Das Akkordeon-Prinzip: Zur Ausweitung von Begriffen im Feminismus

In dem immer wieder großartigen Buch „Professing Feminism“ wird nach „IDPOL “ und „TotalRej“ ein weiteres in den Gender Studies und damit auch im Feminismus angewandtes Konzept nämlich das des Akkordeon Worts dargestellt:

Somewhat more formally, we might refer to this game as „The Failure to Draw Distinctions.“ When this game is played, concepts are stretched so widely that crucial distinctions are obliterated. Consider two examples: the feminist catchphrase „any woman can be a lesbian“ and the „art project“ recently exhibited on the University of Maryland campus that listed as „potential rapists“ male names pulled randomly from a student directory. The latter action raises all sorts of problems about the legal and ethical limits of „performance art“ and the political effectiveness of guerilla theater, but our focus is on how feminist claims such as „all men are potential rapists“ or „every woman can be a lesbian“ are intended to be understood.

Ja, klare, gut definierte Konzepte sind aus meiner Sicht in der Tat nicht die Stärke des Feminismus. Bereits Grundbegriffe wie „Patriarchat“ sind extrem unklar, so dass es einmal tatsächlich eine Herrschaft der Männer ist, dann wieder nur ein Bild, welches für bestimmte Verhaltensweisen steht, die mit Männern so gesehen wieder nichts zu tun haben, aber doch irgendwie männlich sind. Auch hier kann das Konzept auf nahezu alles angewendet werden, selbst Frauen können sich die patriarchalen Normen zu eigen machen und nach ihnen handeln, was dann die Schuld der Männer ist, die diese Normen schaffen.

Ich zitiere mal ihr Beispiel zur Verwendung des Begriffs Lesbe:

The game of Accordion Concepts gets under way when academic feminists „theorize“ the slogan. An example is Adrienne Rich’s redefinition, noted in an earlier chapter, of lesbian to include all women who put energy into, or who identify with, the life projects of other women, regardless of whom they happen to sleep with or be in love with.5 On this redefinition, Catharine MacKinnon, the radical feminist legal theorist who has appeared in newspaper photos arm in arm with her fiance, Jeffrey Masson, becomes a prototypical lesbian because of her intense political commitments to the cause of women. To be sure, Rich’s essay is more subtle than this, because she at least introduces a continuum, permitting the drawing of some distinctions. If taken literally, however—which it often is in Women’s Studies courses—her extension-by-definition of lesbian rules out the possibility of conceiving either of a nonfeminist lesbian or of a nonlesbian feminist. Such semantic sorcery benefits neither the lesbian rights movement nor the cause of feminism.

Hier wird also das Wort seiner eigentlichen Bedeutung entkleidet und neu verwendet, gleichzeitig aber irgendwie auch in der alten Bezeichnung.

Und zu Rape:

Using this analysis, to say that „X is a potential rapist“ is to say nothing at all specific about X’s individual potentialities. The statement simply conveys the fact that he grew up in a patriarchal society in which, supposedly, rape is normal. But the „theorizing“ of the concept of rape does not stop there. In a radio interview, Robin Morgan proposed that the legal definition of rape be extended to cases where women, though not subjected to forced sex, are cajoled into unwanted sexual activities—cases where, as she put it (alluding to Margaret Atwood’s dystopian novel The Handmaid’s Tale), the woman would rather be playing Scrabble.7 And Andrea Dworkin and Catharine MacKinnon have long argued that in a patriarchal society all heterosexual intercourse is rape because women, as a group, are not in a strong enough social position to give meaningful consent—an assault on individual female autonomy uncannily reminiscent of old arguments for why women should not have political rights.8 Obviously, rape is an extremely grave crime, and its definition deserves careful analysis and debate. But serious discussion is not advanced by redefining terms in such a way that every time a feminist woman marries a man she is, strictly speaking, a person on the lesbian continuum marrying a potential rapist. By such definitions we would have to say that every offspring of such a union was conceived in an act of rape.

Perhaps some radical feminists do hold such a belief, which may explain their hostility to childbearing. Most feminists would, of course, neither draw such implications nor endorse them. They want to have it both ways. They would like to retain the charge that rape is a terrible violation of human rights and, at the same time, stretch the legal definition of the crime beyond all reason.

Die Ausweitung des Begriffs Vergewaltigung ist in der Tat beängstigend, ebenso wie der Versuch Handeln, dass eine „Nichtvergewaltigung“ darstellt, immer enger zu fassen, indem man schon fast vertragsrechtliche Gefüge darauf anwendet und schlimmer als dort nicht nur einen „Vertragsschluss“, sondern auch dessen stetige freudige Bestätigung fordert („enthusiastic consent“).

Es ist aus meiner Sicht auch eine direkte Folge von „IDPOL“, weil dort eine Opferolympiade losgetreten wird, in der jede Feministin deutlich machen will, dass sie noch strenger gegen alle Benachteiligungen ist und andere noch nicht hinreichend bedacht haben, dass die Bedrohung noch nicht farbig genug ausgemalt ist und die Gegenmaßnahmen noch nicht kompromisslos genug sind.

Die Autorinnen weisen auch noch einmal auf die Folgen hin:

In this simplistic feminist worldview, conditions such as racism and sexism are original sins of the soul that all individuals must constantly and publicly confess to in themselves and confront in others. This theological postulate is then invoked to prove that every charge of racism or sexism must be true. One may try to dispute details of who did what to whom, but the answer to the question is always given in the premise that underlies it. Such a move, of course, trivializes the very evils feminism claims to oppose. Whatever is meant by calling Women’s Studies programs „racist“ (which is a currently fashionable charge), it is surely something other than what a reference to the Ku Klux Klan as a racist organization would signify.(..)

Feminists should ponder this question. Once so vehemently critical of the attempts of anthropologists and philosophers to generalize about the human condition, they are now themselves engaged in a most dubious form of universalizing.

164 Gedanken zu “Das Akkordeon-Prinzip: Zur Ausweitung von Begriffen im Feminismus

  1. Du schreibst morgens um 6 solche Beiträge, ich gehe jetzt erst schlafen. Da läuft doch irgendwas schief!

    Ansonsten hab ich hierzu inhaltlich tatsächlich nichts beizutragen. Dir einen schönen Sonntag!

    • @Robin

      Hast du die „zeitversetzt Posten“ Einstellung bei WordPress noch nicht entdeckt? Ist kurz über dem Publizieren Knopf. Meine Beiträge erscheinen eigentlich immer um 6 Uhr morgens, aber da schlafe ich meist noch den Schlaf der Gerechten.
      Gute Nacht!

      • Nee, das hab ich noch nicht entdeckt, aber die Möglichkeit stellt sich mir eigentlich auch nicht, da ich bei meinen Beiträgen eher nicht nachkomme als andersrum 😉 Aber jetzt ist wenigstens dieses Rätsel gelöst, ich dachte schon, du wärst eine Art Übermensch, der nicht schlafen muss ^^

  2. *the feminist catchphrase “any woman can be a lesbian”*

    Diese „catchphrase“ höre ich zum ersten Mal. Ebenso die weiter unten genannte Definition davon.

    *Perhaps some radical feminists do hold such a belief, which may explain their hostility to childbearing.*

    Das ist einfach nur blöd und falsch.

    *indem man schon fast vertragsrechtliche Gefüge darauf anwendet und schlimmer als dort nicht nur einen “Vertragsschluss”, sondern auch dessen stetige freudige Bestätigung fordert (“enthusiastic consent”).*

    Über Sex zu reden und an diesem enthusiastisch und selbstbestimmt zu partizipieren ist natürlich eine Zumutung, das muss man schon einsehen.

    *conditions such as racism and sexism are original sins of the soul that all individuals must constantly and publicly confess to in themselves and confront in others.*

    Auch das Reflektieren über Einstellungen und Verhalten ist zuviel verlangt.
    Nun gut.

    • @Maren

      „Diese “catchphrase” höre ich zum ersten Mal. Ebenso die weiter unten genannte Definition davon.“

      Nun, das spricht dann vielleicht eher gegen deine Kenntnisse im Feminismus als gegen die hier zitierte Stelle oder? Hast du es denn zumindest mal vorher mit Google Versucht?

      Dann hättest du sogar dieses schöne Lied gefunden:

      Oder aus dem Deutschen, wenn dir das lieber ist:

      http://www.8ung.at/gik_site/dreamweaver/texte_frauenraeume.htm

      Dia andere Strategie bestand darin zu sagen, „alle Frauen sind Lesben – bis auf die, die DIE ES noch nicht wissen“, d.h. Jede Frau kann Lesbisch sein. Diese Position greift die Verknüpfung von Frau = heterosexuell = über-Männer-definiert an.

      Hier ist glaube ich die passende Stelle zitiert:
      http://books.google.de/books?id=2kxcGwv2_u4C&pg=PA115&lpg=PA115&dq=%22any+woman+can+be+a+lesbian%22+feminism&source=bl&ots=xWoSBrk52E&sig=0VYgq0uuloIz-Y53myR72tCwZFA&hl=de#v=onepage&q=%22any%20woman%20can%20be%20a%20lesbian%22%20feminism&f=false

      „Das ist einfach nur blöd und falsch.“

      Ich denke da unterschätzt du wie radikal einige Feministinnen sein können

      „Über Sex zu reden und an diesem enthusiastisch und selbstbestimmt zu partizipieren ist natürlich eine Zumutung, das muss man schon einsehen.“

      Es geht nicht darum, dass Sex, der enthusiastisch und selbstbestimmt praktiziert wird schlecht ist. Sondern darum, dass man seine Zustimmung ausdrücklich und immer wieder enthusiastisch äußern soll, damit es keine Vergewaltigung ist. Ein großer Unterschied. Du springst insoweit gerade auf der Definition zurück um deine Position zu verbessern und behauptest, dass es nur um enthusiastischen Sex geht.

      „Auch das Reflektieren über Einstellungen und Verhalten ist zuviel verlangt.
      Nun gut.“

      Es gibt einen UNterschied zwischen dem reflektieren von Handlungen und der Einstellung, dass Sexismus nahezu jegliches Verhalten, dass den Geschlechterrollen entspricht ist und man auch bei übrigen Handlungen beständig daran denken muss privilegiert zu sein und dies beständig bei sich selbst und anderen feststellen zu müssen.
      Auch hier zeigst du mit der Reduzierung im Prinzip die Anwendung.

      • *Ich denke da unterschätzt du wie radikal einige Feministinnen sein können*
        Betonung liegt auf einige. Ansonsten wäre ja die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht so ein großes Thema, oder?

        *Sondern darum, dass man seine Zustimmung ausdrücklich und immer wieder enthusiastisch äußern soll, damit es keine Vergewaltigung ist.*
        Wo ist das Problem? Stimmt ja, du machst ja auch weiter wenn sie Nein sagt, weil alle Frauen Spielchen spielen. Hast du eigentlich schonmal eine geknallt gekriegt? Oder ist mal eine Frau ausgeflippt, weil sie vergewaltigt worden ist und sehr sensibel bzgl. ihrer Grenzen?

        *Es gibt einen UNterschied zwischen dem reflektieren von Handlungen und der Einstellung, dass Sexismus nahezu jegliches Verhalten, dass den Geschlechterrollen entspricht ist und man auch bei übrigen Handlungen beständig daran denken muss privilegiert zu sein und dies beständig bei sich selbst und anderen feststellen zu müssen.*

        Nein. Meinst du man sollte nur solange reflektieren wie es für einen selbst und andere angenehm bleibt und aufhören, bevor einem der Gedanke kommt, dass das ja kacke sein könnte?
        Zudem bist du selbst ziemlich unreflektiert, von daher find ichs lustig, dass du definieren willst, was anständige Reflektion ist.
        Wann hast du das letzte Mal einen Fehler zugegeben? Oder eine Schwäche in der Argumentation? Oder Schwächen in den Theorien, die du vertrittst (PU,Evopsych)?

        • @marenleinchen: Anstatt zuzugeben, das jeder Feminismus strikt zu Ende gedacht eine rassistische Weltanschauung ist, wo nur statt der Rasse das Geschlecht thematisiert wird, versuchst Du Deine Sicht des Feminismus gegen Kritik zu immunisieren. Die von Dir verwendete Strategie heißt „Echte-Schotten“-Strategie.

          Übersetzt heit das: Das mag sich ja Feminismus nennen, aber Echter Feminismus ist das nicht.

          Ist es aber doch.

    • „Über Sex zu reden und an diesem enthusiastisch und selbstbestimmt zu partizipieren ist natürlich eine Zumutung, das muss man schon einsehen. “

      Wie enthusiastisch muss es dann sein? Muss Frau beim Sex vor Lust schreien, damit es keine Vergewaltigung ist?

      In Arne Hoffmanns Buch habe ich was über eine Frau gelesen, die im angetrunkenen Zustand Sex hatte. Am nächsten Tag war es ihr peinlich und ihr One-Night-Stand hatte eine Klage wegen Vergewaltigung am Hals.

      Ist es also schon Vergewaltigung, wenn Frau der Sex nicht gefallen hat?

      • *Wie enthusiastisch muss es dann sein? Muss Frau beim Sex vor Lust schreien, damit es keine Vergewaltigung ist? *

        Warum sollte sie sonst Sex haben?

        *In Arne Hoffmanns Buch habe ich was über eine Frau gelesen, die im angetrunkenen Zustand Sex hatte. Am nächsten Tag war es ihr peinlich und ihr One-Night-Stand hatte eine Klage wegen Vergewaltigung am Hals.*

        Und dem Feminismus wird vorgeworfen sich an Einzelfällen aufzuhängen, schon lustig.

        • „Warum sollte sie sonst Sex haben? “

          Also ja? Sex, der Frauen nicht gefällt ist Vergewaltigung?

          „Und dem Feminismus wird vorgeworfen sich an Einzelfällen aufzuhängen“

          Dieser Einzelfall ist Ziel des radikalen Feminismus. Im Übrigen wurde diese Frau ernst genommen, anstatt sie auszulachen, wie es sich gehört hätte.

        • *Also ja? Sex, der Frauen nicht gefällt ist Vergewaltigung?*

          Quatsch. Wenn es aber ne leidige Pflichtveranstaltung für die Frau ist läuft irgendwas falsch, meinste nicht?

          *Dieser Einzelfall ist Ziel des radikalen Feminismus. Im Übrigen wurde diese Frau ernst genommen, anstatt sie auszulachen, wie es sich gehört hätte.*

          Oh ich bin sicher dass sie ausgelacht worden ist. Nur nicht von den Leuten von denen Professionalität verlangt werden kann. Und die Klage ist doch auch nicht durchgekommen oder? Aber stell dir mal vor ein „richtiges“ Vergewaltigungsopfer wird ausgelacht. Fies oder?

        • Zwischen Lustschreinen und leidiger Pflichtveranstaltung gibt es ja einige Abstufungen.

          „Oh ich bin sicher dass sie ausgelacht worden ist.“

          Nein, ist sie nicht. Von ihren Freundinnen wurde sie bestärkt und der betroffene Mann hatte sein Stigma als Vergewaltiger weg.

          „Aber stell dir mal vor ein “richtiges” Vergewaltigungsopfer wird ausgelacht.“

          Wird es aber nicht. Vergewaltigung ist so ziemlich der schwerste Vorwurf, den eine Frau erheben kann. Niemand macht sich darüber lustig.

        • Ich halte enthusiastischen Konsens nur nicht für so weit hergeholt wie es andere zu tun scheinen.

          *Wird es aber nicht. Vergewaltigung ist so ziemlich der schwerste Vorwurf, den eine Frau erheben kann. Niemand macht sich darüber lustig.*

          Es nimmt aber auch nicht jeder ernst.

        • „Ich halte enthusiastischen Konsens nur nicht für so weit hergeholt wie es andere zu tun scheinen.“

          Ich schon.

          „Es nimmt aber auch nicht jeder ernst.“

          Was kein Wunder ist, denn es ist ein relativ seltenes Vergehen, das aber politisch hochgejazzt wird, bis zur Absurdität.

        • „Warum sollte sie sonst Sex haben? “
          Da sind Enttäuschungen vorprogrammiert, bzw. Vergewaltigungen.

          Wieviel Männerleben sind denn eine Vergewaltigung wert?

          In Deutschland so um die 100.

        • Sofern du anständig gekleidet und nüchtern gewesen bist.
          Ich war relativ erstaunt, als mich der Polizist gefragt hat, ob ich getrunken hätte (es war die klassische Mann-im-Gebüsch-Situation) Der Täter läuft übrigens immer noch frei rum, trotz Massen von DNA an/in mir. Da nützt die Strafbarkeit nix, das Verfahren wurde nach nem halben Jahr eingestellt.

        • „Ich war relativ erstaunt, als mich der Polizist gefragt hat, ob ich getrunken hätte“

          Ist doch eine verständliche und relevante Frage.

          „Da nützt die Strafbarkeit nix, das Verfahren wurde nach nem halben Jahr eingestellt.“

          Das ist bei vielen Verbrechen so.

        • Ich wurde auf dem Nachhauseweg überfallen und hatte Schlamm in sämtlichen Körperöffnungen, wie auch im Vorfeld festgestellt worden ist. Wieviel Einvernehmlichkeit kann man erwarten? Zudem hab ich den Vorgang im Vorfeld minutiös rekonstruieren können, bevor diese Frage kam.

          • @Maren

            Es ist verständlich, dass du bei deinem eigenen Vorfall wenig objektiv bist, allerdings ist das beste was ein Polizist für eine spätere Verurteilung des Täters machen kann eine gründliche Aufnahme des Tatherganges. Er war ja nicht dabei und er kann auch nicht wissen, was ein evtl. Verdächtiger später behauptet. Wenn er zB behauptet „Sie mochte es wild, wir haben uns im schlamm gewälzt wie die Tiere und ihre Besoffenheit führte noch dazu, dass sie vollkommen hemmungslos war“ dann ist es gut, wenn der Staatsanwalt und der Richter seine Angaben überprüfen können, zB indem auf die Vernehmung bezug genommen wird und bei evtl Alkohol der Grad der tatsächlich vorhandenen Alkoholisierung mit dem von ihm behaupteten Grad abgeglichen wird. Natürlich ist ein Hinterfragen der Aussagen der Anzeigenden auch in beide Richtungen wichtig: einmal muss ja tatsächlich ausgeschlossen, dass sie sich die Geschichte ausdenkt, zum anderen wird es später jedenfalls der Anwalt des Beschuldigten tun und dann ist es besser, wenn man die Beweise noch sichern kann um die Geschichte dann stimmig darstellen zu können.

            Die Unschuldsvermutung mag bei dir als Zweifel an deiner Aussage ankommen, sie ist aber ein wichtiges Gut innerhalb eines Rechtsstaats.

            Dein Fall hat aber insoweit auch wenig mit dem Zustimmungskonzept zu tun. Nach deiner Schilderung liegt ja unstreitig und wohl nach allen Definitionen eine Vergewaltigung vor.

            Dennoch gibt es Bemühungen im Feminismus Konsens und die Erfordernisse an die Zustimmung radikal auszuweiten. Ein Beispiel hatte ich ja mal hier dargestellt:

            Da sagt sie erst nein, ändert aber ihre Meinung später. Maßstab sollen dann die späteren Gefühle über den Vorfall sein:
            https://allesevolution.wordpress.com/2010/06/15/einvernehmlicher-sex-ist-es-wenn-keiner-es-bedauert/

            But if the person felt bad, felt used, felt regret, during and after the experience? That indicates a lack of consent to me. Folks are allowed to define their own experiences and their own oppression, but when those instances are described to me, they sure sound a lot like rape. When I think back on my experiences years ago now, it feels like I’ve been assaulted.

            Dazu kommt die Ausweitung der Umstände, die Vergewaltigungen mitverantworten sollen und die dazu führen, dass alle Zivilisationen auf der Erde als Rape Culture angesehen können werden
            https://allesevolution.wordpress.com/2012/03/07/gesucht-eine-gesellschaft-ohne-rape-culture/

            Die Ausweitung der Schuld innerhalb dieser auf alle Männer:
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/12/29/in-einer-vergewaltigungskultur-sind-alle-manner-schuldig-bis-sie-ihre-unschuld-bewiesen-haben/

            Die Angabe, dass man Vergewaltigungen unterstützt, wenn er mit einer betrunkenen Frau Sex hat oder in einem Stripclub war.
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/06/28/ein-mann-unterstutzt-vergewaltigungen-wenn/

            Das ist eine Menge Verantwortungsverlagerung auf Männer, die nie vergewaltigt haben. Es weist mir indirekt eine Schuld an deiner Vergewaltigung zu. Einfach weil ich Sex mit betrunkenen Frauen hatte (und betrunkene Frauen mit mir (womit ich mit dieser Aussage bereits erneut Vergewaltigungen unterstützt habe)) und ich schon in Stripclubs war.

            Damit unterstütze ich Vergewaltigungen. Wenn das nicht eine Ausweitung des Begriffes „Unterstützung“ im Sinne der Definition ist, dann weiß ich auch nicht.

            Ganz zu schweigen von statistischen Tricks wie „One in every six American women will be sexually assaulted in her lifetime.(…) if every rapist commits an average of ten rapes (a horrifying number, isn’t it?) then the concentration of rapists in the population is still a little over one in sixty.“

            oder Begriffen wie „Birth Rape“ oder anderen Ausweitungen des Beriffs bis das gesamte „Patriarchat“ eine Vergewaltigung der Frau ist. Wobei das Patriarchat dann wieder alles sein kann, was man als männlich benennen möchte.

          • @syzygy

            Warum sollte es deiner Meinung nach anders sein? Wenn man auf der Basis des geltenden Rechts Schuld als wesentlicher Bestandteil einer Strafbarkeit ansieht und davon ausgeht, dass Menschen unter Alkoholeinfluss weniger für ihr Handeln verantwortlich sind, dann ist das ja nur folgerichtig.

            Man legt bei ihm zugrunde, dass er weniger strafwürdig ist als wenn er es nüchtern gemacht hätte (aus meiner Sicht nachvollziehbar) und bei ihr geht man davon aus, dass Alkohol ebenfalls zu einem anderen Verhalten führen kann, dass sie jedenfalls sonst nicht gehabt hätte bzw. von einer Beeinträchtigung der Erinnerung etc.

            Eine Alkoholisierung des Opfers kann natürlich auch „zu Lasten“ des Täters gehen, wenn er sie auf diesem Weg in eine hilfslose Lage bringt und diese ausnutzt.

            Sollte nach deiner Auffassung ein alkoholisierter Täter genau so hart bestraft werden wie ein nüchterner?

        • „Sollte nach deiner Auffassung ein alkoholisierter Täter genau so hart bestraft werden wie ein nüchterner?“

          Wenn es ein erwachsener Mann ist, der Erfahrung mit Alkohol hat – ja. Denn jeder Mensch, der ab und zu was trinkt weiß, wie er darauf reagiert und hat die alleinige Schuld an seinem Zustand, sofern er nicht gezwungen worden ist, den Alkohol zu trinken. Das trifft insbesondere dann zu, wenn dieser Mensch schon vorher wegen seines Alkoholkonsums in Konflikt mit dem Gesetz gekommen ist und vielleicht gewalttätig wurde etc.
          Dann könnte man durchaus Vorsatz unterstellen. Alkohol gilt ja auch bei anderen Delikten nicht als strafmildernder Umstand, wenn nachgewiesen kann, dass der Täter den Alkohol nur dazu benutzt hat, sich selbst zu enthemmen oder „Mut anzutrinken“.

          • @Robin

            „Wenn es ein erwachsener Mann ist, der Erfahrung mit Alkohol hat – ja. Denn jeder Mensch, der ab und zu was trinkt weiß, wie er darauf reagiert und hat die alleinige Schuld an seinem Zustand, sofern er nicht gezwungen worden ist, den Alkohol zu trinken.“

            Ein Teil dessen, was du hier anführst wird im Strafrecht unter Actio libera in Causa abgehandelt:

            http://de.wikipedia.org/wiki/Actio_libera_in_causa

            Die a.l.i.c. behandelt den Fall, in dem sich der Täter vor Begehung der Tat vorsätzlich in einen Zustand der Schuldunfähigkeit nach § 20 StGB versetzt hat (etwa durch die Herbeiführung eines Vollrausches), um in diesem Zustand die Tat ohne Schuld und ohne Bestrafung begehen zu können (sog. vorsätzliche a.l.i.c.). Ebenso werden in diesem Zusammenhang die Fälle diskutiert, in denen der Täter schon beim Berauschen den später in schuldunfähigem Zustand herbeigeführten Erfolg hätte voraussehen können und müssen (sog. fahrlässige a.l.i.c.). In beiden Fällen tritt die Rechtsfigur der a.l.i.c. dazwischen und schaltet § 20 StGB aus.

            Es wird also auch durchaus Vorsatz unterstellt. Auch hier gliedern sich die Sexualstraftaten also nahtlos in das übrige Strafrecht ein.

            Was ist mit dem, der dies nicht wusste, bei dem also die obige Konstellation nicht vorliegt?

        • Sollte nach deiner Auffassung ein alkoholisierter Täter genau so hart bestraft werden wie ein nüchterner?

          Sofern er nicht dazu gezwungen wurde, den Alkohol zu trinken, ja. Wie gesagt, wenn man betrunken einen Autounfall verursacht, wird die Trunkenheit auch nicht strafmindernd gewertet, oder?
          Zumindest als erwachsener Mensch sollte man schon einschätzen können, wie viel man verträgt, und welche Folgen der Alkohol für den eigenen Körper ungefähr haben kann.
          Schon der Lerneffekt, in Zukunft die Finger von Alkohol zu lassen, stellt sich eher ein, wenn die Strafe nicht durch das Trinken herabgesetzt wird.

          • @Syzygy

            „Sofern er nicht dazu gezwungen wurde, den Alkohol zu trinken, ja.“

            Hart. Kannst du nachvollziehen, dass viele Strafrechtssysteme das anders sehen oder erscheint es dir komplett falsch

            „Wie gesagt, wenn man betrunken einen Autounfall verursacht, wird die Trunkenheit auch nicht strafmindernd gewertet, oder?“

            Doch natürlich. Die §§ 20, 21 StGB gelten auch hier, wie ich schon bei Onyx schrieb. Nur liegen die Grenzen anders. Die absolute Fahruntüchtigkeit liegt bei 1.1 Promille, verminderte Schuldfähigkeit aufgrund Alkohols allein bei etwa 2.0 Promille und absolute Schuldunfähigkeit beginnt ab ca. 3,0 (für Mord ab 3,3) Promille.

            „Zumindest als erwachsener Mensch sollte man schon einschätzen können, wie viel man verträgt, und welche Folgen der Alkohol für den eigenen Körper ungefähr haben kann.“

            Teilweise sicherlich. Aber man ist nicht auf alle Situationen vorbereitet, in die man kommt und kann diese nicht voraussehen.

            „Schon der Lerneffekt, in Zukunft die Finger von Alkohol zu lassen, stellt sich eher ein, wenn die Strafe nicht durch das Trinken herabgesetzt wird.“

            Ich denke die meisten, die wirklich wegen des Alkohols einen fehler gemacht haben, werden auch die reduzierte Strafe entsprechend lehrreich finden. Zumal eine Bewährungsstrafe ja auch einen Bewährungszeitraum hat, innerhalb dessen nichts weiter passieren darf, sonst muss man die zur Bewährung ausgesetzte Strafe dennoch absitzen, also ins Gefängnis

      • Dann könnte man durchaus Vorsatz unterstellen.

        Beziehst du den Vorsatz auch auf eine Vergwaltigungsabsicht? Der Täter plant sozusagen eine Vergewaltigung und nutzt Alkohol als „Hilfsmittel“?

        • Tino bezieht sich wahrscheinlich auf diese Aussage von dir:

          Diese “catchphrase” höre ich zum ersten Mal. Ebenso die weiter unten genannte Definition davon.

          Achte mal auf die Kommentar-Ebene.

        • @Christian

          Ist Halts Maul höflich? Wieso wird das nicht editiert oder hst du es vergessen?

          GENAU DAS MEIN ICH!!!!! LOL

          Was bei Männern als unhöflich (was auch immer ) gilt, lässt man bei Frauen durchgehen.

          • @Tino

            „Wieso wird das nicht editiert oder hst du es vergessen?“

            Letzteres. Es ist außerdem ein Unterschied, ob ich von jemanden jeden zweiten Kommentar editieren muss oder mal einen. Bei dir wird das Verhältnis gerade zu hoch

        • PS:

          Oder sagen wir besser: Lässt man(n) bei Femis durchgehen.

          Ich meine du kannst editieren was du willst ist dein gutes Recht, aber dann miss nicht mit zweierlei Maß und mäßige nicht Männer und lasse das bei Frauen durchgehen.

      • @ Christian

        Dann sag doch einfach das du Männer anders/härter behandelst (sag ich ja die ganze Zeit) als Frauen und ich weiss ich nicht was es da eben bei mir zu editieren gab während das von Maren noch stehenbleibt.

        Wie oft muss sie den Halts Maul sagen damit du editierst?

  3. Der Umgang des radikaleren Feminismus mit Lesben ist sehr bedenklich. Sie propagieren das, wogegen wir Schwule (zumindest die normalen, nicht linksgequeerten) uns bis heute wehren: Nein, wir sind nicht schwul, um die Gesellschaft zu stürzen. Nein, wir sind nicht schwul, weil wir Frauen hassen. Nein, wir sind nicht schwul um zu provozieren.
    Wir sind schwul weil wir halt auf Männer stehen.

    Einer muss schließlich auf Männer stehen. Wer liebt Männer schon so intensiv wie wir 😀

    • Warum wird Frauen eigentlich ständig hinten rum unterstellt, Männer nicht zu lieben?
      Klar liebe ich „die Männer“ nicht (die weitaus meisten sind mir egal, weil ich sie nicht kenne). Aber ich liebe meinen Mann mehr als alles andere auf der Welt.

      • „Warum wird Frauen eigentlich ständig hinten rum unterstellt, Männer nicht zu lieben?“

        Der Blick auf heterosexuelle Beziehungsgewohnheiten von außen, macht zumindest mir deutlich, dass Frauen den Männern mehr bedeuten, als umgekehrt.

        DIe Empfindungen, die ich für Männer hege – auch außerhab der Liebe – habe ich noch bei keiner Frau erlebt. Ich kann ohne Probleme die Schönheit, Eleganz und Kreativität des männlichen Geschlechts preisen.
        Heterosexuelle Männer preisen die Schönheit, den Sexappeal, die Anmut von Frauen. Selbst die Aussage, dass die Tussi geile Titten hat, ist nun mal ein Kompliment.
        Von heterosexuellen Frauen hört man dagegen selten derartiges.

        • Der Blick auf heterosexuelle Beziehungsgewohnheiten von außen, macht zumindest mir deutlich, dass Frauen den Männern mehr bedeuten, als umgekehrt.

          Kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber interessant, dass du es so siehst.

          Heterosexuelle Männer preisen die Schönheit, den Sexappeal, die Anmut von Frauen.

          Man sagt aber auch, dass Frauen sehr viel über Männer reden, wenn sie unter sich sind. Meinst du, dass Schwule mehr in einem „bewundernden“ Tonfall reden?

          • @Robin

            Wenn man Kompliment als Hervorhebung von etwas positiven, was einem an der anderen Person gefällt, definiert, dann wäre es erst einmal ein Kompliment.

            Die Dahinterstehende kulturelle Bedeutung ist aber „ich bin sexuell interessiert an dir und achte deine persönlichen Grenzen nicht hinreichend, was daran deutlich wird, dass ich, obwohl wir nicht hinreichend vertraut für solche Äußerungen bin, diese Sexuelle Lust dir gegenüber deutlich mache.“ Für Männer würde so etwas wie „du hast einen geilen Arsch“ wahrscheinlich in den meisten Situationen unproblematischer sein, weil einmal ein solches Ereignis seltener ist und dann auch einen wesentlich weniger drohenden Charakter hat. Die gleiche Bemerkung von einem brutal aussehenden Gangmitglied in einem Knast würde wahrscheinlich auch weniger als Kompliment aufgefasst werden als als Ankündigung von Grenzüberschreitungen.

            Aus diesen verschiedenen Wahrnehmungen mag ein Teil der abweichenden Beurteilung kommen. Männer können insoweit vielleicht ein offeneres Verhältnis zu Komplimenten auch mit sexuellen Bezug haben (auch wenn sie sie dann vielleicht verunsichern, weil sie so selten sind)

        • „Titten“ ist schlicht und ergreifend kein schönes Wort, genauso wenig wie „geil“ in diesem Zusammenhang. Wenn mir sowas ein Fremder sagt (meinen Freund und enge Freunde zähle ich da noch nicht einmal mit), fühle ich mich darauf reduziert und abgewertet. Das geht, denke ich, den meisten Frauen so, also sollten die Männer ihre „Komplimente“ für sich behalten.
          Es geht ja nicht nur darum, ob eine Äußerung positiv ist oder nicht, sondern auch darum, ob sie charmant vorgetragen wird. „Ey, du hast echt geile Titten“ ist definitiv nicht charmant.

        • Okay, Frauen ticken tatsächlich anders.

          “Ey, du hast echt geile Titten” ist definitiv nicht charmant.“

          Charmant nicht, aber auch nicht sonderlich schlimm. Aber wenn Frauen das anders sehen…

        • @Adrian: das ist doch nicht wahr. Was ist denn mit der beinahe religiösen Bewunderung mancher Schauspieler oder Sänger? Ich habe selten einen Mann gesehen, der so inbrünstig für eine Frau schwärmt, wie Fangirls für ihre Stars. Aber auch im realen Leben habe ich es von der „Gegenseite“ schon genau umgekehrt gehört (und in meinem Freundeskreis auch erlebt). Ich glaube nicht, dass man behaupten kann, Männer würden Frauen mehr „bewundern“, als umgekehrt. In sämtlichen PU-Foren kriegt man eher den Eindruck, dass das Gegenteil der Fall ist.

        • Nun, wie schrieb „trimm“. Zumindest werden Bücher über Männerhass zu Beststellern. Auch die allgemeine Abwertung von Männern und Männlichkeit ist kulturell ziemlich stark implementiert. Umgekehrt kaum denkbar.

          Und dann leiden Männer auch noch häufiger an Liebeskummer als Frauen.

        • Ersteres ist wohl Wahrnehmungssache.
          Und welches Buch über Männerhass so ein Bestseller sein soll, weiß ich auch nicht. Ich kenne es nicht, zu mir ist es also zumindest nicht durchgedrungen (aber ich lese auch weder feministische, noch maskulistische gedruckte Literatur …).

          Und hast du für deine letzte Behauptung auch eine Untermauerung durch Studien/Statistiken? Oder ist es dein Eindruck, der durch das Lesen von Männerblogs entsteht?

        • Ich habe das EBook, ich kopier den Absatz mal rein:

          „Männer leiden nach einer Trennung definitiv mehr als Frauen. Sie fühlen sich eher einsam, machtlos, niedergeschlagen und ungeliebt und haben große Schwierigkeiten, damit klarzukommen. (283, 260). Während Frauen ihr Leben längst neu ausrichten, klammern sich Männer immer noch an die Hoffnung, dass sie nur das Richtige zu tun oder zu sagen brauchten, um die alte Harmonie wiederherzustellen. Dieser Zustand kann sich über Jahre hinziehen (135, 287 – 288). Sie tragen sich auch häufiger mit Selbstmordgedanken (70, 439). Ehemänner, deren Frauen sterben, begehen zehnmal häufiger Selbstmord als Frauen, deren Männer gestorben sind. (130, 205)“

        • @ Robin

          „Das durfte ich mir vorgestern wieder
          mal anhören.
          Das ist kein Kompliment.“

          Ob solche Statements von einer
          Frau als Kompliment oder als
          Anmassung empfunden werden hängt
          im wesentlichen von den
          Umständen ab.
          Ist der Mann ein Alpha oder
          ein Beta Kümmerling.
          Un nicht zuletzt in welchem
          Ton so eine Qualifikation
          ausgesprochen wird.
          Je sachlicher man so etwas
          ausspricht desto weniger
          Probleme hat man damit.
          Quasi wie wenn man jemandem
          sagt: Du dein Schuhbändel ist
          offen.

        • @Adrian:
          „Charmant nicht, aber auch nicht sonderlich schlimm. Aber wenn Frauen das anders sehen…“

          Was ist schon „schlimm“? Wenn mir sowas die Laune verdirbt, nur weil ein paar Idioten ihre Fresse nicht halten können, finde ich das schon schlimm.

          @Red Pill:
          „Ob solche Statements von einer
          Frau als Kompliment oder als
          Anmassung empfunden werden hängt
          im wesentlichen von den
          Umständen ab.
          Ist der Mann ein Alpha oder
          ein Beta Kümmerling.
          Un nicht zuletzt in welchem
          Ton so eine Qualifikation
          ausgesprochen wird.
          Je sachlicher man so etwas
          ausspricht desto weniger
          Probleme hat man damit.“

          Der helle Wahnsinn. Und woher beziehst du dieses beeindruckende Wissen?
          Die einzige Möglichkeit, wie so eine Bemerkung akzeptabel wird, habe ich bereits genannt: Wenn sie vom Partner oder von Freunden kommt. Bei Fremden geht das NIE. Was interessiert es mich, ob dieser Fremde ein Alpha oder ein Beta ist? (Das ist sowieso eine Klassifizierung, die offensichtlich nur Männer interessiert) Und der TONFALL? Ganz ehrlich, wenn mir jemand ganz sachlich sagen würde, dass ich „geile Titten“ habe, würde ich sofort die Flucht ergreifen. Diese Verbindung von sachlichen Tonfall und ordinärer Sprache wirkt ja wohl einfach nur total psychopathisch.

        • @ Robin

          „Die einzige Möglichkeit, wie so eine Bemerkung
          akzeptabel wird, habe ich bereits genannt:
          Wenn sie vom Partner oder von Freunden kommt.
          Bei Fremden geht das NIE.“

          Fremd ist in diesem Zusammenhang
          eben sehr relativ. Kein Mann der
          einigermassen bei Sinnen ist, wird
          beim Vorbeigehen auf der Strasse
          so etwas zu einer Fremden sagen
          und glauben die Frau würde das
          als Kompliment auffassen.

          An einer Bar oder einer Party
          kann das schon anders sein.
          Obschon man sich erst 5 min
          unterhalten hat, hat man sich
          zum Beispiel schon gemeinsam über
          körperliche Eigenschaften dritter
          Personen lustig gemacht.
          Wobei der Input dazu idealerweise
          von der Frau kommt.
          Und schon fällt dann nach einem
          kurzen Blick auf das Dekolletee
          der Spruch: Also in diesem Punkt
          kannst du dich wirklich nicht
          beim Schicksal beklagen.

        • Jetzt wird es aber etwas lächerlich. Wollt ihr hier „objektiv“ bestimmen, was eine Frau als Kompliment anzunehmen habe und was nicht, unabhängig von Kontext und Konnotation, die dabei mitschwingen? „Titten“ ist nun mal mehr oder weniger vulgärer, trivialisierender Ausdruck, und der Kontext in dem er fällt ist durchaus meist herabwürdigend. Da es allgemein bekannt ist dass Frauen diesen Begriff nicht mögen (so wie wir unser Genital auch nicht unbedingt als „Pimmel“ bezeichnet haben wollen), transportiert ein solcher Anmachspruch auch den Subtext, dass man zumindest nicht an einer ernsthaften Beziehung an der „großtittigen“ Frau interessiert ist.
          Es gibt vielleicht keine treffende Analogie, aber ich würde mich als wohlsituierter Mann auch nicht darüber freuen, wenn mir eine Frau bei einem Date sagt, sie sei insbesondere beeindruckt von meiner Brieftasche.

        • @ David

          *Es gibt vielleicht keine treffende Analogie, aber ich würde mich als wohlsituierter Mann auch nicht darüber freuen, wenn mir eine Frau bei einem Date sagt, sie sei insbesondere beeindruckt von meiner Brieftasche.*

          Die distinguierte Frau von Welt (rückenfreies, langes Abendkleid) wird Dir als Smooth Operator beim Cool Jazz in’s Ohr hauchen, wie beeindruckt sie von Deinem Schwanz sei nach routiniertem Griff in den Schritt.
          Aber Deine Brieftasche meinen.

          Denn in Wahrheit hat sie die Qualität des Anzugsstoffes getestet.

        • @Red Pill:

          Oh, bitch please! Ich habe ja wohl nirgends behauptet, dass Komplimente von Fremden absolut unmöglich sind. Es ging rein um die Formulierung! Der Unterschied zwischen einem vulgären „Du hast ja mal geile Titten“ und einem in deinem Beispiel neckischen „In dieser Hinsicht musst du dich wirklich nicht beklagen“ sollte selbsterklärend sein!
          Ich würde Männern generell empfehlen, sich bei Komplimenten gegenüber Fremden auf weniger sexualisierte Körperteile zu beschränken oder gleich ganz allgemein zu bleiben. Um auch heiklere Komplimente zu machen und damit trotzdem gut anzukommen braucht „Mann“ ein besonderes Fingerspitzengefühl, das ich hier absolut nicht finden kann.

        • @Adrian

          Du schreibst:

          Das ist alles entsetzlich kompliziert…

          Kommentar:

          Ja, ja, da hast Du sicherlich Recht! Aber: Für schlichte Gemüter ist alles ein bisschen kompliziert! 😀

        • Du magst es vulgär finden, andere finden es höchstens ein wenig zu direkt. Es ist halt ein anderes Umfeld. Wenn man z.B. bei GayRomeo Sex sucht, da wird nicht lange um den heißen Brei geredet. Wozu auch?

        • GayRomeo, ist das ne Sexkontaktseite? Ja, als Frau auf einer solchen Seite Sex zu suchen und dann unangenehm berüht zu sein, wenn einem jemand „geile Titten“ schreibt, wäre in der Tat etwas seltsam. Aber das ist ja wieder mal was ganz anderes *augenroll

        • @ Robin

          „Ich würde Männern generell empfehlen, sich bei
          Komplimenten gegenüber Fremden auf weniger
          sexualisierte Körperteile zu beschränken oder
          gleich ganz allgemein zu bleiben.“

          Typischer, zwar gut gemeinter Ratschlag
          von Frauen, wie sich Männer Frauen
          gegenüber verhalten sollen.
          Leider komplett falsch.
          Wenn ein Mann sich nicht bereits in
          der Frühphase einer Begegnung, wie
          subtil auch immer, als sexuell
          interessiert verhält, ist die
          Chance, dass in nützlicher Frist
          etwas läuft stark reduziert.
          Falls er sich nur als Beta Orbiter
          empfehlen will, mag das eine
          gute Strategie sein. 🙂

        • Ach so! Na, das ist natürlich richtig. Ein Mann muss sich sofort sexuell interessiert zeigen, sonst ist die einmalige Chance weg, da stimme ich dir zu.
          Aber (auch wenn es mir widerstrebt, wieder einen Verhaltenstipp zu geben, aber vielleicht ist der ja nicht so dumm wie der vorherige) warum dann so subtil? „Geile Titten“, das sagt man ja ständig. Wenn man seine sexuelle Bereitschaft eindeutig demonstrieren will, geht es doch auch ein bisschen eindeutiger. „Ey, in dieser Hose siehst du aus, als hättest du eine richtig saftige Fotze“ wäre beispielsweise ein Spruch, der mich sofort breitbeinig auf den Boden werfen würde. Probier es einfach aus!

        • @ Robin Urban
          „Wenn mir sowas ein Fremder sagt (meinen Freund und enge Freunde zähle ich da noch nicht einmal mit), fühle ich mich darauf reduziert und abgewertet. “

          Das glaube ich Dir, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann, weil es mir nicht so gehen würde.
          Mag ja sein, dass Du „geile Titten“ nicht für ein Kompliment hälst. Andererseits ist es ja wohl kaum eine Abwertung Deiner Brüste.

          Ich müsste jedenfalls schwer überlegen, in welcher Situation ich eine Bemerkung „geiler Schwanz“ nicht schmeichelhaft fände. Unpassend vielleicht, mehr aber auch nicht.

          „GayRomeo, ist das ne Sexkontaktseite“

          Nein, nicht ausschließlich. Man kann da alles finden.

        • @Adrian:

          Andererseits ist es ja wohl kaum eine Abwertung Deiner Brüste.

          Nein. Aber ein Absprechen des Intellekts und des guten Geschmacks der betreffenden Dame.
          Außerdem würde ich an deiner Stelle nicht so sehr von mir selbst ausgehen. Ich glaube, dass genügend Männer von einer fremden Frau abgeschreckt wären, die ihnen erklärt, dass sie einen „geilen Pimmel“ haben. Vielleicht hast du ja recht, und das Sex/Liebesleben von Heteros ist wirklich etwas komplizierter. Heteros scheinen tatsächlich mehr Höflichkeit vom anderen Geschlecht zu verlangen, als Homos (<-wenn du ein Maßstab bist).

          @Red Pill:

          Wenn ein Mann sich nicht bereits in
          der Frühphase einer Begegnung, wie
          subtil auch immer, als sexuell
          interessiert verhält, ist die
          Chance, dass in nützlicher Frist
          etwas läuft stark reduziert

          Aha. Und das macht man am besten, indem man mit möglichst vulgären Bemerkungen um sich schleudert. Man kann sich ja gar nicht gewählter ausdrücken, als „du hast aber geile Titten“. Das klänge ja viel zu wenig „alpha“ … oder wie?
          Also ich weiß nicht … entweder kennst du die falschen Frauen, oder du triffst sie nie nüchtern 3:)

        • Heteros scheinen tatsächlich mehr Höflichkeit vom anderen Geschlecht zu verlangen, als Homos

          Das ist natürlich Quatsch. Ich meine: Heteros scheinen tatsächlich von dem Geschlecht, das sie begehren, mehr Höflichkeit zu verlangen, als Homos.

        • @ Syzygy

          „Aha. Und das macht man am besten, indem man mit
          möglichst vulgären Bemerkungen um sich schleudert.“

          Das Wort subtil ist wohl nicht bei dir
          angekommen. Vulgärsprache ist sicher nicht
          das was Frauen im Allgemeinen antörnt.

          Hier ein Beispiel was ich meine:

          An einer Bar oder einer Party.
          Obschon man sich erst 5 min
          unterhalten hat, hat man sich
          zum Beispiel schon gemeinsam über
          körperliche Eigenschaften dritter
          Personen lustig gemacht.
          Wobei der Input dazu idealerweise
          von der Frau kommt.
          Und schon fällt dann nach einem
          kurzen Blick auf das Dekolletee
          der Spruch: Also in diesem Punkt
          kannst du dich wirklich nicht
          beim Schicksal beklagen.

          Und Sex in betrunkenem Zustand
          macht nicht wirklich Spass.

  4. @ Christian

    Die Vagheit und Entgrenzung hat ja Methode, hat System, ist nicht nur und nicht immer Ausdruck intellektuellen Unvermögens, mangelnder geistiger Trennschärfe.

    Feminismus herrscht durch Schuldgefühle, durch das Erzeugen von Schuldgefühlen. Menschen, die sich schuldig fühlen, sind an ihrem eigentlich gesunden Impuls, das, wessen sie schuldig wurden, wieder gut zu machen, zu packen. Diesen Impuls kann man ausbeuten und für den eigenen Machtanspruch, die eigene politische Agenda nutzen („Du bist ein schlechter Mensch! Schäm Dich!! Aber Du kannst ein guter Mensch werden, WENN DU TUST, WAS WIR DIR SAGEN, wenn Du auf UNS hörst.“).

    Darum auch die Entgrenzung von Begriffen, die bewusste Vagheit von Begriffen. Je unfassbarer und unklarer das, was einem vorgeworfen wird (der Begriff „Patriarchat“ ist da ganz wunderbar geeignet, umfassender und unklarer geht’s ja kaum noch – alles, was einer Feminist.I.n nicht passt, ist patriarchal und jeder Mann, der ihr nicht passt, ein Agent dieses ominösen Patriarchates), desto breiter anwendbar, desto universeller passend, desto breitflächiger die intendierte Ausbreitung ausbeutbarer Schuldgefühle.

    Wenn so genau gar nicht definiert ist, worin das vorgeworfene Verbrechen denn eigentlich besteht, wenn der Verhau von Verhaltensregeln hinreichend unpräzise ist, dann ist die Willkür derer, die für sich die Definistionsmacht beanspruchen, durchgesetzt, dann sind die Definitionsmächtigen an der Macht und der Rechtsstaat ist Geschichte, dann kann und soll sich jeder schuldig fühlen für wieiß Gott was auch immer, wird so selbstbehauptungsunfähig und -unwillig, aber bereit gemacht zur Sühneleistung gegenüber den Inhaber.I.nnen der Defma, wird bußfertig gemacht.

    Feminismus macht Männer bußfertig, macht Männer fertig durch Induktion von Schuldgefühlen.

    Femiinismus ist eine Ideologie mit totalitärem Anspruch und totalitären Konsequenzen, von vielen leider immer noch sträflich unterschätzt („Ist irgendwas mit Frauen, für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit und so.“)

    Nein, es ist eine sozialistisch-totalitäre Ideologie, die den neuen Menschen schaffen will, den alten zerbrechen durch Schuldgefühle (wie bei den maoistisdch-kulturrevolutionären Selbstbezichtigungsorgien), kein Klassensozialismus, kein sozioökonomischer Sozialismus der klassischen Marxschen Politökonomie, sondern ein Kind des Kulturmarxismus, ein verderbter Gramsci, verderbte Frankfurter Schule, verderbte kritische Theorie, von mir aus auch verderbter Foucault, wenn Leszek meint, er habe „Gesundes“ zu bieten, will ich ihm, der Foucault sicher besser kennt als ich, da mal vertrauen.

    • @Roslin

      Die inflationäre Verwendung von Begriffen wie Patriarchat und Rape Culture etc. kann auch gerade das Gegenteil bewirken. Weil ich weiss, dass sie so inflationär und ohne jegliche scharfe Bestimmung und Empirie gebraucht werden, gehe mir diese Begriffe den „Buckel“ runter, weil ich sie nur noch als Sprechblase oder Kampfrhetorik deute. Das Gleiche gilt übrigens für „herrschende Klasse“, Bourgeoisie und Ähniches. Für mich einfach viel zu undifferenziert und somit ohne Wirkung auf mich.

    • Nein, es ist eine sozialistisch-totalitäre Ideologie …

      Hatte er nicht erst kürzlich den Gedanken geäussert, in ein Kloster, vorzugsweise ein benediktinisches – einzutreten?

      Ich würde ihm allerdings eine Lehrzeit bei den Jesuiten nahelegen, wo ihm Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam eingetrichtert würden, wobei ich als hierarchisch übergeordneter Glaubensbruder die Ausbildung mit Freuden übernähme.

      Feminismus und ihr Implementierungsinstrument Gender Mainstreaming hat tatsächlich einen totalitären Anspruch, der sich systematisch durch das „top-down-Implementierungsprinzip“ demokratischer Kontrolle entziehen will. Dieses Prinzip, welches einer hauchdünnen Elite an der Spitze der sozialen (politischen) Hierarchie alle Entscheidungskompetenzen übertragen will, ist so sozialistisch wie es jesuitisch ist. Elitär oder antidemokratisch wären treffendere Bezeichnungen.

      Der Meister glaubt, dass der Feminismus, weil er sich den Institutionen des Staates bedient und diese zu eigenen Zwecken verunstaltet, deshalb sozialistisch genannt werden darf. Das ist falsch. Jede politische Bewegung mit totalitärem Anspruch muss sich die staatlichen Institutionen einverleiben, sei es der islamische Gottesstaat nach iranischem Vorbild oder der sozialistische Staat nach Lenins Vorbild.

      Inhaltlich hat der real existierende Feminismus die klassischen sozialistischen Ideale verdrängt. Geblieben ist bloss die Rhetorik. Während der Sozialdemokrat seine eigentliche Aufgabe darin sah, der kapitalistischen Akkumulation des Kapitals entgegenzuwirken, strebt der Feminist nach der gerechten Plutokratie, wo Armut und Reichtum „gerecht“ zwischen Mann und Frau aufgeteilt werden, wobei es für Frauen auch ein bisschen mehr als gerecht sein darf.

      Letztendlich aber ist Feminismus und Genderismus lediglich das Vehikel, mit dem sich der totalitäre Machtanspruch scheinbar legitimieren lässt, weil das Ziel ein utopisches ist, das nie erreicht und auch nie erreicht werden soll und grundsätzlich alle Felder sozialer Interaktion zu politischen Feldern erklärt, die der Regulierung bedürfen.

      Wenn ich hier noch einmal was Abschätziges über Sozialismus lesen muss, dann organisier ich mit meinen eidgenössischen Freunden einen Saubannerzug und schau mal in der Burg vorbei!

      http://de.wikipedia.org/wiki/Saubannerzug

      • @ Peter

        *Hatte er nicht erst kürzlich den Gedanken geäussert, in ein Kloster, vorzugsweise ein benediktinisches – einzutreten?*

        Warum?

        Hoffst Du noch?

        Man könnte mir ein Schweigegelübde aufbrummen?

        Zu spät.

        Ach, ein Weib hat mich zu Fall gebracht.

        *Dieses Prinzip, welches einer hauchdünnen Elite an der Spitze der sozialen (politischen) Hierarchie alle Entscheidungskompetenzen übertragen will, ist so sozialistisch wie es jesuitisch ist. Elitär oder antidemokratisch wären treffendere Bezeichnungen.*

        Richtig.

        Die Kirche ist antidemokratisch, muss es sein, denn sie verkündet offenbarte, übermenschliche Weisheit und Wahrheit, die keiner Abstimmung unterliegen darf.

        Deshalb ist ihr Reich auch nicht von dieser Welt, muss es sein – besser gesagt, sollte es sein, denn es war immer wieder von dieser Welt – eine ständige Versuchung, aus Religion eine Herrschaftsideologie zu zimmern, sie dazu verkommen zu lassen.

        Das Sozialistische am Feminimsus (dem Gleichartigkeitsfeminismus) ist gerade die Gelichartigkeitsprämisse: Alle Menschen sind von Natur aus gleichartig. Alle Unterschiede sind in sie hineinsozialisiert, in sie inkulturiert. Sie kommen nicht aus ihnen heraus, sondern von außen in sie hinein.

        Sozialistisch ist desweiteren das Gleichheitsideal als vorrangiges Ideal: Gleichheit um jeden Preis ist das Ziel. Wenn Freiheit und Gleichheit miteinander in Konflikt geraten, entscheidet sich die Sozailist.I.n für die Gleichheit, gegen die Freiheit.

        Tut sie das nicht, hört sie auf, Sozialist.I.n zu sein, wird Sozialdemokratin oder liberale Equity-Feministin.

        *Inhaltlich hat der real existierende Feminismus die klassischen sozialistischen Ideale verdrängt. Geblieben ist bloss die Rhetorik. *

        Die klassischen sozialistischen Ideale sind doch auch bloße Utopie, bloße Rhetorik, weil mit der Natur des Menschen unvereinbar.

        Der Mensch ist von Natur aus nicht gleichartig, nicht als Individuum, aber auch nicht bei Betrachtung von Gruppen.

        So ergibt sich zwingend bei Freiheit und Gleichberechtigung Ungleichheit.

        Die nur besitigbar ist durch Einschränkung/Abschaffung von Freiheit und Gleichberechtigung.

        Ist bei mir Gleichheit überwertig – Kennzeichen sozialistischen Denkens – mündet das in Diktatur.

        Weshalb freiheitlicher Sozialismus ein Oxymoron ist.

        Weshalb alle Versuche, wirklich ernst zu machen mit der Gleichheit aller Menschen in Tyrannei enden mussten, denn ohne Tyrannei keine Hoffnung auf Gleichheit (mit ihr erst recht nicht, das nur am Rande).

        Entweder muss der Sozialist auf radikale Gleichheit verzichten – dann hört er auf Sozialist zu sein oder er muss sein Streben nach Durchsetzung von Gleichheit mit Unfreiheit bezahlen, dann muss er zum Tyrannen werden.

        Denn Gleichheit ergibt sich nicht einfach natürwüchsig.

        Sondern Ungleichheit.

        • Der Mensch ist von Natur aus nicht gleichartig, nicht als Individuum, aber auch nicht bei Betrachtung von Gruppen.
          So ergibt sich zwingend bei Freiheit und Gleichberechtigung Ungleichheit.

          Es ist doch ein Markenzeichen feministischer Propaganda, dass einerseits eine systematische, für Frauen nachteilige Ungleichbehandlung behauptet, andrerseits „Diversity“ als „Nutzung der sozialen Vielfalt“ propagiert wird.

          Wenn nun „die Frauen“ als eine politische Kategorie konstruiert wird, die sich (mit fadenscheinger Begründung) nicht biologisch konstituiert, sondern als die Kategorie von Menschen, deren konstitutives Merkmal die Erfahrung der Benachteiligung sein soll, dann hat sich der Feminismus sehr weit vom sozialistischen Ideal entfernt, das die politische Kategorie der sozialen Klasse als primäre politische Kategorie auffasst, da sich die Klassen durch gemeinsame Interessen auszeichnen, die sich direkt aus der materialistischen Anschauung der Geschichte ableiten lässt.

          Der Kapitalismus an sich ist weder rassistisch noch schwulenfeindlich noch frauenfeindlich. Der Unternehmer, der bei der Einstellung eines neuen Mitarbeiters zwischen dem begabten Schwulen und dem unbegabten und faulen Hetero entscheiden muss, der wird sich möglicherweise wegen seiner Vorurteile für den Hetero entscheiden, die kapitalistische Maxime der Profitmaximierung allerdings legt ihm nahe, den Schwulen zu beschäftigen.

          Es ist kein Zufall, dass dem Feminismus in all seinen Erscheinungsformen kaum Widerstand erwächst, denn er lässt sich ohne weiteres in die bestehenden Verhältnisse integrieren, mehr noch, er schwächt jede ernstzunehmende Opposition, weil er politisch nahezu irrelevante Kategorien wie sexuelle Orientierung und Geschlecht als primäre Analysekategorien gebraucht, die ausser der Spaltung und Atomisierung der Gesellschaft nichts leistet.

          Ich kann Dich beruhigen: Feminismus, dieses unsägliche Muddigedöns, führt ganz bestimmt nicht zu einer Gesellschaft, die sozialistisch genannt werden dürfte, sondern viel eher zu einer kleinen politischen Elite, die sich der Institutionen des Staates bedient und durch sie willkürlich handelt, indem politisch irrelevante Kategorien gebildet werden.

        • @ Peter

          *Ich kann Dich beruhigen: Feminismus, dieses unsägliche Muddigedöns, führt ganz bestimmt nicht zu einer Gesellschaft, die sozialistisch genannt werden dürfte, sondern viel eher zu einer kleinen politischen Elite, die sich der Institutionen des Staates bedient und durch sie willkürlich handelt, indem politisch irrelevante Kategorien gebildet werden.*

          Welche Gesellschaft dürfte denn sozialistisch genannt werden?

          Die sozialistischen Gesellschaften, die wir bisher erlebt haben, zeicheten sich dadurch aus, dass eine kleine politische Elite, die sich der Institutionen des Staates bediente, unter dem Vorwand der Gleichheit zu dienen, willkürlich handelten.

          Und sich dabei zuallerst selbst bedienten.

        • Die Kirche ist antidemokratisch, muss es sein, denn sie verkündet offenbarte, übermenschliche Weisheit und Wahrheit, die keiner Abstimmung unterliegen darf.

          Na ja, wir haben Glaubensfreiheit. Ich halte mich in dieser Sache an Pierre Simon Laplace, der auf Napoleons Anmerkung, dass er in seiner Abhandlung „Traite de mecanique celeste“ den Schöpfer nie erwähnte, antwortete: Je n’ai pas eu besoin de cette hypothese!

      • PS:

        Ich werde das Saubanner zu erwarten wissen. wohl verschanzt hinter den Mauern einer Engelsburg, mit schwerem Geschütz wie dem Greif, einer Scharfmetze: 3 Tonnen schwer, von 16 Pferden gezogen. Ist sie nicht schön?

        Sie können sie sehen auf dem Ehrenbreitstein zu Koblenz.

        Gegossen wurde das Geschütz für den Fürsterzbischof von Trier Richard von Greffenclau zu Vollrads (Vollrads in Rheinhessen – schönes Schloss, hervorragender Wein, noch heute im Besitz der Greiffenclau, glaube ich)..

        Die Inschrift auf dem bronzenen Kanonenrohr lautet:

        „Der Greiff heiß ich.
        Simon goß mich.
        Meinem gnädigsten Herrn von Trier dien‘ ich.
        Wo er mich heißt gewalden,
        da will ich Dorn und Mauern zerspalten.“

        Ein zweites Mal werden wir uns die Badewannen nicht kampflos entwinden lassen!

    • @Meister Roslin
      „Feminismus herrscht durch Schuldgefühle, durch das Erzeugen von Schuldgefühlen. Menschen, die sich schuldig fühlen, sind an ihrem eigentlich gesunden Impuls, das, wessen sie schuldig wurden, wieder gut zu machen, zu packen. Diesen Impuls kann man ausbeuten und für den eigenen Machtanspruch, die eigene politische Agenda nutzen …“

      Korrekt.
      Das organisierte Christentum hatte dazu das Konstrukt der Erbsünde. Funktionierte tadellos in dem von dir beschriebenen Sinne. Über einige Jahrhunderte.

      @Meister Peter
      „Dieses Prinzip, welches einer hauchdünnen Elite an der Spitze der sozialen (politischen) Hierarchie alle Entscheidungskompetenzen übertragen will, ist so sozialistisch wie es jesuitisch ist. “

      Touché …

  5. Der linke Maskulismus – wie ich ihn favorisiere – weist jegliche Verleumdung bedeutender linker Denker entschieden zurück, bekennt sich klar zu den Errungenschaften von Gramsci, der Frankfurter Schule, der Kritischen Theorie und Foucault und kritisiert in aller Schärfe die alberne rechte Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie.

    Der linke Maskulismus ist kulturmarxistisch und geschlechtersozialistisch!

    🙂

    (Ohne dabei natürlich den Klassenkampf zu vernachlässigen, versteht sich.)

    • Foucault, Frankfurter Schule. Kritische Theorie – klingt entsetzlich genug

      „Der linke Maskulismus ist kulturmarxistisch und geschlechtersozialistisch“

      Phrasen ohne Substanz.

    • @ Leszek

      *Der linke Maskulismus – wie ich ihn favorisiere – weist jegliche Verleumdung bedeutender linker Denker entschieden zurück, bekennt sich klar zu den Errungenschaften von Gramsci, der Frankfurter Schule, der Kritischen Theorie und Foucault und kritisiert in aller Schärfe die alberne rechte Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie.*

      Ich bekenne mich auch zu den Errungenschaften von Gramsci, der Frankfurter Schule und selbst denen von Karl Marx, auch wenn ich sie für wesentlich kleiner halten dürfte als vielleicht Du.

      Nichtsdestotrotz stímme ich ihren Diagnosen häufig zu, halte allerdings ihre Therapievorschläge z.T. für verheerend.

      Bitte beachten: Ich sprach von einem verderbten Gramsci, einer verderbten Frankfurter Schule, einem verderbten Marx (den habe ich zwar nicht genannt, aber mitgemeint), nicht davon, dass Gramsci an sich, die Frankfurter Schule an sich etc. von Grund auf verderbt und wertlos seien.

      Genauso spreche ich von einem verderbten Katholiszismus, wenn sich etwa Franco oder Pinochet auf den katholischen Glauben berufen (und dabei sogar Unterstützung erfahren von weiten Teilen – im Falle Spaniens – der katholischen Hierarchie).

      Trotzdem bin ich katholisch, denn nicht der Katholiszismus an sich ist verderbt.

        • @ Adrian

          *Was ist denn der Katholizismus an sich?*

          Die einigermaßen erfolgreiche Erlösung von der menschlichen Erbsünde, dem Egoismus, seiner Eindämmung.

          Die Verzauberung des Lebens, nicht zuletzt durch das Schönste an Kunst auf fast allen Gebieten, was die Menschheit zu bieten hat.

          Die Kirche spinnt Kunst so selbstverständlich wie die Spinne ihren Faden.

          Und zum gleichen Zweck.

          Bis in de Gegenwart hinein.

          In den Wohnwüsten moderner Großsiedlungen sind Kirchen Oasen der Schönheit, auch heute noch.

        • Ein bisschen albern, an die Erbsünde zu glauben und ein ähnliches Konzept gleichzeitig dem Feminismus vorzuwerfen.

          „Die Kirche spinnt Kunst so selbstverständlich wie die Spinne ihren Faden.“

          Und genauso selbstverständlich labert die Kirche eine Menge Unsinn und produziert enormen Ausschuss.

        • @ Adrian

          *Ein bisschen albern, an die Erbsünde zu glauben und ein ähnliches Konzept gleichzeitig dem Feminismus vorzuwerfen.*

          Albern nur für den, der gaubt, man könne in Unschuld leben.

          Menschen werden schuldig, sich selbst gegenüber, ihren Nächsten gegenüber, Gott gegenüber.

          Außerdem vertritt die Kirche keine Sündenbockideologie wie der Feminismus.

          Denn im Feminismus ist nicht jeder schuldig.

          Frauen sind als Opfer per se unschuldig. Schuldig sind nur die Täter = Männer.

        • „Menschen werden schuldig, sich selbst gegenüber“

          Inwiefern?

          „ihren Nächsten gegenüber“

          Nicht immer.

          „Gott gegenüber.“

          Wieso?

          Was ist denn meine Schuld? Und wenn ich welche hätte was folgt daraus? Außer dass ich versuche als besserer Mensch zu leben?

  6. So wie Roslin es formuliert ist das richtig!. Man muss einfach mal klar sehen können, was ist. In anderen Belangen haben wir weniger Probleme die Dinge beim Namen zu nennen. Wir sollten endlich begreifen, dass auch heute verschiedene Ideologien auf die Gesellschaft wirken und eine sehr starke ist der Feminismus. Dabei werden die meisten Frauen hineingezogen ohne immer wirklich darüber reflektieren zu können (vorallem an der Uni werden die Frauen in ein Fleischwolf gezehrt). Denn heute soll es als Norm gelten und wenn etwas zur Norm wird, laufen viele Leute in dieselbe Richtung ohne die natürlichen Reflexe der Reflektion – damit haben wir auch schon die Definition der Norm.

    Der Frau, die in diese Richtung tendiert, muss man sehr dezidiert gegenüber treten. Es ist ganz einfach! Auch wenn sie versuchen wird, „den Fisch zu ertränken“ – wie die Franzosen gerne sagen –, genau darum geht es ja und hier sind wir wieder beim Akkordeon-Prinzip. Die Argumentation besteht, wenn überhaupt eine da ist, aus aneinander gereihten morschen Pfählen, es ist sehr einfach in einem Gespräch dies aufzuzeigen. Doch genau diesem Punkt gehen die Feministen aus dem Weg. Meistens agieren sie nur mit reiner Rhetorik, Tricks (wie bringe ich den anderen in die Defensive… ) ; Redeschwall wird sehr oft angewandt.

    Wenn man also weiss, dass jemand nicht auf die sachliche Argumentation eingehen möchte, sondern nur die scheinende intellektuelle Niederlage des anderen wünscht, um ihre, auf Lügen aufgebaute, Suprematie darstellen zu können, muss man eben auch nicht auf Inhalte eingehen (ist eine Falle), sondern das Gerüst der Form angreifen.

    Oft reicht es einfach, sie in ihren Wahnvorstellungen erst einmal sprechen zu lassen, meistens werden sie dann so extrem in ihren Vorstellungen, dass auch die weiteren Zuhörer nur noch den Kopf schütteln. Sonst reicht auch nach 1 Minute, in höchst konzentrierter dezidierter Art, ein: „das ist komplett krank, was du da sagst, tut mir leid aber ich muss dir das einfach so sagen, krank. – Im Gründe wie bei einem Kleinkind, den man vor sich selbst schützen muss und ihm deshalb etwas ganz klar und deutlich vermitteln muss.

    Ab diesem Zeitpunkt werdet ihr mit grossem Respekt von der Feministin behandelt werden oder Sie wird euch kategorisch aus dem Weg gehen, da sie weiss, das du weisst und ihr System nichts ausrichten kann.

    • @ Anigone

      „Sonst reicht auch nach 1 Minute, in höchst konzentrierter
      dezidierter Art, ein: “das ist komplett krank, was du
      da sagst, tut mir leid aber ich muss dir das einfach
      so sagen, krank.“

      Wichtig nach so einem Statement,
      unabhängig von den Reaktionen,
      unter keinen Umständen auch nur
      einen Millimeter zurückkrebsen.
      Auch keine relativierenden
      Erklärungen zur gemachten
      Aussage nachreichen.
      Dort wo etwas in der eigenen
      Macht liegt nicht diskutieren
      sondern handeln, Fakts schaffen.
      Men are human doings.

      • Sehr richtig! Das verwäschern der eigenen Aussage nach der Aussage ist natürlich dumm, zumal die Aussage nicht unüberlegt ist, sondern ein ideologisches Komplex angreift. Da Ideologie scheinbar mit Argumentation arbeitet, ist auch nicht auf Argumente einzugehen, sondern mit der geballten Kraft der Weisheit. Die Weisheit besteht darin sein Gegenüber vor der Entscheidung zu stellen: willst du ein argumentatives Gespräch eingehen oder willst du eigentlich nur deine ideologischen Ansätze herrschen lassen. Mit der direkten Konfrontation: “das ist komplett krank, was du da sagst, tut mir leid aber ich muss dir das einfach so sagen, krank“ muss sich der andere Entscheiden. Fakten schaffen wie du sagst!

  7. @ Adrian

    „klingt entsetzlich genug“

    Muss Dir ja nicht gefallen. Ich finde die meisten neoliberalen und rechtslibertären Denker stattdessen entsetzlich.

    „Phrasen ohne Substanz.“

    Du hast es erfasst, Adrian – die Begriffe „Kulturmarxismus“ und „Geschlechtersozialismus“ sind Phrasen ohne Substanz, da es beides nicht gibt und nie gegeben hat.

    Aber es ist dennoch kein Problem sie im Sinne von Geusenwörtern

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geusenwort

    mit sinnvollem Inhalt zu füllen und dem konservativen/rechten Diskurs dann entgegenzustellen.

    • Du könntest einem konservativen oder rechten Diskurs auch einfach Deine Meinung entgegenhalten, dass Mann und Frau gleichwertig sind, und dass jeder Mensch ein Recht auf Leben, Freiheit und Würde hat. Wozu dann nichtssagende Phrasen?
      Vorausgesetzt natürlich, Du bist dieser Meinung, was ich nicht so recht glauben kann, wenn Du bspw. Foucault zu Deinen Favoriten zählst.

      „Ich finde die meisten neoliberalen und rechtslibertären Denker stattdessen entsetzlich.“

      Dito. Die meisten sogenannten „Denker“ sind dumm.

    • Der entscheidende Punkt: Welche Struktur muss eine Gesellschaft haben, daß derartige gegensätzliche Meinungen geäußtert und vertreten werden können, und daß dennoch die Vertreter beider Meinungen aktiv an einem Gemeinweisen teilhaben können und dieses befürworten können?

      Einige Gedanken findet man z.B. in John Rawls „Politischer Liberalismus“.

      • @dummerjan

        Ich werfe dazu mal einfach etwas in die Kommentare:

        http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rawls

        Rawls gilt als wesentlicher Vertreter des Egalitären Liberalismus. Als Prämisse seines Werkes setzt er die Gerechtigkeit als maßgebliche Tugend sozialer Institutionen, die aber die Freiheit des Einzelnen nicht verletzen darf:
        „Justice is the first virtue of social institutions, as truth is of systems of thought. A theory however elegant and economical must be rejected or revised if it is untrue; likewise laws and institutions no matter how efficient and well-arranged must be reformed or abolished if they are unjust. Each person possesses an inviolability founded on justice that even the welfare of society as a whole cannot override. For this reason justice denies that the loss of freedom for some is made right by a greater good shared by others.“
        „Die Gerechtigkeit ist die erste Tugend sozialer Institutionen, so wie die Wahrheit bei Gedankensystemen. Eine noch so elegante und mit sparsamen Mitteln arbeitende Theorie muß fallengelassen werden, wenn sie nicht wahr ist; ebenso müssen noch so gut funktionierende und wohlabgestimmte Gesetze und Institutionen abgeändert oder abgeschafft werden, wenn sie ungerecht sind. Jeder Mensch besitzt eine aus der Gerechtigkeit entspringende Unverletzlichkeit, die auch im Namen des Wohls der ganzen Gesellschaft nicht aufgehoben werden kann. Daher läßt es die Gerechtigkeit nicht zu, daß der Verlust der Freiheit bei einigen durch ein größeres Wohl für andere wettgemacht wird.“
        – John Rawls: A Theory of Justice (1971), 1.[9]
        Die Aufgabe von Gerechtigkeitsgrundsätzen besteht ihm zufolge darin, die Grundstruktur der Gesellschaft festzulegen, d. h. die institutionelle Zuweisung von Rechten und Pflichten und die Verteilung der Güter. Wie aus der Bezeichnung seiner Theorie („Gerechtigkeit als Fairness“) und seinen Überlegungen zur Rechtfertigung ersichtlich wird, ist seine Gerechtigkeitstheorie eine Theorie der Verfahrensgerechtigkeit.
        Rawls stellt sich dazu die Frage: Für welche Gerechtigkeitsgrundsätze würden sich freie und vernünftige Menschen in einer fairen und gleichen Ausgangssituation in ihrem eigenen Interesse entscheiden? Er argumentiert, dass zwei Grundsätze gewählt würden, deren Inhalt er in letzter Hand – nach einigen Veränderungen und Umarbeitungen gegenüber der ursprünglichen Fassungen – folgendermaßen formuliert:
        „(a) Each person has the same indefeasible claim to a fully adequate scheme of equal basic liberties, which scheme is compatible with the same scheme of liberties for all; and (b) Social and economic inequalities are to satisfy two conditions: first, they are to be attached to offices and positions open to all under conditions of fair equality of opportunity; and second, they are to be to the greatest benefit of the least-advantaged members of society (the difference principle).“
        „a) Jede Person hat den gleichen unabdingbaren Anspruch auf ein völlig adäquates System gleicher Grundfreiheiten, das mit demselben System von Freiheiten für alle vereinbar ist. b) Soziale und ökonomische Ungleichheiten müssen zwei Bedingungen erfüllen: erstens müssen sie mit Ämtern und Positionen verbunden sein, die unter Bedingungen fairer Chancengleichheit allen offenstehen; und zweitens müssen sie den am wenigsten begünstigten Angehörigen der Gesellschaft den größten Vorteil bringen (Differenzprinzip).“
        – John Rawls: Justice as Fairness: A Restatement (2001), §13[10]

        • Das ist natürlich sehr gut! Die Frage die sich mir stellt ist eben auch wo die Grenzen des Rechts sind, die gibt es leider an allen Enden. Weisheit und Recht sind nicht dasselbe. Recht stützt sich in vielen Angelegenheiten nur auf Paragrafen, dabei ist die frage der Moral nicht gelöst, damit ist Recht oftmals auch ungerecht. Es müsste eigentlich wieder ein Rat der Weisen geben oder einen König, der eben über grosse Abschnitte der Geschichte eben beides zusammenbrachte. Das Problem des Rechts ist das er sich selbst torpediert in dem er sich fast nur mehr auf Paragrafen stützt und keine moralische Instanz mehr sein kann. Die Ausbildung der Juristen ist oftmals erschreckend arm.

        • Was daran egalitär sein soll?
          Das Konzept beruht ja nicht darauf, daß alle Menschen gleich seien, sondern darauf, daß alle Menschen in der gleichen Ungewißheit ob Ihres Schicksals sind.

          Und angesichts dessen ist es ein vernünftige – unter bestimmten Annahmen sogar zwingende – Lösung, Chancengleicheit und Sicherung der Schwächsten als Grundprinzipien zu nehmen – denn zwar will jeder gleich behandelt werden, doch im Falle, daß man eben zufällig zu den Schwächsten gehört, will man dann vielleicht doch mehr als nur die abstrakt „gleichen“ Chancen.

          Allerdings ist dieses Programm nur in einer gesellschaf tabsolt risikoaverser Individuen so möglich.

          Das liefert auch eine interessantee Sciht darauf, ob und wie Risikoneigung vererblich ist.

    • Das mag sein. Aber daraus erwächst niemandem das recht konservative und liberale Menschen zu verteufeln.
      Denn es sind völlig legitime Sichten auf die Welt. Und ob die konservativen am Ende nicht sogar die Revolutionäre von morgen sind, mag manchem nicht passen. Aber ein Blick in die jüngste Geschichte beweist genau das: Die heute so beschimpften Neoliberalen waren in den 70er Jahren genau das. UNd wurden sowohl von den „linken“ aber auch den „Rechten“ verteufelt.

      Dann vor nichts hat der moderne Staat mehr Angst, als vor dem Bürger, der sich selbst vom Staat emanzipiert.

  8. Der Mensch war nie progressiv nur evolutionär. Konservativ vs Progressiv kann ich nicht ernst nehmen. Progressiv ist nur eine Worthülse einer bestimmten politischen Couleur. Sozialisten, Marxisten usw. können genauso konservativ sein, wenn nicht mehr…

  9. @ Antigone

    *Sozialisten, Marxisten usw. können genauso konservativ sein, wenn nicht mehr…*

    Sie werden oft spätestens dann konservativ, wenn sie die Macht haben.

    „Zum Phairsäertum fehlt ihnen nichts als Macht.“ (Nietzsche).

  10. die „veruneindeutigung“ beginnt bereits bei der geschäftsgrundlage. feministinnen sind sich nicht einmal darüber im klaren, was geschlecht ist. es gibt mehr als 2, aber welche das sein sollen und welchen zweck sie erfüllen, können sie nicht sagen. manche meinen, jeder habe sein eigenes geschlecht oder man könne sich einfach eins aussuchen.
    die begründung liefert voss nach dem gleichen strickmuster. weil die genese des geschlechts kompliziert und nicht in gänze verstanden ist und es gelegentlich zu uneindeutigkeiten kommt, existieren keine eindeutigkeiten.
    der normalfall, sprich die mehrheit, soll zugusten von einzelfällen (marginalisierten) delegitimiert werden. diese ideen sind nur denkbar, wenn man begrifflichkeiten bis zur unkenntlichkeit aufbläht. und ganz nebenbei verschafft man sich selbst damit uneingeschränktes rechthaben.

    • @hottehü

      So ist es! Die Auflösung des Geschlechts, reiht sich in eine Reihe von anderen Auflösungsprozesse, die Trennung von Mann und Frau, die Auflösung des Familienherds und in erweitertem Sinne der Sippe.

      Kann mir irgendeiner erklären, was Metrosexuell für ein Grschlächt sein soll? Tatsächlich steht es als eines der 5 neuen Geschlechter in den UNO und EU-Richtlinien. Diese Richtlinien werden von jeder Behörde übernommen nach dem Top-Down-Verfahren ohne das in den jeweiligen Länder jemals öffentlich darüber diskutiert werden konnte.

      @Christian

      Siehst du darin nicht auch das Akkordeon- Prinzip? Warum 5 Geschlechter? Warum nicht 7 ?

      Es sind eben keine Geschlechter mehr, sondern sexuelle Ausrichtungen vermutlich. Denn Geschlechter gibt es eindeutig nur 2.

      • @hottehü
        Das ist doch übertrieben. Nach wie vor leben die meisten erwachsenen Menschen verheiratet zusammen und haben Kinder.
        Ja, mit der Legalisierung der Schwulenehe werden es sogar wieder mehr – ok, ex Kinder.

        Natürlich ermöglicht mehr Freiheit auch mehr Freiheit bei den Lebensentwürfen im Zusammenleben. Angesichts dessen sind die Ehe und Familie überraschend stabile Formen des Zusammenlebens.

        • Ich nehme jetzt an, das bei dir die Wortwahl „die meisten“ auch mit 51% immer noch gerechtfertigt sein würde !? Gib eine genaue Grösse an.

          Eine einfache Frage:

          Wie und unter welchen Umstände wurden diese „ex Kinder“ denn gezeugt ? !

          Anders gefragt, wie machen es denn die Homosexuelle, wenn sie Kinder wollen? (– was ja schon mal etwas hedonistische Tendenzen sind, „Kinder zu wollen“, wie man im Supermarkt eine Tomatenbüchse kauft)

          „Natürlich ermöglicht mehr Freiheit auch mehr Freiheit bei den Lebensentwürfen im Zusammenleben. “

          – Sowie mehr Demokratie in Afghanistan, Tunesien, Libyen, zu mehr Demokratie führt, oder ! ?

          Welche Lebensentwürfe meinst du eigentlich und was heisst hier Lebensentwurf?
          Gibt es mehrere Leben so das man das eine mit Entwerfen verbringen kann?

          Es gibt also keine Anthropologie für dich, keine Geschichte, keine Geschlechter, alles fängt bei dir an. Der Progressist wirft grosse Worten wie Freiheit um sich und kreiert beiläufig ein neues System ex nihilo – aus dem nichts! Natürlich haben sich alle daran zu halten und bei dem grossen Versprechen „Freiheit“ ehrfürchtig zu danken.

          ich weiss nicht ob dir das bewusst ist, mir aber schon, du hast gerade mehr Freiheit versprochen oder doch ein Versprechen?

          Es ist zu einfach mit dem Wort Freiheit um sich zu werfen.

          Aber nun gut in deinem Sinne:

          vielleicht führt mehr Freiheit in der Interpretation von Freiheit zur Freiheit zu weniger Freiheit 😉

        • @antigone: Da Du ja nun, Deinem Namen folgend, eher eine Tragöde bist, nehme ich Dir – immerhin ein Frauennick – die schwere Arbeit des Suchmaschinenbedienens ab, obwohl das mit dem Brailletablett schwerer ist als mit der normalen Tastatur:
          https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2006/Mikrozensus/Pressebroschuere.pdf?__blob=publicationFile

          Und demnach leben von 81,752 Mio. Deutschen 43,252 in Familien mit Kindern und 22,7 Mio Paare ohne KInder zusammen, 14,17 Millionen leben allein, der Rest sind Alleinstehende in Mehrpersonenhaushalten – darunter 800000 Alleinerziehende weiblich und 220000 Alleinerziehende männlich.

        • Danke der Mühe!

          Immerhin erwecke ich mit dem Wort Antigone in dir ein Stück Kulturgeschichte neu und das freut mich. Dein Name ist etwas schlecht einzuordnen.

          Scheint mir immer noch nicht ganz klar. Was heisst „in Familien mit Kindern“ genau ? Ursprungliche Familie oder rekontruirte Familie, standesamtlich getraut oder einfach in Partnerschaft lebend ? Ich nehme an, wenn ich jetzt drei Wochen lang eine Frau als meine Lebensgefährtin bezeichnen kann, gehöre ich nach dieser Statistik zu den 22,7 Mio. Paare ohne Kinder !

          Ob lateinisch oder griechisch, das ist alles recht und gut aber folgende Frage:

          Wie machen es denn die Homosexuelle, wenn sie Kinder wollen?

          Also wenn du ein Partisan der homosexuellen Ehe bist und das damit impliziert, dass eben auch Homosexuelle Kinder haben sollen, dann muss du mir diese Frage schon beantworten.

          Dann vielleicht die Frage der Anthropologie, Geschichte, Geschlechter.

      • Tatsächlich steht es als eines der 5 neuen Geschlechter in den UNO und EU-Richtlinien. Diese Richtlinien werden von jeder Behörde übernommen nach dem Top-Down-Verfahren ohne das in den jeweiligen Länder jemals öffentlich darüber diskutiert werden konnte.

        Gibt es dazu eine Quelle?

        • Ja natürlich !

          Bei der UNO sind es die sog. „LGBT“, hier also nur 4 aber ich habe auch schon 5 gesehen vielleicht mit den asexual… ach nein, ich habe einfach die heterosexual – die Heterosexuellen vergessen – die werden in den UNO- Richtlinien nicht erwähnt ;), weil nicht bedroht und deshalb nicht förderungswürdig…

          „lesbian, gay, bisexual and transgender (LGBT)“

          Beim allgegenwärtigen Gender Mainstreaming, dass sich auch auf die UNO abstützt und umgekehrt, sind die fünf Geschlechter auch verankert. Hier ein kleiner Auszug der eigentlich alle Schlüsselmomente einer undemokratischen Einführung beinhaltet

          Auszug :

          ‚Die Strategie des Gender Mainstreaming ist in der Bundesrepublik Deutschland durch die Politik der Europaeischen Union bekannt geworden. Ihre Wurzeln liegen jedoch in der weltweiten Frauenbewegung und ihren Erfahrungen mit der Durchsetzung von Forderungen an die Regierungen. Auf europaeischer Ebene hatten die Frauen bereits 1993 mit der Reform der EU-Strukturfonds eine Zielvorgabe ‚Chancengleichheit fuer Frauen und Maenner‘ durchsetzen koennen. Damit war erstmals in Europa in einem ‚allgemeinen‘ Foerderkonzept das Ziel der Chancengleichheit verankert. Im Vierten Aktionsprogramm zur Chancengleichheit 1995 wurde dann das Prinzip des Gender Mainstreaming beschrieben. Das, was im EU-Strukturfond gelungen war, wurde auf die gesamte europaeische Politik uebertragen: Die Geschlechterverhaeltnisse sollten in jeder politischen Massnahme von der Planung bis zur Erfolgskontrolle beruecksichtigt werden. Eine weitere Bekraeftigung erfuhr das Gender Mainstreaming Prinzip im Amsterdamer Vertrag 1996. In diesem Vertrag verpflichten sich alle Staaten der Europaeischen Union, das Gender Mainstreaming Prinzip bei ihrer Politik anzuwenden. Konkretisierungen und Ausdifferenzierungen wurden auf EU-Ebene in aktuellen Entschliessungen des Rates zu den beschaeftigungspolitischen Leitlinien 1999 vorgenommen. In Zukunft soll in einem Fuenften Aktionsprogramm Gender Mainstreaming weiterentwickelt werden. Auch in der Bundesrepublik ist der Gedanke nicht neu, Frauenpolitik als Querschnittsaufgabe zu betrachten. Die Umsetzung dieser Idee in die Organisation politischer Entscheidungsprozesse liess jedoch zu wuenschen uebrig: In der Regel gab es eine zustaendige Stelle (Frauenministerium, Gleichstellungsstelle), die Frauenpolitik formulierte und Forderungen und Konzepte entwickelte. Diese Stelle trug dann diese Konzepte an die ‚anderen‘ Politikfelder heran und erhob den Anspruch, dass dort die gewuenschten Konzepte umgesetzt werden. Vom Ansatz her entspricht das Prinzip des Gender Mainstreaming der Idee der Querschnittspolitik: Die Chancengleichheit der Geschlechter laesst sich nur herstellen, wenn dieses Ziel in allen Politikbereichen angestrebt wird. Das Gender Mainstreaming Prinzip konkretisiert dieses Ziel jedoch durch einen klaren Bezug auf die Entscheidungsprozesse in Organisationen. Die vorliegende Expertise nimmt eine Bestandsaufnahme vor und soll dazu beitragen, die Reichweite der Strategie, aber auch ihre Grenzen besser zu begreifen.‘ (Textauszug)

          http://www.opengrey.eu/item/display/10068/83629

      • „Denn Geschlechter gibt es eindeutig nur 2.“
        Du meinst funktionale Geschlechter, d.h. Geschlechter die auch funktionieren.
        Es gibt ja – meist durch genetische Defekte oder Erkrankungen verursacht – Mischformen. Aber natürlich sind das biologische „Randerscheinungen“ – auch wenn man als Mensch der betroffen ist damit erst mal klarkommen muß.

        • @Dummerjan

          Ich verstehe deine Verwässerung nicht. Du scheinst auf mehreren Tastaturen gleichzeitig Spielen zu wollen – bewusst ?

          Funktionale Geschlechter !?!?! Dysfunktionale Geschlechter vielleicht !?!

          Was hat das mit dem Thema zu tun ? Warum diese Unterscheidung ?

          Wir sprechen hier über ganz einfache Prinzipien die so alt sind wie die Welt – jene Pole, Unterschiede, Gegensätze, Komplementarität – die seit jeher beim Menschen – nicht bei der Schnecke, ich weiss – aber beim Menschen, Leben hervorbringen.

          Einfach nur die Geschlechter, davon es 2 gibt.

          Genetische Defekte ? Was hat das mit dem Thema zu tun ? Gibt es nicht von jeder Sache, auch Defekte ? Malformationen ? Menschlich-chirurgische Eingriffe ?

          Weshalb sollen wir uns einem Subthema widmen, wo wir gerade das Hauptthema diskutieren ? Um davon abzulenken ? Verwirren anstatt klären ? Komplizieren dasjenige, dass einfach ist ? Verschleiern ? Die Akkordeon-Thechnik ?

          Deshalb bist du für mich der Inbegriff der Ideologie dieser weltweiten Ausrichtung und Indoktrinierung „Gender Mainstreaming“. Du versuchst nett daher zu kommen, erzählst das du Blind bist, schreibst immer nur kurze Sätze ohne auf den Inhalt einzugehen… Warum ? Bricht dann deine Ideologie zusammen ?

          Warum kannst du mir eine SIMPLE FRAGE nicht beantworten???

          Und das schon mehrmals ! Hier nochmals extra für dich

          @Dummerjan :

          ” WIE MACHEN ES DENN DIE HOMOSEXUELLEN, WENN SIE KINDER WOLLEN? ”

          Wäre nett und würde auch deine Glaubwürdigkeit zu diesem Thema stärken…

  11. Begriffsbestimmung Gender Mainstreaming

    »Mainstreaming« ist eine Neuschöpfung !!!

    Toll …


    “ GABRIELE ROSENSTREICH

    Gender Mainstreaming: Begriffsbestimmung

    Während dieser Tagung wurde ein verbreitetes Unbehagen am Schlagwort »Gender Mainstreaming« deutlich. Eine Person im Publikum hat das Wort so beschrieben: »Es hat einen fremdartigen, anspruchsvollen Klang. Das Wort ist ein Beitrag zur Unverständlichkeit.« Es ist ein englischer Begriff – vermutlich für viele das »Fremdartige« daran, vielleicht auch das Anspruchsvolle und Un- verständliche. Ich werde meine Überlegungen, meine Infragestellung, mit einer Begriffsbestimmung einleiten – einen Beitrag zur Verständlichkeit dadurch leisten, dass ich das Wort zwar nicht dekonstruiere, aber doch ein wenig auseinander nehme.

    Sein erster Baustein ist der Begriff »gender«. Dieses englische Wort wird häufig im Deutschen benutzt, da das Wort Geschlecht die in der feministi- schen Theorie formulierte Unterscheidung sex – gender nicht hergibt. Einem biologischen Geschlecht (sex) wird ein sozial konstruiertes Geschlecht (gen- der) entgegengesetzt. Ohne auf die Theorieentwicklungen hier näher eingehen zu wollen, lässt sich sagen, dass die Konstruiertheit von Geschlecht ein sehr zentrales Moment im Begriff »gender« ist; daraus folgt nämlich, dass Geschlecht als ein Prozess zu verstehen ist. Wir selbst stellen es jeden Tag in Interaktion mit unserer Umwelt aktiv her. Geschlecht ist etwas, das wir tun, und nicht etwas, das wir sind.

    Der Begriff »mainstreaming« existierte bis vor kurzem auch nicht im Englischen. Das Wort »mainstream« jedoch schon. Seine wörtliche Übersetzung lautet »Hauptrichtung«. Es bezeichnet das, was die Mehrheit tut, denkt, glaubt. Eine Mehrheit nicht im Sinne von Zahlen, sondern im Sinne des dominierenden Teils der Gesellschaft, der die alltäglichen Normen definiert. Das kann zahlenmäßig eine Minderheit sein, die jedoch die Mehrheit der Macht hat. In meinem (englischsprachigen), sich als »alternativ« und eher »links« verstehenden Umfeld wird der Begriff mit einem Naserümpfen ausgesprochen. Das heisst, er hat negative Konnotationen und wird eher abwerten verwendet: »Mainstream«-Musik befriedigt einen faden »Massengeschmack«. Impliziert wird die Gegenüberstellung »mainstream« – »margins«, d.h. Hauptrichtung – Ränder.

    »Mainstreaming« ist eine Neuschöpfung. Grammatikalisch gesehen ist er ein etwas seltsames Konstrukt: ein substantiviertes Verb, das allerdings das Verbsein übersprungen hat – es gibt soweit ich weiß kein »to mainstream«. Mainstreaming ist also ein Prozess, eine Handlung, und bedeutet, etwas im Mainstream einbinden, zum Mainstream machen.
    Wenn wir nun den derzeitigen, konkreten Alltag in Deutschland betrachten, können wir sagen, der Mainstream ist patriarchal, wogegen der Feminis- mus am Rande der Gesellschaft verortet ist. Der Begriff Gender Mainstreaming besagt, dass Gender-Fragen – d. h. Fragen des sozialen Geschlechts in seiner Konstruiertheit – im Mainstream Eingang finden und zum integralen Bestandteil des Mainstreams werden sollen. Dies impliziert, dass das, was jetzt Mainstream ist – also das Patriarchat – an den Rand gedrängt werden soll: Wir besetzen den Mainstream neu. Ich bin eine bekennende Feministin und als solche finde ich diese Vorstellung wunderbar. Ich lege keinen Wert auf Opposition um ihrer selbst willen. Ich verzichte gerne auf eine Marginalisierung und auf einen Opferstatus. Ich kann es also nur begrüßen, wenn die feministische Analyse der Geschlechterkonstruktion und der gesellschaftlichen Machtverhältnisse in den Mainstream übergehen, egal ob von »oben« oder »unten« initiiert – mit der Einschränkung, dass es mein Feminismus ist, der im Alltag Eingang findet und die Gesellschaft dominiert (es gibt ja viele verschiedene Feminismen).“

    http://www.rosa-luxemburg-club.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Texte_7.pdf

    • „Geschlecht ist etwas, das wir tun, und nicht etwas, das wir sind.“

      das ist natürlich (sic!) unfug. was wir tun, ist was wir tun. und das ist unsere soziale rolle. wir können jeden tag etwas anderes tun.

      das geschlecht – die fortpfanzungsfunktion des körpers – kann man nicht tun. es ist eine eigenschaft, die man weder aussuchen, noch ändern oder „tun“ kann. man kann sie allenfalls außer funktion setzen.

    • „mainstreaming“ ist das gerundium zu „to mainstream“ – auf die Allgmeinheit ausrichten – das englische Gerundium kommt dem substantivierten Partizip am nächsten ist aber eine der englischen Sprache eigentümliches Konstrukt. Nur der Klugscheisserei wegen ergänzt.

      • @Dummerjan

        DA musst du dich mit GABRIELE ROSENSTREICH zanken. Wenn es heute im Dix sein sollte, so relativ neu und letztlich so traurig eine so schöne Sprache mit solchen Unwörtern und nur zur Befriedigung von ein paar Ideologen des Establishment zu verhunzen.

        Warum kannst du mir eine simple Frage nicht beantworten????

        Und das schon mehrmals ! Hier nochmals extra für dich

        Dummerjan

        :

        ” WIE MACHEN ES DENN DIE HOMOSEXUELLE, WENN SIE KINDER WOLLEN? ”

        Wäre nett und würde auch deine Glaubwürdigkeit zu diesem Thema stärken – weniger Ideologie und mehr Argumente, meine ich…

        • @Antigone

          Könntest du bitte in deinem Tonfall weniger aggressiv werden?

          Wenn dir jemand eine Frage nicht beantworten will, dann ist das seine Sache. Vielleicht hat er nur keine Zeit oder keine Lust auf dich.

          Der Ton sollte höflich und sachlich sein. Schreien ist nicht erforderlich.

        • @Christian

          Ist diese Frage zu heikel für deinen Blog ?

          Es ist nun mal eine einfache Frage und ich glaube auch, dass ich hierzu eine Antwort verlangen kann – insbesondere wenn der andere immer wieder Beiträge schreibt aber intellektuell bewusst nicht auf das Kernthema eingeht – das nennt man auch einfach Sabotage !

          Ich zwinge ja niemanden meine Beiträge zu beantworten, oder ?

          Soviel intellektuelle Korrektness muss sein, sonst hat hier deinen Blog keinen Sinn, oder ?

          Ich muss jemand, der meine Argumente kritisiert aber nie auf die Kernfrage des Themas eingeht, der Glaubwürdigkeit überprüfen können – lieber Christian – sonst fällt jeder vernünftige Austausch auseinander.

          Dein Blog ist doch keine Kollage, bei der jeder irgendetwas aufhängen darf, dass in keinem Sinne mit dem Bild nebenan zu tun haben soll ?

          Wenn jemand meine Beiträge kommentiert und das immer wieder, verlange ich schon, dass es nicht nur Form- oder Nebensächlichkeitskritik ist, sondern eben auch auf das Thema eingeht, das hat auch mit Respekt zu tun.

          Oder warum kommentiert jemand meine Einträge, wenn er sowieso nicht mit meiner Argumentation einverstanden ist aber auch keine eigene Argumentation liefern möchte ?

          Ich zwinge niemanden meine Beiträge zu kommentieren, aber warum sollte ich die Kommentare zu meinen Beiträge nicht kommentieren dürfen ?

          Der Tonfall war bis jetzt geschriebenes Wort, aktive Sprache sicherlich, ist es aber immer wenn man eine Frage stellt.

          • @Antigone

            „Ist diese Frage zu heikel für deinen Blog ?“

            Nein, aber du stellst sie in einer unsachlichen Form

            „Ich muss jemand, der meine Argumente kritisiert aber nie auf die Kernfrage des Themas eingeht, der Glaubwürdigkeit überprüfen können“

            Aber nicht in diesem Ton. Nochmal: Es gibt kein Recht auf eine Antwort.

            „aber warum sollte ich die Kommentare zu meinen Beiträge nicht kommentieren dürfen ?“

            Kannst du, aber bleib höflich dabei, wiederhole dich nicht innerhalb kurzer Zeit, verlange keine Antworten und stelle nicht fest, dass derjenige nur weil er dir nicht sofort antwortet, keine Anworten hat um eine Antwort zu provozieren.

            Ich finde deine Frage ehrlich gesagt auch nicht so bewegend:

            „” WIE MACHEN ES DENN DIE HOMOSEXUELLEN, WENN SIE KINDER WOLLEN? ”“

            Was willst du da genau hören? Ja, bei Sex unter Männern wird wohl keiner schwanger werden. Also bleibt nur eine Adoption, wenn sie möglich ist, ein Kind aus früherer Beziehung zu einer Frau oder eine anderweitige Absprache mit einer Frau (in Deutschland wohl schwierig). Bei zwei Lesben: Für eine Frau dürfte das schwanger werden nicht so problematisch sein, Samen lässt sich da sicherlich besorgen, sei es durch eine Samenbank oder einen anderweitigen Spender

            Was ist daran jetzt so dramatisch, dass du hier rumkrakelst?

        • @Christian

          Wenn ich rumkrakele, dann sülzt ihr ein wenig rum – lieber Christian ! Vielleicht geht es dir auch mehr um die „Demokratisierung“ der Thematiken als um deren argumentative Betrachtung. 😉

          Der Tonfall wurde übrigens von Dummerjan gesetzt – lieber Christian – Dein verehrter Dummerjan meinte ich sei eine Tragödie. Ach wie nett von ihm, nicht wahr?

          Das du meine Frage –

          ” WIE MACHEN ES DENN DIE HOMOSEXUELLEN, WENN SIE KINDER WOLLEN? ”

          – beantwortest, finde ich toll.

          Du sagst ja selbst: bei zwei Männern oder zwei Frauen wird niemand schwanger werden.

          Also woher sollen die Kinder kommen ? In den meisten (alle) Ländern ist Adoption für gleichgeschlechtliche Paare rechtlich nicht möglich, die Invitro-Fertilisation aufgrund von Gleichgeschlechtlichkeit auch nicht, also bleibt die Frage offen, woher kommen diese Kinder ?

          1. „ein Kind aus früherer Beziehung zu einer Frau“ – Will heissen, dass jemand heute hetero und morgen homo sein kann. Stellt für mich schon einmal eine grundsätzliche Frage, ob das so ist. Gehen wir davon aus, dass es so wäre, klar ist, der Prozentsatz dieser „Wechslersexler“ kann nur sehr gering sein. Und was machen die anderen Homosexuellen die Kinder wollen?

          2. “oder eine anderweitige Absprache mit einer Frau“ – Man bespricht also mit einer Frau, dass Sie sich schwängern lassen soll (wie auch immer das aussehen soll, ob mit Sexualverkehr …. ohne jemanden betrunken zu machen, ohne jemanden zu bezahlen, ohne jemanden damit auszunutzen, ohne sich in der dritten Welt umzuschauen – bestimmt findet sich zuhause ein Mädel, die das gerne macht …)

          Rechtlich ist eigentlich beides illegal, den das 1. ist mit grosser Wahrscheinlichkeit Betrug und das 2. mit grosser Wahrscheinlichkeit Missbrauch eines weiblichen Individuums (und Reduzierung Ihrer Individualität auf die Funktionen eines Uterus), auch wenn sie einwilligt.

          Jedenfalls konträr zu jeglichen Menschheitsrechten. Es genügt nicht, dass eine Frau einverstanden ist, auch in nüchternem Zustand nicht, und ihre Einwilligung gibt, da es sich hier nicht um eine handelsübliche Ware handelt, sondern um grundfeste Menschenrechte, nämlich jene der Frau, wonach eine Frau sich der Leihmutterschaft nicht hergeben darf, ihr die Möglichkeit zum Gebären nicht gehört, sonder aus der Fusion zweier (sich liebenden) Menschen entsteht, und jenen des Kindes, das Anrecht hat auf Herkunft und Identität, nebst einer seiner Aufzucht konformen Umgebung.

          EINZIG DER AKT DER GEBURT SELBST BERECHTIGT DAS DASEIN EINES KINDES.

          Ein Kind ist keine Ware, auch bereits während der Schwangerschaft nicht (die Frau kann einzig in den ersten drei Monaten eine Abtreibung legal einleiten), es kann also nicht über ihn verhandelt werden, es kann auch rechtlich gesehen nicht zum Zwecke eines Kindes, also einer Geburt, angestiftet werden. Einzig der Akt der Geburt selbst berechtigt das Dasein eines Kindes. Auch nicht der Akt der Zeugung. Der Akt an sich gehört eben weder der Frau noch dem Manne, sondern wie schon erwähnt, ist es das mögliche Ergebnis der Fusion zweier (sich liebenden) Menschen. Hier lehnt sich das Recht der Religion an, die den Akt der Geburt als göttlich sieht. So hat das Recht bewusst immer die Verfügung über den Akt der Zeugung und der Geburt dem Menschen verweigert. Mit guten Gründen finde ich.

          Das RECHT DES KINDES gibt es aber… auf Herkunft (Verfassung), auf Identität (Verfassung), auf eine seiner Entwicklung förderlichen Umgebung (Verfassung), letztlich vielleicht, auf eine polare Umgebungsstruktur Weiblich–Männlich ?

          Das Recht des Kindes scheint mir heute bedroht, dieses kann nicht substituiert werden mit den Wünschen einer partikularen Gruppe. Es sind ja nicht einmal Rechte, sondern Wünsche, denn jeder weiss, dass es EIN RECHT AUF KINDER nicht gibt.

          Sind also alle Praktiken an Kinder heranzukommen als Homosexuellen grundsätzlich weder Rechtens noch Menschenrechtskonform und unterminieren die Würde des Kindes, die Würde der Frau und damit die Würde des Menschen im Allgemeinen ?

          Ja

          Gibt es im Rechtsleben ein Anspruch auf Kinder, ein Anspruch auf Glückseligkeit oder dasjenige was man damit verbindet, eine explizite oder implizite Garantie auf die Handelsüblichkeit eines lebenden menschlichen Organismus (Mensch) ?

          Nein

          • @Antigone

            „Sind also alle Praktiken an Kinder heranzukommen als Homosexuellen grundsätzlich weder Rechtens noch Menschenrechtskonform und unterminieren die Würde des Kindes, die Würde der Frau und damit die Würde des Menschen im Allgemeinen ?“

            Nein, natürlich nicht. Warum sollte es dir Würde eines Kindes oder sonst wessen Würde beeinträchtigen, dass die Personen, die es betreuen Sex mit Menschen des gleichen Phänotyps bevorzugen?

            Das dreckigste Säuferduo darf in den Grenzen der Gefährdung des Kindeswohls Kinder bekommen und du machst dir Sorgen über Homosexuelle Paare, die Kinder betreuen oder aus hetereosexueller Beziehung oder warum auch immer in ihre neue Beziehung bringen?

            Was soll denn da die konkrete Gefahr sein?

        • Das Homosexuelle Kinder haben (und in Masse hätten) ist nicht mein Problem – auch wenn ich offen gestehe, dass ich der Meinung bin, das die polare Umgebung und deren Erfahrung für ein Kind nur vorteilhaft sein kann. Ich habe nichts gegen Homosexuellen, doch ich glaube man kann nicht ständig sich seiner Grundstruktur verweigern. Die Struktur eines Homosexuellen in fortpflanzungstechnischer Hinsicht ist nunmal hybrid. So wie jene eines einzelnen Mannes oder einzelnen Frau. Erst bei der Symbiose der beiden Geschlächter gibt es die Möglichkeit, ohne Garantie. Also bin ich der Meinung, als ein Homosexuellen verweigert man sich seiner Identität, wenn man keinen Kreuz auf eigene Kinder gemacht hat und dies nicht akzeptiert. Was nicht heisst das der Umgang mit Kindern verweigert wird. Gerade ein Karl Valentin könnte darüber genüsslich lachen.

          Jene die Kinder haben und tatsächlich Kinder mitbringen in eine andere, andersgeschlechtlichen Beziehung hinein, sollen das tun und dabei ist auch nichts einzuwenden, doch wie gesagt dieser Prozentsatz ist minimal. Sol der jetzt auf 100% steigen ? Und woher holen sich die anderen homosexuellen Paare, also die Mehrheit, die Kinder ?

          Was glaubst du woher oder wie diese Kinder entstehen können ? es gibt ja nicht viele Möglichkeiten. Soll der Mensch zur Ware werden ?

          Die Würde ist nicht von mir so definiert sondern von den allg. Menschenrechte und in praktisch jeder Verfassung oder ähnliches so definiert. Du musst dir mal klar werden, was das heisst, wenn der rechtliche Schutz eines einzigartigen Aktes, den so armen und wie sie behaupten, stets unterprivilegierten Homosexuellen, zum Frasse vorgeworfen wird. Nämlich die Liberalisierung der Menschenrechte. Wer die Hoheit über den Zeugungsakt verfügt, verfügt gleichzeitig über andere Menschen. Wenn es also erlaubt sein sollte einen anderen Menschen in die Irre führen zu dürfen, um Kinder zu bekommen, so ist Recht kein Recht mehr, wenn die Forderung zum Anrecht auf einem Kinde angenommen wird, so wird das Kind zur Ware, also der Mensch.

          Ich kann es bestens verstehen, wenn selbst mittelbehinderte Menschen Kinder haben, auch wenn andere die Nase rümpfen, denn sie zeugen sie auch selbst. (und das heisst jetzt nicht das für mich Homosexuelle behindert sind)

          Ich kann aber keinem System zustimmen, dass das rohe (hedonistische, partikular) Bedürfnis (alleine in Europa) von circa 80 Millionen Homosexuellen nach Kinder unterstütz und damit zusieht, wie sich parallele Gesellschaften einrichten, um Handel mit Kindern zu treiben und diesen Wunsch nach Kind (sic!) in der Illegalität mit der Unterdrückung von osteuropäischen Frauen (Afrika usw.) als Gebärleiber und der Missachtung der Würde des Kindes arrangiert. Das ist purer Wahn, einzigartiger Egoismus und mit Sicherheit klassische Sklaverei.

          Das Problem ist doch ganz einfach, wenn ein System (wie die Homosexualität) in sich nicht Kinder zeugen kann, obschon es dies möchte, dann kann es nur, um seine Ziele zu verwirklichen unweigerlich ein anderes System angreifen und berauben! So sollen sich nun Homo und Hetero gegenüber stehen ? So ist es – woher sollen diese MILLIONEN KINDER denn kommen ? Aus Afrika ?

          Weshalb sollte ich dem organisierten Menschenhandel zustimmen oder der Irreführung von Heterosexuellen?

          • @Antigone

            Ich würde schon sehr stark vermuten, dass du Schwulenfeindlich bist.

            Kinder die Adoptiert werden oder betreut werden haben entweder keine Eltern oder mussten denen weggenommen werden, weil das Kindeswohl gefährdet war.

            Aber mal sehen:
            Du bist also auch gegen die Adoption von Kindern durch ein beiderseitig steriles/einseitig steriles, aber heterosexuelles Paar? Das dürfte ja einer der Hauptgründe für Adoption sein. Oder noch schlimmer aus deiner Sicht: Heterosexuelle, bei denen sich die Frau die Figur nicht verderben will und deswegen kein (weiteres) kind bekommt.

            Oder Menschen, die den Zeitpunkt verpasst haben und nunmehr Pflegekinder aufnehmen. Wo ist da der Unterschied?

            Der organisierte Menschenhandel, den du da an die Wand malst scheint mir ein reiner Strohmann zu sein hinter dem sich Homophobie verbirgt. Denn dem ist ja leicht durch die bestehenden Gesetze vorzubeugen. Es können eben nur die Kinder adoptiert werden, die anderweitig keine Eltern haben oder sonst Unterstützung brauchen

        • Lieber Christian du hast mich bestens verstanden. Du brauchst das nicht in ein komisches Licht zu stellen. Das Problem ist nicht, dass es Homosexuelle sind die Kinder betreuen (auch wenn ich wie gesagt das Polare Prinzip Mann-Frau für Kinder besser finde), sondern, dass Homosexuelle gezwungen sind, den anderen etwas wegzunehmen, um sich einen Wunsch zu erfühlen. Für mich stehen Grundfeste Rechte von Menschen (Frauen, Kinder), gegenüber einem hedonistischem Wunsch (also nicht Recht) von Grossstadtmenschen, in diesem Falle Homosexuelle, gegenüber.

          Da das Recht auf Adoption für Homosexuelle gleich bleibt, wird es einen immensen Sog geben also Nachfrage auf dem Schwarzmarkt.

          Den Menschenhandel gibt es bereits heute, die sog. Leihmüttern in Osteuropa und Asien.

          Tatsächlich bin ich der Meinung, dass ein Heteropaar, das steril ist, nicht Kinder adoptieren muss. Und wenn es unbedingt sein soll, dann müssen es Kinder sein aus dem eigenen Lande, um den Schwarzmarkt zu umgehen. Ein älteres Paar hat kein Anrecht auf Kinder nur weil er über 30 Jahre lang den Moment verpasste !? Zudem sind sehr alte Eltern sicher auch nicht gut, sonst würden Frauen erst ab 60 schwanger werden können. Aber kleine Afrikaner als Souvenir wie Madonna adoptieren, ist einfach erbärmlich und dies immer unter dem Vorwand der Gütigkeit, sprich für diese armen Kinder ! Dabei weiss man sehr wohl, dass die Motivgründen der Adoption ein egoistischer Vorgang sind und es sich dabei um die Befriedigung des Adoptierenden und nicht des Adoptierten geht.

          Homophobie ist eine leere Worthülse, eine Diskriminierungswaffe, sowie Antisemitismus. Es ist höchste Zeit damit aufzuhören, denn heute schlägt es nur wie ein Bumerang zurück. Wenn du aber sagen möchtest, dass die Homosexuellen unterprivilegiert sind oder gar gefährdet, so muss ich dir klar widersprechen, nach Einkommensverhältnissen sind Homosexuelle eine sehr privilegierte Gruppe, bekleiden die besten Funktionen in der Gesellschaft und können sich genau so frei bewegen wie andere, auch Nachts ;). In vielen Städten (Paris, Berlin, New York, Amsterdam) gibt es ganze Stadtteile die nur von Homosexuellen bewohnt werden, es gibt etliche Gaymagazine mit grossem Umsatz und PinkTV, also einzig für Homosexuelle aufbereitetes Fernsehen. In den meisten europäischen Ländern, werden die Homosexuellen mit zig Milliarden unterstützt indirekt oder direkt. In Frankreich alleine gibt es 2 Institutionen die jeweils mit über einer halben Milliarde über das Wohlergehen der Homosexuellen und deren eventuellen Diskriminierung wacht – keine andere Gruppe der Gesellschaft kann von sich behaupten dermassen gut vertreten zu sein.

          Im übrigen habe ich Freunde die Homosexuelle sind, aber eben, ein Mensch besteht nicht alleine über seine sexuelle Ausrichtung und mich kümmert wenig, was andere in ihrer Privatsphäre so treiben. Ach, im übrigen mein Kind hat auch ein Pate der homosexuell ist.

          • @antigone

            „sondern, dass Homosexuelle gezwungen sind, den anderen etwas wegzunehmen, um sich einen Wunsch zu erfühlen“

            Nein. Dazu sind sie nicht gezwungen. Jedenfalls nicht mehr als andere Paare, die kein Kind bekommen können.

            Der von dir behauptet Nachfragedruck ist erst einmal eine Behauptung. gegebenfalls sind eben die Strafgesetze allgemein und nicht nur für Homosexuelle zu verschärfen.

            „nach Einkommensverhältnissen sind Homosexuelle eine sehr privilegierte Gruppe“

            Um so besser für die Kinder, die dann bei ihnen aufwachsen.

        • Doch weil es schwieriger ist, wenn nicht gar in vielen Ländern unmöglich ist, für Homosexuelle Kinder zu adoptieren. Es bleibt also in den meisten Fällen nur die Trickserei: entweder man verarscht einen Heterosexuellen indem man im Liebe vorgaukelt und zuletzt das Kind wegnimmt oder man beschafft es sich auf dem Schwarzmarkt, in dem man eine falsche Geburtsurkunde samt Kind für 40’000 Euro bekommt.

          “nach Einkommensverhältnissen sind Homosexuelle eine sehr privilegierte Gruppe”

          Geld macht die Erziehung nicht aus.

          Ich möchte darauf hinweisen, dass es etliche Möglichkeiten gibt, sich für Kinder einzusetzen und mit Kindern zu umgeben in unserer Gesellschaft.

          Anders gefragt, was ist der spezielle Drill des „eigenen Kindes“ als Homosexuellen, wenn man von Natur aus keine bekommen kann ?

    • „to mainstram“ ist in meiner Ausgabe des Oxford Reader’sEnglish DIctionary von 2006 enthalten – soviel zur feministischen Bildungslücke.

      • @Dummerjan

        Auch das kann man das Akkordeon-Prinzip nennen, was du da machst, so auf Einzelheiten einzugehen, anstatt auf die Kernthese die beschrieben ist und eigentlich Thema wäre.

        Warum kannst du mir eine simple Frage nicht beantworten????

        Und das schon mehrmals ! Hier nochmals extra für dich

        Dummerjan

        :

        “ WIE MACHEN ES DENN DIE HOMOSEXUELLE, WENN SIE KINDER WOLLEN? “

        Wäre nett und würde auch deine Glaubwürdigkeit zu diesem Thema stärken – weniger Ideologie und mehr Argumente, meine ich…

  12. „Akkordeon-Prinzip“ finden ich einen hübschen Ausdruck. Den begriff kannte ich bislang noch nicht.

    Aber diese Erscheinung ist mir schön öfters bei Ideologien/Religionen in der Esoterik etc. begegnet. Es scheint sehr menschlich zu sein, Begriffe zu verwenden, wo „eh jeder weiss, was damit gemeint ist“. Diese haben den Vorteil, dass man immun gegen logisch-rationale Widerlegung wird.
    Das Beispiel, wo mir diese erscheinung zum ersten Mal klar wurde, war der Begriff „Gott“ in Diskussionen mit Gläubigen und Theologen. Der wechselt auch quasi in jedem Satz und mit jedem Argument seine Bedeutung, und zum Schluss werden wieder die gleichen Behauptungen gebracht, die man schon in der vorigen Argumentationsrunde widerlegt hatte…
    „kaugummibegriffe“ sind m.m.n. eindeutige Kriterien, dass man es nicht mit Wissenschaft, sondern mit Ideologie zu tun hat.

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  18. Hii! Nur eine dumme Frage: ¿was bedeutet „Akkordeon-Prinzip“? Derzeit übersetze ich ins Spanische einen Artikel zum Thema Gemeinwohl, und wenn ich „Akkordeonauffassung“ oder „Akkordeonprinzip“ lese, sagen die mir nichts. Könntest du mir „Akkordeon-Prinzip“ in Englisch erklären? Ich freue mich auf deine Antwort!. Vielen Dank.

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