„Mann für einen Tag“

Ein Dokumentarfilm beleuchtet ein Seminar, in dem Frauen für einen Tag Mann spielen. Der Trailer dazu:

 

Der Spiegel hat einen Bericht dazu:

Es ist rührend zu beobachten, wie sie zusammen schüchtern die ersten Schritte in Richtung Mann gehen. Wie sie auf der Straße zu Forschungszwecken ahnungslose männliche Passanten observieren. Wie sie sich ein Alter Ego ausdenken, das ein spezielles Outfit braucht, einen Look und einen Gang. Wie sie sich Sorgen um die Frisuren machen, denn Diane Torr erlaubt es nicht, die langen Haare unter einem Hut oder einer Mütze zu verstecken („Das würde ein Mann niemals tun“), und fordert: kurz, mit viel Gel, oder im Pferdeschwanz.

Manche der Frauen erhoffen sich von dem Experiment einfach, Männer besser zu verstehen. Andere sehen es als die Gelegenheit, gleichzeitig die typischen Rollenmuster der Frau zu begreifen und ihnen entkommen zu können. Und tatsächlich geben alle am Ende auf ihre Art ziemlich glaubwürdige Männer ab: Tal als Marco, TEva-Maria als Christian, Theresa als Klimafolgenforscher Christian und niemand so sehr wie Susann als prolliger Mechatroniker und Breakdancer Andi.

An sich ein guter Ansatz, mal in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpfen und schauen, wie die anderen reagieren. Vielleicht auch einmal wahrnehmen, was einem daran gefällt und wie weit/ob man sich verstellen muss. Bei Norah Vincent fand ich das Experiment auch schon interessant.

Würde mich interessieren, ob die Teilnehmer am Ende der Veranstalterin (eine Gender Aktivistin) zustimmen, dass alles nur konstruiert ist oder ob sie es als eine Verkleidung, als anstregend empfanden.

124 Gedanken zu “„Mann für einen Tag“

  1. Schön wäre es gewesen, wenn die Damen mal eine Musterung hätten über sich ergehen lassen müssen.
    Gern mal auch ein Tag als Gerüstbauhelfer.

    • @ Dummerjan

      „Schön wäre es gewesen, wenn die Damen mal eine Musterung hätten über sich ergehen lassen müssen.“

      Meinst Du nicht, dass die vielen Frauenarztbesuche, zu denen wir halbjährlich (vom Teenager- bis ins Rentenalter) angehalten werden, mit einer Musterung vergleichbar sind?

      @ Topic

      Es gibt Frauen, die mit entsprechender männlicher(er) Optik ganz hervorragend Männer/männliches Verhalten imitieren könn(t)en.

      One of my personal favourites Carolin Kebekus z.B.:

      Jetzt einfach noch Haare ab, Schminke weglassen, Brust plattdrücken und irgendwie die Stimme tiefer kriegen…

      Andererseits wärs doch einfach schade drum.

      Sie leistet schließlich Aufklärungsarbeit:

      • @ muttersheera

        Nein, Vorsorgeuntersuchungen und Musterung sind nicht vergleichbar. Denn Du hast freie Arztwahl, Du MUSST nicht hin, es ist keine Fleischbeschau zur Feststellung Deiner Schlachtreife.

      • „Meinst Du nicht, dass die vielen Frauenarztbesuche, zu denen wir halbjährlich (vom Teenager- bis ins Rentenalter) angehalten werden, mit einer Musterung vergleichbar sind?“

        Kommt eine Frau in Haft, so diese verweigert wird?
        Wird die Frau von einer Kommision begutachtet?

        Wenn es Ihnen nicht passt gehen Sie einfach nicht hin.
        Wenn das bei einer Musterug geschieht, dann bekommt man Besuch von den Herren in Uniform.

      • @muttersheera
        „Meinst Du nicht, dass die vielen Frauenarztbesuche, zu denen wir halbjährlich (vom Teenager- bis ins Rentenalter) angehalten werden, mit einer Musterung vergleichbar sind?“
        Nein, zum Frauenarzt geht ihr Freiwillig, den Frauenarzt könnt ihr euch Raussuchen, bei der Musterung hast du diese möglichkeiten alle nicht, nocht nicht mal das Geschlecht des Arztes darfst du als Mann selbst bestimmen, als Frau schon, auch bei der Musterung.

      • “Meinst Du nicht, dass die vielen Frauenarztbesuche, zu denen wir halbjährlich (vom Teenager- bis ins Rentenalter) angehalten werden, mit einer Musterung vergleichbar sind?

        Nein, diese sind mit dem Gang zum Urologen vergleichbar, wo eine medizinische Indikation vorliegt, ich frei darüber entscheiden kann ob und zu welchem Arzt welchen Geschlechts ich gehe.

        Vergleichbar wäre es, wenn Frauen unter massiver Strafandrohung zu einem Frauenarzt einberufen würden, der in Anwesenheit von nicht selten gegengeschlechtlichem Personal durch Griff an ihr Geschlechtsteil darüber befindet, ob sie für einen einjährigen, schlecht bezahlten Dienst geeignet und zu verpflichten ist.

        • @David

          Die Wehrpflicht und die Untersuchgung sind sicherlich Einschränkungen. Nach der Abschaffung der Wehrpflicht allerdings haben sie als aktuelles Argument einiges an Durchsetzungskraft verloren.
          Ich finde es da interessanter auf die Erwartungen hinsichtlich Schutz und Versorgung, die ansonsten immer noch an den Mann gestellt werden, abzustellen. Warren Farrell hat da aus meiner Sicht interessantes zu geschrieben.

          https://allesevolution.wordpress.com/2012/02/09/manner-als-das-entsorgbare-geschlecht/
          https://allesevolution.wordpress.com/2012/02/03/der-staat-als-ersatzversorger-fur-frauen/

        • Klar, das Argument der Musterung fällt natürlich heute weg als bereits aufgehobene Männerdiskriminierung. Hier ging es ja aber um den Vergleich mit normalen Arztbesuchen.

          In feministischen Argumentationen findet sich ja oft der Verweis, dass Frauen erst seit 35 Jahren ohne Erlaubnis des Ehemannes arbeiten dürfen.
          Dann darf man aber auch noch über den Wehr- und Ersatzdienst sprechen, der gerade mal ein paar Monate aufgehoben ist und von dem man selbst noch betroffen war.

        • @ David

          *In feministischen Argumentationen findet sich ja oft der Verweis, dass Frauen erst seit 35 Jahren ohne Erlaubnis des Ehemannes arbeiten dürfen.*

          Wobei auch noch jedesmal „vergessen“ wird, darauf hinzuweisen, wer für diese Situation mit verantwortlich war: die Mehrheit der Frauen selbst, die bis weit in die 80’er Jahre hinein mehrheitlich konservativ wählten, deutlich stärker als Männer.

          Die CDU/CSU war die Frauenpartei der deutschen Nachkriegsgeschichte,

          Und dann wird so getan seitens feministischer Propaganda und Geschichtsklitterung, als seien DIE Männer dafür verantwortlich, dass DIE Frauen kein Konto eröffenen durften und das zu einer Zeit, als auch die allermeisten Männer noch kein Konto hatten, ihren Lohn in besagter Tüte bekamen, die sie oft genug zuhause bei ihrer Frau ablieferten, die die Finanzen verwaltete, ganz ohne Konto.

          Während die gleiche feministische Propaganda nie verfehlt, darauf hinzuweisen, dass in Kriegen Männer auf Männer schießen, dass Männer also selber daran schuld sind.

          Als ob Frauen kein Interesse daran hätten, geschützt zu werden vor’m altbösen Feind, teilen sie doch die Vorurteile und Hassmemes ihrer jeweiligen Epoche und Gesellschaft, vermitteln diese an ihre Söhne und Töchter, nicht anders als die Väter auch, schämen sich in der Regel feiger Söhne, die sie nicht verteidigen wollen, beschämen diese, wenn nötig, in die Uniform hinein, drohen mit Verachtung und Liebesentzug, wenn der Sohn sich nicht als tapferer Soldat und ganzer Mann bewährt.

          Verantwortungsübernahme dafür?

          Fehlanzeige.

          Viel attraktiver ist doch da die Hanswurstiade mit dem Titel „Die Männer sind schuld.“

          Können die OPFA der Geschichte doch damit seelenruhig und guten Gewiissens all die Goodies einwerben und einstreichen, die dieses verrottende, zunehemden fallierende femizentrische System ihnen auf dem Silbertablett serviert.

          Suffragetten z.B. hatten so gar keine Probleme damit, junge britische Männer (Großbritannein hatte bis 1916 eine Freiwilligenarmee, dann kam die Wehrpflicht, weil anders die Knochenmühlen Flanderns nicht mehr mit Kanonenfutter zu beschicken waren) vor 1916 der Feigheit zu zeihen und öffentlich in die Uniform hineinzubeschämen, die Aktivitäten der Pankhurstschwestern bei Ordensverleihungen dieser Art (die weiße Feder, an das Revers eines Mannes gesteckt, brandmarkte diesen als Feigling.

          http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/FWWfeather.htm

          Und wie sich deutsche Damen aufführten, darüber hat Ignaz Wrobel Eindrucksvolles verfasst, die nicht selten bedauerten, dass sie nur einen Sohn geboren hatten, dem sie den Vaterland in den Rachen werfen konnten.

          http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1927/Der+Krieg+und+die+deutsche+Frau

          „Neben den evangelischen Pastören hat es im Kriege noch eine Menschengattung gegeben, die gar nicht genug Blut saufen konnte: das war eine bestimmte Schicht, ein bestimmter Typus der deutschen Frau. Die hat wirklich himmlische Blutrosen ins irdische Leben geflochten…usw.“

          Und dann quatscht Endolex von männlicher Privilegierung im Patriarchat, das nicht umsonst von Männern UND Frauen erbittert verteidigt wurde.

          Auch die an gesicherter Versorgung DURCH DEN MANN interessierte Frau, die überhaupt nicht erwerbsarbeiten wollte, hatte keinen Grund, ein eigenes Konto einzufordern.

          Dann hätten Männer ja noch auf die Idee kommen können, dass Frauen nun, da sie ein eigenes Konto haben, auch ihr eigenes Geld würden verdienen können (und MÜSSEN).

          Das behagt vielen Frauen gar nicht so sehr.

          Weshalb sie aus eigenem Interesse die Partei wählten, die dafür sorgten, dass sie auch weiterhin „unterdrückt“ blieben.

          Unterdrückt mit dem Anspruch auf Vollversorgung.

          Der ja bei Gleichberechtigung wegfiele, fürchtete man damals.

          Weitgehend grundlos, wie wir heute wissen, wo es Frauenlobbies schaffen, die alten patriarchalen Vorteile der Frau zu erhalten und mit den neuen Freiheiten zu verbinden.

          Bei den Männern ist es eher umgekehrt: Die Deppen stehen bei dieser Art „Gleichberechtigung“ auch noch Schmiere und fallen übereinander her, um sich nur ja als der bessere und kompetentere Frauenschützer-, versorger, -privilegierer hervorzutun, halten das für dolle fortschrittlich und ganz enorm modern, diese Ritter in ihren klappernden Rüstungen unter dem lila Schandfetzen.

        • *die Mehrheit der Frauen selbst, die bis weit in die 80′er Jahre hinein mehrheitlich konservativ wählten, deutlich stärker als Männer.*

          Na das ist ja ein Ding! Und ich dachte immer, Wahlen seien geheim!

          *und das zu einer Zeit, als auch die allermeisten Männer noch kein Konto hatten, ihren Lohn in besagter Tüte bekamen, die sie oft genug zuhause bei ihrer Frau ablieferten, die die Finanzen verwaltete, ganz ohne Konto.*

          Wenn denn der Mann dazu bereit war. Wenn nicht, sahs schlecht aus. Also bitte.

          *Als ob Frauen kein Interesse daran hätten, geschützt zu werden vor’m altbösen Feind, teilen sie doch die Vorurteile und Hassmemes ihrer jeweiligen Epoche und Gesellschaft, vermitteln diese an ihre Söhne und Töchter, nicht anders als die Väter auch, schämen sich in der Regel feiger Söhne, die sie nicht verteidigen wollen, beschämen diese, wenn nötig, in die Uniform hinein, drohen mit Verachtung und Liebesentzug, wenn der
          Sohn sich nicht als tapferer Soldat und ganzer Mann bewährt.*

          Kollektivteilschuld? Ich denke nicht, dass ich mich für meine Urgroßmutter, die EVENTUELL meinen Großvater in die Uniform geschämt hat (als sei das nötig gewesen, wenn ich mir so die Fotos aus der Zeit angucke, wie er auf seinem Panzer gepost hat…),entschuldigen muß. Für die kann ich nix.

          (Weiße Feder)
          Hm, ich seh da jetzt nirgendwo eine explizite Verbindung zu Suffragetten. Mag sein, das welche gleichermaßen mit beiden Organisationen in Verbindung standen, aber daraus eine Kausalität abzuleiten fänd ich fragwürdig. Wie Sie ja schon sagten, Frauen waren genauso Kinder ihrer Zeit.

          *Auch die an gesicherter Versorgung DURCH DEN MANN interessierte Frau, die überhaupt nicht erwerbsarbeiten wollte, hatte keinen Grund, ein eigenes Konto einzufordern.*

          Ja, die welche das Glück (!) hatten, an einen großzügigen Ehemann zu geraten, der Bildung und einer gewissen Selbständigkeit gewogen war. Sie werden mir aber sicherlich zustimmen, dass es für einen erwachsenen Menschen untragbar ist, unter der Kontrolle eines anderen zu stehen. Schon aus Prinzip. Es ging ja auch nicht immer allen Sklaven schlecht. Aber das Prinzip der Sklaverei ist schlecht, auch wenn es Menschen auf beiden Seiten gab, die davon profitierten/profitieren konnten.

          *Die Deppen stehen bei dieser Art “Gleichberechtigung” auch noch Schmiere und fallen übereinander her, um sich nur ja als der bessere und kompetentere Frauenschützer-, versorger, -privilegierer hervorzutun, halten das für dolle fortschrittlich und ganz enorm modern, diese Ritter in ihren klappernden Rüstungen unter dem lila Schandfetzen.*

          Bloß weil sie selbst keinen Grund sehen, jemanden zu unterstützen, wo die eigene peergroup nichts davon hat, heißt das ja nicht dass alle so denken. Sie fordern doch auch von Frauen Verständnis und Unterstützung bzgl der Rechte von Männern?

        • In feministischen Argumentationen findet sich ja oft der Verweis, dass Frauen erst seit 35 Jahren ohne Erlaubnis des Ehemannes arbeiten dürfen.

          Zumal das ja auch Geschichtsklitterung ist: Im schlimmsten Fall konnte der Ehemann die Scheidung mit der Begründung einreichen, die berufstätige Frau vernachlässige ihre Haushaltspflichten.

          Ebenso, wie die Ehefrau die Scheidung einreichen konnte mit der Begründung, der Ehemann vernachlässige seine Versorgerpflichten.

          Sicherlich nicht toll, wenn der Staat den Eheleuten eine Arbeitsteilung aufdränt, aber wie Roslin zutreffend feststellt: Es waren seit Anbeginn des Wahlrechtes mehr Frauen als Männer, die Parteien mit diesem Leitbild wählten.

        • @maren
          „Na das ist ja ein Ding! Und ich dachte immer, Wahlen seien geheim! “
          Bekommt man durch Befragungen raus. Diese Statistiken werden auch heute noch gemacht, z. B. mit dem Alter der Wählerschaft einer Partei.

          „Wenn denn der Mann dazu bereit war. Wenn nicht, sahs schlecht aus. Also bitte. “
          Nö, weil ansonsten hätte der Mann auch neber der Arbeit einkaufen gehen müssen, was bei einer über fünfzig Stunden woche damals schwer machbar war.

          „Kollektivteilschuld? Ich denke nicht, dass ich mich für meine Urgroßmutter“
          Darum geht es nicht. Es geht darum, wie die Diskriminierung der Frau schon immer herbeigelogen worden ist.

          „Ja, die welche das Glück (!) hatten, an einen großzügigen Ehemann zu geraten, der Bildung und einer gewissen Selbständigkeit gewogen war. Sie werden mir aber sicherlich zustimmen, dass es für einen erwachsenen Menschen untragbar ist, unter der Kontrolle eines anderen zu stehen.“
          Auch heute werden meist gemeinsame Konten geführt, und wie damals wird das meiste Geld davon von der Frau ausgegeben. Wer stand und steht also unter der Kontrolle des anderen. Der, der das Geld erwirtschaftet und abgeben muss, oder der, der das Geld ausgibt?

          „Bloß weil sie selbst keinen Grund sehen, jemanden zu unterstützen, wo die eigene peergroup nichts davon hat, heißt das ja nicht dass alle so denken. “
          Mit unterstützen hat das ja nichts zu tun. Es geht um Weibliche Privilegien, weibliche Bevorzugung, nichts anderes ist der Feminismus. Feminismus ist Bevorzugung der Frau und Diskriminierung des Mannes, jeder Feminismus.

        • @ Maren

          *Hm, ich seh da jetzt nirgendwo eine explizite Verbindung zu Suffragetten. *

          *On 8 September 1914, Pankhurst re-appeared at the London Opera House, after her long exile, to utter a declaration not on women’s enfranchisement but on „The German Peril“, a campaign led by the former General Secretary of the WSPU, Norah Dacre Fox in conjunction with the British Empire Union and the National Party.[5] Along with Norah Dacre Fox (later known as Norah Elam), Pankhurst toured the country making recruiting speeches. Her supporters handed the white feather to every young man they encountered wearing civilian dress and bobbed up at Hyde Park meetings with placards: „Intern Them All“. The Suffragette appeared again on 16 April 1915 as a war paper and on 15 October changed its name to Britannia. There, week by week, Pankhurst demanded the military conscription of men and the industrial conscription of women into „national service“, as it was termed. She called also for the internment of all people of enemy race, men and women, young and old, found on these shores, and for a more complete and ruthless enforcement of the blockade of enemy and neutral nations. She insisted that this must be „a war of attrition“. She demanded the resignation of Sir Edward Grey, Lord Robert Cecil, General Sir William Robertson and Sir Eyre Crowe, whom she considered too mild and dilatory in method. *

          http://en.wikipedia.org/wiki/Christabel_Pankhurst

          *With the advent of the First World War, Emmeline and Christabel called an immediate halt to militant suffrage activism in support of the British government’s stand against the „German Peril.“[5] They urged women to aid industrial production and encouraged young men to fight.*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Emmeline_Pankhurst

          Siehst Du jetzt mehr?

        • @davin
          „In feministischen Argumentationen findet sich ja oft der Verweis, dass Frauen erst seit 35 Jahren ohne Erlaubnis des Ehemannes arbeiten dürfen.“
          Wobei das allein schon gelogen ist.

  2. Ich kann mir schon einige Lehren vorstellen, die Teilnehmerinnen aus einer solchen Aktion ziehen können: Als „Mann“ gehen Sie direkter auf andere Leute zu, stellen sich selbst weniger zurück, zeigen ein selbstbewussteres Auftreten. Ein Mann – ein Wort – ein Handschlag gilt (wie im Video angedeutet ist das ein eher männliches Ritual).

    Das lässt sich aber auch für Frauen durchaus im Alltag einsetzen: Nur fehlt das Bewusstsein, die Gewöhnung ist einfach anders, und in einem Seminar „Selbstbehauptung im Alltag“ wäre es schwer, so dermassen aus der angestammten Rolle auszubrechen, wenn die externen Einwirkungen gleich blieben.

    • @ Debe

      Nach dem, was ich hier von Diane Torr lese, geht es weniger um Aufklärung, eher umdie übliche feministische Männerdiffamierung.und -karikatur.

      Klicke, um auf DianeTorr.pdf zuzugreifen

      Dworkineske Taranteldenke, Zitat Diane Torr:

      *Zu der Zeit las ich Andrea Dworkins Buch zum Thema Pornographie (Pornography. Men Possessing Women, 1979) und konnte ihre Thesen vor Ort nachvollziehen.*

      Sie arbeitete damals als Stripteastänzerin.

      Und:

      *Wie man im Film sehen kann, haben viele der Seminarteilnehmerinnen Missbrauchserfahrungen gemacht. Sie tragen Geschichten mit sich rum, die sie erzählen möchten. Und wie ich von mir selbst weiß, weil ich einen Vater hatte, der Alkoholiker war und meine Mutter geschlagen hat, kann es befreiend sein, sich mit der Rolle des Unterdrückers auseinanderzusetzen. Man kann eine andere Perspektive einnehmen, die Welt mal ganz anders erleben, eben aus dem Blickwinkel eines Mannes.*

      Mann = Unterdrücker.

      Wenn ich diesen Sang höre, fragt mein böses Vorurteilsmaschinchen automatisch an: „Ist sie lesbisch?“

      Ja, sie ist lesbisch.

      Klicke, um auf ideal-homo.pdf zuzugreifen

      Was für ein Zufall.

      Was für eine kranke Ideologie des Hasses.

      • @Roslin
        Auch wenns Ihnen nicht gefällt: Wenn eine Frau in frühster Kindheit Männer nur als gewalttätig und unterdrückend kennengelernt hat, sind diese nunmal für sie Unterdrücker.

        Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern mit Prägung. Bedanken Sie sich bei Ihren Geschlechtsgenossen.

        • Genau.

          Und wenn ein Weißer in frühster Kindheit Schwarze nur als gewalttätig und unterdrückend kennengelernt hat, sind diese nunmal für sie Unterdrücker.

          Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern mit Prägung.

        • Das werden die nicht bewusst machen. Ansonsten wären sie ja gar nicht lebensfähig. Es werden vielmehr so Situationen sein, wenn z.B. ein Mann laut wird. Da werden sie getriggert.

          Das hat auch nichts mit Intelligenz zu tun.
          Und nein, das kannst du auch nicht heilen, damit kannst du nur lernen damit umzugehen. Dennoch werden sie wahrscheinlich immer eine gewisse Angst, bzw. Mißtrauen vor fremden Männern haben.

        • @ Maren

          Das erklärt, rechtfertigt aber nichts.

          Haben denn von ihren Alkoholikermüttern misshandelte und missbrauchte Jungen das Recht, daraus eine Ideologie zu stricken?

          Würde der frauenfeindliche Workshop eines solchen Mannes internationale Beachtung finden, seine Abfilmung als kultige „Aufklärung“ auf internationalen Festivals herumgereicht, von den KritikerInnen der „Qualitätsmedien“ mit Lob bedacht?

          Oder würde er nicht einfach als psychisch deformierter Frauenffeind angesehen, der seine persönlichen Probleme und tragischen Erfahrungen mittels Ideologie „therapiert“, unzulässigerweise und obendrein auch noch erfolgloserweise?

          Seine persönlichen Probleme mit Ideologie zu bearbeiten, führt gerade nicht in’s Freie.

          Ist nur weiße Salbe auf’s Krebsgeschwür schmieren, dass darunter weiter frisst und nagt, immer tiefer hinein bis in den Knochen, bis in’s Mark.

          Mittlerweile auch bis in’s Mark der Gesellschaft, der Familien hinein.

        • *Haben denn von ihren Alkoholikermüttern misshandelte und missbrauchte Jungen das Recht, daraus eine Ideologie zu stricken?*

          Wäre sicherlich gesünder als Drogensucht oder Aggressivität.

          *Seine persönlichen Probleme mit Ideologie zu bearbeiten, führt gerade nicht in’s Freie.*

          Ich halte die Idee, für einige Zeit in die Rolle desjenigen, der einen geschädigt hat,zu gehen gar nicht schlecht.
          Dürfte ziemlich entmystifizierend wirken, wenn man merkt, dass auch jemand, den man für bedrohlich hält, mal von ner Aldi-Kassiererin angeraunzt wird.

          Frage mich wo sie in diesem Fall nun schädliche Ideologie sehen?

        • @ Maren

          *Wäre sicherlich gesünder als Drogensucht oder Aggressivität.*

          Nichts ist giftiger, zerstörerischer als vergiftende Sündenbockideologien.

          Sie killen ganze Gesellschaften, wenn sie Erfolg haben, massenwirksam werden.

          *Frage mich wo sie in diesem Fall nun schädliche Ideologie sehen?*

          Allein schon in diesen beiden Sätzen steckt eine ganze, empiriefreie ideologische Welt:

          *So wie wir als Frauen konstruiert werden, werden wir auch als Männer konstruiert.
          Die ganze Konstruktion von Identität ist etwas Gemachtes.*

          Interessant auch, dass Diane Torr am männlichen Rand der weiblichen Normalverteilung steht, analysiere ich ihr Gesicht („männlicher“ Kiefer, ausgeprägt „männlicher“ Kieferwinkel).

          Hinweise auf ihren Testosteronspiegel.

          Wäre interessant, ihre Digit Ratio zu kennen.

          Wundertre mich nicht, wäre auch die eher „männlich“.

          Ihr dürfte es also leicht fallen, „männlich“ zu agieren.

          Zumal die Reaktionsmuster der Gehirne untersuchter Lesben auf pheromone Stimuli eher „männlich“ sind, denen männlicher Heteros ähneln.

          http://rense.com/general71/lesbeans.htm

          Vielleicht eine Folge testosteroner Umbauten.

          Hier die Studie:

          http://www.pnas.org/content/103/21/8269.short

          AND findet sich etwa im männlichen Achselschweiß, EST im Urin schwngerer Frauen.

        • *Interessant auch, dass Diane Torr am männlichen Rand der weiblichen Normalverteilung steht, analysiere ich ihr Gesicht (“männlicher” Kiefer, ausgeprägt “männlicher” Kieferwinkel).

          Hinweise auf ihren Testosteronspiegel.

          Wäre interessant, ihre Digit Ratio zu kennen.

          Wundertre mich nicht, wäre auch die eher “männlich”.*

          (Ha! Jemand der an männliche und weibliche Hirne glaubt, was sich an der Länge des Ringfingers zeigen soll, unterstellt jemand anderem Ideologie. Großartig.)

          Und was hat das jetzt mit dem Projekt zu tun? Was für eine bösartige Agenda unterstellen Sie der Lesbe?

          BTW, was wäre eigentlich ihre Argumentation gewesen, wenn sie hetero wäre?

        • @ Maren

          *(Ha! Jemand der an männliche und weibliche Hirne glaubt, was sich an der Länge des Ringfingers zeigen soll, unterstellt jemand anderem Ideologie. Großartig.)*

          Dummerweise, Maren, ist das keine Ideologie, sondern empirisch mittlerweile gut abgesichert.

          http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0018506X02918337

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12573297

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12581689

          http://www.ehbonline.org/article/S1090-5138(04)00021-2/abstract

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15694118

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16874008

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18585715

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20364887

          Und zum guten Schluss, eine kleine Zusammenschau:

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20631003

          Wer von uns beiden ist also der Ideologe?

        • @Maren.
          „Auch wenns Ihnen nicht gefällt: Wenn eine Frau in frühster Kindheit Männer nur als gewalttätig und unterdrückend kennengelernt hat, sind diese nunmal für sie Unterdrücker.“

          Genau da liegt schon der erste Irrtum: „_nur_ als …“
          Haben sie ja gar nicht. (Oder wollen wir uns auf 0,0001 konzentrieren?)
          Es waren zwar significant others, die sie so erlebt haben, aber eben nicht „alle Männer“.
          Und genau diesen Unterschied (wieder) zu realisieren, ist ein ganz wichtiger Schritt.
          (Das gilt prinzipiell auch, wenn ich hier so manchmal lese, wie angeblich „alle“ Frauen Männer ausbeuten. Da liegt die gleiche selektive Wahrnehmung vor, die erweitert und ausdifferenziert werden muss, um zu normaleren Verhältnissen zu kommen.)

        • „Auch wenns Ihnen nicht gefällt: Wenn eine Frau in frühster Kindheit Männer nur als gewalttätig und unterdrückend kennengelernt hat, sind diese nunmal für sie Unterdrücker.

          Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern mit Prägung. Bedanken Sie sich bei Ihren Geschlechtsgenossen.“
          1. Irgendwann muss man mal den Abstand zu seiner Kindheit herstellen, bis dahin ist man noch in der Pubertät.
          2. „Bedanken Sie sich bei Ihren Geschlechtsgenossen“ Da ich als Person einer anderen Person nicht in die Geschichte sehen kann, fühle ich mich weder veranlaßt noch verpflichtet so etwas von vornherein in Anschlag zu bringen.
          3. Ich lasse mich nicht in Sippenhaft für irgendjemand anderen nehmen und es steht niemandem zu so etwas zu tun, schon gar nicht auf der persönlichen Ebene – oh eine Mann, schnell die Polizei rufen – das ist schlicht eine psychische Störung. WIe wärs mal mit nem Gang zum Psychiater oder Psychologen.
          4. War die Mutter Komplizin oder vielleicht sogar die Anstifterin?
          Nur allzuoft wird diese Schuld verdrängt. Nicht selten sogar die Schuld der Mutter dem Vater zugeschrieben.

          Nein – eigene Mißbrauchserfahrung kann keine Entschuldigung sein, sein Leben lang andere Menschen qua Geschlecht abzuwerten.

        • „dann sind sie nunmal für sie der Unterdrücker“

          Wie wäre es mal mit der weniger suggestiven Formulierung:

          „…dann nimmt sie nunmal kontrafaktisch an, dass die anderen Männer auch ihre unterdrücker wären“

      • Und Sie sind, nicht mal ein kleines bisschen, skeptisch, warum man so eine entscheidende Sache ausgerechnet am Ringfinger ablesen können soll? Ich meine, wenn es die Ausprägung der primären Geschlechtsorgane beträfe, ok. Wenns denn so wäre, solls auch so sein, kann mir ja egal sein (ich hab übrigens den weiblichsten Ringfinger den man sich vorstellen kann, fast ein cm kürzer, was sagt das jetzt über mich?)

        Aber ist schon sehr praktisch, dass man an den Händen ablesen kann, wie weiblich/männlich das Gegenüber ist, welches Geschlecht er sexuell präferiert und ja sogar inwieweit derjenige für Essstörungen anfällig ist.
        Das riecht mir sehr nach einer Korrelation, die im Bewusstsein der Sehnsucht des Menschen nach Schubladen zu einer Kausalität aufgeblasen wird, und in einem Umfeld, wo populärwissenschaftliche Theorien über Mann und Frau wunderbar gedeihen und evpsych die Lieblingswissenschaft ist, ganz wunderbar gedeihen und jedesmal herangezogen werden um Mitmenschen zu kategorisieren, die sich nicht so verhalten, wie wir es gewohnt sind.

        Besonders nachdem ich das hier gelesen hab: http://scienceblogs.com/pharyngula/2011/04/20/the-new-palmistry/

        • @ Maren

          Nein, ich bin nicht skeptisch. Denn die Daten legen nahe, dass die Digit Ratio ein guter Marker für die Testosteronwirkung ist, relativ einfach zu messen obendrein.

          *The strongest evidence that androgens affect digit ratios is the report that normal polymorphism in the androgen receptor (AR) gene correlates with digit ratios in men. The greater the number of CAG repeats in exon 1 of AR (coding for a longer polyglutamine stretch), the less effective AR protein is produced (3,4), in extreme cases causing reduced sperm counts and gynecomastia (5). In a nonclinical sample of 50 men there was a significant positive correlation between the number of CAG repeats and 2D:4D (6), as would be predicted if less effective AR produced less masculine (i.e. larger) digit ratios. The study estimates that variation in AR’s CAG repeat domain alone accounts for about 9% of the variance in men’s digit ratios. Any other AR polymorphism would contribute additional variance to 2D:4D, as would individual differences in prenatal androgen secretion. Mutations severely disrupting AR function, carried by XY women with androgen insensitivity syndrome (AIS), result in feminine digit ratios (7), further implicating androgen’s role. The variability in digit ratios among the AIS women in this study presumably reflected variability in AR alleles, although these were not examined. Similar variability is seen in other androgen sensitive characters in women with AIS (e.g. Ref. 8).

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2940503/?tool=pubmed

          Das ist mit Sozialisationseffekten schwer zu erklären.

          Wie erklärst Du Dir diese Zusammenhänge?

          *There is now compelling evidence that the ratio of the length of the second digit divided by the length of the fourth digit (2D:4D) is affected by prenatal androgens in humans. This ratio is greater in females than males from fetal life through adulthood, correlates with polymorphism in the androgen receptor gene in men, is feminine in XY androgen insensitivity syndrome, and masculinized in congenital adrenal hyperplasia. Using 2D:4D as a correlate, researchers have found evidence that prenatal androgens affect many sexually differentiated human behaviors, including sexual orientation in women (but not in men), attention deficit disorder, autism, eating disorders, aggression, and risk-taking. In each case, lower 2D:4D, indicative of greater prenatal androgen stimulation, is associated with behavior more commonly displayed by males than females. The correlation between 2D:4D and prenatal androgen stimulation is too imperfect to accurately predict the phenotype of a particular individual, even in terms of sex. However, digit ratio is the best available retrospective marker of average differences in prenatal androgen stimulation between groups of people, and/or correlations of prenatal androgen stimulation with particular behaviors and characteristics within a group. Thus digit ratios offer a valid test of the organizational hypothesis that androgens act early in life to masculinize various human behaviors.*

        • Skeptisch sollte man natürlich immer sein.

          Aber: Barthaare scheinen ja auch ein recht guter indikator für Testosteron zu sein, warum nicht die Finger?

        • ich dachte bei der Länge der Ringfinger ging es eher um pränatales Testosteron.

          Zumindestens ist es fraglich ob Frauen der Ringfinger wächst, wenn man ihnen Testosteron gibt.
          (Okay, neben Bart wachsen noch ganz andere Sachen…wenn man so auf die „Nebenwirkungen“ bei Bodybuilderinnen acht gibt…)

          • @unkraut

            „Zumindestens ist es fraglich ob Frauen der Ringfinger wächst, wenn man ihnen Testosteron gibt.“

            Es geht ja gerade um pränatales Testosteron, die Digit Ratio sollte nach der Geburt von weiteren Testosteron unbeeinflusst sein.

        • @ Christian

          „Es geht ja gerade um pränatales Testosteron,
          die Digit Ratio sollte nach der Geburt von
          weiteren Testosteron unbeeinflusst sein.“

          Das pränatale Testosteron ist
          wesentlich dafür verantwortlich
          in welche Richtung sich das Gehirn
          entwickelt. Salopp gesagt werden
          hier quasi gewisse Festverdrahtungen
          angelegt, diese können dann eben
          später durch die Sozialisation
          nicht mehr grundsätzlich geändert
          werden.
          Diese pränatalen Vorgänge erklären
          auch schön warum es biologische
          Männer gibt die ein eher weibliches
          Gehirn haben oder biologische
          Frauen mit einem Gehirn mit eher
          männlicher Ausprägung.

        • @christian:

          das momentane Temperament wird sicher mehr vom aktuellen Testosteronwert als vom pränatalen beeinflusst

          Testosteron macht angeblich risikobereiter
          ebenso ists am Libido beteiligt

          ich will nicht bezweifeln dass pränatales testosteron auch auf die Hirnbildung einfluss haben kann

          aber z.B. Bartwuchs bzw eine tiefe Stimme haben mit pränatalem Testosteron nix zu tun
          Das kann man bei jeder Frau erreichen, der man Testosteron spritzt.

          Als Beispiel: Bodybuilderinnen müssen auch nicht zwangsläufig zu viel pränatales Testosteron gehabt haben…da fragt man nicht, ob die vielleicht vor der Geburt schon „männliche“ Züge hatten…klar, kann auch mit reinspielen, muss aber nicht. Denn da ists deutlich dass es an den Steroiden liegt.

          Mir gehts nur darum: wenn man die Frage klären will „warum“ sich eine Frau sich „männlicher“ verhält oder aussieht, muss es nicht primär am pränatalen Testosteron liegen. Der aktuelle Testosteronwert ist Meiner Meinung nach deutlich entscheidender.
          Kleine Jungs sehen ja auch erst „männlich“ aus, sobald die Pubertät beginnt.

          Herauszufinden wäre eher, ob das pränatale Testosteron über den späteren Testosteronwert etwas aussagen kann. Oder ob noch weitere Faktoren mitspielen. Z.B. dass jemand sehr viel sensibler auf Testosteron reagiert als andere, dann würde weniger Testosteron ausreichen um große Auswirkungen zu haben. Und wie es mit den Schwankungen zusammenhängt, die angeblich je nach Tageszeit bzw. sonstige Umstände ja auch nicht immer gleich sind.
          Ich hab auch mal gelesen dass Testosteron nicht immer da ankommt, wo es hin soll, weil es vorher vom Körper umgewandelt wird. So wie der Testosteronspiegel noch im Verhältnis zu anderen Hormonen steht, incl Wechselwirkungen.

          Weiß nicht, das Thema wirkt für mich zu kompliziert um da eindeutige Aussagen machen zu können

  3. Interessant würde es, wenn die Männinnen an dem Punkt angelangen würden, weibliches Machtstreben aus der neuen Perspektive wahrnehmen zu können. Dafür dürfte aber ein Tag Rollentausch zu kurz sein. Und es dürfte nicht deren Intention gewesen sein, das zu hinterfragen. Die kognitive Dissosanz, die sich bei diesen Genderinnen dabei ergeben würde, wäre aber durchaus interessant zu beobachten.

    • @ Andreras

      *Interessant würde es, wenn die Männinnen an dem Punkt angelangen würden, weibliches Machtstreben aus der neuen Perspektive wahrnehmen zu können.*

      Es ist ja das Gegenteil intendiert, s.o.

      Dazu müsste frau ja die Komfortzone der Selbstwahrnehmung verlassen.

      Feminismus aber ist die Komfortzone weiblicher Selbstwahrnehmung schlechthin, empauernd eben.

  4. „Würde mich interessieren, ob die Teilnehmer am Ende der Veranstalterin (eine Gender Aktivistin) zustimmen, dass alles nur konstruiert ist oder ob sie es als eine Verkleidung, als anstregend empfanden.“

    Naja, ist das gleiche wenn sich ein Beta/Gamma/AFC-Mann als Alpha „verkleidet“. Anfangs ists noch „Schauspiel“, aber je mehr er dazu lernt und je mehr er seine Rolle annimmt und sich darin wohl fühlt, desto mehr wird es seine Identität. Und irgendwann spielt er nicht mehr, er ist das, was er sein wollte.
    (Klar, das funktioniert nur durch Rückmeldung seiner Umwelt)

    Wenn die „gesellschaftliche Rolle“ (Gender) nicht zu gewissen Teilen flexibel wäre, würde Pick-Up nicht funktionieren.
    Schließlich lässt sich Genetik ja nicht durch Verhalten ändern. (Wobei ich auch mal gehört hab, dass an dem Punkt in der Biologie auch ein klein wenig Umdenken stattgefunden hat, hab mich darüber aber noch nicht informiert).

    Wenn also Betas zu Alphas werden können, können auch Frauen(gender) zu Männern(gender) werden. (Wenn Betas das nicht können, können Frauen es auch nicht. Das biologische Geschlecht bleibt bei beiden unberührt.)

    Wobei: es gibt mit Sicherheit einige genetisch festgelegte „Präferenzen“. So wie ich das mit der Genderforschung verstanden hab, wollen die einfach herausfinden, welche Verhaltensweisen genetischen Ursprung haben, und welche sich einfach aus der sozialen Rolle ergeben (also konstruiert sind).
    Eine konstruierte gesellschaftliche Rolle lässt sich nachträglich beim Individuum auch nicht komplett ändern, allenfalls bei der Nachfolgegeneration kann man die Weichen stellen. Was dabei raus kommt lässt sich aber auch nicht hellsehen.

    • @ unkraut

      „Wenn also Betas zu Alphas werden können, können auch Frauen(gender) zu Männern(gender) werden. (Wenn Betas das nicht können, können Frauen es auch nicht. Das biologische Geschlecht bleibt bei beiden unberührt.)“

      Träume weiter unkraut. Die meisten Betas die
      aus der Matrix herausfinden erleben das als
      Befreiung aus einem jahrelangen Zustand
      dauernder feministischer Indoktrination
      und Unterdrückung der eigenen Gefühle
      und Regungen.
      Da muss im Wesentlichen nichts Neues
      einprogrammiert werden, sondern nur
      das was fast jeder Mann im Mittel
      in sich trägt, von falschen Schuldgefühlen
      und Hemmungen befreit werden.
      Bei Männern die diese Voraussetzungen
      nicht erfüllen, diese gibt es auch,
      ist jedes PU-Training wirkungslos.

    • @ Adrian

      *Ich frage mich gerade wer die Damen in ihrer Kostümierung tatsächlich für Männer hält.*

      Höfliche Männer.

      • @Roslin

        Einige sind auf den ersten Blick gar nicht so schlecht. Aber alleine schon Stimme und Verhalten werden dazu führen, dass sie nicht überzeugend agieren können. Man sieht es schon in dem kurzen Trailer.
        Nora wurde bei ihrem Experiment ja auch für schwul gehalten, weil ihr Verhalten und ihre Optik zu weiblich war, wenn ich mich richtig erinnere.

    • >Ich frage mich gerade wer die Damen in ihrer Kostümierung tatsächlich für Männer hält.

      Sie selbst. D.h., das Ensemble der Genderinnen, die sich diesen Akt der Selbstbestätigung ihres Männerhaßbildes vorgenommen haben.

  5. Hallo Christian,

    verstehe ich dich richtig, daß Homosexualität faktoriell durch geringen Testosteronspiegel der Mutter und durch geringen Testosteronspiegel des männlichen Fötus entsteht?

    Daß es also eine Art biologische Störung wie z.B. Intersexualität ist?

    Sind dies die Hauptfaktoren?

    Dann gibt es noch die brüderliche Geburtsreihenfolge, die als solches ja erst mal nichts aussagt, da hier ein psychosoziales Korrelat vorliegen kann.

    Was für ein biologischer Effekt sollte hier vorhanden sein?

    Hat man bereits bei einem Menschen nachgewiesen, daß geringe Testosteronspiegel im Mutterleib zu Homosexualität geführt haben?

    Man hat bei dir den sehr deutlichen Eindruck, daß du nicht dazu in der Lage bist, psychosoziale Korrelationen zu untersuchen. Also systematisch die Zwillings- und Brüderstudien auf psychosoziale Einflüsse zu untersuchen.

    In diesem Sinne ist auch der Vorwurf des Biologismus für deine Anschauungen berechtigt.

    Man hat den Eindruck, daß dich eine Falsifikation dieser Studien nicht weiter interessiert. Es müßte dir daran liegen, diese Studien genauer anzuschauen, wann z.B. die Zwillinge getrennt wurden. Wieviele Zwillinge nicht zugleich homosexuell werden und vieles, vieles mehr.

    Du zeigst hier die gleiche Zweckgerichtetheit und Tendenziosität, wie sie bei Feministinnen und ihrer Realitätsdeutung zu finden sind.

    Hast du dich das alles schon mal ehrlich gefragt?

    Du weißt, daß es keine guten und schlechten Wahrheiten in der Forschung gibt.

    Ich gebe dir den Tip, daß es auch hermeneutisch-psychische Erkenntnis in der Wissenschaft gibt. Daß man also bestimmte menschliche Phänomene auch durch ein emotionales Verstehen begreifen kann.

    • Weitere ruhig.

      Warum sollte ich besessen sein?

      Wenn man auf eine außerordentliche Ignoranz gegenüber offensichtlichen Dingen trifft bei Menschen, die sich aufgeklärt und kritisch geben, da kommt schon mal die eine oder andere Verwunderung auf.

      Stell dir einfach vor, jemand hat herausgefunden, daß sich die Erde um die Sonne dreht, und er wird für verrückt gehalten und von anderen angefeindet und für dumm verkauft. Und diese anderen lügen, verzerren, unterstellen und verhalten sich höchst unseriös ohne Gewissensbisse.

      Ich brauche diese Leute nicht zu überzeugen, finde diese Prozesse aber interessant. Ich habe sowieso recht.

  6. @ Seitenblick

    „Genau da liegt schon der erste Irrtum: “_nur_ als …”
    Haben sie ja gar nicht. (Oder wollen wir uns auf 0,0001 konzentrieren?)
    Es waren zwar significant others, die sie so erlebt haben, aber eben nicht “alle Männer”.
    Und genau diesen Unterschied (wieder) zu realisieren, ist ein ganz wichtiger Schritt.
    (Das gilt prinzipiell auch, wenn ich hier so manchmal lese, wie angeblich “alle” Frauen Männer ausbeuten. Da liegt die gleiche selektive Wahrnehmung vor, die erweitert und ausdifferenziert werden muss, um zu normaleren Verhältnissen zu kommen.)“

    Da gebe ich dir völlig recht. Ich bin während meiner Jugend, des öfteren mit türkischen Jugendlichen ziemlich unangenehm aneinander geraten, einmal wirklich aufs übelste zusammen geschlagen worden. Übertragen auf die Geschlechterdebatte und nach dem Verständnis vieler Feministinnen (ebenso radikalen Maskulisten), könnte ich nun eiglt. behaupten, Türken sind alles aggressive, potenzielle Gewaltverbrecher.

    Tue ich aber nicht! Im Gegenteil.

    Trotz dieser negativen Erfahrungen, (die im übrigen gestern auch der Bruder meiner Freundin erleben durfte), muss ich mir eben auch im klaren darüber sein, dass der hier in Deutschland geborene, aufgwachsene, ursprünglisch aus der Türkei stammende Mitbürger mit deutschem Pass, von Deutschen bis heute nicht als solcher gesehen, wahrgenommen, geschweige denn anerkannt wird. Er ist wahrscheinlich im Laufe seines Lebens hier in Deutschland, auch auf Rassimus und Fremdenhass gestoßen oder möglicherweise von seinem aggressiven Vater oft geschlagen worden, weil dieser die Schläge als erfolgreiche Erziehungsmaßnahme betrachtet hat.

    Wir dürfen nicht auf Hass mit Hass antworten und müssen wieder lernen, zuzuhören und zu vergeben. Empathie und Einfühlungsvermögen sind in diesem Geschlechter“kampf“ leider nur selten anzutreffen.

    In diesem Sinne…

      • @ Imion:

        Mein Beispiel bezog sich auch eher auf das Komentar von

        Maren: “Auch wenns Ihnen nicht gefällt: Wenn eine Frau in frühster Kindheit Männer nur als gewalttätig und unterdrückend kennengelernt hat, sind diese nunmal für sie Unterdrücker.”

        Ich denke, dass die wenigesten hier im Blog radikale Ansichten vertreten, was den Diskurs ohnehin in keinster Weise weiter bringen würde. Wie gesagt, nur weil ich in meiner Kindheit oder Jugendzeit schlechte Erfahrung mit einer spezifischen Gruppe von Menschen gemacht habe, kann ich trotzdem nicht verallgemeinern, weil es von dieser immer und überall beide Seiten gibt, sowohl gute als auch schlechte Beispiele. Besonders häufig ließt oder hört man dann aber Sätze wie „Männer sind blablabla, weil ich das und das erlebt habe…“.

        Ein besonders gutes Beispiel ist der Satz: „Gewalt ist männlich“. Eine weltweite Statistik bezüglich männlicher Gewalt, liegt, so weit ich mich erinnern kann, um die 5 bis 10%. Das entspricht ungefähr der weltweiten Anzahl von Linkshändern. Niemand würde nun aber deswegen behaupten „die Welt ist linkshändig“, höchstens „es gibt linkshändige Menschen, der größte Teil ist aber rechtshändig“.

        Viele Grüße

  7. Seid ihr Euch also alle einig, fein.
    Dann verratet mir doch mal, was genau an der Musterung so schrecklich ist – abseits der Formalargumente.

    Dass Frau „nicht muss“ ist ein lächerliches Scheinargument: sie muss es es sehr wohl (regelmäßig) wenn sie regulär verhüten will; sie muss es dann, wenn sie die „Pille danach“ braucht; sie muss es auch dann, wenn sie abtreiben will.

    Ich kenne keine Frau, die sich nicht erstmals zwischen 12 und 16 die kalten Instrumente reinschieben ließ; ich kenne keine Frau, die nicht irgendwann mal die Pille genommen hätte & ich habe inzwischen eine erkleckliche Sammlung von „freundlichen Hinweisen“ zusammengetragen, die Frauenärzte ihren jugendlichen Patientinnen mit auf den Weg gaben (von: „Deine Beine sind stoppelig“ über anzügliche Bemerkungen hinsichtlich einer rasierten Scham, bis hin zum vorwurfsvoll geäußerten: „Deine Blase ist ja voll!“).

    Die freie Arztwahl bedeutet faktisch nur, dass frau sobald sie eine schlechte (übergriffige oder besonders schmerzhafte) Erfahrung gemacht hat woanders einen neuen Versuch wagen kann. Termine bei einer Gynäkologin sind (in meiner Ecke zumindest) schwer zu kriegen als Neupatientin, also innerhalb einer akzeptabeln Zeitspanne (unter 3 Monaten).

    Ich habe mal versucht zu überschlagen, wie viele Vaginaluntersuchungen ich über mich ergehen ließ: bis zur ersten Schwangerschaft etwa zwei Dutzend, pro Schwangerschaft sind 20 Untersuchungen vorgeschrieben (die Nichteinhaltung wird allerdings nicht sanktioniert), aber spätestens um die Geburt rum hab ich kapituliert: ich kann nichtmal sagen, wie viele verschiedene Menschen mir in nichtsexuellem Zusammenhang ihre Finger reingesteckt haben…

    Oh, und je nach Arzt und Frau wird auch/sogar rektal untersucht.

    Angesichts dessen erscheint es mir Mimosenhaft, wenn mann sich über eine einmalige Intim-Untersuchung brüskiert (ich nehme zumindest an, dass es nicht der Seh- und Hörtest etc. ist, der als unangenehm empfunden wird). Und sogar meint (Ausgangspunkt) Frauen sollten sich einer Musterung stellen müssen um zu wissen, was es bedeutet ein Mann zu sein…

    • Übrigens danke für die Links zu Carolin Kebekus, ich wollte zuerst schon eine abfällige Bemerkung über deinen Humor machen, aber die Frau hat sich tatsächlich sehr gemacht seit ihren desolaten ersten öffentlichen Gehversuchen.
      Gute Imitationen und gutes Timing, bis auf die abgedroschenen Porno-Witze hat sie mich wirklich zum Lachen gebracht.

    • @ muttersheera

      *Dass Frau “nicht muss” ist ein lächerliches Scheinargument: sie muss es es sehr wohl (regelmäßig) wenn sie regulär verhüten will; sie muss es dann, wenn sie die “Pille danach” braucht; sie muss es auch dann, wenn sie abtreiben will.*

      Kann frau nicht einfach verhüten, indem sie betont, sie sei männerhassende Feministin?

      Reicht das nicht?

      Sind Männer tatsächlich so aufdringlich?

      Warum beschweren sie sich dann, wenn man sie mit Vogelscheuchen vergleicht?

      Ihnen Frisuren unterstellt, die ihnen ein neurotischer, liebeskranker Papagei verpasst haben könnte?

      All das ist doch dann gar nicht so schlimm, bedenkt man die Entlastungseffekte.

      „Ist der Ruf erst ruiniert usw….“

      Aber keine Sorge.

      Ich missioniere weiter, um immer mehr Männer davon zu überzeugen, Feministinnen zu meiden wie einen Seuchenherd.

      Damit ihnen wenigstens die Verhütung leichter fällt.

      Immer im Dienste der Befreiung der Frau

      der eifrige Frauenfreund

      Alexander Roslin


  8. Dass Frau “nicht muss” ist ein lächerliches Scheinargument: sie muss es es sehr wohl (regelmäßig) wenn sie regulär verhüten will; sie muss es dann, wenn sie die “Pille danach” braucht; sie muss es auch dann, wenn sie abtreiben will.

    Sie muss es!!!1 (…wenn sie abtreiben will) 🙂 Grandios!
    Ich muss auch zur Musterung, wenn ich in den Krieg ziehen will.
    Oh wait, da muss(te) ich ja sowieso auch als Pazifist hin ob ich es will oder nicht.
    Abgesehen davon dass ich das niemals wollen würde, dass meine Freundin sich solche Chemiecocktails antut geschweige denn ein Kind abtreibt, denke ich nicht dass ihr für die Pille danach (also wenn ihr zu blöd wart zu verhüten) unbedingt eine Untersuchung untenrum braucht, oder doch?

    Dann verratet mir doch mal, was genau an der Musterung so schrecklich ist – abseits der Formalargumente.

    Es geht aber vor allen Dingen um die Formalargumente! Zumindest mir ging es nicht um oppression olympics, sondern um diesen bis vor kurzem rechtlich festgeschriebenen Sexismus.

    Den Musterungsbescheid zu bekommen und anzutreten empfand ich schon als Übergriff. Sich in den Sack fassen zu lassen und in Unterhose Kniebeugen zu machen vor 2 weiblichen Assistentinnen hätte ich als unsicherer 18-Jähriger auch weniger erniedrigend empfunden, wenn ich z.B. wegen Rückenschmerzen beim Orthopäden gewesen wäre und nicht in Erwartung eines Tauglichkeitstempels.

    Mit einer Untersuchung beim Urologen (ich habe da den direkten Vergleich), ist das nicht im Geringsten zu vergleichen.

    Du hast schon Recht, es braucht keine Musterung um zu wissen was es bedeutet ein Mann zu sein, der Zusammenhang ist völlig übertrieben.

    Aber man muss offenbar ein Mann sein um nachzuempfinden wie es ist, gemustert zu werden. Jedenfalls bringst du die Empathie nich auf, den Unterschied zu medizinischen Untersuchungen zu begreifen.

    Deine persönlichen Erlebnisse mit übergriffigen Frauenärzten tun da mal rein gar nichts zur Sache, das ist ein völlig anderes Thema.
    Es kann schon sein, dass in muttersheeras Erfahrungswelt alle Frauenärzte perverse Schweine sind die sich an Vorsorgeuntersuchungen aufgeilen und schon von Berufs wegen Anzüglichkeiten gegenüber jugendlichen Mädchen leisten. Komisch, mir hat noch keine Frau sowas erzählt (und ich habe schon mit einigen darüber geredet, gerade weil ich diesen Beruf für Männer auch etwas, naja bizarr finde). Sind wahrscheinlich alle nicht repräsentativ.
    Manche Frauen werden hingegen täglich und an jeder Ecke sexuell belästigt. Muss wohl an irgend einem Gen liegen 😉
    Aber mein Gott: als ob es nicht genügend weibliche Frauenärzte gäbe, zu denen Frau gehen kann!
    Die wenigen männlichen die es gibt scheinen es so schlecht nicht zu machen, sonst blieben ihnen schnell die Patientinnen weg (schon das wäre ein Grund den Beruf nicht zu wählen, es reicht wohl ein Gerücht um seine Praxis zu ruinieren), und manche Frauen sagten mir, männliche Gynäkologen seien vorsichtiger/einfühlsamer.

    Es kann gut sein dass die gynäkologischen Untersuchungen unangenehm sind, aber das sind die beim Urologen auch, darüber beschwert sich kein Mann.
    Schlicht absurd, das formal mit einer Musterung vergleichen zu wollen.

    • muttersheera muss halt nachweisen, dass Frauen es am schlimmsten haben. So wird dann aus kostenlosen, freiwilligen Vorsorgeuntersuchungen ein Unterdrückungsinstrument des Patriarchats, das mit der unfreiwilligen, nicht zur Vorsorge gedachten Musterung vergleichbar ist. Dass Mann zur Musterung erscheinen muss, dass Mann sich bei der Musterung den Arzt nicht aussuchen kann, dass Mann nicht sagen kann, ich möchte diesen Teil der Untersuchung nicht, das ficht sie alles nicht an.

      „(und ich habe schon mit einigen darüber geredet, gerade weil ich diesen Beruf für Männer auch etwas, naja bizarr finde)“
      Ich finde den Beruf auch für Frauen bizarr. Aber das sind nur meine 0,02€

      • *Ich finde den Beruf auch für Frauen bizarr. Aber das sind nur meine 0,02€*

        Hängt ja auch die Geburtshilfe mit dran. Ist dann schon netter.

        *So wird dann aus kostenlosen, freiwilligen Vorsorgeuntersuchungen ein Unterdrückungsinstrument des Patriarchats, das mit der unfreiwilligen, nicht zur Vorsorge gedachten Musterung vergleichbar ist*

        To be fair, es sind weniger die Vorsorgeuntersuchungen als vielmehr die Überwachung, dass einem die hormonelle (schweineteure) Empfängnisverhütung, die man zu sich nimmt, bzw. einbauen lässt, keine Schäden zufügt.
        Wie ich schonmal sagte, Frauen die nicht so verhüten, sehen ihren Gyn teilweise jahrelang nicht. Die sind aber selten, weil leider alles was mit Kinderkriegen oder -nichtkriegen zu tun hat meistens Frauensache ist. Wär schon toll, wenn der Partner sich da an den Kosten beteiligen würde und vielleicht sogar ab und an mal mitkommen würde. Macht man ja auch ihm zuliebe.
        Noch toller wäre es, wenn ein Paar sich absprechen könnte, wer die Hormone besser verträgt , sh. Pille für den Mann.

        Aber ich glaube bis dahin ist es noch ein weiter Weg, weil viele Männer wohl die Nebenwirkungen (die mit denen eines normaldosierten Hormonpräparats für die Frau vergleichbar sind, soweit ich gelesen hab) nicht aushalten mögen, ausserdem ist da glaub ich eine geistige Barriere, als Mann zu sagen „Ich nehm die Pille“

        • @maren
          „Aber ich glaube bis dahin ist es noch ein weiter Weg, weil viele Männer wohl die Nebenwirkungen (die mit denen eines normaldosierten Hormonpräparats für die Frau vergleichbar sind, soweit ich gelesen hab) nicht aushalten mögen“
          Nein, das wurde so entschieden, leider.

          „Die sind aber selten, weil leider alles was mit Kinderkriegen oder -nichtkriegen zu tun hat meistens Frauensache ist.“
          Als ob sich Frauen auf das Spiel einlassen würden, dem Mann so viel vertrauen zu schenken, wie sie selbst von Männern verlangen.

        • @maren

          „Aber ich glaube bis dahin ist es noch ein weiter Weg, weil viele Männer wohl die Nebenwirkungen (die mit denen eines normaldosierten Hormonpräparats für die Frau vergleichbar sind, soweit ich gelesen hab) nicht aushalten mögen, ausserdem ist da glaub ich eine geistige Barriere, als Mann zu sagen “Ich nehm die Pille”“

          Meines wissens nach gibt es gegenwärtig keine zugelassene „pille für den Mann“. Wie soll man sich da für sie entscheiden?

          Die Entwicklung einer Pille für die Frau war einfacher, weil sie einen natürlichen Zustand der Unfruchtbarkeit hat: Die Schwangerschaft.

          Im übrigen die alte Frage: Würdest du deinem Partner vertrauen oder lieber (zusätzlich) selbst nehmen? Du wirst ja immerhin schwanger, wenn er was falsch macht und du hast bei zB Alkohol und Pille immerhin noch einfacher die Möglichkeit die fruchtbaren Tage auszurechnen und damit das Risiko zu bewerten.

        • *Als ob sich Frauen auf das Spiel einlassen würden, dem Mann so viel vertrauen zu schenken, wie sie selbst von Männern verlangen*

          Na wenn du so anfängst… Du kannst aber nicht leugnen, dass Männer an der Verhütung eher ein sekundäres Interesse haben.
          Wie gesagt, ich hätte schon so vielen Männern ein Kind anhängen können, das ist gruselig. Das höchste der Gefühle ist oftmals ein „Du nimmst doch die Pille oder?“, weil auch viele Männer der Meinung sind, dass sie gegen Geschlechtskrankheiten immun sind, weil bei ihnen nichts reingespritzt wird.

          *Nein, das wurde so entschieden, leider.*

          Ich meine mich zu erinnern gelesen zu haben, dass sie aufgrund der Nebenwirkungen nicht tragbar gewesen wäre. Die aufgelisteten NW waren dann sowas wie Depressionen oder Libidoverlust, was bei vielen Frauenpillen Standard ist.

          • @maren

            „Die aufgelisteten NW waren dann sowas wie Depressionen oder Libidoverlust, was bei vielen Frauenpillen Standard ist.“

            Die selben Nebenwirkungen dem Grunde nach sagt ja nichts über deren Intensität und Häufigkeit.

        • *Würdest du deinem Partner vertrauen oder lieber (zusätzlich) selbst nehmen? Du wirst ja immerhin schwanger, wenn er was falsch macht und du hast bei zB Alkohol und Pille immerhin noch einfacher die Möglichkeit die fruchtbaren Tage auszurechnen und damit das Risiko zu bewerten.*

          Ja, aber ich krieg auch z.B. die Thrombose. Wenn ich jetzt eine Anfälligkeit dafür hätte, mein Partner aber nicht, wäre es doch super so eine Lösung zu haben. Zudem traue ich ihm durchaus zu, ein Medikament nach Vorschrift einzunehmen. Antibiotikaeinnahme muss ja auch nicht überwacht werden, oder?

          • @Maren

            Wenn dein Freund seine Antibiotika nicht richtig nimmt, dann bleibt er krank.
            Wenn er die Pille nicht nimmt, dann wirst du evtl schwanger.

            Die Frage ist also nicht, ob du im generell zutraust Medikamente nach Vorschrift einzunehmen. Sondern ob du mit dem Risiko einer Schwangerschaft darauf wetten würdest.

            Da werden zu spät kommende Tage eine ganz neue Dimension haben. Bei einem geplatzten Kondom bekommt sie es immerhin mit und kann sich noch für die Pille danach entscheiden.

        • „Du kannst aber nicht leugnen, dass Männer an der Verhütung eher ein sekundäres Interesse haben.“
          Das gilt ganz bestimmt nicht für alle Männer. Ich zum Beispiel habe ein sehr großes Interesse an Verhütung, daher stehe ich bei kurzfristigen Bekanntschaften nie ohne Schirm im Regen.

        • @maren
          „Na wenn du so anfängst… Du kannst aber nicht leugnen, dass Männer an der Verhütung eher ein sekundäres Interesse haben.
          Wie gesagt, ich hätte schon so vielen Männern ein Kind anhängen können, das ist gruselig.“
          Das liegt daran, das Männer den Frauen vertrauen, warum auch immer, denn eigentlich gibt es keinen Grund, keinen Beweis den Frauen erbracht hätten, der dies rechtfertigt. Desweiteren ist es so, das auch Frauen ja SEx mit Gummi sehr oft nicht mögen.

          „Ich meine mich zu erinnern gelesen zu haben, dass sie aufgrund der Nebenwirkungen nicht tragbar gewesen wäre.“
          Das wurde aber von den Ärzten so festgesetzt. Ich würde es ja mal drauf ankommen lassen.

        • @ Maren

          „Na wenn du so anfängst… Du kannst aber nicht
          leugnen, dass Männer an der Verhütung eher ein
          sekundäres Interesse haben.“

          Könnte sich in der Zukunft ändern.

          Frauen haben qua Natur das Recht auf Abstammungsgewissheit.
          Männer hatten es bisher nicht, können es nun aber haben
          dank Technik. Ob legal oder nicht.

          Interessant wird auch die Einführung einer
          reversiblen chemischen Verhütungsmethode für
          Männer werden.
          Die Methoden sollen sehr zuverlässig sein
          und bei gewissen Entwicklungen ist der
          Einfluss auf die Libido minimal.

          Die Feministinnen haben daran gar keine
          Freude. Einerseits beklagen sie ja bis zum
          Abwinken, die Last der Verhütung läge
          grösstenteils bei den Frauen und andererseits
          entsteht nun die Chance, dass sich die Männer
          einen Teil der Entscheidung in Bezug auf
          Reproduktion zurückholen.
          Klar jeder vernünftige Mann wird gleichwohl
          nur mit Kondom besonders wenn er davon
          ausgehen muss, das seine Gespielin
          das Karussell der Alpha Männchen reitet
          respektive geritten hat.

          Is the male pill good for women?

          The bigger issue behind the development
          of a contraceptive pill for men is that
          women risk losing control of conception.

          http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2006/apr/28/malepillwomensloss

          http://heartiste.wordpress.com/2012/05/14/why-are-feminists-against-the-male-pill/

        • @redpill

          Du liest zuviele schlechte PU- Blogs. Warum sollten „Feministinnen“ (also die feministisch „verseuchten“, was immer das heißen soll) was gegen die Männerpille haben? Wegen der Kontrolle? Also bitte… Gut, wenn es das Einzige wäre, über dass die Frau Kontrolle in einer Beziehung hat, verständlich, würde ich auch nicht abgeben. Aber dem ist ja nicht so.
          (Übrigens, wie lässt sich das mit dem inhärenten Wunsch der Frau nach Kontrollverlust vereinbaren, der sich ja in gewissen Phantasien zeigen soll?)

          „Heartiste“… 😀 Wie kommt man auf so nen Namen?

          @Christian
          Ich geh mal davon aus, dass er mir kein Kind unterschieben wird. Auch in seinem Interesse. Interessanterweise schein ich als böse Feministin Männer da mehr zuzutrauen als du deinen Geschlechtsgenossen. Übrigens sprechen wir über eine Beziehung, die soweit gefestigt ist, dass man sich ausschliesslich auf die Pille (m oder w) verlässt.

          @Imion
          *Desweiteren ist es so, das auch Frauen ja SEx mit Gummi sehr oft nicht mögen.*

          Wenn du darauf eingehst, trotzdem du der Frau nicht traust, bist du selbst schuld. Das ist kein Argument. Männer mögen das auch nicht so (bei FRauen ist es sogar noch egaler, könnt ich mir vorstellen), dennoch bin ich nicht bereit für ein bisschen Sex meine Gesundheit oder ein ungewolltes Kind zu riskieren.

        • Mag sein, dass er zu viele PU-Blogs liest, aber da kamst du ja zuerst mit einer noch sehr viel abenteuerlicheren Verschwörungstheorie daher:

          en, leider.*

          Ich meine mich zu erinnern gelesen zu haben, dass sie aufgrund der Nebenwirkungen nicht tragbar gewesen wäre. Die aufgelisteten NW waren dann sowas wie Depressionen oder Libidoverlust, was bei vielen Frauenpillen Standard ist.

          Wenn du schon nicht medizinisch fundiert über die angeblich harmlosen Standard-Nebenwirkungen aufklären kannst, dann wäre es nett etwas mehr Quellen zu haben als „ich glaube ich hab da was gelesen, dass die Pille für den Mann aus fadenscheinigen Gründen zurückgehalten wird“

        • Iss nicht leicht, Maren, ich weiß.

          Also nochmal ganz langsam:

          Maren: „Die aufgelisteten NW waren dann sowas wie Depressionen oder Libidoverlust, was bei vielen Frauenpillen Standard ist.“

          David: „Wenn du schon nicht medizinisch fundiert .. dann wäre es nett etwas mehr Quellen zu haben ..“

          Maren: „Google ist dein Freund.“

          Und Tante Google kennt dazu nun mal nur Julia Seeliger in der TAZ.

          Schön, dass wir jetzt wissen wo du dich so schlau gemacht hast 😀

        • Wie, Google hat nur einen einzigen Treffer ausgespuckt? Das is aber ungewöhnlich.
          Und die taz ist das einzige Portal im Inet, wo über die Männerpille berichtet wird? Skandal!

          Manchmal frag ich mich wo dein Problem ist, dass du ständig Leuten Sachen unterstellst, die sie nicht gesagt haben und schon gar nicht gemeint. Gibt dir das was? Fühlst du dich besser, wenn du meine Aussagen (oder die anderer) zu irgendwelchen obskuren feministischen Theorien verlinken kannst, welche diejenigen nie gelesen/gehört haben?
          Ich muss ja zugeben, dass du ein besserer theoretischer Feministin bist, als wir alle zusammen, allein es fehlt das Herzblut. Da müssen wir noch dran arbeiten. Aber ansonsten bist du auf nem guten Weg.

        • allein es fehlt das Herzblut. Da müssen wir noch dran arbeiten.

          Wird schon.

          Feminist natürlich.

          Ich bin nicht privilegiert! Ich bin unschuldig!

          Warum schreibst du so brutal Männlichkeit* in meinen Körper ein 😥

        • @muttersheera:
          http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/06/Forscher-Nieschlag
          http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1420867/

          Und dann wäre ich sehr dankbar für (D)eine Erklärung dieses “Phänomens”…

          Zunächst mal danke für den Link, jetzt bin ich wenigstens im Bilde über das Thema und verstehe zumindest teilweise, dass dies ein feministisches Themengebiet ist.

          Die angeführten Einschätzungen der Genderistinnen und derjenigen Forscher, welche die Pille selbst auf den Markt bringen wollen, ist für mich natürlich erstmal nur sehr eingeschränkt relevant, lässt aber zumindest schmunzeln.

          Dass das Interesse einiger Pharmakonzerne fehlt, überrascht mich durchaus. Allerdings hört man die Aussage („zu geringe Nachfrage“) grundsätzlich immer, wenn ein bestimmter Pharmakonzern sich zu solchen Fragen äußern soll. „Wir finden keinen Wirkstoff mit geringeren Nebenwirkungen“ oder „Als Marktführer der Pille für Frauen wollen wir unsere Umsätze nicht gefährden“ ist auch keine gute PR.
          Der Hauptgrund wird sein, dass natürlich kein Konzern, der bereits die Pille für die Frau herstellt die es nun mal schon gibt, Interesse an einer Pille für den Mann hat. Die Absatzzahlen wären nun mal gegenläufig.

          Die Darreichungsform ist ein weiteres Argument, die Drei-Monats-Spritze gibt es ja bereits als weibliches Äquivalent und sie erfreut sich auch bei Frauen nur sehr geringer Beliebtheit, dies müsste man also als Referenz wählen.

          Hinzu kommt, dass die Spermienproduktion auf 0 zurückgefahren wird. Das ist mindestens so gruselig, wie für eine Frau, gar keine Regel mehr zu haben (Langzyklus lehnen ja auch die meisten Frauen ab).

          Des weiteren gibt es keine vorliegenden Langzeitstudien, wem will man also anhand der vielfältigen Verhütungsmöglichkeiten zumuten, sich solchen Risiken auszusetzen?)

          Letztlich bietet der Artikel halt nicht mehr als die mir nicht sehr plausible Verschwörungstheorie, dass die WHO und weitere Institutionen für zentralisierte Zulassungsverfahren diese „Pille“ (die ja eine Spritze ist) aus irgendwelchen diffusen nicht-medizinischen Gründen zurückhalten, entgegen den Standards der evidence-based medicine.

          Der springende Punkt, der auch in den Artikeln (bewusst?) völlig fehlt, ist die medizinische Faktenlage im Stufenplanverfahren. Da reicht es eben nicht, dass ein Pillenforscher behauptet, die Nebenwirkung Depression käme ja auch bei der Frauenpille vor.
          Sondern es gibt objektivierte Standards der EU, die darüber entscheiden ob ein Medikament zugelassen wird. Diese sind offensichtlich nicht erfüllt.

          Das sich in den Studien ein starker Placebo-Effekt zeigte, ist sicher zum Schmunzeln und peinlich für die Männer (die Frage wäre ob der bei der Erforschung der Frauenpille niczht auch auftrat), aber da in RCTs immer die Relation zur Placebogruppe entscheidend ist, wäre dies für die Zulassung sogar von Vorteil gewesen.

          Allgemein halte ich das feministische Thema Verhütung=Frauensache ja schon für legitim, hier muss man sicher Diskurse anstoßen.

          Wobei eben einige Frauen die Pille doch ganz gern zu nehmen scheinen (manche auch wegen der dermatologischen Nebenwirkung) und es ja noch viele weitere Möglichkeiten gibt.

          Abstruse Verschwörungstheorien über die WHO sind aber meiner Meinung nach dem Diskurs nicht sehr dienlich.

        • @ Mathias

          *Allgemein halte ich das feministische Thema Verhütung=Frauensache ja schon für legitim, hier muss man sicher Diskurse anstoßen.*

          Ich möchte es weder Frauen noch Männern zumuten, derart massiv und langfristig in die Körperchemie eingreifen zu müssen.

          Die Pille der Frau verändert z.B. deren Lustempfinden, deren Geruchswahrnehnung, gerade im sexuellen Bereich.

          Wer die Gemütschwankungen einer Frau erlebt im Verlaufe ihres Zyklus, der kann sich vorstellen, wie massiv hier künstlich in ein natürliches, seit Jahrhunderttausenden erprobtes System eingegriffen wird.

          Ich halte das nicht für verantwortbar.

          Künstliche Hormonzufuhr denaturiert das Säugetier Mensch.

          Vielleicht verlieben sich Frauen u.a. auch deshalb so häufig in die falschen Männer, weil sie über ihren Geruchssinn keine korrekten Informationen mehr erhalten.

          Vielleicht verändert sich auch der Geruch der Frau, das Pheromonmuster, das sie abstrahlt und führt zu einer vermehrten „Irrtumshäufigkeit“ auch auf Seiten der Männer.

          Wir wissen so wenig über die Zusammenhänge und greifen so unbesorgt in komplizierteste Regelmechanismen ein, die wir in all ihren Verästelungen nur bruchstückhaft kennen.

          Es gibt chemiefreie Alternativen, die ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit, Auf-einander-Eingehen etc. erfordern, das sei zugestanden.

          Aber es ist machbar und um seinen Partner vor der chemischen Keule zu bewahren, sollte man sich diese Mühe machen.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Symptothermale_Methode#Sensiplan

        • Aus dem DRRadio-Text:

          Auch die sensible Psyche des Mannes(sic!) war in den Studien aufgefallen. Denn selbst diejenigen, die nur ein Scheinpräparat bekommen hatten, klagten über Stimmungsschwankungen und andere Nebenwirkungen. Immerhin fast jeder Zehnte.

          Hingegen:

          Von den vorgewarnten Placebo-Schluckerinnen dagegen wußten nicht weniger als 17,1 Prozent von Unannehmlichkeiten zu berichten, obwohl sie ihrem Körper keinerlei Hormone zugeführt hatten.

          http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41019619.html

          So langsam werde ich tatsächlich zum Feministen, denn das Patriarchat scheint so derart desaströse Nebenwirkungen auf das Selbstwertgefühl unserer Journalistinnen zu haben, dass ihnen nur noch der ablenkende Zeigefinger auf DieMänner einfällt.

        • Ich möchte es weder Frauen noch Männern zumuten, derart massiv und langfristig in die Körperchemie eingreifen zu müssen.

          Das sehe ich genauso, gerade langfristig sollte sich das niemand antun.

          Dennoch würde ich die Pille nicht grundsätzlich verdammen, und würde es auch begrüßen wenn es die Pille für den Mann gäbe.


        • Das sehe ich genauso, gerade langfristig sollte sich das niemand antun.

          Dennoch würde ich die Pille nicht grundsätzlich verdammen, und würde es auch begrüßen wenn es die Pille für den Mann gäbe.

          Dem schließe ich mich auch nochmal an. Es ist sicher gut für Mann und Frau, dass es die Pille gibt, aber ich mute sie meiner Freundin auch nicht zu.

          Dass irgendwelche patriarchalen Mächte die Pille für den Mann verhindern, ist wirklich mal wieder alberne Paranoia.

          Ansonsten lässt sich ja feststellen, dass es die Pille für den Mann bereits gibt: nur dient sie halt dem Verkehr nicht mittels Kontrazeption, sondern mittels Errektion.

        • „Ansonsten lässt sich ja feststellen, dass es
          die Pille für den Mann bereits gibt: nur dient
          sie halt dem Verkehr nicht mittels Kontrazeption,
          sondern mittels Erektion.“

          Nun die erste die auf den Markt
          kam ist blau gefärbt. Nicht zu
          verwechseln mit der Blue Pill
          der Matrix.

        • @ Nick

          *Dennoch würde ich die Pille nicht grundsätzlich verdammen, und würde es auch begrüßen wenn es die Pille für den Mann gäbe.*

          Zu beidem auch von mir Zustimmung.

          Die Pille für beide Geschlechter sollte für die, die sie denn unbedingt nehmen wollen, zur Verfügung stehen.

          Ich selbst lehne sie für mich ab.

          Theoretisch auch für meine Partnerin. Praktisch schluckt sie die Pille aus eigenem Antrieb schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr.

          Würde sie sie unbedingt nehmen wollen, würde ich das natürlich akzeptieren, aber dagegen argumentieren.

        • @ Roslin

          „Die Pille für beide Geschlechter sollte für die, die sie denn unbedingt nehmen wollen, zur Verfügung stehen.“

          Könnte man sich drauf einigen.

          Jetzt bräuchte es nur noch ein paar hundert Männer, die die umgehende Zulassung der sicheren & marktreifen hormonellen Verhütung für den Mann erkämpfen…

          Ach: und es wäre noch wichtig, dass nicht mehr wie bisher weiblichen Minderjährigen (ab 14) selbst OHNE die elterliche Zustimmung (& ohne tatsächliche Anamnese) ein Rezept ausgestellt wird.

          Ich habe leider keine Ahnung, wie dies erreicht werden könnte.
          Selbst Todesfälle haben ja nicht gereicht, um das Problembewusstsein ein wenig zu schärfen: http://www.sueddeutsche.de/panorama/antibabypille-auf-die-verhuetung-folgte-der-tod-1.28367

        • Jetzt bräuchte es nur noch ein paar hundert Männer, die die umgehende Zulassung der sicheren & marktreifen hormonellen Verhütung für den Mann erkämpfen…

          Wie kann mann etwas erkämpfen, dass es nicht gibt?

          Das ist eine Frage medizinischer Fakten wie gesagt, diese sprechen im Moment wohl nicht für eine Zulassung.


          Ach: und es wäre noch wichtig, dass nicht mehr wie bisher weiblichen Minderjährigen (ab 14) selbst OHNE die elterliche Zustimmung (& ohne tatsächliche Anamnese) ein Rezept ausgestellt wird.

          Tendenziell sehe ich das auch so. Ich denke aber nicht, dass es am Problembewusstsein liegt, sondern die Abwägung dieses Dilemmas führt wohl bei den meisten Menschen inklusive Entscheidungsträgern zu einem anderen Ergebnis als bei dir und mir.

      • @ Maren

        „Du liest zuviele schlechte PU- Blogs.“

        Der verlinkte Blog nennt sich:
        „Chateau Heartiste“ das tönt doch
        schon irgendwie romantisch.
        Ein Chateau ist ja wirklich ein
        geeigneter Ort für erotische
        Spiele ob nun Vanilla oder mehr.

        Auf dem Blog von Christian ist
        er übrigens auch verlinkt.
        Etwas vom besten auch vom
        Unterhaltungswert her.
        Gewisse Beiträge eher für
        Jungspunde die regelmässig in
        die Clubs gehen um zu saufen
        und Hühner zu jagen.
        Andererseits Sachen die durchaus
        mehr Tiefgang haben.
        Das ganze in einer Sprache
        mit vielen gestörten Metaphern,
        wo ein gesunder männlicher
        Chauvinismus und Zynismus ohne
        Verbitterung mit einer
        Portion Selbstironie durchdrückt.

        „Übrigens, wie lässt sich das mit dem
        inhärenten Wunsch der Frau nach
        Kontrollverlust vereinbaren, der sich
        ja in gewissen Phantasien zeigen soll?“

        Nun das explizite Statement mit dem
        Kontrollverlust entstammt einer
        Englischen Zeitung und nicht einem
        PU-Blog.
        Und Phantasien haben in keinem
        Fall etwas mit Reellen Wünschen
        zu tun. Oder gibt es da manchmal
        doch eine Grauzone?
        Grau heisst doch auf Englisch
        gray?

        • @ Maren

          Roissy schreibt doch nicht hochgestochen.

          Das

          *I’ve said it before, but it always bears repeating because the message isn’t getting out fast and far enough: feminists don’t give a rat’s ass about “equality” or phantoms of inequality; all they care about is power. Feminism is a power grab, plain and simple. It is war by politics, its artillery ideological zeal and the veneer of intellectual sophistry. Feminists want the ability and unanswerable freedom to have a kid or not have a kid completely at their own whim, regardless of the man’s feelings on the matter and with no concern for his opinion or his presupposed legal rights. A male Pill robs women of the option to ensnare men in gotcha pregnancies, and that is a dilution of female power that feminists just won’t tolerate.

          The motivating impulse of feminists, besides the ugliness of its fiercest advocates, is hatred for male sexuality. Feminists loathe male desire. Their envy of men’s relative sexual freedom, men’s libidinous vitality, and men’s broader psychological landscape manifests as an abhorrence of the peculiar characteristics that distinguish the male sex, in drive and personality, from the female sex. Feminists routinely lie in service to their hatred, a hatred which is unquenchable.

          ist Klartext.

        • Na, wenn Sie fiese Metaphernstürme, billige Polemik und unnötig verschachtelten Satzbau als Klartext bezeichnen mögen.
          Sätze wie der hier: „Feminine women are not like this. Feminine women […] love to bathe in the energy of male sexuality“ verleitet die meisten Menschen eher zu Augenrollen als zu begeisterter Zustimmung.
          Aber dass Sie nicht wissen, was an solcherlei Formulierungen fies sein soll, dachte ich mir schon.

        • Es ist künstlich und angestrengt. Zeigt auch, dass der Autor sich selber unheimlich geil findet und seine Texte schon in güldenen Lettern wähnt. Zudem wird ein Übermaß an rhetorischen Mitteln oftmals benutzt, um den Leser zu emotionalisieren und über inhaltliche Schwächen hinwegzutäuschen.

          z.B. hat der Durchschnittsleser bei Sätzen mit vielen Verschachtelungen den Anfang schon vergessen, wenn er am Ende ankommt. Frag mal ne Germanistin 😉

        • @ Maren

          „z.B. hat der Durchschnittsleser bei Sätzen mit vielen Verschachtelungen den Anfang schon vergessen, wenn er
          am Ende ankommt. Frag mal ne Germanistin ;)“

          Roissy schreibt ja nicht unbedingt
          für den unbedarften Leser. Wer zu
          ihm kommt ist vielfach ein Suchender,
          der sich von den MSM verarscht
          vorkommt.

          Nun die Verschachtelungen mit zum Teil
          unerwarteten Metaphern wecken zwar
          Emotionen aber nicht unbedingt um
          den Inhalt zu verschleiern. Sie
          starten eher den Turbo im Gehirn.
          Man fühlt gewisse Emotionen und kann
          gleichzeitig messerscharf, schnell
          und assoziativ denken.
          Kein Fall für germanistische Trockenstaub
          Produzentinnen.

        • @ Maren

          * Frag mal ne Germanistin *

          Germanistinnen sind wirklich berühmt dafür, große Literatur und große Gedanken zu produzieren.

          Dann könnte ich ja gleich eine Soziologin fragen.

        • @ Red Pill

          *Um fair zu sein auch die Männer haben
          einen sogenannten Rationalisierungs-
          Hamster im Gehirn.
          Klar bei Frauen rennt er schneller
          im Schnitt. *

          Um fair zu sein: Bei Feministinnen muss der arme kleine Kerl noch ein paar Zacken zulegen.

          Weshalb Feministinnen auch immer wieder DIE Frauen mit DEN Feministinnen gleichsetzen.

          Eine „klassenbewusste“ Frau ist eben Feministin, so wie ein klassenbewusster Prolet Kommunist.

          Wer nicht „klassenbewusst“ ist, lebt im falschen Bewusstsein.

          Die einen korrumpiert vom Kapitalismus, die anderen durch das Patriarchat.

          Die einen sind so unbeachtlich-übersehbar wie die anderen für die Bewegungsavantgarde.

          Wenn’s wenigstens originell wäre.

        • „Weshalb Feministinnen auch immer wieder DIE Frauen mit DEN Feministinnen gleichsetzen.

          Eine “klassenbewusste” Frau ist eben Feministin, so wie ein klassenbewusster Prolet Kommunist.“

          Und ein „klassenbewusster“ Antifeminist/Maskulinist wirft auch immer alle Feministinnen in einen Topf.

          Oder wie jetzt 😛 ?

        • Und ein “klassenbewusster” Antifeminist/Maskulinist wirft auch immer alle Feministinnen in einen Topf.

          Das hinkt mächtig: Ein „klassenbewußter“ Mann müsste demzufolge Maskulist sein.

          Muss er aber nicht, bei weitem nicht jeder, der sich z.B. gegen Männerhass wendet nennt sich Maskulist, und es sind auch viele Frauen davon angewidert. Es ist auch für die meisten (mir z.B.) völlig egal, ob sich jemand als Maskulist identifiziert oder nicht.

          Maskulismus ist nicht in dem Maße IDPOL (Identitätspolitik), wie Feinismus es allzuoft ist.

        • @Adrian:

          Ja. Ich kann jedenfalls gerne drauf verzichten. Ich brauche so ein Label nicht, ich habe meine Ansichten und gut ist.

          Es ist imho auch eher eine Fremd- als eine Eigenbezeichnung.

    • @ David
      „Mit einer Untersuchung beim Urologen (ich habe da den direkten Vergleich), ist das nicht im Geringsten zu vergleichen.“

      Nicht im Geringsten? Weil Du hofftest, den Tauglichkeitsstempel (nicht?) zu bekommen? Und das unterscheidet sich vom Urteil des Urologen inwiefern?
      Ich meine das nicht böse, ich versteh es wirklich nicht…

      „Deine persönlichen Erlebnisse mit übergriffigen Frauenärzten tun da mal rein gar nichts zur Sache, das ist ein völlig anderes Thema.“

      Aha, ahso…

      „Es kann schon sein, dass in muttersheeras Erfahrungswelt alle Frauenärzte perverse Schweine sind die sich an Vorsorgeuntersuchungen aufgeilen und schon von Berufs wegen Anzüglichkeiten gegenüber jugendlichen Mädchen leisten.“

      Nein, nicht ALLE. Inzwischen hab ich eine Ausnahme gefunden.

      „Komisch, mir hat noch keine Frau sowas erzählt (und ich habe schon mit einigen darüber geredet, gerade weil ich diesen Beruf für Männer auch etwas, naja bizarr finde). Sind wahrscheinlich alle nicht repräsentativ. Manche Frauen werden hingegen täglich und an jeder Ecke sexuell belästigt. Muss wohl an irgend einem Gen liegen“

      Ähm, ich kenn das eigentlich auch nur so, dass Frauen sich das untereinander erzählen, um sich vorzuwarnen und ihre Erfahrungen abzugleichen halt.
      Warum sollte ich das einem Mann im real life erzählen?
      Sogar den Partner geht das i.d.R. nichts an, der würde sich womöglich nur aufregen…

      Frauen akzeptieren ja die Prozedur als solche.

      Als Teenager bereits hatte ich begriffen, dass ich besser nicht mit dem Fahrrad zum Gyn-Termin fahre, weil ich auf dem Rückweg nicht mehr angenehm auf dem Sattel sitzen kann (ich glaube inzwischen, ich bin hinsichtlich meiner Intimzone empfindsamer als _viele_ andere Frauen)

      „Aber mein Gott: als ob es nicht genügend weibliche Frauenärzte gäbe, zu denen Frau gehen kann! Die wenigen männlichen die es gibt scheinen es so schlecht nicht zu machen, sonst blieben ihnen schnell die Patientinnen weg (schon das wäre ein Grund den Beruf nicht zu wählen, es reicht wohl ein Gerücht um seine Praxis zu ruinieren), und manche Frauen sagten mir, männliche Gynäkologen seien vorsichtiger/einfühlsamer.“

      Ich wünschte, ich hätte für Deutschland so klare Angaben gefunden wie für Österreich:
      http://www.profil.at/articles/1018/560/268138/gynaekologie-maenner-kassenvertraege-frauen

      Im ganzen Land gibt es dort nur 44 weibliche Gynäkologen mit Kassenvertrag (und 281 männliche), obwohl die Mehrheit der Patientinnen die Untersuchung durch eine Frau präferieren würde.

      Interessant der Einwurf des Ärztekammerpräsidenten als an diesem Zustand etwas verändert werden sollte:

      „Ich habe die Interessen der Kammer, auch die Interessen der männlichen Gynäkologen zu vertreten und nicht die Gesamtinteressen der Bevölkerung. Wir können nicht akzeptieren, dass Kolleginnen generell als vertrauenswürdiger betrachtet werden als Kollegen und Männer nicht mehr zum Zug kommen.“ Er persönlich könne sich jedoch eine Förderung von Frauen vorstellen, bis eine bestimmte Quote erreicht ist –die derzeit bekanntlich bei null liegt.

      Könnte mir gut vorstellen, dass das Verhältnis in D ein ähnliches ist. Das erklärt dann natürlich auch, warum ich, würde ich morgen eine niedergelassene Gynäkologin anrufen, einen Termin frühestens Ende Oktober/Anfang November bekäme. Bei einem beliebigen Frauenarzt hingegen eher in der nächsten oder übernächsten Woche…

      Es würde mich übrigens wirklich interessieren, welche der angerissenen Erfahrungen Du u.U. als sexuelle Belästigung ansehen würdest (das „Abmelken“ zumindest?).

      Und, ob die Frauen, die Dir vom größeren Einfühlungsvermögen männlicher Gyns berichteten, überhaupt den Vergleich gesucht hatten, oder ob das ein bloßes Vorurteil war (das ich auch mal hatte btw)…

      • @muttersheera
        „Ich meine das nicht böse, ich versteh es wirklich nicht…“
        Ganz einfach, wenn du zum Frauenarzt gehst, dann ist das Freiwillig, du entscheides dich für die Pille, du entscheidest, zu welchem Arzt du gehst.

        Bei der Musterung hast du diese Wahl nicht, du wirst gezwungen dort hinzugehen, du wirst gezwungen, den Arzt zu nehmen, der dir vorgesetzt wirst, du wirst gezwungen, die Untersuchung über dich ergehen zu lassen. Weist du, wenn einer Frau gegen ihren Willen etwas eingeführt wird, dann ist das Vergewaltigung, bei einem Mann komischerweise nicht.

      • Und das unterscheidet sich vom Urteil des Urologen inwiefern?
        Ich meine das nicht böse, ich versteh es wirklich nicht…

        Ich glaube dir ja, dass du es nicht böse meinst.
        Anscheinend ist das wie, wenn Frauen einem unempathischen Mann erklären müssen, was an einer Vergewaltigung eigentlich so schlimm ist (kein Vergleich des Aktes, nur der Schwierigkeit des Rollenwechsels)
        Anscheinend liegt es gar nicht daran, dass du die Erniedrigung nicht nachvollziehen kannst, sondern dass du persönlich im Gegensatz zu nahezu allen anderen Menschen medizinisch sinnvolle Untersuchungen beim Arzt(in) deiner Wahl im gleichen Maße als erniedrigend empfindest wie ein Mann die Musterung.

        So gesehen fehlt es dir dann doch nicht an Empathie, du hast nur ein gestörtes Verhältnis zu Ärzten 😉


        Nein, nicht ALLE. Inzwischen hab ich eine Ausnahme gefunden.

        Nach 20 Jahren einen nicht übergriffigen-Frauenarzt gefunden, toll!. Dann beneide ich dein Urvertrauen, wenn du nach 20 Jahren voller Übergriffe nun vermutest, dieser Arzt (Ärztin ist wohl ausgeschlossen) wird nicht über kurz oder lang auch zum Täter.

        Ähm, ich kenn das eigentlich auch nur so, dass Frauen sich das untereinander erzählen, um sich vorzuwarnen und ihre Erfahrungen abzugleichen halt.
        Warum sollte ich das einem Mann im real life erzählen?
        Sogar den Partner geht das i.d.R. nichts an, der würde sich womöglich nur aufregen…

        Zu geil 🙂 Wenn man mal dein Lieblingsargument „alle die ich kenne geben mir recht“ verwendet, greifst du sofort zur weiblichen Kollektivbildung, somit sind Frauenarztbesuche natürlich exklusiv weibliche Geheiminformationen.
        Selbst meine Freundin belügt mich natürlich!

        Laut deinem eigenen Link (der einen feministischen Unterton hat) bevorzugt ja die Hälfte der Frauen noch nicht mal eine weibliche Frauenärztin!! Das finde ich absolut erstaunlich, ich bin sicher die wenigsten Männer würden eine Urologin aufsuchen. Somit ist doch deine Mär vom anzüglichen Frauenarzt als persönliches Vorurteil entlarvt.

        Könnte mir gut vorstellen, dass das Verhältnis in D ein ähnliches ist.

        Ich mir nicht! Meine Freundin wollte keinen Facharzt in Gyn machen, weil dies ein „reiner Zickenverein“ sei, Männer gäbe es dort kaum noch. Spontane Suche nach einem Frauenarzt in meiner Stadt ergibt grob überschlagen 60-70% niedergelassene Gynäkologinnen.


        Es würde mich übrigens wirklich interessieren, welche der angerissenen Erfahrungen Du u.U. als sexuelle Belästigung ansehen würdest (das “Abmelken” zumindest?).

        Das interessiert mich nun wiederum weniger, da ich Schilderungen von Frauen die im wochentakt sexuell belästigt werden, schwerlich ernst nehmen oder für objektiv halten kann.
        Ich kann dir ja mein Mitleid aussprechen, für den Fall dass dich tatsächlich ein Arzt aus Jux „abgemolken“ hat. Das fände ich das allerletzte, es würde mich dann aber wundern wenn er seine Approbation behalten hätte dürfen.

        • Tja David.
          Und schon bist Du wieder auf meiner ignore-Liste gelandet.

          Ich dachte ich schreibs mal aus – nur, weil Du vorgibst ein theoretischer Psycho-Fritze zu sein…

        • Das war nicht meine Absicht, ich versuche mich eigentlich immer an dem Grad an Provokation und Polemik zu orientieren, den ich selbst wahrnehme.
          Mir ist aber bewusst, dass das gewissen Verzerrungen unterworfen ist, es wäre vielleicht hilfreich wenn du mich darauf hinweist wo ich die Grenze zur Unsportlichkeit überschritten habe.
          Es ist sicher nicht meine Art, jemandem die Erlebnisse sexueller Übergriffigkeit abzusprechen. Nur in diesem Fall widerspricht das so krass gesundem Menschenverstand und bisher (ausgebliebenen) Berichten, dass ich nicht umhin konnte, das zumindest in Frage zu stellen. Ich hoffe ganz ehrlich, dir damit nicht unrecht zu tun.

        • Seufz, also gut:

          Ich bin mir überhaupt nicht darüber bewusst, in diesem Thread auch nur eine Provokation oder Polemik angebracht zu haben.

          Wenn Du den verlinkten Artikel tatsächlich gelesen hast, müsstest Du nun nicht nur wissen, dass (österreichische) Frauen nur zu 10 % einen männlichen Gyn favorisieren, 37 % bereit sind, sich mit der männlichen Übermacht abzufinden/keine Präferenzen äußern – 54 % jedoch die Untersuchung durch eine Ärztin wünschen würden.

          Aufgefallen sein müsste Dir auch diese Stelle:

          Die einzige umfangreiche Analyse dazu ist vor Jahren in Deutschland erschienen. Der Soziologe Gerhard Amendt führte dafür zahlreiche Interviews mit Patientinnen, aber auch mit Gynäkologen, die in ihrer Ahnungslosigkeit ein erschreckendes Abbild von Macht und Ignoranz bieten. Da brüstete sich einer, dass er niemals ohne Assistentin untersuche, „damit einem nichts unterschoben wird“. Ein anderer sagt: „Man weiß ja, manche Frauen bekommen einen Orgasmus.“ (Der Arzt meint offenbar auf dem Gynäkologenstuhl, Anm.) Und: „Natürlich untersucht man eine junge Hübsche lieber als eine alte Kranke, das ist ja klar.“

          Kumpanei. Die Patientinnen dagegen schilderten Situationen, in denen sie, nackt am Schreibtisch sitzend, vom Arzt befragt wurden, ihre Brüste oder ihre Vagina ästhetisch beurteilt wurden.

          Daneben war a.m.S. nun quasi Dein ganzer Kommentar, der nach bloßer Abwehr riecht und mit einer Doppelbotschaft arbeitet (Ich glaub Dir zwar nicht, aber ich kann Dir mein Mitleid aussprechen, falls das was Du schriebst der Wahrheit entspricht <- was für eine Reaktion erwartest Du darauf? Etwa ein "Danke"?).

          Lustig fand ich allerdings denn letzten Satz aus dem ich schließen könnte, dass Du mir saublödem Opfa-Weibchen rätst, ich solle endlich damit beginnen männliche Übergriffe anzuzeigen…

          • @muttersheera

            Also 47% haben nichts gegen männliche Gynäkologen, 54% würden lieber eine Frau haben, was aber auch nicht darlegt, dass sie nicht auch mit einem Mann durchaus zufrieden wären, es ist eben eben Vorliebe.

            Das ist so mit deinen Aussagen der umfassenden Belästigung nicht in Einklang zu bringen. Zumal Gynäkologen von ihren Patientinnen als Freiberufler abhängig sind. Sie zu belästigen ist erst einmal geschäftsschädigend. Dem jeweiligen Gynäkologen kann es egal sein, ob seine Patientin zu einem anderen Mann oder einer anderen Frau abwandert. Er verliert trotzdem Umsatz. Er steht also in einem erheblichen Konkurrenzverhältnis um die Patientinnen.

        • Interessant fand ich übrigens, dass mein Freund angibt, bei seiner Musterung (in den 90ern) nicht rektal untersucht worden zu sein. Nichtmal ausziehen musste er sich.
          Tja… eine Ausnahme? (Er hat verweigert, sollte ich wohl dazu sagen)

        • @ Christian
          Ja watt denn?
          Mehr als die Hälfte der Frauen hätte lieber eine Ärztin, inbesondere jüngere Frauen. Je nach Wohnort haben sie aber keine Chance darauf.

          Findest Du das ok?

          Ganz offensichtlich ist das ein Thema, zu dem man noch viel forschen könnte… und wenn dabei dann rauskäme, dass, sagen wir mal ein Viertel der Frauen unangenehm-übergriffige Erfahrungen mit einem oder mehreren Gyns gesammelt hätte, wärst Du dann bereit das als Problem anzuerkennen?
          Willst auch Du mir absprechen, dass mir das passiert ist?

          Wie war das eigentlich bei Deiner Musterung? Hat man Dir den Finger in den Popo geschoben? Würdest Du das 50-100 Mal, von dutzenden Menschen ausgeführt, über Dich ergehen lassen ohne Dich dabei ein klein wenig unbehaglich zu fühlen? Hast Du eine Ahnung wie schmerzhaft ein Muttermund-Abstrich ist/sein kann? Das Einsetzen der Spirale? Oder oder oder…

          Wenn ich das alles akzeptiere, dann erwarte ich von den Ausführenden zumindest Professionalität. Und keine Rückmeldung ob meiner sexuellen Attraktivität.

        • 37 % bereit sind, sich mit der männlichen Übermacht abzufinden/keine Präferenzen äußern – 54 % jedoch die Untersuchung durch eine Ärztin wünschen würden.

          Wenn du mich schon verbesserst, dann bitte korrekt. Ich sagte grob „die Hälfte“, du schreibst 54%, im Artikel steht 53%.

          Die Wertung „sich mit Übermacht abfinden“ ist ja goldig, warum sollte eine Frau sich mit einer „Übermacht“ abfinden, wenn sie danach gefragt wird, wie sie bei freier Wahl entscheiden würde?

          Fakt ist, dass knapp die Hälfte, laut anderen Quellen sogar 70% keine Probleme mit einem männlichen Gynäkologen haben, nicht einmal eine Präferenz angeben! Erstaunlich, wo es doch um intimste Körperstellen geht. Männer scheinen praktisch gleichermaßen akzeptiert zu sein (http://www.frauenarztbesuch.de/fa44.htm), leichte Unterschiede scheinen sich größtenteils durch Migrantinnen erklären zu lassen.

          Deiner sehr tendenziösen Quelle aus Österreich würde ich mal diese beiden entgegen halten:

          http://www.frauenarztbesuch.de/fa44.htm
          http://strafblog.de/2012/04/25/auch-gynakologen-sind-manner-zur-sexualitat-und-den-damit-verbundenen-risiken-eines-berufsstandes/

          Für mich ist damit klar, dass Übergriffigkeit durchaus nicht selten stattfindet, aber eben keinesfalls die Regel ist oder für grundsätzliches Misstrauen bei Patientinnen sorgt.

          Deine Erfahrungen sind schon Ausnahmen, die ich mir in der beschriebenen Häufung nicht erklären kann.

          Mir liegt es ja eigentlich fern, diese Männer mit ihrer sehr eigentümlichen Berufswahl (siehe 2. Link) zu verteidigen, aber persönliche Einzelerlebnisse taugen schlicht nicht zur Relativierung einer systematischen Diskriminierung.

          Eine legitime feministische Forderung wäre für mich, dass das Angebot an Gynäkologinnen der relativen Nachfrage entsprechend gefördert wird, aber der Trend geht ja schon längst dahin, in wenigen Jahren bereits wird es wohl schwerer sein, männliche Vertreter zu finden.


        • Willst auch Du mir absprechen, dass mir das passiert ist?

          Jemandem seine Wahrnehmung abzusprechen ist töricht, das gilt selbst für paranoid-schizophrene Menschen.
          Ich glaube dir ja auch, dass Übergriffe nicht ganz so selten sind und bei dir womöglich stark gehäuft auftraten.

          Aber die Fakten sprechen nicht dafür, dass diese Erfahrungen die Regel oder unausweichlich wären, dafür gibt es allein schon mal viel zu viele Gynäkologinnen.

          Hast Du eine Ahnung wie schmerzhaft ein Muttermund-Abstrich ist/sein kann? Das Einsetzen der Spirale?

          Eine Harnröhrenuntersuchung oder ein Penis-Piercing sind auch sehr schmerzhaft. Hat das noch irgendwas mit dem Thema zu tun?

          Wann fällt es dir endlich auf, dass du biologisch-medizinische Nachteile mit staatlichem Sexismus durcheinanderbringst?

  9. Es muss ja nicht immer die chemische Verhütung sein.

    Die symptothermale Methode erreicht einen fast genauso guten Pearl-Index-Wert (0,4), ist auch von strenggläubigen Katholiken anwendbar, sorgt für ein überaus kommunikatives, vertrauensvoll-sinnliches Beziehungsklima zwischen Mann und Frau.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Symptothermale_Methode#Sensiplan

    Untersuchung und Temperaturmessung können sehr lustig sein (mit der richtigen Frau und dem richtigen Mann, einem Sinn für verschärften erotischen Humor).

    Herzlos-eiliges Routineficken zwischen Tür und Angel geht allerdings nicht.

    Frauen müssen ihr natürliches sexuelles Geruchsempfinden also nicht verfälschen mittels hormoneller Vorspiegelung einer Schwangerschaft, ihre erotische Lustempfindung wird auch nicht mehr gedämpft.

    • @ Alexander

      „Es muss ja nicht immer die chemische Verhütung sein.“

      In USA toben gerade heftige Kämpfe
      weil sich Institutionen (Schulen UNIS)
      mit religiösem Hintergrund evangelische
      und katholische weigern die Pille
      für ihre Angestellten und Studentinnen
      über ihre Gesundheitspläne zu zahlen.

      • @ Red Pill

        *evangelische
        und katholische weigern die Pille
        für ihre Angestellten und Studentinnen
        über ihre Gesundheitspläne zu zahlen.*

        Völlig zu Recht.

        Entweder wir haben die Trennung von Kirche und Staat.

        Oder wir haben sie nicht.

        Wenn Katholiken die Autonomie des säkularen Staates anerkennen, hat dieser die gottverdammte Pflicht, die Autonomie der Kirche ebenfalls anzuerkennen.

        Die Trennung ist eine zweiseitige, keine einseitige.

        Sollte es da zu Konflikten kommen, weiß ich, wem meine Solidarität gehört.

        Sollte irgendjemand auf die dumme Idee kommen, zu fragen: „wieviele Divisionen hat der Papst?“, er wird zur gegebenen Zeit die Antwort erhalten.

        Die hat noch jeden, der so fragte, überrascht.

        Für einen femizentrischen, sich langsam zersetzenden, zutiefst korrupten Staat bin ich nicht mehr bereit, auch nur einen abgeschnittenen Fingernagel zu opfern.

        Schlimm genug, dass ich gezwungen bin, ihn mit Steuern zu unterstützen.

  10. Alter, Krankheit, Mangelernährung, Verfettung etc. gleichen die Erscheinung der Geschlechter auch an, das heißt, man braucht wahrscheinlich kein Seminar dazu um eine „interessante“ Verwechslungsshow zu inszenieren. Interessant wäre es zu sehen, wie die Veranstalterin eine „stereotype“ Frau spielt. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass die mal Stripperin war.
    Ansonsten würde ein Seminar manchen Männern auch gut tun, wenn sie Hilfestellung bekämen, wie man als „richtiger“ Mann zu sein hat, wie sich das Frauen so vorstellen.
    Und m.E. ist das auch die eigentliche Einsicht des Theaters. Böse ausgedrückt wäre der Titel nicht „Mann für einen Tag“ (sein), sondern, „Spielen wir Popanz für einen Tag“. Die Werbung und der Titelsong ist auch ziemlich irreführend, finde ich, denn es geht eben nicht um Emphatie und „in die Rolle“ des andern schlüpfen, sondern um reine Projektion.
    Deswegen hat die Frau, die den „prolligen Mechatroniker“ spielt, ihn so gut verinnerlicht. Schon seltsam, warum es manche so spaßig finden, „Mannsein“ so runterzubrechen.
    Im Grunde ist das auch ein Affront gegen Männer, die sich nicht stereotyp verhalten, weil man ihnen implizit das Mannsein abspricht. Ich halte die Geschlechtsidentität für sehr wichtig, auch wenn man(n) damit nicht hausieren geht. Man ist ein Mann und das ist gut so, egal ob offensiv, sanft, sportlich, faul, rational, lavierend, erfolgreich, arm, reich …

  11. I.G.u.i.P. ist der Mann, der eindeutig Mann und sich damit auch eindeutig identifiziert, der Mensch, der niemals mit seinem Geschlecht hadert. Gratuliere! …………………………………………………..zu so viel Menschlichkeit

  12. Pingback: Die Territoriale Wehrverwaltung des Bundes vs. Feministische Objektifizierungstheorie | Leif.L.Eser

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