„Verdienstunterschied kleiner als vermutet“

Eine interessante Betrachtung der Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen in dem Beitrag “ Equal Pay Day: Verdienstunterschied kleiner als vermutet„.

Der Gehaltsunterschied aufgeschlüsselt nach Alter ist interessant:

Gehaltsunterschied Männer Frauen

Gehaltsunterschied Männer Frauen

In dem Text zu den Ursachen:

Dabei erweisen sich diese Kriterien allerdings als wichtige messbare Einflussgrößen, wie sich anhand der Entlohnung nach Alter zeigen lässt: So bestehen zu Beginn des Erwerbslebenskaum Unterschiede. Gerade jüngere Frauen verlassen meist besser ausgebildet als Männer die Schulen und Hochschulen.

Im Rahmen der Studien- beziehungsweise Berufswahl setzen die Geschlechter jedoch unterschiedliche Schwerpunkte: Frauenwählen beispielsweise seltener technische Berufe und sind häufiger imDienstleistungssektor vertreten. Festzustellen ist auch, dass Frauen noch wesentlich häufiger und länger als Männer aus familiären Gründen ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen.

Und dies geschieht meist in einem Alter, in dem bereits erste Karriereschritte stattfinden. Entsprechend stark nimmt die Entgeltlücke in einem Alter zwischen rund 25 und 40 Jahren zu. Die Rückkehr in den Beruf findet dann oft in Teilzeit statt und nicht selten wird der Wiedereinstieg durch die noch fehlenden Betreuungsplätze für Kleinkinder erschwert.

Es zeigt sich also mal wieder „Das Baby ist kein Feminist„. Der Hauptgrund für den Lohnunterschied sind nicht Diskriminierungen, sondern das Betreuen von Kindern. Feministische Maßnahmen, die sich gegen Diskriminierung und „das Patriarchat“ richten könnten damit einfach fehl gehen.

67 Gedanken zu “„Verdienstunterschied kleiner als vermutet“

    • Könnte man so sehen. Was aber, wenn Frauen diese Aufgabe lieber übernehmen als die Aufgabe des Hauptversorgers und Männer die Rolle des Hauptversorgers lieber übernehmen als die des Hauptkinderbetreuers?
      Dann ist es keine durch die Gesellschaft zugedachte Aufgabe, sondern schlicht der Wunsch beider, der zu dieser Arbeitsteilung führt.

      Warum muss man das ändern? Warum ist diese Entscheidung zwangsläufig eine Diskriminierung und nicht ein fairer Deal?
      Schließlich haben wir ja auch gewissen Ausgleichsansprüche vorgesehen:
      https://allesevolution.wordpress.com/2011/12/10/anspruche-bei-scheidung-bzw-beendigung-der-ehe/

      Wenn man bedenkt, dass wir Säugetiere sind, bei denen die Kinder extrem unselbständig sind (Menschenbabies können sich noch nicht einmal an der Mutter festhalten und sind sehr lange Zeit auf eine Betreuung angewiesen) dann spricht vieles dafür, dass das Geschlecht, was die Babynahrung bereit stellt auch ansonsten einen evolutionären Druck in Richtung Kinderbetreuung erlebt hat.
      Es scheint ein Zusammenhang zwischen Östrogen und der Reaktion auf das Kindchenschema zu geben:
      https://allesevolution.wordpress.com/2010/11/24/kindchenschema-ostrogene-und-infantizid/
      https://allesevolution.wordpress.com/2011/05/04/frauen-erkennen-niedlichkeit-bei-babies-besser-als-manner-kindchenschema/

      Es spricht vieles dafür, dass Menschen über lange Zeit ihrer Entwicklung eine Arbeitsteilung praktiziert haben: Die Frau hat die Hauptkinderbetreuung übernommen, zudem das Sammeln von Nahrung, die Männer die Jagd. Dafür sprechen schon viele körperliche Unterschiede, etwa Körperkraft etc aber auch die Untersuchung von Jäger und Sammler Gesellschaften.
      Wenn man das durchdenkt, dann werden sich allein dadurch viele Optimierungen der Frau an die Kinderbetreuung unter prähistorischen Bedingungen entwickelt haben, weil dort die Möglichkeit bestand, dass sie sich durch Selektion bei den Frauen in den Genen anreicherten.
      https://allesevolution.wordpress.com/2011/10/28/welche-evolutionare-auswirkung-hat-die-hauptsachliche-betreuung-eines-sauglings-durch-ein-geschlecht/

      Das bedeutet natürlich nicht, dass Männer dies nicht können. Und auch der moderne Mann ist nicht für eine Arbeit in einem Büro selektiert worden. Aber es würde erklären,
      Aber Männer sind eher für intrasexuelle Konkurrenz und für Statuserlangung selektiert worden und die Möglichkeit eine Familie zu ernähren gibt dort eben Punkte auch innerhalb der sexuellen Selektion.
      Frauen hingegen sind weniger auf Konkurrenz um Status ausgelegt als Männer, weil er für sie weniger zum Partnerwert beiträgt. Was dazu führen kann, dass sie andere Prioritäten, was die Verteilung von Beruf und Freizeit betrifft, setzen. Das scheint eine Erfahrung zu sein, die Personalvermittler und Personalplaner häufig machen, sie kommt in diversen Stellungnahmen
      https://allesevolution.wordpress.com/2011/06/09/welches-verhaltnis-wollen-frauen-zwischen-beruf-und-arbeit/
      https://allesevolution.wordpress.com/2011/08/25/warum-frauenquoten-dreifach-paradox-sind/
      (im Zweiten Link auch eine Auflistung weiterer Artikel, in denen genau dies auch noch erwähnt wurde)

      All diese Faktoren könnten dazu führen, dass Frauen etwas lieber als Männer Kinder betreuen und Männer etwas weniger gern als Frauen eine Vollzeitstelle aufgeben um Kinder zu betreuen.

      Wenn dies im Schnitt der Fall ist, dann stellt sich die Situation „Frau betreut Kinder (und arbeitet später Halbzeit etc), Mann macht den Hauptversorger“ in all diese Beziehungen schneller ein, eine Gesellschaft, die das umkehren wollte, müsste mit erheblichen Anstrengungen gegen die Vorlieben ankämpfen. Deswegen gelingt das auch selten und man hat eher die Wahl eine Gesellschaft mit Fremdbetreuung hinzubekommen. Das bringt natürlich auch Probleme und muss erst einmal umgesetzt werden.
      https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/06/wie-bekommt-man-frauen-in-den-beruf-und-von-der-kindererziehung-weg/

      Einfach „Diskriminierung“ zu rufen bringt dann wenig. Schadet sogar eher, weil man damit das eigentliche Problem verschleiert.

      • Die evolutionsbiologischen und historischen Argumente überzeugen mich wenig – weil sie einfach einen Blick zurück werfen. Es gibt vieles, was einen evolutionsbiologischen Zweck erfüllt: Z.B. Schamhaare. Die rasieren sich Menschen weg.
        Das »eigentliche Problem« ist ja gerade, dass mit biologistischen Verweisen ein sozialer Druck aufrecht erhalten wird, um einen Zustand aufrechtzuerhalten, der – wie auch immer – dazu führt, dass Frauen für dieselbe Arbeit weniger Lohn verdienen. Zu sagen, das sei letztlich die freie Wahl der Frau, ist reichlich zynisch: Niemand wählt einen tieferen Lohn freiwillig.

      • @ Philippe Wampfler

        *dazu führt, dass Frauen für dieselbe Arbeit weniger Lohn verdienen. *

        Das tun sie ja auch nicht.

        Frauen verdienen für dieselbe Arbeit nicht weniger Lohn als Männer.

        Die Gruppe der Frauen verdient global im Schnitt weniger Lohn als Männer, weil Frauen, im Schnitt, systematisch eher andere Entscheidungen treffen als Männer.

        Was dazu führt, dass Frauen andere Berufe und andere Arbeitszeiten präferieren als Männer, im Schnitt.

        Männer präferieren oft Frauen, die ihnen den Rücken frei halten.

        Frauen präfereieren oft Männer, die ihnen die Konzentration auf Kinderversorgung und Familienarbeit ermöglichen > Männer ergreifen häufiger Berufe, die besser bezahlt werden, aber nicht so viel Arbeitszeitflexibilität ermögichen, leisten mehr Überstunden, pendeln weiter.

        Frauen ergreifen hälufiger Berufe, die eher Teilzeitarbeit ermöglichen, eher weniger fordernd-kompetetiv sind, damit ihnen mehr Zeit und Kraft für Kinderbersorgung/Familienarbeit bleibt, die dafür geringer entlohnt werden. Frauen leisten im Schnitt weniger Überstunden, pendlen weniger weit usw.

        All das verursacht den globalen Unterschnitt im Duchschnitt.

        Weil Männer und Frauen sich nicht gleichartig entscheiden, im Schnitt.

        Weil Männer nicht gliechartig sind, im Schnitt.

        Weder physisch noch psychisch.

        *Zu sagen, das sei letztlich die freie Wahl der Frau, ist reichlich zynisch: Niemand wählt einen tieferen Lohn freiwillig.*

        „Zu sagen, Menschen setzten Prioritäten, ist reichlich zynisch. Niemand verzichtet freiwillig auf A, um dafür B zu realisieren..“

        Glauben Sie das wirklich?

        Im Ernst?

      • Frauen verdienen bei gleicher Qualifikation und gleichen Anforderungen weniger als Männer. Es gibt keine Untersuchung, die diese Tatsache widerlegen würde.
        Nun kann man einfach sagen: Das wollen die. Und dann müsste man davon ausgehen, dass Menschen ohne äußere Einflüsse eine objektiv schlechtere Position wählen.

        • Aber vielleicht durch personliche Faktoren: Weniger Überstunden, das Wissen den Haupternährer im Hintergrund zu haben, das Ablehnen von Beförderungen, weil man gar nicht mehr arbeiten möchte, weil es dann mit der Kinderbetreuung problematisch wird, das alles sind ja zusätzliche Faktoren, die auch mit rein spielen.

          Ebenso das weniger harte Verhandeln, der Umstand, dass Frauen seltener in Gewerkschaften sind etc.

          Interessant wäre auch, welchen Anteil das beständige Verweisen auf die 23% Lohnunterschied statt den tatsächlichen geringeren Wert hat. Oder die Abschreckung durch das Schreckgespenst des Patriarchats etc.

      • Bitte bei den Fakten bleiben: es gibt keine Untersuchung, die beweist, dass es sich um Diskriminierung handelt. Die 5-10% einfach dieser Restkategorie zuzuschreiben, ist hanebüchen und unseriös.
        Männer setzen nachweislich eine höhere Priorität auf das Gehalt, sind häufiger Hauptverdiener etc.
        Dementsprechend stellen sie höhere Forderungen in Gehaltsverhandlungen und treten anders auf, leisten mehr Überstunden, machen mehr Fortbildungen, bewerben sich häufiger überregional, pendeln weitere Wege.
        Denkbar ist auch, dass sie trotz miesem Chef, schlechtem Arbeitsklima oder sonstigen Unannehmlichkeiten eine höher bezahlte Arbeit behalten oder annehmen, während Frauen diesbezüglich andere Prioritäten setzen.
        Von häufigeren Fehltagen und weiteren strukturellen Faktoren die nicht erfasst wurden/werden können ganz zu schweigen.

        Bei wirklich gleicher Arbeit und gleichen Bedingungen verdienen Männer und Frauen das gleiche, sonst wäre jedes Unternehmen dumm, nicht einfach die „billigeren“ Frauen anzustellen.

      • @Philippe Wampfler

        Du traust dich da aber ziemlich vollmundige Behauptungen. „Niemand wählt einen tieferen Lohn freiwillig.“

        Wirklich niemand? Ein Freund von mir hat jetzt seine Arbeitszeit reduziert auf 90%. Jeden 2. Dienstag hat er frei. Das war seine Idee. Er hat einen Arbeitgeber, der da recht flexibel ist, aber die Initiative ging von meinem Freund aus.
        Du willst meinem Freund jetzt einreden, er habe die Entscheidung NICHT freiwillig getroffen? Natürlich bedeutet 90% Arbeitszeit auch 90% vom Brutto.

        Wie kommst du dazu, wissen zu wollen, was alle anderen Menschen wollen? Was sie freiwillig tun, was nicht. Ohne Sie zu befragen? Nur kraft deiner Wassersuppe entscheidest DU, was andere Menschen wollen sollen?

        Merkst du wenigstens das Problem bei deinen vollmundigen All-Aussagen? Das sie schon durch EIN Gegenbeispiel schlichter Quatsch werden? Oder hast du wie die meisten Feministen ein gespanntes Verhältnis zu elementarer Logik?

        Aber noch einmal zu deiner Aussage zurück: Du willst also allen ernstes behaupten, NIEMAND würde freiwillig in Teilzeit arbeiten.

        Und dann willst du noch ernst genommen werden? Nicht wirklich, oder?

    • Dass “das Betreuen von Kindern” eine hauptächlich Frauen zugedachte Aufgabe ist – das ist auch eine Form von Diskriminierung

      Dass „die Versorgung der Familie“ eine hauptsächlich Männern zugedachte Aufgabe ist – das ist auch eine Form von Diskriminierung.

      • Sind sie wirklich so blind? Die höheren Löhne liegen an der höheren Belastung. Männer müssen die höhere Belastung annehmen um die Familie zu versorgen. Ein Mann der keine Familie versorgen kann, kann in der Regel auch keine gründen.

        Eine sehr schöne ausführliche Erklärung finden sie hier: http://cuncti.net/haltbar/88-die-merkwuerdige-stille-um-das-gender-budgeting

        2010 wurden die 6,977 Milliarden Arbeitsstunden zu 61,1 Prozent von Männern erbracht, zudem 71,1 Prozent der Überstunden. Der durchschnittlich erwerbstätige Mann verbrachte so 1.939 Stunden, die durchschnittlich erwerbstätige Frau 1.420 Stunden mit Erwerbsarbeit.

        Für 2011 beträgt der Dissimilaritätsindex nach Duncan für die oben genannten sieben Lehrberufe 53 Prozent. Das heißt vereinfacht, dass 53 Prozent der weiblichen Berufsanfänger sich umorientieren und die Burschen aus den jeweils besser bezahlten Lehrberufen verdrängen müssten, um einen gleichen Einkommensmedian zu erreichen.

        Auf Grund von wissenschaftlich abgesicherten Partnerwahlkriterien treffen dann in allen Schichten Frauen auf meist besser bezahlte Männer. Und schon ist die innerfamiliäre Einkommensschere fertig, die später Erwerbs- und Familienarbeit aufteilt. Lange vor dem ersten Kind. Die sich heute noch getrauen zu heiraten, haben dann ihre Einkünfte in der Ehe so aufzuteilen, dass über die Unterhaltspflicht dem weniger verdienenden Partner 40 Prozent des Familieneinkommens zustehen, dem nicht berufstätigen ein Drittel. Schlimmstenfalls auch nach der Ehe.

        Der Artikel erklärt das schöner als Christians hier, also könnte ihnen das vielleicht helfen die Situation etwas besser zu verstehen. Es ist nicht das böse Patriarchat, nein es sind die Frauen selbst, de durch eigene Entscheidungen dafür sorgen, dass sie weniger verdienen als Männer gleichen Bildungsgrades oder Gesellschaftsschicht.

    • @Philippe Wampfler

      „Zugedacht“ ist gut. Eigene Wahl ist nicht denkbar?

      Hast du eigene Erfahrungen damit, wie Frau sich verhält, wenn die Frage ansteht: Du (Frau) machst Familienernährerin, ich (Mann) den Hausmann, Kinderversorger und Zuverdiener? Ich schon.

      Da erlebst du hautnah, was Wahl bedeutet. Da wird gekämpft für diese Wahl. Nix mit „zugedacht“.

      Merkwürdig, dass ausgerechnet es immer die feministischen Männer sind, die Frauen als passiv beschreiben. Zu keiner Wahl fähig. Zu keiner eigenen Entscheidung.
      DAS halte ich ja inzwischen für den wahren Sexismus. Und du bist wohl so einer, nicht wahr. Ein in der Wolle gegerbter Sexist. Hauptsache, die Frau ist leidend und passiv. Und da, in DIESER Rolle, MUSS sie gehalten werden. Unter anderem von Leuten deines Schlages.

      • Von irgendeinem »Schlag« zu reden oder von »du bist wohl so einer« – das halte ich für wenig produktiv, es zeigt meiner Meinung nach an, dass man feste Lager möchte und die Gegenseite einfach pauschal verurteilt, ohne Argumente auszutauschen.
        Ich halte Frauen nicht für passiv – sondern die Vorstellung einer »freien Wahl« für komplett unwissenschaftlich und naiv. Welchen Joghurt du dir aus dem Gestellt nimmst, mag dir als deine freie Wahl erscheinen: Hängt aber damit zusammen, welche Geschmackserfahrungen du gemacht hast, wie das Joghurtregal eingeräumt ist, welche Musik im Supermarkt gespielt wird und woran du gerade denkst.

      • Ich halte Frauen nicht für passiv – sondern die Vorstellung einer »freien Wahl« für komplett unwissenschaftlich und naiv.

        Und das gilt nur für die Frauen oder gilt das auch für Männer?

        Nicht dann, wenn sie mit höheren Löhnen gekoppelt ist, oder?

        Ach ja, Frauen arbeiten ja unbezahlt. Schon mal gehört, dass der Alleinverdiener, meist der Mann, seinen Verdienst für den Unterhalt der Familie einsetzt?

        Phrasendrescherei genügt hier nicht.

      • Auch der Vorwurf der »Phrasendrescherei« scheint mir unnötig aggressiv, wenn es darum geht, Argumente auszutauschen.
        Natürlich gelten meine Einwände gegen eine naive Vorstellung von »freier Wahl« für Menschen, nicht für Geschlechter.
        Das Argument, Männer würden als höher bezahlte Menschen ihre Löhne für den Unterhalt von Familien einsetzen, ist nicht haltbar. Es gibt genügend Männer, die entweder keine Familie haben oder ihre nicht unterstützen.
        Der höhere Lohn wird ja nicht unter der Bedingung ausgezahlt, dass man damit irgendwelche Unterstützungspflichten hätte.

    • @ Philippe

      „Dass “das Betreuen von Kindern” eine hauptächlich Frauen zugedachte Aufgabe ist – das ist auch eine Form von Diskriminierung.“

      Hierzu sei das Interview von Arne Hoffmann mit dem Hausmann Hans Alef empfohlen:

      „…Arne Hoffmann: Du berichtest, dass du die größten Anfeindungen wegen deiner Rolle als Hausmann von Feministinnen erhalten hast …

      Hans Alef: Das hat hauptsächlich im Internet stattgefunden, da man dort ungehindert durch soziale Regeln anonym das schreiben kann, was man auch wirklich denkt.

      Da wurde mir vorgeworfen, ich wäre kein Mann, sondern ein Parasit, der seine Frau ausnutzt und sich auf ihre Kosten ein faules Leben macht. Das Kind, so hieß es, gehöre vor allem in den ersten Lebensjahren – aber auch danach – gefälligst zur Mutter. Aus dem Slogan „Mein Bauch gehört mir!“ wurde also „Mein Kind gehört mir!“

      Man fragte mich, was wäre, wenn meine Frau sich ein weiteres Kind von einem anderen Mann wünschen würde, und es hieß, so wäre die Emanzipation aber nicht gemeint, dass jetzt Väter zu Hausmännern würden! Ich wäre berechnend vorgegangen und hätte meine Frau durch unsere Heirat nur als Versorgerin für mein faules Leben benutzt.

      Ich wurde sozial isoliert, verhöhnt und verlacht – schlimmer und perfider als dies ein Macho jemals könnte.

      Es klangen auch gefährlichere Töne an, die sich in Formulierungen fanden wie: „Man muss sich fragen, warum ein Mann, statt einem ordentlichen Beruf nachzugehen, sich lieber den ganzen Tag mit Kindern beschäftigt …“ Die gehässigen Andeutungen und Unterstellungen, die mit solchen Sätzen verbunden waren, waren unüberhörbar.

      Eine mir bekannte Diplom-Psychologin, die als Betreuerin (Vormund) arbeitet, nannte mich in ihrer Wut einen „verantwortungslosen Verpisser“ und drohte mir an, sie wolle mich durch eine befreundete Psychiaterin entmündigen lassen (was mich natürlich schwer geschockt hat). …“

      http://cuncti.net/lebbar/85-hans-alef-qmir-wurde-vorgeworfen-ich-waere-kein-mann-sondern-ein-parasitq

      • Solche Einzelfälle belegen allerhand – einen wissenschaftlichen Anspruch können solche Betroffenheitstexte allerdings nicht erheben.
        Ich verstehe gar nicht, woher die absurde Vorstellung kommt, ein Elternteil müsse anstatt zu arbeiten Kinder betreuen. Es ist problemlos möglich, sich die Erwerbs- und die Familienarbeit zu teilen. (Obwohl Deutschland in dieser Hinsicht ein eher rückständiges Land ist.)

      • @ Philippe

        „Solche Einzelfälle belegen allerhand – einen wissenschaftlichen Anspruch können solche Betroffenheitstexte allerdings nicht erheben.“

        Sorry, von dir lass ich mich nicht über Wissenschaftlichkeit belehren, davon weiß ich mehr als du. Ich habe auch nicht geschrieben, das sei ein wissenschaftlicher Text, da musst du dich verlesen haben.

        Das ist ein journalistisches Interview. Wenn du jetzt mal unterstellst, dass das Herr Alef diese Erfahrungen wirklich gemacht hat, und diese vielleicht auch nicht die Ausnahme von der Regel darstellen, so ist doch die Frage, weshalb eine Frau, die diese Aufgaben übernimmt, diskriminiert wird, während dem Mann in der gleichen Situation Parasitentum vorgeworfen wird, aus eben dem Lager, dass die allgegenwärtige Diskriminierung der Frau herausstellt.

      • „“…Arne Hoffmann: Du berichtest, dass du die größten Anfeindungen wegen deiner Rolle als Hausmann von Feministinnen erhalten hast …

        Hans Alef: Das hat hauptsächlich im Internet stattgefunden, da man dort ungehindert durch soziale Regeln anonym das schreiben kann, was man auch wirklich denkt.

        Da wurde mir vorgeworfen, ich wäre kein Mann, sondern ein Parasit, der seine Frau ausnutzt und sich auf ihre Kosten ein faules Leben macht….

        … Ich wäre berechnend vorgegangen und hätte meine Frau durch unsere Heirat nur als Versorgerin für mein faules Leben benutzt….“

        Wenn Frauen Hausfrauen und damit vom Einkommen ihres Partners abhängig sind, bekommen sie diese Vorwürfe natürlich nie, neinnein. Erst recht nicht im anonymen Internet von Antifeministen, nein, das würden die nie tun…

        „Ich wurde sozial isoliert, verhöhnt und verlacht – schlimmer und perfider als dies ein Macho jemals könnte.“

        Da stellt er das diesbezügliche „Können“ gewisser Antifeministen aber gewaltig unter den Scheffel, der Arme.

      • @ Onyx

        „Da stellt er das diesbezügliche “Können” gewisser Antifeministen aber gewaltig unter den Scheffel, der Arme.“

        Es ist schon ein Widerspruch, die angenommene Verbannung der Frau in die häusliche Domäne als Diskriminierung wahrzunehmen, die gleiche Konstellation in umgekehrten Geschlechterrollen aber als Parasitentum. Im übrigen ist Arne Hoffmann ja selbst eine beliebte Zielscheibe derjenigen Antifeministen, die du kritisierst.

      • @ Philippe

        A: „Dass “das Betreuen von Kindern” eine hauptächlich Frauen zugedachte Aufgabe ist – das ist auch eine Form von Diskriminierung.“

        B: „Ich verstehe gar nicht, woher die absurde Vorstellung kommt, ein Elternteil müsse anstatt zu arbeiten Kinder betreuen. Es ist problemlos möglich, sich die Erwerbs- und die Familienarbeit zu teilen.“

        Ist es jetzt „problemlos möglich“, sich Erwerbs- und Familienarbeit zu teilen oder ist es das nicht? Gibt es jetzt strukturelle Zwänge, die einen Partner in die Betreuungsarbeit pressen, oder sind diese strukturellen Zwänge eine „absurde Vorstellung“, die zu umgehen „problemlos möglich“ ist?

      • Ich verstehe gar nicht, woher die absurde Vorstellung kommt, ein Elternteil müsse anstatt zu arbeiten Kinder betreuen. Es ist problemlos möglich, sich die Erwerbs- und die Familienarbeit zu teilen

        Jo sicher, es gibt massenhaft Teilzeitarbeitsstellen. Wir haben ja einen Arbeitnehmermarkt, womit auch die Koordination von Kinderbetreuung, Haushalt und Beruf absolut kein Problem darstellt.
        Sie haben offensichtlich keine Ahnung, wovon Sie reden.

      • Ist es jetzt “problemlos möglich”, sich Erwerbs- und Familienarbeit zu teilen oder ist es das nicht? Gibt es jetzt strukturelle Zwänge, die einen Partner in die Betreuungsarbeit pressen, oder sind diese strukturellen Zwänge eine “absurde Vorstellung”, die zu umgehen “problemlos möglich” ist?

        Mein Gott, ichichich, jetzt hör doch auf mit deiner Logik! Ein Widerspruch beim Feministen? Na und? Er will den schwachen und hilflosen Frauen helfen. Mehr ist da nicht.

        Ich sags doch: die Transformation des tradierten Geschlechterverhältnisses. Die Typen halten sich doch tatsächlich für die Avantgarde 🙂

      • @ Peter

        „Er will den schwachen und hilflosen Frauen helfen.“

        Hm, da gibt es ein interessantes Zitat von Slavoj Zizek, das auch virtual-cd’s Vermutung beinhaltet:

        „One should especially be suspect about the obsession with sexual harassment of women when it is voiced by men: after barely scratching the „pro-feminist“ PC surface, one soon encounters the old male-chauvinist myth about how women are helpless creatures who should be protected not only from the intruding men, but ultimately also from themselves. The problem is not that they will not be able to protect themselves, but that they may start to enjoy being sexually harassed – that the male intrusion will set free in them a self-destructive explosion of excessive sexual enjoyment.“

        http://www.lacan.com/zizbobok.html

      • The problem is not that they will not be able to protect themselves, but that they may start to enjoy being sexually harassed – that the male intrusion will set free in them a self-destructive explosion of excessive sexual enjoyment.

        Warum soll das ein Problem sein? Kann es sein, dass Zizek ein Moralist alter Schule ist, der sexuelle Lust für verwerflich hält, besonders wenn Frauen sie ausleben? Ich kann mir kaum etwas Unproblematischeres vorstellen als Frauen, die Sex genießen. Und wie hängt das mit profeministischen Männern zusammen? Zizek ist bisweilen sehr konfus und spinnt frei herum.

      • @ Zhen

        Das ist nicht Zizeks eigene Perspektive, sondern seine Beschreibung der Sicht des profeministischen PC-Mannes (also genau das, was er kritisiert).

      • @ ichichich

        Ich habe bislang nichts von Zizek gelesen.
        Hättest Du diesbezüglich einen Buchtipp?
        Auch seine PC-Kritik würde mich interessieren.

      • @ Leszek

        Ich bin auch nicht der große Zizek-Experte, habe aber ein paar Bücher von ihm gelesen (habe also keinen absoluten Überblick über sein Gesamtwerk). Als erstes Buch würde ich seine Einführung zu Lacan (vor allem, falls du Lacan nicht selbst gelesen hast) empfehlen, da er in seinen meisten Büchern die Kenntnis von Lacanschen Begriffen voraussetzt (objet a, the Big Other etc.) – das PC-Zitat ist auch aus diesem Buch.
        Generell wiederholt sich Zizek in verschiedenen Büchern recht häufig (gleiche Beispiele, gleiche Gags), was manchmal etwas nerven kann. Auf youtube gibt es auch viele Vorträge von ihm. Was sicher auch interessant wäre, ist sein neuestes Buch (hab ich noch nicht gelesen), dazu hat Antje Schrupp eine Rezension auf ihrem Blog geschrieben (tendenziell eher negativ).

        http://www.amazon.de/Die-b%C3%B6sen-Geister-himmlischen-Bereichs/dp/3100925890/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1332712228&sr=8-1

      • that the male intrusion will set free in them a self-destructive explosion of excessive sexual enjoyment.

        Scheinbar ein ziemlich ausgekochter Hund. Alles davor war ja business as usual 🙂

      • @ichichich: Also ich bin da bei beiden (Lacan und Zizek) sehr skeptisch, ob es sich überhaupt lohnt, sie zu lesen. Zumal meine Augen ohnehin schon Aufwärmübungen fürs freudige Rollen machen, wenn ich das Wort Psychoanalyse höre …

        Ich habe mich zwar mit der Arbeit beider Autoren zugegebenermaßen nur recht oberflächlich beschäftigt (meist wenn man als Magister-Student mal wieder seine Experimentierfreude wiederentdeckt hatte oder aber im Nebenfach pseudophilosophische Deuteleien zu Literatur oder Filmen ertragen musste), aber meist wirkte es auf mich wie übliches obskurantistisches Kauderwelsch, das mehr zur Verwirrung als zu Klärung von Sachfragen beiträgt.
        Man findet die (Halb-)Wahrheiten, die man als Leser hinein legt und ansonsten halt viele Trivialitäten.

        Ich kann da den kleinen Popperianer in mir einfach nicht abstellen, der immer wieder aufbegehrt wenn z.T. sehr banale Erkenntnisse in unverständliches Geschwurbel gegossen werden und es Aufgabe des Rezipienten wird ad hoc Sinn zu stiften und prüfbare Aussagen zu destillieren.

        Nicht umsonst findet Lacan auch Erwähnung bei Sokal/Bricmont (auch wenn sie mitunter in „Intellectual impostures“ wissenschaftstheoretisch sehr naiv argumentieren).

      • Zu diesem Hausmann-Gespräch möchte ich mich nicht weiter äußern: Ich finde zu jeder Position, die man vertreten kann, eine Person die dazu ihre negativen oder positiven Erfahrungen schildert. Ich selber habe auch Erfahrungen, die ich aber nicht als Argumente verwenden möchte, weil es keine sind.

        Ich bin mit Zizek vertraut und verstehe auch die Kritik, die er äußert. Allerdings geht es mir nicht darum, Frauen zur Hilfe zu eilen, weil sie sich selbst nicht helfen könnten, sondern mir geht es darum, richtig zu denken.

        Nur weil der Autor dieses Blogposts und die gesellschaftliche Realität der Frau eine Rolle »zudenken«, wie ich das formuliert habe, muss ich selbst das ja nicht notwendigerweise tun, oder? Meine Vorstellung von einem sinnvollen Familienleben ist es, dass sich Erziehungs- und Erwerbsarbeit aufteilen lassen zwischen verschiedenen Personen. Dafür setze ich mich nicht deshalb ein, weil ich »Hausfrauen befreien« will, sondern weil ich überzeugt bin, dass ein solches Modell zu weniger Diskriminierung, weniger starren Geschlechterrollen und insgesamt zufriedeneren Menschen führt.

        Aber natürlich gibt es Menschen, die anders denken. Zynisch ist es einfach, wenn man die gesellschaftliche Realität beschreibt und dann allen unterstellt, diese Realität resultiere aus ihrer freien Wahl.
        So beißt sich auch bei der Lohnungleichheit die Schlange in den Schwanz: Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann sind logischerweise sie es, die die Erwerbsarbeit zugunsten von Betreuungsaufgaben aufgeben. Diese subtile Form von Zwang oder von Anreizen führt dann dazu, die Lohnungleichheit zu legitimieren (weil Frauen ja ihre Karriere unterbrechen).

      • @Philippe Wampfler
        „Solche Einzelfälle belegen allerhand – einen wissenschaftlichen Anspruch können solche Betroffenheitstexte allerdings nicht erheben.“

        Damit wäre so ca. 99% aller feministischen Argumentationen, einschließlich deiner eigenen, entwertet. Herrjeh – du merkst nicht einmal, wenn du ein Eigentor schießt, oder?

        Interessant aber auch wieder dein Sexismus: Frauen dürfen – so nehme ich an – sehr wohl aus der persönlichen Betroffenheit argumentieren, nicht wahr? Nur bei Männern gilt es nicht als Argument. Einzelfall: Erledigt. Der soll gefälligst das Maul halten mit seinem Einzelfall. „Heul doch! Oder kauf dir nen Lutscher“. DAS ist feministisches Argumentationsniveau. Und immer schön „double standards“ dabei …

        Mein Gott, wie mich diese Geisteshaltung von Leuten deines Schlages inzwischen anwidert. Einfach nur ekelhaft.

        Aber du hast noch nicht auf meine Frage geantwortet: Warst du jemals schon in einer Situation, mit deiner Partnerin bei gemeinsamen Kindern „alternative“ Rollenmodelle zu ventilieren. Höchst praktisch, nicht theoretisch. Wirklich als Entscheidung: Du, die Frau, bist ab demnächst die Hauptverdienerin für uns?

        Ich WAR in der Situation. Du (vermutlich) nicht, oder? Die weibliche Reaktion auf solche Vorschläge spricht in aller Regel eine seeeeehr eindeutige Sprache. Und die spricht nicht von „Zuweisung“ einer Rolle, sondern höchst aktiver RollenWAHL.

        Du weißt doch – mangels Lebenserfahrung – überhaupt nicht, wo von du redest. Das tust du dafür umso vollmundiger.
        Leute wie du sind mir höchst suspekt.

      • Entschuldigung – kennst du mich?
        Es geht hier weder um meine noch deine Erfahrungen. Ich habe auch welche, doch die ersetzen keine Argumente. Frauen und Männer dürfen gerne davon erzählen, da freue ich mich drüber – aber sie ersetzen nicht Argumente.

      • @ 3xich
        „Es ist schon ein Widerspruch, die angenommene Verbannung der Frau in die häusliche Domäne als Diskriminierung wahrzunehmen, die gleiche Konstellation in umgekehrten Geschlechterrollen aber als Parasitentum.“

        Hausfrauen als abzockende Unterhaltsnutten zu verleumnden, die sich diese Rolle nur aussuchen, um auf Kosten des Mannes leben zu können (frag imion, der wird dir das sicher erklären…), aber Hausmänner, denen angeblich noch viiiiiel schlimmeres und perfideres entgegenschlägt (was genau das ist, lässt uns der arme Hans leider nicht wissen), als arme unverstandene Opfer zu bemitleiden, ist auch nicht weniger widersprüchlich.

      • @ virtual-cd

        „meist wenn man als Magister-Student mal wieder seine Experimentierfreude wiederentdeckt hatte oder aber im Nebenfach pseudophilosophische Deuteleien zu Literatur oder Filmen ertragen musste“

        Nun ja, gerade in dem Bereich (Pop-Medien) halte ich Zizek für fruchtbarer als Leute wie den Hirnforscher Manfred Spitzer („Vorsicht Bildschirm“) usw..

        @ Philippe

        Ich habe irgendwie den Eindruck, du setzt nur zwei Optionen zur „Lohnungleichheitsdebatte“. Entweder man sieht eine Diskriminierung der Frau in unterschiedlichem Durchschnittslohn der Geschlechtergruppen oder man legitimiert das ganze biologisch. Dass bestimmte Faktoren – beispielsweise „weibliche“ Berufe mit geringerer Entlohnung – eben auch männliche Individuen in selbigen „weiblichen“ Berufen treffen, wird durchgestrichen. Siehe auch Onyx‘ Kommentar, was bei weiblichen Betroffenen als himmelschreiendes Unrecht gesehen wird (Frau hat die Verantwortung für den häuslichen Bereich zu tragen), lockt bei einem Mann in der selben Position nur Häme hervor („der Arme“).
        Eine wirkliche Kapitalismuskritik kommt daher im etablierten Feminismus nicht vor, es herrscht die Vorstellung von einer inneren Gerechtigkeit des Systems, die von äußeren Feinden an ihrer Entfaltung gehindert wird (Old Boys Seilschaften etc.), was strukturell dem Antisemitismus nicht ganz unverwandt ist.

      • Hausfrauen als abzockende Unterhaltsnutten zu verleumnden, die sich diese Rolle nur aussuchen, um auf Kosten des Mannes leben zu können (frag imion, der wird dir das sicher erklären…), aber Hausmänner, denen angeblich noch viiiiiel schlimmeres und perfideres entgegenschlägt (was genau das ist, lässt uns der arme Hans leider nicht wissen), als arme unverstandene Opfer zu bemitleiden, ist auch nicht weniger widersprüchlich.

        @ Onyx

        Stell Dich doch nicht so blöd. Die Hausfrau ist nach wie vor die akzeptierte Norm, der Hausmann ist es nicht. das wird ja sogar von Feministen so bemängelt. Daran ändern auch einige Kommentare auf wgvdl nichts.

      • @ Onyx

        „Hausfrauen als abzockende Unterhaltsnutten zu verleumnden“ – das macht wer exakt? Ich, Herr Alef?

        „Hausmänner, denen angeblich noch viiiiiel schlimmeres und perfideres entgegenschlägt “

        Den Vergleich mit Hausfrauen stellt Herr Alef nicht an (wer verhöhnt WEN mehr, als es „ein Macho jemals könnte“?).

        A propos Widerspruch:

        Um so einen handelt es sich auch, wenn du zur Rosenbrock-Studie empört beipflichtest, dass Antifeministen rassistisches Gedankengut verbreiten (das stimmt wohl, solche gibt’s), und selber in deinem Blog rassistische Kommentare stehen lässt, die selbst auf PI News zu den widerlicheren gehören würden: „Schuld sind immer die Opfer.
        Christian, ich nehme an dass Du auch leugnest, dass manche unter den Migrantengruppen zu Gruppenvergewaltigungen neigen? Ich unterstreiche dass ich manche geschrieben habe. Ich warte auf die Nazi-Keule!“

        von Angela 14. März 2012 at 00:37

        Magst du das nicht mal löschen?

  1. Die Antifeministen Schweiz diskutieren in einem Beitrag eine Studie zur Lohndiskriminierung (2010) http://www.antifeminismus.ch/beruf/lohndiskriminierung/index.php

    Die Medien verbreiten die erstbeste, grösste genannte Zahl (25%) – dabei macht die Studie deutlich, dass es sich dabei NICHT um „unerklärbare“ (= diskriminierende) Unterschiede handelt, sondern um zum Grossteil erklärbare Unterschiede. Laut Studie korrekt wären ~9% ungerechtfertige Unterschiede, doch auch dieser Wert schmilzt bei genauerer Betrachtung dahin…

    • @raskalnikow

      Im Zusammenhang mit der Lohndiskussion wir
      häufig der Begriff der Gläsernen-Decke erwähnt.
      Daraus werden dann unsinnige Forderungen nach
      Quoten für das Top-Management und die Verwaltungsräte
      gestellt.
      Die Existenz eines Gläsernen Bodens wir dabei ignoriert.
      Unterhalb des GB also im Keller findet man praktisch
      nur Männer. Müllentsorgung, Kanalreinigung, etc. Schlecht
      bezahlte Jobs mit 0 Sozialprestige und hohem Risiko für
      die Gesundheit. In diesem Bereich fordert niemand Quoten
      für Frauen.

      Sarkastische Beschreibung der Dynamik zwischen GB und GD.

      So imagine a woman in a room with glass on all sides. She has a ladder with her. Now she has to be careful because all the weight(lifestyle) on the ladder could cause the floor to crack. She has to distribute her weight(lifestyle) ever so slightly on the ladder in order to climb each rung.

      Next door she sees a man climbing his own ladder in his own glass room. He’s managing to go up and down it pretty easily because he has more experience adjusting his own weight(lifestyle). Nor does he rush this because there is already a hole in the floor for which he fell from his own impatience. He has also managed this and has broken through the ceiling.

      Now the woman doesn’t really understand what’s at the bottom of the floor she is only concerned with what’s through the ceiling. She’s also upset that the man is so fluid with his movements on the ladder because quite frankly……she’s afraid of the risk of falling through the floor. So she remains on the middle of the ladder…cursing the man next door.

  2. Zum Diagramm bräuchte man mehr Informationen, um es interpretieren zu können. So wie es dasteht, ist auf der Y-Achse der Stundenlohn. Heißt das jetzt wirklich Lohn pro Arbeitsstunde oder ist die Teilzeit damit irgendwie verrechnet. Im ersten Fall wäre ja wirklich ein Unterschied. Wie Christian schon ausgeführt hat, muss man auch die Berufe an sich betrachten. Letzlich gibt es freie Berufswahl und es ist unwahrscheinlich, dass ein Arbeitgeber einen Bewerber mit höheren Gehaltsanforderung bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Ich kaufe ja auch nicht in der Apotheke ein Produkt zu höheren Preis, nur weil ich von einem Mann bedient werde, wenn ich es das gleiche in der Drogerie für einen geringeren Preis von einer Frau bekomme.
    Aber nochmal zum Diagramm. Was wurde da betrachtet, wieviele Leute, welche Berufsgruppen etc.

    Wie auch immer, die Equal-Pay-Debatte wird höchstwahrscheinlich nicht dazu führen, dass „Frauen-Berufe“ besser, sondern wahrscheinlicher die übrigen schlechter bezahlt werden. Nur dass man dabei eben nicht beachtet, dass Lehrerinnen- und Co. 6-8 Wochen Ferien und gewisse Absicherung haben.
    Zudem finden sich hinter den Top-Verdienern bei den Männern hauptsächlich Familien, während die Top-Verdienerinnen hauptsächlich Singles sind und bleiben. Die soziale Ader von Frauen versiegt sehr schnell, wenn es um *ihr* (erarbeitetes) Geld geht.

    In der Theorie wäre es trotzdem natürlich besser, wenn man von jedem Beruf und jeder individuellen Qualifikation von der eigenen Arbeit leben könnte.
    Dass Genderdebatten dafür etwas verbessern ist zu bezweifeln.

  3. Der Film Blue Valentine beschreibt das Schicksal
    eines Mannes der eine Frau heiratet die von einem
    anderen Mann schwanger ist.
    Der Film hat fast nur gute Kritiken erhalten. Jedoch
    sind so zu sagen alle von biomechanischen Analphabeten
    mit dem typischen Flacherde- Syndrom geschrieben.
    Liebe und Leidenschaft entsteht einfach so und
    vergeht dann halt wieder und niemand weiss eigentlich
    warum. Ja natürlich der graue Alltag und all die anderen Widerwärtigkeiten des Lebens. Hier ein Beispiel.

    Internationaler Spielfilmwettbewerb Zürich
    Eine Kleinstadt-Schönheit trifft auf einen attraktiven Fremden. Enthusiastisch starten die beiden in eine gemeinsame Zukunft. Fünf Jahre und ein Kind später ist von der einstigen Leidenschaft nur noch wenig zu spüren. Ihre Ehe steckt in der Krise, und eigentlich wissen beide, dass ihre Beziehung gescheitert ist. Dean hat sich seit der Heirat kaum verändert, stoisch versucht er, die Fassade des glücklichen Paares aufrecht zu erhalten. Cindy hingegen hat sich weiterentwickelt, innerlich fühlt sie sich längst von Dean getrennt. Und doch hindert sie etwas, ihren eigenen Weg zu gehen. Gemeinsam erinnern sie sich an die gute alte Zeit zurück – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    P.S. Neuer Ausdruck in meinem sarkastisch euphemistischen Vokabular:
    „Frauen werden nicht älter, sie entwickeln sich weiter.

    Unter http://heartiste.wordpress.com/2011/01/18/beta-valentine/
    wird der Film in Bezug auf PU/Game akribisch seziert.

    The crack team of Chateau clit crits does not review movies too often because most of what passes for entertainment in theaters is rubbish. However, once every decade or so a movie so bracing, so truthful, and so relevant to the cultural moment comes along that we feel compelled to give it a platform for the readership.

    The post ahead contains spoilers. If you are a giant vagina, close your eyes and think of momma’s womb.

    Blue Valentine is an exploration of a modern marriage in the process of disintegrating, told via alternating scenes between the couple’s sordid present and their romantically heady past of five or six years ago. The flashback scenes aren’t labeled as such; the viewer knows they are flashbacks by the youthful hairline of Ryan Gosling’s character, Dean, and by the fact that there’s no kid around. The effect of the flashbacks is like a prolonged near-death experience, where the characters’ dying relationship is punctuated by gauzy vignettes of happier times.

    Although the theater was filled with SWPL women probably on a bender from Glee house parties, don’t mistake this film for a chick flic. There’s too much truth told in the portrayal of a relationship hitting the skids for this to be anything resembling the typical sappy romance movie. For one, there’s no happy ending. Women’s faces after a manipulative cheese-fest chick flic show the telltale signs of throat-lumped weepiness: the glisten of fresh tears on cheeks. But the crowd of women filing out of the theater after Blue Valentine had only the vacant-eyed look of a shellshocked soldier who has just seen his buddy catch shrapnel. Or, in this case, catch a little too much reality.

    Quite simply, there hasn’t been a movie in our lifetimes which depicts the fall of a man from charming nascent alpha to inept needy beta, and the loathing that this engenders in his lover, better than Blue Valentine.

    Every male reader of the Chateau needs to see this movie, if for no other reason than to absorb the lessons it offers as a cautionary tale. The movie hits upon a number of powerhouse themes of this blog, and doesn’t flinch from the consequences. It makes one wonder if the director, Derek Cianfrance, reads this humble outpost of id brutality.

    Michelle Williams plays Dean’s girlfriend/wife/pedestaled princess, Cindy. The two of them are from lower middle-class backgrounds. She’s a young, knocked up slut with daddy issues (she confesses to a nurse in one riveting scene in an abortion doc’s office that she has had “20, maybe 25″ sexual partners, and the guy who got her pregnant — an alpha male wrestler — left her holding the baby bag), and he’s a high school dropout who works as muscle for a moving company who unironically wears American bald eagle sweaters and loves his job because it allows him to drink at 8AM. In other words, they are proles, with tastes, habits and dysfunction to suit.

    Gosling and Williams give stellar performances. You will not see better acting unless Daniel Day-Lewis is on the bill. And this is the kind of movie that absolutely requires a high level of acting expertise; the subtle emotions and facial tics that are evoked to flesh out two ordinary people in a downward spiral of contempt, bitterness and fear, victimized not by each other but by ancient, primal mating forces pushing them in opposite directions, are beyond the range of most actors and actresses.

    The casting here is important, because an unrealistically good-looking female lead would have strained credulity. Williams is cute, but not hot. She has a thick Teutonic neck, a slight belly roll, narrow hips, and an incipient double chin lurking underneath her long flowing blonde locks. That her cuteness is physically grounded like this helps explain why a guy of Dean’s caliber can feel simultaneously awed by her beauty and motivated by her attainability. Williams’ pedestrian 7 or 7.5 ranking delivers the message that exquisite female beauty is not the only instability factor that can corrupt a marriage; a man’s betaness can do the same.

    The critical Chateau (and game) themes this movie hits upon include:

    – alpha pump and dumps and beta providers and how women react to each type of man
    – negs (AKA teasing) as a pivotal component of successful courtships
    – the never-ending cycle of female shit testing
    – the flame-out of male shit test failing
    – forcing closeness before attraction is built
    – the near impossibility of reviving a woman’s love after it has been squandered by beta behavior
    – the deviousness of a woman’s female friends
    – the well-poisoning that ensues when a woman gains higher social status than her husband
    – the absolute irrelevancy of children to influence the modern woman with regard to her relationship choices
    – the influence of competitor alpha males on a woman’s relationship trajectory
    – the misguided idealism and romanticism of kind-hearted men
    – the utter cluelessness of kind-hearted men about the nature of women
    – the brute self-denial men practice when they project their romanticism onto women
    – the inability of women to understand — let alone control — their own maelstrom of emotions
    – the wisdom of the 2/3rds rule when expressing sentiments of love
    – the recklessness and stupidity with which the lower classes careen in and out of relationships
    – how easily unenlightened men are blindsided by women’s biomachinations
    – how easily women can be bedded with simple charm
    – how complimenting a woman can turn her off
    – how a failing relationship can cause a man to forget what he did to attract the woman
    – how a man can lose his sense of self when he allows himself to be defined by the strength of his LTR or marriage
    – the foolishness of pursuing a relationship with a single mom
    – and the tingle-killer of excessive self-deprecation.

    There are scenes in this movie where you will cringe with a mix of disgust and pity. When Dean leans against a door frame, sobbing and pleading with Cindy to “tell me what to do. I’ll do whatever you want to make it better”, you want to slap him hard across the face and lead him to the tree of knowledge that is the Chateau. When he forces a hug upon her in the hopes that it will stir those old feelings and she responds with a stiff-armed turtling, visibly aching to escape his touch, your cringing will reach epic proportions.

    Similarly, there is a visceral sex scene, while not very graphic (you only see boobs once in this movie), that you will have a hard time watching. Suffice to say, a woman out of love is no fun to make love to.

    The disgust you will feel over Dean’s immolation and Cindy’s cold retreat is made all the more palpable by the flashbacks to times when Dean was the cocky, charming troubadour who swept Cindy off her feet with some solid early game and a hipster ukelele. In what is perhaps the greatest (and thus most realistic) neg ever delivered in a Hollywood movie, Dean says to Cindy, during his second attempt to pick her up, that he “heard pretty girls are nuts. You must be crazy insane then.” Pitch perfect. That, my friends, is how you deliver a competent neg. In fact, Cindy even acknowledges the neg concept when she replies “you have a funny way of insulting and complimenting a woman at the same time.” It wasn’t long after that they fell into bed.

    The attention to detail is apparent in Blue Valentine. Cindy gets knocked up by an aloof alpha whom she allows to fuck her raw dog from behind, rutting like animals. He, naturally, cums inside her and issues a perfunctory “Oops, sorry” after he is spent. She rushes to the toilet to urinate out the sperm but it is too late. In another flashback we see her examining a pregnancy stick with fear in her eyes.

    In contrast, when Dean first lays with Cindy, he goes down on her. He eats her out dutifully until she has climaxed. We do not see Dean penetrating her during that scene. The message is clear — alphas fuck the way they like to fuck, betas selflessly please their women. Since Dean never has a kid with Cindy despite a flashback scene where he expresses his desire to have one with her, we can assume that either she went on the pill or she required him to use a condom even in the marital bed.

    Another message that should not be lost on the viewer: Cindy keeps the alpha asshole’s kid while denying Dean a genetic legacy of his own. She changes her mind while laying down and in stirrups in the abortionist’s office that she wants to keep the kid. Dean seals his fate when he agrees to love and support her and her kid, because he wants to build a family. Cindy, a desperate, broken single mom-to-be, eagerly jumps into a Justice of the Peace marriage with Dean.

    But Cindy cannot tame her desire for a higher social status man (read: a bigger asshole), and Dean’s satisfaction with his banal employment, and his profligate flattery of Cindy’s looks, eventually undermine the charm which initially attracted her. Her growing contempt for his beta neediness is so strong that she is willing to cast Dean out and traumatize her kid, who loves Dean because he is a doting stepfather.

    This is why you should never treat single moms as anything more than holes into which to dump a few inconsequential fucks. As harsh as that sounds, a worse fate awaits the man who would attempt to build a relationship with a single mom. Every minute of every day, her kid reminds her of the alpha asshole who impregnated her, and whose seed she willingly chose to bring to life. You, as the provider chump assuming the role of the unrelated daddy, will always be second best in such a woman’s eyes, particularly if she chooses not to have kids by you. You will always be that guy who wasn’t quite good enough to burden her with child.

    What man would want to live with such a daily reminder of his inadequacy? Well, men without any game, for example. When you feel the restriction of lack of options, you tend to settle for the dregs of womanhood.

    Dean is a sympathetic character, so it would have been easy to stoke the audience to his side, but thankfully Cianfrance avoids that pitfall. Though less superficially sympathetic, Cindy is no villain. She is just following the dictates of her Darwinian script. She knows not what she does, and so you can’t really get annoyed with her. She even says as much: “I’m done, I can’t do this anymore!” This is the wail of a woman who feels unsettling guilt for falling out of love with a good man, and yet can do nothing about it.

    The only real villain in the movie is the brief appearance of Cindy’s female co-worker, a grade A cunt who shouts “Don’t let him brainwash you, honey” at Cindy as she is leaving the office to calm Dean down. She even has sharp, vampiric teeth which she flashes at Dean through the office glass.

    This lack of an obvious foe perhaps explains the blank faces of the crowd leaving the theater; what do you do when there is no one to root for, and no one to revile?

    And that really gets at the heart of the matter. The forces that nurture relationships and that break them apart aren’t agents of good or evil. They are laws, like gravity, that we all must accommodate if we want to find love and be happy. Blue Valentine does the best job to date of any movie at illuminating the crass functioning of the mating market and the competing, and mutually alien, desires that animate men and women. It’s a dark and claustrophobic reminder of the fragile contingencies which sustain love. If the movie makes the phalanx of women leaving the theater uncomfortable, it’s only because it hits a little too close to home.

  4. Mein lieber Meister Roslin:
    In ihrem geliebten Saarland wurde gewählt. Ihre geliebte FDP kommt gemäss Hochrechnung auf etwa 1.5 % 🙂
    Gabs da nicht mal ein „Projekt 18“? Falls damit Prozente gemeint sein sollten – knapp verfehlt … 🙂
    Ah, tut das gut so spät abends!

  5. ———————————————————————————-
    „Unterschied in der Lebenserwartung kleiner als vermutet“

    Die Prognose für neugeborene Jungen liegt mit 77 Jahren und 4 Monaten nur noch 5 Jahre und 2 Monate hinter der für Mädchen zurück.

    Die Sterbetafeln aufgeschlüsselt nach Alter sind interessant: (…)

    Der Hauptgrund für die geringere Lebenserwartung liegt demnach nicht in der generellen Berufstätigkeit oder angeblicher, allgemeiner Frauenbevorzugung, sondern in der Lebensführung und durchschnittlich größeren Risikoneigung der Männer. Da dies auch hormonelle Ursachen hat (Testosteron), könnten Maßnahmen, die sich gegen Diskriminierung und „die Ausbeutung durch Frauen“ richten, fehl gehen…

    ———————————————————————————

    • @ muttersheera

      *“Unterschied in der Lebenserwartung kleiner als vermutet”*

      1.) Es fehlt die Quelleanangabe.

      2.) Was wollen Sie denn den Jungen /Männern damit mitteilen, dass sie „nur“ noch 5 Jahre und 2 Monaten vor den Frauen sterben und sie angeblich selber daran schuld sind?

      „Stellt Euch nicht so an Jungs, verreckt 5 Jahre vor uns, haltet das Maul, kauft Euch einen Dauerlutscher und fragt nicht danach, warum für Frauengesundheit mehr ausgegeben wird als für Männergesundheit, obwohl Männer früher sterben und im Schnitt kränker sind?“

      Ist das Deine Botschaft?

      Alles nicht so schlimm, trifft ja nur Männer?

      Wo bleibrt denn da Ihr feministischer Gleichstellungfuror?

      Dass Frauen schlechter Karriere machen als Männer liegt höchstwahrscheinlich auch am Testosteron.

      Und am natürlichen Nachteil, dass Frauen die Kinder bekommen.

      Hier erwarten doch FeministInnen, dass diese natürlichen Nachteile der Frauen gesellschaftspolitisch ausgeglichen werden.

      Hindern natürliche Nachteile der Frauen FeministInnen daran, Frauenförderung, Frauenförderung, Frauenförderung zu fordern?

      Warum soll der natürliche Nachteil der Männer (Testosteron > kürzere Lebenserwartung) nicht auch ausgeglichen werden?

      Sind Frauen dann etwa auch selber schuld, wenn sie wg. Testosteronmangels weniger kämpferisch-kompetetiv sind als Männer?

      Wo bleibt ihre Forderung, solange mehr für Männergesundheit auszugeben als für Frauengesunheit, bis Männer bei der Lebenserwartung in etwa gleichgestellt sind?

      Wo bleibt ihre Forderung, dass Männer ohne Rentenabschlag 5 Jahre vor Frauen in Rente gehen können, weil sie ja 5 Jahre weniger lange Rente beziehen als Frauen, im Schnitt?

      Oder ist Gleichstellung für FeministInnen nur dann gerecht, wenn sie Frauen nützt?

      Sie enttäuschen mich, muttersheera.

      Man könnte ja den Eindruck bekommen, es ginge FeministInnen nicht um Gleichstellung, sondern nur um Frauenprivilegierung, Frauenprivilegierung, Frauenpriviegierung.

      Dort, wo Frauen Nachteile haben, muss interveniert werden, denn Frauen sind ja Opfer.

      Dort, wo Männer Nachteile haben, muss nicht interveniert werden.

      Sind ja schließlich selber schuld, also Männer, also Täter.

      Sollen sich mal nicht so haben, die Kerle.

      Was sind schon 5 Jahre?

      Sie haben wohl keinen Sohn, mutter sheera?

    • Das Argument der Lebenserwartung ist analog zur Lohnungleichheit. Es gibt einen Unterschied, aber Diskriminierung lässt sich nicht kausal ableiten. Männer wählen gefährlichere Berufe (wie Frauen schlechtbezahlte) freiwilig, führen ein risikoreicheres Leben und gehen nicht zu Vorsorge. Ein bisschen Natur spielt auch noch rein.
      Daher bin ich auch niemand, der sich über eine kürzere Lebenserwartung beschwert. Da können Frauen so wenig dafür wie Männer für die Lohnungleichheit.

      • @ Morloff

        *Das Argument der Lebenserwartung ist analog zur Lohnungleichheit*

        Richtig.

        Ich bin ein Gegner der Gleichstellungspolitik, denn sie bedingt notwendigerweise die Abschaffung oder Nichteinführung der Gleichberechtigung, meistens für Männer, die sie sind ja Täter, Frauen unschuldige Opfer.

        Aber wenn Gleichstellung schon Querschnittsaufgabe der Politik geworden ist – und das ist sie, dann soll der Wahnsinn wenigstens Methode haben.

        Und FeministInnen die Inkohärenz und Inkonsistenz ihrer Argumentation verdeutlicht werden.

        Das einzig Kohärente und Konsistente am Feminismus ist Frauenprivilegierung, ist femizentrischer Narzissmus.

        Der mit Gutmenschenphraseologie zugedeckt wird.

        So führt feministischer Antimilitarismus vor allem dazu, dass vor allem Männer die Kastanien aus dem Feuer holen sollen.

        Frau ist ja schließlich antimilitaristisch.

        Dass sie das nur sein kann, weil die Rolle des Gewaltlieferanten von Evolution – Natur und Kultur auf den Mann ausgelagert wurde, macht sie sich nicht klar.

        Im Gegenteil – das dient auch noch zur Diffamierung von Männlichkeit.

        Weshalb auch keines wegs als ungerecht-gleichstellungsbedürftig empfunden wird, dass in den Särgen aus Afghanistan, die nach Deutschland zurückgeschickt werden, nur junge Männer liegen.

      • PS:

        Nicht nur, dass mir die offfenbar feministisch ferngesteuerte Forensoftware keine Korrekturfunktion zur Verfügung stellt und so das Vorurteil einer männlichen Rechtschreibeschwäche nährt, nein, dauernd verliere ich auch noch meinen schicken Avatar, wird mir das blaus Wämslein ausgezogen und was bekomme ich stattdessen – ein blutleeres, leblos-abstraktes Logo, das zu allem Überfluss auch noch lila ist.

        Gibt es ein Leben im feministischen Femizentrismus für einen aufrechten Mann?

        Nein.

        Ich ließe mich einsargen, müsste ich nicht fürchten, auch noch ein lila Totenhemdchen verpasst zu bekommen.

        Wie kann ich mich darin vor Petrus blicken lassen?

        Der knallt mir doch die Türe vor der Nase zu.

        Und ich lande neben Meister Peter im Heizungskeller, das auch noch völlig unverdienterweise.

  6. @ Roslin

    Das ist nicht meine Meinung, ich habe lediglich (unterfüttert von wiki-Daten) Christians Artikel gespiegelt – klingt zynisch, findest Du nicht?

    Aber:

    Wenn 8 % bereinigter Gender-pay-gap kein Aufreger mehr sein soll, und ausgeblendet wird, dass die Arbeitsplatzbewertungen, die in Tarifverträgen hinterlegt sind und die Zuordnung von Arbeitsplätzen zu Tarifgruppen bestimmen, aus diversen Gründen dazu führen, dass realiter weibliche Berufstätigkeit zu 20 % weniger Einkommen führt…

    Dann:

    Ist es doch in der Tat unverständlich, die (erklärbar) geringere männliche Lebenserwartung als Diskriminierung bezeichnen zu wollen und dafür nach Schuldigen (am liebsten Feministinnen, sonst aber auch Frauen allgemein) zu suchen.

    Die eigene Lebenserwartung kann ein Mann (durch Nichtrauchen, Alkoholverzicht, Sport, gesunde Ernährung etc.) positiv beeinflussen,

    Der Gender-pay-gap trifft JETZT noch immer JEDE Frau – mehr oder weniger stark.

    Und als Frau um die 30 kannst Dus auch machen wie Du willst:

    Hast Du bereits Kinder, gilts Du als unflexibel und im Zweifel unzuverlässig,
    Hast Du (noch) keine, meinen alle Deine biologische Uhr ticken zu hören.

    Da setzt der Arbeitgeber (m/w) doch lieber auf einen Mann
    – auch wenn er ihm mehr zahlen muss.

    Das Risiko, dass ER aufgrund der – gesellschaftlich natürlich bejahten weil notwendigen – Reproduktion ausfällt (und dann auch nur kurz), ist nach wie vor gering.

    Deshalb bin ich (u.a.) für affirmative action.

    Und ich lasse mich auch in punkto Lebenserwartung nicht dadurch verunsichern, dass überall auf der Welt (wenn auch nicht in der Geschichte) Männer früher als Frauen sterben:
    Ich glaube weiterhin, dass sich diese Lücke schließen lässt & wird.
    Durch Anti-Militarismus, z.B.

    Und Du?
    Neigst Du eher dazu, Dich in der Welt wie sie ist einzurichten?
    Oder arbeitest Du lieber für eine bessere Welt?

    • @ Sheera

      *Wenn 8 % bereinigter Gender-pay-gap kein Aufreger mehr sein soll, und ausgeblendet wird, dass die Arbeitsplatzbewertungen, die in Tarifverträgen hinterlegt sind und die Zuordnung von Arbeitsplätzen zu Tarifgruppen bestimmen, aus diversen Gründen dazu führen, dass realiter weibliche Berufstätigkeit zu 20 % weniger Einkommen führt…*

      Diese Tarifverträge spiegeln die Ertragskraft/Wertschöpfung einer BRANCHE wieder.

      Jeder, der in dieser Branche einsteigt, kann wissen, sollte wissen, das dort weniger verdient wird.

      Warum also entscheiden sich so viel mehr Frauen für solche Branchen als Männer?

      Informieren sie sich nicht oder offerieren diese Branchen Vorteile, die für Frauen interessanter sind als für Männer?

      *Ist es doch in der Tat unverständlich, die (erklärbar) geringere männliche Lebenserwartung als Diskriminierung bezeichnen zu wollen und dafür nach Schuldigen (am liebsten Feministinnen, sonst aber auch Frauen allgemein) zu suchen.*

      Umgekehrt wird ein Schuh daraus.

      Der erklärbare Gender Pay Gap (die 8 % sind nur das, was als Spielraum für Diskriminierungsfantasien übrig bleibt, weil Daten, die auch den noch erklären könnten, nicht vorliegen, weil sie (noch?) nicht erhoben werden, wird bereits als Diskriminierung gewertet und mit allen möglichen Massnahemen bekämpft, einschließlich rollener, regierungsamtlich geförderter Propagandaoffensiven.

      Während es für Männer weder einen Gesundheitsbericht gibt (außer einem privat finanzierten) noch ein Informationsportal „Männergesundheit“.

      Offenbar ist man nicht sonderlich interessiert, Männer über ihre gesundheitspolitische Benachteiligung zu informieren.

      Es genügt ja, dass sie frauenfreundlich-finanazierungsdienlich frühableben (was würde aus unserer Rentenkasse, lebten Männer so lange wie Frauen?) und gut 70 % der Einnahmen des Gesundheitswesens erwirtschaften, die dann zu 60% Frauen zugute kommen.

      *Der Gender-pay-gap trifft JETZT noch immer JEDE Frau – mehr oder weniger stark.*

      Wenn Frauen verdienen wollen wie Männer, müssen sie nur arbeiten wie Männer, d.h. auf Kinder verzichten oder Männer wählen, die bereit sind, die Hauptlast der Kinderversorgung zu übernehmen.

      So wie Männer entweder auf Kinder verzichten oder Frauen wählen, die ihnen den Rücken frei halten.

      Aber solche „niedrigrangigen“ Männer, „unmännlichen“ Männer behagen dem hypergamen Instinkt vieler Frauen nicht, sind nicht attraktiv.

      Da bleibt Frau lieber allein als einen Loser zu heiraten, den sie versorgen muss, dem sie im Falle der Scheidung Unterhalt zahlen muss, bei dem sie im Scheidungsfalle nicht hoffen kann, mit Kindern und Alimenten davon zu ziehen.

      *Die eigene Lebenserwartung kann ein Mann (durch Nichtrauchen, Alkoholverzicht, Sport, gesunde Ernährung etc.) positiv beeinflussen,*

      Die eigenen Verdienstmöglichkeiten kann eine Frau auch beeinflussen.

      Sie muss nur, s.o., ihre Partner nach den gleichen Kriterien wählen wie Männer, auf Kinder verzichten (tun viele ohnehin), die gleichen Berufe attraktiv finden wie Männer (also Technik studieren anstelle von „Irgendwas mit Kultur und Kommunikation“), den Beruf nach Verdienstmöglichkeiten wählen und weniger nach Hobbygesichtspunkten („Ich muss ja eh nur zuverdienen, kann meinen Beruf als Hobby betrachten, das Nutzvieh Mann wird schon die Hauptlast schultern, dafür ist er ja da!“):

      *Hast Du bereits Kinder, gilts Du als unflexibel und im Zweifel unzuverlässig,
      Hast Du (noch) keine, meinen alle Deine biologische Uhr ticken zu hören.*

      Das sind ja auch keine aus der Luft gegriffenen Unterstellungen, sondern reale, betriebswirtschaftlich relevante Verhaltensunterschiede, nicht einfach Vorurteile.

      Trotzdem verlangen FeministInnen, die sich daraus ergebenden Nachteile sollten bitte schön ausgeglichenen werden, ohne dass sie ihr Verhalten ändern müssen sollen (Wie sie das könnten, wenn sie es denn könnten – sollte doch aber möglich sein, schließlich gibt es im Gleichheitsfeminismus keine unterschiedlichen Instinktdispositionen bei Männern und Frauen – oder irre ich mich da – s.o.

      Wenn Männer ihr Verhalten andern können sollen, warum denn dann nicht auch Frauen?

      Die genauso realen Nachteile spezifisch männlichen Verhaltens sollen Männer dagegen selber tragen, wird feministisch-femizentrischerseits abgelegt im Order „Selber schuld – Hilfe nicht angebracht“.

      *Das Risiko, dass ER aufgrund der – gesellschaftlich natürlich bejahten weil notwendigen – Reproduktion ausfällt (und dann auch nur kurz), ist nach wie vor gering.*

      Wir reproduzieren uns nicht mehr, schon lange nicht mehr, bereits seit 40 Jahren nicht mehr.

      Und der Grund sind nicht die Frauen.

      Es sind längst die Männer, die nicht mehr Väter werden wollen, nicht unter Bedingungen, in denen sie auf Zuruf der Frau als Väter entsorgt werden können (Scheidung ohne Shculdzuweisung – realiter bedeutet das, dass im Femizentrismus immer die Männer für das Scheitern der Ehe schuldig gesporchen werden – was für immer mehr Männer immer reizloser wird > immer mehr Männer wollen weder Väter werden noch heiraten, es lohnt sich schlicht für sie nicht mehr.
      Einziger Trost – Evolution ist ein selbst korrigierender Prozess.

      Eine Kinderziffer zwischen 1, 38 und 1, 6 wie wir sie seit 40 Jahren haben, ist keine Reproduktionsrate, sondern eine Absterberate.

      Zum Bestandserhalt müssten es schon 2,1 sein.

      Das Problem ist also bald Geschichte.

      3 Gernerationen dürften genügen.

      *Deshalb bin ich (u.a.) für affirmative action.*

      Das kann ich mir vorstellen.

      Eigene Unternehmen gründen, als Frau, vor allem Frauen – meinethalben 100 % – einstellen, zum Erfolg führen und so den Männern zeigen, wie man das macht – weibliche Work-Life-Bilanz und erfolgreich sein im globalen Wettbewerb ist keine Alternative?

      Das würde mir wenigstens Respekt abnötigen.

      Affirmative Action tut das nicht.

      Im Gegenteil.

      Und ich denke, ich bin da keine Ausnahme.

      Ich garantiere Dir, das Arbeitsklima für Quotensänfteninsassinnen wird nicht erfreulicher werden in den kommenden Jahren.

      *Und Du?
      Neigst Du eher dazu, Dich in der Welt wie sie ist einzurichten?
      Oder arbeitest Du lieber für eine bessere Welt?*

      Da fragst Du den Richtigen.

      Ich gebe auf die Zukunft dieser westlichen Zivilisation keinen Pfifferling mehr.

      Sie ist in einem Ausmaß dekadent geworden, das sie unfähig macht, die Grundlagen ihrer Existenz langfristig zu sichern.

      Der Feminismus als Frauenprivilegierungsfemizentrismus ist da nur ein Symptom, eines von vielen.

      Antimiltiarismus ist eine brillante Idee, vorausgesetzt, sie setzt sich GLEICHZEITIG WELTWEIT durch.

      Sonst sind die, die zuerst anitmilitaristisch werden, auch die ersten, die denen zum Opfer fallen, die noch nicht antimilitaristisch geworden sind.

      Herr Hitler hätte eine antimilitaristische Sowjetunion sicher geschätzt.

    • Der Gender-pay-gap trifft JETZT noch immer JEDE Frau – mehr oder weniger stark.

      Nein, es gibt keine Diskriminierung von Frauen beim Lohn. Es gibt einen Lohnunterschied zwischen Leuten, die verschiedene Löhne haben. (Wer hätte das gedacht? 🙂 ) Den wird man nur abschaffen können, wenn man das Lohnsystem beseitigt. Lohngleichheit ist nicht erstrebenswert. Als konterrevolutionäre sexistische Initiative ist der Feminismus rundweg abzulehnen. Hört endlich auf, an einem kranken System herumzudoktern und darum zu kämpfen, dass einige wenige auf Kosten des Rests bevorzugt werden. Das leistete der Kapitalismus schon immer. Euch passt nur nicht, dass ihr noch nicht genug bevorzugt werdet.

  7. „Ich gebe auf die Zukunft dieser westlichen Zivilisation keinen Pfifferling mehr.

    Sie ist in einem Ausmaß dekadent geworden, das sie unfähig macht, die Grundlagen ihrer Existenz langfristig zu sichern.“

    Wahrscheinlich kann der Feminismus nur
    überwunden werden wenn es zu einem totalen
    Zusammenbruch der Zivilisation Kommt.
    Historisch gesehen nichts neues.

    Joseph D. Unwin ein Englischer Ethnologe
    und Anthropologe beschreibt diese Vorgänge
    für verschiedene historische Völker so z.B.
    auch für die Summerer.
    Das Werk heisst: Sex and Culture, London 1934

    • @Red Pill
      „Wahrscheinlich kann der Feminismus nur
      überwunden werden wenn es zu einem totalen
      Zusammenbruch der Zivilisation Kommt.
      Historisch gesehen nichts neues.“

      Ja – wobei ich denke, dass der Feminismus nur eine Randerscheinung dabei ist. Ein Epiphenomen. Zusammenbruch (relativ rasch) oder Niedergang (schleichend) unseres derzeitigen kulturell-zivilisatorischen Systems sind unausweichlich. Das ist eigentlich auch nichts besonderes. Wenn man in einem geschichtlichen Rahmen denkt. Hochkulturen entstehen, haben ihre Blüte – und vergehen dann auch wieder, genauer: Machen etwas anderem Platz.

      Die Form der Hochkultur, in der wir in West- und Nordeuropa sowie in Nordamerika leben, hat definitiv ihren Zenit überschritten. Sie geht – wie jede Hochkultur – zugrunde an ihrem eigenen Erfolg.
      Der Feminismus ist da wirklich nur eine randständige Erscheinung dieses Niederganges. Für einen Intellektuellen eine besonders ärgerliche zwar. Weil kaum etwas ist verlogener, kaum etwas intellektuell unredlicher in der derzeitigen Kultur. Aber wirklich zentral ist der Feminismus in all dem nicht. Es ist eben so: Was wird vergeht auch irgendwann wieder. Gilt für Kulturen, große Organisationen, einzelne Subjekte … lediglich die Rhythmen und Zyklen unterscheiden sich.

      Wir müssen uns halt dran gewöhnen: Wir als relativ privilegierter Teil der Menschheit sind auf dem absteigenden Ast. Mitunter lebt es sich auch gar nicht so schlecht – auch in einer Kultur, die ihren Zenit schon überschritten hat.
      Solange nicht größere Kriege oder andere gewaltsame Verwerfungen wie Bürgerkriege oder nackte Gewaltherrschaft dazu kommen. (Auch die sind zwar nicht ganz auszuschließen … aber es besteht die Möglichkeit, dass wir ohne davon kommen. Wir heißen euch hoffen!)

  8. @ 3xich

    “Hausfrauen als abzockende Unterhaltsnutten zu verleumnden” – das macht wer exakt? Ich, Herr Alef?“

    Ich kann dich genauso fragen, wer verleumndet Hausmänner exakt? Ich? Alef behauptet, von Feministinnen verleumndet worden zu sein. Woher willst du wissen, dass das die gleichen sind, die Hausfrauendasein als Diskriminierung betrachten? Dein Vorwurf des Widerspruchs ist also auch nur fiktiv.

    Alef konstruiert hierzu einen sehr durchschaubaren Strohmann, auf den du aber offenbar sehr schnell reingefallen bist. Zitat Alef:

    „Die größten Anfeindungen bezüglich dieser Rolle kamen von Frauen, insbesondere von Feministinnen, hatte ich mich doch ihrer Ansicht nach aus der Versorgerrolle herausgemogelt und weibliches Hoheitsgebiet betreten.“

    Er unterstellt hier, dass Feministinnen einen Alleinanspruch auf Hausfrauendasein erheben und deswegen Hausmänner diffamieren. Was natürlich großer Unsinn ist. Aber du nutzt diese Aussage, um daraus einen Widerspruch zu basteln, wenn Feministinnen Diffamierungen von Hausfrauen kritisieren.

    Ich sehe gerade, dass Alef diesen Widerspruch lustigerweise selbst herstellt. Zitat:
    „Während die Hausfrau als abhängige Sklavin ihres Ehemanns angesehen wird, ist der Hausmann in den Augen dieser Feministinnen ein Schmarotzer. Und so wie alle Frauen werden auch Familienernährerinnen in dieser Ideologie als Opfer gesehen.“

    Also erst ist das Hausfrauendasein ein feministisches Hoheitsgebiet, in das sich keiner einzumischen hat und auf einmal sind Hausfrauen Sklavinnen. Alef sollte sich auch entscheiden, welches Feindbild er kritisieren will.

    Ach, das ganze Interview ist eine Ansammlung von Strohmännern, konstruierten Feindbildern und Unterstellungen. Ich kann das nicht ernstnehmen.

    Interessant ist nur das:
    „Arne Hoffmann: Was sagt deine Frau eigentlich zu diesem ganzen Irrsinn?
    Hans Alef: Bisher nichts. Sie steht hinter mir und ich hinter ihr. Unser Modell funktioniert seit zwölf Jahren.“

    So viel zum Irrglauben, nur die traditionelle Rollenverteilung sei das einzig wahre Modell, das funktionieren kann.

    „“Hausmänner, denen angeblich noch viiiiiel schlimmeres und perfideres entgegenschlägt ”

    „Den Vergleich mit Hausfrauen stellt Herr Alef nicht an (wer verhöhnt WEN mehr, als es “ein Macho jemals könnte”?).“

    Stimmt, und warum nicht? Vielleicht weil er insgeheim weiß, dass er kein beklagenswerteres Opfer ist als es Hausfrauen sind, aber dennoch so tun will, als sei er es, um über die bösen Feministinnen zu wettern?

    „A propos Widerspruch:

    Um so einen handelt es sich auch, wenn du zur Rosenbrock-Studie empört beipflichtest, dass Antifeministen rassistisches Gedankengut verbreiten (das stimmt wohl, solche gibt’s), und selber in deinem Blog rassistische Kommentare stehen lässt, die selbst auf PI News zu den widerlicheren gehören würden: “Schuld sind immer die Opfer.
    Christian, ich nehme an dass Du auch leugnest, dass manche unter den Migrantengruppen zu Gruppenvergewaltigungen neigen? Ich unterstreiche dass ich manche geschrieben habe. Ich warte auf die Nazi-Keule!”

    von Angela 14. März 2012 at 00:37

    Magst du das nicht mal löschen?“

    Über meine Kommentarpolitik werde ich hier nicht diskutieren.

    • @ Onyx

      „Also erst ist das Hausfrauendasein ein feministisches Hoheitsgebiet, in das sich keiner einzumischen hat und auf einmal sind Hausfrauen Sklavinnen. Alef sollte sich auch entscheiden, welches Feindbild er kritisieren will.“

      Es könnte ja auch ein immanenter Widerspruch bei den Feministinnen sein.

      „Über meine Kommentarpolitik werde ich hier nicht diskutieren.“

      Wobei wir wieder bei diesem immanenten Widerspruch sind. Natürlich musst du nicht diskutieren, dass du Kommentare stehenlässt, die nur deshalb nicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen, weil die betreffende Migrantengruppe nicht explizit genannt ist.

      Auf der anderen Seite wirkst du nicht glaubhaft, wenn du mit dieser Einstellung Rassismus deiner Gegner anprangerst. Mit Rassismus als solchem hast du ja offenbar kein Problem. Und damit können wir die Debatte hier abbrechen.

      • @ 3xich
        „Es könnte ja auch ein immanenter Widerspruch bei den Feministinnen sein.“

        Saustarkes Argument.
        Es sieht vielmehr so aus, als hänge sich Alef an seinem selbstkonstruierten Feindbild auf. Er wirft alles zusammen, was nicht zusammenpasst, behauptet irgendwas, ohne zu belegen und interpretiert einen Widerspruch daraus. Und seine kritiklos nachplappernden Leser klatschen Beifall. Wahrlich überzeugend…

      • Ein „saustarkes Argument“ wäre es, vorauszusetzen Feminismus habe keine inhärenten Widersprüche.

        Was Onyx tut, indem sie diese Widersprüche ohne weitere Begründung Alef zuschreibt.

        „Der Marxismus-Leninismus will doch den Arbeiter befreien, warum also sollte er ihn deshalb einsperren, weil er Freiheit begehrt? Der Marxismus-Leninismus ist wahr, weil er gut ist.“

        Es ist schon sehr lange auch intrafeministisch bekannt, dass Feminismus in der Hinsicht widersprüchlich ist.

        Er wirft alles zusammen, was nicht zusammenpasst, behauptet irgendwas, ohne zu belegen..

        Er tut nur das, worauf auch Feminismus zuallermeist fußt: Er berichtet über seine persönlichen Erfahrungen.

        Ziemlich platt, einen Widerspruch zum Idealbild als Feindbild zu bezeichnen.

      • (..allerdings beruft sich Alef auf Warren Farrell, womit die Behauptung „irgendwas behaupten“ mehr als lächerlich wird.

        Warren Farrell benennt ja einen ganzen Haufen Belege für seine These)

      • @ Onyx

        „Und seine kritiklos nachplappernden Leser klatschen Beifall.“

        Für die einen ist es korrektes Zitieren, für die anderen kritikloses Nachplappern.

        Wie ist denn solch ein Text in Zukunft einzuleiten, wenn ich deinen Kriterien nach Sachlichkeit genügen soll? „Herr Hoffmann und Herr Alef hassen Frauen und lügen sich daher folgendes Zeugs zurecht:…“ ?

      • „“Herr Hoffmann und Herr Alef hassen Frauen und lügen sich daher folgendes Zeugs zurecht:…” ?“

        Wenn du meine Beiträge bewußt so fehlinterpretierst, ist das keiner Antwort mehr würdig.

        Wer nicht die eigene Meinung teilt, dem wird Strohmannargumentation vorgeworfen, aber in den eigenen Reihen ist man auf dem Auge blind.

        Dann viel Spaß noch beim gegenseitigen Schulterklopfen.

  9. Pingback: Sekt Knallt Besser Als Manche Männer | Alles rund um Spirituosen

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