Feministische Auseinandersetzungen um Sex, Demütigung und Rape Culture

Auf dem zumindest teilweise feministischen Blog Jezebel werden von „Slutever“, meiner Meinung nach eine Autorin, die man eher einer sexpositiven Seiten zurechnen wird, ein paar (sehr deutliche) Sextipps verteilt.

Eine Leserin schreibt, ob es nicht demütigend wäre, wenn ihr ein Mann ins Gesicht spritzen will. Slutever weiß Rat:

People — women in particular — really need to get over the „is this degrading?“ thing. If you have to stop and think about whether something is degrading or not, then it probably isn’t. I understand there are complex emotions involved in sex, so everything isn’t always black and white, but I also think that sometimes girls‘ brains become so clouded by bullshit „feminist“ ideals — „thou shall not be treated like an object,“ „thou shall always be offended by men’s pervy remarks“ (as if we are not equally adept at dismissing them, and dishing them out) — that we spoil our own fun. Don’t take yourself so seriously. In the midst of doing something you want and enjoy, why stop and think, „Wait, should I be getting off on this less and feeling exploited more?“ It’s pointless.

If you’re having consensual sex with someone you like, and you’re both turned on by the idea of him cumming on your face, then you should do it, duh! It’s bad to analyze these things so much that they lose their spontaneity and hotness (and the rules of „real life“ don’t apply in sex anyway, so whatever). Basically, we should all stop being so hyper-aware of the sociopolitical context of our sex lives, and start focusing on other, more important things, like becoming famous.

Eigentlich eine sehr erfrischende Sicht der Dinge. Mach, was dir Spass macht! Vergiss die übergeordnete Bedeutung! Vergiss den soziopolitischen Kontext deines Sexlebens!  Allerdings eine Aussage, bei der viele sexnegative Feministen aufschreien werden. Den soziopolitischen Kontext vergessen? Eine entwürdigende Handlung zulassen? Das kann nur Entsetzen hervorrufen. Man sieht allerdings schön, wie sie eine Gleichheit der Geschlechter hervorhebt: Wir sind schließlich genau so pervers, wie die Männer, warum sollen wir uns also aufregen?

Eine Antwort dazu findet sich beispielsweise bei Skepchick:

Oh man, remember how much fun sex was before those “feminists” came along and ruined it with all their talk of a woman’s right to be seen as a real human being instead of a convenient hole? Oh, and that dumb “feminist” idea that it’s not cool for strange men to shout sexual come-ons at us on the street? It’s totally cool, ladies! We have the ultimate power of dismissal. Psh. “Feminism.”

What a bunch of bullshit that was, amiright? It’s those kind of edgy insights that probably sealed the deal for Sciortino’s writing gig on a feminist website.

Auch die Kommentare bei Jezebel sind interessant zu lesen. Hier findet sich der Konflikt zwischen „Feminismus soll doch eigentlich darum gehen, dass man frei ist und sich ausleben kann“ und „Es ist degradierend und damit schlecht“.

Zumal Slutever noch nachlegt als es um die Frage geht, wie man einem Mann dazu bringt für anale Stimulation bei ihm empfänglich zu sein. Erst einmal hat sie eine durchaus interessante Strategie, die die Schwächen des Mannes ausnutzt:

In my experience, guys are generally more open to new concepts, and trying out new things, when you have their dick in your mouth. (This is because fellatio slows their brain down to a point of temporary retardation, which means their guard is down.) This is why mid-BJ is a great time to bring up things like, „Are we official?“ or „Can I please borrow your car and $700?“

Es ist nicht ganz zu leugnen, dass Verhandlungen mit Männern, die man gleichzeitig sexuell erregt, für Frauen /die Freundin sehr vorteilhaft verlaufen können.

So, while you’re sucking, start playing with his balls and then slowly move moving your fingers back in the desired direction. Be conscious of how he’s responding to your touch. If he flinches as soon as you start poking around in that area, that’s not a good sign, but don’t give up hope just yet. Wait a minute or so, then do something fancy with your tongue to distract him and try again, rubbing lightly around the outside of the hole, as not to scare it. It might take a while to „feel out“ (lol) if he’s going to be down for butt stuff, but even if your first attempt is a total failure, that doesn’t necessarily mean it’s never going to happen. Maybe it just wasn’t the right time, ya know? (To be honest, even if you’re someone who’s generally into anal, sometimes you just don’t want someone back there, like if you have to go to the bathroom or if you’re hemorrhoid is acting up or whatever.) Basically, never give up and remember that with a little perseverance you can do anything you put your mind to, Susie!

Das ist natürlich Rape Culture in ihrer reinsten Form. Er zeigt, dass er es nicht will, sie versucht es später noch mal und gibt nicht auf. Eigentlich eine Übertragung der Technik, die die meisten Menschen anwenden werden, wenn sie etwas wirklich wollen. Mich verwundert allerdings, dass Jezebel einen so deutlich mit der feministischen Linie nicht kompatiblen Text zulässt. Sie scheinen entweder eher sexpositiv eingestellt zu sein oder aber sie sind eben doch weniger feministisch ausgerichtet als ich vermute. Die vielen ärgerlichen Kommentare von Feministinnen scheinen aber doch ein gewisses feministisches Publikum nahezulegen.

Einen anderen Ausbrecher aus der feministischen Ideologie findet man hier bei Amanda Marcott. Sie kommentiert zu einem Artikel, indem es darum geht, dass eine Frau Sex mit ihrem Freund hat und dabei der Meinung ist, dass dieser wach ist, dieser aber wohl „traumwandelt“, also nicht bei rechtem Bewußtsein ist. Er fühlt sich daraufhin vergewaltigt und benutzt. Die Autorin bekennt, dass man hier gut davon sprechen könnte, dass sie eine Vergewaltigerin ist.

Amanda Marcott dazu:

It’s…..possible that he was asleep.

The likelier possibility is he was awake the whole time and lying about it in order to screw with her sense of reality. Additionally, he can make her feel both guilty and humiliated, putting him in a Position of power over her.

Gas lighting is the likelier explanation. Yes, it’s a weird, elaborate mind fuck, but hey, it’s not weirder than the guy whose girlfriend wrote to Captain Awkward becaus he’s controlling and humiliating her by not letting her use their bathroom.

Er hat also nach ihrer Auffassung die Vergewaltigung erfunden, um Macht über sie zu bekommen. Bei getauschten Rollen, also einer schlafwandelnden Frau, die sich vergewaltigt fühlt, hätte sie das denke ich in dieser Form niemals so gesagt. Es ist ja Victim Blaming erster Güte.

Die Kommentatorinnen fallen demnach auch teilweise über sie her. Auch interessant zu lesen

99 Gedanken zu “Feministische Auseinandersetzungen um Sex, Demütigung und Rape Culture

  1. ich finde es immer interessant, den Konflikt zwischen zwei Ideologien zu sehen. auf der einen Seite sexuelle Freiheit der Frau und auf der anderen Seite die Auffassung, dass man Rollenbilder nicht verstärken darf und das man damit die Freiheit in diese Richtung einschränken. ich denke dieses übergeordnete Konzept der Verhaltensregeln ist es, was dem Feminismus in sowie seine Humorlosigkeit gibt.

    bei Amanda Marcott finde ich es interessant, dass sie so schnell Prinzipien über Bord wirft, wenn die Geschlechter vertauscht sind.

    • Find ich interessant, wie du bei Marcotte von victim blaming schreibst, aber Skepchick verspottest, wenn sie sagen, dass es nicht ok ist, einem Mann gegen seinen Willen den Finger in den Hintern zu schieben.

      Grundsätzlich: Der Jezebel-Artikel ist so dermaßen weird, dass ich mir denken könnte, dass er Satire ist. Alle 3 Ratschläge sind facepalm-würdig. Das sind quasi Cosmopolitan-Sextipps auf die Spitze getrieben.

      Zudem frage ich mich ernsthaft, warum man drauf bestehen sollte dem Mann unbedingt seinen Finger in den Hintern zu bohren. Ist das nicht eher eine Sache die man macht, ausschliesslich damit es dem Partner gefällt? Es sei denn (um den Bogen zu Cosmo-Sextipps zu schlagen) die ewige Propaganda, dass man immer noch ein bisschen dirtier sein muss, und dass manche Sachen einem gefallen müssen, sonst stimmt was nicht mit einem, hatte Erfolg. Und würde hier mal auf Männer gemünzt (Prostatastimulation). Was ein Indiz bzgl. meines Satireverdachts wäre.

      • @Maren

        „Find ich interessant, wie du bei Marcotte von victim blaming schreibst, aber Skepchick verspottest, wenn sie sagen, dass es nicht ok ist, einem Mann gegen seinen Willen den Finger in den Hintern zu schieben.“

        Ich habe Skepchick zu diesem Punkt gar nicht zitiert oder zu ihr diesbezüglich Stellung genommen.

        Wie bewertest du denn Marcotts Antwort? ist es victimblaming?

        „Der Jezebel-Artikel ist so dermaßen weird, dass ich mir denken könnte, dass er Satire ist. Alle 3 Ratschläge sind facepalm-würdig. Das sind quasi Cosmopolitan-Sextipps auf die Spitze getrieben.“

        Guckt man sich Slutevers Blog an, dann wird deutlich, dass es keine Satire ist. Sie meint, was sie schreibt.
        http://slutever.com/ask-slutever-for-jezebel/

        oooo… today marks the beginning of my advice column for every gurl’s favorite website, Jezebel (aka Gawker’s girly site and the new feminist bible). I’m so excited! Check out the first installment of “Sexytime Dilemmas” HERE. The post has only been up on their site for like an hour, but there are already a gazillion people leaving me hate comments and calling me anti-feminist and retarded and under-qualified and a troll. So maybe you should get up all in the comment box and defend me. Cool? OK. (Who am I kidding? I masturbate to hate comments.)

        Was macht aus deiner Sicht denn die Ratschläge so facepalmwürdig.

        • *Ich habe Skepchick zu diesem Punkt gar nicht zitiert oder zu ihr diesbezüglich Stellung genommen.*

          Doch, hast du: „Das ist natürlich Rape Culture in ihrer reinsten Form. Er zeigt, dass er es nicht will, sie versucht es später noch mal und gibt nicht auf. Eigentlich eine Übertragung der Technik, die die meisten Menschen anwenden werden, wenn sie etwas wirklich wollen.“

          *Wie bewertest du denn Marcotts Antwort? ist es victimblaming?*
          Andersrum gefragt, wenn dir eine Frau sagen würde, du hättest sie missbraucht, weil sie in Wirklichkeit schlief, weil sie nämlich schlafwandelt, wie wäre deine Reaktion? Und sag jetzt nicht du würdest nicht denken: „WTF??“

          *Was macht aus deiner Sicht denn die Ratschläge so facepalmwürdig.*

          Ratschlag 1: Ein simples „Tu´s, wenn du das möchtest“ hätte gereicht. Den Strohmann zu erschlagen war nicht notwendig.
          Zudem impliziert es, dass man ja eine blöde Feministin ist, wenn man bestimmte Praktiken nicht mag, weil man sie erniedrigend findet. Sexuelle Selbstbestimmung? Nein, nicht wirklich.

          Ratschlag 2: Hab ich schon einiges zu gesagt, wenn es der Mann nicht will, warum sollte man es machen?

          Ratschlag 3: Sie sagt hier ziemlich klar, dass der Ratsuchende woanders gucken soll. Auch der Tonfall ist abwertend, so ein bisschen: „Haha, der Idiot ist zu blöd um zu wichsen!“ Muss nicht sein.

          *Guckt man sich Slutevers Blog an, dann wird deutlich, dass es keine Satire ist. Sie meint, was sie schreibt.*

          Ohje.

          • @Marenleinchen

            „Doch, hast du“

            Was in dem von dir zitierten Text setzt sich direkt mit Skepchick auseinander? Meiner Meinung nach nichts.

            Ich stelle lediglich fest, dass diese Praktiken im Feminismus als Rape Culture angesehen werden.

            “WTF??”

            klar, aber ich bin ja auch kein radikaler Genderfeminist und lehne den dortigen übersteigerten Konsensbegriff ab. Wie du der Diskussion dort entnehmen kannst wird ihr ja deutlich vorgehalten, dass sie hier victim blaming macht. Müsste sie ja auch nicht. Sie könnte einfach die subjektive Selbsteinschätzung des Opfers respektieren und seine Angaben nicht in Zweifel ziehen, wie es in der Theorie immer gefordert wird. Sie könnte trotzdem bei der Täterin anführen, dass diese es nicht merken konnte, ohne damit victim blaming zu betreiben. Und sie könnte das ganze damit abschließen, dass deswegen ausdrücklich erklärter Konsens so wichtig ist.

            „Zudem impliziert es, dass man ja eine blöde Feministin ist, wenn man bestimmte Praktiken nicht mag, weil man sie erniedrigend findet. Sexuelle Selbstbestimmung? Nein, nicht wirklich.“

            Die Frage ist doch, wie selbstbestimmt man ist, wenn man seine eigene Einstellung bestimmten Praktiken gegenüber einer Theorie unterordnest, die diese aus übergeordneten Gründen verbietet, obwohl man nichts gegen diese Praktik hast oder sie sogar erregend findet.

            „Ratschlag 2: Hab ich schon einiges zu gesagt, wenn es der Mann nicht will, warum sollte man es machen?“

            Entweder weil man es selbst mag, ihn zu penetrieren (Macht!!!) und damit Rollen umzukehren (noch mehr Macht!!!) oder weil man weiß, dass derjenige sich sperrt, aber es ihm eigentlich Spass machen würde und man seine ideologischen Vorbehalte nicht einsieht („erziehung zu besserem Sex“).

        • *klar, aber ich bin ja auch kein radikaler Genderfeminist und lehne den dortigen übersteigerten Konsensbegriff ab.*

          Du meinst, nur mit Menschen die bei Bewusstsein sind zu schlafen und ein „Nein“ zu akzeptieren. Völlig überzogen, klar.

          *Sie könnte einfach die subjektive Selbsteinschätzung des Opfers respektieren und seine Angaben nicht in Zweifel ziehen, wie es in der Theorie immer gefordert wird. Sie könnte trotzdem bei der Täterin anführen, dass diese es nicht merken konnte, ohne damit victim blaming zu betreiben. Und sie könnte das ganze damit abschließen, dass deswegen ausdrücklich erklärter Konsens so wichtig ist.*

          Stimmt. Hätte sie machen können. Hat sie aber nicht. Und dieser Fehltritt zeigt jetzt genau was?

          *Die Frage ist doch, wie selbstbestimmt man ist, wenn man seine eigene Einstellung bestimmten Praktiken gegenüber einer Theorie unterordnest, die diese aus übergeordneten Gründen verbietet, obwohl man nichts gegen diese Praktik hast oder sie sogar erregend findet. *

          Wenn sie´s toll finden werden sie´s tun. Wenn sie sich erniedrigt fühlen sollten sie aber nicht beschämt werden, wie es die Autorin tut. Nebenbei, es ist auch Selbstbestimmung, wenn einem diese Prinzipien so wichtig sind, dass man auf Praktiken verzichtet.

          *Entweder weil man es selbst mag, ihn zu penetrieren (Macht!!!) und damit Rollen umzukehren (noch mehr Macht!!!)*
          Meh. Ich lehn mich mal aus dem Fenster und behaupte 90% der Frauen wären ganz zufrieden, wenn der Mann das nicht will.

          *weil man weiß, dass derjenige sich sperrt, aber es ihm eigentlich Spass machen würde und man seine ideologischen Vorbehalte nicht einsieht (“erziehung zu besserem Sex”).*

          Aha, also dein klassisches „Eigentlich will der andere ja, er weiss es nur noch nicht“ Ganz schön arrogant oder? Zudem was macht dich so sicher, dass er es will? Es soll Menschen geben, die haben nicht gern was im Hintern stecken…

          • @Maren

            „Du meinst, nur mit Menschen die bei Bewusstsein sind zu schlafen und ein “Nein” zu akzeptieren. Völlig überzogen, klar.

            Nein, ich meine, dass die Opferhaltung hier überzogen ist. Er hat Sex mit seiner Freundin gehabt und diese hat sich geirrt, es lief aber alles ab wie sonst auch, wo genau ist jetzt sein Problem?
            Dass sie ihn tatsächlich Schlafvergewaltigen wollte erscheint mir sehr unglaubwürdig, da wäre er wohl in der Tat aufgewacht.
            Das ganze ist recht offensichtlich ein Mißverständnis, sie hatte jedenfalls keinen Vorsatz. Was genau ist ihm schlimmes passiert? Wenn sie eine Fremde gewesen wäre, dann könnte ich es noch verstehen.

            „Stimmt. Hätte sie machen können. Hat sie aber nicht. Und dieser Fehltritt zeigt jetzt genau was?“

            Sie hat genau das gemacht, was der Feminismus ansonsten vorwirft: Victim Blaming und Absprechen der subjektiven Opferperspektive. Sie hat zudem den Grundsatz verletzt, dass Opfern zu glauben ist. Sie hat ihm eine Falschbeschuldigung vorgeworfen. Ein Falschbeschuldigungsvorwurf von einer radikalen Genderfeministin, da gibt es aus deiner Sicht keine Bedenken?
            Sie stützt hier die Rape Culture, ein sehr starker Vorwurf, wenn man die Theorie ernst nimmt.

            „Ich lehn mich mal aus dem Fenster und behaupte 90% der Frauen wären ganz zufrieden, wenn der Mann das nicht will.“

            Ein recht hoher Prozentsatz sicherlich, würde ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber was genau ändert das in der konkreten Situation, wenn sie es eben doch will?

            „Aha, also dein klassisches “Eigentlich will der andere ja, er weiss es nur noch nicht” Ganz schön arrogant oder? Zudem was macht dich so sicher, dass er es will? Es soll Menschen geben, die haben nicht gern was im Hintern stecken…“

            Es geht gerade nicht um mich, sondern um andere Männer. Natürlich ist die Haltung kritisierbar und bevormundend, aber du hast ja nach Motiven gefragt. Die Wertung als bevormundend ändert nichts daran, dass es ein solches Motiv sein kann. Eine solche Wertung ist ja nicht unüblich. Wenn ein Mann dir sagen würde, dass er aus religiösen Gründen nur angezogen Sex haben kann oder nur in der Missionarstellung oder was es noch an Absonderlichkeiten gibt dann wäre ein „probier es doch wenigstens erst einmal aus, vielleicht gefällt es dir“ eine aus meiner Sicht natürliche Reaktion. Und wenn sie die Erfahrung gemacht hat, dass Männer es mögen, aber Vorbehalte haben wie „nicht als schwul gelten zu wollen“ oder was weiß ich und sie damit meint auch gleich die Homophobie zu bekämpfen, dann hat sie sogar noch einen Grund mehr.
            Bei den meisten Männern wird der Grund schlicht sein, dass eine Frau, die nichts gegen einen Finger im Hintern hat oder den sogar genießt eher zu Analsex zu überreden sein wird. Da ist die Motivlage insofern meist klarer.

        • @Christian: „Entweder weil man es selbst mag, ihn zu penetrieren (Macht!!!) und damit Rollen umzukehren (noch mehr Macht!!!) oder weil man weiß, dass derjenige sich sperrt, aber es ihm eigentlich Spass machen würde und man seine ideologischen Vorbehalte nicht einsieht (“erziehung zu besserem Sex”).“

          1. und 2. halte ich für unendlichen Schwachsinn, aber darüber müssen wir denke ich nicht diskutieren. Aber Punkt 3? Eine extrem männliche Sichtweise!
          Ich hab auch schon oft gelesen, dass ein Finger im Arsch für viele Männer wohl das Nonplusultra ist, aber ich gehe doch nicht hin und fange an, meinen Sexpartnern einzureden, dass sie das geil finden müssen, nur weil das mal in einer Zeitschrift stand! Das ist reinste Bevormundung. Vor allem, wenn die Motivation für mich überhaupt nicht gegeben ist. Mein Herz hängt nicht dran, meinem Freund einen Finger in den Arsch stecken zu dürfen!

          • @Robin

            „Vor allem, wenn die Motivation für mich überhaupt nicht gegeben ist. Mein Herz hängt nicht dran, meinem Freund einen Finger in den Arsch stecken zu dürfen!“

            Deine vielleicht nicht. ich habe auch nicht behauptet, dass es eine allgemeine weibliche Motivation ist, sondern sogar zugestimmt, dass sie bei eher wenigen Frauen besteht. Einige Leute stört „Spießigkeit“ in sexueller Hinsicht aber schon. Und gerade Frauen versuchen ihren Partner in vielen Punkten umzuwandeln und zu entwickeln. Warum nicht auch in sexueller Hinsicht?

        • @Robin,

          „1. und 2. halte ich für unendlichen Schwachsinn, aber darüber müssen wir denke ich nicht diskutieren.“

          Und warum?
          (Damit strafst du die Menschen, die es genau aus DIESEN Gründen tun, ziemlich ab.)

        • @Julia
          *Damit strafst du die Menschen, die es genau aus DIESEN Gründen tun, ziemlich ab.)*

          Damit müssen die dann einfach mal klarkommen.

          @Christian
          *Dass sie ihn tatsächlich Schlafvergewaltigen wollte erscheint mir sehr unglaubwürdig, da wäre er wohl in der Tat aufgewacht.*

          Warum?

          *Ein Falschbeschuldigungsvorwurf von einer radikalen Genderfeministin, da gibt es aus deiner Sicht keine Bedenken?*

          Du, ich muss mich auch nicht mit jeder Einzelmeinung die so im Inet rumschwirrt auseinandersetzen.

          *Natürlich ist die Haltung kritisierbar und bevormundend, aber du hast ja nach Motiven gefragt. Die Wertung als bevormundend ändert nichts daran, dass es ein solches Motiv sein kann.*

          Dann ist es ein Scheißmotiv

          *Wenn ein Mann dir sagen würde, dass er aus religiösen Gründen nur angezogen Sex haben kann oder nur in der Missionarstellung oder was es noch an Absonderlichkeiten gibt dann wäre ein “probier es doch wenigstens erst einmal aus, vielleicht gefällt es dir” eine aus meiner Sicht natürliche Reaktion.*

          Wenn man darüber redet ist das auch was anderes als wenn man einfach macht, weil man davon ausgeht die geheimsten Wünsche des Partners zu kennen.

          *Und wenn sie die Erfahrung gemacht hat, dass Männer es mögen, aber Vorbehalte haben wie “nicht als schwul gelten zu wollen” oder was weiß ich und sie damit meint auch gleich die Homophobie zu bekämpfen, dann hat sie sogar noch einen Grund mehr.*

          Ändert aber nichts an den vorhergehenden Motiven und ihrer allgemeinen Scheißigkeit. Und das Homophobieargument meinst du doch nicht ernst oder? „Ich steck meinem Mann den Finger in den Hintern damit er Schwule nicht mehr doof findet…“ Also bitte. Sind wir jetzt schon zum Punkt gekommen, wo du krude Szenarien aufstellst um nicht zugeben zu müssen, dass du vielleicht falsch liegst?

          • @Maren

            „Warum?“

            Weil man beim Sex üblicherweise aufwacht. Versuch deinen Freund mal mit einem Blowjob zu wecken. Die Gefahr ist groß, sein Bein ins Gesicht zu bekommen, weil er sich so erschreckt.

            „*Ein Falschbeschuldigungsvorwurf von einer radikalen Genderfeministin, da gibt es aus deiner Sicht keine Bedenken?*“
            „Du, ich muss mich auch nicht mit jeder Einzelmeinung die so im Inet rumschwirrt auseinandersetzen.“

            Es dürfte dir nicht entgangen sein, dass es im radikalen Feminismus kaum etwas schlimmeres als den Vorhalt der Falschbeschuldigung gibt. Gerade auf der Mädchenmannschaft auch schön als Reaktion auf Kachelmanns Buch zu sehen.

            http://maedchenmannschaft.net/nachhilfe-fuer-kachelmann/

            in was für einer Welt leben wir eigentlich, in der Kachelmann, der sich ungebrochener Aufmerksamkeit erfreuen und sich als Opfer stilisieren kann, obwohl selbst das Landgericht Mannheim erhebliche Zweifel an seiner Unschuld äußerte, große Interviews in diskurs­mächtigen Medien wie dem SPIEGEL geben darf und dort sein ekel­haftes Come­back feiert?

            Mit seinem neuen Buch (“Recht und Gerechtigkeit”) und einer LKW-Ladung voller Lügen zieht Kachelmann mit seiner Frau in den Kampf gegen die “männer­verurteilende Justiz” und “Frau Schwarzer und ihre Vasallinnen”, die Falsch­aussagen an­geblich zu ihrem Hobby machen würden. Auf den Bericht auf SPON verlinke ich nicht, denn Klicks bekommen die von mir nicht gratis. Wer eine gute Kritik an Kachelmanns absurden Aussagen lesen möchte, findet sie bei Kätzchen kotzt.

            Eigentlich widerstrebt es mir, Leuten wie Kachelmann völlig kostenlos Nachhilfe zu geben, aber Recherchen zu den Themen Rape Culture, sexualisierte Ge­walt und Justiz scheinen dringend nötig zu sein, also habe ich eine kleine Liste an Artikeln zusammengestellt.

            und das gegenüber Kachelmann, der immerhin genau weiß, ob er unschuldig ist oder nicht und dem man insoweit wohl eine Perspektive und seine Sicht der Dinge zugestehen muss.

            Wenn sich dieser Vorhalt dann bei geänderter Geschlechterkonstellation umgekehrt, dann ist das schon erstaunlich.

            „Und das Homophobieargument meinst du doch nicht ernst oder? “Ich steck meinem Mann den Finger in den Hintern damit er Schwule nicht mehr doof findet…”

            Vielleicht hast du eine andere Erfahrung, aber es scheint tatsächlich eine häufige Erwiderung zu sein „So was mach ich nicht, ich bin ja nicht schwul, mein Arsch bleibt Jungfrau“ etc.

        • *Vielleicht hast du eine andere Erfahrung, aber es scheint tatsächlich eine häufige Erwiderung zu sein “So was mach ich nicht, ich bin ja nicht schwul, mein Arsch bleibt Jungfrau” etc.*

          Und wenn ich ihm dann gegen seinen Willen den Finger in den Hintern tu, wird er dann toleranter?

          • @Maren

            Vielleicht. Er muss sich ja nicht mehr darüber zu Homosexuellen abgrenzen, sondern zugeben, dass es schön ist. Er wird sozusagen etwas schwuler. „igitt, schwule mögen es in den Arsch, das ist ekelhaft und schmutzig“ kann man schwer aufrechterhalten, wenn man durch eine Prostatamassage gekommen ist und es in sein Sexleben einbaut.

        • @Maren,

          „Damit müssen die dann einfach mal klarkommen.“

          Diesen Satz muss ich mir merken.
          „Ich wurde sexuell belästigt“ – Tja, damit musst du einfach mal klarkommen.

          Was diese ganze Homophobie-Diskussion angeht. Mir immer noch unverständlich: Warum bestimmte sexuelle Praktiken mit einer bestimmten sexuellen Orientierung verknüpft werden. Ich behaupte mal, dass so ziemlich alle Schwule blasen. Ein heterosexueller Mann würde aber nie auf die Idee kommen, blasen sei schwul.
          Oder geht es um die eher passive Rolle? Sind wir nicht mittlerweile viel zu aufgeklärt für so eine Diskussion?

        • @Christian: „Deine vielleicht nicht. ich habe auch nicht behauptet, dass es eine allgemeine weibliche Motivation ist, sondern sogar zugestimmt, dass sie bei eher wenigen Frauen besteht. Einige Leute stört “Spießigkeit” in sexueller Hinsicht aber schon. Und gerade Frauen versuchen ihren Partner in vielen Punkten umzuwandeln und zu entwickeln. Warum nicht auch in sexueller Hinsicht?“

          Wer sich an sogenannter „Spießigkeit“ stört, sollte sich dann einfach einen Partner suchen, der für alles aufgeschlossen ist oder zumindest glaubt, es sein zu müssen.
          Umwandeln und entwickeln in sexueller Hinsicht – ja, warum nicht? Man lernt nur durch Tun. Woher soll mein Partner wissen, was ich schön finde, wenn ich es ihm nicht sage oder zeige?
          Doch was zur Hölle hat das mit einem Finger im Arsch zu tun?

          So, und jetzt die Millionenfrage: Würdest du es gut finden, wenn deine Freundin dir ungefragt im Arsch rummpopeln würde?

          • @Robin

            „Wer sich an sogenannter “Spießigkeit” stört, sollte sich dann einfach einen Partner suchen, der für alles aufgeschlossen ist oder zumindest glaubt, es sein zu müssen.“

            Ja, aber so wird es nun einmal nicht gemacht. Freundinnen, die versuchen ihren Freund in eine bestimmte Richtung zu bringen, seien es hippere Kleidung oder etwas ganz anderes, gibt es genug. Da erscheint mir dieser Vorgang nicht sonderlich herausragend.

            „Doch was zur Hölle hat das mit einem Finger im Arsch zu tun?“

            Wenn sie der Auffassung ist, dass das gut ist, dann kann es eben eine der Richtungen sein, in den sie ihn entwickeln will. In dem Film „Young people fucking“ gibt es eine Szene, in der die Freundin ihren freund unbedingt mit einem Strapon ficken möchte und ebenfalls überzeugt davon ist, dass er das total gut finden wird. Fand ich nicht unvorstellbar.

            „Würdest du es gut finden, wenn deine Freundin dir ungefragt im Arsch rummpopeln würde?“

            Ich persönlich finde es geil. Insofern hätte ich kein Problem damit und würde es eher begrüßen.

        • Robin, warum besetzt du anale Stimulation oder die Offenheit es probieren zu wollen, so negativ?

          (by the way: Bei jezebel ging es nicht um „ungefragt“ … „start playing with his balls and then slowly move moving your fingers back in the desired direction. Be conscious of how he’s responding to your touch.“ – Es ging um langsamens Vortasten und schauen, ob er dahíngehend empfänglich ist. Sie sagt auch mit keinem Wort, dass frau weitermachen solle, auch wenn es ihm nicht gefällt.)

        • So, und jetzt die Millionenfrage: Würdest du es gut finden, wenn deine Freundin dir ungefragt im Arsch rummpopeln würde?

          Es geht ja nicht um „ungefragt“, sondern um ein herantasten. Was sie ja ganz klar als solches beschreibt.

          Man kriegt so im allgemeinen recht gut mit, was jemand mag und was nicht. (Ebenso, wie man mitkriegt ob es sich um einen Mensch handelt, der viel verbalisieren möchte, der wird dann schon anfangen zu reden)

          Letzteres lässt sich natürlich schwer in Verhaltensormen und in justizable Tatbestände packen, die dazu dienen „Übergriffigkeit“ klar zu bestimmen. Es geht ja um Empathie, und dabei passiert das meiste im Zwischenhirn, und funktioniert deshalb nicht nach klassifizierbaren gesellschaftlichen Konventionen.

          Darum geht es scheinbar bei diesem Diskurs. Das, was sich „sex-positive“ nennt kann eben auch nicht abschütteln, was Feminismus vorwiegend sehr stark prägte. Und das sind solche Frames wie „Objektifizierung“ und „rape-culture“, die als politische Grundlage für Maßnahmen und Gesetzesänderungen herhalten sollen. Oder dazu, sich sonstwie als Moralunternehmer zu profilieren.

          Als ob sich verbal nicht an Grenzen herangetastet würde, als ob Verbalität „Übergriffigkeit“ ausschließen würde: Wenn ich ein guter Rhetoriker bin, dann kann ich so Manche recht leicht dazu bringen, „ja“ zu sagen, wenn sie „eigentlich“ „nein“ meint – wenn ichs drauf anlege.

          Das Einzige, was wirklich hilfreich ist sind solche Maximen wie „nicht mit der Tür ins Haus fallen“, „achte auf die Signale anderer“ oder „im Zweifel lieber nachfragen“.

          Schon bei „normaler“ Kommunikation verunglückt zwangsläufig so manches, weshalb die meisten Höflichkeits“regeln“ eben keine Regeln, sondern Maximen sind. Bei „normaler“ Kommunikation werden auch ständig „Grenzen unerwünscht überschritten“ – weshalb man dann intervenieren bzw. Grenzen setzen, und manchmal auch laut werden muss.

        • @Julia:
          „(by the way: Bei jezebel ging es nicht um “ungefragt” … “start playing with his balls and then slowly move moving your fingers back in the desired direction. Be conscious of how he’s responding to your touch.” – Es ging um langsamens Vortasten und schauen, ob er dahíngehend empfänglich ist. Sie sagt auch mit keinem Wort, dass frau weitermachen solle, auch wenn es ihm nicht gefällt.)“

          Vielleicht liest du auch mal weiter? Da fällt am Ende der Satz:
          „Basically, never give up and remember that with a little perseverance you can do anything you put your mind to, Susie!“

          Mit anderen Worten: Sein Nein bedeutet Ja. Tu was du willst und wenn es ihm nicht gefällt, dann machst du es halt beim nächsten Mal wieder. Irgendwann gibt er schon nach.
          Und DAS findest du gut? WTF?

          „Robin, warum besetzt du anale Stimulation oder die Offenheit es probieren zu wollen, so negativ?“

          Welche Offenheit? Die Offenheit der Frau oder des Mannes?
          Ich kann verstehen, warum manche Männer Analsex geil finden (sowohl passiv als auch aktiv). Ich kann auch verstehen, dass manche Frauen passiven Analsex geil finden und auch, dass sie es geil finden, sich einen Strap-On umzuschnallen und damit ihren Partner anal durchzunehmen.
          Was ist NICHT verstehen kann: Warum eine Person drauf bestehen soll, die Vorlieben ihres Partners zu kennen und auf eine Praktik zu drängen, die für sie selbst effektiv keinen Nutzen hat, nur wegen der vagen Vorstellung, dass es dem Partner ja gefallen MUSS. Es ist dieses MÜSSEN, dass mich ankotzt. Es ist die reinste Bevormundung, einen Mann, der sowohl verbal als auch non-verbal mehrmals gezeigt hat, dass er keinen Bock auf einen Finger in den Arsch hat, weiter zu bedrängen, nur weil er eine Prostata besitzt, die darauf reagieren würde.
          Es ist völlig unerheblich, ob eine Frau OFFEN dafür ist, ihrem Mann einen Finger in den Arsch zu stecken, wenn er es nicht ist. Hier verschiebt sich praktisch die Verantwortung für die Sexualität des Mannes zur Frau. Nach dem Motto „Ich weiß schon, was gut für dich ist“. Erinnert mich an diese beschissene Beschneidungsdebatte.
          Jeder Mensch gehört sich selbst und niemand hat das Recht, über seinen Kopf hinweg Entscheidungen zu treffen. Ob es dabei nun um die Beschneidung im Kindesalter geht oder um eine Sexualpraktik, die bestimmt ganz supitoll für ihn ist, wenn er sie doch nur ausprobieren würde.
          Das ist keine Offenheit, das ist geradezu ekelhafte Arroganz.

          @Christian:
          „Wenn sie der Auffassung ist, dass das gut ist, dann kann es eben eine der Richtungen sein, in den sie ihn entwickeln will. In dem Film “Young people fucking” gibt es eine Szene, in der die Freundin ihren freund unbedingt mit einem Strapon ficken möchte und ebenfalls überzeugt davon ist, dass er das total gut finden wird. Fand ich nicht unvorstellbar.“

          Ja, vermutlich weil sie einen Strap-On halt geil findet (hab so ein Ding noch nie in Echt gesehen, aber ich nehme an, durch die Bauart und die Bewegung kommt auch genug Stimulanz bei der Frau an) und Argumente dafür sammelt. Klar, dass man Praktiken, die man selbst geil findet, auch gerne mit seinem Partner erleben würde. Und wenn er sie nicht kennt bzw. abgeneigt ist, dann argumentiert man halt dafür.
          Doch, ich wiederhole mich: Was ist der Nutzen eines Fingers im Arsch für die Frau? DU deutest das zwar als Machtdemonstration und Befriedigung weiblicher Pentetrationslust, aber im Text oben ist davon mit keinem Wort die Rede. Nirgendwo steht so etwas wie „… und wenn du siehst, wie er darauf abgeht, wirst du sehen, wie geil es für DICH ist, wenn der Typ Wachs in deinen Händen ist“. Es geht im Text einzig und allein darum, dem Mann etwas „Gutes“ zu tun, selbst gegen seinen eigenen Widerstand. Weil es die Frau ja besser weiß oder was?!

          „Ich persönlich finde es geil. Insofern hätte ich kein Problem damit und würde es eher begrüßen.“

          Schön für dich. Doch trifft das auch auf alle anderen Praktiken zu, die es so gibt?

        • Tu was du willst und wenn es ihm nicht gefällt, dann machst du es halt beim nächsten Mal wieder. Irgendwann gibt er schon nach.

          Falsch:

          It might take a while to “feel out” (lol) if he’s going to be down for butt stuff, but even if your first attempt is a total failure, that doesn’t necessarily mean it’s never going to happen.

          Naja, was soll’s: Verführung ist in diesem Frame eben nicht vorgesehen, jeder Mensch erfasst immer rational ganz genau was er will – auch wenn er es vielleicht nicht kennt.

          Ich sehe keine „Bevormundung“, zumal sie sensibel für seine Signale ist. Und wenn ihm ihr wiederholtes Herantasten auf den Zeiger geht, dann wird sie das vermutlich auch merken.

          Bevormundend finde ich eher das Framing als „übergriffig“.

        • „Falsch: “

          Nein, NICHT falsch! Lies mal dein eigenes Zitat!
          „Auch wenn dein erster Versuch total schief geht, heißt dass nicht, dass es nie passieren wird.“
          Klartext: Bleib dran, Baby, irgendwann gibt er schon nach!

          „Naja, was soll’s: Verführung ist in diesem Frame eben nicht vorgesehen, jeder Mensch erfasst immer rational ganz genau was er will – auch wenn er es vielleicht nicht kennt.“
          OMG, „Verführung“, jetzt wird es romanndisch! *facepalm*

          „Ich sehe keine “Bevormundung”, zumal sie sensibel für seine Signale ist.“
          Das macht es nur schlimmer. Sie bemerkt seine Signale und ignoriert sie einfach!

          „Tu was du willst und wenn es ihm nicht gefällt, dann machst du es halt beim nächsten Mal wieder. Irgendwann gibt er schon nach.

          Falsch:

          It might take a while to “feel out” (lol) if he’s going to be down for butt stuff, but even if your first attempt is a total failure, that doesn’t necessarily mean it’s never going to happen.

          Naja, was soll’s: Verführung ist in diesem Frame eben nicht vorgesehen, jeder Mensch erfasst immer rational ganz genau was er will – auch wenn er es vielleicht nicht kennt.

          Ich sehe keine “Bevormundung”, zumal sie sensibel für seine Signale ist. Und wenn ihm ihr wiederholtes Herantasten auf den Zeiger geht, dann wird sie das vermutlich auch merken.

          Bevormundend finde ich eher das Framing als “übergriffig”.“

          Pack dir an deine eigene Nase. Bis jetzt hat hier niemand von einem Übergriff geredet als du.
          Aber du hast Recht: Es ist ein Übergriff. Warum ist diese Klassifizierung bevormundend? Ist demnächst jeder Hinweis auf die Gefühlswelt eines möglichen Opfers bevormundend?!

      • „So, und jetzt die Millionenfrage: Würdest du es gut finden, wenn deine Freundin dir ungefragt im Arsch rummpopeln würde?“

        HA HA HA HA HA – Millionenfrage ist echt gut!

        Ich selbst fände es abscheulich, egal ob gefragt oder ungefragt, ob sie rumpopelt oder ob ich es müsste. Täte ich nur, wenn ich mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen würde. (Aber wer weiß, vielleicht kommt selbst sowas in der heutigen Zeit vor. Offene Frage: Wie würden Feministinnen darauf reagieren, wenn eine Frau einen Mann mit einer Pistole dazu zwingen würde?)

        Nee, überhaupt: Manche Praktiken, besonders anal, ferner auch oral, dat isch alles Bäh!!! Aber gut, wer das braucht, wer es schön findet, soll es machen, aber dann nur einvernehmlich. Sexualpraktiken in „gut“ und „schlecht“ einteilen wäre verfehlt, keiner und keine kann was dafür, was bei ihr/ihm sexuell erregend wirkt.

        Aber das ist überhaupt ein Problem, früher sowieso, aber auch heute bei den meisten Paaren: Die entscheiden die Partnerwahl doch i. d. R. nicht aufgrund der Kompatibilität in den sexuellen Vorlieben, die beide haben. Und dann? Oder wenn sie nur die Kompatibilität in den sexuellen Vorlieben nach mehreren Versuchs-Liebesakten zum Maßstab nehmen würden, und auf alle klassischen Kriterien der Partnerwahl pfeifen würden. Wäre auch nichts. Ja, und einen Partner/Partnerin für „normale“ Liebe mit amourösen Gefühlen, Beziehung usw. und einen speziellen Sexpartner/eine spezielle Sexpartnerin für die Erfüllung von Sexwünschen, die sonst niemand erfüllen kann, weil er oder sie es nicht über sich bringt, geht ja auch nicht.

        Frage ist, ob das in der Masse der Bevölkerung ein großes Problem ist, so sexuelle Inkompatibilitäten, so z. B. im Hinblick auf bestimmte Vorlieben/Praktiken. Ich selbst glaube nicht, dass es so groß ist, unbedeutend wird es aber auch nicht sein.

        Einmal war vor Jahren, vielleicht vor 10 Jahren oder noch früher, eine Frau in einer Talkshow, die im Verlauf der Sendung mit ihrem Wunsch nach Analsex auspackte, und damit, dass ihr Freund – auch Gast der Sendung – das nicht wollte. Immerhin: Es sind nicht immer die Männer, die von den Frauen einfordern, was aus Sicht vieler Menschen beiderlei Geschlechts ekelhaft ist. (Hatte ich als Jugendlicher geglaubt, weil es mir eingeredet wurde, so z. B. durch die Medien. War möglicherweise feministische Propaganda.)

        • *Nee, überhaupt: Manche Praktiken, besonders anal, ferner auch oral, dat isch alles Bäh!!!*

          Klar, da es ja auch nicht in einer Trächtigkeit des Weibchens resultiert. Versteh ich. (Sorry, der musste sein)

        • Dass DU darauf nur konfrontativ eingehen kannst, ist klar. Bei MIR kriegst Du das in diesem Leben nicht mehr anders hin.

          Mann schreibt (jetzt sinngemäß): „Also ich stehe auf diese aus meiner Sicht ekelhaften Sexualpraktiken nicht…“

          Er ist ehrlich, er schreibt REIN ZUFÄLLIG, also durch eine zufällige Übereinstimmung genau das, wozu sexnegative Feministinnen uns erzogen haben/erziehen wollen. Die wollten doch Männer, die am besten keine Sexualität haben und schon gar nicht eine mit solchen Vorlieben.

          Feministin reagiert negativ drauf. Dabei steht hier nichts drin, worauf man oder eher frau negativ reagieren müsste.

          Und versteht mich offenbar mal wieder falsch: Hab ich was gegen Praktiken, die ich „bäh“ finde und andere Leute geil? Nein. Oder versteht mich so, als würde ich den Vorlieben, die in der Natur durch Selektionsdruck gefördert wurden, einen höheren ethischen Wert beimessen, also Vaginalsex einen höheren als Oral- und Analsex. Tue ich das? Nein – ich bin ja schließlich kein Biologist.

          Ein gutes Beispiel dafür, das man(n) sich besser nicht von Feministinnen umerziehen lässt. Die reagieren selbst dann noch negativ drauf, wenn das Erziehungsziel erreicht wurde oder wenn der Mann es schon erreicht hatte, als er auf die Welt kam.

          Aber eines hat sie verstanden, das muss man ihr lassen: In der Tat haben sich in der Evolution diejenigen Vorlieben durchgesetzt, die Fortpflanzungserfolge wahrscheinlicher machten. Vorlieben für Oral- oder Analsex beispielsweise lassen sich am ehesten noch als nichtadaptive Nebenprodukte der „normalen“ Sexualität interpretieren.

  2. Zu dem ganzen Thema ein Artikel von Erika Lust und Dawn Hawkins: „Should Modern Women Feel Empowered by S&M Porn?“
    (um den Artikel zu lesen, muss man zuerst abstimmen mit Ja oder Nein)
    http://www.huffingtonpost.ca/erika-lust/change-my-mind-should-mod_b_1503557.html

    Grundsätzlich denke ich, dass sich sexpositiver Feminismus in keinster Weise mit Genderfeminismus vereinbaren lässt. Dazu passen schon die jeweiligen Grundannahmen nicht.

    Und bestimmte Sexpraktiken als „facepalmwürdig“ abzustrafen, zeigt, dass es 1. mit der Toleranz nicht weit her ist und 2. die Gesellschaft (insbes. der Feminismus) in manchen Dingen 1970 stehen geblieben ist.

  3. This is because fellatio slows their brain down to a point of temporary retardation, which means their guard is down.) This is why mid-BJ is a great time to bring up things like, “Are we official?” or “Can I please borrow your car and $700?”

    So ’ne dumme Schlampe. Wenn mir jemand eine bläst, kann ich dabei ein Buch lesen.
    Aber wieder einmal ein Indiz dafür, dass Frauen Sex benutzen um das zu bekommen, was ihnen wirklich wichtig ist.

        • @Adrian

          Nein, als Taktik für ernste Themen natürlich nicht. Bei so etwas wie „Neue sexuelle Praktiken ausprobieren“ würde ich es jetzt allerdings nicht so schlimm finden.
          Als Spiel kann es ganz lustig sein. Dann allerdings eher, wenn der Mann es umdreht und immer fast zustimmt, mit dem Hinweis, dass er, wenn er noch etwas mehr erregt ist, bestimmt seine Meinung ändert.

          Mir ging es aber um eine Trennung von Effektivität und moralischer Wertung. Lenken durch Sex ist aus meiner Sicht eine verbreitete weibliche Taktik, gerade weil sie einfach einzusetzen ist und häufig zu guten Ergebnissen führt.

        • Ich bezweifle stark, dass ich einen Mann während eines BJ dazu überreden kann, mir ein Auto zu kaufen.
          Das, was bei jezebel beschrieben wird, würde ich auch als „Entspannungstaktik“ bezeichnen. Nicht mit der Tür ins Haus fallen – „Hallo, ich bin Julia. Ich würde heute Abend gerne deine Prostata massieren.“ So oder so ähnlich machen das Männlein und Weiblein permanent beim Sex, Grenzen ausloten (bzw. diese dann natürlich respektieren). Ich wäre umgekehrt auch nicht begeistert, wenn er sofort Analsex praktizieren wollte. Nach entsprechendem Vorpsiel, einem Glas Wein etc. sieht die Sache aber wieder anders aus.

        • @ Julia

          * Nach entsprechendem Vorpsiel, einem Glas Wein etc. sieht die Sache aber wieder anders aus.*

          Ein Glas Wein?

          Ist das nicht rausgeworfenes Geld?

          Ein Gläschen Vaseline oder meinethalben (billiges – von Aldi!) Olivenöl tut’s doch auch.

    • @adrian
      „Aber wieder einmal ein Indiz dafür, dass Frauen Sex benutzen um das zu bekommen, was ihnen wirklich wichtig ist.“

      Schreib ich doch die ganze zeit, aber mir glaubt ja keiner.

      @christian
      „Nein, als Taktik für ernste Themen natürlich nicht.“
      ach, seit wann? Der Mann macht es nach deiner Aussage doch Freiwillig und selbstbestimmt, und damit war das für dich bisher immer vollkommen in Ordnung.

      • @imion

        „ach, seit wann? Der Mann macht es nach deiner Aussage doch Freiwillig und selbstbestimmt, und damit war das für dich bisher immer vollkommen in Ordnung.“

        Man kann ein Mittel kritisieren, gleichzeitig aber dem anderen nicht aus der Verantwortung nehmen, wenn es bei ihm wirkt. Kein Mann muss sich durch Sex beeinflussen lassen. Es ist sein Fehler sein Verhalten danach auszurichten und nicht bei seiner Meinung zu bleiben.

        Was ihm meiner Meinung nach auch in der Beziehung nicht schaden würde. Ganz im Gegenteil, es würde eher anziehend wirken als ein Mann, der sich zu leicht steuern lässt.

        • Die Verantwortung liegt hier aber allein bei der Täterin, sie ist es die ausnutzt, sie ist es, die die Kriminelle Energie aufbringt.

          Der Mann wird durch Hormone beeinflusst, ein sehr starker Drogeneinfluss, den Frauen ja abstellen mit Chemischen Hilfsmitteln.

          Würdest du auch eine Frau die Opfer eines Heiratsschwindlers geworden ist, in die Verantwortung nehmen? Oder eine Frau, die unter Drogeneinfluss steht?

  4. @ Christian

    Sex ist nun einmal das effektivste Machtmittel einer Frau gegenüber Heteromännern.

    Ihn für Männer zu billig zu machen, zu leicht verfügbar, bedeutet die wahre Entmachtung der Frau.

    Darum wird Feminismus mehrheitlich immer prüde sein.

    Er beraubte sich sonst seines wichtigsten Macht-und Druckmittels (neben dem Schuldgefühl, das mit Sex jedoch eng verschwistert ist – das schmutzige Manntier belästigt dasenglische Frollein, sie lässt sich zu ihm und seinen schmierigen Gelüsten herab > er muss werben, zahlen, Reparation zahlen, muss, soll, darf sich schuldig fühlen. Weil er doch so ein Tier ist).

    Wenn Männer zu häufig denken, dass die Frau sich nicht aufopfert/überwinden muss, um mit ihm Sex zu haben, was kann sie da noch von ihm verlangen?

    Dann wäre ja der Sex selbst Belohnung genug.

    Wie beeinflusst man dann noch Männer, damit die tun, was man selbst nicht so schrecklich gerne tun will?

    Gut, man kann den Staat auf seine Seite bringen, der dann erzwingt, wessen es zur Selbstverwirklichung der Frau bedarf.

    Das ist aber keine selbsttragende, nachhaltige Lösung des Problems.

    Zynisch gesprochen: Beim Power Play der Geschlechter haben Frauen nur die Wahl, „Hure“ oder „Schlampe“ zu sein.

    Die Hure hat mehr Macht über den Mann als die Schlampe, die es aus Spaß an der Freud‘ treibt.

    Das ist die Crux.

    Wenn man sexuelle Beziehungen als Machtspiel analysiert.

    Feminist.I.nnen – wenn sie etwas verstehen, dann von Macht(spielchen, wenn auch nicht unbedingt von Schach) – haben das erkannt.

    • @Roslin

      Meiner Meinung nach sind sowohl sexpositiver als auch sexnegativer Feminismus als Strategie für Frauen, wenn vielleicht auch für verschiedene, interessant. ich hatte das mal hier ausgeführt.:

      https://allesevolution.wordpress.com/2011/08/19/der-sexuelle-markt-und-sexnegativer-bzw-sexpositiver-feminismus/

      Dort zum sexpositiven Feminismus:

      Die andere Strategie ist, den Sex möglichst großzügig auszuteilen in der Hoffnung dadurch die weniger freigiebigeren Konkurrentinnen auszustechen. Der “Werbeslogan” wäre demnach “Warum bei ihr warten, wenn du bei mir gleich bekommst, was du haben willst” und sich auf diese Weise einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, den man dann nutzen kann, um ihn an sich zu binden. Diese Strategie ist günstiger geworden, seit moderne Verhütungsmittel Sex ohne Folgen ermöglichen. Sie hat aber gleichzeitig den Nachteil, dass sie den Preis für Sex absenkt. Für den Mann ist es wenig ersichtlich, warum er einen Preis für Sex zahlen soll, wenn er ihn unproblematisch bei einer anderen Frau bekommen kann. Zudem ist ein Nachteil, dass ein Produkt, dass billiger als alle anderen Produkte im Umfeld angeboten wird, häufig als Produkt geringer Qualität angesehen wird, was die Wahrscheinlichkeit einer Bindung durch Sex weiter einschränkt.(…)

      Der sexpositive Feminismus hingegen folgt eher der zweiten Position (ANMERKUNG: Die oben zitierte) und hat ein Interesse daran, jede Abwertung sexueller Freizügigkeit auszuschalten, damit dieser effektiver eingesetzt werden kann, ohne die damit verbundenen Nachteile zu vermeiden. Wenn alle Frauen Schlampen sind, dann ist keine Frau eine Schlampe und es folgt eine geringere subjektive Qualitätsabwertung. Die Strategie ist zum einen für Frauen, die sich einen geringen Marktwert zuschreiben, interessant, da sie mit Sex als Lockmittel ihren Wert erhöhen können und natürlich auch für Frauen, die sehr starke Lust auf Sex haben, da sie stärker davon betroffen sind den Preis für Sex zu erhöhen als andere Frauen und von einer Gesellschaft profitieren, in der der Marktwert bei billigem Preis für Sex weniger sinkt und bei der sie zudem den Vorteil haben, die anderen Frauen eher übertrumpfen zu können. Gleichzeitig besteht auch bei dieser Spielart ein starkes Interesse daran zwar die Möglichkeit für die Frau, Sex anzubieten, möglichst frei zu gestalten, aber dabei ihr möglichst viele Rechte zu bieten, Nachteile hieraus abzufangen.

      • @Christian,

        „Zudem ist ein Nachteil, dass ein Produkt, dass billiger als alle anderen Produkte im Umfeld angeboten wird, häufig als Produkt geringer Qualität angesehen wird“

        Also wollen Männer eigentlich, dass Sex a little bit schwer zu bekommen bleibt?

        (Frau als Produkt – really?)

        „Die Strategie [= sexpos. Feminismus] ist zum einen für Frauen[interessant], die sich einen geringen Marktwert zuschreiben“

        Stell dir vor deinem inneren Auge sexpositive Feministinnen und daneben Genderfeministinnen vor. Mh.

        • @Julia

          „Also wollen Männer eigentlich, dass Sex a little bit schwer zu bekommen bleibt?“

          Nein, jeder möchte ein Schnäppchen machen, aber die Bewertung erfolgt eben auch über den Preis, wenn man keine anderen Faktoren hat.

          „(Frau als Produkt – really?)“

          Sex als Produkt. Bei einer „Marktbetrachtung“ kaum zu vermeiden.

          „Stell dir vor deinem inneren Auge sexpositive Feministinnen und daneben Genderfeministinnen vor. Mh.“

          Es kann ein Motiv sein. Es gibt ja hässliche Frauen in beiden Lagern (sicherlich auch hübsche). Was genau meinst du denn ergibt es für ein Bild?

        • @Christian,

          „aber die Bewertung erfolgt eben auch über den Preis“

          Jetzt wird’s hypothetisch. Gehe von dir persönlich aus. Szenario A: Eine Frau lässt dich so richtig lange warten, es wird schon fast nervig. Ein Date folgt nach dem anderen. Ihr „Preis“ steigt immer weiter und du willst sie einfach nur noch flachlegen. Ihr habt Sex und er ist mies. Szenario B: Eine andere Frau. Tolles erstes Date, tolle Gespräche. Ihr habt Sex und er ist fantastisch. (Ihr Preis war jedoch „niedrig“).
          Wie bewertest du diese beiden Szenarien? Sind das die „Faktoren“ (guter Sex vs. schlechter Sex), die noch eine Rolle spielen?

          „Was genau meinst du denn ergibt es für ein Bild?“

          Ich denke, dass sich sexpositiver Feminismus (u.a.) mit Körperlichkeit, mit Begehren und (Überraschung!) Sex und im weitesten Sinne sexueller Attraktivität auseinander setzt. Es wird nicht als störend empfunden, andere Menschen als schön wahrzunehmen. Oder gar mit ihnen schlafen zu wollen. Diese beiden Punkte sind im Genderfeminismus ja eher … hust … problematisch.

          • @julia

            Es ist etwas anders. Es gibt eine Bewertung für Sex und eine Wertung für Beziehung. Szenario A wäre für eine Frau interessant, die wissen will, ob er bereit ist zu investieren und langfristige Interessen hat. Szenario B kann klasse sein für den Mann, gibt aber weniger Testmöglichkeiten für die. Wenn er nur Sex will, dann fällt es ihm leichter nur den Sex zu bekommen.

            In der Sexstrategie spielt ihre Schlampigkeit eine geringe Rolle. Sie wird interessant in Bereichen wie krankheiten etc, aber auch in Bezug auf das Statement, dass man damit setzt gegenüber anderen Frauen („schläft der nicht mit der Schlampe?“ kann seinen Wert einschränken, weil es etwas über den Frauentyp, auf den er steht und seine Absichten aussagen kann).

            Bei der Frage, ob eine Frau „Beziehungsmaterial“ ist spielt evolutionär hingegen die Vatersicherheit eine Rolle. Eine Selektion gegen zu leichte Mädchen für Investitionen in diese über die für Sex nötigen hinaus und damit auch eine Abwertung dieser für Beziehungen wäre insoweit gut zu erklären.

            Das ist eben das gefährliche für den „Ruf der Frau“. Sie schneidet in dieser Bewertung schlechter ab. Was genau „Viel“ oder „leicht zu haben“ ist, dürfte eine stark kulturelle Komponente enthalten. Meine Vermutung ist, dass es sich zu einem gewissen Grad an wahrgenommenen Durchschnittswerten in der jeweiligen Kultur orientiert.

            Zu dem sexpositiven Feminismus hier ein Bild von Jacyln Friedman, die sich so verortet:

            ich würde sie nicht als hübsch bezeichnen.

        • @Christian,

          „Es gibt eine Bewertung für Sex und eine Wertung für Beziehung.“

          Spielt Sex weniger eine Rolle in Beziehungen?
          Vaterschaftssicherheit ist wichtiger.

          • @julia

            „Spielt Sex weniger eine Rolle in Beziehungen?
            Vaterschaftssicherheit ist wichtiger.“

            Bewertungen von potentiellen Partnern erfolgen nach meiner Meinung relativ unterbewußt, eben nach evolutionär bedeutsamen Wertungen.

            Und da hat Vaterschaftssicherheit, wenn man die Wahl hat, eben ein sehr hohes Gewicht. Außerdem kann man ja auch mit einer Frau, die wenige Beziehungen, aber in diesen eben viel Sex, hatte Sex haben.
            Man muss auch bedenken, dass die Kriterien evolutionär zu Zeiten entstanden sind, in denen Sex wesentlich mehr die Gefahr einer Schwangerschaft mit sich trug.

        • @ Julia

          Natürlich ist die Betrachtung des Paarungsgeschehens als Marktgeschehen denkbar unromantisch, aber realistisch.

          Männer und Frauen sind Waren und gleichzeitig Verkäufer ihrer selbst, versuchen, das Produkt (sie selbst) an den Mann/die Frau zu bringen, dabei Bestmögliches so billig wie möglich einzukaufen, sich selbst so teuer wie möglich zu verkaufen, also das Bestmögliche für ihren Wert als Gegenwert einzuhandeln.

          Unromantisch und reduktionistisch – hilft aber die Dynamiken zu verstehen, die man beobachten kann.

          Könnte helfen, Fehler, Missverständnisse und Enttäuschungen zu minimieren, wenn, ja wenn Wunschdenken nicht so viel angenehmer wäre.

        • *Männer und Frauen sind Waren und gleichzeitig Verkäufer ihrer selbst, versuchen, das Produkt (sie selbst) an den Mann/die Frau zu bringen, dabei Bestmögliches so billig wie möglich einzukaufen, sich selbst so teuer wie möglich zu verkaufen, also das Bestmögliche für ihren Wert als Gegenwert einzuhandeln.*

          Und unsere Frauen sind Ladenhüter weil ihr Preisschild weltweit nicht dem Wert entspricht den Männer zahlen wollen.

          Politik und Medien verdienen gut daran durch unseren Wohlstand geschmiert den Frauen eine Illusion zu verkaufen, ab 30 dämmert der Frau dann immer mehr dass sie verraten und verkauft wurde.

          • @Borat

            „Und unsere Frauen sind Ladenhüter weil ihr Preisschild weltweit nicht dem Wert entspricht den Männer zahlen wollen“

            Wie hoch ist denn der Anteil der Singlefrauen, isnbesondere der Singlefrauen, die von den Männern allgemein als tatsächliche Ladenhüter stehen gelassen werden, deiner Meinung nach?
            Mir scheint er nicht so hoch zu sein.

        • @christian

          Sicher ist der Anteil an wirklichen Ladenhüterinnen ohne Partner nicht hoch, aber es langt für Elitepartner und noch ein paar andere Internetportale.

          Evolutionär betrachtet muss man die Kinderzahl pro Frau werten, was interessiert die Zukunft ob die Frau jetzt ganz tolle Partner und auf Facebook unheimlich viele Freund_Innen hat?

          Und die wenigen Kinder die unsere Frauen haben sind deswegen nicht so viel Besser.

          Was zukunfts- und evolutionsrelevante Reproduktion angeht sind unsere Frauen Ladenhüter.

        • @ Borat

          *Was zukunfts- und evolutionsrelevante Reproduktion angeht sind unsere Frauen Ladenhüter.*

          „Unsere“ Männer damit allerdings auch. Die Kinder, die sie mit einheimischen Frauen nicht haben (wollen), haben sie ja auch mit Ausländerinnen nicht.

          Unsere Zivilisation befindet sich insgesamt auf Absterbekurs, nicht nur in Deutschland.

          Hier ist es besonders markant, aber wir sind keine Ausnahme, hocken nur in einem besonders tiefen Loch.

          Und reagieren kaum.

          So soll es denn sein.

        • @roslin

          Sicher schafft sich unsere ganze Wohlstandsgesellschaft ab.
          Ich denke jedoch die deutsche Frau schafft sich etwas schneller ab:

          *http://www.verband-binationaler.de/index.php?id=30

          Eheschließungen
          Im Jahr 2010 wurden in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 382.047 Ehen geschlossen. Davon waren 330.754 (86,57 %) deutsch-deutsche Ehen und 43.798 (11,46 %) Eheschließungen binational; in rund 2,0 % der Fälle besaßen beide Eheleute keine deutsche Staatsbürgerschaft. Dabei gab es folgende Konstellationen:

          Frau deutsch / Mann nichtdeutsch 19.103 (5 %)
          Mann deutsch / Frau nichtdeutsch 24.695 (6,46 %)*

          Zu dem kommt noch dass der Mann eher riskiert und es sich auch eher erlauben kann den Schutz der Gemeinschaft zu verlassen, die Frau ist darauf angewiesen und geht deswegen eher mit dieser unter.

          Was meinst du wie blöd unsere besten Frauen der Welt auf einmal schauen würden wenn sie in Thailand mit Thailänderinnen konkurrieren müssten, so viel und hart wie Thaifrauen dort arbeiten müssten?

      • @ Christian

        *Die andere Strategie ist, den Sex möglichst großzügig auszuteilen in der Hoffnung dadurch die weniger freigiebigeren Konkurrentinnen auszustechen. *

        Funktioniert aber nur für Kurzzeitstrategie oder in einer Gesellschaft, die Monogamie einfordert.

        Wenn Sex großzügig ausgeteilt wird, also schnell und leicht verfügbar für Männer, warum sollten sie dann bei der Freigebigen bleiben, wenn sich etwas Besseres bietet?

        Kann also nur funktionieren für Frauen im Hochpreissegment ( = enorm attraktiv und nur solange sie attraktiv sind) unter unseren promisken Bedingungen.

        Die normal aussehende Frau verliert doch als Schlampe zuviel an Attraktivität (Vaterschaftssicherheit als instinktiv einrastendes Warnsignal auf Seiten des Mannes).

        Sie muss also sicherstellen, dass Sex für Männer schwer erschwinglich bleibt, damit der Kerl nicht so leicht wechseln kann oder sie so unliebenswürdig wird (Schlampe!), dass Pornos und Einhandbetrieb zu attraktiven, kostengünstigen Alternativen werden.

        Deshalb sind vor allem Frauen, die ja mehrheitlich nicht überdurchschnittlich aussehen (per definitionem) die Wächter der Gesellschaftsmoral.

        Sie sind vor allem daran interessiert, Prostitution und Pornographie zurückzudrängen, können hier ihr Streben nach „Monopolanbieterinnenstatus“ für die sexuelle Befriedigung gut hinter der Sorge um die Würde der Frau verstecken.

        Ist doch nichts schöner als egoistisch zu sein für einen guten Zweck.

        Hinzu kommt, das natürliche Gefälle: hohes sexuelles Bedürfnis, im Schnitt, auf der einen Seite – niedrigeres (nicht niedriges!) auf der anderen.

        Es wäre dumm, das nicht zum eigenen Vorteil auszunutzen, bieten sich hier doch Kompensationsgeschäfte zur beiderseitegen Zufriedenheit geradezu an.

        Ein Machtgefälle, das diesmal die Frau begünstigt und in der Lage ist, andere Machtgefälle zu ihren Ungunsten auszugleichen, die anders – ohne Mithilfe des Staates als dritter, femizentrischer Partei – nicht ausgleichbar sind.

        • @Roslin

          „Kann also nur funktionieren für Frauen im Hochpreissegment ( = enorm attraktiv und nur solange sie attraktiv sind) unter unseren promisken Bedingungen.“

          Würde ich nicht so sehen. Sex ist ja ein Gut, was teuer von Frauen verkauft werden kann. Und für Optionen auf Sex sind Männer durchaus bereit einiges zu geben. Gerade vielleicht weil ihre Chancen auf dem Markt schlecht sind.

          Wer bei schlechtem Aussehen als Frau offensiv Sex anbieten kann, der kann sich beliebter machen und mehr umworben werden, wenn er es bei den richtigen anbietet und da seine Macht entsprechend ausspielt. Weil aus Männersicht häufig Sex mit einer nicht so hübschen Frau besser ist als gar kein Sex. Man muss dann eben auch häufiger die Männer wechseln, weil die dann vielleicht eigentlich auf der Suche nach was besserem sind, aber weil Sex immer Saison hat ist das ja durchaus möglich. siehe zB Jaclyn Friedman:

          https://allesevolution.wordpress.com/2010/08/05/was-frauen-antornt-v/

          And then B. responded. He was smart and charming. His picture looked cute. He seemed like a grown-up, and not like a psycho. He knew how to banter. He made a funny joke about punctuation. And, after a few emails were exchanged, he wanted to know if I’d like to meet him for a drink. That night. Then. And, to my great shock and terror and excitement, I found that I did. (What writer can resist a good punctuation joke?)(…) we spent a lovely hour chatting over a couple of glasses of wine, he used the phrase “male hegemony” critically in a sentence (entirely unprompted by me), and then he asked me if I wanted to go back to his place, which was nearby. And once again, to my shock and terror and excitement, I found that I did.

          Er schläft ein paarmal mit ihr, dann hat er keine Lust mehr. Ihr Herz ist gebrochen, aber sie beschließt, einfach noch freier mit ihrer Sexualität zu sein. Was sie nicht sieht, ist dass sie das eben nur Kurzfristig interessant macht. Aber man kann es immerhin als „Immer habe ich Pech mit Männern“ rationalisieren

          „Deshalb sind vor allem Frauen, die ja mehrheitlich nicht überdurchschnittlich aussehen (per definitionem) die Wächter der Gesellschaftsmoral.“

          Auch für hübsche Frauen kann es sich lohnen, dass sie die „Moral“ hoch halten. Denn dann muss allein über das Aussehen und nicht auch über Sex konkurriert werden und sie hat eine höhere Macht.

        • „Er schläft ein paarmal mit ihr, dann hat er keine Lust mehr. Ihr Herz ist gebrochen, aber sie beschließt, einfach noch freier mit ihrer Sexualität zu sein. Was sie nicht sieht, ist dass sie das eben nur Kurzfristig interessant macht. “

          Man kann auch sein ganzes Leben lang auf „den Richtigen“ warten und keinen Sex haben. Ab 35 sind die Chancen dann denkbar mies (zumindestens wenn ich nach ebenbürtigen Theorien gehe die bei Frauen ab 27 schon einen „verfall“ andeuten)

          Das ist ein Kosten/Nutzen-Faktor: wenn Liebe schon nicht möglich ist, dann wenigstens die Zeit nicht „verschwenden“ indem man keinen Sex hat.

          Vor allem: Männer wollen keine Ü30 Frau die im Bett keine Erfahrung hat was sie machen soll und sich als „prüde“ erweist.

          Wenn man es auf die Spitze treiben will, lautet das Ergebnis „immer“ Game Over.

          Denn so nüchtern rational gehen selbst Männer nicht immer an die Partnersuche, die gucken auch was sie kriegen können. Und wenn sie damit nicht mehr zufrieden sind, suchen sie sich was neues, da kann eine Frau noch so treu sein. Denn treue Frauen sind langweilig, weil sie auch in Beziehungen nicht so viel/vielseitigen Sex anbieten als Frauen mit „Scheißegal-Einstellung“, die ebenfalls eher eine Art Thrill suchen.

          Mal abgesehen davon dass viele Männer und Frauen erstmal für sich selbst erfahren müssen, was sie eigentlich wollen. „Alles“ gibts für keinen, wer das eine wählt muss zwangsläufig beim anderen Abstriche machen. Nur die Erwartungen, die gehen bei beiden Geschlechtern in Richtung: eierlegende Wollmilchsau. Das ist aber einfach der Zeitgeist der Konsumgesellschaft.

        • @roslin

          *Hinzu kommt, das natürliche Gefälle: hohes sexuelles Bedürfnis, im Schnitt, auf der einen Seite – niedrigeres (nicht niedriges!) auf der anderen.

          Es wäre dumm, das nicht zum eigenen Vorteil auszunutzen, bieten sich hier doch Kompensationsgeschäfte zur beiderseitegen Zufriedenheit geradezu an.*

          Hmm. Ob das so ist, niedrigere Libido der Frau?

          Dann würden sich ja bevorzugt die paaren die eine ähnliche Libido haben, bedeutet weniger Stress und weniger Verluste.
          Und der Rest?
          Die meisten Paare müssten sich mit stark unterschiedlicher Libido zurechtfinden, denn die individuelle Streubreite ist ja größer als der statistische Geschlechterunterschied.

          Es müsste dann viele Paare geben bei denen die Frau mit ihrer Libido den Mann bedrängt.
          Kann ich mir kaum vorstellen.

          Ich denke es liegt anders:

          Die Libido der Frau passt sich zu guten Teilen an den momentanen Partner an:

          Immer etwas weniger als der.

          Das Maß wieviel weniger durch ihre Motivation den Mann darüber zu steuern bestimmt.

          Natürlich wird ein Partner bevorzugt der Ihr Anpassungspotential nicht überfordert.

          Ist es nicht eine entscheidende Eigenschaft des weiblichen Geschlechts sich der Gemeinschaft und dem Mann „anzupassen“ um ihrem Egoismus gut getarnt zu fröhnen?

          Weibliche Empathie?

    • *Sex ist nun einmal das effektivste Machtmittel einer Frau gegenüber Heteromännern.
      Ihn für Männer zu billig zu machen, zu leicht verfügbar, bedeutet die wahre Entmachtung der Frau.
      Darum wird Feminismus mehrheitlich immer prüde sein.*

      Daraus könnte man ja ableiten dass eine Entmachtung (oder Verunsicherung) der Frau stattgefunden hat und weibliche Machtstrategien wie der Feminismus sich verbreitet haben um das zu kompensieren.

      • @ Borat

        *Daraus könnte man ja ableiten dass eine Entmachtung (oder Verunsicherung) der Frau stattgefunden hat und weibliche Machtstrategien wie der Feminismus sich verbreitet haben um das zu kompensieren.*

        Exakt.

        Durch Haushaltstechnik und massive Reduktion der Kindersterblichkeit hat die Frau nicht nur Freiheit gewonnen, sondern der Bereich (Haushaltsfühung/Reproduktion) ist massiv entwertet worden.

        Sie wurde arbeitslos, braucht sinnstiftenden Ersatz, der die frei (leer) gewordene Zeit füllte.

        Sie musste in die Erwerbsarbeitswelt der Männer eindringen, weniger, weil sie wollte als weil sie musste.

        Der Anspruch der Frauen (auf den sie realiter nicht verzichten wollen), das beschützte und versorgte Geschlecht zu sein, beruht(e) ja auf ihrer Gegenleistung durch Hausarbeit (die ja weit mehr umfasste als Kochen und Putzen – Einkochen, Vorratshaltung, Gartenarbeit, Mithilfe beim Handwerk des Mannes – er töpfert, sie bringt die Irdenware zum Markt und verkauft usw.) und Kinderproduktion/-aufzucht.

        Beides ist durch technischen Fortschritt/Industrialisierung unwichtiger geworden, die Erwerbsarbeit wurde getrennt vom Wohnort der Familie, die Frau blieb allein zurück.

        Kein Wunder, dass ihr die Decke auf den Kopf fiel.

        • Sie wurde arbeitslos, braucht sinnstiftenden Ersatz, der die frei (leer) gewordene Zeit füllte.

          Sie tat oft genau das, was die Bürgersdame schon immer tat, wenn sie Personal hatte und sich langweilte: Sie kümmerte sich um die „armen, gefallenen Mädchen“ in der Gesellschaft und in den Kolonien, und wurde Unternehmerin in Sachen Sexualmoral.

          In dem Fall um jede vierte Studentin, die angeblich Opfer eines „Date Rapes“ wird.

      • „Daraus könnte man ja ableiten dass eine Entmachtung (oder Verunsicherung) der Frau stattgefunden hat und weibliche Machtstrategien wie der Feminismus sich verbreitet haben um das zu kompensieren.“
        Feminismus lässt sich wunderbar so interpretieren. Er versucht ein Muschi-Kartell zu schaffen, indem er die Sexualmoral hoch, höher, am höchsten hält, bis kein legaler Sex mehr zustande kommen kann, weil aller heterosexueller Sex Vergewaltigung bedeutet.

        • 1. Ich fand den Text von Onyx unter aller Sau – Misandrie und so – und habe ihre Meinung gespiegelt. Da ich eigentlich zu höflich dafür bin, musste ich selbst da Zurückhaltung üben und habe einige Wörter abgeschwächt. („Arschlöcher“ finde ich schlimmer als lila Pudel.)
          2. Muschi-Kartell trifft es halt. Es sind zwar nicht alle Feministinnen, die so denken, aber der Gedanke, den Einsatz möglichst weit hochzutreiben, findet sich bei erstaunlich vielen.

          Mit mir ist also nichts. 🙂

        • Dieses ewige “DIE machen das auch, also kann sich keiner beschweren, wenn ich es auch mache, es steht mir zu” und dann einfach Hass abladen.

          Wer Einwände gegen diese „Ethik“ anmeldet, der will doch nur sexistischerweise der armen Onyx das Recht absprechen, so toll Empauert zu sein: So einfach kann Autoimmunisierung sein.

          Mit Preistreiberei hat das jedenfalls wohl nichts mehr zu tun, da rennt doch jeder mit einem Mindestmaß an gesundem Selbst schreiend davon.

          Meistens kriegt eine Frau diejenigen Männer, die sie sich redlich verdient hat.

        • @ Maren

          *Erst lila Pudel, dann Muschi-Kartell? Liest du zuviele maskulistisch angehauchte PU-Blogs?*

          Muschi-Kartell finde ich sehr dezent.

          Gut, nicht so nett wie Tittensozialismus, aber Mösen-Mafia hat er auch nicht gesagt.

      • Daraus könnte man ja ableiten dass eine Entmachtung (oder Verunsicherung) der Frau stattgefunden hat und weibliche Machtstrategien wie der Feminismus sich verbreitet haben um das zu kompensieren.

        At the beginning of this period, „heterosexuality was more or less an unchallenged assumption.“[23] Among radical feminists, the view became widely held that, thus far, the sexual freedoms gained in the sexual revolution of the 1960s—in particular, the decreasing emphasis on monogamy—had been largely gained by men at women’s expense.[23] This assumption of heterosexuality would soon be challenged by the rise of political lesbianism, closely associated with Atkinson and The Feminists.[24] The belief that the sexual revolution was a victory of men over women would eventually lead to the women’s anti-pornography movement of the late 1970s.

        http://en.wikipedia.org/wiki/Radical_feminism#Ideology_emerges_and_diverges

        • Das hat der Mann nun davon.

          Er wollte ..äh.. freie Liebe, die Frauen befreien und jetzt hat er einen Haufen überteuerte Nutten die nur sein bestes wollen und ihn dabei verhöhnen.

          Er hat nicht kapiert dass die Last der Frau ihr Lebenssinn ist, so wie sein Lebenssinn die Last einer Frau ist.

  5. Mmh Mmh…

    Von unten nach oben:

    Wenn jemand nach dem Sex mies drauf ist (jetzt mal egal warum), sollte der/die Partner/in das so annehmen können und Wert darauf legen, dass das genau besprochen wird.

    Jetzt fällt es mir persönlich zwar auch schwer mir die konkrete Situation vorzustellen – ich neige dazu anzunehmen, dass er „traumwandelnd“ mitagiert hat (und jetzt nicht nur unbeweglich geschlafen hat, sonst fänd ich das mega-krass!) – aber: er hat jetzt ein Problem und das verlangt nach einer Entschuldigung & Lösung für die Zukunft.

    z.B. mehr Reden BEIM Sex? Nur so ein verwegener Gedanke…

    Das heiß-diskutierte Thema „anale Stimulation bei ihm“ ließe sich m.M.n. auf eben dieselbe Art wesentlich eleganter lösen als durch „einfach machen“. Ich kann mich leider nicht mehr an meine Anfänge auf diesem Gebiet erinnern … ich nehme aber an, der bisexuelle Freak, den ich normalerweise nur „meine erste Liebe“ nenne, der sich gerne auch mal Strapse anzog und mir u.a. meinen ersten Strap-on schenkte, hatte keine Hemmungen beim Formulieren seiner Wünsche. Und seine Nachfolger hab ich dann einfach gefragt. Nicht alle wollten es, und das ist ja auch ok so.

    Womit wir zur Facial-Sache kommen: wenn eine Frau öffentlich fragt, ob sie das tun soll oder nicht, ob es nicht degradierend sei, dann nehme ich an, dass sie sich mit dem Gedanken nicht wohl fühlt. Und dann sollte sie es nicht tun. Ist m.E.n. jetzt auch nicht der dringendste Wunsch, die meisten Männer finden Orgasmen IN der Frau (oben/unten hinten/vorne) deutlich befriedigender (ich auch, ist fast der halbe Spaß).

    Ein Mann, der sich in seiner Sexualität abgelehnt fühlt, weil er der Frau nicht (absichtlich) ins Gesicht spritzen soll, hat min. genauso einen an der Waffel wie eine Frau, die sich vor Sperma auf ihrer Haut ekelt. Das passt also 😀

    Insgesamt m.M.n. keine Glanzleistung, die die „sexpositiven“ Feministinnen da abgeliefert haben…

    • Ach, das ist doch alles garnix.

      Ich hab mal eine Frau vergewaltigt in dem ich sie gebeten hab mir ihre ganze Hand ins Rektum zu schieben.
      Das hat sie auch richtig gut gemacht, ich glaub die hatte schon Übung.
      Sie zeigte auch akut so gar keine Traumatisierung deswegen.

      Ich frag mich aber warum mir das hinterher wie eine Vergewaltigung vorgeworfen wurde.
      Hat es mir zu gut gefallen?

      • Borat, irgendwie versteh ich Dich oft nicht…

        Was Du beschreibst hat für mich nix mit einer Vergewaltigung zu tun und ich kann auch nur schwer glauben, dass Du diese Erfahrung mehr als nur einmal gemacht hast (i.e. dass es um ein relevantes Problem geht).

        Und mit dieser Aussage will ich Dir nicht Deine „Definitionsmacht“ wegnehmen, sondern nur andeuten, wo hier meine Verständnisschwierigkeiten liegen.

        Ok, Großer?

        • Ich wollte doch nur die klassische und faktische Definition von Vergewaltigung mit einem persönlichen Beispiel illustrieren.

          Vergewaltigung ist wenn es dem Mann zu gut gefällt und er nicht genug zahlt, wenn die Frau sich „ausgebeutet“ fühlt.

          Die moderne Frau hat die Lizenz zum Ausbeuten.

  6. Mal was logisches:
    Es gibt im Grunde zwei mögliche Wege für zwei oder mehr Menschen einen Übergriffe zu definieren:
    A) Ein Übergriff findet statt, wenn einer Aktion explizit und verständlich widersprochen wird, was auch nichtverbalen Widerspruch einschließt – was aber jedem einigermaßen intelligenten Menschen klar sein sollte.
    B) Ein Übergriff findet statt, wenn einer Aktion nicht explizit zugestimmt wurde, wobei die Zustimmung s.o. auch hinreichend deutlich gemacht werden mußte, alles andere ist Nichtzustimmung.

    Der Weg A) ist uns bekannt: Dies ist im Grunde der Weg des Strafgesetzes und überhaupt der unseres Alltags. Und da nun mal erlaubt ist, was nicht verboten ist oder dem nicht widersprochen wird, wird das mal eben als „rape culture“ denunziert – man muß ja dem Verletzer hinterherrennen und seinen Widerspruch nachweisen.

    Der Weg B) ist der, den man uns aufdrücken möchte. Leider ist dies der Weg jeder Diktatur: Alles was nicht erlaubt ist, ist verboten. Das hat sicher viele Vorteile – aber ehrlich – wer möcht ein einer Welt leben, wo man am Ende selbst für das Atmen eine Genehmigung braucht?

  7. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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