The Amazing Atheist – Feminismuskritik

Der „Amazing Atheist“ hat einige interessante Videos zum Thema Feminismus (in recht heftiger Sprache):

vgl. auch „Penis abschneiden ist lustig

vergleiche auch: Ein Mann unterstützt Vergewaltigungen, wenn

70 Gedanken zu “The Amazing Atheist – Feminismuskritik

  1. Wenn wir schon mal bei Atheismus sind, ich suche Blogs und Foren zu dem Thema. Kannst du da welche empfehlen?

    Vor eins, zwei Jahren traf ich mal auf ein Forum, das irgendwas mit Richard Dawkins zu tun hatte, wo z.B. darüber diskutiert wurde, wie man religiöse Menschen vom Atheismus überzeugen könne. Kann es aber jetzt nicht mehr finden.

    • Religiöse Menschen vom Atheismus überzeugen?

      Ja, warum denn nicht.

      Man tauscht ja nur den Glauben an die Existenz Gottes aus gegen den Glauben an seine Nichtexistenz.

      In meinen Augen allerdings ein schlechter Tausch, weshalb ich persönlich den Glauben an seine Existenz vorziehe.

      Und das in katholischer Form.

      Schon aus ästhetischen Gründen, eine Frage des guten Geschmacks, meint Michael Klonovsky.

      Darum: Viva Benedetto!

      http://www.michael-klonovsky.de/content/view/142/42/

      Zu den Videos:

      Schön zu sehen, dass auch immer mehr mehr oder wenige Linke/Linksliberale erkennen, was für eine schäbige Ideologie sie in Gestalt des Feminismus, dem es um alles andere geht, nur nicht um Gleichberechtigung, sie so lange unterstützt haben.

      Wer Gleichberechtigung will, muss den Feminismus = Frauenprivilegierung bekämpfen.

      Eigentlich eine lohnende Aufgabe auch und gerade für Linke.

      • Eigentlich eine lohnende Aufgabe auch und gerade für Linke.

        Ja, bald werden sie die LeninistenInnen zum Teufel jagen, dann habt „ihr“ sie an der Backe 😀

        Dann können sie endlich ihren klammheimlichen Sozialdarwinismus, ihren Versagerdiskurs, lauthals und offen frönen.

        Ehrlicher wär’s ja.

      • @ Nick

        *Dann können sie endlich ihren klammheimlichen Sozialdarwinismus, ihren Versagerdiskurs, lauthals und offen frönen.*

        Ich würde mich sogar mit Protestanten verbünden, um den Feminismus loszuwerden.

        Nein, da bin ich duldsam, da gruselt mich vor überhaupt nichts.
        Eine Kellerexistenz im 3. Untergeschoss unter der Tiefgarage gestehe ich ihm übrigens ja durchaus zu, halte überhaupt nichts von Vernichtungsfeldzügen.
        Dort kann die Gleichstellungsbeauftragte meinethalben Kakteen züchten.
        Oder Champignons.
        Ganz wie sie lustig ist.

        Vorausgesetzt, sie bestreitet aus deren Verkauf ihr Einkommen.

        Denn von mir gibt‘ s nix, freiwillig.

        Und ein Staat, der mich zwingt, dafür zu zahlen, kann sicher sein, dass er sich auf mich nicht mehr verlassen kann.

        Sollte er’s je brauchen.

      • Ich würde mich sogar mit Protestanten verbünden, um den Feminismus loszuwerden.

        Wird wohl nicht notwendig werden, dort kommt er ja her 😀

      • Oder Champignons.

        Er sitzt ja schon in seinem dunklen, feuchten Bunker.

        Und produziert Knollenblätterpilze.

        Für die er staatlich garantierte Marktquoten zugeteilt bekommt.

        Aber nicht etwa, dass wie bei der Butter verfahren wird, das Volk hat zu essen, was die Gleichstellungsbeauftragte auftischt..

      • „Ich würde mich sogar mit Protestanten verbünden,
        um den Feminismus loszuwerden.“

        Die Kirchen dieser Glaubensrichtung sind
        am schlimmsten feministisch durchseucht.
        Neben lesbischen PfarrerInnen die Tendenz
        das Fehlverhalten der Frauen zu akzeptieren
        und gleichzeitig die Männer anzuklagen.
        Pfui Teufel!
        Bin froh dass ich schon vor einiger Zeit
        aus diesem Verein ausgetreten bin.

      • Wer Atheismus für einen Glauben hält, hält auch das Nichtsammeln von Briefmarken für ein Hobby.

        Leider ist deine Vorstellung von einem Atheisten vollkommen falsch. Kein Atheist setzt sich des Sonntags, so wie das gute Katholiken machen, in die Nichtkirche und hält dort eine Stunde einen Nichtgottesdienst ab, bei dem er zu keinem Gott betet.

        Glaubst du auch an den Weihnachtsmann? Für den gibt es mehr Belege. Stichhaltige Nachweise für Wunder gibt es keine, aber Millionen von Menschen erhalten jedes Jahr Geschenke.

        Wer einer menschenverachtenden Ideologie anhängt, nur weil die hübsche Sachen macht, hat m.E. mindestens das Gegenstück zur Inselbegabung.

      • Wer Atheismus für einen Glauben hält, hält auch das Nichtsammeln von Briefmarken für ein Hobby.

        Leider ist deine Vorstellung von einem Atheisten vollkommen falsch. Kein Atheist setzt sich des Sonntags, so wie das gute Katholiken machen, in die Nichtkirche und hält dort eine Stunde einen Nichtgottesdienst ab, bei dem er zu keinem Gott betet.

        Das scheinst du wohl noch nicht im richtigen atheistischen Bewußtsein zu sein.

        http://richarddawkins.net/discussions/645891-inspirational-atheism

        Deine Glaubensfestigkeit läßt noch zu wünschen übrig.

        Möge die Vernunft mit dir sein, Bruder.

      • Im Zitat klingt Martin Luther:

        “Wenn eine Frau ermattet und schließlich bei der Niederkunft stirbt, macht das nichts. Soll sie nur am Gebären sterben, dafür ist sie da.”

        Auch nicht besser als die Katholiken.

        @ Topic

        Hab aktuell nicht die Zeit, mir alle Videos anzugucken (will ich aber noch).

        Fände es gut, wenn Du zentrale Punkte benennen würdest – gerade wegen der „recht heftigen Sprache“ -, gerne auch als Fragen formuliert.

        Oder hast Du etwa schon alle Antworten gefunden?

      • muttersheera: „Im Zitat klingt Martin Luther:“
        Müssen wir uns jetzt alle von ihm distanzieren, oder nur die Protestanten?

      • „Wenn eine Frau ermattet und schließlich bei der Niederkunft stirbt, macht das nichts. Soll sie nur am Gebären sterben, dafür ist sie da.”

        Als ob Luther dem Manne eine Daseinsberechtigung um seiner selbst Willen zugebilligt hätte..

        Wir nehmen mal einfach Ideale, die erst in der Aufklärung aufkamen, und setzen sie als Meßlatte für die Betrachtung des Weibes in der frühen Neuzeit.

        Womit wieder einmal das transhistorische und globale Patriarchat bewiesen wäre 😀

      • ..abgesehen davon wüßte ich gerne, woher dieses Luther-Zitat stammen soll:

        – „Frau“ ist nicht die neuzeitliche Bezeichnung für den wilblichen Mensch
        – aus Christlicher Sicht ist das irdische Leben ohnehin belanglos. „sie soll nur sterben“ macht da imho keinen Sinn.

      • @Alexander Roslin:

        Wenn es für Gott Belege gäbe, glaubte ich nicht an ihn, sondern wüsste von ihm.

        Du hast meine Frage nach dem Glauben an den Weihnachtsmann nicht beantwortet. Ja, die ist mein voller Ernst, kein Ins-Lächerliche-Ziehen. Weil aus meiner Sicht exakt gar kein Unterschied zwischen jemandem besteht, der an einen Gott glaubt, den Weihnachtsmann oder daran, dass er die Reinkarnation Napoleons sei.

      • [..]Das Fruchtbarsein und sich Mehren kannst du weder
        abwehren noch aufhalten, es ist Gottes Werk und geht seinen Weg. Daher reden auch die Ärzte nicht übel, dass sie sagen, wo man mit Gewalt dieses Werk der Natur aufhält, da muss es in das Fleisch und Blut schlagen und zu Gift werden, woraus
        dann ungesunde, schwache, schwindsüchtige und stinkende Leiber werden, denn was zur Frucht und Mehrung kommen sollte, das muss der Leib in sich selbst verzehren. Wo denn nicht ungeheurer Hunger oder schwere Arbeit oder die hohe
        Gnade da ist, da wird’s dem Leib zu viel, und er muss ungesund und siech davon werden. Daher sieht man auch, wie schwach und ungesund die unfruchtbaren Weiber sind, die aber fruchtbar sind, sind gesünder, reinlicher und lustiger. Wenn sie
        sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts, lass sie sich nur tot tragen, sie sind dazu da. Es ist besser kurz gesund als lange ungesund leben.

        ..

        http://bitflow.dyndns.org/german/MartinLuther/Vom_Ehelichen_Leben_1522.pdf

        S. 10

        Stille Post..

      • @ godsboss

        *Du hast meine Frage nach dem Glauben an den Weihnachtsmann nicht beantwortet. *

        Nein, ich glaube nicht an den Weihnachtsmann.

        * Ja, die ist mein voller Ernst, kein Ins-Lächerliche-Ziehen. Weil aus meiner Sicht exakt gar kein Unterschied zwischen jemandem besteht, der an einen Gott glaubt, den Weihnachtsmann oder daran, dass er die Reinkarnation Napoleons sei.*

        Ich glaube Dir, dass das Dein voller Ernst ist.

        Jedoch ist das Dein Problem.

        Nicht meines.

      • *Du hast meine Frage nach dem Glauben an den Weihnachtsmann nicht beantwortet. *

        Nein, ich glaube nicht an den Weihnachtsmann.

        Warum nicht? Für den gibt es doch auch keine Belege? Warum die katholische Gottesvorstellung und nicht die islamische, jüdische, ein keltisches Pantheon oder das fliegende Spaghettimonster?

        Pure Willkür und Einbildung.

        * Ja, die ist mein voller Ernst, kein Ins-Lächerliche-Ziehen. Weil aus meiner Sicht exakt gar kein Unterschied zwischen jemandem besteht, der an einen Gott glaubt, den Weihnachtsmann oder daran, dass er die Reinkarnation Napoleons sei.*

        Ich glaube Dir, dass das Dein voller Ernst ist.

        Jedoch ist das Dein Problem.

        Nicht meines.

        Oh, ich habe damit gar kein Problem. Als komplett areligiöser Mensch bin ich diesbezüglich geistig vollkommen gesund. Ich bin nur fasziniert davon, dass Gläubige nicht verstehen können, wie sie auf rationale Menschen wirken.

      • @ godsboss

        *Oh, ich habe damit gar kein Problem. Als komplett areligiöser Mensch bin ich diesbezüglich geistig vollkommen gesund. Ich bin nur fasziniert davon, dass Gläubige nicht verstehen können, wie sie auf rationale Menschen wirken.*

        Dann erfreue Dich Deiner geistigen Gesundheit, so wie ich mich meines Gotteswahnes erfreue.

        Du verstehst sicher sehr gut, wie Du auf mich wirkst.

        Ich verstehe jedenfalls sehr gut, wie ich auf Dich wirke.

        Aber es ist mir gleichgültig.

        Denn Gott bin ich Rechenschaft schuldig.

        Nicht Dir.

        Daran glaube ich.

      • Du verstehst sicher sehr gut, wie Du auf mich wirkst.

        Ja. Wie jemand, der versucht, jemanden, der sich für die Reinkarnation Napoleons hält, zu erklären, dass er das nicht ist.

        Ich verstehe jedenfalls sehr gut, wie ich auf Dich wirke.

        Habe ich Zweifel.

        Aber es ist mir gleichgültig.

        Denn Gott bin ich Rechenschaft schuldig.

        Nicht Dir.

        Daran glaube ich.

        Nur Gott gegenüber Rechenschaft schuldig? Eine ziemlich gefährliche Eigenschaft, für dich und alle anderen.

      • Verstehst du auch wie jemand der diesem selbsternannten Napoleon mit herablassender selbstgegebener Definitionsmacht über Rationalität mitteilt, dass er geisteskrank sei, auf andere Mitleser wirkt? Nicht besonders clever übrigens.

        Verstehst du auch, dass es für die ‚Existenz‘ der Konzepte auf die du dich beziehst, auch nicht unbedingt mehr stichhaltige
        Belege gibt als intersubjektive Überprüfbarkeit?

        Intersubjektive Überprüfung wird dir wesentliche Unterschiede zwischen der Existenz Gottes und der physischen Existenz der pädagogischen Symbolfigur des Weihnachtsmannes liefern.

        (das sei dir noch als Anstoß ans Herz gelegt:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Gibt_es_einen_Weihnachtsmann%3F#Text.C3.BCbersetzung)

        Mal ganz subjektiv gesprochen ist mir als Atheist ein Toleranz vermissender fundamentalistischer Atheismus weitaus unsympathischer als katholische Frömmigkeit.

      • „Mal ganz subjektiv gesprochen ist mir als Atheist ein Toleranz vermissender fundamentalistischer Atheismus weitaus unsympathischer als katholische Frömmigkeit.“
        Ich mag die lustigen Polytheisten (meist) auch sehr gerne.

      • @ GosdBoss

        Du bist doch ein großer Logiker.

        Zitat Roslin:

        *Denn Gott bin ich Rechenschaft schuldig.*

        Zitat GodsBoss:

        *Nur Gott gegenüber Rechenschaft schuldig? Eine ziemlich gefährliche Eigenschaft, für dich und alle anderen.*

        Verstehst Du, wie das auf mich wirkt?

      • Du bist doch ein großer Logiker.

        Zitat Roslin:

        *Denn Gott bin ich Rechenschaft schuldig.*

        Zitat GodsBoss:

        *Nur Gott gegenüber Rechenschaft schuldig? Eine ziemlich gefährliche Eigenschaft, für dich und alle anderen.*

        Oh, Verzeihung, ich hatte irrtümlich angenommen, du seist Katholik.

      • @david:

        Verstehst du auch wie jemand der diesem selbsternannten Napoleon mit herablassender selbstgegebener Definitionsmacht über Rationalität mitteilt, dass er geisteskrank sei, auf andere Mitleser wirkt? Nicht besonders clever übrigens.

        Auf welche Mitleser? Ich selbst bin schließlich auch einer. Auf mich würde jemand, der einem selbsternannten Napoleon sagt, er sei geisteskrank, wie jemand wirken, der eine korrekte Diagnose gestellt hat.

        Verstehst du auch, dass es für die ‘Existenz’ der Konzepte auf die du dich beziehst, auch nicht unbedingt mehr stichhaltige
        Belege gibt als intersubjektive Überprüfbarkeit?

        Wieso „auch nicht mehr“? Es gibt für Gott (bzw. Götter) überhaupt keine Belege!

        Intersubjektive Überprüfung wird dir wesentliche Unterschiede zwischen der Existenz Gottes und der physischen Existenz der pädagogischen Symbolfigur des Weihnachtsmannes liefern.

        (das sei dir noch als Anstoß ans Herz gelegt:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Gibt_es_einen_Weihnachtsmann%3F#Text.C3.BCbersetzung)

        Aus dem Text: „Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis dafür, dass sie nicht dort sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen oder sie sich vorstellen.“

        Da habe ich auch einen für dich: Carl Sagan – The Demon-Haunted World, das Beispiel mit dem unsichtbaren feuerspeienden Drachen in der Garage.

        Mal ganz subjektiv gesprochen ist mir als Atheist ein Toleranz vermissender fundamentalistischer Atheismus weitaus unsympathischer als katholische Frömmigkeit.

        Echt? Was ist denn „Toleranz vermissender fundamentalistischer Atheismus“? Reicht es, gegen die Verflechtung von Staat und Kirche zu sein? Oder muss man schon in Kommentaren auf einem Blog darlegen, was für ein Schwachsinn Religion schon vom Konzept her gesehen ist?

        Und was ist katholische Frömmigkeit? Wenn man Kindern und Jugendlichen einredet, Selbstbefriedigung sei schädlich und wer Sex vor der Ehe hat, kommt in die Hölle? Frauen- und Homosexuellenfeindlichkeit? Aber dein „unsympathischer“ ist schließlich nur eine relative Bewertung, also passt das schon.

      • @ GodsBoss

        *Oh, Verzeihung, ich hatte irrtümlich angenommen, du seist Katholik.*

        Ja, Du scheinst reichlich verschrobene Vorstellungen zu haben.

    • @ Nick

      *Wird wohl nicht notwendig werden, dort kommt er ja her *

      Du meinst, wenn man den Luthers ihren Martin rechtzeitig verbrannt hätte, hätten wir den Feminismus nicht?

      Mmmm…

      Warum bin ich so liberal?

      Scheix Liberale!

      • Du meinst, wenn man den Luthers ihren Martin rechtzeitig verbrannt hätte, hätten wir den Feminismus nicht?

        Da bin ich eher skeptisch.

        Aber was sollte der Sch** eigentlich, was ist daran so schlimm, wenn sich Reiche von ihren Sünden freikaufen?

        Nun müssen Männer zahlen, ohne dass Ablass gewährt würde. Und wer nicht zahlen kann, ist trotzdem der größte anzunehmende Sünder. Sola Gratia.

        Das schlechteste von Allem für Männer, da bedient sich Feminismus wo er nur kann. Wenn nicht bei Luther, dann bei Lenin.

        Es hätte insofern wohl wenig genützt , den Luther zu verbrennen..

    • Die Richard Dawkins Foundation for Reason and Science hat oft gute Artikel, ich folge denen auch auf Twitter. Gegen die modernere Variante geistigen Dünnpfiffs, Pseudowissenschaft und Esoterik, richtet sich die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften. Die haben auch ein Blog und sind bei Twitter. In die gleiche Kerbe, nur bösartiger, schlägt Esowatch.

      Atheismus allein ist viel zu wenig, denn das heißt lediglich, dass man nicht an Gott bzw. an Götter glaubt. Kritisches Denken und eine gesunde Portion Skepsis, ein fundiertes wissenschaftliches Weltbild, das sollte auf jeden Fall noch dazukommen.

      Dafür, ein vollständig vernünftiger Mensch zu sein, ist Atheismus leider nur notwendige, nicht hinreichende Bedingung.

      • @ GodsBoss

        *Dafür, ein vollständig vernünftiger Mensch zu sein, ist Atheismus leider nur notwendige, nicht hinreichende Bedingung.*

        Der vollständig vernünftige Mensch ist der Mensch, der der Wahnidee anhängt, er sei vollständig vernünftig.

        Nein danke.

        Ich bleibe katholisch.

      • „Der vollständig vernünftige Mensch ist der
        Mensch, der der Wahnidee anhängt, er sei
        vollständig vernünftig.“

        Das ist er eben gerade nicht. Er ist sich
        bewusst dass er als evolviertes Menschliches
        Wesen seine Instinkte nie komplett mit dem
        Verstand kontrollieren kann. Deshalb hat
        er auch Verständnis für seine Mitmenschen
        wenn sie in ihrem Handeln von Instinkten
        geleitet werden. Das heisst nicht dass er
        die daraus entstehenden Konsequenzen
        akzeptieren und helfen muss diese abzufedern.
        Der vernünftige Mensch verfällt auch nicht
        dem Wahn zu glauben alles was im Universum
        passiert könne logisch rational erklärt
        werden. Er erträgt den Zustand des
        Nichtwissens weil er weiss die Betäubung
        dieses Zustandes durch einen religiösen
        Glauben hat eine ähnliche Wirkung
        wie eine Droge.
        Schliesslich war das Thema meines Aufsatzes
        an der Maturität:“Religion ist Opium
        für das Volk“ 🙂
        Wahrscheinlich der einzige Satz von
        Marx den ich noch heute unterschreiben
        würde.

      • @ Red Pill

        *Er erträgt den Zustand des
        Nichtwissens weil er weiss die Betäubung
        dieses Zustandes durch einen religiösen
        Glauben hat eine ähnliche Wirkung
        wie eine Droge.*

        Also nüchtern bleiben?

        Ist mir zu langweilig.

        Ich rauche nicht, ich trinke nicht, bin nur katholisch.

        Das reicht.

        Natürlich, ab und zu schnuppere ich an Tippse.

        Macht mich auch high.

      • „Ich rauche nicht, ich trinke nicht, bin nur katholisch.

        Das reicht.

        Natürlich, ab und zu schnuppere ich an Tippse.

        Macht mich auch high.“

        Da muss man dich ja richtig beneiden
        für deine Bescheidenheit und Demut.
        Ausser du meinst mit katholisch die
        ganzen Bandbreite auch fleischlicher
        Ausschweifungen, wie sie in dieser doch
        über 2000 Jahre erfolgreichen Organisation,
        stattfinden.
        Da könnte ich mit meiner verdorbenen
        Phantasie durchaus mitgehen sofern sich
        das Ganze mehrheitlich in heterosexuellem
        Rahmen bewegt. Umberto Eco lässt grüssen.

      • @Zhen

        „Der Satz ist von Lenin.“

        So auf Wiki gelesen. Da du Experte in Sachen
        Marxismus/Leninismus bist, kannst du ev. erklären
        was hier nicht stimmt. 😉

        Religion als „das Opium des Volkes“ ist eine Aussage von Karl Marx. Das Zitat stammt aus der um die Jahreswende 1843/44 verfassten Einleitung zu seiner Schrift Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Opium_des_Volkes

      • Der vollständig vernünftige Mensch ist der Mensch, der der Wahnidee anhängt, er sei vollständig vernünftig.

        Nein. Der vollständig vernünftige Mensch ist natürlich ein Ideal, dass real nicht erreicht wird. Jegliche Religion steht diesem Ideal entgegen.

        Ich bleibe katholisch.

        Das wiederum ist kein Ideal, sondern tatsächlich eine Wahnidee.

      • @ Red Pill

        Die Verkommenheit innerhalb der katholischen Kirche ist geringer als die außerhalb, auch wenn’s die draußen nicht hören und glauben wollen.

        Aber man bleibt nicht seit rund 2000 Jahren im Geschäft bei unterdurchschnittlicher Unternehmensführung.

        Ich zitiere da gerne einen Ex-Maoisten und Immer-noch-Atheisten, heute einer der führenden forensischen Psychiater dieses Landes, Prof. Hans Ludwig Kröber.

        In seiner Heidelberger Zeit war er aktiv beim Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW). Er darf also als katholischer Sympathien unverdächtig gelten, Zitat:

        *Sind sie (Anm.: Prof. Kröber) selber eigentlich katholisch?

        Nein. Ich bin von Haus aus ein militanter Lutheraner, allerdings nicht gottgläubig. Wenn ich in einer katholischen Messe bin, was selten genug passiert, kommt mir das immer noch ein wenig wie Hokuspokus vor. Auf der anderen Seite haben mich meine Aufenthalte als Experte im Vatikan und in der Deutschen Bischofskonferenz schon sehr beeindruckt. Ich habe viele Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Institutionen, auch weil ich mich mit anderen Wissenschaftlern und Forschungsgruppen austausche, und die Bischöfe im Vatikan, die sich mit diesem Thema beschäftigten, waren die klügste und aufmerksamste Gruppe, vor der ich zum Thema sexueller Missbrauch jemals gesprochen habe.*

        Quelle:

        http://www.cicero.de/„man-wird-eher-vom-küssen-schwanger-als-vom-zölibat-pädophil“/40758

        Das ist ja das Schöne: Die häufig maßlose Selbstüberschätzung der Kritiker der Katholischen Kirche, die sich für weiß Gott wie aufgeklärt, klug, gebildet halten, den religiösen Dumpfbacken turmhoch überlegen.

        Sie haben keinen blassen Schimmer davon, mit wem sie es tatsächlich zu tun haben.

        Deshalb wird diese Katholische Kirche auch noch existieren, wenn von unseren säkularen Zivilisationen der Gegenwart kein Stein mehr auf dem anderen steht.

        Seit rund 2000 Jahren existiert sie nun, die Una Sancta Catholica, die keine Kirche der Heiligen ist, sondern eine der Sünder, aber trotzdem eine heilige Kirche ist.

        Von Gott geheiligt, nicht von den Menschen, die in und für sie arbeiten.

        Ein Ende dieser Kirche ist nicht absehbar.

        In Europa schrumpft sie, so wie ganz Europa schrumpft, der einzige Kontinent mit schrumpfender Bevölkerung, der vielleicht aufgesiedelt werden wird von religiöseren Menschen, die sich erfogreicher vermehren, u.a. weil sie religiöser sind.

        Das müssen nicht unbedingt Katholiken sein, wahrscheinlich sind es nicht mal Christen.

        Aber die Katholische Kirche tangiert das nur am Rande.

        Weltweit wächst sie um ca. 13-15 Mio. Menschen jedes Jahr.

        Und 1, 2 Milliarden Katholiken gibt es heute.

        Wieviele Atheisten mag es weltweit geben?

        100 Mio.?

        Wollen wir über die Existenz oder Nichtexistenz Gottes abstimmen lassen?

        Als gute Demokraten? 🙂

        Das alternde, sterbende, verdorrende Europa ist nur eine Provinz im Weltreich des Papstes.

        Eine, die immer unwichtiger wird und die sich selbst immer noch für wichtiger hält als sie jetzt bereits schon ist.

        Nein, um die Katholische Kirche muss man sich nicht sorgen.

        Um Europa schon.

      • @ godsboss

        *Das wiederum ist kein Ideal, sondern tatsächlich eine Wahnidee.*

        Dann bin ich gerne verrückt.

        Denn ich befinde mich wohl dabei.

        Halleluja.

  2. Roslin, (editiert: Bitte höflich bleiben). Schreibe gefälligst einen Artikel und reiche ihn bei Christian ein.

    Ich habe keine Lust, immer nur ständig Artikel von Christian zu lesen.

    Du bist doch reflektiert, Roslin, und hast bestimmt einiges auf dem Kasten.

  3. Waren da nicht noch einige andere Seiten im Internet?

    Ich würde auf deinem Blog gerne auch mal Artikel von anderen lesen. Stell dich doch bitte nicht immer… na du weißt schon.

    Gib mal ein paar Infos zu atheistischen Blogs und Foren, wo du dich informierst.

    • Die anderen haben meist keine eigenen Blogs und sind regelmäßige Kommentatoren hier.

      Außerdem könnten sie eine Diversifizierung der Positionen und Argumentationsmuster dieses Blogs bieten und es somit interessanter machen.

      • @Kirk

        Denk vielleicht einfach mal darüber nach, warum die dich interessierenden anderen Kommentatoren hier sind: Eben weil man hier (einigermaßen) sachlich diskutieren kann. Deine Art zu diskutieren, die sehr ins persönliche, angreifende geht und der Gegenseite die eigene Position abspricht trägt dazu nicht unbedingt bei. Weswegen auch recht wenig Leute mit dir in der Sache diskutieren, wenn du es mal genau nachliest.

        Wenn du wirklich an einer Diskussion interessiert bist solltest du im eigenen Interesse bei meinetwegen gleichen Ansichten deinen Diskussionsstil umstellen

      • Eine Diskussion mit dir ist kaum möglich.

        Siehe Atheismus. Siehe DDR-Thema. Du kommst dort meist mit plumpen Abwehrargumenten und bist offenbar immer noch nicht bereit, dies einzusehen.

        Bei unserer DDR-Diskussion kann man das besonders schön sehen.

        Vielleicht solltest du einfach mal deinen Diskussionsstil ändern.

        Ich rede nicht von Diskussionen mit anderen Kommentatoren, sondern von eigenen Artikeln wie z.B. von Chomsky.

        Da hat man leider wieder den Eindruck, der mit dem dummen D-Wort beginnt, wenn man solche Antworten von dir bekommt.

        Also, Christian, komm mal auf einen grünen Zweig.

        Vielleicht verstehst du dann auch besser meine Reaktionen. Mit ein bißchen mehr Selbstkritik.

  4. Hallo Christian,

    du hättest das Video noch posten sollen: http://www.youtube.com/watch?v=oDYd3caCrxI

    Es ist auch von Amazing Atheist und es geht um Chris Brown, Rihanna und die feministischen Reaktionen.

    Das Video berührt mehrere deiner Tags, wie Frauen mögen Arschlöcher, Game ist der Retter, Feminismus ist gruselig bis hin: Frauen lieben gewalttätige Männer (was Amazing Atheist gut belegt ;))

  5. Sehe ich das richtig, oder hat ein gewisser James T. Kirk hier bisher konsequent die Möglichkeit einer Debatte über diese Videos verhindert?

  6. @muttersheera
    Im Zitat klingt Martin Luther:

    “Wenn eine Frau ermattet und schließlich bei der Niederkunft stirbt, macht das nichts. Soll sie nur am Gebären sterben, dafür ist sie da.”

    Auch nicht besser als die Katholiken.
    ——————————————————–

    Naja, der Luther war ja auch Katholik.

    Aber das hier ist auch von ihm:

    „“Die Welt kann die Frauen nicht entbehren, selbst wenn die Männer allein die Kinder bekämen.“

    Unterschreib ich glatt.

    • Wieso Unsinn? Der Text den Du verlinkt hast enthält jede Menge kritikwürde Aussagen. Das, was in den Videos zu finden ich, fand ich sehr nachvollziehbar.

      Man nehme nur mal sowas, aus der „Kritik“ an den Videos: „Gerade der poststrukturalistische Feminismus hilft Männern, sich vom Männlichkeitswahn zu befreien“. Da möchte ich mich doch direkt bei den poststrukturalistischen Feministinnen bedanken, dass sie sich so viele Gedanken über meine geistige Gesundheit machen. Allerdings halte ich mich nicht für wahnsinnig, ich möchte daher das Therapieangebot dankend ablehnen.

      Oder der hier: „Das Problem, das The Amazing Atheist hat, ist, dass er die Vorstellung eines Patriarchats persönlich nimmt. Er fühlt sich persönlich beleidigt, wenn jemand sagt, dass wir in einer Gesellschaft leben, die von Männern dominiert wird.“ Nun, ich nehme das auch persönlich. Denn Kritik an Männlichkeit wird dazu verwendet, um in unserer Gesellschaft Strukturen zu schaffen, die mich ganz persönlich negativ betreffen. Deswegen ist dieser Strukturalismus erst recht eine Form von Sexismus, die man als solche klar benennen muss. Mit dem selben Argument hat man früher nämlich die guten „assimilierten“ Juden, von den schlechten „jüdischen“ Juden unterschieden. Wobei die Juden natürlich die Kritik am Judentum nicht so persönlich nehmen sollten.

      Ich kämpfe dafür, dass die Absurdität dieser Unterscheidung allen klar wird. Es gibt keine unpersönliche Kritik an Merkmalen, die nur in Personen realisiert sind und ansonsten gar nicht existieren.

      • Es gibt keine unpersönliche Kritik an Merkmalen, die nur in Personen realisiert sind und ansonsten gar nicht existieren.

        Das hast du schön auf den Punkt gebracht.

      • @Itsme

        Ich habe mehr das Problem, dass bei einer solchen Sache das Ganze sooo undifferenziert daher kommt, wenn es heisst:

        „Er fühlt sich persönlich beleidigt, wenn jemand sagt, dass wir in einer Gesellschaft leben, die von Männern dominiert wird.”

        Damit kann sich natürlich auch die weisse Frau aus der Oberschicht als Diskriminierte wähnen und der marginalisierte Mann aus der Unterschicht als Privilegierter.
        Öhmmm: wenn ich wählen dürfte, dann möchte ich doch lieber die diskriminierte weisse Frau aus der Oberschicht sein. Lieber ein bisschen diskriminiert sein, anstatt fette Privilegien einheimsen! 😀

    • Haben wir diese feministische Geschichtsklitterung und Mystifizierung nicht schonmal diskutiert?

      „Feminismus“ (singular) -> wenn es Errungenschaften zu reklamieren gilt

      „Feminismen“ (plural) -> wenn es um unabwendbare Kritik geht (Mary Daly, Andrea Dworkin, Solanas etc.)

      „Antifeminismus“ (singular) -> Kritik an auch nur irgendeinem beliebigen Feminismus, keine eigene feministische Identität glaubhaft gemacht wird

      😀

    • Aus dem verlinkten Artikel:

      Er fühlt sich persönlich beleidigt, wenn jemand sagt, dass wir in einer Gesellschaft leben, die von Männern dominiert wird.

      Realsatire. Wirklich.

      Aber was will man von Menschen, die an ein Patriarchat glauben, auch erwarten? Ich versuche, leider erfolglos, schon seit Monaten an meine patriarchale Dividende zu kommen. Weiß jemand, wie das geht?

      • Weiß jemand, wie das geht?

        Du musst natürlich auch was dafür tun, indem du z.B. bei deiner Ortsgruppe von Backlash Interational inc. mitarbeitest.

        Du erhältst dann dort, wenn du dich bewährt hast, ein Männlichkeitstestat, welches du bei deinem Arbeitgeber vorlegst. Der erhöht dann deinen Lohn um 23%.

        Wahlweise erhältst du in der lokalen PUA-Gruppe so ein Testat, wenn du mind. 20 unschuldige weibliche Herzen gebrochen hast.

      • ..ich vergaß: Du musst dich natürlich auch feierlich vepflichten deine Familie zu ernähren, dazu notfalls jeden Scheißjob anzunehmen, 7 Jahre früher zu sterben, jede Frau notfalls unter Einsatz des eigenen Lebens zu beschützen, deine Frau nicht mit deinen belanglosen Gefühlen vollzuquatschen und dir stattdessen ihre Dramen stets aufmerksam anzuhören, und im Schnitt dir 3x häufiger das Leben zu nehmen.

        Und noch so ein paar Kleinigkeiten dazu..

      • P.S.: „testiculus“->“Testat“, d.h. es ist doch wohl klar, dass du dir die männlichen Privilegien erst verdienen musst.

        Also jammere nicht herum, dass du sie doch fast nie qua Geburt erhältst, es also gar keine Privilegien seien. Kauf dir’n Dauerlutscher..

    • @onyx

      Aus dem Artikel:

      „Feminismus hilft Männern, sich vom Männlichkeitswahn zu befreien“

      Das würde ich nicht so sehen. Erst einmal gibt es „den Feminismus“ ja eigentlich nicht. Aber nehmen wir mal den Genderfeminismus, der wohl gemeint ist: Der wertet ja häufig einfach Männlichkeit ab und weist allem schlechten die Kategorie männlich zu. Und die Schuldzuweisungen und die Anknüpfungen an Männlich und schlecht finde ich bisher auch noch nicht überzeugend begründet

      „Das Problem, das The Amazing Atheist hat, ist, dass er die Vorstellung eines Patriarchats persönlich nimmt. Er fühlt sich persönlich beleidigt, wenn jemand sagt, dass wir in einer Gesellschaft leben, die von Männern dominiert wird. “

      Ja merkwürdig. Vielleicht weil man ihm die daraus folgenden Privilegien auch persönlich vorhält und man davon ausgeht, dass er sich von der Privilegienerbschuld befreien muss? Und weil es auch nicht beim abstrakten Patriarchat bleibt, sondern bei hegemoninalen Männlichkeiten, die eben dieses Patriarchat mit ihrem „Männlichkeitswahn“ stützen und männlichen Verhalten, welches eine Rape Cultur begründet etc.

      „Mit seiner Einstellung sollte sich The Amazing Atheist eigentlich darüber freuen, dass es so ein Phänomen wie das Patriarchat gibt, dass es also gesellschaftliche Strukturen sind, die Frauenhass hervorbringen und nicht nur der individuelle Mann selbst. Wenn wir das verstehen lernen, dann erkennen wir endlich, dass Männer nicht grundlegend die schuldigen Täter sind und Frauen die unschuldigen Opfer. Dann wird klar, dass Frauen nicht die besseren und Männer nicht die schlechteren Menschen sind. Denn die patriarchalen Strukturen werden von uns ALLEN immer wieder reproduziert und manifestiert, egal ob von Männlein oder Weiblein.“

      Kling gut auf dem Papier. Aber es sind dennoch die patriarchalen Strukturen, sprich die männlichen. Zeig mir mal die Stellen aus dem Feminismus, in denen die Frauen konkret aufgefordert werden, die von IHNEN allen reproduzierten patriarchalen Strukturen abzubauen. Es sind im GEgenteil doch die Männer, die nach der feministischen Theorie ihre Privilegien hinterfragen müssen, eine Aufforderung an die Masse der Frauen, die ebenfalls zu tun „Frau, hinterfrag deine Reproduktion patriarchaler Strukturen“ kenne ich aus DEM Feminismus so nicht.
      Aber ich bin gespannt: Wie reproduzieren Frauen/du denn in der feministischen Theorie die patriarchalen Strukturen?

      „Erst durch die Frauenbewegung konnten auch Männer ihr Mannsein überdenken und etliche Restriktionen bezüglicher ihrer Geschlechtsidentität entdecken.“

      Und sich als profeministische Männer die Büßerpeitsche über den Rücken ziehen. Das „Mannsein“ wurde und wird auch abseits der Frauenbewegung durchdacht. Und gerade der Feminismus läßt wenig Freiheiten in dieser Richtung: Es gibt nur das Bild des „Neuen Mannes“, es ist für einen Mann im Feminismus kaum möglich ein positives Selbstbild zu entdecken, weil er alles falsch macht und für alles verantwortlich ist und dazu noch keine Mitspracherechte hat und die klappe zu halten hat.

      „Der Grund, warum Männer in der Diskussion um sexuelle Gewalt kaum als Opfer, sondern stets als Täter vorkommen, liegt mal wieder an unserem guten alten Patriarchat. “

      Ja, feministische Seiten sind voll von sexueller Gewalt gegen Männer. Oder häuslicher Gewalt gegen Männer. Meist abgehandelt unter dem Stichwort „Abwehrstrategie“ „Derailing“ und „Schmerzensmann“.

      „Es sind nicht die Feministen, die Männer verlachen, weil sie Opfer häuslicher Gewalt werden. Das sind die un-feministischen Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen, Polizisten und Richter schon selbst.“

      Auch da habe ich meine Zweifel.

      „Das Verteidigen von Frau und Kindern wird gerne zum Anlass genommen, um endlich mal wieder richtig metzeln zu können. Irgendeine Rechtfertigung muss es halt geben.“

      Und das von dem einzelnen zwangsverpflichteten Soldaten? Und deswegen ist es kein Vorteil für die Frau, dass sie diese Aufgaben nicht übernehmen muss? Alle Seiten wollen hauptsächlich metzeln? Frankreich, Amerika, Großbritanien etwa im zweiten Weltkrieg?

  7. @Onyx
    “Das Verteidigen von Frau und Kindern wird gerne zum Anlass genommen, um endlich mal wieder richtig metzeln zu können. Irgendeine Rechtfertigung muss es halt geben.”

    Die Menschen, die das Metzeln anordnen, verteidigen nie ihre Familien persönlich.
    Und die Männer, die ihre Familien verteidigen und ins große Metzeln geschickt werden, ordnen dies nie an.

  8. Pingback: der schreiende Atheist | "Man kann darüber streiten, ob die Welt aus Atomen aufgebaut ist oder aus Geschichten." R. D. Precht

    • Da mein Kommentar bei muttersheera -natürlich- nicht erscheint, veröffentliche ich ihn eben zusätzlich noch hier:

      Man solle sich vorstellen eine Gruppe von Männern hieße es gut, einer Frau die Klitoris und die Brüste abzuschneiden, sowas erwarte man vielleicht vom Iran …

      Das ist eine ziemliche Verkürzung seiner Aussage (4:00 bis 4:40). Seine Kritik an der Gesellschaft ist, daß so etwas passiert. Seine Kritik am Feminismus ist, daß so etwas von einer Bewegung, die behauptet, sich für die Gleichstellung der Geschlechter einzusetzen, nicht kritisiert wird. (Von Schwarzers Äußerung im Fall Bobbitt weiß er vermutlich nichts. Dafür hat er ja vorher von der Reaktion auf die Russin mit dem Sexsklaven erzählt.)

      Nunja, von der Genitalverstümmelung (FGM) sind weltweit zwischen 100 und 140 Millionen Frauen und Mädchen betroffen (zum Vergleich: in Europa leben etwa 250 Millionen Frauen),

      Das ist schlimm. Aber was genau hat das mit der Frage zu tun, ob Amerikanerinnen in Amerika über das amerikanische Opfer einer in Amerika begangenen Straftat lachen dürfen sollten und was amerikanische Feministinnen dazu sagen?

      Auch Brüste werden bekanntermaßen bei uns entfernt – [aus medizinischen Gründen]

      …und mit beiden Themen bringt Mario Barth praktisch wöchentlich das Olympiastadion zum Beben vor Lachen.
      Meines Wissens werden Operationen in Deutschland auch eher selten ohne Zustimmung des Patienten durchgeführt. Oder ist Deine Position, daß Frauen, die an Brustkrebs erkranken, nicht als letztes lebensrettendes Mittel eine Brust amputiert werden sollte, weil sich ja irgendwo eine böse Gruppe von bösen Männern zusammenrotten und darüber lachen könnte?
      Wenn ich Dir nicht unterstelle, daß Du einfach nur irgendwas zusammensuchst, um widersprechen zu können, dann kann ich Dir nicht folgen.

      Erkrankte Operierte wie auch andere, gesunde Frauen lassen sich zudem noch Silikon in ihr sekundäres Sexualorgan einsetzen, um sich so dem Schönheitsideal (wieder) anzunähern.

      Was Du vermutlich schlimm findest. Aber ich bin verwirrt: Ich dachte, das aktuelle, frauenunterdrückende Schönheitsideal wären Size-Zero-Models ohne weibliche Rundungen? (Allerdings scheinen Modedesigner die einzigen Männer zu sein, die das wirklich schön finden…)
      Egal, wie würdest Du Dich zu der Frage positionieren, ob der Teil der Männer, die Silikonbrüste attraktiv finden, damit ein Schönheitsideal etabliert, das Frauen schadet, oder ob vielmehr der andere Teil der Männer, der Silikonbrüste ablehnt, damit Victim Blaming betreibt? Oder beides? Und welche Rollen spielen eigentlich Frauen bei dem ganzen Thema (if any)?

      Ich behaupte nun nicht etwa, dass die Verunsicherung, die die Frauen massenhaft auf die OP-Tische treibt

      „Schönheits“chirurgie für Männer ist übrigens der neue Boommarkt – schon 1995 waren 20% der Kunden männlich. (Keine Ahnung, ob das ein Argument für oder gegen irgendwas ist, ich wollte es nur mal erwähnt haben. Die Renner sind übrigens Fettabsaugung, Lidstraffung und Penisvergrößerung.)

      Die Gründe für die Nachfrage nach (medizinisch-überflüssigen) Genital-und Brust-Manipulationen liegen jedoch ebenso in der jeweiligen Gesellschaft/Kultur.

      Sind Frauen eigentlich in irgendeiner Form für ihr eigenes Handeln verantwortlich?

      Spricht man mit Männerrechtlern nun bloß über die Genitalverstümmelung (FGM), die meist an kleinen Mädchen vorgenommen wird, schwenken diese mit Vorliebe um auf die Beschneidung als “analogen” Brauch, dem frau doch bitte mehr Aufmerksamkeit widmen solle

      Es ist kein „Umschwenken“, wenn man meint, daß eine Gewalttat, die in ähnlicher Form und aus ähnlichen Gründen gegen beide Geschlechter verübt wird, nicht nur bei einem Geschlecht bekämpft werden sollte. Insbesondere beinhaltet diese Position ja nicht die Ansicht, FGM sei nicht bekämpfenswert, oder gar die Verteidigung dieses brutalen Ritus‘, …

      Jetzt könnte man i.d.T. darüber debattieren, ob Beschneidungen als Gewinn (Senkung der HIV-Infektionswahrscheinlichkeit)

      …denn sowas bringen offenbar nur Feministinnen fertig.

      Ad rem: Selbst wenn dieser behauptete „Gewinn“ in der Wissenschaft nicht höchst umstritten wäre, wäre er kein Grund, einwilligungsunfähige Kinder zu verstümmeln. Babys legen eher selten Verhalten an den Tag, bei dem der Penis an der Übertragung von HI-Viren beteiligt ist. (Vom negativen Sicherheitsgewinn von zu erwartenden „Logiken“ wie „Ich brauche kein Kondom, ich bin ja beschnitten“ mal ganz abgesehen.)
      Andererseits, wenn wir schon dabei sind, Kleinkinder vor zukünftigen Erkrankungsrisiken zu schützen, warum entfernen wir dann nicht auch gleich noch die Mandeln und den Blinddarm?

      selbstverständlich sollten hygienische Standards eingehalten werden,

      In einer Umgebung, in der das möglich ist, fallen aber auch sämtliche angeblichen Vorteile von MGM weg.
      Mal abgesehen davon, daß selbst der hohe deutsche Standard keine Garantie ist. (Ich hatte Tränen in den Augen, als ich diese Seite gelesen habe. Für Dich ist sie vermutlich ein maskulistisches Fake? Und bevor das Argument kommt: Eine leichte Phimose bei einem Vierjährigen ist nun wirklich kein zwingender Grund für eine OP.)

      -einzig: darum gehts den Kontrahenten gar nicht wirklich!

      Aha? Und das weißt Du, weil…? Wobei, wenn Du mir heimlich Gehirnsonden in den Kopf gesteckt haben solltest, um die wahren Beweggründe für mein Handeln zu erforschen, würde das meine Kopfschmerzen erklären. (Ja, ich bin Trekkie.)
      Allerdings funktionieren sie offenbar nicht.

      In der Diskussion dient dieser “wir auch”-Einwurf nur dazu, einen Sachverhalts, der SO NUR Frauen trifft/treffen kann, zu relativieren,

      Mal abgesehen davon, daß das für jede mir bekannte Definition von „relativieren“ schlicht unwahr ist: Interessantes Argument in einem Blogpost, dessen ursprüngliches Thema die Reaktion auf ein Gewaltverbrechen war, bei dem einem Mann bei vollem Bewußtsein der Penis abgetrennt und (offenbar gelernt aus dem Bobbitt-Fall) in den Müllzerkleinerer geworfen wurde, damit er nicht wieder angenäht werden konnte. Projektion?

      in den Augen der Männerrechtler/Maskulisten/Anti-Feministen sogar zu neutralisieren.

      Jetzt müßtest Du mir zum Beweis natürlich einige Maskulisten zeigen, die gegen das Verbot von FGM sind und dies auch noch damit begründen, die Folgen seien doch überhaupt nicht so schlimm.
      Für den umgekehrten Fall siehst Du eine von vielen so argumentierenden Feministinnen übrigens bei geeignetem Lichteinfall auf Deinem Monitor.

      Sie sehen darin den Beweis dafür, dass die Verstümmelung der Frau nicht das Ergebnis patriarchaler Unterdrückung weiblicher Sexualität sein könne (WEIL Männer ja schließlich auch…).

      Mal abgesehen von allem, das man dieser Argumentation tatsächlich entgegenhalten könnte: Selbst wenn es so wäre, inwiefern würde es die Grundrechte kleiner Jungen auf körperliche Unversehrtheit und Religionsfreiheit einschränken?

      “Ich bevorzuge Natürlichkeit,

      Das ist natürlich ein stichhaltiges Argument. Oder nicht. Oder was meinst Du? Selbst, wenn alle Frauen auf der Welt verstümmelte Penisse schöner fänden als intakte, welchen Einfluß hätte das auf die Menschenrechte von Kleinkindern?

      sehe aber ein,

      Was natürlich auch nicht allzu schwer sein dürfte, da Dir ja jede Empathie mit den Betroffenen zu fehlen scheint.

      dass es medizinische Gründe geben kann

      s.o. Perinatale Appendektomie für alle!

      und halte die Einschränkungen in Folge der weiblichen “Beschneidung” für bedeutend massiver denn die, die Männern drohen”

      Deine Bewerbung für die Oppression Olympics 2012 in London? Was genau ist denn bedeutend massiver als das Abfaulen des Geschlechtsteils oder der Tod? Und selbst, wenn wir nur von „erfolgreichen“ Verstümmelungen sprechen: Was ist ist bedeutend massiver: Der Verlust von 8000 oder von 12000 Nervenenden? Oder ist das eh vollkommen egal und schlicht beides schlimm, zumal, wenn es völlig unnötigerweise geschieht?

      Dir wird eventuell aufgefallen sein, daß ich überhaupt nicht auf die verschiedenen Arten von MGM und FGM eingegangen bin. Das hat einen ganz einfachen Grund: Es macht keinen Unterschied! Es mag weniger schlimm sein, den kleinen Zeh als den kleinen Finger abgeschnitten zu bekommen – vorzugsweise würden vermutlich die meisten Menschen trotzdem gern beides behalten.

      Deine ganze antimaskulistische Argumentation krankt daran, daß Du eine nichtexistente maskulistische Position behauptest (FGM sei nicht bekämpfenswert), die Du selbst spiegelbildlich exakt vertrittst.

      meist darauf verwiesen, dass die Verstümmelungen von (selbst verstümmelten) Frauen durchgeführt würden, dass Frauen diese “Tradition” demnach mittrügen.

      Das ist für sich allein natürlich kein Argument, im Zusammenhang aber schon. Und auch als Antwort auf die Auffassung, ein beliebiges, vor allem Männer betreffendes Problem müsse nicht bekämpft werden, weil es ja auch hauptsächlich von Männern verursacht wird.

      Und diese Ansicht ist unter patriachatsgläubigen Feministinnen ja durchaus verbreitet. Explizit zum Beispiel Andreas Kemper: „Ich finde es nicht sinnvoll, wenn sich Männer zusammenschließen, um gegen Gesetze vorzugehen, die sie benachteiligen […], weil diese Gesetze als Späne einer patriarchalen Rechtssprechung zu sehen sind und daher gemeinsam mit Feministinnen bekämpft werden sollten.“ (…also unter feministischer Deutungshoheit.)
      Dieses automatische Absprechen der eigenständigen Legitimität von selbst vorgebrachten männlichen Anliegen ist es doch, der eine so große Überschneidung zwischen Maskulismus und Antifeminismus überhaupt erst erzeugt. Und es ist mir logisch auch kaum erklärbar – es sei denn, mit Dominanzbestrebungen, die Feministinnen als zutiefst männlich brandmarken würden.

      Das bestreite ich nicht, aber ich kann durchaus nachfühlen, dass es schwer ist, sich gegen eine soziale Norm zu wehren, nachdem man selbst Leid & Entbehrungen durch diese erfahren hat.

      Damit verwehrst Du Dir natürlich auch den Zugang zum sonst gern gebrachten Argument, die meisten beschnittenen Männer würden sich ja nicht beschweren. Aber zugegeben, dessen hast Du Dich dann auch auch enthalten.

      Die Erfolge der Menschenrechtsorganisation TARGET zeigen jedoch exemplarisch, dass islamische Rechtsgelehrte, Mütter & Väter, auch Großmütter und sogar Beschneiderinnen selbst durch Aufklärung zu erreichen sind, dass sie willens sind, das Recht auf körperliche Unversehrtheit zu achten und die Verstümmelungen kleiner Mädchen zu ächten.

      Großartig! Meinst Du, sie hätten für Jungen das gleiche erreichen können, wenn sie es versucht hätten?

      Rüdiger Nehberg, der die Fatwas erreichte, ist deshalb kein lila Pudel.

      Wenn, dann wäre er eher ein weißer Ritter. Aber warum er sich nun nur für Mädchen einsetzt, ist mir aus dem Artikel nicht klar geworden; dort, wo Mädchen mit Rasierklingen und Glasscherben verstümmelt werden, werden Jungen kaum in sterilen Krankenhäusern mit Skalpellen bearbeitet. Und ob der Aborigine, mit dem er unterwegs war, eine Subinzision („Ariltha“) hat erleiden müssen, wird leider auch nicht erwähnt.

      Er weigert sich, die Verstümmelung von Kindern tatenlos hinzunehmen?

      Offenbar nur, wenn die Kinder weiblich sind.

      Dass es Target bei der weiblichen Genitalbeschneidung mit einem jahrtausendealten Brauch zu tun hat, der mit dem Koran begründet wird, hält Nehberg nicht auf. Allein gegen die Welt. Wider jede Vernunft. Er konnte nie anders. Diesmal sowieso nicht. Er hat Beschneidungsrituale gesehen, hat die absurden Begründungen gehört, es diene der Hygiene, sorge für glatte Haut. „Bei so was“, sagt Nehberg, Tränen in den Augen, „hält mich niemand auf, kein religiöser Fanatiker, kein Bedenkenträger.“

      Hm, die Begründungen, die er da zitiert, kommen mir irgendwie bekannt vor – „schützt vor AIDS“, „sieht besser aus“. Die Frage ist natürlich, würde er sich als Deutscher auch mit den Juden anlegen, und das muß letztlich zwangsläufig jeder, der MGM bekämpfen will, oder ist da die Grenze seiner Unvernunft erreicht?

      nicht mehr als die Männer, die dem standhielten und selbst bekannten, dass sie sich wünschten, ihre Frauen würden Lust und nicht Schmerz beim Sex empfinden.

      Wie der Großvater der UN-Sonderbotschafterin und vielfachen Preisträgerin Waris Dirie, der sie als einziger im Dorf vor den Beschneiderinnen beschützte, und dem sie deshalb zusammen allen anderen Männern in „Wüstenblume“ das Abschneiden der Hoden durch die Frauen wünscht, „damit auf der Erde wieder ein Paradies entstehen kann“?

      Es scheint sich allgemein jedenfalls nicht zum Witz-Material zu eignen (Spekulationen, warum das so ist, sind überaus willkommen).

      Eine leidende Frau ist hilfebedürftig, ein leidender Mann ist lächerlich, denn: Eine Frau, die sich nicht selbst helfen kann, kann immer noch Kinder gebären, ein Mann, der sich nicht selbst helfen kann, ist nutzlos, im schlimmsten Fall gar eine Belastung. Kurz: Male Disposability. (Ich bezweifle, daß das jetzt wirklich willkommen war, immerhin kommt diese Erklärung ohne das Wort „Patriarchat“ aus.)

      Unbegründet aber ist die irgendwie im Raum stehende Furcht vor dem Verlust der männlichen Genitalien.

      Das Vorhandensein dieser Furcht ist auch so ein gern beschworener feministischer Mythos, für den Ihr dann notfalls sogar Freud toll findet. Bloß aufpassen, daß Ihr nicht versehentlich das Konzept des Penisneids mitkauft.

      “Notwehr”

      Vorsicht, krasse Exotenmeinung: Das Konzept „Notwehr“ ist bei einem Angriff auf einen Schlafenden oder Betäubten prinzipbedingt nie anwendbar.

      Nicht falsch verstehen: ich verteidige hier gar nix! Ich kann im Gegenteil sehr gut verstehen, dass Menschen sich empören, wenn dem Opfer einer schweren Körperverletzung öffentlich nicht Mitgefühl, sondern Hohn und Spott entgegengebracht wird

      Und deshalb schreibst Du seit mittlerweile drei Bildschirmseiten gegen ein Video, in dem genau diese Empörung artikuliert wird?

      Doch diese singulären Einzeltaten würden sicher nicht so viel Beachtung finden, wenn nicht Quote genau damit gemacht würde, dass irgendwelche Frauen darüber witzeln.

      Also folgen Sharon Osborne, ihre Mitmoderatorinnen und das Publikum nur der kapitalistischen Logik und Laurie Metcalf ist eine verkappte Kommunistin?

      Es würde nicht in der Form gewitzelt werden (können), […]

      Und diese Dinge passieren zur Zeit (seit der Erfindung des Network TV) irgendwo?

      Urängste scheinen erst dann geweckt,

      Ist die Vorstellung, daß Männer irrationale Urängste haben, sehr wichtig für Dich?

      wenn eine Frau (!) sich dazu ermächtigt,… und andere Frauen darüber lachen.

      Interessante Wortwahl. Immerhin ist „ermächtigt“ die übliche Übersetzung für das englische „empowered“, das (gerade in diesem Kontext auch mit einem Unterton von „Befreiung“) positiv konnotiert ist – wie zum Beispiel in dem Fall der russischen Vergewaltigerin, die der Amazing Atheist in seinem Video erwähnt.

      Ich finde das Geschmacklos und widerlich.

      Das Lachen oder die imaginierte Aktivierung von „Urängsten“ nur in bestimmten Konstellationen?

      BTW: Ist es für Männer eigentlich ok, dass ich z.B. das hier witzig finde?:

      Naja, ich kann jetzt nicht für „Männer“ sprechen, aber es ist ja witzig. Es bedient das Pipikakapullermann-Konzept, und das funktioniert immer.

      Nur, es ist nicht lustig. Denn wenn man darüber nachdenkt, funktioniert der „Witz“ ja ungefähr so: Weil Männer die Medizin kontrollieren, werden Frauen regelmäßig zu einer freiwilligen, kostenlosen Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung (immerhin die häufigste Krebsart bei Frauen) eingeladen. (Entweder, weil Männer halt Brüste so toll finden, oder weil den Mediziner-Männern die Vorstellung gefällt, daß die Brüste dieser Frauen von anderen Frauen in erniedrigender und schmerzhafter Weise in Röntgenapparaturen eingeklemmt werden und sie sich hinterher noch die Röntgenbilder ansehen dürfen. Keine Ahnung, welches.)
      Und wenn nun Frauen die Medizin kontrollieren würden, wäre es aus den entsprechenden Gründen umgekehrt, nur mit dem Penis statt der Brüste. Welche Krankheit da diagnostiziert werden soll, ist zwar völlig unklar (Peniskrebs ist extrem selten, Hodenkrebs wird durch eine Tastuntersuchung, Ultraschall und Tumormarker im Blut diagnostiziert und an die Prostata kommt das Gerät in der dargestellten Form nicht heran), aber darum scheint es ja auch weniger zu gehen – die Bezeichnung „Manogram“ macht ja klar, daß es offenbar eher darum geht, den Mann pars pro toto durch Untersuchung seines Geschlechtsteils zu bewerten, oder ähnlich.

      Andererseits ist der Witz ja nicht so weit von der Realität entfernt. Was passiert, wenn Frauen einen Teilbereich der Medizin kontrollieren, zeigt zum Beispiel dieses Bild (gibt noch mehr so witzige im Buch, einfach mal durchblättern – aber nicht versehentlich den Text lesen!). Noch witziger ist es natürlich als Foto.
      Ist leider nicht freiwillig, als Vorsorgeuntersuchung eher ungeeignet und kostet schlimmstenfalls auch mal zwei Jahre Lebenszeit…

      Da kommt doch Mitleid auf, und so traut frau sich fast nicht, darauf zu verweisen, dass Medienkonsum tatsächlich unser Denken und Verhalten verändern kann

      Maskulist traut sich dafür weiterhin, darauf zu verweisen, daß in allen Staaten, in denen Pornographie legalisiert wurde, die Zahl der Sexualstraftaten in der Folge jeweils gesunken oder zumindest nicht gestiegen ist.

      Go Kermit….

      Interessant an diesem „Video“ ist doch vor allem die Tatsache, daß man sich als Europäer erstmal wundert, was Kermit mit der Flüssigseife will. Der amerikanische Zuseher weiß natürlich direkt, daß es sich dabei um Gleitgel handelt, das benötigt wird, weil das Onanieren mit einem beschnittenen Penis (also ohne Vorhaut) ansonsten unmöglich, weil schmerzhaft, ist. Das wußte auch John Harvey Kellogg (ja, der mit den Cornflakes), der die Genitalverstümmelung von Jungen in den USA als Mittel gegen Masturbation so beliebt machte, daß sie erst heute langsam nicht mehr ganz so routinemäßig an auf einem Gestell festgeschnallten Neugeborenen ohne Betäubung durchgeführt wird. Die „Behandlung“ der Klitoris mit Karbolsäure, die er zum gleichen Zweck für Mädchen empfahl, ist dagegen zum Glück längst in Vergessenheit geraten.
      Aber auch das wird Deine Überzeugung, daß das böse Patriarchat (nur oder hauptsächlich) die weibliche Sexualität kontrollieren will, natürlich nicht erschüttern. Ich dachte, ich schreib’s trotzdem mal…

      Bombe 20

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