Vorurteile gegen weibliche Wissenschaftler und Bewerbungen

Eine Studie versucht mittels inhaltsgleichen Bewerbungen, die einmal mit männlichen und einmal mit weiblichen Namen abgegeben werden, nachteilige Vorurteile gegen Frauen in der Wissenschaft nachzuweisen:

Despite efforts to recruit and retain more women, a stark gender disparity persists within academic science. Abundant research has demonstrated gender bias in many demographic groups, but has yet to experimentally investigate whether science faculty exhibit a bias against female students that could contribute to the gender disparity in academic science. In a randomized double-blind study (n = 127), science faculty from research-intensive universities rated the application materials of a student—who was randomly assigned either a male or female name—for a laboratory manager position. Faculty participants rated the male applicant as significantly more competent and hireable than the (identical) female applicant. These participants also selected a higher starting salary and offered more career mentoring to the male applicant. The gender of the faculty participants did not affect responses, such that female and male faculty were equally likely to exhibit bias against the female student. Mediation analyses indicated that the female student was less likely to be hired because she was viewed as less competent. We also assessed faculty participants’ preexisting subtle bias against women using a standard instrument and found that preexisting subtle bias against women played a moderating role, such that subtle bias against women was associated with less support for the female student, but was unrelated to reactions to the male student. These results suggest that interventions addressing faculty gender bias might advance the goal of increasing the participation of women in science.

Quelle: Science faculty’s subtle gender biases favor male students (Volltext, PDF)

In der Einleitung machen die Forscher deutlich, dass sie davon ausgehen, dass es keine besonderen biologischen Unterschiede gibt:

With evidence suggesting that biological sex differences in inherent aptitude for math and science are small or nonexistent (6 – 8), the efforts of many researchers and academic leaders to identify causes of the science gender disparity have focused in- stead on the life choices that may compete with women ’ s pursuit of the most demanding positions.

Eine der Fußnoten, auf die sie sich berufen, ist dann allerdings Halper et al 2007:

Sex differences in science and math achievement and ability are smaller for the mid-range of the abilities distribution than they are for those with the highest levels of achievement and ability. Males are more variable on most measures of quantitative and visuospatial ability, which necessarily results in more males at both high- and low-ability extremes; the reasons why males are often more variable remain elusive. Successful careers in math and science require many types of cognitive abilities. Females tend to excel in verbal abilities, with large differences between females and males found when assessments include writing samples. High-level achievement in science and math requires the ability to communicate effectively and comprehend abstract ideas, so the female advantage in writing should be helpful in all academic domains. Males outperform females on most measures of visuospatial abilities, which have been implicated as contributing to sex differences on standardized exams in mathematics and science.

Halper stellt also darauf ab, dass gerade in den höheren Anforderungsbereichen durchaus Unterschiede vorhanden sind und die Geschlechter hier zumindest verschiedene Wege nutzen, um erfolgreich zu sein.

Insofern wäre vielleicht bereits die Prämisse falsch, dass es keine Unterschiede gibt.

Aus der Diskussion der Studie:

Our results revealed that both male and female faculty judged a female student to be less competent and less worthy of being hired than an identical male student, and also offered her a smaller starting salary and less career mentoring. Although the differences in ratings may be perceived as modest, the effect sizes were all moderate to large (d = 0.60 – 0.75). Thus, the current results suggest that subtle gender bias is important to address because it could translate into large real-world dis- advantages in the judgment and treatment of female science students (39). Moreover, our mediation fi ndings shed light on the processes responsible for this bias, suggesting that the female student was less likely to be hired than the male student because she was perceived as less competent. Additionally, moderation results indicated that faculty participants ’ preexisting subtle bias  against women undermined their perceptions and treatment of the female (but not the male) student, further suggesting that chronic subtle biases may harm women within academic science.

Interessanterweise waren die Frauen dabei genau so negativ eingestellt, wie die Männer:

It is noteworthy that female faculty members were just as likely as their male colleagues to favor the male student. The fact that faculty members ’ bias was independent of their gender, scientific discipline, age, and tenure status suggests that it is likely un- intentional, generated from widespread cultural stereotypes rather than a conscious intention to harm women (17). Addi- tionally, the fact that faculty participants reported liking the female more than the male student further underscores the point that our results likely do not reflect faculty members ’ overt hostility toward women. Instead, despite expressing warmth to- ward emerging female scientists, faculty members of both gen- ders appear to be affected by enduring cultural stereotypes about women ’ s lack of science competence that translate into biases in student evaluation and mentoring.

Man hat sie also mehr gemocht, es war unabhängig von dem Geschlecht oder sonstigen Faktoren, es scheint auf einem unterbewußt angenommenen Stereotyp zu beruhen.

Leider wird nicht direkt untersucht, welches Stereotyp es genau ist. Das ist meiner Meinung nach der Knackpunkt der ganzen Sache. Hier bekommt auch wieder die Frage Bedeutung, ob es Geschlechtsunterschiede gibt:

Nimmt man an, dass es Geschlechtsunterschiede gibt, die sich sowohl auf Fähigkeiten als auch auf Interesse an einer wissenschaftlichen Karriere auswirken, dann ist die zusätzliche Angabe des Geschlechts keineswegs einfach nur eine neutrale Angabe, die man auch durch „Gruppe A“ und „Gruppe B“ ersetzen könnte.

Vielmehr wäre es so, dass man Leute für eine bestimmte Tätigkeit aussucht und dabei weiß, dass Gruppe A und Gruppe B verschiedene Häufungen aufweisen. Nehmen wir eine einfache negative Eigenschaft, sagen wir mal ein gewisser Erfahrungssatz würde besagen, dass in der Gruppe B ein überaus hoher Anteil an Alkoholikern ist, Gruppe A hingegen kaum Mitglieder hat, die trinken, sie sind eher als etwas unsoziale Stubenhocker  bekannt.

Nun stellen wir uns vor, dass wir zwei gleiche Bewerbungen vorgelegt werden, in denen jeweils steht, dass der Bewerber gerne mit Leuten abends weggeht.  Bei dem Vertreter der Gruppe B ist die Wahrscheinlichkeit, dass er zu den Trinkern gehört, gerade gestiegen, bei dem Vetreter der Gruppe A ist hingegen die Wahrscheinlichkeit gesunken, dass er ein unsozialer Stubenhocker ist.

In dem Fall ist also der gleiche Text ein Vorteil für A und ein Nachteil für B, einfach weil bestimmte Häufungen in der Gruppe bestehen, der sie angehören und andere Informationen zu den jeweiligen Eigenschaften nicht zur Verfügung stehen. Bei gleicher Qualifikation erscheint der Kandidat der Gruppe B der bessere Kandidat.

Welche Häufungen bestehen nun in den Gruppen „Mann“ und „Frau“?

Bei Gruppe Frau ist die Gefahr höher, dass sie später wegen Kindern aussetzen oder allgemein aus familienbezogenen Gründen kürzer tritt. Ebenso kommt es häufiger vor, dass Frauen in einen personenbezogeneren Job wechseln wollen. Alle Anzeichen, dass ihr der Job nicht gefällt sind bei ihr daher von größerer Bedeutung.

In dem beigefügten Empfehlungsschreiben heißt es dazu:

although Jennifer admittedly took a bit longer than some students to get serious abouther studies earlyin college,she has impressed me by improving over the last two years ofher science course work and has made every effort to make up for lost ground

Das kann man in Richtung einer fleissigen, aber nicht unbedingt begeisterten Forscherin ansehen und es kann eben bei Frauen negativere Implikationen wecken als bei Männern, was sie zu einem unsichereren Kandidaten macht, was dafür sorgt, dass man weniger in sie investieren will, was dafür sorgt, dass man ihr weniger anbietet und sie weniger unterstützen will.

Ein weiterer Punkt wäre evtl. die Nettigkeit. Die Frauen wurden als sympatischer wahrgenommen. Sie wurden aber als Leiterinnen gesucht. Wenn man jetzt will, dass sich ein solcher Leiter durchsetzen kann und seine Mitarbeiter im Griff hat, dann wäre zuviel Nettigkeit evtl. ein Problem. Vielleicht ist auch Durchsetzungsfähigkeit gerade in Verbindung mit dem Durchsetzen gegenüber anderen eine Eigenschaft, bei der man bei Frauen mißtrauischer ist. Erscheint diese dann nett und lieb, dann fehlt die Entkräftung dieser Angst. Hingegen mag man bei einem Mann befürchten, dass er zu dominant auftritt und sich daher über eine gewisse Nettigkeit freuen.

Ist das gerecht? Natürlich nicht. Ist es logisch? Wenn die Häufungen vorhanden sind schon.

Für mich spricht für solche Faktoren der Umstand, dass sich die „Vorurteile“ bei allen Fakultäten und auch gerade bei Männern und Frauen aus dem Fachbereich halten. Wenn es lediglich gesellschaftlich erlernte Vorurteile sind, dann würden zumindest die Frauen eigentlich ein gewisses Gefühl dafür haben müssen, dass diese nicht auf Frauen generell zutreffen. Geht es aber um Wahrscheinlichkeiten, die bestimmte Eigenschaften betreffen, dann ist es gut möglich, dass diese von allen ungefähr gleich wahrgenommen werden und als Faktoren in die Berechnung einfliessen.

„Na und?“ mag man dann sagen „Vorurteile sind Vorurteile, ihre Anwendung gegen den Einzelnen ist ungerecht und benachteiligt Frauen“. Sicher. Aber solange gewisse Häufungen bestehen, werden sie wahrgenommen. Und damit auch zur Grundlage einer Personalentscheidung gemacht. Man kann diese Grundlagen nicht verbieten, gerade dann nicht, wenn sie zutreffend sind (und Frauen zB tatsächlich die schlechtere „Inverstition“ sind, weil sie schneller wieder ausscheiden).

Es bleibt dann nur die Grundlagen so zu ändern, dass die Beobachtungen nicht mehr in dieser Richtung anfallen. Sie nur zu übertünchen hilft nicht. Den Frauen dürfte mehr gedient sein, wenn man ermittelt, welche genauen Faktoren negativ ausgelegt werden und ihnen Tipps zu geben, wie sie diesbezügliche Ängste oder Sorgen gegenüber ihrer Person entkräften können.

 

 

 

40 Gedanken zu “Vorurteile gegen weibliche Wissenschaftler und Bewerbungen

  1. „“Na und?” mag man dann sagen “Vorurteile sind Vorurteile, ihre Anwendung gegen den Einzelnen ist ungerecht und benachteiligt Frauen”. Sicher. Aber solange gewisse Häufungen bestehen, werden sie wahrgenommen.“

    wenn es sich um vorurteile handelt, haben diese mit häufungen nichts zu tun, sondern mit selektiver wahrnehmung, sprich, man sieht, was man sehen will und fühlt sich bestätigt, wenn die vorgefasste meinung bestätigt wird, und blendet gegenteilige beispiele aus. es ist keineswegs der fall, dass ein vorurteil der beleg für eine häufung ist.

    • @ Hottehü

      *wenn es sich um vorurteile handelt, haben diese mit häufungen nichts zu tun, sondern mit selektiver wahrnehmung, sprich, man sieht, was man sehen will und fühlt sich bestätigt, wenn die vorgefasste meinung bestätigt wird, und blendet gegenteilige beispiele aus. es ist keineswegs der fall, dass ein vorurteil der beleg für eine häufung ist.*

      Was aber, wenn hartnäckige Vorurteile gerade deshalb entstehen, WEIL es reale Unterschiede gibt, weil es gewisse Häufungen in Gruppen gibt, die Menschen wieder und wieder und immer wieder erfahren?

      Und weil Menschen träge und ein wenig denkfaul sind, im Schnitt, es sich gerne bequem machen, macht man es sich einfach, prüft nicht mehr den Einzelfall, sondern speichert ein summarisches Vorurteil ab, das zwar im Einzelfall ungerecht ist, aber für den Alltagsgebrauch hinreichend korrekt orientiert?

    • @hottehü

      „wenn es sich um vorurteile handelt, haben diese mit häufungen nichts zu tun, sondern mit selektiver wahrnehmung, sprich, man sieht, was man sehen will und fühlt sich bestätigt, wenn die vorgefasste meinung bestätigt wird, und blendet gegenteilige beispiele aus.“

      Woher kommt die selektive Wahrnehmung?
      Ist es nicht ein grandioses Beispiel für selektive Wahrnehmung im Feminismus wenn dieser behauptet die „selektive wahrnehmung“ wurde vom Patriarchat/Mann/Frauenunterdrückung den Menschen heimtückisch ins Gehirn geschleust?

      Dabei wird komplett ausgeblendet dass Frauen und Männer unterschiedliche Eigenschaften haben und unterschiedlich gut z.B. für Fühhrungspositionen in der Wissenschaft geeignet sind.

      „es ist keineswegs der fall, dass ein vorurteil der beleg für eine häufung ist.“

      Also haben Vorurteile nur mit unterdrückerischen bösen Absichten zu tun?
      Ist dieser Satz Projektion? Denn für Feminismus und unseren Zeitgeist der Männer abwertet könnte das sogar stimmen.

      • „Woher kommt die selektive Wahrnehmung?“

        dazu genügt eine zufällige korrelation oder die behauptung einer autoritätsperson, etwas sei so. das können z.b. eltern sein, medien, lehrer, pastoren, wissenschaftler. zuschreibungen von eigenschaften sind auch geeignet.
        mit der realität muss das rein gar nichts zu tun haben. bestes beispiel sind die legenden um den vollmond. keine dieser mythen ist belegbar, trotzdem sind viele davon überzeugt, dass es z.b. bei vollmond mehr geburten gibt. gibts aber nicht. der glaube daran hält sich dennoch.

        • Also wer was zu sagen hat bestimmt willkürlich Vorurteile?

          Das wirft jetzt natürlich die Frage auf ob der Feminismus nicht auch zum größten Teil aus Aberglauben von Autoritätspersonen in die Welt gesetzt besteht, denn die meisten seiner Vorurteile und Zuschreibungen über Männer (und Frauen) halten ja nichtmal eigenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Überprüfungen Stand.

          Es beschreibt wohl sehr gut unsere realfeminstische Situation und es beschreibt auch warum Frauen trotz aller Fördermaßnahmen durch die Gesellschaft nicht da sind wo der Feminismus sie gerne Hätte.
          Die feministischen Vorurteile decken sich schlechter mit der Realität.

          Wenn halt die Autorität die die Vorurteile bestimmt (oder „lenkt“) sich nicht genug an der Realität orientiert wird sie von anderen Autoritäten ersetzt, die es besser können so wie wir gerade ersetzt werden.

    • Na und?” mag man dann sagen “Vorurteile sind Vorurteile, ihre Anwendung gegen den Einzelnen ist ungerecht und benachteiligt Frauen”. Sicher. Aber solange gewisse Häufungen bestehen, werden sie wahrgenommen. Und damit auch zur Grundlage einer Personalentscheidung gemacht. Man kann diese Grundlagen nicht verbieten, gerade dann nicht, wenn sie zutreffend sind (und Frauen zB tatsächlich die schlechtere “Inverstition” sind, weil sie schneller wieder ausscheiden).

      Ich habe aber nach wie vor den Anspruch, als Individuum beurteilt zu werden.
      Allerdings haben die Genderisten keine moralische Legitimation, anderen ihre Vorurteile vorzuhalten, sind sie es doch selber, die gruppenspezifische Vorurteile befeuern, indem sie nicht das Individuum ins Zentrum ihrer Überlegungen stellen, sondern das Individuum primär als Teil einer Gruppe mit bestimmten Eigenschaften wahrnehmen.

      Die Fragestellung der Forscher ist übrigens selbst ein Hinweis auf selektive Wahrnehmung, einen Genderbias, wurde doch das bewiesen, was von Anfang an mit einiger Gewissheit erwartet wurde. Ganz gemäss poststrukturalistischer Auffassung gilt hier: Interessant ist nicht bloss, was gefragt wurde, sondern ebenso, was nicht gefragt wurde. So gibt es auch Vorurteile gegen Männer, die sich zu ihrem Nachteil auswirken wie beispielsweise das Strafmass bei Verbrechen, weil Männern als Gruppe mehr kriminelle Energie unterstellt wird als Frauen. Wer jetzt sagt, dass die Kriminalstatistik diese Auffassung stützt, der sollte bedenken, dass die Anteile an männlichen Naturwissenschaftlern und deren Leistungen die der Frauen bei weitem übertrifft.

      Grundsätzlich aber zweifle ich nicht daran, dass es in dem angesprochenen Feld einen Genderbias zu Ungunsten der Frauen gibt, etwa so, wie er in der Studie festgestellt wird, genau so wie es einen Genderbias zu Ungunsten von Männern in anderen Feldern gibt.

      Die Masse an einseitig auf den Nachweis von Genderbias zum Nachteil von Frauen angelegten Studien sind selbst ein Beleg für einen Genderbias.

        • Der von mir erwähnte Genderbias ist das Vorurteil, das besagt, dass es vor allem Frauen sind, die unter Vorurteilen leiden. Dementsprechend sind auch die Fragestellungen.

          Die Studie darf nicht isoliert betrachtet werden. Die Masse an Studien, die auf Benachteiligungen von Frauen fokussieren sind der Beleg für einen Genderbias, nicht die einzelne Studie als solche.

        • Ja, da dem würde ich zustimmen!
          Deshalb sollte ja in der Genderwissenschaft/Geschlechterforschung auch viel mehr Männerforschung betrieben werden. Denn: wo keine Forschung/Studien expllizit über ev. Männerbenacteiligungen – auch keine Benachteiligungen von Männern sichtbar und politisch diskutierbar.

        • @ Chomsky

          „Deshalb sollte ja in der Genderwissenschaft/Geschlechterforschung auch viel mehr Männerforschung betrieben werden.“

          Nee, die pseudowissenschaftliche Gender“wissenschaft“ sollte abgeschafft werden und ersetzt werden durch einen tatsächlich wissenschaftlichen Ansatz, der biologische UND soziologische Forschungsbefunde berücksichtigt und das Vorhandensein, die Ursachen und die Möglichkeiten zur Beseitigung von weiblichen UND männlichen Benachteiligungen erforscht und thematisiert.

          Das wäre dann aber eben kein Genderismus mehr.

          • @Leszek

            „die pseudowissenschaftliche Gender”wissenschaft” sollte abgeschafft werden und ersetzt werden durch einen tatsächlich wissenschaftlichen Ansatz, der biologische UND soziologische Forschungsbefunde berücksichtigt und das Vorhandensein, die Ursachen und die Möglichkeiten zur Beseitigung von weiblichen UND männlichen Benachteiligungen erforscht und thematisiert.“

            Ach wäre das schön! Es wäre eine Studienrichtung, die ich voll unterstützen könnte.

        • @Leszek

          Ja, es ist ja nicht alles pseudowissenschaftlich bei den Genderwissenschaften. Die Thematik von Macht, Normalität/Normalisierung/Normativität, Konstruktion/Diskurse etc. haben ja alle ihre Berechtigung.
          Das Problem sehe ich bei der interpretativen/interaktlionistischen Soziologie und dem Poststrukturalismus einfach dort, dass sie vielfach schlechte Empirie machen wie z.B.:

          – fehlende Definition der Begriffe
          – fehlende Operationalisierung der Begriffe
          – qualitative Studien, die keine Repräsentativität beanspruchen können
          – qualitative Studien, wo die erhobenen Daten quasi „hemdsärmlig“ interpretiert und gedeutet werden (insbesondere bei den narrativen Interviews)
          – etc.

          Und klar: Es fehlen die Bezüge zur Psychologie (Entwicklungspsychologie, Evolutionspsychologie, Sozialpsychologie, Ontogenese, Phylogenese, Psychogenese etc.).

          Aber vielfach fehlen eben nicht nur die Bezüge zu diesen Subdisziplinen, sondern m.E. auch zu einer politischen Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, politischen Ökonomie, Ökonomie etc.

          Es gibt übrigens m.E. einen interessanten Artikel von Tove Soiland, der müsste Dir m.E. aus dem Herzen sprechen! 🙂

          Die Verhältnisse gingen und die Kategorien kamen. Intersectionality oder Vom Unbehagen an der amerikanischen Theorie

          https://www.querelles-net.de/index.php/qn/article/view/694/702

        • Nee, die pseudowissenschaftliche Gender”wissenschaft” sollte abgeschafft werden und ersetzt werden durch einen tatsächlich wissenschaftlichen Ansatz, der biologische UND soziologische Forschungsbefunde berücksichtigt und das Vorhandensein, die Ursachen und die Möglichkeiten zur Beseitigung von weiblichen UND männlichen Benachteiligungen erforscht und thematisiert.

          @ Leszek

          Hardcoregenderisten sind ja bekanntlich der Auffassung, dass allein die Prägung durch das soziale Umfeld den Mann zum Mann und die Frau zur Frau werden lässt, zumindest in der Theorie und dass sich die Unterschiede, die biologische Ursachen haben, sich auf offensichtliche anatomische Differenzen beschränken. Soweit die Theorie.

          Nun ist es eine allseits bekannte Tatsache, dass sehr viel mehr Männer als Frauen in den Zuchthäusern dieser Welt einsitzen. Aus der Genderistenperspektive müsste dieser eklatante geschlechtsspezifische Unterschied doch eigentlich von grossem Interesse sein, wirft er doch eine Menge an Fragen auf, die insbesondere die „Erziehung des Mannes zum Mann“ thematisiert, eine Erziehung, die vorwiegend von Frauen geleistet wrd, was ja auch andauernd von feministischen Klageweibern bitterlich beklagt wird. Eine wesentliche Verantwortung von Frauen aber scheint der Genderbias nicht zuzulassen. Allein schon die Fragestellung wird als ungehörig empfunden.

          Dieser Genderbias derjenigen, die sich berufen fühlen, die Geschlechtermatrix zu dekodieren – hier am Beispiel Kriminalitätsrate der Männer beispielhaft ausgeführt – ist offensichtlich traditionalistisch und im Kern nichts weiter als die Transformation des traditionellen Geschlechterverhältnisses in die Postmoderne.

          Wir begegnen ihnen doch überall im Web, die Gockel auf ihren virtuellen Miststöcken und ihre Fanbase, die feministische Hühnerschar, die zu schützen und zu versorgen sich der Obergockel anschickt. Manche von denen glauben doch tatsächlich, sie seien die geistige Avantgarde in Geschlechterfragen!

          Auffallend ist doch, dass keine hysterischen Abwehrreaktionen der Genderisten erfolgen, wenn dieser geschlechtsspezifische Unterschied, die höhere Kriminalitätsrate der Männer – biologisch begründet wird, d.h wenn die Natur des Mannes an sich als gewalttätiger und daher als ursächlich behauptet wird. Besonders deutlich tritt diese Verlogenheit bei der feministischen Ikone Schwarzer zu Tage, die nicht müde wird, einerseits auf der theoretischen Ebene eine Gleichheit der Geschlechter zu behaupten, andrerseits in vulgärer Art und Weise gegen Männer zu hetzen. dazu brauch man sich bloss mal ihre Agitation im Fall Kachelmann zu vergegenwärtigen.

        • @Peter

          Du schreibst:

          Nun ist es eine allseits bekannte Tatsache, dass sehr viel mehr Männer als Frauen in den Zuchthäusern dieser Welt einsitzen. Aus der Genderistenperspektive müsste dieser eklatante geschlechtsspezifische Unterschied doch eigentlich von grossem Interesse sein, wirft er doch eine Menge an Fragen auf, die insbesondere die “Erziehung des Mannes zum Mann” thematisiert, eine Erziehung, die vorwiegend von Frauen geleistet wrd, was ja auch andauernd von feministischen Klageweibern bitterlich beklagt wird.

          Kommentar:

          Das wird gewisse FeministInnen nicht daran hintern, der „patriarchalen Struktur“ die Verantwortung für die männliche Dominanz in den Kriminalitätsstatistiken zu geben. Frauen sind dazu gezwungen, Männer auf den Sozialisationstypus der Externalisierung und Konkurrenz zu trimmen und somit werden Konflikte etc. eben vor allem auch durch Kriminalität im „Aussen“ durch den Mann ‚gelöst“.

          Erziehung als interpretatives/interaktionistisches Handeln ist dann quasi nur die Externalisierung der internalisierten hegemonialen patriarchalen Struktur: Frauen sind somit quasi strukturell dazu gezwungen,Knaben so zu erziehen, wie sie sie eben erziehen. 🙂

          Sie sind also strukturell Opfer und höchstens auf der Handlungsebene Mittäterinnen, aber eben eher unfreiwillig, weil sie aus dieser Struktur nicht ausscherren können.

        • @ Peter

          „(…) und im Kern nichts weiter als die Transformation des traditionellen Geschlechterverhältnisses in die Postmoderne.“

          Ich halte dies tatsächlich für eine sehr wichtige Erkenntnis und bin froh, dass Du sie häufig wiederholst.

          Ja, der vorherrschende Feminismus ist in vielerlei Hinsicht ein verschleierter Traditionalismus, verstärkt traditionelle Geschlechterrollen, anstatt sie als Leitbild aufzuheben.

          „Nicht-traditionell“ – allerdings nicht in einem emanzipatorischen Sinne – ist der vorherrschende Feminismus nur, wenn es um sein Ziel der Schwächung männlichen Selbstbewusstseins und männlicher Selbstbehauptungsfähigkeit geht. Darum eignet sich der Genderismus ja auch so gut als Instrument der herrschenden Kapitalistenklasse, um zu versuchen Männer leichter durch den Neoliberalismus regierbar zu machen.

          Von der Schwächung männlichen Selbstbewusstseins abgesehen, wird, wie Du richtig sagst, nur das traditionelle Geschlechterverhältnis in einem postmodernen Kontext fortgeführt:

          Geht es um Frauen heißt es: Es muss noch viel, viel, viel mehr für Frauen getan werden – und zwar nur für Frauen, denn Männer sind durch die „patriarchale Dividende“ allgemein privilegiert (Appell zugunsten traditioneller männlicher Beschützer- und Versorgerfunktionen).

          Geht es um Männer (bzw. männliche soziale Problemlagen) heißt es von radikalfeministischer Seite: Heul doch (Appell zugunsten des Konstruktes des harten Mannes, der nicht zu jammern und zu klagen hat.)

          Der vorherrschende Feminismus ermöglicht gerade KEINE Überwindung der mit den klassischen Geschlechterrollen verbundenen Nachteile für Männer. Er versucht nur ihre Ich-Stärke zu schwächen und belässt ansonsten in der Grundausrichtung alles beim Alten.

        • @ Chomsky

          *Sie sind also strukturell Opfer und höchstens auf der Handlungsebene Mittäterinnen, aber eben eher unfreiwillig, weil sie aus dieser Struktur nicht ausscherren können.*

          Wenn Frauen nicht ausscheren können, warum sollten es dann Männer können?

          Der Opfer-Täter-Reaparationszahlungs-/Frauenprivilegierungsfeminismus funktioniert ja nur, wenn er vorraussetzt, dass Frauen nicht ausscheren können, Männer aber wohl, denn diese sind ja schuld = verantwortlich.

          Damit hätten wir aber genau wieder einen obendrein noch essentialistisch gedachten Geschlechtsunterschied, der doch angablich niemals existiert.

          Das heißt: Der Selbstwiderspruch ist Vorraussetzung der Tragfähigkeit der ganzen Konstruktion.

          • @Roslin

            „Wenn Frauen nicht ausscheren können, warum sollten es dann Männer können?“

            In der Tat. Der Feminismus, dass Beziehungen verschiedene Machtebenen haben und gesellschaftliche Normen mit einander verbunden sind, ein Geflecht verschiedener Interessen sind und Frauen nicht nur mitlaufen, weil sie nicht anders können, sondern starke Eigeninteressen an dem System haben, es deswegen, teils indirekt, stützen und fördern.

        • Darum eignet sich der Genderismus ja auch so gut als Instrument der herrschenden Kapitalistenklasse, um zu versuchen Männer leichter durch den Neoliberalismus regierbar zu machen.

          An eine Art Masterplan der herrschenden Klasse glaube ich allerdings nicht. Vielmehr ist es so, dass erkannt wurde, dass der real existierende Feminismus sich problemlos integrieren lässt und nur über wenig sozialkritisches Potential verfügt. Ein paar Privilegien hier und dort, ein paar Verwaltungsratspöstchen, aber kein Mindestlohn. Von der Laien und Konsorten, Karrieristinnen, die mit Pöstchen abgefüttert werden können und keine Bedrohung darstellen. Muddigedöns halt.

        • @ Peter

          *An eine Art Masterplan der herrschenden Klasse glaube ich allerdings nicht. *

          Immerhin ein geniales Mittel, die Prinzessin standesgemäß versorgen zu lassen.

          Von anderen, d.h. de facto meist Männern, auf Quotenpöstchen, die relativ anstrengungslos für Inhaberinnen des Pussypasses zugänglich gemacht werden.

          Papi wird sich freuen – wieder was auf Kosten der Allgemeinheit gepart.

  2. @hottehü

    „es ist keineswegs der fall, dass ein vorurteil der beleg für eine häufung ist.“

    Richtig, aber man sollte doch zumindest prüfen, ob das evtl. der Fall ist oder eine Häufung dahinter steckt und wie diese zustande kommt. Dieser Schritt kommt mir meist zu kurz.

    Wer einfach nur gegen Vorurteile vorgeht, hinter denen eine Häufung steckt, der wird einfach nicht viel Erfolg haben. Er muss dann die Gründe für die Häufung selbst angehen, zB eben, dass Frauen häufiger beruflich kürzer treten gerade wenn Familie geplant ist.

    Dazu könnte man ja interessante Studien machen. Etwa indem man die Bewerbungen so anpasst, dass sie jeweils andere Schwächen oder Vorzüge darstellen und ermittelt, welche Eigenschaften besonders negativ bei Frauen und welche besonders negativ bei Männern wahrgenommen werden.
    Das könnte dann auch helfen, dass Frauen entsprechende Fallen vermeiden und zB ihre Durchsetzungskraft mehr betonen als Männer oder andere Ängste oder Gründe, die dann unter Kompetenz verarbeitet werden, ausräumen.

    Es scheint mir ein praktischerer Ansatz als einfach zu sagen „nein, es gibt einen ganz unterbewußten Sexismus, selbst bei Frauen gegen Frauen, er ist so tief und subtil eingegraben, dass man nichts dagegen machen kann“

    • „dass Frauen häufiger beruflich kürzer treten gerade wenn Familie geplant ist.“

      das ist kein vorurteil, sondern eine tatsache. ein vorurteil wäre z.b., wenn man daraus ableitet, dass frauen lieber auf der faulen haut liegen oder den beruflichen wettbeweb scheuen etc., viele treten nämlich beruflich kürzer, weil sie familie und beruf aus ganz praktischen gründen nicht vereinbaren können.

      • @hottehü

        „das ist kein vorurteil, sondern eine tatsache.“

        Es ist insbesondere eine zwischen den Geschlechtern verschiedene Häufung, die relevant für eine Einstellung sein kann. Wenn ich weiß, dass eine Frau, die ich fördere, nach einiger Zeit beruflich kürzer tritt und sich meine Förderung nicht in weiterer Forschung meinerseits, auf die ich wie in dem Bereich üblich auch meinen Namen setzen kann, auszahlt, dann habe ich natürlich auch weniger Lust, sie zu fördern als einen Mann, der mir eine höhere Sicherheit bietet, dass sich meine Investition auszahlt.

        „viele treten nämlich beruflich kürzer, weil sie familie und beruf aus ganz praktischen gründen nicht vereinbaren können.“

        jedenfalls wollen sie es auch nicht so radikal vereinbaren, dass sie ein komplette Fremdbetreuung ab einem frühen Alter haben. Der Effekt ist der gleiche: Der Rückfluss der Investition durch die Förderung ist ungewisser

        • „jedenfalls wollen sie es auch nicht so radikal vereinbaren, dass sie ein komplette Fremdbetreuung ab einem frühen Alter haben.“

          und genau das ist nun ein vorurteil. du weißt das nämlich nicht, sondern leitest es aus der häufung ab, deren ursachen du gar nicht in betracht ziehst.

          • @hottehü

            Ich würde mich da auf Hakim stützen.
            ich zitiere einfach mal was haselnuss schrieb

            http://www.scilogs.de/wblogs/blog/quantenwelt/ber-den-tellerrand/2012-08-26/was-mich-gender-k-mmert

            Auf Grundlage dieser Daten teilt Frau Hakim Frauen in drei Gruppen ein:
            1. Die Gruppe der Frauen die Vollzeit arbeiten und keine Kinder will.
            2. Die Gruppe, die sowohl Arbeiten als auch Kinder erziehen will
            3. Die Gruppe die nicht arbeiten will, sondern sich voll auf die Familie (Ehe und Kinder) konzentriert.
            Die Ergebnisse:
            1. 4/5 der Frauen, die Vollzeit arbeiten wollten, taten das auch. Sie arbeiteten länger, verdienten mehr und hatten eine geringere Zufriedenheit im Beruf.
            2. Mangelnde Pläne, später einen Beruf Vollzeit auszuüben, schlugen sich in Bezahlung, Arbeitszeit und beruflichem Status nieder.
            3. Frauen, die Heiraten und Kinder großziehen wollten, konnten ihre Präferenzen Großteils nicht verwirklichen. 50% mussten arbeiten.

            Es scheint also nicht nur an den mangelnden kinderbetreuungsmöglichkeiten, sondern auch an den Einstellungen der Frauen dazu zu liegen.

            Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. Die meisten Frauen planen eine gewisse Auszeit und dann ein kürzertreten/einen Halbtagsjob für eine gewisse Zeit ein.
            Ich habe den Spruch „Man bekommt ja kein Kind, um es dann gar nicht zu sehen“ schon recht häufig von Frauen gehört.

        • christian, ich habe nicht bestritten, dass es häufungen gibt und es frauen gibt, die lieber zu hause bleiben. das ist nicht der punkt. der punkt ist, was du daraus machst:

          “jedenfalls wollen sie es auch nicht so radikal vereinbaren, dass sie ein komplette Fremdbetreuung ab einem frühen Alter haben.”“

          hier sind es dann „sie“, nicht enige, nicht XX prozent, sondern sie, die frauen = alle.

  3. Sorry, da sind ein paar Sachen oberfaul.
    1. Die Stichprobe ist sehr klein 127
    2. Die Selektion der Universitäten ist nicht angegeben – wurden diese zufällig ausgewählt? Wenn icht, nach welchen Kriterien? Eine christliche Südstaatenuniversität wird sicher bestimmte VOrurteile haben oder sogar bestimmte Beschränkungen bei der Annahme von Bewerbungen.
    3.Aus den Unterschieden in der angebotenen Bezahlung kann man nicht auf Diskriminierung schließen. Es gibt sehr große regionale Unterschiede – wenn die Frauen ausgerechnet da akzeptiert wurden, wo der Durschnittsverdienst eh niedriger lag, dann geht das schief.
    4. Es wurde die Ethnie angegeben aber nicht getestet -sehr problematisch in den USA.
    5. Auch Namen sind nicht neutral – wieso wurden überhaupt Namen vergeben?
    6. Es fehlen Referenzen zu Arbeiten über den Zusammenhang zwischen QUalifikationen und den verwendetetn Zielvariablen. Ohne den etablierten Zusammenhang zu kennen, ist der Rückschluss auf die Geschlechtsveriablen nicht identifizierbar.
    7. Der Zusammenhang zwischen Geschlecht der Fakultätsmitglieder und Studenten wird nicht richtig präsentiert – wieviele Fakultätsmitglieder waren männliche und wieviele jeweils weiblich? Wenn z.B. nur wenige weibliche Professoren präsent waren, dann kann die Kreuztabelle insbesondere für Interaktionen zu wenig aussagekräftig sein. In der Folge könnte der vermeintliche Gender-Bias ein In-Group-Bias sein! D.h. in Wirklichkeit besteht kein Vorurteil gegen Frauen sondern ein Vorurteil gegen Nichtmitglieder der eigenen Gruppe,

    • finally{
      Und ein Unterschied muß keine Diskriminierung sein und schon gar nicht von Geschlechts wegen, vor allem dann nicht wenn man konkurrierenden Gründe von vornherein aus dem Test ausschließt
      }

  4. Hallihallo & guten Tag,

    na, heute schon gelacht? Wenn nicht, unbedingt mal hier

    http://www.genderama.blogspot.de/2012/09/israel-feministinnen-protestieren-gegen.html

    drauf klicken! Nichts ist schöner, als wenn sich der politische Gegner selbst lächerlich macht. Aber so sind Feministinnen eben – die sind wenn, dann garantiert nicht GEWOLLT komisch, und genau das unterscheidet sie von einem professionellen Komiker, der fast immer ein Mann ist.

    Letzterer kann den ungewollt Komischen spielen, wenn er will, und macht das dann, wenn klar ist, dass er nur eine bestimmte Rolle spielt, und nicht sich selbst. Eines „kann“ er meist nicht: Wirklich ungewollt komisch sein.

    Da haben ihm Feministinnen wirklich etwas vorraus, und wenn sie ungewollt komisch sind, dann auf Weltklasse-Niveau. Mich beeindruckt immer wieder, wie wenig Gespür viele von denen dafür haben, ob und wie man sich lächerlich macht oder nicht.

    Mit solchen Sachen, wie den Zensur-Versuchen der Hirschbrunft in Nationalparkbroschüren, mit Verboten für den männlichen Hund, sein Revier mit gehobenem Hinterbein zu markieren, mit der Idee, dass auf Herrentoiletten Pissoirs verboten werden sollen, damit „der Mann“ nicht mehr „in seiner Männlichkeit triumphieren“ kann, und gleichzeitig Wickeltische auf Herrentoiletten installiert werden sollen, mit Ampelmädchen usw. – und jetzt HIERMIT – könnte man die dollsten Comedy-Serien drehen.

    Leider wagt es keiner. Noch nicht.

    So, das war jetzt Off-Topic, sorry, der Artikel von heute ist jedenfalls gut! Zusammenhang dieses Postings zum Artikel: Schadet Humorlosigkeit bzw. die „Fähigkeit“ zum auschließlich ungewolltem Komisch sein eigentlich der Karriere? Und kann hier jemand seriös bestreiten, dass Komiker sein ein Männerberuf ist, dass es im wirklichen Lustig sein verschiedene Häufigkeitsverteilungen zwischen den Geschlechtern gibt? Und dass diese am plausibelsten durch biologische Ursachen wie intersexuelle Selektion zu erklären sind?

    • @ Mathias

      Wenn jemand bei Ölfeldern und den Bohrungen, die notwendig sind, um das Öl zu fördern, dabei an den Geschlechtsakt denkt und die ganze Chose sexuell konnotiert, dann sagt das sehr viel mehr über die feministischen Tussen aus als über die Arbeiter, die nach ÖL bohren.

      • Ehrlich gesagt wenn ich der Typ wäre, der das Ölfeld benannt hat würde ich mal gucken, ob ich die wegen Beleidigung anklagen kann. Wenn der das Feld nach den eigenen Töchtern benannt hat, dann haben die ihn ja Quasi als metaphorischen Kinderficker bezeichnet.

        Andererseits ist die ganze Chose schon so lächerlich, dass man seinen Kopf im Kissen vergraben will nur ums nicht mehr zu sehen/ertragen zu müssen .

  5. Nee, meiner Meinung nach nur gleich bescheuert, wenn es in welchem Land auch immer Feministinnen sind. Hat meiner Einschätzung nach nichts mit ihrer Religion oder Staatsangehörigkeit zu tun.

    Der Feminismus ist de facto ihre (Pseudo-)Religion, egal, aus welchem Kulturkreis sie kommen.

    • Aktualisierung: Kommentar bezieht sich auf von Christian zurecht gelöschtes Geschreibsel von jemandem, der durch seine radikalen Sprüche der Männerrechtler-Szene schadet.

      • Hinweis noch an alle Männer und Frauen, die vorurteilsfrei an alle Kommentare herangehen und noch nicht umfassend informiert sind, nur wenig Erfahrung mit diesem Thema haben:

        Wenn sich jemand in feminismuskritischen Blogs als Mann ausgibt und dann zu radikal schreibt, mit Kraftausdrücken, Beleidigungen usw. oder gar rassistische oder insbesondere antisemitische Äußerungen von sich gibt, dann KANN „er“ in Wahrheit auch eine „sie “ sein, eine Feministin, die der Männerrechtler-Szene schaden will, z. B. durch die Erweckung des Eindrucks, Maskulisten seien Antisemiten oder generell zu radikal/hasserfüllt. Immer dran denken!

  6. Ich wußte doch schon immer, daß es die geschlechtsspezifischen Vorurteile der Frauen selbst sind, die für die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern verantwortlich sind: andreasmoser.wordpress.com/2011/02/19/gender-pay-gap/ Solange Frauen ihre Einstellung nicht ändern, wird sich nichts an ihrer Gesamtposition ändern.

  7. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

  8. Pingback: “Nur Frauen können Frauen helfen” (The Masters tools…) | Alles Evolution

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