Wie vermeidet man die Friendzone?

Ein Problem vieler Männer (und sicherlich auch von Frauen) ist die Friendzone. Dabei geht es darum, dass man eine Frau kennenlernt, viel mit ihr unternimmt, sich stundenlang unterhält, alle ihre Sorgen und Nöte teilt, der erste der da ist, wenn sie etwas braucht, man also aus dieser Sicht alles tut, damit sie einen mag, und sie einem dann mitteilt, dass man wie ein Bruder für sie ist und sie nie gedacht hätte, dass man was von ihr will.

Die Wikipedia definiert sie noch wie folgt:

Die Friend-Zone (englisch „Friend zone“ = Freundeszone) oder auch Friendship-Zone bezeichnet die soziale Einordnung eines Menschen – meist eines Mannes – als guten Freund. Die so eingeordnete Person hat nicht die Möglichkeit, eine Liebesbeziehung zu beginnen, da der Partner ihn lediglich als Freund und nicht als potenziellen Liebhaber sieht. Die Beziehung wird auf der Freundschaftsebene weitergeführt, während der Partner sich für Liebesbeziehungen unter Umständen anderen Menschen zuzuwendet

Der Fehler, den derjenige hier gemacht hat ist klassisch und folgt meiner Meinung nach aus dem verschiedenen Aufbau von sexueller Lust bei Männern und Frauen.

Während Männer üblicherweise bei einer Frau, die ihren optischen Ansprüchen genügt, bereits Sex haben wollen und insofern noch das Kennenlernen hinzukommen muss für eine Beziehung, bauen Frauen sexuelle Lust zwar auch über den Körper, aber eher über das Verhalten des Mannes auf. Wer also nicht extrem gut aussieht, der muss entsprechendes Verhalten bringen, damit eine Lust auf Sex entsteht. Er muss also sozialen Status demonstrieren, vielleicht etwas positive Dominanz, oder um es in der Pickupsprache zu sagen

Er muss Attraction aufbauen, also Attractionswitches  bedienen.

Ein Mann, der nur auf einer gefühlsmäßigen Ebene eine Verbindung schafft, bedient hingegen den Komfortbereich, der zu Vertrauen und Freundschaft führt.

Um so mehr Vertrauen und reine Freundschaft sie aufgebaut hat, um so weniger sieht sie ihn allerdings als jemanden, mit dem sie schlafen will, weil er eben in der Kategorie: Harmloser Freund steckt. Aus dieser heraus werden seine Signale interpretiert, was eine Neuinterpretation als mit hohem sozialen Status versehen, dominant etc schwierig macht.

Eine Änderung wird nämlich als Änderung des Verhaltens registriert und sich gefragt, warum derjenige sich nunmehr so verstellt. Ein neues Verhalten wirkt damit oft nicht authentisch.

Zudem erscheint die aufgebaute Freundschaft als Hürde – die Frau stellt sich die Frage, ob sie sich sicher genug ist um zu riskieren, dass sie mit einem Scheitern der Affaire/Beziehung/des Sex auch die Freundschaft mit all ihren Vorzügen verliert. Denn aus der Sicht einer Frau kann sie jederzeit mit einem Typen schlafen. Aber Freundschaften sind schwieriger zu errichten.

Der beste Weg aus der Friendzone heraus ist damit, gar nicht erst in sie hineinzukommen und nicht zu versuchen Sex/eine Affaire/eine Beziehung nur über eine Freundschaft/Komfort zu starten. Wer sich bei einer Frau etwas vorbehalten möchte, weil er meint, dass sie vielleicht interessant sein könnte, der sollte daher immer darauf achten, auch die Attraction Switches zu bedienen bzw. immer etwas mit ihr zu flirten, was meiner Erfahrung nach, wenn man es mit der passenden Leichtigkeit tut, der Freundschaft eher hilft. Man sollte dann nicht der emotionale Tampon der Frau sein, sondern sich seine Eigenständigkeit bewahren, ruhig mal etwas ablehnen, ihr nicht nur den Bauch pinseln, sondern lieber auch mal etwas frech sein. Cocky Comedy schafft es beispielsweise gut, beides zu verbinden.

Immer daran denken: Es ist nicht die Frau schuld, wenn sie einen in die Friendzone steckt. Sondern man selbst hat nicht die passende sexuelle Anziehung geschaffen.

Was man natürlich auch bedenken sollte: Mitunter heißt „Wir sind viel zu gute Freunde“ auch einfach nur, dass man nicht ihr Typ ist/ihr zu hässlich ist/sie einen für eine Beziehung nicht für den richtigen hält.

Das dürfte gerade bei Frauen, die dies von Männern hören, sehr häufig der Fall sein.

Meiner Meinung nach ist der beste Weg aus der Friendzone herauszukommen:

  • einen nachvollziehbaren Grund finden, warum man sein Verhalten allgemein ändert, der nichts mit ihr zu tun hat zB als Schlußfolgerung aus einem Ereignis „Ich habe neulich einen coolen Kerl gesehen und beschlossen: Genau wie er gehe ich das Leben an.“
  • Komfortverhalten aufgrund dieses Beschlusses und nicht wegen ihr umstellen, selbstbewußter wirken, weniger geben und mehr verlangen, egoistischer sein, nach wie vor ein guter Freund, aber einer, der seine eigenen Pläne hat und seine eigenen Ziele. Ihr weniger Recht geben, ihr mehr widersprechen, schlicht (wie immer im Pickup): klassisches Alphamannverhalten
  • Attractionswitches gegenüber anderen Frauen bedienen und ihr zeigen, dass man von anderen Frauen gewollt wird.
  • Negs und False Disqualifier in ihre Richtung verteilen. Ihr mitteilen, dass sie nicht der Typ Frau ist, den er mag. Sie in die Friendzone stecken. „Charakterlich bist du echt okay. Schade, dass du nicht blond bist/ich dich zu gut kenne/du zu viel über mich weisst“. Sie muss nunmehr befürchten in der Friendzone zu sein und überlegen, warum man sie dort lassen will.
  • Sie tatsächlich kurzzeitig in die Friendzone stecken und überlegen, ob es nicht nur eine Oneitis ist. Das absichern, indem man mit anderen Frauen flirtet. Wenn man merkt, dass man sie nach wie vor will: weitermachen bis man Zeichen von ihr bekommt, dass sie etwas will. Dann einen Vorwand schaffen unter dem sie leichter von Freund zu Liebhaber wechseln kann ohne Verantwortung zu übernehmen: Alkohol ist der Klassiker, aber ein DVD-Abend kann es ebenso sein.
Andere Vorschläge finden sich überall im Netz, zB

Es ist einer dieser Fälle, über die sich Leute stundenlang den Kopf zerbrechen und verbittert werden, aber mit ein wenig Systematik und der Unterscheidung von Attraction und Komfort ist es einem sofort offensichtlich, was hier meist das Problem ist. Weswegen Pickup meiner Meinung nach nicht nur dem „ich will jede Nacht eine andere aufreißen“-Gamer nützlich ist, sondern auch den Schüchternen oder denjenigen die ihre Beziehung verbessern wollen. Aber das nur am Rand.

Eine andere Meinung zur Friendzone in Form von anscheinend blanken Hass kommt aus Teilen des Feminismus.

Beispielsweise hat sich Paula sehr über den Begriff und das Konzept aufgeregt:  In ihrem Artikel „Nein heißt NEIN! – oder: »Friend-Zone« my Ass!“ führt sie an, dass sie nach dem sie den Begriff gegoogelt hatte gar nicht so viel essen konnte, wie sie sich erbrechen wollte. Warum: Sie findet sie einen Verstoß gegen „Nein heißt nein“ und eine Frechheit der anderen Person, meist des Mannes:

Die »soziale Einordnung«, die »die Möglichkeit verwehrt, eine Liebesbeziehung zu beginnen« klingt, als würde hier einem Mann – denn es geht in den Memes zu >90% um Männer – der Besitz(!) einer Frau verweigert werden, obwohl er doch bereits seinen Anspruch(!!) angemeldet hatte. Irgendwie hält die Frau ihn aber an einer ominösen Leine bei sich in der Nähe und quält(!!!) ihn pausenlos damit, dass sie sich gleichzeitig mit anderen Männern vergnügt. Meist ist besagter Mann ein sogenannter (selbsternannter?) NiceGuy™, also ein »zu netter« Mann, der sich nicht als Macho gebärdet, die Frau aber (deshalb) an einen solchen verliert

Damit hat sie das Konzept bereits vollkommen falsch verstanden, aber das macht ja auch nichts, wenn man mal ordentlich ranten kann. Niemand spricht von Besitz. Es geht vielmehr um allgemeine Enttäuschung und das Gefühl, dass man „enttäuschte Liebe“ nennt. Pfuii Männer, wie kann man nur enttäuscht sein, dass die Frau, die man liebt, nicht liebt, und noch nicht einmal zu bemerken scheint, dass sie einen liebt? Ich bin auch entsetzt.

Das Meme das angesprochen wird ist uA „Friendzone-Fiona:

Fiona-Memes sind klassisch aufgebaut: In der ersten Zeile ein Text, der einen Beziehungs- oder Sexbezug haben könnte. In der zweiten Zeile dann die Klarstellung, dass alles nur rein Freundschaftlich gemeint war. Es bleibt bei diesem Meme immer im unklaren, ob sie selbst nur etwas naiv ist oder ob sie etwas Push-Pull betreibt, ihn sich also wegen seiner Nützlichkeit warmhält. Daher auch der Bezug zur Leine, den Paula ausgemacht hat. Friendzone Fiona ist (in einigen der Memes) eine Frau, die sich Orbiter hält und diese ausnutzt.

Die Vorwürfe weiter:

Klar gibt es unglückliches Verliebtsein, dem will ich ganz sicher nicht widersprechen. Ich weiß auch, wie Scheiße es ist, unerwidert verliebt zu sein und den_die Angebetene_n immer wieder sehen zu müssen. ABER DAFÜR GEBE ICH DOCH NICHT MEINEM GEGENÜBER DIE SCHULD!!!

Genau das ist aber das Problem, das ich mit diesen Memes habe und das mir zunehmende Magenschmerzen: es ist immer der_die Angebetete Schuld, nicht der_die Verliebte.

Dem ist in der Tat zu widersprechen. Natürlich ist derjenige Schuld, der sich in eine Friendzone stecken läßt. Aber solche Enttäuschung will sich trotzdem Luft machen und auch das ist ein gerechtfertigtes Anliegen. Und natürlich kann man jemanden, der einen guten Freund hat und eigentlich merken müßte, dass dieser was von einem will, vorwerfen, dass er das hätte merken müssen und es dann mal klärt. Und selbst wenn man das kritisiert: Dann macht das den Begriff der Friendzone nicht schlecht.

Die Kritik geht weiter:

ENTSCHULDIGUNG?! Wieso bleiben die oh-so-lieben Männer stattdessen nicht einfach fern von der oh-so-bösen Frau, anstatt weiterhin 24/7 für sie da zu sein und zu hoffen? Sie hat doch in Bezug auf eine potentielle Liebesbeziehung ganz eindeutig NEIN gesagt! – Aber darin liegt das Problem, nicht wahr? Dieses eindeutige Nein (in lang: »Ich mag dich, aber nur als Freund.« oder »Ich empfinde leider nicht so wie du.«) wird ignoriert, nicht für voll genommen, als »vielleicht irgendwann mal« interpretiert. Und bis zu diesem ominösen Irgendwann-mal wird dem Mann halt »die Möglichkeit verwehrt, eine Liebesbeziehung zu beginnen«! Obwohl die Frau diese bereits ausgeschlossen hat, liegt die Schuldzuweisung 100% bei ihr!

Ich stimme mit Paula überein, dass der Mann die Lösung finden muss und nicht erwarten darf, dass sie ihn liebt. Aber das unfaire an der Betrachtung ist, das nicht berücksichtigt wird, dass es ein reales Problem ist, das dadurch verursacht wird, dass den meisten Jungs niemand verrät, wie man eigentlich flirtet. Sie hören dann so etwas wie „erst eine Freundschaft aufbauen“ oder „es kommt nur auf den Charakter an, sie muss dich mögen“ und versuchen – auch aus dem oben angesprochenen Mißverständnis heraus – auf dieser Weise bei der Frau zu landen. Sie verstehen dann nicht, warum es schief geht und kommen zu dem Schluss, dass Frauen eigentlich doch nur Arschlöcher wollen, was nur teilweise richtig ist, sie wollen Männer, die Attraction und Komfort bedienen können, und Arschlöcher können meist Attraction recht gut bedienen. Ich verweise bezüglich dieses Fehlschlusses auf die bisherigen Artikel zu dem Thema in diesem Blog

Die Frustation entsteht hier daraus, dass die Männer gerade nicht wissen was sie falsch machen. Das kann man ihnen natürlich vorwerfen, aber meist wissen es ja auch die Frauen nicht. Sie wissen nur, dass sie in ihm nur einen Freund sehen. Sie verkennt auch, dass Friendzone nicht zwangsläufig ein Vorwurf an die Frau ist. Sondern einfach ein Ärgern darüber das es passiert, dass man es nicht anders hinbekommt. Es ist das verzweifelte arbeiten daran, dass sie einen anders sieht, dass einen nur immer tiefer ins Verderben führt.
Lantzschi greift das Thema zusammen mit dem „Nice Guy“ auf und sieht gleich noch mehr Probleme. Ihr Artikel lautet: „Nice Guy. Oder wie das Patriarchat unsere Beziehungs- und Begehrensformen einschränkt“ (Mädchenmannschaft / Medienelite).
Das ist natürlich erst einmal ein Hammer. Das Patriarchat, das ihre Beziehungs- und Begehrensformen einschränkt. Mal sehen, wie es das macht.
Was mich an Nice Guy, Friendzone und Pick-Up extrem nervt (neben der patriarchalen Anspruchshaltung, eine Frau* habe irgendwie die Bedürfnisse eines Typen zu befriedigen – wie auch immer sich diese Bedürfnisse artikulieren), ist der heterosexistische und androzentrische Gehalt an der Sache.Offenbar kommt es vielen Typen nicht in den Sinn, dass es Menschen gibt, die einfach wenig mit Typen anfangen können, sie nicht begehren, sexuell attraktiv finden oder sonst wie mit ihnen sozial interagieren wollen (…) Stattdessen liegt der Fokus auf dem armen Mann, der keine Frau abbekommt.
Richtig. Alles im Leben muss unbedingt so gestaltet sein, dass es alle möglichen Konstellationen abdeckt und unabhängig ist von der sexuellen Ausrichtung und dem Geschlecht bzw. Gender. Denn wir sind ja eh nur alle konstruiert.
Was aber, wenn dies Konzepte einer Subgruppe sind, in der diese sich Gedanken für ihre Probleme machen? Warum dürfen sich heterosexuelle Männer als Gruppe nicht eigene Memes schaffen, in denen es um für sie relevanten Probleme besprechen und sich über diese austauschen? Lesben und Schwule finden eine andere Situation vor als heterosexuelle Männer und genauso wenig wie diese ihre Probleme so besprechen müssen, dass sie auch auf Heterosexuelle passen müssen dies Heterosexuelle umgekehrt. Und natürlich sind diese dann androzentrisch. Weil es um Probleme heterosexueller Männer geht. Sie müssen androzentrisch sein.
Lantzschi weiter:
Es ist traurig, dass sowas überhaupt nicht zur Debatte steht, wenn Typen ihre Anspruchshaltung so völlig ungeniert formulieren wie beim Nice-Guy-Phänomen. Als ob eine Freundschaft zu einer Frau irgendetwas minderwertiges darstellt als Liebe oder Beziehung oder Sex. Als ob Freundschaft nicht auch Zärtlichkeiten beinhalten könnte, nicht auch eine Form der Liebe oder der Beziehung ist.
Mir wäre es auch lieber, wenn sie das Problem praktischer lösen würden, nämlich über Pickup. Aber dagegen ist Lantzschi ja auch. Ich sehe auch den Gegensatz nicht, den sie aufbaut. Jemand will mehr als Freundschaft, nämlich Freundschaft und Liebe, Beziehung bzw. Sex. Er bekommt nur die Freundschaft. Natürlich kann er dann enttäuscht sein. Das wertet Freundschaft nicht ab und wird ihm in anderen Konstellationen ganz recht sein, aber es ist eben nicht das was er wollte.
Ihr Fazit:
Erst langsam lerne ich, dass eine romantische (Zweier-)Beziehung nicht an Sex geknüpft sein muss, dass Freund_innenschaften mehr sein können als nur “sich zu mögen” oder “gut zu verstehen” und dass Zuneigung in erster Linie eine Form von Wertschätzung der Person ist und nicht ihres Aussehens/ihrer Ausstrahlung. Die Grenzen sind fließend und jeder Mensch bestimmt sie anders. Natürlich ist das komplizierter als das sexistische wie funktionalistische Pick-Up. Natürlich ist das komplizierter als “Friendzoning”. Natürlich gibt es in dem Sinne keine “Nice Guy vs. Arschloch”-Bipolarität. Deal with it!

 Eine romatische Zweierbeziehung mag für homosexuelle Frauen, bei denen es den Begriff des Lesbian Bed Death gibt („A lack of sexual desire and activity in women is reflected in the phrase “lesbian bed death,” (e.g., Iasenza, 2000) which has been coined to describe the low levels of sexual activity among lesbians in long-term relationships“) zutreffen und mit dem geringeren Testosteronspiegel zusammenhängen. Aber Männer und Frauen sind verschieden. Gerade für die meisten jüngeren Männer ist eine Beziehung ohne Sex nicht vorstellbar. Es ist ein wesentlich wichtigerer Bestandteil für Männer, ebenso wie das Aussehen und die Ausstrahlung des Partners. Lantzschi schafft es hier nicht aus ihrer Egozentriertheit  (Homozentrierung? Lesbizentrierung?) auszubrechen und überträgt Konzepte auf Männer, die zum allergrößten Teil nichts für diese sind.

Die meisten Männer werden ihren Vorschlag, doch einfach eine Freundschaft zu akzeptieren, wenn man eine Beziehung und Sex wollte, denke ich eher als funktional und sexistisch ansehen als echte Vorschläge aus der Friendzone herauszukommen.

Etwas mehr Verständnis zeigt meiner Meinung nach Julia Schramm in ihrem Beitrag „Freunde und Gefälligkeit“. Sie führt an, dass die Männer den Arsch hoch bekommen und sich nicht ausnutzen lassen sollten, dass es aber auch Frauen gibt, die ausnutzen. Sie kritisiert Männer, die nur nett sind, solange sie noch keinen Sex hatten. Sie führt einen Teil der Probleme auch darauf zurück, dass Frauen es aufgrund ihrer Erziehung eher vermeiden, Konflikte auszutragen. Interessantes dabei. Wenn auch mit der falschen Schlußfolgerung, dass durch intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen deutlich wird, dass Frauen in der Gesellschaft nur ein Produkt des Mannes sind. Denn Männer kämpfen ebenso intrasexuell um Frauen und wären dann in der Gesellschaft auch nur ein Produkt der Frau. Was ja auch auf einer Ebene der sexuellen Selektion richtig ist, aber eben nicht zu einem Vorwurf an nur ein Geschlecht taugt

Schlank als Schönheitsideal: Chance auf Sex / Partnerschaft als Attraktivitätskriterium

Das Schönheitsideal geht hin zu sportlichen Frauen mit wenig Fett am Leib. Ich hatte dazu schon ein Paar Artikel geschrieben.

Dabei hatte ich bisher folgende Faktoren gesehen, die schlank, aber sportlich / gesund /symmetrisch interessant für ein biologisches Partnerwahlkriterium sein lassen könnten:
  • Ein schlanker Bauch läßt leichter erkennen, ob die Frau schwanger ist
  • eine Unterscheidung zwischen dünn und dick lohnte sich aufgrund des Umlegens des Jagderfolges auf die Gruppe weniger, bei einer schlanken Frau war es aber wichtiger zu erkennen, ob sie gute Gene hat, deswegen erkennen wir dort entsprechende Merkmale besser
  • Fett deutet auf einen Ernährer hin, weil es wohl eher über Fleisch als über gesammelte Pflanzen zu erzielen ist.
  • Ausdauermuskeln sind ein besseres Zeichen für dauerhafte Fitness als Fett, insbesondere, da diese eher selbst erarbeitet sind

Einer Betrachtung von Schlank als Schönheitsideal steht insbesondere entgegen, dass bei dem Übergang zwischen Untergewicht und Normalgewicht die Fruchtbarkeit zu sinken anfängt. Es wäre vorteilhafter auf normalgewichtigere Frauen zu stehen.

Das berücksichtigt aber einen Punkt nicht, den ich in der Überlegung interessant finde:

Die Frage, wieviele Nachkommen ein Mann mit einer Frau zeugen kann wird von zwei Faktoren bestimmt:

  • von ihrer Fruchtbarkeit („Produktivität“)
  • Aus dem Umstand überhaupt Sex mit ihr haben zu können („Verfügbarkeit“)

Aus Sicht eines optimalen Fortpflanzungserfolges wäre daher eine Frau, bei der die Chancen auf (langfristige) hohe Fruchtbarkeit und genetische Qualität hoch ist, aber auch die Chance, dass sie einen neuen Partner (langfristig oder kurzfristig) akzeptiert.

Diese Kombination könnte gerade bei dem westlichen Schönheitsideal „schlank und sportlich gut zum tragen kommen.

Lange, glänzende Haare stellen zB dar, dass sie in der Vergangenheit eine gute Ernährung hatte, ebenso wie ein sportlicher Körper einen langen Blick zurück zulässt. Symmetrie spricht für ein gleichmäßiges Aufwachsen und gute Gene. Sauberkeit und Gesundheit sprechen für Parasitenfreiheit.

Schlankheit hat ab einem gewissen Grad den Nachteil einer gegenwärtig abgesunkenen Fruchtbarkeit, was aber ein Nachteil ist, der durch bessere Ernährung leicht behoben werden kann. Gleichzeitig spricht ihre Schlankheit dafür, dass sie entweder keinen Mann hat oder einen, der sie nicht umfassend mit Essen versorgt.

Dies wiederum macht es wahrscheinlicher, dass sie ein Partnerwechsel interessiert. Oder wenn schon kein Partnerwechsel, dann wenigstens ein kurzer Tausch, Nahrung gegen Sex oder eine Affaire.

Also:

Zeitlich verringerte Fruchtbarkeit + Möglichkeit diese zu beheben + Viele Anzeichen, dass sie ansonsten gute Gene hat und nicht schwanger ist + geringere Wahrscheinlichkeit, dass sie einen statushohen Partner hat + höhere Wahrscheinlichkeit sie erfolgreich zu umwerben oder durch Ressourcen zu beeindrucken = gute Partnerin

 

Eine magersüchtige Frau mit extremer Unterernährung hingegen würde nicht mehr gesund wirken, hätte weniger Zeichen von sonstiger Fitness, würde länger brauchen um sich zu erholen und wäre demnach auch weniger attraktiv.

Es wäre eine Theorie, die man überprüfen könnte, indem man schaut, ob Männer allgemein Frauen attraktiver bewerten, wenn diese aus ihrer Sicht leichter zu beeindrucken sind (bei ansonsten gleichem Körper).

Interessant könnte in diesem Zusammenhang sein, dass Männer in schlechten Zeiten Frauen mit etwas mehr Fettreserven schön finden, in guten Zeiten aber schlankere Frauen. Meine Vermutung ist dabei, dass hier eine ähnliche unterbewußte Rechnung erfolgt: Sind die Zeiten aus Sicht des Mannes für ihn schlecht, dann kann er eine Frau auch schlechter mit Ressourcen beeindrucken und auch schlechter ihre Fruchtbarkeit erhöhen. Es lohnt sich insofern mehr darauf abzustllen, dass sie eigene Ressourcen mitbringt. Sind die Zeiten hingegen aus Sicht des Mannes gut, dann lohnt es sich eher nach schlanken Frauen Ausschau zu halten, die man mit den Ressourcen der guten Zeiten beeinflussen kann und die noch niemanden haben, der diese mit ihnen teilt.

Nachteil dieses Systems wäre dann allerdings, dass eine Partnerin, die man dann zu „höherer Fruchtbarkeit“ gebracht hat, unattraktiver würde. Das wäre zum einen abzufangen, indem ein gewisser Spielraum vorhanden bleibt, wie es ja auch heute der Fall ist und zum anderen dadurch, dass Partnerschaft und Sex eh eine Bindung hervorrufen, die dies dann wieder ausgleichen würde und das Lösen der Verbindung vermeiden würde.

Die „Gegenseite“ bei der Frau wäre dann nicht, dass diese ein Interesse daran hat, biologisch keine Fettreserven aufzubauen. Ihre Interessen sind zwar darauf gerichtet, einen hohen Partnerwert zu erlangen, aber einem biologischen Druck zum schlechteren Aufbau von Fettreserven steht dann wieder der hohe Wert von Fettreversen bei einer Schwangerschaft und die anzunehmende Knappheit von Nahrung in der Steinzeit gegenüber. Frauen konnten diesen Aspekt weit höher gewichten, weil auf sie ein geringerer Druck in der Auswahl lag (Frauen haben sich mit höherer Wahrscheinlichkeit fortgepflanzt als Männer – Genanalysen sprechen hier von 40% der Männer und 80% der Frauen). Zudem war der Druck in diese Richtung geringer, da es meist nicht schwierig war, dünn zu bleiben, dass passiert fast von alleine bei knappen Nahrungsangebot, sondern eher die übrigen Kriterien der Sportlichkeit bei Vermeidung dauerhafter Unterernährung und ihrer Anzeichen (Vitaminmangel, stumpfes Haar, kein sportlicher Körper etc) zu vermeiden.

Für mich erscheint bei der Partnerwahl der Aspekt der Wahrscheinlichkeit des Flirts neben der Fruchtbarkeit ein Faktor, der durchaus einer biologischen Manifestation zugänglich ist.

Das muss dann natürlich nicht weltweit erfolgt oder auch nur sinnvoll gewesen sein. Es können die dafür erforderlichen Mutationen in bestimmten Bevölkerungsgruppen nicht eingetreten sein oder ein kulturell bedingter anderweitiger Selektionsdruck geherrscht haben. Bei einer Kultur, die die Paarbindung weniger betont und die Versorgung eher über die Sippe darstellt oder bei der Lebensmittelknappheit aufgrund von regionalen Unterschieden weniger verbreitet war, mag ein anderer Selektionsdruck geherrscht haben, bei der andere Faktoren in den Vordergrund gerückt sind. Eine andere Mutation mag eher Fettheit als Kriterium gefördert haben und zuerst selektiert worden sein, was wieder einen Nachteil innerhalb der sexuellen Selektion für andere Mutationen bedeutet.

Es wäre hierfür interessant zu wissen, wie resistent Schönheitsideale für einen Kulturwechsel sind. Hierzu müssten Auswanderer/Zwangsumgesiedelte, die insbesondere innerhalb ihrer Gruppe Nachkommen bekommen haben, Daten liefern können.

„Das Patriarchat“ als Abgrenzung innerhalb des Feminismus

In einem Artikel auf der Seite „A Voice for Men“  fand ich den folgenden Abschnitt interessant:

For purpose of discussion, two main camps are identifiable, one which we can call liberal feminism, and the other, radical feminism.

Liberal Feminism is the ideology most people are familiar with, and is, on it’s face, similar to a philosophy of humanism. This is the ideology’s great disguise. Superficial examination of liberal feminism reveals a drive toward equality of legal rights between men and women, a libertarian view of bodily autonomy, sexual self determination, and equal access to opportunity. These are all goals a humanist or a small-L libertarian would support, and which are represented in feminist literature written for a non-feminist general public.

What differentiates liberal feminism from true humanism is that all these goals are taken in the context of patriarchy theory. That is the name of a specific dogma of the ideology of feminism.

Das Patriarchat als Abgrenzungskriterium finde ich durchaus passend. Denn mit der Einbeziehung des Patriarchats wird ein sehr vages Konzept übernommen, dass eher den Charakter einer Verschwörungstheorie hat und noch nicht einmal mehr vernünftig definiert werden kann. Mal ist es die Herrschaft der Männer, mal nur ein Überwiegen männlicher Privilegien, mal wieder wird es einfach gar nicht definiert, steht einfach für etwas vages im Zusammenhang mit der Unterdrückung der Frauen durch oder jedenfalls zugunsten von Männer(n). Wer von einem Patriarchat innerhalb einer demokratischen Gesellschaft ausgeht macht es sich sehr einfach und kreiert schnell einen unwiederlegbaren Gegner, der für alles verantwortlich ist. Mit jemanden, der das Patriarchat hinter allem sieht, es aber nicht definiert, ist schwerer zu diskutieren, als mit jemanden, der Umstände und ihre Auswirkungen noch benennt.

Der Begriff der heterosexuellen Matrix, den Butler bevorzugt, ist auch nicht wirklich aussagekräftiger, weil er mit nahezu allem verbunden werden kann, was irgendwie mit Heterosexualität zu tun hat, insbesondere der hegemonialen Männlichkeit. Er ist allerdings zumindest etwas eingrenzbarer als „das Patriarchat“.

Allerdings scheint mir mit einem „Feminat“ ein ähnlicher Begriff im Maskulismus vorhanden zu sein. Auch dieser scheint mir kaum abgrenzbar zu sein und daher ähnlichen Funktionen zu dienen. Ich rufe daher dazu auf, diesen Begriff einmal in den Kommentaren klar zu definieren und darzulegen, wie das Feminat errichtet ist und seine Macht ausübt.

Gleiches gilt natürlich für das Patriarchat.

Meint ihr, dass es besser wäre auf solche Konstruktionen zu verzichten?

Männlichkeit und Feminismus

Ein paar Darstellungen zu Männlichkeit:

Hugo Schwyzer zu falscher Männlichkeit:

There is nothing either guilty or shameful about living in a male body. There is nothing wrong with wanting sex with women, liking football, or enjoying beer. There is something wrong with deriving one’s self-worth from how many women one takes to bed, or how well one plays football, or how much beer one can drink. And there is something very wrong—something worth feeling guilt over—about promoting that narrow definition of masculinity to other men.

Natürlich sollte man kein zu starres Konzept davon haben, wie Männer sich zu verhalten haben. Viele Sachen sind eben nur Verteilungen im Schnitt. Bei Hugo Schwyzer scheint mir aber immer im Hintergrund zu stehen, dass man bestimmte Sachen, eben solche Tätigkeiten, gar nicht gut finden sollte, sondern eher ablehnen sollte. Dem würde ich zustimmen, was eine Verpflichtung zu einem solchen Handeln angeht. Dennoch kann man genau daran und eben auch am Wettbewerb (mehr Frauen, besseres Football und mehr Bier) Spass haben.

Der Dammend old man nimmt das Zitat von Schwyzer zum Anlass über Männlichkeit  im Feminismus nachzudenken:

Feminists frequently use shame and guilt to make men feel bad about being men. Male sexuality is attacked and condemned with regularity. Masculinity and masculine values are frequently associated with patriarchal oppression of women. And any male who expresses himself sexually is automatically deemed a threat to every woman in existence. But being male, being or acting in a traditionally masculine manner, and/or wanting sex with a woman is nothing to be ashamed of or to feel guilty about. In fact, it should be celebrated and applauded. Men who were unafraid to be men are the men who built the world. This is nothing to be ashamed of or to feel guilty about.

Schwyzer is correct though, in stating that a man should not build his self-worth around his ability to act in a traditionally masculine fashion. Self-worth isn’t about how much beer a man can drink, or how many women he can bed, or how many countries he can conquer. All those things can be taken away and once gone, if a man has based his self-worth on them, he becomes worthless.

Und aus einem anderen Artikel noch ein kleiner Lobgesang auf das Männliche „The Magnificent Appeal of Masculinity„:

Aside from the obvious factors that are necessary for marital success, I believe men and women should derive pleasure from each other’s femininity and masculinity. Regardless of sexual orientation, if you can not revel in your partner’s distinct gender traits, I firmly believe you are with the wrong person.

It is an effortless joy to celebrate my husband’s masculinity. I love Rob’s physical manly prowess and the way he moves in his powerful six foot frame. I love his chest hair and facial hair, as well as his shaved balding head. His manhood can be seen in every pore. I love Rob’s deep baritone voice. His words shape my world; I continually receive a refreshing perspective on life and love.

My husband’s masculinity is incredibly sexy. I love how our bodies interlock with intense passion. I love feeling the weight and size of his body pressed against me as we snuggle in a warm cocoon. When I am enveloped by his physical and emotional nakedness, I feel exceptionally loved and protected.

Ich halte dieses Bild sich an der Andersartigkeit des anderen zu berauschen für eines, dass viele (heterosexuelle) Menschen anspricht. Dazu muss man natürlich Differenzen eingestehen und sie nicht zu einem Unding erklären

Befriedigung durch Sex im Gegensatz zu Selbstbefriedigung

Eine Studie dazu, warum Sex üblicherweise befriedigender ist als Sex:

Research indicates that prolactin increases following orgasm are involved in a feedback loop that serves to decrease arousal through inhibitory central dopaminergic and probably peripheral processes. The magnitude of post-orgasmic prolactin increase is thus a neurohormonal index of sexual satiety. Using data from three studies of men and women engaging in masturbation or penile–vaginal intercourse to orgasm in the laboratory, we report that for both sexes (adjusted for prolactin changes in a non-sexual control condition), the magnitude of prolactin increase following intercourse is 400% greater than that following masturbation. The results are interpreted as an indication of intercourse being more physiologically satisfying than masturbation, and discussed in light of prior research reporting greater physiological and psychological benefits associated with coitus than with any other sexual activities.

Quelle:  The post-orgasmic prolactin increase following intercourse is greater than following masturbation and suggests greater satiety (Volltext, PDF)

Aus der Studie:

It is interesting to consider these results in light of the finding that women who are orgasmic by both intercourse and by other means report that intercourse orgasms are more satisfying (Davidson and Darling, 1989). The results are also consistent with evolutionary pressures, in which the one potentially reproductive sexual activity would be expected to be more physiologically rewarding than other sexual activities

Das die sexuelle Stimulation, die zu einer Befruchtung führen kann, die meiste Befriedigung bietet leuchtet evolutionär in der Tat ein. Erklärt vielleicht auch das, was hier im Blog mal von einer Kommentatorin als „NORD“ (Nicht onanierbarer Restdruck) bezeichnet wurde. Es zeigt zudem auch, dass unsere Sexualität deutlich von Hormonen geprägt ist.

Armageddon: Ein Heldenepos mit einer Ansammlung von Alphamännern

Der Sonntag ist ja zum Rumgammeln da. Gerade läuft die Wiederholung von Armageddon.

Der Film ist eine unglaubliche Ansammlung von Alphamännern. Bruce Willis als Harry Stamper ist ein absoluter Alphamann, emotional etwas eingeschränkt, aber immer in voller Kontrolle der Situation, außer bei seiner Tochter, die er über alles liebt und (über-)beschützen will, immer Anführer,  A.J. Frost (Ben Affleck) ist der aufstrebende junge Alpha, der nie nachgibt um nach oben zu kommen, der Konflikt zwischen ihm und Harry, der eh schon bei der Arbeit besteht wird durch seine Beziehung zu Harrys Tochter noch verschärft, Dan Truman (Billy Bob Thornton) als NASA Chef ist immer beherscht, versucht Ordnung ins Chaos zu bringen, lenkt die Meute von Bohrern. Der Pilot, der meint, der letzte zu sein, der den Erfolg gegen die inkompetenten Bohrer retten zu können. Der Rest der Crew dient auch dem Comic Relief, ist aber ansonsten relativ unbekümmert angesichts des drohenden Weltuntergangs und immer für einen Spruch gut. Auch die Frauen, sofern sie nicht Love-Interest/Tochter sind (Liv Tyler) sind ebenfalls hart und bestimmt, Alphafrauenheldinnen, wie beispielsweise die Pilotin/Ausbilderin.

Ein klassischer Heldenactionfilm. Das Ende ist etwas kitschig, der Pathos an einigen Stellen etwas viel aber ich finde die Charakterzeichnung ganz gelungen. Bereits die Einführungsszene, in der Bruce Willis von der Ölplattform aus Umweltaktivisten mit Golfbällen beschießt zeichnet ein Bild des Alphamannes, der sein eigenes Bild macht.

Selbst bei einem Weltuntergangsfilm, bei dem die Helden die Welt retten, was ja eigentlich eine ausreichende Motivation sein sollte, wird das ganze noch auf eine menschlichere Ebene gebracht und mit klassischen evolutionären Zielen verknüpft, die wir Menschen besser emotional begreifen können als das Retten eines Planeten (!): Dem Beschützen des Nachwuchs und die Liebe zu einer Partnerin/dem Nachwuchs und dem Wunsch, dass Personen, die einem nahe stehen, den eigenen Wert erkennen und einen dafür bewunden.

Das wird neben den Szenen mit Liv Tyler auch an einer Szene deutlich, in dem einer der Bohrmänner am letzten Tag noch einmal Frau und Kind besucht, die von ihm getrennt leben:

Denise: What are you doing here?

Chick: I was just passing by on the, uh, I came…

Tommy: [comes onto the porch with a toy] Who’s he?

Denise: That man’s a salesman. Would you go inside? Thank you.

Chick: [Tommy goes inside the house] He got big.

Denise: You can’t come around like this. The court says you can’t. It confuses him.

Chick: No I know. I just… I wanted to say that I’m sorry about everything, and… I got something coming up, something kinda big. You just might be proud of me. Would you do something for me? Would you just give him this. You don’t have – you don’t have to tell him who it’s from just…

[puts a toy shuttle on the porch]

(…)

Später sieht der Junge die Startvorbereitungen zur Mission:

Tommy: Mom, that salesman’s on TV.

Denise: That man’s not a salesman. That’s your daddy.

Vergebung und Anerkennung durch statusaufbauende heldenhafte Taten. Klassisch.

Im poststrukturalistischen Feminismus würde man wohl sagen, dass es ein Haufen heteronormativer Kackscheiße ist, der die bestehenden Rollenbilder stützt und ein Bild hegemonialer Männlichkeit stützt, ein Machwert des Patriarchats also.

Mir scheint es realistischer, dass wir aufgrund unser evolutionären Vergangenheit auf solche Charaktere reagieren.

Werden Leute attraktiver oder weniger attraktiv nachdem man das erste mal Sex mit ihnen hatte?

Eine interessante Studie zum Thema „Attraktivität nach dem Sex“:

This article develops the Affective Ship Hypothesis, which suggests that women experience positive affective shifts following first-time intercourse as a means to facilitate a longer-term, more committed relationship. The hypothesis predicts a negative affective shift in men who pursue a short-term mating strategy; this shift is hypothesized to function to curtail commitment by motivating the man to terminate the relationship. Study 1 (N= 177) documented sex differences predicted by the affective shift hypothesis. Study 2 (N= 203), using a somewhat different methodology involving reports of presex and postsex feelings, found that men with high numbers of sex partners, but not men with low numbers of partners, experienced a decrease in their partner’s physical and sexual attractiveness following first-time sexual intercourse. In contrast, women, more than men, experienced increases in feelings of love and commitment following first-time sex.

Quelle: The affective shift hypothesis: The functions of emotional changes following sexual intercourse (PDF, Volltext)

Das erscheint mir ein Mechanismus, der durchaus durch Evolution entstehen kann. Wenn ein Mann noch nicht viele Partnerin hatte, dann kann jeder Sexkontakt wertvoll sein und die Zukunft ungewiss zu planen. Ist er gleich von Anfang an schnell gelangweilt, dann verpasst er vielleicht die Chance, die er hatte. Hat er aber eh viel Sex mit verschiedenen Frauen, dann kann es sich mehr lohnen diese Möglichkeiten zu nutzen. Mehrere Kinder mit verschiedenen Frauen gibt mehr genetische Kombinationen und damit mehr Absicherung.

Bei Frauen lohnt sich dies weniger. Wenn sie schon Sex mit einem Mann hatten, dann kann darauf ein Kind und damit Zusatzversorgungsbedarf entstehen, der bei einer Bindung besser abgesichert werden kann. Es kann sich daher lohnen, den Mann dann auch eher zu lieben und letzte Zweifel auszublenden.

Es kann natürlich auch sein, dass der umgekehrte Fall vorliegt: Nicht die Anzahl der Frauen bestimmt das nachlassende Interesse, sondern das nachlassende Interesse bestimmt die Anzahl der Frauen. Dagegen spricht allerdings, dass dieser Effekt dann eigentlich auch bei den Frauen eintreten müsste, was aber nicht der Fall zu sein scheint.

Strömungen im Maskulismus

Ebenso wie der Feminismus  gibt es auch im Maskulismus eine Vielzahl von verschiedenen Denkrichtungen, die einmal ausgeschlüsselt werden sollten

Mein erster Versuch einer Einteilung war wie folgt:

Da gibt es eben auch ganz verschiedene Spielarten, vom konservativen Maskulismus („die Frau gehört hinter den Herd, der Mann arbeitet, das ist am besten für alle“) über den radikalen Maskulismus („alle Frauen sind Parasiten“), den Equity-Maskulismus („Gleiche Rechte, nicht Gleichstellung“), den Differenz-Maskulismus („Männer und Frauen sind verschieden) in den Ausprägungen sozialer Differenzmaskulismus, biologischer Differenzmaskulismus und differenzierter Differenzmaskulismus und was nicht noch alles.

Ich verweise zudem auf Leszeks Kommentar:

Damit hätten wir schonmal 4 potentielle Differenzierungskriterien:

– politische Differenzen (hierbei sollte das gesamte politische Spektrum berücksichtigt werden)

– spezifische Männer- und Frauenbilder und damit einhergehende unterschiedliche gesellschaftliche Zielvorstellungen (Dekonstruktion versus Re-Patriarchalisierung versus Emanzipation und Gleichberechtigung etc.)

– strategische Differenzen (Geschlechterpolitik ja oder nein etc.)

– Einstellungen zum Feminismus

In dem gleichen Kommentar auch ein Zitat von Arne Hoffmann:

Vergleichbare Konflikte unterschiedlicher Lager (wie in der feministischen Bewegung) gibt es auch in der Männerbewegung. In Diskussionsforen wie „Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land“ (WGvdL) prallen seit Jahren Traditionalisten, die von einer natur- oder gottbestimmten Vormachtstellung des Mannes ausgehen und diese auch gesellschaftlich durchsetzen wollen, mit emanzipatorischen Männerrechtlern zusammen, die an einer Gleichberechtigung beider Geschlechter interessiert sind.

Manchen Männerrechtlern ist die Bewahrung, anderen die Dekonstruktion von Geschlechtsidentität wichtig.

Ich will einfach mal ein paar Einteilungen sammeln und über die verschiedenen Richtungen diskutieren.

Dabei ist alles noch etwas schwammig, es ist wohl eher ein Rohentwurf.

1. Grobeinteilung

  • Gleichheitsmaskulismus: Die grobe Einteilung könnte man wohl auch hier in einen Gleichheitsmaskulismus sehen, bei dem die gesellschaftlichen Umstände für die Geschlechter verschieben sind, aber bei dem im Gegensatz zum Gleichheitsfeminismus die Schwierigkeiten aus der sozialen Rolle der Männer hergeleitet werden. Das kann beispielsweise die Ansicht sein, dass Männern die Versorgerrolle und die Schutzrolle zugewiesen wird und daraus Probleme entstehen oder die Auffassung, dass Frauen von den Leistungen der Männer mehr profitieren als andersrum die Männer von den Leistungen der Frauen etc.
  • Differenzmaskulismus: Der Differenzmaskulismus hingegen geht von einer Ungleichheit der Geschlechter aus. Das kann eine Ungleichheit aufgrund einer spirituellen Essenz sein oder eine Ungleichheit aufgrund biologischer Unterschiede.

2. Einzelne Strömungen

  • konservativer Maskulismus: Im konservativen Maskulismus wird davon ausgegangen, dass die Rollenbilder der Geschlechter die beste Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern wiedergeben und daher vorzugswürdig sind. Dies kann man differenzmaskulisch mit einem essentialistischen Biologismus begründen, mit einer spirituellen bzw. religiösen Erklärung oder auch im Gleichheitsmaskulismus mit lediglich körperlichen Umständen wie dem stillen und der Notwendigkeit einer klaren Einteilung. Ich vermute, dass insbesondere religiöse Bezüge zur Rolle der und auch eine essentialistsche Biologie die häufigsten Erklärungsansätze sind.
  • Liberaler Maskulismus: Der liberale Maskulismus ist häufig ein Gleichheitsmaskulismus der möglichst wenig Regelungen vorsehen möchte und alles dem Aushandeln der jeweiligen Personen untereinander überlassen möchte. Gesetzlicher Unterhalt beispielsweise kann unter dieser Betrachtung abgelehnt werden, weil er den Geschlechtern Vorschriften macht und Pflichten errichtet. Es wird sich häufig um einen Gleichheitsmaskulismus handeln. Es ist aber auch denkbar, dies als Differenzmaskulismus zu vertreten
  • Gleichberechtigungsmaskulismus: Der Gleichberechtigungsmaskulismus geht davon aus, dass die Gesellschaft lediglich dafür sorgen muss, dass Männer und Frauen gleiche Rechte haben. Er ist daher auch häufig in einer Gleichheitsmaskulistischen Ausrichtung zu finden.
  • Radikaler Maskulismus: Der radikale Maskulismus stellt die Geschlechter in einem Kampf gegenüber. Die Frau ist dabei an der Unterdrückung des Mannes interessiert und es gilt dies zu verhindern. Der Mann wird dabei gerne als der bessere Mensch angesehen, die Frau als der schlechtere, entweder aufgrund der Rolle oder aber aufgrund von Differenzen zwischen Männern und Frauen. Ziel des radikalen Maskulismus ist eine Befreiung des Mannes von der Unterdrückung durch die Frauen / einen Teil der Frauen. Im radikalen Maskulismus dürfte auch vieles zu finden sein, was sich als Antifeminismus bezeichnet.
  • Biologie-Maskulismus: Ein klassischer Differenzmaskulismus, der davon ausgeht, dass Männer und Frauen zumindest im Schnitt verschieden sind. Es werden insbesondere Ansätze aus der Evolutionsbiologie und der medizinsichen /biologischen Geschlechterforschung besprochen und daraus folgen für das Verhältnis von Männer und Frauen gezogen.
  • Pickup-Maskulismus: In enger Verbindung mit biologischen Betrachtungen steht der „Pickup-Maskulismus“. Dieser betrachtet das Geschlechterverhältnis insbesondere aus der Warte der verschiedenen Anziehungen und Attraktivitätsmerkmale und geht davon aus, dass Frauen im Schnitt bestimmte Männer, insbesondere Alphamänner bevorzugen und daher bestimmte gesellschaftliche Konstellationen entstehen. Pickup-Maskulismus weist dabei häufig dem Einzelnen Mann eine hohe Verantwortung zu, aus der heraus er erkennen soll, was Frauen attraktiv finden und sich entsprechend verhalten soll, um für sich selbst ein akzeptables Leben aufzubauen. Gesamtgesellschaftliche Betrachtungen oder Verbesserungen treten häufig dahinter zurück. Diese Spielart ist insbesondere in der Amerikanischen „Roissysphere“ von Bedeutung.
  • linker Maskulismus: Üblicherweise ein Gleichheitsmaskulismus, der von soziologisch bedingten Unterschieden ausgeht und die Nachteile der Männerrolle aus Männersicht darstellen möchte
  • Profeministischer Maskulismus: Der Profeministische Maskulismus geht davon aus, dass es für Männer am besten ist, wenn sie dem feministischen Theorien folgen. Dabei steht im Vordergrund eine starke Abwertung der Männerrolle, die von der Nutzung von gesellschaftlich zugewiesenen Privilegien geprägt ist, und eine Aufwertung „weiblicheren“ Verhaltens bzw. eine Entsagung dieser Privilegien. Innerhalb dieser Betrachtungen wird aber versucht die Schwierigkeiten die Männer innerhalb der Gesellschaft haben abzubauen und dadurch ein für Männer vorteilhafteres Leben zu erlangen.

Vielleicht können wir hier noch ein paar weitere Einteilungen erarbeiten.

Christian Wulff: Scheidungsfolgen und Allgemeines

In einem Bereicht über unseren Bundespräsidenten Christian Wulff findet sich der folgende Abschnitt:

Wie in Wulffs neuer Gattin, so materialisierte sich auch im Eigenheim die Sehnsucht nach ein bisschen mehr Glanz, als ihm in den Jahren des Aufstiegs vom Ratsherrn der Stadt Osnabrück über den niedersächsischen Landtag bis in den Amtssitz des Ministerpräsidenten in Hannover vergönnt war. Obwohl Wulff in den Nullerjahren als Lichtgestalt der deutschen Politik galt, war er nach seiner Scheidung 2008 anscheinend derart mittellos, dass er den Kauf einer bescheidenen Immobilie komplett fremdfinanzieren und dabei auch die Hilfe von befreundeten Unternehmern annehmen musste.

Ich hatte die Ansprüche bei einer Scheidung schon einmal dargelegt. Üblicherweise wäre maximal die Hälfte des Vermögens abzugeben. Es wäre interessant zu sehen, wie viel Wulff damals abgeben musste.

Von einem Ministerpräsidentengehalt kann man üblicherweise schon ein wenig was zurücklegen. Allerdings kann man eben auch schnell meinen, dass man sich auch etwas mehr leisten kann.

Politisch trotzdem unklug, sich solche Darlehen zu nehmen und sich die Zinsen von der Bank zu zahlen. Wahrscheinlich hat er damals einfach nicht drüber nachgedacht.

Allerdings hat der Bundespräsident nahezu keine wichtige Funktion. Er unterschreibt Gesetze nahezu ohne Prüfungsrecht (was er an Prüfungsrecht hat ist zudem noch höchst umstritten) und kann politisch Reden halten ohne zu gestalten.

Aber er ist eben ein Oberhaupt und von einem solchen erwarten wir eben eine untadelige Amtsführung.

Grundregeln der Evolution

Hier mal eine Zusammenfassung einiger Punkte zum Verständnis evolutionärer Vorgänge

  • Evolution erfolgt über Mutation von Genen und deren Selektion
  • Eine Mutation, die nicht über Fortpflanzung weitergegeben wird, kann sich evolutionär nicht auswirken.
  • Jede Veränderung einer Spezies kann nur über die Veränderung von Einzelwesen dieser Spezies erfolgen und nur von Generation zu Generation, eine Spezies an sich kann sich nicht verändern bzw. nur als Summe der Änderungen innerhalb der Einzelwesen von Generation zu Generation
  • eine Gruppenselektion findet nicht statt. Ein Gen kann langfristig nur selektiert werden, wenn es dem Einzelwesen Vorteile bringt („egoistisches Gen“), Vorteile für das einzelne Wesen können allerdings auch Vorteile der Gruppe sein, wenn diese auf das Einzelwesen zurückschlagen und diesem mehr bringen als sie das Einzelwesen kosten. Ansonsten droht eine Freeriderproblematik, da sich deren Gene durchsetzen.
  • Ob ein Gen unter bestimmten Konstellationen Nachteile für die Weitergabe bringt ist unwesentlich, wenn die Vorteile für die Weitergabe in einer anderen Konstellation diese Nachteile aufwiegen. Ein Gen bleibt im Genpool vorhanden, wenn es über alle Genträger die gleiche Anzahl von Nachkommen bringt wie der Schnitt der sonstigen Individuen innerhalb dieser Spezies
  • Die Gene einer Spezies sind (auch innerhalb der Geschlechter) nicht gleich und innerhalb einer Spezies können verschiedene Strategien für die Fortpflanzung praktiziert werden.Häufig gibt es eine Hauptstrategie und verschiedene Nischenstrategien, die entweder für bestimmte Zeiten (Hunger, Krieg, Frieden) oder für bestimmte Risiken optimiert sind (zB Chance auf viele Nachkommen mit hohem Risiko, Chance auf wenig Nachkommen mit geringen Risiko).
  • Gene funktionieren in einem Zusammenspiel. Auch unterschiedlichen Optimierungen für ein Zusammenspiel unterschiedlicher Gene können sich ebenfalls Unterschiede ergeben.
  • Damit eine neue Eigenschaft sich umfassend in einer Spezies durchsetzt müssen alle Genträger, die diese Eigenschaft nicht besitzen sterben ohne die Gene, die diese Eigenschaft nicht haben, weitergegeben zu haben.
  • Neben der „natürlichen Selektion“ gibt es noch die sexuelle Selektion. Dabei ist zu unterscheiden zwischen „intrasexueller Selektion (Konkurrenz innerhalb eines Geschlechts) und intersexueller Selektion (Zucht des einen Geschlechts durch das andere zur Auswahl von Fortpflanzungspartnern).
  • bei der sexuellen Selektion wirken sich die verschiedenen Kosten des Sex aus und die Wahrscheinlichkeit sie zu tragen aus. Als Kosten sind insbesondere zu berücksichtigen: Die evolutionär relevanten Mindestkosten des Sex bzw. die Frage, ob Nachwuchsbetreuung erfolgt und wer sich dieser besser entziehen kann. Bei Menschen trägt die Frau über die Schwangerschaft die höheren evolutionär relevanten Mindestkosten, bei einem Mann betragen diese lediglich die Kosten des Sex an sich. Gleichzeitig kann der Mann, da Menschen Säugetiere sind (im Gegensatz zu bestimmten Fischen, bei denen erst die Eier abgegeben und anschließend befruchtet werden) und damit zwischen Sex und Geburt zumindest 9 Monate liegen, sich unter steinzeitlichen Bedingungen theoretisch leicht den Kosten der Schwangerschaft entziehen, während die Frau dies nicht kann und über die Stillzeit zudem noch weitere Kosten trägt.
  • sexuelle Selektion führt häufig dazu, dass das Geschlecht,welches einer AUswahl unterliegt (dies können auch beide Geschlechter sein) Eigenschaften, die günstige Faktoren für die Weitergabe der Gene sind, darstellen will. Dies kann durch Körperausformungen (Pfauenschwanz, weibliche Brüste beim Menschen) oder Ausformungen im erweiterten Phänotyp (Bieberdamm, Darstellung von Verfügugnsgewalt über Ressourcen) erfolgen oder dadurch, dass man zeigt, dass man trotz bestimmter zusätzlicher Lasten überlebt (Handicap-Prinzip; zB ebenfalls der Pfauenschwanz, Großzügiges Teilen beim Menschen). Dies kann auch zu einer Verselbständigung bestimmter Merkmale führen, die dann allein deswegen weiter entwickelt werden, weil sie attraktiv sind (Sexy Son Theorie)
  • Evolutionäre Strategien bei der sexuellen Selektion beeinflussen sich gegenseitig. Wenn Frauen aufgrund ihrer höherer Kosten im Gegenzug von Männern für die Gelegenheit zur Fortfplanzung (=Sex) eine langfristige Beteiligung an den Kosten der Aufzucht verlangen und dies über eine emotionale Bindung abgesichert sehen wollen, dann erhöhen sich die Kosten für diese Art der Bindung für Männer, was dann wieder eigene Strategien, insbesondere bei der Partnerwahl für eine langfristige Bindung ändert.
  • bei Intrasexuelle Konkurrenz geht es um den Zugang zu Ressourcen, die der Fortpflanzung dienen. Darunter kann bei abstrakter Betrachtung auch der dazu erforderliche Fortpflanzungspartner gerechnet werden. Wie dieser zu den Beschränkungen des Zugangs zu ihm steht ist dann wieder eine Frage intersexueller Konkurrenz.
  • Intrasexuelle und intersexuelle Selektion beeinflussen sich: Wenn eine Spezies eine starke intrasexuelle Selektion vornimmt, dann erlauben Gene, die in diesem Wettkampf Vorteilhaft sind, die bessere Weitergabe der eigenen Gene (Sexy Son Theorie). Die Verwertung der Faktoren, die eine Durchsetzung innerhalb der intrasexuellen Konkurrenz ermöglichen in der intersexuellen Konkurrenz durch biologisch abgespeicherte Attraktivitätsmerkmale kann also die Weitergabe der eigenen Gene erleichtern und entsprechende Gene können sich daher im Genpool anreichern. Gleichzeitig lohnt es sich dann wiederum, diese Merkmale mehr zu zeigen und auch Personen des auswählenden Geschlechts, die diese Merkmale beim anderen Geschlecht mögen zu bevorzugen, weil deren Nachkommen dann ebenfalls erfolgreiche Partner wählen werden (usw.).