„Das feministische Endspiel“

Susan Walsh teilt in ihrem Beitrag „Feminism’s End Game“ ordentlich aus:

Feminism doesn’t have many moves left on the board. Having achieved gender equity long ago, the ultimate goal is the full realization of female supremacy in society. The strategy has not been wholly ineffective. Half our population is now tainted with the original sin of maleness. Men are presumed guilty of inappropriate aggression and nefarious motives in all corners of society, including education, professional life, social interactions with women, and popular culture. We judge healthy male instincts such as competition and desire as moral failings.

Meanwhile, the championing of female priorities in all areas of life has led to the toxic Cosmopolitan cocktail of twin evils: narcissism and hedonism.

Sie verweist dann darauf, dass schon an den dort graphisch aufgearbeiteten Googleanfragen zum Thema Feminismus deutlich wird, dass es sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast befindet. Allerdings ist eine solche Suchanfrage nicht unbedingt so aussagekräftig, vielleicht wird nur nach gezielteren feministischen Themen gesucht.

Ich glaube aber auch, dass der Feminismus in der heutigen theoretischen Form, also insbesondere der Genderfeminismus in den nächsten Jahren einen schweren Stand haben wird. Die großen Kämpfe sind durch, was Akzeptanz kostet, die neuen Pläne der Geschlechtslosigkeit der Menschen zieht glaube ich die allermeisten Menschen nicht an. Sie sehen sich als Männer oder Frauen, wollen nicht geschlechtslos sein und wollen auch nicht, dass die anderen geschlechtslos sind. Männlichkeit ist sexy und Weiblichkeit eben auch. Männer an allem die Schuld zu geben führt dabei nicht weiter, eben so wenig wie ein imaginäres Patriarchat.

Ich hoffe ja, dass der Equityfeminismus deutlich an Zuwachse gewinnt und sich dort eine gemäßigtere, wissenschaftsfreundlichere feministische Denkweise durchsetzt.

48 Gedanken zu “„Das feministische Endspiel“

  1. „Meanwhile, the championing of female priorities in all areas of life has led to the toxic Cosmopolitan cocktail of twin evils: narcissism and hedonism.“

    „Kinder an die Macht“, was Grönemeyer uns einst prophezeite ist heute Wahrheit geworden.
    Einfach zurücklehnen und das Schauspiel geniessen, ein Beklagen dieses Zustands oder darüber Aufregen lohnt nicht. Es ist vielleicht sogar der einzige Weg einen ganz wichtigen Faktor über einen Umweg in den weiblichen Verhaltenskanon zu bekommen :
    Die Übernahme von Verantwortung.

    • @Clochard

      Die meisten Frauen übernehmen ja Verantwortung, eben teilweise in anderen Bereiche als Männer, aber nichts desto trotz.

      Man sollte den Genderfeminismus nicht einfach auf alle Frauen ausdehnen. Den meisten Frauen ist die Theorie dahinter genauso fremd wie den Männern.

      Was genau meinst du denn mit der Übernahme von Verantwortung?

      • Die verantwortung, selbst für ihr Leben zu sorgen, ohne den Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Verantwortung für ihre Taten übernehmen und nicht immer auf das Opfer machen. Verantwortung für das vorankommen der Gesellschaft übernehmen. Es gibt tausend dinge, bei denen Frauen keine Verantwortung übernehmen.

    • Ich hoffe ja, dass der Equityfeminismus deutlich an Zuwachse gewinnt und sich dort eine gemäßigtere, wissenschaftsfreundlichere feministische Denkweise durchsetzt.

      Und ich hoffe ja, dass sich irgendwann ein individualistischer Maoismus und ein liberaler Stalinismus durchsetzen wird.

      Es gibt da nichts zu reformieren. Die Prämissen des Feminismus sind sexistisch, Feminismus ist praktizierter Sexismus.

      • @Peter

        „Es gibt da nichts zu reformieren. Die Prämissen des Feminismus sind sexistisch, Feminismus ist praktizierter Sexismus“

        Dann muss das aber für den Maskulismus genauso gelten oder?

        Welche Prämissen sind denn unweigerlich feministisch und sexistisch und inwieweit sind sie Bestandteil des Equityfeminismus?

      • Habe gerade auf einem englischsprachigen Blog eine Formulierung zu dem Thema entdeckt, die meiner eigenen Auffassung entspricht.

        http://www.feministcritics.org/blog/2009/12/14/do-you-self-identify-as-mra-or-antifeminist-noh/

        Hier wurde an die Kommentatoren die Frage gestellt, ob sie sich selbst als „Männerrechtler“ oder „Antifeminist“ identifizieren: „Do you Self-Identify as MRA or Antifeminist?“

        Direkt der zweite Kommentar gibt in der Grundtendenz meine eigene Position dazu wieder:

        „Reasonable MRAs, like Glenn Sacks and Warren Farrell, have more in common with reasonable feminists, like Cathy Young and Christina Hoff Sommers, than any of them do with the more extreme members of their respective movements.”

        Wer vom derzeit vorherrschenden Feminismus nichts hält, der wird dennoch immer andere Strömungen, Personen und Positionen finden, die human gesinnt und vernünftig sind.

        (Das einzige, was mich als freiheitlichen Sozialisten am Equityfeminismus stört, ist, dass es kaum sozialistische Equityfeministinnen zu geben scheint. Fast alle sind liberal oder rechtslibertär in ihren politischen Einstellungen. Es wäre schöner, wenn auch der Equityfeminismus eine breitere Vielfalt an politischen Einstellungen entwickeln würde. Aber vielleicht kommt das ja noch. An den ausgezeichneten feministischen Schriften vieler Equityfeministinnen ändert dieser Aspekt natürlich nichts.)

        Habe hier noch einen Artikel von Wendy McElroy gefunden, in dem sie erklärt, warum sie an der Bezeichnung „Feministin“ festhält, obwohl sie den derzeit vorherrschenden Feminismus ablehnt:

        „21-Century-Feminism“

        http://www.ifeminists.com/introduction/editorials/2002/0312.html

      • „Es gibt da nichts zu reformieren. Die Prämissen des Feminismus sind sexistisch, Feminismus ist praktizierter Sexismus“

        Ich denke, für die USA gilt das nicht unbedingt.

        Der „Equity-Feminismus“ hat dort eine sehr lange Tradition, es gab dort schon in den 1980ern so Einige, denen die Vereinnahmung durch die „akademisch“ sich etablierende Dworkin-Kamarilla ganz und gar nicht geschmeckt hat.

        Es waren leider nur zu wenige.

        Ehrlich gesagt finde ich es völlig in Ordnung, dass Frauen ihr eigenes Geld verdienen 😉

      • @Peter
        Schön gesagt. „Feminismus“ im Wortsinne ist sexistisch und MUSS sexistisch sein. Anders ergibt das Wort keinen Sinn. Sonst müsste es „Frauenrechtsbewegung“ (gab es ja mal) oder im wissenschaftlichen Bereich eben Frauenforschung statt feministischer Forschung heißen.

        Immer, wenn du ein Wort mit „-ismus“ hast, ist damit ZWINGEND die Annahme einer Überlegenheit einer bestimmten Grundannahme gegenüber anderen Grundannahmen bezeichnet. Sonst macht die Bezeichnung schlicht keinen Sinn.
        Beispiel: Wenn wir in der Philosophie bestimmte Denkrichtungen als „idealistisch“ bezeichnen, dass bezieht sich das auf die Annahme, das Weltgeschehen sei im Kern eine Bewegung von Ideen und Gedanken, denen das Materiell dann folgt. „Materialistische“ Theorien nehmen dagegen an, die materielle Welt entwickele sich in einer bestimmten Dynamik und die Welt der Ideen folge dem nur reflektieren, wiederspiegelnd.

        Jedem „Ismus“ ist eine solche wertende Vorentscheidung bezüglich einer Grundannahme wesentlich. (Was jetzt noch nichts darüber sagt, ob diese Grundannahmen richtig oder falsch sind, tragfähig oder absurd, begründbar oder frei konfabuliert.)

        Dem „Feminismus“ ist die Annahme inhärent, dass Frauen das wertvollere, überlegene, ethischere, kommunikativere, kreativere usw. Geschlecht seien gegenüber den Männern, die eben minderwertig sind. Die weibliche Suprematie ist hier ZWINGEND eingebaut, sonst macht die Bezeichnung „Feminismus“ keinen Sinn. Die Frau ist das „Eigentliche“, der Maßstab – der Mann nur die mehr oder weniger defizitäre Abweichung.

        Und das ist natürlich reine Ideologie – und keine Wissenschaft.

        Eine radikale Feministin hat das einmal – zu Recht (!) – so auf den Punkt gebracht: Ein Feminismus, mit dem Männer gut leben können, ist keiner! Und genau so ist es.

        Völlig davon unterscheiden muss man natürlich davon „Frauenforschung“. Also z.B. die Erforschung weiblicher Lebenslagen in der Soziologie. Oder eben die „Frauenheilkunde“ in der Medizin. Sich mit den Besonderheiten von Frauen zu befassen, ist ja eben nicht Feminismus.

        @Christian
        Dasselbe gilt selbstverständlich auch für den „Maskulismus“. Das ist im Denkansatz die spiegelbildliche Reaktion. Dasselbe – nur mit umgekehrten Vorzeichen. Auch „Maskulismus“ ist sexistisch und MUSS es sein.

        Auch hier würde ich eben begrifflich unterscheiden zwischen Maskulinismus und Männerrechtsbewegung. So wie man scharf unterscheiden muss zwischen Feminismus und der „Frauenbewegung“ bzw. „Frauenrechtsbewegung“, die es bis in die 70er gab. Auch wenn es da teilweise gemeinsame Wurzeln gibt, muss man diese beiden Dinge doch unterscheiden in der grundlegenden Denke.

        Man merkt es auch daran: Eine soziale oder politische Bewegung, welche eben in diesem Sinne kein „-ismus“ ist, kann sich irgendwann auflösen. Wenn die Ziele erreicht sind, wird sie überflüssig. Und es ist auch das Ziel solcher Bewegungen, irgendwann nicht mehr nötig zu sein.
        Ein „-ismus“ kommt NIE ans Ziel. Er kämpft ja gegen die Polarität, gegen den anderen Pol. Und den wird es immer geben.

        Man kann das eben sehr gut am Unterschied zwischen „Feminismus“ und „Frauenrechtsbewegung“ sehen. Die Frauenrechtsbewegung hatte zum Ziel die vollständige rechtliche Gleichberechtigung von Frauen gegenüber Männern. Das Ziel ist seit den 70er Jahren vollständig erreicht. Deswegen gibt es keine Frauenrechtsbewegung mehr. Welches Ziel sollte sie auch haben.

        Der Feminismus dagegen kämpft gegen „das Männliche“ an sich. Gegen das männliche Prinzip. Oder: Gegen den männlichen Pol im Leben.
        Und dieser Kampf kann nie gewonnen werden, solange Menschen leben. Solange wird es den männlichen und den weiblichen Pol geben. (Interessanterweise eben nicht nur zwischen Menschengruppen, sondern auch innerhalb des einzelnen Menschen.)

        „Das Männliche“ als Teil der Polarität von Männern und Frauen wird man also nie beseitigen können. Also kann man es nur unterdrücken. Behindern, beschränken, diskriminieren, verfolgen, kriminalisieren – ja, das alles kann man. Nur Auslöschen kann man es nicht.
        Deswegen kann der Feminismus sich nie überflüssig machen. (Es kann nur sein, dass Menschen sich zunehmend gelangweilt abwenden.)

        Es ist wie mit anderen Polaritäten auch. Beispielsweise dem Verhältnis von „Gut“ und „Böse“ auf der moralischen Ebene oder Tag und Nacht. Da das eine durch das andere definiert wird, kann man nicht einen Pol einfach streichen. Und wenn man den anderen Pol bekämpft, setzt er sich unbewusst hinterrücks durch. Das sieht man sehr schön an den radikalen Feministinnen, die allesamt sehr deutlich den männlichen Pol in sich selbst leben – obwohl sie ihn im Außen bekämpfen.
        Oder bei der Polarität von Tag und Nacht: Wir können die „Nacht“, das Prinzip der Dunkelheit, bekämpfen, in dem wir überall Lampen installieren. Und doch wird es immer irgendwo Dunkelheit geben – und geben MÜSSEN.

  2. @ Christian

    Ich teile Susan Walshs Ansicht, dass der Feminismus nach weiblicher Suprematie strebt, glaube auch, dass das

    *Half our population is now tainted with the original sin of maleness. Men are presumed guilty of inappropriate aggression and nefarious motives in all corners of society, including education, professional life, social interactions with women, and popular culture. We judge healthy male instincts such as competition and desire as moral failings.

    Meanwhile, the championing of female priorities in all areas of life has led to the toxic Cosmopolitan cocktail of twin evils: narcissism and hedonism*

    zutrifft.

    Deinen Optimismus teile ich nicht, fürchte der Feminismus wird, wenn er überleben will – und das wollen all die vielen, die mittlerweile im Staatsapparat sitzen und ihr Einkommen, ihre Karrieren auf ihm aufgebaut haben – nachlegen müssen.

    Wellington sagte über Napoleon, der Mann sei wie eine Kanonenkugel, werde er langsamer, falle er zu Boden.

    Das gilt auch für ideologische Bewegungen. Da kehrte keine Vernunft ein, schon gar nicht bei Hass-und Neidideologien.

    Mittlerweile fürchte ich, der Feminismus wird den Aufbau einer femizentrischen Gesellschaft so lange vorantreiben, bis der Rückzug, die Verwerigerungshaltung der Männer, ihr wachsendes Desengagement, ihre Lustlosigkeit, diese Gesellschaft in den Bankrott geführt hat, bis das System wegen Narzissmus und Hedonismus so dysfunktional geworden ist, dass es schlicht zusammenbricht.

    Dann beginnt ein neues Spiel und das alte Unglück, denn auch dann wird der Mensch ja noch der alte sein.

    Na ja, hoffentlich hälts noch so lange, wie Tipsse und ich leben, denn wie gesagt, Systemzusammenbrüche sind höchst unerfreulich.

    Das, was wir jetzt haben, ist mangels Nachwuchs und mangels Finanzen nicht durchhaltbar.

    Wir leben aus der Substanz, der demographischen, der materiellen, wir leben von besseren Tagen, die wir beleihen, sind längst überschuldet.

    Der Feminismus beutet die Instinktdispositonen der Männer („Ich kann doch nur ein guter Mann sein, wenn ich Frauen beschützen und versorgen, sie glücklich machen kann!“) und Frauen („Es steht mir doch zu, dass Männer mich beschützen und versorgen, ich muss Männer nicht beschützen und versorgen, ich bin doch eine Frau und brauch‘ das nicht!“) viel zu perfekt aus, als dass einer Wählermehrheit die Falle, in der wir stecken und immer tiefer hineinlaufen, zu vermitteln wäre.

    Hier stirbt der Parasit mit dem Wirt, nicht vorher.

    Die Emanzipation des Mannes müsste gegen den Strom der männlichen/weiblichen Instinkte erkämpft werden, bergauf stürmend.

    Der Feminismus rudert mit dem Strom der männlichen/weiblichen Instinkte, rennt bergab.

    Männer jedoch kämpfen nicht gegen Frauen, sie ziehen sich eher zurück.
    Bei Frauen, den EIGENEN Frauen, versagt die Feindkennung.

    • @ Alexander
      Solange wir nutzlosen Konsum und die Barbara Karlich Show in Österreich, so wie den immer normaler werdenden Hedonismus haben – bitte, wie kann man denn auch Prostituion kritisieren, es sollten doch viel mehr Prostituierte in die Schulen gehen und ein entsprechender GirlsDay eingeplant werden; hat hier irgendwer Töchter? -, von dem heute auch viel zu viele Akademikerinnen Gebrauch machen, solange wird sich auch nichts ändern. Der Zusammenbruch ist vorprogrammiert, die Welt wird immer surrealer, kafkaesker, bizarrer, irrationaler, Beta-Männer ziehen sich zurück, wollen nicht mehr mit- und den Idioten bzw. Hampelmann machen, erniedrigt werden oder selbst erniedrigen. Die Gesellschaft ist tot.

      Ein Zitat zum Schluss:
      „Je mehr sich politische und wirtschaftliche Freiheit verringern, desto mehr pflegt die sexuelle Freiheit sich kompensatorisch auszuweiten.“ Huxley/Schöne neue Welt

    • Deinen Optimismus teile ich nicht, fürchte der Feminismus wird, wenn er überleben will – und das wollen all die vielen, die mittlerweile im Staatsapparat sitzen und ihr Einkommen, ihre Karrieren auf ihm aufgebaut haben – nachlegen müssen.

      Da hat der Graf doch mal wieder das Wesentliche angesprochen. Völlig unerheblich ist, ob feministische „Wissenschaft“ wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Wir haben es mit einem politischen Phänomen zu tun. Verteilkampf ist das Stichwort. Wissenschaftliche Argumente sind absolut zweitrangig. Christian hat das noch immer nicht verinnerlicht.

  3. @ Roslin und terminatus
    Es ist allerdings auch ein sehr männlliche Eigenschaft, die eigene Midlife-Crisis mit dem Ende der Gesellschaft eins in eins zu setzen.

    „Je mehr sich politische und wirtschaftliche Freiheit verringern, desto mehr pflegt die sexuelle Freiheit sich kompensatorisch auszuweiten.“ Huxley/Schöne neue Welt

    Unsinn. Die sexuelle Freiheit ist an der politischen und wirtschaftlichen Freiheit gekoppelt. Nenn mir eine Diktatur mit sexueller Freiheit.
    Huxley mochte die sexuelle Freiheit nicht – warum auch immer und hat deshalb diese realitätsferen Theorie aufgestellt. Er war wohl auch ein verbitterter alter Mann.

    • Unsinn. Die sexuelle Freiheit ist an der politischen und wirtschaftlichen Freiheit gekoppelt.

      Sehe ich auch so. Warum wohl ist die kapitalistische Gesellschaft sexuell so repressiv? Warum war die Sexualität in realsozialistischen Staaten so viel freier? Der Spruch von Huxley entbehrt jeder empirischen Grundlage.

      • Du hast nie in realsozialistischen Staaten gelebt, oder? Deine Ausagen zu Sozialismus und Kapitalismus sind an Narretei nicht zu überbieten.
        Es ist beschämend und eigentlich müsste man Dir eine Ohrfeige geben, damit wenigstens eine Chance besteht, dass Du wieder auf den Boden der Realität zurückkommst.

      • @adrian
        „In einem Staat in dem man heiraten musste um eine anständige Wohnung zu bekommen…“
        Musste gemacht werde, aufgrund der Wohnungsknappheit durch den WW2 und weil die Kommis nicht in die Puschen gekommen sind, genügend Baumaterial zu Produzieren. Planwirtschaft halt. Nimm z. B. mal die FKK Kultur, die war weitaus verbreiteter, auch die Pille wurde wesentlich gefördert.

      • Ich erinnere mich an Albert Camus und einen Text darüber, wie sich sein Vater nach der Beiwohnung einer öffentlichen Hinrichtung zu Hause übergeben hat, während die Masse geklatscht und geschrien hat. Sie standen Schlange um es zu sehen.

        Das alles sagt nichts. Außerdem kam ja die FKK-Kultur auch von Ostdeutschland in den Westen und nicht umgekehrt.

    • @ Adrian

      Meinen Pessismus auf Midlife-Crisis zu reduzieren, klappt bei mir nicht.

      Ich war nie ein Optimist, was die menschliche Natur anlangt, habe zu früh den Archipel Gulag gelesen.

      Was sexuelle Freizügigkeit anlangt, gebe ich Dir teilweise Recht.

      Allerdings was ist das denn für eine Freiheit/Freizügigkeit?

      Sie würdigt die menschliche Sexualität zum Konsumartikel herab, ist schal, oberflächlich und in dieser Funktion Opium für’s Volk, „sinnstiftend“ wie der Konsum insgesamt im Konsumkapitalismus „sinnstiftend“ ist.

      Sexualität ist da nur eine weitere Ware im Einkaufswägelchen.

      • „Meinen Pessismus auf Midlife-Crisis zu reduzieren, klappt bei mir nicht.“

        Das war auch eigentlich nicht meine Absicht. Ich entschuldige mich dafür, auch bei terminatus.

  4. @ Adrian
    Nun ja, ich hoffe nicht, dass ich „nur“ 58 werde um von einer aktuellen Midlife-Crisis sprechen zu können.

    Sorry, das ist sehr naiv von dir. Erstens konnstest du auch früher mit deinem Sexualpartner konsensual in deinen vier Wänden machen was du wolltest, da hat kein Hahn danach gekräht. „Sexuelle Freiheit“ im heutigen Sinne gebraucht, ist ein reiner Neusprech. Ich weiß, dass es für Homosexuelle anders war, dennoch gilt das natürlich auch für Homosexuelle. Zweitens, wer, wenn nicht die politische Führung – momentan sicherlich die Linke, Gleichstellungsagitaten – sollte etwas davon haben, Sexualität zu einem Politikum zu machen. All‘ die Geschichten von wegen kindgerechtem Sexualkundeunterricht, einer Frühsexualisierung – wir sprechen hier teilweise von Kindern, die noch nicht einmal 8 Jahre alt sind – sind für mich eindeutig einer Agenda geschuldet. Der Mensch soll und wird entpolitisiert. In Amerika funktioniert das gegenwärtig ja nicht mehr so ganz – siehe Ron Paul.

    Fakt ist, jedenfalls für mich, dass satisfaktierte Menschen mehr mit sich machen lassen als „normale“. Brot und Spiele, so einfach ist das.

    Zu behaupten, dass Huxley die sexuelle Freiheit nicht mochte und darauf aufbauend zu konkludieren, dass es sich um eine realitätsferne Theorie handelt, ist ein sehr schwaches argumentum ad personam.

    Erstens, woher weißt du, dass er „sexuelle Freiheit“, wie er sie verwendete“! – nicht in deiner Interpretation – nicht „mochte“. Ich kann dafür eintreten, dass jeder Mensch seine Sexualität leben kann, wie er will, aber gegen eine Instrumentalisierung der Sexualität durch z.B. politische Gruppen!

    Zweitens ist es nicht konkludent von der Prämisse, dass er etwas nicht mag – die falsch sein kann – überzugehen zur Konklusion, dass er deswegen eine realitätsferne Theorie – was wiederum zu beweisen wäre – aufgestellt hat.

    Wer sagt mir denn, dass dieser ganze sexuelle Überbau, welcher sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat nicht „realitätsfern“ ist?

    – Das erste Mal scheint immer später stattzufinden.
    – Das Sexualleben der Paare scheint, was die Quantität anbelangt, immer mehr zurückzugehen. Da helfen auch keine devianten Praktiken mehr weiter.
    – Sexuelle „Freiheit“ scheint immer mehr zu einer kompensatorischen „Freiheit“ oder besser einem Zwang zu werden.
    – Mit der Übersexualisierung der Gesellschaft geht eine Asexualisierung einher, sodass der Sexualwissenschafter Sigusch gar davon spricht, dass eine mögliche Variante zukünftigen Geschlechtslebens die asexuelle sei.

    Der Hedonismus dient nur noch zum Systemerhalt. Freilich ist er für die meisten Menschen unentbehrlich, was wiederum mit ein Grund dafür ist, was wohl in naher Zukunft passieren wird. Da hat Roslin nicht so unrecht.

    • „Erstens konnstest du auch früher mit deinem Sexualpartner konsensual in deinen vier Wänden machen was du wolltest, da hat kein Hahn danach gekräht.“

      Das ist Blödsinn und das weißt Du genau so gut wie ich.

      Erstens, woher weißt du, dass er „sexuelle Freiheit“, wie er sie verwendete“! – nicht in deiner Interpretation – nicht „mochte“.

      Ich habe seine Bücher gelesen, u. a. „Schöne neue Welt“, das ein reiner Angriff auf die Zivilisation ist. Sein Held ist der edle, romantische Wilde (ich weiß jetzt nicht mehr wie er in dem Buch heißt), den er gegen die dekadente Großstadtwelt in Stellung bringt, in der man sich nichts daraus macht, mal mit jemand anderem ins Bett zu steigen. Huxley geht in dem Buch ja sogar so weit, das Ende der Liebe, der Romantik, der Zweierbeziehung an die Wand zu malen, eben weil es in der schönen neuen Welt sexuelle Freiheit gibt.

      „Wer sagt mir denn, dass dieser ganze sexuelle Überbau, welcher sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat nicht „realitätsfern“ ist?“

      Was denn für ein sexueller Überbau? Menschen haben heute mehr denn je die Freiheit, ihre Sexualität und Beziehungen selbst zu leben und selbst zu entscheiden wie sie sie leben wollen, ohne Diktate seitens Kirche und Gesellschaft. Das das zu Irritationen führen kann, zu Einsamkeiten, zur Orientierungslosigkeit ist normal, das ist der Preis der Freiheit, der Preis das man selbst entscheiden und folglich auch selbst auf sie Schnauze fallen kann.

      • „Das ist Blödsinn und das weißt Du genau so gut wie ich.“

        Adrian, ich spreche von SEXUALITÄT und nicht darüber, ob die Gesellschaft Homosexualität akzeptiert, toleriert oder dies alles nicht getan hat. Wer hätte dich 1970 davon abhalten können, zu einem Freund zu gehen und in dessen Haus Sex mit ihm zu haben?

        Du missinterpretierst Huxley. Huxley ging es, in meiner Lesart REIN darum aufzuzeigen, dass Sexualität vom Staat, den Macht habenden instrumentalisiert wurde. Dabei werden „Medien“, die „Mainstreammedien“ gleichgeschaltet. All das ist keine Spinnerei eines reaktionären, Rechtskonservativen, das sagen auch führende linke Intellektuelle in ähnlicher Weise – siehe Chomsky.

        „Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre ein Staat, in dem die allmächtige Exekutive politischer Machthaber und ihre Armee von Managern eine Bevölkerung von Zwangsarbeitern beherrscht, die zu gar nichts gezwungen werden brauchen, weil sie ihre Sklaverei lieben“ Huxley/Schöne neue Welt

        „Diese Erläuterungen zeigen die eigentliche Bedeutung der Lehre von der ‚Zustimmung seitens der Regierten‘. Sie müssen sich ihren Herrschern unterwerfen, und dafür reicht es aus, daß sie zustimmen, ohne einzuwilligen. In Diktaturen und im Ausland kann Gewalt angewendet werden, ansonsten muß die Zustimmung seitens der Regierten durch das erlangt werden, was liberale und fortschrittliche Kreise ‚Herstellung von Konsens‘ (manufacture of consent) nennen.“ Chomsky / Konsens ohne Zustimmung

        „Menschen haben heute mehr denn je die Freiheit, ihre Sexualität und Beziehungen selbst zu leben und selbst zu entscheiden wie sie sie leben wollen, ohne Diktate seitens Kirche und Gesellschaft.“

        Was du Freiheit nennst, nenne ich für viele Bereiche manufactured freedom. Das hat nichts! damit zu tun, dass ein Indiviuduum selber bestimmen sollte, wie es seine Sexualität lebt.

        „Das das zu Irritationen führen kann, zu Einsamkeiten, zur Orientierungslosigkeit ist normal, das ist der Preis der Freiheit, der Preis das man selbst entscheiden und folglich auch selbst auf sie Schnauze fallen kann.“

        Das sehe ich eben anders. Wie gesagt, ich vertrete hier nicht die Position, Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Leben zu leben haben, wie dies Feministinnen ja für die, ihrer Ansicht nach, zu beschützenden Frauen machen; ich vertrete hier nur die Position, dass diese Art von „Freiheit“ eben oftmals gar keine Freiheit ist und interpretiere die Konsequenzen als Folge einer falsch verstandenen Freiheit und nicht als Folge einer freien! Entscheidung.

  5. „Wer hätte dich 1970 davon abhalten können, zu einem Freund zu gehen und in dessen Haus Sex mit ihm zu haben? “

    Oh, z. B. ein Nachbar odder die Sittenpolizei.
    http://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175#Entwicklung_in_der_alten_Bundesrepublik

    „Adrian, ich spreche von SEXUALITÄT und nicht darüber, ob die Gesellschaft Homosexualität akzeptiert, toleriert oder dies alles nicht getan hat“

    Kann man das so einfach trennen? Für mich macht es schon einen Unterschied ob ich mich zum heimlichen One-Night-Stand schleichen muss, ansonsten aber dem Rest der Gesellschaft vorspielen muss, dass ich ein braver anständiger Mann bin, der natürlich eine Frau heiraten möchte.

    „Huxley ging es, in meiner Lesart REIN darum aufzuzeigen, dass Sexualität vom Staat, den Macht habenden instrumentalisiert wurde.“

    Mag sein. Aber das wäre dann eben keine sexuelle Freiheit. Sexualität wird vom Staat immer instrumentalisiert. Aber ich behaupte, heute weniger als damals. Das belegen schon die abgeschafften Strafrechtsparagrafen.

    „und interpretiere die Konsequenzen als Folge einer falsch verstandenen Freiheit und nicht als Folge einer freien! Entscheidung.“

    Was heißt schon falsch verstandene Freiheit? Was wäre denn eine richtig verstandene Freiheit?

    • „Oh, z. B. ein Nachbar odder die Sittenpolizei.“

      Und du meinst, die Polizei hätte dein Haus gestürmt, weil ein fremdes Auto zwei Stunden vor deinem Haus geparkt hat? Woher weiß der Nachbar, dass ihr Sex gehabt habt, wenn Sex Privatsache ist?

      „Kann man das so einfach trennen? Für mich macht es schon einen Unterschied ob ich mich zum heimlichen One-Night-Stand schleichen muss, ansonsten aber dem Rest der Gesellschaft vorspielen muss, dass ich ein braver anständiger Mann bin, der natürlich eine Frau heiraten möchte.“

      Ich finde, man sollte das trennen. Natürlich macht es einen Unterschied, dennoch zwingt dich ja niemand und zwang dich damals auch niemand zu heiraten. Sex konntest du, wie gesagt, auch damals haben und warum in einer doch deiner Meinung nach so freien Gesellschaft Sexualität immer mehr zu einem Thema wird, ist mir schleierhaft.

      Ich behaupte eben das Gegenteil. Ich bin der Meinung, dass heute Sexualität mehr instrumentalisiert wird und zwar von Seiten des Staates und der Konzerne. Die Abschaffung der Strafrechtsparagraphen ist für mich ein Beleg für meine These. Diese Abschaffung führt ja gerade zu einer akzeptierteren Haltung gegenüber Sexualität, zu einem Mehr und nicht einem Weniger. Und das hat jetzt nichts damit zu tun, ob Homosexualität nun ein normales Verhalten menschlicher Geschlechtlichkeit ist oder nicht. Wir befinden uns immer noch auf der Metaebene, ich zumindest.

      Der Staat und die Raucherlobby wollten ja auch keine Gleichberechtigung für die Suffragetten erreichen.

    • @ susanawalsh

      Falls Sie tatsächlich Susana Walsh sind (Sie sprechen Deutsch?), danke ich Ihen für den Link zu Warren Farrells Artikel über den Zustand der Bildungsinstitutionen in den USA und die unzweideutige Sprache Ihrer Analyse, die ich für zutreffend halte.

      Das, was an den College/Universitäten in den USA geschehen ist/geschieht, ist extremer als das, was wir hier bisher an feministischer „Feminisierung“ erreicht haben.

      Aber wir marschieren in die gleiche Richtung.

      Der Farrell-Artikel ist ein düsterer Ausblick auf das, was uns noch bevorsteht, was tatkräftig vorbereitet wird.

      http://www.mindingthecampus.com/originals/2011/10/chilly_world_of_the_campus_male.html

      Feminismus wird in seinen zerstörerischen Auswirkungen von viel zu vielen verharmlost und unterschätzt, weil er ohne Massenverhaftungen und Hinrichtungen „gleichrichtet“.

      Erst zerstört er viele Jungen/Männer mit seinem Versuch der „Verweiblichung“, dann werden auch Frauen, die jetzt noch als Mitläuferinnen zu profitieren glauben, von den Verwüstungen betroffen werden, den Rückzug der Männer, deren Rückzug in’s „Lebowskitum“, zu spüten bekommen.

      Eine Gesellschaft, die das Engagement vieler ihrer Männer verliert, geht unter.

      Bei uns läuft an den Universitäten gegenwärtig dieses Programm:

      http://www.streitbar.eu/aufsatz_schulze.html

  6. Die Google-Statistik halte ich auch für wenig aussagekräftig.

    Feminismus als Massenewegung ist ja schon sehr lange tot. Allerdings hat sich Feminismus in den Sozialwissenschaften eingekapselt, und so einige feministische Meme gelten als „gebildet“ und „aufgeklärt“.

    Ich denke aber ebenfalls, dass sich ein Wandel abzeichnet. Internet ist zum Leitmedium geworden, und dort funktionieren die althergebrachten sozialen Ausgrenzungs- und Diffamierungsmechanismen, mit denen Feminismus sich bisher hervorragend immunisieren konnte, nicht mehr. Feminismus erscheint zunehmend als das, was er ist: Eine Ansammlung von selbstreferentiellen, lebensfremden Dogmen.

    Auf Dauer kann sich der sozialwissenschaftliche Diskurs dem nicht entziehen.

  7. Hier ein lesenswertes Interview mit Equity-Feministin Christina Hoff Sommers:

    The Future of Feminism

    http://www.scottlondon.com/interviews/sommers.html

    Sie vertritt die Auffassung, dass der „Gender-Feminismus“ schlicht und einfach an den Bedürfnissen der meisten Frauen und Männer vorbeigeht und nur durch gezielte Desinformation am Leben gehalten wird.
    In politischer Hinsicht vertrete ich bekanntlich andere Ansichten als Christina Hoff Sommers, als Feministin wird sie von mir hingegen sehr geschätzt.

    • Sie vertritt die Auffassung, dass der „Gender-Feminismus“ schlicht und einfach an den Bedürfnissen der meisten Frauen und Männer vorbeigeht und nur durch gezielte Desinformation am Leben gehalten wird.

      Als ob das die Schäfchen stören würde! Warum gibt es über 200 Jahre nach der Aufklärung überhaupt noch Religion? (Oder Glücksspiel? Ich finde es ja faszinierend, wie Menschen Denkfehler kultivieren und darauf wetten, sogar Leute, die es eigentlich besser wissen müssten. Der ganze Finanzsektor ist im Grunde nur ein riesiges Casino mit einem Anstrich von Büroarbeit.) Die selektive Blödheit der meisten Menschen ist unermesslich. Es scheint in der Kognition Rationalitätsbarrieren zu geben, die irrationales Wissen vor Argumenten abschirmen. Dann kommt so etwas Absurdes heraus wie Physiker, die zur Kirche rennen. LOL! Oder „Wissenschaftler“, die Gender studieren.

      Nein, Leszek, die meisten Leute haben immer – Pariser Kommune mal ausgenommen – ihr Leben den Vorschriften unterworfen, die ihnen Herrschende und Pfaffen jeder Couleur vorgebetet haben. Daran wird nur eine permanente politisch-kulturelle kommunistische Revolution etwas ändern. Auch Mao war Realist genug, um zu ahnen, dass es noch viele und viel längere Kulturrevolutionen brauchen würde.

  8. Ist Susan Walsh eine Feministin? Ich habe ein bisschen in ihrem Blog gelesen und kann nichts besonders Frauenaufwertendes oder Männerabwertendes finden. Oder ist alles feministisch respektive maskulistisch, was sich mit Beziehungen zwischen Mann und Frau beschäftigt?

    • @Helena

      Nein, keine Feministin. Sie vertritt eher auch eine „biologische Position“ zu den Geschlechtern, findet die Pickuptheorien in dem Bereich interessant und ist daher schon häufiger mit Feministinnen aneinander geraten. Sie meint, dass Frauen sich zu billig verkaufen und lieber weniger auf Sex und mehr auf Beziehung setzen sollten. Quasi die Preise nach oben treiben (nicht im Sinne von Geld, sondern im Sinne von Gefühlen und Beziehung). Insofern wendet sich ihr Blog gegen die „Hookup Culture“ in Amerika.

      Man sieht aber immerhin auf ihrem Blog, dass die amerikanischen Feministinnen sich durchaus mit ihr beschäftigen:
      http://www.hookingupsmart.com/2010/08/04/hookinguprealities/i-earned-a-denunciation-from-now/

      Es scheint mir als würde man dort auch mal über solche Blogs berichten, wenn wohl auch im eher snarkischen Ton. Da sollten sich die hiesigen feministischen Blogs einmal eine Scheibe abschneiden.

      • Quasi die Preise nach oben treiben (nicht im Sinne von Geld, sondern im Sinne von Gefühlen und Beziehung).

        Sie hat offenbar eine sehr dezidierte Meinung dazu, was „Frauen eigentlich wollen“

        Immerhin gelingt ihr das ohne die übliche Weiblichkeitsverkitschung, und vor allem ohne die übliche Männerdämonisierung.

        Ganz im Gegensatz zu ihren „sex-positive feminist“-Kritikerinnen, die dann doch, mit dem ganzen „Sexual Objectification“-Gesülze, unreflektiert eigentlich das Gleiche transportieren.

        Nur eben mit dem Unterschied, dass der pöse Männer-Dämon stets verantwortlich sein soll.

      • @christian
        „Sie meint, dass Frauen sich zu billig verkaufen und lieber weniger auf Sex und mehr auf Beziehung setzen sollten. Quasi die Preise nach oben treiben (nicht im Sinne von Geld, sondern im Sinne von Gefühlen und Beziehung).“
        Nein, natürlich nicht Geld, Geschenke vom Mann natürlich in der Beziehung. Oh man, da sagt es dir eine Frau ganz offen, und du willst es einfach nicht sehen. Schon wieder ist der Mann nur der Geldbeutel auf zwei Beinen.

        • @imion

          „Nein, natürlich nicht Geld, Geschenke vom Mann natürlich in der Beziehung. Oh man, da sagt es dir eine Frau ganz offen, und du willst es einfach nicht sehen. Schon wieder ist der Mann nur der Geldbeutel auf zwei Beinen.“

          Was genau an „nicht im Sinne von Geld, sondern im Sinne von Gefühlen und Beziehung“) verstehst du nicht? Oder haben Gefühle und Beziehung für dich keinen Gegenwert, der erstrebenswert ist, so dass du dir einen entsprechenden Tausch nicht vorstellen kannst? Wenn du meinst, dass Susan etwas anderes vertritt, dann beleg es anhand von Stellen bei ihr.(dann aber bitte wieder in dem anderen Artikel)

      • nachtrag
        bzw. in form von Unterhalt, die hälfte vom Haus und der Rente, das gemeinsame Konto, auf dem zwar der Mann das meiste einzahlt, die Frau aber das meiste für sich ausgibt. Nein, hat alles natürlich nichts mit Geld zu tun, die Beziehung.

      • @christian
        Sie haben einen Gegenwert, die Gefühle und Beziehung der anderen Person.

        Es ergibt sich aus diesem satz: „Sie meint, dass Frauen sich zu billig verkaufen und lieber weniger auf Sex und mehr auf Beziehung setzen sollten.“
        Es verteurt den Sex, Männer können so mehr ausgebeutet werden, es fliest mehr an Unterhalt, Frauen erhalten mehr die Hälfte des Vermögens des Mannes, ohne etwas dafür tun zu müssen. Es ist wie im Sozialsystem, wie in der Frauenförderung eine umverteilung des erwirtschafteten Vermögens des Mannes hin zur Frau, ohne das die Frau etwas dafür tun muss. Sie kann sich zurücklehnen und das Leben in vollen zügen geniesen, während das haarige Nutzvieh Mann sich so abrackert, das es sechs Jahre früher stirbt. Ich verweise noch mal hierauf:

        „nachtrag
        bzw. in form von Unterhalt, die hälfte vom Haus und der Rente, das gemeinsame Konto, auf dem zwar der Mann das meiste einzahlt, die Frau aber das meiste für sich ausgibt. Nein, hat alles natürlich nichts mit Geld zu tun, die Beziehung.“

      • @christian
        „(Diskussionen, inwieweit Geld EIN Faktor ist und inwieweit die Verteilung gerecht ist, können, wenn es passt, natürlich auch woanders geführt werden)“
        Dann ist das hier ja doch richtig. Geld ist nämlich der Hauptfaktor, und es gibt nur eine Verteilung, vom Mann zur Frau, und nein, das ist nicht gerecht.

      • @christian
        Vielleicht für dich interessant, wie Frauen so ticken:

        „Einer für gewisse Momente oder Dienstleistungen täte es auch. “

        „Warum ich diese Profiler-Dienste für meine Freundinnen überhaupt leiste? Weil ich es satthabe, ständig meinen Mann auszuleihen. Auch wenn es sich um ganz unverfängliche Dinge dreht wie Lampen aufhängen, Versicherungspolicen durchlesen oder das Faxgerät reparieren. Lauter Sachen, die aus stolzen Ehemännern Hilfs-arbeiter zum Nulltarif machen. “

        „sie spielt nur ihr Talent aus, sich eine Schattenarmee von handymen zu rekrutieren. Ich bewundere das; Beatrix besitzt eine Sammlung von Nothelfern für alle Lästigkeiten des Lebens: einen, der sich mit Steuersachen auskennt, und einen, der was von Computern versteht; einen Spezialisten für Mietrecht und einen, der ihr auch in ausgebuchten Restaurants jederzeit einen Platz verschaffen kann. In dieser Taskforce war noch Platz für einen Allrounder. Das ist jetzt mein Mann. “

        „Komisch auch, dass nie ein Singlefreund meines Mannes anruft, um ihn zu fragen, ob er mich nicht mal schnell vorbeischicken könnte. Um ihm einen Knopf anzunähen, den Hochdruckreiniger zu bringen oder ein Omelett zu backen.“

        http://szmstat.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36881/2/1

        Ich denke, die Tendenz ist eindeutig.

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