Patriarchaler Feminismus

Auf dem Blog „Feminist Critics“ wird ein Fall dargestellt, indem es ein feministischer Blog gut fand, dass ein Mann den Männern, die Frauen schlagen, Gewalt androhte. Dazu schreibt man dort:

It seems to me that this is a classic example of what I’ll call “patriarchal feminism”: the easy and unprincipled embrace of patriarchal double standards so long as those double standards operate for women’s benefit.

Patriarchal feminism is not the same as gynocentric feminism, but is properly seen as a subset of it. It is a particularly glaring example of the inegalitarian tendencies of gynocentric feminism in that it deploys or endorses specifically patriarchal approaches in order to improve or sustain women’s quality of life, even though those approaches are often explicitly sexist.

Ich denke auch, dass sich Teile des Feminismus gerne diesem Doppelstandard bedienen (wenn ich auch die Bezeichnung als patriarchalischen Feminismus ironisch, aber dennoch unpassend finde).

Dass ist zB der Fall wenn Männern vorgehalten wird, dass sie Versager sind (was ja eine Betonung der Versorgerrolle und des Statusgedankens ist) oder „echte Männer“ dies oder das nicht tun.

Zum konkreten Fall heißt es dann zu einem besseren Ansatz:

If one wanted to formulate a non-sexist rule about violence, it seems to me it would have to be something along the lines of, “A physically stronger person should never strike a physically weaker person.” Perhaps some exception should be built in to allow for ‘outside of outrageous verbal or emotional provocation,’ but that would certainly open up a thorny can of worms (to torture a metaphor).

Of course, a rule that ‘the strong must never strike the weak’ would completely undercut the foundation of the violent male dominance hierarchy on which patriarchy is generally built.

Und ohne diese Dominanzhierarchie geht eben auch das Feindbild flöten. Da ist es besser sich den Mann als Aggressor zu erhalten und selbst sexistisch zu sein.

12 Gedanken zu “Patriarchaler Feminismus

      • @ El_Mocho

        Du hast die wichtigste Analogie vergessen mein:

        Wer in solcher Weise zur Gewalt gegen Frauen ausrufen würde…..^^

        Phöser, phöser Frauenhasser.

        Naja, hoffen wir mal, dass es der Fake eines phösen, phösen Frauenhassers ist. Immerhin hieße das, dass die weiblichen Seilschaften nicht so aggressiv und brutal sind, wie es die Seite vermittelt….

      • Ist das legal? Wer in solcher Weise zur Gewalt gegen Muslime oder Juden aufrüfen würde, wäre wohl schnell vom Netz.

        Es wurde, meine ich, schon anders herum entschieden: Frauen sind keine Minderheit, weshalb der Volksverhetzungsparagraf gar nicht erst greifen kann.

        Was ich auch sinnvoll finde. Gleiches muss natürlich für Männer gelten.

  1. Die Seite ist eine kleine billige Provokationsseite ohne wesentliche Anbindung oder billigung durch Feministen. Sie hat wahrscheinlich 5 Zugriffe pro Tag. Sich mit ihr zu beschäftigen bedeutet auf einen Strohmann einzudreschen und ist damit sinnleer.
    Mich interessieren eher Fundstücke aus dem tatsächlichen Feminismus. Der abwertende Umgang mit Benachteiligungen von Männern scheint mir ein Beispiel zu sein

      • @ Imion

        *Woher weist du das?*

        Die meisten FeministInnen halten sich für ganz besonders gut, sozial, uneigennützig – sie sind die Guten, denken sie.

        Viele sind davon ehrlich überzeugt.

        D.h., kaum eine Femjnistin würde so offen ihr wahres Empfinden gegenüber Männern offenbaren, zumal es eben auch nur bei sehr wenigen BEWUSST so ist.

        Bei denen, bei denen es BEWUSST so ist, sind wiedderum nur wenige dumm genug, es öffentlich zu machen bzw. radikal ehrlich genug.

        Mary Daly, Valerie Solanas, das sind Ausnahmen.

        Ich halte zwar nicht viel von der Klugheit der allermeisten FeministInnen – die meisten sind, wenn sie Frauen sind, wie so oft bei Frauen, guter Durchschnitt, schlau genug, sich nicht zu decouvrieren, aber nicht schlau genug, um zu erkennen, das die schlimmsten Verbrechen reinen Gewissens begangen werden können.

        Nein, so dumm ist keine FeministIn und für echte Radikalität scheint mir die SEite wiederum zu berechnend, berechnet darauf, Männer wie Dich wütend zu machen.

      • @alexander

        Nun, das EMMA forum spricht da eine andere sprache, wenn die Mädels mal wieder darüber sinieren, wie toll die Welt ohne Männer wäre.

        Oder unsere berühmte Anarcho Feministin, oder auf Lucias Blog, wo geraten wird, einem Vergewaltiger den Kehlkopf einzuschlagen, erstmal eine Minute zu warten und erst dann den Krankenwagen zu rufen. Menschenverachtender geht es kaum.

        Es gibt genügend beispiele, oder die Talkshow, in der darüber gelacht wird, das dem Mann der Penis abgeschnitten wird, das brachtest du, glaube ich.

        In unserer Gesellschaft hat sich ein offener Männerhass entwickelt, diese Seite stellt nicht die ausnahme, sondern ist eigentlich schon normal, nur das es mit Bildern und Videos unterlegt ist.

        Ich sehe z. B. auch keinen Unterschied, zwischen dem auf er Website geposteten Video, wo die Frau dem gefesselten ständig in die genitalien schlägt und der Neckermann Werbung, in der der Mann von seiner Frau zusammengeschlagen wird. Letzteres wurde in keinsterweise, trotz beschwerden, vom Werberat kritisiert.

  2. Ist sicher keine feministische Seite, sondern eine, die den Feminismus denunzieren will.

    Das allerdings – soweit beim kurzen Überfleigen feststellbar – mit KORREKTEN Zitaten.

    Die natürlich nie bei hatr.org auftauchen würden.

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