Die Wahrnehmung als Täter und der Opfergedanke im Feminismus

Nadine berichtet bei der Mädchenmannschaft über einen offenen Brief des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus. Dort wird kritisiert, dass man Frauen nicht genug Schlechtes zutraut:

“Aus unserer Perspektive wird hier das übliche Klischee von der unpolitischen Frau unreflektiert reproduziert. […] Frauen haben nach dieser Logik zum einen keine politische Überzeugung und wenn, dann keinesfalls eine so gewalttätige wie die rechtsextreme. Frauen gelten immer noch als das ‘friedfertige’ Geschlecht. Wenn überhaupt, dann erscheinen Frauen in der Szene nur als sexualisierte Anhängsel denkbar.”

Und weiter von Nadine:

Besonders problematisch an dieser Verharmlosung sei vor allem die Wirkmächtigkeit dieser sexistischen Grundannahme: Rechtsextreme Frauen geraten gar nicht erst in den Fokus der Ermittlungsbehörden, weshalb sie weitestgehend unbehelligt blieben. Hinzu kommt, dass die Präsenz von Frauen in der rechtsextremen Szene diese auch nach außen weniger bedrohlich und gewaltvoll erscheinen lasse. Das Forschungsnetzwerk warnt deshalb eindringlich vor der sexistischen Verharmlosung rechtsextremer Frauen und fordert Medienschaffende und Wissenschaftler_innen auf,

Das ist wirklich verwunderlich. Wie kommen die Leute nur darauf, dass Frauen nicht selbstständige Täter sein können?

Vielleicht erklärt es dieser Text, ebenfalls von Nadine:

Beliebte Strategie gegen Widerstand ist auch die Umkehrung der Dominanz und Zuschreibung auf das Andere. Da ist dann auf einmal von Sexismus gegen Männer die Rede. Schon werden alle Machtverhältnisse plattgewalzt und das vermeintliche Unterdrückungsmoment den Unterdrückten aufgebürdet und mit der Aufgabe betraut, dieses abzuschaffen.

Aber sogar daran, dass sie nicht richtige Täter sein können sind Frauen nicht schuld. Ihnen wird das Täter sein durch das Patriarchat verwehrt, indem sie als seine Opfer dargestellt werden:

Indem Frauen als universelle Opfer des Patriarchats konstruiert werden, können sie demnach also nicht gleichzeitig auch Gespielinnen, Mittäterinnen und Unterstützerinnen oder selbst Täterinnen sein. Sie werden erneut zu Objekten gemacht, ihnen wird erneut das Recht abgesprochen, sich als Individuen zu positionieren, die auf unterschiedliche Weise verstrickt sind in ein wesentlich komplexeres und diffizileres Feld von Macht, Herrschaft und Gewalt, als es bis dato von Feminist_innen gezeichnet wurde (…) Mit der These von Mittäterinnenschaft ist es möglich auch innerhalb der vermeintlichen Opfergruppe „Frau“ Dominanzkulturen und Mechanismen aufzuspüren, die neben dem Patriarchat andere Unrechtsregime produzieren. So werden die Belange von subalternen Gruppen sichtbar, für die Patriarchat und Sexismus weniger Ausschluss produzieren, denn beispielsweise Rassismus.

Oder diesen Text von Julie Bindel:

For heterosexual women, feminism can be a nightmare. Women are the only oppressed group who are expected to love their oppressor. But please stop trying to play nice. Until we overthrow male supremacy and admit that male power is the problem, not radical feminism, nothing will change.

Oder bei Schuldeingeständnissen der Männer wie diesem:

As a man, I feel sorrow that women and feminine energy have been suppressed for so many thousands of years on our planet. Everywhere we look, women have been disenfranchised. Throughout history, we have raped and abused you, burned you at the stake, bought and sold your bodies for sexual pleasure, barred you from religious and political office, relegated you to subservient chores, forced you to hide your faces and even cut off your organs of sexual pleasure.

Wenn man davon ausgehen soll, dass Männer „Schrödingers Vergewaltiger“ sind und die Handlungsmaxime eines Mannes sein soll:

„If I were dangerous, would this women be safe with me“

Wenn man mit Jessica Valenti meint, dass die Aufhebung der Unschuldsvermutung bei Vergewaltigung ein gutes Modell ist:

Swedish rape laws don’t ban „sex by surprise“ (a term used by Assange’s lawyer as a crass joke), but they do go much further than U.S. laws do, and we should look to them as a potential model for our own legislation. In fact, some activists and legal experts in Sweden want to change the law there so that the burden of proof is on the accused; the alleged rapist would have to show that he got consent, instead of the victim having to prove that she didn’t give it.

Wenn man beständig vom schlechten Patriarchat, der Phallokratie, der männlichen Gesellschaft, die es zu überwinden gilt, der Unterdrückung der Frau spricht.

Wenn selbst beim BH-Kauf alles Unterdrückung ist:

„Es geht nicht um Schutz, sondern darum, etwas „unsichtbar“ zu machen. (…) Irgendjemand hat ein Problem mit Brüsten, wie die Natur sie wachsen lässt. Weibliche Nippel sollen unsichtbar werden. Und in wattierte Förmchen eingepackt, wird die weibliche Brust normiert. Kleine, große, spitze, hängende, runde, schiefe, lustige oder flache Brüste sieht man immer weniger. Mit Pulli- und T-Shirt-BH sieht jede Brust, die einem auf der Straße entgegenkommt, gleich aus: fest, rund und mittelgroß. So wird Frauen eingeredet, das, was sie schon haben, sei nicht ganz so super wie das, was sie haben können.“

Wenn man davon ausgeht, dass die hegemoniale Männlichkeit für das Übel in dieser Welt zuständig ist.

Wenn man davon ausgeht, dass Frauen keinerlei Vorteile haben, sondern allenfalls „wohlwollenden Sexismus“ erleiden, also auch insoweit passive Opfer sind.

Wenn man davon ausgeht, dass Frauen noch nicht einmal eine Nicht-Frauenzeitschrift kaufen können, weil sie so in ihrer Frauenrolle gefangen sind.

Wenn selbst eine Demokratie mit freien geheimen Wahlen noch zu einer Unterdrückung der Frau führt

… dann kann man sich eigentlich auch nicht wundern, wenn Frauen nicht als Täter, als Handelnde wahrgenommen werden.

Das würde es eher erfordern, ihnen bei sonstigen gesellschaftlichen Handlungen einen eigenen, nicht unterdrückten Willen zuzugestehen.

Das würde bedeuten, dass man davon ausgeht, dass sie alle Zustände ebenso mitzuverantworten haben wie die Männer und die Gesellschaft ebenso stützen wie diese. Das würde bedeuten, dass man erkennt, dass Frauen ein eigenes Interesse an Luxusgütern haben, das sie den Wettbewerb bei sich aber jedenfalls auch bei den Männern unterstützen. Das sie nicht in einer matriarchalen Subsistenzwirtschaft leben wollen, sondern in einer modernen Gesellschaft mit allen Vorzügen wie Schutz, Technik, Medizin. Das die weiblichen Partnerwahlkriterien ebenso wichtig waren für die Schaffung des modernen Menschen wie umgekehrt die männlichen. Das Frauen Macht hatten und haben, wenn auch häufig persönlichere Macht statt gesellschaftlicher.

Es gehört schon eine Menge Chuzpe dazu, gleichzeitig zu fordern, dass man Frauen als Täter wahrnimmt, Verlagerung von Verantwortung auf sie aber als Umkehrung des Unterdrückungsmoments sieht. Es gehört einiges dazu, sich darüber zu beschweren, dass Frauen als Opfer dargestellt werden und damit zu Objekten gemacht werden und andererseits den Opferkult selbst zu errichten, wo man kann.

Frau Lantzsch, ich bin beeindruckt.

 

90 Gedanken zu “Die Wahrnehmung als Täter und der Opfergedanke im Feminismus

  1. Frauen und Verantwortung????? Ich hoffe doch immer öfter….Erst neulich hatte ich ein Gespräch mit meiner Mutter. Ich beklagte die Partnerwahlen einiger Frauen. Prompt hieß es: „Die lassen sich blenden“….Sie hat nicht etwa gesagt: „Ach die sind oberflächlich und dumm, können keine 2 Schritte weiter denken und verbleiben immer bei sich selbst“ NEIN!!!!! Sie lassen sich blenden…soso. Passiver Modus also…..^^

  2. Frauen haben nach dieser Logik zum einen keine politische Überzeugung und wenn, dann keinesfalls eine so gewalttätige wie die rechtsextreme. Frauen gelten immer noch als das ‘friedfertige’ Geschlecht. Wenn überhaupt, dann erscheinen Frauen in der Szene nur als sexualisierte Anhängsel denkbar.”

    Es ist schon erstaunlich: Selbst der erztraditionellste Ermittler würde wohl sagen: „Diese Frauen haben [etwas gemacht]“, und sich darüber ärgern, derart an der Nase herumgeführt worden zu sein.

    Unser liebes Frauennetzwerk ist zwar sichtlich bemüht, die übliche Formulierung „Frauen werden“ zu vermeiden, der Duktus kann jedoch nicht verbergen dass diese Frauen letztendlich doch Opfer des Patriarchates sind: Sie werden ja entpolitisiert. Womit sie dann doch das Schicksal AllerFrauen erleiden.

    Als ob es, selbst in der NS-Vergangenheit, nicht seit jeher ausgiebig Raum für rechtsradikale Frauen gegeben hätte, offen politisch zu agierien.

    Als ob also diese Frauen nicht ganz gezielt die Weibchen-Karte spielen würden, um ihre politische und kriminelle Agenda voranzutreiben. Verharmlosung?

    Die Erkenntnis, dass die Weibchen-Karte auch machtvoll eingesetzt werden kann ist freilich mit der Patriarchatsthese nicht vereinbar, sie darf nicht als „Karte“ erscheinen die die Frau spielt, es wird stets mit der Frau gespielt.

    Weshalb Feminismus eben zwangsläufig, in der Gesellschaft, der größte Produzent der von ihm „kritisierten“ Geschlechterstereotypen bleibt: Die „Weibchen-Karte“ ist unausweichlich, bis zum Ende der „Patriarchalen Verhältnisse“, determiniert.

    Handlungsspielraum hat allenfalls die feministische Heroine – aber doch nicht die Rechtsradikale, das kann doch gar nicht sein!

    Feminismus bekämpft mal wieder den Teufel, den er selbst am fließigsten an die Wand malt, der pöse „patriarchale Diskurs“ ist weit weniger dualistisch.

    • ..eingeräumt, die Autorinnen gehen doch auf die „Weibchen.Karte“ ein.

      Dennoch wird die nur vordergründig aufgeklärte Denke der FrauenforscherInnen in folgendem Satz sichtbar:

      Der moderne Rechtsextremismus ist jedoch ohne das Engagement von Frauen nicht denkbar.

      Folgerichtig war wohl also der „herkömmliche“ Rechtsextremismus durchaus ohne das Engagement von Frauen denkbar?

      Als ob allein die gezielte Instrumentalisierung des Stereotypes der „friedfertigen Frau“ das Mittel wäre, mit dem die Frauen agieren.

      Die Frauenrolle selbst kann demzufolge nicht „agierend“ sein – womit eben genau die Mechanismen weiblicher Täterschaft ausgeblendet werden, zugunsten eben genau des Bildes, dass eigentlich doch nur die Männer die Agierenden sind.

      http://extremismus.blogsport.de/images/OffenerBriefdesForschungsnetzwerksFrauenundRechtsextremismus.pdf

      • @Christian:

        Vielleicht einfach nur eine Absicherung gegen das Dritte Reich und die damit verbundene Mitverantwortung?

        Ich kann es mir schwer erklären.

        Das wäre komplett paradox, wenn sich die Forscherinnen die Botschaft auf die Fahnen schreiben: „Wir müssen endlich weibliche Rechtsradikale als Täterinnen wahrnehmen“

        Der NS war ja mindestens genauso, als Massenbewegung wohl noch erheblich eher auf weibliche Unterstützung angewiesen.

        Ich vermute ein verzerrtes Geschichtsbild, demzufolge der NS eben nicht auf „die wichtigen sozialen Funktionen der Frauen“ sowie auf eine „Normalisierung durch Frauen, nach Außen“ angewiesen gewesen sei.

        Nach dem Motto: „Frauen hatten doch damals nichts zu melden, die sozialen Funktionen mussten sie, durch die restriktiven Geschlechterrollen, ohnehin übernehmen. Und was „normal“ war, bestimmten doch damals die Männer!“

        Es läuft dann wieder aufs alte Bild hinaus, dass Frauen Hitler „eigentlich“ nicht wollen konnten, und DieMänner die Macher waren, die sie dann zu Mit(!)täterinnen gemacht haben.

        Die Inkonsequenz ergibt sich aber zwangsläufig, wie du ja auch in deinem Artikel letztendlich schön herausstellst, aus der vorherrschenden feministischen Vorstellung des Patriarchates.

        Wenn es heißt:

        Mittäterschaft geht von der These aus, dass Frauen in der patriarchalen Kultur Werkzeuge entwickeln und sich zu Werkzeugen machen lassen, mit denen sie das System stützen und zu dessen unentbehrlichen Bestandteil werden können.

        ..dann ist es ja nur konsequent, dass DieFrau als „eigentlich“=“vom Patriarchat undeformiert“=“von Natur aus friedfertig“ gilt.

        Die „Auseinandersetzung mit weiblicher Täterschaft“ muss, beim real existierenden Feminismus, letztendlich eine Farce bleiben.

        Er kann nicht anders als letztendlich das Bild der weiblichen Unschuld zu propagieren.

  3. @ all
    Ich werde heute oder morgen noch 100 Studien mit Abstract freischalten, welchen Gegenteiliges zeigen: Frauen misshandeln auch (auch sexuell) Jungen, Mädchen, Partner und Partnerinnen. Frauen sind auch paraphil (bis zu 20x so häufig masochistisch wie Männer beispielsweise), Frauen sind auch narzistisch, sadomasochistisch, kurz: Frauen sind nicht besser oder schlechter. Frauen sind und Männer sind.

  4. Sehr schöner Artikel Christian. Sehr schön wie du die offensichtliche Unlogik darlegst.
    Aber Logik ist sowieso was für Männer und entsprechend ein Mittel Frauen zu unterdrücken. Frauen brauchen keine Logik und Wissenschaftliche Methode, Frauen haben Gefühle…

    • Mich würde ja mal brennend interessieren, was weibliche Logik ist. Wenn die Damen etwas neues auf dem Gebiet der Logik herausgefunden haben oder begründete Alternativen zur „falschen männlichen“ Prädikatenlogik haben, könnten sie es doch dem Rest der Menschheit mitteilen und zur Überprüfung vorlegen. Leider ist da noch nie was gekommen. Deshalb muss man davon ausgehen, dass es keine weibliche Logik gibt, aber dafür weibliche Dummheit, Beliebigkeit und Ignoranz.

      • @Zhen

        „Deshalb muss man davon ausgehen, dass es keine weibliche Logik gibt, aber dafür weibliche Dummheit, Beliebigkeit und Ignoranz.“

        Frauenfeindlich. Weil es Frauen als Gruppe die Intelligenz etc abspricht. Du kennst keine intelligenten Frauen? Schade für dich. Vielleicht solltest du dann einfach mal dein Umfeld wechseln.

    • Feministinnen zumindest scheinen tatsächlich gar keine Logik zu brauchen, ich höre sie bis hierher skandieren:

      „DU HAST DEN INTERSEKTIONALISMUS NICHT VERSTANDEN!!11!!“

      Also eben genau das NadineLantzsche RaceClassGender-Gruppengesülze, das AlleAußerHetenCisMänner zu OpferTäterInnen und Mitläufern macht:

      Interessant wird es mit dem Gaze-Effekt dann, wenn aus der Internalisierung des bspw. male gaze nicht nur eine Selbstregierungspraxis wird, sondern auch ein Abgrenzungsverhalten gegenüber anderen Subalternen. Quasi herrschaftliche Instrumente übernommen werden, um nach oben zu buckeln und nach unten zu treten. Eine Solidarisierung mit den Unterdrücker_innen, im Feminismus wunderbar zu beobachten.

      http://medienelite.de/2011/10/31/der-gaze-effekt-und-feminismus/

      Vollklatsche.

      • @ Nick

        *Vollklatsche.*

        Die zwangsläufige Folge eines solchen „Denk“systems. Das muss dank all der kognitiven Dissonanzen in die totale Neurotisierung führen.

        Oder war die die Ursache, die dazu führte, dass man sich einem solchen Denken hingab?

        Ja, ich kann mir Deine Antwort denken: „Das eine muss das andere nicht ausschließen.“

      • Interessant wird es mit dem Gaze-Effekt dann, wenn aus der Internalisierung des bspw. male gaze nicht nur eine Selbstregierungspraxis wird,

        Selbstregierungspraxis? Was soll das sein? Selbstregulierungspraxis ist wohl gemeint.

        Gaze-Effekt? Was soll das sein? Typisch für Vulgärfeministen ist es, dass sie andauernd neue Begriffe in den Diskurs einführen und so ein Begriffsinstrumentarium bereitstellen, Schlüsselwörter, die nur der Selbstvergewisserung dienen.

        Das ist doch Bääääckläääsh! Du ignorierst die Iiiintersektionalitääät! Male Geeeeiiiz! Heteronormativ!! Määänlich hegemonial!! Und wenn allle argumentativen Stricke reissen, dann sind da immer noch die „määnlichen Strukturen“, die „gläääsernen Decken“, das Okkulte, unsichtbar, aber zweifellos da, um der weiblichen Schaffenskraft Grenzen zu setzen.

        Die hier „Unlogik“ genannte Argumentationslinie von Frau Lantzsch würde ich eher als Ambivalenz bezeichnen. Einerseits ist im Vulgärfeminismus das „Weibliche“ generell positiv konnotiert, also fortschrittlich, human, integrativ, konsensorientiert u.a und vor allem solidarisch mit den Mitunterdrückten dieser Welt. Da passt die rechtsradikale Frau natürlich nicht rein und bedarf der Erklärung.

        Diese Erklärung bleibt in ihrer grundsätzlichen Struktur immer die gleiche. Zwar entspricht die rechtsradikale Frau so ganz und gar nicht dem kitschigen Frauenbild, aber es ist doch eine Frau, die zur Kategorie der Benachteiligten gezählt werden muss.

        Mit einem Schwulst von Worten wird die individuelle Verantwortung der rechtsradikalen Frau verneint, indem auf die „männlich geprägten Strukturen“ und Ähnliches verwiesen wird, welche das edle weibliche Wesen pervertierte.

        Kurzum, in prägnanter Dämlichkeit ausgedrückt: Das weibliche Wesen ist durch und durch gut. Ist eine Frau nicht gut, dann wurde ihr weibliches Wesen durch das patriarchale, männlich hegemoniale und heteronormative Umfeld deformiert. Für dieses aber sind Männer, und nur sie, letztendlich verantwortlich.

        Sogar die rechtsradikale Frau, die mithilft, unschuldige Türken zu ermorden ist „eigentlich auch Opfer“.

        Gequirlte Scheisse. Immer die gleiche.

        ,

      • Sogar die rechtsradikale Frau, die mithilft, unschuldige Türken zu ermorden ist „eigentlich auch Opfer“.

        Lustigerweise soll ja gerade die rechtsradikale Frau plötzlich kein Opfer, sondern Volltäterin sein. Und der pöse Mainstream diskriminiert plötzlich AlleFrauen, indem er Ihnen die Möglichkeit der Täterschaft abspricht.

        Das ist ja der Witz.

        Frag´ mich keiner, wie man das alles in einem Hirn gleichzeitig unterbringt..

      • @ Nick

        *Frag´ mich keiner, wie man das alles in einem Hirn gleichzeitig unterbringt..*

        Multitasking ist das.

        Oder die multiple Persönlichkeit im Dienste der hegemonialen Weiblichkeit.

        Oder Feminismus und Schizophrenie.

        Ich scherze nur bedingt. Was hier abgeliefert wird, hat pathologische Züge.

      • Lustigerweise soll ja gerade die rechtsradikale Frau plötzlich kein Opfer, sondern Volltäterin sein. Und der pöse Mainstream diskriminiert plötzlich AlleFrauen, indem er Ihnen die Möglichkeit der Täterschaft abspricht.

        Tja, und welcher Mainstream wäre das? Welcher Mainstream diskriminiert den Frauen, indem er die Frau nicht als eigenständig und eigenverantwortlich handelndes Subjekt, sondern als von einem männlich geprägten Umfeld Deformierte und Manipulierte darstellt. Dazu gehört doch auch die Mädchenmannschaft.

        Der Text als solcher könnte tatsächlich als Fortschritt gesehen werden, da die rechtsradiklae Frau für ihr Handeln als verantwortlich erklärt wird, allerdings nur, wenn der gesamte feministische Kontext ausgeblendet wird.

        Es ist aber richtig, dass die Vorstellung der „für ihr Handeln nur sehr bedingt verantwortlichen Frau“ sexistisch ist. Es ist genau der Sexismus, der von der Mädchenmannschaft und vielen anderen Feministen andauernd praktiziert wird. Sehr deutlich wurde das im Fall Kachelmann, wo immer vom Opfer die Rede war, dem geglaubt werden müsse!! A riori geglaubt werden müsse, d.h die Frau gilt a priori als Opfer, bevor der Sachverhalt geklärt wurde. Frau L. war es doch, nebst einigen anderen Feministen, die eine Umkehr der Beweislast forderte, oder?

        Warten wir mal ab, wie die Mädchenmannschaft sich eine feministische Deutung zurecht legt und wie aus der Rechtsradikalen ein Opfer gemacht wird. Geduld.

      • Tja, und welcher Mainstream wäre das?

        Das frage ich mich allerdings auch:

        http://www.google.de/#q=beate+zsch%C3%A4pe&hl=de&prmd=imvnsuo&sa=X&ei=C8nUTtXoO9qPsAa5wuCbDg&ved=0CBMQpwUoBg&source=lnt&tbs=cdr:1%2Ccd_min%3A1.11.11%2Ccd_max%3A14.11.11&tbm=nws&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&fp=23f78fc911aec3aa&biw=1024&bih=602

        Die im Text genannten Fundstellen scheinen eine ziemliche Ausnahme zu sein.

        Ich bin nicht alles durchgegangen, aber ich habe bisher dort nichts gefunden, was herausstellt dass die Tatverdächtige doch Mitglied einer gewaltsam unterdrückten Gruppe sei, also „aus der Internalisierung des bspw. male gaze nicht nur eine Selbstregierungspraxis wird, sondern auch ein Abgrenzungsverhalten gegenüber anderen Subalternen.“

        Feminismus bekämpft seine selbstgebastelte Entindividualisierung.

      • @Peter
        Die Frage ist doch: Töten Frauen in Matriarchaten oder nicht. Wenn nein, wer tötet dann und warum.

        „Männer kümmern sich hauptsächlich um das Vieh, vor allem, wenn es ans Töten geht: Schlachten von Haustieren sowie Fischfang sind allein ihre Aufgabe (getrocknetes Fleisch stellt einen bedeutenden Teil der Vorräte). Auch beim Menschen ist der Tod Männersache: Begräbnisse werden allein von Männern organisiert – das geht so weit, daß sie bei dieser einzigen Gelegenheit sogar das Essen zubereiten.“

        http://de.wikipedia.org/wiki/Mosuo

        Wenn nun die matriarchalen Mosuo-Frauen die Männer dazu nötigen zu töten, ist dann, selbst wenn Männer freiwillig töten, dies nicht die Folge einer matriarchalen Unterdrückung?

        Interessant auch zu den Mosuo, dem feministischen Utopia:

        „Zahlreiche Beschreibungen von „freier Liebe“ und Matriarchat haben das Interesse von Forschern und Forscherinnen sowie chinesischer und ausländischer Touristen auf die Mosuo gelenkt. Insbesondere ist ein Anstieg des Sextourismus im Gebiet der Mosuo zu beobachten, weshalb sich dort inzwischen zahlreiche Geschlechtskrankheiten verbreitet haben.“

        Sex also auch eine Ware für die matriarchalen „Bezirks“Vorsteherinnen 🙂

      • @Peter
        „Tja, und welcher Mainstream wäre das? Welcher Mainstream diskriminiert den Frauen, indem er die Frau nicht als eigenständig und eigenverantwortlich handelndes Subjekt, sondern als von einem männlich geprägten Umfeld Deformierte und Manipulierte darstellt.“

        Tja … gute Frage, das. Welcher Mainstream?

        So etwas wie „Mädchenmannschaft“ ist sicherlich nicht Mainstream. Aber ich denke, man kann schon sagen, dass wir eine breite kulturelle Hegemonie femininen Denkens haben im „Westen“. Im wesentlichen medial vermittelt. Und die zeichnet das Bild der dem Manne in jedem Sinne überlegenen Frau, welche die Welt in ein Paradiese verwandeln würde, wenn man sie nur ließe. Wenn nicht ständig die minderwertige Männerwelt sie daran hindern würde.

        Das ist kultureller Mainstream. Feminismus, also die Lehre von der prinzipiellen Höherwertigkeit der Frau, in seiner verflachten und damit massenkompatiblen Form. (Wie immer, wenn ein Gedanke Massenwirksamkeit erhalten soll, muss er verflacht, vulgarisiert werden.)

        Mein Bild dazu wäre ein Stein, den man in einen ruhigen See wirft. An der Eintauchstelle entsteht eine relativ hohe, aber räumlich enge Welle. Je mehr sie sich ausbreitet, also Breitenwirkung erzielt, desto mehr verflacht sie.

        So gesehen wären die ganzen „Mädchen“-Blogs (was ich ja schon eine sehr verräterische Selbstbenennung finde – in der Tat haben wir es hier mit Spätpubertierenden zu tun und nicht mit Erwachsenen, „Lantschi“ mit ihrer Trotzköpfchendiktion ist da ja allzu symptomatisch) im Zentrum der Wellenentstehung, der kulturelle Wiederschein in den Massenmedien bedeckt dagegen mehr Oberfläche in der Seeenlandschaft.

        Wie auch immer: Diesen unbewussten Reflex, dass die Frau unschuldig sei, wenn sie also Schlimmes tut, dazu nur durch schlimme äußere Umstände geradezu zwanghaft getrieben sein könne, den erleben wir geradezu täglich.
        Das war, als neulich eine Frau hier in Berlin ihr Neugeborenes aus dem Fenster in den Tod geworfen hat. Das war, als eine Amokläuferin in Lörrach kürzlich erst ihren Sohn und den Vater des Sohnes umbracht und anschließen wahllos in naheliegenden Krankenhaus Männer erschoss, bis sie selber erschossen wurde von einem Einsatzkommando: Immer tauchte in den Massenmedien reflexhaft die Frage auf: Was mag diese arme Frau so weit getrieben haben? Welcher unvorstellbarer Druck muss auf ihr gelastet haben? Welcher Mann in ihrem persönlichen Umfeld ist so böse gewesen, dass er hier eine unschuldig-fromme-gewaltfreie Frau sooooo weit getrieben hat.

        So wirken diese Muster. Das ist ein Teil der „Opferdividende“, die hier eingestrichen wird.

        Und sage niemand, dass sei nicht so gewollt von denen im Zentrum der Welle, das wo der Stein ins Wasser geschmissen wird.

        Allerdings muss man schon sagen: Wenn der Feminismus sich jetzt tatsächlich mal gedanklich der Möglichkeit einer Frau als Täterin nähern würde, dann wäre das schon so ein Art „kopernikanische Wende.“

        Weil eines ist schon richtig: Es wird nicht sein können, dass Frauen Macht erhalten, ohne dass damit auch Schlimmes bewirkt wird. Es gibt keine „moralisch saubere“ Macht. Auch für Frauen nicht. Dies anzuerkennen wäre immerhin schon einmal ein Fortschritt. Auch wenn es einige geradezu putzig-paradoxe Verrenkungen in der Argumentation zur Folge haben wird.

      • @Virtual-CD:

        Allerdings muss man schon sagen: Wenn der Feminismus sich jetzt tatsächlich mal gedanklich der Möglichkeit einer Frau als Täterin nähern würde, dann wäre das schon so ein Art „kopernikanische Wende.“

        Die Mechanik ist doch ganz einfach: „Haltet den Dieb!“

        Selbstverständlich sind die rechtsradikalen Frauen Täterinnen, so kann man eben sagen „WIR sehen doch sehr wohl, dass auch Frauen böse sein können. WIR sind gegen Geschlechterklischees!“

        Gleichzeitig sind die rechtsradikalen Frauen aber auch „die anderen Frauen“, also nicht: „WIR“. Selbstverständlich sind „WIR“ weiter unterdrückt, also: Opfer des Patriarchates.

        „Böse Frauen sind keine richtigen Frauen“ würde die Nichtfeministin sagen, aber Feministinnen müssen eben ein paar Knoten im Hirn machen, um das Gleiche zu sagen.

        Da kommen die rechtsradikalen Frauen genau richtig.

      • @ virtual-cd

        *Weil eines ist schon richtig: Es wird nicht sein können, dass Frauen Macht erhalten, ohne dass damit auch Schlimmes bewirkt wird. Es gibt keine „moralisch saubere“ Macht. Auch für Frauen nicht. Dies anzuerkennen wäre immerhin schon einmal ein Fortschritt. Auch wenn es einige geradezu putzig-paradoxe Verrenkungen in der Argumentation zur Folge haben wird.*

        Einer der wenigen Sätze von St. Just, die mir im Gedächtnis haften blieben: „Man kann nicht in Unschuld regieren!“

        Er blieb haften, weil er wahr ist.
        Auch wenn ihn St. Just nur auf das Ancien Régime bezogen wissen wollte, damit das Todesurteil für Ludwig XVI. rechtfertigte.

        Er hat Recht, es gilt prinzipiell für jede Form der Machtausübung. Sie unterscheiden sich nur im Grad des Schuldigwerdens. Das allerdings erheblich. Jede Form der Weltgestaltung bedingt ein Schuldigwerden. Allein schon deshalb, weil kein Mensch über ein umfassendes, konsistentes WEltbild verfügen kann.

        Da Männer mehr offensichtliche Weltgestaltung geleistet haben, sind sie das schuldigere Geschlecht.

        Wer weniger tut, macht weniger falsch.

        Jedoch, im Verborgenen, hintergründig, untergründig, beeinflussten Frauen massiv Weltgestaltung: durch ihr Erziehen und Formen der Kinder, durch ihre Weisen des Begehrens (hier vor allem Hypergamie), durch ihr Agieren über Männer, das Anstiften/Motivieren von Männern, das Belohnen der Sieger, das Verachten der Verlierer, durch ihre Schutz-/Verrsorgungs-/Komfortansprüche.

        Der heute herrschende Opferfeminismus, dieser Geschlechtersozialismus (Geschlechterverhältnis konstruiert als Klassenkampf zwischen weiblichem Proletariat und männlicher Bourgeoisie), dieser Frauen-sind-unschuldig-arglose-Opfer-der-bösartigen-Tätermänner findest sich bereits in dem „Manifest der Rotstrümpfe“, 1969 verfasst und veröffentlicht in den USA von einer Gruppe radikaler Feministinnen (u.a. Shulamith Firestone).

        http://www.redstockings.org/index.php?option=com_content&view=article&id=76&Itemid=59

        Vieles von dem im Manifest Angesprochenen ist mittlerweile Teil des kulturellen Mainstreams der akademischen Eliten des Westens, zumindest jener, die die veröffentlichte Meinung produzieren.und damit Politik motivieren.

        Einige Zitate:

        *II Women are an oppressed class. Our oppression is total, affecting every facet of our lives. We are exploited as sex objects, breeders, domestic servants, and cheap labor. We are considered inferior beings, whose only purpose is to enhance men’s lives. Our humanity is denied. Our prescribed behavior is enforced by the threat of physical violence.

        III We identify the agents of our oppression as men. Male supremacy is the oldest, most basic form of domination. All other forms of exploitation and oppression (racism, capitalism, imperialism, etc.) are extensions of male supremacy: men dominate women, a few men dominate the rest. *

        Die Erbsünde der feministischen Religion haust allein in Männern, ist MÄNNLICH.

        Wenn ich das wirklich glaube, dann ist die Umerziehung der Männer, ihre Erlösung von der Männlichkeit durch die heilsbringende Frau, nur konsequent, sind sie doch schuld an JEDER sich aus der primären, uranfänglichen Unterdrückung der Frau sich ergebenden Folgeunterdrückung (Kapitalismus, Krieg).

        So, wie sie heute versucht wird mittels einer feministisch indoktirinierten Pädagogik, vom Kindergarten an.

        Zum Schaden der Jungen, auf denen der böse Verdacht lastet, dass, erzöge man sie nicht um, sie sich automatisch zu Frauenausbeutern und -unterdrückern entwickeln würden.

        Denn sie tragen ja die Erbsünde der Männlichkeit in sich, von der allein das Sakrament der feministischen Umerziehung sie befreien kann.

        Sie wachsen auf in einem latenten Klima bösartiger Misandrie, das ihre gesamte Umwelt durchdringt (Kindergarten, Schule, Medien).

        Das ist die Luft, die sie atmen: feministisches Miasma.

        Eine weitergehende Möglichkeit, die Welt von männlicher Suprematie zu befreien ist natürlich die Reduzierung des männlichen Anteiles an der Weltbevölkerung auf 10 %: Mary Daly, Sally Miller Gearhart)

        Oder ihre biologisch-gentechnische Modifizierung, wie hier unter radikalen Feministinnen diskutiert (neben der Ermordung männlicher Säuglinge oder der selektiven Abtreibung männlicher Kinder in den Kommentaren):

        http://radicalhub.wordpress.com/2011/10/04/radical-feminism-in-the-21st-century/

        Oder ihre weitgehende Ausrottung (Valerie Solanas)

        Weiter:

        * Men have controlled all political, economic and cultural institutions and backed up this control with physical force. They have used their power to keep women in an inferior position. All men receive economic, sexual, and psychological benefits from male supremacy. All men have oppressed women. *

        Da wird klar, warum es eine Rape Culture geben MUSS, warum bei häuslicher Gewalt nur männliche Täter existieren dürfen, warum weibliche Gewalt als defensiv dargestellt werden muss,als reaktiv: Der primäre Aggressor ist IMMER der Mann, er ist nie unschuldig, im Gegensatz zur Frau Das ganze Konzept der hegemonialen Männlichkeit ist hier schon vorgeprägt.
        Da ist es auch nur konsequent, allmählich zur Beweislastumkehr überzugehen, wie sie von Jessica Valenti oder Nadine Lantzsch offen gefordert wird.

        *IV. Attempts have been made to shift the burden of responsibility from men to institutions or to women themselves. We condemn these arguments as evasions. Institutions alone do not oppress; they are merely tools of the oppressor. To blame institutions implies that men and women are equally victimized, obscures the fact that men benefit from the subordination of women, and gives men the excuse that they are forced to be oppressors. On the contrary, any man is free to renounce his superior position, provided that he is willing to be treated like a woman by other men.*

        Hier wird klar, warum Frauen Opfer sein MÜSSEN. Sonst bricht das ganze ideologische Konstrukt zusammen.
        Allein Männer sind (Übel-)Täter.

        Es wird auch klar, warum Männer keine Opfer sein können, nicht unter Diskriminierungen leiden können.

        Die Unschuld der Frauen, ihre Freiheit von Erbsünde als Opfer:

        *We also reject the idea that women consent to or are to blame for their own oppression. Women’s submission is not the result of brain-washing, stupidity or mental illness but of continual, daily pressure from men. We do not need to change ourselves, but to change men. *

        Frauen können niemals Männer unterdrücken/ausbeuten. Fühlen sich Männer von Frauen unterdrückt/ausgebeutet, ist das eine Lüge, die nur dazu dient, von ihren Privilegien abzulenken, diese zu verteidigen, ein wasserdichtes Wahnsystem, immunisiert gegen jede Kritik:

        *The most slanderous evasion of all is that women can oppress men. The basis for this illusion is the isolation of individual relationships from their political context and the tendency of men to see any legitimate challenge to their privileges as persecution. *

        Die Zurückeisung objektiver Wissenschaft, die korrigierend eingreifen könnte:

        *V We regard our personal experience, and our feelings about that experience, as the basis for an analysis of our common situation. We cannot rely on existing ideologies as they are all products of male supremacist culture. We question every generalization and accept none that are not confirmed by our experience. *

        Lucias „Hau-wech-Epistemologie“, bereits 1969 formuliert.

        *The first requirement for raising class consciousness is honesty, in private and in public, with ourselves and other women. *

        Wenn Feminismus eines nicht ist, dann intellektuell ehrenhaft.

        Er ist nicht satisfaktionsfähig.

        Wie könnte er es denn auch sein bei diesem proklamierten Solipsismus.

        Feminismus ist eine in ihrer Bösartigkeit massiv unterschätzte Ideologie.

      • Es ist für mich offensichtlich, dass dem militanten und gewaltbereiten Rechtsradikalen nur sehr bedingt mildernde Umstände angerechnet werden. Der Nazi gilt in der BRD, und nicht nur dort, als der Archetyp des Bösen auf der politischen Ebene. Das Abgrenzungsbedürfnis gegen diesen Typus des politisch Aktiven ist wie ein pawlowscher Reflex: Autobahn geht gar nicht!

        Ich vermute, dass in einer ersten Phase der Aufarbeitung das Abgrenzungsbedürfnis alles andere überwiegt. „Die sind ganz und gar nicht so wie wir!“.

        Sehr eindrücklich waren die Reaktionen auf die Morde Breiviks. Das AbgrenzungsRITUAL führte zu den seltsamsten Interpretationen.

        Dieses ausgeprägte Abgrenzungsbedürfnis führt manchmal zu skurilen Ergebnissen. So wird von der Linken in der BRD in auffälliger Weise vermieden, die USA eine Plutokratie zu nennen, weil Göbbels in seiner Propaganda die USA und ihre Führer als Plutokraten bezeichnete. Die eigentliche Frage, ob es berechtigt ist, die USA eine Plutokratie zu nennen, darf erst gar nicht gestellt werden. Es dürfen da absolut keine Gemeinsamkeiten suggeriert werden. Das Böse muss vollständig ausgegrenzt werden und es muss als absolut böse dargestellt werden.

        Haben wir uns alle unserer Rechtschaffenheit versichert und dargelegt, dass wir so ganz und gar anders sind und rein gar nichts mit diesen Gesellen gemein haben, dann erst, in einer zweiten Phase der Aufarbeitung, oder nennen wir es besser Ritual, kann auf die sozialen Umstände der Verbrecher fokussiert werden. Dies erst schliesst dann die Möglichkeit von strafmildernden Umständen, eine Relativierung des Bösen mit ein.

        In dieser zweiten Phase des Rituals kann dann auf das „männlich hegemoniale Umfeld“, auf das „ausgeprägt heteronormative Selbstverständnis“ der Rechtsradikalen, auf die Verschränkungen von „tradiertem männlichen Selbstverständnis“ und „Homophobie, Xenophobie, männlichem Hegemoniestreben, Sexismus und Unterdrückung der Frauen“, kurzum die gesamte „heteronormative Matrix“ aus dem Ärmel gezogen werden. Für Staro einfach: Patriarchat ist, wo für alles Böse macht oder so ähnlich. Damit ist das Weltbild dann wieder im Lot. Urgrund alles Bösen ist das Männliche an sich. Damit ist das Böse dahin geschoben, wo es gemäss feministischer Auffassung hingehört: zum Männlichen hin.

        Ich empfehle die nächste Ausgabe der OMMA zu lesen. Da werden sie geholfen.

        Die Frage ist doch: Töten Frauen in Matriarchaten oder nicht. Wenn nein, wer tötet dann und warum.

        Frauen verstehen es vorzüglich, Männer zu manipulieren und sie sich für ihre Zwecke dienstbar zu machen. Die Geschichte ist voll von Frauen dieses Typus. Aber es muss gar nicht in die Vergangenheit zurückgeblendet werden. Die Etablierung vulgärfeministischer Auffassungen in fast allen Parteien wäre ohne die Unterstützung von Männern nicht möglich gewesen.

        Wie ich schon mehrfach darlegte, ist dieses Verhalten von Männern und Frauen die Transformation des tradierten Geschlechterverhältnisses in die Postmoderne. Da es an tradierte Vorstellungen anknüpft und diese nicht in Frage stellt, konnte sich feministisches Gedankengut breit etablieren, auf der Linken wie auch auf der Rechten.

        Von einer psychologischen Warte aus gesehen ist der Feminismus bei uns zu tiefst bürgerlich geprägt. Die Verwirklichung erfordert allerdings staatliche Regulierungen zu Gunsten der Frauen, da die feministischen Forderungen wesentlich auf die ökonomische Privilegierung der Frauen zielt.

        Feminismus bekämpft seine selbstgebastelte Entindividualisierung.

        Amüsieren wir uns einfach an den Widersprüchlichkeiten, die dieses hoffnungslose Ansinnen gebiert.

      • @Meister Roslin
        „„Man kann nicht in Unschuld regieren!“
        … es gilt prinzipiell für jede Form der Machtausübung. Sie unterscheiden sich nur im Grad des Schuldigwerdens. Das allerdings erheblich. Jede Form der Weltgestaltung bedingt ein Schuldigwerden.“

        Ja, genau so. Mit allen Teilen der Aussage. In Unschuld geht nicht – aber es gibt erhebliche Unterschiede im Grad des schuldig werdens. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob eine Schuld bewusst in Kauf genommen wird, um eine größere Schuld zu vermeiden. Oder ob ich absichtlich auf Schädigung anderer setze – z.B. aus ideologischen Motiven.

        „Da Männer mehr offensichtliche Weltgestaltung geleistet haben, sind sie das schuldigere Geschlecht.“
        Und auch dies ist richtig.

        Der Feminismus aber glaubt in seinem manichäichem Weltbild, hier einfach eine gedankliche Setzung vornehmen zu können: Frau = gut ; Mann = böse. Und leitet daraus ab, dass nur die Frauen die Macht übernehmen müssten, woran sie bislang von den „bösen“ Männern gehindert würden, und alles, aber auch wirklich alles würde gut.

        Das ist eine Märchen-Denkweise. Die Kleinkindern angemessen ist. Mir 4 Jahren darf man so etwas noch glauben. Wer das mit 40 noch glaubt, wie unsere Staro hier mit ihrem frei fluktuierenden Wortdurchfall, gehört in therapeutische Behandlung. Da ist ein wichtiger Schritt zum erwachsen-werden verweigert worden. Da agieren Kinderseelen.
        Und Kinderseelen neigen zum Psychoterror, wenn man ihnen nicht adäquate Grenzen setzt.

      • „Da Männer mehr offensichtliche Weltgestaltung geleistet haben, sind sie das schuldigere Geschlecht.“

        @ Meister Roslin, virtual-cd

        Kann man so sehen. Konsequenterweise muss den Männern aber dann auch der Haupteil des Verdienstes an allem, was gut ist in modernen Gesellschaften zugesprochen werden.

      • @Nick

        „DU HAST DEN INTERSEKTIONALISMUS NICHT VERSTANDEN!“

        Klar, man kann in einem Punkt privilegiert sein, in einem anderen Punkt nicht und dann diskriminiert (Die weiße Frau ist gegenüber der farbigen privilegiert, was Rasse angeht)
        Aber wie das genau die Geschlechterrollen aufhebt erschließt sich mir nicht. Innerhalb dieser Geschlechterrollen wäre es ja dann eher konsequent, wenn sie nicht Täter ist, sondern ihr Privileg über die Männer, passiv auslebt. Oder gelten die Geschlechterrollen in der Ebene nicht?

      • @ Peter

        *Kann man so sehen. Konsequenterweise muss den Männern aber dann auch der Haupteil des Verdienstes an allem, was gut ist in modernen Gesellschaften zugesprochen werden.*

        So ist es.

        Dann müsste man allerdings auch Frauen ihren – nicht geringeren, nur andersartigen,“unsichtabereren“ – Anteil am Postiiven (wie am Negativen) des Erreichten zubilligen.

        Das Dumme: Viele FeministInnen beanspruchen nur den Anteil am Positiven.

        Oder, genauso schädlich in der Auswirkung, sie wollen den positiven Anteil der Frau, den spezifischen Anteil der Frau gar nicht haben, weil sie wollen, dass Frauen = Männern sind.

        Das aber ist nicht der Fall: Männner und Frauen sind UNGLEICHARTIG, im Schnitt.

        Eigentlich wollen sie keine Frauen sein.

        Sie wollen im Grunde genommen die besseren Männer sein, leiden an ihrem Frausein.

        Da sie das nicht sein können, natürlicherweise nicht, da sie bei diesem Versuch kränkend häufig verlieren, häufiger als ihrem Selbstbewusstsein gut tut, suchen sie Schuld und finden sie in der unterstellten Bösartigkeit der Männer, die Frauen unterdrücken wollen, siehe das Rotstrümpfe-Manifest.

        Diese unterstellte Bösartigkeit/Unfairness der Männer, deren Unterdrückungsabsicht und -praxis, soll schuld sein daran, dass Frauen nicht gliech Männern sind, nicht etwa die Natur.

        So ist Feminismus, WEIL Frauen nicht die besseren Männer sein können, notwenidgerweise eine Ideologie, die die Männer, wenn man sie schon nicht erreichen/übertreffen kann bei den Funktionen, auf die hin das männliche Geschlecht optimiert wurde, wenigstens kleinreden muss.

        Was man nicht erreichen kann, weil man auf Anderes hin optimiert wurde, muss man diffamieren, entwerten.

        Das, worauf hin Frauen optimiert wurden, wollen Feministinnen nicht haben – Kinder gebären, nähren, aufziehen, betrachten diese besonderen Stärken der Frauen sogar als besonders boshafte Einschränkung ihrer Chance, die Männer im Sachen Kompetition, Ressourchenbeschaffung, Innovation zu übertreffen.

        So ist Feminismus in weiten Teilen eine Ideologie des Neides und der üblen Nachrede, konsequenterweise, verdammt dazu, eine Männerbehinderungs – und -einschränkunspolitik zu fordern und durchzusetzen, um Gleichstellung des Ungleichartigen zu erreichen.

        Mit Feminismus ist Gleichberechtigung nicht zu machen.

        Denn die führte ja in Freiheit nur zum Sichtbarwerden der Ungleichartigkeit der Geschlechter.

      • @Christian:

        Klar, man kann in einem Punkt privilegiert sein, in einem anderen Punkt nicht und dann diskriminiert (Die weiße Frau ist gegenüber der farbigen privilegiert, was Rasse angeht)
        Aber wie das genau die Geschlechterrollen aufhebt erschließt sich mir nicht. Innerhalb dieser Geschlechterrollen wäre es ja dann eher konsequent, wenn sie nicht Täter ist, sondern ihr Privileg über die Männer, passiv auslebt. Oder gelten die Geschlechterrollen in der Ebene nicht?

        Frag´ mich nicht, dieses merkwürdige und simple lineare Gleichungssystem der Benachteiligungsachsen ist für mich Extremreduktionismus von sehr komplexen, vielschichtigen und multikausalen sozialen Phänomenen.

        Mir ging es eigentlich nur darum, dass es gemäß dieses Gleichungssystemes eigentlich keine weiblichen Volltäter geben kann, weil der weiße HetenCisMann demzufolge der einzige ist, der nicht „Quasi herrschaftliche Instrumente übernimmt“

        Aber guter Punkt, wenn ich dich richtig verstehe: Wie generiert/verteidigt denn nur die weiße Frau ihre Privilegien gegenüber dem schwarzen Mann?

        Innerhalb der traditionellen Geschlechterrollen muss, oder eigentlich besser:kann sie sich dazu DerMänner als „Täter“ bedienen, kann ihre Hände in Unschuld statt in Blut waschen. Die „Dividende“ wird aber selbstredend mit der Familie/Frau geteilt.

        Sie hat also das Privileg gegenüber dem weißen HetenCisMann, dass sie sich anderer bedienen kann um ihre Privilegien aufrecht zu erhalten, in etwa wie der weiße Bankchef, der sich keine Schießereien mit verzweifelten schwarzen Bankräubern geben muss. Das erledigen weniger privilegierte (schwarze?) Polizeibeamte. Objektifizierung, sozusagen. Der Bankchef könnte dann auch gut beklagen, dass 20 Polizisten den einen verzweifelten Bankräuber so brutal durchsieben.

        Sie hat so ein eminentes materielles Interesse an dem Geschlechterstereotyp „passive Frau“, und merkwürdigerweise kommt dieses Frauenbild historisch aus den Schichten, in denen die Frau die größte Dividende aus diesem „Geschäft“ hat.

      • ..
        Innerhalb dieser Geschlechterrollen wäre es ja dann eher konsequent, wenn sie nicht Täter ist, sondern ihr Privileg über die Männer, passiv auslebt.

        Das ist ja der Witz: Frauen sind anders Täter, üben anders Gewalt aus.

        Das kann z.B. beim NS sich so auswirken, dass sie von schönen SS-Uniformen und den „richtigen Männern“ darin schwärmt, an Schutzinstinkte durch ein Drama über den „ekligen Juden von nebenan“ appelliert oder bei der Blockwartsfrau „tratscht“. Oder ihren Mann „aufbaut“, der von Alpträumen und Zweifeln in Anbetracht der erlebten Gräultaten geplagt wird („Du tust das Richtige, denk´ an mich und unser Kind!“) Direktes Denunzieren war auch sehr beliebt.

      • @Christian:
        Die Darstellung als „andere Täter“ kritisiert man allerdings gerade

        Jaja, weil man eigentlich auch gar nicht kritisiert, dass weibliche Täter nicht wahrgenommen werden.

        Man kritisiert eigentlich, dass Frauen auch als Täterinnen unterdrückt werden („Sie werden erneut zu Objekten gemacht“ *schluchz*)

        Wobei ich auch denke, dass diese Darstellung häufig richtig ist

        Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass z.B. es auch sehr grausame KZ-Wärterinnen gab. Und es waren eher Männer, die diesen „Job“ schmissen.

        Insofern ist die Kritik an dem Stereotyp „andere Täter“ ja durchaus berechtigt.

        Ich glaube nicht, dass Frauen per se empathischer sind. Ihren „nächsten“ gegenüber vielleicht..

      • Christian

         „„Das ist ja der Witz: Frauen sind anders Täter, üben anders Gewalt aus.““

        Ich will ja hoffen! Wenn die Männer keine andere Reaktion registrieren können, wenn sie angesprochen werden…

  5. Vielleicht sollte jemand das Mädchenkaffeekränzchen auf die Selbstwidersprüchlichkeit feministischer Theorie hinweisen. Leider geht das nicht wegen der Zensurgewalt, die weibliche Täterinnen ausüben. Da soll noch mal jemand behaupten, Frauen seien nicht als (Mit-)Täterinnen in totalitären Regimen geeignet. Nein, das konnten/können sie ganz hervorragend.

    • Zehen

      „Vielleicht sollte jemand das Mädchenkaffeekränzchen auf die Selbstwidersprüchlichkeit feministischer Theorie hinweisen.“

      Vielleicht sollte jedem Buben ein Spieglein geschenkt werden?

  6. @Nick

    interessant wäre auch eine Wertung der Frauenforscher zu:

    die moderne, kapitalistische Leistungsgesellschaft mit sozialer Marktwirtschaft wäre ohne die Mitwirkung von Frauen nicht denkbar.

    Und das mit einer Darstellung als aktiv Handelnde und nicht als Spielball der Gesellschaft.

    • Christian

      „die moderne, kapitalistische Leistungsgesellschaft mit sozialer Marktwirtschaft wäre ohne die Mitwirkung von Frauen nicht denkbar.“

      Dahingehend hast Du vollkommen Recht aus meiner Sicht. Frauen werden z. B. durch die kirchliche Institution (ich rede von Institution, weil ich auch einzelne Pfarrer kenne, die dieses Monstrum in Person nicht darstellen) als Menschen zweiter Wahl (der dreifache Gott Vater, Sohn und hl. Geist ist definitiv männlich konnotiert) behandelt und trotzdem putzen sie die Kirche oder organisieren Kinder-Programm bei der Kirche (eine Fräundin sagte mir „Sie gehen zur Kirche, weil dort geheizte Räume fürs Beisammen-Sein vorhanden sind). Also, wenn ich länger darüber nachdenke, werde ich wie M. Dalys Position zur Kirche annehmen müssen. Sie hat lang sehr lange versucht, mit der Kirche zu kommunizieren (sozialisations-bedingt) und wurde zum Schluss ihrer Kariere als Mensch zur glühenden radikalen Kraft gegen die Verbrechens-Existenz dieser Institution (Hexen-Hammer-Kritik).

      • Hexen-Hammer-Kritik

        Hexenhammer-Adaption ist wohl der passendere Begriff für den menschenverachtenden, faschistioden Dreck solcher Feministinnen wie Mary Daly.

      • ..und du kannst dich gleich mit Heinrich Himmler zusammentun, wenn du meinst der Hexenhammer sei symptomatisch für die christlichen Kirchen.

        Bitte nicht nur tonnenweise hier was hereinkopieren, sondern auch mal ein einfaches Geschichtsbuch lesen.

      • Nick

         „Bitte nicht nur tonnenweise hier was hereinkopieren, sondern auch mal ein einfaches Geschichtsbuch lesen.„

        Kenne ich kein einfaches und vor allem wahrheits-behaftetes Geschichts-Buch im Patriarchat. Es sind für mich ideologische Klopse! Wie sollten auch im Patriarchat Geschichts-Bücher zugelassen werden, die das System an sich in Frage stellen, indem sie die Leser mit der Realität konfrontieren?

      • Sebamax

         „Wenn ich mir recht überlege…
        Wer sagt denn das diese Frauen Hexen waren?
        Wenn ich mir heute die Feministinnen so ansehe, dann kann ich mir schon vorstellen wieso diese Frauen verbrannt wurden“

        Wenn ich von dir hier nichts mehr lesen kann, wo soll ich dich suchen…

      • Wie sollten auch im Patriarchat Geschichts-Bücher zugelassen werden, die das System an sich in Frage stellen, indem sie die Leser mit der Realität konfrontieren?

        Blödsinn. Das kitschige Matriarchatsgeschmonz kann man seit über 100 Jahren überall nachlesen. Selbst der Hitler hat den Schmonz ausführlich gelesen.

        95% derjenigen, die sowas lesen schütteln befremdet mit dem Kopf, und der Rest meint das Buch was er gerade an einer von 1000 Stellen im Internet gefunden hat sei eigenlich verboten, er verfüge über das neuste, weltrettende Geheimwissen.

        Vollklatsche.

        EOD

      • Die Millionen von angelblichen Hexenopferzahlen sind lächerlich und größtenteils Nazipropaganda um eine angebliche Heidnische Arische Hexenreligion zu begründen. Das dumme ist nur wenn die Zahlen stimmen würden wär bei den Hexenverfolgungen die Gesamte Bevölkerung des hl. römischen Reiches ausgelöscht worden – zwei mal.
        Abgesehen davon traf es auch Männer und schließt die Opfer von Ketzerprozessen mit ein.

      • Wie sollten auch im Patriarchat Geschichts-Bücher zugelassen werden, die das System an sich in Frage stellen, indem sie die Leser mit der Realität konfrontieren?

        Liebe Staro:

        konfrontier Du dich doch mal mit der Realität ausserhalb deiner Gummizelle.

      • Peter

         „Liebe Staro:
        konfrontier Du dich doch mal mit der Realität ausserhalb deiner Gummizelle.“

        Lieber Peter, soll ich Dich in deiner Gummizelle besuchen?

      • Sebamax

         „@Staro
        Am Marktplatz, mit ner Fackel in der Hand,,,Übrigens…wieso lässt man Klappsmühlen-Patienten wie dich eigentlich ans Internet?“

        Damit sie an Ihresgleichen treffen?

      • Omti

        „Das dumme ist nur wenn die Zahlen stimmen würden wär bei den Hexenverfolgungen die Gesamte Bevölkerung des hl. römischen Reiches ausgelöscht worden – zwei mal.“

        Tja, ich sage lieber nichts dazu.

      • Durch die Inquisition sind in ganz Europa maximal 50000 Menschen umgebracht worden. Das sind allerdings nicht nur der Hexerei bezichtigte sondern ebenso Häretiker. Es ist immer noch eine üble Zahl, aber wenn man sich den Zeitraum anguckt, dann streckt sich das doch schon.
        Das sind definitiv nicht die 6-9 Millionen Frauen die Feministinnen gerne als Hexen ermordet sehen würden in ihrem Treiben sich als das ewige Opfer-Geschlecht darzustellen.

      • Vermutlich sind die Zahlen über die Gesamtbevölkerung im hl. römischen Reich gefälscht.

        Staro verfügt über Geheimwissen, das sie nicht verraten kann: Die PIA (Patriachal Intelligence Agency) hat sich schon an ihre Fersen geheftet.

      • Nick

         „Hexenhammer-Adaption ist wohl der passendere Begriff für den menschenverachtenden, faschistioden Dreck solcher Feministinnen wie Mary Daly.“

        Wann hast du Nick zuletzt deinen Dreck von deiner weißen Weste abgeklopft? Die Katholischen gehen zur Beichte!

      • @Staro

        Deine Vorhalte gegen die Kirche und ihre Konstruktion der Geschlechter gehen in der Hinsicht meiner Meinung nach bereits fehl, weil die Kirche (evanglisch und Katholisch) viele Punkte der Bibel aufgegeben hat und ihr Bild modernisiert hat, zumindest im Basisbereich.

        Was mich hier aber immer wieder stört, ist, dass übersehen wird, dass Frauen es in der Hand haben, wie die Kirchen sich ausrichten. Es steht den Frauen frei aus allen von ihnen als sexistisch wahrgenommen Kirchen auszutreten und – wenn sie meinen, dass ein Bedarf besteht – eine neue Kirche zu gründen oder in eine weniger sexistische einzutreten.

        Das erfolgt aber nicht. Frauen bilden auf vielen Ebenen der Kirche heute einen wichtigen Bestandteil der Struktur der Kirche und unterstützen diese mit ihrer Kirchensteuer.

        Wenn die Frauen lieber Hexen sein wollen: Nur zu, tretet aus und werdet Hexen. Schafft eine grobe Struktur, einen Zentralverband, stellt euch wie die Piraten auf jeden Marktplatz, unabhängig vom Wetter und macht Werbung, hebt das Argument hervor, dass ihr Frauenfreundlich seid und für ein moderneres, unabhängigeres, stärkeres Frauenbild eintretet.

        Oder macht Werbung dafür, dass die Frauen zumindest aus der katholischen kirche austreten und in die evangelische Kirche eintreten. Ich habe hier schon einmal etwas unter „Das Paradoxon katholischer Frauen“ geschrieben. In der evangelischen Kirche stehen Frauen alle Ämter offen (meine ich), sie können sie daher nach belieben umgestalten, wenn sie dort die absolute Mehrheit stellen. Da Kinder meist in der Religion der Mutter getauft werden ist auch der Übergang hin zu einer weiteren Vormachtstellung dieser dann frauenfreundlichen Religion gut zu gestalten.

        Oder gründet eine neue christliche Kirche, die den patriarchalischen Ballast abwirft.

        Warum machen das die Frauen nicht, wenn der Leidensdruck entsprechend hoch ist?

      • @ Christian

        *Warum machen das die Frauen nicht, wenn der Leidensdruck entsprechend hoch ist?*

        Weil sie gerne leiden?

        Um dann DEN Männern (den konkreten in ihrem Leben, wenn’s da keine erfolgversprechenden Kandidatren gibt, DEM abstrahiierten Mann als Patriarchat/der Männlichkeit) die Schuld an ihrem Leiden geben zu können, um Hilfe rufen zu dürfen als OPFA?

        Erst ist da das Leiden, an sich, an der Welt, an Gott, an den Männern – ach, an eigentlich an allem.

        Das Leiden muss ja einen Grund haben, kann ja nicht einfach so da sein, bruacht also einen Verursacher.

        Da die Selbstliebe verbietet, sich selbst für verantwortlich zu halten – frau ist ja OPFA, empfängt, erträgt, erduldet, ihr wird zugewiesen, sie wird gedrängt, verführt, getäuscht, belogen, betrogen, beleidigt, eigentlich permanent vergewaltigt – wer bleibt denn da noch als Schuldiger übrig?

        Gibt ja nicht mehr viel, den frau für ihre Misere verantwortlich machen könnte außer Gott und den Männern.

        Selbst eine Kirche gründen?

        Bist Du verrückt?

        Das artete ja in Arbeit aus: Selber predigen, selber Geld einwerben, selber hinstehen und das Ding von Grund auf organisieren/aufbauen mit allen Risiken des Scheiterns, es gegen Konkurrenz verteidigen?

        Hör mal: DAS IST STRESS!

        Aber Stress pur!

        Viel bequemer ist es, in ein schlüsselfertiges Haus einzuziehen, das zu bauen Aufgabe der Männer ist – dazu sind sie ja da.

        Und sich dann zu beklagen, dass die Dummdödel nicht frauengerecht gebaut haben.

        Sollen sie’s doch umbauen, die Trottel.

        Stetes Nörgeln höhlt den Mann.

        Na ja, was kann frau von Männern schon erwarten.

      • Alexander

         „Weil sie gerne leiden?
        Um dann DEN Männern (den konkreten in ihrem Leben, wenn’s da keine erfolgversprechenden Kandidatren gibt, DEM abstrahiierten Mann als Patriarchat/der Männlichkeit) die Schuld an ihrem Leiden geben zu können, um Hilfe rufen zu dürfen als OPFA?“

        Du als Katholik müsstest Du die Grundlagen Deines Gottes kennen. Bibel kannst Du lesen?

        Bezeichnen sich Frauen selbst explizit als Opfer, oder wurden religiöse Weiblichkeits-Konstruktionen aufgestellt, die dies heiligen? Frauen haben Bibel nach meiner Kenntnis nicht zusammengefasst!

      • @staro
        „Bezeichnen sich Frauen selbst explizit als Opfer, oder wurden religiöse Weiblichkeits-Konstruktionen aufgestellt, die dies heiligen? Frauen haben Bibel nach meiner Kenntnis nicht zusammengefasst!“
        Das nicht, aber sie haben massgeblich dazu beigetragen, das sich das Christentum so rasant verbreitet hat. Es waren Frauen, die die Kinder im Christlichen Glauben erzogen haben, die Männer hingegen waren in den meisten fällen noch den alten Göttern anhängig. Hatten aber in sachen der Erziehung nichts zu sagen.

      • Christian

         „Deine Vorhalte gegen die Kirche und ihre Konstruktion der Geschlechter gehen in der Hinsicht meiner Meinung nach bereits fehl, weil die Kirche (evanglisch und Katholisch) viele Punkte der Bibel aufgegeben hat und ihr Bild modernisiert hat, zumindest im Basisbereich.“

        Das erinnert mich an Papalapap…

        Und wenn Du gar nicht glaubst, mit „Christentum“ nichts zu tun hast und deine Mutter auch nicht gläubig war, und so weiter und sofort… Wird Dir nicht langsam schwindelig? Haben wir nicht alle die gleiche Verfassung in Deutschland? Leben wir nicht im „christlich“ fundierten Europa? Auf versuchtem Boden kriegst Du keine gesunde Pflanzen zu wachsen. Zuerst müsste der Boden in einem entsprechenden Zeit-Rahmen entseucht werden. Auf das Ausmaß der Verseuchung der Erde will ich hier jetzt nicht eingehen.
         „Was mich hier aber immer wieder stört, ist, dass übersehen wird, dass Frauen es in der Hand haben, wie die Kirchen sich ausrichten. Es steht den Frauen frei aus allen von ihnen als sexistisch wahrgenommen Kirchen auszutreten und – wenn sie meinen, dass ein Bedarf besteht – eine neue Kirche zu gründen oder in eine weniger sexistische einzutreten.“

        Du musst an sich ein witziger Mensch sein. Eine Entscheidung ist nicht nur einfach eine rationale Erwägung. Verstand „paart sich“ mit Gefühlen und alles zusammen ist nicht eindimensional und gradlinig. „Neue Kirche“ kann Hoffnungsschema eines gebeugten Mannes sein. So in der Art, wenn ich schon da nicht weiter profitieren kann, soll was Neues her! (Scheidungs-Einsicht?)

        „Frauen bilden auf vielen Ebenen der Kirche heute einen wichtigen Bestandteil der Struktur der Kirche und unterstützen diese mit ihrer Kirchensteuer.“

        Habe ich schon immer gesagt: wenn die Frauen als ein Kollektiv von der Kirche befreit werden, wird es die Kirche nicht mehr geben. Sehe Dir die Jesus-Sozialisation an. Frauen haben ihn geliebt und waren schon damals diejenigen, die den „Sumpf“ aufrecht gehalten haben.

        „Schafft eine grobe Struktur, einen Zentralverband, stellt euch wie die Piraten auf jeden Marktplatz, unabhängig vom Wetter und macht Werbung, hebt das Argument hervor, dass ihr Frauenfreundlich seid und für ein moderneres, unabhängigeres, stärkeres Frauenbild eintretet.“

        Suchst Du Dumme und Naive?

        „In der evangelischen Kirche stehen Frauen alle Ämter offen“

        Genau. Sie geraten vom Regen in die Traufe. – Ich persönlich glaube nicht, dass ein göttliches Wesen – insofern es eins geben soll – ein dreifacher Mann ist. Solche Phantasie habe ich nicht.

         „Warum machen das die Frauen nicht, wenn der Leidensdruck entsprechend hoch ist?“

        Wie willst Du den Leidensdruck des Anderen ermessen?

      • Wie willst Du den Leidensdruck des Anderen ermessen?

        Die biblischen Schmerzen Mariää Dolores sind selbstverständlich unermeßlich *schluchz*

        Wozu bräuchtest du auch eine neue Kirche, wenn du in der alten so schön aufgehoben bist.

        Wenn du die Bibel weglegen würdest, dann hättest du ja keine Anklage mehr.

        Auf versuchtem Boden kriegst Du keine gesunde Pflanzen zu wachsen. Zuerst müsste der Boden in einem entsprechenden Zeit-Rahmen entseucht werden.

        Das ist Nazi-Terminologie.

        Wie die von dir verehrte Mary Daly sich die „Entseuchung“ vorstellt haben wir gelesen.

        Wir werden euch notfalls mit tödlicher Gewalt daran hindern, das gebietet die Verfassung.

        So, nun husch husch zurück ins Körbchen, und dort weiter über die „patriarchalen Verhältnisse“ gejammet, die dich mit brutaler Gewalt daran hindern, die Gesellschaft zu „entseuchen“.

    • @Christian:

      Und das mit einer Darstellung als aktiv Handelnde und nicht als Spielball der Gesellschaft.

      In der Tat: Warum soll es beim Rechtsradikalismus plötzlich anders sein als beim Kapitalismus?

      Es ist eben so schön: Die rechtsradikalen Frauen sind auf merkürdige art ausnahmsweise keine OpferFrauen. Die „Achsenkategorien“ der Benachteiligung sind dann plötzlich außer Kraft gesetzt, sie sollen ja im gleichen Maße Täter sein wie die HetenCisMänner.

      Also ein hervorragendes Alibi dafür, dass man doch auch angeblich weibliche Täterschaft sehe. Gleichzeitig lassen sich rechtsextreme Frauen sehr schön als „andere Frauen“ markieren.

      „Externalisierung“ sagt der Psychologe dazu, glaube ich.

      • Nick

        o „Es ist eben so schön: Die rechtsradikalen Frauen sind auf merkürdige art ausnahmsweise keine OpferFrauen. Die „Achsenkategorien“ der Benachteiligung sind dann plötzlich außer Kraft gesetzt, sie sollen ja im gleichen Maße Täter sein wie die HetenCisMänner.“

        Opfer und Täter müssen (glaube ich) mit den eigenen Handlungsweisen konfrontiert werden – und dies funktioniert auf natürliche Art und Weise wunderbar! Dass Patriarchen die Göttlichkeit künstlich für sich beanspruchen und die ganzen Gruppe mit ihren Religions-Vorschriften zu kontrollieren dürfen glauben, ist eine andere Sache. Ich hoffe, die radikalen Feministinnen schaffen es… (ein Punkt darunter zu setzen!)

      • @Nick

        „Warum soll es beim Rechtsradikalismus plötzlich anders sein als beim Kapitalismus?“

        Ich sehe da auch keine anderen Kräfte, die es Frauen bei Rechtsradikalismus gerade ermöglichen die Rollen zu durchbrechen, beim Kapitalismus aber nicht.
        Zumal der Kapitalist ja auch ein Interesse daran hat, leistungsstarke Frauen „auszubeuten“. Eigentlich müsste er ja den Patriarchen so langsam entgegenarbeiten.

    • Ghandi hat mal gesagt:

      Ein Volk lässt sich nie auf Dauer unterdrücken, wenn es nicht bei der eigenen Unterdrückung mitmacht.

      Der Begriff Volk lässt sich natürlich auch erweitern.

    • Christian

      Ps.:

      1. „@zhen
      mich würde interessieren wie du nach wie vor behaupten kannst nicht frauenfeindlich zu sein bei den von dir geäußerten generellen Abwertungen. Das ist aus meiner Sicht extrem unlogisch.“

      Frag mal Alexander, wie er zum Katholiken wurde. Frage Imion wie er ständig die Rebellion gut findet… Vielleicht haben diese Jungs auch Schwester und können Dir auch was dazu sagen, wie so und nicht anders werden. Männer-Hass, Frauen-Hass Hunde-Hass u.s.w. sind keine individuellen Reaktionen lediglich an die bestimmte Person gekoppelt oder an das Geschlecht an sich, sondern eintrainierte Phänomene.

      Hast Du wegen St. Gallen und H. Göttner-Abendroth schon gehört?:

      „Georg Otto Schmid von der evangelischen Sekteninformationsstelle relinfo.ch äusserte sich ebenso negativ wie Martina Schäfer vom Fachkreis «Neue religiöse Bewegungen» des Evangelischen Kirchenbundes [über das matriarchale Kongress in St. Galen].

      ..

      So begründeten die Archäologin Brigitte Röder und der Religionswissenschafter Christoph Uehlinger Zweifel an einem historisch nachweisbaren Matriarchat.“

      Zweifeln an der Existenz des Matriarchats, das heutzutage noch zwar nur punktuell aber real vorhanden ist (Vertreter bestimmter matriarchal organisierter Gemeinschaften sprechen so über sich selbst), soll der kirchlichen und wissenschaftlichen Wahrheit letzter Tropfen sein? Zweifeln an sich ist verständlich und die Presse soll weiträumig berichten. Zweifeln sollen aufgegriffen werden. Die Presse durfte auch bei dem Kongress dabei sein und berichten…

      Ich persönlich (und nicht nur ich) habe meine Zweifel an der Wissenschaft und der Kirche, und kann die Sekten-Beauftragte gut verstehen. – wenn auch nicht so wie z. B. Alexander. Sie sind Vertreter des aus meiner Sicht jahrtausende-lang grauenden Betriebes, der die Spiritualität des Menschen religiös binden versucht.

      • @staro
        Das Problem ist, das Matriachate Geschichtlich für Europa nicht nachgewiesen werden können. Und das meiste darauf hindeutet, das diese nicht existiert haben. Genausowenig wie die Jahrtausendelange Unterdrückung. Im Matriachat drückt sich nur der Wunschtraum nach einer Utopie aus, einer Utopie, die es so schon im Katholizismus, im Faschismus und im Kommunismus gegeben hat, nur auf die jeweiligen Menschen zugeschnitten. Alle drei versprachen das Paradies auf Erden.

        Ich bin gerne ein Rebell.

      • Hast Du wegen St. Gallen und H. Göttner-Abendroth schon gehört?:

        „Georg Otto Schmid von der evangelischen Sekteninformationsstelle relinfo.ch äusserte sich ebenso negativ wie Martina Schäfer vom Fachkreis «Neue religiöse Bewegungen» des Evangelischen Kirchenbundes [über das matriarchale Kongress in St. Galen].

        Tja Staro, dieser Trullala wurde durch (patriarchale) Steuergelder teilfinanziert. Auch durch meine Steuergelder, da ich in St.Gallen wohne! Ich frage mich, ob nächstens auch Scientology oder andere Sekten mit öffentlichen Geldern finanziert werden.

        Sag bloss, Du warst in St.Gallen! Bitte, bitte, kommt nicht mehr hierher! Macht eure Kongresse doch in der Wüste Gobi oder der Antarktis. Meinen Segen habt ihr. Und finanziert euch selbst.

      • Imion

        „@staro
        Das Problem ist, das Matriachate Geschichtlich für Europa nicht nachgewiesen werden können.“

        Willst Du mich veräppeln? Ein Europäer kann heutzutage nicht über die eigenen Grenzen hinausschauen? Und übrigens, bei uns gibt es auch matriarchale Elemente zu entdecken.

        „Im Matriachat drückt sich nur der Wunschtraum nach einer Utopie aus“

        Dieser Wunsch beflügelt sicherlich die „Matriarchats-Bewegung“. Und sicherlich sind nicht alle ihre Verfechter hundertprozentig matriarchal korrekt. Wer, der patriarchalisch sozialisiert wurde, kann für sich matriarchale Reinheit beanspruchen? Die matriarchal lebende Gruppen sind auch nur Menschen, die lieben hassen, denken und verdrängen können. Fehler-Machen ist diesen Menschen mit Sicherheit auch eigen. Für mich als Soziologin ist die Frage wichtig: Welche systematische Elemente beinhalten diese Gruppen? Menschen in diesen Gruppen werden von den Kindes-Beinen (so heißt es in Deutsch oder?) andere Prinzipien vermittelt als bei „uns“, z. B. Jetzt war ich am Markt einkaufen. Eine Frau mit vollen Taschen „kämpft“ mit ihrem Fahrrad und sagt zu dem kleinen Jungen, der wahrscheinlich ihr Sohn war: „Gib mir bitte die Tasche da.“ Nö! sagt er. Die Vorgeschichte jetzt dahin gestellt: Wir nehmen an, diese Frau hat matriarchale Überlegungen angestellt und möchte verantwortlich und liebevoll mit ihrem Kind umgehen. Sie ist gestresst und hat kaum Zeit. Wie kann sie jetzt in dieser Situation dem Kind gegenüber autentisch „Matriarchat“ vorleben?

      • @staro
        „Willst Du mich veräppeln? Ein Europäer kann heutzutage nicht über die eigenen Grenzen hinausschauen? Und übrigens, bei uns gibt es auch matriarchale Elemente zu entdecken.“
        Was interessieren mich als Europäer Matriachate in Vorderasien? Wo sind die Belege, das diese Matriachate auch hier existiert haben, wie ihr so gerne behauptet?Nirgends.

        „Wie kann sie jetzt in dieser Situation dem Kind gegenüber autentisch „Matriarchat“ vorleben?“
        Eben, es ist wie im Realsozialismus, ne nette Idee, aber nicht umzusetzen. Genauso wie im Christentum. Es ist und bleibt eine Utopie. Und wer klammert sich daran? Diejenigen, die nicht in der Lage sind, selbständig zu denken und zu handelnt, diejenigen, die immer jemanden brauchen, der ihnen hilft, diejenigen, die zu faul oder zu imkompetent sind, um selbständig etwas auf die Beine zu bringen. Und die Frauen der letzten Jahrhunderte würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sehen könnten, das es heutzutage ihre Töchter sind, auf die das zutrifft. Danke an den Feminismus, der dazu führte, das Frauen volkommen unselbständig sind, durch das ständige in Watte hüllen.

      • @Peter
        „Sag bloss, Du warst in St.Gallen! Bitte, bitte, kommt nicht mehr hierher! Macht eure Kongresse doch in der Wüste Gobi oder der Antarktis. Meinen Segen habt ihr. Und finanziert euch selbst.“
        Ach weißt du – St. Gallen oder sonstwo – der Ort wäre mir egal. Dass muss man(n) ertragen. Nur die Forderung: Finanziert euch gefälligst selbst! die möchte ich doch noch einmal dick unterstrichen wissen.

      • Peter

        „Tja Staro, dieser Trullala wurde durch (patriarchale) Steuergelder teilfinanziert. Auch durch meine Steuergelder..“

        Endlich wurde mit Deinem Geld etwas Vernünftiges unterstützt!

        „Ich frage mich, ob nächstens auch Scientology oder andere Sekten mit öffentlichen Geldern finanziert werden.“

        Wenn Du sie an dich heranziehst, kommen sie.

        „Sag bloss, Du warst in St.Gallen! Bitte, bitte, kommt nicht mehr hierher!“

        Das hört sich so doppelt-botschaftlich. Hättest Du mich gerne wiedergesehen hä?

      • Imion

        „Was interessieren mich als Europäer Matriachate in Vorderasien? Wo sind die Belege, das diese Matriachate auch hier existiert haben, wie ihr so gerne behauptet?Nirgends.“

        Lese bei M. Gimbutas nach.

        „Eben, es ist wie im Realsozialismus, ne nette Idee, aber nicht umzusetzen. Genauso wie im Christentum.“

        Die Idee mit dem Realsozialismus habe ich als Kind in der polnischen Gesellschaft schon nicht gut gefunden. Weißt Du, Sozialismus und Kapitalismus sind so quasi zwei patriarchale Brüder, die die Frauen im besten Fall als Mütter ehren. Im schlimmsten Fall würden sie die „stürmmigen“ Frauen als Hexen beseitigen! Sehe Imion: Frau ist einfach im Patriarchat nur ein Wesen zweiter Wahl.

        „Diejenigen, die nicht in der Lage sind, selbständig zu denken und zu handelnt, diejenigen, die immer jemanden brauchen, der ihnen hilft, diejenigen, die zu faul oder zu imkompetent sind, um selbständig etwas auf die Beine zu bringen..“

        Danke, dass Du aufzeigst, wie weit wir gesellschaftlich sind.

      • @staro
        „Die Idee mit dem Realsozialismus habe ich als Kind in der polnischen Gesellschaft schon nicht gut gefunden. Weißt Du, Sozialismus und Kapitalismus sind so quasi zwei patriarchale Brüder, die die Frauen im besten Fall als Mütter ehren. Im schlimmsten Fall würden sie die „stürmmigen“ Frauen als Hexen beseitigen! Sehe Imion: Frau ist einfach im Patriarchat nur ein Wesen zweiter Wahl. “
        Nein, ist sie nicht, wahr sie noch nie. Frauen werden über alles in den Himmel gelobt, werden in Watte eingepackt, es werden ihnen alle schweren Arbeiten abgenommen, sie werden umsorgt, versorgt, hofiert und umschwärmt. Von einem Wesen zweiter Wahl kann keine Rede sein. Frauen sind Überpriviligiert.

        „Danke, dass Du aufzeigst, wie weit wir gesellschaftlich sind.“
        Es geht dabei nicht darum, das ich dagegen wäre, diesen Menschen zu helfen. Nur was ich absolut nicht abkann, mir von diesen Leuten, die nichts, aber auch gar nichts selbst auf die Reihe bringen, sagen zu lassen, das alles Verkehrt läuft in der Gesellschaft und nur sie wissen, wie es besser laufen kann. Und damit alle anderen auf ihr Niveau herunterziehen, was letztenendes zum Bankrott einer Gesellschaft führt. Siehe Sozialismus, oder im moment sehr gut zu beobachten am an Mädchen ausgerichteten Schulsystem.

      • Imion

        „Nein, ist sie nicht, wahr sie noch nie. Frauen werden über alles in den Himmel gelobt, werden in Watte eingepackt, es werden ihnen alle schweren Arbeiten abgenommen, sie werden umsorgt, versorgt, hofiert und umschwärmt.“

        Vielleicht bei Dir zuhause!

        „Es geht dabei nicht darum, das ich dagegen wäre, diesen Menschen zu helfen.“

        Ich auch.

    • @christian
      Es kommt ja immer drauf an, was man als Frauenfeindlich ansieht. Die wahrheit über das Verhalten von Frauen zu postulieren wird ja auch gerne als Frauenfeindlich abgetan.

    • Ich werte ja nicht ab. Moralisch habe ich meine Befunde nicht eingeordnet. Ich sage auch nichts Besonderes oder Neues. Jeder kann sich von den dargestellten Fakten überzeugen, nämlich dass Feministinnen eine „weibliche Logik“ als Alternative zur herkömmlichen Logik nicht entwickelt haben, dass sie aber auch die „männliche“ Logik nicht anwenden wollen oder können. Diese Lantzsch und überhaupt der ganze Queer- und Gender-Feminismus sind doch das beste Beispiel für inhärente Widersprüchlichkeit. Trotzdem stört das keine seiner Vertreterinnen. Welche Belege für weibliche Unlogik brauchst du denn noch?

      Zur angeblichen Frauenfeindlichkeit: Bedenke doch mal, dass man nur von Menschen enttäuscht sein kann, von denen man irgendetwas erhofft oder erwartet, die man mag oder sogar liebt. Insofern sind mein Interesse und meine Sorge doch ein großes Kompliment an Frauen. Wäre ich frauenfeindlich, dann wäre es mir doch ganz egal, ob Frauen für logische Argumente zugänglich sind, ob sie sich einer völlig irrationalen und (auch für sie) schädlichen Doktrin namens Feminismus verschreiben oder nicht.

      • Zehen

        „Ich werte ja nicht ab. Moralisch habe ich meine Befunde nicht eingeordnet..“ – dann fange damit an.

        „Zur angeblichen Frauenfeindlichkeit: Bedenke doch mal, dass man nur von Menschen enttäuscht sein kann, von denen man irgendetwas erhofft oder erwartet, die man mag oder sogar liebt. Insofern sind mein Interesse und meine Sorge doch ein großes Kompliment an Frauen.“

        Kennst Du das Lied: Zärtlicher Tyrann oder Ladykiller? http://www.youtube.com/watch?v=l-JhPXtSOtw

  7. Das lustige daran ist ja, dass hier zwei Strömungen des Feminismus aufeinanderprallen. Einerseits will man natürlich belegen, dass Frauen alles genauso können wir Männer, im Guten wie im Schlechten. Andererseits ist es natürlich von Vorteil, wenn man als Feministin immer wieder darauf hinweist, dass Frauen eigentlich das bessere Geschlecht sind, weniger gewalttätig, friedfertiger, liebevoller etc. pp.

    Feminismus ist eine Kindergartenideologie – wie der Kommunismus.

  8. Die gesamte Diskussion, geführt auf der verengenden materialistischen Sicht, reduziert auf das— äußerliche Erscheinungsbild und kulturell-stereotypen Verhaltensmustererwartungen— Mann/Frau —bringt nicht weiter.

    In der Zeit nach A.Einstein und der Erkenntnis, dass ALLES materielle Sein seinen Ursprung im energetischen hat( E=mc²) muss die Sicht–Fragen und Antworten– erweitert werden.

    Weg von der materiellen hin zur energetischen Betrachtungsentwicklung unserer Evolution von den Bakterien bis zu deren INNERER Endo-symbiotischen Form der lebenden Zelle, dann deren Interaktionen,Spiegelungen und Rückspiegelungen,Strukturprägungs-
    mitnahmen in Ihren Zusammenschlüssen vom Einzeller bis zum Menschen in Ihren ÄUßEREN Exosymbiotischen wie INNEREN sndosymbiotischen Darstellungsinteraktionen und Strukturdominanzprägungen.

    Sehr gut insoweit-obwohl streng materialistisch-Lynn Margulis“Die andere Evolution“ ebenso Prof. Bauer “ Warum ich fühle, was Du fühlst“.

    MfG

    • dieblaueneu

      „In der Zeit nach A.Einstein und der Erkenntnis, dass ALLES materielle Sein seinen Ursprung im energetischen hat( E=mc²) muss die Sicht–Fragen und Antworten– erweitert werden.“ – finde ich auch.

      „Weg von der materiellen hin zur energetischen Betrachtungsentwicklung unserer Evolution von den Bakterien bis zu deren INNERER Endo-symbiotischen Form der lebenden Zelle..“

      Ab einem bestimmten Punkt kann ich nicht mitreden und darüber hinaus habe ich zurzeit genug Probleme mit ganzheitlichen Männern, die meinen Alltag verunglimpfen, also…

  9. Das sind ja ganz schlimme „maskulistische“, „antifeministische“ und „biologistische“ Argumente hier. Wo sich dein Blog nur hinentwickelt hat, Christian.

    Überall nur „Maskulismus“, „Antifeminismus“ und „Biologismus“.

    Bitte keine „maskulistischen“, „antifeministischen“ und „biologistischen“ Argumente mehr.

    Besser wäre „profeministisches“, „postpatriarchales“ und „geschlechtergerechtes“ Argumentieren.

    Und auf einem höheren geistigen Niveau, das uns Feministinnen gerecht wird…

    Also bitte keine „maskulistischen“ und „antifeministischen“ Argumente mehr. Auch keine „biologistischen“. Seht Ihr nicht, daß diese Argumente falsch sind?

    Also noch mal: Keine „maskulistischen“, „antifeministischen“ und „biologistischen“ Argumente mehr!

    Wir müssen totalitäre Denkstrukturen bekämpfen.

  10. Pingback: Mütter im Konkurrenzkampf « Alles Evolution

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