Elterngeld und Rückkehr in den Beruf

Ein Bericht zur Wirkung des Elterngeldes:

So sind den Autoren zufolge vor allem beim Anstieg der Erwerbstätigkeit von Müttern mit kleinen Kindern positive Effekte festzustellen.

Laut Studie ist die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit für Mütter mit einem Kind, zwischen dem 13. und dem 24. Monat nach dessen Geburt wieder eine Teilzeitarbeit aufzunehmen, um 2,5 Prozent gestiegen, bei Müttern in Ostdeutschland sogar um über zwölf Prozent.

Deutlicher ist dieser Effekt bei Müttern mit niedrigem Haushaltseinkommen: Die Wahrscheinlichkeit, dass sie im zweiten Lebensjahr des Kindes wieder in Teilzeit arbeiten gehen, ist um 13 Prozent gestiegen. Damit ist der Studie zufolge das Ziel des Gesetzgebers erreicht, für Familien nach der Geburt zunächst einen (finanziellen) Schonraum zu schaffen und dann wieder einen Anreiz für den Berufseinstieg zu geben.

Und aus dem gleichen Bericht:

Doch auch Katja Dörner, familienpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, hält das Elterngeld für ein „Erfolgsmodell“. „Dass Frauen nun für eine kürzere Zeit in die Babypause gehen, um dann wieder berufstätig zu sein, entspricht dem Wunsch vieler junger Mütter“, sagte Dörner „Welt Online“.

Allerdings müsse nun der Ausbau der Kinderbetreuung vorangetrieben werden. Nur in der Kombination mit einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige könne das Elterngeld seine Wirkung entfalten. Formal gibt es diesen ab 2013. Doch viele Kommunen signalisieren, dass er in der Praxis kaum einlösbar sein wird.

 

24 Gedanken zu “Elterngeld und Rückkehr in den Beruf

  1. Interessant sind auch die Daten des statistischen Bundesamtes: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/09/PD11__321__22922.psml

    Die Väter in Sachsen, Bayern und Berlin haben das Elterngeld überdurchschnittlich oft angenommen.

    Kaum eingeführt, schon soll das Elterngeld auf den Prüfstand: Hier meine Fragen dazu an die Unionspolitiker, die das Elterngeld vermutlich weg haben wollen:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/siegfried_kauder-575-37692–f327548.html#q327548

    http://www.abgeordnetenwatch.de/stefan_mueller-575-37829–f327162.html#q327162

    http://www.abgeordnetenwatch.de/stefan_mueller-575-37829–f322521.html#q322521

  2. „…Anstieg der Erwerbstätigkeit von Müttern mit kleinen Kindern positive Effekte festzustellen…“
    im sinne der kinder ist das sicher nicht positiv. und warum soll das mit dem elterngeld zusammenhängen? wenn mütter früher wieder arbeiten, kann das mehr ursachen haben, zuerst mal finanzielle zwänge.(die ganzklar politisch motiviert sind)

    in meiner verwandtschaft ist gerade ein mädchen knapp über 14monate alt. sie bekommt panik wenn sie ihre mutter nicht wenigstens sehen kann. (ich überspitze das etwas um meinen punkt deutlich zu machen aber nur etwas)

    wie kann eine gesellschaft fordern(per zwang über finanzielle mittel) kinder einer derart grausamen behandlung auszusetzen?
    und warum höre ich immer wieder zuerst von frauen das sie genau diese ‚folter‘ fordern. kinderbetreuung ist doch offensichtlich nix anderes.

    warum interessiert es niemanden wie es den kindern geht?

    (mir ist klar das es auch kinder gibt die besser mit der situation umgehen können. aber alleine die hier beschriebene tatsache sollte das alles infrage stellen.)

    • Mit 14 Monaten sollte so langsam aber mal eine Lösung von der Mutter stattfinden, das wäre der normale Schritt in der Entwicklung.
      Wenn die Kurze Panik kriegt wenn ihre Mutter den Raum verlässt (ich weiß ja nicht inwieweit du da überspitzt hast), klingt mir das gar nicht gesund, das ist i.A. die Phase wo die Kinder mit Begeisterung ihre Umwelt entdecken und Schränke ausräumen und so.
      Und normalerweise beruhigen sich die Kinder auch, wenn sie mitkriegen, das Mama wieder kommt und die anderen Leute auch nett sind. Von Folter kann also keine Rede sein.

      Kann das Kind nicht auch alleine mit dem Vater bleiben? Oma,Opa,Tante? Das fänd ich besorgniserregend.

    • in meiner verwandtschaft ist gerade ein mädchen knapp über 14monate alt. sie bekommt panik wenn sie ihre mutter nicht wenigstens sehen kann.

      Gut, du hast äberspitzt, aber das Klingt nach einer unsicher-ambivalenten Bildung. Vielleicht auch eine Entwicklungsverzögerung, mit 14 Monaten wissen Kinder eigentlich, dass die Bindungspersonen „da“ sind, auch wenn sie sie gerade nicht sehen.

      http://www.de.wikipedia.org/wiki/Bindungstheorie#Unsicher-ambivalente_Bindung

      wie kann eine gesellschaft fordern(per zwang über finanzielle mittel) kinder einer derart grausamen behandlung auszusetzen?

      Du tust imho den professionellen Betreuern unrecht. Jedes Kind durchläuft eine Eingewöhnungsphase, in der das Bindungsverhalten genau beobachtet wird. In so einem Fall würde man das Kind dem nicht aussetzen.

    • und warum höre ich immer wieder zuerst von frauen das sie genau diese ‘folter’ fordern. kinderbetreuung ist doch offensichtlich nix anderes.

      GENAU! das kind gehört zur mutter und diese bleibt zu hause. das ganze finanziert der treusorgende ehemann mindestens bis zum 18. lebensjahr der lieben kleinen.
      ich verstehe auch nicht, wieso manche männer das als sklaverei ihrereseits bezeichnen.

      • GENAU! das kind gehört zur mutter und diese bleibt zu hause. das ganze finanziert der treusorgende ehemann mindestens bis zum 18. lebensjahr der lieben kleinen.
        ich verstehe auch nicht, wieso manche männer das als sklaverei ihrereseits bezeichnen.

        Viellecht weil DIe MÄNNER in dieser Sache nicht alle gleicher Meinung sind? Okay, das war jetzt sehr schwierig. Mit einem IQ unter 180 war diese Denksportaufgabe nicht zu lösen.

      • @ Peter
        „Viellecht weil DIe MÄNNER in dieser Sache nicht alle gleicher Meinung sind?“

        Deswegen schrieb hottehü ja auch _manche_ Männer.
        Das war sicher auch sehr schwierig zu verstehen…

      • Deswegen schrieb hottehü ja auch _manche_ Männer.

        Die Tatsache, dass Hottehü selbst die Antwort auf seine Frage liefert macht es nicht unbedingt besser.

        Das war sicher auch sehr schwierig zu verstehen…

        In der Tat, scheinbar.

      • @ hottehü

        „und mit einem IQ unter 18 ist es schier unmöglich, sowas wie ironie zu erkennen.“

        Mit einem IQ unter 18 ist es schier unmöglich, auch nur die dümmsten Beiträge im Internet von sich zu geben.

      • sischer peter. und mit einem IQ unter 18 ist es schier unmöglich, sowas wie ironie zu erkennen.

        Ne aber echt jetzt! Das war ironisch gemeint?!

        Hat getroffen, gell Hottehüh? 🙂

      • und mit einem IQ unter 18 ist es schier unmöglich, sowas wie ironie zu erkennen.

        Ironie funktioniert eben nicht immer.

        In diesem Fall würde sie nur funktioneren, wenn tatsächlich alle Männer dies als Sklaverei empfinden würden/müssten.

        Deshalb Peters Hinweis.

        Nicht leicht, in der Tat.

  3. Eine „Babypause setzt voraus, dass die Mütter vor der Geburt erwerbstätig waren, was jedoch auf 40.9% der Bezieherinnen von Elterngeld nicht zutrifft. Insofern überwiegen die Anreizwirkungen, die das Elterngeld als Aufbesserung von Hartz IV hat, den Anreizen zur Arbeitsaufnahme erheblich.

    http://sciencefiles.org/2011/11/08/post-natale-geschlechtergerechtigkeit-denn-sie-wissen-nicht-wovon-sie-schreiben/

    Für diese Anreizwirkung spricht auch die Tatsache, dass im Vergleich der Jahre 2000 und 2010 Zuwächse im „Kinderbestand“ ausschließlich bei nicht erwerbstätigen und Empfängern von Transferleistungen, nicht jedoch bei Erwerbstätigen zu verzeichnen sind.

    http://sciencefiles.org/2011/08/04/ein-dokument-vollstandig-gescheiterter-politik/

      • @ Haselnuss, Michael

        In der Tat, hervorragende Artikel, in denen wieder einmal deutlich gemacht wird, wie sehr wir es beim herrschenden Staatsfeminismus mit einer staatsozialistischen Spielart, einem Geschlechtersozialismus, zu tun haben, der Gleichheit will auf Kosten der individuellen Freiheit, der planwirtschaftlich eine 50/50-Verteilung in allen Lebenslagen herbeireglementieren will, was nur möglich ist mittels Ungleichberechtigung, denn die Gleichstellung des Ungleichartigen ist nur durch Ungleichbehandlung erreichbar.

        Wer Gleichstellung will, MUSS ungleich berechtigen.
        Wer Gleichstellung will, MUSS individuelle Freiheit beschneiden, MUSS reglementieren, kann nicht sein lassen.
        Wer Gleichstellung sät, wird – Kennzeichen aller Sozialismen – Desengagement ernten, ein Desengagement, an dem sozialistische Gesellschaften zugrundegehen.

        Der Geschlechtersozialismus ist da keine Ausnahme.

        Er geht zugrunde, weil das Engagement für Vaterschaft, Familie und Kinder, ja für die femizentrische Gesellschaft selbst, für Männer sich nicht mehr lohnt.

      • @Roslin

        Ich denke nicht, dass du Recht hast. Mag sein, dass die Apokalypse tatsächlich auf dem Weg ist, aber Desengagement, wie du es beschreibst, erkenne ich nicht. Ich sehe allerorten nur Menschen, die vor Angst vor Arbeitslosigkeit wie besessen an ihrer Karriere festhalten, bei Männern und Frauen. Schon die Jüngsten werden auf Leistung getrimmt, auf teure Privatschulen geschickt, wenn das Geld da ist. Der Wunsch nach Familie ist bei jungen Menschen zwar da, wird aber auf die lange Bank geschoben.

        Mich wundert es auch nicht, falls hauptsächlich Hartz IV-Empfänger für das Elterngeld noch mehr Kinder bekommen, denn die paar Monate mehr Geld wiegen eine unterbrochene Karriere nicht auf. Und Tatsache ist, dass in der Privatwirtschaft eine Kinderpause DER Karrierekiller überhaupt ist. In der Privatwirtschaft werden Frauen auch nicht sonderlich „gepämpert“ und bevorzugt behandelt. Warum auch? Frauenfreundlichkeit ist kein Verkaufsargument und kann man (noch) nicht wie einen grünen Punkt oder „Bio“ auf die Verpackung drucken und damit den Umsatz steigern.

        Worüber du dich immer wieder aufregst, findet im Grunde nur im ÖD und in staatlichen Institutionen wie dem Lehrbetrieb oder den öffentlich-rechtlichen Sendern statt, sonst so gut wie nirgendwo. Und ob diejenigen, die dorthin möchten, tatsächlich die Bildungselite des Landes ausmachen, bezweifele ich.

      • In der Tat, hervorragende Artikel, in denen wieder einmal deutlich gemacht wird, wie sehr wir es beim herrschenden Staatsfeminismus mit einer staatsozialistischen Spielart, einem Geschlechtersozialismus, zu tun haben,

        @ Meister Roslin

        Jetzt haut es mir aber echt den Schnuller raus! Ich habs schon gefühlte fünfunddreissigtausendmal erklärt: der real existierende Feminismus ist ein reaktionär-bürgerliches Phänomen, dem nichts, aber auch gar nichts Gesellschaftskritisches anhaftet. Genau darum, Meister, ganau darum wird dieser Schrott staatlich alimentiert. Logisch, oder?
        Jetzt zähl er doch mal eins und eins zusammen, herrgottnochmal! Kruzifix!!

      • @ Peter

        Wenn der Sozialismus an die Macht kommt – und geschlechterpolitisch ist der Gleichartigkeitsfeminismus an der Macht – dann hört er auf, kritisch zu sein, dann wird er staatstragend, das Kennst Du doch von unseren Ostblocksozialisten unseligen Angedenkens, die in ihrer feurigen Jugend, so sie alt genug waren, allesamt tapfere, progressive Kritiker der herrschenden Verhältnisse waren.

        Sind sie selbst die Bestimmer der herrschenden Verhältnisse, ändert sich ihre Einstellung zu denselben radikal und unausweichlich.

        Grund: der unwandelbare, tief verankerte Egoismus der allermeisten Menschen, der nur eingeschränkt wird durch gleichberechtigte, konkurrierende Egoismen, die sich gegenseitig in Schach halten.

        Aber auch wenn sozialistische Vorstellungen noch ein kritisches Potential entfalten als oppositionelle Kraft, sind sie doch schlicht falsch, weil von einem falschen Menschenbild ausgehend, den naturgegebenen Egoismus der Menschen unterschätzend, seine Prägung durch Soziokultur überschätzend, seine Säugetiernatur unterschätzend.

        Was ihnen erlaubt, ihre eigene Säugetiernatur umso rücksichtsloser auszuleben, sind sie erst mal an der Macht.

        Sie sehen die Gefahr nicht, bemerken ihre eigene Triebhaftigkeit nicht, ihre Instinkthaftigkeit, nehmen sich nicht in Acht, nicht vor sich selbst.

        Weil sozialistische Ideen von falschen Prämissen ausgehen, scheitern sie wieder und wieder an der Realität der menschlichen Natur, der der Nichtsozialisten wie der der Sozialisten, die ja keine andere haben.

      • Grund: der unwandelbare, tief verankerte Egoismus der allermeisten Menschen, der nur eingeschränkt wird durch gleichberechtigte, konkurrierende Egoismen, die sich gegenseitig in Schach halten.

        ..was aber schon denklogisch kein inhärent stabiler Gleichgewichtszustand sein kann. Egoismen haben ja die Tendenz, Gleichberechtigung abzuschaffen oder zu umgehen.

        Es muss also ebenfalls permanent gegen Instinktdispositionen „gearbeitet“ werden.

      • @ Helena

        *Worüber du dich immer wieder aufregst, findet im Grunde nur im ÖD und in staatlichen Institutionen wie dem Lehrbetrieb oder den öffentlich-rechtlichen Sendern statt, sonst so gut wie nirgendwo. Und ob diejenigen, die dorthin möchten, tatsächlich die Bildungselite des Landes ausmachen, bezweifele ich.*

        „Nur“ ist gut, angesichts der Größe des Wasserkopfes ÖD.

        60 % der neugeschaffenen Arbeitsplätze in Deutschland seit 1970 entstanden im ÖD, 60 % gingen an Frauen. Er ist der frauenfreundlichste Arbeitgeber, deshalb seine legendäre Produktivität.

        Die Privatwirtschaft muss einen ÖD ertragen, in dem viele Arbeitsplätze besser unbesetzt blieben, denn sie schaffen keinen Mehrwert, wurden nur eingerichtet, um Parteienklientel mit versteckten Sinekuren zu versorgen, um zu kontrollieren und zu reglementieren, wo freie Konkurrenz billiger und effiizienter die Ziele erreichte, die Überwachung und Gängelung nicht erreichen.

        60 % der Arbeitskräfte im ÖD sind mittlerweile Frauen und vielen davon gibt man nur die Illusion, dass sie ihren Lebensunterhalt VERDIENEN, denn im Grunde genommen handelt es sich um überflüssige Aktenschubsen und Gummibaumökotrophologinnen.

        Der Leistungsdruck in der Privatwirtschaft ist u.a. deshalb so hoch, weil diese Privatwirtschaft das Geld heranschaffen muss, von dem dieser Sinekuren verteilende ÖD, der sich ja nicht selbst trägt – wie die ganz „Emazipation“ nicht – lebt.

        Mit dem Beginn der Quotierung in der Privatwirtschaft, der staatlch gestützten „Eroberung“ von Männerdomänen, also mit dem Hineintragen leistungsunwilliger Frauen in ihren Quotensänften in Männerdomänen hinein, beginnt auch dort der produktive Niedergang.

        Frauen mögen keinen Wettbewerb, im Schnitt.

        Wo sie die Mehrheit stellen, schaffen sie ihn ab und Männer ziehen sich zurück, weil ihnen in solchen Saftläden oft der Geduldsfaden reißt.

        Folge: Verrottung und Versottung, denn Wettbewerb ist nicht l’art pour l’art, sondern ein permanentes Fitnessprogramm, das Ineffizienz bekämpft, die sich unweigerlich einschleicht, wo er fehlt.

        Es bleiben weiblich disponierte Männer, die sich dem Schlendrian anpassen können und wollen.

        So erleben Frauen wieder und wieder – oh Wunder der Natur – dass von ihnen „eroberte“ Bereiche den Bach runtergehen, an Ansehen und Produktivität verlieren, nur noch geringere Löhne ertragen.

        Das weibliches Selbstbewusstsein schonende feministische Narrativ lautet: Männer würdigen Frauenarbeit nicht und die geringere Wertschätzung durch böswillige Männer führt auch zur ökonomischen Abwertung weiblicher Arbeit.

        Das ist Bullshit.

        Hier wird Ursache und Wirkung vertauscht.

        Aber das die Einschätzung weiblich dominierter Bereiche ökonomisch realistisch sein könnte, darf ja kaum noch gedacht, geschweige denn geäußert werden.

        So jagen wir denn die schwarze Katze im dunklen Raum und finden und finden sie nicht.

        Gnade Gott demjenigen, der ausspricht, dass die Katze vielleicht gar nicht existiert.

        Damit ist kein Staat zu machen, geschweige denn zu finanzieren.

        Was kann ich denn erwarten von der Eroberung von Männerdomänen durch ein Geschlecht, dass sich beharrlich weigert/als unfähig erweist, eigene Domänen SELBST aufzubauen und erfolgreich zu behaupten?

        Das ganze Geseiere von gläsernen Decken und böswiliigen Männern, die fähige Frauen behindern, ist das Geschwätz von Menschen, die nach Sinekuren jagen.

        Kapitalisten wollen Rendite sehen.

        Wenn sie die mit Männern machen können, dann mit Männern, wenn sie die mit Frauen machen können, dann mit Frauen, wenn sie die mit Bonobos machen können, dann mit Bonobos.

        Offenbar kann man mit Frauen nicht in gleichem Maße Rendite machen, sonst bräuchte es den ganzen riesigen Förder-und Gleichstellungsapparat nicht.

        Und erspare mir bitte die McKinsey-Studie, die von entsprechenden Lobbyverbänden in Auftrag gegeben wurde und bei der wieder einmal nicht klar ist , ob man hier Ursache und Wirkung vertauscht hat., will sagen: Vielleicht ist der höhere Frauenanteil in gut verdienenden Industrien nicht Ursache, sondern Wirkung, weil die sich Frauen eher leisten können und dies tun, um sich dem öffentlichen Druck der Zeitgeist und Politik bestimmenden Frauenlobby zu entziehen.

        So könnte sich denn eine gut verdienende Branche eher leisten, bequem dem Verdacht der Frauenfeindlichkeit auszuweichen und es wäre nicht der höhere Frauenanteil, der für mehr Rendite sorgte, sondern die höhere Rendite, die mehr Frauen ertrüge.

        Im Übrigen gibt es Studien, die zu ganz anderen Ergebnissen kommen und von den Massenmedien nicht diskutiert werden.

        http://www.bus.umich.edu/NewsRoom/ArticleDisplay.asp?news_id=18682

        Völlig unabhängig von Studien: die größte Studie ist die reale Wirtschaft und in der werden 95 % der Erfindungen von Männern gemacht, HEUTE, nicht im Jahre 1900, in der werden 2/3 der Unternehmen mit mehr als 5 Beschäftigten von Männern gegründet, die zwar häufiger Konkurs gehen, dafür aber auch schneller wachsen und mehr Rendite abwerfen, wenn sie sich behaupten.

        Wo sind all die vielen fähigen Frauen, die angeblich von bösen Männerbünden daran gehindert werden, ihre Führungsstärke und ihren Leistungswillen umzusetzen?

        Warum rennen die den Banken nicht die Bude ein, um ihre eigenen Unternehmen zu gründen, wenn die missgünstigen Männer sie schon nicht zum Zuge kommen lassen?

        Wenn sie so leistungsstark und fühurngswillig wären, wenn sie so unterdrückt und unzufrieden wären, wie behauptet, würden sie das tun.

        Wenn das nicht geschieht – und es geschieht nicht, der Pool unzufriedener, am Aufstieg gehinderter Frauen wird nicht sichtbar – dann werden Frauen entweder nicht in so großer Zahl am Aufstieg gehindert wie behauptet oder sie sind nicht so führungsstark und leistungwillig wie beahauptet.

        Ich habe es jedenfalls satt, satt bis obenhin, mir von FeministInnen vorhalten zu lassen, die flächendeckende Unfairness der Männer gegenüber Frauen sei schuld, wenn diese nicht so erfolgreich Karriere machen, wie FeministInnen sich das wünschen.

        Wenn sie von Männern so schrecklich unfair behandelt werden, dann sollen sie den Bettel hinwerfen und ihren eigenen Laden gründen und auf eigene Rechnung mit von ihen selbst geliehenem Geld aufbauen, zum Erfolg führen und am Markt behaupten.

        Ich kann dieses Opfergedöns und das Beschuldigen der Männer, deren „Verschwörungen“, die es nicht gibt, verantwortlich gemacht werden für den eigenen Misserfolg, nicht mehr hören.

        Wenn ich mir ansehe, wie von Frauen geführte, matriarchale Gesellschaften „prosperieren“, dann weiß ich, dass Frauen bis zum Jüngsten Tage Gelegenheit haben werden, Männer für ihre Misserfolge verantwortlich zu machen.

        Oder bis zu dem Tage, an dem die Gesellschaft an ihrer Frauenpriviegierung und Frauenpämperung verreckt, weil die Männer nicht mehr können und/oder nicht mehr wollen.

        Je nachdem, was zuerst eintritt.

      • der real existierende Feminismus ist ein reaktionär-bürgerliches Phänomen, dem nichts, aber auch gar nichts Gesellschaftskritisches anhaftet.

        Eben. Der vorherrschende Feminismus ist imho nicht mit Sozialismus vergleichbar. Er beruft sich zumeist darauf, dass Frauen diskriminiert werden, und ihnen deshalb nicht das zugestanden wird was ihnen in einer „tatsächlichen“ Meritokratie zugestanden würde. Frauenprivilegierung gilt ja als „ausgleichende Gerechtigkeit“ – was ja dem Gedanken, dass Leistung gerechterweise honoriert werden müsse gerade nicht widerspricht.

        Sozialismus (unscharfer Begriff) hingegen lehnt tendenziell den Meritokratiegedanken grundsätzlich ab: „Jeder nach Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“

      • (reißt doch endlich dem Feminismus die pseudolinke Maske herunter, anstatt seine Mythen am Leben zu halten.

        Wer sich vorrangig um Parität bei Vorstandspöstchen schert, interessiert sich einen feuchten Kehrricht für soziale Probleme)

      • @Roslin

        *“Nur” ist gut, angesichts der Größe des Wasserkopfes ÖD.

        60 % der neugeschaffenen Arbeitsplätze in Deutschland seit 1970 entstanden im ÖD, 60 % gingen an Frauen. Er ist der frauenfreundlichste Arbeitgeber, deshalb seine legendäre Produktivität.*

        Was für Jobs soll der Staat denn sonst anbieten?! Es können doch nur staatliche Dienste sein. Es besteht dennoch keine Kausalität zum stetigen Abbau anderer Arbeitsplätze. Menschen, die sehr viel Wert auf Vereinbarkeit von Job, Familie und Freizeit legen, sind dort sehr gut aufgehoben. Das würde ich per se noch nicht als frauenfreundlich, eher als menschenfreundlich bezeichnen. Natürlich ist der ÖD produktiv, er produziert Aktenberge. Über die Nützlichkeit lässt sich streiten.

        *Die Privatwirtschaft muss einen ÖD ertragen, in dem viele Arbeitsplätze besser unbesetzt blieben, denn sie schaffen keinen Mehrwert, wurden nur eingerichtet, um Parteienklientel mit versteckten Sinekuren zu versorgen, um zu kontrollieren und zu reglementieren, wo freie Konkurrenz billiger und effiizienter die Ziele erreichte, die Überwachung und Gängelung nicht erreichen.*

        Ich denke nicht, dass die Kontolle und Reglementierung nur Frauen zugute kommt. Hohe Lohnnebenkosten verursacht jeder einzelne Arbeitnehmer. Der deutsche Arbeitnehmer ist im globalen Vergleich recht verwöhnt. Die Abwanderung deutscher und in Deutschland produzierender ausländischer Unternehmen in Billiglohnländer dürfte nur marginal mit „Frauenpämperung“ in Verbindung stehen.

        *Mit dem Beginn der Quotierung in der Privatwirtschaft, der staatlch gestützten “Eroberung” von Männerdomänen, also mit dem Hineintragen leistungsunwilliger Frauen in ihren Quotensänften in Männerdomänen hinein, beginnt auch dort der produktive Niedergang.*

        Die Frauenquote wird sich in der Privatwirtschaft nicht durchsetzen.

        *So erleben Frauen wieder und wieder – oh Wunder der Natur – dass von ihnen “eroberte” Bereiche den Bach runtergehen, an Ansehen und Produktivität verlieren, nur noch geringere Löhne ertragen.*

        Welche Bereiche wären das denn? Und kann man Ursache und Wirkung so genau bestimmen?

        *Das weibliches Selbstbewusstsein schonende feministische Narrativ lautet: Männer würdigen Frauenarbeit nicht und die geringere Wertschätzung durch böswillige Männer führt auch zur ökonomischen Abwertung weiblicher Arbeit.

        Das ist Bullshit.*

        Seh ich auch so.

        *Oder bis zu dem Tage, an dem die Gesellschaft an ihrer Frauenpriviegierung und Frauenpämperung verreckt, weil die Männer nicht mehr können und/oder nicht mehr wollen.*

        Das ist der Tunnelblick, den man unweigerlich entwickelt, wenn man sich zu stark mit Feminismus beschäftigt. Genauso wie das allgegenwärtige, frauenunterdrückende Patriarchat. Tut nicht gut.

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