Status macht attraktiv: Klaus Volkert

Der Prozess gegen die Geliebte des ehemaligen VW-Betriebsratschef Klaus Volkert, Adriana Barros, zeigt gut, wie auch in unserer Spezies das, was man im Tierreich als Statusdisplay bezeichnet, wirkt.

Aus einem Bericht:

Die brasilianische Journalistin Adriana Barros ist schwer beeindruckt, als sie Ende der 90-er Jahre den mächtigen VW-Betriebsratschef Klaus Volkert kennenlernt. Der Deutsche gibt sich weltmännisch, lädt sie zu feinen Essen ein, ins Theater und später auch zu teuren Reisen. Sie jetten durch die Welt, wohnen in Luxushotels, feiern ausgelassene Partys.(…) Immerhin seien sie und Volkert sieben Jahre lang ein Paar gewesen. Sie war schon fasziniert von ihm, als sie ihn 1998 kennenlernte. Sie arbeitete in einem Ferienclub in Brasilien an der Rezeption, als er mit Kollegen und mit mehreren Mädchen hereinkam. „Er war eine sehr charismatische Person“, sagt sie heute. Drei Monate hat Volkert um sie geworben und sie schließlich nach Prag eingeladen. „Ich hatte etwas Angst.“ Aber schließlich ging sie darauf ein. Sie vertraute ihm, fühlte sich geborgen. Er erweckte bei ihr den Eindruck, als sei er „die zweitwichtigste Person bei Volkswagen“.

Das er dabei nur mit fremden Geldern arbeitete ist für das Statusdisplay recht egal. Wichtig ist, dass er ausdrücken konnte, wichtig zu sein und eine entsprechende Postion zu haben.