Mütter im Konkurrenzkampf

Ein Beitrag im SZ-Magazin über den Konkurrenzkampf unter Müttern:

Sobald Mütter über ihre Kinder sprechen, über das Ausmaß der Betreuung und den Grad ihrer Berufstätigkeit, ist es vorbei mit einer normalen Unterhaltung. Dann gehen wir instinktiv in Alarmbereitschaft und wetzen die Messer, für einen gezielten Angriff oder die wütende Verteidigung. Es geht sofort um alles, auch wenn dieses »alles« sich hinter dem sperrigen Begriff »Lebensentwürfe« versteckt. Jeder Lebensentwurf ist Ergebnis langer, zäher, Nerven kostender Verhandlungen, mit dem Partner, den Kindern, dem Arbeitgeber. Deswegen sind wir so empfindlich, weil es darum geht, wie wir leben. (…)

Tatsächlich gab es kaum ein Ereignis in meinem Leben, das meine Welt so sehr auf den Kopf stellte wie die Geburt des ersten Kindes – und das beileibe nicht nur wegen der plötzlichen vollkommenen Fremdbestimmung durch kleinkindliche Dauerbedürfnisse. Bis zu dem Tag der Geburt hatte mir niemand gesagt, was ich zu tun oder zu lassen habe, hatte mir niemand Vorschriften gemacht, wurde nicht ständig hinterfragt, ob ich etwas auch wirklich so mache, wie »man« es mache. Doch kaum lag das Kind auf dem Tisch, ging es los: »Sie wollen nach Hause, Sie machen doch beim Wickeln noch alles falsch«, polterte die Hebamme, als ich das Krankenhaus nach zwei Tagen verlassen wollte. Es folgten Massen ungebetener Einwände, Ratschläge und Kommentare – bis heute. In meinem 16 Jahre währenden Dasein als Mutter wurde laufend – subtil oder erstaunlich direkt – meine Art zu leben an den Pranger gestellt. Und immer waren es Frauen, die sich schlecht getarnte, giftige Kommentare einfach nicht verkneifen konnten. An Seitenhiebe von Männern kann ich mich nicht erinnern.

(…)

Überall treffen Mütter in fröhlicher Gemeinschaft zusammen: beim Babyschwimmen, beim Kinderturnen, bei Kindergarten- und Schulfesten, an schönen Nachmittagen auf Spielplätzen. Doch der Schein der heiteren weiblichen Solidargemeinschaft trügt, hinter der Herzlichkeit und Anteilnahme lauern die Konkurrenz, der Argwohn, der Wettstreit, die Missgunst, der Neid. Natürlich, Frauen sind besonders teamfähig und kommunizieren besser als Männer, sie sind sensibler und oft selbstloser, was die Gemeinschaft angeht – aber sie haben eben auch eine Eigenschaft, die man landläufig Stutenbissigkeit nennt.

Eine Erklärung für diese Anfeindungen untereinander liefert die Autorin auch gleich mit:

Aber warum ist der Brennpunkt ausgerechnet die Mutterschaft, die doch für all das Gute und Selbstlose im Menschen steht, das Leben Gebende? Weil die Mutterschaft nichts Selbstverständliches mehr ist, seit Frauen entscheiden können, ob und wann und wie viele Kinder sie bekommen. Es entspricht einem Naturgesetz: Wer die Wahl hat und sich freiwillig entscheidet, der oder vielmehr die muss auch dazu stehen. Denn allen Beteiligten droht theoretisch immer der Super-GAU, nämlich dass sie feststellen oder davon überzeugt werden, dass sie die falsche Wahl getroffen haben. Und dass es dann für eine Umentscheidung zu spät ist, weil die Kinder eben da sind und der Job weg ist, oder halbiert, gedrittelt oder sonstwie reduziert, oder weil nur noch der Job da ist, die fruchtbaren Jahre aber vergangen sind. Das darf nicht passieren, deswegen werden schon mal vorsichtshalber die Krallen ausgefahren, und wenn die eigene Verteidigung schwierig scheint, muss eben zur Rechtfertigung das Lebensmodell der anderen infrage gestellt werden, schlecht gemacht, runtergezogen.

Es passt eigentlich ganz gut zu diesem Artikel „„Männer konkurrieren um was sie tun, Frauen um was sie sind“

Wenn man um Lebensentwürfe konkurriert, dann kann ein abweichender Lebensentwurf eben eher ein Angriff sein.

Ich finde es auch unter dem Aspekt der „Täterschaft“ interessant. Die Frauen, die sich hier untereinander bekämpfen und ihren jeweiligen Lebensstil schlecht machen, einfach nur als durch ihre Rollenbilder geleitet und als Helfer des Patriarchats anzusehen finde ich sehr einfach. Zumal in dem Artikel ja seitens der Autorin angesprochen wird, dass die jeweilige Entscheidung das Ergebnis eines überlegten Prozesses von intelligenten Frauen ist.

73 Gedanken zu “Mütter im Konkurrenzkampf

  1. Frauen konkurrieren eben bei ihren Kompetenzen. Außerdem sind sie psychische Giftschlangen. Mutterstolz und all das. Das ist der neue Lebensinhalt. Da kann man eine Pseudoselbstsicherheit hin verlagern, weil man die Übermutter gibt und andere kritisiert, obwohl man selbst unsicher ist. Außerdem sind Frauen sowieso intrigante, lästernde Zicken.

    Das ist Business as uterus.

    Das ist der zentrale Schauplatz des Lebens, der weibliche Statusbereich.

    Die Männer sind sowieso alles Otterngezücht. Die machen das im großen bei Politik und Wirtschaft. Wir Frauen sind besser. Wir machen das bei unseren Kindern und in der Familie. Wo wir herrschen.

    Frauen bauen im kleinen Scheiße. Männer bauen im großen Scheiße. Deshalb fällt es mehr auf.

    Genug meiner philosophischen Erkenntnisse.

    Werden Feministinnen je akzeptieren und verstehen, daß die kleine Welt die Frauenwelt ist und die große die Männerwelt und daß das alles in Ordnung so ist?

    Der Mann ist das Maß aller Dinge.

    (Erste wichtige Errungenschaft des Feminismus. Weitere Errungenschaften demnächst. Nur hier auf diesem Kanal.)

    • James T. Kirk

      Werden Feministinnen je akzeptieren und verstehen, daß die kleine Welt die Frauenwelt ist und die große die Männerwelt und daß das alles in Ordnung so ist?“

      Träume weiter…

  2. Könnte hinkommen.
    Wenn eine Mutter einen Entwurf lebt, der einem selbst nicht möglich war, kommt vielleicht Neid auf; wirkt die andere glücklich mit dem, wie sie lebt, fragt die erste Mutter sich unwillkürlich, ob sie nicht auch besser den Entwurf gewählt hätte.
    Naja, da spielt der allgemeine Perfektionismuswille der überindividualisierten Welt mit rein.Könnte mir vorstellen, dass ähnliche Phänome unter kinderlosen Leuten im Karrierebereich ablaufen:
    da fragt sich der Künstler, Umweltaktivist, oder so (Idealisten mit geringem Einkommen) vielleicht mitunter, ob Geld für schöne Möbel nicht doch toll wäre oder
    der 80-Wochenstunden-Manager ahnt, dass er zu wenig Zeit hat, um sein üppiges Gehalt zu verballern oder das moralischer Handeln vielleicht manchmal angebracht wäre.
    Oder der Rentner, der sich in der Volkssolidarität für andere aufopfert, wünscht sich doch manchmal weniger Verantwortung, mehr Freizeit,
    der, der sich nur um Bier und Hund kümmert, bereut seinen Entschluss manchmal..

    Will sagen: Zweifel, Neid und Bissigkeit gibt es überall, wo wenig Selbstbewusstsein und -sicherheit sind, aber durch den jahrhundertelangen Mutterkult fühlt frau sich mehr unter gesellschaftlicher Beobachtung und „Druck von außen“- umso erfahrener im Mutterdasein sie ist und Bestätigung von anderen bekommt, umso egaler sind dann die Meinungen anderer und sicherer kann sie ihren Lebensentwurf präsentieren.

    Ach, und den Vätern wird es zunehmend ähnlich gehen, umso wahlfreier sie ihr Leben gestalten können.

    • anniefee

      „aber durch den jahrhundertelangen Mutterkult fühlt frau sich mehr unter gesellschaftlicher Beobachtung und „Druck von außen“- umso erfahrener im Mutterdasein sie ist und Bestätigung von anderen bekommt, umso egaler sind dann die Meinungen anderer und sicherer kann sie ihren Lebensentwurf präsentieren.“

      Wo lebst Du denn?

  3. @ anniefee

    *Ach, und den Vätern wird es zunehmend ähnlich gehen, umso wahlfreier sie ihr Leben gestalten können.*

    Das glaube ich nicht.

    Ich habe den Eindruck, dass Frauen entscheidungsunsicherer sind als Männer, leichter zu verunsichern, darum „wütender“ in der Verteidigung der Option, die sie gewählt haben.

    Zumal Frauen auch seltender dazu stehen, dass sie gewählt haben und nicht gedrängt, verführt, fremd bestimmt etc. wurden.

    Was Frauen sehr viel häufiger für sich reklamieren als Männer, für mich ein Indiz für ihre größere Selbstunsicherheit.

    Könnte an einer grundlegenden Verunsicherung aufgrund der stärkeren Zyklizität ihrer Psyche liegen.

    Weiß ja nicht, wie ich mich fühlte, wenn es jeden Monat einmal rund ginge im Karrussell.

    Meiner Beobachtung nach sind sich Männer mehr im Klaren darüber, dass man sich entscheiden muss, dass man Preise zahlen muss, dass man nicht alles haben kann, dass Gewinne auf der einen Seite immer Verluste auf der anderen Seite bedeuten, dass eine Wahl andere Optionen verbaut.

    Was mich an Frauen irritiert, ist der nicht seltene Anspruch, man müsse sich doch entscheiden können, ohne damit etwas entschieden zu haben, der Anspruch auf Widerrufbarkeit, das Recht reklamierend, jederzeit doch wieder möglichst folgenlos von einer Entscheidung zurücktreten zu können, sich immer letzten Endes doch alles offen haltend.

    Entscheiden ohne entschieden zu sein, das ist für mich typisch weiblich und setzt damit Frauen stärker unter Druck von außen, weil sie so unsicher sind.

    Damit ist ihre Fremdorientierung ausgeprägter, vielleicht daher der Eindruck vieler Frauen, sie seien eigentlich fremd bestimmt.

    • Alexander

      „Zumal Frauen auch seltender dazu stehen, dass sie gewählt haben und nicht gedrängt, verführt, fremd bestimmt etc. wurden.
      Was Frauen sehr viel häufiger für sich reklamieren als Männer, für mich ein Indiz für ihre größere Selbstunsicherheit.“

      Vielleicht sind sie von der „Gott-Phobie“ als Person nicht belastet?

  4. Kann schon sein, dass Männer im Schnitt seltener es „allen recht machen wollen“, öfter ihr Ding durchziehen ohne lange über Konsequenzen verunsichert zu sein.
    Aber, der Herr, der zur Zeit (und laut Politik in den nächsten Jahren verstärkt) einen guten gesellschaftlichen Status haben möchte, soll kein total passiver Vater sein und sieht sich diesem Rollenwandel ausgesetzt, mit dem er irgendwie umgehen muss. Also, da muss jeder auch Entscheidungen treffen. Und gelegentliche Zweifel sprechen doch für den Intellekt 🙂

    • @ Annifee

      Ich glaube nicht, dass Väter je passiv waren und ich glaube auch nicht, dass die Rolle der Väter von der Politk bestimmt wird.

      Die wird vom Begehren der Männer und Frauen bestimmt.

      Solange Frauen z.B. „potente“ Männer als Väter ihrer Kinder begehren, werden Männer potent sein wollen, da kann die Politk machen, was sie will

      Umgekehrt: Solange Männer „kleinere“ Frauen begehren, weil sie sich bei denen sicherer fühlen (hinsichtlich Kuckuckskinern z.B.), werden Männer eher Frauen bevorzugen, die ihnen den Rücken frei halten.

      Man müsste die Begehrensstrukturen der Geschlechter ändern, um daran etwas zu ändern.

      Das übersteigt die Macht des Politischen.

      Auch wenn es immer wieder versucht wurde, die Schaffung des neuen Menschen mittels Soziokutlur.

      Nach furchtabren Krämpfen und Veitstänzen sind wir bisher regelmäßig beim alten Adam, der alten Eva gelandet, wenn das ideoloigische Feuer der Veränderungssüchtigen ausgebrannt war, ermüdet durch die Trägheit der Natur.

      • Darum geht es mir doch gar nicht, obwohl ich mich schon frage, inwiefern kleinere (kürzere?) Frauen weniger Kuckuckskinder produzieren sollten.

        Ich meinte, mann steht mittlerweile vor Entscheidungen, die er vor z.B. 300 Jahren so nicht hatte. Frau aber auch. Naja.

        Ich weiß nicht, ob du mitunter in Väterkreisen agierst, aber da wird doch auch über verschiedene Lebensentwürfe gesprochen. Entspannter freilich. Vielleicht, weil mann schon mit kleineren Portionen Kinderbespaßungszeit größeren Eindruck schinden kann als als Frau.

      • @ Annifee

        Ganz einfach: Abhängige Frauen sind tatsächlich treuer als unabhängige Frauen, weil die Folgen von Untreue (Abbruch der Beziehung) für sie teurer sind.

        Sie haben mehr zu fürchten/zu verlieren.

        Allerdings sind das vielleicht die angenehmsten Beziehungen für Männer, aber nicht die stabilsten, weil in diesen Beziehungen Männer besonders häufig untreu sind und so die Stabilität der Beziehung von dieser Seite her gefährdet wird.

        Die stabilsten Beziehungen sind die, in denen der Mann Hauptverdiener ist, aber die Frau spürbar zum Familieneinkommen beiträgt, also eine Coabhängigkeit besteht.

        Der Fall „Frau Hauptverdienerin – Männ in der Rolle des materiell Versorgten“ ist die unstabilste kombination überhaupt, weil da, im Unterschied zu abhängigen Frauen, die abhängigen Männer genauso untreu sind wie die Alleinverdiener (natürlich immer nur im Schnitt zu verstehen – es gibt sehr wohl sehr treue Alleinverdiener und Hausmänner).und die alleinverdienende Frau auch weniger anbrennen lässt, so dass die Beziehung auch hier von beiden Seiten einem erhöhten Risiko ausgesetzt wird.

        Offenbar suchen Hausmänner Selbstbestätigung ihrer Attraktivität in häufigeren Affären oder es bieten sich ihnen besonders viele Mäöglichkeiten, weil sie oft Hahn im Korb in Mütterzirkeln sind, daher vielleicht besonders attraktiv für Kurzzeitaffären.

        Natürlich haben wir heute Entscheidungen zu treffen, die wir in unserer steinzeitlichen Vorvergangenheit noch nicht treffen mussten, aber wir tun das mit einem Gehirn, das in dieser Vergangenheit auf die Lebensbedingungen dieser Vergangenheit hin optimiert wurde und immer noch „glaubt“, in dieser Vergangenheit zu leben, jedenfalls unsere „alten“ Gehirnabestandteile, in denen Emotionen/Instinkte verwaltet werden, tun das.

        Z.B. die Vorliebe von Frauen für körperliche große Männer wurde in dieser Vergangenheit geformt, als ein kräftiger Mann REALE Überlebensvorteile bot. Er konnte mehr Nahrung heranschaffen, besser schützen, vielleicht auch besser plündern, brachte mehr mit nach Hause in den Zeiten der Muskelökonomie.

        Die aber sind seit Jahrzehnten vorbei, jedoch das Begehren der Frauen hat sich nicht geändert, obwohl körperlich imposante Männer keinerlei realen Vorteil mehr bieten.

        Ja, ich verkehre in Väterkreisen, u.a. der eigenen großen Verwandtschaft (Cousins, Cousinen), die meist 2-3 Kinder haben also ziemlich überdurchschnittlich.

        Und stelle dabei fest, dass ich auch in der Realität vorfinde, was ich aus der Theorie kenne: Frauen trennen sich schwerer von Kindern als Männer, wenn sie in die Arbeit gehen, sind in Gedanken mehr beim Kind als der Mann, machen sich mehr Sorgen, ob auch ja nichts schief geht in ihrer Abwesenheit, halten sich für hauptzuständig in Sachen Kleinkindpflege, sind oft gar nicht soooo glücklich, wenn der Mann sich mehr einmischt als sie es im zugestehen wollen – was deutlich weniger ist als 50% usw.

        Die Frauen in meiner Verwandtschaft haben mehr Spass und mehr Interesse an der Kinderversorgung als die Männer in meiner Verwandtschaft, sind ausdauernder/freudiger bei der Kleinkindbespaßung als die Männer, die schneller den Spaß an der Freude verlieren, rascher ungeduldig-desinteressiert werden.

        Für mich immer weider frappant der Unterschied im Verhalten auf Neugeborenensttationen: Wenn man auf Station kommt, muss man meist gar nicht fragen, wo das Kleine mit seiner Mama liegt, in der Regel in dem Zimmer, in dem von der Oberärztin bis zur Schwesternhelferin das weibliche Personal immer wieder mal kurz verschwindet zum Babygucken.

        Männer gucken zwar auch, aber sehr viel seltener und viel weniger ausdauernd..

        Bei einem Fußballgroßereignis sitzen die Männer meist in jeder freien Minute am Fernseher, die Frauen dagegen gehen immer noch viel lieber Babygucken in einer freien Minute.

        Und kein sozialer Druck, kein Patriarchat zwingt sie dazu.

      • Alexander

        „Man müsste die Begehrensstrukturen der Geschlechter ändern, um daran etwas zu ändern.“

        Viel Spaß bei Deinem Vorhaben!

        „Nach furchtabren Krämpfen und Veitstänzen sind wir bisher regelmäßig beim alten Adam, der alten Eva gelandet,..“

        Die Bibel ist immer noch eine akzeptierte Grundlage der „christlichen“ Gesellschaft – mindestens sogar in jedem Hotelzimmer zu Hand!

    • Holger

       „hi Starosczyk
      du redest ständig von der bibel. hast du sie bisher nur von aussen gesehen oder auch schon mal gewagt darin zu lesen?“

      Ich würde keinem Menschen empfehlen dies zu lesen, insofern er nicht unbedingt Schwierigkeiten sucht. Mit anderen Schriften und Taten kannst Du Dir den Alltag besser erfüllen.

      • @Starosczyk
        willst du damit sagen du urteilst über etwas was du nicht kennst? oder wie soll ich deine antwort verstehen…

        und was ist falsch daran anderen menschen mit respekt und achtung zu begegnen.(grundlage der christlichen lehre)

  5. Wenn man sonst nichts kann, konkurriert man eben umso unerbittlicher um das Wenige, das man kann: Werfen und Kinderwagenschieben. Das wird dadurch befördert, dass die heutigen Lifestyle-Mütter mit viel mehr anderen Müttern in Kontakt kommen und sich vergleichen können. Digitalisierung und Infantilisierung gehen Hand in Hand. Die Mutter ist selbst noch Kind, weiß mit sich nichts anzufangen, packt also das iPhone raus und lässt sich auf Facebook von genauso inkompetenten Kindern beraten, wie man so ein „Projekt Kind“ managt. Da wundert man sich, wie es unsere Vorfahren geschafft haben, nicht auszusterben, so ganz ohne Öko-Morgenlatte, geländetauglichen SUV-Kinderwagen und Hebammenversorgung bis zum 20. Lebensjahr. Die Frauen sind heute fast* alle verweichlichte langweilige Hohlbirnen. Ich weiß schon, warum und mit wem ich keine Kinder will.

    *) Da steht „fast“. Also mir bitte nicht wieder angebliche Frauenfeindlichkeit unterstellen.

    • @Zhen
      Früher hatte „Frau“ einen Kinderwagen, der es ihr ermöglichte in das Antlitz des Kindes zu blicken. Heute hat die „walkende“, „laufende“ Powerfrau einen Kinderwagen, der es ihr ermöglicht, das unerwünschte Etwas nicht zu sehen. So ein wenig Fahrtwind ist doch auch gut für das Kleinkind.

      • Wie ich es immer stichele:
        diese Mütter mit den Tragetüchern (wenn richtig rum) sind die besseren Menschen 😉
        Soviel Selbstbestätigung hätte ich an der Stelle nicht erwartet *g*

      • Es täte Müttern und Kindern gut, wenn Mütter ihre Kinder buchstäblich schultern würden. Dabei ist Körperkontakt hergestellt, das Kind fühlt sich sicherer und die Mutter merkt viel direkter, wenn das Kind verstärkte Aufmerksamkeit einfordert, als wie wenn das Kind einen Meter von ihr weg in einem Kinderwagen sitzend von ihr weg blickt. Viele Fragen der Mutterschaft stellen sich so erst gar nicht. Ich spekuliere mal, dass in dieser Position das Kind auch viel mehr lernen kann, weil es beobachtet, was die Mutter tut, wie sie mit Menschen und Dingen interagiert. In einem Kinderwagen, wo es den Himmel, die schiebende Person oder die Straße sieht, wäre das nicht der Fall.

      • Zehen
        Du hast mich an meine Kinderwagen-Geschichte erinnert: Aufgrund einer traumatischen Erfahrung wollte ich als Baby nicht in dem Kinderwagen kutschiert werden. Meine Mutter versuchte es – meistens mit der Schwester meines Vaters und dem Kinderwagen unterwegs – immer wieder. Immer wieder gingen zwei Frauen zusammen. Die eine schon den Kinderwagen. Die Andere trug ein Kind.

      • @ terminatus

        „Heute hat die „walkende“, „laufende“ Powerfrau einen Kinderwagen, der es ihr ermöglicht, das unerwünschte Etwas nicht zu sehen. “

        Es gibt doch zwei Sorten von Kinderwagen, entweder das Kind ist der schiebenden Person, Mutter oder Vater, liegend zugewandt oder es schaut sitzend nach vorn. Letztere sind wohl vor allem beliebt, wenn das Kind schon etwas älter ist, und erlaubt ihm, was von der Welt zu sehen. Das Kind will ja vielleicht auch nicht ständig von unten der Mutter ins Gesicht schauen. Ich würde das nicht überintepretieren.

      • (haha, soviel auch zur Herstory-Legende, man hätte kleine Jungen bis in die 1920 in Rosa gekleidet.

        Dann hätte man wohl das obige s/w-foto nicht so koloriert
        )

      • Das Schöne an den „Schubkarrenkinderwagen“ war, dass man das Kind in jede Richtung platzieren kann. Auf älteren Holzschnitten schauen sie meistens zur Seite:

        http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Modeles_brouettes.jpg&filetimestamp=20081029192824

        Ich kenne Kinder, die sehr gerne „nach vorne“ fahren, wahrscheinlich ist es genauso wie mit Erwachsenen in der Bahn..

        (Es gibt auch Buggies mit drehbarer Sitzeinheit)

        Woher weißt du denn, dass der Kinderwagen anno 1850 nicht gezogen wurde? (das andere Foto geht nicht auf)

      • @ Nick

        * Auf älteren Holzschnitten schauen sie meistens zur Seite:*

        Alter mögen die Holzschnitte sein, alt aber sind sie nicht. Sie sind neueren Datums und bemühen sich um Altertümlichkeit.

        Sie zeigen angeblich Kindertransport im 13. Jhdt., sind aber wahrscheinlich spätes 19. Jhdt. bis 50’er Jahre 20. Jhdts. schätze ich mal, kein Beleg dafür, wohin Kinder guckten, wenn sie in der Schubkarre transportiert wurden.

        Wie häufig das war, frage ich mich auch. Die wenigsten Menschen dürften im 13. Jhdt. Schubkarren besessen haben. Die meisten Menschen hatten aber Kinder.

        @ Terminatus

        Ich halte es auch für sehr, sehr weit hergeholt, aus der Sitzposition im Kindrwagen irgendwelche Schlüsse auf die Güte der Mutter-Kind-Beziehung herleiten zu wollen.

      • @ Alexander Roslin
        Es ging mir nicht darum die Güte infrage zu stellen sondern aufzuzeigen, dass diese Änderung auch symptomatisch für den Zeitgeist ist.

        @ Nick
        Nun ja, ich habe noch keine „Babies“ befragt, daher kann ich da nicht gegenargumentieren. Für mich scheint es dennoch Fakt zu sein, jedenfalls zeigen dies die ersten beiden Outputs (2 Seiten) auf Wikipedia:
        Kinderwagen 1900
        Kinderwagen 1850

        dass Kinder in der Regel in Blickrichtung zur Mutter gelegt wurden.

      • @Terminatus:
        Nun ja, ich habe noch keine „Babies“ befragt, daher kann ich da nicht gegenargumentieren.

        Man muss schon zwischen Babies und Kleinkindern unterscheiden.

        Babies werden auch heute in Kinderwagen transportiert, die jederzeit den Blickkontakt mit der Mutter oder dem Vater erlauben. (Väter können auch für Babies eine Bindungperson sein, der alte Bowlby war ein ziemlicher Muttifan)

        Sicher gebundene Kleinkinder haben – nach der empirisch gut abgesicherten Bindungstheorie – Vertrauen darin gewonnen, dass man sich um sie kümmern wird (Objektpermanenz). Sie brauchen keinen ständigen Blickkontakt zur Vergewisserung, zumal sie im Buggy jederzeit nur den Kopf drehen müssen, um ihn herzustellen. Sie fangen an, von dieser gesicherten Basis die Welt zu entdecken, und man sollte sie auch entsprechend loslassen können.

        1900 war übrigens geradezu eine Blütezeit des Muttikultes. Damalige Feministinnen sahen die Nation als große Familie, in der sie eine Mutterrolle beanspruchten.

      • Nick

         „1900 war übrigens geradezu eine Blütezeit des Muttikultes. Damalige Feministinnen sahen die Nation als große Familie, in der sie eine Mutterrolle beanspruchten.“

        Da kannst Du sehen, wie Gefühle ohne Verstand und umgekehrt die Menschen auf Irr-Wege führen.

      • Da kannst Du sehen, wie Gefühle ohne Verstand und umgekehrt die Menschen auf Irr-Wege führen.

        Was denken Frau Matriarchatfeministin: Aus welcher Epoche kommen Ihre Ideen?

        Engels? Bachofen? Bebel? Morgan?

    • Zehen

      „Die Mutter ist selbst noch Kind, weiß mit sich nichts anzufangen, packt also das iPhone raus und lässt sich auf Facebook von genauso inkompetenten Kindern beraten,..“

      Inzwischen verkehren Väter in göttlichen Sphären und halten einander die Tore offen?

    • Na offensichtlich beschränkt sich der Konkurrenzkampf nicht nur auf weibliche Wesen. Weitermachen, eventuell macht RTL ja mal ein Super-Nanny Spinoff mit euch.
      Nee nee… Wenn sie keine Blagen haben, sind sie schlimme Karrierezicken. Wenn sie welche haben und sich Sorgen machen das nicht hinzukriegen, sind se verweichlicht. Und wenn sie sich keine Sorgen machen sind sie potentielle Kindsmörderinnen, da fehlt dann das „Mütterliche“.

      • Maren, worüber wunderst du dich…? Ist doch genau das, was wir seit Jahren reden. Wird zwar gern alles abgestritten, aber wo wo bekommen wir die Bestätigung deutlicher?

      • Du, das ist das erste Mal, dass ich mitbekomme wie Männer über Frauen lästern, weil die den falschen Kinderwagen benutzen. Von jahrelang davon sprechen kann also mitnichten die Rede sein. Aber man lernt nie aus.

      • Nee nee… Wenn sie keine Blagen haben, sind sie schlimme Karrierezicken. Wenn sie welche haben und sich Sorgen machen das nicht hinzukriegen, sind se verweichlicht. Und wenn sie sich keine Sorgen machen sind sie potentielle Kindsmörderinnen, da fehlt dann das „Mütterliche“.

        In der Aufzählung fehlt eigentlich noch: „Und wenn sie das Alles nicht sind, sind sie rechts“ – Aber, Entschuldigung: Diesen Täterraum hat man dann doch aufgemacht, um AndereFrauen latent dorthin zu verfrachten.

        Nach 40 Jahren Daueregopämpern durch den hegemonialen Feminismus muss es fast zwangsläufig eine ziemliche Kränkung der hegemonialen Weiblichkeit bedeuten, wenn auch Frauen als Menschen mit möglichen, selbstverschuldeten Schwächen dargestellt werden.

      • *schluck* Wenn Frauen zuviel Geld ausgeben, sind sie konsumfixierte Luxusweibchen. Und wenn sie kein Geld ausgeben, dann sind sie gleichfalls Egoistinnen, weil sie nicht mit dazu betragen wollen Futter für die Familie heranzuschaffen. *schluchz*

        Wie man es AlsFrau auch macht, es ist immer falsch!!!

      • @maren
        „Nee nee… Wenn sie keine Blagen haben, sind sie schlimme Karrierezicken. Wenn sie welche haben und sich Sorgen machen das nicht hinzukriegen, sind se verweichlicht. Und wenn sie sich keine Sorgen machen sind sie potentielle Kindsmörderinnen, da fehlt dann das „Mütterliche“.“

        Was du nicht siehst ist, das Männer ebenso ständig in der Kritik stehen, öffentlich und nicht nur im Mutterkreis und wesentlich härter, dank dem Feminismus. Nur sind die Frauen die einzigen, die daraus ein Fass aufmachen und wieder rumheulen, keine einzige Kritik vertragen, gut gemeinete Tipss als Fremdbestimmung abtun. Da muss Mann sich fragen, was Frauen für einen grossen Minderwertigkeitskomplex haben. Und dein Beitrag ist das beste Zeugnis dafür. Du ignorierst, das es Karrierzicken gibt, mehr als genug, du übersiehst, das die ausnutzung von Vätern durch die Mütter Realität ist, du übersiehst, das die mehrheit der Kindsmorde von Frauen begangen wird, du übersiehst, das Frauen von allen seiten gepämpert werden, aber immer noch rumheulen, anstatt anzupacken.

    • Nick

       „Was denken Frau Matriarchatfeministin: Aus welcher Epoche kommen Ihre Ideen?
      Engels? Bachofen? Bebel? Morgan?“

      Sie haben mit Sicherheit diese Gedanken beflügelt. Dass ein paar Pest-Mitreiser dabei waren, konnten sie persönlich bestimmt nicht verhindert – meine ich.

      • Sie haben diese Gedanken nicht beflügelt, sie haben sie Begründet.

        Allen voran Bachofen, der sehr frei antike Mythen interpretierte.

        Gelesen hat ihn freilich fast niemand, er soll praktisch unlesbar sein.

        Die richtigen Pest-Mitreiser tauchten ab den 1970ern auf, der ganze Patriarchatsbegriff beruht letztendlich auf Bachofens zusammengeschusterten Muttikitsch.

      • Nick

         „Die richtigen Pest-Mitreiser tauchten ab den 1970ern auf, der ganze Patriarchatsbegriff beruht letztendlich auf Bachofens zusammengeschusterten Muttikitsch.“

        Ach erzähl mal. Vor Bachofen gab es keine Muttis??

      • Nick

        Ist es kontex-los?:

         „„Die richtigen Pest-Mitreiser tauchten ab den 1970ern auf, der ganze Patriarchatsbegriff beruht letztendlich auf Bachofens zusammengeschusterten Muttikitsch.“
        Ach erzähl mal. Vor Bachofen gab es keine Muttis??“

        Patriarchat kannst Du als einen Kampf gegen die Mutterschaft definieren.
        Die göttlichen Retter fallen von dem Himmel runter. Na ja, Jesus hatte keinen biologischen Vater.

      • Patriarchat kannst Du als einen Kampf gegen die Mutterschaft definieren.
        Die göttlichen Retter fallen von dem Himmel runter. Na ja, Jesus hatte keinen biologischen Vater.

        Nein, gar nicht, die Außerirdischen haben Atlantis versenkt.

  6. „Überall treffen Mütter in fröhlicher Gemeinschaft zusammen: beim Babyschwimmen, beim Kinderturnen, bei Kindergarten- und Schulfesten, an schönen Nachmittagen auf Spielplätzen. Doch der Schein der heiteren weiblichen Solidargemeinschaft trügt, hinter der Herzlichkeit und Anteilnahme lauern die Konkurrenz, der Argwohn, der Wettstreit, die Missgunst, der Neid. Natürlich, Frauen sind besonders teamfähig und kommunizieren besser als Männer, sie sind sensibler und oft selbstloser, was die Gemeinschaft angeht – aber sie haben eben auch eine Eigenschaft, die man landläufig Stutenbissigkeit nennt.“

    Hoffentlich und wahrscheinlich haben sie mehr zu bieten!

    • Was „viel zu bieten“ ist, wird ja verschieden bewertet.
      Stichelst du etwa gerade gegen eine bestimmte Art von Frauen, Staro ?

      Aber, um nach all euren Abschweifungen wieder zum Ausgangspunkt zu kommen:
      Männer konkurrieren tendenziell ist anderen Dingen miteinander, aber es ist gut, dass Rahmenbedingungen da sind (wenn auch ausbaubar, siehe familienfreundliche Unternehmen z.B.), falls einer keinen Bock auf Karriere- oder Sport-Wettkämpfe hat.
      Oder falls eine sich göttlich langweilt im Kleinkindzimmer.

      • anniefee

        „Was „viel zu bieten“ ist, wird ja verschieden bewertet. Stichelst du etwa gerade gegen eine bestimmte Art von Frauen, Staro ?“

        Nein. Ich bin eine Frau und kann mehr.

      • @Staro

        „Ich bin eine Frau und kann mehr.“

        In diesem einen Satz sind alle deine Probleme in der kürzesten Form enthalten.

        (Hint: Hier liegt der Schlüssel für dich. Damit solltest du dich beschäftigen. Das Blog hier vollzuspammen mit unzusammenhängendem Wortdurchfall, ist nicht die Lösung, sondern Teil deines Problems.)

      • Virtuel cd

         „@Staro
        „Ich bin eine Frau und kann mehr.“
        In diesem einen Satz sind alle deine Probleme in der kürzesten Form enthalten.
        (Hint: Hier liegt der Schlüssel für dich. Damit solltest du dich beschäftigen. Das Blog hier vollzuspammen mit unzusammenhängendem Wortdurchfall, ist nicht die Lösung, sondern Teil deines Problems.)“

        Hast Du das Bild hier in diesem Blog mit den aufblasbaren Körpern nicht gesehen?

    • Ja, ich versuchte jetzt die Sendung bei Quarks & Co. wiederzufinden „Fruchtbar um jeden Preis?“ – leider nicht gefunden, ist schon ziemlich lange her und gut. Der Film zeigt den Weg der Spermien zu Eizelle und die aktive Rolle der Gebärmutter.

  7. Natürlich, Frauen sind besonders teamfähig und kommunizieren besser als Männer, sie sind sensibler und oft selbstloser, was die Gemeinschaft angeht …

    Was für ein dämliches Pauschalurteil. Frauen sind die besseren … schon tausendmal gehört. Wer es nötig hat, sein Ego andauernd dermassen aufzupumpen, der hat echt ein Problem.

    Hier eine Übersetzung: Feministisch – Deutsch

    Frauen sind besonders teamfähig und kommunizieren besser …
    Frauen labern die ganze Zeit, ununterbrochen, meist in kleinen Gruppen und meistens wird über andere gelästert …

    sie sind sensibler …
    sie sind gefühlsduseliger …

    und oft selbstloser, was die Gemeinschaft angeht …
    und stellen ihren Egoismus als soziales Anliegen dar, das allen nützt

    • @Peter

      Natürlich, Frauen sind besonders teamfähig und kommunizieren besser als Männer, sie sind sensibler und oft selbstloser, was die Gemeinschaft angeht …

      Was für ein dämliches Pauschalurteil. Frauen sind die besseren … schon tausendmal gehört. Wer es nötig hat, sein Ego andauernd dermassen aufzupumpen, der hat echt ein Problem.

      In der Tat. Der hat ein Problem mit dem Selbstbewusstsein – im Wortsinne. Mit dem Bewusstsein seiner selbst.
      Aber – und hier wird es dramatisch – das Problem wird durch noch mehr Pamperung nur noch verschärft. Es ist wie mit Kindern, denen man immer ihren Willen gewährt: Sie werden immer unzufriedener, immer nörgeliger. Und je mehr man dem nachkommt, desto mehr verstärkt sich die Nörgerligkeit, die Unzufriedenheit.

      Frauen werden durch die feministische Propaganda in einer Kinderrolle gehalten. Und zwar in der Rolle des verzogenen Kindes.
      Alle „Frauenfördermaßnahmen“ als Reaktion auf diese flunschige Anspruchshaltung verschärfen das Problem.

      Wie soll sich auch ein gesundes Selbstbewusstsein einstellen, wenn man nie Schwierigkeiten gemeistert hat? Wenn einem jede Unbequemlichkeit aus dem Weg geräumt wird? Wenn für jeden persönlichen Misserfolg die Ideologie einen Universalschuldigen (die Männer, das Patriarchat, was-auch-immer) bereit hält?
      Wie soll man lernen, zu entscheiden, entschieden zu sein – wenn man nie mit den Konsequenzen der eigenen Entscheidungen konfrontiert wird? Nie lernt, auch die „Schattenseite“ der eigenen Entscheidung, welche die logische Konsequenz ist, als Folge der eigenen Entscheidung mit zu wollen und zu akzeptieren?

      Feminismus ist eine Schädigung in der Persönlichkeitsentwicklung vieler Frauen in einem bislang weithin unterschätzten Ausmaß.

      • ..lustig ist ja, dass ausgerechnet die Vielfalt an möglichen Frauenrollen als „Unterdrückung“ gewertet wird: Man könne es ja niemand Recht machen.

        Wenn etwas so ausgiebig und konträr diskutiert wird wie die Frauenrolle, dann ist das eher ein Zeichen von Freiheit als Eines von Unterdrückung. Wenn erwartet wird, dass niemand z.B. das Wort „Rabenmutter“ in den Mund nimmt, dann kann eben nicht mehr von Freiheit gesprochen werden: Die Frauenrolle steht ja dann nicht mehr für einen Diskurs zur Verfügung.

        Die Männerrolle wandelt sich gleichfalls ständig, es gibt dann eben unterschiedliche Positionen z.B. dazu, ob sich Männlichkeit durch soldadtische Pflichterfüllung kennzeichnet. Man positioniert sich, und führt eben Kämpfe darum, anerkannt zu werden. In der Summe wandelt sich dann das gesellschaftliche Männlichkeitsbild. Glücklicherweise können wir Männer uns nicht mehr bei Mutti beschweren, wenn jemand uns als unmännlich klassifiziert weil wir Uniformen nicht besonders mögen.

        Es hat fast den Anschein, als wolle man diese Freiheit nicht, und sehne sich zurück zu Zeiten, in denen alles vorgegeben war.

        Schön, wenn man den für jeden Menschen notwendigen Prozess, sich Klarheit darüber zu verschaffen welchen Erwartungen man gerecht werden möchte und welchen nicht, als „Widerstand gegen das Patriarchat“ interpretieren kann.

        Eigentlich nennt man diesen Prozess „Persönlichkeitsbildung“, sich „in der Welt positionieren“, die feministische Variante davon ist: „Ihr wollt mich alle in eine Rolle drängen, dagegen wehre ich Heldin mich, es ist mir ab jetzt scheißegal was jemand von mir erwartet“. Man arbeitet sich an den Erwartenden ab, anstatt sich zu positionieren.

        Das ist die Rolle eines trotzigen Kindes.

        Für „Führungspositionen“ kann man sowas jedenfalls komplett in die Tonne kloppen, man muss sich dann auch nicht darüber wundern, dass man gar nichts zu melden hat.

        Gesellschaftlich verändern tut man so ebenfalls nichts, das, was in der Gesellschaft an Freiheiten für Frauen existiert haben nicht Feminsistinnen „erkämpft“, sondern die „dummen, unbewußten unfeministischen Frauen“, die sich positioniert haben.

        Das Ergebnis finde ich zwar teilweise fragwürdig, aber Madonna war, was die Flexibilität der Frauenrolle betrifft, um Größenordnungen gesellschaftlich wirkmächtiger als alle Feminstinnen zusammen.

        Die Einzige Wirkmächtigkeit des real existierenden Feminismus bestand eher darin, Männerhass zu schüren, und damit denjenigen Frauen eine Identitätsstütze zu geben, die nicht mit der sexuellen Revolution klarkamen.

        Diejenigen, die insgeheim Queen Victoria wiederhaben wollen.

      • Das ist die Rolle eines trotzigen Kindes.

        Für „Führungspositionen“ kann man sowas jedenfalls komplett in die Tonne kloppen, man muss sich dann auch nicht darüber wundern, dass man gar nichts zu melden hat.

        Deshalb ja das Geschrei nach Quoten. Ausserdem werden mit den Gender Studies akademische Titel generiert, vornehmlich für Frauen. Diese akademischen Titel sind nichts wert, denn sie bescheinigen keine wissenschaftliche Ausbildung. Diese erschwindelten akademischen Grade sollten annulliert werden.

        Gender Studies ist politische Propaganda, die sich als Wissenschaft tarnt. Ein gesellschaftlicher Nutzen ist nicht ersichtlich.

      • Gender Studies ist politische Propaganda

        Erstaunlicherweise sind sie darin ziemlich gut.

        Aber ein dauerplärrendes Kind schafft es ja auch, viel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken..

      • Erstaunlicherweise sind sie darin ziemlich gut.

        Weil sie das tradierte männliche Selbstverständnis, welches dem Mann die Verantwortung für das Wohl der Frau zuweist, einigermassen geschickt ausbeuten. Dann noch ein paar Schuldgefühle obendrauf, und fertig ist der männliche Feminist, der Frauenprivilegierung fordert.

        Ja, das ist so unglaublich progressiv, echt ey!

      • Peter

        „..Ausserdem werden mit den Gender Studies akademische Titel generiert, vornehmlich für Frauen. Diese akademischen Titel sind nichts wert, denn sie bescheinigen keine wissenschaftliche Ausbildung. Diese erschwindelten akademischen Grade sollten annulliert werden.“

        Nicht erst seit gestern. So funktioniert halt Patriarchat!

      • Weil sie das tradierte männliche Selbstverständnis, welches dem Mann die Verantwortung für das Wohl der Frau zuweist, einigermassen geschickt ausbeuten. Dann noch ein paar Schuldgefühle obendrauf, und fertig ist der männliche Feminist, der Frauenprivilegierung fordert.

        Das geht eben auch nur, weil das tradierte männliche Selbstverständnis nicht mehr so recht weiß, was es will. Kaum Selbstbewußtsein dafür hat, dass es „gutes tut“.

        Da ist die Idee eigentlich naheliegend, Frauen in die Prozesse einzubinden.

        Feministinnen jedenfalls haben aber grandios darin versagt, mitzugestalten. Sie können die Rolle, in der viele Männer Frauen gerne sehen würden – verantwortungsbewußte und problembewußte Mitbürger – offenbar partout nicht einnehmen. Hoffnungslos überfordert.

        Sie können offenbar nichts anders, als „Einzufordern“ und anzuklagen, sich an dem Pappi abzuarbeiten, der eigentlich vom Pappispielen gründlich die Nase voll hat.

        Man müsste sie eigentlich beherzt aus dem warmen patriarchalen Nest schubsen, aber das bringt man eben offenbar auch nicht so recht übers Herz.

      • Nick

         „Sie können offenbar nichts anders, als „Einzufordern“ und anzuklagen, sich an dem Pappi abzuarbeiten, der eigentlich vom Pappispielen gründlich die Nase voll hat.“

        Ich fürchte, Du hast Recht.

  8. @Nick:
    („Um Gottes Willen: Soll sich denn das Kind nie von der Mutter lösen, und anfangen die Welt zu entdecken?“)

    Man muss die Kindertransportproblematik nicht so kindzentriert sehen, man kann das viel pragmatischer sehen. Das Kind (wenn im Wesentlichen gesund) tut seine Meinung durchaus kund.
    Manche brüllen, sobald der Wagen anhält (und dann steht frau an der Kasse und kann es rausnehmen oder ignorieren, oder eben gleich mit Tragetuch kommen, weil dann Säugling geborgen und zufrieden ist), andere rasten aus, wenn sie in den Buggy sollen.
    Wieder andere haben bereits vom vorherigen Schleppen mit 8 Monaten genug Ur-/Grundvertrauen, um die volle Breitseite Weltreize im Buggy hängend aufzunehmen,

    p.s.: Einmal quatschten mich zwei alte Damen voll, dem Kind sei doch viel zu eng und zu warm und überhaupt, so ein Wagen sei doch das einzig Wahre – ich sagte: im Bauch war es auch eng und warm und überhaupt, früher gab es doch auch keine Kinderwägen. Darauf die Dame: „früher hast du doch noch gar nicht gelebt, pah“
    –> ein grandioses Beispiel für Engstirnigkeit.

  9. Man muss die Kindertransportproblematik nicht so kindzentriert sehen, man kann das viel pragmatischer sehen. Das Kind (wenn im Wesentlichen gesund) tut seine Meinung durchaus kund.

    Das denke ich auch. Das Kind im Buggy wird schon kundtun, wenn es meint die schützende Mutti sei nicht mehr da. Und wenn diese Kommunikation nicht funktioniert, dann ist sowieso so Einiges zu spät.

    Ob die Bindung des Kindes gesund ist oder nicht, ist imho eher weniger Frage des Transportmittels. Viel entscheidender sind ganz andere Gesichtspunkte, die man gar nicht an solchen Äußerlichkeiten festmachen kann.

    Von daher ist das Geschwätz der alten Damen bloß Besserwisserei, bei einem Mann würde man sagen: Profilneurose.

  10. Frauen und die Verantwortungsübernahme, die man von Erwachsenen eigentlich erwarten können muss: Gerade in den Nachrichten gehört – der SPD-Parteitag beschloss, sich für die Abschaffung des Ehegattensplitting einzusetzen.

    Warum?

    Weil diese Regelung Frauen in die Rolle der Zuverdienerin DRÄNGT.

    Wer hat eigentlich all den Parteien, die das Ehegattensplitting beibehalten wollten, seit Jahrzehnten zu ihren Mehrheiten verholfen?

    Nur Männer?

    Wie das, stellen Frauen doch 52 % der Wahlberechtigten.

    Es haben wohl eine ganze Menge Frauen FÜR das Ehegattensplitting gestimmt.

    Wer hat die gedrängt?

    So funktioniert feministische Worthülsenpropaganda: „Frauen werden in die Rolle der ZuverDIENERIN GEDRÄNGT“

    Diese Formulierung wäre ja nicht möglich, hätte sich die feministische Frauenlobby in der SPD gegen eine solche Formulierung gewehrt.

    Es ist bewusste Verschleierung der Tatsachen, bewusste Bedienung des Opferfeminismus, der jede Verantwortlichkeit von Frauen für unerwünschte Zustände kategorisch ablehnt.

    Sie werden mal wieder gedrängt.

    Von wem bloß?

    Natürlich DEN Männern, DEM PATRIARCHAT.

    Natürlich nicht von den guten Männeern in der SPD, die ihren Verstand an den Feminismus verloren haben und solche Formulierungen absegnen.

      • @ anniefee

        Nein, das haben die nicht genannt (Nachrichten zur vollen Stunde auf Deutschlandradio/Deutschlandfunk). Das einzige Argurment war, diese Regelung dränge Frauen in die Rolle der Zuverdienerin.

        Ich bin nebenbei für die Abschaffung des Ehegattensplitting.

        Es ist die Begründung, die Entlassung der Frauen aus ihrer Mitverantwortung, die mich ärgert, die alltäglich geworden ist.

    • „Frauen werden in die Rolle der ZuverDIENERIN GEDRÄNGT“

      Was für ein erbärmlicher Quark, Frauen sollen – genau umgekehrt – aus der Zuverdienerrolle von Staats wegen herausgedrängt werden.

      Wenn ein Haushalt aus einer Kasse wirtschaftet, dann sollte sich die Steuerprogression selbstverständlich nach dem Einkommen pro Mitglied berechnen. Bei Sozialtransfers wird schließlich ebenso verfahren, unabhängig ob verheiratet oder nicht.

      Meinetwegen soll man die Steuerprogression ruhig abschaffen, dann gibt es einen ganz entscheidenden Grund weniger, zu heiraten.

      Aber Familien, insbesondere mit vielen Kindern, treten unsere lieben Pseudosozialen damit kräftigst ins Gesicht: Die können es nämlich meistens nicht leisten, dass beide voll arbeiten.

      Schön, dass sie dann vom Finanzamt in die Armut getrieben werden.

      Das ist eh nur Pseudopolitik, geht verfassungrechtlich überhaupt nicht.

      Und wenn es ginge: Die weibliche Wählerschaft würde es ordentlich abstrafen, wenn der Staat sie zum Vollzeitarbeiten drängt. Das wissen sie ganz genau, und deshalb werden sie auch tunlichst zusehen dass das BverfG die Sache kassiert.

      • @ Nick

        *Meinetwegen soll man das Ehegattensplitting ruhig abschaffen, dann gibt es einen ganz entscheidenden Grund weniger, zu heiraten.*

        Es soll Bestandsschutz für bestehende Ehen geben mit Übergangsfristen, also praktisch nur in Zukunft neu geschlossene treffen.

        Die Menschen werden sich darauf einstellen können.

        Ich denke auch, dass damit einer der letzten Anreize, zu heiraten, fällt.

        Die staatliche, standesamtlich beglaubigte Ehe ist ein Vertrag, der in der jetzigen, femizentrischen Ausgestaltung für Männer ohnehin nur einklagbare Pflichten, keinerlei einklagbare Rechte bereithält. Sie ist ja längst eine Nullnummer.

        Um sie ist es nicht schade.

        Es könnte eine Stufe auf dem Weg zur gleichberechtigten Entpflichtung der Männer werden, zu ihrer, dem weiblichen Vorbild folgenden EMANZIPATION, befreiung aus der gegenleistungslosen Frauendienlichkeit und Staatsnützlichkeit.

        Beide, femizentrischer Staat und Frauenlobby, verlassen sich schon viel zu lange darauf, dass Männer sich nicht emanzipieren, sondern treu-doof weiter die ihnen seit altersher zufallenden Rollen als Schützer und Versorger erfüllen, nur, im Gegensatz zum Patriarchat, im neuen Femizentrismus ohne Anerkennung, ohne Gegenleistung, das ist der Fortschritt.

        Für Frauen.

      • Ich denke auch, dass damit einer der letzten Anreize, zu heiraten, fällt.

        Jau. Es wird doch faktisch fast nur noch aus dem Grund geheiratet.

        Es gibt ja gute Gründe für das „Zerüttungsprinzip“, nur ist eben die logische Konsequenz daraus die Nicht-Ehe, mit der Konsequenz dass jeder auf eigenen Füßen steht.

        Dummerweise finde ich es nicht mehr, aber ich habe mal im Netz die Aussage einer frauenpolitisch Aktiven gefunden, die die Situation von 1976 in etwa so schilderte: „Wir haben es geschafft! Ha, jetzt müssen die Kerle, die sich ihrer Frau entledigen wollen blechen!“ – „Und was ist mit den Männern, derer sich entledigt wird?“ – „Hmm.. Die sind wohl selber Schuld, irgendwie müssen die ja die Frau vergrault haben.“

        Es stand wohl damals zur Debatte, dass es dann auch keinen Ehegattenunterhalt geben könne.

        Nicht ohne Grund hat sich die Reform des Eherechtes von 1969 bis 1976 hingezogen, was Herstory natürlich wieder zupass kommt: „DER Feminismus hat doch bis 1976 gekämpft!!!1!“

        Es soll Bestandsschutz für bestehende Ehen geben mit Übergangsfristen, also praktisch nur in Zukunft neu geschlossene treffen.

        Warum eigentlich? Gibt es für mich, als Selbsständigen, etwa Bestandsschutz? Da werden regelmäßig Steuergesetze einfach geändert, dann habe ich eben Pech gehabt.

        Man muss eben zusehen, dass Familien, egal ob verheiratet oder nicht, steuerlich entlastet werden.

        Wer meint, aus der Abschaffung des Ehegattensplittings sei eine zusätzliche Staatseinnahme zu generieren, der f*ckt verfassungswidrig Familien mit Kindern.

        (Die derzeitigen Steuervorteile fließen weit überwiegend Familien mit Kidern zu)

      • @ Nick

        *Dummerweise finde ich es nicht mehr, aber ich habe mal im Netz die Aussage einer frauenpolitisch Aktiven gefunden, die die Situation von 1976 in etwa so schilderte: „Wir haben es geschafft! Ha, jetzt müssen die Kerle, die sich ihrer Frau entledigen wollen blechen!“ – „Und was ist mit den Männern, derer sich entledigt wird?“ – „Hmm.. Die sind wohl selber Schuld, irgendwie müssen die ja die Frau vergrault haben.“*

        Klingt absolut glaubwürdig, ist es doch nur die Anwendung des ersten Hauptsatzes der feministischen Geschlechterdynamik: „DIE Männer sind schuld!“

        Frauen sind OPFA. Wenn sie unkluge Entscheidungen treffen, müssen Männer bezahlen, die ja schuld sind.

        Wenn Frauen böse, andere schädigende Entscheidungen treffen, dann muss man der Frau helfen, denn ihre naturgegebene Güte wurde vom Patriarchat oder den konkreten Männern in ihrem Leben zerstört, denn sie ist ja OPFA.

        Wenn Männer kluge, sie begünstigende Entscheidungen treffen, muss man sie enteignen, denn männlicher Profit kann nur ergaunert, erschlichen, erlogen, ertrogen sein, nie verdient.

        Wenn Männer bösartige Entscheidungen treffen, muss man sie bestrafen, denn hier zeigt sich ihre böse Natur.
        Sollte die Bosheit in sie hineinsozialisiert worden sein, dann nur durch andere Männer.

        Die uranfängliche Bosheit muss also männlich sein.

        Mit den Männern/der Männlichkeit kam das Böse in die Welt.

        Das ist der grundlegend bösartige Ansatz eines jeden Feminismus, die fundamentale Misandrie.

        Die Unschuldsvermutung gilt nur für Frauen.

        Für Männer gilt die Schuldvermutung.

        Das ist natürlich auch nichts weiter als die Rortschreibung des uralten Männer-/Frauenbildes von dem aktiven und dem passiven Geschlecht, in feministischer Umdeutung der aktiven, bösen Täter, der unschuldigen, unverantwortlichen Opfer.

        Der Feminismus beutet genau jene männlichen / weiblichen Instinktdispoitionen aus, die er angeblich überwinden will, die er für prinzipiell überwindbar hält.

        Dabei würde er ihre tatsächliche Überwindung keine Sekunde überleben.

        Er lebt davon, dass sie nicht überwunden werden.

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