Feste Partnerschaft und der Wunsch nach vielen Sexualpartnern

Bei Hooking up Smart wird in dem Beitrag „The Truth about Male Sexuality“ ein Kommentar zu dem Thema „feste Partnerschaft bringt den meisten Sex, warum suchen sich Männer nicht eine solche statt On-Night-Stands?“ wiedergegeben:

This simply does not compute to the male mind. But that’s very hard to explain to the female mind. Sexual variety, if we can get it, is an end in itself, its own reward. We’re born that way. (…)

In men, the drive to settle down & be deeply in love with someone you want to share your life with, AND the daily desire to still fuck everything that moves if you possibly can, coexist perfectly naturally, without dissonance. They are compartmentalized. They are both true. (…)

I love being in love & in a committed relationship but every time there is the chance of easy sex with someone I find attractive, my body cries out plaintively in a way that is directly comparable to a childless 38 year old woman looking at other peoples babies & weeping with desperation to fill her womb with one of her own. (…)

Regular sex with only one woman is not the male goal. Falling in love might be, but monogamy is more of a price men pay than the happy ending it is for women. It’s really giving up his natural destiny to fulfill hers. Again, there is simply no way to translate this for women, just how much a man gives up to be with only them.

Nein, dass ist keine Entschuldigung für das Fremdgehen. Denn natürlich muss es ein Mann nicht machen und natürlich bedeutet ein höheres biologisches Verlangen etwas zu tun nicht, dass es gut ist, so zu handeln. 

Aber das bedeutet nicht, dass dieses Verlangen nicht da ist und auch nicht, dass es nicht höher ist als bei Frauen. Natürlich gibt es wie immer auch kein „Alle Männer sind so und alle Frauen sind so“. Es ist eben mal wieder ein fließender Übergang.

Aber dennoch scheint mir der Wunsch – aus dem nicht unbedingt ein Handeln folgen muss – bei Männern durchaus verbreiteter zu sein. Die meisten Männer werden nach wie vor mit einer hübschen Frau schlafen wollen, Frauen scheinen dies weniger zu wollen. Männer können in der Tat beides gut nebeneinander leben. Was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum man von diversen Promis Fremdgehgeschichten hört und warum Tiger Woods trotz sehr hübscher Frau fremd gehen wollte.

Ich denke, dass für Männer Abwechselung interessanter ist als für Frauen. Was auch leicht durch die verschiedenen Fortpflanzungszeiten zu erklären ist. Für eine Frau bringt es mehr immer mit dem selben hochwertigen Partner zu schlafen als immer mit abwechselnden als für den Mann. Denn sie kann auch wenn sie mit 50 Männern schläft nur einmal schwanger werden, während er, wenn er mit 50 Frauen schläft theoretisch 50facher Vater werden könnte. Was ihn heute ruinieren würde, in der Steinzeit aber mangels Unterhaltsvorschriften zu einer effektiven Verbreitung entsprechender Gene führen konnte.

Die „profeministische Männerorganisierung“ bzw. Männer als Feministen

Die Position von Männern im Feminismus war hier schon häufiger Thema:

Hier noch weitere Gedanken dazu:

Adrian Lang macht sich auf seinem Blog Gedanken darüber, wie eine profeministische Männerorganisierung aussehen könnte

Er startet gleich mit einer interessanten Definition von „Mann“:

Als „Mann“ würde ich in dem Fall Personen definieren, die zeitweise oder immer vom Patriarchat bevorteilt werden. Das können neben cis-Männern auch unter anderem trans* sein.

Die Definition allein ist recht typisch für eine feministische Definition aus dem Privilegienbereich. Auch wenn sie etwas cirulär ist.

Zum einen geht es darum „männlich“ zu definieren, ohne das man damit Geschlechter festlegt. Denn eigentlich gibt es ja Mann und Frau gar nicht, sie sind nur gesellschaftliche Konstrukte. Da aber das männliche in der Gesellschaft die Privilegien hat, ist männlich, was Privilegien hat.

Eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die alle Möglichkeiten die Menschen seitens der patriarchischen Gesellschaft nutzt, könnte danach ja schon fast wieder ein Mann sein. Ein passendere Definition für das gemeinte wäre ja eigentlich:

Alle mit einem männlichen Phänotyp

Den an dem scheinen ja die männlichen Privilegien zu hängen, da die Gesellschaft danach die Privilegien zuweist.

Dann zum Problem von Männern in gemischten Feministengruppen mit Frauen arbeiten wollen:

Bei gemischten Gruppen und Veranstaltungen sehe ich häufig das Problem, dass die (wenigen) Männer ohnehin schon dominieren.

Es ist interessant, wie schnell Männern unzweifelhaft das dominante als Eigenschaft zugewiesen wird, wenn es negativ ist. Da können Männer nicht in Frauengruppen mitarbeiten, weil sie sie dann dominieren.

Interessant wäre es, ob man im gleichen Atemzug auch bestätigen würde, dass Männer in der Arbeitswelt dominieren. Und sich die daraus folgenden Probleme bewusst macht. Warum soll ich eine Frau in leitender Position einstellen, wenn sie in Besprechungen so schnell von Männern dominiert wird? Wie soll sie sich durchsetzen? Kann ich in Verhandlungen um einen Vertrag etc erwartet werden, dass für sie ein Schutzraum errichtet wird oder wird man annehmen können, dass die Gegenseite darauf keine Rücksicht nimmt und sich zB bei einem Kunden besser darstellt?

Klar, in einer perfekten Welt, die nicht patriarchisch wäre, würde es gerecht zugehen und jeder würde seine Entscheidungen nach Leistung, objektiven Angebot und unter beständigen Austausch von Nettigkeiten treffen. Aber in einer perfekten Welt fliegen einem auch gebratene Hühnchen in den Mund.

Zum Vorteil männlicher Mitarbeit:

Andererseits können Männergruppen die Position unterstützen, dass das Bekämpfen des Patriarchats keine Frauenaufgabe ist, sondern Männer als Täter und Profiteure verantwortlich sind.  (…)

Allerdings frage ich mich dann, inwiefern Männer nennenswert feministisch arbeiten können – einerseits haben sie ja kein eigentliches Eigeninteresse daran, nein, es widerspricht sogar eher ihrem Eigeninteresse, andererseits fehlt ihnen auch die Betroffenen-Perspektive. Jesse Lawson schreibt:

feminism is not something that I will ever feel. I can know about it, I can practice it, and I can live it every single day, but the fact of the matter is that feminism is going to be different for men and women, and men will never understand how important feminism is in the same way a woman would.

Auch eine feministische Praxis können Männer nur in eingeschränktem Rahmen umsetzen, da sie auf ihre Privilegien nicht einfach verzichten können. Selbst der Verzicht – so er denn überhaupt nennenswert gelingt – beinhaltet ja einerseits das Privileg, Verzicht geübt, quasi feministische Leistung erbracht zu haben, und andererseits die Sicherheit, dennoch jederzeit wieder darauf zurückgreifen zu können.

Interessant finde ich dabei, dass es in solchen Texten immer nur noch „die Privilegien“ heißt. Genauere Angaben erfolgen selten. Irgendwie ist ja auch alles an einem Mann privilegiert. Interessant dann auch, dass Privileg und Patriarchat nicht nur eine Erbschuld der Männer ist, sondern anscheinend jeder einzelne Mann gleichzeitig Täter (per Geburt anscheinend) ist, der sich durch aktive Gegenarbeit von dieser Täterschaft UND Erbsünde befreien muss.

Mir ist das etwas viel Opfertum und etwas viel Schuldzuweisung.

Wo wir gerade bei Schuldzuweisung sind:

Hier noch eine Betrachtung eines männlichen Feministen zum Alltagssexismus und wie er sich diesen bewusst macht (beim Kegelclub, einem feministischen Piratenblog / auf seinem eigenen Blog):

Ich bin ein Alltagssexist. Ich schaue Frauen auf den Hintern und auf ihre Brüste. In der U-Bahn, im Supermarkt oder auch auf der Straße. Werbung mit leichtbekleideten Frauen darin finde ich gut.

Und warum auch nicht? Warum sollte man sich dafür schämen. Es ist kein Sexismus, sondern vollkommen normal. Ich weigere mich, mich für meine Sexualität zu entschuldigen. Natürlich: Diese findet ihre Grenzen an den Rechten der anderen. Eine normal angezogene Frau penetrant anstarren muss nicht sein. Aber sich einen Blick auf den Hintern oder die Brüste einer Frau zu gönnen, gerade wenn diese sie entsprechend verpackt und betont, dass ist kein Sexismus. Es ist normale Sexualität

An beiden Texten wird deutlich:

Männliche Feministen müssen bereit sein, Schuld auf sich zu nehmen und sich schlecht zu fühlen, weil sie ein Mann sind

Erscheint mir nicht gesund.

Ansprüche bei Scheidung bzw. Beendigung der Ehe

In den bisherigen Debatten spielt der über eine Scheidung erfolgende Ausgleich leider meist eine geringe Rolle.

Es werden in diesem Bereich aber verschiedene Zahlungen vorgenommen, die meiner Meinung nach gegen ein „Patriarchat“ oder eine Phallokratie sprechen.

 1. Grundsätze

Der Grundsatz des deutschen Scheidungsrechts ist zunächst, der Halbteilungsgrundsatz: Es wird davon ausgegangen, dass Einkommen, Vermögensaufbau etc nur möglich war, weil die beiden Geschlechter sich die Arbeiten – in welcher Weise auch immer – aufgeteilt haben und daher nach Scheitern der Ehe ein Ausgleich vorzunehmen ist, nach dem jeder Ehegatte die „Früchte der Ehe“ zur Hälfte erhält.

2. Vermögensaufteilung

Nach diesem Halbteilungsgrundsatz wird auch – sofern man keinen Ehevertrag macht und damit im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft ist- das vermögen verteilt. Dazu wird zunächst erst einmal ermittelt, was jeder Ehegatte innerhalb der Ehe an Zugewinn erzielt hat. Es wird also verglichen, was beide Ehegatten am Anfang der Ehe hatten und was beide Ehegatten jeweils am Ende der Ehe hatten. Kann man den Anfangsstand nicht mehr ermitteln, dann wird dieser auf Null gesetzt.

Ein paar Beispiele:

a)

Beide starten mit 0 Einkommen in die Ehe. Am Ende hat der Mann 50.000 €, die Frau 0 €. Er hat also 50.000 € Zugewinn erzielt und muß daher 25.000 € an die Ehefrau zahlen.

b)

Der Mann startet mit 5.000 in die Ehe, die Frau mit 10.000. Am Ende hat der Mann 55.000 und die Frau ihre 15.000 €. Er hat demnach 50.000 € Zugewinn, die Frau 5.000. Das bedeutet, dass er 45.000 € mehr hat, er muss ihr also 22.500 € abgeben.

c)

Beide starten mit Null, Sie bauen während der Ehe ein Haus mit Wert von 120.000 €, das den überwiegenden Vermögensanteil bildet und für das sie beide im Grundbuch hälftig als Eigentümer eingetragen sind. Der Kredit läuft auf ihn, er hat ihn auch während der Ehe bedient und hat einen Wert zum Zeitpunkt der Scheidung von 100.000 €. Er hat demnach einen Zugewinn innerhalb der Ehe von 60.000 € (Hälfte des Hauses) – 100.000 € Verbindlichkeit, also -40.000. Sie hat einen Zugewinn von 60.000 €. Sie müßte daher an ihn 50.000 € zahlen.

d)

Wie C. aber der Wert des Hauses beträgt aufgrund fälliger Renovierungsarbeiten und schlechten Wohnungsmarkt nur noch 80.000 bei bestehender Kreditlast.

Sein Zugwinn ist 40.000 abzüglich 100.000 gleich -60.000, ihr Zugewinn ist 40.000. Er hat also einen Ausgleichsanspruch von 50.000, da sie aber nur 40.000 Plus gemacht hat, ist der Anspruch auf diese 40.000 begrenzt (§ 1378 II BGB).

e)

Beide sind Eigentümer des Grundstücks und Schuldner des Kredits. Haben also den gleichen Zugewinn erzielt. Der Kredit wurde während der Ehe von seinem Einkommen gezahlt, sie war Hausfrau. Nach Scheidung besteht kein AUsgleichsanspruch aus Zugewinn. Da sie das Haus getrennt nicht halten können wird es verkauft. Es bleibt ein Restbetrag von 20.000 € an gemeinsamen Schulden übrig. Da sie kein Einkommen hat muss er den Restkredit allein abzahlen, wenn sie minderjährige Kinder versorgt zusätzlich zum Kindesunterhalt. Er hat zwar einen Erstattungsanspruch gegen sie, der läuft aber mangels Einkommen üblicherweise leer

f)

Er ist Unternehmer, sie Hausfrau. Sein Unternehmen hatte am Anfang der Ehe einen Wert von 500.00 €, am Ende der Ehe einen Wert von 2.500.000 €. Sie hat keinen wesentlichen Zugewinn erzielt. Sein Zugewinn beträgt 2 Millionen. Er hat ihr also 1 Million zu zahlen.

2. Unterhalt

Derjenige, bei dem die Kinder nicht wohnen muss Unterhalt leisten. Dabei wird davon ausgegangen, dass derjenige, der die Kinder betreut, abgesehen von Sonderfällen keinen Barunterhalt zu leisten hat, sondern die Erziehungsleistung als „Betreuungsunterhalt“ als gleichwertige Leistung dem Barunterhalt entgegensteht.

Zusätzlich kann ein Ehegattenunterhalt zu zahlen sein.

a)

Ein Paar trennt sich. Er verdient 2.000 € netto, sie geht keiner Erwerbsarbeit nach. Sie haben 2 Kinder, K1 ist 8 Jahre als, K2 ist 6 Jahre alt. Nach der Düsseldorfer Tabelle zahlt er folgenden Unterhalt:

K1: 401 € abzüglich hälftiges Kindergeld: 309 €

K2: 401 € abzüglich hälftiges Kindergeld: 309 €

Es verbleiben daher im noch 1.392 €.S ein Selbstbehalt in Höhe von 950 € ist also nicht betroffen.

Davon kann sie, wenn sie darlegen kann, dass sie wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten kann, noch Unterhalt verlangen.

VOn dem Einkommen ist zunächst ein Erwerbstätigenbonus von 6/7 oder 1/10 (je nach Bundesland) abzuziehen, es verbleiben also nach der 6/7 Methode 1.193 €. Sein Selbstbehalt ihr gegenüber beträgt 1.050 €, er muss also noch 143 € an sie zahlen.

Sie erhält also

Kindesunterhalt: 618 €

Kindergeld: 368 €

Unterhalt 143 €

Gesamt: 1.129 €

Davon muss sie allerdings die beiden Kinder versorgen

Ihm verbleiben 1.249 €, er muss allerdings für 2.000 € arbeiten.

Sind die Kinder 14 und 12 Jahre alt zahlt er folgenden Unterhalt:

K1: 377 €

K2. 377 €

Gesamt: 754 €

b)

Er verdient 2.500 €. Sie verdient 1.000 €. K1 ist 7, K2 ist 5. Die Frau betreut die Kinder.

Er zahlt:

K1. 327 €

k2: 273 €

verbleiben: 1.900 €

Das Familieneinkommen nach dem sich der eheliche Lebensstandard berechnet betrug. 1.900 x + 1.000 € = 2.900 €. Davon stehen ihr 2.900 x 6/7 : 2= 1.242,85 € zu. Da sie bereits 1.000 x 6/7 = 857,14 hat muss er noch 385 € zahlen.

Er zahlt also 985 €, sie erhält zusätzlich noch das Kindergeld in Höhe von 370 €. Sie hat also insgesamt 2.355 €, muss davon 2 Kinder und sich versorgen.

Er hat 1.515 €, muss aber für 2.500 € arbeiten (und seinen Haushalt schmeißen).

c)

Die Eheleute lassen sich scheiden. Er verdient 10.000 € netto im Monat, sie hat die Kinder versorgt, die aber inzwischen volljährig sind und eigenes Einkommen haben.

Sie hatte studiert, aber wegen seines guten Einkommens nie im Beruf gearbeitet, sondern sich ganz der Kinderbetreuung gewidmet.

Sie bekommt 10.000 x 6/7 : 2 = 4.2857,71 € an Unterhalt.

Erzielt er sein Einkommen nicht durch Arbeit, sondern aus Dividenden, Zinsen etc, dann kann er sich den Erwerbsbonus nicht anrechnen lassen, sie hat also einen Anspruch auf 5.000 €

Hiergegen kann er einwenden, dass der Unterhalt befristet werden muss. Dies geht aber nicht, wenn sie schlüssig vortragen kann, dass sie ehebedingte Nachteile hat, die sie daran gehindert hätten, ein derartiges hohes Einkommen zu erzielen. Da sie studiert hat und in dem Bereich nie gearbeitet hat kann sie zumindest darlegen, dass sie ansonsten das Gehalt erhalten hätte, was man bei ihrem Studium verdient. Kann er dies nicht wiederlegen verbleibt es bei einem Unterhalt in dieser Höhe.

d)

Er hat ein Einkommen von 2.000 € netto, sie ebenfalls.

 

Sie betreut die Kinder, K1 ist 16, K2 17.

 

Er zahlt:

k1: 377 €

k2: 377 €

gesamt: 754 €

 

Sie erhält zudem noch das Kindergeld in höhe von 368 €.

Sie hat demnach 3122 €, muss allerdings zwei Kinder versorgen.

Er hat 1.246 €.

3. Versorgungsausgleich

Die Renten werden über den Versorgungsausgleich ausgeglichen. Auch hierbei gilt der Halbteilungsgrundsatz. Hat er also X Rentenanwartschaftspunkte erworben und sie keine, dann muss er ihr X geteilt durch 2 Rentenanwartschaften abgeben. Diese Werden direkt ihrem Rentenkonto gutgeschrieben und seinem abgezogen.Ebenso werden andere Rentenanwartschaften geteilt, auch ihre Rentenanwartschaften aus Erziehungszeiten. Die lohnen sich insbesondere für Geringverdiener. Denn man bekommt für diese Zeit einen Rentenanteil nach dem Durchschnittseinkommen gutgeschrieben.

4. Erbrecht

Wenn er stirbt und dadurch die Ehe beendet wird, dann ist sie Erbin erster Ordnung neben seinen Kindern.

Sie kann dabei entweder 50% des Erbes verlangen (Erbrechtliche Lösung), die Kinder teilen sich den Rest. (also bei 2 Kindern: Ehefrau: 50%, K1% 25, K2 25%). Das Erbrecht der Kinder ist natürlich unabhängig vom Geschlecht.

Oder sie kann zunächst einen Zugewinn durchführen und dann von dem verbleibenden Rest seines Vermögens neben den Kindern 25% verlangen, die Kinder teilen sich den Rest.

Kurzes Rechenbeispiel:

Beide sind mit 0 in die Ehe, am Ende stirbt er mit einem Vermögen von 5 Millionen. Sie hat 1 Million aus Vermögensübertragung aus steuerlichen Gründen, es gibt 2 Kinder.

Nach der erbrechtlichen Lösung erhält sie von den 5 Millionen 2,5 Millionen, die Kinder je 1,25 Millionen.

Nach der familienrechtlichen Lösung erhält sie einen Zugewinn von 2 Millionen. Er hat dann noch 3 Millionen vermögen, von dem sie 25%, also 750.000 € erhält. Ihre Kinder teilen sich 2.250.00 €, also 1,1225 Millionen.

5. Nachtrag

Dies zeigt, dass eine erhbeliche Umverteilung der Früchte des „Patriarchats“ zugunsten der Frauen anfällt.

Diese Verteilung wird meiner Meinung nach häufig nicht berücksichtigt, wenn man über die Verteilung der Rollen in einer Familie redet.

Auch die Umverteilungen nach dem Tod des „Patriarchen“ können enorm sein. Gehen wir davon aus, dass dieser in unserem Beispiel einen Sohn und eine Tochter hat, dann bekommt die „Frauenseite“ von den 5 Millionen 3.875 Millionen, die „Männerseite“ 1.125 Millionen.

Ein solches Beispiel ist in den sonstigen „Diskriminierungsklassen“ Klasse und Rasse nicht zu finden.

Das zeigt auch meiner Meinung nach, dass Frauengruppe und Männergruppe so einheitlich nicht abgegrenzt werden können. Männer stehen über Mütter, Frauen und Töchter teilweise im Lager des anderen Geschlechts, Frauen über Väter, Ehemänner, Söhne teilweise im anderen.

Roissy zur Motivation von Feministinnen

Roissy oder nunmehr Heartist äußert sich – gewohnt deutlich – zur Motivation feministischer Frauen:

Why do feminists run like rats from a spotlight beam whenever they are confronted with the reality of female sexual nature and women’s preference to surrender to dominant men? What is it about that fact that sends them into paroxysms of nonsensical deconstructivism babble?

Steve Sailer has pithily remarked that the goal of feminist writers is to rearrange the world so that, come the revolution, ugly feminists will be desired by men. I have a corollary to that theory.

Feminists loathe the objectification of women because they know they don’t measure up as objects of desire.

The natural female desire to submit to a powerful man is especially galling to feminists, because it strikes at the heart of their conceit: that women can, and more importantly, *want* to scale the heights of achievement just like men do, and the only thing stopping them is misogyny and the patriarchy. If feminists were forced to acknowledge that most women have no such inclination, that in fact they prefer to support with their love and affection a worthy alpha male, they would have to face the unpleasant truth that they are a minority of masculinized freaks out of touch with the majority of their own sex. Outcasts are always fighting to make the rest of the world seem deluded and tyrannical.

Ich stelle es hier mal zur Diskussion.

Ist die Mädchenmannschaft rassistisch / behindertenfeindlich /Transphob?

In der feministischen Debatte ist die Zuweisung einer Diskriminierung oft einfach:

Wenn in einem Bereich weniger Frauen vertreten sind, dann liegt eine Diskriminierung vor.

Immer wieder hört man aus dem Bereich auch die Aussage, dass nicht die diskriminierte Gruppe (das wird dann vorausgesetzt) sich darum kümmern muss in einem Bereich mehr vertreten zu sein, sondern die privilegierte Gruppe sich darum kümmern muss, die nichtprivilegierte Gruppe anzulocken und einzubeziehen.

Ein Betrieb darf demnach, wenn er hauptsächlich Männer in Führungspositionen hat, nicht sagen, dass sich bei ihm ja keine Frauen für diese Position bewerben oder die Männer qualifizierter sind, sondern muss aktive Maßnahmen einleiten, um seine Frauenquote zu erhöhen. Er muss eben zB auf ein frauenfreundliches Klima achten (Abbau patriarchaler Strukturen, Betriebskindergarten, verbesserte Teilzeitbedingungen in der Führungsebene etc), aktiv geeignete Kandidatinnen ansprechen und suchen, Nachwuchsförderung auf dem Gebiet betreiben.

Gelingt dies alles nicht, dann ist dies ein Anzeichen für Diskriminierung und dem muss gegebenenfalls über eine Quote abgeholfen werden.

Dabei besagt Intersektionalität, dass auch Frauen Frauen diskriminieren können. Ein Beispiel beispielsweise in der Wikipedia ist, dass in der feministischen Bewegung insbesondere die weißen Frauen aus der Oberschicht das sagen haben.. Auch eine nichtprivilegierte „Minderheit“ kann andere Minderheiten wegen anderer Privilegierungskriterien diskriminieren, insbesondere natürlich Rasse, Behinderung und Klasse.

Dabei ist es ein Anzeichen der Privilegien, dass sie der privilegierten Gruppe oft zuletzt auffallen. Ich nutze also die Gelegenheit die Mädchenmannschaft und auch den Mädchenblog darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich bisher nicht genug bemüht haben, um sich ihre Privilegierung auf dem Gebiet Rasse, Nichtbehindert und Transsexuell bewußt zu machen und diese abzubauen.

Trotz ca. 10 Autoren findet sich keine Autorin, die nicht kaukasisch ist, weder afrikanische noch asiatische feministische Meinungen werden angemessen repräsentiert. Ich meine es schreiben da auch nur Nichtbehinderte und keine transsexuellen Personen als feste Autorinnen.

Dies kann als Ursache nur Rassismus haben. Was dadurch zu beweisen ist, dass eben keine Personen dieser Herkunft dort vertreten sind.

Mädchenmannschaft, werde dir deiner Privilegien bewusst!

Männliche und weibliche Privilegien

Die Privilegientheorien scheinen mir ganz wesentlich für ein Verständnis des modernen Feminismus. Nach diesem können Privilegien allerdings ja nur bei Männern bestehen, bei Frauen handelt es sich allenfalls um wohlwollenden Sexismus.

Im Folgenden dennoch eine Privilegienliste für Männer und Frauen:

1. Privilegienliste der Männer („Male Privileg Checklist„)

1. My odds of being hired for a job, when competing against female applicants, are probably skewed in my favor. The more prestigious the job, the larger the odds are skewed.

Was nicht bedeutet, dass man nicht sehr hart für den Job arbeiten muss. Und um so höher der Job, um so mehr Überstunden etc zu Gunsten des Mannes liegen vor. Es hilft zudem auch das richtige zu studieren. Ein Teil der Diskriminierung ist auch wiederum, dass Männer als Gruppe seltener in die Elternzeit gehen und eher bereit sind sich voll auf den Job zu konzentrieren

2. I can be confident that my co-workers won’t think I got my job because of my sex – even though that might be true.

Häufig sind es eben auch vollkommen andere Faktoren.

3. If I am never promoted, it’s not because of my sex.

Bei den heutigen Frauenförderplänen kann das durchaus sein.

4. If I fail in my job or career, I can feel sure this won’t be seen as a black mark against my entire sex’s capabilities.

Aber ich kann sicher sein, dass es als mein persönlicher Fehler gesehen wird und ich mich nicht hinter meinem Geschlecht, der Gesellschaft oder was auch immer verstecken kann

5. I am far less likely to face sexual harassment at work than my female co-workers are.

Ja, das denke ich schon.

6. If I do the same task as a woman, and if the measurement is at all subjective, chances are people will think I did a better job.

Keine Ahnung ob das stimmt. Wenn ja wären aber auch die Faktoren interessant: Andere Präsentation? Deutlicheres Hinweisen auf Erfolge? Kein Herunterspielen?

7. If I’m a teen or adult, and if I can stay out of prison, my odds of being raped are relatively low.

Das sind sie auch als Frau. Wenn man nicht gerade der feministischen Überhöhung der Vergewaltigungszahlen folgt bleiben die allermeisten Frauen unvergewaltigt.

8. On average, I am taught to fear walking alone after dark in average public spaces much less than my female counterparts are.

Interessant wäre da, was wirklich erlernt ist und was nicht. Dass Männer mutiger sind ist bei einer Vergangenheit, die viel Wettbewerb unter Männern enthielt geradezu zu erwarten. Und der Mechanismus scheint auch klar: Testosteron erhöht die Risikobereitschaft. Das Gegenmittel bei kultureller Erklärung allerdings, nämlich die selbe Abhärtung wie ein Mann, würde den meisten Frauen wohl auch nicht gefallen. Immerhin ein schönes Argument für eine Wehrpflicht für Frauen.

9. If I choose not to have children, my masculinity will not be called into question.

Es wird heutzutage auch genug Fragen geben. Allerdings ist eben das Zeitfenster für Frauen kleiner.

10. If I have children but do not provide primary care for them, my masculinity will not be called into question.

Ja, sicher. Aber wenn man sie nicht versorgen kann, ihnen kein gutes Zuhause bieten kann, seiner Versorgerrolle nicht nachkommt schon.

11. If I have children and provide primary care for them, I’ll be praised for extraordinary parenting if I’m even marginally competent.

Warum auch nicht? Eine Frau, die eine Bohrmaschine in die Hand nimmt wird auch mehr Lob erhalten als ein Mann. Es sind eben gesellschaftliche Erwartungen.

12. If I have children and a career, no one will think I’m selfish for not staying at home.

Aber wenn man zuhause bleibt, dann ist man eben schnell ein Versager oder jedenfalls uninteressanter. Außerdem wird man wenig weibliche Partner finden, die „Kinder und Karriere“ unter den männlichen Bedingungen haben wollen.

13. If I seek political office, my relationship with my children, or who I hire to take care of them, will probably not be scrutinized by the press.

Da stehen Frauen sicherlich unter einem höheren Druck. Allerdings nicht zuletzt von Frauen

14. My elected representatives are mostly people of my own sex. The more prestigious and powerful the elected position, the more this is true.

Was nicht bedeutet, dass sie die weiblichen Wähler nicht stark im Auge haben und sich nicht um deren Interessen kümmern.

15. When I ask to see “the person in charge,” odds are I will face a person of my own sex. The higher-up in the organization the person is, the surer I can be.

Sicherlich richtig. Allerdings muss das nicht unbedingt ein Vorteil sein. Es gibt genug gesellschaftliche Regeln für besonderes zuvorkommendes Verhalten von Männern gegenüber Frauen, die dies sogar zu einem Vorteil für die Frauen machen können.

16. As a child, chances are I was encouraged to be more active and outgoing than my sisters.

Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob es Erziehung oder Kultur ist. Vielleicht haben Jungs einfach einen höheren Bewegungsdrang und spielen anders. Immerhin müssen sie sich evolutionstechnisch auch auf eine andere Rolle vorbereiten.

17. As a child, I could choose from an almost infinite variety of children’s media featuring positive, active, non-stereotyped heroes of my own sex. I never had to look for it; male protagonists were (and are) the default.

Nicht stereotype Helden? Ich bin eher der Auffassung, dass die Männerrolle enger gestaltet ist als die Frauenrolle. Allerdings liegt eben auch hier der Grund meiner Meinung nach in den biologischen Grundlagen, insbesondere den verschiedenen Attraktivitätsmerkmalen und dem Werbeverhalten. Männer können über Taten Status gewinnen, was sie attraktiver macht. Frauen können dies nur im weitaus geringeren Maße.

Im Gegenzug hat der Mann den Nachteil, dass sein Geschlecht auch die überwiegende Anzahl an Schurken und belanglosen Gewaltopfern stellt, während Gewalt an einer Frau immer bösartig oder zumindest Anlass für Strafe oder Rettungsaktionen ist.

18. As a child, chances are I got more teacher attention than girls who raised their hands just as often.

Das wäre die Frage.

19. If my day, week or year is going badly, I need not ask of each negative episode or situation whether or not it has sexist overtones.

Das muss man auch als Frau nicht. Leider machen es viele, statt die Verantwortung einfach direkt bei sich zu suchen.

20. I can turn on the television or glance at the front page of the newspaper and see people of my own sex widely represented.

Auf den meisten Zeitschriften sind hingegen Frauen. Und mit Merkel als Kanzlerin dürfte sich das auch gebessert haben. Aber aus meiner Sicht ein eher unbedeutender Vorteil. Klar, wenn man davon ausgeht, dass Frauen wenn sie mehr Frauen in den Nachrichten in wichtigen Positionen sehen würden, auch mehr in solche wichtigen Positionen kommen würden. Aber das scheint nicht der Fall zu sein.

21. If I’m careless with my financial affairs it won’t be attributed to my sex.

Aber es wird mich eher abwerten, wenn ich Pleite bin.

22. If I’m careless with my driving it won’t be attributed to my sex.

Was vielleicht daran liegt, dass Frauen in der Tat im Schnitt schlechter fahren.

23. I can speak in public to a large group without putting my sex on trial.

Das kommt ganz auf die Gruppe an, vor der man redet. Als Mann zu „Frauenthemen“ zu reden kann auch bedeuten, dass man immer dagegen ankämpft keine Schwein zu sein.

24. Even if I sleep with a lot of women, there is no chance that I will be seriously labeled a “slut,” nor is there any male counterpart to “slut-bashing.”

Aber es kann einen durchaus als Langzeitpartner uninteressant machen, wenn man es nicht mit Status ausbalanciert. Außerdem denke ich, dass es eben auch etwas anderes ist. Es ist wesentlich einfacher als Frau mit vielen Männern zu schlafen als als Mann mit vielen Frauen.

25. I do not have to worry about the message my wardrobe sends about my sexual availability.

Was daran liegt, dass alle Kleidung, die so etwas suggeriert, bei Männer eh nicht geduldet ist bzw. daran, dass eh angenommen wird, dass der Mann sexuell verfügbar ist.

26. My clothing is typically less expensive and better-constructed than women’s clothing for the same social status. While I have fewer options, my clothes will probably fit better than a woman’s without tailoring.

Die Kleidung ist billiger? Würde ich so nicht sehen. Gute Anzugschuhe sind teuer. Gute Anzughemden und Krawatten sind auch nicht gerade billig. Ein paar hochhackige Schuhe bekommt man recht billig. Und eine Frau kann teilweise normalere Kleidung anziehen als ein Mann. Den Punkt kann ich nicht recht nachvollziehen.

27. The grooming regimen expected of me is relatively cheap and consumes little time. (More).

Klar. Allerdings eine Folge der höheren Bedeutung körperlicher Schönheit bei Frauen. Wenn man die Kosten eines Statusaufbaus zum „Grooming Regime“ dazu nimmt, dann verschieben sich die Kosten schon wieder etwas.

28. If I buy a new car, chances are I’ll be offered a better price than a woman buying the same car.

Ist das so? Scheint mir eher ein amerikanisches Problem zu sein.

29. If I’m not conventionally attractive, the disadvantages are relatively small and easy to ignore.

Nicht schöne Männer mögen im Alltag weniger Nachteile haben, haben aber auf dem Partnermarkt mehr Nachteile als Frauen. Auch hier läßt sich dies aber nicht abschalten. Attraction is not a choice.

30. I can be loud with no fear of being called a shrew. I can be aggressive with no fear of being called a bitch.

Ich denke teilweise kommen Frauen auch mit mehr durch. Männer werden wenn sie aggressiv sind vielleicht kein Miststück genannt, aber ihre Chancen einen in die Fresse zu bekommen sind deutlich höher als die von Frauen. Und Choleriker oder Arschloch sind ja auch hinreichende Beleidigungen.

31. I can ask for legal protection from violence that happens mostly to men without being seen as a selfish special interest, since that kind of violence is called “crime” and is a general social concern. (Violence that happens mostly to women is usually called “domestic violence” or “acquaintance rape,” and is seen as a special interest issue.)

Also weil Frauen zusätzliche Verbrechen haben und etwas besonderes sind sind sie schlechter gestellt? Der Nachteil ist doch hier eher, dass häusliche Gewalt gegen Männer erst gar nicht wahrgenommen wird. Außerdem liegt ein Großteil der Nachteile in der Natur der Sache. Es ist nicht zu umgehen, dass häusliche Gewalt oder eine Vergewaltigung in einer Beziehung persönlichere Probleme aufwirft und auch eher die Frage aufwirft, inwieweit noch andere Punkte eine Rolle spielen. Häufig ist diese Frage ja auch berechtigt.

32. I can be confident that the ordinary language of day-to-day existence will always include my sex. “All men are created equal,” mailman, chairman, freshman, he.

Mörder, Verbrecher, Terrorist…

33. My ability to make important decisions and my capability in general will never be questioned depending on what time of the month it is.

Auch hier:  Es sind durchaus biologische Grundlagen vorhanden. Zumal die Aussage auch von Frauen gerne als Entschuldigung genommen wird´.

34. I will never be expected to change my name upon marriage or questioned if I don’t change my name.

Hier spielt meiner Meinung nach auch wieder rein, dass Status und Dominanz attraktiv sind. Ein Mann, für den eine Frau nicht seinen Namen angibt, kann eben nicht sonderlich attraktiv sein, sonst hätte er sie davon überzeugt. Die Frau hat insofern das Privileg auf ihren Namen verzichten zu können.

35. The decision to hire me will not be based on assumptions about whether or not I might choose to have a family sometime soon.

Statistisch dürfte allerdings das Geschlecht auch der wichtigste Faktor sein, wenn man unterscheiden will, wer bei Kindern aussetzt und wer nicht. Dass das auch wirtschaftlich berücksichtigt wird ist wohl zu erwarten. Eine Abhilfe wäre: Ein radikaler Abbau der diesbezüglichen Frauenrechte (Erziehungszeit, Jobgarantie etc). Wird aber dann auch zu Protesten führen.

36. Every major religion in the world is led primarily by people of my own sex. Even God, in most major religions, is pictured as male.

Sogar das Fliegende Spaghetti Monster ist männlich. Allerdings stehen den Frauen ja weiblich besetzte Religionen offen. Dann müssen sie eben einen „Mutter Erde Kult“ oder einen Vica-Kult beitreten. Der erscheint ihnen nicht attraktiv? Ach so.

37. Most major religions argue that I should be the head of my household, while my wife and children should be subservient to me.

Dann muss man eben unreligiös sein. Aber vielleicht auch eher ein amerikanisches Problem, da dort Religion eine höhere Bedeutung hat.

38. If I have a wife or live-in girlfriend, chances are we’ll divide up household chores so that she does most of the labor, and in particular the most repetitive and unrewarding tasks.

Da habe ich auch meine Zweifel. Im übrigen ist eine Verteilung der Aufgaben nach Vereinbarung kein Privileg. Sondern ggfs schlechtes Verhandeln.

39. If I have children with my girlfriend or wife, I can expect her to do most of the basic childcare such as changing diapers and feeding.

Im Gegenzug kann sie erwarten, dass ich Geld verdiene. Zumal sie es wahrscheinlich auch verlangt, wenn man sieht, wie viele Frauen überhaupt bereit sind, den Alleinversorgerpart zu übernehmen. Auch hier sollte man zudem die Biologie nicht unterschätzen

40. If I have children with my wife or girlfriend, and it turns out that one of us needs to make career sacrifices to raise the kids, chances are we’ll both assume the career sacrificed should be hers.

Im Gegenzug: Mehr Zeit mit den Kindern. Weniger Druck das Familieneinkommen zu erwirtschaften.

41. Assuming I am heterosexual, magazines, billboards, television, movies, pornography, and virtually all of media is filled with images of scantily-clad women intended to appeal to me sexually. Such images of men exist, but are rarer.

Dafür sind die Filme, Zeitschriften etc voll von erfolgreichen Alphamännern, die die Frauen sexuell ansprechen. Es ist eben alles eine Frage der verschiedenen Attraktivitätsmerkmale. Das weniger nackte Männerbilder existieren entspricht eben der Nachfrage. Wobei Jakobs nackter Oberkörper in den Twilightfilmen ja durchaus auch in diese Richtung geht. Hier aber auf simple Gleichmacherei abzustellen zeigt lediglich, dass man die Unterschiede in der Sexualität der Geschlechter nicht verstanden hat.

42. In general, I am under much less pressure to be thin than my female counterparts are. (More). If I am fat, I probably suffer fewer social and economic consequences for being fat than fat women do. (More).

Auch dies wird der verschiedenen Sexualität und den verschiedenen Attraktivitätsmerkmalen der Geschlechter nicht gerecht. Es ist meiner Meinung nach einfacher für eine Frau schön zu sein als für einen Mann. Sie muss nur einigermaßen schlank sein. Ein Mann hingegen muss ebenfalls einen geringen Körperfettanteil haben, aber Muskeln dazu, sofern er körperliche Defizite nicht über Status ausgleichen kann. Ein Mann kann, wenn er dadurch stattlich wirkt, dicker sein, aber er kann auch einfach als dick und uninteressant wahrgenommen werden. Ein zu dünner Mann kann schmächtig wirken. Eine unattraktive Frau wird immer noch von vielen Männern umworben, ein unattraktiver Mann hingegen bleibt häufig ganz unter dem Radar.

43. If I am heterosexual, it’s incredibly unlikely that I’ll ever be beaten up by a spouse or lover.

Da haben wir wieder die Streitfrage der Verteilung häuslicher Gewalt.

44. Complete strangers generally do not walk up to me on the street and tell me to “smile.”

Was eben auch daran liegt, dass der Mann ansprechen muss und Frauen sich weigern diesen Part zu übernehmen.

45. Sexual harassment on the street virtually never happens to me. I do not need to plot my movements through public space in order to avoid being sexually harassed, or to mitigate sexual harassment. (More.)

Was eben auch daran liegt, dass der Mann ansprechen muss und Frauen sich weigern diesen Part zu übernehmen. Sexuelle Belästigung unterscheidet sich mitunter von einem erfolgreichen Flirt dadurch, dass die Frau den Mann gut findet. Natürlich machen hier Männer vieles falsch und sollten vorsichtig sein. Frauen machen dies allerdings nur nicht, weil sie diese Aufgabe an Männer abgegeben haben.

45. On average, I am not interrupted by women as often as women are interrupted by men.

Es mag sein, dass Männer im Schnitt einen aggressiveren Diskussionsstil haben. Aber Männer können damit im Schnitt meist auch besser umgehen.

46. I have the privilege of being unaware of my male privilege.

Der Klassiker, mit dem man jede Diskussion sabotieren kann.

2. Privilegienliste der Frauen („Female Privilege Checklist„)

1. I am physically able to give birth to another human being, and then do my best to mold her or him into the kind of person I choose.

2. I am not automatically expected to be the family breadwinner.

3. I feel free to wear a wide variety of clothes, from jeans to skimpy shorts to dresses as appropriate, without fear of ridicule.

4. I can choose to remain seated to meet most people.

5. I am not ashamed to ask for others’ perspectives on an issue.

6. I feel free to exhibit a wide range of emotions, from tears to genuine belly laughter, without being told to shut up.

7. My stereotypical excesses in shopping, clothes, jewelry, personal care and consumption of chocolate usually are expected, even the source of jokes.

8. Public policies generally offer me an opportunity to bond with my offspring.

9. I am among the first to get off a sinking ship.

10. I can usually find someone with superior strength to help me overcome physically challenging obstacles, such as changing a tire or cutting a huge Christmas tree.

11. Changing my mind is seen as a birthright or prerogative.

12. I feel free to explore alternate career paths instead of being bound to a single career ladder.

13. I am used to asking for help, around the kitchen table or the proverbial water cooler or the conference room.

14. People I’ve never met are inclined to hold doors open and give up their seats for me.

15. I can be proud of the skill I have worked to develop at stretching limited financial resources.

16. I am not ashamed of using alternatives to positional power to reach my goals.

17. I know how to put a new roll of toilet paper in use and am not above doing it for the next person.

18. I am not ashamed to admit that the decisions I make reflect my personal values.

19. I am not afraid to create and maintain honest relationships with others.

20. I do not fear being accused of having an ethic of care in my professional life.

21. When I enter an office, I am likely to encounter those who can help me “in low places.”

22. I am more likely to get hugs than handshakes, depending on the situation.

23. I am less likely to be seen as a threat, which allows me more subtle alternatives.

24. I can use men’s “sheer fear of tears” to my advantage.

25. I can complain that these female privileges are relatively minor compared with the vast assortment of dominant male privileges, but I wouldn’t change places for the world.

Ich halte die Zusammenstellung noch nicht für so rund, ich denke da könnte noch einiges nachgebessert werden. Ich verzichte daher diesbezüglich auf Anmerkungen, wer will kann natürlich beide Listen gerne in den Kommentaren durchgehen.

Auch interessant vor dem Hintergrund der Forderung, dass Männer Privilegien aufgeben sollen: Welche würdet ihr aufgeben, welche nicht, welche kann man überhaupt aufgeben und wie bekämpft man sie? Da würde ich insbesondere um Hilfen von Feministen bzw. Feministinnen bitten, wie sie sich das vorstellen.

„Feministinnen sind nicht der Feind, sondern du und dein Ego“

Nadine Lantzsch schreibt etwas zu „Feministische Partner_innenwahl

you have the most wonderful person/people on earth on your side. They will always appreciate you, support you, give you advice in tricky situations. They will love you for what you are and most of the time they will not try to put you in a box. They will not criticize you in order to make you a better person or for their own ego but to make a better world with you together.

Als lesbische Feministin, die eine weibliche Partnerin sucht, kann ich mir das bei Lantzschi durchaus vorstellen. Aber wenn man so tief in der Ideologie drin ist wie sie, aber leider heterosexuell, dann kann ich mir das nur schwer vorstellen. Wie will eine solche Feministin einen männlichen Partner nicht in ein Box stecken? Er steckt ja voller männlicher Privilegien, die er nicht ablegen kann?

Auch schön die moralische Rechtfertigung: Sie will nicht nur dich verbessern oder ihr eigenes Ego, nein, die ganze Welt! Was natürlich mit einem Ego nichts mehr zu tun hat. „Wenn ich mit dir gemeinsam deine männlichen Privilegien abgebaut habe, ohne die in eine Privilegienpenisschublade zu stecken, dann wird die Welt, weil befreit von deiner patriarchalischen Art, etwas besser sein. Freu dich drauf“

Feminists are feminists for some or one reason. Feminism is not a issue and not up for debate, it’s a life-altering view on society. It shatters minds, it changes lifes, it moves people, it’s an all or nothing thing. You have to deal with that. Most feminists will not change their minds because you are angry with yourself failing to be _the_ perfect feminist ally and blame it on them.

Schöner kann man eigentlich „Ich habe eine Ideologie, die immun gegen Argumente ist und in der ICH recht habe“ nicht sagen. „Komm eben damit klar, dass ich recht habe, schließlich leben wir in einer gleichberechtigten Partnerschaft. Da muss ich nicht mit dir diskutieren, dass wäre ja paternalistisch. Wenn du eine andere Meinung hast, dann liegt das nur daran, dass du noch nicht gut genug bist und das auf sie abwälzen willst (die bereits perfekt sind)

Nicht mehr diskutieren können? Was für ein trauriger Zustand. Aber eben typisch für eine Ideologie ohne Argumente.

Listen carefully and try to learn, there’s absolutely nothing you can lose within these relation- or friendships. To ask for loyalty and solidarity in situations you make a fool out of yourself and put your privileged ass over your friends’ or partners’ core values in life is definitely a bad idea.

Nichts was man verlieren kann? Wenn man bei jeder Abweichung von ihrer Meinung unrecht hat? Wenn man sich ständig unter die Nase reiben lassen muss, dass man – obwohl man nicht in eine Box gesteckt wird – Privilegien hat, die dazu führen, dass man ein Idiot ist.

Man stelle sich mal diesen Text von einem Mann vor, der das gleiche über eine Frau sagen würde. In der Art von „Ich schlau, du doof. Wenn du meinst, dass es anders ist, dann liegt das daran, dass du es noch nicht begriffen hast. Das gilt für alle Bereiche“. Natürlich wäre das sexistisch.

And no, you are not getting a cookie for showing solidarity and loyalty in situations they ask for.

Keine eigene Meinung haben dürfen und keine Widerspruch. Und wenn man so handelt wie die Ideologie es vorsieht, dann ist das eine Selbstverständlichkeit. Ein Fehlverhalten wäre eben schlecht, absolute Unterordnung hingegen ist gut.

Feminists are not the enemies, it’s you and your own ego. And your thinking to make your feminist partner/friend a person you are comfortable with.

„Wir sind super, du bist der Feind“. Gefolgt von „Wir erwarten ein bestimmtes Verhalten damit es uns mit dir gefällt. Wir sind nicht bereit auch nur die geringste Anpassung an dich vorzunehmen“. Klingt nach einer lauschigen Freundschaft/Beziehung

This is not about you, this is not about them, it’s just about showing respect for the person you love.

Und was ist ein besserer Weg Respekt in einer Beziehung zu zeigen als eine harte Arbeit an sich selbst zu fordern, damit man den Idealen des anderen genügt und absolute Unterordnung zu verlangen?

Ich wüsste keinen.

Ich vermute, dass der Einwand kommt, dass sie damit eben feministische Grundwerte meint, die nicht diskutabel sind: Frauen und Männer sind gleich und haben gleiche Rechte. Also quasi „wir wollen ja nur gleichen Lohn, wie kann man dagegen sein?“ Aber Lantzschis Feminismus geht ja deutlich weiter, ist ein poststrukturalistischer Genderfeminismus, der den Mann als Privilegiert ansieht, keinen Sexismus gegen Männer kennt, die Rape Culture als Machtmittel ansieht etc. Damit kann alles Sexismus sein. Ohne das man diskutieren darf oder Einwände erheben darf.

Ich würde auf eine solche Beziehung / Freundschaft dankend verzichten.

 

Attraktivität und Dominanz II

Nachdem ich zur Attraktivität von dominanten Männern schon einmal ein paar Studien verlinkt hatte hier noch ein Video, in denen Frauen gefragt wurden, wie sie Dominanz bei einem Mann bewerten.

 

Dabei bin ich mir der leichten Manipulierbarkeit solcher „Umfragevideos“ durchaus bewußt. Aber die dortigen Antworten decken sich mit dem, was ich auch von Frauen gehört habe. Lieber etwas dominanter als zu nachgiebig. Lieber einen Mann, der weiß, was er will als einen, der einen dauernd fragt, ob einem wirklich alles recht ist.

Mütter im Konkurrenzkampf

Ein Beitrag im SZ-Magazin über den Konkurrenzkampf unter Müttern:

Sobald Mütter über ihre Kinder sprechen, über das Ausmaß der Betreuung und den Grad ihrer Berufstätigkeit, ist es vorbei mit einer normalen Unterhaltung. Dann gehen wir instinktiv in Alarmbereitschaft und wetzen die Messer, für einen gezielten Angriff oder die wütende Verteidigung. Es geht sofort um alles, auch wenn dieses »alles« sich hinter dem sperrigen Begriff »Lebensentwürfe« versteckt. Jeder Lebensentwurf ist Ergebnis langer, zäher, Nerven kostender Verhandlungen, mit dem Partner, den Kindern, dem Arbeitgeber. Deswegen sind wir so empfindlich, weil es darum geht, wie wir leben. (…)

Tatsächlich gab es kaum ein Ereignis in meinem Leben, das meine Welt so sehr auf den Kopf stellte wie die Geburt des ersten Kindes – und das beileibe nicht nur wegen der plötzlichen vollkommenen Fremdbestimmung durch kleinkindliche Dauerbedürfnisse. Bis zu dem Tag der Geburt hatte mir niemand gesagt, was ich zu tun oder zu lassen habe, hatte mir niemand Vorschriften gemacht, wurde nicht ständig hinterfragt, ob ich etwas auch wirklich so mache, wie »man« es mache. Doch kaum lag das Kind auf dem Tisch, ging es los: »Sie wollen nach Hause, Sie machen doch beim Wickeln noch alles falsch«, polterte die Hebamme, als ich das Krankenhaus nach zwei Tagen verlassen wollte. Es folgten Massen ungebetener Einwände, Ratschläge und Kommentare – bis heute. In meinem 16 Jahre währenden Dasein als Mutter wurde laufend – subtil oder erstaunlich direkt – meine Art zu leben an den Pranger gestellt. Und immer waren es Frauen, die sich schlecht getarnte, giftige Kommentare einfach nicht verkneifen konnten. An Seitenhiebe von Männern kann ich mich nicht erinnern.

(…)

Überall treffen Mütter in fröhlicher Gemeinschaft zusammen: beim Babyschwimmen, beim Kinderturnen, bei Kindergarten- und Schulfesten, an schönen Nachmittagen auf Spielplätzen. Doch der Schein der heiteren weiblichen Solidargemeinschaft trügt, hinter der Herzlichkeit und Anteilnahme lauern die Konkurrenz, der Argwohn, der Wettstreit, die Missgunst, der Neid. Natürlich, Frauen sind besonders teamfähig und kommunizieren besser als Männer, sie sind sensibler und oft selbstloser, was die Gemeinschaft angeht – aber sie haben eben auch eine Eigenschaft, die man landläufig Stutenbissigkeit nennt.

Eine Erklärung für diese Anfeindungen untereinander liefert die Autorin auch gleich mit:

Aber warum ist der Brennpunkt ausgerechnet die Mutterschaft, die doch für all das Gute und Selbstlose im Menschen steht, das Leben Gebende? Weil die Mutterschaft nichts Selbstverständliches mehr ist, seit Frauen entscheiden können, ob und wann und wie viele Kinder sie bekommen. Es entspricht einem Naturgesetz: Wer die Wahl hat und sich freiwillig entscheidet, der oder vielmehr die muss auch dazu stehen. Denn allen Beteiligten droht theoretisch immer der Super-GAU, nämlich dass sie feststellen oder davon überzeugt werden, dass sie die falsche Wahl getroffen haben. Und dass es dann für eine Umentscheidung zu spät ist, weil die Kinder eben da sind und der Job weg ist, oder halbiert, gedrittelt oder sonstwie reduziert, oder weil nur noch der Job da ist, die fruchtbaren Jahre aber vergangen sind. Das darf nicht passieren, deswegen werden schon mal vorsichtshalber die Krallen ausgefahren, und wenn die eigene Verteidigung schwierig scheint, muss eben zur Rechtfertigung das Lebensmodell der anderen infrage gestellt werden, schlecht gemacht, runtergezogen.

Es passt eigentlich ganz gut zu diesem Artikel „„Männer konkurrieren um was sie tun, Frauen um was sie sind“

Wenn man um Lebensentwürfe konkurriert, dann kann ein abweichender Lebensentwurf eben eher ein Angriff sein.

Ich finde es auch unter dem Aspekt der „Täterschaft“ interessant. Die Frauen, die sich hier untereinander bekämpfen und ihren jeweiligen Lebensstil schlecht machen, einfach nur als durch ihre Rollenbilder geleitet und als Helfer des Patriarchats anzusehen finde ich sehr einfach. Zumal in dem Artikel ja seitens der Autorin angesprochen wird, dass die jeweilige Entscheidung das Ergebnis eines überlegten Prozesses von intelligenten Frauen ist.

Gender Mainstreaming

Der Begriff Gender Mainstreaming bedeutet laut Wikipedia

den Versuch die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen.

Gender-Mainstreaming soll dabei im Gegensatz zu Frauenpolitik beide Geschlechter berücksichtigen.

Eine andere Definition an gleicher Stelle meint, dass unter Mainstreaming #

der Versuch zu verstehen ist, benachteiligte bzw. Randgruppen in die Mitte der Gesellschaft (Mainstream) zu bringen.

Auch der nächste Satz ist bezeichnend:

„Davon ausgehend, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt, ist Gender Mainstreaming nach dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland (2004) ein Auftrag an die Spitze einer Verwaltung, einer Organisation, eines Unternehmens und an alle Beschäftigten, die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern in er Struktur, in der Gestaltung von Prozessen und Arbeitsabläufen, in den Ergebnissen und Produkten, in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit und in der Steuerung (Controlling) von vorneherein zu berücksichtigen und das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv verwirklichen zu können.

Die Methoden sind dabei die Folgenden

  • Aufstellung geschlechtsspezifischer Statistiken
  • Kosten-Nutzen-Analysen nach Geschlecht und Geschlechterrollen
  • Erarbeitung von Gender-Analysen
  • Checklisten
  • Die 3-R-Methode. Unter den drei Kategorien Repräsentation, Ressourcen und Realität wird jede politische Maßnahme geprüft.
  • Das Gleichstellungs-Controlling als betriebswirtschaftliches Instrument des Gender-Mainstreaming

Vieles daran klingt ja grundsätzlich nicht schlecht. Es klingt aber leider sehr nach Umsetzung eines  Poststrukturalismus.

Dies zeigt sich bereits daran, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit geben soll, was ein klassischer Gedanke des „Doing Gender“ und der Konstruktion der Geschlechterrollen ist. Das ist aber nur sehr eingeschränkt richtig. Über den Schnitt der Männer und Frauen betrachtet gibt es durchaus eine geschelchtsneutrale Wirklichkeit.

Es ist bedauerlich, dass innerhalb der Methoden kein eigener Punkt enthalten ist, der sich darauf richtet, Erklärungen auch in biologischer Hinsicht für bestimmte Bereiche zu finden und dann nicht auf eine Gleichstellung ausgerichtet zu sein, sondern auf die Beseitigung von Diskriminierungen.

Frauen sind in der Mitte der Gesellschaft. Nur eben auf ihre Weise. Und Männer sind ebenso in der Mitte der Gesellschaft . Auch auf ihre Weise.

Einfach darauf abzustellen, dass man künstlich eine 50% Männer, 50% Frauen Verteilung in jedem Bereich erzwingen kann bringt nichts.