Wie ein Kater nach zuviel Alkohol entsteht (Frohes Neues Jahr 2012)

Vielleicht eine für viele heute interessante Information: Die Auswirkungen von Alkohol aus dem Buch „Your Inner Fish“ von Neil Shubin

The way we perceive acceleration is based on yet another part of our inner ear, connected to the previous two. There are three gel-filled tubes inside the ear; each time we accelerate or stop, the gel inside the tubes moves, causing the nerve cells to bend and stimulate a current. The whole system we use to perceive position and acceleration is connected to our eye muscles. The motion of our eyes is controlled by eight small muscles attached to the side walls of the eyeball. The muscles contract to move the eye up, down, left, and right. We can move our eyes voluntarily by contracting these muscles each time we decide to look in a new direction; but some of the most fascinating properties of these muscles relate to their involuntary action. They move our eyes all the time, without our even thinking about it. (…) This motion is so commonplace that we take it for granted, but it is incredibly complex. Each of the eight muscles in both eyes is responding to the movement of the head. Sensors in your head, which I’ll describe in the next section, record the direction and velocity of your head’s movement. These signals are carried to the brain, which then sends out signals telling your eye muscles to fire. Think about that the next time you fix your gaze as your head is moving. This system can misfire, and misfires have much to tell us about our general well-being. An easy way to understand the inner ear–eye connection is to interfere with it. One way humans do this is to imbibe too much alcohol. Drinking too much ethanol leads us to do silly things because our inhibitions are lowered. Drinking way too much gives us the spins. And the spins often predict a lousy morning ahead, hungover, with more spins, nausea, and headache. When we drink too much, we are putting lots of ethanol into our bloodstream, but the fluid inside our ear tubes initially contains very little. As time passes, however, the alcohol diffuses from our blood into the gel of the inner ear. Alcohol is lighter than the gel, so the result of the diffusion is like the result of pouring alcohol into a glass of olive oil. Just as the oil moves around in the glass as the alcohol enters, so the gel inside our ear swirls. The convection wreaks havoc on the intemperate among us. Our hair cells are stimulated and our brain thinks we are moving. But we are not moving; we are slumped in a corner or hunched on a barstool. Our brain has been tricked. The problem extends to our eyes. Our brain thinks we are spinning, and it passes this information to our eye muscles. The eyes twitch in one direction (usually to the right) as we try to track an object moving from side to side. If you prop open the eyes of someone who is stone drunk, you might see this stereotypical twitch, called nystagmus. Police know this well, and often look for nystagmus in people whom they have stopped for driving erratically. Massive hangovers involve a slightly different response. The day after the binge, your liver has done a remarkably efficient job of removing the alcohol from your bloodstream. Too efficient, for we still have alcohol in the tubes in our ears. That alcohol then diffuses from the gel back into the bloodstream, and in doing so it once more sets the gel in motion: the spins again. Take the same heavy drinker whose eyes you saw twitch to the right the night before and look at him during the hangover. His eyes might still twitch, but in the opposite direction.

Neil Shubin führt dann an, dass diese Sinnesorgane auch bei Tieren vorkommen, insbesondere bei Fischen, die ähnliche Organe haben um zB Strömungen im Wasser festzustellen. Hätten diese damals eine Flüssigkeit verwendet, die bei Alkohol nicht dreht, dann hätten wir heute weniger Probleme nach viel Alkohol. Die Gleichheit der Systeme ist ein Indiz für unsere Abstammung durch Evolution von den Fischen (das Hauptthema des Buches, dass in dieser Hinsicht einiges an interessanten Informationen bereithält, sowohl zum Übergang vom Wasser zum Land als auch bezüglich der diversen Umformungen, die unsere Körper vom Fisch zum Landbewohner durchgemacht haben und der dabei verbliebenen Spuren.

Wer sich mit den entsprechenden Übergangen vom Fisch zum Land und den Spuren in uns davon beschäftigen möchte, dem sei das Buch empfohlen.

Im übrigen wünsche ich einen katerfreien Beginn und einen guten Verlauf des Jahres 2012!

P.S: Ein neues Jahr ist natürlich immer eine gute Gelegenheit das alte Jahr zu betrachten und zu planen, wie das neue Jahr laufen soll. Welche Themen oder Artikel fandet ihr im letzten Jahr besonders gut, welche Themen sollten mehr oder überhaupt behandelt werden, was werden die dringendsten Probleme im Jahr 2012 zwischen Männern und Frauen sein, was gibt es sonst interessantes?

32 Gedanken zu “Wie ein Kater nach zuviel Alkohol entsteht (Frohes Neues Jahr 2012)

  1. Frohes Neues!

    Ich finde dein Blog meist sehr gut, bis auf einige PU-Artikel, wenn du diese schreibst, wirkst du anders. Ich persönlich würde mir für hier wünschen, dass die „Stammbesatzung“ „erhalten“ bleibt und fröhlich weiterdiskutiert wird.

    Ich würde mir wünschen, dass sich das Verhältnis Mann/Frau zusehends entspannt – was wohl nicht passieren wird.

    Ich würde mir mehr philosophische Einlassungen wünschen (das zieht ja auch immer nette Frauen an 😉

    Manchmal würde ich mir eine richtige Auseinandersetzung über bestimmte Themata wünschen, wie sie in Fachdiskussionen geführt wird.

    Wir sollten uns auch vermehrt „Problemfeldern“ der Evolutionstheorie zuwenden. Wie damit umgehen? Kann man über sie die ETh. falsifizieren? Ist die ETh. überhaupt falsifizierbar?

    Ich würde mir Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie wünschen.

    Das alles, und noch viel meeeeehr – würde ich mir wünschen.

  2. Mein Rezept gegen den Kater: 1 Aspirin und eine raschwirkende Benzodiazepintablette. Nach zwanzig Minuten weiß man gar nicht mehr, warum man sich den so schlecht gefühlt hat.

  3. @ Christian

    Man sollte vielleicht erläutern, dass mit hair cells nicht die auf dem Kopf gemeint sind, sondern jene bewimperten Sinneszellen an der Wand der gelgefüllten Röhren des Innenohres (Labyrinth), die mit ihren Wimpern die Bewegungen des Geles relativ zu ihnen registrieren. Sie schlagen in Richtung der Bewegung der Flüssigkeit aus, in die sie hineinragen, wie sich Seegras mit der Brandung des Meeres bewegt, melden ihre Ausschlagrichtung ans Gehirn, das so erfährt, wie sich der Kopf bewegt.

    Hier ein Bild des Labyrinths mit den Röhrenringen (links) in den drei Ebenen des Raumes, rechts davon die Hörschnecke, auch eine Röhre mit Sinneszellen, die uns die Frequenzwahrnehmung ermöglicht (je höher die Frequenz, desto weiter dringt die Schallschwingung in die Schnecke ein, desto weiter im Innern der Schnecke liegenden Sinneszellen werden erregt.

    Allein das Innenohr ist ein raffiniertes Wunder und ist doch nichts im Vergleich zu unserer zentralen Steuereinheit, dem Gehirn, der komplexesten, vernetztesten Struktur, die die Menschheit bisher im ganzen weiten Univerum entdeckt hat.

  4. Hi Christian,
    ich persönlich fände es mal interessant eine Statistik Deiner meistangeklicktesten Artikel zu sehen – so die 20 meistangecklicktesten.

    Ansonsten freue ich mich auf die vielen angekündigten Buchbesprechungen und falls Du tatsächlich Bock hättest mal einen Artikel über die verschiedenen Strömungen im Maskulismus zu schreiben, fände ich das auch sehr interessant.

  5. Ich würde mir wünschen, daß du auch einmal ernsthaft auf Argumente eingehst, die eindeutige Schwachstellen und Widersprüche deiner Ansichten aufzeigen.

    Das ist bisher sehr unbefriedigend.

    • @ Kirk

      Jetzt hören Sie schon auf zu quengeln, Captain Kirk.

      Machen Sie eine Tour um die Milchstrasse herum, sehen Sie das Ganze mal intergalaktisch.

      Das entspannt ungemein.

      Sub species aeternitatis.ist das doch alles pillepalle.

      Am Ende sind wir mit Gewissheit alle tot und das ziemlich lange.

      Oder auch nicht.

      Was durchaus noch schlimmer sein könnte.

      Suchen Sie daher Gott, solange Zeit ist und lassen Sie jene in Ruhe, die glauben, darauf verzichten zu können.

      Denn die haben in JEDEM Falle wenig zu lachen.

  6. Alexander, eines würde mich doch interessieren (obwohl es nicht in den Rahmen der Seite paßt):Du bist sehr religiös und katholisch. Ich bin in einer sehr religiösen und katholischen Familie im äußersten Südosten Deutschlands aufgewachsen und bin – trotzdem oder deswegen? – immer gegen alle religiösen Vorstellungen immun gewesen.
    Wie kann man einen Maya-Fledermausgott als Unsinn abtun und andererseits glauben, „ER“ hätte, zur Rettung der Menschheit, seinen Sohn(?)pfählen oder kreuzigen lassen? Wovon sind wir erlöst worden? Es hat sich seit damals, die historische Überlieferung einmal als wahr vorausgesetzt, doch nichts geändert.

    Wie schwach die historische Überlieferung ist, läßt sich bei Karlheinz Deschner nachlesen.

    • @ nihilist

      Ach ja, der Herr Deschner, der Kirchenvertretern immer die bösest möglichen Motive unterstellt.

      Gott hat nicht seinen Sohn geopfert, sondern sich selbst. Gott ist Mensch geworden in Jesus Christus, eine Solidaritätsbekundung Gottes mit seinem leidenden Geschöpf.

      Über den Fledermausgott der Mayas weiß ich zu wenig, um etwas über diese Gottesvorstellung sagen zu können.

      • @alexander

        Ich wollte weder aggressiv sein noch dich angreifen, aber die Logik der Gläubigen, die eines als unsinnig verweisen und das andere als unbestreitbare Wahrheit akzeptieren, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
        Über den Fledermausgott weiß ich auch nicht mehr, als google hergiebt. Aber der eine ist doch so glaubwürdig wie der andere?

    • @nihilist

      Zur Kreuzigung Jesu etwas Blasphemie:

      Jesus ist für unsere Sünden qualvoll gestorben. Damit Gott uns unsere Sünden verzeiht. Wobei Jesus Gott selbst ist.

      Wäre es nicht etwas einfacher gewesen, einfach die Sünden zu vergeben?

      Ein Gläubiger hat 10 Schuldner. Er will ihnen die Schulden erlassen, also schickt er sich selbst in anderer Gestalt zu sich selbst, damit die Schulden von ihm selbst an ihn beglichen werden. Danach erklärt er, dass die Schuld erlassen wird, weil er selbst in anderer Gestalt zu sich gegangen ist und die Schulden beglichen hat, hat also noch nicht einmal den Vorteil, dass sie denken, dass ein anderer die Schuld beglichen hat.

      Mir scheint der logischere Weg wäre die direkte Erklärung des Schuldenerlasses.

      Wozu mußte Gott sich selbst leiden lassen?

      Das wäre ja nur logisch, wenn ihn selbst Regeln binden und er die Sünden nicht anders erlassen kann. Gibt es also eine Instanz über Gott, die ihm Regeln auferlegt, die er durch dieses „Theater“ umgeht? Gibt es also keinen anderen Weg als Schmerzen und Opfer für den Schuldenerlass? Oder ist er so allmächtig, dass er sich selbst täuschen konnte und selbst glaubte, dass ein echtes Opfer geschieht, er also nicht selbst am Kreuz stirbt und die Kirche sollte das mit dem Bekenntnis der Dreifaltigkeit lieber aufgeben, damit der Schuldenerlass nicht angefochten wird?

      (Wenn Jesus nicht Gott, sondern nur der Sohn war: Warum dann nicht sagen: Okay, Sohn, das mit dem Kreuz ist nicht notwendig, ich kann auch so vergeben? Ich bin ja schließlich Gott und habe das Universum geschaffen, kein Grund zu leiden. Und was ist es schließlich auch für ein Opfer, wenn Jesus danach in den Himmel kommt?)

      • Christian

        „Jesus ist für unsere Sünden qualvoll gestorben. Damit Gott uns unsere Sünden verzeiht. Wobei Jesus Gott selbst ist.“

        Er sollte gesagt haben: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“

        Und religiösen Schriften werden als Manipulations-Werkzeuge eingesetzt.

      • @ Christian

        *und das erfordert dann weswegen ein Opfer, damit er vergeben kann?*

        Nein, Vergebung erfordert kein Sühneopfer, sondern die Reue des Sünders, seine Bereitschaft zur Umkehr.

        Die Deutung des Kreuzestodes Christi als Sühneopfer, das ein „beleidigter“ Gott fordert, ist eine, die auf germanische Rechtsvorstellungen zurückgeht, die in die mittelalterliche Kirche eindrangen, mit denen die Handlunsweise Jesu für’s germanische Verständnis „rationalisiert“ wurde.

        Der Tod Jesu am Kreuz ist für mich die äußerste Zusicherung Gottes an die Menschheit, das er den Bund mit ihr – trotz allem – nicht aufkündigt, sie ncht verlässt bis in’s schlimmste Leiden und den Tod hinein, das Gott selbst sich dm aussetzt, aus Liebe zum Menschen, nicht um eine Schuld stellvertretend zu bezahlen.

        Gott hat uns nicht nötig.

        Wir haben ihn nötig.

      • @ Christian

        Keineswegs nur deswegen.

        Sünde ist immer auch „soziale Sünde“, trägt zum Zerfall von Gemeinschaft bei, befördert das menschliche Gegeneinander, etwa durch Ungerechtigkeit, durch Durchsetzung eines „überschießenden“ Egoismus, wirkt diabolisch/zersreuend/vereinzelnd.

        Bei einem Mord ist das offensichltiich, bei Korruption, Betrug, Privilegierung/Benachteiligung ebenfalls.

      • @ Christian

        Ja, das wird besser. Denn WIR müssen einander und uns selbst vergeben, wenn wir erlöst werden wollen, mit uns, unseren Mitmenschen, mit Gott versöhnt.

        Das wird leichter möglich, wenn Gott uns zusichert, dass er uns nicht preisgibt, selbst dann nicht, wenn wir ihn misshandeln und töten.

      • an alle

        Die Mischung aus graeco-judäischer Mystik, die jetzt als Christentum jeden wirklichen Fortschritt (immer noch) verhindert, zeigt mir nur, dass wir uns seit 2000 Jahren nicht wirklich geistig weiterentwickelt haben.
        Das Voltaire-Zitat dazu erspare ich mir und euch. Wer es nicht parat hat: Es beginnt mit „Ècr….“

      • @ Christian

        Es ist der Sünder selbst, der sich verurteilt, der die Versöhnung mit Gott verweigert, der die letzte Einsamkeit wählt.

        Unter der er leidet, in seiner eigenen, ausweglosen Hölle, die er selbst gewählt hat.

        Durch Verabsolutierung seines Egoismus.

        Gott akzeptiert das.

        Der Mensch ist frei. Ihm wird nur zuteil, was er erwählt.

      • @ Christian

        *„Mach was du willst, aber wenn du B und nicht A wählst, dann erschieße ich dich?“*

        Der Mensch hat es in der Hand. Er ist frei gegenüber Gott, der ihm Versöhnung anbietet, jederziet. Sagt er sich von Gott los, verurteilt er sich selbst zur letzten, höchsten Einsamkeit, „erschießt“ er sich selbst. Gott hindert ihn bloß nicht daran. Er respektiert die Freiheit des Freigelassenen. Er drängt sich nicht auf. Er ist ein diskreter, zurückhaltender „Liebhaber“. Er will gesucht werden. Wer ihn nicht suchen will, der soll’s halt lassen.

        Niemand wird gegen seinen Willen gerettet.

      • @ Christian

        Du siehst hier Gott als Handelnden.

        Gott ist aber gegenüber dem freien Menschen nur Notar.

        Er beglaubigt nur die freie Entscheidung des Menschen, der sich selbst für die Einsamkeit entscheidet.

        Er lässt den Menschen seiner Wege ziehen.

        Geht der Mensch willentlich in die Wüste, die selbst gewählte Hölle einer metaphysischen Einsamkeit, zwingt ihn Gott nicht zur Umkehr, zur Bekehrung.

        Er lässt ihn ziehen.

        Noch einmal: Der Mensch ist frei. Ihm wird zuteil, was ER SELBST ERWÄHLT.

        Das akzeptiert Gott. Er nimmt uns ernst.

    • @ Kirk

      Vielleicht weil ca. 1,3 Milliarden Menschen auf der Welt an so einem Kram festhalten?

      Nehmen wir die Protestanten mit hinzu, sind es 1,6 Milliarden.

      Nehmen wir die Moslems hinzu, sind es 2,9 Milliarden.

      Nehmen wir die Hindus hinzu, sind es 4, 3 Milliarden, die an so einem Kram festhalten.

      Die Zahl der Atheisten ist eine kleine radikale Minderheit unter den Menschen.

      Die große Mehrheit entscheidet sich für den Glauben an Gott.

      Der Glaube an Gott ist so weit verbreitet, dass er eine evolutionär relevante Größe ist, für die sich auch der Atheist interessieren muss.

      Zumal dann, wenn er, was der Fall ist, eine Minderheitenpositon vertritt und Demokrat sein will.

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