EM 2012: Deutschland vs Portugal

Ich schaue gerne EM und WM-Spiele. Die Stimmung ist meist sehr gut. Im besten Fall ein Fest verschiedener Nationen.
Ich denke es macht so viel Spass, weil man sich schnell in eine Gruppe einordnen kann. Wenn man es schafft, die anderen Spieler in die Gruppe „Fußballfans und sportliche Wettbewerber“ einzuordnen und nicht in die Gruppe „Feind“, dann kann das gut gelingen.
Gerade das „spielerische Outgroup bilden“, wie etwa bei klassischen „Fußballfeinden“ wie Holland oder England kann auch ohne echte Feindseligkeit stattfinden.

Ich tippe einfach mal ein mutiges 3:1 für Deutschland.

24 Gedanken zu “EM 2012: Deutschland vs Portugal

    • Dat schlimme is: Ich gönn dem arroganten Gomez nicht das Schwarze unter den Nägeln und erst recht kein Tor.
      Ich weiß nich was der Löw in dem sieht… Warum z.B. kein Mario Götze, statt den gesetzten Herren, die teilweise schon 2006 dabei waren? Löw geht mir zu sehr auf Nummer Sicher.

      • @Maren


        Warum z.B. kein Mario Götze, statt den gesetzten Herren, die teilweise schon 2006 dabei waren?

        Beim Fussball geht es aber nicht hauptsächlich darum, dass Du Dich an Frischfleisch ergötzen kannst, sondern die Spielleistung spielt ja auch noch eine Rolle.
        Und da hat sich die Entscheidung, Gomez ins Spiel zu nehmen, als nicht gänzlich falsch erwiesen.
        Ansonsten, weitermachen, wollte Eure gemütliche Frauenrunde nicht stören.

      • Für den Götze hätt ich höchstens mütterliche Gefühle. Ach stimmt ja, ich bin ja ne Frau von daher guck ich ausschließlich wegen der Männer. Hatt ich vergessen sorry.

        Nee ein Götze hätte dem Spiel gutgetan, weil er schnell und offensiv ist. Daher. Man kann seinen Angriff nicht Ewigkeiten auf den Sommermärchenbonus aufbauen. Ich seh Poldi und Klose noch mit 60 zu Turnieren auflaufen.
        Man könnte meinen es gäbe keine anderen Fußballspieler in DEutschland als diese alte Garde und die Bayern…

      • Von dem, was Ihr da erzählt, verstehe ich leider kein Wort.

        Habe letztens aber eine interessante Analyse des Fußballs als modernes Ritual aus strukturalistischer Perspektive gelesen.

        Ich bin auch tatsächlich mal auf einem Fußballspiel gewesen und habe dort ein bißchen Feldforschung über die phänomenologische Dimension des Fußballguckens betrieben.

        Darüber hinaus interessiert mich Fußball allerdings nicht.

        Wenn diese Meisterschaft vorbei ist, könnt Ihr mir ja mal erzählen, wer gewonnen hat, ich neige dazu sowas nicht mitzukriegen.

      • @gedankenwerk

        „Ansonsten, weitermachen, wollte Eure gemütliche Frauenrunde nicht stören.“

        Wieso? Hat sich hier jemand gestört gefühlt?

        @Maren

        „Ach stimmt ja, ich bin ja ne Frau von daher guck ich ausschließlich wegen der Männer.“

        Sagt wer?

        „Man könnte meinen es gäbe keine anderen Fußballspieler in DEutschland als diese alte Garde und die Bayern…“

        Nunja, ist ja nichts Neues, dass diverse Spieler, bevorzugt aus Bayern natürlich, über Jahre hinweg eine Garantie auf einen Stammplatz haben. Ich denke, dass hier viel Wert auf Erfahrung gelegt wird.

      • @ Maren

        *Ach stimmt ja, ich bin ja ne Frau von daher guck ich ausschließlich wegen der Männer. Hatt ich vergessen sorry.*

        Türlich.

        Warum denn sonst?

        Mann kennt Euch doch!

        Ich würde Frauenfußball ja auch bloß wegen der Frauen gucken.

        Wenn ich ihn denn überhaupt guckte.

        Allerdings: Wollte ich schwitzende Frauen sehen, die Bälle hüpfen lassen, guckte ich doch lieber gleich einen Porno.

        Bin wahrscheinlich nicht der einzige.

        Darum wohl hat Frauenfußball so wenige Zuschauer.

      • Hmm, mal ehrlich – es ist doch reiner Zufall, ob ein Mensch in Portugal oder Deutschland geboren wird. Warum sollte man sich also wegen einer solchen Zufälligkeit über etwas, das das eigene Leben ja praktisch überhaupt nicht berührt, so parteiergreifend erregen ? Vor zwanzig Jahren (und davor), als Europa noch einen weitgehend nationalstaatlichen Charakter hatte, konnte man es ja noch verstehen, aber jetzt ? Ist dieses Zeug nicht einfach nur noch dazu gedacht, den Pöbel ruhig zu stellen (was in der Tat ein durchaus sinnvoller Zweck ist) ?

        Überhaupt wundere ich mich, dass in einer Zeit, in der die Bedeutung von Nationalstaaten immer weiter verblasst, in diesem speziellen Punkt das Nationale in Form von Nationalmannschaften weiter so vehement gefeiert wird und dies sogar von Politikern, denen sonst alles Nationale ein Greuel zu sein scheint, z.B. Grünen. Von dort hört man eher Forderungen, gute ausländische Fussballspieler verstärkt einzubürgern, um dadurch die Nationalmannschaft zu stärken (Cohn-Bendit). Ich finde das widersinnig und inkonsequent – wenn Nationalitäten weitgehend austauschbar und dadurch obsolet geworden sind, welchen Sinn haben dann Nationalmannschaften überhaupt noch ? Dann sollte man sie abschaffen.

        Ich denke, hier geht es einfach nur noch um Kommerz und Ruhigstellung der Bevölkerung, und weil das so gut funktioniert und so profitabel ist, entblöden sich selbst Politiker nicht es zu feiern, die dem eigentlich ideologisch ablehnend gegenüberstehen müssten.

      • @ Chris
        WIe wäre es wenn Du die Leute einfach ihren Spaß haben lässt, anstatt alles zu zermaulen. Wettbewerb und Gruppendynamik sind biologische Muster des Tieres Mensch. Das wird man nicht abschaffen.

        „es ist doch reiner Zufall, ob ein Mensch in Portugal oder Deutschland geboren wird.“

        Eigentlich nicht. Dazu gehören Kultur und Geschichte. Das meine Eltern keine Portugiesen sind und deren Eltern auch nicht etc. pp. ist nicht bloß reiner Zufall.

      • @ Adrian

        Sach isch doch!

        Wenn 2 kämpfen, ist es noch lange nicht dasselbe

        Kämpferische Männer sind physisch-erotisch aufgeladen, auch für den Zuschauer.

        („Rien n’était beau comme Kléber un jour de combat!“- Napoleon über seinen Marschall Kéber).

        Kämpferische Frauen eher nicht (Dass Birgit Prinz vor dem Spiel eine besondere Schönheit ausstrahle – mir fiel das noch nicht auf. Gut, ich bin auch nicht Napoleon).

        Es gibt eine männliche Schönheit, die Kampfgesten verkraftet und eine weibliche, die das nicht tut, dabei eher verliert.

        In meinen Augen.

        Das eine will ich sehen (manchmal), das andere nicht.

        Und wenn die Gender Drummer für Frauenfußball trommeln, dann erst recht nicht.

      • @Chris

        Du schreibst:

        Ist dieses Zeug nicht einfach nur noch dazu gedacht, den Pöbel ruhig zu stellen (was in der Tat ein durchaus sinnvoller Zweck ist) ?

        Kommentar:

        Hört sich alles ein bisschen sehr voluntaristisch und verschwörungstheoretisch an. 😉

      • @ Chris

        Menschen sortieren ihre Solidaritäten nach Nähe, auch genetischer.

        Schließlich fördert der, der ihm Ahnliche fördert/unterstützt, die seinen eigenen ähnlichen Genmuster.

        Zuerst die Familie, dann die Großfamilie/der Clan, dann der (Volks-)Stamm, die eigene Ethnie (besonders große, weitgestreute „Großfamilie“, mit der man verwandt ist) – so organisieren Menschen in der Regel ihre Solidarität, unwillkürlich.

        So ist Nepotismus eine überall anzutreffende Erscheinung, interkulturell, auf allen Kontinenten, zu allen Zeiten.

        Ich glaube, Tribalismus/Ethnonationalismus ist instinktiv begünstigt, unausrottbar, immer abrufbar, wie Nepotismus, das Begünstigen der eigenen Blutsverwandtschaft.

        Der Mensch WILL obendrein zu einem Stamm gehören.

        Deshalb sind Hoffnungen, das könne irgendwann verschwinden, so wahnhaft-illusorisch wie die Hoffnung, Geschlechtsunterschiede im Verhalten ließen sich hinwegsozialisieren, hinwegpropagieren.

        Man kann es vielleicht ein wenig moderieren, allzu negative Folgen/Erscheinungsformen dieses instinktiv begünstigten Verhaltens eindämmen.

        Aber zum Verschwinden-Bringen kann man es nicht.

        Es gehört zu unserem Menschsein, zu unserer Säugetiernatur.

        „Tribalismus/Ethnonationalismus“ und „Sexismus“ sogar „Rassismus“ sind Teil unserer menschlichen Natur.

        Wir werden sie nicht los. Sie werden den Menschen begleiten, solange es Menschen gibt.

        Insofern ist es ganz sinnvoll, das Ausleben dieser Instinkte im friedlichen, regelhaften, regelhaften Agon zu organisiern und zu kanalisieren.
        Verhindert meiner Überzeugung nach größere Zerstörungen.

        Naturkräfte, die ich zurückdämme, verschwinden ja nicht.

        Sie stauen sich auf, da IMMER wirksam, stauen sich auf hinter den Dämmen.

        Bis die Dämme eines Tages brechen, weil mürbe geworden – Ermüdungsbruch.

        Und die Naturkraft mit zerstörerischer Wucht frei wird.

      • @Maren

        Nee ein Götze hätte dem Spiel gutgetan, weil er schnell und offensiv ist. Daher. Man kann seinen Angriff nicht Ewigkeiten auf den Sommermärchenbonus aufbauen.
        Ich seh Poldi und Klose noch mit 60 zu Turnieren auflaufen.

        Die Spieler sind ja noch nicht so alt, dass sie allein deswegen nicht mehr schnell und offensiv spielen könnten. Das liegt nicht am Alter.
        Zumindest macht sich der Tradeoff zwischen Erfahrung und biologischer Leistungsfähigkeit noch nicht in der Spieltauglichkeit bemerkbar. Man denke an alte Hasen, wie Fabien Barthez, den Rekord-Torward. Der letztlich nicht wegen mangelnder Fähigkeit, sondern allein aufgrund des Alters gedisst wurde.
        Und nach der Fußballkarriere sich als Rennfahrer verdingte, wo Reaktionszeit ja auch nicht soo unwichtig ist.

        Ein Hitzkopfbonus ist vielleicht 10 Minuten strategisch sinnvoll, zugegeben, das können die entscheidenden 10 Minuten sein, aber danach stellt sich der Gegner drauf ein. Die „weibliche“ Strategie, sich irrational aber nachdrücklich zu verhalten, so dass alle andern nicht wissen, was sie davon zu halten haben und lieber die Flucht ergreifen, ist in Teamsportarten kein Königsweg.

      • @Roslin

        Der Mensch WILL obendrein zu einem Stamm gehören.

        Wie Du ja selber zuweilen erkannt hast, gibt es DEN Menschen nicht.

        Deshalb sind Hoffnungen, das könne irgendwann verschwinden, so wahnhaft-illusorisch wie die Hoffnung, Geschlechtsunterschiede im Verhalten ließen sich hinwegsozialisieren, hinwegpropagieren.

        Man kann es vielleicht ein wenig moderieren, allzu negative Folgen/Erscheinungsformen dieses instinktiv begünstigten Verhaltens eindämmen.

        Aber zum Verschwinden-Bringen kann man es nicht.

        Es gehört zu unserem Menschsein, zu unserer Säugetiernatur.

        “Tribalismus/Ethnonationalismus” und “Sexismus” sogar “Rassismus” sind Teil unserer menschlichen Natur.

        Wir werden sie nicht los. Sie werden den Menschen begleiten, solange es Menschen gibt.

        Ich halte es da, wie Schopi:

        „Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Aber jeder erbärmlicher Tropf, der nichts in der Welt hat, auf das er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, um stolz zu sein.“ – Arthur Schopenhauer

        Nun gibt es viele Staaten/Nationen auf der Welt, so um die Zweihundert. Um wie viel erbärmlicher ist es da, sich über ein Merkmal zu identifizieren, dass mit der Hälfte der Weltbevölkerung geteilt wird? Die Gender-Debatten verraten sehr deutlich, die innere Widersprüchlichkeit und unsachliche Behandlung ihres Diskussionsgegenstandes. Was dem einem Geschlecht als sanktionserforderlicher Chauvinismus ausgelegt wird, ist bei dem andern förderungswürdiger Feminismus. „Gleiche Rechte“, ja, aber eben nur das eigene Geschlecht.

        Damit wirst Du aber dem Fussball nicht gerecht.
        Ich sehe ja bei den Leuten auf Arbeit, mit wieviel Herzblut und Engagement Statistiken ausgewertet, Mannschaftszusammenstellungen und Spielerfähigkeiten ausgewertet werden.
        Und dass da mehr Symphatie für das Spiel und die Fähigkeiten der Spieler aufgebracht werden als aufgrund reiner Mannschaftszugehörigkeit.

        Im übrigen auch zu Beginn der Fernsehspiele zu sehen. Wo sich Spieler, die normalerweise im selben Verein spielen und nun in gegnerischen Mannschaften sind, trotzdem zuerst freundschaftlich / kollegial begrüßen.

        Würde also sagen, Vereinsmeierei spielt eher bei Leuten eine Rolle, denen es ohnehin gar nicht um den Fußball geht. Ich selbst kann zwar mit der Sportart normalerweise auch nichts anfangen, aber seitdem ich die „Welt“ dahinter sehe, bin ich auch ein bisschen vom EM Fieber infiziert worden.

      • *Man denke an alte Hasen, wie Fabien Barthez, den Rekord-Torward. Der letztlich nicht wegen mangelnder Fähigkeit, sondern allein aufgrund des Alters gedisst wurde.*

        Ein Torwart ist kein Stürmer. Ein Torwart muss auch nicht soviel laufen. Das hat mit der Reaktionszeit nix zu tun.

        *Die “weibliche” Strategie, sich irrational aber nachdrücklich zu verhalten, so dass alle andern nicht wissen, was sie davon zu halten haben und lieber die Flucht ergreifen, ist in Teamsportarten kein Königsweg.*

        Da sag ich jetzt mal nix zu, das ist mir echt zu doof.
        Kannst du noch was anderes ausser die Frauenkeule zu schwingen?

      • @Maren

        Zitat: „Ein Torwart ist kein Stürmer. Ein Torwart muss auch nicht soviel laufen. Das hat mit der Reaktionszeit nix zu tun. „

        Auch für Ausdauer gilt, dass sie sogar noch nach Überschreiten des körperlichen Zenits noch gesteigert werden kann.

        Da sag ich jetzt mal nix zu, das ist mir echt zu doof.
        Kannst du noch was anderes ausser die Frauenkeule zu schwingen?

        Klar, jede Menge. Man soll trotzdem doch auch machen, was man am Besten kann.
        Und in der Sportart „Frauenkeule-Schwingen“ bin ich gar nicht so schlecht. Aber natürlich erkenne ich es respektvoll an, wenn Frauen ihre Keulen schwingen.

  1. „WIe wäre es wenn Du die Leute einfach ihren Spaß haben lässt, anstatt alles zu zermaulen.“

    Diese Haltung ist mir zu einfältig und sie ist der Nährboden für die von mir beschriebenen, mMn durchaus kritikwürdigen Auswüchse.

    • Askese verursacht langfristig mehr Probleme als Spaß.

      „Diese Haltung ist mir zu einfältig“

      Besser als ein Spielverderber, in dem der verspätete Antifaschist hochkommt, nur weil er Menschen Deutschlandfahnen schwenken sieht.

    • Naja, ich würde sagen: Die potentiell gefährlichen Gruppeninstinkte werden kanalisiert, und so in Schach gehalten.

      Ist doch gut, wenn das mit dem Ideal eines fairen sportlichen Wettbewerbs verknüpft wird.

      Besser, als wenn das auf anderen Feldern ausgetragen würde. Irgendeine Form von Gruppenidentität wird es immer geben, das ist imho eine conditio humana.

      Mir sind grölende Fußballfans mit Deutschlandfahnen jedenfalls lieber, als pseudohumanistische Entwicklungshilfeministerinnen, die betonen, man müsse nach einem Tsunami doch erstmal an die Frauen und Kinder denken. („Am Deutschen Frauenswesen soll die Welt genesen, der wilde Unmensch an sich behandelt doch wohl seine FrauenUndKinder wie Dreck!“)

  2. Pingback: WM 2014: Deutschland vs. Portugal | Alles Evolution

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