Prostituierte und Freier

John Millward hat auf seinem Blog zwei interessante Artikel zur Prostitution

In dem einen geht es um die Ansichten der Prostituierten:

Hier beispielsweise über die Freier:

The women described the average client’s attitude towards sex as primarily being respectful, nervous and eager. I got the impression from the way the escorts spoke about their clients that they do respect the men who pay them for sex, but it’s mostly a professional type of respect, much like the kind any seller would have for a buyer. This sentiment shone through in the women’s answers to two questions in particular: would you consider being friends with a client? Most would, but only select clients. And would you ever consider dating a client? 77% said no, they wouldn’t. Only 4 of the 30 had dated a punter. Whether this is because escorts tend to see their clients as being undesirable in some way is anyone’s guess. It could just be that, like in the rest of life, you don’t mix business with pleasure. Clients are clients.

When I asked why they think the men choose to pay to have sex with them, their responses were mixed but did contain one theme in particular: the men don’t get the sex and intimacy they desire elsewhere, or simply prefer it without the other ‘baggage’ of a relationship.

Also die meisten scheinen respektvoll und nervös zu sein.

Und eine interessante Analyse der Motive der Freier:

Because they require an uncomplicated emotionally detached sexual service as opposed to an affair. This allows them to cognitively justify the act of adultery and therefore alleviates feelings of guilt and betrayal.”

Also der Gedanke, dass es weniger ein Fremdgehen ist, weil man ja keine Gefühlsbindung aufbaut, sondern einfach nur einen Service nutzt.

Und zu ihrer Meinung über den Job´:

When I asked the 30 escorts what the benefits of the job are, the main one (27 mentions) was money, followed by being their own boss (22) and the working hours (20). The sex ranked dead last with only 8 women including it as a positive. Of course, there’s no reason that should come as a shock to anyone. How many people, after all, could say that they do their job first and foremost because of what it is and not what it pays? A minority, I think. 4 out of the 30 women said that their dream job—the profession they’d most like to work in if they could do it with no chance of failure—was that of an escort. The others listed jobs that anyone, of either gender and any background, might choose: writer, teacher, DJ, chef, vet, midwife, wife a billionaire

Auch da scheint der Job eine gewisse Normalität aufzuweisen.

 In dem anderen Artikel  geht es um die Anzeigen der Prostituierten und die Bewertungen der Freier:

It’s impossible to miss the recurring themes of the field reports on PunterNet. The reviewers always make reference to the same things. They care about the way the girl looks, how she’s dressed, her sexual technique and how into the sex she appears to be. If an escort falls down in any of these areas, perhaps by looking different to the photos on her site or by rushing the punter out of the door, you can be sure he’ll mention it in his review of her.

Es soll eben die Illusion von echten Sex sein. Um so mehr es sich entsprechend anfühlt um so besser für den Kunden.

Und die abschließende Wertung:

Who the sucker is in the punter/escort relationship is hard to tell. Maybe both, maybe neither. The women are well paid and seem happy with their choice of job and the men enjoy their punts and tend to repeat them again and again. Those are the positives. The negatives might be that the men are indulging a basic craving that would be satisfied in a healthier, more productive way by more traditional sexual relationships, and the women are undermining the dignity of their sexual selves by opening the door to any man who has enough cash. Escorts and punters would presumably agree with the former summary, whereas the general public, who stand at a distance from the business, would be more likely to go with the latter. Prostitution is as good or bad as the results it produces; sometimes there will be smiles all round, other times it’s bound to be a bleaker situation.

96 Gedanken zu “Prostituierte und Freier

        • Meine Meinung ist ambivalent. Ich denke, die meisten Nutten prostituieren sich aus Not und/oder haben ein gestörtes Verhältnis zu Sex (Missbrauchserfahrungen etc.). Aber ich bin sicher, dass es auch „die Anderen“ gibt: Frauen, für die es ein Job wie jeder andere ist, Frauen, die es vielleicht sogar liebend gerne machen, weil es ein Fetisch bedient etc. Wobei das ein sehr viel kleinerer Teil sein dürfte.
          Aus diesem Grund bin ich gegen eine Kriminalisierung von Prostitution, gleichzeitig aber auch für den Ausbau von „Aussteigerinnen“-Programme.

          Soviel zum Rechtlichen. Persönlich lehne ich Prostitution ab.

          • @Robin

            Ich glaube, dass Menschen sich an vieles gewöhnen können. Menschen waren Folterer, Henker, haben ihre Angehörigen verraten für einen guten Posten oder Intrigen geschmiedet, um nach oben zu kommen.

            Die Tätigkeit als Prostituierte wird wahrscheinlich ebenso einen Gewöhnungseffekt haben, wenn man mit den ersten 15 Freiern geschlafen hat wird man es wahrscheinlich anders sehen als vor dem ersten.

            Wenn dieser Gewöhnungseffekt eingetreten ist, dann kann ich mir gut vorstellen, dass es als eine Arbeit erscheint, mit der man schnell sehr viel Geld verdienen kann. Das bedeutet nicht, dass man sie gerne macht im Sinne einer sexuellen Erregung, aber es kann immerhin dazu führen, dass man sie gut machen will, etwa um Stammkunden aufzubauen, einen Service zu bieten, der sich herum spricht etc. Daneben wird es die geben, die eher darauf setzen, dass Freier eben technisch zu einer Ejakulation gebracht werden müssen, und dann ist das Geld verdient. Der Freier wird sicherlich lieber die Prostituierte besuchen oder zufriedener mit der Prostituierten sein, die ihm eher die Illusion von Sex als einem Erreichen des Abspritzens bietet, selbst wenn er weis, dass sie es ihres Geschäftes wegen und nicht aus Spass am Sex gerade mit ihm macht.
            Man will ja auch sonst einen Verkäufer, der einen gut beraten will und nicht einen, der einfach nur Geld gegen Ware tauscht unabhängig von der Zufriedenheit des Kunden oder den Koch, der sich bemüht, ein besonders gutes Menü zu schaffen, und nicht nur etwas, was satt macht. Das ist in einem Bereich wie Sex, der insoweit noch gefühlsbetonter ist als andere Bereiche, sicherlich eher noch deutlicher der Fall.

            Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine Prostituierte, die sich daran gewöhnt hat, einfacher findet, zB 1 Wochen in einem Bordell zu arbeiten und danach relativ viel Geld zu haben als einen Monat für wenig Geld hinter einer Kasse zu sitzen und Waren zu scannen.

        • Hm… du nennst es „Gewöhnung“. Man könnte es auch „abstumpfen“ nennen.

          Ich muss gerade an dieses schreckliche Buch „Fucking Berlin“ denken, in dem die Protagonistin auch immer mehr in diesen Sumpf hineinrutscht, sich daran „gewöhnt“. Von Glamour merkt man da nicht viel.

          • @Robin

            Habe ich gelesen. Aber sie hat, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, auch den Job als nicht so schlimm geschildert. Sie schildert sogar, wie sie Sex und einen Orgasmus mit einem der Kunden hat, obwohl sie ja eigentlich nur Massagen und Handjobs macht. Das wäre ja „happy Hooker“ in sehr deutlicher Form.

            Abstumpfen und Gewöhnung – wo wäre für dich der Unterschied?

        • Die Sache ist die selbe, die Bewertung ist nur eine andere. „Gewöhnen“ kann man sich an Dinge, die etwas unangenehm sind (ich kann mich als Kellnerin z.B. an die Arbeitszeiten gewöhnen). Man „stumpft aber ab“, wenn es sich um Dinge handelt, die einem wirklich widerstehen, die vielleicht sogar unnatürlich sind (da würde ich dein Beispiel mit dem Foltern nehmen).
          Nein, eigentlich überscheidet es sich doch etwas mehr: Gewöhnen heißt, sich mit einer Situation arrangieren, Abstumpfen heißt, eine Situation gar nicht an sich heran zu lassen, weil man seine wahren Gefühle verdrängt.

          Du siehst in der Frau wirklich einen „happy hooker“? Wow, wie unterschiedlich manche Dinge bewertet werden. Mag ja sein, dass der ein oder andere Freier wirklich auch bei ihr was zum Klingen gebracht hat (die Handjobs waren ja nur der Anfang, später „poppt“ sie sich ja durch diverse Bordelle. Und sie nennt es wirklich „poppen“… allein deshalb hasse ich das Buch schon), aber das ganze Drumherum war doch einfach nur schmuddelig, degeneriert. Das Buch eignet sich in meinen Augen wirklich nicht dazu, irgendwelche „happy hooker“-Phantasien bei Freiern zu befeuern. Ganz davon abgesehen, dass ich auch hier den vollen Wahrheitsgehalt anzweifle. In meinen Augen kann diese Frau im Leben keine Studentin gewesen sein (dann wüsste sie z.B., dass an einer Universität nicht nur vormittags Veranstaltungen stattfinden – es ist ja nicht Schule!). Sie erscheint mir dazu auch schlicht und ergreifend zu dumm.

          • @Robin

            Da bleibt ja dann die Frage, ob Prostitution für die damit befassten Frauen etwas „unangehmes“ oder etwas „unnatürliches“ ist.

            Dabei sollte man sich bewusst machen, dass es DIE Frauen nicht gibt. Es gibt Frauen, für die ist Sex ganz stark mit Gefühlen verbunden und ich würde vermuten, dass diese eher seltener Prostituierte werden bzw. es für sie ein abstumpfen ist.

            Es gibt aber auch Frauen, die das wesentlich abstrakter sehen, wenig Probleme damit haben, einfach mit jemanden zu schlafen, vielleicht auch locker sind, was Nacktheit angeht, Sex und Gefühle stärker trennen können. Für diese ist es vielleicht eher ein gewöhnen ist und die sich tatsächlich damit arrangieren können.

            Ein interessantes Buch ist auch „Belle de Jour“, also nicht das Buch zu dem alten Film, sondern das Buch, dass eine Prostituierte zu ihrem Blog gleichen Namens gemacht hat. Sie war Studentin und ihr Pseudonym ist auch irgendwann aufgeflogen, so dass dieser Teil der Identität bestätigt wurde.

            http://www.amazon.de/intimen-Aufzeichnungen-eines-Londoner-Callgirls/dp/3442460697

            Sie erzählt aus ihrem Job, von den Freiern, warum sie es macht, wie es sich auf Beziehungen auswirkt. Ist auch als Serie verfilmt worden.
            Sie ist nach ihrem Buch in der Tat ein „Happy Hooker“

            http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/geoutete-sex-bloggerin-die-legende-der-froehlichen-hure-a-661689.html

            http://de.wikipedia.org/wiki/Brooke_Magnanti

        • @Christian: Du umschiffst gekonnt die Frage, ob du nach dieser Schilderung tatsächlich findest, Sonia Rossi wäre eine dieser fröhlichen Nutten 😉

          Dieses andere Buch klingt vielversprechender („Fucking Berlin“ hätte sicher nie nen literarischen Preis gewonnen). Das kommt auf meine Liste. Auch wenn die ersten Seiten bei mir Kopfschütteln auslösen.

          Sicher gibt es auch Frauen, die sowas nicht nur gut wegstecken (haha), sondern die das sogar noch genießen. Es gibt im sexuellen Bereich tatsächlich ALLES. Aber muss man dann gleich einen so tendenziösen Artikel drüber schreiben – im KarriereSpiegel?

          • @Robin

            Ich wollte erst einmal wieder ins Buch schauen, ist ne Weile her, dass ich es gelesen habe.

            Die eine Szene, in der sie mit einem Hand Job Kunden schläft geht sicherlich in die Richtung. Ansonsten wohl eher nicht. Wobei sie nach der Geburt ihres Kindes, als sie kein Geld hat, sich erst einmal an einen netten Stammfreier wendet, weil sie hofft, dass er ihr etwas Geld schenkt, was er ja auch macht. Sie schildert auch angenehme Gespräche mit Stammkunden, mit denen sie nach dem Sex die Probleme aus ihrem Leben bespricht. Und als sie den ersten richtigen (Praktikums-)Job hat, heißt es:

            Auf der anderen Seite vermisste ich bei meinem Praktikum manchmal die familiäre Atmosphäre, die in den meisten Puffs herrschte. Im Büro quatschten die Leute nur in den Pausen miteinander, während den Arbeitszeiten hingen meine Kollegen emsig am Telefon, über Akten oder starrten auf ihre Monitore, und die Kommunikation beschränkte sich auf projektbezogene Fragen. Es gab keine Lästerei über Männer, keine Sexgespräche beim Frühstück, keine dreckigen Witze. Manchmal fiel mir plötzlich die eine oder andere lustige Szene aus meinem „zweiten Leben“ ein und dann mußte ich unwillkürlich lachen“.

      • @ Robin

        „In meinen Augen kann diese Frau im Leben keine Studentin
        gewesen sein (dann wüsste sie z.B., dass an einer
        Universität nicht nur vormittags Veranstaltungen
        stattfinden – es ist ja nicht Schule!). Sie
        erscheint mir dazu auch schlicht und ergreifend
        zu dumm.“

        Dieses Pauschalurteil würde ich so nicht machen.
        Bei der heutigen Schwemme von Studenten, Frauen
        wie Männer, gerade in dekorativen Fächern, gibt
        es viele die weit weg sind von einer Intelligenz,
        wie man sie eigentlich auf akademischem Niveau
        erwarten würde.

        • Mit „dekorativen Fächern“ meinst du vermutlich die Geisteswissenschaften. Diese Frau studierte allerdings Mathematik… und war in anderen Bereichen so doof, dass ich ihr bei den Schilderungen über ihren idiotischen Freund, ihre Prasserei und ihre ungewollte Schwangerschaft (! warum auch verhüten als Nutte?) wirklcih liebend gern eine geknallt hätte.

    • So ganz verstehe ich Deine Kritik an dem Artikel auch nicht. Er beschreibt einen minimalsten Ausschnitt der Realität aus der Sicht einer einzelnen Frau. Wo ist das Problem?

      • Was das Problem ist?

        Das fängt schon mit der Begrifflichkeit an. „Geheimberuf“, „Gespielin“, dann heißt die Dame natürlich Salomé (die – natürlich! – Philosophie studiert)… das konstruiert eine wohlige Anrüchigkeit, die sich im gesamten weiteren Text durchzieht. So verführt sie selbstverständlich den potentiellen Chef, hat mit den Freiern „guten Sex“ (klar), zieht sich für ihre Jobs nicht einfach nur hübsch an, sondern macht sich „rituell schön“, reibt sich mit „duftenden Ölen“ ein und weckt „nach und nach alle Sinne“. Dazu der diskret lächelnde Kellner, dem sie selbstverständlich nackt die Tür öffnet… klar!
        Die Tatsache, dass zwar ihr Freund erwähnt wird, aber mit keinem Wort auf eventuelle Konflikte in der Beziehung wegen ihres Berufs eingegangen wird, sowie offensichtliche Logikfehler („Es gibt ein klares Schweigegebot“ – „Ich rede mit meinem Freund über meinen Job und wir lachen viel drüber“) verstärken den Eindruck eines reinen Prosatextes. Eines SCHLECHTEN Prosatextes. Wie aus einem Erotikheftchen, das sich noch halbwegs um einen Anstrich von Niveau und Professionalität bemüht, damit aber grandios scheitert.

        Möglich, dass diese Frau tatsächlich existiert. Nur ist sie völlig durch und defintiv nicht repräsentativ für alle Frauen. Leider vermitteln solche Artikel das Gefühl, als wäre in dem Bereich alles in Ordnung. Bis auf ein bisschen psychischen Stress und Freier, die mit ihren eigenen Gefühlsausbrüchen nicht klar kommen, gibts nichts negatives. Daher ist dieser Artikel einseitig, fast schon Propaganda. Informationswert: Null.

        Noch mal zu diesem „naggisch die Tür öffnen“. Da müsste euch doch eigentlich allen der Hut hochgehen. Erstens ist das Exhibitionismus (bzw. wäre es, wenn da juristisch gesehen der Täter nicht ein Mann sein muss – Skandal, oder?), zweitens sollen Frauen sich doch „unauffällig“ kleiden, damit sie keine sexuelle Verfügbarkeit suggerieren, die sie gar nicht bieten wollen. Wie passt das bitte zusammen?

        • Zunächst mal bin ich bei dir, dass es kein besonders gut geschriebener Text ist. Ich denke aber es ist ein Fehler, ihm vorzuwerfen, er sei nicht representativ. Denn das soll er ja auch gar nicht sein, sondern er beschreibt ein Einzelschicksal. Wenn ich einen positiven Artikel über einen gelungenen Brunnenbau in Somalia schreibe wäre es Quatsch mir eine Verharmlosung der generellen Zustände in Somalia vorzuwerfen, weil das eben nicht mein Thema war (verzeih das plakative Beispiel).

          Was man dem Text vorwerfen kann ist, dass er das beschriebene Phänomen nicht einordnet, nicht anspricht, dass diee Art der Prostitution im Vergleich mit den vielen anderen Bereichen mit Glück im Promillebereich liegt. Das richtig einzuschätzen bleibt ohne diese Einordnung jedem Leser selbst überlassen und mag öfter nach hinten losgehen. Vielleicht kommt dein Unbehagen auch deshalb (gesunde Skepsis gegenüber dem durchschnittlichen Leser..).

          Dass der blumige Stil des Textes vor diesem Hintergrund schwer zu ertragen sein kann, geschenkt. Ich lese ihn einfach positiver und vergesse darüber nicht, dass es Zwangsprostitution gibt und ich gerade über eine Ausnahme lese.

        • An sich hast du schon Recht: Wer einen Artikel schreibt über eine Frau, die mit ihrem Escort-Beruf zufrieden ist, der muss nicht unbedingt auf Menschenhandel o.ä. eingehen.
          Allerdings gibt es auch Grenzen und die hat dieser Artikel überschritten. Eine sachliche Schilderung über den Arbeitsalltag – schön. Eine bemüht erotisierende Darstellung in unsäglichen sprachlichen Bildern – unschön.
          Dazu kommt ja noch, dass diese Tussi, diese Nuttenprinzessin, normalen Sex (oder das, was sie darunter versteht) zwischen zwei verbandelten Menschen indirekt als langweilig darstellt, während ihre Dienstleistung wohl das Non Plus Ultra ist.

          Skepsis gegenüber dem Leser? Definitiv. Dazu muss man sich ja nur mal die Kommentare durchlesen. Soviele selbstzufriedene, süffisante Zeilen im Stil von „Hat man ja schon immer gewusst, die Schlampen wollen es doch auch und daher ist Prostitution ein völlig sauberes Gewerbe“.
          Ich sehe da Gefahrenpotential. Zwangsprostitution, egal ob die Opfer männlich oder weiblich sind, ist ein unglaubliches Verbrechen. Aber es gibt wohl wirklich viele, die das ohne Probleme ausblenden und lieber von ihrer Escort-Dame träumen, die sich für sie „rituell schön“ macht, weil sie den Sex ja so geil findet.

          Naja, andererseits würden solche Vollidioten auch bei einem etwas realistischeren Blick auf das Gewerbe auf Durchzug schalten. Wer will schon von einem vierzehnjährigen Mädchen hören, das morgens mit blutigen Fingern an den Tisch im Drogenreha-Speisesaal kommt, weil es so kraftlos ist und so so wenig Selbstachtung hat, dass es selbst während seiner Periode nicht für rudimentäre Hygiene sorgen kann? Der hat ihr vergangenes Nuttendasein bestimmt auch wahnsinnig Spaß gemacht.

        • @Robin

          Du schreibst:

          Ich sehe da Gefahrenpotential. Zwangsprostitution, egal ob die Opfer männlich oder weiblich sind, ist ein unglaubliches Verbrechen. Aber es gibt wohl wirklich viele, die das ohne Probleme ausblenden und lieber von ihrer Escort-Dame träumen, die sich für sie “rituell schön” macht, weil sie den Sex ja so geil findet.

          Kommentar:

          Das Ganze kannst Du auf den gesamten Arbeitsmarkt übertragen: Wo es Arbeitsverhältnisse gibt, die quasi sklavenähnlichen Zuständen gleichkommen, bis zu extrem prekarisierten/prekären Arbeitsverhältnissen bis zu Normalarbeitsverhältnissen. Ich würde mal vermuten, wenn Du irgend etwas kaufst, denkst Du auch nicht immer gleich daran, ob die Ware unter dem Label „far trade“ oder aus sonstigen prearisierten Arbeitsverhältnissen stammt. Das Gleiche gilt ja für Produkte von Tieren, ob diese Produkte aus Tierfabriken etc. stammen oder ev. von „glücklichen Hühnern und Kühen“ etc.

    • @ Robin

      Der von dir verlinkte Artikel ist recht
      sachlich und ohne unnötige emotionale
      und moralisierende Sauce geschrieben.
      Die Situation und die Befindlichkeiten
      der Frauen die diese Dienste anbieten,
      wie auch diejenigen ihrer Kunden, werden
      aus meiner Sicht realistisch dargestellt.
      Aus evolutionsbiologischem Blickwinkel
      ist folgende Passage interessant.

      *Den ganzen Prozess, der bei einem normalen
      Paar mehrere Tage dauert, vom Flirt über
      Küssen zum Sex, durchlebe ich in drei
      Stunden.*

      Bei ONS sprechen wir ja auch von Stunden
      und nicht von Tagen.

      Unter gewissen Umständen können sich
      Frauen in extrem kurzer Zeit auf Sex
      mit einem quasi fremden Mann einstellen.
      Ich weiss das aus eigener Erfahrung
      deshalb ist leugnen zwecklos. 🙂

      Letztlich ist die Interaktion zwischen
      einem Freier und einer Prostituierten
      ein Vorgang der sich zwischen zwei
      menschlichen Individuen abspielt.
      Obschon der „geschäftliche Rahmen“
      normalerweise rel. klar im voraus
      abgesteckt ist, spielt trotzdem
      die ganze Bandbreite der Paardynamik
      eine gewisse Rolle.

  1. „Es soll eben die Illusion von echten Sex sein. Um so mehr es sich entsprechend anfühlt um so besser für den Kunden.“
    Ich weiß nicht, warum du hier plötzlich die Analogie brichst. Bzw. ich weiß, warum, aber finde es ungerechtfertigt.
    Wenn ich ein Auto verkaufe und dem Kunden im Gespräch das Gefühl gebe, ich schätze ihn nicht, will ihn möglichst schnell aus der Tür haben und bin sowieso viel zu gut für diesen Job, dann schlägt das auf mich als Autoverkäufer genauso zurück wie bei einer Prostituierten.

    • Sätze wie dieser: „There is an online subculture of men who review their encounters with escorts using a frank, exhaustive style you’d associate more with reviews of hotels than sex.“ legen sogar das Gegenteil von dem nahe, was du annimmst: Den Freiern ist klar, dass sie eine Dienstleistung bekommen. Diese kostet viel Geld, daher wollen sie Qualität.

      • Jein. Ich denke die Männer hätten gern das Beste aus 2 Welten, so to say. Einerseits nutzen sie gerne Sex als Dienstleistung, weil diese bewertbar ist und du für einen konkreten Einsatz eine konkrete Leistung bekommst. Andererseits möchten sie nicht gern mit Prostituierten schlafen, weil das ja eklig und schmutzig ist.

        Die Illusion des normalen Mädchens soll dennoch irgendwo aufrechterhalten werden. Warum gäbe es sonst so schöne Euphemismen wie „Escort“, wenn es im Prinzip nix anderes ist, als das, was Straßenmädchen tun, nur auf höherem Niveau für mehr Geld. Das kommt wahrscheinlich auch von den Frauen selbst.

        • „The negatives might be that the men are indulging a basic craving that would be satisfied in a healthier, more productive way by more traditional sexual relationships“

          Auch im Escort-Artikel, den Robin verlinkt hat, scheint sowas durch: „Es wäre nett, wenn jeder sagen würde: ‚Aha, der Mann hat sich heute ein Escort-Mädchen genommen und macht sich einen schönen Abend, herzlichen Glückwunsch.‘ Stattdessen gilt es als verwerflich und wird möglichst geheim gehalten.“

          Letztens hab ich auch einen Artikel über „Nebenjob-Prostituierte“ gelesen, die ihre Kunden über eine Website gesucht hatten. Die interviewten Frauen und Männer haben auch den Begriff Prostituierte von sich gewiesen, das sei já was anderes.

        • Na komm, könntest du dir vorstellen dass jemand groß erzählt „Gestern war ich bei ner Prostituierten, war super“?
          Da ist schon mehr dran als das bloße Fremdgehproblem

        • @maren
          „Warum gäbe es sonst so schöne Euphemismen wie “Escort”,“
          Weil Frau und Ehefrau derzeit noch andere Bedeutungen haben.

        • >Na komm, könntest du dir vorstellen dass jemand
          >groß erzählt “Gestern war ich bei ner Prostituierten,
          >war super”?
          Nö, kann ich nicht. In meinem Bekanntenkreis erzählt aber auch keiner „Ich hab gestern meine Frau auf dem Küchentisch gebumst. Echt klasse.“
          Keine Ahnung wie ihr das so handhabt.

        • @ Maren

          Wieso soll es eklig sein mit Prostituierten zu schlafen?

          Wegen den vielen Männern die „vorher drauf waren“ ?

          Frauen als ONS könnten theorhetisch noch viel mehr Männer gehabt haben.

          Bei den Huren weiss ich es wenigstens.

        • „Hätte ich sonst gefragt?“
          Auch wieder wahr.

          Nein, ich denke, die meisten Männer werden ihren Besuch bei einer Prostituierten lieber verschweigen. Das beweist allerdings nicht, dass Männer gerne das „beste aus zwei Welten“ hätten, Prostituierte eklig fänden. Ich denke, Männer verschweigen den Besuch bei einer Prostituierten, weil dieser einem sozialen Tabu unterliegt.
          Wer eine Prostituierte besucht und das noch in Ordnung findet, der bekommt von allen Seiten Feuer.

        • Haselnuss,

          es gibt Freier, die früh ins Bordell gehen um eine „Tagesjungfrau“ abzugreifen,
          es gibt Freier, die zahlen extra für eine vor-besamte („Schlammschieben“),
          und es gibt Männer, die auf Portalen wie pantiesparadise – ungelogen – die abgepackte Scheiße von Frauen ersteigern, um sie zu verzehren.

          Die männliche Sexualität ist ja sooo vielfältig…

        • Eklig war vielleicht der falsche Begriff. „unangenehm anrüchig“ wäre vielleicht besser.

          Natürlich beweist es überhaupt nichts.Wie auch? Es erscheint mir nur schlüssig, dass sich ein Freier lieber vorstellt, dass diese schöne Fraue jetzt freiwillig mit ihm schläft als daran zu denken, dass er sie dafür bezahlt. Wäre nur menschlich.

          Dennoch WIRD sie bezahlt, was sie zu einem Produkt macht, was man bewerten kann. Und dass Menschen gerne bewerten, sieht man an Amazon. 🙂

          Das muss sich auch nicht ausschliessen, das eine ist während des Aktes, das andere hinterher, quasi wieder mit klarem Kopf.

          Vielleicht bedient die Bewertung auf den entsprechenden Portalen auch das Bedürfnis, mit jemanden darüber zu sprechen, was man für tollen (oder miesen) Sex hatte. Besonders bei Menschen, deren social circle davon nix weiß.

          Um die genauen Motivationen zu kennen müsste man mit allen mal gesprochen haben.

        • @muttersheera

          Und sollen sie doch. Jedem Tierchen sein plaisirchen.
          Solange sie Leute dafür bezahlen oder alles im gegenseitigen Einverständnis geschieht ist doch alles tutti.

        • „Natürlich beweist es überhaupt nichts.Wie auch? Es erscheint mir nur schlüssig, dass sich ein Freier lieber vorstellt, dass diese schöne Fraue jetzt freiwillig mit ihm schläft als daran zu denken, dass er sie dafür bezahlt. Wäre nur menschlich.“
          Du verkennst da was. Dass ein Tabu auf dem Gang zur Prostituierten liegt, hat nichts damit zu tun, ob Freier sich gerne vorstellen, sie würde es freiwillig – auch ohne Geld – tun.

          Ich halte Letzteres für hanebüchenen Unsinn, weil irgendwann wechselt während des Vorgangs Geld den Besitzer – ich meine im Voraus -, was jeder Vorstellung, sie würde es auch ohne Geld machen, einen ordentlich Dämpfer versetzen dürfte.

        • *Du verkennst da was. Dass ein Tabu auf dem Gang zur Prostituierten liegt, hat nichts damit zu tun, ob Freier sich gerne vorstellen, sie würde es freiwillig – auch ohne Geld – tun.*

          Muss ja auch nix miteinander zu tun haben.

          *weil irgendwann wechselt während des Vorgangs Geld den Besitzer – ich meine im Voraus -, was jeder Vorstellung, sie würde es auch ohne Geld machen, einen ordentlich Dämpfer versetzen dürfte.*

          Nee ich denke nicht. Einfach weil es netter ist sich vorzustellen, dass sie´s freiwillig tut.

        • „Nee ich denke nicht. Einfach weil es netter ist sich vorzustellen, dass sie´s freiwillig tut.“
          So dumm sind Menschen aber nicht.

        • @ Maren

          ODER?

          Sollte es nicht heißen: UND (im Falle von Prostitution)?

          Auch ist mir schleierhaft, wie man/frau stark (fremd)gesundheitsgefährdenden Praktiken wie dem „AO-Service“ schulterzuckend begegnen kann…

        • @Haselnuss
          Das ist nicht dumm. Nur eine Art von Verdrängung. 🙂

          @sheera
          oder/und
          wollte ausdrücken, dass es auch ohne Geld ok wäre. Meine Güte, es sind erwachsene Menschen. Rauchen und Alkohol sind auch nicht gesund

        • @Maren:
          Kein Mensch kann angesichts des demonstrierten Gegenteils etwas annehmen. Ich kann nicht sagen, dass ich ich nicht rauchen würde, wenn ich gleichzeitig eine Zigarette im Mund habe und eifrig an ihr ziehe. Das funktioniert einfach nicht.

          Die Männer bräuchten die Möglichkeiten der plausiblen Leugnung, wenn sie das annehmen sollen, was du vermutest. Die haben sie nicht, da sie im Voraus mit dem Geld rausrücken müssen und die Dienstleisterin das Geld zählt. Vielleicht wollen sie glauben, dass es ihr Spaß macht, aber sie wissen ganz sicher, dass es ums Geld geht. Das kannst du auch den Berichten entnehmen.

          • @Haselnuss

            ich denke auch, dass sich bei einer Vorauszahlung recht deutlich ergibt, warum sie es macht. Dennoch ist die Illusion interessant, dass sie es gerne macht.

            Mir fällt aber auch keine einzige Dienstleistung an, wo es mir nicht lieber wäre, dass der andere es gerne macht und nicht nur mein Geld will.
            Wenn ich das Gefühl habe, dass ein Masseur es ekelig findet, mich anzufassen, dann macht mir die Massage weniger Spass. Von einem gelangweilten Verkäufer, der erkennbar froh ist, wenn ich wieder gehe oder möglichst viel Geld ausgebe, aber ohne ihn zu stören, möchte ich nicht beraten werden. Ich mag fröhliche Bedienungen lieber als solche, die mir das Gefühl geben, dass ihnen ein großes Bier zu schwer ist.

            Ich kann mir auch vorstellen, dass einige Freier tatsächlich die Hoffnung haben, dass sie etwas besonderes sind, dass sie sie persönlich mag, dass die Gefühle bei ihnen echt sind. Es wird auch sicherlich Prostituierte geben, die genau dieses Gefühl bei dem Freier erzeugen wollen, weil man ihn dann um so leichter ausnehmen kann.

            Den meisten wird aus den von dir angesprochenen Gründen aber klar sein, dass sie Freier sind und nicht mehr. Die meisten werden es auch genau so wollen. Die Vorstellung, dass eine Prostituierte vor ihrem Haus auftaucht und erklärt, dass sie sich verliebt hat, wäre wohl eher ein Alptraum.

    • Und mit Sätzen wie diesem im Artikel: „That is, we the general public. Punters don’t seem to suffer in such a big way—to them it’s wasted time and money.„, solltest du dir Gedanken über eine systematische Wahrnehmungsverzerrung deinerseits machen.

      • So? Die Realität sagt was anderes. Bevor man ins Bett geht, muss Mann ja meist kräftig löhnen. Coktails, Restaurants, Blumen etc. pp.

        Ich zitiere noch einmal:

        „So stellte die amerikanische Sexualforscherin Shere Hite für eine ihrer Studien Männern die folgende Frage: “Hatten Sie je Geschlechtsverkehr mit einer Prostituierten? Was empfanden Sie dabei, für Sex zu bezahlen? Die Antworten brachten eine, wie Hite es nennt, “überraschende Meinung zutage, was die Beziehung zwischen Mann und Frau anbetrifft: Die häufigste Reaktion war: ‘Man zahlt doch sowieso immer.”“

        • Oh guck mal, die haben Imion interviewt. 🙂

          Es ist eigentlich ganz einfach: Solange für eine bestimmte Dienstleistung nicht eine bestimmte Summe Geld (keine Naturalien) den Besitzer wechselt, ist es keine Prostitution.
          Auch bin ich mir fast sicher, die meisten Frauen wären auch damit zufrieden, wenn er für sie kocht. Mehr noch als wenn er den Big Spender raushängen lässt, ala „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“

          Es geht in der Erstphase einer Beziehung darum, eine Frau zu beeindrucken (Willst du meine Briefmarkensammlung sehen). Ein Mann hatte mir mal seine Sammlung elektrischer Gadgets (fernsteuerbare Autos etc) nacheinander in den Schoß geworfen, um zu beweisen was für ein toller Hecht er ist.
          Oftmals legen Frauen auf sowas keinen Wert.
          Ich wette wenn du die meisten fragst, legten sie eher Wert auf Sachen wie Tür aufhalten oder im allgemeinen zuvorkommendes Verhalten als auf Big Spender.

          Aber interessant, dass Männer ein Date und den eventuellen Sex als etwas sehen, für das sie die Frau bezahlen müssen.
          Sagt einiges über deren Selbstbild und deren Frauenbild.

        • @ Adrian

          *Die häufigste Reaktion war: ‘Man zahlt doch sowieso immer.”*

          Ja, die Übergänge sind fließend.

          Da die Liebe von Frauen oft mit dem Status (sehr häufig = Geld) des Mannes wächst.

          „Männer tauschen für Sex alles ein, was ihnen unwichtiger ist als Sex und Frauen tauschen gegen Sex alles ein, was ihnen wichtiger ist als Sex.“

          Weil Frauen im Schnitt sexuell weniger begehrlich sind als Männer, ist das Anbieten von Sex ein gutes Geschäft für Frauen und viele Männer als die Zahlenden erleben das auch genau so.

          Man sollte ihnen als den Opfern hier das epistemische Privileg zubilligen und die Definitionsmacht.

          Da Frauen es mit Männern zu tun haben, für die viel häufiger der Wert von Sex eben im Sex liegt, der damit seine Belohnung in sich selbst trägt (für Männer), fällt es Frauen leichter, sich über den häufigen Transaktionscharakter von „Liebesbeziehungen“ zu belügen.

          Ist auch wieder mal besser für’s weibliche Selbstwertgefühl, das immer so gefährdete.

          Weshalb ein Kennzeichen weiblichen Denkens, weiblicher Analyse, ihr ungewöhnliches Ausmaß an Selbstschonung, an Selbstverwöhnung ist, was ungewöhnlich häufig zu Wunschdenken führt.

          Frauen denken oft nur so weit, wie es ihnen selbst nicht weh tut.

          Männer können da schonungsloser sein. Oft.

        • @maren
          „Aber interessant, dass Männer ein Date und den eventuellen Sex als etwas sehen, für das sie die Frau bezahlen müssen.
          Sagt einiges über deren Selbstbild und deren Frauenbild.“
          nein, maren, Erfahrung, schlichte Erfahrung. Es sind die Frauen, die Sex zu einer Ware degradieren, sich fürs Beine breit machen bezahlen lassen. Der Sinn dahinter ist klar, es gibt keine leichtere Art, Geld zu verdienen.

        • @maren
          Punkt eins: Von ALLEN Frauen habe ich nicht geschrieben.
          Punkt zwei: Jup, meiner Frau habe ich nichts ausgegeben, als wir uns kennengelernt haben. Und in der Beziehung hält sich das die Waage. Und komischerweise hat meine Frau auch kein Problem damit, nein zu sagen, wenn sie ein Getränk angeboten bekommt und die Jungs werden koischerweise auch nicht aufdringlich und wollen es ihr unbedingt ausgeben.

        • @Adrian

          Nein, Prostitution ist kein Normalzustand für Heteros. Und was willst du nun machen? Allen männlichen Anwesenden hier wieder ans Herz legen, schwul zu werden, weil es am anderen Ufer doch so viel besser ist?

          Die meisten Männer werden für immer heterosexuell sein, und daher wirst du meistens gegenüber Frauen den kürzeren ziehen müssen. Je früher du dich damit abfindest, desto besser.

        • @ Alexander

          „Da Frauen es mit Männern zu tun haben, für die viel
          häufiger der Wert von Sex eben im Sex liegt, der
          damit seine Belohnung in sich selbst trägt (für Männer),
          fällt es Frauen leichter, sich über den häufigen
          Transaktionscharakter von “Liebesbeziehungen” zu
          belügen.“

          Nehmen wir als Beispiel den 35 jährigen
          erfolgreichen Bänker der sich eine 25 jährige
          Studentin anlacht. Sie zieht von der WG
          in seine Loft. Abends geht er regelmässig
          mit ihr essen, zum Italiener. Etc.
          Bricht man dieses Setting auf die monetäre
          Ebene herunter, sieht man, es ist ein
          Mehrfaches als wenn er pro Woche 2 mal
          einen Saunaclub besuchen würde.
          Nur das eine gilt als Liebe und das andere
          als Prostitution.

        • @haselnuss
          „Finde ich auch immer wieder faszinierend.“
          Tja, es gibt sie noch, sehr wenige, aber es gibt noch Frauen, die sich mit Sex kein schönes Leben kaufen, und sich ansonsten einen Lenz auf kosten der Männer machen.

      • „Nein.“
        Heißt das „kein Sex“ ist der Normalzustand, „kein Geld“ ist der Normalzustand oder kein „Hetero“?

        Ich verkaufe ja auch mein bestes Stück („Gehirn“) 8 h am Tag für Geld. Insofern ist Prostitution ein Normalzustand.

        • @Dummerjan
          Alles zusammen.

          Muss ich tatsächlich erklären wie unfassbar beleidigend es für alle Beteiligten ist, wenn eine Beziehung zwischen jedem Mann und jeder Frau, die sich mögen, bzw. lieben mit Prostitution gleichgesetzt wird?

          Die Frau wird als jemand dargestellt, die nichts als materielle Werte in dieser Beziehung sucht, während der Mann nichts als Sex möchte. Keiner von beiden ist emotional involviert. Das ist schlicht falsch.

        • @dummerjan
          Der unterschied ist, du leistest etwas, die Frau nicht, diese macht nur die Beine breit, das wars.

          @maren
          „Keiner von beiden ist emotional involviert. Das ist schlicht falsch.“
          Ja, das stimmt, der Mann ist mit Emotionenen und seinen Gefühlen dabei, verliebt sich häufig sogar in die Prostituiert, während die Damen, wie überall, lediglich an dem Geldbeutel interessiert sind

  2. „Interessant“ sind für Männer ja immer nur die Beiträge, die den „happy hooker“-Mythos bedienen. Und „normal“ ist auch, dass Fälle von Kinder- bzw. allgemein Zwangsprostitution abgetan werden als „bedauerliche Ausnahmen“.

    Unicef zufolge gehören allein in Thailand 800.000 Kinder zu diesen „Ausnahmen“, und auch in den USA fanden sich jüngst mal eben 80 zu be-freiende Minderjährige:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/kinderprostitution-fbi-befreit-79-jugendliche-11799625.html

    Im Escort-Bereich siehts _vielleicht_ wirklich besser aus, in dieser Hinsicht.

    Aber der Großteil der Prostitution läuft bei uns immer noch in Bordellen ab – die die Meisten nur ungern in ihrer Nachbarschaft haben.

    http://www.derwesten.de/staedte/essen/prostitution-buerger-in-bergeborbeck-in-essen-laufen-sturm-gegen-bordell-plaene-id6878731.html

    Ein Bordellbetreiber über seinen Stall:

    16 Frauen arbeiten im Haus, nicht aus Vergnügen („Der Job ist nicht cool“) oder weil sie Geld für Kokain brauchen, sondern, weil sie eine Scheidung hinter sich haben und oft einen Haufen Schulden. Sie wollen raus aus Hartz IV , sagt der Chef. Seine Bedingung: Nach fünf Jahren müssen sie aufhören, wegen der Psyche.

    Stress gebe es bei ihnen nicht, nicht mit den Nachbarn, nicht mit der Polizei. Dennoch: „Die Sorge der Anwohner in Bergeborbeck verstehe ich voll“, sagt er sofort. Die Befürchtungen seien absolut berechtigt. Voraussetzungen für einen Club in direkter Nachbarschaft seien, dass er seriös und diskret geführt werde. Dass es bei ihnen recht teuer sei (ab 50 Euro) und dass nicht jeder reinkommt („Die Frauen entscheiden selbst“), schon gar nicht angetrunken, das habe sich herumgesprochen. Daher klingele ein bestimmtes Klientel gar nicht erst.

    Was für ein Glück… wo die wohl stattdessen hingehen? Ausweichmöglichkeiten gibts ja wahrlich genug.

    In diesem Artikel wird nochmal kurz der Wissensstand zusammengefasst:
    http://www.welt.de/print/wams/nrw/article108123396/Das-Maerchen-vom-sauberen-Sex.html

    Man beachte: die stete Sorge um die Anonymität der Freier darf nicht fehlen…

    In Griechenland (wo sowohl die Prostitution wie auch die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten seit der Krise rasant angestiegen ist) hingegen haben die Behörden selbst online die Fotos von infizierten Huren veröffentlicht: http://www.focus.de/panorama/welt/nach-aids-test-fuer-prostituierte-athens-rotlicht-milieu-im-ausnahmezustand_aid_746379.html

    —–

    Preisfrage: wie erkennt ein Freier eine Zwangsprostituierte?

    Wen die Antwort interessiert, der/die möge bitte einmal hier lesen: http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/hallo_freier/erkennen/

    I lol’ed

      • Dass Frauen sich nicht in erster Linie prostituieren, weil sie Geld brauchen, sondern weil sie die Arbeit so „erfüllend“ finden.
        Die Nymphomanin, die es auch umsonst täte also.

      • Die Frau macht es freiwillig, gerne, aus Lust, nicht wegen dem Geld und weil sie gerad keine andere Perspektive hat, sie mag ihre Freier, ist gar glücklich nach einem Arbeitstag… das einzige was stört sei diese blöde Stigmatisierung seitens der Gesellschaft.

        Erzählt Dir fast jede Prostituierte – so lange sie als solche arbeitet & so lange sie dieses Bild aufrecht erhalten kann.

        Ist ja auch besser fürs Geschäft, das will König Kunde meistens hören.

        Erst wenn sie versucht auszusteigen oder es geschafft hat, verkehrt sich die Darstellung häufig ins Gegenteil.

        Aber dann – Überraschung! – ist sie als OPFA plötzlich nicht mehr repräsentativ für all die anderen…

        • Cache nicht geleert, also noch mal

          @ muttersheera

          *Erst wenn sie versucht auszusteigen oder es geschafft hat, verkehrt sich die Darstellung häufig ins Gegenteil.*

          Das ist ja auch sinnvoll.

          Erst erzählt die Prostituierte, was der Kunde hören will, von dem sie ökonomisch profitieren will, dann erzählt sie der Helferinnenindustrie, was diese hören will.

          Weil sie nun von der ökonomisch zu profitieren hofft.

          Wann ist sie ehrlicher?

        • @ Roslin

          „Erst erzählt die Prostituierte, was der Kunde hören will, von dem sie ökonomisch profitieren will, dann erzählt sie der Helferinnenindustrie, was diese hören will.

          Weil sie nun von der ökonomisch zu profitieren hofft.

          Wann ist sie ehrlicher?“

          Die „Helferinnenindustrie“ hat kein Geld zu verteilen, das meiste läuft sogar ehrenamtlich.

          Frage beantwortet?

        • @ David

          *Bei der Mitarbeiterzufriedenheit bitte auch immer nur noch Ex-Mitarbeiter befragen, die selbst gekündigt haben.*

          Geht doch nicht um so etwas Läppisches wie „objektive“ Wahrheit, nicht mal um den redlichen Versuch, sich ihr so weit wie möglich anzunähern, auch wenn sie natürlich nur Gott ganz zugänglich ist.

          Es geht darum, festzuhalten: „Frauen sind unschuldige Opfer böser Tätermänner!“

          Das muss in die Köpfe, wieder und wieder und wieder.

          Das Prinzip jeder guten Propaganda, jeder guten Hetze.

          Differenzieren stört da nur.

        • @ muttersheera

          Die Helferinnenindustrie vermittelt aber den Zugajng zu Arbeitsplätzen, Resozialisierungsprogrammen, Ausbildungen.
          Und das Gros der SozialarbeiterInnen arbeitet nicht um Gottes Lohn.

        • *Geht doch nicht um so etwas Läppisches wie “objektive” Wahrheit, nicht mal um den redlichen Versuch, sich ihr so weit wie möglich anzunähern, auch wenn sie natürlich nur Gott ganz zugänglich ist.*

          zur objektiven Wahrheit gehören aber auch Gegenstimmen.

          *Bei der Mitarbeiterzufriedenheit bitte auch immer nur noch Ex-Mitarbeiter befragen, die selbst gekündigt haben.*

          Manchmal ganz erhellend.
          http://www.derwesten.de/waz-info/tectum-mitarbeiter-demonstrieren-gegen-verdi-id472601.html

        • „Erst wenn sie versucht auszusteigen oder es geschafft hat, verkehrt sich die Darstellung häufig ins Gegenteil.“

          Die wenigsten ehemaligen Prostituierten reden darüber, man will schliesslich nicht das Stigma auf sich nehmen wenn man nicht einmal den vorher damit einhergehenden finanziellen Vorteil hat. Woher willst du denn wissen, dass sich diese Darstellung häufig ins Gegenteil ändert? Diejenigen welche sich lautstark über ihre Vergangenheit äussern sind also entweder Frauen welche es als besonders schlimm empfunden haben und gegen Prostitution vorgehen wollen, durch Erfahrungsberichte finanziell zu profitieren versuchen, oder gegen die Stigmatisierung von Sexarbeiterinnen kämpfen.

          Es gibt nocht einen weiteren Grund, weshalb sich die Darstellung ändern könnte, nämlich genau die Stigmatisierung von welcher du anscheinend meinst sei im Vergleich zu den anderen Problemen vernachlässigbar. Wenn eine ehemalige Prostituierte es so darstellt als sei sie durch äussere Umstände dazu gezwungen gewesen und hätte die Arbeit verabscheut, kann sie einen Grossteil des Stigmas abwenden. Einer „reuigen Sünderin“ vergibt man, einer ehemaligen Prostituierten welche es auch noch wagt ihre Vergangenheit positiv (oder zumindest nicht überwiegend negativ) darzustellen, eher nicht. Das soll nicht heissen dass ich negative Erfahrungen grundsätzlich als Übertreibungen ansehe, aber es gibt mindestens gleich starke Gründe schwarzzumalen wie zu beschönigen.

        • Hallo Sina.

          Zugegeben, meine Kommentare hier waren reiner Reflex und nicht sonderlich differenziert.

          „Woher willst du denn wissen, dass sich diese Darstellung häufig ins Gegenteil ändert? Diejenigen welche sich lautstark über ihre Vergangenheit äussern sind also entweder Frauen welche es als besonders schlimm empfunden haben und gegen Prostitution vorgehen wollen, durch Erfahrungsberichte finanziell zu profitieren versuchen, oder gegen die Stigmatisierung von Sexarbeiterinnen kämpfen.“

          Ich kann natürlich nicht wissen, wieviele Ex-Prostituierte im Stillen gern an diese Zeit zurückdenken und sogar ihren Anverwandten und Freunden als Berufsalternative ans Herz legen würden.

          Aber sagen wir mal so: selbst Annie Sprinkle, die immer bewundernswert offen und positiv über ihre Arbeit in der Sexbranche berichtete, hat mal gesagt, dass die Mehrheit ihrer Kunden nicht respektvoll mit ihr umgegangen sei.

          Ich nehme an, dass der Sprache ihres Einsatzlandes mächtige Huren wie die, die das Hochpreissegment (also vorallem Escort) bedienen, bessere Erfahrungen sammeln als die Mehrheit der billigen (oft ausländischen) Sex-Tageslöhnerinnen – im Schnitt 😉

          Ich kann gar nicht zählen wie oft ich allein dieses Jahr an den Punkt kam unter Rückgriff auf einfache Glaubenssätze wie „Sex ist schön“ & „Selbst schlechter Sex ist besser als kein Sex“ & „Jeder hat sein Päckchen zu tragen“ mein Augenmerk von den Opfern der Sexindustrie abzuziehen.

          Aber dann denk ich wieder: ich bin zu alt um zu glauben, dass Probleme einfach verschwinden wenn ich die Augen zukneife um sie nicht sehen zu müssen.

          Würdest Du mir eigentlich zustimmen, dass es aus Differenzfeministischer Sicht leichter ist Prostitution zu verteidigen als aus Gleichheitsorientierter Sicht? Dass frau dann sogar auf den Gedanken verfallen könnte, dass unverbindlicher, bindungsloser Sex, der nur durch die (situative) Attraktivität des männlichen Parts „erkauft“ wurde, eine (sexuell/emotional unerfahrene) Frau tendenziell stärker „ausbeutet“ als der Geld/Sex-Tausch zu klar ausgehandelten Konditionen?

          Nun, meine Position (die ich noch immer versuche zu finden, ehrlich gesagt) erarbeite ich mir aus dem Dreiklang: sexpositiv, Kapitalismuskritisch (aber nicht -verdammend) & Gleichheits-(und also Radikal-)feministisch. Außerdem würde ich mich nicht als Atheistin, sondern eher als Agnostiketin+ einordnen, also als gläubig aber nicht religiös (ist bei Gesprächen über Prostitution ja auch nicht ganz unwichtig). Angela Merkel hat mir am besten grfallen, als sie mal David Ben Gurion zitierte mit „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“…

          Ist das Wunder, auf das Sexworker hoffen, wirklich, dass Feministinnen aufhören über Ausbeutung, Zwang, Gewalt, Traumata & Risiken im Bereich Prostitution zu sprechen?

      • Wer soll den Happy Hooker Mythos bitte glauben? bzw. widerlegt Christian deine (muttersheeras) Überzeugung, nur solche Artikel seien für Männer interessant, die den Happy Hooker Mythos bedienen würden, wenn er einen zitiert, der diesen Mythos nicht bedient?

    • Muss sich „Happy Hooker“ und, wasweisich „Damsel in distress“ ausschliessen?

      Wenn ich mir andere Berufe angucke, findet man oft auch alles zwischen „tolle karriere“ und „psychisch krankmachend“.

      Nimm „Verkauf“: auf der einen Seite steht der Prokurist mit Eigentumswohnung, BMW und 6-stelligem Jahresgehalt, auf der anderen Seite der Call Center Agent, dem – in schöner Einheit mit dem Amt für Arbeitslosigkeit – mit Existenzgefährung gedroht wird.

      Oder nimm die Medizin: auf der einen Seite der Chirurg mit Yacht, auf der anderen Seite der Zivi, der den Job nichtmal freiwillig macht(e).

      Mich würde es eher wundern, wenn man bei einer Tätigkeit mit niedrigen notwendigen Qualifikationen _nicht_ beides finden würde.

        • Und ein Pfleger ist nicht das gleiche wie ein Chriurg.
          Und das, was eine Drogen- oder Elendsprostituierte macht, ist bis auf den Sex auch nicht sonderlich Deckungsgleich mit dem, was die Dame vom Escort-service macht.

          Wenn du ähnlichere Berufe brauchst, nimm CCA und Vertriebler.

          Das ändert nichts am Punkt: Es wäre überraschend, einen Beruf zu finden, bei dem am unteren Ende nicht einigermaßen schlechte Umstände herrschen.

  3. Pingback: Emotionsloses Fremdgehen ist kein Fremdgehen… « Gedankensalat…

  4. @ Christian

    Deine Ausführungen zeigen deutlich, daß du ziemlich abgestumpft bist.

    Weißt du nichts davon, daß die Mehrheit der Prostituierten als Kinder sexuell mißbraucht wurde?

    Du zeigst eine deutlich inhumane Haltung, wenn du meinst, man könne sich an vieles gewöhnen wie z.B. Folter.

    Hier zeigt sich meiner Meinung nach sehr gut, wie simpel und reduktionistisch dein „naturwissenschaftliches“ Weltbild ist.

    Hast du dich eigentlich schon mal gefragt, was deine Ansichten zu Prostitution, Homosexualität und Pickup mit deiner Kindheit zu tun haben könnten? Vielleicht liegen dort klare Ursachen für deine fragwürdigen und ignoranten Haltungen.

    • Weißt du nichts davon, daß die Mehrheit der Prostituierten als Kinder sexuell mißbraucht wurde?

      Allerdings! Ebenso wie die Mehrheit der Homosexuellen!

      Und die Eurokrise ist ebenfalls eine Folge von sexuellem Mißbrauch!

      Weiß denn niemand davon, dass die Mehrheit der Bänker als Kinder sexuell mißbraucht wurde?

      Dadurch ist ihnen massiv die Fähigkeit zu Vertrauen abhanden gekommen, weshalb sie den Griechen von einem Tag auf den Anderen kein Geld mehr leihen wollten!

      Der dadurch mögliche Ausbruch von Chaos und Gewalt ist der Versuch einer Reinszenierung!

      Griechenland deshalb, weil es so verlogen den Anschein eines ordentlichen Hauses aufrecht zu erhalten suchte!

    • Kirk, Dir ist schon klar, dass Du gerade de facto jeden, der nicht Deiner Meinung ist bzw. so lebt wie es Dir passt, bezichtigt hast, als Kind missbraucht worden zu sein?

      Mittlerweile hast Du die Grenze zum Irrsinn meilenweit überschritten.

    • @ Adrian

      Du meinst wohl Nick. Der meint, daß die Mehrheit der Banker als Kind sexuell mißbraucht wurde, obwohl es dazu im Gegensatz zu Prostituierten gar keine Studien gibt.

      Ich beobachte es mit Belustigung, wie ihr euch zwanghaft dummstellt. Nur weiter so.

  5. Bezüglich Information über Prostitution empfehle ich den Verein Dona Carmen (Verein für soziale und politische Rechte von Prostituierten):

    Dort heisst es u.a.:

    „In der Prostitution werde die Frau zur käuflichen Ware, heißt es seitens
    feministischer Kritiker/innen. Je nach Sichtweise wird mal die Frau, mal ihr Körper,
    mal die Sexualität, mal die Liebe, mal Gott weiß was zur ‚Ware‘. Allenthalben bildet
    man sich ein, mit dem Verweis auf den Warencharakter in der Prostitution besonders
    kritisch zu sein.
    Doch ist unverkennbar, dass es sich dabei in der Regel nur um eine schlechte
    Beschreibung des unmittelbar Vorfindlichen handelt. Denn weder die Frau, noch ihr
    Körper werden zur Ware und als solche ‚verkauft‘. Was Frauen in der Prostitution
    tatsächlich verkaufen, ist eine sexuelle Dienstleistung. Und zwar als eine von den
    Frauen mit ihrem Gegenüber ausgehandelte, somit selbst bestimmte und vertraglich
    vereinbarte, zeitlich begrenzte Nutzung ihrer sexuellen Dienstleistung zum Zwecke
    der Befriedigung von Männern.“

    http://www.donacarmen.de/wp-content/uploads/2012/06/Vortrag-LINKE-II-Juni-2012.pdf

    • Denn weder die Frau, noch ihr Körper werden zur Ware und als solche ‚verkauft‘. Was Frauen in der Prostitution tatsächlich verkaufen, ist eine sexuelle Dienstleistung.

      Man kann sich eben nicht anders, als die Würde der Frau an ihrer sexuellen Reinheit zu messen.

      Kein Wunder, die vermeintlich tugendhaftere Sexualität DerFrau ist die historische Wurzel aller Weiblichkeitssakralisierung und Männlichkeitsdämonisierung, und der sehr prägende cultural feminism ja nun maßlos eben darauf rekurriert.

      Das ganze Weltenelend hat man mit der männlichen Sexualität verknüpft, und damit die weibliche sexuelle Reinheit auf globale Dimensionen aufgepumpt.

      Prostituierte müssen einfach die größten anzunehmenden Opfer des Patriarchates sein, sonst platzt die Ideologieblase wie ein aufgeblasenes Kondom.

  6. @ Nick

    *Prostituierte müssen einfach die größten anzunehmenden Opfer des Patriarchates sein, sonst platzt die Ideologieblase wie ein aufgeblasenes Kondom.*

    🙂

  7. Ich bin Medizinstudentin und Teilzeit-Escortdame. Dieser Escort Job ist das beste war was mir passiert ist und mir geht es sehr gut damit!
    Früher wurde ich andauernd angemacht, auf der Strasse, im Zug, in Restaurants. Seit ich als Escort arbeite reduzieren sich die unverschämten Angebote gegen null. Als Privatperson hatte ich unzählige One-Night-Stands. Jetzt erkenne ich innerhalb von zwei Minuten, wie ein Mann sexuell tickt und im Bett will jeder verführt werden. Die Klienten suchen das Gegenteil von dem, was sie zu Hause haben. Männer mögen Frauen, die nicht wahnsinnig viel reden und fähig sind, einen guten Blowjob zu machen.
    Mein Arbeitsaufwand als Escort hält sich in Grenzen. Ich besitze etwas, das der Kunde will: Schönheit und Jugend. Der Mann besitzt etwas, was ich will: Geld. So kommt der perfekte Handel zustande. Ich sehe mich nicht als Prostituierte. Ich betrachte meinen Job als etwas Emanzipatorisches, wenn sich eine Frau für Sexdienste gut bezahlen lässt und dafür in allen Belangen unabängig bleibt. Die Männer wollen mit Frauen ins Bett, aber keine privaten Verpflichtungen eingehen. Ich nutze diesen Umstand zu meinen Gunsten.
    Ich habe ganz viele Dinge daraus mitgenommen mit Menschen um zu gehen und meinen Körper sehr wohl zu lieben. Ich habe sehr viel über mich selbst gelernt über meine Gefühle und was ich will. Bin selbstbewusster geworden meine Grenzen zu ziehen.

  8. Pingback: Sex mit mehr als 10.000 Männern | Alles Evolution

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