchste Legeleistung erbrachte, weil es die anderen Hühner im Käfig am erfolgreichsten an der Eiablage hinderte duch entsprechende Terrormaßnahmen.

    Offenbar ist der Feminismus in diese Phase eingetreten.

    Jede Menge neurotischer Chicks (auch skepchicks darunter), die aufeinander einhacken: Gackern ohne Eier zu legen – die höchste Entwicklungsstufe des Feminismus.

    Immerhin, Awarenessteams ist ein kreativer Beitrag zum Neusprech in der Orwell-Schule des Neuen Denkens.

    Früher nannte man das Tscheka, GPU, NKWD oder KGB.

    „Genosse Dserschinskij, schicken Sie mal bitte ein paar Awarenessteams zum Aufarbeiten der Kronstädter Affären los!“

    • Früher nannte man das Tscheka, GPU, NKWD oder KGB.

      … oder heilige Inquisition – peinliche Befragung inklusive. Naja, dass hat er wieder vergessen zu erwähnen. Aber ich bin ja auch noch da um korrigierend einzugreifen. 😉

      • @ Peter

        Ach, Meister, das ist schon so lange her, das kann man schon mal vergessen.

        Schließlich hat die Inquisition keinen Kommunisten/Sozialisten umbebracht.

        Kommunisten aber Christen.

        Millionen.

        • @ Maestro Pietro

          *Das ist wahr, Kommunisten, Sozialisten und Marsmenschen haben sie keine umgebracht, weil da keine waren! *

          Ja, schon.

          Das belegt immerhin, dass die Kirche das ideologisch motivierte Massenmorden grosso modo seit rund 200 Jahren eingestellt hat.

          Seit dem II. Vaticanum darf man sogar hoffen, aus Einsicht und innerer Überzeugung und nicht bloß, weil ihr die Zähne ausgefallen sind.

          Kommunisten morden dagegen fröhlich weiter, ob in China papsttreue Katholiken im Gulag sitzen oder in Kuba seltsamen Autounfällen zum Opfer fallen.

  2. Problem ist: Gender-Feminismus beruht nicht auf irgendeiner wissenschaftlichen Theorie (sprich: er versucht nicht, die Realität zu untersuchen, zu interpretieren und daraus bestimmte Folgerungen und Handlungsanweisungen abzuleiten), sondern auf moralischen Imperativen: Du sollst niemanden diskriminieren oder benachteiligen usw. Besonders schön formuliert habe ich das vor kurzem irgendwo gelesen: Man darf niemand zwingen, etwas gegen seinen Willen zu tun.

    Ist natürlich klar, dass man das nicht im Alltagsleben umsetzen kann; schon wenn man über den Zebrastreifen geht, zwingt man die Autofahrer gegen ihren Willen zu halten. Und so geht das dann immer weiter: wissenschaftliche Erkenntnisse, die auf Ungleichheiten zwischen Menschen hinauslaufen dürfen nicht wahr sein; in diesem Zusammenhang habe ich das Wort gehört „Biologie ist Faschismus“.

    Stattdessen sucht man sich exotische konstruktivistische Theorien, die vorne und hinten nicht stimmen und voller Wiedersprüche stecken, um die moralischen Imperative zu stützen, an die sich ja schließlich auch alle anderen halten sollen.

    • „… sondern auf moralischen Imperativen: Du sollst niemanden diskriminieren oder benachteiligen usw. … Man darf niemand zwingen, etwas gegen seinen Willen zu tun.“

      allerdings gilt das nur für den zuvor definierten kreis der diskriminierten™ & marginalisierten™. das monster weißer, able bodied, heterosexueller cis-mann kommt NATÜRLICH nicht in den genuss von DEFMA & co. und auch in der diskriminiertenhierarchie gibt es abstufungen. da steht die WoC, möglichst lesbe, trans, behindert, übergewichtig, mit migrationshintergrund, alt, klein, linkshändig und single ganz oben auf der liste der reziprok mächtigen.

      • Ja natürlich, diejenigen, die andere gegen ihren Willen zu etwas zwingen, dürfen sehr wohl gezwungen werden.

        Ein Schelm wer böses dabei denkt.

          • @hottehü

            „männer würden z.b. dinge über dich denken und annehmen, die du auf diesem blog lesen kannst.“

            Bitte etwas konkreter: Wo ist der Nachteil, wenn Männer etwas über Frauen annehmen, was man auf diesem Blog lesen kann? Insbesondere wenn sie auf diesem Blog eh immer wieder lesen, dass eine essentialistische Betrachtungsweise falsch ist und das Häufungen lediglich über die Gruppe auftreten, die Betrachtung von Einzelpersonen aber eine ganz andere Frage ist?

        • Inwiefern soll das schlimmer sein als das Ubiquitäre „Männer sind schuld an allen Kriegen“ was nicht nur in Blogs steht sondern auch gerne mal einfach so gelabert wird, „Männer sind Schweine“, was in die Charts kommt, und den ganzen sonstigen Vorwürfen wie „…wollen nur das eine“ „…sind gefühllos“, etc, wo dann sogar noch erwartet wird, dass man brav nickt?

        • was schlimmer ist, steht hier nicht zur debatte. es wäre eine opferolympiade.
          aber wenn du diese aussagen über männer als schlimm empfindest, kannst du davon ausgehen, dass frauen die üblichen aussagen über frauen auch schlimm finden.

        • *“Männer sind Schweine”, was in die Charts kommt, und den ganzen sonstigen Vorwürfen wie “…wollen nur das eine” “…sind gefühllos”, etc, wo dann sogar noch erwartet wird, dass man brav nickt?*

          Es sind sehr dumme, undifferenzierte Menschen (die o.g. Sprüche hab ich lustigerweise auch schon von Männern selbst gehört) die solche Sprüche über Männer klopfen.
          Genauso wie es dumme,undifferenzierte Menschen sind, die ähnliche Sprüche über Frauen klopfen.

        • Natürlich gibt es sowohl Männerfeindlichkeit als auch Frauenfeindlichkeit. Was es davon wie viel gibt, variiert erheblich zwischen verschiedenen Kulturen und Epochen.

          Was ist in Deutschland und anderen westlichen Industrienationen heute?

          Ganz einfach: Der Mann schlägt die Zeitung auf, und liest da so Sachen wie „Frauen sind die besseren (beliebige Tätigkeit)…“ genauso bis zum Erbrechen wie „Der Mann ist ein sozialer und sexueller Idiot“, ein „Mangelwesen“, ein „Irrtum der Natur“, „primitiv, aber glücklich“, ein „emotionaler Parasit“, ein „potentieller Vergewaltiger“, ein „Schwein“, ein „halbes Wesen“, das „von der Evolution und den frauen überholt worden ist“ , die „natürliche Ursache von Krieg und Terror“, usw. – während es nie oder fast nie gegen Frauen geht, und gefeiert wird, wenn sich eine beruflich in einer Männerdomäne behaupten kann.

          Wer ist also, auch wenn das hier als Opferolympiade interpretiert werden kann, hinsichtlich der Art, wie die Mainstreammedien drüber schreiben, benachteiligt?

          Ganz klar der Mann. Früher einmal die Frau, als es hieß, sie sei „dem Tiere ähnlich“, „nicht viel intelligenter als ein Schimpanse“, das „Gegenteil von allem mathematischen“ usw. – war genauso scheiße.

          Ein Geschlecht (oder eine beliebige Menschengruppe) herunterschreiben dient dazu, Diskriminierungen dieses Geschlechts/dieser Menschengruppe zu legithimieren. Das muss ein Ende haben. Wir können uns alles andere nicht mehr lange leisten – und wir sollten es auch gar nicht, weil es ziemlich unschön ist.

        • @marenleinchen

          *Es sind sehr dumme, undifferenzierte Menschen (die o.g. Sprüche hab ich lustigerweise auch schon von Männern selbst gehört) die solche Sprüche über Männer klopfen.
          Genauso wie es dumme,undifferenzierte Menschen sind, die ähnliche Sprüche über Frauen klopfen.*

          Dieser dumme und undifferenzierte Mensch ist dann aber ziemlich verbreitet.

          Ich sag sinngemäß ja ähnlich schlechtes über mich.

          Ist wegen meiner Angst vor Frauen.
          Vor allem vor Frauen die nur mein „Bestes“ wollen oder stark gestört sind.
          Entweder die verstehen meinen Sarkasmus und regen sich auf oder die verstehen es nicht und outen sich als doof und sagen dann ich sei kompliziert aber meine Angst ist in jedem Fall abgewendet.

          Dass hier eine versteht und mit Humor oder sogar Selbstironie reagiert und sich dabei nicht als frustrierte Alltagsemanze outen würde ist mir fast noch nie passiert.

          • @Maren

            Bei „auf diesem Blog“ dachte ich erst einmal an Artikel dieses Blogs. Insbesondere da Hottehü mir ja gerne vorwirft, dass ich einseitig Männer als toll darstelle.
            Die Meinung einzelner Kommentatoren ist natürlich jeweils die Meinungen der Kommentatoren.

        • @Christian
          „Einzelner“ ist gut… Liest du deine Kommentarspalte eigentlich manchmal? Zudem sind deine Artikel auch nicht so sonderlich lesenswert, oft nur Vollzitate mit einem „Was meint ihr dazu“.
          Von daher würde ich sagen, dass die Kommentarspalten 80% des Inhalts bei dir ausmachen.

          • @Maren

            „“Einzelner” ist gut… Liest du deine Kommentarspalte eigentlich manchmal?“

            Ich meinte damit, dass jeder Kommentator für sich steht. Es ist seine Meinung, die ich mir sofern ich dies nicht ausdrücklich sage genau so wenig zu eigen mache wie deine oder Muttersheeras.

            „Zudem sind deine Artikel auch nicht so sonderlich lesenswert, oft nur Vollzitate mit einem “Was meint ihr dazu”.“

            Mal hat man mehr Zeit zum Schreiben, mal weniger. Mal kann es auch bereichernd sein, interessante Texte herauszusuchen und darüber eine Diskussion zu ermöglichen.

            „Von daher würde ich sagen, dass die Kommentarspalten 80% des Inhalts bei dir ausmachen.“

            Natürlich stellen sie einen wesentlichen Teil des Blogs dar. Ich freue mich sehr darüber, dass hier kontrovers diskutiert wird. Aber es bleiben eben Meinungen der einzelnen Kommentatoren. Insofern hätte mich interessiert, ob Hottehü sich auf meine Äußerungen bezog oder auf die anderer. Das war dem Kommentar so nicht zu entnehmen.

        • @ Maren

          *Von daher würde ich sagen, dass die Kommentarspalten 80% des Inhalts bei dir ausmachen.*

          Das ist das Internet, Maren.

          Da gibt es doch tatsächlich Blogs, die einer Feministin wie Dir nicht gefallen, die sich eurer Defma entziehen, die eure Herstories mit der Realität konfrontieren.

          Das ist nicht politisch korrekt, so wie Du es gewohnt bist.

          Wohl wahr.

          Aber nötig.

        • Und wenn sie erfolgreich sind, werden endlich so viele dummschwätzende, großmäulige Männerrechtler die Medien und die Politik bevölkern wie dummschwätzende, großmäulige Feministinnen das jetzt bereits tun.

          Das wäre wenigstens Gleichstellung.

        • @borat:
          „Entweder die verstehen meinen Sarkasmus und regen sich auf oder die verstehen es nicht und outen sich als doof und sagen dann ich sei kompliziert aber meine Angst ist in jedem Fall abgewendet.

          Dass hier eine versteht und mit Humor oder sogar Selbstironie reagiert und sich dabei nicht als frustrierte Alltagsemanze outen würde ist mir fast noch nie passiert.“

          Selbstironisch auf etwas reagieren, womit man sich nichtmal scherzhaft identifizieren kann?
          Wenn ein Mann sich selbstironisch mit „Männer sind Schweine“ identifiziert liegt es daran, dass er es teilweise auch so sieht bzw stolz drauf ist.

          wenn andere deinen Sarkasmus nicht verstehen, liegt es vielleicht auch daran dass er nicht gut formuliert ist?
          Dass man manchmal den Empfänger kennen muss, Gestik/Mimik/Stimmlage im Netz nicht vorhanden sind, und deswegen extrem schwierig ist herauszufinden, ob jemand etwas nur im Scherz sagt, Frustriert ist oder blos draufhauen möchte.

          Auch du verstehst Texte im Netz schonmal anders als sie gemeint sind. Das bringt das Medium „Text“ leider einfach mit sich

    • @ Adrian

      *. Nachteile fallen mir da keine ein. Eigentlich nur Vorteile.*

      Wenn Du nun aber darauf spekulierst, dass andere für Dich die Kastanien aus dem Feuer holen sollen, Dich schützen und versorgen sollen und Du dafür keine Gegenleistung erbringen möchtest, dann wären doch ein paar eingebildete, gefühlte Nachteile nicht schlecht, um sie auf den Verhandlungstisch zu legen.

      • „Wenn Du nun aber darauf spekulierst, dass andere für Dich die Kastanien aus dem Feuer holen sollen, Dich schützen und versorgen sollen“

        Aber das ist doch ein toller Vorteil. Ich könnte als Frau sowohl selbstbewusst auftreten als auch mich von Männern bedienen lassen. Und ich hätte mehr Sex. Was für ein geiles Leben.
        😀

        • *Ich könnte als Frau sowohl selbstbewusst auftreten als auch mich von Männern bedienen lassen. Und ich hätte mehr Sex. Was für ein geiles Leben.*

          Und zack macht die gute Fee dich hässlich. Viel Spaß dabei. :-*

          • @Maren

            Ich glaube nicht, dass selbstbewußte Frauen als hässlich wahrgenommen werden. Dies ist eher dann der Fall, wenn sich dieses „Selbstbewußtsein“ in Arroganz, Härte, Aggressivität oder übertriebenen Forderungen äußert.

            Selbstbewußtsein an sich kann aus meiner Sicht durchaus attraktiv sein. Wenn auch auf eine andere Art als bei Männern.

        • @ Maren

          *Nicht das Selbstbewusstsein macht hässlich. Nicht so auszusehen wie ein Model macht hässlich.*

          Würdest Du eine Frau, die aussieht wie Dein Avatar, als hässlich einstufen?

          Dürfte man das sagen?

          Oder sind Männer um der allegemeinen Menschenliebe und der Politischen, diskriminierungsfreien Korrektheit willen gehalten, so zu tun, als sei sie eine unentdeckte Schönheit, eine Perle in der Miesmuschel?

          Was denkst Du?

        • Adrians Idee war, dass Frauen es toller haben als Männer und hat seine Vorstellung spezifiziert. Ich habe lediglich relativiert, dass diese Vorteile nur für sehr hübsche Frauen gelten (und auch nur in bestimmten Lebensbereichen).

        • @marenleinchen

          Frauen haben es besser, schau her:

          „The first big, basic difference has to do with what I consider to be the most underappreciated fact about gender. Consider this question: What percent of our ancestors were women? It’s not a trick question, and it’snot 50%. […] Recent research using DNA analysis answered this question about two years ago. Today’s human population is descended from twice as many women as men. […] maybe 80% of women but only 40% of men reproduced.“

          (aus Baumeister: Is There Anything Good About Men?
          http://www.psy.fsu.edu/~baumeistertice/goodaboutmen.htm)

        • @ Stephan Fleischhauer

          *Frauen haben es besser, schau her:*

          Das ist nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass Frauen es besser hatten, nur ein Indiz dafür, dass über lange Phasen der Menschheitsgeschichte hinweg wenige Männer viele Frauen befruchteten.

          Ob mit oder gegen deren Willen, in wie weit hier Frauen Opfer und/oder Komplizen waren, lässt sich aus den Genen nicht erraten.

          Nur, dass mehr Männer als Frauen nicht zum Zuge kamen.

          Wahrscheinlich, weil dominante Männer sie daran hinderten.

          Nicht anders als heute.

          Es sind schließlich dominante Männer, die den Feminismus durchkämpfen und sichern.

        • Liebes Marenleinchen,

          wer räumt denn auf, wenn ein schwerer Sturm wie „Kyrill“ alles umbläst, Fichten und so? Und wer befreit eingeklemmte, noch lebende AutofahrerInnen während des Sturms noch von der Last der umgekippten Fichte?

          Richtig, die Feuerwehr. Wieviele Frauen arbeiten denn dort? Und würde das die Lage im Katastrophenfall ungefährlicher machen, wenn die einen hohen Frauenanteil hätten?

          Oder wenn es brennt, und Du bespielsweise aus dem brennenden Haus evakuiert werden musst, weil die Flammen das Treppenhaus unpassierbar machen und Dir mitsamt giftigem Rauch immer näher kommen. Wer sollte aus Deiner Sicht das Sprungtuch halten? Männer oder Frauen? In welchem Fall hättest Du beim Abspringen ein sichereres Gefühl?

          Wer kann sowas körperlich besser, und ist vom Verhalten eher darauf programmiert, etwas zu riskieren, auch das Leben, um sich unterbewusst bei Frauen zu profilieren? Richtig, das Männchen! In diesem Falle das Feuerwehrmännchen. Wollen viele Männchen schon als Kind später werden.

          Oder was ist, wenn so ein Deich bricht und dann Sandsäcke geschleppt werden müssen, damit die z. B. Elbe nicht zu Dir ins Wohnzimmer kommt und dort unaufgefordert Dein Hinterteil „umarmt“? Dann hilft Dir wieder ein Haufen Männchen, diesmal keine Feuerwehrmännchen, sondern olivgrüne Männchen von der Bundeswehr. Und Durschnittsmännchen aus der Bevölkerung.

          Oder was ist, wenn Du in einem Flugzeug sitzt, das von ein Paar blöden Idioten mit terroristischem Hintergrund (Da waren 1977 auch weibliche Terroristen bei. Und die Töten entschlossener als männliche, das weiß die GSG 9.) entführt worden ist, so mit Schusswaffen, Plastiksprengstoff uns so? Wer hilft Dir dann?

          Richtig, de jute GSG 9, um mit Hausmeister Krause zu sprechen. Und wie groß ist deren Frauenanteil? Der liegt ungefähr, nein sogar exakt bei 0 %. Eine der Gründe, warum diese Anti-Terroreinheit weltweit so einen guten Ruf genießt.

          Ja, so ist das, liebe Maren, ohne die ganzen „halben Mangelwesen“, diese „Irrtümer der Natur“, diese „potentiellen Vergewaltiger“, diese „sozialen und sexuellen Idioten“ usw., die ihre Knochen hinhalten und ihre Leben riskieren, auch für Frauen, und von denen so manch einer im Einsatz sein Leben verloren hat (Man denke nur einmal an die Feuerwehrmänner in New York am 11. 9. 2001), viele fast jede Naturkatastrophe, mancher Unfall, und JEDE Geiselnahme usw. verdammt viel schlimmer aus.

          Und das alles ist nur ein einziger Bereich von mehreren, in dem Frauen von Männern erheblich profitieren.

        • Korrektur:

          1. Sorry an alle Feuerwehrleute, kann doch sein dass ihr bei Flutkatastrophen mithilft. Und Technisches Hilfswerk und keine Ahnung wer noch. jedenfalls alles Männchen.

          2. Sorry für die paar Tippfehler, war etwas flüchtig.

        • Hm, einerseits wird bemängelt, dass es ja nur Männer sind, die retten und helfen, andererseits wird immer wieder von den hier anwesenden Männern betont, dass Frauen das alles ja gar nicht könnten und alle Rettungsbedürftigen sterben würden, wenn Frauen sich mehr in diesen Bereichen engagieren würden.

          *Sorry an alle Feuerwehrleute, kann doch sein dass ihr bei Flutkatastrophen mithilft. Und Technisches Hilfswerk und keine Ahnung wer noch. jedenfalls alles Männchen*

          Nee.

          http://www.netzwerk-feuerwehrfrauen.com/index.html

          http://www.thw.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Meldungen/national/2004/12/meldung_003.html?nn=924068

        • „Hm, einerseits wird bemängelt, dass es ja nur Männer sind, die retten und helfen, andererseits wird immer wieder von den hier anwesenden Männern betont, dass Frauen das alles ja gar nicht könnten und alle Rettungsbedürftigen sterben würden, wenn Frauen sich mehr in diesen Bereichen engagieren würden.“

          Es wird nicht bemängelt, sondern gefordert, dass die Tatsache als solche, dass Männer in den beschriebenen Fällen die Retter & Helfer sind, anerkannt werden soll.

          Ein ständiges Kontra-Geben bei solchen Themen ist genauso männerfeindlich wie das krampfhafte Suchen von Widersprüchen, bzw. das Interpretieren von scheinbaren Widersprüchen als tatsächliche. Eine grundsätzliche Lebenseinstellung der Frau als Opposition zum Mann ist einem guten gesellschaftlichem Klima stark abträglich.

          Das Betonen, dass die Frau alles kann, was der Mann kann, auch in Berufen, in denen Körperkraft und Risikobereitschaft vonnöten sind, ist ebenfalls eine typische Art und Weise feministisch gesinnter Frauen, die Leistungen von Männern für die Gemeinschaft zu relativieren und den Mann für überflüssig oder möglichst überflüssig zu erklären.

          Es ist aus meiner Sicht Kleingeisterei, aufzuzeigen, dass es bei der Feuerwehr und beim THW auch Frauen gibt.

          Denn ob da drei Frauen arbeiten oder nicht, ist kein großer Unterschied. Hier gilt eine Weisheit, die auf

          http://www.maskulist.de zu finden ist:

          „Der Unterschied der Geschlechter besteht nicht darin und ist nicht daran zu erkennen, dass die Frau nicht auch tun könnte, was der Mann tut; der Unterschied der Geschlechter besteht darin und ist daran zu erkennen, dass sich das Tun des Mannes als wesenhaft, initiierend und tragend für das jeweilige Gebiet erweist, das der Frau aber als unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar.“

          Mein Zusatz: Und es gibt Tätigkeiten, die so eine Frau kaum hinkriegt, Sprungtuch festhalten, Zugriff auf Schwerbewaffnete usw.

        • „*Und das alles ist nur ein einziger Bereich von mehreren, in dem Frauen von Männern erheblich profitieren.*

          Sprich weiter“

          Heute nicht mehr. Aber man denke nur einmal daran, wieviel Geld denn vom Männchen zum Weibchen wandert und wieviel ungekehrt!

        • “Der Unterschied der Geschlechter besteht nicht darin und ist nicht daran zu erkennen, dass die Frau nicht auch tun könnte, was der Mann tut; der Unterschied der Geschlechter besteht darin und ist daran zu erkennen, dass sich das Tun des Mannes als wesenhaft, initiierend und tragend für das jeweilige Gebiet erweist, das der Frau aber als unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar.”

          Wenn hier etwas verzichtbar war, dann dieser bescheuerte Spruch.

        • @ Leszek

          Nee, die Wahrheit ist unverzichtbar. An dem Spruch ist jedenfalls viel Wahres dran.

          Die Raumfahrt

          ist hierfür nur ein Beispiel von vielen.

          Und nun die Milliardenfrage:

          Wozu brauchen Feuerwehr & Technisches Hilfswerk Frauen?

          1. siehe Weltall

          2. zum Kaffeekochen

          3. Zur Motivation der Männer. Genau wie hier:

          http://www.google.de/imgres?q=Cheerleader&um=1&hl=de&sa=N&biw=1280&bih=825&tbm=isch&tbnid=iLq7wZp8SkziSM:&imgrefurl=http://www.fc-koeln.de/stadion/cheerleader/&docid=MPbmhQDf4cU2aM&imgurl=http://www.fc-koeln.de/uploads/pics/foto_cheerleader.jpg&w=420&h=315&ei=ICd4UP3zOpD24QSS_IGQDg&zoom=1&iact=hc&vpx=978&vpy=352&dur=460&hovh=194&hovw=259&tx=167&ty=90&sig=102798073088816760632&page=1&tbnh=126&tbnw=168&start=0&ndsp=27&ved=1t:429,r:12,s:0,i:111

          Mal im Ernst: Was ist besser für beide Geschlechter? Gegeneinander zu rivalisieren, zu diskutieren, wer das bessere Geschlecht ist, die jeweils andere Seite für überflüssig oder schlecht zu erklären, um Arbeitsplätze zu konkurrieren, auch mit unfairen Mitteln (Frauenquote)…

          …oder endlich wieder miteinander zu kooperieren, unter Berücksichtigung, dass Fähigkeiten und Motivationen im Durchschnitt unterschiedlich auf beide Geschlechter verteilt sind?

          Letzteres wäre ein MITeinander, und nicht länger dieses GEGENeinander, was wir mittlerweile haben.

          Und über das, was ich oben geschrieben habe, Weltall, Kaffee kochen und so, sollte frau lachen können! Es ist die Retourkutsche für schlimmeres, für Äußerungen der Marke „Endlich kastriert – das Mangelwesen Mann“.

        • @ Maren

          Das tue ich doch gerne, liebe Maren.

          Wie fließen die Geldströme?

          Welches Geschlecht subventioniert welches Geschlecht?

          Welches Geschlecht dominiert fast total fast alle Berufe, die die schmutzigsten, gesundheitsschädlichsten, gefährlichsten Arbeiten abverlangen?

          Welches Geschlecht arbeitet mehr, welches hat mehr Freizeit?

          Welches Geschlecht lebt länger?

          Welches Geschlecht hat mehr nicht selbst erarbeitetes Geld zum freien Konsum zur Verfügung?

          Oder der Knaller der letzten Jahre: DIE QUOTE.

          Natürlich ausschließlich in attraktiven Hochstatusbereichen für Frauen einzuführen, versteht sich.

          Wie kann ich erreichen, dass für mich die Quotensänfte herbeigetragen wird, die mich an allen Konkurrenten und Leistungswettbewerben vorbei nach oben bringt, wenn ich gerne mit 30-h-Woche und Pauershopping plus kommunikativem Selbstverwirklichungsstudium (Kultur, Kommunikation plus Irgendwas), das Fähigkeiten vermittelte, die niemand freiwillig einkauft, weil sie kein Mensch braucht, so viel erreichen möchte wie der liebe Kollege mit seinem Dr. ing. und 60-h-Woche?

          Soll der sich doch einen Herzinfarkt erschuften, aber bitte ich doch nicht.

          Die Schweinchen-Schlau-Lösung: Ich stelle mich als DISKRIMINIERT dar.

          Ja, das wird der Grund sein, warum ich keine Karriere mache: ICH WERDE UNTERDRÜCKT, stoße an die Gläserne Decke, die den Vorteil hat, nicht sichtbar = nachweisbar zu sein, weshalb ich mir auch gar nicht erst die Mühe machen muss, sie nachzuweisen.

          Behauptung des Vorliegens einer Diskriminierung genügt.

          Gut, ich muss dazu Männern, die vielleicht unschuldig sind, boshaftes, übelwollendes, unfaires Handeln unterstellen – aber mein Gott, Falschbeschuldigen ist doch keine große Sache, man weiß doch nach jahrzehntelanger Hetze, wie die Kerle so sind.

          Und Hein Blöd wird mir zustimmen.

          So ist es möglich, dass das verwöhnteste Stratum der Weltbevölkerung mit mehr Freizeit, Gesundheit, Lebenserwartung, Konsumentenmacht, Bildung und weniger Arbeitszeit (auch hier wieder: nicht, weil sie nicht wollen oder nicht müssen, Gott bewahre, sondern WEIL MANN SIE NICHT LÄSST!) als jede andere Gruppe, nämlich die verwöhnte, gelangweilte weiße Mittelschichtprinzessin den Feminimsmus zu ihrer Leitideologie gemacht hat, um sich als benachteiligt, ausgebeutet und unterdrückt darstellen zu können.

          Wofür dann die bösen Männer gefälligst Reparationen zahlen sollen, um ihnen Gelegenheit zu geben, ihre Schuld auch tüchtig abzubüßen.

        • Jede Frau arbeitet also weniger als jeder Mann? Jede Frau lebt länger als jeder Mann? Jede Frau bekommt von der Gemeinschaft mehr Geld als jeder Mann? Und jede Frau hat einen easy Bürojob, während jeder Mann im Bergbau arbeitet?

          Ich sagte ja, universell auf JEDE Frau übertragbar…

        • @maren
          „Hm, einerseits wird bemängelt, dass es ja nur Männer sind, die retten und helfen, andererseits wird immer wieder von den hier anwesenden Männern betont, dass Frauen das alles ja gar nicht könnten und alle Rettungsbedürftigen sterben würden, wenn Frauen sich mehr in diesen Bereichen engagieren würden. “

          nein, es wird bemängelt, das für Frauen die einstellungstest extra leicht gemacht werden, damit Frauen auch ohne hartes Training diese Jobs bekommen, nur dadurch sind viele Frauen nicht in der Lage, Menschen zu retten, die ein Mann hätte retten können oder eine Frau, die den gleichen Anforderungen hätte genügen müssen, wie Männer.

        • „Lieber Roslin,
          welche Kastanien werden denn bitte aus dem Feuer geholt, wovon universell übertragbar jede Frau profitiert?“

          und

          „Ich sagte ja, universell auf JEDE Frau übertragbar…“

          Liebe Maren,

          wieso fragst Du nach JEDER Frau? Welchen Sinn soll das haben? Bei den stark unterschiedlichen Menschen ergibt das doch gar keinen Sinn! Es KANN jede Frau profitieren, vom starken Feuerwehrmann gerettet zu werden. Vorteile, die sich aus einer amurösen oder sexuellen Interaktion ergeben, KÖNNEN dem Wohl hetero- und bisexueller Frauen zuträglich sein.

          Aber universell für alle, „wo“ gibt? Schwierig! Aber ich hätte da was: Die Tatsache, dass wir in einer modernen Zivilisation leben, auf der Grundlage vieler männlicher Erfindungen. Da wäre z. B. die Erfindung der Glühbirne von Thomas Edison. Davon hat JEDE Frau hier in Deutschland profitiert – also jede, die jetzt lebt.

        • @ Matthias

          Was erscheint Dir eigentlich so „unfair“ an der Vorstellung, dass in Führungspositionen möglichst min. 30 % (ebenso qualifizierte) Frauen mitagieren sollen?

          Oder gehts Dir nur um die praktische Umsetzung dieser (wirklich alten!) Forderung?

          @ Leszek

          Danke!

          Wofür?

          Dafür:

          „Wenn hier etwas verzichtbar war, dann dieser bescheuerte Spruch.“

          Du gehörst (leider) einer aussterbenden Spezies an, scheint mir… aber ich ja auch, als lila-Latzhosen-Schwarzer-Cheerleaderin 😀

        • Und weil Thomas Edison ein Mann ist, sind Männer allgemein wertvoller als Frauen? OK.

          Alle Frauen schreiben bessere Gesellschaftsromane als alle Männer, weil Edith Wharton, Jane Austen und Dorothy Parker.

          Alle Frauen sind bessere PflegerInnen als Männer weil Florence Nightingale.

          Alle Frauen sind bessere Regenten weil Elisabeth I und II.

          Alle Frauen sind bessere Studierende weil Dorothea Erxleben.

          Alle Frauen sind bessere Programmiererinnen weil Ada Lovelace

          Merkste selbst, ne?

        • @ Mudda Sheera

          „Was erscheint Dir eigentlich so “unfair” an der Vorstellung, dass in Führungspositionen möglichst min. 30 % (ebenso qualifizierte) Frauen mitagieren sollen?“

          Da Frauen von sich aus Führungspositionen nicht in dem Maße anstreben, dass von alleine hinterher 30 % aller Führungskräfte weiblich sind, müsste man, wenn man wirklich einen Frauenanteil von 30 % haben will, mit einer Frauenqute nachhelfen. Aber das hieße, dass man Frauen aufgrund ihres Geschlechts bevorzugt und gleichzeitig, besonders dann, wenn man diese 30 % schnell erreichen will, um dann vor den Medien sagen zu können „Wir haben einen hohen Frauenanteil…“, selbst die geeignetsten Männer nicht in die Führungspositionen lässt.

          Das ist schlichtweg ungerecht. Es verbaut nicht nur verdiente Karrierewege von Leistungsträgern, sondern führt auch dazu, dass z. B. Firmen nicht mehr ein so erfolgreiches Management haben, wie sie es haben könnten.

          Es verringert ferner auch den Marktwert, den betroffene Männer auf dem Partnermarkt haben. Es erhöht den Single-Anteil in der Bevölkerung, mit allen Folgen. Die Geburtenrate wird geringer, die demographische Krise verschärft sich, und manch eine Frau in Führungsposition kapiert erst mit sagen wir 50, dass sie die Chance auf Ehe und Kinder kriegen verpasst hat. Auch für die Frau ist es nicht gut. Ja, Karriere machen verringert bei Frauen die Wahrscheinlichkeit, dass sie heiraten & Kinder kriegen.

          Dann gibt es noch das Phänomen der „Goldröcke“. Damit die heilige Frauenquote erfüllt wird, und den Medien dann verkünden kann, man habe sie erfüllt, gibt man die Führungsposten den wenigen frauen, die sie haben wollen, und die haben dann mehrere. Und kriegen dadurch noch weniger Kinder. Und dann bricht irgendwann alles aus demographischen Gründen zusammen, und dann gut´Nacht, Marie. Und zwar für beide Geschlechter.

          Vorher wird der Hass auf Frauen zunehmen, besonders auf Karrierefrauen. Denn schließlich sind die dann „nur aufgrund der Quote“ da reingekommen.

          „Oder gehts Dir nur um die praktische Umsetzung dieser (wirklich alten!) Forderung?“

          Wie meinst Du das? Ich bin doch nicht für die Umsetzung radikalfeministischer Forderungen wie z. B. einer Frauenquote.

          Ich sehe das so: Chancengleichheit ist wesentlich besser als Ergebnisgleichheit. Berufliche Chancengleichheit ist bei einer Frauenquote nicht mehr gegeben.

          Dann gibt es noch die Chancengleichheit auf dem Partner- und Hochzeitsmarkt, also die, die es nicht gibt. Denn auf dem Partnermarkt sind die Frauen im großen und ganzen die mächtigen Entscheidungsträger. Und heiraten vorwiegend „nach oben“. Wie wirkt es sich auf den Partner- und Hochzeitsmarkt aus, wenn Frauen immer mehr in Führungspositionen kommen? Ich meine jetzt nicht nur durch drei „Goldröcke“, sondern durch alles, auch durch die Bildungsmisere der Jungen? Ich sag Dir wie: desaströs. Die Männer werden bei der Partnerwahl immer mehr diskriminiert, beziehungen und Ehen werden seltener und für Männer immer unlukrativer, risikobehafteter. Und Kinder wird es auch immer weniger geben. Und der Hass auf Frauen wird eine traurige Blütezeit erfahren, die wir alle nicht brauchen können.

          Wenn man von „Chancengleichheit“ spricht, sollte man damit nicht „Ergebnisgleichheit“. oder „Ergebnisangleichung“ meinen, und man sollte auch nicht dabei die sich durch Frauenquoten u. ä. erhöhende Chancenungleichheit auf dem Partner- und Hochzeitsmarkt einfach ausklammern.

          Wie kommst Du gerade auf das Thema Frauenquoten?

        • *Es verbaut nicht nur verdiente Karrierewege von Leistungsträgern, sondern führt auch dazu, dass z. B. Firmen nicht mehr ein so erfolgreiches Management haben, wie sie es haben könnten.*

          *HUSTHUST* Leistungsträger… erfolgreiches Management.. *Röchel*

          *Es verringert ferner auch den Marktwert, den betroffene Männer auf dem Partnermarkt haben. Es erhöht den Single-Anteil in der Bevölkerung, mit allen Folgen.*

          Oh mein Gott, was ist dann erst mit denjenigen die nie die Möglichkeit hatten auch nur in die Nähe einer Vorstandsetage zu kommen, weil sie KFZ-Mechaniker gelernt habe??

          *gibt man die Führungsposten den wenigen frauen, die sie haben wollen, und die haben dann mehrere. Und kriegen dadurch noch weniger Kinder. Und dann bricht irgendwann alles aus demographischen Gründen zusammen, und dann gut´Nacht, Marie.*

          Weil wenige Frauen eventuell weniger Kinder kriegen bricht die Demographie zusammen?

        • @ Maren

          „Und weil Thomas Edison ein Mann ist, sind Männer allgemein wertvoller als Frauen? OK.“

          Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Männer allgemein wertvoller als Frauen sind. Wenn Du es da reininterpretierst, zeigt das nur, wie pathologisch Du auf Argumente reagierst, die Dir nicht passen.

          Du hattest gefragt nach etwas, was Männer für Frauen tun und wovon JEDE Frau profitiert. (Eigentlich eine blöde Frage. Bringen Frauen denn etwas, wovon JEDER Mann profitiert? Auch eine blöde, sinnlose Frage.)

          Ich antworte mit dem Glühbirnen-Beispiel (allgemein technische und medizinische Erfindungen), und Du unterstellst mir, ich hätte damit gesagt, ich hielte Frauen aufgrund dieses einen Mannes und seiner Erfindung für weniger wert. Sorry, aber das ist unterste Schuiblade.

          Du gehst so schludrig um mit dem, was ich schreibe, mal wieder, siehst es immer nur negativ, liest zwischen den Zeilen, wo nichts steht, interpretierst alles immer so, dass Du am besten was dagegen sagen kannst, schaffst ein Diskussionklima, dass man sich, wenn das hier offline und öffentlich wäre, nicht trauen würde oder viel Überwindung brächte, etwas zu sagen, als Mann zu dem Thema ÜBERHAUPT noch etwas zu sagen – aber das ist ja eine typisch feministische Strategie…

          …immer gleich böse Unterstellungen. Du bist in meinen Augen krank. Du kannst vor lauter Antipathie mir gegenüber oder allegemein vor lauter Traumatisiert sein kaum noch klar denken. Ich weiß, Du hast schreckliches erlebt und kein leichtes Leben gehabt. Dir hat ein Mann etwas sehr schlimmes getan. Aber ich selbst bin das nicht und will auch keine Projektionsfläche für einen Vergewaltiger sein – ich habe manchmal den Eindruck, ich (oder andere Männer, die den Feminismus nicht mögen) bin das irgendwo für Dich. Ich vertrete zwar geschlechterpolitisch eine Meinung, die Dich anwidert, aber es gibt in einer Demokratie nun einmal Andersdenkende. Ich verdrehe das, was Menschen, die anders als ich denken, auch nicht oder interpretiere etwas rein, oder begegne ihnen immer so feindlich. Ich tituliere auch nicht wesentlich höher qualifizierte Menschen einfach so als „Leichtgewicht“ – nee sorry, so ungerecht Bildungschancen auch verteilt sind, dass eine Frau, die ihr Abitur nachholt oder gerade nachgeholt hat einen Dipl.-Biol. mit A-Level-Abschluss als „Leichtgewicht“ bezeichnet, das ist aus meiner Sicht Werteverfall in Reinform. Und daraus, dass ich aus Deiner Sicht „leicht aus der Fassung“ zu bringen sei, zu schließen, ich sei ein Leichtgewicht, sorry, aber das ist richtig dumm.

          „Alle Frauen schreiben bessere Gesellschaftsromane als alle Männer, weil Edith Wharton, Jane Austen und Dorothy Parker.

          Alle Frauen sind bessere PflegerInnen als Männer weil Florence Nightingale.

          Alle Frauen sind bessere Regenten weil Elisabeth I und II.

          Alle Frauen sind bessere Studierende weil Dorothea Erxleben.

          Alle Frauen sind bessere Programmiererinnen weil Ada Lovelace

          Merkste selbst, ne?“

          Nein, Du unterstellst mir, ich würde so denken, obwohl nichts drauf hindeutet.
          Du gibst Dir nicht nur nicht die geringste Mühe, mich zu verstehen, Du willst mich gar nicht so sehen, wie ich bin. Du siehst nur das, was Du sehen willst. Und Du willst mich als Feind sehen, und siehst mich deshalb als Feind. Jedenfalls behandelst Du mich so.

        • „*Es verbaut nicht nur verdiente Karrierewege von Leistungsträgern, sondern führt auch dazu, dass z. B. Firmen nicht mehr ein so erfolgreiches Management haben, wie sie es haben könnten.*

          *HUSTHUST* Leistungsträger… erfolgreiches Management.. *Röchel* “

          Ja, ich finde Leistung und erfolgreiches Management auch nicht in jeder Hinsicht gut. Ich bin nicht einer, der immer mehr Wirtschaftswachstum und rein kommerziellen Erfolg will. Ich fidne diese Welt auch zu materialistisch. Aber Du denkst mal wieder, ich sei so einer.

          „*Es verringert ferner auch den Marktwert, den betroffene Männer auf dem Partnermarkt haben. Es erhöht den Single-Anteil in der Bevölkerung, mit allen Folgen.*

          Oh mein Gott, was ist dann erst mit denjenigen die nie die Möglichkeit hatten auch nur in die Nähe einer Vorstandsetage zu kommen, weil sie KFZ-Mechaniker gelernt habe??“

          Die Frage passt gar nicht an die Stelle. Eigentlich bestätigt sie nur, was ich gesagt habe. KFZ-Mechaniker kriegen auch eher dann eine Frau, wenn Frauen weniger Karriere machen, in welcher Branche auch immer, wenn sie weniger Abitur machen und studieren.

          „*gibt man die Führungsposten den wenigen frauen, die sie haben wollen, und die haben dann mehrere. Und kriegen dadurch noch weniger Kinder. Und dann bricht irgendwann alles aus demographischen Gründen zusammen, und dann gut´Nacht, Marie.*

          Weil wenige Frauen eventuell weniger Kinder kriegen bricht die Demographie zusammen?“

          Es sind nicht wenige Frauen, die heute keine oder zuwenig Kinder kriegen. Ja, und der Rückgang der Geburtenrate reicht für einen Systemkollabs, der auch Dich plattmachen wird.

          Natürlich betreffen Quoten für Spitzenpositionen unbedeutend wenige. Aber sie sind die Spitze des Eisberges eine ruinösen Politik. Wenn man den ganzen Eisberg nicht mag, mag man auch seine Spitze nicht.

          So, und ich habe jetzt echt keine Lust mehr und besseres zu tun, als mich hier mit Dir herumzuschlagen.

        • @Matthias
          “Der Unterschied der Geschlechter besteht nicht darin und ist nicht daran zu erkennen, dass die Frau nicht auch tun könnte, was der Mann tut; der Unterschied der Geschlechter besteht darin und ist daran zu erkennen, dass sich das Tun des Mannes als wesenhaft, initiierend und tragend für das jeweilige Gebiet erweist, das der Frau aber als unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar.”

          Dein Zitat. Natürlich sind Frauen nicht weniger WERT, aber
          unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar. Das ist was völlig anderes!

          *Du gehst so schludrig um mit dem, was ich schreibe, mal wieder, siehst es immer nur negativ, liest zwischen den Zeilen, wo nichts steht, interpretierst alles immer so, dass Du am besten was dagegen sagen kannst […]*

          Nein, das muss ich gar nicht. Zudem bist du derjenige, der sich in sowas wie eine Erzfeindschaft reinsteigerst, als wäre ich ein Cartoon-Bösewicht. Albern.

          *Ja, ich finde Leistung und erfolgreiches Management auch nicht in jeder Hinsicht gut. Ich bin nicht einer, der immer mehr Wirtschaftswachstum und rein kommerziellen Erfolg will. Ich fidne diese Welt auch zu materialistisch. Aber Du denkst mal wieder, ich sei so einer. *

          Schön dass du meine Gedanken lesen kannst, sogar in körperlicher Abwesenheit. Aber das meine ich gar nicht. Ich denke für die Unternehmen macht es keinen Unterschied, ob sich ein Mann durch Vitamin B in die obersten Stellen geschmuggelt hat, oder eben eine Frau durch Quote.

          Grundsätzlich: Bitte reagier doch auf meine Reaktionen auf einzelne Teile deiner Kommentare. Deswegen zitiere ich.
          Das macht sonst alles sehr ermüdend.

          • @Maren

            „Ich denke für die Unternehmen macht es keinen Unterschied, ob sich ein Mann durch Vitamin B in die obersten Stellen geschmuggelt hat, oder eben eine Frau durch Quote.“

            die Fähigkeit, genug Vitamin B aufzubauen, kann durchaus auch für ein Unternehmen interessant sein. ZB wenn er dieses auch bei den Kunden einsetzen kann oder deswegen gut eingebunden ist. Quotenpersonen haben diesen Vorteil nicht.

        • „Dein Zitat. Natürlich sind Frauen nicht weniger WERT, aber
          unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar. Das ist was völlig anderes!“

          Ist es auch. Die Frauen sind auch nicht weniger wert, nur weil der Großteil aller technischen, medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritte, die die Menschheit je hatte, auf die Arbeit von Männern zurückzuführen ist. Die Frauen waren dafür ja auch in anderen Bereichen unverzichtbar. Und selbstverständlich gleichwertig.

          „*Du gehst so schludrig um mit dem, was ich schreibe, mal wieder, siehst es immer nur negativ, liest zwischen den Zeilen, wo nichts steht, interpretierst alles immer so, dass Du am besten was dagegen sagen kannst […]*

          Nein, das muss ich gar nicht. Zudem bist du derjenige, der sich in sowas wie eine Erzfeindschaft reinsteigerst, als wäre ich ein Cartoon-Bösewicht. Albern.“

          Ich steigere mich nicht rein, sondern stelle etwas in Ruhe richtig. Von mir aus ist das keine Feindschaft, ich habe Deinen Standpunkt nie falsch dargestellt.

          „*Ja, ich finde Leistung und erfolgreiches Management auch nicht in jeder Hinsicht gut. Ich bin nicht einer, der immer mehr Wirtschaftswachstum und rein kommerziellen Erfolg will. Ich fidne diese Welt auch zu materialistisch. Aber Du denkst mal wieder, ich sei so einer. *

          Schön dass du meine Gedanken lesen kannst, sogar in körperlicher Abwesenheit. Aber das meine ich gar nicht. Ich denke für die Unternehmen macht es keinen Unterschied, ob sich ein Mann durch Vitamin B in die obersten Stellen geschmuggelt hat, oder eben eine Frau durch Quote.“

          Gedanken lesen? Du hättest Dein „hust“ & „röchel“ ja erklären können. Vitamin B finde ich auch völlig daneben. Dürfte genausowenig sein wie Frauenquoten. Von Seilschaften, z. B. durch Mitgliedschaften in Studentenverbindungen, habe ich noch nie was gehalten. Angeblich kommen aber auch Frauen durch Vitamin B manchmal wo rein.

          „Grundsätzlich: Bitte reagier doch auf meine Reaktionen auf einzelne Teile deiner Kommentare. Deswegen zitiere ich.“

          Tue ich doch. Ich schreibe dann aber dabei, was noch dabei gehört.

          „Das macht sonst alles sehr ermüdend.“

          Es ist ermüdend und unergiebig. Es ist besser für beide Seiten, auf die Kommentare des jeweils anderen nicht mehr einzugehen.

      • @ Stephan Fleischhauer

        *Deinen letzten Schwenk habe ich nicht verstanden*

        Was ist daran unverständlich?

        Alle Gremien, die feministische Lobbygesetzgebung durchwinken, waren und sind männerdominiert.

        Die männlich dominierte Spitze, bestehend aus Alphamännern, macht gerade keine Männerpolitik, sondern – darum sind es ja Alphamänner – Frauenschutz-, Förder- und Versorgungspolitik.

        Wen ernennt Piech zu seiner Erbin/Nachfolgerin, Bertelsmann, Springer?

        Wer profitiert vom Feminismus?

        Frauen unter 30 auf dem Höhepunkt ihrer sexuellen Macht und Alphamänner sowie deren Ehefrauen, Mätressen, Töchter.

        Deren Söhne sind eh auf der sicheren Seite.

        Der Rest der Gesellschaft bezahlt die Rechnung.

        Feminismus ist ein Elitenprojekt, mit Leszek und Peter zu reden: Es ist Teil eines Klassenkampfes von oben, das sich als progressiv tarnt.

        Auch hier sind die feministischen Basislinken mal wieder nützliche Idioten einer ganz anderen Agenda.

        Na ja.

  3. Dass innerhalb einer Bewegung, Gruppe, Team Regeln entstehen, die nicht mehr erfüllbar sind, ist imho ein iteressanter Effekt, den man an vielen Stellen beobachten kann, nicht nur im Feminismus.

    Generell scheint mir das ganze meist so zu laufen: Am Anfang hat man eine kleine Gruppe, die für oder gegen irgendwas Kämpft (Rassismus, Sexismus, Homophobie, Benachteiligung, whatever).

    Diese Gruppe ist Gezwungen, in den relevanten Belangen die Realität zu respektieren, einfach, weil sie sonst gegen diese verliert.

    Die Motivation der Gruppenmitglieder ist im großen und ganzen: bekämpfe den Gegner, und kassiere die Gewinne. Bekämpfe den KKK, und werde nicht mehr gelyncht.

    Ein Gruppenmitglied anzugreifen hat keinen Zweck: man gewinnt dadruch nichts, aber man verliert dank der geschwächten Gruppe die Aussicht auf den Gewinn.

    Irgendwann ist die Gruppe groß und erfolgreich genung, dass das kippt. Dazu muss sie nicht mal notwendigerweise ihre Ziele erreicht haben, sondern
    nur über genug „Schlachtwert“ verfügen. Die Situation jetzt ist, dass man, wenn man ein Gruppenmitglied angreift die Gruppe nicht mehr merkbar schwächt (groß genug), aber über nennenswert mehr Resourcen verfügt (man kontrolliert mehr der Gruppenresourcen). Den Gegner anzugreifen
    allerdings lohnt sich nicht mehr, denn, im Gegensatz zu den eigenen leuten, wehrt der sich. Die eigenen leute kriegen sogar noch ein schlechtes gewissen wenn sie sich wehren.

    Also bildet sich eine Art Inquisition in der Gruppe, als eine Parasitäre Untergruppe, die die Hauptgruppe ausnimmt. Und das Mittel dieser Inquisition ist, die Regeln möglichst unerfüllbar zu machen, damit sie jeden aus der Gruppe „zurecht“ angreifen können.

    So erklärt sich dann auch ganz einfach, warum derselbe Intellektuelle, der einem neulich noch erklärte, dass man ja ein faschist ist, wenn nicht notwendigerweise der Meinung ist, dass es kein Eigentum geben sollte, wenn im Bus ganz unzweifelhafte Faschisten anfangen, Siegheil zu brüllen und zu pöbeln, nichtmal nachdem er sich in Sicherheit gebracht hat, die Minute zeit für die 110 auf seinem Handy hat.

    Oder, warum einige Feministen irgendwie versuchen, herzuleiten, dass männliche Nerds daran schuld sind, dass sich Mädchen nicht für Technik interessieren, anstatt zu versuchen, die Frauen für Technik zu begeistern (und es dazu zunächst selber zu lernen).

    Jedesmal kann man entweder auf ein Opfer einschlagen, was sich nicht wehrt und sich selbst nutzen, oder eine sich wehrenden „Gegner“ bekämpfen, und was für die Gruppe tun.

    Wie zu erwarten, gewinnt die erste Alternative

  4. Ich finde das faszinierend und würde mir wünschen, es gäbe mal eine sozialpsychologische Untersuchung über die ablaufenden Regressionsprozesse in Gruppen wie MM.

    Ich denke, hier kommt einiges zusammen:

    – Zu viele Personen, die ihre egozentrischen und autoritären psychischen Strukturanteile nicht im Griff haben, in der Kerngruppe.

    – Der privilegierte Status der Gruppenmitglieder – mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend Personen aus der Mittelschicht mit genügend Zeit und Ressourcen um Gender Studies zu studieren und sich ausgiebig in der verworrenen politisch korrekten Ideenwelt zu suhlen, diesen „Expertenstatus“ lässt man außenstehende, weniger informierte Personen dann auch durchaus spüren.

    – Eine irrationale Ideologie, die im Zusammenhang mit idiotischen Konzepten wie „Definitionsmacht“, abstrusen politisch korrekten Sprachregelungen und extremer identitätspolitischer Ausrichtung sich zu einem von der Wirklichkeit abgeschotteten, geschlossenen Glaubenssystem entwickelt hat.

    – Intern vermute ich persönlich, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine informelle Hierarchie mit stark dominanten Personen an der Spitze gibt, welche ideologisch den Ton angeben und ihre dominante Position auch perfekt ideologisch zu legitimieren wissen. Die interne organisationssoziologische Struktur solcher Gruppen wäre nochmal ein interessantes Thema für sich.

    Ich würde hier der Analyse, die Itsme einmal für solche Gruppen gegeben hatte, in der Grundtendenz zustimmen, dass die zugrundeliegende Ideologie automatisch zum Umschlag ins Totalitäre disponiert – Itsme bezeichnete dies als „autoritäre Emanzipationsideologien“. Das jeder Vernunft und Ethik ins Gesicht schlagende Definitionsmachtsmachtkonzept, die Fixierung auf politisch korrekte Sprachregelungen und die identitätspolitische Ausrichtung begünstigen die Aktivierung egozentrischer und soziozentrischer Persönlichkeitsschichten und wirken der Reifung hin zu demokratischen Persönlichkeitsstrukturen entgegen.

    Der szene-interne Status jedes Gruppenmitglieds kann bei Vorhandensein einer solchen Ideologie nur erhalten oder ausgebaut werden durch immer extremere Anwendung der geforderten politisch korrekten Diskursformen. Man braucht auch wirklich viel Zeit, um hier ideologisch stets auf der Höhe zu sein, um den Rest der Welt darüber belehren zu können, wie man zu denken und zu sprechen hat. Wobei dieser Hang sich gegenseitig in Anwendung politisch korrekter Diskursformen zu übertreffen für Außenstehende natürlich ein recht absurdes Schauspiel darstellt.

    Radikalfeminismus im Verfallsstadium.

    • @Leszek

      Ich finde bei mädchenmannschaft.net am meisten bedenklich, dass man einfach sehr, sehr stark das Gefühl bekommt, dass sie vielfach nicht mehr ergebnisoffen sind: sei dies in wissenschaftlichen Fragen, aber auch sonst im politischen Diskurs: bei mädchenmannschaft.net zeigt sich das gut an ihren Nettigkeiten und vor allem, wie sie gehandhabt werden: ist m.E. eine euphemisierte Art von inhaltlicher Zensur und somit Unterdrückung eines politischen Diskurses.

      Beim Definitionsmachtkonzept zeigt sich m.E. gut, dass die Leute nicht zwischen Handlung und Struktur unterscheiden können oder wollen: Natürlich haben Weisse in Deutschland vielfach Privilegien, nur das ist eben erst einmal eine strukturelle Geschichte und gewisse Privilegien können eben auch mit gewissen Nachteilen verbunden sein (also Dialektik im Auge behalten). Aber: auf der strukturellen ebene können gewisse Ethnien minderprivilegiert sein, aber auf der Handlungsebene können sie eben genauso rassistisch sein wie jeder andere Mensch auch, deshalb ist das Definitionsmachtkonzept so schwachsinnig: Deshalb immer wieder an die Dialektik von OpferTäter und TäterOpfer erinnern: Auf der strukturellen Ebene Opfer aber auf der Handlungsebene Täter und vice versa.

      Na ja, es würde noch viel zu sagen geben, aber die Diskussion mit Betonköpfen, wie es auch auf mädchemannschaft.net doch einige gibt, war noch nie sehr fruchtbar. 🙂 Aber manchmal bin ich schon erstaunt, wie wie geradezu naiv und trotzdem fanatisiert dort gewisse Damen sind. Also: lieber der katholische Frauenbund an die Macht als solche Damen von mädchenmannsch.net. 🙂

      • @ Chomsky

        „auf der strukturellen ebene können gewisse Ethnien minderprivilegiert sein, aber auf der Handlungsebene können sie eben genauso rassistisch sein wie jeder andere Mensch auch, deshalb ist das Definitionsmachtkonzept so schwachsinnig:“

        Ausgezeichnet auf den Punkt gebracht.

      • „Natürlich haben Weisse in Deutschland vielfach Privilegien, nur das ist eben erst einmal eine strukturelle Geschichte“

        Welche Privilegen bzw. Strukturen meist du konkret?
        Diese Listen kennt man ja, aber bei genauer Betrachtung erweisen sich die meisten dieser Privilegien als reine Befindlichkeiten.

        • @hottehü

          Ich würde mal den Wohnungsmarkt besonders aufgreifen:

          Ich weiss z.B. von meinem Vater, der ist Besitzer von Mehrfamilienhäuser, dass seine Verwaltung sehr gezielt schaut, welche Leute man als Mieter will oder eben nicht will. Aber ich denke, es gibt auch auf dem Arbeitsmarkt gewisse Segregationen und solche Dinge könnten auch in ganz anderen Bereichen spielen (Kapitalaufnahme, Hypotheken, Privatkredite etc.), kein Stimm- und Wahlrecht (hat nun weniger mit der Hautfarbe zu tun, aber eben ob eingebürgert oder nicht eingebürgert: in der Schweiz ist eine Einbürgerung sehr schwierig und je Nach Ethnie oder Hekunft noch viel schwieriger). etc. Aber man müsste dieses Thema mal gesondert anschauen und sich Zeit nehmen und Literatur genauer dazu lesen.

        • „Aber man müsste dieses Thema mal gesondert anschauen und sich Zeit nehmen und Literatur genauer dazu lesen.“

          auf jeden fall.

          mir stellt sich die frage, inwiefern man das, was du beschreibst, tatsächlich als struktur bezeichnen kann, ober ob es sich dabei um schlichte „mehrheitseffekte“ handeln kann.

    • Gefällt mir, der Post.

      „Der privilegierte Status der Gruppenmitglieder – mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend Personen aus der Mittelschicht mit genügend Zeit und Ressourcen um Gender Studies zu studieren und sich ausgiebig in der verworrenen politisch korrekten Ideenwelt zu suhlen, diesen “Expertenstatus” lässt man außenstehende, weniger informierte Personen dann auch durchaus spüren.“

      Das möchte ich nochmal unterstreichen. Es ist schon witzig: Da wird einem einerseits Klassismus vorgeworfen, wenn man ein paar Tatsachen anspricht (nämllich, dass es bildungsferne Schichten gibt, egal wie man zu dieser Terminologie stehen mag), aber andererseits ständig selbst Klassismus produziert, indem man sich grundsätzlich einer Sprache bedient, die Uneingeweihte ausschließt. Ich gebe zu, bei manchen Artikeln auf MM verstehe ich maximal die Hälfte und muss mir erst mal mühsam die Begriffe zusammen googeln, von denen es teilweise noch nicht mal eine allgemeingültige Defintion gibt. Und dann noch diese Unsitte, ständig englischsprachige Texte zu verlinken oder großangelegt zu zitieren, als müsste jeder Mensch auf der Welt perfekt Englisch verstehen können.
      Damit das nicht falsch verstanden wird: Die können natürlich auf ihrem privaten Blog machen und schreiben, was und wie sie das wollen. Aber dieses mit zweierlei Maß messen geht mir auf den Sack.

      Das Problem bei dieser Seite ist, dass es keinerlei Kontakt zur Basis gibt. Zur Basis, da zähle ich mal ganz frech Frauen wie mich. Ich meine Frauen, die von ihrem Umfeld in sexistische Schubladen gepresst werden und das nicht wollen, die wütend werden, wenn sie sexuell belästigt werden, obwohl sie nur tanzen gehen wollen, die ihr eigenes Geld verdienen und froh drum sind, weil sie sich von keinem Mann aushalten lassen wollen, die ihre Männer trotzdem lieben, weil sie sie eben lieben und nicht, weil es „Alphas“ sind, die es nicht einsehen, warum manche Berufe für Frauen Tabu sein sollen, die auch mal in Jogginghose einkaufen gehen wollen, ohne deswegen direkt angepöbelt zu werden, gleichzeitig aber sich auch hübsch machen wollen, wenn sie Bock drauf haben, ohne deshalb angetatscht zu werden, die sich ärgern, wenn man ihnen etwas nicht zutraut, nur weil sie Frauen sind, die bei wichtigen Entscheidungen innerhalb ihrer Beziehung mitreden wollen, die über die Unterdrückung von Frauen in anderen Ländern fassungslos den Kopf schütteln.
      Ich kenne viele solcher Frauen, doch kaum eine davon nennt sich Feministin, weil sie von Tussen wie von der MM abgeschreckt werden.

      Ich meine, Beispiel „Rassismus beim Slutwalk“: So ganz blicke ich da zwar nicht durch, da sich ja offensichtlich in den Stellungnahmen standhaft geweigert wird, mal klar zu sagen, was da eigentlich genau passiert ist (Angst vor Retraumatisierung oder was?), doch es scheint darum zu gehen, dass die Slutwalkerinnen sich erdreistet haben, sich Burkas auf den Körper zu malen (ich nenne das nicht Blackfacing, weil es nämlich keins ist), obwohl sie selbst weiß, deutsch, nicht-muslimisch etc. sind. Gegen kulturelle Eigenheiten bestimmter Länder dürfen offensichtlich nur die protestieren, die direkt betroffen sind.
      So, und hier fängt es schon an. Ich darf also nicht gegen sexistische Bekleidungsvorschriften in bestimmten islamischen Ländern sein, weil ich selbst noch nie ne Burka tragen musste und keine Muslimin bin?! Ich glaub, es hackt!!! Jede Frau (und vermutlich auch die meisten Männer) findet sowas scheiße, für viele Mädchen sind solche Vorgänge „Einstiegsdrogen“, die sie dazu bringen, sich auch den alltäglichen Sexismus in Deutschland bewusst zu machen. Und diese Mädchen und Frauen kriegen dann vor den Latz geknallt, dass sie RASSISTISCH sind, wenn sie was gegen Burkas haben?! Kein Wunder, dass für viele dieser erste Ausflug in den Feminismus auch ihr letzter gewesen war! Woher sollen sie auch wissen, dass dies nur eine sehr radikale Form desselben darstellt? Zumal die Radikalen (egal in welchem Bereich) ja auch immer die sind, die am lautesten brüllen und vernünftigere Stimmen übertönen?

      Und so geht es weiter. Ich las unlängst einen Artikel auf High on Clichés über Klassismus an Universitäten. Eine Kommentartorin äußerte sich betroffen und meinte, wenn sie so etwas läse, würde ihr ja erst bewusst werden, wie gut sie es eigentlcih hat und dass sie dankbar sein solle wegen den Möglichkeiten, die sie hatte, andere aber nicht. Die Antwort? Ein Hinweis von oben herab, dass so eine Äußerung schon sehr in Richtung derailing verstanden werden könnte. Daraufhin hat sich die Kommentartorin entschuldigt. Für WAS, frag ich mich?! Viele andere hätten große Augen gemacht, bevor sie dem Blog verärgert den Rücken gekehrt hätten.

      Das alles nur als kleine Beispiele. Ich kann mich mit all dem nicht identifizieren, nenne mich aber dennoch Feministin, weil es andere Dinge gibt, die mir am Herzen liegen. Ich habe keine Lust, jedes Wort mit Unterstrich oder Sternchen zu versehen, um niemanden in ein Geschlecht zu pressen, denn es sieht scheiße aus und ist mir auch schlicht zu unwichtig! Ich will kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich How I met your Mother kucke und Barney witzig finde. Ich will sagen, was ich denke, ohne ständig meine Sprache kontrollieren zu müssen. Ich will so vieles nicht, was bei der MM offensichtlich Pflicht ist, und will und denke so vieles, was bei denen ein absolutes No-Go ist!
      Trotzdem bin ich Feministin, nur halt nicht auf der Schiene. Viele Frauen kommen gar nicht erst so weit, weil sie sowas einfach abschreckt, auch wenn sie im Prinzip viele Gemeinsamkeiten mit dem, ich nenne es mal „normalen“ Feminismus hätten. Und das ist der eingangs mokierte Verlust des Kontakts zur Basis.

      • @Robin

        „Und das ist der eingangs mokierte Verlust des Kontakts zur Basis.“

        Das Problem ist nicht, dass sie besser sind und die Basis nicht mehr hinterherkommt, sondern dass sie vollkommen in einer selbstimmunisierten Ideologie gefangen sind, die jede Diskussion als Angriff auf die eigene Position wertet und in einer Abwärtsspirale um immer mehr Korrektheit bemüht ist.

        Das neuste Beispiel, die Positionierung, kommt genau aus dieser Ecke. Es ist einfach nur eine weitere Formulierung, die nicht mehr Klarheit bringt, aber etwas korrekter zu sein scheint, weil sie den in dieser Ideologie vorhandenen Essentialismus besser verbirgt und durch eine vage Konstruiertheit ersetzt.

        Es ist nur ein neuer Anstrich über den alten Inhalt.

        Dieses Abschotten vor Kritik ist es, was den Kontakt zur „Basis“ verlorengehen lässt. Sie sollen keine eigenen Ideen mehr einbringen, sie sollen akzeptieren. Wer das nicht möchte, wird nicht veröffentlicht. Dabei ist Kritik abzugrenzen von „ideologiekonformer Kritik“, also Kritik, die die Abwärtsspirale bedient und auf noch mehr Diskriminierung und noch korrektere Sprache hinweist, allerdings ist man momentan dort angelangt, wo diese nur noch bestimmte Personen äußern dürfen, etwa schwarze Frauen (WoCs).

      • Vielleicht gibt es im Feminismus das gleiche Problem wie in allen möglichen anderen Initiativen: Dass sich immer die Alphas und die Mansplainer an die Spitze drängen, also die mit dem Testosteronüberschuss.

      • @Robin

        die ihre Männer trotzdem lieben, weil sie sie eben lieben und nicht, weil es “Alphas” sind

        Aber es sind doch Alphas, gell? ^^ 🙂

  5. tja realität, was passiert denn da gerade.

    hier nur mal ein bsp.

    „‚Which one of you is Malala? She must be punished‘: The horrific moment a teenage female education activist was critically injured by Taliban gunman on school bus“ (dailymail artikel)

    oder sowas

    „More than 1,000 of the 8,000 forced marriages of Britons each year are believed to involve girls of 15 or under“ (dailymail artikel)

    oder

    die ’sex grooming‘ fälle in uk wo mädchen quasi zu sexsklaven gemacht werden und alle wegschauen, die behörden wußten seid mehr als 10 jahren bescheid und haben zu geschaut.

    alle, die von sich behaupten sie setzen sich für frauen ein, schweigen dazu und streiten lieber für quoten oder über ‚richtige‘ schreibweise von wörtern bei denen nur sie alleine diskriminierung erkennen können oder kratzen sich gegenseitig die augen aus in einem wetstreit um den höheren opferstatus.
    nur um dann jedem der es nicht hören will die ohren vollzujammen.

    scheinheiliger gehts kaum …

  6. @Christian
    Du meinst so wie die Fähigkeit, in die richtige Familie geboren worden zu sein, wo man den Silberlöffel im Mund hatte?
    Oder die Fähigkeit, dass Durchsetzungsvermögen nicht als Zickigkeit angesehen wird, oder Ehrgeiz nicht als geschlechtsfremde Eigenschaft?

    Ich bin noch nicht mal für eine Quote, aber die Argumente dagegen sind lächerlich…

    • @Maren

      „Du meinst so wie die Fähigkeit, in die richtige Familie geboren worden zu sein, wo man den Silberlöffel im Mund hatte?“

      Natürlich kann auch das ein Vorteil sein. ZB weil man über die Familie mit Leuten besser in Kontakt kommt, die andere nicht erreichen („Mein Sohn/meine Tochter ist jetzt da und da, die stellen X her, wäre das nicht auch was für euch“ oder „du willst mit X ins Geschäft kommen? Mit dem spielt dein Onkel Golf, frag den doch mal“)

      „Oder die Fähigkeit, dass Durchsetzungsvermögen nicht als Zickigkeit angesehen wird

      Wenn das auch von den Kunden wahrgenommen so wahrgenommen wird, dann ist das natürlich ein Vorteil. Oder würdest du lieber mit einem zickigen Geschäftspartner Geschäfte machen?
      (davon abgesehen kann es natürlich auch eher so sein, dass Frauen sich eher mit zickigkeit durchsetzen wollen, dass also ihre Art der Durchsetzung anders ist als die der Männer. Dessen ungeachtet kenne ich sehr sachliche und kompetente Frauen, denen man keine Zickigkeit vorwerfen wird)

      „oder Ehrgeiz nicht als geschlechtsfremde Eigenschaft?“

      Hier sollte man dann Essentialismus bekämpfen. Allerdings sich auch bewußt machen, dass viele Frauen weniger darauf aus sind Status aufzubauen und ihr Leben vollständig dem Beruf unterzuordnen. Dazu hatte ich ja genug Artikel hier, in denen das bestätigt wird. Intrasexuelle Konkurrenz um Status ist eben eher eine Männersache.

      • *(davon abgesehen kann es natürlich auch eher so sein, dass Frauen sich eher mit zickigkeit durchsetzen wollen, dass also ihre Art der Durchsetzung anders ist als die der Männer. *

        So ein Quatsch! Was ist denn in dem Kontext bitte Zickigkeit?
        Meinst du dass die Frauen ne Schüppe ziehen oder anfangen zu weinen? Blödsinn.

        *Allerdings sich auch bewußt machen, dass viele Frauen weniger darauf aus sind Status aufzubauen und ihr Leben vollständig dem Beruf unterzuordnen.*

        Du, diese Denkweise ist gaaanz tief im allgemeinen Bewusstsein verankert, keine Sorge.

        • @Maren

          „So ein Quatsch! Was ist denn in dem Kontext bitte Zickigkeit?“

          Wie hier dargestellt, scheint es bei „Sensitivity“ einen sehr großen Geschlechterunterschied zu geben („Sensitivity (d = −2.29)“).

          http://en.wikipedia.org/wiki/Sensitivity_(human)

          „The sensitivity or insensitivity of a human, often considered with regard to a particular kind of stimulus, is the strength of the feeling it results in, in comparison with the strength of the stimulus. The concept applies to physical as well as emotional feeling. Stimulus may consist of any or all types of stimuli, including political, nationalistic, religious, physical, mental, emotional, etc. In the political sense, perception of and reaction to stimuli is often inculcated by – and for the benefit of – power holders.“

          Frauen würden demnach auf bestimmte Punkte stärker gefühlsbetont reagieren als Männer. Es könnte sein, dass Männer dann auch im Schnitt eine Erwiderung eher in der Sache aufgreifen, Frauen hingegen gefühlsmässiger – was dann eben als Zickigkeit wahrgenommen werden würde.

          „Du, diese Denkweise ist gaaanz tief im allgemeinen Bewusstsein verankert, keine Sorge.“

          Solange sie auch im weiblichen Bewusstsein verankert ist hätte sie jedenfalls Folgen.

        • *Frauen würden demnach auf bestimmte Punkte stärker gefühlsbetont reagieren als Männer. *

          Besonders einmal im Monat, hab ich Recht? Zudem sagt diese Eigenschaft erstmal nichts über die Reaktion des Individuums aus, sondern nur über die Fähigkeit Emotionen und Zustände bei anderen wahrzunehmen.

          „Insensitivity:

          Not reacting to the emotions or situation of other people or not caring about others, tactless.
          Not reacting to something or not appreciating something.
          Not experiencing physical sensations, numb.“

          Ist also die Fähigkeit Menschen einzuschätzen und angemessen und taktvoll darauf reagieren zu können.
          Du interpretierst wieder über.

          *Solange sie auch im weiblichen Bewusstsein verankert ist hätte sie jedenfalls Folgen.*

          Ich schließe Frauen aus dem allgemeinen Bewusstsein nicht aus.

          • @Maren

            „Besonders einmal im Monat, hab ich Recht?“

            Bei einigen Frauen ist das durchaus so, auch nach deren eigener Wahrnehmung. Aber die Sensibilität scheint generell höher eingestellt zu sein.

            „Zudem sagt diese Eigenschaft erstmal nichts über die Reaktion des Individuums aus, sondern nur über die Fähigkeit Emotionen und Zustände bei anderen wahrzunehmen.“

            Du meinst sensible Personen nehmen nur sensibler wahr, reagieren aber nicht sensibler? Worauf stützt du das? Ich finde insofern auch „the strength of the feeling it results in, in comparison with the strength of the stimulus“ recht klar. Bei Frauen haben bestimmte Reize einen stärkere Gefühlsreaktion zur Folge.
            Die evolutionäre Herleitung dazu findest du hier:
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/10/16/mannerfreundschaften-und-koalitionsbildung/

            Eine Toleranz für interpersonalen Konflikt um Dominanz-Wettbewerbe zuzulassen und gleichzeitig die Gruppenverbindung aufrechtzuerhalten

            Es lohnte sich also in der Beziehung von Männern untereinander auf eine gewisse Gleichwertigkeit zu achten und nicht zu sensibel zu sein, sondern Wettbewerb innerhalb der Gruppe auf einem leichten Niveau zuzulassen. Dies dürfte auch der Grund sein, warum Männer sich wesentlich häufiger Sprüche drücken und kleine, gutgemeinte Gemeinheiten untereinander austeilen. Man kann dies eben gerade in einer befreundeten Gruppe, weil hier eine gewisse Toleranz vorhanden ist und durch diese Sprüche die Toleranz für solches Verhalten letztendlich noch gefördert wird (während eine Frau ein gleiches Verhalten vielleicht eher als feindselig ansehen würde).

            „Ich schließe Frauen aus dem allgemeinen Bewusstsein nicht aus.“

            Dann würdest du ja meiner Aussage zustimmen, dass Frauen generell weniger auf Statusaufbau aus sind, nur aus anderen Gründen.
            Was spricht für dich dagegen, dass dieser Umstand auch durch die stärkere Betonung intrasexueller Konkurrenz unter Männern eine biologische Komponente hat? Wir finden einen stärkeren Trieb nach Status ja auch bei anderen Primaten und hier gerade bei den Männchen?

          • @Maren

            Insensitivity:
            Not reacting to the emotions or situation of other people or not caring about others, tactless.
            Not reacting to something or not appreciating something.
            Not experiencing physical sensations, numb.”“

            Da steht erst einmal, dass mit mehr Sensibiliät stärker reagiert wird. Das kann sich natürlich bei Gefühlen wie Trauer als „Caring“ oder wenn es nicht gemacht wird als „tactless“ auswirken.
            In einer Konflikt oder Konkurrenzsituation kann es aber auch als zickig in Abgrenzung zu sachlich angesehen werden

        • *Bei einigen Frauen ist das durchaus so, auch nach deren eigener Wahrnehmung.*

          Einige Frauen nutzen das auch als Vorwand, um einmal im Monat mal undiplomatisch sein zu dürfen. Aber man kommt ja zurecht nicht wahr?

          *Du meinst sensible Personen nehmen nur sensibler wahr, reagieren aber nicht sensibler? Worauf stützt du das?*

          Darauf, dass für darüberhinausgehende Interpretationen erstmal die Grundlage fehlt. Zudem, heißt sensibel nicht, „fängt direkt an zu weinen und irrational“ In dem Kontext würde ich es eher wie emotional Aufnahmefähig übersetzen. Denk nur mal daran, was sensibel im Bezug auf Körperliches heisst, z.B. Haut.

          *Ich finde insofern auch “the strength of the feeling it results in, in comparison with the strength of the stimulus” recht klar. Bei Frauen haben bestimmte Reize einen stärkere Gefühlsreaktion zur Folge.*

          Die sie lernen zu relativieren und im Zaum zu halten, gesetzt den Fall es sind unangebrachte Reaktionen.

          *Die evolutionäre Herleitung dazu findest du hier:*

          Ach so, wiel du da schonmal was zu geschrieben hast ist das jetzt eine in Stein gemeißelte Wahrheit? Das ist deine Interpretation, mehr nicht. Und bloß weil es dir in deiner Weltsicht plausibel vorkommt, muss es das nicht sein, vor allem ist es kein Beweis, mit viel gutem Willen (den du ja hast) eventuell ein Indiz.

          *Dann würdest du ja meiner Aussage zustimmen, dass Frauen generell weniger auf Statusaufbau aus sind, nur aus anderen Gründen.*

          Ich meine, dass es allgemeiner Konsens zu sein scheint, dass es bei Frauen so ist. Und dass die Gründe, warum sich Frauen gegen eine Karriere entscheiden eher mit äusseren Umständen zu tun haben und nicht mit ihrer evolutionären Disposition.

          *In einer Konflikt oder Konkurrenzsituation kann es aber auch als zickig in Abgrenzung zu sachlich angesehen werden*

          Kann. Muss aber nicht. Das müsste man auf den Einzelfall bezogen sehen. Aber da Frauen ja im allgemeinen als emotionalere Wesen „bekannt sind“, unterstellt man ihnen natürlich auch eher eine emotionale als sachliche Reaktion, heisst also, dass wenn wir z.B. eine Reaktion haben, wo 80% Sachebene mit 20% Emotion zusammenspielen, die Sachebene ausgeblendet wird. Gilt natürlich auch andersherum, dass Männern Emotionalität abgesprochen werden kann.
          In der Kommunikation spielt auch immer die Erwartung des Gegenübers eine Rolle darin, wie jemand wahrgenommen wird.

  7. @ Maren

    *Aber da Frauen ja im allgemeinen als emotionalere Wesen “bekannt sind”, unterstellt man ihnen natürlich auch eher eine emotionale als sachliche Reaktion,*

    Warum ist das so, Maren?

    Warum sind Frauen als die emotionaleren Wesen „bekannt“?

      • @ Maren

        Aber irgendjemand müsste dann doch diese realitätswidrige „Wahrnehmung“ erfunden und als erster propagiert haben.

        Wie darf ich mir das vorstellen?

        Wer war das und warum tat er das?

        Wie ist es möglich, eine solche Etikettierung, der ja die persönliche, alltägliche Wahrnehmung der meisten Menschen permanent widersprechen müsste – denn sie ist ja, wie Du annimmst, falsch – so lange aufrecht zu erhalten?

        Oder sind Menschen derart leicht manipulierbar, dass sie zu gar keiner WAHRnehmung fähig sind?

        Wessen könnte man sich denn dann überhaupt sicher sein?

        • Wer es als erster getan hat ist mir nicht bekannt, da könntest du doch mal ein bisschen recherchieren.
          Aber dir dürfte bekannt sein, dass dieses Frauenbild seit Jahrhunderten durch die Welt geistert. Denk mal an Hysterie als Krankheitsbild. Liegt eventuell an den häufigen Schwangerschaften und der damit verbundenen Hormonüberproduktion, die Frauen in der Tat ein wenig emotional instabil machen KANN (!). Was aber nicht der Defaultzustand ist.

          Durch Artikel wie auf diesem Blog, Forschung in dieser Richtung, die sich nicht die Mühe macht hinter den Status Quo zu blicken (Männer denken, Frauen fühlen) und durch Blödheit und Bequemlichkeit. Es ist einfacher, bereits etablierte Weltbilder wieder und wieder zu bestätigen als neue zu etablieren.

          Aber darauf wärst du bestimmt mit ein bisschen Nachdenken auch selber gekommen 😉

      • @maren

        *Mit dem Etikettierungsansatz (englisch: Labeling Approach) wird abweichendes Verhalten dadurch erklärt, dass die Abweichung sozial zugeschrieben und nicht objektiv vorhanden sei.*

        Sozial ist hier das Stichwort.
        Frauen sind „sozialer“, biologisch bedingt.
        Sie meiden eher als der Mann die soziale Gemeinschaft zu verlassen oder von dieser verlassen zu werden.
        Weil sie körperlich und geistig schwächer sind, weil sie Nachwuchs gebären, aufziehen u.s.w.

        „Sozialer“ zu sein verstärkt die „Selbsterfüllende Prophezeihung“.

        Was du hier zu suggerieren versuchst ist scheint mir dass Frauen (und du meinst dich damit) etwas anderes wollen und diesen Frauen (wieder deine Projektion) himmelschreiendes Unrecht getan wird wo die doch eigentlich ganz anders sein wollen.

        Man könnte fast vermuten du willst sagen Frauen wollen eigentlich nicht ihre biologische Prädisposition „sozialer“ zu sein mit allen zusammenhängenden Eigenschaften für die Komplementarität zum Mann.
        Also im Endeffekt: Frauen wollen sich nicht.

        Das ist das übliche feministische Muster.
        Es ist zwar bitter, aber es wird langweilig.

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