Der Mythos des puren Bösen („Myth of pure evil“)

Roy Baumeister vertritt die Ansicht, dass es einen Mythos des puren Bösen gibt, also die Vorstellung, dass Böses einfach aus reiner Schlechtigkeit heraus begangen wird.

Dabei zeigt sich ihm zufolge, dass der Böse sich selten als solcher sieht, sondern üblicherweise eher das Opfer als den Bösen sieht und glaubt gute Gründe zu haben.

Der Mythos hat demnach drei wesentliche Grundlagen:

  1. the intentional harming of another person
  2. the perpetrators of evil are typically portrayed as enjoying the harm they inflict
  3. the victim is typically depicted in accounts of evil as innocent and good.
  4. the perpetrators of evil are often seen as not like us
  5. evil is usually presented as having always been that way
  6. Alongside intentional harm, a second meaning of evil is chaos.
  7. perpetrators of evil often have inordinate egotism and poor self-control.

Es wird vermutet, dass es sich um eine Eigenart des menschlichen Geistes handelt, sich solche Lagen zurecht zu denken. Denn moralisch als richtig und gut darzustehen und seine Handlungen als gut rechtfertigen zu können ist für ein sozial lebendes Wesen wichtig und der beste Weg andere zu überzeugen ist zunächst es zumindest auf einer gewissen Eben selbst zu glauben, wenn auch wohl andere Tests ergeben, dass dieses Ausblenden nicht absolut ist.

Demnach würden beide Seiten eines Streits meist den anderen als den Übertäter sehen, sich selbst hingegen als denjenigen, der gerecht gehandelt hat und zumindest nicht anders handeln konnte. Der andere wird dann bis zu einem gewissen Grad über die obigen Kriterien dämonisiert um so eine Schuldzuweisung zu ermöglichen.

Zu den tatsächlichen Gründen für böses Handeln schreibt Baumeister:

The first and perhaps least interesting one to a psychologist is instrumentality. Evil acts are often merely a means to an end. People turn to violence as one means of getting what they want. What they want is typically not so different from what other people want. They want money, land, power, sex, and the like. They turn to violence in some cases because they cannot get what they want by more accepted, legitimate means. (…)

the second root cause of evil and violence is threatened egotism. When I began my research I had heard the standard theory that violence is perpetrated by people with low selfesteem. As I searched for the source and evidence, however, it emerged that this was one of those things that everybody knew but nobody had really ever shown. Moreover, the facts repeatedly contradicted it. A large literature review concluded, instead, that perpetrators of violence typically had very favorable views of themselves, sometimes absurdly so (Baumeister, 11 Smart, & Boden, 1996) (…)

The third root cause of evil is idealism. In some ways this is the most disturbing and tragic, because the perpetrators are motivated by the belief that they are doing something good. Idealists of both the left and the right have sometimes believed that their noble goals justify violent means. The worst body counts of the twentieth century were perpetrated by people who believed that they were doing what was necessary to create a utopian society, whether this reflected a left-wing vision (as in the communist slaughters in China and the Soviet Union) or a right-wing one (as in the horrors perpetrated by Nazi Germany). Earlier centuries witnessed slaughters perpetrated in the name of religion, as people killed to serve their gods. To be sure, sometimes the idealism was a cover for baser motives, including instrumental ones. Some people used religious wars or persecutions to enrich themselves. Yet it is not reasonable to dismiss the sincere idealism of many of the perpetrators. In a large expedition such as the Crusades, there were some along for adventure and others hoping to get rich. But many honestly believed that they were doing God’s work by fighting the infidels in order to reclaim sacred ground for what they thought was the true faith. (…)

The fourth and final root cause is sadism, defined as sincere enjoyment from inflicting harm. Earlier I said that it may be most precise to refer to three and a half roots rather than four. Sadism would be the half

Interessant ist insoweit auch eine Anwendung auf die Geschlechterfrage. Motiv wäre hier wohl von beiden Seiten eher Idealismus, der eben über das höhere Ziel der Gleichberechtigung alles Maßnahmen rechtfertigt.

Dazu Steven Pinker in einem Interview:

There are a number of things that make particular ideologies dangerous. One of them is the prospect of a utopia: since utopias are infinitely good forever, and can justify any amount of violence to pursue that utopia, the costs are still outweighed by the benefits. Utopias also tend to demonise certain people as obstacles to a perfect world, whoever they are: the ruling classes, the bourgeois, the Jews or the infidels and heretics. As long as your ideology identifies the main source of the world’s ills as a definable group, it opens the world up to genocide.

Die Darstellung des Patriarchats als „pure evil“ scheint mir ebenfalls zu erfolgen:

  • the intentional harming of another person

Das Patriarchat schadet den Frauen und den Männern, damit die Männer, die die hegemoniale Männlichkeit leben, ihre Privilegien erhalten können

  • the perpetrators of evil are typically portrayed as enjoying the harm they inflict

Das Ausleben von Privilegien macht natürlich Spaß.

  • the victim is typically depicted in accounts of evil as innocent and good.

Die Frauen sind allenfalls insoweit schuld, dass sie zwangsläufig zum Mittäter werden müssen, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt. Üblicherweise wird aber gerade im Feminismus vertreten, dass die Opfer absolut rein und unschuldig sind. Das zeigt sich schon an der Anwendung des Begriffs Victimblaiming,

  • the perpetrators of evil are often seen as not like us

Männer sind Menschen mit Privilegien. Sie sind zwar gleich, aber dabei vollkommen anderes. Sie sind männlich sozialisiert.

  • evil is usually presented as having always been that way

Je nach Theorie gibt es das Patriarchat schon immer (zB Beauvoir) oder aber erst seit 8.000 Jahren, jedenfalls ist es sehr alt

  • Alongside intentional harm, a second meaning of evil is chaos.

Hier könnte man vielleicht anführen, dass Machtmittel wie Gewalt und Vergewaltigung und die Rapekultur ein gewisses Chaos schaffen.

  • perpetrators of evil often have inordinate egotism and poor self-control.

Das patriarchale Männer besonders egoistisch sind, zeigt sich schon daran, dass sie die bessere Welt, in der beide Geschlechter zufrieden leben könnten, verhindern, um ihre Privilegien zu wahren und die mangelnde Selbstkontrolle kann man dann beim Sexualtrieb des Mannes anführen, bei dem die Frau  eben nie weiß, wann er zuschlägt.

Natürlich gibt es auch entsprechende Bemühungen im Maskulismus, indem zB dargestellt wird, dass es Männern schon immer schlechter ging als Frauen und diese faule Ausbeuterinnen sind, wohingegen die Männer als arme Schweine ausgenutzt werden.

 

 

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63 Gedanken zu “Der Mythos des puren Bösen („Myth of pure evil“)

  1. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Konzept stimmt und es wirklich keine Menschen gibt, die gerne und absichtlich böse handeln (außer Psychopathen. Hast du dazu Fakten aus dem Bereich Biologie?).

    Fraglich nur, ob ich das gut oder schlecht finden soll.

    • @Urban

      In dem, was ich darüber gelesen habe, waren ein paar Auswertungen von Rechtfertigungen von Vorfällen, die nach diesem Schema verliefen. Diejenigen denen der Schaden entstanden ist, haben es immer als unprovozierte Aktion, die vollkommen übertrieben war und einen großen Schaden angerichtet hat dargestellt, diejenigen, die den Schaden angerichtet haben, haben eine lange Vorgeschichte dargestellt, wie es zu dem Vorfall gekommen ist und warum sie so handeln mussten, haben den Schaden als eher klein dargestellt und seine Reaktion als übertrieben.
      Es war auch ein weiteres Experiment vorhanden, bei dem Menschen einen Text lesen sollten und dann nacherzählen sollten. Ihnen wurde zufällig die Opfer oder Täterperspektive zugewiesen und selbst das hat ihre Erzählung beeinflusst, so dass sie bei der Opferperspektive die Handelnden als „Böse“ darstellten und bei der Täterperspektive das Opfer als die eigentlichen schuldigen (natürlich waren die Texte darauf angelegt, dass man das so machen konnte). Eine Kontrollgruppe, die den Vorfall aus der Sicht eines Dritten schildern sollte, war wesentlich objektiver.
      Einen letztendlichen Beweis gibt es nicht. Aber es klingt aus meiner Sicht nach einer guten Theorie. Die Fähigkeit vieler Leute, sich bestimmte Sachen gut zu denken nimmt man ja doch häufiger wahr.

      • @ Christian

        „Einen letztendlichen Beweis gibt es nicht.
        Aber es klingt aus meiner Sicht nach einer
        guten Theorie. Die Fähigkeit vieler Leute,
        sich bestimmte Sachen gut zu denken nimmt
        man ja doch häufiger wahr.“

        Jedes Lebewesen hat Mechanismen
        die das Verhalten so steuern, um
        möglichst Schmerzen zu vermeiden.
        Beim Menschen gilt dieses Prinzip
        auch für Schmerzen im emotionalen
        Bereich.
        Die Fähigkeit sich eigenes
        schlechtes Verhalten gut zu
        denken, dient dazu Schmerz,
        der zum Beispiel durch ein
        schlechtes Gewissen entsteht,
        zu vermindern.
        Das Konzept des Rationalisierungs
        Hamsters basiert auf den gleichen
        Mechanismen.
        Und ja auch Männer haben ein
        Hamsterrad. 🙂

        • ich denke es ist nicht nur Verhinderung eigenen Schmerzes, sondern auch Vorbereitung der Darstellung nach aussen. wer selbst glaubt, dass er gut war oder zumindest nicht so schlecht der kann sich auch besser verkaufen. die beste lüge ist die, die man glaubt.

    • @ Robin

      „Ich bin davon überzeugt, dass dieses Konzept stimmt und es wirklich keine Menschen gibt, die gerne und absichtlich böse handeln (außer Psychopathen.“

      Der reine Psychopath (Vollausprägung der antisozialen Persönlichsstörung) ist vor allem ein extremer Egozentriker und kann in solchen Fällen als „böse“ im Sinne Deiner Definition betrachtet werden („gerne und absichtlich böse handeln“), wenn er neben der extremen gewissenlosen Egozentrik auch noch sadistische Züge aufweist. Das ist meines Wissens bei nicht wenigen, aber trotzdem nicht bei allen Psychopathen der Fall. Es gibt auch Psychopathen, die einfach nur vollständige Egozentriker sind und egoistische und/oder gewaltsame Handlungen begehen, dabei aber nicht als „intentional böse“ bezeichnet werden können.

      Dem „reinen Bösen“ näher kommt das von dem Psychoanalytiker Otto Kernberg geprägte sogenannte Syndrom des „malignen Narzissmus“ oder das bislang erst als Vorschlag vorliegende und noch nicht in die offiziellen klinisch-psychologischen Klassifikationssysteme aufgenommene Konzept der „sadistischen Persönlichkeitsstörung“.
      Das sind eigentlich die prototypischen Personen, die „gerne und absichtlich böse handeln“.

      Und die gibt es – wenn auch zum Glück sehr selten.

    • „Ich bin davon überzeugt, dass dieses Konzept stimmt und es wirklich keine Menschen gibt, die gerne und absichtlich böse handeln (außer Psychopathen. Hast du dazu Fakten aus dem Bereich Biologie?).“

      Es gibt definitiv Menschen die gerne und absichtlich böse handeln, z.B. Menschen die sich Rächen wollen.

      • @Borat

        Dazu müsste man erst einmal definieren, warum Rache böse ist. Wäre sie ja erst einmal nur, wenn man das Gewaltmonopol des Staates in den Vordergrund stellt. Dagegen werden andere anführen, dass dies eben keine hinreichende „Rache“ nimmt.

        • @Christian

          Für den an dem sich gerächt wird soll die Rache schlecht also „böse“ sein, das ist die Intention des Rächers.

          Rachegefühle sind normalen Menschen geläufig und haben die
          genannte Intention.

          Es ist quasi die Definition des Begriffs „Rächer“.

          Hier könnte man zur objektivierung ansetzen, zweifeln und die Frage stellen was ist ein Rächer.

          Doch Robins ursprüngliche Aussage und Annahme ist schon subjektiv, und ich würde zudem behaupten es ist genau andersrum:

          Menschen die man als psychopathisch bezeichnet fehlt das normale Bewusstsein dafür dass sie etwas „böses“ tun und damit verwehrt sich auch die Selbsterkenntnis dass es sich z.B. um Rachegefühle handeln könnte.

      • Du nennst es Rache, die Leute, die es tun, nennen es wahrscheinlich ausgleichende Gerechtigkeit. Sie tun es nicht, weil sie böse sein wollen, sondern weil sie sich im Recht fühlen.

        • Und andere nennen es Rache.

          Es als „ausgleichende Gerechtigkeit“ zu sehen sagt ja auch dass sich der Betroffene als Opfer sieht.

          Ich vermute Frauen neigen deswegen dazu es als „ausgleichende Gerechtigkeit“ zu sehen.
          „Das steht mir zu“.

          Männer nennen es einfach Rache, geben eher zu dass es dem an dem sich Gerächt wird schaden soll, obwohl auch hier meist der Gerechtigkeitsgedanke dahinter steht aber weniger betont wird.

        • Ob man es nun Gerechtigkeit oder Rache nennt ist eigentlich egal. In jedem Fall fühlt sich der Täter im Recht, die Rache zu begehen. Er ist also in seinem subjektiven Empfinden nicht der Böse, sondern eben das Opfer.

        • Und er tut dem Anderen etwas böses, um (subjektive) Gerechtigkeit herzustellen.

          Er würde sich wohl Ärgern wenn das was er dem an dem er sich Rächen will antut nicht schadet sondern nützt, von diesem als „gut“ empfunden würde und hat – wie ich sagte – das Ziel dem an dem er sich Rächen will etwas von diesem als schlecht empfundenes also böses zu tun.

          Somit hat er das Ziel böses zu tun.

          Das subjektive Erklärung des Rächers dazu ist eben subjektiv, also stark von Mondstand und Geschlecht abhängig und damit nahezu irrelevant.

        • Es geht hierbei einzig und allein um das subjektive Empfinden. Du hast offensichtlich den Text nicht verstanden.

          Und dieser konstruierte Unterschied zwischen dem Racheverhalten von Männern und Frauen ist zudem recht peinlich.

        • Welchem Text geht es ausschließlich und allein um das subjektive Empfinden? In Deinem?
          In dem Text des „maskulistischen“ Psychologen Baumeister offensichtlich nicht.

          Wenn es einzig und allein um das subjektive Empfinden ginge, dann Ist ja der Psychopath das beste Beispiel für subjektiv unabsichtliches böses Handeln.
          Nehmen wir mal eine Mutter mit Münchhausen Stellvertretersyndrom. Sie quält ihr Kind, macht es Krank um Aufmerksamkeit von Ärzten zu erlangen, doch ohne das ihr die Böshaftigkeit ihrer Tat bewusst wird. Solche psychisch stark gestörten Frauen können es kaum fassen wenn ihnen Videoaufnahmen ihrer Taten vorgeführt werden und glauben diese nicht, behaupten es ist eine Fälschung.
          Sie haben das „böse“ komplett verdrängt und abgespalten und deswegen schöpft auch kaum einer über lange Zeit Verdacht.

          Da das Gehirn polyzentrisch ist und „böses“ komplett abspalten und verdrängen kann sind subjektive Aussagen irrelevant.

          Ginge es nur um das „subjektive Empfinden“ wäre der Mensch nicht integrierbar in eine Gesellschaft, denn verschiedene Gesellschaften haben verschiedene Kriterien des Guten und Bösen die ein Mensch lernen muss.

          So hilft dem Einzelnen i.d.R. sein subjektives Empfinden dabei seine Handlungen und Absichten gegen das Modell was er sich von der Gesellschaft in der er Handelt gebildet hat zu prüfen.

          Männer und Frauen sind nunmal unterschiedlich, da brauch ich nix konstruieren. Das von mir genannte Beispiel Münchhausen Stellvertretersyndrom gibt es halt fast nur bei Frauen.

        • „Welchem Text geht es ausschließlich und allein um das subjektive Empfinden? In Deinem?
          In dem Text des “maskulistischen” Psychologen Baumeister offensichtlich nicht.“

          Äh, offensichtlich doch? „Dabei zeigt sich ihm zufolge, dass der Böse sich selten als solcher sieht, sondern üblicherweise eher das Opfer als den Bösen sieht und glaubt gute Gründe zu haben.“

          Ansonsten: Klasse, wie du ein extrem seltenes Krankheitsbild dazu verwendest, Frauen eine charakterliche Schwäche anzudichten, um deine Theorie zu stützen, dass nur Männer hinter dem stehen, was sie tun!
          Warum bei diesem Thema so in die Ferne schweifen? „Böses“ gibt es immerhin überall. Sehen wir uns doch mal die Gefängnisse an, die mehrheitlich von Männern bevölkert werden. Glaubst du, irgendeiner dieser Kerle hat im Augenblick seiner Tat gedacht, dass er gerade was böses tut? Nee, er hatte seinen Grund. „Die Schlampe wollte es doch so“ „Der Wichser hat mich schräg angesehen, da musste ich ihm doch zeigen, wer der Boss ist“ „Ich hab das Geld dringend gebraucht“ etc.pp.

        • „So hilft dem Einzelnen i.d.R. sein subjektives Empfinden dabei seine Handlungen und Absichten gegen das Modell was er sich von der Gesellschaft in der er Handelt gebildet hat zu prüfen.“

          Ob es hilft ist auch wieder so eine Sache:
          wenn ein subjektives System sich selbst subjektiv bewertet/hinterfragt, dann ist das eigentlich Hirnfick.

          Also ich stimme dir soweit zu, dass man nicht hirnlos durch die Gegend laufen sollte, und dass man sich häufiger mal hinterfragen sollte.
          Aber ob dabei „was gutes“ rumkommt oder nicht ist immer die Frage, da kann man auch eine Münze werfen.
          Denn egal was dabei rauskommt:
          Wenn man „ein positives Selbstbild“ hat, wird man die Erkenntnisse positiv bewerten.
          Hat man ein „negatives Selbstbild“, wird man die Erkenntnisse negativ bewerten. Sind die Erkenntnisse allerdings sind so durchschlagend, helfen das negative Selbstbild abzuwehren, und schon glaubt man „Weisheit“ gefunden zu haben.

          Könnte man natürlich auch mit „Egoismus“ und „Überlebenswille“ umschreiben, nur ist der nicht abhängig von Objektivität sondern von „Nützlichkeit“.

          Was dabei raus kommt bleibt immer ein Glücksspiel, genau wie in der Evolution, wo überleben von den richtigen Eigenschaften zur richtigen Zeit am richtigen Ort abhängig sind. Das mag einer Gruppe oder einer Art langfristig durch try & fail die „Überlebenswahrscheinlichkeiten“ verbessern, aber das Individuum und sein Weltbild spielt da nur eine untergeordnete Rolle.

    • Das pure Böse? Ich tue mich etwas schwer mit solchen Konzepten, die ich als religiöse Kozepte verstehe.

      Allerdings gibt es schädliche Handlungen, d.h Handlungen, die andern Schaden zufügen. Als zweifellos boshaft bezeichne ich eine Handlung, die als schädlich für andere erkannt wird und gerade deshalb unternommen wird. Das Motiv ist oft die narzisstische Befriedigung.

      Ein typisches und aktuelles Beispiel für narzisstisch gestörte Persönlichkeiten habe ich vor einigen Tagen angeführt: Feministen, die für die männliche Beschnedung votierten, um ihren Opfernarzissmus zu befriedigen, Feministen, die die weibliche Beschneidung als Barbarei verurteilten.

      Leider werden diese Gestörten nicht in der Klappse behandelt.

      • „Das pure Böse? Ich tue mich etwas schwer mit solchen Konzepten, die ich als religiöse Kozepte verstehe.“

        Das solltest Du nicht. Denn gerade Religionen tun sich schwer mit ihrem moralischen Kompass und darin, Gutes und Böses auseinanderzuhalten.

        • @Adrian

          In der Tat, sie ersetzen eine Abwägung durch Ideologie. Eine Abwägung kann natürlich der Grund für die religiöse Vorschrift sein, da stellt sich aber eben dann häufig das Problem, dass ein Dogma aufgebaut wird, dass ein Hinterfragen unmöglich macht und zeitlich fixiert, auch wenn sie nicht mehr sinnvoll ist.

      • @ Meister Peter

        *Das pure Böse? Ich tue mich etwas schwer mit solchen Konzepten, die ich als religiöse Kozepte verstehe.*

        Das wundert mich nicht, Meister.

        Hat das Böse Sie doch gelegentlich in den Klauen!

        Denken Sie immer daren: Wenn Sie den Wunsch verspüren, wohl frisierte, gepuderte Köpfchen abzuhacken, dann ist das böse, böse, böse.

        Das sind nicht Sie, sondern Sie sind besessen.

        Aber es gibt, Gott sei Dank, erfolgeiche Methoden des Exorzismus, lange erprobt, auch wenn der Kampf gegen einen besonders hartnäckigen Dämon en wenig heftig werden kann.

  2. Wozu dient eigentlich die Fähigkeit, etwas böse und gut zu nennen?
    Dieses Mem scheint ja eine extrem wichtige FUnktion zu haben.

    • es ist denke ich ein Konflikt zwischen der Durchsetzung eigener Interessen und den präsentieren der Fähigkeit seine Interessen zugunsten der Gemeinschaft/Freunden/verbündeten zurückstellen zu können. was die anderen dazu verleiten soll dies ebenfalls zu tun. Gut ist insofern das Signal, das man Gefälligkeiten erwiedern wird, ein Ausbruch aus dem prisoners Dilemma sozusagen.

      • Fragt sich was denn gut oder schlecht sein kann. Kann Holz gut sein oder ist Holz böse. Kann das Wetter böse sein? Ein Sauerstoffatom, kann das böse sein? Ist das Vakuum gut oder böse. Wir habe eine Achse des Bösen – welches sind die Kriterien?
        Ist böse identisch mit krank? Kann man krank sein und trotzdem gut?

        Ist es böse etwas gut oder böse zu nennen? Was sagt es wenn einer böse ist und etwas gut nennt, kann das gut sein?

        Kann etwas praktisch böse sein, theoretisch aber gut. Warum und wieso nicht?

        Das sind ein paar Fragen, die sich mir stellen.

  3. Wie so oft gibt es kein einfaches Schwarz-Weiß, sondern ein Kontinuum von ziemlich weiß bis hin zu ziemlich schwarz, wenn man das Auftreten von Gut und Böse unter den Menschen beobachtet.

    Auch Hitler hatte seine guten Seiten, hatte Ideale – er war z.B. äußerst charmant zu Frauen – solange sie keine Jüdinnen waren oder Kommunistinnen oder Slawinnen etc.

    Ich sehe hinter den 4 von Baumeister genannten Ursachen für Böses nur eine einzige zugrundeliegende: den menschlichen Egoismus.

    1.) instrumentell eingesetztes Böses: Hier ist das Böse Mittel zum Zweck, um eigensüchtige Ziele zu erreichen (Banküberfall, Erpressung, Vergewaltigung, Betrug im Geschäftsleben oder Geschlechtsleben = sexuelle Selbstgratifikation bei Bewahrung der Bequemlichkeit in einer eingespielten, absichernden Beziehung, Mord aus Eifersucht Rache etc., Ursache hier gekränkte Eitelkeit, verletztes Selbstwertgefühl usw.).

    2.) Hier nennt Baumeist selbt Egoismus, warum nur hier, verstehe ich nicht ganz

    3.) Idealismus.

    Welche höhere Selbstgratifikation kann es geben als der Überzeugung zu sein, das Gute zu vertreten, ein Idealist zu sein, Anwalt der Wahrheit, Gottes, der Vernunft, der Gerechtigkeit und alle, ALLE anderen, die einem widersprechen, nicht so wollen, wie man selber will, sind darum schlechte Menschen, müssen ausgerottet oder zumindest unterdrückt werden, damit sich MEINE Vorstellung vom Guten, Wahren, Schönen, Gerechten durchsetze.

    Idealismus ist auch nur Egoismus der besonders heimtückischen Art, weil gerade der Idealist seinen idealistischen Egoismus als Selbstlosikgeit verkennt und dann besonders rücksichtslos zu agieren imstande ist.

    Lenin war Idealist, Hitler war Idealist – und sie waren Verbrecher in Hochpotenz, auf die zutrifft, was Voltaire so formulierte: „Die wahrhaft großen Verbrechen werden reinen Gewissens begangen.“

    Diese Idealisten sind nicht in der Lage, das Böse zu erkennen, das sie tun, sind sie doch überzeugt, dem Guten zu dienen (beide wollen sie das Paradies auf Erden errichten durch radikale, skrupellose Beseitigung des Bösen).
    Der (und damit das Böse) so schwer zu bekämpfen ist, weil er eine überlebensnotwendige Qualität der menschenlichen Psyche darstellt, somit zu unserer psychischen Grundausstattung gehört, da NOTwendig etwa zur Selbstbehauptung.

    4.) Beim Sadisten, also ein Mensch, der sich am Leiden anderer aufgeilt, die Macht genießt, die er hat, andere Leiden zu lassen, ist der Egoismus wieder offensichtlich.

    Egoismus ist – wie fast alles – nicht einfachhin böse oder schlecht, sondern auch hier, im Falle des Bösen, wird das Böse vom Guten durch die Dosis geschieden („Die Dosis macht das Gift“): Böse ist z.B. das Übermaß an Egoismus, das Mehr als nötig, das Verfehlen des rechten Maßes.

    FeministInnen gehören eher in die Kategorie der idealistischen Egoisten, die ihre Ichsucht, ihren Geltungsdrang vor sich selbst und anderen in Selbstlosigkeit umlügen, um ihn zu rechtfertigen („Wir Frauen, wir sind so selbstlos-unterdrückt, also kümmern wir uns jetzt vor allem um uns selbst!“)

    Und da das oft einhergeht mit einer gewissen, sprachlich versierten intellektuellen Schmalspurigkeit des Denkmaschinchens, die eingeschränkte Selbst- und Fremdwahrnehmung garantiert, den Mangel an Konsistenz und Kohärenz nicht schmerzlich vermissen lässt (da sind Marxisten doch von anderem Kaliber – Feminismus ist auch eine der dümmsten Ideologien), gelingt es ihnen so überzeugend-selbstüberzeugt zu sein.

    Sie sind ja ehrlich in ihrer Dummheit.

    • @Alexander

      Ich glaube, hier verkennst Du Lenin, er sagte doch mal:

      „Ein Idealist, der die Realität nicht vor Augen hat, ist ein Fantast.“ 🙂

    • @Roslin

      „Ich sehe hinter den 4 von Baumeister genannten Ursachen für Böses nur eine einzige zugrundeliegende: den menschlichen Egoismus.“

      Das spannende bei Baumeister ist ja, ob die Menschen ihren Egoismus als Grund wahrnehmen und akzeptieren. Und das scheint häufig eben nicht der Fall zu sein, wohinter man einen durch Evolution entstandenen Mechanismus der Selbsttäuschung sehen könnte.

      Der erklärt dann vielleicht auch, warum Menschen für eine Ideologie so empfänglich sind: Teilweise geben sie einfach den nötigen Rahmen innerhalb dessen eine Selbstentschuldung erfolgen kann und innerhalb derer man durch andere bestärkt gut sein kann (denn was alle machen ist normal, muss nicht gerechtfertigt werden)

      • @ Christian

        Ja, die Fähigkeit des Menschen, sich über seine Eigennützigkeit hinwegzutäuschen, halte ich auch für evolutionär disponiert.

        Wer ein gutes Gewissen hat, handelt schneller, instinktsicherer, entschlossener, pflanzt sich so erfogreicher fort als der Skupulöse, der Zauderer, der Bedenkenträger.

        Wenn ich erst mal überlegen muss, ob es denn erlaubt sei, den, der mich attackiert, abzuwehren durch Einsatz brutaler, verletzender, u.U. tödlicher Gewalt, bin ich vielleicht schon tot, bevor ich mein kluges Abwägen zu Ende führen konnte.

        So werden nicht gerade Philosophen ausgelesen.

        Oder nur jene, die heimtückisch genug sind, die Spontantotschläger für ihre Zwecke einzusetzen und sich daher eine entsprechende Leibgarde zulegen können, so dass am Ende die Dummen für die Klugen morden und sich ermorden lassen – das Prinzip aller Revolutionen.

        @ Red Pill

        Männer haben auch einen Rationalisierungshamster?

        Nur einen Hamster?

        Ich bitte Dich!

        Bei Männern ist das meiste im Schnitt ein wenig größer als bei Frauen, so auch der Rationalisierungshamster.

        Männer haben eine Bisamratte, mindestens.

        Feministen sogar ein Hippopotamus am Laufen.

        Übrigens sollte es in Zukunft genügen, um feministische Argumentationen (wollen wir sie gutwillig mal so nennen) zurückzuweisen, diesen Link zu posten und nichts weiter:

        Spart viele Worte und sagt doch alles.

        • @ Alexander

          „Bei Männern ist das meiste im Schnitt ein
          wenig größer als bei Frauen, so auch der
          Rationalisierungshamster.“

          Die Rationalisierungs-Power hängt ja
          nicht von der Grösse sondern von
          der maximalen Drehzahl ab.
          Pro Umdrehung wird quasi ein
          Rationalisierungs-Bite abgearbeitet.
          Also Frauen haben ein kleineres
          Rad aber es dreht viel schneller.
          Ist ja bei den Gebetsmühlen nicht
          anders.

          „Feministen sogar ein Hippopotamus
          am Laufen.“

          Auch Feministinnen haben kleine
          Räder aber eben mehrere die
          parallel laufen.
          Ist zu vergleichen mit einer
          Anhäufung von Quadcore-Prozessoren.

    • „Gier ist gut.“ (Gordon Gekko)
      Egoismus ist gut, er macht uns altruistisch.
      Waffen sind gut. „Wer Stärke zeigt, enthebt sich meist des Gebracus derselben“ (Richelieu) – Sind Waffenproduzenten die waren Pazifisten udn daher gut.

      Wir sammeln Kleider für die Dritte Welt und bringen so die Schneider dort zu verhungern – sind wir aber gute Menschen.

      Wir subventionieren Lebensmitte und machen damit Agrarimporte aus Ländern der Dritten Welt unrentabel. Daher verhungern dort die Bauern, oder aber, wir erzwingen zerstörerische Monokulturen, wenn wir Importe aus Dritte-Welt Ländern erlauben.

      Wir schützen die Umwelt und verbrauchen durch Biosprit weniger Erdöl. Damit erhöhen wir aber die Lebensmittelpreise. Dadurch hungern die Ärmsten der Armen. Aber die Bauern finden das gut, enn höhere Preise bedeuten höheres Einkommen.

      Was ist denn nun gut, oder schlecht? ODer muß´man das netto nehmen?

  4. Eine Person bekommt überraschenderweise von einer Fee einen Wunsch freigestellt, aber unter der Bedingung, dass ihr Nachbar automatisch das Doppelte bekäme. Er wünscht sich, auf einem Auge blind zu werden.

    Egoistisch?

    • @Leszek

      Es kommt ja auf das Motiv an. Wenn sie sagt: „Sie hat mir nichts getan, aber ich will sie leiden sehen“ dann wäre es wohl reine Bösartigkeit. Wenn sie sagt „immer stöbert sie in meinen Angelegenheiten, ich habe ihr schon so oft gesagt, dass sie das lassen soll, sie macht allen in der Strasse das Leben zur Hölle. Was geht es sie an, was ich so mache? Die Nachbarn würden sie umbringen, ich verhindere nur, dass sie sich einmischt“ dann wären wir auf einer subjektiven Rechtfertigungsebene

  5. „Es wird vermutet, dass es sich um eine Eigenart des menschlichen Geistes handelt, sich solche Lagen zurecht zu denken. Denn moralisch als richtig und gut darzustehen und seine Handlungen als gut rechtfertigen zu können ist für ein sozial lebendes Wesen wichtig und der beste Weg andere zu überzeugen ist zunächst es zumindest auf einer gewissen Eben selbst zu glauben, wenn auch wohl andere Tests ergeben, dass dieses Ausblenden nicht absolut ist.“

    Man muss doch nur mal überlegen welchen Motiven unsere Sprachfähigkeit unterliegt.
    Immer das Gute, das Schöne, die Wahrheit kundzutun?
    Wohl nicht.

    Unsere Sprachfähigkeit dient unserer Selbstbehauptung, genauso wie z.B. unsere Fähigkeit zu gehen.
    Wollen wir einen schwierigen Wanderweg gehen um an eine Stelle zu kommen so müssen wir uns anstrengen, konzentrieren und an das Gelände anpassen, mit diesem Gelände zurechtkommen.

    Genauso ist es wenn wir vor einem Anderen unsere Handlungen oder Ziele erklären wollen.
    Unser Sprachvermögen ist dann mehr eine „Rechtfertigungsmaschine“ mit dem Ziel den Anderen die eigenen Wünsche und Taten möglichst plausibel und vorteilhaft zu erklären, so wie wir uns an schwieriges Gelände zwecks Begehung Anpassen.

    Frauen sind hier „sozialer“ ausgerichtet und versuchen deswegen bei ihren Rechtfertigungen für eigenes Verhalten und Wünsche ihren Egoismus besser zu verschleiern.
    Das was Frauen sagen hat folglich einen stärkeren Bezug auf den (typischen) Empfänger der Botschaft, den sozialen Konsens, auf den Zeitgeist, und eignet sich weniger dazu daraus auszubrechen und zur Objektivität.

    • @ Borat

      *Unser Sprachvermögen ist dann mehr eine “Rechtfertigungsmaschine” mit dem Ziel den Anderen die eigenen Wünsche und Taten möglichst plausibel und vorteilhaft zu erklären, so wie wir uns an schwieriges Gelände zwecks Begehung Anpassen.*

      Vor allem dient es auch dazu, vor sich selbt das eigennützige Handeln als gerecht, am Besten noch als altruistisch zu plausibilisieren.

      Je besser einem das gelingt, desto überzeugender ist man auch gegenüber anderen.

      Niemand „lügt“ überzeugender und glaubwürdiger als der, der sich selbst erfolgreich täuscht, an seine eigenen Umdeutungen/Lügen/Selbstrechtfertigungen glaubt.

      Ich glaube, darum sind Frauen – den Eindruck habe ich – erfolgreicher beim Verschleiern ihres Egoismus vor sich selbst und vor anderen.

      Weil sie, um ihren Egoismus durchzusetzen, meist andere, meist Männer, für sich gewinnen müssen.

      Weil sie, im Schnitt, die Schwächeren sind und Männer am Ende, wenn sie nicht von anderen Männern daran gehindert werden, immer rabiat werden können, um ihren Egoismus durchzusetzen.

      So bestand für Männer ein geringerer Selektionsdruck, ihren Egoismus zu verschleiern.

      Sie konnten es sich leisten, ehrlicher zu sein in Zeiten, als es noch keinen ausgebauten Rechtsstaat mit Gewaltmonopol gab.

      Eine Ehrlichkeit, die ihnen heute auf die Füße fällt.

      Frauen sind die, im Schnitt, geschickteren Manipulateure, die, die sich erfolgreicher selbst betrügen, trotz erheblicher Intelligenz.

      • @Roslin

        „Je besser einem das gelingt, desto überzeugender ist man auch gegenüber anderen.“

        Und ich denke umso eher ist man dann auch ein „Psychopath“.
        Ob Psychopath oder „überzeugender Führer“ zeigt sich erst verzögert, je dümmer der Geführte desto verzögerter oder vielleicht sogar nie.

        „Niemand “lügt” überzeugender und glaubwürdiger als der, der sich selbst erfolgreich täuscht, an seine eigenen Umdeutungen/Lügen/Selbstrechtfertigungen glaubt.“

        Paradoxerweise könnte man sagen der der mit sich selbst im Reinen ist „lügt“ am erfolgreichsten.

        Die Paradoxie löst sich auf wenn man erkennt dass der Mensch nie die absolute Wahrheit sagen kann, da sie keiner kennt.

        „So bestand für Männer ein geringerer Selektionsdruck, ihren Egoismus zu verschleiern.“

        Wie ich sagte läuft es auch dem stärkeren Drang der Männer die Natur außerhalb der sozialen Gemeinschaft zu erkunden zuwider.

        Sie müssen ehrlicher sein, auch zu sich selbst, denn sie wollen nicht exklusiv wie Frauen in der sozialen Gemeinschaft bestehen sondern auch stärker in der Welt außerhalb.

        Diese äussere Welt ist nicht empfänglich für eine plausible Selbstdarstellung, sie hat ein „Herz aus Stein“ für die typisch weibliche Selbstdarstellung.

        Daher wollen Frauen „was mit Menschen“ machen und meiden technische Berufe.

        „Frauen sind die, im Schnitt, geschickteren Manipulateure, die, die sich erfolgreicher selbst betrügen, trotz erheblicher Intelligenz.“

        So geschickt können Frauen dann aber doch nicht sein, denn um vermehrt in Führungspositionen der Wirtschaft zu kommen fordern sie eine Quote.
        Genauer formuliert bereichert sich eine elitäre Minderheit an Frauen in der Politik an der Unzufriedenheit der Wählerinnen mit einem Vorteil den sie sich selbst verschaffen will und die Wählerin glaubt es mindert ihre Unzufriedenheit.
        Natürlich ist die Quote auch wiederum als geschickte Manipulation zu sehen, aber ob es das ganze Volk noch lange so sieht?

        Männer sind eindeutig die geschickteren „Manipulateure kalter Materie“, zum großen Missfallen unseres feministischen Zeitgeists.

        • @ Borat

          „Männer sind eindeutig die geschickteren “Manipulateure
          kalter Materie”, zum großen Missfallen unseres
          feministischen Zeitgeists.“

          Misserfolge beim manipulieren der
          Materie kann sich der Mann auch
          besser eingestehen, weil ein
          Gesichtsverlust gibt es hier
          nicht. Auch wenn ich mit einem
          Experiment mehrmals scheitere
          verändern sich die Naturgesetze
          deswegen nicht.
          Wenn Frauen beim Versuch der
          Manipulation von Materie scheitern
          nehmen sie das wahrscheinlich
          persönlich. 🙂

        • @ Borat

          *Diese äussere Welt ist nicht empfänglich für eine plausible Selbstdarstellung, sie hat ein “Herz aus Stein” für die typisch weibliche Selbstdarstellung.*

          Ja, die äußere Welt ist völlig ununempfänglich für täuschende Manipulationsversuche.

          Wer glaubt, sie täuschen zu können, täuscht nur sich selbst und überlebt nicht.

          Darum verlassen sich Frauen nach wie vor darauf, dass Männer für sie die Welt schön machen, die Wege ebnen, die Schroffheiten glätten, damit sie viabel wird für den weiblichen Fuß.

          Das ist bekanntes Terrain, vertrautes Gelände – das Manipulieren der Männer.

          Darum auch das Hineindiskriminieren in bestehende Organisationen, von Männern aufgebaut, die Männer dann auch gefälligst umbauen sollen, um sie frauenfreundlich zu machen.

          Anstatt selbst Organisationen aufzubauen und zum Erfolg zu führen, von Anfang an von Frauen konzipiert und geführt, von Anfang an frauenfreundlich, weil von Frauen erdacht auf Frauen ausgerichtet, an sie angepasst.

          Aber dann müssten sich Frauen unmittelbar der Zähigkeit der Materie aussetzen, ohne vermittelnde Moderation der Männer.

          Das tun sie kaum.

          Darum ist die Welt so männlich geprägt.

          Weil Männer mehr tun, mehr riskieren, aggressiver sind, mehr aufbauen, allerdings auch mehr zerstören – es hat alles mindestens 2 Seiten.

          Frauen sind weiblich (und Männer männlich), WEIL es Männer (bzw. Frauen) gibt.

          Nur deshalb können es sich Frauen leisten, weiblich zu sein (und Männer männlich).

        • @Red Pill

          „Wenn Frauen beim Versuch der
          Manipulation von Materie scheitern
          nehmen sie das wahrscheinlich
          persönlich.“

          Der Computer hasst mich, er ist von einem frauenhassenden, fetten, pickligen Nerd programmiert der keine Göttliche wie mich abgekriegt hat!

      • Die oben genannte Theorie könnte aber auch lauten, dass die Möglichkeit besteht, dassihr euch mit den Theorien über den Egoismus von Frauen leider genau so selbst beweihräuchert und euren eigenen Egoismus schön redet.
        Damit ist auch hier keine größere Objektivität gegeben als bei Frauen, denn:

        1)Roslin: „So bestand für Männer ein geringerer Selektionsdruck, ihren Egoismus zu verschleiern.“
        Wenn ich wollte könnte ich das nun als Beweis anführen
        2)Roslin: „Frauen sind die, im Schnitt, geschickteren Manipulateure, die, die sich erfolgreicher selbst betrügen, trotz erheblicher Intelligenz.“
        Ja, zum Beispiel indem sie glauben, dass die lauteren/dominanteren/selbstbewussteren auch die „objektiveren“ Menschen sind, deren Worte man für bare Münze nehmen kann. Denn wenn Frauen schließlich Manipulateure sind die sich erfolgreich selbst betrügen, dann muss da ja was dran sein.
        Schließlich hat der „Gebildete“ etwas gesagt, also muss es stimmen.

        (Anmerkung: ich halte dich nicht für dumm, und vielem was du sagt, kann ich durchaus zustimmen. Aber ich werde nicht dem typisch menschlichen Drang nachgeben, jemandem mehr zu vertrauen als mir selbst, auch wenn ich weniger selbstbewusst bin und deshalb dazu neige, anderen Menschen leicht zu vertrauen, wenn sie Sachen sagen denen ich durchaus zustimmen kann.)

        3)Borat: „Frauen sind hier “sozialer” ausgerichtet und versuchen deswegen bei ihren Rechtfertigungen für eigenes Verhalten und Wünsche ihren Egoismus besser zu verschleiern.“

        Könnte so sein, wenn Frauen Männer wären die gelernt haben, sich wie Frauen zu verhalten. (Achtung, ich weiß dass die Worte „Frauen“ und „Männer“ stark verallgemeinert bei mir sind).

        Sie es doch mal so: Es gibt keine Möglichkeit zur absoluten Objektivität. Deine Deutung, wie Frauen sind, ist letztenendes dein nachträglicher Rationalisierungshamster, der dich in ihre Position versetzt, und mit deinen persönlichen Erfahrungen und Werten und Wahrnehmungsweisen versucht, aus der Sicht von Fremden Menschen die Welt zu betrachten.

        Natürlich ist das nicht totaler Murx, schließlich sind sich Menschen untereinander Ähnlicher als ihnen Lieb ist. Aber auf der anderen Seite sind sie sich dann doch zu verschieden um tatsächlich objektives Gedankenlesen zu versuchen.

        Das ist doch das ganze Dilemma: Weder Feminsten noch Feminismuskritikern kann ich per se irgend eine Objektivität unterstellen. Typisch menschliches Verhalten wäre es jetzt, dass sich jeder der Gruppe anschließt, die einem selbst ähnelt und die für denjenigen „berechenbar“ erscheint.
        Und indem ich mich der einen Gruppe anschließe, lehne ich unter umständen der anderen Gruppe jegliche Objektivität ab.
        Es sei denn, ich zwinge mich dazu, mich mit niemandem zu Identifizieren.

        Was vermutlich garnicht geht, denn der „Herdentrieb“ des Menschen ist vermutlich größer als der Trieb zur „Objektivität“. Warum das so ist, hat Roslin bereits geschrieben:
        „Wer ein gutes Gewissen hat, handelt schneller, instinktsicherer, entschlossener, pflanzt sich so erfogreicher fort als der Skupulöse, der Zauderer, der Bedenkenträger.“

        Jetzt hängt man schon mit einem Fuß im Konstruktivismus.
        (Der nicht annehmbar ist, weil Feministen ihn „benutzen“, was ihn „entobjektiviert“, weil Feministen ja die „Feinde“ sind. Würden zumindestens manche hier ganz intersubjektiv objektivieren.)

        Den hier mag auch jeder, egal von welcher Front:

        „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ – Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse

        • @Unkraut

          Du schreibst:

          Es gibt keine Möglichkeit zur absoluten Objektivität.

          Kommentar:

          Ist das eine wahre Aussage, die Du da getätigt hast? 🙂

        • Sicher gibt es keine totale Objektivität, doch versucht sich der Mensch dieser Anzunähern.
          Früher war für viele die Erde eine Scheibe, heute ist es eine von der Klimakatastrophe bedrohte Kugel.
          Immerhin ein kleiner Fortschritt, die Geometrie ist jetzt genauer.

          So ist Objektivität etwas relatives, es ist ein dauernder Wettstreit der Menschen wessen Objektivität sich besser bewährt.

          Und genau daran muss sich die „subjektive Objektivität“ messen , wie gut sie funktioniert und sich bewährt, wie sie sich vermehrt.

          Mir geht es hier nicht darum ob die Frau an sich „besser/schlechter“ als der Mann ist, mir geht es um die grundlegendsten Geschlechterunterschiede und wie diese sich in unserer Zeit zum praktischen Vorteil oder Nachteil darstellen.

        • @Chomsky:

          Das ist doch das Dilemma daran: wenn man das immer weiter anwendet fängt man irgendwann an sich selbst zu verleugnen.

          Deswegen bin ich zu dem Punkt gekommen, wenn ich weder mich selbst, noch grundsätzlich alle anderen Verleugnen will, muss ich leider zuhören und differenzieren statt „draufzuhauen“.
          Also nicht wahr, nicht falsch, sondern „jein“.

          Es wäre viel leichter wenn ich mich fest irgend einer Gruppe anschließen würde und deren Informationen unkritisch übernehmen würde.
          Es könnte natürlich auch Eitelkeit sein, dass ich das nicht mache.
          (vielleicht ist das aber auch der Rationalisierungshamster der mich zwingt, das in feste Kathegorien ordnen zu wollen. Das Hirn mag keine Unsicherheiten)

          Es hilt nunmal manchmal, sich selbst etwas herauszunehmen wenn es darum geht, andere zu verstehen. Aber nicht so weit, dass man sich selbst leugnet.
          Das ist die Schwierigkeit: wo ist die Mitte?

          (Vielleicht zeigt sich da aber auch die angeblich weibliche Eigenschaft, sozialverträglich zu sein und andere Menschen zu respektieren statt sein Ego durchzuboxen. Die angeblich männliche Eigenschaft, die im Krieg durchaus Sinn macht… Freund und Feind sollte man schließlich nicht gleich behandeln.)

          Für mich sind Menschen eher Mischwesen, einen asozialen Kriegsführer ist ebenso ineffezient wie ein übersoziales Fähnchen im Wind. (Wobei: auch eine Sache des Standpunktes. Stichwort: Schwarmintelligenz)

        • @ unkraut

          *ich halte dich nicht für dumm,…`*

          Danke. Ich halte mich auch nicht für dumm.

          *Aber ich werde nicht dem typisch menschlichen Drang nachgeben, jemandem mehr zu vertrauen als mir selbst, auch wenn ich weniger selbstbewusst bin und deshalb dazu neige, anderen Menschen leicht zu vertrauen, wenn sie Sachen sagen denen ich durchaus zustimmen kann.)*

          Das ist auch gut so.

          Denn ich halte mich nicht bloß nicht für dumm, sondern auch nicht für selbstlos und idealistisch.

          Ich bin Egoist, aber wahrscheinlich nicht egoistischer als die meisten, auch die meisten derjenigen, die sich für enorm uneigennützig halten.

          und das mit gutmenschlicher Penetranz ihre Mitmenschen wissen lassen.

          Sie können das, weil sie ihren Egoismus nicht erkennen, was auch schwer fällt, wenn man nur so weit denkt, wie es dem eigenen Wohlsein bekömmlich ist – Wellnessdenken eben, Denken in der Komfortzone, das nicht schmerzt.

        • @Unkraut

          Du schreibst:

          Vielleicht zeigt sich da aber auch die angeblich weibliche Eigenschaft, sozialverträglich zu sein und andere Menschen zu respektieren statt sein Ego durchzuboxen.

          Kommentar:

          Habe gerade heute etwas gehört, geht ein bisschen in diese Richtung, falles Dich interessiert:

          „Warum Frauen öfter depressiv werden als Männer

          Weltweit erkranken Frauen doppelt so häufig an Depressionen wie Männer. Warum sind sie so viel anfälliger? Ursula Nuber, Psychotherapeutin und stellvertretende Chefredaktorin von «Psychologie Heute», richtet in ihrem Buch den Blick auf neue Untersuchungen zu dem Thema.

          Oft wird zur Erklärung die Biologie bemüht, wie die Hormone und die Gene, oder aber auch, dass Frauen zu hohe Erwartungen haben an die wichtigen Beziehungen in ihrem Leben. Damit mag sich Ursula Nuber nicht zufrieden geben.

          Sie interessiert sich für die Frage, wie Frauen den depressionsfördernden Bedingungen in ihrem Leben entgegentreten? können.

          Buchhinweis:
          Wer bin ich ohne dich? Warum Frauen depressiv werden und wie sie zu sich selbst finden. Campus, 2012.“

          http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/kontext/5005.sh10241451.html

        • @ Unkraut

          *Vielleicht zeigt sich da aber auch die angeblich weibliche Eigenschaft, sozialverträglich zu sein und andere Menschen zu respektieren statt sein Ego durchzuboxen. *

          Sozialverträglich zu sein ist die Methode des „weiblichen“ Egos, sich durchzuboxen.

          Wer andere dazu bringen will, die Spinne im Schlafzimmer totzuschlagen oder für einen zu arbeiten/zu kämpfen/zu tun, was man nicht tun will, hat dafür in der Regel 2 Möglichkeiten: Überwältigen durch Potenz, Kraft, Gewalt oder Verführen durch Liebenswürdigkeit, Angepasstheit, Sozialverträglichkeit.

          Welche die bevorzugt weibliche Methode ist, den eigenen Egoismus durchzusetzen, scheint mir offensichtlich.

        • Nicht zu vergessen: das Erzeugen und Ausbeuten von Schuldgefühlen – auch eine Methode der Machtausübung, des Druchsetzens des eigenen Egos, auch eine bevorzugt feminin-feministische Methode, die Methode der „Impotenten“.

        • @ Borat

          „Mir geht es hier nicht darum ob die Frau an sich
          “besser/schlechter” als der Mann ist, mir geht es
          um die grundlegendsten Geschlechterunterschiede
          und wie diese sich in unserer Zeit zum praktischen
          Vorteil oder Nachteil darstellen.“

          Vernünftiger Denkansatz, in Bezug auf
          die positiven und negativen Eigenschaften
          die das männliche Spektrum abdecken,
          herrscht unter den Männern, so sie nicht
          aus der Gruppe der Manginas (Schwyzer),
          weissen Ritter oder lila Pudel kommen,
          ziemliche Einigkeit.
          Sobald man aber ernsthaft beginnt die
          weiblichen Eigenschaften zu diskutieren
          wird die Szene von allen Seiten mit
          Nebelgranaten beschossen.
          Es ist also gar nicht möglich die Sache
          einigermassen neutral anzugehen.
          Nur schon das Erwähnen gewisser Fakts
          führt zum Hyperventilieren der
          FeministInnen und und ihren Helfern.
          Vom Bauchgefühl her haben die Männer
          schon immer gewusst, dass sie von
          den Frauen manipuliert wurden.
          Solange die Rechnung für die Männer
          einigermassen aufging hat sie das
          nicht im Detail interessiert.
          Da das Ganze zunehmend asymmetrisch
          wird gibt es immer mehr Männer die
          sagen: Verdammt jetzt will ich aber
          wissen was da wirklich abgeht.
          Und die meisten werden sich bei
          dieser Suche, zumindest am Anfang,
          ziemlich verarscht vorkommen.

        • @chomsky:
          Klingt interessant, werd ich mir bei gelegenheit mal anhören, den Beitrag. 🙂
          (Hatte einen Artikel dazu in der „Psychologie Heute“-Zeitschrift bereits gelesen )

          @Roslin:
          „Sozialverträglich zu sein ist die Methode des “weiblichen” Egos, sich durchzuboxen.

          Wer andere dazu bringen will, die Spinne im Schlafzimmer totzuschlagen oder für einen zu arbeiten/zu kämpfen/zu tun, was man nicht tun will, hat dafür in der Regel 2 Möglichkeiten: Überwältigen durch Potenz, Kraft, Gewalt oder Verführen durch Liebenswürdigkeit, Angepasstheit, Sozialverträglichkeit.

          Welche die bevorzugt weibliche Methode ist, den eigenen Egoismus durchzusetzen, scheint mir offensichtlich.“

          Hast du nicht manchmal Bedenken, dass so ein Denken nicht manchmal nur das Spiegeldenken zum Feminismus sein könnte?

          Zumindestens weiß ich gerade nicht ob du diesen Egoismus „akzeptierst“ oder „negativ“ auslegst.
          Natürlich möchte ein Lebewesen nicht alleine auf sich gestellt sein, nichtmal Männer wollen das. Auch die brauchen ihre Peer Group und auch andere Menschen, der Mensch ist halt kein Einzelgänger. Ich weiß nicht ob viele Männer damit klar kämen ihre Freundschaften als eine Art Zweckbeziehung definieren zu wollen und so auszuleben, vor allem wo viele Männer meist ihre Freundschaften noch wichtiger nehmen als ihre Partnerschaften.

          Ich stimme dir zu, wenn Frauen ihr „Sozialverhalten“ dazu benutzen dass man ihnen immer den Arsch nachträgt, dann ist das unverhältnismäßig. (Es sei denn man hat Spaß dran) Genauso unverhältnismäßig wie ein Mann der loszieht und meint sein Ego durchzuboxen und hinterher zu sagen „sie wollte es doch auch“ oder „Harmonie ist, wenn Frau die Klappe hält“ usw

          „Nicht zu vergessen: das Erzeugen und Ausbeuten von Schuldgefühlen – auch eine Methode der Machtausübung, des Druchsetzens des eigenen Egos, auch eine bevorzugt feminin-feministische Methode, die Methode der “Impotenten”.“

          Als hätten Männer das nicht zum Teil auch drauf 😀
          Jedes Manipulationsmittel ist von beiden Geschlechtern zu verwenden, selbst wenn es eine Häufung von „psychischen“ Mitteln gibt, wenn der/diejenige zu „physischen“ Mitteln nicht fähig ist.
          Vor allem, wo „körperliche Auseinandersetzungen“ als „unfein“ gelten und dem Agierenden negativ ausgelegt werden können, da wird eher auf psychische Mittel zurückgegriffen, weil man diese weniger deutlich nachweisen kann.
          „Impotent“ heißt somit vielleicht etwas ganz anderes, ich würde einen Mann der psychische Machtmittel nutzt nicht als impotent bezeichnen. Zudem glaube ich nicht, dass du dich ausschließlich auf körperlicher Ebene „durchsetzt“.

          Ich weiß jetzt wie immer nich, ob du nur von der Spitze sprichst, aber es gibt durchaus auch Männlein und Weiblein die Ausreichend Urvertrauen in ihre Mitmenschen haben diese nicht übermäßig manipulieren zu müssen.
          Für mich klingt „Manipulation“ nunmal nach Machtmissbrauch, also Macht zu nutzen ohne Verantwortung zu tragen.
          Klar, dieser Blogeintrag schreit ja schon danach, dass die Grenzen leider nicht so leicht zu definieren sind wo was anfängt.

          Ich denke es gibt genügend Menschen die zumindestens versuchen, dass Geben und Nehmen sich halbwegs in der Waage halten. (Mal von der beschränkten Wahrnehmungsfähigkeit jedes Menschen abgesehen)

          Vielleicht ist das in „kleinen Gruppen“ oder Zweierbeziehungen noch besser auszuhandeln bzw intuitiv auszuballancieren als in größeren Gruppen, wo die eine Hand nicht weiß was die andere tut.
          Das müsste dann aber nicht unbedingt mit menschlichem Willen oder Unwillen zu tun haben, sondern ergibt sich eher aus der Gruppendynamik und ist vom Einzelnen nicht zu kontrollieren.

  6. Ohne hier auf genderrelevante Aspekte einzugehen: es gibt sie, Menschen die überdurchschnittlich oft destruktive und aggressive Akte gegen andere setzen. Als diagnostische Klasse für diesen Persönlichkeitstyp gilt die antisoziale Persönlichkeitsstörung. Ich würde es zwar nicht als „das pure Böse“ bezeichnen, aber bei der Wahrnehmung dieses Phänomens ist Relativismus mMn nicht angebracht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Antisoziale_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

    Diese Persönlichkeitsstörung, früher Psychopathie genannt, kann unterschiedlich ausgeprägt sein, zugrunde liegt aber in allen Fällen eine Dysfunktion in den Gefühlsnetzwerken des Gehirns. Es ist deshalb nicht sehr zielführend, darüber zu mutmaßen, ob diese Menschen das Böse wollen. Sie tun es einfach, weil ihr Gehirn ihnen „freie Bahn“ dazu gibt, und sie dabei oft gar nichts fühlen.

    Eine aufschlussreiche Dokumentation über jemanden, der von sich selbst behauptet, „Ich bin ein Psychopath“, lief vor einiger Zeit auf arte (bei youtube in 9 Teilen):

    Schätzungen des Psychopathieforschers Robert Hare ( > Hare Psychopathy Checklist) zufolge sind drei Prozent der Bevölkerung betroffen, Volker Faust vom Zentrum für Psychiatrie der Universität Ulm gibt sogar zehn Prozent der Menschheit als Betroffene an. Überdurchschnittlich häufig dürfte diese Störung unter Wall-Street-Akteuren und Gefängnisinsassen vertreten sein.

  7. @ Red Pill

    *Und die meisten werden sich bei
    dieser Suche, zumindest am Anfang,
    ziemlich verarscht vorkommen.*

    Ein weiterer Grund, warum ich Pick-Up-Artistry („Aufreißer-Kunsthandwerk“) für ein legitimes, nützliches Werkzeug halte, bei allen Missbrauchsmöglichkeiten, die hier lauern.

    Da von der Politik auf Jahre, vielleicht Jahrzehnte hinaus keine Entlastung der Männer zu erhoffen ist, gilt wie so häufig: „Selbst ist der Mann!“

    Verlasst euch nicht auf den femizentrischen Staat. Regelt eure Angelegenheiten selbst.

    So staatsfern und staatsfrei wie möglich.

    • @ Alexander

      „Ein weiterer Grund, warum ich Pick-Up-Artistry
      (“Aufreißer-Kunsthandwerk”) für ein legitimes,
      nützliches Werkzeug halte, bei allen
      Missbrauchsmöglichkeiten, die hier lauern.“

      Werkzeug ist hier das Schlüsselwort.
      Eine der wichtigsten Eigenschaften
      der Männer ist ja die Fähigkeit
      Werkzeuge zu bauen. Dabei kann es
      sich um physische Objekte, um Konzepte,
      oder um Programme handeln. Auf diesem
      Feld sind wir nicht zu schlagen.
      Nützen wir diese spezifischen
      Fähigkeiten zu unserem Vorteil aus.

  8. Leute, hier gut & böse…

    ….also, das ist ganz einfach:

    Feminismus ist, zumindest in seiner typischen, etablierten Form, DAS BÖSE.

    Und zwar DAS PURE BÖSE.

    Maskulismus ist, zumindest heute und im Großen & Ganzen,
    und solange es defensiv ist wie eine Anti-Raketen-Rakete, solange es nur ein Anti-Ismus-Ismus ist…

    …DAS GUTE. Vielleicht sogar DAS GOTTGEWOLLTE.

    So einfach ist das.

    Klingt ein wenig nach schwarz-weiß-Malerei, ich weiß, ist aber so.

    Vergleichen Sie nur einmal Arne Hoffmann mit Alice Schwarzer!

    Disclaymer: Alles, was ich hier geschrieben habe, läuft natürlich, wie üblich, unter MEINER MEINUNG NACH.

  9. Der erste „Mensch“, der eine willkürliche Grenze zwischen den Menschen gezogen hat („ich Jude — Du Muslim!“), hat ein noch schlimmeres Verbrechen begangen als jener Rousseausche „Mensch“, der zum Zwecke seines Landbesitzes einen Pflock in den Erdboden gerammt hat…

    Das erfolgreichste Mem („Ideologie“) aller Zeiten war wohl die „jüdische Kultur“, denn von ihr hängen alle modernen Kulturen ab: Christen, Muslime, Protestanten, Kapitalisten, Kommunisten, Marxisten, Nazis, Hollywood, etc. — und keiner merkt, dass er ein Sklave dieser 2000jährigen dummen jüdischen Tradition ist.
    Darum: Durchbrecht diesen jahrtausendealten Teufelskreis und seid nicht mehr die Sklaven dieser dummen „jüdischen Tradition“ („Juden“ > „Christen“ > „Marxisten“ > „Nazis“ etc.).

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  15. Böse ist m.E. nach die Abwesenheit oder bewusste Unterdrückung von die Handlung selbst verhinderndem oder abmilderndem Mitgefühl bei einer vorsätzlich einen Anderen schädigenden Handlung, bei welcher ein berechtigtes Motiv fehlt …
    … berechtigte Motive wären ärztliche Behandlungen, eingeschränkt Rache, Verhinderung von Straftaten (Stauffenberg-Attentat etc.), Schutz Dritter …

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