Männlichen Chefs werden Fehler strenger vorgehalten

Ein Bericht über eine Studie, nach der männlichen  Chefs Fehler eher vorgehalten werden als weiblichen Chefs :

Guys who are in charge at their jobs should be wary when they slip up, as new research finds male leaders are judged more harshly than their female counterparts for their errors. The macho-mistakes‘ finding held for male-dominated fields, like construction work, the researchers added.

Female leaders in such fields were judged less harshly, possibly because they are expected to fall short in masculine settings, the research team concludes. (…)

„Leaders who made mistakes were viewed as less task- and relationship-competent, desirable to work for and effective than leaders who did not,“ writes the team, led by Christian Thoroughgood from Pennsylvania State University, in research detailed recently in the Journal of Business and Psychology.

Gender, too, mattered in their results.

The undergrads evaluated „Bill Smith“ more negatively than „Barbara Smith“ when the two were described as construction foremen. But when the errant leaders were identified as head nurses, the undergrads had similar perceptions of both male and female leaders.

In „männlichen Berufen“ ist man bei Frauen also anscheinend eher geneigt Fehler zu übersehen. In den Gender Studies würde man wohl von wohlwollenden Seximus gegen Frauen sprechen, denn dadurch, dass diesen die Fehler nicht vorgehalten werden, können diese nicht aus diesen lernen.

49 Gedanken zu “Männlichen Chefs werden Fehler strenger vorgehalten

  1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Frauen quasi alles verziehen wird: Faulheit, Dummheit, mangelnde Qualifikation. Solange sie nicht das Büro anzündet, kann sie machen, was sie will.

    • Studien und quantitative Erhebungen belegen meine Erfahrung.

      Zeit-Artikel:

      „Man schaue sich nur mal die Maschinenbau-Ingenieure an. Unter den Absolventen des Jahrgangs 2005 waren laut Hochschul-Informations-System 87 Prozent Männer und – leider, leider – nur 13 Prozent Frauen. Wie aber ist es zu erklären, dass in einigen Autokonzernen über ein Fünftel der neu eingestellten Ingenieure Frauen sind?“

      Zeit-Artikel
      Gehen wir von einer Gleichverteilung von Noten, Begabung und damit Qualifikation aus, werden Frauen überproportional häufig eingestellt; fast „doppelt“ so häufig, wie zu erwarten wäre. Das kann nur zu Lasten der Qualifikation gehen.

      Ich möchte heutzutage kein junger Mann sein, der gerade eingeschult wird. Ihm werden von der Grundschule bis zum Abitur im Vergleich zu den Damen nur Steine in den Weg gelegt. Und selbst wenn er trotz aller Widrigkeiten den besseren Schul- oder Studien-Abschluss, die besseren Qualifikationen hat, reicht das leider immer noch nicht. Denn die Einstiegsposition und der Chefsessel sind leider, leider erst einmal für Frauen vorreserviert.

      • @ Haselnuss

        *Das kann nur zu Lasten der Qualifikation gehen.*

        Dafür werden wir alle bazahlen.

        Es wird Jahre dauern, bis das auffällt (Männer neigen dazu, bei Frauen besonders gerne den ritterlichen Ausputzer zu spielen, der tut, was sie nicht tun kann/will, viel williger, einer unfähigen Frau zu helfen als einem unfähigen Mann, besonders, wenn sie in der Lage ist, die Damsel in Distress zu geben, den Blick „waidwundes Reh“ beherrscht.)

        Es wird noch mehr Jahre dauern, bis femizentrische Medien darüber zu berichten wagen und eine femizentrische, frauenschützende, frauenschonende Gesellschaft daraus die Kosnequenzen zieht.

        Aber letzten Endes werden übergreifende Mechanismen der Grupenselektion für die Wiederkehr von Leistungsgerechtigkeit sorgen.

        Die Konkurrenz zwischen Gesellschaften legt bloß, was innerhalb von Gesellschaften suboptimal läuft.

        Jedoch: Das kann dauern.

        Deshalb sollten junge Männer sich auf’s Auswandern vorbereiten (Englisch lernen!).

      • Habe ich nicht gerade einen Zeit-Artikel von 2010 zitiert? Schreiben Arne & Co. nicht seit Jahren gegen diesen Mist an? Hakt es dann nicht irgendwo anders als in der publizistischen Sparte? Gesendet wird, doch was ist mit dem Empfänger?

      • @Roslin
        Du – und leider sehr sehr viele andere Männer – gehst davon aus, dass sich die Verhältnisse durch Information ändern werden. Dem ist nicht – fast nie – so. Das ändert sich auch durch eine Fahrt ins Ausland nicht, weil dort dieselben – oft noch schlimmeren – Verhältnisse herrschen.
        Die Verhältnisse ändern sich erst, wenn weniger Kinder von Frauen erzogen werden. Insbesondere Jungs können so nicht mehr zu Kavalieren erzogen werden und lernen, dass für das Gleichgewicht ihres Gefühlslebens nicht in erster Linie Frauen (Mutter) verantwortlich sind.
        Alles, was Männer in die Erziehung bringt – ob in öffentliche Erziehung oder in familiäre – ist daher ein Schritt zur Lösung. Nicht mehr Information

      • @Wolfgang Wenger

        Du schreibst:

        Alles, was Männer in die Erziehung bringt – ob in öffentliche Erziehung oder in familiäre – ist daher ein Schritt zur Lösung. Nicht mehr Information

        Kommentar:

        Kannst Du das mal ein bisschen ausführlich erklären, wie dieser Vorgang mit der Erziehung von Jungs durch Männer die Lösung ist?!

      • @Chomsky
        Oh, ich dachte bei Jungs sei der Fall klar. Ich beschäftige mich momentan eigentlich eher mit der Frage, wie das bei Mädchen sein könnte. Hier habe ich nämlich eher die Befürchtung, dass es sich dort gegenteilig auswirkt.
        Warst du das nicht, dem ich den Ausschnitt aus Betz „So wird der Mann ein Mann“ zugeschickt habe? Dort wird recht ausführlich erklärt, wie die Mutter den Jungen als Partnerersatz mißbraucht und so der Junge lernt, Stellung gegen dein eigenen Vater zu beziehen (hier entsteht der Konkurrenzkampf zwischen Männern) und darauf zu achten, die Bedürfnisse der Mutter und der Frauen zu erfüllen. So wird er ein „guter Junge“. Rücksicht auf Frauen zu nehmen wird also zu einem wichtigen Merkmal seines Mannseins und zieht sich durch sein ganzes Leben.
        Der Junge lernt, dass für sein emotionales Gleichgewicht Frauen zuständig sind. Er spaltet das ganze Gefühlsleben ab, zumindest was „weiche“ Gefühle betrifft. Das ist für ihn „Frauensache“ (zumindest Größtenteils). Da ein Mensch aber mit derart eingeschränkter Gefühlspalette (wer kommt ohne Trauer aus? Wer ohne Angst?) kaum leben kann, ist er grundlegend auf Frauen zur Verklompettierung seiner Gefühlswelt abhängig und kann ohne sie nicht leben, verachtet sie aber auch gleichzeitig, da sie das Wesen ist, das derartig unmännliche Gefühle widerspiegelt, während Männer für ihn höhere Gefühle wie Mut, Wut, Härte usw. leben.

        Würde der Junge am Beispiel seines Vaters oder anderer Männer sehen, dass solche Gefühle eben auch zum Mann gehören, käme er nicht auf diesen Trugschluss und könnte auch derart abgespaltene Gefühle in sich integrieren.

        War ne gute Übung für mich. Ich schreib im Sommer eine Konzeption um damit Förderung für Jungennachmittage in Kindertagesstätten zu bekommen 🙂
        .
        .

      • @ Wolfgang Wenger

        *Du – und leider sehr sehr viele andere Männer – gehst davon aus, dass sich die Verhältnisse durch Information ändern werden.*

        Nein, Wolfgang, davon gehe ich gerade nicht aus.

        Ich schreibe mir hier fast die Finger wund (manchmal), um gerade über diesen Irrtum aufzuklären, um auf die Macht der Instinkte aufmerksam zu machen, die unser Verhalten disponieren, die keine Information/keine Aufklärung außer Kraft setzen kann.

        Ansonsten stimme ich Dir zu.

        Besonders Jungs, aber auch Mädchen, brauchen das Männliche/Männer als formendes Element bei ihrem Aufwachsen, eben weil Männer und Frauen unaufhebbar/instinkrmäßig ungleich sind, Männer durch Frauen (und Frauen durch Männer) nicht ersetzbar sind, nicht austauschbar.

        Fehlt das Weibliche, fehlt etwas.

        Fehlt das Männliche, fehlt auch etwas, besonders Jungs, die nur anhand von Männern ihre Männlichkeit, die in ihnen angelegt ist, gesund und rund und voll ausbilden können.

        Mit Männern, die ihre eigene Männlichkeit hassen und verachten, die den Jungs bewusst und unbewusst vermitteln, ihre eigene Mannwerdung zu fürchten und zu verachten, kann man Jungs nicht erziehen.

        Viel zu viele frauenbewegte Lehrer gehören heute zu dieser Sorte Mann in einem femizentrisch-feministischen Fach (Pädagogik), das wie kaum ein zweites (außer Gender und bestimmten Teilen der Gendersoziologie) ideologisch-feministisch dominiert ist, mit feministischen Prämissen arbeitet – verheerend für Jungs.

        Sie brauchen Männer, die sich ihrer Männlichkeit nicht schämen, die gerne Männer sind, keine Klemmschwestern.

        Selbstbewusste Männer, die Frauen nicht umtanzen und umwieseln wie Korybanten das Goldene Kalb, schellenklingende Narren.

      • @Roslin
        Es gibt keine Instinkte. Schon gar keine „Macht der Instinkte“. Gäbe es sie, bräuchten wir nicht weiter zu diskutieren. Dann nützen auch mehr Männer in der Pädagogik nicht, weil Instinkte nicht pädagogisch veränderbar sind. Dann könnten Frauen auch nichts verkehrt machen, weil sie die Instinkte auch nicht verändern könnten. Wenn unser Verhalten disponiert ist, dann ist das eben unser Schicksal, dass wir Frauen besser behandeln und unser eigenes Geschlecht schlechter und strenger. Dann müssen wir uns in unser Schicksal fügen.

        PS: Deine Auffassung von männlichen Sozialpädagogen sind auch etwas …. klischeehaft und veraltet 🙂

      • @ Alexander

        „Die Konkurrenz zwischen Gesellschaften legt bloß, was
        innerhalb von Gesellschaften suboptimal läuft.“

        Interessanter Aspekt. Die zivilisatorische
        Entwicklung auf dem Gebiet der Technologie
        und der Organisation hängt in allen Gesellschaften
        im wesentlichen von der Leistungsfähigkeit und
        der Motivation der Männer ab.

        Dies war in allen historischen Epochen so und
        wird sich nach allem was wir wissen, auch kaum
        ändern lassen.

        Wird spannend sein zu beobachten wie sich
        Gesellschaften weiter entwickeln, die zwar
        eine männliche Bevölkerung haben die im
        Schnitt weniger leistungsfähig ist als
        im Westen, welche sich aber nicht den Luxus
        leisten ungeeignete Frauen auf wichtige
        Positionen zu setzen.

        Vielleicht ist ja das was wir machen eine
        natürliche Fortschritts-Bremse. 🙂 😉

      • Ich würde sagen, so eine Sozialisation erhält sich doch nicht von selbst.

        Ohne eine Kultur, die einen wesentlichen Teil menschlicher Gefühle als weiblich reklamiert würde das imho zumeist recht schnell abgelegt. Für soo dauerhaft prägend halte ich alleine Sozialisation nicht.

        In der Vergangenheit war das ohne Zweifel zgT. auch der Militarisierung und Ökonomisierung des Männlichen geschuldet, man brauchte eben massenweise Arbeitstiere und Kanonenfutter.

        Das Perfide ist doch, dass heute gerade Feminismus zum wesentlichsten Motor der Perpetuation der Abspaltung des Menschlichen vom Männlichen geworden ist. Das war auch erklärtes Ziel des ab mitte der 1970er vorherrschenden, und in der Folge auf breiter Front institutionalisierten kulturellen Feminismus: „Weibliches aufwerten, Männliches abwerten“ (Mary Daly) Das geschieht überwiegend, indem man Männliches entmenschlicht (z.B. „Der Familienversorger leistet keine Fürsorge, er versucht so nur, seine Frau in Abhängigkeit zu halten“)

        Dieser Feminismus bediente sich dazu zunächst des Dämons „männliche Sexualität“, und löste mit „politischen Zahlen“ in den 1990ern eine regelrechte Massenhysterie bzgl. sexuellen Mißbrauchs von Kindern aus. Gibt es ein Besseres Symbol für Unmenschlichkeit? Das hat imho tiefe Spuren hinterlassen.

        Heute beruft man sich überwiegend auf den „neuen(sic!) Mann“ der seine ausdrücklich als solche markierte „weibliche Seite“ zur Geltung gelangen lassen soll.

        So „muss“ der Mann erst zum Mensch „transformiert“ werden, er ist es folglich nicht aus sich selbst heraus, vor allem: nicht selbstverständlich aus sich heraus. Er bleibt so in der Hinsicht eine unvollkommene Kopie des Weibes, ein ständiger Lehrling in Sachen Emotionen.

        Frühere Männergenerationen haben sich ganz selbstverständlich liebevoll um ihre Kinder gekümmert, sie sahen es nur als ihre primäre Aufgabe, dabei die Speisekammer zu füllen.

        Sicher ist es schwierig gegen diese Mythen anzukämpfen, aber letztendlich helfen auch Männer in der Erziehung wenig, wenn sie eben von diesen Mythen beseelt sind.

        Information ist unerläßlich, nur durch sie wird aus einem dumpfen Unbehagen ein handlungsfähiges Bewußtsein.

      • @ Wolfgang Wenger

        Es gibt keine Instinkte und schon gar keine Macht der Instinkte?

        Mit anderen Worten: Wenn Sie Hunger haben (ein Trieb), entscheiden Sie wirklich nur mit ihrem Verstand, und nicht instinktiv, was Sie essen? Und wenn es instiktiv ist, dann macht Aufklärung über Ernährungsfragen keinen Sinn? Wirklich nicht?!?

        Und wenn eine Schokolade, Chipse, ihr Lieblingsbier, ihre Lieblingsspeise u. ä. auf dem Tisch steht und Ihnen aufgrund des Geruchs schon das Wasser im Munde zusammenläuft, entscheiden Sie nur mit ihrem Instinkt, weil der herrliche Geruch Sie völlig kalt lässt?

        Nee, geht jetzt echt nicht gegen Sie, ich schätze ihr Engagement für Jungs und Männer sehr!

        Aber es gibt Instinkte, auch beim Menschen. Gerade rund um die Liebe, die Sexualität, und das Miteinander zwischen Männchen & Weibchen. Und es gibt beim Menschen auch Verhaltensweisen, die teilweise instinkt-, teilweise verstandsgesteuert sind. Und an denen kann man mit Aufklärung, mit Information etwas verändern, natürlich nicht in einem grenzenlosen Ausmaß.

        Instinkte ausleben muss man irgenwo, um nicht verrückt zu werden, sie zügeln muss man auch, um sich und/oder anderen nicht zu schaden. Im Detail schwierig, aber dass es so ist, steht doch außer Frage?!?

      • Korrektur:

        Es muss natürlich heißen:

        „Und wenn eine Schokolade, Chipse, ihr Lieblingsbier, ihre Lieblingsspeise u. ä. auf dem Tisch steht und Ihnen aufgrund des Geruchs schon das Wasser im Munde zusammenläuft, entscheiden Sie nur mit ihrem VERSTAND, weil der herrliche Geruch Sie völlig kalt lässt? “

        Änderungen durch GROSSSCHREINUNG hervorgehoben!

      • @Matthias
        Ein Trieb ist kein Instinkt
        Und ja, ich entscheide mit dem Verstand, was ich esse – aber nicht ob, das entscheidet der Trieb. Daher ist das, was ich esse, auch kulturellen Normen unterworfen und auch veränderbar. Und ob mir das Wasser im Munde zusammenläuft bei einem tollen Eisbecher, oder bei 100 Gramm Raupe gemischt, entscheidet nicht irgendein Instinkt, sondern Verstand, Erziehung, kulturelle Werte etc.
        Triebe sind z.B. Hunger und Sexualtrieb. Schon bei letzterem sieht man, dass der durchaus veränderbar ist. Essen müssen wir, ebenso wie atmen. Atmen als Instinkt???
        Wäre essen ein Instinkt, würde alle Menschen in der Welt gleiches essen und in gleicher Menge.

      • @ Wolfgang Wenger

        *Gäbe es sie, bräuchten wir nicht weiter zu diskutieren. Dann nützen auch mehr Männer in der Pädagogik nicht, weil Instinkte nicht pädagogisch veränderbar sind.*

        So groß sind die Veränderungsspielräume ja auch nicht, Wolfgang.

        Ein Blick in die Geschichte und ander Kulturen (Universalien!) genügt.

        Zudem ein Blick in’s angrenzende Tierreich (“ Wie ist das bei anderen Säugetieren/Primaten?“) ist da erhellend.

        Es ist nur zu beachten, dass der Mensch ein höher entwickeltes Tier ist, gegenüber seinen Instinkten einen höheren Freiheitsgrad gewonnen hat.

        Aber völlig frei ist er eben nicht. Das zeigt die relative Verhaltenkonstanz von Männern und Frauen über Zeiten, Räume und Kulturen hinweg (oft deprimierend konstant, auch in ihren Unarten).

        Denn der Mensch hat seine Instinkte nicht verloren.

        Sein Gehirn unterscheidet sich gar nicht so sehr vom Primatengehirn, in dem Instinkte das Verhalten steuern, weniger disponierend als determinierend.

        Wir sind freier, aber nicht völlig instinktbefreit.

        Das ist die große Illusion der linken Ideologie: der Mensch als leeres Blatt.

        Stimmt aber nicht.

        Sonst wären wir beim Menschenumformen nicht so oft gescheitert.

        Am eindrucksvollsten scheiterten die Kibbuzniks.

      • @Nick:
        Der Feminismus verstand es perfekt – entgegen seines Anspruches – die Rollenverteilung noch weiter zu zementieren. Er hat die alten Rollen nicht aufgehoben, er hat sie auf die Spitze getrieben. Aus zweierlei Rollen wurden zweierlei Maß.

        Wir als Männer müssten Abbitte und Buße für vergangene Verfehlungen tun. Wir müssen Frauen fördern, wo wir können. Wir müssen ihre Arbeit mitmachen. Wir müssen sie einstellen, ob sie qualifziert sind oder nicht.
        Weil wir die bösen Unterdrücker und weil sie die besseren Menschen sind.
        Wenn eine Frau erfolgreich ist, ist sie es immer trotz der Männer. Wenn sie scheitert, dann scheitert sie wegen der Männer.

        Darum müssen wir inkompetente Frauen dulden. Darum müssen wir (ich) weiße Ritter dulden, die die Frauen in allen möglichen Lebenslagen verteidigen: „Sie kann doch nichts dafür“, „Jetzt sind aber mal die Frauen dran“ oder „Sie hat sich doch angestrengt“.

        Der dem Feminismus eingeborene Sexismus ist der faulende Kern des Problems; der Sexismus, der dem Mann alle Vorzüge des alten Systems nahm und ihm dafür nur Nachteile aufbürdete. Der Sexismus, der sich in ein progressives Gewand kleidet und der das Ende aller Diskriminierung verkündet, der dabei aber nonchalant über die Leichen von hunderten Männern geht.

      • @Wolfgang:
        Und ob mir das Wasser im Munde zusammenläuft bei einem tollen Eisbecher, oder bei 100 Gramm Raupe gemischt, entscheidet nicht irgendein Instinkt, sondern Verstand, Erziehung, kulturelle Werte etc.

        Das ist sicherlich richtig, Raupen sind „eigentlich“ auch sehr nahrhaft.

        Aber keine Kultur der Welt wird es jemals zuwege bringen, dass einem Homo Sapiens bei einem Becher Sand das Wasser im Munde zusammenläuft 😉

      • (und Asiaten haben oft auch einen guten Grund, den Eisbecher unlecker zu finden – wer weiß, ob unsere heimischen Rauben für uns so eine gute Nahrung sind, wie Heuschrecken für manche Asiaten?)

      • @ Wolfgang Wenger

        „Ein Trieb ist kein Instinkt“

        Ich hab nicht behauptet, dass es einer ist. Wir haben aber beides. Es kann sein, dass Sie das Wort „Instinkt“ anders benutzen.

        „Und ja, ich entscheide mit dem Verstand, was ich esse – aber nicht ob, das entscheidet der Trieb.“

        Menschen entscheiden AUCH mit ihrem Verstand, auch über das ob – jetzt im Bezug auf den Zeitpunkt. Aber eben nur auch. Die Entscheidung ist ja differenziert, ob ein bisschen hiervon oder davon, wieviel wovon, das macht der Verstand nur unter anderem.

        „Daher ist das, was ich esse, auch kulturellen Normen unterworfen und auch veränderbar.“

        Ja, aber auch durch Prägungen/Gewohnheiten. Veränderbar ist es, aber nicht grenzenlos.

        „Und ob mir das Wasser im Munde zusammenläuft bei einem tollen Eisbecher, oder bei 100 Gramm Raupe gemischt, entscheidet nicht irgendein Instinkt, sondern Verstand, Erziehung, kulturelle Werte etc.“

        „Ob mir das Wasser im Munde zusammenläuft“ heißt für mich „ob ich etwas gerne esse“. Darauf hat der Verstand nun wirklich kaum Einfluss. Ob die Lieblingsspeise eines Menschen eher Schollenfilet oder eher Hirschbraten ist, kann sich ein Mensch doch nicht mit seinem Verstand aussuchen. Oder ob einer an einem bestimmten Tag auf eines von beidem Lust hat. Der Verstand beeinflusst es nur, oftmals wenig.

        „Triebe sind z.B. Hunger und Sexualtrieb. Schon bei letzterem sieht man, dass der durchaus veränderbar ist.“

        Der Sexualtrieb ist veränderbar, und das – so meinen Sie es wohl – durch kulturelle Einflüsse und den Verstand? Wenn, dann nicht stark! Da gleichen wir doch heute noch der Steinzeit und vorher. Ich bitte Sie! Ich kann mir doch meine sexuellen Vorlieben nicht aussuchen oder mit meinem Verstand verändern! Ich verstehe meine Vorlieben durch die verhaltensbiologie/Evolutionspsychologie besser, ich kann sie mir kausal erklären, aber nicht verändern!

        „Essen müssen wir, ebenso wie atmen. Atmen als Instinkt???“

        Nicht böse gemeint von mir, aber man merkt, dass Sie in der Biologie nicht zuhause sind. Essen müssen wir zwar, haben aber dabei quantitativ, qualitativ und von der Wahl des Zeitpunktes verdammt viel mehr Handlungsspielraum als beim Atmen. Und ob man gerade eher heiß auf Proteinreiches, auf Eisenhaltiges oder Eisenarmes, auf saures, basisches usw. ist entscheidet man nicht mit dem Verstand, sondern instinktiv. Die dadurch instinktive Auswahl entsprechender Nahrungsmittel führt einen, solange das pysiologisch gut reguliert ist, in Abhängigkeit vom aktuellen Gesundheits- und Ernährungszustand zielsicher zu den Nahrungsmitteln, die man braucht.

        Atmen ist was ganz anderes als Essen. Atmen läuft noch weniger über den Verstand. Als Trieb oder Instinkt würde ich es nicht bezeichnen. Mit dem Verstand nach dem Motto „Ich brauch jetzt beim Laufen mehr Sauerstoff“ entscheiden, geht natürlich nicht. Das geht nur Automatisch, am Verstand vorbei. Beim Essen geht auch viel am Verstand vorbei, auch WAS wir essen.

        „Wäre essen ein Instinkt, würde alle Menschen in der Welt gleiches essen und in gleicher Menge.“

        Nein, denn Menschen unterscheiden sich genetisch, im Lebensalter, im Gesundheits- und Ernährungszustand stark voneinander. Entsprechend wählen sie instinktiv verschiedene Nahrungsmittel, verschiedene mengen davon, zu verschiedenen zeitpunkten in Abhängigkeit vom chronobiologischen Rythmus usw. Die Biologie eines tierischen, lebenden Systems ist auch ganz ohne Verstand alles andere als gleichförmig.

      • @Haselnuss:
        Weil wir die bösen Unterdrücker und weil sie die besseren Menschen sind.

        In der Tat, Feminismus hat es geschafft das Männliche gründlich zu reframen: Früher war es zwar auch das Dämonische, dem aber auch gleichzeitig – gerade deshalb – das Potential innewohnte, sehr viel Gutes zu leisten.

        Heute ist der Dämon geblieben, der eben nur noch schädlich sein kann.

        Deshalb wird es imho wenig nützen, alleine das nunmehr als singulär weiblich geframte zu „reclaimen“, auch wenn das ein wichtiger Schritt ist.

        Solange die Geschichte als Geschichte der brutalen Unterdrückung der Frau-an.sich durch den Mann-an-sich geframt wird, kann Mann kaum eine positive Identität entwickeln.

        Mehr als eine Abgrenzung des Sohnes vom Vater, unter Pareinahme für die Mutter, kann dabei nicht herauskommen, weil vergangene Männergenerationen eben das Symbol für „Vater“ schlechthin ist.

        Die feministische Dreckschleuder muss ihrer Maske beraubt werden, auf dass das dahinter verborgene, stets gewaltbereite verhärmte Gouvernantengesicht von 1800 zum Vorschein kommt. Dann hat der autoritäre und prügelnde Vater von 1800 sein geschichtsangemessenes Gegengesicht.

      • @ Haselnuss

        *Wenn eine Frau erfolgreich ist, ist sie es immer trotz der Männer. Wenn sie scheitert, dann scheitert sie wegen der Männer.*

        Und bei Männern ist es haargenau umekehrt: Wenn ein Mann erfolgreich ist, dann ist er es, wg. seiner Frau/einer Frau im Hintergrund oder die Berechtigung seines Erfolges wird gleich ganz in Frage gestellt, ein unfaires Ergebnis des patriarchalen Privileges.

        So werden systematisch alle männlichen Erfolge entwertet.

        Scheitern Männer dagegen, so sind nicht etwa Frauen schuld – Frauen sind ja an gar nichts Negativem schuld, sie sind nur verantwortlich zu machen für’s Gute, Wahre, Schöne) wie im umgekehrten Falle Männer schuldig gesprochen werden (oder die abstrahierte „Männlichkeit“ oder das noch abstraktere „Patriarchat“), sondern am Scheitern von Männern sind wiederum ausschließlich Männer schuld, entweder die scheiternden Männer selbst oder wiederum „falsche“ Männlichkeitsvorstellungen oder das Patriarchat.

        Sehr bequem und hochattraktiv für Frauen, diese Weltdeutung: Frau ist immer Opfer, nie Täterin.

        Hat sie Erfolg, ist der Erfolg doppelt, dreifach, zwanzigfach anerkennenswert, ist er doch gegen die bösen Männer errungen, gegen die Ungunst der Umstände usw..

        Hat sie keinen Erfolg, dann muss mann (und frau) ihr helfen, denn sie ist nicht selber schuld, sondern Opfer, Opfer der konkreten Männer in ihrem Leben oder der bösen, von Männlichkeitsnormen und männlichen Zwängen bestimmten umwelt, also dem ominösen Patriarchat.

        Nun könnte man ja von Frauen verlangen, dass sie endlich eine Umwelt aufbauen/bestimmen, in der die wahre Menschlichkeit zur Blüte kommt – also weibliche Firmen, von Frauen gegründet und zum Erfolg geführt, mit Frauen genehmer Work-Life-Bilanz und entsprechenden Arbeitszeiten, Führungsstrukturen usw.

        Aber das scheint wiederum zu viel verlangt.

        Jedenfalls ist davon wenig zu sehen.

        Nein, Männer sollen gefälligst eine solche Umwelt aufbauen und die von ihnen gegründeten und zum Erfolge geführten Firmen so umgestalten, dass Frauen sich in ihnen wohl fühlen können.

        Ob Männer sich in einer Umwelt wohlfühlen, in der Frauen sich wohl fühlen, das wird gar nicht erst gefragt, das wird selbstverständlich vorausgesetzt – man gönnt sich ja sonst nichts als gepämperte Narzisstin, die doch ein bißchen Rücksichtnahme erwarten kann und darf, gerade von Männern.

        Männer sollen sich ändern, damit Frauen sich wohl fühlen.

        Männer sollen die Welt ändern, damit Frauen sich in ihr so wohl fühlen können, dass sie selbst endlich, endllich anfangen können, die Welt erfolgreich zu gestalten, kaffemaschinennah und in Teilzeit.

        Das geht natürlich nur über Quote und langfristig nur im ÖD, der vom Steuerzahler nimmt, was er gegen Konkurrenz nicht erwirtschaften kann und muss.

        Er ist ja qua Staatsmacht Monopolist und der Kunde in Wahrheit Untertan, der das Angebot, dass die Staatsmacht ihm vorsetzt, nicht ablehnen kann.

        Er muss es annehmen und das zum vorgeschriebenen Preis.

        Da lässt sich testosteronbefeuertes Konkurrenzverhalten leicht herunterdimmen und matriarchaler Schlendrian praktizieren.

        Mit matriarchalen Effizienzergebnissen und Leistungen.

      • @Alexander

        Du schreibst:

        Nun könnte man ja von Frauen verlangen, dass sie endlich eine Umwelt aufbauen/bestimmen, in der die wahre Menschlichkeit zur Blüte kommt – also weibliche Firmen, von Frauen gegründet und zum Erfolg geführt, mit Frauen genehmer Work-Life-Bilanz und entsprechenden Arbeitszeiten, Führungsstrukturen usw.

        Kommentar:

        Finde ich das stärkste Argument. Ich verstehe nämlich auch nicht, weshalb die Frauen eben keine Frauenpartei gründen, die ausschliesslich auf Frauen zugeschnitten ist und dann alle Frauen eben nur diese Frauenpartei wählen.

        Und wenn ja gewisse Feministinnen sich so unwohl fühlen im Patriarchat, würde ich es begrüssen, wenn eine Staatsszession stattfindet: Soll heissen: Die Feministinnen bekommen einen eigenen Staat innerhalb Deutschlands, wo nur Frauen leben dürfen und keine Männer, dort können sie dann ihr Matriarchats-Paradies aufbauen. Mal schauen, wie viele Frauen effektiv in diesem Staat leben möchten. 🙂

      • Die Feministinnen bekommen einen eigenen Staat innerhalb Deutschlands, wo nur Frauen leben dürfen und keine Männer, dort können sie dann ihr Matriarchats-Paradies aufbauen.

        Und warum kein herrliches Stück von den Schweizer Alpen? 😀

      • @ NIck

        Du schreibst:

        Und warum kein herrliches Stück von den Schweizer Alpen?

        Kommentar:

        Nun, ein Stück der Schweizer Alpen ist natürlich für die schweizerischen Feministinnen vorgesehen. Obwohl ich wirklich sagen muss, dass ich bisher noch keine sooooo verbiesterte Feministinnen wie in Deutschland getroffen habe.
        Dazu gibt es doch einen schönen Satz, den ich auf Cuncti aufgesschnappt habe:

        „In Paris gibt es eine feministische Buchhandlung in St.-Germain des Pres, ich glaube, sie heißt einfach „Librairie des femmes“. Sie wirbt damit, die erste ihrer Art in Europa gewesen zu sein. Da treffen Sie sehr nette, sehr sympathische und modische Frauen, mit denen Sie kultiviert sprechen können. Und dann gehen Sie in einen Frauenbuchladen in einer deutschen Stadt. Ihre Frage beantwortet sich dann von selbst.“
        http://cuncti.net/streitbar/163-die-deutschen-heben-wieder-ab

        Öhmm, ich würde sagen, da hat er voll ins Schwarze getroffen! 🙂

      • @ Chomsky

        „Da treffen Sie sehr nette, sehr sympathische und modische Frauen, mit denen Sie kultiviert sprechen können. Und dann gehen Sie in einen Frauenbuchladen in einer deutschen Stadt. Ihre Frage beantwortet sich dann von selbst.”

        Dann hat ja der Renè Kuhn mit seinen
        Vogelscheuchen wenigstens für die Schweiz
        und Deutschland doch recht gehabt. 🙂

      • @Chomsky:
        Nun, ein Stück der Schweizer Alpen ist natürlich für die schweizerischen Feministinnen vorgesehen.

        Wenn sie tatsächlich nicht so gehäuft solche geistigen Dreckschleudern wie die Unsrigen sind, dann träfe sie die Almhütte aber unverhältnismäßig hart. Das ertrüge mein Ritterherz nicht.

        Vorschlag: Ihr gebt Unseren Asyl für die Almhütte, und Eure kriegen bei uns ehrliches Ackerland in MacPomm.

        Da haben sie wenigstens eine Überlebenschance.

      • Und ihr wollt mir jetzt allen Ernstes erzählen, dass es ein Instinkt ist, daher ein unabänderliches Verhalten, weder durch Verstand, noch durch Erziehung oder Information beeinflußbar, dass Männer andere Männer und Frauen die Männer härter und strenger behandeln? Dass wir dies daher schicksalhaft zu akzeptieren haben und uns darin fügen müssen? Das es unser Schicksal ist, Frauen nett und zuvorkommend zu behandeln.
        Nenene, viel Spaß dabei, das macht dann mal ohne mich 🙂

      • Es geht erstens um Gewichtungen. Und zweitens lediglich um die biologisch bedingte Komponente.

        Soziale Einflüsse und Reflexion sind also keineswegs ausgeschlossen.

        Herr Wenger,

        Ihre Beiträge zeichnen sich oft durch Verzerrungen, Unterstellungen und dergleichen aus, um eine Ihnen nicht genehme Position zu disqualifizieren.

        Diesen Diskussionsstil kennen wir von Feministinnen, na ja und auch von Christian, wenn es bei ihm ans Eingemachte geht.

      • @ Wolfgang Wenger

        Mal unabhängig von der genauen Definition von „Trieb“ und „Instinkt“, und ob man das differenzieren sollte:

        Natürlich ist menschliches Verhalten durch Verstand, Erziehung und Information (Der Information haben Sie selbst weiter oben die Bedeutung abgesprochen, was ich auch nicht verstehe! Die Informationen aus Büchern von Arne Hoffmann zum Beispiel sind vollkommen unverzichtbar, wenn sich was ändern soll. Es hat sich dadurch an der Debatte auch schon viel zum Guten hin geändert.) beeinflussbar. Aber eben nur in Grenzen.

        Wie kommen Sie darauf, dass Herr Roslin und ich schicksalhaft akzeptieren wollen, dass Männer schlechter behandelt werden? Wollen wir doch gar nicht.

        Aus meiner (und vermutlich auch Roslins) Sicht ist das Aufklären über die genetisch bedingten Anteile des menschlichen Verhaltens eine wichtige Vorraussetzung, um die Lebensverhältnisse der Männer zu verbessern, auch um das Verhältnis der beiden Geschlechter zueinander zu verbessern. Und um vieles über die Geschlechter überhaupt zu verstehen – man muss doch vollständige Bestandsaufnahmen machen, wenn man Probleme hat und sie lösen will.

        Natürlich hilft z. B. Ihre Jungenarbeit dabei, dass Männer besser behandelt werden. Das sie nicht mehr übertrieben ritterlich zu Frauen sind, auch zu miesen, und zu allen feministischen Auswüchsen ja sagen und sich wegducken.

        Aber durch kein Erziehungsprogramm der Welt kann man Jungen und/oder Männern die Ritterlichkeit gegenüber Frauen vollständig austreiben (Das schafft nur zu wenig pränatales Testosteron! Am anderen Ufer weiß man das!) – man sollte es auch gar nicht. Von Natur aus streben Lebewesen die Fortpflanzung an. Deshalb ist gerade für einen jungen Mann die Frau, Sex mit ihr, eine Beziehung mit ihr, innerlich das höchste Lebensziel. Und daran ändern Sie, was die Masse der jungen Männer betrifft, garantiert nichts, weil es schlichtweg nicht möglich ist.

        Sie können aus biologischer Sicht lediglich an Details etwas ändern, und das auch stark. Wie die Ritterlichkeit genau aussieht, wie stark sie ausgeprägt ist, ob Jungs eher die Beziehung oder wilde Sex-Dates anstreben. Wie hoch die kulturell bedingte Hemmschwelle ist, in ein Bordell zu gehen. Aber am großen, ganzen können sie nichts ändern. Also daran nicht, das Jungs und junge Männer überhaupt gern eine Freundin hätten, und das Sex für sie eine größere Rolle spielt als für Frauen, dass sie Frauen gegenüber Beschützerinstinkte haben, das das Rotlichtmileu immer genug Kunden haben wird usw. – dagegen können Sie nichts machen.

        Sehr viel gutes bewegen können und werden Sie mit Ihrem Engagement für Jungs trotzdem, ganz klare Sache. Wir streiten uns hier eher rein intelektuell – Sie sind halt mit der Biologie nicht sonderlich vertraut, stehen ihr skeptisch gegenüber, wollen offenbar vieles nicht wahrhaben oder unterstellen absurdes, wie z. B. Roslin & ich hielten es für einen unabänderlichen Instinkt, dass Menschen Männer schlechter behandeln und zu frauen zu nett sind, das hat aber keiner von uns so geäußert – es gibt lediglich instinktiv bedingte Dispositionen, d. h. Neigungen, die es wahrscheinlicher machen, mitverursachen, dass Männer schlechter behandelt werden. Wenn man weiß, dass das so ist, kann man meiner Einschätzung nach Männer eher gut behandeln, weil man das „innere Tier“ in sich besser durchschaut. Der Vorwurf, „dann sei alles unveränderbar“ kommt, wie Sie bestimmt wissen, übrigens oft von Feministinnen (Auch wenn ich Sie mit denen natürlich nicht vergleichen will!). Denen ist aus guten Gründen die Biologie zuwider, ist sie doch so eine effektive Waffe gegen typische Formen des Feminismus!

      • @Wolfgang:
        Und ihr wollt mir jetzt allen Ernstes erzählen, dass es ein Instinkt ist, daher ein unabänderliches Verhalten..

        Eine Instinktdisposition ist ja imho erstmal nur ein Impuls, dem man natürlich durch Kultur und Erziehung entweder zu enormer Macht verhelfen kann, oder eben sozialverträglich dämpfen kann.

        Wir haben derzeit eine Kultur, die diesen Impuls enorm verstärkt. In der Neuzeit war das noch nicht so, das Weib wurde eben bei gleicher Tat ertränkt statt erhängt. Es war aber durchaus normal und weit verbreitet, auch das Weib als Täterin zu betrachten. So schwierig ist es also nicht.

        Man müsste nur endlich anfangen, Männer vollumfänglich als fühlende Menschen wahrzunehmen und darzustellen, dann stellte sich auch mehr Empathie ein. Empathie mit Männern ist ja auch eine Instinktdisposition 🙂

        Und natürlich hast du recht, mehr verfügbare männliche Bezugspersonen befreien Jungs nicht nur von emotionaler Abhängigkeit von Frauen, sie steigern auch die Empathiefähigkeit unter Männern.

        Feminismus täte andererseits gut daran, den zunächst angetretenen Kampf zur Gleichbehandlung und damit gegen den Weibchenkitsch der Moderne wieder aufzunehmen, denn das wäre imho der einizge Weg dazu, dass man Frauen vollumfänglich für Voll nimmt. Also: Zurück zu vor 1975.

        Wer nicht straffähig ist, ist buchstäblich nicht satisfaktionsfähig. Ein unmündiges Kind.

        Frau will offenbar nicht satisfaktionsfähig sein, der goldene Käfig scheint ihr lieber zu sein. Klar, wenn man sie auf die Pöstchen tragt..

      • Diesen Diskussionsstil kennen wir von Feministinnen, na ja und auch von Christian, wenn es bei ihm ans Eingemachte geht.

        Ja, eigentlich von allen außer Kirk – wenn mit „psychisch bedingter Abwehr“ darauf reagiert wird, dass Annekdötchen als „Beweise“ gelten sollen.

      • @Mattias:
        Aber durch kein Erziehungsprogramm der Welt kann man Jungen und/oder Männern die Ritterlichkeit gegenüber Frauen vollständig austreiben..

        Der Witz ist doch, dass Frauen Ritterlichkeit heutzutage eher als soziale Demutsgeste interpretieren. Das war mal komplett anders, früher galt Ritterlichkeit als Ausdruck eines gewissen sozialen Standes.

        Ich denke, es liegt hier ein großes kulturelles Mißverständnis vor: Viele Männer denken eben immer noch, Ritterlichkeit kommuniziere sozialen Status.

        Auf der anderen Seite gibt es natürlich Beschützerinstinkte. Aber die treten doch „normalerweise“ sehr schnell in den Hintergrund, wenn es sich wahrnehmbar um eine nervige Zicke handelt. Unsere gute bürgerliche Erziehung ist es doch, die uns ihr gegenüber zu Geduld nötigt, uns die „Einsicht“ aufnötigt, dass es sich doch um ein armes Weibchen handelt, wir also den Abwehrimpuls übergehen sollten und „Großherzigkeit“ an den Tag legen sollten.

        Augenrollen ist doch auch ein Instinkt 🙂

      • Sehr geehrter Herr Kirk,
        trotz Suche finde ich bei Ihnen kein Argument. Werde daher nicht weiter auf ihren Text eingehen.
        Ihre Beiträge zeichnen sich oft durch Verzerrungen, Unterstellungen und dergleichen aus, um eine Ihnen nicht genehme Position zu disqualifizieren.

        Diesen Diskussionsstil kennen wir von Feministinnen.

      • @Nick
        So in der Art sehe ich es auch. Ich sehe hier aber den Begriff „Instinkt“ für grundfalsch, da ich sehr wohl Einflußmöglichkeiten habe.
        Den Punkt „Information“ wollte ich nicht völlig gegenstandlos erklären, nur scheint er mir reichlich überbewertet. Information hat aber IMO doch einigen ANteil an einer Veränderung. Nur ist das Hauptgewicht eben die kulturelle Entwicklung und damit die Pädagogik. Wurden Frauen eben früher ertränkt statt erhängt (was stimmt, da man den Frauen beim erhängen unter die Röcke gucken konnte, daher war das unästhetisch), dann wurden sie eben tatsächlich auch früher genau so behandelt,w ie Männer. Somit ist das eben kein Instinkt – und darum ging ja die ganze Debatte.
        .

      • @Wolfgang:
        Somit ist das eben kein Instinkt – und darum ging ja die ganze Debatte.

        Wenn du „Instinkt“ als Verhaltensdeterminismus definierst, dann ist „Frauenbeschützen“ natürlich kein Instinkt.

      • @Wolfgang:
        Wurden Frauen eben früher ertränkt statt erhängt (was stimmt, da man den Frauen beim erhängen unter die Röcke gucken konnte, daher war das unästhetisch), dann wurden sie eben tatsächlich auch früher genau so behandelt,w ie Männer.

        Scheinbar nicht ganz:

        Beispiel:

        124. Item welcher mit boßhafftiger verreterey mißhandelt, soll der gewonheyt nach,
        durch viertheylung zum todt gestrafft werden, Wer es aber eyn weibsbilde, die solt man
        ertrencken, ..

        Klicke, um auf pdf-llv-la-recht-1532__peinliche_halsgerichtsordnung__carolina_.pdf zuzugreifen

        Vierteilen ist ja ziemlich grausam, im Vergleich zu ertränken.

    • „Solange sie nicht das Büro anzündet, kann sie machen, was sie will.“

      Sie darf sich beim Anflämmen des Büros nur nicht erwischen lassen. (Und wenn doch, nicht weiter schlimm: Bis zu 70 % Strafrabatt sind ja drin, eine psychiatrische Behandlung unseres zündelnden Opfas anstelle einer Bestrafung auch! Und Alice S. würde sich freuen, dass endlich eine „zurückgezündelt“ hat!) Denn wenn ein Mann, am besten ein junger Mann und noch besser ein junger Mann mit Migrationshintergrund, sich in der Nähe aufgehalten hat, als es anfing zu brennen, braucht sie nur, am besten weinend und mit einer „Ich hab ja solche Todeangst gehabt“- Masche mit dem Finger auf ihn zu zieigen.

      Wetten, die kommt damit durch? Man könnte es durch gestellte Brände mit versteckter Kamera ruhig mal ausprobieren. Die meisten Probanden würden ihr glauben.

      Egal, um was es geht: Darum, welcher Junge welches Mädchen auf dem Schulhof geschubst hat, wer von wem bei Studenten abgeschrieben/rüberkopiert hat mit der Guttenberg-Methode, wenn es bei beiden identisch ist – dem Männchen wird gar nichts geglaubt, ich habe da Erfahrung. Soll ja bei häuslicher und sexueller Gewalt auch so sein. Warum dann nicht auch bei Brandstiftung?

      Auf dem Schulhof zeigte damals im vierten Schuljahr ein weinendes Mädchen auf mich, ich hätte sie geschubst. Der Lehrer und viele (männliche!) Schüler kamen mit ihr auf mich zu. Ernste, finsterste Blicke, sag ich nur. Ich stritt die Tat ab. Eine Sekunde später (So viel Glück hätte dat jute Kachelmännchen auch gern gehabt!) zeigte das weinende, kleine, niedliche, blonde Geschöpf, das dem Aussehen nach kein Wässerchen zu trüben in der Lage gewesen wäre, auf einen anderen Jungen. Der finster & anklagend dreinblickende Mob zog weiter. Ich war entlastet. Wer gerade schuldig ist, bestimmt Madame stets selbst. Man sollte sich mal fragen, wieviel ihre Aussage überhaupt wert war! Frau muss, besser: müsste den Täter schon zweifelsfrei identifizieren können, verdammt noch mal!

      Zweiter Fall: Viele jahre später auf der Uni: Mikrobiologie für Fortgeschrittene, schwierige Versuchsprotokolle sind anzufertigen. Studenten tauschen sich dabei aus. Schicken sich ihr Geschreibsel gegenseitig per E-Mail zu, um sich zu helfen – ist normal und okay, solange nichts abgeschrieben wird.

      Ich schicke, da ich mal wieder nett & ritterlich war (Ich wollte ihr nur helfen, ansonsten wollte ich nichts amouröses/sexuelles von ihr – wieviel Prozent aller Menschen mir das auch immer geglaubt hätten!) , einer Kommilitonin ein Protokoll zu. Sie kopiert so wie später „Gutti“ ich glaube eine Tabelle & Text rüber, ohne was dran zu ändern. Dann schickt sie ihr Protokoll noch ner anderen, die bereits dasselbe Protokoll von mir hatte, weil ich auch zu ihr ritterlich war.

      Letzterer viel auf, dass da was identisch war.

      Wem schickte sie daraufhin eine wutschnaubende E-Mail? Richtig geraten!

      Ich konnte ihr dann anhand der Reihenfolge in meinem Postfach beweisen, dass die eine von mir was kopiert hatte und nicht umgekehrt. Schlimm ist auch die Mentalität der Plagiatorin: Sie kopiert einfach von mir, vermutlich nach dem Motto: „Och, wenn´s auffällt, sag ich einfach er wars. Mir kann dabei ja nichts passieren.“ Erst hilft man(n) ihr, und dann so was!

      Wenn es nicht ums Schubsen und auch nicht um studentische Plagiate gegangen wäre, sondern um z. B. eine Vergewaltigung, ohne Zeugen, ohne Überwachungskamera-Videos, säße ich dann heute noch oder wäre gelyncht worden – aber das Böse muss ja auch in Zweifelfällen mit Stumpf & Stiel vernichtet werden.

      Brandstiftung? Ich habe als Kind gern mit Feuer gespielt, UND ich habe das falsche Geschlecht für einen Freispruch. Da braucht nur ein „Engelchen“ mit dem Finger auf mich zeigen, und schon werd´ ich eingebuchtet.

      Wir Männer müssen endlich dagegen aufstehen und so laut schreien, dass die ganze Nation wach wird. Tun aber zuwenige, da man instinktmäßig drauf programmiert ist, das „unschuldige Engelchen“ zu erobern und Konkurrenten wegzubeißen.

      • @Matthias:
        Sie kopiert so wie später “Gutti” ich glaube eine Tabelle & Text rüber, ohne was dran zu ändern. Dann schickt sie ihr Protokoll noch ner anderen, die bereits dasselbe Protokoll von mir hatte, weil ich auch zu ihr ritterlich war.

        Das war nicht ritterlich, sondern „kollegial“.

        Das Problem ist doch folgendes: Fast jeder männliche Kommilitone hätte diese Geste auch als Nettigkeit empfunden, und zugesehen, dass er nicht ausgerechnet demjenigen ans Bein pisst der ihm hilft.

        Jeder Mann weiß ganz genau, dass es ganz schnell dazu kommen kann dass ihm niemand mehr hilft, wenn er sich so verhielte. Und man kann meistens nur dann gewinnen, wenn man sich gegenseitig hilft.

        Dieser soziale Mechanismus scheint nicht wenigen Mädels völlig fremd zu sein, sie verbuchens offenbar als ihren durch Sex-Appeal wohlverdienten persönlichen Tittenbonus. Sie fühlen sich geschmeichelt, und eben nicht „in Schuld stehend“.

        Dann jammern sie über die „informellen Netzwerke DerMänner“, in die sie so aus gutem Grund nicht hineinkommen. Da zählt nämlich „do ut des“ an erster Stelle. Titten gibts zuhause.

  2. Mutti kritisiert man eben nicht.

    Wer würde beispielsweise eine männliche Alice Schwarzer anders betrachten als einen geistig amoklaufenden Dorfmacho?

    In den Gender Studies würde man wohl von wohlwollenden Seximus gegen Frauen sprechen..

    Ich glaube man würde sich eher hüten, die eigene Geschäftsgrundlage derart in Frage zu stellen.

    • @Alexander Roslin:
      Ich sage nicht, alle Frauen seien unfähig. Viele Frauen arbeiten hart und sind in ihrer Arbeit außerordentlich kompetent.

      (Damit keine Missverständnisse entstehen.)

      • @ Haselnuss

        *Ich sage nicht, alle Frauen seien unfähig. Viele Frauen arbeiten hart und sind in ihrer Arbeit außerordentlich kompetent.*

        Würde ich Dir nie unterstellen.

        ALLE Aussagen über Menschengruppen können, wenn überhaupt, immer nur im Schnitt gültig sein.

        Aber das Männer Unfähigkeit bei Frauen eher tolerieren als Unfähigkeit bei Männern, das entspricht meiner eigenen Erfahrung, meinem eigenen Verhalten.

        Frauen werden von Männern im Schnitt milder behandelt/nachsichtiger beurteilt als Männer Männer behandeln/beurteilen.

        Umso bösartiger der Vorwurf, dass Männer Frauen aktiv benachteiligen/benachteiligen wollen.

        Das Gegenteil ist richtig.

        Wenn Frauen auf bestimmten Gebieten weniger erfolgreich sind als Männer (und auf anderen Gebieten wiederum erfolgreicher, so hat das andere Gründe als Benachteiligung (oder Begünstigung).

  3. Das lässt dann die Schlussfolgerung zu, dass Firmen mit Frauenquote, schlechtere Ergebnisse vorweisen, als ohne, wie einige Berichte aus Norwegen belegen. Frauen in Führungspositionen, die nur aufgrund der Frauenquote da gelandet sind, wird eher vergeben, da diese Firmen ansonsten die Quote nicht erfüllen können. Ist allerdings der Schaden größer als die Quotenstrafe, nehme ich an, dass dann wirtschaftliche Interessen eher eine Rolle spielen werden – nach dem „obligatorischen Frauenrabatt“, siehe Vultejus.

    Das alles zum Schaden aller die ihre Arbeit fach- und sachgerecht erledigen: Frauen wie Männer!

  4. Fundstück:

    1) Strukturellen Sexismus, der ausschliesslich in Misandrie wurzelt, gibt es nicht.
    Wenn etwas danach aussieht, dann ist es bei näherer Betrachtung immer ein komplexes Gefüge von sexistischen Vorstellungen darüber, wie ein Mann ™ oder eine Frau ™ ist oder zu sein hat. Diese Vorstellungen haben üblicherweise als zentrales Element die Abgrenzung des “Männlichen” vom “Weiblichen”, gerne gepaart mit impliziter Abwertung des “Weiblichen” und Zementierung klassischer Geschlechterrollen, bspw. der Verbannung von Frauen und “Weiblichkeit” in die private Sphäre.
    2) Strukturellen Sexismus, der auch (!) Männern zum Nachteil gereicht, gibt es. Mechanismen wie in Punkt 1.
    3) Individuell erfahrene Misandrie und gegen Männer gerichteten Sexismus im privaten Bereich gibt es. Hat aber häufig Elemente der Ausführungen unter 1), und spielt ausserdem in einer ganz anderen Liga als 1) und 2). Da kann und sollte man gegenhalten, aber bitte in dem Bewusstsein, dass, wie gesagt, andere Liga.

    http://sanczny.wordpress.com/2012/06/03/randomfeminismusbegriff-nein-danke/#comment-90

    Köstlich.

    Das Zentrale Element der überwiegenden Einknastung von Männern ist also, dass diese sich von Weiblichkeit abgrenzen müssen.

    Sie hätten sich doch wenigstens zur Gerichtsverhandlung als Weiber verkleiden können – wenn sie schon zu stolz sind, das Herz des verhaftenden Polizisten mit Krokodilstränen zu erweichen.

    Selbst schuld, diese dummen Männer, wer so blöd ist, der hat es einfach nicht anders verdient.

    • ..Lustig ist ja auch, dass ohne jede Scham schon vorab erklärt wird, dass man jetzt ein Totschlagargument vom Stapel lassen wird:

      ..sondern als handlichen Drei-Punkter, um etwaige, immer wieder aufkommende Mäkeleien im Keim zu ersticken

      Ui, ui. Urgroßvaters Jargon? So Unverblümt? Das passt ja dann zum latenten, unverholenem Sozialdarwinismus.

      Nun, diesmal werden wir schlauer sein.

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