Schlank als Schönheitsideal: Chance auf Sex / Partnerschaft als Attraktivitätskriterium

Das Schönheitsideal geht hin zu sportlichen Frauen mit wenig Fett am Leib. Ich hatte dazu schon ein Paar Artikel geschrieben.

Dabei hatte ich bisher folgende Faktoren gesehen, die schlank, aber sportlich / gesund /symmetrisch interessant für ein biologisches Partnerwahlkriterium sein lassen könnten:
  • Ein schlanker Bauch läßt leichter erkennen, ob die Frau schwanger ist
  • eine Unterscheidung zwischen dünn und dick lohnte sich aufgrund des Umlegens des Jagderfolges auf die Gruppe weniger, bei einer schlanken Frau war es aber wichtiger zu erkennen, ob sie gute Gene hat, deswegen erkennen wir dort entsprechende Merkmale besser
  • Fett deutet auf einen Ernährer hin, weil es wohl eher über Fleisch als über gesammelte Pflanzen zu erzielen ist.
  • Ausdauermuskeln sind ein besseres Zeichen für dauerhafte Fitness als Fett, insbesondere, da diese eher selbst erarbeitet sind

Einer Betrachtung von Schlank als Schönheitsideal steht insbesondere entgegen, dass bei dem Übergang zwischen Untergewicht und Normalgewicht die Fruchtbarkeit zu sinken anfängt. Es wäre vorteilhafter auf normalgewichtigere Frauen zu stehen.

Das berücksichtigt aber einen Punkt nicht, den ich in der Überlegung interessant finde:

Die Frage, wieviele Nachkommen ein Mann mit einer Frau zeugen kann wird von zwei Faktoren bestimmt:

  • von ihrer Fruchtbarkeit („Produktivität“)
  • Aus dem Umstand überhaupt Sex mit ihr haben zu können („Verfügbarkeit“)

Aus Sicht eines optimalen Fortpflanzungserfolges wäre daher eine Frau, bei der die Chancen auf (langfristige) hohe Fruchtbarkeit und genetische Qualität hoch ist, aber auch die Chance, dass sie einen neuen Partner (langfristig oder kurzfristig) akzeptiert.

Diese Kombination könnte gerade bei dem westlichen Schönheitsideal „schlank und sportlich gut zum tragen kommen.

Lange, glänzende Haare stellen zB dar, dass sie in der Vergangenheit eine gute Ernährung hatte, ebenso wie ein sportlicher Körper einen langen Blick zurück zulässt. Symmetrie spricht für ein gleichmäßiges Aufwachsen und gute Gene. Sauberkeit und Gesundheit sprechen für Parasitenfreiheit.

Schlankheit hat ab einem gewissen Grad den Nachteil einer gegenwärtig abgesunkenen Fruchtbarkeit, was aber ein Nachteil ist, der durch bessere Ernährung leicht behoben werden kann. Gleichzeitig spricht ihre Schlankheit dafür, dass sie entweder keinen Mann hat oder einen, der sie nicht umfassend mit Essen versorgt.

Dies wiederum macht es wahrscheinlicher, dass sie ein Partnerwechsel interessiert. Oder wenn schon kein Partnerwechsel, dann wenigstens ein kurzer Tausch, Nahrung gegen Sex oder eine Affaire.

Also:

Zeitlich verringerte Fruchtbarkeit + Möglichkeit diese zu beheben + Viele Anzeichen, dass sie ansonsten gute Gene hat und nicht schwanger ist + geringere Wahrscheinlichkeit, dass sie einen statushohen Partner hat + höhere Wahrscheinlichkeit sie erfolgreich zu umwerben oder durch Ressourcen zu beeindrucken = gute Partnerin

 

Eine magersüchtige Frau mit extremer Unterernährung hingegen würde nicht mehr gesund wirken, hätte weniger Zeichen von sonstiger Fitness, würde länger brauchen um sich zu erholen und wäre demnach auch weniger attraktiv.

Es wäre eine Theorie, die man überprüfen könnte, indem man schaut, ob Männer allgemein Frauen attraktiver bewerten, wenn diese aus ihrer Sicht leichter zu beeindrucken sind (bei ansonsten gleichem Körper).

Interessant könnte in diesem Zusammenhang sein, dass Männer in schlechten Zeiten Frauen mit etwas mehr Fettreserven schön finden, in guten Zeiten aber schlankere Frauen. Meine Vermutung ist dabei, dass hier eine ähnliche unterbewußte Rechnung erfolgt: Sind die Zeiten aus Sicht des Mannes für ihn schlecht, dann kann er eine Frau auch schlechter mit Ressourcen beeindrucken und auch schlechter ihre Fruchtbarkeit erhöhen. Es lohnt sich insofern mehr darauf abzustllen, dass sie eigene Ressourcen mitbringt. Sind die Zeiten hingegen aus Sicht des Mannes gut, dann lohnt es sich eher nach schlanken Frauen Ausschau zu halten, die man mit den Ressourcen der guten Zeiten beeinflussen kann und die noch niemanden haben, der diese mit ihnen teilt.

Nachteil dieses Systems wäre dann allerdings, dass eine Partnerin, die man dann zu „höherer Fruchtbarkeit“ gebracht hat, unattraktiver würde. Das wäre zum einen abzufangen, indem ein gewisser Spielraum vorhanden bleibt, wie es ja auch heute der Fall ist und zum anderen dadurch, dass Partnerschaft und Sex eh eine Bindung hervorrufen, die dies dann wieder ausgleichen würde und das Lösen der Verbindung vermeiden würde.

Die „Gegenseite“ bei der Frau wäre dann nicht, dass diese ein Interesse daran hat, biologisch keine Fettreserven aufzubauen. Ihre Interessen sind zwar darauf gerichtet, einen hohen Partnerwert zu erlangen, aber einem biologischen Druck zum schlechteren Aufbau von Fettreserven steht dann wieder der hohe Wert von Fettreversen bei einer Schwangerschaft und die anzunehmende Knappheit von Nahrung in der Steinzeit gegenüber. Frauen konnten diesen Aspekt weit höher gewichten, weil auf sie ein geringerer Druck in der Auswahl lag (Frauen haben sich mit höherer Wahrscheinlichkeit fortgepflanzt als Männer – Genanalysen sprechen hier von 40% der Männer und 80% der Frauen). Zudem war der Druck in diese Richtung geringer, da es meist nicht schwierig war, dünn zu bleiben, dass passiert fast von alleine bei knappen Nahrungsangebot, sondern eher die übrigen Kriterien der Sportlichkeit bei Vermeidung dauerhafter Unterernährung und ihrer Anzeichen (Vitaminmangel, stumpfes Haar, kein sportlicher Körper etc) zu vermeiden.

Für mich erscheint bei der Partnerwahl der Aspekt der Wahrscheinlichkeit des Flirts neben der Fruchtbarkeit ein Faktor, der durchaus einer biologischen Manifestation zugänglich ist.

Das muss dann natürlich nicht weltweit erfolgt oder auch nur sinnvoll gewesen sein. Es können die dafür erforderlichen Mutationen in bestimmten Bevölkerungsgruppen nicht eingetreten sein oder ein kulturell bedingter anderweitiger Selektionsdruck geherrscht haben. Bei einer Kultur, die die Paarbindung weniger betont und die Versorgung eher über die Sippe darstellt oder bei der Lebensmittelknappheit aufgrund von regionalen Unterschieden weniger verbreitet war, mag ein anderer Selektionsdruck geherrscht haben, bei der andere Faktoren in den Vordergrund gerückt sind. Eine andere Mutation mag eher Fettheit als Kriterium gefördert haben und zuerst selektiert worden sein, was wieder einen Nachteil innerhalb der sexuellen Selektion für andere Mutationen bedeutet.

Es wäre hierfür interessant zu wissen, wie resistent Schönheitsideale für einen Kulturwechsel sind. Hierzu müssten Auswanderer/Zwangsumgesiedelte, die insbesondere innerhalb ihrer Gruppe Nachkommen bekommen haben, Daten liefern können.

73 Gedanken zu “Schlank als Schönheitsideal: Chance auf Sex / Partnerschaft als Attraktivitätskriterium

  1. @ Christian

    OT:

    Du bist so herrlich sachlich. Köntest Du das unterstützen mittels kleinerer Fotos von nicht ganz so hoch erotischen Bauch-Becken-Regionen?

    Sonst lässt Tippse mich hier nicht mehr posten.

    Außerdem ist mein Mädchen wieder ganz depressiv wegen ihrer Speckröllchen, die mich viel weniger stören als sie.

    Das wird Stunden, wenn nicht Tage, Wochen, Monate, Jahre dauern, sie wieder aufzubauen.

    Ob der Paarungserfolg mit sportlich-schlanken Frauen in der Steinzeit so groß war?

    Immerhin muss mann berücksichtigen, wie schnell die u.U. laufen konnten.

    Nur so ein Gedanke.

    Ich glaube, heute wird das nix mit ernsthafter Diskussion.

    • @Roslin

      Ist wohl etwas groß geworden, ich habe es zumindest mal etwas verkleinert.

      „Außerdem ist mein Mädchen wieder ganz depressiv wegen ihrer Speckröllchen, die mich viel weniger stören als sie.“

      ja, ich will damit auch gar nicht sagen, dass es nicht auch hübsche weniger schlanke Frauen gibt und das alles in einer Beziehung eh relativer ist.

      Vielleicht stimmt sie ein Hinweis auf die Streuung im Genpool bei den Attraktivitätsmerkmalen wieder versöhnlicher.
      Und wo wir gerade bei schlechter Romantik sind hier noch ein paar klassische Spräche dazu:

      „Um so mehr, was ich an dir lieben kann“

      „Ich hab ja auch keinen Waschbrettbauch“

      „Mehr Masse, mehr Anziehung.“

      Oder der internationalere Spruch der ewigen Romantiker

      „it is just more cushin to the pushin“

      Bei einer Frau, die eigentlich weiß, dass ihr Gewicht im üblichen Schönheitsbereich liegt und die über nicht wesentliche Gewichtszunahmen klagt, kann man meiner Meinung nach hingegen ruhig ein paar Sprüche machen. Es bietet sich ein schlichtes „agree and amplify“ an. „Ich wollte ja nichts sagen. Aber jetzt wo du es ansprichst: ich glaube wir sollten uns stabilere Stühle zulegen“ (natürlich mit einem Grinsen).

  2. Christian:

    Gleichzeitig spricht ihre Schlankheit dafür, dass sie entweder keinen Mann hat oder einen, der sie nicht umfassend mit Essen versorgt.

    + höhere Wahrscheinlichkeit sie erfolgreich zu umwerben oder durch Ressourcen zu beeindrucken = gute Partnerin

    Sind die Zeiten aus Sicht des Mannes für ihn schlecht, dann kann er eine Frau auch schlechter mit Ressourcen beeindrucken und auch schlechter ihre Fruchtbarkeit erhöhen. Es lohnt sich insofern mehr darauf abzustllen, dass sie eigene Ressourcen mitbringt. Sind die Zeiten hingegen aus Sicht des Mannes gut, dann lohnt es sich eher nach schlanken Frauen Ausschau zu halten, die man mit den Ressourcen der guten Zeiten beeinflussen kann und die noch niemanden haben, der diese mit ihnen teilt.

    Und im anderen Thread erzählst du, Frauen geht es nicht darum, Ressourcen abzugreifen. Jetzt hast du ein Problem mit inkonsistentem Wissen, das du ganz einfach auflösen kannst, indem du die Wahrheit akzeptierst: Der weibliche Körper ist der Köder, die Dienstbarkeit der Männer die Beute.

  3. @Zhen

    der unterschied ist, dass ich meine, dass sich bei Frauen Attraktivitätsmerkmale für Männer entwickelt haben, die sie Männer attraktiv finden lassen, die damals gute versorger waren, wie Kraft, Status, Anführereigenschaften, aber auch die Fähigkeit eine tiefe Gefühlsbindung einzugehen. Diese Kriterien müssen heute nicht mehr mit einer Versorgung übereinstimmen, wie man ja auch an Kraft sieht.
    Du wertest denke ich selektive Drücke als tatsächliche bewusste Gedanken und ziele der Frau und kommst deswegen im Gegensatz zu mir zu lieblosen geldgeilen Frauen.

    • @christian
      „Du wertest denke ich selektive Drücke als tatsächliche bewusste Gedanken und ziele der Frau “
      Dann sind Frauen also rein Triebgesteuert. Anders ist das verhalten nicht zu erklären. Was aber auch bedeuten würde, das Frauen zu wahrer Liebe nicht fähig sind, da sie immer darauf angewiesen sind, das der Chemische Coctail „Liebe“ permament ausgeschüttet wird, also die Schmetterlinge im Bauch.

      Das würde wirklich einiges erklären. Ein Grund mehr, das die Gesetze geändert werden, denn es kann nicht sein, das Frauen nur aufgrund ihres Triebes Familien und Existenzen zerstören. Das macht sie zu Gesetzlich gedeckten Triebtätern.

      • Das würde wirklich einiges erklären. Ein Grund mehr, das die Gesetze geändert werden, denn es kann nicht sein, das Frauen nur aufgrund ihres Triebes Familien und Existenzen zerstören. Das macht sie zu Gesetzlich gedeckten Triebtätern.

        So einen bodenlosen Schwachsinn kann sogar hier, selten gelesen werden.

      • Imion

        „Dann sind Frauen also rein Triebgesteuert. Anders ist das verhalten nicht zu erklären. Was aber auch bedeuten würde, das Frauen zu wahrer Liebe nicht fähig sind, da sie immer darauf angewiesen sind, das der Chemische Coctail „Liebe“ permament ausgeschüttet wird, also die Schmetterlinge im Bauch.“

        Ich weiß nicht zurzeit so recht, wo ihr hier heute konkret im Gespräch seid – macht nichts. Die „gute Unterhaltung“ auf Kosten der „Frauen“ ist für Einige hier recht kennzeichnend! Für Euch persönlich – wenn ich an euch hier einen fräundschaftlichen Rat loswerden kann: Es wäre besser für euch, ihr hättet euch über eure unterschwelligen Aggressionen unterhalten können statt über Frauen zu lästern. Von einem „chemischen Coctail ‚Liebe’“ träumt ihr?

        Und so unter uns: Wenn Gott männlich ist, kann Frau mit Sicherheit nicht liebefähig sein: Gott ist die Liebe – laut das Regel-Buch des „Christentums“.

        Ich wollte für euch ein Liedchen über Wut im Bauch posten – ein bestimmtes… habe aber nicht gefunden. Stattdessen fiel mir in die Hand:http://www.youtube.com/watch?v=BBNDrSAsmD0 . Das ist für dieses Gremium hier auch interessant.

        Ich halte auch nichts von „Gesetzlich gedeckten Triebtätern“!

    • Du wertest denke ich selektive Drücke als tatsächliche bewusste Gedanken und ziele der Frau

      Nein, von Bewusstsein bei Frauen habe ich nie gesprochen. Ich zweifle auch nicht daran, dass Frauen genauso echte Liebe (chemisch gesehen) empfinden wie Männer. Wenn sie merken, dass ein Mann sehr solvent ist, wird bei ihnen bestimmt Oxytocin u.ä. ausgeschüttet.

      • @Zhen und Imion

        Meiner Meinung nach verkennt ihr insbesondere das Folgende:

        Bei einer Kurzzeitstrategie zur Partnerwahl stehen Ressourcen nur als Zeichen guter Gene. Weitere Zeichen guter Gene können Status, Anführereigenschaften, etc sein. Es ist hier nur ein Merkmal unter vielen. Der Einsatz voN Ressourcen zum herumbekommen der Frau kann dann wieder als Zeichen gesehen werden, dass man sich ansonsten keinen hohen Wert zuweist, kann also abtörnend wirken.

        Bei einer Langzeitstrategie können Ressourcen wichtig für die Bewertung als guter Versorger sein. Dabei ist aber zu bedenken, dass auch hier wesentlich wichter für eine langfristige Bewerung ist, dass der Mann nicht einfach nur Ressourcen auf sie verwendet, weil sie eine austauschbare Frau für Sex ist, sondern weil er eine gefühlsmäßige Bindung zu ihr und den gemeinsamen Kindern aufbauen kann und will, aus der heraus er sich als Teil einer Partnerschaft/Kernfamilie sieht, in der beide nach Möglichkeit beitragen. Diese gefühlsmäßige Bindung und ihre Bewertung unterschlagt ihr vollkommen. Und auch, dass sie losgelöst sein kann von Ressourcen, weil die gemeinsame Verwendung von Ressourcen bei einer gefühlsmäßigen Bindung zu erwarten ist (proximate Cause / ultimate Cause).
        Zu Bedenken ist dabei auch, dass man in der Steinzeit vor der Sesshaftigkeit quasi kein Vermögen aufbauen konnte. Auf aktuelle Ressourcen abzustellen ist daher schnell irreführend gewesen. Sicherer waren Postion in der Gruppe, Status etc.
        Häufig ist heutiges Vermögen nur ein Synonym für diese anderen Kriterien.
        (wobei es natürlich Frauen gibt, die schlicht die Ressourcen wollen und deswegen Beziehungen mit reichen Männern führen, aber das ist eine andere Sache)

      • @christian
        „sondern weil er eine gefühlsmäßige Bindung zu ihr“
        Sag ich doch, der Mann ist zu wahrer Liebe fähig, Frau braucht den chemischen cocktail.

        „dass sie losgelöst sein kann von Ressourcen,“
        Nicht bei der Frau, ansonsten würden Frauen nicht nach Ressourchen ihre Partnerwahl treffen.

        „Zu Bedenken ist dabei auch, dass man in der Steinzeit vor der Sesshaftigkeit quasi kein Vermögen aufbauen konnte“
        Deswegen sprich man auch von Versorger, und das geht heute mit Geld

        „wobei es natürlich Frauen gibt, die schlicht die Ressourcen wollen und deswegen Beziehungen mit reichen Männern führen, aber das ist eine andere Sache“
        Oder einen Taxifahrer, der sie zu weiter entfernten Discotheken fährt.

        Fakt ist, Christian, Frauen suchen sich Männer anhand des Gelbeutels, heute, sie suchen sich immer noch den Versorger, das beuteschema der Frauen ist also schon von anfang an darauf ausgelegt, den Mann auszubeuten und ausznutzen. Das belegen auch die Scheidungsstatistiken. Hausmänner und Arbeitslose haben die höchsten Scheidungsraten und das Scheidungen erst populär geworden sind, als Frauen auch nach der Scheidung vollversorgt worden sind. Es muss also ganz einfach den Frauen die möglichkeit genommen werden, Männer auszunutzen und auszubeuten. Von alleine hören Frauen damit nicht auf.

  4. Busen, Natur und Vernunft

    Ärzte, Zertifikate und Hersteller von Brustimplantaten – alle werden kritisiert, nur die Schönheitsideale nicht. Schönheit, Emanzipation und Gesundheit können einander ausschließen.
    Von Margarete Stokowski.

    „Es ist eben nicht erbauend, eine Frau zu sehen, die wie eine Wespe in zwei Teile zerstückelt ist. Das beleidigt das Auge und verletzt die Fantasie.“ So schrieb Jean-Jacques Rousseau 1762 über Frauen mit Schnürbrüsten, also jenen formenden Korsetts, die damals Mode waren. Für Rousseau war klar: Die Natur hat gute Maße vorgegeben, wir sollten uns daran halten.

    Heute würde Rousseau vielleicht beklagen, dass es ebenso wenig erbauend ist, die glibberigen, hellgelb-durchsichtigen Silikondinger der französischen Firma Poly Implants Prothèses (PIP) zu sehen, die als Brustimplantate weltweit bis zu 500.000 Frauen eingesetzt wurden.

    Doch dass eine Brustvergrößerung irgendwie „unnatürlich“ ist oder mit unschönen Bildern einhergeht, ist nicht das Problem. Das Schlimme ist, dass hunderttausende Frauen, die schönere Brüste haben wollten, wegen des Silikons von schweren gesundheitlichen Risiken bedroht sind.

    Die Frage nach der „richtigen“ Mode und mit ihr einhergehender Schäden stellt sich nicht erst heute. Das bemerkt auch die Germanistin Almut Hüfler, die am Dienstag im Berliner Museum für Kommunikation einen Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Fashion Talks“ hielt. „Wer schön sein will, muss leiden. Schnürbrüste, Corsagen und der Gegendiskurs einer freien Natürlichkeit“, lautete der Titel.

    Hüfler zeichnete die Linie von den steifen Miedern des 16. Jahrhunderts über Korsette zu Silikonbrüsten nach. Zwang zu Natürlichkeit sei, so Hüfler, genauso unvernünftig wie Zwang zu übergroßen Brüsten – aber um Vernunft allein gehe es eben nicht. „Erst wenn sich Gesundheitsargumente mit neuen Schönheitsidealen verbinden, werden alte Modetrends abgelöst“, sagt Hüfler. Das sei auch bei der Korsettmode so gewesen, die um 1800 durch weite Empirekleider ersetzt wurde. Da war Rousseau übrigens schon tot.

    Doch es fällt auf, dass die Diskussion, die nun über medizinisch unbegründete, ästhetische Eingriffe neu entfacht wird, fast ausschließlich aus gesundheitlicher Sicht geführt wird, nicht aber aus kultureller. Debattiert wird über technische Zertifikate, Krankenkassen und Polypropylen. Das ist wichtig, klar.
    Das prägende Idealbild

    Doch dass der Diskurs sich hierzulande auf die Wissenschafts- und Gesundheitsressorts beschränkt und nicht in Feuilletons und Kulturredaktionen geführt wird, sagt viel über unseren Umgang mit Schönheits-OPs. Möglicherweise sitzt das prägende Idealbild der großbusigen Frau so fest, dass es mit seinen dicken Möpsen die Diskussion um Schönheitsideale einfach erstickt.

    Denn nur wenig wird über Hintergründe und Motivationen zu Brustoperationen gesprochen. Einige der Eingriffe dienen der Rekonstruktion eines vorherigen Zustands, etwa nach Krebserkrankungen, doch rund 80 Prozent sind rein ästhetischer Art. Warum entscheiden sich so viele Frauen, ihren Körper in Richtung eines vollbusigen Ideals chirurgisch ändern zu lassen?

    Fehlen also zu den gesundheitlichen Argumenten gegen Brustvergrößerungen heute noch neue Körperideale, damit Frauen auch mit kleinen, spitzen oder hängenden Brüsten glücklich sein können?

    Natürlich soll jeder Mensch selbst entscheiden, was sie oder er mit dem eigenen Körper macht. Der Satz „Mein Bauch gehört mir“ aus der Abtreibungsdebatte gilt auch für den Rest des Körpers. Zur Emanzipation kann vieles gehören, auch die Entscheidung für eine OP.

    Doch spätestens, wenn daraufhin Krankheiten und Todesfälle auftreten, müssen auch Mode und Ästhetik hinterfragt werden, müssen sie wieder auf patriarchale Machtstrukturen und den definierenden, männlichen Blick zurückgeführt werden. Diese Ambivalenzen zwischen individuellen Bedürfnissen, persönlicher Freiheit und kritischer Aufklärung muss ein gesellschaftlicher Diskurs ertragen können.

    „Wenn wir Mode kritisieren, müssen wir bedenken, dass wir auch nur einen bestimmten Standpunkt im Diskurs einnehmen“, sagt die Germanistin Hüfler. Die Korsette von früher seien heute womöglich verinnerlicht und lebten als Praktiken in Fitnessstudios und Schönheits-OPs weiter. „Es gibt dabei immer dieses Paradox, dass auf krankhafte Entwicklungen hingewiesen wird und doch die Freiheit des Handelns respektiert werden muss.“

    In diesem Spannungsfeld brauchen wir eine neue Debatte über Körperoptimierung. Keine im Sinne von Make-up-Ächtung und BH-Verbrennung, sondern eine informierte, offene Diskussion über Selbstbestimmung und Schönheitsindustrie.

    Quelle: http://www.taz.de/Silikon-und-Ideale/!85422/

    • Unsere tägliche genderistische Lügenpropaganda gib uns heute!
      Die Schönheitskonkurrenz ist ein Wettbewerb, den sich die Frauen selbst bescheren. Für Männer ist er überwiegend bedeutungslos, wenn nicht gar abstoßend. Wir wollen keine Clowns mit Ballonbrüsten und Reifenlippen. Das ist widerlich. Es gibt zwar unter Männern eine Präferenz für normal große Brüste und leichte Rundungen (90-60-90) an einem athletischen Körper. Diese Körperform ist aber meistens ohne Operationen erreichbar. Und bevor es Operationen gab, wurden Frauen auch gefickt. Also wo ist dein Problem? Setz halt mal deinen Preis runter. Vielleicht klappt es dann. Oder zahle als emanzipierte Frau für Sex genauso wie Männer zahlen müssen: 2000 Euro pro Nacht. Dafür reicht dein Erspartes wohl nicht, was? Du schickst lieber Männer zum Malochen, die dich bezahlen, nicht wahr?

      Im Übrigen gibt es mehr als genug Männer, die überhaupt nicht auf das Standardideal weiblicher Schönheit stehen. Männliche Lesben z.B. legen viel Wert auf ein schönes Gesicht und uns gefallen Frauen mit eher flacher Brust besser. So gibt es doch für die allermeisten Frauen einen Mann, der die Frau genau so mag wie sie ist, ohne OPs und Anmalen. Die Frauen müssten es halt schaffen, die Barriere der Gewalt und des Geldes zwischen sich und den Männern abzubauen.

      Fazit: Frauen veranstalten den Schönheitsirrsinn allein um ihrer selbst willen. Um Männer anzulocken, braucht es das nicht. Das lässt sich schon daran erkennen, dass nicht Frauen, sondern Männer für Sex bezahlen müssen. Also ist ganz klar, wer die sexuelle Macht hat: die Frauen.

    • „Natürlich soll jeder Mensch selbst entscheiden, was sie oder er mit dem eigenen Körper macht. Der Satz „Mein Bauch gehört mir“ aus der Abtreibungsdebatte gilt auch für den Rest des Körpers. Zur Emanzipation kann vieles gehören, auch die Entscheidung für eine OP.“

      Und warum sollte man dann eine Debatte über Körperoptimierung führen? Ist schließlich die Entscheidung der Frauen ob sie sich ihren Busen aufpumpen lassen.

  5. @Zhen und imion

    Der Mann will poppen, aber nur, wenn der Anblick einer Frau sein Blut nach Süden pumpt. (Mit viel Spielraum für individuellen Geschmack)

    Die Frau will poppen, aber nur, wenn der Kerl was drauf hat. (Mit viel Spielraum für individuellen Geschmack)

    Also, wo ist das Problem?! Männer wollen keine Gesichtsbaracken mit Kartoffelfigur, Frauen keine Flachzangen. Wieso ist einer moralischer als der andere?

    • @helena
      Weil Männer Frauen für Sex nicht ausnutzen und ausbeuten, weil Männer Frauen nicht das Geld aus der Tasche ziehen, für Sex, und das über Jahrzente hinweg. Weil Männer sich für Sex nicht von Frauen finanzieren lassen bei jeder gelegenheit. Das ist Ausbeutung.

      • Die Bedeutung des Geldes als Potenzsubstitut ist eher kultureller als biologischer Natur. Es ist nicht die Schuld der Frau, dass der Mann vor allem an ihrem Sex interessiert ist. Und wenn heutzutage alles in Geld umgerechnet wird, ist einer Frau moralisch nicht vorzuwerfen, dass sie gegen Geld tauscht.

      • @helena
        Frauen suchen den Versorger, heute ist das mit Geld zu machen in anderen Kulturen wird es z. B. der Jäger sei. Eines bleibt gleich, der Mann muss bezahlen. Das ist ein Ausbeuterisches Verhalten, vor allem hier, in unserer Gesellschaft, weil Frau darauf nicht angewiesen ist. Und das kann man Frauen vorwerfen. Warum können Frauen Sex nicht umsonst anbieten?

      • @helena
        Frauen verdienen auch Geld, es wäre also nicht nötig, auch noch für Sex Geld von den Männern abzugreifen. Es sei denn natürlich, man will sich auf kosten anderer ein schönes Leben machen. Das ist dann wieder Ausbeutung.

      • Rechenfehler, Helena!

        Ein Mann bietet doch schon seinen Sex und seine Schönheit an. Sex ist reziprok, falls du das noch nicht wissen solltest. Was soll er denn noch bieten? Alles darüber hinaus wäre schon ein ungerechter Tausch, Ausbeutung durch die Frau.

      • Weil ein Mann seine Ressourcen auch nicht umsonst anbietet. Nichts ist umsonst, wir sind doch nicht im Schlaraffenland!

        Kann man so sehen, Helena. In diesem Fall ist der Spruch „alles Nutten ausser Mutti“ aber ziemlich nah an der Realität. Damit wären wir beim sogenannten „erotischen Kapital“ der (attraktiven) Frauen. Das Gejammere wegen des „definierenden männlichen Blicks“ und den (okkulten) patriarchalen Strukturen kommt dann etwas heuchlerisch rüber. Sind ja keine Zwangsprostituierten, von denen die Rede ist.

        Der übertriebene Schönheits- und Jugendwahn vieler Frauen ist ihrem eigenen exzessiven Narzissmus geschuldet. Der Blick auf eigene Defizite wäre zielführender als die Verantwortungsabschiebung zum Mann hin. Eine emanzipierte Frau kann sich gewissen Erwartungshaltungen auch ganz einfach verweigern. Es gibt nämlich keine Brustvergrösserungspflicht.

        Wer aber unbedingt männlichen Schönheitsidealen entsprechen will (grosse Brüste werden von Männern als attraktiv bewertet, von Frauen weniger – ein Blick in Männer- und Frauenmagazine schafft Klarheit) um sein erotisches Kapital zu optimieren, der soll mir nicht die Ohren volljammern und die Verantwortung für seine autonom getroffenen Entscheidungen anderen, sprich den Männern aufhalsen. Mein Gott, emanzipiert euch endlich!

      • Hab ich gejammert? Ehrlich, wenn eine Frau sich die Mühe gemacht hat, atemberaubend auszusehen, ist alles unter einer temporären zerebralen Unterversorgung die reinste Beleidigung! Und wenn dann so mancher Kerl nicht mehr in der Lage ist, Shakespeare-Sonette zu rezitieren (Drachen gibt’s ja nicht mehr), sondern nur noch eine Getränkebestellung zustande bringt, ist das verständlich und wird mit Nachsicht behandelt.

        Wenn sie außerdem mit Verstand ausgestattet wurde und sich deshalb selbst versorgen kann, ist das nur dem schrägen Humor Gottes zuzuschreiben und sollte auch mit Nachsicht behandelt werden.

    • Der Mann macht sich nicht zur Ware, die Frau schon. Die Frau verliert in einer Beziehung nicht ihre Schönheit, der Mann verliert aber sein Vermögen.

      Das ist übrigens Unsinn:

      Die Frau will poppen, aber nur, wenn der Kerl was drauf hat.

      Wenn das stimmte, bräuchte ich Personenschutz. Also mal wieder leeres Geschwafel von unserer Heuchlerinnenfraktion.

      • Wenn das stimmte, bräuchte ich Personenschutz. Also mal wieder leeres Geschwafel von unserer Heuchlerinnenfraktion.

        😀
        Alter Schwede.
        Kennst du das Sprichwort „Eigenlob stinkt“?

      • Wie gesagt, die Frau kann nichts dafür, dass heutzutage nur noch Geld als Währung zählt. Mach deine vielfältigen und überwältigenden Talente zu Geld, dann klappt das schon. Und in einer Beziehung verlierst du deine Talente auch nicht. Ist doch nur Geld.

      • @helena
        Frau kann nichts dafür, das es „nur“ noch Geld als Währung gibt, sie kann aber etwas dafür, das sie Sex nur gegen Währung eintauscht und auch Beziehungen.

      • Wenn du einer Frau Versorgung ohne Gegenleistung anbietest, dann kannst du verlangen, dass sie Sex ohne Gegenleistung anbietet. Sonst nicht. Ist doch dein eigenes Wertesystem, das Versorgung höher bewertet als Sex.

      • @helena
        Warum sollte ich eine Frau versorgen? Das kann sie alleine, auch ohne das sie Sex für Geld anbietet. Weiter, muss ein Mann Arbeiten, damit er die Frau versorgen kann, wenn er es macht. Eine Frau muss für Sex aber nicht arbeiten, auch ihr macht es spass. Warum muss der Mann für etwas zahlen, das der Frau spass macht? Das ist Ausbeutung.

        „Ist doch dein eigenes Wertesystem, das Versorgung höher bewertet als Sex.“
        Inwiefern?

      • @helena
        Noch ein Zusatz: Die Versorgung kann eine Frau einklagen, den Sex kann ein Mann nicht einklagen. Desweiteren muss der Mann auch Unterhalt zahlen, wenn die Frau ihm keinen Sex gewährt. So viel also dazu, das ein Mann für Versorgung eine Gegenleistung verlangt.

    • Doch, natürlich, aber auch sie braucht ein Aphrodisiakum. Nur weil Männer und Frauen auf unterschiedliche Reize anspringen, ist nicht automatisch das eine mehr wert als das andere.

      • @helena
        Niemand spricht davon, das das eine mehr wert wäre als das andere. Nur beuten Frauen Männer mit Sex aus, indem sie sich dafür bezahlen lassen. Männer hingegen beuten Frauen mit Sex eben nicht aus. Das ist der unterschied.

  6. @imion&Zhen

    Sex bedeutet, dass sie schön ist und er Ressourcen hat. Die Schönheit ist aber von der Natur auch nicht gerecht verteilt. Es gibt Frauen, die sind sehr reich beschenkt, es gibt aber auch Frauen, die ganz schön viel Arbeit in sich stecken müssen, um schön zu sein. Ihre Schönheit ist der Tauschwert, nicht der Sex. Genauso kommen manche Männer aus reichem Haus, andere reißen sich den Arsch für ihren Lebensunterhalt auf.

    Die Rechnung sieht folgendermaßen aus:

    Schönheit + Ressourcen = Sex

    oder anders ausgedrückt:

    Sein + Haben = Deal

    • @Helena
      Auch Männer aus reischen Hause müssen Arbeiten. Desweiteren ist es wesentlich mehr Arbeit, das Geld das Frauen verlangen aufzubringen, als die Arbeit, die Frauen in ihren Körper stecken. Auch hier wieder ganz klar, beutet die Frau den Mann aus. Vor allem, weil die allermeisten Frauen nichts für ihren Körper tun.

      Wann ist eine Frau schön? Hierzu wird es keine einheitliche Meinung geben. Aus diesem Grund es auch nicht möglich, schönheit als Tauschobjetk anzubieten. Also immer noch beim Stand: Frau verlangt, Mann verlangt nichts.

      „Ihr zwei redet über Kultur, nicht Biologie.“
      Das ist die Frage: Sind Frauen von Natur aus ausbeuterinnen, oder einfach so?

      • Womit wir wieder bei deinem persönlichen Wertemaßstab wären. Man kann die unterschiedlichen Leistungen nicht objektivieren. Empfindest du die männliche Arbeitsleistung als höherwertiger als die weibliche Schönheitsleistung, musst du es als unfair empfinden. Klar.

        Natürlich verlangt der Mann auch etwas. Eine Beziehung besteht doch nicht nur aus Austausch von Körperflüssigkeiten.

      • @helena
        Nein, es ist keine Bewertung der Arbeit an sich, sondern erstmal nur der Zeitliche Aufwand. Dann kommt natürlich noch die Art der Tätigkeit dazu. Echte Arbeit ist unangenehmer, als sich 5 min zu schminken, was keine Leistung ist.

        „Natürlich verlangt der Mann auch etwas. Eine Beziehung besteht doch nicht nur aus Austausch von Körperflüssigkeiten.“
        Frau verlangt auch hier mehr, mithelfen im Haushalt z. B.. Das gleicht sich aus, bis auf die Tatsache, das der Mann noch zusätzlich für Sex bezahlen muss.

      • @helena
        Ha, und das mir, wo ich doch Radikalmaskulist bin 🙂

        In manchen Bereichen ja, dort wo es sinn macht. Es macht aber definitiv keinen sinn, für Sex zu bezahlen und es ist ausbeuterisch, das Frauen danach ihre Partner auswählen. 😉

    • @Helena
      „Die Rechnung sieht folgendermaßen aus:

      Schönheit + Ressourcen = Sex“

      Sag doch einfach Prostitution. Ich frage mich wo in dieser Sichtweise der große Unterschied sein soll. Obwohl ich von solcher Sichtweise sowieso nicht abgeneigt bin. Führt es schließlich unweigerlich zur Preisminderung von Frauen wenn sie keine zusätzlichen Leistungen als die äußere Schönheit anbieten können. Denn wenn alle nur das gleiche anbieten, muss ich nicht jeden Preis akzeptieren. Und wie sagt man so schön „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Umso höher damit der Standard für die hochpreisigen Schönheiten wird, umso höher werden damit auch die Standards für die niedrigpreisigen Schönheiten. Allerdings bleiben damit auch andere Leistungen auf der Strecke.

      Mir soll’s trotzdem recht sein.

      • Naja, das ist natürlich alles nur sehr vereinfacht dargestellt, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner heruntergebrochen. Echte Paarfindungen sind schon etwas komplizierter, sonst gäb’s bestimmt nicht so viele unglückliche Singles. Prostitution ist ja eine reine Dienstleistung. Die meisten Männer teilen ihre Frauen für gewöhnlich auch nicht so gerne mit anderen Männern…

      • Man könnte auch sagen, das der Unterschied ist, das Mann bei einer Prostituierten etwas für sein Geld erhält. Bei der Frau in der Disser, für die er alles bezahlt nicht.

  7. @ Helena

    Wenn doch wenigstens aus dieser legitimen Biologie auch die richtigen politischen Konsequenzen gezogen würden……Stichwort „Frauenquote“, machen wir es den Männern doch noch schwerer ^^

  8. @Christian

    Du hast dich ja letztens über die steigende Klickzahl gefreut. Vielleicht solltest du dich mal fragen, warum trotzdem nicht mehr bzw. andere als immer dieselben Maskulisten hier kommentieren.

    Die jeden aber wirklich jeden Artikel egal mit welchem Thema, dazu benutzen ihre vor Frauenhass schwangere Maskulistenkacke, in deinen Blog zu klatschen.

    Wäre für mich kein Wunder, dass wegen diesen Vollpfosten hier keine anderen kommentieren.

    • PS.

      Die Frau auf dem Foto würde ich nicht als magersüchtig bezeichnen, die hat ihre Arme oben und deswegen sieht man ihre Rippen, aber nicht wirklich einzeln, wie das bei Magersüchtigen meisten ist.

      • @Lucia

        Ich würde sie auch nicht als magersüchtig bezeichnen. Sie hat einen tollen Bauch, sportlich schlank. Ich finde es auf dem Foto attraktiv, es wäre interessant zu sehen, wie es weniger überstreckt aussieht.

        Ein solch muskulöser Bauch, aber noch weiblich ohne Six-Pack und ohne Anzeichen sonstiger extremer Kraftmuskeln, zeigt eben, dass sie ansonsten gesund und gut ernährt ist. Wenn dann noch Symmetrie, schöne Haut, ein schöner Busen, schöne Haare, etc dazukommen, dann macht das gerade deutlich, das es sich lohnt in sie zu investieren. Alles deutet dann daraufhin, dass sie in der Vergangenheit genug nahrung hatte, um die Muskeln aufzubauen, aber mehr brauchen könnte, um auch noch fett aufzubauen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie schwanger ist, ist relativ gering. Wenn sie eine verminderte Fruchtbarkeit hat, die man durch mehr Nahrung beheben kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gerade schwanger ist, sogar noch geringer

      • *Wenn sie eine verminderte Fruchtbarkeit hat, die man durch mehr Nahrung beheben kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gerade schwanger ist, sogar noch geringer*

        Jackpot! Das meinst du jetzt nicht ernst oder?

        • @Maren

          Es wäre schön, wenn du ein Argument mitlieferst, warum ich das nicht ernst meinen soll. Dann läßt sich Kritik besser nachvollziehen.

          Ich schlüssele meinen Gedanken noch einmal auf:

          -Attraktivitätsmerkmale können dann enstehen, wenn sie dazu führen, dass derjenige, der sie hat, mehr oder bessere Nachkommen hat als der, der sie nicht hat
          – Sie entstehen durch Mutation und Selektion (und natürlich auch Kombination früherer Mutationen), also ohne Berücksichtigung einer Moral oder Fairness
          – Ein Mann, der eine Partnerschaft mit einer Frau eingeht, die bereits schwanger ist, verbraucht Ressourcen, die nicht auf die Weitergabe seiner Gene gerichtet sind. Wenn er selbst Nachkommen haben will, dann ist es besser eine Partnerin zu wählen, die nicht schwanger ist bzw. bei der eine geringere Chance vorhanden ist, dass sie schwanger ist.
          – Dies darf sich allerdings nicht auf die Fähigkeit auswirken, in der Partnerschaft wiederum von ihm schwanger zu werden.
          – Aus diesem Grund könnte es von Vorteil für die Selektion eines ohne Moral durch zufällige Mutation und Selektion entstandenen Attraktivitätsmerkmals sein, eine Frau zu wählen, die bevor man sie kennenlernte eine verminderte Fruchtbarkeit hatte, die man aber durch mehr Nahrung beheben kann.
          – Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht schwanger ist, hoch, es betrifft aber ihre Fruchtbarkeit in der neuen Beziehung nicht

          An welchem Punkt dieser Erklärung setzt deine Kritik an?

      • Daran, dass du eine Kausalität zwischen einem gesundheitsgefährdendem Zustand einer Frau (Untergewicht) und ihrer Attraktivität siehst, in der dir eigenen Vermischung von persönlichen Präferenzen und waghalsigen Theorien.

        Wenn eine Frau dauerhaftes Untergewicht hat kann sie natürlich auch dauerhaft unfruchtbar werden. Ein Körper funktioniert leider nicht so, dass man Stoffe beliebig zuführen und abhalten kann, ohne dass dauerhafte Schäden entstehen.

        Zudem, die Theorie ist wirklich mehr als dünn. Wenn wir davon ausgehen, dass wenn ein Mann sich mit einer Frau zusammentut, er in erster Linie seine Gene verbreiten möchte, ist die Fruchtbarkeit von höchster Priorität.
        Eine Frau die bereits schwanger ist, mag da auf den ersten Blick als Verschwendung von Ressourcen erscheinen, sie hat aber auf jeden Fall bewiesen, dass sie fruchtbar ist, es ist also sowas wie eine Versicherung, dass auch weitere Kinder möglich sind.
        Bei einer untergewichtigen Frau, die evtl. ihre Fruchtbarkeit verloren hat und auch nicht in der Lage wäre eine Schwangerschaft und Geburt durchzustehen, ist das mehr als fraglich. (Was ich auch schon mehrfach angemerkt habe)
        Aber ich weiß ja, du persönlich findest dünne Frauen einfach heißer 😉

        Schau dir mal die Langzeitfolgen von Anorexia oder Bulimie an.
        Und ich weise dich auch darauf hin, dass eine Diagnose dieser Krankheiten nicht heissen muss, dass der Patient eine knochige 25kg Frau ist.

      • @maren
        „Eine Frau die bereits schwanger ist, mag da auf den ersten Blick als Verschwendung von Ressourcen erscheinen“
        Richtig, es sind verschwendete Ressourcen, weil nicht meine Gene.

        „sie hat aber auf jeden Fall bewiesen, dass sie fruchtbar ist, es ist also sowas wie eine Versicherung, dass auch weitere Kinder möglich sind.“
        Ist aber die Frage, ob sie danach noch mal Schwanger wird.

      • @Imion
        *Ist aber die Frage, ob sie danach noch mal Schwanger wird.*

        Ist zumindest wahrscheinlicher als bei einer Frau die man erst fruchtbar füttern muss.

        *Und die Frau auf dem Bild ist ganz gewiss nicht untergewichtig.*

        Deshalb hab ich das Bild ja auch gar nicht angesprochen.

      • @maren
        „Ist zumindest wahrscheinlicher als bei einer Frau die man erst fruchtbar füttern muss.“
        Kommt auf die Gesellschaft an.

        „Deshalb hab ich das Bild ja auch gar nicht angesprochen.“
        Ach so, mein Fehler.

  9. @ Lucia

    Mach jemand anderen mundtod. Schau dir erstmal feministische Literatur an, dann kannst du von Hass sprechen. Und wenn du nicht mehr hierein postest, posten doch andere rein. Ferner würdest du einigen postern evtl. sogar einen Gefallen tuen ^^

    Wenns dir nicht gefällt, dann geh doch. Aber nein Madame muss ihren Unmut kund tun und erwartet – was auch sonst – dass sich die H3erren der Schöpfung ihrem Dünken anpassen….mir wird schlecht, wie kann man sich nur dermaßen ein Eigentor schießen ohne es zu merken?????

    • Junge, du bist zu dumm, um geradeaus pinkeln zu können.

      Das Blog ist nicht meiner und folglich kann ich auch niemanden mundtot machen, das verstehen sogar schon Erstklässler^^

  10. Außerdem warum nicht hassen? Bald werden uns Frauen wahrscheinlich sogar die Emotionen vorschreiben und mit Sanktionen und Strafen drohen….einfach nur peinlich….

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