Gender Mainstreaming

Der Begriff Gender Mainstreaming bedeutet laut Wikipedia

den Versuch die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen.

Gender-Mainstreaming soll dabei im Gegensatz zu Frauenpolitik beide Geschlechter berücksichtigen.

Eine andere Definition an gleicher Stelle meint, dass unter Mainstreaming #

der Versuch zu verstehen ist, benachteiligte bzw. Randgruppen in die Mitte der Gesellschaft (Mainstream) zu bringen.

Auch der nächste Satz ist bezeichnend:

„Davon ausgehend, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt, ist Gender Mainstreaming nach dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland (2004) ein Auftrag an die Spitze einer Verwaltung, einer Organisation, eines Unternehmens und an alle Beschäftigten, die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern in er Struktur, in der Gestaltung von Prozessen und Arbeitsabläufen, in den Ergebnissen und Produkten, in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit und in der Steuerung (Controlling) von vorneherein zu berücksichtigen und das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv verwirklichen zu können.

Die Methoden sind dabei die Folgenden

  • Aufstellung geschlechtsspezifischer Statistiken
  • Kosten-Nutzen-Analysen nach Geschlecht und Geschlechterrollen
  • Erarbeitung von Gender-Analysen
  • Checklisten
  • Die 3-R-Methode. Unter den drei Kategorien Repräsentation, Ressourcen und Realität wird jede politische Maßnahme geprüft.
  • Das Gleichstellungs-Controlling als betriebswirtschaftliches Instrument des Gender-Mainstreaming

Vieles daran klingt ja grundsätzlich nicht schlecht. Es klingt aber leider sehr nach Umsetzung eines  Poststrukturalismus.

Dies zeigt sich bereits daran, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit geben soll, was ein klassischer Gedanke des „Doing Gender“ und der Konstruktion der Geschlechterrollen ist. Das ist aber nur sehr eingeschränkt richtig. Über den Schnitt der Männer und Frauen betrachtet gibt es durchaus eine geschelchtsneutrale Wirklichkeit.

Es ist bedauerlich, dass innerhalb der Methoden kein eigener Punkt enthalten ist, der sich darauf richtet, Erklärungen auch in biologischer Hinsicht für bestimmte Bereiche zu finden und dann nicht auf eine Gleichstellung ausgerichtet zu sein, sondern auf die Beseitigung von Diskriminierungen.

Frauen sind in der Mitte der Gesellschaft. Nur eben auf ihre Weise. Und Männer sind ebenso in der Mitte der Gesellschaft . Auch auf ihre Weise.

Einfach darauf abzustellen, dass man künstlich eine 50% Männer, 50% Frauen Verteilung in jedem Bereich erzwingen kann bringt nichts.

 

49 Gedanken zu “Gender Mainstreaming

  1. Dies zeigt sich bereits daran, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit geben soll, was ein klassischer Gedanke des „Doing Gender“ und der Konstruktion der Geschlechterrollen ist.

    Ist dir da ein Fehler unterlaufen? Die sagen doch nicht, daß es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit geben soll, sondern lediglich, daß es sie nicht gibt. Es ist eine deskriptive Aussage.

    Die Unterschiedlichkeit der Geschlechter soll gerade berücksichtigt werden.

    Insofern ist der Ansatz nicht gender-theoretisch, nicht poststrukturalistisch, nicht dekonstruktivistisch. Ich schreibe nur mal all die Synonyme auf, die bei denen im Umlauf sind.

    Insofern würden diese Ausführungen dir entgegenkommen.

    Kannst du mir mal erklären, warum die überhaupt das Wort Gender für Mainstreaming verwenden? Es müßte korrekt Sex Mainstreaming heißen.
    Wenn diese Leute ein Gender voraussetzen, wäre das Konzept von Gender Mainstreaming sinnlos. Da man nicht auf gesellschaftlich bedingte Geschlechtsunterschiede eingehen muß. Sie nivellieren sich sowieso – nach Gender-Heilslehre.

    Ein Daraufeingehen wäre eine Versündigung an der reinen Lehre.

    • Hallo James!

      Sex mainstreaming hilft wenig. Alles, was biologisch bedingt ist, kann man doch nicht beeinflussen. Daß die Frauen Kinder bekommen zum Beispiel, kann man nicht ändern.

      Der Ansatz ist im Prinzip gender-theoretisch, wenn Gender für das stünde, wie er eingeführt wurde, undnicht dessen poststrukturalistische Verhohnepiepelung.

    • @ James T. Kirk

      Gender ist die soziale Rolle des jeweiligen Geschlechtes, die als soziokulturell willkürlich konstruiert gilt, Ausdruck der Machtverhältnisse, in denen Frauen zu Rollen gezwungen werden, die sie eigentlich nicht haben wollen und Männer sich die Rosinen herauspicken, weshalb Frauen empauert und Männer gedeckelt werden müssen.

      Gender wird als weitgehend unabhängig von Sex, dem biologischen Geschlecht, gedacht, eben bestimmt von den herrschenden Machtverhältnissen, in denen Männer als übermächtig, Frauen als ohnmächtig angesehen werden von den Gemeintrimmern.

      Dass die Realtität eine völlig andere ist, fällt nicht auf, weil Gender Mainstreamer nur die Männer an der Spitze sehen, übersehen, dass die Masse der Männer nicht an der Spitze steht, dass es der Masse der Frauen im Schnitt sehr viel besser geht als der Masse der Männer.

      Sie übersehen, dass Frauen keineswegs ohnmächtig sind, sondern sehr mächtig.

      Weiters fällt diesen „Wissenschaftlern“ nicht auf, dass die Genderrolle nicht völlig unabhängig von der Biologie ausgeformt wird, dass die Geschlechter sich psychisch-kognitiv unterscheiden, SYSTEMATISCH unterschiedliche Entscheidungen treffen, wenn sie wählen können/müssen, deshalb eine 50/50-Verteilung in allen Lebensbreichen – das Ideal der Geschlechtergleichrichter – in Freiheit nur erreichbar wäre, wenn die Geschlechter GLEICHARTIG wären.

      Das, Gott verdammt, sind sie aber nicht, was diese ideologisierten IgnorantInnen aber nicht zur Kenntnis nehmen wollen.

      Sie sind ja meist SoziologInnen/PädagogInnen/PolitikwissenschaftlerInnen etc., für die Biologieblindheit Ehrensache ist, denn der Mensch hat allein Schöpfung der soziokulturellen Verhältnisse zu sein.

      Es ist absurd.

      Da 50/50 bei Gleichberechtigung in Freiheit nicht erreichbar ist, da bei Gleichberechtigung in Freiheit sich gerade die Unterschiedlichkeit der Geschlechter ausdrücken kann, die diese IdeologInnen starrsinnig verleugnen, denn der Mensch hat GLEICH zu sein im Sinne von GLEICHARTIG, was er nur leider Gottes nicht ist, eine Ungleichartigkeit, die NOTWENDIGEWEISE zu Ungelichverteilungen führen MUSS, muss die Freiheit und Gleichberechtigung vor allem der Männer abgeschafft werden, um in allen attraktiven Bereichen, wo Frauen „unterrepräsentiert“ sind, den Männeranteil zu reduzieren, den Frauenanteil zu erhöhen.

      In allen unattraktiven Bereichen, die männerdominiert sind, „dürfen“ Männer dagegen gerne weiter dominieren.

      Niemand denkt daran, Frauen zu Kanalarbeiterinnen zu quotieren, in die Zinksärge aus Afghanistan hinein zu quotieren, in die Müllabfuhr zu quotieren, in die wirklich gefährlichen, schmutzigen, unfallträchtigen Berufe hineinzufördern und hineinzuotieren, die ALLESAMT männlich dominiert sind und das auch gerne weiter bleiben können.

      Die Drecksarbeit darf gerne männlich bleiben.

      Dort, wo Arme, Beine, Leben verloren gehen, dürfen Männer unter sich bleiben.

      DAS IST GENDER MAINSTREAMING, grundverlogene Frauenpämperung, wie üblich.

      Mit falschem Menschenbild und verzerrtem Blick auf die Realität einer Gesellschaft, in der Jungen/Männer von allem Schlimmen meist am Schlimmsten betroffen sind und Frauen sich UNTERDRÜCKT FÜHLEN dürfen.

      Weil Alpha-Männer noch immer bereit sind, ihnen das meiste Schwere abzunehmen, sie abzuschirmen, zu schützen, zu pämpern.

      Indem sie Beta-Männer und darunter in die Pflicht nehmen, für die sich die Gemeintrimmer einen feuchten Kehricht interessieren.

  2. Dass Gender Mainstreaming beide Geschlechter in den Blick nähme, ist nicht mehr als Geschwätz.

    Es ist nichts weiter als die gute alte Frauenförderung/-privilegierung unter neuem Etikett, überall angesiedelt bei den Frauenministerien.

    So, wie aus den Frauenbeauftragten Gleichstellungsbeauftragte wurden, ohne dass sich das Geringste an Frauenförderung/-privilegierung geändert hätte.

    Etikettenschwindel.

    Für Prof. Bock (Soziologe, Uni Mainz) ist Gender Mainstreaming die totalitäre Steigerung von Frauenpolitik als Querschnittsaufgabe in allen Politk-und Gesellschaftbereichen. Hier führt er das aus:

    http://wikimannia.org/images/Prof-m-bock.pdf

    Ich bin überzeugt, er hat Recht.

    Gender Mainstreaming/Feminismus, das ist der neue /Geschlechter-)Sozialismus.

    • Das traurige ist ja, dass auf europäischer Ebene, wie schon von mir erwähnt, die Gleichstellerinnen mittlerweile beantragen, dass jegliche politische Umsetzung auf deren gendergerechte Ausformulierung hin geprüft wird und jetzt fragt euch, von welcher Zensurbehörde, genau:

      Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter

      • Terminatus 30

        Die polnische Hymne „http://www.youtube.com/watch?v=AJsWz9SlpfA) ist auch nicht schlecht, nur in dem Text da hört es ich für mich steinzeitlich an „… Was uns fremde Gewalt wegnahm, nehmen wir mit Schwert zurück..“ – haben wir als Kinder in der Schule gelernt. Zuhause haben meine deutschen Eltern tief in ihren Blut gesungen: (http://www.youtube.com/watch?v=5q8xvkjqeHQ). Und da wird wiederum von Brüderlichkeit ohne Schwesterlichkeit gesungen! Eine lustige Geschichte damit, sage ich Dir!

  3. „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland“ – der Name sagt doch schon alles. Wo bleiben die Männer?

    „Vieles daran klingt ja grundsätzlich nicht schlecht.“

    Vieles davon klingt grundsätzlich überflüssig. Solange nicht endlich die Frauenquote für Müllabführ, Industriearbeit und Kriegseinsätze gefordert wird, bleibt Gender-Mainstreaming eine hohle Phrase.

  4. Und die Männerquote?

    Mehr:
    – Psychologinnen,
    – Psychotherapeutinnen,
    – Apothekerinnen,
    – Lehrerinnen für Volksschule, Hauptschule, Unterstufen und für Oberstufen bist zur Matura (Abitur),
    -Politikerinnen in Spitzenpositionen gemessen an den (zahlenden) Mitgliedern,
    -Ärztinnen,
    -Moderatorinnen,
    ….

    Wo bleibt die Quote?

    • „Über den Schnitt der Männer und Frauen betrachtet gibt es durchaus eine geschelchtsneutrale Wirklichkeit“, s. z. B. die Trümmer-Frauen! Sie konnten allein ganze Länder wie Deutschland oder Polen aufbauen, weil die Männer eliminiert wurden

      Meine Güte, Staro! Die Städte dieser Erde wurden und werden von Männern gebaut. Das war schon immer so. Daran ändern auch ein paar medial hochgejubelte Trümmerfrauen nichts. Schau dich doch mal auf einer Baustelle um. Dann zähl die Frauen und die Männer, die da arbeiten.

      Alles klar? Sag mir dann, wieviele Trümmerfrauen du gezählt hast.

      Staro, es gibt eine Realität da draussen! Schau dich mal um und lass die Göttner Abendroth und die Gerda Weiler mal im Bücherschrank. Kuck dich mal um, mach die Augen auf!

      • Peter

        „Meine Güte, Staro! Die Städte dieser Erde wurden und werden von Männern gebaut. Das war schon immer so.“

        Deswegen sind sie muskulöser an bestimmten Stellen?

        o „Alles klar? Sag mir dann, wieviele Trümmerfrauen du gezählt hast. „

        Im Spiegel nur eine.

        o „Staro, es gibt eine Realität da draussen! Schau dich mal um und lass die Göttner Abendroth und die Gerda Weiler mal im Bücherschrank. Kuck dich mal um, mach die Augen auf!“

        Also jetzt bringst Du mich in Verlegenheit. Kein Singen der National-Hymne und jetzt noch eine Realität da draussen (dreckige Küche, stinkender Badezimmer und ich!)…

  5. „..ein Auftrag an die Spitze einer Verwaltung, einer Organisation, eines Unternehmens und an alle Beschäftigten, die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern in er Struktur, in der Gestaltung von Prozessen und Arbeitsabläufen, in den Ergebnissen und Produkten, in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit und in der Steuerung (Controlling) von vorneherein zu berücksichtigen ..“

    Poststrukturalismus: Mag sein, dass ich etwas verpennt habe, weil mein Körper noch in Steinzeit verharrt, aber in der Wissenschaft wird mittlerweile davon geredet.„Da haben wir schon einiges drin: Sprache gestaltet die Welt und es gibt keine objektiven Fakten mehr, sondern alles ist wandelbar.“

    Mit der Objektivität hatte ich auch schon meine Schwierigkeiten während meines Studiums. Häh? Objektiv und wissenschaftlich, weil es da ist und von Anderen als Objekt definiert werden kann? Frauen werden z. B. im Patriarchat in der Ehe als Sex-Objekte betrachtet. Heißt es: Frauen sind Sex-Objekte, weil sie die Beine breit zu machen haben, wenn der Versorger mit dem Geld nach Hause kommt? Vielleicht schlafen sie mit ihm, weil sie es wollen und ihm für seine Prostitution auf seiner Arbeits-Stelle, wo er Geld bekommt, dankbar sind?

    Dann gab es noch die Behauptung: Frauen sind eher subjektiv (und deswegen für Wissenschaft untauglich!), haben Kinder zu gebären und Dienst-Mädchen in der Ehe zu spielen. Wie ich damals das Alles über mich ergehen lassen konnte, ist mir mittlerweile ein Rätsel.

    Die Gefühle sind für die Soziologie als Wissenschaft nicht von Interesse. „Tobe Dich zuhause gefühlsmäßig aus komme zur Uni mit klarem Kopf!“ Selbstverständlich sind es meine Ansichten und ich bin eine Frau, also ein Opfer-Objekt im Patriarchat?

    Womöglich haben sich die Menschen am Anfang der Steinzeit mit der Keule in der Hand unterhalten (was ich nicht glaube!). Heute können die Menschen aber sprechen. Ich verspüre in meinem „steinzeitlichen Hals“ oft einen Knoten, wenn ich bestimmte Wörter aus mir herausgeben will. Ich kann aber sprechen und so die Welt gestalten. Sicher in einem bestimmten Rahmen. Aber das ist nach meiner Ansicht normal – der Rahmen gehört zum Leben wie der Körper zum Menschen. Wenn die Geld-Zauberer mit ihrem Atom oder HARRP-Anlagen auch zu der Ansicht kommen, dass sie mittels Sprache die Welt gestalten können, gibt es vielleicht für die Spezies Mensch eine Zukunft? Allerdings muss ihnen das Zeug aus der Hand gelegt werden.

    Und hier teile ich Christian deine Meinung: Sprache aber, ohne jegliche objektive Tatsachen ist nichts mehr als Fraß (Du magst es anders formulieren).

    Aber zurück zu Deinen Worten: Die Berücksichtigung der Interessen der Anderen bleibt nicht aus. Ich versuche es mit meinen Bildern vom Matriarchat folgend auszudrücken: Das Anliegen der gesamten Gemeinschaft liegt im Matriarchat in der Hand der ältesten Mutter. Sie läuft nicht in der Küche herum und motzt: Ich bin hier der Boss, gibt mir Geld dafür! Vor allem mittels Lebenserfahrung als Mutter hat sie so einige Fähigkeiten erworben und hat die Frucht ihres Lebens für die gesamte Familie, d. h. alle Mitglieder der Familie einzusetzen.

    Mein matriarchal definierter Problem mit Gleichberechtigung: Die Mutter begegnet ihrem Kind auf Augenhöhe. Sie spielt keinen Boss (das ist ein Effekt des Patriarchats) sondern begegnet dem Kind der Natur entsprechend. Sie ist die Erste, die dem Kind Essen gibt und die Erste, die dem Kind die Sprache vermittelt (ein Patriarch würde sagen: Ich bringe das Geld nach Hause, damit sie es ernähren kann, also bin ich der Boss!). Sie stirbt irgendwann. Das weißt sie auch. Sie weiß aber auch, dass das Leben an sich nach ihrem Tod nicht stehen bleiben wird.

    Ich als Frau verharre im Patriarchat, bis mich Feuer oder Wasser erlöst.

    „So postulieren viele Poststrukturalisten – insbesondere im Gefolge der Derrida’schen Dekonstruktion und der Foucault’schen Diskursanalyse –, dass Bedeutungseinheiten stets nur als Effekt vorgängig gezogener Differenzen (vgl. Derridas Konzept der Différance) gebildet werden können,[1“

    Es kann nicht „nur ein Effekt“ sein, weil die Zeit nicht stehen bleibt (Ausnahme: Moment der Sonnen-Wende) und ständig mit-gestaltet. Mir mit 18 war was anderes möglich als mit 40. Zu unterschiedlichen Zeiten und unterschiedlichen sozialen Kontexten können Wörter ganz andere Bedeutungen haben. Und z. B. meine Bauch-Schmerzen scheren sich nichts um die Formulierung des Arztes! Auch die Super-Erfindungen der Pharmaindustrie sind keine Wunder-Mittel!

    Es gibt „keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit“ des Menschen. Wenn wir uns im Staub begegnen na ja…

    „Über den Schnitt der Männer und Frauen betrachtet gibt es durchaus eine geschelchtsneutrale Wirklichkeit“, s. z. B. die Trümmer-Frauen! Sie konnten allein ganze Länder wie Deutschland oder Polen aufbauen, weil die Männer eliminiert wurden. Und heute ist das demokratische Welt-Geschehen am Abgrund platziert.

    „Einfach darauf abzustellen, dass man künstlich eine 50% Männer, 50% Frauen Verteilung in jedem Bereich erzwingen kann bringt nichts.“

    Doch! Eine Katastrophe!

  6. Ach so Christian Ps.:

    Wenn Du Dir das reale Volumen des Östrogen-Abfalls in der Welt betrachtest (z. B. beim Futtern der Schweine mit Antibiotikern), da kommst Du wie D. Margottsdotter-Friecke zu dem Schluss: Ohne Gewalt anzuwenden, kommen Frauen zum Sieg!

  7. … den Versuch die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen…

    Das ist eine glatte Lüge. Die Erfahrung zeigt, dass GM ausschliesslich als Vehikel für Frauenprivilegierungsmassnahmen Anwendung findet. Spezifisch männliche Problemlagen werden konsequent ignoriert. GM ist ein politisches Programm von Frauen für Frauen, Frauenfrauen, Lesbenfrauen und Frauenfrauenfrauen und Randgruppen. Die Randgruppenpflege soll die sexistische Ausrichtung verschleiern und moralische Legitimität vortäuschen.

    Der gesellschaftsumfassende Gestaltungsanspruch – GM als Querschnittsaufgabe – ist in seinem Wesen totalitär. Die Umsetzungsstrategie, die sogenannte „top-down-Implementierung“ ist antidemokratisch. Gleichstellung ist immer mit Zwang verbunden, ist nur durch (staatlichen) Zwang erreichbar, der notwendigerweise sexistische und rassistische Diskriminierungen von Individuen nach sich zieht („positive Diskriminierung“),

    Die Gleichstellungsmaxime definiert Gruppen als Rechtsträger, nicht das Individuum. Nicht die individuellen Lebensumstände des Individuums sind massgebend, sondern seine Gruppenzugehörigkeit. Dabei werden gewisse Gruppen pauschal als privilegiert, andere pauschal als diskriminiert behauptet. Die Kategorisierungen orientieren sich nicht, wie es die Sache erfordern würde, an Vermögen und Einkommen, sondern an Geschlecht, Herkunft und sexueller Orientierung u.a, Merkmale, die als irrelevant gelten sollten, wenn sozialer Ausgleich angestrebt würde.

    GM hat ein klares Feindbild. Bei aller Unterschiedlichkeit der Gruppen, die pauschal als kompensationsberechtigt behauptet werden, bleibt sich doch eines gleich: der weisse heterosexuelle Mann gilt als derjenige, den es zu deklassieren gilt. Er ist es, der so ziemlich alle Übel dieser Welt in den vergangenen Jahrtausenden der Geschichte verschuldete. Alle anderen Gruppen, wie auch immer sie definiert werden, sind seine Opfer. Selbst wenn der weisse heterosexuelle Mann ein Obdachloser sein sollte, der unter erbärmlichen Umständen sein Leben fristet, so hat er gemäss den Genderisten doch immer noch Anteil an der „patriarchalen Dividende“, ist also immer noch ein Privilegierter. Es ist wohl unnötig darzulegen, dass eine solche Ideologie einfach nur pervers ist und jeden, der sich noch einen kleinen Rest an Gerechtigkeitsgefühl bewahrt hat, einfach nur anwidert.

    Ebenso klar ist, dass sich der einfache heterosexuelle Mann, der sich seinen Lebensunterhalt durch körperliche Arbeit verdient, von den GM-Parteien, vor allem linke Parteien, abwendet, obwohl historisch betrachtet es die linken Parteien wären, denen die Aufgabe zufiele, seine Interessen zu wahren.

    Dazu ein interessanter Artikel mit gewohnt dämlichem Titel:
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Gott-und-Knarren/story/23957809

    Kurzum: GM ist nichts als ein grosser Haufen Scheisse.

    • Peter

      „(staatlichen) Zwang“

      Fremd-Zwang-Massnahmen: Stell Dir Peter folgendes vor: Ich habe das Mittagsessen vorbereitet. Mein Mann speist in einem Zimmer, meine Tochter mit ihrer Fräundin in dem anderen. Ich wollte zuerst meinem Mann, der vor dem Fernher saß die Nationalhymnen probeweise vorsingen. Er schickte mich weg. Dann ging ich zu den Mädchen. Sie haben mich wie ein Auto angeguckt und die Augen verdreht. Beleidigt kam ich zum Computer.

      Und ich glaube, gleich muss ich hier auch weg, weil die Trolle bei uns zuhause nicht saubermachen wollen. Also laute Unverschämtheiten!

      • Peter

         „@ Staro
        sag das deinem Mann und deinen Kindern. Ich kann da nichts machen.“

        Ich wollte Dich nicht überfordern und verlangen, dass Du ein fremder Bloger meinen Mann aufklärst. Wenn Menschen nicht diskursiv überzeugt werden können, müssen sie natürlich-biologisch Erfahrungen machen. Ist halt so.

    • @ Peter
      Durch Höchstgerichte auf nationaler, europäischer und Ebene der UN implementiert. Doch Scheiße bleibt Scheiße. Soviel zum Thema, dass in einer modernen Demokratie solche Dinge „positive Diskriminierung“ nicht mehr passieren können. Ich sage einmal „Die Welle“ von links.

    • @ Peter

      *dass eine solche Ideologie einfach nur pervers ist und jeden, der sich noch einen kleinen Rest an Gerechtigkeitsgefühl bewahrt hat, einfach nur anwidert.*

      Sehr viele Frauen und etliche Männer sehen das leider anders.
      Viele Frauen sind Mitläuferinnen dieser Ideologie, kassieren gerne die Privilegien ab, die man ihnen auf Kosten normaler Männer zuschanzt.

      Das macht es mir schwer, mit Frauen noch solidarisch zu sein, selbst dort, wo sie eindeutig benachteiligt sind.
      Sie sind nicht mehr solidarisch mit Männern.

      Warum soll ich es dann noch mit ihnen sein?

      *Kurzum: GM ist nichts als ein grosser Haufen Scheisse.*

      Dafür haben die weißen Heteromänner das Privileg, diesen Haufen Scheiße, denen man ihnen in’s Gesicht wirft, auch noch zu finazieren.

      Sie erwirtschaften das Gros der Steuereinnahmen, von ihnen lebt der Sozialstaat, sie stellen das Gros der Armee, die diesen femizentrischen Sozialstaat verteidigen soll, sie sterben in Afghanistan für Frauenrechte.

      Warum tun sich weiße Heteromänner das alles eigentlich noch an?!

    • @ Adrian

      *Weil sie es so wollen.*

      Ja, ja, aber das Unbehagen wächst, das Gefühl der Überforderung, das der mangelnden Entlohnung für die Anstrengungen.

      Der Rückzug der Männer hat doch längst begonnen: Immer mehr machen den Lebowski, desengagieren sich, wollen keine Familien mehr gründen, nicht mehr heiraten, nicht mal Langzeitpartnerschaften eingehen, leben immer länger bei ihren Eltern, verspielen ihr Leben im virtuellen Raum, weil der reale immer misandrischer wird.

      Feministische „Analyse“ nutzt das Phänomen zu weiterer Männerdiffamierung (Peter Pan Syndrom, Man Up-Kampagnen in den USA), wie üblich völlig merkbefreit hinsichtich der eigentlichen Ursachen.

      Man sägt weiter mit Fleiß an dem Ast, auf dem man noch breitärschig sitzt.

      Und unten warten bereits die Krokodile.

      Wenn’s nicht so tragisch wäre, es wäre saukomisch, dieses Schauspiel.

      Vielleicht gelingt mir auch das Lachen eines Tages, wenn ich noch ein wenig gleichgültiger geworden bin.

      Ich habe ja zunehmend das Gefühl, das mich das alles eigentlich nichts mehr angeht, nicht mehr beTRIFFT.

      Es lohnt sich für Männer nicht mehr, für den Erhalt dieser Bruchbude zu kämpfen.

  8. Warum tun sich weiße Heteromänner das alles eigentlich noch an?!

    @ Meister Roslin

    Hast Du den von mir verlinkten Artikel gelesen? Der ist äusserst interessant, auch wenn in gewohnter Manier der „weisse (heterosexuelle) Arbeiter“ als latent homophob, tendenziell fundamentalchristlich und ganz allgemein reaktionär dargestellt wird. Zumindest werden diese Assoziationen geweckt.

    Wir haben in den USA also eine Demokratische Partei, die von eben dieser weissen Arbeiterschicht aufgebaut wurde. Diese Partei nun, die Demokraten, sind es, die mit der affirmative Action, die sich bei ihren Massnahmen nicht am sozialen Status des Individuums orientiert, obwohl sie der Unterschicht angehören, noch zusätzlich diskriminiert werden. Jetzt wählen sie die Republikaner, was doch eigentlich Irrsinn ist, da ihre Interessen bei dieser Partei der Plutokraten ganz sicher nicht gewahrt werden. Die Leute haben schlicht und einfach keine politische Vertretung mehr.

    Die gleiche Hinwendung der männlichen Unterschicht zu rechten Parteien ist in der Schweiz genauso zu beobachten.

    Die Linke ist durch GM drauf und dran, vollständig zu degenerieren und ihre Wurzeln zu verleugnen.

    • @ Peter

      Bei uns ist es ja nicht anders. Nur dass hier die Unterschichten nicht einmal eine rechte Alternative haben, denn auch die CDU/CSU ist eine Frauenförderpartei des Offentlichen Dienstes, der LehrerInnen, der JuristInnen.

      Weshalb die Unterschicht bei uns gar nicht mehr wählt.

      In den USA wie im ganzen westen verfolgen die Post-68’er-„Links“parteien das 68’er-Projekt eines neu aufzubauenden (kultur-)revolutionären Subjektes, dass die alte Proletenschicht ablösen soll: ein Koalition aller möglichen Minoritäten/Migrantengruppen, unter denen DIE FRAUEN die größte „Minorität“ darstellen.

      Dasselbe gilt für Labour in Großbritannien.

      Darum auch die Förderung der Masseneinwanderung aus der 3. Welt.

      Linksparteien unterstützen sie, weil sie damit ihre Wählerbasis vergrößern, „kapitalistische“ Parteien unterstützen sie, weil das hilft, die Löhne zu drücken.

      Die Zeche zahlt die weiße Unterschicht, die keine Minoritätenförderung beanspruchen kann – sie ist ja weiß, die ihre überfemdeten Stadtviertel nicht verlassen kann – dazu fehlt das Geld, die ihre Kinder auf immer mieser werdende Schulen schicken muss, auf denen diese als neue Minderheit von den neuen Mehrheiten gemobbt werden – der Rasisismus der Zuwanderer ist tabu, wie so vieles im PC-Betrieb der veröffentlichten Meinung.

      Durch diese Umstände werden die weißen Unterschichten immer rassistischer, was wiederum ausschließlich gegen sie verwandt wird („Für diese Kotzbrocken sollen WIR, die edlen linken Humaisten, uns einsetzen, für diese Rednecks“- klingt ja schon in der Überschrift des von Dir verlinkten Artikels an – „Wir linken Inetellektuellen, die wir so viel gebildeter sind als diese Rüpel?“).

      Die Politik steuert im Westen einen verheerenden, selbstzerstörerischen Kurs, stopft allenthalben Pulverfässer und legt Lunten – demographische, finanzielle, ethnische.

      Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie anfangen zu brennen und die Bomben hochgehen.

      Wir steuern auf eine multichaotische, multiethnische, multireligiöse Bürgerkriegsgesellschaft zu, zerrissen von Klassen -, Rassen – und religiösen Gegensätzen.

      In der sich die Menschen zunehmend tribalistisch verhalten werden: Ethnodeutsche werden sich mit Ethnodeutschen solidarisieren, Ethnotürken mit Ethnotürken, Muslime mit Muslimen, Christen mit Christen ein einziger riesiger Libanon.

      Ähnliche Entwicklungen zeichnen sich in den USA ab (Hispanics, Farbige, Weiße).

      Der zusammenhaltende Kitt, der die Gesellschaft zusammenbinden könnte, wurde systematisch aus den Fugen gekratzt.
      Die Psychomechanismen, die helfen, Solidarität innerhalb einer Gesellschaft zu organisieren, sie wurden erfolgeich bekämpft unter dem Versprechen der „Befreiung“: Befreiung von Religion, Patriotismus, familiären Bindungen/Verantwortlichkeiten.

      Und unser Vermögen, mit dessen Hilfe wir das Multichaos bisher aufgehalten haben, die Konflikte befriedet haben, ist aufgebraucht, bereits jetzt, wo die Reise doch erst beginnt.

      Als Letztes fällt nun die Solidarität der Männer mit dieser Gesellschaft allmählich ihrer Emanzipation zum Opfer, nachdem die Frauen sich schon gründlich entpflichtet = emanzipiert haben.

  9. Man sollte Genderisten anzeigen. Man sollte ganze Institute und die Verantwortlichen anzeigen. Gender mainstreaming ist ein Verbrechen und eine dreiste infantile Lüge…..

    • @ Adrian

      Weil die Kosten bei Dir noch nicht angekommen sind.

      Alles hat seinen Preis.

      Religion, Patriotismus bieten evolutionäre Vorteile, u.a. weil sie helfen, Solidarität zu generieren über den engen familiären Zusammenhalt hinaus.

      Sie bekämpfen den den Menschen inhärenten Egoismus.

      Wir werden sehen, was wird, wenn wir gezwungen sein werden, ohne diese Stützen Solidarität zu organisieren.

      Ich kann’s mir vorstellen.

      Keine angenehme Vorstellung.

    • Religion ist genau wie Nation und Familie kein Wert an sich. Wichtig sind die Inhalte und nicht das Brimborium nach außen. Ich möchte jedenfalls nicht wie in den 50ern leben, als diese „Werte“ über allem standen.

      Deine Weltsicht erscheint mir ein wenig zu bipolar und pessimistisch, zumal Egoismus durchaus auch Vorteile hat.

      Als eigentliche Gefahr für die gesellschaftliche Solidarität betrachte ich im Übrigen den Sozialstaat. Warum ich dagegen an Gott glauben, in die Kirche gehen, deutsche Fahnen schwenken oder Vater werden muss, um mit anderen Menschen solidarisch zu sein, erschließt sich mir dagegen nicht so recht.

  10. Darum auch die Förderung der Masseneinwanderung aus der 3. Welt.

    Linksparteien unterstützen sie, weil sie damit ihre Wählerbasis vergrößern, „kapitalistische“ Parteien unterstützen sie, weil das hilft, die Löhne zu drücken.

    @ Meister Roslin

    Unternehmer haben ein Interesse an billigen Arbeitskräften und rekrutieren diese bei Bedarf aus dem Ausland. Das ist unbestritten.

    Was ich aber nicht glaube ist, dass die Linke dem von Dir geschilderten Masterplan folgt, dass dieser „Masterplan“ wesentliche Bedeutung in ihren Überlegungen hätte. Die Linke profitiert zwar mehr von den Wählerstimmen der Bürger mit Migrationshintergrund, weil sie sich als deren Interessenvertretung ausgibt. Die Einwanderung aber fördern sie nicht. Das sind vielmehr wirtschaftsliberale Kräfte, die an einem grossen Pool von Arbeitskräften interessiert sind, da es ihre Konkurrenzfähigkeit durch Lohndruck fördert.

    Durch diese Umstände werden die weißen Unterschichten immer rassistischer, was wiederum ausschließlich gegen sie verwandt wird („Für diese Kotzbrocken sollen WIR, die edlen linken Humaisten, uns einsetzen, für diese Rednecks“- klingt ja schon in der Überschrift des von Dir verlinkten Artikels an – „Wir linken Inetellektuellen, die wir so viel gebildeter sind als diese Rüpel?“).

    Nicht bloss die weissen Unterschichten, sondern die Unterschichten generell sind rassistischer. Wenn jemand die negativen Begleiterscheinungen der Einwanderung zu tragen hat, die eigentliche „Integrationsarbeit“ zu schultern hat, dann ist es die Unterschicht, und nicht die gehobene, staatsbedienstete Mittelschicht der Grün- und SPD-Wähler.

    Die Linke wird nicht müde zu betonen, dass die rassistische Einstellung vieler aus der Unterschicht nichts mit ihren persönlichen Erfahrungen mit Mihigrus zu tun hätte. Das ist in dieser Pauschalität Unsinn. Sie, die Unterschicht ist es, die mit den Mihigrus die Wohnblöcke teilen und auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren. Sie sind es, die sich mit der Unterschicht der Einwanderer täglich auseinandersetzen müssen und die Konflikte austragen.

    Dies ist ein weiterer Grund, warum sich die Unterschichten rechten, einwanderungskritischen bis latent rassistischen Parteien zuwendet, obwohl deren Programme kaum soziale Unterstützung für sie vorsehen.

    Der zusammenhaltende Kitt, der die Gesellschaft zusammenbinden könnte, wurde systematisch aus den Fugen gekratzt.

    Hier werden wir wohl nie auf einen gemeisamen Nenner kommen: Den Kitt aus den Fugen kratzt der Neoliberalismus angelsächsicher Prägung, die totale Ökonomiesierung aller Lebensbereiche. Der flexible Arbeitnehmer, was ist denn das ? Doch wohl derjenige, der sich nur an seine Arbeitsstelle gebunden fühlt und sonst gar nichts. Da ist kein Platz für andere Loyalitäten.

    • „Den Kitt aus den Fugen kratzt der Neoliberalismus angelsächsicher Prägung, die totale Ökonomiesierung aller Lebensbereiche.“

      Bei über 50 Prozent Sozialausgaben gemessen am Gesamtbudget kann man wohl kaum von Neoliberalismus sprechen.

      Und wie sich die „totale Ökonomiesierung aller Lebensbereiche“ äußern soll, hat mir auch noch keiner erklären können.

      • Adrian

        o „Und wie sich die „totale Ökonomiesierung aller Lebensbereiche“ äußern soll, hat mir auch noch keiner erklären können.“

        Wir bezahlen einfach die Frauen und Männer, die zuhause sich den Arsch für die Familie aufreißen (Arbeit ist es nicht – wie ist es eigentlich mit dem BSP (Brutto-Sozial-Produkt)? Damit Du nicht auf krumme Gedanken kommst: Ich würde notfalls das Geld abschaffen!

      • Bei über 50 Prozent Sozialausgaben gemessen am Gesamtbudget kann man wohl kaum von Neoliberalismus sprechen.

        @ Adrian

        In Berlin mag das möglicherweise hinkommen mit den 50 %. An Berlin habe ich aber nicht in erster Linie gedacht.

        Und wie sich die „totale Ökonomiesierung aller Lebensbereiche“ äußern soll, hat mir auch noch keiner erklären können.

        An wem liegt das? Am Erklärer oder an Dir? Es ist auch niemandem gelungen, dem Papst von der Unmöglichkeit der jungfräulichen Empfängnis zu überzeugen. 😉

      • „Bei über 50 Prozent Sozialausgaben gemessen am Gesamtbudget kann man wohl kaum von Neoliberalismus sprechen.“

        Natürlich, das was in Berlin ausgegeben wird, wird über den Finanzausgleich u.a. von Bayern (mit)finanziert. Diejenigen, die wirtschaften bezahlen in unserem – eurem – Staat, ist doch klar.

        Da täuscht das medienwirksame Berliner Eliten-Polit-Kit-Kat-Bunga-Bunga auch nicht mehr darüber hinweg.

    • @ Meister Peter

      *Was ich aber nicht glaube ist, dass die Linke dem von Dir geschilderten Masterplan folgt, dass dieser „Masterplan“ wesentliche Bedeutung in ihren Überlegungen hätte.*

      Ein Berater von Geoff Hoon, ehedem Labourinnenminister, gab vor einigen Jahren zu, dass man die Masseneinwanderung ´nach ´GB bewusst gefördert habe, um ein für allemal eine strukturelle Mehrheit der Konservativen unmöglich zu machen, um GB für immer zu verändern.

      Was gelungen ist.

      Ob zum Besseren, das sei dahingestellt.

      Ich denke, es war ein Fahrplan in den Bürgerkrieg.

      Mal sehen, ob ich das Interview noch finde.

      *Hier werden wir wohl nie auf einen gemeisamen Nenner kommen: Den Kitt aus den Fugen kratzt der Neoliberalismus angelsächsicher Prägung, die totale Ökonomiesierung aller Lebensbereiche. Der flexible Arbeitnehmer, was ist denn das ? Doch wohl derjenige, der sich nur an seine Arbeitsstelle gebunden fühlt und sonst gar nichts. Da ist kein Platz für andere Loyalitäte*

      Das bestreite ich doch gar nicht.

      Ich habe vor kurzem in irgendeimem Blogpost hier erläutert, dass für mich die Links-Rechts-Dichotomie in weiten Teilen nur noch Gesäßgeographie ist, die nicht mehr wirklich orientiert.

      Weil kasinokapitalistische Marktradikale und Kulturmarxisten Hand in Hand arbeiten beim Kratzen des Kittes aus den Fugen, dabei die jeweils andere Seite als nützliche Idioten ansehend.

      Marktradikale wollen Menschen aus allen Bindungen herausgelöst sehen, um den ubiquitär einsetzbaren Legionär des universalen Shareholder Value zu erzeugen, der mit leichtem Gepäck reist, jederzeit voll flexibel abkommandierbar ist, da aus jeder überinidividuellen Bindung/Solidaritätsverpflichtung herausgelöst, der Sinn allein aus der Umsetzung des Mottos „Haste was, dann biste was“ generiert, dem konsumkapitalistischen Leitmotiv. Um etwas zu haben, muss man etwas leisten. Hauptpropagandavehikel dieser Religion ist der Leistungssport, dem man deshalb mit großem Aufwand Kult – und Wallfahrtsstätten baut.

      Neomarxisten sehen in der traditonellen Kultur den Hauptgrund für das Scheitern der Weltrevolution am Anfang des 20. Jhdts., als die Proleten es vorzogen, aufeinander zu schießen in Treue fest zu ihren Nationen/Völkern anstatt auf den Klassenfeind zu schießen.

      Ego, muss, um eine erfolgreiche Revolutionierung der Gesellschaft zu ermöglichen, erst das Generieren des „falschen“ Bewusstseins gestoppt werden, das den Proleten das Erkennen ihrer „objektiven“ Klasseninteressen verunmöglicht.

      Generatoren dieses falschen Bewusstseins sind Patriotismus, patriarchale Familie, Religion.

      Die gilt es zu zerstören, damit der Mensch „klar“ sieht.

      In diesem Punkt treffen sich die Interessen der linken Kultur-/Medien-/Kunsteliten und der marktradikalen Wirtschaftseliten.

      • Das alles ist nichts Neues. In den US ist schon lange bekannt, warum sich die Demokraten für ein Wahlrecht der Illegals stark machen. Ich für meinen Teil bin allerdings der Meinung, dass die meist hispanic-mexicans eher konservativ als demokratisch wählen würden, ob sich da der gute B. Hussein Obama mal nicht täuscht. Das Christentum ist weit verbreitet in Mexiko.

      • Ego, muss, um eine erfolgreiche Revolutionierung der Gesellschaft zu ermöglichen, erst das Generieren des „falschen“ Bewusstseins gestoppt werden, das den Proleten das Erkennen ihrer „objektiven“ Klasseninteressen verunmöglicht.

        @ Meister Roslin

        In der Vergangenheit trifft das für die Linke zu. Mittlerweile aber ist der Klassenbegriff bei der Linken nicht mehr zentral. Der „Nebenwiderspruch“ wurde zum „Hauptwiderspruch“ und umgekehrt.

        Wenn ich mir die „linken Diskurse“ in heutiger Zeit anhöre, dann ist da von Gender, Gender und nochmals Gender die Rede.
        Im von mir verlinkten Artikel wird ein Kulturumbruch angedeutet, d.h die Linke stützt sich nicht mehr auf die unteren Gesellschaftsschichten und ist auch nicht mehr die Interessensvertretung derselben, auch wenn sie das nach wie vor behauptet. Die weisse Arbeiterschaft in den USA zumindest glaubt nicht mehr, dass ihre Interessen von den Demokraten gewahrt würden. Damit ist die Linke doch zu etwas völlig anderem geworden, als das, was sie einmal war, oder?

        Generatoren dieses falschen Bewusstseins sind Patriotismus, patriarchale Familie, Religion.

        Die gilt es zu zerstören, damit der Mensch „klar“ sieht.

        In diesem Punkt treffen sich die Interessen der linken Kultur-/Medien-/Kunsteliten und der marktradikalen …

        Das sehe ich auch so. Erschreckend finde ich nicht, dass sie, die Linke, sich an anderen Idealen als den tradierten orientiert, sondern der Selbsthass, der sich in ihrem „Dekonstruktionswillen“ ausdrückt. Die Verachtung der eigenen Kultur, der eigenen Geschichte, die Verachtung von allem, was auch nur ansatzweise im Verdacht steht, tradierte Norm zu sein und die damit einhergehende Selbstbezichtigung.

        In der BRD scheint mir dieser Selbsthass ganz besonders ausgeprägt, das Abgrenzungsbedürfnis aufgrund der Geschichte des 20 Jahrhunderts noch stärker als anderswo. Im Grunde ist es die Aufarbeitung einer „kollektiven Schuld“, ein Mangel an positiven Identifikationsmöglichkeiten, ein Defizit an positiven Narrativen.

        Der Feminismus und Genderismus bietet hier scheinbar Lösungen an. Das „Böse“, das sich im 20 Jahrhundert so offen zeigte, wird den tradierten Männlichkeitskonstruktionen angelastet, die „hegemoniale Männlichkeit“ und die „heteronormative Matrix“ als die unbewussten Kräfte identifiziert, die das Böse ermöglichen. Frauen, und Lesben gleich zweifach, sind damit pauschal jeder Verantwortung enthoben. Die hysterische Reaktion von Frau Schwarzer, als beim Holocaustdenkmal zwei sich küssende Schwule gezeigt wurden, aber keine Lesben, wird vor diesem Hintergrund verständlich. In ihrer Vorstellung ist die Lesbe die Antithese zur „hegemonialen Männlichkeit“, nicht Teil der „heteronormativen Matrix“ und darum Opfer und Widerstandskämpferin allein aufgrund ihrer sexuellen Präferenz.

        Es ist leicht zu erkennen, dass diese unbewusst wirkenden Kräfte der „hegemonialen Männlichkeit“ und „heteronormativen Matrix“ geeignet sind, um vom Freudomarxismus als grundlegende Begriffe in ihre Theorie eingebunden zu werden. Bei genauerer Betrachtung aber sind diese Geschichtsdeutungen vulgärer Biologismus, denn Gender ist ohne den Begriff „Geschlecht (sex)“ inhaltsleer und immer an die körperliche Geschlechtlichkeit gebunden, auch wenn sich einige Theoretiker des Genderismus winden, um diese offensichtliche Verschränkung zu kappen.

      • @ Meister Peter

        * Damit ist die Linke doch zu etwas völlig anderem geworden, als das, was sie einmal war, oder?*

        Ja sicher, die Linke hat den Gaul gwewechselt, auf dem sie in’s Ziel zur reiten gedenkt.

        Die Proleten haben die Linke enttäuscht. Sie sind viel zu konservativ-traditionsverhaftet, um den „intellektuellen“ Ansprüchen der geistlos Geistreicheldnden zu genügen.

        Die Verachtung, das Naserümpfen über das niedere „Volk“ ist ja gerade unter den Angehörigen der geschwätzführenden Klasse mit Händen zu greifen.

        Diese Enttäuschung darüber, dass Proleten der ihnen zugedachten Rolle nicht gerecht wurden/werden wollten wurzelt in der ungeheuren Desillusionierungserfahrung des I. Weltkrieges, aus der dann Gramsci den Ausweg wies.

        Den hat man dann mit Freud zusammenkocht in der Frankfurter Schule und fertig war der neue Zaubertrank der Weltrevolution, Grundlage heutiger linker Ideologie, ob Foucault oder Gleichheitsfeminismus.

        Seitdem ist die Linke bestrebt, zunächst die Kultur zu rvolutionieren, wie ich glaube in Vorbereitung des nach wie vor angestrebten, eigentlichen Umsturzes, der Umwälzung, die das Paradies auf Erden schaffen soll.

        Was natürlich für einen Katholiken in der Hölle enden muss, weil der Mensch ein Sünder ist.

        Dieses eigentliche Ziel ist nur nach hinten gerückt auf der Zeitachse, darum dem aktuellen Diskurs entzogen.

        Heute hat Priorität das Zusammen schmieden des neuen (kultur-)revolutionären Subjektes, dass das Proletariat , das so kläglich „versagt“ hat, ersetzen soll: die große Koaliton der Minderheiten aller Art – Homosexuelle, Migranten, religiöse Mindrheiten und als wichtigste Minderheit, die eine Mehrheit ist – DEI FRAUEN, mithin alle, die als von der Herrschaft der bösen, weißen Cishetenmänner (:)) angeblich unterdrückt wurden und werden.

        Diese Koalition soll die Herrschaft des Bösen, das Evil Empire der weißen Patriarchen umstoßen, deren Rückgrat die patriarchale Familie, das Christentum, der Patriiotismus darstellen.

        Ist das gelungen, wird man weitersehen.

  11. @Starosczyk
    Was ist das eigentlich für eine Vorstellung? Ich verstehe sie nicht:
    „Ich versuche es mit meinen Bildern vom Matriarchat folgend auszudrücken: Das Anliegen der gesamten Gemeinschaft liegt im Matriarchat in der Hand der ältesten Mutter.“

    Wer will eigentlich eine älteste Mutter oder einen ältesten Vater? Wer braucht so was?
    Vielleicht gibt es genug Menschen, die keinen Führer wollen? Keinen Übermenschen, der sagt, was gut und richtig ist oder als indentitätsstifende Figur dient?

    Woher diese Sehnsucht nach dem „da muss jemand über mir sein“ – denn nichts anderes ist die Vision von einer „ältesten Mutter“. Sind das symbiotische Wünsche? Oder was steckt dahinter?
    Stecken hinter solchen Bildern vielleicht emotionale Bedürfnisse, die aber nicht jeder hat? Ich z.B. nicht. Ich finde das in keinster Weise erstrebenswert.

    Wie wäre es so: In den Individuen meldet sich, was sie wollen. Und die haben dann die Arbeit, mit ihren Differenzen untereinander umzugehen und sich auf gemeinsame Spielregeln zu einigen.

    Das würde nicht so viele entmündigen. Wie es bei einer Übermutter/Übervater-Figut der Fall ist. Die natürlich in gewissem Sinn hochfunktional ist. Ist schon eine Entlastung von Komplexität.
    Die Frage ist durchaus ernst gemeint.

    • Seitenblick

      „„Ich versuche es mit meinen Bildern vom Matriarchat folgend auszudrücken: Das Anliegen der gesamten Gemeinschaft liegt im Matriarchat in der Hand der ältesten Mutter.“

      Wer will eigentlich eine älteste Mutter oder einen ältesten Vater? Wer braucht so was?“

      Ich gehe nicht davon aus, was alle, viele oder weinige wollen oder brauchen. Eine alte Patriarchin wäre für mich genauso Angriffs-Ziel wie ein alter Patriarch. Die Vorstellung ist folgend: Damit Soziologie über Menschen-Gruppen reden kann, müssen Menschen zuerst mal da sein. Diese werden nicht als souveräne Persönlichkeiten emotionslos auf die Welt gebracht, sondern als abhängige Lebewesen, die dank der Hilfe der erwachsenen Personen zu selbst-bewussten Menschen reifen können. Selbstverständlich können sie auch zum biologischen Humus werden, konsumieren und warten bis sie sterben. So eine Option gibt es auch.

      Wenn ich also von der Hand der Mutter rede, meine ich die Bereitschaft der gebärenden Person ihr Bestes für das Kind hinzukriegen. Werden die gebärenden Frauen nicht in der Lage sein, den geborenen Kindern ein Zuhause zu geben (selbstverständlich muss nicht jede Frau Mutter werden), wird keine gesunde Gruppe zustande gebracht. Das Jammern-Geheule wegen der Mängel der heutigen Gesellschaft könnte hier in Endlose gezogen werden. Ich behaupte, dass diese Tragik am Anfang der menschlichen Existenz, bei der Geburt anfängt.

      Wenn Du dir die reale Situation und Wertschätzung der Mutter in der patriarchalisierten Gesellschaft anschaust, wirst Du weinig Erheiterndes finden. Ich bin mit Sicherheit nicht für Mutter-Kult aller Nazi. Frau ist nicht besser und nicht schlechter als ein Mann. Die Rolle der Mutter in der patriarchalisierten Gesellschaft ist meiner Meinung nach vernichtend! („Jes 26,17 Gleich [a]wie eine Schwangere, wenn sie bald gebären soll, sich ängstigt und schreit in ihren Schmerzen, so geht’s uns auch, HERR, vor deinem Angesicht.“)

      Ich weiß nicht, wer will oder nicht will… Mich ödet die Realität in der patriarchalisierten Gesellschaft an!

      „Woher diese Sehnsucht nach dem „da muss jemand über mir sein“ – denn nichts anderes ist die Vision von einer „ältesten Mutter“. Sind das symbiotische Wünsche? Oder was steckt dahinter?“

      Damit ein Mensch im Geiste produktiv tätig sein kann, muss sein Magen gefüllt werden. Emotionen können davon nicht getrennt gesehen werden. Ein deutscher Kaiser oder (wer war das denn?) versuchte diese Trennung des Körpers und Emotionen hinzukriegen und erntete ganze Menge von Laichen. Schreiende auf die Welt kommende Kinder werden noch im Kreis-Saal an die Brust der Mutter gelegt, damit sie die „Futter-Quelle“ ertasten können. Die älteste Mutter hat diesbezüglich die beste und längste Erfahrung.

      „Wie wäre es so: In den Individuen meldet sich, was sie wollen. Und die haben dann die Arbeit, mit ihren Differenzen untereinander umzugehen und sich auf gemeinsame Spielregeln zu einigen.“

      Auf bestimmte Spiel-Arten können sich Kinder zu bestimmten Zeitpunkten ihrer Entwicklung einlassen. Das stimmt. Versuch mal aber ein grade geborenes Baby z. B. auf die Jagt zu schicken!

      „Das würde nicht so viele entmündigen. Wie es bei einer Übermutter/Übervater-Figut der Fall ist. Die natürlich in gewissem Sinn hochfunktional ist.“

      Das kann ich sehr gut verstehen. Ich kenne viele Menschen, die im Erwachsen-Alter immer noch an der Mutter-Brust hängen. – Hier meine ich keine konkrete Person. – So was kann katastrophale Folgen annehmen und signalisiert eine gestörte Beziehung. Da sind wir wieder bei der „Gesellschaft“ angekommen und keiner kann sich da herausnehmen.

  12. Alexander

    Ich glaube, Du bist Alexander hier derjenige, der die passenden Studien wie Kaninchen aus dem Hut zieht und Andere belächelt, wenn sie eine Beweisführung versuchen. Mir fallen manchmal auch Kaninchen in die Hände. Meinem Gefühl nach wurden hier bis jetzt Genderisten, Feministen und Emanzipatisten in einem Kessel gerührt. Dem gegenüber wurde der Biologe als unumstößlicher Gott präsentiert.

    Die sex-gender Unterscheidung: „Konstruktivistische Perspektiven etablierten sich neben den Arbeiten zur geschlechtsspezifischen Ungleichheiten als zentrales Forschungsfeld (Becker-Schmidt/Knapp 2000“ in Meuser u. a. 2010, S. 61 – Auch, wenn Dir Alexander diese Text-Quellen als „Beelzebub-Zeug“ erscheinen, sind es wissenschaftlich präsentierte Forschungsergebnisse.

    Mit der begrifflichen Unterscheidung versuchten die forschenden Personen der konstruktivistischen Perspektive die angeblich lineare Verkoppelung von Geschlecht und Geschlechterdifferenzen mit Natur und Biologie aufzuheben. Auf Deiner Stelle würde ich Alexander das Wort „linear“ nicht aus dem Kontext lassen – solcher Flaps passiert Dir leider manchmal. „In der sex-gender Unterscheidung wurde „sex“ als das in der engeren Bedeutung „körperliche Geschlecht“ im Sinne von „biological raw material“) definiert. Darunter wurden Anatomie, Physiologie, Morphologie, Hormone und Chromosomen eines Menschen gefasst. Demgegenüber zielte der Terminus „gender“ auf das „soziale Geschlecht“ (im Sinne seiner sozialen und kulturellen Prägung) ab (Villa 2000: 55; vgl auch: Gildenmeister 2008; Treibel 2006).“ (s. o.)

    Von mir aus, mag im feministischen Sinne der Mensch in Sex und Gender beim Analysieren auseinandergezogen werden. Es mag während des Analysierens wichtig sein. Es ist mir auf jeden Fall sympathischer als die traditionelle Geschlechter-Rollen-Vorstellung mit dem göttlichen Zeigefinger des männlichen Gottes! Es dürfte aber bei alldem analytischen Betrachten nicht aus den Augen gelassen werden, dass es tatsächlich auf der Erde Menschen mit und ohne Penis unterwegs sind – unabhängig von dem kulturellen Rahmen. Mag Zweigeschlechtlichkeit, die in unserer Kultur als normal bezeichnet wird, woanders keine Norm sein. Es dürfte als positiv betrachtet werden, dass auch kulturelle Räume zum Wohle des Menschen als natürliches Wesen voneinander lernen können. Solange ein gewisses Gott-Phänomen in Köpfen der Menschen nicht Fremd-Bestimmung exerziert, ist es o.k. Diese androzentrische Gott-Vorstellung richten in unserem kulturellen Raum zurzeit einen großen Schaden ein. Daher ist die Sex-Gender-Unterscheidung beim Analysieren angebracht. Weder Männer noch Frauen sollen der Teufels-Austreibung zum Opfer fallen.

    • @ Staro

      *Darunter wurden Anatomie, Physiologie, Morphologie, Hormone und Chromosomen eines Menschen gefasst. Demgegenüber zielte der Terminus „gender“ auf das „soziale Geschlecht“ (im Sinne seiner sozialen und kulturellen Prägung) ab (Villa 2000: 55; vgl auch: Gildenmeister 2008; Treibel 2006).“ (s. o.)*

      Eben.

      Es fehlt die Psyche, die bei Männern und Frauen im Schnitt unterschiedlich ist und dazu führt, dass Männer und Frauen systematisch andere Entscheidungen treffen, Prioritäten setzen, Präferenzen zeigen, im Schnitt, was natürlich Auswirkungen hat auf die Rollen, die sie übernehmen wollen/können, auf die Rollenverteilung in einer Gesellschaft.

      Rollen gehen viel stärker aus Sex hervor, nämlich dem Gehirngeschlehcht, als es Soziologen erkennen wollen.

      Soziologie ist eine „Wissenschaft“, die von einer sehr wahrscheinlich falschen Prämisse ausgeht (Psyche als ein leeres Blatt, das soziokulturell beschriftet wird).

      • Alexander

        o „Es fehlt die Psyche, die bei Männern und Frauen im Schnitt unterschiedlich ist und dazu führt, dass Männer und Frauen systematisch andere Entscheidungen treffen, Prioritäten setzen, Präferenzen zeigen, im Schnitt, was natürlich Auswirkungen hat auf die Rollen, die sie übernehmen wollen/können, auf die Rollenverteilung in einer Gesellschaft.“

        Es stimmt, was Du sagst. Möglicherweise hat sich aus dieser Überlegung die Sozial-Psychologie herauskristallisiert. Was mich im Bezug auf die Soziologie beschäftigt und dazu ist eben die Psychologie notwendig, ist das legitimierende Gottes-Bild in der Gruppe. Und solches gibt es aus meiner Sicht, auch, wenn es zuteil „verschüttet“ ist (ich glaube nicht an Gott, aber…), weil wir, die heute lebenden Menschen eben nicht im leeren Raum den Platz eingenommen haben (wir kamen aus dem Schoß der Mutter in eine Menschen-Gruppe), sondern, in die womöglich abgewandten Fußstapfen unserer Eltern-Familien treten.

        Dies ist mir wichtig, nicht weil ich mich als „Gottes-Kämpfer“ positionieren will, nein. Dies ist mir wichtig, weil durch die Gottes-Symbole das Zusammenleben der männlichen und weiblichen Menschen erheblich beeinträchtigt werden kann. Das steckt eigentlich hinter meiner „Gottes-Lästerung“ in diesem Blog.

        Auch, wenn Viele in die Kirche gehen, weil sie dort vor-geheizte Räume für das Beisammen-Sein finden (wie meine Fräundin überlegte), liefert das paradoxe Regel-Werk der Bibel Verhaltens-Weisen, die je nach Stimmung hochgehalten oder belächelt werden können. Einer dienenden Maria kann z. B. eine erkennende Eva entgegen gesetzt werden und so weiter und sofort. Jesus, der „christliche“ Gott – um kurz hier anzuhacken – hatte keinen biologischen Vater.

      • Soziologie ist eine „Wissenschaft“, die von einer sehr wahrscheinlich falschen Prämisse ausgeht (Psyche als ein leeres Blatt, das soziokulturell beschriftet wird).

        Die Soziologie, werter Meister, muss ja zunächst mal davon ausgehen, dass das soziale Verhalten veränderbar ist und nicht durch die Biologie determiniert ist.

        Wenn die biologische Disposition der Gestaltung der Gesellschaft Grenzen setzt, dann scheitert der Gesellschaftsingenieur eben. Das Problem ist doch, dass aus der Biologie nicht unmittelbar Verhaltensnormen abgeleitet werden können, weil gar nicht klar ist, was auf biologische Dispositionen zurückgeführt werden kann und was lediglich soziale Normen im Sinne von gesellschaftlichen Konventionen sind, die sich im Laufe der Zeit ändern und keine Konstanten sind.

        Wenn es so etwas wie ein „natürliches Verhalten“ des homo sapiens gibt, ein Verhalten, das seinem Wesen entspricht, dann wird sich dieses Verhalten einstellen, wenn keine Zwänge das soziale Verhalten normieren. Es ist aber zweifelhaft, dass dieses natürliche Verhalten, das sich an keine gesellschaftliche Konventionen gebunden fühlt, erstrebenswert ist.

        Vielleicht wär ein Ausflug nach Somalia lehrreich, wo keine staatlichen Strukturen und Institutionen das soziale Verhalten regulieren und die Einhaltung von Normen erzwingen.

        Als gesellschaftliche Konstante über die Räume und Zeiten hinweg, somit als „natürliches Verhalten“, darf z.B die Anwendung massiver Gewalt zwecks Durchsetzung eigener Interessen gelten. Das aber ist nicht erstrebenswert, auch wenn es als „natürliches Verhalten“ gelten darf und den biologischen Dispositionen entspricht. So viel Grundsätzliches muss sein.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Vom_Gesellschaftsvertrag_oder_Prinzipien_des_Staatsrechtes

  13. @ Starosczyk.

    So richtig verstehe ich die Antwort nicht. Zunächst fehlt ja anfangs („Wenn ich also von der Hand der Mutter rede“) gerade das für mich entscheidende Wort aus der ursprünglichen Formulierung.
    Der Satz hieß ja zunächst „liegt im Matriarchat in der Hand der _ältesten_ Mutter.“

    Die Figur des Ältesten/der Ältesten führt nun einmal eine Hierarchie ein. Der oder die Älteste trägt diesen Titel, weil er/sie über den anderen steht. Zumindest, solange das Wort nicht rein deskriptiv verwendet wird. Aber das ergibt in dem Zusammenhang ja keinen Sinn. Das scheint sich mir auch in der Formulierung zu spiegeln, dass in ihrer Hand das Anliegen der gesamten Gemeinschaft liegen soll. (Was immer das genauer heißen soll.)

    Jetzt taucht die älteste Mutter im Kreissaal auf. Bloß: Was soll’s, ob die in dieser Situation nun die beste und längste Erfahrung hat. Wenn man das nicht mystisch hochpuscht, dann geht es hier um eine von mehreren menschlichen Erfahrungen. Etwas später startet beim Kind der Prozess der Individuation mit den dafür notwendigen Abgrenzungen. Und hierbei sind – zumindest theoretisch – die Väter hilfreicher. Dieser Prozess ist aber nicht weniger wichtig. Also könnte man nach dieser Logik ebenso für einen – natürlich ganz klugen, gerechten, weisen – ältesten Vater plädieren.

    Also: Es ist eine Sache, dass wir alle Teil einer Generationenabfolge sind und eine bestimmte Entwicklung durchlaufen. Aber das ist keine Antwort auf die Frage, ob eine Hierarchie mit einer ältesten Mutter/einem ältesten Vater irgendein Forschritt ist.

    Oder ob man so etwas nicht einfach ersatzlos streicht.

    • Seitenblick

      1. „Der Satz hieß ja zunächst „liegt im Matriarchat in der Hand der _ältesten_ Mutter.“
      Die Figur des Ältesten/der Ältesten führt nun einmal eine Hierarchie ein.
      .“

      „Als Hierarchie (gesprochen [hirarˈçiː] oder [hi̯erarˈçiː], altgr. ἱεραρχία hierarchia, zusammengesetzt aus ἱερός, hierós, „heilig“ und ἀρχή, arché, „Anfang, Führung, Herrschaft“, daraus ab dem 17. Jahrhundert kirchenlateinisch hierarchia: „Rangordnung der Weihen“) bezeichnet man ein System von Elementen, die einander über- bzw. untergeordnet sind. Im Sinne der Monohierarchie ist dabei jedem Element höchstens ein anderes Element unmittelbar übergeordnet, während bei einer Polyhierarchie auch mehrere über- und untergeordnete Elemente möglich sind.
      Mathematisch betrachtet bedarf eine Hierarchie einer Ordnungsrelation, die einen Baum (Monohierarchie) oder gerichteten azyklischen Graphen (Polyhierarchie) definiert. Das Komplement ist die Heterarchie.
      Die Einteilung (Klassifizierung) oder Einordnung (Klassierung) von Objekten in eine Hierarchie impliziert häufig eine Wertigkeit, die bereits in der Rangordnung, nach der die Objekte geordnet werden, enthalten ist. Grundsätzlich sind sie allerdings einfacher als komplexe Netzwerkstrukturen zu erfassen.“
      Die Hand der Mutter als Entscheidungsprinzip kannst Du eher mit Anarchie in Zusammenhang bringen:

      „Der Begriff Anarchie (altgr. ἀναρχία anarchía ‚Herrschaftslosigkeit‘; Wortbildung aus verneinendem Alpha privativum und ἀρχία archía ‚Herrschaft‘) bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft. Er findet hauptsächlich in der politischen Philosophie Verwendung, wo der Anarchismus für eine solche soziale Ordnung wirbt.“
      „Das scheint sich mir auch in der Formulierung zu spiegeln, dass in ihrer Hand das Anliegen der gesamten Gemeinschaft liegen soll. (Was immer das genauer heißen soll.)“

      In der Tat gibt es im Leben Momente, wo zügig Entscheidung getroffen werden muss. Sehe Dir „unser“ politisches System und die realen Folgen dieses Treibens!

      Wenn ich einer Person die Entscheidungs-Findung in dem zugespitzten Moment zutrauen soll, wäre es die Person der Mutter, weil sie die engste Verbindung zu ihrem Kind hat und so am nächsten altruistisch entscheiden kann.

      Wir sollen uns aber nichts vormachen. Sowohl Frauen wie Männer sind bei uns heutzutage patriarchalisiert….

      „Etwas später startet beim Kind der Prozess der Individuation mit den dafür notwendigen Abgrenzungen. Und hierbei sind – zumindest theoretisch – die Väter hilfreicher.“

      Na ja, mit der Wertung bei „hilfreicher“ würde ich keinen Streit anzetteln wollen. Mag es dahingestellt werden. In der Tat. Ich konnte mit meinem Vater Sachen machen, die mit meiner Mutter einfach nicht möglich waren.

  14. Ich kann es schon nicht mehr hören: Eine Minderheit von rund 2% der Gesamtbevölkerung kämpft darum, dass ihre Haltung (die ich absolut nicht akzeptieren muss = Definition von ‚Toleranz‘) in die Schulbücher reingedrückt wird! Ich erkläre meinen Kindern immer noch selber, was mir wichtig scheint. Und auch dass es beiden Schwulen 10x mehr AIDS gibt als bei Heterosexuellen! Und ich will auch nicht „Elter 2“ genannt werden, sondern Vater…!

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