„Wenn sich das Andere dem Normalen gegenüber widerständig zeigt, muss es gewaltförmig zurückgestoßen werden“

 Nadine Lantzsch schreibt in ihrem Beitrag „Der Gaze Effekt und Feminismus“ das Folgende:

Wenn das Normale das Andere konstruiert und dem eigenen unterordnet, will es natürlich weiterhin Verfügungsmacht über das Andere haben, sich Gewissheit verschaffen, dass das, was da als Abweichung herunterdefiniert wurde, auch an dem Platz verbleibt, den es zugewiesen bekommen hat. Wenn sich das Andere dem Normalen gegenüber widerständig zeigt, muss es gewaltförmig zurückgestoßen werden, sonst könnte es die vermeintlich sichere Positionen gefährden

Das finde ich in der Geschlechterdebatte interessant, allerdings aus einer anderen Sicht als Lantzschi.

Heute gilt gerade im Politischen Gleichheit der Geschlechter und feministische Grundgedanken als normal und dem Mann oder „Der Männlichkeit“ ist die Unterdrückerrolle zugewiesen worden, zumindest innerhalb der feministischen Debatte. Der Unterdrücker wurde hier durch den Feminismus konstruiert.

An diesem Platz soll der Mann als Unterdrücker auch bleiben, denn sonst lassen sich die Überhöhungen der Frau und deren Opferstatus nicht mehr halten. Er muss also immer wieder auf diesen Platz zurückgestoßen werden, was man ja auch im Feminismus sehr gut beobachten kann: Alles kann auf den Mann als Unterdrücker, die Phallokratie, die hegemoniale Männlichkeit zurückgeführt werden.

Andere Erklärungen, die dieses Weltbild gefährden, werden ebenfalls zurückgestoßen, und das mit dem üblichen Mittel, sie als „Backlash“ oder patriarchalistische Theorie zu sehen. Vor diesem Hintergrund können beliebig viele biologisch-medizinische Studien zu einer Unlogik, zu einem Nichtargument, zu etwas, was allenfalls neben der eigenen Meinung steht und ausgeblendet werden kann, weil man einen anderen Blickwinkel hat, erklärt werden. Dabei verzerrt man das Bild, das die Biologie zeichnet am Besten noch soweit, dass man es einfacher abwerten kann, eben zu einem Essentialismus.

Es erinnert mich an einen Dialog in „Coupling“, indem es ebefalls um Macht einer Gruppe ging, die als Widerstand angesehen wurde:

 

Patrick: Oh, don’t be so PC.

Howard: Typical leftie puritan.

Sally: Typical what? Come the revolution.

Patrick: What revolution? You guys are in power! We’re the revolution now.

Sally: No… no, it can’t be right.

Patrick: You’re the evil empire.

Sally: No!

Howard: Yes! Like Star Wars! And Patrick and me are the Rebel Alliance!

Sally: No! You’re not the goodies! We’re the goodies. We’re lefties! We’re always goodies!

Patrick: (Darth Vader voice) No, Sally, you are the establishment!

(Video habe ich leider nicht gefunden, wenn einer einen Link hat…)

Die moralisch überlegende Gruppe zu sein, die aber leider nichts ändern kann, weil sie nichts in der Hand hat und daher nur Widerstand leisten kann, ist eine dankbare Position. Das zeigen diverse Parteien auch in der Opposition. Ihre Politik muss sich weniger am machbaren Orientieren und kann theoretischer sein. Sie müssen sich weniger Sachzwängen beugen und können negative oder unerwartete Folgen ihrer Theorien in der Praxis oder fehlende Umsetzungsmöglichkeiten besser ausblenden. Kommen sie tatsächlich an die Macht ergibt sich dann mitunter ein Praxisschock, wie man es auch bei der SPD gesehen hat, die ihren sehr linken Flügel, der nunmehr die tatsächliche Revolution wollte, nicht mehr vertrösten konnte.

Deswegen wird auch beim Feminismus der Umstand hochgehalten, dass man der Underdog ist, der gegen das Übermächtige Patriarchat ankämpft. Das erlaubt freie Ziele, Feindbild, Gruppenzusammenhalt. Eigene Ziele und Gestaltungsmöglichkeiten herunter zu spielen kann für solche Gruppen sehr sinnvoll sein.

Interessant sind auch die von ihr genannten Reaktionsmöglichkeiten:

1. Gleichgültigkeit

Das ist die bevorzugte Strategie der Maße, die davon ausgeht, dass sie feministische Theorien nicht betreffen und einfach weiterlebt wie bisher

2. Assimilation

Das ist eine Strategie (pro-)feministischer Männer, aber auch eine Strategie des „Equity-Feminismus“, indem er anführt, auch ein Feminismus zu sein, dem es aber auf Gleichberechtigung ankommt, nicht auf Gleichstellung. Diese Assimilation war bisher nicht erfolgreich, da sie erkannt wurde, ermöglicht aber immerhin eine Entkräftung von Vorwürfen aus dem Bereich der relativ gleichgültigen.

3. Differenzierung und Radikalisierung

Auch in diesem Bereich kann man gemäßigtere feministische Theorien, eben auch den Equity Feminimus und auch die – beim ersten Ansatz – gemäßigtere Männerbewegung und den Maskulismus einordnen. Die radikaleren Teile der Männerbewegung und des Maskulismus haben dann eben die Radikalisierung bereits durch.

4. Verwerfung/Dekonstruktion

Diesem Bereich sind insbesondere weite Teile der medizinischen und biologischen Wissenschaft zuzuordnen, die den Geschlechterbereich betreffen. Allerdings wird meist nur der Unterschied selbst nageführt, ohne den Widerspruch direkt anzusprechen. Steven Pinker beispielsweise mindert Kritik, indem er sie auf „radikale Feministen“ bezieht und sich selbst über den Equity Feminismus dem gemäßigteren Bereich zuordnet.

Auch Maskulismus und Männerbewegung sind natürlich in diesem Bereich tätig und behandeln feministische Theorien und Mythen wie etwa die Lohndiskriminierung, Falschbeschuldigung und Vergewaltigung etc.

66 Gedanken zu “„Wenn sich das Andere dem Normalen gegenüber widerständig zeigt, muss es gewaltförmig zurückgestoßen werden“

  1. @ Christian

    *@ Lantzschi
    Wenn das Normale das Andere konstruiert und dem eigenen unterordnet, will es natürlich weiterhin Verfügungsmacht über das Andere haben, sich Gewissheit verschaffen, dass das, was da als Abweichung herunterdefiniert wurde, auch an dem Platz verbleibt, den es zugewiesen bekommen hat. Wenn sich das Andere dem Normalen gegenüber widerständig zeigt, muss es gewaltförmig zurückgestoßen werden, sonst könnte es die vermeintlich sichere Positionen gefährden*

    Das heißt, wenn Wissenschaft das Normale beschreibt, konstruiert sie damit bereits das Seltene als unnormal und als das Andere, zwangsläufig.

    Somit ist in diesem Denken biologisch-medizinische Wissenschaft, eigentlich jede empiriebasierte Wissenschaft, die mit Statistik arbeiten muss, unethisch-unterdrückerisch.

    Was natürlich den Weg frei macht für jede empiriefreie, ideologiedienliche, den eigenen Interessen, die als die „guten“ definiert werden, dienliche Behauptung.

    Das Normale zu definieren, wird als Machtmittel gesehen. Das kann es sein. Wenn eine Ordnung streng illiberal ist (jede Ordnung ist illiberal, muss es sein, auch hier gibt es nur ein Schuldigwerden).

    Es kann aber im Rahmen der Wissenschaft ganz einfach die Beschreibung des Normalen = des statistisch Häufigen sein, ohne dass daraus eineNorm abgeleitet wird.

    Man unterstellt also von vorneherein den naturalistischen Fehlschlusss.und benutzt gleichzeitig die Existenz von Ausnahmen, die Existenz des Normalen zu „dekonstruieren“.

    Denkfauler/bequemer geht’s kaum.

    Wie gesagt: diese Art Feminismus ist intellektuell nicht satisfaktionsfähig.

    • PS:

      Korrektur: es fehtl ein „um“

      …,um die Existenz des Normalen zu dekonstruieren.

      Ist Lantzschi eigntlich lesbisch?

      Das ist ja eine typisch queere Argumentation, eine Argumentation der „Unnormalen“, die endlich dem Schicksal, Ausnahme zu sein, entgehen wollen, indem sie die Existenz einer Regel bestreiten.

    • @Roslin

      „Normal“ wird ja heute in vielen Bereichen nicht mehr durch die Wissenschaft beschrieben. Sondern durch politisch verordnete Gleichheit, Gendermainstreaming, Fördermaßnahmen, den Nachweis von DIskriminierungen durch reine Betrachtung der Mengenverhältnisse.

    • „Somit ist in diesem Denken biologisch-medizinische Wissenschaft, eigentlich jede empiriebasierte Wissenschaft, die mit Statistik arbeiten muss, unethisch-unterdrückerisch.“

      Das predige ich schon lange. Genau das ist der Grund, warum früher oder später die Genderisten auch gegen die Evolutionsbiologen ankämpfen werden und zwar mit politischen Mitteln. Leider verstehen die meisten Evolutionsbiologen diesen Umstand nicht und versammeln sich lieber in irgendwelchen AG’s gegen ID-Anhänger.

      Und ich warne davor, dass dies sehr, sehr schnell gehen kann. Die Diskriminierungskeule ist allgegenwärtig. Die Figuren werden in Stellung gebracht. Ich erinnere daran, wie einfach es ist und war, Urheberrechte zu entkräften um Hymnen gendern zu können.

      Da wird es dann ganz einfach einmal einen Entwurf und eine Resolution auf EU-Ebene geben und die freie Wissenschaft diesbezüglich eingeschränkt werden, dass sie in ihrem Forschungsgegenstand nicht „diskriminieren“ darf.

      Was Homosexualität betrifft, sind wir hier schon sehr weit fortgeschritten.

      • @ Terminatus
        Das predige ich schon lange. Genau das ist der Grund, warum früher oder später die Genderisten auch gegen die Evolutionsbiologen ankämpfen werden und zwar mit politischen Mitteln. Leider verstehen die meisten Evolutionsbiologen diesen Umstand nicht und versammeln sich lieber in irgendwelchen AG’s gegen ID-Anhänger.

        Das Problem ist doch, dass sich Radikalkonstruktivismus (Queertheorie und im Wesentlichen auch der Genderismus sind radikalkonstruktivistisch) und Naturwissenschaft nicht verträgt.

        Wenn jede Wahrnehmung vollständig subjektiv ist, gibt es kein wahr und falsch mehr. Wirklichkeit wird konstruiert. Damit ist der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet. Diskurshoheit, d.h (gesellschaftspolitische) Macht ist alles. Was als wahr und was als falsch gilt, ist für den RK lediglich die Manifestation gesellschaftspolitischer Macht. Auch die Nauturwissenschaften sind damit dem Bereich der politischen Auseinandersetzung zugeordnet.

        Begründet wird der RK durch erkenntnistheoretische Lücken, d.h auch die Naturwissenschaft ist darauf angewiesen, einige Prämissen gelten zu lassen, Annahmen zu treffen, die sich nicht logisch ableiten lassen, sondern sich nur auf Sinneswahrnehmungen zu stützen vermögen.

      • „Genau das ist der Grund, warum früher oder später die Genderisten auch gegen die Evolutionsbiologen ankämpfen werden und zwar mit politischen Mitteln. Leider verstehen die meisten Evolutionsbiologen diesen Umstand nicht und versammeln sich lieber in irgendwelchen AG’s gegen ID-Anhänger.“

        Wollte Dawkins nicht nach dem Eklat um das Elevator-Chick eine Kampf- und Aufklärungsschrift gegen die Genderreligion schreiben? Was ist daraus geworden?
        Das Bewusstsein, dass es sich bei Gendertheorie nicht um Wissenschaft handelt, ist bei Naturwissenschaftlern (v.a. Biologen) schon gegeben und es wird ja auch dagegen und gegen irrationale Auswüchse der Postmoderne angeschrieben. Sokal hat das Pomo-Bashing richtig populär gemacht. Es gab aber auch vorher schon vernichtende Kritik an den Methoden der Queer-„Forscher“. Im Grunde war die Queertheorie naturwissenschaftlich bereits erledigt, noch bevor sie sich jemand ausgedacht hatte. Das Problem ist halt, dass die Kritisierten nicht zuhören oder nicht kapieren wollen, selbst wenn man ihnen jedes Argument auf dem Silbertablett präsentiert. Was soll man dagegen machen?

      • @ Peter
        Ich sehe es ähnlich. Das Problem ist der Diskurs, die Diskurshoheit und der Eindruck von Wissenschaftlichkeit, welcher transportiert wird. Ich glaube, die Postmoderne IST auf moderne Wissenschaft, auf das Bild einer solchen angewiesen um akademische Macht ausüben zu können. Rein subjektive „Erkenntnisse“ interessieren die Masse nicht. Es muss schon ein: die Frauenforschung hat festgestellt, dass – sein, damit die Menschen, wie auch immer, reagieren.

        @ Zhen
        „Wollte Dawkins nicht nach dem Eklat um das Elevator-Chick eine Kampf- und Aufklärungsschrift gegen die Genderreligion schreiben?“

        Ich glaube mich daran zu erinnern, allerdings verfolge ich Dawkins nicht so sehr. Jedenfalls weiß ich, wie einfach es heutzutage ist, führende, männliche Persönlichkeiten von ihren Posten zu entfernen, wenn sie auch nur ein Wort gegen feministische Agitation sagen. Siehe „Larry Summers“

      • Terminatus 30

        „Das Problem ist der Diskurs, die Diskurshoheit und der Eindruck von Wissenschaftlichkeit, welcher transportiert wird. Ich glaube, die Postmoderne IST auf moderne Wissenschaft, auf das Bild einer solchen angewiesen um akademische Macht ausüben zu können. Rein subjektive „Erkenntnisse“ interessieren die Masse nicht. Es muss schon ein: die Frauenforschung hat festgestellt, dass – sein, damit die Menschen, wie auch immer, reagieren.“

        Du hast die Lösung, die Antwort gefunden, warum der Feminismus sich organisieren musste.

        „Jedenfalls weiß ich, wie einfach es heutzutage ist, führende, männliche Persönlichkeiten von ihren Posten zu entfernen, wenn sie auch nur ein Wort gegen feministische Agitation sagen.“

        Und ich weiß und erlebe, wie Frauen „gleich-berechtigt“ im Patriarchat sind. Sie dürfen sogar auch beruflich aufsteigen (bis zu der glässeren Decke) damit sie ein paar Euro mehr verdienen können (mehr Steuer zahlen), sind aber gleichzeitig in den meisten Fällen allein für gesamte „Familien-Arbeit“ – die keine ist, weil sie nicht bezahlt wird – verantwortlich gemacht. Kann das alles noch paradoxer werden? Können Soziologen dies nicht sehen???

      • Starosczyk:

        „Familien-Arbeit“ – die keine ist, weil sie nicht bezahlt wird

        Wer sollte sie auch bezahlen? Konsument und Produzent sind dieselbe Person.

      • @ Zhen
        Na wer wohl, Vati soll arbeiten gehen nach 9 resp.10 Stunden als Pendler nach Hause kommen, Mutti bei der Hausarbeit helfen und Mutti noch für ihre wertvolle Arbeit Vollzeit anstellen und versichern – ist doch klar.

      • Zehen

         „Starosczyk:
        „Familien-Arbeit“ – die keine ist, weil sie nicht bezahlt wird
        Wer sollte sie auch bezahlen? Konsument und Produzent sind dieselbe Person.“

        Du erinnerst mich einfach mit deinen Weisheiten an jemanden…

      • Terminatus 30

        „Na wer wohl, Vati soll arbeiten gehen nach 9 resp.10 Stunden als Pendler nach Hause kommen, Mutti bei der Hausarbeit helfen und Mutti noch für ihre wertvolle Arbeit Vollzeit anstellen und versichern – ist doch klar.“

        Schließlich sieht das patriarchalisierte Gesellschafts-Modell den Mann als Beschützer und „Arbeits-Tür“. Nicht ich habe mir dies ausgedacht!

    • Wenn das Normale das Andere konstruiert und dem eigenen unterordnet, will es natürlich weiterhin Verfügungsmacht über das Andere haben …

      Gott sei Dank sind die Lantzschis dieser Welt so völlig frei von jedem Macht- und Gestaltungsanspruch und einzig und allein dem Ausgleich der Interessen verpflichtet.

      Ich frage mich, was das Problem der Lesben ist. Den meisten Leuten, die ich kenne, ist es völlig egal, ob diese oder jene Frau nun mit einem Mann oder einer Frau zusammenlebt. Ihre Klage, dass Lesben (systematisch) diskriminiert werden, halte ich grösstenteils für eingebildet, zumindest für weit übertrieben. Nicht ihr soziales Umfeld scheint mir Ursache ihrer Probleme zu sein, sondern die selbst scheinen ein Problem mit ihrer spezifischen Sexualität zu haben.

      Sind es nicht die Lesben selbst, die sich abgrenzen? „Das Andere“ kann ja auch Wert auf die Unterscheidung legen, stützt es doch ihre Identität, und Lesben tun das sehr oft. Dann aber sollten sie sich nicht beklagen, wenn ihre Abgrenzung auch wahrgenommen wird.

      • Peter

        „Ihre Klage, dass Lesben (systematisch) diskriminiert werden, halte ich grösstenteils für eingebildet, zumindest für weit übertrieben.“

        Wenn du wüsstest Peter, was ich als übertrieben ansehe…

  2. @ Christian
    An diesem Platz soll der Mann als Unterdrücker auch bleiben, denn sonst lassen sich die Überhöhungen der Frau und deren Opferstatus nicht mehr halten. Er muss also immer wieder auf diesen Platz zurückgestoßen werden, was man ja auch im Feminismus sehr gut beobachten kann: Alles kann auf den Mann als Unterdrücker, die Phallokratie, die hegemoniale Männlichkeit zurückgeführt werden.

    Gut beobachtet. Feministen vom Schlage einer Frau Lantzsch sind ganz und gar nicht liberal in ihrer Art und Weise, wie sie eine politische Auseinandersetzung führen.
    Eine Frau Lantzsch tritt nicht an, um einengende gesellschaftliche Normen aufzulösen und an ihrer Stelle die Autonomie und Entscheidungsfreiheit des Individuums zu fördern, sondern sie tritt an, ihre eigenen Normen zu etablieren, die verbindlich sein sollen.

    Es ist ein Missverständnis, wenn der Feminismus in fast all seinen Ausprägungen als liberal verstanden wird. Liberalität ist mehr als bloss einige gesellschaftspolitische liberale Positionen zu vertreten wie beispielsweise das Adoptionsrecht für Homosexuelle u.a, sondern es ist vor allem eine Geisteshaltung, die nicht in erster Linie auf staatlichen Zwang, sondern auf die Einsicht in das Notwendige des Individuums setzt.

    Ansonsten strotzt Frau Lantzsch Beitrag von Allgemeinplätzen, vagen Andeutungen und Unterstellungen, die im Ungefähren verbleiben und kaum geeignet sind, sich konkret damit auseinander zu setzen.

    Es sind vor allem diese vagen Unterstellungen, die eine vernünftige Diskussion verhindern. Welche Normen sind hier angesprochen? Die gesellschaftliche Norm, die Vergewaltigung als Verbrechen klassifiziert? Die gesellschaftliche Norm der Heterosexualität, welche Homosexualität als Abweichung von der Norm wahrnimmt? Das ist alles so vage und allgemein gehalten.

    Auch Frau Lanztsch dürfte so allmählich zur Kenntnis nehmen, dass Heterosexualität keine rechtlich verbindliche Norm ist. Homosexualität ist nicht strafbar. Wenn Homosexuelle auf Ablehnung stossen und wenig gesellschaftliche Akzeptanz erfahren, dann sind es vielmehr die Männer, die gesellschaftlichen Normen genügen sollen als Frauen, d.h Lesben geniessen sehr viel mehr gesellschaftliche Akzeptanz als Schwule. Die gesellschaftlichen Erwartungshaltungen, die sich an Männer richten sind ganz allgemein strenger als die an Frauen gerichteten.

  3. Nadine und ihresgleichen versuchen, bestimmte Vorgaben durchzusetzen, indem sie sie einfach immer wieder vorbringen, nicht in frage stellen und jeder Kritik daran systematisch ausweichen. Mal konkret:

    „Wenn das Normale das Andere konstruiert“

    Das setzt natürlich voraus, dass das so überhaupt stattfindet, wobei bewusst unklare Begriffe wie „das“ Normale und „das Andere verwendet werden.

    Christoph Antweiler sagt in einem Interview: „Ueberall gibt es Inklusion und Exklusion, die zumeist strikte Teilung in Eigen- und Fremdgruppe. Fast ueberall geht diese Ethnizität einher mit der Aufwertung der eigenen und der Abwertung anderer Gruppen, also Ethnozentrismus.“
    http://www.antropologi.info/blog/ethnologie/2007/mehr_fokus_auf_die_gemeinsamkeiten_der_m

    So ungefähr könnte ich mir vorstellen, was gemeint ist. Da die Unterscheidung von eigen- und Fremdgruppe aber überall vorkommt und offensichtlich keine Erfindung weißer, heterosexueller Männer ist, muss sie zur Konstruktion erklärt werden, damit das eigene ideologische Schema wieder stimmt. Die bekannten und hier mehrfach diskutierten erkenntnistheoretischen Schwieirgkeiten des Sozialkonstruktivismus werden dabei einfach außer acht gelassen.

    „Das Normale“ ist eben in feministischen Blogs und Uni-Seminaren der Sozialkonstruktivismus von Lantzschi, und „das Andere“ ist alles, was diesen in Frage stellt.

    Darüber mal gründlich miteinander zu diskutieren wäre interessant, aber es wird ja bewusst vermieden. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

  4. @ Peter

    *Das Problem ist doch, dass sich Radikalkonstruktivismus (Queertheorie und im Wesentlichen auch der Genderismus sind radikalkonstruktivistisch) und Naturwissenschaft nicht verträgt.*

    Damit könnte man ja leben. Was interessiert mich, welcher Qualm deren Elfenbeintürmchen durchwabert und ihnen die klare Sicht nimmt.

    Dieses in Blähsprache verfasste, erkenntnisfreie Geschwätz ist ja als Hintergrundrauschen zu tolerieren wie jeder andere sinnbefreite Lärm, den Unreife machen.

    Gefährlich wird es, wenn konkurrierende Sichtweisen – hier die der Naturwissenschaften – als unethisch diskreditiert werden sollen, indem insinuerit wird, dass schon die Ermittlung des Normalen, des Regelhaften, in deren Sichtweise die Konstruktion des Normalen, Gewalt darstellt.

    Dann, da hat Terminatus Recht, ist es nur noch ein Schritt bis zum Verbot solcher Forschung, um „Gewalt“ vorzubeugen.

    Dafür muss man doch sein, für die Abschaffung von Gewalt.

    Angesichts der Macht des politisch korrekten links-feministischen McCarthyismus (s. den Umgang der Uni Trier mit Martin vanCreveld) sind wir nur noch einen Schritt von diesem Verbot bestimmter Fragestellungen entfernt.

    Dann natürlich dürfen auch bestimmte Antworten nicht mehr gegeben werden.

    Darf man noch mögliche genetisch-biologische Geschlechtsunterschiede erforschen?

    Oder konstruiert man damit Geschlechtsunterschiede, übt „Gewalt“, weil doch Lantzschi weiß, dass Geschlechtsunterschiede nur konstruiert sind und wer nach natürlichen fragt, nur ein Gewalttäter sein kann, der sich dem noblen Ziel der Gleichstellung entgegenstellt und seine männlichen Privilegien verteidigen will?

    Dann hätten wir wieder Zustände wie zu Zeiten Galileis.

    Damals war es die Kirche, die bestimmte Fragen und Antworten verbot, diejenigen verketzerte, diesie dennoch stellten und gaben.

    Heute ist es die Kirche der politisch Korrekten, zu der der Feminismus einer Lantzsch gehört, die hier Freiheit einschränken will und ihre Gegner verketztert.

    • Alexander

      „Dafür muss man doch sein, für die Abschaffung von Gewalt.“

      Und indem ich „meine“ Gewalt-Bereitschaft auf Andere projiziere, habe ich reine Weste – so hast Du es gemeint?

      „..Geschlechtsunterschiede nur konstruiert sind und wer nach natürlichen fragt, nur ein Gewalttäter sein kann, der sich dem noblen Ziel der Gleichstellung entgegenstellt und seine männlichen Privilegien verteidigen will?“

      Ich als Frau möchte mich als biologisch vorhandenes Wesen nicht vermissen und bedauere, dass ich als Frau durch die Kirche als Mensch zweiter Wahl konstruiert wurde!!

      • @Staro
        „Ich als Frau möchte mich als biologisch vorhandenes Wesen nicht vermissen …“
        Oha – da bist du aber nicht auf der Höhe der Gender-Zeit. Das, was du da nicht missen möchtest, gibt es nämlich real gar nicht. Das hast du dir nur ausgedacht, mit Sprache konstruiert.

        „ich als Frau durch die Kirche als Mensch zweiter Wahl konstruiert wurde!!“
        Auch hier ist die Lösung ganz einfach: Das ist alles nur sprachlich generiert. Dein Gefühl, die Kirche mache aus dir einen Menschen zweiter Wahl, ist nur in deinem Kopf. Weil du sprachlich so darüber denkst und es damit erst konstruierst. Ja, du hast richtig verstanden: Nicht „die Kirche“ – wer immer das sein soll – konstruiert das, sondern du konstruierst es dir selber. In dem du diese sprachlichen Sätze denkst.

        Und die Lösung ist auch ganz einfach: Denk‘ halt einfach was anderes.

        (Dass man euch Gender-Tussis immer die einfachsten Dinge eurer eigenen Ideologie erklären muss … tss .. tss … tss)

      • Virtuel cd

        „Oha – da bist du aber nicht auf der Höhe der Gender-Zeit.“

        Na und?

        „Das, was du da nicht missen möchtest, gibt es nämlich real gar nicht. Das hast du dir nur ausgedacht, mit Sprache konstruiert.“

        Mit Sprache hat sich die Kirche die Frau als Wesen zweiter Wahl konstruiert.

        „Dein Gefühl, die Kirche mache aus dir einen Menschen zweiter Wahl, ist nur in deinem Kopf.“

        Ach ja. Sehe dir z. B. die existierende Institution der Ehe und die Scheidungs-Ratten, den Kern-Bereich der familiären „Ruhe-Stätte“ im Familien-System!

        „Weil du sprachlich so darüber denkst und es damit erst konstruierst.“

        Bevor ich sprachlich und konstruktiv unterwegs war, d. h. bevor ich überhaupt geboren wurde, gab es schon die Ehe meiner Eltern und diese war für sie nicht konstruiert sondern als Kerker erlebt!

        „Nicht „die Kirche“ – wer immer das sein soll – konstruiert das, sondern du konstruierst es dir selber. In dem du diese sprachlichen Sätze denkst.“

        Sag mal, wo lebst Du eigentlich?

        „Und die Lösung ist auch ganz einfach: Denk’ halt einfach was anderes.“

        In der Tat, viele Menschen können überleben und jeden Tag die Augen lebendig aufmachen, weil sie abspalten…

      • @ virtual-cd

        *(Dass man euch Gender-Tussis immer die einfachsten Dinge eurer eigenen Ideologie erklären muss … tss .. tss … tss)*

        Da tust Du Staro jetzt aber Unrecht. Staro ist eine Matriarchatsfeministin, also Differenzfeministin, die ganz offen nach weiblcher Suprematie strebt. Keine gequeerte Butlerianerin, sondern Göttner-Abendroth-Selige.

        Das scheint mir zwar keinen Deut vernünftiger, aber mit Frausein dekonstruieren ist da nix.

        Da strömt nur so das tiefe Wissen der Göttin aus chthonischen Quellen durch den Frauenleib und platzt blasig in’s Sprachzentrum.

        Apropros Göttner-Abendroth, Peter:

        Hier Bilder vom Matriarchatskongress in St. Gallen.

        http://www.elaria-starrider.com/blog/?p=459

        Mit Ritualen, Zitat:

        *Beim Umzug durch die Stadt hielten wir an verschiedenen Orten an, wo die Göttin früher verehrt worden war, um gemeinsam zu tanzen, zu trommeln, zu tönen und zu singen…*

        Und Du hast davon nchts mitbekommen, Peter?

        Obwohl die Stadt St. Gallen das Spektakel mit 5000 Franken bezuschusste?

        Ich nehme an, damit alle Bürger etwas davon haben.

        Hast wohl gedacht, die Basler Fasnacht hat sich im Kanton und der Jahreszeit geirrt.

        Sogar Deine Lokalzeitung hat Dich darüber informiert:

        http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadtstgallen/tb-ag/Matriarchatskongress-St-Gallen-haelt-an-Beitrag-fest;art197,2564513

        Wenn bei Euch 1940 die Wehrmacht einmarschiert wäre, Du hättest das wohl auch nicht mitbekommen?

        Tja, wenn das der Führer bloß gewusst hätte…

        @ Staro

        Bist Du auf den Bildern zu sehen?

        Im Hof der altehrwürdigen ehemaligen Benediktinerabtei St. Gallen?

        Jetzt das?

        Herr, lass Abend werden, es ist genug.

        Und der Peter merkt’s nicht mal.

        Nebenbei: Matriarchales Singen stelle ich mir ja schon schlimm genug vor, aber rituelles Tönen?

        Wie darf ich mir das denn vorstellen?

        Hört sich das an wie der Hechelkurs zur Geburtsvorbereitung?

      • @ Meister Roslin

        Aus psychohygienischen Gründen hielt ich Abstand vom Matriarchatskongress. In jeder Psychiatrischen Klinik findest Du vernünftigere Leute als diese sonderbaren Tussen, die ganz offensichtlich nicht alle Tassen im Schrank haben.

        Im Hof der altehrwürdigen ehemaligen Benediktinerabtei St. Gallen?

        Den Klosterplatz haben sie entweiht. Das nehme ich denen übel!

        Die Stiftsbibliothek ist die aelteste Bibliothek der Schweiz und eine der groessten und aeltesten Klosterbibliotheken der Welt.Das Herzstück der Stiftsbibliothek St. Gallen ist der einzigartige Bestand an Handschriften. Es kann doch nicht sein, dass ein solcher Ort durch diese Trockenpflaumen entweiht wird! Tränengas hätte ich eingesetzt, um die Kulturgüter von unschätzbarem Wert vor der Entweihung durch den weiblichen Pöbel zu schützen. Immerhin ist die Stiftsbibliothek, deren Besuch ich Herrn Roslin dringendst anempfehlen möchte, ein Weltkulturerbe mit Handschriften, die einzigartig sind.

        Dem Herrn Roslin sei ausserdem ein Besuch der virtuellen Stiftsbibliothek anempfohlen.

        Stiftsbibliothek allgemein:
        http://www.stiftsbibliothek.ch/

        virtuelle Stiftsbibliothek:
        http://www.cesg.unifr.ch/de/index.htm

      • PS:

        Und natürlich von Osten her auch die rote Armee, wird auch immer gerne vergessen…

        „Lustigerweise“ waren die Sowjets nach dem Krieg Ankläger gegen die Nazis, für eine Tat die sie selbst begangen haben.

        Aber erwähne das mal im Geschichtsuntericht bei links-grünen Lehrern, die bekommen regelrecht einen Tobsuchtsanfall wenn man das erwähnt.

        Wird ja auch immer, zumindest in deutschen Geschichtsbüchern „vergessen“.

        Parellelen zum Feminimus?

      • @ Peter

        Dieses Sakrileg hat mich auch erschüttert. Hexen in Bettlaken auf dem Stiftsplatz – das ist das Ende.

        Du hättest nur Tränengas eingesetzt?

        Liberales Weichei!

        Von einem Freund des nationalen Rasiermessers hätte ich mir Engagement erwartet.

        Da hätte man die päpsltliche Panzergarde vorschicken müssen, Santiagoritter, Johanniter oder die vom Calatravaorden, Herrgott, es wird doch noch ein paar geben, sogar in der Schweiz!

        Die Schweiz ist doch meine letzte Hoffnung.

        Wenn eines Tages Lantzschi zur bundesdeutschen Sonderbeauftragten für Männerfragen ernannt wird, will ich wissen, wohin ich fliehen kann, dass der Gotthard bemannt ist und verteidigt wird, komme was wolle!

        In der Stiftsbibliotheik war ich übrigen schon, gibt ja kaum einen Raum dieses Ranges in Mittelkontinentaleuropa, den ich nicht schon gesehen hätte, habe sogar Fotos gemacht, die ganz gut geworden sind (Dias, noch nicht digitalisiert, müsste ich mal machen, all meine Fotos scannen, keine Zeit und auch keine Lust, sehe sie lieber auf der großen Leinwand, allein schon um Tippse zu langweilen).

        Wusstest Du, dass Kloster und Stadt seit der Reformation (Stadt wurde protestantisch) heftigst zerstritten waren?

        Der Abt durfte das dem Kloster zunächst gelegene Stadttor nicht benutzen, musste immer um die halbe Stadt herumfahren, um in sein Kloster zu kommen.

        So geht man nicht um mit einem Prälaten des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation!

        Na ja, was will man schon erwarten von einer Gemeinde, die einen Hexensabbat mit 5000 Franken fördert und sicher noch die Besen der Stadtreinigung zur Verfügung stellte für den Heimflug.

      • @ Peter

        Stimmt, so was gibt‘ s im Saarland nicht.

        Warum nicht?

        Weil Ihre jakobinische Canaille all unsere Schlösser von Rang verheert und verbrannt hat.

        Ich müsste nur wenige Kilometer fahren, um Schloss Jägersburg vorzufinden, entworfen von einem Sohn des großen Hardouin-Mansart (Invalidendom, Gartenfront, Schlosskapelle und Spiegelgalierie von Versailles), schönster framzösischer Barockklassizismus, praktisch vor meiner Haustür (4 km weg), könnte jeden Abend in dem riesigen Schlosspark spazierengehen, wenn es ihn und das herrliche Schloss noch gäbe.

        In der benachbarten Kreis – und Universitätsstadt Homburg stand Schloss Karlsberg, eine der größten Residenzanlagen des späten Absolutismus, vornehmstes Louis XVI., besonders innen.
        Keinen Stein ließen die barbarischen Horden des republikanischen Frankreich aufeinander.

        Gott sei Dank konnten Teile der Ausstattung gerettet werden, bevor die Bande eintraf, befinden sich heute in München (der Karlsberg war wie Jägersburg ein Schloss der Pfalz-Zweibrückischen Wittelsbacher, kann man heute dort noch sehen, soweit sie nicht in München im 2. weltkrieg zugrunde gingen – Karlsberger Wandvertäfelungen hatte man z.B in der dann ausgebombten Münchner Residenz eingebaut).

        Alleine ca. 30 Gemälde der berühmten Münchner Rubenssammlung stammen vom Karlsberg.

        Das Schloss besass eine prächtige Galerie, 2 prunkvolle Speisesäle, ein 42 m langes Treppenhaus und und und.

        Auch das Stadtschloss in Saarbrücken haben sie abgefackelt, die neuen Barbaren, ein Meisterwerk von Friedrich Joachim Stengel, der auch ein wnderbares kleines Jagdschloss entworfen hatte in meiner Geburtsstadt, auf dessen Terrasse einst der junge Goethe saß und in’s Tal blickte, dort die Feuer der Eisenhütte sah, eine schwermütige Landschafts-und Stimmungsbeschreibung dieses Sommerabends in waldiger Gegend hinterließ, in Dichtung und Wahrheit, als er dort saß vor dem leerstehenden Schloss. Von Straßburg her war er gekommen.
        Auch dieser Bau wurde völlig sinnlos zerstört. Und so viele andere Schlösser in meinem kleinen Bundesland. Auch die große spätbarocke Abteikirche von Wadgassen, ein Meisterwerk von Christian Ketzschmar fiel diesem Ausbruch gewalttätiger Barbarei zum Opfer, kaum kleiner als die von St. Gallen.

        Es waren ihre Sansculottenfreunde, Meister Peter, die dafür verantwortlich sind, dass es solche Säle bei uns nicht mehr gibt und ich heute nach München fahren muss, wenn ich „unsere“ Rubensbilder sehen will.

        Hier ein Bild vom brennenden Saarbrücker Schloss, von einem Augenzeugen gemalt, dem letzten Hofmaler der Saarbrücker Fürsten, Karl Kaspar Pitz, 1793, vielleicht sein schönstes Bild, wunderbar wiedergegeben das düstere Glosen des Brandes, gar nicht erfassbar auf der kleinen Darstellung, muss man im Original sehen.

        Hier der Artikel über Schloss Karlsberg

        http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Karlsberg

        Scheiss Revolution, die so viel zerstört hat und nur brachte, was ohnehin gekommen wäre, vielleicht ein paar Jahrzehnte später, ohne Millionen Tote der Revolution, des Bürgerkrieges, der Napoleonischen Kriege, ohne Ruinen.

        Eine Katastrophe, nichts, was sich zu feiern lohnt.

      • Alexander

         „Na ja, was will man schon erwarten von einer Gemeinde, die einen Hexensabbat mit 5000 Franken fördert und sicher noch die Besen der Stadtreinigung zur Verfügung stellte für den Heimflug.“

        Damit Du die Relationen realistisch sehen kannst: Wenn auf Chef-Etagen gefeiert wird, werden von Putzfrauen bis Frauen als Sex-Objekte viele weibliche Körper unterschiedlich eingesetzt.

      • Es waren ihre Sansculottenfreunde, Meister Peter, die dafür verantwortlich sind, dass es solche Säle bei uns nicht mehr gibt und ich heute nach München fahren muss, wenn ich „unsere“ Rubensbilder sehen will.

        Ohne die Regionalgeschichte zu kennen, vermute ich, dass die Abfackelei von Kirchen und Schlössern vor allem von den Hebertisten begangen wurden, die eine radikal antiklerikale Politik verfolgten und dem „Kult der Vernunft“ (haha) frönten.

        Die wichtigsten Programmpunkte von Héberts Zeitschrift lauteten: Sturz der Monarchie und Einführung der direkten Demokratie nach dem Vorbild Rousseaus, Kampf gegen die angreifenden ausländischen Monarchien und Errichtung der Weltrepublik, vor allem aber – und hierin liegt Héberts Sonderstellung unter sämtlichen Revolutionären begründet – radikales Vorgehen gegen die Kirche, die Hébert als organisatorisches und ideologisches Rückgrat der sowohl internen als auch externen Konterrevolution ansah.

        Daher (Robbespierre und seine Jakobiner waren Hebert zu moderat, insbesondere auch, was ihr Umgang mit dem Klerus betraf) wurde Hébert und seinen Anhängern im März 1794 ein Schauprozess gemacht, angeblich hätten sie an einer vom Ausland gesteuerten Verschwörung gegen die Revolution teilgenommen. (Schulin, 234) Hébert und seine wichtigsten Anhänger (sogenannte Hébertisten) wurden am 24. März 1794 auf der Place de Grève in Paris guillotiniert.

        Tja, so war das damals üblich 😉

        http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques-Ren%C3%A9_H%C3%A9bert

      • @ Peter

        Nein, es waren nicht die Herbertisten, sondern im Falle der abgefackelten Schlösser die Kommandeure der französischen Armeen, die diese Schlösser abbrannten, um für die Bevölkerung Fanale der Freiheit zu setzen.

        Eine Freiheit, die sie dann in Form von Kontributionen und dem napoleonischen Besatzungsregime auskosten durften, wobei die Kontributionen nicht mal das Schlimmste waren.

        Schlimmer waren die Aushebungen junger Männer, die als Kanonenfutter für die Kriege des Korsen herhalten mussten.

        Was mörderisch-terroristische Entschlossenheit angeht, vergaben sich Hebertisten und Montagnards à la Robespierre und St. Just nichs.

        Die einen mordeten „wild“, mit einer gewissen offen gezeigten, sexuell konnotierten Lust, die anderen diszipliniert, „ordentlich“, mit kalter Präzision.

        Wobei die Übergänge fließend waren, wie z.B. bei Danton, dem Organisator der wilden Septembermorde.

        Aber die Hebertisten erinnern mich an das Schicksal der Tausende eidverweigernder Priester, die die Menschenrechtsrepublik auf Gefängnisschiffen internierte, stillgelegte Kriegsschiffe, halb verrottet, total überbelegt, mit entsetzlichen Lebensbedingungen und sanitären Verhältnissen.

        Sie starben wie die Fliegen.

      • Peter

        „Sturz der Monarchie und Einführung der direkten Demokratie nach dem Vorbild Rousseaus, Kampf gegen die angreifenden ausländischen Monarchien und Errichtung der Weltrepublik“

        Ja, der war mir schon immer so einer! Ihm verdanken wir eine lange Zeitspanne, wo die Frau als Geburts-Kanone dargestellt wurde; in seiner Vorstellung wahrscheinlich eine liebende Mutter!

      • Noch kurz zu Hebert:

        Als Verfasser der Zeitschrift Le père Duchesne, die seit dem Herbst 1790 in insgesamt 385 Nummern erschien, griff Hébert aktiv in das revolutionäre Geschehen ein und übertraf schließlich sogar Jean-Paul Marat an publizistischer Wirksamkeit. Die Zeitschrift war nach einer populären Figur des damaligen Volkstheaters benannt, hatte die für die damalige Zeit enorme Auflage von bis zu 600.000 Exemplaren und wurde auch kostenlos in der Armee verteilt.

        @ A.R

        Wäre interessant, das genauer zu recherchieren. Es ist zumindest plausibel, dass die Zerstörung der Schlösser und Kirchen durch die französische Armee wesentlich durch die politische Agitation von Hebert über seine Zeitschrift „Le pere Duchesne“, initiiert wurde.

        Deshalb: wenn es auch nicht die Hebertisten selbst waren, welche die Feuer legten, so waren sie doch die wesentlichste politische Kraft, welche die Brandschatzung der Schlösser und Kirchen forderte.

      • Ja, der war mir schon immer so einer! Ihm verdanken wir eine lange Zeitspanne, wo die Frau als Geburts-Kanone dargestellt wurde; in seiner Vorstellung wahrscheinlich eine liebende Mutter!

        Feminonsense aka Herstory, wie immer.

        Rousseau sprach, wenn er von Erziehung sprach, stets vom Vater (Und lieferte regelmässig alle seine eigenen Kinder, frisch geboren, im Waisenhaus ab)

        Es wäre aber tatsächlich interessant herauszufinden, wer die schönen Sex-Objekte zu Geburtskanonen degradiert hat.

        Das ist ja eine ziemlich üble Sachbeschädigung.

  5. Darf man noch mögliche genetisch-biologische Geschlechtsunterschiede erforschen?

    Nein.

    Mögliche genetisch-biologische Geschlechtsunterschiede haben nichts mit dem aktuellen Stand der Frauen- und Geschlechterforschung zu tun, und sind somit nicht wissenschaftlich. Sie sind eine Aneinanderreihung von Geschlechterklischees, und stellen damit eine Form brutalster Gewalt dar.

    Weiterhin hben Gynäkologen und Urologen bei ihrer Arbeit Augenbinden zu tragen.

    • „Weiterhin hben Gynäkologen und Urologen bei ihrer Arbeit Augenbinden zu tragen.“

      Das ist ein unterstützenswerter Vorschlag für die Gynäkologen von Lantzschi und Co. Das wäre sozusagen der Praxistest der Gendertheorie. 🙂 Für eine diskriminierungsfreie Irgendwas-logie! Nieder mit der antigenderistischen Frauenvergewaltigung durch geschlechtskonstruierende weiße heterosexuelle Gynäkologen-Gewalttäter! Lesbische Quacksalberinnen für alle!

  6. „Lantzschi“ – allein die Selbstbezeichnung der Autorin sagt schon alles. Mehr muss man nicht wissen. (Geistig auf Kleinkinderniveau stehen geblieben.)

  7. „..„Der Männlichkeit“ ist die Unterdrückerrolle zugewiesen worden, zumindest innerhalb der feministischen Debatte. Der Unterdrücker wurde hier durch den Feminismus konstruiert.“

    Das „Spielchen“ mit den Konstruktionen läuft schon mindestens 2000 Jahre. Wie hat es angefangen, bevor Frauen und einige Männer zu FeministInen wurden?

    Paradoxerweise wurden und werden die Bockierenden durch den „christlichen“ Gott Jesus mit seinen emanzipatorischen Gedanken unterstützt!

    „Sachzwängen“: die s. g. Hexen (ich kann es einfach nicht lassen, weil es so plakativ ist!) sind von den Sachzwängen befreit worden, indem sie im Wasser oder im Feuer die letzte Ruhestätte ergreifen durften.

    „Steven Pinker beispielsweise mindert Kritik, indem er sie auf „radikale Feministen“ bezieht und sich selbst über den Equity Feminismus dem gemäßigteren Bereich zuordnet.“

    Jede und jeder macht seins.

  8. Christian

    „Wenn sich das Andere dem Normalen gegenüber widerständig zeigt, muss es gewaltförmig zurückgestoßen werden“

    Sehe ich auch so.

  9. Ich habe Heteros noch nie gewaltförmig zurückgestoßen, obwohl sie sich mir als Normalem durchaus widerständig zeigen.
    Man sieht also. Nur weil Heteros nicht normal sind, muss man sie nicht gleich unterdrücken.

      • Wem sagst Du das?? Glaubst Du, die Frauen sind davon verschont worden?

        @ Staro

        Geh jetzt schlafen oder lies noch was von Göttner Abendroth.

      • Peter

        Ich habe was von Alice Schwarzer anlässlich ihrer Mercator-Professur 2010 gelesen: „Ich habe einen Traum:

        Ich habe einen Traum. Ich bin eine Frau. Es ist eine laue Sommernacht. Ich schlendere durch die Strassen. Bleibe stehen. Schaue in eine Auslage. Beachte kaum, dass sich jemand neben mich stellt. Gehe weiter. Biege in einen Park ein. Setzte mich auf eine Bank. Schaue in die Sterne. Erschrecke nicht, als sich jemand mit raschen Schritten nähert. Als der Mensch sich neben mich setzt, wende ich mich ihm zu. Auf seine Begrüßung antworte ich gelassen. Zu Misstrauen habe keinen Grund. Der Mann neben mir ist nicht mein Feind. Vielleicht wird der sogar ein Freund. Ich bin eine Frau. Ich kann überall hingehen. Ohne Angst. Die Welt steht mir offen.“

      • @ Starosczyk
        Zu dem Unsinn habe ich gepostet:

        „Frau Schwarzer eröffnet ihre Vorlesung mit der Widergabe von sechs Träumen. Nun, träumen tun viele Menschen. Die Form des Traumes, welche von Frau Schwarzer gewählt wird, ist allerdings kein utopischer, in die Zukunft gerichteter Traum, wie es das Original von Dr. King war, ihr Traum ist eher eine ganz eigene, dem eigenen Weltbild geschuldete Interpretation der Tages – Lebens – Ereignisse. Frau Schwarzer träumt nämlich davon, sich unbelästigt in einer Sommernacht auf eine Parkbank setzen zu können, ohne Angst frei überall hingehen zu können. Laut Statistik des Statistisches Bundesamt Deutschland wurden im Jahr 2010 1597 Personen wegen Erfüllung des Straftatbestandes Sexuelle Nötigung/Vergewaltigung verurteilt. Dh. pro Tag, auf das deutsche Bundesgebiet gerechnet, kommt es zu 4,4 Verurteilungen. … “

        http://zummannseingeboren.wordpress.com/2011/10/11/alice-schwarzer-zum-thema-mann-teil-iii/

      • Warum träumen? Frauen, geht in den Park und reißt Männer auf! Niemand hält euch davon ab. Ihr müsst es nur tun. Ja, es ist so einfach. Das Schlimmste, was euch passieren kann, ist, dass der erste Mann, den ihr ansprecht, schwul ist. Dann versucht es eben bei einem anderen.

      • @terminatus: Du vergisst die ominöse Dunkelziffer. Die liegt bei ca. 100 Mio. Vergewaltigungen täglich in der Öffentlichkeit. Du musst wissen, dass jeder männliche Blick eine unvollendete Vergewaltigung ist – die Tötung fehlt. Die Überlebenden können von Glück reden.

      • Ja, die Entwicklung ist in der Tat interessant Zhen. Stern schrieb ja dazu:

        „Wurden laut Polizeistatistik 1960 noch 17908 Anzeigen wegen Kindesmißbrauchs gestellt und 1980 13165, so waren es im Jahr 1990 „nur“ noch 12741. Ebenso bei den Verurteilungen, wo die Zahl der gerichtlich belangten Sexualstraftäter von 1789 im Jahr 1980 auf 1565 Verurteilungen im Jahr 1990 sank. Anders dagegen bei den Hochrechnungen der Dunkelziffern: ging das Bundeskriminalamt 1983 noch von einer sechs- bis achtfachen Dunkelziffer aus, so erhöhte die Bundesregierung 1985 dieses Verhältnis auf 1 zu 8 bis 1 zu 15. Das Bundesfrauenministerium sprach bald darauf von „bis zu 300.000 Kindern im Jahre“, die unentdeckt sexuell missbraucht würden. Gemessen an den rund 1500 tatsächlich Verurteilten würde die Dunkelziffer bei 300.000 angenommenen Tätern schon 1 zu 200 betragen. Die Dunkelziffer sexueller Mißhandlungen soll sich zwischen 1983 und 1993 also real verzwanzigfacht haben?

        Die Düsseldorfer Rechtsmedizinern Elisabeth Trube-Becker will ermittelt haben, daß jede vierte Frau als Kind sexuell mißhandelt wurde: „Vater-Tochter-Inzest ist das häufigste.“ Und da gegenwärtig in Deutschland rund sechs Millionen Mächen im Alter unter 14 Jahren lebten, würde sich die Zahl der sexuell mißbrauchten Mädchen auf 1,5 Millionen belaufen, eine Dunkelziffer von 1 zu 1000 also, was gegenüber 1983 einer Verhundertfachung gleichkäme.

        Stern: Penthesileas Töchter. Was will der Feminismus?, München: Universitas 1996, 212f.“

    • @Adrian
      „Ich habe Heteros noch nie gewaltförmig zurückgestoßen …“
      Du verstehst – wieder einmal und typischerweise – nicht einmal das Problem. Das du aber ein gewaltätiger Hetero-Schubser sein könntest, dass macht doch für mich das Leben jeden Tag zu Qual. Angstbesetzt in jeder Minute. Ich sehe dich – und muss mich fragen: Bin ich sicher vor seinen Schubsereien? Da kann man nie sicher sein als Hetero.

      Und weißt du was, Adrian? Erstens sagt das jeder Schwule: „Ja, ICH tue doch so etwas nicht.“ Aber es wird getan, das Hetero-Schubsen. Jeden Tag. Jeder zweite Mann ist schon einmal geschubst worden oder hat sonstwie Gewalterfahrung, WEIL er Hetero ist.
      Und selbst wenn du persönlich es nicht tätest: Was nützt mir das? Sehe ich dich, muss ich sofort Schutz suchen. Weil ich ja nicht WEISS, ob du nicht doch ein Schubser bist. So schüchterst du mich ein, auch wenn du nicht schubsen solltest. Und fährst so die Schubser-Dividende ein, auf meine Kosten, selbst und gerade dann, wenn du nichts tust.

      Und dass du das nicht einmal verstehst, ist genau das Problem! Mit Homo-Männer wie dir! Gerade durch diese deine Ignoranz tust du mir, gerade in dieser Minute, GEWALT an. Auch wen du nicht schubsen (solltest.)

      (Oh Gott – man kann so was ja gar nicht schreiben, ohne dass sich einem innerlich die Fußnägel aufrollen. Wie kriegen die „Lantzschis“ dieser Welt so etwas hin? Tut das nicht weh auf die Dauer??)

      • Virtuel-cd

        „Jeden Tag. Jeder zweite Mann ist schon einmal geschubst worden oder hat sonstwie Gewalterfahrung..“

        Wem sagst Du das?? Glaubst Du, die Frauen sind davon verschont worden?

      • @ Starosczyk

        *Wem sagst Du das?? Glaubst Du, die Frauen sind davon verschont worden?*

        Manche werden von manchem verschont. Manchmal, besonders häufig übrigens IdeologInnen, sogar von Ironiefähigkeit.

        Schon Tucholsky wollte dem abhelfen durch Einführung eines Ironiezeichens.

        Wohl wissend, dass Schreiber wie er das Ironiezeichen bald ironisch verwendet hätten.

      • Alexander

         „Schon Tucholsky wollte dem abhelfen durch Einführung eines Ironiezeichens.“

        Tja, was willst Du denn gegen Blinde unternehmen?

      • „Oh Gott – man kann so was ja gar nicht schreiben, ohne dass sich einem innerlich die Fußnägel aufrollen. Wie kriegen die „Lantzschis“ dieser Welt so etwas hin? Tut das nicht weh auf die Dauer??“

        Ich glaube, die werden dafür bezahlt. Dadurch wird es erträglicher. Frauen sind in ihren Prinzipien bekanntlich sehr flexibel. Was sonst eine Vergewaltigung wäre, ist plötzlich Teil eines lukrativen Nebenjobs, wenn ein Mann pro „Vergewaltigung“ 100 Euro zahlt.
        Aber wer zahlt warum für solche Hirnwichse à la Lantzschi?

  10. Christian

    „Wenn das Normale das Andere konstruiert und dem eigenen unterordnet, will es natürlich weiterhin Verfügungsmacht über das Andere haben, sich Gewissheit verschaffen, dass das, was da als Abweichung herunterdefiniert wurde, auch an dem Platz verbleibt, den es zugewiesen bekommen hat.“

    Es ist doch klar, dass nicht das Geschlecht an sich, sondern die Macht-Strukturen der Gesellschaft die Menschen zu Opfern oder Tätern machen.

    Es versteht sich auch vom selbst, dass Frauen im Patriarchat die Arsch-Karte gezogen haben, oder?

    Und dass auch Männer unter dem System zu leiden haben, lässt sich nicht verheimlichen!

  11. Christian

    „An diesem Platz soll der Mann als Unterdrücker auch bleiben, denn sonst lassen sich die Überhöhungen der Frau und deren Opferstatus nicht mehr halten.“

    Na, das ist ja ein Ding!

  12. Komm Christian, wir schauen, was Alice Schwarzer vor einem Jahr noch geträumt hat:

    „Ich bin ein Mann. Nachts schlendere ich durch den Park und setze mich neben einen fremden Menschen. Es ist eine Frau. Ich beginne, über mich zu reden. Meine Mutter ist eine unabhängige, stolze Frau und mein Vater ein sensibler, fürsorglicher Mann. Geld und Macht sind für mich keine Ziele an sich, sondern Mittel zum Zweck. Ich hasse es, jemanden zu demütigen – oder gedemütigt zu werden. Ich verachte Gewalt. Nicht Ungleichheit sondern Gleichheit zieht mich an. Frauen sind mir so vertraut – oder so fremd – wie Männer. Ich mache da keinen Unterschied. Dass ich biologisch männlich bin, ist eigentlich nebensächlich. Denn ich lebe in einer Zeit, in der Menschen nicht nach Männern und Frauen untersieden werden, so wenig wie nach Weißen und Schwarzen oder Dünnen und Dicken. Ich bin ein Mensch. Ein Mensch mit Gefühl und Verstand, mit Stärken und Schwächen, mit Ängsten und Hoffnungen.“

    • @ Starosczyk

      Statistisch gesehen, Staro, müsste ich als Mann schlechter träumen denn Frau Schwarzer. Schließlich sind 2/3 der Gewaltopfer Männer. Sie könnte sich also mit viel weniger Angst durch die laue Sommernacht beewegen als ich es könnte, weil mein Risiko, Opfer zu werden, viel höher ist als ihr Risiko.

  13. Ich finde es eine ausgesprochen gelungene Idee, Lantschis Passus über die Konstruktion des Anderen durch das sogenannte Normale auf die Autorin selbst und ihre Mitstreiterinnen anzuwenden. Das trifft in der Tat den Punkt.
    Erinnerte mich an die „Dialektik der Aufklärung“. Deren These war: Bei dem Versuch, dem Mythos zu entkommen, fiel man letztlich in eine weit schlimmere, inhumanere Mythologie.

    Ich denke, der Grundfehler von Lantschi und Co ist, dass sie von einer Schnuller-Welt träumen, in der es keine Machtstrukturen, Machtfragen und damit einhergehende Konflikte gibt. Weil sie die Machtkomponente der Wirklichkeit ableugnen und nicht wahrhaben wollen, dass sie unentrinnbar daran teilnehmen, können sie gar nicht bemerken, wo sie selber Macht ausüben. Genau das zeigt Christians Rückspiegelung.

    Das „Gegenprogramm“ wäre wohl, darauf hinzuweisen, dass wir eben nicht die Wahl haben, jenseits von Machtausübung und Machtstrukturen zu leben. Wir haben aber sehr wohl die Wahl, wie diese gestaltet werden. Es gibt ja auch als Resultat Machtbalancen, mit denen beide Seiten leben können. Dazu kann es aber nur kommen, wenn jede Seite dazu steht, Akteur zu sein.
    Mit einer Opferjammerigkeit wird das nicht gehen. Ertragreiche Diskussionen beginnen erst jenseits dieser Haltung.

    Hochinteressanter Beitrag, danke.

  14. Pingback: Lucas Schoppe zu Macht im linken Selbstverständnis | Alles Evolution

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