Ist die Mädchenmannschaft rassistisch / behindertenfeindlich /Transphob?

In der feministischen Debatte ist die Zuweisung einer Diskriminierung oft einfach:

Wenn in einem Bereich weniger Frauen vertreten sind, dann liegt eine Diskriminierung vor.

Immer wieder hört man aus dem Bereich auch die Aussage, dass nicht die diskriminierte Gruppe (das wird dann vorausgesetzt) sich darum kümmern muss in einem Bereich mehr vertreten zu sein, sondern die privilegierte Gruppe sich darum kümmern muss, die nichtprivilegierte Gruppe anzulocken und einzubeziehen.

Ein Betrieb darf demnach, wenn er hauptsächlich Männer in Führungspositionen hat, nicht sagen, dass sich bei ihm ja keine Frauen für diese Position bewerben oder die Männer qualifizierter sind, sondern muss aktive Maßnahmen einleiten, um seine Frauenquote zu erhöhen. Er muss eben zB auf ein frauenfreundliches Klima achten (Abbau patriarchaler Strukturen, Betriebskindergarten, verbesserte Teilzeitbedingungen in der Führungsebene etc), aktiv geeignete Kandidatinnen ansprechen und suchen, Nachwuchsförderung auf dem Gebiet betreiben.

Gelingt dies alles nicht, dann ist dies ein Anzeichen für Diskriminierung und dem muss gegebenenfalls über eine Quote abgeholfen werden.

Dabei besagt Intersektionalität, dass auch Frauen Frauen diskriminieren können. Ein Beispiel beispielsweise in der Wikipedia ist, dass in der feministischen Bewegung insbesondere die weißen Frauen aus der Oberschicht das sagen haben.. Auch eine nichtprivilegierte „Minderheit“ kann andere Minderheiten wegen anderer Privilegierungskriterien diskriminieren, insbesondere natürlich Rasse, Behinderung und Klasse.

Dabei ist es ein Anzeichen der Privilegien, dass sie der privilegierten Gruppe oft zuletzt auffallen. Ich nutze also die Gelegenheit die Mädchenmannschaft und auch den Mädchenblog darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich bisher nicht genug bemüht haben, um sich ihre Privilegierung auf dem Gebiet Rasse, Nichtbehindert und Transsexuell bewußt zu machen und diese abzubauen.

Trotz ca. 10 Autoren findet sich keine Autorin, die nicht kaukasisch ist, weder afrikanische noch asiatische feministische Meinungen werden angemessen repräsentiert. Ich meine es schreiben da auch nur Nichtbehinderte und keine transsexuellen Personen als feste Autorinnen.

Dies kann als Ursache nur Rassismus haben. Was dadurch zu beweisen ist, dass eben keine Personen dieser Herkunft dort vertreten sind.

Mädchenmannschaft, werde dir deiner Privilegien bewusst!