Das Baby und die Beziehung

Ich treffe mich mit einer alten Freundin, die zu Besuch in der Stadt ist. Sie ist inzwischen Mutter eines Kindes, etwas 2 Jahre alt. Sie erzählt einiges interessantes zum Thema Baby und Beziehung:

  • Momentan ist sie in einem sehr gut bezahlten Job in der Privatwirtschaft in leitender Position. Sie hat eine Zeit lang alle paar Jahre den Job gewechselt hin zu einer qualifizierteren Stelle und verdient dementsprechend gut in einer hohen Firma. Ihre Qualifikation ist hervorragend. Sie wird niemals Probleme haben eine hochqualifizierte Stelle zu bekommen. Ihr  Mann ist ebenfalls in einer guten Position, wenn er auch etwas weniger verdient, würde ich vermuten. Aber es ist ein hochstressiger Job. Sie hat es momentan mit viel Drittbetreuung, einer reduzierten Stelle (reduziert bedeutet dort, dass sie quasi Vollzeit arbeitet) und Home Office irgendwie hinbekommen. Jetzt wird es ihr zu stressig. Sie plant – in Absprache mit ihrem Mann – sich bei einer Behörde zu bewerben, das würde es einfacher machen, mit der Kinderbetreuung, sie würde immer noch gut verdienen, wenn auch erheblich weniger. Zusammen wäre es bei beiden natürlich trotzdem kein Problem.
  • Sie erzählt, dass die Phase direkt nach dem Kinderbekommen für viele Paare überaus belastend ist. Alle sind im Stress, der Mann versteht nicht, wie sich die Frau fühlt, das Sexleben ist dahin mit dem kleinen, alle haben zuwenig Schlaf, man fühle sich auch einsam und verlassen, mit dem schreienden Kind. Keine einfache Zeit jedenfalls, sie kenne viele Paare, die das nicht überstanden hätten
  • Überhaupt verändere sich die Beziehung mit einem Baby vollkommen. Früher hätte sie alle Paar komisch angeschaut, wenn sie gemeint hätten, dass man das Kind lange im Ehebett schlafen lassen würde und es da gar nicht raus haben wolle. Aber jetzt wo sie es da habe, fühle man sich einfach sicherer und ruhiger, wenn man weiß, dass es nahe bei einem ist. Das Kind würde es viel an allgemeiner Aufmerksamkeit und Kuschelbedürfnis ausnehmen, da sei es auch gar nicht mehr so schlimm, dass man nicht mehr soviel Sex habe.

Beim letzten Punkt habe ich wohl etwas entsetzt geschaut. Sie lacht und sagt, sie wolle mir das Kinder bekommen nicht verderben. Es sei einfach eine sehr schöne Sache, so ein Kind.

Vorerst klingt es zumindest nicht so.

56 Gedanken zu “Das Baby und die Beziehung

  1. „Es sei einfach eine sehr schöne Sache, so ein Kind.
    Vorerst klingt es zumindest nicht so.“

    Wer nicht den Drive bzw. die Sehnsucht nach einem (Leben mit) Kind(ern) hat, sollte es lassen.

    Das Problem ist nur: wann hat man als Kinderloser überhaupt Kontakt mit Kindern?

    Die Separierung der Lebenswelten ist recht weit fortgeschritten, Kinderlose treffen meist auf Kinderlose, Eltern meist auf andere Eltern.

    „Man begehrt nur was man sieht“ – dieses von Suzie hier letzt noch vorgebrachte Hannibal Lecter-Zitat hat eine gewisse Berechtigung.

    Die Angst vor dem Verlust des Sexlebens halte ich für unbegründet.

    Du hast Dich womöglich nicht getraut zu fragen, wie lange Deine alte Freundin und ihr Partner nach der Geburt pausiert haben, ob es schon in der Schwangerschaft weniger Sex gab oder welche Koitusfrequenz sie jetzt haben?

    Lass Dir gesagt sein: alles ist möglich.

    Sogar, dass das/die Kind/er nicht jede Nacht das Bett okkupieren (und wenn doch kann man ja immernoch in einen anderen Raum ausweichen, ist eh viel spannender) 😀

    • >“Man begehrt nur was man sieht” – dieses von Suzie
      >hier letzt noch vorgebrachte Hannibal Lecter-Zitat hat
      >eine gewisse Berechtigung.

      Naja, das scheint mir aber wirklich nur in sehr begrenzten Situationen zum Tragen zu kommen.
      Als vierfacher Onkel von mittlerweile erwachsenen Neffen und Nichten hatte ich reichlich Kontakt mit Kindern und ein Bedürfnis danach hat sich in den 20 Jahren nicht eingestellt.

  2. Ich würde mal vermuten das ist ein evolutionär bedingter Effekt, der noch aus Zeiten stammt wo Menschen nomadisierten und keine Verhütungsmittel hatten. Erst einmal muss ein Kind entwöhnt und möglichst laufen können, bevor man das nächste zeugt. Ein verringerter Sexualtrieb bei beiden Elternteilen ist dann natürlich hilfreich. Ich nehme mal an, das wird dann durch kuscheln oder so substituiert. Die Beziehung wird so bestätigt, beide fühlen sich versichert und man geht nicht das Risiko einer erneuten Schwangerschaft ein.
    Man darf ja nicht vergessen, Schwangerschaft an sich ist schon anstrengend für Frauen, wenn sie dann aber auch noch ein Baby gleichzeitig versorgen müssen und eventuell als Nomaden durch die Gegend ziehen kann das denke ich mal eine Überlastung sein.

  3. Es hat ja seinen Grund, warum die Menschen im Westen weniger Kinder bekommen. Wenn ich mir es so durchdenke, kommen auf meine Liste pro/kontra Kind auch nicht besonders viele Vorteile:

    kontra:
    – man muss sein gesamtes Leben umstellen für mind. die nächsten 18 (!) Jahre
    – es kostet zusätzlich Zeit und Geld
    – es kostet eine Menge Verantwortung
    – man braucht den richtigen Partner

    pro
    – Kinder sind süß

    Nun gut, süß sind allerdings auch Hunde und Katzen. Und die machen weniger Arbeit. Außerdem kann ich auch mal meinen Neffen besuchen, wenn ich mal Lust habe mich mit einem Kind zu umgeben.

    Ich glaube tatsächlich, dass die Lust auf Kinder durch Kinder geweckt wird. Früher waren Kinder normal bzw. an konnte es nicht „vermeiden“, sie zu bekommen. Heute merkt man, dass der Einzelne auch ohne sie leben kann.

    Das ganze konservative Gelaber von wegen, dass es gesellschaftlich notwendig ist, Kinder zu bekommen, mag durchaus richtig sein, interessiert letzendlich aber niemanden, weil es bei Kindern um konkrete individuelle Erfordernisse und Lebensplanungen geht. Niemanden wird man dazu bringen, für die Gesellschaft oder die Rente Kinder zu bekommen. Dieser Ansatz muss scheitern.

    Die Frage ist also: Wie kann man in einer freiheitlich, pluralistisch-indivdualistischen Gesellschaft, den Menschen Kinder wieder schmackhaft machen?

    • hi Adrian

      „… Niemanden wird man dazu bringen, für die Gesellschaft oder die Rente Kinder zu bekommen…“

      das ist richtig, aber der grund liegt in den nicht gekoppelten beiträgen in die rentenkassen und der anzahl an eigenen kindern.(nicht so das reelle kosten gedeckt werden für die eigene rente, im fall der kinderlosigkeit)

      dazu kommt halt das derzeit überall gepredigt wird das karriere die erfüllung für frauen darstellt.
      wo der einfluss dieser modernen ‚heilsbotschaft‘ weniger stark ist ist ja durchaus zu beobachten das mehr kinder geboren werden.

      ganz nebenbei hat die praxis der abtreibung nachhaltig dafür gesorgt das weniger kinder geboren werden. warum frauen lieber abtreiben anstelle das kind zur adoption frei zu geben erschließt sich mir nicht.

      eine option für mehr geburten zu sorgen wäre anstelle des jetigen system eine senkung der abgabenlast für eltern. z.b. weniger abzüge bei der lohnsteuer evtl negative lohnsteuer?(das derzeitige system erscheint mir oft wenig zielführend und sollte komplett gestrichen werden )

      • „aber der grund liegt in den nicht gekoppelten beiträgen in die rentenkassen und der anzahl an eigenen kindern“

        Auch eine Koppelung würde m. E. nix bringen, denn der Zusammenhang wäre genau so abstrakt wie jetzt. Die Rente ist jetzt schon unsicher, jeder weiß es, und dennoch bekommen die Leute weniger Kinder. Zumal die wenigsten Menschen in die Zukunft denken und alle subjektiven Nachteile eines Kindes bestehen bleiben würden.

        „warum frauen lieber abtreiben anstelle das kind zur adoption frei zu geben erschließt sich mir nicht.“

        Weil es unkomplizierter ist. Wenn ich das Kind nicht abtreibe, muss ich es erst einmal noch einige Monate im Bauch haben, gebähren und dann den ganzen bürokratischen Aufwand hinter mich bringen.

      • @Holger

        „warum frauen lieber abtreiben anstelle das kind zur adoption frei zu geben erschließt sich mir nicht.“

        Echt nicht? Das ist doch eigentlich recht offensichtlich.
        Sie sparen sich einen Großteil der Schwangerschaft, die Geburt und Vermeiden eben auch die Bindung und eine größere soziale Ächtung. Eine Abtreibung muss man nicht erklären. Ein gerade geborenes Kind wegzugeben weil es gerade nicht passt wirkt hingegen recht herzlos.

      • Holger,

        „ganz nebenbei hat die praxis der abtreibung nachhaltig dafür gesorgt das weniger kinder geboren werden.“

        Ich würde sagen, dass vor allem die „Praxis der Pille“ für weniger Geburten gesorgt hat. Abtreibungen gibt es schon deutlich länger.

        „dazu kommt halt das derzeit überall gepredigt wird das karriere die erfüllung für frauen darstellt.“

        Unter „predigen“ verstehe ich zwar etwas anderes, aber sei es drum. Und: Lieber eine Frau, die mit ihrer Arbeit zufrieden ist als eine, die mit ihrem Muttersein unzufrieden ist. (Analog dazu umgekehrt.)

    • @Adrian

      Vielleicht für die Proliste:

      – eine intensive Bindung dieser Art wird sonst schwer zu erhalten sein, gerade weil es eine hohe Abhängigkeit und Verantwortung ist und starke Bindungen errichtet werden.
      – man gibt etwas von sich und seiner Partnerin weiter (etwas abstrakt, aber ich denke viele empfinden das als gutes Gefühl)

        • Du könntest Dir Neill Patrick Harris (Barney aus HIMYM) als Vorbild nehmen:
          er und sein Partner sind Väter von Zwillingen, die wohl eine Leihmutter ausgetragen hat.

          Freilich: Leihmutterschaft ist bei uns (genau wie Eizellenspende) noch verboten, aber Du könntest Dich in Richtung (ost)europäisches Ausland umgucken…

    • Außerdem noch für die pro-Liste:

      – es gibt täglich viel mehr Gründe zum Lachen
      – man kann sich mal wieder richtig zum Horst machen und wird dafür honoriert wie nie
      – man entdeckt die Welt neu

      Frau wie Mann lebt also glücklicher:
      http://www.focus.de/panorama/diverses/gesellschaft-vater-sein-ist-gar-nicht-schwer-deutsche-papas-geniessen-die-trubelige-zeit-mit-ihren-kindern-bild_aid_787711.html

      & länger:
      http://www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/sterberisiko-eltern-leben-laenger_aid_5823.html

      als Kinderlose, die dafür i.d.R. wesentlich größeren materiellen Reichtum anhäufen können.

      Des Menschen Wille ist sein Himmelreich

      • Gegen Kinder spricht:

        Väter sind heute gerade über ihre Kinder leicht erpressbar. Sie sind ein Hebel in den Händen der Kinderbesitzerin, auch noch ihre egomanischsten und narzisstischsten Ansprüche durchzusetzen.

        Väter können mühelos von ihren Kindern getrennt werden, wenn es der Kinderbesitzerin gefällt, Falschbeschuldigung genügt oder Umgangssabotage. Beides bleibt für die Kinderbesitzerin fst immer folgenlos – risikoloser Waffeneinsatz, ermöglicht vom femizentrischen Staat.

        Für Frauen lohnt sich Unfairness gegenüber Männern und Vätern in diesem System, sie wird belohnt, nicht sanktioniert.

        Deshalb sind Männer klug beraten, auf Ehe und Kinder zu verzichten.

        • @ Alexander

          „Väter können mühelos von ihren Kindern getrennt werden, wenn es der Kinderbesitzerin gefällt, Falschbeschuldigung genügt oder Umgangssabotage. Beides bleibt für die Kinderbesitzerin fst immer folgenlos – risikoloser Waffeneinsatz, ermöglicht vom femizentrischen Staat.“

          Brasilien hat als einziges Land
          seit kurzem ein Gesetz das sich
          mit diesem Problem befasst.
          Natürlich wird PC mässig immer
          von Eltern gesprochen.
          Wie die Auswirkungen in der
          Praxis sind ist mir nicht
          bekannt.

          http://human-stupidity.com/stupid-dogma/mens-rights-feminism/brazilian-parental-alienation-law-12-318-english-translation

        • @ Roslin

          Die alte Leier (wenn Blinde über Farbe reden)…

          Es scheint bei Weitem nicht so zu sein, dass Mütter bei einer Trennung/Scheidung in relevanter Anzahl irgendwelche Falschbeschuldigungen aus dem Hut zaubern würden:

          „Die Wissenschaftler für forensische Psychologie Detlef Busse, Max Steller und Renate Volpert entkräften die Behauptung, Mütter würden in familiengerichtlichen Verfahren häufig einen Missbrauchsvorwurf erheben. Bei der Auswertung von 1.352 Akten Berliner Familiengerichte zur Frage der Umgangsregelung aus den Jahrgängen 1988, 1993 und 1995 fanden sich nur 45 Fälle (3,3 %), bei denen ein sexueller Missbrauchsverdacht zur Sprache kam.“
          http://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauch_mit_dem_Missbrauch

          Und selbstredend können Väter, denen der Umgang verweigert wird, diesen einklagen.

          Ist sicher nicht optimal wenn es so läuft, aber da tut unser „femizentrischer Staat“ doch _deutlich_ mehr als im umgekehrten Fall:

          Will ein Vater KEINEN Kontakt zu seinem Kind haben, dann ist das sein gutes Recht – solange er den normalen Kindesunterhalt aufbringt (oder auch wenn er das nicht kann).

          http://www.sueddeutsche.de/panorama/verfassungsgerichtsurteil-karlsruhe-vater-muss-seinen-sohn-nicht-sehen-1.270260

          Merke: der Wille der Mutter (der des Kindes sowieso) kann übergangen werden – der des Vaters i.d.R. nicht.
          (Solange sich alle Beteiligten auf deutschem Boden befinden)

          Möglicherweise hab ichs überlesen/vergessen, aber: welche konkreten Gesetzesänderungen schweben Dir denn so vor, damit sich Kinder kriegen für Männer wieder „lohnt“?

        • @ muttersheera

          Hat den Wikipedia -Artikel Fiona Baine redigiert?

          Oder Sanfranfarmer?

          Dann kann ich ja gleich die EMMA lesen.

          Ich redete von Falschbeschuldigungen. Die umfassen bei weitem nicht nur sexuellen Missbrauch, sondern vor allem den Vorwurf, der Mann misshandele Frau und Kind.

          Ich rede von Umgangsboykott, PAS und dergleichen, von der häufigen Degradierung von Vätern zu Zahleseln nach Scheidungen.

    • Die Frage ist also: Wie kann man in einer freiheitlich, pluralistisch-indivdualistischen Gesellschaft, den Menschen Kinder wieder schmackhaft machen?

      Gar nicht. Die Gesellschaft muß einfach sozialistischer werden.

      Nach der Wende sank die Geburtenrate in der DDR drastisch.

      Die Märkte müssen stärker reguliert werden und die Gesellschaft insgesamt kollektiver. Dann werden sich die Menschen wieder sicherer und wohler fühlen.

      Dies ist eigentlich das Ziel.

      Der Nebeneffekt wird in einer Steigerung der Geburtenrate liegen.

      Außerdem werden die vielen Rentner, die jetzt existieren, irgendwann mal keine Rentenempfänger mehr sein.

      Es wird sich eine neue Stabilität etablieren mit relativ wenigen Geburten. Das Problem liegt ja nicht in der geringen Geburtenrate an sich, sondern in dem Mißverhältnis von einstmals hoher und nun geringer Geburtenrate.

  4. Was ist das Hauptproblem an Kindern?
    Frauen wollen sich nicht mehr richtig darauf einlassen, sie lehnen ihre Rolle als Mutter ab, sie sind für etwas besseres geschaffen. Sie ignorieren ihre Natur komplett, hormonelle Verhütung und unser Wohlstand der diese Ignoranz bezahlt machen es möglich.
    Gleichzeitig versuchen Frauen immer mehr Verantwortung und Arbeit auf Männer zu verlagern, verlangen nach Kinderkrippen, Rundumbetreuung, degradieren das Kind zum Lifestyleaccessoire und die Gemeinschaft soll sich darum kümmern.
    Nur um Gottes willen keine Vollzeitmuttiglucke mit 4 Kindern sein! Wie asozial ist das denn, sagen vor allem Frauen.
    Ob jetzt Kopulation nach dem Kind seltener oder schlechter wird ist dem Untergeordnet und hängt sowieso stark von der Einstellung unserer „modernen Mütter“ ab.
    Eine fragewürdige Beziehung zu einer noch fragwürdigeren Karrierefrau wird durch ein Kind auf eine harte Probe gestellt bei der am Ende meist das Kind den Schaden hat. Nein danke.
    Wir und vor allem die Frau die ihre natürliche Rolle Ablehnt und sich für etwas besseres Geschaffen fühlt sind zum Aussterben bestimmt.

    Man kann es auch so sehen:
    Der Mensch hat nun durch seinen Wohlstand und technischen/medizinischen Fortschritt mehr Wahlfreiheit bei seinem Schicksal und er wählt das Aussterben.

    Paradoxerweise funktionierte der Mensch nur gut, was Vermehrung angeht, als er weniger Wahlmöglichkeiten und weniger Wohlstand hatte.
    Und Vermehrung ist das Entscheidende, ohne wäere die Erde eine Stein-, Sand- und Staubwüste mit viel Wasser, ein toter Planet.

    • Borat,

      Kinder bekommen also Schäden, wenn Mama arbeitet? Und was ist, wenn Papa arbeitet? Dann ist alles easy, oder wie? Du scheinst ja die soziale und erzieherische Rolle von Vätern ziemlich unter den Scheffel stellen. Weitere Frage in diesem Zusammenhang: Was ist mit den Kindern, die (unfreiwillig) ohne Mutter aufwachsen? Die müssten ja schrecklich geschädigt sein … !!!

      „Und Vermehrung ist das Entscheidende, ohne wäere die Erde eine Stein-, Sand- und Staubwüste mit viel Wasser, ein toter Planet.“

      Angesichts der zunehmenden Überbevölkerung der Erde und der daraus resultierenden Umweltverschmutzung tun unserer Erde ein paar Menschen weniger wahrscheinlich ganz gut.

      • „Kinder bekommen also Schäden, wenn Mama arbeitet? Und was ist, wenn Papa arbeitet? Dann ist alles easy, oder wie? Du scheinst ja die soziale und erzieherische Rolle von Vätern ziemlich unter den Scheffel stellen. Weitere Frage in diesem Zusammenhang: Was ist mit den Kindern, die (unfreiwillig) ohne Mutter aufwachsen? Die müssten ja schrecklich geschädigt sein … !!!“

        Für Kinder ist es das beste wenn Mutti arbeitet, direkt für die Kinder natürlich und nicht als Daxquotenvorständin oder Vermögensberaterin bei der Bank oder assistant managing Onlineredakteurin vor dem Burnout.
        Kinder bekommen Schäden wenn Mutti ein Problem hat ihre Rolle zu finden und ihr die Arbeit als Hausfrau und Mutter (und evtl. Zuverdienst) als nicht würdig erscheint, sie sich für etwas „besseres“ berufen sieht. Wenn sie, wie gesagt, die Kinder hinter ihre „Selbstverwirklichung“, ihre „Karriere“ stellt, ein bisschen als „nice to have“, Lifestyleacessoire oder lästiges Übel sieht.
        Meist stellt sich dann Frustration ein aufgrund von zeitgeistiger Selbstüberschätzung die mit der schrecklichen Mehrfachbelastung oder „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ und dem Mangel an Krippenplätzen euphemisiert wird.
        Über die Rolle von Vätern in der Erziehung hatte ich nichts gesagt, doch ist es nicht die „moderne“ Frau die diese Rolle als irrelevant bezeichnet und dann vermehrt kriminelle oder „hyperaktive“ Kinder hat?
        Ein Kind unfreiwillig ohne Mutter ist ab einem bestimmten Grad der Persönlichkeitsstörung der Mutter besser dran. Dieses Maß an kritischer Persönlichkeitsstörung war noch nie so oft erreicht wie heute.

        „Angesichts der zunehmenden Überbevölkerung der Erde und der daraus resultierenden Umweltverschmutzung tun unserer Erde ein paar Menschen weniger wahrscheinlich ganz gut.“

        Da kann ich dir zustimmen und ich bewundere die Eigensicherheit die das System Natur scheinbar eingebaut hat das vor allem die Frauen die die meiste Umweltverschmutzung verursachen und für die am sinnlosesten Ressourcen verschwendet werden sich am meisten dezimieren.

        Wir sind auf einem guten Weg.

      • @ Julia

        „Angesichts der zunehmenden Überbevölkerung der Erde und der daraus resultierenden Umweltverschmutzung tun unserer Erde ein paar Menschen weniger wahrscheinlich ganz gut.“

        Global gesehen ist eine Stabilisierung
        oder sogar eine Verringerung der
        Bevölkerung sinnvoll.
        Nur in den Industriestaaten wird
        der Rückgang durch Zuwanderung
        zu Nichte gemacht.

        • @ Red Pill

          Das ist ein natürlicher Vorgang: Preisgegebene (etwa durch Bevölkerungsschwund), unverteidigte Territorien werden aufgesiedelt.

          Mit dem Bevölkerungsaustausch geht in der Regel ein Kulturaustausch einher.

        • @ Red Pill

          Es ist nicht nur ein Euphemismus. Ethnic Cleansing beschreibt als Begriff einen politisch gewollten, geplanten Gewaltakt.

          Das sehe ich (noch) nicht.

          Es ist eine naturwüchsige Desegregation, weil hier Menschen ihrer Instinktdisposition folgen, zu „fremdeln, den Ähnlicheren (ethnisch-kulturell, geht ja überraschend oft – oder nicht überraschend – zusammen) mehr zu vertrauen als den Unähnlicheren.

          Ethnien, davon bin ich überzeugt, funktionieren als extendierte Familien, dienen der Förderung der verbreitung der eigenen Genmuster.

          So, wie Eltern sehr große Opfer zu bringen bereit sind für ihre Kinder, Brüder/Schestern immer noch sehr große Opfer erbringen für ihre Geschwister, Tanten/Onkel für ihre Nichten/Neffen usw., so sind genetisch Ähnlichere eher bereit sich mit den Ähnlichen zu solidarisieren als mit den Fremden.

          Natürlich wird diese Bereitschaft zur Solidarität/Opferbereitschaft zugunsten Ähnlicherer mit wachsender Unähnlichkeit immer schwächer, aber sie ist immer noch da.

          So rücken Gruppen eben auseinander, es bilden sich Ghettos, ethnokulturell „reine“ Gebiete.

          Weil Menschen auseinanderrücken.

          Natürlich tobt da auch ein „Krieg“ auf Mikroebene, die Kinder mobben sich gegenseitig in den Schulen. Die jeweiltige Minderheit hat dann die Tendenz, fortzuziehen, weil sie die Fremden auch als feindselig im Alltag erlebt/interpretiert.

          Solange diese Multikulti-Gesellschaften befriedbar sind durch Wohlstand und Sozialleistungen ist alles noch in relativ dekorativ bunter Ordnung und Claudia Roth kann den Karneval der Kulturen für’s Wahlkampfvideo feiern.

          Wenn die Ressourcen knapp werden, eine Gesellschaft verarmt, die Verteilungskämpfe härter werden, sortieren sich die bunten Gruppen zu Bürgerkriegsparteien und wem die Solidaritäten wirklich gehören – ob einem abstrakten Verfassungspatriotismus oder gar femizentrischen Staat oder der eigenen extendierten Familie = Ethnie und Religion, dass wird sich dann weisen.

          Ich denke, ich weiß, wie die Antwort ausfallen wird.

          Die Geschichte ist voll von Antwortbeispielen.

          Gerade aktuell: Syrien, Irak, Afghanistan.

          Der Staart ist eine Fiktion.

          Was zählt ist der Stamm, der Clan, die alewitische, christliche, sunnitische Gemeinschaft in Syrien z.B., im Irak Sunniten gegen Schiiten und Kurden und daziwischen noch ein paar verlorene Christen, die das Land verlassen usw.

        • @ Alexander

          Was Du hier im Detail beschreibst wird
          in der evolutions Biologie/Psychologie
          unter dem Begriff Inclusive fitness
          Thematisiert. Es erklärt die Bereitschaft
          für altruistisches Verhalten, quasi in
          Relation zur genetischen Nähe der
          Personen denen man Vorteile gewährt.
          Im Bereich wo diese Relation nicht
          mehr direkt gegeben ist spielen dann
          Kulturelle und soziale Faktoren eine
          Rolle und diese können dann auch
          politisch manipuliert werden.
          Im Volksmund sagt man ja nicht von
          ungefähr:“Blut ist dicker als Wasser“

          Wie Du richtig bemerkt hast ist
          Multikulti à la Claudia Fatima
          Roth nur unter Bedingungen des
          Überflusses möglich.

          Es gibt ernstzunehmende Stimmen
          die sagen, dass es zB. in USA
          wieder zu extremer Segregation
          kommen könnte, weil durch die
          jahrelangen Versuche natürliche
          Neigungen durch Systeme wie
          die Affirmative Action, extremes
          Frustrationspotential aufgestaut
          wurde.

          Die einen fühlen dass sie immer
          mehr geben müssen und die anderen
          sind der Meinung, es werde noch
          viel zu wenig für sie getan.
          Im Bereich der zusammenbrechenden
          innerstädtischen Gettos ist die
          Segregation ja schon fast
          vollständig.

          Keine schönen Aussichten.

        • „Wenn die Ressourcen knapp werden, eine Gesellschaft verarmt, die Verteilungskämpfe härter werden, sortieren sich die bunten Gruppen zu Bürgerkriegsparteien und wem die Solidaritäten wirklich gehören – ob einem abstrakten Verfassungspatriotismus oder gar femizentrischen Staat oder der eigenen extendierten Familie = Ethnie und Religion, dass wird sich dann weisen.“

          Als Angehöriger der Migrationshintergrund-Fraktion kann ich nur vollstens zustimmen. Als Migrationshintergründler, der eindeutig nicht-deutsch aussieht, wird man oft gefragt, ob man sich deutsch fühlt usw. –>

          Ich habe gerne einen deutschen Pass und profitiere gerne vom Sozialstaat. Aber im Falle eine Krieges, einer Hungersnot bin ich mir 100% sicher, dass die nicht-Deutschen, sorry Migrationshintergründler, nicht den echten Deutschen gleichgestellt sind. Und diese Tatsache spüre und erfahre ich und wahrscheinlich jeder „nicht-Deutsche“ auch heute schon jeden Tag. Da gehe ich, kommt es hart, lieber in das Land meiner Eltern zurück. Volle Integration geht vielleicht für andere Europäer, aber als Andersaussehender wird man nie richtig deutsch.

      • @ Julia

        Sicher, aber nicht im Westen. Die Afrikaner z.B. und Asiaten müssten sich mal langsam am Riemen reissen was Überbevölkerung abgeht. In europa jedoch muss man dafür sorgen das wir wieder mehr werden. Wäre schlimm wenn die Weissen aussterben würden weil nunmal der böse weisse Mann, trotz aller PC, der Kulturschöpfer dieses Planeten ist.

        • @ Tino

          „Sicher, aber nicht im Westen. Die Afrikaner z.B.
          und Asiaten müssten sich mal langsam am Riemen
          reissen was Überbevölkerung abgeht.“

          Gilt für die Asiaten nur teilweise.
          Die extreme Einkind Politik der
          Chinesen sollte dabei nicht
          vergessen werden. Ohne sie hätten
          wir ca. eine halbe Milliarde mehr
          Leute auf der Erde.
          Andererseits sollten wir auch
          aufhören uns dauernd Schuldgefühle
          einreden zu lassen in Bezug auf
          Probleme die nicht von uns
          verursacht wurden und die sich
          mit gut menschlichen Ansätzen
          gar nicht lösen lassen.
          Aus dem riesigen Fundus an Erfindungen,
          Technologien, etc. die in den
          letzten vielleicht 400 Jahren
          zu 85% von den bösen weissen
          Männern gemacht wurden, kann sich
          heute jeder bedienen.
          Und die Chinesen tun das ja mit
          erstaunlichem Erfolg.
          Es gibt halt Weltgegenden, wo
          IQ, Arbeitsethik, Denken in
          Kategorien von Ursache und
          Wirkung nicht so weit vorhanden
          sind, dass es für die Aufrecht-
          Erhaltung der Infrastruktur einer
          modernen Zivilisation ausreicht.
          Konzentrieren wir uns auf unsere
          eigenen Probleme Alles andere
          ist Masochismus.

  5. > Das Kind würde es viel an allgemeiner
    > Aufmerksamkeit und Kuschelbedürfnis
    > ausnehmen, da sei es auch gar nicht
    > mehr so schlimm, dass man nicht mehr
    > soviel Sex habe.

    Um mal den Zyniker zu machen: das sagt SIE, im pluralis majestatis…

    Ich habe manchmal den Eindruck, dass Kinder durchaus was schönes sein können, das in Paaren die Freude allerdings oft sehr ungleich verteilt ist.
    Und da man auch davon ausgehen kann, dass nie einer Aufrichtig sagen würde „Kinder waren die schlechteste Entscheidung, die ich je getroffen habe“ man halt immer ein Lächeln und ein gezwungenes Lächeln mit dem veräterischen Kontrollblick, ob auch alle das Lächeln gesehen haben, als Antwort bekommen wird.

    • „Ich habe manchmal den Eindruck, dass Kinder durchaus was schönes sein können, das in Paaren die Freude allerdings oft sehr ungleich verteilt ist.“

      In der Tat.
      Sie ist im siebten Himmel und er macht halt mit, erträgt und bezahlt es.

      Hab ich jetzt auch schon recht oft so gesehen.
      Naja, eine zufriedene Frau ist ja dann doch besser als eine ewig Frustrierte die sich bis zum Burnout karrieremäßig voll selbstverwirklicht.

        • @Kakertratte

          Ja, ich würde auch vermuten, dass da Oxytocin und die Ausschüttung bereits durch das Kind und nicht mehr den Sex da einiges verändert:

          Hier noch mal aus dem von dir zitierten WIkipediabeitrag dazu:
          http://de.wikipedia.org/wiki/Oxytocin

          Der Reflex der Milchejektion einer stillenden Mutter wird von der Oxytocinkonzentration gesteuert. Bereits wenn sie den Säugling schreien hört oder an das Stillen denkt, erfolgt eine Ausschüttung von Oxytocin.[13] Das Neuropeptid erhöht nicht nur den Milchfluss beim Saugen des Säuglings, sondern beeinflusst – zusammen mit dem Rückgang des Stress-Hormons Cortisol – die Stimmung der Mutter: „Es verschafft angenehme, manchmal sogar lustvolle Gefühle. (…) Diese emotionale Wirkung schafft vor allem eines: Sie verstärkt die emotionale Bindung der Mutter an das Kind.“[14]

          Babys produzieren Oxytocin nach dem Nuckeln.
          In der neurochemischen Forschung wird Oxytocin beim Menschen mit psychischen Zuständen wie Liebe[15], Vertrauen[16] und Ruhe[17] in Zusammenhang gebracht. Diese Annahmen beruhen auf Experimenten, wie sie von Michael Kosfeld an der Universität Zürich durchgeführt wurden. Kosfeld ließ Probanden ein Investorenspiel mit echten Geldgewinnen durchführen, wobei bei einem Teil der Testpersonen durch ein Nasenspray ein erhöhter Oxytocinspiegel erzeugt wurde. Es zeigte sich, dass die Personen mit einem erhöhten Oxytocinspiegel mehr Vertrauen ihren Spielpartnern gegenüber an den Tag legten.[18] Die Arbeitsgruppe von Beate Ditzen erforschte den Einfluss von Oxytocin, indem sie Ehepartner dazu aufforderte, ein Thema zu diskutieren, über das sie sich häufig streiten. Die Ergebnisse der Studie legen eine beruhigende und deeskalierende Wirkung des Neuropeptids nahe.[19] Die Arbeitsgruppe von Carsten K. W. De Dreu brachte Oxytocin beim Menschen aber auch mit defensiver Aggression gegenüber Außenseitern[20], einer Handlungsausrichtung zum Vorteil der In-Group (engl.: in-group favoritism)[21] und einer Änderung des Allianzverhaltens[22] in Zusammenhang.
          Die sexuell stimulierende Wirkung von Oxytocin ist bei Tieren wiederholt beschrieben worden, eine luststeigernde Wirkung wurde aber auch beim Menschen sowohl für Männer als auch für Frauen nachgewiesen. Die beim Orgasmus freigesetzten hohen Oxytocindosen bewirken danach eine Phase der Entspannung und Müdigkeit. „Auf jeden Fall ist es vermutlich am Gefühl der engen persönlichen Verbundenheit nach einer befriedigenden sexuellen Begegnung beteiligt, so ähnlich wie es die Bindung zwischen der stillenden Mutter und ihrem Säugling verstärkt.“[23] Zudem bewirkt „die moderate Ausübung taktiler Reizung auf das Hautorgan in rhythmischen Abständen, mit anderen Worten: das Streicheln“ eine Freisetzung von Oxytocin „und führt zu einer Beruhigung und einem Wohlgefühl, das die Bindung der beteiligten Personen verstärkt.“[23] Oxytocin wird bei angenehmen Körperkontakten wie Umarmungen und Zärtlichkeiten sowie Massagen ausgeschüttet, ebenso beim Singen[24]. Forschungen deuten darauf hin, dass eine Freisetzung von Oxytocin durch angenehme Sinneswahrnehmungen wie Berührungen und Wärme, durch Nahrungsaufnahme, durch Geruchs-, Klang- und Lichtstimulation sowie durch rein psychologische Mechanismen ausgelöst werden kann,[25] insbesondere infolge einer entsprechenden Konditionierung;[7] im Gehirn wird es zudem bei Stress freigesetzt.[26]
          Die Forschungsergebnisse haben dazu geführt, dass Oxytocin in der Öffentlichkeit gelegentlich als Orgasmushormon, Kuschelhormon oder Treuehormon diskutiert wird.[27][28] Tatsächlich ist die Signifikanz von Oxytocin für Fühlen und Handeln in zahlreichen Studien bestätigt, allerdings ist zu beachten, dass psychische Zustände wie zum Beispiel „Liebe“ keinen einheitlichen biologischen Phänomenen entsprechen.

      • Sie ist im siebten Himmel und er macht halt mit, erträgt und bezahlt es.

        @Borat: vorher sagtest du, dir sei eine Frau am liebsten, die mit dem Kind zu Hause bleibt, jetzt beklagst du es wieder. Was denn nun?

        • Du könntest sagen ich beklage es.
          Doch ist es einfach die Realität, ich versuche das Dilemma des Lebens zu beschreiben.
          Und wie ich sagte, ist mir eine glückliche Frau lieber.
          Was ich sage – man könnte es beklagen nennen – ist dass es für einen Mann in unserer Gesellschaft noch nie so teuer, so unattraktiv und noch nie so risikobehaftet war eine Frau auf diese Art glücklich zu machen.
          Das ist auch erkennbar daran wie viele Frauen kinderlos bleiben und wie viele Frauen sich im fortgeschrittenen Alter ein Kind zur Not ohne Mann wünschen, es sich nicht genug Männer dauerhaft dafür finden und Alleinerziehende zu 50% von H4 leben.
          „Klar“ sagt die Alltagsfeminstin: „Die Männer sind ja auch alle scheiße“
          Die Welt ist doch aber groß, da müssten sich doch bessere Männer irgendwo finden lassen, oder?
          Praktisch finden aber hauptsächlich Männer „bessere“ Frauen in anderen Ländern.
          Für Frauen ist Kinderlosigkeit zudem besonders hart, denn glaubt man genetischen Untersuchungen unserer reproduktiven Vergangenheit so hat sich fast jede Frau vermehrt, aber nur die Häfte aller Männer.

          The Most Underappreciated Fact, Ancestors

          http://www.psy.fsu.edu/~baumeistertice/goodaboutmen.htm/

          Eine 30%-50% Quote an kinderlosen Frauen deutet auf extreme Umbrüche hin.
          Eine Frau lohnt sich für die Gesellschaft vor allem wenn sie sich vermehrt, ein Mann scheinbar auch so als „Arbeiter“.

        • Und? Was hat das mit den Mehlpreisen zu tun, wer der „bessere Mensch“ ist? Was haben Feministen damit zu tun, dass du offenbar nicht weißt, was du willst?
          Mir scheint (ich versuche mir zusammenzureimen, was ich aus deinen Aussagen herauslesen kann), dir wäre es am liebsten, wenn eine Frau ein Kind von dir bekommt und zu Hause bleibt um es zu hüten, aber nicht erwartet, dass du bei ihr bleibst (denn du würdest es ja nur „ertragen“), auch wenn sie sich ohne Job nicht ernähren kann (denn wenn du nicht mehr Vater sein willst, dann musst du dich natürlich ohne „Schaden“ abseilen können). Und wenn sie allerdings dann auf Hartz 4 angewiesen wäre, würdest du ihr das übelnehmen. Eine Frau kann es dir offenbar nicht recht machen.

          Du schweifst aus, verlinkst auf den Aufsatz eines offensichtlich maskulistischen Psychologen, erzählst mir, wie viele Frauen (angeblich! In Wahrheit sind es „bloß“ 40%, inklusive Männer – was zwar natürlich auch eine erschreckende Zahl ist, allerdings findet man nichts über die Begründung, weswegen Hartz 4 bezogen wird) und erklärst mir, dass Frauen sich „vor allem lohnen, wenn sie sich vermehren“. Das ist der größte Fehler, den viele Maskulisten machen (gleichzeitig der, den sie bei Feministen ach so gerne ankreiden): sie stellen ihr Geschlecht als wertvoller, wichtiger, die besseren Menschen dar. Und das teilen sie bei jeder Gelegenheit mit. Auch wenn es nicht gefragt ist.

        • „Das ist der größte Fehler, den viele Maskulisten machen (gleichzeitig der, den sie bei Feministen ach so gerne ankreiden): sie stellen ihr Geschlecht als wertvoller, wichtiger, die besseren Menschen dar. Und das teilen sie bei jeder Gelegenheit mit. Auch wenn es nicht gefragt ist.“

          Hallo Syzygy,
          könntest Du diese Kritik ein bißchen näher ausführen?
          Und wie nimmst Du das bei Feministinnen wahr?

          @ Christian

          Finde ich mal wieder eine interessante Idee für einen kommenden Artikel: Welche spezifischen Diskursstrategien gibt es jeweils bei Feministinnen und Maskulisten, um das eigene Geschlecht aufzuwerten und als die besseren Menschen darzustellen?
          Wichtig bei dieser Fragestellung ist, dass hier NICHT die jeweils typischen Abwertungen des anderen Geschlechts im Fokus stehen (Parasiten/potentielle Vergewaltiger etc.), sondern vielmehr unmittelbare Aufwertungsstrategien des eigenen Geschlechts, was ein subtiler Unterschied ist.

        • Hi Leszek,

          was mir immer wieder auffällt, ist der Hinweis darauf, dass alle großen Dichter, Philanthrophen Philosophen, Wissenschaftler, etc. Männer waren, alle Heldentaten von Männern ausgeführt werden, Männer (wie Borat so schön sagte) im Gegensatz zu Frauen nicht nur dafür nützlich seien, sich fortzupflanzen, die Behauptung, dass Frauen im familiären Umfeld sogar noch gewalttätiger seien als Männer, dass Frauen in allen Bereichen das Mittelfeld beherrschen und Männer die Extreme (und Roslin verlinkte sogar einmal auf einen Artikel, in dem behauptet wurde, dass Männer z.B. keineswegs auch bei den niedrigeren IQ-Werten das vorherrschende Geschlecht seien) etc.

          Was den Feminismus betrifft … fallen mir nur die typischen Abwertungen ein. Gewalt ist männlich, es würde keinen Krieg geben, wenn Frauen die Alleinherrschaft hätten, Rape Culture, etc. (allerdings muss ich sagen, dass ich auf den feministischen Blogs, die ich lese, keine dieser Behauptungen gesehen habe – zumindest nicht von den Betreiberinnen)

          • @Syzygy

            „allerdings muss ich sagen, dass ich auf den feministischen Blogs, die ich lese, keine dieser Behauptungen gesehen habe – zumindest nicht von den Betreiberinnen“

            Noch nicht einmal die Rape Culture? Da liest du aber sehr wenige feministische Blogs oder?

        • Ja Syzygy,

          du kommst mir ziemlich angepisst vor, dein Denken scheint um den „besseren Mensch“ zu kreisen.
          Fast als hätte ich den zeitgeistigen Anspruch der feminstischen Frau ein besserer Mensch zu sein ohne Wertungen meinerseits in Frage gestellt.
          Oh, und wenn es ein „offensichtlich maskulistischer Psychologe“ ist dann ist natürlich alles was der sagt Mist? Argumente alle?
          Und ob es jetzt 40% oder 50% sind spielt doch kaum eine Rolle, eine größere Rolle spielt wohl dass der Prozentsatz alleinerziehender Väter auf H4 erheblich geringer ist.
          Begründungen dafür hab ich mir Geschenkt, denn die denkt sich eh jeder aus wie er sie braucht.
          Klar, für den feministischen Zeitgeist sind natürlich die bösen, schlechten Männer der Grund.
          Es freut mich deinen Nerv getroffen zu haben, es fällt mir scheinbar immer leichter die ungelösten Konflikte und die Lebenslüge von Feministinnen herauszukitzeln und es zu schaffen dass sich ihre eigene Ideologie gegen sie wendet.

        • @Christian:
          Ja, ich lese wenige feministische Blogs, und diese auch nicht regelmäßig. Aber von den maskulistischen bin ich hingegen sehr schnell geflohen (abgesehen von deinem, da hier doch ein etwas vielschichtigeres, gemäßigteres Publikum existiert – und auch die „Gegenseite“ nicht sofort mundtot gemacht wird), denn der Hass, der mir da entgegengeschlagen ist, war für mich ziemlich erschreckend.

          @Borat:
          eigentlich sollte ich auf deine unsachlichen „Argumente“ gar nicht antworten. Auf meinen Beitrag gehst du überhaupt nicht ein, aus welchem Grund auch immer, darum hat ein Gespräch mit dir offenbar keinen Sinn.
          Leszek hat schon recht. Ich sehe mich nicht als „Feministin“. Mir sind sowohl die meisten Feminismusformen, als auch der Maskulismus, bzw. Antifeminismus zu extrem und zu paranoid (und ich habe auch nicht den Nerv, mich weiter in eine der beiden Materien hineinzulesen – aber mir reichen meine Einblicke durchaus schon). Darum geht dein Ausbruch über die Feministen und wie du ihre Ideologien gegen sie verwendest bei mir ins Leere.

          Deinen Link habe ich nur überflogen weil er, wie ich zuerst schon gesagt habe, absolut nichts mit dem Thema (zur Erinnerung: „Das Baby und die Beziehung“) zu tun hat, und nur wieder die alte Leier vom Mann, der besser, „besonderer“ als die Frau ist, wiedergibt. Habe ich schon in allen möglichen Ausführungen gelesen, sowohl von maskulistischen Bloggern und Bloggästen, als auch von maskulistischen Psychologen. Mag sein, dass an einigen Punkten etwas dran ist, aber es interessiert mich, offen gestanden, nicht mehr 😉 (und – ich wiederhole mich – es hat sehr wenig mit dem Thema zu tun).

          Zum Hartz 4: Ich bin aus Österreich, und kenne mich mit Hartz 4 wenig aus, aber mir fallen einige Gründe ein, warum ein alleinerziehendes Elternteil darauf angewiesen sein könnte, ohne dass DiePösenMänner daran schuld sind. Aber schön, dass du lieber zu einem emotionalen Rundumschlag ausholst, statt zu fragen.
          Übrigens finde ich es ziemlich merkwürdig, dass du tatsächlich MIR die (extremistisch-?)feministische Behauptung, Frauen seien die „besseren Menschen“ noch entgegenschleuderst und vorwirfst, wo ich zuvor noch das Gegenteil bei den Maskulisten infrage gestellt habe. Eh, nein. Ich finde nicht, dass eines der Geschlechter „verzichtbarer“ ist, als das andere, ich finde auch nicht, dass eines der Geschlechter besser oder schlechter ist, als das andere. Ich versuche im Gegensatz zu dir auch nicht, mein Geschlecht besser darzustellen, indem ich das andere herabsetze.

          • @Syzygy

            „abgesehen von deinem, da hier doch ein etwas vielschichtigeres, gemäßigteres Publikum existiert – und auch die “Gegenseite” nicht sofort mundtot gemacht wird“

            Danke, diese Unterscheidung freut mich.

            „denn der Hass, der mir da entgegengeschlagen ist, war für mich ziemlich erschreckend.“

            ja, da ist leider viel Hass vorhanden

  6. Eigentlich sollte das doch genau dein Thema sein Christian. Einige Denkanstöße, zum einen ändert sich der Testosteronspiegel des Mannes, wenn seine Partnerin Schwanger ist. Dazu kommt der Stress und die Schlaflosigkeit, dir fehlt halt auch viel Energie. Meine Frau ist hochschwanger (Termin ist der 25te). Wasserablagerungen in den Beinen, die Hitze, Bücken geht kaum noch, ständig KO, Ausfluß. Da bleibt die Lust einfach aus. Es gibt aber eine Phase im 2ten Trimester wo viele Schwanger mehr Lust haben. Nach der Schwangerschaft genauso, Stillen ist sehr anstregend, kein geregelt Schlafzyklus (du schläfst wenn das Kind schläft). Xmal am Tag füttern und windelwechseln, da hat man nicht viel Energie für Sex.

    Und Kinder kriegen ist streßig aber auch sehr schön (wenn man keine Abneigungen gegen Kinder hat). Ich glaube bei einer Geburt findet auch etwas auf einem biologischem Level statt. Enten kann man prägen und bei meinem ersten Kind schien etwas ähnliches statt zu finden. Schwer in Worte zu fassen, aber da schien es so einen „Ah, ihr seid also meine Eltern“ moment gegeben zu haben.

    • @ Feckless

      Ist es Euer 1. Kind?

      So oder so: toi, toi, toi!

      Darf ich fragen, wie/womit Du Dich auf die Geburt (mental) vorbereitet hast?

      Ich könnt auch ein paar Tipps geben, falls erwünscht…

      • Danke. Es ist das zweite…..haben hier schon einen kleinen Wirbelsturm. Mentale Vorbereitung….eher so gar nicht hier. Wenn es kommt dann kommt es, da stresse ich mich nicht.

        Aber Tipps werden immer gerne angenommen.

        • Na dann… habt ihr sicher die erste Geburt in allen Facetten durchgesprochen und seid um einiges relaxter als bei der Premiere. Deine Partnerin wird wissen, worauf sie Wert legt und welche Unterstützung sie von Dir braucht, ob sie geschnitten werden will oder lieber das Risiko eingeht zu reissen, ob sie sich durchquälen oder frühzeitig Schmerzmittel verlangen will…

          Eh dass ich hier lange rumpalaver, dies sind die beiden Onlineartikel, die ich allen werdenden Müttern und ihren Partnern zukommen lasse und die m.M.n. sehr schön das Spektrum abbilden:

          http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2007/emma-das-heft-2007-2/lisa-ortgies-1-20070/

          http://matriarchat.info/schwangerschaft-und-geburt/geburt-als-persoenliche-ermaechtigung.html

          Wobei letzterer nicht nur cum grano salis gelesen werden sollte, sondern imho auch zum Lachen einlädt.

          Im Netz findet man auch viele Geburtsvideos, das fand ich sehr interessant, weil es beweist, dass nicht jede Geburt ein Drama sein muss, Beispiel:

          Die schönste väterliche Geburtsassistenz, die ich bisher gesehen habe, ist allerdings diese hier:

          Das finde ich ehrlich gesagt fast schon sexy…

          Ich will garantiert keinen Druck machen (fange also nicht mit dem „orgasmic birth“-Scheiß an), vielleicht aber finde(s)t (Du)Ihr das ja genauso interessant wie ich…

          Hochschwanger im Hochsommer ist sicher alles andere als ein Spaziergang, deshalb: möge es bald soweit sein, schnell & easy gehen.

          Eine schöne Kennenlernzeit für Euch 4!

      • „Darf ich fragen, wie/womit Du Dich auf die
        Geburt (mental) vorbereitet hast?“

        Mentale Vorbereitung ist extrem
        wichtig. Vor der Geburt dreht sich
        Alles um die werdende Mutter und
        der Erzeuger fühlt sich in den
        Hintergrund gedrängt, er entwickelt
        eventuell richtig gehenden
        Gebärneid. 🙂

        Ohne scheiss den Schwachsinn
        mit dem Gebärneid habe ich vor
        kurzem in der Kolumne eines
        bekannten Paartherapeuten
        gelesen.

        • @ Red Pill

          *Ohne scheiss den Schwachsinn
          mit dem Gebärneid habe ich vor
          kurzem in der Kolumne eines
          bekannten Paartherapeuten
          gelesen.*

          Dabei ist es nur ganz normale Eifersucht.

          Das Baby ist dort, wo mann selbst gerne wäre und hat das Objekt der Begierde mit Bschlag belegt – Hausbesetzung.

          So, genug gealbert.

          Jetzt noch Tippse prügeln, also dem patriarchalen Terrorregime unterwerfen und dann arbeiten – ganz normaler Maskulistenalltag eben.

  7. logisch-rational sind Kinder ein „verlustgeschäft“. aber die Natur „arbeitet“ mehr mit den Emotionen (was ja kein wunder ist, schliesslich gibts den rationalen verstand stammesgeschichtlich noch gar nicht so lange …)
    Fakt ist jedenfalls: in den nächsten Generationen sind die Gene am meisten vorhanden, die für die größere Anzahl von überlebenden nachkommen verantwortlich sind. sollte es also genetisch bedingt sein, ob man das Kinder zeugen/bekommen eher rational kalkuliert, dann werden diese Gene in nächster zeit aussterben (ohne verhütungsmittel hatten diese Gene ja keine Chance, für wenig nachkommen zu sorgen 🙂 ).

    zu Kindern noch allgemein: Kinder erhöhen die Lebensqualität im höheren alter, wenn man miterleben kann, wie sie ihren weg machen (und man evtl. die Enkel verwöhnen kann 🙂 )

    • @ robert

      „zu Kindern noch allgemein: Kinder erhöhen die Lebensqualität im höheren alter, wenn man miterleben kann, wie sie ihren weg machen (und man evtl. die Enkel verwöhnen kann 🙂 )“

      Kann ich voll bestätigen, habe 3 erwachsene
      Kinder und einen 3 jährigen Enkel.
      Die Lebensfreude und Energie die ein
      Kind in diesem Alter zeigen kann ist
      einfach wahnsinnig!

      • ich warte noch auf den ersten Enkel :-/
        aber die Kinderlein (2 söhne, die Tochter ist noch zu jung) zum Nachwuchs drängen, möchte ich aufgrund der „Rechtsprechung“ hierzulande auch nicht :-/

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