Dogma, Opferhaltung und Feminismus

Roosh ist auf eine Liste gesetzt worden und kritisiert das diesbezügliche Denken:

It is clear that gender hate is now a one-way street. Men can hate women but not the other way around. Men can rape, women can’t. Men can be abusive, both physically and emotionally, but women can’t. Men can be misogynist, but women can’t be misandrist, a word that is unknown to most of the American population. Men can be described as lazy slobs who play video games all day, but women are perfect as-is in a country where there are organizations trying to convince you that being fat is both healthy and beautiful. Male teachers get sent to pound-me-in-the-ass prison if they have sex with a student, but female teachers only get a slap on the wrist. If you’re a man, you’re likely a perpetrator of hate, violence, and abuse to innocent American women, even if you don’t yet realize your thought crime, but never the other way around. If an American woman is being “strong” and “independent” by criticizing you, you best stop whining, man up, and accept her masculine behavior as the new normal in today’s glorious utopia.

If a group called RadFem is outed for advocating real hate and abuse to men—of fantasizing about killing men—then you should just ignore it. No media outlet will dare report on extreme feminists. They will not be put on any liberal think tank’s hate list. But if some guy teaches men how to get laid while making fun of women who have long since stopped acting like women, his name is not only put on such a list but it’s forwarded to law enforcement agencies across the country. If another man teaches men how not to get raped in divorce court or get his kids taken away, he’s advocating hate speech.

Letztendlich kritisiert Roosh damit, dass es im Mainstream üblicherweise nur ein Opfer geben kann und dieses weiblich sein muss. Das führt zu einem Doppelstandard, bei dem Fehlverhalten von Männern eher kritisiert wird als das Fehlverhalten von Frauen.

84 Gedanken zu “Dogma, Opferhaltung und Feminismus

  1. Es ist interessant, wie sich die Abläufe gleichen. Während in Deutschland von SPD- und grünennahen Stiftungen versucht wird, die Männerrechtsbewegung in die rechte Schublade zu stecken, ist es in den USA eine ehemalige Bürgerrechtsorganisation, das Southern Poverty Law Center, die MRM-Seiten als frauenfeindlich und damit Verbreiter von „Hate Speech“ deklariert. (Letzteres hat Rosenbrock ja auch versucht, aber das Konzept kennt hier halt niemand, während andersrum in den USA wohl die Nazikeule nicht so gut funktioniert.)
    Der „Informant“ soll wohl der Betreiber einer antimaskulistischen Seite, David „Manboobz“ Futrelle, gewesen sein. Nunja, Kemper läßt ja in seinem neuen Buch auch eine gewisse Person aus Magdeburg zu Wort kommen.

    Einen Unterschied gibt es allerdings: Dort hat mindestens ein Männerrechtler als Reaktion auf diese Vorwürfe angekündigt, sich umzubringen, weil er das Gefühl hatte, das letzte, was ihm im Leben noch Halt gegeben hatte, würde nun auch noch zerstört. Zum Glück konnte er rechtzeitig gefunden werden. Und die feministische Reaktion? Nachrichten wie „Einer erledigt, noch 35.000“

    Das SPLC ist daraufhin zurückgerudert, es handele sich ja nur um einen Kommentar („opinion piece“). Fragt sich natürlich trotzdem, warum er überhaupt (ungeprüft?) veröffentlicht wurde.
    Aber ähnliches kennen wir ja auch: „[D]er Artikel ist aus juristischen Gründen allgemein und mit vielen Relativierungen verfasst.“ (Tina Groll) = „Es wird klar, was wir meinen, aber verklagen könnt Ihr uns dafür nicht.“

    Letztlich bleibt wohl die alte Weisheit „jede Erwähnung ist Werbung“ (auch schon „Rosenbrock-Effekt“ genannt). Ich hoffe nur, daß es nicht noch mehr Menschen gibt, für die der Maskulismus der letzte Grund ist, noch am Leben zu hängen…

    Zum Artikel selbst: Männer sind Monster, Frauen sind Engel. Feministinnen sind die Guten, jeder, der ihnen widerspricht, ist folglich ein Böser. Das ist nun wirklich nichts neues.
    Spannend ist, daß es mittlerweile offensichtlich nicht mehr reicht, die Kritiker zu ignorieren oder über sie zu lachen. +1 für die, die hoffen, daß Gandhi Recht hatte.

    Bombe 20

  2. Was kann man noch dazu sagen? Der Mann hat Recht, und es wundert mich das sich die Afro’s dazu hergeben feministische Hasslisten zu veröffentlichen.
    Ich hoffe nur es hat nicht wirklich solche üble Konsequenzen wie er fürchtet…

  3. Achja, Roosh meint hier den oft im Internet inszenierten Opfernarzissmus von Frauen/Feminist_innen. Real sieht das Ganze etwas anders aus – was der Feminismus wollte und will und das was daraus gemacht wurde und wird, sind zwei verschiedene, klar voneinander trennbare Dinge. Natürlich ist der Feminismus gegen männliche Gewalt gegen Frauen. Natürlich werden Zahlen von Vergewaltigungs- und Missbrauchsopfern laut genannt. Natürlich wird ein besserer schutz für mutmaßliche Opfer vor Gericht gefordert – und Vergewaltiger werden angeprangert. Dass daraus medial der „böse Mann“ inszeniert wird, steht auf einem anderen Blatt.

    Denn letztlich haben Frauen nichts von der paranoiden Angst vor dem „unsichtbaren Mann“, der nachts in einer dunklen, einsamen Ecke auf sein Opfer wartet. Im Gegenteil. Diese mediale Paranoia macht Frauen Angst und Angst macht bekannt nicht frei, sondern blockiert. Es geht ja schon los, wenn man später abends im Bus sitzt und man einen schrägen Blick zugeworfen bekommt. Da startet sofort das Kopfkino. Wenn besagter Gaffer auch noch an der gleichen Haltestelle aussteigt und – aller Wahrscheinlichkeit nach zufällig – den gleichen Weg einschlägt wie man selbst, wird schon krampfhaft das Handy in die Hand genommen. Wobei der Weg den man da gerade nach Hause geht ein Teil des eignen Lebensraumes ist (wie jede andere öffentliche straße und jeder andere öffentlich Weg), wird dieser wenn es dunkel wird durch besagte Angstmache zum gefährlichen Terrain, in dem man sich nur vorsichtig bewegen kann. Und wer hat was davon? Niemand. Am allerwenigsten Frauen. Das ist also – logische Konsequenz – nie eine Absicht des Feminismus gewesen, denn Angst hat nichts, aber auch gar nichts mit Freiheit zu tun.

    Ja, auch Männer werden nachts überfallen, zusammengeschlagen und ausgeraubt. Ja, Männer sind AUCH Opfer von Gewalt, meistens ausgeübt durch andere Geschlechtsgenossen, manchmal auch von Frauen. Aber wer sich anschaut wer in der BRD die Medienlandschaft bestimmt, wird feststellen, dass es sich hier um ein männlich dominiertes Gebiet handelt – warum wird nicht über männliche Opfer berichtet, unabhängig davon, ob es sich dabei um gefährliche bis tödliche Körperverletzung handelt die gerade zufällig in einem Bahnhof von Videokameras aufgezeichnet wurde und man die Brutalität der Täter_innen so mal sichtbar machen konnte? Offenbar schickt es sich nicht „Sackgenossen“ medial so darzustellen, wie es notwendig wäre, um ein differenzierteres, realeres Geschlechterbild zu erhalten, in dem Frauen eben nicht immer „Opferinnen“ und Männer nicht immer „Täter“ sind. Aber anscheinend würde das so manchem Mann dann doch wieder eine Zacke aus der selbstaufgesetzten Krone brechen, wenn er mal zugeben würde, nicht immer der wehrhafte, starke Mann zu sein, sondern vielleicht auch mal – als unmännlich und weibisch verschrieen – als der Unterlegene, der Schwache, der Ohnmächtige, eben als das Opfer. So lässt man lieber alles beim Alten. Gewalt von Männern gegen Männer ist akzeptiert. Männer sind nun mal so, sie müssen manchmal einfach Druck ablassen und hinterher gehen sie doch sowieso zusammen einen saufen. Jeder kennt das Bild, das sich abends schon mal vor Kneipen abzeichnet, kaum einen interessiert’s noch. Kaum einer mischt sich ein, außer vielleicht – auch sehr interessant – die hysterische Freundin, die zu einem der beiden Kampfhähe gehört.

    Wer sich darüber beschwert, wie Männer in der Öffentlichkeit dargestellt werden, sollte sich zu allererst an die eigene Nase packen und überlegen, ob und wie er_sie Gewalt im Allgemeinen toleriert – oder ob er_sie Gewalt auch öffentlich, nicht nur im anonymen Internet, ächtet und gewalttätiges Verhalten auch im Freundeskreis entsprechend verurteilt. Vielleicht mal sprüche wie (besonders gerne von Frauen geäußert) :“Jaa, der_die ist halt manchmal etwas aufbrausend, das darf man nicht so ernst nehmen…“ stecken lassen und stattdessen ein ernstes Wörtchen mit dem Krawallbruder_schwester sprechen.

    Erst wenn Männer einsehen, dass ihr Bild vom starke, unverwüstlichem Mann ihnen selbst nur schadet, wird sich was ändern. Das können Frauen oder Feministinnen nicht erreichen, das müssen Männer selbst tun.

    • Das ist also – logische Konsequenz – nie eine Absicht des Feminismus gewesen, denn Angst hat nichts, aber auch gar nichts mit Freiheit zu tun.

      Schöner Zirkelschluß.

      Das Einzige, was eine Chanche gegen festgefügte lila Brillen hat ist das Authoritätsargument, dass andere Feministinnen das aber anders sehen, also:

      In addition, unlike contemporary rape narratives, which are highly self-reflexive, feminist antirape discourse remains quite unconcerned about how it is itself inflected by established representations of rape, about how much its conceptions of sexuality and sexual violence result from and further reinforce and nourish dominant fictions. Convinced that the erasure of evil images leads to a decrease of evil acts, radical feminism displays both a debatable notion of signification and a lack of self-knowledge. By appropriating what I describe as the antebellum precursors to a rhetoric of rape, recent rape-crisis discourse8 has revitalized nineteenth-century notions of female sexuality and gender. In this way the anti-rape movement, as Katie Roiphe puts it, has moved to “the front lines of sexual regulation” (Morning After 171), bemoaning a crisis that “is not a rape crisis, but a crisis in sexual identity”

      http://press.princeton.edu/chapters/i7274.html

      Da hast du also noch eine „schöne“ versteckte rassistische Komponente.

      Neben der so revitalisierten Viktorianischen Weiblichkeit.

      Wer will denn hier Freiheit? Traditionsfeministinnen sicherlich nicht, scheinbar lebte es sich, AlsFrauSo, in den USA des Antebellum ganz gut.

      • @ Nick

        Das gilt ja nicht nur für Vergewaltigung, sondern für die gesamte Gewaltdebatte, gerade etwa auch beim Themenbereich „häusliche Gewalt“.

        Wie sagte Christina Hoff Summers über die feministische Antigewaltpropaganda („Gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder!“ – Kampagnen, die schon im Titel absichtsvoll den allein männlichen Täter in der Familie implizieren, den Mann als Opfer, die Frau als Täterin, die gegen Kinder und Mann gewalttätig ist, absichtsvoll ausschließen):

        *We’re not talking about a few errors. We’re not talking about occasional lapses. We’re talking about a body of egregiously false information at the heart of the domestic violence movement. False claims are pervasive; false claims are not the exception, they’re the rule.*

        Christina Hoff Sommers, Continuing Distortions about Intimate Partner Abuse, ein Vortrag:

        http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=continuing+distortions+about+intimate+partner+abuse+Christina+Hoff+Sommers&source=web&cd=4&ved=0CEkQtwIwAw&url=http%3A%2F%2Fvhx.tv%2F150435&ei=5O9iT7aaMILOsgad_MjmBQ&usg=AFQjCNFdwcHMHSdUiuT7Zgq8REVXeM1xEA

        *Nur Geduld, Laden dauert lang, jedenfalls bei mir*

        Die systematische Lüge und die Halbwahrheit – sie gehören zum Feminismus wie zu jeder anderen Sündenbockideologie.

        Kein Wunder, dass sie über Grundlagen nicht reden wollen, unsere Feld-, Wald-und WiesenfeministInnen.

      • @Roslin:
        Das gilt ja nicht nur für Vergewaltigung, sondern für die gesamte Gewaltdebatte, gerade etwa auch beim Themenbereich “häusliche Gewalt”.

        Natürlich. Ich sehe es so:

        Nur so konnte Feminismus diejenige Massenwirkung entfalten, die er ab mitte der 1970er entfaltete.

        Es gab ja sonst kaum etwas zu skandalisieren, man hatte weit geöffnete Scheunentore „eingerannt“.

        Die rechtliche „Gleichstellung“ war längst erreicht, jedenfalls so weit Nachteile beseitigt wurden. „Weiter“ wollten die meisten Frauen bloß nicht gehen. Das Equal Rights Amendment in den USA, das eine völlige rechtliche Gleichbehandlung mit sich gebracht hätte, hätte den Wegfall jeglicher rechtlichen Sonderbehandlung bedeutet. Es wurde vorwiegend durch Frauen zu Fall gebracht.

        Die Ölkrise ließ kaum auf entspannte Zeiten in der Erwerbarbeitswelt hoffen, ein harter Konkurrenzkampf zeichnete sich dort ab.

        Die sexuelle Revolution hatte zwar die weibliche Sexualität befreit, aber gleichzeitig eben auch Männer partiell von der lebenslangen Versorgungsverpflichtung, die aus Sex resultierte. Der „Preis“ für Sex sank buchstäblich ins Bodenlose:

        Das im Zusammenhang mit der sexuellen Revolution gewachsene Angebot an kostenlosem und unverbindlichem Sex führte zu einem dramatischen Rückgang der Zahl der Prostituierten und einem starken Preisverfall ihrer Dienste. Anfang des 20. Jahrhunderts bot laut einer Erhebung des Department of Justice jede fünfzigste Frau in den USA zwischen 20 und 30 Jahren sexuelle Dienste für Geld an. Eine in einem Bordell tätige Prostituierte konnte auf ein Jahreseinkommen von in heutigem Geldwert umgerechnet 76.000 US-Dollar pro Jahr kommen. Heute verdient eine Straßenprostituierte in Chicago durchschnittlich etwa 18.000 US-Dollar.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Sexuelle_Revolution#Folgen_f.C3.BCr_die_Prostitution

        Der intrasexuelle Wettbewerb stieg enorm: Musste Frau sich zuvor nur einmal einen Mann „angeln“, musste sie nun jederzeit damit rechnen, dass eine hübschere/jüngere ihren Mann ins Bett lockt. Pornografie trug darüber hinaus ganz erheblich zum intrasexuellen Wettbewerb bei.

        Among radical feminists, the view became widely held that, thus far, the sexual freedoms gained in the sexual revolution of the 1960s—in particular, the decreasing emphasis on monogamy—had been largely gained by men at women’s expense. This assumption of heterosexuality would soon be challenged by the rise of political lesbianism, closely associated with Atkinson and The Feminists.[24] The belief that the sexual revolution was a victory of men over women would eventually lead to the women’s anti-pornography movement of the late 1970s.[citation needed]

        http://en.wikipedia.org/wiki/Radical_feminism#Ideology_emerges_and_diverges

        Man hatte das traditionelle Geschlechterverhältnis als Besitzinstitut des Mannes an die Frau aufgefasst, und alles daran gesetzt dies zu beseitigen. Nun bekam man allenthalben die Folgen zu spüren.

        Was tun? „Sorry, wir haben uns geirrrt!“ hätte bedeutet, dass man auf die gewonnenen Vorteile hätte wieder verzichten müssen.

        Der massive Appell an den männlichen Beschützerinstinkt, bzw. an die männliche Beschützerpflicht war ein ausgezeichnetes Mittel zur gewünschten Retraditionalisierung, die man so auch noch als „progressiv“ verkaufen konnte. Deshalb spielten so viele Frauen damals mit.

        Für den neu entstandenen Berufsfeminismus ein hervorragendes Feld zur Legitimation seiner Notwendigkeit. Dieser goß dann richtig Öl ins Feuer der allgemeinen Verunsicherung, indem er immer infaltionärere Zahlen und Interpretationen von „Männergewalt“ in die Schlacht warf.

        Es entstand eine regelrechte Hasskultur.

      • @ Nick

        *Der massive Appell an den männlichen Beschützerinstinkt, bzw. an die männliche Beschützerpflicht war ein ausgezeichnetes Mittel zur gewünschten Retraditionalisierung, die man so auch noch als “progressiv” verkaufen konnte. Deshalb spielten so viele Frauen damals mit.

        Für den neu entstandenen Berufsfeminismus ein hervorragendes Feld zur Legitimation seiner Notwendigkeit. Dieser goß dann richtig Öl ins Feuer der allgemeinen Verunsicherung, indem er immer infaltionärere Zahlen und Interpretationen von “Männergewalt” in die Schlacht warf.

        Es entstand eine regelrechte Hasskultur.*

        Das sehe ich genau so.

        Neu ist (seit etwa 20 – 30 Jahren), dass nun das Stratum der Männer – jene ca. 20 %, die für Frauen wirklich attraktiv sind, das Stratum, das von der Befreiung von erzwungener Monogamie wirklich profitierte (nicht einfachhin DIE Männer haben davon profitiert wie FeministInnen feminismustypisch propagieren) nun ihrerseits zu einem großen Teil auf diesen von FeministInnen angeschobenen Waggon aufgesprungen sind und sich in neuer alter Weise als „FeministInnen“ frauenschützend und -versorgend betätigen, feministische Parteinahme als kostspieliges Signal, das „Potenz“ anzeigt, nutzen, also die Joschkas, Trittins, Schröders, Seehofers, Lafontaines & Co und ihre Pendants in der Wirtschaft, dort noch seltener, weil dort reale Gewinne auf dem Spiel stehen durch Abschaffung einer Meritokratie zugunsten einer Förderung via Pussypass.

        Dort herrscht ja Konkurrenz auf internationalen Märkten, die jede Schwäche, jeden Fettansatz beim Konkurenten gnadenlos ausnützt und bestraft, eine Konkurrenz, die auf abeschotteten „Politmärkten“ nicht herrscht.

        Da kann man sich Frauenförderung als Alphamann sehr viel eher leisten ohne seine Position zu gefährden.

      • @Nick

        Die sexuelle Revolution hatte zwar die weibliche Sexualität befreit, aber gleichzeitig eben auch Männer partiell von der lebenslangen Versorgungsverpflichtung, die aus Sex resultierte. Der “Preis” für Sex sank buchstäblich ins Bodenlose:

        Dich wird nicht wundern, dass ich dieser Diagnose nicht zustimmen kann. Die sexuelle Revolution hatte diesen Effekt, aber nur für wenige Jahre, bevor die Frauen endlich geschnallt haben, dass außer dem Spaß am Sex für sie nichts rausspringt, wenn sie Sex kostenlos anbieten. Der Preis für Sex ist ins Unermessliche gestiegen, weil es Männer gibt, die bereit sind, viel zu zahlen. Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass die Versorgungsverpflichtung entfallen sei. Frauen monopolisieren immer noch Sex und können sich Fantasiepreise (> 0) erlauben. Und selbst jene Männer, die nicht für echten Sex zahlen, werden über die blühende Industrie der Substitute (also Porno usw.) auch von Frauen ausgenommen.

        Könntest du für deine Thesen Belege liefern? Ich kann nämlich nicht bestätigen, dass Frauen gegeneinander um Männer konkurrieren und sich dabei im Preis unterbieten. Nein, Frauen genießen den Luxus, sich aus einer langen Schlange von Interessenten den Meistbietenden herauszupicken, in der heutigen Gesellschaft mit einer extremen Vermögensungleichverteilung noch mehr als vor 40 Jahren. Entsprechend sind ihre Ansprüche abgehoben. Der Trend geht zu Harems für die Elitemänner. Der Rest der Männer geht leer aus. So ein „Patriarchat“ ist im Interesse der Frauen und benachteiligt die allermeisten Männer.

      • @Roslin

        Neu ist (seit etwa 20 – 30 Jahren), dass nun das Stratum der Männer – jene ca. 20 %, die für Frauen wirklich attraktiv sind, das Stratum, das von der Befreiung von erzwungener Monogamie wirklich profitierte (nicht einfachhin DIE Männer haben davon profitiert wie FeministInnen feminismustypisch propagieren) nun ihrerseits zu einem großen Teil auf diesen von FeministInnen angeschobenen Waggon aufgesprungen sind

        Ja, jede neue Spielart des Feminismus ist halt nur der neueste Shittest, mit dem jene wohlhabenden Alphas ausgesucht werden, die die Rundumversorgung leisten können. Dagegen hilft nur eine Revolution der ökonomischen Basis, die ein System der Sonderversorgung von Frauen, die alle Männer durch ihre Monopolisierung von Sex erpressen können, obsolet macht, indem Reichtum für alle hergestellt wird. Frauen dürfen aus der Sexverweigerung keinen Vorteil mehr ziehen können. Dann können sie auch selbst Sex entspannt genießen, mit der Gewissheit, dass sie in einer kommunistischen Gesellschaft entsprechend ihren Bedürfnissen versorgt werden. Die Männerrechtsfrage ist auf die politische Frage reduzierbar: Wie kann der Kommunismus erreicht werden? Die Antwort hat Marx gegeben: Durch den Sturz der herrschenden Kapitalistenklasse und die Aneignung der Produktionsmittel durch das Proletariat.

      • @Roslin:
        (nicht einfachhin DIE Männer haben davon profitiert wie FeministInnen feminismustypisch propagieren)

        Natürlich nicht. Die typische Genickstarre, die nur noch den Blick nach oben zulässt.

        ..nun ihrerseits zu einem großen Teil auf diesen von FeministInnen angeschobenen Waggon aufgesprungen sind und sich in neuer alter Weise als “FeministInnen” frauenschützend und -versorgend betätigen, feministische Parteinahme als kostspieliges Signal, das “Potenz” anzeigt, nutzen, also die Joschkas, Trittins, Schröders, Seehofers, Lafontaines & Co

        Also: Im Westen nichts neues. Politiker haben sich schon immer hervorragend, als oberste Ritter, gut verkaufen können.

        Neu ist, dass sie nahezu beliebig die Frauen austauschen können, was natürlich sehr verärgert: Früher hat man sich den Prinz einmal geangelt und hatte ihn, und vor allem den Sozialstatus, für’s Leben. Dann soll Frau doch wenigstens, zum Ausgleich, auf ein unkündbares und -hinterfragbares Pöstchen gesetzt werden.

        Wie man also sieht, ist Feminismus auch heute noch dringend notwendig.

        Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass Feminismus persistent in Zeiten des Feudalismus denkt.

      • @Zhen:

        Könntest du für deine Thesen Belege liefern?

        Scherzkeks. Genau das habe ich doch getan.

        Was denkst du: Was hat, für einen Mann in den 1950ern, Sex „gekostet“?

        Die Prostituiertenpreise habe ich belegt, und jenseits dessen gabe es so gut wie keinen Sex ohne Ehe.

        Und Ehe hieß: Hausfrau versorgen können müssen.

        Wenn ich dir solche Binsenweisheiten belegen muss, dann kann ich dir auch nicht helfen.

      • Der Preis für Sex ist ins Unermessliche gestiegen, weil es Männer gibt, die bereit sind, viel zu zahlen.

        Blödsinn. Wer bereit ist für Sex zu bezahlen, der muß auch bezahlen.

        Das, was PU Status nennt hat nur sekundär mit Geld zu tun. Ein gutaussehender Harz4ler mit Selbstbewußtsein, z.B. Künstler- Revoluzzer- oder Gangsterimage kommt auch gut an.

        Was allerdings zutrifft ist, dass es immer schwieriger wird darauf ein Image aufzubauen. Was natürlich am ökonimischen Wind liegt, der immer rauer wird.

        Natürlich konkurrieren Frauen um Männer, allerdings achten sie dabei auf den eigenen Status: Wer zu bereitwillig in die Betten hüpft, der verliert ihn schnell. Zum größten Teil aber beim eigenen Geschlecht.

      • Es verschiebt sich ja auch: Vor allem junge Frauen lassen sich eher auf „Gangstas“ „Revoluzzer“ und „Künstler“ ein.

        Irgendwann fangen sie an, konkret an Kinder zu denken, dann muss es tendenziell eher was Solides sein.

      • Die Prostituiertenpreise habe ich belegt

        Wo denn? Selbst der „Zusammenhang“ von Prostituierteneinkommen und sexueller Revolution ist von Wikipedianern herbeifantasiert. Für ein sinkendes Einkommen kann es tausende Gründe geben (z.B. dass Prostitution in den USA illegal wurde). Außerdem werden Bordell- mit Straßennutten verglichen. Zwischen „konnte auf ein Einkommen kommen“ und „Durchschnittseinkommen“ ist auch noch mal ein himmelweiter Unterschied.

        Und Ehe hieß: Hausfrau versorgen können müssen.

        Als ob sich das geändert hätte! Schlimmer noch: Weil Frauen heute „arbeiten“, muss der Mann in seinem Beruf und im Haushalt arbeiten. Die Anforderungen für Beziehungen sind für Männer immer höher geworden. Vom ersten Date an wird von feministisch verzogenen Gören die Vollversorgung erwartet, ohne jede Garantie für Gegenleistungen! Frau ist dazu privilegiert, weil sie Eier und eine Vagina hat.
        Nochmal die Bitte: Zeig mir die sexgeilen Frauen, die sich gegenseitig niederkonkurrieren, um sich wechselnde Männer zu angeln. Die möchte ich mal gerne treffen. Gäbe es solche Frauen, gäbe es keine Männerrechtler, die Privilegien anprangern.

      • Es verschiebt sich ja auch: Vor allem junge Frauen lassen sich eher auf “Gangstas” “Revoluzzer” und “Künstler” ein.

        Ja, genau! Ich als Revoluzzer kann mich vor jungen geilen Groupies gar nicht retten. Ich sollte mir mal die Fenster vergittern lassen. Oh Mann, in welchem Jahr lebst du eigentlich? Revoluzzer sind seit ca. 1969 wieder out. Richtig in waren sie aber auch damals nicht, sonst hätten wir jetzt nämlich Kommunismus. Die Weiber sind damals halt auf die Macho-Revoluzzer-Typen abgefahren, weil die so tolle Führer waren. Einfach grotesk, nicht mal für die Revolution taugen die Weiber!

      • Ich als Revoluzzer kann mich vor jungen geilen Groupies gar nicht retten.

        Es ist für jede Frau sofort erkennbar, dass – ich drücke es mal vorsichtig aus – du ein vorbelastetes Verhältnis zu Frauen hast.

        Da rennt natürlich jede schreiend davon.

        Wenn du dein Problem mit Frauen mal aufarbeiten würdest, hättest du vermutlich gar nicht so schlechte Chancen: Du bist ja eigentlich recht intelligent.

        „willing to emote“ heißt das, glaube ich, in PU-Lingo.

      • ..mit „Revoluzzer“ war auch nicht der verquaste Quatschkopp von 68 gemeint, sondern derjenige, der sich sichtbar mit Autoritätspersonen anlegt – z.B. der Schüler, der eloquent den Lehrer zerlegt.

      • Ja, genau! Ich als Revoluzzer kann mich vor jungen geilen Groupies gar nicht retten. Ich sollte mir mal die Fenster vergittern lassen.

        🙂

    • Schön gesagt und ich kann dem größtenteils Zustimmen, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass du hier zum Chor predigst – wie die Ammis das so schön sagen.

      Ich denke vielen Maskulisten geht die Erwartung immer der starke Mann sein zu müssen unfassbar auf den Sack. Männer befinden sich hier in einem ähnlichen oder möglicherweise schlimmeren double bind wie die Frauen im Vorletzten Jahrhundert. Die Gesellschaft erwartet von Männern, dass sie stark sind, dass sie immer bereit sich für die Gemeinschaft aufzuopfern. Gleichzeitig aber sehen Frauen grade den starken Mann als sexuell attraktiv an.
      Nach wie vor heißt es bei Opferberichten „darunter waren x Frauen und Kinder“. Männer sind nach wie vor in der Gesellschaft akzeptable Opfer. Es scheint fast als wird es als gut angesehen, wenn ein Mann stirbt, denn dann trifft es ja jemanden anders nicht.
      Genau diese Attitüde macht es so ungemein schwer für männerrechtler politischen Erfolg zu haben. Wer den Erwartungen nicht Gerecht werden will ist ein Weichei oder Jammerlappen und soll sich halt nen Lolli holen. Andererseits aber sind genau diese Erwartungen eigentlich unmenschlich.

      Du hast allerdings Recht, dass die „Sackgenossen“ das größte Problem sind – nur was macht man gegen lila Pudel, die die versammelte Macht der Medien nutzen die holde weiblichkeit vor der bösen Mysogenie der Männerrechtler zu schützen?
      Wie bekämpft man denn die weißen Ritter? Die meinen die ollen männlichen Tugenden hochhalten zu müssen?
      Letzten Endes können wir nur Versuchen möglichst vielen Männern klar zu machen das die derzeitigen Gesellschaftlichen Umstände nicht zu ihrem Vorteil sind und verändert werden müssen. Dies ist aber unfassbar schwierig wenn man Medial als Nazi verschrien wird.

      Der größte Feind des Mannes ist der Mann an der Macht. Andererseits hilft die feministischen Chauvinisten auch nicht grade diese Lage zu beseitigen. Vielmehr werden traditionelle Rollenbilder gepredigt.

      Ich persönlich bin klar gegen Gewalt und die Geschlechtsbedingten Anforderungen an Männer und versuche dagegen zu agitieren, allerdings ist es leider nicht so ganz einfach ;(

      • @ omti

        *Du hast allerdings Recht, dass die “Sackgenossen” das größte Problem sind – nur was macht man gegen lila Pudel, die die versammelte Macht der Medien nutzen die holde weiblichkeit vor der bösen Mysogenie der Männerrechtler zu schützen?
        Wie bekämpft man denn die weißen Ritter? Die meinen die ollen männlichen Tugenden hochhalten zu müssen?*

        Das bestrreite ich.

        Die Missachtung durch andere Männer verkraften Männer leichter als die Missachtung durch Frauen, gar durch die eigene Mutter, die eigene Geliebte.

        Nicht umsonst verliehen im Commonwealth der Jahre 1915 und 1916 Frauen den Feigheitsorden der weißen Feder, um junge Männer in die Knochenmühlen des 1. Weltkrieges hineinzubeschämen.

        Die ihnen selbst natürlich erspart blieben.

        Denn schließlich waren Männer stark und sie schwach.

        Was den angenehmen Nebeneffekt hat, dass sie Anspruch darauf haben, beschützt zu werden – von Männern, die ihren Allerwertesten riskieren müssen, um das zu leisten, wollen sie „gute“ Männer sein und nicht auch sie ihren Allerwertesten riskieren müssen, um Männer zu schützen, denn sie sind ja das schwache Geschlecht.

        Was Vor- und Nachteile hat.

        Feminismus hat sich erfolgreich bemüht, die Nachteile des schwachen Geschlechtes abzuschaffen und den Männern die Vorteiel des starken zu nehmen.

        Umgekehrt sind Männer weitgehend auf den Nachteilen des starken Geschlechtes sitzengeblieben und Frauen auf den Vorteilen des schwachen.

        FeministInnen tun nicht viel, damit sich das ändert.

        Männer dürfen die Nachteile des starken Geschlechtes gerne weiter tragen.

        Schließlich müssen dann Frauen sich nicht am Tragen dieser Lasten beteiligen.

        So macht „Gleichstellung“ natürlich Spass.

        Allerdings nur den Frauen.

      • @Roslin: De Vorteile für Frauen bestreite ich auch gar nicht. Mein Problem sind die Männer, die gewillt sind diese Femizentrische System bis zum äußersten zu verteidigen, denn du glaubst doch nicht im Ernst, dass Frauen in der Lage wären ihre privilegien zu halten ohne die Legion von feministischen oder konservativen weißen Rittern.

        Ich finde den weißen Feder Order interessant, vielleicht sollten Männerrechtler den reclaimen, sozusagen als Symbol für weibliche Ausnutzung und Verheizung von Männerleben.

        NAtürlich verkraften Männer die Missachtung durch andere Männer besser, als die durch Frauen, das ändert aber nichts daran, dass Männer die männliche Probleme leugnen ein größeres Problem darstellen, als Feministinnen die diese Verursachen oder verschärfen.

        Ein geleugnetes Problem kann leider nicht angegangen werden, denn es ist ja nicht so schlimm.

    • Ich weiß nicht, worauf du mit diesem etwas wirren Posting hinaus willst, du vermischst da alle möglichen Dinge.

      „Und wer hat was davon? Niemand. Am allerwenigsten Frauen. Das ist also – logische Konsequenz – nie eine Absicht des Feminismus gewesen, denn Angst hat nichts, aber auch gar nichts mit Freiheit zu tun.“

      Es ist ein höchst naiver Fehlschluss zu glauben, der Feminismus berücksichte per se, was das beste für (alle) Frauen sei.
      Natürlich schürt das Proklamieren einer „rape culture“ und die Übertreibung realer Vergewaltigungsgefahr durch feministische Studien Angst.

      Die Distinktion zwischen hehren Zielen des Feminismus und „männlichen“ Medien, die das Gegenteil interpretieren, ist aber geradezu grotesk.

      „Gewalt von Männern gegen Männer ist akzeptiert.“

      Was ist denn das für ein Unsinn? Gewalt ist vielleicht in nicht jedem Kontext auf dieselbe Weise geächtet, aber sicher nicht „akzeptiert“.
      Auch sind die Medien jeden Tag voll von männlichen und weiblichen Gewaltopfern, gerade auch bei U-Bahn-Schlägern (die ja nun mal seltenst Frauen sind, das würde wohl von der Journaille sogar dankend angenommen), ich frage mich wie du auf gegenteiliges kommst?

    • @ Lea

      *Erst wenn Männer einsehen, dass ihr Bild vom starke, unverwüstlichem Mann ihnen selbst nur schadet, wird sich was ändern. Das können Frauen oder Feministinnen nicht erreichen, das müssen Männer selbst tun.*

      Wer erzeugt denn das Bild vom „starken Mann“?

      Nur Männer?

      Haben Frauen, Mütter, die ihre Söhne zu den Männern formen wollen, die sie selbst gerne gehabt hätten, gar nichts zu tun?

      Haben Geliebte, die erwarten, dass der Mann nachts zur Tür rennt, wenn dort ungewöhliche Geräusche zu hören sind, gar nichts zu tun?

      Haben Frauen, die ganz selbstverstänldich von Männern erwarten, dass sie sie gegen Angreiffe verteidigen, aus Gefahren retten, ihre Gesundheit, ihr Leben riskieren, um Frauen zu retten und zu schützen, ansonsten sie von Männern UND Frauen als feige geächtet werden, damit gar nichts zu tun?

      Warum belohnen Frauen „starke“ Männer so häufig erotisch, ächten „feige“?

      Es sind gerade auch Frauen, die den „starken“ Mann einfordern.

      Das erspart es ihnen, selber „stark“ sein zu mpssen.

      Es sind gerade auch FeministInnen, die immer wieder den „Starken“ Mann einfordern.

      Beginnen Männer über ihre Benachteiligungen zu reden, über ihre Demütigungserfahrungen durch Frauen oder gar, horribile dictu, FeministInnen, erfolgt unweigerlich der Appell an den starken Kerl im Mann („Hör auf zu jammern und kauf Dir einen Dauerlutscher!“).

      Ist Dir das noch nie aufgefallen?

  4. Nunja, viktorianische Weiblichkeit und Traditionsfeminismus..
    Mit beidem kann ich recht wenig anfangen – zumindest in der Form, wie es vermutlich gemeint war.

    Interessant ist desweiteren, dass genau die medialen Machtinhaber, die schon mal gerne über die Frauenquote etc. schreiben sich dann aber wieder entschieden gegen „Gender Mainstream“ (gerne auch „politische Geschlechtsumwandlung“ genannt) aussprechen.

    Das ist – Achtung Zweideutigkeit – ein ziemlich merkwürdiger Eiertanz.
    Da frage ich mich, als Mensch, der sich eher im feministischen Lager befindet:
    Was will man(n) denn eigentlich nun?
    Medial wurde z.B. der Fall Kachelmann unglaublich inszeniert – völlig daneben. Denn was signalisierte das Ganze? Diverse „Gerichtsrepoter_innen“ schrieben über das „rachsüchtige“/“lügende“ (zwischen den Zeilen,versteht sich), nur manchmal über das „mutmaßliche“ Opfer und den „mutmaßlichen“ Täter. Da trat Alice auf den Plan und schrieb in der Bild über das das arme Opfer und den „mutmaßlichen“ Täter – skandalös. Aber vermutlich nur skandalös weil Alice drunter stand und es in der Bild veröffentlicht wurde. Aber das ist off-topic.
    Dann wurden Diskussionen geführt, bei Will & Co. – was natürlich erstmal begrüßenswert ist – aber der Auslöser, ein Vergewaltigungsprozess mit prominenter Beteiligung, war absolut der falsche.

    Warum?

    Weil von diesem Prozess, egal wie er ausgegangen wäre, eine Signalwirkung ausging. Und ist für keine Seite gut.
    Und gar nicht gut ist es, wenn bei Will rennomierte Staatsanwälte statements ablassen wie: „Ich würde meiner eigenen Tochter im Falle einer Vergewaltigung von einer Anzeige abraten“.

    Und darüber kann man sich wohl zurecht aufregen, egal ob man Feminist_in, Maskulist_in oder einfach nur ein Normalsterblicher ist.

    Man sollte mal daraufhinweisen, dass die Aufklärungsrate bei Vergewaltigungen bei 80% liegt – höher als bei Benzinklau von der Tanke also (gerade mal 50%, trotz Videoüberwachung). Das Problem ist also nicht, wie der Mythos oft behauptet, die Nachweisbarkeit, sondern die Tortur vor Gericht und die fehlende Anzeigebereitschaft. Und eventuell noch das Strafmaß, aber da gerät man wieder leicht ins Moral-Fahrwasser.

    Und ja, auch ich rege mich darüber auf, dass auf diese Aufklärungsrate nicht hingewiesen wird, denn das wäre mal ein positives Signal für Opfer, statt Frauen den allgegenwärtigen „bösen Mann“ zu suggererien.
    Das gehört für mich auch zum Feminismus, denn so ist es für beide Seiten, Männer wie Frauen ein schädliches Klima und ein schwieriger Balanceakt. Einerseits ist es wichtig die Vergewaltigung aus der schummrigen Ecke („Vergewaltigungsmythos“) rauszuholen andererseits muss auf den Ton geachtet werden. So wird nur Paranoia inszeniert – und das mehr von den „Leitmedien“ als von irgendeinem feministischen Magazin.

    Ein ähnlicher Fall ist die Bildungsmisere der Jungs.
    Da werden plötzlich Lehrerinnen zu militanten Feministinnen, die die kleinen Jungs unterjochen und ihnen keinen Platz bieten „sich selbst mal zu behaupten“ „auch mal raufen zu dürfen“ etc.
    Mädchen haben daran ja offiziell kein Interesse an solchen Selbsterprobungsakten (die Realität in Klassenräumen und auf Schulhöfen sieht zwar anders aus, aber wen interessiert’s, theoretisieren geht immer.)

    Dass im Klassenraum Ruhe herrschen sollte, damit alle sich konzentrieren können, dass man nicht aufstehen und rumrennen sollte, wenn gerade Arbeitsblätter ausgefüllt oder Lehrer_innen etwas wichtiges erklären ist schon seit eh und je das pädagogische Credo.
    Wie sinnig oder unsinnug das für alle Beteiligten ist, steht auf einem anderen Papier und darüber streiten sich PädagogInnen schon seit den 70ern. Aber jetzt auf einmal, jetzt ist dieses Credo, dass auch schon vor 50 Jahren in Klassenräumen herrschte (damals z.T. noch unter Einsatz der Pügelstrafe) wo Jungs „nicht beachteiligt“ waren, die feministische Umerziehung, ja gar „Verschwulung“ von Jungs.
    Eine feministische Verschwörung also – mitgetragen von „Genderisten“ – also known as „lila Pudel“.

    Es geht nicht darum, Probleme von Jungs und männlichen Jugendlichen unter den Tisch zu kehren.
    Aber der Ton macht die Musik. Und der Ton im medialen Bereich ist hier ganz klar. Es braucht mehr männliche Vorbilder, was genau die bezwecken sollen, wenn sie prügeln und raufen auch nicht erlauben, ist mir schleierhaft. Der Kern der Sache, dass viele junge Männer kein Lehramt für die Primarstufe mehr studieren wollen, bleibt unberücksichtigt. Wobei es zu meiner Grundschulzeit, die zwar schon etwas her ist (aber auch nicht länger als 20 Jahre) ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis an Grundschulen gab.

    Warum ist das heute, wo doch alle so emanzipiert sein wollen (auch die Männer) nicht mehr so? Wie ist ein eigentlich geschlechtsneutraler Beruf zu einem „Frauenberuf“ geworden?

    Außerdem: Was soll Jungs durch erlaubtes Raufen und Prügeln vermittelt werden? Schon mal üben für später, weil es in der heutigen Welt vor allem darauf ankommt „das Recht des Stärkeren“ anzuwenden? Problemlösungsstrategien, wo heute Kurse noch und nöcher zu Verbesserung der öknomisch sinnvolleren „social skills“ gibt? *

    [off-topic: *Hollstein hat mal schön angemerkt, dass eben genau das heute gefordert und gefördert wird, die klassischen „Männlichkeitsrituale“ (oder wie auch immer ich sie bezeichnen soll) haben ausgedient und werden auch nicht mehr zurückkommen, dafür gibt es zum Glück einige junge Männer, die mittlerweile auch den Weg in die ausreichend verunglimpften gender studies gefunden haben – kann nicht schaden, denn schließlich ist eine Gesellschaft, in der maximal 50% „emanzipert“ sind, immer noch ziemlich starr. Außerdem gehört eine Diskussion über Männer-und Frauenrechte meines Erachtens nach genau dorthin, eben in die Geschlechterforschung. Und die Einbringung männlicher Anliegen tut diesem Fach sicherlich sehr gut.]

    Oder geht es nur um körperliches Austoben?

    Dafür gibt es Pausen, den sportunterricht und außerdem jede Menge Gelegenheiten, das außerhalb der schule zu tun.
    Nein, nein, man lässt die Jungs NICHT GENUG raufen und spielen und „sich selbst erproben“ – die Lehrer_innen greifen da viel zu früh ein, weil Frauen ja ein anderes Verständnis von Gefahr und Gewalt haben und das ganze mit dem Testosteron eh nicht kapieren können, weil sie zu wenig davon haben.
    Dass Lehrer_innen in der Pflicht sind aufzupassen, dass es eben NICHT zu (schlimmeren) Verletzungen kommt, liegt an der gesetzlich geregelten Aufsichtspflicht. Und die besonders „engagierten“ Eltern von heute haben auch kein Problem damit, betroffene/n Lehrer_in mal eben zu verklagen.

    Warum verschiebt man eine eigentlich notwendige Debatte in ein bestimmtes Lager – egal ob feministisch, maskulistisch, links oder rechts? Hat nicht die Gesellschaft insgesamt das Nachsehen, wenn aus jungen Männern „nichts wird“, sie womöglich straffällig oder gewalttätig werden?
    Aber es wird ja noch Ursachenforschung betrieben, übermäßiger Medienkonsum der Jungen und jungen Männern wurde bereits als eine der Ursachen ausgemacht, eigentlich logisch: Wenn ich den ganzen Tag nur vor der Glotze oder vor dem Bildschirm hänge, habe ich wenig Zeit für’s Lernen.
    Das galt in meiner Kindheit schon – und ich bin noch völlig internetfrei aufgewachsen. Interessant, dass man für Oma’s oder Opa’s Weisheiten heute eine Studie braucht, die das erstmal belegt, was jedem eigentlich einleuchten sollte.

    Es gibt bereits ein Förderprogramm, 12.5 Millionen Euro schwer, das Männer in Kitas bringen soll. Gut so.
    Ich habe nichts gegen männliche Vorbilder, aber es ist schade, dass man sie immer noch braucht.

    Ja, ich habe mich etwas in Rage geschrieben – und vielleicht auch etwas zum Chor gepredigt. Aber das musste mal sein, denke ich mir.

    • „Interessant ist desweiteren, dass genau die medialen Machtinhaber, die schon mal gerne über die Frauenquote etc. schreiben sich dann aber wieder entschieden gegen “Gender Mainstream” (gerne auch “politische Geschlechtsumwandlung” genannt) aussprechen.“
      Ist das die Behauptung: ALLE Medienmacher sprechen sich gegen Gender Mainstreaming aus?
      Das kann nicht dein Ernst sein!*

      Ansonsten ordne doch erst einmal deine Gedanken, schreibe sie strukturiert auf. Unter Feminist_innen mag ungeordnetes „Ranten“ akzeptabel sein, im Rest der Welt nicht.

      *http://www.gender-mainstreaming.net/ (frau beachte das Logo links oben)

    • @ Lea

      *Wenn ich den ganzen Tag nur vor der Glotze oder vor dem Bildschirm hänge, habe ich wenig Zeit für’s Lernen.*

      Stellst Du Dir nicht die Frage, WARUM Jungen so sehr viel intensiver und häufiger in’s Internet/Videospiel abtauchen wie Mädchen?

      Haben sie andere Bedürfnisse als Mädchen, die in der realen Schule schlechter befriedigt werden als die der Mädchen?

      Weshalb Jungen stärker dort „zuhause“ sind, wo sie befriedigt werden, wenn auch in denkbar miesester Form?

      Was könnte getan werden, um eine Schule zu schaffen, die Jungenbedürfnisse, die augenscheinlich andere sind als Mädchenbedürfnisse (woher sonst das unterschiedliche Verhalten?) so gut zu befriedigen, dass Jungen nicht mehr so ausgiebig in’s Internet und in’s Videospiel fliehen müssen, um Jungen sein zu dürfen?

      Weg von der femizentrischen Schule, die Jungen und ihre Bedürfnisse missachtet – das könnte helfen:

      http://www.socialnet.de/rezensionen/4655.php

      Sollte eine Schule, die besser auf Jungen eingeht als die gegenwärtige, wiederum Mädchen schaden, dann muss man die Koedukation abschaffen, um beide Geschlechter gleich gut fördern zu können gemäß ihren jeweiligen, unterschiedlichen Bedüfnissen.

      Die jetztige, femizentrische Schule fördert vor allem Mädchen gut.

  5. Du vermischt in deinen Postings alle möglichen Dinge, so dass man eigentlich nicht weiß worauf du hinaus willst. Die Distinktion zwischen dem Feminismus und den „männlichen“ Medien ist geradezu grotesk und ohne dieser bricht schon mal ein Großteil der Argumentation zusammen.

    Auch anzunehmen dass Feminismus ja immer per se das Gute für alle Frauen erreicht ist bizarr, wer postuliert denn eben eine rape culture?

  6. Hm, ich dachte eigentlich auch immer, die Rape Culture wäre eine Erfindung der Männer zur Unterdrückung der Frauen, und nun sind sie auf einmal selber deren Opfer? Schon seltsam.

  7. Meine Güte hier geht’s ja schlimmer zu als auf’m Jahrmarkt.

    Aber ich möchte doch versuchen auf einzelne Aspekte nochmal einzugehen, bevor wieder das klassische gegenseitige Schulterklopfen einsetzt, wenn sich die grausige Feministin wieder verpisst hat.

    Ich habe nie behauptet, dass es keine häusliche Gewalt gegen Männer gibt, aber ich habe mal angemerkt, dass die Methode die angewendet wird um das 50/50 Ergebnis bei Gewaltdelikten zu erhalten, vom Autor (Straus) selbst schon als nicht ausreichend bezeichet wurde um daraufhin auf eine gleiche Gewaltausübung der Geschlechter zu schließen, da eben bestimmte Formen der Gewalt nicht berücksichtigt werden (sexuelle Gewalt z.B.)

    Aber – Methode hin, Methode her. Ich finde es eher schockierend, dass es manche schockt, dass Frauen eben doch nicht die „friedfertigeren“ Wesen sind, für die sie oftmals gehalten werden. Wen können denn denn bitte „gewalttätige Frauen“ ernsthaft noch überraschen? Da versagen alle biologi(sti) schen Annahmen plötzlich. Ich habe das an anderer Stelle schon mal als Rosinen-Pick-Up bezeichnet.

    @ Roslin
    Wer möchte mit dir denn nicht über Grundlagen reden? Die Frage ist doch viel eher: Gibt es überhaupt die Voraussetzungen dafür? Wenn biologistischer/evolutionspsychologisch gestammelter Unsinn auf „ideologisierte“ Gedichte auf den kulturellen Einfluss gegeneinander antreten sollen, wird nie eine ausgewogene Diskussion in Gang kommen – da könnte man auch die CDU gegen die Grünen antreten lassen, sie würden doch nur dann koalieren, wenn zumindest der Hauch von Vereinbarung da wäre – und jeder zumindest einen kleinen Vorteil hätte. Genauso ist das mit maskulistischer und feministischer Argumentation – ohne Zugeständnisse keine Basis.

    Ich werde mich hier außerdem auch nicht für irgendwelche Aussagen von irgendwelchen Feministinnen rechtfertigen, obwohl ich mich selbst als feministisch bezeichne*. Ich rechtfertige mich, wenn das überhaupt notwendig sein sollte, nur zu meinen statements. Für alles andere gibt es geeignetere und öffentlichere Plattformen als diese hier.

    *Hierzu möchte ich nochmal anmerken, dass für mich feministisch nicht misandristisch, verschwörerisch, geheimbündlerisch (Zitat Ebeling) links, rechts…ist – oder was manchen sonst noch so pauschalisierend einfällt. Männer sollen und müssen zurecht Klagen und Beschwerden vorbringen, aber bitte ohne (trigger) „backlash“.

    Das Dogma des starken Mannes halte ich für einen Mythos. Der Mythos taugte vielleicht früher mal machtpolitisch etwas und ja, vielleicht war das auch für so manch trostlose Frau ein Gutes, aber heute haben eben die klassischen „männlichen“ Tugenden ausgedient.
    Ob die „starken“ Männer erotisch eher „entlohnt“ werden als die „Waschlappen“ ist doch wohl eher eine Frage der Individualität und der Authentizität – aber dass man das heute immer noch diskutieren muss..
    Das lässt sich nunmal leider nicht soziologisch oder biologisch messen.

    Viel interessanter als Kosten und Nutzen von „stark“ und „schwach“ ist wohl eher wer da die Definitionsmacht hat.
    Oder: Es müsste beides erstmal definiert und dann darüber diskutiert werden, warum genau man das eine als „stark“ und das andere als „schwach“ definiert.
    Wäre es doch immer so einfach, wenn man alles in schwarz und weiß anmalen könnte..
    Zu dem Thema Jungen und Bildung sei zunächst mal angemerkt, dass sich der Medienkonsum im privaten Bereich stattfindet und die Unterrichtgestaltung noch so „jungenfreundlich“ sein könnte, wenn Jungs dennoch lieber „Ballerspiele spielen und Pornos gucken“. Das eine sollte also doch – realitätshalber – von einander getrennt werden, oder?
    Denn nur über das eine kann man umfangreich diskutieren, nämlich über die Unterrichtsgestaltung. Über Freizeitgestaltung kann man auch diskutieren, aber da ist doch relativ schnell festzustellen, dass an Freizeitangeboten geschlechtsunabhängig für alle Jugendlichen mangelt.
    Also zurück zum Unterricht.
    Was soll am Unterricht jungenspezifischer werden? Was war früher jungenspezifisch und ist „abgeschafft“ worden, sodass es heute nur noch „femizentrisch“ zugeht?
    Die Prügelstafe? Die Geschlechtertrennung?

    Zu dem Link „Keine Machos in der Krise“ – wobei der Titel ja schon mehr an die Überschrift aus der Bildzeitung erinnert, als an einen ernstzunehmender Bericht aus deutschen Klassenzimmern.
    Wer sich auf biologi(sti) sche „Grundlagen“ bezieht, sollte immer beachten, dass die eine nicht der anderen widerspricht. Der Autor bezieht sich z.B. auf Sprache und stellt fest, dass Jungs und Mädchen Sprache als Werkzeug für völlig unterschiedliche Aufgaben benützen. Interessant ist aber, dass das der besonders hier auf dem Blog gefrönten „digit ratio“-Theorie widerspricht, nach der ein immer wieder propagiertes „männliches Defizit in der verbalen Ausdrucksweise“ nicht besteht. Wer bei der seelischen Bedeutung von „Lokomotiven, PCs und anderen technischen Gegenständen“ für Jungs beipflichtet und da keinen „positiven Sexismus“ sieht, tja.. bei dem fehlen mir schon fast die Worte.

    Auch das Argument der „fehlenden technischen Sprache“ im Unterricht ist ziemlich am Kern vorbei: Gerade in den Fächern Biologie, Erdkunde, Politik, Sozialwissenschaft, Physik, aber auch in Deutsch werden an Schulen fachspezifische Termini in der verbalen wie schriftlichen Ausdrucksweise gefordert. Müssen sie ja auch – wie sollen sonst Lernerfolge gemessen werden? Via „ja..ich denke..ich fühle bei dem Gedicht/Bericht/Prosa-Auszug.. dies und jenes“…?

    Wie ein „technikorientierter“ oder überhaupt Unterricht z.B. an einer Hauptschule funktionieren soll, wo doch da (angeblich) gerade die Jungen die Hauptprobleme im Unterricht sind, die permanent stören, provozieren etc. lässt der Autor, zumindest dieser Zusammenfassung nach, völlig offen. Wenn gewisse Umgangsregeln (bei ihm „Struktur genannt), noch nicht mal der Lehrperson gegenüber, von grundauf nicht akzeptiert werden, kann der ganze Lehrplan aus Fußball, Heißluftballons und Zeppelinen bestehen – es wird sich nichts ändern.
    Die Frage ist also: Wie soll Unterricht überhaupt stattfinden, wenn über die Hälfte der Zeit damit zugetan wird, für ein halbwegs erträgliches Unterrichtsklima zu sorgen?
    Diese Problematik zeigt sich dem der den schulischen Betrieb nicht nur vom Hören-Sagen und aus diversen „Magazinen“ oder Büchern kennt ganz anders und ist – entgegen der allgemeinen Meinung – eine geschlechtsneutrale Problematik. Auch männlichen Lehrkörpern wird gerne mal ein Kaugummi hinterrücks an den Kopf geflitscht.
    Auch von Mädchen.

    Aber ich denke, das läuft doch alles sehr auf eine Grundsatz-Diskussion heraus, die doch wieder das alte „biologische Grundannahmen vs. Sozialwissenschaftliche Umwelteinflüsse“- Muster bedient.
    Auch wenn alles Mögliche via Evolution begründbar ist, so stellt sich doch IMMER die Frage: Wenn das menschliche Dasein hauptsächlich durch Gene determiniert wird, wie haben sich Menschen denn überhaupt weiterentwickelt? Haben nicht gerade die „Verhaltens-Abweichungen“ zum Fortschritt vom „Etablierten“ geführt? Warum sollte das bei der Geschlechter-Frage anders sein? Ist es in der heutigen Zeit nicht viel eher denkbar, dass Menschen sich ihre „Fortpflanzungspartner“ durch das Merkmal Individualität UND charakterlicher Diversität wählen, anstatt den Ideal-Partner anhand sozialem oder materiellem Status auszusuchen, wo doch beides so leicht plagiiert und imitiert werden kann?

    • Ich rechtfertige mich, wenn das überhaupt notwendig sein sollte, nur zu meinen statements.

      Dein Statement ist aber für die Betrachtung dessen, was Feminismus ist, einigermaßen belanglos.

    • @ Lea

      *Ich habe nie behauptet, dass es keine häusliche Gewalt gegen Männer gibt, aber ich habe mal angemerkt, dass die Methode die angewendet wird um das 50/50 Ergebnis bei Gewaltdelikten zu erhalten, vom Autor (Straus) selbst schon als nicht ausreichend bezeichet wurde um daraufhin auf eine gleiche Gewaltausübung der Geschlechter zu schließen, da eben bestimmte Formen der Gewalt nicht berücksichtigt werden (sexuelle Gewalt z.B.)*

      Diese Anmerkung beruht auf einer falschen bzw. sehr veralteten Information.

      Die erste Fassung der CTS -Methode erfasste sexuelle Gewalt nicht, die seit Mitte der 90’er Jahre entwickelte revidierte Fassung tut das:

      http://pubpages.unh.edu/~mas2/CTS15.pdf

      Aber feministische Propagandamythen sind schwerer zu killen als ein Vampir.

      Hier kannst Du eine Fülle von Studien entdecken mit der revidierten CTS-Methode (CTS 2 bezeichnet), viele davon sind im Internet zu ergoogeln.

      Viel Spaß.

      Außerdem hat die systematische Lüge auf diesem Gebiet nicht das geringste mit der Methode zu tun, sehr viel aber mit der Verteidigungsstrategie einer Ideologie, die ihre Propagandalügen retten will, die so einträglich sind, politisch und finanziell.

      http://pubpages.unh.edu/~mas2/V74-gender-symmetry-with-gramham-Kevan-Method%208-.pdf

      In Deinem Verständnis bin ich wohl „Biologist“, obwohl ich den massiven Einfluss von Kultur auf die Psyche nicht leugne.

      Wie könnte ich das?

      FeministInnen leugnen in der Regel den mindestens genauso massiven Einfluss der Biologie auf die Psyche – das ist der Unterschied.

      Kultur emergiert aus der Biologie, ist Ausdruck der Biologie der Geschlechter auf gesellschaftlicher Ebene und wirkt auf die Ausformung der Psyche zurück, also nicht Nurture oder Nature, sondern Nurture BY Nature, beide Enflusskomplexe interagieren: Natur formt die Kultur aus, in der sie sich wohlfühlt und Kultur wirkt auf die Ausformung der psychischen Natur der Geschlechter zurück.

      Ich kann Dir versichern, dass für mich die Aggressivität von Frauen keine Überraschung ist, weder im persönlichen Leben noch aus der Geschichte.

      Seit ich mit ca. 12 Jahren Shakespeares Macbeth sah, ist mir die speziefisch weibliche Form von Machtstreben und Aggression bekannt.

      FeministInnen ist Shakespeare wohl unbekannt oder ein verdammter Frauenfeind, den FeministIn nicht ernst nehmen muss.

      Frauen sind dort besonders aggressiv, wo Kernbereiche ihres Interesses berüht werden, also gerade innerhalb der Familie, Männerbesonders dort, wo sich ihre Interessen besonders konzentrieren, wo sie besonders engagiert sind, also mehr in der Konkurenz mit anderen Männern/im öffentlichen Raum.

      Frauen attackieren eher dort, wo sie stark sind (verbal, durch Manipulation/Demütigung und/oder soziale Ausgrenzung, etwa via Verleumdung, Männer eher dort, wo sie stark sind – physisch).

      *Ob die „starken“ Männer erotisch eher „entlohnt“ werden als die „Waschlappen“ ist doch wohl eher eine Frage der Individualität und der Authentizität – aber dass man das heute immer noch diskutieren muss..
      Das lässt sich nunmal leider nicht soziologisch oder biologisch messen.*

      Das ist im Einzelfall eine Frage der Individualität, aber viele Einzelfälle, erfasst durch Statistik, lassen Muster erkennen, die zeigen, dass der starke, statushohe, „potente“ Mann von Frauen stärker belohnt wird als der schöne/sensible Mann, bei Männern in Bezug auf Frauen ist es umgekehrt: Sie belohnen die schöne und junge, sensible, fürsorgliche Frau mehr als die leistungsstark-toughe.

      Dabei zeigen sich dann Regeln, unbeschadet vieler individueller Ausnahmen, so z.B.:

      http://www.pnas.org/content/104/38/15011.full.pdf

      Diese Unterschiede im Begehren der Männer und Frauen zeigen sich in allen untersuchten Kulturen auf allen Kontinenten, moderiert durch soziokulturelle Faktoren, aber die Unterschiede bleiben, mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt, jedoch immer gleichsinnig in der beschriebenen Richtung: Männer suchen eher Schönheit/Jugend, Status der Frau ziemlich unwichtig – Frauen suchen eher „Potenz“ = Status in der einen oder anderen Form, je nachdem, was die jeweilige Kultur/Umgebung als hochrangig/“potent“ qualifiziert (unter Ghettokids der erfolgreiche Drogendealer, in der Bourgeoisie der erfolgreiche Anwlalt, Arzt, Architekt etc.), Schönehit und Jugend nicht unwichtig, aber sehr viel unwichtiger als für Männer.

      Was für eine biologisch-instinktive Komponente spricht.

      Die Definitionsmacht hat dabei jeweils das andere Geschlecht: Männer entscheiden, welche Frauen für sie attraktiv sind, Frauen entscheiden, welche Männer für sie attraktiv sind, umso stärker ist diese Definitionsmacht des jeweilicen Geschlechtes, je freiheitlicher die jeweilige Gesellschaft.

      *Zu dem Link „Keine Machos in der Krise“ – wobei der Titel ja schon mehr an die Überschrift aus der Bildzeitung erinnert, als an einen ernstzunehmender Bericht aus deutschen Klassenzimmern.*

      Unbeschadet der reißerischen Überschrift ist der Inhalt sehr ernstzunehmen und allein aus der ausführlichen Rezensiion sind zahlreiche konkrete Änderungen herauslesbar, die das gegewärtige System weniger mädchenzentriert, besser an Jungen angepasst machen können.

      http://www.socialnet.de/rezensionen/4655.php

      Da das hier alles nachlesbar ist, werde ich das hier nicht noch einmal wiedrholen zu später Stunde.

      Wer verstehen will und des Lesens mächtig, kann verstehen.

      Methodische Änderungen wären außerdem hjer nötig,

      http://www.thisislondon.co.uk/news/boys-do-better-than-girls-when-taught-under-traditional-reading-methods-7184547.html

      aber auch eine Abschaffung der Koedukation.

      Jungen entwickeln sich langsamer als Mädchen, dafür länger.

      Das bedeutet, dass Jungen mit zeitlich gleich alten, aber biologisch-kognitiv reiferen Mädchen in einer Klasse sitzen, die sie erst mit der Pubertät einholen, dann, wenn viele Jungen sich bereits frustriert aus einer jungenfeindlichen, auf Mädchen zugeschnittenen Schule ausgeklinkt haben, frustriert auch deshalb, weil die gleich alten, aber weiter entwickelten Mädchen vieles einfach besser können, den guten Maßstab abgeben, den die Jungen noch nicht erreichen können, selbst wenn sie sich noch so sehr anstrengen.

      Weshalb Jungen in reinen Jungenschulen besser abschneiden, weil sie dort nur mit Kindern vergliechen werden, deren Entwicklung in etwa synchron mit ihrer eigenen abläuft, also mit anderen Jungen.

      Ähnliche Erfahrungen werden in den USA, Kanada und Großbritannien gemacht.

      Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass Lehrerinnen Jungen schlechter benoten als Mädchen.

      http://www.belfasttelegraph.co.uk/news/local-national/uk/female-teachers-give-boys-lower-marks-than-girls-16118448.html

      Die Schulreformen der z0’er Jahre haben eine auf Jungen hin optimierte Schule, die Mädchen vernachlässigte, umgewandelt in eine auf Mädchen hin optimierte Schule, die Jungen vernachlässigt.

      Das muss sich ändern, denn diese Gesellschaft finanziert sich vor allem aus männlicher Leistung und es gibt keine Anzeichen, dass Mädchen die allmählich wegbrechenden Jungen ersetzen können und/oder wollen.

      Abgesehen davon ist die gleich gute Förderung beider Geschlechter, abgestimmt auf ihre unterschiedlichen kognitiven Systeme, eine schlichte Forderung der Gerechtigkeit.

      *Das eine sollte also doch – realitätshalber – von einander getrennt werden, oder?*

      Wenn sich im realen Feizeitverhalten Unterschiede/unterschiedliche Bedürfnisse der Geschlechter ausdrücken, muss doch die Schule diese Unterschiede auch im Unterricht durch eine unterschiedliche Ansprache des jeweiligen Geschlechtes berücksichtigen.

      Wenn ich Äpfel und Birnen gleich behandele und die Birnen verfaulen schneller als die Äpfel, ich aber weiterhin auf Gleichbehandlung der Äpfel und Birnen bestehe, dann ist doch etwas faul mit meiner Wahrnehmung, oder?

      Welches Geschlecht in dieser mädchenfreundlichen Schule verfault, ist ablesbar an der Ergebnissen, die es produziert.

      58 % der Abiturienten weiblich, nur noch 42 % männllich, und das, obwohl es beim Durchschnitts-IQ bundesdeutscher Abiturienten von 113 gleich viele Jungen wie Mädchen gibt.

      Es gehen dem System also viel mehr Jungen als MÄdchen bis zum Abitur verloren, die von ihrer inellektuellen Begabung her in der Lage sein müssten, ein Abitur abzulegen.

      Dafür sind 2/3 der Sitzenbleiber, Schulabbrecher, Sonderschüler männlich und 80 % der ritalinisierten Kinder.

      Diese Schule soll geschlechtergerecht sein?

      Das ist sie nicht.

      * Ist es in der heutigen Zeit nicht viel eher denkbar, dass Menschen sich ihre „Fortpflanzungspartner“ durch das Merkmal Individualität UND charakterlicher Diversität wählen, anstatt den Ideal-Partner anhand sozialem oder materiellem Status auszusuchen, wo doch beides so leicht plagiiert und imitiert werden kann?*

      Wie gesagt: Viele Individuen entscheiden je individuell und sammelt man dann diese vielen Einzelentscheidungen, dann ergeben sich Muster, die geschlechtstypisch sind, typisch in der beschriebenen Weise.

      Und man erkennt, s. die Studie oben (Todd/Penk et al.), dass sie von ihrem Handeln anders denken/reden als es tatsächlich ist.

      Entweder sie sind sich der wahren Motive ihres Handelns nicht bewusst, unterliegen also einer Selbsttäuschung oder die Menschen antworten beim Befragen mit soziokulturell Erwünschtem, dem, was Propaganda ihnen eingeschärft hat, dem, von dem sie glauben, dass sie es ohne Scham als Beweggrund zugeben können, aber wenn es dann doch an’s reale Entscheiden geht, an’s Tun, folgen sie dann eher Strebungen, die sie vor anderen und vielleicht auch vor sich selbt nicht zugeben wollen.

      So, jetzt Schluss, es ist spät, auch wenn man noch viel schreiben könnte.

    • Lea: „wenn sich die grausige Feministin wieder verpisst hat“
      Falls du denkst, du bist „den Maskus“ hier unangenehm, störst sie in ihrer trauten Einheit, bohrst den Finger gleichsam in ihre Wunde(n), überschätzt du dich (mal wieder) maßlos.

      Nur meine 2 Cent. 🙂

      Lea: „Wen können denn denn (sic!) bitte „gewalttätige Frauen“ ernsthaft noch überraschen?“
      Feministinnen. Natürlich ohne dich.

    • @ Lea

      „aber ich habe mal angemerkt, dass die Methode die angewendet wird um das 50/50 Ergebnis bei Gewaltdelikten zu erhalten, vom Autor (Straus) selbst schon als nicht ausreichend bezeichet wurde“

      Anstatt zehnmal eine Behauptung aufzustellen, würde es reichen, einmal eine Behauptung aufzustellen, die durch eine Quellenangabe nachprüfbar ist. Nachprüfbar war nur Roslins EInwand, Straus selbst habe einen Artikel darüber geschrieben, wie die Forschung zu häuslicher Gewalt von feministischer Seite mit allen Mitteln manipuliert wird (vom Ausschluss von Fördergeldern für Forschungsvorhaben, die die weibliche Opfer-männliche Täter-Dichotomie nicht schon durch ihre Methode im voraus garantieren bis zum Einsatz von Gewalt). Nachprüfbar dadurch, dass der entsprechende Aufsatz von Roslin verlinkt wurde.

  8. Ja, vermutlich ist auch die Betrachtung dessen was die Mehrheit hier unter Maskulismus versteht, genauso belanglos, wie das was Maskulismus eigentlich erreichen möchte.
    Nice try. But you can dust it off – and try again.

    • Es würde sich hier aber kaum jemand hinstellen und sagen: „Ich rechtfertige mich, wenn das überhaupt notwendig sein sollte, nur zu meinen statements“, wenn es z.B. um das Gelbe Forum geht.

      Du wirst zuallermeist eine klare Positionierung vernehmen.

      Nice try, das hast du schön gesagt.

      Es ist natürlich schwer, Aussagen darüber zu treffen „was Maskulismus ist“.

      Beim Feminismus ist es leichter, Aussagen darüber zu treffen was vorherrschend ist. Nicht zuletzt deshalb, weil sich Feministinnen selbst darüber den Kopf zerbrechen.

      Aber selbst das interessiert dich ja nicht die Bohne.

      • Nick: „Aber selbst das interessiert dich ja nicht die Bohne.“
        Die feministische Lichtgestalt kommt, erleuchtet kurz „unsere“ zu kleine Welt und lässt „uns“ dann wieder im Dunkeln zurück – dumm, verbittert, frierend.

      • Dieses „an-einer-Phrase-aufhängen und zum-Inhalt-schweigen“ um den ungebetenen Gast schnell wieder loszuwerden ist mir von „Maskuli(ni)sten“ bereits bekannt. Nice try meint da mehr, den netten Versuch sich um tatsächliche Antworten drumherum zu drücken, die Antwort hat einzig und allein den Zweck, unliebsame Postings in einem gewissen Licht erscheinen zu lassen..

        „Beim Feminismus ist es leichter, Aussagen darüber zu treffen was vorherrschend ist. Nicht zuletzt deshalb, weil sich Feministinnen selbst darüber den Kopf zerbrechen.“

        Nun, dann klär mich doch mal auf über den Feminismus 😀
        Interessant ist, dass „Maskuli(ni)smus für sich eine Diversität einfordert, die er dem Feminismus nicht zugestehen will.

        Da wird meist beklagt, man schwinge die „braue Keule“ um berechtige Forderungen zu delegitimieren etc.etc.etc. – neuster Trend, seit Gesterkamp und Rosenbrock.

      • Ich antworte mal so, dass du es verstehst. Alle Zitate sind dein.

        „Meine Güte hier geht’s ja schlimmer zu als auf’m Jahrmarkt.“
        Du steigst mit einer Beleidigung ein. Tolle Diskussion!

        „Aber ich möchte doch versuchen auf einzelne Aspekte nochmal einzugehen, bevor wieder das klassische gegenseitige Schulterklopfen einsetzt, wenn sich die grausige Feministin wieder verpisst hat.“
        Du machst mit einer Beleidigung weiter. Da kommt wirklich Diskussionsfreude auf.

        „Ich habe nie behauptet, dass es keine häusliche Gewalt gegen Männer gibt, aber ich habe mal angemerkt, dass die Methode die angewendet wird um das 50/50 Ergebnis bei Gewaltdelikten zu erhalten, vom Autor (Straus) selbst schon als nicht ausreichend bezeichet wurde um daraufhin auf eine gleiche Gewaltausübung der Geschlechter zu schließen, da eben bestimmte Formen der Gewalt nicht berücksichtigt werden (sexuelle Gewalt z.B.)“
        Dazu wurde etwas geschrieben, obwohl du deine Aussage in einen Satz mit 7 (!) Zeilen gepackt hast.

        „Aber – Methode hin, Methode her. Ich finde es eher schockierend, dass es manche schockt, dass Frauen eben doch nicht die „friedfertigeren“ Wesen sind, für die sie oftmals gehalten werden. Wen können denn denn bitte „gewalttätige Frauen“ ernsthaft noch überraschen?“
        Darauf habe ich geantwortet. Zusammenfassung: Hier schockt oder überrascht das niemanden. Feministinnen sind davon regelmäßig schockiert.

        „Da versagen alle biologi(sti) schen Annahmen plötzlich. Ich habe das an anderer Stelle schon mal als Rosinen-Pick-Up bezeichnet.“
        Vertritt hier wirklich niemand. Ist aber wieder mal „von oben herab“ argumentiert.

        Wo stehen also Antworten aus liebe Lea? Wurden nicht vielmehr trotz deiner Beleidigungen auf alle inhaltlichen Fragen eingegangen? Natürlich wurde auf alle deine inhaltlichen Fragen geantwortet!

      • Interessant ist, dass “Maskuli(ni)smus für sich eine Diversität einfordert, die er dem Feminismus nicht zugestehen will.

        Ja, Diversität! Einige Feministen wollen Frauen privilegieren, weil Männer und Frauen gleich sind, andere wiederum wollen Frauen privilegieren, weil Männer und Frauen so verschieden sind, und wiederum andere Feministen wollen Frauen privilegieren, weils grade opportun ist. Totale Diversität! Echt geschlechterdemokratisch geschlechtergerecht gleichgestellte Teilhabe, von Frauen für Frauen und vor allem für Frauen!

        Es gibt keine feministische Diversität, soweit wir vom institutionalisierten Feminismus reden, dem Feminismus, der politisch wirkmächtig und damit bedeutend ist. Daneben gibt es feministische Exotinnen, die in ihren Ansichten beträchtliche Schnittmengen mit männerrechtlichen Positionen vorweisen. Sie spielen aber im öffentlichen Diskurs eine marginale Rolle, sind politisch unbedeutend und werden meist von Männerrechtlern zitiert.

        Im Übrigen bin ich der Meinung, dass sich Feminismus als Idee vollständig diskreditiert hat, der Name „Feminismus“ ist verbrannt. Wer Migranten integrieren will, der sollte sich nicht der NPD anschliessen und auf die „Diversität“ in der Partei und die ach so unterschiedlichen Auffassungen verweisen. Das führt bloss zu Missverständnissen.

      • @ Haselnuss

        Den Jahrmarkt-Vergleich habe ich deshalb angeführt, weil hier auf einen Post von mir innerhalb kürzester Zeit so viele Antworten kamen – es wird somit fast unmöglich (gemacht) auch nur ein Thema tiefergehend zu diskutieren ( vielleicht ist dies auch nicht gewollt?)

        Und ja, oft enden Diskussionen mit dem von-Mann-zu-Mann schulterklopfen. Das ist ein Erfahrungswert.
        Aber solche Erfahrungswerte darf man hier hier offenbar nicht äußern, ohne das dies als mit dem Etikett „beleidigend“ abgestraft wird.
        Beispiele:
        Das Lesben „meist männerhassende, neidische Miststücke sind“ geht (fast) kritiklos durch.
        Ähnliches gilt für die Vergewaltigungsdebatte (rape-culture) und die political-correctness-Debatte (linke Denk- und Meinungszensur)

        @ Peter

        Und täglich grüßt das Murmeltier.. 😀

      • @ Lea

        *Aber solche Erfahrungswerte darf man hier hier offenbar nicht äußern, ohne das dies als mit dem Etikett “beleidigend” abgestraft wird.*

        Was beklagst Du Dich?

        Immerhin ist die garstige Feministin noch nicht gesperrt, was man von mir und Christian seitens der Mädchenmannschaft nicht behaupten kann.

        Gut, Peter gehört zur etwas ungeduldigen Truppe, Haselnuss zur etwas schneller beleidigten, aber sonst, sonst sind sie doch ganz vernünftig.
        Schön, Peter zeigt manchmal den etwas rauhen Charme der Schweizer Berge mit einer frostigen Brise Gletscherluft unterlegt, aber, ABER, daneben gibt es ja noch uns, den Christian und mich, abgeklärt, milde, völlig unpolemisch, geduldig, die Liebenswürdigkeit in Person.

      • Lea: „Aber solche Erfahrungswerte darf man hier hier offenbar nicht äußern, ohne das dies als mit dem Etikett “beleidigend” abgestraft wird.“
        1. Du gerierst dich direkt als Opfer. Das ist natürlich argumentativ bequem, wenn du den Spieß einfach umdrehat. Du musst dich dann nicht für die Äußerungen erklären. Aber denke nicht, ich hätte es nicht bemerkt. 😉
        2. Ich strafe dich auch nicht ab. Ich sage meine Meinung zu deinen, wie du sagst, unglücklichen Formulierungen. Denk mal darüber nach, wie du es fändest, würde ich dir schreiben: „Ihr ignoriert mich eh und lebt in eurer heilen Welt weiter.“ Das ist als Einstieg nicht besonders freundlich.

        Lea: „Das Lesben “meist männerhassende, neidische Miststücke sind” geht (fast) kritiklos durch.
        Ähnliches gilt für die Vergewaltigungsdebatte (rape-culture) und die political-correctness-Debatte (linke Denk- und Meinungszensur)“
        Wo?

        @Lea:
        Ansonsten unterstellst du deinen Mitdiskutanten genau das, was du selber gerne machst.

      • @ Lea

        „Das Lesben “meist männerhassende, neidische Miststücke sind” geht (fast) kritiklos durch.
        Ähnliches gilt für die Vergewaltigungsdebatte (rape-culture) und die political-correctness-Debatte (linke Denk- und Meinungszensur)“

        Won wem stammt das Zitat, Lesben seien “ “meist männerhassende, neidische Miststücke“. Wieder von dir selbst?

        Es würde die Debatte enorm vereinfachen, wenn du dich wie die meisten anderen hier daran gewöhnen würdest, Behauptungen zu belegen anstatt vage Unterstellungen zu tätigen.

        „Den Jahrmarkt-Vergleich habe ich deshalb angeführt, weil hier auf einen Post von mir innerhalb kürzester Zeit so viele Antworten kamen – es wird somit fast unmöglich (gemacht) auch nur ein Thema tiefergehend zu diskutieren ( vielleicht ist dies auch nicht gewollt?) “

        Du hast es erfasst. Wenn eine Feministin hier unangenehmes ausspricht, startet das Patriarchat sofort eine konzertierte Aktion und stellt absurde Nachfragen (nach Quellenangaben etc.), mit dem Ziel, die tiefergehende Reflexion zu unterbinden.

  9. Übrigens: „Biologismus“ ist kein Argument. Die Frage, ob Aussage X wahr ist oder nicht, kann nicht dadurch beantwortet werden, dass man X als Biologismus qualifiziert.

    • Nein, darum geht es nicht. Es geht darum aus angeblichen biologischen Grundlagen ein Politikum zu machen.
      Genau diese Aussagen X werden nicht hinreichend überprüft – belegt eine „wissenschaftliche“ Arbeit irgendetwas, was ins Meinungsbild passt, werden diese Arbeiten gebetsmühlenartig und kritikfrei rezitiert.

      • Hier kommt man tatsächlich an einen Punkt, wo man sich fragt ob wirklich alle Grundlagen immer und jederzeit aufgerollt werden müssen.
        Natürlich sind alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse kritisier- und verhandelbar, aber wer von Evolution nullkommanix verstanden hat (siehe Zitat unten) und eine Ideologie vertritt, welche sich gegen biologische Erkenntnis abschottet und die Grundannahme vertritt, Geschlechterrollen haben absolut gar keine biologischen Korrelate (also in allen nature vs. nurture-Debatten per Default die Extremposition 0%:100%), dem muss man halt doch empfehlen, erst einmal ein wenig auf einem Blog wie diesem zu lesen, um zumindest ansatzweise die Argumente zu kennen mit denen man sich anlegen will.

      • Mein Wissen oder Unwissen kannst wohl kaum anhand einiger Posts auf diesem Blog beurteilen.
        Gleiches gilt für das „du-vertrittst-eine-Ideologie-die…“-Argument. 😉

        Als naiv ist da wohl doch eher die Wissenschaftsgläubigkeit einiger hier zu bewerten – aber Feminismus ist ja eine Religion, schon klar

        Aber es wäre ja auch doof, wenn es auch nur eine Feminist_in gäbe, welche_r partout nicht die klassischen Feindbild-Trigger bedienen möchte – so würde man sich ja sein geschaffenes Feindbild zerstören UND müsste flexibel auf Kritik eingehen, anstatt immer wieder den gleichen Kauderwelsch zu wiederholen.
        Und dann könnte man sich ja auch über nichts mehr beschweren.

      • DU als Feministin solltest mit dem Vorwurf des Biologismus etwas sparsamer umgehen. Der feministische Geschlechteressentialismus und vulgärer Biologismus sind völlig gleichwertig in ihren pauschalen Abwertungen. Sie unterscheiden sich lediglich in ihren Begründungen.

        Was ist der Unterschied zwische Breivik und einem „klassischen Nazi“?

        Beivik bedient sich eines Essentialismus, der den christlich-westlichen Menschen dichotomisch dem muslimisch-orientalischen gegenüber stellt. Nicht die Gene sind es, so wie der „klassische Nazi“ argumentieren würde, sondern die Prägung durch die (Un-)Kultur. Die Pauschalität des Urteils ist die selbe. Die kulturalistische Begründung befreit sodann vom Vorwurf des Rassismus. Die Methode hat der Breivik von den Feministen abgeguckt! Ganz schön pfiffig!

      • Und schon ziehst du dich wieder zurück in die Opferperspektive, weil du dich in mein angebliches „Feindbild“ hineinprojizierst.

        Du legst hier genauso anderen Argumentationen, Ideologien und Feindbilder in den Mund, hast dann aber nicht mehr drauf als das umgekehrt zum Vorwurf zu machen. Das zeugt von extrem wenig Selbstreflektion, tut mir Leid.

        Der hilflose Vergleich von Wissenschaft mit Religion lässt immer wieder schmunzeln, danke dafür.

        Denke aber nicht, dass sich das hier keiner gemerkt hat, sobald du das nächste Mal versuchst, wissenschaftlich zu argumentieren.

      • um zumindest ansatzweise die Argumente zu kennen mit denen man sich anlegen will.

        And that’s the point.

        Ich beschäftige mich ja auch mit Feminismus. (Die Feststellung, dass etwas vorherrschend ist sagt nicht, dass es nicht auch Anderes gäbe)

        Du behauptest „Feminismus ist soundso, weil es logisch ist dass er soundso ist“

        Ich benenne eine Feministin, die das ganz klar widerlegt.

        Du sagst: „Interessiert mich nicht“

        Nun stellst ausgerechnet du dich hin und bemängelst, dass auf dein Inhalt nicht eingegangen werde.

        Es ist richtig, dass ich deine Posts nach so einem Satz nicht weiterlese, wozu noch?

        Deine Vorwürfe kann man getrost als lächerlich bezeichnen, du produzierst nur ein Strohmann-Argument nach dem anderen.

      • Wo habe ich „versucht wissenschaftlich zu argumentieren“?
        – Ich habe auf ein paar Grundlagen hingewiesen, die hier kläglich zu vermissen sind.

        Habe ich hier wissenschaftliche Artikel verlinkt oder auf studien verwiesen?

        Ach, weißt du, ich persönlich brauche keine Feindbilder, die keinem (am allerwenigsten mir) was nützen und dem Thema in der Gesamtheit schaden.
        Aber das kann ja jeder halten wie er oder sie will 😉

      • Mein Wissen oder Unwissen kannst wohl kaum anhand einiger Posts auf diesem Blog beurteilen.

        Aber Hallo kann man das. Deine Wissenslücken sind offenkundig.

        Nicht einmal mit Feminismus kennst du dich aus.

      • @ Nick

        Ich habe gesagt, dass ich mich dafür nicht rechtfertigen werde, wozu auch?

        Jedes Lager kann Zitate aus dem anderen Lager aufgreifen und sagen: „Ha, siehste! Da widersprichst du dir doch selbst!“ – obwohl das Zitat eben nicht von einem selbst stammt, soll man die Verantwortung dafür tragen? 😀

        Das Problem ist doch viel eher, dass es – ich verwies bereits darauf – beide Lager doch sehr vielfältig in ihrer Argumentation sind, sodass man kaum noch von tatsächlichen, homogenen Lagern sprechen kann.

        @ Peter

        Ja, es gibt biologistische Versionen des Feminismus, das bestreitet doch niemand.
        Anscheinend sind die Wörter „biologistisch“/“kulturalistisch“ hier ganz schöne trigger..

      • „Wissenschaftsgläubigkeit“, das ist wieder genau das gleiche wie oben. Anstatt eines Argumentes kommt eine Wertung.

        Es wäre viel interessanter zu wissen, warum aus deiner Sicht Biologie für die Erklärung des menschlichen Verhaltens irrelevant ist, oder warum man naturwissenschaftlichen Erkenntnissen weniger Bedeutung zumessen sollte als soziologischen oder irgendwelchen Diskurstheorien.

  10. „Wenn das menschliche Dasein hauptsächlich durch Gene determiniert wird, wie haben sich Menschen denn überhaupt weiterentwickelt? Haben nicht gerade die „Verhaltens-Abweichungen“ zum Fortschritt vom „Etablierten“ geführt? Warum sollte das bei der Geschlechter-Frage anders sein?“

    Ach du meine Güte.
    Wenn man auf dem Themengebiet dermaßen unbeleckt und naiv ist, warum spart man es dann nicht einfach ganz aus?

      • Gerne beantworte ich dir deine Frage, wenn deine Biologielehrerin in der 7. Klasse dies versäumt haben sollte (oder du nur im Reliunterricht aufgepasst hast)

        „Wenn das menschliche Dasein hauptsächlich durch Gene determiniert wird, wie haben sich Menschen denn überhaupt weiterentwickelt?“

        Durch EVOLUTION. (natürliche Selektion von Gendispositionen über viele Tausend Generationen)

        Hoffe dir geholfen zu haben.

      • Du hast die Frage nicht verstanden – macht aber nix.
        Du hast es ja erfolgreich für deine Gunsten benutzen können um mich nicht gerade subtil als unwissenden Naivling darzustellen 😉

        Unabhängig davon habe ich keine Lust eine Debatte auf der persönlichen, unterstellenden Ebene zu führen.

        Komisch, das man das immer nochmal extra sagen muss, wobei das doch eigentlich klar sein dürfte, wenn man über ein THEMA diskutiert.

      • Lea: „Unabhängig davon habe ich keine Lust eine Debatte auf der persönlichen, unterstellenden Ebene zu führen.“
        Das tust du in einer riesigen Tour.

        Du. Teilst. Wertungen. Und. Etikette. Am. Fließband. Aus.

  11. Du bist hier in die Diskussion eingestiegen und hast sofort massenhaft Standpunkte unterstellt, die gar nicht Thema waren (daher auch unter andem zum Chor gepredigt ohne es dir bewusst zu sein).
    Hast du wirklich so wenig Selbstreflektion, das dann noch bei anderen anzumahnen?

  12. Na ja, ich vermute Lea wollte einfach darauf hinaus, dass es neben der biologischen Evolution auch noch eine kulturelle Evolution gibt.

    „Den Jahrmarkt-Vergleich habe ich deshalb angeführt, weil hier auf einen Post von mir innerhalb kürzester Zeit so viele Antworten kamen – es wird somit fast unmöglich (gemacht) auch nur ein Thema tiefergehend zu diskutieren ( vielleicht ist dies auch nicht gewollt?)“

    Ich schlage vor, dann vielleicht tatsächlich erstmal auf EIN Thema zu fokussieren und anschließend zum nächsten überzugehen.
    Du neigst ja selbst auch ein wenig dazu, liebe Lea, VIELE Themen auf einmal in Deinen Beiträgen anzusprechen.

    Wähl doch einfach mal EIN Thema aus und diskutiere dieses themenzentriert mit allen an einer Diskussion Interessierten durch. Wenn zu dem Thema dann vorerst alles Wichtige gesagt ist, kann anschließend zum nächsten übergegangen werden. Ich vermute, so würde es besser klappen.

    Ich finde auch, dass es hier hin und wieder ein gewisse Übersensibilität gibt, sich zu schnell beleidigt zu fühlen – ähnlich wie bei manchen Feministinnen.

    Jeder Diskriminierungsdiskurs scheint eine gewisse Tendenz zu besitzen, Einseitigkeiten und Übertreibungen hervorzubringen, so dass z.T. eine Mentalität entstehen kann, aus jedem Furz eine Beleidigung und Diskriminierung zu machen. Feministinnen haben es vorgemacht, Männerrechtler machen es nun z.T. nach.

    Trotzdem sei gesagt, dass Schlagworte wie „Maskulinismus“ und „Biologismus“ einer sachlichen Diskussion natürlich wenig förderlich sind. Stell Dir vor, Dir käme beständig jemand in der Diskussion mit dem Vorwurf des „Soziologismus“ oder des „misandrischen Radikal-Feminismus“, obwohl das gar nicht Deiner Selbsteinschätzung entspricht.

    Dir mangelt es doch nicht an Intelligenz und Formulierungsgabe und Du scheinst ja an den Themen wirklich interessiert zu sein, da könntest Du auf solche scheinargumentativen Schlagworte eigentlich auch verzichten.

  13. Komisch, das man das immer nochmal extra sagen muss, wobei das doch eigentlich klar sein dürfte, wenn man über ein THEMA diskutiert.

    Und was war Dein Thema?

    Männer und insbesondere Maskulisten sind Scheisse, nicht wegen des XY, sondern weil sie durch die tradierte Sozialisation zu Männern gemacht wurden. Und ein Pauschalurteil ist das nicht. Es gibt ja die profeministischen Männer, die geben Lea recht und sind in Ordnung. Stimmt das so?

    Ach Lea, geh doch schmollen, menstruieren oder Blumen giessen.

  14. @Leszek:

    Ich dachte mir auch, dass sie die kulturelle (R)Evolution meint, aber die hat eben nichts mit Genen zu tun die sie mit reinwirft.
    So kann man nicht die Frage angehen, ob ein bestimmtes Verhalten nun von Genen disponiert wird oder nicht.

    Und Wissenschaftskritik kann man nur mithilfe wissenschaftlicher (epistemologischer) Argumentation kritisieren, sonst begibt man sich auf den Pfad der Esotherik oder Religion.

    Allgemein sehe ich bei ihr auch das Potential mitzudiskutieren, wenn sie mal ihre Gedanken ein bisschen strukturiert und nicht wild zwischen verschiedensten Themen und Opferrolle hin- und herspringt.

  15. Ich würde gerne wieder zum Ursprungsthema „Opfernarzissmus“ zurückkehren.
    Ich denke diese „nuture vs. nature“-Debatte würde sich noch bis in alle Ewigkeit hinziehen und es gibt doch wahrlich spannendere Beschäftigungen als endlose, anonyme Diskussionen.
    Vielleicht werde ich mich aber dennoch an anderer stelle mal zu dem Thema äußern.

    Ich weiß nicht was Frauen im Allgemeinen davon haben sollen, opfernarzisstisch zu sein.
    Klar, der Feminismus beschwert sich viel, gerne über Männer, aber auch über Frauen.
    Wo genau der strittige Punkt ist, wenn ein PUA über „hate fucks“ schreibt,
    ist mir sehr schleierhaft. Denn für mich gibt es allein bei der Phrase eigentlich keine Debatte mehr, sie spricht für sich. Im Grunde sehe ich in dem Begriff „Opfernarzissmus“ eine weitere Reproduktion, eine Art Andock-Manöver, an das was zumindest in diesem Blog, aber auch in den im maskuli(ni)stischen/antifeministischen Kreisen propagandiert wird: Feministische Forderungen werden mit dieser Phrase zum einen personifiziert, pathologisiert und zum anderen spöttisch belächelt. Das ist alles nichts Neues, diese Trend gab es schon zu Beginn der Frauenbewegung. Komisch, dass sich gerade angeblich progressiv denkende Menschen mit solchen abgedroschenen Phrasen schmücken.
    Letztlich bedeutet der Begriff ja nichts anderes, als sich in seiner Opferrolle zu gefallen, praktisch von unten nach oben zu schreien, um endlich mal was sagen zu dürfen, zu fordern, auf gleicher Augenhöhe zu stehen um im selben Moment, die Möglichkeit dazu auszuschlagen, weil es ja doch schöner ist, unten zu stehen um den Opferstatus zu behalten.
    Außerdem impliziert das an „Opfer“ herangefügte Wort „Narzissmus“ einen gewissen Luxus, wobei das eine das andere schon per definitionem ausschließt. *
    Wer tatsächlich in seinen Opferstatus „verliebt“ (narzisstisch ist abgesehen davon ein viel zu weitläufiger Begriff) ist, kann alles mögliche sein, ist aber kein aktiver, wehrhafter Mensch mehr.
    Merkwürdig genug, dass diese Phrase besonders dann aufgesagt wird, wenn Feminist_innen aktiv Forderungen stellen.
    Der Begriff „Opfer“ wird – meiner Beobachtung nach – besonders auf antifeministischen/maskuli(ni)stischen Websites/Foren so derart inflationär gebraucht, dass es an seiner eigentlichen Bedeutung schon viel Wert eingebüßt hat. Ob das so gewollt ist?
    Letztlich halte ich nichts von Opferinsenzierung, impliziert das doch für mich immer eine gewisse Ohnmacht und Handlungsunfähigkeit.

    Interessant erscheint mir dann aber – wenn der Maskulismus, so wie er sich oft inszeniert, das Negativ zum Feminismus ist – die wenigen Auftritte in der Öffentlichkeit. Wo bleibt denn das sichtbare, öffentliche Aufbegehren.
    Und jetzt bitte nicht antworten „Ja, das wird in dieser Femokratie alles unterbunden“ – wird es nämlich eben nicht. Aber offenbar sind noch nicht genügend „Jünger_innen erwacht“, wie ich neulich auf irgendeiner Masku-Page lesen musste.

    *Ähnliches gilt ja auch für die Debatte um „feministische Definitionshoheit“ bei Begriffen wie „Vergewaltigung“, „sexuelle Belästigung“ etc.

    • Vielleicht werde ich mich aber dennoch an anderer stelle mal zu dem Thema äußern.

      @ Lea

      Ist das eine Drohung?

      Ich weiß nicht was Frauen im Allgemeinen davon haben sollen, opfernarzisstisch zu sein.

      Ein WAHRES Opfer hat Anspruch auf (materielle) Entschädigung für erlittenes Unrecht. Damit dürfte das Motiv klar sein.

      Feministen klassifizieren Frauen insgesamt als Opfer. Da liegt das Problem. Es geht nicht um den konkreten Fall, in dem Unrecht nachgewiesen wird, sondern um eine Ideologie, welche pauschal Frauen als Opfer klassifiziert und daraus Kompensationen fordert. Manche Maskulisten wollen aber einfach nicht einsehen, warum die in Saus und Braus lebende Frau Ackermann ein Opfer sein soll und Anspruch auf Kompensation hat.

      Sooo schwer zu verstehen ist das doch nicht, oder?

      • Warum sollte das eine Drohung sein? 😀

        Ich finde dieses Opfernarzissmus-Klischee angesichts dem Wandel der sich auch durch den Feminismus vollzogen hat doch etwas platt – das Opfer ist doch eben durch seine erzwungene Passivität kaum dazu in der Lage einen Wandel herbeizuführen.
        Es besteht ein immenser Unterschied zwischen der Kenntlichmachung von Ungerechtigkeiten – welches an sich einen aktiven Prozess der Refelektion voraussetzt -und nach sich zieht und der Ohnmacht eines Opfers, das sich nicht wehren kann.
        Der Feminismus verlautet doch, dass Frauen eben nicht Opfer sein müssen, sondern sich durchaus im Rahme der politischen Ordnung zu Wehr setzen können und sollen.
        Letztlich ist der Begriff bezeichnend für einen falsch verstandenen Feminismus.

      • Ich finde dieses Opfernarzissmus-Klischee angesichts dem Wandel der sich auch durch den Feminismus vollzogen hat doch etwas platt

        Platt ist der Opfernarzissmus angesichts der heutigen Verhältnisse.
        Opfernarzissmus ist kein Klischee, sondern Realität. Sich als Opfer darzustellen ist vorteilhaft, weil;

        – ein Opfer (Opfer in unserem Kontext ist jeder, der als Opfer anerkannt wird) hat Anspruch auf Kompensation für erlittenes Unrecht (hatte ich bereits ausgeführt)

        – weiblicher Narzissmus wird bedient, weil ein Opfer Anteilnahme und damit Aufmerksamkeit erhält. Hier muss zwischen tatsächlich erlittenem Unrecht und herbeifantasiertem, dass erst nach 6 Jahren Gender Studies „erkannt“ wird, unterschieden werden.

        Der Feminismus verlautet doch, dass Frauen eben nicht Opfer sein müssen

        Sind sie ja auch nicht per se. Eine systematische Benachteiligung von Frauen gibt es nicht, wobei ich vom Hier und Heute spreche. Wie das in Mauretanien vor hundert Jahren war – das ist eine andere Baustelle.

      • @ Peter
        ich habe erst deinen Satz:

        „Ach, Lea geh doch schmollen, menstruieren oder Blumen gießen“ entdeckt.

        Aber ich versteh schon: Retro ist Trend – wobei sich natürlich die Frage stellt, ob man jemals mal in der Gegewart angekommen ist, begreift sich retro im Sinne von retrospektiv, also als eine Art nostaglische Wiederbelebung dessen was mal „dufte“ war.

        Aber wir wissen ja beide, was das für diesen Satz bedeutet 😉

      • Aber ich versteh schon: Retro ist Trend – wobei sich natürlich die Frage stellt, ob man jemals mal in der Gegewart angekommen ist, begreift sich retro im Sinne von retrospektiv, also als eine Art nostaglische Wiederbelebung dessen was mal “dufte” war.

        Ich gebe mir alle Mühe, Deine Beiträge zu decodieren, ehrlich. Trotzdem bleiben sie für mich kryptisch.

        Retro-Trend? Was vorbei ist, ist vorbei. Ein Zurück gibt es nicht. Ein Vorwärts ist dringend angesagt.

        Was heisst das konkret? Mal ein Beispiel: Vater ist der Ehemann zur Zeit der Empfängnis. So etwa steht es im BGB. Diese Regelung stammt aus einer Zeit, als;

        – die Auflösung der Ehe nur schwer möglich und nicht üblich war („bis dass der Tod euch scheidet“)

        – die Feststellung der Vaterschaft im Gegensatz zu heute nicht möglich war

        – die Sexualmoral repressiv war, Ehebruch als schuldhaftes Vergehen im Scheidungsprozess geahndet wurde (Schuldprinzip verus heutigem Zerrüttungsprinzip)

        – Vor- und ausserehelicher Geschlechtsverkehr sozial geächtet wurde, da nicht mit den Moralvorstellungen von damals vereinbar

        – Aussereheliche Kinder als Schande betrachtet wurden, Geschiedene sozial geächtet wurden

        Ausgehend von den damaligen Verhältnissen wird die Regelung verständlich. Die Verhältnisse haben sich aber grundlegend verändert. Wenn die sexuelle Selbstbestimmung der Frau als hohes Rechtsgut gilt, ausserehelicher Verkehr nicht mehr geächtet wird, die Auflösung der Ehe jederzeit problemlos möglich ist und die Vaterschaft mittels Gentest einwandfrei festgestellt werden kann, dann ist die „Vaterschaftsvermutung“ nicht mehr zeitgemäss, d.h die Vaterschaft müsste von Amtes wegen nach der Geburt festgestellt werden. Schliesslich erwachsen aus der Vaterschaft weitreichende Pflichten für den Vater sowie Erbrechte für das Kind.

        Eine weitergehende Frage wäre, ob die biologische Vaterschaft de facto überhaupt noch eine Bedeutung hat, welche die weitreichenden Pflichten rechtfertigt.

        Feministen aber halten an den alten und überholten Regelungen fest, weil sie für die Mutter eine Reihe von Vorteilen bietet. Kurzum: Feminismus ist ein Hindernis für ein zeitgemässes Recht geworden. Feminismus ist reaktionär.

        Feminismus ist sowas von Retrostyle ey!

    • @ Lea

      Ein paar Zitate zum vulgärfeministischen Opfernarzissmus:

      Andrea Dworkin: „“Under patriarchy, every woman’s son is her potential betrayer and also the inevitable rapist or exploiter of another woman“

      Marlilyn French: „Alle Männer sind Vergewaltiger und sonst gar nichts.“

      Alice Schwarzer: „Unser Feind ist meist nicht, wie im großen Krieg, der klar bestimmbare Fremde, sondern häufiger der eigene Mann: der Vater, Bruder, Geliebte, Sohn“

      Der Radikalfeminismus ist nicht gerade arm an Äußerungen dieser Art. Solche Zitate bekannter und einflussreicher Radikalfeministinnen setzen einen allgemeinen Opferstatus von Frauen voraus. Extremer Opfernarzissmus geht auch nicht selten mit „Hate Speech“ einher. Die Mentalität dahinter: „Ich bin Opfer, darum darf ich mir alles erlauben.“

      (Die maskulistische Variante dieses Syndroms lässt sich bei einigen anonymen Spinnern in gewissen gelben Foren beobachten. Ja, es gibt auch maskulistischen Opfernarzissmus.)

      Im Vulgärfeminismus werden opfernarzisstische Diskursformen in unterschiedlichen Schweregraden auch strategisch zur Durchsetzung der eigenen Interessen verwendet. Evolutionär-psychologisch betrachtet geht damit ein Appell an männliche Beschützerinstinkte einher. Weit davon entfernt die traditionellen Geschlechterrollen aufzulösen, werden diese durch opfernarzisstische vulgärfeministische Diskursformen zementiert. Hinter der unrealistischen Konstruktion eines allgemeinen Opferstatus der Frau bei gleichzeitiger allgemeiner männlicher Privilegierung steht stets die Forderung an Männer ihrer Beschützer- und Versorgerrolle gegenüber Frauen stärker nachzukommen.

      Die Konstruktion eines allgemeinen weiblichen Opferstatus hat die Funktion die Durchsetzung feministischer Forderungen (unabhängig von ihrer tatsächlichen Richtigkeit) zu erleichtern. Gleichzeitig können berechtigte männerrechtliche Anliegen dadurch an den Rand gedrängt und lächerlich gemacht werden:

      http://maedchenmannschaft.net/heul-doch-und-kauf-dir-nen-dauerlutscher-oder-was-soll-man-sonst-zu-den-armen-mann-opfern-sagen/

      Emanzipatorisch ist diese Strategie freilich nicht, im Gegenteil. Frauen werden dadurch gerade nicht ermutigt und ermächtigt, dass ihnen eine allgemeine Opferrolle zugewiesen wird. Und Männer werden – klassisch patriarchalisch – aufgefordert, sich nicht über sie betreffende Benachteiligungen zu beschweren, sonst seien sie Jammerlappen (Heul doch = Jungen weinen nicht). Die traditionellen Geschlechterrollen werden dadurch verstärkt, weshalb ich Feminismus dieser Art auch als verschleierten Traditionalismus bezeichne.

      „Letztlich halte ich nichts von Opferinsenzierung, impliziert das doch für mich immer eine gewisse Ohnmacht und Handlungsunfähigkeit.“

      Richtig. Von reiferen Feministinnen wie Elisabeth Badinter wird der vulgärfeministische Opfernarzissmus daher auch kritisiert.

      Sie bemerkte dazu:

      „Der Feminismus sieht überall nur Opfer. Das Opfer ist der grosse Held unserer Gesellschaft geworden. Der Schriftsteller Pascal Bruckner hat dieses Phänomen schon vor neun Jahren in seinem Buch «La tentation d’innocence» untersucht, das auf Deutsch «Ich leide, also bin ich» heisst. Wer in der Politik oder sonst wo etwas erreichen will, muss heute als Opfer auftreten, erst dann wird er gehört und geachtet. Die Feministinnen haben diesen Stimmungswechsel schnell kapiert und präsentieren Frauen unter allen möglichen Gesichtspunkten permanent als Opfer – Opfer der Männer, der Arbeitswelt, der Politik – kurz: als hilflose Wesen, die immer öfter beim Gericht Zuflucht suchen wie Kinder bei Papa und Mama. Aus den Frauen werden Kind-Frauen gemacht.“

      Arne Hoffmann kritisierte die entsprechende Mentalität kürzlich in einer Passage des Artikels „Jenseits des deutschen Frontendenkens“:

      http://cuncti.net/machbar/84-jenseits-des-deutschen-frontendenkens

      „Für die überzeugte Feministin ist alles schlimm im Frauen verachtenden Patriarchat, für den überzeugten Maskulisten ist alles elend in der Männer verknechtenden Femokratie. Vertreter beider Gruppen führen sich auf, als würden wir in einer mörderischen Diktatur wie Birma oder Äquatorial-Neuguinea leben.“

      • Hm, ich kann mit diesen Zitat-Bomben immer recht wenig anfangen, weil die zumeist aus den polemischen 70ern stammen und z.T. natürlich arg übertrieben waren.
        Da hat man halt Aufmerksamkeit erwecken wollen, indem man schwierige Theman schon mal verkürzend mit Schlagwörtern in die Debatte gebracht hat.
        Hat für mich heute allerdings wenig Relevanz, was irgendwelche Tanten irgendwann mal gesagt haben – auch wenn feministische Tradition natürlich in Ehren gehalten werden will 😉
        Außerdem gehören zu diesen Zitaten ja auch noch der Kontext.

        Umgekehrt könnte ich hier auch zahlreiche aktuelle (!) Zitate von diversen Masku-Pages anführen, die (so hoffe ich doch mal) auch einige der hier Schreibenden äußerst kritisch bewerten würden – aber dazu hast du dich ja auch schon treffend geäußert.

        Was genau verstehst du unter „Vulgär-Feminismus“? Klingt spannend 😀

        Ich sehe es im Grunde so: Nörgeln kann man, wenn man alt und grau ist und mit dem Rollator spazieren geht – solange man geistig agil genug ist, sollte man immer rekletierend durch die Welt gehen und vielleicht auch mal überlegen, was genau man selbst aktiv verändern kann – zu allererst an sich selbst.

        Aber auch das hat seine Grenzen, wie das Thema Vergewaltigung zeigt – da hilft das alles nicht, da kann keine Reflektion schützen.

        Das gilt für beide Geschlechter.

      • Aber auch das hat seine Grenzen, wie das Thema Vergewaltigung zeigt – da hilft das alles nicht, da kann keine Reflektion schützen.

        Und ewig kreist der Feminismus unbelehrbar um sich selbst. Jetzt kommst du wieder mit dem Vergewaltigungsmythos an. Ich dachte, das hätten wir inzwischen geklärt. Man könnte statt mit Frauen auch mit Wänden sprechen. Das hätte denselben Effekt und spart viel Aufregung.

    • @ Lea

      Danke, Lea, schönes Video.

      Nur die Unterlegung mit einer Händelarie (eine meiner Lieblingsarien von Händel) gefällt mir nicht.

      Die Darbietung (melodramatische Frauenstimme) auch nicht.

      Das war eine Arie für Kastraten, deren Stimmlage (Knabensopran mit der Wucht, dem Volumen, der Lautstärke einer übergroßen Männerstimme – durch Kastration verspäteter Epiphysenschluss – übergroße Brustkörbe > entsprechende Pauer beim Singen), da es keine Kastratensänger mehr gibt, heute von Kontratenören nachgeahmt wird.

      Manchmal hervorragend, hier allerdings elektonisch erzeugt durch das Mischen eines Kontratenors mit einem Frauensopran.

      Trotzdem ganz schön.

      Wirklich gut ist es aber auch nicht.

      Fand leider nichts besseres.

      Aber dafür ist das Video gute antifeministische Aufklärung.

      Das ist ja die Hauptsache.

      Deshalb noch mal: Danke, Lea.

      • Naja.
        Das Video an sich fällt doch recht mager aus, so werden Zahlen aus den 70ern mit Zahlen von 2007 vergichen,
        Mal wieder werden Feministinnen angeführt, deren Einfluss in der BRD doch überaus beschränkt war.
        Die Geschichte mit dem Lohn ist und bleibt eine Art Glaubensfrage.
        Dann das gerne auch hier immer wieder (absichtlich?!) fehlinterpretierte Zitat „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“
        Eigentlich kann man es nur absichtlich fehlinterpretieren.
        Naja und ein paar Graffities als Gewalt auszugeben.
        Hm.
        Bleibt doch recht schwammig und naja, man hat halt mal ganz tief in die Mottenkiste gegriffen. Alles nichts neues.
        Als Aufklärung ist wohl kaum zu bezeichnen, aber da hat jeder andere Maßstäbe.

        Es ging aber mehr um die Kommentare, die da zu diesem Video geäußert werden.

  16. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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