Frohe Weihnachten 2011!

Allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest, wenn sie denn feiern!

Ich sehe es eher als Familienfest, da mich der religiöse Aspekt nicht interessiert, aber ich mag unsere Familientraditionen, mit gemeinsamen Singen unter dem Weihnachtsbaum, einer genau geplanten Geschenkeverteilung in bestimmten Reihenfolgen, überschwenglicher Freude über die Geschenke, Kartoffelsalat und Würstchen heute, dann morgen die Weihnachtsgans.

Das alles sind schöne Sachen, und es ist zudem eine gute Gelegenheit auch ein paar Schulfreunde wiederzutreffen, da es ja gerade an Weihnachten die Leute immer mal wieder zu ihren Eltern zieht.

Ein Thema für die, die nicht feiern oder zwischendurch natürlich gerne hier etwas diskutieren wollen um nicht aus der Übung zu kommen ;.)

Weihnachten ist das Fest der Geschenke. Geschenke sind aus evolutionärere Sicht zunächst erst einmal etwas merkwürdiges, weil man damit Ressourcen weggibt ohne etwas zu erhalten.

Allerdings wird Schenken dann sinnvoll, wenn man davon ausgehen kann, dass Großzügigkeit durch ein Geschenk der anderen Seite ausgeglichen wird. Es ist die Reziprozität, also das Prinzip der Gegenseitigkeit, dass Schenken biologisch ermöglicht. Ich hatte dazu auch schon einmal etwas in „Kooperatives Verhalten und Gruppenbildung“ geschrieben. Ein Großteil menschlichen Handelns und Denkens ist darauf ausgerichtet diese Reziprozität zu ermöglichen, sei es unser Gedächtnis für Personen, unser Gerechtigkeitssinn, unser Gefühl der Dankbarkeit und unserer Verständnis von Schuld. Wir sind darauf ausgerichtet etwas zurück zu bekommen, wenn auch möglicherweise erst später und auf andere Art. Deswegen kann Schenken eine Verpflichtung begründen und das zu geringe Geschenk peinlich sein und Verärgerung auslösen. Und deswegen kann ein zu großzügiges Geschenk ebenfalls Verärgerung auslösen, weil es als eine Gegenschuld begründend angesehen wird. Schenken ist also eine heikle Sache.

Etwas abgemildert wird dies dadurch, dass man mit Schenken auch einfach nur Darstellen kann, dass man jemand ist, der schenkt, der also das System nicht ausnutzt und daher eines eigenen Geschenks würdig ist. Schenken kann zudem ein „Costly Signal“ sein, dass die eigene Fähigkeit dazu darstellt. Das Ermöglicht großzügige Spenden an „Die Armen“, die das natürlich nicht zurückgeben können oder an die Gemeinschaft an sich.

Wo seht ihr die Grundlagen des Schenkens? Über welches Geschenk habt ihr euch am meisten geärgert, mit welchem ganz daneben gelegen?

Jedenfalls noch einmal: Frohe Weihnachten!

29 Gedanken zu “Frohe Weihnachten 2011!

  1. Auch von mir noch einmal allen Frohe und Gesegnete Weihnachten, hier an „offizieller“ Stelle mit Georg Friedrich Händel und der herrlichen Abteikirche von Ottobeuren, einer der schönsten Spätbarockkirchen Europas. So herrlich kann Verschwendung sein:

  2. Mein Gott, hat man nicht mal an Weihnachten Ruhe vor der christlichen Indoktrination hier? 😉
    Am 26.12. feiern wir den 118. Geburtstag des Großen Vorsitzenden Mao Zedong. Zur Einstimmung: Der Osten ist rot
    Wie gezeigt approximiert der Kommunismus das Paradies auf Erden, lässt Menschen nicht ihr Leben verschwenden, indem er sie auf ein „Jenseits“ verströste.

    @Roslin:
    Mein Weihnachtsgeschenk an dich vom kürzlich verstorbenen Christopher Hitchens: „God is not great – How religion poisons everything“
    Ich wünsche dir, dass auch dir irgendwann die Argumente einleuchten und du aus deinem Wahn findest. Und ich bin zuversichtlich. Viele sind vom Nationalisten und Rassisten zum überzeugten und versierten Kommunisten geworden. Das zeigt, Argumente funktionieren!

    • @ Zhen

      *Am 26.12. feiern wir den 118. Geburtstag des Großen Vorsitzenden Mao Zedong. Zur Einstimmung: Der Osten ist rot
      Wie gezeigt approximiert der Kommunismus das Paradies auf Erden, lässt Menschen nicht ihr Leben verschwenden, indem er sie auf ein „Jenseits“ verströste.*

      Richtig.

      Der Kommunismus vertröstet sie nicht auf’s Jenseits, er befördert die Menschen ohne größere Umwege gleich dorthin.

      *Christopher Hitchens*

      Warum sollte ich der Urteilskraft des Ex-Trotzkisten (Trotzky = ein Massenmörder – Getreiderequistionen im Kriegskommunismus, Schöpfer der Blockverbände, Erlediger der Matrosen von Kronstadt usw.), Alkoholiker und fanatischem Irakkriegsbefüworter Hitchens vertrauen?

      Weil er so häufig „richtig“ lag?

      Jetzt musst Du (und auch Peter) ganz stark sein: Auch die Sozialstruktur ist stark genetisch beeinflusst, viel weniger umweltabhängig als gedacht.

      Warum?

      Man hat ca. 200 Primatenarten, von denen die Sozialstruktur bekannt ist, miteinander verglichen.

      Ergebnis:

      Genetisch nahe verwandte Arten haben ähnliche Sozialstrukturen, egal, ob sie in so unterschiedlichen Habitaten wie der Savanne, dem Regenwald oder Gebirgsregionen leben.

      Also: verschiendene Umwelten – ähnliche Sozialstrukturen bei genetischer Ähnlichkeit.

      Eine Studie von Wissenschaftflern unter Leitung der Biologin Susanne Shultz, Oxford.

      Meine Prognose: innerhalb der nächsten 20 Jahre verliert die „Soialisten“fraktion ihre Dominanz auch in der Soziologie und wird durch Soziobiologen ersetzt.

      Frohe Weihnachten!

      • „Meine Prognose: innerhalb der nächsten 20 Jahre verliert die „Sozialisten“fraktion ihre Dominanz auch in der Soziologie und wird durch Soziobiologen ersetzt.“

        Dann werde ich eben sozialistischer Soziobiologe! 🙂

        Ich glaube nicht ernsthaft, dass selbst, wenn es die genetisch disponierten Unterschiede zwischen Menschengruppen, an die Du glaubst, tatsächlich gäbe, Menschenrechte und Demokratie nicht trotzdem das Beste für alle wäre.

        Lediglich in der konkreten Ausgestaltung könnte es dann vielleicht gruppenspezifische Unterschiede geben, aber die würden wohl auch entstehen, wenn alle Unterschiede zwischen Menschengruppen rein kulturell bedingt wären, einfach aufgrund der großen Komplexität an Einflussfaktoren, die stets mithineinspielen.

        Niemand lässt sich gerne unterdrücken und ausbeuten, darauf ist der Mensch genetisch nicht angelegt, egal welcher Gruppe er angehört. Selbst die Ostasiaten sind mit ihrer kollektivistischen Kultur nicht besonders glücklich, obwohl sie es doch eigentlich sein müssten, wenn ihr Kollektivismus genetisch disponiert wäre.

        http://www.gluecksforschung.de/Geld_Einkommen_und_Glueck.htm#kultur

        Sie sind es aber nicht. Auch sie wünschen sich mehr persönliche Freiheit.

        Gäbe es tatsächlich genetisch disponierte Unterschiede zwischen Menschengruppen, es wären in letzter Instanz nur kleine Variationen im Gesamtbild der Ähnlichkeiten.
        Die zentralen menschlichen Grundbedürfnisse, wie sie z.B. in Abraham Maslows Bedürfnishierarchie aufgelistet sind, würden sich trotzdem überall finden.

        Und über das einzelne Individuum können durchschnittliche Gruppenunterschiede (ganz gleich welche Ursachen diese haben mögen) ja sowieso nichts aussagen. Diesbezüglich sieht sich ja selbst ein Rushton gezwungen im Vorwort seines Buches zuzugeben, dass wohl kein Individuum den von ihm aufgestellten Gruppenkategorien tatsächlich entspricht, sondern wohl alle Individuen irgendwelche Mischformen darstellen.

        Zudem sind Menschen auch nur begrenzt mit anderen Primaten zu vergleichen. Ihre Empathiefähigkeit und Bewusstseinskomplexität ist eben bedeutend größer. Genetische Restriktionen bezüglich der Sozialstruktur, die bei nicht-menschlichen Primaten vielleicht Gültigkeit haben, können keinesfalls Gültigkeit für irgendeine Menschengruppe beanspruchen. Sobald selbst-reflexives Bewusstsein auf dem Niveau des Menschen vorhanden ist, ändert sich alles, weil dann potentiell in einer Art und Weise in die soziale und ökologische Umwelt eingegriffen werden kann, wie es nicht-menschliche Primaten niemals könnten.

        Der Schluss von nicht-menschlichen Primaten auf Menschen in diesem speziellen Punkt taugt also meines Erachtens nicht viel. Der Freiheitsspielraum jeder Menschengruppe hinsichtlich des Potentials an möglichen Sozialstrukturen ist auf jeden Fall immer sehr viel größer, als der jeder nicht-menschlichen Primatenart. Und das wäre selbst dann der Fall, wenn es die von Dir angenommenen genetisch disponierten Gruppenunterschiede wirklich gäbe.

        Selbst dann müssten wir ehrlicherweise sagen: Wir wissen nicht, wie groß das Potential jeder einzelnen Menschengruppe hinsichtlich der Bildung verschiedener Sozialstrukturen tatsächlich ist. Selbst wenn – rein hypothetisch – nicht jede Menschengruppe alle potentiell möglichen Sozialstrukturen verwirklichen könnte, so könnte doch wahrscheinlich jede Menschengruppe mehrere potentiell mögliche Sozialstrukturen verwirklichen.

        Bei dem Bild, was Du zeichnest, besteht die Gefahr, Soziologie VÖLLIG in Biologie aufgehen zu lassen und den Menschen ihr Potential an sozialer Kreativität völlig abzusprechen. Schlimmstenfalls kann das dazu beitragen inhumane Zustände zu legitimieren. Jede repressive, ausbeuterische und ungerechte Gesellschaftsstruktur erhält auf einmal einen „wissenschaftlichen“ Freibrief.
        „Diese Menschengruppe kann eben nicht anders, sie ist eben genetisch auf eine solche Gesellschaftsform hin disponiert.“ Jede prämoderne (oder moderne) Barbarei kann mit einer solchen Weltsicht genauso effektiv gerechtfertigt werden wie mit postrukturalistischem Kulturrelativismus.

        Obwohl auch ich Christopher Hitchens z.T. schätze (trotz seiner Fehler) würde ich Dir daher empfehlen Dich bei diesem Thema etwas mehr auf Dein Christentum zu besinnen.
        Die christliche Ethik ist universalistisch. Was den Menschen gemeinsam ist, ist wichtiger als das, was sie trennt.

        Ach ja, bezüglich Trotzki stimme ich Dir natürlich völlig zu. Als freiheitlicher Sozialist kann ich nur meine tiefe Abscheu vor dem autoritären Leninisten, pathologischen Narzissten und fanatischen Feind jedes freiheitlichen Sozialismus Leo Trotzki zum Ausdruck bringen.

        Möge er in seinem Grab verrotten, genauso wie Lenin, Stalin, Mao und der gesamte Staatssozialismus (oder besser: Staatskapitalismus, mit Sozialismus hatte das ja nichts zu tun.)

        Der Sozialismus wird frei sein oder er wird nicht sein.

        Schöne Weihnachten!

      • @ Leszek

        *Wie erklärst du dir eigentlich die vielen Milionen von Toten unter kommunistischer Herrschaft in China?*

        Nichts dagegen.

        Du unterschätzt meine Bereitschaft und (Selbst-)Verpflichtung zur Toleranz.

        Mein Motto:: „SEIN lassen!“

        Indiveiduen sein lassen, Familien sein lassen, Geschlechter sein lassen, Ethnien sein lassen, die für mich extendierte Familien sind.

        Das ist für mich gelebte Subsidiarität: Jede dieser Entitäten muss ihren eigeenen Weg finden und gehen dürfen, so weit sie damit nicht unangemessen die Rechte und die Selbstverwirklichungsfreiheit anderer Entitäten unangemessen schmälert.

        Der Staat sollte sich so weit wie möglich zurücknehmen, eben sein lassen, so sparsam wie möglich regulierend eingreifen dort, wo Übermacht droht, so sanft wie möglich zurückschneiden, wo offenbar wird, dass Wildwuchs mit negativen Folgen wuchert, für ein Mindesmaß an sozialem Ausgleich sorgend, der verhindert, dass Menschen ins Bodenlose, in menschenunwürdiges Elend abstürzen.

        Der Staat als englischer Gärtner, das wäre mein politisches Idela, auch wenn ich die Gärten des französischen Absolutismus asthetisch befriedigender finde.

        Ein Gärtner, der jede Pflanze in ihrer Eigenart aufwachsen lässt, ein Überwuchern verhindert, so dass Vielfalt sein kann.

        *Ich glaube nicht ernsthaft, dass selbst, wenn es die genetisch disponierten Unterschiede zwischen Menschengruppen, an die Du glaubst, tatsächlich gäbe, Menschenrechte und Demokratie nicht trotzdem das Beste für alle wäre.*

        Das vermute ich auch, aber ich weiß es nicht. Auch hier hat für mich Seinlassen Priorität.

        Ich lehne den Hitchensschen Interventionismus zur Verbreitung eines westlichen Demokratiemodells ab.

        Wenn z.B. afrikanische Staaten eigene Formen entwickeln, die abseits von westlichen Modellen einen ihnen gemäßere Form gerechter ordentlicher Herrschaft garantieren, hat der Westen das zu akzeptieren und nicht besserwisserisch zu missionieren.

        Was sich in Afrika als westliche Demokratie darstellt, ist jedenfalls ein Alptraum aus Korruptio und Unfähigkeit.

        Ein Korruptes Regime lässt wählen und die oft nicht minder korrupte Opposition klagt, meist zu Recht, Wahlbetrug ein.

        Nur um dann, durch welche Umstände auch immer an die Macht gelangt, genauso korrupt, selbstbedienend und betrügerisch zu agieren.

        Bis der ganze Kladderadatsch wieder im Bürgerkrieg seine „Lösung“ findet.

        Dieser Zyklus bestimmt die afrikanische Geschichte seit der Unabhängigkeit.

        Ich weiß nicht, wie dort eine angemessene Gesellschaftsordnung aussehen könnte.

        Das müssen die afrikanischen/asiatischen/lateinamerikanischen Völker selbst herausfinden.

        Man sollte sie sein lassen, auch in der Außenpoiitik allenfalls vorsichtig gärtnern anstatt mit der Hitchensschen Heckenschere vorzugehen.

        *Gäbe es tatsächlich genetisch disponierte Unterschiede zwischen Menschengruppen, es wären in letzter Instanz nur kleine Variationen im Gesamtbild der Ähnlichkeiten.*

        Fraglos sind die Gemeinsamkeiten größer als die Unterschiede. Trotzdem müssen auc kleine Unterschiede zum Ausdruck gebracht werden dürfen, dürfen nicht einem a priori festgelegten Gleichheitsideal geopfert werden.

        Wenn sich Ungleichverteilungen entwickeln unter den Bedingugnen von Freiheit und Gleichberechtigung, sei’s drum.
        Dann ist das hinzunehmen, darf nur vorsichtig zurückgeschniten werden, wenn Überwältigung durch In’s-Kraut-schießen einer Entwicklung droht.

        Auch hier: Weitgehen Seinlassen, solange keine gravierenden Schäden sichtbar werden, Schluss mit einem Social Engineering, das behauptet, zu wissen, was gerecht ist, dessen Gerechtigkeitsbegriff oft nichts weiter als öde Gleichmacherei darstellt, Prokurstesbettgerechtigkeit, die den Äpfeln vorwirft, dass sie keine Birnen sind, anstatt sich daran zu freuen, dass es Äpfel UND Birnen gibt.

        *Und über das einzelne Individuum können durchschnittliche Gruppenunterschiede (ganz gleich welche Ursachen diese haben mögen) ja sowieso nichts aussagen. *

        Ja, es ist wichtig, dass das immer wieder und wieder betont wird.

        Sonst droht ein neuer Faschismus/Rassismus/Sexismus.

        Den ich nicht weniger fürchte als die Etablierung eines „Handicapper General“, die unsere heutige Gleichstellungideologie anzustreben scheint, die immer weitere Bereiche der Gesellschaft einer Prokrustesbettgerechtigkeit unterwirft, die Menschen nicht in ihrer Eigenart SEIN lässt, sondern gleichstellend verstümmelt, die zu großen (nach dem Einheitsgeschmack der Ideologen) die Beine abhackt, die zu kleinen auf Länge streckt, damit beide, verstümmelt wie sie sind, gleich schnell laufen können.

        Zum Amt des Handicapper General siehe Kurt Vonneguts Harrison Bergeron, neben Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ die „realistischste Dystopie für unsere nähere Zukunft.

        *Zudem sind Menschen auch nur begrenzt mit anderen Primaten zu vergleichen. Ihre Empathiefähigkeit und Bewusstseinskomplexität ist eben bedeutend größer. *

        Es geht ja nicht darum, menschliches Verhalten konkret mit Primatenverhalten zu vergleichen oder gar von Primaten irgendetwas Konkretes lernen zu wollen.

        Es geht nur darum, Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und daraus realistische Ableitungen für die menschlichen Verhältnisse zu treffen, hier: zu erkennen, wie sehr soziale Strukturen von genetischen Faktoren MITbestimmt werden, sich der gefährlichen Illusion zu entschlagen, menschliche Gesellschaften seien, einem am Reißbrett erdachten Masterplan folgend, beliebig-willkürlich gestaltbar.

        Menschliche Gesllschaftsformation sei nur Ausdruck von Macht und Willkür, man müsse also nur die eine Willkür durch die andere, die präferierte, die eigene, ersetzen, um zu einer „gerechteren“ gesellschaft zu kommen.

        Das ist verblasener Hochmut, das Gegenteil von Subsidiarität.

        Der Hochmut jener, die das rechte, gerechte Wissen zu haben glauben, die beanspruchen, als Wissenselite, aufgeklärte Elite, Avantgarde des Proletariates, Avantgarde des Geschlechtersozialismus/Genderismus, was auch immer, der Gesellschaft die von ihnen erdachte Form verpassen zu dürfen.
        Wenn es sein muss, mit Gewalt, weil sie ja wissen, was gut ist und der, dr sich dem widersetzt, nur böse sein kann, all die Le Notres der Politik, die leider nicht annähernd heranreichen an die ästhetische Größe und Feinfühligkeit dieses genialen Gartenarchitekten, sondern nur zertrampelte Felder und abgeholzte, verödete Landschaften zu erzeugen vermögen, lebensfeindliche Wüsten.

        *Selbst dann müssten wir ehrlicherweise sagen: Wir wissen nicht, wie groß das Potential jeder einzelnen Menschengruppe hinsichtlich der Bildung verschiedener Sozialstrukturen tatsächlich ist. *

        Eben weil wir es nicht wissen, sollten wir demütiger werden und sein lassen, sehen, was sich entwickelt, wachsen lassen ohne vorgefassten Masterplan, a posteriori korrigieren, so vorsichtig wie möglich, so wenig eingreifend wie möglich.

        *Bei dem Bild, was Du zeichnest, besteht die Gefahr, Soziologie VÖLLIG in Biologie aufgehen zu lassen und den Menschen ihr Potential an sozialer Kreativität völlig abzusprechen. Schlimmstenfalls kann das dazu beitragen inhumane Zustände zu legitimieren. *

        Die Gefahr besteht nur bei jenen, die übersehen, dass bereits der Begriff „Soziobiologie“ ein Zusammenführen von Biologie UND Soziologie bedeutet.

        Die heutige Soziologie ist einseitig ideologisiert, blendet Biologie radikal aus
        Eine Politbiologie, die den Einfluss von Soziokultur leugnete, die Sozialdeterminismus auf biologischer Grundlage postulierte, wäre genauso hochmütig-verblasen wie es Genderideologen, gesellschaftliche Heckenscherer, die Einforderer von Gleichstellungen aller Art heute sind, nur eben dem anderen Extrem zustrebend.

        *Jede prämoderne (oder moderne) Barbarei kann mit einer solchen Weltsicht genauso effektiv gerechtfertigt werden wie mit postrukturalistischem Kulturrelativismus.*

        Das ist richtig. Die Gefahr besteht. Kluge Politik ist ständiges Lavieren zwischen Scylla und Charybdis hindurch, bei zu großer Einseitigkeit des Kurses ist Scheitern vorhersehbar.

        Der gegenwärtig Kurs ist einseitig. Der zukünftige wird es, wahrscheinlich, auch sein.

        Leider.

        Aber das ist mein ganz privater Pessimismus, gespeist aus dem, wie Geschichte bisher ablief, von einer Katastrophe in die nächste taumelnd, ausgelöst durch Menschen, die mmer entweder zu viel oder zu wenig wollten.

        Das langweilige Maß-halten ist furchtbar schwer.

        Einseitigkeit, die scharfe Kante so überzeugend für die feurigen Geister, die Oblomowerei so verlockend bequem für Pessimisten wie mich.

        Diejenigen, die zu viel wollten, haben die größeren Schäden angerichtet, die Oblomows sind harmloser, die lassen sein.

        Allerdings zu viel.

        *Obwohl auch ich Christopher Hitchens z.T. schätze (trotz seiner Fehler) würde ich Dir daher empfehlen Dich bei diesem Thema etwas mehr auf Dein Christentum zu besinnen.
        Die christliche Ethik ist universalistisch. Was den Menschen gemeinsam ist, ist wichtiger als das, was sie trennt.*

        Ich bin gegenüber Atheisten à la Hitchens weitaus toleranter als diese gegenüber Religiösen wie mir

        Aber gerade im Falle Hitchens fällt mir das zugegebnermaßen schwer, ist mehr Pflicht als Kür.

        Er ist für mich die Inkarnation jenes zutiefst korrumpierenden Bündnisses aus Kulturmarxismus und Kasinokapitalismus, Legal-Illegal-Scheißegal-Liberalismus‘, der unsere Gegenwart prägt.

        Einer, der aus der trotzikistischen Linken kam und im Bushlager endete, wohlgelitten im herrschenden intellektuellen Milieu der Gegenwart, von den Linken als antireligiöser Propagandist geschätzt, immer noch einer der Ihren, als ehemaliger Trotzkist die Legende vom weisen Alten, vom Märtyrer eines besseren Sozialismus weiterspinnend, wenn ihn nicht der böse Stalin vertrieben und gekillt hätte, von den Rechten als Apostel ihrer neuen, „Demokratie“ verbreitenden Kanonenbootpolitik geliebt, die weltweit für Menschenrechte, Frauenrechte, das Recht auf Christopher-Street-Day-Paraden, schlampenmärsche etc. streitet und dann einen irak, ein Afghanistan, ein Libiyien (das ja längst wieder vor dem nächsten Bürgerkrieg steht) hinterlässt.

        Die einzige Konstante ist in diesem Leben ist sein antireligiöser Hass, der wunderbar benutzbar ist zur Auflösung aller übergreifenden „Solidaritätstrukturen“, die das Organisieren überindividueller, antiegoistischer Politiken emotional stützen.

        Und die beiden Lagern, den Kulturmarxisten und den Kasinokapitalisten gleichermaßen im Wege stehen.

        Besser gesagt: standen.

        Denn ihr Abbruch ist ja weitgehend gelungen im restlos von jeder Vernunft befreiten Westen.

      • PS

        In Ermangelung einer Korrekturfunktion wieder nachreichend:

        Das Eröffnungszitat stammt von Kirk, das von Leszek, das hier eigentlich stehen sollte und würde, wenn ich weniger verpennt wäre, lautet:

        *Dann werde ich eben sozialistischer Soziobiologe! *

      • @ Terminatus

        Ach was.

        Kemper hat schreiben gelernt?

        Das ist ja mal ’ne Neuigkeit.

        Bildung scheint doch kleine Fortschritte zu ermöglichen.

      • „Kemper hat schreiben gelernt?“

        Kann er tatsächlich. Sein „Klassismus“-Buch ist ziemlich gut. Auch andere Dinge, die er schreibt, sind oft gut.

        Nur wenn es um Männerrechtler und Kritik am vorherrschenden Feminismus geht, setzt es bei ihm aus. Das Thema bedroht offenbar zu stark sein einseitig pro-feministisch geprägtes Selbstwert- und Identitätsgefühl. Die Folge ist eine weitgehende Unfähigkeit bei diesem Thema sachlich und differenziert zu denken, Pro- und Contra-Argumente nüchtern abzuwägen und auf Teilwahrheiten und -irrtümer hin zu analysieren. Dadurch entstand dann leider diese dümmliche und argumentationsfreie Hetzschrift (Rechte Kerle).

        Kemper bedient sich dabei einer Vielzahl von Diskursstrategien, um ein plattes Schwarz-Weiß-Bild „guter Feminismus – böse Männerrechtler“ zu konstruieren:

        – Die Gemeinsamkeiten der Kritik am vorherrschenden Feminismus zwischen Männerrechtlern und kritischen Feministinnen (z.B. Equity-Feministinnen) werden nicht herausgearbeitet, geschweige denn, dass die Kritikpunkte diskutiert werden.

        – Die von Männerrechtlern behaupteten Diskriminierungen und Benachteiligungen von Männern werden nicht diskutiert, geschweige denn auch nur versucht zu widerlegen.

        – Der Männerrechtsbewegung wird „Biologismus“ hinsichtlich ihres Bildes von Männern und Frauen vorgeworfen. Unterschiedliche Einstellungen zu diesem Thema in der Männerrechtsbewegung werden nicht herausgearbeitet. Eine Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Forschungsstand der Geschlechterforschung findet auch nicht statt.

        – Strömungsdifferenzierungen zwischen verschiedenen Flügeln der Männerrechtsbewegung werden nicht vorgenommen und differenzierte Beurteilungen auf dieser Grundlage bleiben aus.

        – Kemper bedient sich recht offensiv der Strategie ein Zerrbild der Positionen der Männerrechtsbewegung zu entwerfen. Anstatt die tatsächlich verbreitetsten Argumente zu nennen und darauf einzugehen, werden der Männerrechtsbewegung absurde und dümmliche Positionen untergeschoben, die nicht repräsentativ sind. Die tatsächlichen zentralen Positionen und Argumente werden hingegen nicht erläutert und nicht diskutiert.

        – Aus dem Umstand, dass es in der Männerrechtsbewegung einen kleinen Teil ultrarechter, sexistischer und homophober Personen gibt, wird unzulässig auf die Gesamtheit aller Männerrechtler verallgemeinert. Kritische Auseinandersetzungen aus der Männerrechtsbewegung selbst mit diesen problematischen Tendenzen, wie z.B. von Arne Hoffmann, werden als rein strategisch abgetan.

        – Ein direkter Vergleich der problematischen Tendenzen in einem Teil der Männerrechtsbewegung mit den problematischen Tendenzen in einem Teil der feministischen Bewegung bleibt aus. Das Vorhandensein von Sexismus gegen Frauen in einem Teil der Männerrechtsbewegung wird z.B. hervorgehoben, das Vorhandensein von Sexismus gegen Männer in einem Teil der feministischen Bewegung wird hingegen totgeschwiegen. Frauenfeindliche Äußerungen anonymer männerrechtlicher Blogger werden zitiert, aber der Leser erfährt nichts über Valerie Solanas, Mary Daly, Sally Miller Gearhart, Andrea Dworkin, Catharine MacKinnon etc. Nach diesem Prinzip des Messens mit zweierlei Maß wird generell verfahren.

        – Die Positionen von einflussreichen liberalen oder linken Vertretern der Männerrechtsbewegung wie Warren Farrell oder Arne Hoffmann, die in ihren tatsächlichen inhaltlichen Aussagen völlig konträr zu dem reaktionären Bild stehen, dass Kemper vermitteln möchte, werden falsch dargestellt oder nicht erwähnt.

        – Es werden einzelne Zitate aus dem gelben Forum gefischt, (ein großer Teil dieser Zitate ist auch aus meiner Perspektive übel). Die ausführliche Kritik von Arne Hoffmann an diesem Forum wird hingegen nicht dargestellt, sondern als rein strategisch motiviert abgetan.

        – Kempers eigene weltanschauliche Positionen werden übrigens ebenfalls kaum begründet.

        Aus diskursanalytischer Perspektive ist Kempers Buch also interessant – inhaltlich weniger, da es ja keine Argumente enthält.

        Schade. Selbstverständlich darf man die Männerrechtsbewegung kritisieren, genauso wie die feministische Bewegung – nichts steht außerhalb der Kritik.

        Sich mit fundierten und differenzierten Kritiken auseinanderzusetzen kann der Männerrechtsbewegung nur gut tun, weshalb auch ich mit Kritik an ihr nicht sparsam umgehe.

        Kempers Buch ist aber keine Kritik, es ist nicht einmal der Versuch einer Kritik.

        Es ist einfach nur der verzweifelte Versuch einer einseitig pro-feministisch orientierten Person, welche offenbar durch die Kritik am vorherrschenden Feminismus aus dem Gleichgewicht geworfen wurde, ihre innere Stabilität wiederzuerlangen, indem der vermeintliche Gegner dämonisiert wird.

        Kemper sollte mehr über andere Themen schreiben. Das kann er. Bei dem Themenkomplex Feminismus/Männerrechtsbewegung fehlt ihm leider einfach zu sehr die Fähigkeit zu sachlicher, unparteiischer Herangehensweise, als dass hier etwas Vernünftiges herauskommen könnte.

      • Nachtrag:

        Wer das Buch „(R)echte Kerle“ von Andreas Kemper trotzdem lesen möchte, sollte es sich m.E. am besten aus einer Bücherei besorgen (notfalls über die Fernleihe).
        Es gibt keinen Grund, dass Autor und Verlag an dieses Buch auch noch Geld verdienen.

        (Andere Bücher des Verlages finde ich hingegen super.)

      • @ Leszek

        Ich kenne von Kemper nur sein Agieren als „Schwarze Feder“ beim „Bearbeiten“ des Artikels „Maskulismus“ in der Wikipedia. Was er da ablieferte, hat gereicht, um bei mir den Eindruck zu hinterlassen, der Mann sei kaum des Lesens mächtig, aber ein versierter Apparatschik.

        Man könnte ihn unterschätzen, so wie Trotsky Stalin unterschätzt hat.

        Ein Wissenschaftsverständnis, das einem Absolventen der Karl Marx Hochschule der SED alle Ehre gemacht hätte: Ausblenden, Verdrehen, Zensieren.
        Und das soll bei anderen Themen anders sein?

        Nun ja, ich will Dir da mal vertrauen, weil ich nur das von ihm
        kenne und ein Interview auf diestandard von ähnlichem Kaliber.

        Nebenbei war es genau dieser Einblick in die Wikipediaküche, die mich lehrte, dieses Lexikon bei politisch heiklen, umkämpften Themen zu meiden und in solchen Fällen, wenn überhaupt, dann nur noch die englischsprachige Wikipedia zu benutzen, obwohl auch die ordentlich Schlagseite hat, aber bei weitem nicht so stark wie die deutsche, in der Anarchowohnküchenkollektive mit viel Zeit und Hartz IV durchsetzen, was sie zum Stand der Wissenscaft erklären.

        Man vergleiche nur diese beiden Artikel

        http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Jay_Gould

        http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Jay_Gould

      • @Roslin

        Ja, ich erinnere mich. Bei Wikipedia hat er wohl wirklich stark den Apparatschik raushängen lassen.
        Der alte Wikipedia-Artikel „Maskulismus“ war ziemlich gut. Ich fand´s auch schade, dass der gelöscht wurde.
        Was das angeht, hat sich Kemper wirklich als lebende Verkörperung der Politischen Korrektheit präsentiert.

        Auch ich bevorzuge übrigens die englische Wikipedia.

        Da ich selbst aus einer Arbeiterfamilie komme, habe ich vermutlich mehr Zugang zu anderen Sachen, die Kemper so schreibt.

        So, jetzt gehe ich mal wieder in mein Anarchowohnküchenkollektiv 🙂

        Dir noch schöne Feiertage.

      • @ Leszek

        Dir auch frohe und gesegnete Weihnachten. Und Deinem ganzen Wohnküchenkollektiv obendrein.

        Hach, was bin ich doch für ein guter Christ 🙂

  3. @ Christian:

    Erstens: Schreib mal nicht so viele Artikel. Das sollte dein guter Vorsatz für’s nächste Jahr sein. Schreib einfach alle zwei Tage ein Artikel. Dadurch können die Diskussionen auch besser geführt werden und erreichen mehr Tiefe. Es wird ein bißchen Flüchtigkeit aus deinem Blog genommen.

    Das ist mein Wunsch an dich für’s nächste Jahr. Wäre nett, wenn du den erfüllst.

    Ich denke, die Diskussionen können davon profitieren. Es wird nicht jeden Tag wieder neu eine Sau durch’s Dorf geritten.

    Zweitens: Sind deine Älteren eigentlich auch Heiden so wie du?

    Was ist mit denen eigentlich los?

    @Zhen: Du solltest Co-Autor bei Bluthilde werden.

    Wie erklärst du dir eigentlich die vielen Milionen von Toten unter kommunistischer Herrschaft in China?

    • @Kirk

      „Schreib einfach alle zwei Tage ein Artikel. Dadurch können die Diskussionen auch besser geführt werden und erreichen mehr Tiefe.“

      Es kann jeder so lange diskutieren wie er will. Ich schließe ja keine Diskussionen. Ich finde die Frequenz soweit für mich ganz gut.

      „Sind deine Älteren eigentlich auch Heiden so wie du?“

      Nein, sie sind klassische moderne Christen, also nicht sehr religiös. Aber ich arbeite daran 😉

  4. @ Kirk

    *Erstens: Schreib mal nicht so viele Artikel. Das sollte dein guter Vorsatz für’s nächste Jahr sein. Schreib einfach alle zwei Tage ein Artikel. Dadurch können die Diskussionen auch besser geführt werden und erreichen mehr Tiefe. Es wird ein bißchen Flüchtigkeit aus deinem Blog genommen.*

    Fände ich auch vernünftig. Einen Artikel mindestens 2, vielleicht sogar 3 Tage stehen lassen, das entlastete Dich, Christian und die Leser.

    *Wie erklärst du dir eigentlich die vielen Milionen von Toten unter kommunistischer Herrschaft in China?*

    Das ist ganz einfach zu erklären:

    Ursache ist die übergroße Empathie, Lenins, Trotskys, Stalins, Maos, Kim Il Sungs, Pol Pots usw.

    Es ist ja dem Kommunsimus in keinem einzigen Falle gelungen, die Lebensverhältnisse zu verbessern, im Gegenteil: Nach der Revolution war es um Gfößenordnungen schlimmer als vor der Revolution.

    Der alte, raffgierige Adel wurde ersetzt durch einen neuen, noch weitaus raffgierigeren und brutaleren Adel, jene Menschen, die sich in den rücksichtslosen Machtkämpfen zuvor an die Spitze gemetzgert hatten und die diese Schlächter methoden auch weiterhin anwandten, hatten die doch ihre machttaktische Effizienz bewiesen. Sie hatten schließlich genau damit gesiegt.

    Never change a succesful method.

    Man hat’s ja auch gesehen.

    Gleichzeitig nahm man den Menschen auch noch das Opium weg, so dasss die Qual der Verhältnisse ungemildert ihr Bewusstsein pfählen konnte.

    Das sahen die großen Brüder und Steuermänner natürlich in ihrer mitfühlenden Wwsensart und beschlossen, wieder und wieder: „Genossen, das Elend ist nicht mehr mitanzusehen, es zerreißt uns Herz und Gemüt, es ist besser, wir schlagen sie tot als sie noch länger leiden zu lassen!“

    Gesagt, getan.

    Natürlich, sie hätten auch die Politik ändern können oder gar auf die Macht verzichten.

    Horribile dictu.

    Wer will das schon, hat er erst einmal ein paar Hundertrttausend oder ein paar Dutzend Millionen umgebracht, um die Position zu erreichen, die er jetzt aufgeben soll.

    Einfach so.

    Und dann sorgt auch noch der Zorn des Volkes für Atemnot und Beklemmungsgefühle.

    All die vielen, deren Söhne, Töchter, Brüder, Schwestern, Mütter, Väter man erschossen, verbrannt, vergast hat (Bauernaufstände in Zentralrussland, u.a. mittels großzügigem Giftgaseinsatz von Trotzkys Liebling, dem späteren Marschall Tuchatschewski, den dann Stalin liquidieren ließ, niedergeschlagen). Oder man ließ sie ganz einfach verhungern, zu Millionen und Millionen und Millionen.

    Ging ganz ohne Gas und Blei, war mindestens so effektiv.

    • Ich verstehe nicht, was diese Polemiken immer sollen. Mao war ein friedliebender Mensch. Wenn er überhaupt jemanden getötet hat, dann nur im Krieg aus Notwehr, um nicht selbst vom Feind erschossen zu werden. Mao hat dem chinesischen Volk zum ersten Mal in seiner Geschichte Frieden und Wohlstand gebracht. Davon merkt man heute natürlich nichts mehr, weil der Hohlkopf und Verräter Deng Xiaoping das Volk ans Kapital ausgeliefert hat.
      Auch bezüglich Stalin scheinen dir irgendwelche Fantasiezahlen im Kopf herumzugeistern, die einfach von jedem, der während Stalins Regierungszeit gestorben ist, annehmen, er sei durch Stalin gestorben.

      Selbst wenn man Tote dem System zurechnet, schneidet kein System so schlecht ab wie der Kapitalismus. Gäbe es das demokratische Deutschland noch, wäre ich längst drüben.

  5. Nein, sie sind klassische moderne Christen, also nicht sehr religiös. Aber ich arbeite daran.

    Hallo Christian, altes Haus,

    dann gehörst du also zu den missionierenden Atheisten. Was versprichst du dir denn davon, deine Eltern zum religiösen Atheismus zu bekehren?

    Es wäre wirklich nett, wenn du mal über das Quantitätsproblem bei deinem Blog nachdenkst. Auch Roslin denkt ja so wie ich. Dein Verweis, daß man ja weiter diskutieren kann, stimmt natürlich formal. Aber real läßt sich die Diskussion eben nicht weiterführen, da die meisten schon beim nächsten Thema sind.

    Im Moment habe ich zum Beispiel auch ein größeres Privatheitsgefühl, da wir hier schon den zweiten Tag diskutieren und das andere Thema wenig Resonanz hat.

    Meiner Meinung nach würde es die Qualität deines Blogs deutlich anheben und für die Leser attraktiver werden.

  6. @ Terminatus

    @ Roslin
    Ich gratuliere dir, du wirst in Kempers Buch namentlich erwähnt, welch’ Ehre 😉

    Ich will da auch rein! Ich bin rechtsextrem, homophob und vulkanophob.

    Hast du dieses Buch tatsächlich gelesen?

    Ich werde wohl zwecks Identitätsfindung demnächst NPD wählen.

  7. Roslin:

    @ Leszek

    Dir auch frohe und gesegnete Weihnachten. Und Deinem ganzen Wohnküchenkollektiv obendrein.

    Hach, was bin ich doch für ein guter Christ 🙂

    Gründe gefälligst selbst ein Blog, statt dich hier zu beweihräuchern.

    Und überzeuge Christian davon, die Artikelzahl zu reduzieren. Dann hast du wirklich etwas Gutes vollbracht.

    • @ Kirk

      Ich denke gar nicht daran.

      Das würde in Arbeit ausarten.

      Ich hätte viel weniger Zeit, um mit Tippse „Jack the Ripper jagt Prinzessin Turandot“ zu spielen.

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