Die verschiedenen evolutionären Interessen von Männern und Frauen und der sich daraus ergebende Konflikt

Ein interessanter Artikel zu den verschiedenen Interessen der Geschlechter und die daraus beruhenden Wettstreite:

Coevolutionary arms races between males and females have equipped both sexes with mutually manipulative and defensive adaptations. These adaptations function to benefit individual reproductive interests at the cost of the reproductive interests of oppositesex mates, and arise from evolutionary dynamics such as parental investment (unequal reproductive costs between the sexes) and sexual selection (unequal access to opposite-sex mates). Individuals use these adaptations to hijack others’ reproductive systems, psychological states, and behaviors—essentially using other individuals as extended phenotypes of themselves. Such extended phenotypic manipulation of sexual rivals and opposite-sex mates is enacted by humans with the aid of hormones, pheromones, neurotransmitters, emotions, language, mind-altering substances, social institutions, technologies, and ideologies. Furthermore, sexual conflict may be experienced at an individual level when maternal genes and paternal genes are in conflict within an organism. Sexual conflict may be physically and emotionally destructive, but may also be exciting and constructive for relationships. By extending the biological concept of sexual conflict into social and cultural domains, scholars may successfully bridge many of the interdisciplinary gaps that separate the sciences from the humanities.

Quelle: Human Sexual Conflict from Molecules to Culture (Volltext, PDF)

Fand ich ganz interessant, weil viele der bekannten Konflikte und biologische Lösungsansätze der Geschlechter noch einmal zusammengefasst werden. Auch interessant ist der Gedanke, dass Männer und Frauen einander quasi als erweiterter Phänotyp nutzen, um die eigenen Gene weiterzugeben.

Der Artikel enthält relativ nahe liegende Punkte wie:

Although physical attractiveness is usually correlated with genetic and bodily health, sometimes simply possessing “sexiness” may be enough to attract a mate (Cornwell and Perrett, 2008), even if one’s overall success at survival or parasite resistance is sub-par. Scholars should consider this possibility when accounting for the presence of seemingly useless and even harmful human traits. To stress the point again, the crucible of evolution is reproduction, not survival. Likewise, and in line with parental investment theory, members of the lesser-investing sex (usually males) who may not possess high-quality genes may nonetheless attract sexual partners if they are willing and able to invest in childrearing. Therefore, possessing and displaying material resources and empathetic qualities that communicate nurturance, may be the product of an evolved, long-term mating strategy, notably for males (Khallad, 2005; Kruger, 2008).

Oder diesem:

Sexual conflict takes on psychological dimensions when it is manifested in the expression of certain thoughts, emotions, and behaviors. Thus, sexual differences at the molecular and anatomical levels are reflected at the level of mental functions. Men’s psychology was shaped by selection to be interested in novel sexual partners and to assume that a woman may be interested in sex, whether she is or is not (Haselton and Buss, 2000). For ancestral males, this would have been a profitable reproductive strategy as it was likely to increase a man’s genetic representation in the next generation. Women, on the other hand, were selected to be wary of casual sexual encounters and to assume that a man is uninterested in a long-term relationship, whether he is or is not (Haselton and Buss, 2000). For ancestral females, this reproductive strategy would have been beneficial to their genetic interests as they were thereby less likely to invest in genetically inferior offspring or grant sexual access to males that were unwilling to provide for them or their children.

Aber auch exotischeren wie diesem:

reproductive choice (e.g., Gallup, Burch, and Platek, 2002; Goetz et al., 2005). Research suggests that the per-copulation risk of pregnancy is higher for rape than for consensual sex (Gottschall and Gottschall, 2003). There may be other explanations and criticisms of such findings, but if true, we must further examine the possibility that some men may have evolved predatory adaptations that are activated during coercive sexual encounters with women (Gottschall and Gottschall, 2003). The evidence for this comes from findings demonstrating the presence of follicle-stimulating-hormone (FSH) and luteinizing hormone (LH) in semen. These hormones normally function to stimulate the maturation of an egg and its subsequent release. That semen contains these hormones is indicative of their manipulative function in stimulating female ovulation. Rapists may possess higher concentrations of these hormones than non-rapists, or men’s concentrations of FSH and LH may increase when in coercive sexual encounters with women.

68 Gedanken zu “Die verschiedenen evolutionären Interessen von Männern und Frauen und der sich daraus ergebende Konflikt

    • Das Elend in Nordkorea hat zwei Ursachen:

      1. Die imperialistische Supermacht USA erpresst und bedroht Nordkorea. Daher muss sich Nordkorea hochrüsten und kann nicht nur den Wohlstand des Volkes aufbauen. Nordkorea (die DDR Asiens) war mal reicher als Südkorea. Durch den jahrzehntelangen Abwehrkampf wurden aber viele Mittel aufgezehrt. Die USA exportieren eben Elend in alle Welt.

      2. Die Führung hat den Fehler gemacht, Nordkorea für das Kapital zu öffnen, Märkte, Tausch- und Geldwirtschaft zuzulassen. Das sind alles verhängnisvolle Fehler, die auch der DDR schon das Genick gebrochen haben. Das Geld muss abgeschafft werden, damit es keine Ausbeutung mehr gibt und die Produktivkräfte entfesselt werden zur umfassendsten Bedürfnisbefriedigung. Die Wertproduktion muss eliminiert werden, damit keine falschen Anreize gesetzt werden, damit statt für den Profit für die Bedürfnisse des Volkes produziert wird. Man höre dazu den legendären Vortrag von Peter Decker (Mitglied der Marxistischen Gruppe) im Jahre 1991 in Berlin vor Planern der gerade untergegangenen DDR. Einfach genial, wie ein im Kampf im Westen gestählter Marxist die realsozialistischen Waschlappen belehrt und ihnen ihre Abweichungen von der reinen Lehre vorhält.

  1. Die Erkenntnis, dass sich unterschiedliche mating-Strategien evolviert haben, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, widerspricht auch der pseudowissenschaftlichen und extrem simplifizierenden Lehre von „Pickup“, die leider einen großen Schandfleck auf diesem ansonsten sehr interessanten Blog darstellt.

    • Die Erkenntnis, dass sich unterschiedliche mating-Strategien evolviert haben, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, widerspricht auch der pseudowissenschaftlichen und extrem simplifizierenden Lehre von „Pickup“, die leider einen großen Schandfleck auf diesem ansonsten sehr interessanten Blog darstellt.

      @ antigenderfa

      Schandfleck finde ich etwas hart formuliert. Ich halte die „Pickup-Lehre“ ganz einfach für Trivialpsychologie, die etwas pubertär anmutet.
      Diese Art der simplifizierenden Psychologie findet sich in unzähligen Zeitschriften, die dem Mann und der Frau erklären, wie „Männer und Frauen ticken“. Wer das ernst nimmt ist doch selbst schuld.

      • „Wer das ernst nimmt ist doch selbst schuld.“

        Das sehe ich aber nicht so. Hochwertige Uhrglas-Frauen werden so von Betas im Alpha-Gewand getäuscht, paaren sich mit ihnen in der irrigen Annahme, eine gute Wahl getroffen und zu haben und setzen minderwertiges Genmaterial in die Welt, während die natürlichen, durch Evolution entstandenen Alphas längst ausgewandert sind, wenn man Roslin Glauben schenken darf. Das ist der Untergang des kulturell überlegenen Abendlandes.

      • Nachtrag:

        Die ausgewanderten Alphas bemächtigen sich der dortigen hochwertigen Uhrglas-Frauen, weil die ja einem fremden Clan angehören und somit ausgewiesenermaßen Beute sind, setzen durch diese erstklassiges Genmaterial in die Welt, das zu starken, mutigen Kämpfern heranwächst, allerdings mit fremden Ideologien erzogen wird, weil Erziehung Frauensache ist, und den Westen im Handstreich erledigt. DAS ist der Untergang des überlegenen Abendlandes.

      • Das bezieht sich auf das natürliche Selektionsverhalten gesunder Alpha-Männer, die Frauen mit einem Hüft-Taillen-Verhältnis von ca. 0,7 präferieren, auch Uhrglas-Figur genannt. Quelle: Roslin, 2010-2011, ebenhier

        Die Uhrzeitkrebse, auch Clockcrab genannt, geben bei ihrer sexuellen Selektion vielleicht anderen Kriterien nach, aber dazu habe ich noch keine Studie gefunden. Hat Bourdieu was dazu geschrieben? 🙂

      • Könnte es sein, dass das Sanduhrfigur heisst? Die Form eines Uhrglases bekomme ich beim besten Willen nicht geistig in Verbindung mit der Körperform einer Frau, gleich welche bizarren Körperformfetische es in der Hinsicht geben kann. Es sei denn, Roslin steht auf weibliche Flundern.

        „Hat Bourdieu was dazu geschrieben?“

        Mach dich nur lustig, aber Urzeitkrebse sind ja eine Art billigen Ersatzes für „echte“ Haustiere und dazu gäbe es soziologisch sicher einiges zu sagen.

      • „Könnte es sein, dass das Sanduhrfigur heisst?“

        Ach herrjeh, da sieht man mal, was passiert, wenn man Analysen und Studien nur ungenau wiedergibt. Konfusion und Rätselraten.

        „Mach dich nur lustig, aber Urzeitkrebse sind ja eine Art billigen Ersatzes für „echte“ Haustiere und dazu gäbe es soziologisch sicher einiges zu sagen.“

        Na klar, damit bringen Unterschichten-Eltern ihren Kindern bei, wie man sich kümmert. Ein echtes Haustier ist zu teuer im Untehalt. Ich hatte die auch. Dabei stamme ich aus dem kleinbürgerlichen Milieu. Die wollten wohl verhindern, dass ich ein Standesdünkel entwickele.

      • Oft landen die Urzeitkrebse sicher im Abfluss, wen man ihrer überdrüssig wird. Finde ich problematisch, Lebewesen als Zeitschriftenbeilage zu verwenden, auch wenn sie vielleicht kein Bewusstsein, kein Schmerzempfinden o.ä. haben.

      • „Oft landen die Urzeitkrebse sicher im Abfluss, wen man ihrer überdrüssig wird.“

        Meistens ist das Glas vorher ausgetrocknet und wird samt krustigen Resten dem Altglas zugeführt. Nee moment, Recycling lohnt ja erst ab einem bestimmten Refund. In die Zukunft der Kinder zu investieren lohnt sich doch bestimmt erst ab dem Bildungsbürgertum.

      • „In die Zukunft der Kinder zu investieren lohnt sich doch bestimmt erst ab dem Bildungsbürgertum.“

        Gerade das signifikante Merkmal des aufsteigenden Kleinbürgertums ist ja die Bildungsbeflissenheit, mit der man den sozialen Aufstieg erreichen will. Da das Kleinbürgertum oft über wenig mehr finanzielle Mittel als die unteren Klassen verfügt, muss es sich die Bildung seiner Kinder vom eigenen Konsum absparen. Daher das asketische Ideal, sparsamer Konsum und Selbstdisziplin, und in der Regel das Einzelkind. Untere Klassen und Bürgertum können sich mehr Kinder leisten, im ersten Fall sind es halt ein paar Esser mehr am Tisch, in die auch nicht groß investiert wird, im zweiten Fall verfügt das Bürgertum über genug finanzielle Mittel, um mehreren Kindern eine exzellente, teure Ausbildung zugute kommen lassen zu können.

    • Ich sehe die Sache mit PU auch entspannter. Persönlich lehne ich PU ab. Ich glaube allerdings, dass PU sehr wohl, vor allem jungen Männern, ein Instrument in die Hand gibt, mit welchem wenigstens ein gewisses Gleichgewicht im Geschlechter“sexual“kampf hergestellt werden kann. Und das begrüße ich in der Tat.

  2. reproductive choice (e.g., Gallup, Burch, and Platek, 2002; Goetz et al., 2005). Research suggests that the per-copulation risk of pregnancy is higher for rape than for consensual sex (Gottschall and Gottschall, 2003). There may be other explanations and criticisms of such findings, but if true, we must further examine the possibility that some men may have evolved predatory adaptations that are activated during coercive sexual encounters with women (Gottschall and Gottschall, 2003). The evidence for this comes from findings demonstrating the presence of follicle-stimulating-hormone (FSH) and luteinizing hormone (LH) in semen. These hormones normally function to stimulate the maturation of an egg and its subsequent release. That semen contains these hormones is indicative of their manipulative function in stimulating female ovulation. Rapists may possess higher concentrations of these hormones than non-rapists, or men’s concentrations of FSH and LH may increase when in coercive sexual encounters with women.

    Dem kann ich das:
    http://www.thedailybeast.com/newsweek/2009/06/19/why-do-we-rape-kill-and-sleep-around.html , bzw. das:
    http://factsanddetails.com/world.php?itemid=1467&catid=56&subcatid=361
    entgegenhalten.
    Auch hier: http://instruct.uwo.ca/psychology/371g/Smith2001.pdf

    • @ Szygy

      Eine Feministin wie Frau Begley mag Evo-Psychologie nicht.

      Schön.

      Das ist nichts Neues.

      Sie betont:“It depends.“

      Auch schön.

      Nur hat Evolutionspsychologie nie etwas anderes behauptet.

      Wie üblich, erledigt sie einen Strohmann.

      Menschliches Verhalten wird von inhärenten Zügen weithin nur disponiert, nicht determiniert.

      Diese Dispositionen können, unter Druck, in Anpassung an Umweltbedingungen, willentlich überspielt werden.

      Nur: Wieviel Kraft kostet das, wie gerne macht ein Mensch das?
      Rudert er mit dieser Verhaltensanpassung mit dem Strom oder gegen den Strom siener Instinkte, fühlt er sich wohl mit ihr oder unwohl, erhöht sie seine Lebenslust oder mindert sie sie, passt die ihn umgebende Soziokultur wie ein gut geschnittener Anzug oder zwickt sie wie eine zu enge Hose oder ist sie gar eine Zwangsjacke, die ihm eine quälend-schmerzafte Haltung aufzwingt und die er bei erster Gelegenheit von sich wirft?

      All diese Fragen werden durch das Absingen des Mantras „It depends“ nicht beantwortet.

      Denn Tatsache ist doch, dass „it depends“ nicht alles ist.

      Auch die brachialsten Versuche, durch radikal geänderte Soziokultur, durch totalitäre Gewalt erzwungene Verhaltensänderungen dauerhaft den neuen Menschen zu schaffen, haben zwar Menschen zur Anpassung gezwungen, aber diese Anpassungen waren nicht von Dauer, haben die Lebenskraft der Menschen in den Gesellschaften, in denen sie versucht wurden, so gemindert, dass diese Gesellschaften daran krepierten.

      Lenin, Stalin, Mao, sogar die Kibbuznik, die mit jenen erst genannten nicht vergleichbar sind außer in ihrem energischen Willen, den neuen Menschen zu schaffen, sind allesamt gescheitert.

      It depends beschreibt offensichtlich nicht den entscheidenden Mechanismus, der menschliches Verhalten in der Tiefe steuert.

      Sonst wären die Lenins, Stalins, Maos nicht gescheitert.

      Sollte Nordkorea eines Tages frei werden, werden wir feststellen, dass auch dort kein neuer Mensch entstanden ist, dass Männer und Frauen sich sehr unterschiedlich-geschlechtstypisch verhalten werden und die alten Geschlechterklischees werden eine ganz gute Vorhersage ermöglichen, wie dieses Verhalten aussehen wird.

      Der Hinweis darauf, dass menschliches Verhalten manipulierbar ist, dass es von Rahmenbedingungen abhängt, ist eine Banalität, erledigt einen Strohmann, aber nicht evolutionäre Psychologie.

    • Sharon Begley:

      But evo psych’s claims that human behavior is constrained by mental modules that calcified in the Stone Age make sense „only if the environmental challenges remain static enough to sculpt an instinct over evolutionary time,“ Pigliucci points out. If the environment, including the social environment, is instead dynamic rather than static—which all evidence suggests—then the only kind of mind that makes humans evolutionarily fit is one that is flexible and responsive, able to figure out a way to make trade-offs, survive, thrive and reproduce in whatever social and physical environment it finds itself in. In some environments it might indeed be adaptive for women to seek sugar daddies. In some, it might be adaptive for stepfathers to kill their stepchildren. In some, it might be adaptive for men to be promiscuous. But not in all. And if that’s the case, then there is no universal human nature as evo psych defines it.

      Die Steinzeit währte, nach meiner Kenntnis, etwa zwei millionen Jahre. Die Existenzbedingungen der Steinzeitmenschen – und damit die Herausforderungen, die die Umwelt stellte – wandelten sich fundamental erst mit der neolithischen Revolution.

      Warum sollte das nicht genug Zeit gewesen sein, um Instinke evolutionär zu prägen?

      Selbstverständlich kann Mensch seine Instinkte überwinden, das heißt aber wohl nicht, dass sie nicht vorhanden wären.

      Instinkte können ja auch widersprüchlich sein bzw. je nach Situation „aktiviert“ werden: Innerhalb eines Jäger- und Sammlerclans wird Vergewaltigung selbstverständlich eine sehr schlechte Fortpflanzungsstrategie sein, aber wenn der Nachbarclan überfallen wird sieht die Sache aber ganz anders aus. Eine Kosten/Nutzenanalyse innerhalb eines Clanes widerlegt von daher eher nichts.

      Ebenso z.B. das Attraktivitätsmuster „waist to hip ratio“: In einer Umwelt, in der Frauen hart arbeiten müssen wird möglicherweise der „Barbie-Instinkt“ in den Hintergrund gedrängt. Das heißt aber nicht, dass er nicht durchschlagen würde, wenn gebratene Tauben fast vom Himmel fallen.

      Es scheint mir der übliche Strohmann-Evolutionsbiologe zu sein, der hier erledigt wird. Sebstverständlich sind wir mehr als ein Cluster fest verdrahteter Module.

    • @Roslin:

      (Cross-Post, habe zwischenzeitlich nicht aktualisiert)

      Eben. Sozialkonstruktivisten machen aus „it depends on..“ ganz schnell „it is arbitrary“.

      • @ Nick

        Könnte mich genauso gut bei Dir „entschuldigen“. Habe Deine Anmerkungen zu Begley auch erst jetzt gelesen (war vorher mit dem 2. Text, den Szygy verlinkt hatte, beschäftigt).

        Wir sind unabhängig voneinander zum selben Ergebnis gelangt.

    • @ Szygy

      Den zweiten von Dir verlinkten Text finde ich nicht kritikwürdig, halte ihn – im Gegensatz zu dem Begley-Text – für eine ernsthafte „innerdarwinistische“ Diskussion um Gewichtungen, Methoden, Grundannahmen.

      Nur ausgerechnet die Berechnung des repriduktiven Erfolges von Vergewaltigungen arbeitet mit Prämissen, die ich fragwürdig finde und die damit die ganze Berechnung fragwürdig machen.

      So berücksichtigen die Autoren nicht, dass offenbar die Ejakulation des Vergewaltigers selbst die Fruchtbarkeit des Opfers, seine Empfängnisfähigkeit, steigern könnte (LH und FSH im Sperma), gravierender noch: Sie gehen davon aus, dass Vergewaltigungen vor allem innerhalb des eigenen Clans/Stammes stattfanden.

      Diese Annhame ist nicht plauisbel. Gerade innerhalb der eigenen Gruppe würde ich relativ wenige Vergewaltigungen erwarten, eben wegen der die soziale Kohäsion sprengenden Konsequenzen einer solchen Tat.

      Ich nehme an, wenn Vergewaltigung eine adaptierte Verhaltensmöglichkeit von Männern ist, dann hat sie sich entwickelt durch die Vergewaltigung von Frauen, die nicht zur eigenen Gruppe gehörten, Frauen, die einer feindlichen Gruppe angehörten z.B., möglicherweise im Zusammenhang mit Frauenraub, einer gängigen Praxis der Kriegführung.

      Die Vergewaltigung feindlicher Frauen wird erst in neuzeitlichen Kriegen, bei dem Versuch, Krieg zu „humanisieren“, sanktioniert.

      Zwischen Stämmen/Clans ist Frauenraub oft das eigentliche Ziel des Unternehmens.

      Frauen waren Beute, man führte sie weg und zumindest der erste Geschlechtsverkehr mit einer solchen Frau war immer eine Vergewaltigung, aber eine „erlaubte“, die die eigene Gemeinschaft nicht sanktionierte.

      Die Sanktionierung der Vergewaltigung ist ja eine wesentliche Grundannahme, die die Autoren brauchen, um zu dem gerngen Reproduktionserfolg zu gelangen, den sie für Vergewaltigungen errechnen.

      Die ganze Berechnung, da von falschen Voraussetzungen ausgehend, ist deshalb falsch.

      • Alexander

        o „Frauen waren Beute, man führte sie weg und zumindest der erste Geschlechtsverkehr mit einer solchen Frau war immer eine Vergewaltigung, aber eine „erlaubte“, die die eigene Gemeinschaft nicht sanktionierte.“

        Du, jetzt langsam wird mir die tiefe Schicht der Ehe und Vergewaltigung bewusster: Vergewaltigung wurde mit der Erfindung der Ehe als Institution legitimiert. Deswegen kann ich in der Ehe nicht glücklich werden?

      • Alexander

        o „Frauen waren Beute, man führte sie weg und zumindest der erste Geschlechtsverkehr mit einer solchen Frau war immer eine Vergewaltigung, aber eine „erlaubte“, die die eigene Gemeinschaft nicht sanktionierte.“

        Du, jetzt langsam wird mir die tiefe Schicht der Ehe und Vergewaltigung bewusster: Vergewaltigung wurde mit der Erfindung der Ehe als Institution legitimiert. Deswegen kann ich in der Ehe nicht glücklich werden?

        Du nochmals: Im „trüben“ Mittelalter gab es bessere Zeiten, wo das Geld floss und freiwillig ausgegeben wurde. Die Hexen-Verfolgung z. B. gehörte laut Berger zu den Erscheinungen des kranken Geld-Systems. In einer globalen Panik wurden Frauen (und Männer) als Hexen verbrannt, weil sie als Schuldige in erster Linie durch Kirche definiert und auf dem Alter gelegt wurden.

      • @ Staro

        Vergewaltigung, Staro, ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

        Die Mehrheit der Vergewaltiger ist männlich. Warum, das versucht Evolutionspsychologie zu erklären.

        Auch, warum das überall auf der Welt so ist und warum es keine Gesellschaft ohne Vergewaltigung gibt, nur Gesellschaften, in denen Vergewaltigung häuiger, seltener, sehr selten vorkommt.

        Bei Dir, Staro, scheint es, wird aus der Aussage: „Die Mehrheit der Vergewaltiger ist männlich“ die Aussage „Die Mehrzahl der Männer vergewaltigt“.

        Das ist falsch.

        Entspricht aber der üblichen feministischen Methode, dysfunktionale Verhaltenweisen, die einige wenige Männer zeigen, zur männlichen Norm zu erklären, um MÄNNLICHKEIT AN SICH zu diffamieren, ihre Neukonstruktion nach feministischen Vorgaben von Grund auf zu fordern durch Umerziehung der Jungen/Männer und damit dann vor allem Jungen zu quälen.

        Deshalb ist diese Vorgehensweise nicht einfach nur irrig, sondern bösartig, menschenfeindlich, männerfeindlich.

      • Alexander

         „Auch, warum das überall auf der Welt so ist und warum es keine Gesellschaft ohne Vergewaltigung gibt, nur Gesellschaften, in denen Vergewaltigung häuiger, seltener, sehr selten vorkommt.“

        Wenn ich richtig informiert bin, gibt es in matriarchalen Gemeinschaften diese Exzessen nicht!
         „Bei Dir, Staro, scheint es, wird aus der Aussage: „Die Mehrheit der Vergewaltiger ist männlich“ die Aussage „Die Mehrzahl der Männer vergewaltigt“.
        Das ist falsch.“

        Habe ich auch nicht gesagt. Du scheinst eine Verdrehungs-Rede-Kunst haben. Irre ich mich? Ist das Wissenschaft?

         „Deshalb ist diese Vorgehensweise nicht einfach nur irrig, sondern bösartig, menschenfeindlich, männerfeindlich.“

        .. sehe ich auch so und wundere mich, dass Männer an diesem System der Herren immer noch festkleben.

      • @Staro: Als ob die Matriarchalen Stämme einen pubs mehr Verständnis oder Mitleid für ihre Feinde hätten als die Patriarchalen.

        Im Zweifelsfall ist das selbst im Matriarchat eine gute Idee der Kriegsführung. Vergewaltigung traumatisiert Frauen. Traumatisierte Frauen sind noch irrationaler als gewöhnlich. Irrational handelnde Feinde sind gute Feinde.

        Ergo: Warum nicht die eigenen Männer das Genmaterial des Stammes weiterverteilen lassen?

        Vergewaltigung in der eigenen Gruppe ist disfunktionales Verhalten, bzw. sozial erzwungen. Es kann und wird also auch in den muttikultigen Matriarchaten passieren.

    • Haselnuss

      1. „„the crucible of evolution is reproduction, not survival“
      Wer schreibt solchen Mist?”

      Ich nicht. Ich habe grade wieder ein Hindernis überstanden. Mein Mann und sein Vater haben mich gestern buchstäblich verarscht. Mein Mann ruft mich von seinen Eltern aus an und fragt: Möchtest Du Heringe? Jaaa, sagte ich nachdenklich, einen hätte ich gegessen. Er brachte ganze Menge Heringe nach Hause. Nur, sie waren roh und mussten von mir zubereitet werden. Als ich meine Empörung meinem Mann gegenüber geäußert habe, tat er „ich nicht schuld“ und ich durfte diesen Schlamassel wieder ausbaden und meine Zeit am Herd verbringen!

      Na ja, ist nicht so schlimm. Ich mag Heringe im Essig http://kuchennewzlotyiupadki.blox.pl/2008/12/Sledzie-w-occie-z-cebula.html Da habe ich lediglich neuen Angriffs-Stoff in der Hand!

    • Haselnuss

      „Wer schreibt solchen Mist?“

      Prof. Berger bittet als Lösung eine Liege-Gebühr auf dem Konto. Na ja, dann wäre es mit meinem „sich gehackt legen“ trübe….

      • Haselnuss

        Zurzeit bin ich der Gewinner des Systems, weil ich nicht arbeite, also kein Geld fließen lasse und durch „Kauf-Verzicht“ keine Zinsen zahle. Bin ich nicht ein cleveres Kerlchen?

      • @ Staro

        *Trotzdem gehöre ich zu den Verlieren des Systems, weil ich mein Leben allein aus meiner Hand nicht führen kann!*

        Dann brauchst Du Hilfe?

        Und musst dem, der Dir helfen soll/muss eine Gegenleistung zahlen?

        Und das willst Du nicht?

        Tja, Staro, in einer matriarchalen Subsistenzwirtschaft könnte ich nicht so leben wie ich will, weil ich als Mann nicht gleichberechtgt wäre.

        Wieso erhoffst Du Dir dann von Männern Unterstützung für diese Gesellschaftsordnung, die Deine Bedürfnisse besser erfüllte als meine und die vieler anderer Männer?
        Mit welchem Recht erwartest Du von Männern, sie sollten hinnhemen, was Du selbst nicht hinnhmen willst?

      • Alexander

         „Dann brauchst Du Hilfe?
        Und musst dem, der Dir helfen soll/muss eine Gegenleistung zahlen?“

        Und Du bist mit Sicherheit ein Meister, der einer armen Polin gnädigerweise Hilfe bitten kann?

      • Haselnuss

        Wusstest Du, dass in Europa mal 300 Jahre Friede waltete, als Preise für Liege-Plätze einkalkuliert wurden (Prof. Berger). Da entstanden auf den Plätzen der alten Rituale die großen Kathedralen, die von zivilisierten Kunst-Kennern bewundert werden.

      • Hasselnuss

        Hasselnuss

        Nochmals Ps.:

        Ich bin noch im Thema Mittelalter: Nachdem die „Mächtigen“ ihr Geld für Kathedrale-Bau ausgaben und am Ende des Jahres immer noch was auf der hohen Kante liegen hatten, spendeten sie Geld der Kirche für die Seeligkeit, damit sie kein Liege-Geld bezahlen mussten. So versuche ich auch die Essenreste nicht einfach wegzuschmeißen, sondern an die Tiere weitergeben, damit ich mir auch ein schönes Plätzchen im Himmel verdiene (Du weißt, ich war mal katholisch!). Mit einem ehren-werten Lehrer oder Lehrerin kann ich dann den Gewinn teilen – weil Alexander hier seine Dienste angeboten hat.

      • Hasselnuss

        Um die Ps.-Reihe abzuschließen:

        Auch interessant: Die Arbeit betrug damals 4-Wochen-Tage mal 6-7 Stunden und die Lebens-Art war üppig, und nicht erbärmlich wie heute. Damals saß ich nicht tränen-vergissend in der Küche mit Kochlöffel in der Hand, sondern ließ meinen Körper in den Lüften sanft schwingen. Das war ein Leben!- – sag ich Dir

        Und die Leute waren nicht so Loser wie heute! Als die Fürsten den Untertanen immer mehr gewaltsam Geld auspressen wollten, d. h. mehr als 20 % pro halbes Jahr kassierten und die Münzen wert-los machten, bestanden die Leute auf wert-volles Geld http://de.wikipedia.org/wiki/Joachimstaler) Ja, der Kampf brachte aus. Die Leute, die nicht dumm waren, legten ihr Erspartes zuhause auf die hohe Kante und die Fürsten mit anderem Gelumpt gingen Pleite (willkommen im Patriarchat des 21. Jahrhunderts). Die düsteren Zeiten des Mittelalters mit Pesten, Kriegen und Hexen-Verfolgung brachten aus.

        Davon haben wir im Schulunterricht erfahren, weil nach Prof. Berger der Geschichte-Unterricht eine reine Kriegserstattung ist. Der Krieg war und ist auch eine clevre Angelegenheit. Alles ist zerstört, muss also neu aufgebaut werden und dabei FLISST GELD.

        Und eine Rundum soziale Versorgung hatten sie zu der guten Zeit auch. Das hätte – glaube ich – dem Alexander als Arbeits-Geber nicht gefallen: Die großen Herren, die Arbeits-Geber waren lebenslang verpflichtet die Bediensten mit sämtlichen Familien-Angehörigen zu versorgen (Renten- und Kranken-Versicherung, Kinder-Geld und sämtlichen anderen Versorgungs-Pflichten). Versorgung und Teilnahme an Festen für die Versorgten war sichergestellt. Diese herrliche Friedens-Zeit wurde durch die menschliche Gier beendet. Im Vergleich: Wenn wir es heute schaffen ein stabiles System des fließenden Geldes zu installieren, wäre uns geholfen. Wir müssten nicht Kriege finanzieren, damit alles wieder vom Vorne anfangen kann. Wir bräuchten auch nicht die Umverteilung vom unten nach oben.

        1700 Menschen verhungern auf der Welt innerhalb 1 Stunde! – sagt Prof. Berger. Er ist auch anderer Meinung als Alexander. Er meint, der wunderbare blaue Planet könnte locker 10 Mrd. Menschen versorgen. Wie die Fliegen fallen die Menschen in Europa noch nicht zum Boden. In armen Länder der 3. Welt, wo die göttlichen Schöpfer hohe Kredite den Macht-Inhabern erteilen, ist es tatsächlich so, dass Menschen wie die Fliegen zum Boden fallen. Wen interessiert es aber, wenn wir hier heute von langer Weile abkratzen (Depressionen)!

        Dies alles zu durchschauen, wäre für ein Kindergarten-Kind nicht schwer. Die demokratischen Parteien, Wissenschaftler samt der Diktatoren der Welt schweigen aber, damit sie nicht zahlen müssen. Kritik wird nicht zur Kenntnis genommen. Mir fällt nur noch eins ein: Guillotine!

      • @ Staro

        *Mir fällt nur noch eins ein: Guillotine!*

        OK.

        Du hast mich überzeugt, Guillotine.

        Fangen wir mit Dir an.

        Is‘ ja doch humaner als verbrennen und erspart einem das endlose Geplärre.

      • @ Staro

        *Du musst mich aber zuerst fangen!*

        Gebongt, Staro.

        Wenn Du erst einmal unter dem Fallbeil liegst – etwa so wird das dann aussehen, bist ja recht hübsch, wie ich dem gelöschten Link von Leszek entnehmen konnte – so also wird das dann aussehen:

        werde ich Dich dreimal laut, vernehmlich, unmissverständlich fragen: „Liebe Staro, hast Du irgenwelche gewichtigen Einwände gegen Deine Beförderung vom Leben zum Tode durch Abtrennung Deines Kopfes vom Rumpf zu erheben? Wenn ja, dann äußere sie jetzt mit klarer deutlicher Stimme oder schweige für immer!“.

        Wenn ich auch beim dritten Mal nichts weiter höre als unvertändliches Genuschel, werde ich Meister Peter bitten müssen die Reißleine zu ziehen und – padautz, dann ist es vorbei.

        Meister Peter wird das machen müssen, denn ich bin dafür viel zu sensibel.

        Außerdem meine spitzengezierte Hemdbrust, die weißen Manschetten, die Krawatte, das blaue Wämslein, mein zartes Gemüt – Du verstehst.

        Wahrscheinlich kann ich nicht mal hinsehen.

        Meister Peter dagegen, als Nachfahre einer alteingesessenen Schweizer Henkersdynastie (darauf hatten wir uns, glaube ich, geeinigt) wird das freudig mit sachkundiger Hand tun, kann er doch so endlich wieder einmal evolvierten Familieninstinkten fröhnen.

        Ich werde Dir nur, zärtlich-elegant, wie es meine Art ist, die Fesseln anlegen und den Knebel verpassen.

        Der Kenbel ist nötig, damit das Prozedere nicht durch endloses Genörgel unnötig in die Länge gezogen wird.

        Wir wollen Dich ja nicht sinnlos quälen, sondern nur hinrichten.

      • Alexander

        „„Liebe Staro, hast Du irgenwelche gewichtigen Einwände gegen Deine Beförderung vom Leben zum Tode durch Abtrennung Deines Kopfes vom Rumpf zu erheben? Wenn ja, dann äußere sie jetzt mit klarer deutlicher Stimme oder schweige für immer!“.“

        Wie ist es in der Bibel geschrieben? „Dein Wille geschehe…“ – du Affe!

        „Meister Peter wird das machen müssen, denn ich bin dafür viel zu sensibel.“

        Dieses Gelaber kennen wir bei den Sado-Macho-Typen, ne? – „Ich werde Dir nur, zärtlich-elegant, wie es meine Art ist, die Fesseln anlegen und den Knebel verpassen.“

        Lebe wohl Alexander!

      • @ Staro

        *Wie ist es in der Bibel geschrieben? „Dein Wille geschehe…“ – du Affe!*

        Ja, ich sach doch nichts anderes: „Mein Wille geschehe.“

        Ist das etwa zuviel verlangt?

        Gut.

        Wir können Dich auch immer noch verbrennen.

    • Es ging mir um diesen einen Satz. Ich hätte noch andere Kritik, aber der Satz stach heraus.

      Denn Überleben ist eine notwendige aber nicht hinreichende Bedingung für Reproduktion.

      • Haselnuss

        o „Denn Überleben ist eine notwendige aber nicht hinreichende Bedingung für Reproduktion.“

        Daher muss in erster Linie die Subsistenz-Wirtschaft gesichert werden, damit Spielchen mit Bonbons möglich sind.

      • @Haselnuss

        Ich finde das durchaus einen wichtigen Unterschiede. Denn den Denkfehler auf Überleben abzustellen machen ja viele schon wegen „survival of the fittest“. Das Überleben ist aber nicht wichtig, evolutionär wirksam ist eben die Weitergabe der Gene. Und das kann zB eine Ameise mitunter am besten sicherstellen, indem sie sich auf einen Angreifer stürzt und dabei stirbt (ihn aber mit Hilfe anderer Ameisen zurückdrängt). Solange man in Überleben denkt, versteht man vieles nicht. Mit „Weitergabe der Gene“ oder „Anreicherung der Gene im Genpool“ ist man eher auf dem gedanklich richtigem Weg

    • Haselnuss

      1. „@haselnuss
      die genzentrierte Evolutionsbiologie. Aus gutem Grund: evolution kann nur bei Weitergabe der Gene erfolgen. Wer keine Nachkommen produziert oder produzieren läßt, dessen Mutationen wirken sich nicht aus.“

      Dieses „sich gehackt legen“ ist aus meiner Sicht ein Hoffnungsschema!

  3. Das Elend in Nordkorea hat zwei Ursachen:

    1. Die imperialistische Supermacht USA erpresst und bedroht Nordkorea. Daher muss sich Nordkorea hochrüsten und kann nicht nur den Wohlstand des Volkes aufbauen. Nordkorea (die DDR Asiens) war mal reicher als Südkorea. Durch den jahrzehntelangen Abwehrkampf wurden aber viele Mittel aufgezehrt. Die USA exportieren eben Elend in alle Welt.

    2. Die Führung hat den Fehler gemacht, Nordkorea für das Kapital zu öffnen, Märkte, Tausch- und Geldwirtschaft zuzulassen. Das sind alles verhängnisvolle Fehler, die auch der DDR schon das Genick gebrochen haben. Das Geld muss abgeschafft werden, damit es keine Ausbeutung mehr gibt und die Produktivkräfte entfesselt werden zur umfassendsten Bedürfnisbefriedigung. Die Wertproduktion muss eliminiert werden, damit keine falschen Anreize gesetzt werden, damit statt für den Profit für die Bedürfnisse des Volkes produziert wird. Man höre dazu den legendären Vortrag von Peter Decker (Mitglied der Marxistischen Gruppe) im Jahre 1991 in Berlin vor Planern der gerade untergegangenen DDR. Einfach genial, wie ein im Kampf im Westen gestählter Marxist die realsozialistischen Waschlappen belehrt und ihnen ihre Abweichungen von der reinen Lehre vorhält.

    Hallo Zhen,

    mit Freude lese ich, daß du auch ein begeisterter Anhänger von Kim Jong Il bist. Möge der geliebte Führer in Frieden ruhen.

    Die Nachricht über den großen Nachfolger hast du sicherlich mit Genugtuung gelesen. Ich verspreche mir von ihm einen ungeahnten Aufschwung Nordkoreas und ein Wiedererstarken der kommunistischen Idee.

    Nordkorea sollte strikt den Autarkie-Kurs weiterverfolgen, um so seinen Bürgern den größten Wohlstand zu ermöglichen.

    Hier die neuesten Informationen zum Großen Nachfolger:

    Trauer und Wut über den Tod des Geliebten Führers – Bluthilde

    • „mit Freude lese ich, daß du auch ein begeisterter Anhänger von Kim Jong Il bist.“

      Echt? Wo?

      „Nordkorea sollte strikt den Autarkie-Kurs weiterverfolgen, um so seinen Bürgern den größten Wohlstand zu ermöglichen.“

      Genau den Kurs hat es ja leider verlassen. Wohin das geführt hat, sieht man. Man müsste zurück zur Autarkie und die von der US-amerikanischen Marionettenregierung in Südkorea gesteuerten kapitalistischen Ausbeuter rausschmeißen. Geld, Tausch und Märkte verbieten und eine anarchosyndikalistische Basisdemokratie zulassen. Chomsky kann dazu sicher wertvolle Tipps geben.

      Kim Jong Il war, trotz all seiner Fehler, die Sonne des 21. Jahrhunderts. Ob es für ihn überhaupt einen Nachfolger geben kann, ist doch sehr die Frage, v.a. wenn der Nachfolger im kapitalistischen Ausland (Schweiz) indoktriniert wurde.

      Aktuelle Infos zum Tod des Geliebten Führers hier.

      • „Ist das ernst gemeint? Ich hoffe nicht!“

        Man kann eigentlich nur hoffen, dass Zhen so einiges nicht ernst meint, was er manchmal loslässt.

        Na ja, zumindest kann man nicht behaupten, dass dieser Blog keine exzentrischen Persönlichkeiten anziehen würde.

        Ich muss ein bißchen grinsen bei dem Gedanken, wie es wohl auf eine unbedarfte Person wirken muss, die hier zum ersten Mal mitliest.

    • James T. Kirk

      „Das Geld muss abgeschafft werden, damit es keine Ausbeutung mehr gibt und die Produktivkräfte entfesselt werden zur umfassendsten Bedürfnisbefriedigung.“

      Es ist doch egal, ob Du im Grunde Knöpfe oder Geld für Tauch-Akte verwendest. Der geld-gierige Schmarotzer wird die Elend in seinem Sinne schon umwandeln können – glaube mir.

      „Produktion entfesselt“ Ja, das hätten Einige gern, Frauen als letzte Kolonie, als die grundlegende Arbeits-Kräfte, die nicht bezahlt werden müssen, weil sie aus Liebe tätig sein SOLLTEN, umfassend auszunutzen, ne?

      Von dieser Sorte kenne ich Einige!

      „Die Wertproduktion muss eliminiert werden, damit keine falschen Anreize gesetzt werden, damit statt für den Profit für die Bedürfnisse des Volkes produziert wird.“

      Ich werde für kein patriarchales Volk anhäufen!!!!!

      Schon Rosa Luxemburg versuchte den Stumpf-Klotzen ein Einsicht-Fenster zu öffnen (bitte Jungs nicht persönlich beleidigt werden): „Die neuerliche Diskussion über die Produktionsweisen, über die ‚kontinuierliche ursprüngliche Akkumulation’ und von Rosa Luxemburgs Arbeit (1913) über die Kapitalakkumulation haben sehr dazu beigetragen, die Beziehung zwischen Subsistenzproduktion und Kapitalakkumulation besser zu erklären.“ (Mies, Bernnholdt-Thomsen, von Werlhof 1992, S. 107)

  4. @Sarkozy

    Danke, daß du mir die Äußerungen Zhen Jong Il zuschreibst, dem Führer des Großen Nachfolgers.

    Es gibt eine Zitat-Funktion, die man, sofern das Hirn nicht feministisch verbrannt ist, erkennen kann.

    Ansonsten: Ein Hoch auf die Sonne der Blogosphäre, Zhen Jong illness.

    Man muß schon ziemlich bekloppt sein, um solche Äußerungen tätigen zu können. Deshalb lies mal ein bißchen Bluthilde, Du Steinzeitanarchodiabolononencephalokommunistenschwein.

  5. Pingback: Übersicht: Evolution, Evolutionäre Psychologie und Partnerwahl | Alles Evolution

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