„Die Wahl von Frauen ist nie eine echte Wahl weil Patriarchat“

Kritik an ungewohnter Stelle, nämlich von „Manboobz

It’s one thing to worry about people – male and female – being pressured into conforming to social ideals or into sex or specific sex acts they don’t want. But it’s another to assume that girls’ and women’s choices are never really choices because patriarchy!  Assuming that girls and women are playing more soccer, or going to “5th base,” mostly because they’re being pressured to is really kind of, well, assy.

Das ist in der Tat etwas, was mich auch sehr stört: Frauen erscheinen in dieser Form des Sozialdeterminismus als Spielball der gesellschaftlichen Normen, die nicht mehr aus eigenem Antrieb handeln und die Gesellschaft nicht aktiv mitgestalten, sondern innerhalb dieser nur den vorgegebenen Regeln hinterherlaufen oder quasi wie Marionetten an den Fäden der Patriarchen hängen.

Ich finde es eine erhebliche Einschränkung, dass man noch nicht einmal versucht, die möglichen selbstbestimmten Motive der Frauen, die vielleicht ihrem Handeln zugrunde liegen, zu ermitteln, sondern sie gleich und per se in ein Unterdrückungsverhältnis einordnet, dass ihr Leben bestimmt.

Der Vorhalt, dass man Handeln von Frauen oder Frauen an sich unsichtbar machen würde, ist bei vielen Feministinnen beliebt. Es ist erstaunlich, dass sie selbst nicht merken, wie stark ihre Zuweisung der Opferrolle (IDPOL läßt grüßen) darauf aufbaut

53 Gedanken zu “„Die Wahl von Frauen ist nie eine echte Wahl weil Patriarchat“

  1. Es ist ein Mangel, Verantwortung zu übernehmen, der von vorneherein die Frauenbewegung gekennzeichnet hat und unter dem sie noch immer leidet. Alles würde gut werden, wenn man nur die Frauen liese. Ihre Unfähigkeit, selbst gesellschaftlichen Einfluß zu nehmen, ist auch heute noch spürbar, deshalb schielen sie immer auf willige Männer, wenn sie selbst etwas durchsetzen wollen. Es würde völlig dem Charakter der Unterdrückung widersprechen, wenn sie ihre eigenen Anteile zur Kenntnis nehmen müßten. Deshalb gingen sie ja auch so panisch auf Eva Hermann los und ebenfalls auf Esther Vilar, weil beide – jeweils von „der anderen Seite her“ – den Mechanismus der Unterdrückung des Mannes durch die Frau beschrieben – oder sogar gewünscht – hatten.
    Daher war mir in meinem linken maskulistischen Manifest auch der Punkt 4 besonders wichtig:
    http://344903.forumromanum.com/member/forum/entry.user_344903.4.1113786701.manifest_fuer_einen_linken_maskulismus-vaetermafia.html

  2. „Der Vorhalt, dass man Handeln von Frauen oder Frauen an sich unsichtbar machen würde, ist bei vielen Feministinnen beliebt.“

    Das ist ein typisches weibliches „zirkuläres“ Argument, denn Frauen neigen dazu ihr eigenes Handeln zu verschleiern und zu verstecken, vor allem solches was als „schlecht“ bewertet werden könnte und ihrer Selbstdarstellung als „gut“ zuwiderläuft.
    Die Frau ist und war schon immer stärker auf die Gemeinschaft angewiesen und fürchtet ihren Ausschluss mehr als Männer.
    Sie hat weniger den Mut, den Drang und die Fähigkeiten zum Anführer der Gemeinschaft zu werden.
    Eigenes Handeln, vor allem wenn die Gesellschaft es irgendwie „schlecht“ bewerten könnte schadet dem Selbstbild was die Frau von sich erzeugen will, trotzdem hat die Frau Wünsche und Ziele die sie „durchsetzen“ will, was oft aber ihrem Selbstbild was sie erzeugen will um „gut“ für ihre Gemeinschaft zu wirken in Konflikt gerät.
    Das ist an Feministinnen gut erkennbar wenn diese männliches „schlechtes“ verhalten maßlos übertreiben und weibliches „schlechtes“ Verhalten aggressiv und zwanghaft verschleiern und verbergen.

    Dieses Schuld daran Männern vorzuwerfen ist klassische Projektion.

    Das sind ja großteils unbewusste Prozesse die in der Frau ablaufen und eine nicht feministisch Gestörte entwickelt keinen besonderen inneren Konflikt wegen dieser weiblichen Angst vor dem Ausschluss aus der Gemeinschaft und der daraus folgenden stärkeren Motivation zur (auch scheinbaren) Anpassung und Unterordnung.

    Die feministisch belastete Frau projiziert diese nach wie vor existente Angst vor dem Ausschluss aus der Gemeinschaft und die folgliche Motivation zur Anpassung auf den Mann.

    Dem liegt vermutlich krankhafter Narzissmus zugrunde, weswegen sich die Frau machtlos in der Gemeinschaft fühlt was sie auf diese Art auszugleichen versucht.

    Was gibt der Frau Macht in der Gemeinschaft? Sexuelle Anziehung auf Männer und eine Familie mit Kindern.

    Trotz aller Bevorzugungen der Frauen kann „Karriere“ die gesunkene Macht unserer Frauen in der Gesellschaft nicht ausgleichen, daher ja auch die Forderungen nach Quote.

    Sexuelle Anziehungskraft auf Männer ist bei vielen Feministinnen äußerst schwach und deshalb sehen sie besonders viel Konkurrenz in Pornographie und Prostitution was sie dann auch wieder mit entsprechenden Projektionen bekämpfen.

    Hier muss nicht zwingend die isoliert körperlich betrachtete sexuelle Anziehungskraft schwach sein, es ist das Gesamtbild, denn Schönheit kommt auch von innen.
    Eine Frau die zwar körperlich sehr Attraktiv aber mental – wenn auch auf typisch weibliche art verschleiert – hochgradig misandristisch und Problembeladen ist wird von Männern oft als solches Erkannt und eher gemieden.

    Familie und Kinder (klassische Frauenrolle) lehnen Feministinnen eher ab, es ist hier evtl. auch so dass mangels Anziehungskraft auf Männer dieses für Feministinnen heutzutage sowieso unerreichbar scheint und deswegen abgewertet wird.

  3. „Ich finde es eine erhebliche Einschränkung, dass man noch nicht einmal versucht, die möglichen selbstbestimmten Motive der Frauen, die vielleicht ihrem Handeln zugrunde liegen, zu ermitteln, sondern sie gleich und per se in ein Unterdrückungsverhältnis einordnet, dass ihr Leben bestimmt.“

    Was die radikalfeministische Schaffung neuer Rollenvorgaben für Frauen begünstigt, die dann im scheinbar progressiven Gewand daher kommen, aber wie alle Rollenvorgaben sich schädlich auf die individuelle Wahlfreiheit auswirken.

    Die von mir geschätzte klassische anarchistische Frauenrechtlerin Emma Goldman hatte den radikalen Flügel der Frauenbewegung bereits 1911 für seine Tendenz zur Schaffung neuer Rollenvorgaben und zur Spaltung der Geschlechtersolidarität kritisiert:

    Emma Goldman:

    „Es ist heute für die Frau notwendig geworden, sich von der Emanzipation zu emanzipieren, will sie wirklich frei sein. Das mag paradox klingen, ist jedoch nur zu wahr.“

    „Die Frauenrechtsbewegung hat sicherlich viele alte Fesseln gesprengt, gleichzeitig jedoch zum Entstehen neuer beigetragen. Die große, wahre Frauenrechtsbewegung hat nur wenige Anhängerinnen gefunden, die der Freiheit furchtlos ins Gesicht sehen konnten. Ihre bornierte und puritanische Einschätzung der Bewegung verbannte den Mann als Störenfried und zwielichtigen Charakter aus ihrem Gefühlsleben. Um keinen Preis wurde der Mann toleriert, außer vielleicht als Vater eines Kindes, da ein Kind ja schlecht ohne Vater geboren werden konnte. Glücklicherweise werden jedoch auch die strengen Puritaner nie stark genug sein, das angeborene Verlangen nach Mutterschaft abzutöten. Aber die Freiheit der Frau steht in engem Verhältnis zur Freiheit des Mannes, und viele meiner sogenannten emanzipierten Schwestern scheinen zu übersehen, daß ein in Freiheit geborenes Kind Liebe und Zuneigung von allen es umgebenden Menschen braucht, seien sie nun männlich oder weiblich. Leider liegt es an dieser bornierten Einschätzung zwischenmenschlicher Beziehungen, daß das Leben der Männer und Frauen von heute oft recht trostlos erscheint.“

    „Die Forderung nach gleichen Rechten ist gerecht und fair; letztendlich ist jedoch das wichtigste Recht das Recht auf Liebe und darauf, geliebt zu werden. Soll die teilweise Emanzipation tatsächlich zu vollständiger und reiner Emanzipation werden, so muß aufgeräumt werden mit der lächerlichen Vorstellung, geliebt zu werden, Geliebte und Mutter zu sein, sei gleichbedeutend mit Sklave und Untertan zu sein. Es muß aufgeräumt werden mit der absurden Vorstellung des Dualismus der Geschlechter oder daß Mann und Frau Vertreter zweier feindlicher Lager seien.“

    “Kleinlichkeit spaltet, Großzügigkeit verbindet. Laßt uns groß und großzügig sein. Laßt uns über all das Triviale das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren. In der echten Beziehung zwischen Mann und Frau wird es keinen Sieger und keinen Besiegten geben sondern nur eines: immer wieder zu geben, um dadurch bereichert zu werden, tiefer empfinden zu können und gütiger zu werden. Dies allein kann die Leere ausfüllen, kann das Tragische an der Emanzipation der Frau ersetzen durch Glück, grenzenloses Glück.“

    Wenn Frauen heutzutage vergleichbare Sätze äußern, werden sie von radikalfeministischer Seite gewöhnlich schnell als „antifeministisch“ verunglimpft.

    • @Lezsek

      „Ihre bornierte und puritanische Einschätzung der Bewegung verbannte den Mann als Störenfried und zwielichtigen Charakter aus ihrem Gefühlsleben. Um keinen Preis wurde der Mann toleriert, außer vielleicht als Vater eines Kindes, da ein Kind ja schlecht ohne Vater geboren werden konnte.“

      ja, diesen Ansatz findet man zwar nicht mehr so stark vor, es ist ja inzwischen eher ein „Männlichkeit ist schlecht, aber ihr könnt euch davon reinigen“, aber das ist häufig ja auch nur ein anderer Anstrich, der auch genug Männerfeindlichkeit enthält.

      „In der echten Beziehung zwischen Mann und Frau wird es keinen Sieger und keinen Besiegten geben sondern nur eines: immer wieder zu geben, um dadurch bereichert zu werden, tiefer empfinden zu können und gütiger zu werden.“

      Durchaus ein schöner Ansatz. Für beide Seiten.

  4. Ich mache mal wieder etwas Werbung für Arne Hoffmann und seinen Blog, obwohl er pas très catholique ist.

    Er berichtet hier über ein Interview mit Monika Ebeling. Ex-Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, die bewiesen hat und in diesem Interview erneut beweist, dass Frauen zu eigenverantwortlichem Handeln fähig sind.

    http://genderama.blogspot.de/2012/09/telepolis-interview-das-grundgesetz.html

    Für feministische Sensibelchen, die Arne Hoffmanns Blog meiden wie der Teufel (hoffentlich) das Weihwasser, hier der direkte Link zum Ebeling Interview auf Telepolis (sonst wird dort ja eher Alphamädchenlyrik gerötzert).

    Wer schon mal auf der Telepolis-Seite ist, kann sich auch gleich das hier zu Gemüte führen:

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/152821

    Sollte es sich also im Falle Assange um eine FALSCHBESCHULDIGUNG handeln?

    Von der wir doch dank feministischer Aufklärungsarbeit wissen, dass sie nie nicht vorkommt, zu den Vergewaltigungmythen unserer von Vergewaltigungskultur geprägten Gesellschaft gehört.

    Von einer Falschbeschuldigungskultur spricht dagegen niemand.

    Von den durch Falschbeschuldigungen zerstörten Männerleben auch nicht.

    Sie passen nicht in den Opferkult des zeitgenössischen Feminismus und seine auf Privilegienerwirtschaftung abzielende Propaganda.

    • Jessas, trotz Triggerwarnung den Direktlink zum Ebeling-Interview vergessen:

      http://www.heise.de/tp/artikel/37/37476/1.html

      Ich hoffe, die Zahl geistig zerrütteter FeministInnen, die auf Arne Hoffmanns Blog landeten und deshalb am Montag ihre feministische Therapeutin aufsuchen müssen, hält sich in überschaubaren Grenzen.

      Will ja nicht noch den Umsatz feministischer Frauenförderfrauen in der Frauenförderindustrie, diesem Schneeballsystem feministischer Frauenförderpolitik, das am Ende vor allem Männer finanzieren, steigern.

      Scusate, care Donne!

      Oggi sono affetto da ritardo mentale 😦

      • Wenn ihr arbeitsrechtlich nichts vorzuwerfen war, warum klagt sie dann nicht gegen den Arbeitgeber, anstelle sich in diversen (antifeministischen) Medien über die bösen linken Emanzen aufzuregen, die sie ja aus niedersten ideologischen Motiven gekickt hätten? Verstand ich damals nicht, versteh ich heute nicht.

        Es sei denn natürlich, es gab doch einiges an ihrer Arbeitsweise auszusetzen, worüber sie sich ausschweigt. Zudem,war sie nicht noch „im Amt“ als sie angefangen hat sich als antifeministisches Postergirl zu inszenieren?

        • „Wenn ihr arbeitsrechtlich nichts vorzuwerfen war, warum klagt sie dann nicht gegen den Arbeitgeber, anstelle sich in diversen (antifeministischen) Medien über die bösen linken Emanzen aufzuregen, die sie ja aus niedersten ideologischen Motiven gekickt hätten? Verstand ich damals nicht, versteh ich heute nicht. “

          Gegen die eigene Abwahl klagen?
          Andrea Ypsilanti würde ich sowas zutrauen.

          „Es sei denn natürlich, es gab doch einiges an ihrer Arbeitsweise auszusetzen, worüber sie sich ausschweigt. Zudem,war sie nicht noch “im Amt” als sie angefangen hat sich als antifeministisches Postergirl zu inszenieren?“

          Sicher gab es das, für die feminstischen Etablierten von denen Sie erst gewählt und dann abgewählt wurde als diese Gefahr für ihre Ideolgie, Stellung und „finanzielle Kompensation“ erkannten.

        • Ooch nee, müssen wir deine erbärmliche Polemik jetzt durchkauen?

          Was ist jetzt dein Argument, jenseits deines schäumenden Geiferns?(„antifeministisches Postergirl“)

          Beschäftige dich erstmal mit dem Fall, mit dem Komplex „Wahlbeamte und Arbeitsrecht“, mit Mobbing am Arbeitsplatz (nein, damit ist jetzt nicht das Gleichstellungsbüro gemeint) und vor allem damit, was von der Kultur einer Bewegung zu halten ist, die ihre politischen Gegner regelrecht aus der Stadt mobbt.

          „Böse linke Emanzen“ ist imho eine viel zu euphemistische Bezeichnung für den Abgrund an Widerwärtigkeit, der sich dort (mal wieder) aufgetan hat.

        • @ Nick

          *Was ist jetzt dein Argument, jenseits deines schäumenden Geiferns?(“antifeministisches Postergirl”)*

          Bei einem Schlachtschiff nennt man das Wirkungstreffer.

          Wenn’s aus den Kesseln im Maschinenraum dampft, zischt und pfeift.

        • @Nick
          Stimmt, mein Fehler. Bleibt dennoch der zweite Teil meines Kommentars. Sie spricht davon rausgemobbt worden zu sein, weil sie auch Männer beraten habe. Was sie aber komplett übergeht ist, dass sie die Stadt Goslar auf der fragwürdigen Website Väternotruf hat verlinken lassen und überhaupt kein Unrechtsbewusstsein für diesen groben Fehler hatte.
          Auch sprach sie davon, Frauenhäuser abzuschaffen, weil Gewaltbeziehungen „komplex“ seien und sie Männer in Täterrollen presse.
          Was natürlich für Frauen in Krisensituationen (für die sie auch eine Anlaufstelle sein muss) nicht vertrauenswürdig wirkt.
          Sie hat einfach Fehler gemacht, diese Fehler nicht einsehen können (sie wurde wohl daher auch kritikunfähig genannt) und wurde dann abgewählt. Und hat seitdem auch keine Probleme gehabt, mit IGAF und Konsorten in Verbindung gebracht zu werden. Daher war die Entscheidung wohl richtig.

          Zudem, was hat sie denn für Väter und Jungen getan, ausser markige Worte von sich zu geben? Hätte sie sich eher mittig positioniert und sich nicht von den falschen Stellen instrumentalisieren lassen hätte sie viel mehr erreichen können.
          Aber da spielte wohl auch ein bisschen Mediengeilheit eine Rolle. Ist meine Meinung.

        • Stimmt, sie hat ganz viel Pfui-bah (Hook) gemacht und sich nicht dafür entschuldigt. Ganz einfach Männern auch HIlfe zu könne und auf Väternotruf zu verweisen. Der Rauswurf war absolut gerechtfertigt. Da könnte ja jeder kommen und für Männer was tun wollen. Und eingesehen hat sie das bis heute nicht…. Wo sie doch als Gleichstellungsbeauftragte natürlich NUR für Frauen zuständig ist.
          Damit ist alles gesagt!

          „Zudem, was hat sie denn für Väter und Jungen getan, ausser markige Worte von sich zu geben?“

          Zum Glück nichts. Die nächste Stufe wäre die Hinrichtung gewesen.

        • Gegen die aktuelle Staatsideologie Feminismus hilft kein Klagen.

          Wieso haben nicht Dissidenten den NS oder DDR -Staat verklagt? Wäre eine genauso bescheuerte Frage.

          Es haben ja auch schon Männer gegen die Wehrpflicht geklagt.

          Artikel 3 und einige andere Grundrechte gelten aber nicht für Männer. Soviel zu den angeblichen Privilegien.

        • @ MAren

          “ Es sei denn natürlich, es gab doch einiges an ihrer Arbeitsweise auszusetzen, worüber sie sich ausschweigt“

          Es gab sicherlich was an ihrer Arbeitsweise auszusetzen, und zwar das sie sich auch für Männerbelange eingesetzt hat.

          Geschwiegen hat sie dazu aber nicht.

          Den, laut Grünen, ist es nicht ihr (der Grünen) politischer Wille Männerdiskrimminierungen zu beseitigen.

        • @Maren:

          Bleibt dennoch der zweite Teil meines Kommentars.

          Eben nicht, weil das alles alleine Fragen des rechten feministischen Glaubens sind – und keine „Fehler“ im Sinne „schlechter Arbeit“. Der Antrag der Grünen bringt es genau auf den Punkt: Eine Gleichstellungsbeauftragte soll ausschließlich Lobbyarbeit für Frauen machen.

          Es ist eigentlich das gute Recht und die Pflicht eines Wahlbeamten, nach seinem politischen Gewissen zu handeln, was die feministische Camarilla freilich ganz anders sieht.

          Für die „Abschaffung der Frauenhäuser“ gibt es keinen Beleg, das war Gerhard Amendt. Ein sehr billiger Vorwand.

          Das mit dem Väternotruf ist ja nun ein mehr als durchsichtiger Vorwand. Plötzlich werden Feministinnen zu Hüterinnen der Deutschen Richterschaftsehre, ich lach mich echt schlapp. Willst du uns für dumm verkaufen?

          Wenn Broder die Deutsche Richterschaft – richterlich bestätigt – als „Erben Freislers“ bezeichnen darf, dann wird man wohl auf die Tradition der Deutschen Familienrechtsprechung hinweisen dürfen. Als ob sich das nicht lückenlos beweisen ließe.

          Sie ist eine Häretikerein, und deshalb wurde sie nicht nur vom Gleichstellungsbeauftenposten gefeuert, sondern obendrein regelrecht aus der Stadt gemobbt. Das kaputte feministische Selbstbewußtsein verträgt keine Härasie, schon gar nicht von Frauen. Weil es genau weiß, dass es keinerlei Substanz hat.

          Das war ihr „Fehler“.

          Natürlich wurde sie wegen dieses „Fehlers“ mit der Stadtacht belegt, und das zeigt eben genau, auf welchem verlogenen Niveau der ganze Apparat des instutionalisierten Feminismus agiert, was er unter politischer Kultur versteht.

          So deutlich hätte kein Männerrechtler oder Antifeminist aufzeigen können, was für eine Saustall da zugange ist.

      • Ebeling scheint tatsächlich einen starken Fokus auf Männerrechte zu legen. Sie sagt:

        „Niemand fragt zum Beispiel den Vater eines Kindes, ob er einer Abtreibung zustimmt.“

        Diese Ansicht finde ich recht problematisch. Das ist nicht nur schwer kontrollierbar (Behörde muss wissen, wer der Vater ist) und führt zu unlösbaren Schwierigkeiten, wenn Mutter und Vater tatsächlich verschiedener Meinung sind. Sondern die Mutter trägt auch die Hauptlast der Schwangerschaft, sie ist also stärker betroffen als der Mann, sowohl psychisch als auch körperlich.

        • Die Feststellung, dass niemand den Vater frage ist noch lange keine Forderung nach einem Vetorecht bei einer Abtreibung.

          Es ging ihr um die Feststellung, dass das Männerdasein keineswegs nur durch „Privilegien“ gekennzeichnet ist.

        • @Nick

          Wäre es nicht das Mindeste, den Vätern ein gleichberechtigtes Mitspracherecht bei der Entscheidung über eine Abtreibung zu geben ? Schließlich sind es ja meist die Männer, die dann über viele Jahre den größten Teil der finanziellen Folgen dieser Entscheidung zu tragen haben.

          Besonders schlimm finde ich, dass die Mutter ja in beiden Fällen ein Entscheidungsmonopol hat. Der Vater kann eine Abtreibung, zu der sich die Mutter entschieden hat, nicht verhindern, und er kann auch keine Abtreibung erzwingen, wenn es die Mutter nicht will. Väter sind ohne jede Rechte.

          Den Einwand, die Vaterschaft sei schwer kontrollierbar, kann ich nicht gelten lassen. Wenn es um Unterhaltszahlungen geht, werden diese ja auch nicht mit dem Argument abgelehnt, das sei „schwer kontrollierbar“.

          Schließlich kommt zu all dem noch hinzu, dass Frauen ein Quasimonopol haben, was die Verhütung betrifft. Frauen kontrollieren de facto jeden einzelnen Abschnitt des Prozesses von Zeugung und Schwangerschaft, Männer sind weitgehend ausgeliefert.

          Wieso soll alles auf dem Rücken der Männer ausgetragen werden, und diese haben dann noch nicht einmal irgendein Recht, irgendetwas mitzuentscheiden ?

        • @ Nick

          *Die Feststellung, dass niemand den Vater frage ist noch lange keine Forderung nach einem Vetorecht bei einer Abtreibung.*

          Männer können kein Vetorecht bei der Abtreibung beanspruchen, aber, um der Gleichberechtigung willen, müssen sie das Recht zur juristischen Abtreibung erhalten, d.h., die Möglichkeit erhalten, nach der Konzeption den ungewollten Konsequenzen der Vaterschaft zu entgehen wie eine Frau nach der Konzeption den ungewollten Konsequenzen der Mutterschaft entgehen kann durch Pille danach, Abtreibung, Verklappung.

          So muss auch ein Mann die Möglichkeit erhalten, sich seiner Verantwortung als Vater einseitig zu entziehen, ohne Zustimmung der Frau.

          Wenn der Bauch ihr gehört, wird auch alles, was dieser Bauch hervorbringt, zum Privatvergnügen der Besitzerin, fällt allein in ihre Verantwortung.

          Es ist ein Unding, dass Frauen Männer zu Zwangsvätern machen dürfen, durch das Vergessen der Pille oder Samenraub.über das Leben eines Mannes ohne dessen Zustimmung mit Hilfe der Staatsgewalt verfügen dürfen.

          Wer für sich das Recht erstreitet, auch nach einer Konzeption nicht Mutter werden zu MÜSSEN, kann Männern das analoge Recht nicht verweigern.

          Wenn er es mit Gleichberechtigung ernst meint.

          • @Roslin

            Es ist ein Unding, dass Frauen Männer zu Zwangsvätern machen dürfen, durch das Vergessen der Pille oder Samenraub.über das Leben eines Mannes ohne dessen Zustimmung mit Hilfe der Staatsgewalt verfügen dürfen.“

            Wie sollten sich Frauen für den Fall einer juristischen Abtreibung denn gegenüber den Vätern absichern, wenn sie beide beschließen ein Kind zu bekommen oder es mit „ich ziehe ihn rechtzeitig raus, da passiert schon nichts“ versuchen?
            Werden wir ein Formular haben, dass vor dem Sex zu unterschreiben ist und in dem der Mann erklärt, dass er sich der Risiken des Geschlechtsverkehrs bewußt ist und auch Kenntnis davon hat, dass keine Verhütungsmethode absolut funktioniert und er daher bereits jetzt auf sein Recht auf juristische Abtreibung verzichtet?

          • @Roslin

            „Wenn der Bauch ihr gehört, wird auch alles, was dieser Bauch hervorbringt, zum Privatvergnügen der Besitzerin, fällt allein in ihre Verantwortung.“

            Weil sie ein Vetorecht hat muss sie für alles haften, wenn sie es nicht ausübt?

            Wie würdest du denn das Zeitfenster sehen? es müßte ja so liegen, dass sie sich auch noch entscheiden könnte, dass Kind nicht alleine zu bekommen.

            Der Grund, dass man sein Vetorecht ausschließt, liegt doch allein darin, dass es inhuman ist, eine Abtreibung gegen den Willen der Mutter durchzuführen. Zumal die Wahl der Frauen ja auch relativ ist: Eine Abtreibung ist denke ich schon etwas anderes als ein juristisches Abtreibungsrecht.

        • @Kareem

          Wenn die Mutter angibt, sie wüsste nicht, wer der Vater ist, was dann?

          Meinst du, man sollte die Mutter zu einem solchen schwerwiegenden medizinischen (und psychisch belastenden) Eingriff zwingen können? Oder sie dazu zwingen, das Kind auszutragen, wenn sie es nicht will?

        • Leute, seid doch mal realistisch! Wie soll das denn gehen, wenn sich Vater und Mutter nicht einigen könne? Muss das dann im Eilverfahren durch die Instanzen?

        • @Kareem:
          Wäre es nicht das Mindeste, den Vätern ein gleichberechtigtes Mitspracherecht bei der Entscheidung über eine Abtreibung zu geben ?

          Ja, wenn das nur ginge.

          Wenn der Vater das Kind will, und die Mutter nicht, dann müsste man die Mutter zwingen, das Kind auszutragen.

          Wenn die Mutter das Kind will, und der Vater nicht, dann müsste man die Mutter zwingen, das Kind abzuteiben.

          Letzteres geht mal gar nicht, und Ersteres eigentlich auch nicht: Entweder man gesteht dem Fötus ein Lebensrecht zu, dann müsste man Abtreibungen gänzlich untersagen, oder man gesteht im keins zu, dann greift das Selbstbestimmungsrecht der Mutter über ihren Körper.

          Wenn das Kind geboren ist, dann hat es ein eigenes Recht darauf, durchgefüttert zu werden.

          Man könnte natürlich über eine „juristische Abtreibung“ (d.h. der Vater kann die Vaterschaft ablehnen) nachdenken, wenn Frauen schon ihre Kinder in Babyklappen ablegen dürfen.

          Dann müsste allerdings Pappi Staat das Kind versorgen, man kann es ja schlecht verhungern lassen. Die entscheidende Frage dabei wäre imho, ob nennenswert viele Väter die Vaterschaft dann tatsächlich ablehnen würden. „Wenn das jeder machen würde“ wäre das sicherlich auch kein wünschenswerter Zustand. Man müsste das mal untersuchen, eigentlich wäre das imho keine schlechte Lösung: Ein Kind hat sehr wenig von einem Zahlvater, und zu etwas anderem kann man Väter kaum zwingen. Ebensowenig, wie man Mütter zu mehr zwingen kann, was man genau weiß, und deshalb gibt es ja Adoptionen und Babyklappen.

        • @Stephan Fleischhauer:

          Scheint mir eine Interpretationssache zu sein. Als Beispiel für ein Privileg der Frau scheint es mir nicht unbedingt geeignet.

          Naja, die Tatsache dass Männer die Kinder nicht austragen müssen ist in dem Sinne ja auch kein Privileg.

          Trotzdem ist das wohl der eigentliche Knackpunkt der ganzen Geschlechterdebatte.

          • @Nick

            „Naja, die Tatsache dass Männer die Kinder nicht austragen müssen ist in dem Sinne ja auch kein Privileg. Trotzdem ist das wohl der eigentliche Knackpunkt der ganzen Geschlechterdebatte.“

            In der Tat, diese Kosten sind letztendlich der Grund für alle Unterschiede, sowohl biologisch als auch sozial bzw. in der Kombination

        • Gut, dann fasse ich mal zusammen, dass die Mehrheitsmeinung hier die Möglichkeit einer „juristischen Abtreibung“ für Väter favorisiert und dies wohl der beste Weg wäre, ein Gleichgewicht zwischen den Rechten von (potentiellen) Vätern und Müttern herzustellen. Das Wissen um diese Möglichkeit wäre wohl auch die beste Gewähr, dass Frauen nicht „absichtlich die Pille vergessen“, ohne ihren Sexualpartner zu informieren.

          Wäre es nicht vielleicht eine Möglichkeit, wenn sich die Partner, sofern einvernehmlich gewünscht, juristisch verbindlich darauf einigen könnten, diese Möglichkeit einer „juristischen Abtreibung“ unwirksam zu machen ? Das würde in länger andauernden Beziehungen die Verlässlichkeit hinsichtlich der Sorge für den Nachwuchs sicherstellen. Für Ehen könnte man das als verbindlichen Standard definieren. Dadurch würde der Zwang, Verantwortung zu übernehmen auf die Beziehungen begrenzt, die wirklich auf Dauerhaftigkeit angelegt sind. Für alles andere hätten dann eben diejenigen die Verhütungsverantwortung zu tragen, die ja auch das alleinige Entscheidungsmonopol über Abtreiben oder Austragen innehaben (die Frauen).

          • @Kareem

            Eine Diskussion zur „juristischen Abtreibung“ gab es auf dem Blog schon mal hier:

            https://allesevolution.wordpress.com/2011/06/07/meine-position-zur-abtreibung/

            Ich denke es ist nicht praktikabel:

            Ein Wahlrecht der Frau bei der tatsächlichen Abtreibung folgt aus meiner Sicht schlicht daraus, dass sie die Einzige ist, die einer Abtreibung zustimmen kann, weil das Kind nun einmal in ihrem Leib ist.
            Ist das Kind aber erst einmal auf der Welt, dann muss es letztendlich auch versorgt werden. Die Interessen des Kindes sind insoweit juristisch weitaus schwerer aus der Welt zu räumen als die abgesaugten Überreste nach einer Abtreibung.
            Klar kann man sie einfach durch jemanden anders erfüllen lassen, den Staat oder die Mutter allein. Aber das scheint mir bei einer Übernahme durch den Staat eher die Gefahr einer Beeinträchtigung der Vaterrechte zu sein, die dann zu einem Druck führen die juristische Abtreibung zu wählen, wenn er nicht zahlen kann, auch wenn er das vielleicht nicht will.
            Und auch weil das Kind da ist kann sich ja dennoch ein gutes Verhältnis entwickeln: Die Mutter zieht das Kind auf, wenn es älter ist, will es den Vater kennenlernen und dieser versteht sich dann gut mit ihm und hat – da es ihn ja auch nichts kostet – nichts gegen einen Umgang. Muss dann nachgezahlt werden? Muss er das Kind meiden?
            Allenfalls könnte man den Unterhalt komplett staatlich übernehmen, aber das scheint mir auch kein so guter Weg zu sein.

            Und der Aufbau eines „Konsensmodells“, bei dem Frau sich mit dem Mann einigen muss, dass er ein Kind unter bestimmten Bedingungen nicht „juristisch abtreiben“ lassen wird, erscheint mir auch eher in die Richtung zu gehen, die das Konsensprinzip auch ansonsten im sexuellen Bereich vorgibt, nämlich eine Überregulierung

        • @Kareem:
          Wäre es nicht vielleicht eine Möglichkeit, wenn sich die Partner, sofern einvernehmlich gewünscht, juristisch verbindlich darauf einigen könnten, diese Möglichkeit einer “juristischen Abtreibung” unwirksam zu machen ?

          Ja, das hielte ich auch für sinnvoll: Das Paar geht zum Standesamt, der Standesbeamte erklärt ausfühlich insbesondere auch dem Vater, auf was er sich da einlässt, und dann gibt es ein feierliches „Ja, ich will Vater/Mutter mit diesem Mann/Frau werden“

          Natürlich werden Frauen einwenden, dass es dann für Männer gar keine Motivation mehr gibt, sich um Verhütung zu kümmern, aber da kann man ja eine einmalige Pönale festlegen: Im Falle einer unerwünschten Schwangerschaft zahlen beide je 20.000 EUR an die Kindesunterhaltskasse 😀

        • @ Christian
          „Wie sollten sich Frauen für den Fall einer juristischen Abtreibung denn gegenüber den Vätern absichern, wenn sie beide beschließen ein Kind zu bekommen oder es mit “ich ziehe ihn rechtzeitig raus, da passiert schon nichts” versuchen?“

          Letztlich bleibt uns nichts anderes übrig, als auf die Pille für den Mann zu warten. Ich persönlich denke, dass dies eine ähnliche Revolution geben wird, wie es die Pille für die Frau schon war.
          Die Geburtenrate wird weiter zurückgehen und Staat und Gesetzgeber wird sich überlegen müssen, wie er Männer mehr motivieren kann, Kinder zu bekommen. Im Moment geht man bei solchen Fragen nur aus Frauensicht vor.

        • @Christian:

          „Ich denke es ist nicht praktikabel“

          Wie ich ja schon ausgeführt hatte, wäre es eine sinnvolle Möglichkeit, im beiderseitigen Einvernehmen die Möglichkeit einer juristischen Abtreibung ausser Kraft zu setzen, und so die Versorgungssicherheit in einer auch wirklich auf das Zeugen von Kindern angelegten Beziehung sicherzustellen. Für alles andere hätten dann eben diejenigen die Verhütungsverantwortung zu tragen, die ja auch das alleinige Entscheidungsmonopol über Abtreiben oder Austragen innehaben (die Frauen). Das halte ich für angemessen und zumutbar.

        • Ich denke es ist nicht praktikabel:

          Und warum ist das nicht praktikabel?

          Weil das „Auslaufmodell Mann“ nach wie vor dringend als Versorger benötigt wird.

          Weil Männer zu Versorgungsleistungen gezwungen werden müssen, wenn die Pflichten durch keine angemessenen Rechte mehr begründet werden können.

          Weil Gleichberechtigung Scheisse ist, wenn sie mal nicht als Frauenprivilegierung daherkommt.

          Da kein vernünftiger Mensch Kinder verhungern lassen will und die Ehe als rechtliche Institution dem Mann keine Rechtssicherheit bietet, bleibt nur die Übertragung der Versorgungslast auf die Allgemeinheit. So einfach ist das, und das ist de facto schon in vielen Fällen genau so der Fall.

          Dagegen wehrt sich allerdings der grosse Teil der sogenannten Männerrechtler, die die staatlichen Institutionen am liebsten alle abgeschafft sähen und andauern von Selbstverantwortung quatschen, solange es keine Banken zu retten gilt.

        • @Christian:
          Und der Aufbau eines “Konsensmodells”, bei dem Frau sich mit dem Mann einigen muss, dass er ein Kind unter bestimmten Bedingungen nicht “juristisch abtreiben” lassen wird, erscheint mir auch eher in die Richtung zu gehen, die das Konsensprinzip auch ansonsten im sexuellen Bereich vorgibt, nämlich eine Überregulierung

          Es läuft eher genau darauf hinaus, was früher „Ehe“ hieß.

        • Wie Stephan Fleischhauer bereits schrieb:

          „Ebeling scheint tatsächlich einen starken Fokus auf Männerrechte zu legen. Sie sagt:

          “Niemand fragt zum Beispiel den Vater eines Kindes, ob er einer Abtreibung zustimmt.”

          Diese Ansicht finde ich recht problematisch.“

          Und es ist ja nicht die einzige „problematische“ Frage, bei der sie sich klar gegen die (hart-erkämpften) Frauenrechte stellt (und dabei die Realität, in der unter Garantie die meisten dieser werdenden Väter sehr wohl ihre Meinung kundtun – und nicht wenige dieser werdenden Mütter sich dann auch für das Kind bzw. gegen eine Abtreibung entscheiden, völlig ausblendet).

          Da gäbe es auch noch ihren Kinder/Hundehaufen-Vergleich, mit dem sie wohl deutlich machen wollte, dass sie obligatorische, genetische Zwangs-Abstammungsgutachten befürwortet (man erinnere sich: es war ihre „Verteidigungsrede“ vor der Abwahl).

          Oder ihre Darstellung der Frauenhausarbeit:
          http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/2011/04/22/frauenhauser-wirklich-abschaffen/

          Oder …

          Mir ist in der Beschäftigung mit ihr bisher noch kein Thema begegnet, bei dem sie NICHT einen explizit anti-feministischen Standpunkt einnähme, obwohl sie doch sagt, sie sei mit dem Feminismus quasi groß geworden.

          Nichts behalten? Alles war falsch?

          M.M.n. hat sie ein bißchen was von Eva Herrmann in dem Sinne, dass auch sie zu bereuen scheint, wie sie ihr Leben gelebt hat (ich meine hier: die Trennung/Scheidung von ihrem ersten Ehemann), und dafür scheint sie „dem Feminismus“ die Schuld zu geben (sie schrieb lapidar, sie hätte sich von ihrem Mann getrennt, weil das irgendwie alle in ihrem Umfeld so gemacht hätten… eh klar).

          @ Roslin

          „Es ist ein Unding, dass Frauen Männer zu Zwangsvätern machen dürfen, durch das Vergessen der Pille oder Samenraub.über das Leben eines Mannes ohne dessen Zustimmung mit Hilfe der Staatsgewalt verfügen dürfen.“

          Wie verträgt sich DAS eigentlich mit Deiner katholischen Grundhaltung?

        • @muttershera

          Was soll denn an diesem Satz soo wahnsinnig daneben sein:

          “Niemand fragt zum Beispiel den Vater eines Kindes, ob er einer Abtreibung zustimmt.”

          Kommentar:

          Hier bei uns in der Schweiz gibt es die sogenannte Fristenregelung, wo in den ersten 12 Wochen die Frau selbst entscheiden kann, ob sie abtreiben will und dann ab der 13. Woche nur noch, wenn aus medizinischer Sicht die Gesundheit der Frau geschädigt werden könnte. Ab der 13. Woche dürfte ja der Fall klar sein, dass es den Mann nichts angeht.
          Vorher müsste ich mal genau die Pro- und Kontraargumente hören, weil m.E. gibt es sicherlich auch gute Argumente, die dafür sprechen könnten, aber sicherlich auch gute Argumente, die dagegen sprechen und ich denke, ein abolutes und universales „richtig“ oder „falsch“ wird es hier wohl nicht geben, sondern jeder wird diese Situation wieder ein bisschen anders einschätzen und hier dann Frau Ebeling einen Strick daraus zu drehen, finde ich nun wiederum nicht nachvollziehbar.

        • @ muttersheera

          *Und es ist ja nicht die einzige “problematische” Frage, bei der sie sich klar gegen die (hart-erkämpften) Frauenrechte stellt (und dabei die Realität, in der unter Garantie die meisten dieser werdenden Väter sehr wohl ihre Meinung kundtun – und nicht wenige dieser werdenden Mütter sich dann auch für das Kind bzw. gegen eine Abtreibung entscheiden, völlig ausblendet).*

          Männer-/Väterrechte werden nicht weniger hart zu erkämpfen sein.

          So z.B. das Recht auf jurisitische Abtreibung.

          Männer sind es instinktiv nicht gewohnt, gegen Frauen zu kämpfen.

          Aber sie sind lernfähig.

          Sie werden es lernen.

        • @ Christian

          *Wie würdest du denn das Zeitfenster sehen? es müßte ja so liegen, dass sie sich auch noch entscheiden könnte, dass Kind nicht alleine zu bekommen.*

          Dann, wenn eine Mutter entscheiden kann, ob sie ein Kind verklapen will oder nicht, also nach der Geburt, kann der Mann entscheiden (außerhalb der Ehe, außerhalb hier angedachter, auf Zeugung ausgerichteter, vertraglich abgesicherter Paarungen), ob er für das Kind Vaterpflichten übernehmen will oder nicht.

          Lehnt er es ab, muss die Mutter das Kind, das außerhalb einer solchen vertraglich abgesicherten „Zeugungspaarung“ gezeugt wurde, alleine großziehen bzw. der Staat muss einspringen.

          Juristische Abtreibung heißt ja nicht, dass Männer ein Mitspracherecht darüber bekommen sollen, ob eine Frau abtreiben will oder nicht.

          Da allein die Frau schwanger ist, steht auch allein ihr hier ein Entscheidungsrecht zu.

          Es geht nur um die Folgenbewältigung einer Konzeption.

          Die Frau entscheidet allein über AustragenZAbtreiben.

          Nur wenn sie durch eine vertraglich nicht abgesicherte Paarung schwanger wird, also der ausdrückliche Wille des Mannes, Vater zu sein, nicht vorliegt, kann sie zwar nach wie vor allein entscheiden, ob sie Mutter werden will oder nicht (indem sie das Kind austrägt oder abtreibt – was ich nebenbei für schwere Süne halte, wenn dies aus nichtigem Anlass erfolgt, egal wer hier für Abtreibung plädiert, ob Mann oder Frau), aber sie kann den Mann nicht mehr in eine ungewollte Vaterschaft zwingen wie das bisher der Fall ist.

          Umgekehrt kann ja der Mann einer Frau auch keine ungewollte Mutterschaft aufzwingen (Frauenrecht – und das ist gut so).

          Ich verlange hier Gleichberechtigung.

          Und sie ist sowohl möglich als auch praktikabel.

          Nur für Frauen sehr viel unbequemer als die bisherige Lösung, die Männer zwangsverpflichtet, damit Frauen frei wählen können.

        • @ muttersheera

          *Wie verträgt sich DAS eigentlich mit Deiner katholischen Grundhaltung?*

          Sehr gut verträgt sich das.

          Ich argumentiere hier als Staatsbürger eines säkularen Staates, der Gesetze machen muss, die für Katholiken, Agnostiker, Atheisten, Moslems, Protestanten, Juden etc. gleichermaßen gelten müssen, natürlich auch gleichermaßen für Männer und Frauen.

          Als Katholik folge ich den Regeln der Katholischen Kirche, versuche es zumindest, so weit ein schwacher Mensch das kann.

          Dies aber tue ich freiwillig, den Gesetzen des Staates muss ich als Staatsbürger Folge leisten und als solcher, als Staatsbürger, verlange ich Gleichberechtigung, auch wenn ich die sich daraus ergebenden Rechte als Katholik nicht in Anspruch nehmen werde.

        • Mir ist in der Beschäftigung mit ihr bisher noch kein Thema begegnet, bei dem sie NICHT einen explizit anti-feministischen Standpunkt einnähme,..

          Häresie, ebend.

          Muttersheera meint offenbar, es gäbe sowas wie ein verbrieftes Recht auf Steuerfinanzierte Biotope für ihre extreme Hassideologie.

          Es ist keine Frage von Antifeminismus, sondern eine Frage der Ethik und der Professionalität in der sozialen Arbeit.

          Man kann ja die Frauenhäuser bestehen lassen, nur sind Menschen mit so einem kaputten Verhältnis zu Männlichkeit, und Menschen mit mit paranioden Weltbildern, nicht dazu geeignet soziale Arbeit zu leisten.

          Sie müssten erstmal ihre eigenen Probleme bewältigen können, bevor sie auf Menschen losgelassen werden, die Hilfe benötigen.

          „Gewalt gegen Kinder und Frauen kommt nicht in die Tüte“ disqualifiziert vollständig für eine Arbeit in diesem Bereich, sofern es um mehr als einen Putzjob geht.

          • @Nick

            „Man kann ja die Frauenhäuser bestehen lassen, nur sind Menschen mit so einem kaputten Verhältnis zu Männlichkeit, und Menschen mit mit paranioden Weltbildern, nicht dazu geeignet soziale Arbeit zu leisten. Sie müssten erstmal ihre eigenen Probleme bewältigen können, bevor sie auf Menschen losgelassen werden, die Hilfe benötigen.“

            In der Tat, Männerhass und zu starke Ideologie haben in solchen Häusern nichts verloren.

            Ich schrieb damals in meinem Artikel dazu:

            https://allesevolution.wordpress.com/2011/08/24/frauenhaus/

            Ein anderer Mißstand wäre es aus meiner Sicht, wenn diese Frauenhäuser ideologisch geleitet sind und dort Männerhass verbreitet wird. Eine Stelle, die öffentliche Zuschüsse erhält, sollte dazu verpflichtet sein, eine gewisse Neutralität walten zu lassen, soweit dies möglich ist. Einem Frauenhaus, dass hiergegen deutlich verstößt, sollte meiner Meinung nach keine öffentlichen Mittel bekommen.

        • @ Chomsky

          „Was soll denn an diesem Satz soo wahnsinnig daneben sein“

          Du meinst abgesehen davon, dass er nur formaljuristisch zutreffend ist und eine Änderung in der Konsequenz bedeuten würde, Männern die Entscheidungshoheit über Frauenbäuche zurückzugeben?

          Wie wärs damit: ich halte diese von ihr aufgeworfene Frage für kein dringend-gesellschaftlich-zu-behebendes Problem.

          Männer, die wollen, dass eine Frau Mutter ihres Kindes wird, sollten sich anders zu helfen wissen als per Verweis auf ihr staatlicherseits duchzusetzendes „Recht“.

          Ich weiß, ich weiß: das ist historisch was ganz Neues, da fehlte zugestandermaßen die Zeit, das „evolutionäre Modul“ anzupassen…

          (Die „juristische Abtreibung“ – die es in Frankreich übrigens bereits gibt – ist demgegenüber m.M.n. bloß ein moderner Aufguss des patria potestas, und nichts WIRKLICH Neues)

          @ Roslin

          „Sehr gut verträgt sich das“

          Ich will mal versuchen das zu verstehen: siehst Du einen Mann, der die „juristische Abtreibung“ seines Kindes begehrt schlicht als Äquivalent zu einer Frau, die ein Kind zur Adoption freigibt? Ohne Unterschied?

        • @muttersheera: Nein, eine Änderung würde schlicht die gesellschaftliche Ignoranz gegenüber Erzeugern im Auge haben. Niemand spricht davon ihnen das Recht geben zu wollen, über den Körper der Frau zu verfügen.

          Ich will dich dieses Mal nicht paranoid nennen, aber der Satz impliziert erstmal gar keine Forderungen, schon gar nicht solche radikalen die du einfach mal frei unterstellst.
          Es ist im Prinzip dasselbe, wie darauf aufmerksam zu machen, dass wir eine Täterjustiz haben, die sich wenig um das Opfer kümmert (springst du bei einer solche Aussage auch auf als wäre es ein Angriff auf den Rechtsstaat, quasi das Opfer zum Richter machen zu wollen?)

          Der Satz fordert höchstens etwas Empathie ein für jemanden, dessen Kind gegen seinen Willen „umgebracht“ wird.
          Anschließende Forderungen müssen keinesfalls juristischer Natur sein, und wenn dann könnten die auch auf die bloße formale Feststellung seines (Nicht-) Einverständnis hinauslaufen. Sein Einverständnis könnte auch schlicht eine Beschleunigung des bürokratischen Vorgangs (inklusive Kostenübernahme) bedeuten, oder aber fehlendes Einverständnis könnte Einfluss auf den Zeitpunkt haben, bis zu dem abgetrieben werden darf bzw. ärztliche/psychologische Atteste noch gelten.

          Wie wärs damit: ich halte diese von ihr aufgeworfene Frage für kein dringend-gesellschaftlich-zu-behebendes Problem.

          War auch nicht zu erwarten, dass du so etwas verstehst. Männer haben in der Frage eben einen biologischen Nachteil nicht schwanger werden zu können, so wie sie oft einen Vorteil dadurch haben. Warum sollten kompensatorische Maßnahmen nur auf die weiblichen Nachteile abzielen?


          Ich will mal versuchen das zu verstehen: siehst Du einen Mann, der die “juristische Abtreibung” seines Kindes begehrt schlicht als Äquivalent zu einer Frau, die ein Kind zur Adoption freigibt? Ohne Unterschied?

          Ein adoptiertes Kind ist geboren. Eine juristische Abtreibung soll in dem Zeitraum stattfinden, indem unsere Gesellschaft noch nicht von einem schützenswerten Kind spricht, also im selben Zeitraum wo die Frau sich auch gegen die Verantwortung entscheiden kann (durch Abtreibung). Nur kommt bei der juristischen Abtreibung niemand zu körperlichem Schaden.

        • @ david

          „Ich will dich dieses Mal nicht paranoid nennen,“

          wie freundlich

          „aber der Satz impliziert erstmal gar keine Forderungen,“

          Doch: er fordert von mir, zu glauben, dass werdende Mütter nur selten die Meinung des Kindsvaters einholen würden, bevor sie abtreiben lassen. Oder austragen. Dass Frauen eher egal wäre, wie der Mann sich zu einer möglichen Vaterschaft positioniert.

          Nach meinem Dafürhalten ist das eine sehr seltene Konstellation, und wenn sie zutrifft, greift (zum Glück) immernoch, dass sowohl eine Abtreibung wie auch eine Schwangerschaft gegen den Willen zweifelsohne Körperverletzungen sind, in die nur die Betroffene einwilligen darf.

          Dass eine Abtreibung neben der physischen auch noch eine psychische Komponente hat, die dann auch beide be-treffen kann, ist davon völlig unbenommen, und ich hätte nichts dagegen, wenn Du oder jemand Deiner Profession Selbsthilfegruppen o.ä. für betroffene Männer einrichtet.

          „Anschließende Forderungen müssen keinesfalls juristischer Natur sein, und wenn dann“ BlaBlaBla…

          Bist Du also der Meinung, die Bedingungen für eine Abtreibung seien NICHT STRENG GENUG? Oder denkst Du, ein benannter Erzeuger müsse (unter Bußgeldandrohung bei Nicht-Erscheinen?) mitkommen zum verbindlichen „Beratungsgespräch“? Zum Händchenhalten in der Klinik? Zur evtl. Psychotherapie hinterher?

          „Warum sollten kompensatorische Maßnahmen nur auf die weiblichen Nachteile abzielen?“

          Du meinst wie die Quoten?

          Oh, es gibt kompensatorische Maßnahmen, die ich Männern angedeihen lassen würde, z.B. die Ausweitung (bzw. Einführung) von (verpflichtendem) Vaterschaftsurlaub… In einen anderen Körper hineinzuentscheiden: nein, das kann nicht Teil der Verhandlungsmasse sein. Never again.

          „Ein adoptiertes Kind ist geboren. Eine juristische Abtreibung soll in dem Zeitraum stattfinden, indem unsere Gesellschaft noch nicht von einem schützenswerten Kind spricht, also im selben Zeitraum wo die Frau sich auch gegen die Verantwortung entscheiden kann (durch Abtreibung).“

          Meine Güte, David…

          Die juristische Abtreibung, so wie in Frankreich praktiziert, geschieht ebenso postnatal wie die Adoption, so wie ich verstanden habe durch Nicht-Unterzeichnung einer Erklärung, in der beide Elternteile (Mutter wie Vater) dieses Kind als ihres annehmen (in unserem Recht gilt: wer geboren hat ist automatisch Mutter, Vater ist der Ehemann, der, der die Vaterschaft erklärt oder der, dessen Vaterschaft nachgewiesen wurde, grob).

          Und bevor Du jetzt fragst: Frankreich hat aber auch eines der liberalsten Abtreibungsrechte (und natürlich: viel bessere Kinder-Betreuungsstrukturen)…

      • @Christian
        Die Interessen des Kindes sind insoweit juristisch weitaus schwerer aus der Welt zu räumen als die abgesaugten Überreste nach einer Abtreibung.

        Ein Spruch für’s Poesiealbum. 😉

        Eine Diskussion zur “juristischen Abtreibung” gab es auf dem Blog schon mal hier

        Schönes Video in den Kommentaren:

        (Lisa Ortgies bei Harald Schmidt)

  5. Es ist erstaunlich, dass sie selbst nicht merken, wie stark ihre Zuweisung der Opferrolle (IDPOL läßt grüßen) darauf aufbaut.

    Man hat es ja „gemerkt“. Dieser Zusammenhang wird ja des Öfteren „problematisiert“.

    Nur Konsequenzen mag man daraus nicht so recht ziehen, es sind eher Floskeln zur Abwehr von Kritik. „_Der_ Feminismus hat sich doch aus sich selbst heraus gewandelt! Schwarze Feministinnen haben uns die große Bewußtseinserweckung „Intersektionalismus“ beschert! Frauen können auch deshalb beim Patriarchat mitmachen, weil sie dann an der Unterdrückung von Schwarzen partizipieren!“

    Katharina Rutschky hat das, im Zusammenhang mit der „feministischen Aufdeckungsarbeit“ bzgl. sexuellem Mißbrauchs von Kindern, schön zerlegt. Ich finde, daran ist so Einiges symptomatisch für den ganzen vorherrschenden Feminismus:

    Denn was steht „den Professionellen“ landuaf landab bevor, wenn sie merken, daß Feindbildpflege allein nichts mehr nützt? Sie müssen ihre Dogmen verlernen, und zwar um den Preis ihres Überlebens gerade die am schnellsten, die sie groß und stark gemacht haben.

    ..

    Ein Gedanke, der falsch ist (etwa: „Die Geschichte ist eine Geschichte sexueller Männergewalt“), wird nicht etwa dadurch richtiger, daß man noch eins draufsetzt (etwa: „Die Geschichte ist die Geschichte weißer sexueller Männergewalt“) oder die offenbarsten Absurditäten mit Eselsbrücken für die Restvernunft entschärft wie z.B. die (weiße) weibliche Mittäterschaft, die im eigentlichen Sinn an der TU Berlin von Frau Prof. Dr. Thürmer-Rohr erfunden worden ist.

    http://newgon.com/prd/German/lib/Rutschky1995.html

  6. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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