Coedukation oder Trennung des Unterrichts nach Geschlechtern?

In letzter Zeit ist die Aufhebung der Coeduktion von Jungs und Mädchen wieder häufiger ins Gespräch gekommen.

Hier ein paar Gedanken dazu:

  • Wenn Jungs und Mädchen verschiedene Fertigkeitsausprägungen haben und sich zudem auch unterschiedlich schnell entwickeln (Jungs eher etwas später als Mädchen), dann liegt der Gedanke nahe, dass man sie besser getrennt unterrichtet.
  • Die Gefahr dabei ist in einem Essentialismus abzugleiten, bei dem vergessen wird, dass es den Mann und die Frau nicht gibt. Sehr weibliche Jungs oder sehr männliche Frauen hätten dementsprechend Nachteile in diesem System, gerade wenn man Unterrichtssysteme starr und ausschließlich auf ein Geschlecht ausrichten würde.
  • Der Vorteil wäre, dass gerade die Leistungsstarken (m/w) evtl. besser gefördert werden können.
  • zu umgehen wäre dies über „Lerntypklassen“, die man einrichtet, was aber schwer zu bestimmen sein wird.
  • Es stellt sich zudem die Frage, wie man eine vernünftige Vergleichbarkeit erreichen will. Es könnten zwar von beiden gleiche Klausuren geschrieben werden wie bisher, was dann aber aufgrund unterschiedelicher Lerntempos und unterschiedlicher Lehrer schnell ungerecht sein kann. Verschiedene Klausuren hingegen werden schnell Ungerechtigkeit produzieren. Von der Mädchenmatheprüfung, die besonders leicht ist (was dann als sexistisch gegenüber den Jungs gewertet wird, weil diese sich mehr anstrengen müssen und sexistisch gegenüber den Mädchen weil diese nicht auf spätere schwerere Prüfungen vorbereitet werden) bis zu anderen sexistischen Gestaltung sind einem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet.
  • bei einer rein getrennten Unterrichtung, also Jungenschulen und Mädchenschulen, geht meiner Meinung nach ein wichtiger Sozialisierungseffekt verloren. Man weiß dann noch weniger über das andere Geschlecht und dessen Reaktionen und hat es demnach später noch schwieriger mit dem Geschlecht vernünftig zu kommunizieren.
  • andererseits könnte man natürlich auch argumentieren, dass beide Geschlechter dann etwas Ruhe voreinander haben und sich unabhängig voneinander entwickeln können. Ganz feministisch könnte man sagen, dass die Frauen sich fernab aller Vorurteile, frei des patriarchalischen Einflusses der Jungs/männlicher Lehrer besser entfalten

43 Gedanken zu “Coedukation oder Trennung des Unterrichts nach Geschlechtern?

  1. „Es stellt sich zudem die Frage, wie man eine vernünftige Vergleichbarkeit erreichen will.“
    Sie würden schon das gleiche lernen, nur in unterschiedlichen Klassen. Der Lehrplan bliebe der gleiche.

  2. Koedukation oder nicht, ist in der Tat ein Thema, das immer mal wieder diskutiert wird. Es ist allerdings, wie auch schon anklingt, ein kompliziertes Thema. Es gibt auch einige gute Erfahrungen mit getrenntem Unterricht, der hat nämlich tatsächlich oft den Effekt, dass Kinder in gegengeschlechtlich typischen Fächern bessere Leistungen erzielen.
    Das wäre auch mein größter Kritikpunkt an deiner Auflistung: du verharrst im Leistungsdenken. Ich bin der Meinung, dass das Fernziel sein muss, von diesem Denken in der Schule wegzukommen, dass man Schüler_innen irgendwie objektiv mit Noten bewerten könnte und dass das größere Aussagekraft hat.

    • „der hat nämlich tatsächlich oft den Effekt, dass Kinder in gegengeschlechtlich typischen Fächern bessere Leistungen erzielen.“
      Was sind denn „gegengeschlechtlich typische Fächer“?
      „von diesem Denken in der Schule wegzukommen, dass man Schüler_innen irgendwie objektiv mit Noten bewerten könnte und dass das größere Aussagekraft hat“
      Soweit ich das verstehe sollen in der Schule Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitelt werten. Durch die Schulnote erfolgt eine bewertung der Beherrschung dieser Fähigkeiten und Fertigkeiten durch den Schülers – es ist keine Bewertung des Schülers!

      • „es ist keine Bewertung des Schülers!“

        Das ist den Schülern bzw den Eltern leider nicht immer klar.
        Die Schüler müssen ja erstmal lernen so nüchtern mit Bewertungen umzugehen.
        Auf der anderen Seite: zu nüchtern dran zu gehen erzeugt zu wenig Druck, zuviel Druck verbaut aber auch vieles.

        Zum Blogeintrag selbst: es ist ein Interessantes Thema, aber ich denke nicht dass es zwangsläufig auf Geschlechter zu beziehen sein „muss“ (okay, ganz so extrem wurd es ja auch nicht angefasst).

        Die Sache ist nunmal immer die dass der, der da abgeholt wird wo er steht, die besten Chancen zum Lernen hat. Das wäre das Optimum. In einer Klasse werden also immer Kompromisse gemacht, je größer die Klasse, desto mehr werden es sein.
        Natürlich kann man an den Bedingungen rumschrauben und gucken, ob man auf andere Wege das Beste für jeden Einzelnen schaffen kann. Das muss man auch tun.
        Nur lernt ein Mensch unter „nicht-optimalen“ Bedingungen mitunter auch etwas wichtiges fürs Leben.

        Ich weiß nicht, wenn ich das ganze Pro und Contra versuche zu durchdenken komm ich nicht zu einem deutlichen Punkt.
        Wichtig ist eher das Sensibilisieren für Probleme.

        Die andere Sache ist, dass das ganze System auch Vorteile davon hat Gewinner und Verlierer zu produzieren, statt primär nur Gewinner. Hierarchien regeln sich heutzutage anders. Und zum anderen: wenn es „nur“ schlaue Menschen gäbe, die z.B. auf „Werbung“ weniger reinfallen würden, wärs auch schlecht für die Wirtschaft. Zumindestens basieren manche der angebotenen Produkte nur darauf, dass irgend einer sie kauft, der sie garnicht braucht, oder diese Produkte haben kaum den Nutzen, den sie versprechen.

    • Menge

      Das wäre auch mein größter Kritikpunkt an deiner Auflistung: du verharrst im Leistungsdenken. Ich bin der Meinung, dass das Fernziel sein muss, von diesem Denken in der Schule wegzukommen, dass man Schüler_innen irgendwie objektiv mit Noten bewerten könnte und dass das größere Aussagekraft hat.

      Typisches Beispiel für pathologisches Linkssein.

      Ich bin auch gegen pathologisches Leistungsdenken, also für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und von Privatschulen.
      Für möglichst langes gemeinsames Lernen.

      Dafür müssen aber keineswegs Noten abgeschafft werden, und Kinder können sich auch über Einsen und Zweien sehr freuen und glücklich sein.

      Das Sitzenbleiben müßte abgeschafft werden. Ebenso ist der Leistungsdruck mancher Eltern das Hauptproblem.

      Typisches linkes Denken. Es werden irgendwelche „bürgerlichen“ Dinge dämonisiert und zum Feind erklärt, obwohl die Probleme meist ganz woanders liegen.

      Ich bin übrigens selber „links“. gehöre also zu den absolut guten Menschen, von denen die Zukunft der Welt abhängt.

  3. Mein salamonischer, dialektischer, homogenisierender und diversifizierender sowie auf reflexiver Koedukation und reflexiver Monoedukation basierender Vorschlag wäre:

    Jedes Unterrichtsfach wird je zur Häflte in Koedukation und Monoedukation betrieben.

    Ich bin überzeugt, dass dies das wegweisende Zukunftsmodell in dieser doch sehr polarisierten Geschlechterdebatte sein wird.
    Für diesen, ein von mir vollständig in Eigenregie erarbeiteter Vorschlag, sollte ich jetzt schon alle Friedenspreise dieser Welt erhalten! 😀

  4. Du vermischst Koedukation mit dem Eingehen auf verschiedene Leistungsklassen. Letzteres gibt es schon längst. Man kann bestimmte Fächer sogar komplett abwählen, wenn sie einem nicht liegen. All das hat mit dem Thema aber nichts zu tun.
    Geschlechtergetrennter Unterricht ist in höheren Klassen nicht mehr notwendig. Sinnvoll wäre er nur in unteren Klassen, wo man vom anderen Geschlecht nichts wissen will und sich unter Geschlechtsgenossen am wohlsten fühlt. Es wirkt sich hier auch auf die Leistung aus, da kleinere Kinder meist sehr nach Geschlecht trennen und sich hier die vorhandenen Klischees am deutlichsten auswirken. Jungs machen das Chemieexperiment, Mädchen räumen hinterher den Tisch ab. Mädels brillieren mündlich, Jungs tun sich mit Blödsinn machen hervor und stören usw.
    Hier könnte sich deutlicher die Individualität der Kinder zeigen, wenn sie sich nicht selbst in Geschlechter aufteilen würden.

    • „da kleinere Kinder meist sehr nach Geschlecht trennen“

      kann ich aus meiner kindheit und schulzeit nicht bestätigen. geschlechtertrennung wurde weder von erwachsenen noch von kindern forciert.

      • @ Hottehü

        Das mag Deine individuelle Erfahrung korrekt wiedergeben, die zu beobachtende Regel ist es nicht.

        Jungen und Mädchen segregieren sich selbst ab etwa Schuleintrittsalter, wenn das gröbere, kompetetivere Spielverhalten der Jungen, mit dem sie u.a. ihre Dominanzhierarchien ausmitteln und austesten, für Mädchen unangenehm wird und Jungen es langsam langweilig finden, ihr Spielverhalten den unzurfriedenen Mädchen anzupassen, die so viel empfindlicher zu sein scheinen.

        Dann beginnen Jungen Mädchen unausweichlich blöd zu finden und vice versa.

        Das legt sich erst mit der Pubertät, mit dem stärker werdenden erotischen Interesse aneinander.

        Deshalb bin ich für Monoedukation bis Ende Mittelstufe, weil Jungen keine Mädchen und Mädchen keine Jungen sind.

        Was gut für die Gänse ist, muss es nicht sein für die Ganter.

        Außerdem entwickeln sich Jungen langsamer als Mädchen, reifen langsamer, holen erst mit ihrer Pubertät auf, die sie im Schnitt 1 bis 2 Jahre später erleben als die Mädchen.

        So dass selbst mit 16 hier noch deutliche Unterschiede bestehen im Reifezustand, sehr viel mehr Mädchen schon relativ erwachsen sind als von den 16jährigen Jungen.

        Aber immerhn sind dann die Unterschiede nicht mehr so gravierend vwie mit 6, 8 oder 10 Jahren.

        Das Schlimmer ist, dass die Standardvorstellung einer biologieblinden Pädagogik diese natürlichen Unterschiede leugnet und ignoriert, für sie Koedukation das Mittel der Wahl ist, die Geschlechter gleichzurichten, und das auch noch mit femizentrischer Ausrichtung, denn Jungen werden als das Problem definiert.

        Sie sollen in Richtung Mädchen hingerichtet werden.

        Man respektiert ihre Eigenart nicht mehr, denn sie führt ja in der Vorstellung feministisch indoktrinierter PädagogInnen zu den späteren Vergewaltigern, Unterstützern der Rape Culture, patriarchalen Unterdrückern etc.

        Das kann man den Jungen nicht früh genug austreiben.

        Diese von allem Anfang an eingebaute Misandrie ist es, die den Jungen in dem femizentrischen System, das eine solche Pädagogik vom Kindergarten an geschaffen hat, schadet.

        Aus all diesen Gründen – Schluss mit der Koedukation, bis 16.

        Klicke, um auf bischof-koehler_loccum.pdf zuzugreifen

        http://www.researchgate.net/publication/222520388_Sex_differences_in_variance_of_intelligence_across_childhood

        http://www.socialnet.de/rezensionen/4655.php

        Zitat Prof. Tischner aus seiner Rezension des Guggenbühl-Buches:

        *Guggenbühl geht bei der Suche nach den Ursachen der Frage nach, ob Schule und Erziehung den Eigenarten und Bedürfnissen der Jungen ausreichend gerecht werde, und stößt dabei auf eine beträchtliche Schieflage hinsichtlich der Förderung beider Geschlechter.

        Während die Schule Mädchenförderung, beispielsweise im Fach Mathematik und in technischen Fächern, mit besonderer Entschlossenheit und Energie betreibe, würde die Schuld an den schlechten Schulleistungen der Jungen diesen selbst aufgebürdet. Jungen sollten sich – so die Erwartung vieler Pädagogen – von einem antiquierten, patriarchalen Männerbild lösen und eine neue, emanzipatorische und fortschrittliche Männlichkeit entwickeln.

        Sie sollten lernen, Gefühle zu zeigen, zu weinen und sich endlich vom „Männlichkeitswahn“ verabschieden.

        Bei diesen Forderungen werde von einem politisch korrekten Standardmodell des Mannes ausgegangen, das vor allem in sozialwissenschaftlichen Kreisen verbreitet sei. Auf der Basis dieses Standardmodells würden typische Jungencharakteristiken oftmals pathologisiert, was sich in der Geschlechterverteilung bei jenen Kindern und Jugendlichen widerspiegele, die bei Kinder- und Jugendpsychiatern vorgestellt werden: ca. zwei Drittel von ihnen seien Jungen.*

        Das ist feministische Misandrie in Aktion, sich austobend gegenüber unmündigen Kindern in Gestalt indoktrinierter PädagogInnen.

      • @Alexander Roslin:
        wenn Jungs durchschnittlich 2 Jahre später in die Pubertät kommen, wäre es dann nicht auch ungerecht wenn in einer reinen Jungeklasse Jungs bereits in der Pubertät sind, wärend andere noch 3 Jahre drauf waren müssen?

        Ich widerspreche dir nicht, dass es unterschiede im Sozialverhalten zwischen Jungs und Mädchen gibt, aber das einseitig den Feministen in die Schuhe zu schieben kann auch nicht die Lösung sein.

        Als ich eingeschult wurde waren in der Klasse 18 Jungs und 6 Mädels, ich hatte einen männlichen Klassenlehrer, so wie ich auch mit zwei älteren Brüdern klarkommen musste.
        Mit dem Lehrer kam ich bedeutend besser klar als mit den Mitschülern. Und von zuhause war ich Sprüche wie „Ih, ein Mädchen, neben der will ich nicht sitzen“ nicht vor, selbst wenn meine Brüder durchaus typisches Jungenverhalten gezeigt haben (welches ich nicht verstanden hab).

        Klar, ich will jetzt nicht von meinen Erfahrungen auf Deutschland schließen. ICh wär auch froh gewesen wenn man mir beigebracht hätte, den Jungs das Maul zu stopfen die mich ärgern mussten, statt mich an konstruktiven Sozialverhalten zu beteiligen. Ich wusste nicht, dass Jungs, die sich prügeln, hinterher die besten Freunde werden. Wer mit mir prügeln will, mit dem will ich sicher nicht befreundet sein.

        Oder ist es „feministisch“, wenn man Lehrer und Eltern ernst nimmt, statt seinen Mitschülern einfach eins aufs Maul zu geben à la „Wie du mir, so ich dir“.

        Aber letztenendes glaube ich, dass Geschlechtertrennung aufgrund des Eintritts in die Pubertät nicht das Ergebnis bringen wird, weil jedes Kind doch irgendwie einen anderen Background mitbringt, der nicht berücksichtigt werden kann.
        Wenn es ander Pubertät liegen würde, würde das ja bedeuten dass Jungs grundsätzlich 2 Klassen sitzen bleiben müssten, weil sie es nicht schaffen mitzuhalten, oder wahlweise 2 Jahre später eingeschult werden würden.

        Würde man stärker nach Geschlechtern trennen glaub ich auch, dass die zwischenmenschlichen Probleme noch stärker werden würden ab der Pubertät, weil sich die Geschlechter noch weniger gegenseitig verstehen würden, als sie es sowieso schon tun.
        Außer wenn außerhalb der Schulzeiten für ausreichend Kontakt zwischen den Geschlechtern gesorgt wird. In den heutigen Zeiten wo sich gerne in den eigenen 4-Wänden verschanzt wird und zudem Geschwister nicht für jeden selbstverständlich sind, wird das sicher schwieriger sein als vor beispielsweise 50 jahren

      • Ab dem 3., spätestens 4. Lebensjahr nehmen sich die Kinder als Mädchen oder Junge wahr. Sehr schnell beginnen sie damit, dies als ein entscheidendes Kriterium ihrer Existenz zu betrachten. Sie verbinden damit nicht nur äußere Anzeichen, sondern auch innere Prozesse – Einstellungen, Gefühlsäußerungen, Benehmen, sogar Berufe und Hobbies. Erst viel später beginnt der Mensch (manche Menschen) dann, die Vielfalt innerhalb der Geschlechter zu erkennen und wieder die Gemeinsamkeiten zu betonen.

      • @ Unkraut

        Die Jungen, die ihre Pubertät 3 Jahre später bekommen, wären Ausnahmen, nicht die Regel.

        In koedukativen Klassen sitzen Jungen mit einer REGELMÄSSIG und durchschnittlich schneller reifenden Sorte Mensch = Mädchen zusammen.

        Mit denen sie unwillkürlich verglichen werden.

        Jungen unter Jungen würden nur mit einer Sorte Mensch verglichen, deren Entwicklung ähnlich der ihren getaktet ist, von der nur ausnahmsweise Individuen abweichen.

        Zusammen mit Mädchen werden sie verglichen mit Menschen, deren Entwicklung systematisch anders getaktet ist als ihre eigene, nicht als Ausnahme, sondern als Regel.

        Es wäre also weniger ungerecht für die Masse der Jungen.

        Natürlioch wäre es schön, man könnte für jedes Mädchen, für jeden Jungen einen Privatleher beschäftigen, der den Menschen ganz individuell fördert.

        Das ist aber nicht bezahlbar.

        Und bei notwendigerweise suboptimalen Lösungen bevorzuge ich die weniger suboptimale, die gerechtere, die nicht absolut
        und ideal gerecht ist.
        Nur weniger ungerecht als die gängige.

        *Ich widerspreche dir nicht, dass es unterschiede im Sozialverhalten zwischen Jungs und Mädchen gibt, aber das einseitig den Feministen in die Schuhe zu schieben kann auch nicht die Lösung sein.*

        Es sind vor allem FeministInnen, die seit Jahrzehnten darauf beharren, dass Jungen und Mädchen eigentlich gleichartig seien, nur die Sozialisation ihre Ungleichartigkeit erzeuge.

        Jungen und Mädchen sind aber, wie bei allen Säugetieren Männchen und Weibchen, in ihrem Verhalten ungleichartig.

        Wer natürlich Ungleichartiges gleich behandelt, vergewaltigt eine Eigenart.

        Jungen und Mädchen haben ein natürliches Recht darauf, sich unterschiedlich zu verhalten und dabei gleich ernst genommen zu werden.

        Jungen sind nicht das Problem, sondern IdeologInnen, die ihnen das Recht auf Andersartigkeit bestreiten.

        *Würde man stärker nach Geschlechtern trennen glaub ich auch, dass die zwischenmenschlichen Probleme noch stärker werden würden ab der Pubertät, weil sich die Geschlechter noch weniger gegenseitig verstehen würden, als sie es sowieso schon tun.*

        Viele junge Männer, die den feministisch bestimmten öffentlichen Erziehungsparcours durchlaufen haben, haben kein besonders gutes Verhältnis zu Frauen. Viele sind mächtig wütend, weil sie das korrekte Gefühl haben, in einem femizentrischen System systematisch benachteiligt zu werden.

        Die Aggressionen der Mädchen (oft verbaler Natur – Beleidigungen), bleiben oft ungeahndet.

        Die Aggressionen der Jungen, die unter viel stärkerem Verdacht stehen, die meist körperlicher Natur sind, werden viel häufiger wahrgenommen und sanktioniert, gerade von feministisch indoktrinierten LehrerInnen, die ein scharfes Auge für „böse“ Männlichkeit haben, blind sind für „böse“ Weiblichkeit.

        Denn merke: Männlichkeit ist das Problem, Weiblichkeit die Lösung.

        So denken sie, so handeln sie.

        Wenn nur noch 43 % der Abiturienten männlich sind, aber 57 % weiblich, dann zeigt das an, dass dieses System auf dem Weg zum Abitur viel mehr Jungen aussortiert als Mädchen und das hat nichts mit unterschiedlicher intellektueller Leistung der jungen Erwachsenen zu tun, denn in der Bevölkerung gibt es beim Durchschnitts-IQ bundesdeutscher Abiturienten (113) ebensoviele Jungen wie Mädchen.

        Wenn 2/3 der Sitzenbleiber, Schulabbrecher, Sonderschüler männlich sind und 80 % der ritalinisierten Kinder, dann sind das weitere Hinweise darauf, wessen Eigenart von dieser Schule in besonderer Weise missachtet wird.

      • „Die Jungen, die ihre Pubertät 3 Jahre später bekommen, wären Ausnahmen, nicht die Regel.

        In koedukativen Klassen sitzen Jungen mit einer REGELMÄSSIG und durchschnittlich schneller reifenden Sorte Mensch = Mädchen zusammen.“

        Nein, die Jungs die 3 Jahre später in die Pubertät kommen entsprechen halt nur nicht dem errechneten Durchschnittswert.
        Ich tippe mal drauf, dass es sich hier, wie meistens, um eine Verteilung gemäß der gaußschen Glockenkurve handelt.

        Gibt verschiedene Quellen dazu, z.B. die hier:
        „Mädchen treten heute zwischen 9 und 13 Jahren in die
        Pubertät ein. Jungen sind zumeist etwas später dran. Bei ihnen wird der Beginn der
        Pubertät zwischen 10 und 16 Jahren anberaumt.“
        Quelle: http://schulpsychologie.lsr-noe.gv.at/downloads/pubertaet.pdf

        Ein Junge, der mit 15 noch nicht in der Pubertät ist, mag spät dran sein, aber kein Außenseiter.

        Wenn die Daten das „Durchschnittsalter“ angeben, sind für mich Jungs die mit 9 oder mit 17 erst in die Pubertät kommen eher die Außenseiter.

        Aber darum gehts mir eigentlich garnicht.
        Mir gehts darum, dass selbst wenn Jungs durchschnittlich 2 Jahre später in die Pubertät kommen, sich Jungs und Mädels durchschnittlich dennoch sehr stark überschneiden was das allgemeine Pubertätsalter angeht.

        Ich weiß nicht, ich glaube die persönliche Entwicklung der Meisten wird sich individuell noch stärker unerscheiden, als die körperliche und geistige Entwicklung nur verglichen mit der Pubertät.

    • Grade in den höheren Klassen wäre eine Geschlechtertrennung wichtiger als in den unteren Klassen. In einer normalen elften Klasse machen die Jungs ständig Faxen, um die Mädels zu beeindrucken und die Mädels kümmern sich mehr um ihr Make Up als um die Hausaufgaben, um den Jungs zu gefallen.

      Unterricht getrennt nach Geschlecht würde viele Probleme lösen, allerdings sollten diese Probleme besser auf anderem Wege behoben werden.

      • @ Robin

        Trennung bis zum Abitur soll mir auch recht sein. Mir ist mittlerweile alles lieber als dieser femizentrische Saftladen der gegenwärtigen Schule.

        Schließlich ist kein Junge und kein Mädchen daran gehindert, in der Freizeit Kontakt mit dem anderen Geschlecht aufzunehmen: in Vereinen, im Internet, beim Tanzkurs – wo auch immer, von mir aus auch beim Foucoult-Lesekreis der Genderverrückten oder beim Pauerikebana der differenzfeministischen Hegemonialhumanoiden.

        Mir ist alles recht, solange man die damit in Ruhe lässt, die Mädchen/Jungs blöd finden, solange sie sie blöd finden.

      • @ Christian

        Kein System kommt ohne Verschnitt aus, ideale, perfekte Lösungen gibt es nicht unter der Sonne.

        „Männlich“ disponierte Mädchen, „weiblich“ disponierte Jungen, sie werden in monoedukativen Klassen weniger profitieren, das ist möglich.

        Aber sie mehr leiden als im heutigen femizentrischen System, das männlich disponierte Jungen leiden lässt und, wenn auch weniger, sehr weiblich disponierte Mädchen?

        In Monoedukation würden immerhin die Geschlechtermehrheiten, die durchschnittlich männlich disponierten Jungen, die durchschnittlich weiblich disponierten Mädchen, nicht leiden, die Jungenmnajorität sogar wahrscheinlich weniger.

        Wenn es eine praktikable Methode gäbe, schon im Einschulungsalter „weiblich“ disponierte Jungen bzw. „männlich“ disponierte Mädchen herauszufiltern und „artgerecht“ zuzuördnen – her damit.

        Ich kenne keine.

        Dann gehe ich lieber das Risiko ein, Minderheiten leiden zu lassen anstatt Mehrheiten.

        Eine Güterabwägung: Kann ich nur zwischen 2 Übeln wählen, weil es keine praktikable Ideallösung gibt, wähle ich das geringere.

      • @ Adrian

        *Warum benutzen Frauen eigentlich Make Up?*

        Weil das Patriarchat sie dazu zwingt.

        Scheiß Patriarchat, scheiß Hetenmänner!

      • @Alexander: Definiere mal „männlich disponiert“ und „weiblich disponiert“.

        Und dann würde mich zusätzlich mal interessieren, wer von euch tatsächlich mal eine Schule hautnah aus Lehrersicht kennenlernen konnte.

      • @ Robin

        Verhaltensweisen, Begabungsschwerpunkte, die bei Jungen häufiger und im Schnitt in stärkerer Ausprägung anzutreffen sind als bei Mädchen = männlich disponiertes Muster, das aber eben nicht NUR bei Jungen vorkommt, sondern auch bei männlich disponierten Mädchen, wenn auch seltener.

        Männlich disponierte Jungen sind in der Gruppe „Jungen“ die Regel, weiblich disponierte Jungen sind in der Gruppe „Jungen“ die Ausnahme.

        Weiblich disponiertes Verhaltensmuster = Verhaltensweisen, Begabungsschwerpunkte, die bei Mädchen häufiger und im Schnitt stärkerer Ausprägung anzutreffen sind als bei Jungen, aber eben nicht NUR bei Mädchen.

        Weiblich disponierte Mädchen sind in der Gruppe „Mädchen“ die Regel, männlich disponierte Mädchen die Ausnahme.

        Ausführlicher nachzulesen was typisch „Junge“ ist, kann man hier:

        Klicke, um auf bischof-koehler_loccum.pdf zuzugreifen

        Die weibliche Hälfte fehlt, weil das nur ein Vortrag über die Jungenthematik wart.
        Er stellt die Kurzfassung der „männlichen“ Hälfte dieses Buches von Bischof-Köhler dar, das ich übrigens jedem empfehle, der Jungen/Mädchen zu erziehen hat. Dort findet man auch die im Vortrag fehlende „weibliche“ Hälfte.

      • Ich wollte von dir eigentlich keine Begriffserklärung, sondern wissen, welches Verhalten und welche Eigenschaften für dich männlich disponiert sind und welche weiblich.

        Ich habe den Text gelesen. Nur frage ich mich, wie ein Unterricht in den höheren Klassen aussehen soll, der sich auf solche Erkenntnisse stützt. Das ist ja nur alles graue Theorie. Vorschläge?

      • @Alexander:
        „Ausführlicher nachzulesen was typisch “Junge” ist, kann man hier:

        http://www.bischof.com/mat/bischof-koehler_loccum.pdf

        Hm….der Text handelt nicht nur von Jungen sondern auch von Mädchen. Weiterhin wird im Text sogar erwähnt, dass Jungen garnicht feminisiert werden.

        Zitat aus dem Text:“
        Im Gegenteil: Mütter und Kindergartenpersonal
        beiderlei Geschlechts tendieren sogar dazu, bei Jungen eher neutrales oder gar mädchenhaftes
        Verhalten zu belohnen. Die Jungen werden dadurch aber keineswegs feminisiert. Sie zeigen
        vielmehr bereits vom ersten Lebensjahr an das höhere Ausmaß an physischer Aggression, das
        dann auch später für sie typisch ist.“

        Nach den Diagrammen verhalten sich Jungs in den 68er „Kinderläden“ sogar noch aggressiver als in klassischen Kindergärten. Wärend die Mädchen sich sogar eher an den Aggressionen der Jungen anpassen.

        Klar, das würde einerseits bedeuten, dass der „Altfeminismus“, der versucht hat was zu ändern, gescheitert ist. Andererseits aber, dass er es für die Mädchen noch schlimmer gemacht hat, somit garnicht unbedingt nur die Jungs die sind, die den Schaden dadurch haben. (Gut, zu aggressive Jungs haben sicher nicht blos Vorteile davon.)

        Weiterer Aspekt aus dem Text, der auch zum Nachdenken anregen kann:
        Zitat „Dazu paßt,
        wie Jungen und Mädchen die Ursache ihres eigenen Erfolges bzw, Mißerfolges erklären.
        Jungen attribuieren Erfolge auf das eigene Können, Mißerfolge dagegen auf äußere Umstände
        oder mangelnde Anstrengung. Mädchen sehen die Ursache für Mißerfolg in erster Linie bei sich
        selbst oder in den äußeren Umständen, letztere halten sie aber auch für die Ursache, wenn sie
        Erfolg hatten. Es ist unverkennbar, daß die Strategie der Jungen mit Erfolg und Mißerfolg
        umzugehen, weitaus schonender für das Selbstgefühl ist als die der Mädchen. Wenn jetzt also
        immer davon die Rede ist, die Jungen befänden sich wegen ihrer schlechten Schulleistungen in
        einer Krise, dann fragt man sich, ob sie das überhaupt so wahrnehmen, oder ob sie durch ihre
        Tendenz, sich selbst zu überschätzen und gegenüber Mißerfolg ein dickes Fell zu entwickeln,
        nicht vielmehr vor solchen unerquicklichen Einsichten abgeschirmt bleiben.
        Generell nehmen sich Mädchen Mißerfolge viel mehr zu Herzen als Jungen. Das ist mit ein
        Grund, warum sie Wettbewerbssituationen meiden. Ein niedrigeres Selbstvertrauen von
        Mädchen und Frauen ist bereits in der Grundschule feststellbar, obwohl die Mädchen schon hier
        die besseren Noten haben. Man sollte einmal bedenken, ob nicht allein schon die Konfrontation
        mit der hohen Selbsteinschätzung, der unverdrossenen Mißerfolgstoleranz und der unverfrorenen
        Selbstdarstellung der Jungen ein Problem für die Mädchen darstellt, und sie sich allein
        schon dadurch leichter entmutigen lassen, obwohl sie zum Teil über die besseren Kompetenzen
        verfügen und dies eigentlich auch zur Kenntnis nehmen müßten.“

        Würde in dem Kontext bedeuten: Wenn in der Wahrnehmung von Jungs/Männern am Misserfolg immer eher andere Verantwortlich sind (z.B. Feminismus), dazu noch das „männlich typische“ Konkurrenzverhalten dazu tritt, kann ich mir sehr gut vorstellen was eigentlich falsch läuft.
        Einerseits verstehen Männlein und Weiblein ihr jeweils Typisches Verhalten nicht. Frauen verlangen von Männern, dass sie sich wie Frauen verhalten. Und Männer wollen, dass Frauen sich wie Männer verhalten.
        Da würde ich zustimmen, dass das „Gleich machen“ beiden Geschlechtern schadet, Gleichberechtigung selbst aber nicht unbedingt männliche Bedürfnisse unterdrückt.

        Das Problem ist aber, dass der Text sich nur mit geschlechtsspezifischem Sozialverhalten beschäftigt, sagt aber nicht unbedingt was darüber aus in welchen Schulfächern Jungs bzw Mädels durchschnittlich besser sind.
        Der Text schließt auch Erziehung nicht aus.

        Weiß nicht, wäre es nicht besser Jungs und Mädels dafür zu sensibilisieren dass sie ein jeweils anderes Sozialverhalten haben, statt die Geschlechter trennen zu wollen? Meistens bilden sich doch sowieso Grüppchen, die untereinander ein ähnliches Sozialverhalten haben.

        Frauen müssen auch lernen männliche Bewertungen nicht zu überbewerten, damit ihr Selbstbewusstsein nicht drunter leidet. Ebenso kann es einem Mann helfen, wenn er die Schuld nicht immer nur bei anderen Sucht sondern etwas mehr reflektiert. Übertriebenes Selbstwertgefühl schützt das Ego, schafft aber sicher auch unter Männern Probleme.
        Es ist auch kein Wunder wenn sich Frauen männliches Verhalten „abgucken“ um ihr Ego zu schützen, wenn auf weibliche Eigenarten keine Rücksicht genommen wird bzw das weibliche Sozialerhalten häufig abgewertet bzw als „schwächer“ empfunden wird, wärend das männliche Sozialverhalten als der Gradmesser von Stärke angesehen wird. Da wär sie nämlich wieder, die weibliche „Agression nach Innen“, die den Fehler eher bei sich selbst als bei anderen sucht. Die also sich nur „akzeptiert“ fühlt, wenn sie sich an das anpasst, was als „bedeutungsvoll“ gilt.

      • Okay, jetzt wo ich die letzten Seiten des Textes auch gelesen hab muss ich sagen, dass der Text, aus meiner Sicht, deutlich feministisch ist.

    • @ Roslin
      Völliger Quatsch hier das Geschlecht als entscheidendes Kriterium zu nehmen. Jungs und Mädchen sind untereinander dermaßen unterschiedlich, dass du jeweils einer enormen Menge Unrecht tust, nur, um dich in deinen Vorurteilen wälzen zu können.
      Mathe Leistungskurs heißt: jeder, der gut Mathe kann, darf da rein, basta! Mehr brauchts nicht.

  5. Eigentlich hätt ich erwartet, dass Du dafür plädierst, dass man die individuellen Hormonspiegel erhebt und danach Klassen einteilt…. vielleicht noch ergänzt um die digit ratio?

    Wäre das in Deinem Denksystem nicht die ideale _wissenschaftliche_ Methode um „Lerntypen“ zu bestimmen?

    Dann gäbe es wohl eine ganz kleine Klasse für jeweils die „männlichen“ Mädchen & die „weiblichen“ Jungs, größere Klassen für die „Normalen“, und ab der Mittelstufe dann noch eine „Pillenklasse“ für die Mädels, deren Hormonproduktion künstlich gesenkt wird…

    Klingt das nicht „fair“?

    • @muttersheera

      Die Digit Ratio könnte bei einer Einteilung helfen, ist aber sehr ungenau.
      Aber den Lerntyp sollte man ja eigentlich testen können. Vielleicht sollte man da einfach Tests vorlagern, die bestimmte Sachen abfragen und danach einteilen.
      Bliebe aber das Problem der „Ablenkung“ der Schüler untereinander.

      Wahrscheinlich gab es auch genug Sprüche und Hänselein wenn einer in einen „phänotypuntypische Gruppe“ kommt

      Ein Wahlrecht würde wahrscheinlich dazu führen, dass einige Jungs liebend gern in die Mädchenklasse gehen und umgekehrt, einfach um der Hahn im Korb zu sein / dort bei den Jungs ohne viel Konkurrenz punkten zu können.

      • Nu, was jetzt?
        Die digit-ratio ist ungenau undHormone sind plötzlich doch nicht so wichtig?
        Sollten Frauen dann eigentlich nur noch Mädchen unterrichten?
        Und wo kriegen wir dann ad hoc die männlichen Lehrer für die Jungs her?
        Fragen über Fragen…

        Erzähl ich mal kurz, wie wir bei uns damals Mobbing verhindert haben:
        Von der 7. bis zur 10. hatten wir gegen den Widerstand aller Pädagogen – mit Ausnahme unserer Klassenlehrerin – eine Stereoanlage und eine riesige Matratze in unserem Raum. In jeder 5-Minuten-Pause trafen wir uns dort zum musikalisch-untermalten Gruppenkuscheln. Übergriffe gabs m.W.n. keine. Das Schmusen mache ich heute noch verantwortlich dafür, dass wir eine sagenhaft eingeschworene Truppe waren. Hänseleien gegen Einzelne gabs nur von Lehrerseite aus…

      • Erzähl ich mal kurz, wie wir bei uns damals Mobbing verhindert haben:

        Da scheint ja nicht viel als Wertvorstellung verinnerlicht worden zu sein.

  6. schule könnte auch ganz anders aussehen. mehr wie in star treck 11 da ist eine szene in der spock, als kind an computern lernt.

    wie wäre es wenn das zu lernende thema per video erklärt würde. und nicht von einem lehrer, die wiederholen eh immer alles jedes jahr neu. warum die studieren um das zu tun ist mir ein rätzel.

    übungsaufgaben können dann direkt mit einer rückmeldung durchgeführt werden und nicht hausaufgaben wo keiner ahnung hat ob das was gerechnet wird richtig ist. im zweifel macht man systematisch immer den gleichen fehler.

    von der tafel abschreiben ist so eine sache für mich war das ein kopieren ohne das ich vom inhalt notiz nahm. am ende konnte ich nicht sagen was ich geschrieben habe plus dazu noch kopierfehler was in mathe meine unterlagen nutzlos machten.

    auf grund von unterschiedlichen zeitpunkten der körperlichen entwicklung sind bei mädchen die feinmotorischen fähigkeiten früher ausgeprägt als bei jungs daraus ergeben sich dann weitere probleme beim schreiben bzw es geht mehr enrgie in genau das.

    noch was zum verstehen von neuem. jeder hat doch schon festgestellt das ihm das lernen beim einem lehrer besser gefällt/einfacher ist als bei anderen.
    in einem vortrag zu dem thema wurde das erklärt in kurz jemdan der vergleichebare gedanken muster (nueronen verbindungen im gehirn) hat wie ich bei dem lerne ich schneller. deutlich wird das wenn es zum thema mathe geht.

    dreicke zeichnen als überspitztes bsp
    methode 1 schriftliche beschreibung des vorgangs
    methode 2 vormachen/video und nachahmen

    also pc arbeitsplatz/lernplatz inhalte per video erklärt. mit auswahl an video-lehrern keine ablenkung weil jeder für sich lernt, lerntempo entscheidet jeder selber. soetwas wie klassen sind überflüssig.
    an hand der übungsaufgaben könnte nebenbei eine leistungsprüfung erfolgen und das thema als bestanden gelten wenn die fehlerrate bei übungsaufgaben klein genug ist.

    • Schön wenn pädagogisch völlig unbedarfte darüber sprechen wie man Schule besser machen könnte.
      Besonders schön wenn eine Fernsehserie als Vorbild genannt wird.

      Und am allerschönsten ist dieser Teil „wie wäre es wenn das zu lernende thema per video erklärt würde. und nicht von einem lehrer, die wiederholen eh immer alles jedes jahr neu. warum die studieren um das zu tun ist mir ein rätzel.“

    • „jeder hat doch schon festgestellt das ihm das lernen beim einem lehrer besser gefällt/einfacher ist als bei anderen.“

      Das ist genau der Grund, warum das Computerlernen nicht so funktioniert wie man sich das wünscht.
      Weil der persönliche Bezug fehlt!

      Es gibt Leute die schon ihre Babys vor Videos setzen damit die schon ganz früh was lernen. Nur interessiert die Babys ziemlich wenig was auf der Flimmerkiste passiert, die gucken zwar hin, fühlen sich aber garnicht angesprochen weil die soziale Interaktion fehlt.

      Videolernen kann eine Ergänzung sein für Leute, die sowieso bereits interesse am Thema haben und das auch nur ergänzend nehmen.
      Aber reiner Videounterricht wird mit Sicherheit ein Reinfall sein.

      Zudem sagt ein Video einem nicht, was man falsch macht, oder wo man was verbessern kann. (Okay, Lehrer sagen das auch nicht immer so konkret wo die persönlichen Schwächen liegen, die streichen Fehler an und schreiben vielleicht ein paar Sätze unter die Klassenarbeit, oder haben auf dem Elternsprechtag was zu berichten. Aber wenn man total auf dem Holzweg ist, hilft die Korrektur einer Klassenarbeit nicht immer weiter).

      Ich find man sollte sich besser mit Lernforschern und Pädagogen hinsetzen, um da Neuerungen auszutüfteln

  7. Die Gefahr dabei ist in einem Essentialismus abzugleiten, bei dem vergessen wird, dass es den Mann und die Frau nicht gibt. Sehr weibliche Jungs oder sehr männliche Frauen hätten dementsprechend Nachteile in diesem System, gerade wenn man Unterrichtssysteme starr und ausschließlich auf ein Geschlecht ausrichten würde.

    Ich kann wenig über das System sagen, aber die sehr männlichen Frauen und sehr weiblichen Männer sind eher ausname Erscheinungen. Wie es jetzt ist funktioniert es ja auch nicht. Das wird der Mehrheit der Jungs nicht gerecht, und die Ausnahmefälle werden genauso gemobbt und ausgegrenzt, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung bestätigen kann.

    Da fangen dann die Mädels an auf den „schwachen“ Jungs rumzuhacken, weil das halt geht und weil Mädchen gerne Gerüchte streuen und die „starken“ Mädchen sind dann mal schnell Lesben oder burschikose, hässliche Mannsweiber die sowieso nie einen abbekommen werden.

    Allerdings ist das auch wieder das Problem der totalen Gleichgültikeit der Schulen gegenüber Mobbing, bis sich einer umbringt oder Amok läuft. Wenn das unterbunden werden würde, dann wäre auch eine größere Diversivizierung möglich, ohne Gleich alles mit einem Y-Chromosom einer Gehirnwäsche zu unterziehen, bzw. unter Rape-Culturistischen Generalverdacht zu stellen.

    • Mobbing hat nix mit dem Geschlecht zu tun.
      Eher etwas mit Hierarchienbildung und Gruppenzugehörigkeit zu tun, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite mit persönlichen Problemen dessen, der mit dem Scheiß anfängt.
      Warum sollte jemand, der mit sich und der Welt zufrieden ist, andere runterdrücken müssen um sich besser zu fühlen?

      Denke das Problem dabei ist insgesamt eher, dass in der Schule stellenweise erwartet wird, dass die Kinder bereits wohlerzogen und sozialisiert sind. Wärend die Eltern der Meinung sind, dass die Schule einen stärkeren Erziehungsauftrag hat.
      Zum anderen denke ich dass es normal ist, dass Kinder in dem „neuen“ sozialen Umfeld erstmal versuchen ihre Grenzen zu testen bzw „Hierarchien“ neu verhandeln.
      Da kann ein Kind zuhause noch so gut erzogen sein, sobald die Eltern nicht dabei sind und die Lehrer nicht wirklich was zu sagen haben, wird ausprobiert.

      Zudem neigen viele Eltern dazu ihr Kind in jedem Fall zu decken, sich garnicht vorzustellen dass ihr Sprößling sich anderswo so anders verhält wie zuhause. (Vermutlich auch einfach wegen dem Familienzusammenhalt, schließlich werden ja gerne alle möglichen Dinge in ein Kind reinprojeziert…usw)

      Ich glaube da spielt auch „soziale Verbundenheit“ eine Rolle, denn jeder kocht sein eigenes Süppchen. Egal wo ein Kind hin kommt, überall herrschen irgendwie andere Regeln. Da ists kein Wunder dass man sich die Rosinen rauspickt, solange man noch kein weitreichendes Gewissen entwickelt hat.

      Ist nur fraglich, ob Eltern mit Lehrern besser zusammen arbeiten könnten. Das würde eine Einschränkung von Freiheit bedeuten, oder manchen zu kompliziert und zeitaufwendig werden.

  8. Ich habe zum Thema „koedukation ? Eine dreijaehrige
    Longitudinalstudie“ promoviert, dort finden sich viele empirische Daten zum Thema. Fazit: je mehr Bewaehrungssituationen und Gestaltungsnotwendigkei, je explorierender und auch kreativitaetsbezogener der Unterricht war, deseo besser fuer unsere Jungens. (Cuvillier 2008)

  9. Und noch ein vorschlag zur Guete: Nie Zwischengruppen- mit Innergruppenvergleichen vermischen, das ergibt wegen des Wechsels der Bezugsgroessen nix. dass es auch weibliche Jungs und auch maennliche Maedchen gibt (innergruppal) spricht nicht gegen Unterschiede Zwischen Jungens und Maedchen (zwischengruppal). griechenland ist auch pleite, obwohl es dort sogar Millionaere gibt, das hat nichts miteinander zu tun.

  10. Pingback: Maskulismus, Männerrechte und Familienrecht | Alles Evolution

  11. Pingback: Wie man ganz feministisch verhindert, dass Jungs in der Schule schlechter abschneiden | Alles Evolution

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