Die Entstehung von Paarbindung und Kernfamilie beim Menschen

Frans de Waal stellt in „Der Affe in uns“ dar, wie es seiner Meinung nach zur Bildung der Paarbildung und der Kleinfamilie gekommen ist:

Die natürliche Auslese hat menschliches Verhalten als Reaktion auf einen Umweltdruck geformt, der sich von dem der Menschenaffen unterschied. Unsere Vorfahren mußten sich an eine unglaublich harte Umwelt anpassen. Sie verließen den schützenden Urwald und gingen hinaus in die flache trockene Savanne. Glauben Sie nicht den Killeraffen-Geschichten von Robert Ardrey und anderen, denen zufolge unserer Vorfahren als die besten aller Jäger die Savanne beherrschten. Unsere Vorfahren waren Beute. Sie lebten in ständiger Angst vor in Rudeln jagenden Hyänen, zehn verschiedenen Arten von Großkatzen und anderen gefährlichen Tieren. An diesem schauerlichen Ort waren Mütter mit ihren Kindern am meisten gefährdet. Unfähig, den Räubern davonzulaufen, hätten sie sich ohne männlichen Schutz nie weit aus dem Wald wagen können. Vielleicht verteidigten Horden von agilen Männern die Gruppe und halfen im Notfall, die Kinder in Sicherheit zu bringen. Das hätte jedoch niemals funktioniert, wenn wir das Sozialsystem der Schimpansen oder das der Bonobos gehabt hätten. Promiskuöse Männer neigen einfach nicht sonderlich zur Selbstaufopferung. Ohne die Möglichkeit, ihre eigenen Nachkommen zu identifizieren, haben sie wenig Grund, in die Kinderaufzucht zu investieren. Um die Männer zur Mitarbeit zu motivieren, musste die Gesellschaft sich verändern.

Die menschliche Sozialorganisation ist durch eine einzigartige Kombination von

  1. männlichen Bindungen
  2. weiblichen Bindungen und
  3. Kernfamilien

geprägt. Die ersten haben wir mit den Schimpansen gemeinsam, die zweiten mit den Bonobos und die dritten sind ganz alleine unsere Erfindung. Es ist kein Zufall, dass überall auf der Welt Menschen sich verlieben, sexuell eifersüchtig sind, Schamgefühle kennen, Privatheit suchen, zusätzlich zu Mutterfiguren nach Vaterfiguren suchen und stabile Partnerschaften hoch schätzen

Ich denke auch (und es ist ja auch mein beständiges Reden), dass vieles in dieser Richtung, was als Kultur angesehen wird, letztendlich zumindest im Grundsatz Biologie ist, die dann durch Kultur ausgestaltet wird. Die Paarbindung beim Menschen passt gut in das System der Biologie und läßt sich sowohl evolutionär gut begründen als auch biochemisch nachvollziehen.

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83 Gedanken zu “Die Entstehung von Paarbindung und Kernfamilie beim Menschen

  1. Ich denke auch (und es ist ja auch mein beständiges Reden), dass vieles in dieser Richtung, was als Kultur angesehen wird, letztendlich zumindest im Grundsatz Biologie ist, die dann durch Kultur ausgestaltet wird. Die Paarbindung beim Menschen passt gut in das System der Biologie und läßt sich sowohl evolutionär gut begründen als auch biochemisch nachvollziehen.

    Die noch existierenden Matriarchate Belegen nicht nur das Gegenteil, sondern beweisen auch, dass ihre Überlebensstrategie das WIR Denken des Klans dafür bestens geeignet ist, schließlich existieren sie ja noch immer.

    Die Kernfamilie verdankt ihre Existenz dem Privateigentum, das ja erst nach der Jäger- und Sammlerzeit entstanden ist und weil sie außerdem ohne dem nicht existieren konnte bzw. kann. In Süd- und Mitteleuropa fand dieser Übergang zwischen 7500 und 4000 v. Chr. statt, also eine relativ neue Veränderung.

    In der nicht monogamen Paarungsfamilie ist dem Mann auch die Vielweiberei erlaubt, während die Frau sowohl in der monogamen als auch bei der Vielweiberei treu sein musste bzw. nach wie vor muss.

    Mit Biologie hat das wenig, bis nichts zu tun, umso mehr mit kulturellen Gründen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ursprung_der_Familie,_des_Privateigenthums_und_des_Staats

    • Nachtrag:

      Ohne die Möglichkeit, ihre eigenen Nachkommen zu identifizieren, haben sie wenig Grund, in die Kinderaufzucht zu investieren.

      Und warum sollten Frauen mehr Interesse daran gehabt haben? Nur weil sie gebärfähig ist, ist kein Argument.

      Eins wäre die Gemeinschaft zu erhalten, die ja nicht nur ihr sondern auch dem Mann das Überleben gewährleistete. Einzeln wäre das nicht möglich gewesen. Also hat der Mann die Gruppe nicht nur selbstlos geschützt.

      Du vertrittst ja auch die Meinung, dass Evolution kein Ziel hat. Danach solltest du dich mal richten, denn deine Ansicht, die sich ja in deinen Artikel widerspiegelt, macht ohne Ziel ja überhaupt keinen Sinn.

    • Lucia

      „..Die Paarbindung beim Menschen passt gut in das System der Biologie und läßt sich sowohl evolutionär gut begründen als auch biochemisch nachvollziehen.“

      Paarbindung schon. Es lässt sich auch biologisch begründen. Nur, die „Gesellschaft“ gibt die „Musik-Töne“. Ob ich dazu tanze, entscheide ich selbst. Ich kann nur dort eine Entscheidung treffen, wo ich mich auch befinde.

      Ein Beispiel: Die Jungs 600 v. u.Z. mit dem Bibel-Entwurf hatten es in der Hand, dieses Buch in diesem Moment so zusammenzustellen. Die Kaste der ProfessorInnen (um ein modernes Beispiel beizufügen) muss (wie z. B. Pfarrer im Gottes-Dienst) „predigen“ und die Studenten-„Meute“ (Gläubigen) hat zu hören (gehorchen?). Ich will mein Bös-Willigkeits-Potential hier nicht weiterhin verbreiten. Die gesellschaftlichen Regeln (wie die Musik-Töne den musikalischen Rahmen) gestalten theoretisch den gesellschaftlichen Rahmen. Die immer wieder ausbrechenden Revolten beweisen, dass auch ein „Nein“ möglich ist (wie ich auch nicht immer tanzen muss). Was aus einer Revolte sein wird, entscheidet die protagonistisch auftretende Person nicht. Es muss nicht unbedingt gut ausgehen. Eine Hölle auf Erden (wie wir im Bezug auf Christentum sehen) ist auch möglich. Die Vielfalt ist da – nicht nur in Biologie. Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung der Person (Ich hasse das Wort „Individuum“!) maßgebend dafür ist, was in diesem Moment geschieht. Und vor allem, nicht die Beichte macht die Welt anders sondern – wie ein Christ sagen würde – Gott. Für mich ergibt sich da das geschlechtliche Problem (z. B. Gott in dreifacher Männer-Gestalt), wovon die Biologie dem Menschen erzählen kann – wenn er sich nicht stur stellt und zuhört.

      „Die Kernfamilie verdankt ihre Existenz dem Privateigentum ..“

      Ja, das ist die Neu-Schöpfung des Patriarchats!

      „..In Süd- und Mitteleuropa fand dieser Übergang zwischen 7500 und 4000 v. Chr. statt, also eine relativ neue Veränderung.“

      Ist also jetzt die Verbreitung dieses Wissens über „Privat-Eigentum“ (also praktisch auch Frauen im Patriarchat) im Rest der Welt auf dem Vollzug?

      „Mit Biologie hat das wenig, bis nichts zu tun, umso mehr mit kulturellen Gründen.“

      Und die Biologie übt keine Rache-Akte, sondern die patriarchalisch sozialisierten Menschen.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ursprung_der_Familie,_des_Privateigenthums_und_des_Staats „..Bedeutung für den Marxismus hinaus ..“

      Der Marx war wahrscheinlich mehr seinen persönlichen Rache-Akten verpflichtet als der Vernunft der Biologie. Sonst müsste er leicht erkennen können, dass Frauen nicht nur Kinder zur Welt bringen sondern zuhause auch „arbeiten“!

      • Staro

        Ist also jetzt die Verbreitung dieses Wissens über „Privat-Eigentum“ (also praktisch auch Frauen im Patriarchat) im Rest der Welt auf dem Vollzug?

        Was verstehst du unter Vollzug?
        Ich kenne, außer den noch existierenden Matriarchaten, kein Land, in dem es kein Privateigentum gibt.

        Ich wünsch dir ein schönes Wochenende. 😉

      • Lucia

         „Ist also jetzt die Verbreitung dieses Wissens über „Privat-Eigentum“ (also praktisch auch Frauen im Patriarchat) im Rest der Welt auf dem Vollzug?
        Was verstehst du unter Vollzug?“

        Es zieht sich durch. Das Wissen über „Privat-Eigentum“ ist dem Rest der Welt nicht verborgen geblieben. Alles tanzt (salopp gesagt) um das Geld herum. Aber die Meisten täuschen sich nur lediglich, wenn sie mit der Anhäufung vom Geld Freiheit verbinden.

        Also vor langer langer Zeit gab es Jäger und Sammler. Dann gab es einen Umbruch. Das Patriarchat hat im Süden- und Mitteleuropa („zwischen 7500 und 4000 v. Chr.“) seinen Anfang genommen. Bis heute ist diese „Zivilisations-Leistung“ durch Ganz-Europa gezogen . nicht nur Europa. Dem Entstehen des Privateigentums wurden Grundlagen gelegt. „Die Kernfamilie verdankt ihre Existenz dem Privateigentum“.

        Wenn die Familie im patriarchalischen Sinne ohne Privateigentum nicht existieren könnte, würde z. B. das Verbitten der Ehe viele sexuelle und andere Probleme lösen. Wir haben noch den Staat, der Gesetze erlässt, also wäre es sinnvoll dies zu nutzen! Das Problem des Ganzen ist allerdings, dass jegliche Entwicklungsschritte parat zu der Entwicklung/Veränderung des menschlichen Bewusstseins verlaufen und alles kostet Zeit, die heute eben oft zu Mangel-Ware wird.

        Wenn Alles Zeit kostet und sich nur „langsam“ verändert, dann wird es noch lange Zeit andauern, bis die Gedanken des Matriarchats bei uns heute und hier durchziehen und die Konturen der patriarchalischen Gesellschaft sich in Richtung „Partnerschaftlichkeit“ verändern werden. Die Erneuerung ist also im Gange – auch, wenn es noch nicht sichtbar und bewusst ist. Es muss allerdings verbreitet werden, damit sich das menschliche Bewusstsein entwickeln/ändern kann und die Konturen der Gesellschaft andere Formen annehmen.

        Ich meine: Vielen Frauen ist es heute bewusst und klar geworden, dass Frau kein Opfer an sich ist und an einen dreifachen Mann-Gott glauben viele ehemaligen „Christen“ auch nicht mehr. – Es gibt in der Welt heutzutage auch andere Glaubens- Agglomerationen. Alle beruhen auf Gedanken über Gott, der männlich konnotiert wird. Die Glaubens-Systeme des Patriarchats befinden sich allerdings in Erosion Ohne wissenschaftliche Studien kann dies bewiesen werden. Menschen müssten einfach nur die Augen aufmachen und der „Wahrheit“ ins Gesicht schauen. Dann würden sie die unzähligen Kriege im Zusammenhang mit der „Liebes-Botschaft“ Gottes als Betrug entlarven können. Die Institution der Kirche, die weiterhin die „christliche“ Kriegs-Propaganda in Liebes-Versen verbreitet und die patriarchalische Un-Menschlichkeit des Staates – allein mit ihren Steuern – stützt, befestigt den Rahmen des gesellschaftlichen Systems des Patriarchats. Und Menschen bleiben grundsätzlich (lieber) in ihren Ängsten gefangen als sich der „Liebes-Täuschung“ zu entledigen.

        Ja Lucia, ich bin auf der Strasse unterwegs.

        „..In Süd- und Mitteleuropa fand dieser Übergang zwischen 7500 und 4000 v. Chr. statt, also eine relativ neue Veränderung.“

        Ist also jetzt die Verbreitung dieses Wissens über „Privat-Eigentum“ (also praktisch auch Frauen im Patriarchat) im Rest [Europas und] der Welt auf dem Vollzug?“ – zieht sich durch?

    • @ lucia
      Du wirst einfach nicht müde, deine Matriarchatsfolklore zu verbreiten. Wie oft muss man dich eigentlich noch widerlegen? Die real existierenden „Matriarchate“ sind schon längst verwestlicht. „Urwald“matriarchate spielen keine Rolle, werden früher oder später genauso von unserer westlichen „patriarchalen“ Lebensweise absorbiert wie andere „Matriarchate“ zuvor. Akzeptiere es doch einfach.

      „Mit Biologie hat das wenig, bis nichts zu tun, umso mehr mit kulturellen Gründen.“

      Wie erklärst du dir bei verschiedenen Kulturen, die zum Teil über Jahrtausende keinen Kontakt hatten, ähnliche Verhaltensdispositionen?

      Wie erklärst du dir kulturelle Universalien wie Eifersucht, Liebe, Inzesthemmung, Scham, versteckte Sexualität, Mutterbindung und und und und, ohne Rückgriff auf die Biologie?

      Warum hat sich serielle Monogamie, warum das Konzept der Ehe weltweit durchgesetzt?

      • Terminatus 30

        „Die real existierenden „Matriarchate“ sind schon längst verwestlicht.“

        Ja? Schon das Buch gelesen? http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keywords=yang+erche+namu&tag=googhydr08-21&index=aps&hvadid=6078847105&ref=pd_sl_7ymn6fjq9e_e

        Namu hat sich dem patriarchalischen System und ihrer Mutter widersetzt…

        „Die real existierenden „Matriarchate“ sind schon längst verwestlicht. „Urwald“matriarchate spielen keine Rolle, werden früher oder später genauso von unserer westlichen „patriarchalen“ Lebensweise absorbiert wie andere „Matriarchate“ zuvor.“

        Ich liebe es, die wahrheitsgeladene Worte und der Unfug! Allerdings Terminatus 30: Wenn ihr weiter so wie bis jetzt fortschreitet, könnten deine Worte apokalyptisch wahr werden.

        „Wie erklärst du dir bei verschiedenen Kulturen, die zum Teil über Jahrtausende keinen Kontakt hatten, ähnliche Verhaltensdispositionen? „

        Ich weiß nicht, wie Lucia es macht, aber für mich ist es eine klare Kiste! Mindestens seit der Pharaonen-Zeit herrschen männliche Gottes-Phantome, die eine bestimmte Verhaltensweise von den Menschen fordern. Und welcher Christ riskiert es, dem Unfug seines Gottes zu widersprechen?

        „..ohne Rückgriff auf die Biologie?“

        Im Rückgriff auf die Biologie erkläre ich mir diese „Sachen“ ganz einfach: Es gibt Grenzen!!

        Die Ehe?

        Weil die aggressive Mord-Maschinerie des Patriarchats das weibliche Bewusstsein pervertiert hat, lassen sich Frauen mittels Heirat binden !

      • Staro

        Och, ich mach das mehr oder weniger genauso wie du, schließlich waren ja männliche Geschichtsschreiber so freundlich diesen ganzen Mist uns zu hinterlassen, zwar nicht als Mist sondern glorifiziert, was aber nix daran ändert, dass es Mist ist.

        (editiert: Bitte keine Beleidigungen)

      • @ Staroscyzyk
        Von was schreibst du da? Meinst du die Autorin, die jetzt für die ganze Kultur und Zivilisation steht? Die sieht mir sehr ver-westlicht aus, die gute Frau, gar nicht matriarchal. Sie hat sich widersetzt indem sie in patriarchalen Gesellschaften für Geld Bücher verkauft und damit wahrscheinlich in ihre matriarchale Gesellschaft zurückkehrt? Die sich Sarkozy angebiedert hat:
        „Later that year, she proposed to recently-divorced French president Nicolas Sarkozy during his visit to China; in a recorded video introduction uploaded to the internet, she praised the color of his skin and stated that she would be „a perfect wife for him““ http://en.wikipedia.org/wiki/Yang_Erche_Namu

        Oder meinst du die Namu, das Inselvolk mit 800 Einwohnern; das Volk, welches vom Tourismus lebt, sprich mit „unserer“ Lebensweise konfrontiert ist, also ganz genau das, was ich behauptet habe.

        Oder sind wir wieder bei den 40.000 Mosuo? Bei denen die westliche Kultur auch angekommen ist?
        „Neither the Cultural Revolution or trade between different cultures fundamentally changed Mosuo beliefs. Recently, however, Mosuo society is changing quickly.“
        http://en.wikipedia.org/wiki/Mosuo#Outside_influence

        Lies dir doch einfach einmal den Wp-Eintrag durch:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Mosuo

        Männer bestimmen politisch, obwohl Promiskuität möglich, meist monogame Beziehungen über Jahre, Sextourismus führt zu Geschlechtskrankheiten – und das ist das weibliche Paradies?

        Muss ich wieder Pipi Langstrumpf aus dem Ärmel schütteln?

      • Terminatus 30

        „Sie hat sich widersetzt indem sie in patriarchalen Gesellschaften für Geld Bücher verkauft und damit wahrscheinlich in ihre matriarchale Gesellschaft zurückkehrt?“

        Sie hat die örtliche Schule verwüsstet, hat sich ihrer Mutter widersetzt und ist ausgewandert.

        „Oder sind wir wieder bei den 40.000 Mosuo? Bei denen die westliche Kultur auch angekommen ist?“

        Das sind eben die wahrheits-geladenen Worte: Die westliche „Kultur“ ist dort angekommen – nicht nur sie, auch der chinesische Kommunismus blieb nicht fern von diesem Land.

         „Lies dir doch einfach einmal den Wp-Eintrag durch:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Mosuo
        Männer bestimmen politisch, obwohl Promiskuität möglich, meist monogame Beziehungen über Jahre, Sextourismus führt zu Geschlechtskrankheiten – und das ist das weibliche Paradies?“

        „Die Frage, ob bei den Mosuo ein Matriarchat besteht, ist umstritten und von der jeweiligen Definition abhängig. Einzelne Elemente der Matriarchats-Theorien sind vorzufinden, z.B. Matrilinearität, Matrilokalität sowie die starke ökonomische Stellung der Frauen. Dem steht allerdings ihre schwache politische Stellung außerhalb des Haushaltes gegenüber. Erschwert werden solche Diskussionen durch die starken Brüche und Wandlungen, die bei den Mosuo insbesondere in der Moderne auftauchen.“

        Das ist ein matriarchiales oder matrilineares Volk (Es werden gegenwärtig Diskussionen über die Begrifflichkeiten geführt), das durch den patriarchalischen Vollzug geschädigt wurde und weiterhin wird.

      • @termi

        Ich habe dich eigentlich bisher für so intelligent gehalten, dass du erkennen könntest, dass es mir bei dem Hinweis auf noch existierende Matriarchate NUR darum geht, dass es sie noch gibt. Und nicht darum, ob ihre Kultur westlichen Standard, was auch immer das sein soll, erreicht hat.

        Bspw.hat Technik für mich nichts mit Kultur zu tun, aber umso so mehr die zwischenmenschlichen Grundlagen des Miteinanders. Sowohl darin ist ihre Kultur der unseren überlegen, als auch in der ökonomischen Nachhaltigkeit.

        Wer wie ihre Kultur mit, anstatt wie unsere gegen die Natur lebt, ist definitiv im Vorteil.

        Die weltweite Verbreitung westlicher Werte, Ansichten, Christentum usw. ist durch Gewalt erfolgt und nicht weil sie überlegen sind, denn dann hätte es nicht der Gewalt bedurft.

        • @Lucia

          Wie meinst du denn entsteht die Bindung zwischen Mutter, Vater und Kind, wenn nicht durch Bindungshormone? Und warum soll es diese Bindung in Matriarchaten nicht geben? Das man die Bindung des Vaters teilweise umgehen kann, wenn er keinen Kontakt hat, bedeutet ja nicht, dass sie nicht in unserer Biologie angelegt ist.

      • @hristian

        Bindungshormone entstehen beim Mann, wenn er Aussicht auf Sex hat, bei uns Frauen beim Sex. Dass das der Grund für lange Bindungen sein soll, lässt sich leicht behaupten, aber nicht belegen. Und widerspricht auch deiner Meinung, dass Männer mehr Sex brauchen als Frauen. Folglich wirken Bindungshormone nur temporär aber nicht langfristig.

        In Matriarchaten spielt der Erzeuger nicht die Rolle wie bei uns. Dass Reproduktion biologisch ist, ist ja keine Frage. Schließt aber kulturelle Unterschiede auch nicht aus. Und die sind nicht nur in Matriarchaten vorhanden, sondern auch bei Muslimen sowie bei den verschiedenen Varianten der traditionellen afrikanischen Ehen.

    • Unfassbar das es immer noch Naive gibt, die den Quark von Friedrich Engels aus dem Jahr 1884 unkritisch widerkäuen.

      Wach mal auf, seit dem hat man eine Menge neuer Erkenntnisse um Thema gewonnen, die Engels ziemlich alt aussehen lassen.

      „Mit Biologie hat das wenig, bis nichts zu tun, umso mehr mit kulturellen Gründen.“

      Wie erklären sich Leute wie du eigentlich die Existenz von Kultur? ist sie vom Himmel gefallen? Wohl kaum; Kultur ist nuzr als Reaktion auf biologische Bedingungen erklärbar, was denn sonst?

      Vielleicht liest du statt Engels mal Dawkins. im „egoistischen Gen“ heisst es: „Es war Darwin, der als erster eine kohärente und haltbare darstellung der Gründe lieferte, warum wir existieren. … Die Philosophie und die als geisteswissenschaften bezeichneten Fächer werden immer noch so gelehrt, als habe Darwin nie gelebt.“ (S. 23f.)

      Wer Theorien entwickelt ausgehend vom Menschen, der vor frühestens 5000 Jahren einfach vom Himmel gefallen ist, komplett mit Sprache und sozialer Organisation usw. und ihn nich tim Zusammenhang mit der übrigen Welt zu sehen in der Lage ist, macht sich lächerlich.

      • Macho

        Was Dawkins 1976 in „the selfish gene“ geschrieben hat, davon hat er sich mittlerweile selbst distanziert. Könnte für dich und für einige andere hier, Grund genug sein, den jeweiligen Wissensstand upzudaten, anstatt mit ollen Kamellen hochwissenschaftlich rumzublöken.

      • Unfassbar das es immer noch Naive gibt, die den Quark von Friedrich Engels aus dem Jahr 1884 unkritisch widerkäuen.

        Wach mal auf, seit dem hat man eine Menge neuer Erkenntnisse um Thema gewonnen, die Engels ziemlich alt aussehen lassen.

        Ganz genau. Engels schreibt hier teils hanebüchenen Unsinn, teils sehr interpretationsfähige Allgemeinstplätzchen. Besonders ist zu berücksichtigen, dass er über die Ehe im 19. Jh. schreibt. Was immer er vielleicht Richtiges herausgefunden haben mag, hat für die heutigen Verhältnisse keine Gültigkeit.

        @Roslin
        Engels‘ Einlassungen bitte nicht mit „dem Sozialismus“ verwechseln! Dessen theoretische Korrektheit wird durch Engels nicht angekratzt.

      • anstatt mit ollen Kamellen hochwissenschaftlich rumzublöken.

        Da ist dir ja die Unbelecktheit mächtig zu Kopfe gestiegen.

        Wenn es in der Hinsicht olle Kamellen gibt, dann sind das Morgan 1887, und der darauf beruhende Engels 1884.

    • @ Lucia

      *Die noch existierenden Matriarchate Belegen nicht nur das Gegenteil, sondern beweisen auch, dass ihre Überlebensstrategie das WIR Denken des Klans dafür bestens geeignet ist, schließlich existieren sie ja noch immer.*

      Ja, aber wie und wo.

      Auf gottverlassenen Inseln fernab der Handelsrouten, in einsamen Gebirgsgegenden, wo nicht zu holen und daher auch nichts zu verteidigen war, auf schwer zugänglichen Hochplateaus, _Rückzugsgegenden, in denen wahrscheinlich sogar die Raubtiere verhungerten, die sie deshalb mieden.

      Sie sind entweder Restzivilisationen in ihren Rückzugsorten oder, wahrscheinlicher, Sonderentwicklungen, erzeugt durch ganz spezielle, lokale selektionsdrücke, die vielleicht sogar nur temporär bestanden, aber immerhin lange genug, um sie in’s kulturelle Gedächtnis einzuschreiben.

      Wie wenig Matriarchate/matrilineare Strukturen instinktiv disponiert sind, zeigt sich daran, wie schnell sie zerbrechen, wenn eine patriarchalere Alternatve auf Sicht-und Rufweite heranrückt.

      Dann wandern die Menschen – weg aus dem Matriarchat, hinein in’s patriarchale Höllenloch.

      Warum tun die das bloß?

      Wären Matriarchate so paradiesisch, wie Du glaubst, müsste die Wanderungsbewegung doch gerade umgekehrt verlaufen.

      Ist wie beim Engelssozialismus. Die haben die Minenfelder auch immer auf der „falschen“ Seite der Grenze verlegen müssen.

      Hat die Sozialismusgläubigen allerdings auch nicht irritiert.

      • Alexander

        o „Dann wandern die Menschen – weg aus dem Matriarchat, hinein in’s patriarchale Höllenloch.
        Warum tun die das bloß?“

        Ich möchte nicht für Andere sprechen. Ich bin aus Polen ausgewandert, weil meine Mutter es inständig wollte!

        o „Wären Matriarchate so paradiesisch, wie Du glaubst, müsste die Wanderungsbewegung doch gerade umgekehrt verlaufen.“

        Das, was Du sagst, entspricht der patriarchalischen Logik, wo Alles angeblich rational verläuft und Emotionales nicht ernst genommen wird.

        • „Ich möchte nicht für Andere sprechen. Ich bin aus Polen ausgewandert, weil meine Mutter es inständig wollte! “

          Ist Polen ein Matriarchat?
          Ein Paradies, aus dem die Mutter
          Dich vertrieb?

          „Das, was Du sagst, entspricht der patriarchalischen Logik,…“

          Hast Du auch matriarchal logische
          Argumente?

    • @ Lucia

      *Die Kernfamilie verdankt ihre Existenz dem Privateigentum, das ja erst nach der Jäger- und Sammlerzeit entstanden ist und weil sie außerdem ohne dem nicht existieren konnte bzw. kann. In Süd- und Mitteleuropa fand dieser Übergang zwischen 7500 und 4000 v. Chr. statt, also eine relativ neue Veränderung*

      Die Kleinfamilie ist sogar eine noch viel jüngere Entwicklung, eigentlich eine der Industriegesellschaft, also bestenfalls der letzten 150 Jahre.

      Das heißt aber nicht, dass die prähistorische Urhorde eine wild herumfickender Ringelpiez mit Anfassen war.

      Sondern die war strukturiert nach Elternparen mit ihren Kindern, die eingebettet waren in den Clan, die die Kerne der Clangesellschaften bildeten, die aus mehreren Elternpaaren bestanden, unverpaarten Verwandten, Onkeln und Tanten, kleinen, größeren und halbwüchsigen Kindern, aber eben kein fomloser Brei, sondern nach Elternpaaren und Verwandschaftsbeziehungen strukturiert.

      Sonst hätten sich die hormonellen Verankerungen so elemantarer Gefühle wie Liebe und Eifersucht gar nicht entwickeln können, wenn diese Strukturierung keinen Überlebensvorteil geboten hätte.

      Warum sie einen bot, siehe oben, bei Frans de Waal.

      • @ Lucia

        *Du brauchst meins nicht kommentieren, weil ich auf deinen sich ewig wiederholenden „Schweizer Käse“ nicht mehr antworte.*

        Ja, ich denke, Dein Verhalten gleicht dem vieler „Generstudierter“ und erklärt natürlich eine Menge.

        Ich antworte dann auf Deinen Unsinn für Leser, die den Unsinn nicht so leicht erkennen können.

        Die soll’s ja auch geben.

        • @ Roslin

          Ist das ein Beispiel für
          „matriarchale Demokratie“
          -Der „Schweizer Käese“?
          (Wird der nicht aus Kuhmilch
          gemacht?)
          Gibt es sowas wie
          matriarchale Demokratie eigentlich?
          Und woher weiß Lucia
          wie Dein Käse schmeckt?
          Wenn sie die neueste
          Produktion nicht gekostet hat?

  2. @ El-Mocho

    *Wer Theorien entwickelt ausgehend vom Menschen, der vor frühestens 5000 Jahren einfach vom Himmel gefallen ist, komplett mit Sprache und sozialer Organisation usw. und ihn nich tim Zusammenhang mit der übrigen Welt zu sehen in der Lage ist, macht sich lächerlich.*

    Schön wär’s.

    In den Geisteswissenschaften und der Soziologie macht man sich mit diesem linken Kreationismus nicht lächerlich.

    Die sind viel zu sehr damit beschäftigt, über den rechten Kreationismus der Hinterwäldlerchristen zu lachen und sich erhaben zu fühlen.

    Engels ist so beliebt, weil Gleichheitsfeminismus Geschlechtersozialismus ist, das Klassenkampfkonzept auf den Geschlechterkampf übertragen hat – Geschichte als Geschichte des Kampfes des weiblichen Proleten gegen den männlichen Bourgeois.

    Ist das Original empirisch schon unhaltbar, so seine feministische Zweitverwertung völliger Blödsinn.

    Aber es nährt Illusiionen und Wunschdenken.

    Das ist seine Funktion.

    Mehr braucht’s nicht.

  3. Immer wieder witzg. Da gibt es irgendwo auf Borneo oder im Kongo ein paar Gruppen von wenigen hundert Menschen, die sich anders verhalten als der ganze Rest der Menschheit, und manche endblöden sich nicht, diese zum Standard zu erklären und die Milliarden anderen zur Abwiechung. Lachhaft!

    • Und nicht einmal dieses bessere! „Andersverhalten“ stimmt mehr. Die meisten dieser „Gesellschaften“ sind schon verwestlicht, die „Jungen“ wandern aus. Außerdem hält dieses Kitschbild der Realität nicht stand. Sextourismus in einer matriarchalen Gesellschaft doch undenkbar und dennoch bei den Mosuo wahrscheinlich vorzufinden. Aber jetzt wird dann kommen, dass Prostitution auf einmal dann OK ist. Als quasi Efrauzipation vom Matriarchat oder so irgendwie.

  4. Sorry, aber die „Kernfamilie“ ist eine Erfindung der Neuzeit. Das lässt sich in mittlerweile vielen geschichtswissenschaftlichen Veröffentlichungen nachlesen. Eolutionspsychologie ist nicht alles…

    • @Punkel

      Ich würde mich freuen, wenn du kurz die Argumente wiedergeben könntest, die in diesen geschichswissenschaftlichen Veröffentlichungen verwendet werden. Dann könnte man sich ein besseres Bild machen.

      Wie weit reichen die denn geschichtlich zurück?

  5. Wenn das Vater-Mutter-Kind-Modell doch angeblich so natürlich und universell ist, wieso gibt es dann Kulturen, denen noch nicht einmal bekannt ist, dass der Vater an der Zeugung eines Kindes überhaupt beteiligt ist? Bei denen es deshalb überhaupt keine (genetischen) „Väter“ gibt?

    http://rette-sich-wer-kann.com/patriarchat/bekanntwerden-der-vaterschaft/#.UYFn3rWeNv0

    Darüber braucht man gar nicht lachen. In unserer eigenen Kultur, dem Christentum, gibt es schließlich auch den Glauben an eine Jungfrauengeburt! Jungfrau Maria lässt grüßen. Befruchtung ohne Mann durch ein göttliches Wesen!

    • @Bergdoktor

      Es ist immer eine Abwägung zwischen Vaterwahrscheinlichkeit und Unterstützung durch den Vater. Ist die Vaterwahrscheinlichkeit gering, dann wird der Vater üblicherweise auch seine Ressourcen nicht in das Kind investieren.

      DIe meisten Gesellschaften wählen daher den Weg einer relativ hohen Vatersicherheit, da er eine bessere Förderung erlaubt

        • @Christian
          Das ist aber schon ziemlich sexistisch, man könnte daraus ja durchaus schließen, dass allein die Mutter emotionale Bindungen an ein Kind schließen kann, während der Vater allein aus materiellen Gründen (sprich Erbe, etc.) investiert

          • @Maren

            Warum sollte man das schließen? Das eine ist eine Betrachtung auf der evolutionären Ebene, das andere auf der Umsetzungsebene. Die kann man bei der Mutter genau so anstellen, nur das sie eben die Unsicherheitskomponente nicht hat.

        • @Christian
          Dazu muss man aber bedenken, dass das Konzept Besitz da unheimlich wichtig ist. Warum sollte ein Steinzeitmensch, der nichts hat, also auch nichts vererben kann auf Vatersicherheit setzen. Es ist also ein ziemlich junges Konzept.

          Zudem gibt es diesen soziologischen Effekt (müsst ich jetzt suchen, hab ich keine Lust drauf), dass ein Mensch jemanden, mit dem er aufgewachsen ist in den seltensten Fällen attraktiv findet, er nimmt ihn als Familienmitglied wahr. Das müsste doch bei potentiellen Vätern genauso greifen.

          Und zuletzt ist es natürlich so, dass man auch zu Nicht-Blutsverwandten sehr tiefe nichtsexuelle Bindungen haben kann.

          Es passt alles nicht.

          • @maren

            „Warum sollte ein Steinzeitmensch, der nichts hat, also auch nichts vererben kann auf Vatersicherheit setzen.“

            Er hat sehr wohl etwas: Ressorucen des täglichen Lebens, Erfahrungen, die er weiter geben kann, Status, den er vermitteln kann, Schutz, den er gewähren kann. Und er kann all dies bei hoher Vatersicherheit in seine Gene investieren.

            Weitergabe/Förderung der eigenen Gene ist evolutionär nun einmal das worauf es ankommt.

            „Das müsste doch bei potentiellen Vätern genauso greifen.“

            Klar, aber es ist ein VErhalten, dass eine Selektion gegen sich hat – man fördert ja fremde Gene. Es kann unter dem Gesichtspunkt der Brautwerbung Sinn machen oder eben bei einer gewissen Vatersicherheit.

            „Und zuletzt ist es natürlich so, dass man auch zu Nicht-Blutsverwandten sehr tiefe nichtsexuelle Bindungen haben kann.“

            Und? Die Bindung an die eigenen (oder vermutet eigenen) Kinder ist üblicherweise größer und unbedingter. Aber natürlich gehen wir auch darüber hinaus Bindungen ein, wir sind ja soziale Wesen und zudem auf die Gemeinschaft und Kooperation angewiesen

            „Es passt alles nicht.“

            Doch passt sehr gut. Man muss nur die Transferleistungen bei Gesellschaften mit hoher Partnersicherheit vergleichen mit denen mit niedriger Vatersicherheit.

        • *Er hat sehr wohl etwas: Ressorucen des täglichen Lebens, Erfahrungen, die er weiter geben kann, Status, den er vermitteln kann, Schutz, den er gewähren kann. Und er kann all dies bei hoher Vatersicherheit in seine Gene investieren.*

          Er gibt auch der Gruppe Schutz, auch er bekommt Ressourcen von Gruppenmitgliedern, etc. Ebenso wird auch ein Kind, zu dem er ein gutes Verhältnis hat, wenn er schutzbedürftig ist dafür sorgen, dass es ihm gut geht, soweit möglich, auch ohne Verwandtschaft. So funktionieren Familien und so wird es in vorzeitlichen Kleingruppen gegangen sein.
          Warum kann er es denn nicht investieren bei Vaterunsicherheit?

          *Weitergabe/Förderung der eigenen Gene ist evolutionär nun einmal das worauf es ankommt.*

          Richtig, deswegen macht Sex Spaß. Alles was darüber hinaus geht würde ich skeptisch betrachten.

          • @Maren

            „Er gibt auch der Gruppe Schutz, auch er bekommt Ressourcen von Gruppenmitgliedern, etc.“

            Es ist nicht nur eine Frage des Obs, sondern auch des wie umfassend. Dass die meisten Menschen und Tiere zunächst ihre eigenen Kinder beschützen werden erscheint mir eigentlich recht klar.

            „Warum kann er es denn nicht investieren bei Vaterunsicherheit?“

            Er kann investieren, aber es steht eine starke Selektion dagegen. Es ist in diesem Fall immer günstiger andere Männern in den nur vielleicht eigenen Nachwuchs investieren zu lassen und seine Ressourcen auf Brautwerbung zu konzentrieren. Weswegen diese Gesellschaften – wie du in anderem Zusammenhang ja auch bereits einmal erwähnt hattest – meinstens auf den Onkel mütterlicherseits abstellen, was eben genau in diese Berechnungen passt.

            „Richtig, deswegen macht Sex Spaß. Alles was darüber hinaus geht würde ich skeptisch betrachten.“

            Warum sollte man seine Gene nicht nach der Geburt fördern? Das ist eigentlich recht unstreitig in der Biologie. Dawkins schreibt so ziemlich das gleiche in „Das egoistische Gen“. Da du ja meintest, dass du Dawkins als Fachmann ansiehst und Fachleuten glaubst, solltest du deine Meinung in der Hinsicht vielleicht einfach noch mal durchdenken.
            Ich hatte dazu auch noch an anderer Stelle etwas geschrieben:
            https://allesevolution.wordpress.com/2012/04/17/verwandtenselektion-gruppenselektion-selektion-des-einzelwesens-in-einer-gruppe/
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/09/19/vaterschaft-und-evolution/

          • Ergänzend noch:

            https://allesevolution.wordpress.com/2012/10/03/life-history-theorie/

            WIr sind eine Spezies, bei der sehr viel Ressourcen auf Kinder gelegt werden, was auch der Grund unserer Langlebigkeit ist. Das unterstreicht die Bedeutung der Kinderförderung. Und an dieser haben eben aus genetischen GRünden dessen Verwandten das meiste INteresse. Um so mehr, um so verwandter sie sind. Beim Vater kommt da eben ein Unsicherheitsfaktor dazu

        • *Klar, aber es ist ein VErhalten, dass eine Selektion gegen sich hat – man fördert ja fremde Gene. Es kann unter dem Gesichtspunkt der Brautwerbung Sinn machen oder eben bei einer gewissen Vatersicherheit.*

          Du merkst schon, dass du grade wieder Gene und Evolution personifizierst? Es klingt so als würden dem Mann die Gene wie ein kleines Männchen auf der Schulter sitzen.

          *Doch passt sehr gut. Man muss nur die Transferleistungen bei Gesellschaften mit hoher Partnersicherheit vergleichen mit denen mit niedriger Vatersicherheit.*

          Was für Transferleistungen?

          • @Maren

            „Es klingt so als würden dem Mann die Gene wie ein kleines Männchen auf der Schulter sitzen.“

            So ist es eben verständlicher. Man kann es auch neutraler ausdrücken: Gene, die Körper bauen, die Träger der eigenen GEne unterstützen, reichern sich im Genpool an. GEne, die Körper bauen, die Ressourcen auf fremde Gene verschwenden, reichern sich nicht an.

            „Was für Transferleistungen?“

            Essen, Kleidung, SChutz, Wissen etc Eben alles was dem Kind zugute kommt

        • @Christian
          *Dass die meisten Menschen und Tiere zunächst ihre eigenen Kinder beschützen werden erscheint mir eigentlich recht klar.*

          Ich könnte mir aber eher das Szenario vorstellen, dass die Mütter die Kinder beiseiteschaffen in Gefahrensituationen. Und Schutz kommt ebenfalls der gesamten Gruppe zugute.

          *Er kann investieren, aber es steht eine starke Selektion dagegen. Es ist in diesem Fall immer günstiger andere Männern in den nur vielleicht eigenen Nachwuchs investieren zu lassen und seine Ressourcen auf Brautwerbung zu konzentrieren.*

          Und schon wieder wird jegliche Vaterbindung negiert. Du windest dich, leg dich doch auf ein Modell fest.

          *Weswegen diese Gesellschaften – wie du in anderem Zusammenhang ja auch bereits einmal erwähnt hattest – meinstens auf den Onkel mütterlicherseits abstellen, was eben genau in diese Berechnungen passt.*

          Könnte ich mich jetzt nicht erinnern das mal gesagt zu haben. Und weiterhin, der Vater investiert nichts. Ausser bei den Kindern seiner Schwester.

          *Dawkins schreibt so ziemlich das gleiche in “Das egoistische Gen”. *

          Was schreibt er denn genau?

          *WIr sind eine Spezies, bei der sehr viel Ressourcen auf Kinder gelegt werden, was auch der Grund unserer Langlebigkeit ist.*

          Das ist doch bei so ziemlich allen Säugetieren so. Dennoch gibt es das Konzept der Vaterschaft in unserer Ausprägung nur bei uns.

          *Und an dieser haben eben aus genetischen GRünden dessen Verwandten das meiste INteresse.*

          Nein, nicht aus genetischen Gründen. Aus Gründen der Besitzvererbung, der Weiterführung des Stammbaums meinetwegen, der Versorgtheit im Alter etc. Und das alles sind ziemlich junge Konzepte.

          *Gene, die Körper bauen, die Träger der eigenen GEne unterstützen, reichern sich im Genpool an.*

          Also Körper als reine Vehikel der Gene? Noch schlimmer, jetzt klingt es so als sei ein Körper ein Riesenroboter in dessen Kopf ein kleines Männchen sitzt.

          *GEne, die Körper bauen, die Ressourcen auf fremde Gene verschwenden, reichern sich nicht an.*

          Es gibt aber in vorzeitlichen Kleingruppen keine „fremden Gene“ wenn du so willst. Das Zusammenspiel dort ist zu komplex, um es auf tumbes „Vater oder nicht Vater“ zu beschränken.

          • @Maren

            „Ich könnte mir aber eher das Szenario vorstellen, dass die Mütter die Kinder beiseiteschaffen in Gefahrensituationen.“

            Warum auch nicht? Sie haben die gleiche genetische Verwandtschaft und noch nicht einmal eine besondere Unsicherheit

            „Und Schutz kommt ebenfalls der gesamten Gruppe zugute.“

            in einem gewissen Maße schon. Aber eigene Kinder erfahren eben einen besonderen SChutz.

            „Und schon wieder wird jegliche Vaterbindung negiert. Du windest dich, leg dich doch auf ein Modell fest.“

            Es geht um Selketionsprozesse. Natürlich gibt es gewisse Abstufungen und auch eine soziale Vaterschaft. ändert aber nichts daran, dass Gesellschaften mit geringer Vatersicherheit auch eine weniger aktive Vaterschaft haben.

            „Könnte ich mich jetzt nicht erinnern das mal gesagt zu haben. Und weiterhin, der Vater investiert nichts. Ausser bei den Kindern seiner Schwester.“

            Eben. Er investiert bei Kindern seiner Schwester. Warum hat sich wohl diese REgel herausgebildet? Weil sie der Verwandschaft unter Berücksichtigung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit folgt

            *Dawkins schreibt so ziemlich das gleiche in “Das egoistische Gen”. *

            „Was schreibt er denn genau?“

            Seite 109 und in dem Kapitel Battle of the Sexes auch noch mal

            „Das ist doch bei so ziemlich allen Säugetieren so. Dennoch gibt es das Konzept der Vaterschaft in unserer Ausprägung nur bei uns.“

            Ich wollte damit auch nur deutlich machen, dass wir sehr viele Ressourcen brauchen. MEhr al die meisten Tiere sogar, Menschenkindern sind sehr lange unselbständig.

            „Nein, nicht aus genetischen Gründen. Aus Gründen der Besitzvererbung, der Weiterführung des Stammbaums meinetwegen, der Versorgtheit im Alter etc“

            Das mögen auch Gründe sein. Aber was ist denn Weiterführung des Stammbaums und warum interessiert es uns? Und Besitzvererbung ist ja auch kein Interesse an sich. Es dient eben auch dazu seine Ressourcen an Träger der eigenen Gene weiterzugeben

            „Und das alles sind ziemlich junge Konzepte.“

            Und du meinst vorher gab es keine VAterschaft? Du meinst in anderen Jäger und Sammler Gemeinschaften gibt es keine Vaterschaft?

            „Also Körper als reine Vehikel der Gene?“

            Das ist das Bild was Dawkins verwendet:
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/12/31/der-sinn-des-lebens/

            Intelligent life on a planet comes of age when it first works out the reason for its own existence. If superior creatures from space ever visit earth, the first question they will ask, in order to assess the level of our civilization, is: ‘Have they discovered evolution yet?’ Living organisms had existed on earth, without ever knowing why, for over three thousand million years before the truth finally dawned on one of them. His name was Charles Darwin. (…) The replicators that survived were the ones that built survival machines for themselves to live in. (…) Now they swarm in huge colonies, safe inside gigantic lumbering robots, sealed off from the outside world, communicating with it by tortuous indirect routes, manipulating it by remote control. They are in you and in me; they created us, body and mind; and their preservation is the ultimate rationale for our existence. They have come a long way, those replicators. Now they go by the name of genes, and we are their survival machines.

            „Noch schlimmer, jetzt klingt es so als sei ein Körper ein Riesenroboter in dessen Kopf ein kleines Männchen sitzt.“

            Gene sind nun einmal das, was in die nächste Generation kommt. Vererbung erfolgt nur über sie, Selektion entsprechend ebenso.

            „Es gibt aber in vorzeitlichen Kleingruppen keine “fremden Gene” wenn du so willst. Das Zusammenspiel dort ist zu komplex, um es auf tumbes “Vater oder nicht Vater” zu beschränken“

            Klar gibt es da fremde Gene. Oder sind das aus deiner Sicht Klone voneinander?

        • »Das ist doch bei so ziemlich allen Säugetieren so. Dennoch gibt es das Konzept der Vaterschaft in unserer Ausprägung nur bei uns.«

          Nein, das ist nicht bei allen Säugern so. Das menschliche Gehirn braucht zum Funktionieren sehr viel Energie und noch mehr Energie zur Entwicklung.
          Es braucht in der Tat soviel Energie, dass unsere Vorfahren nicht nur Jäger wurden (Fleisch enthält deutlich leichter verwertbare Proteine als Pflanzen) sondern auch die „Kochen“ genannte Vorverdauung erfinden mussten damit dieser Energiebedarf gedeckt werden konnte. Siehe dazu das Buch „Feuer fangen“ von Richard Wrangham.

          Weil Homo Sapiens soviel Energie braucht, konnte die Mutter das Kind nicht alleine aufziehen sondern das Kind brauchte zwingend (einen) zusätzliche(n) Versorger.

          Deswegen gibt es bei Homo das Konzept der Vaterschaft.

          »Nein, nicht aus genetischen Gründen. Aus Gründen der Besitzvererbung, der Weiterführung des Stammbaums meinetwegen, der Versorgtheit im Alter etc.«

          Natürlich ist die Vaterbindung erstmal aus genetischen Gründen entstanden. Die Weiterführung des Stammbaums ist DER genetische Grund schlechthin und die Besitzvererbung eine logische Erweiterung.

          »Es gibt aber in vorzeitlichen Kleingruppen keine “fremden Gene” wenn du so willst. Das Zusammenspiel dort ist zu komplex, um es auf tumbes “Vater oder nicht Vater” zu beschränken.«

          Selbst in Kleingruppen/Großfamilien ist der genetische Unterschied zwischen Cousins bzw. Nichten bereits groß genug um eine Bevorzung eigener Kinder zu erzwingen. Außerdem muss es zwischen den verschiedenen Kleingruppen/Großfamilien/Stämmen/Volksgruppen regelmäßigen Austauch (alias Einschleppung „fremder“ Gene) gegeben haben, sonst wäre Homo Sapiens nicht weltweit so genetisch gleichförmig wie er nun mal ist.

          • @BE

            „Weil Homo Sapiens soviel Energie braucht, konnte die Mutter das Kind nicht alleine aufziehen sondern das Kind brauchte zwingend (einen) zusätzliche(n) Versorger.“

            Wobei das nicht zwingend der Vater sein muss, aber er hat eben ebenfalls das größte Eigeninteresse, so dass er in der Kombination der sicherste Kandidat für eine umfassende Versorgung und Unterstützung ist.

        • *In einem gewissen Maße schon. Aber eigene Kinder erfahren eben einen besonderen SChutz.*

          Inwiefern? In einem Gedankenspiel, wie genau kommt den eigenen Kindern ein besonderer Schutz zugute, der nicht der gesamten Gruppe nutzt?

          *Eben. Er investiert bei Kindern seiner Schwester. Warum hat sich wohl diese REgel herausgebildet? Weil sie der Verwandschaft unter Berücksichtigung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit folgt*

          Und es scheint ja erfolgversprechend sein, da man ja in jedem Fall in „seine Gene“ investiert. Warum ist es dann in anderen Kulturen anders?

          *Und Besitzvererbung ist ja auch kein Interesse an sich. Es dient eben auch dazu seine Ressourcen an Träger der eigenen Gene weiterzugeben*

          Welche Ressourcen genau gibt ein Steinzeitmann an seine potentielle Nachkommenschaft weiter?

          *Gene sind nun einmal das, was in die nächste Generation kommt. Vererbung erfolgt nur über sie, Selektion entsprechend ebenso.*

          Aber wichtig ist, wie es sich im Phänotyp ausprägt. Und das ist nunmal zu einem großen Teil Zufall.

          • @Maren

            „Inwiefern? In einem Gedankenspiel, wie genau kommt den eigenen Kindern ein besonderer Schutz zugute, der nicht der gesamten Gruppe nutzt?“

            Wem hilft man zuerst? Wem hilft man aus gefährlicheren Situationen? Für wessen Hilfe nimmt man sich mehr Zeit? Bei wem sorgt man sich eher, dass er gar nicht erst in gefährliche Situationen kommt?

            *“Und es scheint ja erfolgversprechend sein, da man ja in jedem Fall in “seine Gene” investiert. Warum ist es dann in anderen Kulturen anders?“

            Unterschiedliche Payoffs. Bei der Versorgung der Kinder seiner mütterlichen Schwester investiert man in weniger eigene Gene als bei der Versorgung eigener Kinder. Ich hatte es dir neulich mal vorgerechnet.

            Es ist ungefähr so als würdest du einmal einen möglichen Gewinn von 100 und einmal einen möglichen Gewinn von 500 € haben. 100 € sind schön, aber sie lohnen sich eben weniger als 500 €. Es ist attraktiver ein System zu etablieren, bei denen man 500 € bekommt. Wenn das nicht geht, dann versucht man es eben mit den 100 €

            „Welche Ressourcen genau gibt ein Steinzeitmann an seine potentielle Nachkommenschaft weiter?“

            Hatte ich ja bereits aufgeführt. Von Essen bis Zeit. Es ist eigentlich nicht schwer sich eine Unterstützung durch einen Vater vorzustellen oder? Alles was er dem Kind zugute kommt könnte er auch an anderer Stelle verwenden.
            Er kann Status, Connections, Wissen etc weitergeben.

            „Aber wichtig ist, wie es sich im Phänotyp ausprägt. Und das ist nunmal zu einem großen Teil Zufall.“

            Nein, dass ist für eine Selektion vollkommen unwesentlich.
            Gene, die weitergegeben werden, reichern sich an. Gene, die nicht weitergegeben werden, sterben aus.

            Im übrigen zeigen Zwillingsstudien, dass große Übereinstimmungen vorhanden sind. Wenn alles Zufall wäre, dann könnte ein so komplexes Wesen wie der Mensch schlicht nicht existieren.

        • *Bei der Versorgung der Kinder seiner mütterlichen Schwester investiert man in weniger eigene Gene als bei der Versorgung eigener Kinder. Ich hatte es dir neulich mal vorgerechnet. *

          Und ist das für das Individuum, dessen einziges Anliegen es ist, später im Gegenzug von dem Kind versorgt und geschützt zu werden, von Belang?

          *Es ist eigentlich nicht schwer sich eine Unterstützung durch einen Vater vorzustellen oder? Alles was er dem Kind zugute kommt könnte er auch an anderer Stelle verwenden.
          Er kann Status, Connections, Wissen etc weitergeben.*

          Es ist ebenso leicht sich ein anderes Model vorzustellen. Aus Gewohnheit setzt du aber eine patrilineare Vererbung voraus, als Vorraussetzung, als natürlich. Ohne zu wissen, wie es denn in vorzeitlichen Gesellschaft ohne nennenswerten Besitz und ohne nennenswerte „Dynastien“ abgelaufen ist. Ohne auf archäologische Funde zurückzugreifen.

          • @Maren

            „Und ist das für das Individuum, dessen einziges Anliegen es ist, später im Gegenzug von dem Kind versorgt und geschützt zu werden, von Belang?“

            Da müßtest du erst einmal zeigen, dass das die wesentliche Motivation ist.
            Zu den Kindern der Schwester wird man üblicherweise aber, selbst wenn man sie versorgt, ein weniger enges Verhältnis haben, vielleicht gerade weil sie eben nicht die eigenen sind und daher die Genkostenrechnung anders ist.
            Im übrigen ist es recht egal, was er denkt, was seine Gründe sind. Seinen Partner wird er nicht nach diesen aussuchen und die Gefühle wie Eifersucht oder Liebe, die uns steuern, bleiben davon auch recht unberührt.
            Das schöne an Genmathematik ist ja, dass sie relativ abstrakt ist von angenommenen Motivationen. Allein was an Genen weitergegeben wird zählt. Und bei einer Investition in eigene Kinder werden eben mehr Gene weitergegeben.
            Ein Mann der fremde Kinder pflegt und versorgt und unterhält, damit sie ihn später versorgen, stirbt schlicht genetisch aus. Der Mann, der die Kinder hat versorgen lassen, damit sie den anderen Mann versorgen, bringt seine Gene in die nächste Generation. Ob er dann früher stirbt, weil er nicht versorgt wird, ist egal. Was immer ihn aus seinen Genen heraus dazu brachte, die Kinder erfolgreich fremdbetreuen zu lassen wird weitergegeben.

            „Es ist ebenso leicht sich ein anderes Model vorzustellen.“

            Klar. Aber man kann ja logisch begründen, warum dieses Modell vorteilhafter ist, auch wenn das andere auch gangbar ist. Du musst es ja nur nachrechnen. Das man sich andere Modelle vorstellen kann ändert nichts daran

            „Aus Gewohnheit setzt du aber eine patrilineare Vererbung voraus, als Vorraussetzung, als natürlich. Ohne zu wissen, wie es denn in vorzeitlichen Gesellschaft ohne nennenswerten Besitz und ohne nennenswerte “Dynastien” abgelaufen ist. Ohne auf archäologische Funde zurückzugreifen.“

            Das ist erst einmal eine Unterstellung. Denn natürlich gibt es Belege dafür, dass wir in Paarbindung gelebt hätten. Etwas die stärkere Vorliebe von Frauen für Beziehungen im Gegensatz zu Männern. Würde Frauen ja schlicht nichts bringen und sie könnten sich auch einfach so paaren. Es gäbe sonst auch keine Liebe und keine Bindung des Vaters an die Kinder. Uns wären die Kinder schlicht egal. Eine Selektion darauf, dass uns die Kinder nicht egal sind, kann nur unter bestimmten Umständen auftreten. Eben wenn Menschenväter etwas davon hatten und Kinder versorgt haben.
            unsere Körper und unsere Körperchemie erzählt selbst eine Geschichte über die Vergangenheit.

            Auf welche Belege stützt du denn deine Ansicht?

      • @ Christian

        *DIe meisten Gesellschaften wählen daher den Weg einer relativ hohen Vatersicherheit, da er eine bessere Förderung erlaubt*

        Wählen ist hier wohl der falsche Ausdruck.

        Es ergibt sich aus der Geschichte, aus der Selektion unter Zivilisationen, die miteinander konkurrieren.

        Gesellschaften mit geringer Vaterschaftssicherheit leiden unter dem geringen Engagement der Männer, gehen daher nieder und später unter, werden an den Rand gedrängt oder überrollt und ausgelöscht von Gesellschaften mit engagierteren, aktiveren Männern.

        U.a. weil sie sich nur langsam entwickeln, in ihnen wenig Dynamik herrscht, Männer eher in der Hängematte schaukeln als hart zu arbeiten, Frauen arbeiten dafür mehr in diesen Gesellschaften, sind aber nicht in der Lage, in eigener Regie Hochkulturen aufzubauen und gleichzeitig die Hauptlast der Kinderfürsorge zu tragen.

        Ohne die Hauptlast der Kinderfürsorge am Hals sind Frauen allerdings auch nicht sonderlich erfinderisch-dynamisch.

        Siehe die Leistungen unserer vielen kinderlosen Akademikerinnen (5 % Erfinderinnen sind da nur ein Leitsymptom).

        • @Roslin

          „Wählen ist hier wohl der falsche Ausdruck. Es ergibt sich aus der Geschichte, aus der Selektion unter Zivilisationen, die miteinander konkurrieren.“

          Ja, wählen ist da sehr untechnisch ausgedrückt.

          Vielleicht sollte man korrekter sagen, dass es viele verschiedene Nash-Gleichgewichte gibt, die die Interessen der Geschlechter umsetzen, etwa geringe Vatersicherheit und Mitunterstützung der Kinder der Schwester mütterlicherseits, dass Gleichgewicht, bei dem der Vater die eigenen Kinder unterstützt und dabei eine hohe Vatersicherheit hat, aber das ist, welches den meisten Gewinn für beide abwirft, so dass diese sich am nachhaltigsten entwickeln. Andere Begebenheiten, etwa kleine Gruppen mit relativ hoher Verwandschaft können diese Bilanz verschieben.

          • @Roslin

            Letztendlich ist Paarbindung auch ein Prisoners Dilemma. „Kooperieren“ wäre sie gibt ihm eine hohe Vatersicherheit und er versorgt sie. Allerdings lohnt es sich für sie evtl dennoch Gen-Shopping zu betreiben und für ihn sie nach der Schwängerung nicht zu versorgen sondern lieber andere Frauen zu schwängern. Diese Matrix verschiebt sich, wenn das Kind eine gewisse Unterstützung beider Eltern braucht. Solange das allerdings nicht zwingend der Vater sein muss besteht wenig Anreiz für eine Kooperation.

            Liebe ist dann letztendlich der Weg, auf dem Kooperation statt defect angezeigt und sichergestellt werde soll.

    • Du liebes bisschen, was ist das denn für ne Seite? Die Steinzeitfrauen haben keine Kinder gekriegt, so lange sie gestillt haben? Das ist wissenschaftlich erwiesen, weil steht ja in einem nicht veröffentlichen Buch? Heiligs Blechle…

      • @ Stadtfuchs

        Ja, genauso gut könnte man eine Scientologyseite verlinken, um zu belegen, dass es Außerirdische gibt.

      • @Stadtfuchs

        »Die Steinzeitfrauen haben keine Kinder gekriegt, so lange sie gestillt haben?«

        Es ist nicht erwiesen im strengen Sinne aber naheliegend. Die Produktion (sehr energiereicher) Milch ist sehr anstrengend für den mütterlichen Körper. So anstrengend, dass ein Aussetzen der Ovulation nicht unwahrscheinlich ist. So ist es heute noch bei den verbliebenen Natürvölkern (http://www.focus.de/gesundheit/news/medizin-monate-ohne-tage_aid_193373.html).

        Natürlich ist der überwiegende Rest der Seite Femi-Esoterik vom feinsten, von logischen Schlüssen aus schwanger-oder-stillend keine Spur.

    • @ Bergdoktor

      Die Seite, die Du verlinkst, ist keine seriöse Quelle.

      Hannelore Vonier ist Matriarchatsgläubige, also ist der Verweis auf eine von ihr betriebene Seite kein Beleg für die Existenz von Kulturen, die Vaterschaft nicht kennen.

      Und worauf sich Gerhard Bott, den sie wiederum zitiert (wie vollständig, kann ich nicht beurteilen) beruft, ist der Quelle nicht zu entnehmen.

      Es gibt ja auch heute noch nomadisierende Völker.

      Bei welchen ist denn der biologische Anteil des Mannes an der Entstehung neuen Lebens unbekannt?

      Bevor ich das nicht erfahre, ist das dort für mich nur die Behauptung einer Realität, an die eine esoterische Sekte glaubt, Religion, aber nicht empirsich abgesicherte Wissenschaft.

    • »In unserer eigenen Kultur, dem Christentum, gibt es schließlich auch den Glauben an eine Jungfrauengeburt! Jungfrau Maria lässt grüßen.«

      Das ist bestenfalls Volksglaube.
      Tatsächlich bedeutet das Konzept der unbefleckten Empfängnis theologisch, dass bei Jesus Empfängnis durch göttliche Intervention die Weitergabe der Erbsünde* verhindert wurde.

      *: Adam und Evas Ungehorsam im Paradies.

      Ich schlage, du erwirbst minimale Sachkenntnisse oder hälst es mit Dieter Nuhrs Ratschlag für jene die keine Ahnung haben.

  6. @ Alexander Roslin

    In „Sex at Dawn – The prehistoric Origins of modern Sexuality“ werden Kulturen, denen die Vaterschaft unbekannt ist oder in denen sie keine Rolle spielt, ebenfalls thematisiert.

    http://www.sexatdawn.com/

    Wenn das Vater-Mutter-Kind-Modell doch angeblich so natürlich und universell ist, wieso sind dann unsere nächsten Verwandten, die Bonobos und die Schimpansen, nicht ebenfalls in Kernfamilien organisiert? Wieso müssen wir erst bei den entfernter verwandten Gibbons nachschauen, um das monogame Kernfamilienmodell bei den Primaten zu finden?

    Lässt sich das auch alles durch Selektion oder doch viel eher durch Kultur und Erziehung erklären? Durch ein vom Menschen geschaffenes patrilineares Deszendenzsystem?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Patrilinearit%C3%A4t

    Schonmal aufgefallen? Kernfamilie und Monogamie stehen im Tierreich nicht besonders hoch im Kurs, um es mal gelinde auszudrücken.

    „Gesellschaften mit geringer Vaterschaftssicherheit leiden unter dem geringen Engagement der Männer, gehen daher nieder und später unter, werden an den Rand gedrängt oder überrollt und ausgelöscht von Gesellschaften mit engagierteren, aktiveren Männern.“

    In matrilinearen Gesellschaften engagieren sich die Männer durchaus, nur ist es nicht der Erzeuger, sondern der Mutterbruder, der die Vaterrolle inne hat.

    • @ Bergdoktor

      Ja, Sex at Dawn ist auch zwischen Buchdeckeln verpacktes Wunschdenken, Müll, hatten wir hier auch schon, hab‘ keine Lust, das noch mal zu wiederholen um diese Zeit, deshalb selber lesen:

      http://www.epjournal.net/wp-content/uploads/EP10611616.pdf

      http://www.epjournal.net/wp-content/uploads/EP09325335.pdf

      Ein Buch, dass die Vorliebe für Hippiesexkommunen eines bestimmten sozialen Milieus in die Vergangenheit projiziert und dadurch adelt.

      Es fehlt nur die empirische Evidenz, mit anderen Worten genau das, was Wissenschaft von wunschdenkendem Geschwätz scheidet.

      Bei den von Dir angesprochenen Affen investieren die Väter aber bezeichnenderweise nicht viel in den Nachwuchs.

      Im Gegensatz zum Menschen.

      Wenn wir die Vaterschaftssicherheit also reduzieren, etwa durch verstärkte Promiskuität, wird wahrscheinich das Investment der Väter und das Interesse der Männer an Nachwuchs sinken.

      Ich denke, das kann man auch gut beobachten in unseren wwstlichen Gesellschaften.

    • @ Bergdoktor

      *In matrilinearen Gesellschaften engagieren sich die Männer durchaus, nur ist es nicht der Erzeuger, sondern der Mutterbruder, der die Vaterrolle inne hat.*

      Preisfrage: Warum sind matrilineare Gesellschaften zivilisatorisch in der Regel so primitiv?

      Warum sind sie nicht konkurrenzfähig?

      Warum überleben sie nur dort, wo nichts zu holen und deshalb kaum etwas zu verteidigen ist, in den entlegensten, unerschlossensten Weltgegenden?

      Warum sind alle mir bekannten matrilinearen Gesellschaften aussterbende, die ausbluten, sobald patriarchalere und das heißt immer höher entwickelte, zivilisatorisch fortgeschrittenere auf Sicht -und Rufweite heranrücken?

      Warum wandern dann die „Insassen“ dieser matrilinearen Gesellschaften allmählich ab in die patriarchaleren und/oder geben allmählich ihre matrilineare Lebensweise auf?

      Warum wandern die Menschen nicht in die umgekehrte Richtung, also ein in die matrilinearen Gesellschaften?

      Vielleicht eben drum?

      Weil sie nicht konkurrenzfähig sind?

      Weil sie unattraktiv sind, attraktiv nur für westliche „Romantiker“ (ich nenne sie Spinner), die nicht in ihnen leben müssen, sondern hier, im ach so schlimmen Westen hockend, ihren Mit“romantikern“ schöne Träume verkaufen.

      Und selbst selbstverstänlich gar nicht daran denken, ihr warmes Nest hier gegen ein Leben z.B. bei den Mosuo einzutauschen.

      • @ Bergdoktor

        Zu guter Letzt doch noch etwas zu Sex at Dawn, der Verriss von David Barash (ist kürzer als die beiden anderen Verrisse von fachwissenschaftlicher Seite, Lob gab es von dieser Seite meines Wissens überhaupt nicht, also bestenfalls betretenes Schweigen):

        http://chronicle.com/blogs/brainstorm/sex-at-dusk-2/50099

        Zitat Prof. Barash:

        *At least as contributory, however, is the profoundly annoying fact that Sex at Dawn has been taken as scientifically valid by large numbers of naïve readers … whereas it is an intellectually myopic, ideologically driven, pseudo-scientific fraud.

        Written by people who don’t know diddly-squat about evolutionary biology, and—worse yet—who don’t know how much they don’t know, Sex at Dawn purports to demonstrate that human beings are “naturally” polyamorous, that (channeling Rousseau) we are born sexually open, omnivorous and pleasure-seeking, but are everywhere—or almost everywhere—in prudish, Victorian chains.

        In the process, the authors trot out any number of biological howlers, not least a profound misreading of not only bonobo (“pygmy chimp”) sexuality, but what, if anything, this implies for Homo sapiens. Their goal (aside from making money, not in itself deplorable), is clearly to justify their own chosen lifestyle … also not deplorable, except insofar as it has produced intellectual dishonesty combined with misrepresentation of both theory and data: Science fiction, at best.*

        • Hannelore Vonier nix, Sex at Dawn nix … Endlich klärt mich mal jemand auf, was für einen Hippiedreck ich da immer lese. *g*

          Ich halte Sex at Dawn auch nicht für der Weisheit letzter Schluss, aber es ist endlich mal eine alternative Sicht statt immer wieder die selbe Leier des Mainstreams von der Kernfamilie. In tausenden Hollywood-Schnulzen wurde sie schon glorifiziert, in Millionen Love Songs verherrlicht. Gehirnwäsche ist harmlos dagegen.

          Alexander, wenn dir alles nicht gefällt, kannst du ja das hier von Dr. Rolf Eickelpasch lesen:

          http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/view/2246

          Bloß irgendwie ahne ich langsam, dass dir alles nicht gefällt, was deiner Meinung widerspricht. 😀

  7. Wenn man die Kernfamilie als Erklärungsmodell heranzieht, fallen so viele hinten runter, die da nicht reinpassen:

    – Lesben, Schwule, Bisexuelle,
    – Singles, Alleinerziehende, Geschiedene,
    – Stiefväter und -mütter,
    – Kuckuckskinder, Adoptivkinder,
    – Polygamisten, Polyamoristen, Asexuelle
    – …

    Übrig bleibt nur das monogame Heteropärchen. So wie es – ganz zufällig – die Kirche (und der Kreationismus) behauptet. Süß, gell?!

    Zwar hat die Evolutionspsychologie dafür verschiedene Theorien entwickelt (Gen-Shopping, indirekte Fitness etc.), die das wieder hinbiegen sollen. Aber es gibt auch eine Erklärung, die ohne diese Hinbiegerei auskommt:

    DIE KERNFAMILIE IST DEM MENSCHEN NICHT NATURGEGEBEN.

    Und mit matrilinearen Sozialsystemen steht auch eine schlüssige, evolutionär genauso denkbare, elegantere Erklärungsalternative zur Verfügung. Selbst Insektenstaaten sind in sich logischer.

    Einfach nur auf die geringe Verbreitung nach Jahrhunderten der gewaltsamen Missionierung, Ausrottung und Assimilation durch marodierende, chronisch untervögelte Männerhorden hinzuweisen, reicht nicht.

    Ich kann verstehen, dass man am Konzept der Kernfamilie hängt, wenn man ein konservatives Weltbild hat, man sich so wohler fühlt oder es nicht anders kennt, aber mit Wissenschaft hat das dann nichts mehr zu tun – eher mit Ethnozentrismus.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ethnozentrismus

    Zum Glück kann sich ja jeder selbst aussuchen, ob er den esoterisch-angehauchten feministischen Matriarchatsträumern oder den von Konservativismus und patriarchaler Ideologie verblendeten Freunden der Kernfamilie glaubt.

    Aber das Schlimmste ist: Mir hat immer noch niemand erklärt, weshalb ausgerechnet der Mensch zu den gerade mal drei Prozent der Säugetiere zählen soll, die in Kernfamilien/Paarbezieungen leben….. 😦

  8. .@ Bergdoktor

    Matriarchale Insektenstaaten funktionieren so gut, weil ALLE außer der Königin auf die Fortpflanzung verzichten und SCHWESTERN SIND.

    Das ist beim Menschen leider nicht der Fall.

    Im Übrigen will ich Dir Deinen Glauben nicht nehmen.

    Baut ein erfolgreiches Matriarchat auf und die Menschen werden Schlange stehen, um in es einzuwandern, ihm beizutreten.

    Solange das nicht geschieht, glaube ich nicht an dessen Möglichkeit.

    Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg.

    Der war nicht auf Seite der Matriarchate.

    Das zeigt die Empirie von Jahrtausenden.

    Avanti, dilettanti.

    TUT ES UND SEID ERFOLGREICH!

    Viel Glück.

    • 1:0 für dich! Eine originalgetreue Umsetzung von Matriarchaten in unsere moderne Gesellschaft ist bei unserer derzeitigen Wirtschaftsweise nicht möglich. Das geht vermutlich nur bei Jägern und Sammlern oder Ackerbauern.

      Aber wir können einzelne Elemente davon übernehmen, um uns das Leben angenehmer (weil unserem Naturell entsprechender!) zu gestalten. Und das geschieht bereits seit einiger Zeit, falls du es noch nicht gemerkt hast:

      – Demokratie
      – Bürgerbegehren
      – Achtung von Minderheiten
      – Schutz der Individualität
      – Glaubensfreiheit
      – Anerkennung der Homoehe
      – Aufgabe der (Zwangs)Monogamie
      – Straffreiheit von vor- und außerehelichen Sex
      – Gleichberechtigung von unehelichen Kindern
      – Wahlrecht für Frauen
      – Erbrecht für Frauen
      – Erwerbsbeteiligung für Frauen
      – Legalisierung von Scheidung und Abtreibung
      – Kommunenartige Wohnprojekte
      – usw.

      Dadurch unterscheidet sich der Westen übrigens von den Staaten, bei denen die Vatersicherheit weiterhin für extrem wichtig erachtet wird (was ihr ja für ein Merkmal besonders hochstehender Kulturen haltet):

      – Iran
      – Saudi-Arabien
      – Pakistan
      – Irak
      – usw.

      Und die Massen strömen auch bereits in die, sagen wir „teil-matriarchalisierten“ Staaten. Die Flüchtlingsbewegungen in den freiheitlichen Westen sprechen für sich.

  9. @ Bergdoktor

    Kennzeichnend für die matriachilisierenden Kulturen des Westens ist auch, dass sie hoch verschuldet sind und eine Geburtenzahl weit unter par haben, also, ganz matriarchal, langsam niedergehen und aussterben.

    Was bringen denn die Einwanderer mit, wenn sie hierherkommen?

    Doch nicht etwa ihr Patriarchat?

    Warum haben sie rund doppelt so viele Kinder wie die matriarchalisierte „moderne“ Lebensgemeinschaft westlicher Provenienz?

    Warum werden überall neue Moscheen gebaut?

    Ist Dir das aufgefallen?

    Was bedeutet diese Entwicklung für die Zukunft unserer matriarchalisierenden westlichen Gesellschaften?

    Wie steht es mit deren kämpferischer Selbstbehauptungsfähigkeit/-willigkeit?

    Wenn, wie Du glaubst, untervögelte marodierende Männerhorden den Matriarchaten (WELCHEN?) das Ende brachten, wie hältst Du die marodierenden, untervögelten Männerhorden davon ab, sich der westlichen Matriarchate zu bemächtigen, sie zu plündern, sie zu unterwerfen?

    Doch nicht etwa durch kampfbereite, kampfwillige Männer, die die marodierenden Männerhorden vom Nachbarstamm abschrecken?

    Wie motiviert man Männer, eine matriarchale Ordnung auf Leben und Tod zu verteidigen?

    Wie motiviert man Männer, für einen matriarchalen, frauenprivilegierenden Sozialstaat zu schuften, das Surplus,von dem der lebt, zu erarbeiten?

    Und ja, es sind vor allem Männer, die das (noch) tun: heterosexuelle, weiße Männer erarbeiten das Gros dieses Surplus, während Frauen mehr kosten als sie erarbeiten, IM SCHNITT.

    Nichts Neues unter der Sonne.

    Früher versorgte und schützte vor allem der Ehemann, Vater, Bruder, heute der Sozialstaat, der’s vor allem von Männern nimmt und an Frauen austeilt.

    WARUM SOLLTEN MÄNNER DAS HINNEHMEN?

    Früher bekamen sie für ihre Leistungen eine eigene Frau und eigene KInder.

    Um die zu versorgen und zu schützen, rissen sich die meisten Männer den Allerwertesten auf.

    Glaubst Du, sie tun das im selben Maße für Kinder, die nicht ihre eigenen sind?

    Warum glaubst Du das?

    Warum sind Matriarchate so monumental erfolglos?

    Auf diese Fragen müssen Matriarchatsgläubige eine Antwort geben.

    Ich höre von dieser Seite aber nur Geschwätz, sehe nur Wunschdenken.

    • Besonders erfolgreich sind besagte Patriachate aber auch nicht, jedenfalls nicht wenn man Erfolg an wirtschaftlichem Erfolg und Lebensqualität bemisst.

      Nach dieser Sichtweise müsste die demokratische Republik Kongo auch ein unsagbar erfolgreiches Land sein, ebenso wie Somalia und Äthiopien, Afghanistan, Ukraine oder Oman etc.

      Kindermangel ist eine fast immer auftretende Folge wirtschaftlichen Aufschwungs. In der Türkei geht die Geburtenrate auch runter mit steigendem wirtschaftlichen Erfolg, da vermehren sich nur noch die Kurden, was Erdogan natürlich garnicht passt.

      Wieso? Weil Familien mit einem gewissen status daran gelegen ist, diesen zu erhalten oder zu vermehren. Das geht nur mit Familienplanung, denn bei Normalverdienern sinkt der Lebensstil, wenn sie zehn Kinder haben.
      Wenn sie nur eins oder zwei haben,können sie ihren Lebensstil eher aufrechterhalten und ihren Kindern eine bessere Förderung angedeihen lassen. Eine gute Förderung wiederum erhöht die Erfolgschancen der Kinder für das eigene Leben, Partnerwahl, Lebensumstände. So würde ich das sehen.

      Ich bin übrigens sicher, dass, im Schnitt, die Moscheebauenden Einwanderer mit den vielen Kindern von denen du da sprichst ebenfalls mehr kosten als sie einbringen, so fies das auch klingt.
      Das darf man nicht sagen weil es rassistisch ist und so, aber sämtliche bis dato bekannten Statistiken deuten es an, sowohl was Bildung als auch was Kriminalität angeht.
      Ein Land mit einem Sozialstaat wie diesem zieht nunmal auch viele an, die sich daran gütlich tun wollen ohne etwas beizutragen.
      Mit einem angepassten Einwanderungsgesetz würde die finanzielle Situation eine komplett andere sein.

      Viele Kinder sind nicht die Lösung für alles.

      Davon mal abgesehen, was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn das deutsche Volk schrumpfen würde? Wer sagt, dass wir koste es was es wolle die 80 Mio. halten müssen um nicht auszusterben?

  10. @ Teilzeitheldin

    Natürlich müssen wir die 80 Mio. nicht halten.

    Das Problem: Wir haben eine auf dem Kopf stehende Alterspyramide.

    Immer weniger arbeitsfähige Junge müssen in den nächsten Jahrzehnten immer mehr Alte, die versorgt werden müssen, tragen, müssen also immer mehr von ihrem Arbeitsertrag in den Sozialstaat stecken.

    Das motivert nicht zu Leistung, eher zur Auswanderung gerade derer, die viel leisten und verdienen könnten.

    Die das hier können, können es auch andernorts auf der Welt.

    Wo ein weniger gut ausgebauter Sozialstaat mehr vom Einkommen übrig lässt.

    Wollen wir eine Mauer bauen müssen?

    Natürlich senkt Wohlstand die Geburtenrate, aber nicht gleichmäßig.

    Und das ist entscheidend für sich verschiebende Gewichte innerhalb einer Gesellschaft und zwischen konkurrierenden Gesellschaften.

    Überall auf der Welt bekommen fromme Familien ca. doppelt so viele Kinder wie säkulare (Christen, Juden, Moslems, HIndus – egal).

    Wenn nun in einer Gesellschaft vor allem Moslems noch fromm sind (die meisten westlichen Christen sind Karteileichen), wie, glaubst Du, verschieben sich dann die Relationen, auch wenn deutsche Moslems weniger, viel weniger Kinder bekommen als z.B. ägyptische?

    Nebenbei – wir haben nicht einmal den Trost, einen Beitrag zum Kampf gegen die Überbevölkerung der Welt zu leisten, wenn z.B. West-/Mitteleuropa von ca. 600 Mio. auf ca. 400 Mio schrumpft in den nächsten 50 – 100 Jahren.

    Wenn gleichzeitig Afrika südlich der Sahara von 1Milliarde auf 2 Milliarden Menschen anwächst.

    Ein Konitnent, der diese Menschen bereits heute nur unzureichend versorgen kann.

    Gleichzeitig steht zu erwarten, dass die Multikultistaaten Afrikas, deren Grenzen von den europäischen Kolonialmächten ohne Rücksicht auf die ethnisch-kulturelle Landkarte Afrikas festgelegt wurden auch weiterhin zerfallen in blutigen Bürgerkriegen, Kongo ist da nur ein Beispiel.

    Was die Versorgung einer wachsenden afrikanischen Bevölkerung nicht leichter machen wird.

    Wohin sollen diese Menschen fliehen, wenn die Lebensverhältnisse in Afrika sich weiter verschärfen?

    Doch nicht etwa in ein altes, fettes matriarchal-lethargisches Europa, das sich nicht mehr wehren will und kann?

    Auf dass Europas Matriarchate den Weg aller Matriarchate gehen, den in die Bedeutungslosigkeit, an den Rand gedrängt, überrollt?

    Vom Klimawandel und seine Folgen gerade für Afrika südlich der Sahara ist da noch gar nicht geredet.

    Wir gehen Zeiten entgegen, in denen es gewaltige Bevölkerungsverschiebungen eruptiven Ausmaßes geben könnte – Völkerwanderungen.

    Und wir sind das dekadente Westrom der Neuzeit.

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