Betreuungsgeld

Das Bundeskabinett hat das Betreuungsgeld beschlossen. Eine Übersicht gibt eine Artikel in der Augsburger Allgemeinen:

Wer bekommt Betreuungsgeld?

Wer seine kleinen Kinder im Alter von ein oder zwei Jahren nicht in einer öffentlich geförderten Tagesstätte oder Krippe betreuen lässt, kann die Leistung beantragen.

Die Höhe soll wohl erst 100 €, später dann 150 € betragen. Es wird auch ausgezahlt, wenn beide Eltern arbeiten und Dritte das Kind betreuen, etwa ein Aupair-Mädchen.

Was sind die Haupt-Kritikpunkte gegen das Betreuungsgeld?

Kritiker sehen im Betreuungsgeld einen Rückschritt in die Familienpolitik der fünfziger Jahre. Zum einen würden Frauen abgehalten, nach der Geburt eines Kindes bald wieder arbeiten zu gehen. Zudem würden Kinder aus sozial schwachen Familien von Chancen frühkindlicher Bildung ferngehalten. Die Opposition fordert, die für das Betreuungsgeld verwendeten Mittel in den schleppenden Kita-Ausbau zu investieren. Der Regierung wirft sie vor, mit dem Betreuungsgeld auch einer befürchteten Klagewelle nach dem im August 2013 greifenden Rechtsanspruch auf Betreuung vorbeugen zu wollen.

Wie sind die Erfahrungen in anderen Ländern?

In Finnland, Schweden und Norwegen wird seit einigen Jahren Betreuungsgeld gezahlt, die Beträge sind mit monatlich um die 400 Euro viel höher als hierzulande. Doch nach einer Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung sind die Erfahrungen eher negativ: Die Leistungsempfänger seien in allen drei Ländern vor allem «Frauen mit geringer Bildung, niedrigem Einkommen und Migrationshintergrund», heißt es darin. Vor allem Frauen mit schwachen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt wählten diese Möglichkeit.

Mir scheint eine Betreuung in einer Gruppe, also einer Kinderkrippe, ein guter Weg zu sein, um mehr Freiheit für Eltern zu erreichen. Eine Förderung für ein Aupair-Mädchen oder eine andere Drittbetreuung erscheint mir auch sinnvoll. Zusätzliche Mittel, für Kinder, die eh zuhause betreut werden, erscheinen mir aber nicht sehr sinnvoll.

Mich würde es aber andererseits überraschen, wenn sich Frauen mit echten Karrierechancen oder Plänen durch 100 € abhalten lassen würden. Insofern wird da wohl auch ein Schreckgespenst an die Wand gemalt.

Im Ganzen scheint es mir allerdings eher unnötig zu sein. Was meint ihr?

59 Gedanken zu “Betreuungsgeld

  1. @ Christian

    Ich bin für das Betreuungsgeld, halte es für viel zu niedrig. Schließlich ist es nur ein bescheidener Ausgleich dafür, dass Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, auch herangezogen werden als Steuerzahler für den Aufbau der Krippeninfrastruktur, die sie gar nicht nutzen.

    D.h., sie müssen für etwas zahlen, das ihnen nicht hilft.

    Ich wäre froh, das Betreuungsgeld wäre substantiell höhher, wünsche mir hier skandinavische Verhältnisse, denn ich bezweifle, dass es das ausgleicht, was diese Eltern an Steueranteil für die Finanzierung der Krippeninfrastruktur verauslagen müssen.

    „Studien“ der Friedrich-Ebert-Stiftung (oder der Konrad-Adenauer-Stiftung oder der Friedrich-Naumann-Stiftung oder der Heinrich-Böll-Stiftung oder der Rosa-Luxemburg-Stiftung oder der bald zu gründenden Henry-Morgan-Stiftung) sind in meinen Augen für die Tonne = politische Auftragsforschung.

    Jedenfalls dann, wenn ihr Ergebnis zufälligerweise genau das „belegt“, was die Partei ohnehin vertritt.

    Sie sind nicht unabhängig, sondern Teil der politischen Propaganda, Instrument des politischen Kampfes.

    Wie bei solchen Studien gearbeitet wird, hat jüngst die Rosenbrock-„Expertise“ des Gunda-Werner-Institutes bewiesen.

    Das Problem mit Krippen ist, dass sie nur dann (bestenfalls) weniger schlechte Ergebnisse albliefern als familiäre Betreuung in einer Vater-Mutter-Kind-Erziehung, wenn sie optimal sind.

    Das heißt: sehr kleine Gruppen, ausgezeichnetes Personal.

    Das werden wir nicht haben, denn das würde zu teuer.

    Dann müsste ich entweder kostendeckende Gebühren verlangen, die eine Krippe für normale Gehälter unerschwinglich machen oder die Kosten mit Steuersubventionen für die Nutzer drücken, was angesichts der seit Jahrzehnten hochgetriebenen Verschuldung öffentlicher Haushalte auch illusorisch ist.

    Herauskommen wird eine Billiglösung, die es PolitikerInnen erlaubt, zu sagen: „Problem erkannt – Problem gebannt! Wir haben etwas getan!“, ein Flickwerk, wie wir es mittlerweile gewohnt sind auf vielen Gebieten (Gesundheitskassen, Renten, Demographie, Verschuldung, Umwelt usw.).

    Der Pfusch muss ja nur nach etwas aussehen und gerade mal halten bis zur nächsten Wahl.

    In 25-30 Jahren hocken dann die heute verkrippten Kinder beim Psüschologen und lecken ihre Wunden, Studien u.a. der Friedrich-Ebert-Stiftung werden erscheinen, die nachweisen, wie sehr ein verantwortungsloser Konsumkapitalismus ohne Langfristperspektiven den Kindern schadete, indem er die Eltern zwang, diese früh aus dem Haus zu geben, um ihrerseits uneingeschränkt Teil der kapitalistischen Tretmühle werden zu können.

    • > Ich bin für das Betreuungsgeld, halte es für viel zu niedrig. Schließlich ist es nur ein bescheidener Ausgleich dafür, dass Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, auch herangezogen werden als Steuerzahler für den Aufbau der Krippeninfrastruktur, die sie gar nicht nutzen

      Dann hast Du sicher nichts dagegen, Kinderlosen einen Ausgleich zu zahlen für das viele Kindergeld, das andere bekommen; Leuten ohne Brandschaden einen Ausgleich für die gemeinschaftlich getragenen Kosten der Berufsfeuerwehr etc. pp.?

      • @ Debe

        *Dann hast Du sicher nichts dagegen, Kinderlosen einen Ausgleich zu zahlen für das viele Kindergeld, das andere bekommen; Leuten ohne Brandschaden einen Ausgleich für die gemeinschaftlich getragenen Kosten der Berufsfeuerwehr etc. pp.?*

        Kinder verursachen Kosten, die ausgeglichen werden müssen.

        Schließlich zahlen die Kinder als Erwachsene auch die Renten der Kinderlosen, also profitieren Kinderlose doppelt: Sie sparen sich die Kosten der Kinderaufzucht und lassen sich die Renten finanzieren von den Kindern anderer Leute.

        Von der Berufsfeuerwehr profiteren alle, also sollen auch alle einzahlen, denn es könnte ja bei jedem einmal brennen.

        Aber:

        Sowohl Eltern, die die Kita nutzen als auch Eltern, die die Kita nicht nutzen, haben Kinder und damit Kosten.

        Warum sollten Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, das Lebensmodell der Eltern, die ihre Kinder nicht selbst betreuen, auch noch subventionieren müssen?

        Deshalb sind Deine Beispiele verfehlt.

        Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

      • Deine Antworten hinken, Roslin, und zwar auf ganzer Linie:
        Warum müssen die Kosten der Kinder ausgeglichen werden? Ein paar Junderttausend jahre ging es auch ohne Ausgleich.
        Wenn mich die Rentenversicherung zwingt, das Geld, das ich DRINGEND für eine eigene Absicherung bräuchte, für andere jetzt einzuzahlen, dann kann ich später auch verlangen, dass andere für mich einzahlen. Wenn nicht, dann brauch ich mein Geld auch für mich. Wenn ich also, weil ich kinderlos bin später deswegen kein Geld oder weniger von der Versicherung bekomme, dann brauche ich auch jetzt nichts einzahlen. Man schafft mit dieser Art von Rentenversicherung eine Ungerechtigkeit und macht dann später die kinderlosen dafür verantwrotlich. So geht nun mal nicht!
        Mit deiner Begründugn könnten Eltern, die ihr Kind nicht zur Schule schicken, einen entsprechenden Ersatz vom Staat fordern. So weit kommts noch bei unseren Konservativen!

      • > Kinder verursachen Kosten, die ausgeglichen werden müssen.

        Kinder verursachen Kosten. Klar, das versteht jeder.
        Ob und warum diese Kosten ausgeglichen werden _müssen_, ist aber nicht so selbstverständlich, sondern eine Regelung, die momentan gilt.

        > Schließlich zahlen die Kinder als Erwachsene auch die Renten der Kinderlosen, also profitieren Kinderlose doppelt: Sie sparen sich die Kosten der Kinderaufzucht und lassen sich die Renten finanzieren von den Kindern anderer Leute.

        Die Kinder zahlen in Zukunft die Renten aller _Rentenempfänger_, nicht jedoch die Renten von z.B. Unternehmern, die sich privat abgesichert haben und keine staatliche Rente erhalten. Das Rentensystem ist sicher keine nachvollziehbar gerechte Umlage.
        (Abgesehen davon zahlt ein normaler kinderloser Arbeitnehmer eher mehr ein als er hinausbekommt – er hat keine Erziehungsjahre etc.)

        Ich habe überhaupt kein Problem damit, Kindergeld auszuzahlen. Das kann meinetwegen auch gerne erhöht werden. Ich habe aber ein Problem damit, aus Gründen der Wahlkampftaktik bestimmten Gruppen Geld zuzuschanzen. So wie es momentan aussieht, profitieren vom Betreuungsgeld eher „Besserverdiener“, bei den Leuten mit den klammen Kassen kommt quasi nichts an. Auch der Änderungsvorschlag aus der CDU, das Betreuungsgeld doch allen Eltern zu zahlen (auch denen, die die Kita in Anspruch nehmen), schlägt in diese Kerbe: Bei Hartz-IV-Familien kommt null an, das Geld wird nur an die verteilt, denen es ohnehin etwas besser geht.

        Warum kann man denn, wenn man schon die Spendierhosen anhat, nicht einfach das Kindergeld allgemein erhöhen?

        Um noch einmal auf Dein Ursprungsargument einzugehen:
        >Ich bin für das Betreuungsgeld, halte es für viel zu niedrig. Schließlich ist es nur ein bescheidener Ausgleich dafür, dass Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, auch herangezogen werden als Steuerzahler für den Aufbau der Krippeninfrastruktur, die sie gar nicht nutzen.
        >D.h., sie müssen für etwas zahlen, das ihnen nicht hilft.

        Du argumentierst, jemand (Kita-Nichtnutzer-Eltern) solle Geld erhalten, weil er für etwas zahlt, das ihm nicht hilft.
        Nicht-Eltern zahlen allerdings auch für Kitas, die ihnen nicht helfen. Dann müssten die doch – nach deiner Logik – genauso einen Ausgleich erhalten.

        Warum lässt man nicht gleich die Kitas vollständig von den Eltern der dort behüteten Kinder zahlen? Dann wäre das Dilemma vermieden…

      • Debe: „Warum lässt man nicht gleich die Kitas vollständig von den Eltern der dort behüteten Kinder zahlen? Dann wäre das Dilemma vermieden…“
        Weil das gegen die Der-Staat-löst-alle-Probleme-Mentalität der Deutschen wäre. Die Konservativen brauchen den Staat, um ihre Version der „gerechten Gesellschaft“ zu subventionieren.

      • @ Wolfgang Wenger

        *Deine Antworten hinken, Roslin, und zwar auf ganzer Linie:
        Warum müssen die Kosten der Kinder ausgeglichen werden? Ein paar Junderttausend jahre ging es auch ohne Ausgleich.*

        Ein paar hunderttausend Jahre lang hatten wir auch kein umlagefinanziertes Rentensystem, sondern die Kinder waren die Alterssicherung der Eltern.

        Wer keine hatte, war in der Regel bitterarm dran.

        Weshalb Kinderlosgkeit eine Katastrophe war.

      • @ W. Wenger

        *Mit deiner Begründugn könnten Eltern, die ihr Kind nicht zur Schule schicken, einen entsprechenden Ersatz vom Staat fordern. So weit kommts noch bei unseren Konservativen!*

        Ja, dafür wäre ich.

        Warum Schulpflicht?

        Wer seine Kinder zuhause unterrichten will, soll das tun dürfen.

        Solange er den Kindern alles Notwendige zu vermitteln in der Lage ist.

        Das lässt sich überprüfen durch verpflichtende Tests, bei denen diese Kinder wie alle anderen beweisen müssen, ob sie die Lernziele erreicht haben.

        In den USA schneiden zuhause geschulte Kinder bei solchen Tests sehr gut ab, im Schnitt besser als Schulkinder.

        Und natürlich sollten dann die Eltern auch einen Ausgleich erhalten für die Leistung, die sie selbst erbringen und nicht von der Gemeinschaft erbringen lassen.

      • @Alexander Roslin:

        Dass das Schulsystem in den USA nichts weiter als einen krassen Sozialdarwinismus darstellt, ist dir schon klar? Privatschulen und engagiertes Homeschooling contra vergammelnde öffentliche Schulen. Wer die falschen Eltern hat, hat die Arschkarte. Kann man ungerecht finden, wenn man Gerechtigkeit finden. Kann man in Ordnung finden, wenn man Sozialdarwinismus gut findet.

        KiTa müssten außerdem theoretisch effizienter sein als die Betreuung durch die Eltern, mindestens bei Einzelkindern. Schließlich muss sich um ein einzelnes Kind mindestens ein Elternteil kümmern, während die Zahl der betreuenden Personen in einer KiTa geringer ist als die der Kinder. Wenn das in unserer Gesellschaft anders ist, sollte man sich mal fragen, warum.

      • Alexander Roslin: „Ein paar hunderttausend Jahre lang hatten wir auch kein umlagefinanziertes Rentensystem, sondern die Kinder waren die Alterssicherung der Eltern.“
        Ich muss irgendwas verpasst haben. Warum rechtfertigt das umlagefinanzierte Rentensystem das Betreuungsgeld?

      • @ Haselnuss

        Warum ist es gerechtfertigt, Eltern, die ihre Kinder selbst aufziehen wollen, auch noch zur Finanzierung der Kosten der staatlichen Kinderbetreuung heranzuziehen, die sie gar nicht nutzen?

        Warum sollen diese Eltern auf Geld verzichten, um die Lebensentwürfe anderer zu subventionieren?

        Sie leisten doch schon einen Beitrag für die Allgemeinheit durch Aufziehung künftiger Rentenfinanzierer (umlagefinanzierte Rente).

      • @ GodsBoss

        Wenn das Schulsystem hierzulande so viel besser ist als in den USA, besteht doch erst recht kein Grund, die Konkurrenz von Eltern zu fürchten, die ihre Kinder zuhause unterrichten wollen.

        Warum also Schulpflicht?

        Warum verbietert man es Eltern hierzulande, das zu tun?

      • „Warum ist es gerechtfertigt, Eltern, die ihre Kinder selbst aufziehen wollen, auch noch zur Finanzierung der Kosten der staatlichen Kinderbetreuung heranzuziehen, die sie gar nicht nutzen?

        Warum sollen diese Eltern auf Geld verzichten, um die Lebensentwürfe anderer zu subventionieren?

        Sie leisten doch schon einen Beitrag für die Allgemeinheit durch Aufziehung künftiger Rentenfinanzierer (umlagefinanzierte Rente).“
        Fragen mit Gegenfragen beantworten ist auch in katholischen Kreisen ein Unding. Die Ausgangsfrage war: Wieso rechtfertigt das umlagefinanzierte Rentensystem das Betreuungsgeld. Das war deine Behauptung, diese hätte ich gerne belegt.

      • @ Haselnuss

        Weil das umlagefinanzierte Rentensystem darauf angewiesen ist, dass eine ausreichend große Folgegeneration entsteht.

        Also ist Kinderaufzucht eine Leistung, von der die ganze Gesellschaft profitiert.

        Also leistet der, der Kinder aufzieht, etwas für die Gemeinschaft.

        Also ist es ungerecht, wenn die Gemeinschaft diese Eltern ZUSÄZTLICH belastet mit der Finanzierung von Leistungen, die sie NICHT in Anspruch nehmen, von der sie nicht profitieren.

        Es ist auch bei liberalen Lakonikern ein Unding, nicht voraussetzen zu können, dass sie mitdenken.

      • Alexander Roslin:
        „Weil das umlagefinanzierte Rentensystem darauf angewiesen ist, dass eine ausreichend große Folgegeneration entsteht.“
        Du erzählst nur ein Bruchteil der Wahrheit. Erstens, die Nachfolgegeneration muss nur genügend Kapital aufbringen. Zweitens, es besteht die Möglichkeit, fehlende Kinder mit qualifizierten Einwanderern zu substuieren.
        Vom heretischen Vorschlag, das unrentable, umlagefinanzierte Rentensystem abzuschaffen, will ich gar nicht reden.

        „Also ist Kinderaufzucht eine Leistung, von der die ganze Gesellschaft profitiert.“
        Nun ziehen konträr zur konservativ-romantische Vorstellung Eltern ihre Kinder nicht alleine auf. Die Gesellschaft hilft ihnen vielfach. Was die Gemeinschaft auch belastet. Schulen bauen sich schließlich nicht von selbst, Lehrer wollen ein Gehalt, Kindergeld, Betreuungsgeld, Familienversichung müssen alle bezahlt werden. Und. Und. Und.
        Klingt für mich nach einem Nullsummenspiel für die Gesellschaft. Die Eltern scheinen als einzige von Kindern zu profitieren. Und, natürlich, die Konservativen, die sich an einer Welt nach ihren Vorstellungen ergötzen können.

        „Also leistet der, der Kinder aufzieht, etwas für die Gemeinschaft.“
        Erstens, ich finde es nachgerade süß, wie jemand, der vor wenigen Wochen die gesamte öffentliche Verwaltung für unproduktiv erklärt hat, zum sozialistischen Tiger wird, wenn es um konservative staatliche Interventionen geht. Zweitens werden viele Leistungen „für die Gesellschaft“ nicht entlohnt; mir fallen da vor allem pflegerische Dienste ein, wie sie vor allem Frauen verrichten. Wo bleibt dein furor iustissi dort?

        „Also ist es ungerecht, wenn die Gemeinschaft diese Eltern ZUSÄZTLICH belastet mit der Finanzierung von Leistungen, die sie NICHT in Anspruch nehmen, von der sie nicht profitieren.“
        Hier fehlen Argumentationsschritte. Du zählst keine Prämisse(n) auf, die ein also rechtfertigen würde(n).
        Ich finde Unrecht, dass die Gemeinschaft Kinderlose mit Abgaben für Kindergeld und Betreuungsunterhalt doppelt belastet. Ich finde Unrecht, dass Familien, die ihre Kinder in die Tagesstätte geben, das Luxusbedürfnis der Eltern bezahlen müssen, die ihre Kinder selber betreuen wollen.

        „Es ist auch bei liberalen Lakonikern ein Unding, nicht voraussetzen zu können, dass sie mitdenken.“
        Es ist ein Unding, vorauszusetzen, dass ich für dich argumentiere.

        Trotz unserer Meinungsverschiedenheiten wünsch ich dir einen schönen, katholischen Feiertag.

      • @ Haselnuss

        Wir haben das umlagefinanzierte System nun einmal, war nach einem verlorenen Weltkrieg wohl auch nicht anders machbar.

        Umsteigen wird nicht einfach.

        Und es ist nun mal wahr: 10 jungen Arbeitsfähigen fällt es leichter, die Rente für 4 Rentner zu verdienen als für 6 oder 8.

        Qualifizierte Einwanderer könnten helfen, die Frage ist nur, ob wir sie in ausreichender Zahl bekommen.

        USA, Kanada, Australien sind oft attraktiver.

        Gegenwärtig profitieren wir etwas vom Bankrott des Club Méditerranée, andererseits wird der teuer, sehr teuer.

        *Nun ziehen konträr zur konservativ-romantische Vorstellung Eltern ihre Kinder nicht alleine auf. Die Gesellschaft hilft ihnen vielfach. Was die Gemeinschaft auch belastet. *

        Aber das gilt doch für die Kinder aus Familien, die Kitas nutzen, ebenso wie für Kinder aus Familien, die Kitas nicht nutzen.

        Warum also sollen Familien, die Kitas nicht nutzen, für diese zahlen?

        *Erstens, ich finde es nachgerade süß, wie jemand, der vor wenigen Wochen die gesamte öffentliche Verwaltung für unproduktiv erklärt hat, zum sozialistischen Tiger wird, wenn es um konservative staatliche Interventionen geht. Zweitens werden viele Leistungen “für die Gesellschaft” nicht entlohnt; mir fallen da vor allem pflegerische Dienste ein, wie sie vor allem Frauen verrichten. Wo bleibt dein furor iustissi dort?*

        Ich finde es nachgerade süß, wenn ein Liberaler nicht wenigstens bei NEU eingeführten staatsfürsorglichen Projekten versucht, dem Prinzip, dass, vor allem der zahlen sollte, der davon profitiert, Geltung zu verschaffen.

        Wenn man es schon nicht verhindern kann.

        Für Liberale scheint es völlig neu zu sein, dass Politik nie die Umsetzung reiner Lehren ist, sondern immer nur die Kunst des Möglichen.

      • „Aber das gilt doch für die Kinder aus Familien, die Kitas nutzen, ebenso wie für Kinder aus Familien, die Kitas nicht nutzen.

        Warum also sollen Familien, die Kitas nicht nutzen, für diese zahlen?“
        Das Argument ist eher aus der Sicht der Kinderlosen interessant. Wenn man sich nämlich mal vergegenwärtigt, dass KiTa, Schule, Uni und das entsprechende Personal nicht vom Himmel fallen, erkennt „man“, dass Kinder die Kinderlosen eine ganze Stange Geld kosten und nur die Eltern von besagten Einrichtungen profitieren. Zum Ausgleich bekommen Eltern dazu noch Kindergeld und jetzt Betreuungsunterhalt.

        Wie wäre es eigentlich, wenn das Privatvergnügen Kinder diejenigen bezahlen, die sie bekommen?
        „Ich finde es nachgerade süß, wenn ein Liberaler nicht wenigstens bei NEU eingeführten staatsfürsorglichen Projekten versucht, dem Prinzip, dass, vor allem der zahlen sollte, der davon profitiert, Geltung zu verschaffen.“
        Also, du schlägst vor, dass eine Abgabe eingeführt wird, die nur Eltern zahlen? Um diesen Topf wieder an Eltern auszuzahlen?

        „Für Liberale scheint es völlig neu zu sein, dass Politik nie die Umsetzung reiner Lehren ist, sondern immer nur die Kunst des Möglichen.“
        Das hast du aber schön gesagt. Wir lebensfernen Liberalen sind ja so dankbar, wenn uns ausgeholfen wird.

      • @ Haselnuss

        Im Grunde genommen gebe ich Dir ja Recht. Wir haben viel zu viele vershcleierte Kosten, unwahre Preise, zu viel „umsonst“, das in Wahrheit von aneren bezahlt werden muss, keineswegs „umsonst“ ist.

        Wir brauchen wahrhaftige Preise, die die wahren Kosten anzeigen und müssen DANACH den sozialen Ausgleich versuchen.

        In diesem Zusammenhang ist das Betreuungsgeld ein bescheidener Anfang, ein lächerlich bescheidener Anfang, aber immerhin.

        Es ist keine „Nicht-Nutzungsprämie“, wie muttersheera das nennt, sondern die Rückerstattung zu Unrecht vereinnahmten Geldes an jene, von denen es vereinnahmt wurde: Familien, die ihre Kinder selbst betreuen, die staatliche Leistung gar nicht in Anspruch nehmen, trotzdem dafür zahlen sollen und auch zahlen, als Steuerbürger. Ohne betreuungsgeld zahlen sie, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.

        Das Prinzip Do-ut-des hält Familien und Gesellschaften zusammen.

        Es wird in unserer Gesellschaft viel zu häufig verletzt. Menschen müssen leisten, ohne dafür eine adäquate Gegenleistung zu erhalten.

        Das demotiviert und beschleunigt den Konkurs.

    • Alexander Roslin: „Das Problem mit Krippen ist, dass sie nur dann (bestenfalls) weniger schlechte Ergebnisse albliefern als familiäre Betreuung in einer Vater-Mutter-Kind-Erziehung, wenn sie optimal sind.“
      Wie kommst du zu dieser Überzeugung?

      „“Studien” der Friedrich-Ebert-Stiftung (oder der Konrad-Adenauer-Stiftung oder der Friedrich-Naumann-Stiftung oder der Heinrich-Böll-Stiftung oder der Rosa-Luxemburg-Stiftung oder der bald zu gründenden Henry-Morgan-Stiftung) sind in meinen Augen für die Tonne = politische Auftragsforschung.“
      Manche ja, manche nein. Im Falle der staatlichen Transferleistungen stimme die Studien.
      Bezüglich Kindergeld siehe Michael Klein, „Ein Dokument vollständig gescheiterter Politik“.

    • *Herauskommen wird eine Billiglösung, die es PolitikerInnen erlaubt, zu sagen: “Problem erkannt – Problem gebannt! Wir haben etwas getan!”, ein Flickwerk, wie wir es mittlerweile gewohnt sind auf vielen Gebieten (Gesundheitskassen, Renten, Demographie,Verschuldung, Umwelt usw.).*

      Genau das IST doch das Betreuungsgeld! Die Bundesregierung fühlte sich bemüssigt „irgendwie mal Familien zu fördern, weil wegen demographischem Wandel und so“. Herauskam dieses Fördergeld, was eher symbolischen Charakter hat und an den Bedürfnissen der meisten Familien klar vorbei geht.

      Welche Mutter kann sich denn bitte leisten ihren benötigten Teilzeitjob aufzugeben, bloss weil sie jetzt nen Hunni mehr vom Staat kriegt? Gerade aufgrund des demographischen Wandels wird der Staat in Kürze nicht mehr auf die Arbeitskräfte verzichten können, auch wenn diejenigen schockierenderweise Kinder haben.
      Das Betreuungsgeld ist kein Ersatz für ein adäquates Betreuungssystem, so werden nur die Probleme wieder auf die lange Bank geschoben, bis die Kacke wirklich am Dampfen ist.
      Wirklich ärgerlich.

      • @ Maren

        Der Hunni vom Staat ist ja nicht als Erziehungsgehalt gedacht, sondern als Ausgleich dafür, dass man Eltern, die die Leistung Kita nicht in Anspruch nehmen, doch zu deren Finanzierung heranzieht.

      • hi maren,

        „…demographischen Wandels…“

        du sprichst da einen punkt an. aber was sich wandeln wird ist die verteilung der arbeitskräft in andere arbeitsbereiche und insgesamt wird es eine abnahme geben an verfügbaren arbeitsplätzen. warum?

        ganz einfach weil KI’s arbeiten übernehmen werden die jetzt noch menschn tun. also alles von verwaltung bis produktion wird langfristig keine oder nur noch sehr wenige menschen benötigen.

        roboter produzieren auf mausklick. (die tage konnte jeder eine meldung lesen nach in asien ein hersteller die menge der roboter in der herstellung von 300.000 auf 1.000.000 anheben wollte und sowas ist nur der anfang, später werden die maschienen dann so flexibel wie menschen und dann?)
        verwaltung/logistik wird von computern erledigt werden.

        ein ipad hat heute mehr rechenleistung wie vor einigen jahren supercomputer hatten. mit steigender rechenleistung ist es nur noch eine frage der zeit.
        wir stehen vor veränderrungen wie damals als noch viele menschen in der landwirtschaft arbeiten mußten und dann maschienen kamen die alles besser konnten.

    • @ Debe

      Jeden das zahlen zu lassen, was er auch nutzt, überall die wahren Kosten unverschleiert und unsubventioniert weitergeben (das hieße z.B. auch kostendeckende Studiengebühren) wäre die gerechteste Lösung, ist aber nicht durchsetzbar und angesichts des Subventionsverhaus, der bereits existiert, gar nicht praktikabel.

      Es bedürfte einer Revolution oder eines Systemzusammenbruchs, die einen völligen Neuaufbau erzwängen (der wahrscheinlich auch nicht besser gelänge – der Mensch ist UNHEILBAR egoistisch und meistens kurzsichtig).

      Die wahren Kosten der Kitas an ihre Nutzer weitergeben, wäre also das gerechteste.

      Machte GUTE Kitas aber so teuer, dass sich ihre Nutzung für fast alle Normalverdiener nicht lohnte, geschweige denn für Halbtagsbeschäftigte.

      Was soll denn eine Kita, die für ein Kind ein komplettes Halbtagsdurchschnittsgehalt verlangen müsste?

      Dann wäre das bei 2 Kindern ein volles Gehalt, kann ich doch gleich auf’s Arbeiten verzichten und die KInder selbst betreuen > mehr Erwerbsbeteiligung von Frauen und/oder mehr Kinder nicht erreichbar.

  2. Also meine Frau ist Kindergärtnerin und wäre begeistert über kleinere Gruppen und bessere Ausstattung. Stattdessen gibt es ein Bonbon für die katholische CSU im Tausch für Begünstigung der privaten Versicherungswirtschaft, wie es die FDP wollte.

    Darüber hinaus ist das Betreuungsgeld integrationsfeindlich, denn es motiviert Zuwanderer, lieber das Geld zu nehmen anstatt ihre Kinder in die Kita zu schicken.

    Bin voll dagegen

    • @ El Mocho

      Wir reden hier ja nicht über Kindergärten, sondern über den Aufbau von Kitas für Kinder unter drei Jahren.

      Wenn die aufgebaut werden, geht’s ja den Kindergärten nicht besser.

      Weil das Betreuungsgeld ein CSU-Projekt ist und die FDP dagegen, bekommt die FDP als Zuckerl die Subvention der privaten Versicherungswirtschaft.

      So funktioniert Politik in Koalitionen.

      Bei anderen Farbenspielen gibt’s andere Zuckerl, andere Komspensationsgeschäfte.

      Aber das sachgerechten Lösungen entgegenstehende Prinzip bleibt erhalten.

      Lässt sich nur schweizerisch lösen (teilweise): Vermehrte und erleichterte Volksabstimmungen zu einzelnen Sachfragen.

    • @El Mocha
      „Also meine Frau ist Kindergärtnerin und wäre begeistert über kleinere Gruppen und bessere Ausstattung.“

      Das wären so ungefähr 100% aller übrigen Arbeitnehmer, gleich welchen Gewerbes, auch.

      • Ja natürlich, aber die Politiker liegen uns doch immer in den Ohren, wie wichtig die demogrpahische Problematik und die Zukunft unserer Kinder ist. Da befremdet die Prioritätensetzung doch etwas.

  3. Frauen, die einen guten Beruf haben, werden wegen dem Betreuungsgeld nicht zuhause bleiben. Das Betreuungsgeld ist interessant für Frauen, mit niedrigem Einkommen oder mit Migrationshintergrund, die also ohnehin zuhause bleiben würden aus kulturellen Gründen.
    Sagen wir es mal andersrum: wenn ein Staat vorhätte, dass nur noch Frauen mit niedriger Qualifikation, niedrigem sozialen Status und niedrigem Einkommen Kinder bekommen sollten, dann muss man es GENAU SO machen, wie man es macht: keine Anreize liefern zur Berufstätigkeit, pauschale Beträge nur fürs Kind an sich (bei hohem Einkommen sind die Pauschalen uninteressant).
    Ich denke, das Betreuungsgeld ist schneller abgeschafft als eingeführt. Die SPD wird es verhindern (für mich – wie in meinem Forum http://www.tinyurl.com/odingerman erwähnt – endlich mal wieder ein Grund, SPD zu wählen), das Verfassungsgericht ablehnen.
    Die Aufgabe des Staates – definiert in der Verfassung – ist Bildung, nicht Bildung verhindern. Außerdem darf man Gelder bestimmten Eltern nicht einfach vorenthalten. Wenn, dann müßte es das Bildungsgeld für alle geben, nicht nur für Eltern, die ihr Kind NICHT in eine Bildungseinrichtung geben. Man zahlt ja auch nicht Geld aus, wenn Eltern ihre Kinder NICHT in die Schule schicken.
    Das mit den Au-pair Mädchen verstehe ich nicht. Schließlich bekommt man auch kein Betreuungsgeld, wenn man das Kind bei einer Tagesmutter unterbringt.

    Das Schreckgespenst, dass von Krippenplätzen gezeichnet wird, ist etwa 200 Jahre veraltet. Das war mal. Es geht ohnehin nur um Betreuungen von wenigen Stunden am Tag ab einem Alter von einem Jahr. Viel wichtiger als Betreuungsgeld und Krippenausbau würde ich es aber finden, wenn es für Väter mehr Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit gäbe. Ich würde daher die Elternzeit auf 1,5 Jahre verlängern und zwar AUSSCHLIESSLICH durch die Erhöhung des Väteranteils!!!

  4. Betreuungsgeld? Bin ich voll dafür.

    Einer der Hauptgründe ist, das der gesamte feministische Journalismus und die „Frauenpolitiker“ praktisch aller Parteien so geschlossen und lautstark gegen das Betreuungsgeld ( liebevoll auch „Herdprämie“ genannt) vom Leder ziehen, als stünde der Untergang des Abendlandes bevor.

    Da sag ich mir, das Betreuungsgeld muß einfach richtig sein, bei solch hysterischen Reaktionen.

    Die Erfahrung mit Journalisten und Politikern in den letzten Jahre zeigt doch, das in der Regel das Gegenteil von dem richtig ist, was so vehement gefordert wird.

    Sagt also etwa ein Politiker, man habe die Lage jetzt unter Kontrolle und man brauche sich keine Sorgen mehr zu machen, wird es Zeit, sich auf das Schlimmste vorzubereiten.
    Oder das Betreuungsgeld würde Kinder unter 3 Jahren von frühkindlicher „Bildung“ (LOL) fernhalten, passiert sicher das genau nicht.

    Und da ja bekanntlich jeder die Rente für seine Eltern mit seinen Rentenbeiträgen bezahlt, sollte man Kinderlosen einfach keine Rente mehr ausbezahlen, das rückt dann vielleicht auch den Sinn eines Generationenvertrages wieder mehr ins Bewußtsein.

    • @ Stepe

      *Einer der Hauptgründe ist, das der gesamte feministische Journalismus und die “Frauenpolitiker” praktisch aller Parteien so geschlossen und lautstark gegen das Betreuungsgeld ( liebevoll auch “Herdprämie” genannt) vom Leder ziehen, als stünde der Untergang des Abendlandes bevor.*

      Ich habe zusätzlich den Verdacht, dass die Kita einen wesentlichen Teil ihres Charmes für FeministInnen aus der Tatsache bezieht, dass sie die Frühverstaatlichung der Kinder erlaubt.

      Da es bisher nicht gelungen ist, ideologiewunschgemäß die Geschlechterdifferenzen im Verhalten zu beseitigen, die Gliechheit hier nach Jahrzehnten des propagandistischen Trommelfeuers nicht erreicht wurde und daran offensichtlich die Eltern schuld sein müssen, die ihren Kindern immer noch und immer wieder die „falschen“ Rollenvorbilder vorleben, will man die Kinder so früh wie möglich in die Hand bekommen.

      So könnte man beim Gendermain-Trimmen noch früher ansetzen, die nicht gendergerecht geschulten Eltern, die zu blöd sind, zu den neuesten Höhen genderistischer Erkenntnisse aufzusteigen, ausschalten und die Kinder so früh wie möglich durch entsprechend indoktriniertes Personal (dafür wird unsere mit generistisch-feministischen Prämissen arbeitende Pädagogik schon sorgen) ideologiegerecht formen.

      Da diese Ideologie das Naturwesen „Mensch“, das Säugetier „Mensch“ konsequent ignoriert, wird auch das scheitern, aber besonders Jungen, die ja das Problem sind in feministischer Perspektive, besonders schaden.

      • Frauen sollen einfach nicht mehr finanziell „abgängig“ sein vom Mann und als Arbeitskraftreserve zu Verfügung stehen, darin sehe ich die Haupmotivation der Politik.

        Ist ja prinzipell ok, wenn die Frauen bzw. Eltern das auch so wollen.

        Aber wenn nacher sechs kleine Hosenscheißer, im Durchschnitt zwei davon krank, mit einer demotivierten Erzieherin zusammenhocken, was soll da dabei rauskommen?
        „Frühkindliche Bildung“?

    • Das sehe ich auch so. Das Betreuungsgeld wurde ja von den radikalen Feministinnen sogar als „Herdprämie“ und „Verdummungsprämie“ bezeichnet.Gerade letzteres ist eine Frechheit den betroffenen Frauen gegenüber, denn Frauen werden durch Kinderbetreuung nicht dümmer, sie erweitern damit vielmehr ihren Horizont. Viele Mütter geben immerhin an, sie hätten sich psychisch durch die Erfahrung mit ihren Kindern, besonders mit dem ersten, stark verändert. Und Mütter wollen bei ihren kleinen Kindern sein, und die kleinen Kinder bei ihren Müttern. Das ist immer so bei Säugetieren, gerade bei Nesthockern mit langsamer Juvenilentwicklung. Und der Mensch hat eine ausgesprochen langsame Juvenilentwicklung.

      Unsere „Eliten“ vertreten eben den Feminismus einer Simone de Beauvoir, und das ziemlich radikal. Das ganze Thema Krippen & Betreuungsgeld ist total vermintes Gelände, schon seit Jahren. Die Gegner des Betreuungsgeldes, die in den Maistreammedien immer zu Worte kommen, sind dabei nicht die Gemäßigten, sondern die Radikalen. Die wollen das traditionelle Rollenverständnis mit Stumpf und Stiel ausrotten, ihnen ist selbst dei Wahlfreiheit der Mütter zu viel. Aber kein Wunder, Simone de Beauvoir war auch nicht dafür, dass man Frauen die Entscheidung darüber, ob sie erwerbstätig sind oder nicht, einfach so überlassen sollte. Eine Steilvorlage für die Wirtschaft, die Frauen in Erwerbsarbeit drängt, da sie bei vielen Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt besser die Löhne drücken kann. Umso mehr konkurrieren Frauen dann auf dem Arbeitsmarkt mit Männern um das, was Männer attraktiv macht, und Frauen nicht.

      Und die Feministinnen wollen vermutlich anhand solcher Themen wie Betreuungsgeld und Krippen ein Exempel statuieren an Menschen, die den Radikalfeminismus nicht unhinterfragt und nicht unverändert mittragen wollen. In Zukunft soll keiner mehr wagen, was gegen den Feminismus zu sagen. Es wagt ja auch kaum einer: Wann sagt denn endlich mal ein Politiker in einer Talkshow „Krippen? Sorry, aber das ist de Beauvoir´scher Feminismus, da bin ich gegen.“?

      P.S.: Menschen, deren Mütter in der Schwangerschaft viel Stress hatten, erkranken eher an Burn Out als andere Menschen. Erwerbsarbeit ist eine der großen Hauptursachen für Stress. Krippenkinder haben, so habe ich mal gelesen, teilweise Cortisolprofile wie Manager. Kein Wunder: Die Trennung von der Mutter bedeutet für jedes Säugetierjunge großen Stress und Angstgefühle, und für die Mutter ist es auch übel. Die Gesellschaft sollte sich endlich klarmachen, dass Feminismus weder der typischen Frau dient (Die ist schließlich heterosexuell, Mutter und inszeniert sich mit ihrer „heteronormativen Kleinfamilie“. Ihre „bösen“ Kinder triggern bei einigen Feministinnen negative Gefühle an.), noch dem Wohl der Allgemeinheit zuträglich ist. Die Gesellschaft sollte sich ebenfalls einmal fragen, warum es in den letzten Jahren so einen auffälligen Anstieg bei den psychischen Erkrankungen gibt. Burnout & Depressionen sind in aller Munde, Borderlinerinnen, die sich ritzen, Essstörungen, Schlafstörungen, psychosomatische „Geschichten“ usw. – könnte das nicht auch damit zusammenhängen, dass es eben eine ziemlich schlechte Idee ist, AUSGERECHNET BEI EINEM SÄUGETIER Mutter und Kind immer mehr zu trennen, um die Arbeitskraft der Mutter besser ausbeuten zu können? (In der industriellen Landwirtschaft wird sowas mit Kühen gemacht. Das Kälbchen kommt weg von der Mutterkuh, und kriegt Milchaustauscher, damit man die Milchleistung seiner Mutter besser ausbeuten kann, obwohl die heute mit bis zu 60 Litern am Tag mehr als genug Milch gibt. Übel für das Kälbchen – deshalb haben heute viele erwachsene Rinder die Psycho-Macke, dass sie an zapfenartigen Gegenständen nuckeln, weil sie kaum oder gar nicht im Leben vernünftig gesäugt wurden. Bei Menschen macht nicht gestillt werden auch einige Krankheiten wahrscheinlicher. Den Feministinnen kann ich nur sagen: Wenn ihr Frauen gut wollt, dann hört endlich auf damit, euch an der Massentierhaltung von Rindern zu orientieren!)

  5. „Doch nach einer Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung sind die Erfahrungen eher negativ: Die Leistungsempfänger seien in allen drei Ländern vor allem «Frauen mit geringer Bildung, niedrigem Einkommen und Migrationshintergrund», heißt es darin. Vor allem Frauen mit schwachen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt wählten diese Möglichkeit.“

    Interessanter Punkt. Wie müsste denn die Gruppe der Leistungsempfänger beschaffen sein, damit die Erfahrungen „positiv“ gewertet würden ? Vielleicht Frauen mit hoher Bildung und guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt ?

    • You got the point, Chris!

      Gerade aus denjenigen Kreisen, die Rollenzuschreibungen strikt ablehnen und es als diskriminierend ansehen, wenn Individuen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen pauschal vorverurteilt werden, machen genau dies beim Betreuungsgeld in nahezu schon vorbildlicher Art und Weise:

      Da werden alle Arbeitslosen, Ausländer, Geringverdiener abgestempelt zu Erziehungsversagern, die ihre Kinder von „frühkindlicher Bildung“ (LOL) fernhalten wollen, jedes zusätzliche Geld sowieso nur versaufen und verqualmen und überhaupt generell KEINE Ahnung davon haben, was das beste für ihre Kinder ist und was überhaupt so abgeht im 21. Jahrhundert.

      Um überhaupt Kinder unter 3 Jahren zu Hause betreuen zu können, brauchts schon ein Soziologiestudium mit Aufbaukurs „Gender und Gedöhns“.

      So siehts aus, ihr Unterschichtenspacken!

  6. Ich denke es wird folgendes geschehen: Die Hartz-IVler werden das Geld einstreichen, davon Bier kaufen und ihre Kinder vor die Glotze setzen. Berufstätige Eltern werden ihre Kinder weiter in überfüllte Kitas schicken, denn 100 € im Monat reicht nicht aus um auf eine Halbtagsstelle zu wechseln und sich mehr um die Kinder zu kümmern. Und die Reichen, die eh ein Kindermädchen haben werden das Geld einstecken und davon einmal im Mionat gut essen gehen.

    Ich sehe nicht, wem damit geholfen ist.

    • @ El_Mocho:

      Don’t panic:

      Die Hartz IVler bekommen das Betreuungsgeld doch nicht bzw. es wird verrechnet werden.
      Genau wie das Kindergeld,
      Genau wie das Elterngeld.

      Der Matthäus-Effekt ist als konstitutives Element „moderner Familienpolitik“ ja gar nicht mehr wegzudenken…

      „Berufstätige Eltern werden ihre Kinder weiter in überfüllte Kitas schicken, denn 100 € im Monat reicht nicht aus um auf eine Halbtagsstelle zu wechseln und sich mehr um die Kinder zu kümmern. “

      Ähm, aber die „überfüllten Kitas“ gibts doch gar nicht?

      Das Versprechen der Politik war: genug Betreuungsplätze für 35 % aller Unter-3-jährigen.
      Dabei war schon damals absehbar, dass der Bedarf (vorallem in Großstädten) größer ist.

      Und deshalb kommt das Betreuungsgeld: es soll den Rechtsanspruch auf einen KITA-Platz konterkarieren, Eltern das Einklagen eines Betreuungsplatzes verunmöglichen (bin gespannt, ob das funktionieren wird – kennt zufällig irgendwer dazu eine juristische Einschätzung?).

      Dass die Opportunitätskosten für die Berufstätigkeit von Müttern damit weiter steigen, ist dagegen wohl nur ein willkommener Nebeneffekt…

      Dass sogar ein Sozialstaatskritiker wie Roslin die Einführung einer „Nichtnutzungsprämie für kommunale Angebote“ befürwortet, finde ich zum Schießen.

      @ Roslin

      Wo ich aber mit Dir einer Meinung bin, ist, dass die Schulpflicht durch die Bildungspflicht ersetzt werden sollte. In vielen (fast allen?) anderen (europäischen) Ländern ist Homeschooling möglich, bei uns nur mit einer (fast nicht zu erlangenden) Ausnahmegenehmigung.

      Nur: sollten die Eltern etwa eine Ausgleichszahlung bekommen, wenn sie ihre Kinder nicht mehr zur Schule schicken? Auch 100 Euro monatlich, oder nicht vielleicht mehr?

      Schulen dürften den Staat deutlich mehr kosten als KITAs & für die KITA/Kiga-Nutzung zahlen Eltern monatliche Beiträge (die weit über das Betreuungsgeld hinausgehen), der Schulbesuch wird komplett von der Allgemeinheit finanziert.

      Irgendwie passt das doch nicht…

      • @ muttersheera

        Es passt vieles nicht, aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

        Wann, wenn nicht bei neu eingeführten Staatsfürsorgeleistungen, anfangen mit dem Prinzip, vor allem die Nutzer zahlen zu lassen, die, die Leistung selbst erbringen, in Eigenverantwortung und Eigenleistung, nicht mit den Kosten der Staatsleistung, die sie NICHT in Anspruch nehmen, zu belasten.

        Falls es unbemerkt geblieben sein sollte: Dieser Staat ist auf Konkurskurs.

        Es wird Zeit, die Menschen auf Do-it-yourself umzuschulen und staatliche Hilfeleistungen auf jene zu konzentrieren, die dazu absolut nicht in der Lage sind.

        Die Diktatur der leeren öffentlichen Kassen, die uns bevorsteht, wird ohnehin genau dafür sorgen.

  7. was mir zukurzkommt ist das kindeswohl. welche auswirkung hat kita?

    es wird sicher kinder geben bei denen weniger effekte zu sehen sind und andere, im bekanntenkreis, wo das kind absolut angst/panik bekommt wenn eltern nicht da sind. so kind quasi in die kita zu zwingen(aus finanziellen gründen z.b.) ist doch gewollte körperverletzung? wie kaputt muß eine gesellschaft sein die sowas absichtlich macht ohne mit der wimper zu zucken?

    mir ist bei dem thema entschieden zuviel ideologie (bei pro kita) im spiel und zu wenig sachverstand(gesundheitliche auswirkungen fürs kind).

    zu höheren geburtenraten wird der kitaausbau auch nicht führen. aber das war ja schon anhand der daten aus ex-ddr bundesländern sichtbar dort sind die geburtenraten erheblich niedriger als im schnitt und das betreuungsangebot aus ddr zeiten besonders hoch.

    in frankreich das immer als vorbild hingestellt wird, gab es 2006 für 2.3mio kinder im kita alter ca 317.000 plätze also ca 13%. an den kita plätzen liegt es nicht das in frankreich mehr kinder geboren werden.

    im grunde ist der kitaausbau nichts anderes als ein sehr teures wahlgeschenk. was zudem noch gesundheitliche schäden verursacht.

    allgemein wünsche ich mir das der staat sich in keiner form in das leben der menschen einmischt.
    im vorhandenen system bin ich für das betreuungsgeld. allerdings sollte das höher sein.
    varianten wie in skandinavien wurden ja schon angesprochen.

  8. Warum wird hier mal wieder nur auf die Mutter geschaut? Warum fragt sich eigentlich niemand, ob dieses Geld vielleicht dazu führt, das der Vater des Kindes weniger Überstunden machen muss, oder weniger Stunden insgesamt, und so mehr Zeit hat, für seine Kinder da zu sein, so wie es über 90% der Väter wünschen?

    • @imion

      Weil das Betreuungsgeld an dem Verhalten desjenigen fest macht, der sonst eher aussetzen wüde, was meist die Mutter ist.

      Aber langfristig wird auch der Mann bei klassischer Rollenverteilung mehr Überstunden machen müssen durch das Betreuungsgeld, denn durch die Betreuung ist eine Arbeitstätigkeit der betreuenden Person stark erschwert, was ja letztendlich mit den 100 € nur unzureichend gegenfinanziert ist, gerade wenn man auch noch fehlende Berufserfahrung und langes aussetzen als zusätzliche erschwerende Faktoren bei der Arbeitssuche der Frau wenn die Kinder älter werden hinzurechnet.

      Als Mann, der weniger arbeiten will, ist das Betreuungsgeld kontraproduktiv.

      • „Als Mann, der weniger arbeiten will, ist das Betreuungsgeld kontraproduktiv.“
        Eigentlich nicht. Denn Frauen beliben sowieso zuhause, wollen nicht Arbeiten. Das beweisen sie sehr eindrucksvoll. Also muss ein etwas geschaffen werden, was es dem Mann ermöglicht, seine Arbeitszeit zu reduzieren. In einem stimme ich dir zu, es ist zu wenig, das Betreuungsgeld sollte definitiv ausgebaut werden und dem Mann ausgezahlt werden, dieser übernimmt ja den Löwenanteil an Arbeit in der Familie.

      • @ Christian

        Ich glaube, Du überschätzt hier das Ausmaß des „Versorgerwillens“ bei der durchschnittlichen Frau. Frauen wollen mehrheitlich den Versorgermann.

        Der Mann, der nicht bereit ist, die Hauptlast der materiellen Versorgung zu übernehmen (oder dazu nicht in der Lage ist), wird als Langzeitpartner tendenziell aussortiert, kommt gar nicht erst in die engere Wahl.

        Natürlich, wenn frau dann einen Versorgermann gefunden hat, mit dem das Projekt „Kinder“ in Angriff genommen werden kann, dann, so hat sie es gelernt, ist es selbstverständlich, dass der Mann die Masse des materiellen Erwerbes stemmt und dann zusätzlich noch die Hälfte, mindestens, von Haushalt und Pflege-/Versorgungsarbeit übernimmt.

        Das sei gerecht, so glauben viele Frauen, so haben sie es gelernt.

        Schließlich hat feministische „Wissenschaft“ bewiesen, dass faule Männer arme Frauen ausnützen, ausbeuten, auf deren Kosten leben („zweite Schicht für Frauen“).

        Das Betreuungsgeld wird also den Erwerbsdruck auf Männer, die Kinder/Langzeitpartnerschaften wollen, nicht wesentlich erhöhen, allerdings auch nicht sehr absenken.

        Dazu müssten sehr viele Frauen ihre Attraktivitätskriterien ändern, die sie zum Verleiben animieren.

        Das ist nicht in Sicht.

        Es ist nicht in Sicht, dass Frauen sich vermehrt und verstärkt aufgerufen fühlen, Männer zu versorgen, für Männer zu bezahlen, so wie Männer sich aufgerufen fühlen, Frauen materiell zu versorgen, für Frauen zu bezahlen.

        Das liefe konträr zu den Instinktdispositionen der meisten Frauen.

        Und Männer.

        Frauen, die Männer versorgen wollen und können – selten genug sind sie ja – haben es ihrerseits auch schwer, Männer zu finden, die es aushalten, von einer Frau „ausgehalten“ zu werden und ihr dafür emotional, in Sachen Haus-und Pflegearbeit den Rücken frei zu halten, will sagen: Die Instinktdispositionen BEIDER Geschlechter bewachen die traditionelle Rollenverteilung, also Mann = Haupterwerber, Schützer und Versorger, Frau = Familienzentrum, emotionaler Rückhalt, Kinderkümmererin, Nestbauerin.

        Wenn eine Rollenumkehr gelebt werden soll, fühlt sich das für viele irgendwie nicht richtig an.

        Man fühlt sich nicht recht wohl, ohne genau zu wissen, warum.

        Hinzu kommt, dass eine Frau, die versorgen/schützen kann, die das demonstriert, die so Status aufbaut, Status signalisiert („Ich kann das !“) dadurch für Männer eben nicht attraktiver wird, eher im Gegenteil.

        Männer belohnen „Status wie ein Mann“ bei Frauen in der Regel erotisch nicht.

        Im Gegensatz zu Frauen, die Statusaufbau beim Mann mit erotischem Interesse, mit erotischer Zuwendung belohnen.

        Der Mann, der Karriere macht, der „Potenz“ signalisiert, repräsentiert (auch symbolisch) wird für viele Frauen attraktiver.

        Die Frau, die Karriere macht, die „Potenz“ signalisiert, repräsentiert, wird für viele Männer unattraktiver.

        Ich glaube nicht, dass dieses Dilemma auflösbar ist.

        Es sind unsere Instinktdispositionen, die uns in der klassischen Rollenverteilung festbannen, die vielleicht ein wenig moderiert werden kann, wenn wir uns anstrengen.

        Das geht solange gut, bis wir müde werden und rückfällig.

        Ich glaube, es gibt kein Entrinnen.

        • @Roslin

          „Ich glaube, Du überschätzt hier das Ausmaß des “Versorgerwillens” bei der durchschnittlichen Frau. Frauen wollen mehrheitlich den Versorgermann.“

          Ich denke du unterschätzt den Willen vieler Frauen sich durchaus abseits der Hauptversorgerposition zu beteiligen.
          Es ist denke ich wichtig, dass in der Männerbewegung Kinderbetreuung nicht vollkommen abgewertet wird und anerkannt wird, dass man mit kleinen Kindern häufig nicht anders kann als teilweise auszusetzen. Ich denke viele Mütter starten in die Erziehungszeit mit dem Wunsch auch schnell wieder arbeiten zu wollen, unterschätzen aber den Betreuungsbedarf der kleinen Kinder. Und natürlich ist Kinderbetreuung, Hausaufgabenbetreuung, Wäschewaschen, Haus aufräumen, Kochen etc alles arbeitsintensiv und erledigt sich nicht von selbst. Man kann natürlich darüber reden, wer es dann einfacher hat und woran es liegt, dass Frauen nicht früher wieder in den Beruf einsteigen, aber dabei einfach darauf abzustellen, dass sie eben „einen männlichen Versorger wollen“ und deswegen sich darauf ausruhen macht es sich schon einfach. Es verkennt die vielen Zwischenschritte und Schwierigkeiten des Berufswiedereinstiegs und auch die aktive Rolle des Mannes bei der Wahl solcher Lebensformen.
          Wer eine Kleinkindbetreuung mit einem Halbtagsjob kombiniert, sobald die Kinder größer geworden sind, braucht auch passende Plätze. Nicht jeder hat Großeltern, die das übernehmen.

          „Die Frau, die Karriere macht, die “Potenz” signalisiert, repräsentiert, wird für viele Männer unattraktiver.“

          Es muss dabei ja auch gar nicht um die Karriere gehen. Es gibt genug Frauen mit Halbtagsstellen, die dort wichtige Arbeit machen. Richterinnen beispielsweise arbeiten meines Wissens nach häufig auf halben Stellen solange die Kinder jung sind und erhöhen dann später wieder. Das macht sie aus meiner Sicht nicht unattraktiver, trägt aber sicher zum Familieneinkommen bei. Es gibt ja Gründe dafür, dass Frauen so gerne im öffentlichen Dienst sind: Er ist leichter vereinbar mit Halbtagsstellen etc.

          Was wäre aus deiner Sicht einer Richterin vorzuwerfen, die mit 2 Kindern erst einmal Halbtags arbeitet um sie dann, wenn die Kinder zur Schule gehen wieder auf eine Vollzeitstelle aufzustocken? leistet sie damit weniger als ihr Mann als zB Rechtsanwalt? Drückt sie sich vor Arbeit?

          Ich glaube nicht, dass viele Frauen ihren Beitrag zum Familienunterhalt nicht leisten wollen. Ich halte es dringend für nötig, dass in dem Bereich nicht pauschale Abwertung gegen Frauen erfolgt, sondern zum einen die Realitäten einer Kinderbetreuung anerkannt werden und zum anderen auch die gemeinsame Verantwortung der Eltern, diesen Bereich zu planen.

          Ich sehe auch keinen Weg an Folgendem vorbei:
          – Wer will, dass Frauen mehr arbeiten, der muss es schaffen, frühe Kinderbetreuung sowohl gesellschaftlich akzeptiert als auch kostengünstig zu machen.

          – Wer meint, dass Kinderbetreuung durch einen Elternteil erfolgen soll, weil das besser für das Kind ist, der darf nicht gleichzeitig damit in Verbindung stehende Arbeiten abwerten.

          – Wer meint, dass die Kinder von beiden Eltern gleichmäßig betreut werden sollten, der muss sich auch Fragen, ob diese Einteilung von beiden Geschlechtern, also auch und gerade von den Männern, überhaupt gewollt ist.

          „Ich glaube nicht, dass dieses Dilemma auflösbar ist. Es sind unsere Instinktdispositionen, die uns in der klassischen Rollenverteilung festbannen, die vielleicht ein wenig moderiert werden kann, wenn wir uns anstrengen. Das geht solange gut, bis wir müde werden und rückfällig. Ich glaube, es gibt kein Entrinnen.“

          Es muss ja auch gar kein Dilema sein, wenn beide mit der Arbeitsteilung zufrieden sind, die sie wählen.

      • @christian
        „Ich denke viele Mütter starten in die Erziehungszeit mit dem Wunsch auch schnell wieder arbeiten zu wollen, unterschätzen aber den Betreuungsbedarf der kleinen Kinder.“
        Nein, Frauen wollen nicht. In den letzten drei Jahren ist die Arbeitsleistung von Müttern um über 9 Stunden in der Woche gesunken, trotz ausbau der Betreuungsmöglichkeiten.

        „Und natürlich ist Kinderbetreuung, Hausaufgabenbetreuung, Wäschewaschen, Haus aufräumen, Kochen etc alles arbeitsintensiv und erledigt sich nicht von selbst“
        Nein, diese sind nicht arbeitspinentsiv, nicht mehr in der heutigen Zeit. Und wie aus einer hier mal verlinkten OECD Studie entnehmen kannst, ist für Frauen schon Kinderbetreuung, wenn diese vor den Fernseher gesetzt werden.

        „Man kann natürlich darüber reden, wer es dann einfacher hat und woran es liegt, dass Frauen nicht früher wieder in den Beruf einsteigen, aber dabei einfach darauf abzustellen, dass sie eben “einen männlichen Versorger wollen” und deswegen sich darauf ausruhen macht es sich schon einfach.“
        Aber genau das ist der Grund. Weil es mit einem Versorger so ein schönes und angenehmes Leben ist. Weil Frau damit genügend Zeit hat, mit Freundinnen shoppen zu gehen.

        „Es verkennt die vielen Zwischenschritte und Schwierigkeiten des Berufswiedereinstiegs und auch die aktive Rolle des Mannes bei der Wahl solcher Lebensformen.“
        Welche aktive Rolle des Mannes? Dem Mann wird die Pistole auf die Brust gesetzt. Entweder er beugt sich dem Willen der Frau, oder sie lässt sich scheidne und lebt wie eine Königin von dem Unterhalt, und muss noch weniger Arbeiten.

        „Was wäre aus deiner Sicht einer Richterin vorzuwerfen, die mit 2 Kindern erst einmal Halbtags arbeitet um sie dann, wenn die Kinder zur Schule gehen wieder auf eine Vollzeitstelle aufzustocken?“
        Wenn das Frauen ja mal machen würden.

        „Ich glaube nicht, dass viele Frauen ihren Beitrag zum Familienunterhalt nicht leisten wollen. “
        Doch, sie wollen nicht. Die gesamte Karriereplanung ist von anfang an darauf ausgelegt, das die Damen sich einen Versorger suchen, der sie durchfütter. Madame denkt noch nicht mal daran, das sie evtl. mal eine Familie mit ernähren können sollte.

        „- Wer will, dass Frauen mehr arbeiten, der muss es schaffen, frühe Kinderbetreuung sowohl gesellschaftlich akzeptiert als auch kostengünstig zu machen. “
        Nein. Als allererstes müsste dafür gesorgt werden, das Frauen mehr Arbeiten, damit Männer weniger Arbeiten können, und so mehr Zeit für die Familie haben.

        „- Wer meint, dass Kinderbetreuung durch einen Elternteil erfolgen soll, weil das besser für das Kind ist, der darf nicht gleichzeitig damit in Verbindung stehende Arbeiten abwerten. “
        Betreuung nur durch einen Elternteil ist mehr als scheisse.

        „- Wer meint, dass die Kinder von beiden Eltern gleichmäßig betreut werden sollten, der muss sich auch Fragen, ob diese Einteilung von beiden Geschlechtern, also auch und gerade von den Männern, überhaupt gewollt ist. “
        Warum liest du meine Belege eigenltich nicht? Ich habe schon bestimmt schon ein halbes dutzend mal gepostet, das über 90% der Väter gerne mehr Zeit mit ihren Kindern hätten, dies aber nicht können, weil sie soviel Arbeiten müssen.

        „Es muss ja auch gar kein Dilema sein, wenn beide mit der Arbeitsteilung zufrieden sind, die sie wählen.“
        Sind sie ja nicht. Nur Frauen sind zufrieden. Schau dir einfach mal die Zufriedensheit umfrage an.Würde ich so ein verhätscheltes Leben wie das einer Frau führen, dann wäre ich auch zufrieden.

        • @imion

          Bei dir wird aus “ In den letzten drei Jahren ist die Arbeitsleistung von Müttern um über 9 Stunden in der Woche gesunken, trotz ausbau der Betreuungsmöglichkeiten.“ ein „Frauen machen gar nichts“ und aus „Ich habe schon bestimmt schon ein halbes dutzend mal gepostet, das über 90% der Väter gerne mehr Zeit mit ihren Kindern hätten, dies aber nicht können, weil sie soviel Arbeiten müssen.“ wird „Männer würden ihre Arbeitszeit auch tatsächlich einschränken um die Kinder zu betreuen“

          Du übertreibst bei deinen Belegen meist und leitest Dinge aus ihnen her, die in ihnen in dieser Form nicht enthalten ist.

          Es mag sein, dass eine Frau ihr Kind betreut, indem sie vor dem Fernseher sitzt. Aber es muss eben jemand in dieser Zeit das Kind betreuen, es ist eine Arbeit, die aufgeteilt werden muss und die im Gegenzug auch Windeln wechseln und nachts aufstehen, wenn das Baby zahnt beinhaltet oder stundenlang ein schreiendes Baby beruhigen. Nur die angenehmen Seiten darstellen macht es sich entschiede zu einfach. Da kann man im Gegenzug darstellen „Arbeiten bedeutet Kaffee in der Gemeinschaftsküche zu trinken und über den letzen Spieltag oder die bevorstehende EM zu fachsimpeln“.

          „Nur Frauen sind zufrieden. Schau dir einfach mal die Zufriedensheit umfrage an.“

          Welche meinst du denn konkret?

      • „Ich glaube nicht, dass viele Frauen ihren Beitrag zum Familienunterhalt nicht leisten wollen. Ich halte es dringend für nötig, dass in dem Bereich nicht pauschale Abwertung gegen Frauen erfolgt, sondern zum einen die Realitäten einer Kinderbetreuung anerkannt werden…“

        Soweit ich es beurteilen kann, kommt der Vorwurf „Heimchen am Herd“ im weit überwiegenden Maße von feministischer Seite.

        Wer Anerkennung für Frauen fordert, die Kinder betreuen, müsste dem Betreuungsgeld doch eher positiv gegenüber stehen ?

        • @Chris

          „Wer Anerkennung für Frauen fordert, die Kinder betreuen, müsste dem Betreuungsgeld doch eher positiv gegenüber stehen ?“

          Würde ich nicht so sehen. Man kann anerkennen, dass ein bestimmter Weg mit Arbeit verbunden ist, aber dennoch einen anderen Weg für besser halten.
          Ich sehe bei einer Drittbetreuung durchaus Vorteile für das Kind. Das Betreuungsgeld wird schlimmer gemacht als es ist, weil es sich angesichts der Höhe nicht wirklich lohnt, auf eine Arbeit zu verzichten, aber dennoch halte ich es für nicht sehr zielführend.

          Wobei mich interessieren würde, wie das Betreuungsgeld auf den Unterhalt verrechnet wird. Es müsste sich ja eigentlich auf den Betreuungsunterhalt auswirken, als Einkommen der Frau. Das könnte für getrennt lebende Väter interessant sein. Langfristig wäre auch für diese aber eine Berufstätigkeit der Mutter günstiger.

      • @christian
        „Bei dir wird aus ” In den letzten drei Jahren ist die Arbeitsleistung von Müttern um über 9 Stunden in der Woche gesunken, trotz ausbau der Betreuungsmöglichkeiten.” ein “Frauen machen gar nichts“
        Jep, weich ich mir das gesamtbild anschaue, also auch schau, wo und was Frauen hm…. nennen wir es mal Arbeiten.

        „ch habe schon bestimmt schon ein halbes dutzend mal gepostet, das über 90% der Väter gerne mehr Zeit mit ihren Kindern hätten, dies aber nicht können, weil sie soviel Arbeiten müssen.” wird “Männer würden ihre Arbeitszeit auch tatsächlich einschränken um die Kinder zu betreuen” “
        Ja, denn genau das sagt diese Studie aus. Du musst das schon durchlesen.

        „Du übertreibst bei deinen Belegen meist und leitest Dinge aus ihnen her, die in ihnen in dieser Form nicht enthalten ist.“
        Nein, ich lese nur die Belege durch.

        „Es mag sein, dass eine Frau ihr Kind betreut, indem sie vor dem Fernseher sitzt. Aber es muss eben jemand in dieser Zeit das Kind betreuen,“
        In dieser Zeit ist das Kind aber nicht durch die Mutter betreut, sondern es ist stupide abegeben worden, damit Mutti Telefonieren, Quatschen oder Pralinen futtern kann.

        „Gegenzug auch Windeln wechseln und nachts aufstehen, wenn das Baby zahnt beinhaltet oder stundenlang ein schreiendes Baby beruhigen“
        Oh mein Gott, oh mein Gott, wie schlimm. Warst du in deiner BW Zeit eigentlich mal auf einem Biwak? Da weist du was nachts aufbleiben mit tagsüber anstrengender Arbeit ist.

        „Nur die angenehmen Seiten darstellen macht es sich entschiede zu einfach“
        Es hat ja keine unangenehmen seiten, wenn man diese Tätigkeit mal mit dem Vergleicht, was Männer so leisten. Was soll man also sonst darstellen?

        „Da kann man im Gegenzug darstellen “Arbeiten bedeutet Kaffee in der Gemeinschaftsküche zu trinken und über den letzen Spieltag oder die bevorstehende EM zu fachsimpeln”.“
        Ein typischer Frauenjob. Oder im ÖD, wenn dann um 11 Uhr die Sektkorken knallen, bei einem Geburtstag. Und rate mal, wo die Quote von Frauen bei über 64% liegt? Aber klar, Frauen gehen da so gerne hin, weil sich dort Kinder und Arbeit so schön vereinbaren lassen. Es sollte aber auch jedem klar sein, warum.

        „Welche meinst du denn konkret?“
        Von der OECD. Nach dieser sind Frauen Zufriedener mit dem Leben als Männer. Wundert mich nicht. Ständig wird man als Fraue umschwärmt, bekommt geschenke, kann umsonst in Lokalitäten, wo Männer eintritt bezahlen müssen, bekommt dann noch die Getränke oder Essen ausgeben, bekommt vom Staat ständeg Zucker in den Po geblasen, bekommt unzählige Fortbildungsmöglichkeiten umsonst angeboten usw usw

        Wirklich Christian, schau dir das gesamtpaket an, das Frauen erhalten, das ist der Himmel auf Erden.

      • Im übrigen hier noch etwas über die „Arbeistleistung“ von Frauen:

        „Betrachtet man die Ergebnisse im Einzelnen, wird der Umfang der strukturellen Veränderungen deutlich. 1991 lag der Anteil der Frauen, die knapp unterhalb der 40-Stunden-Woche beschäftigt waren und auf eine Wochenarbeitszeit von 36 bis 39 Stunden kamen, bei 34,2 Prozent. Bis 2010 sank er auf 15,6 Prozent.

        Gleichzeitig kletterte der Anteil der Frauen mit Arbeitszeiten zwischen 15 und 30 bzw. 31 Stunden pro Woche von 23,4 Prozent auf 32 Prozent. Neben dieser „substanziellen“ Teilzeitarbeit verzeichneten die Forscher den vergleichsweise größten Anstieg im Bereich der „kurzen“ oder „marginalen“ Teilzeitarbeit. 13,9 Prozent der abhängig beschäftigen Frauen kamen 2010 auf eine wöchentliche Arbeitszeit von weniger als 15 Stunden – mehr als doppelt so viele wie 1991, als ihr Anteil noch bei 5,8 Prozent lag.“

        Frauen arbeiten also seit 1991 Kontinuierlich weniger, und das trotz des Ausbaus von Kigas und Kitas, das trotz vereinfachung der hausarbeit durch Technik. Ein unheimlich schweres Leben haben die Frauen.

        • @imion

          Das hier fehlt noch:

          „Zwar ist die Erwerbstätigenquote der Frauen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren seit Ende der 1990er Jahre kontinuierlich angestiegen – von 57 Prozent im Jahr 1999 auf 66 Prozent im Jahr 2010.“

          Erklärt natürlich auch einen Teil der Veränderungen.

          und dies:

          „2010 arbeiteten weibliche Erwerbstätige im Durchschnitt 30,6 Stunden und damit 9,5 Stunden weniger als ihre männlichen Kollegen. 1991 betrug die Differenz knapp sieben Stunden.“

          Sie arbeiten also erst einmal 30,6 Stunden, der Rest ist ja nicht automatisch Freizeit, sondern eben auch noch Kinderbetreuung, Kochen, Haushalt, Einkaufen etc.
          30,6 Stunden ist auch nicht nichts. Wenn beide zusammen 30,6 *2 +9,6 Stunden arbeiten, dann sind das 70,4 Stunden. Davon würde dann die Frau 3/7 und der Mann 4/7 erledigen. 3/7 sind aber nicht nichts, wie du es gerne darstellst.

      • @christian
        „Sie arbeiten also erst einmal 30,6 Stunden, der Rest ist ja nicht automatisch Freizeit, sondern eben auch noch Kinderbetreuung, Kochen, Haushalt, Einkaufen etc.“
        Das der Mann auch noch mitmacht. Ausserdem habe ich nicht gesagt, das Frauen nichts machen, ich sage, das sich Frauen auf kosten der Männer einen Lenz machen, das es sich Frauen gutgehen lassen, auf Kosten der Männer, das Frauen wesentlich mehr Freizeit haben, als Männer, weshalb sie z. B. auch mehr shoppen gehen können. Und was dazu führt, das es Vätern nicht möglich ist, ihre Kinder aufwachsen zu sehen, weil Frauen zu faul sind, so weit einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, das der Mann seine Reduzieren kann. Ausserdem kommt noch dazu, also zu den schon niedrigen arbeitszeiten, das Frauen wesentlich einfachere Jobs haben, die weniger Anstrengend und wesentlich weniger stressig sind. Frauen ruhen sich also doppelt aus. Daher müssen auch Männer über 100 Milliarden Euro aufbringen, um Frauen durch die Sozialversicherungen mit durchzubringen, jedes jahr, jedes Jahr fallen also für Frauen Kosten an die mind. so hoch sind, wie die Bankenrettung, ohne das Frauen auch nur irgendeine Gegenleistung erbringen. Gott, wie gut könnte es der Gesellschaft gehen, wenn diese Kosten nicht mehr anfallen würden. Dazu kommen dann auch noch die kosten für die Frauen und Mädchenförderung. Förderung, die es Frauen noch einfacher macht, die ein noch bequemeres Leben garantieren.

        Nein Christian, es ist ganz klar ersichtlich, das sich Frauen auf Kosten der Männer einen faulen Lenz machen. Wieso wird das immer wieder versucht zu leugnen oder schönzureden, obwohl die Zahlen eindeutig sind?

      • Nachtrag: und was gerne zu der pöhsen pöhsen Hausarbeit noch unterschlagen wird: das meiste machen auch hier Maschinen. Wäsche waschen, Geschirr spülen, eine Pizza oder einen auflauf, dafür braucht es keine Zeit. Putzen ist auch wesentlich einfacher geworden. Und da fragt man sich dann doch, das Frauen den ganzen tag machen, wenn sie so wenig arbeiten. Bei der Zeit, die Frauen zur verfügung um die Hausarbeit zu machen, würde ein Mann den Fussboden nicht putzen, sondern gleich ganz neu verlegen.

        • @imion

          „Das meiste machen auch hier Maschinen. Wäsche waschen, Geschirr spülen, eine Pizza oder einen auflauf, dafür braucht es keine Zeit. Putzen ist auch wesentlich einfacher geworden. “

          Wäsche waschen kostet keine Zeit? Bügeln auch nicht? Es gibt bei allen Familien immer nur Pizza und einen Auflauf? (auch ein Auflauf dauert übrigens bei mir etwas). Putzen scheint bei dir ebenfalls kein Zeitfaktor zu sein.

          Mir scheint, du redest dir da etwas passend. jedenfalls blendest du erkennbar Arbeitsstunden aus.

      • @christian
        Nein, Wäsche waschen kostet keine Zeit. Die Waschmaschine ist in unter zwei Minuten befüllt. Bügeln, dabei kann man auch noch etwas anderes tun, wie Fernsehen oder ein Hörbuch hören, kann man also als Entspannung sehen, Kochen max. 30 Minuten, auflauf ist in zehn Minuten gemacht, der Rest macht der Backofen. Wenn ich so viel Zeit für das Putzen zur verfügung hätte, wie Frauen das jeden Tag haben, dann würde ich nicht Putzen, sondern neue Fliesen oder Teppische verlegen.

        Ne Christian, Hausarbeit ist heutzutage ein schlechter Witz, mehr auch nicht, und wird von jedem Single neber einem 8 STunden Tag erledigt, und nicht wie von Frauen, die nur einen im schitt 30 Stunden in der Woche Arbeiten. Wobei das auch nur beschönigend ist, diese Zahl, stellt man die Arbeitszeiten direkt gegenüber, dann wird einem das ausmass der nichtleistung der Frauen erst richtig bewusst. Insbesondere dann, wenn man sicih noch anschaut, wie wenig Lohnsteuer Frauen ersitzen, im vergleich zu Männern. Wir können ja froh sein, das nur 51% der Bevölkerung weiblich ist, noch ein paar Prozentpunkte mehr, und die ganze Gesellschaft bricht aufgrund der Kosten, die Frauen verursachen, zusammen.

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