Hüft-Taille-Verhältnis und geistige Eigenschaften

Eine interessante Studie zu der Einstimmung bestimmter mentaler Eigenschaften bei Frauen mit einem weiblichen Hüft-Taille-Verhältnis:

Body configuration is a sexually dimorphic trait. In humans, men tend to have high shoulder-to-hip ratios. Women in contrast, often have low waist-to-hip ratios (WHR); i.e., narrow waists and broad hips that approximate an hour-glass configuration. Women with low WHR’s are rated as more attractive, healthier, and more fertile. They also tend to have more attractive voices, lose their virginity sooner, and have more sex partners. WHR has also been linked with general cognitive performance. In the present study we expand upon previous research examining the role of WHR in cognition. We hypothesized that more feminine body types, as indexed by a low WHR, would be associated with cognitive measures of the female “brain type,” such as mental state attribution and empathy because both may depend upon the activational effects of estrogens at puberty. We found that women with low WHRs excel at identifying emotional states of other people and show a cognitive style that favors empathizing over systemizing. We suggest this relationship may be a byproduct of greater gluteofemoral fat stores which are high in the essential fatty acids needed to support brain development and cellular functioning. It is interesting to note that our findings suggest lower WHR females, who are more likely to be targeted for dishonest courtship, may be better at identifying disingenuous claims of commitment.

Quelle: Mental State Attribution and Body Configuration in Women

Finde ich ganz interessant, weil dort bestimmte körperliche Eigenschaften, die in einem engen Zusammenhang mit Östrogenen stehen in einer gewissen Verbindung mit weiblichen mentalen Eigenschaften zu stehen scheinen, was gut in die biologischen Theorien passt.

Females with low WHR’s who excel at making mental state attributions may benefit in several ways. First, mental state attribution may be an important component to mate selection. Most studies of WHR and attractiveness find that men prefer women with lower WHR’s (Singh et al., 2010). Even congenitally blind men display a preference for low WHR (Karremans et al., 2010). In addition, women with low WHR’s have more attractive voices, lose their virginity sooner, have more sex partners, and are more prone to engage in extra-pair copulations (Hughes et al., 2004).

Females with low WHR’s who excel at mental state attribution may be able to better distinguish between males who feign good intentions for purposes of gaining sexual favors (e.g., “I love you, so let’s go to bed”) and those with honest intentions to enter into a long-term committed relationship. Because low WHR females might be pursued more actively by males using both kinds of strategies, there may have been selective pressure to accurately gage the intentions of prospective mates as a means of reducing the likelihood of falling victim to dishonest courtship strategies. In line with this idea, our data show that WHR is inversely related to mental state attribution in females, suggesting that lower WHR females who are more likely to be targeted for dishonest courtship are better at distinguishing between genuine and disingenuous claims of commitment.

 Schöne Frauen haben also früher Sex, mehr Sexpartner und betrügen eher. Dafür erkennen sie auch eher, dass der andere sie nur benutzen will.

23 Gedanken zu “Hüft-Taille-Verhältnis und geistige Eigenschaften

  1. „Schöne Frauen haben also früher Sex, mehr Sexpartner
    und betrügen eher.“

    Der Grund für dieses Verhalten scheint
    nach gewissen Studien nicht in einem
    erhöhten Sexdrive zu liegen. Es ist
    daher eher anzunehmen, dass sie öfter
    und früher von Männern verführt werden.

  2. Interessant, wie wieder Betrug von Frauen schöngeredet wird, und Ausreden gesucht werden. Es ist Betrug. Punkt, dafür gibt es keine Entschuldigung.

    • @imion

      „Interessant, wie wieder Betrug von Frauen schöngeredet
      wird, und Ausreden gesucht werden. Es ist Betrug.
      Punkt, dafür gibt es keine Entschuldigung.“

      Selbst wenn schöne Frauen im Schnitt
      einen höheren Sexdrive hätten als die
      Mehrheit der Plain Jane, währe das kein
      Grund um ihnen Betrug vorzuwerfen.

    • @imion

      extra pair copulation ist eine gängige Bezeichnung, die auch bei Männern verwendet wird. Und ein Grund ist auch keine Entschuldigung. Bei den Männern wird es ebenso sein, dass die, die mehr Optionen haben, im Schnitt mehr betrügen.

      • Mag sein, nur wird das dann nicht gerechtfertigt, in schutz genommen oder sonstwie relativiert. Und es ist ja nicht das einzige, wo für das Ausbeuterische verhalten von Frauen eine Ausrede gesucht wird, um es irgendwie zu legitimieren oder schönzureden. Denke nur an deinen Beitrag über das Machtmittel Sex, das Frauen in Beziehungen anwenden.

    • @imion
      Die betrügen vermutlich deshalb häufiger, weil sie häufiger entsprechende Angebote bekommen. Aber natürlich kann man Frauen generell ihre widerliche Heuchelei vorwerfen. Einerseits verlangen sie absolute Treue von ihrem Partner. Andererseits fühlen sie sich selbst nicht an die Treuevereinbarung gebunden und verleiten die Partner anderer Frauen zur Untreue. Untreue ist also in Ordnung, solange nur der eigene Partner nicht untreu ist. Und wenn man selbst untreu wird, ist natürlich immer der fremde Mann verantwortlich. Männer sind immer an allem schuld, Frauen für nichts verantwortlich. Dazu passt nicht, dass Frauen trotzdem nicht wie Kinder behandelt werden wollen. Wie soll man solche Frauen als dem Mann gleichberechtigte, vernunftbegabte Wesen ernstnehmen?

      • @zhen
        „Die betrügen vermutlich deshalb häufiger, weil sie häufiger entsprechende Angebote bekommen.“
        Macht es nicht besser. Betrug ist Betrug.

        „Frauen für nichts verantwortlich.“
        Schlimm ist dann noch, wenn Männer das auch noch Unterstützen.

  3. Females with low WHR’s who excel at mental state attribution may be able to better distinguish between males who feign good intentions for purposes of gaining sexual favors (e.g., “I love you, so let’s go to bed”) and those with honest intentions to enter into a long-term committed relationship.

    Das dürfte sehr schwach belegt sein, wenn überhaupt. Wäre das wirklich so, müssten ja die ganzen HB10s mit der niedrigen WHR sich für Beta-Nice-Guys mit guten Intentionen entscheiden. (Wäre ja zu schön, um wahr zu sein, wenn mir plötzlich die heißesten Frauen wegen meiner guten Intentionen hinterherlaufen würden. Schöner Gedanke, aber einfach lächerlich!) Wir wissen, dass gerade die attraktivsten Frauen sich bevorzugt mit Alphas einlassen.

  4. @ Zhen

    Ich habe eine Verständnisfrage zum Konzept der „männlichen Lesbe“.
    Habe ich es richtig verstanden, dass eine männliche Lesbe eine männliche Geschlechtsidentität, aber eine weibliche Geschlechtsrollenidentität besitzt?

    • Zur Definition und Beschreibung der männlichen Lesbe lässt sich auf meinem Blog einiges nachlesen. Siehe v.a. die ältesten Einträge.

      Zu deiner Frage: Eine männliche Lesbe hat eine weibliche Geschlechtsidentität und ist gynephil (daher „Lesbe“). Auf Außenstehende mag sie wie ein sehr schüchterner Mann oder (wegen der fehlenden Kontakte zu Frauen und ihrer Effeminiertheit) wie ein Schwuler wirken. Was meinst du mit Geschlechtsrollenidentität?

      Christian würde eine männliche Lesbe wohl als einen recht weiblichen Mann bezeichnen. Aber das trifft es nicht richtig. Männliche Lesben sind – wie transsexuelle Frauen – Frauen in einem männlichen Körper. Sie wünschen sich aber im Allg. keine Angleichung ihres Körpers und haben auch nicht die bei (Trans-)Frauen normale sexuelle Präferenz für Männer. Die Grenzen sind wie immer fließend und es gibt auch Ausnahmen. Die Abgrenzung zu lesbischen Transfrauen ist schwierig, weil die immer häufiger (auch dank Gesetzesänderung) keine Angleichung mehr anstreben.

      • @Zhen

        Wie äußert sich denn deine weibliche Geschlechtsidentität bitte?
        Beschreib doch bitte einmal, was bei dir besonders weiblich ist.
        Fühlst du in dir den Drang, Männer auszubeuten und auf der faulen Haut zu liegen (was doch wohl deine Definition von Weiblichkeit ist)? Du musst eigentlich einen extremen Selbsthass empfinden, was vielleicht auch einiges erklären würde.

        Wie kannst du ausschließen, dass du einfach nur deswegen schüchtern bist, weil du wegen deines enormen Frauenhasses von Frauen nur Ablehnung bekommst?

      • Wie äußert sich denn deine weibliche Geschlechtsidentität bitte?

        – Abneigung gegen Konkurrenz
        – kein Ehrgeiz im Kampf um männlichen Status
        – kein Spaß an männlichen intrasexuellen Kämpfen
        – kein Bedürfnis nach männlicher Gesellschaft
        – kein Verlangen, eine Frau zu versorgen
        – höhere Stimme als der Durchschnittsmann
        – Bedürfnis nach Sicherheit
        – weibliches Empfinden für Ästhetik (etwa bei der Kleidung)
        – nicht dominantes Auftreten

        Eine Frau, die mich mitversorgt, würde mir schon gefallen. Ich mache das aber nicht zur Bedingung. Der Idealfall wäre m.E., dass überhaupt kein Vermögenstransfer zwischen einer Partnerin und mir stattfindet. Sonst wird aus der Liebe nämlich ein Geschäft.

        Das Phänomen der männlichen Lesbe scheint mir sehr plausibel aus der Biologie begründbar. Denn gewisse Defizite in der Testosteronversorgung können in der Schwangerschaft vorkommen. Verschiedene Bereiche/Funktionen des Gehirns können davon betroffen sein. Adrians Schwulsein ziehst du doch auch nicht in Zweifel. Dabei dürfte bei ihm eine ganz ähnliche (wenn auch spiegelbildliche) Entwicklung abgelaufen sein wie bei mir. Er hat die Geschlechtsidentität eines sehr virilen Mannes und die sexuellen Präferenzen einer Frau. Bei mir ist es eben genau umgekehrt. Das ist doch nichts Außergewöhnliches. Trotzdem scheinst du dich gegen die Kategorie der männlichen Lesbe zu sträuben. Ich sehe männliche Lesben auf einem Spektrum der Transsexualität angesiedelt, irgendwo zwischen leicht weiblichem Heteromann und lesbischer Transfrau. Aber, wie gesagt, die Übergänge sind wohl fließend. Es mag auch männliche Lesben mit stärkerer Autogynephilie geben, die sich gut vorstellen könnten, einen weiblichen Körper zu haben. Ob man die dann schon den Transfrauen ohne OP-Wunsch zuordnet, ist eine Definitionsfrage. Vielleicht sind die beiden Kategorien auch gar nicht inkompatibel und man kann beides sein. Solange die Definitionen explizit gemacht werden, können Konzepte nach Belieben entwickelt werden.

        Da sich Gilmartin in seinem Buch über Love-Shys und männliche Lesben auch auf die Resultate der Persönlichkeitsforschung von Hans Eysenck bezieht, würde mich mal interessieren, was du von Eysencks Forschung hältst. Er hat drei statistisch unabhängige, genetisch verankerte Dimensionen der Persönlichkeit ermittelt. Ist seine Theorie, vielleicht in aktualisierter Form, noch haltbar?

      • @ Zhen

        Obwohl nicht angesprochen, antworte ich hier mal:

        „würde mich mal interessieren, was du von Eysencks Forschung hältst. Er hat drei statistisch unabhängige, genetisch verankerte Dimensionen der Persönlichkeit ermittelt. Ist seine Theorie, vielleicht in aktualisierter Form, noch haltbar?“

        Ja, Eysencks Theorie wurde weiterentwickelt zum Big-Five-Modell der Persönlichkeit, dem heutzutage anerkanntesten persönlichkeitspsychologischen Modell in der Psychologie:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Five_(Psychologie)

      • @ Zhen

        Nachtrag:

        Sehr kontrovers, aber persönlichkeitspsychologisch nicht uninteressant sind die Forschungsbefunde zum Zusammenhang der Big Five-Persönlichkeitseigenschaften und politischen Einstellungen. Das ist aber ein Forschungsbereich, der noch in den Kinderschuhen steckt, ich warne also davor zu weitreichende Schlüsse daraus zu ziehen, (insbesondere was genetische Dispositionen angeht):

        http://www.dw.de/dw/article/0,,1709397,00.html

        http://www.zeit.de/2005/30/wahlverhalten_person

      • @Leszek

        Da heisst es:

        Der vielbeschworene Wertewandel könnte nämlich auch auf einen Wandel in der Ausprägung von Persönlichkeiten zurückzuführen sein
        http://www.zeit.de/2005/30/wahlverhalten_person.

        Kommentar:

        Da beisst sich die Katze aber in den Schwanz! 🙂

        Mit was hat aber nun der Wandel der Ausprägung der Persönlichkeiten zu tun? Der Wandel von genetischen Dispositionen dürften ja als Ursache nicht in Frage kommen, weil die wandeln sich wohl nur über Jahrhunderte/Jahrtausende. Also: Bleiben wieder nur die gesellschaftlichen Verhältnisse als Ursache übrig! Und wer ist somit für den Wertewandel verantwortlich: auch die gesellschaftlichen Verhältnisse. Der Erkenntnisgewinn ist für mich zumindest ein bisschen schleierhaft.

      • @ Chomsky

        Ja, da hast Du eine gewisse Beschränktheit dieser Sichtweise m.E. richtig erkannt. Die persönlichkeitspsychologische Dimension von politischen Einstellungen müsste natürlich unbedingt auf soziale Lagen rückgekoppelt werden, sonst entsteht schnell ein trivialer monokausaler Persönlichkeits-Reduktionismus.

        Interessant sind die Korrelationen zwischen Persönlichkeitseigenschaften und politischen Einstellungen aber m.E. trotzdem.

        Der 1. Link ist übrigens interessanter und informativer.

  5. @Zhen

    „Dazu passt nicht, dass Frauen trotzdem nicht wie
    Kinder behandelt werden wollen. Wie soll man solche
    Frauen als dem Mann gleichberechtigte, vernunftbegabte
    Wesen ernstnehmen?“

    Frauen verhalten sich in der Tat wie
    verwöhnte Kinder. Sie sind in keiner
    Art und weise willens und fähig, den
    ihnen in der Gesellschaft eingeräumten
    Einfluss, verantwortungsvoll auszuüben.
    Was passieren wird kann man in der
    Geschichte früherer Hochkulturen
    nachlesen. Die Frage ist höchstens
    langes Siechtum oder brutaler
    Zusammenbruch.

  6. Pingback: Übersicht: Evolution, Evolutionäre Psychologie und Partnerwahl | Alles Evolution

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