Geschlechtsumwandlung und die Finanzierung über die Krankenkasse

Ich lese gerade Judith Butlers „Undoing Gender„. Das Buch behandelt in einzelnen Kapiteln relativ unabhängig voneinander bestimmte Themen, in einem eben auch die Frage, ob und unter welchen Bedingungen die Kosten einer Geschlechtsumwandlung über eine Krankenkasse übernommen werden sollen.

Dabei kritisiert Butler, dass dies von psychologischen Tests abhängig gemacht wird, die bestimmte Erfahrungen und Erlebnisse voraussetzen und nicht der freien Entscheidung des Einzelnen überlassen wird.

Die Regelungen, die Butler bespricht, stellen eher auf die hier vertretene Auffassung ab, dass Transsexualität ein gewisser biologischer Zustand und keine bewußte, rationale Entscheidung ist. Demnach wird die Kostenübernahme davon abhängig gemacht, dass man über Gutachten nachweist, dass man „tatsächlich“ Transsexuel ist und nicht lediglich unabhängig von einer Transsexualität seinen Phänotyp ändern will.

Butler stellt hingegen darauf ab, dass Geschlecht ohnehin eine Konstruktion ist, die gesellschaftlich errichtet wird und daher die Zuordnung innerhalb der vorgesehenen Testsvon vorneherein eine Farce sein muss. Sie kritisiert, dass man sich auf solche Tests vorbereiten kann und muß um die richtigen Antworten geben zu können und damit diese Tests zu einer Performance um bestimmte Geschlechterrollen werden.

Statt dessen solle man eben einfach den Hausarzt und den Patienten entscheiden lassen, ob die Operation das Richtige für den- oder diejenige ist, ohne es von weiteren Kritieren abhängig zu machen.

Dabei führt sie als Beispiel die Entscheidung einer Brustkrebspatientin an, bei der eine Patientin alles versucht, um ihre Brüste zu retten, während eine andere (in ihrem Beispiel eine männlichere Lebse) gleich beide Brüste abnehmen läßt und diese nicht vermisst.

Des weiteren führt sie an, dass es unfair wäre, dass armen Menschen eine Entscheidung verbaut sei, die reiche Menschen treffen könnten.

Meiner Meinung nach trennt Butler nicht hinreichend gründlich zwischen den beiden hier bestehenden Ebenen

  • Dem Wunsch seinen Körper umzugestalten
  • der Pflicht der Allgemeinheit die Kosten für die Erfüllung dieses Wunsches zu übernehmen

Der Wunsch seinen Körper umzugestalten und diesen seiner eigenen Wahrnehmung des Ichs anzupassen ist legitim und solange er aus eigenem Geldbeutel bezahlt wird, mag jeder machen, was er will. Es spielt insofern keine Rolle, ob er dies aufgrund tatsächlicher biologischer Unterschiede, etwa der Testosteronrezeptoren will oder einfach weil er meint, dass er seinen Privilegien als Mann dadurch besser entfliehen kann und nicht länger an der Unterdrückung der Frauen arbeiten will / deren Schmerzen auf sich nehmen und mit ihnen leiden will.

Menschen haben das Recht mit ihrem Körper anzustellen, was sie wollen, solange sie damit nicht andere Personen belasten. Selbstmord oder Verstümmelungen sind zulässige Entscheidungen, wobei solche Taten allerdings immer die Gefahr mit sich bringen, dass der eigene Willensentschluss nicht frei ist, sondern auf anderen Umständen beruht, die man nicht mehr in der Hand zu haben meint oder schlicht auf Depressionen etc, die natürlich einen biologischen Ursprung haben können.

Natürlich sollte hierunter auch das Recht fallen, seinen Körper anzupassen, wenn gleich ich ebenso der Auffassung bin, dass man sich eine solche Entscheidung gut und reiflich überlegen sollte. Und auch die Ärzte , die eine solche Behandlung tuen gut daran. die Entscheidung ihres potentiellen Kunden auf Ernsthaftigkeit und Freiheit in der Willensbildung zu hinterfragen, da die Folgen sicherlich gravierend sind und die Operation sehr umgreifend.

Davon unberührt ist aber die Frage, wer die Rechnung zahlt. Hier macht es sich Butler mit ihrem „Man sollte die Entscheidung akzeptieren“ doch recht einfach und geht meiner Meinung nach auch einem klassischen Fehlschluß auf dem Leim, der darin besteht, dass es egal ist, was die Krankenkassen zahlen. Krankenkassen sind – das sollte man sich immer wieder vor Augen halten – eine wunderbare Einrichtung der menschlichen Zivilisation, bei der letztendlich ein Solidarpakt zwischen Fremden geschlossen wird, die jeweiligen Kosten einer Krankheitsbehandlung gegenseitig zu übernehmen. Der Wert dieser Vereinbarung fällt uns nicht mehr auf, weil wir die Krankenkassen nicht mehr als solche wahrnehmen, sondern lediglich noch als Institution, die anscheinend unbegrenzte Geldmengen verwaltet und der man Leistungen abverlangt. Weil diese Leistungen in gewisser Weise als „COmmon Good“ wahrgenommen werden, als freie Leistung, deren Abruf niemanden schadet, wird auch ein unnötiges Abrufen dieser Leistungen und eine Leistungserschleichung ähnlich wie bei einem anderen Versicherungsbetrug nicht als Tat mit einem großen Unrechtsgehalt wahrgenommen, sondern eher als legitimer Versuch, das Beste für sich herauszuholen.

Der Solidarpakt geht aber nicht generell dahin, dass jede Unzufriedenheit oder jede andere medizinisch lösbare Problemstellung finanziert wird, sondern darin, dass Kosten übernommen werden, die aufgrund eines medizinischen Leidensdruck oder dessen Vorbeugung entstehen abzufangen.

Die Abgrenzung ist sicherlich im Einzelfall schwierig, aber es ist dennoch notwendig sie vorzunehmen.

Bei weniger politischen Themen werden dies die meisten auch einsehen:

Ein Popidol verliert bei einem Unfall seinen rechten Arm. Fan A erklärt, dass es für ihn schlichtweg unerträglich ist, in einer Welt zu Leben, in der Popidol einen Arm hat, A aber 2 Arme. Jedesmal wenn er auf seinen Arm schaue fühle er die Ungerechtigkeit der Welt und es entstehe ein erheblicher Leidensdruck. Er wolle selbst einarmig sein, aus Solidarität mit dem Popidol.

Wir würden wohl eher demonstrieren, wenn die Krankenkasse diese Entscheidung akzeptieren würde und die Kosten übernehmen würde. Hingegen würde es wir es selbstverständlich finden, dass die Kosten einer Amputation übernommen werden, wenn jemand eine Krankheit hat, die von seinem Arm auf den Rest des Körpers überzugreifen droht und dies ein sicherer Weg wäre, die Krankheit zu stoppen, selbst wenn nicht erwiesen ist, dass diese Krankheit tatsächlich übergreift.

Einer Frau mit extremen Rückenschmerzen eine Brustverkleinerung zu finanzieren ist etwas anderes als einer Frau mit kleinen Brüsten eine Brustvergrößerung zu finanzieren.

Ähnliches muss meiner Meinung nach auch bei einer Geschlechtsumwandlung gelten. Wenn die Person „biologisch-medizinisch“ Transsexuell ist, dann stammt ihr Wunsch, eine Geschlechtsumwandlung durchzuführen aus einer Diskrepanz zwischen ihrem Phänotyp und dem Gehirngeschlecht sowie evt dem gesamten Körperempfinden über einen Bodyplan. Das Unwohlsein, dass aus dieser Mischung entsteht, hat hier eine Ursache in der Biologie, was eine Umlage der Kosten rechtfertigen kann.

Natürlich könnte man dem entgegen halten, dass der eigentliche Leidensdruck nicht durch die Biologie entsteht, sondern dadurch, dass die Gesellschaft ein Verhalten, das als Abweichung des für den Phänotyp typischen Verhaltens wahrgenommen wird, nicht akzeptiert. Insofern wäre hier ein starkes Kulturanteil gegeben. Wenn man allerdings davon ausgeht, dass diese kulturellen Wahrnehmungen der Abweichung darauf beruhen, dass Männer und Frauen im Schnitt tatsächlich anders sind und daher das Verhalten so auffällig ist, gerade weil unsere Biologie darauf ausgerichtet ist, solche Unterschiede festzustellen, dann halte ich eine Kostenübernahme in diesem Bereich für vertretbar.

Fehlen hingegen die Grundlagen und die Person mit dem Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung rechtfertigt dies rein philosophisch oder poslitisch, dann wäre diese Person meiner Meinung nach darauf zu verweisen, dass ihm diese Entscheidung natürlich freisteht, aber sie dann die Kosten hierfür selbst übernehmen muss. Das Politische ist in dieser Hinsicht eben privat.

Natürlich kann man darüber streiten, ob die Tests, die gegenwärtig verlangt werden, dieser Abgrenzung gerecht werden oder zu hart angesetzt sind. Allerdings ist es eben medizinisch ein besonderer Fall, mit besonderen Kosten, der nur schwer mit Fakten zu belegen ist. Wir können eben leider bzw. glücklicherweise noch nicht in die Köpfe der Menschen gucken. Verständlich finde ich es daher, dass diese Entscheidung nicht einem Hausarzt überlassen wird, der üblicherweise nicht die hinreichende Fähigkeit und Neutralität hat um ein auch aus Sicht der Solidargemeinschaft Krankenkasse neutrales Fachgutachten zu erstellen.

Wenn dies dazu führt, dass man sich auf Tests vorbereiten kann und dabei auch bestimmte Fragen einstudieren kann, dann ist dies nicht ein Fehler des Systems, sondern eine schlichte Täuschungshandlung und Versicherungsbetrug (wenn man durch falsche Angaben einen nicht bestehenden Zustand vortäuscht um Versicherungsleistungen zu erhalten, auf die man sonst keinen Anspruch hat). Das man in Tests betrügen kann rechtfertigt nicht den Verzicht auf Tests. Das Butler diese Diskrepanz nicht wahrnimmt folgt eben aus dem Problem, dass Versicherungsleistungen abstrakt wahrgenommen werden und daher keine Schädigung vermutet wird.

Im übrigen werden damit auch die Transsexuellen geschädigt, die eine Leistung erhalten würden, da das vorbereiten auf die Tests zwangsläufig deren Schwierigkeit erhöht, weil die Testenden davon ausgehen müssen, dass eine solche Vorbereitung erfolgt ist und daher Antworten kritischer hinterfragen müssen. Aber auch hier ist sich natürlich jeder selbst der Nächste.

Hinzukommt, dass bei einer rein politischen oder auf Wünschen basierenden Geschlechtsumwandlung das Risiko einer wiederholten Geschlechtsumwandlung mit den darauf folgenden Kosten nicht auszuschließen ist

Insgesamt erscheint es mir daher gerechtfertigt, dass Geschlechtsumwandlungen dann finanziert werden, wenn gutachterlich bestätigt wird, dass eine „tatsächliche Transsexualität“ vorliegt. So kann sowohl den Interessen der Transsexuellen als auch den Interessen der Transsexuellen Rechnung getragen werden. Die Ausgestaltung im einzelnen und die Anforderungen an die Transsexualität mögen dabei diskutabel sein.

112 Gedanken zu “Geschlechtsumwandlung und die Finanzierung über die Krankenkasse

  1. @christian
    Weist du wie hoch die Kosten der Umwandlung sind im Vergleich zu den Kosten, die vorher die Psychologen verurachen? So weit ich weis müssen zwei unabhängige Psychologen bestätigen, das ein Mensch Transsexuell ist.

    Weiter müsste ja auch noch beachttet werden ob er oder sie noch in der zwischenzeit in der Lage ist zu Arbeiten? Muss er oder sie antidepressiva nehmen etc. All das gilt es abzuwägen, gegen die Kosten einer umwandlung.

    • @chrisitan
      Hörte sich vielleicht nicht so an, aber die Frage war ernstgemeind und keine Fangfrage:
      „Weist du wie hoch die Kosten der Umwandlung sind im Vergleich zu den Kosten, die vorher die Psychologen verurachen? So weit ich weis müssen zwei unabhängige Psychologen bestätigen, das ein Mensch Transsexuell ist. “

      Falls du da was hast, würde mich das interessieren.

      • @imion

        „Weist du wie hoch die Kosten der Umwandlung sind im Vergleich zu den Kosten, die vorher die Psychologen verurachen? So weit ich weis müssen zwei unabhängige Psychologen bestätigen, das ein Mensch Transsexuell ist. “

        Nein, keine Ahnung. Aber ich vermute, dass die Gutachterkosten im Vergleich relativ gering sind. Es sind ja relativ aufwendige Operationen, die sicherlich auch einiges an Nachbehandlung und Betreuung benötigen.

      • Schon wieder Teile des Postings verschluckt

        Also:

        Kosten des Gutachtens vielleicht < 5000 €, Kosten der OP ca. 50000 € ohne Anpassung der Gesichtsstruktur (Kinn, Kieferwinkel, Jochbögen, Augenwülste).

      • @Alexander
        Mmmmh, von was für einem Stundensatz bist du ausgegangen?
        Zur info:

        Für die Gesichtsanpassung musst du nochmal zum Psychologen, um das durchzubekommen.

  2. Versteh ich nicht. Wenn das Geschlecht ohnehin sozial konstruiert ist, wozu braucht man dann eine operative Geschlechtsumwandlung? Müsste man das nicht durch irgendwelche Diskurse hinkriegen?

    • Ich verstehe einfach nicht, wie Menschen immer noch dieser Ideologie hinterherlaufen, sie sogar Politik machen lassen, obwohl es so verdammt viele Wiedersprüche gibt. Da muss man doch eigentlich Blind sein.

    • @el_mocho

      gute frage.

      sollte dann nicht jeder im richtigen körper stecken bzw im sozial konstruierten gender?

      wenn es menschen gibt die der ansicht sind das beides nicht zusammenpasst bedeutet das nicht das der ‚umwelt‘ einfluss um größen ordnungen kleiner sein muß als der biologische?

      oder andersherrum gerfragt was bedeutet dann der versuch der ‚umerziehung‘ von kindern. (gender im kindergarten und schule )

      interessant ist auch folgendes, es geht da um den lehrplan von schülern.
      und einen clipim tv. (Bitchy Whiner Attacking SunTV Co-Wrote TDSB Kiddie Sex Curriculum)

      ( http://ironicsurrealism.com/2011/12/01/must-see-tv-sun-tvs-michael-coren-mark-steyn-nov-30-2011/ )

      mich errinnert das alles langsam an orwell’s 1984. mittlerweile spielen sich eine ganze reihe von menschen als gedankenwächter auf. und mit ’sensitivity training‘ kommt man 1984 doch recht nah oder?

  3. Menschen haben das Recht mit ihrem Körper anzustellen, was sie wollen, solange sie damit nicht andere Personen belasten. Selbstmord oder Verstümmelungen sind zulässige Entscheidungen …

    Nein, Christian, das haben sie nicht. Es gibt sogenannte unveräusserliche Rechte.

    Als unveräußerliches Gut, auch unveräußerliche Rechte, werden in den Rechtswissenschaften jene Rechte bezeichnet, die nicht durch Vertrag oder sonstige Willensäußerung an andere übertragen werden können. Ein Vertrag über die Veräußerung eines solchen Rechts ist daher von vornherein (also ex tunc) unwirksam.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Unver%C3%A4u%C3%9Ferliches_Gut

    Unstrittig ist die Operation am Körper erlaubt, wenn sie medizinisch induziert ist. Diese Feststellung führt aber nicht wirklich weiter, weil sie die Frage nur neu formuliert: Wann ist eine Operation am Körper medizinisch induziert?

    Die Brustverkleinerung, die wegen Rückenschmerzen und möglichen Rückenschäden vorgenommen wird ist es mit Sicherheit. In diesem Fall lässt sich die medizinische Indikation mühelos objektivieren und damit rechtfertigen. Der Nutzen für die Betroffenen ist offensichtlich.

    Bei einer Geschlechtsumwandlung aber sind die Dinge weit komplizierter. Ist der Wunsch, sein Geschlecht zu ändern, Ausdruck einer psychischen Erkrankung oder ist es der legitime Wunsch, die eigene Körperlichkeit der eigenen geistigen/psychischen Identität anzupassen? Ist eine Geschlechtsumwandlung induziert, wenn sie negative gesundheitliche Konsequenzen nach sich zieht und somit nicht den Anspruch erheben kann, eine Heilung zu sein, sondern vielmehr eine Beeinträchtigung wesentlicher körperlicher Funktionen ist, also eine Verstümmelung? Wäre es nicht besser, wenn der/die Betroffene dahingehend behandelt würde, dass er/sie ihren Körper akzeptierte, so wie er ist?

    Geschlechtsumwandlungen halte ich nicht für medizinisch induziert, wenn keinerlei körperliche Fehlbildungen vorliegen. Geschlechtsumwandlungen werden vielmehr propagiert, aus politischer Überzeugung, sind vielmehr „ideologisch induziert“ als medizinisch.
    Ich bestreite keineswegs, dass es Leute gibt, die Leidensdruck erfahren und sich als im falschen Körper lebend wahrnehmen. Dies rechtfertigt aber nicht, Verstümmelung aus ideologisch-politischen Motiven heraus zu propagieren und diese Verstümmelungen des funktionstüchtigen Körpers als Heilung zu behaupten. Das ist unmoralisch, verwerflich. Die Hilfe für Betroffenen müsste auf der psychischen Ebene ansetzen und sie befähigen, ihren Körper zu akzeptieren.

    • Ich bestreite keineswegs, dass es Leute gibt, die Leidensdruck erfahren und sich als im falschen Körper lebend wahrnehmen. Dies rechtfertigt aber nicht, Verstümmelung aus ideologisch-politischen Motiven heraus zu propagieren und diese Verstümmelungen des funktionstüchtigen Körpers als Heilung zu behaupten. Das ist unmoralisch, verwerflich. Die Hilfe für Betroffenen müsste auf der psychischen Ebene ansetzen und sie befähigen, ihren Körper zu akzeptieren.

      Die nehmen sich nicht nur im falschen Körper lebend wahr, die sind tatsächlich im falschen Körper. Daher ist die Rede von Verstümmelung absolut unpassend und ziemlich menschenverachtend. Stell dir mal vor, du wärst im falschen Körper, hättest z.B. keine Hoden und keinen Penis. Das wäre eine Verstümmelung. Den passenden, für das Gehirngeschlecht erforderlichen Körper, operativ und hormonell zu erhalten ist die einzig zielführende Behandlung. Ein Geschlecht zu haben ist keine psychische Störung oder Wahrnehmungsstörung. Transsexuelle sind biologisch Männer und Frauen. Oder glaubst du jetzt auch schon den Genderquatsch? Durch einen Fehler in der vorgeburtlichen Entwicklung stimmen Gehirn- und Körpergeschlecht nicht überein. Da das Gehirn der Sitz der Persönlichkeit ist, sollte man selbstverständlich den Körper angleichen, nicht das Gehirn.

      • „Die nehmen sich nicht nur im falschen Körper lebend wahr, die sind tatsächlich im falschen Körper.“

        Da das „Ich“ nicht von einem Gott eingepflanzt wurde sondern sich „mit“ dem Körper entwickelt, kann „Ich“ nicht im! „falschen“ Körper sein.

        „Den passenden, für das Gehirngeschlecht erforderlichen Körper, operativ und hormonell zu erhalten ist die einzig zielführende Behandlung.“

        Nun ja, es gibt genügende Fälle, in denen es zu keiner! merklichen, seelischen Besserung kam. Vielleicht finde ich etwas dazu.

      • Die nehmen sich nicht nur im falschen Körper lebend wahr, die sind tatsächlich im falschen Körper. Daher ist die Rede von Verstümmelung absolut unpassend und ziemlich menschenverachtend. Stell dir mal vor, du wärst im falschen Körper, hättest z.B. keine Hoden und keinen Penis. Das wäre eine Verstümmelung.

        @ Zhen

        Red keinen Unsinn:

        Eine Verstümmelung ist ein aktiver Eingriff, der die Funktionstüchtigkeit des Körpers schädigt. Die Geschlechtsumwandlung ist keineswegs ein Eingriff, der den weiblichen Körper zu einem männlichen werden lässt oder den männlichen zu einem weiblichen.

        Verstümmelung (alternative Schreibweise: Verstümmlung, lat.: mutilatio) bezeichnet die als nachteilig bewertete, radikale Veränderung der Gestalt durch äußere Einwirkung.[1][2] Der Begriff kann sowohl für den Vorgang wie auch für das Ergebnis stehen.[3] Verstümmelung kann mit Verlust von Funktion oder wichtiger Bestandteile einhergehen.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%BCmmelung

        Den passenden, für das Gehirngeschlecht erforderlichen Körper, operativ und hormonell zu erhalten ist die einzig zielführende Behandlung.

        Hier wird nichts erhalten, sondern rudimentär umgebaut, um den äusseren Anschein einer Geschlechtsumwandlung zu erwecken, die gar nicht möglich ist. Es gibt keine Geschlechtsumwandlung. Das ist barer Unsinn aus dem Bereich des Genderismus.

      • Da das „Ich“ nicht von einem Gott eingepflanzt wurde sondern sich „mit“ dem Körper entwickelt, kann „Ich“ nicht im! „falschen“ Körper sein.

        Es gibt Körper- und Gehirngeschlecht. Die sind nicht bei jedem identisch. In dem Fall spreche ich (und sprechen viele Betroffene) von einem falschen Körper.

        Nun ja, es gibt genügende Fälle, in denen es zu keiner! merklichen, seelischen Besserung kam. Vielleicht finde ich etwas dazu.

        Ich behaupte ja nicht, dass diese Behandlung immer erfolgreich ist, sie ist jedoch die einzige, die die Ursache bekämpft. Zu versuchen, kranken Menschen in Psychotherapien einzureden, sie seien gesund, sie bildeten sich alles nur ein, ist ganz sicher keine Behandlung. Ich wundere mich, dass du, der du sonst genderkritisch eingestellt bist, jetzt plötzlich so esoterisch wirst.

        • Es gibt Körper- und Gehirngeschlecht.

          das ist unfug. es gibt kein hirngeschlecht, allenfalls ein empfinden für identität. mit einem „hinrgeschlecht“ hat sich aber noch kein einziger organismus fortgepflanzt. daher ist das auch kein geschlecht.

      • @peter
        „Die Geschlechtsumwandlung ist keineswegs ein Eingriff, der den weiblichen Körper zu einem männlichen werden lässt oder den männlichen zu einem weiblichen. “
        Doch, in vielerlei hinsich schon. Das einzige was fehlt, ist die Reproduktion. Was aber sind „Bio“ Frauen und Männer, die keine Kinder zeugen können? Sind das keine Frauen und keine Männer.

        „Hier wird nichts erhalten, sondern rudimentär umgebaut, um den äusseren Anschein einer Geschlechtsumwandlung zu erwecken, die gar nicht möglich ist. Es gibt keine Geschlechtsumwandlung. Das ist barer Unsinn aus dem Bereich des Genderismus.“
        Es wird nicht nur äusserlich verändert, durch die Hormonbeigabe geschieht es auch innerlich. Daher ist eine Geschlechtsumwandlung auch möglich.

        • Doch, in vielerlei hinsich schon. Das einzige was fehlt, ist die Reproduktion. Was aber sind “Bio” Frauen und Männer, die keine Kinder zeugen können?

          das geschlecht ist die ausstattung des körpers mit fortpflanzungsorganen. die müssen nicht unbedingt funktionieren, um ein geschecht zu haben. bei kindern funktionieren sie z.b nicht.

          das, was transsexuellen an- bzw. abgebaut wird, sind aber keine
          geschlechtsorgane oder geschlechtsorgane außer funktion, sondern attrappen.

      • @ Terminatus

        *Nun ja, es gibt genügende Fälle, in denen es zu keiner! merklichen, seelischen Besserung kam. Vielleicht finde ich etwas dazu.*

        Das wüsste ich auch gerne: Ist die Anpassung des Körpers an das Gehirngeschlecht tatsächlich eine erfolgreiche Therapie?

        Oder nicht erfolgreicher bzw. vielleicht sogar weniger erfolgreich als eine psychologische Unterstützung, ein wie immer geartetes Leben-lernen mit dem falschen Körper?

        Vielleicht würde es ja genügen, zum Beispiel M >

      • Unbegreifliche Wunder der Technik: Beim Drücken der Zeilenumschalttaste wurde der Kommentar plötzlich gepostet.

        Und mein Avatar ist auch wieder mal verschwunden 😦

        Da sollte noch stehen:

        Vielleicht würde es ja genügen, z.B. M > F-Transsexuelle mit Testosteron zu behandeln, also ihren Testosteronspiegel anzuheben, und es fiele ihnen möglicher weise leichter, sich in ihrem falschen Körper wohler zu fühlen.

        Schließlich bauen Geschlechtshormone das Gehirn auch nach der Fetalentwicklung um, also eine Anpassung des Gehirns an den Körper anstelle einer Anpassung des Körpers an’s Gehirn.

        PS:

        Sehe gerade, dass der zu früh durchgerutschte Kommentar auch noch nicht angezeigt wird, da er „noch moderiert werden muss“.

        Jetzt gucke ich mal, wo mein schöner Avatar abgeblieben ist.

        Hat sich sicher in eine feine Eremitage geflüchtet, liest Rousseau und genießt das Landleben, die strammen Milchmägde, die frischen Bauerntöchter.

        „Aua!“

      • Doch, in vielerlei hinsich schon. Das einzige was fehlt, ist die Reproduktion. Was aber sind „Bio“ Frauen und Männer, die keine Kinder zeugen können? Sind das keine Frauen und keine Männer.

        @ Imion

        Diese Frage ist berechtigt. Beim Mann kann die Zeugungsfähigkeit als der „ultimative Beweis“ seiner Männlichkeit verstanden werden, bei der Frau ihre Gebärfähigkeit.

        Tatsächlich ist der Mann, der zu jeder Zeit zeugungsunfähig war, in der strengsten Auslegung der Definition, kein Mann. Er mag zwar als Phänotyp in fast allen seinen Merkmalen als männlich wahrgenommen werden, ist es aber nicht.

        Es handelt sich hier um die Frage der Definition und der Abgrenzung, der Unterscheidung. Wer auf eine scharfe Trennung Wert legt, der wird um die Zeugungsfähigkeit als Kriterium nicht herumkommen.

        Mir erscheint die scharfe Abgrenzung zum Zweck der eindeutigen Zuordnung aber nicht sonderlich wichtig zu sein. Wichtig ist die Feststellung, dass die Fertilität unabdingbar für das Fortbestehen der Spezies (homo sapiens u.a) ist und dass die Funktion in der Fortpflanzung „männlich“ und „weiblich“ konstituiert.

        Natürlich kann „männlich“ und „weiblich“ mit völlig anderem Bedeutungsinhalt gefüllt werden. Das tangiert aber meine Auffassung in keiner Weise.

      • @peter
        Ah, ok, aus dieser Perspektive ist es verständlich, wenn man die Definition auf die Fortpfanzung legt. Aber das Gefühl ein Mann oder eine Frau zu sein, geht ja noch weiter. Fortpflanzung ist da ja nur ein Teilaspekt und viele Menschen, die sich Fortpflanzen könnten, tun es nicht, aus den verschiedensten Gründen. Ich denke, gerade heutzutage ist die Fortpflanzung nicht mehr so wichtig, wie sie frühter war, dementsprechend gibt es andere Lebensinahlte, die wichtiger sind.

        • Ich denke, gerade heutzutage ist die Fortpflanzung nicht mehr so wichtig, wie sie frühter war, dementsprechend gibt es andere Lebensinahlte, die wichtiger sind.

          korrekt. daher ist es auch unsinn, von hirn“geschlecht“ zu reden. diese menschen haben ein problem mit ihrer identität, nicht mit ihrem geschlecht. das, also ihr körper, ist völlig in ordnung. in einem „falschen“ körper leben sie erst nach operativen maßnahmen.

      • @Peter:

        Hier wird nichts erhalten, sondern rudimentär umgebaut, um den äusseren Anschein einer Geschlechtsumwandlung zu erwecken, die gar nicht möglich ist. Es gibt keine Geschlechtsumwandlung. Das ist barer Unsinn aus dem Bereich des Genderismus.

        imion hat das schon richtig widerlegt. Ich möchte noch ergänzen: Es wird ja nicht nur etwas entfernt, sondern auch etwas rekonstruiert. Das ist keineswegs rein äußerlich. Die Operierten spüren ihre Organe. Einer M-zu-F-Transsexuellen kann z.B. eine Vagina rekonstruiert werden, sodass zumindest dort die erwünschte Geschlechterordnung hergestellt ist und es für sie möglich ist, als Frau Sex zu haben, d.h. überhaupt zum ersten Mal Sex zu haben. Versuch dir mal vorzustellen, wie leidvoll es ist, aus körperlichen Gründen keinen Sex haben zu können. Und das sollen Menschen ein Leben lang ertragen, obwohl medizinisch Abhilfe möglich ist? Kein Wunder, dass sich viele nicht behandelte Transsexuelle umbringen. Eure Verweigerung der Behandlung würde massenhaft psychisch Kranke und Selbstmörder produzieren.

        • Versuch dir mal vorzustellen, wie leidvoll es ist, aus körperlichen Gründen keinen Sex haben zu können. Und das sollen Menschen ein Leben lang ertragen, obwohl medizinisch Abhilfe möglich ist?

          das ist nicht der punkt. es fordert ja niemand, dass man menschen nicht helfen soll, und sei es mit solchen operationen. sie sind nur hernach keine angehörigen des anderen geschlechtes. allenfalls des anderen genders.

          und das beispiel mit der vagina ist auch nicht treffend. die leute haben dort kein organ, sondern eine künstliche körperöffnung, die immer wieder geweitet werden muss, damit sie nicht wieder zuwächst.

      • @zhen
        Nicht nur bei M zu F umoperationen. Frauen die sich umoperieren lassen, erhalten eine Penispumpe, damit ist eine Erektion gegeben. Es gab dazu vor ein paar wochen eine dieser Spiegel TV mega Dokus auf Vox. Sehr interessant das ganze.

      • Vielleicht würde es ja genügen, z.B. M > F-Transsexuelle mit Testosteron zu behandeln, also ihren Testosteronspiegel anzuheben, und es fiele ihnen möglicher weise leichter, sich in ihrem falschen Körper wohler zu fühlen.

        Mach dich nicht lächerlich… Wenn das stimmen würde, dann sollte sich Transsexualität eigentlich mit der Pubertät erledigt haben, hat sie aber nicht. Das einzige was du mit einer Hormonbehandlung erreichen würdest, ist die Selbstmordrate von Transsexuellen noch zu erhöhen, die sowieso schon extrem hoch ist.

    • Psychologische Betreuung reicht nicht aus, denn sie kann nur in der Theorie davon sprechen, was echte Wahrnehmung bringen würde, sprich, was heilt ist die körperliche Liebeserfahrung mit einem Partner, der den Widerspruch, diesen speziellen Menschen liebt, sozusagen „sexual healing“ auf sehr hohem therapeutischen (gestalttherapeutischem?) Niveau. Ich weiß, wovon ich spreche durch persönliche Erfahrung als Partnerin von TS.

  4. Butler schreibt natürlich Unsinn, da Transsexualität ja gerade ein Beleg für die Realität von Körper- und Gehirngeschlecht ist. Ansonsten kann ich dir, Christian, jedoch nicht zustimmen. Es gibt außer Transsexualität weitere medizinische Gründe, warum eine Phänotypmodifikation (um es mal ganz neutral ohne genderistische Implikationen zu sagen) angebracht sein kann.

    Es mag vorkommen, dass Menschen, ohne transsexuell zu sein, mit ihrem Körper psychisch leiden, sich aber mit dem Körper des anderen Geschlechts wohler fühlen würden, psychisch gesund wären. Das dürfte bei Männern, die heute im Feminat die Underdogs sind und vom privilegierten weiblichen Geschlecht unterdrückt werden, gar nicht so selten sein. Hier wäre also aus psychologischen Gründen eine operative und eventuell auch hormonelle Transformation zur Frau angebracht.

    Dann gibt es auch noch Autogynephilie oder Autoandrophilie, m.E. eine Paraphilie. Der/die Betroffene hat das Verlangen, im Körper des anderen Geschlechts zu sein. Er/sie ist nicht transsexuell. Er/sie hat einen Fetisch für den Körper des anderen Geschlechts und braucht ihn, um sich wohl zu fühlen, v.a. aber, um sexuelle Befriedigung zu erlangen. Viele, die sich heute als transsexuell geben (müssen), fallen wohl in diese Kategorie. Wenn jemand sexuell nicht befriedigt ist, so ist das eine erhebliche Minderung des Wohlbefindens und falls wie in diesem Fall die Ursache zu beheben ist, sollte das eine Krankenkasse unbedingt bezahlen.

    Wer kennt weitere medizinische Gründe für eine Geschlechtsangleichung oder -umwandlung?

    • „Es mag vorkommen, dass Menschen, ohne transsexuell zu sein, mit ihrem Körper psychisch leiden, sich aber mit dem Körper des anderen Geschlechts wohler fühlen würden, psychisch gesund wären.“

      Das ist eine Behauptung. Da ich nicht im „anderen“ Körper bin kann ich nicht postulieren, dass ich mich im anderen Körer wohler fühlen würde. Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, eine Frau zu sein. Das ändert nichts am chromosomalen Geschlecht. Jede Zelle meines Körpers bleibt dieselbe, nach demselben Bauplan. Ich könnte nie Kinder zeugen oder im Gegenbeispiel Kinder gebären. Mein Adamsapfel würde bleiben, meine Muskulatur, mein Knochenbau könnte sich nicht (merklich) ändern. Der Haarwuchs müsste unterdrückt werden, d.h. mein Körper würde sich dagegen wehren, transformiert zu werden. Es gäbe eine Diskrepanz zwischen Körper und Geist, also nichts von wegen, psychisch gesund.

      • @terminatus
        Eben, das passiert, wenn du in eine Frau umgewandelt wirst bzw. angeglichen wirst. Stell dir vor, das hast du schon immer, dieses Gefühl, das etwas komplett falsch ist. Damit leben Transsexuelle jeden tag. Es ist so, als ob jemand gegen deinen Willen, deinen Männlichen Körper in den Körper einer Frau umopreriert, inclusive Hormonen etc.

        „ein Adamsapfel würde bleiben, meine Muskulatur, mein Knochenbau könnte sich nicht (merklich) ändern. “
        Doch, das ändert sich. Der adamsapfel wird entfernt, die Knochenstruktur ändert sich aufgrund der Hormone ebenso die Muskulatur. Der Haarwuchs wird weniger, bis auf ein paar, diese werden dann per Laser entfernt. Das Hautbild verändert sich.

      • Mein Adamsapfel würde bleiben, meine Muskulatur, mein Knochenbau könnte sich nicht (merklich) ändern. Der Haarwuchs müsste unterdrückt werden, d.h. mein Körper würde sich dagegen wehren, transformiert zu werden.

        Deshalb sollte die Transsexualität möglichst früh (vor der Pubertät) diagnostiziert werden und eine Behandlung geplant werden. So entstehen erst gar keine vermeidbaren Entwicklungen/Schäden durch körpereigene Hormone und müssen folglich auch nicht rückgängig gemacht werden. Aufgrund des mittlerweile verbreiteten Bewusstseins für Transsexualität werden heute Selbstauskünfte von Kindern („Mom, I need to be a girl!“) ernster genommen als früher. So ist eine frühe Behandlung möglich, die Transsexuellen viele Jahre des Leidens ersparen kann.

    • da Transsexualität ja gerade ein Beleg für die Realität von Körper- und Gehirngeschlecht ist.

      und die erde ist eine scheibe, sieht ja immerhin so aus.

      spaß beiseite. transsexuelität wird mit dem konstrukt „hirngeschlecht“ begründet, aber nicht belegt. und zwar damit transsexualität nicht als krankheit oder störung behandelt wird. es ist aber gar nicht klar, ob es nicht doch eine störung ist.

  5. Ein paar Infos über transsexuelle Kinder.

    Warum ist es so schwer zu begreifen, dass Transsexualität real ist? Transsexuelle brauchen eure „Therapien“ nicht. Ignoranten wie ihr machen ihnen das Leben schon genug zur Hölle. Für wie blöd haltet ihr eigentlich diese Menschen? Wäre euch bei Zahnschmerzen mit Sprüchen wie „Stell dich nicht so an!“, „Schmerz ist psychisch.“, „Akzeptiere deine Zähne!“ geholfen?
    Bei Transsexualität seid ihr wirklich völlig irrational. Ihr unterstellt pauschal, dass Menschen, die sich als Transsexuelle bezeichnen alle Lügner sind, dass sie ihr Leiden nur erfunden haben. Warum sollte das so sein? Müsstet ihr dann nicht jeden angeblich Kranken für einen Simulanten halten?

    • Bei Transsexualität seid ihr wirklich völlig irrational. Ihr unterstellt pauschal, dass Menschen, die sich als Transsexuelle bezeichnen alle Lügner sind, dass sie ihr Leiden nur erfunden haben …

      @ Zhen

      Wie kommst Du bloss auf den Trichter?

      Ich habe explzit ausgeführt, dass ich den Leidensdruck für real halte. Die Frage ist; was ist die Ursache des Leidensdrucks und was ist die geeignete Massnahme, um diesen Leidensdruck zu verringern oder gänzlich aufzuheben.

      Die psychische Erkrankung lässt sich nicht so ohne weiteres objektivieren. Daraus darf selbstverständlich nicht der Schluss gezogen werden, der Leidensdruck sei lediglich simuliert, eine Täuschung.
      Ich halte es für höchst bedenklich, wenn das Gefühl, sich in einem falschen Körper zu befinden, so ohne weiteres als Beleg für ein körperliches Leiden aufgefasst wird, welches mit einem operativen Eingriff behoben werden könne. Dies halte ich umso mehr für bedenklich, weil die politische Ideologie des Genderismus antritt, das Geschlecht und die geschlechtliche Identität als im Grunde beliebig wählbar zu behaupten.

      Ist wie mit Meister Roslin. Der sähe gern wie Schwarzenegger aus. Er leidet unter seinem schmächtigen Wuchs (muhaha). Ist es deshalb sinnvoll, ihn mit Anabolika aufzupumpen, ihm Silikon einzupflanzen, um Muskeln vorzutäuschen? Geht alles, klar. Aber medizinisch induziert scheint mir das nicht zu sein. Er sollte etwas Sport treiben und sich ansonsten mit seinem schmächtigen Wuchs abfinden, von mir aus mit einer sozialpädagogischen Begleitung, welche die Krankenkasse bezahlt, wenn ein Leidensdruck da ist.

      • @ Peter

        *Ist wie mit Meister Roslin. Der sähe gern wie Schwarzenegger aus. *

        Sie projizieren, Meister Peter.

        Als Sprößling einer alteingesessenen Schweizer Henkersdynastie, die sicher viel Leid und Ausgrenzung im Laufe der Jahrhunderte erlebt hat, sei Ihnen das nachgesehen.

        *von mir aus mit einer sozialpädagogischen Begleitung, welche die Krankenkasse bezahlt, wenn ein Leidensdruck da ist.*

        Oh ja, oh ja, Leidensdruck…., unbedingt.

        Meinen Sie, die Krankenkasse bezahlt „jung und hübsch“ als sozialpädagogische Begleitung?

        Müsste ich nur moch Tippse überzeugen, damit die nicht den Therapieerfolg gefährdet und meinen Leidensdruck erhöht.

      • @peter
        „Ich habe explzit ausgeführt, dass ich den Leidensdruck für real halte. Die Frage ist; was ist die Ursache des Leidensdrucks und was ist die geeignete Massnahme, um diesen Leidensdruck zu verringern oder gänzlich aufzuheben. “
        Das wird ja berücksichtigt.Es gibt Menschen, bei denen Langt es, sich hin und wieder als das andere Geschlecht zu kleiden, dann gibt es den Sex-Fetisch usw usw. Bei einigen langen aber diese äusserlichkeiten nicht. Es ist immer noch der falsche körper, an dem man permament erinnert wird und den diese Person permament spürt.

        „Ich halte es für höchst bedenklich, wenn das Gefühl, sich in einem falschen Körper zu befinden, so ohne weiteres als Beleg für ein körperliches Leiden aufgefasst wird, welches mit einem operativen Eingriff behoben werden könne“
        Ich denke auch, das hier mehr auf den Patienten gehört werden sollte. Im moment ist das ein reiner Spiesrutenlauf, der auch zu erheblichen kosten führt. Wie gesagt, es müssen mind. zwei voneinander unabhängige Psychologen überzeugt werden. Man ist diesen Menschen ausgeliefert, gibt es kein OK, wars das. Dort könnte man etwas lockern, z. B. nur noch einen Psychologen, der dann die verschieden dinge mit einem durchgeht.

        „Er sollte etwas Sport treiben und sich ansonsten mit seinem schmächtigen Wuchs abfinden, von mir aus mit einer sozialpädagogischen Begleitung, welche die Krankenkasse bezahlt, wenn ein Leidensdruck da ist.“
        Und wenn er keinen Sport treiben kann? Wenn er nicht in der lage ist, selbständig wenigstens ein paar Muskeln aufzubauen?

      • Das wird ja berücksichtigt.Es gibt Menschen, bei denen Langt es, sich hin und wieder als das andere Geschlecht zu kleiden, dann gibt es den Sex-Fetisch usw usw. Bei einigen langen aber diese äusserlichkeiten nicht. Es ist immer noch der falsche körper, an dem man permament erinnert wird und den diese Person permament spürt.

        Warum ist es der falsche Körper? Aus der subjektiven Sicht der/der Betroffenen ist es der falsche Körper. Inwiefern aber lässt sich ein Gehirngeschlecht objektiv zuordnen?

        Was also wird gemacht: der Körper wird manipuliert, sei es durch operative Eingriffe, sei es durch Hormonbehandlung oder beides. Dies sind schwerwiegende Eingriffe, die keine körperlichen Schäden beheben, sondern das psychische Wohlbefinden der/des Betroffenen fördern sollen.

        Ist es ethisch gerechtfertigt, den Menschen und seinen Körper derart schwerwiegend zu manipulieren, ohne dass ein körperlicher Schaden objektiv nachgewiesen werden kann?

        Beispiel Brustvergrösserung: Es gibt Frauen, die ihre Brüste sehr stark vergrössern lassen wollen, aus was für Gründen auch immer. Dies ist nicht unproblematisch, da zu grosse Brüste erhebliche unerwünschte Nebenwirkungen erzeugen, insbesonder die Belastung des Rückens ist problematisch. Sollten da nicht Grenzen gesetzt werden?

        Wenn hier die Meinung vertreten wird, dass der Mensch frei über seinen Körper verfügen darf, nach belieben, dann würde dies auch die problematische Beschneidung von Frauen rechtfertigen (allerdings nur erwachsene Frauen).

        Aber gut, es sollten an dieser Stelle wohl Direktbetroffene zu Wort kommen und ihre Sicht der Dinge darlegen. Ich bin grundsätzlich der Auffassung, dass die Ablehnung des eigenen Körpers als psychisches Problem aufgefasst und auch so behandelt werden sollte (Missbildungen ausgenommen). Kleinere Eingriffe wie die Korrektur abstehender Ohren oder Ähnliches halte ich nicht für problematisch, schwerwiegende Eingriffe aber schon. Da muss es Grenzen geben. Die Ablehnung des eigenen Körpers rechtfertigt für mich nicht derart schwere operative Eingriffe und die massive Zuführung von Hormonen.

        Die von Christian gestellte Frage der Kostenübernahme durch die Krankenkasse halte ich für zweitrangig. Ist eine medizinische Indikation gegeben, dann ja, sonst nein.

      • @peter
        „Warum ist es der falsche Körper? Aus der subjektiven Sicht der/der Betroffenen ist es der falsche Körper. Inwiefern aber lässt sich ein Gehirngeschlecht objektiv zuordnen? “
        Ist das Gehirn falsch? Auch hier ergibt sich eine zwangslage, den Körper kann ich anpassen, das Gehirn aber nicht.

        „Was also wird gemacht: der Körper wird manipuliert, sei es durch operative Eingriffe, sei es durch Hormonbehandlung oder beides. Dies sind schwerwiegende Eingriffe, die keine körperlichen Schäden beheben, sondern das psychische Wohlbefinden der/des Betroffenen fördern sollen. “
        Eben, die Psyche sagt, ich habe einen falschen körper, und da die Psyche nicht getauscht werden kann, wird der Körper eben der Psyche angepasst (ich gehe bei diesem Szenario davon aus, das andere dinge gescheitert sind, wie z. B. sich ab und an als das andere Geschlecht kleiden).

        Warum gehst du eigentlich immer von einem Körperlichen Schaden aus?

        „Ist es ethisch gerechtfertigt, den Menschen und seinen Körper derart schwerwiegend zu manipulieren, ohne dass ein körperlicher Schaden objektiv nachgewiesen werden kann?“
        Ja, weil durch Psychische erkrankungen ein Körperlicher Schaden entstehen kann. Die umoperation ist eine Vorbeugung, um körperlichen Schaden zu verhindern, ähnlich den Vorsorgeuntersuchungen.

        „Beispiel Brustvergrösserung: Es gibt Frauen, die ihre Brüste sehr stark vergrössern lassen wollen, aus was für Gründen auch immer. Dies ist nicht unproblematisch, da zu grosse Brüste erhebliche unerwünschte Nebenwirkungen erzeugen, insbesonder die Belastung des Rückens ist problematisch. Sollten da nicht Grenzen gesetzt werden? “

        Dies ist aber etwas anderes, weil durch die „Heilung“ eine andere krankheit entsteht, was bei Transsexuellen nicht der Fall ist. Bzw. in anderen Fällen wird die krankheit auch in Kauf genommen, bei der Chemotherapie gegen Krebs z. B.

        „Ich bin grundsätzlich der Auffassung, dass die Ablehnung des eigenen Körpers als psychisches Problem aufgefasst und auch so behandelt werden sollte (Missbildungen ausgenommen).“
        Aber genau darum geht es doch. Ein Psychisches Problem ist nicht immer durch einen Psychologen oder „geistige“ mittel heilbar, ab und an muss der Körper verändert werden, damit Körper und Geist im einklang sind.

      • Imion

        „Ein Psychisches Problem ist nicht immer durch einen Psychologen oder „geistige“ mittel heilbar, ab und an muss der Körper verändert werden, damit Körper und Geist im einklang sind.“

        Mein Vorschlag wäre: Wir als Menschen, versuchen uns den natürlichen Vorgängen anzupassen, Freiheit und Souveränität mit allem Technik-Kram und Beilage so zu leben, dass die Natur uns weiterhin mittragen kann. Was hältst Du davon?

        Es wurde – glaube ich – hier auch schon gesagt: Meine Freiheits-Grenze endet da, wo die Grenze des Anderen anfängt.

      • @staro
        „Mein Vorschlag wäre: Wir als Menschen, versuchen uns den natürlichen Vorgängen anzupassen, Freiheit und Souveränität mit allem Technik-Kram und Beilage so zu leben, dass die Natur uns weiterhin mittragen kann. Was hältst Du davon? “
        Du weist, das dann 80% der Menscheit tod sind? Willst du es mal ausprobieren, in der Natur zu überleben? Hast du genügend Nüsse gesammelt, um den Winter zu überstehen? Und auch das Leben in der Natur würde das Problem der Transsexualität nicht heilen, es würde den Tod desjenigen bedeuten. Die Natur ist schonungslos und eben nicht so ein verklärt Romantischer Ort, wie ihr ihn euch vortellt. Die Natur ist nämlich so organisiert, wie der ausufernde Kapitalismus, die schwachen und kranken sterben.

        „Es wurde – glaube ich – hier auch schon gesagt: Meine Freiheits-Grenze endet da, wo die Grenze des Anderen anfängt.“
        Was hat das mit dem Thema zu tun?

      • Imion

        „Die Natur ist schonungslos und eben nicht so ein verklärt Romantischer Ort“

        Menschen sind ein Teil der Natur.

         „„Es wurde – glaube ich – hier auch schon gesagt: Meine Freiheits-Grenze endet da, wo die Grenze des Anderen anfängt.“
        Was hat das mit dem Thema zu tun?“

        Stell es Dir vor, wie würde es meinem Mann ergehen, wenn ich als sein Schätzchen nicht mehr da wäre? Ich würde mit meiner „Umwandlung“ des missbrauchten Körpers ihm das Schätzchen entziehen!

      • @staro
        „Menschen sind ein Teil der Natur. “
        Können Menschen noch in der freien Natur überleben? Könntest du es? Mit sicherheit nicht.

        „Stell es Dir vor, wie würde es meinem Mann ergehen, wenn ich als sein Schätzchen nicht mehr da wäre? Ich würde mit meiner „Umwandlung“ des missbrauchten Körpers ihm das Schätzchen entziehen!“
        Wenn er die Umwandlugn akzeptiert und Bi ist, könntet ihr weiterhin zusammenbleiben. Das ist aber eine absprache, die die Partner untereinander treffen müssen.

      • Imion

        „@staro
        „Menschen sind ein Teil der Natur. “
        Können Menschen noch in der freien Natur überleben?“

        Das müssen sie heutzutage nicht – glaube ich. Und sie hätten genug Verstand und Fortschritt, um mit der natürlichen Realität klar kommen zu können, wenn die „patriarchalen Hunde“ ihnen nicht ständig auf den Fersen hängen würden!

        „Das ist aber eine absprache, die die Partner untereinander treffen müssen.“

        Ist klar Imion.

      • Imion

         „@Staro
        Was ist denn die „natürliche Realität2?“

        Zum Beispiel: Heute sind wir biologisch da und können hier glucksen. Vielleicht begegnet uns morgen die Dame mit der Sense und wir sind als “wert-volle“ Menschen dann nicht mehr biologisch hier, wo es uns so gut oder so dreckig ergeht. Die bösen „Christen“ schmoren dann in der Hölle. Hier müsste eigentlich ein geschlechtlicher Unterschied gemacht werden. Die „christlichen“ Männer genossen das Füße-Waschen der Frauen, ihr Kochen, Putzen und Sex-Geben… Die „christlichen“ Frauen dienten nach ihrem Besten und ermöglichten den Versorgern das berufliche Vergnügen. Welches Geschlecht kommt eher in den Himmel – um von Wahrscheinlichkeit zu reden?

    • @ Zhen
      Auch ich leugne keinesfalls den Leidensdruck!!, bestreite jedoch die Ursächlichkeit.

      „Wäre euch bei Zahnschmerzen mit Sprüchen wie „Stell dich nicht so an!“, „Schmerz ist psychisch.“, „Akzeptiere deine Zähne!“ geholfen?“

      Dieses Beispiel ist schief, das weißt du auch. Ganz vereinfacht gesagt:

      Karies, gefühlte Zahnschmerzen, Zahnarzt, keine gefühlten Zahnschmerzen mehr.

      Hingegen:
      ? > Transsexualismus > Geschlechtsumwandlung > Leben in Einklang mit dem angeglichenen Geschlecht????

      Zhen, was ist mit BIID – Body Integrity Identity Disorder?
      http://www.welt.de/gesundheit/article8096400/Der-Mann-der-unbedingt-ein-Krueppel-sein-will.html

      Ist es eine psychische Krankheit oder nicht, wenn man sich gesunde Gliedmaßen entfernen will um sich wie jemand im Rollstuhl zu fühlen?

      Ist es in Ordnung sich den Kopf entfernen lassen zu wollen um sich …?

      Siehst du was ich meine? Auch hier bestreite ich den Leidensdruck nicht, nehme jedoch eine psychische Ursächlichkeit an.

  6. „Demnach wird die Kostenübernahme davon abhängig gemacht, dass man über Gutachten nachweist, dass man „tatsächlich“ Transsexuel ist und nicht lediglich unabhängig von einer Transsexualität seinen Phänotyp ändern will.“

    Ich könnte hier von Frauen erzählen, die tatsächlich Hilfe benötigen und sie nicht bekommen, weil die Krankenkasse bestimmte Vorschriften hat, nach den sie ab einem bestimmten Punkt nicht zahlen muss. Ich denke z. B. an die junge Mutter, die ich gestern im Geschäft erlebt habe mit dem Kind…

    Diese Frau musste in diesem Moment bestimmten gesellschaftlichen Rollen-Vorstellungen nachkommen und ihren Mann stehen (so heißt es in Deutsch oder?) Ich könnte von mehreren Fällen erzählen, aber es sind keine wissenschaftlichen Beweise, die ich hier herbeiführen könnte.

    „Statt dessen solle man eben einfach den Hausarzt und den Patienten entscheiden lassen, ob die Operation das Richtige für den- oder diejenige ist, ohne es von weiteren Kritieren abhängig zu machen.“

    Gibt es Geld-Eseln in Deutschland? http://www.youtube.com/watch?v=qsogYQWrzKM

    „Menschen haben das Recht mit ihrem Körper anzustellen, was sie wollen, solange sie damit nicht andere Personen belasten. Selbstmord oder Verstümmelungen sind zulässige Entscheidungen..“

    Nö, so einfach ist es wieder auch nicht. Ich versuche mir dies vorzustellen, wie mein Mann leiden würde, würde ich mich (sein Schätzchen) umbringen…

    „Krankenkassen sind – das sollte man sich immer wieder vor Augen halten – eine wunderbare Einrichtung der menschlichen Zivilisation, bei der letztendlich ein Solidarpakt zwischen Fremden geschlossen wird, die jeweiligen Kosten einer Krankheitsbehandlung gegenseitig zu übernehmen.“

    Tja, eine Motzer-Stimme in mir sagt: Ja ja, die Pharma-Industrie brauch die Krankenkassen und das ganze „Gesundheits-System“ um Geld zu verdienen!

    „Der Solidarpakt geht aber nicht generell dahin, dass jede Unzufriedenheit oder jede andere medizinisch lösbare Problemstellung finanziert wird, sondern darin, dass Kosten übernommen werden, die aufgrund eines medizinischen Leidensdruck oder dessen Vorbeugung entstehen abzufangen.“

    Mit dem Abfangen ist es auch so eine Sache. System-immanent wird bei diesem Spiel Geld abgefangen und der Mensch im Winde stehen gelassen.

  7. @ Zhen
    Ist es das wert?
    Of 129 patients, 76 patients (58.9%) still have their original implant in place. Fifty-three patients (41.1%) needed to undergo either removal or revision of the prosthesis due to infection, erosion, dysfunction, or leak.

    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0302283809002450

    Of the 55 transsexuals who participated in this study (52 male-to-female and 3 female to male), 7.5% showed a prolapse greater than or similar to ICS-POP stage 2, and 3.8% required surgical intervention. For bladder symptoms, 47% reported voiding difficulties, 24.6% urgency, 17% urge incontinence, and 23% stress incontinence. Fecal urgency and incomplete emptying of the bowel occurred in 9.4% and 7.6% of patients, respectively. In addition, 23% reported that they were never satisfied with their sexual function.

    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0015028211004389

    This is the second report of a male-to-female transsexual patient who developed a symptomatic meningioma after sex hormone treatment, adding to the growing evidence that sex hormones contribute to the pathogenesis of meningiomas.

    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0967586810001931

    • Um Komplikationen zu vermeiden, sollte die Transformation möglichst früh im Leben durchgeführt werden.

      „In addition, 23% reported that they were never satisfied with their sexual function.“

      Das ist doch ein Riesenerfolg. Vorher dürften es 100% gewesen sein, bzw. noch mehr, nämlich die, die sich schon umgebracht haben. Es ist auch zu berücksichtigen, dass das Leben im falschen Körper zu 100% schwer erträglich bis unerträglich ist. Mit einer Behandlung, die nicht immer eine Operation beinhalten muss, besteht eine gute Chance, wieder gesund zu leben. Dafür gibt es Millionen Beispiele.

      Zum besseren Verständnis der Transsexualität hier zwei Einlassungen einer Frau mit vormals männlichem Körper zur Thematik:

      Das genitale und das cerebrale Geschlecht passen NICHT IMMER zusammen…
      Anonyme Behauptung: „Nun bist du krank und trotzdem keine Frau.“

      Da stehen eigentlich schon die Argumente pro Angleichung. Es wird auch ganz deutlich, dass es nicht um eine Änderung („trans“) des Geschlechts geht. Die Betroffenen (Persönlichkeit sitzt im Gehirn!) waren immer Mann oder Frau, nur ihr Körper passte überhaupt nicht dazu. Eine Hormonbehandlung und operative Angleichung kann man sich in etwa so vorstellen, wie wenn Blindheit oder Taubheit durch einen medizinischen Eingriff behoben wird. Da käme auch keiner auf die Idee, diesen Betroffenen eine mögliche und wirksame Behandlung auszureden und sie psychisch zu bedrängen.

      • Zehen

        „Es ist auch zu berücksichtigen, dass das Leben im falschen Körper zu 100% schwer erträglich bis unerträglich ist.“

        Ich bin – zehen – als Frau im Bezug auf den Körper irgendwie nicht glücklich (Testosteron im Bauch meiner Mutter?). Ich bin aber noch nie auf die Idee gekommen: mein Körper wäre falsch. Falsch finde ich den Umgang der Gesellschaft mit dem weiblichen Körper und dieser Missbrauch tut mir leid, nicht die Brüste! Wetten das, dass auch viele Männer ähnliches erleben?

      • @staro
        Nein, was du beschreibst ist etwas vollkommen anderes. Du kommst mit der Gesellschaft an sich nicht zurecht und damit befindest du dich auch unter Frauen in der absoluten minderheit. Welchen schlechten umgang hat denn die Gesellschaft mit dem Weiblichen Körper?

      • „Die Betroffenen (Persönlichkeit sitzt im Gehirn!) waren immer Mann oder Frau, nur ihr Körper passte überhaupt nicht dazu. Eine Hormonbehandlung und operative Angleichung kann man sich in etwa so vorstellen, wie wenn Blindheit oder Taubheit durch einen medizinischen Eingriff behoben wird. Da käme auch keiner auf die Idee, diesen Betroffenen eine mögliche und wirksame Behandlung auszureden und sie psychisch zu bedrängen.“

        Noch einmal. Diese Argumentation „immer schon“ setzt voraus, dass sich Ichbewußtsein und Körperlichkeit NICHT miteinander entwickeln, sondern ICHbewußtsein schon in den Körper eingepflanzt wurde, das Ichbewußtsein verschränkt mit dem Geschlechtsbewußtsein sich durch die Zeit: Kind, Pubertät, Erwachsenenalter, nicht adaptiert. Ich kenne keine Theorie, die dies stützt. Mein Ichempfinden in Bezug auf meine Geschlechtszugehörigkeit war mit 6 Jahren eine andere als in der Pubertät und jetzt als Mann. Hier spielen sowohl hormonelle, biologische alsauch gesellschaftliche Variablen eine Rolle.

        Außerdem habe ich noch ein Gegenargument. Ich habe letztens eine Studie gescrollt, in welcher es darum ging, dass M-F Transsexuelle auch Phantomschmerzen am transplantierten Genital verspüren würden. Da fehlt mir also etwas, von dem ich nie dachte, dass es da ist, weil ich ja immer schon eine Frau war? Da spielt mir mein Hirn also einen Streich?

        Auf was referierst du denn, wenn du sagst, dass sie immer schon Frau oder Mann waren? Frau- oder Mannsein würde sich ja dann auf ein Gefühl reduzieren und nicht mehr. Gerade das wäre ja Genderistmus per excellance.

      • Imion

         „@staro
        Nein, was du beschreibst ist etwas vollkommen anderes. Du kommst mit der Gesellschaft an sich nicht zurecht und damit befindest du dich auch unter Frauen in der absoluten minderheit. Welchen schlechten umgang hat denn die Gesellschaft mit dem Weiblichen Körper?“

        Deine Analyse ist vollkommen richtig, nur Deine Einschätzung „und damit befindest du dich auch unter Frauen in der absoluten minderheit“ ist aus meiner Sicht falsch und mir gegenüber provozierend formuliert. Ja klar, die meisten Frauen jammern nicht vor sich hin und gestalten nach Möglichkeit ihr Dasein zum Besten. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass sie zufrieden sind oder mit dem Erlebten einverstanden! Dazu findest Du bestimmt tonnenweise Studien.

         „Welchen schlechten umgang hat denn die Gesellschaft mit dem Weiblichen Körper?“

        Zur Sicherung des Fort-Bestandes des Menschen ist er wichtig, putzen kochen und dergleichen kann er auch erlernen. Er kann sogar – wie bei manchen Feministinnen zu sehen ist – den Maskulinsten übertreffen und ein noch besserer Zerstörer sein. Und eins darf er im Patriarchat nicht: sich selbst als göttlich begreifen. Das haben die Frauen um Göttner-Abndroth in St. Galen laut und offen behauptet und kriegten sofort die „Patri-Hunde“ – wie ich es aus meiner Wut heraus formulieren würde – zu spüren.

      • Terminatus 30

        „Ichbewußtsein verschränkt mit dem Geschlechtsbewußtsein sich durch die Zeit .. Hier spielen sowohl hormonelle, biologische alsauch gesellschaftliche Variablen eine Rolle.“

        Schön hast Du es formuliert – sehe ich auch so. Vergesse aber bitte nicht: im Patriarchat zählt das Wort des männlichen Gottes und Geld! “

         „Auf was referierst du denn, wenn du sagst, dass sie immer schon Frau oder Mann waren? Frau- oder Mannsein würde sich ja dann auf ein Gefühl reduzieren und nicht mehr. Gerade das wäre ja Genderistmus per excellance.“

        Aus meiner feministischen und emanzipatorischen Vorstellung heraus kann derartiges nur der dreifach männliche GOTT gesagt haben!

      • @terminatus

        Noch einmal. Diese Argumentation „immer schon“ setzt voraus, dass sich Ichbewußtsein und Körperlichkeit NICHT miteinander entwickeln, sondern ICHbewußtsein schon in den Körper eingepflanzt wurde, das Ichbewußtsein verschränkt mit dem Geschlechtsbewußtsein sich durch die Zeit: Kind, Pubertät, Erwachsenenalter, nicht adaptiert. Ich kenne keine Theorie, die dies stützt.

        Nein, die Argumentation setzt lediglich voraus, dass Gehirn- und Körpergeschlecht nicht aneinander gekoppelt sein müssen. Und die Theorie, die das stützt, ist die Biologie. Während der Schwangerschaft wird das Gehirn eines männlichen Fötus normalerweise virilisiert. Geschieht das aus irgendeinem Grund nicht oder nicht richtig, so wächst ein Mädchen mit männlichem Körper heran.

        Mein Ichempfinden in Bezug auf meine Geschlechtszugehörigkeit war mit 6 Jahren eine andere als in der Pubertät und jetzt als Mann.

        Wie, du hast dich damals als Mädchen gefühlt? 🙂
        Es geht nicht um ein „Ichempfinden“, sondern um das Gehirngeschlecht. Schon viel früher als mit sechs Jahren korrigieren transsexuelle Kinder die Geschlechstszuweisung durch ihre Umwelt.

        Ich habe letztens eine Studie gescrollt, in welcher es darum ging, dass M-F Transsexuelle auch Phantomschmerzen am transplantierten Genital verspüren würden. Da fehlt mir also etwas, von dem ich nie dachte, dass es da ist, weil ich ja immer schon eine Frau war? Da spielt mir mein Hirn also einen Streich?

        Du hast etwas gründlich missverstanden. Transsexualität ist nicht die Wahrnehmung eines nicht vorhandenen Körpers. Wenn eine transsexuelle Frau einen männlichen Körper hat, spürt sie den. Nur weil sie ihn wahrnimmt, kann er sie stören. Und der stört so sehr, fühlt sich so falsch an, dass manche Kinder versuchen, sich den Penis selbst abzuschneiden.

        Auf was referierst du denn, wenn du sagst, dass sie immer schon Frau oder Mann waren? Frau- oder Mannsein würde sich ja dann auf ein Gefühl reduzieren und nicht mehr. Gerade das wäre ja Genderistmus per excellance.

        Nein, siehe oben. Es ist Biologie par excellence. Das Gehirn hat sich geschlechtlich anders entwickelt als der Rest des Körpers. Was du hier betreibst, ist übelster Genderrelativismus. Du willst den Betroffenen einreden, dass sie psychisch krank seien und dass das Geschlecht so relativ ist, dass sie sich bloß einbilden müssten, ihr Gehirngeschlecht sei schon mit dem Körpergeschlecht identisch. Oder du leugnest, dass es überhaupt zwei Geschlechter in einem Menschen geben kann, stellst die Betroffenen damit als Lügner oder Spinner hin. Wie kommst du nur darauf, ohne Evidenz so über Menschen zu urteilen? Dazu müsstest du schon mehr wissen als die Betroffenen. Du müsstest eine Methode haben, um das Geschlecht ihres Gehirns zu bestimmen.

        Hör dir doch mal an, wie ein Mädchen erzählt, dass es schon immer ein Mädchen war.

  8. Nachdem ich hier heute dies und jenes gelesen habe und einiges getan habe, bin ich stolz darauf eine Frau zu sein. Eine Geschichte: Neulich am 25. Nov. am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen war ich vor einem Hauptbahnhof, um zu demonstrieren. Ein besoffener nazi-aussehender junger Mann mit Lust zum Stören, versuchte die Rednerin mit seiner Körper-Präsenz am Reden zu hindern. Total ruhig mit entsprechender Lust, stellte ich mich zwischen der Rednerin und dem Störfaktor – wohl damit einverstanden, dass meine Hand auf seiner Visage irgendwann landet.

  9. Die Betroffenen (Persönlichkeit sitzt im Gehirn!) waren immer Mann oder Frau, nur ihr Körper passte überhaupt nicht dazu.

    die betroffenen „waren“ es nicht schon immer, sondern sie hatten (eventuell schon immer) eine identitätsstörung, denn sie „waren“ es eben nicht. dass man sich „als“ etwas fühlen kann, was man nicht ist, ist eine gewagte these – das individuelle empfinden von leid mal außen vor gelassen, das kann niemand beurteilen. aber genau das ist das problem, da ein transsexueller nicht wissen kann, wie sich „eine frau“ – welche eigentlich? – fühlt, kann er auch nicht wissen, wie er sich „als frau“ fühlt oder fühlen würde, denn er ist ja keine frau. alles, was er fühlt, ist das eines mannes, der glaubt eine frau zu sein, es aber nicht ist. sich „als frau fühlen“ ist als aussage logisch falsch, denn nur eine frau (mit einem frauenkörper) kann sich als frau fühlen. auch die aussage „im falschen körper“ führt nicht weiter, denn nach einer angleichenden OP, die de facto nichts „angleicht“ und kein geschlecht herstellt oder wechselt, haben die betroffenen auch keinen „richtigen“ körper, sondern einen falschen falschen.

    es gibt durchaus einige, die transsexuelität als eine psychische störung betrachten und politisch korrekte denkverbote außen vor lassen. falls transsexualität eine solche störung ist, wäre es sträflicher unfug, an den betroffenen herum zu schnippeln, statt sie angemessen zu behandeln. denn wenn „hirngeschlecht“ und körper nicht zusammen passen, eines von beiden „falsch“, der körper aber „richtig“ und funktionstüchtig ist, kann durchaus auch das hirn „falsch“ sein.

    • @hottehü
      Du vergisst die einnahme von Östrogen. Damit wird vieles geändert, damit ist das Gehirngeschlecht wieder im reinen mit sich selbst. Es ist eben nicht so, das einfach nur „rumgeschnippelt“ wird, also nur etwas an der äusseren Hülle getan wird. Es wird auch etwas im inneren, im Geist, getan.

      Und wenn das Hirn falsch sein sollte, wie willst du es reparieren? Tauschen geht schlecht 🙂

      • Du vergisst die einnahme von Östrogen. Damit wird vieles geändert, damit ist das Gehirngeschlecht wieder im reinen mit sich selbst.

        mag sein. aber der körper ist auch dann nicht „weiblich“. oft sieht er nicht einmal so aus. es ist aus dem mann keine frau geworden.

        in amerika gibts eine transsexuelle frau, die „als mann“ lebt, sich die brüste amputieren ließ, durch hormoneinnahme bartwuchs hat und „als mann“ betreits 2 kinder gboren hat. von mir aus, kann diese frau leben, wie sie will und sich fühlen, wie sie will. aber ein mann ist sie nicht und wird sie auch nicht.

        Und wenn das Hirn falsch sein sollte, wie willst du es reparieren?

        Man kann bereits einiges an Störungen therapieren. Es gibt sogar psychische Modekrankheiten wie Burnout. Nur alles, was mit Sex oder Geschlecht zu tun hat, ist eine Art Tabu.

      • @hottehü
        „mag sein. aber der körper ist auch dann nicht „weiblich“. oft sieht er nicht einmal so aus. es ist aus dem mann keine frau geworden.“
        Körper und Geist passen dann aber wieder zusammen. Daher ist es eine Frau. Und von wegen des aussehens, google mal nach Bodybuilderinnen, die sehen auch nicht wie eine Frau aus, fühlen sich aber als solche.

        „in amerika gibts eine transsexuelle frau, die „als mann“ lebt, sich die brüste amputieren ließ, durch hormoneinnahme bartwuchs hat und „als mann“ betreits 2 kinder gboren hat. von mir aus, kann diese frau leben, wie sie will und sich fühlen, wie sie will. aber ein mann ist sie nicht und wird sie auch nicht.“
        Doch, er fühlt sich wie ein Mann, bewegt sich so, verhält sich so. Er wollte nur eigene Kinder, die einzige möglichkeit die ihm geblieben ist, ist sie selbst auszutragen. Das macht es noch nicht einmal inkonsequent.

        „Man kann bereits einiges an Störungen therapieren. Es gibt sogar psychische Modekrankheiten wie Burnout. Nur alles, was mit Sex oder Geschlecht zu tun hat, ist eine Art Tabu.“
        Welches Tabu, es wird doch Therapiert, dort wo es etwas zu therapieren gibt.

    • die betroffenen „waren“ es nicht schon immer, sondern sie hatten (eventuell schon immer) eine identitätsstörung, denn sie „waren“ es eben nicht.

      Wie gesagt, ihr unterstellt gewissen Leuten, dass sie Lügner oder Spinner sind. Woher willst du denn wissen, dass jemand, der behauptet ein Mädchen zu sein, keines ist? Dazu müsstest du mehr wissen als diese Person. An der Identität ist doch überhaupt nichts gestört. Die fühlen sich ganz klar als männlich oder weiblich.

      es gibt durchaus einige, die transsexuelität als eine psychische störung betrachten und politisch korrekte denkverbote außen vor lassen.

      Was ist daran eine psychische Störung, wenn man sich als Mann oder Frau fühlt? Die Menschen fühlen sich mit ihrer Identität, mit ihrem Geschlecht wohl. Ohne Psychoheinis und Genderphilosophen, die ihnen eine Störung einreden wollen, sind sie psychisch gesund, wenn man von den Depressionen absieht, die sie aufgrund ihres nicht passenden Körpers und möglicherweise aufgrund der Intoleranz in ihrer Familie und in der Gesellschaft haben. Du kannst dir ganz offensichtlich nicht vorstellen, wie das ist, einen Körper zu haben, der nicht dem eigenen Geschlecht entspricht. Dann halt konsequenterweise auch dazu die Klappe und erspare uns deinen Müll.

      • Wie gesagt, ihr unterstellt gewissen Leuten, dass sie Lügner oder Spinner sind.

        Ich sage nicht, dass das Lügner oder Spinner sind. Für sie selbst „fühlt“ sich das alles ganz sicher so an, wie sie es beschreiben. Das kann ihnen niemand absprechen, da man Gefühle nicht verifizieren kann. Aber genau darum ist die Formulierung „sich als Frau fühlen“ eben auch falsch.

        Woher willst du denn wissen, dass jemand, der behauptet ein Mädchen zu sein, keines ist?

        Weil ein Mädchen einen weiblichen Körper hat. Das macht ein Mädchen aus, nichts Anderes. „Mädchen“ ist die Bezeichnung eines Kindes mit weiblichem Körper aber nicht die Bezeichnung für ein „sich fühlen“. Das Geschlecht ist eine Eigenschaft des Körpers, kein Gefühl.

        Die fühlen sich ganz klar als männlich oder weiblich.

        Für die Betroffenen sind ihre Gefühle zweifelsohne so authentisch wie für jeden anderen auch. Aber wer nicht weiblich ist, kann sich gar nicht weiblich fühlen. Das geht nicht, da für „weiblich fühlen“ ein weiblicher Körper unabdingbar ist. Man kann sich z.b. auch nicht „wie Michael Jackson“ fühlen, da nur Michael Jackson sich wie selbiger fühlen konnte. Ich kann mich auch nicht als oder wie ein Chinese fühlen, weil ich keiner bin und nie einer sein werde. Auch wenn ich den Rest meines Leben in China leben würde, würde ich mich nie wie ein Chinese fühlen können, da mir das wichtigste dazu fehlt: Ein Chinese zu sein.

        Du kannst dir ganz offensichtlich nicht vorstellen, wie das ist, einen Körper zu haben, der nicht dem eigenen Geschlecht entspricht.

        Das ist auch falsch formuliert. Der Körper IST das Geschlecht. Es steckt in jeder Zelle. Man kann das Geschlecht nicht vom Körper trennen. Geschlecht und Körper sind nicht zwei verschiedene Dinge.

      • hottehü, was du machst, ist offen ideologisch. Ein wissenschaftliches Vorgehen hast du längst verlassen, wenn du dein Dogma – es kann nur sein, was laut dir sein darf – über die Evidenz stellst, die wir von Trans- und Cissexuellen haben. Auch Cissexuelle sind ein Mann oder eine Frau, weil sie ein männliches oder weibliches Gehirn haben. Ich verstehe nicht, wieso du nur das Körpergeschlecht anerkennen willst und die Evidenz fürs Gehirngeschlecht ausblendest und den Leuten eine psychische Störung einreden willst.

      • @hottehü
        „Weil ein Mädchen einen weiblichen Körper hat. Das macht ein Mädchen aus, nichts Anderes. „Mädchen“ ist die Bezeichnung eines Kindes mit weiblichem Körper aber nicht die Bezeichnung für ein „sich fühlen“. Das Geschlecht ist eine Eigenschaft des Körpers, kein Gefühl.“
        Eben deshalb ja auch die Körperliche umwandlung. Damit auch der Körper weiblich wird.

        „Das ist auch falsch formuliert. Der Körper IST das Geschlecht. Es steckt in jeder Zelle. Man kann das Geschlecht nicht vom Körper trennen. Geschlecht und Körper sind nicht zwei verschiedene Dinge.“
        Offenbar schon, sonst hätten Transsexuelle nicht solche massiven Psychischen Probleme, aufgrund des falschen Körpers

      • Peter

        „männlichen oder weiblichen Gehirn zu sprechen“

        Du kannst über Verschiedenes sprechen, aber nicht bei mir zuhause. Hier habe ich Mund-Verbot!

    • Ergänzung:

      „Sich fühlen als …“ trifft es nicht richtig. Transsexuelle – genau wie Cissexuelle – fühlen sich nicht als Mann/Frau, sie sind es. Ich bin aufgrund der falschen Gewohnheit immer wieder versucht, von „sich fühlen als…“ zu schreiben. Aber dadurch würde nur das falsche Dogma vom maßgeblichen Körpergeschlecht bestätigt. Aus dem oben verlinkten Video wird ganz deutlich, dass Kim sich nicht als Mädchen fühlte, sondern immer eines war. Sie verhielt sich wie ein Mädchen, kleidete sich z.B. wie ein Mädchen, pflegte Freundschaft unter Mädchen. So geht es tausenden Transsexuellen. Daher ist es unsinnig, von „sich fühlen als …“ zu reden, als könnte es irgendeinen Zweifel geben, dass die Betroffenen nicht sind, was sie sind, bloß weil sie das Pech haben, nicht cissexuell zu sein.

      An eurer (terminatus, hottehü, …) Argumentation ist bereits entlarvend, dass ihr sie auf Cissexuelle nicht anwendet. Dann müsste euer eigenes Geschlecht auch bloß eingebildet sein. Ihr hättet eine psychische Störung. Mit euren Philosophien steckt ihr schon bis zum Hals im unlogischen Gendersumpf. Ihr argumentiert selektiv, parteiisch. Dass die Diffamierung einer Personengruppe dabei herauskommen muss, ist schon vorher beschlossene Sache.

      • Dann müsste euer eigenes Geschlecht auch bloß eingebildet sein.

        Mein Körper ist nicht eingebildet.
        Die Funktion von Geschlecht ist Fortpflanzung. Und zwar naherzu in der geamten belebten Natur. Mit einem „Hirngeschecht“ kann sich niemand fortpflanzen. Es hat keine arterhaltende oder biologische Funktion.

        Dass die Diffamierung einer Personengruppe dabei herauskommen muss, ist schon vorher beschlossene Sache.

        Ja, das ist das typische Abwehrverhalten. Ich weiß allerdings nicht, was daran diffamierend sein soll, eine psychische Störung zu haben. Das haben viele.

      • Der Begriff des Cissexuellen wurde von Sigusch in den Diskurs eingebracht, ist keineswegs akzeptiert. Wenn man hier die „Norm“ in die Diagnostik miteinbezieht, ist das logisch, jedoch keineswegs zwingend. Setzt es doch schon voraus, dass Transsexualität keine Störung ist.

        Belassen wir es dabei, du wirst mir zu emotional.

      • @hottehü
        „Mein Körper ist nicht eingebildet.
        Die Funktion von Geschlecht ist Fortpflanzung. Und zwar naherzu in der geamten belebten Natur. Mit einem „Hirngeschecht“ kann sich niemand fortpflanzen. Es hat keine arterhaltende oder biologische Funktion. “
        Auch an dich die Frage, was machen Menschen die nicht Fortpflanzungsfähig sind. Was für ein Geschlecht haben diese? Die Natur experimentiert, bei Transsexuellen ist etwas schiefgelaufen, bei der Verknüpfung, wenn du es so wilst.

      • Auch an dich die Frage, was machen Menschen die nicht Fortpflanzungsfähig sind.

        Sofern sie nicht intersexuell sind, gehören sie auch einem Geschecht an, denn ob ein Individuum sich im Erwachsenenalter tatsächlich fortpflanzt oder fortpflanzen kann, ändert nichts an seiner Geschlechtszugehörigkeit. Kinder haben ein Geschlecht und Alte ebenso. Das Geschlecht als biologisches Prinzip dient der Fortpflanzung, die muss aber im Einzelnen nicht stattfinden.

        Die Natur experimentiert, bei Transsexuellen ist etwas schiefgelaufen …

        Fehlbildungen sind nichts Unnatürliches.

      • @hottehü:

        Es hat keine arterhaltende oder biologische Funktion.

        Warum nicht? Warum sollte die Evolution nicht dazu geführt haben, dass sich erbliche Gehirnstrukturen an die jeweilige Funktion bei der Reproduktion anpassen?

        Die Bildung von Muskeln / Energiespeicher hat ja auch keine unmittelbar arterhaltende Funktion, aber dennoch ist sie geschlechtsspezifisch. Im Sinne der reinen Fortpflanzungsfunktion ist ein ausgeprägt muskulöser Körper nicht notwendig.

        Ich finde es erstaunlich, wie sich die Interpretationsmuster oft umekehren: Genderisten glauben plötzlich an die Wirkung von Sexualhormonen, und Anhänger einer biologischen Differenz werden plötzlich zu Kulturdeterministen.

        Gut, deine Position ist wenigstens konsequent: Wenn das Gehirngeschlecht kulturell bestimmt ist, dann macht eine operative Geschlechtsumwandlung auch keinen Sinn.

      • Wenn das Gehirngeschlecht kulturell bestimmt ist, dann macht eine operative Geschlechtsumwandlung auch keinen Sinn.

        beim „gehirngeschlecht“ handelt es sich um ein wohlfeiles postulat, um transsexualität irgendwie plausibel zu machen und aus der ecke der identitätsstörungen zu bugsieren, was natürlich nicht gelingt, denn ein falsches „hirngeschlecht“ ist auch eine störung.

      • hottehü
         „Wenn das Gehirngeschlecht kulturell bestimmt ist, dann macht eine operative Geschlechtsumwandlung auch keinen Sinn.“

        „kulturell bestimmt“ oder beeinflusst?

      • @ Zhen

        Du bist es, der die genderistische Auffassung vertritt: Wer sich als Frau fühlt/wahrnimmt, ist eine Frau, und wer sich als Mann fühlt/wahrnimmt, ist ein Mann. Geschlecht aber lässt sich objektivieren. Hat was mit Biologie und der Funktion in der Fortpflanzung zu tun.
        Du füllst die Begriffe mit gänzlich anderem Inhalt. Das ist typisch für Genderisten/Radikalkonstruktivisten. Natürlich darfst Du einen Stuhl Tisch nennen und ein Haus Wiese. Das ändert aber nichts am Wesen des Dings an sich.

        Also stellen wir fest: eine Geschlechtsumwandlung ist nicht möglich, sondern lediglich die Anpassung des Erscheinungsbildes an das andere Geschlecht. Dies ist nur durch massive chemische und chirurgische Eingriffe möglich. Die Resultate sind oft mangelhaft. Die Manipulation durch Hormone muss dauerhaft erfolgen, um Rückschritte zu verhindern.

      • Es hat keine arterhaltende oder biologische Funktion.

        Warum nicht? Warum sollte die Evolution nicht dazu geführt haben, dass sich erbliche Gehirnstrukturen an die jeweilige Funktion bei der Reproduktion anpassen?

        @ Nick

        Mal angenommen, das wäre so und es wäre in diesem Sinne grechtfertigt, von einem männlichen oder weiblichen Gehirn zu sprechen. Dann würden die massiven chirurgischen Eingriffe lediglich dazu dienen, dem/der Betroffenen mehr schlecht als recht ein ihm/ihr entsprechendes Sexualleben zu ermöglichen.

        Stellt man sich dem Umbau mal konret vor, dann ist doch offensichtlich, dass der Körper nicht so umgebaut werden kann, dass tatsächlich ein männliches oder weibliches Sexualleben erreicht wird. Ein Penis ist doch mehr als ein Stück angenähtes Fleisch, was seine Empfindsamkeit anbelangt. Gleiches gilt für die Vagina. Einfach ein Loch bohren und es Vagina nennen? Das ist doch alles höchst fragwürdig, selbst wenn man die Prämisse des „männlichen und weiblichen Gehirns“ gelten lässt.

      • Geschlecht aber lässt sich objektivieren. Hat was mit Biologie und der Funktion in der Fortpflanzung zu tun.

        Ja, Geschlecht lässt sich objektivieren. Es gibt verschiedene Geschlechtstypen, z.B. das chromosomale Geschlecht, das Gehirngeschlecht, das phänotypische Geschlecht, das hormonelle Geschlecht usw. Man kann, sofern man die Daten ermitteln kann, die Geschlechter eines Menschen genau beschreiben. Bei Transsexuellen erfahren wir per Selbstauskunft, dass ihr Gehirngeschlecht von den anderen Geschlechtstypen abweicht.

        Evolutionär hat sich bei irgendeinem sehr frühen Vorfahren des Menschen die geschlechtliche Fortpflanzung durchgesetzt und bleibt beim Menschen erhalten, vermutlich weil so Gene von zwei Individuen kombiniert werden und die Nachkommen robuster sind. Das ist der evolutionäre Grund für Geschlechter. Schon allein daraus folgt, dass es ein Gehirngeschlecht geben muss. Das Gehirn, ein Organ, das – kurz gesagt – Informationen verarbeitet und die Bewegung steuert, muss sich entsprechend des Geschlechts verhalten, damit die Fortpflanzung gelingt. Es muss geschlechtsspezifische Attraktivitätsmuster gespeichert haben und auf Sinnesdaten entsprechend reagieren können. (Es gibt z.B. Menschen, bei denen das nicht funktioniert. Sie verlieben sich in und haben Sex mit Gegenständen. Oder Homosexuelle etwa finden das eigene Geschlecht attraktiv.) Ferner muss das Gehirn auch das Verhalten geschlechtsspezifisch steuern, damit ein Mensch die geschlechtsspezifischen Aufgaben erfüllen kann (Pflege des Nachwuchses, Versorgung der Familie). Das Gehirn ist kein unbeschriebenes Blatt. Es ist nur männlich oder weiblich insoweit, wie es weiß, dass es männlich oder weiblich ist. Es ist bekannt, dass pränatal einiges schiefgehen kann. Besonders die Virilisierung ist ein fehleranfälliger Mechanismus. Neben dem Normalfall des heterosexuellen Mannes in männlichem Körper können dabei z.B. auch Schwule, Androgyne, Transsexuelle herauskommen.

        Für das Identitätsgeschlecht sind, anders als von euch angeführt, die Chromosomen und die Fortpflanzungsfähigkeit irrelevant, und zwar aus zwei Gründen:

        1. Es gibt kein Sinnesorgan für Chromosomen. Das Gehirn kann nicht feststellen, welche Chromosomen die Zellen des Körpers haben. Dazu müsste in jeder Zelle diese Information abgefragt werden und ans Gehirn übermittelt werden. Die Information des Gehirns über das Geschlecht ist viel leichter dadurch zu realisieren, diesen Mechanismus in die Entwicklung des Fötus einzubauen. Und genau so ist es auch. Die Chromosomen wechseln ja auch nicht im Laufe des Lebens, sodass Sinnesorgane für Chromosomen zwecklos wären. Der pränatale Mechanismus funktioniert aber nicht immer so, dass nur heterosexuelle Cissexuelle herauskommen.

        2. Die Fortpflanzungsfähigkeit ist unerheblich für Identität, Attraktivitätspräferenzen und Verhalten, weil es keinen Fortpflanzungstrieb gibt, sondern einen Sextrieb. Und einen Sextrieb haben auch Menschen, die sich nicht fortpflanzen können. Ein Schwuler z.B. hat einen auf Männer gerichteten Sextrieb. Er wird nicht deshalb geil, weil er fürchtet, dass die Putzfrau mit seinen Kondomen Samenraub begeht und er sich darüber fortpflanzt, sondern er wird geil, weil er auf Männer steht. Oder wenn ein Mann sich sterilisieren lässt, hat das keine Auswirkungen auf sein Gehirngeschlecht. (Sonst würde er sich wohl nicht sterilisieren lassen.) Er hat seinen Trieb genau wie vorher.

        Ich würde euch empfehlen, dass ihr euch über Transsexualität eingehender informiert. Eure Theorien sind hanebüchen. Transsexualität ist kein Wahn, in einem anderen Körper zu leben, wie terminatus gestern (um 4:11 pm) noch vermutet hat. (So etwas gibt es sicher auch. Das wäre vielleicht eine Körperagnosie, die auch ganz anders, nämlich psychisch, zu behandeln wäre als Transsexualität.) Transsexuelle sind sich sehr bewusst, welchen Körper sie haben und wollen diesen Körper ändern, weil sie ihre Persönlichkeit nicht ändern können.

        Ferner ist eure Einsortierung als „psychische Störung“ nicht zutreffend und deshalb diffamierend. Zunächst mal ist nur eine Diskrepanz festzustellen. Die Diskrepanz ist auf Fehler in der pränatalen Entwicklung zurückzuführen. Das Identitätsgeschlecht ist auch keine Störung. Fast alle Menschen haben ein Identitätsgeschlecht männlich oder weiblich, Transsexuelle wie Cissexuelle. Darunter leiden Menschen nicht. Ganz im Gegenteil, Transsexuelle sind gerne, was sie sind. Sie leiden nicht unter ihrem Identitätsgeschlecht, sondern darunter, dass ihr Körper dazu nicht passt. Sie empfinden ihren Busen, ihren Penis, ihre Vagina als total falsche Organe, mit denen sie nichts anzufangen wissen. Sie haben Ängste aufgrund ihrer körperlichen Entwicklung (weil z.B. einem Jungen ein Busen wächst oder ein Mädchen in den Stimmbruch kommt). All das ist vorhersehbar, weil ihr Gehirn für einen anderen Körper entwickelt wurde.

        Noch eine Bemerkung zum „sich fühlen“. Ich habe oben (um 8:19 pm) schon klargestellt, dass es dieses „sich fühlen“ bei Transsexuellen nicht gibt. (Bei Transvestiten hingegen mag das sehr wichtig sein.) Würdet ihr als Cissexuelle behaupten, dass ihr euch mit drei Jahren als Junge gefühlt habt? Bestimmt nicht, terminatus hat das m.E. selbst sinngemäß so gesagt (um 4:11 pm). Ihr wart einfach ein Junge. Wie hottehü schon schrieb, ist es auch unsinnig, sich wie ein Geschlecht zu fühlen, wenn man dieses Geschlecht bereits ist. Bei Transvestiten wird das schon so sein, weil sie aus ihrer Rolle ausbrechen und sexuelle Lust daraus ziehen, in die Rolle/Kleidung des anderen Geschlechts zu schlüpfen. Außerdem ist es mit drei Jahren wohl schlecht möglich, dass Kinder schon bewusst sich wie ein Geschlecht fühlen. Ihre Identität ist angeboren. Ein transsexueller Junge will einfach mit anderen Jungen toben und spielen und weiß mit Puppen nichts anzufangen genau wie ein cissexueller Junge. Wie sollte er sich diese Rolle mit drei Jahren angeeignet haben? Durch die „transnormativen Medien“? Durch genderpolitische Eltern? Eure Theorien sind auf biologischer Grundlage nicht haltbar. Sie sind nur im Rahmen der Gender-/Queertheorie plausibel, nach der Geschlecht und Gender nicht biologisch bestimmt, sondern gesellschaftlich konstruiert sind.

        Ein Penis ist doch mehr als ein Stück angenähtes Fleisch, was seine Empfindsamkeit anbelangt. Gleiches gilt für die Vagina. Einfach ein Loch bohren und es Vagina nennen? Das ist doch alles höchst fragwürdig, selbst wenn man die Prämisse des „männlichen und weiblichen Gehirns“ gelten lässt.

        Zweifellos, die geschlechtsangleichende Chirurgie steckt noch in den Kinderschuhen. Aber rekonstruierte Organe zu haben ist für die Betroffenen so viel besser als die falschen Organe zu haben. Es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Meine Empfehlung kann ich nur wiederholen: Aktualisiert mal euer Wissen über Transsexualität. Der Spruch „Einfach ein Loch bohren und es Vagina nennen?“ ist schon ziemlich verachtend und zeugt von deiner vollständigen Ahnungslosigkeit. Durch eine operative und hormonelle Geschlechtsangleichung fühlen sich die Betroffenen erstmals im richtigen Körper und können erstmals Sex haben.

        When changing anatomical sex from male to female, the testicles are removed and the skin of foreskin and penis is usually inverted, as a flap preserving blood and nerve supplies (a technique pioneered by Sir Harold Gillies in 1951) to form a fully sensitive vagina (vaginoplasty). A clitoris fully supplied with nerve endings (innervated) can be formed from part of the glans of the penis. If the patient has been circumcised (removal of the foreskin), or if the surgeon’s technique uses more skin in the formation of the labia minora, the pubic hair follicles are removed from some of the scrotal tissue, which is then incorporated by the surgeon within the vagina. Other scrotal tissue forms the labia majora. (Quelle)

        Vaginoplasty utilizes autologous (patient-derived) tissue from the patient’s person, to construct areas of vagina and areas of the vulvovaginal complex. The tissues available for surgical correction include the oral mucosa, skin flaps, skin grafts, the vaginal labia, penile skin, penile tissue, scrotal skin, and intestinal mucosa. In surgical praxis, it is important to electrolytically remove the follicles from a hair-bearing skin graft, unless the surgeon directs otherwise; usually, the skin graft is depilated intra-operatively, either manually (scraped) or by electrocauterization. Besides the vaginoplastic surgery techniques herein discussed, earlier plastic surgery procedures do exist, but have been superseded by the more effective results (outcome) of contemporary vaginoplasty. (Quelle)

        • Leider falsch, TS haben nicht plötzlich Sex, weil sie sich einer GaOP unterzogen, bzw. angeglichen haben!!! Viele hatten auch schon vorher Sex und lassen sich deshalb vielfach nicht umoperieren. TS haben in jeder Hinsicht Stress mit Sex. Entweder hatten sie nie, oder sie hatten und müssen postop feststellen, dass nichts mehr geht oder nur beschissen, weil Libido durch Hormone, Antiandrogene gekillt oder das neue Organ funktionseingeschränkt, -untüchtig oder zu pflegeintensiv. Hier existiert bei euch allen in der Diskussion einen fatale
          Wissenslücke!!! Ihr fallt auf die Märchen der Medizinwelt rein.

      • „kulturell bestimmt“ oder beeinflusst?

        Konzepte wie die feministische Idee vom „Pariarchat“ sind kultureller Determinismus = kulturelle Bestimmung.

        „Beeinflusst“ setzt voraus, dass das Individuum sich aussuchen kann welche Einflüsse er auf sich wirken lässt. Das kann z.B. bei der Idee einer „heterosexuellen Zwangsmatrix“ nicht sein.

      • @Peter:
        Du bist es, der die genderistische Auffassung vertritt: Wer sich als Frau fühlt/wahrnimmt, ist eine Frau, und wer sich als Mann fühlt/wahrnimmt, ist ein Mann.

        Da machst du es dir imho zu einfach.

        Gender ist das soziale Geschlecht. Wenn die Ursache dafür, dass sich eine Frau als Mann fühlt eine soziale ist, dann muss man wohl von Gender sprechen.

        Wenn die Ursache „intern“-also biologisch- ist, dann kann wohl nicht von Genderismus gesprochen werden.

        Geschlecht aber lässt sich objektivieren. Hat was mit Biologie und der Funktion in der Fortpflanzung zu tun.

        Ja, sicher. Aber die Biologie der Geschlechter ist sehr komplex, es gibt zig Parameter in denen sich Männer und Frauen unterscheiden. Die reine Zeugungs- /Gebärfunktion ist nur einer davon.

        Man weiß wohl noch nicht, wie Transsexualität zustandekommt, aber es gibt viele Indizien dafür, dass es auch biologisch bedingte Transsexualität gibt.

        Ob eine operative Geschlechtsumwandlung sinnvoll und ethisch zu vertreten ist, ist wieder eine andere Frage. Das hat ohne Zweifel auch den Charakter einer Verstümmelung.

      • Evolutionär hat sich bei irgendeinem sehr frühen Vorfahren des Menschen die geschlechtliche Fortpflanzung durchgesetzt (…) Das ist der evolutionäre Grund für Geschlechter. Schon allein daraus folgt, dass es ein Gehirngeschlecht geben muss.

        und diese vorfahren waren algen. die hatten kein gehirn.
        und daher muss es auch kein gehirngeschlecht geben. selbst wenn es das gäbe, wäre ein „falsches“ hirngeschlecht eine störung.

      • Ja, Geschlecht lässt sich objektivieren. Es gibt verschiedene Geschlechtstypen, z.B. das chromosomale Geschlecht, das Gehirngeschlecht, das phänotypische Geschlecht, das hormonelle Geschlecht usw.

        Was soll das sein, das phänotypische Geschlecht? Das ergibt keinen Sinn. Es gibt allenfalls den männlichen Phänotypus, der der so ziemlich alle Merkmale aufweist, die bei Männern mehrheitlich vorkommen. Du verwendest „männlich“ und „weiblich“ ziemlich beliebig, füllst die Begriffe einfach mit völlig neuem Inhalt. das habe ich schon mal angemerkt.

        @ Nick

        Wenn die Ursache „intern“-also biologisch- ist, dann kann wohl nicht von Genderismus gesprochen werden.
        Ja, sicher. Aber die Biologie der Geschlechter ist sehr komplex, es gibt zig Parameter in denen sich Männer und Frauen unterscheiden. Die reine Zeugungs- /Gebärfunktion ist nur einer davon.

        Also Phänotypus ist doch nicht geschlechtsbestimmend. Wenn die Ehefrau grösser ist als ihr Ehemann ist sie trotzdem die Frau und er der Mann. Humm, sind alle vom Dekonstruktivismus der Genderisten infiziert hier 😉

      • Peter

         „Also Phänotypus ist doch nicht geschlechtsbestimmend. Wenn die Ehefrau grösser ist als ihr Ehemann ist sie trotzdem die Frau und er der Mann. Humm, sind alle vom Dekonstruktivismus der Genderisten infiziert hier “

        Mich stören vor allem die Patriarchen hier, die meinen, von Gott nach seinem Bild gemacht mit den hl. Geschlechts-Teilen, die sie eben vom Gott gewollt biologisch haben und allen dazu gehörenden Privilegien, wären sie der Renner der Welt! Sie haben die Vernunft in dem Kopf und den natürlichen Anhängsel genannt Ehe-Frau in der Küche! Ach ja, sie können bestimmt auch mal putzen und kochen – wenn sie es wollen!

      • @Peter:
        Also Phänotypus ist doch nicht geschlechtsbestimmend. Wenn die Ehefrau grösser ist als ihr Ehemann ist sie trotzdem die Frau und er der Mann. Humm, sind alle vom Dekonstruktivismus der Genderisten infiziert hier

        Warum sollte es dekonstruktivistisch sein, die Realität zur Kenntnis zu nehmen dass es (wenige) Menschen gibt die sich nicht so eindeutig zuordnen lassen?

        Man nennt sie ja deshalb „Transsexuell“

        Genderismus behauptet, es gäbe kein Geschlecht jenseits des kulturell „gemachten“. Demzufolge kann es Transsexuelle eigentlich gar nicht geben.

      • Sie haben die Vernunft in dem Kopf und den natürlichen Anhängsel genannt Ehe-Frau in der Küche!

        Wer kein Geschichtsbuch lesen will, der hat eben keine Vernunft im Kopf, und kann nur simple Arbeiten ausführen.

        Also marsch zurück an den Herd, aber ganz schnell!

      • Nick

         „Genderismus behauptet, es gäbe kein Geschlecht jenseits des kulturell „gemachten“. Demzufolge kann es Transsexuelle eigentlich gar nicht geben.“

        Das dürfte stimmen, weil jeder menschlicher Körper, der von Frau oder Mann ist auch kulturell gemacht.

      • Zweifellos, die geschlechtsangleichende Chirurgie steckt noch in den Kinderschuhen. Aber rekonstruierte Organe zu haben ist für die Betroffenen so viel besser als die falschen Organe zu haben. Es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Meine Empfehlung kann ich nur wiederholen: Aktualisiert mal euer Wissen über Transsexualität. Der Spruch „Einfach ein Loch bohren und es Vagina nennen?“ ist schon ziemlich verachtend und zeugt von deiner vollständigen Ahnungslosigkeit

        Verachtend ist es, menschliche Körper derart schwerwiegend zu manipulieren (sprich „verstümmeln“) und es als Heilung eines Leidens darzustellen.
        Diese dilettantischen Manipulationen behandeln ein schwerwiegendes psychisches Problem, indem der Körper verstümmelt wird und dem Patienten vorgegauklet wird, er habe nun, da ihm ein Stück Fleisch angenäht oder ein Loch gebohrt wurde, ein anderes Geschlecht.
        In einigen Jahrzehnten, wenn sich der Zeitgeistqualm etwas verzogen hat, wird man diese Verstümmelungen wieder Verstümmelungen nennen.

      • Peter

        „In einigen Jahrzehnten, wenn sich der Zeitgeistqualm etwas verzogen hat, wird man diese Verstümmelungen wieder Verstümmelungen nennen.“

        Also heißt es im Klartext: Nichts, bloß sich für die gewisse Zeit zu verstecken, damit mir im Wirrwarr des Irrtums nicht etwas angenäht oder abgeschnitten wird?

      • Peter:

        Verachtend ist es, menschliche Körper derart schwerwiegend zu manipulieren (sprich „verstümmeln“) und es als Heilung eines Leidens darzustellen.

        Verachtend gegenüber wem? Wieso soll die Operation als Heilung dargestellt werden? Das ist Unsinn. Eine Behandlung, die Operationen beinhalten kann, wird von Transsexuellen gewünscht und ist eine Heilung. Also sind Transsexuelle laut dir doch wieder unmündige Spinner, die nicht wissen, was „gut“ für sie ist. Dafür haben sie dann Körperkultler wie dich.

        Diese dilettantischen Manipulationen behandeln ein schwerwiegendes psychisches Problem, indem der Körper verstümmelt wird und dem Patienten vorgegauklet wird, er habe nun, da ihm ein Stück Fleisch angenäht oder ein Loch gebohrt wurde, ein anderes Geschlecht.

        Wovon redest du eigentlich? Geschlechtsangleichende Behandlungen können es jedenfalls nicht sein. Denn dabei wird nichts vorgegaukelt (Die neuen Brüste sind echt!) und auch nicht das Geschlecht geändert. Das Geschlecht bleibt ja gleich, nur der Körper wird dazu passend gemacht. Du hast echt null Ahnung, wovon du sprichst.

        In einigen Jahrzehnten, wenn sich der Zeitgeistqualm etwas verzogen hat, wird man diese Verstümmelungen wieder Verstümmelungen nennen.

        Ich schätze, Transsexuelle können auch trotz vereinzelter unbelehrbarer Fundamentalisten wie dir gelassen bleiben. Geschlechtsangleichende Operationen gibt es jetzt schon seit der Mitte des 20. Jhs., ob mit oder ohne Zeitgeist. Die Biologie kümmert sich nicht um den Zeitgeist. Es wird immer Menschen geben, die nicht einheitlich einem Geschlecht angehören, sodass eventuell Angleichungen erforderlich sind.

      • Zehen

        „Es wird immer Menschen geben, die nicht einheitlich einem Geschlecht angehören, sodass eventuell Angleichungen erforderlich sind.“

        Aber, warum eigentlich muss der Herr Doktor mit dem Messer? Warum kann der so oder anders geborene Mensch nicht nach seine Neigungen mit dem vorhandenen Körper leben? Bei den matriarchal gesinnten Mosuo werden Transsexuelle nicht körperlich zerschnitten oder genäht. Sie leben ihre Triebe und keiner hat was dagegen – so in dem Film.

      • Starosczyk:

        Warum kann der so oder anders geborene Mensch nicht nach seine Neigungen mit dem vorhandenen Körper leben?

        Mann sein geht schlecht mit einem Frauenkörper. Wie soll er seinen Trieb befriedigen, jemanden zu penetrieren, so ganz ohne Penis? Wie soll er eine Frau anmachen mit seinem unmännlichen Körper, mit seiner hohen Stimme? Das sind nur oberflächliche Probleme. Am Gravierendsten ist, dass der Körper falsch ist. Die geschlechtsspezifischen Körperfunktionen (Menstruation z.B.) sind alle fremd. Die Hormone des fremden Geschlechts verunstalten den Körper (kein Bart, keine kantigen Formen usw.). Viele Körperteile sind wie Fremdkörper und müssen entfernt werden. Daher ist der Begriff „Verstümmelung“ völlig unangebracht. Es ist vielmehr eine Befreiung von schädlichem Gewebe, wie eine Entfernung von Tumoren.

  10. „Wie gesagt, ihr unterstellt gewissen Leuten, dass sie Lügner oder Spinner sind.“

    Keineswegs, lügen=bewußt Unwahrheit sagen – hat keiner behauptet. Auch keiner hat behauptet, dass transsexuelle Menschen Spinner wären.

    Ich akzeptiere deine Meinung, habe dennoch eine andere. Das Konzept des Gehirngeschlechts ist im Übrigen auch nicht so „fundiert“ wie es hier vorausgesetzt wird. Nur, weil bestimmte Hirnregionen verschiedene Aktivitätsmuster zeigen, welche mit einem EEG abgebildet werden können, heißt das in letzter Instanz auch noch wenig. Und die Abbildung ist eben nicht psychisch sondern läuft über physiologische Aktivitätsmuster, also biologisch-materiell.

  11. Eine Geschlechtsumwandlung werden nur diejenigen vornehmen wollen, die tatsächlich unter ihrem phänotypischen Geschlecht leiden. Da dieser Eingriff aber kompliziert und teuer ist mit Auswirkungen auf Körper und Wohlbefinden halte ich ein Gutachten vornherein für angebracht. Und von mir aus, kann das auch die Krankenkasse bezahlen. Die bezahlt zwar nicht mal meine neue Brille – obwohl ich die brauche, aber was soll’s…

    „Krankenkassen sind […] eine […] Einrichtung der menschlichen Zivilisation,[…] bei der letztendlich ein Solidarpakt zwischen Fremden geschlossen wird, die jeweiligen Kosten einer Krankheitsbehandlung gegenseitig zu übernehmen.“

    Das ist natürlich Quatsch, denn ein Solidarpakt kann nur auf freiwilliger Basis erfolgen, Krankenkassenbeiträge werden aber zwangsweise über und durch den Staat eingezogen, ohne Möglichkeit auszusteigen, zumindest dann, wenn man nicht genügend Geld verdient, um sich quasi „freizukaufen“.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Krankenversicherung#Pflichtversicherte

  12. „Transsexualität ist kein Wahn, in einem anderen Körper zu leben, wie terminatus gestern (um 4:11 pm) noch vermutet hat.“

    @ Zhen
    Sei so gut und unterstelle bitte nicht, was ich nicht geschrieben habe. Ich habe weder behauptet, dass Transsexuelle Lügner oder Spinner sind noch, dass sie wahnhaft wären – wenn du schon so Bescheid zu wissen glaubst über die klinische Diktion.

    „Ferner ist eure Einsortierung als „psychische Störung“ nicht zutreffend und deshalb diffamierend.“

    Sind wir jetzt soweit, wie wir es schon beim Thema „Homosexualität“ waren?

    Fakt ist, dass nach den gängigen Manuals Transsexualität als Störung (GID) klassifiziert wird – ob es dir passt oder nicht: ICD 10: F64.0, DSM IV: 302.85. Von der Tiefenpsychologie fange ich gar nicht erst an, das würde dir gar nicht gefallen, haben solche Kliniker den Begriff Geschlechtsidentitätsstörung doch erst geprägt.

    Vielleicht solltest du dich einmal „einlesen“, wäre sicher kein schlechter Gedanke, bevor du die Diskriminierungs- und Diffamierungsschiene fährst.

    Immer politisch korrekt sein tzzz

    • terminatus30:

      Ich habe weder behauptet, dass Transsexuelle Lügner oder Spinner sind noch, dass sie wahnhaft wären

      Klar hast du das. Ich zitiere:

      Außerdem habe ich noch ein Gegenargument. Ich habe letztens eine Studie gescrollt, in welcher es darum ging, dass M-F Transsexuelle auch Phantomschmerzen am transplantierten Genital verspüren würden. Da fehlt mir also etwas, von dem ich nie dachte, dass es da ist, weil ich ja immer schon eine Frau war? Da spielt mir mein Hirn also einen Streich? (Hervorhebung von mir)

      Demnach glaubtest du, dass z.B. eine M-zu-F-Transsexuelle in dem Wahn lebt, einen weiblichen Körper zu haben. Das ist falsch. Sie hat einen männlichen Körper, weiß das und will einen weiblichen. Was du da beschreibst, würde ich als Agnosie bezüglich des eigenen Körpers bezeichnen. Aber ich glaube, inzwischen hast du durch unsere Diskussion dazugelernt und weißt, dass du dich geirrt hast. Es war bis jetzt auch viel aufzuholen.

      Dass Transsexuelle Lügner seien, folgt daraus, dass du ihnen ohne besseres Wissen von deiner Seite ihre Auskünfte über ihr Geschlecht nicht glaubst. Du tust so, als könntest du in ihr Gehirn schauen oder hättest die Hormonkonzentrationen während der Schwangerschaft überwacht. Außerdem kommt es nicht nur auf die Selbstauskunft an. Die Personen verhalten sich oft schon als kleine Kinder ihrem Geschlecht entsprechend. Das kann nicht vorgespielt sein. Wie würdest du so ein Verhalten erklären, ohne auf gendertheoretische „Erklärungen“ zurückzugreifen? Warum akzeptierst du nicht die biologische Erklärung?

      Wenn sie keine Lügner sind, sollen sie laut dir Spinner sein. Das ist etwas salopp gesprochen. Ich meinte damit, dass sie laut dir eine psychische Störung haben sollen. Warum sie die nicht haben, habe ich heute (um 3:15 pm) aufgezeigt. Es stimmt, dass Transsexualität als Störung in den Diagnosehandbüchern verzeichnet ist. Aber das muss ja nicht richtig sein. Vieles wurde früher als Störung bezeichnet und ist inzwischen aus den Büchern gestrichen. Ich habe ja argumentiert, warum es sich nicht um eine psychische Störung handelt. Also brauchen wir uns doch nicht sklavisch der falschen Auffassung in diesen Büchern anschließen.
      Homosexualität z.B. ist zweifellos eine Abweichung von der Norm, aber keine zu behandelnde Störung. Niemand leidet unter seiner sexuellen Präferenz. Niemand kann sich für oder gegen Homosexualität entscheiden.

      Am Begriff Geschlechtsidentitätsstörung habe ich nicht unbedingt etwas auszusetzen, wenn man ihn so versteht, dass das Identitätsgeschlecht und das Körpergeschlecht nicht übereinstimmen. Das wäre eine korrekte Charakterisierung.

      Eine Diskriminierungs- und Diffamierungsschiene fahre ich überhaupt nicht. Ich bemerke lediglich, dass es diffamierend und sachlich falsch ist, jemandem eine psychische Störung zu attestieren, der keine hat. Dass Transsexualität eine Störung ist in dem Sinn, dass es sich um eine Abweichung von der Norm (Cissexualität) handelt und die Betroffenen darunter leiden, sage ich ja die ganze Zeit. Und was eine erfolgreiche Therapie ist, ist auch klar. Eine psychische Umprogrammierung ist weder erfolgreich noch ethisch, weil sie nicht an der Ursache ansetzt. Wenn das Ziel psychisches Wohlbefinden und nicht Brechung der Person sein soll, kann nur eine hormonelle und möglicherweise auch operative Angleichung als Behandlung gelten.

      • Von Wahn spreche ich, wenn ich schreibe „Wahn“ und nicht, wenn du dir daraus etwas ableitest. Egal.

        „Es stimmt, dass Transsexualität als Störung in den Diagnosehandbüchern verzeichnet ist. Aber das muss ja nicht richtig sein. Vieles wurde früher als Störung bezeichnet und ist inzwischen aus den Büchern gestrichen“

        Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, so argumentieren wissenschaftsfremde Menschen. Jeglicher Stand der Wissenschaft kann somit ganz postmodern negiert werden. Es ist zwar wahr, dass „die“ Wissenschaft dies jetzt so sieht – in allen! diagnostischen Manuals, in allen! mir bekannten tiefenpsychologischen Schulen – ABER früher war da mal X, und das wurde gestrichen also legt das Nahe, dass – ja was eigentlich? Gar nichts nämlich, außer, dass wie in Frankreich politische Korrektheit über Wissenschaft triumphiert.

        Egal, ich respektiere deine Meinung und deine Argumente, teile sie jedoch nicht. Zumal das Konzept der „Cissexuellen“ von einem! Sexualwissenschafter vorgeschlagen wurde – was ich von Sigusch halte, verschweige ich lieber – und das Konzept des Gehirngeschlechts zwar verwendet wird, da stimme ich dir zu, jedoch auch nur eine! Variante unter mehreren darstellt.

        Um abschließend zu begegnen: Es stimmt, daß das Konzept des Gehirngeschlechts zur Erklärung von Transsexualität mitverwendet wird, aber das muss ja nicht richtig sein.

    • @zhen

      man „weiß“ ja kaum etwas über transsexualität, das ist das problem. alles, was da so an vermeitlichem wissen herumgereicht wird, ist eine melange aus idoelogie, tabu und political correctness.

      • @hottehü

        Dafür, dass du nichts weißt, urteilst du aber ganz schön sicher über Transsexuelle. Du willst ihnen deine politisch korrekte Psycho-Behandlung eines nicht psychologischen Phänomens vorschreiben. Ist es nicht genau diese totalitäre Kompetenzanmaßung, die du Gender-/Queerfanatikern vorwirfst? Lass doch die Leute die Behandlung suchen, die ihnen am besten hilft. Es gibt ja auch Leute, die auf solche Psychoideologen wie dich hereinfallen. Die lassen sich dann foltern und ihre geistige Gesundheit komplett ruinieren, in der Hoffnung hetero zu werden. Sie werden dadurch zwar nicht hetero, aber gaukeln sich dann was vor und unterdrücken ihren Trieb, weil sie indoktriniert wurden, sich schuldig zu fühlen. Die Produktion solcher psychischer Krüppel ist jetzt deine Heilsideologie, die du ohne irgendein Wissen den Betroffenen aufzwingen willst. Unfassbar, dass du das ernst meinst. Selbst wenn die Medizin nichts über Transsexualität wüsste, wäre eine solche „Behandlung“ ethisch nicht zu rechtfertigen. Auch ohne Wissen (außer den Selbstauskünften von Transsexuellen) wäre die körperliche Angleichung noch immer die Behandlung der Wahl, weil sie dem Willen der Patienten entspricht und ihnen hilft.

        Wie denkst du eigentlich über Crossdreamer? Auch alle psychisch krank?

        Wie kommt ihr (du, terminatus, Peter) eigentlich dazu, einen Willen sofort zu pathologisieren? Da wollen Leute einen Körper, der mit ihrem Geschlecht in Einklang steht. Na und! Wieso ist der Wille krank? Das habt ihr bisher nicht erklärt. Ich möchte mal sehen, wie ihr reagieren würdet, wenn man euch euren männlichen Körper verstümmelt und euch weibliche Hormone verabreicht. Würdet ihr dann auch sagen, ihr seid psychisch krank, und euch von einem sadistisch veranlagten Quacksalber-Psychologen „behandeln“ lassen, bis eure männliche Persönlichkeit gebrochen ist? Angesichts des ganzen merkbefreiten Mists, den ihr bisher zum Thema abgelassen habt, hätte ich große Freude, diesen Menschenversuch, den ihr gerne anderen zumuten wollt, an euch zu beobachten.

  13. Übrigens: Der Begriff Geschlechtsumwandlung ist Quark! Das heißt geschlechtsanpassende Operation. Da hat der Blogbetreiber mal geschlampt.

    Wow! Ansonsten, hat er ja Recht! Denn durch ihn wird bewiesen, dass TS der armen Soldargemeinschft zu viel Geld kosten und deswegen über 6-8 Jahre in ihren Bürgerrechten eingeschränkt erden müssen, obwohl keine psychische Krankheit vorliegt.
    Dass damit gegen die Menschenrechte in der EU (an die Deutschland sich nicht halten will udn regelmäßig verklagt werden muss) verstoßen wird, interessiert natürlich niemand, denn Wissenschaft ist ja völlig wert- udn herrschaftsfrei. Und niemals folternd.

    Wer hier von medizinischer Indikation faselt hat keinerlei Ahnung wie das abläuft. Betroffene müssen Tausende von Euro in Gutachten und Gerichtskosten stecken, OPs werden nicht komplett bezahlt.
    Davon mal abgesehen, dass Betroffene von Gutachtern über mehr als 7 Jahre im Schnitt drangsaliert werden und als psychisch Kranke abgestempelt werden. Ist der/die Betroffene nach Meinung (mehr ist das bei den Psychiatern nicht) „wirklich TS“

    Bei TS wird die Behandlung deswegen übernommen, nicht weil sie eine Krankheit ist, sondern deren Auswirkungen eine Beeinträchtigung haben, die Krankheitswert hat und deswegen als Behandlung getragen werden muss.

  14. Pingback: Transsexualität und Feminismus « Alles Evolution

    • Hier einige meiner Gedanken (kleine persönliche Soziologie von „Transmenschen“, die ich lieben, kennen und schätzen lernen durfte) zur Erweiterung des Horizonts aus der Perspektive einer Transfraupartnerin (bi, latent lesbisch, evtl transmännisch)

      Hier wird über mehrere Ebenen eines „Trans-Menschen“ und seines Geschlechts gesprochen

      1. Biologisches Geschlecht (Genitale Zeugungsfähigkeit männlich oder weiblich)

      2. Eigenwahrnehmung im Kopf/bzw. mit dem Körper gefühltes Geschlecht (männlich oder weiblich)

      3. Fremdwahrnehmung bedingt und abhängig durch die Performanz (Normen männlicher/weiblicher Habitus=Aussehen/Gestik/Mimik/Dress in einer von der Kultur abhängigen Entschlüsselung)

      4. Begehrensstruktur (hetero, lesbisch, schwul, bi) die überwiegend konstant bleibt.

      5. Anpassung an eine Körpernorm (MzF/FzM) durch Hormone, GaOp, andere div. Körperkorrekturen durch Chirurgie, in der Hoffnung Punkt 2,/3. zu optimieren.

      Zu 1
      Es gibt auch Zwischenstufen von Geschlechtern, die nicht zeugungsfähig sind, verschiedene Varianten von Intersexen, die auch transitionieren oder auch bewusst nicht transitionen.

      Zu 2
      Es gibt häufig Menschen, die gar kein bestimmtes Geschlecht fühlen, weder körperlich noch seelisch und die auch nicht wissen, was man/frau angeblich zu fühlen hat, was eine weibliche, bzw. männliche Identität eigentlich ausmachen soll und warum sie sich so oder so verhalten, bzw. optisch habituell erkenn- und codifizierbar machen sollten und die trotzdem sexuell aktiv sind und nicht nur als Kopfmenschen leben. Man könnte sie als gefühlte Intersexe betrachten. Für sie gibt es keinen terminologischen Ausdruck. In der Menschheitsgeschichte kursierten vielfältige Ausdrücke wie „Two Spirits“ (Indianervölker) oder in der griechischen Mythologie und Götterwelt die Hermaphroditen. In vergangenen Kulturen galten sie als Ideal, der Fusion des Männlichen und Weiblichen Prinzips, z. B. auch Anima und Animus.
      Es gibt auch Menschen, die changieren in ihrem Leben mehrere Male.

      Zu 3
      Dem Druck, der durch die heteronorme Fremdwahrnehmung entsteht, kann sehr unterschiedlich begegnet werden und hängt mit dem Erfahrungshorizont und dem Alter des Einzelnen zusammen. Ein gutaussehender Mensch, der Selbstsicherheit durch Liebe, Sex, Erotik, Karriere und Bildung in seinen Peergroups/seinem Elternhaus/seinen Liebesbeziehungen erfahren hat, wird bei Transsexualiät nicht zwingend sein Genital angleichen lassen, weil er zwischen Fremd- und Eigenwahrnehmung, wie auch Öffentlichkeit und Privatheit unterscheiden kann.
      Ist seine Eigenwahrnehmung entsprechend positiv, reicht ihm vielfach seine Außenwirkung in der Öffentlichkeit mit einer kleinen Lösung, die keine GaOp beinhaltet, weil ihm bewusst ist, dass sich sein Körperempfinden durch eine GaOp nicht verändert und er den Switch beim Sex im Privaten selbstbewusst vollziehen kann, sprich sein Genital als MzF z. B. als vergrößerte Klitoris empfindet/sehen kann.
      Dass dies nicht politisch korrekt ist, ist ihm bewusst. Jedoch muss er dies tarnen, wenn er in den Genuss von Krankenkassenleistungen kommen will. Dass er dies bei den Gutachterterminen und Ärzten verschweigen muss, wenn er seine Hormone oder seine Personenstandsänderung erwirken will, ist ihm ebenfalls bewusst. Daher ist das ganze Check-System morbide, was nur Standardwege kennt, sieht und fördert damit den Fakeförderer. Bei Transmenschen wird dieser subversive Typ häufig als Verräter/in eingestuft, weil er/sie sich keiner Heteronorm des Körperdress etc. unterwirft. Besonders erfahrungslose junge Menschen sind hier sehr gefährdet in die Mühlen eines rechtilichen und medizinischen Zugzwangssystems zu geraten, denn sie haben ja „gefühlt“ sowieso keine Zeit, mehr Druck und wollen ohne jeglichen Überblick alles jetzt und sofort, sind sozusagen Opfer des Sturm und Drangs und fataler Heilserwartungen. Manchen Älteren geht es allerdings auch so, denn sie meinen „keine Zeit“ mehr zu haben, gebärden sich wie Zeitbomben oder sind von Burnout und Folgekrankheiten des Druck gezeichnet, jahrzehntelang als „Fake“ gelebt zu haben.

      zu 4
      Die Begehrensstruktur und der Erfolg/bzw. Misserfolg des Auslebens derselben vor der Transition, spielt bei dem Wunsch nach optischer und funktioneller Anpassung an das Zielgeschlecht eine wesentliche Rolle. Ein ehemaliger „Hetero“, z. B. (MzF), der – und dies sollen immerhin 70% sein – ist nach der Transition eine verrückter Weise „Lesbe“, obwohl sich im Grunde nichts geändert hat (paradoxer Weise ist seine ehemalige Partnerin dann auch unfreiwillig zur Lesbe geworden). Gerade hier ist es relativ sinnlos, sein Geschlecht (Penis) zu entfunktionalisieren, wenn keine einseitige Sexual-Rolle sub/dominant erwünscht ist (sich im Nachhinein bei gewünschter aktivpenetrierender Rolle ein Strapon umzubinden ist ja relativ irrwitzig), daher gibt es in dieser Gruppe u. a. die höchste Rate an Transfrauen, die ihr Ursprungsgenital behalten wollen, es sei denn, sie waren vorher schon impotent oder asexuell und möchten dies gern tarnen, indem sie mit „Fug und Recht“ in die Rolle des vermeintlich inaktiven/Passiven Parts zurückziehen, der in der Konstellation von Heterosex das längst überholte Klischee darstellt. Bei dieser Gruppe kann die GaOP aber auch eine Erlösung von dem negativen Erleben des Triebs oder dem als widerlich empfundenen Zwangs zu „männlichem Sex“, wie sie gern nennen, sein, nicht nur eine Erlösung vom Leistungsdruck den aktiven/´mit dem Genital penetrierenden Part beim sexuellen Akt einzunehmen. In den Selbsthilfegruppen und im Internet gerieren sich solche MzF häufig geradezu messianisch als Anhänger der GaOP die angeblich die wahre Frau generieren soll. Sie behaupten auch gebetsmühlenartig, dass es „falsche Körper“ gäbe, was es rein wissenschaftlich betrachtet nicht gibt. Sie machen es sich unbewusst und wohlmeinend allzu leicht, weil sie fürchterlich frustrierenden Sex, zu seltenen oder oft niemals Sex hatten, haben wollen oder haben werden. Demnach machen sie es sich mit dem Thema Fühlen, Wahrnehmen von anderen, was sie gar nicht nachvollziehen können oder wollen allzu leicht, denn bei ihnen ist es ja „egal“, ob Libido, Funktionalität des Genitals etc. gefährdet sind oder nicht. Auch Liebe und Partnerschaft schließen sie ja nach ihrem System aus.
      Anders sieht die Motivation bei der Transfrau aus, die vorher vermeintlich schwul war. Sie darf nach der Transition die Hetera mimen und hofft sicherlich, es könne die Lösung sein, sich inaktiv zurückzulegen, träumt evtl. davon passiv und empfangend zu sein, was angesichts einer Neovagina oftmals eine nichtpraktikable und nicht besonders lustvolle Lösung ist, weil das neue Genital äußerst pflegeintensiv und empfindlich ist (ständige Bougiererei) und oft zu kurz angelegt ist, um wilde Penetrierungen zu ertragen. Zudem ist die Empfindungsfähigkeit durch die Verabreichung von Antiandogenen im Vorfeld und kaputtgegangene Nerven allzu oft irreversibel verlustig gegangen (dies gilt allerdings wohl fast für alle MzFs). Andererseits sind die ehemaligen sexuellen Praktiken, z. B. als entwürdigend empfundener Analsex (selbst wenn dabei eine Prostatareizung, die von Schwulen geschätzt wird, möglich ist) und das Gefühl, sich dabei zu prostituieren ein Grund, warum eine GaOP angestrebt wird. Welche Biofrau liebt schon solch eine Praxis, wohl die Wenigsten. Solche sensiblen Frauen, die eigentlich zurecht eher von „Blümchensex“ träumen, werden es nicht leicht haben.
      Bei Transmännern wird oft kein Penisaufbau gewünscht, weil es ohne Pumpen nicht funktioniert oder weil gar nicht erwartet wird, dass überhaupt vollwertig genitaleinsetzender Sex möglich ist. Zudem praktizieren viele Transmänner vorher aktiv Sex mit oder als Lesben und kennen entsprechende Praktiken, die es ihnen aufgrund ihres vorhandenen Selbstbewusstseins ermöglichen, auf das Penoid zu verzichten. Ehemalige Frauen haben oft auch nicht den männlichen Beweißdruck, gehen mit mehr Humor und Überlegenheitsgewissheit in die Transition, weil sie ja vergleichsweise durchaus einen sozialen Aufstieg zu erwarten haben. Auch ist es offensichtlich einfacher, schnell und erfolgreich zu vermännlichen als umgekehrt.
      Die ehemals bisexuellen Trans-Frauen oder –Männer hatten meistens sowieso schon einen selbstbewussteren Umgang mit ihrem Körper oder ihrer Sexualität, so dass ein „Final Cut“ nicht unbedingt erforderlich oder wünschenswert erscheint. Wem das Genital vorher egal ist, auch bei seinem Sexualpartner, dem ist es meisten danach auch egal. Bei vielen kursiert der Spruch, das Genital säße nicht „zwischen den Beinen“, sondern „im Kopf“. Hier ist die Flexibilität extrem hoch.
      Eine ganz kleine Gruppe Transsexueller lebt ohne jegliche Eingriffe, behilft sich mit konstanter Androgynität auch was den äußeren Dress und die soziale Performanz anbelangt, sie trägt das Haar entsprechend in der Länge des Zielgeschlechts und verzichtet sogar auf Hormone. Oft spielen besondere Liebesverhältnisse und Rücksichten auf bestehende Partnerschaften eine Rolle, auch die Liebe zu einer Form von als sehr befriedigend und schön erlebter Körperlichkeit mit einem Partner, die nicht durch gefährliche Eingriffe infrage gestellt werden soll.
      Eine andere Variante dieses Typs sind von der Natur optisch Begünstigte. Es sind diejenigen, die außer Epis und FFS, die sie selbst finanzieren, nichts unternehmen was in Hormone oder Geschlechtsleben eingreift. Es sind sehr coole Menschen mit Herz. Sie arbeiten häufig im horizontalen Gewerbe oder im Showbusiness.
      (Hierbei geht es allerdings eben nicht um Transvestitismus oder Lust am Drag, der einen fetischisierten Rollenwechsel beinhaltet und vorrübergehend für Druckabbau sorgt, weil es lediglich um eine Integration weiblicher oder männlicher Anteile, bzw. der Lust am Rollenwechsel und dem Ausleben desselben geht.)

  15. Geschlechtsumwandlung gibt es nicht wir reden von anpassung.
    Ich selber bin transsexuell und muss mal was schreiben wir transleute haben genau so probleme mit den kassen wie frauen mit zu grosser und zu kleiner brust ich hatte ebenso meinen kampf
    Von verstuemmlung kann man nur reden wenn wirklich murks gemacht wurden ist ich bin zufrieden.
    Der penisaufbau wird auch bei bio maennern so vorgenommen wenn das genital urch unfall bzw krankheit verloren gegangen ist.
    Ich bin seit der anpassung befreiter und ich bereue keinen schritt.

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