Sozialdarwinismus

Sozialdarwinismus ist eine Theorie, nach der Grundsatz einer „Bestenauslese“ nach Möglichkeit auf alle Teile der menschlichen Gesellschaft übertragen werden soll und dort die Handlungen, durch die nach Möglichkeit andere „Ausgelesen“ werden, rechtfertigen soll.

Dabei werden moralische, soziale und ökonomische Betrachtungen dergestalt modifiziert, dass bereits der Punkt, dass man sich gegenüber den anderen Durchsetzt die Rechtfertigung bietet.

Erreicht werden soll damit eine Förderung der Fortentwicklung der Menschheit hin zu einer höheren Entiwcklungsstufe durch die Förderung „guter“ Gene und das aussortieren „schlechter“ Gene.

Passenderweise nahmen dabei die Vertreter eines Sozialdarwinismus meist an, dass sie und die ihren „gute“ Gene hatten und anderen „schlechte“ Gene.

Die Idee des Sozialdarwinismus fand mit steigender Akzeptanz von Darwins Ideen der Evolution ebenfalls eine gewisse Zustimmung und führte zunächst zu beispielsweise Sterilisierungen von Personen, bei denen man „schlechte“ Gene vermutete, etwa aufgrund Fällen von Schwachsinn in der Familie, aber auch der Abkehr von Sozialprogrammen, weil man davon ausging, dass eine Versorgung der Armen letztendlich die Auslese der in diesen Armen verkörperten schlechten Gene aus dem Genpool verhindern würde.

Kombiniert mit der Idee, dass ein ganzes Volk genetisch überlegen sein kann führte der Sozialdarwinismus auch zu den Grundlagen des Nationalsozialismus.

1. Kritik

Zuallererst ist der Sozialdarwinismus ein naturalistischer Fehlschluß. Weil in der Biologie eine Selektion erfolgt, ist sie nicht gut und hieraus ergibt sich insbesondere auch kein Grund, sie auf andere Lebensbereiche zu übertragen.

Des weiteren geht der Sozialdarwinismus unzutreffenderweise davon aus, dass es eine „Höherentwicklung“ gibt, dass also die Evolution ein Ziel hat, welches man erreichen muss.

Es wird zudem verkannt, dass es in der Evolution nicht auf eine Auslese der Besten ankommt, sondern um eine Anpassung an Gegebenheiten. Eine Evolution stellt zwar häufig einen Wettbewerb dar, dieser kann aber auch dazu führen, dass sich soziale Wesen entwickeln, die dann eben den anderen helfen.

Zudem wird nicht erkannt, dass Evolution als Ansatzpunkt nicht das Individuum oder das Volk hat, sondern Gene, die untereinander darum konkurrieren, wer sich die besseren Fortpflanzungsmaschinen baut. Nicht wer überlebt „gewinnt“ in der Evolution, sondern wessen Gene sich im Genpool anreichern.

Es stimmen zudem zumeist die Kriterien für eine echte „Bestenauslese“ nicht. Wer tatsächlich auf bestimmte Gene selektieren will, der muss die Startbedingungen mit einbeziehen und schauen, ob Erfolge aus eigener Kraft erreicht worden sind. Eine echte sozialdarwinistische Selektion würde kaum vor Familien, Völkern oder Ständen halt machen und ein Aussortieren über all diese Ebenen hinweg verlangen.

Zudem wird übersehen, dass der Genpool unter verschiedensten Gesichtspunkten Vorteile bringen kann. Eine Fixierung auf eine Eigenschaft kann dazu führen, dass andere Eigenschaften, die eigentlich gewünscht und benötigt werden, verschwinden. Wer auf Wettbewerb selektiert, der läßt eben auch gleichzeitig viele soziale Eigenschaften wie Altruismus etc verschwinden.

Zudem macht ein kleinerer Genpool anfälliger gegen Parasiten und Viren.

2. Wäre eine Menschenzucht möglich?

Ungeachtet der moralischen Fragwürdigkeit des Sozialdarwinismus bleibt die Frage ob eine Menschenzucht beispielsweise auf Intelligenz oder andere Eigenschaften möglich wäre. Und die Antwort hierauf lautet meiner Meinung nach ganz klar:

Ja, sie wäre möglich.

Wir Menschen sind Tiere und auch unsere Eigenschaften können entsprechend selektiert und durch Zucht in eine Richtung entwickelt werden. Wer nur besonders herausragende Denker und überaus intelligente Menschen miteinander kreuzt und deren Nachwuchs auf Intelligenz selektiert, der wird auf lange Sicht intelligentere Menschen züchten. Der notwendige Zeitraum dafür wäre aufgrund der langsamen Entwicklung der Menschen sehr groß, da eine Generation zumindest wohl ca. 20 Jahre hätte, aber wenn man das System kontinuierlich durchzieht, dann wäre es wahrscheinlich erfolgreich. Welche anderen Eigenschaften bei einer Züchtung auf Intelligenz auf der Strecke bleiben würden und welche Teilbereiche der Intelligenz man selektieren sollte, wäre eine andere Frage.

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47 Gedanken zu “Sozialdarwinismus

  1. „Zudem wird nicht erkannt, dass Evolution als Ansatzpunkt nicht das Individuum oder das Volk hat, sondern Gene, die untereinander darum konkurrieren, wer sich die besseren Fortpflanzungsmaschinen baut.“

    Der erste Satzteil ist falsch und steht ohnehin im Widerspruch zum zweiten Satzteil.
    Die Selektion hat als Ansatzpunkt den Phänotypen (nicht die Gene sondern die „Fortpflanzungsmaschinen“!). Evolution findet über den Genpool von meist Populationen (manchmal Arten) statt. D.h. das Auftreten einer phänotypisch wirksamen Mutation bei einem Individuum ist noch keine Evolution – erst die Durchsetzung dessen innerhalb der Population ist es. „Volk“ stellt in vielen Fällen schon einen Population dar…?

    • Um sowas, lieber Raskalnikow, sollte man sich nicht streiten. Es ist doch klar, was gemeint ist! Wie man es auch immer ausdrückt und ob das dann streng genommen ein Widerspruch ist.

      Gene werden ständig miteinander neukombiniert, bei Wesen wie uns durch Sexualität und – das kann man mit zur Sexualität rechnen, weil es während der Meiose geschieht – Crossing-over-Ereignissen. Transposition kombiniert ebenso ein bisschen noch neu, dann gibt es noch Viren, die unser Genom manipulieren bzw. neue Gene einschleusen können, auch in das Genom in den Zellen der Keimbahn.

      Was unterliegt Selektionsdruck? Gene und Genkombinationen, und „bewertet“ werden sie dadurch, wie erfolgreich sie das Individuum, in dem sie gerade drinstecken, bei der Fortpflanzung macht und wie erfolgreich dabei seine Nachkommen (also auch Enkel, Urenkel usw.) sein werden, und/oder ferner dadurch, wie erfolgreich dieses Individuum bzw. seine Nachkommen dabei sind, nah verwandten Individuen bei der Steigerung ihrer Darwinfitness helfen.

      Man darf übrigens auf der Uni in der Diplomprüfung ruhig von „Individualselektion“ sprechen. Da sagt keiner was – würde mich wundern. Wäre gerade in einer Prüfungssituation okay, denn dadurch zeigt man keineswegs eine Fehlvorstellung, sondern sagt nur, dass es halt Individual- und nicht Gruppenselektion gibt. Mehr ist damit i. d. R. nicht gemeint. Dass einzelne Gene bzw. ihre Kombinationen der Selektion unterliegen, ist klar. Man muss wegen der Art der Formulierung nicht gleich Fehlvorstellungen unterstellen. Der Christian hat das schon verstanden…

      …ist auch ansonsten, muss ich anerkennend sagen, ein wirklich guter Artikel über Sozialdarwinismus.

  2. “ bleibt die Frage ob eine Menschenzucht beispielsweise auf Intelligenz oder andere Eigenschaften möglich wäre. Und die Antwort hierauf lautet meiner Meinung nach ganz klar:

    Ja, sie wäre möglich.“

    Falsch:

    „Die Kinder von besonders intelligenten Eltern haben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen geringeren IQ als ihre Erzeuger; die Nachfahren von weniger intelligenten Eltern dagegen einen höheren als ihre Mütter und Väter. Daher bleibt der Durchschnitts- IQ einer Gesellschaft normalerweise in der Nähe von 100.“
    http://www.geo.de/GEO/mensch/65903.html

    & nicht zu vergessen:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/hirnforschung-iq-von-jugendlichen-kann-sich-stark-veraendern-a-792740.html

    • „Daher bleibt der Durchschnitts- IQ einer Gesellschaft normalerweise in der Nähe von 100.“
      Das ist die uninformierteste Aussage, die ich je im Bezug zur Intelligenz gelesen habe. Intelligenztests sind auf einen Durchschnitt von 100 normiert und werden bei Bedarf nachjustiert – und diesen Bedarf gab es. Du, muttersheera, kannst nichts dafür, aber diese Aussage von GEO ist falsch.

    • @ Muttersheera

      Es ist richtig, dass es bei höchstintelligenten Eltern (und bei sehr dummen Eltern, also bei Extemwerten) in der Regel zu einer Regression Richtung Mittelwert kommt.

      D.h., diese Kinder werden bei höchstintelligenten Eltern im IQ-Test höchstwahrscheinlich schlechter abschneiden als diese, aber immer noch weit überdurchschnittlich sein.

      Wenn sich also vor allem kluge Menschen zahlreich fortpflanzen, wächst der Anteil der Gene/Genkombinationen, die kluge Denkmaschinen bauen, im Genpool.

      Es wäre also technisch möglich, etwa auf Intelligenz zu züchten.

      Wenn man alle ethischen Erwägungen zum Teufel jagt.

      Dass es bei Tieren möglich ist, auf Intelligenz zu züchten, ist altbekannt.

      Einer der berühmtesten Hundetrainer (Blindenhunde) berichtete, dass er, als er begann, Anfang der 40’er Jahre Hunde auszubilden, nur 10 Prozent der Rasse verwenden konnte für die hochanspruchsvolle Ausbildung zum Blindenhund, die ein Höchstmaß an „Hundeintelligenz“, an Disziplin, Voraussicht eines Hundes erfordert.

      Nach Jahrzehnten der Zucht mit den begabtesten Hunden konnte er 90 % der Hunde erfolgreich ausbilden.

      All die verschiedenen Hunderassen mit den verschiedenen Intelligenzleveln/Persönllichkeitsmerkmalen (ein Jagdhund braucht andere „Persönlichkeitsmerkmale“ als ein Hütehund) wurden innerhalb von nur ca. 10000 Jahren erzüchtet.

      Es ist also möglich.

      Und der Mensch ist nur ein Säugetier.

    • @muttersheera

      Was haselnuss gesagt hat.
      Zudem sprach ich von einer Zucht, die ja momentan nicht stattfindet. Natürlich ist zu befürchten, dass die günstige Gen-Kombination, die jeweils bei sehr intelligenten Eltern vorliegt, durch die Re-Kombination der Gene bei den Kindern nicht noch einmal auftritt. Aber die potentiell günstigen Gene reichern sich dennoch bei einer Zucht an.

      Schließlich sind wir im Laufe der Zeit durch eine solche Zucht, mit sexueller Selektion als „imaginärer Züchter“ intelligent geworden.

      • „Schließlich sind wir im Laufe der Zeit durch eine solche Zucht, mit sexueller Selektion als “imaginärer Züchter” intelligent geworden.“

        Wärst Du so gut mal mir zu erklären, ob ich die Evolutionstheorie tatsächlich falsch verstanden habe, und zwar anhand genau dieser „sexuellen Selektion“.

        Step 1:
        M.W.n. geht man davon aus, dass es eine Konkurrenz der Männchen um die Weibchen gab/gibt – und dass die Auswahl durch die Weibchen (!) erfolgt.

        Richtig bis hierhin?

        • @muttersheera

          „Step 1:
          M.W.n. geht man davon aus, dass es eine Konkurrenz der Männchen um die Weibchen gab/gibt – und dass die Auswahl durch die Weibchen (!) erfolgt.“

          Nicht falsch.
          Aber es gab auch eine Konkurrenz der Weibchen um möglichst gute Männchen bei der die Auswahl durch die Männchen erfolgte.

          Zudem ist es bei beiden kein freies Wahlrecht, sondern die Auswahl folgt wiederum Attraktivitätsmerkmalen, die biologisch im Wege der Selektion festgelegt worden sind.

          Außerdem gibt es zusätzlich noch intrasexuelle Konkurrenz, die teilweise auch dazu führen kann, dass bestimmte Partner erst gar nicht wählbar sind oder eine „Wahl“ nicht nutzen können.

          Zum ganzen auch:
          http://de.wikipedia.org/wiki/Sexuelle_Selektion

      • Zwischenschritt:
        Was genau soll denn der Grund dafür sein, dass sich doppelt so viele Weibchen (80 % der Gesamtpopulation, hab ich im Ohr) wie Männchen fortgepflanzt haben?

        • @muttersheera

          Ich meine die Begründung ist „hohe intrasexuelle Konkurrenz unter Männern“. Diese kann natürlich auch wiederum durch intersexuelle Selektion angefacht und verstärkt werden. Wenn _alleFrauen_ lieber mit dem Besten schlafen, dann wollen _alleMänner_ eher der Beste sein.

      • „Wenn _alleFrauen_ lieber mit dem Besten schlafen, dann wollen _alleMänner_ eher der Beste sein.“

        Und genau hier habe ich ein „Verständnisproblem“.

        Was denkst Du (Step 2) über die Verbreitung von „erzwungenen Paarungen“ (Zitat wiki):

        „In Erweiterung zur intra- und intersexuellen Selektion weisen Pradhan und van Schaik auf die Rolle erzwungener Paarung von Weibchen durch Männchen hin.[62] Wenn die Weibchen den Männchen nicht ausweichen können, kann deren Wahlmöglichkeiten durch die Männchen beschränkt werden. Die durch intrasexuelle Selektion entwickelten Merkmale (z. B. Körpergröße, Geweihe, Hörner) werden danach nicht nur in der gleichgeschlechtlichen Rivalität der Männchen eingesetzt, sondern als Alternativstrategie auch um Paarungen mit Weibchen zu erzwingen. Dadurch sollte ein selektiver Anreiz für die Weibchen bestehen, solche Paarungspartner zu meiden.“

        Hat es das D.A.n. in der Vergangenheit in signifikanter Weise beim Menschen gegeben – oder nicht?

        • @muttersheera

          Ich gehe davon aus, dass es vergewaltigungen gegeben haben wird. Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass sie heute stattfinden sollen, aber früher nicht.

          Allerdings fehlen mir die Spuren, die so etwas typischerweise begleiten. Wäre Vergewaltigung bei uns Menschen in der evolutionären Vergangenheit sehr häufig gewesen, dann wäre davon auszugehen, dass man dies bei den Frauen aufgrund von Gegenanpassungen nachweisen könnte.

          Enten beispielsweise, die sehr viel vergewaltigt werden, haben umfangreiche evolutionäre Anpassungen hieran, etwa Sackgassenscheiden etc.
          Denkbar sind auch besondere Mechanismen um bei einer Vergewaltigung nicht befruchtet zu werden.
          Mir sind solche jedenfalls nicht bekannt.

          Das spricht dafür, dass es zwar Vergewaltigungen gab, aber nicht in sehr hoher Zahl.

          Die Gefahr einer Vergewaltigung kann verringert werden, indem man eine Paarbindung eingeht, in der der Mann andere Männer abwehrt oder in dem man einen starken Gruppenzusammenhalt unter Frauen hat.

          Bei Menschen scheint mir insbesondere der erste Weg gewählt worden zu sein, schon weil Menschenfrauen vergleichsweise schwach sind.

          Das macht es allerdings noch wichtiger einen Partner zu wählen, der einen Angriff abwehren kann. Das ist um so wahrscheinlicher, wenn dieser Mann einen besonders starken Rückhalt in der Gruppe hat, da dann seine Freunde die Abwehr unterstützen können. Ein biologisches Auswahlkriterium für solch gut eingebundene Männer (=Männer mit Status) könnte sich daher gut im Rahmen der Selektion bei Frauen entwickelt haben.

          Das gilt natürlich auch für eine Einschränkung der Auswahl durch ein Männchen im Rahmen der intrasexuellen Selektion. Auch dann lohnt es sich für Menschenweibchen genau auf solche Männer zu stehen. Einmal können sie es eh nicht ändern und sie verringert damit ihr Verletzungsrisiko und Bindet den Mann besser an sich bzw. wird für solche Männer interessanter (Evolution ist nicht gerecht oder moralisch) und zum anderen werden dann ihre Jungs vielleicht die Gene erben, die ihnen erlauben, ebenfalls Weibchen zu monopolisieren (auch hier wieder: Genen ist es größtenteils egal, ob sie durch einen Mann oder eine Frau weitergegeben werden, es setzt sich durch, wer sich zahlreicher im Genpool halten kann, insofern sind die „Gene einer Frau“ nicht auf Seiten „der Frauen“. Sie sind auf der Seite der Gene) („Sexy Son Theorie“).

          Für eine echte Wahl der Frauen spricht aber auch vieles: Etwa die Theorie von Geoffrey Miller, dass sich unsere Intelligenz und unser Interesse an der Darstellung von Intelligenz durch Kunst, Musik etc durch sexuelle Selektion entwickelt hat. Dann müsste es ein echtes Auswahlverhalten gegeben haben. Meiner Meinung nach spricht einiges für diese Theorien, da eine Selektion auf Intelligenz insbesondere auch unserer Intelligenz und vieles in unserem Kulturellen Verhalten erklären würde und Intelligenz zudem als sexy wahrgenommen wird, was Studien bestätigen.

      • @ muttersheera

        *Hat es das D.A.n. in der Vergangenheit in signifikanter Weise beim Menschen gegeben – oder nicht?*

        Mit anderen Worten: Du spekulierst, ob Vergewaltigung die Regel war.

        Typisch für Deine misandrische FeministInnendenke.

        Nehmen wir an, so war es.

        Wie hätte sich unter diesen Bedingungen die hormonell „abgestützte“ Liebe zwischen Mann und Frau (doch, muttersheera, die gibt es: Männer lieben Frauen und Frauen Männer) entwickeln können?

        Warum hätten Männer ein Werbeverhalten entwickeln sollen, das, nach der Überzeugung vieler Evolutionspsychologen und auch meiner, zur Entwicklung des Großteils der menschlichen Hochkultur führte, die ja, so weit wir wissen, vor allem von Männern entwickelt wurde, um, wie Miler meint, Frauen zu gefallen.

        Kunst, Literatur, Musik – sie sind der Pfauenschwanz der Männer, machen Männer bei Frauen viel attraktiver als Frauen bei Männern.

        Is‘ wie bei den Singvögeln.

        Da singen auch nur die Männchen.

        Und das Weibchen erkennt am schönen, starken, abwechslungsreichen Gesang den wertvollen Partner, der etwas leistet, gute Gene verspricht, gute Versorgung der Brut.

        Einfach Keule drüber und drauf, das wär’s gewesen und dabei wär’s geblieben.

        Feminismus hätte sich nie entwickeln können, wenn das die vorherrschende Fortpflanzungsstrategie der Männer gewesen wäre.

        • @Roslin

          „Kunst, Literatur, Musik – sie sind der Pfauenschwanz der Männer, machen Männer bei Frauen viel attraktiver als Frauen bei Männern.“

          Ja, Millers These ist auch aus meiner Sicht sehr überzeugend. Deswegen halte ich es auch für wichtig sein Buch gelesen zu haben, wenn man sich mit Geschlechterthemen beschäftigen will. Es ist aus meiner Sicht das derzeit beste Buch, um intersexuelle Selektion beim Menschen zu verstehen.

      • @ Christian

        Weibliche Wahlmacht würde sich auch nicht unterdrücken lassen, wenn alle Frauen immer zwangsverheiratet worden wären (und zwar nur von Männern, da aber auch bei Zwangsheiraten die Mütter bei der Auswahl der Bräutigame für ihre Töchter ein entscheidendes Wort mitreden käme auch darüber weibliche Wahl/weibliche Vorliebe mit in’s Spiel).

        Aber selbst wenn alle Frauen immer nur von Männern zwangsverheiratet worden wären, hätte die eine oder andere Frau den Zwangsehemann so unattraktiv nicht gefunden, hätte ganz gerne mit dem geschlafen, seine Kinder nicht ganz so abgelehnt wie andere Frauen das vielleicht taten, die ih den Kindern das Bild des verhassten Vergewaltigervaters gesehen hätten, due darum häufiger nicht geboren worden wären (Psychosomatik – häufigere Fehlgeburten, von Abtreibungen wollen wir gar nicht erst reden), die häufiger ihre Kindheit nicht überlebt hätten, da ein bißchen schlechter versorgt als geliebtere Kinder von geliebteren Vätern usw.

        Aber wenn das die vorherrschende Fortpflanzungsstrategie gewesen wäre, hätten Männer kein kostenaufwändiges Werbeverhalten ausbilden müssen, das FeministInnen heute so wunderbar geschickt ausbeuten.

        Es wäre dann ja nur sehr indirekt auf die Zustimmung der Frau angekommen und sehr viel weniger Aufwand hätte genügt.

        Bei Keule drüber und drauf sowieso.

        Aber es ist bezeichnend für die abgrundtief misandrische FeministInnendenke, gepaart mit einer geradezu lustvoll ausgelebten Opfersucht – ideologisch exrtendierter
        Masochismus.

        Feminismus als Vergewaltigungsphantasie.

      • @ Christian
        Danke für die klare Einschätzung.

        Step 3 (und dann ist auch erstmal Schluß für heute von meiner Seite aus):

        Welchen Stellenwert haben kriegerische Auseinandersetzung in der Evolutionstheorie?

        Werden sie als Ausdruck intrasexueller Konkurrenz verstanden?

        @ Roslin

        „Feminismus hätte sich nie entwickeln können, wenn das die vorherrschende Fortpflanzungsstrategie der Männer gewesen wäre.“

        😀

        Und dass der Feminismus ganz besonders auf das Problem Vergewaltigung (plus erzwungene Austragung unerwünschter Schwangerschaften) hingewiesen hat, ficht Deine Geschichtsdeutung nicht an?

        • @muttersheera

          „Welchen Stellenwert haben kriegerische Auseinandersetzung in der Evolutionstheorie? Werden sie als Ausdruck intrasexueller Konkurrenz verstanden?“

          Sie sind Ausdruck intrasexueller Konkurrenz, würde ich so sehen. Allerdings kann wie eigentlich immer auch diese durch intersexuelle Konkurrenz angeheizt werden: Männchen, die ein attraktives Gebiet besetzen und zusätzliche REssourcen erobern können, sich gegen andere Männer durchsetzen, können eben auch wieder entsprechende Frauen anziehen bzw. aus diesen Gründen für sie attraktiv sein. Erfolgreiche Krieger und erfolgreiche Anführer anderer Krieger genießen üblicherweise einen hohen Status, der sie auch bei Frauen attraktiver macht (extremes Beispiel: Hitler)

      • @ muttersheera

        *Und dass der Feminismus ganz besonders auf das Problem Vergewaltigung (plus erzwungene Austragung unerwünschter Schwangerschaften) hingewiesen hat, ficht Deine Geschichtsdeutung nicht an?*

        Nein, das bestätigt nur meine finstersten Vorurteile gegenüber der psychischen Verfasstheit der feministischen Persönlichkeit (in weiblicher Ausprägung).

        Zumal nicht nur DIE Frauen gegen Vergewaltigung waren, sondern auch sehr, sehr viele Männer.

        Zumal nicht nur Frauen unter unerwünschten Schwangerschaften litten, sondern auch Männer.

        Zumal nicht nur Männer, sondern auch Frauen strikte Abtreibungssgegner waren und sind.

        Diese Frauen aber leiden sicher am falschen Bewusstsein, der Allzweckwaffe bevormundender IdeologInnen.

    • „Die Kinder von besonders intelligenten Eltern haben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen geringeren IQ als ihre Erzeuger; die Nachfahren von weniger intelligenten Eltern dagegen einen höheren als ihre Mütter und Väter. Daher bleibt der Durchschnitts- IQ einer Gesellschaft normalerweise in der Nähe von 100.”

      Roslin und Haselnuss haben es bereits richtig gesagt. Der Effekt nennt sich Regression zur Mitte und ist ein statistischer Artefakt.
      Wenn ich beispielsweise den Sieger eines Weitsprungwettbewerbs nehme und morgen ein zweites Mal springen lasse, ist die Wahrscheinlichkeit dass er die Leistung mit gleich vielen Versuchen wiederholen kann deutlich unter 50%, da er höchstwahrscheinlich ein Overachiever ist (also zu guter Fähigkeit noch Tagesform und Glück hinzukamen beim Sieg).
      Daher ist es methodisch sehr ungünstig, in Experimenten Extremgruppen vom Rand der Verteilung zu vergleichen, beide regressieren bei erneuter Messung zur Mitte.

      Der Schluss den Geo zieht, ist völlig falsch, der IQ ist an der 100 definiert, das nachjustieren bezieht sich auf den Flynn-Effekt.

      muttersheera zeigt damit nur, dass sie weder Evolution noch Statistik grundlegend verstanden hat. Selbstverständlich funktioniert Eugenik theoretisch.

    • Also liebe Mutter Sheera, da kann ich Ihren ganzen Kritikern nur beipflichten.

      Wenn jemand einen IQ wie Einstein (160 glaub ich, war das damals) hat, und man verpaart ihn mit einer ebenso intelligenten Frau, dann sind die Kinder von diesem Paar mindestens mal im Schnitt NATÜRLICH weniger intelligent. Warum? Ganz einfach: Die meisten extrem intelligenten werden auch deshalb so intelligent sein, weil sie viele Intelligenz-Gene nur Heterozygot besitzen, und diese Gene phänotypisch dominant sind. Die können das jeweils andere „Hä?“-Gen weitervererben. Die haben dann auch weniger intelligente Kinder. Allerdings nicht total dumme. Denn die Intelligenz hängt an verdammt vielen Genen (Einige Verrückte glauben leider, solche Gene gäbe es nur auf dem weiblichen X-Chromosom. Es gibt sie aber auch auf sämtlichen Autosomen!) , da ist es auch wieder unwahrscheinlich, dass ein Kind immer nur das „dumme“ Allel bekommt. (Es ist natürlich auch unwahrscheinlich, dass ein Kind so eine glückliche Genkombination wie seine Eltern hat!) Außerdem liegen bei solchen Menschen viele Intelligenzgene ja auch homozygot vor. Deshalb dieser statistische Effekt…

      Vereinfacht ausgedrückt: Ein dackelbeiniges Hundeelternpaar (Dackelbeinigkeit liegt an einem einzigen Allel, das dominant vererbt wird) hat ja auch, sofern beide Eltern nur heterozygote Träger dieses Gens sind, zu 25 % hochbeinige Nachkommen.

      Intelligenz lässt sich übrigens genau wie Dackelbeinigkeit über mehrere Generationen hinweg züchten, es lohnt sich dabei nicht, das Ergebnis von nur einer einzigen Nachkommengeneration zu betrachten.

      „muttersheera zeigt damit nur, dass sie weder Evolution noch Statistik grundlegend verstanden hat. Selbstverständlich funktioniert Eugenik theoretisch.“

      Ja, Sie haben die biologischen Grundlagen nicht drauf. Kommt bei Feministinnen meiner Erfahrung nach oft vor. Und solche Leute sind dann auch oft geil darauf, direkt „FALSCH!“ zu konstatieren und das auch mit diesem Wort, „untermauert“ mit Studien oder Argumenten, die sie selbst nicht verstehen. Hauptsache, es hat – Klatsch! – gesessen, was?

      Eugenik funktioniert, wenn sie über unglaubliche Zeiträume durchgezogen würde. Wäre natürlich extrem totalitär, da hier der freie Wille der „Zuchtobjekte“ ausgeschaltet werden müsste, und ethisch milde ausgedrückt menschenverachtend.

      „…und am dritten Tag erschuf der liebe Gott die Gene, die den Menschen zur modernen Verhaltensbiologie und Bioethik befähigten, damit sich der Mensch mit guten Argumenten gegen die ganzen Feministinnen wehren konnte…“

      …in diesem Sinne:

      !!! NIEDER MIT DEM FEMINISMUS !!!

      • @Matthias

        Wenn jemand einen IQ wie Einstein (160 glaub ich, war das damals) hat, und man verpaart ihn mit einer ebenso intelligenten Frau, dann sind die Kinder von diesem Paar mindestens mal im Schnitt NATÜRLICH weniger intelligent. Warum?

        Soweit ich weiß hatte Einstein ein geistig behindertes Kind.

        Der „Rekordgezucht-Eliten-Adel“ hat nicht wenig häufig mit gravierenden Erbkrankheiten zu kämpfen, im englischen Königshaus waren zahlreiche „Bluter“.

        Es ist auch kein Zufall, dass häufig in diesem Milieu lustige spontane Fälle von Wahnsinn auftreten. Das zieht sich durch die ganze Geschichte. (z.B. wenn plötzlich mal jemand auf die Idee kommt einen Stadtteil abzufackeln, um dazu Harfe zu spielen).

        Und zu @Röslins „Hundezucht“. Diese Zuchtergebnisse sind ja auch nicht ohne Kosten. Gerade die reinrassigen Hunde haben fiese Defizite und es ist oftmals eine einzige Quälerei. Der „berühmte“ Deutsche Schäferhund ist anfällig für Rückenprobleme ohne Ende. Wenn Du mal so ein armes Vieh gesehen hast, dann bist Du auch dafür dass man sowas verbietet. Andere Rassen haben massive Probleme mit den Ohren. Andere mit den Beinen. Bei den Nutztieren sind Mastschweine unglaublich stressanfällig. Bei nach Fleischmasse gezüchteten Hühnern sind die Gelenke ziemlich bald im Eimer.

        Kurzum, die Zuchtkriterien nach einem willkürlichen / ideellen Maß ist eine einzige Schweinerei.

        Gene funktionieren nicht so. Man denke auch an die Sichelzellanemie versus Malariaresistenz beim Menschen. Selbst bei relativ einfachen genetischen Zusammenhängen ist kaum etwas nur von Vorteil oder nur von Nachteil.

        Besonders viele innovative und gesellschaftsantreibende Kräfte entstanden in den „Schmelztigel“-Gegenden.
        Siehe auch Heterosis-Effekt

        Und was hier manche für Vorstellungen von Genen haben (nicht zuletzt Biologen) – da muss ich lachen.
        Wie diese Männerrechtlerseite, wo man den Kindern Spielsachen zur Verfügung stellte und die Jungs lieber mit Autos spielten. Genetische Präferenz für Autos … alles klar.

      • „Und was hier manche für Vorstellungen von Genen haben (nicht zuletzt Biologen) – da muss ich lachen.“

        Alles, was Du schreibst, ist für mich nichts neues. Es widerlegt auch nicht das, was ich geschrieben habe. Ich (ein Dipl.-Biol., wie Du weißt?) habe aus Deiner Sicht Vorstellungen von Genen, über die Du lachen muss? Verstehe ich richtig?

        Was Jungs und Spielautos angeht: Ja, solche geschlechtsspezifischen Vorlieben können und sind vermutlich auch genetisch bedingt, da kannst Du Dich von mir aus dreimal totlachen..

      • @Matthias

        Alles, was Du schreibst, ist für mich nichts neues. Es widerlegt auch nicht das, was ich geschrieben habe. Ich (ein Dipl.-Biol., wie Du weißt?) habe aus Deiner Sicht Vorstellungen von Genen, über die Du lachen muss? Verstehe ich richtig?

        Nein, ich wusste ja nicht, das Du Biologe bist.

    • Wie schön, dass alle über den 2. Link hinweggesehen haben.

      Dort steht:

      „Bei vielen Jugendlichen schwankten die Werte zwischen beiden Tests: Bei jedem Fünften veränderte sich der verbale IQ deutlich, bei fast 40 Prozent der praktische IQ und damit bei jedem Dritten der Gesamt-IQ. Im Extremfall sank ein Wert um bis zu 20 Punkte oder stieg um 23. […] Dass sich auch das Gehirn Erwachsener verändert, wenn diese Neues lernen, ist allerdings schon bekannt. […] „Wir haben die Tendenz, Kinder relativ früh im Leben zu beurteilen und ihren Ausbildungsweg festzulegen“, sagt die an der Studie beteiligte Forscherin Cathy Price. Die Ergebnisse würden aber zeigen, dass sich die Intelligenz von Kindern noch entwickeln, ihr IQ sich signifikant verbessern könne. Im Prinzip sei das nicht anders als bei körperlicher Fitness, meint die Wissenschaftlerin.“

      Zusammengenommen bedeutet das doch:

      Intelligente Eltern müssen nicht unbedingt auch intelligente Kinder bekommen – es kommt vorallem darauf an, wie ein Kind gefördert wird.

      Gegenmeinungen?

      • Also wenn ich das richtig verstanden habe _müssen_ intellegente Eltern nicht unbedingt intelligente Kinder haben, tun es aber mit erhöhter Wahrscheinlichkeit.

      • Sie widerlegen damit gar nichts. Dass sich Intelligenz im Leben entwickelt und nicht immer gleich ist, dass sie nicht nur an Genen hängt, das stimmt alles – bestreitet hier glaub ich keiner. Ich jedenfalls nicht.

        Aber zu glauben, Intelligenz oder auch geschlechtsspezifisches Verhalten hinge kaum oder gar nicht an Genen, ist reines Wunschdenken.

        Dass wir die Ausbildungs- und Berufswege unserer Kinder zu sehr festlegen, stimmt. Ist auch schlimm. War ich noch nie für, das so zu machen.

        Das alles ändert aber an der Biologie der Intelligenz nichts.

        Ich habe den Eindruck, Sie WOLLEN nicht, dass sich Menschen AUCH durch Gene in ihrer Intelligenz unterscheiden, und deshalb suchen sie verzweifelt nach Argumenten dagegen.

        Ich will auch nicht, dass die Intelligenz an Genen hängt. Krieg, Terror und den Tod mag ich auch nicht besonders. Ich erkenne es aber als Tatsache an, dass es das alles gibt. Wenn ich das anerkenne, kann ich mich doch viel besser drauf einstellen und die Welt dann menschlicher gestalten, als wenn ich mir was vormache, oder?

        Die Anerkennung der Tatsache, dass Intelligenz auch an Genen hängt, auch maßgeblich, schließt übrigens keine Chancengleichheit im Bildungssystem aus. Man kann dann weniger intelligente Kinder immer noch gut fördern, sitzt aber nicht der Ideologie auf, man könnte jedes noch so dumme Kind zum Abiturienten prügeln. (Wer sich das vornimmt, ist unmenschlich. Genau wie voreiliges Aussortieren, was einige durch eine „Intelligenz hängt an Genen“-Argumentation leider rechtfertigen würden und dabei in der Tat übersehen würden, dass die Intelligenz im Leben Veränderungen unterliegt und daher die Tatsache, dass ein Kind in einem gewissen Alter vieles nicht versteht, kein Beweis dafür ist, dass es nie was verstehen wird – es gibt ja Entwicklungsschübe. Man muss die Welt einfach so sehen, wie sie ist. Sich nichts vormachen. Dann menschlich entscheiden. Nicht zu früh und voreilig aussortieren, aber auch nicht das Sortieren ganz einstellen. Reversibles Sortieren wäre gut…)

        Intelligente Menschen züchten will hier höchstwahrscheinlich keiner, ich jedenfalls nicht.

      • Was willst du denn mit dem 2. Link sagen, das sind doch Banalitäten die wohl jeder wissen dürfte. Meintest du wirklich du würdest jetzt mit einem Spiegel-Artikel über das Intelligenz-Konzept aufklären?
        Ich promoviere in dem Bereich und mir ist wohl das Prinzip neuronaler Plastizität bewusst, auch das der IQ weder zeitlich konstant noch all zu reliabel messbar ist.

        Das kannst du allerdings nicht im Sinne eines „anything goes“ oder „blank slate“ erklären, das ist genau das weltfremd-naive Verständnis von vielen Genderfreundinnen, welches hier auf bereits Hunderten von Seiten an die Wand geklatscht wurde.

        Auch für die Aussage der Forscherin, der IQ sei trainierbar wie ein Muskel, wird man in der Fachwelt eher Gelächter ernten. Aber zur Vererbbarkeit des IQ kann dir glaube ich Roslin sämtliche Studien aus dem FF zitieren, die Mühe mach ich mir nicht.

        Wirklich unvorstellbar, dass heute Leute immernoch (oder auf einmal?) glauben, fluide Intelligenz wäre nicht einmal partiell vererbbar.

      • „Auch für die Aussage der Forscherin, der IQ sei trainierbar wie ein Muskel, wird man in der Fachwelt eher Gelächter ernten.“

        Das will ich nun doch nicht so ausgedrückt haben, natürlich ist Intelligenz durchaus förderbar. Allerdings deutlich begrenzter als ein Muskel.

      • @ David

        Intelligenz ist förderbar, aber nur bei Kindern. Ich kann die Intelligenz von Kindern trainieren, indem ich auch Kinder, denen es eigentlich schwer fällt, sich mit intellekturell Anspruchsvollem zu beschäftigen, dazu zwinge, gute Bücher zu lesen, schiwierigere Aufgaben zu lösen, zu durchdenken etc.

        Dann kommt es zu einem (Zwangs-)Trainingseffekt, der sich aber bei den jungen Erwachsenen wieder verliert. Dieser Effekt ist außerdem nur mäßig, aber selbst der mäßige Erfolg geht wieder verloren, sobald der Menschseinen geistigen Input selbst bestimmt.

        Wem es schwer fiel, intellektuell Anspruchsvolles zu durchdenken, wer das nur tat, weil er als Unmündiger dazu gezwungen wurde, wird dies freiwillig, wenn er selbst über seinen Input entscheiden kann, nicht mehr in dem Umfang tun. Der „überforderte“, „übertrainierte“ Muskel Gehirn bildet sich wieder auf ein dem Benutzer angenehmes Format zurück.

        Wer dagegen mit Lust lernte, weil er viele Aha-Erlebnisse hatte, wer erlebte, dass er leicht und schnell, relativ mühelos auch Schwieriges begreift, wird das Spiel auch dann fortsetzen, wenn er selbst den Input wählen kann.

        So erkläre ich mir das Phänomen, das Fördereffekte bei Kindern wieder verloren gehen, der IQ mit zunehmendem Reifegrad immer stärker erblich beeinflusst ist – eigentlich ja kontraintuitiv, aber es ist so.

      • @ muttersheera

        *Intelligente Eltern müssen nicht unbedingt auch intelligente Kinder bekommen – es kommt vorallem darauf an, wie ein Kind gefördert wird.*

        Richtig, sie müssen keine intelligenten Kinder bekommen, aber sie bekommen überdurchschnittlich häufig überdurchschnittlich intelligente Kinder.

        Wenn ich ein Kind mit guten Anlagen fördere, gewinnt es durch diese Förderung mehr als ein Kind mit weniger günstigen Anlagen, das hebt also die anfängliche Ungleichheit nicht auf.

        Die könnte ich nur aufheben (vielleicht, hat meines Wissens noch niemand bewusst versucht, da unethisch), wenn ich ganz bewusst das Kind intelligenter Eltern schlechter fördere als das Kind weniger intelligenter Eltern, um Gleichstellung zu erzielen.

        Außerdem wäre der Effekt höchstwahrscheinlich nicht dauerhaft, siehe andere Anmerkung von mir über die höhere Erbbeinflussung des IQ in höherem Lebensalter.

        Zudem beginge man, handelte man so, ein Unrecht gegenüber dem Kind mit guten Anlagen, also gegenüber dem begabteren Kind.

        Fördere ich ein unbegabtes Kind optimal und einbegabtes Kind optimal, habe ich wieder den Unterschied.

        Das ist wie mein Motortuning.

        Aus einem anfänglichen 100-PS-Motor kann ich mehr Leistung herauskitzeln als aus einem anfänglichen 50-PS-Motor.

        Wenn Förderung wichtiger wäre als Erbe, dann sähen die Zwillingsstudienergebnisse anders aus, dann ähnelten nicht durch Adoption getrennte Zwillinge ihren biologischen Geschwistern, die in anderen Milieus/Familien aufwuchsen mehr als ihren sozailen Geschwistern, mit denen sie in den selben Familien, im selben Milieu aufwuchsen.

        Das ist aber der Fall.

      • @ Alexander

        „Dann kommt es zu einem (Zwangs-)Trainingseffekt, der sich aber bei den jungen Erwachsenen wieder verliert. Dieser Effekt ist außerdem nur mäßig, aber selbst der mäßige Erfolg geht wieder verloren, sobald der Menschseinen geistigen Input selbst bestimmt.“

        Typisches Beispiel ist das klägliche
        scheitern des Programmes „No child
        left behind“ und anderer Programme
        zur Frühförderung von Kindern aus
        bildungsfernen Gesellschaftsschichten
        in den USA. Aber der Glaube an
        die „Blank Slate Theories“ ist
        bei der Flacherde-Gutmenschen
        Fraktion einfach nicht auszurotten.

        Dass sich der Mensch mit zunehmendem
        Alter eher seinen genetischen
        Möglichkeiten annähert, als dass
        ihn Umwelteinflüsse davon entfernen
        würden, ist mittlerweile ziemlich
        gut abgesichert.

      • @ mutersheera

        „Intelligente Eltern müssen nicht unbedingt auch intelligente Kinder bekommen – es kommt vorallem darauf an, wie ein Kind gefördert wird.

        Da Intelligenz zu einem erheblichen Teil
        erblich ist, kommen auch hier gewisse
        Effekte der Vererbung zum Tragen.
        Somit ergibt sich eine entsprechend
        Wahrscheinlichkeit für die Nachkommen.
        Bei der Zeugung meiner 3 Kinder MMF
        waren offenbar jeweils der Mendel und
        der Murphy in den Ferien.
        Alle drei sind praktisch vom IQ her
        auf dem gleichen Level. 🙂

        Fördern ist sehr wichtig aber die
        Grenze der Förderbarkeit liegt
        ganz klar beim Potential der
        vorhandenen Anlagen.

  3. Darwinismus hat im Grunde nichts neues herausgefunden. Ich glaube der von Darwin selbst beschriebene Vorgang der Natur, besagt einzig, das es Evolution gibt – und das wussten wir auch schon vor ihm. Dass er hochgeadelt wir, hat auch mit der Notwendigkeit der englischen Krone zu tun, in dieser Zeit, in der Wissenschaft wieder Fuss zu fassen, und möglichst auch die seit langem leuchtenden Kontinentalgelehrten (vor allem französische und deutsche), endlich wieder zu überstrahlen. Ein weiterer Grund ist der Kolonialismus der weit verbreitet und legitimiert ist oder werden muss.

    Einige andere haben solche Schriften ohne diesen Umfang und ohne wissenschaftlichen Anspruch verfasst, oft beim Anblick der vielen toten Eingeborenen, die ohne Gewehr, eine derart leichte Beute waren, dass bei vielen Fragen auftauchten, über Gerechtigkeit, Evolution und ihr eigenes Schicksal. Die Überlegenheit des Westen mit seinem Wissen in Mechanik, Pyrotechnik und Ballistik war so eklatant, das es viele schauderte, beim Gedanke, es könnte eines Tages umgekehrt sein. Von dort an, fing der Westen an, weiter noch die Wissenschaft zu ideologisieren – zulasten des zuvor entwickelten „Bon Sens“, der der Wissenschaft ihren gebührenden Platz gibt, aber die Entscheidungsgewalt, den Entschluss, dem rationalen Menschen überlässt. Hier fliesst mit der weiteren Ideologisierung der Wissenschaft, im imaginären Empfinden, die Entscheidungsgewalt zur selben über.
    Darwin macht in meinen Augen etwas ähnliches. Er kreiert an Hand seiner Untersuchungen, in traditionell englischer empirischer Weise, ein System für zunächst die Zoologie, Biologie, in dem (er zum Schluss kommt oder) viele hinein interpretieren wollen, das alleine die Gesetze der Natur, die unerbittlich sein sollen und primär auf Effizienz basierend, gelten können – auch im Sozialwesen oder eben in der Wirtschaft. Er wird über andere somit Mitbieter für die kapitalistische Markttheorie, die im Grunde versucht ein der Natur nachempfundenes Habitus Oeconomicum ( also nicht der Natur nachempfunden sondern dem Bilde, den wir uns von ihr machen aufgrund der darwinistischen Theorie) herzustellen – dass sich selbst regulieren soll, durch die Durchsetzung der starken, anpassungsfähigen und innovativen und der Eliminierung der Schwachen im Markt. das hinkt natürlich komplett.

    Die Theorie von Darwin bekommt so ungeahnten Einfluss und wird weiter verwendet auch zur Legitimation von rassistischen Theorien. Aber eigentlich ist seine Lehre fasst mehr ein Sammelsurium seiner möglichen Beobachtungen, mehr wie ein Fundus, aber doch oft mit seinem empirischen empfinden, also seiner Übersetzung, sprich der doch fixen Idee, des Starken und des Schwachen und deren Durchsetzungsvermögen, die im Übrigen einer anderen Idee entsprang, die nicht von ihm stammte. Das wenige was Darwin uns offenbart mit dieser Brille ist der Komplexität der Natur und seiner Evolution natürlich nicht gewachsen. Wieweit aber es tatsächlich seine Worte sind oder Interpretationen seiner Theorie, die in andere Bereiche als die Biologie überspringen, muss genau unterschieden werden. Ich glaube seine Theorie fand erst ausserhalb seines eigentlichen Wirkungsraum (Zoologie, Biologie) eine Beachtung durch Interpretation und weil sie der Zeit gerade nützlich erschien.

    • @Antigone

      „Ich glaube der von Darwin selbst beschriebene Vorgang der Natur, besagt einzig, das es Evolution gibt – und das wussten wir auch schon vor ihm“

      Den Gedanken der Evolution gab es vorher, aber Darwin (und Wallace) haben Selektion mit ins Spiel gebracht und damit erklärt, wie Evolution stattfinden kann.

      • Stimmt.
        Aber auch Selektion fand davor schon statt in Viehzucht, und Getreidesorten, sehr wichtig. Vielleicht ist es vom Bauernalltag, die tatsächlich immer damit zu tun hatten, zum Versuch einer wissenschaftlichen Theorie übergegangen. Der Bauer hatte allerdings jedes Jahr zu entscheiden, welches Korn, aus welcher Parzelle, er im folgende Jahr wieder anzupflanzen hatte. Daraus sind auch die übertausenden regionalen Sorten entstanden, anpassungsfähig, und denen wir sicherlich auch unsere Existenz verdanken. Also die Selektion vom Menschen ausgeübt, fand schon zu Beginn der Menschheit statt. Die Selektion des Menschen an sich und ausgeübt durch fremdeinwirkende Kräfte, also ihm nicht zugänglichen, oder zumindest nicht kontrollierbaren Elementen wie Gene, ist vielleicht etwas anderes. Aber alles zusammen betrachtet, ist es wohl mehr eine Theorie, welche die Unterarten einer Art und vorallem die einzelnen Individuen unter sich anschaut. Schwieriger wird es wenn ich mich mit einem Salzkrebs, einem Delphin (auch Säugetier) und einem Leopard (auch Säugetier) vergleiche, denn auf seinem Gebiet ist jeder dieser Art mir als Mensch weit überlegen. Um mit einem Delphin zu konkurrenzieren, der in der Evolutionsleiter mir sehr nahe ist, müsste ich mich zurück ins Wasser begeben. Erstaunlich, das ein Salzkrebs, das auf der Evolutionsleiter etwas primitives ist, heute immer noch lebt.

        Es geht mehr um die Anpassungsfähigkeit nehme ich an nach dem Lehrspruch „Survival of the Fittest“ eben unter der eigenen Art.

        Trotzdem ist das keine Erleuchtung aber für mich geht es nicht auf, weil alle anderen Umstände der Existenz ausgeblendet werden und die sind ja massiv. Also der Faktor X ist hier vielleicht 1 000 000 mal grösser als die eigentliche Theorie.

        • @Antigone

          Sicher gab es schon Züchtungen. Aber noch keine Theorie, die einen Züchter ersetzt, eben die natürliche und die sexuelle Selektion. Das war der wesentliche Durchbruch.
          Natürlich musste das alles noch mit Mendel und der Entdeckung der Gene kombiniert werden und mit dem Alter der Erde abgeglichen werden, damit man die Vorgänge wirklich verstand. Dieses Nichtwissen führte dazu, dass auch Darwin einige Probleme mit dem Verständnis von Evolution, wie wir sie heute erkennen, hatte.

          Aber dennoch gebührt Darwin der Verdient, die Theorie der natürlichen und sexuellen Selektion zum ersten mal voll ausformuliert und an Beispielen erläutert dargelegt zu haben (Wallace Ausführungen beschreiben zwar die Idee, aber wesentlich weniger genau)

          „Trotzdem ist das keine Erleuchtung aber für mich geht es nicht auf, weil alle anderen Umstände der Existenz ausgeblendet werden und die sind ja massiv.“

          Welche Umstände meinst du denn insbesondere?

  4. Zur Theorie:
    Bevor man über die „Züchtbarkeit“ von Intelligenz spekuliert sollte man evtl erst mal betrachten, was „Intelligenz“ überhaupt ist; zweifelsfrei ist es kein eindimensionales Merkmal, dem eine simple Zahl (wie auch immer geeicht) gerecht wird. Im Gegenteil, jede Intelligenz entsteht durch ein komlexes Zusammenspiel an Anlagen, Entwicklung und Erziehung/Bildung.

    Nach welchen Kriterien sollten den „besonders intelligente“ Individuen verstärkt miteinander verpaart werden? Tangram-Puzzle? „IQ-Tests“?

    Typischer sozialdarwinistischer Fehlschluss: Je nach „Zuchtverfahren“ bekommt man vermutlich „hyperintelligente“ Leute, die mit 3 Jahren fünfte Wurzeln aus siebenstelligen Zahlen ziehen können… aber mit 18 noch jemanden brauchen, der ihnen die Schuhe zubindet… Und wozu braucht die Welt jetzt noch mehr Mathe-Profs? (Sry für den Sarkasmus.)

    Zur Praxis:
    Nein, eine praktische Menschenzucht ist unmöglich, zumindest im „großen Maßstab“. Da bräuchts ne Diktatur für, die gleichzeitig Gestapo, SS und Stasi finanziert (bzw ähnlich umfangreiche Behörden), und das kann kein Land stemmen… Zum Glück… ;=)

    • @ Reineke

      Die gängigen, g-Faktor-lastigen IQ-Tests würden einen guten Maßstab abgeben.

      Wer da hoch rangiert, kann in der Regel nicht nur gut rechnen, sondern auch mit Sprache gut umgehen und sich die Schuhe zubinden obendrein.

      Darum g-Faktor: General Factor of Intelligence.

      Und in der Tat: Menschenzüchtung bedürfte eines totalitären Systemes, wollte man sie offensichtlich betreiben wie die Nazis.

      Aber es gibt auch verborgenere, subtilere Mechanismen.

      Z.B. entsprechende gesellschaftliche Konventionen oder religiiöse Exclusivität wie etwa im Judentum, wo die Mama oft selbst noch in säkularen Familien, wo man das gar nicht mehr vermuten würde, ein sehr ungutes Gefühl hat (und das Sohn oder Tochter auch unmissverständlich wissen lässt), wenn der Partner in spe ein Goi ist.

      Und erst die Großmama.

      Gesellschaftliche Ereignisse z.B. sind immer auch als Heiratsmärkte gedacht gewesen, weshalb dort gesellschaftliche Homogenität angestrebt und durch kulturelle Normen/Benimmregeln sichergestellt wurde.

      Der, der sich nicht benehmen könnte, der, wie Bourdieu wohl sagen würde, über wenig kulturelles Kapital verfügte, ging eher selten zum Opernball oder nach Bayreuth.

      So sorgten Adel und Großbürgertum über Generationen für gelenkte „Zuchtwahl“.

      Die höheren Töchter lernten in der Regel vor allem höhere Söhne kennen und umgekehrt.

      Nun kann man trefflich darüber spekulieren, wie viel „Natur“ sich hinter unseren kulturellen Setzungen verbirgt.

      Ich denke, sehr viel.

  5. Meine Antwort auf Christian ist etwas weiter oben hineingerutscht! Aber hier nochmal, damit die Abfolge nicht verloren geht:

    Vielleicht die vielen Umstande eines Menschenlebens (aber auch vielleicht eines tierischen Lebens). Zum Beispiel die Einwirkung der Sonnenstärke auf die Erde, das eher unter Natureinflüssen gehört und die damit verbundene, zumindest von manchen Forschen behauptete, veränderte Aktivität des Menschen, wie im Hochmittelalter, oder die Trennung von Gewässer die plötzlich Arten isolieren und eine neuartige Blüte des Genpools verursachen oder eine Verarmung, die tektonischen Veränderungen, die plötzlich neue Landbrücken hervorrufen und eine über Jahrtausend getrennte Art wieder zusammenführen, Eis, Regen, Dürre und so weiter.

    Und weiter das Eigenmotiv der Arten oder des Menschen, das oft von den Motiven der reinen Reproduktion abweicht. In sehr kurzen Zeiträumen gedacht zum Beispiel die französische Revolution: ist sie jetzt alleine durch die vorhergehenden Hungersnöte, also durch die schlechte Wetterbedingungen, entstanden, der Überaktivität der Jakobiner zu verdanken oder eines schwächelnden Monarchen, gar von den geopolitischen Interessen anderer Staaten oder der Beeinflussung des Eigenmotivs des Einzelnen durch die amerikanischen Unabhängigkeit? Tatsache ist, es entstand ein neues Ordnungssystem, dass auf die Menschen wirkte im Alltag und letztlich auf seine Gene. Wo die Selektion der Adelshäuser aufgemischt wurde und Dinge möglich waren, die es davor nicht waren und umgekehrt. Ist das jetzt Evolution? Wahrscheinlich schon, zumindest ist es eine Evolution der Sozialverhältnisse, die wenn sie längere Zeit besteht unweigerlich auch auf das Genpool wirkt. Oder die Verschleppung von Sklaven nach Amerika, die mitunter heute dazu führt das es mehr Geburten von Afroamerikanern gibt in den USA als von sogenannten rein weissen Amerikanern. Das Motiv der Verschleppung, also das Motiv der Ursache ist ein ganz anderes als die Wirkung in biologischer Hinsicht. Das sind natürlich sehr kurze Zeiträume. Aber mir scheint das die Motiven von Veränderungen nur selten der reinen Reproduktionslogik folgt, zumindest beim Menschen und seiner evolutionstechnischen neueren Geschichte.

    Wenn wir beim Mensch bleiben, aber das ist auch schon erwähnt worden, spielt die soziale Umgebung eine wesentliche Rolle. Wo wir vielleicht wieder bei Bourdieu landen. Aber zum Beispiel ist es, wenn ich in einer Gesellschaft oder einem sozialen Umfeld, wo Kraftanwendung und physische Arbeit gefragt ist, mit viel Intelligenz geboren werde, kann das unter Umständen ein Nachteil sein. Umgekehrt auch.

    Dann stellt sich für mich die Frage, wie wir Intelligenz definieren. Nach unserem menschlichen abendländischen Massstab meinen wir die intellektuelle Intelligenz (auch die handwerkliche Intelligenz oder Fertigkeiten galten zwar als ein Massstab). Die Natur wendet andere Massstäbe an, vielleicht, wenn man das überhaupt definieren kann, die Fähigkeiten sich in einer feindlichen oder sich Verändernden Umgebung zu erhalten, wo nicht nur intellektuelle Intelligenz gefordert ist, sondern körperliche Konstitution, handwerkliche Fähigkeiten, und die Fähigkeit zur Symbiose mit anderen Arten, also die Zusammenarbeit oder Arbeitsteilung.

    Überhaupt vermisse ich diese Abhängigkeit der Arten, Biene-Blumen, gewisse Pilze und Ameisen, die Tatsache das eine Pflanze ohne bakterielle Aktivität im Boden, keine Nährstoffe zu sich nehmen kann. Auch die Wechselwirkung: wie wir heute Wissen, gibt es Pflanzen, die bei einer hohen Anzahl ihrer Art auf engem Raum, beginnen die Bodenressourcen zu teilen, indem sie weniger hoch Wachsen und allen ermöglichen zu gedeihen. Das ausschwitzen der Bäume von gewissen Nährstoffen, die wiederum von anderen Pflanzen aufgenommen werden usw. die vielleicht inter- und intrakulturellen Bezüge der verschiedenen Organismen und Arten.

    Aber das ist jetzt vielleicht alles ein bisschen auf den Tisch geschmissen!

  6. Deine Kritik faßt alles schon sehr gut zusammen. Der einzige Sieger in der Evolution an sich ist nur „das Leben“. In irgendeiner Form möchte es sich durchsetzen. Alles andere ist nebensächlich. Damit das Leben sich durchsetzt hat sich Vielfalt entwickelt – keine SIEGER der Evolution, sondern ganz verschiedene Lebensformen. Wenn der Pfauenschwanz so ein tolles Erfolgsmodell ist, warum sieht meiner dann ganz normal aus? 🙂
    Das Leben entwickelt sich weiter in verschiedene Richtungen. Dabei geht es keine qualitativen Wertungen ein. Wenn wieder ein Asterioid in die Erde rast und auf dem ganzen Planeten nur noch Lava übrig ist, dann werden Mikroben überleben, die die Hitze vertragen. Sie sind am besten angepaßt. Alles andere geht zugrunde. Damit wären sie die höchste Lebensform und die Menschen wären schlecht angepaßt und müssen aussterben. So wie die Dinosaurier als die damaligen Herrscher der Welt. Die Menschen beherrschen die Welt also nicht, weil sie höher entwickelt sind, sondern weil sie am besten mit verschiedenen Lebenssituationen umgehen können.
    Ein „das war schon immer so und damit sind wir Jahrmillionen gut gefahren“ ist das beste Argument dafür, dass es mit dem Aussterben langsam Zeit wird.

    • „Der einzige Sieger in der Evolution an sich ist nur “das Leben”.“

      Vielen Dank für dein Kommentar! Du hast es in wenige griffige Sätze auf den Punkt gebracht!

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